tiergarten.com - The online-shop of Schüling Buchkurier
www.tiergarten.com – Der Online-Shop des Schüling Buchkuriers

tiergarten.com forum
Schüling Buchkurier - Dr. rer. nat. Klaus Schüling
Forum

    Forum unterwegs: Rückblick auf Treffen 1 bis 4


    -> alle Kategorien des Forums (hier geht es auch zur Stichwortsuche)

    Beitrag hinzufügen
      
    Name: (= Nachname)  
    Passwort: (= Kundennummer)
    Sie haben noch keine Login-Daten? Hier können Sie sich anmelden!
    Beitrag: Bei längeren Beiträgen empfehlen wir, den Text in einem Textprogramm zu verfassen und aus der Zwischenablage einzukopieren.
    Foto: (gif/jpg/png)

    (Dateigröße max. 2MB)

    Zoo Frankfurt

    Adrian Langer:   http://www.fr.de/frankfurt/zoo-frankfurt-der-zoodirektor-geht-a-1408417

    Ein Interview des scheidenden Direktors!
    (16.12.2017)
    Adrian Langer:   @Olliver Müller: Andere bauen eben mal eine riesen Elefantenanlage von dem Geld ........ aber gut wer weiß, was da am Ende raus kommt!

    Stimmt die Brüllaffen leben jetzt bei den Ameisenbären! Bei den Brillenbären leben inzwischen Waldhunde!
    (07.12.2017)
    Patrick Marburger:   Ich sollte nicht mit dem Handy im Forum schreiben. Ich meine (!) aber, dass es zumindest inhaltlich stimmt.
    (07.12.2017)
    Patrick Marburger:   Ja. Ich glaube aber mittlerweile aber nur noch bei den kürzlich eingezogenen Ameisenbären.
    (07.12.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Bin ja gespannt. Das wird ja wohl eine Mörderanlage werden, bei dem Preis und der Bauzeit.

    A propos: Sind eigentlich bei den Brillenbären auch Brüllaffen? Geplant war das ja, aber gehört habe ich nix mehr davon.
    (07.12.2017)
    Adrian Langer:   http://www.buerstaedter-zeitung.de/lokales/rhein-main/seit-einem-jahr-wird-an-einer-neuen-pinguinanlage-im-frankfurter-zoo-gebaut_18373564.htm

    Die Pinguinanlage nimmt Formen an!
    (07.12.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Suedamerikanische-Waldhunde-im-Ukumari-Land-eingezogen;art675,2846109

    Die Waldhunde sollen bald mit den Brillenbären vergesellschaftet werden! Vielleicht auch die Antwort auf die schon länger zurückliegende Frage!
    (06.12.2017)
    Adrian Langer:   http://www.echo-online.de/vermischtes/wissenschaft/der-frankfurter-zoo-schafft-loewen-affen-und-baeren-rueckzugsraeume_18341669.htm

    Ein schönes Statement zur modernen Zootierhaltung!
    (24.11.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Baby-Kaenguru-schaut-aus-dem-Beutel-von-Baumkaenguru-Jaya-May;art675,2824805

    In Frankfurt gab es Baumkängurunachwuchs!
    (16.11.2017)
    Adrian Langer:   http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Zoo-Eine-groessere-Aussenanlage-fuer-Kumar-und-Zarina;art675,2817322

    Und weil es so schön ist noch eine Meldung aus Frankfurt! Die Außenanlage der Löwen soll erweitert werden!
    (06.11.2017)
    Adrian Langer:   Um auf die schon länger zurück liegende Frage zu antworten! Laut Zootierliste ja seit diesem Jahr aber noch hinter den Kulissen!
    (06.11.2017)
    Adrian Langer:   http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Ich-hatte-grosse-Freiheit;art675,2816329

    Ein Interview mit dem scheidenden Direktors in Frankfurt! Laut Bericht muss hier anscheinend noch einiges gemacht werden!
    (06.11.2017)
    Jörn Hegner:   gibts jetzt wieder erneut waldhunde im zoo frankfurt ?
    (20.10.2017)
    Adrian Langer:   http://www.outfox-world.de/news/frankfurt-jetzt-darf-auch-der-zoo-nilgaense-jagen.html

    Frankfurt hat nun eine Abschusserlaubnis für Nilgänse erlassen!
    (13.10.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Kumar-Ein-neuer-Loewe-fuer-den-Frankfurter-Zoo;art675,2779277

    In Frankfurt gibt es einen neuen Löwenmann!
    (26.09.2017)
    Adrian Langer:   http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Orang-Utan-Dame-Djambi-mit-58-Jahren-gestorben;art675,2757829

    Orang Utan Djambi ist mit 58 Jahren verstorben!
    (04.09.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Neuer-Koenig-der-Tiere-gesucht-Zoodirektor-Manfred-Niekisch-geht-bald-in-Rente;art675,2751365

    In Frankfurt beginnt jetzt die Suche nach dem neuen Zoodirektor!
    (29.08.2017)
    Adrian Langer:   https://merkurist.de/frankfurt/zoo-muss-tiger-seniorin-malea-wirklich-den-frankfurter-zoo-verlassen_yc6

    Es wird überlegt ob einer der Tiger ausgetauscht wird! Diese vertragen sich zur Zeit nicht!
    (27.08.2017)
    Oliver Muller:   Könnte natürlich sein, dass Casares mit dem Gedanken spielt, auf der neue Afrika-Savanne nicht nur Zebras, Antilopen, Strauße, Giraffen, Nashörner und Flusspferde AUF EINER ANLAGE zu vergesellschaften, sondern dann auch noch Afrikanische Elefanten dazu zu stellen. Platzmässig könnte das vielleicht sogar gehen und gewagte Vergesellschaftungen sind ja offenbar neuerdings angesagt.
    (10.08.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Ich denke auch, dass man erst einmal die schon fertigen Planungen umsetzt bevor man an die Planung einer neuen Elefantenanlage geht, für die auch bei einer reiner Jungbullenhaltung erst einmal das Flußpferd- Nashorn-Haus und vermutlich auch das Niederaffenhaus abgerissen werden müssen da sonst der Platz für ein modernes Elefantenhaus mit Freilaufhalle und großzügigen Außenanlagen für die Haltung im PC nicht reichen dürfte. Das würde mind. 10 - 20 Mio Euro kosten, die auch erst einmal aufgebracht werden müssen. außerdem würde dieses wohl die dauerhafte Abgabe von Flußpferden und Nashörnern bedeuten, da für diese Arten zukünftig aufgrund der vielen großen Gebäude auf dem Zoogelände im Zoo wohl kein Platz mehr wäre. Der Bioparc Valencia beherbergt soweit ich weiß keine größeren Tierhäuser auf seinem Gelände während es in Frankfurt mit dem Theatergebäude, dem Menschenaffenhaus, dem Grzimek-Haus, dem Exotarium und dem Vogelhaus einige größere Gebäude gibt, die meiner Meinung nach als Besonderheiten und Alleinstellungsmerkmalen unbedingt erhalten bleiben sollten.
    (10.08.2017)
    Oliver Muller:   Man sollte m.E. mal die vorhandenen Pläne (Afrikasavanne, neues Exotarium, neues Grzimekhaus) umsetzen, das wird genug Zeit und Geld kosten. Dann werden früher oder später Maßnahmen im Bereich Vogel- und Niederaffenhaus nötig werden. Bei den Frankfurter Dimensionen bisher wird man dazu sicher 150 Millionen Euro ausgegeben. Elefanten sehe ich da nicht als machbar an.
    (10.08.2017)
    Sacha:   Das mit den Elefanten halte ich - nicht nur wegen der Fläche, sondern auch wegen der nicht gerade rosigen Finanzlage in Frankfurt - mehrheitlich für Wunschdenken. Interessanter finde ich die Frage nach der Nachfolge von Niekisch. Da wäre Casares m. E. nicht die schlechteste Wahl...
    (10.08.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fr.de/frankfurt/zoo-frankfurt-elefanten-nicht-ausgeschlossen-a-1328294

    In Frankfurt scheint ein Einzug von Elefanten möglich!
    (10.08.2017)
    Jörn Hegner:   die beiden komodo-warane werden doch nicht mehr für ewig bleiben .
    (05.08.2017)
    Adrian Langer:   http://www.metropolnews.info/mp272131/frankfurt-grosser-zuchterfolg-im-frankfurter-zoo-nachwuchs-bei-den-papua-weichschildkroeten

    Zuchterfolg bei den Papua-Weichschildkröten!
    (26.07.2017)
    Oliver Muller:   Der Zoo könnte PETA ja einen Deal anbieten, dass man in Zukunft wie gewünscht als Residenz für Zirkus-Großkatzen fungiert, wenn PETA im Gegenzug die Attacken auf Zoos einstellt.
    (22.07.2017)
    Oliver Muller:   Der Zoo könnte PETA ja einen Deal anbieten, dass man in Zukunft wie gewünscht als Residenz für Zirkus-Großkatzen fungiert, wenn PETA im Gegenzug die Attacken auf Zoos einstellt.
    (22.07.2017)
    Oliver Muller:   @Michael Mettler: Das ist das Geschäftsmodell von PETA. Hauptsache, die Kasse klingelt.
    (21.07.2017)
    Michael Mettler:   ... und wenn der von Peta \"gerettete\" Circuslöwe dann im Zoo Stereotypie zeigt oder \"apathisch\" wirkt, dann kommt wieder Peta und vermarktet ihn als Beispiel für das propagierte Leiden von Tieren in Zoos gleich nochmal?
    (21.07.2017)
    Steffen Boehler:   Die Zeitungen müssen halt was schreiben im Sommerloch.
    Die Wilhelma in Stuttgart hat zwei männliche indische Löwen, vielleicht passt einer. Der Wassergraben sollte breit genug sein, damit nicht dasselbe passiert wie in Leipzig!

    (21.07.2017)
    Adrian Langer:   http://m.fnp.de/lokales/frankfurt/Tierschuetzer-fordern-Frankfurter-Zoo-soll-Zirkusloewen-aufnehmen;art675,2716679

    \"Tierschützer\" (ich lach mich tot) fordern die Aufnahme von Zirkuslöwen im Zoo!
    (21.07.2017)
    Adrian Langer:   http://hessenschau.de/panorama/loewe-kashi-im-frankfurter-zoo-eingeschlaefert,loewe-kashi-eingeschlaefert-100.html

    Der indische Löwe wurde eingeschläfert!
    (18.07.2017)
    Steffen Boehler:   Der Masterplan wird sicher nicht in den nächsten fünf Jahren für die Afrikasavanne umgesetzt, eine neue größere Löwenanlage soll ja vorher noch gebaut werden. Der Löwe Kashi nimmt keine Nahrung mehr zu sich und mit seinen 18 Jahren auch nicht mehr der jüngste.
    (11.07.2017)
    Oliver Muller:   Es sind ja neue Anlagen für große afrikanische Huftiere im nächsten Abschnitt des Masterplans vorgesehen (Giraffen, Okapis, Nashörner, Flusspferde u.a.). De facto ist ja Kronberg in vielerlei Hinsicht heute schon der \"Frankfurter Außenzoo\", z.B. kooperieren beide bei der Tierpfleger-Ausbildung.
    (11.07.2017)
    Michael Mettler:   @Adrian Langer: Dieses Projekt ist über Jahrzehnte nie richtig aus den Startlöchern gekommen (bis auf wenige Gehege und etwas Infrastruktur als Keimzelle für den so genannten Nidda-Zoo, der nie weiterentwickelt werden konnte) , und wenn ich mir anschaue, welche Geldmengen in Frankfurt für Neuanlagen aufgewendet werden müssen, dann ist ein komplett neuer \"Außenzoo\" heute wohl illusorischer denn je. Nach der Entwicklung, die der Opelzoo in jüngerer Vergangenheit eingeschlagen hat, dürfte ein weiterer Park mit ähnlichem Besatz im Frankfurter Umfeld wohl auch wenig Sinn machen.
    (10.07.2017)
    Adrian Langer:   Hieß es nicht einmal, dass wenn Geld vorhanden wäre, außerhalb der Stadt ein großer Park für Großtiere (insbesondere Huftiere und Elefanten) eröffnet werden sollte? Dann wären diese Abgänge ja verständlich! Nur wann soll denn einmal Geld für dieses Projekt vorhanden sein?
    (10.07.2017)
    Steffen Boehler:   Mein Name ist Steffen Böhler, hier ist mein erster Beitrag, zu meinem letzten Zoo Besuch in Frankfurt am 4. Juli letzte Woche.
    Frankfurt ist der zu mir nächstgelegene große Zoo und ich finde seine Größe gerade für Familien gerade richtig. Allerdings bin ich beim letzten Besuch doch nachdenklich geworden, weil mir aufgefallen ist, dass vor allem die großen Tiere im Bestand erheblich abgenommen haben: Es gibt nur ein Flusspferd, ein Nashorn ( Kalusho ist das letzte seiner Art in Europa aber wer weiß das schon), zwei Seehunde, vier Seebärenn, drei Giraffen, zwei Trampeltiere und besonders trist die völlig überweidete und verdorrte Max-Schmidt Anlage mit drei Vikunjas , daran gehen alle stumm vorbei! Natürlich gibt es auch die neuen Anlagen, aber dafür scheinen die anderen sehr vernachlässigt.
    Immerhin werden jetzt zwei Dik-Diks auf der ( viel zu großen? ) Gorillafreianlage, die auch von den Gorillas kaum benutzt wird, einziehen.
    Für den Normalbesucher wird Frankfurt scheinbar immer unattraktiver, ob die teure Pinguinanlage hier eine deutliche Verbesserung bringt, da bin ich mir nicht sicher. Ein paar mehr Vertreter Grosswild wäre mir da lieber auch in Frankfurt wäre Platz dafür.
    Aber immerhin haben wir auch kurz einen Ameisenbär gesehen und es gab beim Verlassen des Zoos ein prächtiges Brüllaffenkonzert!
    (10.07.2017)
    Adrian Langer:   https://www.ffh.de/news-service/hessen/rhein-main/toController/Topic/toAction/show/toId/124967/toTopic/ameisenbaeren-ziehen-im-frankfurter-zoo-ein.html

    In Frankfurt ist ein neues Paar Großer Ameisenbären eingezogen! Seit 25 Jahren die ersten in Frankfurt!
    (23.06.2017)
    Klaus Schueling:   Medieninformation des Zoos

    Studentenwettbewerb: Visionen für das Zoogesellschaftshaus
    Das in Teilen denkmalgeschützte Zoogesellschaftshaus ist seit 1876 eine Landmarke im Frankfurter Osten. Es vereint vielerlei Funktionen: Von Verwaltung bis Theater, Messen und Großveranstaltungen ? schon immer war das Gebäude ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Jetzt soll es fit für die Zukunft gemacht werden. Studierende der Architektur erhielten daher vom Hochbauamt der Stadt Frankfurt die Aufgabe, Visionen für das Gebäude zu entwickeln. Die Entwürfe werden in einer Ausstellung in der Zooschule mit Plänen und Modellen präsentiert.

    Das Zoogesellschaftshaus wieder zu einem lebendigen, städtischen Ort vielfältiger und spannender Nutzung werden zu lassen, war die Aufgabenstellung des Architektur-Studentenwettbewerbs. Das Frankfurter Hochbauamt als Berater und Planer für das öffentliche Bauen versteht sich als ?Ideenschmiede? für neue räumliche Anforderungen der Stadtgesellschaft. Aus diesem Grund ist der Austausch mit Ausbildungsstätten mit ihren freien und kreativen Denkansätzen traditionell ein wichtiges Anliegen.

    Das historische Zoogesellschaftshaus ist ein Bestandsbau, die Fassaden zur Stadt hin und zum neuen Eingangsgebäude stehen unter Denkmalschutz. Das Haus sollte bei den Arbeiten als Schnittstelle zwischen Stadt und Zoo verstanden werden. Als mögliche Nutzungen wurden ein Kinder- und Jugendtheater-Zentrum, das Fritz-Rémond-Theater, die Zooverwaltung, multifunktionale Veranstaltungsflächen und eine Gastronomie für Besucherinnen und Besucher von Zoo- und Stadtseite aus vorgegeben. Als weite Nutzungsmöglichkeit konnte über eine Tiernutzung, beispielsweise ein Aquarium oder Wechselausstellungen mit Zoobezug, nachgedacht werden.

    Entstanden sind innovative und ungewöhnliche Visionen für das historische Gebäude. ?Die Ergebnisse zeigen die Kreativität der Studierenden und ihre Freude an der Aufgabe, aber auch das große Potenzial des stattlichen Zoogesellschaftshauses?, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, ?Die sechs Siegerentwürfe sind wirklich sehenswert?. Auch wenn die Entwürfe visionär gehalten sind, geben sie einen exzellenten Eindruck vom Nutzungspotenzial des historischen Gebäudes.

    Die radikaleren Entwürfe definieren über Ergänzungsbauten oder Entkernung bis auf den Bestand eine neue aufregende Architektursprache. Andere Arbeiten gehen behutsamer mit dem Bestandsbau um und entwickeln diesen auf subtile Art und Weise weiter.

    Insgesamt werden viele interessante Aspekte aufgezeigt, von einer städtebaulichen Neugestaltung des Vorplatzes über eine intelligente Anordnung der verschiedenen Theater-, Zoo- und Gastronomienutzungen bis hin zu einer Ausnutzung der Souterrainflächen. ?Die studentischen Lösungsansätze zeigen das Potenzial einer gesamtheitlichen Aufwertung des Zoogesellschaftshauses. Eine kreative und vielfältige Nutzung an diesem besonderen Ort bietet große Chancen für das Quartier und die Stadtgesellschaft als Ganzes?, sagt Roland Hatz, Hochbauamt.

    Die Entwürfe werden in einer Ausstellung in der Zooschule vom 24. bis 31. Mai, jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr, mit Plänen und Modellen präsentiert. Prämiert wurden Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences unter der Betreuung von Prof. Jean Heemskerk und der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, betreut von Prof. Mirco Becker.
    (24.05.2017)
    Michael Mettler:   Ich bin übrigens mal gespannt, wie sich die neue Frankfurter Pinguinanlage dann im Betrieb darstellen wird. Interessanterweise ist sie nämlich ausgerechnet nach Südwesten ausgerichtet, wie man es normalerweise für besonders wämebedürftige Tiere macht. Sie dürfte sich also im Sommer gut aufheizen, zumal Stein und Beton die Wärme auch noch prima speichern.

    Anbei ein Bild der Baugrube. Knapp außerhalb des linken Bildrandes, ca. sechs Meter von dem roten Bagger entfernt, befindet sich die neue (oder vorübergehende) Uferkante des Großen Weihers, dessen Wasserstand stark abgesenkt wurde. Der Bagger steht weit unter Weiher-Wasserspiegelniveau.

    Was mir nicht vor Ort, sondern erst bei Anblick des Bildes einfiel: Im Grunde hat man an dieser Stelle eine elegante Möglichkeit verschenkt, eine begehbare Großvoliere zu bauen, um sich für die Zukunft eine Haltungsmöglichkeit für unbeschnittene Großvögel zu sichern. Der Exotariumshügel mit den Gebäudewänden hätte dafür eine praktische Rückwand geboten.

    Für eine zeitgemäße, großflächige Pinguinanlage hätte es dagegen auch eine andere Möglichkeit gegeben, wenn man vom ohnehin nicht mehr zukunftsträchtigen Affenhaus den nördlichen Trakt (Paviane/Kapuziner) abgerissen hätte. Der bisherige Pavianfelsen mit seiner immer noch beeindruckenden Optik hätte sich als gestalterisches Element gut in eine dortige Pinguinanlage einarbeiten lassen.

    Um die dann notwendige Wassertechnikzentrale optimal nutzen zu können, wäre auf der Fläche der restlichen Affenanlagen für die Zukunft eine neue Flusspferdanlage denkbar (gern auch in Gemeinschaftshaltung mit Affen....). Wie schon im Stuttgart-Thread angemerkt: Auch in Frankfurt hatte das Hippo bei meinem Besuch sein interessiertes Publikum, obwohl es keinen Unterwassereinblick gibt wie bei modernen Anlagen. Ich sehe in Letzterem deshalb kein Muss - schon gar nicht für einen Zoo wie Frankfurt, in dem es auf kleiner Fläche von Scheibeneinblicken schon jetzt nur so wimmelt. Eine Filteranlage, die den Hippo-Kot abschöpft und für klareres Wasser sorgt, würde ja auch bei reinem Einblick von oben schon mehr Sichtbarkeit der Tiere bieten als das Dreckwasser klassischer Nilpferdbecken.
    (02.05.2017)
    Michael Mettler:   @Sacha: Doch, natürlich können die Frankfurter Tiger ins Wasser. Aber selbst um ein paar Züge richtig schwimmen zu können, braucht ein Tiger nicht eine derart große Wasserfläche (und die mit den Tigern vergesellschafteten Wasserschildkröten auch nicht). Und einen Badeteich auf dem Landbereich enthält die Anlage ja auch noch.

    Um das klar zu stellen: Ich finde die Tigeranlage in ihrer jetzigen Form durchaus attraktiv. Die Löwenanlage finde ich allerdings nicht weniger schauwirksam (und würde gern mal die Flächenmaße der Landteile beider Anlagen vergleichen können) . Wenn es nur darum geht, die Besucher auch außen näher an die Löwen zu bringen, würde eine Brücke über den Graben mit einer verglasten Kanzel am Landbereich ausreichen. Die komplette Anlage umzubauen, riecht mir halt ein bisschen danach, dass da nur etwas gemacht werden soll, weil die Anlage alt ist und \"alt\" gern mit \"schlecht\" gleichgesetzt wird.
    (01.05.2017)
    Sacha:   Haben denn die Tiger in Frankfurt nicht auch (etwas) Zugang zum Wasser oder habe ich das falsch in Erinnerung? (Tiger sind ja in der Regel doch etwas Wasserafiner als Löwen;))

    Bez. Flusspferd und Nashorn. Sehe ich absolut gleich. Nur gibt es halt leider Leute, denen die strikte Einhaltung von Paragraphen über jeglich vernünftige Lösung geht (wie wir auch in diesem Forum schon an anderer Stelle gesehen haben).
    (01.05.2017)
    Michael Mettler:   Wenn man sich die Baustelle der Pinguinanlage ansieht, könnte man glauben, da wird eine neue U-Bahn-Strecke eingerichtet...!

    Irgendwie ist es schon interessant, dass man den Löwen mehr Platz bieten und dafür den Wassergraben verfüllen will, während nebenan bei den Tigern vermutlich nicht über die ebenso immense Wasserfläche diskutiert wird und wahrscheinlich kein Mensch daran denkt, den Grevyzebras durch Grabenverfüllung mehr Fläche zu geben. Dort wird ganz im Gegenteil sogar noch darauf hingewiesen, dass der Graben ein Laichgewässer für Molche ist. Wobei ich annehme, dass der Löwengraben für diesen Zweck bestimmt nicht schlechter geeignet ist - womöglich würde eine Verfüllung den Lebensraum einer geschützten heimischen Lurchart beschneiden...? ;-)

    Die beiden verbliebenen Einzeltiere von Nilpferd und Nashorn dürfen jetzt abwechselnd die mittlere Anlage (ursprüngliche Elefantenanlage) zusätzlich zu ihren angestammten Gehegen benutzen. Die Hippokuh war bei meinem Besuch lange damit beschäftigt, die von den Pflegern einzeln auf dem Areal verteilten Möhren und Äpfel zu suchen. Ist schon eine Ironie für sich, dass das überlebende Einzelhippo jetzt erheblich mehr Platz zur Verfügung hat, als man vorher bei Paarhaltung bieten konnte - ebenso in Stuttgart, wo der verwitwete Bulle die verwaiste Tapiranlage mitnutzen darf. Schade, dass man die beiden Tiere - die ja durchaus noch lange leben können - nicht in einem der beiden Zoos zusammenführen kann, weil wahrscheinlich das Innenbecken als nicht mehr groß genug gilt. Sofern sie harmonieren würden, wäre den Tieren ein Artgenosse vermutlich wichtiger als ein paar Kubikmeter mehr Wasser.
    (01.05.2017)
    Adrian Langer:   www.buerstaedter-zeitung.de/lokales/rhein-main/baustelle-des-geheges-im-frankfurter-zoo-im-plan--eroeffnung-im-jahr-2018_17842607.htm

    Die Pinguinanlage liegt im Plan und kann bis jetzt zum Weltpinguintag 2018 eröffnet werden!
    (25.04.2017)
    Adrian Langer:   Berichtigung habe sie jetzt mit Gelbwangengibbons verwechselt! Weißwangengibbons werden noch in Duisburg und Osnabrück gehalten!
    (13.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.fr.de/frankfurt/zoo-frankfurt-gibbon-jerry-findet-neue-gefaehrtin-a-1260583

    In Frankfurt ist ein neues Weißwangengibbonweibchen eingezogen! Es wird sich daher eine neue Zucht versprochen. Ich hoffe es klappt, da Frankfurt ja nun der einzige Halter in Deutschland ist.
    (13.04.2017)
    Rüdiger Krichel:   @ Adrian

    Würde mich freuen, wenn sie lieber die Ostafrikanischen Spitzmaulnashörner einquatieren.
    In Europa hat es keinen Grundstock für Südafrikanische Spezie.
    Da müstten mindestens 3 -4 Halter neueinsteigen in Europa. Scheinbar ist Australien und die USA auf die kleinere minor species eingestellt.
    (26.02.2017)
    Adrian Langer:   Ich habe mal eine E-Mail zu diesem Thema an den Zoo gesandt. Hierzu gibt es noch keine genauen Pläne. Kaluschoo bleibt auf jeden Fall im Zoo. Und es gibt wohl Verhandlungen darüber ob neue Südzentralafrikanische Nashörner im Zoo einziehen, Allerdings sind hier noch keinerlei Zusagen bzw. Fortschritte bekannt gegeben worden. Nicht ausgeschlossen wurde dabei der Einzug Ostafrikanischer Spitzmaulnashörner. Ich denke mal fast, dass es eher auf zweiteres hinaus laufen wird da betimmt keine Wildimporte kommen, da sie ja ihre eigenen drei Nachzuchten wieder nach Afrika geschickt haben. Aber mal abwarten ob hier noch was passiert.
    (26.02.2017)
    Jörn Hegner:   was passiert sonst mit den letzten südafrikanischen spitzmaulnashorn dort . der zoo frankfurt hält als einzigen in europa diese art . kommen danach etwa die ostafrikanischen spitzmaulnashörner als ersatz .
    (26.02.2017)
    Jörn Hegner:   wird diese neue anlage für die mendesantilopen noch verbessert . wo vorher die rappenantilopen mit straussen drin waren .
    (26.02.2017)
    Oskar Schwitters:   Das schreit doch nach einem Masterplan für Frankfurt hier im Forum (Eure Planung), der gegebenenfalls auch dem Zoo geschickt wird. Wer bietet uns etwas an?
    (01.02.2017)
    Oliver Muller:   http://www.fr-online.de/zoo/zoo-frankfurt-zoo-plaene-liegen-auf-dem-tisch,4407556,35122160.html

    Es geht also weiter mit der Planung. Man darg gespannt sein, was es kosten wird. Wenn man dann noch das Thema Grzimekhaus und Exotarium hinzu nimmt, was auch früher oder später neu gebaut werden soll, kommen bei Frankfurter Dimensionen sicher ein paar Hundert Millionen zusammen. Ach ja, das Niederaffenhaus ist ja auch nicht gerade hochmodern.
    (31.01.2017)
    Tim Meschke:   Das stimmt. Manch ein Zoo, der ähnlich groß ist wie Frankfurt, hält nur eine Robbenart (z.B. Krefeld, Neuwied) und auch größere Zoos halten oft nur eine.

    Was soll denn in die alte Eselspinguin-Anlage hinenkommen?
    (10.12.2016)
    Oliver Muller:   Wenn man Michaels Idee folgen würde, hätte man vermutlich gleich genug Kohle für die geplante neue Afrika-Anlage nebst Giraffen, Nashörnern, Flusspferden und wahrscheinlich auch noch für die Okapis. Kann man aber natürlich auch noch mal 30-40 Millionen der Stadt aus den Rippen für leiern.
    Ich bin gespannt, was dann ein neues Exotarium oder gar Grzimek-Haus kosten werden.
    (09.12.2016)
    Michael Mettler:   P.S. Die Abgase des für den Aushub von 4.500 m³ notwendigen Fahrzeugparks sind auch nicht gerade klimafreundlich ;-)
    (09.12.2016)
    Michael Mettler:   Was die Artenauswahl betrifft: Unter dem hier im Forum häufig geäußerten Kriterium, dass Zoos weniger bedrohte Tierarten möglichst durch bedrohtere ersetzen sollten, ist ein Umstieg auf Humboldtpinguine durchaus nachvollziehbar, auch wenn sie in unseren Zoos gefühlt allgegenwärtig sind und deshalb unter uns Zoofans wohl nur knapp unter Erdmännchen-Status rangieren. Im Freiland zählen sie immerhin zu den bedrohtesten Pinguinarten, in der IUCN Red List rangieren sie diesbezüglich zwei Kategorien über den meisten antarktischen Verwandten (auch über dem Eselpinguin, der sich aus Frankfurt verabschieden soll). Als Botschafter-Art sind sie ebenso nützlich, weil sie auf die Überfischung der Meere und die Zerstörung von Nistplätzen aufmerksam machen können.

    Mir drängt sich eher die Frage auf, ob ein räumlich so beengter Zoo wie Frankfurt unbedingt zwei Robbenarten zeigen muss. Bei Verzicht auf die Seehunde könnte man deren Becken (mit Unterwassereinblick) für die Pinguine nachnutzen, der bauliche Aufwand würde sich überwiegend auf die Schaffung eines großen, direkt anschließenden (und ggfs. für die Besucher durchquerbaren) Landteils beschränken. Die dadurch eingesparten Mehrkosten für Aushubarbeiten, Wassertechnik, Verglasung usw. ließen sich bestimmt auch an anderer Stelle im Zoo gut investieren...
    (09.12.2016)
    Oliver Muller:   ... nicht zu vergessen Augsburg, wo man aktuell mit 6 Millionen plant.
    (09.12.2016)
    Oskar Schwitters:   In Erfurt waren es etwa acht Millionen, in Neunkirchen wohl weniger als sieben. In Hamburg wurden die Teile der Anlage zwar zu verschiedenen Zeitpunkten gebaut, es dürften aber insgesamt keine sieben Millionen gewesen sein. In vielen kleinen Zoos ohne Freilaufhallen sind die Anlagen wohl auch ziemlich billig. Ansonsten wohl noch diverse Zoos im Mittelmeerraum (Athen, Madrid), wo man allerdings keine großen Ställe benötigt.

    Natürlich kann man ein Kühlhaus auch mit erneuerbaren Energien versorgen, wie es in Hamburg bereits gemacht wird (wie der ganze Park). Außerdem ließen sich antarktische Pinguine besser als Klimabotschafter verwenden, wodurch die Besucher wiederum (hoffentlich) mehr zum Klimaschutz beitragen und so die anfallenden Emissionen der Anlage rechtfertigen würden.
    Ansonsten passt folgende Geschichte (nach Vorbild eines norddeutschen Zoos, der Name soll und braucht hier wohl nicht genannt zu werden) um auch Humboldtpinguine als Botschafter des Klimaschutzes zu verwenden:
    Auf einem Schiffstransport stranden einige Pinguine (die der ONB gleich mit der Polarregion verbindet) an der heißen Küste Perus. Pinguine in der Wüste, das sollte den ONB ausreichend vor den möglichen Folgen des Klimawandels warnen.
    (08.12.2016)
    Hannes Lueke:   Hodenhagen, Ströhen....
    (08.12.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Außerdem kann man ein Kühlhaus für Pinguine doch auch mit erneuerbaren Enegien versorgen.
    Noch eine Frage welcher Zoo hat für eine komplette Elefanten-Anlage nur 7Millionen ausgegeben?
    Mir ist nur Magdeburg bekannt hat das noch ein Zoo geschafft?
    (08.12.2016)
    Oliver Muller:   Die ersten Details über die neue Pinguin-Anlage und ein Modellfoto sind im Netz:

    http://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Panorama-2/Eine-Art-Nikolausgeschenk-fuer-den-Zoo-Erster-Baggerbiss-fuer-die-neue-Pinguinanlage-28475.html

    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Neues-Paradies-fuer-Pinguine;art675,2359475

    Demnach wird den Pinguinen selbst nur ein kleiner Teil eines großen und aufwändig gestalteten Areals zukommen. Kein Wunder, dass die Anlage so teuer wird, wie andernorts eine komplette Elefanten-Anlage mit Ställen und Aussengehege.

    Für die 7,2 Mio. Euro hätte man m. E. besser einen Kühlschrank à la Wuppertal für die Eselspinguine gebaut und noch Königspinguine (und ggf. weitere Arten) dazu genommen. Das wäre deutlich attraktiver und wäre ein Alleinstellungsmerkmal. Das Argument mit dem Klimaschutz finde ich in diesem Zusammenhang lächerlich.
    (07.12.2016)
    Rainer Becker:   Am Freitag, 02.09. 16 war ich im Frankfurter Zoo. Laut Beschilderung sind auf der Afrikasteppe jetzt Alpakas. Im Zooplan (Flyer) sind allerdings Addax eingetragen. Die Baustelle Pinguinanlage soll heute beginnen.
    (05.09.2016)
    WolfDrei:   Sprach vor 2 Tagen mit einem befreundeten Tierfreund, der im Urlaub u.a. im Zoo Frankfurt war: er hat keine Rappenantilopen mehr gesehen.
    (04.09.2016)
    Tim Meschke:   Sind die Rappenantilopen denn schon weg?
    (04.09.2016)
    Jörn Hegner:   in den gehege wo die rappenantilopen drin waren , werden doch jetzt mendesantilopen rein kommen ?
    (04.09.2016)
    Oliver Muller:   Bei allem Respekt: 2000 qm für eine Gruppe Humboldtpinguine sind aber auch nicht unbedingt nötig, oder?
    (31.07.2016)
    Ulli:   Diese Modell der Pinguin-Anlage habe ich in der Frankfurter Rundschau entdeckt - Anlagengröße 2.000 qm.
    Zweifellos macht das Modell einen guten Eindruck - aber dafür 7,3 Mio Euro ausgeben (???) - es dürfte doch auch deutlich preiswerter gehen,

    (31.07.2016)
    Michael Mettler:   10 und 11 waren Freianlagen für Präriehunde und Erdmännchen, 12 war das Jungtieraufzuchthaus (ursprünglich vor allem für Menschenaffen-Handaufzuchten gedacht, zum Schluss zur Vogelhaltung genutzt).
    (31.07.2016)
    Tim Meschke:   Ich habe diese Karte vom Frankfurter Zoo gefunden und dort sind gegenüber dem Affenhaus Gehege eingezeichnet (auf dem Plan die Nummern 10 & 11). Kann mir jemand sagen was da drin war und warum es sie nicht mehr gibt? Und was ist das für ein Gebäude da drunter (Nummer 12)?
    (31.07.2016)
    zollifreund:   ich hatte es am Anfang als ein Missverständnis gehalten, aber es scheint wirklich zu stimmen: Niekisch schafft es wirklich ? 7,2 Mio für eine Humboldtpinguinanlage auszugeben!! Ich gehe mal davon aus, dass die nun mindestens mit Marmor aus Italien gefliest wird, die Höhlen indirektes Licht erhalten ( durch Bewegungsmelder gesteuert), etc
    Jedenfalls ist das eine gigantische Geldverschwendung, zeigt aber sehr deutlich, dass weder der Direkor noch die Stadt als Aufsichtbehörde Ahnung haben vom Bau einer Zooanlage. Bei dem Geldbetrag kommt einem ja schon der Verdacht auf Veruntreuung von Firmengeldern auf...
    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Das-letzte-Geld-bekommen-die-Pinguine;art675,2055579
    ( auch der Kommentar ist lesenswert)
    (22.06.2016)
    Oliver Muller:   @Holger Wientjes: Na ja, meine erste Vermutung war das Geld (Klimahaus vs. Freianlage), aber bei Baukosten von über 7 Mio. ? sollte es eigentlich auch möglich gewesen sein, ein Kühlhaus zu bauen. Schließlich bauen andere Zoos für solche Summen dafür sogar Elefantenhäuser.
    (14.06.2016)
    Holger Wientjes:   Ja, in Frankfurt werden gerne ´mal \"lustige\" Begründungen vorgeschoben (Nebelparder, Takine,...).
    (14.06.2016)
    Oliver Muller:   Der Magistrat hat beschlossen: es wird eine neue Anlage für Humboldtpinguine gebaut auf dem Gelände der Pelikane. Die Eselspinguine müssen gehen. Wieder verschwindet eine selten gezeigte Art für eine Allerweltsart. Angeblich diesmal aus Gründen des Klimaschutzes.
    (12.06.2016)
    Sacha:   Und noch viel wichtiger: Was geschieht mit den Kiwis, welche die Anlage gemäss Zoo-Frankfurt-Homepage offenbar mitbewohnen:
    http://www.zoo-frankfurt.de/ihr-zoo-besuch/ihr-event-im-zoo/grosser-saal-im-zoo-gesellschaftshaus/zooplan-detailansicht/?tx-zootgv%5Bmode%5D=1&tx-zootgv%5Bgehege%5D=12&tx-zootgv%5Bbackpid%5D=19&tx-zootgv%5Bbackmode%5D=1&cHash=d415f64a50526a5092a2473684fc2e9f
    .....
    (Schon etwas peinlich).
    (06.06.2016)
    Jörn Hegner:   was kommt denn jetzt in den ehemaligen rappenantilopen-gehege hinein ?
    (05.06.2016)
    Holger Wientjes:   Irgendwie werden die letzten beiden Beiträge nicht mehr in ihrer chronologischen Reihenfolge angezeigt.
    (19.04.2016)
    Jörn Hegner:   ich habe gestern erfahren das die beiden letzten rappenantilopen weg kommen . in der anlage sollen doch vielleicht mendes- oder säbelantilopen rein kommen . eventuell auch die mohrgazellen .
    (18.04.2016)
    Holger Wientjes:   Mendes- oder Säbelantilopen fände ich prima. Genauso prima hätte ich auch eine Fortsetzung der Rappenantilopen-Haltung gefunden. Warum bemüht man sich da nicht um neue/weiter Tiere ? Muss des Weiteren der Stall nicht auch erst saniert werden ??
    (18.04.2016)
    Klaus Schueling:   Veranstaltungshinweis
    Vortrag im Zoo

    Im Land der Geistertiere und Rebellen

    Der Chinko in der Zentralafrikanischen Republik: Afrikas letzte Terra incognita

    Die Zentralafrikanische Republik ist ein weißer Fleck auf der biologischen Landkarte, Afrikas letzte Terra incognita. Politisch zerrüttet und von der Wissenschaft weitgehend ignoriert, gibt es hier diverse Wald- und Savannenlebensräume sowie eine unbekannte Vielfalt an Arten, darunter über 80 Säuger, mehr als 400 Vogelarten und über 190 Baum- und Straucharten.

    Das ?Chinko Project Central African Republic? hat sich der Erforschung und dem Schutz dieses Kleinods verschrieben. Der Vortrag stellt das Gebiet, seine Bewohner, die bis heute in mehr als 700.000 spektakulären Kamerafallenbildern festgehalten sind, sowie das Projekt vor und informiert über die aktuellen Probleme, mit denen sich der Naturschutz vor Ort konfrontiert sieht.

    Referent: Thierry Aebischer, Universität Fribourg; Raffael Hickisch, Chinko Project und Lothar Frenz, Biologe und Journalist

    Wann: Mittwoch, 6. April 2016

    Wo: Zoogesellschaftshaus,
    Kleiner Saal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    60316 Frankfurt

    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei
    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe ?Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz? statt.

    Foto: Thierry Aebischer und Chinko Research Team
    (01.04.2016)
    Gerrit Wehrenberg:   Besuch vom 03.08.2015:
    Bombenwetter aber auch heiß.
    Viele Anlagen in Exotarium, Vogelhaus und Grzimek-Haus sind \"in Arbeit\". Unter anderem die große Voliere der Elsterreiher, einige Wüstenterrarien, immer noch die Mehretagenanlage am Grzimek-Haus-Eingang, Klippschliefer, ein Großaquarium etc.
    Die Vogelbüsche sind wieder wegen Brut gesperrt gewesen. Ich war mit teilweise sehr zoounerfahrenen Freunden da, denen die vielen unbesetzten Anlagen auffielen - nicht positiv.
    Die ehemalige Wildhund-Anlage hat keinen Zaun mehr.
    Allerdings scheinen es mittlerweile 2,2 Westkaukasische Ture zu sein. Die Rosapelikane sind schon länger auf die Kranichwiese gezogen. Der Brillenbärennachwuchs ist groß geworden. Ein Kolkrabe ist nun zu den Schmutzgeiern gezogen. Der andere ist nach wie vor bei den Bartgeiern. Die Nachzucht-Sepien präsentieren sich klasse - genauso wie das Klammeraffenjunge. Das ehemalige Schlammspringerbecken ist wieder neu gestaltet worden - allerdings als reines Aquarium und ohne Landgängerfische. Anstelle der Jungkrokodile sind in dem länglichen Becken an der Treppe die Sonorakröten zu sehen. Nachdem die Europäischen Hornottern abgegeben wurden, sind dort nun die Bergkönigsnattern eingezogen. An deren Stelle sind nun Wandelnde Blätter zu sehen. Den Purpurnaschvögeln wird durch einen Bauzaun Raum vor den Besuchern gewährt. In der ehemaligen Kongopfauvoliere sind nun Zweifarben-Fruchttauben eingezogen. Die Fischerturakos habe ich in der Freiflughalle gesehen.
    Erstsichtung für mich als Norddeutschen: Riesenducker.
    (04.08.2015)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Schau mal in den aktuellen Schüling-Auktionskatalog unter Pos. 149. Das ist die von Sacha erwähnte Masterplan-Ausgabe, die man seinerzeit "öffentlich" erhalten konnte.
    (13.05.2015)
    Tim Meschke:   @Michael Mettler: Okay, vielen Dank für die Info.
    (12.05.2015)
    Michael Mettler:   @Tim Meschke: M.W. gibt es eine solche Chronik für Frankfurt nicht, aber Grundrisse der wichtigsten älteren Gebäude und Anlagen wurden jeweils nach ihrer Fertigstellung in den Jahresberichten der 50er und 60er Jahre abgedruckt.
    (12.05.2015)
    Tim Meschke:   Kann mir jemand eine gute Chronik des Frankfurter Zoos empfehlen, die ähnlich der Berliner Chronik „Der Berliner Zoo im Spiegel seiner Bauten“ aufgebaut ist und ebenfalls Grundrisse zu allen Tierhäusern enthält?
    (12.05.2015)
    Sacha:   Eine Kopie (mit Spiralbindung) davon habe ich, meines Wissens gibt es ihn aber nicht im Internet.
    Vielleicht kann Klaus Schüling oder der Zoo Frankfurt aushelfen, sorry.
    (08.05.2015)
    Oliver Müller:   @Sacha:
    Klingt spannend, gibt's den Masterplan irgendwo?
    (07.05.2015)
    Sacha:   @MM: Aber Du hast vermutlich noch nie jemanden sagen hören: "Ein Zoo ohne Krokodile ist kein Zoo". Dagegen habe ich den Spruch bezüglich Elefanten schon öfter gehört.

    Klar, schade ist es trotzdem. Der einstige Masterplan mit Menschenaffen, Aquarien- und Terrarienhaus, südamerikanischer und australischer Fauna im Innenstadtzoo und Tigern, Löwen, Elefanten, grossen Paar- und Unpaarhufern im Aussenzoo hat mir sehr gut gefallen.
    (06.05.2015)
    Michael Mettler:   @Sacha: Irgendwas "fehlt" Besuchern aber in den meisten Zoos. In Hannover habe ich schon mehrfach die Frage nach "den Krokodilen" aufgeschnappt, und die gibt es auch schon gute 25 Jahre nicht mehr dort.

    Was einen Außenzoo betrifft: Ich denke, die Stadt hat mit dem Innenstadtzoo erst mal noch reichlich "Hausaufgaben" zu erledigen. Bis die abgearbeitet sind, sind dann wahrscheinlich schon erste Anlagen der neueren Generation (Katzendschungel & Co.) renovierungsbedürftig :-(

    @Gerrit: Ich rätsele immer noch, wie ich die Brüllaffen-Innenanlage übersehen konnte, die müsste demnach links von den Kassen sein? Vielleicht hat mich zu sehr fasziniert, dass in Frankfurt jetzt auch Kassiererinnen vor Kunstfels-Rückwand gezeigt werden ;-)

    Die Mähnenwolf-Pampa gehört also auch zu den Anlagen, wo der Besucher selten mehr sieht als Grünes? Als Gelegenheitsbesucher bin ich zwar kein Maßstab, aber auch die Außenanlage der Fossas bzw. vorher Nebelparder habe ich nach meiner Erinnerung noch nie mit Tier gesehen.

    Mir ist übrigens noch aufgefallen, dass der erfreuliche Trend, in Zoos bedrohte Haustierrassen zu (er)halten, an Frankfurt bislang vorbeigeht. Neben den Trampeltieren, die man als ONB-Klassiker durchgehen lassen kann, wäre auf der dreiteiligen Haustieranlage durchaus mehr drin als Alpakas (Kleinkamele sind auch noch mit Vikunjas im Zoo vertreten) und Zwergziegen (mit denen gegenüber den Zebras zusätzlich ein Streichelgehege besetzt ist).
    (05.05.2015)
    Sacha:   @MM: Wenn es noch einen weiteren Beweis um die Popularität von Elefanten gebraucht hätte, hättest Du ihn geliefert.

    Zu schade, dass es (zumindest in absehbarer Zeit) mit dem ZUSAETZLICHEN Aussenzoo von Frankfurt nichts wird (Kronberg hin oder her).
    (05.05.2015)
    Gerrit Wehrenberg:   @Michael: Ja das ist wahr. Ich meinte den baulichen Kontrast.
    (05.05.2015)
    Michael Mettler:   @Gerrit: Ich habe den Borgori-Wald im Laufe des Tages in beide Richtungen durchquert. Ein Ergebnis war allerdings gleich: In welche Richtung ich auch hinaus ging, und egal, ob draußen dann als erstes alte Käfige oder neue Außengehege folgten, alles war affenleer :-)
    (04.05.2015)
    Gerrit Wehrenberg:   @ Michael: Ja schuldige es sind dort auch zwei Haie enthalten. Ich habe drei, einen kleinere hellen Quoll mit den anderen beiden gesehen. Es kommt ganz drauf an von welcher Seite man kommt. Ich gehe immer vom Affenhaus zum Borgori-Wald.
    (04.05.2015)
    Michael Mettler:   Die Schuhschnabel-Frage habe auch ich am Freitag live erlebt. Schmunzeln musste ich, als ich am Imbiss auch die Frage eines Paares hörte, wo denn hier die Elefanten seien. Die Beiden waren jedenfalls noch jung genug, um garantiert keine eigenen Erinnerungen mehr an Elefanten im Frankfurter Zoo haben zu können! Übrigens habe ich vor dem Gelbrückenduckergehege gleich mehrfach gehört, dass das Tier als "Tapir" identifiziert wurde. Ein Besucher gab bei Frage seiner Begleiterin allerdings offen zu, das er es nicht wisse und fasste im zweiten Satz unbewusst das große Problem der Zoopädagogik in kurze Worte: "Als Kind hätte ich das noch gewusst." - ja, man könnte das weit verbreitete Phänomen wohl "zoologische Demenz nach der Pubertät" nennen...

    @Gerrit: Ich habe zwei Epaulettenhaie im Becken gesehen und auch zwei Quolls - einen schwarzen und einen braunen - im Grzimekhaus. Wie ich überhaupt bei diesem Besuch viel Glück mit dem Haus hatte und in den meisten Anlagen tatsächlich die Bewohner zu Gesicht bekam. Den Umzug der Schnabeligel in die ehemalige Kiwi-Anlage habe ich allerdings nicht ganz verstanden. Mir ist so, als hätte ich vor einigen Jahren gelesen, dass man den damaligen Umzug dieser Art in die Hellabteilung als Fortschritt zur artgerechteren Haltung betrachtete, dann wäre das ja jetzt wieder ein Rückschritt...

    Ich habe die Klammeraffeninsel nicht abgesucht, gesehen habe ich nur zwei Bewohner in den Innenräumen.

    Angesichts des Affenhauses habe ich mich gefragt, ob man nicht auf seine alten Tage noch etwas Schauattraktiveres daraus machen könnte, als dem vorbei bzw. hindurch gehenden Besucher viele leere oder zumindest weitgehend leer wirkende Käfige zu bieten. Nach dem Verlassen des Borgori-Waldes in diese Richtung ist der schautechnische Kontrast schon ganz schön hart.

    Für Flusspferdkuh Petra wird laut "ZOO.F" ein Abnehmer gesucht, damit sie nicht ihr restliches Leben allein verbringen muss.
    (04.05.2015)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Ich habe ohnehin den Eindruck, dass der Artenschwund nachlässt und man eher wieder Arten "zurück bzw. neu holt", siehe die Pumawelle, Komodowarane, Koalas, Grosse Pandas, Sifakas usw.
    (04.05.2015)
    Gerrit Wehrenberg:   Ich wohne seit 2013 in Mainz und habe eine für Studenten unschlagbar günstige Jahreskarte. Die Gorilla-Außenanlage war seither bei jedem meiner Besuche nur von der Horde Helmperlhühner belebt. Auch habe ich noch nie die Klammeraffen auf ihrer Insel gesehen. Eine ganze Zeit waren einige Anlagen im Exotarium "im Umbau" - einige, auch die der Magagaskar-Schnabelbrustschildkröten, sind jetzt wieder besetzt. Auch der Insektenbereich ist endlich wieder ansehnlich. Ich habe das Gefühl, dass viele Kleinanlagen in den Tierhäusern insgesamt sehr lange leer stehen. Für mich ist Frankfurt, gerade was die Tierhäuser angeht, bis heute eine Institution der zoologischen Raritäten. Wie Michael sagt - schwindet dies immer mehr. Nicht an allen Stellen: Ich glaube es ist mind. ein neuer Quoll in der Anlage. Seit dem Rückzug der Kiwis würde ich mir zumindest eine Live-Cam wünschen.

    @ Michael: Die einsehbare Innenanlage der Brüllaffen ist noch vor den Kassen.

    Interessant finde ich, dass im Vogelhaus wirklich immer wieder zu hören ist, wo denn der Schuhschnabel sei. Der Eqaulettenhai ist schon länger dort (Exotarium). Wie sehr viele Besucher auch war ich total von den Gewöhnlichen Tintenfischen begeistert. Im Moment befinden sich wohl Jungtiere hinter den Kulissen - das große Becken beherbergt EINEN kleinen Falterfisch... Im Mittelmeerbecken ist im Moment aber ein Krake zu sehen. Wenn es soweit ist würde ich die Abgabe der Eselspinguine, als antarktische Art, bedauern. Aber über die komische Entwicklungsgeschichte des neuen Pinguinhauses, welches nun nicht mehr gebaut wird, wurde glaube ich auch hier oft genug diskutiert. Man wirbt mit diesem aber immer noch für Spenden!!! Finde ich nicht besonders gut.
    Am Samstag habe ich zum ersten mal den Mähnenwolf gesehen, bei dem man wirklich Glück haben muss. Das Flusspferdweibchen ist immer noch da. Die Brillenbärenjungen sind schon so groß wie ihre Mutter.
    Was ich als Hannoveraner nicht kenne, ist die strikte Schließung. Abgesehen von den Tierhäusern sind eigentlich alle Tiere mind. schon eine halbe Stunde vor Zooschluss im Stall. Also zu gleichen Zeit, wenn die Kassen schließen! Ähnlich wie es Michael mit den Kameras schrieb, verhalten sich die Besucher wohlerzogen und fliehen im Vergleich geradezu. Vllt. liegt das tatsächlich an den vielen schließenden Tierhäusern und den Durchsagen. Habe ich als schon fast unangenehm empfunden.
    (04.05.2015)
    Michael Mettler:   Um nicht nur - siehe Vogelhallen - an das Verschwinden von Arten aus den Zoobeständen zu denken, halte ich mir ab und zu auch mal vor Augen, von welchen heute zu sehenden Arten ich zu Beginn meiner Zootouren vor über 30 Jahren nicht mal zu träumen gewagt hätte. Dazu gehört die abgebildete Magagaskar-Schnabelbrustschildkröte (noch ein "first" für mich) ebenso wie das Fingertier, und selbst beim Anblick von Gundis - um bei Frankfurter Arten zu bleiben - habe ich noch immer im Hinterkopf, dass die in älterer Literatur als praktisch unhaltbar galten. Und hätte mir bei meiner ersten ehrfürchtigen Begegnung mit dem sagenumwobenen Bongo in Frankfurt jemand prophezeit, dass der einst selbst in Safariparks Einzug halten werde, hätte ich ihn für komplett verrückt erklärt.
    (03.05.2015)
    Michael Mettler:   Epaulettenhai im Exotarium. Für mich war diese hübsche kleine Art nicht nur eine Erstsichtung, sondern zeigte mir auch eine gänzlich unerwartete Art der Fortbewegung. Sie kann mit ihren zwei Paar Brust- und Bauchflossen regelrecht auf dem Boden "gehen" (indem sie die Vorderkanten vor allem der Brustflossen abwechselnd gegen den Boden stemmt und sich voranschiebt) und erinnerte mich dabei wegen des langen Schwanzes und der Schlängelbewegung des Körpers ein wenig an einen Waran. Ist mir das bei anderen Boden bewohnenden Hai-Arten nur nie zu Gesicht gekommen, können das Bambus-, Katzen- oder Ammenhaie auch? Bewußt habe ich bei denen bisher nur haitypischen "Heckantrieb" gesehen.
    (03.05.2015)
    Michael Mettler:   In der früheren Klippspringeranlage am Schafberg werden jetzt die Tammar-Wallabys gehalten. Also, für mich schreit die Anlage geradezu nach Felsenkängurus, für die ohnehin noch weitere Halter gesucht werden.
    (03.05.2015)
    Michael Mettler:   Um vorab schon mal drei Fragen aus jüngerer Zeit des Threads zu beantworten, da ich gerade in Frankfurt war: Auch der männliche Marabu (11 Jahre alt) kam laut "ZOO.F"-Magazin aus Amsterdam, auf der vormaligen Takinanlage sind Ende 2014 2,2 Westkaukasische Steinböcke eingezogen (2,0 aus dem Berliner Zoo, 0,2 aus Olomouc), und es wird tatsächlich ein männlicher Gelbrückenducker gehalten, der die beiden an das Nashorngehege grenzenden Außengehege des Straußenhauses bewohnt (in den drei übrigen Gehegen des Hauses: Jungfernkraniche und 2x Helmkasuar).

    Der Pelikanweiher am Exotarium ist leer, 3 Rosapelikane saßen zusammen mit den Muntjaks auf der bisherigen Stelzvogelwiese - dafür keine Mandschurenkraniche mehr. Leer auch die beiden Kleintiervitrinen im Giraffenhaus (laut Schildern wegen Umgestaltung) und die rechte Fingertieranlage im Grzimekhaus (dito); zugeklebt - also wohl ebenfalls "in Arbeit" - die zweistöckige Großanlage im Grzimekhaus und die frühere Klippschlieferanlage. Da ich viele Jahre nicht in Frankfurt war, waren einige Umbesetzungen im Grzimekhaus für mich noch neu, z.B. Kurzschnabeligel und Tamanduas jetzt in der Dunkel- statt Hellabteilung, Komodowarane in der vorherigen Schnabeligel-(historisch: Serval-)Anlage und im kleinen Abteil rechts daneben (dort nur über Gucklöcher einsehbar). In der Nachtabteilung ist inzwischen das Fotografieren (auch ohne Blitz) nicht mehr erlaubt und natürlich auch die Verwendung von Laserpointern untersagt. Dass offenbar einige Handys eine Taschenlampe enthalten, die von ihren Besitzern dann munter angewendet wurde, hat sich noch nicht auf die Verbotsliste niedergeschlagen... Apropos Fotografieren: Ältere Forumleser erinnern sich vielleicht an meine Schilderungen, dass ich in Frankfurt bei mehreren früheren Besuchen von anderen Besuchern angepöbelt wurde, weil ich doch tatsächlich zu fotografieren wagte (sogar vor dem Nashorngehege). Das kannte ich aus keinem anderen Zoo. Anscheinend ist aber zwischenzeitlich ein neues Zeitalter angebrochen. War ich früher manchmal tatsächlich fast der Einzige, der irgendwo fotografierte, konnte ich diesmal im gut besuchten Aquarium zeitweise vor an die Scheibe gehaltenen Handys und Tablet-PCs kaum noch Fische sehen... Hätte nicht gedacht, dass auch ONB mal Spaß daran finden würde, die Bewohner eines Schaubeckens einzeln durchzufotografieren.

    Deutlich zusammengeschmolzen sind die Artenbestände in den Vogelhallen (in der großen Freiflughalle waren z.B. nur noch ganze fünf Vogelarten ausgeschildert!) und im alten Affenhaus: neben den Bewohnern der beiden Freianlagen (Mantelpaviane, Braune Klammeraffen) und der früheren Krallenäffchenvitrinen (Wasserskinke, Schildechsen, Kurzohr-Rüsselspringer) bewohnen nur noch Gelbbrustkapuziner und Kattas das Haus sowie Erdmännchen die Innenhofanlage.

    Natürlich will ich den neuen Eingang und Ukumari-Land nicht vergessen. Die Brillenbäranlage ist großzügig und attraktiv (auch das Umfeld auf Besucherseite), die Brüllaffen (die eine riesige Platane erklettern können) bekam ich leider nicht zu Gesicht - falls es einen Einblick in ihre Innenanlage geben sollte, habe ich den übersehen. Wäre der neue Eingang ein Tierhaus, würde man ihn wohl unter "Zweckbau" einordnen. Der architektonische Kontrast zum nur wenige Meter entfernten historischen Gesellschaftshaus könnte nicht größer sein - für Architekten mag das ein erstrebenswertes Ziel sein, ich hätte es gefälliger gefunden, wenn man die Modernität auf das Innere beschränkt und die äußere Optik zumindest ansatzweise dem historischen Stil nebenan angepasst hätte.

    Obwohl Menschenaffen nicht zu meinen Favoriten zählen, war ich gespannt, wie sich der Borgori-Wald weiterentwickelt hat. Mein letzter Frankfurt-Besuch war kurz nach dessen Eröffnung an einem Wintertag, die Orang-Außenanlage war noch nicht fertiggestellt. Und diesmal habe ich genauso viele Affen auf den Außenanlagen gesehen wie damals, nämlich keinen einzigen. Ob sie nicht durften oder nicht wollten, weiß ich nicht, aber angesichts des riesigen für die Affen genutzten Außengeländes bei m.E. brauchbarem Wetter nur eine Schar Perlhühner auf der Gorilla-Anlage zu sehen, fand ich dann doch etwas enttäuschend. Kann mir ein häufigerer Besucher sagen, wie gut die Außenanlagen gemeinhin genutzt werden - auch jahreszeitlich? In einem Zoo, der so wenig Fläche zur Verfügung hat, wäre es ja schade, wenn Außenanlagen dieser Größe über Monate hinweg ungenutzt blieben. In einem ohnehin nicht nach Geoprinzip sortierten Zoo wie Frankfurt fände ich dann einen auch im Winter schauattraktiven Zweitbesatz überlegenswert.
    (03.05.2015)
    Jörn Hegner:   heute sind ja 2 afrikanische marabus in der ehemaligen schuhschnabel-anlage . das weibchen stammt doch aus dem zoo amsterdam und das männchen ist ein wildfang . von wo her denn genau .
    (12.03.2015)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag in Englischer Sprache

    Der Cheetah Conservation Fund (CCF) wird 25 Jahre alt und ist damit das älteste Geparden-Schutz-Programm der Welt. Dr. Laurie Marker, eine weltweit anerkannte Geparden-Expertin, ist Gründerin und Geschäftsführende Direktorin des CCF. In Ihrem Vortrag stellt sie die Arbeit der renommierten Umweltschutzorganisation mit Sitz in Namibia vor. Seit seiner Gründung hat der CCF wichtige Erfolge erzielen können. Viele namibische Landwirte bedienen sich mittlerweile raubtierfreundlicher Methoden der Viehhaltung, die den hauptsächlich auf Farmland lebenden Geparden zugutekommen. Auch international wurde das Bewusstsein für den Schutz der Geparde gestärkt und spezielle Bildungs- und Artenschutzmaßnahmen gestartet.

    Dr. Laurie Marker,
    Founder and Executive
    Director of CCF

    Montag, 23. Februar 2015; 19:00 Uhr
    Zoogesellschaftshaus, Kleiner Saal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    60316 Frankfurt

    kostenfrei


    (19.02.2015)
    Tim Sagorski:   Sollte Frankfurt aber tatsächlich Gelbrückenducker bekommen (haben), vermute ich deren Haltung im ehemaligen Babirusa-Gehege am Straußenhaus.
    (06.01.2015)
    BjörnN:   Bei diesem Eintrag sollte es sich um einen Falscheintrag in der ZTL handeln, da ein Zoofreund noch vor 2 Wochen 2,1 Gelbrückenducker in Wuppertal sah.
    (05.01.2015)
    Jörn Hegner:   der zoo frankfurt hat auch einen gelbrückenducker aus wuppertal . befindet sich aber momentan noch hinter den kulissen . wo kommt dieser denn rein , in welches gehege .
    (05.01.2015)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag im Zoo
    Beutelbären erobern die Besucherherzen - 20 Jahre Koalahaltung im Zoo Duisburg

    Es fing alles mit einer ehemaligen Heuscheune an. Liebenswürdig eigenbrötlerisch wie die Leute im Pott nun mal sind, hatten die Zooverantwortlichen die international geltenden, eher spröde anmutenden Haltungsrichtlinien modifiziert und den Koalas umgehend möglichst naturnah gestaltete Gehege angeboten. Der Erfolg gab ihnen Recht. Mittlerweile ist der Zoo Duisburg für die Haltung und Zucht von Koalas weltberühmt. Knapp 30 Jungtiere konnten seit 1994 am Kaiserberg groß gezogen und an andere Zoologischen Einrichtungen vermittelt werden.

    Warum der Koala kein Bär ist und was er dennoch mit einem Gummibärchen gemein hat, erfahren Sie beim Vortrag "Beutelbären erobern die Besucherherzen - 20 Jahre erfolgreiche Koalahaltung im Zoo Duisburg".

    Referent: Volker Grün, Zoo Duisburg

    Wann: Mittwoch, 3. Dezember 2014
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei
    (01.12.2014)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag im Zoo
    Neue Wege in der Tierhaltung – Delphinlagune und Manatihaus

    Unser Wissen über die Biologie der Tiere wird immer detaillierter und die technischen Möglichkeiten beim Bau von Tieranlagen werden immer besser. So ist ein moderner Zoo immer im Wandel, um eine Tierhaltung auf hohem Niveau zu ermöglichen. Der Tiergarten Nürnberg hält und züchtet Delphine und Seekühe seit etwa 40 Jahren erfolgreich. 2011 konnte mit der neu eröffneten Delphinlagune für die Tiere wie auch für die Besucher ein neues Highlight geschaffen werden.


    Referent: Dr. Helmut Mägdefrau, Tiergarten Nürnberg
    Wann: Mittwoch, 5. November 2014
    Wo: Zoogesellschaftshaus,Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1; 60316 Frankfurt
    Beginn:18:00 Uhr
    Eintritt:kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt.
    (03.11.2014)
    Jörn Hegner:   was kommt in der alten hirscheber-anlage hinein ?
    (28.10.2014)
    Jörn Hegner:   was kommt als nächstes in die anlage hinein , wo die mishmi-takine drin waren .
    (27.04.2014)
    Holger Wientjes:   Ach ja, Frankfurt. Da gibt man ja auch die Takine nach Spanien ab, weil es in Frankfurt angeblich ja zu warm für die Tiere ist...
    (07.03.2014)
    Holger Wientjes:   Ach ja, Frankfurt. Da gibt man ja auch die Takine nach Spanien ab, weil es in Frankfurt angeblich ja zu warm für die Tiere ist...
    (07.03.2014)
    Michael Mettler:   Dazu fand ich dies hier:
    http://www.fr-online.de/zoo-frankfurt/zoo-frankfurt-orang-utan--sirih--wird-us-staatsbuergerin,4407556,26461988.html

    Und daraus entsteht die Frage, mit wem dann eigentlich der Rest der europäischen Population verpaart werden soll, wenn doch alles schon Verwandte von Sirih (und damit auch untereinander) sind...

    Bezüglich der "Schrauberkünste" der Äffin musste ich dann aber doch schmunzeln. Hat man in Frankfurt die Bücher des Ex-Zoodirektors Grzimek schon vergessen? Der hatte doch schon vor Jahrzehnten über die zu Kriegszeiten in seinem damaligen Berliner Haus notdürftig untergebrachte Schimpansin Ova berichtet, dass ein Menschenaffe Schraubenmuttern mit bloßen Fingern fester anziehen kann als ein Schlosser mit Werkzeug. Dann wird das Losschrauben auch kein Problem sein ;-)
    (07.03.2014)
    Jonas Homburg:   Extrem dreiste Auslegung einer Individuenabgabe im Rahmen der Zucht:
    http://www.bild.de/news/inland/zoo/schlauer-affe-wird-abgeschoben-34933932.bild.html
    (07.03.2014)
    Zoo Frankfurt:   Löwin KIRI geht auf Reisen

    Etwas mehr als zwölf Jahre lebte die Asiatische Löwin KIRI, die 1999 im
    Zoo von London geboren wurde, in Frankfurt. Jetzt zieht sie um in den Parc
    des Félins nach Frankreich. Kater KASHI soll aber nicht alleine bleiben.
    Im Frühjahr wird er eine neue Partnerin bekommen.

    Am heutigen Dienstag sagt der Zoo "Adieu und gute Reise" zu KIRI, die von
    ihrer Pflegerin Claudia Löschmann in den Parc des Félins nach Nesles in
    Frankreich gebracht wird. "Dort", so erklärt Zoodirektor Professor Dr.
    Manfred Niekisch, "wird KIRI in einer neu aufgebauten Gruppe Asiatischer
    Löwen ihren Lebensabend verbringen, denn mit 14 Jahren ist sie schon eine
    Seniorin."

    Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP wird der
    Zuchtbuch-Koordinator eine neue Partnerin für Löwenmann KASHI auswählen.
    Im Frühjahr 2014 soll das neue Weibchen dann nach Frankfurt kommen. "Wir
    wissen also noch nicht, woher die Löwin kommen wird", sagt Niekisch.

    Asiatische Löwen werden in der Roten Liste der IUCN als "vom Aussterben
    bedroht" eingestuft. Ihre Anzahl im Freiland wird auf 250 bis 300
    Individuen geschätzt. Einst erstreckte sich das Verbreitungsgebiet des
    Asiatischen Löwen von Südeuropa über den Mittleren bis in den Nahen Osten.
    Heute kommt er nur noch im Gir-Nationalpark im indischen Staat Gujarat
    vor.

    "Es ist daher wichtig", so Niekisch, "dass wir uns mit KASHI weiterhin an
    der Zucht beteiligen. Denn es liegt schon 10 Jahre zurück, dass unsere
    beiden Löwen Nachwuchs hatten." 2003 hatte KIRI die Löwenbabys JUNA und
    JOY zur Welt gebracht.

    (15.10.2013)
    Zoo Frankfurt:   Nachwuchs bei Gorillas, Drills und Bonobos

    Es ist mächtig was los im Menschenaffen-Haus Borgori-Wald: Bei Gorillas
    und Drills hat sich in den letzten Tagen Nachwuchs eingestellt und auch
    die Bonobos haben seit einiger Zeit ein Jungtier, das sie liebevoll
    umsorgen.

    Am Vormittag des 12. Oktobers kam ein kleiner Gorilla in der Schauanlage
    im Borgori-Wald zur Welt: Das erste Baby der neunjährigen SHIRA, die 2011
    aus der Wilhelma in Stuttgart nach Frankfurt kam. Das junge Weibchen fand
    sich schnell in ihre Mutterrolle ein. Nun trägt SHIRA ihr Baby dicht am
    Körper oder liegt entspannt auf dem Rücken mit ihrem Nachwuchs auf dem
    Bauch. "Das Geschlecht des kleinen Gorillas ist noch nicht bekannt",
    erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. "Das Baby wirkt aber
    gesund und fit und auch die Mutter-Kind-Bindung scheint sich positiv zu
    entwickeln." Sehr viel mehr lässt sich zurzeit noch nicht sagen, denn
    selbstverständlich gibt SHIRA ihren Nachwuchs so schnell nicht aus der
    Hand und eine genauere Untersuchung ist dadurch nicht möglich. Vater VIATU
    sitzt häufig neben SHIRA. Man könnte meinen, er ist stolz auf seinen
    Nachwuchs. Erst im letzten Jahr wurde er zusammen mit REBECCA Vater der
    kleinen SAWA, 2010 kam sein Sohn QUEMBO zur Welt.
    Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas in ihrem natürlichen
    Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht,
    umso erfreulicher ist jede Geburt dieser charismatischen Tiere im Zoo.

    Mächtig imposant zeigt sich Drill CHEPO und präsentiert sein blaues
    Hinterteil. "Noch ist unklar, ob er überhaupt der Vater des Jungtieres
    ist", so Niekisch. Die 2006 in Stuttgart geborene Mutter KUMARI trägt ihr
    erstes Kind fast schon routiniert an ihrem Bauch. Auch Männchen RICARDO
    kommt als Vater in Frage. Obwohl RICARDO erst 8 Jahre alt ist und CHEPO
    mit seinen 11 Jahren der eigentliche Anführer der vierköpfigen
    Drill-Gruppe, hat RICARDO sich mit beiden Weibchen, quasi hinter CHEPOS
    Rücken, gepaart. "Sobald das Jungtier etwas unabhängiger von seiner Mutter
    ist, machen wir einen Vaterschaftstest", so Niekisch. Dazu werden dem
    kleinen Drill einige Haare entnommen und ein Gentest durchgeführt.
    Nur sechs Zoos in Deutschland halten die mittelgroßen grauen Primaten mit
    dem ausdrucksvollen schwarzen Gesicht. Im Freiland sind die Tiere stark
    bedroht, nur noch etwa 3.000 Tiere leben im Grenzgebiet von Nigeria und
    Kamerun. In Frankfurt ist der Drill-Nachwuchs eine kleine Sensation: Es
    ist das erste Jungtier seit die Haltung 2008 wieder aufgenommen wurde.

    Bonobo-Baby TIKALA wurde am 20. April geboren, wird aber noch von ihrer
    Mutter MIXI getragen und liebevoll umsorgt. Vater ist der 29 Jahre alte
    Bonobo-Zuchtmann LUDWIG.
    Bonobos wurden als letzte Menschenaffenart erst 1929 entdeckt. Sie leben
    ausschließlich in den tropischen Regenwäldern südlich des Kongoflusses. Im
    Freiland sind sie stark bedroht. Der Zoo Frankfurt züchtet Bonobos seit
    vielen Jahren erfolgreich. Bereits seit 1955 leben die wertvollen
    Menschenaffen in der Mainmetropole. 1963 konnte sich Frankfurt über die
    Welterstzucht freuen.
    (15.10.2013)
    Zoo Frankfurt:   Erwachsen werden -
    Hormone und die Entwicklung bei Menschen und Menschenaffen

    Pubertät, Wachstumsschübe, älter werden - bei diesen Begriffen denken wir
    an unser eigenes Leben. Anthropologen verstehen die Entwicklung des
    Menschen als eine Mixtur aus Anpassung an die aktuellen sozialen,
    ökologischen und ökonomischen Gegebenheiten sowie als
    stammesgeschichtliches Erbe, das von unseren Vorfahren erworben wurde.
    Diese Annahme ist sicherlich richtig und wirft interessant Fragen auf: Was
    passiert eigentlich im Laufe der Entwicklung bei unseren nächsten
    Verwandten, den Bonobos und Schimpansen? Durchlaufen sie die gleichen
    Entwicklungsstadien oder ist das Erwachsenwerden bei ihnen weniger
    kompliziert? Wie pubertiert ein Affe und welche Veränderungen finden in
    den "besten Jahren" statt? Mit Hilfe von Hormonen, anatomischen Markern
    und Entwicklungsvergleichen von Menschen und Menschenaffen soll diesen
    Fragen auf den Grund gegangen werden.

    Referentin: Dr. Verena Behringer, Max-Planck-Institut Leipzig
    Wann: Mittwoch, 2. Oktober 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    (30.09.2013)
    Zoo Frankfurt:   Socorrotaube nach 40 Jahren zurück in Mexiko
    Zoo Frankfurt steuert globales Zuchtprogramm für im Freiland ausgestorbene Taubenart

    Am 5. September fand im Africam Safari Zoo im mexikanischen Bundesstaat Puebla eine Feier zur Rückkehr der im Freiland ausgestorbenen Socorrotaube in ihr Heimatland statt. Mit der Kooperation von vielen Zoos in Europa, den USA und Mexiko sowie den Aktivitäten vor Ort ist ein Naturschutz-Projekt auf gutem Wege, das letztlich nicht nur das Überleben einer einzigen Vogelart im Blick hat. Der Frankfurter Zoo steuert das globale Zuchtprogramm für die Socorrotaube und ist dadurch maßgeblich an dem Naturschutzprojekt beteiligt.

    "Noch ist es nicht soweit, aber die ersten Schritte hin zu einer Auswilderung sind getan", sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch: "Die unscheinbare braune Taube ist in ihr Heimatland Mexiko zurückgekehrt, zunächst in einen mexikanischen Zoo."

    Die Socorrotaube stammt von der im Ostpazifik gelegenen und zu Mexiko gehörenden Vulkaninsel Socorro. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts entdeckt und 1871 wissenschaftlich beschrieben, verschwand die Art innerhalb weniger Jahre von ihrer Heimatinsel, nachdem auf der ehemals unbewohnten Insel Socorro im Jahr 1957 eine Station der mexikanischen Marine errichtet worden war. Als wissenschaftliche Expeditionen der kalifornischen Akademie der Wissenschaften in den 1980er Jahren keine wildlebenden Socorrotauben mehr nachweisen konnten, wurde das Projekt Socorrotaube (PS) gestartet. Das Projekt besteht im Wesentlichen aus zwei Säulen: einem international angelegten Erhaltungszuchtprogramm sowie Bemühungen um die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen für die Art auf ihrer Heimatinsel.

    Denn glücklicherweise hatten Wissenschaftler der kalifornischen Akademie der Wissenschaften bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebende Socorrotauben nach Kalifornien gebracht, und wenig später wurden die ersten Nachzuchttiere auch an englische Wildtaubenzüchter weitergegeben.
    Da die auf dem nordamerikanischen Kontinent gehaltenen Socorrotauben - in Unkenntnis der Bedeutung dieses Vorgehens - vielfach mit der nah verwandten Trauertaube gekreuzt worden waren, können für die Erhaltungszucht- und Wiederauswilderungsbemühungen nur die in Europa gehaltenen Tiere verwendet werden. "Im Jahr 1995 bekam der Zoo Frankfurt vom europäischen Zooverband EAZA die Verantwortung für das Europäische Erhaltungszucht-Programm EEP für die Art übertragen, das seitdem von unserem Vogelkurator Dr. Stefan Stadler geführt wird", erläutert Niekisch: "Mittlerweile ist es uns gelungen, 23 Zoologische Gärten und Vogelparks in über zehn Ländern Europas zur Teilnahme an diesem EEP zu gewinnen."

    Die in der Mitte des vergangenen Jahrzehnts in Europa aufgetretene Vogelgrippe verhinderte jedoch eine Rückführung von Socorrotauben nach Mexiko. Nun konnten endlich drei Paare die Reise in ihr Heimatland Mexiko antreten.

    "Zoos können nur Arche für im Freiland ausgestorbene Tierarten sein, wenn der Lebensraum dieser Tiere geschützt, erhalten oder wiederhergestellt wird", sagt Niekisch: "Deswegen ist es uns so wichtig, auch die Lebensräume im Blick zu haben, nicht nur die Tierart." Unter der Federführung der Island Endemics Foundation wurden intensive Bemühungen um die Wiederherstellung der Lebensgrundlagen für die Art auf ihrer Heimatinsel Socorro unternommen. Durch diese intensive Kooperation auch mit der für die Insel Socorro verantwortlichen mexikanischen Marine konnte schon etliche Maßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist die Wiederherstellung des Habitats, die Verhinderung von Erosion und die Entfernung eingeschleppter Arten, um den gesamten Lebensraum zu schützen. In diesem Sinn spielt die Socorrotaube eine herausragende Rolle als Flaggschiffart, deren Rettung das Überleben auch für viele andere, zumeist kleinere und wenig beachtete Tier- und Pflanzenarten bedeutet.

    "Der Zoo Frankfurt ist stolz, an diesem Projekt an maßgeblicher Stelle beteiligt zu sein und freut sich über den mit der Rückführung der Socorrotaube in ihr Heimatland Mexiko erreichten Meilenstein", sagt Niekisch.
    (26.09.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendführungen

    An jedem letzten Freitag im Monat von April bis September 2013
    19.00 Uhr, Treffpunkt Kasse Bernhard-Grzimek-Allee

    Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.


    Führung am 27. September 2013:
    Ukumari-Land: Die neue Anlage für Brillenbären und Schwarze Brüllaffen

    Reviertierpflegerin Claudia Löschmann

    Ist die Anfang Juli eröffnete Anlage den Tieren schon ein Zuhause geworden? Wie kommen die neuen Bewohner miteinander aus, und wie arbeitet es sich als Tierpfleger im Reich der Brillenbären und Brüllaffen?

    Revierleiterin Claudia Löschmann nimmt Sie mit auf einen Rundgang durch die neue Anlage, die viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick sieht - und das ist schon nicht wenig!

    Die Kassen sind bis 19.00 Uhr geöffnet.

    Eintrittspreis: 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif: 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (24.09.2013)
    Zoo Frankfurt:   22.9.2013 ist World Rhino Day
    Feiern Sie mit uns den Welt-Nashorn-Tag!

    Die Naturschutzbotschafter von Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft
    Frankfurt (ZGF) informieren am 22. September 2013 große und kleine
    Zoobesucher über die Situation von Nashörnern weltweit. Sie erläutern, wie
    es um die Nashörner in den ZGF-Projektländern Sambia, Simbabwe und
    Tansania bestellt ist und haben viele spannende Details über die
    Hornträger zu berichten.

    Für Kinder bis 14 Jahre veranstalten die Naturschutzbotschafter an diesem
    Tag einen Nashorn-Malwettbewerb und eine Plätzchen-Werkstatt. Die Maler
    der drei besten Nashornbilder bekommen einen Preis, ihre Bilder werden auf
    der Facebook-Seite der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zu sehen sein.

    Doch damit nicht genug, um 12:00 Uhr, 14:15 Uhr und 16:15 Uhr wird
    Tierpfleger Karlheinz Jahnel aus dem Alltag der Zoo-Nashörner Kalusho und
    Tsororo erzählen.
    Und: Die Kinder dürfen mit ihm die selbstgemachten
    Leckerlis an die beiden Nashörner verfüttern!

    Wann: Sonntag,22.9.2013
    Wo: Nashorngehege im Zoo Frankfurt
    Uhrzeit: 10:00 bis 18:00 Uhr

    Der World Rhino Day wurde 2010 ins Leben gerufen.
    Institutionen aus der ganzen Welt beteiligen sich mit verschiedenen Aktionen, um auf die
    Gefährdung der Nashörner durch Wilderei und illegalen Handel mit Nasenhorn
    aufmerksam zu machen.
    (17.09.2013)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag im Zoo

    Zwischen zwei Kontinenten – auf der Suche nach Amphibien in Panama

    Der Wolkenwald in den Kordilleren West-Panamas gehört zum Hotspot der Mittelamerikanischen Biodiversität. Immer wieder stoßen Wissenschaftler auf bislang unbekannte Arten.

    Der Biologe, Andreas Hertz, berichtet von seinem Forscherleben in einem faszinierenden und zum Teil noch unberührten Land. Sein spezielles Interesse gilt dabei den Amphibien und Reptilien der Region, die zum Teil – etwa durch die Abholzung der Wälder und andere Faktoren – hoch bedroht sind.

    Referent: Dipl.-Biologe Andreas Hertz, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 4. September 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.
    (02.09.2013)
    Klaus Schueling:   Das Magazin Zoo.F kommt leider über die Startausgabe nicht hinaus.
    Zurzeit wird über eine Zukunft als kostenloses Magatin (vermutlich in deutlich abgespeckter Form) nachgedacht.
    (29.08.2013)
    Zoo Frankfurt:   Abendführungen

    An jedem letzten Freitag im Monat von April bis September 2013
    19.00 Uhr, Treffpunkt Kasse Bernhard-Grzimek-Allee

    Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führung am 30. August 2013:
    Jungtieraufzucht bei Robben

    Reviertierpfleger Karl-Heinz Jahnel

    Wasserlebende Säugetiere sind bei der Jungtieraufzucht immer eine Herausforderung, auch wenn die Mütter den Job des Säugens zumeist selbst übernehmen. Für den Tierpfleger bleiben die Umstellung auf den Fisch, der im Zoo auch aus der Hand genommen werden muss und das Training, das aus
    einem Herauslocken aus dem Wasser, dem obligatorischen Gesundheitscheck und kleineren Übungen besteht. In hartnäckigen Fällen ist auch einmal ein gemeinsames Bad nötig.

    Die Kassen am Alfred-Brehm-Platz sind bis 19.00 Uhr geöffnet.

    Eintrittspreis: 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif: 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (27.08.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Ukumari-Land im Zoo Frankfurt - der Entwurf einer Landschaft

    Wie entsteht ein Tiergehege? Was muss beachtet werden, wenn sich die Bewohner der Anlage wohlfühlen sollen, die Ansprüche der Besucher erfüllt und die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt werden müssen? Wie
    kreiert man einen Lebensraum, der nicht nur schön aussieht, sondern auch zahlreiche Funktionen erfüllen soll?

    Die Landschaftsarchitektin Ariane Röntz lässt Sie am Entstehungsprozess der neuen Brillenbären- und Brüllaffen-Anlage teilhaben und sorgt mit überraschenden Details für Aha-Erlebnisse.

