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    Allwetterzoo Münster

    Oskar Schwitters:   Der Förderverein scheint vom Masterplan sehr angetan zu sein.

    www.wn.de/Muenster/3122369-Allwetterzoo-Muenster-Zoo-Verein-lobt-Wilms-Masterplan
    (15.01.2018)
    Oliver Muller:   Kommt eigentlich irgend jemand hier im Forum an den Originalplan? Ich hatte beim Zoo angefragt, aber keine Antwort bekommen. Die bisher veröffentlichten Artikel laden ja mehr zur Spekulation ein, als dass sie aufklären.
    (15.01.2018)
    Oskar Schwitters:   Mittlerweile wurde der bekannte Online-Artikel übrigens durch eine neue Version ersetzt - und in der steht nichts mehr von Wildkamelen!
    (12.01.2018)
    Oliver Muller:   Auf den Bildern sind klar braune Tapire zu sehen, also vermutlich Flachlandtapire. Lieber wären auch mir Schabrackentapire.
    (12.01.2018)
    Hannes Lueke:   Wobei man eine VG von Vikunja, Tapir, Wasserschein udn Nandu schon in Osnabrück hat.
    Ich würde mich ja mehr über Schabarackentapire freuen. Die würden auch gut ins asiatsiche Bild des Zoos passen
    (12.01.2018)
    Oliver Muller:   @Tim Sagorski: Hatte ich auch schon vermutet, zumal ja auch ins Tropenhaus Südamerikaner einziehen sollen...
    (12.01.2018)
    Tim Sagorski:   Nur mal so... Guanakos und Vikunjas sind auch Wildkamele...
    (12.01.2018)
    Oliver Muller:   Ach was, ich dachte es gäbe keine Wildkamele in Menschenhand außer dem seinerzeit in Peking? :-o

    (11.01.2018)
    W. Dreier:   War mal kurz weg - und auch von mir ein erfolgreiches und gesundes Jahr allen Diskutierenden!

    Anbei das (damals ? ) einzige in einem Zoo ausgestellte Wildkamel: Beijing, 14.9, 1994
    (11.01.2018)
    Oskar Schwitters:   @Oliver Muller: Aus der Zakhyn Us von der Wild Camel Protection Foundation. Die Zucht dort scheint so erfolgreich zu sein, dass immerhin schon sechs ausgewildert werden konnten. Eine ex-situ Erhaltungszucht in Europa wäre in meinen Augen in höchstem Maße wünschenswert, sie könnten viele der artenschützerisch nutzlosen Haustrampeltiere ersetzen.
    (11.01.2018)
    Oliver Muller:   Ich bin nur gespannt, woher man Wildkamele beziehen will...
    (11.01.2018)
    Oliver Muller:   Ich bin nur gespannt, woher man Wildkamele beziehen will...
    (11.01.2018)
    Hannes Lueke:   Zuersteinmal, ich finde das Pferdemuseum ist das schlechteste was dem Zoo bis dato passiert ist!
    Insofern das Pferdemuseum geht bin ich auch mit einer Abgabe der Pferde einverstanden. Die Wildpferde, Dülmener Ponys und Pouito Esel können wunderbar am neuen Standort des Museums gehalten werden. Falls das Museum bleibt kommt man, meiner Meinung nach, nicht um die lebenden Ausstellungsstücke herum. Mit Riesenesel und Przewalski hat man auch noch zwei Tierformen die Erhaltungspotential haben.

    Die Wildmeerschweinchen als Abgang zu verzeichnen ist albern. Das ist ein kleines, lächerliches Terrarium mit dem Münsterschen (!!!) Wieselmeerschweinchen. Die 3 qm welche die Hausmeersäue am obligatorischen Streichelzoo einnehmen ist auch nicht gerade relevant.

    Potential für Neubauten sehe ich zwischen großem Spielplatz und Wildpferden. Dort sind noch großzügige Flächen verfügbar und das Delfinarium ist auch über.
    Auch hinter der Tropenhalle bis zum großen Teich ist noch einiges an Potential. An den Landoisplatz will ich garnicht denken. Platzverschwendung im Quadrat.
    Runter zur Aa sind noch Wiesen und man könnte auch die alte Gibboninsel wiederbeleben.

    Für die Giraffen würde ich mir eine Verbindung mit der großen Savanne wünschen, entweder mit einem neuen Haus im rückwärtigen Bereich (dort wo die aktuellen Savannenställe sind) oder noch besser, mit einer Brücke über dem Besucherweg!
    Gibt es in Disneys Animal Kingdom sogar für Elefanten (gut, die haben auch mehr Geld) und in Münster für die Ponys.

    Besonders schön finde ich den Asiatischen Schwerpunkt in der Planung, der fehlt im nahen Osnabrück. auch muss man etwas fahren um hier in der Gegened Zwergflusspferd und Tapir zu sehen. Wenn man nun noch die Breitmaulnashörner gegen Panzer tauscht, wäre es ideal!

    (11.01.2018)
    Sacha:   Also was ich unter diesem beigefügten Link lese, klingt schon mal sehr gut.

    Generell bin ich zwar ein Fan des Geo-Zoo-Prinzips, aber nach Klimazonen ordnen ist auch okay, zumal auch nicht jeder Zoo das Gleiche machen muss.
    Selten (oder genauer: noch nie) war ich von einem angedachten Austausch der Arten so begeistert wie jetzt. Was kommt (Komodowaran, Riesenotter etc.) ist 1000mal besser als was geht (Hausmeerschweinchen, Hauspferdrassen). Gerade der Hippomax/Hauspferd/was weiss ich wie noch genannt-Bereich war mir immer schon ein Dorn im Auge, da Platzverschwendung. Ja, ja, ich weiss, im Münsterland gibt\'s unzählige Pferdefans, Aber die können einen Gaul doch gleich beim Nachbarn angucken. Und ein Pferdemuseum kann man auch irgendwo am Stadtrand von Münster erstellen. Jedenfalls hoffe ich inständig, dass Willms damit durchkommt.
    (10.01.2018)
    Oliver Muller:   Endlich: der lang erwartete Masterplan für den Allwetterzoo ist da:

    http://m.wn.de/Muenster/3120904-Modernisierung-fuer-59-Millionen-Euro-Masterplan-fuer-den-Allwetterzoo-Muenster
    (10.01.2018)
    Adrian Langer:   http://www.wn.de/Muenster/3091013-Bedrohte-Schildkroete-Zoo-Muenster-gelingt-einzigartiger-Zuchterfolg

    Münster gelang die Erstzucht bei den Zhoui\'s Scharnierschildkröten!
    (14.12.2017)
    Adrian Langer:   http://m.wn.de/Muenster/3043642-Allwetterzoo-Muenster-Wie-der-Zoo-bedrohte-Arten-retten-will

    In Münster will man sich nun stärker dem Artenschutz rücken! In den Fokus sollen dabei besonders heimische Arten und ein Schutzgebiet in Kambodscha rücken!
    (06.11.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Der Masterplan wird doch schon länger angekündigt und sollte m. W. sogar nach der ursprünglichen Aussage eigentlich schon veröffentlicht sein?
    (14.07.2017)
    Adrian Langer:   http://www.wn.de/Muenster/2907367-Kontroverse-ueber-Managementkontrakt-Muensters-Zoo-soll-Masterplan-fuer-die-Zukunft-erstellen

    Münster soll einen neuen Masterplan erarbeiten!
    (14.07.2017)
    Adrian Langer:   http://mobil.ruhrnachrichten.de/nachrichten/vermischtes/aktuelles_berichte/Schwarzes-Gefieder-Besonderes-Straussen-Kueken-im-Zoo-Muenster-geschluepft;art29854,3305392

    In Münster gab es Nachwuchs bei den Straußen! Das besondere daran ist ein schwarzes Küken!
    (27.06.2017)
    Tom Schroeder:   Das Pinselohrschweinegehege steht momentan leer. Weiß jemand, ob diese Tierart (dann hoffentlich zugunsten einer bedrohten Schweineart) aufgegeben wurde oder ob neue Tiere dieser Art kommen?
    (26.05.2017)
    Tom Schroeder:   Im Zooshop gibt es übrigens neuerdings individuelle Plüschtiere, die auf dem Einnäher dann auch ihre Namen tragen: Pinguin Sandy, Elefantenbulle Alexander - tatsächlich mit nur einem Stosszahn!!! - und ein hornloses Nashorn, nämlich eben das erst am Samstag geborene Jungtier Amiri. Sieht also so aus, als hätte ein Weibchen auch Amiri geheißen - die hatten die Stofftiere mit Namen offensichtlich schon fertig...
    (23.05.2017)
    Tom Schroeder:   Jungtiere: 1 Guereza von Januar, fast umgefärbt, drei Varis aus dem April, mit Geduld gut zu sehen, 1 Gelbbrustkapuziner vom April, 1 Weissgesichtssaki vom April, 1 Przwalski, 2 Bongos aus Januar und April - allesamt heute gut zu sehen gewesen. Heute für mich unsichtbar aber laut Homepage vorhanden zwei Elenantilopen, ein Springbock, ein indischer Flughund, vier Sternschildkröten und ein Gänsegeier. Das Breitmaulnashorn vom Samstag hinzugenommen, ist da im ersten Halbjahr ziemlich attraktives Jungvolk zusammengekommen!
    Bei den Flamingos sah ich nur einen der drei Jungvögel aus 2016.
    Das Nashornjungtier war heute bereits trotz angrenzender recht lauten Raubkatzenbaustelle draußen, sehr aktiv und super zu sehen. Die PflegerInnen scheinen bei Janes zweitem Jungtier viel gelassener - keine Absperrung vor dem Antritt zum Aussengehege, das war beim ersten Jungtier ganz anders...
    Die Tiger-Aussengehege sind schon recht fortgeschritten, beide Gehege sind von einem recht hohen und stabil wirkenden Zaun umgeben, durchbrochen von mehreren großen Glasscheiben, die wiederum von (Kunst?) Fels gerahmt sind. Größentechnisch sind die Gehege sicher eine Verbesserung, jedoch leider auch meiner Einschätzung nach nicht der große Wurf... Aber da werden wohl die Finanzen eine enge Grenze gesetzt haben. Das Baukonzept scheint so zu sein, dass zuerst die Tiger bedient werden und anschließend die Leoparden. Hier ist außer dem Rückbau der alten Gehegestrukturen und der Fundamentlegung für die Käfigpfosten noch nicht so viel passiert. Ausserdem wurden bei den Tigern außen und bei den Leoparden außen wie innen Zugangsschleusen gebaut. Ansonsten wirkt es auf mich so, als würden die Innenkäfige keine Vergrößerung/starke Veränderung erfahren.
    Die Zweifarbtamarine sind ins Tieraffenhaus eingezogen, mit einem Kugelgürteltier als Untermieter. Innen vor dem Käfig ist noch ein unbenutzter dritter Schildhalter angebracht, sodass es auf mich wirkt, als käme noch eine dritte Tierart hinzu. Soll ja ein SüdamerikaHaus sein - vielleicht Faultiere oder Tamanduas?
    Nach der kleinen Erweiterung des Trampeltiergeheges aus dem letzten Jahr, wurde nun der trennende Zaun zwischen Trampeltieren und Przwalskis (übrigens auch wieder mit aktuellem Jungtier) nun zugunsten der Przwalskis versetzt.
    (23.05.2017)
    Klaus Schueling:   Pressemeldung aus dem Allwetterzoo Münster

    Breitmaulnashorn Jane aus dem Allwetterzoo Münster brachte am 20. Mai 2017 ihr zweites Kalb zur Welt! Es ist ein Junge und soll Amiri heißen.

    Die 17-jährige Nashornkuh Jane ist erneut Mutter: am 20 Mai um 16:30 Uhr kam ihr zweites Kalb im Allwetterzoo Münster zur Welt. Ihr erstes Kalb Eno bekam sie am 23. Mai 2013. Nun ist Jane zum zweiten Mal Mutter und auch dieses Mal ist es ein Junge, der Amiri heißen soll. Die Geburt verlief vorbildlich, Mutter und Kalb geht es gut. Die Nashornträchtigkeit dauert 16 Monate!

    Damit Jane sich in aller Ruhe und ungestört an ihr Mutter-Dasein gewöhnt, war die Nashorn-Halle vorerst für Besucher geschlossen. Seit Montagnachmittag ist die Halle wieder geöffnet, so dass Mutter und Kalb für die Besucher zu sehen sind!

    Breitmaulnashörner sind stark von der Ausrottung bedroht. Besonders in den letzten Jahren haben Wilderei und die Jagd auf das begehrte Nasenhorn stark zugenommen. Im Freiland gibt es weniger als 20.000 Breitmaulnashörner und jährlich werden derzeit über 1.000 Tiere gewildert! Im Allwetterzoo ist die Freude über Janes Kalb daher groß. ?Zoologische Gärten auf der ganzen Welt leisten mit der Nashornzucht einen wertvollen Beitrag für die Erhaltung dieser Art?, so Zookurator Dr. Dirk Wewers. ?Auch wir sind Teil des EEPs und freuen uns daher sehr, dass Jane erneut Mutter geworden ist.?

    Im Allwetterzoo Münster leben zurzeit vier Breitmaulnashörner: Der Bulle Harry (26 Jahre) sowie die beiden Kühe Vicky (30) und Jane (17) mit Jungtier Amiri vom 20. Mai 2017. Jane kam 11-jährig im Oktober 2011 aus dem Safaripark Blair Drummond bei Edinburgh in den Allwetterzoo. Am 23. Mai 2013 kam ihr erstes Kalb Eno zur Welt, der seit Dezember 2016 im Zoo Lille in Frankreich lebt.
    (22.05.2017)
    Adrian Langer:   Klaus das \"Maskottchen\" des Zoos ist im hohen Alter verstorben! Er musste aufgrund von Altersbeschwerden eingeschläfert werden! Ob ein neues Männchen kommt ist noch nicht bekannt!
    (16.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.wn.de/Muenster/2775925-Grossbaustelle-im-Zoo-Mehr-Spielraum-fuer-grosse-Katzen

    Ein Zwischenstand zur Sanierung der Leoparden- und Tigeranlagen.
    (19.04.2017)
    Lukas Wittsieker:   Außerdem werden die Gorilla-Innenanlagen etwas erneuert so das in Zukunft nicht mehr diese badezimmer wirkenden Fliesen nicht mehr so in den Blick fallen. Ich hoffe das ein paar Bäume in Zukunft noch rein kommen und das an ein paar Bretter an das Gitter dran macht so das man die Käfige im Hintergrund nicht mehr sieht. Außerdem vielleicht noch Holzhack am Boden wie im Wintergarten.
    (27.07.2016)
    Holger Wientjes:   @Lukas W.: Die Tamarin-Art, die neu einziehen soll, ist bis jetzt namentlich nicht genannt. Es war, wie unten zu lesen, lediglich wohl ein Bild mit S. bicolor zusehen. Also erstmal abwarten.
    (27.07.2016)
    Lukas Wittsieker:   Schön das jetzt auch eine seltene Tamarinart in den Allwetterzoo kommt. Ich hoffe es kommen noch weitere Arten dazu wie am Gehege beschrieben ist weil die Anlage ist für eine Krallenaffenart doch schon sehr groß

    Außerdem werden zur Zeit die Innenanlagen der Gorillas etwas renoviert so das man in Zukunft nicht mehr diese Badezimmerartigen Fliesen nicht mehr so sieht, so wie es auch bei den Raubkatzen auf nun der Fall ist. Ich hoffe es kommen noch Holzhack als Bodenbedeckung und paar Kletterbäumer hinein damit es auch innen etwas natürlicher wirkt, Außerdem könnte man noch die Gitter im Hintergrund etwas mit Naturholzbretter verkleiden, weil das sieht ja nicht gerade toll aus. Aber die großen Baumaßnahmen kommen noch wenn das Geld da ist.

    (26.07.2016)
    Holger Wientjes:   @Michael: Natürlich, aber warum auch nicht !? Sind attraktive und bedrohte Arten (wobei Magdeburg Gürtelvaris hält). Der Unterschied ist halt, dass man zusätzlich noch andere Arten hält.

    @Hannes Lueke: Sehe ich im Grunde genauso (gerade das Aquarium besuche ich selten, da es recht langweilig ist), wobei Münster trotzdem zum \"Pflichtprogramm\" eines Zoogängers gehört. Denn, da hat Ulli vollkommen recht, die Arten sind nicht alles. Und was die Anlagengestaltung angeht ist Münster immer schon einen Besuch wert !
    Die Muntjaks besitzen allerdings ein eigenes Gehege. Was den Abbau der Entfernung zwischen Mensch und Tier angeht, so sehe ich Münster hier allerdings schon seit jeher aufgrund der vielen begehbaren Häuser, ganz weit vorne. Da haben viele andere Zoos Nachholbedarf bzw. haben bei Neubauten leider drauf verzichtet, weil der Besucher ja sonst merken könnte, dass man sich in einem zoologischen Garten und nicht in freier Wildbahn befindet...

    (20.07.2016)
    Hannes Lueke:   Es ist gut möglich, dass die massiven und trotzdem recht beengten Innenanlagen ein hinzufügen weiterer Arten in Münster erschweren. Aber genau dieses gewisse Etwas macht schließlich Zoos wie Magdeburg oder, für mich neu, Pilsen aus.
    In Münster hat man Bongos. Warum nicht Bongo mit Rotducker? Warum nicht Rothalsstrausse auf die Afrikawiese (die ansonsten toll ist)?
    Warum kein Unterbesatz bei den Nashörnern mehr? Warum ist das Terrarium und Aquarium, bis auf wenige Ausnahmen (Buntleguan), bestückt wie eine Zoohandlung?
    Ich denke mit ein paar vertreuten Terrarien in den Tierhäusern (wie bereits im Giraffenhaus), ein bisschen mehr Unterbesatz (wie die Muntjaks bei den Kapuzinern) und einem weiteren Tauschen von Arten (wie Apella gegen Gelbbrustkapuziner) kann man sich zum besonderen Zoo mausern und nicht länger in der Masse untergehen. Dann noch die Entfernung von Mensch und Tier weiter abbauen (wie durch die Verkleinerung der Absperrungen bei den Bären) und der Zoo wird Pflichtprogramm
    (20.07.2016)
    Michael Mettler:   @Holger: Ohne Kattas und SW-Varis geht\'s allerdings auch in Rheine und Magdeburg offenbar nicht ;-) Sind in Münster eventuell die verfügbaren Innenanlagen der limitierende Faktor, der das Hinzufügen weiterer (seltenerer, aber für Besucher unspektakulärer) Lemurenarten verhindert?
    (20.07.2016)
    Holger Wientjes:   Also zumindest mich zieht es da schon immer wieder hin. ;-)
    (19.07.2016)
    Hannes Lueke:   Ich unterschreibe Holgers Aussage voll und ganz
    Ich höre hier im Münsterland von Freunden und Kollegen immer wieder, dass ein vergangener Besuch im Allwetterzoo zwar schön war aber, dass einen dort nichts wieder hinzieht. Der Zoo ist teuer und er hebt sich einfach nicht von der Masse hier in der Umgebung ab. Er hat extrem viel Potential und ich mutmaße es ist aufgrund des langwierigen Direktorenwechsels wenig passiert aber da muss jetzt einfach was kommen
    Mein Gefühl ist jedoch sehr gut mit der neuen Direktion
    (19.07.2016)
    Holger Wientjes:   @Ulli: Münster hat sicherlich einen guten Tierbestand, jedoch ohne - bisher - übermässig auf \"zoologische Leckerlies\" zu setzen.

    Die Schildkröten, die gehalten und gezüchtet werden, sieht man bei einem normalen Besuch leider nicht.

    Die Zuchtgruppen der Menschenaffen, Nashörner und Elefanten sind wunderbar. Nur kann man die Arten in vielen anderen Zoos (auch in NRW) auch bewundern.

    Dass man den gehaltenen Arten viel Platz zugesteht ist super, da hat niemand etwas einzuwenden. Nur hat das nichts damit zu tun WELCHE Arten gehalten werden.

    Die Affen-Anlagen gefallen mir sehr gut. Da hat sich in den letzten Jahren viel getan ! Aber auch hier zeigt man lediglich die oft gehaltenen SW-Varis und Kattas. Rheine oder Magdeburg zeigen jüngst, dass es auch anders geht.

    Die Zoopädagokik sowie der in-situ-Schutz haben nun wirklich nichts mit dem Tierbestand zu tun.

    Sprich: Toller Zoo, in vielem vorbildlich. Aber der Bestand könnte etwas interessanter werden. Falls wirklich S. bicolor einziehen sollten, wäre das ja schonmal prima.
    (19.07.2016)
    Holger Wientjes:   Test
    (19.07.2016)
    Ulli:   Ich weiß gar nicht was immer an Münsters Tierbestand herumgemeckert wird.

    Man ist im Rahmen des IZS sehr stark in der Schildkrötenzucht engagiert.

    Man nimmt an 9 ISB, 27 EEP und 20 ESB teil. Man hält Zuchtgruppen bei den Gorillas, Orang-Utans und Breitmaulnashörnern sowie potentiell bei den Asiatischen Elefanten, was jedem anderen Zoo zur Ehre gereicht.

    Vor allem bietet man den vorhandenen Tierarten viel Platz und verzichtet lieber hier und da auf eine weniger bedrohte Form.

    Man hat tolle begehbare Affenanlagen.

    Die Zoopädagogik ist vorbildlich.

    Zudem ist man sehr stark im in-situ-Schutz engagiert.

    Ich finde den Zoo Münster inzwischen sehr schön eingegrünt.

    P.S. Ich hoffe natürlich auch, dass sich das Angebot im Zooshop unter der neuen Leitung positiv entwickelt.

    (18.07.2016)
    Tom Schroeder:   Neuigkeiten der letzten Monate:
    - Der Zooshop ist geräumt, dem noch relativ neuen Pächter ist gekündigt und der Zoo wird in Zukunft den Shop in Eigenregie führen - endlich!!! Hoffentlich kommt man nun endlich weg vom vielen Billig-(China-)-Zeugs hin zu einem hochwertigen Sortiment mit hoffentlich wieder großer Bücherecke usw.
    - Die Muntjaks haben das erste überlebende Jungtier.
    - OrangUtan-Nachwuchs Ito (fast 10 Jahre alt) verlässt demnächst den Zoo. Orang Utan Sari (46 Jahre alt) ist gesundheitlich angeschlagen und zur zeit hinter den Kulissen.
    - Das Ex-Mandrill-Abteil ganz rechts wird zur Zeit für eine neue Krallenaffenart umgestaltet (optisch sehr ähnlich der \"WG\" mit den Zwergseidenäffchen, Goldenen Löwenäffchen und Kugelgürteltier - sieht schon recht ansprechend aus), auf den Hinweisschildern ist die neue Art nicht namentlich genannt, jedoch mit einem Portrait eines Zweifarbtamarins versehen - es scheint sich etwas zu tun im Kampf gegen die Langeweile bei den in Münster gehaltenen Tierarten.
    - Außen am Niederen Affenhaus können zur Zeit die 7,7 Gelbbrustkapuziner auch die Ex-Mandrill-Aussenkäfige nutzen, wenn dort nicht gerade umgestaltet wird. Die Gruppe hat sich toll entwickelt!
    - Das Trampeltier-Aussengehege wird zur Zeit erweitert - dem alten Gehege wird das Gelände zugeschlagen, auf dem ehemals Wildschweine bzw. Halsbandpekaris lebten. Ich denke und hoffe, dass nach Fertigstellung die Barriere zu den Przwalskis zugunsten der Wildpferde verschoben werden wird, denn sie haben den Platz-Zugewinn eindeutig nötiger als die Trampeltiere.

    (17.07.2016)
    Holger Wientjes:   Aber was spricht prinzipiell gegen massive Zoogebäude ?? Das ist doch von der Bausubstanz her super ! Das heisst ja nicht, dass man sie nicht von aussen aufhübschen und den nackten Beton kaschieren kann. Warum der Zoo nach so vielen Jahren immer noch so ein Image besitzt ist mir allerdings auch schleierhaft. Da habe ich andere Zoos \"schlimmer\" in Erinnerung.
    Doch ! Dass man seit Jahren dabei ist muss meiner Meinung nach schon Erwähnung finden, da es sonst ein falsches Bild auf den Vorgänger wirft ! Man hätte ja durchaus formulieren können, dass man WEITERHIN diesen Weg verfolgen wird.
    (06.04.2016)
    Hannes Lueke:   Nicht nur das es tatsächlich noch einige Stellen gibt, dem Zoo hängt noch immer das Image des Betonzoos hinterher. Das Gesamtbild des Zoos ist zudem geprägt von massiven Bauten. Da kann man verkleiden und verstecken wie man will. Es wird immer in einer gewissen Form erhalten bleiben.
    In dem Artikel wird dem Besucher durch diese Aussage nur suggeriert, dass man eben weg von diese Atmosphäre will.
    Das man bereits seit Jahren dabei ist muss man nicht zwingend erwähnen, für die PR ist nur wichtig eine Aussage herauszugeben, dass sich etwas verändert.
    (06.04.2016)
    Holger Wientjes:   @Lukas W.: Ja, nur suggeriert der Artikel, dass dieses Vorhaben (\"weg von der Waschküchen-Atmosphäre\") erst jetzt in Angriff genommen werden soll, nicht , dass es schon zuvor Veränderungen in diese Richtung gab.
    (05.04.2016)
    Lukas Wittsieker:   In dem linken Teil sollen die Kapuziner noch bekommen und in den rechten Teil sollen noch neue Tierarten welche es sein werden ist vom Zoo noch ne Überraschung für die Besucher

    Holger@Auch wenn Adler schon Beton und Fließen verschwindet hat, es gibt trotzdem noch ein paar Stellen zB Giraffen,Affen,Bären,Löwen,Geier

    Was ich immer noch gerne wissen will, was eigentlich neben der Trampeltier-Anlage entsteht weil die Fläche neben ein alten Stallgebäude wurde frei gemacht so das es aussieht das mann das Gebäude noch nutzen will.
    (05.04.2016)
    Jörn Hegner:   was kommt jetzt in der ehemaligen mandrill-anlage hinein ?
    (01.04.2016)
    Oliver Muller:   Zum Thema \"Neue Arten und Alleinstellungsmerkmale\": In einem Artikel vor kurzem wurde zumindest verraten, dass Wilms ein Fan von Fingertieren, Erdferkeln und Okapis sei. Was immer das heißt...
    (13.03.2016)
    Holger Wientjes:   Ich denke auch, dass Münster mit Herrn Wilms eine sicherlich gute Wahl getroffen hat. Der Artikel wirft allerdings, neben der bereits von Michael Mettler formulierten, weitere Fragen auf wie ich finde.
    Was hat es z.B.mit dem Eingangs erwhnten Krokodil als Wunschart auf sich ? Krokodile gibt es doch in Münster, wenngleich auch in der kleinen \"Kaimanversion\". Will man für grosse Arten neu bauen ?
    Die erwähnte \"Waschküchen-Atmosphäre\" und Betonoptik ist doch auch schon unter Adler weitestgehend in den Hintergrund getreten. Wäre für mich jetzt kein vordergründiges Problem.
    Gespannt bin ich auch, wie \"mehr Natur\" und ein \"Erleben mit allen Sinnen\" aussehen wird. Begehbare Anlagen gibt es ja schon bereits einige und ich könnte mir jetzt nicht zwingend Arten vorstellen, bei denen weiterer enger Kontakt möglich wäre. Sehen, hören, riechen und oftmals fühlen kann ich die Tiere auch jetzt schon. Und ob man sie künftig schmecken können wird ist fraglich...
    Wenn Herr Wilms laut Artikel dem Zoo eine Perspektive geben möchte, stellt sich die Frage, ob der Allwetterzoo momentan perspektivlos ist.
    Auf die angesprochenen Verbesserungen bei den Giraffen und Grosskatzen freue ich mich. Die Gorilla-Haltung kann man sicherlich im Innenbereich noch verbessern (auch das wurde ja schon unter Adler thematisiert so viel ich weiss), insgesamt, vor allem nachdem nun auch die Fläche der Schimpansen hinzukam, halte ich sie aber bereits jetzt schon für eine der besseren in Deutschland.
    Eine weitere Eintrittspreiserhöhung halte ich nur für gerechtfertigt, wenn man den Tierbestand deutlich (!) erhöht ! In diesem Zusammenhang bin ich sehr gespannt, ob, nachdem in jüngster Zeit zahlreiche Tiere den Zoo verlassen haben, wenigstens bezüglich der angedachten und sehr bedauerlichen Abgabe der Leoparden ein Umdenken erfolgt.
    (13.03.2016)
    Hannes Lueke:   Ich denke Herr Wilms geht den richtigen Weg im Allwetterzoo
    Zwei Punkte die mich persönlich schon lange gestört haben sind ihm zu meiner Freude auch aufgefallen
    Zu starke Artenreduktion und zu wenig Alleinstellungsmerkmale
    Ich freue mich

    http://m.wn.de/Muenster/2297308-Allwetterzoo-Muenster-Zoodirektor-Dr.-Thomas-Wilms-hat-den-Masterplan
    (13.03.2016)
    Michael Mettler:   Laut Artikel denkt Wilms an \"eine Öffnung des Tierbestandes für die wissenschaftliche Forschung\". Hat es die etwa bisher nicht gegeben? Oder hat da nur die Zeitung etwas falsch wiedergegeben?

    Mal sehen, wie es jetzt in der Leopardenfrage weitergeht.
    (13.03.2016)
    Hannes Lueke:   Ich denke Herr Wilms geht den richtigen Weg im Allwetterzoo
    Zwei Punkte die mich persönlich schon lange gestört haben sind ihm zu meiner Freude auch aufgefallen
    Zu starke Artenreduktion und zu wenig Alleinstellungsmerkmale
    Ich freue mich

    http://m.wn.de/Muenster/2297308-Allwetterzoo-Muenster-Zoodirektor-Dr.-Thomas-Wilms-hat-den-Masterplan
    (12.03.2016)
    Lukas Wittsieker:   Heute ist die Mandrill-Gruppe nach Magdeburg umgezogen, in einen Teil sollen noch die Gelbbrustkapuziner einziehen und in den anderen Teil soll eine andere Tierart einziehen welche ist noch nicht bekannt.Ich es wird eine aus Südamerika sein weil dann hat man ein reines \"Südamerikahaus\" oder gibt es schon Überlegungen welche Art es sein wird???
    (22.02.2016)
    Hannes Lüke:   In Magdeburg wurde der Streit mit dem Nachbarn nun endlich beigelegt
    Der Umbau des Hauses soll auch weit fortgeschritten sein, die Mandrill werden somit wohl bald umziehen

    Was die Nachnutzung angeht denke ich wird aktuell nicht viel passieren. Die gesamte Politik der letzten Jahre durch Dr Adler ist von wenigen Veränderungen geprägt. Ich vermute er will, berechtigterweise, keine angefangenen Baustellen hinterlassen. Jetzt wo der Zoo endlich einen Nachfolger hat wird wohl so einiges angepackt werden.
    (23.11.2015)
    Lukas Wittsieker:   Gibt es Neuigkeiten wann die Mandrills nach Magdeburg kommen und was danach mit der Anlage passiert?
    (10.11.2015)
    Lukas Wittsieker:   Bin gespannt was er so geplant
    (13.10.2015)
    Michael Mettler:   Da hier noch gar nichts darüber zu lesen war: Der Nachfolger von Zoodirektor Adler steht inzwischen fest. Es wird Dr. Thomas Wilms, derzeit stellvertretender Direktor in Frankfurt und früher Leiter des Reptiliums Landau.
    http://www.wn.de/Muenster/2116553-Rat-hat-entschieden-Wilms-zum-Zoo-Chef-gewaehlt
    (07.10.2015)
    Lukas Wittsieker:   Ich hoffe man holt eine neue Südamerikanische Art nach Münster zB Brüllaffen,Totenkopfäffchen oder Faultiere

    Außerdem stand in der Westfälischen Nachrichten das der Zoo 3 mögliche Zoodirektoren im visier.die Wahl findet am 31.8 statt.
    (17.08.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Der Magdeburger Zoo hofft, dass er Ende 2015 das umgebaute Affenhaus mit der Mandril-Anlage eröffnen kann. Daher gehe ich davon aus, dass der Allwetterzoo seine Mandrils frühestens Ende des Jahres an Magdeburg abgeben wird. Ein Nachbesatz der Anlage mit Südamerikanern würde ich auch am passendsten finden.
    (16.08.2015)
    Lukas Wittsieker:   In einem Artikel in der Westfälischen Nachrichten steht:
    Die Leoparden-Käfige komplett abgerissen werden,anscheint plant man wohl eine große Erweiterung der Tiger-Anlage,ich hoffe das die jetzige Tigeranlage dann auch umgestaltet wird,der Umbau wird starten wenn der letzte Leopard den Zoo bis 2016 verlassen hat,gibt es schon pläne wie die Anlage später aussehen soll???

    Der Umbau des Menschenaffenhauses wird wohl laut Adler 2016/2017 modernisiert weil die Finanzierung noch nicht feststeht

    Zu Abgabe der Mandrills wurde nichts bekannt gegeben und was mit Anlage passiert steht laut PN von Zoo steht wohl noch nicht,aber ich bleibe immer noch meiner Meinung das dort hoffentlich eine Südamerikanische Art einzieht wo der Platz dann auch ausreicht ohne das man viel Geld dort rein stecken muss,dann hätte man quaisi ein reines Südamerikahaus zB Freilebende Faultiere wären auch nicht schlecht ;)
    (16.08.2015)
    Holger Wientjes:   @Hannes Lüke: Zumindest Löwen- und Zwergseidenäffchen haben doch eine einsehbare Inselfreianlage.
    (20.07.2015)
    Lukas Wittsieker:   Ich kann mir vorstellen das man dort ein Südamerikahaus raus machen könnte zB das man in dem Haus eine \"Faultierstraße\" errichtet wäre ein Vorschlag für die Zukunft.Vielleicht lässt sie der zukünftige Direktor was einfallen.

    Wann läuft eigentlich der Vertrag von Adler aus war das nicht Ende Oktober oder wird er verlängert wenn kein Nachvolger gefunden wurde?
    (20.07.2015)
    Hannes Lüke:   Wenn ich raten müsste nicht viel.
    Für mich riecht die aktuelle Tierabgabepolitik ganz stark danach, dass Dr Adler, fairerweise, keine Großbaustellen vererben möchte. Ich behaupte einfach mal die Kapuziner übernehmen das Haus vorrübergehend komplett oder aber man baut einen der Außenkäfige simpel zu einer Schauanlage für die Krallenaffen um. Aktuell haben diese jeweils kleine aber für den Besucher nicht einsehbare Außengehege
    (20.07.2015)
    Lukas Wittsieker:   Was plant der Allwetterzoo eigentlich für die Zukunft,vor allem neue Tierarten oder Gehegeumgestaltungen,weil man hört in letzter davon sehr wenig

    Wer wird eigentlich nachfolger von den Mandrills ich hoffe eine neue Affenart und nicht die Kapuziner sie haben ja schon die Anlage am Kanal bekommen die ja selten von den benutzt wird
    (18.07.2015)
    Ralf Sommerlad:   Gibts eigentlich was Neues aus Insiderkreisen zur Adler-Nachfolge nach dem unsäglichen Desaster um Fast-Nachfolger Perret?
    (08.04.2015)
    Lukas Wittsieker:   Gab es schon Vorschläge welche Arten neu in das Haus ziehen

    Die Kapuzineraffen haben ja genug Platz.ansonsten kann man die Kapuziner und das Gehege der neuen Affenart ja nach vorne vorlegen so wie bei den Löwen und wie es bei den Gorillas geplant ist
    (07.04.2015)
    Jörn Hegner:   die nachfolger für die mandrills sind noch nicht bekannt .
    (06.04.2015)
    Lukas Wittsieker:   Im kleineren Teil der Erdmännchen-Anlage leben jetzt 3 Weißschwanz Stachelschweine,leider waren sie nur in dem neuen Besucher einsehbaren Haus zusehen später sollen sie noch mit den Erdmännchen vergesellschaftet werden
    (05.04.2015)
    Lukas Wittsieker:   Im Wegweiser steht drin das die Mandrills den Zoo verlassen um Platz zu machen für eine andere,kleinere Affenart.Vielleicht kommen ja Brüllaffen oder andere Sakiart nach Münster,weil der Zoo hat die Preise erhöht und es werden ständig Tiere abgegeben
    (15.03.2015)
    Jörn Hegner:   ist denn sonst noch eine andere affenart geplant .
    (15.03.2015)
    Lukas Wittsieker:   Die Gelbrustkapuziner haben eigentlich schon viel Platz,wenn man sich mal die große Anlage am Kanal mal anschaut.Ich hoffe dort kommt noch eine andere Affenart hin
    (15.03.2015)
    Jörn Hegner:   der allwetterzoo münster gibt nun dieses jahr seine mandrills komplett ab . zwar aus den grund weil die gelbbrustkapuziner mehr platz brauchen . die mandrills kommen nämlich in den zoo magdeburg . dort war ich gestern und es sagte mir der kai perret .
    (15.03.2015)
    Niko Alf:   Michael Mettler hat nicht ganz unrecht, allerdings ist Artenreduzierung hier vielleicht auch das falsche Wort.
    Zum Vergleich mal die Anzahl der Vogelarten in Köln für den Zeitraum 2008-2012:
    2008: 173
    2009: 187
    2010: 206
    2011: 207
    2012: 217
    (07.03.2015)
    Holger Wientjes:   Köln mag die Artenvielfalt im Vogelbereich reduziert haben, dies ist ja ein allgemeiner und auch gerechtfertigter Trend in der Zoowelt, aber der Bestand ist immer noch erstaunlich und sicherlich umfangreicher als in manch einem kleinen Vogelpark. Den Vogelbestand in Münster würde ich trotzdem im Vergleich zu Köln oder vergleichbaren Zoos als vernachlässigt bezeichnen.
    (07.03.2015)
    Michael Mettler:   @Julian Overberg: Köln hat z.B. die Artenvielfalt in der Fasanerie und auf den Wasservogelteichen reduziert. Wenn ich mich an den Artikel über die Umstrukturierung recht erinnere, werden z.B. bei den Enten oder den Kleinvögeln jetzt weniger Arten, dafür jeweils mehr Individuen pro Art gehalten als vorher (teilweise sowohl im Schaubereich als auch im Zuchtbereich hinter den Kulissen). Man achtet mehr darauf, keine übriggebliebenen Einzelvögel zu halten, die zwar die Artenvielfalt erhöhen, aber zur Arterhaltung eben nichts beitragen können. Wobei ich "Arterhaltung" in diesem Fall nicht nur auf bedrohte Arten beziehe, sondern im einfachsten Fall schon auf den Aufbau einer sich selbst erhaltenden Zoopopulation. Viele Zoos haben in der Vergangenheit lieber den Weg zum Vogelhändler gewählt als selbst zu züchten, da gibt es auch bei Allerweltsarten noch reichlich Nachholbedarf.

    Bunt besetzte Tropenhallen sind schön, aber was nützt es, wenn Arten darin z.B. um die selben Brutplätze konkurrieren? Das bringt nur Unruhe rein, und die ist der Nachzucht nicht förderlich.
    (06.03.2015)
    Holger Wientjes:   @Julian O.: Prima ! Danke für die Info !
    (06.03.2015)
    Julian Overberg:   @Holger Wientjes: Flughunde habe ich bei meinem letzten Besuch im Oktober letzten Jahres mehr gesehen. Sie hingen praktischerweise direkt neben dem Weg. Waren so 7 oder 8.

    @Michael Mettler: Was genau macht Köln denn anders? Und wo liegt das Problem bei anderen Zoos?
    (06.03.2015)
    Sacha:   @MM: Dafür sind es in Arnheim mehr und teilweise grössere, plumpere Vögel (Leckerbissen). Und die Zwergottergruppe in Arnheim ist m.W. auch zahlreicher als die in Münster.
    (06.03.2015)
    BjörnN:   Die Leipziger Riesenotter lassen sich zumindest die Grünen Leguane regelmäßig schmecken.
    (06.03.2015)
    Michael Mettler:   @Sacha: Keine Ahnung. Aber in Burgers Bush und in Gondwanaland haben die Vögel eine Menge mehr Auswahlmöglichkeiten, was Gewässer betrifft; das senkt schon mal die statistische Wahrscheinlichkeit, in den Otteranlagen zu landen ;-)
    (05.03.2015)
    Hannes Lüke:   Das ist eine Frage die ich mir auch schon gestellt habe
    Die Tatsache, dass auch in Burgers Bush einiges ausgestorben ist könnte (gemeinsam mit schlechter Aufzucht) auch auf die Otter zurück zu führen sein
    Evtl ist der heutige bestand der an die Gegebenheiten der letzten 25 Jahre angepasste
    Andererseits beweist Leipzig mit den riesenottern das die "Wölfe des Amazonas" auch nicht alles killen

    (05.03.2015)
    Sacha:   @MM und Hannes Lüke: Wie steht es denn in Arnheim mit dem Beutefang der Zwergotter? Immerhin sind die ja in Burgers Bush auch mit Vögeln (und anderen Tieren) vergesellschaftet.
    (05.03.2015)
    Michael Mettler:   @Holger: Ich meine mich von einem früheren Besuch her an eine Reihe von Vogelschildern in der Oranghalle erinnern zu können, die von Ulli eingestellte Artenliste kann also durchaus real existiert haben.
    (05.03.2015)
    Hannes Lüke:   Zu den Kois in der Tropenhalle:
    Ich habe mal gehört Herr adler ist ein großer Freund von Haustierfarbformen. Das soll wohl der Grund für die Kois und auch die Wellensittiche sein.
    Ansich weiß man ja, dass Otto-N sich im Zoo gerne seinen Bubi oder seinen Goldfisch ansieht aber in der Tropnhalle sind sie tatsächlich deplaziert

    Ich vermisse in der Tropenhalle auch sehr die Spinte. Deren Fütterung war auch ein regelmäßiges Highlight.
    (05.03.2015)
    Hannes Lüke:   Wenn ich mir ansehe wie meine Erdmännchen und Nasenbären Spatzen aus der Luft holen denke ich, dass ne schwere Krontaube oder ähnliches gegen nen Otter keine Chance hat.
    (05.03.2015)
    Holger Wientjes:   @Ulli: Ist die Liste von ZooLex ? Könnte es sein, dass das ´mal der Wunschbestand war ? Ansonsten muss der wirklich ruckzuck dezimiert worden sein.
    (05.03.2015)
    Michael Mettler:   Falls es tatsächlich an Säuger-Mitbewohnern liegen sollte, dass der Vogelbestand in der Orang-Halle geschrumpft ist, dann würde ich nicht nur die Orangs zu den Verdächtigen zählen. Irgendwann will jeder Vogel mal trinken oder baden, da könnten dann auch die Otter "Krokodil gespielt" haben.
    (05.03.2015)
    Hannes Lüke:   Die Bartaffen kamen aber erst deutlich später in den Bestand
    Vergessen wurde der Geckobestand.
    Zumindest Hausgeckos sind ebenfalls in der Halle
    (05.03.2015)
    Ulli:   Erstbesetzung der ZoOrangerie unter http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=216
    (05.03.2015)
    Holger Wientjes:   @Gudrun B.: Den Kleinsäugerbestand finde ich persönlich jetzt gar nicht ´mal so schlecht mit Elefantenspitzmaus, Wieselmeerschweinchen, Stachelmäusen und Gundis.

    @Michael M.: Den letzten Leoparden nun nach Hamm zu geben wäre theoretisch sicher möglich. Aber was bringt es von seiten des Allwetterzoos zu argumentieren, die Tiere an eine geeignetere Haltung abgeben zu wollen, weil man diese ja anscheinend nicht mehr selbst bieten kann, und sie dann in einen ähnlich grossen Käfig abzugeben, wo das Tier auch nicht besser untergebracht ist ? Hinzu käme, dass Hamm ja "um die Ecke" liegt und ein Besucher aus Münster auch ´mal schnell in Hamm ist und sich dann sicherlcih fragt, warum man das Tier dann bei der Begründung dann dort untergebracht hat.

    Es sind ja nicht nur die weniger gewordenen Vogelarten, die meiner Meinung nach die Tropenhalle unattraktiver machen. Der kleine Teich, der früher mit Riesenguramis und dann mit Buntbarschen besetzt war beherbergt seit geraumer Zeit Kois, die ich für eine Tropenhalle in der zumindest etwas Dschungel-Gefühl aufkommen soll, ziemlich unpassend finde, die Kantschils werden nicht mehr gehalten und Flughunde hängen, glaube ich, auch nur noch ein oder zwei in den Ästen.
    (05.03.2015)
    Carsten Horn:   Bei einem Mindestlohn von 8,50 € und einer geschätzten Arbeitsdauer von 3 Stunden (sicher viel zu niedrig) für einen "Schneeschieber" und einer Stunde für die "Klofrau" wäre es wirtschaftlich sinnvoller, den Zoo für zwei Besucher nicht zu öffnen, g...

    Wenn man nur vorher wüßte, wie viele Leute kommen, vernünftig kalkulieren kann man das wohl nie...
    (05.03.2015)
    Hannes Lüke:   Bitte bedenkt bei der "Zahl soviel du willst Aktion":
    Es wurde trotz des niedrigen Durschnittseintrittspreises mehr Umsatz gemacht als in den Vorjahren zum normalen Preis!
    Da in Zoos bekanntlich der Fixkostenanteil extrem hoch ist und es keinen Unterschied macht ob man für 2 oder 2000 Besucher die Wege räumt, die Besucherräume beheizt und die Toiletten reinigt macht vom Grundprinzip keinen Unterschied (gut die Toiletten waren ein blödes Beispiel :-D )
    Wenn man sich zusätzlich ansieht wie stark frequentiert der Souveniershop und die Imbissbuden waren hat man weitere Einnahmequellen.

    Auch sehe ich die Imagepflege in solcher eine Situation als unbezahlbar. Wer im Winter gelockt wurde und sieht wie schön doch so ein Ausflug sein kann kommt im Sommer wieder. auch hört man noch immer, dass viele Leute seit "min 20 Jahren" nicht mehr in Münster waren und nur den tristen Betonzoo vor Augen haben.

    Die soziale Komponente ist natürlich noch ein Zugewinn!

    Letzten Sonntag noch in Rheine gehört:
    "Das ist doch eine Frechheit soviel Eintritt zu nehmen wenn man doch im Winter keine Tiere sieht"
    Hier sprach eine junge Mutter über nicht einmal 10 € Eintritt und ich habe so ziemlich jedes Tier sehen könne inkl Winterschläfer wie Lippenbär mit Baby und Präriehunde! Die Assoziation zwischen gutem und schlechtem Wetter und entsprechender Saisonaler Preisunterschiede scheint aber stark verankert zu sein. Ich sehe keine Notwendigkeit in Rheine die Preise anzupassen halte aber "billig" Aktionen für Notwendig (Im Naturzoo ist traditionell an Heilig Abend der Eintritt frei)
    (05.03.2015)
    Michael Mettler:   @Ulli: Trotz des niedrigen Durchschnittserlöses werden die Aktionen mit freiwilligem Eintrittspreis unter dem Strich als finanzielle Erfolge verbucht, weil die Menge der zusätzlich angelockten Besucher letztlich mehr Geld in die Kassen brachte als es der Normalbesuch zu diesen Zeiten (mitten im Winter) getan hätte - quasi der "Aldi-Effekt". Andererseits spiegelt ein nur geringer freiwillig bezahlter Betrag irgendwo auch wider, welchen Wert ein Teil der Bevölkerung einem Zoobesuch und der Arbeit eines Zoos beimisst (ich wage zu behaupten, dass das in anderen Städten bei anderen Zoos vermutlich nicht viel besser aussähe)...

    @Holger: Erstaunen darüber ist auch genau mein Empfinden. Im Forum kam ja in der Vergangenheit immer mal durch, dass manche Zoofans die Konzepte "Artenschutzzentrum" und "Erlebniszoo" als fast gegenläufig betrachten und dabei Münster und Hannover als Vor- bzw. Sinnbilder dieser Konzepte und damit als Gegenpole sehen. Da erstaunt es dann gleichzeitig, dass Hannover derzeit drei EEPs und zwei ESBs führt bzw. personell bewältigen kann. Das jüngste davon (EEP Nordafrikanischer Strauß) wurde in ungefähr dem Zeitraum hinzugenommen, in dem man sich in Münster zur Aufgabe des einzigen EEPs entschieden haben muss...

    Allgemein: Laut Zoo-HP ist in Münster jetzt nur noch ein einzelner Leopardenkater vorhanden und wartet auf Unterbringung. Genetisch gesucht dürfte er wohl nicht sein, sonst hätte der Zoo ihn noch zu Zeiten eigener EEP-Koordination längst vermittelt haben müssen. In Hamm ist doch gerade eine Leopardenanlage frei geworden, vielleicht würde man den Kater dort als Einstellung aufnehmen, wenn doch die Anlage in Münster so schlecht und der dortige Haltungsaufwand so groß sein soll? Oder kann er in Münster noch nützlich sein, weil sich mit ihm so schön darstellen lässt, dass es dem Zoo an Geld mangelt...?

    Was Vogelbesatz in Tropenhallen und auch auf Freiflächen betrifft: Ich denke, wir müssen uns darin von Gewohntem verabschieden - das gilt nicht nur für Münster und ich gebe gern zu, dass es auch mir nicht ganz leicht fällt. Aber neuer Maßstab sollte nicht mehr sein "Wie viele Arten könnte man hier zusammen halten", sondern "Wie viele Arten kann man hier so halten, dass ALLE zu natürlicher Fortpflanzung und Aufzucht kommen können". Das dürfte nicht mit Dichte und großer Vielfalt zu erreichen sein - man lässt ja in einer Tropenhalle auch nicht zwanzig verschiedene Arten Krallenäffchen zusammen laufen. Köln beschreitet in dieser Hinsicht seit einigen Jahren einen interessanten Weg der Vogelhaltung und verzeichnete laut Hauszeitschrift prompt deutlich mehr Zuchterfolge.
    (05.03.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Ich finde den Zoo in Münster auch schön und begrüße es , dass dort viele gefährdete Arten gehalten und gezüchtet werden. Aber es stimmt schon, was viele Forumsteilnehmer hier geschrieben haben: Von der Gestaltung und teilweise auch vom Tierbestand her entspricht er nicht mehr dem Geschmack von ONB, der für Zoos mit deutlich höheren Eintrittspreisen wie z.B. Gelsenkirchen, Leipzig oder Hannover, die aber gestaltungsmäßig und vom Tierbestand her für diese Besuchergruppe deutlich "spannender" sind, durchaus bereit sind, die hohen Eintrittspreise zu bezahlen, weil ihnen dort etwas geboten wird, was sie nicht überall bekommen. Für diese Besuchergruppe wäre eine deutlichere Durchstilisierung des Allwetterzoos, ein spannenderer Kinderspielplatz und ein besseres Gastronomieangebot beispielsweise auch in Stilbauten sicherlich schon ein Grund, den Allwetterzoo häufiger als bisher zu besuchen.

    Die Aufgabe der Leopardenhaltung kann ich immer noch nicht richtig nachvollziehen, wenn auch z.B. die Abgabe der Schimpansen und später auch der Mandrils aus Platzgründen gut nachvollziehbar ist. Der Vogelbestand war früher in der Tat sehr viel abwechslungsreicher und artenreicher als aktuell. Dort sollte man in den Tropenhallen auf mehr Abwechslung im Vogelbestand setzen. Auch der zu sehende Reptilien- und Kleinsäugerbestand sollte durch neue Arten etwas aufgewertet werden.
    (05.03.2015)
    Holger Wientjes:   @Ulli: Also viele Vögel habe ich im Orang-Haus noch nie gesehen.

    @Michael M.: Danke für die Info bezüglich der Zuchtbücher. Es ist zwar nicht zwingend erforderlich, aber irgendwie überrascht es mich dann schon, dass ein Zoo dieser Grösse, der im Grunde sehr im Artenschutz engagiert ist, mittlerweile kein internationales Zuchtbuch mehr führt. Hat im Grunde nichts zu bedeuten, bin halt nur erstaunt.
    (04.03.2015)
    Ulli:   4,76 Euro - deprimierend
    (04.03.2015)
    Michael Mettler:   Was mich bei der Leoparden-Abgabe nachdenklich stimmt: Münster hat schon 2013 die EEP-Koordination und die Führung des Internationalen Zuchtbuches für den Persischen Leoparden abgegeben (nach Lissabon) und führt nun keinerlei EEP mehr, führte schon vorher kein ESB und jetzt vermutlich auch kein ISB mehr (oder gibt es welche für die Schildkröten?).

    Nun ist eine EEP-Koordination nicht zwingend daran gebunden, die betreffende Art/Unterart im eigenen Zoo zu halten - siehe Kronberg mit dem Hirscheber-EEP.

    Ketzerisch gefragt: Wurden EEP und ISB abgegeben, weil man sich von der Leopardenhaltung verabschieden will, oder gibt man die Leoparden ab, weil man EEP und ISB nicht mehr führen will oder kann und die Perser damit auch nicht mehr als Münsteraner Flaggschiff präsentiert werden können?

    @Ulli & Sacha: Beim Vergleich der Besucherzahlen müsste berücksichtigt werden, dass einige Steigerungen der letzten Jahre auch auf die Aktionen "Zahl, so viel du willst" zurückzuführen und deshalb nur schwer in Relation damit zu bringen sein dürften, welche Tierarten vorhanden oder nicht (mehr) vorhanden waren. Schnäppchenjäger und finanziell Schwache - laut einem Artikel lag der durchschnittliche erzielte Eintrittspreis bei der Aktion im Winter 2012/13 bei gerade mal € 4,76 pro Nase - hätten sich die Gelegenheit damals wohl auch ohne Delfine nicht entgehen lassen.
    (04.03.2015)
    Ulli:   Ich meine mich zu erinnern, dass in der Anfangsphase viele Vogelarten im Orang-Haus waren - vielleicht wurden sie ja zum Enrichment für die Orangs ...
    (04.03.2015)
    Julian Overberg:   Weiß jemand, wann die Tierinventur veröffentlicht wird?
    (04.03.2015)
    Julian Overberg:   Ja stimmt! :)

    Ich dachte jetzt an eine offensichtlich als solche erkennbare mit deutlich mehr Arten, Beschilderung usw.

    Generell denke ich, dass man den Tierbestand mit einfachen Mitteln zumindest ein wenig wieder aufbessern könnte. Möglichkeiten für Vergesellschaftungen dürften sich noch finden lassen und mit ein paar zusätzlichen kleineren Volieren/Vitrinen in einigen der Tierhäuser oder an anderen passenden Stellen ließe sich schon einiges machen, auch mit kleinem Geld.

    Ich denke da z.B. an Kleinsäuger oder Vögel. So lässt sich die Artenanzahl schnell wieder steigern.

    Ein gutes Beispiel sind die Sonensittiche, die demnächst zu den Aras ziehen.
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Wenn dort ja schon Vögel frei herum fliegen, wie Du ja durchaus richtig sagst, ist es doch schon bereits eine Freiflughalle. ;-) Aber Du hast natürliich recht ! Aufwerten könnte man sie sicherlich. Zu den Pagodenstaren: das scheinen die einzigen Vögel im Tropenhaus zu sein, die sich massenhaft vermehren.
    Langfristig könnte man die Halle auch gerne nahezu komplett den Orangs zuschlagen.
    (04.03.2015)
    Julian Overberg:   Könnte man nicht einfach aus dem übergroßen Besucherbereich bei den Orang-Utans eine Freiflughalle mit asiatischen Vögeln machen? Pagodenstare und Häherlinge fliegen dort ja eh schon frei.

    So hätte man den Bereich einigermaßen sinnvoll genutzt und kann den Vogelbestand ein wenig aufwerten. Und Kosten würde das auch wenig bis gar nichts.
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Wobei überdimensionierte Besucherbereiche auch kein rein Münsteraner Phänomen darstellen, wie man fairer Weise sagen muss. Allerdings darf man auch nicht ausser Acht lassen, dass die Gebäude über vierzig Jahre alt sind und man seiner Zeit eher darauf Wert gelegt haben mag. Insofern sind die Umbauten in den Häusern schon gelungen. Und dass man mittlerweile den Tieren mehr Innenfläche auf Kosten des Besucherraumes zur Verfügung stellt, zeigt das Löwenhaus. Auch bei den Nashörnern wurde doch dahingehend umgebaut.

    Anlagen ohne Wassergraben sagen mir bei Menschenaffen ebenfalls eher zu. Insgesamt sehe ich die Orang-Anlage, gerade das Aussengehege, als eines der besseren in unseren Zoos an. Sicherlich könnte man aus heutiger Sicht, es ist ja auch schon wieder ein paar Jahre alt, wieder hier und dort etwas nachbessern.
    (04.03.2015)
    Hannes Lüke:   Was mir noch einfällt zum "gelungenen" Orang Utan Haus
    Der Bau entspricht vollkommen den anderen Tierhäusern
    Man baut einen überdimensionalen Besucherbereich und kann durch eine kleine Lücke auf die kleine Anlage (und sogar mit unnötigem Wassergraben) gucken

    Das man Platz besser nutzen kann zeigt da klar Dortmund
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Die "Lücken" beziehen sich auf den Bestand an Standardarten in Münster...
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Die "Lücken" beziehen sich auf den Bestand an Standardarten in Münster...
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Stimmt, die Gibbon-Insel in der Aa gab bzw. gibt es ja auch noch. Dort habe ich aber nie Tiere gesehen. Bis wann war sie denn (wenn überhaupt) besetzt ?

    Duisburg hält allerdings auch keine Gürtelvaris sondern Schwarzweisse. Die Gürtelvaris in NRW gib´s in Köln. Aber Du hast da völlig recht. Ich persönlich mag auch Kattas sehr gerne, aber zwischendurch mal eine andere Lemurenform macht halt die Abwechslung aus.

    Der Allwetterzo war eigentlich immer DER Zoo für mich, der so ziemlich die gesamte Palette an "Must-have-Besucherlieblings-Standart-Arten" hielt. Vom Elefanten über drei Menschenaffen-Formen, Löwe, Tiger, Eisbär, Giraffe, Nashorn bis hin zu Flamingo, Pinguin und Papagei. Für "ausgefallenere" Arten musste man halt nach Dortmund oder Duisburg fahren. Mittlerweile gibt es auch dort die ersten Lücken. Ein Vogelzoo war Münster wohl noch nie. Aber da finde ich den Rückgang noch dramatischer. Da gibt es ja so gut wie gar nichts mehr, was einen Vogelliebhaber vom Hocker reisst. Wenn ich an den früheren Teichbesatz denke oder das kleine Tropenhaus. Hier würde ich mich auch über einen interessanteren Besatz freuen.
    (04.03.2015)
    Hannes Lüke:   So edukativ wichtig ich die BioCity und das Pferdemuseum auch finde. In einem Zoo, der nach dem Bau die Preise anzog, sind Sie mir trotzdessen etwas fehlbesetzt, insbesondere wenn dann wieder geklagt wird, dass Geld für Elefanten, Leoparden und andere fehlt.

    Ich habe gerade die Preise Osna und Münster vergleichen und war erschrocken. Münster steht Tageskartentechnisch besser dar!
    Bei den Jahreskarten stinkt man bekannterweise ab.
    Ich hatte für Osnabrück eine Familientageskarte im Hinterkopf aber da scheine ich etwas zu vertauschen

    Die Gibbons waren nicht nur auf der jetzigen Varianlage. Es gab auch eine Gibboninsel in der Aa. Diese ist heute noch von der Brücke am Löwenhaushaus aus zu erkennen.

    Warum mich die Kattas und Varis stören weiß ich garnicht so genau. Vielleicht weil der gesamte Tierbestand ziemlich ABC ist, egal ob bedroht oder nicht. ich persönlich mag Varis und Kattas extrem gerne.
    Wenn man vielleicht noch ein I-Tüpfelchen hätte wie die Mohrenmakis in Burgers, die Gürtelvaris und Ratten in Duisburg und auch in Rheine plant man mit einer dritten Lemurenart... Es ist einfach das gewissen etwas, was einen schlafenden Riesen von einer Attraktion unterscheidet.

    Die Artenauswahl und Anzahl in Gelsenkirchen ist auch nicht der Hammer aber es ist einfach etwas anderes!

    Die Zwergflusspferde wurde auch wegen des veraltetem Gehege abgegeben. Angeschafft wurden Sie da die Anlage zu klein für Flusspferde war. Da die Anlage aber ursprünglich für Flusspferde geplant war war Sie zu wasserlastig


    (04.03.2015)
    Ulli:   okay ... im Eintrittsduell Pferdemuseum - Delphinarium steht es 1:1 unentschieden (smile)
    (04.03.2015)
    Sacha:   @Ulli:
    Natürlich sind Koalas nicht gerade "Bewegungswunder". Fakt aber ist, dass sie bei ONB hoch im Kurs stehen, er sie also sehen will.
    Bezüglich der Delfine sehe ich es umgekehrt mit dem Pferdemuseum in Münster so: Wenn ich extra mehr Eintritt zahlen muss, obwohl ich es nicht sehen will, finde ich dies ebenfalls ärgerlich. Und ich nehme jede Wette an, dass die Mehrzahl der Besucher - vor die Wahl gestellt - lieber Delfine/eine Delfinshow sieht, als Pferde-/und Reitutensilien.
    Ich gebe Dir allerdings recht, dass der Besucherrückgang von 2013 (Abgabe der Delfine) zu 2014 (runde 3 Prozent) zu klein ist, als dass man diesen an den Delfinen bzw. ALLEINE an diesen festmachen kann.
    Ja, die "Atmosphäre" in Münster ist eindeutig besser, da stimme ich Dir zu. Dafür hat man wie gesagt in Duisburg noch etwas mehr Publikumsrenner und/oder Raritäten zur Verfügung (z.B. Flussdelfin, Grosser Tümmler, Riesenotter oder Wombat).
    Mit Deinen Vergleichen mit Rheine, Dortmund und Gelsenkirchen weiss ich jetzt nicht genau, auf was Du hinaus wolltest.
    Nun mag Münster ein schlafender Riese in der Zoolandschaft sein. Aber in Sachen Innovation bzw. Immersions-Anlagen hinkt dieser Zoo doch zurück. Das Allwettermodell - so gut die Idee war - hat meines Erachtens ausgedient und war und ist zudem unvollständig (Übergang Elefanten zu den Löwen). Nun muss nicht jeder Zoo ein Geokonzept aufweisen, aber ein Konzept, dass die Besucher in ihren Bann zieht. Und das fehlt mir in Münster. Er ist attraktiv, weil er viele ABC-Arten zeigt, aber weder in der Gestaltung noch im Tierbesatz eine Ausnahme bildet bzw. als solche von ONB wahrgenommen wird.
    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Ulli, die Gibbons waren auf der jetzigen Vari-Anlage. Laut ZTL bis ´96. Die Anlage wurde seinerzeit im wechsel mit den Klammeraffen bewohnt (letztere wären übrigens eine nette südamerikanische Alternative für die Mandrills).

    Die Zwergflusspferde abzugeben, um den Nashörnern mehr Platz zu bieten, finde ich absolut richtig und nachvollziehbar. Gleiches gilt für die Jaguare im Raubtierhaus, die Eisbären an ihrem alten Platz im Polarium oder die Tümmler in ihrem alten Becken. Aber Platz wäre an anderer Stelle im Zoo (sicherlich nicht für ALLE abgegebenen Arten aber doch für EINIGE) doch gewesen, um dort neue Anlagen zu errichten. Und an dieser Stelle und in diesem Zusammenhang finde ich das Museum IM Zoo auch völlig deplaziert. ich finde es an sich nicht schlecht, aber ich besuche den Zoo nicht wegen des Museums und kenne auch niemanden,der gezielt deswegen nach Münster fährt. Von daher für mich verschenkter Platz.

    Die Gesamtanlage des Zoos und sein für mich stimmigeres Gesamtbild finde ich übrigens deutlich gelungener als das in Osnabrück. Von daher hoffe ich, dass der zitierte "schlafende Riese", wenn er denn aufwacht, nicht die gleiche Richtung nimmt, die Osnabrück mit einigen Neuanlagen genommen hat.
    (04.03.2015)
    Ulli:   So ich versuche jetzt einmal, auf all die Beiträge zu antworten.

    In Münster gibt es eine Vielzahl bedrohter Arten, vermutlich sogar mehr als in anderen Zoos. Münster verfährt nach der Devise: weniger Arten, dafür gezielt.

    @Holger – mit den Callitrichidae hast du natürlich recht – sie nehmen aber auch wenig Platz in Anspruch. Problematischer wird die Situation bei großen Huftierarten.
    Zum Artenschwund:
    Ich kann mich gar nicht an Gibbons in Münster erinnern, muss aus der Frühphase des Allwetterzoos stammen.
    Der Platz der Zwergflusspferde wurde der zumindest damals blühenden Zucht der Breitmaulnashörner zugeschlagen.
    Die Abgabe der Schimpansen basiert auf den unzureichenden Platz im Innenbereich und kommt 1:1 den Gorillas zugute.
    Der Bereich der Eisbären war zu klein und wurde einer großartigen Orang-Anlage geopfert.
    Dass Münster endlich seine Tümmler los ist, darüber bin ich mehr als glücklich.
    Fazit: Alles richtig gemacht

    @ Hannes: Was ist dagegen einzuwenden, wenn es Kattas und Varis in jedem x-beliebigen Zoo gibt – beide Arten sind stark bedroht und publikumsattraktiv – eine Kombination, die auch unter Zootieren eher selten zu finden ist.
    Dass man die Schildkröten en detail nicht sieht, ist gar nicht schlimm. Dafür gibt es ja begleitend den tollen Bereich der BioCity.
    Auch ich finde Gürteltiere extrem spannende Tiere, vom Platzbedarf her sind sie auch leicht unterzubringen, ggf. als Unterbesatz für Tieraten der höheren Bereiche, sprich Krallenaffen, Faultiere, Vögel. Nebenbei auch hier gibt es unter ihnen bedrohte Formen.

    @ Lukas
    So weit ich weiß, gehen die Mandrills nach Magdeburg. Vermutlich wird eine südamerikanische Affenart den Platz besetzen, ob für eine neue Art oder für mehr Platz für die Gelbbrustkapuziner, weiß ich nicht.

    Münster erhält jährlich 4 Millionen an städtischen Mitteln, davon kann Osnabrück nur träumen, andererseits Fördermittel Zoo Osnabrück
    2009 - unterirdischer Zoo (1,2 Mio. - davon 0,85 Mio. Fördermittel Bundesumweltstiftung sowie Spende),
    2010 - Takamanda (10 Mio. - davon 5 Mio. EU-Mittel und Landesmittel, davon 3,5 Mio. Euro an Fördergeldern aus dem EFRE)
    2011 - Kajanaland (2,9 Mio, davon 200.0000 Sparkassenstiftung Osnabrück),
    2013 - Klimahöhlen, finanziert wieder weitgehend durch Spenden bzw. Fördermittel der Bundesumweltstiftung.
    2015 – Orang-Haus, 200.000 Euro spenden die Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück

    @Sascha: Ich habe die Koalas in Duisburg gesehen – es war eine riesige Enttäuschung. Ich habe selten langweiligere Tiere gesehen – Fellknäuel in Astgabel mit sporadischem Blick in das zweifellos niedliche Gesicht.
    Meine Vorbehalte gegen die Walhaltung kennst du. Und wenn ich für den Mist wie Nürnberg sogar noch extra mehr Eintritt zahlen muss, obwohl ich sie gar nicht sehen will, finde ich dies sogar ärgerlich.
    Wenn man die Besucherzahlen in Münster der letzten Jahre ansieht, würde ich die Besuchersteigernde Wirkung von Delphinen in das Reich der Legenden weisen. Es ist jedenfalls nicht signifikant belegbar.
    Und gerade wenn ich Duisburg mit Münster vergleiche, hat Duisburg einen bedauerlichen Nachteil … den weithin hörbaren Verkehrslärm, den es in Münster hinsichtlich der Entspannung nicht gibt.

    Rheine ist einer meiner absoluten Lieblingszoos, mit Münster aber nicht direkt vergleichbar und somit auch nur in begrenztem Rahmen in einer wechselseitigen Konkurrenzsituation. Sie ergänzen sich eher.

    Spannender ist das schon ein Vergleich von Dortmund mit Gelsenkirchen untereinander: Dortmund mit dem vermutlich deutlich selteneren Bestand aber in der Präsentation relativ „hausbacken“ und Gelsenkirchen mit einer auch für mich selbst reizvollen Präsentation und dem weitaus höheren Besucherzuspruch. Nebenbei: Gelsenkirchen hat den kleineren Säugetierbestand als Münster …

    Ach ja, zur Zuchtkoordination: Die Zoos waren lernfähig. Kurt Priemel musste damals mit Engelszungen eher Überredungskunst bei seinen Amtskollegen anwenden, um die Wisentzucht zu koordinieren. Und ich bin auch der festen Überzeugung, dass es mit einem schon damals vorhandenen EEP es den berühmten Beutelwolf noch geben würde.
    In welchem Rahmen man grundsätzlich jegliche Zuchtkoordination weiter ausbauen kann, ist wohl eher ein Kapazitätsproblem hinsichtlich des Raumes als auch hinsichtlich personeller Kapazitäten. Ein Ausbau in beiderlei Hinsicht ist absolut wünschenswert.
    Gegenwärtig muss man eher aufpassen, sich aufgrund der Gegebenheiten nicht zu verzetteln.

    Wie ich schon schrieb, finde ich die Abgabe der Nordpersischen Leoparden extrem schade und ebenfalls nicht nachvollziehbar.
    Umgekehrt kann ich die Vorbehalte hier gegen das Pferdemuseum nicht teilen. Über die Museumsdidaktik/-Präsentation kann man hier sicher in manchen Details geteilter Meinung sein, an sich empfinde ich das Museum gegenwärtig als sehenswert und den Besuch absolut wert. Und es hat auch den so oft betonten Alleinvertretungsanspruch.
    Herr Busemann in Osnabrück macht sich durchaus Sorgen, er hält das Potential in Münster für einen wie er sagt „schlafenden Riesen“. Persönlich finde ich den Zoo Münster schon gegenwärtig alles andere als „schlafend“.
    Die Eintrittspreise in Münster und Osnabrück sind faktisch ähnlich – in Hinblick auf Jahreskarten liegt der Vorteil bei Osnabrück.

    So ich glaube, ich habe nichts vergessen.

    (04.03.2015)
    Holger Wientjes:   Hat aber OS nicht vor einigen Jahren EU-Fördermittel in Millionenhöhe erhalten ??
    (03.03.2015)
    Lukas Wittsieker:   Münster bekommt auch noch 4 Mio von der Stadt und baut weniger wie Osnabrück die sich nur aus Eintrittspreisen und Sponsoren finanzieren
    (03.03.2015)
    Holger Wientjes:   Also um die Attraktivität der Gehege und der Gesamtanlage mache ich mir auch nicht wirklich Sorgen. Denn, @Hannes Lüke, ich finde die Gestaltung der Anlagen, vor allem ihre Entwicklung in den letzten Jahren, sehr ansprechend. Sei es aus Besuchersicht oder auch aus Sicht der Tiere. Kaum ein Gehege ist noch in dem Zustand, wie es noch vor zehn, zwanzig Jahren war und was gebaut oder umgebaut wurde hat meiner Meinung nach Hand und Fuss. Gerade die Affen-Anlagen finde ich forbildlich und ich denke schon, dass gerade diese Präsentation unserer nächsten Verwandten bei den Besuchern gut ankommt. Nicht umsonst sollen doch ähnliche Anlagen wie die von Dir erwähnten der Lemuren in benachbarten Zoos entstehen.
    Was ich allerdings ebenfalls als durchaus negativ wahrnehme ist der Artenschwund. Goldkatze, Gaur, PAH; das sind so ungefähr die zoologischen Leckerbissen, dann war es das (etwas überspitzt gesagt). Aber auch viele populäre Arten mit denen ONB "etwas anfangen" kann, wie Zwergflusspferd, Schimpanse, Gibbon, Tümmler, Eisbär, Wisent oder demnächst Leopard haben den Zoo verlassen. Und das aus meiner Sicht nicht immer zwingend, weil es am Platz mangelt und man den vorhandenen Raum für die übrigen Arten nutzen musste. Gerade am Beispiel der Leoparden liegt es meiner Meinung nach an der mangelnden Initiative Spendengelder etc. zu requirieren. Diesen Schwund in Kombination mit den hohen Eintrittspreisen sehe ich kritisch. Da bekommt man in der Tat in Dortmund beispielsweise deutlich mehr für sein Geld.

    @Ulli: Ich bin wie Sacha der Ansicht, dass man natürlich auch für die Arten planen sollte, die momentan noch nicht (allzu) gefährdet sind. Das kann sich doch wirklich schnell ´mal ändern. Ausserdem empfände ich die Zoolandschaft als deutlich ärmer und langweiliger, wenn, um bei den Callitrichidae zu bleiben, wenn nur noch Lisztäffchen, Löwenäffchen und Springtamarin gehalten werden würden. Und natürlich darf ich als zoologisch Interessierter Ansprüche an eine entsprechende Facheinrichtung stellen, einen möglichst (!) umfangreichen und breitgefächerten Tierbestand zu zeigen.
    (03.03.2015)
    Lukas Wittsieker:   Was passiert dann mit der alten Mandrill Anlage???

    Im Wegweiser steht wenn die Mandrills den Zoo verlassen haben sollen dort kleinere Affenarten einziehen aber welche?

    Vielleicht Südamerikanische,weil dann hat man ein reines Südamerika-Haus
    (03.03.2015)
    Hannes Lüke:   Mir persönlich ist herzlich egal ob in Münster der Bestand angepasst wird oder nicht. Ich gehe nicht hin da mich der Zoo sowohl bei Artenauswahl als auch bei Gehegegestaltung langweilt und mir, als preisbewusstem Bürger, klar ist, dass ich im näheren Umkreis, trotz mehr Benzin, gute Unterhaltung zum kleinen Preis bekomme.

    Was den Tierbestand angeht bitte ich zu bedenken, dass die tollen und interessanten sowie seltenen Schildkröten für Otto-Normal nicht zu sehen sind obwohl er sie bezahlt. Der Affenbestand ist toll aber Katta und Vari gibts in jedem x-belibigen Zoo und die systematische Anordnung der Affen könnte auch schon vielen Besuchern zu viel sein ("oh nochmal kleine Affen")

    Es geht darum, dass der Artenschutzgedanke ein Obolus des Zoowesens ist.
    Wenn du schaust wie begeistert die Besucher vor den Gürteltieren stehen zeigt sich, dass ungewöhnliche und nicht oft gesehene Arten deutlich mehr begeistern können als viele seltene aber häufig gehaltene Arten.

    es geht mir garnicht darum, dass man in MS nicht gute Tiere hat. Man sollte nur nicht vergessen, dass Besucher (nicht nur die Zoobekloppten) einfach immer mehr verlangen für Ihr Geld!

    Will man das heute erreichen reicht es einfach nicht nachzuziehen sondern man muss auch mal vorlegen!
    Wegen meiner muss es auch garnicht der Tierbestand sein. Bessere Gastronomie oder ein spektakulärer Spielplatz (wie in Reken) wären auch was!
    (03.03.2015)
    Ulli:   bessere Übersichlichkeit
    Besucherzahlen Münster
    2014 947.730
    2013 976.032
    2012 938.360
    2011 920.000
    2010 971.427
    2009 991.555
    (03.03.2015)
    Ulli:   Beucherzahlen Münster
    2014 947.730
    2013 976.032
    2012 938.360
    2011 920.000
    2010 971.427
    2009 991.555

    (03.03.2015)
    Sacha:   @Ulli: Du hast mich mit Deinem letzten Post in der Tat zum Nachdenken und zur Selbstreflektion angeregt.

    Beginnen wir bei den Eintrittspreisen. Ich glaube auch, dass diese im Verhältnis zu den meisten anderen Grosszoos in NRW eher im oberen Bereich anzusiedeln sind und damit mit ein Grund für Unzufriedenheit bei ONB sein können. Aber mit der Geiz-ist-Geil-Mentalität hat dies nichts zu tun. Wenn das Angebot/Erlebnis stimmt, zahlt man - siehe Zoom oder Duisburg mit Koalas und Delfinen - auch gerne etwas mehr.
    Womit wir beim Bestand des Allwetterzoos angelangt sind. Nun bin ich einer, der sowohl ABC-Arten wie Raritäten in einem Zoo sehen möchte. Bei ersteren kann man in Münster wirklich nicht motzen. Nach Letzteren muss ich dagegen schon intensiv suchen. Und die bedrohten asiatischen Schildkröten sind leider nur sehr schlecht zu sehen (zumindest war dies bei meinem letzten Besuch so) und zudem nicht wirklich ein Publikumsrenner.

    Arten nach dem IUCN-Gefährdungsstatus auszuwählen, also die am meisten bedrohten Arten zuerst, macht generell Sinn. Allerdings kann und darf dies nicht das einzige Kriterium und vielleicht meist nicht das Wichtigste sein. Motto: Erdmännchen, Südamerikanischer Nasenbär und Kalifornischer Seelöwe sorgen dafür, dass Geld für die Erhaltungszucht von Kagu, Balistar und Somali-Wildesel vorhanden ist.
    Der Verzicht auf die Haltung von Arten kann mehrere Gründe haben. Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, dass es sich einige Zooverantwortliche damit etwas gar leicht machen. Statt (mühsam) Geld für neue Anlagen zu sammeln oder sich den Anfeindungen von Tierrechtlern zu stellen, wird die Art XY einfach abgegeben. So kann ich es beispielsweise im Fall von Münster (ebenfalls) überhaupt nicht nachvollziehen, dass man die Haltung der Nordpersischen Leoparden beenden will. Platz für ein Gehege müsste in Münster vorhanden sein, sogar ohne dafür eine andere Art abzugeben. Und da diese UA winterhart ist, dürften auch die Kosten für ein neues Gehege nicht exorbitant sein. Zudem wären bzw. sind (noch) die nächsten Halter von Nordpers. Leoparden doch ein gutes Stück von Münster entfernt, womit man für die umliegende Region ein Alleinstellungsmerkmal hat/hätte.

    Du schreibst, man soll nicht damit kommen, dass sich die Gefährdungssituation für jede Art schlagartig ändern kann. Darauf entgegne ich: Warum nicht? Gerade bei afrikanischen Arten ist dies wegen der politisch mehr als instabilen Lage auf dem Kontinent sogar nötig. Hätten sich die Zoos früher intensiver um einige damals noch nicht (so) gefährdete Arten eingesetzt und die Zuchten besser koordiniert bzw. sich überhaupt um Zucht bemüht (diverse Ducker-, Meerkatzen- und Stummelaffenarten, Hunters-Leierantilope etc.), hätte man zumindest ein Reservoir, auf das man zurückgreifen kann. Von den Erfahrungswerten, die man mit weniger bedrohten Arten sammelt und dann für hochbedrohte, verwandten Arten nützen kann, ganz zu schweigen.

    Kurz: Ich halte Münster generell ebenfalls für einen attraktiven Zoo, aber um mit der Konkurrenz mitzuhalten, bracht es m.E. mehr Anstrengungen und Visionen (Dazu eine Frage: Inwieweit hat sich das Besucheraufkommen seit der Schliessung des Delfinariums verringert/verändert)?
    (03.03.2015)
    Ulli:   Das Problem sind wohl eher die Eintrittspreise als der Tierbestand. Das bildet wohl eher den Hintergrund einer möglicherweise Unzufriedenheit. Da kommt einerseits natürlich und in absolut erster Linie die oft angespannte finanzielle Lage vieler Familien zum Tragen, andererseits aber auch bei dem ein oder anderen die Schnäppchen- und Geiz ist Geil-Mentalität (nicht bei den Familien ! ) zum Tragen.

    Wie schon gesagt wurde, es gibt den Bestand für Otto-Normalbesucher – ist daran etwas falsch, wenn man sich gleichzeitig intensiv innerhalb der Zoogrenzen mit dem IZS um die Schildkrötenerhaltung kümmert und eine beträchtliche Zahl an Arten mit einem hohem IUCN-Gefährdungsstatus Status wie z.B. im Affenbereich Flachlandgorilla, Borneo-Orang-Utan, Rotscheitelmangabe, Gelbbrustkapuziner, Goldgelbes Löwenäffchen, Goldkopf-Löwenäffchen, Springtamarin, Katta, Schwarzweißer Vari sowie gegenwärtig noch Mandrills hält. Und bei den Mandrills wie auch bei den schon abgegebenen Schimpansen ist es eine kluge und weitsichtige Entscheidung, auf eine Art zu verzichten, wenn man die Haltungsvoraussetzungen nicht in allen Belangen erfüllen kann.

    Im Forum habe ich manchmal den Eindruck, dass ein Zoo oft nur etwas taugt, wenn er viele Tierarten egal nach welchem IUCN-Gefährdungsstatus hält, die es nur sehr selten in europäischen Zoos zu sehen gibt. Schon sehr oft habe ich hier die Verzückung gesehen, wenn es neue Halter für irgendwelche Arten wie exemplarisch Silberäffchen oder Streifengnu, oder erst jüngst die Ankündigung von Fisher und Graufuchs für die geplante Nordamerikalandschaft in Osnabrück gibt – beim anschließenden Blick in www.zootierliste.de fällt auf, dass fast alle dieser so euphorisch begrüßten Arten laut IUCN den Status LC (= nicht gefährdet) genießen. Umgekehrt wird sich hier permanent über die vielen Halter von z.B. Lisztäffchen mit dem IUCN-Status CR (= vom Aussterben bedroht), Schwarz-Weißer und Roter Vari mit dem IUCN-Status CR (= vom Aussterben bedroht) aufgeregt. Vielleicht hilft auch hier manchmal etwas Selbstreflektion innerhalb des Forums.
    Ein Zoo hat Artenschutz zu betreiben. Und jetzt bitte nicht kommen, mit die Situation kann sich für jede Art schlagartig ändern wie jüngst bei den Giraffen in Tansania.

    Für mich bleibt Münster ein mustergültiger und sehr attraktiver Zoo leider mit zweifellos hohen Eintrittspreisen.

    (03.03.2015)
    Hannes Lüke:   Rasputin ist ein großer Publikumsliebling in Münster, das darf man nicht außer acht lassen.
    So langsam habe ich das Gefühl Herr Dr Adler will seinem nachfolger keine Schulden hinterlassen. Man plant nur kleine Projekte und blickt nicht weit in die Zukunft. das könnte MS wirklich in eine Sackgasse führen. Natürlich hat man in MS einen netten Tierbestand aber er ist wirklich nur nett. Ich kenne viele Familien die nicht mehr nach MS fahren weil der wirklich hohe Eintrittspreis, ohne nenneswerte rabatte, ihnen einfach nicht genug bietet. Alles was Otto-Normal erwartet bekommt er in MS und nicht mehr! Zudem kämpft man in MS noch immer mit dem Betonzoo-Ruf.
    Wir haben hier Gelsenkirchen, Osnabrück, Dortmund, Rheine, Hamm und Nordhorn vor der Tür.

    Die Känguruanlage riecht für mich ganz danach mit einfach mitteln nachziehen zu wollen (Rheine, Nordhorn, Hamm und bald Dortmund haben begehbare Känguranlagen, was ja keine Schande ist. Trotzdem hoffe ich bald auf eine neue Direktion die sich neuen Mammutprojekten annehmen kann.

    (03.03.2015)
    BjörnN:   @Carsten
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Option nicht bereits ausgelotet hat.

    Welche einigermaßen wissenschaftlich geführte Zoo ist schon in der Lage, ein nicht zuchtfähiges Hybrid-Paar aufzunehmen?

    Sowohl RASPUTIN als auch sein Weibchen können gut und gerne noch einige Jahre leben.
    (03.03.2015)
    Carsten Horn:   Man hätte ggf. für die Leoparden auch mit kleinem Geld für Umbauten (Übernetzung, etc) die Tigeranlage nutzen können, wenn man sich stattdessen von den Tigerbastarden getrennt hätte...
    (03.03.2015)
    Ulli:   Nachsatz Auch bei Hagenbeck und im Zoo Köln gibt es kaum mehr Säugetierarten als im Zoo Münster, ohne dass man diesen beiden Zoos die hohe internationale Bedeutung - dies gilt auch für Münster selbst - absprechen würde oder etwas exorbitant vermissen würde.
    (02.03.2015)
    Ulli:   Um die Attraktivität des Zoo Münster mache ich mir absolut keine Sorgen.

    Durch die Reduzierung der Artenzahl und die damit verbundene Vergrößerung der Anlagen ist er für mich naturnäher und damit eher reizvoller geworden. Viele der verbliebenen Arten sind gezielt nach Erhaltungszucht-Kriterien ausgewählt worden.

    Speziell der Affenbereich ist immer sehenswert und sucht seinesgleichen.

    Mag sein, dass ich mit der Meinung alleinstehe:
    Abgesehen von dem mir nicht nachvollziebbaren Verzicht auf die Persischen Leoparden und der plausibel von Tom geschilderten Problematik bei der neuen Känguru-Anlage hat der Zoo Münster für mich alles richtig gemacht.
    (02.03.2015)
    Holger Wientjes:   Ist die Vari-Gruppe nicht eingeschlechtlich ?
    (02.03.2015)
    Tom Schröder:   - Die Mandschurenkraniche bekommen kein Netz, sondern die gleiche Drahtabspannung wie beim Absperrgehege. Würde mich wundern, wenn da noch ein Netz drübergelegt würde.
    - Das Haus für die Stachelschweine wirkt auf mich extrem klein!!!
    - Die Muntjaks sind noch nicht ausgeschildert und nicht zu sehen, obwohl die Anlage fertig zu sein scheint.
    - Lucas Wittsieker: "...scheint ne schöne Anlage zu werden..."
    MIR scheint, dass das Augenmerk auch auf "schön" gelegt wird und nicht so sehr auf das Wohl der Tiere... Mir stößt sehr auf, dass der absolute Lieblingsplatz der Tiere, direkt am Tropenhaus (somit profitierte bisher wenigstens jemand von der mangelhaften Isolierung des Hauses *gg), mit Bambus abgepflanzt und dann mit einem Zaun geschützt wurde. Finde ich extrem schade für die Tiere. Außerdem hatte ich gehofft, dass der durch das Gehege führende Weg auf den Weg an den beiden Teichen geführt würde und somit dieses eigentlich ganz nette Gelände etwas stärker in die BesucherInnen-Aufmerksamkeit rücken würde. Nun beginnt er an der Kookaburra-Voliere und endet am Tropenhaus - also wie bisher, nur in schön und geschwungen. Das Gehege wird somit in Zukunft direkt von der Kea-Voliere begrenzt, also ein Zugewinn an Raum wenigstens auf dieser Seite.
    - Der Sohn der Orang Utan Dame "Mandi" hat einen Namen; "Mr Miyagi"... Man sollte in Münster den Brauch, dass PatInnen den Namen aussuchen dürfen, unbedingt überdenken!!!
    - Bei den Schwarz-Weißen Varis war mehr Aktion (und Zwist?) als normalerweise und es schien mir mindestens ein Tier mehr zu sein - endlich Verjüngung für die alte Truppe und vielleicht doch bald mal wieder Nachwuchs?
    - Ein Jungtier bei den Guerezas von Anfang Februar, ein Jungtier bei den Wasserböcken
    - Die Gruppe der Löwenäffchen ist mit nun sieben Tieren sehr nett! Gerade die Jungtiere kann man oft in Interaktionen mit den Zwergseidenäffchen beobachten, Grooming, gemeinsames Fressen von Gummi Arabicum, etc. - sehr schön!!!
    - Die Leoparden werden aus Kostengründen abgeschafft, nicht aus Platzgründen. Ein weiterer Meilenstein auf dem Weg in die Langeweile; meiner Meinung nach muss der Allwetterzoo extrem aufpassen, dass er weiterhin attraktiv bleibt!!!
    (02.03.2015)
    Ulli:   sehr schade - eine der wichtigsten und ältesten Traditions-Tierarten im Zoo Münster
    (02.03.2015)
    Holger Wientjes:   Ach Platz wäre im Zoo eigentlich genug... ;-)
    (02.03.2015)
    Jörn Hegner:   werden aus platzgründen die nordpersischen leoparden abgeschafft .
    (02.03.2015)
    Hannes Lüke:   Die Kraniche hatten doch immer ein mit Drähten überspanntes Absperrgehege. Ich Vermute die Tiere sollen nicht gestutzt werden was ich für sehr fortschrittlich halte
    (02.03.2015)
    Lukas Wittsieker:   Neues aus Münster:
    -Beim Bau der Kängeruh Anlage geht es gut vorran,scheint ne schöne Anlage zu werden
    -Das Haus für die Stachelschweine wurde angefangen zu bauen
    -Anlage der Mandschurenkraniche wird mit einem Netz umspannt und warum???
    (01.03.2015)
    Lukas Wittsieker:   Was soll sich neben den Umbau der Gorilla-Anlage sich sonst noch verändern???
    (04.02.2015)
    Julian Overberg:   Die Arahaltung wird sich auf Arakangas beschränken. Alle anderen Aras werden abgegeben. Man strebt die Zucht an. Im Gegenzug wird der Zoo Sonnensittiche zur Vergesellschaftung erhalten.

    Die Erdmännchen bekommen Stachelschweine als Mitbewohner.
    (03.02.2015)
    Lukas Wittsieker:   Neues aus Münster:
    Die Kängeruh-Anlage wird zurzeit erneuert und erweitert und wird später für die Besucher zugänglich sein.
    Über der Mandschurenkranich-Anlage wird bald ein Netz gespannt sein
    .Zischen Zookanal und Orang-Anlage wurde ein Gehege errichtet wo noch nix drin ist
    (03.02.2015)
    Lukas Wittsieker:   Zwischen Zookanal und Orang Utan Gehege wird derzeit ein neues Gehege gebaut weiß jemand was dort einziehen soll???
    (15.11.2014)
    Holger Wientjes:   Nicht schön, aber man sollte auch nicht vergessen, dass Magdeburg unter Perret eine sehr erfreuliche Entwicklung durchgemacht hat !
    (07.11.2014)
    th.oma.s:   Na ja wenn die Aussagen im von Sven P. Peter eingestellten Link stimmen, dann ist Herr Perret in meinen Augen gerade kein guter Zoodirektor. Und Pikiertheit würde ich das auch nicht nennen sondern vorsätzlich zerstörtes Vetrauens-verhältnis.
    (06.11.2014)
    Ulli:   schade - und für diese Pikiertheit aus Magdeburg habe ich nur begrenztes Verständnis. Sie sollen doch froh sein über so einen tollen Direktor.
    (06.11.2014)
    Sven P. Peter:   *deutschen
    (06.11.2014)
    Sven P. Peter:   Ulli, der Zoo Magdeburg freut sich aber gar nicht und Perret, einer der besten deuten Zoodirektoren ist bald arbeitslos...

    http://www.volksstimme.de/nachrichten/magdeburg/1369464_Perret-faellt-in-Muenster-durch-und-steht-vor-dem-Nichts.html
    (06.11.2014)
    Hannes Lüke:   Wer will schon einen Geschäftsführer der hinter seinen Entscheidungen steht :-D
    (06.11.2014)
    Ulli:   Laut Westfälischer Nachrichten vom 06.11.2014 wird Kai Perret doch nicht Nachfolger in Münster.

    Im Stadtrat erhielt er beim Patt von 36:36 Stimmen keine Mehrheit.

    Der Grund ist wohl die Tiger-Tötung in Magdeburg 2008.

    Die Stadt Münster macht einen Fehler. Der Zoo Magdeburg kann sich freuen.
    (06.11.2014)
    Ulli:   Laut Westfälischer Nachrichten vom 06.11.2014 wird Kai Perret doch nicht Nachfolger in Münster.

    Im Stadtrat erhielt er beim Patt von 36:36 Stimmen keine Mehrheit.

    Der Grund ist wohl die Tiger-Tötung in Magdeburg 2008.

    Die Stadt Münster macht einen Fehler. Der Zoo Magdeburg kann sich freuen.
    (06.11.2014)
    Hannes Lüke:   Na super, dann wird das wohl doch nix mit der Aufwertung des Tierbestandes

    http://www.wn.de/Muenster/1779767-Suche-nach-neuem-Zoo-Direktor-in-Muenster-Perret-hat-keine-Mehrheit-im-Stadtrat
    (06.11.2014)
    Lukas Wittsieker:   Ja die Trennwand ist dort noch
    (30.10.2014)
    Holger Wientjes:   Ich weiss nicht, wieviel höher das Budget in Münster verglichen mit Magdeburg ist. Aber leigt es wirklich (nur) daran, dass der Wechsel erfolgt ? Ich finde Magdeburg hat in letzter Zeit mindestens genau soviel aus dem Boden gestampft und hat es weiterhin vor. In Münster ist ja schon ein neuer Leopardenkäfig eine anscheinend unlösbare Aufgabe.
    (30.10.2014)
    Ulli:   Ist eigentlich noch die Trennwand zwischen früherer Schimpansen-Außenanlage und der Gorilla-Außenanlage vorhanden ?
    (30.10.2014)
    Ulli:   Kai Perret soll neuer Zoodirektor in Münster werden.

    Ich denke eine gute Wahl - er hat eine gute Hand in der Gestaltung des Magdeburger Zoos bewiesen und kennt den Zoo aus seiner früheren Tätigkeit.

    Er wird die gute Arbeit von Jörg Adler fortsetzen.

    Mit einem grundsätzlich größeren Budget in Münster im Vergleich zu Magdeburg hat Herr Perret in Münster auch noch ganz andere Entfaltungsmöglichkeiten.

    Münster ist so etwas wie ein schlafender Riese und das könnte den einen oder anderen Nachbarzoo durchaus beunruhigen.
    (30.10.2014)
    Michael Mettler:   @Sven: Nein, ich denke mir die Vögel weg, einen Großteil des massiven Zauns mit Kletterpflanzen bewachsen (die dann auch ein feinmaschigeres Zusatzgitter verbergen würden) und einen größeren verglasten Besuchereinblick von der "Betonseite" her (oder sogar einen Tunnel von dort her nach außen, über dem sich dann die Trennung zwischen Kater- und Katzenabteil befinden könnte). Dann hätte man ein ähnliches Grundkonzept wie in Emmen.

    Wo sich die Katzen dann am liebsten hinlegen, lässt sich ja durch die Gehegestruktur ein wenig provozieren, damit der Besucher eben mehr als nur ein Ohr zu sehen bekommt. Würde man schließlich bei einem kompletten Anlagenneubau für Leoparden in Münster auch versuchen, oder?
    (10.10.2014)
    Sven P. Peter:   Ok, Michael, nun denk dir die Vögel weg, hinter den Busch einen Leoparden von dem man nur das Ohr sieht und einen noch größeren Abstand zu dem massiven Zaun der leider gigantische Maschen hat, wo ein ganzer Arm vom Leoparden durchpasst ;)
    (10.10.2014)
    Michael Mettler:   @Sven: Attraktiv...? Das Foto ist zwar schon von 2009, aber ist die Voliere seitdem schöner geworden? Habe ich zumindest vom letztjährigen Besuch nicht anders in Erinnerung.
    (10.10.2014)
    Sven P. Peter:   Jedoch eignet sich die Voliere am meisten für Greifvögel. Und die sind dazu passend auch schon drin. Die Leoparden würden dort regelrecht untergehen, während man aktuell eine attraktive Großvoliere hat.
    (10.10.2014)
    Michael Mettler:   Ist eigentlich jemals in Betracht gezogen worden, die Greifvogelvoliere für die Leoparden umzubauen? Zwar würde das immer noch einige Investitionen bedeuten (z.B. den Bau von Innenkäfigen - die ja nicht zwingend einsehbar sein müssten - und die Verkleidung der nackten Betonrückwand), aber als Grundlage wäre die Voliere doch gar nicht schlecht...?
    (10.10.2014)
    Holger Wientjes:   Ach ja, auch das Pferdemuseum halte ich auf dem Zoogelände für Platzverschwendung. Dort hätte ich gerne weiterhin beispielsweise die Gebirgswiederkäuer gesehen.
    (10.10.2014)
    Holger Wientjes:   Ja, das liebe Geld fehlt halt oft. Aber was ich halt schade und nicht nachvollziehbar finde, ist, dass man ja nicht mal den Versuch einer Spendensammlung für die Leoparden unternommen hat.
    Auch sind es nicht zwingend die großen Arten die ich vermisse. Wenn ich mir den Wasservogelbestand anschaue oder auch die Artenzahl im Tropenhaus, dann denk ich wehmütig an "alte" Zeiten zurück, die eigentlich noch gar nicht so lange her sind. Die Kantschile sind ein weiteres Beispiel bei dem es sicher nicht um den Platz ging.
    (10.10.2014)
    Hannes Lüke:   Ulli, da gebe ich dir recht. Was in Münster entsteht ist (mit Ausnahme des Pferdemuseums) hervorragend. Das es jedoch auch anders geht zeigt ja dein Steckenpferd Osnabrück am besten.
    Besonders zwiegespalten bin ich bei der Elefantenanlage. Die alte Elefantenanlage war unfassbar langweilig, die neue herausragend gestaltet. Dafür immernoch nicht besonders groß, wer weiß wie lange die den persönlich gesetzten Standards standhält (siehe den Druck nach dem Bau der Kölner Anlage). Da hätte man sich schon eine Übernahme der Delfine gewünscht oder eine Erweiterung der (wo wir bei "Traditionen" sind) Nashornhaltung. Mal ganz neue Wege gehen und die Elfanten abschaffen und stattdessen auf deren alter Fläche für Nashörner und Schimpansen erweitern (wobei mir das Semi-Systematische Konzept gefällt).

    Wir werden sehen was eine neue Direktion bringt. Wenn die Löwenanlage endlich erweitert (Gräben auffüllen?) wird sind die alten Jaguaranlagen evtl wieder frei und erweiterbar für vielleicht wieder Jaguare oder Leoparden.

    So schön ich die mit Kunstwerken verzeirten Wiesen gegenüber Raubvögeln, Tropenhaus und Tigern auch finde, ein Gang über den Besucherweg mit anschließender Leopardenvoliere wäre einmalig (?) in Deutschland...
    (10.10.2014)
    Ulli:   Mir gefällt der Allwetterzoo ausgesprochen gut, er ist im Laufe der Jahre wunderbar zugewachsen. Die meisten Tiergehege sind großzügig.

    Speziell der Affenbereich ist in meinen Augen vorbildlich.

    Was die Abgaben anbetrifft. Bis auf die in Überlegung befindliche Abgabe der Persischen Leoparden waren die Abgaben nachvollziehbar. Bei den Persischen Leoparden habe ich auch nur deshalb ein trauerndes Auge, weil es eine der Traditionsarten in Münster ist und man lange das Zuchtbuch geführt hat.
    (10.10.2014)
    Ulli:   Die Schimpansen wurden abgegeben, weil die neuen Mindestanforderungen vom Mai 2014 im Innenbereich nicht mehr erfüllt werden. Durch die Abgabe sind die Auflagen für die Gorillas erfüllt oder leicht zu ergänzen.
    Die Außenanlage hat auf michimmer schon so gewirkt, dass man durch die Herausnahme der Holz-Querwand eine in sich geschlossene Menschenaffen-Außenanlage, hier für Gorillas, schaffen kann.
    Ich fand die Abgabe der Schimpansen im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten sinnvoll und vernünftig.

    (10.10.2014)
    Holger Wientjes:   @Hannes Lüke: Ja, die Artenzahl hat in den letzten Jahren ganz schön gelitten (und wird ja weiter leiden). Stellenweise auf jeden Fall nachvollziehbar, da für andere Arten mehr Platz geschaffen wurde. Manchmal aber auch leider nicht zu verstehen.

    Sollten die Varis nicht abgegeben werden, um wiederum ursprünglich für die Schimpansen Platz zu schaffen ? Das hätte sich ja jetzt erledigt.
    (10.10.2014)
    Julian Overberg:   Die Varis sollten doch auch mal abgegeben werden.
    Ist das schon passiert?
    Und warum sollen die weg?
    (10.10.2014)
    Michael Mettler:   Die Mandrills den Schimpansen nach Magdeburg folgen (siehe weiter unten im Thread).
    (10.10.2014)
    Hannes Lüke:   Würde zu Münster passen.
    Mit jeder Abgabe wird der Park schöner aber leider nicht besser.
    Die Mandrills auf die Schimpansenaußenanlage und gut ist! Das wäre ein Lösung...
    (10.10.2014)
    Lukas Wittsieker:   Ich habe gehört das die Mandrills abgeben werden stimmt das???
    (10.10.2014)
    Lukas Wittsieker:   Weiß jemand was in den nächsten Monaten oder Jahren neben den Menschenaffenhaus noch umgebaut werden soll?
    Weil in diesem Jahr wurde nix neu gemacht obwohl der Zoo locker 3 Mio von der Stadt bekommt.Man kann auch mit kleinen Geld gute Sachen ungestalten oder bauen wie es in Osnabrück zB der Fall ist
    (04.10.2014)
    Holger Wientjes:   Super ! Vielen Dank @ Michael !
    (25.05.2014)
    Holger Wientjes:   Super ! Vielen Dank @ Michael !
    (25.05.2014)
    Michael Mettler:   Stöbern schafft Klarheit: Die Ausgabe 2/1984 der ZOO-NACHRICHTEN enthält einen auch zoologisch sehr ausführlichen Rückblick auf die ersten zehn Jahre Allwetterzoo, den man durchaus als Chronik bezeichnen kann (für Interessierte sehr zu empfehlen!). Danach stellte sich die Ausgangssituation bei Eröffnung des Allwetterzoos 1974 so dar: In den beiden Gehegen am Eingang lebten Damhirsche (aus dem alten Zoo übernommen) und Rothirsche (wer davon wo, wird nicht angegeben). Das (gemäß Rundgang) erste der beiden Waldgehege teilten sich vorläufig ein Paar Felsengebirgswapitis und ein männlicher Davidshirsch, das zweite Waldgehege Axishirsche und Hirschziegenantilopen. Bereits 1975 verließen die Damhirsche aus Platzgründen den Zoo, denn der Davidshirsch bekam weibliche Gesellschaft und die Wapitis zogen an den Eingang um, um dort beide Edelhirschformen nebeneinander zeigen zu können. Das führte allerdings dazu, dass sich die beiden Bullen am Trennzaun bekämpften und diesen beschädigten, deshalb wurden die Rothirsche 1977 abgegeben und der Trennzaun durch ein Hochzeitsgatter ersetzt, so dass die Wapitis fortan beide Anlagen nutzen konnten. Im Winter 1980/81 kamen die beiden Wüstenantilopenarten in den Bestand, dafür wurden 1981 die Axishirsche abgegeben, um die Wapitis dorthin umsiedeln zu können. Die HZA scheinen im gleichen Jahr schlichtweg ausgestorben zu sein, denn ich habe keinen Abgabevermerk gefunden; 1980 gab es laut JB noch Nachwuchs und 1981 tauchen zwei weibliche Verluste darin als letztmalige Erwähnung der Art auf.

    1983 kamen erneut Damhirsche in den Bestand, die wurden dann in einem von der Western-Eisenbahn durchfahrbaren Waldgehege untergebracht. Die dortige Weiterentwicklung habe ich jetzt aber nicht weiter verfolgt, es ging ja nur um die ursprünglichen Hirschgehege.
    (24.05.2014)
    Michael Mettler:   @Holger: Habe ihn schon angemailt.

    Im Jahresbericht las es sich so, als habe man quer durch die vorher ungeteilte Anlage einen Trennzaun mit Durchschlupföffnungen für die Hirschkühe gezogen.
    (24.05.2014)
    Holger Wientjes:   Der Eichenwald in diesem Zooteil existierete bei Eröffnung wohl schon in seiner jetzigen Grösse.
    Ich habe keine Erinnerung mehr daran, wie die Wapitianlage im Wald unterteilt worden sein könnte. Oder meinst Du ein kleines an den Stall angrenzendes Absperrgehege ?
    Ja, vielleicht kann Klaus oder jemand anderes weiterhelfen !
    (24.05.2014)
    Michael Mettler:   Auf den Zooplänen sehen alle vier Hirschanlagen ziemlich gleich groß aus, und das letzte Wapitigehege müsste immerhin vorher für sogar zwei Arten zusammen (Axis/HZA) groß genug gewesen sein, wenn diese Version zuträfe. Die zuletzt bewohnte "Waldanlage" (falls die Bäume damals überhaupt schon so groß waren, der Zoo war doch nicht lange zuvor auf der "platten Wiese" entstanden) wurde wie gesagt extra für die Wapitis geteilt, so dass sich der schauattraktivere Hirsch zur Brunstzeit nur im vorderen, publikumsnahen Teil aufhalten konnte.

    Ringtauschmaßnahmen gab es im Allwetterzoo offenbar öfter (u.a. auch mit Bongo/Addax/Säbelantilope laut JB), würde also durchaus ins Bild passen.

    Vielleicht sollten wir mal unseren Forumgastgeber fragen, ob er als "Ureinwohner" sich an die Rot- und Damhirsche erinnern kann ;-)
    (24.05.2014)
    Holger Wientjes:   Beide Varianten sind durchaus möglich. Die heimischen Arten ursprünglich hinten im Wald unterzubringen hätte auf der Hand gelegen. Aber dann hätte man die Wapitis doch direkt in die dort frei gewordenen beiden Anlagen stecken können und nicht erst noch einen Ringtausch mit Milus und Axis vom Eingang in den Wald vornehmen brauchen. Also doch eher wahrscheinlich, dass Rot-und Damhirsch am Eingang standen ?!
    Eine weitere Frage wäre auch, warum man den Wapitis zunächst eine grosse Doppelanlage gegönnt hat und sie dann später doch in die recht kleine Waldanlage umgesetzt hat. Dort waren die Separierungsmöglichkeiten ja sicher noch schlechter und ich meine, besagte Anlage wäre sogar die kleinste von den vier hier besprochenen gewesen.
    Ob wir es je erfahren werden... ?? ;-)
    (24.05.2014)
    Michael Mettler:   @Holger: Nein, wird leider nirgends erwähnt, die Jahresberichte setzen dafür auch zu spät ein. Dam- und Rothirsch werden in den Zooführern letztmalig 1976 erwähnt, ab 1978 sind stattdessen die Wapitis drin. Da liegt natürlich der Verdacht nahe, dass die beiden vorigen Arten am Eingang standen und ihre Gehege räumen mussten, um den erheblich größeren Felsengebirgs-Wapitis eine Doppelanlage geben zu können. Wahrscheinlich, damit die Hirschkühe in der Brunftzeit eine Rückzugsmöglichkeit haben - wurde und wird ja auch in verschiedenen anderen Zoos so gehandhabt, und auch das letzte Gehege der Wapitis in Münster wurde aus diesem Grund unterteilt.

    Andererseits könnte die damalige Unterbringung diverser einheimischer Tierarten im "Wald" hinter dem Streichelzoo auch darauf hindeuten, dass Rot- und Damhirsch thematisch dazu passend die beiden dortigen Hirschgehege bewohnten, während Milu und die Kombi Axis/HZA als Exoten am Eingang untergebracht waren. Die Zoopläne sind in diesem Punkt leider alle nicht detailliert genug.
    (24.05.2014)
    Holger Wientjes:   @ Michael M.: Danke soweit für die Aufklärung der Gehegeaufteilung bei den Hirschen ! Wird denn auch irgendwo erwähnt, wo dann die Damhirsche waren. Die waren doch laut Führer zeitgleich im Zoo. Und interessant wäre auch noch, wann die Europ. Rothirsche gegen die Wapitis getauscht wurden.
    (24.05.2014)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Gerade Münster liefert doch ein noch recht aktuelles Beispiel dafür, dass eine häufigere Tierart abgegeben wurde und eine seltenere vom frei werdenden Platz profitierte. Im Freiland gibt es jedenfalls laut IUCN Red List erheblich weniger Kalifornische Seelöwen als Große Tümmler :-)
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   Ich habe jetzt noch in Jahresberichten gestöbert, die allerdings erst ab Berichtsjahr 1980 erschienen. 1980/81 kamen die Mendes- und Säbelantilopen, bis dahin gehörte die Doppelanlage am Eingang komplett den Wapitis. Die zogen dann in das "letzte" Hirschgehege um, wo bis dato Axishirsche gehalten wurden (abgegeben 1981). Ihre Nachbarn waren die Milus auf der heutigen Wolfsfläche, bis diese später Nachfolger der Kaffernbüffel neben dem Afrika-Panorama wurden.

    So ganz nebenbei stieß ich dabei auch auf Gründe für die Aufgabe der Büffel und der Flusspferde. Für den Büffelnachwuchs gab es kaum Interessenten, die Tiere waren zum Schluss über 20 Jahre alt, der Stall war an einer Seite verrottet (man befürchtete, der Bulle könnte die Wand eindrücken) und musste, da nicht an eine Heizleitung angeschlossen, mit Elektro-Heizstrahlern (!) gewärmt werden, wodurch nicht nur hohe Kosten entstanden, sondern auch ein hohes Brandrisiko. Die Büffel wurden dann geschlachtet und verfüttert.

    Auch bei den Hippos spielte nicht nur der wachsende Platzbedarf der Nashörner eine Rolle, sondern auch die hohen Kosten für die Beckenbeheizung und Abwasserentsorgung, weshalb man in einem ersten Schritt das Innenbecken erheblich verkleinerte und schon zu diesem Zeitpunkt den späteren Umstieg auf Zwergflusspferde plante, die weniger Wasser verbrauchen. Das liebe Geld hinterließ also auch damals schon seine Spuren in der Bestandsplanung, die heutige Situation ist demnach kein Novum für Münster...
    (23.05.2014)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Bei den genannten Arten sehe ich angesichts der Bestände die Gefahr jetzt nicht als so akut an... ;-)
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   So habe auch nochmal in den Führern von ´74 und ´76 gestöbert und dort sind für diesen Zeitraum neben Milu und Europ. Rothitsch (also noch nicht Wapiti)Damhirsche und Axishirsche in Gemeinschaft mit HZA eingetragen, die dann wohl die ersten beiden Anlagen Richtung Eingang bewohnt haben dürften bis etwa 1980 die Antilopen dort einzogen. An die Dam- und Axishirsche sowie die HZA kann ich mich dort leider nicht mehr erinnern. Erst wieder an die Addax. das hat sich als Bild aus der Kindheit eingebrannt, weil das immer die ertsen Tiere waren, die man schon durch den Aussenzaun hindurch erspähen konnte. Und ja, jetzt wo Du es schreibst, kann ich mich auch verschwommen wieder an die Sikas auf der ehemaligen Wapitianlage erinnern. Allerdings waren die Sikas bis zu ihrer kürzlichen Abgabe bzw. Auslagerung nach Drensteinfurt jahrelang in der vorderen Anlage, die nun den Bongos gehört.
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   @Holger: Die exakte Verteilung der Hirscharten kann ich jetzt gerade nicht auf Anhieb rekonstruieren, aber in den ersten Zooführern des Allwetterzoos sind für die beiden Anlagen gegenüber den Bären noch Hirsche als Bewohner eingezeichnet; dann kamen in der Reihenfolge die beiden Gebirgstierfelsen und dann nochmal zwei Hirschgehege. Addax und Säbelantilopen waren bereits Nachnutzer und müssten Ende der 70er, Anfang der 80er eingetroffen sein. Im Zooführer von 1981 sind sie erstmals drin (Säbelantilope auch als Titelfoto), und zu dieser Zeit wurden noch Davidshirsche und Wapitis gehalten - erstere dort, wo danach die Wölfe einzogen, letztere gleich links daneben. An die Milus kann ich mich nicht bewusst erinnern, aber an die Wapitis schon (müsste ich sogar fotografiert haben). Meiner Erinnerung nach (aus Jahresberichten) wurden die Wapitis dann abgegeben, um dort die Vietnamsikas unterzubringen. Auch die habe ich dort gesehen, und in einem per Stichprobe aus dem Regal gezogenen Faltplan von 1998 sind sie dort, links von den Wölfen, auch angegeben. Aber es stimmt, auf der ersten Anlage rechts hinter dem Eingang meine ich sie später auch mal gesehen zu haben.

    Im heutigen Gaur-Bereich kenne ich aus eigenem Erleben nicht nur die Trampeltiere und Kaffernbüffel, sondern auch Przewalskipferde und eine Kreuzungszucht Przewalski x Dülmener Pony, später - wenn ich mich recht erinnere - auch Poitou-Esel (da waren die Büffel weg und die Gaur noch nicht da).

    Hm, die Sache mit den Tigern hatte ich aus irgendeiner Pressemeldung - dass diese dann die Leopardenkäfige mitnutzen könnten, wohl ähnlich wie die Lösung bei den Löwen und deren Nachbarkäfigen. Allerdings durchaus mit dem Abgabegrund für die Leoparden, dass sich Besucher über deren Anlage beklagten.

    @Oliver Müller: Die so genannte Veredelung des Tierbestandes war doch aber über lange Zeit in Zoos so allgemein üblich, dass wir heute manche einst gewöhnliche Tierart kaum noch antreffen...?
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   Zumindest scheinen jetzt hier und dort Weissrüsselnasenbären die Südamerikaner über kurz oder lang abzulösen. ;-)
    Ansonsten bin ich echt am Grübeln, wo ein solcher Fall schon ´mal eingetreten ist. Spontan fällt mir jetzt die Abgabe der Halsbandpekaris zu Gunsten der Chakos im TP ein. Aber auch erstere sind nicht zu häufig und man hat in Berlin ja nur in den Zoo "ausgelagert".
    In Wuppertal ist man von den Flachlandtapiren auf Bairds umgestiegen. Aber ist jetzt off topic so langsam...
    (23.05.2014)
    Oliver Müller:   Ich würde mich ja sehr freuen, mal zu hören, dass irgendwo Zwergziegen, Alpakas, Wasch- oder Nasenbären, Schnee-Eulen oder Erdmännchen zugunsten einer anderen (dann bedrohten Art) abgegeben werden...
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   O.k., dann sind wohl im Zuge des Museumsbaus "nur" die Gebirgsanlagen ersatzlos weggefallen. Die Haustiere, wenn auch in z.T. anderen Rassen, wurden umquartiert.
    In den jetzigen Bongo-Gehegen waren ursprünglich Addax und Säbelantilopen. Dann kam man auf dem Weg zu den Gebirgswiederkäuern, anschliessend zu den Gehegen der Milus und Wapitis. Auf dieser Fläche lebten dann später die Wölfe, die aus ihrem damaligen Gehege, das jetzt das grössere der beiden Buntmardergehge ist (im kleineren lebten Luchse, später Wildkatzen), dorthin zogen. Das müsste dann in etwa auch die aktuelle Wolfsanlage in etwas umgestalteter Form sein.
    Die Sikas kenne ich nur aus der ehemaligen Wüstenantilopen (Addax)- Anlage am Eingang, die nun halt den Bongos zugeschlagen worden ist.
    Die Milus und später auch der letzte Wisent lebten zum Schluss in einer der heutigen Gaur-Anlagen (dort übrigens ursprünglich Trampeltiere und Kaffernbüffel).
    Die Abgabe der Leoparden kann womöglich sogar noch abgewendet werden. Man versucht nun die Kosten für einen Neubau um 500 000 Euro zu senken, indem man das Gitternetz aus China beziehen will. Ob das umgestzt wird hängt nicht zuletzt davon ab, was der TÜV sagt.
    Die Leoparden sollten aber auch nicht zu Gunsten der Tiger abgegeben werden sondern doch weil ihre Anlage angeblich nicht mehr vertretbar sei.
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   Habe auf einem alten Zooplan nachgesehen: Auf der Fläche des Pferdemuseums (des Gebäudes an sich) befanden sich früher "nur" die beiden Gebirgswiederkäueranlagen sowie kleine Haustiergehege (Schafe, Schweine Geflügel). Die Großhirsche standen ursprünglich in den jetzigen Bongo-Gehegen, die dann zwischenzeitlich einige Jahre mit Mendes- und Säbelantilopen besetzt waren.
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   @Holger: Sind für das Pferdemuseum (als solches) wirklich Hirschgehege weggefallen? Mussten die Sikas nicht einer Erweiterung der schon vor dem Museum bestehenden Wolfsanlage weichen (und vorher die Wapitis den Sikas)?

    Mit der angekündigten Abgabe der Leoparden zu Gunsten der Tiger stünde ja ein weiterer Fall bevor. Jedenfalls dann, falls das nicht nur eine taktische Äußerung zur Geldbeschaffung war. Denn anscheinend (laut ZTL) sind die Leoparden immer noch da, was heißen würde, dass der das EEP koordinierende Zoo es nicht mal schafft, seine eigenen Tiere zu vermitteln... ;-)
    (23.05.2014)
    Jan Jakobi:   Stimmt, auch in anderen Zoos mussten Arten anderen Arten weichen.