    Referent: Prof. Dr. Ariane Röntz, Landschaftsarchitektin, Berlin
    Wann: Mittwoch, 07. August 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.
    (05.08.2013)
    Zoo Frankfurt:   Neu im Zoo: Getupfte Raritäten
    Eine Gruppe Quolls bezieht Quartier im Grzimekhaus

    Quolls ? Noch nie gehört! Tüpfelbeutelmarder – darunter kann man sich schon etwas mehr vorstellen. Vier der aus Tasmanien stammenden Beutelmarder mit den hübschen weißen Tupfen sind nun ins Grzimekhaus des Frankfurter Zoos eingezogen.
    „Beutelmarder sind über ganz Australien verbreitet. Man unterscheidet sechs Arten. Der Tüpfelbeutelmarder ist eine davon. Diese Art wurde in den letzten Jahrzehnten auf dem Australischen Kontinent ausgerottet und kommt jetzt nur noch in Tasmanien vor“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch anlässlich der Vorstellung der neuen Grzimekhaus-Bewohner. „Neben Frankfurt zeigt in Deutschland nur der Zoo von Leipzig diese ausgesprochen hübschen und interessanten Tiere“, so Niekisch. Aus Leipzig kommen auch die vier Frankfurter Neubürger: zwei Männchen (geboren im Juni und Juli 2012) und zwei Weibchen, geboren im Juli 2011 und Juni 2012. Die Schauanlage ist derzeit mit einem männlichen und einem weiblichen Tier besetzt. Das jüngere Weibchen PÜNKTCHEN – bislang das einzige Tier mit Namen – trägt Jungtiere und befindet sich daher derzeit in einem ruhigen Bereich hinter den Kulissen. Auch das zweite Männchen lebt momentan aus Tier-Managementgründen in einem separaten Gehege.
    Tüpfelbeutelmarder gehören zur Familie der Raubbeutler, ebenso wie der bekannte Beutelteufel. Mit unseren Mardern sind sie nicht verwandt. Wie bei Beuteltieren üblich, werden die Jungtiere in einem frühen Entwicklungsstadium geboren. 7 bis 15 Wochen lang bleiben die Neugeborenen in beutelartig ausgebildeten Hautfalten am Bauch der Mutter. Aber auch wenn sie dem Beutel entwachsen sind, bleiben die Jungtiere noch mehrere Monate bei der Mutter. Ansonsten sind Quolls nachtaktive Einzelgänger, die ihre Reviere auf der Suche nach Nahrung durchstreifen. Zu dieser zählen hauptsächlich Insekten, kleine Säugetiere und Vögel aber auch Früchte und Aas. Bedroht werden die wildlebenden Quolls durch Jagd, Autoverkehr und Lebensraumverlust. Aber auch verwilderte Katzen und einst für die Jagd ausgewilderte Füchse machen ihnen zu schaffen. Dennoch sind Quolls in ihrer Heimat Tasmanien recht häufig und gelten derzeit – noch – als nur gering bedroht.
    Typisch für den Tüpfelbeutelmarder ist seine Fellzeichnung: Zahlreiche weiße Tupfen – zumeist auf braunem, manchmal aber auch auf pechschwarzem Fell.
    (25.07.2013)
    Zoo Frankfurt:   Abendführungen

    An jedem letzten Freitag im Monat von April bis September 2013
    19.00 Uhr, Treffpunkt Kasse Bernhard-Grzimek-Allee

    Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führung am 26. Juli 2013:
    Neues aus dem Katzendschungel

    Tierpfleger Hans-Jörg Karer

    Auf dem Weg vom Haupteingang schauen Sie bei den Mähnenwölfen, den hochbeinigen Jägern der Pampas, vorbei und lernen im Katzendschungel die Fossa, geschickte Jäger in den Baumwipfeln Madagaskars, kennen. Hans-Jörg Karer berichtet über die Erhaltungszucht der Rostkatzen, eine hoch bedrohte Tierart, für die im Zoo Frankfurt das Zuchtbuch geführt wird. Hinzu kommen Neuigkeiten über unser Indisches Löwen-Paar KASHI und KIRI und IBAN und MALEA, die beiden Sumatratiger. Und wer weiß, vielleicht ist das Anfang April geborene Tigerkind BERANI auch noch wach …

    Die Kassen am Alfred-Brehm-Platz sind bis 19.00 Uhr geöffnet.
    Eintrittspreis: 10 Euro für Erwachsene und 5 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:
    8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (23.07.2013)
    Liz Thieme:   Die Tüpfelbeutelmarder sind inzwischen im Grzimekhaus zu sehen, zwar noch mit gekalkter Scheibe, aber trotzdem mit recht guten Einsichten.
    An der Komodowaran-Anlage wird immer noch gebaut.
    (17.07.2013)
    Jörn Hegner:   was kommt jetzt in der alten anlage rein von den schwarzen brüllaffen ?
    (12.07.2013)
    Zoo Frankfurt:   Drei neue Erdmännchen für den Zoo
    Eine neue Gruppe zieht in die umgestaltete Anlage ein

    Am Abend des 11. Juli sind drei Erdmännchen in das umgearbeitete Gehege
    neben dem Menschenaffen-Haus eingezogen. Am Freitagvormittag konnten die
    Tiere - ein Weibchen und zwei Männchen - zum ersten Mal die Innenanlage
    erkunden. Nachdem sechs Tiere bei einem Erdeinbruch im Oktober 2012 ums
    Leben kamen, wurde die Anlage in den letzten Monaten vollständig
    überarbeitet und neu eingerichtet.
    "Wir sind uns sicher, dass wir mit den baulichen Veränderungen die
    Risiken, die naturnahe Anlagen mit sich bringen können, weiter minimiert
    haben. Jetzt hoffen wir, dass sich die Gruppe gut einlebt und zur Familie
    zusammenwächst", so Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch. Die drei
    Erdmännchen leben schon seit einer Weile in Frankfurt - allerdings bislang
    in der Quarantäne-Station. Dort konnten sich die Tiere bereits
    kennenlernen. Das weibliche Tier wurde im März 2012 im Zoo von Szeged in
    Ungarn geboren. "Sie hat noch keinen offiziellen Namen aber eine
    ausgeprägte Leidenschaft für Papiertüten, in die sie sich gerne
    verkriecht, was ihr den Spitznamen "Tüte" eingebracht hat", erklärt
    Zoodirektor Niekisch. Männchen YARIS und sein Bruder KIANO entstammen
    demselben Wurf. Sie wurden im August 2012 im Zoo Schönbrunn in Wien
    geboren und sind, genau wie das Weibchen, seit dem Frühjahr 2013 in
    Frankfurt.
    Die traurige Meldung vom Tod von sechs Erdmännchen, die in ihrer
    Schlafhöhle vom Einbruch der Höhlendecke überrascht wurden, ist vielen
    noch in Erinnerung. Obwohl die Anlage auch seinerzeit schon sicher gebaut
    war, hat man das Erdreich jetzt noch weiter abgesichert, ohne den
    Bewegungs- und Grabtrieb der Tiere zu sehr einzuschränken. "Schließlich
    müssen Erdmännchen Höhlen und Gänge graben können. Eine Haltung, die das
    nicht zulässt, wäre alles andere als artgerecht. Wir haben das Substrat in
    der Tiefe auf ca. 40 cm reduziert. Es stammt aus dem Braunkohletagebau und
    wurde nach dem Vorbild des Kölner Zoo ausgewählt, der sehr erfolgreich
    Erdmännchen hält. Außerdem haben wir künstliche Höhlen aus Naturfels in
    die Anlage integriert. Diese sicheren Höhlen, zwei in der Außenanlage,
    eine innen, können die Erdmännchen dann weiter gestalten", erläutert
    Niekisch.
    Über den Erdmännchen-Einzug freut sich auch das Team des FSV KidsClub.
    Seit 2010 unterstützt der KidsClub die Frankfurter Erdmännchen unter
    anderem mit der Übernahme von Patenschaften.
    (12.07.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Waldgeister im Zoo Frankfurt - Haltung und Nachzucht von Fingertieren

    In ihrem Vortrag stellt Revierleiterin Astrid Parys die faszinierenden Fingertiere vor. Die nachtaktiven Tiere sind etwa katzengroß und haben einen buschigen Schwanz. Sie verdanken ihren Namen einem verlängerten mittleren Finger, der zum Abklopfen von Rinde und zum Angeln von Nahrung dient.
    Fingertiere werden nur in wenigen Zoos gehalten, in Frankfurt seit 2001.
    Frau Parys berichtet über die Entwicklungen der letzten Jahre und stellt die Frankfurter Zuchterfolge vor.


    Referentin: Astrid Parys, Revierleiterin Grzimek-Haus, Zoo Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 10. Juli 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.
    (08.07.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Eröffnungsfeier: Willkommen im Ukumari-Land

    Der Zoo Frankfurt präsentiert die neue Anlage für Brillenbären und Brüllaffen

    7. Juli 2013
    10.00 bis 18.00 Uhr

    Im März 2011 grub sich die Baggerschaufel in das Gemäuer der alten Bären-Anlage und markierte damit den Beginn eines der größten und richtungsweisenden Bauprojekte im Frankfurter Zoo. Entstanden sind ein einladender Zooeingang mit Servicebereich und Shop, großzügige, naturnah gestaltete Außenanlagen für Brillenbären und Brüllaffen, eine neue Zooschule und ein modernes Haus für eine zeitgemäße Tierhaltung.
    Für die Eröffnungsfeier am 7. Juli haben wir ein buntes Programm für Sie zusammen gestellt: Lernen Sie die Zooschule kennen, informieren Sie sich bei den Naturschutzbotschaftern über den Lebensraum der Bären, krabbeln Sie in eine Bärentransportkiste, nehmen Sie an der Anden-Rally teil oder besuchen Sie das Bastelzelt. Auch Zauberer Marvin, das Bieneninstitut und Trevor, das Maskottchen der Eishockey Löwen, sind mit dabei.
    Hauptattraktion sind aber natürlich die beiden neuen Brillenbären und SANTIAGO, THEGA und LUEGA, die drei flinken Brüllaffen!
    (02.07.2013)
    Ralf Sommerlad:   Ich denke man darf sich auf die bevorstehende Eröffnung der Bärenanlage getrost freuen. Ich hatte dieser Tage Gelegenheit zu einem Blick in das Gebäude und auf die Aussenanlage - das ist schon beeindruckend. Der sehr geräumige, schöne Eingangskassenbereich tut ein Übriges.
    (27.06.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendführungen

    An jedem letzten Freitag im Monat von April bis September 2013
    19.00 Uhr, Treffpunkt Kasse

    Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führungsthema am 28. Juni 2013:
    Nicht jeder frühe Vogel kriegt ‘nen Wurm – exklusive Einblicke in Futterküche und Futtertierzucht der Faust-Vogelhallen

    Reviertierpfleger Werner Pittermann

    In den Vogelhallen ist es möglich, den Tierpflegerinnen und Tierpflegern durch eine Glasscheibe bei der täglichen Futterzubereitung auf die Finger zu schauen. Eine Vorstellung von der unglaublichen Vielfalt an getrocknetem, frischem und lebendigem Futter erhalten Sie aber erst bei dieser Abendführung – Genuss, aber durchaus auch eine faszinierende Herausforderung für Augen, Ohren und Nase.

    Die Kassen sind bis 19.00 Uhr geöffnet.
    Eintrittspreis: 10,--Euro für Erwachsene und 5,-- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (25.06.2013)
    Zoo Frankfurt:   Nachwuchs bei den Zwergseebären

    Gleich zwei Mal gab es in den letzten Wochen Nachwuchs in den
    Robbenklippen des Frankfurter Zoos. Während bei SOL und ihrem Baby alles
    glatt lief, ist die Mutter-Kind-Bindung zwischen BELLA und ihrem Nachwuchs
    schwach und das Baby musste für einige Wochen getrennt von der Gruppe
    gehalten werden. Am 20. Juni soll das Jungtier zum ersten Mal wieder auf
    die Außenanlage kommen.
    (19.06.2013)
    Ralf Sommerlad:  
    Zoo-Freak
    *****

    Beiträge: 4.662
    Registriert seit: Sep 2008
    Beitrag #1
    Mesangat - meeting in Frankfurt
    Die indonesische Stiftung YASIWA, die sich um den Schutz des Feuchtgebietes am Danau Mesangat mit seinen vielen bedrohten Tierarten kümmert, wird dieser Tage ein meeting für institutionelle Förderer und Partner veranstalten, für das der Frankfurter Zoo freundlicherweise Sitzungsräumlichkeit und technisches Equpment zur Verfügung stellt. Ihre Teilnahme zugesagt haben bereits heute u.A. Direktoren und Kuratoren verschiedenster deutscher Zoos und NGO und die am Mesangat tätigen und tätig gewesenen Feldbiologen.
    Im Namen von YASIWA und ihrem deutschen Förderverein bedanke ich mich herzlich beim Frankfurter Zoo, besonders seinem Direktor Prof. Niekisch und dem Kurator Dr. Wilms, für die Einladung.
    (18.06.2013)
    Ralf Sommerlad:   Keine Sorge, den Abriß des Grzimek-Hauses zugunsten einer Krokodilhalle nebst Riesenschlangen werden wir nicht erleben. Die finanzielle Situation der Stadt Frankfurt lässt sowas noch nicht mal annähernd zu- und die verfassungsgemäße Schuldenbremse ist noch garnicht in Kraft, die viele Masterpläne in diesem Lande völlig ad absurdum führen wird.
    (18.06.2013)
    Liz Thieme:   MM & S: Unglaublich....

    ne, auch der Zusatz mit dem Vergleich zur Bärenanlage lässt auch auf mobile Verbindungen schließen.
    (09.06.2013)
    Michael Mettler:   @Sacha: Schaffe ich vielleicht auch noch mal...
    (09.06.2013)
    Sacha:   @Liz: Bez. Führung in Zürich: An mir lag es nicht, der Michael müsste eben mal kommen...;)
    (09.06.2013)
    Michael Mettler:   @Liz: Vielleicht ist auch einfach nur die Formulierung "KANN durch Gräben geteilt werden" missverständlich - klingt ja irgendwie nach mobilen Gräben ;-) Wenn es hieße, die Anlagen SIND größtenteils durch Gräben getrennt und können durch Öffnen von Toren miteinander verbunden werden, käme schon etwas viel Normaleres dabei heraus.
    (09.06.2013)
    Liz Thieme:   Ah ok, ich dachte du hättest inzwischen mal eine persönliche Führung durch Zürich erhalten.
    Dort sind die unterschiedlichen Anlagen mit schwenkbaren Baumstämmen verbunden. Dies soll wohl auch nun in Frankfurt bei den Bären so sein.
    Ich kann mir das System für die Savanne noch nicht vorstellen - Schwenk-/Klappbrücken....

    So lange Kalusho und Tsororo leben, bleibt der Zoo bei denen.
    (09.06.2013)
    Michael Mettler:   @Joshua Förg: Ich meinte speziell Anlagen mit dem Trio Giraffe/Nashorn/Nilpferd. Wobei Frankfurt vermutlich mit Spitzmaulnashörnern plant (wäre schade, wenn nicht), Kopenhagen hat Breitmäuler - und mit denen gibt es ja bisher wesentlich mehr Erfahrungswerte in Sachen Gemeinschaftshaltung.
    (09.06.2013)
    Joshua Förg:   Eine mehrteilige Savannenanlage gibt es auch in Pilsen. Dort sind es m.W. zwei große Anlagen, die durch einen momentan abgesperrten Durchgang in der Trennmauer verbunden sind.
    Die erste Anlage ist, wenn ich mich richtig erinnere, mit Zebras, Pelikanen, Kronenkranichen, Straußen, Nyalas und diversen Antilopen besetzt, die zweite Anlage mit Giraffen und Kudus.
    (09.06.2013)
    Michael Mettler:   Als ich zum bisher einzigen Mal in Zürich war, bestand die Bärenanlage noch aus einer Großbaustelle... ;-)

    Als Konzept einer mehrteiligen Savannenanlage für (u.a.) Giraffen, Nashörner und Nilpferde mit Unterteilungsmöglichkeit kenne ich bisher nur das in Kopenhagen. Aber da wird ja nicht mit Trenngräben, sondern mit Pfostenabsperrungen gearbeitet (baulich sicher einfacher, optisch natürlich weniger schön). Insofern bin ich gespannt auf die Frankfurter Lösung.
    (09.06.2013)
    Liz Thieme:   Michael, da der Zoo gesagt hat, es wird wie bei der Bärenanlage, ist es nach dem System wie die Bärenanlage in Zürich (die kennst du vermutlich). Allerdings dann wohl nicht mit Baumstämmen als Brücke, sondern andere Verbindungen, denn ich möchte weder eine Giraffe noch ein Nashörn bzw. Flusspferd auf einem Baumstamm balancieren sehen.
    (09.06.2013)
    Michael Mettler:   @Liz: Wie ist denn gemeint "kann durch Gräben getrennt werden"? Wird es Gräben mit verschließbaren Brücken o.Ä. für die Savannenbewohner geben?
    (08.06.2013)
    Liz Thieme:   Ja, da haben Sie Recht. Ich bevorzuge da doch den Kurator-Traum ein großes "Insel"-Haus für Komodowarane und andere besondere Inseltiere.
    Denn so hört sich Niekisch Plan leider nicht an.
    (08.06.2013)
    WolfDrei:   So langsam nähert sich der Frankfurter Zoo einem 08-15-Zoo. Und bestandsmäßig wird das neue Grzimek-Haus mit Sicherheit nicht mit jenem konkurrieren können, das ich am 5. Mai 1990 nach dem Fall der Mauer noch habe bestaunen und bewundern können. Riesenschlangen und große Krokodile also.
    (08.06.2013)
    Liz Thieme:   Masterplan:
    Nächstes Projekt: Ab Max-Schmidt- über Mähnen­wolf­-Anlage bis zu den Nashörnern wird ­alles völlig umgewandelt. Plan: Eine große Afrika-­Savanne für ­Giraffen, Nashörner, Flusspferde. Die Landschaft kann durch Gräben geteilt werden – wie bei der neuen Bärenanlage.

    Eine Tropenhalle für Riesenschlangen und für große Krokodile. Evtl am Platz des Grzimekhauses.

    Das alte Flusspferd-Haus ist Teil der Zoo-Geschichte. Es soll erhalten bleiben, aber innen völlig umgestalten werden für Okapis.

    An der Ecke Rhönstraße wird ein neues Grzimekhaus gebaut und das alte Grzimek-Haus wird abgerissen.

    Zeitrahmen ist derzeit 20 Jahre.
    (08.06.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Was gibt‘s Neues im Zoo?

    In seinem Vortrag erzählt Prof. Dr. Manfred Niekisch von den neuesten
    Entwicklungen im Zoo Frankfurt. Dazu gehören selbstverständlich spannende
    Einblicke in die neue Bären- und Brüllaffenanlage.
    Daneben gibt es aber noch zahlreiche weitere kleinere und größere Projekte
    und Tiergeschichten, von denen Zoodirektor Manfred Niekisch anschaulich
    berichtet.

    Referent: Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor Zoo Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 05. Juni 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei
    (03.06.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendführungen

    An jedem letzten Freitag im Monat von April bis September 2013
    19.00 Uhr, Treffpunkt Kasse Bernhard-Grzimek-Allee

    Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führungsthema am 31. Mai 2013:
    Primaten wie wir!
    Revierleiter Carsten Knott

    Carsten Knott, seit 1996 Revierleiter bei den Menschaffen und seit 2009 verantwortlich für den Borgori-Wald, stellt Ihnen die Frankfurter Orang Utans, Gorillas und Bonobos vor. Dabei geht es um Besonderheiten in der Haltung, Fütterung und Zucht und ihren Status als hoch-bedrohte und besonders schützenswerte Arten.

    Die Kassen in der Bernhard-Grzimek-Allee sind bis 19.00 Uhr geöffnet.

    Eintrittspreis: 8,--Euro für Erwachsene und 4,-- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif: 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (28.05.2013)
    Jennifer Weilguni:   @Jörg Heger

    Lieber eine späte Antwort, als keine Antwort.. Ein Votsotsa (weiblich) ging nach Lisieux/Frankreich.
    (25.05.2013)
    Zoo Frankfurt:   Kinderstube im Katzendschungel: Tigerin MALEA hat Nachwuchs bekommen

    Mitten in der Nacht zum 3. April hat die zwölfjährige Sumatra-Tigerin MALEA ein Jungtier geboren. Die Geburt verlief unproblematisch und das Kleine scheint wohlauf. Vater IBAN (13) ist derzeit von MALEA und seinem Nachwuchs getrennt.
    „Zur Geburt hat sich MALEA in ihre Wurfbox zurückgezogen. Diese ist vom Besucherbereich aus nicht einsehbar“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, „wir müssen uns also noch etwas gedulden, bevor wir den kleinen Tiger so richtig gut zu sehen bekommen. Allerdings sieht bislang alles prima aus. Besonders wichtig: MALEA kümmert sich gut um ihr Junges.“
    Das Geschlecht des kleinen Tigers ist noch nicht bekannt. „Zunächst ist es wichtig, dass Mutter und Kind eine feste Bindung zueinander aufbauen“, so der Zoodirektor. Am Tag nach der Geburt blieb das Haus geschlossen, damit MALEA möglichst viel Ruhe hat. Ab heute ist der Katzendschungel aber wieder geöffnet.
    Aber Achtung: Noch bleibt der kleine Tiger in seiner Kinderstube. Wann MALEA den Umzug ins Schaugehege unternimmt, bleibt ihr überlassen – es kann also noch ein paar Tage dauern, bis sich das Jungtier den Besucherinnen und Besuchern zeigt.
    (23.05.2013)
    Zoo Frankfurt:   Naturschutzbotschafter erhalten Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt - und stellen neues Infomobil für den Zoo vor

    Die Naturschutzbotschafter von Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt (ZGF) werden am Freitag, den 17. Mai, als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. Gemeinsam mit diesem Termin findet auch die offizielle Vorstellung des neuen "Anden-Amazonas-Infomobils" statt, das im Bereich der neuen Bären- und Brüllaffenanlage des Zoos ab Sommer zum Einsatz kommen wird.

    Die Auszeichnung wird von Herrn Andreas Klages vom Deutschen Olympischen Sportbund im Namen der Geschäftsstelle der UN-Dekade übergeben.
    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch und Gerhard Kittscher, Präsident der ZGF, stellen das Projekt Naturschutzbotschafter und das Anden-Amazonas-Infomobil vor.
    (15.05.2013)
    Jörn Hegner:   danach hatten die im zoo frankfurt doch malaienbären und indische lippenbären wieder eingestellt . ganz zuerst hatte er doch ceylonesische lippenbären .
    (13.05.2013)
    Lucas Jasper:   Laut Zootierliste hatte Frankfurt drei Brillenbären. Ein Männchen aus Berlin, dass 1985 in den Zoo kam und 1992 nach Poznan abgegeben wurde sowie ein weiteres Männchen aus Jersey,dass 1992 kam und ein Weibchen aus Köln, welches 1986 nach Frankfurt kam und mit dem Männchen 1996 nach Pont Scorf (Frankreich) abgegeben wurde.
    (13.05.2013)
    Jörn Hegner:   demnächst erscheinen ja die brillenbären . so welche gab es ja schonmal vor etwa 20 jahren im zoo Frankfurt . woher kamen diese und wohin wurden diese danach abgegeben .
    (13.05.2013)
    Jörn Hegner:   das überrascht mich ja auch , dass die beiden südafrikanischen spitzmaulnashörner noch bleiben . ansonsten wo jetzt die neue Pinguin-anlage hin soll weiss wohl auch noch keiner . werden denn schuhschnäbel wieder eingestellt .
    (13.05.2013)
    Jörn Hegner:   wohin hat der zoo frankfurt die letzten kuskus und votsotsas abgegeben .
    (12.05.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Das verdammte Horn – sind die Nashörner in Afrika und Asien noch zu retten?

    Nashörner – sie gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Erde. Schon immer stellt der Mensch ihnen nach. Doch noch nie war der Druck auf ihre Restbestände stärker geworden als in den letzten Jahren.
    Der Zoologe und Filmemacher Dr. Fritz Jantschke, ehemaliger Mitarbeiter im Zoo Frankfurt und Grüner Stadtverordneter der ersten Stunde im Frankfurter Römer, hat die Lebensräume aller fünf Nashornarten besucht und an Umsiedlungsaktionen von Spitzmaulnashörnern in Simbabwe und Panzernashörnern in Nepal teilgenommen. In seinem Vortrag geht er nicht nur auf die Hintergründe für die dramatische Entwicklung ein, sondern beleuchtet auch die aktuelle Situation. Kritisch und doch mit einem Hauch von Optimismus.

    Referent: Dr. Fritz Jantschke, Zoologe, Autor & Tierfilmer
    Wann: Mittwoch, 08. Mai 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der
    ZGF.
    (06.05.2013)
    Joshua Förg:   ... wobei man sich ja nun monatelang, zumindest offiziell, darauf vorbereitet hat. Die Hörner der Tiere sind jetzt wohl doch umsonst abgesägt worden.
    (19.04.2013)
    Michael Mettler:   Laut Kurzmeldung unserer Tageszeitung seien die Kosten zu hoch und der Stress für die Nashörner zu groß. Da darf man sich natürlich fragen, ob das den Entscheidern tatsächlich erst jetzt aufgefallen ist oder es sich nur um die offizielle Begründung handelt. Wäre schön, wenn ich damit falsch läge, aber für mich bleibt ein fader Beigeschmack - die mehrfache PR zu der nun offenbar abgeblasenen Aktion hat dem Zoo in punkto Außendarstellung als Artenschutzzentrum bestimmt nicht schlecht getan.
    (19.04.2013)
    Joshua Förg:   Gibt es dafür einen Grund? Der Bulle war doch noch zuchtfähig, oder liege ich falsch?
    (19.04.2013)
    Liz Thieme:   Die Nashörner werden nicht mehr nach Afrika gebracht, sondern bleiben in Frankfurt.
    (19.04.2013)
    Zoo Frankfurt:   Kinderstube im Katzendschungel: Tigerin MALEA hat Nachwuchs bekommen

    Mitten in der Nacht zum 3. April hat die zwölfjährige Sumatra-Tigerin MALEA ein Jungtier geboren. Die Geburt verlief unproblematisch und das Kleine scheint wohlauf. Vater IBAN (13) ist derzeit von MALEA und seinem Nachwuchs getrennt.
    „Zur Geburt hat sich MALEA in ihre Wurfbox zurückgezogen. Diese ist vom Besucherbereich aus nicht einsehbar“, erklärt Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch, „wir müssen uns also noch etwas gedulden, bevor wir den kleinen Tiger so richtig gut zu sehen bekommen. Allerdings sieht bislang alles prima aus. Besonders wichtig: MALEA kümmert sich gut um ihr Junges.“
    Das Geschlecht des kleinen Tigers ist noch nicht bekannt. „Zunächst ist es wichtig, dass Mutter und Kind eine feste Bindung zueinander aufbauen“, so der Zoodirektor. Am Tag nach der Geburt blieb das Haus geschlossen, damit MALEA möglichst viel Ruhe hat. Ab heute ist der Katzendschungel aber wieder geöffnet.
    Aber Achtung: Noch bleibt der Kleine Tiger in seiner Kinderstube. Wann MALEA den Umzug ins Schaugehege unternimmt, bleibt ihr überlassen – es kann also noch ein paar Tage dauern, bis sich das Jungtier den Besucherinnen und Besuchern zeigt.
    (05.04.2013)
    Jörn Hegner:   und wann genau ist diese anlage fertig für brillenbären mit schwarze brüllaffen zusammen .
    (29.03.2013)
    Jörn Hegner:   wann genau werden denn jetzt die südafrikanischen spitzmaulnashörner abgeschafft . sie werden ja bzw. ausgewildert und zwar in swaziland . bekommt der zoo frankfurt dafür dann ostafrikanische spitzmaulnashörner . weil diese sind am häufigsten .
    (29.03.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Patienten mit Klauen, Schuppen und Federn - der tierische Alltag der
    Zootierärzte im Zoo Frankfurt

    Dr. Nicole Schauerte und Dr. Christina Geiger betreuen im Zoo Frankfurt
    viele hundert Patienten, vom Bartgeier über die Hundskopfboa bis hin zur
    Netzgiraffe. Ihre Hauptaufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Tiere gar
    nicht erst erkranken. Dafür stehen eine Reihe prophylaktischer Maßnahmen
    zur Verfügung, wie Impfungen, Verabreichung von Vitaminen zur
    Nahrungsergänzung und regelmäßige parasitologische Untersuchungen. In der
    Regel ist der Arbeitsalltag ungefährlich und Routine. Wenn aber ein Tiger
    zu früh aus der Narkose erwacht oder ein Faultier hektisch wird, kann es
    schon mal brenzlig werden.

    Referentinnen: Dr. Nicole Schauerte und Dr. Christina Geiger, Tierärztinnen Zoo Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 03. April 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis
    Zoo, Abenteuer Naturschutz" statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der
    ZGF.
    (28.03.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Ostern im Zoo

    31. März & 1. April 2013
    10.00 Uhr - 18.00 Uhr

    Im frühlingshaften Zoo freuen sich die Tiere über die ersten wärmenden
    Sonnenstrahlen und das Erwachen der Natur.
    Bastelaktionen und ein Oster-Café in den Vogelhallen machen jüngeren und
    älteren Besucherinnen und Besuchern den österlichen Spaziergang durch den
    Zoo besonders schmackhaft. Im Oster-Café erwartet Sie eine 2m lange, mit
    Marzipan-Zootieren verzierte Torte und andere Leckereien.
    Die Naturschutzbotschafter von Zoo und ZGF informieren anschaulich und
    spielerisch über Naturschutz und Artenvielfalt und entfachen am
    Ostersonntag um 16.00 Uhr ein Osterfeuer.
    Höhepunkt im österlichen Zoo ist die Lindt-Oster-Rallye: Wer die Augen
    offen hält, findet sicherlich alle im Zoo versteckten Ostereier und trifft
    ev. auch den Osterhasen.
    Der Osterhase wird unterstützt von den Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli
    GmbH!
    (26.03.2013)
    Zoo Frankfurt:   ZOO.F, das neue Magazin aus dem Zoo Frankfurt, ist da! Für Kinder und Erwachsene.

    Mit dem Frühling beginnt auch die neue Saison im Zoo Frankfurt. Und die startet in diesem Jahr mit einem einzigartigen Angebot für alle Zoo- und Tierfreunde im Rhein-Main-Gebiet: Am 23. März 2013 erscheint die Pilotausgabe von ZOO.F, dem neuen Publikumsmagazin des Zoo Frankfurt für Kinder und Erwachsene.
    Das ansprechend gestaltete Magazin vermittelt spannende Einblicke in die Vielfalt der Tiere und ihre Besonderheiten, in die Welt des Zoos und wie er funktioniert, aber auch in so wichtige Themen wie Natur- und Artenschutz – und dies für alle Altersgruppen. Ausgestattet mit einem Wendecover richtet sich ZOO.F nämlich sowohl an Kinder als auch an Erwachsene. Auf den 42 Seiten für Erwachsene finden sich Reportagen, Fotostrecken und Interviews, auf den 42 Seiten für Kinder kindgerechte und reich illustrierte Informationen über den Zoo und seine Tiere, Vorlesegeschichten, Mitmach- und Rätselseiten sowie eine Bärenmaske zum Selberbasteln als Beileger.
    „Ich freue mich sehr, dass wir unseren zahlreichen Besucherinnen und Besuchern jetzt auch ein Magazin mit interessanten und spannenden Geschichten aus dem Zoo anbieten können. Ich wünsche diesem tollen Projekt viele Leser und Fans“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Das Jahr 2013 ist ein perfektes Startjahr für das innovative Magazin. Denn in diesem Sommer wird der Zoo Frankfurt um einige Höhepunkte reicher: Wir eröffnen sowohl einen modernen und besucherfreundlichen Eingangsbereich samt Zoo-Shop als auch eine wegweisende Anlage für Brillenbären und Brüllaffen.“ Auch hierüber finden Leser in ZOO.F natürlich vorab viel Wissens-wertes.
    ZOO.F ist zum Preis von 3,50 Euro im Frankfurter Zoo, in Kiosken im Rhein-Main-Gebiet sowie in weiteren ausgewählten Verkaufsstellen erhältlich. Konzipiert und umgesetzt wurde das Magazin von der Frankfurter Agentur Schwarzburg, die u.a. das NORDend-Magazin und 2012 die Jubiläumsmagazine der Deutschen Nationalbibliothek erstellt haben.
    (20.03.2013)
    Jennifer Weilguni:   Schöne Idee...

    vor allem in einer Zeit, in der immer mehr Zoos sogar auf Zooführer verzichten.
    (13.03.2013)
    Liz Thieme:   Ab Ostern will der Zoo ein eigenes Zoomagazin in den Handel bringen.
    (06.03.2013)
    Zoo Frankfurt:   Wovon träumen Giraffen? Schlafforschung im Zoo

    Vom Faultier bis zur fleißigen Biene, alle Tiere schlafen. Doch wie schlafen die größten Landsäugetiere der Welt? Noch vor 60 Jahren dachte man, Giraffen würden niemals schlafen. Erst der weltberühmte Frankfurter Zoodirektor Prof. Bernhard Grzimek beobachtete durch Zufall deren eigentümliche Schlafposition. Dank Verhaltensbeobachtungen in Zoos wissen wir heute einiges mehr über den Giraffen-Schlaf. Wie das Schlafverhalten Auskunft über das Wohlbefinden der Giraffen gibt oder wie die Schlafforschung dazu beitrug das Leben der Frankfurter Giraffe CHIRA zu retten, weiß Diplom-Biologe Florian Sicks in seinem Vortrag zu berichten.

    Referent: Dr. Florian Sicks, Kurator für Säugetiere, Tierpark Berlin
    Wann: Mittwoch, 06. März 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.


    Abendöffnung des Exotariums
    Von Oktober bis März ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 8. März 2013
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Tierpflegerin Catharina Lehmann


    Thema der Führung: Das Auge isst mit - Das optimale Futter für Amphibien und Reptilien


    Treffpunkt für die Führung: Reptilienhalle (1.Stock)

    Worum geht es bei der Führung?
    Gesunde Ernährung ist nicht nur für Menschen wichtig, auch bei den Tieren in der Reptilienabteilung kommt es auf die richtige Zusammensetzung der verschiedenen Futtermittel, die Anreicherung mit Vitaminen, Spurenelementen und nicht zuletzt auf die richtige Menge an.

    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif: Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

    Hinweis: Der Zugang zum Zoo befindet sich derzeit an der Bernhard-Grzimek-Allee, vom alten Zooeingang rechts ca. 50 m entlang der Zoomauer.
    (04.03.2013)
    Zoo Frankfurt:   BioFrankfurt lädt zum "Elefantentalk" ins neugebaute Elefantenhaus im Opel-Zoo
    "Bewundert, begehrt, bedroht - Elefanten unter Druck"

    Kurz vor dem Einzug der Elefanten in das neu errichtete Elefantenhaus im Opel-Zoo Kronberg diskutieren am 7. März Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Gesellschaft über Elefantenschutz weltweit. Gastgeber des Abends ist das Netzwerk BioFrankfurt. Unter dem Titel "Bewundert, begehrt, bedroht - Elefanten unter Druck" wird in Vortrag und Podiumsdiskussion dargestellt, welche Herausforderungen im Elefanten- und Naturschutz in Asien und Afrika zu meistern sind.
    Elefanten sind heute durch Lebensraumverlust und Wilderei massiv bedroht. Wenn wir Menschen unsere Naturvielfalt intensiv nutzen und gleichzeitig langfristig erhalten wollen, müssen vielseitige Interessen berücksichtigt werden. Dies verdeutlichen Fachleute aus Naturschutz, Entwicklungszusammenarbeit und Wirtschaft am Beispiel der Elefanten. Die Veranstaltung bildet den Auftakt zum Jahresprogramm von BioFrankfurt.
    Wie brisant die Situation ist, schildert in einem Gastvortrag Alexander Moßbrucker, Leiter des Projekts "Mensch-Elefanten-Konfliktvermeidung" der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Indonesien. Anschließend diskutieren im Podiumsgespräch "Elefanten unter Druck":

    - Dr. Thomas Kauffels, Opel-Zoo und Elephant Taxon Advisory Group des europäischen Zooverbandes (EAZA)
    - Dr. Rolf Mack, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
    - Roland Melisch, TRAFFIC International und WWF Deutschland
    - Alexander Moßbrucker, ZGF
    - Dr. Jörg-M. Rudolph, Ostasieninstitut der Hochschule Ludwigshafen am Rhein.

    Durch die Veranstaltung führt Pia Zimmermann (hr info).
    Parallel zu der Abendveranstaltung im Elefantenhaus findet in Bangkok die sechzehnte internationale Artenschutzkonferenz statt, bei der es auch um das internationale Elfenbeinhandelsverbot geht.
    Interessierte können sich noch bis 4. März 2013 per Fax an 069/7542-1544 oder per E-Mail an info@biofrankfurt.de für die Veranstaltung anmelden. Der Eintritt ist frei. Die Fraport AG unterstützt die Veranstaltung als Förderer des gesamten Jahresprogramms von BioFrankfurt finanziell.
    Veranstaltungsort: Opel-Zoo Kronberg, Neues Elefantenhaus, Königsteiner Str. 35, 61476 Kronberg. Kostenfreie Parkplätze sind vorhanden.
    (28.02.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Der Humboldtpinguin – ein beliebter kleiner Frackträger als Botschafter für seinen bedrohten Lebensraum

    Pinguine sind nicht nur im Eis und Schnee der Antarktis zuhause, sie leben auch an den Küsten Chiles und Perus. Der Wildbestand der Humboldtpinguine ist dort allerdings durch eine ganze Reihe von Faktoren bedroht. Dazu gehören u.a. der Rückgang des Fischbestandes durch Überfischung, Klimaveränderungen und Meeresverschmutzung.
    In Ihrem Vortrag berichtet Dr. Christine Schubert über eine höchst spannende und anpassungsfähige Pinguinart und über die Arbeit des Vereins „Sphenisco“, der sich für die Erhaltung dieser eher kleinen Pinguinart einsetzt.

    Referent: Dr. Christine Schubert, Verwalterin Zoo Landau
    Wann: Mittwoch, 06. Februar 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.
    (05.02.2013)
    Zoo Frankfurt:   Nachwuchs bei den Netzgiraffen

    Am 12. Januar 2013 kam im Zoo Frankfurt Netzgiraffen-Junge JENGO zur Welt.
    Mutter CHIRA kümmert sich routiniert um ihren Nachwuchs, der schon flink
    durch das Gehege läuft.

    "Das Jungtier wurde, wie bei Huftieren in der Regel üblich, nachts
    geboren, wenn es im Zoo besonders ruhig ist. Als die Tierpfleger am Morgen
    zur Arbeit kamen, war der Kleine da", berichtet Zoodirektor Prof. Dr.
    Manfred Niekisch. Mutter CHIRA (17) verhält sich ruhig und routiniert. Sie
    hat Übung: JENGO (Swahili: stark) ist ihr siebtes Kind. Und auch für Bulle
    HATARI (14) gilt: Vater werden ist nicht schwer, denn JENGO ist sein 22.
    Nachkomme. Und das Vatersein wird für ihn wohl kaum schwerer, denn
    zunächst wird sich HATARI nicht weiter um seinen Sohn kümmern.

    Die kleine Netzgiraffe kam mit einem Gewicht von 62,6 kg und einer Größe
    von 1,78 m zur Welt. "JENGO verhält sich für eine kleine Giraffe völlig
    normal. Er ist unproblematisch und mag es warm und hat sich daher sofort
    die wärmste Stelle im Stall als Liegeplatz ausgesucht", so Niekisch. Die
    Pfleger haben ihm an seinem Lieblingsplatz ein Strohnest gebaut und einen
    Heizstrahler aufgehängt.

    Die erste Zeit verbringen Mutter und Kind getrennt von Vater HATARI und
    der Gruppe, um sich in Ruhe aneinander gewöhnen zu können. Deswegen war
    das Giraffenhaus auch für die ersten Tage nach der Geburt geschlossen.
    Kleine Giraffen werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. Sie interessieren
    sich aber schon früh für anderes Futter und fangen ab dem 21. Tag an,
    Grünfutter aufzunehmen. Netzgiraffen werden seit 1993 erfolgreich im Zoo
    Frankfurt gezüchtet.

    Ab dem 29. Januar ist das Giraffenhaus wieder täglich geöffnet, allerdings
    erst ab 11.00 Uhr, um den Tieren noch etwas Ruhe zu gönnen.
    (29.01.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    25. Januar 2013, 19.30 Uhr
    Führung durch Sabine Binger, Öffentlichkeitsarbeit

    Thema der Führung:
    Die Seekuh im Aquarium
    Spannendes und Kurioses aus der Geschichte des Exotariums

    Treffpunkt für die Führung: Amazonasbecken (Erdgeschoss)
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:
    Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

    Hinweis: Der Zugang zum Zoo befindet sich derzeit an der
    Bernhard-Grzimek-Allee, vom alten Zooeingang rechts ca. 50 m entlang der
    Zoomauer.
    (22.01.2013)
    Jörn Hegner:   bleibt dann etwa dieser bergtierfelsen mit den mishmi-takinen und was passiert mit der jetzigen pinguin-anlage die sich im exotarium befindet .
    (13.01.2013)
    Gudrun Bardowicks:   Soweit ich weiß wird die neue Pinguinanlage, wenn sie wirklich kommen sollte, nicht im Bereich der Bergtieranlagen entstehen, da dort der Untergrund für diesen Großbau nicht geeignet ist. Jetzt wird ein neuer Standort auf dem Zoogelände gesucht.
    (12.01.2013)
    Jörn Hegner:   danach steht ja die neue pinguin-anlage auf dem plan . dieser bergtierfelsen mit den mishmi-takinen kommt dann aus platzgründen weg . es sollen dann auch wieder königspinguine zurück kommen .
    (12.01.2013)
    Jörn Hegner:   wann wird nun komplett die neue bärenanlage fertig sein . es sind ja geplant brillenbären mit schwarzen brüllaffen zusammen .
    (12.01.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober bis März ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00
    Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit
    wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 11. Januar 2013
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Tierpfleger Frank Jantoß

    Thema der Führung:
    Pfui Spinne!
    Aus dem Leben der Krabbeltiere

    Treffpunkt für die Führung:
    Reptilienhalle (1.Stock)

    Worum geht es bei der Führung?
    Ob Spinnen, Tausendfüßler oder Insekten - bei genauerem Hinsehen werden
    aus den "Grusel- und Ekeltieren" mehr oder weniger harmlose aber auf jeden
    Fall spannende Tiere mit interessanten Lebensläufen.

    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:
    Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.


    Hinweis: Der Zugang zum Zoo befindet sich derzeit an der
    Bernhard-Grzimek-Allee, vom alten Zooeingang rechts ca. 50 m entlang der
    Zoomauer.
    (09.01.2013)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    An den Quellen des Nils - Berggorillas, Tsetsefliegen und Elefanten

    In den letzten Jahren hat Tierarzt Dr. Wolfram Rietschel als Reiseleiter
    Gruppen durch die Nationalparks in Uganda und Ruanda geführt. Höhepunkte
    dieser Reisen waren die Berggorillas im Virunga Nationalpark, Schimpansen,
    Flusspferde, Elefanten, Löwen und Leoparden sowie das bisher kaum
    erschlossene Ruwenzori-Massiv mit seiner einmaligen Pflanzen- und
    Tierwelt.
    Neben den faszinierenden Schönheiten eines ursprünglichen Lebensraums
    beleuchtet Dr. Rietschel aber auch die Probleme des Naturschutzes in
    Afrika und zeigt Möglichkeiten auf, diese Lebensräume durch einen
    umweltverträglichen Tourismus nachhaltig zu schützen und die
    Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern.

    Referent: Dr. Wolfram Rietschel, Zootierarzt Wilhelma a. D.
    Wann: Mittwoch, 09. Januar 2013
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis
    Zoo, Abenteuer Naturschutz" statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt
    und der ZGF.
    (03.01.2013)
    Zoo Frankfurt:   Neues von großen und kleinen Menschenaffen

    Kurz vor Weihnachten gibt es gute Neuigkeiten aus dem Borgori-Wald.
    Orang-Utan Dame ROSA hat ein Baby geboren. Noch ist das Geschlecht des
    Kleinen unbekannt, denn ROSA trägt ihr Kind eng am Körper.
    Außerdem tummeln sich zwei schwarze Gesellen im Orang Utan-Gehege. Die
    beiden Weißwangen-Gibbon-Männchen aus dem Gibbonhaus am Weiher sind zu den
    Orang Utans in den Borgori-Wald gezogen. Im Gibbonhaus wohnt seit dem 17.
    Dezember ein Weißwangen-Gibbon-Zuchtpaar.
    (20.12.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2012 bis März 2013 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend
    bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung
    mit wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 28. Dezember 2012
    Thema der Führung: Krokodile, Warane und Riesenschlangen

    Uhrzeit:
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Tierpfleger Thomas Hüge

    Treffpunkt für die Führung: Reptilienhalle (1.Stock)

    Worum geht es bei der Führung?
    Über die Haltung im Exotarium, Zuchtprojekte und deren Sinn dreht sich die
    letzte Führung im abendlichen Exotarium des Jahres 2012.

    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:
    Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.


    Hinweis: Der Zugang zum Zoo befindet sich derzeit an der
    Bernhard-Grzimek-Allee, ca. 50 m entlang der Zoomauer Richtung Osten vom
    alten Zooeingang entfernt.
    (20.12.2012)
    Liz Thieme:   PS: Vor vier Wochen waren die Schnabeligel schon in die eigentliche Kiwi-Anlage umgezogen und ihr ehemaliges Gehege mit Packpapier verkleidet --> Vorbereitung Umbau?!
    (11.12.2012)
    Liz Thieme:   De beiden Tiere werden zukünftig noch weiteren Platz erhalten. In der jetzigen Größe benötigen sie ja noch keinen Platz wie adulte Tiere. Die juvenilen Tiere sind eher Kletterer als Bodenbewohner.
    (11.12.2012)
    Fabian Buchholz:   Vielen Dank für die Info.

    Also von umbaumaßnahmen konnte ich vor zwei Wochen bei den Kurzschnabeligeln nichts sehen. Einer war dies mal sogar sehr aktiv und ist durchs Gehege auf und Abgelaufen. Ein zwei Meter großen Komodowaran kann ich mir da aber nicht vorstellen. Gut die Tiere sind ja noch nicht ausgewachsen.
    (11.12.2012)
    Rainer Becker:   Die Komodowarane sollen in das Gehege von Eulenschwalm und Kurzschnabeligel.
    (11.12.2012)
    Fabian Buchholz:   Wo soll das den jetzt genau hin? Steht das überhaupt schon fest?
    (11.12.2012)
    Ottmar Müller:   Hat eigentlich die Umgestaltung des zukünftigen Komodowaran-Geheges schon begonnen?
    (09.12.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Neues vom Naturschutz - Die Strategie der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt
    Dr. Christof, Zoologische Gesellschaft Frankfurt

    Mittwoch, 5. Dezember 2012
    Zoogesellschaftshaus, 2. Stock, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei

    Der Geschäftsführer der ZGF, Dr. Christof Schenck berichtet über die globalen Rahmenbedingungen für den Naturschutz und wie sich eine traditionsreiche Organisation aus Deutschland im internationalen Rahmen positioniert.
    In den kommenden Jahrzehnten stehen Naturschützer vor enormen Herausforderungen. Noch nie gab es auf der Erde so viele Menschen, noch nie wurden Lebensräume so grundsätzlich durch das Wirken einer einzigen Art, dem Menschen, verändert. Der Schutz der biologischen Vielfalt und des Klimas sind weltumspannende Kernaufgaben. Doch die öffentliche Aufmerksamkeit wird von Wirtschaftskrisen und kriegerischen Konflikten beherrscht.
    Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ist seit mehr als einem halben Jahrhundert im Naturschutz auf vier Kontinenten aktiv und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, der Basis des Lebens. Um sich erfolgreich den wachsenden Anforderungen zu stellen, hat die ZGF im letzten Jahr ihr Naturschutzprogramm und die Entwicklung der Organisation auf den Prüfstand gestellt. Daraus hervorgegangen ist eine Strategie für das nächste Jahrzehnt.
    In dem enorm vielfältigen Feld des internationalen Naturschutzes konzentriert sich die ZGF auf biodiversitätsreiche Wildnisgebiete. Praktische Naturschutzarbeit vor Ort und ein langfristiger Ansatz sind Grundsätze unserer Arbeit. Charismatische Großtiere wie Gorillas, Orang-Utans, Riesenotter, Nashörner oder Braunbären sind dabei unsere Imageträger. Aufgrund ihrer hohen Lebensraumansprüche sind sie Zeiger für intakte Ökosysteme, von denen eine Fülle von Arten profitiert.
    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz | Neues aus Forschung und Naturschutz", veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF statt.
    Termine: Jeden ersten Mittwoch im Monat um 18:00 Uhr im Ausstellungssaal des Zoogesellschaftshauses.
    (29.11.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag: Nachhaltig beleuchten - die Nacht bewahren

    Mittwoch 31. Oktober 18:30 Uhr - 20:30 Uhr
    Ausstellungssaal Zoogesellschaftshaus

    Referentin: Dr. Annette Krop-Benesch, Forschungsverbund "Verlust der
    Nacht" - eine Initiative der Bundesministeriums für Bildung und Forschung
    Begrüßung durch Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch

    Welche Auswirkungen hat die zunehmende Lichtverschmutzung auf Mensch und
    Tier?

    Was bedeutet nächtliches Licht für die Tierwelt und wie reagiert der
    menschliche Körper darauf? Was verlieren wir, wenn wir die Nacht
    verlieren? Warum erleuchten wir die Nacht und können wir diese Ziele auch
    umweltverträglicher erreichen? Annette Krop-Benesch vom Forschungsverbund
    "Verlust der Nacht" berichtet über interdisziplinäre Forschung und
    nachhaltige Beleuchtungskonzepte.

    Ein tagheller Nachthimmel, künstlich angestrahlt durch unzählige Lichter.
    Da Licht positiv mit Werten wie Sicherheit, Wohlstand und Modernität
    besetzt ist, neigen wir dazu, unsere Umgebung intensiv zu beleuchten. Doch
    was unschätzbare Vorteile bringt, hat auch eine Schattenseite: Die
    Lichtverschmutzung nimmt zu. Bedenken über die Auswirkungen auf Mensch und
    Natur häufen sich in den letzten Jahren.
    (29.10.2012)
    Carsten Horn:   @MM: Die Erdmännchenanlage ist neu (2011), hinter dem Menschenaffenhaus. Da ist so eine Art Gewächshaus für die Tiere und das ist wohl überschwemmt worden... In Betrieb hab ich die Anlage noch nicht gesehen, nur als Baustelle...

    Erdmännchen gibt es aber weiterhin, im alten Gehege leben noch einige Senioren...
    (24.10.2012)
    Holger Wientjes:   Was die "Experten" angeht, frage ich mich auch was einen zum Experten für Erdmännchenanlagenböden macht. "Experten" klingt immer gut in Presseartikeln und wird meiner Meinung nach recht inflationär verwendet, oft auch, wenn der Schreiberling nicht mehr weiter weiss oder um den Artikel interessanter erscheinen zu lassen.
    (24.10.2012)
    Michael Mettler:   Ich war länger nicht in Frankfurt: Welche Innenanlage ist das eigentlich bzw. was war darin vorher, und wie passt "innen" mit den im Aushang erwähnten heftigen Regenfällen als Ursache für den "Erdrutsch" zusammen? Wurde das betreffende Haus überschwemmt?
    (24.10.2012)
    Ronny:   Ich frage mich eher, weshalb man eine solche Pressemitteilung überhaupt rausgibt und die Erdmännchen nicht einfach ersetzt. Sie sind ja nicht soo selten.

    Und ob da wirklich eine "Experten"-Kommission beschäftigt ist aus meiner Sicht zu bezweifeln. Neuer Boten rein und gegegbenenfalls eine künstliche Höhle anlegen.
    (24.10.2012)
    Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Bei Tieren, die ihr Futter nicht antasten, besteht nach meiner Auffassung und Erfahrung zuerst mal die Möglichkeit einer Erkrankung - und damit die Möglichkeit, noch helfen zu können. In diesem speziellen Fall m.E. auch die Möglichkeit, dass zwar ein Gang eingestürzt ist, die Tiere in einem zwar abgeschotteten, aber stabilem Bereich noch leben und nicht aus eigener Kraft rauskommen. Zudem würde mich als Tierhalter durchaus interessieren, warum gleich die ganze Gehegebesatzung buchstäblich von der Erdoberfläche verschwunden ist. Sorry, aber da habe ich ein anderes Verständnis von Tierhaltung als sinngemäß zu sagen "der Aufwand lohnt sich nicht".
    (24.10.2012)
    Stefanie Fischer:   Naja, mal ehrlich. So schnell würde ich jetzt auch nicht anfangen nen halben Meter Erdreich auszugraben. Wenn die Tiere erstickt sind, ist es eigentlich auch egal ob ich sie am nächsten Tag oder erst zwei Wochen später ausgrabe.
    (23.10.2012)
    Michael Mettler:   Runde zwei Wochen lang müsste demnach ihr Futter unangetastet geblieben sein, und dann sucht man erst jetzt...?
    (23.10.2012)
    Ralf Sommerlad:   Das Erdmännchen-Drama bleibt mysteriös.
    Die toten Tiere wurden in der Innenanlage gefunden...
    (23.10.2012)
    Klaus Schüling:   Erdmännchen im Frankfurter Zoo sind tot

    Spiegel online:

    Seit Anfang Oktober waren die sechs Erdmännchen im Frankfurter Zoo nicht mehr an der Oberfläche aufgetaucht. Nun haben Mitarbeiter in dem Gehege gegraben - und die Tiere tot in ihrer eingestürzten Schlafhöhle gefunden.

    Frankfurt/Main - Sechs Erdmännchen sind im Frankfurter Zoo in einer eingestürzten Höhle erstickt. Die Tiere waren seit dem 5. Oktober nicht mehr an die Oberfläche gekommen. Als Pfleger nun im Innengehege das Erdreich aufgruben, fanden sie die Tiere.

    "Alle sechs Erdmännchen sind während der Grabung im Gehege in ihrer Schlafhöhle zusammen gefunden worden", sagte die Sprecherin des Zoos, Christine Kurrle. Sie seien von etwa einem halben Meter Erdreich verschüttet worden und erstickt.

    Wie es zu dem Unglück kommen konnte, ist noch unklar. Erst wenn dies geklärt ist, sollen wieder Erdmännchen in das Gehege einziehen. "Experten sind vor Ort und untersuchen das Gehege. Alle im Zoo sind traurig, dass die Erdmännchen nicht mehr leben", sagte Kurrle. Nun gibt es nur noch zwei Erdmännchen in dem Zoo - die beiden älteren Tiere waren in einem anderen Gehege untergebracht.

    http://www.spiegel.de/panorama/erdmaennchen-im-frankfurter-zoo-sind-tot-a-862754.html
    (23.10.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Der Kiwi im Zoo - klein, braun, nachtaktiv und trotzdem eine Sensation

    Wenn es um Kiwis geht, denkt mancher zuerst an die Frucht und dann an Neuseeland. Tatsächlich geht es am Mittwoch den 10. Oktober aber um den Vogel. Und der ist eine echte Rarität: Nur wenige Zoos auf der Welt zeigen Kiwis und noch weniger züchten die spannenden Tiere. Frankfurt ist einer davon und das schon sehr lange und sehr erfolgreich. Aber was genau macht den Kiwi so besonders? Warum sind die nachtaktiven flugunfähigen Vögel in ihrer Heimat hochbedroht? Die Biologin Britta Löbig berichtet über Rettungsmaßnahmen in Neuseeland, die Haltung im Frankfurter Zoo und warum die Forschung eine so wichtige Rolle spielt.
    Die Dipl. Biol. Britta Löbig beschäftigt sich seit 2008 im Rahmen ihrer Promotion intensiv mit den erstaunlichen Neuseeländern. Daneben arbeitete sie jahrelang als Zooführerin und hospitierte 3 Monate in der wissenschaftlichen Abteilung des Frankfurter Zoos. Seit März dieses Jahres arbeitet sie als Zoopädagogin im Vogel- und Naturschutztierpark Herborn.

    Referentin: Britta Löbig, Uni Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 10. Oktober 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" statt, veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF.
    (09.10.2012)
    Zoo Frankfurt:   Zum Zoo - einmal um die Ecke bitte!

    Ab Montag, den 8. Oktober 2012, wird der Zugang zum Zoo an der
    Bernhard-Grzimek-Allee um ca. 50 m entlang der Zoomauer nach Osten
    verlegt. Die Verlegung wird notwendig, damit die Arbeiten an der Südseite
    des Zoovorplatzes begonnen werden können.
    "Die Gründe für die vorübergehende Verlegung des Eingangs sind der Bau
    einer zweiten Rampe vor dem Zoogesellschaftshaus sowie die Erneuerung des
    gesamten Zoovorplatzes", erklärt Kerstin Schmitz, Verwaltungsleiterin und
    Stellvertretende Zoodirektorin. Mit Beginn der Bauarbeiten ist der Zugang
    in den Zoo durch die alte Kassenanlage nicht mehr möglich.
    Diese soll ohnehin Anfang kommenden Jahres abgerissen werden. Als Ersatz
    baut der Zoo auf der nördlichen Seite des Vorplatzes einen neuen modernen
    Eingang mit Servicebereich und Zoo-Shop. Unmittelbar hinter dem neuen
    Eingang entsteht derzeit eine großzügige Anlage für Brillenbären und
    Brüllaffen. Die Eröffnung ist für das kommende Frühjahr geplant.
    Für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher bedeutet die Verlegung des
    Eingangs keinen Mehraufwand. "Die Wegstrecke von ca. 50 Metern, die jetzt
    an den alten Kassen vorbei entlang der Zoomauer zu gehen ist, ist bislang
    auch angefallen - nur eben schon im Zoo. Auch werden den Besuchern durch
    die Verlegung des Eingangs keine Tiere entgehen", versichert Schmitz. Als
    kleinen Trost erhalten die Zoobesucher während des Betriebs der beiden
    provisorischen Kassen einen kostenfreien Zooplan.
    (05.10.2012)
    Zoo Frankfurt:   Nashorn-Transport auf das Frühjahr 2013 verschoben

    Die beiden Spitzmaulnashörner TSORORO und KALUSHO bleiben den Winter über
    im Zoo Frankfurt. Ihre Reise nach Afrika, in das Mkhaya Schutzgebiet in
    Swasiland, wurde aus logistischen Gründen auf das Frühjahr 2013
    verschoben. In Kooperation mit der Organisation "Back to Africa" sollen
    die Tiere nach Afrika gebracht werden, um dort im Sinne des Artenschutzes
    für Nachwuchs zu sorgen.
    Zwei so große und schwere Tiere auf eine lange Reise zu schicken ist ein
    enormer logistischer und personeller Aufwand. Viele Rädchen nicht nur in
    Deutschland, sondern auch bei den Empfängern in Afrika, müssen perfekt
    ineinander greifen und auch die Vorbereitung der Tiere ist eine
    durchgeplante Herkulesaufgabe. "Uns war von vorneherein klar, dass die
    nach außen sehr robust wirkenden Nashörner sehr empfindsam sind, sobald
    eine Änderung in ihrer gewohnten Umgebung stattfindet", erläutert
    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Transport-vorbereitungen. Daher
    musste das sogenannte Kisten-Training stufenweise aufgebaut werden, damit
    sich die Tiere in aller Ruhe an Geruch und Aussehen der Transportkiste
    gewöhnen können. Aber auch für den Transport selbst sind zahllose Termine
    abzustimmen, Papiere zu besorgen und veterinärmedizinische Vorgaben zu
    erfüllen. Durch eine Verzögerung bei der Logistik verschiebt sich der
    Zeitplan nun so, dass der Transport nicht wie geplant Mitte Oktober
    stattfinden kann. Dies wäre aber für dieses Jahr der spätmöglichste Termin
    gewesen, denn, so Niekisch: "Die Außentemperaturen werden jetzt schnell
    niedriger, sodass wir eine Reise der kälteempfindlichen Tiere in diesem
    Jahr nicht mehr verantworten können und auf höhere Temperaturen im
    nächsten Frühjahr warten müssen."
    Als Angehörige der Unterart "minor" gehören die beiden Frankfurter
    Spitzmaulnashörner zu einer der am meisten bedrohten Tierarten überhaupt.
    In Kooperation mit der Organisation "Back to Africa" sollen die Tiere nach
    Afrika gebracht werden, um dort für Nachwuchs zu sorgen. "Die Sicherheit
    von TSORORO und KALUSHO hatte dabei von Anfang an für uns oberste
    Priorität", so Niekisch. Besonders die Gene von Nashornbulle KALUSHO, der
    von Simbabwe nach Frankfurt kam, sind sehr wertvoll und sollen im Sinne
    der Arterhaltung in die stark dezimierte afrikanische Population
    eingebracht werden.
    Der Zoo ist eine genetische Sackgasse für die Nashorn-Unterart "minor", da
    für die Zucht in ganz Europa keine weiteren Tiere dieser Art zur Verfügung
    stehen. Dass KALUSHO zeugungsfähig ist, bestätigte eine umfassende
    medizinische Untersuchung durch das Institut für Zoo und
    Wildtierforschung.
    (05.10.2012)
    Zoo Frankfurt:   Zootage: Zoo entdecken - Spiel, Spaß und Einblicke in den nie alltäglichen
    Zooalltag

    29. September - 30. September
    10:00 Uhr - 18:00 Uhr

    An den Zootagen haben alle Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ein
    bisschen mehr über die Arbeit in einem Zoo zu erfahren. Die
    Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben ein umfangreiches Programm rund um
    ihren Arbeitsalltag und ihre Tiere zusammengestellt:
    Führungen durch den Katzendschungel oder den Neubau der Bären-Anlage,
    kommentierte Tierfütterungen und Einblicke hinter die Kulissen der
    Aquarienhalle und der Kiwi-Zuchtstation sind nur einige der
    Programmpunkte.
    Außerdem werden wieder viele Gäste mit dabei sein, wie z.B. Bioland, HGON,
    der Zoll mit seinem Artenschutzstand und den Artenschutzhunden, der NABU,
    das Senckenbergmuseum, das MainÄppelhaus und die Fraport.

    Vorbeischauen lohnt sich!
    (26.09.2012)
    Liz Thieme:   Der Zoo hat zum EDEKA-Tag vor ein paar Wochen einen kleinen netten Scheck vom Unternehmen erhalten: 11.000 Euro
    (27.08.2012)
    Michael Mettler:   Also ein weiteres Beispiel dafür, dass Flamingos in Zoohaltung Deckung für ihr Brutgeschäft suchen und sich damit vermeintlich unnatürlich verhalten können. Ich denke, dass man solche Erfahrungen verstärkt in die Gestaltung von Flamingo-Anlagen einbeziehen sollte, indem man Freiflächen UND "Dickichtbereiche" anbietet, um den Vögeln die eigenen Entscheidung zu überlassen und Bruterfolge zu optimieren.
    (06.08.2012)
    Werner Schindler:   Hier noch das vergessene Flamingobild mit der Sekretfütterung aus dem Verdauungstrakt des Altvogels.
    (06.08.2012)
    Werner Schindler:   Einige Infos zu neueren Entwicklungen im Frankfurter Zoo:

    Komodowaran:
    Die derzeit etwa armlangen beiden jungen Weibchen werden eine Anlage in der Tagabteilung des Grzimekhauses beziehen. Der Umbau der Anlage beginnt demnächst, die Tiere werden etwa im Dezember in der Schau sein. Die Einstellung dort scheint nicht als Provisorium gedacht, aber bis es so weit ist wie etwa in Prag, mit mehreren Dutzend Tieren verschiedener Größe, wird viel Wasser dem Main hinunter fließen. Ein beachtlicher Faktor ist der große Heizenergiebedarf, in Prag entspricht der wohl dem mehrerer Einfamilienhäuser. Da ist es kein Wunder, dass das Thema Energiekosten bei den kaufmännischen Zoovorständen (und nicht nur bei diesen) solche Priorität besitzt.

    Erdferkel
    Das Jungtier entwickelt sich gut, ist aber noch recht selten zu sehen.

    Zwergotter:
    @Michael Mettler: Die meisten Innenboxen sind von der Außenanlage her nicht zugänglich.

    Sonstiges im Grzimekhaus:
    Die Blasskopfsakis haben ein im Juni geborenes Jungtier, schöne natürliche Aufzucht. Beide Borkenratten sind in ihrer Anlage, halten sich aber oft oben unter der Decke auf und werden so im Halbdunkel wenig wahrgenommen.

    Bruten/Nachzuchten im Zoo-Vogelbestand:
    Die Chileflamingos haben erstmals seit über 10 Jahren gebrütet und führen derzeit vier Junge. Etwa fünf Paare brüten noch, aber das wird nach meiner Einschätzung wohl eher nix mehr. Die Jungen sind munter und werden von den Eltern aus dem Schnabel gefüttert; siehe Bild. Eigenständig Nahrung können sie im ersten Monat nicht aufnehmen, auch wenn sie so tun, da der Filterapparat im Schnabel noch nicht ausgebildet ist. Ihre Nester haben die Flamingos übrigens nicht dort angelegt, wo die Pfleger es am Wasserrand vorpräpariert hatten, sondern sie haben sich dazu rückwärtig am Hang "in die Büsche geschlagen".
    Die Helmkasuare gegenüber haben das dritte Jahr in Folge einen Jungvogel.
    Bei den Greifvögeln brüten seit einigen Jahren wieder mal die Gaukler.
    Die Rosapelikane waren ihren kleinen Tümpel leid und sind selbständig auf den Großen Weiher umgezogen.
    Vor einiger Zeit war hier im Forum eine kurze Diskussion bezüglich Rechtslage zu flugunfähig gemachten Vögeln. In Frankfurt ist das bereits aktuell. Auf dem großen Weiher werden keine flugunfähigen Wasservögel neu eingesetzt, da dies nicht mehr statthaft sei (ich gebe es einfach so wieder). Und eine Flugvoliere, also die Überdachung des Großen Weihers, verbietet sich von selbst.
    Die Schuhschnabelanlage steht noch leer.

    Infos zu den Säugetieren schicke ich später in einem zweiten Beitrag.


    (06.08.2012)
    Oliver Müller:   @ Werner Schindler:

    Uups, da hab ich was durcheinander geworfen. Es war der Kulturdezernent, nicht der OB. Und er spricht nur vage von "geplanten Tieranlagen". Das Zitat mit dem Grzimekhaus stammte in der Tat vom Zoodirektor. Aber wenn der das so offen im Zooführer sagt, darf das ja auch durchaus als politisches Statement angesehen werden...
    (02.08.2012)
    Liz Thieme:   Eine Kurzquarantäne mussten sie auch in Frankfurt hinter sich bringen.
    (02.08.2012)
    BjörnN:   Es sind zwei Weibchen, geschlüpft 2010 in Los Angeles. Quarantäne fand in Leipzig statt.
    (02.08.2012)
    André Haubrich:   Als passende Anlage im Grzimekhaus hatte ich direkt an die von oben und unten einsehbare am Ein-und Ausgangs des Hauses gedacht.
    Die Agutis kann man fast überall als Unterbesatz präsentieren und auch bei den Krallenaffen wäre möglicherweise eine Vergesellschaftung möglich.
    Würde auf alle Fälle den Ansprüchen junger Warane eintsprechen, die die meiste Zeit auf Bäumen verbringen.
    (01.08.2012)
    Liz Thieme:   Es sind zwei und sie kommen ins Grzimekhaus und nirgends anders hin, so lange nicht das Geld für einen eigenen Bereich da ist.
    (01.08.2012)
    Werner Schindler:   Nach meinem Eindruck ist die Außenanlage der Otter nicht direkt mit dem Boxenbereich verbunden. Deshalb war die Otteranlage in meinen Überlegungen nicht enthalten. Bin mir aber nicht sicher bezüglich Boxenzugang. Aber leicht zu klären.

    An den Katzendschungel/jetzige Fossa-Anlage dachte ich auch mal, habe es aber wieder verworfen. Wäre doch eigentlich schade wegen der besonderen Höhe der Anlage.

    Ich werde mich mal umhören, was es mit den Waranen auf sich hat (wieviele, wie groß, wann/wo für Publikum zu sehen).
    (01.08.2012)
    Michael Mettler:   @Werner Schindler: Publikumslieblinge können die Otter auch anderer Stelle im Zoo noch sein, ich sprach ja gar nicht von einer Abgabe. Immerhin wäre sogar noch eine ehemalige Otteranlage vorhanden, die bei ihrer Nachnutzung vermutlich einfach nur zugeschüttet wurde und ggfs. reaktiviert werden könnte, nämlich die jetzige Erdmännchenanlage am Affenhaus. Und Erdmännchen ließen sich mit NOCH weniger Aufwand im Zoogelände umsiedeln.

    Hat die jetzige Zwergotter-Außenanlage eigentlich einen direkten Zugang zum Boxenbereich, oder müssen die Tiere durch die Innenanlage, um dorthin zu gelangen? Ansonsten ließen sich doch Innen-Schauanlage und Außenanlage durchaus für unterschiedliche Arten nutzen.

    Auf der Suche nach kreativen Lösungen für die Warane: So weit die notwendige Klimatisierbarkeit gegeben wäre (angesichts gedeihender Tropenvegetation nehme ich das an, und zusätzlich beheizbare Flächen lassen sich nachrüsten) - wie wäre es mit der ehemaligen Nebelparder-Innenanlage...? Würde sogar zum Thema Asien passen.
    (01.08.2012)
    Werner Schindler:   @Oliver Müller: Konnte man das denn früher?
    Spaß beiseite: Ffm hatte bis vor kurzem eine Oberbürgermeisterin (Petra Roth).
    In dem Zooführer, den ich habe (mit Tiger und Fischertukan auf dem Titel) ist von ihr kein Vorwort enthalten. Zoodirektor Niekisch hat in seinem Vorwort in einem kurzen Satz ganz am Ende geschrieben "...Neubau des Grzimekhauses geplant". Ist das gemeint? Na jaaa, muss er doch wohl.
    Vielleicht nach dem Eingangs-/Bärenbereich und den Pinguinen und den Vogelhallen und der Renovierung Exotarium und eventuell in Verbindung mit dem mehr geleerten Tieraffenhaus ...

    (31.07.2012)
    Oliver Müller:   Im neuen Zooführer kündigt der Frankfurter OB noch ein großes Investitionsprogram für den Zoo an, u.a. ein neues Grzimek-Haus. Kann man denn Politikern jetzt auch nicht mehr glauben? ;-)))
    (31.07.2012)
    Werner Schindler:   @ Michael Mettler: Die Otteranlage ist groß, für Frankfurter Verhältnisse. Aber das Innengehege ist mit einem Außengehege gekoppelt, und letzteres passt nicht für Komodowarane (nicht nur, weil dieses Gehege wirklich nur brusthoch besichert ist). Und die Otter sind Publikumslieblinge in Frankfurt.

    @Ottmar Müller: Auch dieses Vorhaben liegt in nebulöser Zukunft (kein Geld). Kiwis sind zwingend nur in einem Nachttierhaus zu präsentieren (mit Glück). Im Zuchtzentrum sitzen alle tagsüber unsichtbar in ihren Holzkästen. Also leider nichts für die Vogelhallen.
    (31.07.2012)
    Ottmar Müller:   Das Vogelhaus soll doch auch irgendwann umgebaut (+erweitert?) werden. Die Kiwis könnten auch dort einziehen.
    (31.07.2012)
    Michael Mettler:   In der Tagabteilung des Grzimekhauses gäbe es als großflächiges Gehege noch die Otteranlage. Zwergotter ließen sich sicher mit weniger finanziellem Aufwand anderweitig im Zoo unterbringen als herangewachsene Komodowarane. Z.B. im Schuhschnabelgehege ;-)
    (31.07.2012)
    Werner Schindler:   @Holger Wientjes: Herrje, da tapert man jährlich diverse Male durch die Vogelhallen und weiß dann nicht mehr, wie die Schuhschnabelanlage verglast ist. Natürlich in voller Höhe, danke für die Richtigstellung. Von Platzangebot und Ausstattung her finde ich weiterhin diese Anlage als am ehesten K.-gerecht. Allerdings - kein Platz dort h.d.K.

    Weiß niemand, welche Größe die Tiere haben (ich weiß nicht mal ohne Nachlesen, wieviel cm die so im Jahr zulegen).

    Das Grzimekhaus steht, soviel wie ich höre, nicht (mehr) zur Disposition. (Wo soll das Geld für einen Neubau herkommen?) Deshalb könnte eine Unterbringung dort schon für länger sein, aber mir fällt keine gut passende Anlage ein.

    Bei den Kiwis kommt es sehr auf das Einzeltier an, was die Schauwirksamkeit angeht. In Frankfurt gab es Kiwis, die waren so gut wie nie zu sehen, und andere waren durchaus publikumswirksam und präsentierten sich täglich ausgiebig. Würde mich wundern, wenn Frankfurt mit seinem Kiwi-Zuchtzentrum den Kiwi völlig aus der Schau abziehen würde. Die Kiwi-Anlage der Tagabteilung zuzuschlagen, würde im übrigen Umbauarbeiten erfordern.
    In der Nachtabteilung ist das die größte denkbare Anlage (man wird ja wohl nicht die Fingertiere oder Erdferkel rauswerfen), aber die Warane gehören doch wohl eher ins Helle, oder?

    In der Tagabteilung gäbe es einige etwas größere Anlagen. Die für die kaum einmal sichtbaren Ameisenigel z.B., wobei das M sowieso schon für längere Zeit zum Kuskuspaar ausgesiedelt war. Oder die für die Totenkopfaffen oder - vielleicht ginge das? - die für die Hörnchen und Webervögel.

    Wenn es oben in der Reptilienabteilung im Exotarium nicht geht (@Ralf Sommerlad: glaube auch, dass da mehr gesichert werden müsste), gehts wohl gar nicht im Exotarium.

    Größere Anbauten dort zusätzlich zu dem Pinguin-Vorhaben sind in nächster Zeit wohl nicht auf dem Schirm. Das Pinguin-Projekt allein hat ja schon einen gaanz langen Vorlauf mit Bitten um Spenden usw. und Baubeginn ist weder morgen noch übermorgen.
    Noch mehr Um-/Anbauten wird man in Frankfurt nicht so schnell stemmen können. Man ist in Hessen schließlich (jetzt wirds bösartig, aber siehe Klage-Absichten der süddeutschen Länder) Geber- und nicht Nehmerland im Finanzausgleich. Kein Neid, ich freue mich über ständig neue Großvorhaben in anderen Zoos.

    Also - wohin mit den Komodowaranen?





    (31.07.2012)
    Liz Thieme:   Das Grzimekhaus bleibt noch (betriebswirtschaftlich) langfristig stehen. Wünsche für einen Waranpavillion sind vohanden, aber das Geld wird derzeit an anderer Stelle benötigt.
    Daher bleiben die beiden auch noch länger im Grzimekhaus.
    (31.07.2012)
    Michael Mettler:   Wenn doch das Grzimekhaus selbst zur Disposition steht, dürften Warane dort drin doch eigentlich auch nur vorübergehend untergebracht sein...?

    Anbieten würde sich eigentlich die dortige Kiwi-Anlage. Die jetzigen Bewohner bekommt man kaum mal zu Gesicht, Kiwi-Haltung in Nachtabteilungen hat sich als suboptimal erwiesen, die Zucht findet eh außerhalb dieser Anlage statt, und dann begänne die Tagabteilung eben schlichtweg ein paar Meter früher auf dem Rundgang. Zumindest für die Zeit des Heranwachsens müsste die Gehegefläche doch ausreichen, und das gäbe Zeit für den Bau einer endgültigen Anlage für adulte Exemplare - z.B. an Stelle der jetzigen Amazonas-Klimalandschaft rechts hinter dem Eingang des Exotariums, wo meiner Erinnerung nach auch eine Erweiterung nach außen möglich sein müsste und auf diese Weise wiederum ein interessanter Gegenpol zum auf der Gegenseite gewünschten Pinguin-Anbau gegeben wäre.
    (31.07.2012)
    Holger Wientjes:   Da bin ich mal gespannt, wo die dauerhaft im Grzimek-Haus gezeigt werden sollen und wer dafür Platz machen muss !

    @Werner Schindler: Am ehesten könnte ich mir, von den genannten Alternativen, wirklich die verwaiste Schuhschnabelanlage vorstellen. Die war ürsprünglich nur bis Brusthöhe begrenzt. Aber ist doch jetzt schon seit längerem vollverglast.
    (31.07.2012)
    Liz Thieme:   Sie werden im Grzimekhaus zukünftig untergebracht werden.
    Sie sind seit ca Mitte Mai im Zoo. Zunächst waren sie in Quarantäne und dann hinter den Kulissen. Wann sie ins Grzimekhaus umziehen weiß ich auch noch nicht.
    (31.07.2012)
    Ralf Sommerlad:   Die genannte Anlage im Exotarium mag als Aufzuchtanlage für die Warane dienen können - mehr aber nicht.Selbstverständlich muss die Absprerrung zum Besucherbereich verändert werden ( kostenintensiv). Ich sehe die Komodowarane bis auf Weiteres nicht in der Ausstellung - aber wer weiss. Immerhin stehen grössere Umbau - und Renovierungsarbeiten auch in der Reptilienhalle des Exotariums an, wenn die Stadt Frankfurt die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen kann. Die derzeitigen Etatdebatten lassen mich allerdings für die nächste Zeit zweifeln.
    (31.07.2012)
    Werner Schindler:   @Sacha: Ja, das steht schon einige Wochen in der ZTL, und ich war auch erstaunt. Bei meinem letzten Besuch in Ffm Anfang Juli war nichts von K. zu sehen, ich habe auch vergessen zu fragen. Für weitergehende Überlegungen wäre natürlich wichtig zu wissen, wie alt/groß die Tiere sind und ob sie in Ffm überhaupt dauerhaft in die Schau sollen (letzteres nehme ich doch stark an).

    Trotzdem mal kurz überlegt:
    a) Grzimek-Nachttierhaus - Fällt mir keine größere freie Anlage ein. Im Nachtbereich gar nicht. Wenn ordentlich im Tagbereich umsortiert würde ...; aber für wen dort?
    b) Exotarium - Die Anlage neben den Krokodilen (bisher Schildkröten und einige kleinere Echsen) könnte sich eignen, die sah auch ziemlich spärlich besetzt aus. Aber reicht eine Trennung per Glasplatte bis Brusthöhe gegenüber dem Besucherbereich (wie bei den Krokodilen)? Andere Anlagen dort mE zu klein.
    c) Faust-Vogelhallen - Verwegener Gedanke: die leerstehende Schuhschnabel-Anlage. Schön groß, Bewuchs etc. sicher auch o.k., aber auch dort bisher nur Abgrenzung bis in Brusthöhe. Ich denke aber eher, dass Ffm Schuhschnabel-Neubesatz vorsieht. Nur kann das halt dauern.

    Beim nächsten Mal erkundige ich mich, sofern bis dahin hier niemand was konkretes berichten kann.
    (31.07.2012)
    Sacha:   Komodowarane in Frankfurt!

    Beim Stöbern auf zootierliste.de (man hat ja sonst nichts zu tun) bin ich zufällig über einen Eintrag gestolpert, der für den Zoo Frankfurt neu Komodowarane angibt.
    Die Tiere sollen mit dem Transport angekommen sein, der auch die für Leipzig bestimmten Exemplare enthielt und sich gegenwärtig hinter den Kulissen befinden.

    Nun meine Frage an die Frankfurt-Experten (oder die, die es auch wissen): Wann kommen die Kommodes in die Schau und vor allem wo werden sie zu sehen sein (Umgebautes Terrarium im Exotarium oder Neubau?)?
    (30.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Tigerkater IBAN ist zurück

    Am 20. Juli um 7.30 Uhr morgens ist Sumatra-Tiger IBAN von seinem
    neunmonatigen Auslandsaufenthalt in Polen nach Frankfurt zurückgekehrt.
    "Der Transport ist gut und völlig unproblematisch verlaufen", freut sich
    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch.
    Gestern Nachmittag ging die Reise im Zoo Warschau los. Zwei Tierpfleger
    des Frankfurter Zoos haben IBAN abgeholt und in einem Transporter nach
    Frankfurt gebracht. Der Kater war in den letzten Wochen schon an die
    Transportkiste gewöhnt worden, sodass er von selbst in sie hinein ging und
    nicht betäubt werden musste. "Auch die Ankunft war völlig stressfrei",
    berichtet Niekisch. "IBAN lag ganz entspannt in seiner Kiste und sobald
    der Schieber hoch ging, lief er in sein altes Gehege im Katzendschungel,
    als ob er nie weg gewesen wäre".
    "Viele Frankfurterinnen und Frankfurter haben die Auslandsreise unseres
    Tigers nach Warschau mit Interesse verfolgt und sich über den Nachwuchs
    der dortigen Tigerdame RATU gefreut", sagt Kulturdezernent Prof. Dr. Felix
    Semmelroth, "IBAN hat mit ihr in Warschau drei Jungtiere gezeugt - ein
    wichtiger Beitrag für die Zoopopulation der Sumatra-Tiger. Wir freuen uns,
    dass dieser etwas andere interkulturelle Austausch von einem so schönen
    Erfolg gekrönt wurde". In europäischen Zoos leben ca. 100 Sumatra-Tiger,
    die alle zentral in einem Zuchtbuch geführt werden. Mit Hilfe dieses
    Zuchtbuches werden die Nachzuchten und der Austausch von Tieren zwischen
    den einzelnen Zoos koordiniert.
    "Schon in den nächsten Tagen sind IBAN und MALEA wieder ganz vereint!",
    kündigt Niekisch an. Bis dahin können sich die beiden Tiger aber sehen und
    durch das sogenannte Schmuse-Gitter beschnuppern, eine
    veterinärmedizinische Vorsichtsmaßnahme. "Die beiden haben sich sofort
    erkannt und sehr positiv aufeinander reagiert", so Niekisch, "das haben
    wir auch nicht anders erwartet".
    Der Lebensraum der Tiger (Panthera tigris sumatrae) auf der indonesischen
    Insel Sumatra schrumpft täglich. "Im Freiland leben nur noch etwa 400
    Sumatra-Tiger - eine erschreckend kleine Anzahl", so Zoodirektor Niekisch,
    "Deshalb ist jede Nachzucht dieser seltenen Tiere ein wichtiger Beitrag
    zur Arterhaltung und der Lebensraumschutz vor Ort ein zentrales Anliegen
    von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt (ZGF)".
    (20.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Greenpeace Multivisionsshow:
    Arktis – Schatzkammer des Nordens

    Termin: Mittwoch, 18. Juli, 21:00 bis 23:00 Uhr, Einlass ab 20.30 Uhr

    Ort: Open-Air unterhalb der Zooterrassen, Zoo Frankfurt,
    Bernhard-Grzimek-Allee 1

    Es ist das einmalige Licht, die Weite und Klarheit, die karge Landschaft
    und natürlich die einzigartige Tierwelt, die den Fotografen Bernd Römmelt faszinieren. Der Norden und besonders die Arktis sind seine große
    Leidenschaft. Seit 2008 ist der studierte Ethnologe mit seiner Kamera im
    Auftrag von Greenpeace unterwegs, um das Naturparadies Arktis zu
    dokumentieren, bevor es aufgrund des Klimawandels vollkommen verloren
    geht. Mit wunderschönen Fotografien und spannenden, live erzählten
    Geschichten nimmt Bernd Römmelt den Zuschauer dieser Lichtbildshow mit auf
    eine abenteuerliche Reise in die einzigartige Schatzkammer des Nordens.
    Dieser Vortrag soll Menschen für die Natur begeistern. Gleichzeitig soll
    er aber auch zeigen, wie sich jeder Einzelne in seinem Alltag mit
    einfachen Mitteln für die Natur einsetzen kann und dabei aktiv zum
    Klimaschutz beiträgt.
    Bei Regen findet die Veranstaltung im Ausstellungssaal des
    Zoogesellschaftshauses statt.

    Eintritt frei
    Weitere Informationen unter: http://greenpeace-frankfurt.de/
    (17.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Freudiges Ereignis bei den Gorillas

    Stolz präsentierte Gorilla-Dame REBECCA am Morgen des 10. Juli ihr Neugeborenes den Tierpflegerinnen und Tierpflegern im Menschenaffen-Haus des Frankfurter Zoos. In der Nacht zuvor hatte sie das Kleine ohne Komplikationen zur Welt gebracht. Es wirkt gesund und trinkt gut.
    Allerdings war es bislang noch nicht möglich, das Geschlecht zu erkennen.
    "Wir freuen uns sehr über das erste gemeinsame Kind von Gorilla-Mann VIATU und REBECCA", teilte Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch mit. Der 13-jährige VIATU ist seit seiner Ankunft in Frankfurt jetzt zum zweiten Mal Vater eines gesunden Jungtieres geworden. Im Dezember 2010 brachte DIAN den kleinen QUEMBO zur Welt, der jetzt schon recht selbständig durch die Gehege tobt. "Es ist sehr erfreulich, dass Schwangerschaft und Geburt bei der bereits 29-jährigen REBECCA nach zwei Fehlgeburten nun so reibungslos verlaufen sind", so Niekisch. "Nachdem unsere Tierpflegerinnen und Tierpfleger im Revier eindeutige Veränderungen am Körper und im Verhalten von REBECCA beobachten konnten, war die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang groß. Jetzt scheint sich diese Hoffnung erfüllt zu haben, aber wir müssen abwarten, wie sich das Jungtier in den nächsten Tagen und Wochen entwickelt", so der Zoodirektor weiter. 2008 kam VIATU aus dem Zoo in Basel nach Frankfurt und hat sich hier zum eindrucksvollen Silberrücken entwickelt. REBECCA ist bereits seit 1990 Frankfurterin. Nach der Aufzucht von sieben Jungtieren ist das Gorilla-Weibchen sehr erfahren und kümmert sich fürsorglich um ihren neuesten Nachwuchs. Die ersten Wochen wird der kleine Gorilla nun ganz nah an den Bauch seiner Mutter geschmiegt verbringen. Drei bis vier Jahre lang wird er von seiner Mutter gesäugt. Nach etwa sechs Monaten beginnen die Jungen auch Pflanzen zu fressen. Gorillas ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Früchten und Knospen, selten verzehren sie aber auch Insekten und Larven.
    Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas (Gorilla gorilla gorilla) in ihrem natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Insbesondere im östlichen Kongogebiet ist die Zahl der Gorillas stark zurückgegangen. Als sogenanntes "Bush-meat" werden die Gorillas in ihrer Heimat bejagt und verzehrt.
    (13.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Kulleraugen-Nachwuchs in den Robbenklippen

    Gleich zwei Mal Nachwuchs gab es in den letzten Wochen in den Robbenklippen des Frankfurter Zoos. Am 28. Mai wurde ein kleiner Zwergseebär OLE geboren. Knapp einen Monat später folgte am 26. Juni der kleine Seehund-Junge HENRY. Die beiden kulleräugigen Jungtiere sind quicklebendig und werden von ihren routinierten Müttern fürsorglich gesäugt.

    Die Geburt bei den Zwergseebären verlief etwas ungewöhnlich: Das Junge wurde nämlich in der Futterküche der Robbenklippen geboren. "Zwergseebären versuchen, so weit wie möglich vom Wasser weg zu gebären, da Zwergseebär-Babys nicht von Geburt an schwimmen können. Erst wenn sie einige Wochen alt sind, fangen sie an, sich für ihr Element - das Wasser - zu interessieren", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Mutter BELLA sah in diesem Fall die zu dem Zeitpunkt offenstehende Futterküche als besten Platz an. Ehe sie in die Gruppe zurückkehrte, verbrachte Mutter BELLA mit ihrem Kind fast fünf Tage in der Futterküche und gewährte den Tierpflegerinnen und Tierpflegern, ganz "Löwen-Mutter", in dieser Zeit nur eingeschränkt Zutritt. Nach der Eingewöhnungsphase wurde das Jungtier mittlerweile in die Gruppe integriert. Nach mehr als einem halben Dutzend Geburten ist das ranghöchste Zwergseebär-Weibchen routiniert und kümmert sich gut um den kleinen OLE. Die Säugezeit beträgt bei den Südafrikanischen Zwergseebären etwa ein Jahr. Ausgewachsene Tiere fressen dann bis zu zehn Kilogramm Fisch, Tintenfisch oder Krebse pro Tag. Bei der Geburt wog der kleine Zwergseebär zwischen zehn und fünfzehn Kilogramm. Vater des Kleinen ist der 2002 im Zoo am Meer in Bremerhaven geborene OTTI.

    Der jüngste Zuwachs bei den Robben ist der kleine Seehund HENRY. Er wurde am 26. Juni geboren. Im Gegensatz zu den Zwergseebären können Seehunde von Geburt an schwimmen und tauchen. Der kleine Wonneproppen hat sein Geburtsgewicht von ca. zehn Kilogramm mittlerweile verdoppelt und wird nun acht bis zehn Wochen von seiner Mutter HERTA mit fettreicher Milch ernährt. In dieser Zeit muss das Seehund-Baby eine dicke Speckschicht ansammeln.
    "Danach muss HENRY lernen, sich selbst zu versorgen und Fische zu fangen - dies können dann bis zu sechs Kilogramm täglich werden", so Niekisch.
    HERTA ist ebenfalls schon eine erfahrene Mutter. Sie lebt seit August 2003 in Frankfurt. Vater FRIDOLIN wurde 2001 im Zoo am Meer in Bremerhaven geboren und kam mit etwa einem Jahr nach Frankfurt.

    Seehunde (Phoca vitulina vitulina) sind etwa darin vom Südafrikanischen Zwergseebären (Arctocephalus pusillus pusillus) zu unterscheiden, dass keine äußeren Ohren zu erkennen sind. Jedoch können sie ihren Gehörgang durch Muskelkontraktion verschließen. Seehunde haben sich sehr stark auf das Leben im Wasser spezialisiert. Ihre Vorder- und Hinterbeine haben sich zurückentwickelt, weshalb sie sich an Land eher auf dem Bauch "robbend" fortbewegen. Zwergseebären können sich hingegen sehr gut mit ihren Vorderflossen an Land bewegen. Eine Besonderheit der Seehunde ist, dass sie sogar unter Wasser schlafen können. Insbesondere die Jungtiere dösen und schlafen viel. Bei den Zwergseebären trifft dies ebenfalls zu, sie bevorzugen allerdings einen Schlafplatz an Land.
    (11.07.2012)
    Rüdiger:   Hoffentlich endet das alte Männchen nicht so wie Hussein in Hagenbeck!
    Gegenvorschlage gegen die Arterienverklakung , kann man nicht eine junge Nashornkuh nach Frankfurt beordern aus Australien ode raus dme SSP ?
    (10.07.2012)
    Michael Mettler:   Siehe auch weiter unten im Thread (Beiträge ab 28.2.2012).
    (10.07.2012)
    Oliver Müller:   Das steht auch im Zoo zu lesen. Sie werden ausgewildert, da die Kuh keinen Nachwuchs mehr bekommen kann und man so zumindest das Männchen für den Arterhalt in freier Natur zur Verfügung stellen will. Es gibt wohl keine weiteren Exemplare der UA mehr in Gefangenschaft, zumindest nicht in Europa.
    (10.07.2012)
    Jörn Hegner:   mir hat jemand vom zoo frankfurt gesagt , dass diese seltenen südafrikanischen spitzmaulnashörner nach swasiland kommen müssen in nächster zeit . dafür werden dann ostafrikanische spitzmaulnashörner dort eingestellt .
    (09.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Zambia - zwischen Luangwa Tal und der Quelle des Zambezi

    Zambia ist ein Land des Übergangs: Im Norden finden sich Ausläufer des
    Kongoregenwaldes, im Süden beginnen die Trockengebiete des südlichen
    Afrikas. Es ist also eine ideale Region um Artenvielfalt und die
    Verteilung der Arten in Afrika zu studieren, denn hier prallen mehrere
    geographische Regionen Afrikas aufeinander. Eine wichtige Rolle spielen
    dabei zwei Flusssysteme, der Zambezi und der Luangwa, die das Land
    dominieren. Das Luangwatal ist der südlichste Ausläufer des Grabenbruchs
    und beherbergt eine große Fülle an Lebensräumen und Tieren, die an die
    Trockenheit angepasst sind. Folgt man dem Zambezi zu seiner Quelle, so
    steht man im afrikanischen Regenwald und damit einer ganz anderen
    Artenvielfalt gegenüber.

    Referent: Dr. Philipp Wagner,
    Museum Koenig, Bonn
    Wann: Mittwoch, 4. Juli 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal; Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei
    (02.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Freud und Leid im Frankfurter Giraffen-Haus

    Am Sonntag, 24. Juni, kam im Zoo Frankfurt ein großäugiges
    Netzgiraffen-Mädchen zur Welt. Mutter MONIQUE kümmert sich liebevoll um
    ihre zierliche Tochter, die noch etwas wackelig auf den langen Beinen
    steht. Gleich am darauffolgenden Tag hatten die Tierärztinnen des Zoos
    dann eine traurige Pflicht: Der zweieinhalbjährige Giraffen-Bulle ZULU
    musste eingeschläfert werden.

    "Mit 68,5 kg Geburtsgewicht und einer Größe von 1,69 m ist das kleine
    Netzgiraffen-Mädchen sehr zierlich", sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred
    Niekisch. Dennoch ist die kleine Giraffe fit und aufmerksam und trinkt
    regelmäßig Milch bei ihrer Mutter.

    "Es war eine leichte Geburt", weiß Niekisch. Nach nur ca. 15 Minuten war
    das Jungtier geboren. Es kam am Vormittag inmitten der Giraffen-Gruppe zur
    Welt. MONIQUE hat die Geburt gut überstanden. Sie ist die "dienstälteste"
    Giraffen-Mutter im Zoo Frankfurt und hat bereits fünf männliche und zwei
    weibliche Jungtiere zur Welt gebracht.

    Die ersten Tage verbringen Mutter und Kind getrennt von Vater HATARI und
    der Gruppe, um sich in Ruhe aneinander gewöhnen zu können. Kleine Giraffen
    werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. Sie interessieren sich aber schon
    früh für anderes Futter und fangen ab dem 21. Tag an Grünfutter
    aufzunehmen. Netzgiraffen werden seit 1993 erfolgreich im Zoo Frankfurt
    gezüchtet.

    "Leider müssen wir auch von einem traurigen Ereignis berichten", so
    Zoodirektor Niekisch anlässlich der Vorstellung des kleinen
    Giraffen-Mädchens, "Giraffen-Jungbulle ZULU musste am 25. Juni
    eingeschläfert werden, da sich chronische Erkrankungen im Kiefer und in
    beiden Kniegelenken trotz Behandlung in Narkose nicht verbesserten und das
    Tier stark einschränkten - eine Entscheidung, die uns sehr schwer gefallen
    ist und die wir mit aller gebotenen Sorgfalt getroffen haben." ZULU wurde
    2009 im Zoo Frankfurt als Sohn von CHIRA und HATARI geboren.

    (01.07.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendführung

    An jedem letzten Freitag, von April bis September 2012, startet um 19.00 Uhr eine Führung nach Zooschluss. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führungsthema am 29. Juni 2012:
    HEDWIG und andere zauberhafte Vögel - ein Streifzug durch Eulentaiga und
    Vogelbüsche mit Tierpfleger Ewald Suffner
    (28.06.2012)
    BjörnN:   Es gibt zur Zeit einige junge Brillenbären, die in Frage kommen.
    (21.06.2012)
    Jörn Hegner:   in diesem jahr soll doch noch die neue anlage fertig werden für brillenbären mit schwarzen brüllaffen zusammen . ist schon geplant woher brillenbären kommen werden aus welchen zoos . weil diese gabs ja schonmal im zoo frankfurt vor 20 bis 30 jahren .
    (21.06.2012)
    Ralf Sommerlad:   Ich stimme @Werner Schindler zu: Und vermutlich auf einem Schreibtisch der Zooverwaltung...
    (06.06.2012)
    Werner Schindler:   Ncohmal zu dem von Blaszkiewitz im Milu zitierten mysteriösen Buch von H.Scherpner und B.Schildger über die Baugeschichte des Frankfurter Zoos, das angeblich 2007 in Frankfurt erschienen ist. Einige wollen es gesehen haben, auffindbar ist es aber offenbar nirgens.

    Bekanntlich ist jeder gewerbliche oder nicht gewerbliche Verleger in Deutschland verpflichtet, von seinen Veröffentlichungen zwei Pflichtexemplare kostenlos an die Deutsche Nationalbibliothek abzuliefern. Egal ob es sich um Veröffentlichungen in Papierform, Mikroform usw handelt.

    Ich habe deshalb in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt nachgefragt. Die dortige Recherche ergab, dass ein solches Buch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek nicht vorhanden ist.

    Das bestärkt meine Meinung, dass das Werk vielleicht als unpubliziertes Manuskript o.ä. auf irgendeinem Schreibtisch liegt.
    (06.06.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne ist so nah?
    Ein Vortrag über einheimische Tagfalterarten entlang des Grünen Bandes

    Prof. Dr. Klaus-Werner Wenzel, Entomologische Gesellschaft ORION -
    Berlin

    Wann: Mittwoch, 6. Juni 2012
    Wo: Zoo-Gesellschaftshaus, 2. Stock, Ausstellungssaal,
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei

    Professor Dr. Klaus-Werner Wenzel von der "Entomologischen Gesellschaft
    ORION - Berlin" schildert in seinem Vortrag in packender Weise die
    Überlebenschancen von Tagfaltern der "Roten Liste" im Bereich des Grünen
    Bandes. Das Grüne Band ist der längste Biotopverbund Deutschlands,
    entstanden aus den Überresten des "Eisernen Vorhangs".
    Wie ist die Idee des "Grünen Bandes" entstanden und was ist bis heute, 20
    Jahre danach, umgesetzt worden? Welche Bedeutung hat es? Was kann man
    davon sehen? Wodurch ist das grüne Band gefährdet? Prof. Wenzel
    veranschaulicht mit der Schilderung aussterbender Schmetterlinge die
    Bedeutung des Grünen Bandes auch für andere bedrohte Arten aus Fauna und
    Flora.
    Die Veranstaltung findet innerhalb der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis
    Zoo, Abenteuer Naturschutz | Neues aus Forschung und Naturschutz",
    veranstaltet vom Zoo Frankfurt und der ZGF. Termine: Jeden ersten Mittwoch
    im Monat um 18:00 Uhr im Ausstellungssaal des Zoogesellschaftshauses.
    (05.06.2012)
    Zoo Frankfurt:   Das Grzimek-Camp im Frankfurter Zoo erstrahlt in neuem Glanz

    Die Renovierungsarbeiten am Grzimek-Camp sind abgeschlossen. "Die interaktive Ausstellung ist nun wieder eine kleine Attraktion im Zoo", sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Das einer Rangerstation nachempfundene Camp informiert spielerisch über das Leben und Wirken des angesehenen Zoo­direktors und Naturschützers Professor Dr. Bernhard Grzimek. Finanziert wurden die Renovierungsarbeiten von der Stiftung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), Hilfe für die bedrohte Tierwelt.
    Der Zoo nahm den 25. Todestag von Bernhard Grzimek am 13. März zum Anlass, das in die Jahre gekommene Camp zu renovieren. Alle Schilder und Tafeln wurden erneuert und der Geländewagen, der an das Fahrzeug erinnert, das Grzimek in der Serengeti nutzte, aufgearbeitet. Außerdem wurde die Feuerstelle, um die herum die Lagerfeuerabende der Naturschutzbotschafter von Zoo und ZGF stattfinden, neu gefasst. Ein neues Highlight des Camps ist noch im Entstehen: Der Künstler Johannes Große fertigt mithilfe einer Kettensäge eine Gruppe von Löwen aus Eschenholz, die in Zukunft Savannen-Flair verbreiten wird und auf die Arbeit Grzimeks in der Serengeti verweist. Wer Glück hat, kann Johannes Große in den nächsten Wochen bei seiner Arbeit beobachten.

    Neben einer afrikanisch anmutenden Hütte mit Veranda, die die eigentliche Ausstellung beherbergt, vervollständigen eine alte Dornier 27 auf dem Dach der Affenanlagen und ein zebralackierter Landrover das Bild eines Camps, in dem nun wieder den Spuren Grzimeks gefolgt werden kann. "Wir sind sehr froh, dass wir die dringend notwendige Sanierung jetzt mithilfe der ZGF durchführen konnten. Das Camp bietet spannende Einblicke in die Forschungsarbeit im Freiland und ich bin sicher - besonders die Kinder werden von der lebensgroßen Holzlöwin mit ihren Jungtieren begeistert sein", so Niekisch.

    Bernhard Grzimek war von 1945 bis 1974 Zoodirektor in Frankfurt. Auf seine Initiative ging in den 1950er Jahren die Neugründung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zurück, deren langjähriger Präsident er war und die er zu einer der bedeutendsten Naturschutzorganisationen entwickelte.
    (24.05.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltung im Rahmen der BioFrankfurt Aktionswoche

    Aktionstage im Zoo Frankfurt
    19. und 20. Mai 2012, 22. Mai 2012

    Vielfältige Aktionen laden ein, die Natur vor der Haustür zu entdecken und spielerisch weltweite Naturschutzprojekte kennen zu lernen. Im Zoo Frankfurt bieten die ehrenamtlichen Naturschutz-Botschafter von ZGF und Zoo sowie ausgewählte Partner an mehreren Aktionstagen Erlebnisse und Erkenntnisse für junge Entdecker und Forscher.


    Samstag & Sonntag, 19. & 20. Mai

    Hauptzollamt
    Verbotene Souvenirs
    Infostand des Hauptzollamtes mit Vorführung der Artenschutzhunde.
    Eingangsbereich
    10.00 - 17.00 Uhr. Die Uhrzeiten der Vorführungen entnehmen Sie bitte den Hinweisen am Stand.

    Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung FINE e.V.
    Milleniumziele - was ist das denn?
    Eine Menge nachhaltiges Wissen gibt es am Aktionsstand von FINE, dem Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V., auf jeden Fall zu gewinnen.
    Weg an den Zooterrassen
    11.00 - 17.00 Uhr

    Naturschutzbotschafter
    Ranger Parcours
    Teste Deine Rangertauglichkeit und lerne die Arbeit und Lebenswelt der Ranger besser kennen. Aktionsstand der Naturschutzbotschafter des Zoos und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF).
    Grzimek-Camp
    10.00 - 17.00 Uhr

    Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON)
    Alle Vöglein sind schon da
    Testen und erweitern Sie Ihr Wissen zur einheimischen Vogelwelt und lernen Sie die Arbeit der HGON kennen.
    Weg an den Zooterrassen
    10.00 - 18.00 Uhr
    Sonntag, 20. Mai

    Projektgruppe Bildungsraum GrünGürtel, Umweltlernen e.V. & StadtWaldHaus
    Das GrünGürtel-Tier im Zoo
    Ein Aktionsstand der Projektgruppe Bildungsraum GrünGürtel, von Umweltlernen in Frankfurt e.V. und StadtWaldHaus.
    Zwischen Robbenklippen & Kamelen
    11.00 - 17.00 Uhr

    Greenpeace
    Greenpeace-Aktionsstand
    Weg an den Affenanlagen/Orang-Utan Außenanlagen
    10.00 -16.00 Uhr


    Dienstag, 22. Mai

    Marine Stewardship Council (MSC)
    "Schlau fischen mit Kurt dem Kutter!"
    Exotarium
    12.00 -17.00 Uhr

    "Schlau fischen mit Kurt dem Kutter!" heißt das Bildungsprojekt zum nachhaltigen Fischfang, das der MSC zusammen mit acht Zoos und Aquarien in Deutschland ins Leben gerufen hat. Ab sofort können sich unsere Besucher umfassend über das MSC-Siegel und Möglichkeiten eines nachhaltigen Fischkonsums informieren. Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Naturschutz. Fragen beantwortet heute das Team des MSC am Aktionsstand.

    19. Mai - 24. Juni

    Erlebnisausstellung "Frankfurt summt"
    Honigbienen und ihre wilden Verwandten
    Faust-Vogelhallen
    9.00 -18.30 Uhr

    Sind Sie schon ein Bienenfreund? Das ist Motto und Einladung der Wanderausstellung "Frankfurt summt!".
    Informativ und spielerisch führt die Ausstellung an blütenbestäubende Insekten heran und erläutert ihre Bedeutung für unser Ökosystem. Wie beeinflusst mein Verhalten die Bienenpopulationen und was kann ich tun, um die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu unterstützen? Die Antworten auf diese und andere Fragen lassen sich interaktiv von Mitte Mai bis Mitte Juni in den Faust-Vogelhallen entdecken.
    (16.05.2012)
    Zoo Frankfurt:   Noch Plätze frei: Foto-Workshop mit Tierfotograf Detlef Möbius

    27. & 29. April, 9.00 - 18.00 Uhr
    Einführung in die Theorie am 27. April in Neu-Isenburg

    Wer die Bewohner des Frankfurter Zoos unter professioneller Anleitung vor
    die Linse nehmen möchte, meldet sich für den begleiteten Streifzug an.
    Ambitionierte Fotografen können bei der Fotosafari mit dem
    Profi-Fotografen Detlef Möbius neben tollen Bildern auch manchen
    wertvollen Tipp erbeuten. Lernen Sie die Möglichkeiten Ihrer digitalen
    Spiegelreflex-Kamera besser kennen und tauschen Sie sich über die
    Möglichkeiten der Motivauswahl und Bildgestaltung aus. Mehr Informationen
    auch unter www.moebius-fotografie.de.
    Kosten: 149,00 Euro inkl. Zooeintritt

    Anmeldung erforderlich bei
    Detlef Möbius
    E-Mail: info@moebius-fotografie.de
    Tel.: 06103 23611
    (24.04.2012)
    Liz Thieme:   Tut mir leid, ich habe Ihre Beiträge auf meine bezogen und daher anders interpretiert.
    (20.04.2012)
    Werner Schindler:   Falls ich da eben gemeint sein sollte: Immer mit der Ruhe. Es geschieht doch keinem was.
    Es hat niemand behauptet, dass etwas gesagt worden sei, was nicht gesagt wurde. H. Wientjes hat dankenswerterweise auf den Artikel in der FR aufmerksam gemacht, und ich finde einen solchen zudem mit Fotos versehenen Artikel, der auch ein viel größeres Publikum im Zoo-Umfeld (sprich Frankfurt) erreicht, schöner als eine reine PM des Zoos.
    Wo ist das Problem? Also o.k.?

    (20.04.2012)
    Liz Thieme:   Ich sehe keinen Unterschied, ob wir hier jeweils eine Geburt vermelden oder einen Link oder die PM kopieren.
    In einigen Fällen wissen wir es doch eh viel eher.
    Wenn Sie nur die Medienberichte haben wollen, brauchen Sie die Meldungen hier nicht lesen und dafür sich einen Google Alert einrichten, um die Infos zu erhalten.
    Ich sagte nicht, dass es nichts gab vom Zoo aus, sondern dass er keine PM verteilt hat per Email-Verteiler, was sonst die Regel nach Presseterminen ist.
    (20.04.2012)
    Gudrun Bardowicks:   Schön, dfass die Erdferkel ihr Jungtier selbst aufziehen. Jetzt hoffe ich auf ein gesundes Aufwachsen des Jungtiers. Auf jeden Fall ein schöner Zuchterfolg.
    (20.04.2012)
    Werner Schindler:   Na bitte, da hat der Zoo dieses schöne Ereignis doch gebührend publiziert. So ein Pressetermin mit anschließendem ansprechenden, bebilderten Artikel in der FR ist ja auch deutlich ansprechender als eine selbstverfasste Mitteilung. Dass das Kleine schon in der Anlage rummacht, ist mir allerdings neu. Anlass für einen neuen Besuch. Prima.
    (19.04.2012)
    Holger Wientjes:   http://www.fr-online.de/frankfurt/neues-erdferkel-im-zoo-nachwuchs-bei-den-erdferkeln-im-zoo,1472798,14953696.html

    2. Versuch
    (19.04.2012)
    Holger Wientjes:   http://www.fr-online.de/frankfurt/neues-...53696.html

    Zeitungsartikel mit Bildern !
    (19.04.2012)
    Liz Thieme:   Der Pressetermin für das Erdferkelchen war heute und es ist keine PM rausgegeben worden.
    Die Geburt war am 30. März und Ermine zieht das Jungtier selber auf. Inzwischen soll es wohl auch mal in die Schauanlage hinausgucken/laufen.
    (19.04.2012)
    Zoo Frankfurt:   Sind wir nicht alle ein bisschen Pinguin?
    Ein origineller Video-Clip ruft zur Spende für das neue Pinguin-Haus auf

    Zoodirektor Professor Dr. Manfred Niekisch als Märchenerzähler im Pinguin-Gehege, Dr. Hartmut Schwesinger als Mann im Frack und viele Pinguine - der originelle und humorvolle Kurzfilm von screen art° productions unterstützt die Spendenaktion "Schöner wohnen - ein neues Haus für unsere Pinguine" des Frankfurter Zoos.
    Der Kurzfilm setzt auf Herz und Humor, wenn in brillianter HD-Qualität an alle Pinguin-Fans appelliert wird, den Neubau des Tierhauses im Zoo zu unterstützen. "Unsere Pinguine brauchen dringend eine größere und zeitgemäße Bleibe", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch den Spendenaufruf. Noch sind die sympathischen Frackträger im Erdgeschoss des Exotariums zu sehen. Der beschränkte Platz reicht aber nur für die Haltung einer kleinen Pinguinart aus. Daher werden im Zoo Frankfurt zurzeit ausschließlich Eselspinguine gezeigt. "Aber das soll sich ändern", so Niekisch. Das neue Pinguin-Haus wird drei Pinguinarten beherbergen: Königspinguine, Eselspinguine und Felsenpinguine. Die Kosten für den Neubau liegen bei mehr als sechs Millionen Euro. Davon muss der Zoo zwei Millionen Euro selbst aufbringen. Eine Summe, die der Zoo Frankfurt nur mit Hilfe durch Freunde und Partner stemmen kann.
    "Bei Pinguinen geht einem doch das Herz auf! Wenn diese wunderbaren Tiere - die uns Menschen übrigens aufs Liebenswerteste den Spiegel vorhalten können - Hilfe brauchen, dann sind wir da", begründet Fernseh-Regisseurin und screen art°-Inhaberin Ulrike Gehring ihr Engagement. Gemeinsam mit Dr. Hartmut Schwesinger, der im Rhein-Main Gebiet als Marketing-Stratege für die Region bekannt ist, war aus der Begeisterung für das Projekt heraus die Idee eines filmischen Aufrufes zur Unterstützung der Frankfurter Pinguine entstanden. Die Frankfurter Film- und Fernsehproduktion screen art° productions gmbh hat das Projekt gesponsert. "Wir haben uns in der Vergangenheit schon oft für den Standort eingesetzt. Doch diesmal sind alle mit besonderem Enthusiasmus dabei", so Gehring.
    "Wenn möglichst viele Unternehmen im Rhein-Main-Gebiet den kurzen Videoclip auf ihre Hompage verlinken, haben die User etwas zu Schmunzeln und können mit einer SMS in wenigen Sekunden Gutes tun", erläutert Dr. Schwesinger die Idee der gemeinsamen Kampagne. Mehrere Unternehmen haben ihre Bereitschaft dazu schon angekündigt. Das Video kann ab heute auf der Website der Stadt Frankfurt unter folgendem Link herunter geladen werden: www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=9133211. Anschauen kann man das Video auch auf Facebook unter www.facebook.com/pinguinhausfrankfurt oder auf der Zoo Frankfurt-Website unter www.zoo-frankfurt.de.

    Spendenkonto "Pinguine":

    Zoo Frankfurt
    Postbank Frankfurt
    BLZ 500 100 60
    Konto Nr. 78328-607

    Oder einfach eine SMS an 81190 schicken
    Stichwort "ZOO": 10,- Euro
    Stichwort "ZOO5": 5,- Euro

    Kontakt: Dr. Caroline Liefke, Mobil: 0151-1221 7759
    (19.04.2012)
    Werner Schindler:   Ja, ich neige auch dazu, die offizielle Erklärung für schlüssig anzusehen. Insbesondere bei Tsororos langen Spießen, das Horn von Kalusho war dagegen ja nicht besonders lang. Und für Wilderer bringt wohl jeder Hornstummel noch viel Geld. Ich habe leider nicht gefragt, ob die Tiere eine erkennbare Reaktion auf die Hornabnahme gezeigt haben oder noch zeigen. Im Außengehege stand Tsororo unbeweglich an der Hauswand, Kalusho bewegte sich ein wenig hier und dahin.

    Ach, nochwas: Der Eingang Rhönstraße wird Mitte 2012 nach Eröffnung des neuen Haupteingangs mit Zooshop tatsächlich geschlossen, es bleibt nur eine Ausgangs-Drehtür.
    (19.04.2012)
    Michael Mettler:   Ich denke, dass ein Wilderer selbst die noch vorhandene Hornmasse als ausreichend betrachten würde, und tippe da eher auf eine tatsächliche Risikominimierung für den Transport. Immerhin ist die Hebelwirkung bei langen Hörnern sehr groß, wenn sie irgendwo verkeilt werden.
    (19.04.2012)
    Werner Schindler:   Ein sehr erfreuliches Ereignis für das Team um Astrid Parys im Grzimek-Haus. Aber vielleicht sollten wir dem Zoo Frankfurt die Gelegenheit gönnen, Details des Erfolgserlebnisses bei dieser Frankfurter "Flaggschiffart" in einer schönen Pressererklärung zu feiern. Im Haus selbst ist noch nichts zu sehen, die Ecke mit den Erdferkel-Boxen ist durch ein Laufgitter ein wenig abgesperrt.

    Für zwei andere langjährige Frankfurter rückt dagegen die Zeit des Abschieds näher. "Back to the roots". Man hat Tsororo und Kalusho (letzterer im Bild) dazu, wie eine Lehrerin o.ä. den um sie gescharten Kindern fachkundig erklärte, schon die Stoßzähne abgesägt. Ein Pfleger, der es hörte, konnte darüber nicht lachen.
    In einem Aushang wird kommuniziert, die Hörner seien des besseren Tiertransports wegen abgesagt worden. Ob das zutrifft oder ob noch andere Überlegungen mitschwangen, etwa Begehrlichkeiten in punkto Nasenhorn wortwörtlich "die Spitze zu nehmen", kann ich nicht beurteilen.


    (19.04.2012)
    Holger Wientjes:   Ganz tolle Nachricht ! Ich drück die Daumen, dass alles klappt ! Wird es denn von der Mutter aufgezogen ?
    (19.04.2012)
    Ralf Sommerlad:   Und ich erst: Herzlichen Glückwunsch!
    (19.04.2012)
    Oliver Jahn:   ENDLICH!!! Eine gute Frankfurter Tradition! Und dringend nötig! Ich freue mich sehr für das Team im Grzimek-Haus.
    (18.04.2012)
    Liz Thieme:   Bei den Erdferkeln gibt es Nachwuchs.
    (18.04.2012)
    Zoo Frankfurt:   Buchvorstellung: Wölfe im Yukon

    Der bekannte Wolfsforscher, Bob Hayes, erzählt von seiner spannenden Arbeit mit Wölfen

    Im April ist Bob Hayes in Deutschland, um sein Buch "Wölfe im Yukon" vorzustellen. Zu dem Vortrag im Zoogesellschaftshaus sind alle eingeladen, die sich für Wildnis und Wölfe interessieren.

    Buchvorstellung: Wölfe im Yukon
    Referent: Bob Hayes
    Wann: Freitag, 20. April 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Wer sich für das Thema Wölfe im hohen Norden Kanadas interessiert, kommt an Bob Hayes nicht vorbei. Der Wolfsbiologe arbeitete 20 Jahre lang für die Regierung des Yukon. Hunderte von Wölfen hat er mit Halsbandsendern ausgerüstet und ihre Beziehungen zu Elchen, Karibus und Dallschafen in allen Regionen des Yukon erforscht. Über seine Erfahrungen und Erlebnisse aus dieser Zeit hat er ein Buch geschrieben, in das er auch umfassendes Fachwissen und historische Befunde eingewoben hat.

    Jetzt liegt das Buch mit dem Titel "Wölfe im Yukon" auch in der deutschen Übersetzung vor. In 16 Kapiteln beschreibt der Wissenschaftler darin die Geschichte der Wölfe, der Landschaft und der Tierwelt des Yukon seit der letzten Eiszeit. Er berichtet über die Entwicklung des Wolfsmanagements der letzten hundert Jahre und stellt auch seine eigenen Ideen zum Umgang mit den Wölfen im Yukon und anderen Wolfsgebieten vor.

    Der Vortrag findet in englischer Sprache statt, zum besseren Verständnis wird es eine deutsche Übersetzung geben. Weitere Informationen zum Buch finden Sie unter www.wolvesoftheyukon.ca.

    Die Veranstaltung am 20. April wird von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und dem Zoo Frankfurt durchgeführt.
    (17.04.2012)
    Werner Schindler:   Das hatte ich ja schon angeregt, und K.Schüling hat darauf geantwortet.

    Aber falls das eventuell (nicht nur mir) zunächst entgangen sein sollte: Als erster Verfasser ist nicht C., sondern H. (= Hanne) Scherpner genannt. Da liege ich mit meiner Anregung vom 5.4. doch ziemlich richtig.
    (08.04.2012)
    Ralf Sommerlad:   Man könnte natürlich auch einfach den Mitverfasser Schildger danach fragen, der ja in Bern aktiv ist ( wenn es ihn nicht endgültig in die Politik gezogen hat)....
    (07.04.2012)
    Werner Schindler:   @Klaus Schüling: Danke für die weitere Info zu dem fraglichen Buch. Es soll also existieren, ist aber nirgends vorhanden, wo es eigentlich sein sollte. Etwas mysteriös. Ich war/bin eher der Meinung, dass es sich um ein unpubliziertes Werk handelt. Bin auf das endgültige Recherche-Ergebnis gespannt.
    Wer noch etwas wissen könnte bzw sollte (aber vielleicht schon gefragt wurde) wäre wohl die Witwe des Hauptverfassers Scherpner, die auch die Publikation in Milu forciert hat. Dr. Blaszkiewitz steht ja offenbar mit ihr in guter Verbindung.
    (05.04.2012)
    Zoo Frankfurt:   Sehr kostbar, sehr niedlich - Nachwuchs bei den Mhorrgazellen

    Am 16. Februar 2012 kam im Zoo Frankfurt das Mhorrgazellen-Mädchen FRANZI
    zur Welt. Das Jungtier wurde von seiner Mutter nicht angenommen und wird
    deshalb von seinen Pflegerinnen und Pflegern mit der Flasche groß gezogen.

    "Mhorrgazellen gelten seit 1980 in ihrem natürlichen Lebensraum als
    ausgestorben. Jeder Nachwuchs dieser seltenen Tierart ist daher extrem
    wertvoll", so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die kleine FRANZI
    ist das vierte Kind von Mutter MAI (geboren 2007 im Zoo Frankfurt).
    Bereits in der Vergangenheit mussten Jungtiere von MAI mit der Hand
    aufgezogen werden. Der Zuchtbock der Frankfurter Mhorrgazellen-Gruppe -
    und damit auch FRANZIS Vater - FRANZISKUS (geboren 2005 in München)
    verstarb im September letzten Jahres. Den Namen FRANZI haben die
    Tierpfleger der kleinen Gazelle in Erinnerung an ihren Vater gegeben.

    Für Mhorrgazellen gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP),
    an dem sich der Zoo Frankfurt beteiligt. Das EEP organisiert die Zucht von
    über 150 Tierarten innerhalb Europas. "Ziel des Erhaltungszuchtprogramms
    ist es, in den Zoos gesunde und stabile Populationen aufzubauen und zu
    erhalten. Voraussichtlich im Spätsommer dieses Jahres wird der zuständige
    EEP-Koordinator dem Zoo Frankfurt einen neuen Zuchtbock vermitteln",
    erklärt Niekisch.

    Mhorrgazellen (Nanger dama mhorr) leben ursprünglich im nördlichen Afrika.
    Sie erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 120 cm und zählen zu den
    größten Gazellenarten der Welt. Der Zoo Frankfurt hat sich zwischen 1992
    und 2001 mehrfach an der von der Deutschen Gesellschaft für internationale
    Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführten Wiederansiedlung der Mhorrgazellen in
    Tunesien und Marokko beteiligt.

    FRANZI geht es sehr gut. Sie wächst und gedeiht, wie es kleine
    Mhorrgazellen tun sollen. An Ostern wird sie mit ihren Artgenossen im
    Außengehege zu sehen sein.
    (05.04.2012)
    Klaus Schueling:   Scherpner,H. & Schildger,B. 8 2007) "Zoologischer Garten Frankfurt am Main. Seine Baugeschichte."

    Ich habe inzwischen mit mehreren Personen gesprochen, die das Buch gesehen haben - immerhin.

    Es existiert aber aber weder im Archiv des Zoo Frankfurt noch des Tierparks Berlin.

    Ich werde also doch bei Dr. Blaszkiewitz nachfragen (müssen), von dem das Zitat schließlich stammt.
    (04.04.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Zehn Jahre Wiederansiedlung der europäischen Sumpfschildkröte

    Die Europäische Sumpfschildkröte (Emys orbicularis) ist die einzige heimische Schildkrötenart, und ist vom Aussterben bedroht. Im Rahmen des hessischen Artschutzprojektes werden seit 2002 junge Sumpfschildkröten an verschiedenen Standorten in Hessen ausgewildert. Die Zucht der Tiere erfolgt in Kooperation mit dem Zoo Frankfurt. Die ausgesetzten Tiere werden mit verschiedenen Methoden überwacht und die gewonnen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Verbesserung der Lebensräume und den Schutz der Art ein. Bisher konnten an insgesamt sieben Standorten in ganz Hessen Tiere angesiedelt werden, weitere Projektstandorte sind geplant.

    Referent: Dr. Silke Schweitzer
    Wann: Mittwoch, 4. April 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (02.04.2012)
    Liz Thieme:   Walrode hat ja mehrere. Notfalls wildert man im Ausland.
    Wobei das Verhältnis mit einigen Wuppertaler Mitarbeitern ja ganz gut ist.
    (30.03.2012)
    Holger Wientjes:   Schade ! Bei befreundeten Zoos kann doch in dem Fall vor allem Wuppertal gemeint sein. Dort wurde doch ein Vogel eingestellt, oder ? Wobei Wuppertal ja auch erst einen zweiten Vogel (zur Verpaarung ?) bekommen hatte.
    (30.03.2012)
    Zoo Frankfurt:   Schuhschnabel-Dame MAUSI verstorben

    Am Morgen des 30. März 2012 fanden Pfleger den Vogel leblos in seinem
    Gehege. Ob sein Alter die Ursache für den überraschenden Tod ist, muss
    jetzt die Obduktion zeigen.

    Das Schuhschnabelweibchen MAUSI gehörte sicher zu den Charaktertieren des
    Zoos. Ihr genaues Alter ist nicht bekannt. MAUSI kam als Jungvogel als
    Wildfang aus Afrika nach Deutschland. 1990 zog sie von der Stuttgarter
    Wilhelma in den Zoo Frankfurt. "Obwohl sie keine Handaufzucht war, war sie
    sehr menschenbezogen, erkannte ihre Pfleger und ließ so manchen von ihnen
    nur schweren Herzens wieder aus ihrem Gehege hinaus. Anders verhielt sie
    sich gegenüber ihren männlichen Artgenossen. Mehrere Versuche der
    Verpaarung schlugen fehl, da sie keinen der ihr angebotenen
    Schuhschnabel-Männer für geeignet hielt", beschreibt Zoodirektor Professor
    Dr. Manfred Niekisch den selbstbewussten Schreitvogel.

    Nichts wies in den letzten Tagen auf gesundheitliche Probleme bei dem
    Schuhschnabel hin. Die pathologischen Untersuchungen werden in den
    nächsten Tagen Aufschluss über die Todesursache geben.

    Die Schuhschnabel-Haltung wird der Zoo mit MAUSI nicht aufgeben. Das
    schöne Gehege in den Faust-Vogelhallen soll bald wieder mit der
    charismatischen und hoch bedrohten Tierart besetzt werden. "Wir haben
    bereits Kontakt mit befreundeten Zoos aufgenommen, die Schuhschnäbel
    halten - zum Teil Tiere, die bereits in Frankfurt gelebt haben und dem Zoo
    gehören, die aber zur Verpaarung die letzten Jahre in anderen Zoos
    verbracht haben", so Niekisch.
    (30.03.2012)
    Klaus Schueling:   @W. Schindler:
    Gar nichts, nur dass ich da überhaupt keinen Kontakt habe.

    Aber ich kann natürlich auch im Zoo Frankfurt nachfassen.
    (25.03.2012)
    Werner Schindler:   Was spricht dagegen, den Co-Autor Schildger direkt zu fragen? Er sollte es doch am besten wissen. Wenn nicht er, dann der Zoo Frankfurt.

    Ist hinderlich, dass Schildger hier im Forum in seiner Frankfurter Zeit öfter keine guten Kritiken - z.B. über den Giraffenanlage-Zaun - erhalten hat?
    (24.03.2012)
    Klaus Schueling:   Ja, soviel habe ich bislang herausbekommen:
    Das Zitat ist aus dem Sonder-Milu mit Scherpners Bestandslisten.
    Wenn mir jetzt hier keiner weiterhelfen kann, muss ich wohl B. Blaszkiewitz fragen, was er da zitiert hat ....

    (24.03.2012)
    Liz Thieme:   Ich habe in einem Sonder-Milu einen Hinweis auf das Werk gefunden, das posthum erschien.
    Weitere Hinweise auf den Verlag finde ich auch da nicht.
    (23.03.2012)
    Klaus Schueling:   Kann mir jemand sachdienliche Hinweise zu folgendem Zitat geben?

    Scherpner,H. & Schildger,B. 8 2007) "Zoologischer Garten Frankfurt am Main. Seine Baugeschichte."

    Wo ist das erschienen?

    (23.03.2012)
    Werner Schindler:   Seit kurzem ist in der ehemaligen Katzenfrett-Anlage des Grzimekhauses das W der beiden neu erworbenen Nördlichen (Hellen) Riesenborkenratten in der Schau. Das Tier gibt sich vertraut, ist gut zu sehen und wird mit seinem attraktiven zweifarbigen Fellmuster auch wahrgenommen (wenn auch oft reduziert auf "Ratte"). Das M befindet sich noch hinter den Kulissen in der Quarantäne.

    Ein erfreulicher Zugang in Frankfurt. Die Art wird derzeit laut ZTL in keinem anderen Zoo in D gehalten.
    (14.03.2012)
    Zoo Frankfurt:   Das Grzimek-Camp im Frankfurter Zoo soll in neuem Glanz erstrahlen

    Mit dem 2004 eröffneten Grzimek-Camp würdigt der Zoo Frankfurt seinen ehemaligen Direktor, Professor Dr. Bernhard Grzimek. Das Camp, das einer Rangerstation in der Serengeti nachempfunden ist, bietet Einblicke in das Lebenswerk des berühmten Naturschützers. Den 25. Todestag von Bernhard Grzimek am 13. März nimmt der Zoo zum Anlass, das in die Jahre gekommene Camp zu renovieren und um eine kleine Attraktion zu erweitern. Finanziell unterstützt wird der Zoo dabei von der Stiftung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, Hilfe für die bedrohte Tierwelt.
    Von 1945 bis 1974 war Prof. Dr. Dr. Bernhard Grzimek Zoodirektor in Frankfurt. Auf seine Initiative geht in den 1950er Jahren die Neugründung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) zurück, deren langjähriger Präsident er war und die er zu einer der bedeutendsten Naturschutz-organisationen entwickelte. Im Zoo wird an mancher Stelle das Andenken an den berühmten Frankfurter bewahrt.
    "Die Geburtsstunde des Grzimek-Camps im Frankfurter Zoo hat mit einem Flugzeug zu tun", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Im Jahr 2001 gelangte eine alte Dornier 27 für einen symbolischen Euro in den Besitz der ZGF und wurde mit einer Zebralackierung versehen - ganz nach dem Vorbild von Bernhard Grzimeks "ENTE". "Dass die Do 27 den Blickfang für eine Ausstellung über das Leben von Bernhard Grzimek bilden und im Zoo stehen sollte, war schnell klar", so Niekisch. Es entstand das Konzept des Grzimek Camps, das in Form einer Dauer-ausstellung zeigt, wer Bernhard Grzimek war, was er für den Artenschutz geleistet hat und wie sein Werk heute noch fortlebt und wächst.
    "Die Renovierungsarbeiten am Grzimek-Camp, an dem der Zahn der Zeit genagt hat, sollen die interaktive Ausstellung wieder zu einer Attraktion machen, die zum Verweilen, Entdecken und Informieren einlädt", so Niekisch, der auch Vizepräsident der ZGF ist.
    Bis Mai 2012 sollen Feuerstelle und Sitzgelegenheiten sowie alle Informationstafeln erneuert werden. Neu hinzukommen wird eine kleine Gruppe von Holz-Löwen, die zukünftig Savannen-Flair verbreiten und noch größere Nähe zu den Tieren herstellen wird.
    (13.03.2012)
    Zoo Frankfurt:   Zwei Mal wertvoller Nachwuchs bei den Gold­stirn-Klammeraffen Stadtrat Professor Dr. Felix Semmelroth übernimmt die Patenschaft für die kleine GABY

    Bereits am 25. November 2011 kam Klammeraffen-Baby GABY zur Welt. Mutter OKAMA (geboren im April 2006 in der Stuttgarter Wilhelma) hat ihr Baby nicht angenommen. Die Pfleger fanden das Jungtier auf dem Boden, die Nabelschnur war nicht abgebissen - im Freiland ein Todesurteil für einen kleinen Affen. GABY ist das erste Kind der fünfjährigen OKAMA. "Leider kommt es in der Natur häufig vor, dass Mütter ihr Erstgeborenes nicht akzeptieren", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, "sie wissen oft einfach noch nicht, was sie tun müssen und sind von der Situation überfordert." GABY wurde aus dem Gehege genommen und von Hand aufgezogen.
    Kulturdezernent Professor Dr. Felix Semmelroth übernimmt die Patenschaft für das Jungtier: "Ich freue mich sehr über die Patenschaft für GABY. Es ist ja auch sehr schwer, ihrem Charme nicht zu erliegen. Aber die Übernahme der Patenschaft hat für mich und das Kulturdezernat natürlich nicht nur emotional eine Bedeutung. Wir wissen, wie wichtig Tierpatenschaften sind. Nicht nur für die Patinnen und Paten, die ihrer Liebe zu den Tieren damit Ausdruck verleihen, sondern auch für den Zoo."
    Mehr als 25.000 Euro aus Patenschaftsmitteln konnte der Zoo im vergangenen Jahr für Haltungsverbesserungen, Tierbeschäftigung sowie für Kamerasysteme zur Beobachtung der Tiere einsetzen. Zurzeit hat der Zoo 1.825 Tierpaten. Zu den beliebtesten Patentieren zählen Erdmännchen und Eselspinguine. Etwas schwerer verpaten lassen sich zum Beispiel Schützenfisch und Azurkopftangare. "Ich hoffe, dass sich für diese zwar nicht pelzigen aber deshalb nicht weniger faszinierenden Tiere bald auch noch Fans finden.", sagt Semmelroth.
    Vor allem Zoo-Tierärztin Dr. Nicole Schauerte und die Tierpflegerin Anna Zufall haben sich in der Anfangzeit um GABY gekümmert. Während der Arbeitszeiten war GABY in einem Gehege hinter den Kulissen untergebracht, immer in der Nähe ihrer Artgenossen, damit die Bindung an ihre Ziehmütter nicht zu stark wurde.
    In den ersten Wochen wurde GABY alle zwei Stunden mit Säuglingsmilch aus einem Schnuller-Fläschchen gefüttert und auch heute noch trinkt sie aus dem Fläschchen - allerdings nur noch vier Mahlzeiten am Tag, denn Bananen schmecken auch schon ganz gut.
    Seit Ende Januar wohnt GABY in den Affenanlagen direkt neben ihren Artgenossen, nur durch ein Gitter getrennt. Die Scheibe zum Besucherraum war zur Eingewöhnung in den letzten Wochen weiß gekalkt. "Natürlich ist die Neugier der Zoobesucher auf Jungtiere und Neuankömmlinge im Zoo mehr als verständlich", sagt Niekisch, "und darüber freuen wir uns. Aber in der Zoo-Tierpflege müssen wir uns auch und vor allem um das Wohl unserer Tiere kümmern - bitte haben Sie deshalb Verständnis für vorübergehend gekalkte Scheiben und Schutzabsperrungen."
    Vergangene Woche, am 27. Februar 2012, konnte sich der Zoo über eine weitere Klammeraffen-Geburt freuen. SHAKIRA (geboren im November 2002 ebenfalls in der Wilhelma) ist zum zweiten Mal Mutter geworden. Ihr erstes Kind ELLI musste auch mit der Flasche aufgezogen werden, ist jetzt aber voll in die Klammeraffen-Gruppe integriert. "SHAKIRA hatte nach der Geburt von ELLI im Oktober 2008 mehrere Fehlgeburten. Deshalb freuen wir uns besonders, dass sie ihr zweites Baby liebevoll am Körper trägt, es säugt und behütet", so Niekisch. Das Geschlecht des eine Woche alten Babys konnte noch nicht eindeutig festgestellt werden, da die Geschlechtsorgane noch nicht voll ausgebildet sind. Vater beider Jungtiere ist ZAC (geboren im Januar 2001 im Twycross Zoo in Großbritannien).
    (08.03.2012)
    Zoo Frankfurt:   Zwei Mal wertvoller Nachwuchs bei den Goldstirn-Klammeraffen
    Stadtrat Professor Dr. Felix Semmelroth übernimmt die Patenschaft für die
    kleine GABY

    Bereits im November 2011 kam das erste Klammeraffen-Baby zur Welt. Das
    weibliche Jungtier musste von einer Tierärztin und einer Tierpflegerin per
    Hand aufgezogen werden. Jetzt hat GABY ihr eigenes Gehege mit
    Familienanschluss in den Affenanlagen bezogen. Vergangene Woche konnte
    sich der Zoo über die Geburt eines weiteren Jungtieres freuen.
    Als Kulturdezernent übernimmt Professor Dr. Felix Semmelroth die
    Patenschaft für GABY und unterstreicht damit die Bedeutung von
    Tierpatenschaften für den Zoo. Gleichzeitig weisen er und Zoodirektor
    Professor Dr. Manfred Niekisch auf die Bedeutung des Frankfurter Zoos bei
    den Nachzuchten bedrohter Tierarten hin.
    (08.03.2012)
    BjörnN:   Um welche Kuh es sich genau handelt, kann ich Ihnen nicht sagen, Herr Albrecht.
    (05.03.2012)
    BjörnN:   Um welche Kuh es sich genau handelt, kann ich Ihnen nicht sagen, Herr Albrecht.
    (05.03.2012)
    Frank Albrecht:   @BjörnN
    Meinen Sie damit AKURA aus Frankfurt?
    (05.03.2012)
    Frank Albrecht:   @BjörnN
    Meinen Sie damit AKURA aus Frankfurt?
    (05.03.2012)
    Frank Albrecht:   @Niedersachse
    Für die Jahre 2010-2011 haben Sie natürlich recht.
    Die Jahre 2010-2011 hatte ich aber nicht mit einbezogen, da ich nur die Gesamtdaten bis Ende 2009 vorliegen und ausgwertet habe.
    Hatte ich vergessen zu erwähnen.
    Aber bitte betrachten Sie sich die F1, F2 und F3 Generationen mal genauer.
    Fällt ihnen etwas auf?
    Zoos sind weit davon entfernt, nachhaltig zu züchten.
    Auch durch einen Wissenschaftler bestätigt.
    (05.03.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Patagonien - Ein Drama in drei Akten

    Patagonien ist ein weit entferntes und weites Land am Ende der Welt. Aber
    es ist von atemberaubender Schönheit und geprägt von so unterschiedlichen
    Landschaften wie den Gletscherfeldern der Anden, den nahezu menschenleeren
    Pampas und den von Magellanpinguinen und diversen Robben- und Walarten
    bewohnten Küsten.
    Vom ersten Akt der Naturgeschichte Patagoniens zeugen Fossilfunde von
    Dinosauriern und Riesenfaultieren sowie Felsbilder der ersten menschlichen
    Bewohner Südamerikas. Der zweite Akt des Dramas beginnt mit der Entdeckung
    Amerikas durch die Europäer und ist durch die rücksichtslose Ausbeutung
    der natürlichen Ressourcen bis an den Rand der Ausrottung vieler Tier- und
    Pflanzenarten gekennzeichnet. Akt Drei handelt von den Bemühungen der
    Naturschützer unserer Tage, nämlich zu retten, was noch zu retten ist. Ob
    das Drama mit einem Happy-End endet, liegt allein in unserer Hand.

    Referent: Vortrag von Prof. Dr. Gunther Nogge
    Direktor Zoo Köln i.R.
    Wann: Mittwoch, 7. März 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (05.03.2012)
    Niedersachse:   Ich mag ja die Argumentation nicht immer ganz verstehen, aber dass zuletzt 2008 in Deutschland Spitzmaulnashörner geboren sind, deren beiden Eltern in Gefangenschaft geboren sind, ist schlecht weg falsch.
    Kingoma in Berlin 2010 (Jasper und Malindi, beides Zoogeburten)
    2011 weibliches Jungtier in Leipzig (Ndugu aus Berlin, Serafina aus Leipzig)
    2009/2010 Kibibi in Krefeld (Usoni aus Zürich und Nane aus Berlin)
    Ohne groß nachzugucken, 3 Geburten mit Zoo-Eltern.
    Lediglich Magdeburg züchtet noch mit einem Wildfang.
    (05.03.2012)
    BjörnN:   @Frank Albrecht
    Zumindest eine der ausgewilderten weiblichen Nachzuchten hat bzw. hatte erfolgreich Nachwuchs.
    (05.03.2012)
    Frank Albrecht:   @Krümmel
    @Liz Thieme
    Die nachhaltige Zucht von Spitzmaulnashörnern in Gefangenschaft, wie auch andere Arten, hat sich als Titanic erwiesen.
    Nur immer neue Wildfänge könnten allein zum vermeintlichen "Zucht-Erfolg" verhelfen.
    Hier wird der Öffentlichkeit verschwiegen, dass Zoos nicht in der Lage sind Spitzmaulnashörner nachhaltig in Gefangenschaft nach zu züchten.
    1956-2008 wurden in Deutschland gerade einmal 17 Individuen geboren, deren Vater und Mutter auch in Gefangenschaft geboren wurden.
    Die letzten zwei 2008.
    Das ist mehr als mager.
    Kein Wunder also, dass Frankfurt wieder auf Wildfänge setzt.
    Denn Kalusho und Tsororo waren einst auch Wildfänge und haben drei mal (2001 letztmalig) für Nachwuchs gesorgt.
    Bei Wildfänge in Gefangenschaft keine Seltenheit.
    Bisher haben alle drei Zoogeborenen aber kein Nachwuchs gezeugt.
    Auch keine Seltenheit bei Zoogeborenen.
    (05.03.2012)
    Ralf Sommerlad:   Die Zuchtfähigkeit von Kalusho wurde von den Berliner Experten schon vor Jahr und Tag verneint. Ansonsten stimme ich Herrn Mettlers Argumentation vollständig zu.
    (01.03.2012)
    Liz Thieme:   Außerdem sind die Tiere eigentlich viel mehr von der ZGF eingestellt. Die wird keinem Transport zustimmen, wenn eine "Todesfalle" dahinter stecken kann.
    Es ist schade, dass die gehen müssen, va wegen Plüschohr Kalusho. Aber wenn er noch nützlich sein kann, finde ich es besser so.
    (29.02.2012)
    krümmel:   @Michael:
    Schon, aber hier wird nach dem Motto "Frankfurter Gene in alle Welt" verfahren (s. Pressemeldung des Zoos unten)!
    (29.02.2012)
    Michael Mettler:   Dann finde ich das Vorhaben noch unverständlicher. Ein Transfer um die halbe Welt und der offenbar geplante Zuchteinsatz in Swasiland dürften ja wohl kaum weniger aufregend für den Nashornbullen sein als eine Verpaarung in gewohnter Umgebung.
    (29.02.2012)
    Niedersachse:   Kalusho ist noch zuchtfähig. Zum Einen konnte er wegen Tsororo nicht mehr züchten zum Anderen leidet er unter starker Verkalkung der Nieren, Leber und wohl anderen Organen, wo man Angst hatte, dass sich diese Kalkablagerung lösen und die Adern verstopfen bei zu viel Aufregung während des Paarung. (Das wurde jedenfalls vor einigen Jahren durchs IZW diagnostiziert)
    Aber eigentlich kann Kalusho noch.
    (28.02.2012)
    Michael Mettler:   Einerseits sollen beide Tiere erwiesenermaßen nicht mehr zuchtfähig sein, andererseits soll der Bulle in Swasiland seine Gene weitergeben...?
    (28.02.2012)
    Liz Thieme:   Ich wusste zwar von dem Wunsch, aber das der nun so schnell realisiert wird...
    Auch das Echo schreibt darüber:
    >Frankfurter Zoo schickt Nashörner nach Afrika – Ersatz geplant
    FRANKFURT.

    Der Frankfurter Zoo schickt seine beiden Nashörner nach Afrika: Weil Nashorn-Kuh Tsororo unfruchtbar ist, soll Bulle Kalusho in Swasiland seine Gene weitergeben. „Wir haben keine Chance, hier für Kalusho eine Partnerin zu finden“, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch am Dienstag und bestätigte einen Bericht der „Bild“-Zeitung. Die Spitzmaulnashörner gehören zur hochbedrohten Unterart Minor – der Frankfurter Zoo hat europaweit die einzigen. Weil die 25 Jahre alte Tsororo nicht alleine zurückbleiben soll, reisen die beiden Dickhäuter voraussichtlich im Frühsommer nach Swasiland. „Die stehen hier sonst in einer genetischen Sackgasse.“
    In Swasiland wartet schon eine Nashorn-Kuh auf den 26 Jahre alten Bullen. Zunächst sollen sich die beiden Nashörner aber an die neue Umgebung gewöhnen, in einer von Palisaden umgebenen Privatfarm. „Die werden dort nicht einfach aus der Kiste gelassen und können losrennen“, sagte Niekisch. Erst wenn sie sich angepasst haben, werden sie auf das freie Gelände gelassen, wo ein Ranger täglich über ihr Wohl wacht.
    Bis zur Reise müssen die Dickhäuter sich noch an die Holzkiste gewöhnen, in der sie über Johannesburg ins östlich gelegene Swasiland geflogen werden. Probleme beim Transport erwartet Niekisch nicht. Schon jetzt hält der Zoo in Europa nach Ersatz Ausschau, zwei ostafrikanische Spitzmaulnashörner sollen es sein. Ein genauer Zeitplan stehe noch nicht fest. „Es wird nicht so sein, dass wir über Jahre keine Nashörner haben“, sagte Niekisch.<

    Kann man für Kalusho nur hoffen, dass die Dame in Afrika nicht so drauf ist wie Tsororo.
    (28.02.2012)
    BjörnN:   Der BILD zufolge, wird der Frankfurter Zoo noch in diesem Jahr die beiden letzten Südafrikanischen Spitzmaulnashörner nach Afrika abgeben. Beide Tiere sind erwiesenermaßen nicht mehr zuchtfähig. Man möchte auf die Haltung des Ostafrikanisches Spitzmaulnashornes mit Zuchtperspektive umstellen.
    (28.02.2012)
    Zoo Frankfurt:   Frankfurter Gene in alle Welt

    Der Frankfurter Tiger-Kater IBAN ist in Polen Vater geworden. Mit Tiger-Dame RATU hat er im Zoo von Warschau drei Babys gezeugt. Die Jungtiere sind wohlauf und werden liebevoll von ihrer Mutter versorgt.

    Am 19. Oktober 2011 ging Sumatra-Tiger IBAN aus dem Frankfurter Zoo auf eine Reise der besonderen Art. Er leistet der siebeneinhalbjährigen RATU im Zoo von Warschau für eine Weile Gesellschaft. "Es hat zwischen ihm und RATU ziemlich schnell gefunkt, und das ist ein besonders schöner Zuchterfolg", sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, "denn in europäischen Zoos leben nur etwa 100 Sumatra-Tiger. Bei einer so kleinen Zoo-Population ist jedes einzelne Individuum wichtig und jede Nachzucht extrem wertvoll".
    Nachzuchten und der Austausch von Tieren zwischen europäischen Zoos werden mittels eines Zuchtbuches organisiert. Im Zoo Frankfurt hatte IBAN zwei erfolgreiche Nachzuchten mit Tiger-Dame MALEA. Die beiden Jungtiere des letzten Wurfes, TARU und ASIM, sind mittlerweile schon richtig groß geworden und können täglich im Katzendschungel besucht werden. "Sobald wir die beiden an einen anderen Zoo abgegeben haben, kommt IBAN wieder zurück nach Frankfurt", versichert Niekisch.
    Im Freiland sind Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) durch die Abholzung der Regenwälder für Palmöl-Plantagen bedroht. Nur noch etwa 400 Tiere leben in ihrer Heimat auf der indonesischen Insel Sumatra und diese sind zusätzlich durch Wilderei gefährdet. "Jede Nachzucht im Zoo ist ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung, vor allem angesichts des dramatischen Rückgangs der Populationszahlen im Freiland", betont Niekisch.
    (22.02.2012)
    Zoo Frankfurt:   Tigerin DASEEP reist von Wuppertal nach England

    Die beiden jungen Tigerdamen DASEEP und TSCHUNA haben heute Mittag den Zoo Wuppertal verlassen und reisen im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in den Dudley Zoo nach England.
    "Mittlerweile ist DASEEP zu einer prächtigen Tigerin herangewachsen", sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. "Sumatra-Tiger sind in der Natur extrem gefährdet, nur noch höchstens 400 Tiere leben im Freiland und auch die Population in europäischen Zoos ist mit 101 Tieren klein. Deshalb ist jedes Tier für die Nachzucht extrem wichtig." Das ist auch der Grund für DASEEPs Reise nach England, sie soll bald eine eigene Familie gründen.
    "In Dudley dürfen die beiden Tigerinnen DASEEP und TSCHUNA, die sich mittlerweile wie Geschwister verhalten, noch eine Zeit lang zusammenbleiben", berichtet Niekisch. Tschuna wird sich nach einer Weile aber von ihrer Schwester verabschieden müssen, weil sie in den Zoo von Whipsnade, einer der größten Zoos Europas, gebracht wird.
    Sumatra-Tigerin DASEEP wurde am 10.09.2010 im Zoo Frankfurt geboren. Da sie von ihrer Mutter MALEA nicht angenommen wurde, musste sie mit der Flasche aufgezogen werden. Viele Frankfurterinnen und Frankfurter haben ihr Schicksal verfolgt. Damit DESEEP nicht alleine aufwachsen musste, wurde sie am 20.10.2010 an den Zoo Wuppertal abgegeben. Hier konnte sie zusammen mit Flaschenkind TSCHUNA, einer Sibirischen Tigerin, groß werden und jetzt gehen beide zusammen auf die große Reise.
    (14.02.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Wolf und Wildnis in Brandenburg - Neuigkeiten aus einem zentralen
    Naturschutzprojekt

    Im Mai 2000 wurde die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg gegründet.
    Rund 12.700 ha sind im Besitz der Stiftung und werden aktuell von ihr
    verwaltet. Auf den Stiftungsflächen soll eine möglichst vielfältige
    Entwicklung von Wildnis ermöglicht werden. Erste Erfolge sind sichtbar,
    auf zwei der Flächen hat sich der Wolf angesiedelt und sich in 2011 auch
    bereits vermehrt. Diese und weitere spannende Entwicklungen werden von Dr.
    Heiko Schuhmacher, Projektleiter der Stiftung Naturlandschaften
    Brandenburg, anschaulich vorgestellt. Der studierte Forstwirt und
    Ingenieur für Landschaftsnutzung und Naturschutz treibt nach mehrjähriger
    Tätigkeit für die Landesanstalt für Großschutzgebiete Brandenburg und dem
    anschließenden Aufbau des Nationalparks Eifel seit 2007 den Ausbau der
    Stiftung Naturlandschaften Brandenburg voran.

    Referent: Vortrag von Dr. Heiko Schuhmacher, Stiftung Naturlandschaften Brandenburg
    Wann: Mittwoch, 1. Februar 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (31.01.2012)
    Zoo Frankfurt:   Löwen für Löwen: Eishockey Löwen starten Spendenaufruf zugunsten der Zoo-Löwen / Erweiterung des Außengeheges geplant

    Der Eishockeyklub Löwen Frankfurt startet unter dem Namen Löwen für Löwen ab sofort eine Spendenaktion zugunsten der Löwen im Frankfurter Zoo. Ziel ist die Erweiterung des Außengeheges der Löwen-Anlage.
    Durch die Aufschüttung des Grabens und den Aufbau von Glas- und Mauerelementen könnte die Außengehegefläche der Löwen im Zoo Frankfurt von derzeit ca. 300 m2 auf ca. 680 m2 erweitert werden. Für die Besucherinnen und Besucher würden damit auch spannende Einblicke geschaffen, die es erlauben, die Tiere aus nächster Nähe zu beobachten. Damit das Gehege entsprechend der vorliegenden Pläne erweitert werden kann, benötigt der Zoo rund 250.000 Euro.
    Stefan Krämer, Geschäftsführer der Löwen Frankfurt Eishockey Betriebs-GmbH: "Wir wollen mit Löwen für Löwen unseren tierischen Kollegen ein großzügiges und anregendes Zuhause geben. Die alte Außenanlage ist zwar gut, könnte aber durch die Erweiterung sowohl den Tieren als auch den Besuchern sehr viel mehr bieten. Durch unsere Initiative wollen wir breite Unterstützung für das Umbauvorhaben in der Öffentlichkeit schaffen und die erforderlichen Spendengelder einwerben. Dafür werden wir als Nachbarn des Zoo Frankfurt wie Löwen kämpfen."
    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch freut sich über das Engagement der Eishockey Löwen: "Löwen für Löwen" ist eine tierisch gute Idee! Für unsere beiden Asiatischen Löwen KASHI und KIRI wünschen wir uns seit Langem eine Erweiterung der Außenanlage. Mehr Platz heißt auch mehr Abwechslung für die Tiere und schönere Einblicke für unsere Besucher. Mit Hilfe der Löwen Frankfurt und allen, die die Spendenaktion unterstützen, können wir den Umbau nun planen und hoffentlich recht bald realisieren. Dafür danke ich herzlich im Namen meines Teams, unserer Besucher und sicher auch im Namen von KASHI und KIRI."
    Comedian Henni Nachtsheim ist Schirmherr der Aktion: "Ich bin saustolz, Schirmherr dieser ungewöhnlichen und dennoch passenden Fusion zu sein. Die neuen Eishockey Löwen haben mit Mut, Zusammenhalt und Teamgeist Frankfurt das Eishockey zurück gegeben! Nun greifen wir unseren Zoo Löwen mit der tollen Aktion unter die Arme und sorgen für eine neue Attraktion im Zoo Frankfurt."

    Für die Aktion wurde ein Spendenkonto eingerichtet:
    Zoo Frankfurt
    Postbank Frankfurt
    BLZ: 500 100 60
    Kto.-Nr.: 78328-607
    Stichwort "Spende Löwengehege"

    Außerdem ist es möglich, die Aktion per SMS-Versand (5 Euro je SMS) zu unterstützen: SMS an 81190 mit dem Stichwort "Löwen" schicken.

    Alle Informationen finden Sie auch auf Aktionshomepage www.loewen-fuer-loewen.de, die ab sofort im Internet zu erreichen ist.
    (16.01.2012)
    Werner Schindler:   Das mit dem Eingang Rhönstraße leuchtet mir auch nicht recht ein. Ist das offiziell beschlossen (von wem?) oder Gemunkel? Wäre schade, denn dort oben kann man (abgesehen von Schönwetter-Wochenenden/Feiertagen) besuchergünstig ohne Problem und kostenfrei parken und ist gleich im Zoo.
    Zwei Gründe für diesen Entschluss kommen mir in den Sinn: a) man spart eine Planstelle an der Kasse ein inklusive Betriebskosten der Hütte, b) man möchte alle Besucher durch den Zooshop schleusen und Umsatz generieren (was ja in Frankfurt auch durchaus Nachholbedarf hat). Hm, der Eingang zum "Mexikaner im Zoo" von der Waldschmidtstraße aus wird aber wohl auch während der Zoo-Öffnungszeiten offen bleiben?
    (09.01.2012)
    Oliver Ramstedt:   Aha, 11,4 % mehr Besucher, aber den Eingang Rhönstr. schließen wollen, das passt doch nicht zusammen.
    (08.01.2012)
    Zoo Frankfurt:   Erfolgreicher Jahresabschluss - der Zoo Frankfurt freut sich über ein Besucherplus von 11,4 Prozent

    Über 928.000 Besucherinnen und Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Zoo. Das entspricht einer Steigerung um genau 11,42 Prozent im Vergleich zu 2010.

    Trotz Großbaustelle im westlichen Zoobereich und verregnetem Hochsommer strömten so viele Besucher in den Zoo, wie seit dem Jubiläumsjahr 2008 nicht mehr. Damals statteten dem Zoo zu seinem 150. Geburtstag mehr als 944.000 Menschen einen Besuch ab. In den beiden Jahren danach sanken die Besucherzahlen deutlich unter die Neunhundert-tausendermarke.

    "Die Gründe für die erfreuliche Trendwende sehen wir vor allem im Tierbereich", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. So waren die im Mai geborenen Tigerbabys ein bedeutender Besuchermagnet, ebenso wie der im Februar geborene Okapibulle MAIKO und der kleine Gorilla QUEMBO. "Viele Besucher kamen aber auch, um sich die Fortschritte bei den Bauarbeiten zum neuen Eingang und der neuen Bären-Anlage anzuschauen", so Niekisch. Es waren aber auch der lange Frühling und der milde Spätherbst sowie die zahlreichen, gut eingeführten Veranstaltungen und Feste, die zum Spaziergang durch den Zoo angeregt haben dürften. "Ganz wesentlich und hilfreich", so der Zoodirektor, "war die positive Berichterstattung in den Medien. Die vielen Meldungen über Jungtiere und die Zooentwicklung dürften stark zu einer positiven Wahrnehmung des Zoos beigetragen haben."

    Niekisch schaut optimistisch in die Zukunft: "Nach wie vor ist es unser Ziel, bald über eine Million Besucherinnen und Besucher bei uns im Zoo begrüßen zu dürfen. Ich bin sicher, dass wir mit der neuen attraktiven Anlage für Brillenbären und Brüllaffen und dem geplanten Pinguin-Haus auf einem sehr guten Weg dorthin sind."
    (05.01.2012)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    39 Jahre Zootierarzt - und immer noch fast alle Finger!

    Wolfram Rietschel hat �ber 10.000 Patienten betreut, vom Erdm�nnchen bis zum Elefanten. Er war 26 Jahre lang der Tierarzt der Wilhelma in Stuttgart. Die Zahnbehandlung eines Jaguars hat ihn eine Fingerkuppe gekostet, sonst hat er alle Sprechstunden heil �berstanden. Jetzt ist er pensioniert, aber nicht im Ruhestand, seine Erfahrungen werden noch auf der ganzen Welt nachgefragt.

    Referent: Dr. Wolfram Rietschel, Zootierarzt Wilhelma a. D.

    Wann: Mittwoch, 4. Januar 2012
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal

    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (02.01.2012)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltung im Exotarium

    19.30 Uhr: Führung durch Dipl.-Biol. Rudolf Wicker

    Treffpunkt für die Führung:
    Reptilienhalle (1. Stock)

    Thema der Führung:
    "Ihr Kinderlein kommet" oder "geht nicht, gibt's nicht"
    über die Fortpflanzung von Fröschen

    Die verschiedenen Fortpflanzungsstrategien bei Fröschen sind schier unglaublich, hier nur einige Beispiele aus dem Exotarium:
    - Pfeilgiftfrösche legen Eier an Land, die Kaulquappen werden vom Männchen oder Weibchen in wassergefüllte Blattachseln getragen;
    - bei Wabenkröten werden die Eier von der Rückenhaut des Weibchens überwuchert, es schlüpfen fertige kleine Frösche,
    - Antillen-Pfeiffrösche legen Eier an Land, es schlüpfen kleine
    Frösche

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.
    (20.12.2011)
    BjörnN:   Demnach müssten es dort noch zwei sein.
    (17.12.2011)
    Joshua Förg:   ...also leben in Heidelberg nur noch zwei Fossa?
    (17.12.2011)
    BjörnN:   Eine männliche Nachzucht aus Duisburg kam über Heidelberg nach Frankfurt. Die Tiere leben im Katzendschungel.
    (17.12.2011)
    Joshua Förg:   Leben die Tiere im Raubtier- oder im Grzimekhaus?
    (17.12.2011)
    Oliver Ramstedt:   Der Frankfurter Zoo hat wieder zwei Fossa.
    (17.12.2011)
    Oliver Ramstedt:   Der Zoo Eingang Rhönstrasse soll mit er Eröffnung des neuen Einganges komplett geschlossen werden. :-(

    http://www.ohobby.de/2011/12/13/nur-noch-ein-eingang-fur-den-zoo-frankfurt/
    (17.12.2011)
    Oliver Ramstedt:   Prof. Dr. Manfred Niekisch hat auf dem Vortrag am 06.07.2011 gesagt: Nach vorsichtigen Planungen, soll der Eingangsbereich am 27.06.2012 eröffnet werden.
    (17.12.2011)
    Rattus:   Zoo-Homepage: Die Eröffnung des neuen Eingangs ist für das späte Frühjahr 2012 geplant.
    (15.12.2011)
    Jan Beensen:   Weiß jemand wann der neue Eingang und die Bärenanlage fertig sein sollen?
    (14.12.2011)
    Zoo Frankfurt:   "Programm Sahamalaza": Erforschung und Schutz von kritisch bedrohten
    Lemuren in Nordwest-Madagaskar

    Die Association Européenne pour L´Étude de la Conservation des Lémuriens
    ist ein Konsortium europäischer Zoologischer Gärten und Universitäten, die sich dem Schutz und der Erforschung von Madagaskars Lemuren verschrieben
    haben. 2004/2005 wurde eine Feldstation im Wald von Ankarafa eingerichtet,
    die seitdem Studenten als Ausgangspunkt für Forschungsprojekte dient. Dr.
    Christoph Schwitzer gibt einen Überblick über die Arbeit vor Ort.

    Referent:
    Dr. Christoph Schwitzer
    Bristol Zoo

    Mittwoch, 7. Dezember 2011
    Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    60316 Frankfurt
    18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (06.12.2011)
    Werner Schindler:   Mal ein bisschen Frankfurter Kaffeesatz gelesen:
    Nachdem das einzelne Katzenfrett nach Arnheim retour ist und die Springmäuse nur ein Übergangsbesatz sind, werfe ich als künftigen Besatz der Anlage im Grzimekhaus einfach mal unverbindlich Borkenratten in den Ring.
    Im Grzimekhaus rechne ich ferner damit, dass sich mittelfristig was bei den Gleichfarbkuskussen tut (hoffe, die Mehrzahl heißt so, habe nicht nachgeschlagen). In der Anlage lebt ein Paar mit einem diesjährigen Jungen. Die Eltern sind Geschwister. Ob das bei den wenigen Haltern in Europa (in D sonst keiner) noch lange Bestand hat?

    Ein anderes Problem könnte entstehen bezüglich der Mishmi-Takine, welche definitiv für die neue Pinguinanlage an der Südseite des Exotariums weichen müssen. Welcher Zoo wird sich um diese Gruppe schon reißen (denn gingen nicht bis vor kurzem alle oder fast alle Mishmi-Takine hiesiger Zoos auf nur ganz wenige Ausgangstiere zurück)?

    Und dann ist da ja auch noch die frühere Nebelparderanlage im Katzendschungel, seit einiger Zeit nur besetzt mit einer Fossa.
    Übrigens, weil wir früher mal darüber diskutiert hatten: die Rostkatzen-Anlage im Katzendschungel ist keine Seniorenresidenz, sondern dort lebt ein Paar, von dem Nachzucht erhofft wird.
    (01.12.2011)
    Werner Schindler:   Es ist auch gut so, dass "davon" nichts mehr drin ist, sprich das Katzenfrett zurückging nach Arnheim. Als Übergangsbesatz hüpfen jetzt dort Wüstenspringmäuse, zu denen passt die Größe der Anlage besser.

    Eine Anlage in der Tababteilung des Grzimekhauses (bisher Krallenaffen) ist noch im Umbau für Gundis.
    (23.11.2011)
    Holger Wientjes:   "Davon" ist nichts mehr drin...
    (20.11.2011)
    Jörn Hegner:   der zoo frankfurt hat sein letztes katzenfrett abgegeben nach arnheim , habe ich eben gelesen . was ist denn jetzt davon in der anlage drin im nachtierhaus .
    (19.11.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2011 bis März 2012 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend
    bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 18. November 2011
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Tierpfleger Thomas Hüge

    Treffpunkt für die Führung:
    Reptilienhalle (1. Stock)

    Thema der Führung:
    Taschenlampenführung

    Die Geschichte des Exotariums erzählt Tierpfleger Thomas Hüge. Anschließend kann jeder selbst mit seiner Taschenlampe Jagd auf die
    "Nachtgeister" machen.

    Bitte Taschenlampen mitbringen!

    Ab 15.00 Uhr gelten die Preise des Feierabendtarifs: Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.
    (15.11.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2011 bis März 2012 ist das Exotarium jeden Freitag
    durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils
    eine Führung mit wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 11. November 2011
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Dipl.-Biol. Rudolf Wicker

    Treffpunkt für die Führung: Reptilienhalle (1. Stock)

    Thema der Führung:
    Von Fröschen und Kröten, Molchen und Blindwühlen
    Überlebensstrategien einer uralten Tiergruppe

    Von den zirka 6.000 Amphibienarten sind ca. 1.500 akut vom Aussterben
    bedroht, dabei sind Amphibien ein wichtiger Teil des Nahrungsnetzes sowohl
    als Vertilger von Insekten und Gliedertieren als auch als Nahrung für
    viele froschfressende Schlangen und andere Tiere. Doch wie leben
    Amphibien? Was brauchen sie, um sich wohl zu fühlen? Wie werden sie
    gehalten und gezüchtet?

    Ab 15.00 Uhr gelten die Preise des Feierabendtarifs: Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.

    ---------

    Sonntagsführung im Zoo

    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem
    Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für
    jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Thema der Führung am Sonntag, 13. November 2011

    Eier oder lebende Jungen – viele oder wenige?
    Hauptsache, es funktioniert!

    Die Strategien zur Fortpflanzung der Reptilien und Amphibien sind sehr
    unterschiedlich. Wer züchten will, sollte sich in dieser Frage gut
    auskennen. An Beispielen aus dem Exotarium wird erläutert, unter welchen
    Bedingungen sich verschiedene Reptilien und Amphibien fortpflanzen und mit
    welchen Tricks gearbeitet werden muss, damit es mit dem Nachwuchs
    klappt.

    Führungsbeginn: 11.00 Uhr
    Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums)
    Führungsdauer: eine bis eineinhalb Stunden

    Zoo-Eintrittspreise:
    Erwachsene: 8,00 €
    Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre): 4,00 €

    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.


    Ansprechpartner:
    Dipl.-Biol. Rudolf Wicker
    Tel. 069-212-33732
    (08.11.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Die Vogelhaltung im Frankfurter Zoo

    Jubiläumsvortrag
    Dr. Stefan Stadler, Zoo Frankfurt und Stephan Hübner, Goethe-Universität

    12. November, 20.00 Uhr
    Ort: Zoo Frankfurt, Faust-Vogelhallen
    Eingang über Zoo-Eingang Rhönstraße

    Am 7. November 1961 öffneten die Vogelhallen des Frankfurter Zoos als
    seinerzeit modernstes Vogelhaus der Welt ihre Pforten. Glas statt Gitter,
    Landschaften anstelle von Käfigen - beim Bau des Tierhauses wurde vielfach
    Neuland betreten. Damals wie heute leben hier gefiederte Kostbarkeiten in
    einer einzigartigen Atmosphäre.

    Zum 50. Geburtstag der Vogelhallen entführen Sie Dr. Stefan Stadler und
    Stephan Hübner in die Geschichte des Tierhauses. Zwischen Vogelgezwitscher
    und Flügelrauschen präsentieren sie besondere Highlights aus der
    Vergangenheit und wagen einen Ausblick auf die Zukunft der Vogelhaltung im
    Zoo.

    Der Eintritt ist frei!
    (03.11.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2011 bis März 2012 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit wechselnden Themen an.

    Nächster Termin: 28. Oktober 2011
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung durch Tierpfleger Carsten Färber
    Treffpunkt für die Führung: Amazonasbecken (Erdgeschoss)

    Thema der Führung: Pinguine

    Über die Haltung und die Zucht unserer Pinguine, deren Lebensweise und was unsere Pinguin-Gruppe bald erwartet - informiert an diesem Abend Tierpfleger Carsten Färber interessierte Besucher.

    Ab 17.00 Uhr gelten die Preise des Feierabendtarifs: Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.
    (26.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Junge, komm bald wieder!

    Der Frankfurter Tiger-Kater IBAN geht heute auf eine längere Dienstreise
    der besonderen Art. Fünf Monate nachdem er seine Zeugungsfähigkeit im
    Frankfurter Zoo zum zweiten Mal unter Beweis gestellt hat, soll er
    Tiger-Dame RATU im Zoo von Warschau für eine Weile Gesellschaft leisten.
    Dort erhofft man sich von dem elfjährigen Kater die erste erfolgreiche
    Nachzucht mit der siebeneinhalbjährigen Tigerin.

    Der Nachzucht durch die Zoos kommt beim Tiger - insbesondere beim
    Sumatra-Tiger - besondere Bedeutung zu. Der Sumatra-Tiger (Panthera
    tigris sumatrae) ist die kleinste lebende Unterart des Tigers. Da sein
    Lebensraum auf der indonesischen Insel Sumatra durch die Abholzung der
    Regenwälder zugunsten von Plantagen für Zellstoff und Ölpalmen bereits
    erheblich eingeschränkt wurde und täglich weiter schrumpft, leben nur noch
    ca. 400 Tiere in ihrer angestammten Heimat. Diese sind zusätzlich von
    Wilderei bedroht. "Angesichts des dramatischen Rückgangs der
    Populationszahlen überall in Asien ist jede Nachzucht im Zoo ein wichtiger
    Beitrag zur Arterhaltung", betont Zoodirektor Professor Dr. Manfred
    Niekisch.