    Leipzig (Flusspferde, Breitmaulnashörner, Rothalsgazellen), Hagenbeck (Panzernashörner) und Zoo Berlin (Afrik. Elefanten) fallen mir da ein.

    Also kein Phänomen das nur auf Münster beschränkt ist.
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   Die Mandrills sollen ja ebenfalls nach Magdeburg. Also scheint da leider nix draus zu werden, denn ich finde ebenfalls die aktuelle Aussenfläche der Gorillas absolut in Ordnung.

    @Jan Jakobi: Was das Weichen einer Art zu Gunsten einer anderen angeht, so muss man natürlich fairerweise erwähnen, dass das kein Münsteraner Phänomen ist, obwohl der Artenschwund dort in den letzten Jahren schon sehr spürbar ist wie ich finde.
    Die Zwergflusspferde sind wohl eher den Nashörnern gewichen. Und ob die Eisbären den Orangs weichen mussten oder letztere einfach nur in den Genuss kamen, die freigewordene Fläche der Eisbären, die schlicht mangelnder Möglichkeiten eines Neubaus einer modernen Anlage den Zoo verlassen mussten, nachnutzen zu können, sei dahin gestellt.
    Ansonsten fallen mir noch die Sikas ein, deren Gehege den Bongos zugeschlagen wurde. Auch Gaur, Löwen oder Goldkatzen können nun angrenzende Käfige/ Gehege mitnutzen, die zuvor anders besetzt waren. Der weitaus grösste und meiner Meinung nach überflüssigste "Platzvresser" ist jedoch das Pferdemuseum, auf dessen Areal einst Arten wie Gämse, Mähnenschaf, Wapiti oder Milu lebten.
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   @Michael M.: Ja, bei der Pointe stand ich wohl auf dem Schlauch... ;-)
    (23.05.2014)
    Jan Jakobi:   Mir fällt grade auf das schon einige Tierarten den Allwetterzoo zu Gunsten einer anderen Art verlassen haben.

    Folgende Tierarten waren es:

    -Afrik. Elefanten (wegen Beschränkung auf Asiat. Elefanten)
    -Eisbären (wegen der Orang-Utans)
    -Flusspferde (wegen der Elefanten)
    -Zwergflusspferde (wegen der Elefanten)
    -Schimpansen (wegen der Gorillas)

    Eventuell fehlen noch ein paar Arten.
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   Okay, da ist der Gag verpufft ("zugeschlagen" wie "Tür zugeschlagen")... ;-)

    Aber jetzt im Ernst: Platznot für die Gorillas herrscht doch allenfalls im Innenbereich, von der Fläche her wäre es doch m.E. nicht zwingend notwendig (wenn auch gestalterisch reizvoll), die Schimpansenaußenanlage hinzu zu nehmen. Wären denn die baulichen Gegebenheiten des Hauses so, dass man diese Außenanlage unter geringem baulichen Einsatz am Haus mit einer Niederaffenart nachnutzen könnte? Aus thematischen Gründen denke ich da z.B. an die Mandrills, welche die vorhandenen Außenstrukturen der Schimpansen 1:1 nachnutzen könnten.
    (23.05.2014)
    Holger Wientjes:   Ich denke ´mal , das wird entsprechend umgebaut ?! Aussen würde im Grunde ja schon ein Abriss des Palisadenzauns genügen denke ich.
    (23.05.2014)
    Michael Mettler:   @Holger: Und wie kommen die dann da rein...? :-)
    (22.05.2014)
    Holger Wientjes:   Die wird den Gorillas zugeschlagen.
    (22.05.2014)
    Jan Beensen:   was wird mit der leeren Schimpansenanlage passieren?
    (22.05.2014)
    Jan Jakobi:   Der Allwetterzoo gibt seine Schimpansen-Gruppe im Juni nach Magdeburg ab:

    http://www.volksstimme.de/aboservice/volksstimme.de_newsletter/1274608_Affenstarke-Schimpansengruppe-zieht-in-den-Zoo.html
    (22.05.2014)
    Jörn Hegner:   die beiden zwergflusspferde aus dem allwetterzoo münster , wurden diese früher an einen thailändischen zoo abgegeben .
    (27.04.2014)
    Lukas Wittsieker:   Weiß eigentlich jemand was für Gehege 2014 gebaut oder erneuert werden?
    (26.12.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Vom 14.12. bis 7.1. gilt im Allwetterzoo Münster:
    Zahlen Sie, was Sie wollen – pay what you want!

    Vor einem Jahr hatte der Allwetterzoo Münster seine Besucher erstmals dazu aufgefordert, den Eintrittspreis selbst zu bestimmen. Erfreulich viele Menschen nutzten die Chance und besuchten den Zoo, nicht wenige sogar zum ersten Mal. Nun heißt es im Allwetterzoo erneut „pay what you want“: Vom 14. Dezember bis zum Ende der Weihnachtsferien am 7. Januar dürfen die Besucher den Eintrittspreis selbst festlegen, den sie für einen Zoobesuch inklusive Westfälischem Pferdemuseum und Robbenhaven zahlen möchten. Vor dem Eingang werden sie lediglich gebeten, einen kurzen Fragebogen auszufüllen und den Betrag zu nennen, den sie ausgeben werden. Damit gehen sie zur Kasse – und weiter zu Pinguin, Löwe & Co.! Auch Gruppen sind willkommen und dürfen den Eintrittspreis selbst bestimmen, nur der Verkauf von Jahreskarten ist von der Preisaktion ausgenommen. Ab 9 Uhr ist der Zoo täglich geöffnet, selbst an Heiligabend und Silvester.
    (10.12.2013)
    Jennifer Weilguni:   @Michael
    Sind doch auch nur Primaten :-)
    (30.10.2013)
    Michael Mettler:   Noch ein Schmankerl-Souvenir von meinem Besuch: Ich dachte immer, der wäre für BESUCHER :-)
    (30.10.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Das jüngste Gorilla-Kind ist ein Mädchen! 

    Rund zwei Monate hat es gedauert, bis Zoologen und Tierpfleger im Allwetterzoo mit Sicherheit sagen konnten: Es ist ein Mädchen! Ungewöhnlich ist es nicht, dass die Geschlechtsbestimmung bei einem neugeborenen Gorilla längere Zeit dauert. Im tiefschwarzen Fell sind die typischen Merkmale nur sehr schwer zu erkennen. Auch detailreiche Fotos von Zoofreunden brachten bislang keine Gewissheit. Vor allem trägt Mutter Shasha ihr erstes Kind stets eng bei sich und hat es den Pflegern niemals so präsentiert, wie es beispielsweise Changa-Maidi mit ihrem Sohn Demba im Januar dieses Jahres getan hat.

    Gemutmaßt hatten die Tierpfleger schon seit längerem, dass Shashas Kind ein Mädchen ist, doch festlegen wollten sie sich nicht. Nun konnten die Pfleger endlich beobachten, wie das am 29. August geborene Gorilla-Kind sich erleichtert. Die Art und Weise nämlich, wie ein Gorilla Wasser lässt, ist ein eindeutiger Hinweis auf sein Geschlecht. Einen Namen wird das Gorilla-Mädchen vermutlich auch bald bekommen.
    (30.10.2013)
    Sacha:   Ja, die Dreihorn-Chamäleons sind mir bislang immer durch die Lappen gegangen (selbst bei meinen Besuchen in San Diego und Münster habe ich sie nicht gesehen, bei letzterer Destination waren meist irgendwelche Renovationsarbeiten im Terrarium schuld). Aber eines Tages erwische ich die!;)
    (30.10.2013)
    krümmel:   Nach der Großinvestition des Elefantenparks ist jetzt wohl erst einmal einfach die Kasse leer.
    Zum Jahreswechsel sollen die Preise um rund 10 % angehoben werden.
    Früher oder später wird man aber wieder investieren.Topkandidaten dürften dann die Tropenhalle und die Leoparden sein. Letztere entweder, um diese doch in Münster zu halten, oder diesen Bereich für eine andere Nutzung umzubauen.

    (30.10.2013)
    krümmel:   @Michael Mettler:
    ... davon bin ich ausgegangen.

    (30.10.2013)
    Michael Mettler:   @krümmel: Rechts im Bild wäre dann vermutlich der Allwettergang?

    @Sacha: Die Zoogeografie spielt in Münster bislang keine besonders große Rolle, da könntest du eine neue Leopardenanlage irgendwo im Zoo bauen und sie wäre nirgends fehlplatziert...
    (29.10.2013)
    krümmel:   Es ging um eine Erweiterung der bestehenden Leopardenanlage. Hier die Skizze aus einer Rasbach Anzeige auf TIERGARTEN 3-2013
    (29.10.2013)
    WolfDrei:   Sacha, nimm mein Dreihorn: San Diego 2000
    (29.10.2013)
    Michael Mettler:   Beeindruckend finde ich die eigentlich nur noch symbolische Gehegebegrenzung bei den Giraffen, die ich erstmals so bewusst wahrgenommen habe (ich weiß, dass es vorher mindestens zwei weitere Grabenvarianten gegeben hat). Erinnert sehr an einige Trampeltieranlagen (z.B. in Krefeld und Rheine) und scheint sich ja bewährt zu haben.

    @Sacha: Hattest du nicht letztens erzählt, dass du noch auf der Suche nach Jacksons Dreihornchamäleon bist? Münster hat - leider habe ich "nur" ein Weibchen gesehen, und das saß auch noch so ungünstig, dass ein Foto nichts gebracht hätte.
    (29.10.2013)
    Michael Mettler:   Sehr gelungen finde ich die Erweiterung des Innenbereiches für die Löwen. Die Dimensionen der ursprünglichen lassen sich ja anhand der Wände noch erahnen.

    Wobei mir in diesem Zusammenhang noch einfällt: Wo hätte eigentlich die geplante neue Leopardenanlage entstehen sollen? Am jetzigen (dann erweiterten) oder an einem ganz neuen Standort? Wird der jetzige eventuell für eine Erweiterung der Haltungsmöglichkeiten für die Tiger gebraucht, so wie ja auch die Löwen schon länger benachbarte Käfige mitbenutzen können? Oder hätten für die neue Leopardenanlage die Tiger weichen müssen?
    (29.10.2013)
    Sacha:   Münster ohne Nordpersische Leoparden?! - Das ist eigentlich wie so unvorstellbar wie Köln ohne Dom. Was war man doch (zu recht) stolz auf die Zuchterfolge und nun gibt man die Tiere einfach ab. Will mir irgendwie nicht in den Kopf, zumal ich überzeugt bin, dass es auf dem Gelände (und vermutlich sogar zoogeografisch passend) Möglichkeiten für ein neues Gehege gäbe.


    (29.10.2013)
    Michael Mettler:   @Carsten: Alles klar. Ich war zwar im Streichelgehege, aber nur im Eingangsbereich, weil sich dort gerade der gesamte Tierbesatz ballte :-) Dass am entgegengesetzten Ende noch ein Ein-/Ausgang ist, fiel mir dadurch nicht auf. Also Kommando zurück in punkto "Sackgasse".

    Trotzdem bliebe für mich die Frage nach dem Zulauf interessant, denn die Ecke ist doch m.E. auch mit Rundweg darin ziemlich abgeschieden.
    (29.10.2013)
    Carsten Horn:   @Michael: Wenn man allergisch gegen die Streicheltiere ist, dann ist das natürlich Sackgasse, g, ansonsten geht man durch den Streichelzoo und kommt am Kiosk/Przewalskipferd wieder raus...
    (29.10.2013)
    Holger Wientjes:   2011 kam ein Gaurbulle in den Zoo. Müssten also 1,2 sein z. Z.
    (28.10.2013)
    Michael Mettler:   @Carsten: Hm, habe ich da was übersehen? Da, wo sich rechts am Wegrand das Meerschweinchengehege und kurz danach links der Eingang zum Streichelgehege befindet, schien mir der Weg "blind" zu enden.
    (28.10.2013)
    Carsten Horn:   Wolf/Streichelzoo ist doch keine Sackgasse, wenn ich mich recht erinner, da kann man rundlaufen...
    (28.10.2013)
    Michael Mettler:   Zur Leoparden-Diskussion: Bei meinem Besuch am Wochenende sah ich vor der Käfigreihe das nebenstehend abgebildete Schild. Bleibe aber trotzdem gespannt, wie sich die Sache weiterentwickelt.

    Frage an die regelmäßigen Münster-Besucher: Wie wird eigentlich vom Publikum der doch sehr verwinkelte, abgeschiedene Bereich im äußeren Kinder- und Pferdepark angenommen, sprich die Sackgasse Wolfsanlage und Streichelzoo? Für Beides gäbe es sicher attraktivere (und besser zu findende) Stellen im Zoo, die Wölfe passen m.E. ohnehin nicht sonderlich zum Thema des Zooteils. Ich habe nichts gegen das Pferdemuseum als Einrichtung an sich, aber auch nach mehrfachem Sehen über die Jahre hinweg (wobei ich nur 1x auch drin war) empfinde ich es noch immer als störenden Klotz im Gelände, durch den der Bereich dahinter abgehängt wurde und ausgerechnet der erste Eindruck nach Betreten des Zoos kleinräumig gemacht wurde. Geht es nur mir so?

    Der Elefantenpark hat nicht nur flächenmäßig, sondern auch optisch sehr gewonnen. Wobei ich als jemand, der an Elefanten zwar interessiert, aber kein spezialisierter Fan ist, angesichts der vielen Neuanlagen für diese Tiergruppe aus den letzten Jahren inzwischen wohl etwas übersättigt bin.... Aber dafür kann natürlich der Allwetterzoo nichts. Wie ist das eigentlich mit der Verträglichkeit der Kühe? Über viele Jahre mussten die Münsteraner Elefanten doch getrennt in zwei Gruppen gehalten werden, und jetzt sind bis auf die abgegebene Bala alle Kühe zusammen - lag es nur an der?

    Und gleich noch 'ne Frage: Im Gaur-Gehege waren nur zwei Kühe zu sehen - gibt es den Bullen noch?

    Ein kleines zoologisches Highlight brachte der Besuch der begehbaren Affenanlagen, wenn es auch kein zooeigenes Tier war: Eine Bisamratte beobachten zu können, war beeindruckender als die Kattas ;-)
    (28.10.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Falkner und Familientag im Allwetterzoo am 19. und 20. Oktober 2013

    · Vorführungen mit Adlern, Bussarden und Falken am Samstag und Sonntag
    · Ermäßigte Zoo-Eintrittspreise am Samstag

    Rund 500 Vögel aus allen Erdteilen sind im Allwetterzoo zu sehen, jedoch
    keine Adler, Bussarde oder Falken. Diese eindrucksvollen Greifvögel können
    nur am 19. und 20. Oktober im Zoo erlebt werden, dann aber hautnah und bei
    spektakulären Flugvorführungen: Der Falkner Volker Walter kommt mit seinen
    Greifen nach Münster und lässt sie rasant über die Köpfe der Zoobesucher
    hinweg fliegen.

    Die Greifvögel sind am Samstag und Sonntag ab 11 Uhr am Landoisplatz in
    der Nähe des Aquariums im Allwetterzoo zu sehen. Flugvorführungen finden
    um 11 und um 14.30 Uhr statt. Wenn die Vögel gerade nicht fliegen, kann
    man Volker Walter ansprechen: Der Falkner erzählt gern über die Arbeit mit
    seinen Greifen, zu denen auch ein Uhu zählt, die größte einheimische Eule.

    Wer am Samstag den Zoo besucht, kommt sogar günstiger hinein; denn es ist
    Familientag, der letzte in diesem Jahr. Die Eintrittspreise betragen nur
    10,- Euro statt 14,- für Erwachsene und 5,- Euro statt 7,- für Kinder und
    Jugendliche von 3 bis zu 17 Jahren. Die ermäßigten Preise gelten natürlich
    auch für Großeltern oder Singles...
    (16.10.2013)
    Lukas Wittsieker:   Ich dachte der Umbau des Leoparden Gehege sei zu teuer
    (10.10.2013)
    Michael Mettler:   @Holger: Wohl deshalb steht ja auch der Zeitpunkt einer Abgabe noch gar nicht fest, wie ich eben in den Online-Meldungen gelesen habe...

    In den Westfälischen Nachrichten wird sogar der hohe Aufwand der jetzigen Leopardenhaltung als Faktor für die Entscheidung zur Abgabe genannt. Mal ehrlich: Müssten dann nicht eher die Robben den Zoo verlassen...?
    (08.10.2013)
    Holger Wientjes:   Daran habe ich ebenfalls gedacht und hoffe, dass diesbezüglich noch was kommt in nächster Zeit ! Wäre schade, wenn der Zuchtbuchführer diese Traditionsart abgeben würde ohne wenigstens versucht zu haben an Gelder zu kommen. Vor allem: In welche BESSERE Haltung will man sie abgeben... ?
    (08.10.2013)
    Michael Mettler:   @Holger: Schaun mer mal, ob die Leoparden tatsächlich den Zoo verlassen werden oder ob die Meldung nicht schlichtweg Teil einer Kampagne ist, die Öffentlichkeit mittels einer publikumswirksamen Art auf den Geldmangel aufmerksam zu machen und sich dadurch eine Unterstützung zur Weiterführung der Haltung zu erhoffen. War da nicht auch was wie "wenn wir nicht für Elefanten neu bauen, werden uns die Tiere abgezogen", und tatsächlich gibt es jetzt einen funkelnagelneuen Elefantenpark...? ;-)
    (08.10.2013)
    Holger Wientjes:   Mein Vorschlag wäre ja: Genauso wie die Elefantenanlage, sprich mit viel Werbung, Medientamtam, Promis, Firmen und nicht zuletzt durch Spenden der Münsteraner Bürger !!!
    (08.10.2013)
    Holger Wientjes:   Das ist doch leider erstmal (wahrscheinlich) vom Tisch, da man die Leoparden abgeben möchte, daman nicht weiss, wie man die Neuanlage finanzieren soll ?!
    (08.10.2013)
    Michael Mettler:   Nach der Rasbach-Anzeige im TIERGARTEN 3/2013 zu urteilen, die einen entsprechenden Entwurf abbildet, müsste eigentlich eine neue Leopardenanlage "in Arbeit" sein.
    (08.10.2013)
    Lukas Wittsieker:   Weiß eigentlich jemand was in den nächsten Jahren so erneuert werden soll???
    (08.10.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo trauert um langjährigen Mitarbeiter

    Einen Tag nach dem tragischen Unglück im Allwetterzoo trauert das Zooteam um Martin Hammerstein (56 J.), der durch einen der Amurtiger tödlich verletzt wurde. „Wir sind alle sehr betroffen von diesem schrecklichen Ereignis, unsere Anteilnahme gilt allen Menschen, die Martin Hammerstein nahe standen. Er war ein sehr erfahrener und geschätzter Tierpfleger, der schon lange im Allwetterzoo gearbeitet hat und unvergessen bleiben wird“, so Jörg Adler, Zoodirektor.

    Die genauen Umstände des Unglücks werden zurzeit von den zuständigen Behörden geprüft.

    Der Tiger konnte kurz nach dem Vorfall in ein separates Gehege gelockt werden. Es besteht keinerlei Veranlassung, den Tiger einzuschläfern.

    Der Betrieb im Allwetterzoo läuft normal weiter. Natürlich befinden sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer emotionalen Ausnahmesituation. Diese abzufangen und die Betroffenen zu betreuen, befinden sich seit gestern Nachmittag mehrere Notfallseelsorger im Allwetterzoo.

    „Der Zoo war und ist die Familie für Martin Hammerstein. Dies ist für uns auch Verpflichtung, in den nächsten alles zu tun, was diese besondere Situation erfordert“, sagt Jörg Adler im Namen des gesamten Zooteams.
    (20.09.2013)
    Oliver Müller:   Mein Beileid an Angehörige und den Zoo.

    Auch das Unvermeidliche ist passiert: "Vier Pfoten" fordert ein Ende der Großkatzenhaltung in deutschen Zoos.
    (20.09.2013)
    Michael Mettler:   @Jennifer: Ist schon passiert. Bereits einen Tag vor dem Unfall in Münster wurde ein Mitarbeiter einer Rinderzuchtanstalt in Sachsen-Anhalt in einer ganz ähnlichen Situation von einem Bullen getötet. Dieser Unfall hat es in unserer Tageszeitung allerdings nur zu einer Kurzmeldung gebracht - auf der selben Seite (aber inhaltlich getrennt), auf der sich ein weitaus längerer Artikel inklusive Foto des Tigers mit Münster befasst.
    (20.09.2013)
    Ulli:   Mein Beileid den Angehörigen
    (20.09.2013)
    Jennifer Weilguni:   So kurz nach der Sache in Köln schon wieder so ein tragischer Unfall! Meine Gedanken sind bei der Familie und den Kollegen des Verunglückten.

    Hoffentlich passiert so etwas Tragisches so bald nicht wieder.
    (19.09.2013)
    krümmel:   aus den Westfälsichen ANchrichten online (Münster) 18:15 Uhr:

    Biss ins Genick
    Tierpfleger im Allwetterzoo Münster von Tiger getötet

    Am Donnerstagnachmittag ist es im Allwetterzoo Münster um kurz nach 16 Uhr zu einem folgenschweren Tiger-Angriff auf einen Tierpfleger gekommen. Der Pfleger konnte zwar schnell aus dem Gehege befreit werden. Die Hilfe kam aber zu spät. Nach ersten Informationen der Feuerwehr hat der Pfleger die Attacke nicht überlebt.

    Für die Zoobesucher soll zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden haben. Feuerwehr und Polizei haben das Gelände um das Tigergehege weiträumig abgesperrt. Der Tiger soll nicht erschossen worden sein.

    Der Leichenwagen mit dem getöteten Pfleger hat den Zoo bereits verlassen. Nach Angaben der Feuerwehr soll es sich um einen 57-jährigen Mann handeln. Mitarbeiter des Zoos werden von Seelsorgern betreut.Nach Angaben der Feuerwehr soll es sich um einen 57-jährigen Mann handeln. Mitarbeiter des Zoos werden von Seelsorgern betreut.

    Der Unfall soll sich ereignet haben, als die Tiger vom Außen- ins Innengehege geleitet wurden. Dabei habe der Mann wohl ein Tier übersehen und sei von ihm durch einen Biss ins Genick getötet worden, berichtete die Feuerwehr. Zoodirektor Jörg Adler zeigte sich erschüttert: "Ich bin seit 48 Jahren im Geschäft, aber so etwas habe ich noch nie erlebt."

    Staatsanwaltschaft und Polizei geben um 18 Uhr eine Presseerklärung ab. Mehr in Kürze...
    (19.09.2013)
    Jan Jakobi:   Nicht schon wieder...

    Ungefähr dasselbe hatte sich erst vor etwas über einem Jahr im nicht sehr weit entfernten Zoo Köln ereignet.
    (19.09.2013)
    Carsten Horn:   Arbeitsunfall mit Todesfolge bei den Tigern in Münster... Meldungen sind noch recht dürftig, aber es ist wohl ein Pfleger getötet worden...
    (19.09.2013)
    Klaus Schueling:   Unterstützung gesucht

    Wir schaffen es nicht mehr, die große Anzahl der eintreffenden Pressemeldungen zeitnah ins Forum zu übernehmen, daher:

    Wer sich vorstellen könnte, das Einstellen von Pressemeldungen aus Münster in das Forum zeitnah zu übernehmen, möge sich bitte bei mir per E-Mail (mail@schueling.de) oder telefonisch (0251 311523) in Verbindung setzen.
    (19.09.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Mal andere Gesichter sehen...
    ... und mit der Jahreskarte des Allwetterzoos am NRW-Partner-Zoo-Tag einen anderen Zoo besuchen

    Wer mit einer Jahreskarte regelmäßig den Allwetterzoo besucht, kennt nicht nur Gundis, Sekretäre oder Rüsselspringer, sondern weiß oft auch die persönlichen Namen vieler Zoobewohner. Am kommenden Sonntag besteht für die Dauergäste des münsterschen Zoos die Möglichkeit, einmal ganz fremde Tiere kennen zu lernen, beispielsweise Nacktnasenwombats, Bürstenschwanzrattenkängurus oder Rote Felsenhähne. Sie leben in den Zoos von Duisburg, Dortmund und Wuppertal.

    Insgesamt elf Zoologische Gärten in NRW haben sich zu den NRW-Partner-Zoos zusammengefunden. Und sie laden zum zweiten Mal zum Partner-Zoo-Tag ein: Am 22. September haben alle Jahreskarten-Besitzer in einem Zoo ihrer Wahl freien Einlass. Weil an diesem Tag auch noch Weltkindertag ist, wäre es keine schlechte Idee, mal einen Familienausflug von Münster nach Duisburg, Dortmund oder Wuppertal zu unternehmen...

    Die Partnerzoos haben eine eigene Website: www.partnerzoo.de
    (18.09.2013)
    Hannes Lüke:   Nach meinem letzten Besuch im Allwetterzoo hat mich ein von mir genutztes soziales Netzwerk gefragt ob ich meinen Besuch bewerten will. Das musste ich dann auch einfach tun weil ich zwar einen sehr schönen Tag hatte aber mir doch als Zoofreund ein paar Kleinigkeiten aufgestoßen sind. Evtl teilen ja einige Foris meine Meinung oder haben eigene Gedanken die ich bislang noch nicht betrachtet hab.
    Anbei der Post:

    Hallo Allwetterzooteam,



    vergangenen Mittwoch war ich mal wieder im Münsteraner Zoo und muss ein paar Gedanken los lassen die mir gekommen sind. Ich bereise leidenschaftlich gerne die deutsche Zoolandschaft und habe schon viel gesehen. Als Kind des Münsterlandes bin ich jedoch mit dem Allwetterzoo von klein auf besonders vertraut und habe immer gespannt die Wandlungen verfolgt. Ich bin begeistert, dass viele alte Anlagen nicht nur optisch verschönert werden, sondern das man mittlerweile auch an die Einsichtmöglichkeiten für die Besucher denkt. Hier war der Zoo durch seine, in lang vergangenen Jahrzehnten beliebten, Gräben immer recht schwach. Ich konnte das Tier zwar von weitem relativ gut sehen aber nicht wirklich erleben. Bei den Bären und Wölfen wurden hier wirklich tolle Anfänge geschaffen dem Tier näher zu kommen. Ich hoffe das in ähnlicherweise auch noch bei den Löwen verfahren wird und der überdimensionierte und von den Tieren praktisch ungenutzte Wassergraben verschwindet.

    Trotz meiner Anfänglichen Skepsis ob Münster auch noch eine asiatische Elefantenzuchtgruppe benötigt und somit ein komplett saniertes Gehege überzeugt auch dieses auf voller Länge. Was das Erlebnis Elefant angeht war die alte Anlage für mich eine der schwächsten in der deutschen Zoolandschaft. Zwar fehlten gefährliche Sturzgräben aber die Einsichtmöglichkeiten haben die Tiere einfach nicht wirken lassen. Hier wurde hervorragend aufgeholt.

    Einen kleinen Schrecken bekam ich jedoch als ich lesen musste, dass die Leoparden den Zoo verlassen werden. Ohne Frage, die Anlage ist absolut nicht mehr Zeitgemäß und ich will in den 3 Käfigen auch sicherlich nicht mehr 3 verschiedene Zuchtgruppen Katzen sehen und ich bin auch kein großer Fan persischer Leoparden jedoch verliert Münster hier einer seiner Traditionsarten. Die Einstellung zu vertreten weniger Tieren mehr Platz zu bieten ist vom Grundsatz absolut richtig, ich sehe jedoch den Allwetterzoo Gefahr laufen zu einem Zoo zu werden der dem Besucher alles zeigt was er sehen will aber darüber hinaus nichts mehr bietet. Im kalten Katzenhaus lebten einst Pumas, Leoparden und Tiger, das Löwenhaus hat seine Königstiger, Jaguare und Ozelots verloren. Im Elefantenhaus fehlen mittlerweile Zwerg und große Flusspferde. Der Schabrackenschakal ist nicht nur aus Münster sondern aus der kompletten deutschen Zoolandschaft verschwunden. Gegenüber den Nashornanlagen sehe ich 2 Gehege mit Pekaris. Ich bin ein großer Schweinefreund, aber finde der Zoo ist mit Minischwein, Pinselohr und Warzenschwein schon sehr gut wenn auch nicht spektakulär bestückt. Die Zoos von Leipzig und Berlin hätten sicherlich Freude an Interessenten für Chaco und Weißbartpekari sowie Bartschweine. Ich liebe Bongos, würde mich jedoch durchaus über eine weitere Art, und sei es nur als Unterbesatz, auf den mittlerweile 2 Anlagen die diese bewohnen, freuen. Die 3 Volieren welche nun von den Hornraben alleine bewohnt werden sind zwar geräumig aber nicht wirklich Besucherattraktiver als vorher. Der Zoo bietet mit, unter anderem, Kegelrobbe, Braunbrustkapuziner, syrischem Braunbär und Springbock für den Kenner natürlich immer noch einige zoologische Leckereien und ich bin begeistert, dass ein Freilandterrarium (?) für Strumpfbandnattern entstehen soll aber die Tendenz zum Standard-Programm ist gegeben. Betrachtet man Gleichzeitig die Veränderungen im nur wenig Entfernten Osnabrück stellt man fest, dass man dort auch Anlagen erneuert hat, Arten verloren aber trotzdem, neben dem vom Besucher geforderten Tieren, mit u.a. Hyäne, Serval, Binturong, Vielfraß, Nerze und einige mehr noch „eine Schüppe drauflegen“ konnte. Überspitzt dargestellt bekomme ich alles was mir der Zoo Münster bietet und noch mehr auch in Osnabrück, zu einem minimal geringeren Eintrittspreis.



    Ich möchte noch einmal erwähnen, ich komme sehr gerne nach Münster in den Zoo und empfehle Ihn auch Skeptikern welche nur den Betonzoo kennen wärmstens weiter und ich muss nicht um jeden Preis möglichst viele Arten präsentiert bekommen. Ich hoffe einfach sehr, dass auch in Zeiten leerer Kassen der Allwetterzoo in der Zoowelt mithalten kann und die Rolle spielt die er verdient.


    (12.09.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Das „3. Internationale Straßenkünstlerfestival“ am 14. und 15. 9. 2013 im Allwetterzoo Münster

    Steffi Stephan wird am kommenden Montag gemeinsam mit Nicolas Leibel den Medien Einzelheiten zur Neuauflage des Straßenkünstlerfestivals im Allwetterzoo verraten. Diese Veranstaltung ist ein „Kind“ der beiden in der Musik- und Kulturszene bekannten Münsteraner.
    Die dritte Auflage des Festivals findet nach einem Jahr Pause am Wochenende 14. und 15. September statt. Freunde der Straßenkunst können sich auf 30 „Acts“ aus Deutschland, Kanada oder Spanien freuen. Die Künstler treten an zehn verschiedenen Orten innerhalb des Zoogeländes auf. Allen gemein ist die eher ruhige Unterhaltung, egal, ob es sich um Musiker, Sänger, Akrobaten oder Zauberer handelt; denn Verstärker sind im Zoo tabu.
    Rücksicht auf die Tiere spielt bei diesem Festival eine große Rolle, doch die Unterhaltung wird nicht zu kurz kommen! Dafür spricht die Bandbreite der auftretenden Künstler, die mit ihren Darbietungen Zoobesucher jeden Alters erreichen wollen. Es gibt z.B. Kindertheater und Ballonartistik, Jonglage und Pantomime, afrikanische und mittelalterliche Klänge, komödiantische Darbietungen und Comedy zum Mitmachen.

    Infos zum Festival auch auf der Website www.Zookünstler.de.
    (09.09.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Erste flauschig-weiße Küken bei den Flamingos im Allwetterzoo Münster nach 16 Jahren „Brutabstinenz“

    Am 3. September war die Freude im Allwetterzoo Münster groß: Das erste flauschig-weiße Küken bei den Chileflamingos hatte sich aus dem Ei befreit! Zwei Tage später schlüpfte das zweite von vielleicht 16 Küken. So viele Schlammkegel sind derzeit von Flamingo-Paaren besetzt. Ob alle erfolgreich brüten, zeigt sich in den nächsten Tagen. Warum die Flamingos eine so lange Pause in Sachen Fortpflanzung eingelegt haben, lässt sich schwer feststellen. Vielleicht liegt die neue Lust am Brüten aber an den sieben jungen Flamingos, die in den letzten vier Jahren die münstersche Kolonie verstärkt haben? Während etliche der alten Flamingos sogar schon 40 Jahre alt sind, haben die Neuzugänge erst in diesem Sommer die Geschlechtsreife erlangt, Möglicherweise wurde die Gruppe dadurch zur flamingotypischen Gruppenbalz animiert.
    Beim gemeinsamen Balzen kommen die Vögel in Brutstimmung und finden sich nur für den Zweck der Fortpflanzung schließlich zu Paaren zusammen. Von den 46 erwachsenen Chileflamingos in Münster hocken derzeit 32 auf selbsterrichteten kegelförmigen Nestern aus Schlamm. Diese hügelförmigen Bauten stehen dicht an dicht in der Flamingo-Anlage, denn die Vögel sind Koloniebrüter. In die Mulde ihres Kegels legt das Flamingoweibchen meist ein einzelnes Ei, das von beiden Partnern rund 30 Tage bebrütet wird.
    Frisch geschlüpfte Flamingo-Küken sehen zart und flauschig aus und haben ein beinahe weißes Dunengefieder. Ihre Beine sind anfangs rosa gefärbt und der Schnabel ist noch gerade. Sind die Küken etwa sieben bis neun Tage alt, werden ihre Beine dunkler bis hin zur Schwarzfärbung der ausgewachsenen Flamingos. Auch die zarten Dunen färben sich grau, bis sie vom endgültigen Gefieder ersetzt werden. Bis der Schnabel der Küken ebenso gekrümmt ist wie bei den Eltern vergehen rund 48 Tage.
    Die Flamingo-Küken werden in den ersten zehn Wochen von beiden Eltern mit vorverdautem, flüssigem Futter ernährt, das sie ihnen in den Schnabel träufeln. Dann beginnen die Jungvögel selbständig zu fressen und sind mit etwa zwei Jahren ausgewachsen. Übrigens nehmen Flamingos mit der Nahrung den roten Farbstoff auf, der ihr Gefieder färbt. Er wird während der Mauser in die Federn eingelagert. Im Zoo erhalten die Flamingos ein Spezialfutter, dem Karotinoide zugefügt werden, damit sie rosa bleiben.
    (06.09.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Die Pandas kommen nach Münster:

    WWF Deutschland feiert 50. Geburtstag | 1.600 Panda-Skulpturen am 13. September im Aegidiimarkt! | Erste Station der Panda-Tour in NRW | Artenschutzkoffer-Übergabe an Jörg Adler, den Direktor des Allwetterzoos

    In Münster sind die Bären los: 1.600 Panda-Skulpturen werden am Freitag, den 13. September, den Aegidiimarkt in Münster einnehmen – genau so viele, wie von den schwarzweißen Bambus-Fressern noch in freier Wildbahn leben. Organisiert wird die Aktion vom WWF Deutschland, der dieses Jahr seinen 50. Geburtstag feiert. Die Umweltschützer mit dem Panda im Logo nehmen das Jubiläum zum Anlass, um auf einer Deutschlandtour über ihre Arbeit zu informieren. Eröffnet wird der „WWF-Tag“ in Münster um 10.30 Uhr. Bis 18.30 Uhr haben alle Interessierten die Möglichkeit, die zahlreichen Angebote zu erkunden und die Naturschützer vom WWF besser kennenzulernen.
    Im Anschluss zieht die Pandatour weiter durch Nordrhein-Westfalen und ist zu Gast in Essen (17.9), Düsseldorf (19.9.) und Köln (21.9.).
    In Münster hat der WWF auch ein bleibendes Geschenk im Gepäck. Die Umweltschützer übergeben Zoodirektor Jörg Adler vom Allwetterzoo Münster einen „WWF-Artenschutzkoffer“ für Lehrkräfte, Schüler und Schülerinnen. Der Koffer enthält Schlangenleder, Leopardenkrallen, eingelegte Amphibien und Schmuck aus Elfenbein - allesamt Beschlagnahmungen aus dem Gruselkabinett des verbotenen Arten-Handels. Ziel ist es, durch gemeinsame Aufklärungsarbeit mit Schülern den weltweiten Artenschwund zu stoppen. Dabei ist der Allwetterzoo mit seinen Bildungsangeboten in Forscherwerkstatt und Zooschule ein idealer Partner für die Umwelterziehung.
    (03.09.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Shasha ist Mutter: Heute Nacht wurde im Allwetterzoo der zweite Gorilla in diesem Jahr geboren!

    Münster, 29. August 2013
    Die 12jährige Shasha hat heute Morgen die Tierpfleger im Menschenaffenhaus des Allwetterzoo Münster freudig überrascht: Über Nacht ist sie Mutter geworden! Seit Tagen hat das hochträchtige Gorillaweibchen sich immer behäbiger bewegt und erste Anzeichen einer baldigen Geburt waren zu erkennen. Shasha und das Neugeborene sind wohlauf und können auch schon von den Besuchern gesehen werden. Allerdings braucht man etwas Glück, denn die junge Mutter zieht sich gern zurück. Wenn sie nicht gerade ruht, bewegt sie sich aber frei inmitten der jetzt auf sieben Gorillas angewachsenen Gruppe in den Innen- oder Außenanlagen. Shasha lebt seit September 2012 in Münster, sie kam aus dem britischen Wild Animal Park Howletts. Es ist ihr erster Nachwuchs überhaupt. Vater ist der 17jährige N’Kwango.
    (30.08.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Zoo der Zukunft:
    Die Zeitschrift „natur“ empfiehlt zehn Zoos - der Allwetterzoo Münster ist dabei!

    Die Zeitschrift „natur“, laut Untertitel ein Magazin für Natur, Umwelt und besseres Leben, hat Zoologische Gärten und Tierparks im deutschsprachigen Raum besucht sowie mit Zoodirektoren, Tierethikern und Zoogegnern gesprochen. Das Ergebnis, ein zwölfseitiger, „Zoo der Zukunft“ betitelter Beitrag, ist das Titelthema der September-Ausgabe. Die Autorin Andrea Mertes beschäftigt sich hierin mit unterschiedlichen Themen, führt Zahlen und Fakten auf und nennt zehn Zoos und Tierparks im deutschsprachigen Raum, die einen Besuch lohnen. Neben den Zoos von Leipzig und Landau, Zürich und Innsbruck findet sich hier auch der Allwetterzoo Münster. Wenn man dann in der Rubrik „Natur in Zahlen – Zensus im Zoo“ liest, dass es allein in Deutschland 853 Zoos und Tierparks gibt, kann man in Münster auf die Nennung sehr stolz sein! Stolz ist übrigens auch die Zahl der Besucher in allen Zoos, die dem Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA angeschlossen sind: 700 Millionen jährlich!
    Alle Zoologischen Gärten haben das Ziel, den Menschen Tiere nahezubringen und ihr Naturbewusstsein zu stärken. „Ein Zoo ist für die Menschen gemacht, um sie zu überzeugen, sich für die Natur einzusetzen und dafür auch Mittel zu erwirtschaften“, so zitiert Andrea Mertes den Züricher Zoodirektor Alex Rübel. Dieser Aussage entsprechend handelt man im Allwetterzoo Münster schon seit Langem. Ein Beispiel ist die Elefantenfütterung durch Besucher. Hierbei wird über die akute Bedrohung Asiatischer Elefanten im Freiland berichtet und gleichzeitig um Spenden für die Artenschutzarbeit des Zoos in Südostasien gebeten. Viele Besucher, die beim Füttern vielleicht zum ersten Mal einen Elefantenrüssel anfassen können, sind im wahrsten Sinne des Wortes „berührt“ und spenden. Der münstersche Zoo gibt etwa 5 % seiner Einnahmen für Artenschutzprojekte aus und liegt damit an der Spitze in Deutschland. Weltweit finanzieren die Zoos mit 350 Millionen US-Dollar* jährlich den Erhalt bedrohter Tiere in ihren Lebensräumen. Laut „natur“ rangieren die Zoos mit dieser Investition damit auf Platz 3 hinter zwei großen, weltweit agierenden Naturschutzorganisationen.

    (22.08.2013)
    Jan Jakobi:   Aha, dann stimmt die Information aus dem Zoofreunde-Forum vor ein paar Wochen also doch. Es gab sogar einen genauen Zielzoo: Liberec. Dort lebt nur noch eine alte Kuh namens "Rani".
    (21.08.2013)
    Lukas Wittsieker:   Laut Zoo wird Bala wohl den Allwetterzoo verlassen,weil sie sich mit den anderen Elefanten verträgt.
    (21.08.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Mehr Gäste besuchen Münster - und ebenso den Allwetterzoo!

    Die Stadt Münster freut sich über ein Plus von 3,9 Prozent in der Gästebilanz – und der Zoo in Münster meldet ebenfalls ein Plus: Auf der Sentruper Höhe brachte das erste Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar satte 9,8 Prozent mehr bei den Besucherzahlen. Eine Umfrage unter Zoobesuchern, durchgeführt vom Deutschen Institut für Marketing zu Pfingsten 2013, ergab für Zoo und Stadt ebenfalls erfreuliche Zahlen: 89 Prozent der befragten Zoobesucher schätzen den Stellenwert des Allwetterzoos für die Stadt Münster als sehr hoch oder hoch ein! Stolze 94,6 Prozent würden den Zoo Freunden oder der Familie weiterempfehlen. Zwar ist der Hauptgrund für die Fahrt nach Münster bei den auswärtigen Befragten in der Mehrheit der Zoobesuch, doch immerhin gut 5 Prozent planten noch andere Aktivitäten in der Stadt, sei es ein Einkaufsbummel oder ein Besuch anderer Einrichtungen.

    Der Allwetterzoo ist mit der Entwicklung seiner Besucherzahlen generell zufrieden. In anderen Bereichen Deutschlands klagen ähnliche Einrichtungen über einen Besucherschwund in diesem und auch im vergangen Jahr. An Münsters Zoo scheint dieser Trend vorbeizugehen. So ergab eine Untersuchung des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes zur Freizeitwirtschaft im Jahr 2012, dass „Zoos und Tierparks ... auf einen schwierigen Jahresstart“ zurückblicken. „Die Besucherzahlen fast aller erfassten Einrichtungen rutschten unter das Vorjahresniveau. Die Rückgänge fielen größtenteils sogar zweitstellig aus.“ Dagegenhalten konnten nur Einrichtungen, die innovative Marketingmaßnahmen wagten – so wie der Allwetterzoo mit seiner Aktion „pay what you want“ im Dezember 2012. Immerhin erreichte der münstersche Zoo dadurch ein Plus von 0,3 Prozent bei den Vorjahres-Besucherzahlen statt eines zweistelligen Rückgangs wie in anderen Einrichtungen.

    (21.08.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Sensationeller Erfolg für den Schildkrötenschutz:
    Vierzehn in Münster geschlüpfte Sumpfschildkröten sind auf dem Weg nach Vietnam!

    Im Allwetterzoo ist die Freude groß: Erstmals können in Münster geschlüpfte Schildkröten in ihre Ursprungsheimat gebracht werden! Es handelt sich um vierzehn unter der Obhut von Elmar Meier geschlüpfte Annam-Sumpfschildkröten. Der weltweit anerkannte Experte gilt als einer der erfolgreichsten Züchter asiatischer Schildkröten. Im Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) im Allwetterzoo pflegt Elmar Meier seit 2003 mit großem Engagement und ehrenamtlich verschiedene hoch bedrohte Arten, die im Freiland zum Teil ausgerottet sind.
    Am Montag, 12. August, brachte Elmar Meier die vierzehn münsterschen Schildkröten nach Rotterdam. Gemeinsam mit 57 Artgenossen aus dem Zoo Rotterdam und dem Bestand eines deutschen Privatzüchters werden sie nach Vietnam reisen. Dort sollen die Reptilien für die genetische Auffrischung der Population sorgen. Die Annam-Sumpfschildkröte (Mauremys annamensis) gehört zu den kritisch bedrohten Süßwasser-Schildkröten Vietnams. Der Bestand dieser endemischen Art nahm durch illegalen Handel und Lebensraumverlust rapide ab. Seit den 1930er Jahren galt die Art als verschollen und wurde erst 2006 wieder gesichtet.
    Die europäischen Nachzucht-Sumpfschildkröten werden im Cuc Phuong Turtle Conservation Center erwartet. Das Zentrum, das einige der am stärksten bedrohten Schildkrötenarten Vietnams beherbergt, befindet sich im Cuc Phuong National Park in der vietnamesischen Provinz Ninh Binh. Dieser erste Nationalpark Vietnams hat für die Erhaltung der Artenvielfalt des Landes eine besondere Bedeutung.
    (13.08.2013)
    Holger Wientjes:   Im Menschenaffenhaus gab es mal ein kleines Nachttierabteil mit Mausmakis, dort ist heute eine kleine Ausstellung zum Thema Regenwaldzerstörung/Palmöl.

    @Michael: Wer weiss, ob der Eintrag in der ZTL dann überhaupt korrekt ist... !? Danke für´s Nachschauen !
    (05.08.2013)
    Holger Wientjes:   Im Menschenaffenhaus gab es mal ein kleines Nachttierabteil mit Mausmakis, dort ist heute eine kleine Ausstellung zum Thema Regenwaldzerstörung/Palmöl.

    @Michael: Wer weiss, ob der Eintrag in der ZTL dann überhaupt korrekt ist... !? Danke für´s Nachschauen !
    (05.08.2013)
    Holger Wientjes:   Im Menschenaffenhaus gab es mal ein kleines Nachttierabteil mit Mausmakis, dort ist heute eine kleine Ausstellung zum Thema Regenwaldzerstörung/Palmöl.

    @Michael: Wer weiss, ob der Eintrag in der ZTL dann überhaupt korrekt ist... !? Danke für´s Nachschauen !
    (05.08.2013)
    Michael Mettler:   Laut Jahresberichten gab es die Art weder zum Jahresende 2003 noch im Laufe des Jahres 2004 im Allwetterzoo.
    (05.08.2013)
    Carsten Horn:   Es gab mal Nachttiergehege im Raubtier- oder Affenhaus, was da drin untergebracht war, fällt mir allerdings im Moment nicht ein...
    (05.08.2013)
    Holger Wientjes:   Laut ZTL soll der Allwetterzoo bis 2004 Fuchskusus gehalten haben. Ich nehme an, hinter den Kulissen, denn ich habe die Tiere/das Tier nie irgendwo gesehen. Weiss da jemand näheres (Haltungsbeginn, ob in der Schau, wenn nein, warum nicht oder den Grund des Haltungsendes) zu ?
    (05.08.2013)
    Jan Jakobi:   Zuchtfähig ist "Ratna" schon, aber sie nähert sich jetzt mit 21 Jahren dem kritischen Alter (ab 24/25 Jahre und danach) für eine erste Trächtigkeit und erste Geburt.
    (16.07.2013)
    Michael Mettler:   Mal abgesehen vom zoologischen Aspekt: Der Zoo hat gerade seinen neuen Elefantenpark eröffnet und kann mit einer solchen Meldung kräftig die Werbetrommel rühren, dass man offenbar alles richtig gemacht hat und die große Investition im wahrsten Sinne des Wortes schnell Früchte trägt. In ein paar Tagen beginnen zudem in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien und damit eine Zeit mit viel Besucherpotenzial, das seit diesem Jahr erstmals nach Jahrzehnten auf eine bisherige Hauptattraktion (Delfine) verzichten muss. In punkto Marketing finde ich den Zeitpunkt der Meldung also kein bisschen verwunderlich. Bei allen Bemühungen in Sachen Artenschutz und Aufklärung ist und bleibt ein Zoo nun mal in erster Linie ein Schaubetrieb!
    (16.07.2013)
    Rüdiger:   Jawohl geht doch, immer dieser Alex. Glückwunsch und ich wünsche einen guten Verlauf. Ist Ratna 1992 geboren überhaubt noch zuchtfähig ?
    (16.07.2013)
    Jolantha Belik:   Es gibt auch Zoos, die sagen "wir wissen von nichts" und hüllen sich in Schweigen, selbst wenn ein trächtiges Tier schon fast platzt und man die Fötusbewegungen sehen kann. Ich finde es super, dass Münster da ehrlich ist und sagt, was Sache ist!
    (16.07.2013)
    Jan Jakobi:   Ich wäre da vorsichtig mit so einer frühen Verkündigung.
    Andere Zoos warten ca. 1 Jahr bis sie es verkünden.
    (16.07.2013)
    Allwetterzoo Münster:   „Hurra, wir sind schwanger!“
    Die Elefantenkuh Corny im Allwetterzoo Münster ist im vierten Monat trächtig

    Am Samstagabend hatte Jörg Adler „so ein Gefühl“. Er stand im Asiatischen Langhaus am Rande des Elefanten-Parks im Allwetterzoo, die Sonne ging unter und fröhlich wirkende Elefanten gingen baden. Bei diesem beinahe kitschigen Anblick dachte der Zoodirektor, „es kann doch nicht sein, dass keine der Kühe tragend ist“. Für den Montag war ohnehin eine Untersuchung der weiblichen Elefanten angesetzt. Und danach kannte Adlers Jubel keine Grenzen! „Hurra, wir sind schwanger“, mit diesen Worten kam er am Nachmittag in die Zoo-Verwaltung. Das mobile Ultraschall-Gerät zeigte eindeutig, dass in Cornys Leib ein Fötus heranwächst!
    Die werdende Mutter Corny wurde 1996 im Tierpark Hagenbeck geboren. Sie ist die jüngste Kuh in der siebenköpfigen Elefantenherde und lebt seit zehn Jahren im Allwetterzoo. Der künftige Vater, der 35jährige Alexander, hat in den Niederlanden und Belgien bereits elfmal für elefantösen Nachwuchs gesorgt. Eine Elefanten-Trächtigkeit dauert rund 22 Monate, deshalb müssen alle Zoofreunde sich bis Anfang 2015 gedulden. Im Allwetterzoo ist man sich übrigens ziemlich sicher, dass Cornys Trächtigkeit dem „Tapetenwechsel“ zu verdanken ist: Corny war mit zwei weiteren Kühen schon zum Jahreswechsel 2012/13 in den neuen Elefanten-Park umgezogen. Bis zum erfolgreichen Deckakt im März hatte sich auch Bulle Alexander in seinem neuen, großzügigen Zuhause eingelebt...
    (16.07.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger zu Besuch bei ihrem Patenpinguin im münsterschen Zoo

    Wie kommt eine Bundesministerin zu einem Patentier in Münster? Ganz einfach: Sie hat mit dem Zoodirektor zu Abend gegessen.
    Bei diesem Abendessen teilte Frau Leutheusser-Schnarrenberger Zoodirektor Jörg Adler mit, sie könne sich gut vorstellen, ein Patentier im Zoo zu haben, am liebsten einen Adler. Da es im Allwetterzoo jedoch Adler nicht mehr gibt, bot Jörg Adler der Bundesjustizministerin spontan einen Brillenpinguin als adäquaten Ersatz an – und die Ministerin sagte zu.
    Am 18. Juli 2013 wird Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ihr gefiedertes Patentier im Allwetterzoo besuchen und bei dieser Gelegenheit den kleinen Pinguin auch taufen. Den Namen, den ihr Patentier bekommen soll, hat sie bislang nicht verraten.
    (15.07.2013)
    Allwetterzoo Münster:   7., 14. und 21. Juli 2013:

    Sonderführungen rund um den Elefanten-Park im Allwetterzoo Münster

    Der neue Elefanten-Park im Allwetterzoo gefällt nicht nur seinen Bewohnern richtig gut, auch die Zoobesucher sind begeistert. Manche kommen von weither, um die Dickhäuter baden zu sehen! Warum der Park überhaupt gebaut wurde, wie das Bullenhaus innen aufgeteilt ist oder wie tief die Badebecken sind, kann man bei weiteren Sonderführungen erfahren, zu denen der Zoo einlädt. Die einstündigen, von Biologen geleiteten Rundgänge finden sonntags um 13 und 15 Uhr statt und kosten keine zusätzliche Gebühr. Die Termine sind 7., 14. und 21. Juli. Treffpunkt ist am neuen überdachten Elefanten-Futterplatz in der Nähe des Allwettergangs.
    (05.07.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Der Zoll im Zoo:
    Gemeinsamer Aktionstag mit Hundevorführungen, nachgestellten Kontrollsituationen, Fotoaktion und Artenschutzinfos am 7. Juli von 10 bis 17 Uhr.

    Vor Beginn der Sommerferien präsentiert sich das Hauptzollamt Münster im Rahmen eines gemeinsamen Aktionstages im Zoo und informiert über das Thema Artenschutz, das beide Institutionen miteinander verbindet, sowie über weitere Aufgaben des Zolls.
    Der Zoll wird „Schätze“ aus seiner Asservatenkammer zeigen - darunter verbotene Souvenirs aus artgeschützten Tieren und Pflanzen sowie Plagiate von Markenartikeln -, präsentiert der Allwetterzoo sein Zentrum für Artenschutz. Hierbei stellen sich die Stiftung Artenschutz, die Westfälische Gesellschaft für Artenschutz sowie der Allwetterzoo mit seinen Artenschutzaktivitäten vor.
    Zentraler Punkt der Veranstaltung werden Hundevorführungen sein. Dabei geben Hundeführer Einblick in ihre Arbeitsweise und stellen das Können ihrer vierbeinigen Kollegen unter Beweis, die als Rauschgiftspürhunde, Tabakspürhunde oder Schutzhunde eingesetzt werden.

    Vorführungen um 11.45, 14.00 und 16.00 Uhr.


    Darüber hinaus gibt es in diesem Jahr erstmalig auch Vorführungen, bei denen Beamte verschiedene Kontrollsituationen, wie sie im Berufsalltag z.B. auf einer Baustelle vorkommen können, nachstellen. Die Beamten erläutern dabei auch Techniken zur waffenlosen Selbstverteidigung.

    Vorführungen um 10.45, 13.00 und 15.00 Uhr.


    Weiterhin präsentiert sich das Hauptzollamt Münster mit seinen verschiedenen Kontrolleinheiten:

    Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) geben Auskunft über ihre Maßnahmen gegen Schwarzarbeit, Lohndumping und illegale Beschäftigung und zeigen u.a. Übungswaffen, Übungsreizstoffsprühgeräte und Schutzwesten.

    Zöllnerinnen und Zöllner der Kontrolleinheit Verkehrswege, zuständig für mobile Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze, informieren über das Thema Rauschgiftkriminalität und demonstrieren moderne Testmethoden. Mit Drug-Wipe-Tests beispielsweise lassen sich Anhaftungen von Rauschgiftspuren an Haut, Kleidung oder Gegenständen sichtbar machen. Darüber hinaus präsentieren die Beamten ihr Einsatzfahrzeug.

    Beamte der Kontrolleinheit Flughafen Reiseverkehr, die im Alltag ihren Dienst am Flughafen Münster/Osnabrück verrichten, stehen rechtzeitig zu Beginn der Hauptreisezeit Rede und Antwort bei Fragen zu Reisefreimengen sowie zu den Themen Artenschutz und Markenfälschungen.


    Interessierte haben außerdem die Möglichkeit, sich über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Zollverwaltung zu informieren. Eine Fotoaktion, bei der sich kleine und große Zoobesucher wahlweise mit oder ohne Zollmütze und Kelle im Zollbulli fotografieren lassen können, rundet die Veranstaltung ab.

    Die gemeinsame Aktion von Zoll und Zoo findet auf der Festwiese zwischen der Tigeranlage und dem Robbenhaven statt.
    (03.07.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Gestern Nachmittag wütete das Tief „Manni“ im Münsterland. Uns hat es auch erwischt! Der Sturm fegte urplötzlich über das Zoogelände, wirbelte Terrassenstühle umher, warf Papierkörbe um und entwurzelte leider 15 große Bäume! Selbst alte Eichen und Platanen hielten der Gewalt nicht stand und stürzten um, 25 große Bäume erlitten starke Kronenschäden. Dicke Äste brachen einfach ab. Teilweise rissen die stürzenden Bäume Zäune um. So ist unser Außenzaun an drei Stellen zerstört, insgesamt über eine Länge von 18 m. Auch Tieranlagen waren betroffen, es gab Schäden in den Anlagen von Kattas und Guerezas sowie bei Pekaris und Bongos. Am Restaurant brachen eine große Glasscheibe und eine Glastür. Ob es Schäden an Dächern gegeben hat, wird gerade geprüft. Alles in allem sind wir froh, dass es „nur“ bei Sachschäden geblieben ist und weder Menschen noch Tiere verletzt wurden. Übrigens war der WDR zu Dreharbeiten im Zoo, als der Sturm begann. Das Ergebnis ist in der Lokalzeit von gestern zu sehen:
    http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit/lokalzeit-muensterland/videolokalzeitmuensterland196.html
    (21.06.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Das Greenpeace Magazin empfiehlt zehn deutschsprachige Zoos – der Allwetterzoo Münster gehört dazu!

    Gerade erschien das aktuelle Greenpeace-Magazin mit dem Hauptthema „TIER & WIR“, das sich dem Umgang von uns Menschen mit Haus- und Wildtieren widmet. Ein Kapitel beschäftigt sich mit Zoologischen Gärten. In Münster kann man sich glücklich schätzen, denn der kritische Autor führt in seiner Rubrik „Empfehlenswerte Tierparks“ den Allwetterzoo auf! Den perfekten Zoo gäbe es zwar nicht, schreibt Carsten Jasner. Doch viele würden sich bemühen und sich für Nachhaltigkeit, Bildung und Artenschutz einsetzen. Zu diesen zehn Zoos gehört neben denen von Leipzig, Zürich und Innsbruck auch der in Münster!
    Seine Entscheidung, den münsterschen Zoo lobend zu erwähnen, begründet der Autor damit, dass der Allwetterzoo an „seinem Ruf arbeitet“. Als Beispiele dafür werden das „modernisierte Giraffengehege, die neue Afrikasavanne und die Forscherstätte für Kinder“ genannt. Weiter heißt es: „Der Zoo informiert über alternative Energien und unterhält Artenschutzprogramme in Vietnam und Kambodscha. Zudem beherbergt er 80 Prozent des weltweiten Bestands einer aussterbenden Schildkrötenart.“ Unter der Überschrift „Zurück in die Wildnis?“ geht das Magazin auch auf die in situ-Projekte von Zoos ein und erwähnt auch hier lobend den Allwetterzoo: „Die als besonders engagiert geltenden Zoos Münster und Landau verwenden jährlich fünf beziehungsweise drei Prozent ihrer Einnahmen für solche Projekte.“
    (17.06.2013)
    Jolantha Belik:   Jane und ihr Mini-Hörnchen dürfen morgen 9.6.13 um 13:30 Uhr erstmals auf die Außenanlage (lt. Facebook), ist jemand aus dem Forum aus Münster und könnte morgen bei dieser Action dabei sein? Ich hätte sooo gerne Fotos vom ersten Auftritt des Mini-Hörnchens für meine Rhinos-Site. :-)
    (08.06.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Wir eröffnen den Elefanten-Park, das größte Zoo-Projekt in NRW 2013!

    Die umfangreichste Investition seit Eröffnung des Allwetterzoos, unser neuer Elefanten-Park, ist wunderschön geworden:

    ·      die Tiere haben mit 5.000 m² Fläche mehr als dreimal so viel Bewegungsraum wie zuvor
    ·      in zwei Badebecken können die Dickhäuter sogar „untertauchen“
    ·      der Elefantenbulle bewohnt ein eigenes Haus mit Freianlage
    ·      es gibt überdachte Aussichtsplätze mit tollem Blick auf die Elefanten
    ·      Besucher, die unsere Elefanten füttern, werden nun durch ein großes Dach vor Regen und heißer Sonne geschützt
    ·      eine neue Terrasse am Restaurant lädt zur Pause mit Blick auf die Elefanten ein
    ·      der gesamte Elefanten-Park, vor allem das großartige Asiatische Langhaus, hat die Zoolandschaft überaus positiv verändert
    ·      und selbst die Giraffen haben vom Elefanten-Park profitiert...

    Am 10. Juni wird der Elefanten-Park mit vielen Gästen offiziell eröffnet, ab 11. Juni sind Langhaus, Pergola und Futterplatz auch für die Zoobesucher zugänglich.
    (06.06.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Das Nashörnchen ist da!
    Im Allwetterzoo Münster freut man sich über die Geburt eines Kalbes bei den Breitmaulnashörnern

    Seit eineinhalb Jahren erst lebt die Breitmaulnashornkuh Jane in Münster – und nun ist sie Mutter geworden! Die 13 Jahre alte Jane kam aus dem schottischen Safaripark Blair Drummond in den Allwetterzoo. Dem Nashornbullen Harry, der vor 23 Jahren im englischen Whipsnade geboren wurde, hat sie wohl auf Anhieb gefallen!
    Janes erster Nachwuchs, ein männliches Kalb, kam nach rund 16 Monaten Tragzeit am Abend des 23. Mai auf die Welt. Schon tagsüber war das Haus für Besucher geschlossen, weil die Anzeichen für eine bevorstehende Geburt deutlicher wurden. Bei Nashornkühen schwillt die Scheide an und sie setzen kurz vor der Niederkunft stoßweise Urin ab.
    Jane stand die erste Geburt bevor, deshalb wollte man ihr größtmögliche Ruhe bieten. Auch Kurator, Tierärztin und Tierpfleger beobachteten die Geburt nur auf dem Bildschirm. In der Anlage waren schon Wochen zuvor Überwachungskameras installiert worden. Der eigentliche Geburtsvorgang dauerte nur etwa zehn Minuten. Jane animierte das Neugeborene recht bald zum Aufstehen. Das Kalb stand auch schnell auf seinen Säulenbeinchen und fand die mütterliche Milchquelle. Allein in der ersten Nacht hat der Kleine dreimal ausgiebig getrunken.
    Damit Jane sich in aller Ruhe und ungestört an ihr Mutter-Dasein gewöhnen konnte, blieb die Nashorn-Halle bis Sonntagabend geschlossen. Ab sofort können Mutter und Jungtier besucht werden, allerdings nicht in der üblichen Zeit von 9 bis 18.30 Uhr, sondern vorerst nur für einige Stunden am Tag.
    (27.05.2013)
    Tom Schröder:   - Gorilla- und Schimpansen-Aussenanlagen sehen gut aus, mehr Kletterbäume, der Tümpel "unter" der BesucherInneneinsicht bei den Gorillas ist ein Trockengraben geworden. Jungtier entwickelt sich gut, Bruder Thabo darf es schon für ein paar Momente herumtragen.
    - Orang Utans sind nun alle zusammen, auch Temmy mit Ito ist wieder in der Gruppe.
    - Giraffenaußenanlage ist noch nicht in Benutzung, hoffentlich wartet man lang genug, dass die Rollraseninvestition nicht nach wenigen Tagen das zeitliche segnet... Was der Rollrasen im Graben zu suchen, verstehe ich nicht so ganz, dort hätte man Geld sparen und Rasen ansäen können.
    - Die neue Fütterungstelle auf dem Ex-Spielplatz/Ex-Ex-Elefanten-Schlammsuhle ist nur auf dem äußeren Rand zum Elefantenaußengehege hin entstanden, der Rest bislang Sand. Finde ich sehr schade, dort hätte man noch einige Quadratmeter für das Außengelände gewinnen können.
    - Nashornhaus war gestern weiträumig abgesperrt (mit den Hinweisen, "Jane" brauche Ruhe für die nahende Geburt), so dass auch keine Blicke hinein möglich waren.
    - Das Jungtier ist bereits geboren bei den Kattas, ich dachte, es sei kein adulter Mann mehr vorhanden...
    - Das neuere Außengehege der Gelbbrustkapuziner ist weiterhin unbenutzt, finde ich sehr schade, dass die neue Gruppe immer noch nicht dort eingewöhnt wurde.
    Das Nest der Mönchsgeier ist wieder verlassen, kein Ei mehr vorhanden - sehr schade!
    (25.05.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Neues Freiluftfeeling für Gorillas und Schimpansen im Allwetterzoo!

    In den zurückliegenden Monaten haben wir die Freianlagen unserer Gorillas und Schimpansen grundlegend saniert: Es wurden Palisaden und Glasscheiben ausgetauscht, neue Kletterbäume errichtet, Sträucher gepflanzt, Rollrasen verlegt und eine Sprinkleranlage installiert. Am Haus der Rotscheitelmangaben, der kleinen Mitbewohner der Gorillas, wurde die Kunstfels-Fassade erneuert. Zusätzlich entstanden vor der Schimpansen-Anlage ein neuer Besucherantritt und für die Gorillas eine weitere Höhle, die die Tiere vor Regen und Hitze schützt. Dort gibt es jetzt erstmalig eine sogen. Nippeltränke, an der die Gorillas jederzeit frisches Wasser trinken können.

    Die Schimpansen konnten ihre Freianlage bereits Ende April beziehen, die Gorillas und Mangaben mussten knapp drei Wochen länger warten. Seit Pfingsten wagt sich nun auch das Gorillaweibchen Changa-Maidi mit ihrem im Januar geborenen Sohn Demba nach draußen. Dabei beeindruckt sie nicht nur die Zoobesucher mit ihrer Waghalsigkeit: Auch die Tierpfleger staunen, wenn die Gorillamutter mitsamt Sohn über schwankende Seile von einem hohen Baum zum anderen balanciert.
    (23.05.2013)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr schöne Nachricht. Ich hoffe, dass das Jungtier gesund heranwächst.
    (13.05.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Überraschung bei den Orang-Utans im Allwetterzoo Münster:
    „Oma“ Nonja wurde Mutter!

    Am Mittwoch, 8. Mai, trauten die Menschenaffen-Pfleger im Allwetterzoo bei Dienstbeginn ihren Augen nicht: Nonja, das 35 Jahre alte Orang-Utan-Weibchen, hielt ein Neugeborenes in den Armen! Eine Woche zuvor hatten die Pfleger Schwellungen im Scheidenbereich von Nonja festgestellt, ein Zeichen für eine mögliche Trächtigkeit. Allerdings glaubte im Zoo niemand, dass Nonja noch einmal ein Jungtier auf die Welt bringen würde. Zuletzt hatte sie vor 17 Jahren Nachwuchs. Ihre jüngste Tochter Mali - seit Jahren in einem britischen Zoo zu Hause - machte Nonja kürzlich erst zur „Oma“. Und Nonjas stets runder, fast tonnenförmiger Körper gab ohnehin keinen Hinweis: Das Orang-Utan-Weibchen sieht immer „schwanger“ aus!
    Mittlerweile hat Nonja sich von der Geburt erholt. Deshalb durfte sie heute früh mit ihrem Nachwuchs zum Vater Pongo und den beiden Weibchen Mandi und Sari in die ZoORANGerie wechseln. Die ersten Tage nach der Geburt hatte sie in ihrer Schlafbox hinter den Kulissen verbracht.
    (13.05.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Fünf auf einen Streich: Nachwuchs bei den Geparden im Allwetterzoo Münster

    Namoja hat alle Pfoten voll zu tun: Die junge Gepardin im Allwetterzoo hat gleich fünf Jungtiere zu hüten! Am 5. April kamen die kleinen Raubkatzen auf die Welt. Die ersten Tage verbrachten sie in einer Hütte mit Fußbodenheizung. Doch nach neun Tagen entschied sich die Mutter für einen Umzug ins Freie! Namoja schleppte ein Jungtier nach dem anderen über die große Freianlage am Zoo-Kanal. Dort liegt sie nun mitsamt Nachwuchs, zwar geschützt durch Sträucher – aber doch zu sehen.
    Die Gepardin Namoja lebt erst seit einem Jahr im Allwetterzoo. Geboren wurde sie am 23. April 2008 im Tierpark Bernburg. Vater der Fünflinge ist Jabari, der am 4. September 2008 im Zoo Salzburg auf die Welt kam. Am 4. und 5. Januar waren die beiden Geparde zusammen, Jabari hat zweimal gedeckt. Der Erfolg hat sich nun nach 92 Tagen Tragzeit eingestellt! Für Namoja ist es die erste Aufzucht von Jungen, die sie fast schon routiniert und vor allem sehr ruhig bewältigt. Doch sie wird bald noch mehr aufpassen müssen, denn die kleinen Geparde krabbeln bereits auf ihren kurzen Beinen um die Mutter herum und werden von Tag zu Tag unternehmungslustiger.
    Im Allwetterzoo sind die Bedingungen für die Zucht der hoch bedrohten Geparde optimal. Eine insgesamt 7.500 qm große Anlage mit vier separaten Bereichen erlaubt die getrennte Haltung von Kater und Katze. Geparde leben auch in Afrika als Einzelgänger. „Hitzig“ wird eine Gepardin nur dann, wenn ein Kater in der Nähe ist. Sie zeigt auch nicht die für andere Katzenarten typische „Rolligkeit“. Damit fehlen sichtbare Anzeichen für den richtigen Zeitpunkt, zu dem Katze und Kater zusammen treffen sollten. Den passenden Termin bestimmt allein der Kater; denn nur er kann die hormonelle Veränderung im Urin der Katze und damit deren Empfängnisbereitschaft erkennen. Der Zoo Münster betreibt deshalb ein regelrechtes „Zuchtmanagement“: In den Bereich, den der Kater tagsüber bewohnt, kommt nachts die Katze. Kehrt der Kater morgens zurück, kontrolliert er die Stellen, an denen die Katze in der Nacht uriniert hat. Ist die Katze kurz vor dem Eisprung, ruft der Kater laut und fordernd nach ihr. Dann lassen die Pfleger die Tiere zusammen – und nach gut drei Monaten werden Geparde geboren!
    (23.04.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Sensationelle Nachzucht bei Asiatischen Goldkatzen:
    ·     weltweit erste Geburt nach künstlicher Besamung
    ·     seltene Geburt von Zwillingen
    ·     ein Jungtier in Handaufzucht, eines bei der Mutter

    Stolz und glücklich können wir einen doppelten Zuchterfolg bei unseren hoch bedrohten Asiatischen Goldkatzen melden!

    Sensationell war schon die Zeugung durch künstliche Besamung, die bei Asiatischen Goldkatzen weltweit erstmals Erfolg brachte: Am 7. April wurden zwei Jungtiere geboren!

    Außergewöhnlich ist auch, dass die Katze Sua Fai nur eines der Neugeborenen annahm, das zweite wird per Hand aufgezogen.
    (16.04.2013)
    Allwetterzoo Münster:   In diesem Jahr finden folgende Fotoworkshops in unserem Zoo statt:

    Termin - Veranstalter - Ort für Besprechungen

    13. April - Simone Gerard, Workshop in niederländischer Sprache

    17. Mai - Uhl / Walther

    25. bis 27. Juli - Uhl / Walther - Zooschule: ist reserviert

    12. bis 16. August - Artistravel/Michael Lohmann - Zooschule ist reserviert

    23. bis 25. August - Dr. Hans-Peter Schaub - Zooschule ist reserviert

    6. September - Uhl / Walther

    Bei den dreitägigen Kursen ist ein früher Beginn um 8 Uhr möglich (Samstag, Sonntag), ebenso ein später Schluss über 19 Uhr hinaus. Anmeldungen und Informationen nur über die Kursleiter.

    Mehr dazu auf unserer Website http://www.allwetterzoo.de/veranstaltungen/fotoworkshops.php?activemenu=veranstaltungen&sub=28
    (10.04.2013)
    Allwetterzoo Münster:   „Nashorn“ G-NO zog vom Alten Fischmarkt in Münsters Innenstadt in den Allwetterzoo um

    Über der Tür zur Nashornhalle im Allwetterzoo Münster prangt neuerdings ein großer Nashorn-Kopf namens G-NO. Vielen Münsteranern mag er bekannt vorkommen, denn der graue, beinahe lebensechte Kunststoff-Schädel war jahrelang das Maskottchen des G-STAR Store am Alten Fischmarkt. Der Laden hat sein Aussehen verändert und G-NO fand eine neue Heimat im Zoo. Gleichzeitig hat der Jeans-Store eine Patenschaft für den „echten“ Nashornbullen Harry übernommen. Beim Patenbesuch der Filialleiterin Anja Gieseking freute sich das Patentier Harry über knusprige Brötchen und Zoodirektor Jörg Adler über die finanzielle Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro.
    (09.04.2013)
    Tom Schröder:   Das Grundgerüst besteht aus Holz, quasi wie Fachwerk. Die quadratischen Fachwerke sind gefüllt mit Flechtwerk, asiatisch anmutend eben. Woraus das Flechtwerk genau ist, weiß ich nicht, Pflanzenfasern. Banane vielleicht oder sowas? Jedenfalls sind die meisten der Fächer übersät mit schwarzen Flecken von denen ich stark vermute, dass es sich um Schimmel handelt... "Außenfassade" ist eigentlich auch zuviel gesagt, im Grunde genommen ist dieses Langhaus "nur" ein doppelstöckiger Unterstand.
    (05.04.2013)
    Michael Mettler:   @Tom Schröder: Verschimmelt? Aus welchem Material besteht denn die Außenfassade?
    (05.04.2013)
    Tom Schröder:   Baustellen alle noch aktiv, Weg von der hinteren Guereza-Brücke bis zum Gorilla-Wintergarten weiterhin gesperrt und somit Schweine nicht zu sehen. Elefanten-Außengehege nimmt Form an, sehr viele Rabatten sind schon bepflanzt und gestaltet, auch das Langhaus wurde an der Rückseite komplett mit hohem Bambus abgepflanzt (Versuch, zu verdecken, dass dieses NEUE Haus schon komplett verschimmelt ist?)...
    Nach Abgabe der Weißkopfseeadler sind die Bartkäuze in deren Voliere gezogen und haben somit wider Erwarten nicht viel mehr Platz bekommen. Die ehemalige Bartkauz-Voliere hingegen wurde komplett den Hornraben zugeschlagen.
    Die Beutel vieler Bennettkänguruhs sind mit Jungtieren gefüllt. Bei den Weißkopfsakis ist das 2013er-Jungtier angekommen, das ältere der beiden männlichen Jungtiere früherer Jahre ist nicht mehr in der Voliere.
    An der Rüsselspringer-Vitrine hängt ein neues Schild mit dem Aufdruck "Wir sind keine Mäuse". ;-))
    (04.04.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Ostern im Allwetterzoo Münster:
    Reizende Jungtiere und warme Tierhäuser, Kaninchen-Dorf und Eier vom Osteresel

    Mit Ostern beginnt auch im Allwetterzoo die Saison. Leider lässt der Frühling mit blühenden Sträuchern und milden Temperaturen noch auf sich warten, doch grün und mollig warm ist es in vielen Tierhäusern in Münster. So zwitschern in der Tropenhalle kunterbunte Vögel um die Wette, im Nashornhaus buddeln Erdmännchen, im Aquarium drehen prächtige Fische ihre Runden und im Giraffenhaus warten Mutter Makena und ihr am 26. März geborenes Kalb auf Oster-Besucher.
    Viele Tiere lassen sich in den Häusern durch große Glasscheiben gut beobachten, die Gorillas im Menschenaffenhaus beispielsweise. Dort wird Demba, der jüngste Spross in der Gruppe, von Tag zu Tag lebhafter. Mutter Changa-Maidi legt ihren am 13. Januar geborenen Sohn, der gerade die ersten Zähnchen bekommen hat, sogar schon vor sich auf den Boden. Dabei achtet sie aber stets darauf, dass Vater N’Kwango sich seinem Nachwuchs nur äußerst behutsam nähert. Beim Nachwuchs der seltenen Gelbbrust-Kapuziner ist Achtsamkeit gegenüber dem Vater nicht angesagt, ganz im Gegenteil: Er trägt ebenso wie auch andere Gruppenmitglieder immer wieder mal eines der beiden Jungtiere. Geboren wurden die hübschen Kapuziner am 6. und 27. Februar.
    Nachwuchs gibt es auch bei den Trampeltieren. Das Fohlen Lily ist ebenso wie seine Mutter Ambrosia „wetterfest“ und selbst bei Kälte tagsüber draußen. Empfindlicher sind dagegen die vier jungen Warzenschweine, die am 19. Februar auf die Welt kamen. Sie sind meist im warmen Stall unter der Rotlichtlampe anzutreffen. Künstliche Wärme haben die drei Jungtiere der Bennettkängurus nicht nötig. Sie hocken wohl behütet in den kuschelig-warmen Beuteln ihrer Mütter und halten allenfalls mal die Nase in den Wind. Mollig warm haben es auch die drei winzigen Gundis, die in einem Terrarium am Tropenhaus am letzten Samstag auf die Welt kamen.
    Für seine Ostergäste musste der Zoo allerdings umdisponieren. Eine Schar Kaninchen aus der privaten Zucht eines Tierpflegers sollte ein österliches Dorf auf einer Wiese im Zoo beziehen. Die Nager haben zwar ein dickes Fell, doch das Wetter war zu Beginn der Karwoche einfach zu eisig. Deshalb sind die Kaninchen ab sofort im warmen Ausstellungsraum hinter der Großflugvoliere zu bewundern. Dort warten sie bis zum 5. April auf streichelnde Kinderhände.
    Die Allwetterzoo-Osterhäsin wird es allerdings kaum stören, sollte das Wetter auch am Ostermontag (1.4.) noch kühl sein: Sie zieht sich ein warmes Fell über und verteilt ab 13.30 Uhr gemeinsam mit Riesenesel Fridolin bunte Hühnereier und süße Schoko-Eier an die jüngsten Zoobesucher, spendiert von den REWE-Märkten in Münster und solange der Vorrat reicht.
    (27.03.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Vorösterliche Überraschung im Allwetterzoo Münster: Heute früh wurde ein Giraffenkalb geboren!

    Mit einer baldigen Geburt hatten die Tierpfleger im Huftierrevier des Allwetterzoo Münster zwar gerechnet. Aber dennoch war die Freude groß, als sie heute Morgen das Giraffenhaus betraten: Zu Füßen von Makena lag ein hübsches Kalb - noch feucht von der Geburt, aber schon mit aufrechtem Hals. Um 9.40 Uhr stand die Kleine bereits und suchte schon nach den Zitzen der Mutter. Sie fand die Milchquelle und trank!
    Nach einer Tragzeit von gut 15 Monaten hat die fast sieben Jahre alte Netzgiraffe Makena ihr Kalb problemlos zur Welt gebracht. Es ist mit etwa 175 cm kleiner und zierlicher als Makenas erstes Kalb bei der Geburt war. Das Neugeborene kam viel schneller auf die Beine als sein inzwischen knapp zwei Jahre alter Bruder Paul. Dass es ein Mädchen ist, steht momentan zu 95 % fest: Sowohl eine Pflegerin als auch eine Tierärztin konnten kein „Zipfelchen“ entdecken.
    Das Kalb hat auf seinen wackeligen Beinchen sogar schon erste Erkundungsgänge durch das dick mit Stroh gepolsterte Gehege unternommen und dabei die Nase seines Bruders Paul berochen. Der steht mit der älteren Giraffenkuh Volley im Nachbargehege. Alle Giraffen – auch Vater Axel – hüten bei dem starken Ostwind derzeit das Haus.
    (26.03.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Familientag mit Falkner im Allwetterzoo Münster

    Fünfmal im Jahr lädt der Allwetterzoo zum Familientag ein. Dann können nicht nur Eltern und ihre Kinder zu ermäßigten Preisen den münsterschen Zoo besuchen, sondern auch Großeltern, Frischverliebte oder Singles. Am ersten Familientag dieses Jahres am kommenden Samstag, 23. März, gibt es mit den spektakulären Flugvorführungen eines Falkners sogar noch eine zusätzliche Attraktion.

    Der Falkner Volker Walter bringt Vögel mit, die sonst im Allwetterzoo nicht zu sehen sind, etwa Weißkopfseeadler, Bussarde oder Falken. Zoobesucher können die Greife ab 11 Uhr am Landoisplatz aus der Nähe betrachten und dem Falkner Fragen zu seinen Vögeln stellen. Um 11 und 14.30 Uhr demonstriert Volker Walter seine Arbeit mit Vorführungen, bei denen kleine und große Greifvögel rasant und äußerst dicht über die Köpfe der Besucher hinweg fliegen. Damit die Anreise des Falkners mitsamt seiner Greifvogel-Schar sich lohnt, hat der Zoo ihn auch für den Sonntag engagiert. Volker Walter zeigt am 24. März ebenfalls um 11 und 14.30 Uhr Flugvorführungen mit seinen Vögeln.

    Die Eintrittspreise am Familientag betragen 10 Euro (statt 14) für Erwachsene und 5 Euro (statt 7) für Kinder von 3 bis zu 17 Jahren. Weitere Familientage sind am 20. April, 24. August, 28. September und 19. Oktober 2013.
    (20.03.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Zahlen Sie, was Sie wollen beim Besuch des Gorilla-Babys „Demba“ im Allwetterzoo!

    Am letzten Wochenende wurde der Allwetterzoo von einem Besucher-Ansturm überrascht. Nun hofft der Zoo auch an diesem Samstag (23.2.) und Sonntag ( 24.02.) wieder auf viele begeisterte Besucher. Für einen entspannten Besuch bleibt er daher eine Stunde länger, also bis 18 Uhr geöffnet: die Zookasse schließt um 17 Uhr,  die Tierhäuser um 17.30 Uhr und der Garten um 18 Uhr.

    Für die „Zahlen Sie, was Sie wollen“-Aktion müssen nur zwei Fragen (Personenanzahl/Wunschbetrag) beantwortet werden, das sorgt für kurze Wartezeiten an den Kassen. Wer dann noch auf Rad oder Bus (Linie 14) umsteigt, verliert auch auf dem Parkplatz keine Zeit.
    (22.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Gorilla-Baby aus dem Allwetterzoo wurde getauft auf den Namen „Demba“!

    Das Gorilla-Baby, * 13.1.13,  heißt nun "Demba"! Gemeinsam mit Zoodirektor Jörg Adler und den Paten Elke und Jochen Kramer (KFR Mietlifte) sowie Bernd Redeker und Reiner Schlag (Gorilla Bar) wurde es heute feierlich getauft. Am 17. März lädt die Gorilla Bar zum "Baby-Pinkeln" in die Jüdefelder Straße ein. Ein Besuch lohnt sich, denn von 19 - 21 Uhr gehen sämtliche Einnahmen an die Gorillas im Allwetterzoo, zudem werden Überraschungsgäste erwartet…
    (22.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Neuigkeiten aus dem Tierbestand

    Am 12. Dezember musste die Poitou-Eselstute Roxel eingeschläfert werden. Sie wurde in der Tierklinik Telgte geröntgt, doch angesichts eines ausgekugelten Hüftgelenks mit gerissenen Sehnen gab es keine andere Möglichkeit. Wie Roxel sich die Verletzung zugezogen hat, wurde nicht beobachtet. Vermutlich ist sie bei einer Rempelei gestürzt. Roxels knapp sieben Monate altem Fohlen Calvin halfen die übrigen Gruppenmitglieder über den Verlust der Mutter hinweg.

    In den Tierpark Stendal zogen am 18. Dezember die drei Bartaffen um, die sich mit den Orang-Utans die ZoORANGerie geteilt hatten. Das Zusammenleben dieser beiden unterschiedlichen Arten verlief leider nie so harmonisch, wie wir es uns gewünscht hatten. Im sogen. „Niederen Affenhaus“ konnten wir uns über Neuzugänge freuen: Am 21. Dezember traf ein neues Zuchtweibchen der Goldenen Löwenaffen aus dem Zoo Krefeld bei uns ein. Auch unser Springtamarin-Zuchtpaar ist wieder komplett; denn am 26. Januar reiste ein 11-jähriges Weibchen aus dem englischen Zoo Colchester nach Münster

    Am 2. Januar erhielten wir die Bestätigung, dass das Gorillaweibchen Shasha tragend ist. Mit einer Geburt bei ihr rechnen wir im August. Ob das erfolgreiche Zusammensein der Geparde Jabari und Namoja Nachwuchs bringt, wird sich zeigen. Vielleicht können wir uns im April über kleine Geparde freuen! Im April wird auch Breitmaulnashorn Jane soweit sein und ihr erstes Kalb zur Welt bringen. Etwas eher erwarten wir die zweite Geburt bei unserer Netzgiraffe Makena. Auch bei den Trampeltieren ist Nachwuchs in Sicht.

    So sehr wir uns über trächtige Tiere freuen, gibt es leider auch traurige Nachrichten. Am 6. Februar mussten wir Megan einschläfern. Die 16jährige Gepardin, vielen als „Uroma“ von Shaka bekannt, hat bei uns mehrfach für Nachwuchs gesorgt. 2004 zog sie gar Fünflinge auf. In den vergangenen Monaten litt Megan zunehmend unter einem chronischen Nierenversagen. Der Tierarzt hat ihre Nieren gespült und ihr dadurch kurzfristig Besserung verschaffen können. Doch trotz intensiver Pflege und Therapie konnte der Zustand der alten Katze nicht stabilisiert werden. Die Einschränkung ihrer Lebensqualität wurde so groß, dass wir leider den Entschluss fassen mussten, sie einzuschläfern.


    Nachwuchs

    Der am 13. Januar geborene Gorillajunge ist noch namenlos, doch inzwischen steht fest, dass er zwei Paten haben wird. Beide entscheiden gemeinsam mit uns über den Namen für den kleinen Gorilla und „taufen“ ihn am 21. Februar. Wie Changa-Maidis zweiter Sohn heißen wird, erfahren Sie dann auf unserer Facebook-Seite.
     
    Am 5. Februar kam zu unserer großen Freude das erste Jungtier bei den Gelbbrustkapuzinern auf die Welt. Noch ein weiteres Weibchen ist derzeit trächtig. Die „europäische Gemeinschaft“ scheint bei uns gut zu funktionieren; denn die quirligen Affen kamen im August 2012 aus England und der Schweiz zu uns. Gelbbrust-Kapuziner zählen im Gegensatz zu anderen Kapuziner-Arten zu den weltweit am stärksten bedrohten Primatenarten.


    Aktuelles

    Am 5. Februar verließen uns die Großen Tümmler Nando, Rocco und Palawas. Sie leben nun im Dolphinarium Harderwijk in den Niederlanden. Damit gibt es nach knapp 39 Jahren keine Delfine mehr im Allwetterzoo. Das alte Delphinarium heißt jetzt Robbenhaven und wird nach und nach neu gestaltet. Henk Hiddingh, der neue Betreiber, greift das Motto „Wir lieben saubere Meere“ auf. Im Foyer wird eine Ausstellung zu diesem Thema eingerichtet. Die Kulisse in der großen Halle wird an einen Hafen erinnern und die Seelöwen „reinigen“ während der Vorführungen das Wasser von „Müll“. Auf der Website Robbenhaven finden Sie weitere Informationen.
     
    Im Januar begannen wir mit der Sanierung der Freianlagen für Gorillas und Schimpansen im Affricaneum. Sämtliche Holzpalisaden müssen erneuert werden, anschließend gestalten wir die Anlagen noch schöner als zuvor mit Baumkronen, Felsgestein und Pflanzen. Während der Bauarbeiten bleibt der Weg vom Gorilla-Wintergarten bis zu den Schweineanlagen gesperrt, zu erreichen sind sie aber durch das Menschenaffenhaus und die Guereza-Anlage. Noch vor Ostern werden Gorillas und Schimpansen wieder nach draußen gehen können.

    Im Elefanten-Park wird fleißig gebaut und deshalb steht Tefi, Rada und Bala derzeit keine Freianlage zur Verfügung. Die Elefantenkühe können sich jedoch auch im Gang bzw. in den Boxen des alten Bullenhauses bewegen. Für die Tierpfleger bedeuten die letzten Bauarbeiten eine noch größere Belastung. Deshalb können wir bis April leider keine regelmäßigen Elefantenfütterungen durch Besucher anbieten. Sollte eine Fütterung möglich sein, machen wir auf einer Tafel im Elefantenhaus darauf aufmerksam.
     
    Unsere große Spender- und Sponsorenwand am Elefantenhaus ist inzwischen gut bestückt! Es gibt aber noch freie Plätze für Menschen, die unser Projekt Elefanten-Park mit einer Spende unterstützen möchten. Wer auf einem Täfelchen präsent sein will, ist ab 240 Euro dabei.


    Veranstaltungen

    Am 23. März findet unser erster Familientag in diesem Jahr statt. Alle Besucher, egal ob sie mit oder ohne Familie kommen, zahlen den ermäßigten Eintrittspreis von 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder und Jugendliche. In diesem Jahr gibt es noch vier weitere Familientage am 20. April, 24. August, 28. September und 19. Oktober.
     
    Zum ersten Familientag haben wir den Falkner Volker Walter aus Duisburg eingeladen. Er zeigt seine Greifvögel am Samstag und auch am Sonntag (23. + 24. März) auf dem Landoisplatz.

    In den Osterferien in NRW (25. März - 6. April) bieten wir Führungen für Kinder am Tag und am Abend an. Die Forscherwerkstatt in der BioCity lädt Kinder zu Oster-Aktionen ein. Am Ostermontag können Sie sich auf Ostereier freuen, die von REWE spendiert und von unserem „Oster-Esel“ Fridolin verteilt werden.
    (14.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Umweltforum Münster und Allwetterzoo kooperieren – den Auftakt macht eine Vortragsreihe im Zoo

    Gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität und dem Nütec e.V. lädt das Umweltforum Münster e.V. zur Vortragsreihe „Nahrungsmittelproduktion in der Stadt – Modeerscheinung oder langfristiger Trend?“ ein. Auch im Allwetterzoo finden zwei Vorträge zu diesem Thema statt:

    Das Tropenhaus Klein-Eden – Exotische Früchte und Frische in Bioqualität
    Termin:           19. Februar, 16 bis 18 Uhr
    Ort:                  Zooschule im Allwetterzoo
    Referent:         Ralf Schmitt, Tropenhaus Klein-Eden


    Gemeinschaftsgärten – Einblicke in Praxisbeispiele aus dem Raum Westfalen und dem Ruhrgebiet
    Termin:           27. Februar, 17 bis 19 Uhr
    Ort:                  Zooschule im Allwetterzoo
    Referenten:     Evelyn Hammes und Wiebke Weltring, Westfälische Wilhelms-Universität

    Die Vorträge sind kostenfrei, es wird auch kein Zooeintritt erhoben. Anmeldungen im Vorfeld sind erwünscht bei: Dr. Peter Deininger, Tel. 0251-13 6027 / Mail: muenster@dgs.de

    Zum Hintergrund der Kooperation:
    Das Umweltforum Münster e. V. und der Allwetterzoo planen gemeinsame Aktionen zu den Themen Gemeinschaftsgärten, Umwelterziehung und nachhaltige energetische Konzeptentwicklung. Den Kooperationsauftakt machen die beiden o.g. Vorträge.
    (06.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Delfine aus dem Delphinarium Münster wohlbehalten in Harderwijk eingetroffen!

    Am frühen Dienstagmorgen (5.2.) haben die Delfine Nando, Palawas und Rocco das Delphinarium im Allwetterzoo Münster in Richtung Harderwijk in den Niederlanden verlassen. Der Umzug wurde von Tierärzten und Delfintrainern sowie von Spezialisten begleitet, die Erfahrung mit dem Transport dieser Meeressäuger haben. Die Fahrt ins rund 200 km entfernte Harderwijk verlief ruhig und ohne Störungen. Man hat bewusst eine Abfahrtszeit am sehr frühen Morgen gewählt, um Verkehrsstaus zu vermeiden.

    Im Dolphinarium Harderwijk bezogen die drei Großen Tümmler in der Meereslagune ihr neues Zuhause. Palawas und Rocco wurden 2004 bzw. 2005 in Harderwijk geboren und kennen die dortigen Gegebenheiten. Einzig Nando muss sich an eine neue Umgebung gewöhnen. Er kam 1990 im Tiergarten Nürnberg zur Welt. Aber er sieht in Harderwijk seinen älteren Bruder Nemo wieder, der seit knapp fünf Jahren in den Niederlanden lebt.

    Das Delphinarium Münster heißt nun Robbenhaven und es gibt weiterhin mehrmals täglich Vorführungen mit Kalifornischen Seelöwen. Mit den Tieren und einem neuen Ambiente, das Schritt für Schritt verwirklicht wird, soll den Zoobesuchern die Bedeutung des Themas „Saubere Meere“ vermittelt werden.
    (05.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Zahlen Sie, was Sie wollen: Es gibt eine Neuauflage der Preisaktion vom 13. Februar bis 17. März!

    War es im Dezember 2012 ein Experiment für den Allwetterzoo, als er seine Besucher dazu einlud den Eintrittspreis selbst zu bestimmen, so hat die Neuauflage von „Zahlen Sie, was Sie wollen“ andere Gründe. Vom 13. Februar bis 17. März wird es leichte Beeinträchtigungen beim Zoo-Rundgang geben, verursacht durch die fortschreitenden Bauarbeiten am Elefanten-Park und die notwendige Sanierung im Bereich Affricaneum. Damit die Zoobesucher sich nicht über Umwege oder Baulärm ärgern, dürfen sie den Eintrittspreis gut vier Wochen lang selbst bestimmen, auch wenn die tierischen Erlebnisse in keiner Weise beeinträchtig sind.
    Anders als im Dezember und Januar wird es bei der Neuauflage der Preisaktion keine wissenschaftliche Begleitung durch die Hochschule in Aachen geben. Es müssen aber auf einem Erfassungsbogen zwei Angaben gemacht werden: Mit wie viel Personen gehe ich in den Zoo? Was möchte ich dafür bezahlen? Den Zettel legt man an der Kasse vor – und zahlt, was man will!

    Zu den Bauarbeiten im Zoo:
    Der Besucherweg zwischen dem künftigen Elefanten-Park und dem Afrikapanorama wird von montags bis freitags gesperrt sein, an den Wochenenden wird der Weg jeweils provisorisch hergerichtet. Eine nahe, doch leider nicht rollstuhlgerechte Umleitung erfolgt über die Brücken am Afrikapanorama. Auch am Weg zwischen der Gepard-Anlage und dem neuen Asiatischen Langhaus wird wochentags gearbeitet und es kann leichte Behinderungen geben. Eine Sackgasse entsteht im Bereich Affricaneum, weil wochentags der Weg um die Außenanlagen gesperrt sein wird. Auf diese und andere Umleitungen weist der Zoo mit Schildern und teils auch durch Ordner hin, die den kürzesten Weg zum Wunschziel zeigen können.
    (04.02.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Es ist ein Junge!
    Das fünf Tage alte Gorillababy im Allwetterzoo Münster hat ein Schniedelchen...

    Jetzt ist es amtlich: Das Gorillababy im Allwetterzoo Münster, das am vergangenen Sonntag auf die Welt kam, ist ein Junge! Die Tierpfleger haben lange geschaut, doch immer hielt Mutter Changa-Maidi ihre Hand so, dass kein prüfender Blick möglich war. Gestern war die Gorillamutter vermutlich das Rätselraten und ständige Nachschauen durch die Tierpfleger leid. Als Revierleiter Reiner Gosing und sein Kollege Peter Bein am Nachmittag Futter brachten, kam Changa ganz nah heran und zeigte stolz den Beiden ihren Nachwuchs. Das Schniedelchen war deutlich zu erkennen. Also hat der fünfjährige Thabo einen Bruder! Bis er mit ihm spielen darf, wird aber noch einige Zeit vergehen...

    Der noch namenlose Gorillajunge ist der dritte Nachwuchs der 16jährigen Changa-Maidi, die sich bis vor kurzem intensiv um ihren fünfjährigen Sohn Thabo gekümmert hat. Vater ist der „Silberrücken“ N’Kwango, ebenfalls 16 Jahre alt. Außer Thabo und seinem Brüderchen wird es ab August hoffentlich ein drittes Gorillakind in Münster geben, denn die elfjährige Shasha ist trächtig! Das junge Gorillaweibchen war erst im September 2012 aus dem Wild Animal Park Howletts in Großbritannien nach Münster gekommen.
    (17.01.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntagskind im Allwetterzoo Münster:
    Am 13. 1. 13 kam ein Gorilla auf die Welt!

    Am Sonntag, 13. Januar, klopfte um 11.25 Uhr ein Besucher an die Pflegertür im Menschenaffenhaus im Allwetterzoo Münster. „Es wird gerade ein Gorilla geboren“ rief er den Zoomitarbeitern zu. Als Tierpfleger Peter Bein vor die Gorilla-Anlage lief, war schon alles passiert: Die 16jährige Changa-Maidi hielt das Neugeborene in den Armen. Inzwischen hat der kleine Gorilla getrunken, auch die Nabelschnur ist schon abgefallen. Noch ist das Geschlecht des Jungtiers nicht bekannt, denn die Mutter hält es immer eng am Körper. Deshalb gibt es auch noch kein Foto des Neugeborenen.
    Changa-Maidi, im Juni 1996 im Zoo Frankfurt geboren, lebt seit dem 1. April 2003 im Allwetterzoo. Es ist Changas dritte Geburt. Ihr im November 2007 geborener Sohn Thabo hat sich prächtig entwickelt und muss sich jetzt damit abfinden, dass sein Geschwisterchen bei Mutter Changa die Hauptrolle spielt. Vater ist der ebenfalls 16jährige „Silberrücken“ N’Kwango. Er kam im Zoo Arnhem/NL auf die Welt und ist seit Juni 2004 in Münster. Die im Allwetterzoo lebenden Tiere gehören zu den Westlichen Flachlandgorillas.
    Das Menschenaffenhaus im Allwetterzoo ist geöffnet. Mutter und Kind sind mit etwas Glück auch zu sehen. Jedoch wurde eine Absperrung eingerichtet, so dass man nicht unmittelbar an die Glasscheiben der Innenanlage herantreten kann. In den ersten Tagen nach der Geburt sollen Changa-Maidi und das Neugeborene etwas Ruhe und Ungestörtheit genießen können.
    (15.01.2013)
    krümmel:   heute: Gorilla-Geburt im Allwetterzoo
    (13.01.2013)
    Jörn Hegner:   das der allwetterzoo münster nun auch die delfine abschafft . das gebäude davon wird ja zwar noch bleiben , aber nur noch für die robben gedacht . ansonsten der tierpark hagenbeck in hamburg hat es ja schon seit 1996 nicht mehr . dieses war ja auch nicht schlecht eingerichtet . als kind kann ich mich auch noch ein wenig an den schwertwal erinnern . er war ja nur auf durchreise darin untergebracht . aus island kam er etwa 1983 und 2 bis 3 jahre später ist er nach japan gekommen .

    sonst werden ja nur noch die beiden delphinarien in den zoos von nürnberg und duisburg verbleiben in deutschland .
    (12.01.2013)
    Michael Mettler:   Sorry, aber dass der Zoo von außen her in Zuständigkeit gesehen wird, hat er sich doch selbst zuzuschreiben. Wer in Pressemitteilungen schreibt "Der Allwetterzoo Münster meldet: Unsere Delfine sind noch bis Ende der Weihnachtsferien bei uns im Allwetterzoo" (siehe Beitrag vom 31.10.12) oder "Stellungnahme von Allwetterzoo und Delphinarium Münster" (siehe Beitrag vom 9.1., wo NICHT auf die die getrennte Zuständigkeit hingewiesen wird), der darf sich doch nicht wundern, wenn die öffentliche Berichterstattung keine Grenze zwischen Zoo und Delphinarium zieht.

    Dadurch, dass die Seelöwen (Wer trägt eigentlich für DIE die Zuständigkeit?) in der Halle verbleiben und auch dies natürlich in PM mitgeteilt wird, ist nach außen hin nicht mal erkennbar, ob die Delphinarium GmbH nach der Abgabe der Delfine bestehen bleibt und das Nicht-mehr-Delphinarium als Robbenshowhalle weiter betreibt, oder ob der Allwetterzoo Gebäude und Seelöwenbestand übernimmt - oder Letzteren gar längst unter seiner Federführung hat.
    (12.01.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Aktuelle Berichterstattung zur Abgabe der Delfine aus dem Delphinarium Münster

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    da in der aktuellen Berichterstattung in den Medien die Zuständigkeit des Allwetterzoos für die geplante Abgabe der Delfine häufig missverständlich dargestellt wird, möchte ich die Situation nochmals verdeutlichen.

    Die Delphinarium Münster GmbH ist eine vom Zoo rechtlich und weitgehend auch inhaltlich unabhängige Gesellschaft, mit der der Zoo aber konzeptionell und wirtschaftlich eng kooperiert. Insbesondere die Haltung der Tiere im Delphinarium soll für die Besucher nicht als separater, zusätzlich zu bezahlender Bestandteil des Zoos wahrgenommen werden. Das hat sich in Jahrzehnten bewährt, führt aber auch dazu, dass der Zoo durch die Medien (Zitate finden sich in nahezu jeder Berichterstattung) in einer Verantwortung gesehen wird, die er nicht hat.

    Richtig ist, dass ich zu Beginn des Jahres 2010 in Abstimmung mit dem Betreiber des Delphinariums beschlossen hatte, die Delfinhaltung in Münster zu beenden. Meine Gründe hierfür habe ich mehrfach ausführlich dargelegt. Später folgten entsprechende Absprachen und Vereinbarungen mit dem Delphinarium Münster für den ungefähren Zeitpunkt der Abgabe und die anschließende Nutzung dieses Komplexes, auch darüber habe ich umfassend informiert.

    Diese Planungen sind bisher gemäß der Absprachen erfolgt, eine mögliche Verzögerung des Transportes der Delfine über den Januar 2013 hinaus ist mit dem Zoo abgestimmt, sachlich nachvollziehbar und für das Befinden der Delfine (das im Gegensatz zu dem derzeitigen öffentlichen Gerangel im Vordergrund stehen sollte) ohne jegliche negative Konsequenzen. In meiner Funktion als Zoodirektor habe ich allerdings keinerlei Einfluss auf bzw. Zuständigkeit für den künftigen Verbleib der Delfine. Zwischen der für das Delphinarium im Allwetterzoo zuständigen Aufsichtsbehörde der Stadt Münster und der Zooleitung gibt es in dieser Angelegenheit ebenfalls keinen Abstimmungsbedarf, der Zoo ist nicht Ansprechpartner der Behörden für Angelegenheiten der Delphinarium Münster GmbH.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Jörg Adler
    (11.01.2013)
    Tirreg Anis:   Schade ja, aber gut das sie aus der aktuellen Haltung raus kommen. Das war nicht tragbar. Ich bin auch ein Freund von Walartigen in Zoos, aber dann auch gut gehalten.
    (11.01.2013)
    Jörn Hegner:   schade das aus den allwetterzoo münster die delfine wegkommen .
    (10.01.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Münsters Delfine in Meeresbucht ansiedeln?

    Stellungnahme von Allwetterzoo und Delphinarium Münster zu einem Angebot von PETA Deutschland e.V.

    Allwetterzoo und Delphinarium Münster danken den Verantwortlichen von PETA für ihr Angebot, bei einer Ansiedlung von drei Delfinen in einer Meeresbucht zu helfen. Es gibt jedoch verschiedene Gründe, die Hilfe nicht annehmen zu können. Nando, Rocco und Palawas sind in Deutschland bzw. den Niederlanden geborene Große Tümmler. Von Geburt an haben sie das enge Zusammenleben mit Menschen, insbesondere den Trainern, und die tägliche Versorgung mit ausreichend Fisch kennen gelernt. Es gibt kein Beispiel, dass eine Auswilderung mit in Delfinarien geborenen Delfinen gelungen ist. Ob die im vergangenen Jahr an der Küste der Türkei wieder ausgesetzten Tiere überlebt haben, wissen wir nicht. Jedoch gab es hier andere Voraussetzungen, denn beide Delfine wurden zuvor im Mittelmeer gefangen und sind nicht in Menschenobhut geboren worden.

    Gegen eine Annahme der angebotenen finanziellen Unterstützung für das Delphinarium Münster spricht auch die Tatsache, dass die drei derzeit dort lebenden Delfine dem Tierpark Nürnberg bzw. dem Dolfinarium Harderwijk/NL gehören. Sie wurden lediglich im Delphinarium Münster eingestellt. Die genannten Einrichtungen entscheiden in enger Abstimmung mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) über den Verbleib der drei Tümmler. Die Delfine bis zum 31. Januar 2013 abzugeben, hat sich das Delphinarium dem Allwetterzoo gegenüber verpflichtet. Eine Verzögerung kann es allerdings aus logistischen Gründen geben.
    (09.01.2013)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo Münster zieht Rekord-Bilanz:
    Die Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ war über die Maßen erfolgreich!

    Bester Tag im gesamten Jahr, bester Dezember überhaupt und das Gesamtergebnis ein Weltrekord: Im münsterschen Zoo ist man mit der soeben beendeten Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ mehr als zufrieden. Initiiert durch die RWTH Aachen forderte der Allwetterzoo vom 1. Dezember an seine Besucher dazu auf, den Eintrittspreis selbst zu bestimmen. War schon das erste Wochenende mit 2.321 zahlenden Besuchern erfreulich, so steigerten sich die Zahlen auf 15.532 am letzten Wochenende in 2012. Mitsamt Jahreskarten-Inhabern kamen rund 18.300 Menschen allein am 29. und 30. Dezember in den Zoo.
    Allein am letzten Sonntag im Jahr kamen 8.671 Menschen, um ihren Wunscheintrittspreis zu bezahlen. So viele kamen nicht einmal an den traditionell gut besuchten Feiertagen im Frühjahr! Auch der Dezember bricht alle Rekorde. Mit 56.233 zahlenden Besuchern bzw. 79.095 inklusive Jahreskarten-Inhabern ist er der stärkste Dezember seit Eröffnung des Allwetterzoos im Jahr 1974. Und er ist der drittbeste Monat im letzten Jahr, nur übertroffen von den Ferienmonaten Juli und August.
    Weil die Aktion so gut anlief, verlängerte der Zoo sie bis zum Ende der Weihnachtsferien. Das hat sich herumgesprochen, denn vom 1. bis 6. Januar kamen noch einmal 19.617 Menschen, um Pinguin, Löwe & Co. zu sehen. Insgesamt brachte die Aktion 75.850 Menschen in den Zoo, mit Jahreskarten-Besuchern kamen rund 85.000 Besucher in fünf Wochen! Eine beachtliche Zahl, die niemand erwartet hat! Auch in Aachen ist man überrascht und hat festgestellt, dass selbst pay-what-you-want-Aktionen in den USA niemals eine solch hohe Resonanz gebracht haben – also hat Münster den Weltrekord erzielt!
    Insgesamt brachte das Jahr 2012 dem Allwetterzoo 938.360 Besucher, das sind 0,3 % mehr als im Vorjahr. Für das kommende Jahr setzt die Zooleitung auf den Werbeeffekt der Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ und hofft, dass viele Menschen im Frühjahr zum Normalpreis wiederkommen. Vielleicht um den Elefanten-Park zu sehen, der im Juni 2013 eröffnet wird? Die Gebäude und Teile der Anlage, die jetzt schon zu sehen sind, haben sicher viele Zoofreunde neugierig gemacht.


    Vergleichszahlen:

    1.-31.12.2012: 56.233 zahlende Besucher ohne Jahreskarten (Vorjahr 10.915)

    1.-6.1.2013: 19.617 zahlende Besucher ohne Jahreskarten (Vorjahr 2.677)

    Die Besucher mit Jahreskarten fehlen, weil diese statistisch hoch gerechnet werden. Sie sind in der Gesamt-Besucherzahl von 938.360 enthalten.

    Ob es eine Wiederholung geben wird, können wir erst nach Auswertung der gesamten Aktion durch die Wissenschaftler der RWTH entscheiden. Und das kann aufgrund der hohen Zahl an Erfassungsbögen ein Weilchen dauern...
    (07.01.2013)
    Holger Wientjes:   Die Sikas leben nun, soweit ich weiss, bei privat in Drensteinfurt, gehören aber wohl weiterhin dem Zoo. Ihr Gehege soll den Bongos zugeschlagen werden.
    (20.12.2012)
    Jörn Hegner:   die vietnam-sikahirsche sind weg seit diesen jahr . was ist heute in diesen gehege untergebracht . die waren ja neben den bongos .
    (19.12.2012)
    Holger Wientjes:   Prima ! Herzlichen Glückwunsch an die Pfleger !! :-)
    (18.12.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Weltweite Anerkennung für das Robbentraining im Allwetterzoo Münster!

    Mit ihrer Präsentation des Kegelrobben-Trainings errangen Zoomitarbeiter den 1. Platz bei einem weltweiten Contest

    Erstmalig nahmen Tierpflegerin Steffi Klahn und Kurator Dr. Dirk Wewers an der Jahreskonferenz der IMATA (International Marine Animal Trainers‘ Association) teil, der internationalen Vereinigung der Trainer von Meeressäugetieren. Die Mitarbeiter des Allwetterzoos präsentierten das Training der Kegelrobben – und ernteten hierfür großes Lob! Die etwas schwerfälligen Kegelrobben gelten als kaum trainierbar. In Münster allerdings wird mit den Tieren schon lange gearbeitet. Das regelmäßige Training, das auch von den Besuchern verfolgt werden kann, dient nicht nur der Beschäftigung der Robben. Die Tiere sind dadurch an Menschen gewöhnt und führen auf Zuruf Übungen aus. Das macht tiermedizinische Prophylaxe und Behandlung sehr viel einfacher.
    Bei der IMATA-Tagung vom 2. bis 7. Dezember in Hongkong stellten Steffi Klahn und Dirk Wewers die Arbeit mit den münsterschen Kegelrobben per Poster und ergänzend mit einem Videofilm vor. Diese Präsentation fand so viel Anklang, dass der Allwetterzoo mit dem 1. Platz in der Kategorie Poster geehrt wurde. So stolz die beiden Zoo-Mitarbeiter zurückkehrten, waren für sie die Vorträge während der Konferenz und vor allem der Erfahrungsaustausch mit Trainern aus der ganzen Welt wichtiger.
    (18.12.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo-Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ geht in die Verlängerung
    Rekordbesucherzahlen am letzten Wochenende!

    Im Allwetterzoo Münster ist man sehr erfreut über die hohe Akzeptanz der Aktion „Zahlen Sie, was Sie wollen“ und deshalb wird das Projekt bis zum Ende der Weihnachtsferien verlängert. Zoobesucher dürfen bis zum 6. Januar noch zahlen, was sie möchten, wollen sie Pinguin, Löwe & Co. besuchen.
    Als Experiment mit ungewissem Ausgang am 1. Dezember gestartet, hat sich das Angebot des Zoos bis weit über das Münsterland hinaus herumgesprochen. Die Besucher reisen aus dem Ruhrgebiet und dem Rheinland, aus dem Emsland und den Niederlanden an. Waren schon die Besucherzahlen der ersten Dezember-Wochenenden erstaunlich hoch, schlug das letzte alle Rekorde! 5.036 zahlende Besucher - Jahreskarteninhaber nicht eingerechnet - an einem Wochenende so kurz vor Weihnachten hat es noch nie gegeben! Vor einem Jahr kamen an den Vergleichstagen nur 673 Menschen in den Zoo.
    Allein der verregnete Sonntag lockte 3.239 Menschen auf die Sentruper Höhe. Die Menschen „testen“ den Allwetterzoo bei einem manchmal auch nur kurzen Rundgang und zahlten dafür bislang extrem unterschiedliche Eintrittspreise. Vor dem Gang zur Kasse müssen sie einen kurzen Fragebogen ausfüllen und ihren Wunschpreis eintragen. Ein Durchschnitts-Eintrittspreis wird nicht genannt und auch erst nach Abschluss dieser von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleiteten Aktion ermittelt, um die Besucher nicht zu beeinflussen.
    (17.12.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Männliche „Schwangerschaft“ mit rekordverdächtigen Folgen:
    Ein Seepferdchen im Allwetterzoo Münster brachte 280 Nachkommen auf die Welt!

    Nachwuchs ist bei den Seepferdchen Männersache! Das Weibchen legt die Eier in die Bruttasche des Männchens, in der sie etwa drei Wochen ausgebrütet werden. Öffnet der Seepferdchenmann die Bruttasche, werden die Jungtiere „geboren“. Weil der Vater sich beim Ausstoßen der Jungen wehenartig krümmt, erinnert der Vorgang tatsächlich an eine Geburt.
    Am 20. Oktober 2012 kamen im Allwetterzoo Münster auf diese Weise sage und schreibe 280 Langschnauzen-Seepferdchen auf die Welt! Zählen konnten die Pflegerinnen die enorme Nachkommenschaft, als sie die anfangs nur wenige Millimeter großen Mini-Seepferdchen in drei separate Becken umsetzten. Mit dem Umzug sollte verhindert werden, dass die Winzlinge vom Vater oder anderen erwachsenen Artgenossen aus Versehen gefressen werden. Seepferdchen saugen ihre Beute, meist Kleinkrebse und Fischlarven, mit einem kräftigen Sog in ihr Röhrenmaul – und da könnte schon mal ein Nachkomme dabei sein...
    Die langwierige und zeitaufwändige Aufzucht der „Seefohlen“ bewältigen nun die Pflegerinnen im Allwetterzoo. Revierleiterin Anke Gassner und ihr Team nehmen die zusätzliche Arbeit allerdings gern auf sich, denn sie sind stolz auf den rekordverdächtigen Zuchterfolg! Ernährt werden die Mini-Seepferdchen zweimal täglich mit winzigen Salinenkrebsen und Copepoden, das ist eine Planktonart. Zu den Fütterungszeiten müssen die Aquarienpumpen abgestellt werden, denn sie würden das Futter ansaugen. Haben die Jungtiere genug gefressen, werden die Pumpen wieder angestellt, damit die kleinen Seepferdchen genügend Sauerstoff bekommen und das Wasser gereinigt wird.
    Inzwischen hat der Nachwuchs die ersten kritischen Wochen überstanden. Darüber ist Anke Gassner froh, denn anfangs sind die Jungtiere besonders anfällig für Krankheiten und reagieren sensibel auf jede Veränderung. Zu sehen sind die 280 Seepferdchen leider nicht. Sie werden demnächst wohl auch an andere Zoos abgegeben. Die Eltern der Kleinen hingegen können in einem Becken im Obergeschoss des münsterschen Aquariums bewundert werden. Übrigens ist der 280fache Vater selbst schon im Allwetterzoo geschlüpft!
    Seepferdchen sind echte, aber in aufrechter Haltung schwimmende Fische. Sieht man genau hin, sind die wellenförmigen Bewegungen der kleinen Rückenflosse und der Brustflossen gut zu erkennen. Dabei schlagen die einzelnen Flossenstrahlen bis zu 70mal in der Sekunde von der einen Seite auf die andere. Mit ihrem langen, flossenlosen Wickelschwanz halten sich Seepferdchen selbst bei starker Meeresströmung an Gegenständen fest. Bemerkenswert sind auch ihre Augen, die sie wie Chamäleons unabhängig voneinander bewegen können. Während erwachsene Langschnauzen-Seepferdchen hellgelb bis dunkelbraun gefärbt sind, waren die „Babys“ anfangs milchig durchsichtig und wurden zunehmen dunkler. Ausgewachsen wird die aus dem Indopazifik stammende Art bis zu 25 cm lang. Die Kleinen messen derzeit zwischen zwei und drei cm.
    (12.12.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Brot für die Elefanten:
    Münsters Gilde-Bäcker haben 10.312,49 Euro für den Elefanten-Park „zusammengebacken“

    Münsteraner scheinen Elefanten „zum Anbeißen“ gern zu haben! Sie haben seit Juli jede Menge Backwaren in Elefantenform gekauft und verzehrt. Und damit haben sie zu einer großartigen Spende für unseren Elefanten-Park beigetragen.
    Ins Leben gerufen wurde die Aktion von den münsterschen Gilde-Bäckern. Jedes beteiligte Back-Unternehmen hatte Produkt, Design und Preis eigenständig bestimmt und festgelegt, wie hoch Spende für den Elefanten-Park war. Insgesamt kamen als Spende der Gilde-Bäcker 10.312,49 Euro zusammen, die dem Zoo bereits überwiesen wurden.
    Die Elefanten sollen aber auch etwas von der Aktion haben! Die Gilde-Bäcker backen für sie die Zahl in Brotform, kommen damit in den Zoo und servieren den Elefanten sieben leckere Ziffern rüsselgerecht und höchstpersönlich.
    (26.11.2012)
    Allwetterzoo Münster:   “Wildlife Photographer of the Year”

    Eine Sonderausstellung des Westfälischen Pferdemuseums Münster

    24. November 2012 bis 22. Mai 2013

    Er ist so etwas wie der Nobelpreis für Naturfotografen: Der „Wildlife Photographer of the Year“ gilt als die weltweit wichtigste und renommierteste Auszeichnung in der Naturfotografie. Jedes Jahr werden bei dem vom Londoner Natural History Museum und der britischen BBC ausgerichteten Wettbewerb zehntausende Aufnahmen eingereicht.
    Das Westfälische Pferdemuseum zeigt als erstes Museum in Deutschland die diesjährige Ausstellung mit den hundert besten Fotografien des Jahres 2012.