    In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem
    Zuchtbuch zentral geführt werden. Mittels dieses Zuchtbuches werden die
    Nachzuchten und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert.
    "Die Warschauer hätten uns auch ihre Tigerin geschickt", so Niekisch,
    "denn das Interesse an IBANS Genen ist groß, da er noch kaum Jungtiere
    gezeugt hat." Das allerdings kam nicht infrage, denn die Frankfurter
    Tiger-Anlage ist dafür nicht groß genug. Und da Tigerin MALEA mit den
    beiden Anfang Mai geborenen Jungtieren TARU und ASIM derzeit vollauf
    beschäftigt ist, ist der Zeitpunkt für einen Auslandsaufenthalt des
    Frankfurter Tiger-Katers ideal.

    Im nächsten Frühjahr, wenn die beiden Tiger-Jungen nicht mehr von Mutter
    MALEA betreut werden müssen, soll IBAN zurückkehren. "Und zwar unabhängig
    vom Zuchterfolg in Warschau", versichert Niekisch.
    (19.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Willkommen SHIRA - der Zoo Frankfurt stellt sein neues Gorilla-Weibchen
    vor

    Am 20. September kam Gorilla SHIRA aus der Stuttgarter Wilhelma nach
    Frankfurt. Nach der notwendigen Quarantäne ist es für das junge Weibchen
    nun Zeit, sich an seine neue Familie zu gewöhnen. Zoodirektor Professor
    Dr. Manfred Niekisch freut sich über den Zuwachs der Gruppe um
    Silberrücken VIATU.

    "Noch ist das Gorilla-Weibchen etwas scheu und zurückhaltend", beschreibt
    Zoodirektor Niekisch die Neu-Frankfurterin, "aber das wird sich sicher ändern. Sie ist sehr aufmerksam und schaut häufig durch ein Fenster der
    Quarantäne in das Gehege und den Besucherbereich."

    Die siebenjährige SHIRA wurde im August 2004 in Stuttgart geboren. In
    Frankfurt ist sie das vierte weibliche Tier der Gruppe. "Noch ist SHIRA
    nicht alt genug, um für Nachwuchs zu sorgen, aber es ist wichtig, die
    Gruppe zu verjüngen", so Niekisch. "Das Weibchen JULCHEN ist bereits 47
    Jahre alt und kann keine Kinder mehr bekommen." Wenn sich SHIRA und VIATU
    (12) gut verstehen, könnte der kleine QUEMBO, der im Dezember 2010 zur
    Welt kam, in etwa zwei Jahren einen Spielgefährten bekommen.

    Bei den Frankfurter Gorillas handelt es sich um Westliche
    Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla). Ihre ursprüngliche Heimat
    sind die westafrikanischen Länder Kamerun, Gabun, die Demokratische
    Republik Kongo sowie die Zentralafrikanische Republik. In ihrer Heimat sind die Flachlandgorillas vom Aussterben bedroht. Lebensraumzerstörung, Bejagung wegen Fleisch und Trophäen, aber auch der Ebola-Virus haben die Bestände dramatisch reduziert. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) engagiert sich vor Ort für den Schutz der sanften Riesen.

    Wer sein altes Handy an den Sammelstellen im Zoo abgibt, kann damit auch einen kleinen Beitrag zum Schutz der Lebensräume und damit der Tiere
    leisten. Nähre Informationen zur Sammelaktion findet man unter
    www.zoo-frankfurt.de.
    (18.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2011 bis März 2012 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Für Interessierte bieten wir jeweils eine Führung mit wechselnden Themen an.


    Nächster Termin: 14. Oktober 2011

    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen

    19.30 Uhr: Führung durch Dipl.-Biol.
    Stephan Hübner

    Treffpunkt für die Führung: Reptilienhalle, 1. Stock


    Thema der Führung:
    Mit Giftzahn und Schleuderzunge - Nahrungserwerb bei Reptilien

    Die Geschmäcker sind verschieden, das gilt auch bei den Reptilien. Es gibt
    reine Vegetarier genauso wie Insekten- und Fleischfresser, andere mögen
    (fast) alles. Welche Reptilien im Exotarium welche Nahrung bevorzugen und
    wie sie diese erwerben, wird an einigen Beispielen gezeigt.

    Ab 17.00 Uhr gelten die Preise des Feierabendtarifs:
    Erwachsene 6 Euro, Kinder (6-17 Jahre) 3 Euro

    Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei.
    (11.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Erstmals im Exotarium gezüchtet:

    Chinesische Krokodilmolche und
    Türkisgeckos

    und Vorstellung des Programms "Winter im Exotarium"

    Wer kennt schon Tylototriton shanjing, den Gelben Chinesischen
    Krokodilmolch aus der Provinz Yünnan? Die Tiere sehen auf den ersten Blick
    aus wie Kunststofftiere "Made in Hongkong": schwarzbraune Grundfärbung mit
    regelmäßiger gelber Zeichnung, große glänzende dunkle Augen, die einem
    entgegensehen in der Erwartung, dass man einen Wurm für sie mitgebracht
    hat. Krokodilmolche gibt es im Exotarium jetzt reichlich. Sie haben
    nämlich im Sommer Eier gelegt, zum Teil im Wasser, zum Teil an Land. Die
    daraus geschlüpften Larven haben gefressen "wie verrückt" und sind
    gewachsen "wie verrückt", bis sie sich sich dann in ca. 250 junge Molche
    verwandelt haben - und das zum ersten Mal im Exotarium trotz vieler
    vergeblicher Versuche in den vergangenen 20 Jahren.


    Junge Türkisgeckos (Lygodactylus williamsi)

    Türkisgecko-Männer sehen aus wie angemalt: Leuchtend Türkis mit kleinen
    schwarzen Fleckchen, während die Weibchen und Jungtiere ein Tarnkleid in
    Grün-, Braun- und Bronzetönen haben. Türkisgeckos kommen aus Tansania und
    sind dort bisher nur aus einem Waldgebiet bekannt, wo sie auf stacheligen
    Schraubenpalmen leben. Ihre Eier kleben sie im Exotarium in Bambusrohre
    oder einfach an die Terrarienwand. Die winzigen Jungtiere sind beim
    Schlupf nur ca. 20 mm lang.


    Winterprogramm im Exotarium

    Das Exotarium des Zoos ist eine kleine Welt für sich, denn hier leben all
    die Tiergruppen und Tiere, die besondere Ansprüche an Klima und
    Lebensbedingungen stellen: Süß- und Seewasserfische, Reptilien, Amphibien,
    Spinnen und Insekten, Korallen, Seeigel und Riesenmuscheln und zu guter
    Letzt auch die Pinguine. Um diese Tierwelten zu entdecken schenken wir
    Zoobesucher mehr Zeit, und zwar jeden Freitag. Nach der Zooschließung
    bleibt das Exotarium bis 21.00 Uhr geöffnet. Um 19.15 Uhr findet bei den
    Australischen Süßwasserkrokodilen ein Tropengewitter statt und um 19.30
    Uhr startet unser Rahmenprogramm. Denn der Besucher sieht vom Exotarium
    höchstens ein Drittel, die übrigen zwei Drittel bestehen aus
    Haltungsräumen hinter den Kulissen, Aufzucht- und Technikräume usw.

    Bei dem Winterprogramm erfahren die Besucher vom Team des Exotariums immer
    wieder Neues. Ein großer Themenkomplex sind die Tiere. Es geht um deren
    Lebensräume, ihr Verhalten und die Zucht, wobei die Besucher auch
    erfahren, wie es in den einzelnen Bereichen hinter den Kulissen aussieht
    und was dort geschieht. Je nach Thema kann man einen Blick in den
    Brutschrank der Reptilienabteilung werfen, sehen wie neugeborene
    Seepferdchen gefüttert werden oder erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein
    Riesentausendfüßler über die Hand kriecht.

    Bei der Auftaktführung am Freitag, dem 7. Oktober 2011, durch das
    Exotarium blicken die Besucher nicht nur hinter die Kulissen, sondern
    erfahren auch, was sie sich vom Winterprogramm versprechen können.

    (04.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Sehr verspielt und richtig schlau - Kea ROBIN erhält Gesellschaft

    "Seit dem Eintreffen der drei Kea-Brüder HOBBIT, IKEA und BLACKY aus dem
    Zoo in Bremerhaven ist die Langeweile für ROBIN vorbei", freut sich
    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Keas sind sehr sozial und benötigen Gesellschaft.

    Als ROBINS Gefährtin letztes Jahr verstarb, machte sich der Zoo Frankfurt
    sofort auf die Suche nach neuer Gesellschaft für den 10-jährigen Kea-Mann.
    "Keas werden durch ein im Zoo Bristol (UK) geführtes Europäisches Zuchtbuch (ESB) gemanagt. Adulte, zuchtfähige, weibliche Tiere sind zurzeit schwer zu bekommen", erklärt Niekisch. "Wir stehen mit der Zuchtbuchführerin in engem Kontakt und versuchen es weiter." Damit ROBIN nicht noch länger alleine bleiben muss, sind seit dem 8. August die drei Bremerhavener Brüder in Frankfurt. Auch sie werden von ROBIN als
    Gesellschaft akzeptiert.

    Zunächst wurden HOBBIT, IKEA und BLACKY durch ein Gitter von ROBIN getrennt in der Nachbarvoliere gehalten. Erst als klar war, dass sich die vier mögen, durften sie zusammen. "Man merkt deutlich am Verhalten, dass die drei Bremerhavener Keas, die erst am 11. und 12. März 2011 geschlüpft sind, noch sehr jung sind", sagt Niekisch, "sie sind noch wesentlich aktiver und verspielter als ROBIN; außerdem zeigen sie noch den gelben Schnabel der Jugend." ROBINS Schnabel ist schwarz. Er zieht sich, vor allem beim Fressen, auch gerne mal von den dreien zurück.

    Keas sind Papageien, und Papageien haben oft bunte, schillernde Farben.
    Nicht so die Keas, sie sind relativ unauffällig gefärbt, überwiegend
    olivgrün, allerdings mit leuchtend roten Unterflügel-Deckfedern, die im
    Flug recht auffällig sind. Die auch Bergpapageien genannten 45 cm großen
    Vögel leben in den Gebirgen der Südinsel Neuseelands . Sie können als eine der wenigen Papageienarten sogar im Schnee überstehen.

    "Da im Lebensraum der Keas die Nahrung eher knapp ist, untersuchen und
    durchstöbern sie schon als Jungvögel alles, was sie umgibt", erläutert
    Niekisch. Sie ernähren sich vorwiegend pflanzlich von Samen , Früchten
    , Knospen
    , Knollen
    und Wurzeln
    , nehmen aber auch tierliche Nahrung auf. Da Keas früher keine Feinde hatten, sind sie nicht scheu. "Auch hier im Zoo kommen sie gerne ans Gitter, um Besucher zu
    begrüßen", sagt Niekisch.

    Keas sind sogar in der Lage, Werkzeuge zu nutzen
    und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. Das Öffnen von geschlossenen Rucksäcken und Mülltonnen gelingt ihnen problemlos - sie gelten deshalb als sehr intelligent. Am Department für Kognitionsbiologie der Universität Wien wird aus diesem Grund intensiv an dieser Art geforscht. Auch in Zoos müssen die neugierigen Tiere beschäftigt werden, die Tierpfleger denken sich immer etwas Neues aus.

    Keas sind zwar nicht von Aussterben bedroht, ihr Vorkommen ist jedoch auf
    ein kleines Gebiet beschränkt. Daher ist die Population gegenüber Klimaschwankungen oder Krankheiten recht anfällig. Im 19. Jahrhundert
    wurden Keas zeitweise verdächtigt, lebendige Schafe zu jagen. Daher wurden
    sie zwischen 1943 und 1946 zur Bejagung freigegeben und fast ausgerottet.
    Auch heute noch sind sie aus den genannten Gründen bei manchen Farmern
    nicht unbedingt sehr beliebt.
    (04.10.2011)
    Zoo Frankfurt:   Erdmännchen-Babys kurz gesichtet

    "Seit ca. drei Wochen war uns klar - die Erdmännchen haben Nachwuchs",
    sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, "Die beiden Weibchen waren
    plötzlich viel schlanker und oft für lange Zeit in ihrer Wurfhöhle
    verschwunden. Außerdem sah man an ihren Zitzen, dass sie wohl Junge
    säugten." Doch gesehen hatte den Nachwuchs bisher noch niemand. Gestern
    gelang nun das allererste Handyfoto von den Jungtieren. Fünf ca. 15 cm
    große Babys zeigten sich für kurze Zeit im auch für Zoobesucher
    einsehbaren Teil des Warmhauses.

    Seit Juli sind die Elterntiere, zwei Weibchen und ein Männchen, nun in der
    neuen 120 m² großen Anlage mit dem angeschlossenen 20 m² großen Warmhaus.
    "Dass sich die Tiere dort wohl fühlen, stand von Anfang an außer Zweifel",
    sagt Niekisch, "doch jetzt haben wir einen zusätzlichen fünfköpfigen
    Beweis. Sofort nach dem Umsetzen in die neue Anlage haben sich die
    Elterntiere gepaart und der Nachwuchs ließ wirklich nicht lange auf sich
    warten."

    Die Tragzeit bei Erdmännchen beträgt ca. 77 Tage. Danach bleiben die Babys
    normalerweise noch drei bis vier Wochen gut geschützt in der Wurfhöhle
    unter der Erde. Wer die kleinen Erdmännchen sehen möchte, muss Geduld
    mitbringen. Noch zeigen sich die Tiere nur für kurze Zeit, um schnell
    wieder in der geschützten Wurfbox zu verschwinden. "Aber", so Zoochef
    Niekisch, "bei dem schönen Wetter, das für das Wochenende vorhergesagt
    ist, sind die Chancen nicht schlecht und sicher werden diese niedlichen
    Tiere schnell zu großen Publikumslieblingen".
    (29.09.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Es gab Nachwuchs bei den Rostkatzen und Kuskussen.

    (27.09.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Abendführung
    An jedem letzten Freitag, April bis September 2011

    Vorprogramm für Kinder ab 17.30 Uhr
    Kinder, die schon immer einmal ein Nashorn füttern wollten, sollten
    unbedingt beim Kinderrätsel ab 17.30 Uhr im Nashornhaus mitmachen.
    Die Auslosung findet um 18.30 Uhr statt.


    Abendführung
    19.00 Uhr, Treffpunkt Hauptkasse

    Um 19.00 Uhr startet jeweils eine Führung nach Zooschluss. Die Führungen
    sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Führungsthema am 30. September 2011:

    Grzimekhaus: Erdferkel, Springhase & Co.
    Revierleiterin Astrid Parys

    Die Hauptkasse in der Bernhard-Grzimek-Allee 1 ist bis 19.00 Uhr
    geöffnet.
    Die Kasse Rhönstraße schließt um 17.30 Uhr.
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:

    6,- Euro für Erwachsene und 3,- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Eintrittspreis vor 17.00 Uhr: 8,- Euro für Erwachsene und 4,- Euro für
    Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (26.09.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    18. Deutsche Zootage

    24. September - 25. September
    10.00 Uhr - 18.00 Uhr
    Zoo Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1

    An den Zootagen haben alle Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, ein bisschen mehr über die Arbeit in einem Zoo zu erfahren. Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger haben ein umfangreiches Programm rund um ihren Alltag und ihre Tiere zusammengestellt. Spielerisch kann man erfahren, wie das Futter für die Tiere zubereitet wird oder ob und wie Affen arbeiten.

    Auch die Partner des Zoos präsentieren sich mit interessanten Aktionen:
    Die KfW Bankengruppe setzt sich aktiv für die Erhaltung der Artenvielfalt ein. Für die jungen Zoobesucher gibt es ein Spiel rund um Kiwi MANU, das tierische Patenkind der KfW. Große und kleine Zoobesucher können mit MANU auf Reisen gehen und selbstverständlich auch einen Blick auf den kleinen Kiwi in der Brutstation werfen. Die Fraport AG lädt an Ihrem Informations- und Mitmachstand zu spannenden Beobachtungen am Mikroskop ein. Wer Glück hat, kann einen schönen Preis beim Tierquiz gewinnen. Außerdem stellt sich Bioland, der führende ökologische Anbauverband in Deutschland, vor. Und auch der Zoll, der NABU, das Senckenberg Museum, das Main Äppelhaus und die Hessische Gesellschaft für Ornithologie HGON sind mit dabei und bieten Informationen und Aktionen rund um das Thema Arten- und Naturschutz an.
    Wer möchte, kann beim Eishockey-Ausrüstung-Wettanziehen und einer Autogrammstunde am Samstag auf Tuchfühlung mit den Löwen Frankfurt
    gehen.

    Der Zooeintritt kostet 8,- Euro für Erwachsene und 4,- Euro für Kinder.
    (21.09.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Führung
    50 Jahre Faust-Vogelhallen - Eine Führung durch die Geschichte

    Tierpflegerin Stephanie Kadner

    17. September 2011, 14.00 Uhr
    Faust-Vogelhallen
    Treffpunkt: Eingang Faust-Vogelhallen

    Im Zuge des runden Geburtstages der Faust-Vogelhallen haben wir drei
    Sonderführungen in die vielfältige Vogel-Welt des traditionsreichen
    Tierhauses vorbereitet. Die Führung am 17. September befasst sich mit der
    Geschichte der Vogelhaltung in Frankfurt und schlägt einen Bogen zur
    aktuellen Situation.

    Eintrittspreis: 8,- Euro für Erwachsene und 4,- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    (13.09.2011)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag
    Von den Anden zum Amazonas -
    Das Regenwaldschutzprogramm der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt


    Die Wälder am Ostabhang der Anden in Peru gehören zu den biologisch
    vielfältigsten Lebensräumen der Erde. Seit mehr als 20 Jahren setzt sich
    die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) für die Erhaltung dieser
    einmaligen Region ein. Aus der Arbeit vor Ort berichtet die
    ZGF-Referatsleiterin für Südamerika.

    Referentin: Dr. Antje Müllner,
    ZGF-Referatsleiterin Südamerika
    Wann: Mittwoch, 7. September 2011
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.

    (05.09.2011)
    Zoo Frankfurt:   Kinonächte im Zoo Frankfurt

    Am 01. September 2011 werden die Zooterrassen nach Sonnenuntergang ein
    letztes Mal zum Open-Air Kino. In der unvergleichlichen Atmosphäre des abendlichen Zoos wird der bildgewaltige Kinofilm "Serengeti" aus dem Jahr 2010 zu sehen sein. Im anschließenden Filmgespräch sprechen der ZGF-
    Geschäftsführer Dr. Christof Schenck und Naturfilmer Reinhard Radke über
    ein jährlich wiederkehrendes und doch einzigartiges Naturschauspiel und
    die Zerbrechlichkeit eines der letzten großen Wildnis­gebiete der Erde.

    Einlass ist ab 20:30 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Film beginnt bei
    ausreichender Dunkelheit. Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung
    unterhalb der Zoo-Terrassen statt, bei schlechtem Wetter im Ausstellungssaal des Zoogesellschaftshauses. Für das leibliche Wohl sorgt die Bio Gourmet Box. Das erste zertifizierte Bio-Restaurant Frankfurts bietet während der Veranstaltung kleine Gerichte, Snacks und Getränke an,
    die ausschließlich aus kontrolliertem biologischem Anbau stammen sowie
    alle hausgemacht sind. Die Kinonächte im Zoo sind eine Veranstaltung des
    gemeinsamen Projektes "Naturschutz als Kulturaufgabe" von Zoo und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt(ZGF).
    (29.08.2011)
    Zoo Frankfurt:   VTB Direktbank übernimmt Patenschaft für Löwe KASHI

    Der erste Löwe mit eigenem Festgeldkonto - der neue Hauptsponsor des Frankfurter Eishockey-Teams Löwen Frankfurt übernimmt für drei Jahre die
    Patenschaft für den 12-jährigen Indischen Löwen KASHI.

    Erst vergangene Woche hatten sich die Löwen Frankfurt und ihr neuer
    Hauptsponsor VTB Direktbank vor dem Löwengehege des Frankfurter Zoos der
    Presse vorgestellt. "Löwenmann Kashi hat sich so passend, spontan und
    souverän vor den Journalisten und Fotografen ins Bild gesetzt - das war
    einfach eine perfekte Kulisse.", sagt der Marketing-Manager der VTB
    Direktbank, Magnus Eger. "Das ist sicher ein sehr gutes Omen für unsere
    Partnerschaft mit den Löwen Frankfurt, und so haben wir spontan eine
    3-jährige Patenschaft für den Löwen Kashi übernommen."

    Der Preis einer Patenschaft für den Löwen ist 2.000 Euro pro Jahr. "Dazu
    haben wir Kashi ein symbolisches 3-jähriges Festgeldkonto über 6.000 Euro
    angelegt", erklärt Oliver Pfluger, Accounting-Manager der VTB Direktbank:
    "Ein richtiges Konto können wir nicht einrichten, weil Kashi zwar ein sehr
    sympathischer Löwenmann, aber nach deutschem Recht eben nicht rechtsfähig
    ist. Deshalb werden wir die attraktiven 4 Prozent Jahreszins für das erste
    richtige Löwen-Konto wohl in Form zusätzlicher Fleischportionen
    gutschreiben."

    "Dass unser Kashi ein charismatisches Tier ist, wissen wir zwar, aber dass
    er damit die Herzen seiner neuen Paten so schnell, sozusagen im Sturm
    erobert hat, macht uns schon ein bisschen stolz", freut sich Zoodirektor
    Professor Dr. Manfred Niekisch. "Das Geld aus der Patenschaft werden wir,
    wie bei allen Patenschaften, einsetzen, um die Tierhaltung noch weiter zu
    verbessern", so Niekisch weiter. "Danken möchte ich der VTB Direktbank vor allem für die Langfristigkeit des Engagements über drei Jahre."

    Kashi gehört zu einer Löwen Art, die ursprünglich im Gir-Reservat auf der
    Halbinsel Kathiawar in Indien beheimatet ist. Kashi lebt seit 10 Jahren im Katzendschungel des Frankfurter Zoos drinnen wie draußen in Lebensraum ähnlichen Anlagen. Diese sind bewusst so eingerichtet, dass die Tiere die Möglichkeit haben einander aus dem Weg zu gehen und sich zurückzuziehen.
    (25.08.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Europas wilde Wälder
    Eine live Multivisionsshow von Markus Mauthe, Open Air-Veranstaltung

    23. August 2011
    21.00 Uhr, Einlass ist um 20.30 Uhr
    Zoo Frankfurt, Zooterrassen


    Noch gibt es sie in Europa - unberührte Waldgebiete durch die Braunbären
    streifen, in denen Bäume an Altersschwäche sterben und sich der Bartkauz auf die Jagd begibt. Zweieinhalb Jahre war der Fotograf Markus Mauthe im Auftrag von Greenpeace unterwegs, um die Artenvielfalt und Schönheit dieser Lebensräume mit der Kamera einzufangen. "Europas wilde Wälder" gibt mit wunderschönen, mitreißenden Bildern und live erzählten Geschichten einen Einblick in diese faszinierenden Wälder vor unserer Haustüre. Markus Mauthe unterstützt die globale Waldkampagne von Greenpeace, die die letzten intakten Urwälder für kommende Generationen bewahren will.

    Am 23. August 2011 kommt Markus Mauthe mit der Multimediaschau " Europas wilde Wälder" in den Zoo Frankfurt. Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei.

    Weitere Informationen und Videos der Fotoreisen von Markus Mauthe finden
    Sie unter: www.greenpeace.de/multivision
    (11.08.2011)
    Zoo Frankfurt:   Auswilderung junger Sumpfschildkröten

    Nach der Renaturierung die Rückkehr: 20 junge Panzerträger werden in die neu gestalteten Lebensräume am Nidda-Knie bei Bad Vilbel in die Freiheit entlassen.

    Einst waren Sumpfschildkröten auch an der Nidda verbreitet. Doch bereits im Mittelalter hatten unsere Vorfahren die Tiere zum Fressen gerne und die Bestände wurden in ganz Deutschland vor allem als Fastenspeise nach und nach ausgerottet.
    Jetzt kehren die ersten Europäischen Sumpfschildkröten nach langer Abwesenheit an die renaturierte Nidda bei Bad Vilbel zurück. Grundlage dafür ist ein Schutz- und Wiederansiedlungsprojekt, das die hessische AG Sumpfschildkröte seit 12 Jahren ehrenamtlich betreibt.

    Die "Vorhut" bilden zunächst 20 Tiere, die am Montag, 8. August, in ihre neue Heimat entlassen werden sollen. Die Tiere sind nun nach 3 bis 5 Jahren Aufzucht im Zoo Frankfurt groß genug, allen Gefahren zu trotzen und freuen sich auf ihr neues Zuhause.

    Aktueller Projektstand in Kürze:
    Seit 1999 wurden rund 200 Jungtiere unter der Regie des Frankfurter Zoos nachgezüchtet, die sukzessive seit 2002 in hessischen Naturschutzgebieten ausgewildert werden. Die drei bis vier Jahre alten Jungtiere wurden und werden in der Wetterau in den Naturschutzgebieten "Hölle von Rockenberg", "Nachtweide von Dauernheim" und "Nidderauen von Stockheim", an der Fulda, im Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue sowie in der Gersprenzaue erfolgreich ausgewildert. Mit der ersten Auswilderung von Sumpfschildkröten an der renaturierten Nidda bei Bad Vilbel kehrt die Art jetzt nach langer Abwesenheit wieder in einen Kernbereich ihres ehemaligen Verbreitungsgebietes zurück. Die erfolgreiche Renaturierung der Nidda hat für die Auenart Sumpfschildkröte wieder zahlreiche neue Lebensräume geschaffen und erleichtert so die Wiederausbreitung einer fast verschwundenen Art.

    Das Projekt im Internet: www.sumpfschildkröte.de

    (03.08.2011)
    Liz Thieme:   Manu, das Kiwi-Kücken ist übrigens ein Männchen.
    Kennt jemand die Geschlechteraufteilung in allen (!) Zoos?
    ISIS gibt an: 36,19,1 wobei 0,0,1 1,0 ist, das ist nämlich der Frankfurter
    (02.08.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Zoofest: ZOO ein schöner Tag

    06. August - 07. August 2011, 10.00 – 18.00 Uhr
    Zoo Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1

    Wir machen es uns ZOO richtig schön: nicht nur mit unseren aktuellen
    Neubauprojekten, sondern auch, wenn wir mit unseren Besuchern feiern. Die
    Zoomitarbeiter haben unterschiedlichste Spiel- und Aktionsstände
    aufgebaut und wir haben wieder viele Gäste, die uns helfen, für Groß
    und Klein ein buntes Programm zu gestalten. Am Samstag wird sich das
    Frankfurter Polizeipräsidium mit seiner Hundestaffel präsentieren. Die
    Jugend­feuerwehr ist an beiden Tagen zu Gast und Franky, das Maskottchen
    des FSV Kids Club, ist im Zoo unterwegs. Man kann bei LEGO seine
    Baumeister-Fertigkeiten verbessern und am Stand des Senckenberg-Museums
    dinostarke Basteleien erstellen. Außerdem gibt es jede Menge
    Spielaktionen, Gewinnmöglichkeiten und spannende Informationen. Und
    natürlich viele Tiere. Eben alles ZOO richtig schön!

    Der Zooeintritt kostet 8,- Euro für Erwachsene und 4,- Euro für Kinder.
    (01.08.2011)
    Joshua Förg:   Gibt es nicht in Mulouse ein Zuchtpaar von Oncilles?
    (01.08.2011)
    Joshua Förg:   Also ist der Nebelparder generell auf lange Sicht ungeeignet für die Haltung in Zoos?!
    (01.08.2011)
    Michael Mettler:   @Ottmar Müller: In anderen Zoos ist die Erwartung seitens der Besucher vielleicht nicht so hoch, wie sie in Frankfurt durch die jahrelange Baustelle vermutlich geschürt wurde. In Wuppertal oder dem TP Berlin sitzen die Parder ohne aufwändige Inszenierung in alten Käfigreihen zwischen anderen Katzen, da gelten dann zwangsläufig andere Maßstäbe. Aber auch Hannover hatte seine in den 90er Jahren im alten Raubtierhaus gehaltenen Parder nach wenigen Jahren wieder abgegeben, weil sie für das Publikum praktisch nie zu sehen waren - und da bestanden die Versteckmöglichkeiten in einem Innenkäfig klassischer Art gerade mal aus dem Absperrabteil und einem liegenden Baumstamm...

    Selbst wenn man Parder für Frankfurt bekommen könnte, die andernorts gut für das Publikum sichtbar waren, wäre das keine Garantie, dass das nach dem Ortswechsel so bliebe. Nach dem IKEA-Prinzip ("Entdecke die Möglichkeiten!") könnte sich eine vorherige "Präsentierteller-Katze" in der gut strukturierten Frankfurter Anlage "endlich" auch mal unsichtbar machen - denn wer sagt, dass sie sich unter ihren alten Bedingungen wohl gefühlt hat, sie hatte möglicherweise bloß keine Alternative!

    Auch hierzu ein Beispiel aus meinem Heimatzoo: Für die alten Kleinraubtieranlagen hatte Hannover viele Jahre lang nach handaufgezogenen Dachsen gesucht, weil man hoffte, auf diese Weise menschenbezogene, tagaktive Exemplare präsentieren zu können statt eines tagsüber leeren Geheges. Endlich war es dann so weit, drei herangewachsene "Flaschendachse" zogen ein, zeigten sich wie gewünscht tagsüber - bis sie dann merkten, dass ihnen ohne direkten Menschenkontakt eben doch ein wichtiger Anreiz fehlte, und prompt gingen sie zur arttypischen versteckten Lebensweise über. (Und wie ging das wohl weiter? Sie wurden einige Zeit später wieder abgegeben...)
    (01.08.2011)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag
    Auf den Spuren Rhöner Wildkatzen

    Prof. Dr. Eckhard Jedicke gibt einen Überblick über die Verbreitung der Wildkatze in der Rhön und die herausragende Bedeutung der Mittelgebirgslandschaft als Biotopverbund. Zudem zeigt er in seinem Vortrag, wie das Nebeneinander von Landnutzung und Naturschutz in der Praxis gelingt.
    Prof. Dr. Eckhard Jedicke ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins RhönNatur e.V. und Projektleiter für das Wildkatzenprojekt in der Rhön, das von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und der Allianz Umweltstiftung gefördert wird.

    Referenten: Prof. Dr. Eckhard Jedicke,
    Stellvertretender Vorsitzender RhönNatur e.V.
    Wann: Mittwoch, 3. August 2011
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.

    (01.08.2011)
    Ottmar Müller:   Ich bin der Meinung, dass man es durchaus nochmals mit Nebelpardern versuchen könnte, denn, wie schon im Nebelparderthreat geschildert, gibt es aktive und weniger aktive Tier. Mit der Frankfurter Begründung müssten ja alle Zoos ihre Nebelparder abgeben.
    (31.07.2011)
    Michael Mettler:   @Werner Schindler: Müssen ja nicht gleich Nasenaffen sein - Haubenlanguren z.B. wären eine Lösung, die das Asienthema aufgreifen würde, nur die Bepflanzung würde natürlich auf eine harte Probe gestellt.

    Was die Umstellung für die Pfleger betrifft: Gerade in Frankfurt hat es doch Tradition, in Tierhäusern zwecks Abwechslung für den besucher auch Gegenpole zu setzen. Ich denke da an die Vogelvoliere im alten Raubtierhaus, die Kleinsäugervitrinen und Fenneks im Giraffenhaus, die Baumkängurus in der Vogelbrutstation oder die jetzt z.T. sogar mit Reptilien besetzten früheren Krallenäffchenvitrinen im Affenhaus, aber auch ohne Besuchereinblick daran, dass hinter den Kulissen der Bärenanlage Vögel überwintert werden (wurden?). Da dürfte eine "fremde" Tierart im Katzendschungel auch kein großes Problem darstellen.
    (31.07.2011)
    Gudrun Bardowicks:   Wenn man auf Südamerikaner umsteigen würde wären für mich auch Tayras, Jaguarundis, Margay/Baumozelot, Salzkatzen oder Oncillen möglich, wobei Margay, Oncille und Tayra wohl schwer zu bekommen sein dürften, da diese Arten recht selten gehalten und gezüchtet werden.
    Bei kleinen asiatischen Raubtierarten fallen mir spontan Binturongs, Fischkatzen, Bengalkatzen oder Asiatische Goldkatzen ein. Bei den Großkatzen, wie im Nebelparderthread bereits genannt, Sri Lanka-Leoparden oder Javaleoparden.
    (31.07.2011)
    Werner Schindler:   @Michael Mettler: Gern, spielen wir's mal ein bisschen durch.

    Die Rostkatze hat besondere Bedeutung im Frankfurter Zoo. Die (immer noch?) gesamten Zoo-Rostkatzen Europas und Nordamerikas stammen von Frankfurter Tieren ab. Hier wird das Zuchtbuch geführt. Man hat sich lange und eingehend um neues Blut bemüht, um die Zucht fortführen zu können. Und man will diese für den Zoo Frankfurt besondere, gefährdete Art dann auch nicht nur hinter den Kulissen halten, sondern im Bewusstsein der Leute halten. Die Rostkatzen sind übrigens viel öfter und kalkulierbarer zu sehen als es die Nebelparder waren. Ich habe Bilder von ihnen, wie sie sich auf einem warmen Stein wärmen, wie sie durchs Gehege streifen, wie sie sich in der äußersten Baumspitze putzen usw., und die Bilder sind alle bei normalen Rundgängen entstanden.
    Fazit: nach meiner Einschätzung wird das Rostkatzengehege nicht zur Disposition stehen.

    Bei den Nebelpardern wandeln wir insoweit auf ähnlichen Spuren, als ich ebenfalls im Hinblick auf die Dimension des Geheges - die dicht bepflanzte hohe Außenanlage nicht vergessen! - davon ausgehe, dass die Tiere eine gewisse Größe haben sollten, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Mit Fossagröße ginge das, mit normaler Kleinkatzengröße wäre es mE schwieriger. Geozoo ist in Frankfurt nicht, aber im Warmhaus Katzendschungel wird sicherlich eine wärmeliegende Art sinnvoll sein. Wenn man an Raubtieren festhält, was bleibt denn da?
    Eine bedrohte Leoparden-Unterart wäre eine Option, weiß aber auch nicht, ob es sicherheitsmäßig geht. Dann kommt man schon bald herunter auf Ozelotgröße. Die ich bisher gesehen habe, waren nicht sonderlich tagaktiv. Wenn ja, wäre es vom optischen her sicher ganz interessant.
    Da fällt mir noch etwas ein, falls Zucht erfolgen soll: für welche Arten besteht denn derzeit ein Zuchtstop? Bei den asiatischen Löwen in Frankfurt war das mE zeitweise so, und wohl auch den Fossas?

    Dass das Grzimekhaus in nächster Zeit geräumt wird, sehe ich noch nicht (auch wenn man von vielen Schäden hört). ME stehen zuvor nach den Bären noch die Pinguine auf dem Wunschzettel, usw.
    Wenn man von den Katzen radikal wegginge, aber bei Frankfurter Arten bliebe:
    Die Baumkängurus haben eine Außenanlage, sind dort aber laut Pflegerin meist nur nachts. Tagsüber hocken sie ohne viel Bewegung innen. In der großen Anlage könnten sie sich gut verstecken. Publikumswirksam wären sie bei Aktivität durchaus, ihr momentanes Gehege liegt relativ abseits. Tamanduas finde ich im Grzimekhaus gut untergebracht, tagsüber sehe ich sie dort hauptsächlich inbrünstig in eine Ecke gehängt schlafen. Bei den Affenarten kenne ich mich nicht bezüglich ihrer Verträglichkeit aus, halte mich da raus. Blasskopfsakis sind wohl relativ umgänglich, auch in einer Gruppe und vegetationsschonend zu halten? Ich merke gerade, dass ich doch eine Hemmschwelle habe, die bisher im Katzendschungel ausschließlich südostasiatische Besetzung südamerikanisch umzupolen. Wenn ich die tapfer überwinde, fällt mir als Unterbesatz der Waldhund ein, der ja in Frankfurt auch eine Tradition hat. Beim Ozelot war ich da ja auch schon auf Abwegen.
    Es ist gar nicht so einfach. Wäre übrigens auch für die Pfleger im Katzendschungel eine ordentliche Umstellung, auf einmal mit Affen oder Beuteltieren zu tun zu haben.

    Ich persönlich hätte nichts gegen einen neuen Versuch mit dem Nebelparder. Als neue Arten wären die großen Kleinkatzen Fischkatze und Marmorkatze mit Einschränkungen passend. Dann gibt es ja noch eine Menge sehr attraktiver und auch baumbewohnender Schleichkatzen, aber - die sind ja noch eher nachtaktiv. Wieder nichts. Irgendwie komme ich als und als (hessische Redensart) auf südostasiatische Affen zurück, vielleicht weil heute von Nasenaffen die Rede war. Aber das ist Träumerei.
    Von Vogelarten war gar nicht die Rede, aber da käme ich vom Handtuch aufs Gesangbuch, das lasse ich lieber.
    (31.07.2011)
    Michael Mettler:   Um im Nebelparder-Thread nicht vom eigentlichen Thema abzukommen, verlagere ich mal hierher.

    @Werner Schindler: So weit ich weiß, werden doch in der Schauanlage der Rostkatzen nur alte, nicht (mehr) züchtende Tiere gezeigt? Da könnte man sich dann genau wie bei den Nebelpardern fragen, was das dem Besucher bringt, denn die Rostkatzen sind in Ruhe nur schwer zu entdecken (Zoofans wissen ja wenigstens noch, in welchem Größenkaliber man überhaupt suchen muss, ONB wohl kaum), und alte Tiere ruhen naturgemäß mehr als junge.

    Nicht nur hinsichtlich eines Nachfolgebesatzes der Nebelparder-Fossa-Anlage, sondern auch hier sollte die Überlegung erlaubt sein, das ursprünglich auf asiatische Katzen festgelegte Thema nicht nur vorübergehend (wie jetzt), sondern vielleicht endgültig aufzuweichen. Schließlich ist der Frankfurter Zoo ohnehin kein Geozoo und wird auch so schnell keiner werden. Fischkatzen, Goldkatzen oder Rohrkatzen als potenzielle Nebelparder/Fossa-Nachfolger würden die Höhe der Anlage wahrscheinlich nicht ausnutzen, Bengalkatzen verlieren sich darin, und von Marmorkatzen kann man allenfalls träumen. Ob die Absperrmöglichkeiten für Leoparden ausreichen würden, weiß ich nicht. Bei einer thematischen Freigabe gäbe es aber selbst mit vorhandenem Tierbestand reiche Auswahl, zumal ja irgendwann das Grzimek-Haus "geräumt" werden muss: Warum also nicht z.B. Baumkängurus, Weikkopfsakis oder Tamanduas, jeweils mit vergesellschaftetem Bodenbesatz? Auch für die Rostkatzenanlage würde sich aus dem Zoobestand bestimmt ein publikumswirksamerer Besatz finden lassen.
    (31.07.2011)
    Werner Schindler:   Vor einigen Wochen hatte ich eine ordentliche Diskussion um das Fotografieren im Grzimekhaus losgetreten. Ich hatte versprochen, mich um Klärung zu bemühen, da ich von den Forumsteilnehmern am meisten vor Ort bin. Zwischenzeitlich habe ich noch einmal die Revierleiterin dazu gefragt. Ihre Auskunft lautete: Das Fotoverbot in der Dunkelabteilung sei vor "etwa einem Jahr" notwendig geworden, nachdem zuvor u.a. ganze Schulklassen mit Handys wahres Dauerblitzen veranstalteten und dazu die Laserpointer aufkamen. Zuvor sei das Fotografieren auch mit Blitz generell gestattet gewesen (Ob ihr Vorgänger das -ggf. intern- anders handhabte, wollte ich nicht fragen.) Die gleiche Auskunft wie von der Revierpflegerin erhielt ich im letzten Jahr auch von einem dort schon lange tätigen Pfleger, der hinzufügte, man habe keine Störungen der Tiere bemerkt. Diese Auskünfte decken sich mit den Feststellungen verschiedener Forumsteilnehmer, dass definitiv auf Nachschau kein für die Besucher erkennbares Verbotsschild existierte.

    Seit letztem Jahr wird auf einer Aufklebe-Folie direkt an der Eingangstür (wie ich auch schrieb) gebeten, in der Dunkelabteilung nicht zu fotografieren und keine Laserpointer zu benutzen. Die Bitte, sicher als Gebot zu lesen, macht keinen weiteren Unterschied. Unterbinden will der Zoo damit das störende Blitzlichtgewitter. Fotografieren ohne Blitz wird wie anderswo im Zoo nicht als störend erachtet, ist aber dort im Dunkeln absolut unpraktikabel (und bedarf so keiner speziellen Regelung).
    Während der Fütterrunde gegen Mittag oder sonstigen Hantierungen wird in vielen Gehegen jedoch das helle Licht eingeschaltet, und dann geht das Fotografieren ohne Blitz recht gut. Das wird von den Besuchern gern wahrgenommen (sogar Stative sah ich schon) und von den Mitarbeitern nicht beanstandet. Wie hätte man das aber so dezidiert auf eine Gebotstafel schreiben können?

    Diese praktische Möglichkeit hatte ich gemeint mit meinem Fototip, den ich hätte besser formulieren sollen. Ich halte die Frankfurter Handhabung für sehr flexibel, besucherfreundlich und fachlich in Ordnung. Die Besucher verhalten sich auch erfreulich verantwortungsbewusst in diesem Sinn, ermahnen sich oft gegenseitig und nur hier und da sieht man in der Dunkelabteilung noch ein Blitzlicht aufleuchten.

    Und ich bin sicher, dass ernsthafte Interessenten in besucherschwächerer Zeit auf Nachfrage auch die Erlaubnis erhalten, mal mit Blitz in ein Gehege zu fotografieren. Wie fast überall, wenn man freundlich fragt.
    (28.07.2011)
    Andreas Murmann:   Gerne: Hier ist das Zitat von S. 36 der FAZ-Rhein-Main-Zeitung von heute:

    "In ein paar Jahren werde das Gebäude umgebaut und vergrößert, sagte Zoodirektor Manfred Niekisch gestern bei der Presseführung durch die Faust-Vogelhallen anlässlich des Jubiläums"

    ...was jetzt genau "in ein paar Jahren" ist, kann man natürlich unterschiedlich auslegen.
    (28.07.2011)
    Werner Schindler:   Gestern führte Zoodirektor Niekisch, im Hintergrund assistiert von Kurator und Revierpfleger, in einem Pressetermin anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Faust-Vogelhallen einen Schwarm von geschätzt 20 Journalisten (überwiegend Journalistinnen) durch die Vogelhallen. Am Rande einer Unterhaltung hörte ich einige Gesprächsfetzen, die das hier angesprochene Thema berühren. Niekisch ging also auf die Historie dieses Hauses als eines der ältesten im Zoo ein, das deshalb in verschiedener Hinsicht nicht mehr heutigen Ansprüchen entspreche. Gleichwohl investiere man aber auch weiterhin in den Vogelhallen.

    Ich habe das - wie gesagt nebenbei - eher im Sinn von Maßnahmen zur Instandhaltung registriert, nicht als größere Erweiterungsvorhaben.

    Die (anderweitigen?) Ausführungen in der FAZ würden mich daher, wenigstens in Kurzform, auch interessieren.
    (28.07.2011)
    Liz Thieme:   Nur komisch, dass die anderen Zeitungen nichts dazu schreiben. Aber alle berichten über den Geburtstag der Vogelhallen und die Sonderausstellung.

    Und die FNP schreibt sogar: >Einige Jahre werden die Vogelhallen noch stehen müssen, eine Neugestaltung sei in nächster Zeit nicht vorgesehen. „Sicherlich sind die Vogelhallen nicht so spektakulär wie die Tigerbabys“, meint der Zoodirektor. Dennoch erfreuten sich kleine wie große Besucher und Besucherinnen an den vielen unterschiedlichen Vogelarten.<

    Könnte die FAZ mal bitte direkt zitiert werden, da dieser Artikel nicht freigeschaltet ist.
    (28.07.2011)
    Andreas Murmann:   Laut FAZ von heute soll das Vogelhaus in den nächsten Jahren umgebaut und erweitert (!) werden.
    (28.07.2011)
    Sacha:   @Oli: Okay, ich konkretisiere: "stand für MICH nicht zur Diskussion":)
    (06.07.2011)
    Oliver Jahn:   @Sacha, nach Svens Anfrage stand das sehr wohl zur Diskussion.
    Hier der Satz von Werner Schindler:
    "Fotografieren ohne Blitzlicht ist in der Dunkelabteilung nicht untersagt."
    Und genau das stimmt eben nicht. Ich fand, auch das war eine Diskussion wert!! :-)
    @Michael, deine Theorie ist letztlich auch meine Vermutung.
    Und dem Beitrag von WolfDrei kann ich nur aus ganz eigenen Erfahrungen und eigener Überzeugung in allem zustimmen.
    (06.07.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Na, dann haben wir doch die wahrscheinliche Lösung des Rätsels der so unterschiedlichen Erlebnisse. Wenn ein Revierleiter (sein Engagement und seine Argumentation wohlgemerkt in alen Ehren) eigenständige, von denen des Zoos abweichende Regeln erlässt und diese nicht per Aushang o.Ä. jederzeit sichtbar "veröffentlicht", sondern lediglich in persönlichen Gesprächen vermittelt, ist es doch kein Wunder, wenn es weder eine einheitliche Linie noch einheitliche Erfahrungen gibt. Womöglich erklärt das ja sogar die offenbar frankfurt-spezifischen Ermahnungen verschiedener Forumteilnehmer durch Besucher: Vielleicht wurden letztere bei eigenen, vorangegangenen Fotoversuchen im Grzimek-Haus auf ein nirgendwo angeschriebenes Verbot hingewiesen und gaben das dann an ebenso nichtsahnende andere Besucher in generalisierter Form weiter...
    (06.07.2011)
    WolfDrei:   Fazit: Mit einer freundlichen Anfrage und auch der Mitteilung hinsichtlich der Motive und Zwecke des Fotografierens bin ich von Ost nach West, von Cuc Phuong (Languren) nach San Diego (Nilgiritahr und und...), von Frankfurt (Vietnamfleckenroller),Paris (Fingertier), Stuttgart (Nasenaffe - damals beim 1. Besuch nicht zu sehen) nach Prag (Melogale im Nachttierhaus!)nach Plzen (dort auf dem Boden!)und Al Wabra usw. immer gut gefahren und habe die entsprechenden Erlaubnisse (auch mit Blitz) erhalten. Einzige Ausnahme bisher: Nachtsafari Singapur.
    (06.07.2011)
    Sacha:   @Oliver: Letzteres stand auch gar nicht zur Diskussion...;)
    Interessant ist der Umstand doch allemal, dass offenbar ein Teil der Forumsteilnehmer überzeugt ist, dass es in FRUEHERER Zeit ein Blitzverbot gab und der andere nicht (mit jeweils glaubhaften Begründungen). Ich jedenfalls finde bzw. fand es eine Diskussion wert.
    Ich hatte nicht das Glück, Fritz Stadtmüller persönlich kennen zu lernen und masse mir kein Urteil über seine Arbeitsweise zu. Aber ich bleibe bei meiner Meinung, dass grundsätzliche Anordnungen in einem Zoo der Direktor zu geben hat. Sonst gibt es nur Verwirrungen (vielleicht auch eine Erklärung für Frankfurt und das Blitzverbot?).
    (06.07.2011)
    Oliver Jahn:   @Sacha, auch wenn es das in der Schweiz nicht gibt, wer das Glück hatte, Fritz Stadtmüller persönlich kennen zu lernen, der weiß, dass es ihm herzlich egal war, welcher der Direktoren gerade am "Ruder" war, er war der, der in SEINEM Revier die Regeln festlegte, und in die ließ er sich von niemandem reinreden, was auch kein Direktor (begonnen bei Grzimek) tat. Meine Fotos waren nicht gewerblicher Art und trotzdem erhielt ich die gleiche Auskunft, wie damals WolfDrei. Was ich aber gern zugeben möchte, ist die Tatsache, dass ich die Antwort vieleicht nur deshalb erhalten habe, weil ich auch gefragt habe. Erhalten habe ich sie auf jeden Fall. Und die "Erlaubnis" bekam ich damals mit einer für mich auch nachvollziehbaren Begründung. Aber sei es drum, JETZT gibt es auf jeden Fall ein KOMPLETTES Fotoverbot dort, und somit dürfte die Frage von Sven vom 01.07. beantwortet sein, denn entgegen den Annahmen von Werner Schindler bezieht sich das Fotoverbot aktuell nicht nur auf das Fotografieren mit Blitz, sondern die Zoo-Ordnung schließt es ganz aus.
    (06.07.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Auch ich hatte früher schon bei mehreren (wenn auch nicht allen) Besuchen zwischen 1982 und 2007 im Eingangsbereich des Grzimekhauses extra auf ein mögliches Verbotsschild geachtet, denn mir war bewusst, dass sich sowas durchaus mal zwischenzeitlich ändern kann. Danach war ich bisher nur noch einmal in Frankfurt (2009), und da habe ich - nunmehr mit Digitalkamera - ohnehin nur ohne Blitz fotografiert, versuchsweise auch in der Nachtabteilung; daher weiß ich leider nicht, wann ich das letzte Mal nachgeschaut hatte. Aber auch ich hatte dabei einen Fall, wo mich ein Besucher mit "Packen Sie die Kamera weg, das ist hier verboten" zurechtweisen wollte und ich extra zum Hauseingang zurückgegangen bin, um nachzuschauen, ob sich etwas geändert hatte (hatte sich aber nicht).

    @Oliver Ramstedt: Auch da stimme ich Sacha zu. Wer Grundregeln der Fotografie nicht kennt und beachtet - das betrifft allerdings viele Gelegenheitsknipser mit Kamera oder Fotohandy - der erhält beim Blitzen durch Glas keine brauchbaren Ergebnisse. Allerdings hat der dann aus ähnlichen Gründen oft auch Probleme mit dem Fotografieren durch Gitter, bei Gegenlicht usw., so dass er insgesamt nur wenige wirklich gute Zoofotos (und die an Freisichtanlagen) zustandebringen dürfte.
    (05.07.2011)
    Sacha:   @Liz: Wir haben hier vielleicht ein Problem mit der Zeit. Christian Schmidt ist ja nun schon ein Weilchen nicht mehr Zoodirektor in Frankfurt. Komisch fände ich es allerdings schon, wenn ein Revierchef einfach eigenmächtig Verbotsschilder aufstellen könnte, von denen der Direktor, also sein Vorgesetzter, nichts weiss. Hier in Zürich jedenfalls funktioniert das nicht so. Die Erlaubnis für WolfDrei führe ich eher darauf zurück, dass es sich (auch) um Fotos für gewerbliche Zwecke handelte. Und da braucht es vermutlich in jedem Zoo eine Genehmigung (ich kenne jedenfalls keine Ausnahmen).
    Als ich damals (ca. 2003/2004) "angeschnauzt" wurde, bin ich extra zurück zum Eingang gelaufen und habe SOWOHL DAVOR wie direkt IM Eingangsbereich jedes Schild unter die Lupe genommen - nichts von einem Blitzverbot, geschweige denn von einem generellen Fotografierverbot. Also entweder gab es die Schilder zu diesem Zeitpunkt nicht oder sie waren aus irgendeinem Grund abmontiert. Uebrigens durfte am selben Tag eine Besucherin zusammen mit einer Pflegerin zu den Erdferkeln und hat dort - während der Besuchszeit notabene - haufenweise Blitzfotos gemacht. Das die Besucherin ins Gehege durfte, war sicher eine Ausnahme. Aber auch das Blitzen?
    @Oliver Ramstedt: Tut mir leid, aber was Du über das Fotografieren mit Blitzlicht schreibst, ist falsch. Ich habe Hunderte von Fotos aus Nachttierhäusern und dunklen Aquarien, auf denen man nicht erkennt, dass da eine Glasscheibe dazwischen ist. Es kommt eben u.a. auf den Winkel und Abstand an, von dem man aus das Tier fotografiert. Wenn mans frontal macht, dann wird das tatsächlich in 99 Prozent der Fälle nichts. Auch das Blitzgerät selbst hat natürlich einen Einfluss sowie die Einstellungen. Wenn man es aber richtig macht, dann wird das schon was. Schau mal in diverse Zooführer. Da sind etliche Bilder, meist von tropischen Fischen, mit Blitz geschossen worden. Was ggf. leidet, ist die Farbechtheit. Das kann man mit einem entsprechenden Programm am PC aber wieder einigermassen geradebiegen.

    Ich bin zwar immer noch ein Befürworter der Blitzlichtfotografie, habe inzwischen aber wegen der erwähnten Gründe (Handyfotografie, mengenmässige Zunahme) ein gewisses Verständnis für Blitzverbote, nicht aber für ein generelles Fotografierverbot.
    Ein Vorschlag zur Güte: Wie wäre es, wenn zum Beispiel bei Extraführungen das Blitzen erlaubt wäre resp. das "Taglicht" angeschaltet wird und die Tiere mit Futter gelockt werden, damit man sie fotografieren kann (wäre dann quasi ein "Gewittermorgen")? Dies sollte nur an wenigen ausgewählten Tagen möglich sein. So stellt man sicher, dass auch nur die echten Tierfotografen Fotos schiessen, welche die Bilder aufbewahren, weil sie für sie einen Wert haben und nicht die breite Masse, die am nächsten Tag die Bilder ohnehin löscht.
    (05.07.2011)
    Oliver Ramstedt:   Wenn hier mehrere sich darüber beschweren das sie schon wegen des blitzens oder gar wegen des fotografierens angemacht werden, wundert mich es sehr, das dann nicht die ganzen Fahrrad oder Laufrad fahrenden Kinder von den Wegen geschimpft werden. Denn die sind im ganzen Zoo verboten wie auch das füttern aller Tiere.

    Aus meinen Beobachtungen in den letzten Jahren kann ich leider berichten, das die Zooordnung null beachtet wird und auch nicht durchgesetzt wird.
    (05.07.2011)
    Oliver Ramstedt:   99% der Fotos mit Blitz werden doch nix und wenn sehen sie schlecht aus. Das Problem ist zwischen Fotograf und Tier nämlich die Glasscheibe.

    Dadurch das in den letzten Jahren die Menge der Kameras und der Kamerahandy's zugenommen hat und leider auch die Laiserpointer immer günstiger werden, blieb dem Grzimekhausteam nichts anders übrig um die Tiere vor den Blitzlichgewittern und Laiserpointerblendungen zu schützen, als ein Verbot (ca. 2009/2010) aus zu sprechen.

    Und ich muss sagen seit dem sieht man so einige von den Tieren auch viel eher mal und länger.
    (05.07.2011)
    Liz Thieme:   Also es ist total egal was wer wem wie erlaubt hat, wenn es eine Ausnahme darstellt. Und Herr Schmidt hat vielleicht das Ganze anders gesehen, aber der Revierchef damals (siehe Olis Beitrag) der hat es halt untersagt, er hatte schließlich die Verantwortung für die Tiere.

    Zitat aus der Zoo-Ordnung, die so auch schon länger besteht:
    >Gerne können Sie im Zoo Frankfurt in allen für Besucher frei zugänglichen Bereichen fotografieren und diese Fotos für private Zwecke nutzen. Dies bezieht auch die Veröffentlichung auf einer privaten, nicht kommerziell genutzten Homepage und die Veröffentlichung im Rahmen von Fotowettbewerben mit nicht kommerziellem Hintergrund ein. Den Fotos sollte der Hinweis Zoo Frankfurt beigefügt sein. Von der Foto-Erlaubnis ausgenommen sind das Grzimekhaus sowie das untere Geschoss des Exotariums, wo mit Rücksicht auf die Tiere das Fotografieren nicht gestattet ist.<

    Die Bilder werden folgen von den ALTEN Verbotsschildern im Grzimekhaus, damit ihr die auch noch mal bewundern könnt!
    (05.07.2011)
    Sacha:   Unter Christian Schmidt war das Blitzen im Grzimekhaus DEFINITIV ERLAUBT (Quelle: persönliche Mitteilung von Ch. Schmidt). Es gab damals auch keine diesbezüglichen Verbotsschilder (zumindest nicht dauerhaft, evtl. bei Eingewöhnungen). Trotzdem wurde auch ich in dieser Zeit schon von Besuchern "angeschnauzt" (und habe das hier auch schon mal in einem anderen Thread erwähnt).
    Wenn die Frankfurter so auf ihre Finanzen achten würden (war vor einigen Jahren die am zweithöchsten verschuldete Stadt Deutschlands) wie auf das (neue) Blitzverbot im Grzimekhaus....
    (05.07.2011)
    Michael Mettler:   Tröstet mich irgendwie, dass ich mit meinen Frankfurter Erfahrungen in Sachen Foto-Mobbing nicht allein bin...
    (03.07.2011)
    Werner Schindler:   Mit meinem Satz: "Das regeln die Besucher untereinander" wollte ich zart das umschreiben, was Michael Mettler und Patrick Kalscheuer passiert ist. Ging mir nämlich schon ebenso. Frankfurt also diesbezüglich doch ein heißes Pflaster? Aber ich bin wenigstens beruhigt, dass neben mir auch andere das Personal im Grzimekhaus wegen des Blitzens befragt haben und die gleiche bejahende Antwort erhielten wie ich. Aktuell ist das Fotografieren mit Blitz jedoch definitiv untersagt, und das führt regelmäßig, selbst unter Schulkindern, zu den beschriebenen Szenen.
    (03.07.2011)
    Carsten Horn:   Hmmm, dann sollte man den Frankfurter Zoo vielleicht zukünftig nur noch mit Bodyguard besuchen, g, obwohl mir dort solches noch nicht widerfahren ist, aber was nicht ist, kann ja noch werden...
    (03.07.2011)
    Patrick Kalscheuer:   Ist mir auch mehrfach passiert, egal ob mit oder ohne Blitz. Gerne auch unter Androhung körperlicher Gewalt. Eine der Tierpflegerinnen hatte sich während meines damaligen "Tierpflegertages" 2007 übrigens dahingehend geäußert, dass das Fotografieren mit Blitz definitiv erlaubt sei, wenn man aufpasst, nicht direkt in die Augen zu blitzen. Schließlich gäbe es ja in der Natur auch ab und an ein Gewitter mit Blitzen. Somit sei das ganze mehr oder weniger "natürlicher Stress".
    (03.07.2011)
    Michael Mettler:   Was "das regeln die Besucher untereinander" betrifft, wäre Frankfurt für mich persönlich kein Maßstab. Das ist der einzige Zoo, den ich je besucht habe, in dem ich schon mehrfach (und bei unterschiedlichen Besuchen) von Zoobesuchern angeschnauzt wurde, wenn ich OHNE Blitz und ohne andere vermeintliche oder tatsächliche Regelverstöße vor Innen- wie auch Außengehegen fotografiert habe. Es gibt da offensichtlich Besucher, die der Meinung sind, das Fotografieren sei im Zoo grundsätzlich verboten.
    (03.07.2011)
    Liz Thieme:   Das gewünschte Verhalten durch Hinweis- und Verbotsschilder haben mit dem Verhalten der Besucher leider nicht immer was zu tun. Daher bestehen hunderte Fotos trotz solcher Verbote und sagen nichts über gegebene Verbote aus.
    (03.07.2011)
    Werner Schindler:   Ich bin ebenfalls verblüfft über die unterschiedlichen Erfahrungen. Ich habe bis 1991 in Frankfurt gearbeitet, auch in dieser Zeit den Zoo besucht und regelmäßig im Grzimekhaus Besucher angetroffen, die fotografiert haben (ging ja damals nur mit Blitz). Selbst habe ich damals nicht in Zoos fotografiert. Wenn tatsächlich ein Blitzverbot bestanden haben sollte und nur mit Ausnahmegenehmigung Fotos möglich waren, müssten ja Fotos aus dem Nachttierhaus ziemlich selten sein. Sind sie aber in Frankfurt keineswegs.

    Was mir auch wenig einleuchtet: es gab kein Verbotsschild, die Band-Ansage spricht trotz ausführlicher sonstiger Hinweise kein Verbot aus und in den Zooführern - z.B. dem von 1987 (der mit den Mähnenwölfen) - sind ausführliche Hinweise zum Verhalten im Nachttierhaus gegeben, wie etwa das Unterlassen von lautem Reden, aber ein Blitzverbot ist nicht erwähnt.
    Auf welchem Weg sollen denn da Besucher von diesem Verbot erfahren haben?

    Fotos hinter den Kulissen oder außerhalb der Besucherzeit, wie in Vorbeiträgen erwähnt, sind natürlich was anderes. Aber ich glaube, dass die Frankfurter auch da im Rahmen des Möglichen serviceorientiert handeln.

    Vielleicht ist in Zoofreunde-Kreisen einfach ein Nachttierhaus im Kopf mit Fotoblitzverbot "besetzt", weil das wohl in anderen Nachttierhäusern (den meisten?) so ist? In Prag habe ich letztes Jahr gesehen, dass das sogar recht genau überwacht wurde, was in Frankfurt bis heute nicht der Fall ist.
    Da regeln das die Besucher eher untereinander.

    Naja, ich werde mich um die Klärung kümmern. Da fällt mir noch ein: ich glaube, vor nicht langer Zeit (1-2 Jahre?) hat in Frankfurt der für das Grzimek-Haus zuständige Kurator gewechselt. Vielleicht war das ebenfalls beim Thema ein Faktor.

    @ WolfDrei: Ein dunkler Maki hinter dunkler Wand? Oder doch davor? Jedenfalls Respekt, dass das mit damalige Equipment geklappt hat. Und kein schlechtes Gewissen wegen "ohne Erlaubnis" nötig. Die Art würde ich auch gern wieder mal in Frankfurt sehen.
    (03.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: ... und sind von hinten beleuchtet. Die kenne ich - aber wie gesagt, noch ohne Blitzverbotsschild.
    (02.07.2011)
    WolfDrei:   Ich wills ja gestehen: habe auch geblitzt - ohne Erlaubnis. 1. Besuch in Frankfurt am 5.5.90: da gabs noch einen Koboldmaki. Duster wie im Keller wars!Und ein Apparat, dessen Bild-Schärfe man mit der Hand einstellen mußte. Dukler Koboldmaki hinter dunkler Wand!Hat aber geklappt!. Ein einziges Mal!
    (02.07.2011)
    Liz Thieme:   Die Schilder hängen nicht vor der Tür und auch nicht an der Tür, sondern im Eingangsbereich IM Grzimek-Haus. Rechts an der Wand des Vorsprungs.
    (02.07.2011)
    Michael Mettler:   Ich hatte früher - in den letzten Jahren war ich nur selten in Frankfurt - extra im Eingangsbereich des Grzimekhauses drauf geachtet und unter den diversen "Gebotsschildern" kein Blitzverbot gefunden - während z.B. ein solches für die Vogelhallen sogar in den Zooführern erwähnt war.

    Vom Fleckenroller habe ich ebenfalls "ganz offizielle" Blitzaufnahmen; damals anlässlich einer Führung vor der Anlage stehend (und zwar während der Besuchszeit), hatte ich den Kurator gefragt, ob es erlaubt sei, und als Antwort ein "ja, natürlich" erhalten. Schon interessant, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind.
    (02.07.2011)
    Werner Schindler:   Ich war seit 2008 10-20mal jährlich im Zoo Frankfurt und in aller Regel dann auch im Grzimekhaus. Da kein entsprechendes Schild zu sehen war, habe ich mich zu Beginn sicherheitshalber bei langjährigen Pflegern inklusive der Revierleiterin ausdrücklich erkundigt, ob Fotografieren dort möglich ist. Die Auskunft lautete "ja" (mit Erläuterung). Zahlreiche Besucher fotografierten mit Blitz, das war ganz normal. In einem Gespräch mit der Revierleiterin vor wenigen Tagen kamen wir zufällig nochmals auf das Thema Blitzverbot im Grzimekhaus. Dieses sei erst ausgesprochen worden, nachdem mit der weiten Verbreitung der Fotohandys die Blitzerei überhand nahm. Bei zuvor überschaubarer Zahl von Fotografen, als auch das einzelne Bild noch Geld kostete, sei das kein Problem gewesen. Ich kann aber gern noch einmal genau nachfragen, da das Thema anscheinend interessiert, wann das Blitzverbot (mir erinnerlich etwa 2010) eingeführt wurde. Das erfolgte übrigens zunächst mit Text auf einem Blatt Papier auf der Eingangsscheibe, einige Monate später kam die jetzige Folie dazu.

    Ich füge ein Bild bei, aufgenommen am 29.6.2009. Die Folie - sie ist rechts an der Tür angebracht - ist dort noch nicht vorhanden (das Blatt links betraf wohl was anderes).

    Wer das Grzimekhaus besucht, errinert sich bestimmt auch an die Ansage, u.a.: "lautes Geschrei und Herumrennen gefährdet die Tiere und andere Besucher". Ein Verbot des Blitzens wird dort nicht angesprochen (wäre wohl erfolgt, wenn es zum Zeitpunkt der Aufnahme schon bestanden hätte). Auch im Zooführer von 2008 ist für das Nachttierhaus nur darauf hingewiesen, dass lautes Reden und Geschrei die Nachttiere störe und dass man sich zur Anpassung der Augen Zeit nehmen möge.

    Schlage also vor, dass ich mich beim Besuch nächste Woche nochmal bezüglich der Zeiten für die unterschiedlichen Regelungen erkundige. Dass das Blitzen zeitweise nicht gestattet war, wie es die heutigen Beiträge aussagen - danke für den Hinweis -, habe ich dem Kontext der bisherigen Gespräche nicht entnommen.


    (02.07.2011)
    WolfDrei:   Herrn Jahns Mitteilung kann ich bestätigen: eine Genehmigung hatte ich in den Neunzigern von Herrn Schmidt erhalten, um den Vietnamroller fotografieren zu können (ein Bild "landete" dann im "Puschmann") - ich bin sicher, daß es auch außerhalb der Besuchszeit war.
    (02.07.2011)
    Oliver Jahn:   Also da ist wohl auch der Begriff "vor kurzer Zeit" subjektiv geprägt. Ich war Anfang der 2000er Jahre einige Tage im Grzimekhaus und habe dort mitgearbeitet. Da war Fritz Stadtmüller dort noch Revierleiter. Und schon zu dieser Zeit bekam ich lediglich von ihm, bzw. von seiner Stellvertreterin und heutigen Revierleiterin dort die Ausnahmegenehmigung, hinter den Kulissen und vor bzw. nach Öffnung für die Besucher einige Fotos mit Blitz zu machen. Und bei meinen ersten Besuchen Anfang der 90er wiesen am Eingang ebenfalls schon Schilder darauf hin, dass das Blitzen nicht erlaubt wäre.
    (02.07.2011)
    Werner Schindler:   Im gesamten Nachttierhaus in Frankfurt war jahrzehntelang das Fotografieren auch mit Blitz gestattet. Dies wurde erst vor relativ kurzer Zeit ("mittlerweile" ist subjektiv geprägt) für die Dunkelabteilung geändert. Die von Liz Thieme genannte Info am Eingang weist seit letztem Jahr darauf hin. Das gleiche Verbot gilt im übrigen für Laserpointer, deren Einsatz ebenfalls stark zunahm.
    Fotografieren ohne Blitzlicht ist in der Dunkelabteilung nicht untersagt. Das ist jedoch unter den praktischen Gegebenheiten eine oft nur theoretische Möglichkeit. Moderne Kameras erlauben zwar die Bewältigung vieler früher für unmöglich gehaltener Lichtsituationen. Aber bei ISO 1600 oder spätestens 3200 ist doch idR Schluss mit qualitätsmäßig guten - auch das ist subjektiv - Bildern; und bei Kompaktkameras schon weit vorher (an Bridge-Kameras gehe ich möglichst nicht mal über ISO 200 hinaus). Andererseits kann man natürlich sagen, dass ein verrauschtes Foto besser ist als gar keins.
    Vielleicht lassen sich mit lichtstarken Objektiven einige etwas hellere Gehege mit ruhigen Bewohnern, etwa die Springhasen oder Greifstachler, ohne Blitz akzeptabel bewältigen. Halte ich für denkbar. Aber gerade bei Frankfurter "Spezialitäten" wie den Kiwis, Fingertieren, Fettschwanz- oder Mausmakis usw habe ich bisher keine guten blitzlosen Aufnahmen gesehen. Nächtlich dunkle Gehege mit sich schnell bewegenden Tieren zwischen Astwerk setzen einfach Grenzen. Und es sollte auch bedacht werden, dass bei Fotografieren ohne Blitz in relativer Dunkelheit der AF-Meßstrahl, ob mit Meßblitzen oder Infrarot oä, eine Wirkung ähnlich einem Laserpointer erzeugt.
    (02.07.2011)
    Liz Thieme:   Mittlerweile? Das ist schon länger so.
    Mit Blitz auf jeden Fall nicht und so weit ich mich richtig erinner eigentlich grundsätzlich. Denn man kann nicht immer kontrollieren, ob die Leute die eine Kamera zum Foto ansetzen auch den Blitz aushaben.
    Im Eingangsbereich hängen Bilder mit einem Schlanklori, der auf Verbote hinweist.
    Da ist er einmal beim Fotografieren durchgestrichen, auf einem weitern macht er "psssst" und an die/das andere/n kann ich mich nicht mehr erinnern.
    (01.07.2011)
    Sven P. Peter:   "Fotografieren ist dort in der Nachtabteilung mittlerweile nicht mehr gestattet."

    Generell oder nur mit Blitz?
    (01.07.2011)
    Werner Schindler:   Hier ein kurzes Frankfurt-Update.
    Ins Auge fällt vor Ort zunächst die große Baustelle (neuer Haupteingang und neue Bärenanlage). Da bin ich schon gespannt, die Planung verspricht einiges. Der Baufortschritt wird auf der Website des Zoos dokumentiert, so dass ich dies hier überspringen kann. Ich beschränke mich daher auf Infos, die für Besucher, welche in nächster Zeit nach Frankfurt wollen, interessant sein könnten.

    Das größte Publikumsinteresse genießt derzeit die Sumatratiger-Familie. Mutter Malea war mit den beiden kleinen Jungen im Katzendschungel (Innengehege) auf nächste Distanz ausgiebig im gemeinsamen Spiel zu sehen. Da die Besucher sowohl ebenerdig als auch auf zwei Ebenen von der Empore schauen können, fanden alle ihren Platz. Die Fossa nebenan nahm den Trubel gelassen und hatte zumindest zeitweise auch Aufmerksamkeit ("Mama, hier liegt ja ein Erdmännchen").

    Das junge Okapi ist bisher nur während kurzer Zeiten zu sehen. Die weitaus meiste Zeit liegt es im Stall ab. Das beigefügte Foto (hoffentlich hat das geklappt, Erstversuch) zeigt, wie es nach kurzem Säugen bei der Mutter - sie ruft es wohl, aber das kriegt man ja akustisch nicht mit - spornstreichs wieder zum Abliegeplatz im Stall strebt. Das zweite Okapiweibchen ist bisher nicht trächtig, vielleicht klappts noch (der Bulle "Deto" ist ja ein wenig höher als sein Vorgänger).

    Im Grzimekhaus gab es dieses Jahr Nachwuchs bei den Kowaris sowie beim Gleichfarbkuskus. Bei letzterem ist das Junge im Beutel. Leider ist bei beiden Arten die Zuchtbasis äußerst schmal (wohl klar, wenn die Arten sonst kaum ein Zoo in unseren Breiten hält).
    In die Kuskusanlage ist der männliche Kurzschnabeligel umquartiert worden. Er ist dort gegen Mittag sehr aktiv zu sehen, was im bisherigen Gehege in der Tagabteilung kaum einmal der Fall war.
    Bei der Fütterungsrunde zwischen 12 und 1 Uhr zeigten sich das Kuskuspaar ebenfalls schön.
    Das junge Fingertier hat derzeit etwa 2/3 der Größe seiner Mutter. Es ist regelmäßig zu sehen. Ebenfalls sehr publikumskooperativ sind die Kiwis. Nachdem der vorherige Bewohner der Anlage diesbezüglich völlig unzuverlässig war, sind die derzeitigen beiden Bewohner sehr aktiv, oft direkt vor den Besuchern.

    Ein Hinweis zum Grzimekhaus: Fotografieren ist dort in der Nachtabteilung mittlerweile nicht mehr gestattet. Das ist schade, aber wer gesehen hat, wie es in letzter Zeit zuging, wenn eine Schulklasse oä mit ihren Handys durchgezogen ist, kann die Entscheidung verstehen. Ein neuer Effekt ist mir die letzten Male aufgefallen: kleine Kinder haben reflektierende Streifen an Kleidung und Schuhen, um im Straßenverkehr gesehen zu werden. Im dunklen Nachttierhaus blinkt und glitzert das dann manchmal in allen Lichteffekten.

    Die aus meiner Sicht sehr schöne Gorilla-Außenanlage im Borgoriwald (kein Golfrasen, sondern Bewuchs mit Hochstauden, Büschen usw) wird leider von den Gorillas eher spärlich genutzt. Am Mittwoch waren sie gar nicht draußen. So ist es doppelt schade, dass die Drills die eigentlich gemeinsame Außenanlage nicht aufsuchen dürfen.
    Die Bonobos sind viel mehr draußen auf ihrer Anlage. Die sehr beliebte Seniorin "Margrit" ist im 60.en Lebensjahr und wird doch langsam ein bisschen datterich, das Kauen geht langsam usw. Was auch zum Abrutschen im Rang geführt hat, den Clan führt jetzt eine rüstige Mittvierzigerin.

    Besonders gefreut hat mich, dass der Zoo wieder einen Bartgeier erhalten hat. Die Frankfurter sind über die ZGF ja auch langjähriger Partner im Auswilderungsprojekt (welches weiterhin gute Fortschritte macht, heuer gab es in Österreich neben dem im zweiten Jahr erfolgreichen Paar weitere hoffnungsvolle Ansätze). Hoffentlich geht es diesmal im Zoo gut, nachdem 2010 beide Vögel des potentiellen Zuchtpaars aus letztlich ungeklärter Ursache verendeten. Mit neuer Zucht wird es dauern, da das jetzige Weibchen die Narrenkappe trägt. Aber auch so ein imposanter Anblick, hier bleiben viele Besucher stehen. Und das Gehege vermittelt einen sehr guten Eindruck von den Strukturen an einem natürlichen Bartgeierbrutplatz.

    Sehr genossen habe ich schließlich wieder die Ruhe in den Vogelbüschen. Hier sitzt es sich in aller Gemütlichkeit, um zB den Bienenfressern bei ihren ständigen Aktivitäten zuzuschauen. Beim Insektenfang nähern sie sich ohne Scheu auf wenige cm.
    Die Faust-Vogelhallen feiern dieses Jahr mit vielen Veranstaltungen ihr 50jähriges Bestehen.



    (01.07.2011)
    Zoo Frankfurt:   Großzügig geschnitten, lichtdurchflutet und mit riesigem Garten

    Jetzt kann gebuddelt, getobt und gesonnt werden - die Erdmännchen haben
    ihre neue Anlage zwischen Borgori-Wald und Afrika-Savanne bezogen. Neben
    einem Haus im Gewächshausstil steht den Erdmännchen eine großzügige und
    naturnah gestaltete Außenanlage zur Verfügung.

    "Die Lieblingstiere vieler unserer Zoobesucherinnen und Zoobesucher haben
    schon lange eine neue Anlage verdient. Nun steht unseren Erdmännchen ein
    insgesamt 120 m² großes, sonnenzugewandtes Areal mit Innen- und Freigehege
    zur Verfügung", freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Das 20
    m² große Floratherm ® - Gewächshaus basiert auf einer Warmhauskonstruktion
    und wurde von der Kuno Krieger GmbH in Herdecke zur Verfügung gestellt. Im
    Winter und bei schlechtem Wetter dient es den Tieren als Rückzugsbereich.
    Durch die teilweise Ausstattung mit volldurchsichtigem Isolierglas sind
    die beliebten Schleichkatzen - im Gegensatz zur alten Anlage - ganzjährig
    gut zu beobachten.

    Die 100 m² große Außenanlage ist dem Lebensraum Halbwüste nachempfunden:
    Feiner Kies, große Wackersteine und wenige Pflanzen erwecken den Eindruck
    einer Savanne. "Die Erdmännchen gestalten sich ihre Wohnung in kürzester
    Zeit ganz nach ihrem eigenen Geschmack", erläutert Niekisch. "Sie graben
    sich Höhlen und Gänge, schütten Hügel auf und sonnen sich auf Steinen und
    Baumstämmen."

    Drei Erdmännchen, zwei Weibchen und ein männliches Tier, sind bereits in
    ihren "Glaspalast" eingezogen. Dort haben sie schon mit der Umgestaltung
    ihrer neuen Heimat begonnen. Am 8. Juni erkunden sie zum ersten Mal den
    großen Außenbereich. "Wir hoffen, dass sich die Tiere in ihrem neuen Reich
    wohl fühlen und sich bald paaren. Dann bevölkert vielleicht schon im Laufe
    der nächsten Monate ein ganzer Clan der geselligen Tiere die neue Anlage",
    hofft der Zoodirektor.

    Finanziert wurde die Anlage durch Einnahmen aus Tierpatenschaften und
    mithilfe von Sponsoren. "Bei unseren Tierpaten stehen die putzigen
    Erdmännchen ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Wir möchten allen unseren
    Tierpaten bei dieser Gelegenheit herzlich danken. Der Bau der Anlage zeigt
    eindrücklich, dass die Tierpatenschaften der Haltungsverbesserung
    zugutekommen", so Niekisch.

    Ilona Krieger, Geschäftsführerin der Kuno Krieger GmbH, freut sich
    darüber, dass ihre Gewächshäuser den wärmeliebenden Erdmännchen ein
    ideales Wohlfühlklima bieten und den Besucherinnen und Besuchern eine gute
    Tierbeobachtung auch bei schlechterem Wetter ermöglichen: "Als der Zoo mit
    der Idee auf uns zukam, waren wir sofort begeistert und sehr gespannt
    darauf zu sehen, wie ein Gewächshaus zum Erdmännchen-Paradies wird."

    Auch der FSV KidsClub setzt sich für die Erdmännchen im Zoo ein. "Franky,
    das Maskottchen des FSV KidsClubs, freut sich für seine "Artgenossen" im
    Zoo und hofft, dass sie sich im neuen Zuhause wohl fühlen", sagt Jens-Uwe
    Münker, Geschäftsführer Organisation des FSV, anlässlich der Eröffnung der
    Anlage. "Über unser Erdmännchen-Tagebuch auf der FSV KidsClub-Website
    konnte man bereits den Bau der Anlage verfolgen. Natürlich werden wir auch
    darüber berichten, wie es mit den Bewohnern der Anlage weiter geht."

    Der Zoo Frankfurt dankt den Sponsoren, der Kuno Krieger GmbH, dem FSV
    KidsClub und der Evonik Industries AG, die die Plexiglas®
    Doppelstegplatten für das Haus zur Verfügung gestellt hat. "Gemeinsam ist
    uns eine tiergerechte Anlage gelungen, in der sich die Erdmännchen sicher
    wohl fühlen werden", freut sich der Zoodirektor.

    (08.06.2011)
    Zoo Frankfurt:   MALEA und die Tiger-Babys: Erster Ausflug ins Innen-gehege

    Am Mittwochvormittag hat Sumatra Tigerin MALEA zum ersten Mal mit ihren beiden Jungtieren die Wurfbox verlassen. Mit etwas Glück sind die drei in der Innenanlage für Besucherinnen und Besucher zu sehen.

    „Wir haben nicht damit gerechnet, dass MALEA die Wurfbox so schnell verlässt“, so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Offenbar ist sie aber so entspannt und sicher, dass sie die Kleinen mit in ihre Anlage genommen hat. Sie kümmert sich auch dort liebevoll um ihren Nachwuchs, lässt sie trinken und liegt bei ihnen.“

    Wie lang und wie oft sich die drei Tiger nun in der Anlage aufhalten werden, ist nicht zu sagen. Noch sind die Kleinen ruhebedürftig und werden ihre vertraute Box häufig aufsuchen. Vorstellen werde man, laut Niekisch, die kleinen Tiger erst in etwa fünf Wochen, wenn sie geimpft sind und das Geschlecht festgestellt werden konnte. „Alles, was wir bisher sehen konnten, ist, dass ein Tigerchen etwas kleiner ist, das andere rundlicher. Aber beide sind topfit“, so der Zoodirektor.

    Mit ca. acht Wochen werden die Anfang Mai im Zoo Frankfurt geborenen Tiger auf jeden Fall gut sichtbar in der Anlage herumtollen.

    Wer die Jungtiere in der Anlage nicht entdecken kann, kann über einen Monitor im Katzen-dschungel einen Blick in die Kinderstube werfen.

    (25.05.2011)
    Oliver Ramstedt:   Letzte Woche sind drei der Frankfurter Bonobo’s, Kelele ♂ (6), Ukela ♀ (25) und Tochter Nakala ♀ (3), nach Frankreich in den Zoo “La Vallée Des Singes” (Romage) abgegeben worden, wo sie jetzt eine Bonobogruppe vervollständigt haben.
    (15.05.2011)
    Jennifer Weilguni:   Ich kann mir auch nur vorstellen, dass hier wohl von der Nachkriegszeit die Rede ist.
    (13.05.2011)
    Michael Mettler:   Ohne auch nur einen Blick in die Chronik gemacht zu haben, behaupte ich, dass es schon weit vor 1949 Tiger im Frankfurter Zoo gegeben haben dürfte.
    (12.05.2011)
    Zoo Frankfurt:   Tiger-Babys im Zoo Frankfurt

    Mehr als ein Vierteljahrhundert ist es her, seit eine Tigermutter im Zoo Frankfurt ihre Jungen aufzog. Tiger-Kind DASEEP, das letzten Herbst im Zoo geboren wurde und, weil von der Mutter nicht angenommen, von Hand aufgezogen werden musste, ist vielen noch in guter Erinnerung. Doch jetzt hat DASEEPS Mutter, die Sumatra-Tigerin MALEA, wieder Junge bekommen. "Diesmal läuft alles perfekt", freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. "MALEA ist eine vorbildliche Mutter - und sie hat bislang genug Milch, um ihre Jungen selbst aufzuziehen." Noch halten sich die Jungtiere in der Wurfbox auf, die von den Besuchern nicht direkt eingesehen werden kann. "Wir haben aber eine Kamera installiert und einen großen Monitor aufgestellt, sodass unsere Besucherinnen und Besucher die Tiger-Babys in der Wurfbox darüber beobachten können. So können sie auch sehen, wie liebevoll MALEA sich um sie kümmert", erklärt Niekisch.

    Schon im letzten Jahr hatten Zoomitarbeiter wieder Paarungen zwischen Tiger-Kater IBAN (geboren am 17. Mai 2000 im Parc Zoologique d'Amneville, in Frankfurt seit Juni 2001) und Tigerin MALEA (geboren am 25. April 2001 im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde, in Frankfurt seit April 2004) beobachtet. In den letzten Wochen war MALEA unruhig und wurde zusehends fülliger - die Hoffnung auf Tiger-Nachwuchs stieg. In der Nacht von Mittwoch, 4. Mai, auf Donnerstag, 5. Mai, war es dann soweit, drei kleine Tiger wurden geboren. "Eine Kamera ermöglichte es uns von Anfang an, das Geschehen in der Wurfbox zu beobachten, ohne dabei MALEA und ihre Kleinen zu stören", so Niekisch. "Schon gleich nach der Geburt war klar, dass eines der Babys nicht lebensfähig war. Zu unserer Freude entwickeln sich die beiden anderen aber prächtig", berichtet der Zoodirektor.