    Als der Wettbewerb 1964 erstmals ausgerichtet wurde, gab es 600 Einsendungen in drei Kategorien. In diesem Jahr gingen bei den Organisatoren mehr als 48.000 Bilder aus 98 Ländern ein. Sie stellten die Juroren, meist selber Fotografen oder in anderen Medienberufen tätig, vor die schwierige Aufgabe, aus einer Vielzahl guter und hervorragender Bilder solche auszuwählen, die aufgrund ihrer ästhetischen Qualität, der technischen Brillanz oder der Ausgefallenheit des Motivs besonders hervorstechen.
    Das Ergebnis ist in dieser Ausstellung zu sehen: Die 100 preisgekrönten und lobend erwähnten Fotografien bieten bewegende Einblicke in das großartige und manchmal auch dramatische Naturgeschehen auf unserer Erde. Auf die Besucher warten spektakuläre Landschaftsaufnahmen, außergewöhnliche Tierfotos, bezaubernde Pflanzenbilder und faszinierende Unterwasseraufnahmen. Jedes Bild ist ein einmaliges Kunstwerk, das nicht nur den Einfallsreichtum und das technische Können des Fotografen, sondern vor allem die atemberaubende Schönheit der Natur vor Augen führt und zum Staunen, Entdecken und Nachdenken einlädt.

    Sieger und Wildlife Photographer of the Year wurde der Kanadier Paul Nicklen mit einer beeindruckenden Unterwasseraufnahme von Kaiserpinguinen im Rossmeer an der Küste der Antarktis. Für das spektakuläre Bild musste der Fotograf lange im eisigen Wasser ausharren, bis die Tiere plötzlich aus der Tiefe emporschossen und auf das Eis schnellten.
    Young Wildlife Photographer of the Year wurde der 13-jährige Owen Hearn aus Großbritannien. Der Jugendliche fotografierte einen Rotmilan auf der Farm seiner Großeltern – und erwischte genau den Moment, als diese gefährdete Art die Wege eines modernen Flugzeugs kreuzte.
    Neben den Gesamtsiegern wurden Preise in 16 Kategorien vergeben: Von seltenen Aufnahmen bedrohter Arten über spektakuläre Unterwasserbilder bis zu Schwarz-Weiß-Fotos oder schockierenden Bildern vom Raubbau, den der Mensch an der Natur betreibt. So zeigt die Ausstellung eine Vielzahl beeindruckender und sehr unterschiedlicher Bilder, die das große Spektrum der modernen Naturfotografie umreißen.
    Unter den Auszeichnungen sind auch sieben außergewöhnliche Aufnahmen von deutschen Fotografen. Klaus Nigge aus Lünen/Westfalen siegte in der Kategorie „Komposition und Form“ – für eine Luftaufnahme von Flamingos in einer Flussmündung an der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
    Der Wuppertaler Klaus Tamm konnte auf dem Balkon seiner Ferienwohnung auf der Insel Réunion einige ungewöhnlich aussehende Insekten bei einer Art Kampftanz ablichten und wurde dafür in der Kategorie „Verhalten: kaltblütige Tiere“ ausgezeichnet.

    Das Buch zur Ausstellung
    Zur Ausstellung ist im Knesebeck-Verlag ein Begleitbuch erschienen: Es zeigt die 100 prämierten Fotos in hervorragender Qualität und mit einem informativen Begleittext. Wer sich für die aktuellen Entwicklungen in der Naturfotografie interessiert, erhält hier meisterhafte Beispiele aus der Tier- und Pflanzenwelt, die unseren Planeten in seiner ganzen Schönheit und Zerbrechlichkeit zeigen.

    Wildlife
    Fotografien des Jahres – Portfolio 22
    Gebunden mit Schutzumschlag,
    160 Seiten mit 150 farbigen Abbildungen
    Preis € 34,95 [D] / 36,- [A] / sFr 46,90
    ISBN 978-3-86873-559-8


    John E. Marriot "Aufgeplustert", 2. Preis in der Kategorie
    "Tierporträts"
    Foto: © John E. Marriot
    (23.11.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Erstmalig in einem deutschen Zoo:
    Pay What You Want | Zahlen Sie was Sie wollen!

    Dieses Motto gilt vom 1. bis zum 31. Dezember 2012 für alle Besucher des Allwetterzoos Münster

    Der Allwetterzoo hat viel zu bieten! Sei es das Elefantenfüttern für Besucher, Spaziergänge mit Pinguinen, Vorführungen mit Meeressäugern im Delphinarium oder Pferdeshows und Ausstellungen im Pferdemuseum. Man kann gut einen ganzen Tag im münsterschen Zoo verbringen und zahlt normalerweise dafür auch einen entsprechenden Eintrittspreis. Wie viel die Besucher für das Erlebnis mit Affen, Bären, Tigern & Co. tatsächlich ausgeben möchten, erfährt man im Allwetterzoo im Dezember. Ab 1. 12. heißt es nämlich an der Zoo-Kasse: Zahlen Sie was Sie wollen!
    Der Allwetterzoo ist einer der ersten Zoos weltweit, der dieses neuartige Preis-Konzept einsetzt. Jeder Besucher wird im gesamten Monat Dezember tatsächlich bestimmen können, welchen Eintrittspreis er bezahlen möchte, das gilt aber nicht für Gutscheine und Jahreskarten. „Pay what you want“ ist bisher vereinzelt in Restaurants und Hotels sowie im Internet für Downloads angewendet worden, teilweise mit großem Erfolg. Das Projekt in Münster wird von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen begleitet.
    (20.11.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Heidi und das „Kügelchen“:
    Bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo Münster hat sich Nachwuchs eingestellt!

    Seit dem 13. Oktober sind die Kugelgürteltiere im Allwetterzoo wieder zu Dritt! Das letzte Nachwuchs-Kügelchen verließ den münsterschen Zoo am 8. August in Richtung Berlin. Es musste Platz machen für das erwartete neue Jungtier, das 120 Tage nach dem Deckakt seiner Eltern Heidi und Norman zur Welt kam. Vorerst lässt das jüngste Kügelchen sich noch nicht blicken – und es „macht freiwillig nicht auf“. Damit meint Revierleiterin Teresa Willmen, dass das kleine Gürteltier sich einrollt und geschlossen bleibt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist.
    Um seinen Gesundheitszustand zu kontrollieren, holte die Revierleiterin das Jungtier und seine Mutter Heidi kurzerhand aus ihrem Versteck. Der Zoofotograf durfte dabei sein, um den Größenunterschied zwischen der ausgewachsenen Mutter und dem etwa drei Wochen alten Sprössling zu dokumentieren. Zusammenrollen können sich Gürteltiere schon recht schnell nach der Geburt. Dann haben die Jungen die Größe eines Tischtennisballs. Der anfangs sehr weiche Panzer ist mit etwa sechs Wochen ausgehärtet. Er besteht aus Knochenplatten und Keratin.
    Das junge und noch namenlose Gürteltier kann man derzeit zwar nicht sehen, doch seine Eltern sind mit Sicherheit bei den täglichen Fütterungen um 16 Uhr aktiv. Das Jungtier wird noch von der Mutter gesäugt, frisst aber auch schon Mehlwürmer und Brei. Der wird aus getrockneten Insekten, Heilerde, etwas Obst oder Gemüse und ein wenig Hundefutter täglich frisch zubereitet. Heidi und ihr Nachwuchs bewohnen den linken Teil der großen Südamerika-Wohngemeinschaft im Haus für Niedere Affen, in deren oberen Regionen Goldene Löwenaffen und Zwergseidenäffchen leben.
    Die aus dem südlichen Südamerika stammenden Kugelgürteltiere sind dämmerungsaktive Bodenbewohner und suchen mit Hilfe ihres besonders guten Geruchssinns nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren oder Wurzeln. Diese graben sie mit ihren kräftigen Füßen aus. In der Mitte ihres Panzers befinden sich robuste Hautfalten, die an einen Gürtel erinnern und dem sie ihren Namen verdanken.
    (08.11.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Der Allwetterzoo Münster meldet:

    Unsere Delfine sind noch bis Ende der Weihnachtsferien bei uns im Allwetterzoo.

    Danach gibt es im bisherigen Delphinarium weiterhin mehrmals täglich Vorführungen mit Kalifornischen Seelöwen.

    Das Gebäude heißt künftig „Robbenhaven“ und wird im Laufe des Jahres 2013 umgestaltet.
    (31.10.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Im Zoo-Kino, auf youtube und im Miniformat auf der Startseite von www.allwetterzoo.de ist ein neuer Film zu sehen, der das tolle Training bei unseren Kegelrobben zum Inhalt hat.

    http://www.allwetterzoo.de/fotos/zookino.php

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=h6fryUgH34U#!
    (31.10.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Jubel im Allwetterzoo Münster:
    Finanzspritze für Umweltbildungsprojekt des Zoos in Kambodscha angekündigt

    Vor genau zehn Jahren wurde unter der Verantwortung des Allwetterzoos in Kambodscha ein bis heute beispielloses Projekt zum Schutz der Natur und zur Umweltbildung der Bevölkerung gegründet. In dem 20 ha großen Angkor Center for Conservation of Biodiversity (ACCB) werden besonders bedrohte einheimische Tierarten gehalten, gezüchtet und ggf. wieder ausgewildert. In einem integrierten Edukationszentrum werden Kinder, Jugendliche und Studenten zu Themen des Natur- und Umweltschutzes informiert und geschult.
    Das Projekt, in dem durchschnittlich 30 bis 40 Personen aus Übersee sowie Kambodschaner (Khmer) angestellt sind, wird seit der Grundsteinlegung vor zehn Jahren wesentlich durch einen Geschäftsmann aus München sowie zahlreiche Einzelspenden finanziert. Vor wenigen Tagen erhielt Jörg Adler, der dafür eigens nach Kambodscha und ins ACCB gereiste münstersche Zoodirektor, die Ankündigung einer neuen Finanzquelle. Eine deutsche Regierungsdelegation unter Leitung von Staatssekretär Dr. Hans-Jürgen Beerfeltz (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), zu der auch Vorstände der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sowie Dr. Wolfgang Moser, Botschafter der BRD in Kambodscha, gehörten, besuchte das ACCB und wurde von Adler und der Projektleitung über die umfangreichen Aufgaben informiert.
    Zum Abschluss des Besuches dankte der Staatssekretär den anwesenden Mitarbeitern und lobte ausdrücklich das Engagement des Allwetterzoos Münster. Diesen Dank verband er mit der Ankündigung von GIZ-Fördermitteln in Höhe von 250.000 Euro zur Intensivierung der Umweltbildung und des nachhaltigen Tourismus. Im ACCB, das am Rande des Weltkulturerbes von Angkor liegt, werden den Touristen auch Ausflüge in die umliegenden Dörfer angeboten. Dort können sie hautnah erfahren, wie die Menschen in einem der ärmsten Länder der Erde ihr Leben meistern. Zusätzlich soll von den angekündigten GIZ-Mitteln die lokale Bevölkerung durch das ACCB bei der Entwicklung neuer Wertschöpfungsketten durch verstärkte Nutzung nachhaltiger regionaler Produkte unterstützt werden.
    (22.10.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Ein in Münster geschlüpfter Gänsegeier wird morgen zur Auswilderung abgeholt

    Morgen beginnt für einen am 3. April 2012 bei uns geschlüpften Gänsegeier ein völlig neues Leben. Noch ahnt der Jungvogel nicht, dass er in einigen Monaten auf sich gestellt sein wird und sein Fressen selbst suchen muss; denn er wird im bulgarischen Balkangebirge ausgewildert. Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers freut sich, dass es dieses Projekt gibt „Wir bringen einen weiteren Gänsegeier in ein Gebiet zurück, in dem diese Art im vergangenen Jahrhundert ausgerottet wurde.“ Schon vor rund einem Jahr beteiligten wir uns mit vier Geiern an diesem Auswilderungsprojekt.
    Der junge Gänsegeier wird zuerst in einer Voliere an seine neue Heimat gewöhnt und nach einigen Monaten in die Natur entlassen. K2W ist einer der vier münsterschen Vögel, die mittlerweile völlig selbständig im Balkangebirge leben. Das Geier-Projekt wird in Zusammenarbeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Stiftung zum Schutz der Geier gemeinsam mit den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna organisiert und finanziert.
    Morgen Mittag kommt ein Transporter, der unseren Junggeier zum Frankfurter Flughafen bringt. Via Sofia geht es nach Stara Zagora und in die Auswilderungsstation.
    (22.10.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Seit Ende September im Ruhestand:
    Werner Schmitz, der kaufmännische Geschäftsführer der Zoo GmbH

    Mehr als 31 Jahre war Werner Schmitz verantwortlich für die Finanzen im Allwetterzoo Münster. Nun trat der Diplom-Kaufmann in den Ruhestand. Eine „unbekannte Größe“ war Schmitz bei Dienstantritt am 1. Februar 1981 nicht, denn als Mitarbeiter eines Wirtschaftsberatungs-Unternehmens hatte er zuvor mehrmals die Bilanzen der damaligen Zoo AG geprüft. Nach einer kurzen Stippvisite als Leiter des Rechnungswesens der WBI (Westfälische Bauindustrie) wurde Werner Schmitz vom Zoo-Aufsichtsrat als Kaufmännischer Leiter eingestellt. Zu Beginn seiner Laufbahn direkt dem damaligen Zoodirektor unterstellt, brachte Schmitz Struktur in die Finanzen und sorgte dafür, dass der Zoo in eine kostengünstigere GmbH umgewandelt wurde. 1982 wurde Werner Schmitz Gesamtprokura erteilt, von 1994 bis 1996 war er alleiniger Geschäftsführer der Zoo GmbH und verantwortlich für die kaufmännische Leitung des Allwetterzoos. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Geschäftsführung oblagen ihm die Erstellung von Jahresabschlüssen, Geschäftsberichten sowie Wirtschafts- und Finanzplänen. Die Abwicklung von Rechts-, Steuer- und Vertragsangelegenheiten gehörten ebenso zu seinem vielfältigen Aufgabengebiet.
    Von 1996 bis jetzt wurde die Zoo GmbH von Werner Schmitz als Kaufmännischem Geschäftsführer und Jörg Adler als Zoologisch-technischem Geschäftsführer gemeinsam geführt. Beide Geschäftsführer ergänzten sich ideal - der beste Beweis hierfür ist die Erfolgsbilanz der letzten Jahre: Neubauten wie ZoORANGerie, Affricaneum, Kinder- und Pferdepark, BioCity sowie unzählige kleine und größere Veränderungen in allen Bereichen sorgten für eine stetig wachsende Attraktivität des Allwetterzoos. Die Realisierung des momentan entstehenden Elefanten-Parks wäre ohne das finanzielle Geschick des Zookaufmanns sicher schwieriger geworden. Werner Schmitz und seine Fähigkeit, Geld zu sparen, dieses anzulegen und zu vermehren, werden der Zoo GmbH ebenso fehlen wie sein legendäres Verhandlungsgeschick mit dem Gesellschafter Stadt Münster. Nach dem Ausscheiden von Werner Schmitz wird die Zoo GmbH jetzt vom alleinigen Geschäftsführer Jörg Adler und zwei Prokuristen geleitet.

    Foto: Werner Schmitz (fotografiert von Jörg Adler)
    (01.10.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 29. September, 9 bis 18 Uhr:
    Familientag im Allwetterzoo Münster

    · Bis zu 30 % ermäßigte Preise für alle Besucher
    · Fragestunde im Delphinarium
    · Aktion „1.000 Elefanten“

    Am kommenden Samstag, dem Familientag im Allwetterzoo, sollten vor allem Delfin-Fans eine Fahrt nach Münster planen. Sie können zu besonders günstigen Eintrittspreisen nicht nur rund 3.000 Zootiere, sondern vor allem die Großen Tümmler bei Vorführungen erleben und viel Wissenswertes über das Training der intelligenten Meeressäugetiere erfahren. Nach jeder Vorführung mit Delfinen und Seelöwen (11.30, 14.00 und 16.00 Uhr) kommt ein Trainer ins Foyer des Delphinariums und berichtet über den täglichen Umgang mit den Delfinen.
    Am 29. September ist übrigens der letzte „Familientag“ in diesem Jahr im Allwetterzoo mit Preisermäßigungen bis zu 30 %! Und das Beste ist: Die günstigen Preise gelten nicht nur für Eltern und Kinder, sondern auch für Singles, junge Paare oder Großeltern. Erwachsene zahlen für den Zooeintritt mitsamt Vorführungen im Delphinarium und Besuch im Pferdemuseum nur 10 Euro, Kinder und Jugendliche bis zu 17 Jahren nur 5 Euro.
    Auch der münstersche Zoo-Verein ist am Familientag im Zoo aktiv und hat eine zweitägige „Elefanten-Aktion“ organisiert: Rund 1.000 große und kleine, dicke und dünne Rüsselträger warten am Samstag und Sonntag auf ein neues Zuhause. Es gibt Elefanten aus Holz, Porzellan oder Plastik, jede Menge Benjamin-Blümchen-Kassetten und sogar Bilder. Die dem Zoo von Sammlern überlassenen Dickhäuter wechseln gegen eine Spende für den Elefanten-Park den Besitzer.
    (26.09.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Mit Shasha zog ein neues Gorillaweibchen in den Allwetterzoo Münster ein

    Shasha eroberte das Herz des kleinen Thabo auf Anhieb! Der fünfjährige Gorilla im Allwetterzoo hat sich in das neue Gruppenmitglied aus England regelrecht verliebt. Die elfjährige Shasha hingegen himmelt den Silberrücken N’Kwango an und sucht stets seine Nähe. Damit scheint die Einführung des Gorillaweibchens in die münstersche Gruppe gelungen zu sein.
    Shasha traf am 11. September aus dem britischen Wild Animal Park Howletts im Allwetterzoo ein. Ihre Umsiedlung nach Münster erfolgte über das Europäische Erhaltungszucht-Programm. Bei ihrer Reise über den Kanal wurde das hübsche Gorillaweibchen von zwei Tierpflegern begleitet. Einer von ihnen, David Seaman, blieb noch eine volle Woche bei uns. So wurde dem Gorillaweibchen die Umstellung erleichtert und Reiner Gosing, Revierleiter bei den Menschenaffen im Allwetterzoo, bekam von seinem britischen Kollegen hilfreiche Tipps zum Umgang mit Shasha.
    In England wuchs Shasha in einer zwölfköpfigen Gorilla-Familie auf. Als junges Tier konnte sie so erfahren, wie erwachsene Weibchen untereinander und mit einem Silberrücken umgehen. Das erlernte Sozialverhalten bewährt sich nun in ihrem neuen Zuhause in Münster. Shasha zeigt sich freundlich und aufgeschlossen den anderen Gruppenmitgliedern gegenüber, ist dabei aber noch schüchtern und vorsichtig. Das sind beste Voraussetzungen für ein gutes Zusammenleben unter Gorillas!
    Dr. Simone Schehka, Kuratorin im Allwetterzoo und für die Menschenaffen zuständig, freut sich über die Entwicklung: „Shasha ist goldig!“, ist ihr Eindruck. Auch den Tierpflegern gegenüber hat das Gorillaweibchen inzwischen Vertrauen gefasst. Shasha muss sich aber noch an die deutsche Sprache gewöhnen. Wenn es offensichtliche Verständigungsprobleme gibt, versuchen die Pfleger englisch mit ihr zu reden.
    Bislang kennt Shasha nur die Innenanlagen und den großen Wintergarten. Erst wenn die Gruppe ihr die nötige Sicherheit gibt, wird Shasha auch die Außenanlage kennen lernen. Ihre künftigen Mitbewohner, die Rotscheitelmangaben, hat sie bereits gesehen und gehört. Wann das erste direkte Treffen mit den vorwitzigen „Untermietern“ stattfinden wird, ist momentan noch offen.
    (25.09.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Flugvorführungen mit Greifvögeln und „NRW-Partnerzoo-Tag“ im Allwetterzoo

    Nordrhein-Westfalen ist das Land mit den meisten Zoologischen Gärten in Deutschland. Gleich elf Zoos von Aachen bis Rheine, von Krefeld bis Wuppertal haben sich zu einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, den NRW-Partner-Zoos. Am 23. September laden die „Partner“ nun zu ihrer ersten gemeinsamen Veranstaltung ein, die gleichzeitig in allen elf Zoos stattfindet. An diesem Informations- und Aktionstag bietet jeder der elf Zoos seinen Besuchern unterschiedliche Programme und Aktivitäten. So gibt es exklusive Führungen vor und hinter den Kulissen oder außergewöhnliche Vorführungen mit Tieren. Außerdem informiert jeder Zoo über die Spezialitäten der Partnerzoos.

    Das Besondere an diesem Tag ist allerdings, dass jeder Inhaber einer Jahreskarte eines der NRW-Partnerzoos freien Eintritt in jedem anderen der NRW-Partnerzoos hat! Wer sonst Stammgast im Allwetterzoo ist reist vielleicht nach Rheine, der Gelsen­kirchener Zoofan besucht den Nachbarzoo in Duisburg, der Kölner Tierfreund fährt nach Düsseldorf, der Dortmunder nach Bochum. Welche Zoos zur Gemeinschaft der NRW-Partnerzoos zählen, erfährt man auf der Website www.partnerzoo.de. Von dort führen Links zu den Websites der Partnerzoos und damit zum Programm der jeweiligen Zoos am 23. September.

    Im Allwetterzoo Münster können die Besucher die Elefanten und Gebirgsloris füttern oder am Pinguinspaziergang außerhalb der Anlage teilnehmen. Und sie können einen Falkner und seine Greifvögel hautnah erleben! Eigens für den NRW-Partnerzoo-Tag und erstmals im münsterschen Zoo gibt es Flugvorführungen mit Falken am Landoisplatz. Beginn ist um 11 Uhr und 14.30 Uhr. Bis 16 Uhr kann man sich einige Greifvögel wie Weißkopfseeadler oder Bussarde sogar aus der Nähe anschauen und mit Volker Walter sprechen, dem Falkner aus Duisburg.
    (19.09.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Zooführung mit Bauhelm:

    Der Allwetterzoo lädt am 1. September bei reduzierten Eintrittspreisen zum Richtfest in den Elefanten-Park ein

    Das Bullenhaus im Elefanten-Park im Allwetterzoo Münster hat Formen angenommen! Handwerker, Techniker, Ingenieure und nicht zuletzt Bauleitung und Architekten haben in den letzten Wochen dafür gesorgt, dass das neue Zuhause für den Elefantenbullen Alexander fristgerecht fertig wurde. Noch fehlen letzte Verschönerungsarbeiten an der Fassade und die Inneneinrichtung, aber dennoch gibt es das offizielle Richtfest am Freitag in dieser Woche. Der Zoo möchte aber auch mit all‘ seinen Besuchern feiern! Deshalb gibt es ein öffentliches Richtfest am Samstag, 1. September.
    Das Beste an diesem Richtfest ist, dass der Zoo nicht nur ein tolles Elefanten-Park-Baustellen-Programm auf die Beine gestellt hat, sondern auch seine Eintrittspreise ermäßigt! Am 1. September haben Erwachsene für nur 10 Euro und Kinder und Jugendliche für nur 5 Euro Einlass in den Zoo. Das Baustellen-Programm beginnt um 12.30 Uhr. Wer Elefanten liebt, sollte aber schon früher kommen, denn um 12 Uhr dürfen Besucher die Dickhäuter Rada, Tefi und Bala mit Möhren oder Äpfeln füttern, die von den Tierpflegern bereit gehalten werden.

    Das Programm:

    Führungen mit technischen und zoologischen Erklärungen:
    Um 12.30, 13.30, 14.30 und 15.30 Uhr beginnen jeweils 30minütige Führungen. Der Treffpunkt ist am Zugang zur Baustraße zwischen Afrikapanorama und Giraffenhaus. Die Technik-Führungen leitet Dirk Heese, technischer Leiter des Zoos; die zoologischen Führungen Zoodirektor Jörg Adler und Kurator Dr. Dirk Wewers im Wechsel. Die Teilnehmer einer Führung werden mit einem Original-Elefanten-Park-Bauhelm ausgestattet; denn auf der Baustelle besteht Helmpflicht. Wer mag, muss seinen Helm nach Verlassen der Baustelle nicht wieder abgeben, sondern kann ihn gegen eine Spende von 10 Euro mitnehmen.

    Baustellen-Feeling von 12.30 bis 16 Uhr
    Die Zoobesucher können beim „Schau-Baggern“ zuschauen, beim „Kransteuern“ sogar per Fernbedienung einen Kran bewegen oder mit einem Hubsteiger die Baustelle von oben betrachten.

    Baustellen-Essen von 12.30 bis 16.30 Uhr
    Die Zoogastronomie bietet handfestes Baustellen-Essen direkt auf der Baustelle an. Essen darf man übrigens ohne Helm!

    Baustellen-Quiz auf dem Programm-Handzettel
    Alle Besucher erhalten beim Einlass in den Zoo einen Programmzettel mit Quizfragen. Wer beispielsweise schätzen kann, wie schwer Elefantenbulle Alexander ist, kann u.a. eine Familien-Jahreskarte für den Zoo gewinnen.

    Einlass zum Richtfest über die Baustraße
    Der Zugang zur Baustelle befindet sich am Hauptbesucherweg zwischen dem Afrikapanorama und dem Giraffenhaus.
    (29.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   10.000 Euro von der PSD Bank für die Elefanten im Allwetterzoo Münster

    Zur Bekräftigung einer Spende in Höhe von 10.000 Euro für den Elefanten-Park kamen Norbert Kerkhoff, Vorstandsmitglied der PSD Bank Westfalen-Lippe eG, und Katja Löhndorf, für das Marketing der Bank verantwortlich, in den Zoo. Gemeinsam mit Zoodirektor Jörg Adler und Elefanten-Park-Fundraiser Christoph Nientiedt besichtigten sie einige der soeben fertiggestellten Kunstfelsen auf Münsters spektakulärster Baustelle.
    „Bereits seit 140 Jahren engagiert sich die PSD Bank Westfalen-Lippe eG für die Region. Der Zoo und seine Elefanten gehören einfach zu Münster dazu. Und wir wollen dazu beitragen, dass die Elefanten in Münster eine Zukunft haben“, sagt Norbert Kerkhoff. Die PSD Bank mit Sitz an Münsters Hafen ist eine Genossenschaftsbank nur für Privatkunden.
    (28.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Nachwuchs bei den Trampeltieren

    Am letzten Sonntag (19.8.) wurde im Allwetterzoo ein Kamel geboren. Inzwischen ist der kleine Hengst immer öfter auf den Beinen und lässt sich manchmal sogar schon im vorderen Teil der Mutter-Kind-Anlage blicken. Noch schläft das kleine Trampeltier viel und wird von Mutter Lilo gut bewacht. Auffällig sind sein babyweiches Fell und die sehr dunkel gefärbten Höcker, die noch schlaff herunterhängen. Erst mit zunehmendem Alter richten sich bei dem Nachwuchs-Trampeltier die für seine Art typischen zwei Höcker auf. Der Kleine hat noch keinen Namen; doch gibt es schon erste Kontakte zwischen einem möglichen Paten und dem Zoo.
    (24.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Aktuelles

    Die Spender- und Sponsorentafel am Elefantenhaus weist immer mehr gefüllte Reihen auf, denn regelmäßig kann Christoph Nientiedt, unser Fundraiser für den Elefanten-Park, neue Täfelchen einschieben. Wollen auch Sie dort erscheinen, schauen Sie doch einmal auf unsere Spender-Seite. Ab 240 Euro, die sogar in Raten zahlbar sind, könnten Sie dabei sein.
    (23.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Nachwuchs

    Der am 2. Juli geschlüpfte Kaffernhornrabe – eine Erstzucht im Allwetterzoo! - hat sich bislang prächtig entwickelt. Der Jungvogel lässt sich allerdings noch nicht außerhalb der Bruthöhle blicken. Dafür ist der Anfang Juni geschlüpfte Lachende Hans seit dem 23. Juli zu sehen. Von seinen Eltern unterscheidet er sich nur durch das braune Gefieder am Kopf. Küken gibt es derzeit auch auf der Streichelwiese, denn die großen Brahmas dort haben Nachwuchs. Auch bei den „Untermietern“ der Aras, den Witwenpfeifgänsen, wachsen Küken heran.

    In der Nacht zum 20. Juli brachte die Eselin Roxel ein Hengstfohlen zur Welt. Der noch sehr an ein Steifftier erinnernde Poitou-Riesenesel wurde auf den Namen Calvin getauft.

    Am 1. August begann die Schlupfsaison bei den Brillenpinguinen, als ein erstes Küken das Licht der Welt erblickte, weitere werden folgen. Auch bei den Gundis gab es Anfang August wieder Nachwuchs, diesmal wurde ein Jungtier geboren.
    (23.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Neuigkeiten aus dem Tierbestand

    Mitte Juli trafen unsere beiden Rotbraunen Rüsselspringer erstmals unmittelbar aufeinander – und es ging gut!

    Bis unser männlicher Grünarassari seine künftige Frau kennen lernen darf, vergeht leider noch etwas Zeit. Das Weibchen lebt seit Anfang August in Münster, wird aber einen Monat in unserer Quarantänestation verbringen müssen. Der Vogel stammt aus der Zucht eines schwedischen Privathalters und wurde von diesem persönlich nach Münster gebracht.

    Am 14. August trafen zwei männliche Gelbbrust-Kapuziner aus dem Zoo Zürich bei uns ein. Der eine wird hoffentlich gemeinsam mit unseren vier Weibchen für die Nachzucht dieser bedrohten Art sorgen; der andere ist kastriert. Weil die Beiden schon lange zusammen leben, sollten sie nicht getrennt werden und zogen gemeinsam nach Münster um. Die Kapuziner werden allmählich aneinander gewöhnt, erste Annäherungsversuche verliefen bislang problemlos.

    Ende Juli bekamen wir aus einer privaten Haltung ein männliches Dreihornchamäleon. Es wird vorläufig hinter den Kulissen gehalten. Ein weibliches Tier dieser Art kann in einem Terrarium im Obergeschoss unseres Aquariums beobachtet werden.
    (23.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Das Hauptzollamt Münster im Allwetterzoo:
    Am 19. August findet von 10 bis 17 Uhr ein gemeinsamer Aktionstag mit Hundevorführungen, Foto- und Malaktion und Artenschutzinfos statt

    Mit dem „Zoll“ arbeiten wir schon lange zusammen: Die Ausstellung „Verbotene Geschenke“ oder die regelmäßig von unseren Zoologen geleiteten Führungen für Zollbeamte zum Thema Artenschutz sind nur zwei Beispiele. Erstmalig gibt es nun am Sonntag (19.8.) einen Aktionstag, den das Hauptzollamt Münster gemeinsam mit uns im Allwetterzoo veranstaltet. Auf der Festwiese zwischen der Tigeranlage und dem Delphinarium präsentiert das Hauptzollamt ab 10 Uhr seine Aufgaben mit Aktionen und Informationen. Wir stellen unser Artenschutz-Zentrum und dessen Arbeit vor.

    Das Programm in Kürze:

    Hundevorführungen
    Um 11.00, 14.30 und 16.15 Uhr finden Vorführungen mit den Diensthunden des Hauptzollamtes statt.

    Reiseverkehr + Artenschutz
    Beamte geben Auskunft zu Reisefreimengen und zeigen „Schätze“ aus der Asservatenkammer.

    Fragestunde mit dem Zoo-Direktor
    Wir präsentieren unser Artenschutz-Zentrum und Zoodirektor Jörg Adler stellt sich von 11 bis 12 Uhr den Fragen interessierter Besucher.

    Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS)
    Beamte geben Auskunft über Maßnahmen gegen Schwarzarbeit, Lohndumping und illegale Beschäftigung und zeigen u.a. Übungswaffen.

    Kontrolleinheit Verkehrswege
    Zöllner/innen an der deutsch-niederländischen Grenze klären über das Thema Rauschgiftkriminalität auf und demonstrieren Testmethoden.

    Ausbildung
    Interessierte können sich an einem Infostand über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Zollverwaltung informieren.

    Aktionen für kleine und große Kinder
    Es gibt Bastelbögen für Zollautos oder Zollboote, Malbücher und Tiermasken. Und man kann sich mit Zollmütze und Kelle fotografieren lassen.
    (14.08.2012)
    Stefanie Fischer:   @Carsten Horn: Asche über mein Haupt, ich habe das ehrlich nicht als Artnamen erkannt, dachte es ist nur ne Farbbeschreibung.
    (10.08.2012)
    Carsten Horn:   Wobei im Text ja einmal der vollständige Name erwähnt wird, aber beim flüchtigen Lesen, g,...
    (10.08.2012)
    Stefanie Fischer:   Ok, alles klar. Typisch, so wurde gleich wieder ne ganze Ordnung über einen Kamm geschert.
    (09.08.2012)
    Carsten Horn:   Wenn man die Pressemeldung mit vollständigem Namen abgefasst hätte, würde das stimmen, Rotbraune Rüsselspringer gibt es nur in NRW
    (09.08.2012)
    Stefanie Fischer:   Ähh, stimmt das?? Rüsselspringer gibt es doch nicht nur in NRW!
    (09.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Rüssler oder Züngler?

    Die Rüsselspringer im Allwetterzoo Münster haben nicht nur eine lange Nase, sie gelten auch als „NRW-Spezialität“

    Im Giraffenhaus im Allwetterzoo Münster wird gerüsselt! Nicht, dass nun dort auch Elefanten zu sehen sind. Die Rotbraunen Rüsselspringer, um die es geht, sind sehr viel kleiner. Doch ihre nächsten Verwandten sind Elefanten und andere afrikanische Tiere. Rüsselspringer sind vor allem keine Mäuse, wie manch ein Zoobesucher beim flüchtigen Hinsehen meint.
    Außer der namengebenden Rüsselnase und den großen Ohren fallen beim Rüsselspringer die verlängerten Hinterbeine auf, die denen der Kängurus ähneln. Ihre lange Nase bewegen die Tiere oft rasend schnell hin und her. Und manchmal zeigen sie auch noch eine ebenso lange karottenrote Zunge. Mit der können sie besonders gut Termiten erbeuten, die neben Ameisen und Spinnen zu ihrer Leibspeise zählen. Die Rüsselspringer mögen aber auch Obst und Sämereien. Rüsselspringer leben in Afrika in Regionen mit trockenem Klima. Sie sind in den Wüsten und Halbwüsten des Süd-Sudan, in Somalia und Tansania verbreitet.
    Der erste Rüsselspringer im münsterschen Zoo rüsselt seit Kurzem auch nicht mehr allein in seinem geräumigen Terrarium: Aus dem Kölner Zoo traf ein Weibchen ein. Ein paar Tage durften die künftigen Partner sich nur sehen und riechen. Dann wurde das Trenngitter entfernt und die beiden Rüssler trafen unmittelbar aufeinander. Sie schienen sich auf Anhieb zu mögen! Deshalb hofft man in Münster auf baldigen Nachwuchs bei diesen selten in Zoologischen Gärten gehaltenen Tieren. Rüsselspringer sind quasi eine „NRW-Spezialität“, denn europaweit leben sie nur in diesem deutschen Bundesland. Außer an Münster gab der Kölner Zoo seine Nachzuchten bislang nur an die Zoos in Düsseldorf und Wuppertal ab.
    (09.08.2012)
    Jennifer Weilguni:   Kein Schuldbewusstsein...? Um ein Tier bewusst zu foltern muß man ja quasi voraussetzen, das es Schmerz empfindet. Und daran geilt man sich dann zum eigenen Vergnügen auf... wer bei so einer nutzlosen und grausamen Tötung dann keine Schuld empfindet, dem darf man schon ein gewisses Maß an Perversität zusprechen.
    (06.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   „Schwangerer Affe gefoltert”

    Reaktion aus dem Allwetterzoo Münster zu einer aktuellen dpa Meldung

    In Vietnam wurde im Juli ein Grauschenkliger Kleideraffe von Soldaten der vietnamesischen Volksarmee grausam gequält und dann getötet, meldet dpa. Im Allwetterzoo Münster, der sich seit über 20 Jahren im Artenschutz in Vietnam in exponierter Weise engagiert, sind die grausamen Fotos, die von den beteiligten Soldaten in Facebook veröffentlicht wurden, schon seit knapp zwei Wochen bekannt. Nicht zuletzt aufgrund der internationalen Proteste, an denen auch der Allwetterzoo beteiligt war, wurden nun drei Soldaten vorübergehend verhaftet, ein Soldat ist zwischenzeitlich aus der vietnamesischen Armee entlassen. Die Täter besaßen laut Agenturmeldung kein Schuldbewusstsein, da es in Vietnam zwar Gesetze zum Artenschutz gibt, jedoch nicht zum individuellen Tierschutz.
    Zoodirektor Jörg Adler war von der Meldung in besonderer Weise betroffen. Nicht nur die Grausamkeit, die auf den Bildern zu erkennen ist, macht ihn wütend. Er hatte diese seltene und hoch bedrohte Primatenart, die zu den Schlankaffen gehört und erst 1997 wissenschaftlich beschrieben wurde, bereits 1991 in Vietnam entdeckt und damals die ersten Fotos mit einer Beschreibung dieses sensationellen Fundes in einer amerikanischen Fachzeitschrift publiziert. „Dieser entsetzliche Vorgang, der in Asien bisher kaum Schuldbewusstsein verursachte, unterstreicht die Bedeutung unserer Aufklärungsarbeit in Vietnam. Dazu bin ich jetzt zusätzlich motiviert, denn diese Fotos haben auch in Vietnam eine Welle von Protesten ausgelöst, das wäre noch vor 20 Jahren nicht denkbar gewesen”, so Adlers persönlicher Kommentar.

    Weitere Informationen :http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-18923533
    (02.08.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Schlappe Ohren, babyweiches Fell:

    In der Nacht zu Freitag kam im Allwetterzoo Münster ein Fohlen bei den Rieseneseln zur Welt
    In den ersten Stunden nach der Geburt war Roxels Fohlen ebenso erschöpft wie die Mutter! Das Eselchen war in der Nacht zum Freitag (20. Juli) auf die Welt gekommen. Das Fell noch nass, die Ohren hängend stand es in der Morgensonne und wurde von der Mutter und den Artgenossen ebenso bewundert wie von den Zoomitarbeitern, die bei Dienstbeginn an der Eselanlage vorbeikamen.
    Das Fohlen stand recht schnell auf seinen staksigen Beinen und schmuste mit Mutter Roxel, mit „Onkel“ Fridolin, und sogar schon mit Tierpflegerin Sandra Dechert. Die konnte dann prompt melden, dass der jüngste Nachwuchs ein Hengst ist. Für Roxel war es die erste Geburt. Weil im Allwetterzoo kein Hengst gehalten wird, war die Stute zum Decken zu einem privaten Züchter in Hessen gebracht worden. Nun hat Roxel nach gut zwölf Monaten Tragzeit das Fohlen problemlos zur Welt gebracht. Ob sie es auch entsprechend versorgt, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Zum Glück hat der Kleine die „Milchbar“ schnell gefunden und trinkt schon recht kräftig!
    Die seit heute fünfköpfige Herde der Poitou-Riesenesel lebt gemeinsam mit sieben Pferden auf einer großen Anlage im Kinder- und Pferdepark. In den ersten Tagen wird das Fohlen inmitten der Esel-Herde aufwachsen und die teils etwas rüpelhaften Pferde noch nicht kennen lernen. Im Allwetterzoo war mit Amelie zuletzt vor knapp zwei Jahren ein Fohlen bei den Poitou-Rieseneseln auf die Welt gekommen. Inzwischen fast erwachsen, musste sie damals mit der Flasche aufgezogen werden, weil ihre Mutter nicht genügend Milch gab.
    (20.07.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Die Delfine sind nur noch in diesem Sommer in Münster zu sehen!

    Ein Höhepunkt der Vorführungen im Delphinarium im Allwetterzoo ist die „tierische Freundschaft“ zwischen Delfinen und Seelöwen

    Delfine sind beliebte Tiere. Im Allwetterzoo Münster leben Vertreter der Großen Tümmler bereits seit Jahrzehnten im dortigen Delphinarium. In den kommenden Monaten können die Delfine auch noch besucht werden, dann aber heißt es Abschied nehmen von Nando, Rocco und Palawas, da sie Münster zum Jahresende für immer verlassen werden. Im Delphinarium im Allwetterzoo gibt es täglich bis zu vier Vorführungen mit Delfinen und Kalifornischen Seelöwen. Ein gesonderter Eintrittspreis wird nicht erhoben. Man kann die Delfine, die dort gemeinsam mit Seelöwen gehalten werden, sogar außerhalb der Vorführungen beim Training, beim Spielen oder Ruhen sehen.
    Ein besonderes Erlebnis ist der freundschaftliche Umgang der Delfine mit den Seelöwen. Wenn Seelöwin Melissa dem Großen Tümmler Nando einen Fisch gibt, staunen kleine und große Zoobesucher! Das Miteinander der beiden unterschiedlichen Tierarten ist nicht nur Bestandteil der Vorführungen im Delphinarium, Delfine und Seelöwen beschäftigen sich gern miteinander: Sie spielen Ball, zeigen gemeinsame Sprünge oder geben sich gegenseitig Küsschen.
    Übungen mit fröhlichem Charakter sind ein wichtiger Bestandteil der Vorführungen. „Damit schaffen wir den Spagat zwischen reiner Unterhaltung und Wissensvermittlung“, sagt Cheftrainer Jörg Feldhoff im Delphinarium Münster. Selbst Menschen, die sich nur an den Tieren und ihrem Können erfreuen wollen, hören viel Wissenswertes über die Meeressäuger. So erzählen die Trainer nicht nur biologische Fakten, sondern werben bei den Zuschauern vor allem für mehr Umweltbewusstsein. Auch unser Konsumverhalten trägt zur drohenden Ausrottung aller Meeressäuger bei.
    Spätestens ab Ende des Jahres werden Melissa und die anderen Seelöwen auf ihre großen Spielkameraden verzichten müssen. Die Delfine ziehen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) in andere Haltungen in Europa um. Wohin, ist noch nicht entschieden. Der Abschied wird auch den Trainern schwerfallen. Neben Jörg Feldhoff arbeiten Wolfgang Brunner und Marion Schenner seit Jahren eng und vertrauensvoll mit den Tieren.
    Ein „Delphinarium“ wird es mit Beginn des Jahres 2013 in Münster nicht mehr geben. Die dann renovierte Halle erhält einen neuen Namen und es werden weiterhin Seelöwen in attraktiven Vorführungen zu sehen sein, voraussichtlich auch öfter am Tag als bisher. Die Seelöwen sorgen in Münster regelmäßig und schon in der dritten Generation für Nachwuchs. Aktuell leben dort der Bulle Titus sowie die weiblichen Tiere Fenja, Phiebie und Melissa mit ihrer Tochter Mona. Seit dem 24. Juni gewöhnen sich drei neue Seelöwen an das Leben in Münster: Janne und die beiden „Mädels“ Giselle und Luisa wurden vor einem Jahr in Nürnberg geboren. Sie sind allerdings noch nicht zu sehen. Das Delphinarium verfügt auch über ein Außenschwimmbecken und mehrere Becken in einer für Besucher nicht zugänglichen großen Halle.
    (11.07.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Newsletter Juli 2012

    Liebe Freunde des Allwetterzoos,
    der Elefanten-Park wächst! Wer hin und wieder unsere Baustellen-Webcam anklickt, sieht die Fortschritte am deutlichsten. Der Rohbau des Bullenhauses ist beinahe fertiggestellt. Noch steht er wie ein Klotz in der Landschaft, doch demnächst wird Erdreich angeschüttet. Ein bepflanzter Hügel lässt dann das Gebäude optisch fast verschwinden. Auch das Elefantenbad wurde bereits ausgeschachtet und betoniert. Und selbst die künftige Geländestruktur ist schon zu erkennen. Wir sind gut im Zeitplan und gehen davon aus, dass unsere Elefanten spätestens im Juni 2013 ihren „Park“ in Besitz nehmen können.
    In den Sommerferien gibt es bei uns wieder ein informatives Programm für Kinder mit Führungen zu unterschiedlichen tierischen Themen. Auch Führungen am Abend finden statt, bei denen auch Erwachsene willkommen sind. Vielleicht finden Sie in den nächsten Wochen einmal wieder den Weg zu uns? Wir würden uns freuen!
    Sommerliche Grüße aus dem Allwetterzoo!

    Neuigkeiten aus dem Tierbestand

    Nicht nur „große“ Baustellen gab bzw. gibt es im Zoo: Über kleinere Veränderungen freuen wir uns ebenso wie unsere Besucher. So wurde die Anlage für Grünarassaris, unsere ersten Tukanvögel überhaupt, fertiggestellt. Der erste Bewohner, ein männlicher Vogel, hat sich inzwischen eingelebt und Ende Juni auch schon die Außenvoliere kennen gelernt. Einen weiblichen Vogel erwarten wir etwa Anfang August. Leider muss unser Arassari-Mann danach noch 30 Tage auf seine Partnerin warten, denn die Quarantänezeit dauert so lange…

    Seit Anfang Mai bewohnen zwei junge Zwergesel gemeinsam mit den beiden Shetlandponys die Pferdeanlage zwischen dem Bärenhaus und dem Westfälischen Pferdemuseum. Kira, das weiße Eselchen, hat es sehr schnell zu großer Popularität gebracht: Sie fungierte für die Münstersche Zeitung als Orakel bei der Fußball-EM und „sagte“ den Ausgang von Deutschland-Spielen voraus. Angelockt durch zwei gleich große Haufen Heu mit Möhren lief sie meist zur deutschen Flagge, einmal aber auch zur gegnerischen – und lag damit falsch. Eine echte Nachfolgerin von Krake Paul ist Kira somit nicht, aber die Esel-Fototermine haben vielen Besuchern Spaß gemacht, nicht nur Fußballfans!

    Anfang Mai traf für unser verwaistes Acouchi-Weibchen ein neuer Partner ein. Das männliche Tier aus der Nachzucht des Aqua-Zoos in Düsseldorf hat sich gut eingelebt. Die langbeinigen Meerschweinchen-Verwandten gehen bei Sonnenschein gern in die große Freianlage außen an unserem Tropenhaus, die sie sich mit den Weißkopfsakis teilen. Rüsselspringer-Fans dürfen sich ebenfalls freuen: Das Weibchen, auf das wir sehnlich gewartet haben, ist seit dem 4. Juli in Münster und im Giraffenhaus auch schon zu sehen.

    Am 7. Mai ging unsere Gruppe Gehaubter Kapuziner auf die Reise nach Aachen. Im dortigen Tierpark entstand eine schöne neue Anlage für die quirligen südamerikanischen Affen. Inzwischen sind bei uns vier weibliche Gelbbrust-Kapuziner eingetroffen. Die Tiere aus dem Zoo von Chester/GB gewöhnen sich langsam an das Leben in Münster und haben auch schon die kleine Außenanlage kennen gelernt. Zeigen sie sich weiterhin so ruhig, werden sie bald auch ihre große Freianlage am Zoo-Kanal erobern können. In den nächsten Wochen erwarten wir ein Männchen aus dem Züricher Zoo – und baldige Nachzuchterfolge; denn wir beteiligen uns am Zuchtprogramm des Welt-Zooverbandes (WAZA) für die Gelbbrust-Kapuziner, die zu den am stärksten von der Ausrottung bedrohten Primatenarten gehören.

    Ebenfalls im Mai hat uns das Gorillaweibchen Sakina verlassen. Sie lebt nun im GaiaPark im niederländischen Kerkrade. Schon kurz nach ihrer Ankunft dort wurde sie problemlos mit dem Gorillamann zusammen gelassen. Kurz darauf lernte sie die Weibchen und Jungtiere in der Gruppe kennen. Mehr über die Hintergründe für Sakinas Umzug können Sie auf unserer Website nachlesen.

    Am 29. Mai mussten wir uns schweren Herzens von Silas trennen. Der Syrische Braunbär litt schon lange an Störungen des Bewegungsapparates. Nachdem nicht mehr auf Besserung zu hoffen war, wurde Silas eingeschläfert. Untersuchungen im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierbiologie ergaben, dass der Braunbär einen Bandscheibenvorfall zwischen den Lenden und dem Schwanzwirbelbereich hatte, der die Lähmungserscheinungen an den Hinterbeinen des Braunbären verursacht hatte.

    Nachwuchs

    Im Mai schlüpften fünf Stachelschwanzwarane aus den Eiern und es flog ein Jungvogel bei den Genickbandwebern aus. Er wurde anfangs von seinen Eltern außerhalb des Nestes weiter versorgt und frisst inzwischen selbständig. Mitte Mai zeigten sich die vier jungen Keas erstmalig außerhalb der Niströhre. Sie sind am gelben Nasenbereich noch gut zu erkennen. In der Nachbarschaft der Keas schlüpften Lachende Hänse aus den Eiern. Wie viele Jungvögel es sind, wissen wir nicht: Sie werden von ihren Eltern noch verborgen gehalten. Am 2. Juli schlüpfte der lang ersehnte allererste Jungvogel bei den Kaffernhornraben aus dem Ei. Jetzt hoffen wir, dass den Elternvögeln die Aufzucht gelingt.
    Mehr über die jungen Keas, den 32fachen Nachwuchs der frei fliegenden Weißstörche und andere Jungtiere finden Sie auf unserer Website unter 'Tierisches Familienleben'

    „In Arbeit“ ist derzeit ein Nashörnchen, denn Hormonuntersuchungen ergaben, dass Jane aus Schottland von unserem Harry erfolgreich gedeckt wurde! Noch keine Gewissheit haben wir über einen Erfolg der Deckaktivitäten bei den Elefanten. Um Alexanders Einsatz besser dokumentieren zu können, wurden Mitte Mai am Bullen-Außengehege Überwachungskameras installiert. Die Pfleger können nun auf einem Bildschirm verfolgen, ob und in welcher Form Alex sich mit Corny oder Ratna vergnügt. Anders als Chamundi ist Alexander nämlich ein sehr stiller Liebhaber und die Pfleger werden nicht mehr durch lautes Gebrüll alarmiert…

    Aktuelles

    Ende Juni wurden die Arbeiten am Guereza-Haus beendet und die Tiere konnten ihr vertrautes Domizil wieder beziehen. Während der Sanierung haben wir auch den Wassergraben unter dem Haus und vor der Anlage entschlammt und die Treppe im Besucherbereich erneuert. Die Arbeiten an den Teichen hinter der BioCity sind ebenfalls fertiggestellt. Und am Landoisplatz unterhalb des Aquariums laden neue Bänke unter neuen Bäumen zum Ausruhen ein.
    In den Ausstellungsraum in der Großflugvoliere kehrte in Form von „Kunst aus Münsters Schulen“ wieder Leben ein. Die Mehrzahl der Vitrinen mit auffälligen Tiermasken oder knallbunten Pappmaché-Tieren bestückten Schüler des Pascal-Gymnasiums. Ihnen verdanken wir auch farbenfrohe Tierbilder und phantasievolle Tier-Collagen an den Wänden. Zwei Vitrinen beherbergen die Werke von Schüler/innen der Martini-Grundschule und des Gymnasiums Wolbeck. Spätestens Mitte Juli wird die Ausstellung „Schräge Vögel, Papiertiger & Co“. offiziell eröffnet.
    Unsere große Spender- und Sponsorentafel außen am Elefantenhaus wächst! Woche für Woche bringt Fundraiser Christoph Nientiedt neue Täfelchen an. Wollen auch Sie auf dieser Tafel erscheinen, schauen Sie doch einmal auf unsere Spender-Seite. Ab 240 Euro, die sogar in Raten zahlbar sind, könnten Sie dabei sein.
    Es gab auch wieder erfreuliche Spendenaktionen. Mehr dazu finden Sie auf unserer Website unter Spendenaktionen.
    (05.07.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Telgter Kinder engagieren sich für den Elefanten-Park im Allwetterzoo Münster!

    Beim Fototermin vor der Elefantenanlage im Allwetterzoo waren die Kinder sichtlich stolz auf sich! Aus gutem Grund: Sie hatten gemalt, getanzt und Plätzchen gebacken, um mit ihren Aktionen Geld für die Elefanten im Allwetterzoo zu sammeln. Vor rund einem Jahr begann in der Telgter Kindertagesstätte „Kinderwelt“ ein Projekt für Vorschulkinder zum Thema Tiere. Spontan wollten die Kleinen im Alter von fünf bis sieben Jahren etwas für die Elefanten tun. Sie hatten gehört, dass für die münsterschen Dickhäuter ein neuer Park gebaut und noch Geld gebraucht wird. Und sie wollten genug Geld zusammen bekommen für eine Tafel auf der Spender- und Sponsorenwand am Elefantenhaus. Das haben sie mit ihrem persönlichen Einsatz geschafft! Genau 255 Euro überreichten die Kinder dem Zoo-Fundraiser Christoph Nientiedt, der im Beisein der kleinen Spender die Tafel anbrachte. Der Zoo dankt für so viel Einsatz!
    (26.06.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Familientag im Allwetterzoo Münster:
    Ermäßigte Preise für alle Besucher und „tierisches“ Familienleben

    Für einen Zoobesuch am kommenden Samstag gibt es viele Gründe, nicht nur die günstigen Eintrittspreise, die dieser Tag mit sich bringt. Es ist nämlich „Familientag“ im Allwetterzoo Münster, an dem auch Singles, junge Paare oder Großeltern bis zu 30 % sparen. Und alle gemeinsam können sich beim Zoobummel am Familienleben der Tiere erfreuen!
    Wie bei uns Menschen gibt es Familien aus Vater, Mutter und Kindern, allein „erziehende“ Mütter sowie Eltern, die sich überhaupt nicht kümmern. Letzteres ist bei den meisten Reptilien der Fall, beispielsweise bei den im Mai geschlüpften Stachelschwanzwaranen. Kaum haben sie sich aus dem Ei befreit, müssen sie zusehen, wie sie satt werden.
    Die jungen Weißstörche hingegen, die derzeit im Zoogelände heranwachsen, sind auf die Fürsorge und das Füttern durch ihre Eltern angewiesen. Auch die Ende März geschlüpften Keas wurden rund siebzig Tage lang von ihren Eltern in der Niströhre versorgt, bevor sie sich das erste Mal ins Freie begaben. Inzwischen fressen die kleinen neuseeländischen Papageien schon selbständig. Während die jungen Weißstörche gut an ihren noch schwarzen Schnäbeln zu erkennen sind, leuchtet bei den kleinen Keas der Nasenbereich hellgelb. Die Jung-Papageien bewohnen eine Voliere voller Spielzeug am Allwettergang hinter der Großflugvoliere.
    Auch „Großfamilien“ gibt es im Zoo, vor allem bei den Affen. So wird das am 11. Juni geborene Baby der Weißkopfsakis nicht nur von beiden Eltern, sondern auch von seinen älteren Geschwistern getragen. Bei den meisten Huftieren teilen sich mehrere Kälber einen Vater und wachsen inmitten einer Herde auf. Das ist gut zu sehen bei den Gnus auf dem Afrikapanorama. Dort gibt es drei im Mai geborene Kälber. Die Warzenschwein-Familie dagegen muss noch wachsen. Das jetzt sieben Monate alte Jungtier genießt allein die Nähe beider Elternteile. Ohne seinen männlichen Erzeuger wächst indes das im April geborene Kugelgürteltier auf. Es wurde lange von der Mutter versteckt gehalten, lässt sich jetzt aber immer öfter blicken. Auch die drei gleichaltrigen Buntmarder kann man seit wenigen Tagen sehen, wenn sie mitsamt Mutter Baika - und ohne Vater - durchs Gehege flitzen.
    Familienleben gibt es noch bei vielen anderen Tieren im Allwetterzoo zu entdecken, wenn man beim Rundgang etwas genauer hinschaut. In der Watvogelanlage beispielsweise ziehen Sandregenpfeifer und Säbelschnäbler ihre Küken auf. Auch bei Gundis, Dülmener Ponys oder Bartkäuzen wachsen Jungtiere heran. Eine „Jungtier-Liste“ findet sich übrigens auf der Website des Zoos.
    (21.06.2012)
    Allwetterzoo Münster:   „Schwerstarbeit“ für die frei fliegenden Weißstörche im Allwetterzoo Münster: 32 Jungstörche wollen versorgt werden!

    Die Zoobesucher in Münster freuen sich seit Wochen über das laute Geklapper hoch über den Anlagen der Pferde, Elefanten, Zebras oder Geier. Immer wenn ein Altstorch mit Regenwürmern oder anderer Beute zum Nest zurückkehrt, klappert der Partner – und viele Nachbarn stimmen ein. Die Weißstörche im Allwetterzoo lieben die Gesellschaft und brüten erstaunlich nah beieinander. So ziehen allein auf den Pfeilern und dem Gittergeflecht der Großflugvoliere fünf Brutpaare insgesamt elf Storchenküken auf.
    Einen guten Blick auf die Weißstörche bietet der Aussichtsturm vor der Baustelle des Elefanten-Parks. Von dort oben kann man fütternde Eltern und beinahe flügge Jungstörche in drei Horsten beobachten. Bald wird der Nachwuchs mit ersten Flugübungen beginnen: Die Jungstörche - und der größere Teil der Altstörche - fliegen Ende August in den Süden und überwintern in Spanien. Die meisten kommen in der ersten Märzhälfte zurück, um mit dem Brutgeschäft erneut zu beginnen. Die Weißstörche haben sich freiwillig im Allwetterzoo angesiedelt. Auch wenn sie im Zoo bequem an Futter kommen, finden sie einen Teil ihrer Nahrung im Umland, z.B. in den Flachwasserbereichen des Flüsschens Aa oder auf den umliegenden Wiesen und Feldern. Das Münsterland bietet den Störchen nur an ganz wenigen Stellen einen geeigneten Lebensraum. Deswegen strebt der Zoo auch keine Vergrößerung der Brutkolonie an.
    Insgesamt werden in diesem Jahr im Zoo 32 Jungstörche aufgezogen. Michael Tillmann von der NRW-Landesarbeitsgemeinschaft Weißstorch, der seit über zehn Jahren die Entwicklung des Storchenbestandes im Zoo verfolgt und dokumentiert, entdeckte in zwei Horsten sogar je fünf Jungstörche, was sehr ungewöhnlich ist. Dass die Störche so viel Nachwuchs aufziehen können, hängt sicher mit dem großen Angebot an Mäusen zusammen: „2012 ist ein Mäusejahr!“, erklärte der Storchenexperte. Wer genau hinschaut, kann über den Anlagen der Pferde und Elefanten die Nester mit je fünf Jungen entdecken. Im Gegensatz zu ihren Eltern haben diese noch schwarze Schnäbel.
    Michael Tillmann liest auch die Ringnummern der Störche im Allwetterzoo ab. Nur rund die Hälfte der Altstörche ist beringt, doch einige von ihnen kommen von weither. Es gibt Störche aus Nordbaden, Südbaden oder Hessen und sogar aus den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Aufgrund der Beringung erfuhr Anfang Mai die Vogelwarte in Darmstadt vom Tod eines dort geschlüpften Vogels: Der männliche Storch DEW5X475 hatte sich in die Anlage der Nasenbären verirrt. Bevor ein Pfleger den Storch bergen konnte, hatten die kleinen Raubtiere ihn schon tödlich verletzt.
    Ringnummern geben aber nicht nur Auskunft über die Herkunft der Störche, sie können auch für Verwirrung und Erheiterung sorgen. So ist ein 1997 in Münster geschlüpfter Weißstorch inzwischen als „Terroristenstorch“ bekannt. Im September 2001, nach den Anschlägen in New York, erreichte im Raum Wolfsburg ein Fax den falschen Empfänger. Der Text bestätigte die Anwesenheit von „T072“ auf dem Nest. Man hielt das Fax für eine codierte Nachricht von Terroristen und die Kriminalpolizei suchte den Absender und den richtigen Empfänger, einen Pfarrer, auf. Beide konnten den wahren Sachverhalt sehr schnell aufklären…
    (19.06.2012)
    Rüdiger:   Nein Daniel Meier, ich weiss nur das der Zuchtbulle Alex die beiden jüngsten Kühe aus der münsteraner Elefantengruppe gedeckt hat.
    Was sagen die eingeschickten Urinanalysen mitlerweile aus ? Stehen die Sterne gut oder gab es wieder einen neuen Zyklus bei den Damen ?
    (25.05.2012)
    Daniel Meier:   @Rüdiger Wie ist Dein Beitrag bzgl. der Elefantenkühe zu verstehen? Sind diese trächtig?
    (25.05.2012)
    Rüdiger:   Freut mich zu hören Liz Thieme! Dann war ja das erste Rendevouz im Oktober 2011 doch schon fruchtbar . Stimmt es das Jane vorher noch nicht gekalbt hat in Schottland ?
    Was ist denn umgekehrt in Safaripark Blair Drummed mit Emmi passiert ?
    Was sagen die Hormonwerte bei den beiden jüngeren Elefantenkühen? Verdacht erhärtet!
    (24.05.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Hurra – Schwangerschaft bei den „Dickhäutern“ im Allwetterzoo Münster!

    Die 11-jährige Nashornkuh „Jane“, die im Oktober 2011 für die 21-jährige „Emmi“ in den Allwetterzoo kam, wurde bereits kurz nach Ihrer Ankunft von Nashornbulle „Harry“ gedeckt. Wie mehrere Tests nun zeigen, war die Zusammenführung der beiden erfolgreich – „Jane“  ist zu 99% schwanger!
     
    Wie mehrmals berichtet, gab es bei der Nashornzucht im Allwetterzoo immer wieder Schwierigkeiten. Nach langen Überlegungen entschied der internationale Koordinator für Nashörner im Rahmen des Europäischen Erhaltungs-Programmes (EEP), die münstersche Kuh „Emmi“ gegen die aus Schottland stammende „Jane“ zu tauschen, um auch in Zukunft mit dem Bullen „Harry“ in Münster zu züchten.

    „Bereits kurz nach ihrer Ankunft hier bei uns hat es zwischen Jane und Harry gefunkt“, so Revierleiter Michael Adler.
    „Das konnte man direkt merken. Umso größer war natürlich unsere Freude und Hoffnung auf ein Nashornbaby als Harry „seine“ Jane prompt nach dem Zusammenlassen gedeckt hat.“

    Um festzustellen, ob Jane schwanger ist, wurden Kotproben gesammelt und Monat für Monat nach Wien zur Veterinär-Universität geschickt. Die dortigen Auswertungen zeigen einen deutlichen Anstieg von Janes Hormonwerten. „Der Anstieg der Hormonkurve deutet darauf hin, dass Jane schwanger ist“, erklärt Tierarzt Carsten Ludwig. „Um ganz sicher zu sein werden wir in circa vier Wochen weitere Proben nach Wien schicken, die dann hoffentlich den positiven Verlauf fortführen werden, so dass wir Ende Juni verkünden können: Jane ist schwanger!“

    Alle im Allwetterzoo sind zuversichtlich gestimmt und rechnen damit, dass das Ergebnis Ende Juni im doppelten Sinne positiv sein wird! Die Nashornträchtigkeit dauert 16 Monate, so dass wir im Frühjahr 2013 mit der Geburt rechnen können.
    (24.05.2012)
    Liz Thieme:   Der Zoo vermeldet die 99%ige Trächtigkeit von Nashornkuh Jane.
    (24.05.2012)
    Holger Wientjes:   Hält der Allwetterzoo eigentlich mehrere Zuchtweibchen/-paare Buntmarder ? Am 28. März sowie am 8. April gab es laut HP Nachwuchs.
    (10.05.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Zooführungen zum Muttertag: Tiermütter und ihr Nachwuchs

    Am kommenden Wochenende stehen im Allwetterzoo Tiermütter und ihr Nachwuchs im Mittelpunkt. Bei von Biologen geführten Rundgängen am Samstag und am Sonntag werden nicht nur sehr unterschiedliche Tierkinder vorgestellt. Es geht auch darum, welche Art der Fürsorge Tiermütter entwickeln. Da gibt es die „Glucken“, die ihren anfangs hilflosen Nachwuchs wochenlang wärmen, füttern und säubern. Aktuelle Beispiele sind Gänsegeier und Keas, bei denen gerade Küken heranwachsen. Andere Jungtiere sind von Geburt an auf den Beinen. Die hübschen Gundis beispielsweise oder ein am 6. Mai geborenes Gnu. Während junge Gundis sich mitsamt ihren Müttern in Höhlen verkriechen, sowie Gefahr droht, müssen Huftiere wie das kleine Gnu sehr schnell gut laufen können. Bei Reptilien hingegen kümmern sich Mütter gar nicht um den Nachwuchs. Sie legen ihre Eier in den Sand und nach dem Schlupf müssen die winzigen Jungtiere sich selbst versorgen. Deshalb weiß das Zuchtpaar der Stachelschwanzwarane im Zoo auch nicht, dass sein sechsköpfiger Nachwuchs am 4. Mai zur Welt kam.
    Bei den Muttertags-Führungen durch den Zoo werden noch viele andere Tiermütter nebst Nachwuchs vorgestellt. So wächst gerade ein Fohlen bei den Dülmener Ponys heran. Die Buntmarder haben seit Anfang April Nachwuchs. Sie halten ihre Jungen aber noch ebenso versteckt wie die Kugelgürteltiere, bei denen am 5. April ein Jungtier geboren wurde. Gut sichtbar sind hingegen drei im März und April geborene Kitze der Vietnam-Sikahirsche.
    Die Führungen beginnen am 12. und am 13. Mai jeweils um 11 und 14 Uhr. Treffpunkt ist bei den Nasenbären. Für Zoobesucher ist die Teilnahme kostenlos und anmelden muss man sich auch nicht.
    (10.05.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Das Gorillaweibchen Sakina hat den Allwetterzoo Münster heute in Richtung Niederlande verlassen

    Als „dunkle Schönheit“ wurde Sakina am 19. Mai 2011 im Allwetterzoo willkommen geheißen. Sie war hübsch und wohl genährt, so dass die Zoologen in Münster hofften, der damals14jährige Gorillamann N’Kwango würde rasch Gefallen an ihr finden. Zwischen den beiden hat es aber leider nicht gefunkt, ganz im Gegenteil: Ein erstes unmittelbares Aufeinandertreffen endete unglücklicherweise mit einer Verletzung von Sakina und auch das weitere Zusammenleben brachte keinen Erfolg.
    Sakina kam im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms aus ihrem Heimatzoo auf der Kanalinsel Jersey, dem Durrell Wildlife Conservation Center, in den Allwetterzoo. Dort hatte man sich seit dem Tod des weiblichen Gorillas Gana Anfang 2010 um ein neues zuchtfähiges Gorilla-Weibchen bemüht. Sakina kam selbstbewusst, aber ohne Erfahrung mit einem dominanten Gorillamann nach Münster. Vermutlich verhielt sie sich ihm gegenüber zu „forsch“ und erlitt schon beim ersten Zusammenstoß mit N’Kwango eine schwere Verletzung. Zur Behandlung musste sie aus der Gruppe genommen werden. Nach Heilung der Wunden kehrte Sakina in die Gruppe zurück. Sie hatte aber nun vermutlich Angst vor N’Kwango und genoss gleichzeitig keinerlei Unterstützung durch die anderen Weibchen - dafür lebte sie noch nicht lange genug in Münster.
    Sakina verhielt sich N’Kwango gegenüber unauffällig, um ihn nicht erneut zu provozieren. Sie litt aber vermutlich unter sozialem Stress, denn sie nahm immer mehr ab. Trotz Behandlung durch Tierarzt Carsten Ludwig baute sie weiter ab. „Sakina aß nicht mehr und konnte sich kaum noch bewegen. Sie war im Dezember so schwach, dass wir sie erneut aus der Gruppe herausnehmen mussten“, beschreibt Ludwig die damalige Situation. Da Sakinas Krankheitsbild nicht klar war, wandte der Zoo sich hilfesuchend an das Uniklinikum Münster (UKM). Sakina wurde daraufhin von einem UKM-Ärzteteam untersucht – leider ohne Befund, so dass Folgeuntersuchungen notwendig wurden, u.a. eine Computertomographie im Zentrum für Veterinärmedizinische Diagnostik in Holzwickende. Letztlich gab es keine eindeutige Diagnose für Sakinas Erkrankung, vielmehr haben Einzelerkrankungen, u.a. eine Infekt bedingte Blutarmut, zu ihrem schlechten Gesundheitszustand geführt. Nach der intensiven Betreuung durch Tierärzte und UKM-Mediziner ging es Sakina wieder relativ gut. Doch sie wird wegen einer Schilddrüsenunterfunktion und Hormonstörungen weiterhin medikamentös behandelt.
    Bei den durchgeführten Untersuchungen hat sich herausgestellt, dass Sakina vermutlich nicht mehr fortpflanzungsfähig ist und somit nicht mehr Mutter werden kann. Weil sie zudem in Münster offensichtlich keine soziale Heimat fand, hat der Allwetterzoo sich gemeinsam mit dem EEP-Koordinator um ein geeignetes neues Zuhause für das Gorillaweibchen bemüht. Gefunden wurde es im niederländischen Kerkrade. Im dortigen, noch sehr jungen GaiaZoo lebt eine harmonische Gorillagruppe. Alle Beteiligten hoffen nun, dass Sakina dort integriert werden kann. Sie verließ Münster am 9. Mai. Zur Vorbereitung auf den Umzug waren zwei niederländische Tierpfleger in den Allwetterzoo gekommen, um Sakina kennenzulernen. Für den Umzug wurde Sakina narkotisiert und unter Ausschluss jeglicher Öffentlichkeit in eine Transportbox gelegt. Dann gab der Tierarzt sofort ein Gegenmittel, um das Gorillaweibchen wieder aufzuwecken. Den Transport in die Niederlande begleitet Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen im Allwetterzoo. Sie wird bis zum 12. Mai in Kerkrade bleiben.
    Die Zusammensetzung der Gorilla-Gruppe in Kerkrade bietet beste Voraussetzungen für ein gutes Eingewöhnen von Sakina: Der Silberrücken Makula, 1990 im Apenheul Zoo/NL geboren, gilt als ruhig und freundlich, erweist sich aber als „Boss“, wenn es nötig ist. Das Weibchen Sangha kam 2000 im Zoo Berlin auf die Welt und wurde von Tierpflegern aufgezogen. Sie lebt seit 2006 im GaiaZoo und hat dort gelernt, sich sozial zu verhalten und ein Jungtier aufzuziehen. Mosi, der erste Sohn von Sanha, wurde 2010 geboren. Das ältere Weibchen Dalila, 1972 im Apenheul Zoo geboren, lebt seit 2009 in Kerkrade und brachte dort 2011 mit Tano ihr sechstes Jungtier auf die Welt. Dalila gilt als selbstsicheres Gorillaweibchen und gute Mutter. Loango wurde 2004 im Apenheul Zoo geboren und lebt seit 2008 in Kerkrade.
    In Abstimmung mit dem EEP zieht in den Allwetterzoo demnächst das Gorillaweibchen Shasha aus dem Howletts Wild Animal Park in Bekesbourne ein, das am 6. Oktober 2001 geboren wurde.
    (09.05.2012)
    Tom Schröder:   Wohl eher 1,4! Es steht fest, welche Tiere es werden und woher sie kommen. Ich werde das hier aber nicht publizieren, bevor der Zoo es nicht öffentlich macht. Die Info mit den 1,4 Tieren kann Jedermann und Jederfrau einem Schild am leerstehenden Gehege entnehmen!
    (07.05.2012)
    BjörnN:   Angesichts des großen Mangels an Weibchen im Gelbbrustkapuzinerbestand (es werden zu 80% Männchen geboren), kann ich 1,4 nur schwer nachvollziehen, wohl eher 4,1...
    (07.05.2012)
    Tom Schröder:   Heute hat die gesamte Gruppe der Gehaubten Kapuziner den Zoo in Richtung Tierpark Aachen verlassen. Nach Renovierung des Geheges werden dann in Münster 1,4 Gelbbrustkapuziner einziehen!
    Das Innengehege der Guerezas wird saniert. Für die Dauer der Arbeiten wurden mitten im Gehege (Oberhalb der "Fütterungstreppe") ein provisorisches Holzhaus und ein kleiner Unterstand errichtet.
    (07.05.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Neue „Kuscheltiere“ im Allwetterzoo: Zwei Zwergesel erobern die Herzen der Besucher!

    Seit zwei Tagen erst sind Belana und Kira im Allwetterzoo - und im Nu fanden die beiden Zwergesel zahlreiche Fans nicht nur unter den kleinen Zoobesuchern. Die beiden jungen Eselchen eroberten auf Anhieb auch die Herzen ihrer Pfleger! Sie sind aber auch zu niedlich! Die naturfarbene Belana kam im September 2011 im Tierpark Ströhen auf die Welt, die fast weiße Kira wurde im Juni vor einem Jahr bei einem privaten Züchter in Westerkappeln geboren.
    „Der Transport der Zwergesel war ein Kinderspiel“, meint Tierpflegerin Sandra Dechert. Im Gegensatz zu bockigen Rieseneseln hätte man die Kleinen einfach in den Zoo-Transporter heben können. Im Allwetterzoo angekommen, zeigten sich die Beiden verschmust und neugierig, obwohl sie nicht nur einander, sondern auch eine völlig neue Umgebung kennen lernen mussten. Sie freuen sich über die Streicheleinheiten von Sandra Dechert, kommen aber auch schon an den Zaun, wenn dort begeisterte Besucher stehen.
    Vorerst bewohnen Kira und Belana die Ponyanlage vor dem Pferdemuseum allein. Haben sie sich an das Leben im Zoo gewöhnt, lernen sie die beiden Shetlandponys kennen, mit denen sie sich auf Dauer ihr neues Zuhause teilen werden. Die Ponys wurden solange in ein Gehege hinter den Kulissen umquartiert. Damit Zwergesel und Shetlandponys künftig mehr Platz haben, wird deren Anlage nach den Sommerferien um einiges vergrößert. Bestehen bleibt aber in jedem Fall die große Nähe zu den Tieren.
    Zwergesel sind Haustiere, die als eigene Rasse ursprünglich auf den italienischen Inseln Sardinien und Sizilien gezüchtet wurden. Vielerorts nennt man sie auch „Sardische Esel“. Die kleinen Grauen sind wahre Zwerge: Ausgewachsen werden sie nur etwa 86 Zentimeter hoch, dabei wiegen sie zwischen 90 und maximal135 Kilogramm. Trotz ihrer geringen Körpergröße sind Zwergesel hervorragende Lasttiere! Sie können Gepäck bis zu 45 Kilogramm tragen und kleine Karren ziehen. Auf dem steinigen und unwegsamen Gelände ihrer Heimat kommen sie wesentlich sicherer voran als Pferde oder Geländewagen. Und Zwergesel können sogar gut klettern. Im Allwetterzoo werden die Zwerge nicht arbeiten müssen. Sie sind zum „Liebhaben“ da und dienen als weiteres Beispiel für Nutztiere, die von Maschinen verdrängt werden.
    (04.05.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Zoobesucher können die Wildkaninchen Kaline und Rüdiger nur noch bis zum kommenden Sonntag sehen. Die Beiden haben sich prächtig entwickelt und sind in wenigen Tagen so weit, dass sie auf Gras und Heu umgestellt werden können. Außerdem werden sie von Tag zu Tag unternehmungslustiger. Deshalb ziehen die Kaninchen auch bald auf einen Bauernhof im Münsterland um.

    Unsere öffentlichen Fütterungen um 11 und 15 Uhr finden zum letzten Mal am Sonntag (15.4.) statt.
    (13.04.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Erfolg einer „Hochzeitsreise“ nach Dülmen: Zu Ostern wurde im Allwetterzoo Münster ein Wildpferd-Fohlen geboren

    Am Ostermontag freuten sich Tierpfleger und Zoobesucher gleichermaßen: Sandy, eine Stute der Dülmener Ponys im Kinder- und Pferdepark, war über Nacht Mutter geworden! Souverän hat sie die Geburt allein gemeistert – es war schon ihre zweite. So wie für ihr erstes Fohlen, die inzwischen knapp dreijährige Freya, wurde Sandy wieder in Dülmen gedeckt. Im Allwetterzoo werden nur Stuten gehalten, deshalb war Sandy vor gut elf Monaten auf das Gestüt des Erbprinzen Rudolf von Croy in Dülmen gebracht worden. Einer der dort lebenden Zuchthengste ist nun Vater geworden.
    Das hübsche Stutfohlen, von den Pflegern auf den Namen „Alba“ getauft, hat ein helles, karamellfarbenes Fell und den für Dülmener Ponys typischen Aalstrich. Es wird von seiner Mutter fürsorglich betreut und vor den manchmal etwas ruppigen Mitbewohnern geschützt. Immerhin wächst das Fohlen in einer bunt gemischten Herde aus Dülmener Ponys, Islandpferden, Mongolenponys und Poitou-Rieseneseln heran.
    (10.04.2012)
    Tom Schröder:   Kann ich auch nicht so richtig nachvollziehen diesen Aufwand. In Münster gibt es, wie in vielen anderen Städten auch, ein "Kaninchenproblem" - es sind so viele Tiere in der Stadt, dass sie mittels Frettchenjagd gestellt und dann erlegt werden (Bericht im lokalen Fernsehen). Nun ist der Zoo nicht mitten in der Stadt, aber konträr zum Bejagen steht diese Aufzucht dann doch irgendwie... Zumal der Zoo vor ein paar Jahren offiziell die Pflege von Fundwildtieren aufgab, mit dem Argument, dass man von der Stadt ein Sparkonzept auferlegt bekommen habe und diesen Aufwand finanziell und personell nicht mehr betreiben könne. Fundtiere sollten fortan zum Tierheim oder in eine Tierarztpraxis gebracht werden. Nachzulesen in den AllwetterZooNachrichten 2006.
    (05.04.2012)
    Michael Mettler:   Ein bemerkenswerter pflegerischer Aufwand - vor allem angesichts der Tatsache, dass Kaninchenjungtiere in der Regel nur ein- bis zweimal innerhalb von 24 Stunden von ihren Müttern gesäugt werden (laut dem Standardwerk von Schlolaut, "Das große Buch vom Kaninchen", im Schnitt 1,26x täglich, gerechnet über die ganze Säugeperiode).
    (05.04.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Kaninchen im Glück: Im Allwetterzoo werden derzeit zwei winzige Findel-Kaninchen von Tierpflegerinnen versorgt

    Seit dem 29. März gibt es neue Zoobewohner! Es sind zwei Kaninchen mit einer ganz besonderen Geschichte. Sehen kann man die Winzlinge, die vielleicht eine knappe Woche alt sind, auch. Sie werden nämlich ab Karfreitag täglich um 11 und 15 Uhr öffentlich im Ausstellungsraum in der Großflugvoliere gefüttert. Auf die Namen Kaline und Rüdiger getauft, verbringen die beiden winzigen Langohren ihre Tage sonst im Aquarium. Dort werden sie von den Tierpflegerinnen Anke Gassner, Kristina Theobald und Julia Hoppe liebevoll versorgt. Gefunden wurden die Beiden beim Abfahren von Mist im Allwetterzoo. Die Mutter der Wildkaninchen hatte in den Misthaufen wohl eine Höhle für die Geburt gebuddelt.
    Man kann sagen, dass die Findlinge gewaltiges Glück hatten! Kaninchen gibt es im Zoo nämlich reichlich – aber eher als ungebetene Gäste. Doch die Kleinen sahen so reizend aus mit ihren winzigen, noch am Kopf anliegenden „Löffelchen“, dass die Zoomitarbeiter sich ein Herz fassten: Die beiden Kaninchen sollten leben! Bemerkenswert ist, dass ein Junges wildfarben, das andere aber schwarz gefärbt ist, wie es auch in Münsters Wildkaninchen-Population hin und wieder zu sehen ist.
    Kaline und Rüdiger werden von ihren „Ersatzmüttern“ tagsüber alle zwei Stunden gefüttert, nachts alle drei Stunden. Damit die Pflegerinnen immer wieder eine Nacht durchschlafen können, nehmen sie die Kaninchenbabys abwechselnd mit nach Hause. Bei den Mahlzeiten wird den Kaninchen mit einer Einwegspritze von nur einem Milliliter Fassungsvermögen eine Katzenaufzuchtmilch ins Mäulchen gegeben. Passende Nuckelflaschen gibt es nicht. Die Kleinen trinken derzeit je nach Appetit etwa zwei bis drei Füllungen pro Fütterung. Anschließend wird ihr Bäuchlein massiert, damit es mit der Verdauung klappt. Rüdiger, das helle Kaninchen, brachte am 3. April 70 Gramm auf die Waage, die kleine dunkle Kaline zehn Gramm weniger.
    Übrigens ist auch schon für die Zukunft von Kaline und Rüdiger gesorgt: Wenn sie selbständig werden, ziehen sie auf einen Bauernhof um. Wildkaninchen können neun Jahre alt werden. Meist kommen fünf bis sechs Junge nach einer Tragzeit von vier bis fünf Wochen auf die Welt. Dass im Zoo-Misthaufen nur zwei Jungtiere gefunden wurden, deutet auf eine sehr junge Mutter hin. Kaninchen öffnen im Alter von zehn Tagen die Augen. In der Regel verlassen sie mit drei Wochen erstmals den Bau. Entwöhnt sind sie mit etwa sechs Wochen – da haben die Tierpflegerinnen im Zoo also noch einige schlaflose Nächte vor sich.
    (05.04.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Osterferien im Allwetterzoo: Führungen „rund ums Ei“ und Osterbasteleien

    Zum Osterfest gehören Eier! Eier in vielfältigen Formen spielen auch bei Veranstaltungen für Kinder eine Rolle, zu denen der Allwetterzoo in den Osterferien einlädt. „Ei, Ei, Ei, wer legt denn da?“ heißt ein Workshop in der Forscherwerkstatt im Zoo für Kinder von acht bis zehn Jahren gleich am ersten Ferientag. Am Tag darauf können Kinder Osterschmuck basteln. Für diese von Biologen geleiteten Workshops muss man sich vorher anmelden.
    Ohne Anmeldung können Kinder an den Ferien-Führungen teilnehmen. Das Thema am 3. April lautet „Rund ums Ei“. Vorgestellt werden sehr unterschiedliche Tiere, denen eines gemeinsam ist: Sie legen Eier. Die Kinder erfahren etwas über Nestbau, Brutdauer und Schlupf. Weitere Führungen im Rahmen des Ferienprogramms erlauben einen Blick hinter die Kulissen des Zoos, stellen Jungtiere und afrikanische Tiere vor. Die Führungen finden jeweils dienstags und donnerstags in den Osterferien statt.
    Die ganz besondere abendliche Atmosphäre im Zoo können Kinder und ihre Eltern mittwochs in den Ferien erleben. Bei von Biologen geleiteten Rundgängen geht es nicht nur um das unterschiedliche Schlafverhalten vieler Zoobewohner, es dürfen auch Fragen zu großen und kleinen Tieren gestellt werden. An allen Ferienführungen können Zoobesucher mit einer Eintrittskarte teilnehmen, zusätzliche Kosten entstehen nicht. Treffpunkt ist immer bei den Nasenbären. Termine und weitere Einzelheiten gibt’s unter www.allwetterzoo.de.

    Zoo-Ferien-Kalender
    02.04., 10 Uhr
    Workshop in der Forscherwerkstatt: Ei, Ei, Ei, wer legt denn da?
    03.04., 10 Uhr
    Workshop in der Forscherwerkstatt: Osterbasteleien
    03.04., 10.30 Uhr
    Zooführung für Kinder „Rund ums Ei“
    04.04., 17.45 Uhr
    Abendführung für Kinder und Eltern
    05.04., 10.30 Uhr
    Zooführung für Kinder zum Thema „Wie funktioniert ein Zoo?“
    10.04., 10.30 Uhr
    Zooführung für Kinder zu den Tierkindern
    11.04., 17.45 Uhr
    Abendführung für Kinder und Eltern
    12.04., 10.30 Uhr
    Zooführung für Kinder zu den Tieren Afrikas
    (30.03.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 31. März, 9 bis 18 Uhr:
    Familientag im Allwetterzoo Münster mit ermäßigten Preisen für alle Besucher!

    Jarah, Zeta und Tahama bewohnen seit einigen Wochen ein äußerst luxuriöses Domizil im Löwenhaus des Allwetterzoos, das mit viel Holz zum Krallenwetzen und einem weichen Teppich aus Rindenhäcksel ausgestattet ist. Durch Glasscheiben bis zum Boden kann man den großen Katzen sogar direkt in die Augen schauen! Besonders günstig ist es, die Löwenfamilie am kommenden Samstag (29.3.) zu besuchen, dem „Familientag“ in Münsters Zoo. Zum einen gibt es reduzierte Eintrittspreise für alle, zum anderen werden die Löwen nachmittags um 15.30 Uhr in ihrer neuen Innenanlage gefüttert. Nachdem sie am Freitag den wöchentlichen „Fastentag“ hatten, werden die drei Großkatzen sicher gern ihre Sonnenplätze im Freien verlassen, um sich über die Fleischrationen herzumachen – etwa fünf Kilogramm pro Tier.
    Dreimal im Jahr lädt der Allwetterzoo zum „Familientag“ ein und reduziert seine Eintrittspreise um bis zu 30 %. Die Ersparnis kommt aber nicht nur Eltern mit Kindern zugute, sondern auch Singles, jungen Paaren oder Großeltern. Den Zoo-Familientag nutzen auch andere Organisationen, um auf sich aufmerksam zu machen. So haben die Stadtwerke Münster für Inhaber ihrer PlusCard eine Preisermäßigung in Zoo-Restaurant und Cafeteria ausgehandelt und verschenken gegen Vorlage der PlusCard ein Zoobuch. Und der Kinderschutzbund Münster informiert im Allwetterzoo über sein Kinder- und Sorgentelefon.
    (28.03.2012)
    Klaus Schueling:   Das Bürgerforum zum Elefantenpark findet am 26. März statt - ich hatte gestern zunächst ein falsches Datum genannt!
    (22.03.2012)
    Holger Wientjes:   Warum sind die Affen getrennt ?
    (21.03.2012)
    Tom Schröder:   Auf meiner Einladung steht der 29.03., nicht der 20.03.
    @Jan Beenen: Die Wanderus sind seit Jahren nicht mehr mit den Orangs in einem Gehege (zwischenzeitlich war Nonja bei ihnen, aber seit diese wieder mit den anderen Orangs zusammenleben kann, sind sie dauerhaft allein), sie leben aber noch im selben Haus. Im Winter sind sie meistens auf der Aussenanlage zu sehen, im Sommer eher im Haus.
    (21.03.2012)
    Klaus Schueling:   Der Elefanten-Park wird konkret:

    Inzwischen sind alle Weichen gestellt, die Planungen sind weitgehend abgeschlossen und die Baustelle ist eingerichtet.

    Damit sind die Voraussetzungen gegeben, der Öffentlichkeit die Planungen vorzustellen.

    Dies geschieht am 26. März in Form eines Bürgerforums.

    Ab 18 Uhr stehen Zoodirektor und Planungsteam interessierten Bürgerinnen und Bürgern für Fragen zum Elefanten- Park in der Cafeteria im Zoo-Restaurant zur Verfügung.

    Das Team um Zoodirektor Jörg Adler gibt einen Einblick in das neue Zuhause unserer Elefanten, wird ein Modell präsentieren und die Pläne des 5.000 m² großen Areals zeigen.

    Gäste sind willkommen.
    (21.03.2012)
    Tirreg Anis:   Löwenanlage
    (20.03.2012)
    Carsten Horn:   War heute in Münster, g, ausgeschildert sind die Bartaffen, gesehen hab ich keinen...

    Löweninnenanlage ist schön geworden und für die "Rüsselmulle" wird fleißig gebuddelt...
    (20.03.2012)
    Jan Beensen:   Leben die Bartaffen nach wie vor bei den Orangs?
    Auf der Homepage ist von den 3 Männern keine Rede (mehr).
    (19.03.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Bautaucher im Zoo-Kanal:
    Der Wasserbus-Nachfolger „Solaaris“ ist zu breit…

    Wie ein isländischer Geysir blubberte am Mittwoch der Zoo-Kanal in der Nähe der Gepard-Anlage im Allwetterzoo Münster. Rauchschwaden waberten über die Wasseroberfläche, dann erschien ein gelber Helm – der Bautaucher hatte wieder ein paar Zentimeter geschafft! Rund 40 Meter Spundwand mussten beseitigt werden, damit das neue Aasee-Schiff „Solaaris“ die Kurve kriegt und in den Zoo-Hafen einlaufen kann! Das Passagierschiff, das mit Beginn der Osterferien seinen Betrieb auf dem Aasee aufnimmt, ist etwas breiter und höher als sein Vorgänger, der Wasserbus „Prof. Landois“.
    Zuvor waren per Bagger jede Menge Steine von der Uferböschung entfernt worden, um die Spundwand freizulegen. Die konnte nur mit Hilfe der Spezialisten aus Duisburg entfernt werden. Etwa 95 cm unter der Kanaloberfläche wurden mit einem Spezial-Schweißgerät vertikale Brennschnitte angebracht. Für dieses Unter-Wasser-Schweißen wurden pro laufendem Meter Spundwand zehn Brennstäbe verbraucht. Es wird mit Sauerstoff gearbeitet, aber mehr Strom benötigt als beim normalen Schweißen. Ein Bagger holte anschließend die Spundwandstücke aus dem Wasser.
    Allein die Vorbereitungen waren schon spannend: Geschützt durch einen Anzug aus dickem Neopren mit Füßlingen und zwei Paar Handschuhen vermaß der Bautaucher die Tiefe der Spundwand, die zwischen 77 cm und 107 cm lag. Bleigewichte an den Füßen sorgten für seine Standfestigkeit. Ein Lot wurde angefertigt, damit das auf 95 cm festgelegte Maß für die Brennschnitte eingehalten werden konnte. Dann halfen dem Bautaucher zwei Kollegen beim Anlegen des Helms und „verkabelten“ ihn. Ein Schlauch führte zu einem Kompressor, der für ausreichend Luft zum Atmen sorgte. Ein mit dem Brennstab verbundenes Kabel lieferte Strom, ein weiteres diente der Kommunikation untereinander. Spannend war das Unterfangen auch für etliche Zoobesucher, die vom Besucherweg aus zusahen – und über die laut gestellte Telefonverbindung die Atemzüge des Tauchers unter Wasser hören konnten…
    Für die Duisburger Spezialisten, die üblicherweise auf Baustellen oder in Häfen arbeiten, war es der erste Auftrag dieser Art in einem Zoologischen Garten. Die für die Jungfernfahrt der „Solaaris“ am 2. April erforderlichen Arbeiten im Zoo-Kanal wurden vom Tiefbauamt der Stadt Münster koordiniert. Finanziert werden sie von der Stadt und von Peter Overschmidt, dem Eigner der „Solaaris“.
    (15.03.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Zimmer mit Aussicht: Das neue Löwen-Luxus-Domizil ist fertig!

    Noch gegen Ende des letzten Jahres versprühte das Löwenhaus im Allwetterzoo Münster den Charme der 1970er Jahre. Das ist nun vorbei! Wer unser Löwenhaus heute betritt, kann nur noch staunen: Glasscheiben von der Decke bis zum Boden geben den Blick frei auf warm und harmonisch gestaltete Innenräume. Die Wände wurden mit Holz verkleidet oder bemalt und verbergen die alten „Badezimmerfliesen“. Eine dicke Eichenhäckselschicht bedeckt den Fußboden, riesige Baumscheiben laden die Löwen zur Siesta ein und moderne Deckenheizungen produzieren afrikanische Wärme. Das Beste aber ist, dass die Löwen nun mehr als doppelt so viel Platz haben. Und sie haben sogar ein „Zimmer mit Aussicht“, durch das sie ihre Nachbarn, die wuseligen Degus und die zierlichen Goldkatzen, sehen können.
    Die kleinere von zwei Anlagen haben die Löwen bereits erobert. Am Mittwoch lernen Jarah, Zeta und Tahama auch den größeren Teil ihres neuen Innenbereichs kennen.
    (14.02.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 11., und Sonntag, 12. Februar:

    Sonderführungen im Allwetterzoo Münster zum „Liebesleben im Tierreich“

    Gibt es bei den Tieren Liebe im menschlichen Sinne? Wie spielt sich das Liebesleben bei Löwen, Schlangen oder Geiern ab? Die tierische Liebe, deren Formen höchst unterschiedlich sind und von der harmonischen, lebenslangen Zweisamkeit bis zu einmaligen Treffen zwecks „Arterhaltung“ reichen, ist das Thema spezieller Zooführungen, zu denen der Allwetterzoo anlässlich des Valentinstags einlädt.

    Die von Biologen geleiteten Führungen finden am kommenden Wochenende gleich zweimal täglich statt. Sie beginnen sowohl am Samstag, 11.2., als auch am Sonntag, 12.2., um 11 und 14 Uhr. Interessierte können ohne Anmeldung und ohne zusätzliche Kosten teilnehmen, eine Zooeintrittskarte genügt. Treffpunkt für die Führungen ist bei den Nasenbären.
    (09.02.2012)
    Holger Wientjes:   @Michael M.: Erst ´mal vielen Dank für Deine Recherchen ! Danach denke ich nun, dass man, wie Du schon sagtest, anscheinend Probleme bei der sytematischen Zuordnung hatte und dort wahrscheinlich der Hund begraben liegt.
    (13.01.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Rennpferde - Pferderennen
    Geschichte, Sport und Zucht

    02. März 2012 bis 23. September 2012

    2012 feiert das Westfälische Pferdemuseum Münster sein zehnjähriges Bestehen. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist die Sonderausstellung "Rennpferde - Pferderennen. Geschichte, Sport und Zucht", die die Besucher in die faszinierende Welt des Pferderennsports entführt.

    In Kooperation mit dem National Horseracing Museum in Newmarket, der Wiege des modernen Rennsports und der Vollblutzucht, wird eine Ausstellung präsentiert, die sich erstmals ausführlich dieser traditionsreichen Sportart widmet. Wann und wo fanden die ersten Pferderennen statt? Was sind die Stammväter des englischen Vollbluts? Wie wird man Jockey? Und welcher Dresscode gilt beim britischen Royal Ascot Meeting? Diesen und weiteren Fragen geht die Ausstellung "Rennpferde - Pferderennen" auf die Spur und gibt Einblicke in die jahrhundertealte Tradition dieses Sports.
    Dem Besucher begegnen dabei seltene, noch nie gezeigte Exponate und ungewöhnliche Geschichten, wie die von der Stute "Kinscem", die im 19. Jahrhundert nur in Begleitung ihrer Lieblingskatze reiste. Anschaulich zeigt die Ausstellung, wie sich der Rennsport in Deutschland entwickelte und warum er ohne Wetten undenkbar ist.
    Besonderes Highlight ist ein fast hundert Jahre altes "Pferderoulette", das den Flair und den Nervenkitzel der Pferderennen für jeden erlebbar macht.
    Bis heute lockt das Renngeschehen jährlich weltweit über 100 Millionen Besucher an - ein Beleg für die ungebrochene Faszination schneller Pferde auf den Menschen.
    Zur Jubiläumsausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog mit zahlreichen Farbabbildungen.

    Abb.: La boule
    "Pferderoulette" in der Bauart eines "La Boule" der Pariser Firma J.A. Jost um 1920. Quelle: WestLotto, Münster
    (13.01.2012)
    Michael Mettler:   Habe jetzt auch mal die Jahresberichte aus Münster durchstöbert: Wenn ich nichts übersehen habe, müsste die Haltung 1991 mit Abgabe von 1,1 Riesenkängurus beendet worden sein, und da wurden sie noch immer als Insel-Riesenkängurus geführt. In den letzten Jahren der Haltung gab es keine Nachzucht mehr, aber noch in den späten 80er Jahren hatte der Zoo einen neuen Bock geholt (ohne Angabe, woher).
    (12.01.2012)
    Michael Mettler:   Bei den Grauen Riesenkängurus sieht es danach aus, als seien sich die Zoos damals nicht ganz sicher gewesen, was sie eigentlich halten. Nun war die Artsplittung in Westliches und Östliches Graues Riesenkänguru nicht immer gegeben, zeitweise galt der gesamte Formenkreis als eine Art Graues Riesenkänguru (M. giganteus) mit diversen Unterarten (darunter fuliginosus). Der Baseler Zuchtstamm taucht in den International Zoo Yearbooks der 70er Jahre, wo die Arten wie heute getrennt geführt wurden, mal unter M. giganteus, mal unter M. fuliginosus ocydromus und schließlich unter M. f. melanops auf, und auch die Münsteraner Tiere sind nicht unter M. f. fuliginosus zu finden (für das Kangaroo-Island-Riesenkänguru werden allerdings europäische Haltungen in Rom und Neapel genannt), sondern wahlweise unter M. giganteus oder M. fuliginosus ohne Unterartangabe.

    Streng genommen wäre ja der deutsche Name "Insel-Riesenkänguru" nicht mal dann ganz korrekt gewesen, wenn Münster tatsächlich Tiere von Kangaroo Island gehabt hätte - immerhin ist auch Tasmanien eine Insel, aber von einer anderen Riesenkänguruform besiedelt.

    Hat Münster denn wirklich durchgängig den selben Zuchtstamm gehalten? Mich macht etwas stutzig, dass ich von den (vermeintlichen?) Insel-Riesenkängurus nur ein paar eigene Fotos von 1984 im Archiv habe. Wenn es sie bis in die 90er hinein gegeben haben soll, hätte ich normalerweise bei weiteren Besuchen wieder Fotos von einer so selten zu sehenden Form gemacht - waren sie möglicherweise zuletzt anders ausgeschildert (und ein anderer Zuchtstamm?)...?
    (11.01.2012)
    Holger Wientjes:   Noch zwei Fragen: Welche Bülbüls werden bei den Orangs gehalten und gibt es momentan keinen Bongobullen ?
    (11.01.2012)
    Holger Wientjes:   Hier also auch nochmal meine Frage:

    Da im TP seit Neuestem die Art wieder zu sehen ist, habe ich kürzlich auch ´mal in der ZTL nach ehemaligen Haltern geschaut und siehe da: Der Allwetterzoo taucht dort auf als ehemaliger Halter der UA M.f.melanops.
    Die Tiere dort (die Haltung müsste in den Neunzigern ausgelaufen sein) waren aber immer als Insel-Riesenkänguruhs ausgeschildert (habe gerade auch noch ´mal in alten Zooführern nachgeschaut). Das bedeutet ja, sie müssten zur UA M.f.fuliginosus gehört haben. In der ZTL steht nun weiter, dass damals Tiere aus Basel, also von der Festland-UA, gehalten wurden. Jetzt gibt es folgende Möglichkeiten: Der Allwetterzoo hat sich jahrelang "vertan", es wurden beide UA gehalten (aber weder in der ZTL noch von Seiten des Zoos aufgeführt) oder der Eintrag in der ZTL ist nicht korrekt.

    Und jetzt die Preisfrage: Wer kann helfen und das ganze aufklären ??
    (10.01.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Neue Tiere im Allwetterzoo Münster: Ein Wolf und neun Geißlein…

    Zum Glück ist es im Allwetterzoo nicht wie im Märchen. Der Wolf wird die neun Geißlein nicht fressen! Wolf und Geißlein sind im Kinder- und Pferdepark zwar Nachbarn, bekommen sich aber dank hoher Umzäunung nicht zu Gesicht. Gemeinsam haben sie nur den Tag ihrer Ankunft: Seit dem 1. Dezember sind Wolf August und neun hübsche kleine Zwergziegen nun Zoobewohner.

    August, der Grauwolf, ist rund eineinhalb Jahre alt. Er wurde im Nationalpark Bayerischer Wald geboren. In Münster komplettiert er das Wolfsrudel, das bislang nur aus weiblichen Tieren bestand. Die ersten Tage nach seiner Ankunft verbrachte August im Wolfshaus, um sich einzugewöhnen. Dann durfte er in die große Freianlage, zeigte sich aber anfangs nur selten. Seit ein paar Tagen sieht man ihn öfter. „August ist ein Stoiker“, sagt Alexander Dietrich, der stellvertretende Revierleiter. „Er wartet gelassen ab, was so passiert. Andere Tiere werden in neuer Umgebung nervös, doch er liegt nur ruhig da und schaut, was auf ihn zukommt“. So geht er wohl auch mit seinen Mitbewohnerinnen in der Wolfsanlage um: Ihre Wege kreuzen sich, aber man hält Distanz. Ändern wird sich das vermutlich im März, wenn für die Wölfe die Ranzzeit beginnt. Eine der Wölfinnen wird dann hoffentlich von August gedeckt, damit es auch in Münster wieder Nachwuchs bei den Grauwölfen gibt.

    Nicht so weit gereist wie August sind die neuen Zwergziegen. Sie stammen aus einer privaten Zucht im Münsterland. Gemeinsam mit kleinen Schafen und großen Hühnern bevölkern die neun schwarzen, braunen oder bunt gescheckten „Zwerge“ nun die Streichelwiese im Kinder- und Pferdepark. Sie haben sich inzwischen gut eingelebt und genießen die Streicheleinheiten, die ihnen in den noch andauernden Weihnachtsferien unzählige Kinderhände zukommen lassen.
    (03.01.2012)
    Allwetterzoo Münster:   Irokesenschnitt und Mini-Hauer: Nachwuchs bei den Warzenschweinen im Allwetterzoo

    Mittelblonde, lange Haarsträhnen schmücken Mutter „Gambias“ Rücken. Ihre noch namenlose Tochter hat vorerst nur kurze Stehhaare, die spontan an einen Irokesenschnitt erinnern. Aber die Rückenmähne wird wachsen, ist sie doch eines der besonderen Kennzeichen von Warzenschweinen. Die Kleine kam am 14. November nach rund 175 Tagen Tragzeit auf die Welt. Sie ist seit mehr als acht Jahren der erste Nachwuchs bei dieser Tierart, den der Allwetterzoo seinem neuen Zuchtpaar zu verdanken hat. Mutter Gambia lebt seit Januar 2009 in Münster und stammt aus dem Ouwehands Tierpark im niederländischen Rhenen, Vater Banjul kam erst im Mai 2011 aus dem Zoo Berlin. Bei beiden Schweinen war es wohl „Liebe auf den ersten Blick“…

    Typisch für die als wehrhaft und angriffslustig bekannten afrikanischen Schweine sind die gewaltigen oberen Eckzähne. Einer dieser „Hauer“ ist bei Gambia leider abgebrochen, doch der andere ragt eindrucksvoll aus ihrem Maul. Beim Töchterchen müssen die Zähne noch wachsen. Warzenschwein-Mütter sind sehr fürsorglich. In Afrika greifen sie notfalls auch Löwen an, um ihre Jungen zu verteidigen. Doch im Allwetterzoo zeigen die Tiere sich recht umgänglich. Zu den Tierpflegern des Afrika-Reviers hat Gambia sogar so viel Vertrauen, dass sie sich kurz vor der Geburt mit einem mobilen Ultraschallgerät untersuchen ließ. Darauf können die Pfleger stolz sein! Denn Warzenschweine seien im Gegensatz zu anderen Schweinen „echte Huftiere“, sagt Revierleiter Matthias Schmidt. Vom Verhalten her würden sie den eher scheuen Zebras gleichen.

    Warzenschweine bewohnen die Savannen und lichten Wälder des tropischen Afrika und ernähren sich in erster Linie von Gras. Sie leben als Einzelgänger, als Paare oder in kleinen Rotten bis zu zehn Tieren. Für die Geburt und die heranwachsenden Jungtiere nutzen sie oft von Erdferkeln gebaute und verlassene Höhlen als Zuflucht. Der Nachwuchs im Allwetterzoo traut sich an milden Tagen schon nach draußen. Sonst kann die Kleine samt Mutter durch die großen Scheiben des warmen Schweinehauses im „Affricaneum“ beobachtet werden. Ist sie mal nicht zu sehen, hat sie sich in die Geburtsboxe zurückgezogen, die den Tieren quasi als „Höhle“ zur Verfügung steht.

    Als Savannenbewohner haben Warzenschweine eine weite Verbreitung in Afrika. Sie gelten als nicht bedroht, doch eine Einfuhr aus den Ursprungsländern ist wegen tierseuchenrechtlicher Bestimmungen so gut wie ausgeschlossen. Deshalb sind Nachzuchten in Zoologischen Gärten wichtig. Ihren Namen verdanken die Tiere übrigens den warzenähnlichen Hautgebilden, die sich beidseitig am Kopf befinden. „Schön“ kann man sie bestimmt nicht nennen, aber sie sind äußerst interessante Zoobewohner. Und wie alle Jungtiere ist auch das Mini-Warzenschwein einfach nur niedlich!
    (07.12.2011)
    Allwetterzoo Münster:   „Schneeflöckchen“ im Allwetterzoo: Der Nachwuchs bei den Guerezas ist schneeweiß

    Schnee ist derzeit nicht in Sicht, doch im Allwetterzoo Münster hat sich am 14. November ein „Schneeflöckchen“ eingestellt, ein tatsächlich schneeweißes Jungtier bei den Guerezas. Die Eltern sind auffallend schwarz-weiß gezeichnet, doch der Nachwuchs der afrikanischen Affenart kommt stets mit weißem Haarkleid auf die Welt. Dieses Babyfell färbt sich allmählich um, bis die Jungen den Eltern immer ähnlicher werden. Wer das noch weiße, vermutlich weibliche und noch namenlose Baby sehen möchte, wird kaum Probleme haben: Es hebt sich deutlich von der schwarzen Brust der Mutter ab.

    Guerezas kümmern sich sehr gut um ihren Nachwuchs, auch wenn das Miteinander oft ruppig wirkt. Hin und wieder gibt es nämlich ein regelrechtes Gerangel um das „Schneeflöckchen“. Anscheinend ist es etwas Besonderes für ältere Geschwister oder andere Weibchen, ein Jungtier tragen zu dürfen. Dadurch war am Tag der Geburt auch für die Tierpfleger nicht gleich zu erkennen, wer die Mutter ist. Erst als das Baby Hunger bekam, nach der Mutter rief und das Weibchen „Sabaki“ es an die Brust nahm, gab es Klarheit. Bislang ist bei all‘ den Rangeleien aber niemals ein Jungtier zu Schaden gekommen. Ganz im Gegenteil; denn ein Mitglied der Großfamilie kümmert sich immer um den Nachwuchs!

    Wie gut die Guerezas auf ihre Jungtiere achtgeben, kann man auch als Zoobesucher sehen: Betreten die Tierpfleger zur Fütterungszeit die Innenanlage der Affen, wird das Baby meist sofort nach draußen gebracht. Dabei klammert es sich am Brust- und Bauchfell des erwachsenen Guerezas fest, der es gerade trägt. Die anderen Tiere lassen sich durch die Pfleger nicht stören und machen sich über das Futter her. Momentan gibt es frischen Grünkohl, den die Affen gern fressen. Auch Wirsing ist für sie ein Leckerbissen. Guerezas sind reine Blätterfresser und mögen sogar das Laub von Cotoneaster und Liguster. Wenn aber im Winter die Bäume und Sträucher im Zoo kahl sind, bekommen die Affen viel Gemüse. Zwar werden speziell für die Guerezas im Sommer und Herbst Weidenblätter eingefroren, doch die reichen nur für eine Mahlzeit am Tag.
    (29.11.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Irmelin „macht nicht auf“:

    Das erste Jungtier bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo Münster ist noch sehr scheu

    Am 19. September wurde Irmelin geboren, der erste Nachwuchs bei den Kugelgürteltieren im Allwetterzoo. Die Geburt war erwartet worden, denn die Tierpflegerinnen hatten den Deckakt der Eltern Norman und Heidi beobachtet. 120 Tage dauert die Tragezeit bei diesen urtümlichen Säugetieren aus Südamerika. Doch bis Revierleiterin Teresa Willmen erstmals das Gesicht der „Mini-Kugel“ sah, musste sie sieben Wochen warten! So lange hatte sich das Jungtier nicht „entkugelt“. Und erst Mitte November konnten die Pfleger sein Geschlecht erkennen und dem kleinen Gürteltier einen Namen geben. „Irmelin macht auch heute noch nicht auf“, sagt Teresa Willmen und meint damit, dass das kleine Gürteltier sich einrollt und geschlossen bleibt, wenn ihm etwas nicht geheuer ist. An die Pflegerinnen hat Irmelin sich mittlerweile gewöhnt. Ganz stolz berichtete Teresa Willmen, dass sie gerade von der Kleinen ausgiebig berochen wurde!

    Neugeborene Gürteltiere können sich direkt nach der Geburt zusammenrollen. Anfangs haben die Jungen die Größe eines Tischtennisballs, im Alter von drei Wochen sind sie so groß wie eine Apfelsine. Der anfangs sehr weiche Panzer ist mit etwa sechs Wochen ausgehärtet. Er besteht aus Knochenplatten und Keratin. Kugelgürteltiere sind Nestlinge wie beispielsweise Mäuse. Sowie Irmelin laufen konnte, hat sie die schützende Höhle wohl nachts verlassen, vermuten die Pflegerinnen. Aber erst seit dem letzten Sonntag lässt Irmelin sich auch tagsüber in der Südamerika-Anlage blicken. Wenn die Eltern um 16 Uhr gefüttert werden, hat die Kleine sich meist wieder in ihrer Höhle verkrochen. Sie wird noch von der Mutter gesäugt, frisst aber auch schon Mehlwürmer und Brei. Der wird aus getrockneten Insekten, Heilerde, etwas Obst oder Gemüse und ein wenig Hundefutter von den Pflegerinnen täglich frisch zubereitet.

    Mit etwas Glück kann Irmelin nachmittags gesehen werden. Sie bewohnt mitsamt Mutter Heidi den linken Teil der großen Südamerika-Wohngemeinschaft im Haus für Niedere Affen. Der Bodenbereich rechts wurde für Vater Norman abgetrennt. In den oberen Regionen der Anlage leben Goldene Löwenaffen und Zwergseidenäffchen. Irmelin ist mit ihren gut zwei Monaten immer noch kleiner als Heidi und deutlich heller gefärbt als diese. Auch ihre Nase ist noch auffallend kurz, doch ähnelt die Kleine schon ihrem Vater. Teresa Willmen konnte bei Irmelin die gleichen dunklen Flecken auf dem Stirnschild entdecken, die auch Norman hat. Der kam übrigens ebenso wie Heidi erst im vergangenen Jahr aus dem Zoo Heidelberg nach Münster.

    Gürteltiere sind dämmerungsaktive Bodenbewohner und suchen mit Hilfe ihres besonders guten Geruchssinns nach Insekten, Würmern und anderen Kleintieren oder Wurzeln. Diese graben sie mit ihren kräftigen Grabfüßen aus. In der Panzermitte befinden sich robuste Hautfalten, die an einen Gürtel erinnern und dem die Tiere ihren Namen verdanken. Bei Gefahr rollen sie sich ein, wobei die dreieckigen Schwanz- und Kopfschilde die Kugel vollständig verschließen. Nicht einmal ein Jaguar könnte es schaffen, die Kugel mit seinen Zähnen zu öffnen.
    (23.11.2011)
    Hannes Lüke:   Eine sehr schöne Entwicklung mit den Löwen, das Löwenhaus hatte für mich nach Abgabe der Jaguare sehr an Reiz verloren. Sollte jetzt jedoch der gewonnenen Raum modernisiert werden und evtl. sogar die Außenanlage mit dem unverhälnismäßig großen Wassergraben modernisiert wäre das für mich sogar ein größerer Gewinn in der Tierhaltung als die Erweiterung der Elefantenanlage.


    (19.11.2011)
    Tom Schröder:   Jungtiere bei Guerezas und Halsbandpekaris, letztere keine Woche alt.
    Auf der Elefantenbaustelle scheint es noch nicht losgegangen zu sein, außer dass die Teiche abgelassen und entschlammt wurden. Aber es gibt eine für mich überraschende Baustelle bei den Löwen - die Innenkäfige werden flächenmäßig circa verdoppelt, der gesamte tieferliegende BesucherInnenweg wird den Tieren zugeschlagen und auf dessen Fläche die Käfige vergrößert. Da die Leoparden auf ihre Außengehegevergrößerung warten müssen bis die Elefantenbaustelle fertig ist, hatte ich mit dieser Baustelle zum jetztigen Zeitpunkt so gar nicht gerechnet.
    Außerdem wurde das rechte Katta-Innenabteil noch einmal geteilt und es saß jemand vor dem Kattabereich und beobachtete die Tiere. Die Spannungen in der Gruppe scheinen noch nicht ausgestanden zu sein...
    (19.11.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Erfreuliche Meldung aus dem Allwetterzoo Münster: Die Geparde Xenia und Shaka sind wieder vereint!

    Es ist beinahe wie im Märchen: Mutter und Sohn wurden getrennt, doch nach einiger Zeit fanden sie wieder zueinander! „Bis an ihr Lebensende“ werden die Geparde Xenia und der viereinhalb Monate alte Shaka im Allwetterzoo zwar nicht zusammen bleiben, doch erst einmal ist der ehemals „verstoßene“ Sohn wieder bei seiner Mutter! Frühestens in einem Jahr wird Shaka den münsterschen Zoo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms verlassen und in einem anderen Zoo ein neues Zuhause finden. Und Xenia wird in der Zwischenzeit vielleicht erneut Mutter.

    Am 6. Juli im Allwetterzoo geboren, überlebte der kleine Gepard als einziger von drei Jungtieren. Anfangs versorgte ihn seine Mutter Xenia. Als diese ihn nicht mehr säugte, wurde Shaka zunächst in einer Arbeitsteilung zwischen dem Gepardweibchen und den Tierpflegern aufgezogen. Anfang August knurrte die Mutter ihren Sohn an, offenbar wollte sie ihn nicht weiter aufziehen. Daraufhin kümmerten sich nur noch die Pfleger um den Kleinen. Mitte September konnte Shaka mit seiner Uroma Megan vergesellschaftet werden.

    Ob Xenia und Shaka von ihren verwandtschaftlichen Verhältnissen wissen, ist eine nicht zu klärende Frage. Doch im Zoo ist man glücklich darüber, dass die Mutter ihren Sohn auf Anhieb in ihrer Nähe duldete. Am 10. November trafen die Beiden erstmals seit gut drei Monaten wieder unmittelbar aufeinander. Inzwischen lässt Xenia es zu, dass der Kleine sich an sie schmiegt, wenn er schmusen möchte. Genauso erträgt sie seine Tobereien und bleibt liegen, wenn der übermütige Shaka sie spielerisch attackiert. Sie zeigt ihrem Sohn aber auch seine Grenzen - sie ist eben eine richtige Gepardmutter!

    Shaka scheint begeistert zu sein. Hatte er doch in den letzten Wochen stets großes Interesse an Xenia in der benachbarten Anlage gezeigt und oft durch den Zaun zu ihr geschaut. Der Kleine genoss zwar die Gesellschaft seiner Uroma, doch war die knapp 15jährige Megan, die ein für Geparde sehr hohes Alter hat, nie eine Spielgefährtin für Shaka. Sie genießt ihren „Ruhestand“ im Zoo und liegt lieber faul in der Sonne, als mit einem Jungspund über die Wiese zu toben.

    Die gelungene Zusammenführung mit Xenia kommt nicht nur Shaka zugute, sie war auch aus einem anderen Grund notwendig: Am 16. November traf die Gepardin Salome aus dem Lissaboner Zoo in Münster ein. Sie zog in die große, bislang von Xenia bewohnte Anlage am Zoo-Kanal und soll möglichst bald von Jabari gedeckt werden. War der Kater erfolgreich, wird Salome in den Tierpark Bernburg umziehen. Aus Bernburg wechselt dann eine junge Gepardin nach Münster, die als zweite Zuchtkatze im Allwetterzoo bleiben wird. Die Zucht der in ihrer südafrikanischen Heimat hoch bedrohten Geparde ist schwierig, doch in Münster erzielt man Erfolge selbst mit „Problemkatzen".
    (17.11.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Seit wenigen Tagen leben wieder Islandpferde im Kinder- und Pferdepark!