    An den ersten beiden Tagen nach der Geburt lagen die beiden kleinen Tiger im Stroh in der Wurfbox, tranken Milch bei ihrer Mutter, schliefen und bewegten sich nicht viel. Aber schon am dritten Tag wurden sie zusehends agiler und erkundeten ihre "Höhle", die sie aber noch eine ganze Zeitlang nicht verlassen werden. Daher kann man die beiden Kätzchen noch nicht in der Tiger-Anlage live beobachten. Der Blick in die Tiger-Wurf­box ist aber für alle Zoobesucherinnen und Zoobesucher ab Donnerstag, 12. Mai, möglich: Über den im Katzendschungel aufgestellten Monitor.

    1949 setzten die ersten Tiger ihre Tatzen in den Frankfurter Zoo. Die erste erfolgreiche Sumatra-Tiger-Nachzucht gelang 1969. In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch zentral geführt werden. Mittels dieses Zuchtbuches werden die Nachzuchten und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert.

    Sumatra-Tiger sind im Freiland vom Aussterben bedroht. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) engagiert sich für den Schutz der Tiger im Regenwald von Bukit Tigapuluh in Zentral­sumatra. "In diesem Gebiet leben noch etwa 30 Sumatra-Tiger und hier haben sie auch noch eine echte Chance, im Freiland zu überleben", weiß Niekisch, der auch Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ist. "Angesichts des dramatischen Rückgangs der Tiger-Zahlen überall in Asien ist jede Nachzucht im Zoo ein wichtiger Beitrag zur Arterhaltung", betont Natur-schutzprofessor Niekisch, "aber wir müssen uns eben auch in der Heimat der Tiger vor Ort engagieren, sonst verschwinden die Tiger mit ihren Wäldern." Informationen über die Arbeit der ZGF und den Tiger-Schutz gibt es unter www.zgf.de.

    (12.05.2011)
    Zoo Frankfurt:   Erneut Tiger-Nachwuchs im Zoo Frankfurt

    Die Tiger-Dame Malea hat letzte Woche, geschützt in der Wurfbox, zwei Tigerjunge zur Welt gebracht. Die Geschlechter des Nachwuchses sind derzeit noch unbekannt.
    Die Tierpfleger beobachten die liebevolle Mutter und ihre Kinder über einen Überwachungsmonitor.

    (12.05.2011)
    Zoo Frankfurt:   Artenschutz "hautnah"

    Der Internationale Reptillederverband e.V. (IRV) mit Sitz in Offenbach engagiert sich aktiv für den Schutz bedrohter Tierarten. Seit mehr als drei Jahren unterstützt der Verband unter anderem die artgerechte Haltung, Pflege und die Brutstätten der Australischen Süßwasserkrokodile (Crocodylus johnsoni) im Zoo Frankfurt. Mit einem innovativen Projekt setzen der IRV und der Zoo Frankfurt jetzt ihre erfolgreiche Kooperation fort. Mehr Aufklärung über die nächtlichen Aktivitäten der Reptilien liefert ab sofort ein neuartiges Infrarot-Überwachungssystem, das im Exotarium installiert wurde.

    Im Dunkeln ist gut munkeln? Das war einmal...! Das Hightech-Aufnahmegerät gibt nun Aufschluss über das nächtliche Sozialverhalten der Tiere. Wer hat was mit wem? Wo legen die Krokodile ihre Eier ab? Das einst 'geheime Leben' der nachtaktiven Reptilien wird nun im wahrsten Sinne des Wortes beleuchtet und liefert dem Zoo wertvolle Informationen für die einzige Zucht der seltenen Süßwasserkrokodile außerhalb Australiens.

    "Die Erkenntnisse aus der nächtlichen Beobachtung können wir ganz konkret in unser Tiermanagement einfließen lassen", so Rudolf Wicker, stellvertretender Zoodirektor und Leiter des Exotariums. "Jede Information kann der Haltungsoptimierung dienen", so Wicker. Alle Ergebnisse werden für die Forschung dokumentiert - denn in der geschützten Situation im Zoo kann man die Tiere viel kontinuierlicher und intensiver beobachten als unter Freilandbedingungen.

    Der Internationale Reptillederverband e.V., Offenbach, engagiert sich seit seiner Gründung 1972 mit Lösungsansätzen für eine im Sinne des Artenschutzes effiziente Kennzeichnungsmethode. Die vom IRV entwickelte Artenschutzfahne hat sich als Kennzeichnungssystem für Reptillederwaren etabliert. Volker Kern, Vorsitzender des Internationalen Reptillederverbands, unterstreicht die Bedeutung der Artenschutzfahne: "Seit 1987 wird sie als Legalitätsnachweis für artenschutzrechtlich einwandfreie Ware anerkannt und hat sich als verlässliche Alternative zur CITES-Nachweisregelung in der Praxis bewährt." So konnte erreicht werden, dass Wilderei weitgehend durch ein Bestandsmanagement der Krokodil-Arten durch Ranching (kontrollierte Entnahme aus einem bestimmten Areal) oder Farming (gezielte Zucht) ersetzt wurde. Im Gegensatz zu anderen bedrohten Tier- oder Pflanzenarten haben sich die Krokodil-Bestände trotz bzw. wegen der kommerziellen Nutzung mit Ausnahmen von wenigen
    Arten weltweit erholt.

    (11.05.2011)
    Oliver Ramstedt:   Sumatra Tigerin Malea hat gestern wieder Nachwuchs geworfen und seit dem ist der Katzendschungel geschlossen.

    Dadurch das er jetzt schon länger als 24 Stunden geschlossen ist, gehe ich davon aus, das Malea den Nachwuchs angenommen hat.
    (06.05.2011)
    Zoo Frankfurt:   Ostern im Zoo am 24. & 25. April, 10.00-16.00 Uhr

    Am Ostersonntag und Ostermontag gibt es für unsere jüngeren Besucher neben den Tieren wieder Aktionsstände zum Basteln und Spielen. Die Naturschutzbotschafter informieren über unsere Tiere und die Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Und auch der Osterhase will mit uns feiern und schaut im Zoo vorbei.

    Aktionen:
    • Bastelaktion
    • Kinderschminken
    • Eierlauf
    • Zoo-Rallye mit Verlosung von täglich 2 Familieneintrittskarten
    • Der Osterhase ist im Zoo unterwegs

    Tier-Fütterungen und Tropengewitter:
    10.45 Uhr: Pinguine, Exotarium
    11.00 Uhr: Zwergseebären und Robben, Robbenklippen
    11.30 Uhr: Tropengewitter, Exotarium, Obergeschoss
    12.30 Uhr: Kommentierte Fütterung Totenkopfäffchen, Grzimekhaus
    15.00 Uhr: Kommentierte Fütterung Zwergotter, Grzimekhaus
    15.30 Uhr: Zwergseebären und Robben, Robbenklippen
    15.30 Uhr: Tropengewitter, Exotarium, Obergeschoss
    15.45 Uhr: Pinguine, Exotarium Erdgeschoss

    Zooeintritt: 8,- € für Erwachsene, 4,- € für Kinder

    (20.04.2011)
    Zoo Frankfurt:   "Primaten wie wir" - eine Mitmach-Erlebnis-Ausstellung
    14. April - 15. Juli 2011 im Borgori-Wald, Zoo Frankfurt

    Menschen, Affen und Halbaffen - wir alle sind Primaten. Doch wie weit geht die Verwandtschaft? Wie ähnlich sind wir uns und wo gibt es Unterschiede?
    Die Ausstellung "Primaten wie wir" klärt auf und lädt zum spielerischen Wissenserwerb ein. Ein zentrales Anliegen der Ausstellung ist es auch, auf die Bedrohung vieler Primatenarten aufmerksam zu machen und Lösungswege aufzuzeigen. Zoo

    Themenschwerpunkte der Ausstellung sind die Ernährung und Verdauung, die Systematik, die Verbreitung und die Bedrohung der Primaten - allesamt Themen, die sich an den lebenden Tieren im Zoo nicht unmittelbar erkennen lassen.
    "Die Bewohner des Menschenaffen-Hauses Borgori-Wald sind ein wichtiger Teil der Präsen­tation", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Wahl des Ausstellungsortes. "Wer ihr natürliches Verhalten sorgfältig beobachtet, kann sich nützliche Tipps für die Lösung der Aufgaben an den interaktiven Stationen der Ausstellung holen." Auf diese Weise ergänzen sich die Beobachtungen der lebenden Tiere und die Ausstellungs­stationen perfekt: So kann man sich z.B. bei der Beantwortung der Fragen von "Wer wird Primaten-Millionär?" bei den spielenden Bonobo-Kindern oder bei den Orang-Utans einiges abschauen und am "Gorillaknacker" am eigenen Leibe die Beißkraft eines Gorillas erfahren.

    "Ich bin sicher, dass die Ausstellung "Primaten wie wir" einen ganz besonderen Akzent im Kulturangebot unserer Stadt setzt, denn sie packt uns an unseren Wurzeln", sagt Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth.
    "Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und ich hoffe, dass sie noch in vielen Frankfurter Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu sehen sein wird." Erklärende Texte werden in der Mitmach-Ausstellung bewusst kurz gehalten - Erleben und Begreifen stehen im Vordergrund.

    "Als Biologiedidaktiker beschäftigen wir uns mit der Vermittlung von Biologie. Unser Forschungs- und Aktivitätsschwerpunkt liegt dabei im außerschulischen Lernen", erläutern Dr. Annette Scheersoi und Prof. Dr. Paul Dierkes, als Koordinatoren der Ausstellung vom BioLab der Goethe-Universität die Hintergründe. "Mit dem Frankfurter Zoo verbindet uns eine langjährige Kooperation im Bereich der Lehrerausbildung. Außerdem besuchen wir mit den Studierenden regelmäßig den Frankfurter Zoo und stellen ihn als außerschulischen Lernort vor."

    Die interaktive Ausstellung wurde von der Didaktik der Biowissenschaften der Goethe-Universität in Kooperation mit dem Zoo Frankfurt entwickelt. Neben den Koordinatoren Dr. Annette Scheersoi und Prof. Dr. Paul Dierkes wirkten an der Konzepterstellung auch Lehramtsstudierende mit. Das Ausstellungskonzept wurde von der Frankfurter Gestaltungsfirma Exposition umgesetzt.

    (13.04.2011)
    Andreas Murmann:   In der Nähe des Osteinganges gibt es ein Parkhaus (ca 350 m Entfernung). Abgesehen davon ist die Parkplatzsituation ziemlich mau - vor allem, wenn man einen gebührenfreien Platz sucht.

    Kommt man in Kronberg an schönen Tagen später hat man auch ein gutes Stück zu laufen...
    (27.03.2011)
    Manuel Becker:   Ohne Frage wird die Konkurrenz stärker und der Bekanntheitsgrad des Opel-Zoos verändert sich (auch aufgrund der gemeinsamen TV-Serie mit FFM). Dennoch wage ich zu behaupten, dass das an der Stellung des Frankfurter Zoo nicht SOOO viel ändern wird. Ob die Besucher in Frankfurt oder in Kronberg zufriedener mit ihrem Besuch sind, habe ich mit keiner Silbe behauptet. Das kann ich auch nicht einschätzen...

    Frankfurts Standortvorteil aufgrund des Images wird sich m.E.n. auch zukünftig nicht stark verändern - denn schließlich baut man ja auch in Frankfurt ständig neu bzw. um (und das erheblich schneller als im Taunus!) und kann immer wieder tolle Geburten vermelden...
    Die Parkplatzsituation hat die Erfolge der zurückliegenden Jahrzehnte ja auch nicht verhindern können. Zweifelsohne könnte die Zufriedenheit mit eigenem Parkhaus o.Ä. angehoben werden. Aber ist das diesen Aufwand wert?
    (25.03.2011)
    Carsten Horn:   Na dann kann Frankfurt sich ja richtig glücklich schätzen bei einer so treuen Besucherschaft, das erklärt natürlich auch, warum man auf Service wie Parkflächen wenig wert legen braucht, die Besucher kommen ja sowieso!!! Hoffentlich bleibt das auch so, wenn in Kronberg z. B. mal wieder ein Elefantenbaby rumwuselt...

    Schade, das ich das nicht eher gewußt habe, da hätte ich im Sonntag gut gefüllten Kronberger Zoo eine Exkursion auf den Parkplatz gemacht und mal so hundert Kennzeichen notiert, das hätte mich interessiert, ob ein Großteil der Besucher wie ich eine relativ weite Anreise gehabt hat und nicht aus der Region kommt...


    (25.03.2011)
    Michael Mettler:   @Manuel Becker: Es soll keine Miesmacherei sein, wenn ich daran erinnere, dass in Kronberg noch Projekte für Elefanten, Flusspferde und Nashörner anstehen, die für mediale Aufmerksamkeit sorgen und manchem Hessen deutlich machen werden, dass das nicht nur ein Wildpark ist. Und damit wird sich der Frankfurter Zoo einem Vergleich durch den Besucher stärker stellen müssen als bisher - wovon durchaus BEIDE Einrichtungen profitieren können, wenn sie ihr Besucherpotenzial zufrieden stellen (und dazu gehört mehr als nur der zoologische Aspekt). Wie heißt es doch so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft.

    Übrigens kann man im Satz "Wenn die Hessen..." auch das "wenn" betonen. Die ganze Diskussion um die Parkmöglichkeiten fußt ja auf der Vermutung, durch eine verbesserte Situation MEHR Kunden zu einem Besuch und vor allen Dingen zum baldigen Wiederkommen locken und ihre Verweildauer im Zoo erhöhen zu können. Und das funktioniert wohl kaum allein nach dem Motto "nach Kronberg fahren die eh nicht"...
    (25.03.2011)
    Manuel Becker:   Aufgrund vieler Verbindungen in Hessen und Umgebung kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass es für diese Regionen in Sachen Zoo fast nur Frankfurt gibt. Wenn ich Freunde frage, Fahrten plane oder was auch immer, ist eins ganz deutlich: Einen Zoo gibt es für die meisten NUR in FFM. Kronberg kennen wesentlich eniger Menschen und ist für die Personen, die ich so kenne ein Tierpark, für viele ein Wildpark. Von der Bekanntheit des Vivariums mal ganz zu schweigen. Rundum: Frankfurt ist wesentlich konkurrenzloser als man denkt. Wenn die Hessen in einen ZOO fahren, dann fahren sie nach FFM. Auch im jahr danach...
    (24.03.2011)
    Carsten Horn:   Stimmt, das wird auch jeder "automobilverwöhnte" Besucher berücksichtigen, das man Kronberg und Frankfurt von der Parksituation nicht vergleichen kann und deshalb wird er auch nicht automatisch den für ihn bequemeren Zoo (mit Parkplätzen vor der Tür) besuchen oder den Zoobesuch bei einem Zoo ohne Parkplätzen ganz unterlassen!!!

    Siehe dazu auch das von Sacha beschriebene Züricher Beispiel, die Situation ist vermutlich auf Frankfurt übertragbar...
    (24.03.2011)
    Liz Thieme:   Ich kann mich nur wiederholen, wir wissen nicht was Prof. Niekisch mit seinem Team plant. Ihm ist die Parksituation bekannt.
    Die Strukturmühlen sind in FFM scheinbar komplexer als in anderen Städten.
    Und Kronbergs Parksituation mit FFM zu Vergleichen ist unsinnig. Schreibt doch FRau Roth und Herrn Semmelroth und guckt was ihr für Antworten bekommt.

    Ich kann nur sagen: Mir gefällt was ich bisher gesehen habe.
    Und ich freu mich va über die derzeitigen tierischen Meldungen. (Die hier schon wegen fast Unbeachtung doppelt gepostet werden).
    Es ist ein FINGERTIER und ein OKAPI!!!!
    :) Ich freu mich auf meinen nächsten Besuch.
    (24.03.2011)
    Zoo Frankfurt:   Sensationeller Zuchterfolg: Deutschlands erste Nachzucht bei den Fingertieren im Frankfurter Zoo

    "Neun Wochen haben wir nur ahnen können, dass unsere Fingertiere Nachwuchs haben", berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die sonst so umgängliche Mutter KINTANA war aggressiv gegenüber den Pflegern und immer wieder für längere Zeit in der Brutkiste verschwunden. Ihre Zitzen waren deutlich angeschwollen. "Wir wollten aber auf keinen Fall stören und haben Mutter und vermutetes Jungtier ganz in Ruhe gelassen", so Niekisch weiter. Am 22. März war es dann soweit, das kleine Fingertier zeigte sich zum ersten Mal in der Anlage im Grzimekhaus - nur für einen flüchtigen, kurzen Moment, lieferte aber so den ersehnten Beweis für diesen ganz besonders wertvollen Zuchterfolg. "Es ist das erste Mal überhaupt, dass in Deutschland ein Fingertier nachgezüchtet wird", berichtet ein sichtlich stolzer Zoodirektor Niekisch.

    Vor 5½ Monaten hatte sich KINTANA (geboren am 11.02.2005 in Bristol, England) ausgiebig mit Fingertier-Mann MALALA (geboren am 8. August 1999 in Trinity, Jersey) gepaart. Bei Fingertieren, auch Aye-Ayes genannt, sind nur Paarungen, die etwa eine Stunde dauern, auch erfolgreich. Es sah also gut aus. Doch dann machte es KINTANA spannend. In der Rückzugsbox für die Fingertiere, in der sich auch die Brutkiste befindet, ist zwar eine Kamera eingebaut, "aber KINTANA wollte sich nicht in die Karten schauen lassen und hat die Kamera mit Nistmaterial zugebaut", so Niekisch. Die Spannung beim Team des Grzimekhauses war daher in den letzten Wochen groß. Denn Fingertiere werden nur in wenigen europäischen Zoos gehalten, in Deutschland zeigt nur noch der Zoologische Garten Berlin ein einzelnes Männchen. Die Fingertiergeburt in Frankfurt ist die deutsche Erstzucht. "Diese Geburt ist wirklich eine Sensation", freut sich Niekisch. "Wir sind froh und stolz, dass diese schwierige Nachzucht bei uns im Zoo Frankfurt gelungen ist. Vor allem, weil KINTANA selbst eine Handaufzucht ist. Sie hat gezeigt, dass ihre Instinkte zur Aufzucht von Jungen dennoch voll entwickelt sind. Die Umsicht und die Erfahrung des Pfleger-Teams haben sicher an diesem besonderen Ereignis einen großen Anteil."

    Im Mai 2010 hatte KINTANA ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Allerdings war schnell klar, dass sie keine Milch hatte. Trotz aller Bemühungen das Kleine von Hand aufzuziehen, verstarb es nach nur fünf Tagen. Allerdings konnten aus diesen Ereignissen wichtige Erkenntnisse gezogen werden, die bei der Geburt in diesem Jahr hilfreich waren. So konnte zum Beispiel die Wärmeregulierung in der Box optimiert werden. Ausschlaggebend war aber, dass KINTANA diesmal ausreichend Milch hat und auch ansonsten bisher alles richtig macht.

    Das junge Fingertier sieht schon genauso aus wie seine Mutter, es ist allerdings nur etwa halb so groß. Ein Kindchenschema ist nicht vorhanden: Die Augen der nachtaktiven Feuchtnasenaffen sind auch beim ausgewachsenen Tier relativ groß, das Gesicht ist hell und ausdrucksstark. Der buschige Schwanz, das dunkle, glänzende Fell - alles ist bei dem Jungtier schon wie bei Mutter KINTANA.

    Noch ist das Junge sehr selten zu sehen. "Heute Morgen haben wir wieder gewartet und gehofft, dass es sich zur gleichen Zeit wie gestern zeigt", berichtet Niekisch. "Ein kurzer Blick aus der Kiste – das war's für heute, vielleicht morgen wieder!" Leider sind Fingertiere sehr scheu, so dass es nicht möglich ist, das Jungtier zu fotografieren, schon gar nicht mit Blitzlicht. Wer es sehen möchte, muss Geduld mitbringen und ein großes Quäntchen Glück.

    In ihrer Heimat im Nordwesten und Osten von Madagaskar leben die Aye-Ayes im Regenwald. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten sie als stark gefährdet. Es ist vor allem der Lebensraumverlust durch den Plantagenanbau, der den wildlebenden Beständen zusetzt. Die Fingertiere galten bereits als ausgestorben, bis man sie 1957 wiederentdeckte.

    (24.03.2011)
    Carsten Horn:   Da war ich wohl einen Tag zu früh in Frankfurt, grrrrrrrr, sonst hätte ich die Fingertiergeburt vielleicht live erleben können... Herzlichen Glückwunsch...

    Ein Shuttle in irgendeiner Form ist sicher nicht die beste Lösung, aber besser als nix...und bei entsprechendem Equipment in ausreichender Zahl muß Bequemlichkeit ja dabei nicht auf der Strecke bleiben...Nur bezahlbar ist das ganze dann nicht mehr, g..., da kommt ein neues Parkhaus allemal billiger...
    (23.03.2011)
    Oliver Jahn:   Also neben allen Parkplätzen und Gesellschaftshäusern, deren Sinn man erkennen mag, oder nicht, die Geburt eines Fingertieres finde ich da erheblich beeindruckender und ich bin absolut begeistert, der Truppe vom Grzimek-Haus und Astrid als Revierleiterin meinen herzlichen Glückwunsch! Da suche ich gern ein wenig länger nach einem Parkplatz.
    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   P.S. Heidelberg hat - siehe entsprechender Thread - aus einer ähnlichen Situation gelernt und baut jetzt ein Parkhaus auf dem Zoogelände!
    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Ich kenne solche lokalpolitischen Entscheidungen auch bei der Errichtung von Fußgängerzonen in Geschäftsstraßen. Da klopfen sich dann Politiker und Städtebauer auf die Schultern, wie schön die Kunden jetzt bummeln gehen können, und ignorieren dabei die Erfahrungen der anliegenden Geschäfte, dass deren Kunden möglichst nahe an der Tür parken möchten. Und irgendwann wird dann krampfhaft nach (Aus-)Wegen gesucht, solche Zonen wieder zu beleben, weil die zahlenden Kunden inzwischen lieber zum Einkauf auf der "grünen Wiese" am Ortsrand umgeschwenkt sind. Wobei dort kurioserweise die Wege vom äußersten Ende eines Großparkplatzes bis zur Geschäftstür durchaus länger sein können... Aber erstens gibt es dort eine Transporterleichterung (Einkaufswagen), zweitens (und da wären wir wieder bei dem, was ich unten schon schrieb) hat der Kunde/Besucher wenigstens das Gefühl, dass ihm der Anbieter selbst die Parkmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Keine Spur von "komm zu uns, aber wie du dein Auto los wirst, ist dein Problem".

    Ich denke, mit einem an den Anfahrtwegen gut ausgeschilderten und optisch gut aufgemachten, hellen Parkhaus (viele Menschen fühlen sich in Tiefgaragen unwohl) könnte der Zoo wirklich Punkte beim Publikum sammeln. Könnte ja zum Garten hin mit Kunstfels verkleidet und als Kulisse genutzt werden...
    (23.03.2011)
    Sacha:   @Carsten Horn: Genau diesen Shuttle-Service gibt es in Zürich. Dort verkehren vorab an Wochenenden Busse von den Parkplätzen der ca. 2 km entfernten Eislaufbahn Dolder zum Zoo-Haupteingang und zurück.
    Habe das schon 2x gemacht. Mit Kleinkindern nicht wirklich zu empfehlen, teilweise wird man da wie eine Ölsardine zusammengequetscht. Gerade Familien die noch einen Kinderwagen brauchen, machen darum oft linksumkehrt, wenn keine "regulären" Parkplätze mehr frei sind. Dass dem Zoo dadurch viele Einnahmen entgehen, ist der rotgrünen und autohassenden Stadtregierung Wurst. Die würde dem Zoo am liebsten noch mehr Parkplätze kappen (bald darf man sich auch noch über eine Parkgebühren-Erhöhung freuen, die diese "familienfreundlichen" Parteien durchgesetzt haben).

    Kurz: Shuttle-Service ist nicht das Gelbe vom Ei und mit Fussballarenen nicht zu vergleichen, weil dort Familien mit Kinderwagen wie MM schon erwähnt hat, klar in der Minderheit sind. Ein zusätzliches Parkhaus in unmittelbarer Nähe des Zoos wäre besser.
    (23.03.2011)
    Zoo Frankfurt:   Sensationeller Zuchterfolg:
    Deutschlands erste Nachzucht bei den Fingertieren im Frankfurter Zoo

    "Neun Wochen haben wir nur ahnen können, dass unsere Fingertiere Nachwuchs haben", berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die sonst so umgängliche Mutter KINTANA war aggressiv gegenüber den Pflegern und immer wieder für längere Zeit in der Brutkiste verschwunden. Ihre Zitzen waren deutlich angeschwollen. "Wir wollten aber auf keinen Fall stören und haben Mutter und vermutetes Jungtier ganz in Ruhe gelassen", so Niekisch weiter. Am 22. März war es dann soweit, das kleine Fingertier zeigte sich zum ersten Mal in der Anlage im Grzimekhaus - nur für einen flüchtigen, kurzen Moment, lieferte aber so den ersehnten Beweis für diesen ganz besonders wertvollen Zuchterfolg. "Es ist das erste Mal überhaupt, dass in Deutschland ein Fingertier nachgezüchtet wird", berichtet ein sichtlich stolzer Zoodirektor Niekisch.

    Vor 5½ Monaten hatte sich KINTANA (geboren am 11.02.2005 in Bristol, England) ausgiebig mit Fingertier-Mann MALALA (geboren am 8. August 1999 in Trinity, Jersey) gepaart. Bei Fingertieren, auch Aye-Ayes genannt, sind nur Paarungen, die etwa eine Stunde dauern, auch erfolgreich. Es sah also gut aus. Doch dann machte es KINTANA spannend. In der Rückzugsbox für die Fingertiere, in der sich auch die Brutkiste befindet, ist zwar eine Kamera eingebaut, "aber KINTANA wollte sich nicht in die Karten schauen lassen und hat die Kamera mit Nistmaterial zugebaut", so Niekisch. Die Spannung beim Team des Grzimekhauses war daher in den letzten Wochen groß. Denn Fingertiere werden nur in wenigen europäischen Zoos gehalten, in Deutschland zeigt nur noch der Zoologische Garten Berlin ein einzelnes Männchen. Die Fingertiergeburt in Frankfurt ist die deutsche Erstzucht. "Diese Geburt ist wirklich eine Sensation", freut sich Niekisch. "Wir sind froh und stolz, dass diese schwierige Nachzucht bei uns im Zoo Frankfurt gelungen ist. Vor allem, weil KINTANA selbst eine Handaufzucht ist. Sie hat gezeigt, dass ihre Instinkte zur Aufzucht von Jungen dennoch voll entwickelt sind. Die Umsicht und die Erfahrung des Pfleger-Teams haben sicher an diesem besonderen Ereignis einen großen Anteil."

    Im Mai 2010 hatte KINTANA ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Allerdings war schnell klar, dass sie keine Milch hatte. Trotz aller Bemühungen das Kleine von Hand aufzuziehen, verstarb es nach nur fünf Tagen. Allerdings konnten aus diesen Ereignissen wichtige Erkenntnisse gezogen werden,
    die bei der Geburt in diesem Jahr hilfreich waren. So konnte zum Beispiel die Wärmeregulierung in der Box optimiert werden. Ausschlaggebend war aber, dass KINTANA diesmal ausreichend Milch hat und auch ansonsten bisher alles richtig macht.

    Das junge Fingertier sieht schon genauso aus wie seine Mutter, es ist allerdings nur etwa halb so groß. Ein Kindchenschema ist nicht vorhanden: Die Augen der nachtaktiven Feuchtnasenaffen sind auch beim ausgewachsenen Tier relativ groß, das Gesicht ist hell und ausdrucksstark. Der buschige Schwanz, das dunkle, glänzende Fell - alles ist bei dem Jungtier schon wie bei Mutter KINTANA.
    Noch ist das Junge sehr selten zu sehen. "Heute Morgen haben wir wieder gewartet und gehofft, dass es sich zur gleichen Zeit wie gestern zeigt", berichtet Niekisch. "Ein kurzer Blick aus der Kiste - das war's für heute, vielleicht morgen wieder!" Leider sind Fingertiere sehr scheu, so dass es nicht möglich ist, das Jungtier zu fotografieren, schon gar nicht mit Blitzlicht. Wer es sehen möchte, muss Geduld mitbringen und ein großes Quäntchen Glück.

    In ihrer Heimat im Nordwesten und Osten von Madagaskar leben die Aye-Ayes im Regenwald. Laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN gelten sie als stark gefährdet. Es ist vor allem der Lebensraumverlust durch den Plantagenanbau, der den wildlebenden Beständen zusetzt. Die Fingertiere galten bereits als ausgestorben, bis man sie 1957 wiederentdeckte.

    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   @Carsten Horn: Und wie viele Besucher hat Bayer Leverkusen, die Kinderkarren und Verpflegungsrucksäcke bei sich haben? :-)
    (23.03.2011)
    Carsten Horn:   Es gibt sogar Alternativen zum Parkhaus, Parkflächen (selbstverständlich ab allen Einfallstraßen vernünftig ausgeschildert) entfernt vom Zoo und dann ein Shuttle-Service per Bus zum Zoo, natürlich alles kostenlos (ansonsten ist der Anreiz nicht groß genug, das Angebot zu nutzen)! Mir zwar aus der Zoowelt so nicht bekannt, aber z. B. Bayer Leverkusen handhabt so den Besucherandrang bei Heimpspielen, weil rund um das Stadion auch kaum Parkflächen zur Verfügung stehen.
    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   @Manuel Becker: Zum zweiten Absatz - ja, genau das. Der Zoo will und braucht viele Besucher für seine Ziele, also muss er etwas für sie tun. Was nützt ein noch so didaktisch und erhaltungszüchterisch wertvolles Gehege, wenn es von einer wegbleibenden Zielgruppe gar nicht erst gesehen wird? Es sind doch die Besucher, die das Geld für Artenschutz- und Zuchtprogramme bringen, also müssen sie als Sponsoren auch umworben werden. Und zwar genau von demjenigen, der ihr Geld gern hätte, also in diesem Fall vom Zoo selbst - diese Verantwortung lässt sich nun mal nicht abwälzen. Nur wenn der Zoo selbst ein Parkhaus betreibt, hat er auch ausreichend Einfluss z.B. auf dessen Preise, denn mit den von Oliver Jahn unten geschilderten Berliner Verhältnissen bei einem (m.W.) zoofremden Parkhausbetreiber hätte man ja erneut einen Abschreckungsfaktor.

    Und da erhebt sich eben die Frage, ob es dem Zoo bzw. der Stadt als dessen Betreiberin das "Opfer" eines Geheges nicht wert sein sollte, um eine größere Besucherzufriedenheit und damit ein besseres Image als Ausflugsziel zu erzielen.

    Nebenbei bemerkt: Wenn der Zoo bei seiner Artenauswahl konsequent vorginge, müssten die Vikunjas ohnehin abgeschafft werden. Hatte nicht der Direktor zur Takin-Abgabe gesagt, das Frankfurter Klima eigne sich nicht für die Haltung von Hochgebirgstieren...? ;-)
    (23.03.2011)
    Manuel Becker:   Edit: "NICHT" vor kompensiert vergessen, huch...
    (23.03.2011)
    Manuel Becker:   @MM: Zum Geschriebenen meine volle Zustimmung. Ich habe ja selber betont, dass das ein großes Problem ist. Es lässt sich meiner Ansicht nach nur nicht durch eine komplette Neugestaltung vom Alfred-Brehm-Platz aus lösen. Mehr habe ich nicht gesagt. Dass eine ÖPNV-Anbindung das Parkplatzproblem kompensiert oder gar genügend Parkplätze eine bescheidene Anbindung, ist mir sehr wohl bewusst. Da ich fast alle Besuche mit ÖPNV-Anreise gestalte, weiß ich aus Erfahrung, wie sehr ich mich ärgere, wenn ich noch ne halbe Stunde zum Zooeingang latschen muss...

    Wie gesagt, ich denke, dass der Zoo mit seiner Parksituation auch alles andere als zufrieden ist! Nur, was soll er machen? Auf eigene Kosten und durch Aufgabe einer oder mehrere Haltungen ein eigenes Parkhaus bauen? Oder den halben Zoo umgraben und eine Tiefgarage errichten? Man hat ja so schon in Frankfurt nicht die beste finanzielle Ausstattung?
    (23.03.2011)
    Carsten Horn:   Hat Frankfurt nicht wegen mangeldem Service sogar schon mal einen Direktor entlassen, wenn ich mich da dunkel recht erinner?

    Und für den von weiter weg anreisenden Zoobesucher bringt ein noch so guter ÖPNV auch nix, wer steigt schon 3 km vor dem Ziel noch auf Bus oder Bahn um, ggf. mit den von Michael beschriebenen "Gepäcklasten"?

    Einen Tag vorher in Kronberg hab ich gesehen, wie man die Parkplatzfrage vernünftig löst, bei eigenem Zutun (für den Zoofreund doch eigentlich selbstverständlich, das er bereits 10 Minuten vor Öffnung am verschlossenen Zootor rüttelt, g, um die Besuchszeit bestens auszunutzen) gab es einen kostenfreien (und nicht strafzettelbedrohten) Parkplatz mit 20 Metern! Fußweg zum Eingang...
    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   @Manuel Becker: Eine gute ÖPNV-Verbindung ist durch nichts zu ersetzen, aber für bestimmte Zielgruppen reicht sie einfach nicht. Ich muss mir doch nur mal anschauen, was z.B. eine Familie mit zwei kleinen Kindern auf einem Zooparkplatz alles an Gepäck für den Zoobesuch aus dem Auto holt (zumindest sehe ich das in Hannover oft) und mir dann vorstellen, sie müsste das alles im Gedränge einer U-Bahn oder eines Busses unterbringen. Angesichts der Armada von Kinderwagen, Buggys usw., die ich an gut besuchten Tagen in Zoos immer wieder erlebe, müssten die Öffis dann wohl Gepäckanhänger mit sich führen...

    Gerade diese Zielgruppe ist doch aber für Zoos besonders wichtig (die Bildungsfunktion für Kinder wird hier im Forum von Zoofans immer wieder ganz weit oben angesiedelt), und ihre Verweildauer zu verlängern, ist ein ganz wichtiger Punkt. Eine kurze sonntägliche Stippvisite zwischen Frühstück und Mittagessen braucht nicht viel Gepäck, ein Tagesausflug dagegen schon. Und je servicefreundlicher ein Zoo solchen Bedürfnissen entgegen kommt, desto interessanter wird er für diese Zielgruppe.

    Dazu ein Zitat aus dem Münchener "Tierparkfreund" 1/2011, denn in München sieht das neue Konzept mehr Besucherfreundlichkeit vor: "Alarmieren muss uns Zoomenschen auch das Wissen der Freizeitler (Anm.: Es geht um eine Studie über Besucherservice in Freizeiteinrichtungen), dass EIN negatives Erlebnis während des Besuchs (Unfreundlichkeit des Personals, dreckige Toilette, Mitleid erregendes Gehege...) 10mal stärker vom Folgebesuch abhält, als dazu EIN Freupunkt motiviert." Ich denke, dass Parkplatzfrust ebenfalls in diese Reihe gehört, denn er wird nun mal mit dem Zoobesuch assoziiert und damit letztlich auch dem Zoo in die Schuhe geschoben.
    (23.03.2011)
    Carsten Horn:   Tja, Ewig-Gestrige gibt es halt immer, die anfangen zu weinen, sobald man nur Veränderungen träumt, das sich da zu 99% leider nix tut, weiß ich selber...

    Ich frag noch mal, welchen Sinn die sogenannte "Perle" für den Besuher hat, ich konnte da gestern auf Toilette gehen, mir in Imbissbudenatmosphäre (kein Unterschied zu dem im Zoo vorhanden Imbisswagen, außer das ich mir den Kaffee am Gesellschaftshaus sogar selber zapfen mußte) was zu Essen oder Trinken holen und ansonsten konnte ich nix sinnvolles dran entdecken (mag natürlich sein, das ich irgendwas übersehen hab...)
    (23.03.2011)
    Manuel Becker:   Also das hier von einem Traum gesprochen wird, wenn an Stelle des Gesellschaftshauses ein Neubau entstehen könnte, könnte ich persönlich nur heulen! Das Haus ist doch ein Perle für den Zoo. Es hat nicht nur Wiedererkennungswert sondern ist multifunktional und wird durch die Umgestaltungen noch funktionaler. Man sollte sich wirklich erst ausführlich mit den Plänen auseinandersetzen bevor man hier drauf rumhackt. Die Fläche, die jetzt eventuell für Tiere verloren geht, wird doch für Besucher indirekt gewonnen.

    Das mit den Parkplätzen ist in der Tat ein Problem. Es lässt sich auch in allen mir bekannten Internetbewertungen und Besuchermeinungen wiederfinden. Ich bin sicher, dass der Zoo das auch gerne anders hätte - aber doch bitte nicht zu Lasten eines Bauwerks mit einer solch tollen Substanz und einer solchen Geschichte. Dafür ist hingegen die ÖPNV-Anbindung erstklassig, daher würde ein zooeigenes Parkhaus meine Zufriedenheit nicht steigern...
    (23.03.2011)
    Michael Mettler:   P.S. Vielleicht hätte der Berliner Zoo mehr Besucher aus dem eigenen Einzugsgebiet, wenn er bessere/billigere Parkmöglichkeiten anbieten würde - die 50 bis 60% Touristen in der Gesamtbesucherzahl dürften wohl überwiegend nicht mit dem Auto kommen...
    (22.03.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Ohne die Örtlichkeiten zu kennen, aber ob "in der Nähe" oder "direkt am Zoo", kann schon einen entscheidenden Unterschied in der Besucherzufriedenheit ausmachen. Unsere Gesellschaft ist über Jahrzehnte hinweg zur Mobilität hin erzogen worden, mit dem Ergebnis, dass heute viele Besucher/Kunden/etc. erwarten, mit dem Auto direkt bis ans Ziel ihrer Wünsche fahren können. Man muss doch nur mal die Diskussionen um die Verkehrsberuhigung von Innenstädten, speziell von Geschäftsstraßen oder Gastronomiebezirken, verfolgen (ich gehe jedenfalls davon aus, dass dies nicht nur bei uns in Hannover und Umland seit Jahren ein Dauerthema ist): Wo nahe gelegene Parkmöglichkeiten fehlen oder wegfallen, bleibt die zahlende Kundschaft oft schnell weg. Selbst eine Baustelle vor einer Ladenzeile, die über Wochen die dortigen fünf bis zehn Parkplätze blockiert, kann schon zu erheblichen Umsatzeinbußen der Geschäfte führen, auch wenn nicht mal hundert Meter entfernt reichlich Parkplätze zur Verfügung stehen. Das ist traurig und man kann darüber nur den Kopf schütteln, aber es sieht nicht so aus, als wenn man da mit Erziehungsversuchen beim Kunden/Gast allzu weit kommt; ich kenne das Thema nun schon gut 30 Jahre, und in dieser Zeit hat sich das Nah-Park-Bedürfnis des zahlenden Publikums trotz aller Gegenlenkungsversuche eher noch verstärkt. Also macht es vielleicht mehr Sinn, das Massenverhalten endlich als gegeben zu akzeptieren und das Angebot danach auszurichten. Bei jedem Neubau eines noch so kleinen Einkaufszentrums sind Zahl und Lage der Parkplätze ein ganz entscheidender Planungsfaktor, da kommen Massenbesuchsziele auch nicht um solche Überlegungen herum.

    "Verkaufspsychologisch" wäre es wahrscheinlich ein guter Schachzug des Zoos bzw. der Stadt, ein zooeigenes Parkhaus zu bauen. Damit würde dem Besucher signalisiert werden, dass sich der "Anbieter" (sprich das Ausflugsziel) um seine Kunden kümmert und sie mit ihrem Problem nicht allein lässt. Wer schon bei Erreichen des Eingangs von der Parkplatzsuche genervt ist, wird wahrscheinlich zumindest für die ersten Eindrücke im Zoo noch nicht ausreichend aufnahmefähig sein, und dabei ist doch gerade der Auftakt eines Zoobesuches eine ganz wichtige Phase.
    (22.03.2011)
    Mel:   @Sacha: Berlin und ÖV :D Das ist eine ganz riskante Sache...hier fährt doch seid Monaten nichts mehr wie es eigentlich soll...da wird eine, im Normalfall 20 min dauernde Fahrt zu einer 3h Fahrt!!!
    (22.03.2011)
    Sacha:   @Liz: Yep, aber ich möchte darauf hinweisen, dass ich nicht gesagt habe, dass da WIEDER Flamingos hinSOLLEN! Ich weiss auch nicht, was Du mit "Alarm melden" meinst. Denn wie gesagt habe ich grundsätzlich nichts gegen eine Renovation des Gesellschaftshauses. Ich bin nur der Meinung, dass man den neuen Eingang auch weniger "platzfressend" (um es mal überspitzt zu formulieren) hätte konzipieren können. Wurde denn z.B. abgeklärt, ob man nicht wie in Köln Kassenhäuschen (oder zumindest einen Teil davon) vor dem Zoo hätte platzieren können (z.B. am Innenkreis des Alfred-Brehm-Platzes)? Das ist nur eine Idee und es gäbe sicher noch weitere Möglichkeiten.
    Ich gebe Dir recht, dass man Manfred Niekisch mal wirken lassen sollte. Allerdings sind meine Erwartungen angesichts der Bartgeier-Voliere bislang nicht sehr hoch.

    @MM: Wildtiere auf Kosten von Haustieren umplatzieren.... endlich wird dieser Mann vernünftig:)
    Im Ernst: Ein zusätzliches Parkhaus fände ich auch nicht schlecht. Mir schwebt allerdings in erster Linie ein unterirdisches vor (wodurch man dann die darüber liegende Fläche immer noch für die Tierhaltung nutzen könnte). Die Frage ist nur, ob unter dem Zoo noch genug Platz ist.

    @Oli: Wow, in Berlin nehmen es die Parkhausbetreiber echt von den Lebendigen. Allerdings muss ich sagen, dass gewisse Parkhäuser in der Innenstadt von Amsterdam noch teurer sind. Hattest Du denn keine Möglichkeit, Deine Karre etwas ausserhalb (und vor allem billiger) zu parken und dann mit den ÖV zum Zoo zu fahren? Eine U-Bahn-Fahrt (und selbst ein 24-Stunden-Ticket) finde ich in Berlin doch relativ günstig.

    (22.03.2011)
    Carsten Horn:   Für die genannten Funktionen scheint mir der Bau trotzdem zu groß, ZGF, Verwaltung, Direktion und Archiv könnten auch in einem funktionalen Eingangsgebäude (alles nur eine Frage der Planung) untergebracht werden, ebenso die Außengastronomie (Innengastronomie gibt es eh aktuell nicht, wie übrigens auch keinen Zooshop). Vortragsraum und Zooschule sollte sich ggf. im Borgoriwald unterbringen lassen?

    Traum wäre natürlich ein kompletter Neubau im Bereich des geplanten Eingangs und des Gesellschaftshauses dort könnte man dann richtig was verwirklichen, Verwaltung/Direktion, Parkhaus, Gastronomie, Zooshop, Nachttierhaus etc.

    Gibt es da ein Parkleitsystem vom Zoo zu den genannten Parkhäusern, oder muß sich jeder Besucher bis ins Detail im Internet informieren, wo er sein Auto lassen kann?
    (22.03.2011)
    Oliver Jahn:   Liz, du hast völlig Recht, wie konnte ich die ZGF vergessen...Asche auf mein Haupt...und da bekommst du meine volle Zustimmung, die ZGF ist sehr wichtig und wenn ich mir anschaue, was die im Zoo für tolle Dinge veranstalten, dann bin ich sehr froh darüber, dass es sie gibt, und dass es sie in Frankfurt IM Zoo gibt.
    (22.03.2011)
    Liz Thieme:   Es gibt vier Parkhäuser in der Nähe, von wo der Zoo, soweit ich weiß, fußläufig zu erreichen ist. Infos hierzu gibt es ebenfalls auf der HP:
    Parkhaus Zoopassage – Grüne Straße 11:
    Parkhaus City-Parkhaus Ost – 2 Einfahrten: Waldschmidtstr. 43 oder Wittelsbacher-Allee 26
    Parkhaus Mousonturm - Waldschmidtstr. 6
    Parkhaus Klinik Rotes Kreuz – Königswarterstr. 19
    Preise sind mir unbekannt, da ich da noch nie war.

    Oli, noch was ist im Zoogesellschaftshaus. Wenn auch für den Zoobesucher auf den ersten Blick nicht so als Wichtig empfunden. Die ZGF.
    Wobei sie sehr wichtig für den Zoo ist und der Zoo für die ZGF. Sie bleiben auf ewig verbunden und sie hinterlassen Spuren im Sein des Anderen.
    Ok, das kleine Theater ist dann eher für Abendbesucher. Aber gerade für diese und für Ausstellungen ist es gut, dass das Zoogesellschaftshaus nach dem Umbau frei steht und man nicht mehr durch die Kassen muss.
    (22.03.2011)
    Oliver Jahn:   Ich kann es nicht genau sagen, aber mir fallen da Dinge ein, wie
    Verwaltung
    Archiv
    Direktion
    Zooschule
    Vortragsräume
    ...
    und dann eben auch noch Innen- und Außengastronomie UND Toiletten.
    Und ich muss ein echter Glückspilz sein, denn auch wenn es manchmal ein ganz klein wenig gedauert hat, so habe ich bei meinen vielen Besuchen in FFM immer einen Parkplatz bekommen, egal, an welchem Wochentag.
    In Berlin hingegen musst ich bereits 2 mal auf ein Parkhaus ausweichen, bei dem mich dann nach dem Besuch fast der Schlag getroffen hat, denn bei 10 Euro Eintritt schaut man schon etwas sparsam, wenn man dann 28 Euro für 6 Stunden Parkzeit bezahlt.
    (22.03.2011)
    Carsten Horn:   Welchen Nutzen erfüllt das Gesellschaftshaus konkret für den Zoobesucher?

    Nur für die eine Toilettenanlage und teilweise Unterbringung der Außengastronomie ist der Bau wohl arg überdimensioniert...
    (22.03.2011)
    Michael Mettler:   Ich finde den Gedanken an ein Zoo-Parkhaus trotz allem eine Diskussion wert (wenn auch nicht auf Kosten des Gesellschaftshauses). Ja, es würde auf Kosten von Gehegeflächen gehen. Wenn aber andererseits dadurch die Besucherzufriedenheit und damit womöglich auch die Besucherzahl steigen würde, käme letztlich über die Einnahmen vielleicht zusätzliches Geld für Arterhaltungsprojekte dabei heraus, das mit den jetzt an diesem Platz befindlichen Tieren nicht zu generieren ist. Übrigens würde kein Mensch auf die Idee kommen, auf Besuchertoiletten in einem Zoo zu verzichten, nur um auf diese Weise zusätzlichen Platz für Tiere zu bekommen - eine Anfahrt mit dem Auto ist aber vor allem für auswärtige Besucher ebenfalls ein "Bedürfnis". Um die alte Binsenweisheit aufzugreifen: Zoos sind in erster Linie für Menschen da, je besser der Service für diese, desto größer die Zufriedenheit und desto mehr profitiert der Zoo auch in finanzieller Hinsicht davon.

    Ganz konkret denke ich an die Fläche der Dr.-Max-Schmidt-Freianlage. Sie liegt an der Zoo-Außengrenze und direkt neben dem Gesellschaftshaus, so dass ein dortiges Parkhaus dem Besucher kurze Wege böte. Die wenigen dort gehaltenen Tierarten ließen sich sogar innerhalb des Zoogeländes anderweitig unterbringen (z.B. auf der jetzigen Haustieranlage).
    (22.03.2011)
    Liz Thieme:   Sacha, dann sollte man aber auch die Hintergründe kennen, warum die Flamingos von dort verschwunden sind.
    Ich empfehle allen einen Blick in den Info-Point zu werfen und sich mal genau mit den Neubauten zu beschäftigen, bevor hier wieder "Alarm" gemeldet wird. Ich habe mir die Pläne genau angeguckt und sehe einen Komplettgewinn für Tiere, Besucher und den Zoo und für den "Flair" der dann endlich wieder vom Zoogesellschaftshaus mit Vorplatz ausgehen kann, wenn es dann frei steht und die "Zollhäuschen" der Kasse verschwinden.

    Vielen von uns können Erdmännchen nicht mehr sehen, aber es sind nun mal die beliebtesten Tiere in Frankfurt (laut Homepage haben sie 230 Paten). Und wenn dann Sponsoren anklopfen und die Tiere eine bessere Anlage bekommen können ist es doch in Ordnung.


    Und das mit den Parkplätzen liegt nicht am Zoo, sondern an der Stadt. Der Zoo ist ein Amt der Stadt. Daher sollten solche Beschwerden an die Stadt gerichtet werden. Viel Erfolg dabei!

    Und dann heißt es einfach mal abwarten, was Prof. Niekisch ausarbeitet, denn sein erstes Projekt sieht doch gut aus. Bis dahin hatte er ja "nur" die Projekte von Dr. Schmidt ausgeführt. Es wird ein langer Weg werden, den der Zoo begehen muss und man kann nur hoffen, dass das Durchhaltevermögen da ist und die Stadt möglichst viel ermöglicht und nicht zu steif im Ablauf ist.
    (22.03.2011)
    Sacha:   @MM: Man muss ja auch nicht gerade an Elefanten, Nashörner oder Giraffen denken. Kleinvieh macht auch Mist resp. auch Platz:).
    Und ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, als vor dem Gesellschaftshaus Flamingos und später Schwäne gehalten wurden.
    (22.03.2011)
    Ralf Sommerlad:   @MM: So isses.

    (22.03.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Der Platz, den der Zoo durch die bauliche Auskoppelung des Gesellschaftshauses verliert, wäre doch aber ohnehin für Tierhaltung nicht gerade geeignet. Der aktuelle Eingangsbereich und ein langgezogener Weg entlang des Außenzaunes, mehr ist das doch nicht? Das hätte schon in früheren Zeiten gerade mal für eine Papageienallee gereicht...
    (22.03.2011)
    Sacha:   Dann habe ich das falsch verstanden. Item: Nichts gegen die Renovation des Gesellschaftshauses an sich. Aber gleich von "grandios" sprechen?
    Und zum Platz: Nun ja, alles eine Frage der Relation. Ein paar Dutzend Quadratmeter für die Tierhaltung haben oder nicht haben machen m.E. in Frankfurt schon mehr aus als z.B. im Tierpark Berlin oder in Nürnberg.
    (22.03.2011)
    Carsten Horn:   Die einzigst vernünftige Nutzung des Gesellschaftshauses wäre, einstampfen, und dafür ein Parkhaus ( ggf. mit integriertem Nachttierbreich und Verwaltung) an die Stelle, es ist nämlich in meinen Augen eine ganz dolle Visitenkarte, wenn man montags! morgens als "Auswärtiger" erst mal um den Zoo rumeiern kann um einen Parkplatz zu finden und letztendlich nur auf den Anwohnerparkplätzen was findet, wo man ab 16:00 Uhr einen Strafzettel riskiert...Wie das am WE aussieht, möchte ich mir gar nicht vorstellen!
    (22.03.2011)
    Manuel Becker:   Ich meinte das nicht ironisch! Finde es wirklich gut, denn so lassen sich die Räume des Gesellschaftshauses tatsächlich viel besser nutzen. Dort kann eine tolle Visitenkarte entstehen und der "verschenkte" Platz ist jetzt auch nicht so gewaltig...
    (22.03.2011)
    Sacha:   @Manuel Becker: Ich auch, wo doch der Zoo Frankfurt Platz zum Versauen hat....
    (22.03.2011)
    Manuel Becker:   Die Ringbindung gibt es schon seit dem letzten Jahr, denn der "aktuelle" Zooführer ist aus 2010. Das mit der Erdmännchenanlage konnte man ebenfalls aus der PM zur Bärenanlage entnehmen.

    Jaaa, es tut sich viel in FFM und die nächsten Jahre lassen stark hoffen. Besonders das mit dem neuen Eingangsbereich und der Anbindung des Gesellschaftshauses an den A-B-Platz finde ich grandios...
    (22.03.2011)
    Carsten Horn:   Zur Freude aller Sammler haben jetzt auch die Frankfurter Zooführer Ringbindung...

    Und noch eine erfreuliche Nachricht, der Imbiss im Gesellschaftshaus wurde geschlossen und dafür bekommt man in den umliegenden gastronomischen Einrichtungen Ermäßigung, also eine deutliche Verbesserung vermutlich, g...

    Und was noch viel wichtiger als das neue Bärengehege ist, eine neue Erdmännchenanlage wird errichtet!!!
    (21.03.2011)
    Zoo Frankfurt:   Okapi-Baby MAIKO ist da - macht sich aber noch rar

    Okapi-Babys sind sogenannte Ablieger, das heißt, sie halten sich fast den ganzen Tag über in ihrer Deckung auf. Hier im Zoo Frankfurt ist dies der geschützte Okapi-Stall. Der am 14. Februar geborene Okapi-Junge MAIKO ist daher für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher zurzeit nur über einen Bildschirm im Giraffen-Haus zu sehen - und zwar dann, wenn er seine Deckung verlässt, um bei Mutter LOMELA zu trinken.

    "Zum ersten Mal seit genau sechs Jahren haben wir wieder eine Okapi-Geburt", berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch stolz. "Der Frankfurter Zoo hat eine lange Tradition in der Okapi-Haltung. 1954 brachte der damalige Direktor Prof. Bernhard Grzimek die erste Waldgiraffe nach Deutschland, und zwar in unseren städtischen Zoo - damals eine Sensation!", erklärt Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth bei einem Termin im Zoo. Seit dieser Zeit sind 20 Jungtiere in Frankfurt zur Welt gekommen, 19 davon im Giraffen-Haus.

    Die Stadt Eschborn hatte mit einer großzügigen Spende im Jahr 2005 den Bau des neuen Okapi-Geheges möglich gemacht. "Der erste Nachwuchs in unserem Okapi-Haus ist natürlich etwas ganz Besonderes", freut sich der Bürgermeister der Stadt Eschborn, Wilhelm Speckhardt, der auch seinerzeit bei der Eröffnung der Anlage mit dabei war und die Geschicke des Frankfurter Zoos und seiner Okapis mit großem Interesse verfolgt.

    MAIKO ist das erste Kind von Okapi-Kuh LOMELA. Sie wurde 2003 im Zoo von Rotterdam geboren und teilt sich seit 2005 das Gehege mit ANTONIA, die 2003 im Zoo London geboren wurde. Vater DETO, 2001 ebenfalls im Zoo Rotterdam geboren, kam 2009 dazu.

    "MAIKO wog bei seiner Geburt 19 kg und war ca. 50 cm groß", beschreibt Niekisch den kleinen Okapi-Jungen. "Da Okapis Ablieger sind, haben wir für MAIKO ein wunderbar verstecktes Nest im Okapi-Stall gebaut, sogar eine Fußbodenheizung wurde extra für ihn eingezogen." Bis zu sechs Monate lang liegen kleine Okapis gut geschützt in ihrem Nest. Mutter LOMELA hält sich immer im Nachbarstall auf, weit weg von ihrem Jungtier, um dessen Aufenthaltsort nicht an potenzielle Feinde zu verraten. "Nur wenn die Mutter ein Zeichen gibt, dass die Luft rein ist, kommt das Jungtier aus seinem Versteck, um zu trinken", erläutert Niekisch. MAIKO trinkt etwa 2-3 Mal pro Tag für ca. 5 Minuten. Das ist auch die Zeit, in der man den Kleinen auf einem Bildschirm im Giraffen-Haus beobachten kann.

    Okapis werden bis zu einem Jahr lang gessäugt. Allerdings fangen sie bereits in einem Alter von etwa sechs Wochen an, sich zusätzlich von Frischlaub zu ernähren. Wenn die Temperaturen im Frühling es zulassen, werden dann auch die ersten Ausflüge auf die Freianlage unternommen. Erst dann haben die Zoobesucher die Chance, das Kleine direkt zu sehen.

    "Die Geburt von MAIKO ist von herausragender Bedeutung für das Überleben der relativ kleinen Zoopopulation, die im Rahmen des Internationalen Zuchtbuches sowie des Europäischen Erhaltungszucht-Programms EEP vom Zoo Antwerpen aus gemanagt wird. Am 1. Januar 2011 waren im Internationalen Zuchtbuch 163 (86,77) verzeichnet und 2010 sind lediglich elf (7,3,1) Jungtiere geboren, davon nur zwei in Europa. Diese Anzahl hat gerade genügt, um die in diesem Zeitraum verstorbenen Okapis zu ersetzen", so Niekisch.

    MAIKO ist nach dem Nationalpark gleichen Namens benannt. Der Maiko-Nationalpark liegt in der östlichen Provinz Nord-Kivu der Demokratischen Republik Kongo und ist der größte bewaldete Flachlandpark im Ostkongo. Auf einer Fläche, die etwa halb so groß ist wie Hessen, rund 10.800 km², kommen hier unter anderem Okapis (Okapia johnstoni), Tiefland-Gorillas (Gorilla beringei graueri) und Kongo-Pfauen (Afropavo congensis) vor. Alle drei Arten gelten als bedroht. Als Teil des Kongobeckens und damit des zweitgrößten Waldgebietes weltweit ist der Park zudem als Kohlenstoffspeicher von globaler Bedeutung. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) ist seit 2009 im Maiko Nationalpark aktiv.

    (21.03.2011)
    Zoo Frankfurt:   "Erster Baggerbiss" zum Neubau der Bären-Anlage und des Haupteingangs

    Die Bauzäune stehen, die Bagger sind angerollt - der Umbau des westlichen Areals des Frankfurter Zoos hat begonnen. Nach langer und intensiver Vorarbeit entsteht nun auf einer Fläche von 1.600 m2 eine großzügige Anlage für Brillenbären und Schwarze Brüllaffen sowie ein neuer Haupteingang mit Zoo-Shop. Mit dem ersten Baggerbiss am 18. März 2011 geben Oberbürgermeisterin Dr. h.c. Petra Roth, Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, der Leiter des Hochbauamtes, Dr. Hans-Jürgen Pritzl, und Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch den Startschuss zum Abriss der alten Bären-Anlage.

    "Ich bin sicher, dass der Zoo durch die attraktiven Neubauten einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft geht: besserer Service für die Zoobesucherinnen und Zoobesucher, bessere Bedingungen für die Tiere und bessere Arbeitsbedingungen für die Zoomitarbeiter - ein Projekt, bei dem alle gewinnen werden", so Oberbürgermeisterin Roth anlässlich des Baubeginns.

    2008 wurde ein Architekturwettbewerb für das Bauvorhaben ausgeschrieben. Die Entscheidung fiel auf den Entwurf der Architekten Henchion und Reuter zusammen mit dem Landschaftsarchitektur Büro Röntz, beide aus Berlin. "Die Architekten und Landschaftsplaner haben nicht nur die neue Bären-Anlage gestaltet, sondern ein Gesamt-Ensemble entwickelt, das außer der Tier-Anlage und dem neuen Zoo-Eingang auch die Neugestaltung des Vorplatzes vor dem Zoogesellschaftshaus mit einschließt", erläutert Kulturdezernent Semmelroth den Entwurf.

    Bären-Anlage und neuer Eingangsbereich werden die gesamte Fläche vom ehemaligen Kiosk bis zum Löwengehege links vom Zoogesellschaftshaus einnehmen. Der Vorplatz wird zum Alfred-Brehm-Platz hin geöffnet. "Das klassizistische Gebäude mit dem Fritz-Rémond-Theater wird dadurch vom Alfred Brehm-Platz aus frei zugänglich. Damit ist auch der Weg frei für ein neues Betreiberkonzept des Zoogesellschaftshauses - einem der attraktivsten Veranstaltungsorte in unserer Stadt", so Semmelroth weiter.

    Die Zoobesucher werden in Zukunft von einer langgestreckten Arkade in ein großzügig angelegtes Foyer geleitet. Hier befinden sich der modern gestaltete Kassenbereich, ein Informationspunkt und der Zoo-Shop. Das Foyer ist aber nicht nur eine funktional gehaltene Eingangshalle, sondern schon Teil des Zoos, mit einem ersten Einblick in die Innenanlage der Brüllaffen.

    Die an das Foyer anschließende neue Anlage für Brillenbären und Schwarze Brüllaffen wird mehr als 1.600 m2 Außenfläche umfassen und abwechslungsreich mit Naturmaterialien gestaltet sein: Kletter-, Kratz- und Wippbäume, Grabmulden, Wasserstellen, Höhlen, Sonnen- und Schattenplätze sollen ein perfektes Umfeld zum Wohlfühlen für Brillenbären und Schwarze Brüllaffen bieten.

    "Hinter der großen Bären-Außenanlage, welche für unsere Besucher eine besondere Attraktion sein wird, entsteht ein Gebäudekomplex, der nicht öffentlich zugänglich ist. Er beherbergt unter anderem die gesamte Technik der neuen Anlage sowie die berühmte Rostkatzen-Zuchtstation des Frankfurter Zoos", führt Zoodirektor Niekisch aus. Und ebenfalls für die Besucher unsichtbar, entsteht eine neue tierärztliche Quarantäne-Station im Wirtschaftshof.

    "Das Hochbauamt Frankfurt wird durch seine professionelle Projektsteuerung entscheidend zur Realisierung dieses ersten Bausteins des neu erarbeiteten Gesamtenergiekonzepts beitragen", ist sich der Leiter des Hochbauamtes Pritzl sicher. "Der Zoo ist eine der wichtigsten Adressen in der Stadt Frankfurt. Durch dieses herausragende Projekt wird der Zoo eine wesentliche Aufwertung erfahren. Darüber freuen wir uns."

    Die Fertigstellung von Eingang und Zoo-Shop ist für Sommer 2012 vorgesehen. Die Bären- und Brüllaffen-Anlage kann nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich ab Herbst 2012 von ihren neuen Bewohnern bezogen werden - dann, wenn auch die Bepflanzung eine Chance zum Anwachsen hatte.

    Die Neugestaltung dieses westlichen Zoo-Areals ist aber nur der Anfang. "Der Zoo muss in weiten Bereichen erneuert werden, um zukunftsfähig zu sein und um seine Aufgaben als Freizeiteinrichtung, Bildungsstätte, Forschungs- und Naturschutzzentrum erfüllen zu können", betont Niekisch. "Und wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir es geschafft haben, in nur drei Jahren vom Punkt Null der Planung bis zum Baubeginn mit einer völlig neuen Konzeption zu kommen", sagt der Zoodirektor weiter. Noch in diesem Frühjahr bekommen auch die überaus beliebten Erdmännchen eine neue große Anlage. Parallel wird mit Hochdruck das dringend benötigte Pinguin-Haus geplant.

    Im Info-Punkt unterhalb der Zooterrassen kann man sich über das aktuelle Bauprojekt informieren und über die Website des Zoos www.zoo-frankfurt.de den Baufortschritt verfolgen.

    Am 3. April feiert der Zoo von 10.00 bis 16.00 Uhr ein "Bären-Fest" bei dem der neue Haupteingang, die neue Tieranlage und ihre neuen Bewohner den Zoobesucherinnen und Zoobesuchern vorgestellt werden.

    (21.03.2011)
    Manuel Becker:   Oje oje. Frankfurt ist aber in letzter Zeit gebeutelt was die Menschenaffenbabys angeht. War erst letzte Woche dort...
    (14.03.2011)
    Zoo Frankfurt:   Orang-Utan-Jungtier im Zoo Frankfurt gestorben

    Ein trauriges Ereignis muss der Zoo Frankfurt am 14. März vermelden. Am Vormittag verstarb der am 13. September 2009 geborene Sumatra Orang-Utan Junge PANDAI.

    "Die Ursache für den Tod von PANDAI ist noch unklar", so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der junge Orang-Utan war seit einiger Zeit unter tierärztlicher Beobachtung, weil er Verhaltensauffälligkeiten zeigte und seine Blutwerte nicht optimal waren. Ob ein genetischer Defekt oder eine Infektion die Ursache für den plötzlichen Tod war, muss jetzt in der Tierpathologie der Universität Gießen geklärt werden.
    "PANDAIs Mutter Rosa geht es gesundheitlich gut", erklärt Prof. Niekisch. "Auch die anderen Mitglieder der Orang-Utan-Gruppe zeigen keine Auffälligkeiten. Der Verlust eines so wertvollen und charismatischen Tieres ist tragisch, war aber leider auch unter so guten Bedingungen wie in unserem Menschenaffenhaus nicht vorhersehbar und nicht vermeidbar."

    (14.03.2011)
    Liz Thieme:   Jetzt hab ich vor Jubel schon halbe Sätze verschluckt und Buchstaben.
    Ich war nicht geschockt, sondern viel mehr begeistert und es ist so nüdelich :)
    Das musste ich jetzt mal los werden. Jetzt werde ich wieder seriös.
    (03.03.2011)
    Liz Thieme:   Ohjeeeeejeee, ich habe gerade auf der Okapiseite das erste Foto von Lomela mit ihrem Kleinen, aufgenommen von Stefan Stadler, Huftier Kurator.
    (03.03.2011)
    Oliver Jahn:   Hier mal eines der beiden neuen Brüllaffenweibchen.
    (28.02.2011)
    Holger Wientjes:   @Liz: Ach Geduld ist nicht gerade meine Stärke... ;-)
    (23.02.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis 1:
    Abendöffnung des Exotariums
    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:

    Datum: 25. Februar 2011
    Treffpunkt: Reptilienhalle (1. Stock des Exotariums)
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Thomas Hüge
    Thema der Führung:
    Alder … was guggst du!
    Sich via E-Mail oder Fax zu verständigen fällt bei Reptilien aus. Wie sagen sich die Tierchen dann sonst so die Meinung?
    Anhand manchmal nicht ganz so ernst zu nehmender Beispiele erklärt und zeigt Tierpfleger Thomas Hüge, wie Reptilien kommunizieren.
    Der Zooeintritt kostet 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder (Feierabendtarif).

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Biol. Rudolf Wicker
    Tel.: (069) 212 - 33732


    Veranstaltungshinweis 2:
    Sonntagsführung im Zoo
    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Thema der Führung am Sonntag, 27. Februar 2011: Frösche, Molche, Salamander weltweit vom Aussterben bedroht
    Hintergründe und Ursachen des Amphibiensterbens
    Von den zirka 6.000 Amphibienarten sind ca. 1.500 akut vom Aussterben bedroht, dabei sind Amphibien ein wichtiger Teil des Nahrungsnetzes sowohl als Vertilger von Insekten und Gliedertieren als auch als Nahrung für viele froschfressende Schlangen und andere Tiere.
    Bei dieser Sonntagsführung erklärt Dipl.-Biol. Rudolf Wicker zunächst wie Amphibien leben und welche Bedürfnisse haben, bevor er den Fragen nachgeht, was zur weltweiten Bedrohung der Amphibien führt.

    Führungsbeginn: 11.00 Uhr
    Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums)
    Führungsdauer: eine bis eineinhalb Stunden
    Zoo-Eintrittspreise:
    Erwachsene: 8,00 €
    Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre): 4,00 €

    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Biol. Rudolf Wicker
    Tel. 069-212-33732


    Veranstaltungshinweis 3
    Vortrag
    Blutdurstige Helfer - der Einsatz von Raubwanzen in Zoologischen Gärten

    Raubwanzen können zur Blutentnahme bei Zootieren eingesetzt werden, ohne dass diese betäubt werden müssen. Wie das funktioniert und was mit den Blutproben geschieht, stellt André Stadler in seinem Vortrag vor.

    Referent: Dipl. Biol. André Stadler, Zoo Wuppertal
    Wann: 02. März 2011
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (22.02.2011)
    Liz Thieme:   @Holger die HP besagt ja auch, dass das Okapi derzeit noch nicht zu sehen ist. Frankfurt gibt PMs immer erst raus, wenn man das Tier auch sehen kann. Das Wetter ist aber wohl auch mit ein Grund warum das Kleine noch nicht zu sehen ist.
    Bisschen Geduld bei solch einer Art ist meiner Meinung angebracht.
    (22.02.2011)
    Carsten Horn:   Da hab ich den Frankfurt-Besuch für nächsten Monat ja richtig geplant, g...
    (22.02.2011)
    Holger Wientjes:   Danke Olli ! Hatte zunächst nach einer umfangreicheren Mitteilung gesucht. Aber die kommt wahrscheinlich noch. Denke nicht, dass man eine Okapigeburt nur unter "ferner liefen" abtun wird.
    Ein Kantschil ist übrigens auch noch geboren worden.
    Danke für den Hinweis zu den Brüllaffen !
    (21.02.2011)
    Oliver Jahn:   @Holger, das verwechselst du jetzt mit der Geschichte von vor 2011 Jahren! ;-)
    Es steht hier:
    http://www.zoo-frankfurt.de/tiere/
    tierische-neuigkeiten/geburten-neuzugaenge.html
    Und weiterhin ist zu lesen, dass die neuen Brüllaffen für die Gemeinschaftshaltung auf der neuen Bärenanlage bereits im Zoo sind und im Affenhaus zu sehen sind.
    Dieses steht unter "Gehege-Häuser" und dann unter Affenhaus.
    (21.02.2011)
    Holger Wientjes:   Wieso ? Jungfernzeugung... ;-)

    Nee, ich meinte damit, dass das Kalb wohl schon vom neuen Bullen ist !

    @Olli: Wo steht das denn auf der HP ?
    (21.02.2011)
    Liz Thieme:   Naja Holger für Nachwuchs braucht man schon ein Männchen.
    Deto kam am 29.8.2009 nach Frankfurt. Aufgrund des Geburtsdatums des kleinen Bullens kann man ja rückrechnen auf ungefähr Dezember 2009 als Deckdatum.
    Passt also.
    (21.02.2011)
    Holger Wientjes:   Freut mich zu lesen ! Ist da nicht ein neuer Bulle vor einiger Zeit nach Frankfurt gekommen oder vertu´ ich mich da jetzt ?
    (21.02.2011)
    Oliver Jahn:   Wie auf der HP von FFM zu lesen ist, gab es am 14.02. diesen Jahres männlichen Okapinachwuchs im Zoo.
    Mutter ist Lomela.
    (21.02.2011)
    Zoo Frankfurt:   Niebel setzt sich für Serengeti ein
    Serengeti darf nicht sterben - aktueller den je

    Bei seinem Besuch in der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft, die sich
    seit dem Wirken von Professor Grzimek vor fast 50 Jahren für den Erhalt
    der Serengeti engagiert, hat Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel am Donnerstag in Frankfurt am Main einen neuen Vorschlag im Ringen um eine
    geplante Querung des Nationalparks präsentiert. Hintergrund ist das von
    der internationalen Gemeinschaft mit Sorge beobachtete Vorhaben der
    tansanischen Regierung, eine 54 Kilometer lange Straße durch den Serengeti Nationalpark zu bauen, um die Entwicklung ländlicher Gebiete Nordtansanias voranzutreiben.
    "Der Straßenbau in der vorgesehenen Form hätte irreversible Folgen für das
    Weltnaturerbe, insbesondere in Hinblick auf die jährliche Wanderung von
    1,3 Millionen Tieren", sagte Niebel. "Unsere Initiative hingegen zeigt,
    wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) zu win-win-Lösungen beitragen kann, die den berechtigten Entwicklungsinteressen bisher vernachlässigter ländlichen Gegenden Tansanias entgegen kommen, ohne dabei das weltbekannte einzigartige Ökosystem unwiderruflich zu zerstören", unterstrich der Minister.
    Der deutsche Vorschlag umfasst folgende Elemente: Deutschland erkennt den
    ökonomischen Nutzen besserer Straßeninfrastruktur an. Die deutsche EZ ist bereit, eine Studie zur Anbindung der nördlich an die Serengeti
    angrenzenden Distrikte (insb. Loliondo) an das bestehende Straßennetz -
    ohne Querung der Serengeti - und zu Maßnahmen der ländlichen Entwicklung
    in der Region zu erstellen und die Finanzierung der Umsetzung im Rahmen
    bestehender Mittel sicher zu stellen.
    Darüber hinaus wird Deutschland sich an einer internationalen
    Machbarkeitsstudie zur sogenannten "Südumgehungsstraße" beteiligen.
    Deutschland setzt sich bei anderen Gebern dafür ein, im Rahmen eines
    Geberkonsortiums die Umsetzung der Alternativrouten finanziell zu
    unterstützen. Dieses deutsche Angebot ist verbunden mit der Forderung der
    nachhaltigen Absicherung dieser Lösungen durch die tansanische Regierung
    in Form eines politischen Moratoriums bezüglich des Ausbaus kommerzieller
    Straßen durch die Serengeti.
    Dieser Vorschlag greift erstmals konstruktiv die berechtigten
    wirtschaftlichen Interessen Tansanias auf und sichert gleichzeitig
    langfristig den Erhalt der Serengeti.
    Bei Gesprächen in der vergangenen Woche in Tansania nahmen die Vertreter
    der tansanischen Regierung das deutsche Vorschlagspaket interessiert auf.
    Zum Hintergrund: Die tansanische Regierung plant seit längerem, eine
    Fernverbindungsstraße von Arusha noch Musoma auszubauen, die bei der
    bisheriger Planung (sog. "Nordroute") auf einer Länge von 55 km den
    Nordteil der Serengeti queren würde, mit erheblichen ökologischen und
    sozialen Auswirkungen auf das einzigartige Ökosystem. Ungeachtet heftiger internationaler Proteste hat Präsident Kikwete diesen Plan mehrmals, auch aktuell, öffentlich bestätigt. Ende Januar ist der Entwurf einer lange
    angekündigten Umweltverträglichkeitsstudie zu der Straße vorgelegt worden, die jetzt breit zu konsultieren ist. Allerdings geht die Studie lediglich
    auf Risikominderungsmaßnahmen für die Nordroute ein, prüft jedoch nicht
    umfänglich wirtschaftlich, ökologisch und sozial verträglichere
    Alternativrouten.
    (18.02.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:
    Abendöffnung des Exotariums
    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:

    Datum: 4. Februar 2011
    Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums)
    Uhrzeit: 19.15 Uhr:

    Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung von Reviertierpfleger Thomas Tikatsch
    Thema der Führung:
    Blumentiere, Nesseltiere und Korallen

    Im Korallenriff leben nicht nur Nemos sondern eine Vielzahl anderer Tiere, die sich dort perfekt angepasst haben. Und wenn der Mensch nicht dazwischen pfuscht, kann es auch noch lange so bleiben!

    Wie alles zusammengehört erklärt an diesem Abend Reviertierpfleger Thomas Tikatsch.

    (02.02.2011)
    Zoo Hannover:   Herzlich willkommen, kleiner Gorilla – Nachwuchs im Menschenaffen-Haus

    Während sich draußen Schneeberge im Zoo türmten ist in der tropischen Wärme des Menschenaffen-Hauses Borgori-Wald am 20. Dezember 2010 ein kleiner Gorilla zur Welt gekommen. „Die Freude war groß, als bei DIAN eine Schwangerschaft festgestellt wurde, denn viel Hoffnung hatten wir eigentlich nicht mehr, dass die bereits 22-jährige Gorilla-Dame noch Mutter wird“, so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Jetzt klammert sich der kleine Gorilla-Junge QUEMBO in das Fell seiner Mutter, die ihn liebevoll umsorgt.

    DIAN hält ihren kleinen Sohn sehr fürsorglich im Arm. „Obwohl es ihr erstes Kind ist, macht sie alles so, wie man es sich von einer guten Gorilla-Mutter wünscht“, freut sich Niekisch. Mit ihren 22 Jahren hatte DIAN schon mehrmals die Gelegenheit, sich mütterliches Verhalten bei anderen Gorillas abzuschauen. Sie selbst war aber bisher nicht schwanger geworden. Eine eindeutige Ursache dafür konnte auch bei Untersuchungen durch das Institut für Zoo- und Wildtierforschung IZW nicht gefunden werden. Vater VIATU (12), der am gleichen Tag wie sein Sohn Geburtstag hat, verhält sich Mutter und Kind gegenüber friedfertig. Nur am Tag der Geburt war er etwas nervös – aber wer könnte ihm das verdenken?

    Zoodirektor Niekisch und sein Team sind froh, aber nicht überrascht, dass VIATU keine Aggressionen gegenüber QUEMBO zeigt. Im August 2009 hatte der junge Silberrücken sein erstes Kind, das er in Frankfurt gezeugt hatte, unmittelbar nach der Geburt getötet. Man ging damals davon aus, dass der junge Gorilla-Mann seinen Platz in der Frankfurter Gruppe noch nicht gefunden hatte und mit großem Stress auf das Jungtier reagierte. „Jetzt“, so Niekisch, „wird VIATU von den drei weiblichen Tieren akzeptiert und verhält sich so, wie das für einen souveränen Silberrücken normal ist.“ Auch die beiden Weibchen REBECCA und JULCHEN haben den Gruppenzuwachs positiv aufgenommen. Insbesondere die jüngere REBECCA hält sich gerne in der Nähe von DIAN und ihrem Sohn auf.

    Der kleine Gorilla wird nun erst einmal einige Jahre im Frankfurter Zoo bleiben. Drei bis vier Jahre lang werden junge Gorillas von ihren Müttern gesäugt.

    Die in Frankfurt lebenden Gorillas gehören zu den Westlichen Flachlandgorillas (Gorilla gorilla gorilla), die im westlichen Afrika (Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik) beheimatet sind.
    Laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind sie vom Aussterben bedroht. Lebensraumzerstörung, die Bejagung wegen ihres Fleisches und als Trophäen und das Ebola- Virus sorgen seit Jahren für einen dramatischen Rückgang der freilebenden Population.

    (06.01.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Tröste dich, es steht eh schon seit dem 21.12. (einen Tag nach der Geburt) im Forum - siehe weiter unten...
    (04.01.2011)
    Liz Thieme:   Wie ich vorhin bemerken musste nachdem ich es hier schon geschrieben hatte, hat der Zoo eine Sperrfrist bis zum 6.1. gesetzt an die sich die dpa nicht gehalten hat. Daher leider doch auch hier die Veröffentlichung.
    (04.01.2011)
    Liz Thieme:   Gorillaweibchen Dian hat einen Sohn Ende Dezember zur Welt gebracht.
    (04.01.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag

    Das Erdferkel – faszinierend, aber schlecht erforscht

    Dr. Thomas Lehmann forscht am Naturmuseum Senckenberg über die Paläontologie des Erdferkels und verwandter Arten. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Entstehungs-geschichte, Zoogeographie und Biologie des Erdferkels.


    Referenten: Dr. Thomas Lehmann, Senckenberg Forschungsinstitut und
    Naturmuseum Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 5. Januar 2011
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei


    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.

    (03.01.2011)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:

    Abendöffnung des Exotariums


    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:

    Datum: 7. Januar 2011

    Treffpunkt: Reptilienhalle
    (1. Stock des Exotariums)

    Uhrzeit: 19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen

    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Thomas Hüge

    Thema der Führung:
    Es tut sich was und keiner sieht's

    Vom Laienterrarium aus der Holzkiste bis zu Vollglas- und Landschaftsterrarien ist alles möglich. Sinn und Unsinn von oft teurem Zubehör erklärt Tierpfleger Thomas Hüge und zeigt adäquate Terrarieneinrichtungen.


    Der Zooeintritt kostet 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder (Feierabendtarif).

    (03.01.2011)
    Mel:   Ohjeh ohjeh ich hatte es fast schon geahnt, als ich den Texte eingestellt hatte, dass ich fehl interpretiert werde. Ich hatte eigentlich nicht vor aufzuzeigen „das geht nie und nimmer“, ich wollte eigentlich nur auf die etlichen Hürden hin weisen die solch einem Projekt im Wege stehen können. Ich glaube viele von uns wären über solch ein Großunternehmen zur Blutauffrischung und Sicherung der Zoobestände mancher Arten mehr als glücklich. Nur sehe ich so etwas eben leider in den kommenden Jahren nicht. Was die Schweiz betrifft, da kenne ich zwei Fälle wo leider schon Kleinimporte im Endeffekt von den Veterinärmedizinischen Behörden „verhindert“ wurden. Einmal weil eine Unterartenfrage angeführt wurde obwohl es in diesem Falle keine aktuelle Unterartenfestlegung gibt und im einem zweiten Falle zog der ausländische Zoo die „Reißleine“ da ihm die Anforderungen der VET’s, sagen wir mal vorsichtig „zu viel wurden“. Also scheinbar trauriger Weise wirklich sehr ähnlich unserer Behörden.
    (29.12.2010)
    Sacha:   @MM: In der Schweiz ist es sehr ähnlich wie in der EU.
    So ist z.B. die Einfuhr von Nicht-haustierartigen Hornträgern, sowie Kamelen und Schweinen aus Drittländern nur aus "zugelassenen Ländern" erlaubt (Länderliste des BVET im Anhang I Teil 1 der Entscheidung des Rates 79/542/EWG). Dann gibt es natürlich immer Sonder- und Zustatzregelungen: Z.B. brauchen bei Importen aus Drittweltländern Kamelartige eine Zusatz-Garantie, dass sie frei von infektuöser boviner Rhinotracheitis sind.

    Meinen Vorschlag betreffend sieht es so aus: Wenn ich nichts übersehen habe, dann wäre der Direktimport der von mir genannten Antilopenarten in die Schweiz aus Tansania und/oder Kenia erlaubt.

    Wer es genauer wissen will:
    http://www.bvet.admin.ch/ein_ausfuhr/01210/01229/index.html?lang=de
    (29.12.2010)
    Michael Mettler:   @Sacha: Nur mal interessehalber, da ich ja immer nur von Importaufwand der EU-Länder höre - wie steht es in dieser Hinsicht eigentlich um die Schweiz als Nicht-EU-Land und die dortigen Einfuhrbestimmungen? Ich habe dabei noch die launige Geschichte im Hinterkopf, wie einst die Zoos von Basel und Frankfurt gemeinsam ihre Bongos importierten, nachdem sie in Kenia mittels Vorweisen einer Landkarte aufgezeigt hatten, dass die beiden Zoos doch quasi benachbart seien (jedenfalls im Vergleich zu afrikanischen Flächendimensionen) und man sich deshalb das Kontingent von 2,4 Bongos teilen könne... Das waren allerdings noch Vor-CITES-Zeiten.
    (29.12.2010)
    Sacha:   Zur Sicherheit: Bitte den Text bezüglich der "Tonalität" nicht falsch verstehen. Ist mehr mit einem Seufzen denn mit Knurren hinterlegt...:)
    (29.12.2010)
    Sacha:   Da haben wir es wieder: Das typisch (deutsche?) Gejammer, wo es überall Probleme geben könnte und was für riesige Hürden doch zu überwinden sind. Heh Leute, mit Verlaub, aber so kommt man auf keinen Grünen Zweig. Hier sollte man sich wirklich mal die Amis als Beispiel nehmen. Motto: Geht nicht, gibts nicht.

    Also, so sehr ich Eure Argumente nachvollziehen kann, so bin ich doch bis auf einen Punkt (leider ist es wohl der wichtigste, nämlich die mit dem Gesetzgeber) anderer Meinung.