    Tierpflegerin Sandra Dechert ist sich sicher: Jörp erinnert sich! 2008 wurde die Islandstute im Allwetterzoo geboren, dann zog sie als Einjährige in das Gestüt Trappe in Altenberge um. Nun kehrte das Islandpferd zurück, aber nicht allein. Gemeinsam mit Jörp kam die 21-jährige Thordis am vergangenen Freitag nach Münster. Beide Pferde können auf der großen Anlage der Hauspferde im Kinder- und Pferdepark beobachtet werden. Sie haben sich gut in die Herde aus Dülmener Ponys, Mongolenponys und Poitou-Rieseneseln eingelebt.

    Die ersten Islandpferde im Allwetterzoo kamen direkt aus Island. Sie waren ein Geschenk des isländischen Pferdezuchtverbandes an das Westfälische Pferdemuseum im Zoo. 2009 wurden die beiden Stuten nach Dänemark abgegeben, weil sie an Sommerekzemen litten. Diese wurden durch den Speichel von Stechmücken hervorgerufen, die in Meeresnähe nicht vorkommen. Jörp und Thordis wurden in Westfalen geboren und kennen dieses Problem zum Glück nicht.

    Islandpferde sind eine sehr ursprüngliche Pferderasse. Die ersten Pferde wurden von den Wikingern als Trag- und Fleischtiere auf die Insel gebracht und begleiten seither die Menschen dort. Ohne Islandpferde wäre die Besiedelung dieser rauen Insel kaum möglich gewesen. Auf dem Rücken der trittsicheren, ausdauernden und genügsamen Pferde wurden reißende Flüsse, steinige Hochebenen und Gletscher überquert.

    Das harte Klima und das unwegsame Gelände Islands machten die Tiere besonders zäh und trittfest. Den beiden Stuten im Allwetterzoo sieht man die Wetterfestigkeit auch gut an, denn sie haben sich bereits ein dichtes, fast wolliges Winterfell zugelegt. Thordis ist weiß-braun gescheckt, die jüngere Jörp hat ein schlicht braunes Fell.

    Islandpferde verfügen neben Schritt, Trab und Galopp mit Pass und Tölt über zwei zusätzliche Gangarten. Der Pass ist eine gleichseitige Fußfolge, während der Tölt als schnelle Viertaktfolge aus dem Schritt heraus entwickelt wurde. Er ist eine für den Reiter äußerst ermüdungsfreie Gangart.
    (11.11.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Harry und Jane: Das neue Traumpaar im Allwetterzoo Münster?

    Seit dem 7. Oktober lebt die „Schottin“ Jane im Allwetterzoo. Die elfjährige Breitmaulnashornkuh, die ihre alte Heimat im Safaripark Blair Drummond bei Edinburgh im Tausch gegen die münstersche Nashornkuh Emmi verließ, gewöhnte sich schnell ein und traf schon bald auf ihre Artgenossin Vicky. Die wurde als „waschechte“ Münsteranerin 1986 im Allwetterzoo geboren. Beide Kühe schienen sich auf Anhieb zu verstehen. Deshalb gab es am letzten Montag, nur zehn Tage nach Janes Ankunft, ein Treffen mit dem 21jährigen Harry. Die erste Begegnung dauerte etwa eine Stunde und verlief recht friedlich. Der Nashornbulle, in Whipsnade/GB geboren und seit 1994 in Münster, zeigte Jane sehr schnell, wer der „Herr im Haus“ ist. Doch die Kuh schien dadurch in keiner Weise verängstigt. Vielleicht weil sie Vicky an ihrer Seite wusste?

    Am Tag darauf waren die Nashörner dann drei Stunden lang zusammen. Es gab kleinere, nashorntypische Horn-Rangeleien zwischen Jane und Harry, die aber stets ohne Verletzungen abliefen. Jane verhält sich auch wirklich optimal! Sie ist zwar aufgeregt, wenn Harry sich ihr nähert, was ihr steil erhobener Schwanz deutlich zeigt. Und sie schnaubt und grollt laut – doch sie bleibt stehen! Fast immer ist Vicky in Janes Nähe. Die beiden Nashornkühe bilden quasi eine Front gegenüber dem Bullen, der meist schnell einen Rückzieher macht. Am Mittwoch waren die drei Nashörner beinahe den ganzen Tag über gemeinsam draußen. Die Zusammengewöhnung verläuft bislang bestens und zur vollen Zufriedenheit von Zoologen und Tierpflegern.
    (20.10.2011)
    Zoo Münster:   Jane ist da!

    Ein Breitmaulnashorn aus Schottland schnuppert nun im Allwetterzoo Münster westfälische Luft und gewöhnt sich an deutsche Brötchen.

    Am 4. Oktober verließ die 21jährige Breitmaulnashornkuh Emmi den Allwetterzoo Münster. Sie hat sich inzwischen an ihr neues Zuhause im schottischen Safaripark Blair Drummond gewöhnt. Im Tausch traf aus Schottland die elfjährige Kuh Jane in Münster ein. So, wie schon die Abreise von Emmi reibungslos verlief, war auch die Ankunft von Jane am 7. Oktober perfekt! Der Lkw des niederländischen Spezialtransporteurs Ekipa traf mit seiner schweren und wertvollen Fracht pünktlich ein. Ein Schwerlastkran stand bereit, um schließlich die mitsamt der Nashornkuh 3,8 Tonnen wiegende Transportkiste vor das Tor zum Stall zu hieven. Dort hatten die Tierpfleger ein Gehege für Jane vorbereitet und reichlich Heu und Brötchen verteilt.

    Jane konnte das Herauslassen nach der 26stündigen Fahrt kaum abwarten und stieß mit ihrem Nasenhorn durch die Holzplanken der Transportkiste. Sobald der Schieber der Kiste sich öffnete, stürmte Jane in das Gehege – und stand dann erst einmal still. Im übernächsten „Abteil“ des Stalles konnte sie Vicky sehen, eine knapp 25jährige Nashornkuh. Jane zeigte sich ruhig, trank Wasser und fraß sofort etwas Heu. Sie markierte die Wände im Gehege mit ihrem Urin und probierte kurz nach ihrer Ankunft ein erstes Brötchen. Schon am Tag darauf durfte Jane in die große Freianlage, die sie ausgiebig erkundete. Weil sie sich sehr ruhig verhielt, konnte sie inzwischen auch schon mit Vicky zusammen gelassen werden. Jane verhält sich prima und zeigt Respekt vor der älteren Nashornkuh. Jetzt steht ihr noch das Treffen mit ihrem künftigen Partner Harry bevor.

    Jane ist eine imposante Erscheinung und unterscheidet sich äußerlich von Emmi. Die hat sich ebenso wie Vicky und Harry mit Vorliebe beide Nasenhörner abgescheuert, Jane hingegen „trägt lang“. Ihr vorderes Horn misst schätzungsweise 70 cm, das zweite ist etwa halb so lang. Die Nasenhörner sind auch der Grund für den schlechten Stand dieser Tiere im südlichen Afrika. Breitmaulnashörner werden in jüngster Zeit leider wieder vermehrt gewildert. Das pulverisierte Horn ist in Asien Gold wert, ihm wird eine die Potenz steigernde Wirkung zugeschrieben. In unseren Augen ist das purer Aberglaube, denn die Nasenhörner bestehen ebenso wie unsere Fingernägel aus Keratin. Doch solange es einen Markt gibt, hilft es den Tieren wenig. Ein zweiter Grund für die Bedrohung der Breitmaulnashörner ist der schwindende Lebensraum. Deshalb kommt ihrer Zucht in Zoologischen Gärten eine große Bedeutung zu. Und deshalb schicken Zoos auch ihre Tiere auf „Hochzeits-Reisen“. Im Allwetterzoo hofft man sehr, dass Jane und Harry sich mögen und es vielleicht schon im nächsten Jahr Nachwuchs gibt. Momentan werden in ganz Europa leider nur 3 bis 5 Nashörner pro Jahr geboren…

    Unser Foto zeigt Jane in der Freianlage.
    (10.10.2011)
    Liz Thieme:   Münster hat ein neues Nashorn. Nachdem Emmi den Zoo verlassen hat, ist am Freitag Jane angekommen. Aufgrund ihres ruhigen Verhaltens konnte sie schon mit Vicky zusammengeführt werden. Das Treffen mit Harry steht noch aus.
    (10.10.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Glücklich gelandet:

    Vier Nachwuchs-Geier aus Münster trafen wohlbehalten in einer Auswilderungsstation in Bulgarien ein. Mit diesen Vögeln nimmt der Allwetterzoo als erster deutscher Zoo am Gänsegeier-Auswilderungsprojekt auf dem Balkan teil.

    Vier in den letzten beiden Jahren im Allwetterzoo Münster geschlüpfte Gänsegeier sind am 5. Oktober nach Bulgarien geflogen. Sie werden im Rahmen des Projektes „Green Balkans“ ausgewildert und in etwa einem halben Jahr den Luftraum über den bulgarischen Bergen erobern! Etwas schmerzhaft war der Abschied schon: Für Zoologen und Tierpfleger, weil sie sich von den schönen Junggeiern trennen mussten, für die Vögel, weil sie das Fangen und Chipen und zwei von ihnen sogar das Ausrupfen einiger Federn über sich ergehen lassen mussten. Die Chips wurden unter die Haut im Halsbereich gesetzt und dienen der dauerhaften Identifizierung der Geier. Anhand der Federn soll das Geschlecht der 2011 geschlüpften Jungvögel festgestellt werden. Diese Prozedur haben die beiden Geier aus dem Jahr 2010 schon hinter sich: Einer von ihnen ist männlich, der zweite weiblich.

    Die Reise nach Bulgarien unternahmen die vier jungen Gänsegeier einzeln in stabilen, für den Transport per Flugzeug geeigneten Transportboxen. In ihrer künftigen Heimat werden sie nach einem halben Jahr Eingewöhnungszeit ausgewildert. „Der Allwetterzoo ist der erste deutsche Zoo, der sich am Projekt „Green Balkans“ beteiligt“, sagt Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers. Außer Gänsegeiern aus Auffangstationen in Spanien werden in Bulgarien derzeit Nachzuchttiere aus einem tschechischen und einem holländischen Zoo an das Freileben gewöhnt. Das Projekt startete vor gut einem Jahr und ist vorerst auf fünf Jahre begrenzt. Betreut wird das Projekt von den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora and Fauna, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und die Stiftung zum Schutz der Geier unterstützen es. „Wir sind froh, dass es dieses Projekt gibt und wir uns mit unseren Geier-Nachzuchten einbringen können“, sagt Dirk Wewers. Zwar engagiert sich der Allwetterzoo im Bereich Artenschutz in vorbildlicher Weise. Doch ist die Auswilderung im Zoo geborener Tiere ein besonderes Highlight!“.

    Gänsegeier fressen wie alle anderen Geier fast ausschließlich tote Tiere, im Zoo wie in der Natur. Die großen Vögel waren lange Zeit als „Gesundheitspolizisten“ gern gesehen. Kein Aas blieb in ihrem Gebiet liegen und die Ausbreitung von Seuchen wurde so verhindert. Doch die Menschen sahen auch in den Geiern Nahrungskonkurrenten und rotteten sie aus. Sie sorgten dafür, dass Viehkadaver nicht liegen blieben oder legten gar vergiftete Köder aus. Heute brüten die meisten Gänsegeier Europas in Spanien. Doch auch dort wird das Leben für die Geier schwerer, denn aufgrund der tierseuchenhygienischen EU-Verordnungen dürfen Tierschützer keine Kadaver mehr für die Vögel auslegen.
    (06.10.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Emmis Reise nach Schottland:
    Unsere Breitmaulnashornkuh ist auf dem Weg in einen Safaripark bei Edinburgh

    Wir sind glücklich, denn für Emmi fand sich ein neues Zuhause! Unsere 21jährige Nashornkuh reiste heute Morgen in Richtung Schottland ab. Aus dem Safaripark Blair Drummond westlich von Edinburgh erwarten wir am 7. Oktober das elfjährige Weibchen Jane in Münster. Der Tausch der beiden Breitmaulnashornkühe wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm verabredet und dient in erster Linie der Arterhaltung. Breitmaulnashörner werden im südlichen Afrika nach wie vor gewildert und ihre Lebensräume verschwinden mehr und mehr. Aufgrund ihrer akuten Bedrohung kommt jeder Nachzucht in Menschenobhut besondere Bedeutung zu.

    Der Transport von Emmi erfolgt in einer stabilen Kiste per Lkw und Fähre nach Schottland. Auf die Reise wurde die Nashornkuh von den Tierpflegern durch ein sogenanntes Kistentraining vorbereitet. Damit sie freiwillig und selbständig in ihre „Reisebox“ ging, stand diese schon seit dem 20. September auf der Nashornfreianlage. Die Pfleger lockten Emmi dann mehrmals am Tag mit Leckereien hinein.

    Emmis Reise wird von dem niederländischen Unternehmen EKIPA organisiert, das auf Tiertransporte spezialisiert ist. Es stellte auch die Reisebox, die ein Eigengewicht von 1.800 Kilogramm hat. Die Kiste samt Emmi, die mehr als 2.000 Kilogramm auf die Waage bringt, wurde von einem Schwerlastkran auf einen Lkw gehievt. Dann ging es zum Hafen von Rotterdam und per Fähre nach Kingston Upon Hill. Emmi wird am späten Abend in Blair Drummond erwartet. Auf der Rückreise haben die Tiertransporteure dann die Nashornkuh Jane an Bord, auf die in Münster nicht nur die Tierpfleger schon sehr gespannt sind…

    Emmi wurde 1990 im Allwetterzoo geboren, auch ihre Mutter Emily kam schon in Münster zur Welt. Emmi gebar vier Kälber, von denen leider nur eines überlebte und von den Tierpflegern aufgezogen werden musste. Zuletzt hat die Nashornkuh am 2. April dieses Jahres ihr Kalb nur eine Stunde nach der Geburt tödlich verletzt. In Schottland wird Emmi erstmals eine Nashorngeburt miterleben können, denn eine dort lebende Kuh ist derzeit trächtig. Die Zoologen erhoffen sich dadurch eine positive Verhaltensänderung.

    Auf die elfjährige Jane warten in Münster der Bulle Harry, geboren 1990 in Whipsnade/GB und seit 1994 in Münster, sowie die Kuh Vicky, die im Dezember 1986 im Allwetterzoo geboren wurde.
    (05.10.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo Münster nimmt als erster deutscher Zoo am Gänsegeier-Auswilderungsprojekt teil

    Vier im Allwetterzoo geborene Gänsegeier werden im Rahmen des bulgarischen Projektes „Green Balkans“ im nächsten halben Jahr ausgewildert.

    In der kommenden Woche verlassen unsere vier Gänsegeier-Nachzuchten aus den Jahren 2010 und 2011 den Allwetterzoo in Richtung Bulgarien. Dort werden sie nach einem halben Jahr Eingewöhnungszeit in das Balkangebirge ausgewildert. „Wir vom Allwetterzoo sind der erste deutsche Zoo, der sich am Geier-Auswilderungsprogramm „Green Balkans“ beteiligt“, so Zoo-Kurator Dr. Dirk Wewers. „Wir sind froh, dass es dieses Projekt gibt und wir uns auf diese besondere Weise einbringen können. Denn gerade im Bereich Artenschutz engagiert sich der Allwetterzoo in vorbildlicher Weise. Zum Beispiel mit unseren Projekten in Asien oder dem Zuchtprogramm für vom Aussterben bedrohter Schildkröten. Neben diesen Projekten ist die Auswilderung von im Zoo geborenen Tieren wie den Geiern natürlich ein besonderes Highlight! Wir bringen die Großvögel in ein ehemals von ihnen bewohntes Gebiet zurück, in dem sie im vergangenen Jahrhundert ausgerottet wurden.“

    Die Gänsegeier gewöhnen sich im Rahmen des Projekts zunächst in einer Großflugvoliere an ihre neue Heimat. Ausgewildert werden die Großvögel nach circa einem halben Jahr Eingewöhnungszeit. Das Projekt trägt sich in enger Zusammenarbeit der Förderer, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und Stiftung zum Schutz der Geier (VCF), mit den bulgarischen Naturschutzorganisationen Green Balkans und Fund for Wild Flora und Fauna (FWFF).
    (30.09.2011)
    Jan Jakobi:   Hat der Elefantenbulle "Alexander" inzwischen die Kühe "Ratna" und "Corny" gedeckt?
    Er ist schon seit fast 3 Monaten im Allwetterzoo Münster.

    "Tefi", "Rada", "Kanaudi" und "Bala" sind zu alt für ein erstes Kalb.
    (28.09.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Emmis Reise nach Schottland

    Die Breitmaulnashornkuh verlässt Münster

    Unsere Nashornkuh Emmi machte Schlagzeilen, weil sie drei ihrer Kälber direkt nach der Geburt tödlich verletzt hatte. Ein viertes, Ebun, musste von den Tierpflegern aufgezogen werden. Nun zieht Emmi in den schottischen Safaripark Blair Drummond westlich von Edinburgh um. Dort wird sie erstmals eine Nashorngeburt miterleben können, denn eine in diesem Park lebende Kuh ist derzeit trächtig. Wir hoffen dadurch auf eine positive Verhaltensänderung. An Stelle von Emmi wird das elfjährige Weibchen Jane ab dem 7. Oktober westfälische Luft schnuppern.

    Der Tausch der beiden Schwergewichte wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm verabredet und dient in erster Linie der Arterhaltung. Breitmaulnashörner werden im südlichen Afrika nach wie vor gewildert und ihre Lebensräume verschwinden in einem bedrohlichen Tempo.
    (28.09.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Gepard-Uroma Megan soll sich um Shaka kümmern:

    Der kleine Shaka aus dem  Allwetterzoo Münster, der von seinen Pflegern mit der Flasche groß gezogen wurde, weil seine Mutter Xenia ihn nach kurzer Zeit nicht mehr akzeptiert hatte, wird nun mit seiner Uroma zusammen gelassen.

    „Megan ist zwar noch keine Ersatzmutter, aber sie duldet den Kleinen in ihrer Anlage – das ist schon mal super“, freut sich Revierleiterin Carin Fels.

    Seit letztem Mittwoch (14.9.) wird Shaka unter Aufsicht der Pfleger und des Kurators mit seiner Uroma Megan zusammen gelassen. Anfangs nur für 20 Minuten, am nächsten Tag schon für eine Stunde, dann für zwei Stunden usw. Schnell war klar: die beiden verstehen sich sehr gut. Anfänglich waren die Pfleger noch mit in der Gepardanlage, um gegebenenfalls einzuschreiten. Dies war allerdings nicht nötig, so dass die Distanz zu den Tieren nach und nach vergrößert werden konnte. Seit Montag (19.9.) sind Uroma und –enkel den ganzen Tag über zusammen auf der Anlage und die Pfleger schauen lediglich zwischendurch von Außen nach den beiden. „Shaka bekommt bis 9 Uhr sein Fläschchen und danach geht’s zu Megan auf die Außenanlage“, erklärt Frau Fels. „Nur noch dreimal bekommt er Milch und zusätzlich mehrmals am Tag kleine Fleischrationen. So soll er sich nach und nach die Milch ab- und das Fleischfressen angewöhnen.“ Wenn Shaka alleine sein möchte, hat er die Möglichkeit sich ins Haus zurück zu ziehen. An der Gepardhütte wurde ein extra kleiner Durchschlupf nur für ihn angebracht, damit Megan ihm nicht folgen kann.

    Seit gestern (22.9.) kann Shaka auch nachts auf die Außenanlage zu seiner Uroma. „Alles verläuft so wie wir es uns gewünscht haben“, resultiert Tierarzt Carsten Ludwig. „Jetzt muss Xenia nur noch erneut trächtig werden…“
    (23.09.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Familientag im Allwetterzoo Münster:
    Ermäßigte Preise für alle Besucher
    „MUT zum Lesen“ und ALFA-MOBIL auf der Festwiese im Zoo

    Der Allwetterzoo Münster lädt am kommenden Samstag (24. 9.) zum „Familientag“ ein. Angesprochen sind nicht nur Eltern mit Kindern, sondern auch junge Paare, Großeltern oder Single. Der Zoo gewährt nämlich allen Besuchern eine bis zu 30%ige Eintrittsermäßigung. Nicht nur das Sparangebot könnte Anreiz für einen Zoobesuch sein, auch die zahlreichen Jungtiere bei Kattas, Katzen & Co. machen den Zoobesuch spannend: Die Besucher können beobachten wie unser kleiner Giraffenbullen gemeinsam mit den drei erwachsenen Tieren Makena, Axel und Volley neugierig die Welt erkundet, wie Gepard „Shaka“ seine neue Gefährtin „Megan“ kennenlernt oder wie das kleine Trampeltier sich mit den Urwildpferden anfreundet. Bei Familie Katta laufen die Besucher sogar durch die Anlage, so dass die madagassischen Halbaffen hautnah über ihren Köpfen hinweg klettern. Und auch auf dem Afrika-Panorama in der WG von Gnu, Wasserbock, Strauß, Zebra und Co. mischen die zahlreichen Jungtiere mächtig auf…

    Auf der Festwiese des Zoos zwischen Delphinarium und Tiger ist zudem in der Zeit von 10 bis 18 Uhr das ALFA-MOBIL vom Bundesverband Alphabetisierung zu Gast. Rund um das Thema „MUT zum Lesen“ finden hier Aktionen wie zum Beispiel die Buchpflückaktion statt. Dabei kommt „MUT zum Lesen“ nicht mit leeren Händen, sondern bringt Kinderbücher von Jokers mit. Diese Bücher können bei verschiedenen Rätseln und Spielen als Preise gewonnen werden. Bei schlechtem Wetter werden die Aktionen ins Elefantenhaus verlegt.

    Über das ALPHA-Mobil und die Aktion „MUT zum Lesen“ gibt Heike Urban vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V. unter Tel. 0251/ 49 09 96-0

    gern Auskunft. Der Verband würde sich sehr über eine Berichterstattung freuen: Frau Urban ist am Samstag ab 10 Uhr auf der Festwiese des Zoos (bei Regen im Elefantenhaus) anzutreffen.
    (21.09.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo-Adler hat neuen Paten

    Anlässlich des diesjährigen Weltkindertages übernimmt das Institut für Potenzialentfaltung (IPE) die Patenschaft für einen Weißkopfseeadler im Allwetterzoo Münster. Zoodirektor Jörg Adler freut sich über den neuen Paten und überreicht persönlich die Urkunde.

    „Die Stärke des Adlers ist Sinnbild für das Potenzial, das in unseren Kindern liegt“, erläuterte der Leiter des IPE und Buchautor, Daniel Paasch. Mit der Patenschaft solle den Kindern und Jugendlichen vor Augen geführt werden, welche Möglichkeiten in ihnen stecken. Kraft und der Wille, sich zu entfalten könnten Kindern wunderbar an einem solch eindrucksvollen Tier veranschaulicht werden, ergänzt Mathias Heidemann, Geschäftsführer des IPE.

    Jörg Adler begrüßte die neue Kooperation mit dem Potenzialinstitut, das bundesweit Kindertrainings und -coachings anbietet. Er unterstreicht in sehr persönlichen Worten, wie wichtig es auch für ihn im Leben immer wieder gewesen sei, ausdauernd an Zielen zu arbeiten und ermunterte Kinder und Jugendliche, ihre Potenziale voll auszuschöpfen. Mehr Infos unter: www.potenzial-training.de/muenster
    (20.09.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Gleitflug und Bruchlandung:

    Junge Weißstörche im Allwetterzoo üben das Fliegen…

    „Papa, ein Storch“, schreit der kleine Junge laut! Tatsächlich, knapp über die Köpfe der Besucher hinweg fliegt ein Storch in Richtung Zooteiche. Hier gibt’s am frühen Nachmittag immer leckeres Futter. Und das hat sich unter den knapp 60 frei fliegenden Weißstörchen im Allwetterzoo herumgesprochen. Die gefiederten Gäste wissen ganz genau, wo im Zoo für sie die „Tafel“ gedeckt ist. Und die Tierpfleger kalkulieren die Mitfresser ein und geben in die Näpfe von Kranichen, Schwänen oder zooeigenen Schwarzstörchen größere Rationen. Viele Störche fliegen aber auch weit ins Umland und suchen auf Feldern oder Wiesen nach Regenwürmern, Heuschrecken oder Mäusen.

    In diesem Sommer haben vierzehn Weißstorchpaare im Allwetterzoo gebrütet. Einige Paare überwintern in Münster, andere kehren immer wieder zurück, darunter auch bereits im Zoo geschlüpfte Störche. Gar nicht storchenüblich brüten sie sehr nah beieinander. Allein auf der Großflugvoliere wuchsen in sechs Horsten Küken heran! Auch hoch über den Elefanten hat sich ein zweites Paar niedergelassen. Mit viel Mühe errichteten die Störche ihren Horst auf den Pfosten eines Sonnensegels. Die meisten Brutpaare sind „alte Bekannte“, doch Michael Tillmann, der die Störche im Allwetterzoo genau beobachtet, identifizierte anhand der Beringung zwei „Neuzugänge“: Einer kommt aus dem Bereich Bodensee, eine Störchin aus Belgien.

    Mindestens 33 Küken schlüpften im Zoo von Anfang bis Mitte Mai. Leider konnten nur zwei von ihnen beringt werden, denn die meisten Horste sind nicht erreichbar. Die beiden Jungstörche, denen Michael Klein von der Biologischen Station Rieselfelder Ringe anlegen konnte, waren Mitte Juli von Tierpflegern im Zoogelände aufgefunden worden. Der eine stand nach einer Bruchlandung in einem Teich, der andere lief orientierungslos herum. Nach einer Nacht in der Quarantänestation wurden sie wieder in die Freiheit entlassen.

    Inzwischen sind sämtliche Jungstörche flügge und üben fleißig das Fliegen. Bei entsprechenden Aufwinden ist das ein schöner Anblick, der Himmel über dem Allwetterzoo ist dann voller Störche! Gegen Ende August werden als erstes die Jungvögel gen Süden aufbrechen. Ein paar Wochen später folgen die Eltern. Weißstörche überwintern in Portugal, Spanien oder Afrika. Und sicher kehren viele der im Allwetterzoo aufgewachsenen Störche zurück, um in der nächsten Saison im Zoo oder in der näheren Umgebung zu brüten...
    (18.08.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Gepardmutter Xenia gibt ihre Rolle ab:

    Der kleine Shaka wird nun doch allein von den Tierpflegern im Allwetterzoo Münster aufgezogen

    Bis zum letzten Samstag funktionierte die Arbeitsteilung zwischen der Gepardin Xenia und den Tierpflegern im Allwetterzoo gut: Das Weibchen hatte zwar keine Milch mehr, kümmerte sich ansonsten aber um ihren Sprössling. Die gemeinsame Aufzucht durch die leibliche Mutter und mehrere menschliche „Ersatzmütter“ war ein Experiment, das wohl bislang noch in keinem Zoo stattfand. Leider musste es jetzt abgebrochen werden, weil Xenia ihren Sohn anknurrte und abwies.

    Das sechsjährige, erstgebärende Weibchen hatte am 6. Juli drei Junge zur Welt gebracht, von denen nur Shaka überlebte. Als klar wurde, dass die Mutter nicht mehr genügend Milch hatte, fütterten die Pfleger den kleinen Gepard mehrmals am Tag mit einer Katzenaufzuchtmilch. Shaka nahm zu und entwickelte sich gut. Doch nun stellte sich heraus, dass Xenia ihren Sohn vernachlässigte und sich nicht mehr entsprechend um ihn kümmerte. Die Zooleitung entschied daraufhin, den vier Wochen alten Gepard komplett per Hand aufzuziehen.

    Im Allwetterzoo gelang in der Vergangenheit bereits mehrfach die Handaufzucht von Geparden. Auch diese Tiere konnten im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms an andere Zoos abgegeben und dort eingegliedert werden. Die Tierpfleger werden auch diesmal darauf achten, dass Shaka als Gepard heranwächst. Noch ist er auf den engen Kontakt zu den Menschen angewiesen und bekommt fünf- bis sechsmal am Tag das Fläschchen. Nach den Mahlzeiten massieren die Pfleger weiterhin sein Bäuchlein mit einem Schwamm und säubern sein Hinterteil nach jedem Geschäft. Sie lassen ihn auf der Wiese laufen und er folgt der vertrauten Silhouette „seines“ Menschen.

    Seit Samstag kümmert sich überwiegend Alexander Dietrich um Shaka. Der stellvertretende Revierleiter nimmt den Gepard in den nächsten Tagen sogar abends mit nach Hause – aber nur so lange, bis der Kleine allein schlafen kann. Die Zoobesucher können Shaka ab Mittwoch (10. August) um 10, 13, 15 und 16.30 Uhr in der Gepard-Anlage sehen. Wenn er „mitspielt“, bekommt Shaka dort sein Fläschchen und läuft herum. Jeder Gepard-Fan sollte allerdings berücksichtigen, dass Shaka noch ein Säugling ist und auch Ruhe braucht!
    (10.08.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Arbeitsteilung bei den Geparden im Allwetterzoo Münster:

    Mutter Xenia sorgt für die Körperpflege ihres Jungen, die Tierpfleger für ausreichend Milch!

    Am 6. Juli wurde die sechsjährige Gepardin Xenia zum ersten Mal Mutter! Sie brachte drei Jungtiere auf die Welt. Leider suchte sie für die ersten Tage keine der vorhandenen Höhlen oder eine der warmen Hütten auf. Sie schleppte die Jungen vielmehr in ein Gebüsch am Rand der Anlage. Dort wurde drei Tage später ein Jungtier tot aufgefunden, ein zweites musste eingeschläfert werden. Bei ihm hatte sich die Nabelschnur so unglücklich um ein Beinchen gewickelt, das dieses bereits abgestorben war. Der dritte kleine Gepard erschien einigermaßen kräftig, wurde aber schon bald von den Pflegern ins Haus geholt. Xenia ließ den Kleinen manchmal bis zu drei Stunden allein auf der Anlage liegen. Hier hätten die vielen Krähen und Elstern im Zoo dem noch sehr kleinen Jungtier gefährlich werden können.

    Im Haus konnte die Entwicklung des Gepardenkindes genau beobachtet werden. Und die Tierpfleger konnten es vor allem wiegen. Dabei stellte sich heraus, dass der Kleine nicht zunahm, sondern an Gewicht verlor. Vermutlich hatte Mutter Xenia keine Milch mehr. Die Pfleger probierten das Zufüttern mit einer speziellen Katzenmilch. Zum Glück klappte das schon beim ersten Versuch! Der kleine Gepard trinkt nun viermal am Tag insgesamt 200 Milliliter Milch aus dem Fläschchen. Die erste Mahlzeit bekommt er morgens um acht Uhr, weitere alle drei Stunden. Momentan, im Alter von knapp vier Wochen, „zahnt“ der kleine Kater - und das bereitet ihm offensichtlich Schmerzen: Er hört plötzlich auf zu nuckeln, sucht nach den Fingern der Pflegerin oder des Pflegers, der ihn gerade füttert, und kaut darauf herum. Dann trinkt er weiter. Nach dem obligatorischen „Bäuerchen“ steht Körperpflege auf dem Programm. Dafür benutzen die Pfleger einen Schwamm mit fester und weicher Seite. Auch die Mutter würde mit ihrer rauen Zunge das Fell ihrer Sprösslinge ablecken. Die Ganzkörpermassage regt unter anderem auch die Verdauung an.

    Der Körperpflege ihres Jungen widmet sich aber auch Mutter Xenia. Sie entsorgt stets das „große Geschäft“, frisst den Kot des Jungen und leckt ihn sauber. Sie ist inzwischen gut daran gewöhnt, dass sie zu den Fütterungszeiten des Kleinen auf die Außenanlage gehen soll, kommt aber nach spätestens zwei Stunden wieder zurück. Die Arbeitsteilung zwischen Mutter und Tierpflegern läuft bislang perfekt und zur Zufriedenheit aller: Xenia ist sehr ruhig und der Kleine entwickelt sich gut. Mit etwa fünf bis sechs Wochen wird er sich erstmals für das interessieren, was die Mutter frisst. Aber auch wenn er schon selbst Fleisch fressen kann, wird er noch weiter mit der Flasche gefüttert. Die Tierpfleger hoffen sehr, dass sie den Kleinen in drei Wochen – also gegen Ende August – zur Mutter auf die große Außenanlage lassen können. Bis dahin trainieren sie mit ihm, so dass er auf ihr Rufen kommt. Nur wenn der Kleine auf Zuruf zum Zaun kommt, können sie ihn auf der Freianlage füttern. Für jedes Fläschchen die Mutter von ihrem Jungen zu trennen, würde für beide Tiere Stress bedeuten.

    Auch wenn Revierleiterin Carin Fels, ihr Stellvertreter Alexander Dietrich und weitere Tierpfleger den kleinen Geparden jetzt mehrmals am Tag versorgen, bleibt er ein Wildtier. Menschliche Berührungen werden auf ein Minimum beschränkt, Fremde dürfen den Kleinen unter keinen Umständen anfassen. Es ist vor allem gut, dass Xenia ihre Mutterpflichten ernst nimmt. So bringt sie ihrem Sohn auch das bei Geparden übliche Sozialverhalten bei. Derzeit ist er noch sehr wackelig auf seinen kurzen Beinchen unterwegs, aber wenn er erst einmal auf die Außenanlage darf, wird er bestimmt rasch das Rennen lernen! Immerhin sind Geparde die schnellsten Landsäugetiere und erreichen kurzzeitig Geschwindigkeiten von bis zu 115 km/h. Mit einem Jahr wird der Kleine, der von den Pflegern „Shaka“ gerufen wird, seine endgültige Größe erreicht haben. Mit zwei Jahren gelten Geparde als ausgewachsen.

    Xenia, die am 9. 5. 2005 im Zoo von Ebeltoft/DK geboren wurde, kam als „Problemkatze“ im Mai 2010 nach Münster. In Dänemark hatte man sie mit drei verschiedenen Katern zusammengebracht, doch sie akzeptierte keinen als Partner. Erst Jabari hatte Erfolg! Der am 4. 9. 2008 in  Salzburg geborene Gepard lebt seit Januar 2011 in Münster und ist Vater des kleinen Shaka. Inzwischen hat es sich in der Zoowelt herumgesprochen, dass der Allwetterzoo Zuchterfolge mit „Problemgeparden“ hat. Demnächst wird eine zuchtunwillige Katze aus Lissabon nach Münster umziehen. Übrigens lebt auch die Urgroßmutter von Shaka in Münster: Megan, 1996 in Belfast geboren und seit elf Jahren in Münster, ist die Mutter von Xenias Vater.

    Im Allwetterzoo sind die Voraussetzungen für die Zucht von Geparden optimal. Die insgesamt 7.500 qm große Anlage mit vier separaten Bereichen erlaubt die getrennte Haltung von Kater und Katze. Auch in Südafrika leben Geparde als Einzelgänger und treffen nur zur Paarungszeit aufeinander. In Münster betreiben die sehr erfahrenen Tierpfleger zudem ein regelrechtes „Zuchtmanagement“. In den Bereich, den der Kater tagsüber bewohnt, lassen sie nachts die Katze. Sowie der Kater morgens zurückkehrt, kontrolliert er die Stellen, an denen die Katze in der Nacht uriniert hat. Eine Gepardin wird nur dann „hitzig“, wenn ein Kater in der Nähe ist. Sie zeigt auch nicht die für andere Katzenarten typische „Rolligkeit“. Damit fehlen die für den Menschen sichtbaren Anzeichen für den richtigen Zeitpunkt, zu dem Katze und Kater zusammen treffen sollten. Den passenden Termin bestimmt allein der Kater; denn nur er kann die hormonelle Veränderung im Urin der Katze und damit deren Empfängnisbereitschaft erkennen. Ist sie kurz vor dem Eisprung, ruft er laut und fordernd nach ihr. Dann lassen die Pfleger die Tiere zusammen. Quasi als „Vorspiel“ treibt der Kater die Katze über das Gelände. Durch dieses Treiben wird der Eisprung ausgelöst. Ist die Katze bereit, legt sie sich hin. Und nach rund drei Monaten gibt es dann den erhofften Nachwuchs…
    (04.08.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Glück und Unglück im Allwetterzoo: Tragischer Unfall bei den Nordpersischen Leoparden
    Die Raubkatzen-Pfleger im Allwetterzoo werden den Mittwochmorgen so schnell nicht vergessen! Beim üblichen Kontrollgang in ihrem Revier vermissten sie die beiden Jungtiere in der Anlage von Mutter Bara. Zu ihrem Entsetzen entdeckten sie den zehn Wochen alten Kater der Nordpersischen Leoparden tot im Gehege des Vaters, seine Schwester war nicht auffindbar. Wie das männliche Jungtier in die benachbarte Anlage gelangt ist, kann nur vermutet werden. Zoodirektor Jörg Adler spricht von einer Verkettung unglücklicher Zufälle und erklärt: „Ich übernehme die volle Verantwortung für das Geschehen. Es tut mir sehr leid, vor allem deshalb, weil vermeidbare Fehler zum Tod des kleinen Katers geführt haben“.
    Es war bekannt, dass die beiden kleinen Leoparden schon seit einigen Tagen immer wieder einmal am Gitter ihres Geheges hochkletterten, bevorzugt an den Ecken. Daraufhin wurde die Anlage dort mit dichtmaschigem Geflecht gesichert. Im oberen Bereich gab es aber immer noch Schlupflöcher, durch die zehn Wochen alte Leoparden passen konnten. In der Vergangenheit sind in der Anlage zwar bereits mehrere Leoparden herangewachsen, doch sie zeigten keine so ausgeprägte Kletterneigung wie die am 18. Mai geborenen Jungtiere.
    Im Laufe des Tages suchte man im Allwetterzoo mit allen Mitteln nach dem verschwundenen weiblichen Jungtier. Es wurde ein speziell für das Auffinden von Tieren ausgebildeter Schweißhund eingesetzt. Außerdem suchten rund 20 Zoomitarbeiter intensiv das gesamte Gelände ab. Gegen 15.45 Uhr gab es dann Entwarnung: „Wir haben sie gefunden!“. Dieser Anruf aus dem Katzenrevier setzte sofort eine gut einstündige Bergungsaktion in Gang. Das Leopardenkind war nämlich an einer kaum erreichbaren Stelle auf dem Dach des Außengeheges entdeckt worden. Mit Geschick und Ideenreichtum und beispiellosem Einsatz von Tierpflegern, Handwerkern und Gärtnern wurde dem Jungtier die selbständige Rückkehr in die Anlage ermöglicht. Und das hat geklappt: Noch vor 18 Uhr waren Mutter Bara und die kleine Charlene wieder vereint!
    Die Nachricht der glücklichen Rückkehr zur Mutter wird sicher die zahlreichen Zoobesucher erfreuen, die am Mittwochnachmittag trotz Regen teilweise eine Stunde lang die Rettungsaktion beobachteten. Damit es nicht wieder zu einem solchen Vorfall kommt, begannen die Zoohandwerker am Donnerstagmorgen sofort damit, die Außenanlage der Nordpersischen Leoparden zu sichern. Und beim Umbau bzw. der Vergrößerung der Anlage, die für das Jahr 2012 geplant ist, wird es „Ausbruchsmöglichkeiten“ von vornherein nicht geben…

    (04.08.2011)
    Allwetterzoo Münster:   „Fürstliche Katzen’“ im Allwetterzoo: Die beiden Leopardenjungtiere werden auf Charlene und Albert getauft
    Prinz Vladimir von Jugoslawien zählte mit seiner Gattin Prinzessin Brigitta zu den Gratulanten der fürstlichen Hochzeit in Monaco Anfang Juli. Als Geschenk für die Brautleute Fürst Albert II. und Charlene Wittstock dachten sie sich etwas Besonderes aus, nämlich eine Patenschaft für die beiden am 18. Mai in Münster geborenen Nordpersischen Leoparden. Fürst Albert sollte Pate und Namensgeber für das männliche Leopardenkind werden, Charlene Wittstock für das weibliche.
    Auf die Idee der Patenschaft kam Prinz Vladimir, weil er zu Anfang des Jahres den Allwetterzoo besucht hatte und seitdem mit dessen Direktor Jörg Adler im Kontakt steht. Die beiden Katzenkinder zählen zur hoch bedrohten Unterart der Nordpersischen Leoparden. Und Artenschutz ist seit Langem ein Anliegen von Prinz Albert, der sich u.a. mit der „Prince Albert II of Monaco Foundation“ für Projekte zum Erhalt der Artenvielfalt engagiert. Zum Allwetterzoo hat er bereits eine Beziehung, denn über seine Stiftung unterstützte er das von Münster aus betreute „Angkor Centre for Conservation of Biodiversity“ in Kambodscha.
    Vor der Hochzeit in Monaco fragte Prinz Vladimir höflich an, ob das Fürstenpaar mit der Patenschaft einverstanden sei. Die Zustimmung steht noch aus, doch trotzdem werden Prinz Vladimir und Prinzessin Brigitta die Raubkatzen stellvertretend taufen. Der kleine Kater wird ab Samstag Albert heißen und Charlene die Katze.

    (25.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Gaukler und Stelzenläufer, Musiker und Sänger, Zauberer und Jongleure im Zoo:
    Am Wochenende 23./ 24. Juli findet im Allwetterzoo Münster das 2. Internationale Straßenkünstlerfestival statt.
    Das erste Internationale Straßenkünstlerfestival im letzten Jahr war ein voller Erfolg. In diesem Jahr gibt es eine Neuauflage, die wieder eine ganz besondere Form der Unterhaltung für kleine und große Menschen verspricht. Auf Wegen und Plätzen im und vor dem Zoo werden Sänger, Musiker, Akrobaten, Parodisten, Zauberer, Jongleure, Tänzer und Stelzenläufer die Zoobesucher verzaubern.
    Einen sehr schrägen Humor beweist die Leopardenolga im hautengen Wildlife-Schlauch, während Tripponhang der Spezialist für leise Töne ist. Bei Lucy Lynn können Kinder das Jonglieren üben, nachdem Ewa aus Polen ihnen tierische Gesichter geschminkt hat. La Fille Facile singt französische Chancons, Celina Bostic ist auf Soul abonniert. Zu hören gibt es auch Schlager, Zigeunerlieder, Folk aus Irland oder klassische Melodien. Hoch hinaus geht es vor dem Zooeingang, denn die Akrobatinnen von Duelirium aus Spanien trotzen der Schwerkraft. Lachen und staunen darf man über das Duo Stradatella ebenso wie über Magic Frederick und La Jana, die Schlangenfrau. Der Kanadier Steve Stergiadis bezieht als Engel Saint Steve sogar das Publikum in seine Show ein. Da bleibt kein Auge trocken…
    Das Programm ist nicht nur vielfältig, sondern auch international besetzt. Rund 100 Künstler aus 16 Nationen werden ihr Bestes geben, um den hoffentlich zahlreichen Zoobesuchern ganz besondere Erlebnisse zu bescheren. Und wie es sich für einen „Allwetter“-Zoo gehört, gibt es auch regensichere Standorte. Das Straßenkünstler-Programm beginnt am Samstag um 14 Uhr. Bis 19.30 Uhr sind die Auftretenden im gesamten Zoogelände anzutreffen. Danach sammeln sich alle Beteiligten auf dem Landoisplatz unterhalb des Aquariums. Dort wird es bis 22 Uhr Musik und Künstler „hautnah“ geben. Der krönende Abschluss des ersten Festivaltages wird eine Feuershow sein. Am Sonntag können sich die Zoobesucher von 11 bis 18 Uhr an der Straßenkunst erfreuen.
    Im Zoo gibt es an den Veranstaltungstagen ein Programmheft. Wer schon vorher mehr über die einzelnen Künstler wissen möchte, findet weitere Informationen auf der Website www.zookuenstler.de.

    (21.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Nashorn Emmi wird von Münster nach Schottland umziehen!
    Im Allwetterzoo Münster ist man glücklich, denn für Emmi hat sich ein neues Zuhause gefunden! Die Breitmaulnashornkuh wird in den Safaripark Blair Drummond westlich von Edinburgh umziehen. Im Tausch wird ein elfjähriges Weibchen statt schottischer demnächst westfälische Luft schnuppern. Der Umzug der beiden Schwergewichte wurde in Abstimmung mit dem Europäischen Erhaltungszucht-Programm verabredet und dient in erster Linie der Arterhaltung. Breitmaulnashörner werden im südlichen Afrika nach wie vor gewildert und ihre Lebensräume verschwinden mehr und mehr. Aufgrund ihrer akuten Bedrohung kommt jeder Nachzucht in Menschenobhut besondere Bedeutung zu.
    Emmi wurde 1990 im Allwetterzoo geboren, auch ihre Mutter Emily kam schon in Münster zur Welt. Emmi brachte inzwischen vier Kälber auf die Welt, von denen leider nur eines überlebte. Zuletzt hat sie am 2. April ihr Kalb nur eine Stunde nach der Geburt tödlich verletzt. In Schottland wird Emmi erstmals eine Nashorngeburt miterleben können, denn eine dort lebende Kuh ist derzeit trächtig. Emmi selbst tritt vermutlich auch tragend die Reise an. Weil der Umzug in wenigen Wochen erfolgt, darf sie nun von Harry gedeckt werden.

    (20.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Kattakind Sina in der Reha:
    Das gebrochene Beinchen muss trainiert werden!
    Am 26. Mai änderte sich für Sina das Leben von Grund auf! Mitte März geboren, wuchs das Kattakind in den ersten beiden Lebensmonaten gemeinsam mit dem Zwillings-Bruder und umsorgt von Mutter Mobi in der Katta-Gruppe auf. Sina wurde immer wagemutiger und hatte schließlich einen Unfall. Die Folgen waren schwerwiegend: Sina konnte den linken Fuß nicht mehr bewegen, das Bein hing herab. Um sie zu retten, wurden ihre gebrochenen Knochen mit einer Metallplatte stabilisiert. Mehr über Sinas Geschichte erfahren Sie in unserer News Kattakind mit „Platte“ und Stützverband.
    In den Wochen nach der Operation übernahmen Praktikantinnen unseres Tierarztes die „Mutterrolle“. Sie fütterten Sina und säuberten sie nach jeder Verdauung. Dabei legten sie Wert darauf, das Kattakind nicht zu vermenschlichen. Sina soll unbedingt wieder in einer Katta-Gruppe zurechtkommen. So spendierten wir dem Kattakind „Artgenossen“ aus Plüsch. Auf diesen schlief Sina und leckte sie nach Katta-Art sogar ab. Zu unserer Freude verlief alles wunschgemäß: Die Knochen wuchsen zusammen, die Platte konnte entfernt werden. Anfang Juli wurden ein letztes Mal Fäden gezogen – und damit war das Kattakind bereit für die „Reha“!
    Im Menschenaffenhaus bewohnt Sina nun vorerst ein „Separee“. Wir stellten die geräumige Voliere, in der Sina die letzten Wochen im Praktikanten-Büro am Futterhof verbracht hat, in die Innenanlage der Kattas. Dort sieht, hört und riecht sie jetzt ihre Mutter, den Bruder und die übrigen Familienmitglieder. Als Sina den ersten beinahe direkten Kontakt zu ihren Artgenossen hatte, zeigte sie gleich riesengroße Neugierde. Zwar noch durch Gitter getrennt, berochen und befummelten sich die Kattas ohne Anzeichen von Fremdheit.
    Zunächst kommt Sina aber nicht zurück in die Kattagruppe. Sie muss noch eine Weile allein das Klettern üben. Sina braucht Muskeln, damit sie bald wieder richtig weit springen kann! Jeder, der schon mal ein Bein oder einen Arm gebrochen hatte, weiß wie langwierig das sein kann. Und Sina muss auch fitt genug werden, um sich bei eventuellen Auseinandersetzungen in der Gruppe zu behaupten. Als nächste Reha-Etappe steht dann ein Umzug in eine der beiden Katta-Innenanlagen an. Hier wird Sina stundenweise in einem größeren Raum „trainieren“ können. Und wenn sie fleißig übt, wird sicher bald eine Rückführung in die Gruppe möglich sein.

    (14.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Das Giraffenkalb im Allwetterzoo Münster darf nach draußen!
    Erstes Familientreffen der Netzgiraffen verlief vorbildlich
    Am Montag war es endlich so weit: Das am 19. Juni im Allwetterzoo geborene Giraffenkalb lernte die „große Welt“ außerhalb des Giraffenhauses kennen. Gleichzeitig traf das Kalb dabei erstmals direkt auf Vater Axel und „Tante“ Volley. Bis dahin hatten die Tiere sich im Stall zwar sehen und riechen können, aber unmittelbar voreinander standen sie noch nicht. Als Vorbereitung für das Familientreffen hatten Revierleiter Ferdi Heinemann und seine Kollegen rings um das Gelände Flatterband gespannt. Die Giraffenanlage wird zwar nur durch einen niedrigen Graben vom Besucherweg getrennt, in den könnte ein unerfahrenes Kalb aber hineinfallen. Das grelle Band und eine Stromlitze machen der kleinen Giraffe die Grenzen der Anlage deutlich.
    Zuerst öffnete Ferdi das Tor zu Makenas Innenanlage, die sofort ins Freie ging. Ihr Sohn schien etwas irritiert und lief im Haus zwei-, dreimal vor dem ungewohnt offenen Tor hin und her. Dann folgte er seiner Mutter und schaute verwundert in alle Richtungen. Als Makena quer über die Anlage lief, folgte er ihr mit etwas Abstand. Doch sowie Volley und Axel nach draußen kamen, drückte er sich dicht an Mutters Beine. Der Giraffenmann hatte sehr großes Interesse an seinem Sohn und beroch ihn ständig. Volley verhielt sich etwas distanzierter und Makena war die Ruhe selbst. Schon bald zeigte der Kleine sich mutiger und entfernte sich einige Meter von seiner Mutter, nahm dabei Steine, Grasbüschel oder Baumstämme in Augenschein. Einmal war er zu schnell, stolperte und fiel hin, stand aber sofort wieder auf. Auch mit der Absperrung machte er Bekanntschaft. Er rannte hinein, konnte aber rechtzeitig vor der Grabenkante stoppen.
    Von nun an wird die Nachwuchs-Giraffe Tag für Tag das Rennen üben können! Immer am Vormittag dürfen Makena und Sohn nach draußen. Die Familientreffen sind vorerst auf wenige Stunden begrenzt, denn aus Sicherheitsgründen müssen stets Tierpfleger anwesend sein. Doch je nachdem, wie Makena und ihr Nachwuchs sich verhalten, kann die „Ausgehzeit“ vielleicht schon bald verlängert werden.

    Foto: Axel mit seinem Sohn

    (12.07.2011)
    Jan Jakobi:   @MM:
    Gute Frage!
    Bei Hagenbeck sind schon 12 Elefanten und 2 Kälber werden nächstes Jahr erwartet.

    Es wäre gut wenn sie bei ihren Müttern sind, dass würde auch wieder etwas mehr einer natürlichen Herde entsprechen.

    Ob es gut ist einen Elefantenbullen oder eine Elefantenkuh alle paar Jahre zum decken in einen anderen Zoo zu schicken?

    Ich kann ja mal bei Hagenbeck nachfragen ob "Ratna" und "Corny" auch zurück kommen sollen, wenn sie trächtig sind.


    (11.07.2011)
    Michael Mettler:   Apropos: Ist denn eigentlich sicher, dass Corny und Ratna bei eventueller Trächtigkeit im Münster verbleiben, oder liefe das womöglich auf eine Situation wie mit Indra/Salvana in Leipzig hinaus (Rückkehr zum Eigentümer Hagenbeck)?
    (11.07.2011)
    Michael Mettler:   @Klaus Schüling: Für das, worauf ich hinauswill, spielt es im Grunde keine Rolle ob Alexander in Münster ein alter Bekannter ist oder nicht, denn es geht mir um die Haltungssituation und deren Außendarstellung und nicht um die Individuen (wie gesagt, die rein züchterischen Beweggründe, Alexander mit Corny und Ratna zusammenzubringen, kann ich noch nachvollziehen).

    Immerhin wurde öffentlich verkündet, dass das EEP mit Abzug von Elefanten drohe, wenn sich die Haltungssituation nicht bessern sollte. Sie hat sich (noch) nicht gebessert, und das selbe EEP stellt nun einen neuen Bullen für die Zucht ein. Hm.

    Genauso widersprüchlich finde ich, dass einerseits die Notwendigkeit des Neubaues öffentlich damit begründet (und nicht zuletzt auch um Spenden gebeten) wird, weil die Sicherheit der Tierpfleger verbessert werden soll, aber in die noch immer bestehende "unsichere" Situation hinein ein anderer Bulle geholt wird. Ja, er ist in Münster bekannt (Sind es eigentlich auch noch die gleichen Pfleger wie damals? Auf jeden Fall sind andere Kühe da), aber eine Sicherheitsgarantie ist das nicht. Und ob der Bulle nun für vier Wochen oder für immer bleibt, macht angesichts der vom Zoo selbst öffentlich bewerteten Haltungssituation keinen Unterschied: Falls es "problematisch" werden sollte, um die Wortwahl auf der Zoo-HP zu benutzen, reicht eine Minute...
    (11.07.2011)
    Rüdiger:   Die ewige Reiserei für Alex kann doch nicht so tierfreundlich sein. Vielleicht bekommt er später mal einen ruhigen Lebensabend in Terra Natura - Spanien -
    (11.07.2011)
    Klaus Schüling:   Wer im letzten Jahr die Ausstellung "ZooGeschichte(n) Wilde Tiere für Europa" (Details: siehe unten in diesem Thread) verpasst hat.

    In leicht abgespeckter Form tingelt diese jetzt durch westfälische Museen:

    Im Karl-Pollender-Museum in Werne an der Lippe ist sie noch bis zum 31.07.2011 jeweils di-fr und sonntags zu sehen, anschließend vom 4.8. - 04.09.2011 im Hermann Grochtmann Museum in Datteln.

    Eine ähnlich konzipierte Ausstellung soll auch im August in Lüdenscheid zu sehen sein.

    Träger der Ausstellung in Werne/Lippe sind:
    Westfälisches Pferdemuseum Münster
    Landesmuseen Westfalen (LWL)
    Allwetterzoo Münster

    (11.07.2011)
    Jan Jakobi:   "Alexander" muss erst mal "Ratna" und "Corny" trächtig machen.
    Dann kann er von mir aus wieder wo anders hin reisen.

    Das mit dem beinahe stecken bleiben habe ich auch auf der Homepage des Allwetterzoos gelesen.

    Da scheint man wohl nicht zu wissen wie breit so ein Elefant werden kann.

    "Chamundi" war offensichtlich dünn genug dafür.
    (11.07.2011)
    Klaus Schüling:   @Michael Mettler

    Die Idee, die Zeit zwischen Baubeschluss (der liegt vor und das war vermutlich für die Verantwortlichen des Zuchtbuches entscheidend) und Baubeginn für einen Deckversuch zu nutzen, ist durchaus auch öffentlich vertreten worden.

    Im Idealfall hätte man in der Tat in der Saison nach Fertigstellung der neuen Anlage Nachwuchs.

    Für Alexander ist die Haltungssituation in Münster keinesfalls neu - auch die Pfleger wussten, wen Sie da im Tausch für Chamundi kriegen.
    Es bleibt abzuwarten, ob Alexander nur kurzfristig eingestellt wurde oder ob er längerfristig in Münster bleiben soll.
    (11.07.2011)
    Dennis Ismer:   Als ich neulich bei Facebook gelesen habe, dass Alexander beim ersten Gang aus dem Kral tatsächlich beinahe stecken geblieben wäre, hab ich ernsthaft an der Fähigkeit der Verantwortlichen gezweifelt.

    Weiß jemand, wieso dort nichts verändert wurde?
    (11.07.2011)
    Jan Jakobi:   @Michael Killian:
    Eigentlich stellt man sich im Thread "Das Forum stellt sich vor" vor...

    Bilder der Transportcontainer mit Sattelschlepper gibt es auf der Homepage des Allwetterzoos.


    (06.07.2011)
    Michael Kilian:   Sorry, hab mich vertippt, bin 25:)

    (06.07.2011)
    Michael Kilian:   Hallo, mein Name ist Micha (23), bin genauso zooverrückt wie alle hier, und ich freu mich das in Münster alles so gut geklappt hat, hoffentlich klappt es beim 1. Zusammenlassen genauso gut!!! Auf baldigen Nachwuchs, du schaffst das schon ,,Alexander" :-)
    (06.07.2011)
    Jan Jakobi:   Wie schön, dann steht dem Elefantennachwuchs nichts mehr im Weg.

    Das "Chamundi" heil in Amersfoort angekommen ist finde ich gut.

    Ob "Alexander" so schnell wie "Naing Thein" die Kühe decken wird?

    Das wird man sehen.

    (06.07.2011)
    Michael Mettler:   Aus züchterischen Gründen im Sinne der Zoopopulation finde ich den Bullentausch nachvollziehbar, aber trotzdem drängen sich mir da ein paar Nebengedanken auf.

    Es ist noch nicht lange her, dass der Zoo damit in die Öffentlichkeit ging, dass das EEP die zuchtfähigen Elefanten aus Münster abzuziehen drohe, wenn die Haltung nicht optimiert werden würde. Nun wurde die Haltung ja bisher nicht optimiert, sondern soll es erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt sein, und trotzdem erhielt man einen neuen Bullen für Zuchtzwecke. Nanu?

    Im Text zum Elefantenpark auf der HP des Allwetterzoos heißt es u.a.: "Ein separates Bullenhaus ist notwendig, weil die bisherige Bullenhaltung nicht optimal und auch unter dem Aspekt der Sicherheit für die Pfleger problematisch ist." Nun steht auch dieses neue Bullenhaus noch nicht, aber man holt in die "nicht optimale" und "problematische" Haltung noch einen neuen Bullen, statt die ohnehin bisher nicht-züchtende Situation durch den vorübergehenden Verzicht auf die Bullenhaltung (bis zur Fertigstellung des Elefantenparks) zu entlasten und damit die (selbst postulierte!) Sicherheit der Pfleger besser zu gewährleisten.

    Der vorübergehende Verzicht auf einen Bullen hätte zudem die Platzsituation während der Bauzeit vereinfacht. Ich nehme an, dass sich seit meinem letzten Besuch nichts daran geändert hat, dass die Kühe in zwei getrennten Gruppen gehalten werden, und auch beim Bullen muss man zumindest von zeitweiser Separierungsmöglichkeit ausgehen - aber beim Umbau der Außenanlagen muss doch m.E. eine Zeit überbrückt werden, in denen nur eingeschränkte Möglichkeiten der Außennutzung bestehen. Da würde "eine Einheit weniger" - und dazu noch die am schwierigsten zu behandelnde - die Sache sicher einfacher machen.

    Last but not least schaue ich auf die Daten: Bullentausch im Sommer 2011, erhoffte Eröffnung des Elefantenparks im Frühjahr 2013. Ist es wirklich nur Zufall, dass das relativ gut mit der Tragzeit des Elefanten passt...? Ein, zwei Elefantenkälber gleich nach der Eröffnung der Neuanlage, und man hätte 2013 publikumswirksame Argumente auf vier (oder acht) Beinen, um die Großinvestition von der Neueröffnung an als Erfolg zu feiern. Wenn das kein Anreiz für den Bullenwechsel war...
    (06.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Alexander ist da! Der Elefantenbulle zog aus den Niederlanden in den Allwetterzoo Münster um

    Nun ist der „Bullentausch“ abgeschlossen. Alle Beteiligten im Allwetterzoo sind glücklich über den reibungslosen Verlauf des Elefanten-Transports. Der Asiatische Elefantenbulle Chamundi, der von 1996 bis zum Dienstag dieser Woche in Münster lebte, fand im Zoo Amersfoort in den Niederlanden ein neues Zuhause. Am selben Abend gegen 22 Uhr traf im Tausch der Elefantenbulle Alexander aus Amersfoort wohlbehalten im Allwetterzoo ein. Um Chamundi das Einleben in Amersfoort zu erleichtern, reiste Elefantenpfleger Matthias Bartel am Mittwochmorgen für zwei Tage in die Niederlande. Umgekehrt wird ein mit Alexander vertrauter Pfleger vermutlich bis Freitagnachmittag in Münster bleiben, damit dem Bullen die Umgewöhnung leichter fällt.

    Alexander ist in Münster kein Fremder. Von 1994 bis 1998 zählte er schon einmal zur Elefantenherde im Allwetterzoo. Dennoch gönnt man ihm nun zwei Tage Ruhe. Im für Besucher nicht einsehbaren Bullenstall kann er sich an die fremde Umgebung und die neuen Tierpfleger gewöhnen. Am Freitag (8.7.) wird Alexander zwischen 10.30 und 12.30 Uhr erstmals im „Bullenabteil“ der Elefanten-Außenanlage, dem sogenannten Kral, zu sehen sein. Nach der Mittagszeit wollen die Pfleger mit ihm das „In-den-Stall-gehen“ üben. Klappt alles wunschgemäß, ist Alexander vielleicht auch am Nachmittag und an den folgenden Tagen zu sehen. Wann ihm vom Kral aus ein Blick auf seine neuen „Frauen“ Ratna und Corny vergönnt sein wird, ist noch nicht sicher. Auch wann das erste unmittelbare Treffen von Alexander mit den Kühen erfolgt, wird die weitere Entwicklung zeigen.
    (06.07.2011)
    Jan Jakobi:   Das hört sich gut an.
    Ich hoffe das "Alexander" heil in Münster ankommt und für Elefantnenbabys sorgt.


    (05.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Die Abreise von Chamundi ist geschafft! Alexander wird hoffentlich heute Abend gut ankommen!

     

    Mehr über die Hintergründe und Vorbereitungen für den Bullentausch verrät eine News auf der Website:

    http://www.allwetterzoo.de/fotos/news2011/bullentausch2011.php

     

    Noch heute Nachmittag wird eine News online gestellt, die die Abreise von Chamundi beschreibt.

    Morgen folgt dann eine zur Ankunft von Alexander.
    (05.07.2011)
    Jan Jakobi:   Laut der Homepage des Allwetterzoos werden morgen die Elefantenbullen ausgetauscht.
    "Chamundi" geht und "Alexander" kommt.

    Als ich die Bilder der Bullen sah, dachte ich "Alexander" ist schon da.

    Die beiden sehen sich ähnlich, "Alexander" fehlt der rechte und "Chamundi" der linke Stoßzahn.
    Beiden musste der jeweilige Stoßzahn in Münster entfernt werden.

    (04.07.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Weitere Sonderführungen zu „Familie Strauß“ im Allwetterzoo Münster im Juli

    Prächtig entwickelt haben sich die acht im Mai geschlüpften Straußen-Küken im Allwetterzoo Münster. Wenn alles wie geplant geklappt hätte, könnten sie jetzt mitsamt ihren Eltern auf dem großen Afrikapanorama bewundert werden. Doch die Zebras haben den Umzug von „Familie Strauß“ auf die Gemeinschaftsanlage vereitelt. Neugierig und ruppig bedrängten sie die verängstigten Küken. Damit es zwischen den wehrhaften Straußen-Eltern und den Zebras nicht zu Streitereien kommt, bleibt die Straußenfamilie nun weitere drei Wochen hinter den Kulissen. Hier können die Jungstrauße nur im Rahmen von Sonderführungen gesehen werden, zu denen der Zoo an den ersten drei Wochenenden im Juli einlädt.

    Samstags und sonntags warten um 13 und 14.30 Uhr Biologen vor dem Afrikapanorama auf interessierte Besucher. Eine Stunde dauert der Rundgang, für den keine zusätzliche Gebühr erhoben wird. Hierbei wird das Funktionieren der „WG“ aus afrikanischen Huftieren, Kronenkranichen und Straußen erklärt. Der Rundgang endet vor einem großen Gehege hinter den Kulissen, in dem die Straußenküken und ihre Eltern „Heinz“ und „Hedwig“ leben. Dort können die Jungstrauße unbehelligt von aufdringlichen Zebras große Mengen an kleingeschnittenem Salat, geraspelten Möhren und speziellen Presslingen fressen. Sie sollen sich ja in etwa einem Jahr zu den größten Laufvögeln der Welt entwickeln. Männliche Strauße können bis zu zweieinhalb Meter groß werden!
    (30.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   „Bullentausch“ im Allwetterzoo Münster: Chamundi geht, Alexander kommt

    Elefanten-Nachwuchs auch in Münster! Viele Zoofreunde wünschen nichts sehnlicher. Um die Chancen zu vergrößern, wird es Anfang Juli einen Bullentausch geben: Der 19jährige „Chamundi“ verlässt Münster in Richtung Zoo Amersfoort (NL), von dort kommt der 33jährige „Alexander“ in den Allwetterzoo. 1978 im Zoo von Ramat Gan in Israel geboren, ist dieser Elefantenbulle für die Mitarbeiter im Allwetterzoo kein Unbekannter. Schließlich war „Alexander“ der erste Elefantenbulle in Münster überhaupt und 1999 Vater des ersten jemals in Münster geborenen Elefantenkalbes. Insgesamt ist der potente Elefantenbulle bis heute in den Niederlanden elfmal Vater geworden. „Chamundi“ hingegen hegte für die jungen Kühe in Münster bislang wohl nur brüderliche Gefühle. Er wurde ebenso wie diese im Tierpark Hagenbeck in Hamburg geboren.

    Der Transport der beiden gewaltigen Elefantenbullen, der an einem Tag erfolgen muss, ist eine besondere logistische Herausforderung. Ein auf Elefantentransporte spezialisiertes Unternehmen organisiert derzeit in Abstimmung mit den Zoologen in Münster und in Amersfoort alle technischen Voraussetzungen. Ein Elefantenpfleger, der mit „Chamundi“ besonders vertraut ist, trainiert mit ihm täglich bestimmte Abläufe, die dann den eigentlichen Umzug erleichtern. Dieser Pfleger wird dann später auch mehrmals nach Amersfoort fahren, um die dortigen Elefantenpfleger im speziellen Umgang mit „Chamundi“ vertraut zu machen.
    (27.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 25. Juni 2011, 9 bis 18 Uhr:

    Familientag im Allwetterzoo Münster:

    - Ermäßigte Preise für alle Besucher
    - Führungen zu Familie Strauß
    - Rosen der Solidarität für „unbekannte Kinder“

    Der Allwetterzoo Münster lädt am kommenden Samstag ( 25.6.) zum „Familientag“ ein. Angesprochen sind nicht nur Eltern mit Kindern, sondern auch junge Paare, Großeltern oder Singles. Der Zoo gewährt nämlich allen Besuchern eine bis zu 30%ige Eintrittsermäßigung. Nicht nur das Sparangebot könnte Anreiz für einen Zoobesuch sein: Es finden auch Führungen zu den kleinen „Sträußchen“ hinter die Kulissen des Afrikapanoramas statt. Die im Mai geschlüpften Küken der großen Laufvögel haben sich gut entwickelt, können aber nur in Begleitung von Biologen um 13 und 14.30 Uhr besucht werden.

    In der Eingangshalle des Zoos werden zudem der Kinderschutzbund, UNICEF und die niederländische Stiftung Roos über ihre Arbeit informieren und zu einer Mitmachaktion einladen. Die Organisatoren wollen den Zoobesuchern Rosen überreichen. Mit diesen Blumen, niedergelegt am „Denkmal für das unbekannte Kind“ im Zoo, sollen die Menschen symbolisch ihre Solidarität mit Kindern zum Ausdruck bringen, die eine viel zu kurze Kindheit hatten. Die Rose ist das Symbol der Stiftung Roos und schmückt in stilisierter Form deren deutsches Denkmal im Zoo, einen großen Findling. Initiiert durch den Sänger Hermann van Veen hat die Stiftung ihre Wurzeln in Arnheim. Dort steht das „Internationale Denkmal für das unbekannte Kind“. Die Stiftung will damit an all’ die Kinder erinnern, die aufgrund von Krankheit, Hunger, Armut, Gewalt, Krieg und vielen anderen Gründen nur ein kurzes Leben hatten.
    (22.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   „Giraffen-Sonntagskind“ im Allwetterzoo Münster: Makena wurde gestern Mutter eines Bullkalbes!

     

    Gestern früh kam bei unseren Netzgiraffen das erwartete Kalb auf die Welt! Etwa um 3 Uhr in der Nacht wurde die fünfjährige „Makena“ Mutter eines gesunden Bullkalbes – die Geburt wurde von einer eigens installierten Überwachungskamera aufgezeichnet.

     

    Für Revierleiter Ferdi Heinemann war es eine wunderschöne Überraschung, als er das Kalb zu Dienstbeginn um 8 Uhr in „Makenas“ dick mit Stroh gepolstertem Gehege vorfand. Es schien etwas schwach, deshalb stellte der vertraute Tierpfleger die kleine Giraffe gemeinsam mit einem Kollegen auf die Beine! Das war nur möglich, weil die Giraffen im Allwetterzoo den unmittelbaren Umgang mit ihren sehr ruhigen Pflegern gewöhnt sind. Am Mittag hat das Kalb dann erstmals kräftig getrunken. Es entwickelt sich gut, doch „Makena“ wird nervös, wenn zu viele fremde Menschen im Giraffenhaus sind. Aus diesem Grund bleibt das Haus heute und morgen geschlossen. Je nach dem Verhalten der jungen Mutter öffnen wir das Haus ab Mittwoch, unter Umständen aber nur stundenweise oder mit kontrolliertem Einlass.
    (20.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Infrarot-Aufnahmen als Beweis:

    Giraffe „Makena“ im Allwetterzoo Münster ist trächtig!

    „Makena“, die jüngste, erst fünfjährige Giraffe im Allwetterzoo, ist trächtig! Zoologen und Tierpfleger in Münster sind erfreut und überrascht. Sie hofften eher darauf, dass die erfahrene „Volley“ zum vierten Mal Mutter würde. Doch bei der 16jährigen Giraffenkuh tut sich nichts, „Makenas“ Bauch hingegen wird rund und runder…

    Ein Hormonnachweis im Kot von „Makena“ zeigte, dass die Giraffenkuh trächtig sein könnte. Dieses Verfahren ist allerdings noch in der Entwicklung und nicht ausgereift wie beispielsweise beim Nashorn. Der Allwetterzoo beteiligt sich an entsprechenden Forschungen. Um letztendliche Gewissheit zu erlangen, fertigte nun der Architekt Oliver Doms Infrarot-Fotografien von „Makena“ an. Diese lassen deutlich die Lage des Kalbes im Mutterleib erkennen und liefern den Beweis: „Makena“ ist trächtig! Der Uterus der Giraffenkuh ist bei fortgeschrittener Tragezeit stärker durchblutet, der damit verbundene Temperaturanstieg lässt sich thermografisch darstellen. Üblicherweise dienen Infrarot-Fotografien dazu, Wärmeverluste bei Gebäuden nachzuweisen.

    Einen Aufschluss darüber, wann genau mit der Geburt eines Giraffenkalbes zu rechnen ist, geben die Fotos leider nicht. Auch der beobachtete Deckakt von „Axel“ und „Makena“ ist kein verlässlicher Anhaltspunkt. Danach könnte die Giraffenkuh bei 15 Monaten Tragezeit noch im Juni Mutter werden. Sicher ist man im Allwetterzoo allerdings nicht, denn die Tiere stehen nicht unter ständiger Beobachtung. Wie bei vielen anderen Huftieren ist die etwa alle 14 Tage auftretende „Hitze“ der Giraffenkühe nicht zu erkennen. Nur der Bulle merkt an Veränderungen im Urin der Kuh, wann er sich ihr nähern darf. Möglicherweise hat es weitere Deckaktivitäten zwei oder vier Wochen nach dem bestätigten Termin gegeben. Dann müssten alle münsterschen Zoofreunde noch etwas länger auf das Giraffenkalb warten.

    „Makena“ lebt seit 2008 im Allwetterzoo. Die Netzgiraffe wurde 2006 im Frankfurter Zoo geboren. Anfangs sehr schreckhaft, ist sie durch den Umgang mit vertrauten Pflegern zu einem recht ruhigen Tier geworden und zeigt sich hoffentlich auch als gute Mutter. Ein Vorbild hat sie in Münster leider nicht, denn „Volleys“ letztes Kalb kam 2004 zur Welt und hat den Allwetterzoo vor „Makenas“ Ankunft verlassen. Vater des erwarteten Kalbes ist der 2003 im Kölner Zoo geborene „Axel“. Auch für den jungen Bullen ist es der erste Nachwuchs.
    (16.06.2011)
    Jan Jakobi:   Der Vollständigkeit halber:

    "Alexander" reiste am 4.11.1998 nach Rotterdam und
    "Bernhardine" folgte ihm am 25.11.1999.

    Laut asianelephant.net gab es noch die Kühe
    "Thong Thai"(2002 nach Rotterdam) und
    "Praya" (2003 nach Cottbus) in Münster.

    Dann gab es bis auf "Corny" und "Bala" noch
    die Kühe "Kanaudi", "Ratna", "Rada" und "Tefi".

    "Chamundi" kam 1996 nach Münster.

    Mit 9 Elefanten ist es in der Elefantenanlage in Münster in der tat sehr eng.

    @Henry:
    Kannst du vielleicht den Plan der Elefantenanlage mit Haus einscannen
    und hier hochladen?

    Wie viele Einzelboxen gibt es in dem Elefantenhaus?

    Als Besucher sieht man nur die Freilauffläche.

    (13.06.2011)
    Niedersachse:   Wer jetzt zu erst ging, Alex oder Bernhardine, muss ich ehrlich sein, weiß ich so nicht aus dem Kopf. Mal kurz nachgeschaut sagt, dass zuerst tatsächlich Alexander aus Münster wegging.
    Bernhadine musste aber tatsächlich weg, da sie unzuverlässig im Umgang wurde.
    (13.06.2011)
    zollifreund:   ich habe die Abfolge der Ereignisse etwas anders in Erinnerung: man gab Alexander vor der anstehenden Geburt von Bernhadines ersten Kalbes ab ( meine wegen Platzprobleme). Als der kleine Bulle aber kurz nach der Geburt starb, reiste Bernhardine dann Alexander sozusagen hinterher.
    (13.06.2011)
    Niedersachse:   Alexander hat wohl in Münster ein wenig stress gemacht und es gab wohl Platzprobleme. Da ja Bernhadine auch zurück musste und so eh grad kein Zuchtweibchen hatte, hat man sich mit der Abgabe, da ja Chamundi schon da war, leichter getan.
    (12.06.2011)
    Henry Merker:   Das glaube ich nicht, da das aktuelle Elefantenhaus von an Anfang an mit einem Bullentrakt geplant war - der Plan ist im Bongo-Sonderband zum Thema Elefanten veröffentlicht worden, genauso wie das Konzept der Anlage.

    Den genauen Hintergrund für den Umzug "Alexanders" von Münster nach Rotterdam Ende der 1990ziger kenne ich nicht, doch könnte es durchaus damit zusammenhängen, dass man damals mit "Chamundi" einen weiteren, jüngeren Bullen zur Verfügung hatte - und etwa gleichaltrige Kühe, während man in Rotterdam einen dominanten Bullen benötigt hat. Hier kann eventuell ein anderer User weiterhelfen.
    (12.06.2011)
    Jan Jakobi:   Also zieht er noch im Juni nach Münster und "Chamundi" im Gegenzug nach Amersfoort?

    Was ich aber nicht wirklich verstehe:
    "Alexander" musste bereits ende der 90-ziger Jahre den Allwetterzoo verlassen.
    Gab es zu dem Zeitpunkt keinen Bullenstall?

    (12.06.2011)
    Henry Merker:   Der Umzug "Alexanders" nach Münster wird bereits vorbereitet.
    (12.06.2011)
    Jan Jakobi:   "Alexander" lebte in den 90-ziger Jahren im Allwetterzoo.

    Ich vermute das der Tausch nach dem Umbau bzw. Neubau stattfinden wird.


    (10.06.2011)
    cajun:   @Henry Merker: Die Nachricht kam mit dem Allwetterzoo Newsletter. Dort wird für weitere Details auf die HP des Zoos verwiesen, auf der demnächst Details dazu eingetragen sein werden.
    (10.06.2011)
    Henry Merker:   Eine gute Nachricht. Handelt es sich dabei um eine leihweise Angelegenheit, oder um einen echten Bullentausch? Hoffentlich wird sich "Chamundi" in Amersfoort besser machen als in Münster; und hoffentlich kommt "Alexander" nicht schon "zu spät", was eine Zucht mit den jüngeren Kühen betrifft.
    (10.06.2011)
    Liz Thieme:   Elefantenbulle Chamundi wird Münster verlassen, dafür wird Alexander aus Amersfoort zurückkehren.
    (10.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Kammfinger und Krümelmonster: Nachwuchs im Allwetterzoo Münster

    „Oh, wie niedlich!“ Diesen Kommentar hört man im Allwetterzoo häufig vor dem Terrarium der Gundis. Bei einem raschen Blick auf das Tierschild erfährt der neugierige Besucher, dass die hübschen Tiere aus dem nördlichen Afrika stammen und auch „Kammfinger“ genannt werden. Sie haben Borstenkämme an den Zehen ihrer Hinterfüße, mit denen sie ihr Fell pflegen. Gundis sind an das Leben in trockenen Gebieten mit Hitze am Tag und Kälte in der Nacht gut angepasst. Ihr weiches dichtes Fell schützt und wärmt die kleinen Nagetiere.

    In Zoos sind Gundis sehr selten zu sehen. 1995 kamen die ersten Tiere in den Aquazoo Düsseldorf. Dort gelingt die komplizierte Zucht der Tiere seitdem gut, so dass inzwischen Tiere abgegeben werden. Im Allwetterzoo sind seit 2009 Gundis aus der Düsseldorfer Zucht zu sehen. Die seinerzeit umgesiedelten Tiere kehrten nun wieder in ihren Heimatzoo am Rhein zurück, sie wollten sich in Münster partout nicht vermehren. Weil der Allwetterzoo sich aber an der Zucht der afrikanischen Nagetiere beteiligen will, trafen aus dem Aquazoo nun neue Gundis in Münster ein: Vater, Mutter und drei im März geborene Jungtiere. Besucher und Pfleger haben ihre helle Freude an der kleinen Familie. Die Tiere sind nicht nur hübsch, sondern auch zutraulich. Sie dösen in aller Ruhe unter der Wärmelampe, selbst wenn ihre Anlage sauber gemacht wird. Die Vorgänger indes hatten sich immer ruck-zuck versteckt…

    Ebenso hübsch wie die kleinen Gundis sind die Küken der Bartkäuze. Scheinbar ohne Hals, mit riesengroßen Augen und plüschigem Gefieder sehen sie dem Krümelmonster verblüffend ähnlich. Geschlüpft sind die vier Küken Ende April, Ende Mai haben sie ihr Nest verlassen und sind derzeit gut zu sehen. Bartkäuze zählen zu den größten Eulen der Welt. Sie bewohnen die Wälder im nördlichen Europa und sind auch in Nordamerika und Nordasien heimisch. Im Allwetterzoo ist man glücklich über diesen wiederholten Zuchterfolg, der auch viele Zoofans begeistern wird; denn die Käuzin „Emilia“ ist durch die Dokusoap „Pinguin, Löwe & Co“. vielen Menschen ans Herz gewachsen. In dieser Serie wurde die Erkrankung der Eule, deren langwierige Behandlung und glückliche Genesung ausführlich mit der Kamera begleitet.
    (09.06.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Kattakind mit „Platte“ und Stützverband: Ein besonderer Pflegefall im Allwetterzoo Münster

    Prächtig entwickelt haben sich die Katta-Zwillinge, die am 16. März im Allwetterzoo Münster auf die Welt kamen. Mutter Mobi kümmerte sich perfekt um die Kleinen, die schließlich von Tag zu Tag wagemutiger wurden - bis es am 26. Mai wohl einen Unfall gab. Beobachtet hat ihn niemand, aber die Folgen waren nicht zu übersehen: Ein Jungtier konnte den linken Fuß nicht mehr bewegen, das Bein hing herab. Die Diagnose: Bruch von Wadenbein und Schienbein!

    Nun wird das Kattamädchen von Zoo-Mitarbeiterinnen versorgt. Denn mit einer unter der Haut verschraubten Metallplatte, geschützt durch einen dicken Verband, darf das Jungtier vorerst nicht klettern oder springen. Es liegt auf einem Plüsch-Katta in einer Petbox und wird mehrmals am Tag gefüttert. Von acht bis acht. In der Nacht schläft es auf seiner Ersatzmama aus braunem Fell.

    Das Jungtier war noch am 26. Mai in einer Kleintierpraxis in Münster operiert worden. Eine unter der Haut verschraubte Metallplatte unterstützt nun das Zusammenwachsen der gebrochenen Knochen, ein mit Watte gepolsterter Verband schützt die Operationswunde und das Bein. Der bei Menschen übliche Gipsverband wäre für das derzeit nur 400 Gramm leichte Kattakind zu schwer. Schon die Platte und der Verband wiegen 40 Gramm! Bei der Operation waren Carsten Ludwig, der Tierarzt des Allwetterzoos, und Stephanie Wandelmaier anwesend. Die approbierte Tierärztin hospitiert derzeit im münsterschen Zoo und versorgt vorerst auch das Kattakind.

    Gefüttert wird der kleine Katta mit etwa 50 bis 100 Milliliter Babynahrung, angerührt mit Kuhmilch und Traubenzucker. Das Jungtier frisst aber auch schon zerkleinerte Früchte und Gemüsestückchen. Weil es mehr als zwei Monate von der Mutter versorgt wurde, sind die Aussichten auf eine vollständige Wiederherstellung sehr gut. Direkt nach der Operation war das Kattakind auch wieder der Mutter anvertraut worden. Jedoch brachte das regelmäßig erforderliche Einfangen für Wundkontrolle und Verbandswechsel zu viel Stress mit sich. Deshalb entschlossen die Zoologen im Allwetterzoo sich zur weiteren Aufzucht des verletzten Kattas durch Menschen.

    Wer den kleinen Katta – der heute auf den Namen „Sina“ getauft wurde - sehen möchte, hat dazu täglich um 11.30 und 14.30 Uhr Gelegenheit. Im warmen Ausstellungsraum hinter der Großflugvoliere wurde eine „Katta-Ecke“ eingerichtet.
    (01.06.2011)
    Jan Jakobi:   @Niedersachse:
    Ich kann mal eine kurze Beschreibung des Bullen aus dem Buch "Elefanten-Mein Leben" von Karl Kock zitieren:

    "Und Krishne Gowdah zeigte uns den riesigen alten Maharadscha-Bullen "Ganesh" , der "Yashoda" gedeckt hatte. Er trug die größten Stoßzähne, die ich je bei einem Asiaten gesehen habe, sie waren wegen der Überlänge dicht über dem Boden abgesägt und selbst an der Schnittstelle noch armdick. "Ganesha" war fast weiß und 66 Jahre alt."

    Die Beschreibung passt zum Bullen "Chieng Mai" Kopenhagen, seine Stoßzähne sind nämlich auch gekürzt worden und ungefähr armdick.

    Ob der Bulle wirklich 66 Jahre alt war, dass glaube ich eher nicht. Aber 56 Jahre alt könnte er sicher gewesen sein.

    Man muss nur nach einem Bullen Ausschau halten der "Chamundi" sehr ähnlich sieht.
    (27.05.2011)
    Niedersachse:   @Henry Merker: Jap, irgendwo hab ich einmal von dem angeblichen Vater Chamundis. So ganz sicher, kann man sich aber ja nicht sein ob es er wirklich ist, da gibts halt son paar Ungereimtheiten. Aber ich guck mal ob ich das finde.
    (27.05.2011)
    Jan Jakobi:   @Henry: Das würde mich auch mal interessieren wie der Vater von ihm aussieht.

    Das einzige Buch in dem man in drinnen erwarten könnte ist das Buch "Elefanten-Mein Leben" von Karl Kock.
    Da sind aber nur Bilder von anderen Elefanten bei Hagenbeck zu sehen sowie der Bulle "Hussein" in Indien auf einem LKW.

    Vielleicht eine der EEG-Hefte ? Oder die EEG-Dokumentation von 1999? Hast du da schon rein geguckt? Vermutlich hast du das schon getan.

    Wenn man aber nach Elefantenbulle "Ganesh(a)" googelt und dann auf Bilder-Suche, dann findet man Bilder von dem Elefantengott Ganesha.


    (27.05.2011)
    Henry Merker:   Ist einem von euch eine Publikation bekannt, in der man den Vater von "Chamundi" fotografisch sehen kann?
    (27.05.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Nach elf Jahren „Babypause“ wieder Jungtiere bei den Nordpersischen Leoparden im Allwetterzoo Münster!

    Das letzte Beisammensein der Nordpersischen Leoparden „Bara“ und „Jahrom“ war vielversprechend - und nun ist das Ergebnis auf der Welt! Am 18. Mai gegen 14 Uhr gebar die vierjährige Katze zwei winzige, vorerst noch blinde und unbeholfene Junge. Zoologen und Pfleger im Allwetterzoo Münster haben die Kleinen bislang nur per Überwachungskamera zu Gesicht bekommen, denn „Bara“ hatte zur Geburt ein nicht einsehbares Versteck hinter dicken Baumstämmen gewählt. Zum Glück war genau dort eine Kamera installiert – und die entscheidenden Szenen vor, während und nach der Geburt wurden aufgezeichnet.

    Bis die kleinen Leoparden sich leibhaftig blicken lassen, wird noch einige Zeit vergehen. Mutter „Bara“ hindert ihre Sprösslinge an allzu viel Entdeckungsfreude, solange sie noch nicht sicher auf den Beinen sind. Deshalb können die Besucher des münsterschen Zoos sich ab Samstag (28.5.) an Bildern der Leopardengeburt auf einer Großleinwand erfreuen, zwar nicht in HD-Qualität, aber vorzeigbar. Um allzu viel Unruhe vor der Leoparden-Anlage zu vermeiden, sind die bei der Geburt aufgezeichneten Bilder auch nicht dort zu sehen, sondern in der Eingangshalle des Zoos.

    Im Allwetterzoo freut man sich über diese erste Geburt nach elf Jahren ohne Nachwuchs! Und man hofft sehr, dass die als Mutter noch unerfahrene „Bara“ ihre Jungen weiterhin gut versorgt. Schließlich sind Nordpersische Leoparden stark von der Ausrottung bedroht. Vermutlich weniger als 1.000 Tiere leben nur noch im ursprünglichen Verbreitungsgebiet im Iran, in Afghanistan, Turkmenistan und der Kaukasus-Region. Um das endgültige Verschwinden dieser wunderschönen Raubkatzen zu verhindern, wird deren Zucht über das Europäische Erhaltungszucht-Programm koordiniert. Zoologen bestimmen darüber, welche Tiere sich verpaaren dürfen, damit es gesunden Nachwuchs gibt. Und so trafen sich „Bara“ aus dem Budapester Zoo und der sechsjährige „Jahrom“ aus dem Zoo Chemnitz in Münster – mit Erfolg, wie sich nun gezeigt hat.

    Unser Foto zeigt die Leopardin „Bara“. Fotos von den Jungtieren sind derzeit noch nicht möglich…
    (27.05.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Neue Schönheit im Allwetterzoo:
    In der Nacht zum 19. Mai traf ein neues Gorillaweibchen in Münster ein!
    Sakina heißt die dunkle Schönheit. Sie ist hübsch und wohl genährt und wird ihrem neuen Mann sicher gut gefallen! Der muss sich aber noch gedulden – denn erst einmal darf sich die neue Frau für seinen Harem an das Leben in Münster gewöhnen.
    Sakina ist ein im Allwetterzoo lang ersehntes neues Gorilla-Weibchen. Sie traf in der Nacht zum 19. Mai in Münster ein und weiß noch nicht, dass ein toller Mann auf sie wartet. Bei uns Menschen wird ein solches Treffen „Blinde Date“ genannt. Bei den Gorillas heißt es „Einstellung zur Erhaltung der Art“. Im Allwetterzoo hofft man ebenso wie in Sakinas eimatzoo auf Jersey, dem Durrell Wildlife Conservation Center, auf Sympathie zwischen der Gorillafrau und dem für sie erwählten Partner N’Kwango. Und auf Nachwuchs in vielleicht zehn bis zwölf Monaten….
    Sakina wurde am 14. Juli 1986 auf der Kanalinsel Jersey geboren – ist also im optimalen Alter, um Mutter zu werden. Sie zog im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms nach Münster um. Der Zoo hatte sich seit dem Tod von Gana im Januar 2010 um ein neues zuchtfähiges Gorilla-Weibchen für seine Gruppe bemüht. Es hat zwar gedauert, doch nun ist man im Allwetterzoo glücklich und wünscht, dass der Neuzugang sich rasch eingewöhnt. Erst wenn sich zeigt, dass Sakina Vertrauen in die Pfleger hat und sich augenscheinlich wohl fühlt, wird sie auf den Mann N’Kwango und später auf die Weibchen Fatima und Changa-Maidi samt Sohn Thabo treffen.
    Auf ihrer Reise von Jersey nach Münster wurde Sakina von Richard Johnstone-Scott, dem Kurator, und Gordon Hunt, dem Cheftierpfleger, begleitet. Per Fähre ging es von St. Helier nach St. Malo in Frankreich und weiter mit dem Wagen nach Münster. Am Donnerstagmorgen lernte sie ihre neue Umgebung und ihre künftigen Pfleger kennen. Sie hatte auch schon ersten Blickkontakt zur münsterschen Gorillagruppe. „Sakina erscheint sehr ruhig und ist neugierig“, freut sich Dr. Simone Schehka. Die Kuratorin für Menschenaffen im Allwetterzoo ist optimistisch, dass das Zusammengewöhnen rasch klappen wird. Sie hofft auch, dass es nicht mehr lange dauert, bis Sakina von den Zoobesuchern bewundert werden kann…

    Foto: Sakina
    (19.05.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 21., und Sonntag, 22. Mai:
    Eröffnung des neuen Waldspielplatzes und Kinderfest im Allwetterzoo Münster

    • freier Zooeintritt für kleine Kinder
    • freie Fahrt mit dem Wasserbus
    • Kinderschminken und Preußen-Besuch
    Zahllose begeisterte Kinder hüpfen, rutschen und schaukeln schon seit Ostern auf dem neuen Waldspielplatz im Allwetterzoo Münster. Und nun wird das völlig neu gestaltete Spielgelände im Grünen auch offiziell eröffnet! Am kommenden Wochenende, 21. und 22. Mai, dürfen sich kleine Zoo-Gäste nicht nur auf die Allwetter-Monster-Rutsche, die rasante Tampenschlange oder die Spinnennetz-Schaukel freuen! Es gibt weitere Überraschungen für Kinder – und für den Geldbeutel der Eltern!
    Vor der Zookasse heißt es an diesem Wochenende nämlich: Wer klein ist, der hat Glück! Alle Mädchen und Jungen, die nicht größer sind als 125 Zentimeter, zahlen keinen Zooeintritt. Für die Einlasskontrolle wurde ein Gorilla „engagiert“: Auf Folie gedruckt lädt er neben einer entsprechend kleinen Öffnung zum aufrechten Hindurchspazieren ein. Auch am Anleger „Goldene Brücke“ neben der Segelschule Overschmidt wird ein „Größen-Kontroll-Gorilla“ stehen, denn kleine Leute dürfen umsonst mit dem Wasserbus zum Zoo fahren! Eigner Peter Overschmidt lädt an diesem Wochenende alle Kinder zur Freifahrt ein, die nicht größer sind als 125 Zentimeter.
    Am Waldspielplatz im Allwetterzoo können Kinder sich an beiden Tagen mit Theaterschminke in kleine Tiger oder Leoparden verwandeln lassen. Außerdem gibt es Eis „für lau“, spendiert von Langnese, solange der Vorrat reicht. Als Höhepunkt der Spielplatz-Eröffnung werden am Sonntag die Preußen erwartet! Fußballer des soeben in die dritte Liga aufgestiegenen SC Preußen 06 e.V. Münster wollen den neuen Waldspielplatz gegen 14.30 Uhr stürmen! Nach einigen Trainingseinheiten auf dem Trampolin, an den Ringen oder der Kletterwand soll es auch Autogramme für kleine Fans geben.
    Zeitplan und weitere Tipps für den Zoobesuch am 21. und 22. Mai:
    12 - 17 Uhr | Kinderschminken am neuen Waldspielplatz
    12 + 16 Uhr | kleine und große Besucher dürfen die Elefanten füttern
    14 Uhr | Spaziergang der Brillenpinguine über Besucherwege
    16 Uhr | Fütterung der Kugelgürteltiere Heidi und Norman
    nachmittags wird am Waldspielplatz Eis verteilt – solange der Vorrat reicht

    (18.05.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Muttertag im Allwetterzoo Münster: Führungen zu Tiermüttern und ihren Kindern
    Es gibt „Rabenmütter“ und „Glucken“. Im Tierreich ebenso wie bei den Menschen. Aber welche Mütter kümmern sich wie die Glucken um ihren Nachwuchs? Und welche sorgen sich überhaupt nicht um die eigene Brut? Mütter stehen am 8. Mai im Mittelpunkt von Sonderführungen, zu denen der Allwetterzoo nicht nur Mütter einlädt. Das Thema sind „Tiermütter und ihre Kinder“. Vorgestellt werden erfahrene, frisch gebackene und werdende Mütter. Erfahrene Mütter finden sich derzeit bei Kattas oder Gorillas, Zwergseidenäffchen oder Zebras. Mütter mit frisch geschlüpftem Nachwuchs leben in und auf der Großflugvoliere: Hier ziehen Gänsegeier und frei fliegende Weißstörche ihre Küken auf. Eine werdende Mutter ist beispielsweise die Nordpersische Leopardin Bara. Die Sonderführungen am Muttertag beginnen um 11 und 14 Uhr. Treffpunkt ist bei den Nasenbären. Die Teilnahme ist für Zoobesucher kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Und für Zoofans, die am Muttertag nicht kommen können, werden die Führungen auch am 15. Mai angeboten.

    (05.05.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Liebe im Frühling – mal tierisch, mal menschlich…

    Der Allwetterzoo ist nicht nur ein Ort der Liebe unter Tieren!

    Nordpersische Leoparden sind stark von der Ausrottung bedroht. Vermutlich weniger als 1.000 Tiere dieser Unterart leben im ursprünglichen Verbreitungsgebiet im Iran, in Afghanistan, Turkmenistan und der Kaukasus-Region. Um das endgültige Verschwinden dieser wunderschönen Raubkatzen zu verhindern, wird deren Zucht über das Europäische Erhaltungszucht-Programm koordiniert. Zoologen bestimmen also, welche Tiere sich kennen lernen und verpaaren dürfen, damit es gesunden Nachwuchs gibt. Und so trafen „Bara“ und „Jahrom“ in Münster aufeinander. Die im Budapester Zoo geborene Katze kam im April 2009 mit knapp zwei Jahren in den Allwetterzoo. Der sechsjährige Kater stammt aus dem Chemnitzer Zoo und lebt nun seit vier Jahren in Westfalen. Inzwischen ist „Bara“ alt genug für Nachwuchs und auch schon mehrfach in die Hitze gekommen. Nur dann dulden Leopardenweibchen einen männlichen Partner in ihrer Nähe. In der übrigen Zeit sind die Tiere strikte Einzelgänger. Bei der letzten Hitze könnte es geklappt haben mit der tierischen Liebe – und deshalb hofft man im Allwetterzoo auf die glückliche Geburt von Leoparden in einigen Wochen…

    Ob die Zoobesucher Stefanie und Sascha Nachwuchs planen, ist nicht bekannt. Aber die Liebe der jungen Zoofans begann auch im Allwetterzoo, und zwar im Dezember 2006 mit einem allerersten Treffen. Stefanie stammt aus dem östlichen Münsterland, Sascha aus Niedersachsen – Münster liegt in der Mitte! Aus dem ersten Date wurde Freundschaft und Liebe. Und an jedem Jahrestag besuchte das Paar bislang den Allwetterzoo. Beim Zoobesuch im Dezember 2009 machte Sascha seiner Steffi einen Heiratsantrag – sehr romantisch in einem Strandkorb in der Watvogelanlage. Seit Dezember 2010 sind die beiden nun standesamtlich verheiratet! Das junge Paar ist übrigens nicht das einzige, das sich im Zoo kennen und lieben lernte. Es gab schon Stelldicheins im Aquarium und Heiratsanträge vor Elefanten oder Pinguinen. Nur heiraten kann man leider nicht im Allwetterzoo, obwohl auch dieser Wunsch den Zoo schon häufig erreichte.
    (28.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Ostern im Allwetterzoo Münster:

    Neue Freianlage am Tropenhaus - vier kleine Benettkängurus - Jungtiere bei Zebras und Elenantilopen - abenteuerlicher Waldspielplatz

    Mit den Osterferien beginnt auch in einem Zoologischen Garten die Saison. Der Allwetterzoo kann zwar das ganze Jahr über besucht werden, doch Ostern ist der Stichtag für Veränderungen und Verschönerungen in allen Bereichen. So wurde am Tropenhaus eine neue Außenanlage für die „Südamerika-WG“ mit erheblich verbessertem Komfort fertig gestellt. Die Weißkopfsakis genießen bereits die warmen Tage im Freien. Sakis sind kleinere Affen aus dem Nordosten Südamerikas, die ausschließlich in Bäumen leben. Sie trauten sich zum Erstaunen und zur Freude der Tierpfleger ganz schnell in die neue Anlage. Noch nicht hinaus gegangen sind bislang die Acouchis, die mit den Meerschweinchen verwandten hochbeinigen Nagetiere. Durch den Bau der neuen Anlage hat sich der Kletterraum mehr als verdoppelt und auch den am Boden lebenden Acouchis steht nun doppelt so viel Bewegungsraum zur Verfügung wie bisher.
     
    Zum Frühjahr gehören natürlich Jungtiere. Und so können sich die Zoobesucher nicht nur über vier kleine Bennett-Kängurus freuen, die aus den Beuteln ihrer Mütter schauen. Heraus getraut haben sie sich noch nicht; es ist aber nur eine Frage von wenigen Tagen, bis der erste mutige „Hüpfer“ den mütterlichen Beutel verlässt. Andere Jungtiere wie ein Fohlen bei den Steppenzebras, zwei Kitze bei den Elenantilopen, zweimal Zwillinge bei den Kattas und einmal Zwillinge bei den Zwergseidenäffchen können schon gut beobachtet werden.

    Auch gebrütet wird im Zoo. An 14 Stellen sitzen Weißstörche auf ihren Horsten in luftiger Höhe. Wer vor der Großflugvoliere steht, sollte unbedingt einen Blick nach oben riskieren: Selbst auf dem Gitterdach der Anlage brüten Störche. Am Boden der Voliere hat ein neues, erst im Februar aus einem italienischen Zoo nach Münster gekommenes Mönchsgeier-Paar seinen Horst errichtet. Direkt am Gitter der Voliere bebrüten die beiden großen Vögel nun abwechselnd ihr Gelege. Im Zoo hofft man sehr auf eine Nachzucht bei diesen stark bedrohten europäischen Geiern. Zwei erfahrene Zuchtpaare der Gänsegeier brüten ebenfalls. Sie nutzen die eigens für sie angelegten Brutplätze an der Rückwand der Voliere. Der Schlupf der Geierküken wird in diesen Tagen erwartet.

    Der Clou für kleine Zoobesucher ist sicher der neue Waldspielplatz in der Nähe der Nashornanlage. Rechtzeitig zu Beginn der Osterferien wurden die Bauarbeiten beendet und die Geräte zum Klettern und Toben frei gegeben. Weithin sichtbar sind drei bunte, bis knapp zwölf Meter hohe Klettertürme mit der auffallenden Allwetter-Monster-Rutsche. Außen an den Türmen finden bewegungsfreudige Kinder außerdem Kletterkamin und Kletterwand oder Stangen zum Herunterrutschen wie bei der Feuerwehr. Rings um die kunterbunten Türme warten weitere neue und attraktive Spielgeräte auf kleine und größere Kinder. Deren Eltern können sich am ebenfalls neu errichteten Kiosk stärken oder einfach in der Sonne sitzen und sich erholen. Der Bereich um den Kiosk wurde großflächig überdacht und durch Serviceeinrichtungen wie WC und Babywickelraum ergänzt.
    (19.04.2011)
    Manuel Becker:   Ich muss gestehen, dass mir der Plan außerordentlich gut gefällt. Er ist ähnlich reliefartig gestaltet wie die Pläne aus Köln, Hannover oder Leipzig und lässt dadurch eine gute Orientierung zu. Gerade die Kombination aus detailgetreuer Abbildung des Geländes und Nummerierung/Beschriftung finde ich gelungen. Und dass die "Highlights" nochmals besonders hervorgehoben werden, fand ich schon immer eine sehr gute Lösung. Ich kann daher nicht meckern; weiter so...
    (16.04.2011)
    Dennis Ismer:   Seit geraumer Zeit gibt es ja nun einen neuen Zooplan in Münster, allerdings ist dies hier noch nie zur Sprache gekommen. Hier der Link:
    http://www.allwetterzoo.de/pdf/zooplan_2010.pdf

    Ich finde ihn zwar gar nicht so schlecht ( mir gefallen allerdings solche wie in Köln und der alte von Hannover deutlich besser ), aber er sieht sehr sehr unübersichtlich aus. Als Gemälde an der Wand gut, als Plan zur Orientierung ( besonders für Erstbesucher ) kaum brauchbar.
    (15.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Osterferien im Allwetterzoo Münster:

    Führungen für Kinder am Tag und am Abend

     

    In den Osterferien können Kinder im Allwetterzoo einiges über Tiere lernen. Dienstags und donnerstags beginnen um 10.30 Uhr Führungen zu speziellen Themen wie „Huftiere“ oder „Wie funktioniert ein Zoo?“. Und es gibt auch eine Führung zu den jüngsten Tierkindern im Zoo. Vorgestellt werden die Zwillinge bei Kattas und Zwergseidenäffchen ebenso wie kleine Kängurus oder das Zebrafohlen. Passend zu Ostern wird auch zu einer Führung „rund ums Ei“ eingeladen, bei der die Eier-Leger im Zoo im Mittelpunkt stehen. Das sind beileibe nicht nur Vögel, denn auch Insekten, Fische, Amphibien und Reptilien legen Eier. Bei den Mittwochs-Rundgängen ab 17.45 Uhr erleben die kleinen Teilnehmer die ganz besondere abendliche Stimmung im Zoo und erfahren nebenbei Wissenswertes über einige Tiere. Die Teilnahme an den Führungen ist mit einer Eintrittskarte kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Mehr zu den Führungen unter www.allwetterzoo.de
    (15.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Winzige Zwillinge bei winzigen Affen:
    Erster Nachwuchs bei den Zwergseidenäffchen im Allwetterzoo Münster
    Wirklich winzig sind die Affenkinder, die jetzt im Allwetterzoo auf die Welt kamen! Kein Wunder, sind die Eltern doch Zwergseidenäffchen und zählen zu den kleinsten Affen der Welt. Um die Jungtiere zu entdecken, braucht man gute Augen - oder nur etwas Geduld. Oft sieht man sie mitsamt der Mutter, wenn diese gerade Appetit auf Gummiarabikum hat. Dieser Baumsaft ist die Leibspeise der „Zwerge“. Er wird getrocknet angeliefert, mit Wasser angerührt und von den Tierpflegern in die Löcher eines Astes gestopft. Und weil das Weibchen gerade zweifachen Nachwuchs zu ernähren hat, kommt es häufig zum Fressen an das „Futterholz“.
    Die Zwillinge der Zwergseidenäffchen wurden am 3. April geboren. Gemeinsam mit ihren Eltern Lilly und Xaver sowie drei älteren Geschwistern teilen sie sich eine geräumige, helle und vor allem warme Anlage mit Goldenen Löwenäffchen und Kugelgürteltieren. Das Zusammenleben in dieser WG ist sehr harmonisch. So durfte das weibliche Löwenäffchen die Zwillinge sogar schon anfassen. Tierpflegerin Doreen Ludwig freut sich, dass die Kleinen sich so gut entwickeln: „Wenn ich sie mal einen Tag nicht gesehen habe, sind sie schon wieder gewachsen!“. Sie kann den Nachwuchs vor allem morgens gut betrachten. Schaltet sie bei Dienstbeginn die Wärmelampen in der Anlage ein, hängt Mutter Lilly sich mitsamt Zwillingen direkt darunter. Die Nacht verbringt die nun siebenköpfige Familie eng zusammengekuschelt in einer Schlafbox.
    Ebenso wie ihre Mitbewohner stammen die zu den Krallenaffen zählenden Zwergseidenäffchen aus Südamerika. In der Regel werden nach einer Tragzeit von 133 bis 140 Tagen Zwillinge geboren, die die Mutter bis zu 13 Wochen lang säugt. An der Aufzucht der Jungtiere ist auch Vater Xaver beteiligt, der die Jungtiere regelmäßig trägt. Vor allem bei der Fütterung um 16 Uhr muss er seinen Nachwuchs übernehmen. Dann will die Mutter als erste fressen, weil es besonders nahrhafte Insekten gibt.
    Die Zwergseidenäffchen kamen als völlig neue Tierart für den Allwetterzoo im April 2010 aus dem Vivarium Darmstadt nach Münster. Die damals fünfköpfige Familie bezog die gerade erweiterte und völlig umgestaltete Südamerika-Anlage im „Haus für Niedere Affen“. Vater Xaver kam 2004 im Wiener Tiergarten Schönbrunn auf die Welt, Mutter Lilly 2005 im Tierpark Bochum. Drei Jungtiere wurden 2007 und 2010 in Darmstadt geboren. In menschlicher Obhut können die kleinen Affen 18 Jahre alt werden.

    Foto: Der Nachwuchs der Zwergseidenäffchen
    (14.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Neu im Allwetterzoo Münster: Ein Schnüffelparadies für Nasenbären!

    Ob die Nasenbären im Allwetterzoo wohl Muskelkater hatten? Anzunehmen ist das, denn als sie das erste Mail ihre völlig umgestaltete Freianlage betreten durften, gab es kein Halten mehr! Die 13 Kleinbären mit den langen Nasen kletterten ohne Unterlass und „erschnüffelten“ regelrecht ihr verändertes Freiluft-Domizil. Da gab es aber auch viel zu entdecken: Kletterseile für Ausflüge in luftige Höhen, Sand und Rindenmulch zum Wühlen, Stämme mit gut riechender Rinde, Bambusdickicht zum Verstecken, Holzklötze zum bequemen Verschnaufen, ganz viel Zweige für Baumnester und eine mollige Höhle für die mittägliche Siesta.

    Inzwischen haben sich die quirligen Südamerikaner an den neuen Wohnkomfort gewöhnt, den sie angesichts der warmen Witterung auch ausgiebig nutzen! Sie sind entweder am Boden unterwegs, wühlen hier und wühlen dort, oder klettern an Stämmen hinauf und kopfüber wieder herunter. Sie balancieren über Seile und nutzen den gesamten Raum ihrer Außenanlage bis in den Wipfel einer hohen Kiefer. Da kann man als Mensch nur den Hals recken – und sich wundern über die waghalsigen Kletterkünste der kleinen Bären!

    Mit rund 500 Quadratmetern Fläche war die Anlage für die kleinen Bären immer schon ein tolles Zuhause. Seit der völligen Umgestaltung ist sie noch attraktiver. Es wurden nicht nur der alte Boden ersetzt und das gesamte Gelände mit Holz und Felsbrocken neu strukturiert; die Anlage wurde vor allem „durchsichtiger“ gemacht. Denn in den zurückliegenden Jahren war hier ein kleines Dickicht entstanden. Jetzt haben die Nasenbären viel mehr Sonne und können von den Besuchern auch noch besser gesehen werden. Zusätzlich sorgen an mehreren Stellen hüfthohe Glasscheiben dafür, dass auch kleine Kinder die wuseligen Bären unmittelbar „vor der Nase“ haben.
    (08.04.2011)
    Jan Jakobi:   Die Sache ist nur das "Emmi" die einzige Nashornkuh in Münster ist die züchtet. Deswegen konnte sie keine Geburt beobachten und die Aufzucht eines Jungen ebenso wenig.

    Breitmaulnashörner sind die geselligsten Nashörner, die anderen Arten sind Einzelgänger.
    (04.04.2011)
    Rüdiger:   @ Holger Wientjes
    In dem sie bei der eigenen Mutter oder Tanten in der Kleingruppe, nach erneuter Geburt es beobachten können und damit aufwachsen.
    Vermutlich ähnlich wie die jungen Elefantenbullen den Deckakt vom adulten Bullen abschauen.
    (04.04.2011)
    Holger Wientjes:   In wieweit sind denn (Breitmaul-)Nashörner darauf angewiesen oder überhaupt in der Lage, die Aufzucht von Artgenossen zu erlernen ?
    (04.04.2011)
    Rüdiger:   Sehr bedauerlich dieser tragische Vorfall.
    Meine Idee wäre Emmi in einem neuen Herdenverband z. B. Beeks Bdeergen oder Whipsnade zu intgrieren, wo sie Schulungsunterricht von erfahrenden Nashornkühen in Sachen Aufzucht im Sozialverband lernen könnte.
    Die Nachzuchten sind eh schon so gering im EEP.
    (03.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Alles Warten und Hoffen war vergebens:

    Das im Allwetterzoo erwartete Nashornbaby hat nur 60 Minuten gelebt

    Fünfzehn Tage und Nächte, rund um die Uhr, haben das fünfköpfige Tierpflegerteam des Elefantenhauses um Revierleiter Michael Adler sowie Zoologen und Tierarzt auf die bevorstehende Geburt des 4. Nashornkalbes von „Emmi“ gewartet. Auch die Öffentlichkeit verfolgte das Geschehen seit Wochen. Gegen elf Uhr am Samstagmorgen (2. April) war es endlich soweit: das Nashornkalb (männlich, ca. 65 kg) erblickte ohne Komplikationen das Licht der Welt! Die Mutter Emmi verhielt sich unmittelbar nach der Geburt vorbildlich, roch an dem Kalb, leckte an der Fruchthülle und alles schien gut zu gehen. Schon nach einer halben Stunde stand das Jungtier auf allen Vieren und unternahm erste Gehversuche. Emmi suchte dabei ständig Kontakt zu ihrem Kalb.

    Circa eine Stunde nach der Geburt attackierte Emmi plötzlich ihr Kalb. Auf einen solchen Zwischenfall waren zwar alle vorbereitet – auch auf eine mögliche Handaufzucht wie unlängst bei Emmis 3. Jungtier „Ebun“ – aber diesmal gelang es nicht mehr, Mutter und Kind sofort zu trennen. Zu schwer waren die offensichtlich inneren Verletzungen des Kalbes, das unmittelbar nach den Stößen der Mutter starb.

    Pfleger und Zooleitung sind sehr betroffen. Alle hatten gehofft, dass Emmi auch wegen der Anwesenheit der zweiten Nashornkuh „Vicky“, die früher Tage vor dem Geburtstermin abgetrennt wurde, deutlich ruhiger sein würde als bei den vergangenen Geburten. Das schien sich zu bestätigen: Emmi, die auch nachts über Kameras und Monitore durch die Tierpfleger beobachtet wurde, verhielt sich sowohl im Vorfeld als auch direkt nach der Geburt wesentlich ruhiger als in der Vergangenheit. Dennoch kam es, wenn auch mit deutlicher Verzögerung, zu dem schwer erklärbaren Zwischenfall. 

    Wegen der wiederkehrenden Komplikationen nach den Geburten  von Emmis Kälbern – drei von vier starben und eines, Ebun (2009), wurde getrennt von der Mutter mit der Flasche aufgezogen – hat die Zooleitung entschieden, keine weiteren Zuchtversuche mit dieser Nashornkuh zu planen. Ob Emmi sterilisiert oder an einen anderen Zoo mit einer nicht züchtenden Gruppe  Breitmaulnashörner abgegeben wird, bzw. welche weiteren Optionen es gibt, klärt die Zooleitung in den nächsten Tagen mit dem Europäischen-Erhaltungs-Zuchtprogramm (EEP). Das Jungtier wurde zur Sektion zum Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht.

    Wie alle Nashörner sind auch die im Allwetterzoo lebenden Breitmaulnashörner in ihren natürlichen Verbreitungsgebieten in Afrika stark von der Ausrottung bedroht. Ihre Zucht in Zoologischen Gärten dient nicht nur der Erhaltung stabiler Zoopopulationen, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. In der Vergangenheit hatten zwei andere Nashornkühe im Allwetterzoo ihre Jungtiere vorbildlich aufgezogen. Sowohl Emmi als auch ihre Mutter Emily wurden bereits in Münster geboren.
    (03.04.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Kommt das Nashornkalb im Allwetterzoo erst am 4. April auf die Welt?

    Ganz Münster wartet! So kommt es jedenfalls den Mitarbeitern im Zoo vor, die persönlich, per Anruf oder per Mail Tag für Tag mehrfach gefragt werden, ob das Nashorn-Kalb schon auf der Welt sei. Ursprünglich war aufgrund der Hormonwerte mit der Geburt von Emmis viertem Kalb am 20. März gerechnet worden. Nun ist dieser Termin schon mehr als eine Woche überschritten – und nicht nur Zoofreunde machen sich langsam Gedanken. Zoodirektor Jörg Adler wollte deshalb Gewissheit! In seinem Auftrag nahm Carsten Ludwig, Tierarzt im Allwetterzoo, Kontakt mit Prof. Franz Schwarzenberger vom Institut für Biochemie der Veterinärmedizinischen Universität Wien auf. Dort war in Emmis Kot das „Schwangerschafts-Hormon“ nachgewiesen worden. Aufgrund der vorliegenden Daten stellten die Wissenschaftler erneut Berechnungen an – und nennen nun den 4. April als Geburtstermin.

    Die Trächtigkeit bei Breitmaulnashörnern wird in der Literatur mit 16 bis 17 Monaten angegeben. Die Dauer von Emmis bisherigen Trächtigkeiten lag zwischen 493 Tagen und 499 Tagen. In einem europäischen Zoo soll die Tragzeit aber auch schon einmal bei 547 Tagen gelegen haben. In jedem Fall geht es Emmi gut! Sie genießt in der Gesellschaft ihrer Tante Vicky die warme Frühlingssonne.
    (30.03.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Die Allwetter-Klettertürme stehen!

    Viel spannender als Tiere waren für etliche kleine Jungs gestern die Arbeiten am künftigen „Waldspielplatz“ im Allwetterzoo Münster. Hier standen nämlich ein Schwerlastkran mit riesigem Ausleger und ein sehr langer 40-Tonner, beladen mit den Bauteilen für den höchsten von drei Klettertürmen. Ergänzt durch eine separate Plattform mit Ferngläsern und Seilzügen, bilden die Türme das Herzstück des Spielplatzes hinter der Nashornanlage, der gerade völlig neu gestaltet wird. Mehr als elf Meter hoch ist der höchste der Türme. Von hier aus wird man demnächst nicht nur völlig neue Einblicke in das Zoogelände haben, ganz mutige Kinder können über eine „Allwetter-Monster-Rutsche“ rasant wieder nach unten gelangen!

    Das schwerste der vorgefertigten Bauteile wiegt übrigens 2,5 Tonnen, so viel wie ein Nashorn! Und fünfmal musste der Transporter das Gelände ansteuern, bis alle Bauteile im Zoo waren. Passgenau in zuvor gegossene Betonfundamente eingesetzt und zusammen gefügt wurden sie von Experten eines Spielplatz-Service-Unternehmens aus Kyritz in Brandenburg. Bislang steht nur an der Ostsee eine solche Kletterturm-Landschaft. Alle kleinen und großen Kinder dürfen sich also auf ein Spielplatz-Erlebnis freuen, das es weit und breit so nicht gibt!

    Nachdem die Türme nun stehen, geht es weiter mit dem Aufbau zahlreicher kleinerer Spielgeräte, denn zu Ostern sollen schon die ersten Kinder den „Waldspielplatz“ erobern dürfen. Zeitgleich entsteht am Rande des Platzes ein völlig neuer Servicebereich mit Kiosk, WC-Gebäude und großflächig überdachter Terrasse. Hier können die Eltern in Ruhe Kaffee trinken, während ihre Sprösslinge sich austoben. Inzwischen wurde häufig nach dem Holz-Elefanten gefragt, der jahrelang auf diesem größten Spielplatz im Zoo stand. Alle Fans können beruhigt sein: Der hölzerne Kletter-Elefant wird repariert und an anderer Stelle im Zoo wieder aufgebaut.
    (30.03.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 26. März 2011, 9 bis 18 Uhr:
    Familientag im Allwetterzoo Münster mit ermäßigten Preisen für alle!
    Der Allwetterzoo lädt am kommenden Samstag zu seinem ersten „Familientag“ in diesem Jahr ein. Angesprochen werden allerdings nicht nur Eltern mit Kindern, sondern auch junge Paare, Großeltern oder Single. Allen räumt der Zoo eine Eintrittspreisermäßigung von bis zu 30 % ein. Aber nicht nur das Sparangebot könnte Anreiz für einen Zoobesuch sein! In einigen Anlagen des Zoos tummeln sich zur Freude vieler Besucher schon Jungtiere. Ob Nashorn „Emmi“ am Samstag bereits Mutter geworden ist, steht noch in den Sternen. Sie lässt sich Zeit mit der vierten Geburt! Aber es gibt reizenden Nachwuchs bei Zebras und Elenantilopen und vor allem bei den Kattas. Hier sind bereits zwei Zwillingspärchen zu bestaunen, geboren am 16. und 23. März; ein weiteres Weibchen scheint noch trächtig zu sein. Die Kattas bewohnen eine für Besucher begehbare Anlage, in der das harmonische Familienleben wunderbar beobachtet werden kann.