    Zum Interesse: Anhand der (realistischen) Beispiele habe ich aufgeführt, welche Arten für welche Zoos in Frage kämen.
    Zu den Neueinsteigern: Gewisse Kosten sind nicht von der Hand zu weisen, jedoch würden sich viele Unterkünfte, die z.B. mit Alpakas, Lamas, Hausrindern, Hauspferden, Damhirschen usw. besetzt sind, relativ einfach und kostengünstig anpassen lassen. Gewisse Arten würden sich zudem auch als "Untermieter" bei bereits vorhandenen Huftierarten, Grossvögeln oder gar Primaten eignen. Man müsste immer den konkreten Fall anschauen.
    Zu tragbares Zeitfenster: Ein Problem, dass aber im Vorfeld gelöst werden kann bzw. muss (Aktion startet erst, wenn Gehege vorhanden sind.) Dabei muss man natürlich auch Alternativen einbeziehen, falls es mit dem Import doch nicht klappt.
    Zur individuelle Auswahl: Das ist heute nun wirklich kein Problem mehr, wo doch die Platzierung vieler Arten schon durch einen Koordinator bestimmt wird. Und vor Ort werden logischerweise diejenigen Exemplare ausgesucht, die hinsichtlich Zucht am geeignetsten erscheinen.
    Zur Quarantäne: Die Räumlichkeiten dürften zumindest im TP Berlin sowie in diversen Aussenstationen (Stuttgart, Leipzig) usw. vorhanden sein. Auch bezüglich Quarantäne im Bundesland des End-Zoos sehe ich keine Schwierigkeiten. Alles mit entsprechendem Engagement (und natürlich finanziellen Mitteln) machbar.
    Uebrigens: KAFFERNBUEFFEL nicht Wasserbüffel.

    Zum Vorzeitigen Versterben: Ja, das Risiko besteht. Das besteht auch, wenn man ein Tier von einem EU-Zoo in den anderen überführt. Verantwortungsvolle Transporteure gab es früher und die gibt es heute sicher auch noch. Ich erinnere mich an einen Nashorntransport der Firma Interzoo vor einigen Jahren nach Zürich. Ich habe nur gestaunt, wie umsichtig diese Leute gearbeitet haben.

    Nun heisst das alles nicht, dass ich nur einen Grossimport als der Weisheit letzter Schluss halte. Wenn sich das Problem auch oder sogar besser über mehrere Kleinimporte lösen lässt, dann nur zu.

    Wo ich aber Uebereinstimme: Eine Gesetzesrevision der Import-/Exportregelungen (zumindest für die Haltung in anerkannten Zoos) wäre notwendig. Schade, dass sich da offenbar keine Lobby finden lässt....
    (29.12.2010)
    Mel:   So sehr mir Sacha’s Idee mit dem zentral organisierten Großimport auch gefällt, ich denke auch das ein solches Unternehmen in Deutschland schlicht weg nicht durchführbar ist. Es müssten sich ja erst mal mehrere Zoo’s finden die an einer Tierart x „Interesse“ haben und diese auch artgerecht halten können (sprich es müssten in all diesen Zoos entsprechende Anlagen vorhanden seien, bei neu Einsteigern würde das neben den Beschaffungskosten noch zusätzliche Baukosten bedeuten). Dann müssten Sie sich auf ein für alle tragbares Zeitfenster einigen. Dann käme der komplette Papierkrieg, und der ist schon bei „einfachen“ Importen immens.
    Aber gehen wir mal davon aus die Zoos haben sich gefunden, der freiwillige für die Organisation ist ermittelt, Anlagen sind vorhanden. Dann geht’s um die Individuen Auswahl vor Ort. Woher die gewünschte Anzahl an Tieren nehmen und wer erhält welches Individuum? Gehen wir wieder davon aus, auch das wäre kein Problem, die Tiere sind beschafft und der „Papierzirkus“ für den Export ist erledigt und unsere Tiere sind schon unterwegs. Da kommt das größte Problem. Eine solch große Gruppe kann kaum einer in Quarantäne stellen. Okay wir haben Glück und der gesamte Import darf umgehend EU-Land betreten. Nun gibt es, je nach geltenden Vorschriften des entsprechenden EU -Landes zwei Möglichkeiten, die Separate-Quarantäne vor Ort im jeweiligen Zoo, was am sinnvollsten und besten wäre oder eine Zentrale-Quarantäne für die Zoos eines Eu-Landes zusammen. Welcher Zoo sollte das sein? Nun gut bei kleineren Tieren wie Duckern, DikDiks oder Klippspringern mag das platztechnisch noch gehen aber bei Wasserbüffeln wäre das schon sehr problematisch. Und in Deutschland kommt erschwerend hinzu das ja auch noch jedes Bundesland seine eigne Verordnung hat. Also käme für die entsprechenden Individuen je nach Zielort auch noch unterschiedliche „Behandlungen nach Vorschrift“ hinzu. Und was ist wenn ein oder mehrere Individuen im Verlaufe des Unternehmens versterben sollten?
    Und das alles unter dem Aspekt das der Papierkram ohne Probleme funktioniert hat. Und die Zoos sich zu jeder Zeit des Unternehmens untereinander immer einig waren!

    Ich muß leider sagen, dass ich da für kleinere Importe Zoo für Zoo bessere Chancen sehe. Solche lassen sich im allgemeinem flexibler steuern und der gesamte „Aufwand“ ist weniger immens.

    (28.12.2010)
    Michael Mettler:   @Sacha: Solange wir in einem Land leben, in dem (überspitzt gesagt) wegen einer kranken Wildente gleich Zehntausende Stück Nutzgeflügel in der Umgebung gekeult werden, brauchst du Behörden wohl nicht mit Artenschutzgedanken kommen. Würde einer der von dir erhofften Kaffernbüffel (oder Abbottducker oder Gerenuks) beim Ausladen auf einem EU-Flughafen zweimal husten, würden die Behörden wahrscheinlich gleich den Zusammenbruch der europäischen Milchviehhaltung befürchten... Das Skurrile dabei ist ja, dass wir längst selber genug Nutztierkrankheiten im Lande haben und nicht mehr unbedingt mit dem Finger auf Andere zeigen können. Irgendwann in den 80ern beklagte sich der damalige hannoversche Zoochef Dittrich z.B., dass die entsprechende Bundesbehörde keine Genehmigung für den Import von Antilopen aus US-Zoobeständen erteilte (der zur Blutauffrischung sehr erwünscht gewesen wäre), weil die betreffenden Zoos im Dunstkreis von Nutztierhaltungen mit der theoretischen Möglichkeit auf Blauzungenkrankheit lagen. Nun, wie die Zeit gezeigt hat, brauchte es offenbar keine US-Zooantilopen, um diese Krankheit bei uns heimisch zu machen.

    Man kann vom kommerziellen Tierhandel halten, was man will, aber früher waren es eben die seriösen Tierhändler, die über das Know-how und die Manpower für solche Importe verfügten, dabei das Risiko selbst trugen und letztlich auch hauptsächlich sich selbst Rede und Antwort stehen mussten, wenn etwas schief ging. Heute muss der importierende Zoo irgendwie und irgendwo Zeit, Personal und vor allem Geld abzwacken, um das alles selbst hinzukriegen, trägt dabei das Risiko und muss im Falle eines Misserfolges einem Aufsichtsrat, der Stadt o.Ä. gegenüber erklären, warum der Aufwand im Sande verlief - und sich dann womöglich anhören "so geht ihr also mit dem Geld um". So stelle ich mir das jedenfalls vor - leider. Es ist bestimmt kein Zufall, dass genau jene deutschen Zoos sich immer wieder Importe zutrauen, bei denen eine Tierhandels-Vergangenheit viel Know-how hinterließ: Hannover (Ex-Sitz eines Tierhändlers) und der Tierpark Berlin (Transitknotenpunkt des früheren Ost-West-Tierhandels). Aber selbst Hannover hat ja schon mal von einem beabsichtigten und im Grunde genehmigten Import von Dünengazellen Abstand genommen, weil man die geforderten veterinärmedizinischen Maßnahmen als für die Tiere zu riskant einschätzte.
    (28.12.2010)
    Sacha:   Der mit dem "geparkt" war gut...:)

    Ich habe irgendwie schon vermutet, dass nicht die Afrikaner, sondern unsere Behörden die .... sagen wir mal "Uebervorsichtigen mit einem Mangel an Wissen resp. Einsicht was Art-/Bestandserhatlung in Zoos angeht" sind. Andererseits frage ich mich, ob sich hier nicht mit einem Bündeln von Kapazitäten und finanziellen Mitteln die Sache vereinfachen liesse.

    Zum Beispiel: Im Auftrag der EAZA oder mehrerer Zoos koordiniert ein einziger Zoo einen Export von mehreren Huftierarten in grosser Stückzahl. Alles läuft über diesen ab und er wird für seinen Aufwand von der EAZA resp. den anderen Zoos entschädigt.

    Ein Beispiel: Frankfurt koordiniert die Einfuhr von Klippspringern für Rotterdam, Valencia, Stuttgart, sich selbst, sowie ggf. Zoo Berlin, Amsterdam, Dvur Kralove und Prag. Zugleich übernehmen die Hessen auch den Papierkram für Dikdiks (z.B. Hannover), Thomsongazellen (z.B. Leipzig, Arnheim?, Hannover?), evtl. auch Kaffernbüffel (Europ. Safariparks) und als Neuanfang (sofern sich genug Interessenten finden) Giraffengazellen oder/und Abotts-Ducker.

    Es müsste doch möglich sein, einen (einmaligen?) Grossimport so zu koordinieren, dass er in vernünftiger Zeit abgewickelt UND das Prozedere tierärztlicher Untersuchungen möglichst schonend durchführt werden kann.
    (28.12.2010)
    Michael Mettler:   Passt doch auch, immerhin werden dort Tiere für Zoos geparkt ;-)

    @Sacha: Gerade bei Paarhufern ist doch das Problem in der Regel nicht, dass das Herkunftsland sie nicht hinauslässt, sondern dass die EU sie nicht hereinlässt. Ich könnte mir z.B. gut vorstellen, dass Hannover gern frisches Blut für die Dikdik-Zucht von dort holen würde, aber wegen der Umstände gut abwägen muss, ob man den Tieren die damit verbundene Prozedur diverser tierärztlicher Untersuchungen überhaupt zumuten kann.

    Bei anderen Tieren aus Tansania scheint mir aber durchaus Interesse einiger europäischer Zoos vorzuliegen. Siehe die Streifenhyäne in Magedeburg, die Honigdachse in Prag, die Tüpfelhyänen in Gelsenkirchen, und irgendwoher müssen ja auch die in letzter Zeit langsam wieder "aufkommenden" Stachelschweine der Art H. africae-australis stammen, die ja ungeachtet ihres Artnamens nicht nur im südlichen, sondern auch im östlichen Afrika vorkommen. Nur sind gerade bei Kleinraubtieren die Haltungsressourcen nicht mehr so reich gestreut wie früher bzw. lässt die allgemeine Nasenbärisierung/Surikatisierung kaum noch Platz für zusätzliche Kleinraubtierarten in zukunftsträchtiger Bestandshöhe.
    (28.12.2010)
    Carsten Horn:   ZooPark scheint aber dort ein gebräuchlicher Name zu sein, Walter Schulz nannte seine Einrichtung ja auch so, :-)
    (28.12.2010)
    Sacha:   Danke Carsten. Ja, das scheint mir schon eher in Frage zu kommen. Wobei hier der Fokus eindeutig auf Tierfangstation denn auf Zoo-Park (im eigentlichen Sinne) liegt.
    Aber was für ein Angebot!!!! Zorillas, Kapotter, Giraffengazellen, Abotts-Ducker und auch Klippspringer (um deren Aufstockung sich gerade Frankfurt - jedenfalls zu Schmidts Zeiten - sehr bemüht hatte). Also WENN diese Arten verfügbar sind und WENN (wie es den Anschein macht) die Behörden Tansanias grundsätzlich Exporten keine grossen Steine in den Weg legen, dann frage ich mich, warum sich unsere westlichen Zoos nicht mehr darum bemühen (wohlgemerkt: Entweder zwecks Aufstockung des Bestandes oder zwecks (Neu-)Anfang eines sich selbst tragenden Bestandes, nicht als "Verbraucher" früherer Tage).
    Liegt es also in erster Linie an "unseren" Behörden resp. "unseren" Einfuhrregelungen oder/und am Desinteresse vieler Zooverantwortlichen ("Was brauche ich Kapotter, Zwergotter tun es auch")?
    (28.12.2010)
    Carsten Horn:   Vielleicht ist das auch die Herkunft, die haben jedenfalls Zoo Park im Namen, g...

    African Animals (T) Ltd.
    Zoo Park / Quarantine
    Dar es Salaam

    Erdferkel sind jedenfalls im Angebot...

    (27.12.2010)
    Sacha:   @MM: Danke. Ja, dann habe ich es schon richtig gemacht. Den Link zum Stadtplan habe ich auch gesehen, aber mehr nicht (ausser vielleicht noch bei den Preisen für gewisse Tiere, die nicht-westafrik. Herkunft sein dürften). Ein Zweitbüro ist durchaus möglich. Aber falls es die gesuchte Institution sein sollte: Wie kommen dann die Frankfurter auf den Namen "Zoo-Park (in) Tansania".

    Auf die Bilder der Homepage würde ich nicht allzu viel geben. Da stimmt auch ausserhalb Afrikas nicht alles mit der Bebilderung/Werbung überein. Und es würde mich doch sehr wundern, wenn die River Zoo Farm (wie auf der Startseite ebenfalls abgebildet) Dugongs im Angebot hat....:)

    Wo sind hier eigentlich die "Frankfurt"-Experten? Alle im Feiertagsurlaub?:)
    (27.12.2010)
    Michael Mettler:   Ich meinte die Startseite der River Zoo Farm:
    http://www.riverzoofarm.com/

    Auf der unten verlinkten Seite wird im Stadtplan eine Adresse in Arusha dargestellt - vielleicht eine Zweigstelle des Händlers? Laut eigener HP handelt er ja nicht nur mit westafrikanischen Tieren, sondern u.a. auch mit südafrikanischen Antilopen usw., da läge die Existenz von (zumindest) Büros in anderen Teilen Afrikas nahe. Dann allerdings bestünde natürlich auch die Möglichkeit, dass die Erdferkel zwar über Tansania importiert wurden, aber gar nicht von dort stammen...

    Ist aber alles nur Gedankenspielerei meinerseits. Genauso übrigens, dass ja auch eine der Magdeburger Streifenhyänen von einer Farm (!) in Tansania stammt.
    (27.12.2010)
    Sacha:   @MM: Danke für Deine Mühe, aber wenn ich auf den Link klicke, komme ich auf eine Webpage "Magazine for Arusha". Die dort angegebene Adresse der River Zoo Farm gibt aber als Herkunft GUINEA-BISSAU an. Auch habe ich auf der Startseite das Erdferkel nicht gesehen. Ist der Link vielleicht unvollständig?
    (27.12.2010)
    Liz Thieme:   @Mirko ich erinner mich dunkel (bin mir aber nicht sicher) dass es eine Gerrhosauridae-Art werden sollte. Aber auch dies kann ja immer noch mal umgeworfen werden. Sind die Terrarien denn noch nicht fertig?
    (27.12.2010)
    Michael Mettler:   Vielleicht ist dies hier eine Fährte:
    http://www.af.kejsa.com/index.php/226/2/6/215?id=499&page=address

    Auf der Startseite der River Zoo Farm ist jedenfalls u.a. ein junges Erdferkel zu sehen...
    (27.12.2010)
    Sacha:   Weiss jemand schon mehr bez. meiner Erdferkel-Frage?
    (27.12.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Es wurde vor einiger Zeit hier erwähnt, dass einige Reptilien ins Giraffenhaus einziehen werde. Weiß jemand welche Arten?
    (23.12.2010)
    Sacha:   Ich grüble immer noch an der Herkunft der Erdferkel herum, denn bei meiner Internet-Recherche habe ich keinen "Zoo-Park (in) Tansania" gefunden. Auch bin ich bei meinem Urlaub vor etwa 15 Jahren nie über diesen Namen gestolpert, ja ich habe überhaupt nie einen Hinweis über irgendeinen ZOO in diesem Land finden können (Schlangen- und Krokodilfarmen, Reha-Zentren sowie die Reptilienfarm bei Arush - die ich besuchen konnte - einmal ausgenommen).

    Gibt es also diesen "Zoo-Park" wirklich oder stammen die Erdferkel nicht vielmehr aus einem Rehazentrum oder gar direkt aus einem Nationalpark und damit aus freier Wildbahn?

    Falls ja, hätte ich mit dem Umstand an sich kein Problem, wohl aber damit, dass man der Oeffentlichkeit etwas vorgaukelt. Wenn Tiere für Zoos aus freier Wildbahn stammen, dann sollte man das auch genau so kommunizieren.
    (23.12.2010)
    Zoo Frankfurt:   Familienidyll im Giraffen-Haus - im winterlichen Zoo ist ein Giraffen-Baby
    geboren

    Alle Jahre wieder wird im Zoo Frankfurt ein Giraffen-Baby geboren. "In der
    Nacht vom 8. auf den 9. Dezember kam der kleine Giraffen-Junge ohne
    menschliche Hilfe zur Welt", freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred
    Niekisch.

    Am Anfang war es für den kleinen Netzgiraffen-Jungen TEBOGO (Tswana: Wir
    sind dankbar) noch etwas schwierig auf den staksigen, langen Beinen zu
    stehen. Flink wackeln seine Ohren in alle Richtungen und scheinen die
    vielen unterschiedlichen und neuen Geräusche zu registrieren.

    "Wir wissen nicht viel über die Geburt selbst", sagt Niekisch. "Der
    Giraffen-Nachwuchs wurde am Morgen des 9. Dezember von den Tierpflegern
    entdeckt." TEBOGO war bei seiner Geburt 1,70 m groß und wog 82 kg. "Bis er
    ausgewachsen ist, wird noch einige Zeit vergehen", erläutert Niekisch.
    "Mindestens drei Jahre wird TEBOGO brauchen, um so ein stattlicher
    Giraffen-Bulle wie sein Vater HATARI zu werden. Erwachsene Bullen werden
    etwa fünf Meter groß."

    Mutter MONIQUE ist die "dienstälteste" Giraffen-Mama im Zoo Frankfurt und
    hat bereits vier männliche und zwei weibliche Jungtiere zur Welt gebracht.
    "Um ihr die nötige Ruhe zu geben, wurden acht Tage vor der Geburt die
    zurzeit ausgeführten Renovierungsarbeiten am Giraffen-Haus eingestellt",
    erklärte Niekisch.

    Von Zeit zu Zeit streift MONIQUE mit ihrer Nase den Kopf des Kleinen und
    kontrolliert, ob es ihrem Nachwuchs gut geht. Mutter und Kind mussten von
    der Gruppe getrennt werden. "Die Geburt fand zwar innerhalb der Gruppe
    statt, aber das im letzten Jahr geborene Giraffen-Kind ZULU nutzte die
    Chance und trank ebenfalls - und leider zu reichlich - von der fremden
    Muttermilch", berichtet Niekisch. "So bestand die Gefahr, dass das neue
    Jungtier nicht genug Milch bekommt", erläutert Niekisch. Kleine Giraffen
    werden bis zu einem Jahr lang gesäugt. Sie interessieren sich aber schon
    früh für anderes Futter und fangen ab dem 21. Tag an, Grünfutter
    aufzunehmen und wiederzukäuen.

    Im Zoo Frankfurt leben Netzgiraffen seit 1982. Seit 1993 werden sie
    erfolgreich gezüchtet. TEBOGO wird seinen Beitrag zum Erhalt dieser
    eindrucksvollen Tierart leisten.
    Das neue Giraffen-Kind ist die 16. Giraffen-Nachzucht in Frankfurt, die
    unter der Betreuung des erfahrenen Revierleiters Gerd Fuchs aufwächst.

    Während der ersten Woche nach der Geburt blieb das Giraffen-Haus
    geschlossen, um dem Jungtier einen ruhigen Start ins Leben zu ermöglichen.
    Ab Donnerstag, 23.12.2010, ist das Haus wieder für alle Besucher von 11.00
    - 16.30 Uhr geöffnet.
    (22.12.2010)
    Oliver Ramstedt:   Dian hat pünktlich zum Geburtstag von Viatu am 20.12. ihren (zu 80%) Sohn bekommen. Beide sind fit und die anderen verhalten sich friedlich.
    (21.12.2010)
    Michael Mettler:   Das Erdferkelpaar wäre demnach nicht unterartgleich mit anderen Tieren der Zoopopulation, die m.W. auf Namibia-Importe zurückgehen - WENN man Unterarten beim Erdferkel anerkennt.
    (14.12.2010)
    Sacha:   Hmm, ja, der "ZooPark in Tansania" dürfte bei dieser exakten Angabe sicher jedermann bekannt sein...
    (14.12.2010)
    Zoo Frankfurt:   Tütenohren, lange Beine, große Augen -
    ein neu gestaltetes Gehege im Grzimekhaus beherbergt gleich drei
    verschiedene Arten

    Erdferkel gehören seit jeher zu den Lieblingen der Zoobesucher. "Nun ist
    wieder ein Pärchen dieser faszinierenden Art im Grzimekhaus zu sehen",
    freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Zusammen mit
    langbeinigen Springhasen und großäugigen Moholigalagos bewohnen ERMINE und
    ERNST eine neu gestaltete Anlage.

    Die beiden Erdferkel sind jeweils zwei Jahre alt und stammen aus dem
    ZooPark in Tansania. Das Männchen ERNST wiegt 57,5 kg, das Weibchen ERMINE
    48 kg. "Die Tiere gewöhnen sich gerade an den verschobenen
    Tag-Nacht-Rhythmus im Grzimekhaus. ERMINE schläft viel. ERNST ist
    neugieriger und aufgeweckter", berichtet Niekisch.

    "Erdferkel sind die letzten Überlebenden der Ur-Huftiere und haben unter
    den heutigen Säugetieren keine näheren Verwandten", erklärt der
    Zoodirektor. Das wichtigste Sinnesorgan der Erdferkel ist die Nase, doch
    sind auch die auffälligen tütenartigen Ohren für die Orientierung der
    urtümlichen Tiere bei Nacht bestens angepasst. Der Zoo kann auf eine lange
    Erdferkel-Haltung zurück blicken: Mit Unterbrechungen werden die
    Afrikanischen Savannen-Bewohner in Frankfurt seit 1925 gezeigt und
    erfolgreich gezüchtet. Das letzte Jungtier wurde vor drei Jahren in
    Frankfurt geboren. Mit ERNST und ERMINE besteht laut Niekisch wieder
    Hoffnung auf Nachwuchs.

    Die Erdferkel bewohnen zusammen mit Springhasen und Moholigalagos eine
    Doppel-Anlage. Der linke Teil des Geheges ist bereits artgerecht gestaltet
    und ausgestattet, der rechte Teil steht kurz vor der Fertigstellung. "Die
    Haltung verschiedener Tierarten in einem Gehege ist besonders attraktiv
    für unsere Besucher und vermittelt einen guten Eindruck vom natürlichen
    Lebensraum. Gleichzeitig ist die Gemeinschaftshaltung eine
    Verhaltensanreicherung für die Tiere, denn es kommt zu Interaktionen
    zwischen den unterschiedlichen Arten", so Niekisch. Das Konzept der
    Vergesellschaftung wird im Zoo Frankfurt neuerdings wo immer sinnvoll
    umgesetzt, so werden zum Beispiel die Brillenbären, für die ab Frühjahr
    2011 eine neue Anlage gebaut wird, eine Wohngemeinschaft mit Schwarzen
    Brüllaffen bilden.


    Das Springhasen-Paar, das sich das Gehege mit ERNST UND ERMINE teilt,
    kommt aus dem Berliner Zoo, wo es schon Erfahrungen mit Erdferkeln gemacht
    hat. Wie diese, sind auch Springhasen Höhlenbewohner. Mit Hilfe der langen
    kräftigen Hinterbeine können sie zwei bis acht Meter weit springen. "Sie
    sind jedoch nicht mit Kängurus verwandt und - trotz ihres deutschen Namens
    - auch nicht mit Hasen", so Niekisch. Springhasen sind Nagetiere aus der
    entfernten Verwandtschaft der Hörnchen.

    Die beiden Moholigalagos sind 2009 und 2010 im Zoo Frankfurt geboren. Als
    Baumbewohner bevölkern sie vor allem die obere Etage des Geheges.
    Moholigalagos gehören zur Verwandtschaft der Halbaffen und sind
    nachtaktiv. Eine Anpassung an die nächtliche Lebensweise sind vor allem
    ihre großen Augen. Obwohl die auch "Bushbabys" genannten Tiere so niedlich
    aussehen, wären sie doch keine angenehmen Hausgenossen, denn sie besetzen
    Territorien und markieren diese mit Urin.

    Sobald auch die rechte Hälfte der Anlage fertig ist, werden zwei weitere
    weibliche Springhasen und ein zweites Moholigalago-Paar einziehen. Bald
    sollen, so hoffen Niekisch und sein Team, dann auch Jungtiere das
    großzügige Gehege bevölkern.
    (14.12.2010)
    Oliver Ramstedt:   Nach etwas Recherche habe ich noch ein paar Daten zu der Orang Utan Dame.

    Es ist Maria aus dem Zoo in Santillana del Mar (Spanien).
    Geboren wurde sie am 1. Sep. 1995 auch in Santillana (Sie war der erste Sumatra Orang Utan der in Spanien geboren wurde). Ihre Mutter ist gestorben als Maria 4 Jahre alt war.
    Sie hatte bis jetzt zwei Töchter und einen Sohn aber alle drei hat sie nicht selbst aufziehen können und deswegen ist sie nun in Frankfurt, um hier von Rosa zu lernen, wie das geht.
    (12.12.2010)
    Oliver Ramstedt:   Bei den Orang Utan's gibt es ein neues Gesicht. Es ist ein Weibchen, was entweder sehr dick ist oder wahrscheinlich schwanger ist.
    (12.12.2010)
    Oliver Ramstedt:   Die Erdferkel sind jetzt schon im Gehege zu sehen. Ich habe sie allerdings nur schlafend gesehen.
    (12.12.2010)
    Holger Wientjes:   Nachmacher... ! GRINS
    (10.12.2010)
    Zoo Frankfurt:   Einladung zum Medientermin

    Zeit: 14. Dezember 2010, 10.30 Uhr

    Ort: Grzimekhaus, innen

    Treffpunkt: Haupteingang, 10.15 Uhr

    Thema:
    Tütenohren, lange Beine, große Augen – ein neugestaltetes Gehege im Grzimekhaus beherbergt gleich drei verschieden Arten

    Erdferkel gehören seit jeher zu den Lieblingen der Zoobesucher. Nun sind wieder zwei Erdferkel in den Zoo Frankfurt eingezogen. Zusammen mit den langbeinigen Springhasen und den großäugigen Moholigalagos bewohnen sie die neu eingerichtete Erdferkelanlage im Grzimekhaus.

    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch stellt Ihnen die Anlage und ihre charismatischen Bewohner vor.
    (09.12.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:

     

    Abendöffnung des Exotariums

     

    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:

     

    Datum:             10. Dezember 2010

     

    Treffpunkt:      Reptilienhalle

                             (1. Stock des Exotariums)

     

    Uhrzeit:            19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen

     

                             19.30 Uhr: Führung von Dipl.-Biol. Rudolf Wicker

     

    Thema der Führung:  

    Neues von den Krabbeltieren

     

    Ob Spinnen, Tausendfüßler oder Insekten - bei genauerem Hinsehen werden aus den „Grusel- und Ekeltieren“ mehr oder weniger harmlose aber auf jeden Fall spannende Tiere mit interessanten Lebensläufen.

     

     

    Der Zooeintritt kostet 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder (Feierabendtarif).

     

     

    Veranstaltungshinweis:

     

    Sonntagsführung im Zoo

     

    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

     

    Thema der Führung am

    Sonntag, 12. Dezember 2010

     

    Spinnen, Tausendfüßler und Insekten kennt jeder … wirklich?

     

     

    Ob Spinnen, Tausendfüßler oder Insekten - bei genauerem Hinsehen werden aus den „Grusel- und Ekeltieren“ mehr oder weniger harmlose aber auf jeden Fall spannende Tiere mit interessanten Lebensläufen.

     

     

    Führungsbeginn:        11.00 Uhr

    Treffpunkt:                  Amazonasbecken      (Eingangsbereich des Exotariums)

    Führungsdauer:          eine bis eineinhalb Stunden

     

    Zoo-Eintrittspreise:     Erwachsene:  8,00 €

                                        Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre):  4,00 €

    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.

     

    Ansprechpartner für beide Führungen:

    Dipl.-Biol. Rudolf Wicker

    Tel. 069-212-33732

     

    Veranstaltungshinweis

    Adventsbasteln

    Vorweihnachtliche Bastelaktion für Kinder in der schönen Atmosphäre der Faust-Vogelhallen

     

    12. Dezember 2010, 10.00 - 16.00 Uhr, Faust-Vogelhallen

    15.00 Uhr: Bescherung bei den Menschenaffen, Borgori-Wald


    Im – hoffentlich – immer noch winterlich mit Schnee und Eis dekorierten Zoo haben Tierpflegerinnen und Tierpfleger eine Bastelaktion in ganz besonderer Kulisse vorbereitet. Untermalt vom Zwitschern der Bewohner der Vogelhallen können Kinder und Eltern verschiedene weihnachtliche Holzschnitz-, Emaille- und anderen Bastelarbeiten anfertigen. Wer mag, kann auch Geschenke für unsere Menschenaffen verpacken.

     

    Eltern und Besucher, die sich nicht kreativ betätigen möchten, lädt das ebenfalls in den Vogelhallen aufgebaute Adventscafé dazu ein, sich bei Keksen und Glühwein zu entspannen und die vorweihnachtliche Stimmung zu genießen. Und selbstverständlich dürfen alle bei der Bescherung für unsere Menschenaffen um 15.00 Uhr mit dabei sein und zusehen, wie die Tiere die vorher für sie verpackten Geschenke öffnen.

     

    Zooeintritt: Erwachsene 8,- €, Kinder von 6 bis 17 Jahren 4,- €.

    Kinder unter 6 Jahre haben freien Zooeintritt.
    (07.12.2010)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag
    Berggorillas - sanfte Riesen und warum ihr Schutz auch den Menschen
    hilft

    Einem Berggorilla in den Wäldern des Ostkongo zu begegnen, ist ein magischer Moment. Nur rund 700 Tiere dieser Art gibt es noch und sie sind in keinem Zoo dieser Welt zu finden. Ihre Heimat, die Region rund um den Virunga Nationalpark, gehört zu den reichsten Naturräumen der Erde, die Menschen dort zu den Ärmsten der Welt. Wo Hölle und Paradies aufeinander treffen, arbeiten Naturschutzexperten an der Rettung der Berggorillas und der Zukunftssicherung für die Menschen der Region.
    Begleitet von Fotos und Filmsequenzen gewährt der Vortrag einen außergewöhnlichen Einblick in die Heimat der sanften Riesen.


    Referenten: Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der ZGF
    Norbert Guthier, Fotograf
    Wann: Mittwoch, 1. Dezember 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.

    (25.11.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:
    Abendöffnung des Exotariums
    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr
    geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:
    Datum: 5. November 2010
    Treffpunkt: Reptilienhalle
    (1. Stock des Exotariums)
    Uhrzeit: 19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Thomas Hüge
    Thema der Führung:
    Schlangenhandling ist nichts für Lebensmüde
    Alles, was Besucher über Schlangen wissen wollen, erklärt an diesem Abend der stellvertretende
    Revierleiter Thomas Hüge. Es geht um Fütterung, Pflege und auch das sichere Arbeiten mit diesen
    interessanten und teils auch giftigen Tieren.
    Der Zooeintritt kostet 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder (Feierabendtarif).
    (02.11.2010)
    Zoo Frankfurt:   Tigermädchen DASEEP zieht zu TSCHUNA in den Zoo von Wuppertal

    Das Frankfurter Tigermädchen DASEEP ist fit für den Umzug zu ihrer neuen Spielgefährtin TSCHUNA in den Zoo von Wuppertal.

    "Unsere kleine Tigerin wird von Tag zu Tag aktiver und lebhafter", berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. "Das äußert sich unter anderem in nicht böse gemeinten, aber dennoch kräftigen Kratzern, die sie ihren menschlichen Ersatzmüttern beim Spielen beibringt. Es ist Zeit für den Umzug". DASEEP wiegt mittlerweile über 5 kg und frisst seit einigen Tagen auch Fleisch.

    TSCHUNA, die neue Spielgefährtin von DASEEP, ist eine kleine sibirische Tigerin, die am 22. August in Wuppertal zur Welt kam. Ihre Mutter hatte nach einer Woche keine Milch mehr, das Baby musste getrennt und ebenfalls mit der Flasche aufgezogen werden. TSCHUNA ist ähnlich groß, aber mit 6 kg
    etwas schwerer als DASEEP. Jetzt sollen die beiden Tigerinnen zusammen aufwachsen.

    "DASEEP ist uns sehr an Herz gewachsen", erklärt Zoodirektor Niekisch. "Für uns ist aber das Wichtigste und für sie das Beste, dass sie in Wuppertal mit einem anderen kleinen Tiger zusammen sein wird und dadurch lernt, sich wie ein Tiger zu verhalten." Das arttypische Verhaltensspektrum muss bei vielen Tierarten ganz oder teilweise erlernt werden. "Um einer Fehlprägung auf uns Menschen entgegenzuwirken, müssen per Hand aufgezogene Tiere so früh wie möglich wieder Kontakt zu den eigenen Artgenossen bekommen", sagt Niekisch. Bei Handaufzuchten kann es
    unter Umständen im Erwachsenenalter problematisch sein, einen passenden Partner zu finden. Auch die Versorgung eigener Jungtiere ist davon abhängig, dass die entsprechenden Instinkte erhalten und die notwendigen Verhaltensweisen erlernt werden.

    Tierärztin Dr. Nicole Schauerte und Tierpflegerin Kerstin Finze begleiten DASEEP nach Wuppertal. Beide Tigerkinder werden zunächst in benachbarten Gehegen gehalten und können sich durch ein Gitter beschnuppern und kennenlernen. Sobald erkennbar ist, dass die beiden sich gut verstehen,
    werden sie zusammen in ein Gehege gelassen. "Wir stehen sowieso seit langem in bester Verbindung mit dem Wuppertaler Zoo und freuen uns über diese weitere Form der Kooperation. Wir werden den weiteren Weg von DASEEP, der gebürtigen Frankfurterin, auch im Rahmen des Europäischen
    Erhaltungszuchtprogramms nicht aus den Augen verlieren", bekräftigt Niekisch.
    (28.10.2010)
    Liz Thieme:   Erdferkel Elvis lebt noch und hat sein Altherrenzimmer wieder bezogen, wo er auch immer lebte, wenn Rosa ein Jungtier hatte.

    (27.10.2010)
    Holger Wientjes:   @Oliver Ramstedt: Also demnächst mit Erdferkel, Galago und Springhase (fast) identische Besetzung wie in Berlin, was ich dort schon sehr attraktiv finde !
    Woher kamen die neuen Tiere und sind die alten verstorben ?
    (27.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag
    Eisbären und Klimawandel in der Arktis

    An kaum einem Ort sind die Folgen des Klimawandels so spürbar wie in der Arktis. Eine Langzeitforschung der Universität Freiburg liefert diesbezüglich neue Erkenntnisse. Das Untersuchungsgebiet im North East Greenland National Park ist eines der Hauptwurfgebiete von Eisbären. Beobachtungen von mehr als zwei Jahrzehnten dokumentieren in eindeutiger Weise wie sehr der Klimawandel eine ernsthafte Bedrohung für eine so gut an den arktischen Lebensraum angepasste Art ist.

    Referent: Dr. Benoît Sittler, Universität Freiburg
    Wann: Mittwoch, 3. November 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei



    Vortrag
    Die genialsten Erfindungen der Natur - Bionik für Kinder

    Vortrag mit Vorführung
    9. November 2010, 15.00 Uhr, Foyer Borgoriwald

    Mit ihrem Vortrag zum Buch "Die genialsten Erfindungen der Natur - Bionik für Kinder" lädt die Autorin Sigrid Belzer zu einem Streifzug durch die spannende Welt der Bionik ein. Sie schöpft dabei aus einer Vielzahl von
    interessanten Erfindungen, die bereits nach dem Vorbild der Natur entstanden sind. Anschauliche Experimente wie die Gummibärchenschleuderzentrifuge, ein lustiger Flattervogel oder eine nachgebaute Fischflosse machen die Arbeit der Bioniker auf unterhaltsame Weise begreifbar.

    Fliegen wie ein Vogel, schwimmen wie ein Fisch, klettern wie ein Gecko - es gibt unzählige Dinge, die uns Menschen an der Natur faszinieren. Tiere und Pflanzen kämpfen tagtäglich um ihr Überleben und passen sich von Generation zu Generation immer besser an ihren Lebensraum an. In Millionen von Jahren haben sie deshalb faszinierende Eigenschaften entwickelt, von denen wir viel lernen können. Wenn Wissenschaftler ihre Erkenntnisse aus der Natur auf die Technik übertragen, nennt man das Bionik. Das Wort ist zusammengesetzt aus Biologie und Technik.

    Wer hat nicht schon mal einen Klettverschluss benutzt? Oder vom Lotus-Effekt gehört? Diese bionischen Erfindungen gehören mittlerweile zu unserem Alltag. Aber von den Energiespar- und Überlebenskünstlern aus dem Tier- und Pflanzenreich können wir noch einiges lernen.
    Ob es um die Verbesserung von Flug- und Schwimmtechnik geht, um den Wärmehaushalt der Eisbären, um Leichtbau nach Pflanzenart oder um die Wassergewinnungstricks von Wüstenkäfern - die Natur dient zunehmend als Ideengeber für die Technik.

    Im Vortrag werden klassische und neuste bionische Erfindungen kurzweilig erklärt und mit großartigen Fotos und begeisternden Mitmach-Experimenten illustriert.

    Eintritt frei. Einlass nur über den Eingang Borgoriwald, Rhönstraße!

    (26.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Happy End für Lotynka
    Seit dem Umzug ihres Gefährten Teddy und der beiden Lippenbären lebt Malaienbärin Lotynka alleine in der Bärenburg. „Nun haben wir auch für Lotynka eine wirklich gute Lösung gefunden“. freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Unsere Bärenseniorin zog gestern für die Dauer der Bauarbeiten des neuen Bärengeheges und des neuen Eingangsbereiches in den Zoo nach Basel.“

    Lotynka gehört mit ihren ca. 23 Jahren zu den ältesten Malaienbären in europäischen Zoos. Im Februar 1996 kam sie aus dem Zoo von Ústí nad labem (Tschechien) nach Frankfurt, wobei sie als Wildfang ursprünglich aus Vietnam stammt. In Frankfurt hat sie 13 Jahre mit ihrem Gefährten Teddy zusammen gelebt. „Für die Zeit der Bauarbeiten können wir Lotynka nicht behalten“, erläutert Zoodirektor Niekisch. „Im Zoo Basel kommt unsere alte Bärendame in erfahrene Hände, denn hier werden seit Jahren Malaienbären gehalten“. Nachdem der Neubau abgeschlossen ist, kommt Lotynka wieder in den Zoo Frankfurt zurück und zieht in die neue Bärenanlage, in ein geräumiges Gehege hinter den Kulissen.
    Alle vier Frankfurter Bären konnten an gute Zoos vermittelt werden. Malaienbär Teddy hat den Zoo bereits im April verlassen. Mit einer neuen Partnerin lebt er jetzt im Zoo Tregomeur in der Normandie. Die beiden Lippenbären, Helga (10) und Nici (12), die seit 2003 im Frankfurter Zoo wohnten, haben in Singapur eine neue Heimat gefunden.
    Die Abrissarbeiten der alten Bärenanlage starten Anfang nächsten Jahres. Der Zoo hat einen Bären-Infocontainer angeschafft, der ab Dezember unsere Zoobesucher über den Stand der Planungen für das neue Bärengehege und den neuen Eingangsbereich informiert. „Wir alle freuen uns, wenn es dann wirklich sichtbar mit den Bauarbeiten im nächsten Frühjahr losgeht“, sagt Niekisch. Hinter den Kulissen wird der Neubau im Zoo intensiv vorbereitet.

    (25.10.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver: Mit dem Antilopenstall im Giraffenhaus allerdings auch nicht...

    Hinsichtlich des handaufgezogenen Klippspringers bin ich fündig geworden: Es handelte sich um das Weibchen "Afrika", geboren 1990. Es hatte schon als Jungtier die Angewohnheit entwickelt, Artgenossen die Haare abzufressen. 1992 und 1993 hatte Afrika je ein Junges, irgendwann danach wurde sie aber wegen des Fellfressens von der Gruppe separiert und als Einzeltier im Giraffenhaus gehalten, wo sie zumindest 1995 lebte. Quelle: Arbeitsplatz Zoo, Jg. 6/Heft 3 (1995).
    (23.10.2010)
    Oliver Ramstedt:   Das Erdferkel Gehege und das daneben liegende Gehege der Moholi-Galago's im Grzimekhaus werden zur Zeit umgebaut und die Tiere sind hinter den Kulissen. Beide Gehege sollen verbunden werden, damit dann die beiden NEUEN Erdferkel (sind zur Zeit in der Bärenburg in Quaranäne) sich zusammen mit den Moholi-Galago's in den Gehegen austoben können.
    Ilse (Gleichfarbkuskus) hat noch einen Partner bekommen.
    (23.10.2010)
    Oliver Jahn:   Uns so sah die gleiche Anlage im November 2009 aus.
    Hinter den Kulissen des Grzimek-Hauses wurden einige Erdferkel immer mal wieder gehalten, und so bescheiden sind die Unterkünfte da gar nicht, auch wenn sie sicher nicht mit der Hauptanlage im Besucherbereich zu vergleichen sind.
    (23.10.2010)
    Michael Mettler:   Auch für Februar 2009 kann ich noch 1,1 Klippspringer auf der Giraffenseite bestätigen, und wie man auf dem Foto anhand des Hintergrundes sieht, war es ein anderer Stall als auf Olivers Bild, nämlich der rechte (erste). Der linke Stall war zu diesem Zeitpunkt meiner Erinnerung nach noch vergittert, aber bereits mit Baufolie ausgekleidet. Es müsste aber schon sehr viel früher, etwa Anfang der 90er Jahre, mindestens einen Klippspringer (ein handaufgezogenes Weibchen) auf der Giraffenfreianlage gegeben haben, vielleicht aber auch nur zeitweise. Eventuell kann ich darüber noch etwas Genaueres finden.

    Würde mich nicht wundern, wenn einer der besagten Ställe immer mal wieder als Zwischenquartier für alle möglichen Tiere diente (mein Gedanke mit dem Vogel-Winterquartier geht ja auch in diese Richtung) und tatsächlich auch mal ein Erdferkel dort "zwischengelagert" wurde. Die Möglichkeit, im Grzimek-Haus Erdferkel hinter den Kulissen unterzubringen, sind nämlich äußerst bescheiden (habe ich vor Jahren mal gesehen).
    (23.10.2010)
    Liz Thieme:   Manchmal im Leben hat man Glück und im Briefkasten warten Antworten auf gestellte Fragen. Daher mal kurz noch einen Ausflug zu den Erdferkeln.

    Vor der Eröffnung des Grzimekhauses wurden die Erdferkel im Rundhaus gehalten. Das erste Erdferkel kam 1960 in den Zoo. Seit 1978 sind sie nun im Grzimekhaus zu sehen. Die Anlage war damals etwas mehr als 70m² groß und durch einen Gang gelangten die Erdferkel in eine 1,5x1,5m große Höhle. Diese Anlage teilten sie sich mit den Erdwölfen und Eulenschwalmen. 1992 wurde der Bereich umgebaut.
    Wie groß die Anlage nun durch die Zusammenlegung mit der Nachbaranlage ist, dass weiß ich nicht.
    Auf jeden Fall wird in dem Bericht nichts von einer Einstellung im Giraffenhaus erwähnt.

    @Oli, da bin ich ja mal gespannt, auf welche Ideen du so kommst. Ich sagte ja, es ist die Basisvergütung. Alle weiteren Aufschläge und so werden dann je Auftrag besprochen.
    (23.10.2010)
    Oliver Jahn:   Hier das Bild
    (23.10.2010)
    Oliver Jahn:   @Liz, mit dieser Vergütung bin ich sehr großzügig, Aufträge folgen in Kürze! :-)
    @Andreas, vielen Dank, das hat meinen Erinnerungen auf die Sprünge geholfen und manchmal ist es einfach hilfreich, mal wieder in den eigenen Fotos zu blättern. Vom Haupteingang kommend gab es ja rechts zwei Anlagen. In der ersten sind heute die Fenneks, die zweite ist heute für den Besucher nicht mehr sichtbar, denn sie wurde mit einer Wand zum Besuchergang hin geschlossen. In dieser Anlage habe ich 2002 die Klippspringer selber fotografiert. Was zu diesem Zeitpunkt nun allerdings in dem Gehege war, in welchem die Klippspringer heute sind, das kann ich nun nicht mehr sagen.

    (23.10.2010)
    Liz Thieme:   Von Erdferkeln im Giraffenhaus ist mir persönlich nichts bekannt.
    Aber dein Hinweis mit den 10er Boxen für die Klippspringer auf der Giraffenseite ist interessant. Werde ich mit aufnehmen.

    @Oli, wie gesagt, es sind reine Vermutungen. Aber man weiß ja nie.
    Kommt auf den Auftrag. Je nach dem ändert sich die Vergütung. Grundvergütung ist ein Milchkaffee pro Arbeitstag, da es ja Magnum Gold nicht mehr gibt ;-)
    (23.10.2010)
    Andreas Murmann:   An Klippspringer in den Anlagen rechts nach dem Eingang kann ich mich gut erinnern. Damals haben sie sich die Außenanlage mit den Giraffen geteilt. In welcher der beiden Boxen die aber waren, kann ich nicht mehr sagen.

    Kann es sein, daß in dem Haus irgendwann auch mal Erdferkel untergebracht waren? Auf der Liste mit dem Besatz des Hauses habe ich die allerdings nicht gefunden.

    (23.10.2010)
    Oliver Jahn:   @Liz, nach deinen Vermutungen war dann in dem Stall der heutigen Fennek-Anlage Anfang der 90er noch ein Okapi. In der Zeit von 1991 bis 1994 war ich relativ regelmäßig im Zoo und ich habe einfach keine Erinnerung daran, in diesem Stall auch mal ein Okapi gesehen zu haben. Gerade 1991 da waren die Okapis in FFM die zweiten Okapis nach denen im Zoo Berlin, die ich gesehen habe, da waren sie noch sehr einprägsam. Und da habe ich ausschließlich nur Erinnerungen an Okapis auf der vom Eingang kommend linken Seite.
    Allerdings sind meine Eindrücke natürlich nur Momentaufnahmen einzelner Besuche und das ganze ist nun fast 20 Jahre her, daher kann ich auf keinen Fall ein Okapi für die Fennek-Anlage mit Sicherheit ausschließen.
    Unabhängig davon finde ich deine Datei aber sehr gut gelungen und absolut hilfreich und sehr übersichtlich. So etwas würde ich mir sehr viel häufiger für einige interessante Tierhäuser wünschen. Kann man so etwas bei dir in Auftrag geben? ;-)

    (23.10.2010)
    Michael Mettler:   @Liz: Vermutlich hat man das umzusetzende Tier einfach in eine Kiste gepackt... Zumindest theoretisch gäbe es noch die Möglichkeit einer "Laufbrücke" quer über den Besuchergang im Haus. Das Niveau der Stallböden liegt oberhalb der Handläufe der Besucherabsperrung, und die besucherseitigen Pflegertüren dürften auch für ein Okapi hoch und breit genug sein. Auch anderswo im Zoo verfuhr man vergleichbar: Im Raubtierhaus gab es einen Laufgang, mit dem man die Innenkäfige links und rechts der linken Eingangstür verbinden konnte; der befand sich normalerweise oberhalb der Tür, konnte aber bei Bedarf heruntergelassen werden (wobei der Besucherdurchgang dann natürlich blockiert war). Für das (seltene) Umsetzen eines Okapis hätte man aber allenfalls einen provisorischen Aufbau verwendet.

    Ich halte zwar die Kistenvariante für wahrscheinlicher, aber immerhin beschrieb Grzimek seinerzeit ganz fasziniert die schonende Fang- und Verlademethode von Okapis im Kongo, bei der die Tiere aus der Fallgrube durch einen teilweise sehr langen Palisadengang über eine Rampe bis auf den Lastwagen gebracht wurden, ohne dass auch nur einmal an sie Hand angelegt werden musste. Im Vergleich dazu müsste ein Transfer menschengewohnter Okapis über wenige Meter hinweg innerhalb eines dann natürlich für Besucher gesperrten Hauses auch nicht komplizierter gewesen sein.

    Was den leeren Stall betrifft: Kann es sein, dass der nur noch zur Überwinterung von Stelz- oder Wasservögeln genutzt wurde und deshalb in den Jahreszeiten, in denen man in der Regel Zoobesuche macht, leer stand?
    (23.10.2010)
    Liz Thieme:   Für die Okapi-Verteilung habe ich keine Beweise, welches Individuum wo stand. Ich habe es teils aus logischer Konsequenz so verteilt, aber es bleiben Vermutungen. Daher habe ich auch erst einmal noch Tiere weiterhin in den Boxen Richtung Giraffenanlage belassen und nicht umgestellt, als auf der Okapianlagenseite Boxen frei wurden.

    Für mich wäre noch interessant, wie die Tiere von der einen Seite auf die andere Seite gebracht wurden, wenn man mal ein adultes Tier wechseln lassen hat.
    (22.10.2010)
    Liz Thieme:   Also ich muss mal sagen, die Entropie in den Beiträgen ist extrem hoch.
    Aber ich hoffe, dass ich mit Hilfe von Jahresberichten, Zooführerern und den Beiträgen hier, ein wenig Ordnung schaffen konnte.
    Hier die Tabelle dazu:
    http://pdfcast.org/pdf/giraffenhaus-besatz

    Vielleicht kann jemand noch weiter helfen. Wäre schön :)

    @Oli, leider konnte die Frage weiterhin nicht geklärt werden.
    (22.10.2010)
    Oliver Jahn:   Ich dachte wirklich immer, ich kenne den Zoo in Frankfurt ganz gut, aber seit Liz Frage grübele ich, ob ich irgendwann mal etwas in dem Stall gesehen habe, in dem jetzt die neue Fennek-Anlage ist. Ich kann mich da wirklich nicht erinnern. Was war denn da zuletzt drin? Waren das die Kronenkraniche? Komisch, aber da fehlt mir wirklich jede Erinnerung, fast würde ich meinen, ich kenne diesen Stall nur leer und ich kenne den Zoo seit 1991.
    (22.10.2010)
    Liz Thieme:   Also der Schieber geht rechts (wenn du die Anlage anguckst) an der Hausseite nach draußen. Noch sind da keine Bauarbeiten zu sehen. Ich kann mir vorstellen, dass dies jetzt in der Wintersaison auch nicht mehr passieren wird. Aber mal sehen.
    Wie groß die Anlagen im Grzimekhaus und der Bärenburg sind das weiß ich nicht.

    Danke Michael, denke das ist schon hilfreicher.
    (22.10.2010)
    Holger Wientjes:   Die neue Fennek-Anlage macht in der Tat einen guten Eindruck. Doch mehr Fläche als die alte bietet sie nicht wie´s scheint. Aber wenn sie dafür eine Aussenanlage bekommen, umso besser. wird die schon gebaut ? Ist dass dann die Fläche auf der zuletzt Kronenkraniche (?) gezeigt wurden ?
    (22.10.2010)
    Michael Mettler:   @Liz: Vielleicht ist dir der nebenstehende Grundriss aus dem Eröffnungsartikel über das Haus eine Orientierungshilfe.
    (21.10.2010)
    Liz Thieme:   Danke für den Hinweis. Dafür muss ich mir wohl mehr Zeit nehmen als gedacht, da dass alles sehr verschlungen und verwirrend geschrieben ist.
    (21.10.2010)
    Michael Mettler:   @Liz, zu deiner abschließenden Frage: Scroll im gleichen Thread mal runter bis zu den Beiträgen am 29.10.2006 und ab 21.12.2007.
    (21.10.2010)
    Liz Thieme:   Vor Kurzem habe ich dem Zoo einen Besuch abgestattet und konnte gar nicht glauben, was ich da vorfand. Die Pressenachrichten hatten Recht, der Zoo war voll und eine lange Schlange bildete sich an den Zooterrassen aufgrund von Daseep.
    Ich freue mich, dass Prof. Niekisch mit seinen Mitarbeitern zu der Entscheidung gekommen ist, Daseep nach Wuppertal zu geben. Und das so für beide Tigerinnen die Möglichkeit besteht mit viel tierischer Beschäftigung aufzuwachsen und sich dann auf Tiger zu prägen. Meiner Ansicht nach ist das ein Weg, den die Zoos öfters gehen sollten, nicht nur wie wir es bisher kennen, bei Gorillas. Die Tage haben es gezeigt, dass viele Menschen so wieder zu Zoo-Besuchern wurden, aber manchmal muss man das Wirtschaftliche hinten an stellen, um für die Tiere das Bessere gewährleisten zu können.
    Ich wünsche dem Zoo, dass durch diese Trächtigkeit bei Malea alles besser geworden ist und man bald auf einen weiteren Wurf hoffen darf.
    Ich habe mir dieses Schlangenstehen nicht angetan und genoss den Rest des Zoos. Trotz der vielen Menschen, fühlte man sich aber absolut nicht unwohl, nur waren das Exotarium und das Grzimekhaus ungewohnt voller.
    Die Fennekanlage gefällt mir sehr gut. Ich freue mich schon auf die Außenanlage. Es ist eine gelungene Nachnutzung der lange freistehenden Box.
    Interessant war, dass zwei Boxen der Okapis im Giraffenhaus ausgestreut waren, die seit langer Zeit meines Wissens nicht mehr genutzt wurden, so dass nun evtl. entweder Deto dort die Nacht verbringt und die Kühe ihre Ruhe haben oder dass genau aus dem Ruhe-Grund Antonia ins Giraffenhaus einquartiert wurde.
    Weiter sind nun auch die Zwergmäuse aus dem Haus ausgezogen und ihre Anlage wird zu einem Reptilien-Terrarium umgebaut.
    Die Fläche für die zukünftige Erdmännchen-Anlage hat nun ihr Sponsoring-Schild bekommen, so dass vlt. auch bald die Bauarbeiten begonnen werden.
    Im Katzendschungel kann man ein frisches Rostkatzenpaar beobachten.

    Zum Abschluss eine Frage: Kann mir jemand sagen, welche Tierarten (wann) wo im Giraffenhaus mal untergebracht wurden?
    (21.10.2010)
    Oliver Ramstedt:   Tschuna wurd schon von ihrer Mutter angenommen, nur nach zwei Wochen hatte diese keine Milch mehr...
    (21.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Eine Spielgefährtin für DASEEP

    Das Frankfurter Tigermädchen zieht zu Tigerkind TSCHUNA in den Zoo von Wuppertal. Am 20. Oktober ist sie zum letzten Mal im Frankfurter Zoo zu sehen.

    Viel tausend Menschen haben in den letzten Tagen die kleine Sumatra-Tigerin besucht. In einer langen Schlange habe sie geduldig vor der improvisierten Kinderstube gewartet. Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch bedankt sich für das große Interesse und die Sympathie, die DASEEP und ihren Pflegemüttern bislang entgegen gebracht wurden.

    Morgen, am Mittwoch den 20. Oktober, müssen sich die Zoobesucher von DASEEP verabschieden. Zum letzten Mal wird sie in der Zeit von 14.45 bis 15.45 Uhr in der Besucherinformation unterhalb der Zooterrassen zu sehen sein. „Wir trennen uns nicht leicht von DASEEP, obwohl sie uns in den letzten Tagen ganz schön in Atem gehalten hat“, erklärt Zoodirektor Niekisch. „Das Wichtigste für uns ist aber, dass die kleine Tigerin zu einem körperlich und mental gesunden Tiger heranwächst, damit sie später einmal selbst eine Familie gründen kann. Und das kann DASEEP nur, wenn sie mit einem anderen Tigerkind zusammen aufwächst.“

    In den kommenden Tagen soll DASEEP zur Ruhe kommen, viel schlafen und tüchtig Kräfte sammeln, damit sie fit für ihre neue Spielgefährtin TSCHUNA im Zoo von Wuppertal ist. TSCHUNA, die kleine sibirische Tigerin, die am 22. August zur Welt kam, wurde ebenso wie DASEEP nicht von ihrer Mutter angenommen. Jetzt sollen die beiden Tigerinnen zusammen aufwachsen und lernen, sich wie richtige Tiger zu verhalten.

    Sumatra-Tiger sind in der Natur extrem gefährdet, nur noch ca. 400 Tiere leben im Freiland und auch die Population in europäischen Zoos ist mit 101 Tieren klein. Deshalb ist jedes Tier für die Nachzucht extrem wichtig. „Zootiere sind immer auch Botschafter für ihre im Freiland bedrohten Artgenossen. Wir hoffen, dass die Zuneigung der Menschen zu DASEEP, auch das Bewusstsein für den notwendigen Schutz der Tiger und ihrer Lebensräume fördert“, so Niekisch. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) engagiert sich in Sumatra. Weitere Informationen dazu sind im Internet unter www.zgf.de zu finden.

    (19.10.2010)
    Holger Wientjes:   Der Zoo hat, wie warscheinlich schon bekannt, die Erdferkelanlage im Grzimek-Haus erweitert ( die Fenneks leben ja jetzt im Giraffenhaus ). Laut einem Presseartikel sowie laut Zootierliste, sind die Springhasen aus Berlin nun komplett nach Frankfurt gezogen. Kennt jemand den Grund für die Abgabe ?
    (17.10.2010)
    Oliver Jahn:   Respekt. Da gibt ein Zoo einen zukünftigen Besuchermagneten ab, weil es dem Tier dadurch besser geht. Das nenne ich mal eine mutige Entscheidung.
    (06.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Pracht-Mädel auf vier Pfoten

    Dreieinhalb Wochen nach der Geburt hat sich das Frankfurter Tigermädchen mit dem Namen DASEEP prächtig entwickelt und kann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Am 10. September erblickte das erste Kind von IBAN und MALEA ganz überraschend das Licht der Welt. Die neun Jahre alte Sumatra-Tigerin hat ihr Junges nicht angenommen, so dass es nun von Hand aufgezogen wird.

    Als die Pflegerin am morgen die Überraschung entdeckte, krabbelte das weibliche Jungtier munter in der Wurfbox herum, ihr Bruder hatte leider nicht überlebt. Mutter MALEA galt nach umfangreichen Untersuchungen und mehreren erfolglosen Behandlungen durch die Zooveterinäre und durch Tierärzte des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung als unfruchtbar. „Die letzte Behandlung allerdings hat offensichtlich angeschlagen“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch angesichts des wertvollen Nachwuchses. „Dass eine Schwangerschaft bei Großkatzen unentdeckt bleibt, ist nicht ungewöhnlich, und ungewöhnlich ist auch nicht, dass Tigermütter ihren ersten Wurf nicht annehmen. Das passiert bei vielen Tierarten“, so Niekisch.

    In der Obhut der Zootierärztinnen hat das kleine Tigermädchen sein Geburtsgewicht von 1.100 Gramm auf fast 4 Kilogramm mehr als verdreifacht.  Jetzt will sie außer Trinken und Schlafen auch schon ganz viel spielen. Ihre Augen hat die Kleine am 20. September geöffnet und erkundet nun voller Neugier die Umgebung.

    Um dem Tigermädchen ein artgemäßes Leben zu ermöglichen, wird es gegen Monatsende den Frankfurter Zoo verlassen, um sich mit TSCHUNA eine Kinderstube zu teilen. TSCHUNA, eine kleine Sibirische Tigerin, die ebenfalls von der Mutter nicht angenommen wurde, wurde am 22. August im Zoo Wuppertal geboren. Gemeinsam sollen die beiden Kleinen nun tigermäßiges Sozialverhalten lernen. „Dies ist wichtig, damit die beiden Tiere später wieder Anschluss an ihre Artgenossen finden und so hoffentlich selber irgendwann eine Familie gründen können“, erläutert Niekisch den bevorstehenden Abschied.

    Der Nachzucht durch die Zoos kommt beim Tiger – insbesondere beim Sumatra-Tiger – besondere Bedeutung für die Arterhaltung zu. Der Sumatra-Tiger ist die kleinste lebende Unterart des Tigers. Er lebt ausschließlich auf der indonesischen Insel Sumatra. Da sein Lebensraum dort durch die Abholzung der Regenwälder zugunsten von Plantagen für Zellstoff und Ölpalmen bereits erheblich eingeschränkt wurde und täglich weiter schrumpft, leben nur noch ca. 400 Tiere in freier Wildbahn.

    Diese sind zusätzlich von Wilderei bedroht, denn noch immer werden ihre Körperteile in asiatischen Arzneien und zu Trophäen verarbeitet.

    In europäischen Zoos leben 101 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch zentral geführt werden. Mittels dieses Zuchtbuches werden die Nachzuchten und der Austausch zwischen den Zoos organisiert. Die letzte erfolgreiche Nachzucht dieser Art im Frankfurter Zoo liegt bereits 26 Jahre zurück. Die Eltern MALI und CHA hatten 1984 zwei Jungtiere, von denen eines überlebte.

    Bis zum 20. Oktober wird das Frankfurter Tigermädchen in der „Kinderstube“ vor der Zooterrasse täglich von 14.45 bis 15.45 Uhr zu sehen sein. Die Besuchszeiten können sich ändern, wenn es der Gesundheitszustand des Tieres oder andere Tiermanagementgründe erforderlich machen. Weitere aktuelle Informationen dazu unter www.zoo-frankfurt.de.


    Steckbrief DASEEP

    Sumatra-Tiger Panthera tigris sumatrae


    Geburtstag      10. September 2010
           
    Geburtsort:     Zoo Frankfurt
           
    Geschlecht:     weiblich
           
    Name:   DASEEP
           
    Geburtsgewicht: 1.100 Gramm
           
    Vater:  Name: IBAN
    Geburtstag: 17. Mai 2000
    Geburtsort: Parc Zoologique d’Amneville
    In Frankfurt seit: Juni 2001
           
    Mutter: Mutter: MALEA
    Geburtstag: 25. April 2001
    Geburtsort: Tierpark Berlin-Friedrichsfelde
    In Frankfurt seit: April 2004  


    Tiger werden im Zoo Frankfurt seit 1949 gezeigt.
    Die erste erfolgreiche Nachzucht eines Sumatra-Tigers gelang in Frankfurt 1969.
    Die letzte erfolgreiche Nachzucht liegt bereits 26 Jahre zurück. Die Eltern MALI und CHA hatten 1984 zwei Jungtiere, von denen eines überlebte.

    1998 wurden die Tiger wegen des Neubaus des Katzendschungels abgegeben.
    2001 zog IBAN als erster in die neue Anlage ein.
    (06.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:
    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2010 bis März 2011 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:

    Datum:  8. Oktober 2010
    Treffpunkt: Amazonasbecken im Eingangsbereich des Exotariums

    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen

    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Carsten Färber

    Thema der Führung:     
    Die Pinguine und ihre Lebensweise. Über die Haltung und die erfolgreiche Zucht unserer Pinguine, deren Lebensweise und was unsere Pinguingruppe bald erwartet – über all das informiert Tierpfleger Carsten Färber an diesem Abend aus erster Hand.

    Der Zooeintritt kostet 6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder (Feierabendtarif).

    Veranstaltungshinweis:

    Sonntagsführung im Zoo

    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Thema der Führung am Sonntag, 10. Oktober 2010

    Von der Wüste bis zum Regenwald, vom tropischen Korallenriff bis zum europäischen Bergbach.

    Das Exotarium ist eine Welt für sich und beherbergt Tiere aus den verschiedensten Lebensräumen unter einem  Dach, die nur eins gemeinsam haben – alle Arten brauchen ein spezielles Klima.

    Führungsbeginn: 11.00 Uhr
    Treffpunkt: Amazonasbecken im Eingangsbereich des Exotariums
    Führungsdauer: eine bis eineinhalb Stunden

    Zoo-Eintrittspreise:
    Erwachsene:  8,00 €
    Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre):  4,00 €

    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.
    (06.10.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Das Naturschutzzentrum Zoo - Zoo Zürich und der Masoala Regenwald

    Zoos und Aquarien sollen entsprechend der weltweiten Naturschutzstrategie ihre Aktivitäten auf die Erhaltung der Tiere in der Wildnis ausrichten und so zu Naturschutzzentren werden. Der Zoo Zürich setzt dieses Vorhaben mit seinen Naturschutzprogrammen für den Masoala Nationalpark und den Schulprojekten in Toamasina in Madagaskar um. Diese Beispiele zeigen, wie sich ein Zoo in der Naturschutzarbeit erfolgreich einsetzen kann.

    Referent: Dr. Alex Rübel, Direktor Zoo Zürich
    Wann: Mittwoch, 6. Oktober 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (04.10.2010)
    Rattus:   Unerwartetet haben die Tiger in Frankfurt zwei Jungtiere bekommen. Das überlebende Weibchen wird mit der Hand aufgezogen.
    (30.09.2010)
    Klaus Schüling:   Hier der Link für das Programm der Zootage:

    http://www.zoo-frankfurt.de/ihr-zoo-besuch/was-ist-los-im-zoo/veranstaltung.html?tx_cal_controller%5Bgetdate%5D=20100925&tx_cal_controller%5Bview%5D=event&tx_cal_controller%5Btype%5D=tx_cal_phpicalendar&tx_cal_controller%5Buid%5D=68&tx_cal_controller%5Blastview%5D=view-month%7Cpage_id-54&cHash=efd2c4e911

    (24.09.2010)
    Klaus Schüling:   am Wochenende: Zootage
    Das umfangreiche Programm findet sich auf der Website des Zoo Frankfurt (s. auch Link im Terminkalender rechts)

    Am Sonntag bin ich wie im letzten Jahr mit einem Stand im Grzimek-Haus vertreten.
    (24.09.2010)
    Zoo Frankfurt:   Fleischkonsum und Nachhaltigkeit - geht das zusammen?
    Lesung von Schauspieler Walter Renneisen und Diskussion

    23. September 2010, 19.30 Uhr
    Zoo Frankfurt, Veranstaltungssaal Borgori-Wald

    Im Rahmen des 1. Hessischen Tags der Nachhaltigkeit am 23. September lädt
    der BUND in den Zoo Frankfurt zu einer Lesung und Diskussionsrunde ein.

    Der Schauspieler Walter Renneisen liest aus dem topaktuellen Buch "Tiere
    essen" von Jonathan Safran Foer, welches auf neuartige Weise das Thema
    Fleischkonsum angeht und unser Konsumverhalten vor dem Hintergrund von
    Verantwortungsbewusstsein, Klimawandel und Nachhaltigkeit in Frage stellt.
    Dieses leidenschaftliche Werk bietet - auch durch persönliche Anekdoten
    des Autors - reichlich "Futter" für eine unterhaltsame Lesung, die zum
    Nachdenken anregt und konkrete Möglichkeiten eines bewussten Konsums
    aufzeigt.

    Im Anschluss hat das Publikum die Möglichkeit, die Thesen Foer's und deren
    Umsetzung im Alltag zu diskutieren: Mit dem Essen fängt es an:
    Klimaauswirkungen unseres Konsums - Was können wir tun? Wie wichtig ist
    das Thema Ernährung, wenn wir klimabewusst konsumieren wollen? Muss
    nachhaltige und klimaschonende Ernährung zwangsläufig vegetarisch sein?
    Wie viel Fleischkonsum können wir uns erlauben?

    Der räumliche Rahmen gibt dabei der Veranstaltung einen ganz besonderen
    Charakter: Im Veranstaltungssaal des Borgori-Waldes im Zoo Frankfurt
    finden Sie sich unmittelbar - nur durch Glasschreiben getrennt - in der
    Lebenswelt der Menschenaffen wieder, welche sicherlich ebenfalls
    interessiert der Lesung und Diskussion folgen werden.

    Die Veranstaltung ist kostenfrei.

    (22.09.2010)
    Zoo Frankfurt:   Gorilla-Flashmob im Zoo Frankfurt und
    Vorstellung des Zootage-Programms


    Am 23. September zwischen 13.00 und 15.00 Uhr ruft der Zoo Frankfurt zum
    ersten Gorilla-Flashmob in Deutschland auf:

    Ein Handy für den Gorilla

    Große Sammelaktion alter Handys zum Schutz der bedrohten Menschenaffen

    Am 1. Hessischen Tag der Nachhaltigkeit können alte Handys im Zoo Frankfurt abgeben werden. Für jede Person, die ein Handy mitbringt, ist im Aktionszeitraum von 13.00 bis 15.00 Uhr der Zooeintritt frei.
    Für jedes eingesammelte Handy erhalten der Zoo und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) einen Geldbetrag von ihrem Recyclingpartner.
    Der gesamte Erlös aus der Aktion fließt zu 100 Prozent in das Gorillaschutzprojekt der ZGF.
    Die Naturschutzbotschafter von Zoo und ZGF sind im Einsatz und informieren
    rund um das Thema Gorilla-Schutz.

    Auch an den 17. Deutschen Zootagen am 25. und 26. September 2010 sind die
    Naturschutzbotschafter aktiv und informieren interessierte
    Zootage-Besucher über die Naturschutzarbeit der ZGF. Die Tierpflegerinnen
    und Tierpfleger des Frankfurter Zoos haben wieder ein umfangreiches
    Programm rund um ihren Arbeits-Alltag und ihre Tiere zusammengestellt.

    (21.09.2010)
    Zoo Frankfurt:   Männerwirtschaft im Zoo – bei den Helmkasuaren zieht der Hahn den Nachwuchs groß

    Er hat das Nest gebaut und 55 Tage lang gebrütet. Nun ist der eindrucksvolle Helmkasuar-Hahn stolzer Vater eines neugierigen hellbraunen Kükens mit wachen Augen. Mütter spielen bei den großen Laufvögeln aus Neuguinea und Nordaustralien bei der Brutpflege keine Rolle. Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch freut sich: „Der Kleine ist die erste Frankfurter Nachzucht der kostbaren Tiere seit den 70er Jahren.“

    Bereits am 10. Juni hat sich der kleine Helmkasuar ans Licht der Welt gepickt. Nun erobert er in seinem frischlingsfarbenen Jugend-Federkleid das Gehege, lässt sich von seinem Vater zeigen, was essbar ist und spielt Haschmich mit Krähen und Spatzen. Die Mutter des Kükens ist sieben Jahre jung und kam 2005 aus Aachen nach Frankfurt. Der Vater schlüpfte 1993 im Vogelpark Avifauna in Alphen in den Niederlanden und ist Frankfurter seit 2000. Da Helmkasuare 40 Jahre alt werden können, hofft man in Frankfurt auf weiteren Nachwuchs der in der Natur vor allem durch Lebensraumverlust gefährdeten Tiere. „Die Brut ist immer etwas heikel“, so Niekisch, „denn die Tiere sind störungsanfällig und brauchen auch klimatisch optimale Bedingungen. Die Brut im letzten Jahr, die in einem Nest in der Außenanlage lag, haben wir verloren. Diesmal haben wir die Eier eingesammelt und in ein Nest im Innenraum gebracht. Der Brutvorgang wurde außerdem von den Pflegern sorgfältig mithilfe einer Kamera überwacht.“

    Die Liebesbeziehungen zwischen Helmkasuaren sind intensiv aber kurzlebig. Die Weibchen betreiben die sogenannte sukzessive Polyandrie. D. h. sie wenden sich nach der Eiablage von ihrem Partner ab und wählen sich einen neuen Hahn. „Die Zurückhaltung bei der Brutpflege hat ihren guten Grund“, erklärt Niekisch. „Helmkasuar-Hennen legen sehr große Eier. Sie haben daher einen hohen Proteinbedarf, der durch Früchte, ihre Vorzugsnahrung, nur schwer gedeckt werden kann. Nach der Eiablage sind die Proteinreserven der weiblichen Tiere zunächst erschöpft und müssen wieder aufgebaut werden. Eine energieraubende Brutpflege würden die Tiere in der Natur nur schwerlich überstehen.“

    Auch im Frankfurter Zoo ist das Helmkasuar-Paar nur wenige Wochen im Frühjahr zusammen. Die Vater-Kind-Beziehungen können in der Natur bis zu 10 Monate lang dauern. Im Zoo Frankfurt wird der Kleine wohl nicht so lange bleiben können. Spätestens, wenn im nächsten März die neue Brutsaison beginnt, muss für den kleinen Laufvogel ein neues Zuhause gefunden sein.

    Bei der Suche danach hilft – sobald das mithilfe von Federprobe und genetischer Analyse festgestellte Geschlecht des Jungvogels bekannt ist – der Führer des Europäischen Zuchtbuches. In diesem Zuchtbuch waren am 31.12.2009 114 Helmkasuare in 59 Zoos und Vogelparks gelistet.
    (09.09.2010)
    Oliver Ramstedt:   @Manuel, evtl. weil da endlich nach Jahren die Oberlichter im Giraffenrondell ausgetauscht wurden und es jetzt richtig hell im Stall ist.
    (26.08.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Durell Wildlife Conservation Trust und Jersey Zoo –
    Strategie und Praxis im Artenschutz

    Der „Durell Wildlife Conservation Trust“ auf der Kanalinsel Jersey unterhält zurzeit weltweit 45 Artenschutzprogramme. Im Hauptsitz des Trusts, dem Jersey Zoo, werden artenschutzrelevante Tierarten gehalten, gezüchtet und Forschung betrieben. Darüber hinaus werden von hier aus auch die Artenschutzprogramme koordiniert und Fachleute ausgebildet. Der Vortrag gibt eine Übersicht über Strategie und Praxis im Artenschutz.


    Referent: Dipl. Biol. Matthias Götz, Jersey Zoo
    Wann: Mittwoch, 1. September 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei


    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (26.08.2010)
    Oliver Jahn:   @Holger, bis vor kurzem waren es noch 1,1.
    (22.08.2010)
    Manuel Becker:   Müssten zwei gewesen sein. Warum ist eigentlich das Giraffenhaus "vorrübergehend geschlossen"? Weiß da wer was?
    (22.08.2010)
    Holger Wientjes:   Wieviel Klippspringer konntest Du denn sehen ?
    (22.08.2010)
    Manuel Becker:   War gestern zu meinem diesjährigen Besuch in Frankfurt. Hier ein paar Eindrücke:

    Der Zoo war rappelvoll, da das gute Wetter besonders viele Familien angelockt hat. Bei all dem Andrang fiel mir jedoch auf, dass diese Massen in Frankfurt kein Problem darstellen. Alle Wege sind großzügig angelegt und besonders bei den neuen Anlagen/Gehegen ist wirklich viel Platz. Besonders fasziniert war ich von Gesprächen, die ich so mitbekommen habe. Da hier im Forum ja oft vom Ottonormalbesucher die Rede ist, hat mich das Verhalten vieler Besucher echt überrascht. Fazit hier: Es gibt ihn nicht, den ONB! Das ost alles echter Unsinn. Genauso wie es hunderte Eltern gibt, die sich mit den Kindern gemeinsam auf die Suche nach den Tieren machen und bei Fragen der Kleinen das Gehegeschild zu Rate ziehen, gibt es die hier oft beschriehenen Zookonsumenten, die von einem zum nächsten Gehege eilen und auf der Such nch der Sensation sind. Keine Gruppe kann hier eindeutig als Platzhirsch ausgemacht werden, so dass ich mich bestätigt sehe, das Argument ONB auch in Zukunft nicht mehr gelten zu lassen.

    Der neue Zooführer hat mir gut gefallen, gerade das Preis/Leistungsverhältnis überzeugt - scheinbar auch andere Besucher (habe unglaublich viele Besucher mit dem Ringbuch hantieren sehen. Das nette Design scheint vielleicht kaufanregend zu wirken.

    Sehr toll gefällt mir ebenfalls die neue einheitliche Beschilderung. Gerade weil ich das neue (zeitlose) Logo echt klasse finde. Auch fast alle Gehegebeschreibungen sind sämtlich nach dem gleichen Prinzip aufgebaut und einheitlich. Wenn das noch in Exotarium und in den Vogelhallen nachgeholt wird, fände ich das super. Besonders eindrüchlich: die neuen Willkommensschilder an allen Häusern als Klebefolie. Macht gleich was her...

    Auch hat mich die Gibbonanlage samt -haus überzeugt; die hatte ich bis dato noch nicht besetzt gesehen.

    Auch bin zum ersten Mal auf die Kombijahreskarte ZooZoo aufmerksam geworden. Hat die jemand und kann seine Erfahrungen berichten?

    Insgesamt ein toller Tag. Frankfurt macht sich mEn echt prächtig. Auch die im Exotarium ausgestellte Planung zum Pinguinhaus lässt hoffen. Nur könnte man mMn die beiden rollenden Fressbuden mitten im Park mal langsam zu festen Ständen umbauen. So wirkt das sehr provisorisch...
    (22.08.2010)
    Zoo Frankfurt:   Wuschelig und immer hungrig – Nachwuchs bei den Pinguinen

    „Die beiden am 14. und 16. Juli 2010 geborenen Jungtiere halten ihre Eltern ganz schön auf Trab“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch über den Pinguin-Nachwuchs.

    „Beide Elternteile beteiligen sich an der Aufzucht, füttern abwechselnd und verteidigen ihre Jungen“, berichtet Niekisch. Geht es den mittlerweile schon ganz schön gewachsenen Jungtieren nicht schnell genug mit dem Futternachschub, werden die Eltern durch Schreien herbei gerufen. „Bei Erwachsenen Eselspinguinen erinnern die lauten Rufe entfernt an Eselsgeschrei, daher auch der Name. Die Schreie der Jungtiere klingen dagegen noch leiser und eher krächzend.“ Um den Nachwuchs zu bedienen, lassen die Eltern sogar ihr eigenes Futter stehen. Die Jungtiere werden mit vorverdautem Futter versorgt.

    Beide Elternpaare sind zuchterfahren und schon lange als Paar treu zusammen. Eselspinguine legen zwei Eier in ein aus Steinen oder Pflanzenmaterial gebautes Nest, je nachdem, was zur Verfügung steht. „Wir bieten unseren Pinguinen kleine Steine zum Nestbau an“, erklärt Niekisch. Die Eltern brüten 35-36 Tage, bevor ein oder zwei Jungtiere schlüpfen. Die Nester von Eselspinguinen liegen im Freiland weiter voneinander entfernt als bei den übrigen Arten. Vor dem Selbständigwerden kann das Körpergewicht der Jungtiere weit über dem der Erwachsenen liegen. „Dieses Übergewicht reicht aus, bis sie selbst erfolgreich jagen können“, weiß Niekisch.

    Aufgrund ihrer relativ weiten Verbreitung von den subantarktischen Inseln bis zur Antarktischen Halbinsel sind Eselspinguine äußerst variabel in Größe und Gewicht und brüten auch zu sehr unterschiedlichen Zeiten. Insgesamt schätzt man die Zahl der Eselspinguine auf ungefähr 300.000 Paare weltweit.

    Eselspinguine ernähren sich im Freiland von Kleinkrebsen, besonders Krill, kleinen Fischen und Tintenfischen, wobei die einzelnen Anteile in der Gesamtnahrung sehr unterschiedlich sind und sich nach dem Angebot richten. „Bei uns im Zoo erhalten die Tiere verschiedene Fische, Sprotten und manchmal auch Garnelen“, sagt Niekisch. Auch wenn sie die meiste Nahrung im Bereich von 10-25 Meter Wassertiefe erbeuten, können sie doch 100 bis 120 Meter tief tauchen.

    Das kann das Exotarium bei Weitem nicht bieten, aber ein Ende der unbefriedigenden Haltungsbedingung ist in Sicht, denn ein neues Pinguinhaus ist in Planung. „Umso mehr freuen wir uns, dass unsere Tiere auch in der beengten Umgebung des Exotariums brüten und ihre Jungen erfolgreich aufziehen“, sagt Niekisch. Der Platz im Exotarium reicht nur für die Haltung einer kleinen Pinguinart. Daher werden im Zoo Frankfurt zurzeit ausschließlich Eselspinguine gezeigt. Aber das soll sich ändern. Das neue Pinguinhaus wird für drei Pinguinarten konzipiert – Königspinguine, Eselspinguine und Felsenpinguine. Den Tieren wird ein ringförmiges Becken zur Verfügung stehen. Dadurch entsteht bei den Pinguinen beim Schwimmen die Illusion einer unendlichen Bewegungsfreiheit.

    Ziel ist es, das neue Pinguinhaus 2013 einzuweihen, deshalb beginnt bereits in diesem Jahr die Planung der Technik. 2011 soll der erste Spatenstich gesetzt werden. „Um die Pläne für ein neues Pinguinhaus verwirklichen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Wir hoffen, das die Jungtiere und ihre Eltern bald umziehen können“, ruft Niekisch zur Unterstützung der Spendenaktion „Schöner wohnen - ein neues Haus für unsere Pinguine“ auf.
    (17.08.2010)
    Oliver Jahn:   @Ralf Sommerlad, noch ist die Todesursache nicht geklärt, von daher steht ja noch keineswegs fest, ob diese etwas mit der Anlage zu tun hat.
    (04.08.2010)
    Ralf Sommerlad:   Ja, die Bartgeierhaltung war wohl trotz gefeierter neuer Anlage nicht überzeugend.Ich gehe davon aus, dass man ungeachtet dessen auch weiterhin am Bartgeier-Programm partizipieren und dafür arbeiten wird.
    (04.08.2010)
    Oliver Ramstedt:   Das Bartgeierweibchen ist die Tage gestorben. Ursache unbekannt.
    (01.08.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Die Reptilien der Arabischen Wüste
    Biodiversitätsforschung in einem Extremlebensraum

    Wüsten bedecken etwa ein Drittel der Erdoberfläche und zeichnen sich vor allem durch hohe Temperaturen und die Abwesenheit von Wasser aus. Die Arabische Wüste mit einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern beherbergt Tierarten unterschiedlicher geografischer Herkunft. Besonders Reptilien haben in der Arabischen Wüste eine erstaunliche Diversität hervorgebracht. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Reptilienfauna der Arabischen Halbinsel und zeigt exemplarisch einige Forschungsschwerpunkte im Hinblick auf die Taxonomie und Systematik der dort lebenden Reptiliengruppen.


    Referent: Dr. Thomas Wilms, Zoo Frankfurt
    Wann: Mittwoch, 4. August 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei


    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (30.07.2010)
    Zoo Frankfurt:   Serengeti in Gefahr:
    Experten fordern den Stopp des Straßenbauprojekts durch ein einzigartiges Ökosystem

    Die tansanische Regierung plant den Bau einer Fernstraße direkt durch die Serengeti. „Dieses Vorhaben würde die weltberühmte Wanderung von rund zwei Millionen Gnus, Zebras, Antilopen und anderen Tiere massiv bedrohen“, fürchtet der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Er hat sich zusammen mit dem bekannten Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke, dem Vorstandsvorsitzenden der Freunde der Bonner Konvention zum Schutz wandernder Tierarten, in Briefen an Außenminister Guido Westerwelle, Umweltminister Norbert Röttgen und den Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel, gewandt, damit eines der faszinierendsten Naturschauspiele der Welt erhalten bleibt.

    „Durch das geplante Straßenbauprojekt würde der nördliche Teil des Zugweges der Tiere blockiert“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Zweifellos ist ein gutes Straßennetz wichtig, damit Bauern ihre Erzeugnisse auf die Märkte bringen können, dass Dörfer erreichbar sind und Handel und Wirtschaft funktionieren können. Wir sind jedoch zutiefst überzeugt davon, dass diese Straße verheerende Auswirkungen auf das gesamte Serengeti-Ökosystem und zudem wirtschaftlich auf den Tourismus haben wird“, so Hannes Jaenicke.

    Die geplante Straße soll mitten durch das Gebiet mit der weltweit größten Dichte an Großtieren verlaufen. „Vor allem in der Trockenzeit sind der nördliche Teil der Serengeti sowie die in Kenia angrenzende Masai Mara lebenswichtige Gebiete für die Tiere auf ihrer großen Wanderung, denn nur hier finden sie während der Trockenzeit Wasser“, erklärt Niekisch. „Es liegt auf der Hand, dass die Straße früher oder später abgezäunt werden muss, um zwangsläufige Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden. Eine Einzäunung würde jedoch definitiv das Ende der großen Wanderungen bedeuten und es ist absehbar, dass hier abertausende von Wildtieren entlang der Zäune verdursten würden“, fasst Niekisch das drohende Szenario zusammen. Außerdem breiten sich durch den Warentransport, vor allem durch den Transport von Vieh, leicht Krankheiten entlang der großen Verkehrswege aus und auch die Ausbreitung von gebietsfremden Pflanzen in das Serengeti-Ökosystem würde begünstigt.

    Zu der geplanten Route gibt es eine alternative Straßenführung, die die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Region sogar noch besser erfüllen könnte: Eine Südumgehung der Serengeti. Diese Straßenführung wurde von der tansanischen Regierung auch bereits in Betracht gezogen, denn sie würde fünfmal mehr Menschen versorgen als die nun aktuell geplante Nordroute, und sie würde die Siedlungs- und Wirtschaftsregionen gleichermaßen gut verbinden. Glücklicherweise mehren sich mittlerweile auch in Tansania und in Kenia kritische Stimmen gegen die Nordroute.

    „Nach unserer Meinung muss Deutschland, das durch Bernhard Grzimek und dessen Film „Serengeti darf nicht sterben“ ein besonderes Verhältnis zu dieser einzigartigen Region hat, diese kritischen Stimmen im Land unterstützen“, sind sich Niekisch und Jaenicke einig. „Mit vereinter Kraft müssen wir uns dafür einsetzen, dass die Zerstörung der letzten großen Tierwanderung dieser Erde verhindert wird.“

    In Ihrem offenen Brief fordern Niekisch und Jaenicke die Minister Westerwelle, Röttgen und Niebel auf, Tansanias Politiker darin zu unterstützen, weise zu entscheiden und nicht zu riskieren, dass die Serengeti aufs Spiel gesetzt und der Ruf eines Landes, das bisher als eine der führenden Nationen in Sachen Naturschutz galt, gefährdet wird. „Das Projekt wäre ökologisch und ökonomisch eine Katastrophe“, bekräftigen die beiden anerkannten Umweltschützer.
    (23.07.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Neues Fest im Zoo: Zum ersten Mal feiert EDEKA Südwest seine Familientage auch im Zoo Frankfurt

    Ob wilde Tiere, Hüpfburg, Glücksrad oder kleine Köstlichkeiten – auf die Besucher der ersten Edeka-Familientage am 24. und 25. Juli im Zoo Frankfurt warten zahlreiche Attraktionen, jede Menge Unterhaltung sowie viele Informationen und Kostproben rund um die Themen Essen, Trinken und Genuss. Die Edeka Südwest bietet hier an beiden Tagen gemeinsam mit ihren Partnerunternehmen und Produktionsbetrieben ein buntes Programm für die ganze Familie.
    An zahlreichen Verkostungsständen gibt es Erfrischungen und kulinarische Leckereien zum Probieren.
    Auch für die kleinen Besucher wird einiges geboten: Neben Hüpfburg, Karussell und Kinderschminken können sich die Kinder auf dem großen Spielplatz im Zoo austoben. Am Glücksrad werden Süßigkeiten und kleine Preise verlost.

    Zusätzliche Parkplätze stehen für die Besucher der Edeka-Familientage beim Scheck-In Center Frankfurt in der Ferdinand-Happ-Straße 59 zur Verfügung. Von dort fährt an beiden Tagen alle 20 Minuten ein Shuttle-Bus zum Zoo und zurück.




    24. und 25. Juli 2010 jeweils von 10.00 bis 18.00 Uhr
    Es gelten die regulären Zoo-Eintrittspreise
    Der Zoo hat an beiden Tagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet

    www.zoo-frankfurt.de

    (20.07.2010)
    Oliver Ramstedt:   Heute gab es Nachwuchs bei den Seehunden, Oma hat wieder ihr Junges an Land zur Welt gebracht.
    (17.07.2010)
    Zoo Frankfurt:   Wehrhafte Knubbelnase – Nachwuchs bei den Greifstachlern

    „Das kuschelige rostrote Fell täuscht“, warnt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „denn
    schon sind kleine durchsichtige Stacheln unter dem Pelz des am 5. Juli geborenen
    Jungtiers wahrnehmbar. Niedlich, aber nichts zum Kuscheln!“
    Der kleine Greifstachler (Coendou prehensilis) ist das fünfte Baby von Mutter Joppi, die 2004 in
    Stuttgart geboren wurde. Vater Fletcher kam 2007 nach Frankfurt. Greifstachler sind Nestflüchter.
    Die Weibchen bringen meist nur ein Junges zur Welt, das bei seiner Geburt schon relativ groß ist
    und auf einem Ast abgesetzt wird. „Der Nachwuchs wird von der Mutter regelmäßig gefüttert, aber
    weder trägt sie ihr Kind herum, noch steht sie mit ihm akustisch in Verbindung. Unser 9 Tage altes
    Greifstachler-Kind, dessen Geschlecht noch nicht bekannt ist, wiegt aktuell 401 g“, erklärt
    Niekisch, der sich über die guten Zuchterfolge bei den Greifstachlern im Zoo Frankfurt freut.
    Noch trinkt das Jungtier ausschließlich Milch von seiner Mutter, aber schon nach etwa einem
    Monat interessiert es sich auch für Nüsse, Mais, Obst und Gemüse. Besonders gerne mögen die
    Frankfurter Greifstachler Erdnüsse und Reis. Greifstachler sind nachtaktive Nagetiere. Sie gehören
    zu der Familie der Baumstachler und stehen in systematischer Nähe zu den Altwelt-
    Stachelschweinen. „Die langen Stacheln sind innen hohl“, erläutert Niekisch. „Bei Bedrohung
    stellen die Tiere ihre Stacheln auf und die gelbe Warnfarbe am Grund wird sichtbar.“ Da beißt ein
    Feind nur einmal zu, denn die Stacheln sind sehr spitz, lösen sich bei Berührung leicht ab und
    bohren sich mit ihren Widerhaken tief ein.
    Ihren Namen verdanken die putzigen Tiere mir der weichen Knubbelnase ihrem fast körperlangen
    Greifschwanz, der als zusätzliches Greifwerkzeug das Klettern absichert, denn Greifstachler leben
    fast ausschließlich in Baumkronen. Ausgewachsene Tiere wiegen etwa 4 – 6 kg und werden bis zu
    60 cm lang. Sie haben kurze, kräftige Beine mit nackten Sohlen und langen, scharfen Krallen. Mit
    ihren kleinen Augen sehen sie sehr schlecht, verfügen aber über ein sehr gutes Geruchs- und
    Hörvermögen und einen guten Tastsinn. „In Zoos können Greifstachler bis 26 Jahre alt und recht
    zutraulich werden“, erläutert Niekisch. „Und wenn unser Paar weiterhin so fleißig züchtet, können
    wir uns in den nächsten Jahren noch auf weitere Jungtiere freuen.“
    (13.07.2010)
    Ralf Sommerlad:   ..und so machens andere, billiger und besser: Absperrung im Zoo von Liberec
    (12.07.2010)
    Egon Weisz:   Es ist wirklich interessant, dass die meisten Giraffen immer noch an der Stelle stehen bleiben, an der vorher der Schutzzaun stand. Obwohl es keinen Grund mehr dafür gibt ist die Gehegebegrenzung immer noch am Verhalten der Tiere zu erkennen. Aber mit der Zeit werden sie die, meiner Meinung nach, viel schöner Außenanlage wohl noch für sich entdecken.
    (12.07.2010)
    Oliver Ramstedt:   Endlich nach 8 Monaten können die Giraffen das etwas größere Aussengehege benutzen. Am längsten hat es gedauert den hözernen Zaun auf zu stellen, der die Besucher von den Giraffen fern hält. Toll ist, das jetzt nicht mehr der Schutzzaun die Sicht versperrt und die Giraffen näher an den Besuchern sind, auch wenn die Giraffen sich jetzt noch nicht so ganz nah dran drauen.
    (10.07.2010)
    Zoo Frankfurt:   Pummeliger und graziler Nachwuchs im Zoo

    „Der Klapperstorch meint es gut mit unseren Zootieren“ freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Vor einem Monat wurde der 46. Zwergseebär in Frankfurt geboren, und auch bei den Mhorrgazellen gab es Nachwuchs.“

    Zwergseebär-Mutter Bella hat am 25. Mai 2010 ein gesundes männliches Jungtier geboren. Mutter und Jungtier mussten eine Zeit lang hinter den Kulissen gehalten werden, weil Bella ihr Junges im Außengehege nicht trinken lassen wollte. „Doch diese Anfangsschwierigkeiten sind nun überwunden“, teilt Niekisch mit. „Der kleine Seebär ist nun für alle Besucher sichtbar“.
    Bella ist 1999 in Frankfurt geboren, Vater Otti stammt aus Bremerhaven, er ist Jahrgang 2002. Der künstliche Fleck auf dem Rücken des kleinen Jungtieres ist ein Erkennungszeichen, denn immer die Erstgeborenen eines Jahrgangs werden auf dem Rücken rasiert. Weiterer Nachwuchs ist dieses Jahr bei den Zwergseebären allerdings nicht zu erwarten.
    Zwergseebären säugen ihre Jungtiere bis zu einem Jahr, erst dann fangen diese an, Fisch zu fressen.

    Die grazilen Mhorrgazellen sind Ableger, d.h. die Jungtiere liegen unauffällig auf dem Boden, fast ohne sich zu bewegen. Geht alles gut, stehen sie mit ihrer Mutter über spezielle Ruftöne in Kontakt.
    Der Vater der drei kleinen weiblichen Mhorrgazellen ist Franziskus. Er wurde 2005 in München geboren. Mutter Almeria kommt aus Spanien. Sie ist Jahrgang 2006 und kümmert sich gut um ihr drittes Kind, das am 27.06.2010 geboren wurde. Die beiden anderen Jungtiere wurden dagegen von ihren Müttern nicht akzeptiert und müssen mit der Flasche aufgezogen werden.
    Eines der Babys wurde am 11.06.2010 geboren. Seine Mutter Sil ist Jahrgang 2008. Sil ist in Frankfurt geboren und ebenfalls eine Handaufzucht. Das zweite Baby wurde am 20.06.2010 geboren. Die namenlose Mutter ist Jahrgang 2007 und stammt ebenfalls aus Frankfurt. Insgesamt besteht die Mhorrgazellen-Gruppe aus einem Zuchtbock, fünf zuchtfähigen Weibchen, zwei halbwüchsigen Weibchen und den drei weiblichen Jungtieren.
    „Um die kleinen Gazellen nicht zu sehr auf uns Menschen zu prägen, wird ihnen die Flasche von drei verschiedenen Personen gegeben“, berichtet Niekisch. Revierleiter Werner Dröll, Tierpflegerin Patricia Dahl und die Ehrenamtliche Verena Silber teilen sich die mühevolle Arbeit. Um 7.00 Uhr, um 11.00 Uhr, um 15.00 Uhr, um 19.00 Uhr und um 23.00 Uhr wird gefüttert.

    (07.07.2010)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Pinguine – Leben im bedrohten Paradies.
    Ist die Antarktis noch zu retten?

    Die Antarktis fasziniert mit ihrer ursprünglichen Landschaft und ihrer einzigartigen Tierwelt. Fritz Jantschke nimmt uns mit auf eine Reise zu den Brutkolonien der Pinguine, zu Walen, Robben und Seevögeln. In seinen wunderbaren Bildern zeigt er Tiere in einem Naturparadies, weist aber auch auf die Herausforderungen hin, die der Lebensraum an seine Bewohner stellt, und zeigt die Gefahren, die ihn zu zerstören drohen.

    Fritz Jantschke will mit seinem Vortrag auch auf die Situation der Pinguine im Frankfurter Zoo aufmerksam machen und für die Unterstützung der Spendenaktion des Zoos zum Bau eines dringend benötigten neuen Pinguinhauses werben.


    Referent: Dr. Fritz Jantschke, Zoologe und Tierfilmer
    Wann: Mittwoch, 7. Juli 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei


    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (05.07.2010)
    Klaus Schüling:   Seltener Zuchterfolg im Zoo Frankfurt – ein kleiner Tamandua stellt sich vor

    Tamandua-Mama Mona hat ihr erstes Kind geboren – ein putziges Baby, das munter in die Welt blickt. „Auf diesenZuchterfolg sind wir sehr stolz“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch.

    Putzig sieht es aus, das kleine Jungtier mit dem schwarz/weißen Fell und der langen Schnauze. „Die Krallen sind aber schon gut entwickelt“, warnt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Ein Anfassen ist also für Außenstehende nicht möglich. „Mona ist eine gute Mutter. Sie verteidigt ihr Jungtier vehement.“ Revierleiterin Astrid Parys, die Mona schon seit deren Geburt 2006 kennt, darf das Jungtier anfassen, um es z.B. zu wiegen.

    „Seit seiner Geburt hat das Jungtier schon gut zugenommen“, berichtet Niekisch. Das Baby wurde am 19.05.2010 geboren, sein Geburtsgewicht betrug 233 g. „Heute wiegt es schon 677 g“, freut sich der Zoodirektor. „Das Geschlecht ist bei kleinen Tamanduas schwer festzustellen, so dass wir das Geschlecht unseres kleinen Jungtieres noch nicht kennen.“ Mama Mona trägt ihr Baby mit sich. Sie versorgt das Kleine vorbildlich, obwohl sie noch keine Erfahrung in der Jungen-Aufzucht hat. Papa Putin, geboren 2008 in Madeburg, bewohnt zurzeit ein eigenes Gehege. Tamanduas sind Einzelgänger, die Paare treffen sich nur zur Paarungszeit.

    Mona wird ihr Jungtier 6 Monate lang auf dem Rücken tragen. „Am Ende ist das Jungtier fast so groß wie seine Mutter“, führt Niekisch aus. „Das Trageverhalten ist für die Mutter dann schon fast Schwerstarbeit.“ Kleine Tamanduas sind mit 8 Monaten völlig von ihrer Mutter unabhängig, mit 12 Monaten sind sie geschlechtsreif.

    Die Zucht von Tamanduas hat im Zoo Frankfurt Tradition. Seit 1998 werden in Frankfurt Tamanduas erfolgreich gezüchtet. Bisher wurden acht Jungtiere geboren (drei Männchen, fünf Weibchen). Das aktuelle Jungtier ist also die neunte Frankfurter Nachzucht. „Deutschlandweit ist unser Jungtier in diesem Jahr erst die zweite Tamandua-Nachzuchtüberhaupt“, freut sich Niekisch über den seltenen Zuchterfolg.

    Die zu den Ameisenbären gehörenden Tamanduasbewohnen die Kronenregionsüdamerikanischer Wälder. Scharfe Krallen und ein muskulöser Wickelschwanz helfen ihnen beim Klettern und bei der Verteidigung. Sich auf dem Schwanz abstützend, schlagen Tamanduas mit ihren krallenbewehrten Pfoten nach möglichen Angreifern. Am Boden kann mansie nur bei der Nahrungssuche beobachten oder wenn sieStrecken zwischen zwei Bäumen zurückzulegen. Dabei nutzen sie die Außenkanten ihrer Füße, um ihre Krallen nicht abzunutzen. Eine weitere Verteidigungsstrategie der Tamanduas hat Zoochef Niekisch in Brasilien schon selbst erlebt. „Wenn ein Tamandua sich verfolgt fühlt, flüchtet er auf einen Baum und versucht, einen von oben zu bekleckern. In meinem Fall war sein Pech, dass ich etwas ahnte und rechtzeitig zur Seite springen konnte“, lacht Niekisch.

    Zu den Lieblingsspeisen, der sowohl tag- wie nachtaktiven Baumbewohner, gehören Ameisen, Termiten aber auch Früchte, die sie mit ihrer langen Zunge auflecken. Man hat auch beobachtet, wie Tamanduas, mit ihren Krallen Bienenstöcke aufbrechen und die Bienen und den Honig verzehren.
    (29.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Naturschutz als Kulturaufgabe

    Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und der Zoo Frankfurt weiten ihr Ehrenamt-Projekt „Naturschutz-Botschafter“ aus. Zukünftig sollen „Natur- und Kulturbotschafter“ den Zoo-Besuchern Natur- und Kulturvielfalt näherbringen – mit finanzieller Unterstützung der Allianz Umweltstiftung aus München und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt.

    Mit der Kampagne „Naturschutz als Kulturaufgabe“ wollen der Zoo Frankfurt und die ZGF gemeinsam Themen rund um den Schutz bedrohter Tiere und ihrer Lebensräume vermitteln sowie die Zusammenhänge mit dem Leben der Menschen vor Ort und unserer eigenen Umwelt aufzeigen. „Bei nahezu sieben Milliarden Menschen und einer viele Jahrtausende alten Siedlungsgeschichte der Menschheit müssen Natur und Kultur heute unweigerlich im Kontext betrachtet werden“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch und Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der ZGF, ergänzt: „Naturschutz ist eine Kulturaufgabe geworden.“

    Dank der finanziellen Unterstützung durch die Allianz Umweltstiftung aus München und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt kann die Kampagne nun realisiert werden. „Frankfurt als Zentrum der multikulturell geprägten Rhein-Main-Region eignet sich hervorragend für die Umsetzung eines solchen Projekts“, sagt Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, die das Vorhaben mit 120.000 Euro unterstützt. Personell fußt das Projekt auf den ehrenamtlichen Naturschutz-Botschaftern des Zoo Frankfurt und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, die für ihren Einsatz an Infomobilen ausgebildet wurden und jetzt auch für die Umsetzung der Kampagne eingesetzt werden. Die Gruppe soll um Natur- und Kulturbotschafter mit multikulturellem Hintergrund erweitert werden, die im Zoo neben Naturschutzthemen auch die Kultur ihres Herkunftslandes vermitteln. „Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main unterstützt das Projekt, weil es bürgerschaftliches Engagement aus der Mitte der Stadtgesellschaft fördert“, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. Bereits in den vergangenen zwei Jahren hat die Stiftung das Projekt Naturschutz-Botschafter mit 40.000 Euro unterstützt. Für die Natur- und Kulturbotschafter stellt sie nun 20.000 Euro zur Verfügung.

    Niekisch und Schenck sind sich einig: „Die Sicherung der biologischen Vielfalt ist neben dem Klimawandel die große internationale Herausforderung unserer Zeit“. Der Schutz der Natur funktioniert aber nur dann, wenn die Menschen vor Ort in die Maßnahmen miteinbezogen werden. Dies erfordert Kenntnis über und Verständnis für die unterschiedlichen Kulturen weltweit. Daher lautet ein Leitspruch der ZGF: „Naturschutz mit und für die Menschen vor Ort“. Das Projekt „Natur- und Kulturbotschafter“ ist eine gute Möglichkeit, für den weltweiten Naturschutz zu werben und Verständnis für andere Kulturen zu schaffen. Niekisch und Schenck unisono: „Wir freuen uns auf das Projekt, das ohne die Unterstützung der Allianz Umweltstiftung und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt nicht möglich gewesen wäre.“


    Hintergrundinformation

    Im April 2003 startete ein erstes Gemeinschaftsprojekt der ZGF und des Zoo Frankfurt zur Vermittlung von Naturschutzthemen im Zoo. Das Projekt „Globalen Naturschutz lokal erleben“ mit zweijähriger Laufzeit wurde gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).
    In der ersten Projektlaufzeit wurden verschiedene Kampagnen entwickelt, um Naturschutzthemen zu vermitteln. Mit den interaktiven Ausstellungen „Rückkehr der Nashörner“ und „Welt der Artenvielfalt“ entstanden an verschiedenen Standorten im Zoo interaktive Erlebniselemente, durch die sich Zoobesucher über die Bedrohung und den Schutz der biologischen Vielfalt informieren können. Ein erklärtes Ziel der vielfältigen Projektaktivitäten war es, einer breiten Öffentlichkeit die faszinierende Vielfalt des Lebens näher zu bringen und die Aufmerksamkeit auf die Notwendigkeit internationaler Naturschutzarbeit zu lenken.

    Aufbau der Naturschutz-Botschafter, 2005 - 2007
    Im November 2005 startete, erneut unter Förderung der DBU, das Projekt Naturschutz-Botschafter. Ziele waren jetzt Aufbau, Schulung und Einsatz einer Truppe ehrenamtlicher Akteure zur Vermittlung von Naturschutzthemen im Zoo Frankfurt. Knapp 30 Ehrenamtliche wurden in der Projektlaufzeit ausgebildet und auf ihren Einsatz im Zoo vorbereitet. Die ersten Naturschutz-Botschafter starteten im Sommer 2006 ihren Einsatz im Zoo an den zebragestreiften Infomobilen. In dieser Projektphase entstanden erste Infomobile zu den Themen „Biologische Vielfalt“, „Spitzmaulnashorn“, „Sumatratiger“ und „Goldgelbes Löwenäffchen“

    Ausbau der Naturschutz-Botschafter, 2007 - 2009
    Ab November 2007 konnte mit der Unterstützung von der Stiftung Flughafen
    Frankfurt/ Main für die Region, der Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff
    Stiftung und der Stiftung Polytechnische Gesellschaft (40.000 Euro) die ehrenamtliche Gruppe auf über 50 Mitarbeiter weiter ausgebaut werden. Desweiteren wurden neue Infomobile zu den Themen Berggorilla und Bartgeier entwickelt und der Einsatz außerhalb der Zoomauern verstärkt.

    Natur- und Kulturbotschafter, 2010 - 2012
    Seit April 2010 wird die Erweiterung der Ehrenamtlichen um Natur- und Kulturbotschafter durch die Allianz Umweltstiftung (120.000 Euro) und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt (20.000 Euro) gefördert.
    (23.06.2010)
    Jennifer Weilguni:   Einerseits fände ich es ja schön, wenn sich Deutschland an dieser Klage beteiligt.. aber hat unser Land denn ein Recht dazu? Auch bei uns werden bedrohte Tiere aus Feinschmeckergründen gefangen (Aale, Kabeljau ect.) Man sollte vieleicht immer erstmal vor der eigenen Haustüre anfangen zu kehren und vor allem mit gutem Beispiel voran gehen!
    (22.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Den Walfang in Japan stoppen: Australien klagt und bittet um Unterstützung

    Im Kampf gegen den von Japan wissenschaftlich begründeten Walfang hat Australien den Internationalen Gerichtshof in Den Haag eingeschaltet. Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch hat sich zusammen mit dem bekannten Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke, dem Vorstandsvorsitzenden der Freunde der Bonner Konvention (Friends of CMS e.V.), in einem offenen Brief an Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, gewandt, um Möglichkeiten zur Unterstützung der australischen Klage gegen Japan auszuloten.

    „Laut der australischen Klage vom 31. Mai 2010 verstößt Japan mit seinem JARPA II Programm gegen Verpflichtungen der Internationalen Konvention zur Regulierung des Walfangs (ICRW), der Konvention zum Schutz der Biologischen Vielfalt (CBD), dem Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) und weiterer internationaler Abkommen“, begründet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch seinen Einsatz für die Wale. „Gerade im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt sollte alles Erdenkliche getan werden, um die Vielfalt der Erde zu erhalten und zu schützen. Das Verhalten Japans ist nicht tolerierbar.“

    „Der von Japan fadenscheinig als ‚wissenschaftlich’ begründete Walfang ist ein Thema, das nicht nur die australische, sondern auch die deutsche Öffentlichkeit bewegen sollte“, so Hannes Jaenicke. „Das Fleisch der gefangenen Wale landet immer wieder in Feinschmecker-Restaurants des asiatischen Landes.“

    Im Jahr 1986 beschloss die Internationale Walfangkommission (IWC) das Moratorium für den kommerziellen Walfang. In der australischen Klage werden die Fangquoten Japans seit Beginn des Moratoriums genauestens aufgeführt. In der Übereinkunft gibt es aber eine Ausnahmeklausel: Genau diese erlaubt den Walfang aus wissenschaftlichen Gründen. Mit Verweis auf diese Klausel erlegten Japans Walfänger den Angaben zufolge zwischen 1987 und 2005 allein in der Antarktis 6.800 Minkwale.
    „Auch die IWC hat schon gemerkt, dass hier mit der Forschungserlaubnis Schindluder betrieben wird“, so Niekisch. „Sie hat Japan in den vergangenen Jahren bereits 39 Mal dazu aufgefordert, den Walfang einzustellen, doch nichts ist geschehen.“

    Innerhalb der IWC stehen sich seit Jahren Walschützer wie die Bundesrepublik und Walfang-Länder wie Japan, Island und Norwegen unerbittlich gegenüber. Seit 2008 bemüht sich eine kleine Arbeitsgruppe, zu der auch Deutschland gehört, Vorschläge zur Überbrückung der Gegensätze auszuarbeiten. „Die Deutsche Bundesregierung lehnt den kommerziellen Walfang ab. Diese Ablehnung ist eines der wenigen parteiübergreifend konsensfähigen Themen des deutschen Bundestags“, erläutert Jaenicke. „Dies sollte in gleicher Weise für den sogenannten wissenschaftlichen Walfang gelten.“

    „Deutschland muss Australien den Rücken stärken und die Klage vom 31. Mai 2010 unterstützen“, begründen Niekisch und Jaenicke ihren Brief an Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, in dem sie die Ministerin um einen Gesprächstermin bitten. „Dem Ziel, den Verlust der Biodiversität bis 2010 zu stoppen, hat sich auch Deutschland verpflichtet“, fügt Niekisch an. „Demzufolge sollte dem Ziel gerade im internationalen Jahr der biologischen Vielfalt durch besondere Aufmerksamkeit und entsprechende Aktivitäten nachgekommen werden.“


    (22.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Abendführung

    An jedem letzten Freitag, April bis September 2010


    Vorprogramm für Kinder
    Ab 17.30 Uhr

    Kinder, die schon immer einmal ein Nashorn füttern wollten, sollten unbedingt beim Kinderrätsel ab 17.30 Uhr vor dem Nashornhaus mitmachen.
    Die Auslosung findet um 18.30 Uhr statt.


    Abendführung
    19.00 Uhr, Treffpunkt Hauptkasse

    Um 19.00 Uhr startet jeweils eine Führung nach Zooschluss. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.


    Führungsthema am 25. Juni 2010:

    Tierpfleger Hans Karer:
    Der Tiger – ein faszinierendes Tier.
    Powerpoint Vortrag


    Die Hauptkasse in der Bernhard-Grzimek-Allee 1 ist bis 19.00 Uhr geöffnet.
    Die Kasse Rhönstraße schließt um 17.30 Uhr.
    Ab 17.00 Uhr gilt der Feierabendtarif:

    6,--Euro für Erwachsene und 3,-- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)
    Eintrittspreis vor 17.00 Uhr: 8,--Euro für Erwachsene und 4,-- Euro für Kinder/Jugendliche (6-17 Jahre)


    (22.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Kinderstube im Zoo

    Ein niedliches Jungfernkranichküken stolziert seit dem 15. Mai mit seinen Eltern durch das Gehege und auch unsere Bonobo-Familie ist wieder größer geworden: Panisco, der Sohn von Zomi, war lange krank. Seit dem 4. Mai ist er wieder bei seiner Mutter.

    Seit 1962 zum ersten Mal wieder Jungfernkranich-Nachwuchs im Zoo Frankfurt

    Das wuschelige kleine Jungfernkranichküken hält sich immer in der Nähe seiner Eltern auf. „Beide Elternteile fangen Insekten und füttern damit ihren Nachwuchs“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Dieses Vorhalten des Futters kann man auch sehr gut beobachten.“ Die kleine Familie ist ständig in Bewegung. „Langbeinige Vögel brauchen viel Bewegung und Sonne“, weiß Niekisch. Die Küken müssen das Laufen trainieren und brauchen UV-Licht, um genügend Vitamin D zu bilden. „Zu viele Proteine können ein zu schnelles Wachstum fördern. Für die Küken besteht dann die Gefahr, dass sie Knochenprobleme bekommen“, fährt Niekisch fort. „Durch die Freiland¬haltung im Zoo und die natürliche Aufzucht durch seine Eltern ist der kleine Kranich jedoch nicht gefährdet.“

    Von 1946 bis 1962 wurden bereits Jungfernkraniche im Zoo Frankfurt gehalten. Das jetzige Zuchtpaar kam 2007 nach Frankfurt. Bei der ersten Brut 2008 überlebte der einzige geschlüpfte Jungvogel nur fünf Tage. „Jungfernkraniche legen bis zu drei Eier“, erläutert Niekisch. „Das jeweils erste Ei wird durch ein Gips-Ei ausgetauscht, um es vor den allgegenwärtigen Krähen zu schützen.“ Wenn dann nach etwa zwei Tagen das zweite Ei gelegt wird, wird das Gips-Ei wieder gegen das echte Ei zurückgetauscht. Die Eltern, die sich bei der Bebrütung abwechseln, sitzen dann fest auf ihren Eiern. Ihr Nest bauen sie auf dem Boden. Es besteht aus einer kleinen Mulde, in die etwas Nistmaterial eingebracht wird. Die Tierpfleger unterstützen ihre Schützlinge beim Nestbau, indem sie die Nestmulde zusätzlich mit Stroh auslegen.

    Alle Kranicharten sind omnivor, d.h. sie ernähren sich von pflanzlichem Material, Insekten, Sämereien und kleineren Tieren. Jungfernkraniche sind die kleinste und eine der häufigsten Kranicharten auf der Welt. Die Vögel werden 90-100 cm groß und wiegen ungefähr 2-3,5 kg. Die Flügelspannweite beträgt 165 bis 185 cm. Männliche und weibliche Tiere sind praktisch nicht zu unterscheiden, deshalb kann auch noch keine Aussage über das Geschlecht des Jungvogels gemacht werden.


    Die schweren Zeiten für Bonobo-Baby Panisco sind vorbei

    Zomi, die Bonobo-Mutter (geb. 1998, im Zoo in Planckendael), und ihr kleiner Sohn Panisco haben schwere Zeiten hinter sich. Am 15.12.2009 wurde Panisco geboren. Sein Vater ist Ludwig (geb. 1984, im Zoo in Antwerpen). Erst erschien alles unproblematisch. Zomi war, trotz Adoptivkind Bili, eine liebevolle Mutter. Doch schon nach wenigen Tagen erschien das Jungtier schlapp und verlor an Gewicht und Zomi verlor zusehends das Interesse an ihrem Sohn. „Nach der Geburt wog der Kleine 1.570 g, am 22. Dezember waren es nur noch 1.333 g“, berichtet Niekisch. „Unsere Tierpfleger mussten eingreifen, um den Kleinen nicht zu verlieren“!

    Am 22. Dezember musste Panisco aus der Gruppe genommen werden, außer dem Gewichtsverlust wurden Krämpfe bei ihm beobachtet. Revierleiter Carsten Knott, erfahren in der Handaufzucht von Bonobos, nahm Panisco in seine Obhut. Erst am 4. Mai konnte der kleine Bonobo-Junge, vollends genesen, zu seiner Mutter zurückkehren. „Der Erfahrung unserer Tierpfleger ist es zu verdanken, dass die Zusammenführung von Mutter und Sohn nach viermonatiger Trennung so reibungslos ablaufen konnte“, freut sich Thomas Wilms, Kurator für Säugetiere im Zoo Frankurt. Damit Zomi den Kontakt zu Panisco in der langen Trennungsphase nicht verlor, wurde Panisco von Knott und den anderen Pflegern regelmäßig ins Revier gebracht, um sie zu besuchen. Schon in dieser Phase wurde Zomi mit Belohnungen trainiert. Denn nach der langen Trennung von Panisco ist Zomis Milchfluss versiegt. Nun muss sie beide Babys zum Füttern ans Gitter bringen, Bili und Panisco.

    In Frankfurt hat die Zucht von Bonobos Tradition. 1962 gelang im Zoo Frankfurt die Erstnachzucht von Bonobos, d.h. hier kam das erste in einem Zoo geborene Bonobo-Baby zur Welt. „Bis heute ist unser Zoo führend in der Bonobozucht“, erklärt Niekisch stolz. „Alle erwachsenen weiblichen Tiere, bis auf die noch jugendliche Haiba, haben Nachwuchs.“ Seit 1962 wurden insgesamt 32 Bonobos im Zoo Frankfurt geboren, seit dem Jahr 2000 kamen 11 Bonobo-Babys zur Welt.
    (17.06.2010)
    Holger Wientjes:   http://www.main-netz.de/nachrichten/region/frankenrhein-main/franken/art4005,1235076
    (12.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Halbzeit 2010: Neues aus dem Zoo

    Der Zoo Frankfurt befindet sich im Umbruch. Mehrere Neubauten werden das Gesicht der traditionsreichen Einrichtung in den nächsten Jahren verändern. Weiterwachsen wird auch das große Engagement im Natur- und Artenschutz. Kurator Thomas Wilms gibt Ihnen einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Zoo.



    Referent:        Thomas Wilms, Kurator Zoo Frankfurt
    Wann:                  Mittwoch, 2. Juni 2010  
    Wo:                            Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
                                   Bernhard-Grzimek-Allee 1 |  60316 Frankfurt
    Beginn:       18:00 Uhr

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlenbis Zoo, Abendteuer Naturschutz von Zoo Frankfurt und ZGF.

    Eintritt frei
    (01.06.2010)
    Zoo Frankfurt:   Manfred Niekisch wird neuer Kooptationsprofessor
    der Goethe-Universität

    Der Frankfurter Zoodirektor vertritt künftig den Bereich ‚Internationaler Naturschutz‘

    Der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch (58) erhält die Würde eines Kooptationsprofessors der Goethe-Universität. Der Senat der Hochschule stimmte der Berufung des national wie international be- und anerkannten Fachmanns für Natur- und Ressourcenschutz zu. „Die Goethe-Universität gewinnt mit Manfred Niekisch eine Persönlichkeit von überragendem Format, die Lehrverpflichtungen im Institut für Ökologie, Evolution und Diversität des Fachbereichs Biowissenschaften halten und darüber hinaus eine im Interesse der Studierenden wie der Lehrenden liegende ‚Brückenfunktion‘ zwischen dem Fachbereich und dem Frankfurter Zoo wahrnehmen wird“, erläuterte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl die Berufung. Niekisch wird an der Hochschule künftig die dort neu etablierte Disziplin ‚Internationaler Naturschutz‘ vertreten.

    Niekisch ist seit 2008 Direktor des Frankfurter Zoos und seit 1998 als Professor für Internationalen Naturschutz an der Universität Greifswald tätig. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt dabei auf der Entwicklung von Naturschutzkonzepten, die eine nachhaltige Nutzung von Naturressourcen berücksichtigen und auf diese Weise zu einer breiten Verankerung in der Bevölkerung führen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Interessen ist die Biologie der Amphibien. Vor seiner Berufung nach Greifswald wirkte Niekisch unter anderem als Direktor der Artenschutzzentrale von WWF-Deutschland, Geschäftsführer der Tropenwaldstiftung ‚Oro Verde‘ und Berater der Presidencia de la República ‚Plan de Acción Ambiental para Bolivia‘. Lehraufträge führten ihn an die Fachhochschule Göttingen, die Universitäten Marburg und Hanoi (Vietnam) sowie die Universidad Internacional de Andalucía (Spanien). Zudem verfügt er über ungewöhnlich breit gefächerte Erfahrungen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politikberatung und Praxis im Bereich Natur- und Ressourcenschutz, also in einer Disziplin – der Naturschutzbiologe – die bis heute in Deutschland kein rechtes Zuhause gefunden hat, auch wenn sie als ‚conservation biology‘ international bereits große Anerkennung genießt. So ist Niekisch auch Mitglied zahlreicher national und international bedeutsamer Kommissionen (zum Beispiel der Species Survival Commission und der World Commission on Protected Areas der IUCN, Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie (gtö), Mitglied des Vorstandes der Tropenwaldstiftung ‚Oro Verde‘ und Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt) und als einziger Biologe Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung.

    Am Fachbereich Biowissenschaften plant Niekisch unter anderem eine Vorlesung ‚Grundlagen des Naturschutzes – Schutz und Nutzung von Wäldern‘, dazu Seminare im Zoo zum Artenschutz, der Artenvielfalt, der Tierhaltung (mit Berücksichtigung der Anpassungs- und Verbreitungsstrategien der Tiere), zur Ethnobotanik und Ethnozoologie sowie zu internationalen Konventionen im Naturschutz. In der Forschung plant Niekisch Projekte zur Umsetzung von Forschungsresultaten für den strategischen Naturschutz sowie zur Habitaterhaltung unter prognostizierten Klimawandel-Szenarien, auch in Kooperation mit dem Frankfurter LOEWE-Forschungszentrum ‚Biodiversität und Klima‘ (BiK-F). Seine Berufung fügt somit der traditionell engen Verbindung zwischen dem Zoo Frankfurt und dem Fachbereich Biowissenschaften – die sich unter anderem in gemeinsam getragenen Initiativen wie dem Kompetenznetzwerk ‚BioFrankfurt‘ äußert – eine weitere wertvolle Facette hinzu.
    Vor Niekisch war 2008 der stellvertretende Direktor des Städel, Jochen Sander, zum (ersten) Kooptationsprofessor der Goethe-Universität ernannt worden. Grundlage für die ungewöhnliche Art der Kooperation ist die seit 1. Januar 2008 gültige neue Berufungssatzung der Goethe-Universität. Danach ist die „kooptative Berufung“ einer Persönlichkeit möglich, die bereits in leitender Position an einer anderen Hochschule, einer außeruniversitären Forschungseinrichtung oder einer vergleichbaren Institution tätig ist. Auf die Durchführung eines förmlichen Ausschreibungsverfahrens kann in diesem Fall verzichtet werden. Die Kooptationsprofessuren, von denen künftig weitere eingerichtet werden sollen, sind somit ein Ausdruck der erweiterten Autonomie, die der Goethe-Universität mit der Umwandlung in eine Stiftung des Öffentlichen Rechts im Jahre 2008 zuteil wurde.
    (28.05.2010)
    BjörnN:   Das überrascht mich, seit wann gibt es denn wieder ein Tamaduamännchen??
    (26.05.2010)
    Oliver Ramstedt:   Bei den Tamandua und den Zwergseebären gab es Nachwuchs.
    (25.05.2010)
    Zoo Frankfurt:   Zusammenarbeit zwischen dem Zoo in Brasilia und dem Zoo Frankfurt
    vereinbart

    In einem "Memorandum of Understanding" rücken der Fundação Jardim
    Zoológico de Brasília und der Zoo Frankfurt enger zusammen und vereinbaren
    einen Austausch von Know-how, Tieren und Fachkräften sowie einen
    gemeinsamen Einsatz für den Natur- und Umweltschutz.

    Raul Gonzales Acosta, Direktor des Fundação Jardim Zoológico de Brasília,
    und Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos, sind sich
    einig, dass beide Zoos von einer engen Zusammenarbeit profitieren werden.
    Das Memorandum fokussiert vier Schwerpunkte:
    1. Austausch von Informationen in der Umweltbildung, im tiermedizinischen Bereich und bei der Tierernährung und -beschäftigung
    2. Austausch von Tieren für die Erhaltungszucht
    3. Austausch von spezialisiertem Zoopersonal und
    4. Werbung für ein gegenseitiges kulturelles Verständnis

    "Das Memorandum ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn es
    ist die erste Vereinbarung über eine Zusammenarbeit zwischen einem
    europäischen und einem südamerikanischem Zoo", erläutert Prof. Dr. Manfred Niekisch die Initiative. "Die Kooperation geht weit über das
    übliche Maß der Zusammenarbeit von Zoos hinaus, denn sie fokussiert den gemeinsamen Einsatz für den Naturschutz und bezieht die Bevölkerung - etwa
    über zoopädagogische Maßnahmen zur Wissensvermittlung - ein", so Niekisch.

    Zum "Internationalen Tag der Biodiversität" am 22. Mai haben sich 15
    brasilianische Zoos und Umweltschutzverbände zusammengetan, um ein breites Netz an Aktivitäten über das Land zu legen und das Thema
    Naturschutz in die Bevölkerung zu tragen. Mit Hilfe von Informations-veranstaltungen und einem Umzug von 15.000 Kindern mit Tiermasken wird an mehreren Orten für die Erhaltung der Biodiversität geworben. Die konzentrierte Aktion wird von der GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit), dem Deutschen Umweltministerium und der
    Brasilianischen Zoologischen Gesellschaft unterstützt.

    Auch in Europa und im Zoo Frankfurt ist der "Internationale Tag der
    Biodiversität" Auftakt für eine Reihe von Veranstaltungen während der
    "Woche der Biologischen Vielfalt" (Programm unter www.zoo-frankfurt.de).

    Im Rahmen der Feierlichkeiten zum Tag der Biodiversität wird Niekisch an
    einer Veranstaltung im Cerrado, einer Savannenlandschaft in
    Zentral-Brasilien, teilnehmen und gemeinsam mit den Experten vor Ort
    Konzepte für die Naturschutzarbeit der Zukunft entwickeln. In Brasilia
    wird er mit Raul Gonzales Acosta zusammentreffen, um das "Memorandum of
    Understanding" zu unterzeichnen. "Um die weltweiten Probleme Klimawandel
    und Verlust der Biodiversität in den Griff zu bekommen, müssen alle Zoos
    an einem Strang ziehen", so Niekisch.
    (21.05.2010)
    Zoo Frankfurt:   Der Mai ist gekommen und mit ihm die Maikäfer

    Maikäfer kennt jeder, zumindest aus Geschichten und vom Hörensagen – die Älteren noch aus eigener Anschauung. Auch dort, wo noch vor 50 Jahren Forstbeamte mit Grausen an die Flugzeit des Maikäfers dachten, weil das Laub der Wälder in den Mägen der gefräßigen Tiere verschwand, gehören Maikäfer heute zu den Seltenheiten. Viele Kinder kennen den Frühlingsboten nur noch als Schokoladentier in bemalter Alufolie. In bestimmten Gegenden Südhessens treten sie derzeit allerdings für kurze Zeit massenhaft auf. Damit auch Frankfurter und Frankfurterinnen die berühmten Käfer aus nächster Nähe betrachten können, zeigt der Zoo sie zurzeit in seinem Exotarium. Wer sie sehen will, muss sich allerdings beeilen, denn im Käferstadium leben die Maiboten nicht lange.

    „Gerade im internationalen Jahr der Biodiversität möchten wir als Naturschutz-Zoo auch auf die Vielfalt der heimischen Fauna aufmerksam machen“, so Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Der Maikäfer ist sicher einer der bekanntesten Käfer Deutschlands. Die Schäden, die er bei massenhaftem Auftreten im Forst anrichtet, sind zwar sichtbar, aber Teil des Naturkreislaufs“, so Niekisch weiter. „Der Zoo will seinen Besuchern den Maikäfer näher bringen und Wissen über das Wappentier des Frühlings vermitteln.“

    Der Maikäfer lebt nicht lange – er ist, vereinfacht gesagt, ein geflügeltes Vermehrungsstadium. Nach zwei bis drei Wochen stirbt er. Bis dahin haben die Weibchen 60 bis 80 Eier gelegt. Aus diesen Eiern schlüpfen nach zirka sechs Wochen die Engerlinge, die sich im ersten Jahr von Pflanzenresten und den Haarwurzeln der Pflanzen, dann aber die nächsten anderthalb bis zwei Jahre von den dünneren und feineren Wurzeln der Bäume ernähren, die für die Aufnahme von Wasser und Nährstoffen wichtig sind. Meist im dritten Jahr verwandelt sich der Engerling in eine Puppe, aus der dann im August oder September der Maikäfer schlüpft. Allerdings bleibt er zunächst im Boden, um dort zu überwintern. Im Mai des folgenden Jahres bahnt er sich den Weg an die Oberfläche, um zum Hochzeitsflug auszuschwärmen.

    Die Maikäfer, die im Zoo Frankfurt zu sehen sind, stammen aus Südhessen, wo gerade ein großes Gebiet von 350 Hektar bei Pfungstadt mit einem Breitband-Insektizid besprüht wird. Das trifft die Käfer in der empfindlichsten Phase ihres Lebenszyklus, der Zeit der Fortpflanzung. Aber natürlich sind auch alle übrigen Insekten, wie Schmetterlinge, Wildbienen, Schlupfwespen usw. betroffen.
    Amphibien werden von den Folgen des Gifteinsatzes ebenfalls nicht verschont, da sie die Gifte direkt über die Haut aufnehmen. Auch die insektenfressenden Vögel und Säugetiere sind in Gefahr – entweder, weil sie keine Nahrung mehr finden, oder weil sie das Gift über die verseuchten Insekten aufnehmen.

    „Der Gifteinsatz ist ein weiterer Eingriff in ein ohnehin schon angegriffenes Ökosystem. Es sollten stattdessen mehr Anstrengungen zur Gesunderhaltung des Waldes unternommen werden, denn ein gesunder Wald kann die Folgen eines Maikäfer-Jahres gut verkraften. Lasst die Maikäfer doch einfach fliegen, wie in dem alten Volkslied!“ fordert der Frankfurter Zoodirektor.

    (06.05.2010)
    Zoo Frankfurt:   Einladung ins Exotarium - Der Mai ist gekommen - und damit auch das Tier des Monats: Der Maikäfer

    Zeit: Donnerstag, 6. Mai 2010, 11.30 Uhr

    Ort: Exotarium, Treffpunkt Haupteingang um 11.15 Uhr

    Maikäfer sind in Frankfurt mittlerweile eine Rarität. Nicht zuletzt deshalb möchte der Zoo Frankfurt im Jahr der Biodiversität gerade auf die eher "unscheinbaren" Vertreter der heimischen Fauna aufmerksam machen. Wir
    laden Sie ein, die interessanten Käfer im Exotarium (wieder) zu entdecken.

    (04.05.2010)
    Zoo Frankfurt:   Gibbons - die singenden Menschenaffen

    Gibbons sind kleine Menschenaffen. In den frühen Morgenstunden erfüllen ihre melodischen Gesänge die Regenwälder Südostasiens. Aufbau und Funktion dieser Gesänge sind vielfältig und weisen erstaunliche Parallelen zur menschlichen Musik auf. Allerdings sind einige Gibbonarten stark bedroht:
    Werden unsere singenden Verwandten bald für immer verstummen?

    Referent: Dr. Thomas Geissmann, Anthropologisches Institut, Universität
    Zürich
    Wann: Mittwoch, 5. Mai 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt: kostenfrei

    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe "Erlebnis Zoo,
    Abenteuer Naturschutz" von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (30.04.2010)
    Oliver Ramstedt:   So wie es aussieht hat es das Giraffen Junge nicht geschafft. Das Giraffenhaus ist wieder zugänglich, aber es ist kein Junges zu sehen, schade.
    (17.04.2010)
    Michael Mettler:   Die Neuen sind zwei Rüden aus München; das wird in der aktuellen Ausgabe des dortigen TIERPARKFREUND erwähnt.
    (11.04.2010)
    Oliver Ramstedt:   Bei den Afrikanische Wildhunden, gibt es zwei Neue. Der einzelne der noch extra ist, ist der übrig gebliebene Rüde.
    (10.04.2010)
    Oliver Jahn:   Auch ich bin kein Experte, aber es gibt Experten, die dazu schreiben:
    Auf Wanderungen fast lautlos durch Baumkronen kletternd, auf allen
    Vieren laufend, wobei der Schwanz vor jedem neuen Schritt einen Ast als zusätzlichen Halt umfasst. Bewegungsfolge erscheint träge, doch erreichen im Gezweig flüchtende Tiere höhere Geschwindigkeiten als ein auf der Erde laufender Mensch. Springen selten, höchstens 3-4m weit. Am Boden nur ausnahmsweise, können aber schwimmen. (Zootierhaltung Tiere in menschlicher Obhut - Säugetiere, 2009)
    Ich traue den Kollegen in FFM einfach da mal genug Kompetenz zu, das ganze vernünftig umzusetzen. Verluste hingegen sind Dinge, die man aus meiner Sicht nie wirklich hätte vermeiden können, es sei denn, man verzichtet komplett auf Gemeinschaftshaltung. Ich denke da nur an den Flusspferdbullen aus Basel.

    (09.04.2010)
    Sacha:   Je nachdem, wie die Anlage konzipiert ist, sprich, wo die Bäume stehen. Brüllaffen dürften sich auf Aesten wohl etwas weiter hinaus wagen als Brillenbären..:) Die Frage ist tatsächlich, wie es mit dem Sprungvermögen der Brüllaffen aussieht. Ganz genau weiss ich das auch nicht. Ich erinnere mich aber an TV-Beiträge, in denen ich die Brüllaffen von Baum zu Baum springen sah. Allerdings ohne Angabe der Entfernung und der Fallhöhe.

    Das Sprichwort sagt ja: Versuch macht klug. Also schauen wir mal. Wär nur schade, wenn ich recht hätte und einer der Brüllaffen draufgeht, obwohl man es hätte vermeiden können.

    (08.04.2010)
    Michael Mettler:   @Sacha: Die Gehegebegrenzungen müssen doch aber schon für die Brillenbären deutlich aufwändiger sein als für Nasenbären, und ein für Brillenbären genügend breiter Graben dürfte auch für Brüllaffen unüberwindlich sein...? Ich bin nun wahrlich kein Primatenspezialist, aber ich kenne Brüllaffen eigentlich als gemächliche Kletterer, quasi die Orangs unter den Neuweltaffen - und dabei eher als Astläufer, die sich immer irgendwo festhalten, denn als gewandte Springer wie Kapuziner.

    Das mit der Winterhärte sehe ich allerdings ähnlich, wenn auch eher mit dem Präsentationsgedanken: Robuste Affen können eben mehr Monate pro Jahr auf der gemeinsamen Freianlage gezeigt werden, und das würde die Kombi besucherattraktiver machen.
    (07.04.2010)
    Sacha:   Dann hat die Haltung aber zumindest vorher schon funktioniert resp. gleich von Beginn nicht funktioniert. Es geht ja um den Erstversuch, die Probephase. Und zu Versuchszwecken wären mir die Brüllaffen schlicht zu schade.
    Natürlich kann man darüber streiten, ob es nicht noch geeignetere und ebenso leicht zu beschaffende "Versuchsprimaten" gäbe (Gehaupte Kapuziner ohne klare UA?). Aber zumindest einige Aufschlüsse/Grundvoraussetzungen würde die Erprobung sicher ergeben und man könnte einige Fehler beseitigen, bevor man es mit den Brüllaffen versucht.

    Dass vielfach erst einzelne Individuen eine Gemeinschaftshaltung möglich machen oder eben nicht, da bin ich grundsätzlich mit Dir einig. Ein Patentrezept gibt es wohl nicht. (Wäre vielleicht eine interessante Arbeit/Dissertation für einen Zoologiestudenten).

    Konkret noch einmal zur Kombi Brillenbär/Nasenbär. Ich halte diese u.a. für geeigneter, weil Nasenbären generell eher tiefere Temperaturen vertragen (winterhärter sind) als Brüllaffen. Demzufolge wären auch die Rückzugs-/Winterquartiere für Brüllaffen in der Kombi aufwändiger und teurer. Auch die Gehegebegrenzungen wären bei den Brüllaffen als die besseren Springer aufwändiger (Glas oder breiterer und tieferer Graben) als bei den Nasenbären.
    (07.04.2010)
    Oliver Jahn:   Nun, ich kann die Frage zu a. auch nicht beantworten, denn die These kam ja von Mirko, ich habe seine Aussage allerdings eher auf die Exklusivität des Tierbestandes in Frankfurt bezogen gesehen, nicht auf die Haltungstechnik, aber dazu kann er ja noch mal was sagen.
    Zu b. allerdings bin ich grundsätzlich anderer Meinung, denn ich glaube nicht daran, dass man eine Gemeinschaftshaltung zwischen Brillenbären und Brüllaffen mit Totenkopfäffchen erproben kann.
    Manche Gemeinschaftshaltung, die über Jahre sehr gut funktioniert hat, bricht plötzlich zusammen, nur weil ein Individuum ausgetauscht wurde.
    Da kann ich mir nicht vorstellen, dass eine komplett andere Art da wirklich etwas über das Gelingen der Haltung mit einer anderen Art aussagt.
    Als Beispiel fallen mir da sofort die Kombinationen Fuchs/Bär in Heidelberg und Hamburg ein. Hier Kodiak, dort Syrer, hier Eisfuchs, dort Korsak, eine klappt, die andere nicht. Und die, die bis heute funktioniert, ist die ältere Haltung von beiden.

    (07.04.2010)
    Sacha:   Das stimmt schon, beantwortet aber

    a. nicht meine Frage, was an der ursprünglich angedachten Kombi Nasenbär/Brillenbär schlechter sein soll (haltungstechnisch gesehen) und lässt

    b. immer noch die Frage der Verhältnismässigkeit offen. Lassen wir mal den ethischen Umstand "jedes Leben eines Tieres ist gleichwertig" beiseite und denken nur kaufmännisch-rationell: Dann "probt" man doch nicht mit einer relativ seltenen und eher schwer zu beschaffenen Art wie den Schwarzen Brüllaffen sondern "übt" zum Beispiel mit Boliv. Totenkopfäffchen und wechselt erst bei Erfolg auf die Brüllaffen. Natürlich bleibt auch dann noch ein Risiko, aber es ist geringer als zuvor.
    (07.04.2010)
    Oliver Jahn:   Na ja, wenn sich Zoos immer nur an den Gemeinschaftshaltungen orientieren würden, die in anderen Zoos schon erfolgreich erprobt wurden, dann gäbe es heute gar keine Gemeinschaftshaltungen, denn irgendwann musste ja mit jeder Gemeinschaftshaltung einmal begonnen werden. Von daher ist es doch eigentlich wünschenswert, wenn auch immer mal wieder neue Kombinationen erprobt werden. Vielleicht funktioniert es ja ganz gut. Und immerhin kommen somit wieder Brüllaffen nach Frankfurt, wenn nun auch in eine andere Art.
    (06.04.2010)
    Sacha:   Gut, Südamerik. Nasenbären sind in der Kategorie "Ich kann sie nicht mehr sehen" sicher ganz weit oben (auch bei mir). Aber was hat das mit der Art der Gemeinschaftshaltung zu tun, genauer: Was ist an der Kombi Schwarzer Brüllaffe/Brillenbär besser als an der bereits erprobten (und zumindest in Zürich sehr erfolgreichen) Kombi Nasenbär/Brillenbär? Zumal bei einer tödlichen Auseinandersetzung der Tod eines Brüllaffen für den europäischen Zoobestand sicherlich gravierender wäre als der eines Südamerik. Nasenbären.
    (06.04.2010)
    Michael Mettler:   Hört sich interessant an. Aber warum eigentlich nicht mit den Gelbbrustkapuzinern, die doch wahrscheinlich klimatisch robuster sind und in größerer Horde gehalten werden könnten?
    (06.04.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Die Brillenbären sollen zusammen mit Schwarzen Brüllaffen untergebracht werden. Eine sehr positive Verbesserung gegenüber der ursprünglichen Planung mit den Nasenbären.
    (06.04.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Das Fingertierweibchen soll schwanger sein. Hoffentlich geht alles gut!
    (03.04.2010)
    WolfDrei:   Pardon, ich übersah Flußpferd, Seehund und Spitzmaulnashorn, dazu Streifenkiwi - "work in progress" also
    (04.03.2010)
    WolfDrei:   Zum Führer: Handliche Spiralbindung? Und was ist Fauna-Rot?
    Zur Website "Tiere von A-Z:(wenn auch nur, wie angemerkt, "kleine Auswahl")gibt es da jetzt nur Fische, Amphibien und Reptilien? Hoffen wir, daß das nur der Start ist.
    (04.03.2010)
    Liz Thieme:   heißt das, dass die Disney-Schilder weg sind???? Fand die schön, auch wenn sie schon abgenutzt aussahen auf Grund des Wetters.
    (04.03.2010)
    Zoo Frankfurt:   Der Zoo Frankfurt erhält ein neues Gesicht
    Zooführer, Beschilderung und neue Zoowebsite

    Konsequent erscheint der Zoo Frankfurt in einem neuen, modernen Design: Der Zooführer wurde vollständig überarbeitet. Mit anschaulichem Farbregister und in handlicher Spiralbindung ist er leicht zu handhaben und sehr informativ. Tierhäuser und Tierarten sind übersichtlich präsentiert.

    Auch die Wegweiser zu den Tierhäusern und Gehegen, die Hinweisschilder und die Schilder für Gefahrenhinweise und Verbote wurden von der Firma Exposition GbR, in den Zoofarben Flora-Grün und Fauna-Rot, neu gestaltet.

    Die neue Zoowebsite ist seit dem 18. Februar online. Schon in diesen zwei Wochen hat die neue Seite bis zu 1500 Hits pro Tag zu verzeichnen. Ein schönes Kompliment für die ansprechende, gut gegliederte Seite in modernem Zoodesign. Gemeinsam mit dem IT-Dienstleister Intera und deren langjährigem Businesspartner T-Systems hat der Zoo die neue Website entwickelt. Zusätzlich zu Informationen und Unterhaltung bietet der neue Online-Auftritt echte Mehrwerte für seine Besucher: So kann man bequem von zu Hause Eintrittskarten und Gutscheine bestellen, Termine für eigene Veranstaltungen oder Führungen vereinbaren sowie Tierpatenschaften abschließen.

    (04.03.2010)
    Zoo Frankfurt:   Spendenaktion: Schöner wohnen – ein neues Haus für unsere Pinguine

    Die Pinguine im Zoo Frankfurt brauchen dringend eine größere Anlage. Die Planungen für ein neues Pinguinhaus beginnen schon dieses Jahr. Doch die Kosten für einen Neubau sind hoch.

    „Nachdem sich der neue Eingangsbereich des Zoos und die neue Bärenanlage in der heißen Planungsphase befinden – Baubeginn wird Ende 2010 sein – packt der Zoo das nächste Projekt an: Ein neues Pinguinhaus, denn die Frankfurter Pinguine brauchen dringend eine größere Anlage“, fasst Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main, die Situation im Zoo Frankfurt zusammen. „Die Stadt Frankfurt unterstützt den Neubau des Pinguinhauses im Rahmen eines 30 Mio. € Investitionsprogramms für den Zoo, denn der Zoo im Herzen unserer Stadt ist eine der beliebtesten Freizeiteinrichtungen in Frankfurt und der Rhein-Main-Region.“

    Noch befinden sich die sympathischen Pinguine im Eingangsbereich des Exotariums. „Der beschränkte Platz reicht nur für die Haltung einer kleinen Pinguinart und die jetzige Anlage ist zudem völlig veraltet “, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Daher werden im Zoo Frankfurt zurzeit ausschließlich Eselspinguine gezeigt.“ Aber das soll sich ändern. Das neue Pinguinhaus wird für drei Pinguinarten konzipiert – Königspinguine, Eselspinguine und Felsenpinguine.

    Michael Quast, Direktor der Fliegenden Volksbühne unterstützt die Spendenaktion als Schirmherr. Er kann den Wunsch nach einem neuen Haus für die Pinguine gut verstehen, denn auch die Fliegende Volksbühne sucht gerade ein neues Domizil.

    Das neue Pinguin-Haus wird direkt neben dem Exotarium auf einer Grundfläche von 1.911 m2 entstehen. Den ca. 70 zukünftigen Bewohnern sollen ein tiefes Bassin von 200 m2 Grundfläche und eine Landfläche von 100 m2 zur Verfügung stehen. Die Anlage wird dem natürlichen Lebensraum der Vögel nachempfunden und eine Felsen- und Meerlandschaft darstellen. Die Zoobesucher erhalten verschiedene Einblicke in die neue Anlange: einen Unterwassereinblick, einen Einblick direkt auf Höhe der Wasseroberfläche und einen Einblick von oben. Der Besuchergang wird in Form einer Spirale angelegt und endet in der Reptilienhalle des Exotariums, sodass dann ein barrierefreier Zugang in den oberen Stock des traditionsreichen Hauses möglich wird. Das neue Pinguinhaus wird mit modernster, klimaschonender Technik ausgestattet und von außen begrünt, sodass die Architektur mit der umgebenden Natur verschmilzt.

    „Pinguine repräsentieren wie kaum eine andere Tierart die Bedrohung der Lebensräume durch den Klimawandel“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Unsere Zoo-Pinguine sind Botschafter ihrer freilebenden Artgenossen. Das neue Haus bietet ein Forum, um die Tiere zu erleben und um Wissen zu vermitteln. Es soll ein Meilenstein in der Geschichte des Frankfurter Zoos werden.“

    Ziel ist es, das neue Pinguinhaus 2013 einzuweihen, deshalb beginnt bereits in diesem Jahr die Planung der Technik. 2011 soll der erste Spatenstich gesetzt werden. Doch die Kosten für den Neubau sind hoch. Sie liegen bei 6 Millionen Euro. Davon muss der Zoo 2 Millionen Euro selbst aufbringen. Eine Summe, die der Zoo nur mit Unterstützung der Frankfurterinnen und Frankfurter, der Bewohner der Rhein-Main-Region und aller Freunde und Besucher des Zoos stemmen kann. (Spendenkonto: Zoo Frankfurt, Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60, Konto Nr. 78328-607, Stichwort: Spende Pinguine).

    (04.03.2010)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Bonobos – die liebe Verwandtschaft

    Neue Ergebnisse aus der Primatenforschung

    Bonobos gelten unter Fachleuten als die menschlichsten aller Menschenaffen.
    Neue Erkenntnisse über diese charismatische Primatenart scheinen allen Paradigmen der Sozialökologie zu widersprechen! Der Vortrag wird mit Vorurteilen aufräumen und unsere nächsten Verwandten in einem neuen Licht zeigen.



    Referent: Dr. Gottfried Hohmann,
    Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Leipzig

    Wann: Mittwoch, 3. März 2010
    Wo: Zoogesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei
    Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe „Erlebnis Zoo, Abenteuer Naturschutz“ von Zoo Frankfurt und ZGF.
    (01.03.2010)
    Anna Lena Stephan:   Oder Tiger spuckt Pfleger nicht mehr aus.
    (28.02.2010)
    Oliver Ramstedt:   Das kann vieles bedeuten, Tierarzteinsatz bei den Katzen oder zusammenführung der Fossas, ...?
    (26.02.2010)
    Liz Thieme:   hier grad mal die neusten Infos zum Katzendschungel:
    >Leider müssen wir am Freitag, 26. Februar 2010, den Katzendschungel von 9:00 bis mindestens 13:00 Uhr aus tierpflegerischen Gründen geschlossen halten.<
    (25.02.2010)
    Anna Lena Stephan:   Mit gefällt der Zoo-Plan besonders gut, da er nicht nur Bilder der Anlagen, sondern auch geschichte und Zukunft zeigt. Das wünsche ich mir für Köln auch.
    (21.02.2010)
    Oliver Ramstedt:   Jepp die Webseite ist ganz gut geworden. Nur hoffe ich das auch weiter dran gearbeitet wird und mehr und aktuellere Informationen drauf kommen. Bis jetzt sind hauptsächlich nur die Sachen reingekommen die auch vorher auf der Webseite waren. Leider wurde auf Typo3 gesetzt, was ich persönlich für zu mächtig für diese Webseite halte und wofür die Redakteure geschult werden müssen, weil da stellt mal nicht mal so einfach was rein. Hier hätte ich mir ein einfacheres CMS gewünscht, wo auch eher mal was ohne große Einweisung und Schulung gemacht weren kann/könnte und somit die Chance größer wäre auch mehr Neuigkeiten und Inhalt zu bekommen.
    (18.02.2010)
    Liz Thieme:   die neue Homepage ist da und der neue Zooführer dürfte nun auch ganz bald (vlt ist er es auch schon) kommen.
    Die HP wurde ans neue Corporate Design angepasst, so dass ich dies auch von dem Zooführer erwarte.
    Schön hell und übersichtlich (auch für Leute die Sehschwierigkeiten haben gut lesbar) und einfache Bedienbarkeit zeichnet diese Seite aus. Der Schritt zur neuen Seite hat sich gelohnt!
    (18.02.2010)
    Oliver Ramstedt:   Bei den Kattas gab es schon sehr früh jetzt Nachwuchs.
    (15.02.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Bei den Kongopfauen sind neu Turakos. Ich nehme an, dass es neben dem Paar im Bogoriwald ein zweites Paar Fischerturakos sind. Kann dies jemand bestätigen? Aktuell gibt es Nachwuchs bei den Katzenvögeln, Sonnenrallen und Bartlett-Dolchstichtauben.
    (15.02.2010)
    Jennifer Weilguni:   Dann bleiben den Frankfurtern ja wenigstens die Fossas erhalten. Nachdem die Haltung der Nebelparder ja schon aufgegeben wurde, wäre dies sonst ein weiterer herber Verlust gewesen.
    (15.02.2010)
    BjörnN:   Lt. Zoofreundeforum kommt das neue Fossaweibchen aus Chemnitz, Chmnitz hat ein neues Fossapaar aus Duisburg erhalten...
    (15.02.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Es stand an der Anlage, dass ein neues Weibchen hinter den Kulissen sei. Das Männchen habe ich auch nicht gesehen.
    (15.02.2010)
    Jennifer Weilguni:   Ist das Fossa-Weibchen "Binari" nicht verstorben?

    (14.02.2010)
    Liz Thieme:   Am 5.2. waren die Fossas aus beiden Gehegen raus, Schilder weg. Paarungszeit bei den Löwen.
    Am 1.11.2009 gab es Greifstachler-Nachwuchs

    (13.02.2010)
    Liz Thieme:   ich habe mich nicht neben Iban gelegt oder gestellt außerdem ist er größer als Malea.
    Und die Bronx ist der einzige Zoo, wo ich neben einem Sib Tiger lag und direkt stand. Taiga in HH meinte nämlich liegen zu wollen als ich die Chance hatte.
    Menschen ab einer gewissen Größe kennen das ja nicht, wenn man einem Tiger genau gegenüber steht (gleiches Bodenniveau) und fast in die Augen guckt. Und da ist Malea halt schon sehr zierlich und wirkt wie ein Kuschelkätzchen.
    (16.01.2010)
    Michael Amend:   Zwischen dem Frankfurter Sumatratigerkater"Iban"und den Sibirischen Tigern in der Bronx gibts es also keinen Unterschied ? Was ist so Besonderes an den Sib.Tigern in New York ? Ich weiß ja, die New Yorker sind schon ein besonderer Schlag, aber das das auch auf die Tiere in den Zoos zutrifft, ist mir neu.
    (16.01.2010)
    Liz Thieme:   so nach sage und schreibe 19 Jahren bin ich mal wieder im Frankfurter Zoo gewesen. Auf Grund des Schnees waren die meisten Tiere in ihren Häusern und dadurch teils nicht zu sehen.
    Der kleine Giraffenjunge ist an den Besuchern stark interessiert, aber schwangt zwischen Schüchternheit und Neugier.
    Bei den Sumatra-Tigern hätte ich mich ewig aufhalten können. Aber ist schon ein sehr großer Unterschied zwischen "Malea" und den Sibirischen Tigern in der Bronx. Bisher hatte ich zwischen diesen beiden Arten noch nicht so einen direkte Vergleichsmöglichkeit (an mir selbst).
    Um noch mal auf Padgogik zu kommen. Ich finde toll, dass bei den Infos/Spielen bei den Flusspferden und Robben auch die Ideengeber dabei stehen!
    Am Bogori-Wald vermiss ich einen Brillen/Fotoapparat-Puster. Mir war leider damit das Fotografieren nicht möglich.
    Das Grzimekhaus und Exotarium ist für mich das Highlight des Zoos gewesen (neben den Tigern). Paar der Nachttieranlagen werden gerade neu eingerichtet und im Aquarienbereich wird noch ein neues Becken (oder mehrere) für Seepferdchen, Steinfische, Rote Feuerfische und paar andere gebaut.
    Schön fand ich auch die Babystube oben im Reptilien/Amphibienbereich. Besonders die Freshies haben es mir angetan und haben mir einen Grund mehr gegeben ins Land meiner Begleitungen zu fahren.
    (15.01.2010)
    Henry Merker:   Dann mal was zum Thema Frankfurt:

    Im Jahresbericht von 1964 tauchen unter anderem folgende Tierformen auf:

    1. Blaustreifen-Lanzenottern
    2. Maueragamen
    3. Giraffenschildkröten

    Es handelt sich hierbei um Tiere, die im Jahr 1964 neu in den Tierbestand aufgenommen worden sind und zu denen eine wissenschaftliche Beschreibung fehlen soll. Ich hatte schon dem Zoo Frankfurt eine Mail geschickt, um darüber etwas mehr zu erfahren, habe jedoch noch keine Antwort erhalten. Weiß von euch vielleicht jemand, um welche Tiere es sich konkret handeln könnte?




    (13.01.2010)
    Oliver Jahn:   @Henry Merker, ich fühlte mich überhaupt nicht angegriffen und hatte auch nicht vor, dieses in meiner Antwort so rüber kommen zu lassen. Ich wollte lediglich festellen, dass theoretische Ansätze im realen Leben von Eltern und Kindern zwar oft gut klingen, tatsächlich aber eben oft nur Theorie bleiben. Von daher kann ich mich Liz nur anschließen, das ganze hat wirklich nichts mehr mit Frankfurt zu tun, daher sollten wir dieses Thema hier nicht weiter führen.
    (13.01.2010)
    Liz Thieme:   auch wenn das hier inzwischen nix mehr mit Frankfurt zu tun hat.
    Mein zoologisches Wissen kommt ausschließlich von meinen Eltern und meiner Schwester sowie selbst angeeignet. Die Schule hat da nichts gebracht, außer mir die Atmungsorgane zu beschreiben. Habe eher meine Lehrer verbessert, zu deren Leidwesen.
    Ich werde meine Kinder garantiert nicht dem Kindergarten und der Schule überlassen.
    Und in Geschichte sah es mit dem Lernen so ziemlich gleich aus.
    Dieses "den anderen in die Verantwortungg" schieben finde ich unmöglich, die Eltern werden damit aus einer wichtigen Position hinausgedrängt, bzw drängen da selber raus und schieben es den Einrichtungen in die Verantwortung.

    So und nu mal wieder zurück zu Frankfurt :D
    (13.01.2010)
    Henry Merker:   @Oliver Jahn:
    Ich habe meinen Beitrag von gestern noch einmal durchgelesen und komme dadurch zu dem Schluss, dass ich nicht behauptet habe, dass man Kinder unterfordert, wenn man ihnen viel Zeit am Spielplatz einräumt - zumal als Privatperson. Die Aufgabe, Wissen zu vermitteln kommt zwar auch den Eltern zu, ist aber aus naheliegenden Gründen vorrangig Aufgabe von Kindergärten, Schulen und ähnlichen Einrichtungen, insofern die Möglichkeit dazu besteht und sie in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen (Zumindest bei Schulen sollte dies der Fall sein.). Mein Beitrag bezog sich also auf rein didaktisch-methodische Aspekte, wie ich noch einmal HERVORHEBEN möchte!(Kinder lernen übrigens auch während des Spielens, ohne jetzt jedoch auf die Bedeutung des Spiels für die Entwicklung von Kindern eingehen zu wollen;)). Zu guter letzt kann ich auch nicht ablesen, dass ich Sie mit meinen Beitrag konkret angreifen wollte. Ich kann mir vorstellen, dass der Eindruck durch die konkrete Anrede entstanden sein kann, doch ist dies dann ein Missverständnis gewesen.

    Jedenfalls hoffe ich, dass das von Ihnen vorgestern angesprochene Beispiel Schule macht.
    (13.01.2010)
    Oliver Jahn:   @Henry Merker, ich weiß nicht, wie das bei ihren Kindern ist. Bei meiner Tochter steht mit ihren kanpp 7 Jahren noch immer der Spielplatz im Vordergrund, auch wenn ihr gelegentlich solche Stände mit kindlich vermitteltem Wissen Freude bereiten. Ob ich sie dann unterfordere, wenn ich ihr die meiste Zeit auf dem Spielplatz einräume, das wird die Zeit und ihre Entwicklung dann zeigen.
    (12.01.2010)
    Henry Merker:   @Oliver Jahn:
    So überraschend ist dies nicht. Kinder wollen stets dazu lernen und fühlen sich vom Reiz des Neuen stets angelockt, wenn dies auch in einer fordernden Art und Weise geschieht. Die Ansicht, dass man Kinder auf keinen Fall überfordern solle, die zumeist zu deren Unterforderung führt (!), ist hierbei also sehr kontraproduktiv. Zudem wird so deutlich, dass viele Menschen dazu tendieren, Kinder zu unterschätzen. (Gilt auch für den "Otto-Normal-Besucher".)
    Wenn Kinder neuem gegenüber unaufgeschlossen sind und keine Bereitschaft zeigen, neues Wissen (oder Fähigkeiten) anzueignen, so testen sie entweder den "Lehrer" oder in der bisherigen Unterrichtungsweise ist etwas fatal daneben gegangen.
    Lange Rede, kurzer Sinn: Ich gebe Ihnen vollkommen Recht - solche didaktisch gut durchdachten Lernmöglichkeiten soll(t)en auf jeden Fall verstärkt in Zoos zu finden sein, um Anregungen, neues rund ums Tier zu entdecken, zu verbessern. Auch geeignete Tierbücher für Kinder, in denen Wissen altersgemäß vermittelt wird, soll meiner Meinung nach in keinem Zoo-Souveniershop fehlen. (Und da gibt es genügend Möglichkeiten - auch für den Fall, dass es zu manchen Themen keine geeigneten Bücher geben sollte. Dabei können dann nach und nach auch Fremdwörter mit einbezogen werden!)
    (12.01.2010)
    Oliver Jahn:   Bei meinem letzten Besuch in Frankfurt gab es sowohl im Grzimekhaus, als auch im Raubtierhaus sehr tolle Stände, an denen dem Besucher, und hier in erster Linie den Kindern einige Probleme der bedrohten Tierwelt sehr gut und spannend nahe gebracht wurden. Ein Stand wurde von Zoomitarbeitern betreut, zum Thema Sumatra und Süd-Ost-Asien, der andere war zum Thema Regenwald in Südamerika und Steppen in Asien, dieser wurde von ZGF-Mitgliedern betreut.
    Wir waren mit drei Kindern im Alter von 5 bis 8 Jahren dort. Und ich muss ehrlich sagen, Tiere ihren Spuren in Gips zuzuordnen und in kleinen Dosen Gerüche zu erkennen, hat die Kinder weitaus mehr begeistert, als ich es für möglich gehalten hätte.
    Ich fand es wirklich gut aufgebaut und es hatte nichts mit schulischer Belehrung oder erhobenem Zeigefinger zu tun. Davon wünschte ich mir in manchen Zoos mehr.
    Und so ganz nebenbei fallen mir auch noch gerade in FFM etliche bedrohte Tierarten ein, die dort gehalten und teilweise auch gezüchtet werden.
    Und bevor Holger mich jetzt wieder rüffelt…JA, auch ich bedauere die Abgabe der Nebelparder!!!! ;-)


    (11.01.2010)
    Sacha:   Ich gebe Herrn Niekisch hierbei ja absolut recht. Nur frage ich mich, warum er im Frankfurter Zoo bemüht ist, die Biodiversität zu verringern resp. zu wenig dafür tut sie zu erhalten (z. B. mit Neuanschaffung aus anderen Zoos resp. Exemplaren aus Auffangstationen vor Ort. Und das auch bei bedrohten Arten wie etwa dem Nebelparder.
    Das alles würde ja mehr Engagement der Zoos vor Ort nicht ausschliessen. Im Gegenteil: Viele Tierwaisenhäuser sind überfüllt und wären/sind froh, wenn sie nicht mehr auswilderbare Exemplare an gut geführte Tiergärten abgeben könnten/können.
    (11.01.2010)
    Zoo Frankfurt:   Im Gehege und vor Ort – wie Zoos der biologischen Vielfalt helfen

    Ein Statement von Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch zum Auftakt des „Inter-nationalen Jahrs der Biodiversität“.

    Am heutigen Montag eröffnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Norbert Röttgen, in Berlin das „Internationale Jahr der Biodiversität“ in Deutschland. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat 2010 dem Thema biologische Vielfalt gewidmet, um auf den immensen Verlust von Arten aufmerksam zu machen.

    Vor diesem Hintergrund betont der Frankfurter Zoodirektor und Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF), Prof. Dr. Manfred Niekisch, die Chancen aber auch die Grenzen zoologischer Einrichtungen beim Einsatz für den Erhalt von Artenvielfalt und Ökosystemen. Zwar verdankten eine ganze Reihe von Arten ihr Überleben der Zucht in zoologischen Gärten, so Bartgeier, Oryxantilope, Löwenäffchen und Wisent, und konnten sogar in der Natur erfolgreich wieder angesiedelt werden. Aber die dramatische Dynamik, die das Artensterben in den letzten Jahren angenommen hat, etwa beim derzeit weltweit zu beobachtenden Rückgang und Aussterben ganzer Amphibienpopulationen, zeige auch die Grenzen der Möglichkeiten auf, Arten allein durch Zucht in Zoos vor dem Aussterben zu bewahren. „Wir brauchen weltweit ein starkes und zunehmend größeres Engagement der Zoos beim Naturschutz vor Ort“, so Niekisch.

    Durch seine Nähe zu einer der größten Naturschutzorganisationen der Welt – der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt – ist der Zoo Frankfurt in einer äußerst günstigen Position, um aktiv Artenschutz vor Ort zu betreiben. Denn Nachzuchten in den Zoos allein können nicht die Wende im Naturschutz bringen, und für die Erhaltung der Lebensräume vor Ort ist die dauerhafte Präsenz von Profis vonnöten. „Hier können und müssen Behörden, Zoos und Naturschutzorganisationen gemeinsam versuchen, das Steuer herumzureißen“, weiß Niekisch, der selbst viele Jahre in Naturschutzprojekten vor allem der Tropen aktiv war.

    Mit der Welt-Zoo-und-Aquarium-Naturschutzstrategie des Welt-Zooverbandes WAZA haben sich die wissenschaftlich geführten Zoos verpflichtet, ihr Potenzial in den Dienst von Erziehung und Bildung, Forschung und vor allem Artenschutz zu stellen. „Menschen kommen in den Zoo, weil sie sich für Tiere interessieren, und wir müssen gerade diese Chance nutzen, um unsere Besucher über Artensterben und Naturschutz nicht nur zu informieren, sondern sie auch selbst zum Handeln zu motivieren. Jeder kann seinen Beitrag leisten, zum Beispiel durch Spenden an Naturschutzorganisationen und Zoos, Verzicht auf Tropenholz und Palmöl, Nutzung klimafreundlicher Energie, um nur einige Beispiele zu nennen.“

    Im „Internationalen Jahr der Biodiversität“ dürfe niemand mehr behaupten, er „habe nichts gewusst“ oder er könne „ja doch nichts tun“, betont der Zoodirektor und Natur-schutzprofessor Niekisch. „Das Ziel der Vereinten Nationen, das weltweite Artensterben bis zum Jahr 2010 deutlich zu verlangsamen, ist klar und deutlich verfehlt worden. Das darf uns aber nicht entmutigen, sondern es muss heißen: Jetzt erst recht!“. Nicht nur vor dem Hintergrund des Klimawandels werde das Zeitfenster für die Rettung von Tier- und Pflanzenarten immer kleiner.
    (11.01.2010)
    Zoo Frankfurt:   Vortrag

    Madagaskar – endlose Artenvielfalt oder Artenvielfalt ohne Ende?

    Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Welt und wird bisweilen auch als „sechster Kontinent“ bezeichnet. Durch die sehr frühe Trennung und damit einhergehende Isolation vom Festland konnte sich auf der Insel im indischen Ozean eine sehr artenreiche endemische Tier- und Pflanzenwelt entwickeln. Viele der zahlreichen entdeckten Arten sind weltweit nur hier zu finden und machen die Insel zu einem Zentrum der Biodiversität. Hunderte von neuen Arten konnten durch die Erforschung der Insel bisher entdeckt werden. Ermöglicht wurde dies, indem intensive herpetologische Bestandsaufnahmen durchgeführt wurden.
    Doch wie so viele Hotspots der Biodiversität ist auch die Flora und Fauna Madagaskars stark bedroht. Trotz intensiver Schutzgebietsmaßnahmen in den letzten Jahren konnte dem Artensterben kein Einhalt geboten werden. Zwar ist Umweltschutz in der madagassischen Verfassung als Staatsziel festgeschrieben, aber das starke Bevölkerungswachstum, die Armut und die traditionelle Landwirtschaft bedrohen die Natur des Landes. Durch die Abholzung der Wälder und Brandrodungen sind bereits rund 90% der ursprünglichen Vegetation zerstört. Anfang 2009 erschütterte dann ein politischer Machtwechsel die Insel – mit unabsehbaren Folgen für die Zukunft des Landes und seiner Artenvielfalt.
    Dr. Frank Glaw ist Kurator für Herpetologie an der Zoologischen Staatssammlung in München. Sein Hauptinteressensgebiet ist die Herpetofauna von Madagaskar, mit der er sich seit über 20 Jahren intensiv beschäftigt. Als Fachmann für die Amphibien und Reptilien Madagaskars berichtet er über einen Inselstaat im Umbruch und die möglichen Folgen für die weltweite Artenvielfalt.

    Dr. Frank Glaw, Zoologische Staatssammlung München
    Madagaskar – endlose Artenvielfalt oder Artenvielfalt ohne Ende?

    Wann: Mittwoch, 13. Januar 2010
    Wo: Zoo-Gesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr, Eintritt frei
    (07.01.2010)
    Oliver Ramstedt:   Schade wieder ein Junge
    (06.01.2010)
    Klaus Schüling:   Nachwuchs bei den Giraffen am 29. Dezember

    Name der Mutter: Chira
    Name des Sohnes: Zulu
    (06.01.2010)
    Oliver Ramstedt:   Habe Heute das Erstemal einen Gorilla gesehen der Handstand machte, sah lustig aus.
    (03.01.2010)
    Oliver Ramstedt:   Seit gestern oder heute ist das Giraffehaus geschlossen, weil es den erwarteten Nachwuchs gab.
    (29.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   War nicht geplant, den Haupteingang mit der Bärenanlage zu verschmelzen und eins drauß zu machen? Das Modell von den Siegern, war leider zu kurz ausgestellt.
    (29.12.2009)
    Michael Amend:   Vermutlich wird 2010 mit dem neuen Haupteingang begonnen, Eröffnung ist für 2011 vorgesehen. Erst danach wird mit der Bären-Anlage begonnen.
    (28.12.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Welche Baumaßnahmen sind denn fürs kommende Jahr geplant. Wird die Bärenanlage angegangen? Man hört nicht viel in letzter Zeit. Die Gibbonanlage ist wunderschön, im Innengehege wilde Pflanzenwelt und auch ist der Hangelweg sehr schön zu sehen. Mich haben die Tiere bei frostigen Temperaturen sehr begeistert.
    (28.12.2009)
    Michael Amend:   Schade, hatte gehofft,da kommt ein Becken für(Baby)Walhaie hin,Ha,Ha.