    Es gibt aber noch einen weiteren Grund für einen Zoobesuch an diesem Familientag, speziell für Eltern von vier- und fünfjährigen Kindern. Denn im Zoo wird die landesweite Aktionswoche „Check your Kid“ eröffnet, bei der die Früherkennungs-Untersuchungen U8 und U9 im Mittelpunkt stehen. Barbara Steffens, NRW Gesundheitsministerin, und Markus Lewe, Münsters Oberbürgermeister, geben um 11 Uhr den Startschuss. Anschließend beginnt ein buntes Mitmach-Programm für Kinder. Mehr unter www.checkyourkid.de

    (24.03.2011)
    Jennifer Weilguni:   Vielleicht sollte man sich auch einfach mal mit dem Gedanken anfreunden, dass auch Tiere sich ihren Partner teilweise lieber selbst aussuchen wollen. Wie bei den Menschen kann eben auch bei den Elefanten nicht jeder mit jedem.
    (17.03.2011)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Ist weniger Diplomatie als Tierhaltererfahrung. Die Rechnung "Männchen + Weibchen = Nachwuchs" geht eben nicht immer auf. Dafür braucht es nicht mal Elefanten, da reichen z.B. schon ganz gewöhnliche Feldmäuse :-) Nicht alle Gründe für ausbleibende Erfolge lassen sich "nach Rezept" erklären, und selbst unter vermeintlich optimalen Bedingungen kann es passieren, dass sich ein Paar nicht fortpflanzt - aber manchmal nach einem gemeinsamen Ortswechsel (ich denke da z.B. an die Ascherslebener Streifenhyänen) oder auch nur am selben Ort unter einem anderen Pfleger dann doch.

    Zu den aktuellen Beispielen bei den Elefanten gehört auch der hannoversche Bulle Nikolai: Drei der Kühe, die jetzt Kälber von ihm führen, zählten schon zu seinen Jugendzeiten zur Herde. Zwar war er zwischenzeitlich weg aus Hannover, aber Elefanten sollen sich ja auch nach jahrelanger Trennung durchaus wiedererkennen.

    Deckt eigentlich Chamundi irgendeine von seinen Kühen (wenn auch erfolglos), oder macht er nicht mal das?
    (14.03.2011)
    Jan Jakobi:   Im Tierpark Berlin züchtet "Ankhor" nicht mit den beiden 1988 aus dem Zoo Moskau gekommenen Elefantenkühen "Astra" und "Frosja".

    "Mothi" und "Tembo" (der Hannoveraner, nicht der Berliner Tierpark-Bulle) sind auch ein Beispiel, obwohl sie mit nicht verwandten Kühen aufgewachsen sind.

    Vielleicht sollten wir das Thema in eines der (unzähligen) Elefanten-Threads weiterführen?
    (14.03.2011)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Ihre Formulierung trifft die Sache wohl am diplomatischsten.
    (14.03.2011)
    Michael Mettler:   Es gibt noch einige Beispiele mehr von Bullen, die zusammen mit Kühen aufgewachsen sind und sie trotzdem als Sexualpartnerinnen annahmen. Und auch Inzestpaarungen gab es schon bei Elefanten, andersrum ist ein bluts- und ortsfremder Bulle noch immer keine Garantie dafür, dass er auch deckt bzw. von den Kühen akzeptiert wird. Scheint also eher von individuellen Sympathien und Antipathien abhängig zu sein...
    (14.03.2011)
    Jan Jakobi:   @BjörnN:
    WIe erklären Sie sich dann das es in Wuppertal, Tierpark Berlin und Zoo Emmen Elefantenbabys gibt/gab?

    Die Bullen sind in den drei als Beispiel genannten Zoos auch mit den Kühen aufgewachsen.

    Ebenso wie in Leipzig, dort hat "Mekong" nur eine Kuh erfolgreich gedeckt.
    (14.03.2011)
    BjörnN:   Die Meinung, dass "Chamundi" seine Halbschwester nicht deckt, weil er merkt, dass sie verwandt sind, halte ich für sehr blauäugig.

    Ich halte es eher für wahrscheinlich, dass er nicht deckt, weil sie zusammen aufgewachsen sind, ungeachtet der Verwandtschaft.
    (14.03.2011)
    Jan Jakobi:   @Henry:
    Deine Frage kann ich vielleicht beantworten:

    Die Kühe "Ratna" und "Corny" sind genau wie "Chamundi" bei Hagenbeck geboren.

    "Chamundi" und "Corny" haben die selbe Mutter ("Yashoda"). "Cornys" Vater ist "Hussein", "Chamundi" wurde in Mysore von dem Bullen "Ganesh" gezeugt.

    Somit sind alle 3 für die Zucht verfügbaren Tiere miteinander ein wenig verwandt.

    "Bala" hat vor "Chamundi" angst und vor "Hussein" auch, außerdem will man ihr keine Trächtigkeit wegen ihrem schiefen Rücken zu muten.

    Die Kühe "Tefi","Rada" und "Kanaudi" (von Hagenbeck) sind zu alt für die Zucht.

    Bei Flußpferden ist Inzucht nicht so schlimm, es passiert nicht schlimmes ... aber trotzdem hat es bei den Paaren "Manfred/Negus" und "Molle/Berolina", "Nante und "Polly", "Schwabbel" und "Grete" sowie "Olga" Schäden gegeben.


    Ich vermute das "Chamundi" merkt das er mit den beiden Mädels verwandt ist und sie deswegen nicht deckt.


    (14.03.2011)
    Jan Jakobi:   @Henry:
    Deine Frage kann ich vielleicht beantworten:

    Die Kühe "Ratna" und "Corny" sind genau wie "Chamundi" bei Hagenbeck geboren.

    "Chamundi" und "Corny" haben die selbe Mutter ("Yashoda"). "Cornys" Vater ist "Hussein", "Chamundi" wurde in Mysore von dem Bullen "Ganesh" gezeugt.

    Somit sind alle 3 für die Zucht verfügbaren Tiere miteinander ein wenig verwandt.

    "Bala" hat vor "Chamundi" angst und vor "Hussein" auch, außerdem will man ihr keine Trächtigkeit wegen ihrem schiefen Rücken zu muten.

    Die Kühe "Tefi","Rada" und "Kanaudi" (von Hagenbeck) sind zu alt für die Zucht.

    Bei Flußpferden ist Inzucht nicht so schlimm, es passiert nicht schlimmes ... aber trotzdem hat es bei den Paaren "Manfred/Negus" und "Molle/Berolina", "Nante und "Polly", "Schwabbel" und "Grete" sowie "Olga" Schäden gegeben.


    Ich vermute das "Chamundi" merkt das er mit den beiden Mädels verwandt ist und sie deswegen nicht deckt.


    (14.03.2011)
    Henry Merker:   Möglicherweise ist die Frage schon gestellt worden, aber ich stelle sie dennoch (noch einmal?): Ist ein Grund bekannt, warum "Chammundi" noch nicht Vater geworden ist? Möglicherweise wäre ein Bullentausch angebracht...
    (14.03.2011)
    Manuel Becker:   Schönes Projekt. Freut mich für Münster. Was ist mit dem Elefantenbaby gemeint? Ist in MÜ was unterwegs?
    (13.03.2011)
    zollifreund:   schön dass es jetzt endlich bald losgeht.
    Beim Durchlesen ist mir aber eine Frage gekommen, auch gerade weil ich das neuste Elefantenmagazin gelesen habe und dort wieder einiges über die Problematik der zukünfigen Unterbringung der vielen Jungbullen steht: es ist zwar die Rede von 3 Bullenställen, aber ist es auch geplant und ist es möglich, zwei Bullen zu halten? Meiner Meinung nach sollte das nämlich Standart sein bei neuen Elefantenanlagen, schon alleine um notfalls den eigenen Nachwuchs nach Entwöhnung getrennt von der Mutter halten zu können. Besonders aber auch, wie in Münster, wenn der vorhandene Bulle seine Zuchtfähigkeit nicht gerade unter Beweis stellt...

    weiß jemand, ob solche Überlegungen in der Planung berücksichtig sind?
    (09.03.2011)
    Klaus Schüling:   Erste Informationen zum geplanten Elefanten-Park sind jetzt online:

    http://www.allwetterzoo.de/elefantenpark/elefantenpark2011.php

     
    (09.03.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Die Spannung im Allwetterzoo Münster wächst:

    Erste Anzeichen für die baldige Geburt eines Nashornkalbes sind zu erkennen!

    Die Spannung wächst bei Zoologen und Tierpflegern im Allwetterzoo; denn „Emmi“ zeigt ein deutlich angeschwollenes Gesäuge. Aufgrund der Erfahrungen bei den letzten Trächtigkeiten kann im Laufe der kommenden Woche mit der Geburt eines Nashornkalbes gerechnet werden. Sämtliche Vorbereitungen wurden bereits getroffen. Unter anderem wurde künstliche Kolostralmilch beschafft. Das ist die an Vitaminen, Mineralien und Proteinen reiche Vor- oder Erstmilch für neugeborene Säugetiere, die den Aufbau der Immunabwehr unterstützt. Sie wird benötigt, sollte „Emmi“ auch ihren vierten Nachwuchs ablehnen. Aber im Allwetterzoo ist man guter Dinge und hofft, dass die Anwesenheit von „Emmis“ vertrauter Tante „Vicky“ bei der Geburt die nervöse Mutter beruhigt und das Kalb erstmalig angenommen wird.

    Zur Vorgeschichte: Die Breitmaulnashornkuh „Emmi“ hatte ihre beiden ersten Kälber nach der Geburt tödlich verletzt, vermutlich aus Nervosität. Das dritte Kalb, „Ebun“, konnte erfolgreich von den Tierpflegern aufgezogen werden.
    (09.03.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Rosenmontag im Allwetterzoo Münster:

    Der Zoo ist von 9 bis 17 Uhr geöffnet und lädt zu „Karnevals“-Führungen ein

     

    Am Rosenmontag wird es bunt auf Münsters Straßen. Ebenso bunt ist es auch im Tierreich! Wer es nicht glaubt, kann sich im Allwetterzoo am 7. März von 9 bis 17 Uhr vom Gegenteil überzeugen. Entweder entdeckt man die farbenprächtigen Zoobewohner auf eigene Faust, beispielsweise im Aquarium oder im Tropenhaus. Oder man schließt sich einer „Karnevals“-Führung an. Biologen stellen hierbei unter dem Motto „Maskerade im Tierreich“ spezielle Zoobewohner vor. Sie erklären, ob ein Tier sich mit seinen auffallenden Farben nur schmückt oder ob es sich damit sogar vor Feinden schützt. So machen männliche Vögel oft mit einem bunten Federkleid Weibchen auf sich aufmerksam. Die winzigen Pfeilgiftfrösche hingegen warnen mit schriller Färbung: Vorsicht, ich bin giftig! Eine grelle Farbe oder ein schräges Muster können aber auch Tarnung sein. So erkennt man ein grünes Chamäleon im Blättergewirr ebenso schlecht wie ein Zebra im hohen Steppengras. Die Teilnahme an einer der rund 1,5 Stunden dauernden Führungen ist für Zoobesucher kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich. Treffpunkt ist um 11 und 14 Uhr bei den Nasenbären.
    (04.03.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Die Maus im Zoo!
    Das neue Maus-Buch gibt Antworten auf Kinderfragen

    Wer kennt nicht die Maus? Seit 40 Jahren informiert sie in der „Sendung mit der Maus“ kleine und große Fans über alle Fragen des Alltags. Nun hat die Maus einige deutsche Zoos besucht, um ganz großen Rätseln auf den Grund zu gehen. Wer hat die schärfsten Zähne? Wie hält der Tierpfleger die Zebras auseinander? Wer ist der lauteste Schreihals im Zoo? Wie werden gefährliche Tiere gefüttert? Die Maus begab sich in die Höhle des Löwen und fand auf all’ ihre Fragen Antworten. Und die gibt sie nun an alle Fans in einem Buch weiter, das am 8. März erscheinen wird: „Frag doch mal ... die Maus! Im Zoo“.

    Auch im Allwetterzoo hat die Maus sich schlau gemacht. Sie fütterte hier nicht nur die Elefanten, sondern traf auch einige Tierpfleger: Peter Vollbracht zeigte der Maus, wie man jungen Pinguinen das Fressen von Futterfischen beibringt. Michael Adler erzählte ihr über seine Nachtwachen beim Nashörnchen Ebun. Und Alexander Dietrich nahm die Maus mit zu den Geparden. Welche Aufgaben Tierpfleger sonst noch in einem Zoo haben, stellt das große Maus-Poster dar, das im Buch liegt.
    Die Autorin des neuen Maus-Buchs ist Dr. Sabine Dahm, 1964 in Münster geboren, promovierte Biologin und freie Mitarbeiterin beim WDR, u. a. für die Redaktion der „Sendung mit der Maus“. Neben vielen spannenden Geschichten aus dem Alltag in den Zoologischen Gärten enthält es zahlreiche Fotos und viele wunderschöne Illustrationen.

    (28.02.2011)
    Michael Mettler:   @Ronald Masell: Das muss ja nun nicht gerade mitten in einer Menschenmenge zugelassen werden... Wenn meine Erinnerung daran nicht zu verklärt ist, durften bei den früheren Kutschfahrten in Hannover Kinder auch mal mit auf den Kutschbock und auf gerader, freier Strecke auch mal kurz die Zügel halten. Klar, zu der Zeit waren die Kids noch keine PC-Games gewohnt, aber vielleicht würde ein solches Erlebnis auch noch heutige Kinder begeistern. Zu einer Kutschfahrt gehören schließlich auch Eindrücke wie z.B. der Geruch der Pferde - oder wird der in der Münsteraner Neuattraktion auch simuliert...?
    (10.02.2011)
    Allwetterzoo Münster:   13. Februar, 11 und 14 Uhr:

    Führungen durch den Allwetterzoo Münster zum „Liebesleben der Tiere“

    Am Valentinstag dreht sich alles um die Liebe. Deshalb ist das „tierische Liebesleben“ auch Thema der Sonderführungen, zu denen der Allwetterzoo am kommenden Sonntag (13.2.) einlädt. Bei den Rundgängen, die um 11 und 14 Uhr beginnen, stellen Biologen die unterschiedlichen Formen des Liebeslebens im Tierreich vor. Es gibt harmonische Zweisamkeit das ganze Jahr über, manchmal sogar ein Leben lang. Pinguine, Schwäne oder Störche sind hierfür Beispiele. Andere Tiere treffen nur während der Paarungszeit aufeinander. Das ist bei Leoparden oder Buntmardern der Fall. Vielfach spielt sich das Liebesleben in der Herde oder der Gruppe ab, beispielsweise bei Trampeltieren oder Zebras, Kattas oder Schimpansen. Wer mehr über dieses spannende Thema erfahren möchte, kann ohne Anmeldung und zusätzliche Kosten an einer der beiden Führungen teilnehmen, Zooeintrittskarte genügt. Treffpunkt für die Führungen ist bei den Nasenbären.
    (10.02.2011)
    Ronald Masell:   Auch wenn Besucher die Zügel führen?das dürfte schwierig werden.
    (10.02.2011)
    Michael Mettler:   @Ronald Masell: Derjenige, der auch Kutschfahrten in anderen Parks oder im öffentlichen Raum versichert...
    (09.02.2011)
    Ronald Masell:   @MM hast ja recht Michael, aber wersoll das versichern, wenn die Rösser durchgehen?
    (09.02.2011)
    Michael Mettler:   Sorry, aber dafür habe ich nun bei aller Toleranz für Simulationsbeiwerk in Zoos nur ein Kopfschütteln übrig. Wäre es nicht ein viel eindrucksvolleres Erlebnis für Besucher, in einer ECHTEN Kutsche durch den Zoo gefahren zu werden und ggfs. unter Anleitung des Kutschers sogar mal kurz die Zügel führen zu dürfen? Das wäre deutlich einfacher in die Wirklichkeit übertragbar als ein Eisschollen-Abenteuer oder eine Safaritour, um Beispiel aus anderen Zoos zu nennen.
    (09.02.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Neues aus dem Pferdemuseum Münster:

    Neue Attraktion im Westfälischen Pferdemuseum: Interaktiver Kutschen-Simulator

    Zwei virtuelle Pferde und eine reale Kutsche sind das neue Highlight im Westfälischen Pferdemuseum. Hoch auf dem Kutschbock der "Wagonette" haben die Besucher die Wahl zwischen einer gemütlichen Kutschfahrt über Wiesen und Brücken, oder einem Kutschenrennen durch einen Hindernis-Parcours. Die beiden Schimmel reagieren sehr feinfühlig auf den Zug der Führleinen. Es erfordert einige Geschicklichkeit, die Rösser über die schmalen Brücken zu führen, ohne mit der Kutsche hängen zu bleiben.
    Die über 100 Jahre alte Wagonette war ein weit verbreiteter Kutschentyp, der sowohl im ländlichen als auch im städtischen Bereich sehr vielseitig eingesetzt wurde etwa zu Ausflügen, zur Jagd oder zu Kirchfahrten. Sie ist ein Geschenk der Kutschen Ricker GmbH aus Dülmen. Das alte Fuhrwerk hat sogar "Filmerfahrung": In dem Holocaust-Drama "Unter Bauern" von Ludi Boeken mit Veronika Ferres und Armin Rohde in den Hauptrollen, wurde sie als Requisite eingesetzt.

    Der Kutschensimulator ist eine Entwicklung der MTC - Museums und Technologie GmbH und der Fachhochschule in Graz. Der Prototyp steht im Lipizzaner Gestüt Piber in Österreich. Er wurde speziell für das Westfälische Pferdemuseum adaptiert.

    Wir freuen uns über Ihren Besuch.

    (09.02.2011)
    Holger Wientjes:   Ja und so war´s ja dann auch... Tut mir leid, dass ich hier so einen Kappes auch noch weiterverbreitet habe !!! War nur von der Nachricht ansich so begeistert, dass ich mir weiter keinen Kopf über ihren Wahrheitsgehalt gemacht habe... ! )-:
    (08.02.2011)
    Tom Schröder:   Ich mache meinem Namen alle Ehre und bin ungläubig: Werbeaktion der Kunstakademie hört sich für mich wahrscheinlicher an als dass das Wahrheit sein könnte...
    (03.02.2011)
    Jan Beensen:   In welchem Teil denn?
    (03.02.2011)
    Niedersachse:   Neues Gehege soll wohl gebaut werden.
    (03.02.2011)
    Holger Wientjes:   Keine Ahnung ! War selbst überrascht von der Nachricht.
    (03.02.2011)
    Jan Beensen:   Entsteht erst noch eine Anlage für die Hyänen oder sollen die in einem der vorhandenen Gehege leben?
    (03.02.2011)
    Holger Wientjes:   Noch eine Neuigkeit aus dem Zoofreunde-Forum, die vor allem auch Olli freuen wird: Der Allwetterzoo nimmt wohl die Haltung von Tüpfelhyänen wieder auf. Ein Tier traf wohl schon in MS ein, ist aber im Momement noch ausserhalb des Zoos untergebracht.
    (03.02.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Allwetterzoo Münster: Rückblick - Ausblick

    Was war 2010? Was kommt 2011?



    Auch für einen Zoologischen Garten ist der Jahresbeginn Anlass für ein Resümee: Wie waren die vergangenen 12 Monate? Was bringt das nächste Jahr? Kurz gefasst, begann das Jahr 2010 für den Allwetterzoo äußerst dramatisch und es endete extrem ruhig. Dramatisch war der Jahresanfang, weil das Gorillaweibchen „Gana“ schwer erkrankte und trotz intensiver Bemühungen schließlich starb. Zurück blieb eine sechs Monate alte Tochter. „Claudia“ fand in Münster leider keine Ersatzmutter und musste deshalb in die Gorilla-Kinderstube des Stuttgarter Zoos Wilhelma umziehen. Dort wachsen „verwaiste“ Gorillakinder aus ganz Europa gemeinsam auf.



    Den allzu ruhigen Jahresabschluss verdankte der Zoo dem Wetter; denn der frühe Wintereinbruch sorgte für die schlechtesten Besucherzahlen in einem Dezember seit 1996. Zudem waren die ersten Monate in 2010 zu kalt, der Juli zu heiß, die Sommerferien verregnet. 871.427 Menschen kamen 2010 in den Allwetterzoo. Das sind zwar weniger als in den Vorjahren, es ist aber immer noch ein beachtliches Ergebnis für eine Stadt mit nur rund 280.000 Einwohnern. In einem aktuellen europaweiten Zoo-Ranking landete der Allwetterzoo auf Platz 16. Wie stolz man auf dieses Ergebnis sein kann, zeigt die detaillierte Bewertung der insgesamt 29 europäischen Zoos, die fast alle in Metropolen beheimatet sind. So schnitt der Allwetterzoo bei diesem Test punktgleich mit dem Zoo Antwerpen ab und wurde nur knapp schlechter als die Zoos in Basel, Kopenhagen oder Prag eingestuft!



    Bei den Tieren tat sich im Jahr 2010 einiges. Im März konnten sich die Zoobesucher endlich wieder über europäische Wölfe freuen! Fünf Schwestern aus dem polnischen Zoo Wroclaw bezogen die große Anlage im Kinder- und Pferdepark. Ebenfalls im März traf mit „Norman“ das erste Kugelgürteltier in Münster ein, Monate später folgte mit „Heidi“ eine passende Partnerin. Die skurrilen Tiere wurden auf Anhieb zu Publikumslieblingen! Ebenfalls neu in Münster sind winzige Zwergseidenäffchen, hübsche Türkei-Stachelmäuse und Maranon-Baumsteiger, das sind hoch bedrohte Pfeilgiftfrösche.



    Nachwuchs stellte sich 2010 bei vielen Tierarten ein. Besonders erfreulich war die Aufzucht von zwei Gänsegeiern. Jeweils zwei Jungtiere gab es auch bei den seltenen Mandschurenkranichen, bei Mongolenponys und Kattas. Große Sorgen bereitete das Eselfohlen „Amélie“. Die Kleine kam nicht an die Zitzen der unerfahrenen Mutter und diese wollte ihren Nachwuchs nicht trinken lassen. Mit viel Mühe konnten Pfleger und Tierarzt die Beiden zusammenbringen. Das Eselchen gedieh prächtig und sieht auch heute noch aus wie ein überdimensionales Plüschtier. Von einem anderen Jungtier hieß es Abschied zu nehmen: „Ebun“, das von der Mutter verstoßene Nashörnchen, zog nach England um. Doch Breitmaulnashornkuh „Emmi“ ist erneut trächtig, die Geburt wird im Februar/März 2011 erwartet.



    Auch gebaut wurde im vergangen Jahr im Allwetterzoo wieder fleißig. Das völlig umgestaltete Afrikapanorama eröffneten die Spieler der ersten Mannschaft des SC Preußen 06 - passend zur WM in Südafrika. Die „Insel“ der Kattas bekam einen neuen Graben und einen neuen Sonnenplatz für die Affen. Von der für Besucher begehbaren Katta-Anlage aus hat man einen guten Blick auf die neue Freianlage für Goldene Löwenäffchen und Zwergseidenäffchen. Für diese „Südamerikaner“, deren Untermieter die Kugelgürteltiere sind, entstand eine neue große Innenanlage mit energiesparendem Glasdach. Seine anderen umweltschonenden Energiespar-Maßnahmen erklärt der Zoo mit einem im Sommer eingerichteten „Energiepfad“. Im Herbst stellte der Zoo gemeinsam mit der Berliner Beuth Hochschule für Technik die bundesweit ersten „Energiepässe“ für Tierhäuser vor, die für Klimaschutz und CO2-Einsparung von zentraler Bedeutung sind.



    2010 war das „Jahr der Tagungen“ im Zoo. Zum jeweiligen Erfahrungsaustausch trafen sich Schildkrötenschützer aus aller Welt, Tropenornithologen und Raubtierpfleger. Ein Veranstaltungs-Highlight war das erste „Internationale Straßenkünstler-Festival“ im Juli. Rund 40 Gruppen und Einzelkünstler aus Deutschland, Europa und Übersee waren im Zoo zu sehen und zu hören. Es gab Musik, Theater, Jonglage, Clownerie, Tanz und rund 10.000 begeisterte Zoobesucher. Das zweite Festival wird am 23. und 24. Juli stattfinden.



    Für 2011 erhofft man sich im Allwetterzoo besseres „Zoowetter“, damit möglichst viele Menschen - unbehelligt von Glatteis auf den Straßen oder Gluthitze in den Autos - die rund 3.000 Tiere im Zoo, die vier Delfine und sechs Seelöwen im Delphinarium sowie das Pferdemuseum besuchen können. Es wird sich lohnen, denn auch für die nächsten Monate sind positive Veränderungen geplant, auf die sich vor allem Kinder freuen dürfen. Für sie wird der größte Spielplatz im Zoo mit hohem Aufwand komplett verwandelt. Für die Kleinsten entsteht ein ruhiger Spielbereich, die Größeren dürfen auf sportliche Geräte gespannt sein. Mutige Kinder können einen „Allwetter-Kletterturm“ erklimmen und durch eine lange Röhre wieder herunter rutschen. Für die Eltern entsteht ein neuer, großzügig überdachter Kiosk- und Picknick-Bereich. Mit der Fertigstellung rechnet man zu Ostern. Auch auf „Tierisches“ dürfen sich die Besucher freuen: So wird für die Weißkopfsakis, das sind südamerikanische Affen, gerade eine große Außenanlage am Tropenhaus errichtet. Auch die Anlagen für Flamingos und Nasenbären werden umgestaltet. Mit den Bauarbeiten für den geplanten „Elefantenpark“ wird allerdings frühestens im Herbst 2011 begonnen.



    Eines der Markenzeichen des Allwetterzoo ist sein überdurch­schnittliches Engagement für den Artenschutz in den natürlichen Lebensräumen, beispielsweise in Vietnam. Das Projekt zur Rettung der seltenen Goldkopflanguren, einer in Nordvietnam lebenden hoch bedrohten Affenart, beging im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass erhielt der Allwetterzoo eine weitere offizielle Anerkennung durch die vietnamesische Regierung.
    (12.01.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Blaue Köpfe, kahle Brust:

    Zwei Papageienküken im Allwetterzoo Münster werden „zu Füßen“ der Besucher gefüttert…



    Ganz schön auf Trab halten zwei Küken bei den Gebirgsloris im Allwetterzoo Münster derzeit ihre Eltern. Beinahe jede halbe Stunde kommen die Papageien angedüst und füttern ihre hungrigen Sprösslinge. Dass sie dabei haarscharf an den Beinen zahlreicher Zoobesucher vorbei fliegen müssen, stört die Loris nicht. Sie haben sich den Brutplatz auf dem Boden ihrer Voliere unter einem Stein selbst ausgesucht. Hoch gelegene, vor den Blicken der Menschen geschützte Nisthöhlen standen ebenfalls zur Verfügung. Doch die kleinen kunterbunten Papageien scheinen Trubel und Aufmerksamkeit zu bevorzugen!



    Am Silvestermorgen entdeckten Tierpfleger, dass die Loris an ihrem ungewöhnlichen Brutplatz Erfolg hatten. Zwei winzige Papageienküken sind hier geschlüpft, vermutlich vierzehn Tage zuvor. Sie waren nicht früher aufgefallen, weil die Eltern sie gut verborgen hatten. Als die Küken mehr und mehr Hunger zeigten, mussten die Eltern den Brutplatz immer öfter anfliegen. Inzwischen zeigen die Winzlinge schon blaue Federn am Kopf und grüne an den Seiten des Körpers. Die Fütterung durch die Eltern kann übrigens unmittelbar erlebt werden! Die Gebirgsloris leben im Elefantenhaus in einer für Besucher begehbaren Anlage und dürfen hier mit Nektar gefüttert werden. Um die Jungen zu schützen, ist allerdings eine kleine Absperrung errichtet worden.
    (11.01.2011)
    Allwetterzoo Münster:   "Leona" im Löwengraben: Ein kleiner Pinguin auf großer Tour im Zoo....

    Ob seine Eltern dem kleinen Pinguin die Geschichte des legendären "Nr. 137" erzählt haben? Ähnlich wie der 1998 ausgebüxte, nie wieder aufgetauchte und damit bundesweit bekannt gewordene Pinguin machte sich "Leona" am ersten Tag im neuen Jahr auf den Weg durch den Allwetterzoo. Begünstigt durch das teilweise vereiste Wasserbecken der Pinguinanlage fand der Jungspund einen Weg heraus, watschelte den Spuren nach über die Besucherwege und gelangte schließlich zum Löwenhaus. An der dortigen Außenanlage türmten sich die Schneeberge, leicht zu erklimmen für einen neugierigen Pinguin. Hier muss "Leona" dann einen großen Satz gemacht und auf dem Eis des Löwengrabens gelandet sein. Dort wurde der kleine Pinguin am Neujahrstag von einer Besucherin entdeckt.

    Gefahr von der Löwenfamilie drohte zum Glück nicht, die dösten angesichts der Kälte im warmen Haus. Den ausgebüxten Pinguin einzufangen, war aber nicht leicht. Das Wasser war zum Teil gefroren. Wäre der kleine Wicht in Panik unter das Eis geraten, hätte er vielleicht nicht mehr hinausgefunden. Deshalb zeigten die Tierpfleger Geduld - und setzten auf den Hunger des Pinguins. Und das klappte! Am Sonntag konnte Steffi Klahn, die vertraute Tierpflegerin, den kleinen Ausreißer mit Heringen locken und vom Eis holen. Nun hockt er wieder inmitten der Pinguinschar und erzählt von seinen Abenteuern...

    Der kleine Ausreißer ist der jüngste Brillenpinguin in Münster. Erst im September geschlüpft, war der Vogel noch zu jung für die geplante Reise nach Ungarn. Vierzehn in Münster geschlüpfte Artgenossen waren im November in den Zoo von Jaszbereny umgezogen. "Leona" wurde übrigens erst nach ihrem Ausflug getauft. Normalerweise tragen die Pinguine in Münster nur Nummern, der kleine Ausreißer war bis Sonntag nur die 459. Aber nach ihrem kleinen Ausflug wurde das Pinguinmädchen von Steffi Klahn auf "Leona" getauft. Ein wirklich passender Name!

    (03.01.2011)
    Allwetterzoo Münster:   Bestandsaufnahme nach dreistem Einbruch in die Ausstellung "Verbotene Geschenke" im Allwetterzoo Münster

    Am Silvestermorgen wurde der Einbruch im Allwetterzoo entdeckt. Diebe hatten in der Nacht eine schmale Plexiglas­scheibe neben den stabilen Eingangstüren zum Ausstellungsraum "Verbotene Geschenke" aufgebrochen. Vermutlich warteten sie den ersten Kontrollgang der Nachtwache ab, um dann alles mitzunehmen, was wertvoll schien. Aus insgesamt fünf Vitrinen, deren Türen sie aufgehebelt haben, entwendeten sie eine Jacke aus Guereza-Fell, Stiefel und Taschen aus Reptilienleder sowie Schmuckgegenstände aus Schildpatt. Aus der Vitrine, die die Wilderei von Elefanten-Stoßzähnen und Nashorn-Hörnern zum Thema hat, wurden beinahe alle Exponate vom Armreifen aus Elefantenhaar bis zu zwei 120 cm langen Stoßzähnen gestohlen. In einer Vitrine steht nun eine rote Schaufensterpuppe nackt da. Der Mantel, den sie trug, wurde ebenso gestohlen wie ein Leopardenfell mitsamt Kopf.

    Am Montag glichen Zoomitarbeiter die Bestandsliste mit dem verbliebenen Inhalt der Vitrinen ab. Nach dem ersten Einbruch in diese Ausstellung im August 2009 hatte der Zoo nicht nur seine Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, sondern auch die Exponate fotografiert und mit den jeweiligen Maßen versehen. Die Liste mitsamt den Fotos der entwendeten Objekte wurde der münsterschen Kripo übergeben.

    (03.01.2011)
    Sacha:   Traurige Nachricht. Und dann noch zur Weihnachtszeit...
    (27.12.2010)
    Ronald Masell:   und wieder einer weniger.Der Kostendruck erwischt sie alle. dieZoo-Nachrichten werden jetzt ganz eingestellt.
    (24.12.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Schneeräum-Marathon im Allwetterzoo:

    - Fünf Kilometer Besucher- und Betriebswege sowie der Parkplatz werden täglich geräumt

    - Auch zu Weihnachten und Silvester ist Zoobesuch ohne Rutschgefahr möglich

    Um 8 Uhr ist im Allwetterzoo Dienstbeginn für die Tierpfleger. Damit sie sofort zu Affen, Elefanten und Pinguinen gelangen können, stehen andere Zoomitarbeiter sehr früh auf. Die Zoogärtner sitzen nämlich spätestens um 5.30 Uhr auf den Schneeräum-Fahrzeugen. Als erstes befreien sie den Betriebshof von Schnee, dann die Hauptwege im Zoo. Um 8 Uhr muss der Futterwagen seine erste Runde drehen können. Mit ihm werden zehn Reviere Tag für Tag mit Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch beliefert. Bevor um 9 Uhr die ersten Schulklassen an der Zookasse eintreffen, sind auch Parkplatz und Besucherwege geräumt und gestreut – alles in allem gut fünf Kilometer! Gestreut wird im Zoo aus ökologischen Gründen nur mit Split und Sand. Salz kommt nicht zum Einsatz.

    Besucher, die es schaffen, den Allwetterzoo zu erreichen, erleben dort ein ungetrübtes Wintervergnügen! Zottelige Esel und dickfellige Mongolenponys stapfen vergnügt durch den tiefen Schnee. Syrische Braunbären und Trampeltiere trotzen mit ihrem Pelz der Kälte. Im Zoo überwinternde Weißstörche hocken auf tief verschneiten Horsten. Und selbst Geparde schnuppern gerne Winterluft und hinterlassen dicke Tatzenabdrücke im Tiefschnee. Wer sich beim Rundgang durch den Winterzoo aufwärmen möchte, geht einfach in eines der großen, mollig warmen Tierhäuser. Im Tropenhaus zwitschern unzählige Vögel im Blätterdschungel, in der Nashornhalle buddeln Erdmännchen in Sand statt Schnee. Elefanten und kleine Papageien dürfen in einer üppig begrünten Halle von Besuchern gefüttert werden. Und auch bei großen und kleinen Affen, Löwen und Giraffen ist es warm und es gibt viel zu sehen!

    Der Zoo kann übrigens an 365 Tagen im Jahr besucht werden, sogar an Heiligabend und Silvester. Die Kasse ist täglich ab 9 Uhr geöffnet und schließt nur am 24. und 31. Dezember bereits um 12 Uhr. An allen anderen Tagen werden Besucher bis 16 Uhr eingelassen, die Tierhäuser schließen um 16.30 Uhr. Auch das Westfälische Pferdemuseum ist täglich geöffnet, ebenso das Delphinarium im Zoo. Hier findet am 24. und 31. Dezember jeweils eine Vorführung um 11.30 Uhr statt, an den Feiertagen 25. und 26. Dezember sowie 1. Januar sogar drei um 12, 13.30 und 15 Uhr.
    (21.12.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Ein fast 2000 Jahre altes römisches Nachziehpferdchen, eine
    Dreirad-Pferdekutsche und ein zweiköpfiges Schaukelpferd für Zwillinge
    sind nur einige der Highlights in der neuen Sonderausstellung:

    Mein erstes Pferd - Wie Pferdespielzeug das Leben begleitet

    Eine Ausstellung des Westfälischen Pferdemuseum
    27.11.2010 bis 05.07.2011

    In sechs Abteilungen zeigt die Ausstellung die unterschiedlichsten Formen
    von Pferdespielzeug denen ein Kind im Laufe seiner Entwicklung begegnet.
    Über 200 Exponate aus großen Privatsammlungen und Institutionen wie der
    LWL-Archäologie, Münster oder dem Römisch-Germanischen Museum, Köln zeigen
    Kinderträume vergangener Zeiten.
    (25.11.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntag, 14. November, 11 Uhr:
    20 Jahre unterwegs
    Jörg Adler zeigt am kommenden Sonntag im Cineplex Bilder aus seiner „zweiten Heimat“

    Seit 1984 bereist der münstersche Zoodirektor Vietnam. Während unzähliger Aufenthalte fotografierte er die bedrohte Natur und die (noch) einzigartige Tierwelt. Jörg Adler hat aber auch das Leben der Menschen in diesem Land voller Vielfalt in unzähligen Bildern eingefangen. Zu sehen sind seine Eindrücke aus Vietnam bei einem Dia-Vortrag am kommenden Sonntag, 14. November, im münsterschen Cineplex. Der Zoo-Verein Münster lädt zu dieser Veranstaltung in Kooperation mit dem Kino ein. Karten mit freier Platzwahl gibt es für 5 bzw. 4 Euro (erm.) nur im Cineplex.

    Jörg Adler gilt als profunder Kenner Vietnams und ist mit seinen Fotos ein landesweit gefragter Referent. Stimmungsvolle Bilder aus dem Alltag der Bevölkerung verknüpft er mit Schilderungen amüsanter, aber auch bedrückender Erlebnisse. Ähnliches gilt für Kambodscha. In diesem „Land des Lächelns“ betreut der Allwetterzoo seit zehn Jahren ein Naturschutzprojekt in unmittelbarer Nähe zu den weltberühmten Tempeln von Angkor. Auch in Kambodscha hat Adler einmalige Momente und Begegnungen im Bild festgehalten. Zu sehen sind außerdem Aufnahmen seltener Tiere, um deren Schutz sich der Allwetterzoo bemüht.

    (11.11.2010)
    Allwetterzoo Münster:   „Ebun“ ist gut in England angekommen

     

    Am vergangen Donnerstag (7.10.) verließ Nashornkalb „Ebun“ den Allwetterzoo gemeinsam mit ihren Pflegern Matthias Bartel und Manuela Hofmann in ihr neues Zuhause, den Longleat Safari Park in Wiltshire, England. Ihre Reise führte über Arnheim, Calais und Dover bis nach Longleat in Wiltshire. Um 1.30 Uhr nachts am 8. Oktober kam der ungewöhnliche Transport in Wiltshire an, morgens gegen 8.30 Uhr wurde „Ebun“ vom LKW abgeladen und aus Ihrer Box in den Stall gelockt. Ebenso schnell wie sie in Münster in die Box ging, sprang sie in England auch wieder heraus und genoss ihre erste Flasche mit Milch auf der Insel.

     

    In Arnheim wurde eine zweite Transportbox samt der vierjährigen Nashornkuh „Kara“ auf den LKW geladen. Geplant ist, dass sich in Longleat zuerst die beiden jungen Tiere aneinander gewöhnen. Dann folgt die Eingliederung in die bereits vorhandene Gruppe bestehend aus einem zwölfjährigen Bullen und zwei circa 10jährigen Kühen. Die Nashörner im Wiltshire Safaripark teilen sich ihre ca. 15 ha große Außenanlage mit Trampeltieren, Watussis und Elenantilopen.

     

    „Wir sind froh, dass Kara mit unserer Ebun nach England geht, so Matthias Bartel. „Sie lief bislang mit ihrer Mutter und einem weiteren Kalb zusammen und kennt daher schon kleine Nashörner.“ Schon während des Transports hatten die beiden bereits Zeit sich Kiste an Kiste zu beschnuppern. In Longleat angekommen wurden die Kühe dann jeweils in einen eigenen Stall gesperrt, konnten sich aber durch die Gitterstäbe sehen, riechen und mit den Schnauzen beschnuppern. „Ebun und Kara scheinen sich gut zu verstehen. Die Kollegen in Longleat sind sehr nett und haben Ebun freudig empfangen. Wir sind positiv gestimmt, dass sie sich auf der großen Anlage schnell eingewöhnen wird“, resümiert Bartel.

     

    Daten zu „Ebun“:

    „Ebun“ wurde am 20. September 2009 im Allwetterzoo Münster geboren. Da Ihre Mutter sie nicht angenommen hat, wurde sie von den Pflegern mit der Flasche groß gezogen. Bei ihrer Abfahrt wog sie 640 kg. Ausgewachsene Nashornkühe können mehr als 2.000 kg auf die Waage bringen! „Ebun“ frisst Heu, bekommt aber nach wie vor noch Fohlenmilch zu trinken: etwa 13 Liter täglich, verteilt auf vier Mahlzeiten. Zwei Portionen trinkt sie aus dem Trog, zwei aus der Flasche. Die Flaschenfütterung wird beibehalten, um eine evtl. notwendige Medikamentengabe besser kontrollieren zu können.

    Der Umzug nach England erfolgte auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP. „Ebun“ hätte Münster ohnehin verlassen müssen, allerspätestens mit drei Jahren. Dann werden Breitmaulnashörner geschlechtsreif.
    (12.10.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Bongo Bianca im Mutterglück:

    Erstmals seit Jahren wurde im Allwetterzoo Münster ein Kalb der wunderschönen „Waldböcke“ geboren.

    Im Allwetterzoo ist man begeistert über den jüngsten Nachwuchs bei den Bongos, ein wunderschönes weibliches Kalb. Im auffallend rotbraunen Fellkleid tragen diese Antilopen leuchtend weiße Streifen und Flecken. Was in den Wäldern Zentral- und Westafrikas eine perfekte Tarnung für die scheuen Bongos ist, fällt im derzeit eher tristen westfälischen Herbst schon von weitem ins Auge. Und die Besucher können sich an dem erst wenige Tagen alten Kalb bereits erfreuen: Sowie es mal nicht regnet, verlässt Mutter „Bianca“ mit ihrem ersten Nachwuchs den warmen Stall. Vorerst noch getrennt von der Gruppe gewöhnt sich die kleine Antilope in einem Vorgehege an das Zooleben. Das zierliche Kalb hat sich allerdings schon beim ersten Ausflug ins Freie dem Gitter genähert, hinter dem Vater „Tabo“ neugierig den Neuzugang beäugte.

    Bongos leben in kleinen Gruppen zusammen, in Münster sind es mit dem Kalb nun vier Tiere. Sie bewohnen eine von Eichen bestandene Anlage neben dem Pferdemuseum. Weil ihr afrikanischer Lebensraum durch Abholzung immer weiter vernichtet wird, sind Zoonachzuchten äußerst wertvoll für den Fortbestand der Art. Deshalb wird die Bongo-Zucht in Zoologischen Gärten über das Europäische Erhaltungszucht-Programm koordiniert. In Münster hatte es zuletzt 2004 Nachwuchs gegeben. Die Eltern des am 26. September 2010 geborenen Kalbes stammen aus den Zoologischen Gärten von Stuttgart bzw. Frankfurt.
    (04.10.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Zoos brauchen Energie: Der Allwetterzoo stellt als Vorreiter die bundesweit ersten Energieausweise für Tierhäuser vor

     

    Der Allwetterzoo, am 2. Mai 1974 eröffnet, versorgt derzeit etwa 3.000 Tiere aus 300 Arten. Für einen Großteil der Tiere müssen das ganze Jahr über tropische Bedingungen simuliert werden. Es gibt 35 Gebäude mit unterschiedlichstem Versorgungsbedarf auf rund 30 Hektar. Der Zoo betreibt eine eigene Heizungszentrale sowie ein städtisches Blockheizkraftwerk. Als einer der ersten Zoos in Deutschland widmet er sich aktiv und nachweisbar dem Klimaschutz durch energetische Sanierung mit dem Ziel einer zukunftsorientierten, unabhängigen Energieversorgung und einer möglichst hohen CO2-Minderung. Um dies noch effektiver zu tun, suchte der Zoo die Zusammenarbeit mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin, FB IV, und der BAnTec GmbH, ebenfalls Berlin.

     

    Ergebnis dieser Verbindung ist nun die Entwicklung der ersten Energieausweise für Tierhäuser in einem deutschen Zoo! Für die energetische Bewertung bestehender Wohngebäude gibt es diese Dokumente bereits. Einmalig ist ebenso die zugrunde liegende energetische, technische und bauliche Qualitätsfeststellung und Analyse. Dafür wurde in den letzten 20 Monaten die Energiesituation des Zoos geprüft: Studierende und Mitarbeiter der Beuth-Hochschule untersuchten rund 4,8 km der zooeigenen Nahwärmetrasse und analysierten 35 Gebäude mit 40 Übergabestationen. Die Erstellung von Energieausweisen für Tierhäuser und -anlagen ist von zentraler Bedeutung für den Klimaschutz und die CO2-Einsparung. Die Bundesregierung fordert 36% CO2-Einsparung bis zum Jahr 2020!

     

    Energieausweise gibt es abhängig vom Bedarf und vom Verbrauch. Ein bedarfsabhängiger Energieausweis ist für Tieranlagen nicht möglich, da es kein Standard-Nutzverhalten gibt. Die Entwicklung von Standards für verbrauchsabhängige Energieausweise für Tieranlagen ist Ziel der Zusammenarbeit zwischen Allwetterzoo, Beuth Hochschule für Technik Berlin und BAnTec GmbH. Der Ansatz ist wie folgt: Die Verbrauchswerte der letzten Jahre liegen zugrunde, sie werden gemittelt und daraus die tatsächlich benötigte Primär-Energiemenge berechnet. Hierbei werden nicht nur Tieranlagen und Gebäude untersucht, die bereits saniert wurden, sondern vor allem die Gebäude, die noch nicht im Sanierungs- und Instandsetzungsplan geführt werden. Gerade für diese ist es wichtig, Empfehlungen anhand des Energieausweises erarbeiten zu können und die Modernisierung daran zu orientieren.

     

    Aufgrund der fundierten Erhebung und Auswertung von Daten ist es weiterhin möglich, gebäudespezifische Nutzerprofile zu erstellen, die für andere Zoos die Grundlage bilden können. Betrachtet man die gemeinsamen Projekte, die durch Mitarbeiter und Studierende der Beuth Hochschule sowie der BAnTec GmbH entwickelt werden, kann man den derzeit ohnehin schon datentechnisch hochmodern erfassten Allwetterzoo als Vorbild in der Zoowelt bezeichnen. Bereits seit 1995 werden im Allwetterzoo alle energierelevanten Daten erfasst und ausgewertet!

     

    Insgesamt wurden von 1995/1996 bis 2009 rund 423 Tonnen oder 20% CO2 weniger erzeugt! Diese Einsparung ist das Ergebnis baulicher Sanierungsmaßnahmen und einer bedarfsabhängigen zentralen Gebäudeleittechnik. Für die Zukunft geplant sind die energetische Optimierung der Bestandssituation durch hydraulische Analyse der Nahwärmetrasse und der einzelnen Unterstationen, Simulationsrechnungen der Bestandsgebäude und die konsequente Umsetzung der Handlungsempfehlungen und Ergebnisse. Der Einsatz von regenerativen Energien wie Photovoltaik, Solartechnik oder Erdwärme ergibt weitere Einsparpotentiale.

     

    Resümee: Die Gebäude, die Tieranlagen und die Energiesituation können für andere Zoos als Referenz genommen werden, ebenso die entwickelten Ansätze für die Erstellung der Energieausweise.

     

    Beispiele

    Im Elefantenhaus kann beim Einsatz erneuerbarer Energien eine Reduzierung von 405 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr (kWh/m²a) auf 337 erzielt werden; das entspricht einer Einsparung von rund 17% pro Jahr. Der CO2-Ausstoß reduziert sich von 120 Kilogramm pro Quadratmeter im Jahr (kg/m²a) auf 99, das sind ebenfalls 17% weniger.

     

    Für das Orang-Utan-Haus ergibt sich bei Einsatz von regenerativen Energien, zusätzlich zur wärmetechnisch instand gesetzten Fassade, eine Reduzierung von 381 kWh/m²a auf 284. Der CO2-Ausstoß reduziert sich von 116 kg kg/m²a auf 85. Das entspricht einer Einsparung von rund 26% für den Primärenergieanteil und den CO2-Ausstoß.

     

    Ausblick

    Die Zusammenarbeit des Allwetterzoos mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin, der BAnTec GmbH, der seit Januar 2010 beteiligten FH Münster sowie diversen ortsansässigen Unternehmen wird weiter fortgeführt und ausgebaut.
    (01.10.2010)
    Michael Mettler:   Außerdem gilt es m.E., sich zwischen den nächstgelegenen Konkurrenzzoos Osnabrück (bisher ohne Nachzucht) und Gelsenkirchen (möglicherweise irgendwann doch noch mit Elefanten) rechtzeitig stärker zu positionieren...

    Auch so kann man eben Flaggschiff-Spezies definieren. Nennen wir es doch das Tarzan-Prinzip: Wenn es mal eng wird, holt man die Elefanten zu Hilfe ;-)
    (28.09.2010)
    Andreas Knebel:   Warum der Zoo so auf Zucht drängt, ist aber eindeutig.
    Ich zitiere einfach mal einige Besucherzahlen:
    Wuppertal:
    2004: 502.893
    2005: (Geburt von Kibo und Bongi): 669.420

    Köln:
    2003: 951.674
    2004: (Eröffnung Elefantenpark im Sep):
    1.125.792
    2005: 1.235.286 (Beinaherekord, 2.bestes Ergebnis ever)
    2006: (Geburt von Marlar): 1.579.972 (All-Time-Record)

    Auch 2007 und 2009 stieg nach Geburten bei den Elefanten die Besucherzahl auf über 1,5 Millionen, während 2008 (ohne Elefantengeburt) die Zahl um rund 100.000 fiel.
    (28.09.2010)
    Michael Mettler:   P.S. Mir fällt gerade auf, dass in ähnlicher Weise ja auch das Delfinarium weitergenutzt werden soll - "show and tell"...
    (28.09.2010)
    Michael Mettler:   Einer meiner ersten Gedanken zu diesem Thema war, dass die Anlage nebst Innenräumen sich wunderbar für eine große Herde Breitmaulnashörner eignen würde....

    Aber wenn man denn aus Publikumsgründen unbedingt Elefanten halten will (was verständlich ist), dann ist auch klar, dass der Zoo zum Elefantenfüttern keinen Bullen braucht. Dafür tun es alte und/oder nicht zuchtfähige Kühe auch, und schon sacken die Umbaukosten auf einen denkbar kleinen Wert herab. Ja, Elefanten haben in Münster Tradition, aber für die längste Zeitspanne der Zoogeschichte waren es auch nur Kühe (und Nachwuchs hat schon gar keine Tradition dort), somit ist eigentlich die ElefantenKUH quasi die "Traditionsart"....

    Deshalb fände ich die Variante, auf die "Hagenbeck-Filiale" Chamundi, Ratna, Kanaudi und Corny zu verzichten und die gesamte Fläche den übrigen Kühen - vielleicht in Vergesellschaftung mit einer anderen Tierart - zur Verfügung zu stellen, durchaus eine Überlegung wert. Es wird immer wieder ältere, noch an direkten Kontakt gewöhnte Kühe geben, die einen Alterssitz brauchen können - ich denke da z.B. an Birma in Magdeburg wegen der Umstellung auf Afrikaner oder an Indra in Hannover wegen der nachwuchsbedingten Enge im Stall - und Heidelberg, ursprünglich in diese Richtung konzipiert, ist ja nun auch wieder als "Altersheim" weggefallen. Auch so könnte sich der Zoo ein zusätzliches Alleinstellungsmerkmal im konkurrierenden Umkreis schaffen.

    Für die heutige Zeit ist die Ansicht zwar nicht unbedingt "schick", aber mit einer Dressurdarbietung dessen, was ein Arbeits- oder Reitelefant in Südostasien zu tun hat, ließe sich mit den nicht züchtenden Kühen durchaus auch Artenschutz propagieren. Heißt es nicht immer, dass der Einsatz von Reit- und Arbeitselefanten für die Natur (und damit auch für viele Wildtierarten) in Süd-/Südostasien viel schonender ist als der von Fahrzeugen...?
    (28.09.2010)
    Gudrun Bardowicks:   Ich finde die Elefantenhaltung in Münster mit Ausnahme der Innenanlage im Elefanten- und Nashornhaus und der dort vorhandenen Ausstellung auch nicht besonders attraktiv.

    Wenn Münster wirklich Elefanten züchten will, sollte er sich allerdings erst einmal von Chamundi trennen und einen neuen Elefantenbullen anschaffen, da Chamundi ja anscheinend unfruchtbar ist oder zumindest an den in Münster lebenden zuchtfähigen Elefantendamen als Geschlechts- oder Zuchtpartner kein besonderes Interesse hat. Ansonsten müsste es dort eigentlich schon lange eimal Nachwuchs gegeben haben. Allerdings sind möglicherweise auch die in Münster lebenden Kühe nicht zuchtfähig. Ohne Änderungen im Elefantenbestand wird es in Münster bestimmt keinen Nachwuchs bis 2013/2014 geben, auch wenn das Geld für den Umbau in eine Zuchtanlage doch noch aufgebracht werden kann.
    (28.09.2010)
    Hannes Lüke:   Ich persönlich empfinde die Elefantenhaltung in MS als eine der langweiligsten in Deutschland. Die Anlage bietet dem Besucher an keiner Stelle (außer bei der Fütterung) einen WOW effekt. In Münster fehlt es noch an anderen Ecken und es würde sich meiner Meinung nach eher anbieten sich ein anderes Alleinstellungsmerkmal auf der wirklich großen Fläche des Elefantehauses zu suchen. Ich würde mich mehr über eine verbesserte Delfinhaltung freuen statt einer Abgabe.
    (28.09.2010)
    Thomas Schröder:   In Münster findet momentan eine sehr rege Diskussion zur Elefantenhaltung und deren Finanzierung statt. Vielleicht kann eine solche Diskussion auch hier entstehen.
    Das der Allwetterzoo dafür kämpft, weiterhin Elefanten halten zu können, halte ich für richtig und wichtig, da die Elefanten in Münster eine Traditionsart darstellen und mit der täglichen Elefantenfütterung ein äußerst beliebtes Alleinstellungsmerkmal wegfiele, ließe man die Haltung auslaufen.
    Warum aber das EEP ausdrücklich eine Zucht in Münster wünschen sollte, kann ich nicht wirklich nachvollziehen! Es gibt m.E. nach genügend Zoos, in denen die Asiaten gezüchtet werden - vielmehr werden in Zukunft sicherlich vermehrt Bedarfe für "Seniorenresidenzen" und "Junggesellen-WGen" enstehen. Also warum nicht eine günstigere Variante des Umbaus in Münster, die alten Weibchen oder jungen Männchen eine ausreichende Unterkunft böte? Für mich liegt da eben doch der Verdacht auf der Hand, dass gezüchtet werden soll, weil Jungtiere BesucherInnen anziehen, und nicht, weil das EEP ausgerechnet für Münster unbedingt die Zucht möchte...
    Dass eine günstigere Lösung anvisiert wird als die 7,5-Mio-Euro-Variante, begrüße ich sehr und kann mir denken, dass ein in den Elefantenhügel hineingebautes Haus z.b. teurer wäre als ein reiner Funktionsbau ala Leipzig oder Amersfort. Dieser wäre m.E. nach auf der Fläche der ehemaligen Elefantensuhle (zur Zeit einer von zig Spielplätzen) gut unterzubringen. Allerdings befürchte ich, dass man in Münster nicht den Mut haben wird, einen kostengünstigen Betonstall (bemalt oder bepflanzt, wie auch immer) zu errichten, da man ja eher seit Jahren versucht, gegen das Beton-Image anzukämpfen.
    (28.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Premiere in einem deutschen Zoo: „Energieausweise“ sparen CO2 und Geld!

    Auf eine zukunftsorientierte und unabhängige Energieversorgung mit möglichst hoher CO2-Minderung legt der Allwetterzoo seit langem großen Wert! Deshalb wurden nun in Verbindung mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin und der BAnTec GmbH Berlin die ersten Energieausweise für Tierhäuser entwickelt. Die zugrunde liegende energetische, technische und bauliche Qualitätsfeststellung und Analyse ist in deutschen Zoos bislang einmalig. Professor Katja Biek von der Beuth Hochschule meint, „die in Münster entwickelten Ansätze für die Erstellung von Energieausweisen können für andere Zoos als Referenz gelten“!

    Für den Klimaschutz und die CO2-Einsparung ist die Erstellung von Energieausweisen von zentraler Bedeutung. Dafür untersuchten Studierende, Hochschulangehörige und Mitarbeiter in den letzen 20 Monaten rund 4,8 km der zooeigenen Nahwärmetrasse hydraulisch und analysierten 35 Gebäude mit 40 Übergabestationen. Als erstes Ergebnis liegen nun die Energieausweise der Tierhäuser für Elefanten und Orang-Utans vor. Diese listen die Maßnahmen auf, mit denen der CO2-Ausstoß reduziert wird, und nennen konkrete Werte. Damit kommt der Zoo der Forderung der Bundesregierung nach und spart Geld!
    (28.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Gespräche bei EAZA-Tagung in Verona ergaben: Münsters Elefanten sollen züchten

    Am vergangenen Wochenende fand im norditalienischen Verona die diesjährige Konferenz des Europäischen Verbandes Zoologischer Gärten (EAZA) statt. In diesem Rahmen trafen sich auch die Experten des Europäischen Erhaltungszucht-Programms (EEP) für die Asiatischen Elefanten. Zoodirektor Jörg Adler nutzte gemeinsam mit dem Revierleiter für die Elefanten im Allwetterzoo diese Gelegenheit, um mit den Kollegen ein weiteres Fachgespräch zur Zukunft der Elefantenhaltung in Münster zu führen. Dabei wurde seitens des EEP betont, dass man wegen der langen Tradition und insbesondere der fachlichen Kompetenz in Münster dringend wünscht, dass die nötigen Umbaumaßnahmen für eine solide Elefantenzucht kurzfristig erfolgen können. Münster als ein wichtiger Partnerzoo der EAZA sollte sich an der Erhaltung der Asiatischen Elefanten in den Zoos weiterhin aktiv beteiligen. Es wurden konkrete Maßnahmen diskutiert, die als Grundlage dienen für eine aktuelle Kostenschätzung des schon mit der Planung des Elefantenparks beauftragten Architekturbüros Rasbach in Oberhausen. Für diese neue Summe, die laut Adler hoffentlich deutlich unter den bisher genannten 7,5 Millionen Euro liegt, wünscht sich der Zoo eine politische Mehrheit im Rat. „Dann könnte es im Idealfall schon 2013/14 kleine Elefanten in Münster geben”, hoffen der Zoodirektor und das Pflegerteam.
    (28.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Gaure, Gundis, Gürteltiere:
    Tag der „unbekannten“ Tiere und Familientag im Allwetterzoo Münster

    Am kommenden Samstag (25.9.) können Zoobesucher nicht nur Geld sparen, sondern bei besonderen Aktionen auch noch etwas über „unbekannte“ Tiere erfahren. Der Allwetterzoo reduziert an seinem letzten Familientag in diesem Jahr den Eintrittspreis für alle Besucher: Kinder und Jugendliche bis zu 17 Jahren zahlen nur 5 Euro, Erwachsene nur 10 Euro für einen ganzen Tag.

    Mit „unbekannten“ Tieren sind Zoobewohner wie Gundis oder Gaure gemeint, deren Namen schon die wenigsten kennen. Gundis sind kleine afrikanische Nagetiere, Gaure große asiatische Wildrinder. über sie kann man bei Führungen durch den Zoo ebenso etwas erfahren wie über Webervögel oder Goldkatzen. Ganz spezielle Tiere werden von ihren Pflegern vorgestellt: Den Einsiedlerkrebs „Wilma“ präsentiert Tierpflegerin Kristina Theobald im Aquarium; über Vögel wie Kampfläufer oder Zwergsäger erzählt Reinhold Evels in der Watvogelanlage Wissenswertes.

    Neu im Allwetterzoo und deshalb noch recht wenig bekannt sind Kugelgürteltiere. Mehr über diese außergewöhnlichen „Südamerikaner“ erfährt man nach deren Fütterung um 16 Uhr. Teresa Willmen beantwortet gern Fragen zu „Norma“ und seiner Gefährtin „Heidi“. Die ist erst vor kurzem aus ihrem Geburtsort Heidelberg nach Münster gekommen. Über die Anfangszeiten und Treffpunkte für die Aktionen zu „unbekannten“ Tieren informiert ein Programm, das am Zooeingang verteilt wird und auch unter www.allwetterzoo.de zu finden ist

    (23.09.2010)
    Klaus Schüling:   Zoo-Verein sammelt Unterschriften

    Der Zoo-Verein sammelt Unterschriften, um ein wenig Druck auf die Entscheidungsträger der Stadt Münster zu machen:
    Da gerade auch auswärtige Besucher für den Allwetterzoo sehr wichtig sind, fordere ich hiermit alle LEser dieses Forums auf, sich an der Aktion zu beteiligen.

    Die Unterschriftenliste gibt es als Download auf:
    www.zoo-verein.de

    Elefanten gehören zu Münster wie der Prinzipalmarkt!

    Unterschriftenaktion

    Die Elefanten haben in den beiden münsterschen Zoos seit 1899 Tradition. Die Zoobesucher können diese täglich füttern, für ihre bedrohten Artgenossen in Asien sind sie “Botschafter zum Begreifen”.

    Zu einer guten Elefantenhaltung gehört aber auch die Zucht. Doch dieses Ziel und der Verbleib der Elefanten ist jetzt gefährdet, denn für eine langfristige Zukunft der “grauen Riesen” muss umgebaut werden. Und das kostet Geld.
    Allwetterzoo und Zoo-Verein kämpfen seit Jahren dafür, die Elefantenhaltung in Münster langfristig zu sichern.

    Unterstützen Sie dieses Anliegen, in dem Sie in Ihrem Umfeld (z.B. Schule, Verein oder Arbeitsplatz) Unterschriften sammeln!

    Die Elefanten und weitere 3.300 Tiere im Zoo werden es Ihnen danken!

    Ihre
    Klaus Schüling (Zoo-Verein) und Jörg Adler (Allwetterzoo)


    - Die Liste muss aber nicht voll werden, auch einzelne Unterschriften sind herzlich willkommen.

    Bis zum 15. Oktober sollten alle Listen zurückgeschickt sein.
    (22.09.2010)
    Michael Mettler:   Frei nach der „Feuerzangenbowle“: Bah, wat hab ich für ‘ne fiese Charakter…

    @Liz: Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, halte ich nicht für verkehrt, und es erhöht die Toleranz gegenüber anderen Meinungen. Dass das Spektrum der dabei entstehenden Gedanken auch (!) Blindgänge erzeugt, ist mir bewusst, und damit muss und kann ich leben. Finde ich aber immer noch besser, als nicht zu hinterfragen. Wollte ich nur Neuigkeiten lesen und im Stillen abnicken, könnte ich mich auch auf das Lesen von Zoo-Pressemitteilungen beschränken (schon deren Umwandlung in Zeitungs- oder Fernsehberichte ist ja eine Form von Interpretation). In diesem Forum wurden ungezählte Male Entscheidungen und Meldungen von Zoos diskutiert und nicht selten sprangen dabei interessante Denkanstöße heraus, was wahrscheinlich nicht nur für mich ein wichtiger Anreiz zur Teilnahme ist. Warum nun ausgerechnet die hier zur Debatte stehenden Meldungen Diskussionsschutz genießen sollen, verstehe ich nicht. Oder vielleicht doch?

    Mich würde übrigens interessieren, welche Sachen ich in punkto Halle und Rostock „herbeigezogen“ haben soll, „die sich als falsch herausstellten“. Die Antwort – meinetwegen auch in sachlicher Form - kann ja im passenden Thread erfolgen, das macht die entsprechende Rückschau einfacher.
    (17.09.2010)
    Liz Thieme:   Wow, soll ich jetzt Beifall klatschen, dass du bis drei zählen kannst?
    Nein nicht jeder sucht nach Verschwörungstheorien, aber du hast sehr oft hier im Forum schon gezeigt, dass du Sachen herbeiziehst die sich als falsch herausstellten, siehe Halle und Rostock.

    Der Satz sollte bedeuten, dass wenn die Entscheidung von dem Gremium nicht jetzt gekommen wäre, wäre die Delfinsache auch nicht jetzt an die Öffentlichkeit gekommen. Da aber die Entscheidung des Gremiums durch den Zoo bekanntgegeben werden sollte, musste man sie am 10. herausgeben, da sie sonst über andere Kanäle ein-zwei Tage später ans Licht gekommen wäre.
    Den Sendetag legt der WDR fest, es hätte auch der 11. oder 12. sein können. Das es der 10. wurde, das war Sache des WDRs. Der Zeitraum wurde durch den Zoodirektor vorgegeben, als er den WDR angesprochen hat.
    Und ich habe auch nicht gesagt, dass du das mit den Delfinen kritisiert hast.
    So und weiter bringt es auch gar nicht dir zu versuchen es näher zu erklären, dass der Zoo diese Ballung so nicht wollte, weil du die Dinge anders siehst oder sehen willst. Und außerdem hast du ja auch immer gerne das letzte Wort, daher kannst du ja deine Gedanken zum Zooverhalten weiter beschreiben, aber ich werde dann dazu nichts mehr sagen, weil es sinnlos ist und ich mir nicht solche Diskussionen antun muss, wie du sie gerne mit einem anderen Forenmitglied führst.

    (17.09.2010)
    Michael Mettler:   @Liz: Bis drei zählen konnte ich schon vor deinem Hinweis…. Manchmal ist es aber interessanter, eins und eins zusammenzuzählen.

    Zu 1. Du schreibst, dass der Bericht in der „Aktuellen Stunde“ auf Wunsch des Zoodirektors erst jetzt gesendet wurde, weil Entscheidungen in der Stadt unmittelbar bevorstehen. Da muss ich also nicht mal eine „Verschwörungstheorie“, wie du es nennst, suchen, wenn der Zusammenhang so offenkundig ist. Im Juli war übrigens auch hier im Thread schon eine PM zum Thema Elefantenhaltung eingestellt worden. Veröffentlichungstermin des von Ronald Masell gesehenen TV-Beitrages laut wdr.de: 10. September.

    Zu 2. Kein Einspruch: Die Vorgehensweise, den bevorstehenden Umzug eines Besucherlieblings zu veröffentlichen, kritisiere ich auch gar nicht. Veröffentlichungstermin: 10. September.
    Interessant ist aber der Inhalt der Meldung: Die Integration in die Herde des Zoos birgt demnach ein unkalkulierbares Risiko, Ebuns Mutter Emmi ist wieder trächtig, und Ebun hätte spätestens mit drei Jahren ohnehin den Zoo verlassen müssen. In einem ebenfalls noch auf der Zoo-HP zu findenden, leider undatierten Artikel hieß es noch, eine „Familienzusammenführung“ solle im Sommer 2010 gewagt werden. Welches unkalkulierbare Risiko ist seit diesem Wortlaut hinzugekommen? Die Mutter des Flaschenkindes, die ihre beiden ersten Kälber getötet hatte und der man Ebun nach kurzem Abwarten sicherheitshalber zur Handaufzucht weggenommen hatte, war auch damals vorhanden und ist bereits dreieinhalb Wochen nach Ebuns Geburt wieder gedeckt worden; schon am 26.10.09 wurde über ihre mögliche Trächtigkeit eine Mitteilung veröffentlicht. Wenn diese jetzt per Formulierung in der aktuellen Mitteilung mehr oder weniger als einer der Gründe für Ebuns Umzug angeführt wird, was hätte der Zoo dann gemacht, wenn das Jungtier tatsächlich bis zum Alter von drei Jahren nicht vom EEP „abberufen“ worden wäre (um nun eben andernorts in eine Herde integriert werden zu müssen…)?

    Zu 3. Ich habe weder die Abgabe der Delfine kritisiert noch irgendwelche dazu führenden Beweggründe angezweifelt und finde ebenfalls gut, dass der Zoo agiert statt zu reagieren. Festzuhalten bleibt trotzdem das Veröffentlichungsdatum: 10. September.
    Was meintest du eigentlich mit dem Satz „Die Bekanntgabe war ohne die jetztige Entscheidung auch nicht jetzt bekanntgegeben worden“?

    Wenn der Zoo vermeiden will, dass Informationen in der Presse „zusammengemischt“ werden, ginge das am einfachsten, wenn er sie nicht gleichzeitig herausgeben würde. Aber vielleicht wollte er durch die Ballung selber eine „langweilige Berichterstattung“ vermeiden. Und es ist nicht richtig, dass der Wortlaut der zitierten Schlagzeile nicht der des Zoos ist – zumindest zur Hälfte: Auch die im vorliegenden Thread eingestellte PM des Zoos ist überschrieben mit „Delfine verlassen bis Ende 2012 den Allwetterzoo Münster“. Hat also nichts mit Pressefreiheit zu tun.

    Dass die drei Themen nichts miteinander zu tun haben, sehe ich nicht so:
    Elefanten = Besuchermagnet
    Ebun = Besuchermagnet
    Delfine = Besuchermagnet
    Alle drei Themen betreffen also via Besucherstrom die wirtschaftliche Zukunft des Zoos. Und wenn der WDR-Bericht auf Wunsch des Zoos auf einen Zeitpunkt gelegt wurde, der nahe an den Entscheidungen der Stadt liegt, dann liegt doch der Gedanke geradezu auf der Hand, dass die beiden anderen Meldungen nicht ganz zufällig auf den Tag genau gleichzeitig das Besucherpotenzial erreichen sollen: Schaut her, worauf ihr in Zukunft (eventuell) verzichten müsst. Und darin wittere ich keine Verschwörung, sondern den ganz legitimen Versuch, auf die finanzielle Situation den Zoos aufmerksam zu machen und die Öffentlichkeit hinter sich zu stellen. Ja, auch bei den Nashörnern: Die Botschaft „Ebun muss weg, weil ihre Mutter wieder trächtig ist“ lässt sich durchaus als „wir haben zu wenig Platz, um beide zu behalten“ interpretieren – und Platz ist in Zoos nun mal nicht selten eine Geldfrage, siehe Elefanten und Delfine.

    All das ist eine – meine – persönliche Interpretation der Meldungen. Daran finde ich nichts Schlimmes, denn auch jeder Zeitung- oder Internetleser und TV-Zuschauer interpretiert ja für sich das Gesehene. Oder suchen die auch alle nur nach Verschwörungstheorien…?
    (16.09.2010)
    Liz Thieme:   Nein, Michael, ich ersetze es nicht. Und das kann ich dir auch erklären warum.
    Wir haben hier drei Themen:
    1. Elefantenhaltung
    2. Ebun, Nashornkind
    3. Delfinhaltung


    zu 1. Muss man die Entwicklung betrachten. Durch die Bekanntgabe der Stadt im Frühjahr/Frühsommer auf Sparkurs zu gehen, rückte auch der Zoo ins Licht der Öffentlichkeit und die Elefantenhaltung wurde durch verschiedene Kanäle zum Thema. So dass der Zoo REagieren musste und über die schon länger überlegten Planungen berichtete (siehe HP).
    Das Interview mit Herrn Adler wurde auf Grund dessen, im Juli, durchgeführt, so dass der Zoo vor einem viertel Jahr schon mit dem Thema in der Öffentlichkeit war.
    Der Beitrag bei der "Aktuellen Stunde" wurde vom WDR jetzt erst produziert und ausgestrahlt, sowie auch der Bericht für weitere Erklärungen erst jetzt im September veröffentlicht wurde. Laut des WDRs war dies vom Direktor gewünscht und steht in Zusammenhang mit der Entwicklung mit entsprechenden kurzbevorstehenden Entscheidungen in der Stadt.


    zu 2. Der Beitrag kam am 10.9. auf der HP des Zoos mit entsprechenden Veröffentlichungen in den Medien. Ebun ist ein beliebtes Individuum bei den Besuchern und ein "Star" der Zoo-Serie, so dass der Zoo den Abgang für Oktober einfach bekannt gegeben hat - mit dem Hinweis auf eine Trächtigkeit der Mutter. Wann hätte man es sonst berichten sollen, wenn man es vorher bekanntgeben möchte und nicht erst an dem Tag der Abreise? Dies ist ein ganz normales Vorgehen bei solch einem Tier.


    zu 3. seit einem Jahr laufen die Gespräche über die Zukunft des Delfinariums. Seit einiger Zeit gab es immer wieder in Münster Aktionen von Tierschützern bezüglich der Delfinhaltung. So dass es nun zu einem Entschluss im entsprechenden Gremium kam und dieser sofort an die regionalen Medien verteilt wurde, damit dieser nicht durch andere Löcher durchsickert und den Zoo in Erklärungsnöte bringt. Denn nichts wäre Schlimmer für den Zoo gewesen, wenn es über die falschen Kanäle verbreitet würde mit der jeweils „persönlichen“ Note. Hier wollte man also AGIEREN und nicht erst REagieren, bevor es zu spät ist. Die Bekanntgabe war ohne die jetztige Entscheidung auch nicht jetzt bekanntgegeben worden. Aber die Entscheidungen in Gremien passieren nicht täglich.


    Man muss immer einen großen Unterschied darin machen, was vom Zoo herausgegeben wird und warum und mit welchen Worten und was dann daraufhin in der Presse zusammengemischt wird. Klar ist die Schlagzeile "Delfine verlassen bis Ende 2012 den Allwetterzoo - Auch Nashorn-Nachwuchs weicht" für die Zeitung besser, denn es zieht die Leser mehr als nur eine "langweilige" Berichterstattung. Nur ist das eben die Pressefreiheit, aber nicht der Wortlaut und die Kombination des Zoos.


    Auf Grund der Zucht bei den Nashörnern und der damit verbundenen Abgabe des Nachwuchses sehe ich hier keine Verbindung zu den anderen beiden Themen.
    Weiter ist die Haltung von Walen seit langer Zeit umstritten und besonders auch in Münster. Meiner Meinung nach ist der Bericht über das Ende der Delfinhaltung mutig und auch als Statement des Zoos zu sehen und nicht als Hilferuf um Geld oder Stimmen für die Haltung zu sammeln. Es ist ein endgültiger Beschluss die Haltung zu beenden. Hieran wird sich nichts mehr ändern. Es ist aber gut, dass man das Gebäude weiter nutzen kann und möchte und so nicht in die Bredouille kommt was man mit den Preisen macht.
    Nur bei den Elefanten ist es ein Hinweis, dass die Stadt sich entscheiden müsse auch mit Hinblick auf die monetäre Situation.
    Also Delfine haben nichts mit Elefanten zu tun und beide haben nichts mit Ebun zu tun.
    (15.09.2010)
    Michael Mettler:   @Liz: Ersetze "Verschwörungstheorie" einfach durch "Strategie in der Öffentlichkeitsarbeit", und schon ist der Negativ-Touch rausgenommen. Was könnte dem Zoo denn Besseres passieren, als eines Tages beim Abschied der Delfine verkünden zu können, dass wenigstens die Elefantenhaltung für die Zukunft gesichert sei? Möchte fast wetten, dass es so kommen wird... Und das hat nichts mit Verschwörung zu tun. Beide Projekte gleichzeitig zu stemmen, geht nach aktueller Sicht eben überhaupt nicht, also entscheidet man sich gegen eines und hofft, dadurch wenigstens das andere über die Bühne bringen zu können. Jedenfalls wäre das in meinen Augen eine ganz normale betriebliche Situation. Nur muss man die eben gut "verkaufen".
    (14.09.2010)
    Liz Thieme:   Die anderen Elefanten, Tefi, Rada und Bala sind auch EEP Tiere!

    Michael, du suchst aber auch überall Verschwörungstheorien.... kann sein, kann aber auch nicht sein. Manchmal ballt sich vieles auch.
    (14.09.2010)
    Michael Mettler:   Die Ballung der Meldungen um den bevorstehenden Abschied eines populären Flaschenkindes, die Beendung der ebenso populären Delfinhaltung und der "Notsituation" in Sachen Elefanten ist jedenfalls bestens geeignet, die Öffentlichkeit und die Stadtväter (und -mütter) aufzurütteln. Nur Zufall...?

    @Ulli: Wieso "ohne Zeitdruck"? Wenn es zu den zeitgemäßen Anforderungen an die Elefantenhaltung gehört, dass den Tieren ein Außenbadebecken zur Verfügung stehen muss, dann brauchen das drei Elefanten genauso dringlich wie sieben, auch wenn das EEP bei ihnen nicht mit Umsiedlung drohen kann. Lediglich die Boxensituation innen würde sich "entschärfen".

    Was mich wundert: Wenn das EEP über die vier aus Hamburg eingestellten Tiere verfügen kann, warum hat es dann nicht längst die von Liz geschilderte Familienkonstellation verändert, z.B. durch Austausch von Chamundi gegen einen anderen Bullen?
    (14.09.2010)
    Ulli:   Wenn ich das alles bislang richtig verstanden habe, geht es "nur" um die vier Tiere innerhalb des EEP. Die drei anderen Kühe können bleiben. Zumindest innen wäre die Anlage ok, außen kann man sie dann eventuell ohne Zeitdruck auch langfristig vergrößern. Schön bleibt die Lage damit trotzdem nicht und Münster hat doch räumlich alle Optionen für eine klasse Elefantenanlage.
    (14.09.2010)
    Ronald Masell:   da frage ich mich doch:das interview wurde dchon im juli gedruck:" letzter Versuch" von Jörg Adler? ei wenig Druck auf die Politik??
    (14.09.2010)
    Ulli:   danke für die schnelle und interessante Antwort - es wäre schade um die Elefanten.
    (14.09.2010)
    Liz Thieme:   Ich bin zwar nicht Klaus, aber auf Grund dieses Themas hat die WN mit Herrn Adler ein Interview geführt. Da nicht klar ist wie lange der Artikel noch unter dem entsprechenden Link zur Verfügung steht, hier mal kopiert:
    >Geht es ohne Elefanten?
    Münster - Ist es richtig, wenn die Stadt Münster in Zeiten der Haushaltskrise den Bau eines neuen Elefantenparks im Allwetterzoo mit sechs Millionen Euro bezuschusst? Über diese Frage ist in Münster eine öffentliche Debatte entbrannt. Im Gespräch mit WN-Redakteur Klaus Baumeister geht Zoodirektor Jörg Adler auf die Diskussion ein.

    Herr Adler, der Allwetterzoo möchte einen neuen Elefantenpark bauen, aber die Ratsparteien packen das Thema nur mit spitzen Finger an. Ärgert Sie das?
    Adler: Nein, das ärgert mich nicht, aber es bedrückt mich. Wir schieben das Thema Elefantenpark seit Jahren vor uns her. Bereits in den 90er Jahren haben wir ein Konzept erarbeitet, das diese Investition vorsieht. Möglicherweise kommen wir mit unserem erneuten Antrag jetzt einfach zur Unzeit.

    Bereuen Sie es, den Elefantenpark nicht schon vor drei oder vier Jahren gebaut zu haben?

    Adler: Ja, vielleicht hätten wir in der Vergangenheit unser Anliegen mit etwas mehr Nachdruck artikulieren müssen. Doch wir haben den Zoo an verschiedenen Stellen modernisiert. Wir wollten die Besucher nicht mit Baustellen überfordern.

    Sechs Millionen Euro Zuschuss können einen Lokalpolitiker aber auch überfordern.

    Adler: Sechs Millionen Euro sind sicherlich viel Geld. Doch wir benötigen das Geld nicht auf einen Schlag. Drei Jahre lang, von 2011 bis 2013, jeweils zwei Millionen Euro, damit wäre uns geholfen.

    Ist es nicht normal, wenn Kommunalpolitiker in Zeiten der Haushaltskrise andere Sorgen haben als die Finanzierung eines Elefantengeheges?

    Adler: Vollkommen richtig. Ich stelle mich auch der Debatte und begreife die öffentliche Diskussion, die jetzt entfacht wurde, als eine Chance. Die Stadtgesellschaft von Münster und ihre politischen Repräsentanten können und müssen darüber befinden, welchen Stellenwert sie dem Zoo beimessen. Wenn am Ende dieser Diskussion eine langfristige Strategie steht - mit wie viel Geld auch immer sie verbunden ist - so wäre das sehr hilfreich.

    Sie begründen die Investition mit den gestiegenen Anforderungen an die Elefantenhaltung. Wäre ein Allwetterzoo ohne Elefanten denkbar?

    Adler: Denkbar ist alles. Wir kämpfen dafür, auch weiterhin Elefanten halten zu können. Aber das ist kein Muss. Hier stellt sich wiederum die politische Frage: Welches Profil soll Münsters Zoo haben, und welche Bedeutung soll der Zoo für die Attraktivität der Stadt haben?

    Können Sie das näher erklären?

    Adler: Die Elefantenhaltung ist teuer und personalintensiv. Die Zoos in Dortmund, Bochum und Gelsenkirchen haben keine Elefanten. Es geht also ohne. Für Münster indes sind sie ein Alleinstellungsmerkmal. Zwei Mal am Tag dürfen die Besucher die Elefanten füttern. Das gibt es sonst nirgendwo. Die Elefantenfütterung und das Erlebnis der unmittelbaren Begegnung mit Elefanten, darüber müssen wir uns im Klaren sein, ist für viele Menschen ein wichtiger Grund für einen Zoobesuch in Münster.

    Sie befürchten sinkende Besucherzahlen?

    Adler: Das wäre ohne Zweifel die Folge. Es gäbe eine deutliche Verlagerung von Münster nach Köln. Dort wurde für viel Geld ein moderner Elefantenpark gebaut.

    Wäre es vielleicht eine Alternative, den Elefantenpark in Etappen zu bauen?

    Adler: Das wäre ein riesiges Problem. Das jetzige Elefantengehege und der künftige Elefantenpark liegen im Herzen des Zoos. Die Wege der Baustellenfahrzeuge und der Besucher werden sich zwangsläufig kreuzen. Das stellt eine enorme logistische Herausforderung dar, die zeitlich begrenzt sein muss. Wir planen den Baubeginn im Herbst 2011, also nach der Hauptsaison, und wollen im Frühjahr 2013, vor der Hauptsaison, fertig sein.

    Der Zooverein hat 8000 Mitglieder. Welche Rolle wird er bei der Frage des Elefantenparks spielen?

    Adler: Der Zooverein dokumentiert die starke bürgerschaftliche Verankerung des Zoos. In diesem Verein müssen wir sicherlich niemanden mehr für die Elefanten begeistern.

    Sind Sie zuversichtlich, dass Sie die erforderlichen 1,5 Millionen Euro Eigenmittel für den Elefantenpark aufbringen können?

    Adler: Ich sehe das sehr sportlich. Das ist eine echte Herausforderung. Wir sind aktuell dabei, eine westfälische Unternehmerinitiative für den Artenschutz zu gründen. Daran kann man erkennen, dass Spenden bei der Realisierung des Neubaus eine große Rolle spielen. Aber das funktioniert nur, wenn es eine positive Grundstimmung in der Politik und auch in der Öffentlichkeit gibt.

    Sie haben die Zoos in Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Köln schon angesprochen. Gibt es eine zunehmende Konkurrenz?

    Adler: Ja. Vor zehn Jahren waren wir es, die andere in Zugzwang gebracht haben. Jetzt müssen wir reagieren. Etwa die Zoos in Osnabrück, Duisburg, Wuppertal, Köln und auch in den Niederlanden haben deutlich an Attraktivität gewonnen. Wenn wir uns mit dem aktuellen Zustand zufrieden geben, werden wir zurückfallen.<

    Das Interview wurde schon im Juli abgedruckt.

    Egal wie der Zoo und die Stadt sich entscheiden, sollte meiner Meinung sich in Münster in der Gruppenkonstellation was tun, wenn man hier züchten möchte. Chamundi und die drei Kühe Kanaudi, Ratna und Corny sind von Hagenbeck ausgeliehen. Chamundi ist mit Ratna in einem Geschwisterverhältnis aufgewachsen und Corny ist die Halbschwester von ihm. Man sollte evtl überlegen, ob man ihn nicht durch einen anderen Bullen austauschen sollte, wenn es die Zukunft der Haltung ermöglicht.
    (14.09.2010)
    Ronald Masell:   Grossser Bericht letzte Woche in der aktuellenStunde im WDR." Münster bangt um Elefantenhaltung!"imZoo ist wohl die letzte Mahnung desEEP angekommen
    Modernisierung der Elefantenhaltung(Vergrösserung der Innenstallungen und Badebecken Aussen) oder die vier Tiere des EEP(Chamundi und drei Kühe) gehen an einen anderen Zoo.
    Jörg Adler hielt empört einen Brief mit dem Briefkopf von blijdoorp in die Kamera.Galgenfrist bis Ende 2011.
    Pläne sind wohl schon vorhanden, die Finanzierung der benötigten 7,5 Millionen natürlich nicht. Dr. Schueling, wissen Sie näheres?

    (14.09.2010)
    Ulli:   Mutige, kluge und konsequente Entscheidung !
    Münster ist ein absolut toller Zoo, allein die Delphinhaltung war eines der wenigen Mankos.
    Dieses Manko wird jetzt beseitigt - ich freue mich über diese Nachricht.
    (11.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   „Ebun“ wird Engländerin

    Das am 20. September 2009 geborene Nashornkalb „Ebun“ zieht vermutlich schon im Oktober nach England in den Longleat Safari Park in Wiltshire um. Dieser Umzug erfolgt auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP. „Ebun“ hätte Münster ohnehin verlassen müssen, allerspätestens mit drei Jahren. Dann werden Breitmaulnashörner geschlechtsreif.

    Dr. Dirk Wewers, der Kurator des Allwetterzoos, betont, dass man sich schweren Herzens von „Ebun“ trennt: „Das kleine Nashorn ist für den Zoo und die Stadt sicher wichtig. Doch sein Wohlergehen steht für uns im Mittelpunkt“. Die Bedingungen für den geplanten Umzug seien optimal: Gemeinsam mit „Ebun“ wird ein dreijähriges Weibchen aus dem Zoo in Arnheim/NL nach England reisen. Dort werden zuerst die beiden jungen Tiere aneinander gewöhnt. Dann folgt die Eingliederung in die große Herde in Longleat. Vermutlich wird „Ebun“ auf Dauer in Wiltshire bleiben.

    In Münster lebt „Ebun“ seit ihrer Geburt allein, wenn auch in Sichtkontakt zu den erwachsenen Nashörnern. Eine Integration in die Herde wäre mit unkalkulierbaren Risiken verbunden. Zudem ist „Emmi“, die Mutter von „Ebun“ wieder trächtig. Ihr viertes Kalb wird im März 2011 erwartet. Im Allwetterzoo ist man guter Hoffnung, dass die Nashornmutter dieses Kalb annehmen wird. „Emmi“ hat „Ebun“ aufwachsen sehen, sie weiß also, dass aus einem knapp 60 kg schweren, nasenhornlosen Baby ein „richtiges“ Nashorn wird.

    Daten zu „Ebun“:
    Das kleine Nashorn wiegt heute genau 593 kg. Ausgewachsene Nashornkühe können mehr als 2.000 kg auf die Waage bringen!

    „Ebun“ frisst Heu, bekommt aber nach wie vor noch Fohlenmilch zu trinken: etwa 13 Liter täglich, verteilt auf vier Mahlzeiten. Zwei Portionen trinkt sie aus dem Trog, zwei aus der Flasche. Die Flaschenfütterung wird beibehalten, um eine evtl. notwendige Medikamentengabe besser kontrollieren zu können.
    (10.09.2010)
    Sacha:   @Michael Mettler: Die Frage habe ich mir gerade auch gestellt...(ich befürchte aber wegen der knappen Finanzen wohl eher ersteres)

    Ich war vor knapp zwei Wochen in Münster und habe mir erstmals seit ganz langer Zeit die Delphin-Show (resp. Delphin-Training) wieder angeschaut. Und ich war enorm enttäuscht.

    Dass die ganze Anlage einer Erneuerung bedarf, steht ausser Frage. Gegenwärtig liegen zwischen ihr und Duisburg Welten. Und das trifft auch auf den Stil der Vorführung/des Trainings zu. Das war mit Abstand die schlechteste Vorführung, die ich WELTWEIT gesehen habe.
    Nicht das die Tümmler in Münster weniger "können" als ihre Artgenossen in Duisburg oder anderswo. Im Gegenteil. Da waren einige "Bewegungen" drin, die ich noch nicht gesehen hatte. Aber so sehr die Münsterschen TrainerInnen es verstanden, den Tümmlern ihre Fähigkeiten zu entlocken, so wenig verstanden sie es, das Publikum zu unterhalten. Die Aussagen waren nicht nur langweilig, sondern teilweise auch schwer zu verstehen (die Lautsprecheranlage hat auch eine Ueberholung nötig). Normalerweise ärgere ich mich ja immer über das bequeme und wenig begeisterungsfähige (vor allem im Vergleich mit den USA) europäische Publikum. Doch in diesem Fall war den Zuschauern kein Vorwurf zu machen. Es gab bei den Uebungsstücken keinen klar erkennbaren Anfang und kein klar erkennbares Ende. Wo bitte darf oder soll man klatschen? Wie soll so Begeisterung aufkommen? Und wie sollen so Informationen über Tümmler und ihre Funktion als Botschafter der Meere hängen bleiben?

    Fazit: Ich wünsche mir sehr, dass die Grossen Tümmler in Münster eine Zukunft haben. Aber dann sollte nicht nur die Anlage, sondern auch die Präsentation zeitgemäss sein.
    (10.09.2010)
    Holger Wientjes:   Mutige aber konsequente Entscheidung, wenn man bedenkt, dass man mittelfristig keine Haltungsverbesserungen vornehmen kann ! Vermissen werde ich die Tiere schon. Bin ich doch quasi mit dem Allwetterzoo gross geworden und das Delphinarium gehört(e) nunmal dazu.
    (10.09.2010)
    Michael Mettler:   Da die Aussage "bis Ende 2012" zweideutig ist: Ist gemeint, dass bis zu diesem Datum der letzte Delfin den Zoo verlassen haben wird und keine neue Haltung geplant ist, oder dass die Tiere jetzt abgegeben werden und 2013 ein Neubeginn erfolgt?
    (10.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Delfine verlassen bis Ende 2012 den Allwetterzoo Münster

    Seit gut einem Jahr führt der Zoo mit der Delphinarium Münster GmbH Gespräche zur Zukunft des Delphinariums. In der Rechtsform ist das Delphinarium ein eigenständiges Unternehmen im Zoo, aber inhaltlich und für den Besucher erkennbar in das Gesamtkonzept des Allwetterzoos eingebunden. Umfragen bei den Besuchern in den vergangenen zwei Jahren haben ergeben, dass die Delfinhaltung als außerordentlich wichtig und beliebt bewertet, der bauliche Zustand im Besucherbereich jedoch kritisiert wird. Das Delphinarium wurde vor über 36 Jahren erbaut. Investitionen des Betreibers in Höhe von mehreren Millionen Euro flossen in den vergangenen 20 Jahren fast ausschließlich in die permanente Verbesserung der Tierhaltung und nur in geringerem Maße in die Verschönerung des Gesamtkomplexes.

    Die Haltung der Delfine in Münster erfüllt sämtliche gesetzlichen und tiergärtnerischen Vorgaben. Insbesondere die Betreuung der Tiere durch das hoch qualifizierte Pflegerteam ist eine gute fachliche Voraussetzung. Wie überall in der Tierhaltung gilt aber auch für die Pflege dieser Meeressäuger, dass ständige Verbesserungen nach neuesten Erkenntnissen wünschenswert sind. Das Delphinarium ist Bestandteil eines im Zookonzept „Allwetterzoo 2000 Plus“ geplanten Meeresparks, in dem Veränderungen in der Delfinhaltung mit zusätzlichen Wasserflächen im Außenbereich und eine Aufwertung des Gesamtkomplexes vorgesehen waren. Die gewünschten Investitionsmittel hierfür werden allerdings mittelfristig nicht zur Verfügung stehen.

    Deshalb haben sich Allwetterzoo und Delphinarium darauf verständigt, die vier Delfine bis Ende 2012 im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms abzugeben. Künftig werden dann an dieser Stelle andere Meeressäuger zu sehen sein, in jedem Fall die schon hier lebenden Seelöwen und evtl. eine oder zwei weitere Robbenarten. Diese Tiere sollen dann als Botschafter ihrer bedrohten Artgenossen in den Weltmeeren in lehrreichen und unterhaltsamen Trainingsprogrammen mit einem hohen Erlebniswert für die Zoobesucher für die Bewahrung der Natur werben.
    (10.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntag, 12. September, 15 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst im Allwetterzoo
     

    Der erste ökumenische Gottesdienst im Allwetterzoo im vergangenen Jahr wurde von zahlreichen Christen begeistert angenommen. Deshalb findet am kommenden Sonntag eine Wiederholung statt. Zum gemeinsamen Gebet sind alle Zoobesucher eingeladen, egal welcher Konfession sie angehören.

     

    Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr. Bei schönem Wetter findet er auf dem Landoisplatz statt, bei Regen unter der Überdachung oberhalb des Platzes. Der Landoisplatz eignet sich vor allem deshalb, weil er von einer bronzenen „Arche Noah“ dominiert wird. Noahs Arche ist auch das Motto des Gottesdienstes, auf das der katholische Theologe und Zoologe Dr. Rainer Hagencord in seiner Predigt näher eingehen wird. Die Liturgie gestaltet der evangelische Pfarrer Stephan M. Stötzel. Auch Zoodirektor Jörg Adler als praktizierender evangelischer Christ wird sich aktiv beteiligen. Das Rahmenprogramm und auch den Gottesdienst wird Winne Voget, ehem. Mitglied der „Sechszylinder“, gemeinsam mit seinem Gospelchor „epifunias“ mitgestalten.

     

    Für Zoobesucher ist die Teilnahme am Gottesdienst natürlich kostenfrei. Wer allerdings nur deswegen in den Zoo kommen möchte, muss Eintritt  bezahlen und sollte seinen Obolus als „Kollekte“ zugunsten der bedrohten Tierwelt verstehen. Der Allwetterzoo engagiert sich mit einem Teil seiner Einnahmen für die Rettung von der Ausrottung bedrohter Tierarten vor allem in Südostasien.
    (08.09.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Raubtierpflegertreffen des BdZ im Allwetterzoo Münster

    Über 85 Tierpfleger aus ganz Deutschland und Österreich tauschen ihre Erfahrungen auf der Tagung im Allwetterzoo aus.

    Der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) veranstaltet im Zweijahresrhythmus Tagungen für Raubtierpfleger. Denn gerade der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen Zoos und deren Pflegern sind für die Gesundheit der Tiere besonders wichtig. Dieses Jahr findet das Seminar vom 2. bis 5. September erstmalig im Allwetterzoo Münster statt. Über 85 Teilnehmer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Österreich haben hier die Möglichkeit ihre Erfahrungen in Fachvorträgen auszutauschen: Worauf muss man bei der schwierigen Geparden Zucht achten? Wie beschäftigt man Mähnenwölfe und wie können unterschiedliche Raubtiere in einer WG zusammenleben? Diese und weitere Themen werden hier vorgestellt und anschließend diskutiert.

    Auch der Allwetterzoo ist mit  zwei Fachvorträgen beteiligt. Reinhold Evels, Revierleiter im Tropenhaus, berichtet über die erfolgreiche Haltung und Zucht der seltenen Buntmarder, die deutschlandweit in nur vier Zoos zu finden sind. Über die Schwierigkeiten bei der Gepardenzucht informiert Raubtierpfleger Alexander Dietrich, der in seinem Vortrag die Zuchterfolge des Allwetterzoos darstellt.

    „Besonders freut mich, dass gerade das Thema Artenschutz auf dieser Tagung eine wichtige Stellung einnimmt“, so Jörg Adler, Zoodirektor im Allwetterzoos. Denn eine Vielzahl vom aussterben bedrohter Tierarten leben in Zoos und werden erfolgreich im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) gezüchtet.

    Natürlich lernen die Teilnehmer auch die Raubtiere im Allwetterzoo kennen. Zum Abschluss der Tagung am Sonntag finden mehreren Führungen zu Tiger, Löwe, Gepard, Buntmarder, Bär, Erdmännchen und Co. statt.
    (03.09.2010)
    Manuel Becker:   Sehr gutes Beispiel, wie man als Zoo auch seine eigene Überzeugung leben kann und diese für zoopädagogische Belange zu nutzen weiß. Würde mir solche Aktionen und "Stationen" auch in anderen (ehrlichen) Zoos wünschen, insofern sie die Naturbildung nicht nur missionarisch verbreiten, sondern auch vor der eigenen Tür kehren...
    (26.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Der neue „Energiepfad“ im Allwetterzoo Münster zeigt bügelnde Gorillas, lesende Kattas und duschende Elefanten…

    Im Allwetterzoo leben rund 3.000 Tiere. Viele von ihnen stammen aus tropischen Ländern und mögen es das ganze Jahr über mollig warm, auch im Winter. Manche Zoobewohner benötigen selbst bei 30 Grad im Sommer zusätzliche Wärme, beispielsweise die Köhlerschildkröten. Das Becken der einheimischen Fische im Aquarium hingegen wird dann gekühlt. Heizen und Kühlen bedeuten Energieverbrauch. Energie kostet viel Geld. Deshalb ist das Thema Energiesparen seit nunmehr 20 Jahren ein wichtiges Thema im Allwetterzoo. Die Sparmaßnahmen sind vielfältig und berücksichtigen neben den Kosten auch die Aspekte Nachhaltigkeit, Umweltschutz und CO2-Reduzierung.

    Erstmalig werden die Besucher im Allwetterzoo nun vor Ort über die Energiesparmaßnahmen aufgeklärt. Auffallende Schilder an vorerst vier Stellen geben Informationen über Photovoltaik, Solarthermie, Erdwärme und Wasserreinigung. Der „Energiepfad“ wird weiter ausgebaut, sowie weitere für die Bereiche Giraffen und Orang-Utans geplante Maßnahmen umgesetzt wurden. Bei der ersten Station des „Energiepfads“ geht es um Sonnenenergie. Hingucker ist ein bügelnder Gorilla, mit dessen Hilfe die Begriffe Photovoltaik und Kilowattstunde erklärt werden: Für 15 Hemden braucht der fleißige Bügler 1 kWh Energie. Auf einer zweiten Tafel macht ein Katta neugierig, der im Schein einer Glühlampe liest. Die elektronische Anzeige neben dem schlauen Tier zeigt stets die aktuelle Watt-Leistung an, die der Zoo mit seiner Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Betriebshofgebäudes gewinnt und ins allgemeine Stromnetz einspeist. Der Tagesertrag liegt bei maximaler Sonnenscheindauer bei etwa 200 kWh. Auch die CO2-Ersparnis durch die Nutzung der Sonnenenergie wird hier angezeigt.

    Bei der zweiten Station geht es um Solarthermie. Der Zoo nutzt die Sonne, damit seine Elefanten warm duschen können. Eine elektronische Anzeige neben einer die Technik erklärenden Tafel zeigt die Temperatur an, die gerade mit Hilfe der Sonne erzeugt wird. Im sogen. Sonnenkollektor wird Wasser erhitzt, dem Wärmeenergie entzogen wird, um das Duschwasser für die Dickhäuter auf eine angenehme Temperatur zu bringen. Die dritte Station widmet sich der Erdwärme, die für die Geparde genutzt wird. Die Tafel vor ihrer Anlage zeigt anschaulich, wie gern die Katzen aus dem südlichen Afrika in ihren Hütten liegen. Hier ist es dank einer Bodenheizung stets mollig warm. Den umweltfreundlichen Luxus für die Geparde ermöglicht eine Pumpe, die Wärme aus dem Erdreich anzapft.

    Die vierte Energie-Tafel befindet sich bei den Pinguinen. Hier wurde im letzten Winter eine Brauchwasser-Reinigungsanlage installiert. „Brauchwasser“ ist vom Zoo gewonnenes Grundwasser. Gefördert mit behördlicher Genehmigung im Bereich der Aa, wird es in riesigen Zisternen auf dem Zoogelände gebunkert. Vor der Installation der neuen Anlage wurde das „Badewasser“ für die Pinguine Woche für Woche komplett ausgetauscht, immerhin jeweils 45 Kubikmeter. Nun wird das Wasser nur noch alle 14 Tage gewechselt. Dadurch verbraucht der Zoo nicht nur 50 % weniger, er entsorgt auch entsprechend weniger verschmutztes Wasser.
    (26.08.2010)
    André Haubrich:   @Michael:
    Ich würde das auch eher in den Bereich Soziologie oder Psychologie einorden.
    Aber wie man so schön sagt: "Kunst ist alles und alles ist Kunst".
    Außerdem gibt es auch massenweise eigesperrte Menschen, die das warscheinlich nicht als "Kunst" empfinden.
    Wurde die Aktion in einem Gehegekäfig gemacht oder in einem transportablen?
    (20.08.2010)
    Michael Mettler:   Warum finden solche Kunstaktionen - zumindest so weit mir bekannt - eigentlich immer in Käfigen statt und beleben damit mit Unterstützung des gastgebenden Zoos den alten Vergleich mit dem Gefängnis? Ich bin zwar bekennender Kunstbanause, kann mich aber an keinen Medienbericht erinnern, der mal eine entsprechende Performance beschrieb, bei der sich ein Künstler statt der eigentlichen Bewohner auf einer Freianlage (z.B. einem Pavianfelsen) bestaunen ließ. Und zu einer "animalischen Lage" gehört m.E. weitaus mehr, als sich in einem Zookäfig zu zeigen. Z.B. verlassen Tiere wohl nur selten ihr Haltungssystem, um sich ihrer Stoffwechselprodukte zu entledigen...
    (20.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Performance im Allwetterzoo Münster:

    Virginie Da Costa präsentierte sich als Mensch

    In ihrer Abschlussarbeit schreibt die Luxemburgerin Virginie Da Costa, Studierende der Universität Paul-Verlaine in Metz/Frankreich, über Tiere in der Kunst und das Verhältnis von Menschen zu Tieren. Künstler nehmen die Tiere nach ihren Vorstellungen wahr, nehmen die Tiere aus ihrem Umfeld heraus und wandeln die gängigen Beziehungen zu Tieren in ein künstlerisches Werk um.

    Die Fragestellung in der Arbeit von Virginie Da Costa lautet: Wieso nehmen Künstler auch Tiere als Vorbild für ihre Werke und nicht nur Menschen? Inspiriert von der Sozialplastik von Beuys gestaltete sie mit einem „Käfigbesuch“ im Zoo die Logik um: Es ist nicht mehr das Tier, das sein natürliches Umfeld verlässt, um ins Kunstwerk integriert zu werden. Es ist der Mensch, der sein zivilisiertes Umfeld verlässt, um sich ins animalische Umfeld zu integrieren.

    Ihre Theorie setzte Virginie Da Costa am Freitag im Allwetterzoo praktisch um: Sie begab sich in einen Käfig, um die Reaktionen der Menschen zu erfahren. Sie wollte feststellen, welche Gefühle ein Mensch auf den Menschen ausüben kann, wenn dieser sich in einer animalischen Lage befindet. Letztlich ist es eine ihrer Thesen, dass Menschen sich in den Tieren wieder erkennen und diese quasi in der Kunst dargestellt werden, um eine Distanz zu schaffen. Eine Distanz zu sich selbst, da Menschen bloße Konfrontation schwer ertragen können. Die Performance auf einer Zoowiese zwischen Kamelen und Geiern wurde von Kommilitonen der luxemburgischen Studentin gefilmt und dient als Dokumentation für ihre Abschlussarbeit an der Universität.
    (20.08.2010)
    Thomas Schröder:   Hm. Da fände ich es jetzt aber recht pannend, Hintergründe zu erfahren, warum man die "Lange Nacht der Vier Am Aasee" aufgegeben und stattdessen das Straßenkünstlerfestival ins Leben gerufen hat. Erstere Veranstaltung lief bereits mehrere Jahre und kam meines Erachtens gut beim Publikum an.
    (19.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Internationales Straßenkünstlerfestival im Allwetterzoo: Es gibt 2011 eine Neuauflage!

    Das erste Straßenkünstlerfestival im Allwetterzoo war ein großer Erfolg! Und es wird eine Neuauflage im Juli 2011 geben. Bei der gerade erfolgten Nachbesprechung der Veranstaltung stimmten Steffi Stephan von der Jovel GmbH und Jörg Adler vom Allwetterzoo darin überein, das Fest im nächsten Jahr erneut gemeinsam zu veranstalten.

    Das Fazit ist positiv: Die Publikumsresonanz war sehr gut, die Besucherzahlen an diesem Wochenende überdurchschnittlich hoch. Allerdings hatte der Zoo für das Festival auch seine Eintrittspreise spürbar gesenkt. Im Zoo ist man ebenso erfreut darüber, dass die Besucher die Darbietungen der Straßenkünstler sichtlich genossen und dies auch zum Ausdruck gebracht hatten. Zudem hat das Festival augenscheinlich sogar Menschen angelockt, die lange nicht mehr im Zoo waren. Steffi Stephan erfuhr seinerseits viele anerkennende Worte. Die Mehrzahl der Künstler, die am Wochenende 17./18. Juli im Allwetterzoo aufgetreten waren, fand das Konzept toll! Kritik wurde zwar geäußert, fiel jedoch überwiegend konstruktiv aus. Bei einer „Pilotveranstaltung“ können Verbesserungsvorschläge nur sinnvoll sein. Doch nicht nur die Künstler hatten sich begeistert geäußert. Auch die rund zwanzig Gastfamilien, die an diesem Wochenende Künstler beherbergt hatten, fanden Freude an ihrer Rolle. Sie wollen auch künftig dabei sein.

    Einen Gewinn hat zwar keine der beteiligten Organisationen aus der Veranstaltung gezogen – ganz im Gegenteil, aber dennoch ist man sich schnell darin einig geworden, das Festival im nächsten Juli wieder stattfinden zu lassen. Für 2011 sind organisatorische Verbesserungen geplant. Außerdem soll den anreisenden Straßenkünstlern ein Handgeld, also eine kleine „Gage“ gezahlt werden. Der Zoo wird im Gegenzug seine Eintrittspreise für das zweite Festival nicht reduzieren. Die Veranstalter hoffen, mit den positiven Erfahrungen aus diesem Jahr neue Sponsoren zu gewinnen. Helfen werden dabei sicher die vielen wunderbaren Fotos und Filmbeiträge, die in diesem Jahr von Sängern und Tänzern, Bauchrednern oder Schauspielern vor der herrlichen „Kulisse“ des Allwetterzoo entstanden sind.
    (18.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Jörg Adler bringt Hilfsgüter persönlich in den überfluteten Tierpark Zittau

    Mit zwei Kleintransportern voller Sachspenden fahren Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos, und zwei freiwillige Helfer Heute Nachmittag in den Tierpark Zittau. Dieser, im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien gelegene Tierpark, wurde am letzten Wochenende vom Hochwasser komplett überschwemmt. Hierbei sind zahlreiche Tiere, aber auch mehrere Gebäude den Fluten zum Opfer gefallen.

    Die Deutsche Tierpark Gesellschaft bat den Allwetterzoo um Hilfe für die betroffene sächsische Einrichtung. Um zu helfen, initiierte der gebürtige Sachse Jörg Adler einen Spendenaufruf, an dem sich zahlreiche Firmen und Privatpersonen aus Münster und Umgebung beteiligten. An dieser Stelle danken wir allen Spendern recht herzlich, die bereits zur Rettungsaktion beigetragen haben.

    Doch Hilfe wird noch immer benötigt. Tiere sind mittlerweile in Notunterkünften einquartiert worden, doch die von der Überschwemmung aufgeweichte Erde überdeckt den Tierpark mit einer Schlammschicht. Während des Wiederaufbaus bleibt der Zoo geschlossen. Daher werden weitere Geld- und Sachspenden dringend für die Instandsetzung des Zoos und die Verpflegung der Tiere benötigt.

    Der Allwetterzoo leitet diese Spenden an den vom verheerenden Hochwasser arg getroffenen sächsischen Tierpark weiter. Genaue Informationen für Spenden bekommen Sie beim Allwetterzoo: 0251-8904-0, von 8.30 bis 17 Uhr.
    (13.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Hochwasserdrama im Tierpark Zittau: Der Allwetterzoo bittet um Hilfe

    Ertrunkene Tiere, das Tierparkgelände zu drei Vierteln überflutet – als Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos, heute morgen einen Anruf der Deutschen Tierpark-Gesellschaft erhielt, war er bestürzt. Man bat um Hilfe für eine vom Hochwasser überflutete sächsische Einrichtung. Adler, selbst aus Sachsen stammend, bot spontan Unterstützung an! Wenig später meldete sich auch Bernd Großer, Leiter des betroffenen Tierparks in Zittau bei Jörg Adler. Diesmal geht es nicht um die Unterbringung von Tieren wie kürzlich im Fall des vom Sturm heimgesuchten Tierparks Nordhorn, als der Allwetterzoo sieben „obdachlosen“ Gänsegeiern Asyl gewährte. Jetzt geht es um Hilfe, die Adler persönlich initiieren will, die der Allwetterzoo leisten kann, und Hilfe, die hoffentlich aus Münster kommen wird.

    Der Tierpark Zittau, gelegen im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien, wurde am letzten Wochenende vom Hochwasser der Mandau, einem Zufluss der Neiße, durch eine Flutwelle komplett überschwemmt. Binnen 30 Minuten stand nahezu der komplette Tierpark unter Wasser. Während das Wasser in Flussnähe mittlerweile sinkt, steht es im Tierpark derzeit noch rund 1,50 Meter hoch. Dessen Gelände befindet sich einer Senke, so dass das Hochwasser vom THW abgepumpt werden muss. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich überzeugte sich bei seinem Besuch vom Ernst der Lage. Besucher und Freunde des Tierparks sind geschockt: Neben dem Gürteltier „Ilse“, dem Publikumsmagneten, sind zahlreiche weitere Tiere ertrunken, sogar ein Ara. Die bei Kindern beliebten Lamas versuchte der Tierparkdirektor persönlich aus den Fluten zu retten, leider vergebens. Zehn dieser Kleinkamele überlebten das Hochwasser nicht. Ein Trampeltier hingegen harrte 12 Stunden im Wasser stehend aus und konnte von den Pflegern an Land gezogen werden.

    Jörg Adler will am kommenden Wochenende persönlich nach Zittau fahren, hoffentlich mit einem Kleintransporter voller Sachspenden. Welche Hilfsmittel im Einzelnen benötigt werden, ist beim Allwetterzoo zu erfahren: 0251-8904-0, von 8.30 bis 17 Uhr. Geldspenden nimmt der Allwetterzoo ebenso an und leitet sie an den vom verheerenden Hochwasser arg getroffenen sächsischen Tierpark weiter.
    (11.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Geschafft: Das Eselfohlen im Allwetterzoo trinkt bei der Mutter, ist putzmunter und heißt nun „Amélie“!

    In den ersten Tagen war die Sorge um das am 4. August geborene Fohlen bei den Poitou-Rieseneseln im Allwetterzoo Münster groß. Die Kleine war zu leicht, zu klein und kam nicht an die Zitzen der Stute. „Pamina“, zum ersten Mal Mutter, mochte wiederum die ungewohnte Berührung an ihrem Gesäuge nicht und hatte anfangs auch zu wenig Milch. Eine „Rund-um-die-Uhr“-Betreuung durch Tierärzte und Tierpfleger zeigt nun Erfolg: Am Samstag trank das Fohlen erstmals bei der Mutter! Bis dahin wurde die Stute stündlich gemolken, auch in der Nacht. Das Berühren beim Melken brachte für „Pamina“ nicht nur einen Gewöhnungseffekt, auch die Milchproduktion der Stute wurde dadurch angeregt. Die Muttermilch, gemischt mit einer speziellen Fohlen-Aufzuchtmilch, trank das Fohlen dann per Flasche. Diese wurde bei jeder Fütterung genau dort platziert, wo Mutters Zitzen sitzen - die Kleine lernte, wo sie satt wird!

    Am Samstag kam das Fohlen beim Trinken noch nicht voll auf seine Kosten, doch schon am Tag darauf hatte es gelernt, energisch genug zu sein, um satt zu werden. Die Kleine zeigte sich fit und unternehmungslustig und durfte schon für eine Stunde auf die große Freianlage. Da hat es ihr so gut gefallen, dass sie übermütig Bocksprünge vollführte. Am Sonntag wurde das Eselfohlen auch getauft! Es heißt nun „Amélie“. Der Name musste nach den Regeln der "Upra Races Mulassières du Poitou", der französischen Züchtervereinigung dieser Eselrasse, mit A beginnen. Zu diesem Verband hält der Allwetterzoo Kontakt über die GEH, die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

    Seit Montagmittag sind „Amélie“ und „Pamina“ nun ständig draußen und das Fohlen kann endlich von den Besuchern bewundert werden. Noch bleibt es stets an Mutters Seite, hat aber schon Bekanntschaft mit seinen Mitbewohnern im Kinder- und Pferdepark gemacht. „Amélie“ wird in der Gesellschaft von vier Poitou-Rieseneseln und derzeit sechs Pferden hoffentlich zu einer wunderschönen Eselin heranwachsen.

    (Foto: Maren Kuiter/Allwetterzoo)
    (09.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Geburt bei den Poitou-Rieseneseln im Allwetterzoo Münster:

    Freude und Sorge um ein knuddeliges Fohlen

    Ausgerechnet zur besucherstärksten Zeit begann bei „Pamina“, der siebenjährigen Poitou-Riesenesel-Stute im Allwetterzoo, die Geburt ihres ersten Fohlens. Etwa gegen 14.30 Uhr am 4. August platzte die Fruchtblase. Bald sah man auch die Füße des Neugeborenen. Weil der Geburtsvorgang ins Stocken kam, entschloss sich Tierarzt Carsten Ludwig, „Pamina“ von der Außenanlage in den Stall führen zu lassen. Dort leistete er schließlich aktive Geburtshilfe und zog das Fohlen auf die Welt. Es wurde von Tierarzt und Tierpflegern trocken gerieben und dann von Mutter „Pamina“ zur Begrüßung abgeleckt. Leider machte das weibliche Fohlen anfangs keine Anstalten, auf seine vier Beine zu kommen. Es brauchte hierfür mehr als zwei Stunden! Kräftigere Neugeborene stehen oftmals schon nach 30 Minuten auf den Beinen.

    „Pamina“ kümmert sich liebevoll um ihr Fohlen, doch Probleme bereitet derzeit noch die mütterliche „Milchbar“. Die Zitzen liegen bei „Pamina“ recht hoch, sie mussten der Kleinen regelrecht gezeigt werden. Zoomitarbeiter halfen nach und legten das Fohlen an, doch dabei wurde „Pamina“ bislang stets unruhig und wehrte ihren Nachwuchs ab. Offensichtlich hat die Stute auch wenig Milch. Nach einer sorgenvollen Nacht entschloss man sich im Allwetterzoo deshalb am Morgen nach der Geburt zu aktiver Hilfe für das Fohlen. Es wird nun von Zoomitarbeitern mit der Flasche versorgt. Stündlich erhält das Eselchen 200 Milliliter einer speziellen Fohlen-Aufzuchtmilch - auch in der Nacht, dann allerdings nur alle zwei Stunden. Das Fläschchen wird neben die mütterlichen Zitzen gehalten, damit das Fohlen sich an die Stelle gewöhnt, an der es hoffentlich bald auf natürliche Weise satt wird.

    Die Zoomitarbeiter führen das Fohlen außerdem weiter an „Paminas“ Zitzen und versuchen es dort trinken zu lassen. Und sie melken die Mutter stündlich, damit „Pamina“ sich an das Berühren ihrer Zitzen gewöhnt. Zudem wird durch das regelmäßige Melken „Paminas“ Milchproduktion angeregt. Abgemolken werden jeweils ungefähr 100 Milliliter und mit der Fohlen-Aufzuchtmilch gemischt verfüttert. Für das Gedeihen des Fohlens ist die Muttermilch äußerst wichtig. Mit nur 22,4 Kilogramm liegt das Geburtsgewicht des Fohlens an der unteren Grenze, deshalb ist das Zufüttern unbedingt notwendig für sein Überleben. Kräftige Riesenesel bringen bei der Geburt etwa 30 Kg auf die Waage, Hengstfohlen gar um die 40 Kg.

    „Pamina“, die frischgebackene Eselmutter, wurde am 10. Juni 2003 im Allwetterzoo geboren. Gedeckt wurde sie vor gut einem Jahr bei einem Privathalter an der Loreley, weil der Zoo keinen Hengst bei den Poitou-Rieseneseln hält. Die Tragezeit liegt in der Regel zwischen 365 bis 380 Tagen. „Pamina“ hat genau 374 Tage gebraucht. Vorerst wird man Mutter und Fohlen nicht sehen können. Beide sind in einem Stall im Kinder- und Pferdepark untergebracht. Sowie das Fohlen stabil ist und die Mutter es trinken lässt, dürfen die Beiden nach draußen.

    Außer „Pamina“ leben noch drei weitere Eselstuten im Kinder- und Pferdepark im Allwetterzoo sowie „Fridolin“, ein kastrierter, nicht reinrassiger Riesenesel. Die Poitou-Riesenesel sind mit einer Schulterhöhe bis zu 155 cm sehr groß und machen ihrem Namen damit alle Ehre. Auffällig ist ihr langes, oft zotteliges Fell, das meist kastanienbraun gefärbt ist. Auch die großen Ohren sind stark behaart, die Augen verschwinden fast vollständig unter den üppigen Stirnlocken. Durch dieses plüschtierartige Aussehen sorgen die Esel bei kleinen und großen Zoobesuchern immer wieder für Entzücken.

    Im Allwetterzoo bewohnen die friedlichen „Riesen“ gemeinsam mit robusten Hauspferden eine große Anlage direkt neben dem Pferdemuseum. Sie lassen sich gern streicheln und werden oftmals am Halfter durch den Zoo geführt. Ursprünglich stammen Poitou-Riesenesel aus Südwestfrankreich. Wegen ihrer Größe verwendete man sie lange für die Zucht von Maultieren, indem man sie mit Pferden kreuzte. Nachdem in der Landwirtschaft Zug- und Arbeitstiere durch Maschinen ersetzt wurden, verlor man das Interesse an den Rieseneseln. Zum Glück erhalten einige Privatzüchter und Zoos sie bis heute.

    Unser Foto zeigt das Fohlen am heutigen Tag.
    (06.08.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Geburt bei den Rieseneseln im Allwetterzoo:
    Freude und Sorge um ein knuddeliges Fohlen

    Gestern Nachmittag kam bei unseren Poitou-Rieseneseln ein weibliches Fohlen vor den Augen zahlreicher Besucher zur Welt. Es stand zwar nach zwei Stunden endlich auf seinen wackeligen Beinchen, hatte aber bis zum Abend noch nicht getrunken. Die erstgebärende „Pamina“ hat offensichtlich nicht genügend Milch. Zudem wurde die Mutter unruhig, sobald Zoomitarbeiter das Fohlen an eine ihrer Zitzen angelegt hatten.

    Deshalb wird die kleine Eselin vorerst mit der Flasche versorgt. Das Fohlen erscheint recht klein und ein Zufüttern ist notwendig für sein Überleben. Obwohl das Eselchen nun alle zwei Stunden mit der Flasche gefüttert wird, versuchen die Zoomitarbeiter weiterhin, es bei „Pamina“ trinken zu lassen. Deshalb bleiben Mutter und Tochter vorläufig auch im Stall der Pferde- und Eselanlage.
    (05.08.2010)
    Hannes Lüke:   was ist denn aus den anderen Otetrn geworden?
    (28.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   „Lovestory“ bei den Orang-Utans im Allwetterzoo:

    Mandi, Neuzugang aus Frankreich, wird von gleich zwei Männern umschwärmt…

     

    Seit dem 24. Juni lebt Mandi, ein ausnehmend hübsches Weibchen der Borneo-Orang-Utans, im Allwetterzoo. Die Elfjährige stammt aus dem französischen Zoo Beauval und soll in Münster möglichst bald für Nachwuchs sorgen. Dort ist man guter Dinge, denn der zwölfjährige Pongo war auf Anhieb von der neuen Frau in seinem Harem begeistert! Nach menschlichen Maßstäben war es „Liebe auf den ersten Blick“. Die Beiden durften sich deshalb auch ein paar Tage lang allein und hinter den Kulissen der ZoORANGerie miteinander beschäftigen, bevor Mandi den Rest der Orang-Utan-Gruppe nach und nach kennen lernte. Mit Temmy und ihrem dreijährigen Sohn Ito verlief die erste Begegnung problemlos. Der kleine Orang-Utan-Mann „verliebte“ sich anscheinend ebenso prompt in die Französin wie sein Vater. Ito fand in Mandi nicht nur eine Freundin für Schmusestunden, sondern auch eine Spielgefährtin, denn Itos Mutter ist eher träge. So kam Temmy nur aus der Reserve, um Mandi aus ihrer Lieblings-Hängematte zu verscheuchen. Die Fronten zwischen der Neuen und Temmy waren schnell geklärt, nur vor der 40 Jahre alten Sari hatte Mandi anfangs Angst. Beide akzeptieren sich nun, auch wenn man von Freundschaft zwischen den Weibchen noch nicht sprechen kann.

     

    Mandi zog im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP in den Allwetterzoo um. In Münster ist ausreichend Platz für den erhofften Nachwuchs, der sich bei den hoch bedrohten Orang-Utans nur etwa alle fünf Jahre einstellt. Die Jungtiere haben eine sehr lange und enge Bindung an ihre Mütter. Erst wenn der Nachwuchs selbständig wird, kann sich eine neue Trächtigkeit ergeben. Mandi hatte in Frankreich schon ein Jungtier auf die Welt gebracht, dass leider bei der Geburt starb.

     

    Am gleichen Tag wie Mandi trafen im Allwetterzoo neun Asiatische Zwergotter ein. Als „Untermieter“ sollen sie den eher ruhigen Menschenaffen die Zeit vertreiben. Anfangs war es entsprechend spannend in der ZoORANGerie; denn die im Zoo Frankfurt geborenen Otter kannten keine Orang-Utans, das neue Weibchen Mandi keine Otter. Inzwischen klappt das Zusammenleben prima. Deshalb werden die neuen Zoobewohner auch in den nächsten Tagen die große Freianlage der ZoORANGerie kennen lernen – und sicher noch für manch aufregende Stunde bei Zoologen und Tierpflegern sorgen. Die Zoobesucher sollten sich unbedingt Zeit nehmen für einen Besuch der ungewöhnlichen WG: Es gibt viel zu sehen!

     
    (28.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Konzert für ein Fohlen:

    Gospelchor übernahm Patenschaft für ein Mongolenpony im Allwetterzoo

    Ein kleines, sehr privates Ständchen gaben die Mitglieder des Gospelchors Ephata „ihrem“ Hengstfohlen im Allwetterzoo. Der Chor der münsterschen Kirchengemeinde St. Gottfried ist nun Pate des am 16. Mai geborenen Jungtiers bei den Mongolenponys im Kinder- und Pferdepark. Während der Kleine sich ängstlich zurückhielt, als Kurator Dr. Dirk Wewers die Patenurkunde überreichte, beschnupperte Mutter „Naidal“ neugierig die schwarz gewandeten Sänger. Als „Patengeschenk“ gab es ja auch leckere Möhren…

    Die Idee zur Patenschaft gab Norbert Siebert, Tierpfleger bei den Huftieren im Allwetterzoo und früher selbst aktives Mitglied im Chor. Außerdem hat „Ephata“ schon mehrfach bei Veranstaltungen im Zoo gesungen. Mehr über den Chor unter www.ephata-gospelchor.de, mehr über Tier-Patenschaften unter www.allwetterzoo.de.
    (21.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Musiker, Stelzenläufer, Jongleure, Clowns und rund 3.000 Tiere:

    Der Allwetterzoo Münster lädt am kommenden Wochenende zum 1. Internationalen Straßenkünstler-Festival ein – einer bunten Veranstaltung für Klein und Groß bei reduzierten Eintrittspreisen

    Am 17. und 18. Juli findet im Allwetterzoo das 1. Internationale Straßenkünstler-Festival statt. Mehr als 40 Gruppen und Einzelkünstler, auch aus England, Spanien, Ungarn oder Holland, werden im Zoo erwartet. Die sonst auf Großstadtstraßen agierenden Künstler freuen sich darauf, sich und ihre Kunst vor ungewöhnlicher Kulisse präsentieren zu können. Und die Zoobesucher dürfen sich auf ein farbenprächtiges, musikalisches, witziges Festival freuen: Gewandet als glitzernder Schmetterling balanciert die Münsteranerin Anna Oestreich auf hohen Stelzen über die Wege im Zoo. Mitten im Publikum treiben die „Funny Bears“ aus Ungarn ihren Schabernack. Der Comedy-Jongleur „Krawalli“ hingegen hat am Bärenhaus einen festen Platz. Ebenso wie Lucy Lynn aus Österreich, die Kindern auf einer Zoowiese das Jonglieren beibringt. Insgesamt gibt es 16 Standorte, verteilt im ganzen Zoogelände. So geht es am Hexenhaus poetisch zu, im Pferdemuseum wird musiziert, auf dem Landoisplatz getanzt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Und damit man nichts verpasst, erhält jeder Zoobesucher einen Zeitplan, der ihm verrät, was wann wo geboten wird. Auch ein Programmheft ist erhältlich, das alle Künstler vorstellt.

    Der Zoo öffnet an beiden Tagen um 9 Uhr. Das Festival beginnt jeweils um 11 Uhr. Am Samstag gibt es bis 21 Uhr Programm, am Sonntag bis 18 Uhr. Damit möglichst viele Menschen sich an der Straßenkunst erfreuen können, ermäßigt der Zoo sogar seine Eintrittspreise: 10 Euro für Erwachsene, 5 Euro für Kinder und Jugendliche bis 17 J. (statt 14 bzw. 7 Euro). Wer sich vor seinem Besuch orientieren möchte: Unter www.allwetterzoo.de und www.zookuenstler.de wird der Zeitplan Download angeboten.

    Das „1. Internationale Straßenkünstler-Festival“ ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von Allwetterzoo, Jovel GmbH & Co. KG Münster und dem CulturContor Nicolas Leibel, unterstützt von Vision, dem Verein zur Förderung der populären Kultur Münster.

    Unser Foto zeigt die Stelzenläuferin Anna Oestreich im Zoo.
    (16.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Glück im goldgelben Federkleid:

    Erster Nachwuchs bei den seltenen Mandschurenkranichen im Allwetterzoo Münster

     

    Im Allwetterzoo ist man stolz auf seltenen Nachwuchs: Erstmals schlüpften hier am 11. Juli zwei Küken bei den Mandschurenkranichen. Diese imposanten Vögel zählen zu den am stärksten bedrohten Kranichen der Welt. Nur etwa handgroß beim Schlupf, entwickeln sich die Küken recht schnell und erreichen ausgewachsen eine Größe von rund 150 cm.

     

    Geschlüpft sind die kleinen Kraniche auf einer Anlage neben dem Tropenhaus. Hier hatten die Eltern an einer recht versteckten Stelle ein Bodennest angelegt. Als Tierpfleger Ralf Nacke am letzten Sonntag nach den Vögeln schaute, wurde er vom Zuwachs regelrecht überrascht. Zum einen war die übliche Brutzeit von 32 Tagen bereits um sieben Tage überschritten. Außerdem hatte niemand dem erst drei Jahre alten Kranichmann bereits einen Zuchterfolg zugetraut. Ungewöhnlich ist auch, dass beide Küken an einem Tag schlüpften, normalerweise liegt ein Abstand von ein bis zwei Tagen zwischen dem Schlupf des ersten und zweiten Jungen.

     

    Als Nestflüchter waren die Küken schon am Tag des Schlupfes auf ihren riesig wirkenden Füßen unterwegs. Die Elternvögel kümmern sich rührend um ihren goldgelb-bräunlich gefiederten Nachwuchs und zeigen ihnen mit ihren langen Schnäbeln, was fressbar ist, Insekten oder Regenwürmer beispielsweise. Unterstützt werden die Alten bei der richtigen Ernährung ihrer Jungen durch die Tierpfleger. Sie stellen Tabletts mit zerkleinerter und abwechslungsreicher Nahrung in die Anlage. So gibt es neben Körnern und speziellen Getreideflocken auch Obst, Gemüse und tierische Kost, etwa kleine Fische.

     

    Die Küken, die beim Schlupf schätzungsweise 200 Gramm wogen, verdoppeln ihr Geburtsgewicht binnen einer Woche! Immerhin wiegen diese Kraniche ausgewachsen rund zehn Kilogramm. Im Alter von etwa 95 Tagen werden die Küken flügge. Bis dahin haben sie ihre kuschelig-weichen Dunen gegen „richtige“ Federn getauscht. Erst im Alter von etwa zwei Jahren zeigen sie das für diese Art typische weiß-graue Federkleid mit dem roten „Krönchen“.

     

    In europäischen Zoos leben rund 300 Mandschurenkraniche, deren Zucht über das EEP (Europäisches Erhaltungszucht-Programm) koordiniert wird. Das Kranichweibchen im Allwetterzoo schlüpfte 1986 im Rotterdamer Zoo. Es lebt seit 1991 in Münster. Ihr junger Partner stammt aus der Zucht des Tiergartens Schönbrunn in Wien. Im Mai 2007 dort geschlüpft, zog er ein Jahr später nach Münster um. Anfangs hatte er starke Konkurrenz durch einen in der benachbarten Anlage lebenden Jungfernkranich. Nachdem der in einen anderen Zoo umzog, klappte es prompt mit dem Nachwuchs!

     

    In Japan gelten Mandschurenkraniche als Glücksbringer und Sinnbild für ein langes Leben. Sie sind jedoch stark von der Ausrottung bedroht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten sie bereits als fast ausgerottet. Das Anlegen von Schutzgebieten, ein Jagdverbot und das winterliche Zufüttern haben die Bestände wieder wachsen lassen. Doch die Zerstörung ihres Lebensraumes konnte bis heute nicht gestoppt werden. Auf der japanischen Insel Hokkaido leben Mandschurenkraniche ganzjährig, während sie im nördlichen Asien wie alle Kraniche von ihren Brutplätzen in mildere Überwinterungsgebiete wechseln. Insgesamt wird ihr Bestand im Freiland auf 1.700 bis 2.000 Vögel geschätzt.

     

    Unser Foto zeigt einen der Kraniche mit beiden Küken.
    (13.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Stellungnahme des Allwetterzoos zur öffentlichen Diskussion zum Thema „Elefantenpark“

    Den erforderlichen Sparmaßnahmen bei den städtischen Ausgaben kann und will sich auch der Allwetterzoo nicht entziehen. Über Kürzungen der laufenden Haushalte ab 2011 für einzelne „städtische Töchter“ wie den Zoo wurde in den Medien bereits berichtet.

    Um die Zukunft der Elefantenhaltung sorgt sich der Zoo jedoch schon länger. Bereits vor rund 15 Jahren war der „Elefantenpark“ einer von vier Kernbereichen bei der Neukonzeptionierung des Allwetterzoos. Seine Realisierung war bis 2010 geplant. Wegen fehlender Investitionszuschüsse musste das Projekt jedoch mehrmals verschoben werden. In der Zwischenzeit wurden Haltungsrichtlinien für die Zoos innerhalb der EU erlassen. Danach ist eine Umgestaltung der Elefantenhaltung im Allwetterzoo nicht mehr nur wünschenswert, sondern zwingend notwendig.

    Leider ist eine früher in Aussicht gestellte Realisierung jetzt in den Zeitraum intensiver Sparmaßnahmen gefallen. Im Zoo haben wir volles Verständnis für die Sorgen der Bürger unserer Stadt, dass eine Finanzierung des „Elefantenparks“ zu zusätzlichen Kürzungen in anderen Bereichen führen könnte. Wir bedauern aber eine erkennbare Reduzierung der Diskussion auf den Tenor: „Elefantenbad oder Südbad“. Das wird weder unseren Kindern noch den Elefanten gerecht. Gerade die Kinder sind es, die auch wegen der Elefanten den Zoo besuchen.

    Das Projekt „Elefantenpark“ beinhaltet nicht nur eine für die Asiatischen Elefanten essentielle und bisher nicht vorhandene Bademöglichkeit, sondern soll auch die Sicherheit der Pfleger optimieren. Und es wird die Attraktivität der Elefantenhaltung für den Zoo und damit für die Stadt und die Region deutlich steigern. Somit würde auch ein finanzieller Gegenwert für die städtischen Finanzen geschaffen, denn der Zoo ist nicht nur Empfänger städtischer Gelder, sondern unbestrittener touristischer „Leuchtturm“ und damit ein exponierter Wirtschaftsfaktor für Münster.

    Der Zoo wird die öffentliche Meinung und den politischen Willen uneingeschränkt respektieren, das war schon immer unsere Maxime! Ich wünsche uns aber auch in der Öffentlichkeit eine zukunftsorientierte und inhaltliche Diskussion, wie wir sie seit Monaten mit der Verwaltung und verschiedenen Ratsfraktionen führen. Ich wünsche uns eine Diskussion, die dem Stellenwert des Allwetterzoos für die Stadt (und dem Engagement des Zooteams) gerecht wird!

    Darauf gespannt ist (nicht nur)
    Jörg Adler, Direktor des Allwetterzoos Münster
    (06.07.2010)
    Holger Wientjes:   Hier noch einige Eindrücke vom heutigen Besuch: Die Ausstellung im Pferdemuseum zur Zoohistorie fand ich sehr gelungen. War etwa eineinhalb Stunden dort. Mein Highlight: Das Quagga.

    Die Neugestaltete Afrika-Anlage erstrahlt in frischem Grün und macht einen sehr guten Eindruck. Zahlreiche Jungtiere rundeten die Idylle dort ab.

    Auch die umgestaltete und erweiterte Anlage der Löwenäffchen hat mir gefallen. Das Kugelgürteltier konnte ich leider nicht entdecken.

    Kattas mit mehreren Jungtieren sehr zutraulich und aktiv. Trotz "Zooallerweltsart" für michimmer ein Highlight aufgrund der Nähe zu den Tieren.

    Für mich neu waren die Türkei-Stachelmäuse im mittleren der drei Aussenterrarien am Tropenhaus, die nun ausschliesslich Nager beherbergen (weiterhin Gundis und die Münsterschen Meerschweinchen).
    (05.07.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Tag der Afrika-Tiere und Familientag im Allwetterzoo Münster:

    Führungen, Fütterungen und ermäßigte Preise

     

    Am kommenden Samstag (26.6.) können Zoobesucher nicht nur Geld sparen, sondern bei besonderen Aktionen auch noch etwas über afrikanische Tiere erfahren und hinter die Kulissen des Afrikapanoramas blicken. Der Allwetterzoo reduziert an seinem „Familientag“ den Eintrittspreis für alle Besucher: Kinder und Jugendliche (3-17 J.) zahlen nur 5 Euro und Erwachsene nur 10 Euro für einen ganzen Tag voller Erlebnisse. So füttern die Tierpfleger zu festen Zeiten ihre Pfleglinge und beantworten dabei gern Fragen. Außerdem gibt es mehrere Führungen rund um das Afrikapanorama, die einen Blick in die Stallungen von Zebra, Strauß & Co. erlauben.

     

    Die erste von insgesamt 13 „afrikanischen“ Fütterungen ist um 11.45 Uhr bei den Brillenpinguinen. Diese stammen tatsächlich aus Afrika und leben sogar im Bereich von Kapstadt. Bei den Erdmännchen gibt es um 12 Uhr leckere Mehlwürmer. Den Gorillas wird um 13.30 Uhr frisches Gemüse serviert, während die Nashörner sich um 14.15 Uhr auf eine Extraportion Brötchen freuen dürfen. Ein ausführliches Programm erhalten die Besucher beim Einlass oder unter www.allwetterzoo.de
    (23.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Europäische Erstzucht einer seltenen Erdschildkröte im Allwetterzoo!

    Im Allwetterzoo Münster herrscht Freude: Im dortigen Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz (IZS) gelang erstmals in einem europäischen Zoo die Zucht der burmesischen Flachen Erdschildkröte (Heosemys depressa). Die Art ist eine der seltensten Schildkröten der Welt.

    Das Jungtier der Flachen Erdschildkröten schlüpfte Ende Mai nach einer Brutdauer von 98 Tagen erfolgreich aus dem Ei und entwickelt sich bislang hervorragend! Die kleine „Kröte“ frisst und wächst in einem erstaunlichen Tempo und macht Hoffnung auf weitere Nachzuchten in den nächsten Jahren. Zu verdanken ist dieser Erfolg der langjährigen Erfahrung und dem Fingerspitzengefühl von Elmar Meier, dem Leiter des IZS in Münster. Die Erhaltungszucht gestaltete sich lange als äußerst schwierig, da keinerlei Informationen über die Biologie und Ökologie der Art bekannt waren. So mussten geeignete Haltungs- und Zuchtbedingungen erst mühsam ausgetestet werden. Derzeit wird die Flache Erdschildkröte in nur sechs Zoos weltweit gepflegt; in Europa allein im Allwetterzoo.

    Entdeckt wurde die Flache Erdschildkröte 1906 in den Arakanbergen Burmas – und gleich galt sie als ausgestorben. Tiere dieser Art sichtete man zum letzten Mal im Jahr ihrer Entdeckung und wissenschaftlichen Beschreibung. 1994, ein knappes Jahrhundert später, fand man erstmals wieder Exemplare der Flachen Erdschildkröte. Diese Tiere sollten auf chinesischen Märkten als Delikatesse verkauft werden. In der Natur sichtete man 2009 erstmals wieder fünf dieser Erdschildkröten. Doch leider wird ihr Verbreitungsgebiet von Wilderern hoch bedroht. Umso wertvoller ist die Erhaltung der Art durch Nachzuchten in Zoologischen Gärten.
    (17.06.2010)
    Liz Thieme:   Der Zoo berichtet die Europäische Erstzucht bei den Erdschildkröten erlangt zu haben. Die Jungtiere schlüpften Ende Mai.
    (17.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   1. Internationales Straßenkünstlerfestival im Allwetterzoo Münster:
    - eine völlig neue Veranstaltung für Stadt und Zoo!

    In Innenstädten sind Straßenkünstler häufig zu Gast, in einem Zoo wohl noch nie! Dabei ist die Idee, die die Musiker Steffi Stephan (Jovel GmbH & Co. KG Münster) und Nicolas Leibel (CulturContor Münster) vor einem Jahr Zoodirektor Jörg Adler vortrugen, gar nicht so abwegig: Ebenso vielfältig und bunt wie die Tierwelt im Allwetterzoo zeigt sich die Kunst, die auf unseren Straßen stattfindet!

    Nun ist es bald soweit: Am 17. und 18. Juli öffnet der Allwetterzoo der internationalen Straßenkunst die Tore - und reduziert zudem an beiden Tagen seine Eintrittspreise. Es werden mehr als 40 Gruppen und Einzelkünstler aus Deutschland, Europa und Übersee an 16 verschiedenen Standorten zu sehen und zu hören sein. Es gibt Musik, Theater, Jonglage, Clownerie, Tanz und vieles mehr in wahrhaft bunter kultureller Vielfalt. Ein solches Festival hat es in einem Zoologischen Garten bislang nicht gegeben!
    Unterstützt wird das Festival von VISION, dem Verein zur Förderung der populären Kultur Münster.
    (11.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Leuchtendes Beispiel: Engagierte Entwicklungsarbeit für den Erhalt bedrohter Frösche

    Trelock spendet dem Allwetterzoo Verkaufsanteil seiner Fahrradbeleuchtungs-Sonderedition „Sportline - Green Edition“ für die Aktion „Rettet die Frösche“

    Entwicklungsarbeit aus Münster - Hand in Hand: Die weltweite, vom Allwetterzoo Münster besonders geförderte Rettungsaktion für den Erhalt der Frösche hat Unterstützung gefunden durch den ebenfalls in Münster ansässigen Fahrradzubehörentwickler und -hersteller Trelock. Handfestes Ergebnis dieser „nachbarschaftlichen“ Kooperation war jetzt eine Spende, die Anne Schiller von Trelock an Zoodirektor Jörg Adler überreichte.

    Das Unternehmen, das Fahrradschlösser, -beleuchtung und -computer entwickelt und herstellt, hat dazu eine Sonderedition seines Fahrradbeleuchtungssets LS 330/LS 320 mit Frontscheinwerfer und Rückleuchte aufgelegt, aus dessen derzeit noch laufendem Verkauf im Fahrradfachhandel jeweils ein Euro der Aktion „Rettet die Frösche“ zukommt. Markant an dieser Fahrradbeleuchtungssonderauflage von Trelock, ganz im Sinne der Amphibien-Rettungskampagne: Das frisch grüne Farbdesign des Beleuchtungssets. Auf den Verpackungen weist Trelock zudem auffällig auf die Aktion hin, um so noch mehr Unterstützung zu erreichen.

    Zoodirektor Jörg Adler erklärte bei der Übergabe der 2.000 Euro von Trelock, dass dieses Geld direkt der „Stiftung Artenschutz“ mit Sitz in Münster übergeben werde. Die Stiftung - ein Bündnis von rund 40 Zoologischen Gärten und Tierparks im deutschsprachigen Raum sowie global operierenden Naturschutzorganisationen - hat einen „Amphibien-Fonds“ eingerichtet. Aus dem werden ausgewählte Projekte für den Schutz, die Erforschung und die Erhaltungszucht von Fröschen und anderen Lurchen gefördert. Jörg Adler verdeutlichte bei der Spendenübergabe, wie notwendig derartiges Engagement ist. Schrumpfende Lebensräume, Umweltgifte, Gourmetküchen sowie die direkten und indirekten Folgen des Klimawandels bedrohen Amphibien massiv, so Adler. Zudem stelle der Chytridpilz eine akute tödliche Bedrohung für alle Amphibien dar. Auch in Deutschland komme dieser Erreger bereits vor. „Mit Ihrer Spende können wir der Bedrohung gegensteuern“, betonte Jörg Adler gegenüber Anne Schiller.

    www.stiftung-artenschutz.de
    (11.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   „Jahrom“, der Party-Leopard aus dem Allwetterzoo…

    Die Organisation Studenta.de aus Münster veranstaltet Partys für Studenten. Eine trägt den Titel „Cats Forward“ und findet an jedem zweiten Freitag im Monat in einem münsterschen Club statt. Die Veranstalter wünschten sich eine Katze als Patentier und Maskottchen, am liebsten eine wilde Katze! Man entschied sich für den Nordpersischen Leoparden „Jahrom“ aus dem Allwetterzoo und übernahm die Patenschaft. Der Kater ist nicht nur wild und schön, seine Art ist akut von der Ausrottung bedroht. Deshalb spendet Studenta.de von jeder Eintrittskarte der Partygänger 50 Cent und übergibt das Geld dem Zoo. Der wiederum ist Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Nordpersische Leoparden und engagiert sich für den Artenschutz.
    (09.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Update zur "Südamerika-WG"

    Die auffälligsten Bewohner der neuen Anlage sind die Goldenen Löwenäffchen aus den küstennahen Wäldern Brasiliens. Sie zählen zu den am meisten von der Ausrottung bedrohten Affen. Laut Weltzooverband sind nur noch 2 bis 3 % ihres ursprünglichen Lebensraumes vorhanden, er wurde durch Holzeinschlag derart drastisch reduziert und zerstückelt. Weltweite Rettungsaktionen sowie ein Erhaltungszuchtprogramm zeigten Erfolg: Zahlreiche in Zoos geborene Goldene Löwenaffen wurden mittlerweile ausgewildert. Die Art hat somit eine Chance zum Überleben. Außer dem Ankauf von Gebieten für die Wiederansiedelung trug ein Bildungsprogramm dazu bei, dass das Goldene Löwenäffchen inzwischen in Brasilien stolz als „Nationales Symbol der Arterhaltung“ betrachtet wird.

     

    Vergesellschaftet mit den Löwenaffen wurden Zwergseidenäffchen, „Südamerikaner“ aus dem oberen Amazonasgebiet und eine neue Art für den Allwetterzoo. Sie zählen mit nur rund 130 Gramm Gewicht zu den kleinsten Affen der Welt und können – obwohl sie so klein sind - unglaubliche fünf Meter weit springen! Ihre Ernährung ist außergewöhnlich, denn sie bevorzugen Baumsäfte. Hierfür zapfen sie Bäume und Schlingpflanzen an: Sie beißen kleine Löcher in die Rinde, aus denen der gummiartige Saft austritt. Im Allwetterzoo werden ihnen präparierte Äste angeboten, aus denen sie Gummiarabikum zapfen.

     

    Gummiarabikum ist ein besonders exotisches Nahrungsmittel im Zoo. Südamerikanische Krallenaffen mögen diesen milchigen Saft von Akazienbäumen, der verschiedene Salze enthält, ausgesprochen gern. Es wird in getrockneter Form geliefert. Aufgelöst in warmem Wasser entsteht eine zähflüssige Masse, die die Tierpfleger beispielsweise in Bambusrohre oder Äste mit winzigen Löchern füllen. Der Saft tritt tröpfchenweise aus und die Affen lecken ihn ab. Die Pfleger fertigen daraus auch „Lutscher“ mit Stil oder mischen die Masse unter den täglichen Brei für die kleinen Affen.

     

    „Untermieter“ der Löwen- und Seidenaffen ist ein Südliches Kugelgürteltier, für das noch eine Partnerin gesucht wird. Charakteristisch für Gürteltiere ist der harte Panzer, der ihre Körperoberseite bedeckt. Er ist aus Hautknochenplättchen und Keratin aufgebaut. Aus dem Material bestehen auch unsere Fingernägel. Das Südliche Kugelgürteltier, das vom Zentrum des südamerikanischen Kontinents bis zu seiner südlichen Spitze beheimatet ist, besitzt drei „Gürtel“. Das sind Hautfalten, die den Panzer beweglicher machen. Zum Schutz vor Feinden rollen sich die Tiere zu einer allseits von ihrem Panzer umschlossenen Kugel zusammen. Dank dieser Verteidigungsmethode haben Kugelgürteltiere zwar wenig natürliche Feinde, doch Menschen jagen sie wegen ihres als schmackhaft geltenden Fleisches.

     

     

    Informationen zur Gemeinschaftsanlage

    Fertigstellung im Mai 2010

    Grundfläche der Anlage: 30 m²

    Volumen: 237 m³, vorher 77 m³

     

    ¨      Beim Umbau wurde nicht nur an die Tiere gedacht. Auch die Arbeitsbedingungen für die Tierpfleger wurden verbessert. Zum Umsperren der Tiere wurde eine neue Doppelschiebertechnik eingebaut. Die ebenfalls neue, so genannte Laufgangpaddeltechnik erlaubt eine stressfreie Lenkung in den Laufgängen, über die Löwenaffen und Zwergseidenaffen in die Freianlage gelangen.

     

    ¨      Durch eine bessere Dämmung der Außenbauteile wird zudem Energie eingespart. Das Innenklima liegt konstant bei etwa 26°C und rund 70 % Luftfeuchtigkeit – im Sommer wie im Winter. Energie wird auch durch das neue Glasdach gespart, denn tagsüber kann nun auf eine künstliche Beleuchtung verzichtet werden.

     

    ¨      Vor dem Umbau bewohnten die Goldenen Löwenäffchen gemeinsam mit Köhlerschildkröten den linken Teil der Anlage, rechts lebten zuletzt Rothandtamarine. Diese Art wird nun nicht mehr im Allwetterzoo gehalten, während die Köhlerschildkröten in einem Terrarium in der Reptilienhalle des Tropenhauses beobachtet werden können.

     

     
    Unser Foto zeigt das Gürteltier "Norman".
    (02.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Neue „Südamerika-WG“ im neuen Zuhause:

    Löwenäffchen, Zwergseidenäffchen und ein Gürteltier
    Im Laufe der letzten Monate haben wir fleißig gebaut, um den seltenen Goldenen Löwenäffchen ein schöneres Zuhause zu bescheren. Aus ehemals zwei Anlagen in unserem Haus für „Niedere Affen“ entstand ein geräumiger, von Licht durchfluteter Lebensraum für diese Affen und ihre neuen Mitbewohner.

    Ein großflächiges Glasdach ersetzt die Lichtkuppeln über der Anlage und vergrößert den Raum in luftige Höhe. Die Rückwände und der Boden wurden komplett neu gestaltet, die gesamte Anlage mit tropischen Pflanzen und Kletterbäumen bestückt. In deren Ästen tummeln sich nun zwei Goldene Löwenäffchen und fünf Zwergseidenäffchen. Die „Zwerge“ sind neu im Allwetterzoo und zählen zu den kleinsten Affen der Welt. Untermieter im wahrsten Sinne des Wortes ist ein Südliches Kugelgürteltier: „Norman“ bewohnt nur den Boden der Anlage. Die Heimat dieses urtümlichen Zoobewohners, der noch auf eine passende Frau wartet, und der Krallenaffen ist Südamerika. Alle drei Arten sind von der Ausrottung bedroht.
    (02.06.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Zurück aus Vietnam trifft Jörg Adler Klimaschützer in Münster  

    Zoobesuch mit dem Direktor als Dankeschön

     

    Das nennt man Timing: Gerade aus dem vietnamesischen Cat BA zurückgekehrt, konnte Zoodirektor Jörg Adler am Samstag (15. Mai) denen persönlich danken, die dem 10.000 Kilometer entfernten Projekt zur Aufforstung des vietnamesischen Regenwaldes zum Erfolg verhelfen wollen. Rund 20 Kunden des Stadtwerke-Erdgastarifs Münster:natürlich führte er „hinter die Kulissen“ des Allwetterzoos und berichtete dabei hautnah von seinen Erfahrungen auf der vietnamesischen Insel. „Die Zahl der dort lebenden Goldkopflanguren steigt wieder stetig. Im Jahr 2001 gab es nur noch wenige Exemplare dieser Art. Mittlerweile leben auf Cat Ba dank der konsequenten Sicherung dieses Schutzgebietes wieder ca. 50 Goldkopflanguren.“

     

    Der Zoodirektor hatte ein Erlebnis der besonderen Art: er konnte aus geringer Entfernung eine der Langurenfamilien mit drei Babys beobachten. „Früher hätte dieser Nachwuchs wegen der Wilderei keine Chance gehabt“, so Adler.

     

    Im Dezember 2009 starteten Allwetterzoo und Stadtwerke Münster mit dem neuen Erdgasprodukt Münster:natürlich ein Klima- und Artenschutzprojekt auf der Insel Cat Ba in Vietnam. Damit haben die Münsteraner die bundesweit einmalige Gelegenheit, mit Erdgas zu heizen und gleichzeitig etwas für das Klima und den Schutz der auf der Insel Cat Ba lebenden Goldkopflanguren zu tun. Denn mit jeder verbrauchten Kilowattstunde fließen 0,21 Cent (netto) in das Regenwaldschutzprojekt. In der globalen Klimabilanz wird der Erdgasverbrauch der Münster:natürlich Kunden damit neutralisiert.

    Auf dem Foto ist eine Goldkopflanguren-Familie mit Babys zu sehen.
    (18.05.2010)
    Sacha:   Ah, jetzt ist alles klar.
    (03.05.2010)
    Andreas Knebel:   Weder noch!
    Schau einfach auf den Link ;-)
    (03.05.2010)
    Sacha:   Von welchen Manteltieren reden wir: Seescheiden oder Salpen oder weder noch? Seescheiden zumindest sind in Aquarien ja keine Seltenheit.
    (03.05.2010)
    Liz Thieme:   ich war noch nie in Münster, aber hatte hier den Bericht reingesetzt (der leider aus unerfindlichen Gründen gelöscht wurde). Ich finde die Idee sehr gut, denn sie regt auf harmlosen Wege zum Nachdenken an. Und würde mir das Ganze gerne mal näher ansehen.
    (02.05.2010)
    Andreas Knebel:   Servus,
    ich habe jetzt einmal eine Frage an die Allgemeinheit: Wer hat schon die Manteltiere im Allwetterzoo gesehen und kann darüber etwas berichten. Wie wirken sie und welche Reaktionen lösen sie aus? Und ich bin natürlich gespannt auf eure Meinung. Denn die Manteltiere sind ein richtig spannender Neuzugang in deutsche Zoos, bald ja auch in Magdeburg. Und - übrigens vollkommen ernsthaft, ohne Häme oder Hintergedanken - würde mich zu diesem Thema die Meinung von Frank Albrecht interessieren.
    http://www.allwetterzoo.de/fotos/news2010/manteltiere-im-allwetterzoo.php
    (02.05.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Erstes Fohlen bei den Mongolischen Ponys im Allwetterzoo Münster

    Am frühen Abend des letzten Sonntag (25. April) wurde bei den Mongolenponys im Allwetterzoo der erste Nachwuchs geboren. Inzwischen begleitet das Stutfohlen auf seinen staksigen Beinen Mutter „Gaslan“ auf Schritt und Tritt.
    Die erfahrene Stute lebt seit 2005 im Kinder- und Pferdepark und hatte zuletzt 2008 Nachwuchs. Auch “Naidal“, die zweite Stute dieser selten gehaltenen Pferderasse, ist hoch tragend und wird in den nächsten Tagen ein Fohlen zur Welt bringen. Die Väter leben allerdings nicht im Allwetterzoo, sondern bei einem Züchter im schwäbischen Gammertingen. Dorthin hatten die beiden Stuten vor knapp zwölf Monaten ihre „Hochzeitsreise“ unternommen. In der großen Gemeinschaftsanlage der Hauspferde und Riesenesel ist eine Haltung von Hengsten nicht möglich.

    Mongolenponys sind eine sehr ursprüngliche Rasse. Sie leben in der Grassteppe, überleben aber auch im Hochgebirge und in der Wüste, also in unzugänglichen Gegenden mit wenig Wasser und viel Schnee. Die recht kleinen, sehr muskulösen Pferde sind widerstandsfähig und zäh. Sie bewältigen mühelos weite Strecken und schlechte Wege und können schwere Lasten tragen. Die Trächtigkeit dauert bei den Mongolenponys 335 bis 345 Tage. Ein Fohlen wiegt bei der Geburt etwa 35 kg und ist durchschnittlich 80 cm hoch. Mongolenponys können eine Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren erreichen.

    Foto: Das Mongolen-Fohlen mit seiner Mutter
    (27.04.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Internationaler Kongress für Schildkrötenschutz im Allwetterzoo Münster

    Der Allwetterzoo rief und die weltweit herausragenden Experten in Sachen Schildkröten kamen vom 15. bis 18. April in die Kongressstadt Münster. Der Zoo und sein "Internationales Zentrum für Schildkrötenschutz" (IZS) sind selbst im fernen China bekannt. Allein aus dem Land der Mitte reisten ein Dutzend Teilnehmer an, aber auch Gäste aus den USA und nahezu jedem Land Europas waren vertreten. "Schildkröten haben den Aufstieg und Untergang der Dinosaurier erlebt und sind seit 250 Millionen Jahren erfolgreich auf der Erde vertreten. Der moderne Mensch hat es aber in den letzten 30 Jahren geschafft, nahezu die Hälfte aller Arten an den Rande der Ausrottung zu bringen" erklärte der New Yorker Tierarzt Dr. William McCord. "Das IZS in Münster ist, was die Erhaltungszucht bedrohter asiatischer Arten angeht, das Paradebeispiel für ein erfolgreiches Zuchtprojekt in einem Zoologischen Garten. Nur im IZS kann man ein Drittel der bekannten Weltpopulation von zwei hoch bedrohten Scharnierschildkröten-Arten sehen."

    Von der erfolgreichen Arbeit des IZS konnten sich die am Kongress teilnehmenden Wissenschaftler und Fachleute aus allen Bereichen der Schildkrötenhaltung überzeugen. Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, Fachvorträge anzuhören und sich über die neuesten Erkenntnisse auszutauschen. "Neben dem reinen Wissenstransfer ist auch das persönliche Kennenlernen und Diskutieren ein wichtiger Aspekt dieser Tagung" sagte Hans-Dieter Philippen, Vorstandsmitglied der international agierenden "Turtle Survival Alliance" und des "Turtle Conservations Funds". Zwar würden sich viele der Teilnehmer via E-Mail-Korrespondenz kennen, aber der persönliche Austausch sei durch nichts zu ersetzen. Hierzu bot der Kongress im Allwetterzoo das ideale Umfeld.

    Zu dem Foto:
    Drei Teilnehmer des Kongresses präsentieren Schildkröten, die nach ihnen bzw. ihrem Vater benannt wurden: der New Yorker Tierarzt Dr. William McCord mit einer McCords Scharnierschildkröte, die Chinesin Ting Zhou mit einer Zhous Scharnierschildkröte und Elmar Meier, der Leiter des IZS im Allwetterzoo, mit einer Meiers Dreistreifen-Scharnierschildkröte (von links).

    (19.04.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Zwillinge bei den Kattas im Allwetterzoo Münster

     
    „Mobi“ ist eine stolze und sehr fürsorgliche Mutter: Das Kattaweibchen im Allwetterzoo trägt seine am 30. März geborenen Jungen oft vor der Brust und präsentiert sie dabei regelrecht den Besuchern. Kleine Kattas sind sehr früh agil und turnen schon bald auf dem Rücken ihrer Mutter herum. Doch mit den Beiden wird „Mobi“ nicht ganz so viel Mühe haben wie vor einem Jahr, als sie gleich drei Jungtiere auf die Welt gebracht hatte. Die jetzt ein Jahr alten Drillinge leben ebenso noch im Familienverband wie „Violas“ letztjähriger Nachwuchs. „Viola“ ist die Mutter von „Mobi“ und derzeit hoch tragend. Mit ihrem Nachwuchs wird in den nächsten Tagen gerechnet.


    Kattas sind stark von der Ausrottung bedroht, weil ihre Lebensräume vernichtet werden. Sie zählen zu den Feuchtnasenaffen und sind auf Madagaskar beheimatet. Besonders interessant ist ihr Sozialverhalten, denn bei Kattas haben stets die Frauen das Sagen. Die dominante Stellung hat normalerweise ein älteres Weibchen inne - im Allwetterzoo ist es „Mobi“, die sich gegenüber ihrer Mutter durchgesetzt hat. Bei einer ihrer Streitereien büßte die Katta-Oma sogar ein Ohr ein - und ist deshalb gut zu erkennen: „Viola“ ist der einzige „Ein-Ohr-Katta“ in der Gruppe...
    (06.04.2010)
    Holger Wientjes:   Schade, dass man auf die Iberer verzichtet, um dem Publikum ein Wolfsrudel präsentieren zu können.
    (31.03.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Ostern im Allwetterzoo Münster:

    Neue Wölfe - Jungtiere bei Zebras und Kängurus - „Brüterei“ bei Störchen und Geiern

    Am 24. März trafen fünf weibliche Wölfe aus dem polnischen Zoo Wroclaw im Allwetterzoo ein - und damit kam wieder mehr Leben in die weitläufige Anlage im Kinder- und Pferdepark. Die Neuzugänge, die in Europa und Asien weit verbreiteten Grauwölfe, zeigen nämlich das typische Rudelverhalten, das bei der bislang in Münster lebenden iberischen Unterart weniger ausgeprägt ist. Die beiden letzten Iberischen Wölfe zogen kürzlich in einen tschechischen Zoo um. Ankunft und Eingewöhnung der 2006 in Polen geborenen Wölfe in Münster verliefen ruhig. Schon nach der ersten Nacht im Stall durften die fünf Schwestern die Freianlage kennen lernen. Als sie aufgeregt jeden Winkel erkundeten, kam es jedoch zu einer Streiterei. Hierbei bekräftigte die Alpha-Wölfin gegenüber der rangniedrigsten Schwester ihre Position - was mit einer Verletzung am Hinterbein der schwächeren endete. Besucher sollten auf die Stellung des Schwanzes achten, dann erkennen sie leicht, wer die Nummer 1 ist: Die Alpha-Wölfin trägt ihre „Rute“ meist waagerecht, während die Omega-Wölfin den Schwanz zwischen den Hinterbeinen hindurch fest an den Unterleib presst.

    Zum Frühjahr gehören Jungtiere! Neben den „Stars“ im Allwetterzoo wie dem Nashornmädchen „Ebun“ oder dem Gorillaknaben „Thabo“ hat sich in den letzten Wochen bereits neuer Nachwuchs eingestellt. So kam im Januar ein Zebrafohlen auf die Welt und bei den Wasserböcken und den Prinz-Alfred-Hirschen wurden im Februar Jungtiere geboren. Gleich fünffacher Nachwuchs stellte sich im Februar und März bei den Bennettkängurus ein. Hier muss man genau hinschauen, denn die Kleinen bewohnen noch Mutters Beutel...

    Um Küken aufziehen zu können, müssen einige Bewohner in und auf der Großflugvoliere noch eine Weile brüten. In der Anlage errichteten zwei Gänsegeierpaare und ein Mönchsgeierpaar ihre Horste, auf dem Dach ließen sich Weißstörche nieder. Etliche dieser „Freiflieger“ brüten seit Jahren im Allwetterzoo, doch kamen in diesem Frühjahr wieder neue Paare dazu. Ihre Horste finden sich auch auf zwei Eichen im Kinder- und Pferdepark, hoch über den Elefanten oder im Afrikapanorama. Die derzeit häufig davonfliegenden bzw. landenden Störche so nah zu sehen, ist ein besonderes Erlebnis für viele Zoobesucher!

    (30.03.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Der Allwetterzoo präsentiert sich in der Galeria Kaufhof:
    Kuriose Geschichten aus der Tierarztpraxis - "Wunderwelt kleiner Arten" unter dem Mikroskop

    Am Freitag (26.3.) macht Tierarzt Carsten Ludwig statt in der Praxis im Allwetterzoo von 13.30 bis 15.30 Uhr "Visite" in der Galeria Kaufhof in Münster.
    In seinem Gepäck befinden sich diverse Instrumente und spannende Exponate. Carsten Ludwig wird natürlich in dem Kaufhaus keine Tiere behandeln, weiß aber kuriose Geschichten aus dem Tierarztalltag in einem Zoo zu berichten und beantwortet gern Fragen.

    Ab 11 Uhr können kleine und große Besucher sich außerdem mit einem Mikroskop beschäftigen, betreut von Biologen aus der Forscherwerkstatt im Zoo. Der Informationsstand des Zoos, an dem auch gemalt werden darf, befindet sich im dritten Obergeschoss.


    (25.03.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Ausstellung im Allwetterzoo:
    Shopping für den Regenwald - Tipps und Tricks, wie der Wald voll Affen bleiben kann

    Für unseren Konsum werden Jahr für Jahr riesige Flächen ursprünglichen Regenwaldes vernichtet. Es geht aber auch anders!
    Wie, zeigt unsere Ausstellung "Shopping für den Regenwald", die wir passend zum "Internationalen Jahr der Biodiversität" eröffnen.

    In multimedialer Form zeigen wir in unserem Menschenaffenhaus, welche Folgen unser aller Konsum von Palmöl, Soja, Rindfleisch und Garnelen für die Natur hat und wie Bodenschätze ausgebeutet werden. Ein Satellit überträgt permanent aktuelle Bilder von Waldrodungen auf einen Monitor.
    Der Besucher erfährt, dass er mit unkritischem Konsumverhalten den Regenwald und somit den Lebensraum von Affen und unzähligen anderen Tieren zerstört. Gleichzeitig geben wir Tipps, was man als Konsument tun kann, um den Regenwald und dessen Ressourcen nachhaltig zu schützen.

    Zur Ausstellungseröffnung am

    Donnerstag, 25. März, 14 Uhr, im Menschenaffenhaus

    haben wir Gäste und Medienvertreter eingeladen.

    Nach der Begrüßung durch Zoodirektor Jörg Adler sprechen Bürgermeisterin Karin Reismann sowie Michael Radau, der Vizepräsident des Einzelhandelsverbandes NRW, Grußworte.

    Über das Thema "Zoo und Nachhaltigkeit" referiert anschließend Dr. Alex Rübel, der Direktor des Zoos Zürich, dem wir das Konzept der Ausstellung verdanken.

    (25.03.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Das Geburtshaus Münster wird Pate zweier Weißstörche im Allwetterzoo

    Auch wenn nur ganz kleine Kinder noch an den „Klapperstorch“ glauben, liegt es doch nahe, dass ein Geburtshaus den Weißstorch zum Patentier wählt. Damit es mit dem Kinderkriegen in Münsters Osten noch besser klappt, übernimmt das Geburtshaus in Wolbeck sogar die Patenschaft für zwei Störche. Genau genommen handelt es sich um Weißstörche, die hoch über der Pferdeanlage im Allwetterzoo ihren Horst haben. Die beiden sind so genannte Freiflieger und keine Zootiere. Dennoch kommt der Zoo für den Großteil ihres Futters auf. Die beiden „Adebare“ haben nämlich schon vor etlichen Jahren begriffen, dass das Futterangebot im Zoo das ganze Jahr über ausreichend ist. Sie begeben sich nicht mehr auf den beschwerlichen Flug nach Afrika, sondern bleiben einfach in Münster. Deshalb ist der Zoo auch dankbar für die Spende, die mit einer Patenschaft für die beiden Störche verbunden ist.
    (17.03.2010)
    Michael Mettler:   Und der Präparator hat dem Amsterdamer Quagga Kunstaugen mit runden Pupillen verpasst - das passt schon mal GAR nicht...
    (18.02.2010)
    Mel:   Das bezog sich jetzt auf das Berliner Exponat.
    (18.02.2010)
    Mel:   Interessant, ist den bekannt was für ein Ersatzschädel verwendet wurde? Wenn ich das jetzt so lese, und mit den Fotos und meinen Erinnerungen an den Besuch letzten Jahres würde ich ja auf nen Zebraschädel tippen...hatte irgendwie die Form von einem Bergzebra....
    (18.02.2010)
    WolfDrei:   Welch edler Quaggakopf - sicherlich eine Nachpräparation, denn vor über 100 Jahren hat man noch "Stopfpräparate" im echten Sinne gemachte, keine Gipskern, die dann bezogen wurden. Dazu zum letzten "Berliner Quagga" im Berliner Naturkundemuseum. Das Tier verendete, als es mit dem Stirn/Nasenbein gegen eine Eisenstange rannte. Daß das ausgestellte Exemplar als "Knochen-Kopfbasis" eien anderen Schädel bekanm, merkte man bei einer sehr späten Inventur der Schädelsammlung, als man den echten Schädel mit dem Knochenbruch fand.
    (18.02.2010)
    Allwetterzoo Münster:   ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa. 

    Vom 11. Februar bis zum 25. Juli 2010 ist im Pferdemuseum im Zoo eine sehenswerte Ausstellung über zoologische Gärten zu sehen.
    Bei den Besucherzahlen stellen zoologische Gärten Museen und Theater in den Schatten. Sie bieten Erholung, Unterhaltung und sind nicht zuletzt lehrreich. Nirgendwo sonst kommt man Tieren so nahe wie im Zoo. Zoologische Gärten zeigen aber weit mehr als nur Tiere, moderne Zoos haben sich die Erhaltung bedrohter Tierarten auf die Fahnen geschrieben. Jetzt kommen die Zoos ins Museum: Die Ausstellung „ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa“ greift die Geschichte der Zoos auf vom ersten Tiergarten 1752 in Wien über den 1875 gegründeten Westfälischen Zoologischen Garten zu Münster bis hin zu Medienstars wie dem Eisbären „Knut“.

    Die Ausstellung verdeutlicht, welche Entwicklung die Zoos in den letzten rund 150 Jahren genommen haben. Sie konkurrierten zunächst darum, möglichst viele ausgefallene Tiere zu zeigen bis hin zur Präsentation von Menschen aus fernen Ländern in Völkerschauen. Seitdem hat sich das Selbstverständnis der Zoos stark verändert - und diese Entwicklung wird mit 140 Objekten aus drei Jahrhunderten veranschaulicht. Das älteste Exponat ist der 1802 erschienene Zooführer über die Tiere der Schönbrunner Menagerie. Einzigartig ist die Dermoplastik des vor über hundert Jahren ausgestorbenen Quaggas, einer Unterart des Steppenzebras. Es starb 1883 im Zoo von Amsterdam. Für Hollywood-Glamour sorgt der Original-Oscar, den der Zoodirektor und Tierfilmer Bernhard Grzimek für seinen 1959 gedrehten Dokumentarfilm „Serengeti darf nicht sterben“ erhielt.

    Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Westfälischen Pferdemuseums Münster und des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo.

    Weitere Informationen unter http://www.hippomaxx-muenster.de/deutsch/sonderausstellung.php?navid=7

    Themenbereiche der Ausstellung

    - Von der Menagerie zum wissenschaftlichen zoologischen Garten
    - Zoos in Westfalen
    - Berühmte Zootiere
    - Wie kommt das wilde Tier in den Zoo? - Fangmethoden und Tiertransporte
    - Berufsfeld Zoo
    - Zooarchitektur
    - Der Zoo heute
     
    Ausstellungskino

    Filmvorführungen über den alten münsterschen Zoo , Tierfang in Afrika und die Besucherlieblinge „Knut“, „Antje“ und „Ebun“ runden die Themen der Ausstellung ab.

    Öffnungszeiten

    Die Ausstellung ist vom 10. Februar bis 25. Juli 2010 im Pferdemuseum im Allwetterzoo zu sehen. Das Museum ist täglich von 9 bis 16 Uhr, im März bis 17 Uhr, ab April bis 18 Uhr geöffnet.

    Buch zur Ausstellung

    „ZooGeschichte[n]. Wilde Tiere für Europa.“

    Herausgegeben von Verena Burhenne im Auftrag des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Begleitbuch zur Wanderausstellung des Westfälischen Pferdemuseums und des LWL-Museumsamtes für Westfalen in Kooperation mit dem Allwetterzoo Münster, Münster 2010, 171 durchgängig farbige Seiten, 177 Abbildungen, 13 Euro.

    Das Buch ist im Westfälischen Pferdemuseum und bei den sieben nachfolgenden Stationen käuflich zu erwerben. Es kann auch über das LWL-Museumsamt bestellt werden (zuzüglich 2,00 € Portokosten).

    Landschaftverband Westfalen-Lippe, LWL-Museumsamt für Westfalen, 48133 Münster

    museumsamt@lwl.org

     

    Film zur Ausstellung

    „Ein Elefant, eine Moschee und ein unwieser Professor“ - Geschichten aus Münsters altem Zoo. Spielzeit ca. 30 Minuten (Hauptfilm und ein Bonusfilm), Schwarz-Weiß und Farbe, DVD, Preis 14,90 Euro. Bezug: Im Museumsshop des Westfälischen Pferdemuseums, im LWL-Medienzentrum für Westfalen oder im Buchhandel.

     
    Das Foto zeigt den Kopf der Dermoplastik, die während der Ausstellung zu sehen ist.
    (18.02.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Das Gorillakind „Claudia“ aus dem Allwetterzoo ist wohlbehalten in Stuttgart eingetroffen

     

    Sehr ruhig und entspannt verlief für das Gorillakind „Claudia“ die erste Autofahrt seines Lebens. Die halbjährige Tochter der am 17. Januar im Allwetterzoo gestorbenen „Gana“ wurde am Freitag in die Gorillakinderstube des Stuttgarter Zoos Wilhelma gebracht. Problemlos war am frühen Morgen schon die Trennung von „Fatima“, mit der „Claudia“ seit dem Tod ihrer Mutter zusammen gelebt hatte. Vor der Abfahrt bestimmte das Gorillamädchen allerdings eine „Regieänderung“ mit Nachdruck: Sie wollte partout nicht in die für sie bestimmte Transportbox, obwohl diese mit Wolldecken dick gepolstert war. Also nahm Revierleiterin Bärbel Uphoff die Kleine kurzerhand auf den Arm.

     

    Chauffiert wurde „Claudia“ von Zoodirektor Jörg Adler persönlich, der die Mitarbeiter im Allwetterzoo telefonisch auf dem Laufenden hielt. Zwar waren die Wetterbedingungen nicht optimal, doch das Gorillamädchen war die ganze Fahrt über ruhig und zufrieden. Sie saß auf dem Schoß von Bärbel Uphoff und „pinkelte ihr die Hose voll“, wie Adler berichtete. Anscheinend hatte „Claudia“ Spaß an der Reise, schaute aus dem Fenster und freute sich über den Schnee. Unterwegs gab es mehrmals Bananenstückchen und das Fläschchen. Daran, dass ein Mensch sie füttert, hatte das Gorillakind sich schon in den Tagen vor dem Tod der Mutter gewöhnt.

     

    Um 13 Uhr erreichte „Claudia“ wohlbehalten den Stuttgarter Zoo. Hier wurde sie herzlich von den Tierpflegerinnen in der Gorillakinderstube aufgenommen. Auch wenn man im Allwetterzoo traurig ist über den Abschied von „Claudia“, ist man doch gewiss, dass sie in der Wilhelma bestens aufgehoben ist und sich ebenso gut entwickelt wie ihre Schwester „Mary Zwo“. „Ganas“ erste Tochter lebt seit Juli 2007 in Stuttgart.
    (29.01.2010)
    Klaus Schüling:   „Claudia“ bleibt nicht im Allwetterzoo Münster:

    Die Tochter der toten Gorillamutter „Gana“ zieht in die Kinderstube des Stuttgarter Zoos um

     

    Am 17. Januar starb im Allwetterzoo Münster die weithin bekannte Gorillamutter „Gana“. Zurück blieb ihre halbjährige Tochter „Claudia“. Anfangs bestand berechtigte Hoffnung, die Kleine in Münster behalten zu können. Doch leider hat sich die 37 Jahre alte „Fatima“ nicht von der Tante in eine Ersatzmutter verwandelt. „Claudia“, die schon vor dem Tod ihrer Mutter an das Fläschchengeben durch die Tierpfleger gewöhnt war, geht es zwar augenscheinlich gut. Doch sicher fehlt es ihr an der mütterlichen Zuwendung, die Gorillakinder in den ersten Lebensjahren brauchen. Außerdem scheint „Fatima“ nicht die notwendige Verantwortung für „Claudia“ zu übernehmen, damit die münstersche Gorillagruppe wieder zusammen geführt werden kann.

     

    Ein enger sozialer Kontakt ist für Gorillas äußerst wichtig. Und der fehlt nun sowohl „Fatima“ als auch „Claudia“. Beide sind derzeit von der Gorillagruppe getrennt, da „Fatima“ die noch unsichere „Claudia“ nicht vor den Rüpeleien des zweijährigen „Thabo“ schützen würde. Damit „Fatima“ nicht länger getrennt von den übrigen Gorillas leben muss und „Claudia“ altersmäßig passende Spielgefährten findet, wurde der Umzug nach Stuttgart beschlossen. Der Niederländer Jan Vermeer, Gorilla-Experte und Mitglied im EEP-Komitee des europäischen Zooverbandes für Gorillas, unterstützt diese Entscheidung. Er wird sich zudem dafür einsetzen, dass die Gorillagruppe in Münster demnächst durch ein erfahrenes Weibchen verstärkt wird.

     

    Am kommenden Freitag wird nun „Claudia“ von Zoodirektor Jörg Adler und Revierleiterin Bärbel Uphoff nach Stuttgart gebracht. Dort ist man auf das Gorillakind gut vorbereitet und wird es ebenso fürsorglich pflegen wie „Mary Zwo“. Die ältere Schwester „Claudias“ war „Ganas“ erste Tochter. Sie lebt seit Juli 2007 in der Gorilla-Kinderstube des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart.
    (27.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Boot 2010

    Auf der weltweit größten Wassersportmesse BOOT 2010, die am letzten Samstag in Düsseldorf eröffnet wurde, ist eine beleuchtete Delfininstallation zu sehen. Das eindrucksvolle Werk zeigt alle fünf Flussdelfinarten in halber Lebensgröße. Präsentiert wird die Installation vom Tiergarten der Stadt Nürnberg, dem Delphinarium im Allwetterzoo, der Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA e.V. und dem Weltverband der Zoos und Aquarien WAZA. Die BOOT und damit auch die Delfininstallation kann bis zum 31. Januar besucht werden.

    Der erste Vorsitzende von YAQU PACHA, Dr. Lorenzo von Fersen, zu den Hintergründen: „Wir wollen für die biologische Artenvielfalt werben. Aufgrund ihres Charismas sind Delfine, in diesem Fall die stark bedrohten Flussdelfinarten, dafür besonders gut geeignet.“ YAQU PACHA unterstützt bereits seit 1998 Wissenschaftler aus Boot 2010
    Brasilien mit dem Ziel, die dort lebenden Flussdelfine zu retten. Sowohl Lorenzo von Fersen als auch die Biologin und Delfintrainerin Sandra Isenberg aus dem Delphinarium Münster betreuen die Ausstellung und stehen für Fragen zu Delfinen und deren Schutz zur Verfügung.

    Flussdelfine kommen nur in Asien und Südamerika vor. Insgesamt gibt es fünf Arten, von denen vier ausschließlich in Flüssen leben. Doch Flussdelfine sind stark bedroht: die zunehmende Wasserverschmutzung, riesige Fischereinetze, der Bau von Staudämmen sowie die gezielte Tötung sind nur einige der Gefahren, denen die Tiere täglich ausgesetzt sind. Der Chinesische Flussdelfin, der Baiji-Delfin, gilt seit November 2006 als ausgerottet. 

    Der Tiergarten Nürnberg, das Delphinarium Münster, die WAZA und die am Tiergarten ansässige Artenschutzgesellschaft YAQU PACHA e.V. unterstützen mit dem Auftritt auf der BOOT zugleich das von den Vereinten Nationen ausgerufene „Internationale Jahr der biologischen Vielfalt“. Die Auftaktveranstaltung für das UN-Jahr am 11. Januar in Berlin nutzten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Achim Steiner, Leiter des UN-Umweltprogramms sowie Pate der Nürnberger Eisbärin „Flocke“, dazu, mehr Anstrengungen gegen das Artensterben zu fordern.


    www.yaqupacha.org

    www.deadline-online.net

    Unser Foto zeigt die Delfininstallation auf der BOOT.
    (26.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Inventur im Zoo:
    Wussten Sie, dass es im Zoo Schrägsteher gibt? Oder Bülbüls, Jassanas und Acouchis? Wenn Sie mit diesen Namen nicht sofort Fische, tropische Vögel oder kleine Säugetiere verbinden, macht das nichts. Schrägsteher kann man im Aquarium bewundern, ebenso wie Fuchsgesichter oder Vieraugen. Bülbüls und Jassanas sind Vögel, die im Tropenhaus des Zoos leben. Hier sind auch die Acouchis zu finden. Das sind Säugetiere, die mit den Meerschweinchen verwandt sind. Im Allwetterzoo gibt es aber noch viel mehr Tiere mit merkwürdigen Namen. Man muss nur einmal die Tierinventur zur Hand nehmen. Da finden sich unter den Wirbellosen ein Hübscher Knallkrebs oder zehn Exemplare Affenhaar. Es gibt Gundis, Gaure, Lachende Hänse und Schreckliche Blattsteiger. Und endlos lange Namen wie Längsstreifen-Borstenzahndoktorfisch.

    Insgesamt 2.962 Tiere in 301 Arten weist die Inventurliste per 31. Dezember 2009 auf. Der letzte Tag im Jahr ist der Stichtag, zu dem ein Zoologischer Garten den handelsrechtlichen Erfordernissen entsprechend eine Inventur durchführen muss. Gezählt werden Schrauben, Besen, Zoobücher und eben auch Tiere. Allerdings werden die Zoobewohner nur zahlenmäßig und mit einem festgelegten Gesamtwert erfasst. Die Tierinventur ist Bestandteil des Wirtschaftsberichtes, den die Zoo GmbH ihren Gesellschaftern aushändigt. Die Tierinventur ist aber auch Arbeitsgrundlange beispielsweise für den Kurator, der für den gesamten Tierbestand verantwortlich ist. Und sie ist interessant für Zoofans, die ganz bestimmte Tiere sehen wollen. Der Allwetterzoo veröffentlicht seine Tierinventur in den jährlich einmal erscheinenden Zoonachrichten und erstmalig auch zum Download als pdf-Dokument unter www.allwetterzoo.de.

    Überraschungen erlebt der Zoo beim Zusammenstellen der Inventurliste natürlich nicht. Sämtliche Veränderungen im Tierbestand werden zeitnah erfasst, egal ob es Geburten sind oder neue Tiere, Todesfälle oder Abgaben an andere Zoos. Die zum Jahresende ermittelte Zahl gilt dann für das folgende Jahr als Tierbestand für den Allwetterzoo, obwohl sich schnell etwas ändern kann. Die Liste nennt noch sechs Flachlandgorillas; denn mitgezählt wurde das Weibchen „Gana“, das am 17. Januar starb. Genau so gut tauchen in der Liste aber auch bislang „unsichtbare“ Tiere auf, elf Türkei-Stachelmäuse nämlich. Sie waren schon im letzten Jahr in Münster eingetroffen, verbrachten einige Wochen in der Quarantänestation und bezogen erst Mitte Januar ein eigens für sie umgestaltetes Terrarium außen am Tropenhaus.

    Die Tierinventur gibt auch Auskunft über Tiere, die der Allwetterzoo in anderen Zoos und Institutionen eingestellt hat bzw. umgekehrt. So leben von den zahlreichen in Münster geborenen Geparden derzeit zehn als „Leihgaben“ in Zoos in Portugal, den Niederlanden oder Eberswalde. Die Einstellungen erfolgten im Rahmen des Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramms (EEP). Genauso sorgen 20 Brillenpinguine „made in Münster“ in der Schweiz oder in Polen für Nachwuchs. Nach Münster kamen über das EEP beispielsweise fünf Asiatische Elefanten aus dem Tierpark Hagenbeck oder drei Borneo-Orang-Utans aus Köln, Berlin und Duisburg. Die eingestellten Tiere bleiben auf dem Papier im Besitz des fremden Zoos, leben aber auf Dauer im Allwetterzoo, um sich hier möglichst fortzupflanzen.

    Zusammenfassung des Tierbestands im Allwetterzoo per 31. 12. 2009:

    610 Wirbellose in 46 Arten

    1.068 Fische in 80 Arten

    37 Amphibien in 8 Arten

    91 Reptilien in 23 Arten

    502 Vögel in 72 Arten

    541 Säugetiere in 61 Arten

    2.849 Tiere in 290 Arten

    nach auswärts eingestellt

    18 Reptilien in 9 Arten

    43 Vögel in 11 Arten

    52 Säugetiere in 20 Arten

    113 Tiere in 11 zusätzlichen Arten


    Gesamt: 2.962 Tiere in 301 Arten
    (26.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Erleichterung im Allwetterzoo:

    Fatima kümmert sich um das Gorillakind Claudia
    Ein erster Obduktionsbefund liegt vor

    Nach dem Tod des Gorillaweibchens „Gana“ am letzten Sonntag ist die Sorge um deren Tochter „Claudia“ etwas geringer geworden. Seit heute ist klar, dass sich die 37jährige „Fatima“ um das mutterlose Gorillakind kümmert. „Fatima“ galt ohnehin als Freundin von „Gana“ und war mit ihr bis auf die letzten beiden Tage auch stets zusammen. Das zweite Weibchen in Münster, die 13jährige „Changa-Maidi“, hatte sich zwar anfangs der kleinen „Claudia“ angenommen, schien aber letztlich überfordert. Zudem erwies sich ihr zweijähriger Sohn „Thabo“ als zu rüpelhaft im Umgang mit der zarten „Claudia“.

    Derzeit bewohnen „Fatima“ und „Claudia“ die Gänge hinter der Gorilla-Anlage im Menschenaffenhaus des Zoos. Das scheint beengt zu sein, dient aber auch „Claudias“ Sicherheit. Die Kleine klettert schon sehr gut. Von ihrer Mutter wurde sie immer wieder zurück geholt, wenn sie sich in zu luftige Höhe begeben hatte. Ob die Adoptivmutter „Fatima“ so umsichtig ist, muss sich erst noch erweisen. Erst einmal ist man im Zoo froh, dass „Fatima“ diese Rolle übernommen hat. Sie kommt auf Zuruf der Pfleger nach unten, damit „Claudia“ mehrfach am Tag ihr Fläschchen bekommen kann. Immerhin lebt „Fatima“ seit 1975 in Münster und ist vor allem mit Revierleiterin Bärbel Uphoff seit Jahrzehnten vertraut. Wenn die Entwicklung weiterhin so positiv verläuft, sollen „Changa“ und ihr Sohn stundenweise mit „Fatima“ und „Claudia“ zusammengelassen werden und künftig auch mit dem Vater.

    Der Körper von „Gana“ wurde heute morgen von Tierarzt Carsten Ludwig in das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen zur Obduktion gebracht. Er hat am Nachmittag telefonisch den ersten Befund mitgeteilt. Demnach gibt es offensichtliche Veränderungen in „Ganas“ Gehirn, die zum Tod geführt haben und nicht therapierbar waren. Die Ursache für diese Veränderungen ergeben hoffentlich weitergehende Untersuchungen.
    (18.01.2010)
    Holger Wientjes:   Sehr schade ! Irgendwie hat MS, trotz der mehrmaligen Zucht, immer noch Pech mit seinen Gorillas. Kopf hoch !!!
    (18.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Das Gorillaweibchen „Gana“ ist tot

    „Gana“, die 12jährige Gorillamutter im Allwetterzoo Münster, starb in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Noch bevor es überhaupt eine greifbare Diagnose über die schwere Erkrankung von „Gana“ gab, fand Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen, das Gorillaweibchen bei Dienstbeginn leblos im Gehege vor. „Claudia“, die Tochter von „Gana“, lag noch auf ihrer Mutter.

    Zum Abschiednehmen ließen die Pfleger die beiden anderen Weibchen „Fatima“ und „Changa“ samt ihrem Sohn „Thabo“ zur toten „Gana“. Lediglich „N’Kwango“, der Vater des Gorillanachwuchses, wurde ausgeschlossen, weil seine Reaktionen nicht abzuschätzen waren. „Changa“ kümmerte sich sofort um die halbjährige „Claudia“ und nahm sie an sich. Etwa ab 11 Uhr begann das Weibchen allerdings, der toten „Gana“ die Tochter auf den Körper zu legen. Deshalb wurde die Gruppe wieder getrennt, um „Ganas“ Körper zu bergen. Das Gorillaweibchen wird nun obduziert, weil es auch nach ihrem Tod äußerst wichtig ist, die Ursache ihrer Erkrankung festzustellen. (Wo „Gana“ obduziert wird, steht derzeit noch nicht fest.)

    „Claudia“, dem im August 2009 geborenen dritten Kind von „Gana“, geht es zum Glück gut. Sie wird bereits seit etwa 10 Tagen von den Tierpflegern mit Babynahrung aus einer Nuckelflasche gefüttert. Anfangs trank sie noch bei der Mutter, doch seit gestern nimmt das 2,8 Kilogramm wiegende Gorillakind die gesamte Tagesmenge per Flasche zu sich, das sind etwa 300 ml Milch. Während „Ganas“ CT-Untersuchung am vergangenen Freitag (mehr dazu weiter unten) war sie das erste Mal in der Obhut eines Tierpflegers, der sie während „Ganas“ Abwesenheit warm hielt.

    Man hofft im Allwetterzoo sehr, dass „Claudia“ in Münster bleiben kann. Die beiden anderen Weibchen, allen voran „Changa“, scheinen sich um sie kümmern zu wollen - und „Claudia“ wird hoffentlich bald begreifen, dass ihre Mutter nicht mehr zurückkehrt. Dann wird sie auch die „Adoptivmütter“ akzeptieren. Derweil haben die Pfleger für „Ersatzwärme“ gesorgt und „Claudia“ Plüschtiere mit integrierter Wärmeflasche angeboten.

    Zur Vorgeschichte:
    „Gana“ wurde zum Jahreswechsel auffällig. Sie zeigte eine zunehmende Schwäche sowie Erbrechen und Appetitlosigkeit. Als der Zustand der Gorillamutter zur Gefahr für ihre halbjährige Tochter wurde, hatte Zoodirektor Jörg Adler Ärzte des UKM um Hilfe gebeten. „Gana“ wurde daraufhin am 4. Januar von einem Spezialistenteam unter der Leitung von Prof. Dr. Hugo Van Aken, dem Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, untersucht. Eine Ultraschalluntersuchung, eine Endoskopie des Magens und Röntgenaufnahmen führten lediglich zu der Diagnose, dass sie an einer Unterfunktion des Verdauungsapparates litt. „Gana“ bekam Medikamente gegen die Darmträgheit und Cortison. Unter dessen Wirkung erholte sie sich etwas, zeigte wieder Appetit und kümmerte sich um ihre Tochter, bis es ihr ab Donnerstag, 14. Januar, deutlich schlechter ging.

    Weil es Anzeichen dafür gab, dass „Gana“ eventuell an einem Gehirntumor litt, untersuchten am Donnerstag zwei Humanmediziner den Augenhintergrund des Gorillaweibchens, stellten aber keinen erhöhten Schädelinnendruck fest und schlossen einen großflächigen Tumor aus. Weil somit immer noch keine eindeutige Diagnose für „Ganas“ Erkrankung vorlag, wurde sie am Freitag, 15. Januar, zur Computer-Tomografie (CT) in die Tierklinik Hochmoor in Gescher gebracht. Die CT-Aufnahmen sollten über das Wochenende von darauf spezialisierten Humanmedizinern untersucht werden. Jetzt kann leider nur noch eine Obduktion Aufschluss über „Ganas“ Erkrankung geben.

    Zoodirektor Jörg Adler, der derzeit Urlaub hat und nicht in Münster ist, tut es unendlich leid, „dass die aufopferungsvolle Pflege und das große medizinische Engagement für ‚Gana’ nicht den so sehr gewünschten Erfolg hatte“. Er teilt die Trauer, den Kummer und vielleicht auch die Enttäuschung der Tierpfleger im Menschenaffenhaus. Leider sind die Möglichkeiten der Behandlung eines schwer erkrankten Menschenaffen eingeschränkt und der Krankheitsverlauf von „Gana“ ließ nur eine geringe Hoffnung auf Genesung. Jetzt gilt die gesamte Aufmerksamkeit des Teams im Allwetterzoo „Ganas“ Tochter, die nach Möglichkeit in der Gorillagruppe bleiben soll. Neben dem Zooteam dankt Jörg Adler allen anderen an den Untersuchungen von „Gana“ beteiligten Personen, allen voran den Humanmedizinern des Universitätsklinikums Münster. Einige der Ärzte haben sich sogar in ihrer Freizeit für „Gana“ engagiert!
    (17.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Gorilla „Gana“ im Allwetterzoo ist weiterhin sehr krank:

    Trotz zahlreicher Untersuchungen gibt es immer noch keine eindeutige Diagnose

     

    Das Gorillaweibchen „Gana“ wurde heute zu einer speziellen Untersuchung in die Tierklinik Hochmoor in Gescher gebracht. Nachdem sie seit Jahresbeginn offensichtlich krank war (mehr zur Vorgeschichte weiter unten), hatte sie sich unter der Wirkung von Kortison etwas erholt, wurde aber seit Mittwochnachmittag zunehmend schwächer. Ihr Zustand verschlechterte sich am Donnerstag dramatisch. Sie erschien apathisch und völlig kraftlos. Das ging so weit, dass ihr ohne Narkose eine Infusion gelegt werden konnte. Hierdurch wird ihr die notwendige Flüssigkeit zugeführt, rund drei Liter am Tag. Einige äußere Anzeichen deuten auf einen Tumor im Kopf des Gorillaweibchens hin. Sie zeigt beispielsweise Koordinierungsprobleme hauptsächlich des rechten Arms und das typische „Vorbeigreifen“ an Gegenständen. Um dieser Vermutung nachzugehen, untersuchten zwei Ärzte des Universitätsklinikums Münster (UKM) „Gana“ am 14. Januar erneut. Durch die Untersuchung des Augenhintergrundes konnte ein erhöhter Schädelinnendruck und damit ein großflächiger Tumor ausgeschlossen werden. Eine eindeutige Diagnose war jedoch nicht möglich.

     

    Am gestrigen medizinischen Einsatz des UKM im Allwetterzoo waren Prof. Dr. Holger Busse, der Direktor der Klinik für Augenheilkunde, und Dr. Hendrik Freise von der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin beteiligt. Der Zoo dankt für die erneute und äußerst wertvolle Hilfe durch die Humanmediziner.

     

    Die letzte Chance, eventuell eine Ursache für „Ganas“ Erkrankung zu finden, war die Tierklinik Hochmoor. Dort sollte eine Computer-Tomografie (CT) Aufschlüsse geben. In die Tierklinik Hochmoor wurde „Gana“ sediert gefahren, begleitet vom Anästhesisten Dr. Hendrik Freise und Carsten Ludwig, dem Tierarzt des Allwetterzoos. Auch Dr. Dirk Wewers, der Kurator des Zoos und Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen und seit Jahren mit „Gana“ vertraut, fuhren mit nach Hochmoor. Eskortiert wurde der Transport von der Polizei, um das kranke Gorillaweibchen so schnell wie möglich und ohne verkehrsbedingte Störungen nach Hochmoor zu bringen. Hierfür dankt der Zoo der münsterschen Polizei.

     

    „Gana“ hat die Untersuchung und die Fahrt gut überstanden und befindet sich jetzt wieder in ihrer gewohnten Umgebung im Allwetterzoo, vereint mit ihrer Tochter. Doch leider gibt es derzeit keine eindeutige Diagnose. Die CT-Bilder werden noch von Humanmedizinern ausgewertet. Mit einem Ergebnis ist frühestens am Montag zu rechnen. Im Zoo hat man die Hoffnung, dass sich dadurch doch noch ein Ansatz für eine Therapie ergibt.

     

    Zur Vorgeschichte:

    „Gana“ wurde zum Jahreswechsel auffällig. Sie zeigte eine zunehmende Schwäche sowie Erbrechen und Appetitlosigkeit. Der Zustand der Gorillamutter wurde zur Gefahr für ihre im August 2009 geborene Tochter „Claudia“. Deshalb hatte Zoodirektor Jörg Adler Ärzte des UKM um Hilfe gebeten. „Gana“ wurde daraufhin am 4. Januar von einem Spezialistenteam unter der Leitung von Prof. Dr. Hugo Van Aken, dem Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, untersucht. Eine Ultraschalluntersuchung, eine Endoskopie des Magens und Röntgenaufnahmen führten lediglich zu der Diagnose, dass sie an einer Unterfunktion des Verdauungsapparates litt. „Gana“ bekam Medikamente gegen die Darmträgheit und Kortison. Unter dessen Wirkung erholte sie sich etwas, zeigte wieder Appetit und kümmerte sich um ihre Tochter, bis es ihr ab Donnerstag deutlich schlechter ging.

     

    „Ganas“ Tochter „Claudia“ geht es den Umständen entsprechend immer noch gut. Sie hat sich mittlerweile an das Zufüttern von Babymilch durch die Pfleger gewöhnt. Das halbjährige Gorillamädchen nimmt inzwischen sogar den größten Teil der notwendigen Nahrung auf diese Weise zu sich, trinkt aber auch noch an der Mutterbrust. Im Allwetterzoo hat man die Hoffnung, dass „Claudia“ in Münster bleiben kann. Sie muss allerdings vom Rest der Gruppe akzeptiert und idealerweise von „Changa“ oder „Fatima“ adoptiert werden. Dieses Vorgehen wurde mit dem Koordinator des Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramms abgestimmt. Sollte der Versuch misslingen, „Claudia“ allein und ohne Mutter in die Gruppe zu integrieren, bleibt als zweite Lösung der Umzug in die Gorilla-Kinderstube im Stuttgarter Zoo „Wilhelma“. Hier wächst auch schon „Ganas“ erste Tochter „Mary Zwo“ heran.
    (15.01.2010)
    Klaus Schüling:   Die allgemeine Diskussion über Delfinhaltung bitte nicht an dieser Stelle wiederaufwärmen!
    (10.01.2010)
    Michael Amend:   @Uli. Wie meinen Sie das ? Er hat das "Delphinarium" überstanden ? Das heißt, er wird das Ihrer Meinung nach sehr schlimm empfunden haben, dort zu leben, sehe ich das richtig ? Hmm, ich behaupte mal, Delphinariengegner empfinden Delphinarien weitaus schlimemr als deren Bewohner selbst, "Paco" hat schließlich ein repsktables Alter erreicht, ohne Selbstmord begannen zu haben.

    Münster, ein toller Zoo, obwohl auch dort Primaten eingesperrt werden, allen voran Menschenaffen ? Delphinahaltung abzulehen, die Haltung von Menschenaffen aber zu befürworten, widerspricht sich meiner Meinung nach.

    (10.01.2010)
    Ulli:   Ansonsten ist Münster ein toller Zoo - Affen !!
    (10.01.2010)
    Ulli:   @Michael Amend : na, die Haltung im Delphinarium
    (10.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Hoher Besuch für Nashörnchen „Ebun“: Der TV-Moderator Markus Lanz besucht sein Patenkind!

    Das Nashörnchen im Allwetterzoo war erst gut vierzehn Tage alt, da hatte es schon einen bundesweit bekannten Paten! Markus Lanz stellte das Jungtier in seiner ZDF-Talkshow Anfang Oktober vor - und war so begeistert vom „Hörnchen“, dass er spontan die Patenschaft übernahm. Auch den Namen des Jungtiers, „Ebun“, verkündete Lanz per TV. Die Zuschauer hatten online über die Namensvergabe abgestimmt - und entschieden sich für „Ebun“, was „Glück“ bedeutet. Sehr zur Freude von Lanz, denn der aus dem Afrikanischen stammende Name war der Favorit des Moderators.

    Nun wird Markus Lanz endlich sein Patenkind persönlich kennen lernen! „Ebun“ profitierte allerdings schon seit Wochen von seinem Patengeschenk, einem großen Sack afrikanischer Heilerde. Damit pflegten die Tierpfleger die Nashornhaut. Leider ist „Ebun“ mit ihren mittlerweile mehr als 200 Kilogramm Gewicht nicht mehr so umgänglich, dass Markus Lanz sich als „Hautpfleger“ betätigen könnte. Doch am Samstag, den 9. Januar um 14.00 Uhr darf er beim Fläschchen-Geben hautnah dabei sein.

    (08.01.2010)
    Michael Amend:   @Uli. Was hat "Paco" überstanden ?
    (07.01.2010)
    Jennifer Weilguni:   Was bin ich froh, dass ich es 2009 doch endlich mal nach Münster geschafft habe und Paco noch erleben durfte. Und an dem Tag an dem ich dort zu Gast war hatte der kleine Opa sogar Lust und Freude daran am Training mitzumachen.
    Als Erinnerung hier eines der Bilder die ich von ihm geknipst habe. Schade, dass wir nun so schnell keine Sotalias mehr zu Gesicht bekommen werden. Vieleicht auch niemals wieder.
    (07.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Führungen durch den Allwetterzoo:
    Neues Konzept - geänderte Termine

    Seit vielen Jahren lädt der Allwetterzoo regelmäßig einmal in der Woche Zoobesucher zu speziellen Führungen ein. Die Themen sind vielfältig und bieten Rundgänge zu Affen, Tierkindern oder Tieren Afrikas. Auch der Artenschutz im Zoo, das Tarn- und Warnverhalten oder das Familienleben von Tieren stehen bei den Führungen hin und wieder im Mittelpunkt. Nachdem die Führungen bislang an jedem Freitagnachmittag durchgeführt wurden, finden sie ab 2010 an jedem zweiten Samstagnachmittag statt. Der erste geführte Rundgang im neuen Jahr beginnt am 9. Januar um 14 Uhr und führt zu den Tieren des Dschungels. Vorgestellt werden beispielsweise Vögel, Echsen oder Affen, die ihre Heimat in tropischen Wäldern haben und im Allwetterzoo in warmen Häusern leben. Treffpunkt für den 1,5-stündigen Rundgang ist bei den Nasenbären. Zoobesucher mit einer Eintrittskarte können kostenlos teilnehmen. Der nächste Rundgang am 23. 1. wird zu den Raubtieren im Allwetterzoo führen. Das komplette Programm der nächsten Wochen finden Interessierte unter www.allwetterzoo.de.
    (07.01.2010)
    Holger Wientjes:   Auf der einen Seite natürlich (mal wieder) schade, dass eine interessante Art aus unseren Breiten verschwindet. Auf der anderen Seite hat er ja ein gesegnetes Alter erreicht, da darf man dann auch irgendwann mal "die Bühne verlassen".
    Hatte ja noch das Glück ihn zuletzt im Oktober zu sehen !
    (07.01.2010)
    Ulli:   Zum Tod von "Paco" - er hat es überstanden
    (07.01.2010)
    Oliver Jahn:   Die Vogelflughalle in Landau war mal ein Pflanzenschauhaus und in diesem wurden von 1977 bis April 1978 drei Delphine gehalten, die dort mit ihrem Trainer einzogen. Sie wurden dann nach Neunkirchen abgegeben.
    (06.01.2010)
    Hannes Lüke:   Wirklich? Wie wurden die gehalten? Gibts davon Bilder?
    (06.01.2010)
    Michael Amend:   @Sacha. Sotalias gabs übrigens auch mal in Landau, no Joke, aber lange vor meiner Zeit....
    (06.01.2010)
    Sacha:   @Michael Amend: Danke. Den (resp. die, den bei meinem Besuch waren es noch 2) Tonina habe ich noch rechtzeitig geknipst:)
    (06.01.2010)
    Michael Amend:   @Sacha. Kleiner Tipp, vielleicht anstelle von Münster schnell noch nach Duisburg fahren, da gibts auch noch einen"Der letzte seiner Art"....Schade um Paco.
    (06.01.2010)
    Sacha:   Und wieder ist die (europäische) Zoowelt um eine Art ärmer...
    Dabei hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen, ihn noch zu fotografieren, da mir die Art bislang fehlte... Sehr schade.
    (06.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Das Delphinarium im Allwetterzoo Münster trauert um den Delfin-Opa „Paco“

    Am Mittwoch, 30. Dezember, starb der Sotalia-Delfin „Paco“. Ursache war altersbedingtes Herz-Kreislaufversagen, wie jetzt die Obduktion ergab. „Paco“ wurde von seinen Betreuern liebevoll als „Opa“ bezeichnet, denn die 40 Jahre Lebensalter des Delfins könnten mit mehr als 100 Jahren bei einem Menschen gleichgesetzt werden. „Paco“ war seit Langem weltweit der einzige Sotalia-Delfin außerhalb von Südamerika. Im Delphinarium Münster galt er als wichtiger Botschafter für seine bedrohten Artgenossen. Mit „Paco“ verlor das Delphinarium eine Tierpersönlichkeit, um die nicht nur Trainerinnen und Trainer, sondern auch viele Besucher trauern.

    Mit seinen 40 Jahren hatte „Paco“ einen Altersrekord für diese Delfinart aufgestellt. Normalerweise erreichen kleine Delfinarten wie Sotalia-Delfine ein Höchstalter von etwa 30 Jahren. Sotalia-Delfine (Sotalia fluviatilis) können nur noch mit viel Glück an der Ostküste von Südamerika beobachtet werden. Sie sind leider akut von der Ausrottung bedroht. Das Delphinarium Münster setzt sich daher schon seit 1992 mit der Gesellschaft „Yaqu Pacha e.V.“ für den Schutz wasserlebender Säugetiere und deren Lebensräume in Südamerika ein.

    www.yaqupacha.de

    (06.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   Große Sorge um „Gana“:

    Gestern wurde die Gorillamutter im Allwetterzoo Münster von Spezialisten des UKM untersucht

    Im Allwetterzoo Münster machten sich Zoologen und Tierpfleger zum Jahreswechsel um das Gorillaweibchen „Gana“ große Sorgen. Die 12jährige „Gana“ war seit Tagen krank, zeigte eine zunehmende Schwäche sowie Erbrechen und Appetitlosigkeit. „Ganas“ Zustand schien mehr und mehr zur Gefahr für ihr im August 2009 geborenes Kind „Claudia“ zu werden. Deshalb bat der Zoodirektor den Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Münster, Prof. Dr. N. Roeder, einmal mehr um Hilfe. Nach Klärung aller hygienischen und technischen Aspekte und mit Unterstützung der Abteilung Logistik des UKM wurde „Gana“ gestern von einem Expertenteam verschiedener Kliniken des UKM während einer knapp dreistündigen Narkose im Allwetterzoo untersucht.

    Der Direktor der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Prof. Dr. H. Van Aken und Oberarzt Dr. B. Ellger sowie der Internist und Gastroenterologe Prof. Dr. H. Schmidt und Oberarzt Dr. P. Baier führten eine Ultraschalluntersuchung, eine Endoskopie des Magens und Röntgenaufnahmen durch. Als Ursache für das Krankheitsbild von „Gana“ diagnostizieren sie eine akute Unterfunktion des gesamten Verdauungsapparates. Noch unter der Narkose konnte durch Medikamente die Darmtätigkeit wieder angeregt werden. Weitere Behandlungen werden nach Auswertung der vorliegenden Befunde festgelegt.

    Während der gesamten Dauer der Untersuchung kümmerte sich die zweite Gorillamutter im Allwetterzoo zur Erleichterung des Zooteams um „Ganas“ fünf Monate alte Tochter „Claudia“, das Patenkind der ARD-Wetterfrau Claudia Kleinert. „Changa-Maidi“  trug „Claudia“ mit sich umher und achtete darauf, dass ihr eigener zwei Jahre alter Sohn „Thabo“ seiner Halbschwester gegenüber nicht zu aufdringlich wurde. Am Ende der Behandlung konnten die Pfleger der noch narkotisierten „Gana“ ihre Tochter wieder auf den Bauch legen. Schnell fand „Claudia“ auch die vertraute Nahrungsquelle und trank noch während des Aufwachens der Mutter.

    Das Zooteam und die Mediziner hoffen nun, dass „Gana“ schnell wieder zu Kräften kommt und ihre Tochter „Claudia“ sich weiterhin so prächtig entwickeln kann. Großer Dank gilt der Leitung und den verantwortlichen Ärzten des UKM für die wichtige und schnelle Hilfe. Im zu Ende gegangenen internationalen „Jahr des Gorillas“ zeigten die Ärzte ein großes Herz für die akut von der Ausrottung bedrohten „sanften Riesen“.

    (05.01.2010)
    Allwetterzoo Münster:   „Weihnachtskind“ mit Panzer:

    Im Allwetterzoo Münster schlüpfte eine seltene Schildkröte aus dem Ei

    Elmar Meier staunte nicht schlecht über eine winzig kleine „Weihnachtsüberraschung“, die er in einem Terrarium im Allwetterzoo entdeckte. Genau genommen in einem Terrarium im „Internationalen Zentrum für Schildkrötenschutz“ (IZS) in der BioCity im Zoo. Hier leben etliche hoch bedrohte „Panzerträger“, die zum großen Teil im Freileben ausgerottet wurden. Über Nachzuchten freut sich der Schildkrötenexperte, der die Station ehrenamtlich betreut, regelmäßig. Aber nun wurde er ausgerechnet am Heiligen Abend von einem völlig unerwarteten Schlupf überrascht. Aus dem feuchten Laub eines Terrariums kroch eine soeben geschlüpfte McCords Scharnierschildkröte. Das Ei hatte Elmar Meier wohl übersehen, denn normalerweise entfernt er die Gelege und gibt sie in einen Behälter mit einem speziellen Substrat. Hierin werden sie mit der entsprechenden Temperatur und Luftfeuchtigkeit künstlich erbrütet.

     

    Nun ist das erste Mal eine Schildkröte auf natürliche Weise geschlüpft! Dem Experten zeigt dieser gelungene Schlupf, dass die Lebensbedingungen für die hoch bedrohten Schildkröten im IZS optimal sind. „Die kleine Weihnachtskröte ist für mich ein Hoffnungszeichen“, sagt Elmar Meier; denn die ehemals in China beheimatete McCords Scharnierschildkröte gilt dort mittlerweile als ausgerottet. Im Allwetterzoo freut man sich sehr über das seltene „Weihnachtskind“. Das Foto der soeben geschlüpften McCords Scharnierschildkröte hat Hans-Dieter Philippen dem Zoo zur Verfügung gestellt. Als Chefredakteur einer Reptilienzeitschrift und Vorstandsmitglied zahlreicher internationaler Gremien, die sich dem Schutz von Schildkröten widmen, besucht er häufig das IZS im Allwetterzoo.
    (28.12.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Kardiologen aus der UKM trafen Jane Goodall im Allwetterzoo

    Im Frühjahr 2009 erkrankte im Allwetterzoo der Schimpanse “Karl”, das Oberhaupt der Schimpansenfamilie. Als kaum noch Hoffnung auf eine Heilung bestand, rief Zoodirektor Jörg Adler im Universitätsklinikum an und bat (nicht zum ersten Mal) um Hilfe. Die kam sofort in Gestalt zweier Kardiologen und eines Anästhesisten.

    Gemeinsam mit der Zootierärztin konnten die Spezialisten aus dem Klinikum eine lebensbedrohliche Herzschädigung diagnostizieren. Da es für Schimpansen aber keine Intensivstation gibt, begannen die Mediziner mit einer langfristigen medikamentösen Therapie. Und sie hatten Erfolg, “Karl” ist wieder fit und erfreut sich seines “zweiten” Lebens.

    Jane Goodall, die legendäre Schimpansenforscherin und “Grand Dame” des globalen Artenschutzes, dankte anlässlich eines Aufenthaltes in Münster den beiden Kardiologen Prof. Klaus Thiemann (li.) und OA Dr. Jörg Stypmann persönlich für deren Einsatz zur Rettung eines Schimpansenlebens. Die UN-Friedensbotschafterin J. Goodall nannte diesen Einsatz beispielhaft für das Engagement von Menschen für unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, die dem Menschen nicht nur anatomisch so ähnlich sind, sondern auch in ihrer Psyche.

    (23.12.2009)
    Holger Wientjes:   Herzlichen Glückwunsch nach MS zur Auszeichnung !!! Schöne Anerkennung für geleistete Arbeit !
    (16.12.2009)
    Thomas Schröder:   Nachwuchs bei de Guerezas; 22.11. und 4.12. geboren.
    Auch die Sakis haben wieder ein Jungtier, geboren am 12.12.
    Das alte Gepardengehege (zuletzt Minischweine) ist komplett abgerissen worden, nur das Haus steht noch. Es scheint mir so, als entstünde keine neue Tierhaltung, sondern vielleicht eine Erweiterung des (bisher sehr kleinen) Spielplatzes vor dem Delphinarium.
    (16.12.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Höchste Auszeichnung für die Artenschutzprogramme des Allwetterzoos in Vietnam

    Seit knapp 20 Jahren engagiert sich der Allwetterzoo Münster für den Schutz bedrohter Tierarten in Vietnam. Schon mehrfach wurden die Projekte des münsterschen Zoos und seiner Partner im Norden des Landes durch die zuständigen Behörden als besonders wertvoll für den Naturschutz in Vietnam bewertet. Nun erfuhr dieses Engagement eine besondere Würdigung. Zoodirektor Jörg Adler, der Initiator der Artenschutzprogramme des Allwetterzoos, erhielt den vietnamesischen „Orden für Frieden und Freundschaft zwischen den Völkern“, die höchste vietnamesische Ehrung für Ausländer. Adler nahm diese Auszeichnung nach eigenen Worten stellvertretend für das Team des Zoos und dessen Gesellschafter entgegen. Botschafter Rolf Schulze äußerte anlässlich eines Empfanges in der Deutschen Botschaft in Hanoi, dass er „die seltene Verleihung dieses Ordens auch als eine Ehre für die Bundesrepublik Deutschland betrachtet“ und sagte dem Allwetterzoo jede weitere Unterstützung für dessen Aktivitäten in Vietnam zu. Besonders erfreut zeigte sich der Botschafter über das jüngste Projekt aus Münster, die Kooperation von Zoo und Stadtwerken zum Erhalt von Regenwaldgebieten in Nordvietnam (siehe www.Stadtwerke-münster.natürlich.de). Wenige Tage vor der Auszeichnung wurde bei den hoch bedrohten Goldkopflanguren in der Halong-Bucht in Nordvietnam ein weiteres Baby geboren, laut Adler „die schönste Bestätigung für diese Ehrung und für unser Engagement in Vietnam“.

    (16.12.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Neu: Jetzt gibt es einen Webshop für Ebun-Artikel!

    Produkte mit dem Nashornbaby-Motiv sind ab sofort online erhältlich.

    Jeder Kauf unterstützt den Bau des geplanten Elefanten-Badebeckens im Allwetterzoo Münster.

    Vom T-Shirt über den Rucksackbeutel bis zur Tasse: Nashornbaby-Freunde aus aller Welt können ab sofort Ebun-Artikel über das Internet bestellen. Unter www.shop.nashornbaby-allwetterzoo.de  wird eine Vielfalt an Fanprodukten angeboten.

    „Viele Freunde von Ebun fragen uns, ob es kleine Andenken zum Nashornbaby gibt. Mit dem Webshop haben nun alle die Möglichkeit, ungebunden von Ort und Zeit einzelne Fanprodukte zu kaufen“, sagt Stefanie Heeke, Marketingassistentin des Allwetterzoos. Mit dem Shop wolle der Allwetterzoo die Online-Welt erweitern, die mit der Microsite von Ebun, Facebook und Twitter ins Leben gerufen wurde.

    Die Produkte zum Nashornbaby bieten jedem Tierliebhaber zudem die Möglichkeit, das Schöne mit dem Guten zu verbinden. Mit jedem Kauf einer Tasse oder eines Shirts werden automatisch 50 Cent für den geplanten Bau eines Badebeckens für Elefanten gespendet.

    Die Fans des mehr als zwei Monate alten Nashörnchens finden unter den Produkten Shirts und Sweatjacken für Kinder und Teens sowie Rucksackbeutel in unterschiedlichen Größen und Farben. Darüber hinaus gibt es rote Keramiktassen, die für kurze Zeit auch in einer limitierten Weihnachtsedition zu haben sind.

    (04.12.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Pilotprojekt in Münster: Bürger heizen dem Klima ein!

    Das Erdgas-Klimaschutzprojekt der Stadtwerke Münster und des Allwetterzoos Münster

    Die Münsteraner sind an Umwelt- und Klimaschutzthemen sehr interessiert. Jetzt wird den Bewohnern der „Klimahauptstadt“ die bundesweit bislang einmalige Gelegenheit geboten, es im Winter schön warm zu haben und gleichzeitig etwas für das Weltklima zu tun. Im Rahmen des Erdgas-Klimaschutz-Projektes der Stadtwerke Münster und des Allwetterzoos Münster wird für jede verbrauchte Kilowattstunde ein Stückchen Regenwald geschützt!

    Heizen mit Erdgas ist zwar relativ umweltschonend, weil bei der Verbrennung weniger Kohlendioxid entsteht als bei anderen Energieträgern. Doch insgesamt tragen wir Europäer mit unserem Heizverhalten stark zur Klimaerwärmung bei. Der Schutz von Regenwäldern gilt als wirksame Klimaschutzmaßnahme; denn Regenwälder binden besonders viel schädliches Kohlendioxid. Deshalb lag es für die Stadtwerke Münster nahe, sich auf einen Klimaschutz-Vorschlag von Zoodirektor Jörg Adler einzulassen. Ein Vorbild fand Adler in Landau. Dort kompensiert ein Funbad seinen Kohlendioxid-Ausstoß durch die finanzielle Unterstützung für ein Regenwald-Schutzprojekt des Landauer Zoos.

    Anders als in Landau, wo eine einzelne Einrichtung in den aktiven Klimaschutz eingebunden ist, können sich in Münster die Bürger einbringen. Sie zahlen 0,25 Cent brutto mehr pro verbrauchter Kilowattstunde - und die Stadtwerke Münster schützen mithilfe des Zoos den Regenwald auf der Insel Cat Ba in Vietnam, und zwar unabhängig davon, wie viele Bürger sich für das Klimaschutz-Erdgas entscheiden. Die Stadtwerke gehen mit einem Betrag von 42.000 Euro in Vorleistung. Im fernen Vietnam werden die Maßnahmen von der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V. (ARA) begleitet und dokumentiert. Vom Allwetterzoo aus wird auf Cat Ba schon seit Langem ein Projekt zum Schutz der äußerst bedrohten Goldkopflanguren betreut. Mit Hilfe der Stadtwerke und hoffentlich zahlreicher Münsteraner haben die seltenen Affen künftig noch bessere Chancen auf Erhaltung ihres Lebensraumes.

    Das münstersche Erdgas-Klimaschutzpaket stößt nicht nur lokal und bundesweit auf großes Interesse, sondern auch international. In Münster engagiert sich Götz Alsmann für das Projekt. Der prominente Musiker bezeichnet die Kombination von Kohlendioxid-neutralem Erdgas, Regenwald- und Artenschutz als „das Trio des Jahres“. Ein Umweltpolitiker wird das Projekt sehr bald im Bundesumwelt-Ministerium vorstellen. Es könnte ein deutsches Signal für die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember sein! Und Simon Stuart, Chairman der Species Survival Commission der IUCN (Weltnaturschutz-Union), bezeichnete das münstersche Projekt als großartig! Er wünscht sich Nachahmer in der ganzen Welt, denn auch mit vielen kleinen Schritten können wir unser Klima verändern und damit Tiere vor der Ausrottung bewahren.

    Zoodirektor Jörg Adler wird übrigens am 30. November für das münstersche Engagement in Vietnam mit dem höchsten Staatsorden geehrt, den die vietnamesische Regierung einem Ausländer verleihen kann. Er empfängt die „Medal for peace and friendship among the nations“. Diese Auszeichnung soll auch als behördliche Anerkennung der bisherigen Artenschutzprojekte gesehen werden und ist wichtig für die geplanten Bemühungen um die Erhaltung des Regenwaldes auf Cat Ba.


    Links: http://www.araonline.de/    http://www.iucn.org
    Foto: junger Goldkopflangur / Jörg Adler, Allwetterzoo
    (27.11.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Geburtstag im Allwetterzoo Münster:
    Schimpanse „Kalli“ wird am 18. November 30!

    Am 18. November 1979 begann für Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen im Allwetterzoo Münster, eine harte Zeit, die zwei Jahre währen sollte. An diesem Tag vor dreißig Jahren hatte die Schimpansin „Lilly“ ein Jungtier zur Welt gebracht und keinerlei Interesse an ihm gezeigt. Hätte Bärbel nicht eingegriffen, wäre das Neugeborene verhungert. Doch die erfahrene „Affenmutter“ nahm den kleinen Schimpansenjungen in ihre Obhut und versorgte ihn wie schon andere Artgenossen zuvor. Sie fütterte „Karlchen“ mit der Flasche, windelte ihn und trug ihn im Tragetuch eng am Körper, selbst beim Einkaufen. 

    Zwei Jahre lang wohnte „Karlchen“ nachts in der Wohnung von Bärbel Uphoff, am Tage begleitete er sie in den Zoo. Dadurch lernte der kleine Schimpanse seine Artgenossen kennen. Und das ist, so vermutet Bärbel, auch der Grund dafür, dass aus dem kleinen „Karlchen“ ein starker Schimpansenmann geworden ist, der Boss der heute zehnköpfigen Gruppe im Allwetterzoo. „Kalli“, wie Bärbel ihn liebevoll ruft, war der letzte Schimpanse, der in Münster von Menschen aufgezogen werden musste. Sein Vater war „Moritz“, der gemeinsam mit seinem Halbbruder „Max“ auf Bärbel Uphoffs Arm die Eröffnung des Allwetterzoos am 2. Mai 1974 erlebt hat. Inzwischen ist „Kalli“ selber mehrfacher Vater. 

    30 Jahre sind eigentlich noch kein Alter für einen Schimpansen, doch macht „Kalli“ seit einiger Zeit sein Herz zu schaffen. Spezialisten des Universitätsklinikums Münster wurden deshalb vom Zoo um Rat gefragt. Sie haben nach einer aufwändigen Untersuchung eine Therapie für den Schimpansen festgelegt, die ihm das Leben gerettet hat. „Karlchens“ Herzklappenfehler wird mit Hilfe von Wirkstoffen behandelt, die auch in der Humanmedizin üblich sind. Seine tägliche Medikamentenration schluckt er vorzugsweise mit Pflaumenmus. Im Allwetterzoo hofft man sehr, dass „Kalli“ noch viele Jahre als Boss der Schimpansengruppe erleben wird!
    (17.11.2009)
    Michael Mettler:   Wenn der Draht nicht mal ein Elektro-Draht war, finde ich ihn als Absperrung fahrlässig...

    @IP66: Begehbare Gräben bei Huftieren bergen dann aber je nach Bauweise teilweise die Gefahr des Ausrutschens (z.B. durch regennasses Gras) und der Möglichkeit unerlaubten Fütterns durch die Zoobesucher, was die Tiere erst recht an den Graben bindet. Auch das Konzept des steilwandigen Grabens funktioniert nur so lange gut genug, wie nicht auf der Grabensohle (die zur Abfederung von Stürzen oder Sprüngen normalerweise aus tiefem Sand oder feinem Kies besteht) leckeres Grünzeug wächst oder Stress einzelne Bewohner zum Sprung in den schützenden Graben lockt.

    Ist übrigens noch eine Frage, wie abseits von Todesfällen "Unfall" überhaupt definiert wird. Fließt ein Tier, das unabsichtlich in einen Graben gerät und sich nicht verletzt, genauso in eine Statistik ein wie eines, das absichtlich hinunterspringt oder -steigt und sich dabei einen Schaden zuzieht? Hätte sich der Giraffenbulle in Münster beim Verlangen nach Laub gegen den rückwärtigen Zaun gelehnt und dieser hätte aus irgendwelchen Gründen nicht standgehalten, wäre es vermutlich genauso zum Sturz gekommen, mit oder ohne Beinbruch.
    (12.11.2009)
    IP66:   Ich hatte die Kante in Münster nicht so sturzgrabenartig in Erinnerung. Ich denke, daß viele Unfälle auch dadurch entstehen, daß ein Tier bei einem Fehltritt nicht auf eine mehr oder weniger angeschrägte Fläche gerät, sondern sofort stürzt. Insofern sind die begehbaren Gräben, wie man sie auch beim duisburger Menschenaffenkai oder im krefelder Urwaldhaus verwendet hat, vielleicht die sicherere Variante, bergen allerdings das Risiko des dauerhaften Aufenthaltes der Gehegebewohner. Pflgen die Arche-Ideologen nicht den Leitsatz, daß sich ein Tier aus dem Blickfeld der Besucher zurückziehen können sollte?
    (12.11.2009)
    krümmel:   Zum Sturz des Giraffenbullen bibt es noch eine andere Version, der zur Folge der Unfall ein willkommener Anlaß der damaligen Zooleitung war, gegen das ungeliebte Drachenfest zu argumentieren.
    Tatsächlich hat sich nach dem Unfall ein Besucher gemeldet, der gesehen hat, dass sich der Bulle gegen einen Draht gelehnt hatte, um an Laubwerk zu gelangen - bis der Draht riß.
    (12.11.2009)
    Michael Mettler:   @Hannes Lüke, als Antwort auf die Frage im Frankfurt-Thread: Dieses Foto aus den ZOO-NACHRICHTEN 1/82 zeigt nicht nur die originale Abgrenzung der Giraffenanlage (also kein U-Profil, wie ich vermutete), sondern auch den Grund dafür, dass die Springböcke von der Anlage genommen wurden: Sie hielten sich lau Begleittext mehr im Graben als auf dem "Plateau" auf, blieben damit für Besucher oft unsichtbar und richteten Trittschäden an der Böschung an.

    Der Unfall des Giraffenbullen ereignete sich laut ausführlicher Dokumentation im Jahresbericht im Juli 1988. Auslöser des Fehltrittes, der zu einem Sturz mit Beinbruch und nachfolgender Einschläferung führte, war höchstwahrscheinlich ein Lenkdrachen über dem Zoogelände. Als indirekte Unfallursache wird genannt, dass der Bewuchs der Grabenböschung inzwischen teilweise über die Betonkante des Geheges hinausragte, so dass diese für die Tiere nicht mehr als Grenzlinie erkennbar war. Der Bulle glitt an der Betonkante aus. Zum Zeitpunkt des Unfalls bestand die Anlage seit 14 Jahren.

    Zur Umgestaltung des Grabens hieß es in einer späteren Ausgabe: "Wir hatten uns danach (gemeint ist der Unfall) geschworen, durch eine bauliche Änderung solche schlimmen Unfälle in Zukunft auszuschließen." Besagte Änderung - nämlich die heute noch bestehende Grabenverfüllung - wurde allerdings erst über zweieinhalb Jahre nach dem Unfall durchgeführt, und zwischendurch war längst ein neuer Bulle geholt worden. Die fragliche Betonkante gibt es allerdings auch am weitgehend verfüllten Graben noch heute.

    Die beiden Jahresberichte für 1988 und 1991 erwähnen "einige" bzw. "zahlreiche" Giraffenunfälle in anderen deutschen Zoos an Trockengräben, leider ohne nähere Angaben. Mal sehen, ob ich in den JB anderer Zoos etwas darüber finde, der Kreis der deutschen Giraffenhalter vor 1988 ist ja überschaubar, und manche Zoos haben erst spät von Zaun auf Graben umgestellt (Zoo Berlin z.B. erst Anfang der 80er).
    (12.11.2009)
    Holger Wientjes:   Danke erstmal für die ganzen Infos ! So erfährt man auch über Zoos, die man eigentlich seit Jahrzenten kennt, immer noch was Neues !
    (06.11.2009)
    IP66:   Die so sorgsam zusammegestellte Liste von Haltungsaufgaben spiegelt meines Erachtens den Artenschwund, wie man ihn ab 1980 in vielen Zoos beobachten konnte. Es mag sein, daß man in Münster zur Zooeröffnung besonders viele Arten zeigen wollte und dadurch die Zahl der aufgegebenen Formen steigerte, doch konnte man auch in Köln oder Duisburg verschiedene Tiger- und Leopardenformen nebeneinander sehen.
    Dabei scheint mir nicht jeder der Allwetterzooneubauten auf eine besondere Artenfülle hin geplant worden zu sein: Für Großkatzen gab es ja viele Möglichkeiten, aber bei den Niederaffen, Kleinkatzen oder gar Vögeln blieben die Ausstellungsmöglichkeiten eher bescheiden.
    (05.11.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntag, 8. November, 15 bis 16 Uhr:

    Premiere im Allwetterzoo: 100 Schwarze Schafe singen „Swing low“

    100 Schwarze Schafe werden am kommenden Sonntag, 8. 11., im Zoo „Swing low“ und andere schöne und bekannte Gospel wie „Amazing grace“ oder „Oh when the saints“ vortragen. Die Schafe sind natürlich Sängerinnen und Sänger und besser bekannt als „God’s Black Sheep Münster“. Das Besondere an diesem Chor ist, dass er sich Jahr für Jahr nach den Sommerferien neu formiert, um Gospel einzustudieren und im Rahmen von Konzerten in Kirchen oder Sälen vorzutragen. Im dritten Projektjahr gibt es erstmals eine Vorpremiere im Freien. Der Grund: Auch im Zoo leben schwarze Schafe und für eines hat der Chor die Patenschaft übernommen. Da lag es nahe, einen Besuch beim Patentier und der offiziellen Übergabe der Patenurkunde durch Zoodirektor Jörg Adler mit einem Auftritt zu verbinden. Das Konzert findet ab 15 Uhr auf dem Landoisplatz statt und dauert etwa eine Stunde.
    (05.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Da lag ich mich meiner Vermutung gar nicht so schlecht, da man die Tiefe des Geheges immer noch sehen kann.

    (05.11.2009)
    Klaus Schüling:   @zum Schild:
    Das müsste doch der ganz linke der Außenanlagen sein - da erhielt in den 80ern der Tiger sein Gnadenbrot.
    Kleinkatzen haben da nie gesessen.

    Ich habe das nie von hinten gesehen, aber so wie ich das verstanden habe, ist die Degu-Vitrine eingebaut worden, um für das recht nervöse Jaguarweibchen einen Schlaf/Wurfbereich zu schaffen.
    Zuvor war hier genauso wie links (jetzt Flughunde) und rechts auf gleicher Tiefe ein Innenquartier.
    Ob als Zwischenwand für diese insgesamt vier Innenbereiche nebeneinander eine Wand stand (2/2) oder nur Gitter (also 4 uniforme große Käfige) weiß ich auch nicht mehr.
    (05.11.2009)
    Michael Mettler:   Zwischenergebnis nach ein wenig Blättern in alten Zooführern und Jahresberichten: Im Zooführer von 1976, von dem bis 1979 zwei Nachauflagen erschienen, sind für das Löwenhaus noch Karakals erwähnt, und die Panther saßen laut Plan im Haus für "kalte Katzen". Die Zooführer der 80er und frühen 90er Jahre geben keinen Aufschluss darüber, ob es außer den Katzen noch Kleingetier im Löwenhaus gab oder welchen Zweck der Raum der heutigen Deguvitrine damals erfüllte.

    Die Pumas wurden 1980 abgegeben, um mehr Platz für die Persischen Leoparden zu haben. Ozelots kamen 1982 in den Bestand, gleichzeitig wurde bereits die dreiköpfige Gruppe der schwarzen Panther aufgelöst und das letzte Tier daraus 1983 abgegeben. Mit der Haltung der Asiatischen Goldkatze wurde 1985 begonnen, zunächst nur 1,0, dem 1986 0,1 folgte.
    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   Wie ist eigentlich das nebenstehende Schild an den Außenkäfigen zu verstehen? Saßen da tatsächlich vorher Kleinkatzen (Welche?) unmittelbar neben den Löwen?
    (04.11.2009)
    Holger Wientjes:   War die heutige Deguvitriene zuvor ein einsehbarer Käfig oder befand sich dort eine abgeschottete Wurfbox dahinter ?
    Und was befand sich in dem Bereich den zwischenzeitlich die erst später zum Besatz gehörenden Ozelots und Goldkatzen und heute komplett die Goldkatzen besitzen ?
    Immerhin müssten ja je zwei Käfige für Löwen, Tiger, Jaguare und vermutlich Panther vorhanden gewesen sein ?
    (04.11.2009)
    Hannes Lüke:   Die jaguare waren doch immer in den beiden Gitterkäfigen die nun die Löwen zusätzlich haben.
    (04.11.2009)
    Thomas Schröder:   2003 starb das letzte jaguarweibchen. meines erchtens sind degus und flughunde aber schon mindestens seit ende der 90er jahre im katzenhaus!?
    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Dafür mache ich mir die Listen doch schließlich auch ;-)

    Ein wenig quer gelesen in den Münsteraner ZOO-NACHRICHTEN: Tod des Bengaltigerkaters 1984, Tod der Katze 1986, im selben Jahr als Zugang mindestens 0,1 Asiatische Goldkatze (und übrigens auch Umzug der Nilflughunde aus der Tropenhalle ins Elefantenhaus, wie ich zufällig nebenher las).

    Degus und Erdmännchen bzw. Flughunde dürften wohl erst ins Löwenhaus gekommen sein, als auch die Jaguarhaltung beendet wurde?
    (04.11.2009)
    IP66:   Ich kann mich erinnern, daß die Tigerfreianlage in der kalten Katzenabteilung zur Eröffnung mit acht Exemplaren der Amur-Form besetzt wurde, von denen ein Teil aber lediglich von einem Händler "gemietet" worden waren. Insofern halte ich die Unterbringung von Bengaltigern in diesem Bereich, wie sie der Zooführer erwähnt, für unwahrscheinlich, zumal ich mich an die Form im Löwenhaus auch noch erinnern kann.
    An die Nutzung der Gibboninsel dagegen fehlt mir jeder Erinnerung. Ich könnte mir aber vorstellen, daß aufgrund der hohen Flutwände die Unfallgefall dort besonders groß gewesen ist, weil ein abgestürztes Tier nicht wieder auf die Insel zurückgelangen konnte. Jedenfalls kenne ich keine andere Gibbonanlage mit einer so hohen Uferbefestigung, und der andere Grund für die Beendigung solcher Inselhaltungen, nämlich das Erjagen von kostbarem Teichgeflügel, scheint mir in Münster nicht zuzutreffen, weil es sich bei dem Gewässer um die Aa handelt.
    (04.11.2009)
    Holger Wientjes:   Danke für die Infos ! Für was solche Besuchslisten Jahre später doch noch gut sind... ! ;-)
    Also müssten die Goldkatzen zwischen ´84 und ´86 Einzug gehalten haben !

    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   Mein Erstbesuch in Münster war erst 1984, aber selbst dafür finde ich in meiner Besuchsliste noch den Bengaltiger (Stückzahlen habe ich mir nie notiert). Weitere Katzenarten 1984: Löwe, Jaguar, Ozelot, Persischer Leopard, Amurtiger. Dazu noch Nordluchs und Gepard, aber die waren ja nicht in den beiden fraglichen Häusern untergebracht. Beim nächsten Besuch 1986 dann kein Bengaltiger mehr, dafür die Asiatische Goldkatze.
    (04.11.2009)
    Holger Wientjes:   @Klaus: Das bringt ja schon etwas Licht in die Geschichte ! :-) Danke !
    Wäre prima, wenn Du dich wegen des genauen Erstbesatzes nochmal schlau machen könntest !
    Vor allem würde mich interessieren, was vorher in den Käfigen lebte, die später dann für die Degus und Erdmännchen/Flughunde umgebaut wurden.
    Die Surikaten kenne ich auch nur aus der alten Krokodilaussenanlage (waren die jemals draussen ?) am Tropenhaus. Wusste überhaupt nicht, dass die mal im Löwenhaus waren !

    @Michael M.: Jetzt, wo Du´s sagst, meine ich, dass die Artzugehörigkeit der Gibbons schonmal irgendwo hier diskutiert worden ist. Also die "Ungkas" waren eigentlich Borneo-Gibbons und die/der Silbergibbon kam später (wann ?) hinzu ?
    (04.11.2009)
    Sacha:   @Klaus: Im Löwenhaus (oder Haus für warme Katzen) waren bestimmt ein oder sogar zwei Bengaltiger. Ich habe ihn/sie selbst (irgendwann zwischen 1978 und 1981) dort gesehen.

    Flughunde über den Krokodilen? Hat das funktioniert oder sind viele Flughunde im Magen der Krokodile gelandet?
    (04.11.2009)
    Klaus Schüling:   Einen der beiden Ungka-Gibbons hat 1974 für 800 DM mein Vater gestiftet. Lange haben die aber auf der Insel nicht gesessen. Dafür aber lange da, wo jetzt die Varis sind. Das Paar hat mehrmals nachgezogen und ging am Ende nach Mallorca, wenn ich mich richtig erinnere.
    Auf der Insel gab es wohl noch eine kurze Episode mit Kattas (oder so), aber sein rund 30 Jahren wächst die Insel zu.
    Ich kann einmal versuchen, den Erstbesatz des Raubtierhauses herauszubekommen.
    Ich bin mir nicht sicher, aber es hat mal geheißen, dass das Werbekonzept des Allwetterzoos von einer Karlsruher Firma gemacht wurde, darunter auch der erste Führer mit Archivbildern, die nicht im Zoo entstanden seien.
    Wie auch immer, ich würde den Angaben in diesen ersten Auflagen nicht trauen.
    Ich glaube, da saß noch einige Zeit ein Bengaltiger im Raubtierhaus (warme Katzen).
    Die Flughunde und Degus kamen viel später.
    Die jetzige Flughund-Anlage wurde mit den Kunstfelsen für Erdmännchen hergerichtet - mit nur wenigen cm Sandeinstreu eine ziemlich dämliche Idee.
    Man könnte auch sagen, dass sich das leider nicht bewährt hat, und die Erdmännchen dann zum Tropenhaus in die ehemalige Nilkrokodil-Außenanlage (!)gekommen sind und die Nilflughunde aus dem Elefanten- ins Raubtierhaus.
    Einige Flughunde hingen auch kurzzeitig über den Krokodilen, aber das ist eine andere Geschichte.
    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Die besagten Gibbons aus dem Landois-Zoo wurden zeitweise als Ungkas gedeutet und sind somit identisch mit den Borneo-Gibbons bzw. deren Mischlingen.
    (04.11.2009)
    Holger Wientjes:   Habe jetzt auch nochmal in alten Führern gestöbert.
    Also im 74er Führer werden, wie MM schon sagte, die Sib. Tiger dem Löwenhaus (mit Warmstallungen) und die Bengalen dem Haus für "Kalte Katzen" (mit offenen Käfigen) zugeordnet. Könnte auch nur ein Fehler im Heft sein. Der nächste Führer in meiner Sammlung (´81) und die darauffolgenden, erwähnen die beiden UA für das jeweils andere Haus.
    Die Pumas scheint es nicht allzu lang gegeben zu haben. An sie kann ich mich in MS auch überhaupt nicht mehr erinnern.
    Kann auch sein, dass bei der Eröffnung der genaue Besatz noch gar nicht hundertprozentig feststand und die irreführenden Informationen im ersten Führer so zu erklären sind ?!
    Ab ´82 werden für das Löwenhaus erstmals Ozelots erwähnt. Der nächste mir vorliegende Jahrgang ist leider erst wieder der von 1990. Hier findet man dann auch die Goldkatzen.
    Vom Ursprungsbesatz des Löwenhauses scheint also nur noch der Löwe selbst geblieben zu sein.
    Beimletzten Besuch stellte sich aber auch die Frage wann die Flughunde und Degus dort Einzug hielten und was für Katzen früher in ihren heutigen Gehegen/Vitrienen lebten.

    An die Gibbons auf besagter Insel kann ich mich ebenfalls überhaupt nicht mehr erinnern. Die müssten dort dann auch recht schnell "ausgezogen" sein (Ende 70er/Anfang 80er ? Für ´81 wird bereits die Haltung von Ungkas im Menschenaffenhaus erwähnt). Gab es dort Unfälle ??
    Auf den Lageplänen bis mind. ´82 ist die Insel im Kanal auch eingezeichnet (allerdings ohne Tiersymbol bzw. Kennzeichnung als Gehege), während sie, obwohl ja noch vorhanden, zumindest seit 1990 fehlt.


    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   @Thomas Schröder: Und von letzteren kamen dann zwei in den Tierpark Hamm...?
    (04.11.2009)
    Thomas Schröder:   ja, auf der kleinen insel wurden ursprünglich gibbons gehalten, bis sie dann (keine ahnung, wann) von dort auf die jetztige variinsel zogen. dort wurden sie bis 1996 gehalten, im wechsel mit Klammeraffen. die gibbons waren zuletzt ein borneo-gibbon und vier mischlinge aus borneo- und silbergibbon.
    (03.11.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Habe in den ersten Allwetterzoo-Zooführer geschaut, der aber merkwürdig diffus mit seinen Angaben ist. Laut Text bzw. Rundgang wurden im Löwenhaus Löwen, Sibirische Tiger und schwarze Panther gehalten und im "Raubkatzenhaus" Persische Leoparden, Königstiger und Pumas. Im Zooplan der selben Ausgabe sind allerdings für das Löwenhaus Löwen und Jaguare erwähnt und für das Raubkatzenhaus Tiger, Leoparden, Panther und Pumas. Also such dir was aus ;-)

    Von einer Gibbon-Insel im Kanal ist im Zooführer keine Rede, aber die spätere Gibbon- und heutige Vari-Anlage war damals ursprünglich als Pavianfelsen erbaut worden, und es gab bereits Gibbons im Bestand, die aus dem alten Zoo stammten und die Stammtiere der Borneogibbon-Mischlingszucht gewesen sein müssten. Falls die Kanalinsel tatsächlich mal eine Affeninsel war, kämen die Gibbons also durchaus als Besatz in Frage.
    (03.11.2009)
    Holger Wientjes:   Kann jemand folgende Fragen beantworten ?

    Wurden auf der kleinen Insel im Aakanal zwischen Löwen- und Menschenaffenhaus `mal Gibbons gehalten ? Wenn ja, wann und welche Art ?

    Kennt jemand den Erstbesatz des Löwenhauses (Haus für tropische Katzen) ?
    (03.11.2009)
    Markus R.:   Ich stimme IP66 voll und ganz zu. Die Leitung eines namhaften Zoos wie des Münsteraners sollte sich nicht in einen Kleinkrieg mit Fanatikern einlassen. Denn letzten Endes wird man sich dadurch nur zur Zielscheibe weiterer Angriffe machen. Deshalb halte auch ich eine positive Öffentlichkeitsarbeit für das deutlich wirksamere Gegenmittel.
    (31.10.2009)
    IP66:   Ich denke, daß man gegen dergleichen Empfehlungen, wenn sie als solche ausgesprochen werden, wenig machen kann - und auch wenig tun sollte. Es ist ein in mancher Zooleitung verbreiteter Zug, nur positive und möglichst selbst formulierte Pressemeldungen über das Geschehen im Park zu verbreiten und Negativa zu vermeiden. Damit schafft man sich meiner Meinung nach gerade jene Radikalkritik, der durch Jahresberichte mit Erfolgen wie Verlusten, durch Diskussion von zookritischen Gedanken und das klare Bekenntnis dazu, daß man zur Freude der Besucher Wildtiere hält, wohl besser begegnet werden könnte.
    (31.10.2009)
    Sven P. Peter:   Wegen dem Film war neulich ein Tierschützer bei WDR im Radio und gab am Ende des Interviews noch den Hilfreichen tipp: "Besuchen sie auf keinen Fall den Zoo Duisburg oder den Zoo Münster!"
    Warum lassen sich Zoos sowas gefallen?! In jeder anderen Branche hätte der Typ sofort eine Verleumdungsklage bekommen, nachdem was er da alles geschäftsschädigendes im Radio abgelassen hat...
    (30.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Jörg Adler zu Gast bei Frank Elstner: Das Thema sind Delfine

    „Menschen der Woche“ heißt die Sendung des SWR, in der Frank Elstner aktuelle Themen mit Personen des öffentlichen Lebens diskutiert. Am Samstag (31. Oktober) wird Zoodirektor Jörg Adler nach Baden-Baden reisen, um mit dem bekannten Moderator über Delfine und Delfinarien in Europa zu reden. Anlass ist der Kinostart des Films „Die Bucht“ in der vergangenen Woche. Er zeigt grausame Bilder der jährlich in Taiji/Japan stattfindenden Delfintreibjagden. Jörg Adler wird vor einem breiten Fernsehpublikum klarstellen können, dass die Delfine keineswegs für europäische Delfinarien gefangen werden. Und er wird auf die Überfischung der Meere eingehen, die in dem Film ebenfalls thematisiert wird.
    (30.10.2009)
    Holger Wientjes:   Über das Gorillajungtier wurde weiter unten in der PM vom 03.08. berichtet. Ist also nicht mehr ganz so frisch und durch "Ebun" wohl etwas in den Hintergrund geraten.
    (28.10.2009)
    Alexander Fuchs:   @Sven, denke auch das es das Jungtier vom 02.08 war.
    @krümmel Das ich nicht jedes Jungtier an die große Glocke hängt ist mir klar. Würde auch nicht jedes Meerschweinchen nennen, aber bei einem Gorilla sieht es dann doch anders aus.
    (28.10.2009)
    krümmel:   ... Vielleicht muss man ja auch nicht jedes Jungtier gleich an die große Glocke hängen!
    (27.10.2009)
    Sven P. Peter:   @Alex: War mir auch nicht sicher, aber schau mal den Beitrag vom 03.08.2009 an.
    (27.10.2009)
    Alexander Fuchs:   Gestern konnte man ein neugeborenes Jungtier bei den Gorillas sehen. Muss wohl erst wenige Tage alt gewesen sein, geht aber anscheinend unter, durch "Ebun".
    (26.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:  
    „Ebun“ aus dem Allwetterzoo im World wide web: Ein kleines Nashorn auf dem Weg zur Berühmtheit

    Knut und Flocke sind Namen, die beinahe jeder in Deutschland mit Eisbärennachwuchs in Verbindung bringt. Ob „Ebun“ ebenfalls ein berühmter Name wird? In Münster und im Münsterland ist das hübsche Nashornkind aus dem Allwetterzoo jedenfalls schon bestens bekannt. Und sicher wird „Ebuns“ Beliebtheit mit der eigenen Homepage noch größer.

    Seit dem 20. Oktober genügt ein Klick und man erfährt alles Wissenswerte über das Nashornkalb im Allwetterzoo. Auf „Ebuns“ Website gibt es tolle Fotos und ein Tagebuch. Man erfährt nicht nur wann und wie „Ebun“ geboren wurde, wie sie zu ihrem Namen kam, wann sie zum ersten Mal an die frische Luft durfte, wie sie schläft oder womit sie spielt. Es werden auch pikante Details wie „Ebuns“ erstes öffentliches Pinkeln in Wort und Bild dargestellt...

    Ein weiterer Menüpunkt auf „Ebuns“ Website ist der Speiseplan des kleinen Nashorns. Auch das Pflegerteam wird vorgestellt und unter Infos erfährt man Wissenswertes über die Nashornzucht im Allwetterzoo und die akute Bedrohung der Breitmaulnashörner in ihrer südafrikanischen Heimat.

    Neuigkeiten vom münsterschen Nashornkalb gibt’s aber nicht nur auf „Ebuns“ eigener Website. Sie hat sogar ein eigenes Profil bei Facebook und wird bei Wikipedia beschrieben. Schöne Fotos vom Nashornkalb sind auf flickr zu sehen - und es wird über „Ebun“ sogar getwittert!

    Und so lauten die Web-Adressen:

    http://www.nashornbaby-allwetterzoo.de/
    http://www.facebook.com/pages/Nashornbaby-Allwetterzoo/156122594088
    http://de.wikipedia.org/wiki/Ebun_(Nashorn)
    http://www.flickr.com/photos/allwetterzoo
    http://twitter.com/EbunNashornbaby

    (21.10.2009)
    Sacha:   Gut, dass die Zoos hier endlich mal in die Offensive gehen und man die Propaganda der Tierrechtler korrigiert. Derartiges gemeinsames Vorgehen hätte man sich früher schon gewünscht...
    (21.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Stellungnahme der deutschen Zoologischen Gärten mit Delfinarien zum Film „The Cove“ („Die Bucht“)

    Der Öko-Thriller „The Cove“ („Die Bucht“) zeigt u.a. grausame Bilder der jährlich in Taiji/Japan stattfindenden Delfintreibjagden. Der Film und die damit verbundenen öffentlichen Diskussionen prangern diese Missstände zu Recht an, erwecken gleichzeitig aber auch den Eindruck, dass Zoos und Delfinarien für diese Massaker mitverantwortlich sind, ohne dass hierbei zwischen wissenschaftlich geleiteten Delfinarien und rein kommerziell betriebenen Delfinshows unterschieden wird. So wird häufig behauptet, dass derartige Delfintreibjagden auch gestoppt werden könnten, wenn keine Menschen mehr in Delfinarien gehen.

    Die deutschen Zoologischen Gärten mit Delfinarien nehmen hierzu wie folgt Stellung:


    1. Delfintreibjagden sind inhuman und werden von den deutschen Delfinarien auf das Schärfste verurteilt.

    Es ist zu begrüßen, dass Menschen durch diesen Film, durch Medienberichte und durch Informationen in den Delfinarien auf diese grausame Massentötungen von Delfinen aufmerksam gemacht werden, die nicht nur in Japan stattfinden, sondern auch in anderen Ländern Asiens, in Südamerika und in Europa.


    2. Von den heute in den Delfinarien der Europäischen Union lebenden Delfinen stammt kein einziges Tier aus Japan oder aus anderen vergleichbaren Delfintreibjagden.


    3. Bereits bevor der Film „The Cove“ die Thematik der Delfintreibjagden aufgriff, haben sich wissenschaftlich geführte Zoos, Aquarien und Delfinarien ausdrücklich gegen solche Fangaktionen ausgesprochen.

    Vor fünf Jahren (2004) haben der Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der Amerikanische Zooverband AZA (Association of Zoos and Aquariums) die Fangaktionen streng verurteilt. Zwei Jahre später hat die Europäische Gesellschaft für Aquatische Säugetiere EAAM (European Association for Aquatic Mammals) darauf hingewiesen, dass kein EAAM-Mitglied Tiere aus Japan in seinem Bestand hält. Ebenso deutlich äußert sich die Alliance of Marine Mammal Parks and Aquariums (AMMPA) als Vertreter der wissenschaftlichen Delfinarien in Amerika und Europa und verurteilt diese Aktionen sehr deutlich.


    4. Neben der Treibjagd sind die größten Gefahren für die Populationen zahlreicher Meeressäugerarten die Überfischung, der so genannte Beifang sowie die Lebensraumzerstörung bzw. -beeinträchtigung, z.B. durch die zunehmende Verschmutzung der Weltmeere und der Flüsse.

    Diese Gefahren wurden bereits dem Chinesischen Delfin (Baiji) zum Verhängnis. Diese Delfinart gilt seit 2007 als ausgerottet. Andere Delfinarten sind ebenfalls stark bedroht. Die modernen, riesigen Fischereinetze sind für den Tod von mindestens 300.000 Delfinen pro Jahr als unerwünschter Beifang verantwortlich. In vielen Küstenarealen wird die Überfischung zunehmend zum zentralen Problem. Bedauerlicherweise werden diese Gefahren häufig ignoriert und nur mangelhaft kommuniziert.


    5. Die drei wissenschaftlich geführten deutschen Zoos mit Delfinarien, die auch Mitglieder der nationalen und internationalen Zooverbände VDZ (Verband Deutscher Zoodirektoren), EAZA (European Association of Zoos and Aquaria) und WAZA sind, setzen sich schon lange aktiv und mit Nachdruck für den Schutz bedrohter Tierarten ein.

    Die wissenschaftlich geleiteten Delfinarien fördern die Aufklärung der Öffentlichkeit in Bezug auf den Erhalt der Biodiversität und wecken das Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Zahlreiche Umweltschutz- und Arterhaltungsprojekte für Meeressäugetiere, wie Wale, Delfine, Seekühe und Robben, werden durch die deutschen Zoos und ihre Delfinarien maßgeblich gefördert.


    Achim Winkler, Direktor Zoo Duisburg
    Jörg Adler, Direktor Allwetterzoo Münster
    Frank den Herder, Geschäftsführer Delphinarium Münster GmbH
    Dr. Dag Encke, Direktor Tiergarten Nürnberg

    19. Oktober 2009

    Zum Foto: Der Große Tümmler Nando wurde 1990 im Tiergarten Nürnberg geboren und ist seit 1996 in Münster zu Hause
    (20.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Erster ökumenischer Gottesdienst im Zoo:

    Rege Beteiligung - und eine gute Kollekte zugunsten hoch bedrohter Affen in Vietnam!

    Rund 200 Menschen nahmen gestern Nachmittag am ersten ökumenischen Gottesdienst im Allwetterzoo teil. Alle Beteiligten waren erfreut über diese rege Teilnahme und den harmonischen Verlauf bei herrlichem Sonnenschein. Eine sonst bei Gottesdiensten übliche Kollekte hatte es nicht gegeben; statt dessen entrichteten zahlreiche Christen ihren Eintrittspreis an der Zookasse. Aus den gestrigen Einnahmen entnimmt der Allwetterzoo nun 500 Euro und lässt sie direkt seinem Goldkopf-Languren-Projekt auf der Insel Cat Ba zukommen. Auf dieser winzigen Insel in der vietnamesischen Ha Long-Bucht, dem weltweit einzigen Vorkommensgebiet dieser hoch bedrohten Affen, leben heute wieder 70 Tiere. Vor rund 50 Jahren gab es noch 2.400 bis 2.700 Goldkopf-Languren, doch zu Beginn des vom Allwetterzoo betreuten Schutzprojektes lebten nur noch 53 Tiere! Die von Münster aus finanzierten Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung, müssen aber weiterhin aufrecht erhalten werden, um die Languren vor der Ausrottung zu bewahren und ihren Lebensraum zu erhalten!
    (19.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntag, 18. Oktober, 15 Uhr: Ökumenischer Gottesdienst im Allwetterzoo

    Am kommenden Sonntag findet im Allwetterzoo Münster der erste ökumenische Gottesdienst statt. Eingeladen sind alle Zoobesucher, egal welcher Konfession sie angehören. Und weil der Gottesdienst nun mal im Zoo stattfindet, nehmen auch Tiere teil.

    Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr. Bei schönem Wetter findet er auf dem Landoisplatz statt, bei Regen unter der Überdachung oberhalb des Platzes. Der Landoisplatz wurde bewusst gewählt. Nicht nur, weil er genügend groß ist und von der bronzenen „Arche Noah“ dominiert wird, sondern weil er seinen Namen Professor Landois verdankt. Der Zoogründer war nämlich Zoologe und Theologe. Auch dass der Gottesdienst im Oktober stattfindet, hat einen tieferen Sinn. In diesem Monat werden sowohl der „Tag des heiligen Franziskus“ als auch der „Welttierschutztag“ begangen. Franziskus, der heilige Franz von Assisi, ist Schutzpatron der Tiere und war berühmt für seine Tierpredigten.

    Der Theologe und Zoologe Dr. Rainer Hagencord wird den katholischen Part des Gottesdienstes gestalten. Pfarrer Stephan M. Stötzel von der Lukas-Gemeinde in Münster ist für den evangelischen Teil verantwortlich. Zoodirektor Jörg Adler als aktiver evangelischer Christ wird sich mit einer Lesung am Gottesdienst beteiligen. Zoo-Marketingassistentin Stefanie Heeke liest die Fürbitten.

    Für Zoobesucher ist die Teilnahme am Gottesdienst natürlich kostenfrei. Wer allerdings nur deswegen in den Zoo kommen möchte, muss Eintritt  bezahlen und sollte seinen Obolus als „Kollekte“ zugunsten der bedrohten Tierwelt verstehen. Der Allwetterzoo engagiert sich mit einem Teil seiner Einnahmen für die Rettung von der Ausrottung bedrohter Tierarten vor allem in Südostasien.
    (14.10.2009)
    Niedersachse:   Interessant;) Gestern morgen führte noch ein anderer Name mit weit über 50%.
    (09.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   ... wer gestern Abend schon geschlummert hat, kann sich im Internet den Auftritt von Ebun und ihren Pflegern in der Markus Lanz-Sendung anschauen:

    http://markuslanz.zdf.de/ZDFde/inhalt/1/0,1872,7243009,00.html
    (09.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Nashornbaby des Allwetterzoos Münster heißt nun „Ebun“

    Markus Lanz gab in seiner Talkshow den Namen für sein tierisches Patenkind bekannt

    Die namenlose Zeit hat ein Ende: Das 18 Tage alte Nashornbaby des Allwetterzoos Münster heißt nun „Ebun“. TV-Moderator Markus Lanz verkündete gestern als Patenonkel den Namen des Jungtiers in seiner Talkshow. „Es ist mir eine ganz besondere Ehre, dass ich in meiner Sendung den Namen der kleinen Nashorndame bekannt geben durfte“, sagt Markus Lanz. Online konnte über drei Namen abgestimmt werden. Ebun hat mit 47 % gewonnen. Lanz ist sehr glücklich über den Namen. Ebun war sein Favorit, weil es sich um einen afrikanischen Namen handelt, und der bedeutet soviel wie „das Geschenk“. Der Moderator übernimmt zudem die Patenschaft für den dickhäutigen Nachwuchs des Allwetterzoos.

    Seitens des Zoos und als Gäste in der Talkshow begleiteten Michael Adler, Revierleiter Nashörner und Elefanten, und seine Kollegin Manuela Hofmann die Namensverkündung. „Wir sind glücklich, endlich einen Namen für unsere kleine Dame zu haben“, sagten beide Tierpfleger am Abend.

    Neben den Tierpflegern und Zoobesuchern hatten in den vergangenen Tagen auch zahlreiche Fans bei Facebook und StudiVZ gebannt auf die Verkündung des Namens gewartet. „Nashörnchen“, „dickstes Flaschenkind“ oder einfach „Hörnchen“ waren derweil die gängigsten Ersatznamen.

    Der Namensfindung folgt demnächst die Taufe, und Markus Lanz freut sich bald sein Patenkind im Allwetterzoo persönlich zu besuchen. Der genaue Termin wird vom Zoo noch bekannt gegeben.
    (09.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Bestimmen Sie den Namen für das süße Nashornbaby, indem Sie auf Bild.de abstimmen.

    http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/TV/2009/10/07/markus-lanz/und-bild-de-suchen-einen-namen-fuer-nashornbaby.html
    (08.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Nashornbaby kuschelt mit Stoffbär
    Jungtier gewöhnt sich an Nächte ohne menschlichen Kontakt

    Das Nashornbaby im Allwetterzoo Münster hat sein jüngstes Geschenk angenommen: In der Nacht von Samstag auf Sonntag kuschelte die junge Dame ausgiebig mit ihrem gleichgroßen Stoffbären. Diesen hatte es zuvor von Vertretern des Stadtrates und der Stadtverwaltung geschenkt bekommen. Das Zooteam ist daher zuversichtlich, dass sich das zwei Wochen alte Tier zunehmend an Nächte ohne menschlichen Kontakt gewöhnen werde.

    „Bislang liegen wir mit in unseren Schlafsäcken direkt neben dem Nashornbaby. Nun hoffen wir, dass es zunehmend ohne unsere Nähe auskommt“, sagt Michael Adler, Revierleiter Elefanten und Nashörner im Allwetterzoo Münster. Der 120 Zentimeter großer Stoffbär sei daher als ein wertvoller Begleiter auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu sehen. Carmen Kilanowski, Inhaberin des Geschäftes Königskinder & Rebellen, spendete den Kuschelpartner, der bereits in der vergangenen Woche durch die Bürgermeisterin Karin Reismann an das Nashörnchen übergeben wurde.

    Das Nashornbaby erblickte am 20. September im Allwetterzoo Münster das Licht der Welt. Im Vorfeld der Geburt war die Sorge bei Zooleitung und Tierpflegern groß, da die Mutter ihre ersten beiden Babys in starker Nervosität so schwer verletzt hatte, dass diese unmittelbar nach der Geburt starben. Im aktuellen Fall hatte der Zoodirektor daher innerhalb weniger Minuten nach der Geburt entschieden, Mutter und Kind zu trennen. Dies gelang, bevor die Mutter ihrem Jungtier schwerere Verletzungen zufügen konnte. Kurz nach der Geburt trank das Neugeborene zur Erleichterung aller Beteiligten bereits aus der Flasche. Seitdem wird das Jungtier von einem fünfköpfigen Pflegerteam rund um die Uhr versorgt und betreut.
    (05.10.2009)
    Klaus Schüling:   Das Nashornbaby hat inzwischen eine eigene Fan-Seite auf Facebook:

    http://www.facebook.com/pages/Nashornbaby-Allwetterzoo/156122594088?ref=sear
    ch&sid=1012717317.639508554..1&v=wall
    (05.10.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Aufgrund des für Morgen angekündigten schönen Wetters, haben der Zoodirektor und das Pflegerteam des Allwetterzoo Münsters beschlossen, dem Nashornbaby Morgen erneut und zwar um 11 Uhr Gelegenheit zu geben sein (noch nicht vorhandenes) Nasenhorn zum zweiten Mal im Freigehege in die Sonne zu halten. "Das Nashörnchen hatte so viel Spaß in der Sonne und auch die Pfleger und Zoobesucher waren total begeistert, so dass wir schon gespannt sind auf das zweite Mal...",  so Zoodirektor Jörg Adler
    (26.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Nashorn-Baby im Allwetterzoo zum ersten Mal an der frischen Luft

    Der Zoodirektor und das Pflegerteam des Allwetterzoo Münsters haben soeben beschlossen, wegen des sehr schönen Wetters, dem sieben Tage alten Nashornbaby heute um 15 Uhr Gelegenheit zu geben, sein (noch nicht vorhandenes) Nasenhorn zum ersten Mal im Freigehege in die Sonne zu halten.

    "Das wird für das Nashörnchen, die Pfleger und die Zoobesucher mit Sicherheit ein bewegender Moment", freut sich Zoodirektor Jörg Adler.

    (26.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Familientag und „Tag der Huftiere“ im Allwetterzoo Münster

    Pferde haben Hufe, das weiß jeder. Aber wer kennt schon den Unterschied zwischen Paarhufern und Unpaarhufern? Und wer weiß, dass die an Wildschweine erinnernden Halsbandpekaris im Allwetterzoo zu den Huftieren zählen? Beim „Tag der Huftiere“ im münsterschen Zoo am Samstag, 26.9., dreht sich alles um die Tiere mit den harten Füßen. Wie unterschiedlich diese sein können, erfährt man bei Führungen zu Nashörnern, Zebras, Gauren oder Giraffen (13, 14, 15 und 16 Uhr). Wie „Huftier-Wohngemeinschaften“ funktionieren, erzählen die Pfleger des Afrikapanoramas bei einer Fragestunde (15 Uhr). Selbst Hand an ein Huftier legen können Kinder beim Eselstreicheln im Kinder- und Pferdepark (13.30 Uhr). Auch die Giraffen dürfen an diesem Tag gefüttert werden (14.30 Uhr) und natürlich ist unser gerade erst geborenes Nashornbaby zu sehen (10 bis 17.30 Uhr). Selbstverständlich beantworten die Tierpfleger bei diesen Aktionen gern sämtliche Fragen zu ihren Schützlingen. Wer zum Schluss immer noch Fragen hat, findet beim Bücherflohmarkt im Westfälischen Pferdemuseum im Zoo die passende Lektüre für zu Hause.

    Der Huftiertag bietet aber nicht nur spannende Aktionen, der Zoo lockt sogar mit ermäßigten Eintrittspreisen. Denn gleichzeitig ist an diesem Samstag „Familientag im Zoo“. Erwachsene zahlen nur 9 Euro, Kinder und Jugendliche 4,50 Euro. Dafür werden das volle Zooprogramm mitsamt Delphinarium und Pferdemuseum, Elefantenfüttern und Pinguinmarsch sowie die genannten Huftier-Aktionen geboten.
    (24.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Ein Strahl im hohen Bogen“

    Nashorn-Baby im Allwetterzoo Münster überspringt die zweite Hürde

    Die Erleichterung steht den Pflegern des Nashorn-Babys im Allwetterzoo Münster ins Gesicht geschrieben, denn in der vergangenen Nacht überwand ihr Schützling die nächste Hürde auf seinem Weg in ein normales Nashorn-Leben.

    Bereits kurz nach ihrer Geburt hatte die junge Nashorn-Dame einen ersten wichtigen Schritt getan – sie nahm von Anfang an ohne Zögern die Flasche und wird nun rund um die Uhr von ihren Pflegern versorgt.

    Getreu dem Motto „Was rein geht muss auch irgendwann wieder raus“ zeigte das noch namenlose Nashorn-Kalb dann in der vergangenen Nacht, dass sowohl Magen als auch Blase gut gefüllt waren und die Verdauung bestens funktioniert: Es hob den kleinen Schwanz und pinkelte im hohen Bogen, sehr zur Freude seiner Pfleger.

    „Wir sind froh, dass das Baby mit unserer Hilfe seine Milch trinkt, aber ohne unser Zutun diese hinten wieder rauskommt,“ so Revierleiter Michael Adler mit einem Schmunzeln im Gesicht. Auch ein erneuter Gesundheitscheck und ein Bluttest brachten optimale Ergebnisse.

    Ab heute (22.09.) ist die Nashornhalle täglich ab 10.00 Uhr für die Zoobesucher geöffnet.
    (23.09.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich schliesse aus der an sich erfreulichen PM, dass das Jungtier aber zumindest leichtere Verletzungen davon getragen hat.Kann jemand das Verhalten der Mutter begründen und wie ist Emmi´s Historie?
    (21.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Emmis drittes Baby ist da!

    Gestern kurz vor 12 Uhr brachte Nashornkuh Emmi das lang ersehnte dritte Jungtier zur Welt. Im Vorfeld der Geburt war die Sorge bei Zooleitung und Tierpflegern groß, da Emmi ihre ersten beiden Babys in starker Nervosität so schwer verletzt hatte, dass diese unmittelbar nach der Geburt starben. Emmis Verhalten war auch heute dem Neugeborenen gegenüber wieder so aggressiv, dass das anwesende Zooteam größte Sorge für das Leben dieses Babys hatte.

    Innerhalb von einer Minute nach der Geburt entschieden wir daher, nach Möglichkeit einzugreifen. Dies gelang glücklicherweise, bevor Emmi ihrem Jungtier schwerere Verletzungen zufügen konnte. Sie ließ sich in ein Nachbargehege locken.

    Das keine 24 Stunden alte, noch namenlose weibliche Nashornkalb, das knapp 50 kg wiegt, trank schon kurz danach zu unserer riesigen Erleichterung aus der Flasche und wird jetzt vom Pflegerteam rund um die Uhr versorgt und betreut.

    Einen ersten Eindruck von dem Baby mit Revierleiter Michael Adler und Pflegerin Manuela Hofmann bekommen Sie anhand des Fotos.
    (21.09.2009)
    IP66:   Arbeitet der münsteraner Zoo eigentlich auch mit "ökologisch" produziertem Strom?
    (09.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   AC & DC: Zwei Zoo-Ziegen und die Energie...

    „Wechselwelle“ ist eine Initiative, die sich für das Wechseln zum Ressourcen schonenden Ökostrom stark macht. Am 5. Juni, dem Weltumwelttag, starteten die Münsteraner Silke Eckert und Mathias Gößling eine Internet-Kampagne mit dem Ziel, bis zur Bundestagswahl 100.000 neue Ökostrom-Haushalte zu gewinnen. Auf dem Weg dahin setzten sich die Initiatoren Etappen-Ziele mit Belohnungen durch zuvor gewonnene Sponsoren. Für die ersten 1.200 Wechsler bekamen sie das Layout ihrer Website geschenkt. Für das dritte, nämlich 3.000 gewonnene Wechsler, spendierte Prof. Stefan Gößling von der Universität Lund in Schweden der Kampagne die Patenschaft für zwei Zwergziegen im Allwetterzoo.

    Ein Foto der beiden hübschen Zwergziegen wurde auf der Wechselwelle-Website veröffentlicht - und es gab einen Namenswettbewerb für die Tiere, die erst kurze Zeit im Allwetterzoo leben. Vorschläge gingen reichlich ein - doch Tim Stelzer hatte die beste Idee! Die von ihm erdachten Namen AC und DC, ausgesprochen Äißie und Dießie, bedeuten im Englischen Wechselstrom bzw. Gleichstrom.

    Der Allwetterzoo unterstützt das Engagement von Silke Eckert und Mathias Gößling in jeder Hinsicht, denn alle Maßnahmen zum Klimaschutz tragen zur Rettung unzähliger Tierarten bei, die vom Klimawandel akut bedroht sind.

    Mehr zu Wechselwelle unter www.wechselwelle.eu

     
    (08.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Seltene Käfer als „Untermieter“ im Allwetterzoo:

    Gärtner fanden ca. 30 Nashornkäfer-Larven

    In der Nähe der Nashornhalle im Allwetterzoo entfernten die Zoogärtner leicht verrottete Eichenstämme, die einen Weg am Spielplatz begrenzten. Hierbei stießen sie auf rund 30 auffallend dicke Larven und zwei weibliche Nashornkäfer! Als Zoogärtner erkannten sie sofort die Besonderheit ihres Fundes; denn Nashornkäfer sind äußerst selten. Nach dem Hirschkäfer sind sie die zweitgrößte Käferart in Deutschland. Ausgewachsene männliche Käfer können bis zu vier cm lang werden, Larven erreichen sogar Längen von bis zu zwölf cm!

    Nashornkäfer verdanken ihren Namen dem auffallenden Horn am Kopf. Sie zählen wie Mistkäfer oder Maikäfer zu den Blatthornkäfern. Zwei bis fünf Jahre, abhängig von den Umweltbedingungen, verbringen sie als Larven in Totholz oder in Komposthaufen. Dann verpuppen sie sich in einem hühnereigroßen Kokon und schlüpfen in der Regel im späten Frühjahr. Ab Juni kann man mit viel Glück einen „fertigen“ Käfer entdecken, der allerdings nur wenige Monate lebt. Zudem sind Nashornkäfer überwiegend in der Dämmerung aktiv. Kristina Theobald, Tierpflegerin im Aquarium, die die dicken „Engerlinge“ kurzzeitig in ihre Obhut nahm, hat jedenfalls nie zuvor einen Nashornkäfer gesehen. Die im Zoo gefundenen Larven mitsamt dem Totholz, von dem sie sich auch ernähren, werden an einer sonnigen und sicheren Stelle im Zoogelände ausgesetzt. Dort können sie sich in Ruhe entwickeln, um hoffentlich im nächsten Frühjahr zu schlüpfen und sich fortzupflanzen.

    Die Nashornkäfer sind eine seit 1999 durch die Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützte Art“. Sie gelten als Nützlinge, da sie beispielsweise Kompost zersetzen. Deshalb findet man sie hin und wieder auch in der Nähe von Menschen. Bevorzugt leben sie allerdings in Laubwäldern mit Eichenbestand.
    (08.09.2009)
    Allwetterzoo Münster:   "ZEntdecke den Pinguin in dir“: Ein besonderer Tag für Frauen im Allwetterzoo

    „Der Pinguin ist ein komischer Vogel: Er hat Flügel, aber in die Lüfte fliegen kann er damit nicht. Und an Land wirkt er auch eher unbeholfen. Doch statt an sich zu zweifeln, macht er das Beste daraus, denn er weiß: Sobald er ins Wasser springt, ist er in seinem Element!“

    Den Pinguin haben sich die kfd Stadtfrauen Münster zum Leitbild einer besonderen Veranstaltung für Frauen ausgewählt. Und was lag da näher, als diese im Zoo auszurichten? Im Sinne des kfd Leitbildes „Wir stärken Frauen in ihrer Einzigartigkeit und ihren jeweiligen Lebenssituationen“ veranstaltet der Verband am 14. September eine ungewöhnliche Entdeckungstour im Allwetterzoo. Es wird Führungen und Vorträge geben, gemeinsames Singen und Tanzen sowie zum Abschluss einen Wortgottesdienst am Landoisplatz.
    (24.08.2009)
    Allwetterzoo Münster:   ARD-„Wetterfee“ besucht Allwetterzoo:
    Claudia Kleinert tauft ihr Gorilla-Patenkind

    Am 2. August brachte unser Gorillaweibchen „Gana“ ihr drittes Baby auf die Welt. Ihre erste Tochter und ihr im vergangenen Jahr geborener Sohn, haben traurige Berühmtheit erlangt: „Mary Zwo“ musste vor zwei Jahren kurzzeitig im Uniklinikum Münster behandelt werden. Sie wächst derzeit in der Gorilla-Kinderstube der Wilhelma Stuttgart auf. „Claudio“ wurde nur drei Monate alt. Fotos von ihm gingen um die Welt, weil „Gana“ eine ganze Woche lang um ihren an einer akuten Darminfektion gestorbenen Sohn trauerte.

    Schon im letzten Jahr zeigte sich die ARD- und WDR-Wetterfrau Claudia Kleinert entzückt über die Bilder des Gorillababys im Allwetterzoo - Gorillas seien ihre Lieblingstiere! In der Wettershow bekundete sie öffentlich ihr Interesse an einer Patenschaft, sollte das Baby ein Mädchen sein. Es stellte sich als Junge heraus und wurde ihr zu Ehren „Claudio“ getauft. Kennen gelernt hat Claudia Kleinert den Sohn von „Gana“ aber nie.

    Als jetzt am 2. August „Gana“ erneut Mutter wurde, bot Zoochef Jörg Adler der Wetterfee spontan die Patenschaft für das jüngste Gorillakind in Münster an - und Claudia Kleinert zeigte sich prompt begeistert!

    Am kommenden Montag wird die „Wetterfee“ ihr Patenkind und den Allwetterzoo besuchen und hierbei das Gorillamädchen auf „Claudia“ taufen.
    (13.08.2009)
    Klaus Schüling:   Das Gorillakind im Fernsehen:

    Stern TV plant für den 9. September einen längeren Beitrag. Und heute Abend ist Jörg Adler zu Gast bei „Markus Lanz“: ZDF, 23.15 Uhr. Es wird ein Film über das Gorillababy zu sehen sein. Geplant ist außerdem eine „Live-Schalte“ zum Allwetterzoo und in das Revier zu Bärbel Uphoff.
    (04.08.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Große Freude im Allwetterzoo Münster:

    Das Gorilla-Weibchen „Gana“ brachte ein gesundes Jungtier zur Welt!

    Insgeheim hat Bärbel Uphoff, Revierleiterin bei den Menschenaffen im Allwetterzoo, an diesem Wochenende mit der Geburt von „Ganas“ drittem Kind gerechnet. Und sie sollte Recht behalten: Als sie am Sonntag (2.8.) den Dienst begann, präsentiere ihr das zwölfjährige Gorillaweibchen ein winziges Neugeborenes. „Sie sah richtig stolz aus“, berichtet Bärbel Uphoff. Mit ihr freuen sich das gesamte Revier, alle Zoomitarbeiter und unzählige Besucher, denn allen ist die einwöchige Trauer von „Gana“ um ihren gestorbenen Sohn „Claudio“ im vergangenen Jahr noch in Erinnerung.

    Zahlreiche Menschen konnten schon an diesem Sonntag die junge Mutter mit ihrem Baby im Allwetterzoo erleben. Es scheint „Mutterglück“ pur zu sein, wenn „Gana“ mit ihrer riesigen Hand den Kopf des Babys umfasst oder es sich auf den Bauch legt. Das Kleine - zu 90 % ein Mädchen - ist gut entwickelt und schon recht lebhaft. So hat es sehr schnell nach der Geburt getrunken. „Gana“ zeigt sich sehr besorgt um ihr Kind und trägt es meist eng am Körper, wenn sie sich über die Anlage bewegt. Sie hat viel von der anderen Mutter in der münsterschen Gorillagruppe gelernt, der dreizehnjährigen „Changa-Maidi“. Diese versorgt ihren knapp zweijährigen Sohn „Thabo“ äußerst vorbildlich. Außerdem gibt es in der Gruppe noch die fürsorgliche „Fatima“. Das etwa 37jährige Weibchen hat „Gana“ von Anfang an unter ihre Fittiche genommen und wird bestimmt auch auf das Neugeborene achten. Weil sich „Gana“ nach der Geburt als sehr ruhig erwies und die Gruppe ausgeglichen erschien, kehrten die Tierpfleger schnell zum normalen Alltag zurück. Auch die Rotscheitelmangaben wurden schon am Tag der Geburt wieder zu den Gorillas gelassen. Diese kleineren Affen sind quasi „Untermieter“ und Spielgefährten der Gorillas.

    Zur Gorilla-Gruppe in Münster gehören überwiegend sehr junge Tiere, die erst ihre Erfahrungen mit der Aufzucht von Jungen sammeln mussten. Das scheint inzwischen gelungen, denn der in den ersten Jahren ungestüme „N’Kwango“ ist deutlich ruhiger geworden. Und auch „Gana“, die lange sehr scheu war, hat sich verändert. Sie läuft beispielsweise nicht mehr fort, wenn ein Besucher mit Teleobjektiv an der Anlage steht. Alles in allem ist man im Allwetterzoo optimistisch, dass „Gana“ dieses Kind gesund aufziehen kann. Denn für die von der Ausrottung sehr stark bedrohten Westlichen Flachlandgorillas sind Geburten in Zoos überlebenswichtig!


    Gorilla-Geburten im Allwetterzoo

    Mit der Eröffnung des Allwetterzoos im Mai 1974 kamen erstmals Gorillas nach Münster. Dennoch musste man mehr als 30 Jahre warten, bis sich bei diesen großen Menschenaffen der erste Nachwuchs einstellte. Die Tiere, die bis 2002 bzw. 2004 hier lebten, wollten partout nicht züchten. Sie leben heute in den Zoos von Givskud/Dänemark und Johannesburg/Südafrika. Nur ein Gorilla, das alte Weibchen Fatima, lebt seit 1975 in Münster.

    2003 wurde das Affricaneum im Allwetterzoo fertig gestellt. Seitdem steht den Gorillas ein Freigelände von 1.250 m² Fläche zur Verfügung. Dazu kommen ein verglaster „Wintergarten“ und ein Innengehege im Menschenaffenhaus. 2003 traf mit Changa-Maidi das erste junge Weibchen in Münster ein. Geboren wurde sie 1996 im Zoo Frankfurt. Ein passender Zuchtmann und ein weiteres junges Weibchen folgten ein Jahr später: N’Kwango, 1996 im Zoo Arnheim/NL geboren, Gana 1997 im Zoo Köln.

    Im Juli 2006 war es dann endlich so weit: Changa-Maidi brachte mit Mary den ersten Gorilla-Nachwuchs in Münster auf die Welt. Das junge Weibchen zeigte sich von Anfang an als umsichtige und fürsorgliche Mutter. Doch leider starb Mary im Dezember des gleichen Jahres an Verletzungen, die ihr bei Streitereien innerhalb der Gruppe zugefügt worden waren.

    Im Mai 2007 brachte Gana ebenfalls ein weibliches Jungtier zur Welt. Es wurde Mary Zwo getauft. Nach einer problemlosen Geburt sah es anfangs so aus, als ob die sehr junge Mutter sich gut um das Kleine kümmern würde. Doch sie zeigte sich bald nachlässig und versorgte Mary Zwo nicht angemessen. Ende Juni ging es dem kleinen Gorilla so schlecht, dass er in der Notaufnahme des Uni-Klinikums Münster versorgt werden musste. Anschließend wurde Mary Zwo in die Gorilla-Aufzuchtstation des Zoologisch-Botanischen Gartens Wilhelma in Stuttgart gebracht. Dort wächst sie gemeinsam mit anderen Gorillakindern aus europäischen Zoos heran.

    Am 23. November 2007 wurde schließlich mit Thabo der dritte Gorilla in Münster geboren. Mutter ist Changa-Maidi. Sie versorgt den Kleinen vorbildlich und er entwickelte sich bislang zur Freude aller Besucher und Zoomitarbeiter zu einem sehr unternehmungslustigen Junggorilla. Mangels passender Spielgefährten hat er die kleinen Mitbewohner auf der Gorilla-Anlage als Partner fürs Rangeln und Toben entdeckt: Ein Jungtier der Rotscheitelmangaben ist sein „bester Freund“.

    Im Mai 2008 kam erneut ein Gorilla auf die Welt. Erstmals konnten die Tierpfleger die Geburt verfolgen, denn anders als zuvor brachte Gana ihr zweites Kind am Tage auf die Welt. Der kleine Gorilla wurde Claudio getauft. Gana zeigte sich nun etwas besorgter um ihren Sohn. Claudio entwickelte sich anfangs gut und wäre sicher herangewachsen. Leider starb er Mitte August an einer akuten Darmentzündung. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der Medien trauerte Gana tagelang um ihren toten Sohn und trug ihn ständig mit sich herum. Es dauerte eine knappe Woche, bis es den Tierpflegern gelang, Gana den mittlerweile fast verwesten Körper von Claudio abzunehmen.

    Ganas dritte Trächtigkeit stand seit Januar 2009 fest: Mit einem handelsüblichen, im Humanbereich gebräuchlichen Teststreifen und einer Urinprobe erlangte man Gewissheit. Nach einer Tragezeit von etwa 8,5 Monaten kam am 2. August Ganas drittes Kinder zur Welt, vermutlich ein Mädchen.


    Gorillas im Allwetterzoo Münster

    1,0 N’Kwango, * 1996 im Zoo Arnheim/NL, seit dem Juni 2004 in Münster

    1,0 Thabo, * am 23. 11. 2007 im Allwetterzoo

    0,1 Changa-Maidi, * 1996 im Zoo Frankfurt, seit April 2003 im Allwetterzoo

    0,1 Fatima, * 1972, seit 1975 im Allwetterzoo

    0,1 Gana, * 1997 im Zoo Köln, seit Juni 2004 in Münster
    (03.08.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Mittwoch, 22. Juli, 9 bis 11 Uhr im Allwetterzoo:

    Bionik – Lernen von der Natur: Was können Flugzeugbauer von den Vögeln lernen?

    Der Traum vom Fliegen beschäftigte schon immer die Menschen. Aber erst dem Flugpionier Otto Lilienthal (1848 – 1896) gelang es, den ersten funktionsfähigen Gleitflugapparat zu entwickeln. Den Gleitflug hat er den Störchen abgeschaut. Noch heute lassen sich Ingenieure von der Natur inspirieren, um Flugzeuge schneller, sicherer und Treibstoff sparender zu konstruieren.

    Studenten des Instituts für Technik und ihre Didaktik der Universität Münster erklären am Mittwoch im Zoo wie Vögel und Flugzeuge fliegen. Dazu können Besucher spannende Experimente zum Fliegen selbst durchführen und so in die Geheimnisse des Fliegens eindringen. Die Bionik-Station wird von 9 bis 11 Uhr neben der Großflugvoliere eingerichtet.
    (21.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Schildkröten-Nachrichten“ aus dem Allwetterzoo:

    Sensationelle Zwillinge bei den Sternschildkröten

    Internationale Ehrung für Artenschützerin

    Reptilienfans würden die jüngsten Zuchterfolge bei den seltenen Sternschildkröten im Allwetterzoo Münster als Sensation bezeichnen: Aus jeweils einem einzigen Ei befreiten sich am 13. Juni und noch einmal am 10. Juli gleich zwei winzige Krötchen! Die zuerst geschlüpften Zwillinge waren beinahe gleich groß, die beiden anderen hingegen unterschieden sich deutlich in Länge und Gewicht. Bislang entwickeln sich die kleinen Panzerträger gut. Ob es jemals zuvor Zwillinge bei Sternschildkröten gegeben hat, ist nicht bekannt. Wenn doch, dann wurde darüber nicht berichtet. Bei anderen Arten gab es schon Zwillinge, aber sie waren entweder zusammengewachsen oder eines der Tiere war nicht komplett entwickelt.

    Die Zwillingspaare stammen aus Gelegen verschiedener Eltern. Die Eier wurden aus dem Terrarium der Sternschildkröten entfernt und für längstens 97 Tage künstlich bebrütet. Beim Schlupf hatten die Zwillinge eine Panzerlänge von etwa zwei bis drei Zentimeter und wogen dabei nur zwischen sechs und acht Gramm. „Einlinge“ sind mit etwa 16 Gramm doppelt so schwer und ihr Panzer kann bis zu vier Zentimeter lang sein. Anhand der Eier lässt sich übrigens nicht auf einen Zwillingsschlupf schließen: Sie sind stets gleich groß, nämlich rund viereinhalb Zentimeter lang bei einem Durchmesser von etwa drei Zentimeter. Die Schale ist im Gegensatz zum Hühnerei weich und wird von den Schlüpflingen mit ihrem Eizahn angeritzt. So entsteht zunächst ein kleines Loch. Dieses wird dann von den kleinen Schildkröten so weit vergrößert, dass sie sich mit Hilfe der Vorderbeine aus dem Ei befreien können.

    Die Eltern der jungen Sternschildkröten im Allwetterzoo stammen aus einer Beschlagnahmung auf dem Hongkonger Flughafen vor fünf Jahren. Über den Schildkrötenschutz-Koordinator des Zoos in Rotterdam wurden sie auf mehrere europäische Zoos und erfahrene Privathalter verteilt. In Münster vermehren sich die kostbaren Tiere zum Glück regelmäßig, so schlüpften in diesem Jahr bereits 15 Sternschildkröten aus den Eiern. Zwei der kleinen Panzerträger können derzeit im Terrarium der Alttiere auf der Rückseite der Großflugvoliere bewundert werden.

    Eine weitere erfreuliche Nachricht in Sachen Schildkröten betrifft das Internationale Zentrum für Schildkrötenschutz im Allwetterzoo: Dr. Martina Raffel, Kuratorin für in situ Artenschutz und Projektverantwortliche für das Zentrum, wurde in den Stiftungsrat des Turtle Conservation Fund aufgenommen. Diese im Jahr 2002 gegründete internationale Initiative hat sich den Schutz der weltweit bedrohtesten Schildkrötenarten zum Ziel gemacht.

    Das mit anerkannten Schildkröten- und Artenschutzexperten besetzte Gremium entscheidet zweimal jährlich über die Bewilligung von Förderanträgen für entsprechende Schutz- und Forschungsprojekte. In den Jahren 2003 bis 2008 wurden 65 Förderanträge in 33 Ländern bewilligt und mit insgesamt 292.484 USD finanziell unterstützt.

    Auch das IZS im Allwetterzoo profitierte unlängst von einer entsprechenden Förderung: Der von Elmar Meier und Martina Raffel gemeinsam mit Henk Zwartepoorte und Forschern der Universitäten Hamburg, Potsdam und Frankfurt gestellte Antrag "Studying the genetic variability of the Critically Endangered Cuora trifasciata group, Cuora aurocapitata, Cuora pani and Cuora zhoui using microsatellite marker" wird von TCF mit einem Förderbetrag von 6.500 USD unterstützt und damit die dringend benötigte genetische Untersuchung der Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der hochbedrohten Scharnierschildkröten zur Optimierung der entsprechenden Zuchtprogramme ermöglicht.
    (21.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Führung zu Bronzepferden und anderen Tierskulpturen mit der Künstlerin Monika Brors im Allwetterzoo

    Seit dem 3. Juli sind im Westfälischen Pferdemuseum im Allwetterzoo bronzene Pferde von Monika Brors zu sehen. Ebenfalls Anfang Juli bekam die große Wiese neben dem Hippomaxx tierischen Zuwachs, und zwar in Form weiterer Bronzetiere der Künstlerin aus Ostbevern-Brock. Mit einer Bärengruppe sowie Rabe, Wolf und Echse wuchs die Anzahl der im münsterschen Zoo dauerhaft ausgestellten Skulpturen von Monika Brors auf 13 an. Hinzu kommen farbenprächtige Bildtafeln, die Wände am Tropenhaus, in Aquarium und Löwenhaus schmücken. Gerade an den im Zoo ausgestellten Arbeiten lässt sich der Werdegang der Künstlerin von der Malerin zur Bildhauerin gut verfolgen. Hat sie ihre dreidimensionalen Tiere anfangs aus Steinguss oder Eisen gefertigt wie beispielsweise die Robben in der Watvogelanlage oder den Pfau auf einer Wiese am Zookanal, wandte sie sich schließlich dem Bronzeguss zu. Teils ließ sie ihre Skulpturen in der Nähe von Florenz gießen, teils in Westfalen. Bei einem Rundgang zu ihren Arbeiten im Allwetterzoo wird die Künstlerin auch das unterschiedliche Aussehen der Bronzen und deren Entstehungsprozess erläutern. Sie lädt alle an ihrer Kunst Interessierten hierzu herzlich ein. Außer dem Zooeintritt entstehen keine Kosten. Treffpunkt ist am Freitag, 17. Juli, um 16 Uhr an der „Skulpturenwiese“ zwischen Hippomax und Bärenhaus.
    (15.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Wer uübrigens die Jungstrauße aus dem Allwetterzoo noch nicht gesehen hat, bekommt durch diesen Film von WN-TV einen guten Eindruck:
     
    http://www.westfaelische-nachrichten.de/videos/wn_tv/?bcpid=14033943001&bclid=9230951001&bctid=29189275001&refer=rightboxb

    (13.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Sandy“ ist Mutter:

    Erstes Fohlen bei den Dülmener Ponys im Allwetterzoo Münster

    Als Revierleiter Ferdi Heinemann am Donnerstagmorgen nach den Pferden im Allwetterzoo schaute, gab es für ihn eine freudige, wenn auch erwartete Überraschung: Die Dülmener Stute „Sandy“ war Mutter geworden, ihr soeben geborenes Fohlen noch nicht ganz trocken. Wenig später stand das hübsche Pferdchen auf noch wackeligen Beinen neben seiner Mutter und suchte bereits nach der Milchquelle. Das weibliche Fohlen hat ein helles, caramellfarbenes Fell und den für die Dülmener Ponys typischen Aalstrich. Inzwischen läuft es gemeinsam mit der fürsorglichen „Sandy“ über die große Pferdeanlage und hat sich auch schon an die Mitbewohner gewöhnt, derzeit sechs Pferde und fünf Poitou-Riesenesel.

    Für die vermutlich 1997 geborene „Sandy“ war es die erste Geburt. Die Stute hatte im vergangenen Jahr einige Wochen zum Decken auf dem Gestüt des Erbprinzen Rudolf von Croy in Dülmen verbracht. Im Zoo werden keine Hengste gehalten. „Sandy“ lebt seit mehr als vier Jahren in Münster. Sie ist ein Geschenk des Erbprinzen zur Eröffnung des „Kinder- und Pferdeparks“ im Frühjahr 2005. Die anderen Pferde in der großen Anlage sind zwei Islandpferde mit einjährigem Nachwuchs und zwei Mongolenponys. Die beiden Stuten sind erst vor wenigen Tagen wieder nach Münster zurückgekehrt, nachdem sie zum Decken in Schwaben waren.
     
    Die Dülmener „Wildpferde“, die halbwild in einer großen Herde im Merfelder Bruch bei Dülmen leben, sind keine echten Wildpferde. Deshalb werden sie im Zoo auch im Gegensatz zu den ebenfalls hier gehaltenen Urwildpferden als „Ponys“ bezeichnet. Ihr Ursprung ist auf verwilderte Hauspferde zurückzuführen, was sich auch in ihrem Verhalten zeigt: Sie sind nicht aggressiv und können - so wie „Sandy“ - sehr zutraulich werden.

    (13.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Flugübungen mit Folgen:

    Der erste Ausflug eines Weißstorchs im Allwetterzoo endete bei den Wölfen...

    22 Jungstörche wachsen derzeit im Allwetterzoo Münster heran. Ihre Eltern sind so genannte „Freiflieger“, die sich irgendwo im Zoogelände einen Nistplatz gesucht haben. Einige Horste befinden sich über dem Afrikapanorama, einer hoch über den Elefanten und die meisten mitten auf der Großflugvoliere über den Geiern. Der älteste Horst steht in der Anlage für Pferde und Riesenesel im „Kinder- und Pferdepark“. Hier wuchsen vier Jungstörche heran. Sie wurden nicht beringt, weil der Horst auch für die münstersche Feuerwehr nicht erreichbar ist. Deshalb liegt die Vermutung nahe, dass einer dieser vier Jungstörche bei seinen ersten Flugversuchen im Wolfsgehege gelandet ist, das sich ebenfalls im “Kinder- und Pferdepark“ befindet. Die Wölfe hatten wohl mit einer leichten Beute gerechnet und den jungen Storch angegriffen. Doch er setzte sich zur Wehr und kam mit leichten Verletzungen an den Flügeln davon. Zur Erholung verbrachte er einige Tage unter tierärztlicher Aufsicht in der Quarantänestation des Zoos.

    Am Donnerstag (9.7.) war der Jungstorch soweit genesen, dass er wieder in die Freiheit zurück durfte. Zuvor bekam er von Michael Klein von der Biologischen Station Rieselfelder einen Ring verpasst. Anhand der Nummer 6X795 kann nun der weitere Lebensweg des jungen Weißstorchs verfolgt werden. Seine ersten Flügelschläge außerhalb der Quarantäne-Voliere unternahm er an den Teichen mitten im Zoogelände - weit genug entfernt von den Wölfen! Im Allwetterzoo sind übrigens die meisten Jungstörche inzwischen flügge und können bei ihren Flugübungen sehr schön beobachtet werden.

    (10.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Sonderführungen hinter die Zookulissen:

    Besucht werden die größten Küken im Allwetterzoo

    Vom 23. bis 26. April schlüpften im Allwetterzoo Münster acht Straußenküken. Sie sind zu munteren Jungvögeln herangewachsen und dürfen nun besucht werden. Die „Straußenvisiten“ sind allerdings nur im Rahmen von Führungen möglich, denn Hahn, Henne und die Nachwuchs-„Sträußchen“ leben hinter den Kulissen des Afrikapanoramas. Die Jungvögel dürfen vorerst nicht auf die große Freianlage, weil sie noch mehrmals täglich mit grünem Salat gefüttert werden. Den würden Zebras, Antilopen oder Gnus zu schnell wegfressen. Außerdem könnten die Jungstrauße sich gegen eventuelle Rempeleien der Huftiere nicht wehren, während die Elternvögel momentan recht angrifflustig sind und ihren Nachwuchs notfalls mit kräftigen Tritten verteidigen würden.

    Die Führungen zu „Familie Strauß“ finden an insgesamt fünf Wochenenden jeweils samstags und sonntags in den Ferien statt. Start ist am 11. Juli um 13 Uhr an der neuen Aussichts-Plattform vor dem Afrikapanorama in der Nähe des Elefantenhauses. Bei den einstündigen Rundgängen werden außer den Jungstraußen auch das umgestaltete Afrikapanorama mitsamt seinen Bewohnern vorgestellt. Ein zweiter Rundgang startet jeweils um 14.30 Uhr.

    Straußen-Nachwuchs hat es im Allwetterzoo zuletzt vor sechs Jahren gegeben. Anders als im südlichen Afrika können die größten Laufvögel der Welt ihre Eier in Münster nicht unter freiem Himmel ausbrüten, weil es hier im Frühling einfach zu kalt ist. Deshalb hatten die Tierpfleger nach der Balz der Vögel in deren Innengehege mit einer Fuhre Sand ein künstliches Nest angelegt. Jedes Ei, das von einer der beiden Haupthennen gelegt wurde, brachten die Pfleger in Sicherheit. Als ein genügend großes Gelege beisammen war, begannen „Heinz“ und seine derzeitige Lieblingshenne „Münchi“ mit der etwa 48 Tage währenden Brüterei, bei der die beiden sich regelmäßig abwechselten. „Heinz“ und „Münchi“ ziehen auch die Küken gemeinsam auf, während die andere Eier-Produzentin damit keine Mühe hat...
    (08.07.2009)
    Holger Wientjes:   Ein Teil der Wiese wurde mit E-Zaun eingegrenzt ( aus der Erinnerung heraus schätz ich so etwa 1,5 m hoch ). In diesem nach oben offenen Bereich befinden sich Bäume und weitere Klettereinrichtungen. Das Gelände ist durch einen über dem Besucherweg verlaufenden Gittergang mit dem ursprünglichen Aussenkäfig am Affenhaus verbunden.
    (04.07.2009)
    André Haubrich:   Ich bin leicht verwirrt. Wurde da jetzt die bisherige Liegewiese nur durch Elektrozaun zu einem Kletterkäfig gemacht, der oben geschlossen ist?
    (04.07.2009)
    Holger Wientjes:   Ich habe mir das neue Kapuzinergehege ebenfalls diese Woche mal angeschaut und halte es für insgesamt gelungen.
    Wie bereits erwähnt, haben die Primaten nun nicht nur mehr Fläche, sondern auch eine abwechslungsreichere Umgebung ( Rasen, Bäume,... ).
    Hier fand, im Gegensatz zum Malaienbärgehege ( hier bin ich nachwievor der Meinung, dass es sich, abgesehen von einigen zusätzlichen erhöhten Liegeflächen, lediglich um optische Aufpeppung für den Besucher handelt ), eine wirkliche Steigerung der Lebensqualität der Tiere statt !
    (04.07.2009)
    Andreas Knebel:   Wahrscheinlich sind dem guten IP66 einfach zu viele Schadnager auf der Anlage...
    (03.07.2009)
    Thomas Schröder:   Wenn ich das recht verstehe, braucht es für das IP66er Verständnis von Forenbeteiligung fast ausschließlich nörgelnde Beiträge, in denen Negatives gesucht wird, selbst wenn wenig zu Bekritelndes vorhanden ist... Die meiste Zeit versuche ich das ja zu ertragen, aber ab und an muß man auch mal sagen dürfen, daß das extrem nervt - jedenfalls mich!
    Da baut der Allwetterzoo in Rekordzeit zu wahrscheinlich ziemlich niedrigen Kosten ein äußerst attraktives (für Tier UND Mensch) Außengehege für eine Tierart, die bisher in (jedenfalls äußerlich) ziemlich unattraktiver Umgebung leben mußte. Da haben die Affen das erste Mal Gras unter den Gliedmaßen, können das erste Mal in alten großen lebenden Bäumen klettern, haben ein vielfach größeres und vor allem höheres Terrain zur Verfügung als vorher. Da ist der Zoo extrem transparent in seiner Berichterstattung und veröffentlicht sogar Anfangsschwierigkeiten mit dem neuen Gehege, ja macht sogar die "Ausbrüche" öffentlich. Und was fällt IP66 dazu ein? Dem Kommentar nach zu urteilen hat er wahrscheinlich die Anlage bisher nicht einmal selbst gesehen, meint aber, mal wieder rumstänkern zu können. In der Anlage, die VORHER eine Liegewiese war, befinden sich zwei voll belaubte alte Bäume, Gras, Steine, Bambus, Dorngewächse (keine Ahnung, was genau das ist)und sehr viele zusätzliche Klettermöglichkeiten aus Naturmaterialien (Totholzstämme, Seile). Was bitte spricht dagegen, eben diese Anlage als "natürlich" zu bezeichnen? Kritisieren, wo Kritik angebracht ist, aber bitte auch loben, wem Lob gebührt!!!
    (03.07.2009)
    IP66:   Wenn ich das recht verstehe, braucht es für das westfälische Verständnis von Natur nur eine Liegewiese, um sich wie im Urwald zu fühlen ...
    (03.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Das Ereignis des Jahres im Allwetterzoo Münster: „Freigang“ für die Kapuziner auf der Liegewiese....

    Rechtzeitig zu Beginn der Sommerferien war es soweit: Elf hübsche Kapuziner konnten ihr neues grünes Reich am Zookanal in Besitz nehmen. Jahrelang bewohnten die kleinen Affen im Allwetterzoo Münster nur vergitterte, wenn auch gut ausgestattete Gehege. Zusätzlich wurden den intelligentesten „Südamerikanern“ immer wieder neue, sehr individuelle Beschäftigungsmöglichkeiten geboten - doch die Natur fehlte!

    Ende Juni war es endlich soweit: Nach einer Rekord-Bauzeit von nur vier Wochen erprobten die Kapuziner erstmals ihre neue Freianlage. Tierpfleger und Zoologen, alle am Bau Beteiligten und zahlreiche Zoobesucher warteten in der Mittagszeit ungeduldig auf das Okay der Elektriker. Die nahmen noch letzte Regulierungen an der Stromspannung des Zauns vor, der das neue Gelände umgibt. Dann ging Revierleiterin Teresa Willmen zum alten Freigehege, öffnete den Schieber - und schon stürmten zwei der quirligen Affen in den Laufgang, der in luftiger Höhe über dem Besucherweg verläuft. Nach wenigen Metern auf ungewohntem Terrain liefen sie wieder zurück. Die anderen drängelten sich derweil um den neuen Ausgang.

    Schließlich wagte sich der zweitstärkste Mann der elfköpfigen Kapuzinergruppe immerhin bis über den Besucherweg. „Pedro“ kehrte aber an der ersten Biegung des Laufgangs zurück. Der halbstarke „Monti“ schaffte als erster den kompletten, rund 40 Meter langen Weg. Er hangelte über eine Strickleiter am Ende des Laufgangs in einen der großen Kletterbäume auf der neuen Anlage - und rannte wieder zurück. So nach und nach trauten sich die meisten Kapuziner auf das neue Gelände. Einige sprangen auf den Boden und tollten über den Rasen, ein anderer erklomm eine hohe Kastanie bis in die obere Spitze. Ein Jungtier holte eine Nuss nach der anderen aus einem Leckerbissen-Korb und brachte sie seiner noch ängstlichen Mutter im alten Außengehege. Für die Zuschauer war die rasante Eroberung eines völlig fremden Geländes durch die Kapuziner ein tolles Erlebnis!

    Der Zaun, der die neue Kapuziner-Anlage umgibt, ist transparent und bietet eine sehr gute Sicht auf die Affen, er führt allerdings Strom. Die Zooelektriker hatten hierfür rund 2.200 Meter Stromdraht rings um das Gelände gezogen und 1.000 Isolatoren angebracht. Die elektrische Spannung ist mit 6,5 kV niedrig, aber wirkungsvoll. Als der 32jährige „Odin“ den Außenzaun erklimmen wollte, ließ er ganz schnell wieder los! „Hera“, ein älteres Weibchen, erschrak zwar, sprang dann jedoch zwischen zwei Elektrodrähten hindurch! Eine weitere Schwachstelle an den Sicherheitseinrichtungen entdeckten die klugen Affen ebenfalls in der ersten Stunde: „Venus“ kletterte auf den Laufgang - und schwups war sie raus aus der Anlage. Zum Glück waren Zoomitarbeiter in der Nähe, die das Weibchen am Davonlaufen hinderten. Anschließend wurde nachgebessert...

    Ein zweiter Probelauf einige Tage später verlief ruhig und ohne Pannen. Deshalb werden die Zoobesucher sich in Zukunft Tag für Tag an den quirligen Affen in ihrem grünen Sommer-Paradies erfreuen können! Das ist etwa 700 qm groß und erstreckt sich vom Besucherweg zwischen dem Haus für Niedere Affen und der Pinguinanlage bis hinunter zum Zookanal. Vorhandene Bäume wie eine Kastanie und eine Hainbuche wurden integriert, stabile Eichenkronen als Kletterbäume neu gesetzt. Der Laufgang vom Affenhaus zur neuen Anlage überquert den Besucherweg, ist aber durch Bäume geschickt kaschiert und bietet einen regelrechten Überraschungseffekt: „Guck mal nach oben, da läuft ja ein Affe!“, wird man hier demnächst sicher öfter hören!
    (03.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Eine Vergesellschaftung zwischen Giraffen und Antilopen mit Asperrung???
    (03.07.2009)
    Hannes Lüke:   Noch eine Frage,
    hat jemand Bilder der vergesellschaftung von Giraffen mit Antilopen in Münster. Am besten mit Absprerrung (Innen sowie Außen)?
    (02.07.2009)
    Holger Wientjes:   Das ist eine gute Frage !!! Davon höre ich auch zum ersten Mal. Wenn, dann zumindest nie in der Schau !
    (01.07.2009)
    Hannes Lüke:   Ich habe gerade in der Zootierliste gesehen, dass Münster bis 2004 Fuchskusus hatte. Wo sollen die gewesen sein?
    (01.07.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Sommerferien im Allwetterzoo Münster

    Spannend und lehrreich ist das Ferienprogramm, zu dem der Allwetterzoo alle an Tieren und Naturthemen interessierten Kinder einlädt. Es gibt Führungen am Vormittag und am Abend, eine nächtliche Exkursion zu Fledermäusen und Spaziergänge durch das Wäldchen am Zoo. Im Delphinarium stehen die Trainer Rede und Antwort, im Pferdemuseum geht es natürlich um Pferde und Studenten der Uni Münster erklären, was Flugzeugbauer von Vögeln lernen.

    Zooführungen speziell für Kinder finden an jedem Dienstag- und Donnerstagvormittag statt. Biologen stellen dabei unterschiedliche Themen wie „Beschäftigung von Zootieren“ oder „Das Familienleben der Tiere“ vor. Auch Tiergruppen wie Affen oder Vögel stehen an einigen Tagen im Mittelpunkt. An jedem Mittwoch in den Ferien finden Führungen für Kinder durch den abendlichen Zoo statt.

    An drei Montagen lädt das Delphinarium im Allwetterzoo zur Fragestunde unter dem Motto „Kinder fragen, Trainer und Biologen antworten“ ein. Unter dem Titel „Steckenpferd Pferd“ veranstaltet das Westfälische Pferdemuseum im Zoo einen Ferienworkshop für Kinder. Und auch die Forscherwerkstatt in der BioCity im Zoo bietet ein abwechslungsreiches Ferienprogramm. Betreut durch Biologen können Kinder wie kleine Forscher auf eine nächtliche Suche nach Fledermäusen gehen, die chemischen Eigenschaften eines Bachs untersuchen oder das Verhalten von Erdmännchen ergründen.

    Einmalig ist eine Veranstaltung von Studenten des Instituts für Technik und ihre Didaktik der Universität Münster zum Thema „Fliegen“. Am Mittwoch, 22. Juli, geht es an der Großflugvoliere von 9 bis 11 Uhr darum, wie Vögel und Flugzeuge fliegen. Kleine und große Besucher können sogar spannende Experimente zum Fliegen an einer Bionik-Station durchführen.

    Mehr Informationen zum Ferienprogramm im Zoo unter

    www.allwetterzoo.de
    www.biocity-muenster.de
    www.pferdemuseum.de

     
    (29.06.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Hier ist der Bär los: Familien- und Bärentag im Allwetterzoo Münster

    Geboten werden Bären-Basteln, Bären-Kuscheln, Bären-Fragestunde, Bären-Fütterungen und ermäßigte Eintrittspreise!

     

    Das Bärenhaus im Allwetterzoo Münster ist sehr viel schöner geworden. Innen gibt’s jetzt eine Bären-Galerie, eine Eisbären-Installation und tolle neue Info-Tafeln. Außen genießen die Malaienbären den Sommer in ihrer völlig umgestalteten Freianlage. Alle kleinen und großen Bären-Freunde lädt der Zoo zum Kennenlernen des „neuen“ Bärenhauses ein. Er veranstaltet deshalb am kommenden Samstag (27. Juni) einen speziellen „bärigen“ Familientag mit ermäßigten Eintrittspreisen. Erwachsene zahlen nur 9 Euro, Kinder und Jugendliche 4,50 Euro. Dafür wird nicht nur das volle Zooprogramm mit Delphinarium und Pferdemuseum, Elefantenfüttern und Pinguinmarsch geboten, sondern außerdem ein kreatives und tierisches Programm rund um die Bären im Zoo.

     

    Familien können sich an einem Bärenquiz mit tollen Gewinnchancen beteiligen. Gewinnen kann man auch beim Glücksrad am VerkehrsMobil der Stadtwerke Münster, die sich außerdem eine nette Fotoaktion ausgedacht haben: Kleine Kinder dürfen ihre Kuschelbären mitbringen und sich mit „Brummhilde und Brummo“ fotografieren lassen. Das Foto spendieren die Stadtwerke als Andenken. Vielleicht lassen sich die jüngsten Zoobesucher auch zuvor ein Bären-Gesicht schminken? Im Kreativbereich gibt es zudem einen Basteltisch, an dem aus kleinen Blumentöpfen weiße und braune Brummbären entstehen. Das Material hierfür hält die Eventdesignerin Romy Dircks bereit.

     

    Um die „echten“ Klein- und Großbären im Zoo geht es bei Führungen, die ab 13 Uhr stündlich stattfinden. Die Tierpfleger beantworten um 11 Uhr Fragen zu den Malaienbären, um 14.30 Uhr zu Syrischen Braunbären und Nasenbären. Außerdem bereiten die Pfleger Eisbomben für Kinder vor, aus denen sie ebenso wie die Bären Leckereien pulen können. Das komplette Programm ist unter www.allwetterzoo.de unter dem Stichwort „Familientag“ zu finden.

     
    (25.06.2009)
    Allwetterzoo Münster:   22 Weißstorch-Küken wachsen im Zoo heran:
    Für die frei fliegenden "Gäste" im Allwetterzoo Münster ist das Jahr 2009 ein erfolgreiches Brutjahr!

    Auf 13 Nistplätze haben es die frei fliegenden Weißstörche im Allwetterzoo in diesem Jahr gebracht! Einige Horste existieren bereits seit mehr als zehn Jahren, andere sind in diesem Frühjahr neu entstanden. Und sicher ist, dass ein 2007 in Münster geschlüpfter Jungstorch sich wieder eingefunden hat. Er errichtete gemeinsam mit einem unberingten Partner einen Nistplatz auf der Großflugvoliere des Zoos, brachte aber noch keine Brut zustande. Insgesamt sechs Horste befinden sich inzwischen auf der großen Voliere, in der Geier und Sekretäre leben und ein Rotmilan seine Kreise zieht. Weitere Horste gibt es im Kinder- und Pferdepark, mitten in der Elefantenanlage oder auf dem Afrikapanorama. In einigen dieser Horste kann man derzeit Jungstörche sitzen sehen. Sie sind teilweise beinahe so groß wie ihre Eltern, können aber noch nicht fliegen. An ihren dunklen Schnäbeln kann man sie gut von den Altvögeln unterscheiden, deren Schnäbel leuchtend rot sind.

    Von den 22 Jungstörchen, die derzeit in den Nestern aufwachsen, konnten leider wie schon in den Vorjahren nicht alle beringt werden. Einige Horste sind so ungünstig gelegen, dass auch die längste Leiter der Feuerwehr nicht reichen würde. Das ist schade; denn an der eingestanzten Nummer kann man die Störche Zeit ihres Lebens identifizieren. Aber immerhin zehn Nachwuchs-Adebars tragen seit einigen Tagen einen sogenannten ELSA-Ring und sind somit bei der Vogelwarte Helgoland registriert. Die Feuerwehr Münster unterstützte die Beringungs-Aktion mit einem Leiterwagen. Michael Klein von der Biologischen Station Rieselfelder begab sich in die Höhe und beringte die Jungstörche.

    Michael Tillmann begleitete und fotografierte die Aktion. Der Lehrer und Storchenkenner beobachtet die Weißstörche im Allwetterzoo schon seit vielen Jahren und führt über das Brutgeschehen genau Buch. Seinen Aufzeichnungen ist zu entnehmen, dass einige der im Zoo nistenden Weißstörche aus dem Ausland stammen. Ein weiblicher Storch beispielsweise, der inzwischen sogar jeden Winter in Münster verbringt, trägt einen Ring der Vogelwarte Paris. Andere wurden in der Schweiz oder den Niederlanden beringt. Insgesamt erfasste Michael Tillmann in diesem Jahr 27 erwachsene Weißstörche. Es wird sicher ein phantastisches Schauspiel, wenn diese Vögel demnächst gemeinsam mit den 22 Jungstörchen über dem Zoogelände kreisen!

    (23.06.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Bärige“ Veränderungen im Allwetterzoo Münster:

    „Klaus“ und „Josefine“, die Malaienbären im Allwetterzoo, haben ein neues Zuhause bekommen! Ihre Freianlage wurde naturnah und sehr attraktiv umgestaltet: Statt Beton gibt es jetzt helle Steine und grüne Pflanzinseln, hohe Kletterbäume, mehrere Schattenplätze und viel Rindenmulch zum Wühlen - vielleicht findet sich ja ein leckerer Käfer? Sogar Steinhaufen dürfen die beiden schwarzen Bären umschichten, wenn sie Lust dazu haben! Und ein plätschernder Wasserfall sorgt für eine stimmungsvolle Geräuschkulisse.

    Klaus ist 23 Jahre alt, geboren wurde er im Zoo von Miami/USA, Josefine ist 9 Jahre alt und eine geborene Berlinerin. Malaienbären leben in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Sie gehören zur Familie der Großbären, also zu den größten Landraubtieren der Erde. Jedoch ist der ausgewachsene Malaienbär mit bis zu 1,50 Meter Länge und 50 bis 65 Kilogramm Körpergewicht der kleinste Vertreter der Großbären.

    Die Zoobesucher kommen jetzt sehr viel näher an die Bären heran als früher. Es gibt bodentiefe Glasscheiben dicht am Gehegerand und eine hölzerne Besucher-Plattform, die sogar über den Wassergraben der Bärenanlage reicht. Auch der gesamte Bereich vor der Anlage wurde umgestaltet und bietet ein harmonisches Bild. Dazu tragen eine formschöne Pflasterung von Weg und Schaubucht ebenso bei wie neue Pflanzungen am Gehegerand. Verwendet wurde viel Bambus, der auch im Winter grün ist.

    Technisches:

    Baubeginn war am 16. März 2009. Die Malaienbären haben ihre neue Außenanlage erstmals am 8. Mai kennen gelernt. Die letzten Bauarbeiten im Besucherbereich werden bis zum 19. Juni erledigt sein.

    35 Jahre alter Beton wurde in einer Gesamtfläche von etwa 550 m² saniert, die Rückwand anschließend in abgestuften Grüntönen gestrichen. Die gesamte Gehege-Fläche von rund 160 m² wurde überarbeitet. Wo sich zuvor Beton zeigte, bedecken heute knorrige Baumstämme, helle Sandsteine und Rindenmulch den Boden. Es wurden rund 15 m³ Holz in Form von Stämmen, kräftigen Eichenkronen zum Klettern oder für Absperrungen benötigt und insgesamt ca. 65 Tonnen Sandstein verarbeitet.

    Der Großteil der Arbeiten wurde von einem Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen bewerkstelligt. Darüber hinaus waren eine Malerfirma und zahlreiche Zoo-Handwerker beschäftigt. Allein die Zoo-Gärtner haben rund 200 Arbeitsstunden investiert!

    Die Bären-Galerie im Bärenhaus umfasst knapp 40 „Schaufenster“. Kleine und größere Vitrinen in unterschiedlichen Formen schmücken die sanierten, hell gestrichenen Wände und zeigen „bäriges“ Leben in allen Facetten. Kinder werden viel Freude an den seifigen „Waschbären“ haben, Uhrenfans am „U(h)rbär“, der inmitten zahlloser Uhrwerke hockt. Kunst- und Computerfans finden ebenso „ihre“ Vitrine wie Kenner der münsterschen Zoo-Historie. Leicht gruselig wirken die „Bärowinger“, das sind winzige Skelette aus Mäuseknochen, aufgebahrt in Käseschachteln. Schön ist der „Bärentraum“, der einen Bären mit Bienenflügeln darstellt. Aber ob bär so schneller an Honig gelangt? Edel und ganz in Gold stellen sich die „Goldbärvariationen für J.S.B.“ dar.

    Ernster ist eine Installation zum Thema Klimawandel. Neben einer naturgetreu gestalteten Eis-Landschaft steht ein riesiger Eisbär, aus Plüsch natürlich und zum Anfassen nah. Informationstafeln und ein Film klären über die akute Bedrohung der arktischen Riesen auf.

    Neue große Informationstafeln mit Texten, Fotos und Illustrationen informieren über die drei im Allwetterzoo lebenden Bärenarten. Man erfährt, warum der Eisbär ein helles, der Malaienbär ein dunkles Fell trägt. Anschaulich wird erklärt, weshalb der Nasenbär „Rüsselnase“ und „Ringelschwanz“ trägt, wie vielfältig die Mahlzeiten der Syrischen Braunbären sind, dass Malaienbären trickreiche Schleckermäuler sind und vieles mehr.

    (19.06.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Dank der Sparkasse Münsterland Ost bleibt die Forscherwerkstatt im Allwetterzoo weiterhin täglich geöffnet!

    Vor fast genau einem Jahr bewilligte die Sparkasse Münsterland Ost einen Förderantrag der Westfälischen Gesellschaft für Artenschutz e.V. (WGA), dem Träger der Forscherwerkstatt im Allwetterzoo Münster. In diesem außerschulischen Lernort können Kinder und Jugendliche ihren Forscherdrang ausleben, biologische Fragestellungen bearbeiten und sich intensiv mit der biologischen Vielfalt auseinandersetzen, fachlich betreut durch Biolog/innen und Pädagog/innen. Seit der Eröffnung im Juli 2005 wurden dort zahlreiche Projekte, Fach- und Seminararbeiten sowie „Jugend forscht“-Arbeiten betreut.

    Die Sparkasse Münsterland Ost sieht weiterhin den dringenden Bedarf für diese Einrichtung und verlängert die finanzielle Förderung. Allein über die von der Bezirksregierung Münster für die Forscherwerkstatt frei gestellten Lehrerinnen wäre eine Öffnung an allen Werktagen nicht möglich. Mit der Unterstützung durch die Sparkasse kann jedoch weiterhin eine tägliche fachliche Betreuung sicher gestellt werden. Selbst in den Sommerferien werden wieder abwechslungsreiche Kurzprogramme für verschiedene Altersklassen angeboten.

    Kinder und Jugendliche, die das Angebot der Forscherwerkstatt kennen lernen möchten, besuchen am besten einen Schnuppertermin, für den sie sich – ebenso wie für konkrete Projekte – telefonisch unter 0251-13 53 733 anmelden können. Weitere Informationen zur Forscherwerkstatt und dem Sommer-Ferienprogramm unter www.biocity-muenster.de.
    (05.06.2009)
    IP66:   Daß es individuelle Veranlagungen in Sachen Körpergewicht gibt, scheint mir gut nachvollziehbar. Dennoch fällt mir auf, daß es im alten kölner Menschenaffenhaus keine fettleibigen Orang-Utans gab, obgleich die Grundfläche der jeweiligen Anlagen kleiner war als diejenige im neuen münsteraner Haus. Noch interessanter finde ich den Vergleich der beiden in Gebrauch befindlichen Anlagen in Köln und Krefeld, deren wesentlicher Unterschied ja in dem Vorhandensein eines Deckengitters in dem neueren Gebäude besteht. Bis auf das ältere Orang-Weibchen, daß man aus Krefeld übernommen hat, gibt es auch hier keine massiv übergewichtigen Tiere. Deshalb scheint mir gerade bei Orangs ein Deckengitter recht gute Klettermöglichkeiten zu geben, wobei das hamburger Haus zeigt, daß auch da ohne bei ausreichender Grundfläche eine Fülle von Klettermöglichkeiten geschaffen werden können. Interessant wäre es vor allem, die jüngeren münsteraner Tiere und deren Körpergewicht im Auge zu behalten.
    (27.05.2009)
    Liz Thieme:   Bei den Orangs gibt es stattliche Tiere und auch schlanke.
    In Hamburg zum Beispiel turnen und klettern alle viel, aber Toba (*1984) ist einfach etwas sehr rundlich. Sie hat einen gesunden Appetit, kriegt daher aber auch mehr Gemüse als die anderen. Es ist einfach ihre Figur.
    Andererseit muss man auch das Alter betrachten.
    Die kölner Münsteraner Jonny und Nonja sind nicht mehr jung. Außerdem ihren heutigen Zustand mit den Kölner Zeiten zu vergleichen ist denke ich nicht gerade das Beste.
    Jonny (*1972) war bei seinem Umzug nach Münster 1986 14 Jahre alt und Nonja war fast 9. Diese Tiere können sich noch weiterentwickeln. 14 und 9 sind kein Alter, wo ein Orang den Endzustand im Aussehen und Körpergewicht erreicht hat.
    Außerdem sollte man um solche Vergleiche aufzustellen mehrere Probanten unter die Lupe nehmen. Denn die "klinischen" Ställe aus mitte des 20. Jh waren nicht sehr kletterfreudig ausgestattet im Vergleich zu vielen heutigen Anlagen.
    Also führen Sie mal weitere dicke unsportliche Tiere auf. Dann kann man da weiter gucken.
    (26.05.2009)
    IP66:   Mir sind sind die münsteraner Orangs, ähnlich wie deren krefelder Artgenossen, als recht übergewichtig aufgefallen, einschließlich des jetzt eingegangenen Tieres, daß ich aus seinen kölner Tagen noch als recht schlank kannte. Könnte es sein, daß die begrenzten Klettermöglichkeiten in der Innenanlage oder eine übergewichtsfördernde Ernährung für die nicht besonders lange Lebensdauer des Orang-Mannes verantwortlich sind.
    Was die angesprochene Akzeptanz der überlieferten Anlagen in Münster angeht, so scheint mir bei der Malaienbärenanlage auch deren Zustand eine Rolle gespielt zu haben - eine Vemehrung der Klettermöglichkeiten bei einer Sanierung der architektonischen Bestandteile hätte die Besucher vielleicht auch beeindruckt.
    (26.05.2009)
    Klaus Schüling:   WDR-Sommer-Fest im Allwetterzoo am Sonntag, 5. Juli 2009

    Geplant ist ein eher ruhiges Familienprogramm mit Moderationen, mehrmaligen Auftritten der „Maus“ und musikalischer Unterhaltung zwischendurch.

    Es gilt der Familientagstarif:
    9 Euro für Erwachsene,
    4,50 Euro für Kinder.
    (25.05.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Jonny lebt nicht mehr!
    Wir trauern um unseren imposanten Orang-Utan-Mann

    Kurz vor seinem 37. Geburtstag starb "Jonny". Der älteste Mann in unserer Orang-Utan-Gruppe wurde schon seit rund zehn Jahren immer wieder tierärztlich behandelt. Er war chronisch erkältet und hatte stets Zahnprobleme. Zehn Backenzähne waren ihm bereits vor neun Jahren entfernt worden. Für den 13. Mai wurde ein Untersuchungstermin vorbereitet. Weil Narkosen und operative Eingriffe bei Menschenaffen nicht alltäglich sind, zog Dr. Sandra Silinski außer dem Tierarzt aus dem Wuppertaler Zoo noch Humanmediziner des Universitätsklinikums Münster hinzu. "Jonny" wurde eingehend untersucht. Auch dieses Mal mussten ihm vier vereiterte Backenzähne gezogen werden. Leider verstarb der Orang-Utan noch in der Narkose. Auch eine einstündige Reanimation konnte ihn nicht zurückholen. Die Obduktion im Primatenzentrum Göttingen ergab, dass "Jonnys" linker Lungenhauptlappen stark vereitert und nicht mehr belüftet war. Er litt unter einer behandlungsresistenten chronischen Bronchiopneumonie und hatte zudem einen Nierenschaden.

    So groß die Trauer bei den Zoomitarbeitern auch ist, wissen doch alle, dass "Jonny" schon lange nicht mehr der "Alte" war. Er wurde in den letzten Jahren zunehmend lethargischer, fraß nicht mehr gut und bewegte sich zeitweise schwerfällig. "Ihm fehlte wohl die Luft", meinte Bärbel Uphoff. Denn "Jonny" hielt sich schon lange überwiegend am Boden auf oder in einer der Hängematten und kaum noch nach Orang-Utan-Art hoch oben in den Kletterbäumen. "An guten Tagen hat er aber immer noch gern mit "Pongo" gespielt", sagt die Revierleiterin.

    Geboren am 21. Mai 1972 im Kölner Zoo, war "Jonny" im Mai 1986 nach Münster umgezogen. Gerade erst 14jährig hatte er immer wieder Streit mit dem damaligen Kölner "Gruppenchef" gesucht, vermutlich wollte er die Vorherrschaft übernehmen. Deshalb zog er gemeinsam mit "Nonja" in den Allwetterzoo um. Das Paar brachte 1989 den ersten Nachwuchs bei den Borneo-Orang-Utans in Münster, einen kleinen Jungen namens "Batu". 1995 wurde "Nonja" erneut Mutter und gebar das weibliche Jungtier "Mali". Für den letzten Nachwuchs bei unseren Orang-Utans zeichnete "Jonny" allerdings nicht mehr verantwortlich.

    Nachdem das jüngere Weibchen "Temmy" kurz vor Weihnachten 2006 "Ito" auf die Welt gebracht hatte, standen zwei andere Orang-Männer unter "Verdacht". "Jonny" war gesundheitlich schon seit vielen Jahren nicht mehr auf der Höhe und schied als potentieller Vater aus. Dennoch wurde ein DNA-Test von Proben aller männlichen Orang-Utans im Allwetterzoo durchgeführt. Das Ergebnis: "Pongo", 1998 im dänischen Alborg geboren, ist der Vater! Er wird nach "Jonnys" Tod vermutlich rasch zum "Gruppenchef" heranwachsen und möglicherweise ebenso imposante Backenwülste entwickeln wie dieser.

    In europäischen Zoos lebten 2007 insgesamt 154 Borneo-Orang-Utans, 61 männliche und 93 weibliche. Die beiden Ältesten sind derzeit 47 Jahre alt.

    (20.05.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Kino im Elefantenhaus:

    Freitag, 15. Mai, 21 Uhr, im Allwetterzoo:

    „Die Linse“
    zeigt den Stummfilm “Chang, a Drama of the Wilderness”

    Bevor sie mit „King Kong“ den berühmtesten Gorilla der Filmgeschichte erfanden, machten Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper für „Chang“ zwei Jahre lang Aufnahmen im Dschungel von Nord-Siam, heute Thailand. Die Helden dieses halbdokumentarischen Abenteuerfilms aus dem Jahr 1927 sind der junge Kru und seine Familie. Sie haben ihr Heimatdorf verlassen, um dem Urwald eine Lichtung für den Reisanbau abzutrotzen, und kämpfen gegen Leoparden und Tiger. Das muss man wörtlich nehmen: Die Tiere werden in Fallen gefangen und getötet. Die aufregende und sorgsam strukturierte Geschichte mündet in die Zerstörung des Dorfes durch eine Elefantenherde. Doch die Elefanten werden von den Jägern des Dorfes wieder aufgespürt, in ein riesiges Gehege getrieben und für die Feldarbeit gezähmt.

     

    Der Film „Chang“ setzte ästhetische Standards für sämtliche Dschungelabenteuerfilme und zeigt beeindruckende Tieraufnahmen, wie sie heute kaum noch möglich sind. Inzwischen wurde das Land stark kultiviert und viele Tierarten ausgerottet. Die Filmmusik spielte das 1983 gegründete weltberühmte thailändische Ensemble „Fong Naam“ nachträglich ein. Die Komposition verbindet moderne und traditionelle Instrumente miteinander. Gezeigt wird eine 69 Minuten lange digitale Fassung mit englischen Zwischentiteln.

     

    Für den außergewöhnlichen Film wurde mit dem Elefantenhaus im Allwetterzoo ein ungewöhnlicher Aufführungsort gefunden. Eine Einführung in die Thematik gibt deshalb auch Zoodirektor Jörg Adler. Ab 20.30 Uhr ist am Freitag (15.5.) Einlass in den Zoo, Beginn um 21 Uhr. Die Karten kosten 12 Euro bzw. ermäßigt 10 Euro. Karten gibt es beim CINEMA, Warendorfer Straße, und an der Kasse des Allwetterzoos. Reservierungen unter Tel. 0251-30300.

     
    (11.05.2009)
    Holger Wientjes:   Also ich fand die Anlage, die ja bereits ordentlich strukturiert war ( mit Kletterbäumen und natürlichem Bodengrund ) nicht so schlecht, als dass man gerade dort hätte Geld zwecks Umbau investieren müssen ! An Grundfläche hat sie ja nicht gewonnen.
    Über eine Erweiterung und Umstrukturierung der Leopardenanlage hätte ich mich beispielsweise mehr gefreut !
    Gelungen finde ich indessen die Neugestaltung der früheren Kodiakbärenanlage.
    (08.05.2009)
    Thomas Schröder:   Große Kunst? Fast bei jedem meiner sehr häufigen Besuche im Allwetterzoo (und auch in Zoo-Gesprächen mit MünsteranerInnen) höre ich Klagen über das Bärenhaus. Auch die Malaienbärenanlage wurde viel häufiger kritisiert als die anderen beiden Außenanlagen des Bärenhauses. Solange die BesucherInnen nicht merken, was ihnen laut Ihrer Aussage, IP66, entgeht und genommen wird, solange eben diese BesucherInnen Anlagen auch und gerade nach optischen Gesichtspunkten beurteilen, ja solange werden zig BesucherInnen des Allwetterzoos sich freuen, wenn sie demnächst (nein, sie ist noch nicht fertig) eine sehr schön gestaltete, den Bären sehr wohl andere Klettermöglichkeiten bietende Anlage betrachten können. Architektonische Gesichtspunkte über Alles zu stellen (was Sie in den meisten Ihrer Beiträge machen), wäre tiergärtnerisch und betriebswirtschaftlich ziemlich dumm, und ich bin froh, daß in den Chefetagen der großen Zoos augenscheinlich andere Meinungen vorherrschen als die Ihre.
    Ich jedenfalls freue mich sehr, wenn der betonlastige Teil des Allwetterzoos weiterhin verkleidet wird (immerhin feiert man in Münster gerne und ausgelassen Karneval) und nicht für die Ewigkeit konserviert. Denn dann müßte sich der Zoo eben BesucherInnen suchen, die DAS sehen möchten. Und ob er da über eine Million pro Jahr finden würde, die so denken, wie Sie, IP66...?
    (07.05.2009)
    IP66:   Bei der "Umgestaltung" der Malaienbärenanlage handelt es sich um eine Verkleidung wie bei den anderen Anlagen, Klettermöglichkeiten, die die alte Anlage nicht bot, habe ich nicht erkennen können, allerdings ist man auch noch nicht ganz fertig. Ich bin sehr unglücklich über diesen Umgang mit dem Bärenhaus, daß ja keinesfalls ein "Relikt" vorstellt, sondern den einzigen Bau, in dem sich die Ideen des ersten Architekten des Zoos in sehr eigenwilliger und überzeugender Weise spiegeln. Insofern würde ich den Bau sogar zu den wichtigsten Tierhausneubauten der Brutalismusära zählen, dem mit handverzetzten Steinchen und allerlei Dekorationen ein Gutteil seiner Nachvollziehbarkeit für die Besucher genommen wird. Im Innern ist man gerade dabei, das sehr durchdachte Spiel von Innen und Außen zu vernichten, mit dem über Betonträger, Glasscheiben und die Meerschweinchenanlage eines der faszinierendsten Details des Zooneubaus verschwindet. Ich halte die Ergänzungsbauten am Menschenaffen- und Niederaffenhaus ja für durchaus gelungen, aber mit den wie vom Kleingärtnergeist inspiriert wirkenden Umbaumaßnahmen an diesem wichtigen Architekturdenkmal beraubt sich der Allwetterzoo nicht nur großer Kunst, sondern auch seiner Geschichte, ohne etwas auch nur ansatzweise gleichwertiges zu schaffen.
    (06.05.2009)
    Onca:   mal ein Ausschnitt aus dem Newsletter:

    Neues Warzenschwein
    Ende Januar traf ein neues weibliches Warzenschwein aus dem Ouwehand Zoo in Rhenen/NL bei uns ein. Jetzt erwarten wir noch einen neuen jungen Eber - und hoffentlich demnächst auch wieder Nachwuchs bei diesen wehrhaften afrikanischen Schweinen. Unsere alte Bache "Kaunda" war im vergangenen Jahr im hohen Alter von 13 Jahren gestorben.

    Umzugs-Karussel
    Regelmäßige Besucher haben es vielleicht schon bemerkt: Im Eckterrarium am Allwettergang hinter der Großflugvoliere leben keine Sternschildkröten mehr. Wir haben sie an den Zoo Antwerpen/Belgien abgegeben. Auch die verbliebenen Gelbkopfschildkröten werden demnächst in einen anderen Zoo umziehen. Ist das Terrarium frei, werden wir es für Nashornleguane umgestalten. Unser Paar bewohnt derzeit noch ein Terrarium außen am Tropenhaus. Das neue Domizil ist größer und besser geeignet für die Haltung dieser Leguane. Deren altes Terrarium wird für eine neue Nagetierart umgebaut, und zwar für nordafrikanische Gundis. Bei uns werden Tiere aus der Nachzucht des Aquazoos in Düsseldorf zu sehen sein.
    Unsere jungen und gut züchtenden Sternschildkröten bewohnen übrigens weiter das kleinere Terrarium neben der Ausstellung "Verbotene Geschenke". Die Tiere hatten im Winter erneut ein Ei gelegt, aus dem am 8. Februar ein Schildkrötenwinzling schlüpfte. Dass diese Schildkröten bei uns so gut züchten, ist überaus erfreulich. Sie wurden nämlich von den Behörden beschlagnahmt, als sie illegal nach Hongkong eingeführt werden sollten. Über den Zoo Amsterdam landeten sie schließlich im Allwetterzoo.

    Ein neues Bärenhaus?
    Unser Bärenhaus ist ein Relikt aus der ersten Bauphase des vor 35 Jahren eröffneten Allwetterzoos. Zwei der insgesamt drei großen Außenanlagen wurden schon grundlegend renoviert. An Stelle der ursprünglichen Betonlandschaften bewohnen Nasenbären und Syrische Braunbären seit einigen Jahren mit natürlichen Baustoffen gestaltete Freianlagen. Mitte März begannen wir mit dem Umbau der Anlage für Malaienbären. Die hohen Rückwände werden farbig gestaltet, der Boden mit Naturfelsen verkleidet. Die Bären bekommen neue Kletterbäume und die Besucher die Möglichkeit, die Tiere besser zu sehen. Noch vor dem 1. Mai soll die Anlage fertig sein. Dann geht es mit der Verschönerung im Haus weiter. Wände und Säulen wurden bereits freundlich gestrichen, die arktische Landschaft für eine Eisbären-Installation ist fast fertig. Folgen werden zahlreiche Vitrinen, die bäriges Leben informativ und witzig darstellen.

    schön wenn man alte Daten als zukünftig in solchen Mails wiederfindet.
    Ist sie denn inzwischen fertig?

    (06.05.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Wohin mit alten Handys?

    Im Allwetterzoo Münster gibt es eine Sammelstation zugunsten der Umwelt!

     

    2006 schätzte das Umweltbundesamt, dass rund 60 Millionen Handys ungenutzt in deutschen Schubladen liegen. Aktuellere Schätzungen gehen bereits von 135 Millionen Althandys aus. Weltweit werden rund eine Milliarde Handys jährlich verkauft; aber gerade einmal drei Prozent aller alten Mobiltelefone werden recycelt. Dabei enthält jedes Handy wertvolle und wieder verwertbare Stoffe! Aus diesem Grunde errichtete der Allwetterzoo in seinem Eingangsbereich vor zwei Jahren eine Handy-Sammelstation. Zoobesucher können hier bequem ihre ausgedienten Mobiltelefone entsorgen. Damit werden nicht nur Ressourcen geschont, sondern sogar die weltweiten Artenschutzprojekte des Zoos unterstützt. Die Wiederverwertungsfirma zahlt dem Allwetterzoo einen Betrag von bis zu 3 Euro für jedes Gerät.

     

    Inzwischen gibt es eine kleine Sammelstation für Handys auch in einer münsterschen Schule. Die Idee dazu hatte im letzten Winter Elias Völpel, Schüler der Bodelschwinghschule. Er bastelte mit Unterstützung durch den Zoo einen Sammelbehälter und stellte ihn in der Schule auf. Seine Mitschüler fanden die Idee anscheinend gut, denn Elias konnte inzwischen mehr als 20 Handys zur Sammelbox im Allwetterzoo bringen!

     
    (05.05.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Yvonne traut sich:
    „Ausgang“ für die neue Nashornkuh im Allwetterzoo

    Seit einer Woche lebt das Schwergewicht „Yvonne“ jetzt im Allwetterzoo. „In Sachen Liebe“ war die Nashornkuh aus dem holländischen Safaripark Beekse Bergen nach Münster gereist. Hier soll sie mit dem stattlichen Bullen „Harry“ eine Familie gründen...

    Näher kennen gelernt haben die beiden Breitmaulsnashörner sich noch nicht. Doch nach Auskunft von Revierleiter Michael Adler zeigte die Holländerin schon großes Interesse. Am Wochenende wurde der 18jährige „Harry“ erstmals in einen benachbarten Stall gelassen - noch nicht in Sichtweite, doch in Hör- und Riechnähe zu „Yvonne“. Darauf reagierte die gleichaltrige Kuh sofort. „Sie wäre am liebsten zu ihm herübergeklettert“, beobachtete der Tierpfleger. Aber bevor die beiden Nashörner aufeinander treffen, soll „Yvo“ die Außenanlagen in ihrem neuen Domizil kennen lernen - und sich sicher fühlen!

    Am letzten Montag hatte „Yvonne“ das erste Mal Ausgang. Sie traute sich erstaunlich schnell nach draußen - stand auf der Anlage, schaute sich um - und verschwand ebenso schnell wieder im Haus. Das ging rund 30 Minuten lang so. Mal war es Kindergeschrei, mal ein Betonmischer auf der Afrika-Baustelle gegenüber, der sie flüchten ließ. An den folgenden Tagen wurde das Herausgehen weiter geübt. Noch ist die Nashornkuh mehr drinnen als draußen, wenn die Tür zum Haus geöffnet ist, doch die Tierpfleger sind zuversichtlich; denn „Yvonne“ erscheint ihnen mutiger als „Vicky“ und „Emmi“. Die Beiden brauchten sehr lange, bevor sie sich auf die im Frühjahr 2008 erweiterten und völlig umgestalteten Freianlagen im Allwetterzoo trauten.

    Wer die neue Nashornkuh sehen möchte, braucht etwas Glück. „Yvo“ wird zwar täglich stundenweise nach draußen gehen können. Aber wann und wie lange sie sich zeigt, ist ungewiss. Zu erkennen ist sie gut an ihrem langen zweiten Nasenhorn, das die drei Münsteraner im Gegensatz zum Neuzugang „abschubbern“ und dadurch kurz halten.
    (30.04.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Ik heeb en date!!“
    Breitmaulnashorn Yvonne traf heute aus dem holländischen Park Beekse Bergen im Allwetterzoo ein!

    Vermutlich hatte man der 18jährigen Nashornkuh „Yvonne“ das hübsche Schild nicht gezeigt, dass außen am Transport-Container prangte und ihr ein „Date“ versprach. Stabil verpackt - mitsamt Nashorn brachte die „Kiste“ gut fünf Tonnen auf die Waage - und per Schwertransporter traf „Yvonne“ aus den Niederlanden heute Mittag in Münster ein. Hier warteten nicht nur Zoomitarbeiter ungeduldig, sondern auch zahlreiche Besucher. Dass bei den Nashörnern ein besonderes Ereignis anstand, war weithin sichtbar: Mitten in der Anlage stand ein riesiger roter, 38 Tonnen schwerer Kran.

    Sowie der Transporter mit seiner wertvollen Fracht das Nashorngehege erreicht hatte, begann das Abladen. Millimetergenau manövrierte der niederländische LKW-Fahrer den Anhänger mit dem Transporter durch das Tor der Anlage. Der Kran nahm den Container an den Haken und hievte ihn Richtung Stalltür - und dann war wieder Warten angesagt. Das sanfte Locken einer vertrauten Tierpflegerin aus Beekse Bergen half nichts, „Yvonne“ ging ein paar Schritte vor - und wieder zurück. Nachdem die beiden anderen niederländischen Begleiter die zweite Containertür geöffnet hatten und der Nashorndame von hinten gut zuredeten, ging es mit einem Mal schnell. „Yvonne“ betrat den ersten Stall im Bullentrakt, dann den zweiten - und stand binnen einer Viertelstunde in dem ihr zugedachten neuen Quartier. Hier wird sie sich vom Transport erholen und an die neuen Pfleger gewöhnen können. Wann sie das erste Mal auf den ihr zugedachten Partner trifft, hängt von ihrem weiteren Verhalten ab.
    (23.04.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Keine Lust auf holländische Männer?

    Nashorn „Yvonne“ zieht in Sachen Liebe nach Münster um

    18 Jahre alt ist „Yvonne“. Die Breitmaulnashorn-Kuh im besten Alter hätte schon längst mehrfache Mutter sein können, doch der ihr zugedachte Partner im holländischen Safaripark Beekse Bergen gefiel ihr wohl nicht - Nashörner sind wählerisch! Deshalb zieht die schwergewichtige Damen jetzt in den Allwetterzoo um. Dort wartet „Harry“ auf sie. Der 1991 in England geborene Bulle hat seine Manneskraft in Münster schon mehrfach unter Beweis gestellt. „Emmi“, die jüngste Kuh in der westfälischen Nashorn-Herde, ist gerade zum dritten Mal tragend. Die „Partnervermittlung“, deren Ziel weiterer Nachwuchs bei den hoch bedrohten Breitmaulnashörnern ist, kam über das Europäische Erhaltungszucht-Programm zustande.

    „Yvonne“ wird im Laufe der Woche in Münster erwartet. Den Transport organisieren Mitarbeiter des Tierparks Beekse-Bergen.

    Im künftigen Zuhause angekommen, wird „Yvonne“ allerdings noch einige Tage im Stall verbringen, um sich an das Leben in Münster und die Pfleger zu gewöhnen. Wann sie dann ihren neuen Partner und die beiden anderen Nashorn-Kühe kennen lernen darf, ist von ihrem Verhalten abhängig.
    (21.04.2009)
    Holger Wientjes:   Wäre ja schön gewesen, wenn man die Möglichkeit genutzt hätte und bessere Einblickmöglichkeiten ins Hirschgehege geschaffen hätte. Das die Springböcke in Zukunft ein separates Gehege nutzen und somit gezeigt werden können, halte ich für eine gute Idee !
    (20.04.2009)
    Thomas Schröder:   Es gab schon seit mehreren Jahren kein Gehege zwischen den Hirschen und der Großanlage mehr. Da die Hirsche eh den Zaun überwanden und die Schildkröten besuchten, schuf man diese ab und gab den Hirschen ein großes Gehege vom Wasserfall bis zum Wirtschaftsweg. Nun wird eine Möglichkeit geschaffen, einen Teil der Großanlage abzutrennen, um die Springböcke auch zu Zeiten in der Schau haben zu können, in denen sie wegen der Jungtiere nicht in der Großgruppe afrikanischer Tiere gehalten werden können. So habe ich es jedenfalls verstanden. Außerdem scheint eine Art Aussichtsplattform zu entstehen, die über den Wassergraben ein wenig in das Gehege hineinzureichen scheint. Und die unsägliche Drainage-Situation an der Ecke zum Elefantenhaus scheint man auch ausgebessert zu haben, sodaß nun hoffentlich seltener der Wassergraben überzulaufen scheint und man Notabsperrungen nun nicht mehr benötigt...
    (20.04.2009)
    IP66:   Man scheint das Gehege zwischen den Prinz-Alfred-Hirschen - deren Gehege derzeit als Abstellplatz für die Baumaschienen dient - und der Großanlage letzterer zuschlagen zu wollen.
    (20.04.2009)
    Holger Wientjes:   Findet denn, ausser der Kunstrasenaktion, auch eine Umstrukturierung der Anlage statt ?
    (20.04.2009)
    IP66:   Derzeit verlegt man Rollrasen - was ich sowohl aus tierhalterischen wie auch aus ökologischen Gründen nicht ganz verstehen kann. Ist es wirklich sinnvoll, in einem Zoo, der den Naturschutz noch in den öffentlichen Toiletten predigt, die düngemittel- wie energieintensive Herstellung von Rollrasen zu fördern, dessen Verwendung bei den Gehegebewohnern womöglich noch Huf- und Verdauungsschäden verursacht?
    (20.04.2009)
    Holger Wientjes:   Kann mir jemand sagen, wie die Afrikaanlage nach deren Umbau ausschauen soll ? Die Planungsskizze dort sagt mir nicht viel.
    Kommt es zu einer Unterteilung der Anlage ? Wird sich am angrenzenden P-A-Hirsch-Gehege auch etwas ändern ?
    (17.04.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Zoo-Mathematik: Einzelkind plus Drillinge geteilt durch 2 gleich 2 mal Zwillinge...

    „Adoption“ bei den Kattas im Allwetterzoo Münster

    In den letzten Tagen standen viele Zoobesucher vor der Katta-Anlage im Allwetterzoo und suchten vergeblich die am 26. März geborenen Drillinge. Sie entdeckten schließlich auch Mütter mit Jungtieren, aber beide trugen nur „Zwillinge“ mit sich herum. Des Rätsels Lösung: „Mobi“, die Drillings-Mutter, hat sich am Wochenende eines ihrer Kinder abnehmen lassen. Die Adoptivmutter ist „Viola“, die Oma der Drillinge. Sie selbst versorgt ein einzelnes, am 30. März geborenes Jungtier und hat deshalb Milch.

    Noch am Nachmittag des 6. April sah bei den Kattas alles sehr harmonisch aus, beide Mütter kümmerten sich vorbildlich um den vierfachen Nachwuchs. Und eigentlich waren die Tierpfleger nicht unglücklich über die Entwicklung, ist doch die Aufzucht von gleich drei Jungen eine Herausforderung auch für eine Affenmutter! Immerhin hat sie nur zwei Zitzen, die Jungen müssen sich beim Säugen also abwechseln. Nach dem Trinken müssen alle Drei sauber geleckt werden, und gewärmt werden wollen die kleinen Lemuren schließlich auch. Gar nicht daran zu denken, wenn sie mit zunehmendem Alter unternehmungslustig werden und „Mobi“ gleich auf drei Junge aufpassen muss! Kattakinder sind sehr lebhaft und wollen toben, klettern, ihre Welt erkunden und kennen keine Gefahren.

    Am Morgen des 7. April wurden die Tierpfleger nun erneut überrascht: „Mobi“ hatte die Drillinge wieder bei sich! Warum in der Nacht das dritte Kind zurück zur eigenen Mutter gewechselt ist - ob freiwillig oder mit Nachdruck, das weiß niemand. Aber wundern würde man sich im Zoo nicht, wenn das Wechselspiel so weiter geht....
    (07.04.2009)
    Holger Wientjes:   Also ihr Jungtier hatte ein gesundes Fell und dass sie sich selbst Harre ausreisst glaube ich eher nicht. Dafür sah es zu gleichmässig aus ( auch am Rücken ).
    (04.04.2009)
    BjörnN:   Ist es denn sicher, dass sie die Haare von allein verloren hat? Manche Menschenaffen neigen ja dazu, sich selbst zu enthaaren, z.B. in Stresssituationen, obwohl mir dieses Verhalten bisher nur bei Schimpansen und Bonobos aufgefallen ist.

    Im Zoo von Cincinnati lebt das Bonobo-Weibchen "Louise", welches komplett kahl ist, ebenso wie ihre Schwestern "Loretta" und "Laura".

    @Michael Mettler
    An Milbenbefall hatte ich bei meinem Besuch auch gedacht, doch wäre "Changa" (Dank an Thomas Schröder für die Aufklärung) bei einem derartigen Befund sicher von der Gruppe betrennt, da Hautmilben hartnäckige und sehr wanderfreudige Biester sind, was vor allem dem Jungtier in seiner Entwicklung alles andere als förderlich wäre.
    (04.04.2009)
    Onca:   Hmm, stimmt. Gana war/ist schwanger und Changa hat ihren Sohn Thabo. Er war ca Frühjahr 2008 geboren.
    Seit rd 12 Monaten keine Schwangerschaft mehr bei ihr... lässt es sich wenigstens nicht darauf zurückführen. Wenigstens ist es mir nicht bekannt, dass dieses Hormonproblematik so lange anhält.
    Mich würde es sehr stark wundern wenn Dr Silinski und alle weiteren Verantwortlichen sich nicht darum bemühen, die Gründe zu klären. Manchmal (bzw eigentlich sehr oft) erfahren halt auch interessierte Zoobesucher, wie wir nichts, was ich nicht schlimm finde.
    (04.04.2009)
    Thomas Schröder:   Das nahezu nackte Weibchen bei den Gorillas heißt Changa und sie ist soviel ich weiß nicht trächtig und war dieses auch die letzten 16 Monate nicht...
    Und auch ich wüßte gerne, woher IP66 weiß, daß man sich in Münster nicht um die Fellprobleme kümmert bzw. sorgt. Vermutungen als Tatsachen darzustellen finde ICH unbefriedigend, um es milde auszudrücken.
    (04.04.2009)
    Michael Mettler:   Mir kommt der Vergleich zwar selbst irgendwie blöd vor, aber ich hatte mal ein Meerschweinchen, das jeweils im Stadium der Hochträchtigkeit reichlich Fell verlor. Als Ursache stellte sich schließlich eine Milbenart heraus, die normalerweise keine auffälligen Folgen verursacht, sich aber auf einem geschwächten Wirt explosionsartig vermehren kann.
    (03.04.2009)
    Onca:   gleiche Probleme hat die Eisbärin in Nürnberg nach der letzten Schwangerschaft gehabt.

    Zu dem Haarausfall und Schwangerschaft hier mal was aus der Menschenwelt:
    >Viele Frauen leiden in der Schwangerschaft oder nach einer Geburt unter Haarausfall. Auch bei Erkrankungen der Schilddrüse, nach Absetzen der Anti-Baby-Pille oder in den Wechseljahren können vermehrt Haare ausfallen. Die Ursache dafür sind hormonelle Umstellungen des Körpers.
    In der Schwangerschaft steigt der Östrogenspiegel und das Haarwachstum wird verstärkt. Nach der Entbindung fällt der Hormonspiegel aber auf das Ausgangsmaß zurück und viele Haare treten plötzlich aus dem Wachstumsstadium in das Ruhestadium über.
    Die Folge: Zwei bis vier Monate nach der Geburt fallen die überschüssigen Haare aus.<
    (03.04.2009)
    Holger Wientjes:   Ich denke auch, dass sich die Verantwortlichen dort Gedanken machen !
    Was für Ursachen KÖNNTE es denn haben ? Stress in der Gruppe ?
    (03.04.2009)
    krümmel:   @IP66
    Wie kommen Sie dazu anzunehmen, man würde in Münster den Gründen für diese Kahlheit nicht nachforschen?
    (03.04.2009)
    IP66:   Ein Zeichen von guten Haltungsbedingungen scheint mir eine solche Kahlheit aber auch nicht zu sein - und daß man deren Gründen nicht nachforscht, finde ich auch unbedfriedigend.
    (03.04.2009)
    Sven P. Peter:   Gana verliert bei jeder Trächtigkeit ihr Fell, genaue Gründe kennt man wohl nicht wenn ich mich recht entsinne.
    (02.04.2009)
    Daniel Meier:   @MM stimmt natürlich :-) Aber weiss jemand genaueres?
    (02.04.2009)
    Holger Wientjes:   Ich war die letzten Wintermonate nicht da. Habe sie also jetzt das erste Mal so gesehen. Scheint ihr aber abgesehen davon gut zu gehen.
    Ist da Näheres zu bekannt bzw. ist das "reparabel" ?
    (02.04.2009)
    BjörnN:   @Holger Wientjes
    Das Weibchen, ich glaube es ist "Gana", hat ihr Fell schon vor Monaten eingebüßt, was wohl eine hormonelle Ursache hat.
    (02.04.2009)
    Holger Wientjes:   Eines der Gorillaweibchen (ich glaube die Mutter des derzeitigen Jungtieres) sah diese Woche so aus, als ob sie ihr Fell verliert/verloren hat. Weiss da jemand näheres zu ?

    Die Kattajungtiere kann man bei diesem Wetter mit etwas Glück sehr gut aus nächster Nähe auf der Aussenanlage bewundern !
    (02.04.2009)
    Michael Mettler:   @Daniel Meier: Wenn Mutter und Tochter vom selben Männchen Nachwuchs bekommen, muss das Männchen doch nicht mit ihnen verwandt sein.
    (02.04.2009)
    Daniel Meier:   Heisst das es gibt Inzucht?
    (02.04.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Kleine Sensation bei den Kattas im Allwetterzoo:
    „Mobi“brachte Drillinge zur Welt!

    Vor einer knappen Woche staunten die Tierpfleger im münsterschen Zoo nicht schlecht: Das Kattaweibchen „Mobi“ präsentierte ihnen am 26. März stolz drei Junge! Zwillinge oder nur ein Kind sind normal bei diesen Lemuren aus Madagaskar. Drillinge hat es im Allwetterzoo noch nie gegeben! Jetzt hat die junge Mutter alle Hände voll zu tun, um die drei kleinen Affen satt und anschließend wieder sauber zu bekommen und sie stets warm zu halten. Der Kräftigste ist schon so pfiffig, dass er auf Mamas Rücken klettert, wird es vorn zu eng. Beim Trinken scheinen die Jungen sich gut abzustimmen: Weil es naturgemäß nur zwei mütterliche Zitzen gibt, kann nur der Reihe nach getrunken werden.

    Die Oma der Drillinge, „Mobis“ Mutter „Viola“, wurde am letzten Montag ebenfalls erneut Mutter, sie brachte allerdings nur ein Junges zur Welt. Der stolze Vater aller vier Affenkinder heißt „Gubo“. Zum Glück für die Kattas scheint derzeit die Sonne und die Temperaturen steigen von Tag zu Tag. Als ausgesprochene „Sonnenanbeter“ gehen sie jetzt wieder gern auf die Freianlage. Hier haben die Zoobesucher gute Möglichkeiten, kleine und große Kattas zu bestaunen, denn die Anlage darf von Menschen betreten werden.
    (02.04.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Aus der Taiga an den Strand: Tiger „Rasputin“ schmückt tolles Badelaken!

    Noch hat die Badesaison nicht begonnen, doch in den nahen Osterferien wird es sicher etliche Münsteraner an südliche Strände locken. Wir hoffen, dass dann viele unseren Tiger „Rasputin“ im Gepäck haben. Natürlich nicht leibhaftig - vielmehr als wunderschönes Bild auf einem kuschelig-weichen Badelaken.

    Entstanden ist die Idee, unseren tollen Tiger auf ein Handtuch zu bringen, in der Galeria Kaufhof Münster. Dort wird seit einigen Jahren ein „Münsterbadetuch“ angeboten, mittlerweile mit der vierten Motivauflage. Münster-Elemente weist auch das neue Tiger-Tuch auf, für dessen Gestaltung der (Zoo-)Grafiker Oliver Hartmann gewonnen wurde. Das Tiger-Badelaken wird für 16,99 Euro exklusiv in der Galerie Kaufhof und im Souvenir-Shop im Allwetterzoo angeboten. Wer ein Tiger-Tuch erwirbt, unterstützt damit sogar den Zoo, speziell das geplante Badebecken für Elefanten! Die Galerie Kaufhof GmbH hat sich verpflichtet, für jedes verkaufte Tiger-Badelaken einen Euro an den Zoo zu spenden.
    (13.03.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Wertvolles Geschenk an den Zoo: Ein Gepard aus Bronze

    Wer vom Landoisplatz aus in Richtung Gepard-Anlage geht, sieht schon von Weitem direkt neben dem Besucherweg die unverkennbar elegante Silhouette eines dieser schnellen Raubtiere. Mit gesenktem Kopf scheint die Raubkatze in weiten Schritten die afrikanische Savanne zu durchstreifen - nur gut, dass sie aus Bronze ist! Die künstlerisch sehr gelungene, lebensgroße Skulptur ist die letzte Arbeit des Bildhauers Jochen Ihle und ein Geschenk von Haidel und Helge Peters an den Allwetterzoo. Das dem Zoo seit langem verbundene Ehepaar war mit dem inzwischen gestorbenen Bildhauer befreundet. Der „Gepard” wurde 1997 von Jochen Ihle eigens für das Ehepaar Peters gestaltet.

    Jochen Ihle (1919-1997) war Meisterschüler an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. 1951 erhielt er den Großen Berliner Kunstpreis. Im Allwetterzoo sind mit dem “Jungen Gorilla” vor dem Affricaneum - ebenfalls ein Geschenk von Haidel und Helge Peters - und dem “Springpferd Halla” im Pferdemuseum weitere Plastiken Ihles zu sehen. Auch die Großplastik des Springpferdes “Halla” in Warendorf und die “Reiher” an der Autobahn-Raststätte Münsterland-West stammen von diesem Bildhauer.
    (09.03.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Dribbeln für Afrika im Allwetterzoo 

    Am 4. Februar wird im Allwetterzoo „gedribbelt“. 250 Schüler/innen aus vier Münsterschen Schulen werden einen einzigen Ball bewegen, vorbei an Rieseneseln und Trampeltieren, Nashörnern und Tigern. Bei ihren ersten Runden werden die kleinen „Dribbler“ von Spielern des SC Preußen 06 e.V. Münster und Zoodirektor Jörg Adler begleitet. Start und Ziel ist an der Arena des Pferdemuseums im Zoo.

    Der Allwetterzoo ist der erste Zoo, in dem zugunsten afrikanischer Schüler gedribbelt wird, folgen werden Events in den Zoos von Hamburg, Leipzig oder München. Dass das Dribbeln den beteiligten Kindern viel Spaß macht, zeigt der Weltrekord anlässlich der letzten Fußball-EM: Mehr als 4.000 Kinder dribbelten gut 3.000 km quer durch Deutschland. Verantwortlich damals wie heute ist Deutschlands größtes Schulsport-Förderprojekt „Fit am Ball“, ins Leben gerufen von der Deutschen Sporthochschule Köln.

    Mit „Fit am Ball Africa“ sollen bis zur Fußball-WM 2010 Spenden für Schulen auf dem afrikanischen Kontinent „erdribbelt“ werden. Ziel ist konkrete Hilfe für Bildungsprojekte in zunächst elf Ländern von Ägypten über Tansania, Malawi, Madagaskar bis Südafrika. Die beteiligten Schüler suchen für ihre gedribbelten Kilometer ähnlich wie bei Sponsorenläufen einen Geldgeber. Für die ordnungsgemäße und transparente Abwicklung bürgen MISEREOR und UNICEF. Mehr Informationen: www.fitamball-africa.de 

    Projekt-Pate Wilfried Sanou, Spieler beim 1. FC Köln, sagt: „Ich bin im westafrikanischen Burkina Faso aufgewachsen. Uns fehlte es an Essen, Schuhen und Bällen. Deshalb setze ich mich für ,Fit am Ball Africa’ ein“.
    (02.02.2009)
    Michael Mettler:   Bei uns erschließt sich der Eisbär gerade neue Lebensräume und ernährt sich von ausgerutschten Verkehrsteilnehmern... :-D
    (08.01.2009)
    Sven P. Peter:   Rein Wettertechnisch hätte man ja keinen unglücklicheren Termin für eine Veranstaltung geben die globale Erderwärmung finden können. ;)
    (08.01.2009)
    Allwetterzoo Münster:   „Heiße Zeiten“ - Ein Aktionstag gegen Klimawandel am Sonntag, 11. Januar, im Allwetterzoo

    „Nimm das Klima in die Hand“ - unter diesem Motto findet am kommenden Sonntag ein Aktionstag zum Thema Klimawandel im Elefantenhaus des Allwetterzoos statt.

     

    Mit Spielen rund um das Thema Klima werden Mitarbeiterinnen der Kampagne „Heiße Zeiten“ von 11 bis 16.30 Uhr präsent sein. Inhalte der Spiele sind neben Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels besonders auch Handlungsmöglichkeiten für den Klimaschutz. Eingeladen zur Teilnahme sind Kinder und Jugendliche sowie interessierte Erwachsene.

     

    Träger der Kampagne „Heiße Zeiten - Nimm das Klima in die Hand“ ist das Eine Welt Netz NRW in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern (Evangelischer Entwicklungsdienst, Energiebau Solarstromysteme GmbH, InWent, Misereror, Lippische Landeskirche, Evangelische Kirche im Rheinland).

     
    (08.01.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Unternehmer hat ein Herz für Delfine: Beachtliche Spende für das Delphinarium in Münster

    Wilfried Tandetzki hat als Geschäftsführer der Homann Industriebedarf GmbH in Altenberge viel mit Technik zu tun und sein Alltag ist eher nüchtern. Vielleicht hat er gerade deshalb ein Herz für Tiere, speziell für Delfine. Die intelligenten Meeressäuger haben es ihm angetan, und zwar derart, dass er sich mit einer großen Summe für ihren Schutz engagiert! Auf die Idee brachte ihn übrigens sein karnevalistischer „Mit-Obergeist“ Jörg Adler. Dem Zoodirektor bedeuten die Delfine ebenso viel wie Affen oder Elefanten.

    Einen hohen fünfstelligen Betrag spendet Wilfried Tandetzki nun für die drei Jungdelfine Palawas, Rocco und Kite im Delphinarium im Allwetterzoo. Er und seine Ehefrau Petra und die Tochter Charlotte werden damit Paten dieser Delfine. Die Delphinarium Münster GmbH gibt die Spende weiter an die Gesellschaft yaqu pacha e.V., die sich für die Rettung im Wasser lebender Säugetiere Südamerikas einsetzt. Deren erster Vorsitzender, der Biologe Dr. Lorenzo von Fersen, kann sein Glück kaum fassen: Mit der Spende wird yaqu pacha den Schutz der La Plata-Delfine vorantreiben. Diese Delfinart ist die am meisten bedrohte im Süden Amerikas.

    yaqu pacha - der indianische Name bedeutet „Wasserwelt“ - ist die Delfin-Schutz-Gesellschaft des Delphinariums Münster und des Tiergartens Nürnberg.
    Informationen zu yaqu pacha unter http://www.yaqupacha.org/
    (16.12.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Freude im Allwetterzoo Münster: Nachwuchs im Gepardgehege

    „Das ist ja ein quicklebendiges Quartett! Und dann auch noch zwei Mädchen und zwei Jungs“, so der begeisterte Zoodirektor, als er das erste Foto der am 4. November geborenen Gepardbabys machen konnte. Die Jungtiere waren für eine Wurmkur kurzfristig von der Mutter getrennt worden. Stolz sind auch die Tierpfleger, dass nach mehrjähriger Pause mit der erfolgreichen Zucht der eleganten afrikanischen Katzen im Allwetterzoo Münster nun der Knoten wieder geplatzt ist. Besonders erfreulich ist, dass schon das Muttertier in Münster geboren wurde. Der „frischgebackene“ Vater stammt aus dem Wuppertaler Zoo.

    Der jüngste Nachwuchs wird von Mutter „Mbala“ vorbildlich aufgezogen. Es ist der erste Wurf der vierjährigen Katze, die ihre Jungen im dichten Gras der Freianlage unter den Augen der Pfleger zur Welt brachte. Als es knapp eine Woche nach der Geburt zu regnen begann, zog die Mutter mit ihren vier Babys kurzerhand in eine der trockenen und wettergeschützten Höhlen im Gehege um, die den Geparden zur Verfügung stehen. Zwischenzeitlich hatte sie die Jungtiere sogar schon im warmen Haus untergebracht. Auch Gepardenmütter in Afrika wechseln mit ihren Jungen häufig das Lager, um sie so vor Fressfeinden zu schützen.

    Für die Zoobesucher haben die „Umzüge“ der kleinen Familie allerdings einen Nachteil: Sie können die Junggeparden frühestens dann sehen, wenn diese selbständiger werden. Das wird vermutlich erst Mitte Dezember der Fall sein. Nur wenn „Mbala“ in die dem Zookanal zugewandte Wurfhöhle umziehen sollte, könnte man die Kleinen vom Gehegezaun aus beobachten. Deshalb bittet der Allwetterzoo alle Gepardenfreunde um etwas Geduld.
    (20.11.2008)
    Anti-Erdmännchen:   Oh, den 16.11. muß ich mir wohl dick im Kalender anstreichen. :)
    (12.11.2008)
    IP66:   Das in der Pressemitteilung geäußerste Bedürfnis, jede Wand als kahl empfinden zu wollen und deshalb dekorieren zu müssen, erinnert mich an den horror vacui von Gründerzeit und Spätantike. Sollte Herr Riegl Recht behalten und uns zumindest in Sachen Zoo der Untergang des Abendlandes bevorstehen? Ober beschränken sich Emfpinden wie Untergang auf Westfalen?
    (11.11.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Sonntag, 16. November:
    Erdmännchen-Tag im Allwetterzoo Münster

    Fragestunde zu den kleinen Räubern und Gewinnspiel für Kinder
    „Auch kleine Helden kommen ganz groß raus“ - das ist das Motto eines tollen Tierfilms über Erdmännchen, der am 20. November in Deutschlands Kinos startet. „Wächter der Wüste“ zeigt das aufregende Leben einer Erdmännchen-Familie in der Kalahari-Wüste. Im Allwetterzoo erlebt man die hübschen Raubtiere zwar weniger groß, dafür aber fast „hautnah“. In der erst im April eröffneten neuen Erdmännchen-Anlage reichen die Glasscheiben bis zum Boden.

    Weil Erdmännchen zu den beliebtesten Zoobewohnern zählen, lädt der Allwetterzoo am kommenden Sonntag (16.11.) zum „Erdmännchen-Tag“ ein: Die Biologin Jutta Bäumer beantwortet Fragen zu den kleinen Räubern und für Kinder findet ein Gewinnspiel statt. Verlost werden Freikarten für den Kinofilm „Wächter der Wüste“, Malbücher und Plakate zum Film sowie Erdmännchen aus Plüsch. Die Fragestunde beginnt um 15 Uhr, die Verlosung um 16 Uhr. Beides findet bei den Erdmännchen in der Nashornhalle statt.


    Mehr zu den Erdmännchen im Zoo unter http://www.allwetterzoo.de/news.php?nid=153&m=a

    und zum Film unter www.waechter.centralfilm.de
    (11.11.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Ausstellung von Tierbildern im Elefantenhaus

    Derzeit wird unser Elefantenhaus im Besucherbereich grundlegend renoviert. Es wurde bereits ein neuer Bodenbelag verlegt sowie das Holz von Pagoden und Vitrinen erneuert. Dabei verschwanden in die Jahre gekommene Ausstellungsobjekte - und zurück blieben vorerst hohe, kahle Wände. Deshalb waren wir froh, als uns vor wenigen Wochen ein begeisterter Zoogänger, Tierfotograf und Hobbymaler ansprach. Er hätte nach Tierfotos, die im Allwetterzoo entstanden sind, großformatige Acrylbilder gemalt. Wir haben uns die Bilder angeschaut - und jetzt hängen zwölf davon in unserer Elefantenhalle!

    Der Maler heißt Rainer Traxl, ist gelernter Designer und hat sich nach langen Jahren der Selbstständigkeit zur Ruhe gesetzt. Mindestens einmal in der Woche fährt er von seinem Heimatort Gronau nach Münster, um im Allwetterzoo Tiere zu fotografieren - und anschließend zu malen. Die Bilder, die während der kommenden Monate im Elefantenhaus zu sehen sein werden, zeigen stimmungsvolle Momentaufnahmen. Da reckt sich eine Giraffe nach herbstlich gefärbtem Laub, schmiegt sich ein schneeweißes Guerezababy an die Mutter, rangeln Syrische Braunbären miteinander, spiegelt sich ein schwimmender Tiger im Wasser. Die härteste Prüfung für den Maler war die „Begutachtung“ seines Elefantenbildes durch die Pfleger. Als aber Michael Adler spontan ausrief, „das sind doch Kanaudi und Ratna“, war er zufrieden.
    (29.10.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Adler live bei stern TV: Das Thema sind „Affen und Gefühle“

    Wie nah sind sich Menschen und Menschenaffen? Dieser Frage will Günther Jauch am Mittwoch, 29. Oktober, im Fernsehmagazin stern TV auf den Grund gehen. Gast in dieser Live-Sendung wird Jörg Adler sein. Der münstersche Zoodirektor wurde eingeladen, weil unlängst Fotos eines um ihr totes Baby trauernden Gorillaweibchens aus dem Allwetterzoo um die Welt gingen und Jörg Adler über jahrzehntelange Erfahrungen mit Menschenaffen im Zoo verfügt. Die RTL-Sendung, zu der u.a. auch ein Menschenaffenpfleger aus dem Berliner Zoo eingeladen wurde, beginnt um 22.15 Uhr.
    (28.10.2008)
    Ralf Sommerlad:   Meine Gratulation and Jörg Adler und sein Team, die sich wie so oft in besonderem Maße für den Artenschutz engagiert haben!
    (14.10.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Riesenerfolg für die Froschrettungs-Aktion:

    Allwetterzoo erhielt vom europäischen Zooverband die höchste Auszeichnung für seine Spendenaktion

     

    Zoodirektor Jörg Adler könnte sein Büro mit Urkunden tapezieren, denn für die von ihm mit viel Engagement initiierte Rettungskampagne für Amphibien gewann der Allwetterzoo gleich vier „Awards“. Vergeben wurden die Auszeichnungen von der EAZA, dem europäischen Verband Zoologischer Gärten und Aquarien. Der münstersche Zoo hatte allein für die EAZA-Kampagne 25.000 Euro überwiesen, weitere Spendengelder gingen an den Weltzooverband für dessen „Amphibian Ark“. Europaweit erzielte nur der Zoo Chester in Großbritannien ähnlich hohe Spendeneinnahmen.

     

    Für die 25.000 Euro erhielt der Allwetterzoo als Anerkennung jetzt vier Urkunden, und zwar den EAZA-Award in Bronze, Silber, Gold und Platin. Mit der Überweisung der EAZA-Spende ist die Kampagne für den Allwetterzoo allerdings noch längst nicht abgeschlossen. Um ein Überleben von Frosch & Co. langfristig zu sichern, sind weiterhin Spenden notwendig. Deshalb ist man im Zoo auch froh, dass die Unterstützung von Privat oder durch münstersche Geschäftsleute nicht abreißt. Jüngst hat „Plüsch & Promotion“, ein Werbeartikel-Unternehmen aus Albachten, dem Zoo 320 Plüschfrösche spendiert, die zugunsten der Aktion „Rettet-die-Frösche.de“ eingesetzt werden.
    (14.10.2008)
    Rüdiger:   Glück alleine wird nicht helfen. Sie sollten es wie in Erfurt handel und das kleine zuerst wie Amari künstlich aufpeppeln und später zu der Mutter Emmi lassen. Es wäre ein Jammer würde sie es wieder tötlich attackieren.
    (08.10.2008)
    Michael Amend:   Dann drücke ich jetzt schon Mal die Daumen, das diesmal alles klappt und "Emmi"ihr nächste Kalb vorsorglich betreut.
    (08.10.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Freude im Allwetterzoo: Breitmaulnashorn Emmi ist trächtig!

    Neue Wände, neues Glück! Wie bei uns Menschen war ein „Tapetenwechsel“ anscheinend Anlass für das deutliche Interesse, das Breitmaulnashorn „Harry“ im Mai an „Emmi“ zeigte. Ende April hatten die drei Nashörner im Allwetterzoo Münster ihre erweiterten und umgestalteten Außenanlagen bezogen. Während der Bauzeit waren die Nashornkühe einige Wochen vom Bullen getrennt gewesen. Und schon Mitte Mai, also kurz nach dem Umzug, widmete sich der 18jährige „Harry“ zwei Tage lang sehr ausgiebig seiner Partnerin! 

    Dass „Harrys“ Bemühungen bei der gleichaltrigen Nashornkuh erfolgreich waren, zeigen jetzt Untersuchungsergebnisse der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die dortigen Wissenschaftler sind auf Hormonbestimmungen in Nashorn-Kot spezialisiert. Aus Münster erhalten sie mehrmals im Jahr ein „Sammelpaket“; denn die Tierpfleger nehmen wöchentlich eine Kotprobe von „Emmi“ und frieren sie ein. Nun liegt ein aktueller Bericht aus Wien vor, der „Emmis“ Trächtigkeit bestätigt. Ihre Hormon-Kurve zeigt bis September einen kontinuierlichen Anstieg auf über 1.000 Nanogramm „Schwangerschaftshormon“! Gewöhnlich sind weniger als 200 Nanogramm in einem Gramm Kot enthalten. Schwankungen sind normal und zyklusabhängig. Gewissheit über eine mögliche Trächtigkeit hat man frühestens ab dem dritten Monat. Nachgewiesen werden sog. „20-oxo-Pregnane“, das sind Abbauprodukte des Schwangerschaftsschutz-Hormons Progesteron. 

    Die Trächtigkeit bei Breitmaulnashörnern dauert etwa 16 Monate, also ist mit der Geburt eines Kalbes im Herbst nächsten Jahres zu rechnen. Vielleicht ist „Emmi“ an ihrem Geburtstag bereits Mutter? Sie wurde am 22. 10. 1990 in Münster geboren. Ihr Partner „Harry“ stammt aus dem Zoo Whipsnade/GB. Die 22jährige „Vicky“ ist das dritte Nashorn in Münster. „Emmi“ ist übrigens zum dritten Mal trächtig. In der Vergangenheit hatte sie nach zwei komplikationslosen Schwangerschaften ihre Kälber unmittelbar nach der Geburt getötet.
    (08.10.2008)
    Hannes Lüke:   Auch wenn das Delfinarium viel zu klein ist finde ich es schön, dass das doch wohl langweiligste Delfinarium das ich kenne Zuwachs bekommt.
    (26.09.2008)
    IP66:   Damit dürfte die weitere Existenz des münsteraner Delphinariums für die nächste Zeit gesichert sein!
    (26.09.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Delphinarium Münster ist Teil des Europäischen-Delfin-Austausch-Programms

    Gestern erhielt das Delphinarium im Allwetterzoo Zuwachs. Aus dem Dolfinarium Harderwijk (NL) kamen mit einem Spezialtransport drei große Tümmler nach Münster. Im Gegenzug verließ der bekannte Münsteraner Delfin „Nemo“ das münstersche Delphinarium in Richtung Harderwijk. Dieser Austausch erfolgte im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht Programms (EEP) für große Tümmler, der bekanntesten Delfinart.

    Das EEP hat das Ziel, eine stabile Delfin Population in Europäischen Zoos aufzubauen. Hierfür ist es wichtig, dass die Tiere unter den einzelnen Delfinarien ausgetauscht werden. Der Zuchtbuch-Koordinator im Delphinarium Kolmarden, Schweden, achtet darauf, dass unter anderem keine Inzucht unter den Tieren auftritt. Außerdem wird streng kontrolliert, wo die Tiere untergebracht werden, um sozial stabile Delfin-Gruppen aufzubauen.

    Das Dolfinarium Harderwijk züchtet seit Jahren sehr erfolgreich Delfine. Auch die drei Neuzugänge in Münster sind dort geboren. Um die weitere Zucht zu ermöglichen, machen die Jungtiere „Rocco“ (3), „Palawas“ (4) und „Kite“ (3) jetzt Platz in der Zuchtanlage in Harderwijk. Dafür geht der 22-jährige „Nemo“ (geboren 1986 in Nürnberg) nach Holland und könnte dort irgendwann stolzer Vater werden.

    Momentan sind die drei holländischen Jungs noch hinter den Kulissen und für Besucher nicht zu sehen, werden sich aber bald öffentlich präsentieren.
    (26.09.2008)
    Allwetterzoo Münster:   27. September, 9 bis 18 Uhr:
    „Tag der Meerestiere“ und Familientag im Allwetterzoo Münster

    Mit besonderen Aktionen und ermäßigten Eintrittspreisen lädt der Allwetterzoo Münster am letzten Samstag im September zum „Familientag“ ein. Für Erwachsene wird der Eintrittspreis auf 9 Euro, für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 17 Jahren auf 4,50 Euro reduziert, jeweils inklusive Delphinarium und Pferdemuseum.

    An diesem Wochenende dreht sich alles um das Thema Meerestiere. Neben besonderen Führungen zu diesen Tieren, informieren Pfleger über ihre Schützlinge und die Besucher dürfen einmal hinter die Kulissen schauen. Alle angebotenen Aktionen sind im Eintrittspreis enthalten. Hier das Programm im Überblick:

    11.30, 14 und 16 Uhr
    Vorführungen im Delphinarium und Gesprächsrunde mit den Trainern
    11 bis 17 Uhr
    Malaktion zum Thema „Was lebt eigentlich im Wasser?“
    11.45 bis 12.30 Uhr
    Blick in die Futterküche von Pinguinen und Robben
    12.30, 13.30 und 14.30 Uhr
    Interaktives Froschkonzert  - Jeder kann musizieren!
    13, 14, 15 und 16 Uhr
    1-stündige Führungen zu den verschiedenen Meerestieren
    13.30 bis 15.30 Uhr
    Einblicke hinter die Kulissen des Aquariums
    14 Uhr
    Pinguinmarsch
    14.15 bis 15 Uhr
    Wie funktioniert Robbentraining? Ein Mitmachprojekt für Besucher.
    15 und 17 Uhr
    Führungen hinter die Kulissen des Delphinariums

    Weitere Attraktionen sind der Infostand und Aktionen in der BioCity zum Thema Frösche und Delfine. Hier treffen sich zudem ab 10 Uhr dieSchlaumäuse, bei denen Kinder auf spielerische Art Computer entdecken können.
    (24.09.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Interessante Musterdetails kann man in fast jeder Steppenzebragruppe in Zoos entdecken, unabhängig von der Unterart; bei Grevy- und Bergzebras sind solche dagegen deutlich seltener (obwohl manche Grevys an den Carpalgelenken weiße Tüpfel statt Streifen zeigen). Bei den Münsteraner Böhmzebras sah ich z.B. mal ein Tier mit einem deutlichen Versatz in der Streifung auf einer Körperseite; wirkte so, als habe man ihm mal die Flanke aufgeschnitten und danach wieder zusammengenäht, ohne auf den richtigen Verlauf des Musters zu achten.
    (23.09.2008)
    Michael Mettler:   Nochmal zum Thema Zebrastreifen, auch wenn das Foto kein Tier aus Münster zeigt: Bei dieser Detailaufnahme aus Schwerin (Chapmanzebra) lässt sich sehr gut erkennen, dass sich das Streifenmuster eines Zebras aus deutlich mehr Komponenten zusammensetzt/-setzen kann als nur schwarzen und weißen Streifen und "Schattenstreifen". Bei genauem Hinsehen erkennt man hier zwischen Schatten- und schwarzem Streifen einen weiteren deutlich blasseren Schattenstreifen, dazu weiße "Perlenreihen" in der Streifung und ovale weiße Flecken, die quasi am Rande der dunklen Streifen "kleben" und diesen "ausfressen". Diese Flecken sind es auch, die bei manchen südlichen Steppenzebras eine Art Netzmuster an den Keulen, hie und da auch an den Schultern erzeugen.
    (23.09.2008)
    Ralf Sommerlad:   Nette Idee, Alsmann und Adler....
    (01.09.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Frösche, Frösche, Frösche

    Ein musikalischer, literarischer, amüsanter Abend mit Götz Alsmann und Jörg Adler im Allwetterzoo



    Was im Juni öffentlich versprochen wurde, wird nun bald Realität: Götz Alsmann, Musiker, Moderator und Münsteraner, wird zugunsten der Frosch-Rettungskampagne des münsterschen Zoos singen, spielen und unterhalten! Unterstützt wird er bei der musikalischen und literarischen Veranstaltung am Abend des 11. September von Jörg Adler. Beide widmen sich den grünen Hüpfern und anderen Lurchen, wobei die von Götz Alsmann zu erwartenden Darbietungen noch streng geheim sind. Der Zoodirektor hingegen wird sich textlich vorwiegend mit dem Liebesleben von Kermit & Co. auseinandersetzen.



    Der Froschabend findet an mehreren Stationen im Allwetterzoo statt. Gutes Schuhwerk und Kondition sind also Voraussetzung für eine Teilnahme. Außerdem sollte man im Vorfeld schnell sein, denn der Vorverkauf hat bereits begonnen. Karten in begrenzter Stückzahl gibt es für 35 Euro nur an der Zookasse. Einlass ist ab 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Der unterhaltsame Rundgang mit Alsmann und Adler dauert etwa zwei Stunden. „Froschprinzessin“ Romy Dircks wird vor dem Beginn Informationen über das akute Froschsterben verteilen. Restaurantpächter Ferdinand Grohs spendiert zum gemeinsamen Ausklang im Bistro im Kinder- und Pferdepark ein Glas Sekt. Hier kann man sich auch noch mit einem Imbiss stärken, bevor man die Heimreise antritt. Der Reinerlös der Benefiz-Veranstaltung fließt in die Kampagne www.rettet-die-froesche.de.
    (01.09.2008)
    Michael Mettler:   @cajun: Schattenstreifen sind bei boehmi nichts Ungewöhnliches, da gaukeln uns Tierlexika usw. einen übertriebenen Rassestandard vor. Als man noch Böhm- und Grantzebra als eigene Unterarten unterschied, galt das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Schattenstreifen als eines der Unterartmerkmale, erwies sich aber als nicht haltbar. Ein Afrikakenner mit jahrzehntelanger Freilanderfahrung in Ost- und Südafrika erzählte mir mal, dass man in Ostafrika unter den Böhmzebras problemlos Tiere fände, die - aus ihrer Herde herausgepickt - im Zoo ohne Weiteres als Chapmanzebras angesprochen werden würden.

    Ich habe übrigens in Zoos auch schon Zebras gesehen, bei denen der selbe Streifen an einem Ende klar schwarz war und am anderen als "Schattenstreifen" auslief. Die helleren Schattenstreifen entstehen in vielen Fällen einfach dadurch, dass sich weiße und schwarze Haare mischen; lässt sich auf Detailfotos ganz gut erkennen. In manchen Fällen wachsen die beiden Haarfarben wirr durcheinander, in anderen sind die Weißbereiche innerhalb der schwarzen Umgebung als Perlenmuster mehr oder weniger klar abgegrenzt. Die Fernwirkung ist in beiden Varianten aber nahezu gleich.
    (29.08.2008)
    cajun:   Ich habe einige Fotos, die mich verwirren. In Münster werden die Zebras als Böhm/Grant- Zebras ausgeschildert. Allerdings haben einige der Tiere "Schattenstreifen".
    (29.08.2008)
    IP66:   Ob es doch falsch war, die Mütter mit den Jungtieren so früh dem westfälischen Klima auszusetzen?
    (28.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Gorillamutter „Gana“ hat ihren Sohn „Claudio“ nicht vernachlässigt!

    Inzwischen liegt dem Allwetterzoo Münster der Sektionsbericht des Deutschen Primatenzentrums Göttingen (DPZ) vor. Dorthin war das am 16. August gestorbene, 13 Wochen alte Gorillababy „Claudio“ am Freitag der letzten Woche gebracht worden. „Gana“, die Mutter von „Claudio“, hatte ihren toten Sohn sieben Tage lang mit sich herum getragen. Deshalb wies der zu untersuchende Körper schon starke Zeichen der Verwesung auf.

    Das Ergebnis der Obduktion durch die Pathologen des DPZ erleichtert Tierpfleger, Zooleitung und sicher zahllose Zoofreunde; denn es steht jetzt fest, dass „Gana“ keine Schuld am Tod ihres zweiten Kindes trägt. „Claudio“ wies lt. Aussagen der Wissenschaftler einen guten Ernährungszustand auf. Auch wurden am Tierkörper keine Anzeichen von zu Lebzeiten entstandenen Verletzungen gefunden. Wahrscheinlich hat eine akute Darmentzündung zum sehr raschen Tod des Kindes geführt. Es stehen allerdings noch die Ergebnisse weiterführender Untersuchungen von Gewebeproben aus.
    (27.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Erleichterung im Allwetterzoo Münster:

    Das Gorillaweibchen „Gana“ konnte von ihrem toten Baby getrennt werden

    Tierpfleger, Zooleitung und sicher auch unzählige Zoofreunde sind erleichtert, weil „Gana“ von ihrem toten Sohn „Claudio“ getrennt werden konnte. Schon seit zwei Tagen hatte sie das am vergangenen Samstag gestorbene Gorillababy hin und wieder drei bis fünf Meter entfernt liegen lassen, allerdings nur für kurze Zeit. Etliche Versuche der Tierpfleger, die Gorillamutter mit Leckereien von ihrem toten Kind abzulenken, verliefen erfolglos. Am Donnerstagabend hätte ein erster, gut vorbereiter Trennungsversuch fast zum Erfolg geführt, doch „Gana“ erkannte zu schnell das Vorhaben der Pfleger. Heute Mittag hat es nun endlich geklappt! Revierleiterin Bärbel Uphoff erzählt: „Wir haben erst spät das Innengehege gesäubert, alle Gorillas waren im Wintergarten. Als wir die Schieber öffneten, ging „Gana“ in einen der Schlafkäfige im Haus und legte ihr Baby dort ab. Eine Kollegin lockte sie mit Bananen und Rosinenbrot - das bekommen die Tiere nur ganz, ganz selten - und ich machte schnell den Schieber zu.“ Im Allwetterzoo hofft man nun, dass „Gana“ das Geschehen der letzten Tage bald vergessen kann. Der Körper des toten Gorillajungen wird noch heute in das Deutsche Primaten-Zentrum in Göttingen gebracht. Die Wissenschaftler werden das Tier untersuchen, um möglichst die Todesursache zu ermitteln.
    (22.08.2008)
    Gudrun Bardowicks:   Im Zoo Hannover hatte die Gorilladame Josy im Frühjahr 2007 eine Totgeburt (ihr erstes Jungtier). Man ließ ihr das tote Jungtier auch mindestens 3 bis 4 Tage lang, bis sie es von sich aus an einen Tierpfleger abgab, da sie erkannt hatte, dass es nicht mehr lebte und es nur noch mit Abscheu betrachtete. Das Urwaldhaus war allerdings für das Publikum geschlossen, so dass die Besucher Josy mit ihrem toten Jungtier nicht beobachten konnten. Auch gab es keine Medienpräsenz wie im Münsteraner Fall, da das Jungtier ja eine Totgeburt war.
    (21.08.2008)
    Michael Mettler:   Mich würde interessieren, wie die anderen Gruppenmitglieder auf das tote Jungtier reagieren bzw. wie die allgemeine Stimmung in der Gruppe ist. Oder wird die Mutter derzeit separat gehalten?
    (21.08.2008)
    Klaus Schüling:   Das kann ich bestätigen (Stand: 18:00 Uhr).
    Kennt irgendjemand Fälle, bei denen verstorbene Tiere in menschlicher Obhut ähnlich lange bei der Mutter belassen wurden?
    (21.08.2008)
    cajun:   Laut heutiger Meldung im WDR VT-Text trägt "Ghana" das verstorbene Jungtier immer noch mit sich herum.
    (21.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Das Gorillababy „Claudio“ ist unerwartet gestorben

    Nur gut drei Monate wurde „Claudio“ alt, der jüngste Nachwuchs bei den Flachland-Gorillas im Allwetterzoo Münster. Mutter des Kleinen ist „Gana“, die im letzten Jahr durch die Vernachlässigung ihres ersten Kindes Schlagzeilen gemacht hatte. „Mary Zwo“ wurde damals in kritischem Zustand der Mutter abgenommen, im Uni-Klinikum Münster behandelt und dann in die Gorilla-Kinderstube des Stuttgarter Zoos gebracht. Ihr geht es mittlerweile sehr gut. Mit „Claudio“ ging die elfjährige Gorillamutter anfangs wesentlich besser um als mit ihrem ersten Nachwuchs. Zwar zeigte sich „Gana“ immer noch etwas nachlässig und nicht so besorgt um ihr Kind wie „Changa“, das ältere Gorillaweibchen in Münster - doch „Claudio“ entwickelte sich offensichtlich recht gut. In den letzten Wochen sah man ihn sogar öfter mit dem ein halbes Jahr älteren „Thabo“ spielen.



    Mitte letzter Woche erschien „Claudio“ relativ müde. Man kaufte Babynahrung, um notfalls mit einer Flasche durch ein Gitter zufüttern zu können. Am Freitag hat der kleine Gorilla noch an Mutters Brust getrunken, doch am Samstag, 16. August, sah er deutlich geschwächt aus und zeigte am Mittag nur noch geringe Lebenszeichen. Zoologische Leitung und Tierpfleger waren sich einig, „Gana“ den Sohn nicht abzunehmen. Er ist dann im Laufe des Nachmittags gestorben und wurde noch am heutigen Sonntag von der Mutter getragen. Gorillas brauchen einen längeren Zeitraum, um sich von toten Artgenossen zu verabschieden - und diese Zeit lässt man der Mutter. Zoomitarbeiter informieren am Gehege die Besucher über das Geschehen, das den einen oder anderen irritieren mag. Was die Ursache für „Claudios“ Tod ist, wird eine entsprechende Untersuchung zeigen.
    (17.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Nachwuchs bei den Langschnauzen-Seepferdchen im Allwetterzoo: Ein Mann brachte 81 Junge auf die Welt!

    Erst vor einem guten halben Jahr waren Langschnauzen-Seepferdchen neu im Allwetterzoo eingetroffen. Die Tiere lebten sich in Münster nicht nur gut ein, sie haben sich sogar schon vermehrt. Das ist schnell - und es ist seit vielen Jahren der erste Zuchterfolg bei Seepferdchen im Allwetterzoo.

    Nachwuchs ist bei den Seepferdchen Vätersache: Das männliche Tier ist mit einer Bruttasche ausgestattet, in die das Weibchen die Eier legt. Nach etwa drei Wochen werden durch Öffnen der Bruttasche bis zu 200 Junge vom Vater „geboren“. Dieser Vorgang erinnert an eine Geburt, denn das Tier krümmt sich wehenartig und stößt dabei die Jungen aus.

    Am 22. Juli kamen geschätzt 60 Junge auf die Welt. Als die anfangs nur wenige Millimeter großen Mini-Seepferdchen heranwuchsen wurden sie in ein größeres Becken umgesetzt. Dabei konnten die Pflegerinnen genau zählen und kamen auf stolze 81 Nachwuchs-Fische! Das zweite Männchen war anscheinend zu schnell: Seine am 31. Juli geborenen etwa 40 Jungen waren zu klein und nicht ausreichend entwickelt. Sie haben leider nicht überlebt.

    Der erfolgreiche Vater kümmert sich allerdings nicht mehr um seine Sprösslinge. Die Mini-Seepferdchen wurden nach der Geburt in ein separates Becken gesetzt, damit sie nicht aus Versehen gefressen werden. Die Aufzucht bewältigen die Pflegerinnen - und das ist eine langwierige und zeitaufwändige Angelegenheit. Ernährt werden die Mini-Seepferdchen mit winzigen Krebsen. Inzwischen hat der Nachwuchs die ersten kritischen Wochen überstanden. Die Jungtiere sind anfangs besonders anfällig für Krankheiten und reagieren auch auf Veränderungen sehr sensibel.

    Seepferdchen sind tatsächlich echte Fische, die sich allerdings aufrecht fortbewegen. Bei genauem Hinsehen erkennt man eine schnelle wellenförmige Bewegung der kleinen Rückenflosse und der Brustflossen, wobei die einzelnen Flossenstrahlen bis zu 70mal in der Sekunde von der einen Seite auf die andere schlagen. Mit ihrem langen, flossenlosen Wickelschwanz verschaffen sie sich an Gegenständen - selbst bei starken Meeresströmungen - festen Halt. Die Beute, meist Kleinkrebse und Fischlarven, wird mit einem kräftigen Sog in das Röhrenmaul eingesaugt. Bemerkenswert sind die kleinen Augen der Seepferdchen, die wie beim Chamäleon unabhängig voneinander bewegt werden.

    Seepferdchen kommen ausschließlich im Meer vor. Die in Münster lebende Art hat ihre Verbreitung im Indopazifik. Erwachsen sind die Tiere hellgelb und können bis zu 25 cm lang werden. Die „Babys“ sind noch milchig durchsichtig.
    (12.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Fotoseminare im Allwetterzoo Münster

    Im Zoo wird viel fotografiert. Dank digitaler Technik ist es ja auch ganz einfach. Aber einen Löwen oder Gorilla so richtig toll abzulichten, ist eine Kunst. Und die kann man lernen! Peter Uhl, Fotografenmeister und Inhaber der „Fotoschule des Sehens“, bietet im Allwetterzoo ein- und dreitägige Fotoseminare an. Hierbei geht es in erster Linie um das richtige „Sehen“; denn „das wichtigste Instrument beim Fotografieren ist nicht die hochwertigste Fotoausrüstung, sondern der klare Blick“, sagt Peter Uhl.

    Beim eintägigen Seminar Tierfotografie im Zoo am 4. Oktober gibt Peter Uhl Hilfestellungen und Anregungen z.B. zur Wahl des Standortes, zur Perspektive, zum Vermeiden störender Elemente oder zur geeigneten Kameraeinstellung. Beim dreitägigen Seminar Tiere sehen lernen und fotografieren haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich ein genaueres Bild der Tiere zu verschaffen, ein Gespür für den richtigen Moment zu entwickeln und ihre Kenntnisse der Fotografie zu vergrößern. Das Seminar bietet eine Mischung aus theoretischer Information und praktischer Umsetzung. Es findet vom 28. bis 30. August und vom 23. bis 25. Oktober statt. Sämtliche Seminare begleitet übrigens die Zoologin Martina Walther, die ihr Wissen über Tiere und deren Verhalten den Teilnehmern vermitteln wird.

    Weitere Informationen unter www.allwetterzoo.de. Anmeldung unter 0172 89 271 21 oder www.fotoschule-des-sehens.de.
    (08.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Comedy-Zoo

    In der ersten Folge des Comedy-Zoo von Pro Sieben ist der Allwetterzoo dabei, und zwar mit Kamelen, Giraffen, Eseln, Pferden & Norbert Siebert und den Pinguinen & Holger Drolshagen. „Hauptdarstellerin“ ist Sonja Kraus, Moderatorin bei Pro Sieben.

    Sendetermin: Dienstag, 19. August, 21.15 Uhr


    (06.08.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Jungtiere

    Gerade die Monate Mai, Juni und Juli sind die "Hochzeit" für Nachwuchs im Zoo. In fast allen Bereichen können sich unsere Besucher über Jungtiere freuen. Es haben unter anderem verschiedene Schildkrötenarten, Vieraugen, Seepferdchen, Goldene Löwenäffchen, Guerezas und Erdmännchen das Licht der Welt erblickt. Eine Liste der letzten Geburten finden Sie hier:
    www.allwetterzoo.de/index2.php?nlid=85

    Ein ganz besonderes Erlebnis für viele Zoobesucher war die Geburt eines Islandpferdes am 13. Juli. Mutter Sunna brachte ihr Fohlen am helllichten Tag zur Welt – vor den Augen zahlreicher Menschen. Bereits nach kurzer Zeit stand das Pferdchen auf eigenen, wenn auch noch wackeligen Beinen und wurde von der Herde herzlich begrüßt.
    (30.07.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Webcam bei den Erdmännchen

    Unsere Erdmännchen sind mittlerweile richtige Internet-Stars geworden: Seit April befinden sich drei Webcams des WDR in deren Anlage und zeigen die kleinen Raubtiere live bei ihrem geschäftigen Treiben. Es wird nach Herzenslust gebuddelt, gerannt und "gesichert" – denn an der höchsten Stelle des Geheges hält stets ein Gruppenmitglied Wache. Wir freuen uns, dass sich die Erdfrauen und -männer so gut in ihrer neuen Anlage eingelebt haben und sich offensichtlich sehr wohl fühlen. Schauen Sie doch einmal rein: www.wdr.de

    (30.07.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Endlich ist es soweit, unsere Gorilla-Babys haben Namen. Die beiden Racker hören (mehr oder weniger...) auf die Namen Thabo und Claudio. Thabo – das bedeutet Glück – wurde am 23. November 2007 geboren und ist der Sohn von Changa. Paten sind Elke und Jochen Kramer aus Münster. Gana brachte am 9. Mai 2008 Claudio zur Welt. Patin ist Claudia Kleinert, die "Wetterfee" des WDR. Die beiden kleinen Gorillas tollen schon mit der Gruppe in der Anlage umher.

    Thabo und Claudio haben sehr unterschiedliche Mütter. Changa zeigt sich fürsorglich und schmust gern mit ihrem Sohn. Sie ist aber keine Übermutter und lässt ihm bereits einige Freiheiten. Sogar die anderen Gruppenmitglieder dürfen sich schon mit dem kleinen Gorilla beschäftigen. Revierleiterin Bärbel Uphoff beobachtete kürzlich, dass Changa sich immer weiter von ihrem Sohn entfernte. Vater N’Kwango nutzte die Gelegenheit und griff sich den Kleinen. Nachdem Changa genügend Leckerbissen aufgesammelt hatte, holte sie sich ihren Sohn zurück. Der Gorillamann scheint inzwischen großen Gefallen an Thabo zu finden. Er spielt häufig mit ihm und kitzelt ihn besonders gern.

    Gana hingegen ist laut Bärbel Uphoff eine richtige Rabenmutter. Sie säugt und pflegt ihren Sohn zwar, legt Claudio aber oft irgendwo ab und trägt ihn meist so, dass es nur für sie bequem ist. Letztens entdeckte die Pflegerin das jüngste Gorillakind gar an der Brust der alten Fatima, während Gana unbeteiligt daneben saß. Sehr schön ist, dass beide Junggorillas sich inzwischen miteinander beschäftigen. Thabo schaut immer öfter nach seinem kleineren Halbbruder. Auch hierbei hat Gana laut Bärbel Uphoff "die Ruhe weg". Anscheinend geht sie davon aus, dass ihr Sohn schon genau das können müsse, was der ältere Thabo kann.

    Mehr Informationen zur letzten Gorilla-Geburt im Allwetterzoo unter: www.allwetterzoo.de/index2.php?nlid=83

    (30.07.2008)
    Sven P. Peter:   Ich war vor einigen Wochen mal wieder im Allwetterzoo und sehr positiv überrascht von den neuen Anlagen für Nashörner und Erdmännchen, sehr vorbildlich, auch die Interaktiven Lernschilder für die Besucher :)

    Desweiteren, weil ich neulich danach gefragt wurde, die Planzeichnung des Delfinaußenbereiches, welche über dem Spendentrichter angebracht ist.
    (14.07.2008)
    IP66:   Zu Gnaden: Was ist ein "Zookenner" und wir qualifiziert man sich für diesen Titel?
    (26.06.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Vom „Stern“ getestet und für sehenswert befunden - der Allwetterzoo in Münster gehört in die erste Liga der deutschen Zoos

    Bange Wochen des Wartens sind für Adler und das Team des Allwetterzoos vorbei. Am 11. April hatten drei fachkundige Zookenner im Auftrag des „Stern“ den Allwetterzoo in Münster einen ganzen Tag lang unter die Lupe genommen. Jörg Adler, Zoologischer Direktor und dem Allwetterzoo und „seiner“ Stadt Münster mit Haut und Haar verschrieben, hatte die Tester an diesem kühlen und grauen Freitag im Zoo getroffen. Seither trieb ihn die Sorge, dass das Ergebnis im Vergleich zu den später getesteten, zwischenzeitlich ergrünten Zoos wenig schmeichelhaft sein könne. Doch nun ist es amtlich: der Allwetterzoo liegt von den 27 großen getesteten Zoos auf Rang 9 mit dem Prädikat „sehenswert“ und der Note 1,99 hinter berühmten Zoos wie Berlin (Zoo und Tierpark), Hamburg, München und Nürnberg. In NRW, der „Zoolandschaft Deutschlands“, belegt Münster nach Wuppertal Platz 2.

    Die Freude bei den 84 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den saisonalen Aushilfen ist umso größer, als der Allwetterzoo beim letzten Stern-Test 2000 noch auf Platz 23 mit dem Prädikat „zwiespältig“ gelandet war. Doch das Konzept „Allwetterzoo 2000 Plus“ hat nicht nur den Zoo verändert, sondern auch zu einem stetigen Besucherzuwachs und einer erstaunlichen Medienpräsenz geführt. „Der Allwetterzoo überzeugt beim Internationalen Artenschutz“, so kommentiert der „Stern“ einen der Schwerpunkte der Arbeit in Münster.
    (26.06.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Werden Münsters Pinguine „Europameister“?



    Seit vielen Jahren schon ist der Allwetterzoo für seine „florierende“ Pinguinzucht bekannt. Auch 2007 zeigten sich die Vögel im Frack sehr fruchtbar: Es wuchsen 20 Jungpinguine heran. Diese Zahl wird im jährlich erscheinenden Zuchtbuch des „Europäischen Erhaltungszucht-Programms“ (EEP) veröffentlicht. János Szánthó vom Zoo Amsterdam, der Koordinator des EEP für die Brillenpinguine, war beeindruckt vom münsterschen Ergebnis. Er versichert Dr. Dirk Wewers, dem Kurator im Allwetterzoo, dass Münster „Europameister“ werden könnte: Mittlerweile lägen auch die Zahlen der anderen am EEP für Brillenpinguine beteiligten europäischen Zoos vor. Nur die Zoos von London und Paignton in Großbritannien haben Nachzuchterfolge von etwa 20 Tieren gemeldet, die Zahlen müssen allerdings noch bestätigt werden.



    Brillenpinguine zählen zu den hoch bedrohten Tierarten und deshalb wurden die in Zoos lebenden Tiere in ein länderübergreifendes Zuchtprogramm aufgenommen - das EEP. Hauptursachen für die Bedrohung der Brillenpinguine sind die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume im Süden Afrikas, einhergehend mit Wasserverschmutzung und Überfischung. Laut der IUCN (Weltnaturschutzunion) besteht die Gefahr, dass diese Art in etwa 70 Jahren aussterben wird!



    Wegen der akuten Bedrohung ist die hohe Fortpflanzungsrate bei den Pinguinen im Allwetterzoo besonders erfreulich. Und deshalb wird auch ein hoher Aufwand betrieben, damit möglichst viele Küken im Zoo heranwachsen. Zwar brüten die Pinguine die Eier selber aus und füttern ihre Küken rund 60 Tage mit vorverdautem Fischbrei. Doch danach verlassen die Jungvögel die Kolonie und erlernen hinter den Kulissen der Pinguinanlage das Fressen toter Fische. Im Meer würden die Nachwuchs-Frackträger sich zu Gruppen zusammenschließen und gemeinsam nach allem jagen, was glitzert. Die Futterfische im Zoo bewegen sich aber nicht! Deshalb bringen die Tierpfleger den Pinguinen in mehreren Schritten bei, dass sie auch von aufgetauten Fischen satt werden.



    Pinguine „made in Münster“ leben mittlerweile in vielen europäischen Zoos, sei es in Amsterdam, Basel oder Straubing. „Brutsaison“ ist in Münster zweimal im Jahr: Küken schlüpfen im August und September und von Dezember bis Februar aus den Eiern. Die Jungpinguine haben anfangs ein eher graues Gefieder und sind noch lange von ihren typisch schwarz-weiß gezeichneten Eltern zu unterscheiden.
    (23.05.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Gorillageburt im Allwetterzoo

    Im Allwetterzoo ist man glücklich über den vierten Nachwuchs bei den „sanften Riesen“

    Am letzten Freitag (9. Mai) wurde im Allwetterzoo der vierte Gorilla geboren. Damit ist die Gruppe auf insgesamt sechs Tiere angewachsen und besteht aus „N’Kwango“, dem elfjährigen Mann, der etwa 36 Jahre alten „Fatima“ und den beiden knapp zwölf bzw. elf Jahre alten Müttern „Changa“ und „Gana“ mit ihren Jungtieren. Auf Nachwuchs bei den Gorillas hatte man im Allwetterzoo 30 Jahre vergeblich gewartet, doch seitdem die Gruppe deutlich verjüngt wurde, klappt es!



    2006 gebar „Changa“ den ersten Gorilla überhaupt in Münster. Die Tochter des aus Frankfurt stammenden Weibchens überlebte allerdings die Verletzungen nicht, die es bei Auseinandersetzungen in der Gruppe erlitten hatte. Im November 2007 wurde „Changa“ erneut Mutter eines kräftigen Jungen. „Gana“ hatte im Mai 2007 mit „Mary Zwo“ ihr erstes Kind auf die Welt auf die Welt gebracht. Dessen kurzzeitiger Aufenthalt in Münsters Uni-Klinikum sowie der anschließende Umzug in die Aufzuchtstation des Stuttgarter Zoos Wilhelma sorgten für viel Aufmerksamkeit. Zwar hat „Gana“ ihr erstes Jungtier damals offensichtlich vernachlässigt, doch im Allwetterzoo ist man nun zuversichtlich: Die frischgebackene Mutter konnte in den letzten Monaten sehen, wie „Changa“ mit ihrem Kind umgeht und hat sicher eine Menge gelernt.



    Die Tierpfleger im Menschenaffenhaus hat die Geburt des jüngsten Gorillas sehr beeindruckt. Hier ihre Schilderung der Ereignisse: Freitagmorgen im Menschenaffenhaus. Ein arbeitsreicher Tag hatte begonnen. Doch etwas war anders als sonst, die Gorillas verhielten sich auffällig. Der 11jährige „N’Kwango“ ging in die Außenanlage und nur „Changa“ mitsamt Kind lief mit. Die beiden anderen Weibchen blieben im Schlafgehege und „Gana“ verhielt sich auffällig: Sie legte sich auf den Bauch und presste stark - ein Indiz für die bevorstehende Geburt. Direkt danach setzte sich das hochträchtige Weibchen allerdings wieder hin. Die Pfleger arbeiteten normal weiter, behielten die werdende Mutter aber stets im Blick. Die stand plötzlich auf und ging in den Wintergarten, der das Innengehege im Menschenaffenhaus mit der großen Freianlage verbindet. Dort legte sie sich erneut auf den Bauch und presste. „Gana“ kehrte in das Schlafgehege zurück und setzte sich neben die 36jährige „Fatima“, die anderen Gorillas waren ihr gefolgt.



    Dann ging es schnell: „Gana“ presste noch zweimal und fing schließlich mit beiden Händen das Baby auf! Sie nahm es sofort an sich - und kurz darauf gingen sämtliche Gorillas in den Wintergarten. Die Pfleger konnten nun den Schieber zum Schlafgehege schließen, um Blut und Fruchtwasser aus dem „Kreißsaal“ zu entfernen. Dann verteilten sie dort frisches Stroh und zogen den Schieber wieder auf. Prompt kehrten die Gorillas zurück und setzten sich nebeneinander auf den Boden - alle machten einen ruhigen Eindruck. Das Jungtier wirkt kräftig, es wurde schon eine Stunde nach der Geburt am Bauchfell der Mutter hängend beobachtet: „Gana“ marschierte auf allen Vieren über die Außenanlage, ihr Kind baumelte unter ihrem dicken Bauch, die rund 70 cm lange Nabelschnur mit sich schleppend. Das Gorillaweibchen hat die Geburt problemlos überstanden und schon recht schnell wieder gefressen und getrunken. Dem Jungtier geht es gut! Und Peter Bein, Tierpfleger im Menschenaffenhaus und Augenzeuge der Geburt schwärmt heute noch: „Für mich war die Geburt das Allergrößte, einfach unbeschreiblich!“.



    Unser Foto zeigt das Gorillababy am Tag der Geburt.
    (13.05.2008)
    IP66:   Gestern habe ich mir, zusammen mit dem Begründer der Tierbestandsliste, die neuen Anlagen in Münster für Nashörner und Erdmänner angeschaut.
    Der Nashornbereich hat mich sehr beeindruckt. Die Außenanlage wirkt geräumig, ist gut zu unterteilen und bietet mit der Bohlenbegrenzung einen Eindruck, der natürlicher wirkt als das Haus dahinter und trotzdem zu diesem paßt, ja dessen Proportionierung und Struktur neu wirken läßt. Hinzu tritt, daß man nicht auf die Tiere herabsieht, sondern sie fast so monumental wirken wie auf der Altanlage, obgleich ihnen jetzt deutlich mehr Komfort zu Verfügung steht. Schließlich gelang es auch, die Unterteilungen so zu gestalten, daß sie den Fluß des Geländes nicht unterbrechen. Ich denke, daß keine der münsteraner Neuanlagen seit der Errichtung der Strandvoliere sich dergestalt glücklich in den Altbestand eingefügt hat. Ein wenig schade finde ich lediglich, daß die elegante Abgrenzung mit der elektrisch geladenen Schiene, die zu den interessantesten "Umzäunungen" des münsteraner Zoos zählte, so vollständig verschwinden mußte.
    Die Erdmännchenanlage bedeutet sicher auch eine Verbesserung, doch stört mich hier der durch das Gelände gelegte Weg, der dieses zerschneidet, seltsame Zwickelsituationen entstehen läßt und zur kunstfelsdekorierten Höhle paßt wie die Faust auf das Auge. Da auch die Brückensituation nicht recht gelöst wurde, scheint mir hier eine gute Idee mit zu wenig Fingerspitzengefühl gelöst worden zu sein, zumal neben dem großzügigen Fluß der Nashornanlage macht der Erdmännchenbereich keine gute Figur. Die Idee, die Anlage durch diesen Tunnel dergestalt zu gliedern, daß kein Tier sie übersehen kann, dürfte aber ein interessanter Versuch sein, Beißereien und Hetzjagden der Gruppe auf ein einzelnes Tier, wie sie in Köln zum Problem geworden sind, zu mildern. Doch auch dieser Anlage muß man zugestehen, daß sie anders als mancher ihrer Vorgänger Rücksicht auf Nachbarbauten nimmt und sich in vorhandene Strukturen einfügt.
    (12.05.2008)
    Klaus Schüling:   Der Zoo-Verein Münster sucht für die Betreuung der Lori Voliere im Allwetterzoo laufend freiwillige Helfer.
    Besonders an den Samstagen sind wir zur Zeit ganz schwch besetzt - auch einige gelegentliche Mithilfe für einige wenige Stunden wäre eine große Hilfe!
    Interessenten für diese ehrenamtliche Tätigkeit (die natürlich keinen Eintritt zahlen müssen) wenden sich bitte an den Geschäftsführer des Zoo-Vereins, Klaus Schüling unter 0251 311523
    (12.05.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Frühling, Sonne, Jungtiere:

    Im Allwetterzoo freuen sich nicht nur die Besucher über die wunderschönen Maitage!

    Als die kleinen Kattas Ende März bzw. Mitte April das Licht der Welt erblickten, war es in Münster grau in grau. Zum Glück können die Mütter mit ihrem Nachwuchs jetzt nach draußen, denn die aus Madagaskar stammenden Halbaffen sind ausgesprochene Sonnenanbeter. „Oma“ Viola und ihre Artgenossen können auf ihrer für Besucher begehbaren Insel im Allwetterzoo sehr gut beobachtet werden. Suchen hingegen muss man ein besonderes Jungtier im Tropenhaus: Die Mutter eines am 23. März geborenen Weißkopfsakis versteckt sich gern hoch oben in den Bäumen der Voliere. Diese „fliegende Affen“ aus Südamerika können enorm weit springen.

    Auch in vielen anderen Bereichen genießen Jungtiere genießen die Wärme, beispielsweise ein Zebrafohlen und zwei wenige Tage alte Gnus auf dem Afrikapanorama. Reizend und zierlich sind die Kitze bei Vietnam-Sikahirschen und den seltenen Prinz-Alfred-Hirschen. Kräftiger sehen da schon die beiden Fohlen der Mongolenponys aus oder das muntere Trampeltierfohlen. Geboren am 12. März hat es gerade eben eine „Familienzusammenführung“ erlebt. Nachdem der kleine Hengst die ersten Lebenswochen mit Mutter „Manel“ in einem separaten Gehege verbracht hatte, lernte er jetzt den Rest der Herde kennen. Durch die anfängliche Trennung wird sichergestellt, dass das Fohlen ausreichend Milch bekommt und sich nicht ältere Jungtiere oder gar erwachsene Stuten bedienen...

    Nur an der gelben Haut über ihren Schnäbeln sind die vier jungen Keas zu erkennen, die Anfang Februar zum ersten Mal gehört wurden. Der Nachwuchs dieser neuseeländischen Papageien wurde am Ende eines höhlenartigen Ganges erbrütet und verbrachte die ersten Lebenswochen unterirdisch. Mittlerweile sieht man sie immer öfter kreischend miteinander spielen. Noch grau sind die Küken der australischen Schwarzen Schwäne, die am 18. April schlüpften.

    Besonders wertvoll sind sieben Ende März und Mitte April geschlüpfte Sternschildkröten. Deren Eltern stammen aus einer Gruppe von 68 Tieren, die 2004 in Hongkong beschlagnahmt wurden. Als genetisch sehr wertvolle Tiere wurden die Schildkröten an neun europäische Zoos weitergegeben. In Münster ist man auf diesen zweiten Zuchterfolg bei den hoch bedrohten Sternschildkröten sehr stolz. Die Mini-Panzerträger sind in einem Terrarium an der Rückseite der Großflugvoliere zu bestaunen.
    (07.05.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Kängurus, Tiger und Elefantenfüße:
    Maler- und Lackierer-Auszubildende verschönern derzeit den Zoo!

    45 angehende MalerInnen und LackiererInnen sind seit einigen Tagen damit beschäftigt, den Allwetterzoo zu verschönern. Äußerst phantasievoll, eigenständig und mit unterschiedlichen Techniken bemalen die jungen HandwerkerInnen derzeit Gebäude, Treppenhäuser oder Säulen im Zoo mit Affen, Fröschen, Kamelen. Und sie beschriften Wände mit Regeln zum Klimaschutz. Sechs Projektgruppen arbeiten bei den Kängurus und im Aquarium, im Bereich von Restaurant und Betriebshof, in einem Affenhaus sowie auf einer Brücke über den Zookanal.

    Entstanden ist die Idee zum Projekt im Adolph-Kolping-Berufskolleg in Münster. Gefördert wird es durch die Handwerkskammer Münster, 21 ausbildende Maler- und Lackiererbetriebe sowie durch ortsansässige Unternehmen. Im Zoo war man von der Projekt-Idee schnell überzeugt - und die 45 künftigen MalerInnen und LackiererInnen fingen Feuer, als sie bei einem Rundgang durch den Allwetterzoo „ihre“ Wände kennen lernten. Mitten in der Känguru-Anlage malen dürfen? Das war mal etwas anderes!!
    (28.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Samstag, 26. April, 11 bis 17 Uhr

    Neue Anlagen für Nashörner und Erdmännchen im Allwetterzoo Münster:
    Informationsveranstaltung für Besucher

    Die Bauzäune sind gefallen, die Eröffnungsreden wurden gehalten - und Breitmaulnashörner und Erdmännchen im Allwetterzoo freuen sich in ihren soeben fertig gestellten Freianlagen auf viele neugierige Menschen. Wer mehr über das funkelnagelneue Zuhause von Nashorn & Co. erfahren möchte, sollte die Zoo-Veranstaltung am kommenden Samstag nicht verpassen. Es finden stündlich ab 12 Uhr von Biologen geleitete Führungen rings um die neuen Anlagen statt. Bei öffentlichen Fütterungen stehen Tierpfleger für Fragen zu Erdmännchen und Nashörnern zu Verfügung. Ihre Leibspeise, nämlich Mehlwürmer, erhalten die kleinen Raubtiere um 14 und 16 Uhr; die dickhäutigen Nachbarn werden um 15 Uhr mit Brötchen verwöhnt. Darüber hinaus gibt es Mal- und Bastelaktionen für Kinder sowie Infostände vom Zoo-Verein und zum Thema „kiss a frog“. Kinderbilder aus dem Wettbewerb „Unsere Erdmännchen“ werden in der Nashornhalle ausgestellt. Die kleinen Sieger erhalten ihre Preise um 14 Uhr. Mehr unter www.allwetterzoo.de.
    (24.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Neue Tieranlagen im Allwetterzoo Münster:

    Nashörner und Erdmännchen haben jetzt viel mehr Platz zum Rennen und Buddeln - und die Besucher erleben die Tiere noch „hautnäher“!
    Im Allwetterzoo Münster ist man stolz und glücklich: Nashörner und Erdmännchen durften schon vor der offiziellen Eröffnung ihre völlig neuen Freianlagen in Besitz nehmen. Das „Probewohnen“ hat gezeigt, dass die Tiere sich wohl fühlen! Und das ist die beste Belohnung für die größte Baumaßnahme der letzten beiden Jahre, an der außer Zoologen und Technikern, Tierpflegern und Zoohandwerkern auch etliche Fremdfirmen beteiligt waren. Und die auch von den Zoobesuchern Geduld einforderte; denn Lärm und Schmutz ließen sich nicht immer vermeiden. Der Umbau begann nach den Herbstferien 2007 mit Abbrucharbeiten. Es galt viel Beton zu beseitigen, um den afrikanischen Nasenhorn-Trägern und den beliebten kleinen Räubern ein naturnahes neues Zuhause einzurichten.
    Entstanden sind Freianlagen, die sich sehen lassen können - und einmal mehr das Gesamtbild des Allwetterzoo positiv verändern. Die neu gestaltete Fläche umfasst insgesamt rund 4.000 qm und erstreckt sich längs der Nashornhalle vom Allwettergang bis zum Ausgang der Elefantenhalle. Viel Holz, Sandsteinfelsen und eine attraktive Bepflanzung geben den neuen Anlagen einen natürlichen und harmonischen Anstrich. Umgestaltet wurde auch die gesamte Außenwand des Nashornkomplexes. Hellgelb gestrichen erinnern die sanierten, ehemals grauen Flächen jetzt an die sonnige Heimat der tierischen Bewohner. Mehr unter www.allwetterzoo.de.
    (23.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Neue Tieranlagen im Allwetterzoo Münster:
    Nashörner und Erdmännchen haben jetzt viel mehr Platz zum Rennen und Buddeln - und die Besucher erleben die Tiere noch „hautnäher“!

    Im Allwetterzoo Münster ist man stolz und glücklich: Nashörner und Erdmännchen durften schon vor der offiziellen Eröffnung ihre völlig neuen Freianlagen in Besitz nehmen. Das „Probewohnen“ hat gezeigt, dass die Tiere sich wohl fühlen! Und das ist die beste Belohnung für die größte Baumaßnahme der letzten beiden Jahre, an der außer Zoologen und Technikern, Tierpflegern und Zoohandwerkern auch etliche Fremdfirmen beteiligt waren. Und die auch von den Zoobesuchern Geduld einforderte; denn Lärm und Schmutz ließen sich nicht immer vermeiden. Der Umbau begann nach den Herbstferien 2007 mit Abbrucharbeiten. Es galt viel Beton zu beseitigen, um den afrikanischen Nasenhorn-Trägern und den beliebten kleinen Räubern ein naturnahes neues Zuhause einzurichten.

    Entstanden sind Freianlagen, die sich sehen lassen können - und einmal mehr das Gesamtbild des Allwetterzoo positiv verändern. Die neu gestaltete Fläche umfasst insgesamt rund 4.000 qm und erstreckt sich längs der Nashornhalle vom Allwettergang bis zum Ausgang der Elefantenhalle. Viel Holz, Sandsteinfelsen und eine attraktive Bepflanzung geben den neuen Anlagen einen natürlichen und harmonischen Anstrich. Umgestaltet wurde auch die gesamte Außenwand des Nashornkomplexes. Hellgelb gestrichen erinnern die sanierten, ehemals grauen Flächen jetzt an die sonnige Heimat der tierischen Bewohner.

    Die derzeit drei Breitmaulnashörner im Allwetterzoo haben sich in ihrem neuen Zuhause für die warme Jahreszeit bereits gut eingelebt. Die dreiteilige Freianlage bietet den grauen Kolossen rund 3.500 m² Fläche zum Laufen, Sonnenbaden oder Dösen. Die Gehegeteile können je nach Bedarf zu einer riesigen Anlage vereint oder aber getrennt werden. Eine Trennung ist z.B. dann nötig, wenn Heu und Stroh geliefert oder der produzierte Mist abtransportiert werden, denn zu Gunsten der Tiere wurde auf einen Wirtschaftsweg verzichtet, die Trecker fahren über die Anlage. Auch Mutter und Kind könnten ein separates Gehege bewohnen. Für die Besucher entstand viel Komfort. Sei es durch eine große Glasscheibe, die eine für den Allwetterzoo völlig neue Sicht auf die Nashörner erlaubt. Oder durch die großflächig überdachte „Nashornlodge“, die vor Regen und heißer Sonne schützt und einen Blick von oben auf die Nashörner erlaubt.

    Woraus besteht eigentlich das Nasenhorn? Diese und andere Fragen werden bei den Breitmaulnashörnern durch informative und großformatige Tafeln mit einigen Besonderheiten beantwortet. So kann man durch Befühlen die Dicke der Nashornhaut mit der des Menschen vergleichen, durch ein „Nashornauge“ schauen oder mit Nashornohren wackeln. Und der Besucher erfährt, dass immer noch Nashörner sterben müssen, weil ihre Nasenhörner begehrte Handelsware sind.

    Die Erdmännchen sind völlig neue Bewohner im Bereich der Nashörner. Sie zogen bereits im Dezember aus ihrer alten Anlage neben dem Tropenhaus aus und fanden ein komfortables Winterquartier in der Nashornhalle. Hier ist es mollig warm, es gibt viel Sand zum Buddeln, Stämme und Steine zum Klettern und warme Höhlen zum Verstecken. Die Grenze zwischen Gehege und Besuchern bilden bis zum Boden reichende Glasscheiben. So können selbst kleine Kinder die wuseligen „Scharrtiere“ richtig gut beobachten. Andersherum nehmen sogar die Erdmännchen Anteil an ihrer Umgebung: Betritt ein Mensch mit Hund die Nashornhalle, rennen die kleinen Räuber nach vorn und schauen sich den fremden Vierbeiner genau an. Sind Nashörner und Erdmännchen am Abend in der Halle, hat man dank der Verglasung zwischen beiden Tieranlagen den besten Eindruck der neuen unmittelbaren Nachbarschaft.

    An der 460 qm großen Freianlage für die Erdmännchen wurde noch bis Mitte April gebaut; dann gab es für die derzeit 15 Tiere eine Premiere: Bei Sonnenschein durften sie ihr neues Außenterrain erstmalig betreten. Von drinnen nach draußen gelangten sie durch einen oben verglasten Tunnel. Als sich die letzte Klappe öffnete, nahmen sie anfangs zögernd, dann aber bemerkenswert schnell und offensichtlich begeistert ihr Gehege in Besitz. Kein Wunder: Außer noch mehr Sand zum Buddeln gibt es einen Hügel, den Erdmänner und -frauen erklimmen müssen, wollen sie von einem Teil ihrer Anlage in den anderen wechseln. Sie laufen quasi über die Köpfe der Besucher hinweg um ihre ganze Anlage zu nutzen. Und der Weg für neugierige Menschen führt mitten durch das Freigelände der Tiere. Dank großer Glasscheiben hat man dann den einen oder anderen Erdmann direkt vor der Nase. Unter dem Hügel gibt’s eine Überraschung: Durch ein Fenster blickt man direkt in die Schlafstube der Erdmännchen-Familie!

    Erdmännchen sind übrigens Raubtiere. Ihre Leibspeise im Zoo sind Mehlwürmer. Die zoologisch zu den Katzenartigen zählenden Tiere nennt man auch „Scharrtiere“. Wer sie eine Weile beobachtet, weiß warum! Sie buddeln unermüdlich im Sand und suchen nach Nahrung. Beim Graben können sie ihre Ohren verschließen, damit kein Sand eindringt. Auch im Zoo legen sie unterirdische Gänge und weit verzweigte Höhlensysteme an. Einen „Fluchtweg“ werden sie bei aller Mühe aber nicht finden, denn unter dem Sand hält sie ein eigens eingebauter Grabschutz auf. Und große Steine, mit denen die Innen- und Außenanlage der Erdmännchen gestaltet wurden, ruhen auf stabilen Betonsockeln, damit sie den kleinen „Buddlern“ nicht auf den Kopf fallen...

    Erdmännchen stammen aus Süd- und Südwestafrika und bewohnen ausschließlich offene Trockengebiete und Savannen. Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 30 cm und einem Körpergewicht von etwa 700 g gehören sie zu den kleinsten der Mangusten-Familie. Ihren Namen verdanken sie einer typischen Verhaltensweise, dem „Sichern“. Hierzu stellt sich ein Tier auf die Hinterfüße - es macht „Männchen“. Mit seinen leistungsfähigen Augen beobachtet es die Umgebung und warnt bei Gefahr die Artgenossen durch schrille Rufe. Erdmännchen leben in sozialen Verbänden von bis zu 30 Tieren, die Familie im Allwetterzoo besteht derzeit aus 15 Tieren: Vater, Mutter und Kinder. Neuer Nachwuchs stellt sich meist im Februar und im Frühsommer ein; die jüngsten Tiere in Münster wurden am 5. Februar 2007 geboren.

    Auf die vielen Besonderheiten, die die Erdmännchen auszeichnen, werden die Zoo-Besucher mit attraktiven, teils zum Spielen reizenden Großschildern hingewiesen. Übrigens kann man sich die Tiere auch auf den heimischen Bildschirm holen: Der WDR hat Webcams eingerichtet, die das muntere Treiben der kleinen Scharrtiere live ins Internet übertragen werden.



    Zahlen und Daten

    Neubau der Erdmännchen-Anlage
    Größe der Freianlage: 460,0 m²
    Größe der Innenanlage: 27,5 m²
    (alte Anlage am Tropenhaus zum Vergleich: 32 m²)
    Sandtiefe innen: 60 cm, außen: 80 cm, Sandmenge: rund 385 m³

    Neue Freianlage für Breitmaulnashörner
    Gesamtgröße der Freianlagen: 3.512 m²
    (alte Anlagen zum Vergleich: 2.234 m²)

    Ausführung: Architektur-Büro Wolfgang Kantorski, Münster

    Projektleitung Zoo: H. Jörg Adler (Zoodirektor), Dirk Heese (Techn. Leiter)

    Aufwand insgesamt: 0,9 Mio Euro inklusive Wegebau, Wandgestaltung und Edukation

    Spende Zoo-Verein für die Erdmännchen-Anlage: 70.000 Euro

    offizielle Eröffnung: 23. April

    Besucherfest am 26. April mit Führungen, öffentlichen Fütterungen, Siegerehrung und Ausstellung zum Wettbewerb „Unsere Erdmännchen“, sowie Info- und Malständen

    Auf dem Gelände der neuen Erdmännchen- und einem Teil der neuen Nashorn-Außenanlage befand sich ursprünglich ein Badebecken mit Landteil für Flusspferde (ab 1974). Es wurde Anfang der 1980er Jahre geteilt und im linken Bereich für Zwergflusspferde umgebaut. Seit etwa 1994 lebten hier verschiedene Tiere, zuletzt Krauskopfpelikane, die jetzt vor dem Afrikapanorama zu sehen sind. Den rechten Teil bewohnte ein Paar Schabrackenschakale. Sie sind in einen niederländischen Zoo umgezogen.
    (21.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   NACHRICHTEN AUS DEM ALLWETTERZOO

    Ausgang für junge Giraffe

    "Makena", die im Februar bei uns eingetroffene Junggiraffe, hat inzwischen auch die Freianlage kennen gelernt. Die Eingewöhnungszeit hat etwas länger gedauert, denn wir wollten kein Risiko eingehen und sie vorzeitig nach draußen lassen. Die Begrenzung unserer Anlage ist für eine ungestüme junge Giraffe leicht zu überwinden. Als "Makena" dann zum ersten Mal hinaus durfte, ließ sie sich weder vom eigens gespannten Flatterband noch vom Weidezaun aufhalten. Sie stand plötzlich jenseits der Absperrung, ging aber anstandslos wieder zurück. In den Tagen darauf wurde das Hinauslassen immer länger ausgedehnt, ohne dass "Makena" erneut spazieren ging...




    Schwan "Petra" hat den Zoo verlassen

    Es gibt nur wenige Menschen, die nicht wissen wer "Petra" ist. Die Schwarze Schwänin, die den zweiten Winter im Allwetterzoo verbrachte, ist weit über Münsters Grenzen hinaus bekannt. Es gibt kaum eine Zeitung in Deutschland, die nicht über ihre "Liaison" mit einem weißen Höckerschwan berichtet hat. Groß war auch das Medienecho, als "Petra" von ihrem Freund verlassen wurde. Der einheimische Schwan, der im Dezember im Zoo aufgetaucht war, hatte am Samstag vor Ostern den "Schwanensee" verlassen. Als "Petra" sich offensichtlich einsam fühlte, brachten wir sie zurück an Münsters Aasee und damit zu "ihrem" Schwanen-Tretboot. Unser Foto zeigt das Paar - wieder glücklich vereint - vor den neuen Aasee-Terrassen.


    JUNGTIERE

    Sehr stolz sind wir auf die Nachzucht von vier Sternschildkröten am 14.. und 16. Februar sowie am 22. März. Für den Artenschutz ist dies von großer Bedeutung; denn die fünf Tiere unserer Zuchtgruppe gehören zu den 68 Schildkröten, die 2004 in Hongkong beschlagnahmt wurden. Als genetisch sehr wertvolle Tiere wurden die Sternschildkröten über den Zuchtbuchführer im Zoo Rotterdam an neun europäische Zoos weitergegeben. Sollte die Zucht außer in Münster auch in den anderen Einrichtungen künftig erfolgreich sein, wird langfristig über ein Auswilderungsprogramm für Sternschildkröten nachgedacht.

    Auch die Kammchamäleons haben sich vermehrt: Hier schlüpften am 20. und 21. März insgesamt fünf Jungtiere aus den Eiern - und zwar nicht im Zoo, sondern wie schon mehrfach zuvor im privaten Keller von Kristina Theobald. Die Eier dieser mittelgroßen Chamäleons werden 246 Tage bei einer Temperatur von 20 bis 24 °C am Tag bebrütet, nachts muss die Temperatur abgesenkt werden. Um dieses Temperaturmanagement optimal zu gewährleisten, nimmt die Tierpflegerin die Eier mit nach Hause..

    Die Brutsaison unserer Brillenpinguine fand in diesem Winter erst am 3. März mit dem Schlupf von Nummer 383 ein Ende. Die im Februar geschlüpften Pinguine 381 und 382 sitzen inzwischen hinter den Kulissen, um das Fressen toter Fische zu lernen.
    Mehr über unsere Pinguin-Kinderstube unter
    www.allwetterzoo.de/index2.php?nlid=36



    Am 19. März brachte die Mongolenstute "Gaslan" ein weibliches Fohlen zur Welt; "Naidal" wurde zwei Tage später Mutter eines Hengstfohlens. Die beiden Mongolenponys waren im vergangenen Jahr zum Decken ins schwäbische Gammertingen gebracht worden, weil wir keinen Hengst halten.
    Weitere Jungtiere gab es bei Kattas, Weißkopfsakis, Trampeltieren und Vietnam-Sikahirschen. Unser Foto zeigt ein Kitz dieser zierlichen südostasiatischen Hirsche wenige Stunden nach der Geburt.


    VERANSTALTUNGEN

    Freitagsführungen

    25.4., Die Sinne der Tiere
    2.5., Tiere des Dschungels
    9.5., Huftiere im Allwetterzoo
    16.5., Familienleben der Tiere
    23.5., Tarnen und Warnen
    30.5., Schwimmen, Laufen, Fliegen

    Seit April beginnen unsere Freitagsführungen erst um 17 Uhr.
    Mehr über Führungen im Zoo unter
    www.allwetterzoo.de/index2.php?nlid=12


    Fotoseminare im Allwetterzoo

    In diesem Sommer bieten gleich zwei Fotografen bei uns mehrtägige Fotoseminare an. Fotografenmeister Peter Uhl führt seinen Kurs "Tiere sehen lernen und fotografieren" gemeinsam mit der Dipl.-Biologin Marina Walther an drei Terminen durch: 26. bis 28. Juni, 28. bis 30. August, 23. bis 25. Oktober.
    Mehr Informationen und Anmeldung unter
    www.fotoschule-des-sehens.de (ab Anfang Mai).

    Der zweite Kursleiter, Dr. Hans-Peter Schaub, ist Fotograf und Chefredakteur des Magazins "Naturfoto". Sein Fotoworkshop findet vom 31. Juli bis 2. August statt.
    Infos und Anmeldung unter
    www.hanspeterschaub.de


    Münster für Verliebte

    "sommer spezial" ist ein Flyer betitelt, der ein neues Arrangement von Münster Marketing vorstellt. Zwei Personen - egal ob frisch verliebt oder lang vertraut - sind eingeladen, tagsüber den Allwetterzoo zu entdecken und sich abends im GOP Varieté zu amüsieren.
    Mehr unter Informationen und online-Buchungen unter
    www.muenster.de/stadt/tourismus/arrangements_special.html

    (18.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Jörg Adler trifft Bundeskanzlerin Angela Merkel





    Auf Einladung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag nahm Jörg Adler in seiner Funktion als Direktor des Allwetterzoos und als Vorstandsmitglied der Stiftung Artenschutz an dem Kongress „Verantwortung übernehmen – Schöpfung bewahren“ im Bundestag teil. Hochkarätige Vertreter aus internationaler Politik, Wirtschaft und Naturschutz wie der madagassische Staatspräsident, die Vorstände von KfW und BDI sowie die Präsidenten der großen Naturschutzverbände der Welt sprachen zum Thema „Erhalt der Vielfalt unserer Erde als Aufgabe der internationalen Politik“.



    Bundeskanzlerin Angela Merkel machte deutlich, dass das Aufhalten der „Artenauslöschung, der aktuell ca. 150 Arten täglich zum Opfer fallen“ (Zitat Merkel) die große Herausforderung unserer Zeit ist. Im Vorfeld der Konferenz hatte die Kanzlerin den Bundesumweltminister beauftragt dafür zu sorgen, dass der Finanzminister zusätzliche Mittel für den Natur- und Artenschutz „nachlegt“. Am Rande der Konferenz hatte Adler ein persönliches Zusammentreffen mit der Kanzlerin, die dem Allwetterzoo Münster guten Erfolg bei seinen Bemühungen um die Bewahrung der Vielfalt wünschte.
    (10.04.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Heute morgen hat uns „Gaslan“, eine Stute der sehr seltenen Mongolenponys, mit einem Fohlen überrascht! Das kleine Pferdchen stand schon wenige Stunden nach der Geburt auf seinen wackeligen Beinen – sorgsam behütet von seiner streitlustigen Mutter. Sie duldet noch keine Annäherung ihrer offensichtlich neugierigen Mitbewohner. „Gaslan“ und die zweite, hochträchtige Mongolenstute „Naidal“ bewohnen die große Pferdeanlage in unserem Kinder- und Pferdepark gemeinsam mit Islandpferden, einem Dülmener Pony und einer Herde Poitou-Riesenesel. Einen Hengst halten wir nicht: Die beiden Stuten waren im letzten Jahr zum Decken nach Gammertingen gebracht worden.



    Das Mongolische Pony ist extrem kräftig und ausdauernd. Es überlebt auch unter härtesten Bedingungen. In seinem Ursprungsland der Mongolei wird es von den Nomaden als Reittier, aber auch als Fleisch-, Fell- und Milchlieferant genutzt. Die mongolischen Nomaden halten ihre Ponys meist in großen Herden, aus denen sie oft nur die heraus fangen, die sie zum Reiten benötigten. Neben dem großen Nutzen für das Überleben der Menschen in der kargen Steppe werden die Tiere traditionell für Pferderennen eingesetzt. Die Mongolenponys im Allwetterzoo kamen über einen schwäbischen Pferdezüchter direkt aus der Mongolei nach Deutschland.
    (19.03.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Große Oster-Überraschung im Allwetterzoo Münster

    Heute morgen staunten die Tierpfleger nicht schlecht, als sie an einer der neuen Freianlagen für Breitmaulnashörner im Allwetterzoo vorbeigingen. Eigentlich hätten alle Tiere im Stall sein müssen - aber dort stand ein Jungtier! Ganz allein, mit knubbeliger Nase und noch ohne Hörnchen - doch leider nur aus rotem Metall. Das Ergebnis sofortiger Nachforschungen sorgte dann für Heiterkeit und Freude: Siegfried Hericks, Bauschlosserei, und Klaus Bernsjann, Garten- und Landschaftsbau, hatten sich die Oster-Überraschung ausgedacht und das hübsche Tier heimlich vor Dienstbeginn in die Anlage gebracht. Die beiden Havixbecker Unternehmer und ihre Mitarbeiter waren in den letzten Monaten mit dem Bau der neuen Freianlagen für Nashörner und Erdmännchen befasst. Jetzt sind die Arbeiten beinahe abgeschlossen und man wollte dem Zoo ein Geschenk zur bevorstehenden Eröffnung machen, die am 23. April stattfinden wird. Das geschenkte Jung-Nashorn passt übrigens perfekt zum sogenannten „Edukations-Nashorn“, mit dem der Zoo seit dem letzten Sommer auf die bedrohliche Situation aller Nashorn-Arten aufmerksam macht. Dieses lebensgroße „Mutter-Nashorn“ war ebenfalls in der Bauschlosserei Hericks entstanden.
    (17.03.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Ich verlege dieses Thema in den " Rinder"Thread.
    (10.03.2008)
    Sacha:   Da ich nur wenige Kilometer von Zürich entfernt wohne und erst am letzten Freitag im Zoo war: Der Zoo Zürich hat definitiv Bantengs und keine Gaure (welche thematisch allerdings etwas besser passen würden).
    @WolfDrei resp. Michael Amend: Gab oder gibt es nicht auch im ZOO San Diego eine Gemeinschaftshaltung mit Gauren? Ich meine, mich an eine Kombi Gaur/Wildschwein oder Gaur/asiat. Hirschart zu erinnern.
    (10.03.2008)
    IP66:   Ich habe vor einem guten Jahr in Zürich noch Bantengs gesehen - das Gehege ist allerdings nicht besonders groß, und ich kann mir vorstellen, daß der Stier besonders durch die Hanglage ähnlich imposant wirken kann wie ein Gaur auf Normalgelände. Der alte zürcher Zoo nutzte die Möglichkeit, die durch auf Untersicht konstruierte Gehege in Szene zu setzen, recht intensiv. Die Gaus-Gehege von Münster und München liegen in ihrer Entstehungszeit recht nah beieinander, allerdings sockelt Hellabrunn die Tiere durch einen über dem Besucherwegniveau gelegenen Graben denkmalartig auf, während Münster sie in einem recht geräumigen und gut einsehbaren Gehege nicht besonders herausstellt. Die münsteraner Afrika-Anlage wirkt an manchen Stellen ziemlich zertrampelt - vermutlich würde der Rasen bei weniger Tieren, vor allem weniger Zebras, besser wachsen.
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Na ja , Herr Amend, im WAP San Diego haben sie auch einige Hektar für die Asiaten und dazu solide "natürliche" Betonumfassungen mit aufgesetztem Draht(elektrisch?)
    (09.03.2008)
    Michael Amend:   Gaur zusammen mit Nashorn, diversen Hirschen, Antilopen, Wildschafen. Problemlos.
    (09.03.2008)
    Michael Mettler:   @Anti-Erdmännchen: Also, Gaur und Banteng sollte man schon auseinanderhalten können, wenn man sich über "für den Kenner interessante Tierbestände" auslässt :-)

    Mein Zürich-Besuch liegt zwar noch länger zurück, aber auch laut ISIS hat der Zoo nach wie vor Java-Bantengs und keine Gaure. In meinem damaligen Beitrag zitierte ich Äußerungen des Berliner Zuchtbuchführers, und da heißt es ja auch, dass die Zaunhöhe von mindestens zwei Metern empfohlen (!) wird. Nun, dann hat Münster offensichtlich beschlossen, dieser Empfehlung nicht zu folgen... (Wobei ich mich gerade frage: Sind die Zäune in Berlin selbst eigentlich so hoch wie empfohlen?)

    Selbst München hat es trotz reichlich Platz und mit jahrzehntelanger Gaur-Erfahrung bisher nicht gewagt, diese mit anderen Huftieren zu vergesellschaften (andererseits auch die Bantengs nicht, die sich vielerorts als gesellschaftsfähig erwiesen haben). Lediglich bei Hagenbeck sah ich eine Gemeinschaftshaltung, da waren die noch jungen Gaure anfangs mit den Nellorezebus vergesellschaftet - aber die hatten natürlich in etwa die gleiche Kampfklasse zu bieten. (Zu dieser Zeit konnte man die Hamburger Gaure noch am Zaun streicheln!) Die Gemeinschaftshaltung war aber nicht von langer Dauer.
    (08.03.2008)
    Anti-Erdmännchen:   @ Michael Mettler
    Wie was? Das waren keine Gaure, die ich vor ca. drei Jahren in Zürich gesehen habe? Oh mein Gott, das bringt mein ganzes Weltbild etwas durcheinander. Diese Viecher dort waren so riesig, sie kamen mir viel größer als die münsterschen Gaure vor.

    Vor ca. zwei Jahren schriebst Du hier im Forum: "Die Stallungen müssen sehr groß, enorm stabil und beheizt, die Außenanlagen ebenfalls sehr gut gesichert sein. Empfohlen wird eine Zaunhöhe von mindestens (!) zwei Metern; Elektrozaun kommt nicht in Frage, da er von den Gaur im Fall einer Panik ignoriert wird. Und dank der Schwimm- und Sprungfähigkeiten der Gaur müssen auch Gräben sehr viel aufwändiger gestaltet werden als bei anderen Großtieren."
    Danach sieht das Gehege in Münster jedenfalls überhaupt nicht aus.


    (08.03.2008)
    Michael Mettler:   @Anti-Erdmännchen: Zürich hat neuerdings Gaure? Nicht mehr die Bantengs, die übrigens deutlich friedlicher sind und deshalb bessere Voraussetzungen für gemischte Gehege mitbringen?

    Niedrige Zäune (oder auch schmale Gräben) und sprunggewaltige Gehegebewohner schließen sich überhaupt nicht aus - siehe beliebige Impala-Gehege, selbst bei einer Rappenantilope wurde schon mal ein Neun-Meter-Weitsprung gemessen. Guanakos und sogar Wisente haben schon zwei Meter hohe Zäune übersprungen - aber sie tun es eben normalerweise nicht, solange keine außergewöhnliche Situation (Panik, Stress mit Artgenossen) vorliegt.
    (08.03.2008)
    Anti-Erdmännchen:   In Zürich teilen sich die Gaure z.B. ein Gehege mit Hirschen, Gazellen und Gänsen. Das ist doch schonmal ein deutlich abwechslungsreicheres Leben, und außerdem kommt die Größe dieses Rindes so auch mehr zur Geltung. In Münster könnte man sie ja mit den Prinz-Alfred-Hirschen verkuppeln. Das wäre doch wirklich mal ein Traumpaar :)
    (08.03.2008)
    th.oma.s:   @Anti- Erdmännchen: die tatsache. eine wirklich überzeugende haltung tropischer wildrinder habe ich noch nicht gefunden.

    zu den kegelrobben. wenn ich das richtig in erinnerung habe erreichen wohl vorwiegend die bullen die angesprochene größe. die kegelrobbenhaltung in münster halte ich auch für erneuerungsbedürftig.

    @ Michael mettler: es heist eben nicht um sonst: die kunst des weglassens
    (08.03.2008)
    Anti-Erdmännchen:   Der Schlamm im Hammer Elen-Gehege ist selbstverständlich absolut inakzeptabel. Das schrieb ich auch in meinem Bericht (Faden Zoo-Impressionen).

    Ich wüßte nochmal gerne, ob th.oma.s die Tatsache begrüßt, daß in Münster Gaure gehalten werden, oder ob er speziell die dortige Haltungsform gut findet. Die Anlage gefiel mir nämlich nicht. Sie bietet den Tieren überhaupt keine Reize. Übrigens schrieb Michael Mettler mal, Gaure wären so sehr sprunggewaltig, aber in Münster ist der Zaun nur vielleicht 1,60 m hoch.

    Nochwas zu Münster. Ich habe oft gelesen, daß Kegelrobben ungefähr doppelt so groß wie Seehunde würden, aber die münsterschen Tiere schienen mir nur Seehundgröße zu haben. Sind das besonders kleine Exemplare dort?
    (08.03.2008)
    Michael Mettler:   Im Prinzip schließe ich mich dem Lob für Rheine an. Man muss aber fairerweise auch entgegenstellen, dass Rheine auf viele Tierarten verzichtet, die unter den herrschenden Platz- und Bodenverhältnissen eben nicht in das "Grünkonzept" passen - namentlich große Huftiere. Auch in Rheine würden z.B. Wildschweine garantiert nicht (lange) auf einer naturähnlichen Anlage zu sehen sein, sondern man stünde vor der selben Sand- oder Schlammfläche wie in anderen Haltungen auch. Man beschränkt sich vorwiegend auf Arten mit "weichen Hufen", welche die Grasnarbe unbeschädigt lassen (Kameliden, Sitatungas); dem Zebragehege hingegen fehlt aus gutem Grund der "Rheine-Touch". Hätte der Park mehr Anlagen von dieser Sorte (hatte er ja früher), wäre der Gesamteindruck auch ein anderer. Somit lässt sich das "Prinzip Rheine" nicht 1:1 auf jeden Zoo übertragen, ohne dass dieser sich von einem erheblichen Teil seiner Großtiere trennen müsste.

    Apropos Schlammfläche: Falls sich nicht seit meinem letzten Besuch Entscheidendes getan hat, konnte man im von Anti-Erdmännchen hoch gelobten Tierpark Hamm gut sehen, wie man große Huftiere NICHT halten sollte. Antilopen, die nach einem Regentag im ganzen Gehege knöcheltief im Schlamm waten müssen - das z.B. gibt es in Münster zum Glück nicht...
    (08.03.2008)
    th.oma.s:   @Anti-Erdmännchen: vielleicht lag es ja am wetter. habe münster 07 besucht und ich fand diesen zoo eigentlich ganz o.k. Ulis argumantation pflichte ich bei, wobei man eben auch die entwicklung beachten sollte. hervorheben möchte ich auch die gaurhaltung. ich seh münster auch zumindest auf vergleichbaren niveau auf keinen fall aber hinter dortmund.

    und rheine ist für mich tiergärtnerisch sowieso das maß der dinge, zumindest in deutschland. dort ist meines erachtens lediglich die lemurenhaltung zur zeit nicht alle erste sahne. alles anderen anlagen dort halte ich für vorbildlich.
    (08.03.2008)
    Anti-Erdmännchen:   @ Ulli
    Hamm hat ein schönes Gelände, Münster nicht.
    Hamm hat eine geschickte Wegeführung, Münster nicht.
    Hamm hat einen für Kenner interessanten Tierbestand, Münster nicht.
    Hamm hat ein interessantes Museum, während das münstersche Pferdemuseum hier von Euch gescholten wird.
    Und was das Wichtigste ist: Bei meinem Besuch in Hamm habe ich zahlreiche tolle Tiererlebnisse gehabt. In Münster dagegen waren die Gehege entweder verwaist, oder die Tiere verharrten apathisch auf der Stelle. Ich habe in Münster nur wenige Tiere in ihrem artgerechten Bewegungsverhalten erlebt.

    (08.03.2008)
    IP66:   Man darf nicht ganz vergessen, daß der münsteraner Zoo im ersten Jahrzehnt nach der Eröffnung als nicht zu übertreffender Idealzoo galt - ähnlich, wie die Neubauten in Leipzig oder Gelsenkirchen heute überaus positiv beurteilt werden, und zwar sowohl vom mit den Füßen abstimmenden Publikum wie von Nachbauten der dortigen Ideen in anderen Zoos. Einige Kritiker gab es damals auch, aber auch die wollte niemand hören, auch wenn man sie heute gerne zitiert.
    (07.03.2008)
    Sacha:   @Ulli: Bez. Hippomaxx: Gerade weil das Münsterland ein "Pferdeland" ist, gehört ein solches Museum resp. eine derartige Anlage nicht in den Allwetterzoo. Die Besucher aus Münster und dem Umland (die im Allwetterzoo immer noch die Mehrzahl der Eintritte ausmachen) kennen Pferde zu genüge.
    In den Zoo gehen aber die meisten (jedenfalls meine Verwandten und deren Familien in NRW), um exotische Tiere zu sehen. Da kann ein derartiges Thema - das sei lobend erwähnt - noch so gut aufgezogen sein.
    Ein Beispiel: Wasserbüffel oder Trampeltier haben ebenfalls eine interessante Geschichte. Doch in ihrer Heimat käme es keinem Zoo in den Sinn, denen einen speziellen Themenbereich zu widmen. Für die lokalen Besucher sind diese Tiere einfach zu gewöhnlich.

    In echten Grossstadtzoos würde ich ein "lebendiges" Pferdemuseum eher sehen. Dort macht das (wieder) Näherbringen von Haustieren an den Menschen mehr Sinn.("Was? Die Milch kommt nicht aus dem Tetrapack?").
    Allerdings wäre ich persönlich noch immer kein Fan davon.

    In Münster kommt hinzu, dass auf dem Gelände prima Platz für andere Arten wäre, die bedroht und/oder besucherattraktiver sind. Z.B. Rückkehr der Eisbären. Oder, sofern erhältlich, Okapis oder seltene Meerkatzen.

    Soweit ich richtig informiert bin, ist der Hippomaxx-Standort durch eine Win-Win-Situation zwischen Zoo und den Initianten des Pferdemuseum zu stande gekommen. Aus finanzieller Sicht ein richtiger Entscheid. Aber es zeigt auch, dass ein Pferdemuseum ALLEIN selbst im "Pferdeland" Münster nicht überlebensfähig wäre.

    Bei den sehenswerten Anlagen in Münster - und dass der Zoo generell grüner geworden ist - sind wir ja ansonsten gleicher Meinung (Darum auch mein Tipp an Anti-Erdmännchen, den Allwetterzoo zur warmen Jahreszeit nochmals zu besuchen).
    (07.03.2008)
    Ulli:   Eine Ehrenrettung für Münster möchte ich schon unternehmen:

    Der Zoo hatte in den siebziger Jahren den fragwürdigen Ruf eines Betonzoo. Im Laufe der Jahre deutlich grüner geworden und viele der Bauten sind inzwischen glücklicherweise weitgehend hinter dem Grün verschwunden und damit auch zunehmend weniger auffallend.

    Die Westdeutsche Landesbank hatte damals einen repräsentativen Standort gesucht und hatte das Areal des alten Zoos ins Auge gefasst. Dieser hatte seinerseits auch keine räumlichen Erweiterungsmöglichkeiten und einen hohen Sanierungsbedarf. So kamen halt zwei Interessenlagen zur Deckung. Übrigens ich habe öfter schon einmal eine Umgestaltung des alten Areals an der Himmelreichallee durchgespielt – auch dort hätte ein reizvoller, zwar räumlich kleiner, aber nicht minder interessanter Zoo mit einem beschränktem, aber gezielt ausgewählten Tierbestand unter Einbeziehung der sehenswerten alten Gebäuden, allerdings nicht immer für die konkrete Tierhaltung, (In der Abfolge von Nordwesten in Richtung Aa-See) mit einem „Afrikateil“ mit Afrikanischen Elefanten im erweiterten Maurischen Elefantenhaus unter Einbeziehung der bestehenden Fassade sowie der weitgehenden Nutzung des gesamten Areals im nordwestlichem Zoobereich zwischen dem Museum und dem großen Zoogebäude, einem Streichelzoo mit Zwergziegen und einem großem Spielplatz am großen alten Zoogebäude, Klippschliefern, Erdmännchen, weiterhin mit dem Landois-Haus „Tuckesburg“ (erreichbar über einen Stichweg), dem Eulenthurm, dem zentralen Teich, einem „Südasien-Bereich“ mit Kleinen Pandas, einer zentralen Freianlage für Lippenbären und Wanderus unter Einbeziehung der alten Bärenburg als Infozentrum und Zoomuseum (so hätte der Zoobesucher selbst in der Gitteranlage gestanden), einer großzügigen Anlage für Orang-Utans und Zwergottern analog der heutigen Gestaltung im neuen Zoo zwischen den Bären, Rinderhaus und Robbenbecken, einer Anlage mit Wasserbüffeln als typische asiatische Haustierform im Bereich des damaligen Rinderhauses, einer Tigerfreianlage auf einem wegen des hohen Wasserstandes erhöhtem Areal sowie einem Wassergraben am Raubtierhaus inklusive angegliederter Kleinkatzenanlagen für Goldkatzen und Fischkatzen nach dem Rotterdamer Vorbild, einem „Südamerikateil“ mit einem umgestalteten Vivarium als Krallenaffenhaus im Stil der heutigen Kölner Haltung und einer identischen Besetzung (ggf. mit Faultieren, Tamanduas, Gürteltieren und Goldagutis als weiteren Arten), einer begehbaren Totenkopfäffchenanlage zuzüglich Warmhaus entlang des Flusslaufes, der alten Voliere ggf. für Aras oder auch Königsgeier, weiterhin dem Robbenbecken, dem damals erst neu gebauten Tropenhaus/Aquarium mit einem „Südasien/Südostasien“-Schwerpunkt, einem auch abends geöffneten großen Biergarten am Aa-See, ggf. auch einem Artenschutzzentrum für Schildkröten sowie dem angegliederten Naturkundemuseum entstehen können – hätte, wäre, könnte … das neue Areal bot noch größere Möglichkeiten.

    Aber zurück zum Allwetterzoo heutiger Prägung:

    Die neuen Affenanlagen sind konzeptionell wirklich gelungen und einfach klasse. Sicher würde ich mir bei Schimpansen und Gorillas eine etwas andere Gestaltung der Innenanlagen wünschen – sie sind funktional ok., aber entsprechen nicht meinem persönlichem Geschmack. Etwas eigenwillig ist auch der Blick durch die Glasscheibe bei den Mandrills mit einer optischen Abfolge von Gitterreihen. Ach ja – das übliche Problem mit den Wassergräben …
    Aber wo sieht man sonst derartig toll die Guerezas, nebenbei eine der größten Gruppen außerhalb Afrikas.

    Das sich in diesem Bereich noch die Pinguine, Robben und Watvögel befinden, hat mit dem abrupten Abbruch der Ausbaumaßnahmen zu tun. Ursprünglich sollten auch diese Arten in die Nähe des Delphinariums umziehen und Bestandteil eines „Meeresparks“ werden. Das freiwerdende Areal wäre dann als Ergänzung des „Affenparkes“ z.B. mit Gibbons besetzt worden. Leider ist auch Münster knapp bei Kasse – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

    Die Elefantenhalle im „Elefantenpark“ finde ich persönlich sehr ansprechend, die Infohalle zu den Elefanten sogar genial. Sicher ist eine Vergrößerung der Außenanlage wünschenswert.

    Die Afrikasteppe ist wirklich ansprechend gestaltet, speziell auch mit dem versteckten Tierhaus.

    Der Zoo Münster hat ein hohes Ansehen als Artenschutzzoo erworben und da war der Bau des Artenschutzzentrums für Schildkröten absolut folgerichtig und extrem lobenswert – und diese dort gehaltenen Arten sind Raritäten !!!

    Im Gegensatz zu Sascha finde ich den Hippomaxx („Pferdepark“) nach anfänglicher Skepsis wirklich gut und keine Platzverschwendung !! Was ist dagegen einzuwenden, wenn man auf die Domestizierung und die sich daraus entwickelnde Kulturgeschichte von Einhufern eingeht. Abgesehen davon, dass diese konkrete Herangehensweise für deutsche Zoos einmalig ist, gehört auch dieser Themenbereich in einen Zoo mit didaktischem Anspruch. Als ein Standort für ein derartiges Museum gesucht wurde, hat der Zoo einfach zugegriffen, zumal das Münsterland auch ein „Pferdeland“ ist.

    Wenn man hier diesen Themenbereich „Pferde“ auf die Domestizierung von Wildtierformen
    im Allgemeinen ausdehnt, dann macht auch die Unterbringung der Wölfe in diesem Teil des Zoos absolut Sinn.

    In dem Zusammenhang: Die Gestaltung des Streichelzoos mit der verschlungenen Wegführung finde ich persönlich gelungener als andernorts.

    Heimische Marderarten wären sicher wünschenswerter und auch schautechnisch interessant präsentierbar – man braucht nur mal nach Hankensbüttel zu schauen.

    Es gibt aber zweifelsohne noch Sanierungsbedarf wie z.B. bei den Leoparden.

    Insgesamt hat sich der Zoo Münster ausgehend vom „Betonzoo“ aber wirklich toll entwickelt und ist in manchen Bereichen dank Herrn Adler schon Vorreiter und in der Gestaltung zukunftsweisend.

    Wenn ich überhaupt Bauchschmerzen beim Zoo Münster habe, dann in erster Linie wegen des Delphinariums und dies wegen grundsätzlicher Vorbehalte meinerseits. Aber selbst dieses Manko, glücklicherweise am Rande des Gesamtareals gelegen, kann den insgesamt positiven Gesamteindruck nur unwesentlich trüben.

    Fällt bei alledem nicht auf, dass sich in der Gestaltung des Areals auch ein klares Konzept mit mehreren eigenständigen Themenparks verbirgt – nur halt nicht gleich so leicht erkennbar wie ein Geozoo-Konzept oder ein Konzept entlang der Systematik … und bedauerlicherweise zur Zeit noch nicht vollständig umgesetzt und daher vielleicht verwirrend.

    @Anti-Erdmännchen
    Der Naturzoo Rheine ist einfach nur genial, Ollerdissen ist wirklich hübsch, der Zoo Dortmund gelungen … aber wie kommt man auf Hamm ?
    (07.03.2008)
    IP66:   Münster ist zumindest in Deutschland der einzige Zoo, der in einem Zug in den 70er Jahren neugebaut wurde, als Geographisieren noch als faschistische Unsitte galt und man sich bemühte, eine große Artenfülle in einer für den Besucher abwechslungsreichen Kombination zu bieten und auf unzeitgemäße Grotten, Gitter oder Stilbauten verzichten wollte. Neue Ideen müssen ja bis heute in das System eingepaßt werden, wenn man nicht, wie in Hannover, große Teile des Zoos völlig neu errichten will. Ich denke, daß gerade die Umdekorationen bei so qualitätvollen Bauten wie den münsteraner Beispielen nicht wirklich funktionieren. Schließlich kommt hinzu, daß der Altzoo relativ klein war und somit für die Region mit drei Arten Menschenaffen, einem großen Aquarium, dem Delphinarium mit nach wie vor zwei Delphinformen ein Vorbildzoo geschaffen wurde. Insofern erlebt Münster eine Problematik, wie sie in 20 Jahren die Neubauten in Gelsenkirchen und Hannover auch erleben werden, und diese liegt, wie mir scheint, weniger in schlechten Haltungen als in einer von den Besuchern als veraltet empfundenen Gestaltung. Herr Adler hat sich für recht neuartige Konzepte entschieden, mit dem Pferdepark immerhin eine einzigartige Konzeption verwirklicht und mit den Affenfreianlagen eine neuartige Lösung gesucht, die allerdings nur für wenig kostbare Arten taugt. Schließlich hat er für seine Neubauten den einheimischen Teil, der für die Besucher wohl am wenigsten unmodern wirkte und durch Landois eine bedeutende Tradition darstellt, beseitigt. Der Vorteil dieser Lösungen liegt darin, die gut nutzbaren Altbauten weiterverwenden und seine Energien auf bestimmte Projekte konzentrieren zu können. Anders als Gelsenkirchen oder Leipzig sind nur die einheimischen Arten verschwunden. Insofern kann ich die Zurückhaltung des Publikums nachvollziehen, glaube aber, daß man in 10 bis 20 Jahren über die Altbauten anders denkt und Herr Adler eine zukunftsträchtigere Umgestaltungspolitik verfolgt als etwa die Planer in Gelsenkirchen. Und schließlich sind die münsteraner Besucherzahlen so schlecht ja nicht, vor allem, wenn man die Bevölkerungszahl der Stadt und den alten Landois-Zoo zur Grundlage seiner Vergleiche nimmt.
    (06.03.2008)
    Sacha:   @Anti-Erdmännchen: Ein wenig gar negativ ist der Bericht schon. Bei einem zweiten Besuch im Spätfrühling resp. Sommer würdest Du einige Dinge sicher mit anderen Augen sehen. Denn entgegen seinem Namen ist Münster nicht wirklich ein Allwetterzoo. Das Wegenetz ist nicht durchgehend überdacht und im Prinzip hat der Zoo - mit Ausnahme des Bärenhauses - keine Tierhäuser, die in anderen Zoos nicht auch begehbar wären.
    In einigen Punkten wie etwa den wenigen echten Raritäten (die haben es allerdings in sich) oder den immer noch dominanten Betonbauten (Die hättest Du mal zu Anfang sehen sollen, da war es noch extremer) stimme ich mit Dir allerdings überein.
    Schade zudem, dass mit Hippomaxx auch noch viel Platz für (Haus)pferde und deren Geschichte verschwendet wird. (Besonderer Bezug zum Pferd hin oder her. Den hätte Hannover auch und verzichtet trotzdem auf diesen Mist).
    Bezüglich des "fehlenden" Konzeptes muss ich Münster allerdings wieder in Schutz nehmen. Das erscheint heute so, da sich nach dem Neubau in den 70ern eine Menge getan hat. Die Orangs lebten früher mit den anderen Menschenaffen im gleichen Gebäude, sind aber Richtung Polarium umgezogen, weil dort die Eisbärenhaltung aufgegeben wurde, was ebenfalls Umgestaltungen zur Folge hatte. Zudem hatte der Zoo noch Tiere aus dem alten Münsteraner Zoo unterzubringen, für die eine dauerhafte Haltung nicht vorgesehen war.
    Anfänglich war der Allwetterzoo ZIEMLICH zoogeografisch konzipiert (jedenfalls mehr als heute), die allerdings - wohl aus logistischen Gründen - durch thematische Anlagen wie das Bärenhaus, Terrarium, Tropenhaus, Delfinarium oder die Greifvogelvoliere unterbrochen wurden.
    Und auch wenn es sich jetzt anhört, als würde ich mir selbst widersprechen. Ich finde es gut, dass in Münster der sogenannte 08/15-Bestand AUCH!!! vorhanden ist. Und zwar ziemlich komplett. Denn der zieht schliesslich die Besucher in die Zoos und (leider) nicht Kagu, Jamaikaboa oder Sömmeringsgazelle.
    Ein positiver Punkt, der heute noch gilt: Viele Anlagen in Münster sind grosszügig bemessen. Und es gibt auch Anlagen, bei denen der Betoncharakter nicht in Erscheinung tritt, etwa die Afrika-Steppe, die von Dir erwähnte Gepardenanlage oder die Guereza-Anlage.
    Auch ich wünsche mir mehr Aufmerksamkeit für andere Marderarten. Aber mal ehrlich: Da sind die meisten anderen Zoos nicht besser als Münster. Und ob die Buntmarder den gleichen "Siegeszug" machen wie die Zwergotter, wage ich mal zu bezweifeln. So viele (vor allem züchtende) Exemplare hat es in Westeuropa nicht.
    (06.03.2008)
    Anti-Erdmännchen:   Nach 14 Jahren war ich heute mal wieder im münsterschen Zoo. Ich hatte eine Reihe von modernen Anlagen sowie einen interessanten Tierbestand erwartet, doch ich wurde in beiderlei Hinsicht ziemlich schwer enttäuscht. Ja ich weiß, es ist unfair, einen Zoo im Winterzustand zu beurteilen. Und mir ist auch klar, daß dieser Zoo in einer Zeit entstand, als man einen furchtbaren Geschmack in Sachen Architektur und Landschaftsplanung hatte. Dennoch erwähne ich mal, daß ich die gesamte Parkanlage absolut reizlos finde. Den Tieren scheint das ähnlich zu gehen. Vielleicht 50% waren in den Außenanlagen zu sehen, und selbst die waren irgendwie alle gelangweilt. Sogar im Kinderzoo lagen ganze zwei Ziegen in der Ecke herum. Ein wirklich intensives Tiererlebnis habe ich gar nicht gehabt (höchstens als ich einem Shetland-Pony ein bißchen gegen die Nüstern gepustet habe, und das besagt ja schon einiges). Die gelungenste Anlage ist meiner Meinung nach diejenige der Geparden. Auch die neueren Affen-Außenanlagen sind natürlich toll (kann man die Halsbandmangaben eigentlich auch drinnen sehen???). Aber das war`s dann auch schon. Ansonsten findet man doch noch ganz schön viele Altlasten vor. Genauer gesagt wüßte ich gar nicht, wo es in Deutschland sonst derart viele Altlasten gibt (in Stuttgart vielleicht noch). Andernorts werden solche Mängel ja gerne mal mit Liebe zum Detail kaschiert, aber in Münster vermisse ich das. Könnte man denn nicht zum Beispiel diese zahlreichen einheitlichen Warmhäuser mit nicht allzu großem Aufwand etwas individueller gestalten? Von der völlig sinnlosen Anordnung der Anlagen ganz zu schweigen. Wenn ich mich recht erinnere, geht man z.B. in dieser Reihenfolge an folgenden Gehegen vorbei: Gorillas, Kattas, Watvögel, Pinguine, Orang-Utans. Oder in welchem thematischen Zusammenhang steht denn bitte die Wolfsanlage mit der Hauspferdanlage und dem Kinderzoo? Ich vermag da auch nach längerem Überlegen kein rechtes Konzept zu erkennen. Die Beschilderung könnte wohl auch mal etwas überarbeitet werden. Als wäre die Zeit stehengeblieben, werden z.B. Bongos und Varis immer noch als Raritäten ausgewiesen. Aber auch mit den neueren Tafeln kam ich nicht immer klar, wenn man z.B. liest „wenn Du Dich wie ein Gorilla vegetarisch ernähren würdest, müßtest Du jeden Tag achteinhalb Kilogramm Nahrung aufnehmen“. Solche Hinweise wie „die Flughunde hängen schräg links über Ihnen wie Westfälische Schinken von der Decke“ halte ich ebenfalls für unangebracht. Naja, vielleicht kann der Tierbestand diese Defizite ja wieder rausreißen. Falsch gedacht, der war nämlich die größte Enttäuschung. Besonderheiten mußte ich mit der Lupe suchen (Delphine, Kegelrobben, Gnus, Gaure). Vermeintliche Prinz-Alfred-Hirsche habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Und den Buntmarder kann ich jetzt schon nicht mehr sehen, weil er meines Erachtens nur aufzeigt, daß die Tiergärtner zu faul sind, sich mit unseren immerhin acht heimischen Marderarten mal richtig auseinanderzusetzen (ich fürchte, der Buntmarder wird deshalb eine Karriere wie der Zwergotter hinlegen). Ansonsten bietet der Allwetterzoo in meinen Augen nur Einheitsbrei. Gäbe es noch Uhus und Schneeeulen, wäre es ein 08/15-Tierbestand wie er im Buche steht. In wohl jedem Zoo habe ich bisher mehr selten gehaltene Arten entdeckt als dort. Selbst im Aquarium gibt es nur das absolute Standardsortiment. Kann natürlich sein, daß unter den Schildkröten Besonderheiten dabei waren, auf die sich der Zoo anscheinend spezialisiert hat. Als Fazit würde ich mal sagen, daß die Tiergärten der Umgebung (z.B. Bielefeld, Hamm, Dortmund, Oberhausen, Rheine) deutlich (!) besser gemacht sind und der Besuch auf jeden Fall reizvoller ist. Möglicherweise fällt mein Urteil über Münster so schlecht aus, weil ich schon sehr früh in die Negativspirale reinkam und ich positive Aspekte deshalb eventuell übersehen habe. Darum würde mich Eure Meinung interessieren.
    (05.03.2008)
    Allwetterzoo Münster:   Vorweihnachtliche Überraschung für Zoobesucher in Münster
    Am 22. Dezember wurde der millionste Besucher des Jahres 2006 im Allwetterzoo begrüßt