    Scherz beiseite. Zugänglich für Kinder ? Touchpools reichen wohl nicht mehr...

    Dann ist der Octopus also in der Mittelmeer-Abteilung untergebracht ?
    (25.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   @Michael: soweit ich mich noch dran erinnern kann, was auf einer der Führungen mal erzählt wurde, soll da wieder was ähnliches hin kommen, aber besser zugänglich für Kinder. Der Octopus ist nach der Niesche im ersten oder zweiten Aquarium, es ist auch eine Schautafel zu sehen.
    (25.12.2009)
    Michael Amend:   Was hat sich denn jetzt konkret in der Aquarienabteilung geändert ? Irgendwelche Informationen bezüglich, was anstelle des Mittelbaues hinkommt ? In welchem Aquarium ist denn der neue Octopus untergebracht ? In den letzten Jahren wurden diese im Mittelbau gehalten, aber das hat sich ja jetzt erledigt.
    (24.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   @Mirko, jepp alles wieder zu sehen. Es gibt sogar mal wieder einen Tintenfisch zu sehen.
    (24.12.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Sind die anderen Aquarien wieder zu sehen? Bei meinem letzten Besuch vor 4-5 Wochen war nämlich die ganze Abteilung ab den Klimalandschaften abgesperrt. Danke für deine Antwort.

    (24.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Die Orang-Utan's sind zur Zeit nicht zu sehen, denn sie haben in beiden Gehegen die Felsen-Klimaanlage sabotiert und beschädigt, das sie erstmal in den Boxen bleiben müssen, bis der Schaden behoben ist.
    (22.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Die Guerezas sind ab Heute in ihr neues Gehege im Borgori-Wald zu sehen. Zwar sind die Glasscheiben noch geweist (weil die Guerezas keine direkten Glascheiben kennen) aber man kann etwas durchschauen.
    (22.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Bei den Bonobos gibt es mal wieder Nachwuchs.
    (21.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   @Mirko, meinst Du den Abriss des Mittelbaus (Aquarien in der großen Halle)?

    Wenn ja, das Teil ist weg, aber es ist jetzt ein kleiner Bauzaun drum herum und die wollen da was neues hinbauen, aber wann es da weiter geht...
    (19.12.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Sind die Bauarbeiten in der Aquarienabteilung schon beendet?
    (17.12.2009)
    Liz Thieme:   ok danke, spätestens ein Tag später werdet ihr erfahren ob ich bei den Tigern geschlafen habe oder zu Hause :D
    (11.12.2009)
    Michael Mettler:   Ich meine mich von einem früheren Besuch her zu erinnern, dass der Weg vom Exotarium zum Ausgang bei Spätöffnung vorgegeben wird, indem die anderen Wege mit Ketten verhängt werden und unbeleuchtet sind...?
    (11.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Auf den Ausgang Rhönstr. würde ich mich da nicht unbedingt verlassen, kann sein das nur der Ausgang "Haupteingang" noch offen ist.
    (11.12.2009)
    Liz Thieme:   :D
    das heißt ich kann wenn das Exotarium abends schließt gemütlich Richtung Ausgang ohne Probleme zu kriegen, dass ich nicht raus komme.
    Wie bescheuert kann man seinen Text auf der HP auch schreiben...
    >Abendöffnung Exotarium von Oktober bis März jeden Freitag bis 21.00 Uhr - dafür bleibt die Hauptkasse Freitags bis 20.00 Uhr geöffnet. Der "normale" Zoo schließt Freitags wie an den anderen Wochentagen< sowas verwirrt, va wenn das Gebäude mitten im Zoo steht.
    (11.12.2009)
    Sacha:   @BjörnN: Liz fragte doch aber, wie man raus kommt. Die Drehkräuze müssen also "ausgänglich" sein...;)
    (11.12.2009)
    BjörnN:   Die Drehkreuze am Eingang und am Restaurant sind immer zugänglich....
    (11.12.2009)
    Liz Thieme:   könnte mir mal bitte jemand das Öffnungzeitensystem von Frankfurt für einen Freitag im Januar erklären. Irgendwie steig ich da nicht durch, durch die Beschreibung. Komme ich jederzeit aus dem Zoo durch ein Drehkreuz raus? Oder wie ist das...?
    (11.12.2009)
    Michael Mettler:   Hat die Forschung eigentlich schon herausgefunden, nach welchen Kriterien Meeresschildkröten zu Eierlegen an den Strand zurückfinden, an dem sie einst selbst geschlüpft sind? Nicht, dass die fünf Karetten jetzt auf Frankfurt geprägt sind....
    (10.12.2009)
    Zoo Frankfurt:   Rückführung von fünf seltenen Meeresschildkröten wird vorbereitet

    Im März 2009 hatte der Zoll am Flughafen Frankfurt fünf befruchtete Meeresschildkröteneier beschlagnahmt. Die Eier wurden dem Zoo Frankfurt übergeben, dem es gelang, die Eier auszubrüten. Der Zoo Frankfurt konnte die Tiere eindeutig als sehr seltene und streng geschützte Echte Karettschildkröten identifizieren. In einer Gemeinschaftsaktion von Bundesamt für Naturschutz (BfN), Zoo Frankfurt, Fraport und Condor sollen die fünf Schildkröten zu den Seychellen geflogen und vor Ort fachkundig ausgewildert werden.
    (10.12.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweise

    Advent-Basteltag: Große Bastel-Aktion und Advent-Café
    Sonderfütterung: Weihnachtsgeschenke für die Bären, 15.00 Uhr in den Bärenanlagen
    13. Dezember 2009
    10.00 – 16.00 Uhr
    Faust-Vogelhallen
    Auf dieser vorweihnachtlichen Veranstaltung können Kinder nicht nur Weihnachtskugeln filzen und Holztiere aussägen, sondern auch Weihnachtsgeschenke für unsere Bären basteln. Ein Advent-Café lädt Erwachsene zum Verbleiben ein.
    Ein besonderes Highlight am Advent-Basteltag ist die Sonderfütterung der Bären um 15.00 Uhr. Teddy und seine Freunde freuen sich schon auf eure Geschenke und auf einen mit Lebkuchen geschmückten Weihnachtsbaum.
    Zooeintritt: Erwachsene 8,- €, Kinder von 6 bis 17 Jahren: 4,- €, Kinder unter 6 Jahre haben freien Zooeintritt


    Abendöffnung des Exotariums
    Von Oktober 2009 bis März 2010 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet. Zu unserem Service gehört ein kleines Rahmenprogramm:
    Datum: 11. Dezember 2009
    Treffpunkt: Amazonasbecken
    (Eingangsbereich des Exotariums)
    Uhrzeit:
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen
    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Thomas Hüge. Thema der Führung: Nachts im Exotarium - oder: Geckos allein zuhaus?
    Wie schlafen die Reptilien nachts – oder schlafen sie überhaupt? Legen sich Frösche ins Bett? Wer deckt den großen Waran zu und brauchen Krokodile eine „Gute-Nacht-Geschichte“? Antworten auf diese Fragen kommen an diesem Abend vom stellvertretenden Revierleiter Thomas Hüge. Anschließend können sich die Besucher live vom nächtlichen Treiben in der Reptilienabteilung überzeugen.
    Bitte kleine Taschenlampen mitbringen!
    Der Zooeintritt kostet 6,-Euro für Erwachsene und 3,- Euro für Kinder (Feierabendtarif).


    Sonntagsführung im Zoo
    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.
    Thema der Führung am
    Sonntag, 13. Dezember 2009:
    Wenig Licht, Frost, Eis und Schnee – wie Tiere den Winter überstehen
    über Winterschlaf, Winterstarre, Frostschutzmittel u. ä.
    Je nach Art bekommen Säugetiere ein dickes Fell, legen Nahrungsvorräte an, fressen sich fett, halten Winterruhe oder Winterschlaf. Vögel bleiben hier oder ziehen in wärmere Gefilde.
    Aber was machen die anderen? Die so genannten wechselwarmen Tiere, deren Körpertemperatur von der Umwelt abhängt. Wie überleben Amphibien und Reptilien diese Zeit? Was machen Insekten und Spinnen bei Schnee und Frost?
    Führungsbeginn: 11.00 Uhr
    Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums)
    Führungsdauer: eine bis eineinhalb Stunden
    Zoo-Eintrittspreise: Erwachsene: 8,00 €
    Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre): 4,00 €
    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.

    (09.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   @Oliver Jahn, jepp die Anlage ist leer und kein Schild mehr dran. Leider habe ich heute keinen Pfleger getroffen den ich mal hätte fragen können.
    (06.12.2009)
    Oliver Jahn:   @Oliver Ramstaedt, ist denn die Guereza-Anlage im Niederaffenhaus jetzt leer? Am 14.11. war sie noch gut besetzt und sie macht ja einen nicht unerheblichen Teil des Hauses aus.
    (05.12.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Der Einzug der Dianameerkatzen wurde bereits vor der Eröffnung des Hauses revidiert und ein Besatz mit Vögeln der Anlage vorgezogen.
    (05.12.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Ursprünglich sollten auch noch Diana-Meerkatzen zu der Vergesellschaftung gehören - und sie wurden trotzdem abgegeben...
    (05.12.2009)
    BjörnN:   Da man extra für die ein Gehege errichtet und mit der Vergesellschaftung Flachlandgorilla-Drill-Guerezas öffentlich geworben hat, dürfte die letzte Option hinfällig sein.

    Das Gehege, so schön grün es auch momentan ist, wird wohl bald einem Schlachtfeld ähneln wie das Gehege der Drills nebenan.

    Obwohl mir die Geheg im Bogoriwald alles in allem sehr gut gefallen und auch durchdacht sind, finde ich das angedachte Guerezagehege für die Zahl der Tiere und ihre Vermehrungsfreudigkeit zu klein.
    (05.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Die Guerezas sind nicht mehr im Kleinaffenhaus! Im Brgori-Wand sind sie auch nicht zu sehen, möglicherweise sind sie aber erstmal in den Boxen des Borgori-Wald und werden erst in den nächsten Tagen ins Innengehege gelassen. Sehr schade wäre es, wenn sie ganz weg wären.
    (05.12.2009)
    Oliver Ramstedt:   Monique und Edita (Giraffen) sind trächtig und es sollen jetzt im Dezember und im Januar die Jungen kommen. Wollen wir mal hoffen das Edita ihr Junges diesmal annimmt und säugt, was bis jetzt ja leider nie der Fall war.
    (05.12.2009)
    Zoo Frankfurt:   Eine Büste für Matze – im Zoo wird die Bronzeskulptur des beliebten Gorillas enthüllt

    Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth und Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch übergeben die Bronzeskulptur des Frankfurter Künstlers Wolfgang Weber der Öffentlichkeit.

    Viele Zoobesucher haben nach dem Tod des beliebten Gorilla-Silberrückens Matze im Jahr 2008 den Wunsch nach einer bleibenden Erinnerung an den Zoo herangetragen. „Als eine der wichtigsten Freizeiteinrichtungen im Großraum Frankfurt und von Frankfurter Bürgern vor über 150 Jahren gegründet, ist dem Zoo traditionell ein enger Kontakt zu den Bürgern unserer Stadt wichtig“, sagt Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt. „Der Zoo hat deshalb den Wunsch der Zoobesucher aufgegriffen und die „Spendenaktion: Matze“ ins Leben gerufen. Die Frankfurter Bürger haben ihren Zoo wieder gerne unterstützt. Einen herzlichen Dank an alle Spenderinnen und Spender!“

    „Das Wort Denkmal ist eigentlich eine unpassende Beschreibung für das Kunstwerk, das sich unter dem roten Tuch befindet“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die Bronzebüste des Frankfurter Künstlers Wolfgang Weber fängt den Gesichtsausdruck und den Charakter des Silberrückens treffend ein. Der schwarze Granitsockel gibt der Büste ein edles Fundament. „Das Denkmal wurde mit Bedacht im Freien aufgestellt, denn Zoo und Künstler wollten keinen Grabstein setzen, sondern ein lebendiges Kunstwerk schaffen. Ein Kunstwerk zum Anfassen, das Wind und Wetter trotzt. Ein Kunstwerk, das sich mit der Zeit verändert, goldene Flecken durch viele Berührungen bekommt und eine Wetter-Patina“, so Niekisch. Wolfgang Weber hat sich über viele Wochen intensiv mit der Büste beschäftigt. Viele aufwändige Arbeitsschritte waren nötig, bevor der Bronzeguss angefertigt werden konnte.

    Für die Realisierung der gelungenen Büste hat der Zoo um Spenden geworben. Die „Spendenaktion: Matze“ verfolgte, neben der Finanzierung des Denkmals, noch einen weiteren Zweck. Die Hälfte der Spendengelder fließt in das Gorilla-Schutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in Afrika. Insgesamt konnten 11.127 Euro gesammelt werden.

    „Gorillas zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetieren der Erde“, erklärt Niekisch. „Vor allem die Berggorillas sind in ihrer Heimat stark durch Wilderei und kriegerische Unruhen gefährdet. Deshalb ist es uns sehr wichtig, nicht nur ein Matze-Denkmal zu verwirklichen, sondern gleichzeitig auch auf die Situation der Artgenossen von Matze im Freiland aufmerksam zu machen und den Gorilla-Schutz aktiv zu unterstützen.“ 5.563 Euro können nun in das Gorilla-Schutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt im Virunga-Nationalpark im Kongo, Afrika, fließen.

    „Zum Glück hat sich die politische Situation in unserem Arbeitsgebiet im Ostkongo mittlerweile etwas beruhigt“, freut sich Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. „Die ZGF konnte ihre Arbeit im Virunga-Nationalpark, der in der von Kämpfen gebeutelten Region Kivu liegt, wieder aufnehmen. Die Spendengelder werden dringend benötigt für den Aufbau eines Kommunikationsnetzes, für das Training von Parkrangern, den Kampf gegen die illegale Holzkohlegewinnung im Park und eine nachhaltige Energieversorgung der Bevölkerung“, erläutert Schenck.

    Die „Spendenaktion: Matze“ war eine gelungene Kombination aus aktivem Umweltschutz und der Schaffung von Aufmerksamkeit für die Situation freilebender Tiere im Zoo“, so das Fazit von Zoodirektor Niekisch. „Matze wird durch sein Denkmal zum bleibenden Botschafter für seine bedrohten Artgenossen im Freiland.“

    (03.12.2009)
    Ralf Sommerlad:   @Sacha: Sehr einverstanden!
    (23.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Wow....ich bin beeindruckt!
    (23.11.2009)
    Oliver Jahn:   Sehen Sie, Ralf Sommerlad, da hat man Ihre Forderung in FFM doch gelesen und ist ihr sogar unverzüglich nachgekommen! Da soll noch mal einer sagen, die lesen dort nicht ganz genau im Schüling-Forum mit! ;-)
    (21.11.2009)
    Oliver Ramstedt:   Diese Woche wurden die beiden Giraffen, Shani und Nala nach Polen abgegeben.
    (21.11.2009)
    Sacha:   Warum nicht das eine tun und das andere nicht lassen? -Also "blutsfremde" Exemplare aus Madagaskar (Zoo Antananarivo?) gegen Zaster von westlichen Zoos für In-situ-Projekte.
    (20.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Auch wenn ich Zweifel daran habe, dass in den Zoos weltweit nur 60 Fossas gepflegt werden, ist die verwandtschaftliche Beziehung der Duisburger Zuchtlinie zu fast allen anderen Zoo-Fossas sicherlich problematisch. Möglicherweise macht es angesichts der immer noch schwachen Zuchterfolge Sinn, mehr Geld in den in-situ-Schutz zu stecken denn in neue Haltungseinrichtungen. Just my 2 cents..
    (20.11.2009)
    Liz Thieme:   Duisburgs Seite sagt dazu:
    In menschlicher Obhut werden Fossas seit Anfang dieses Jahrhunderts in sehr geringer Zahl gehalten. Zuchterfolge stellen seither eine Seltenheit dar und gelten auch heute noch als eine große tiergärtnerische Herausforderung. Die ersten Zuchterfolge in Menschenobhut wurden im Parc Tsimbazaza in Antananarivo auf Madagaskar im Jahre 1967 vermerkt. Der erste Zuchterfolg außerhalb Madagaskars gelang im Jahre 1974 im Zoo Montpellier in Frankreich. Die bedeutensten Zuchterfolge sind dem Zoo Duisburg zuzuschreiben, dem seit dem Jahre 1980 als einziger Zoo der Welt regelmäßig Nachzuchten gelangen. Nahezu alle der derzeit in den Zoos der Welt gehaltenen 60 Fossas entstammen der Zucht des Zoo Duisburg.
    Im Rahmen des Zuchtprogrammes der Fossa konnten neue potentielle Zuchtpaare in verschiedenen Zoos Europas zusammengestellt werden, die zum Teil für Nachwuchs sorgten und somit die Zoopopulation der Fossas haben beträchtlich ansteigen lassen. Nachwuchstiere konnten an verschiedene Zoologische Gärten auch außerhalb Europas abgegeben werden, mit neuen Haltern u.a. in den USA und in Kanada. Das ehemals lediglich auf Europa beschränkte Erhaltungszuchtprogramm der Fossa wurde von der Species Survival Commission der World Conservation Union (IUCN) in ein offizielles Internationales Zuchtbuch umgewandelt, um somit die weltweite Zoopopulation der Fossa sinnvoll verwalten zu können. Auch dieses Internationale Zuchtbuch wird vom Zoo Duisburg koordiniert.
    Die Zuchtstation wurde im staatlichen Zoo Madagaskars, dem Parc Botanique et Zoologique de Tsimbazaza, in der Hauptstadt Antananarivo erbaut. Ziel ist es auch dort Fossas zu züchten, und somit ein Potential für einen genetischen Austausch mit der übrigen Zoopopulation der Fossas zu ermöglichen. Zudem bieten die dort gehaltenen Fossas ein enormes edukatives Potential in der naturfremden Millionenmetropole Antananarivo.
    Weitere Zoos stehen auf der Warteliste Fossas zu übernehmen.
    (20.11.2009)
    Holger Wientjes:   Du müsste eigentlich mehrere Zuchttiere besitzen. Das schliesst natürlich nicht aus, dass es zumindest Halbgeschwister waren. Wie weit die Fossas in DU untereinander verwandt sind, kann ich auch nicht sagen.
    (20.11.2009)
    Liz Thieme:   ich habe vorgesternn die Zooserie von Frankfurt gesehen, die Folgen sind ja schon bisschen älter.
    Da wurden die beiden Fossas nach zeitlicher Trennung grad wieder zusammengelassen. Die Pfleger hatten gesagt, dass die beiden Tiere aus Duisburg stammen, im gleichen Monat geboren wurden und zeitgleich nach Frankfurt kamen.
    Das heißt man hat mit Wurf-Geschwistern versucht zu züchten? Oder gibt es in Dui mehrere Paare die aber trotzdem mit einander verwandt sind, wenn es nur diese Linie wirklich gibt?!
    (20.11.2009)
    Sacha:   Stammen auch die Fossas in den US-Zoos von der Duisburger Linie ab bzw. falls ja - wie hoch wäre der Verwandtschaftsgrad?
    (20.11.2009)
    Michael Mettler:   Oska ist ein handaufgezogenes Faultier.
    (20.11.2009)
    Jennifer Weilguni:   Das Fossaweibchen hieß meines Wissens nach Binari.
    (20.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun Bardowicks, wohl weder noch! Da vom Erdferkel nur noch ein Männchen da ist, vom Fossa ebenfalls das Weibchen gestorben ist, Oska aber neben dem Schaugehege auch noch einen Mann bekommen soll, muss Oska was anders sein. :-)
    (19.11.2009)
    Gudrun Bardowicks:   @ Oliver Ramstedt: Wer ist Oska? Das Erdferkel oder die Fossa?

    (19.11.2009)
    Oliver Ramstedt:   Zum Fingertier kann ich nix sagen, da komme ich zu selten vorbei, werde am Samstag mal nachsehen. Ja leider gibt es jetzt nur noch ein Erdferkel. Aber da ist wohl auch schon was geplant. Ach und Oska bleibt in FFM, soll ein Schaugehege bekommen und ein Mann.
    (19.11.2009)
    BjörnN:   Frankfurt hat nur noch ein Erdferkelmännchen im Bestand. So wie ich hörte, war es um die Gesundheit des Weibchens nie sonderlich gut gestellt.

    Das Fossaweibchen dürfte bereits einige Monate tot sein.
    Da es in Bezug auf die Fossas keine Alternative zur Duisburger Linie gibt, wird man wohl auf eine Nachzucht aus Duisburg setzten, vielleicht vertragen sich die Tiere dann, sodass man auf Nachwuchs hoffen kann.
    (19.11.2009)
    Holger Wientjes:   Keine guten Nachrichten ! Waren die Todesfälle altersbedingt ?

    Als mögliche Nachnutzer der Fossaanlage kämen Nebelparder in Betracht... ! Ja, bitterböse, ich weiss !
    (19.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Namensvetter, vielen Dank! Und was ist mit den Fingertieren? Gibt es da noch beide? Und hat FFM jetzt insgesamt nur noch ein einziges Erdferkel?
    (19.11.2009)
    Oliver Ramstedt:   @Oliver und alle anderen,

    leider ist das Fossaweibchen und das Erdferkelweibchen gestorben. Bei den Bartgeiern ist auch einer der Beiden gestorben, bis jetzt habe ich leider nur Gerüchte gehört woran und warte noch auf eine Antwort was es wirklich war.
    (19.11.2009)
    DGHT Frankfurt:   Vortragsankündigung November 2009:


    Liebe Reptilien- & Amphibienfreunde rund um Frankfurt,

    am kommenden Freitag, den 20. November wird uns die Vortragsreise der DGHT-Stadtgruppe Frankfurt in das wunderbare Südafrika führen:

    „Zwischen Kap und Kalahari - Südafrika, nicht nur der Reptilien wegen“

    Die 9. Reise in das südliche Afrika war hingegen sonstiger Gewohnheiten nicht auf die Suche nachtaktiver Geckos gemünzt, sondern konzentrierte sich vielmehr auf einige tagaktive Echsenarten. Schwerpunkte bildeten hier die Beobachtungen von Plattechsen an den Augrabies-Wasserfällen, Platysaurus broadleyi, den südlichen Felsenagamen des Tafelbergs, Agama atra, sowie den Bodenagamen der Kalahari, Agama aculeata. Zudem wurden auch andere tagaktive Reptiliengruppen in Augenschein genommen, so zum Beispiel die schwarze Speikobra, Naja nigricincta woodi oder verschiedene Bitis-Arten. Da aber nicht nur Reptilien im Fokus des Interesses standen, sondern auch eine große Begeisterung für diverse Säuger besteht, kommen selbst Mangusten und andere Kleinsäuger nicht zu kurz.

    Vortragsbeginn ist um 20.00 Uhr im Vortragssaal des Borgori-Waldes, Zoo Frankfurt (Eingang über die Rhönstraße).

    Gäste (Nicht-Mitglieder) sind jederzeit herzlichst willkommen!

    Eintritt 2,- EUR, Gäste 3,- EUR

    Vorschau 2009
    20. November Felix & Andrea Hulbert (Oestrich-Winkel) „Zwischen Kap und Kalahari - Südafrika, nicht nur der Reptilien wegen“

    18. Dezember Benny Trapp (Wuppertal) „Die Amphibien und Reptilien des Griechischen Festlandes“


    Mit freundlichen Grüßen
    der DGHT-Stadtgruppenleitung Frankfurt
    (Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde)
    (18.11.2009)
    Zoo Frankfurt:   Guter Klimaschutz muss auch Biodiversitätsschutz sein

    Führende Wissenschaftler warnen vor dem Verlust der biologischen Vielfalt bei einem einseitigen Fokus auf die Verringerung des Treibhauseffektes


    Dass der Klimawandel in Zukunft fast alle Bereiche unseres Lebens beeinflussen wird, ist eine Tatsache, die mittlerweile nicht nur der Fachwelt, sondern auch der breiten Bevölkerung bewusst ist. Doch nicht nur der Klimawandel stellt die Menschheit vor eine Herausforderung, die dringenden Handelns bedarf. Die zweite ebenso wichtige Herausforderung ist der weltweite Verlust der biologischen Vielfalt, vor allem in den Tropen. Mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten auf unserem Planeten lebt in tropischen Regenwäldern, die durch Abholzung gefährdet sind.

    Elf führende Wissenschaftler, unter ihnen der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, fordern in einem Artikel, der heute in der renommierten Fachzeitschrift Current Biology erscheint, in das Nachfolgeabkommen des 2012 auslaufenden Kyoto Protokolls Kriterien zum Schutz der tropischen Biodiversität aufzunehmen. „Ein erster positiver Schritt im Vorfeld der UN-Klimakonferenz im Dezember ist die Überlegung, Ländern, die große tropische Waldgebiete besitzen, einen Ausgleich zu zahlen, wenn sie diese Wälder erhalten und nicht zur Abholzung freigeben“, erläutert Niekisch. Wenn der Fokus dieses Walderhaltungsplans (engl. REDD, Reduced Emission from Deforestation and Degradation) aber allein auf die Verringerung des Treibhauseffektes gelenkt wird, besteht die Gefahr, dass Wälder vor allem dort geschützt werden, wo die Landpreise am billigsten sind. „Wir fordern daher, dass bei den REDD-Zahlungen Kriterien zum Schutz der Biodiversität berücksichtigt werden, um so tropische Tiere und Pflanzen vor dem Aussterben zu bewahren“, erklärt Niekisch, der ehrenamtlich auch Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und Präsident der Gesellschaft für Tropenökologie ist. Biodiversitätsschutz ist nicht automatisch ein Nebeneffekt des Schutzes von Waldgebieten. „Denn die kohlenstoffaufnahmefähigsten Wälder sind nicht auch automatisch Zentren der Biodiversität“, so Niekisch.

    In ihrem Artikel schlagen die Autoren Kriterien vor, die bei der Ausgestaltung der Ausgleichszahlungen unbedingt beachtet werden müssen, um die Maßnahmen nicht so zu gestalten, dass sie zwar den Treibhauseffekt verringern, aber gleichzeitig biologische Vielfalt vernichten. So sollen nur neue und nicht schon bestehende Projekte gefördert werden, der Schutz eines Waldgebiets darf nicht zur Verlagerung der Abholzung in ein anderes Gebiet führen und es muss verhindert werden, dass Länder ihre Naturschutzgesetzte aufheben, um Ausgleichzahlungen beantragen zu können und sich so aus der Eigenverantwortung stehlen.

    „Am besten können diese Ziele durch eine engere Verzahnung der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) und der UN-Biodiversitätskonvention (UNCBD) gewährleistet werden“, betont Niekisch. „Klimaschutz und Biodiversitätsschutz müssen Hand in Hand gehen, um zukünftigen Generationen einen Planeten zu hinterlassen, in welchem Klima und Biodiversität den Bedürfnissen für ein menschenwürdiges Leben entsprechen.“

    Current Biology, Vol 19 No 21, „Biodiversity and REDD at Copenhagen“, 17.11.2009
    (17.11.2009)
    Michael Mettler:   Tut mir ja schon fast Leid, das zu sagen, aber auch die Gibbonanlage steht in punkto "unfallsicheres Gehege" im Widerspruch zu dem, was bei der Giraffenanlage propagiert wird...
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   Das Gibbonhaus ist jetzt auch fertig und bezogen. Es macht einen guten Eindruck und es standen etliche Besucher dort, die gespannt beobachteten, wie die Gibbons auf den Seilen zwischen Insel und Haus balancierten.
    Ansonsten hatte ich endlich mal wieder Glück bei der "Kiwi-Sichtung" und sogar eine Fossa war sehr aktiv.
    Allerdings sah ich nur ein Fingertier, wärend die zweite Anlage nicht mehr beschildert war. Und ich sah auch nur noch ein Erdferkel. Gibt es da nähere Informationen?
    (16.11.2009)
    Mel:   gute Idee und das wasser wird sicherlich nur da rein gelassen um sicher zu stellen das dort später das Erdreich nicht nachgibt. :D Aber spaß beiseite dieser "Trend" scheint sich leider wirklich in den letzten Jahren immer größerer Belieebtheit zu erfreuen, in Friedrichsfelde wurde so vor einigen Jahren mit dem "Wasserloch" der Elypsen-Wasserböcke" verfahren. sicher im Nachhinein eine preisgünstige und schnelle "Ausdehnung" einer Anlage jedoch halte ich diesen Vorgang nur bedingt für Sinnvoll.
    (16.11.2009)
    Michael Mettler:   @Mel: Vielleicht sollten wir die Dinger gar nicht mehr "Gräben" nennen, sondern "Ausdehnungsstreifen" :-)
    (16.11.2009)
    Mel:   Stimmt, das ist ja in den letzten Jahren ein scheibar sehr beliebter Trend geworden. :D
    (16.11.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Immerhin kann man die Wassergräben eines Tages zur Vergrößerung der Anlagenfläche wieder zuschütten :-)
    (16.11.2009)
    Holger Wientjes:   Jau, ich wusste doch, dass das schonmal irgendwo aufgegriffen wurde... Wollte das nicht nochmal wiederholen. Aber ´ne Antwort darauf gibt´s wohl auch nicht...
    (16.11.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Siehe mein Beitrag vom 10.11. mit genau dieser Frage. Mal sehen, wie stabil die neue Zaunlösung ausfallen wird - vielleicht stehen ja in diesem Gehege eines Tages ein paar Elefanten-Jungbullen statt der Giraffen, denn man könnte auch innen nachrüsten ;-)
    (16.11.2009)
    Holger Wientjes:   Ich weiss jetzt nicht genau ob das schon ´mal hier erwänht wurde, aber warum legt man jetzt auf einmal soviel Wert auf ein "sicheres" Gehege bei den Giraffen, baut aber gleichzeitig Wassergräben bei den Menschenaffen ?
    (16.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich sehe das wie Herr Mettler und unterstreiche seine Meinung hinsichtlich des Zaunverlaufs. Ungeachtet dessen halte ich nach wie vor eine Verkleinerung der Gruppe, auch in Ansehung der Fläche der Innenstallungen, für geboten.
    (16.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Glaube ich nicht. Vergiss nicht, dass sich außerhalb des temporären Zaunes ein Trocken- bzw. ehemaliger Wassergraben mit gehegeseitig schräger Böschung befand, dessen Grabensohle breit genug gewesen sein muss, damit eine hinabgestiegene Giraffe dort gehen konnte. Grabensohle, Böschung und Grabenkante zusammengerechnet ergeben nicht gerade wenig Breite, und die siehst du auf deinen Fotos nunmehr als Boden mit flachem Gefälle.

    Anbei ein Foto aus einem alten Frankfurter Zooführer, das gleich in mehrfacher Hinsicht dokumentarisch ist: 1. Massaigiraffen, 2. zwei Okapis als Mitbewohner, 3. Graben noch wassergefüllt. Dort, wo sich der (aus Sicht des Tieres) linke Hinterfuß der vorderen Giraffe befindet, würde ich den Verlauf des Zaunes einschätzen.
    (14.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, dann wird mir einiges klarer. Ich gehe dann davon aus, dass man die Anlage lediglich für die Umbauarbeiten noch einmal verkleinert hat.
    (14.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Deine aktuellen Bilder vermitteln zwar tatsächlich den Eindruck, als habe der Zaun die Anlage erheblich verkleinert, aber meiner Erinnerung nach befand sich der Zaun vorher unmittelbar hinter der betonierten Grabenkante. Das nebenstehende Bild vom Jahresbeginn zeigt das leider nicht ganz detailliert. Demnach wäre durch das Aufstellen des Zaunes lediglich die Grabenkante als Fläche entfallen. OPTISCH wirkte die Anlage aber tatsächlich sehr viel kleiner gegenüber dem zaunlosen Normalzustand.

    Ich nehme an, die regelmäßigen "Einschnitte" in der Grabenkante auf deinen Fotos sind für die neuen Zaunpfeiler gedacht, die scheinen mir nämlich nicht original zu sein.
    (14.11.2009)
    Oliver Jahn:   Und hier noch mal von der anderen Seite.
    (14.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich war heute in Frankfurt und habe mir die Baustelle mal vor Ort angesehen. Mir war gar nicht bewusst, wie sehr der neue Zaun die eigentliche Anlage eigentlich verkleinert hat. Nun sieht es so aus, als würde sie tatsächlich bis an die Grabenkante erweitert werden, aber entscheidend wird ja sein, wo der neue Zaun gezogen wird.
    Im Stall übrigens wird das einzelne Gehege auf der rechten Seite (gegenüber der alten Okapiställe) auch gerade neu gestaltet.
    Hier mal noch zwei Bilder von der Baustelle.
    (14.11.2009)
    Andreas Knebel:   Bezüglich der Überbelastung: Im Rahmen meines Artikels zum Thema Jahresberichte deutscher Zoos stelle ich fest, dass der Frankfurter Zoo sehr schnell geantwortet hat und so kooperativ war, wie man es von einem großen Zoo erwarten sollte...
    (13.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Ralf Sommerlad, da stimme ich Ihnen in allen Punkten zu. Und natürlich wird es solche "schwarzen Listen" nicht geben, denn sonst stünde ja gerade Holger auf dieser eben NICHT drauf!
    Dennoch bin ich mir sicher, dass man auch in Frankfurt sehr wohl zwischen konstruktiver Kritik an der Sache und einer Permanentkritik an so ziemlich ALLEM, immer auch mal wieder verbunden mit einer Diskredition handelnder Personen sehr wohl zu unterscheiden weiß.

    (12.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich fühle mich dem Frankfurter Zoo weiss Gott sehr verbunden. Kritik, die sich auf diverse sehr zweifelhafte Entscheidungen insbesondere des "Herrn aus Bern" bezog, aber vor allem als Kritik an einer weitgehend ignoranten Frankfurter Stadtregierung zu verstehen ist,halte ich für nach wie vor nachvollziehbar. Die Installation des Zaunes an der Giraffenanlage, publikumswirksam als Folge einer jener seltsamen TV-Sendungen von Herrn Schildger inszeniert, ist eine dieser Entscheidungen. Und wenn nun die nahezu bankrotte Stadt Frankfurt - nur weil man Geld aus dem Konjunkturprogramm der Bundesregierung schnell verbrennen muss wenn man es haben will - eine möglicherweise nicht ausreichend durchdachte Entscheidung trifft, dann darf man auch das kritisieren. Ich kann nicht so ganz verstehen, wenn man trotzdem Briefe nicht beantwortet und kann mir nicht vorstellen, dass es eine "schwarze Liste der Schüling-User" gibt, deren Korrespondenz man ignorieren will. Stattdessen vermute ich eine Ãœberlastung der Zooverwaltung, was Papierkrieg angeht: Mir ist aus leidvoller Erfhrung sehr wohl bekannt, dass Magistrat und Stadtverordnetenversammlung tagtäglich zentnerweise Papier produzieren, welches von den städtischen Ämtern ( als solches ist der Zoo zu verstehen) gelesen und bearbeitet werden will.
    (12.11.2009)
    Michael Mettler:   @Hannes Lüke: Zu Münster habe ich etwas gefunden, aber in den dortigen Thread gestellt.
    (12.11.2009)
    Michael Mettler:   Wie sind denn eigentlich die Pfosten des jetzigen Netzzaunes an der Frankfurter Anlage befestigt? Gibt es dort womöglich sogar entsprechende Bodenhülsen, nur dass man den Zaun dauerhaft statt nur zur Eingewöhnung einsetzte?

    @Hannes Lüke: Der Münsteraner Graben sieht mir so aus, als wenn er schlichtweg nachträglich zum jetzigen Zustand verfüllt wurde, also vorher ein tieferer U-Graben war.
    (11.11.2009)
    Holger Wientjes:   @Olli: Der Brief war von August/September (?)letzten Jahres und war nicht unhöflich formuliert, wie ich hoffe. Bis dahin war, bis auf die Nebelpardergeschichte, nicht viel Kritik im Forum in Umlauf. Ich find´s halt einfach nur schade, dass, wenn man sich für einen seiner Lieblingszoos interessiert und man mal Kritik äussert (wird glaube ich auf der Hompepage sogar erwünscht), nicht mal auf die zweite Anfrage hin wenigstens eine kurze Antwort kommt !
    (11.11.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Auch die schräg verlaufenden Frankfurter Gräben sind aus Beton, und die hannoverschen der 60er und 70er Jahre bestehen nicht etwa aus L- oder U-Fertigteilelementen wie spätere z.B. im Berliner Zoo. Der erste Graben dieses Profils in Hannover bestand aus zwei senkrechten Holzwänden und diente Testzwecken zur Ermittlung der optimalen Breite symbolischer Gehegebegrenzungen, das System wurde also durchaus nach tierhalterischen Gesichtspunkten entwickelt und nur als Nebenprodukt architektonisch eingebunden. Auch U-Gräben gab es bereits vorher (siehe z.B. Leipziger Dickhäuterhaus oder manche Bären- und Großkatzenfreianlage), allerdings als durch artspezifische Breite physisch unüberwindbare Abgrenzung. Das hannoversche System sollte dagegen erstmals gleich an einer ganzen Reihe von Tierarten aufzeigen, dass sich die Gehegebewohner als Territoriumsinhaber fühlen und selbst dann in ihrem Gehege bleiben, wenn die Abgrenzung so schmal ist, dass sie es leicht verlassen könnten. Prinzipiell wäre es zu diesem Zweck möglich gewesen, die Gräben noch schmaler zu bauen (m.W. sind sie 1,80 m breit), aber dann hätte eine hineingesprungene Antilope ab einer gewissen Größe oder ein Zebra Schwierigkeiten gehabt, sich ggfs. im Graben verletzungsfrei umzudrehen, um den Ausstieg zu erreichen. Die Entstehungsgeschichte dieses Grabenprinzips ist übrigens in der Zooliteratur dokumentiert.
    (11.11.2009)
    Hannes Lüke:   Mal Off-Topic.
    hat den zufällig einer Bilder wie die Giraffenanalage im Allwetterzoo aussah? Es wurden ja Giraffen und Antilopen gemeinsamm gehalten, da wird es doch ohl eine andere Abgrenzung gegeben haben?
    (11.11.2009)
    Thomas Schröder:   da war jemand schneller als ich... sehe ich zu 100 prozent wie oliver jahn!
    (11.11.2009)
    Oliver Jahn:   Wenn ich hier lese, wie so ziemlich alles, was der Zoo Frankfurt ankündigt von einigen Mitgliedern dieses Forums sofort (zer)kritisiert wird, und wenn ich dann weiter unten in genau diesem Thread lese, wie die Qualifikation des „Herrn aus Greifswald“ immer wieder in Frage gestellt wird, und das stellenweise auch von Leuten, die selber auf diesem Gebiet über keinerlei Qualifikation verfügen, dann empfinde ich es nicht als unhöflich, wenn Frankfurt auf Holgers Briefe nicht antwortet, sondern ich empfinde es als durchaus nachvollziehbar und völlig verständlich, obwohl es leider mit Holger jemanden getroffen hat, der sich daran gar nicht beteiligt hat.
    Schließlich hat man auch in Frankfurt Internet und der ein oder andere dort wird sogar im Schüling-Forum lesen.
    (11.11.2009)
    IP66:   Ich finde es schwer, daß U-Profil der Gräben allein mit tierhalterischen Gesichtspunkten zu begründen - durch die Herstellung aus Beton und die winklige Umgrenzung der Anlagen bekommt das Ganze auch jenseits der zoologischen Anforderungen einen anderen Wert.
    Allerdings kann man das Profil der Gräben des frankfurter Typs bis in die Zwischenkriegszeit zurückverfolgen, und zwar zu den Elefantenfreianlagen dort oder auch in Berlin, die im Rahmen der Entwicklung zum Massenzoo entstanden. Es mag dabei auch um Raumgewinnung gegangen sind, doch zumindest Herr Heck in Berlin bemerkte auch, daß durch die neuen Anlagen die Elefantenpagode in Berlin in ganz neuer Weise zur Geltung komme. Das würde ich wegen der auf die Gitter bezogenen Architektur zwar so nicht ohne Widerspruch unterschreiben, doch zeigt die Aussage, daß mit den Freianlagen dieses Grabenprofils das Verlangen nach einem freien und weiten Blick verbunden war, das in Frankfurt dann im Kontext des Giraffenhauses in einer neuen Weise adaptiert wird.
    (11.11.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Im Vergleich zu den hannoverschen sind die Frankfurter Giraffenställe wahre Hallen, und auch in Hannover drängten sich zeitweise bis zu 7 Tiere in 3 Boxen... (Nicht, dass jemand glaubt, ich fände in meinem Heimatzoo alles besser!) Zu den zeitweiligen Giraffen-Mitbewohnern in Frankfurt wären noch (aus der Anfangszeit der Anlage) Elenantilopen und Thomsongazellen hinzuzufügen sowie aus späteren Zeiten Klippspringer. Bin mir auch von Fotos her ziemlich sicher, dass zeitweise nicht nur ein Okapibulle, sondern ein Paar auf der Anlage stand. Da die anderen Freianlagen des Hauses das gleiche Grabenprinzip nutz(t)en und m.W. auch der Graben am Zebrahaus entsprechend gestaltet ist, könnte man noch einige weitere Tierarten in die Unfallstatistik einbeziehen.

    @IP66: Das hannoversche Trockengrabensystem unterschied bzw. unterscheidet sich in vielen Gehegen noch heute dahingehend vom noch bestehenden Frankfurter, dass die Grabenwand gehegeseitig senkrecht steht (U-Profil). Dadurch entsteht ganz zwangsläufig ein "architektonischerer" Eindruck als beim naturähnlicheren Böschungsprinzip. Genau dieses aber wurde von den Herren Ruhe und Dittrich vermieden, damit die Tiere den Graben eben nicht als Aufenthaltsort, sondern als Grenze sahen (übrigens etwas, worauf auch Hediger großen Wert legte) - und zwar als symbolische Grenze, denn sie sind ja körperlich größtenteils in der Lage, einen solchen Graben problemlos zu überwinden. Und ja, natürlich gehörten die Pfostenlöcher zum Konzept, denn sie wurden bereits beim Bau der Anlagen mit angelegt und nicht etwa als Nachbesserungsmaßnahme.
    (11.11.2009)
    IP66:   Ich halte es schon für kritisirenswert, wenn eine Zooleitung es nicht für nötig hält, auf fundierte und mehrfache Anfragen wie von Halger Wietjes nicht zu antworten. Wenn es sich bei dem Zoo um eine mit öffentlichen Mitteln unterhaltene Einrichtung handelt, würde ich ein solches Verhalten sogar als "nicht akzeptabel" bezeichnen wollen und um so mehr geneigt sein, Pressemeldungen zwischen den Zeilen zu lesen und kritisch zu hinterfragen.
    In Sachen Giraffengraben halte ich für wichtig, ob der Zaun tatsächlich bis an die Besucherwegkante vorgezogen werden soll oder ob die angekündigte Vergrößerung lediglich die Rücknahme der von Herrn Schildger angeordneten Verkleinerung betrifft.
    Die von Michael Mettler für Hannover angeführten Anlagen würde ich als eine zweite Entwicklungsstufe des Freigehegetypus sehen. Die Giraffenanlage in Frankfurt wollte, ähnlich wie die Sitatunga-Anlage in Köln, zunächst einmal eine Einbettung der Huftiere in eine Zoolandschaft erreichen und ließ deshalb den Graben hinter einer Zierrasenkante verschwinden. Gerade in Frankfurt bot sich so die Möglichkeit, das Gehegegefüge zwischen Stelzvogelwiese und Hirschhaus vermittels des Giraffengeheges zu weiten und neben der skulpturenhaften Inszenierung der Tiere im Haus diese in einer anderen, parkbezogenen Form zu präsentieren.
    Die meisten hannoveraner Gehege wollten insofern etwas anderes, als sie die Gräben eher als Architekturbestandteil verstanden und dadurch die ausgestellten Tiere eher rahmten. Besonders bezeichnend fand ich seinerzeit die Zone, in der die Stelzvogelwiese auf die Gemeinschaftsanlage mit den Zebras stieß, wo tatsächlich der Graben eine äußerst auffällige Grenze markierte. Ich denke, daß auch die in dieses Bild integrierten "Pfostenlöcher" für den temporär zu errichtenden Zaun zum Konzept gehörte, nicht nur als Arbeitserleichterung, sondern auch als Zeichen dafür, daß man in dieser modernen Tierhaltung an alles gedacht hatte. Einen solch' hohen Wert der Haltungstechnik stellt man in Frankfurt deutlich weniger fest, was ich einerseits auf die etwas frühere Entstehungszeit der Anlagen, andererseits auf ein traditionelleres Zooverständnis zurückführen würde.
    (11.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Oje, Herr Mettler, so einfach ( und so billig) gehts hier in Frankfurt niemals ab.Und meine Vermutung, dass da irgendwer gern das Rad neu erfinden würde, drängt sich mir immer stärker auf.In der Tat hatten wir auf der Anlage, soweit ich mich erinnere, zeitweise einen Okapi-Bullen ( Kiwu?), Gerenuks, aber immer Giraffen und es gab nicht einen einzigen ernst zu nehmenden Unfall in 50 Jahren. Sicherlich habe auch ich nichts dadagen, die Anlage zu vergrössern, noch weniger hätte ich allerdings gegen eine Verkleinerung der Giraffenherde. Besonders die Innenställe sind für eine solche Zahl in keiner Weise geeignet und deutlich zu klein.
    (11.11.2009)
    Michael Mettler:   Entlang der Grabenkanten der hannoverschen Huftieranlagen sind in regelmäßigen Abständen Einsteckhülsen in den Boden eingelassen, die im Normalzustand mit Abdeckkappen versehen sind (siehe Pfeile). Die Pfosten des Eingewöhnungszaunes können also mit wenig Aufwand jederzeit stabil verankert werden. Für schlecht springende Arten wie Giraffen, Rinder oder Großkamele vermittelt(e) der Zaun eine deutlich erkennbare, schwer zu überwindende Grenze (auch wenn er einem massiven Ansturm wahrscheinlich nicht standhalten würde) und gemahnt sie zur vorsichtigen Annäherung und Untersuchung des Hindernisses, wobei dann auch gleich der hinterliegende Graben erkundet wird. So gut wie jede Antilopenart wäre dagegen problemlos in der Lage, den Zaun je nach Körpergröße und arttypischem Bewegungsablauf zu überspringen, zu unterlaufen oder gar durch die Balkenabstände zu springen. Dennoch funktioniert er auch hier wegen seiner optischen Präsenz als psychologische Grenze, quasi als zur Vorsicht gemahnendes "Stoppschild".

    Am Rande sei noch erwähnt, dass die Konstruktion aus Bodenhülse und temporärem Holzgatter auch in den früheren, nicht grabenbegrenzten Hirschgehegen Einsatz fand, um zur Brunftzeit ringsherum an der Umzäunung entlang verlaufende "Fluchtgänge" mit schmalen Durchschlüpfen für die Hirschkühe zu errichten, die nach der Brunft mit genauso wenig Aufwand wieder demontiert werden konnten. Der Zoo konnte dadurch auf das andernorts notwendige Absägen der Geweihe verzichten. Der Besucher hatte dann zwar zeitweise ein Holzgatter im Blickfeld, wurde dafür aber durch den Anblick eines Hirsches in vollem Geweihschmuck "entschädigt".
    (11.11.2009)
    Michael Mettler:   Mir geht es übrigens nicht darum, den Zoo Frankfurt und die dort handelnden Personen zu diskreditieren; meine verwunderte Reaktion wäre die gleiche, wenn mit der gleichen Begründung eine länger bestehende Anlage in z.B. Berlin, München oder Hannover als dringend umbaubedürftig bezeichnet werden würde. Und die Verwunderung rührt halt einfach daher, dass ich aus meinem Heimatzoo eine Methode zur weitestgehenden Vermeidung solcher Grabenstürze gewohnt bin, die hier seit Anfang der 60er Jahre mit Huftieren unterschiedlichster Art erfolgreich praktiziert wird. In diesem Zeitraum wurden etliche Hundert Tiere - Nachzuchten wie Neuzugänge und Tiere, die von einem Gehege in ein anderes umgesetzt wurden - an Trocken- wie auch Wassergräben gewöhnt (wenn die Zahl nicht sogar längst vierstellig ist - immerhin fällt in den Zeitraum auch noch ein Jahrzehnt der Tierhandelstätigkeit von Fa. Ruhe).

    Um die Geschichte mal zu illustrieren, weil sie vielleicht nicht jedem geläufig ist: Das nebenstehende Foto zeigt die aktuelle hannoversche Giraffenanlage mit dem temporären Eingewöhnungszaun. Dieser verläuft entlang jeglicher Grabenabgrenzung, ob Wassergraben (= Sambesi-Ufer) oder Trockengraben (Begrenzung in Richtung Löwenanlage, Besucherweg und Show-Arena). Nach vollzogener Eingewöhnung (meistens wohl nur wenige Wochen nötig) wird der Zaun wieder entfernt.


    (11.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Dann frage ich mich nach der Aussage des Tierarztes aber erst recht, warum man nicht längst erfolgreiche Methoden zur Vermeidung dieses Problems aus anderen Zoos übernommen hat, denn das beschriebene Verhalten ist weder auf Frankfurt noch auf Giraffen beschränkt, noch nicht mal auf Jungtiere; auch Neuzugänge aus anderen Zoos müssen örtliche Abgrenzungen erst mal kennen lernen und geraten ohne vorübergehende (!) Sicherung schnell in einen Graben. Nach vollzogener Eingewöhnung ist dann das provisorische Gatter im Regelfall überflüssig, auch wenn sich Unfälle wie bei jeder Art einer Absperrung nie hundertprozentig vermeiden lassen.

    Antwerpen hat einen Wassergraben und gehegeseitig einen kniehohen E-Zaun. Ein Jungtier, das zum ersten Mal die Außenanlage betritt, hat aber auch keine Erfahrung mit E-Drähten und der Durchsichtigkeit dieser Abschreckungsmaßnahme, kann also theoretisch im Spiellauf auch an einer solchen Absperrung verunglücken. Die im gesamten Antwerpener Graben tätigen Wasserfontänen könnten allerdings eine psychologische Bremswirkung verursachen - gut sichtbares Fremdartiges wird eingehender und vorsichtiger untersucht. Nun hat sich das Thema Jungtiere allerdings in Antwerpen erledigt, da in dieser Anlage nicht mehr gezüchtet wird...

    Vielleicht musste man eine "Gefahr" durch den Graben in Frankfurt auch nur bemühen, weil auf diese Weise die Gehegevergrößerung als Schadenvermeidungsmaßnahme gebucht werden kann...?
    (11.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, ich lese das anders. Wenn von einer Baumaßnahme geschrieben wird, die einen temporären Zustand beseitigt, den es seit 2007 gibt, dann ist das (wenn man will) durchaus als Rückversetzung verstehbar. Und gerade du weißt doch sicher am besten, was werbewirksamer ist für einen Zoo, etwas NEUES anzukündigen, oder dem geneigten Besucher mitzuteilen, wir machen es wieder so wie früher. ;-)
    Und ich stelle mir insbesondere die Gehegeabgrenzung so vor, wie derzeit in Antwerpen, und dann ist es eine Neuerung.
    Was aber deine Kritik angeht, so kann ich bezgl. der Gefährlichkeit das ganze nicht einschätzen, da habe ich zu wenig Kenntnisse, vertraue aber erst mal dem Fachpersonal vor Ort. Denn in diesem Zusammenhang fällt mir ein Beitrag im Fernsehen ein, in dem der Frankfurter Zootierarzt im Interview war. Da erzählte er: Wir haben in Frankfurt regelmäßig Probleme, wenn wir unsere Jungtiere das erste mal auf die Außenanlage lassen, weil sie dann völlig überdreht loslaufen und springen und dabei nicht selten im Graben landen. In wie weit sie dabei dann auch tatsächlich Schaden genommen haben, das hat er natürlich nicht gesagt.
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Die Pressemitteilung schildert eine Baumaßnahme und somit eine Neuerung, denn von einer Rückversetzung in einen vorherigen Zustand - nämlich freier Sicht für den Zoobesucher, die allerdings im Originalzustand NOCH freier war - ist dort nicht die Rede. Und zumindest meine Kritik entzündet sich hauptsächlich daran, dass der Graben "rückwirkend" zu einer Gefahrenquelle erklärt wird, obwohl an ihm über 50 Jahre lang keine Giraffe (und meines Wissens auch kein anderes Huftier der Arten, die dort zwischenzeitlich als Gehegepartner gehalten wurden) zu Schaden gekommen ist. Wenn eine beabsichtigte Gehegevergrößerung nur dadurch machbar ist, dass man auf den Graben verzichtet, könnte man das doch genau so mitteilen und umsetzen, ohne ein jahrzehntelanges Gefahrenszenario heraufbeschwören zu müssen.
    (10.11.2009)
    Oliver Jahn:   Michael, davon lese ich nichts in dem Artikel. Im Gegenteil, es wird sogar darauf hingewiesen, dass der jetzige Zaun temporär seit 2007 dort steht. Und er behindert die Sicht. Und das wird jetzt geändert. Von Neuerung kann ich da nichts finden.
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   Oliver, gegen mehr Platz für die Giraffen hat hier bestimmt niemand etwas. Aber freien Blick auf die Tiere gewissermaßen als Neuerung zu verkaufen, obwohl es diese Möglichkeit schon vor dem Bau des Zaunes an gleicher Stelle ein halbes Jahrhundert lang gab, ist ein wenig merkwürdig. Das ist so, als würde man das zugehörige Haus einige Zeit für Besucher sperren und die Wiederöffnung als Neuentwicklung feiern.
    (10.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich lese zum dritten mal den Satz:
    "Unsere Giraffen sollen mehr Platz auf ihrer Außenanlage und unsere Zoobesucher einen freien Blick auf unsere Giraffenherde erhalten."
    Und ganz ehrlich, ich kann es drehen und wenden wie ich will, an beiden Aussagen kann ich überhaupt nichts kritikwürdiges finden.
    Im Gegenteil, mehr Platz für die Tiere begrüße ich. Und nach dem letzten Zaun freu ich mich auch darauf, in FFM die Giraffen wieder besser sehen zu können.
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Projiziert man die bei den Giraffen angestrebte "absolute Sicherheit" auf den Menschenaffengraben, dann bietet dieser trotzdem ein höheres Risiko. E-Draht ist kein wirkliches Hindernis - siehe München, wo der Schimpansenmann über den Draht hinweg ins Wasser gesprungen ist. Menschenkinder können in wenige Zentimeter tiefem Wasser ertrinken, wenn sie mit dem Gesicht voran hineinfallen und vor Schreck tief inhalieren - falls Menschenaffen uns auch in dieser Hinsicht ähnlich sein sollten....

    Nur ist ja das Kuriosum, dass der Frankfurter Giraffengraben über 50 Jahre und mehrere Zoodirektoren "brauchte", um endlich seine wahre Gefährlichkeit zu zeigen (Ironie).
    (10.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Auch hier stimme ich zu, Herr Mettler - auch wenn die Konzeption de Wassergrabens mit E-Zaun und Flachwasserzonen sich sehr von der damaligen Grabenkonstruktion unterscheidet.Ãœbrigens wüsste ich jetzt nichts von grossem Tohuwabohu in Verbindung mit dem Giraffenkalb,erinnere mich aber sehr wohl an möglichst medienwirksamen Aktionismus durch Prof. S.
    (10.11.2009)
    Holger Wientjes:   Ich fürchte, man bekommt auch (´mal wieder) keine Antwort auf all die Fragen, wenn man direkt in Frankfurt nachfragt ! Ich habe das jetzt zweimal versucht, auch bezüglich der Nebelparderabgabe, und es kam nichts... ! Spricht nicht dafür, dass dort im Moment weiss was man tut oder man bekommt soviele Anfragen bezüglich irgendwelcher "Niekisch-Pläne", dass man keine Lust hat die zu beantworten. Aber auf einen dreiseitigen Brief nicht wenigstens kurz zu antworten finde ich schon etwas unverschämt !
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Das sollte übrigens keine Generalschelte zur Menschenaffenhaltung hinter Wassergräben sein. Angesichts der Gesamtzahl von Menschenaffen, die in Zoos hinter Wasser gehalten werden und wurden, dürfte die Unfallrate im Vergleich zu anderen "Begrenzungsunfällen" (Huftiere/Zäune, Vögel/Glasscheiben usw.) einen sehr geringen Prozentsatz ausmachen - nur erzeugen die Opfer hier sehr viel höheres Publikums- und damit auch Medieninteresse. Die Quote der Giraffenunfälle an Trockengräben würde ich aber für noch niedriger halten.
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   Besonders bizarr ist in meinen Augen, dass andernorts im selben Zoo gerade erst eine Gehegebegrenzung neu errichtet wurde, die - betrachtet man die Frankfurter Zoogeschichte - statistisch gesehen erheblich mehr Risiko für die Gehegebewohner bietet als der Giraffengraben. Schließlich war es Frankfurt, wo in einem Wassergraben einst vier Menschenaffen ertranken.

    Bliebe eine Frage: War der Zoo eigentlich unter öffentlichen Druck geraten, nachdem der Unfall mit dem Giraffenkalb passierte und via Reality-TV in die Wohnzimmer flimmerte?
    (10.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich könnte mir jedenfalls denken, dass eine ganze Menge Foristen und Zoo-Profis in Kenntnis der damaligen Gegebenheiten angesichts der Planungen allenfalls verständnislos den Kopf schütteln. Herr Schildger hat es tatsächlich noch fertiggebracht, auch nach seinem Ausscheiden eine Menge öffentlichen Geldes zu verbrennen, nicht zu fassen...
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   Auf jeden Fall wäre es erheblich preiswerter, in einen ebenso stabilen wie mobilen Eingewöhnungszaun zu investieren als gleich Tiefbauarbeiten zu machen. Ist es übrigens beim Zuschütten eines Grabens nicht egal, aus welchem Untergrund die Anlage besteht...?

    Wenn mit "offener Zaunkonstruktion" gemeint ist, dass sie für die Besucher möglichst "durchsichtig" ist, dann gilt das umgekehrt logischerweise auch für die Giraffen und würde m.E. bedeuten, dass sie im Aufregungsfall möglicherweise nicht als Hindernis wahrgenommen bzw. für leicht zu "durchstoßen" gehalten wird. Ob das nun wirklich weniger unfallträchtig ist? Bin gespannt.
    (10.11.2009)
    Ralf Sommerlad:   Herr Mettler hat völlig Recht!
    Die vom Interimszoodirektor aus Bern veranlasste, abenteuerliche Konstruktion entfernen, die Zahl der in Frankfurt gepflegten Giraffen reduzieren, das würde schon reichen.Ich weiss nicht, "offene Zaunkonstruktion" lässt mich Schlimmes befürchten...
    (10.11.2009)
    Sacha:   Ist es nicht so, dass in München die Giraffen schon jahrzehntelang auf einer Anlage mit minimalem Trockengraben leben, ohne dass es DADURCH zu - wenn überhaupt - nennenswerten Unfällen kam?
    (10.11.2009)
    IP66:   Wenn ich es recht in Erinnerung habe, war der Graben für die Giraffen sogar begehbar - dann würde eine Vergrößerung der Anlage lediglich den Zustand der 50er Jahre wiederherstellen und die durch den Zaun bewirkte Verkleinerung rückgängig machen.
    Auch mir sind jenseits der beiden von Herrn Mettler angeführten Fälle, keine durch Trockengräben verursachten Giraffenunfälle bekannt - doch vielleicht kennt ja eines der Forumsmitglieder die Studien, auf die sich Herr Niekisch in der Pressemeldung beszieht.
    Ich fürchte zudem, daß eine "offene Zaunkonstruktion" nicht jene für das dicht bebaute Gelände so wichtige Offenheit erzeugt, durch den der Trockengraben bei den Giraffen und seinerzeit auch bei den Wölfen die Zoolandschaft bereicherte.
    (10.11.2009)
    Michael Mettler:   Na, dann drücke ich doch mal fest die Daumen, dass keine junge Giraffe in die Seile geraten wird... Was ist eigentlich eine "offene Zaunkonstruktion"? Sowas wie eine gerade Kurve?

    Wäre mal interessant, wie die Unfallstatistik von Giraffen an Trockengräben aussieht. Neben dem Frankfurter Fall, bei dem das Jungtier meiner Erinnerung nach nicht mal zu Schaden kam, ist mir aus etlichen Jahresberichten verschiedener deutscher Zoos aus dem Stegreif nur der (tödliche?) Unfall eines ausgewachsenen Zuchtbullen in Münster vor etlichen Jahren im Hinterkopf, wo der Graben danach zwar "entschärft" wurde, aber bis heute ohne wie auch immer gearteten Schutzzaun auskommt. Aus Hannover ist mir kein Grabensturz aus nacheinander zwei trockengrabenumgrenzten Freianlagen in Erinnerung, weder aus den von 1972 bis 1993 veröffentlichten Jahresberichten noch aus Pressemeldungen oder auch nur vom Hörensagen aus der Zeit danach, und in diesem Zeitraum hatten immerhin über 40 Giraffenkälber Erstkontakt mit der Absperrung. Allerdings verhindert hier auch ein provisorischer Balkenzaun Stürze, bis sich Jungtiere (oder auch andere Neuankömmlinge) an den Graben gewöhnt haben, nicht nur ein labiles Flatterband.

    Der Frankfurter Graben war übrigens gar nicht von Eröffnung der Anlage an ein Trockengraben, sondern ursprünglich ein Wassergraben (der möglicherweise nur im Winter trockengelegt wurde).
    (10.11.2009)
    Zoo Frankfurt:   Mehr Platz für unsere Giraffen
    Außenanlage für Giraffen wird erweitert

    Seit letzter Woche wird an der Giraffen-Außenanlage kräftig gebaut. „Mit den Bauarbeiten verfolgen wir zwei Ziele“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „Unsere Giraffen sollen mehr Platz auf ihrer Außenanlage und unsere Zoobesucher einen freien Blick auf unsere Giraffenherde erhalten.“

    Im Jahr 2007 musste ein temporärer Schutzzaun rund um die Giraffen-Außenanlage aufgestellt werden, der die Jungtiere vor einem Sturz in den Trockengraben bewahren sollte. „Der 1953 zusammen mit dem Bau des Giraffenhauses angelegte Trockengraben ist nach heutigen Erkenntnissen eigentlich schon immer eine Gefahrenquelle für unseren Giraffen-Nachwuchs gewesen“, erklärt Niekisch. Seit 1993 werden im Zoo Frankfurt erfolgreich Netzgiraffen gezüchtet. Ihr erster Gang auf die Außenanlage barg immer die Gefahr eines Sturzes in den Trockengraben. „Die Umbaumaßnahmen sind deshalb dringend erforderlich“, sagt Niekisch.

    Bei den Bauarbeiten wird der Trockengraben zugeschüttet. Der dadurch gewonnene Platz von ca. 292 qm wird der Giraffen-Außenanlage zugeschlagen. Die Anlage wird dann insgesamt 1.617 qm umfassen. Anstelle des relativ blickundurchlässigen Schutzzaunes wird eine offene Zaunkonstruktion aus Seilen die Anlage schützen und einen freien Blick auf unsere stattliche Herde ermöglichen.

    Die Dauer der Bauarbeiten ist schwer abzuschätzen, denn der Untergrund der alten Giraffen-Außenanlage besteht aus Bauschutt aus dem zweiten Weltkrieg. Die Umgestaltung wird somit zu einem kleinen Abenteuer, soll aber, wenn alles nach Plan läuft, im Dezember abgeschlossen sein.

    „Der Zoo Frankfurt ist stolz auf seine Giraffenzucht. In den letzten Jahren wurde jedes Jahr mindestens ein Jungtier geboren – dank unserer harmonischen adulten Gruppe“, freut sich Niekisch. „Derzeit besteht unsere Herde aus sieben Tieren.“ Der Zoo Frankfurt beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP für Netzgiraffen. Jugendliche Giraffen werden deshalb regelmäßig in andere Zoos abgegeben, um so zur Arterhaltung beizutragen.
    (10.11.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:

    Vortrag
    Schutz der Saiga in Kasachstan –
    vom Arten- zum Ökosystemschutz

    Einst zogen Millionen von Saiga-Antilopen durch die europäischen und asiatischen Steppen. Heute sind die scheuen und mit ihrer rüsselförmigen Nase etwas merkwürdig anmutenden Steppenbewohner so selten geworden, dass sie in der internationalen Roten Liste in der Kategorie „vom Aussterben bedroht“ geführt werden. Ursache für den dramatischen Schwund ist vor allem die Wilderei. Nach dem Zusammenbruch der subventionierten Landwirtschaft Kasachstans diente das Fleisch der Saigas der mittellosen Landbevölkerung als Nahrungsmittel und die Hörner wurden nach China verkauft, wo sie in der Traditionellen Medizin verwendet werden. Mit dem Verschwinden der Saigas setzte aber auch eine großräumige Veränderung der Steppen ein. Inzwischen eröffnet die Landflucht der Bevölkerung ganz neue Perspektiven. Mit der Einrichtung großer Schutzgebiete und der Bekämpfung der Wilderei, können Steppengebiete renaturiert und große zentralasiatische Wildnisgebiete gerettet werden. Dazu haben sich in einer außergewöhnlichen Konstellation Naturschutzorganisationen mit der kasachischen Regierung zusammengeschlossen. Wie Schutzgebiete von Bundeslandgröße geplant werden, wie endlose Ebenen, die im Sommer brütend heiß und im Winter bitterkalt sind, überwacht werden und wie man den rätselhaften Wanderzügen der Saiga-Herden auf die Spur kommt, darüber berichten, zurück aus Kasachstan, Wolfgang Fremuth, Referatsleiter der ZGF für Europa und Dr. Christina Geiger, Tierärztin des Zoos Frankfurt.

    Dr. Christina Geiger, Zoo Frankfurt und Wolfgang Fremuth, ZGF

    Schutz der Saiga in Kasachstan –
    vom Arten- zum Ökosystemschutz

    Wann: Mittwoch, 4. November 2009
    Wo: Zoo-Gesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr, Eintritt frei
    (27.10.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:

    Kürbiswerkstatt im Zoo

    Große Kürbisschnitz-Aktion
    Sonderfütterung: Kürbisse für die Flusspferde, um 12.00 und 14.00 Uhr

    31. Oktober 2009
    10.00 – 16.00 Uhr
    Affenanlagen

    An Halloween stehen Kürbisse ganz hoch im Kurs. Deshalb bietet der Zoo Frankfurt am 31. Oktober eine ganz besondere Kürbiswerkstatt in den Affenanlagen an: Große und kleine Kürbisliebhaber können ihren ganz persönlichen Halloween-Kürbis schnitzen, während sich die Flusspferde im nahen Nashornhaus schon das Maul lecken. Denn die lieben Riesen werden nicht leer ausgehen, um 12.00 und um 14.00 Uhr finden Sonderfütterungen statt. Petra und Maikel werden an diesem Tag sicherlich kürbissatt.
    Eure geschnitzten Kunstwerke könnt ihr natürlich mit nach Hause nehmen und euch vorher noch gruselig schminken lassen.

    Zooeintritt: Erwachsene 8,- €, Kinder von 6 bis 17 Jahren: 4,- €, Kinder unter 6 Jahre haben freien Zooeintritt
    (27.10.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis:

    Abendöffnung des Exotariums

    Von Oktober 2009 bis März 2010 ist das Exotarium jeden Freitag durchgehend bis 21.00 Uhr geöffnet.

    Datum: 30. Oktober 2009

    Treffpunkt: Reptilienhalle (1. Stock)

    Uhrzeit:
    19.15 Uhr: Tropengewitter bei den Krokodilen

    19.30 Uhr: Führung von Tierpfleger Frank Jantoß

    Thema der Führung:
    Traumberuf Tierpfleger?
    Aus dem Leben eines Tierpflegers

    Wie wird man Tierpfleger und was kann man in diesem Beruf erwarten. Tierpfleger Frank Jantoß erläutert Grundlagen und Feinheiten dieses Berufes und gibt auch einen Einblick in den täglichen Arbeitsablauf eines Reptilienpflegers im Exotarium.

    Der Eintritt kostet 6,- Euro für Erwachsene und 3,- Euro für Kinder (Feierabendtarif).
    (27.10.2009)
    Zoo Frankfurt:   Geierschutz in Europa – Bartgeier im Aufwind

    Bartgeier sind majestätische Vögel. Mit fast drei Metern Flügelspannweite gehören sie zu den weltweit größten flugfähigen Vögeln. Und sie warten mit kuriosen Eigenarten auf: Sie schminken sich, betreiben Knochenschmieden und brüten mitten im Winter. Als vermeintlicher Lämmerräuber vom Menschen erbarmungslos verfolgt , waren sie mehr als hundert Jahre lang aus dem gesamten Alpenraum verschwunden.

    Vor mehr als 30 Jahren begann eines der größten und erfolgreichsten Wiederansiedlungsprojekte in der Geschichte des Naturschutzes. Das Ziel, eine lebensfähige Population in den Alpen wiederaufzubauen scheint heute erreicht, doch es gibt neue Herausforderungen.

    Dr. Hans Frey, einer der „Väter des Projektes“ und Leiter des „Richard-Faust-Bartgeier-Zuchtzentrum“ in Haringssee (Österreich), berichtet von dieser großen Erfolgsstory.

    Wann: Mittwoch, 7. Oktober 2009
    Wo: Zoo-Gesellschaftshaus, Ausstellungssaal, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr
    Eintritt frei

    (02.10.2009)
    Zoo Frankfurt:   Dreamrun 2009
    Der längste Staffellauf der Welt Benefizlauf für behinderte und chronisch kranke Kinder startet am Frankfurter Zoo.

    Freitag, 2. Oktober, 9.30 Uhr
    Haupteingang Zoo Frankfurter

    Großes haben sie sich vorgenommen, die "Diergaarde Blijlopers" des Rotterdamer Zoos. Sie wollen in das Guinness Buch der Rekorde, als das Team, das den längsten Staffellauf der Welt absolviert hat. Bereits zum zwölften Mal organisieren Tierpfleger des "Diergaarde Blijdorp" in Rotterdam einen solchen Benefizlauf. Erstmals formierte sich die Gruppe 1999, damals wurden Gelder zur Finanzierung der "Dreamnight at the zoo" benötigt, einer Initiative, die ebenfalls von den Mitarbeitern des Rotterdamer Zoos ausging und kranken und behinderten Kindern einmal im Jahr exklusiv die Tore zu mittlerweile mehr als 200 Zoos weltweit öffnet. Die Aktion war ein Erfolg und getreu dem Motto "Never change a winning team" hat die Gruppe seitdem 12 Läufe mit immer ehrgeizigeren Routen und immer erfreulicheren Ergebnissen absolviert. Längst läuft man nicht mehr nur für die Dreamnight. Im letzten Jahr erhielten als Ergebnis des Laufes drei unterschiedliche Initiativen zur Unterstützung chronisch kranker und behinderter Kinder insgesamt 34.000 Euro. Hauptsächlich setzt man auf die Gewinnung von Sponsoren, aber auch kleinere Einzelspenden sind willkommen. Jeder Cent fließt hierbei in die jeweils unterstützten Stiftungen. Das Dreamrun-Team nimmt alle Kosten des Staffellaufes auf sich.

    In diesem Jahr hat man sich noch größere Ziele gesetzt als 2008: 50.000 Euro will man sammeln. Unterstützt werden sollen in diesem Jahr die "Freunde des Sophia Kinderkrankenhauses", die Unterricht und Entspannung der kleinen Patienten sowie Forschungen unterstützen, die Stiftung Sam, ein interaktives Programm mit Delphinen für behinderte Kinder, und die "Dreamnight at the zoo".
    Los geht es am Freitag, 2. Oktober, am Haupteingang des Frankfurter Zoos. 18 Läufer, 6 Radfahrer und begleitende Wagen werden um 9.30 Uhr zum dreitägigen Lauf über Mainz, Koblenz, Bonn, Köln, Düsseldorf, Spijk, Lobith und Arnhem bis zum Endpunkt am Rotterdamer Tiergarten Blijdorp starten. Insgesamt 580 Kilometer wird man am 4. Oktober für den guten Zweck zurückgelegt haben und damit Einzug ins Guinness Buch der Rekorde halten.

    Weitere Informationen zum Dreamrun und der "Dreamnight at the zoo" finden Sie unter www.dreamrun.nl und www.dreamnightatthezoo.nl. Unterstützen kann man den Dreamrun durch eine Spende auf das Konto: IBAN NL69INGB0000384741 BIC INGBNL2A Diergaarde Blijlopers, Rotterdam; Dreamrun 2009

    (30.09.2009)
    Ralf Sommerlad:   zu spät gesehen..Schade.
    (28.09.2009)
    Klaus Schüling:   Morgen, Sonntag: Zootage in Frankfurt
    ... und im Grzimekhaus gibt es einen Bücherstand vom Schüling Buchkurier
    (26.09.2009)
    Ralf Sommerlad:   Schön, dass Herr Niekisch die Leistung des Amtsvorgängers ("Schmuckstück") so sehr anerkennt.
    (22.09.2009)
    Zoo Frankfurt:   Ein neues Zuhause für Golum und Jerry
    Das Gibbon-Haus ist eröffnet

    Nach mehreren Jahren Bauzeit ist es endlich soweit: Das neue Gibbon-Haus ist eröffnet! Am Großen Weiher ist ein moderner Bau im Gewächshausstil entstanden. „Das Haus ist ein echtes Schmuckstück geworden“, freut sich Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die beiden Weißwangengibbons Golum und Jerry, die seit Februar 2007 in Frankfurt sind und bisher in den Affenanlagen untergebracht waren, fühlen sich in der neuen Schauanlage mit einer Grundfläche von 47 m² und einer Höhe von 6 m sichtlich wohl. Ein Abtrenngehege (11 m², 3,5 m hoch) und ein Tierpflegerbereich (10 m²) gehören zum Haus am See, das den Affen in seinem Inneren vielfältige Möglichkeiten zum Klettern und Hangeln bietet.

    Bis zur Eröffnung dieser Anlage waren einige Herausforderungen zu meistern, welche die Fertigstellung des Projektes verzögerten. Die Tatsache, dass das Haus teilweise in den Weiher hinein gestellt wurde, machte zum Beispiel besondere bauliche Maßnahmen am Fundament notwendig. Bei den Aushubarbeiten stieß man auf einen bis dahin unbekannten Bunker, der nicht ohne weiteres gesprengt werden konnte.

    Spektakulär ist die Verbindung des Gebäudes zu den beiden Inseln im Weiher, die den Gibbons als Außenanlage dienen. Die beiden Tiere können sich an Tauen auf die Inseln hangeln. „Wir haben keine Zweifel daran, dass Golum und Jerry diese Aufgabe im typischen Gibbon-Stil mit Bravour erledigen“, lacht Niekisch. „Und für unsere Besucher wird es ein ganz besonderer Anblick sein, wenn sich die Affen in unmittelbarer Nähe in der natürlichen Vegetation tummeln.“

    Gibbons sind Schwinghangler. Mit Hilfe ihre langen Arme schwingen sie sich scheinbar mühelos durch die Bäume. Mit einem einzigen Schwung können sie bis zu 12 Meter zurücklegen. Der Frankfurter Künstler Wolfgang Weber hat die elegante Schwingbewegung der Gibbons in einem Gemälde auf der Außenwand des Gibbon-Hauses treffend eingefangen und stellt in einer weiteren Zeichnung die Proportionen der Gibbons im Verhältnis zum Menschen dar.

    Für Zoobesucher ist am Gibbon-Haus ein Vordach als Regenschutz und gegen Spiegelung angebracht, so dass die Weißwangengibbons bequem durch die großen Scheiben in ihrem anregungsreich gestalteten neuen Heim beobachtet werden können. Eine große Tafel informiert über Fortbewegung, den markanten Gesang, Familienstruktur und -verhalten sowie Bedrohung und Schutzmaßnahmen.

    Für die in ihrer Heimat Vietnam selten gewordenen Weißwangengibbons besteht ein Europäisches Erhaltungszucht-Programm (EEP). Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) setzt sich seit 1991 für den Schutz der vom Aussterben bedrohten Primaten ein.
    (21.09.2009)
    Zoo Frankfurt:   Gemeinsame Jahreskarte von Zoo Frankfurt und Opel-Zoo

    Ab September 2009 kann man an den Kassen von Opel-Zoo und Zoo Frankfurt eine Jahreskarte für beide Einrichtungen kaufen. Die ‚Opel-Zoo-Zoo-Frankfurt-Jahreskarte’ kostet 80 Euro für Erwachsene und 32 Euro für Kinder und gilt für beliebig viele Zoobesuche.
    (07.09.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Vortrag
    Darwins Spottdrosseln heute –
    Naturschutz und Forschung auf Galápagos

    Galápagos wurde erst sehr spät besiedelt und gilt heute noch als der ursprünglichste Archipel der Welt. Die Tier- und Pflanzenwelt des Inselreichs fasziniert durch ihre Einzigartigkeit und die Anpassungen ihrer Bewohner an unwirtliche Bedingungen. Charles Darwin haben sie bei seinem Besuch im Jahre 1835 zu seinen Erkenntnissen über die Artentstehung inspiriert. Besonders die verschiedenen Arten von Spottdrosseln spielten dabei eine Schlüsselrolle. Um die Unversehrtheit dieses einmaligen Laboratoriums der Evolution zu erhalten, wurde vor 50 Jahren die Charles Darwin Stiftung ins Leben gerufen und der Galápagos Nationalpark gegründet. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt unterstützt beide Institutionen seit Jahrzehnten bei ihrer wichtigen Naturschutzarbeit und hat eine Expertin eingeladen, die in die wunderbare, aber auch sensible und gefährdete Welt Galápagos entführt.

    Paquita Hoeck, Universität Zürich
    Darwins Spottdrosseln heute –
    Naturschutz und Forschung auf Galápagos

    Wann: Mittwoch, 2. September 2009
    Wo: Zoo-Gesellschaftshaus, Ausstellungssaal
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei

    (27.08.2009)
    Zoo Frankfurt:   Stopp dem Amphibiensterben
    Erster Amphibien-Gipfel in London

    Am 20. und 21. August 2009 trafen sich weltweit führende Amphibienexperten von 22 Organisationen, Zoos und Universitäten bei der Zoological Society of London zum ersten Amphibien-Mini-Gipfel, unter ihnen der Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch.

    Hintergrund des hochkarätig besetzten Treffens ist die weltweit dramatische Bedrohung der Amphibien. Von den über 6.000 bekannten Arten stehen mehr als 30 Prozent am Rande der Ausrottung. „Keine andere Klasse von Tieren oder Pflanzen ist in ihrer Gesamtheit so sehr bedroht“, umreißt Amphibienspezialist Niekisch die katastrophale Situation. Die bekannten Faktoren für das Amphibiensterben sind kommerzielle Nutzung, eingeführte Arten, Umweltverschmutzung, der Klimawandel, die Änderung der Landnutzungsgewohnheiten und Infektionen durch den „Amphibienpilz“ (Batrachochytrium dendrobatidis). „Diese Faktoren zusammengenommen bedrohen die für unsere Ökosysteme so wichtigen Amphibien in unvorstellbarer Weise“, mahnt Niekisch.

    Im Rahmen der Tagung in London verfassten die Experten eine Erklärung, die das Problem des Amphibiensterbens punktgenau umreißt und in zwei zentralen Forderungen mündet:

    • Die Ausrottung der Amphibien durch die kommerzielle Nutzung und die veränderte Landnutzung muss gestoppt werden
    • Die Ausbreitung des Amphibienpilzes muss gestoppt und ein Rückgang der Infektionen durch den Pilz erreicht werden

    Der Amphibien-Gipfel setzt ein starkes Signal. Alle 22 unterzeichnenden Organisationen haben das Thema ganz hoch auf die Agenda gesetzt. Neben dem Zoo Frankfurt, der sich dem Amphibienschutz verpflichtet fühlt, haben auch die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und die Gesellschaft für Tropenökologie gtö die Erklärung unterschrieben. „Nur durch koordiniertes und rasches Handeln ist das Amphibiensterben zu bekämpfen“, so Niekisch. Der Mini-Gipfel war der erste in einer Reihe von zweijährlichen Treffen, um die Fortschritte der Initiative zu bewerten und den weltweiten Amphibienschutz voranzutreiben.
    (27.08.2009)
    Michael Mettler:   Mit der Unterscheidung von Heubauch und Trächtigkeit tue ich mich bei Zebras immer schwer... Vielleicht war das ja auch der Grund, warum die Stute erst mal noch in Frankfurt blieb: So konnte der Zoo noch ZWEI Zebras verkaufen.

    Ein Detail auf der AK könnte noch hilfreich sein: Der künstliche Termitenhügel, denn der stand bestimmt nicht schon zu Rinderhauszeiten im Gehege. Ich vermute sogar eher, dass Grzimek den erst errichten ließ, nachdem er selbst in Ostafrika gesehen hatte, dass sich Zebras an Termitenhügeln scheuern. Ich bilde mir sogar ein, dass er das irgendwo geschildert hat, aber mir fällt nicht ein, wo. In den fraglichen Jahresberichten ist der Termitenhügel jedenfalls nirgends unter Baugeschehen aufgeführt.
    (03.08.2009)
    Michael Amend:   Okay, München hat 1958 sein 800jähriges gefeiert, die Karte selbst muß aber älter sein, denn der Aufdruck zum 100jährigen Jubliäum des Zoos fehlt. Ich tippe dann mal auf 1956 /57. 57 wurde aber kein Zebra geboren, und das Tier auf der AK ist mit Sicherheit trächtig, dann tippe ich auf 56, in dem Jahr wurden auch zwei Watussi-Rinder geboren, ich schätze,das Steppenzebra auf der Karte hat dann bald darauf geworfen.
    (03.08.2009)
    Michael Amend:   @MM. Obwohl der Posstempel wirklich recht gut lesbar ist, es deutet Nichts daraufhin, das von der Ziffer etwas fehlt,muß es wohl so sein. Wann hat München denn sein 800jähriges Jubiläum gefeiert, die Briefmarken auf der Karte sind zum Stadtjubliäum von München herausgegeben worden. Das Steppenzebra auf der Karte sieht mir übrigens relativ trächtig aus.1956 wurden laut JB noch zwei Zebras geboren.

    Die Ziffer auf dem Posstempel ist definitv eine drei, ich hab sie mit der 6 verglichen, an der 3 fehlt Nichts,wirklich Nichts....Entweder hat sich der Postbeamte geirrt, oder Frankfurt hat schon vor 1956 ein Grevy gehabt....
    (03.08.2009)
    Zoo Frankfurt:   Okapi-Bulle Deto ist der neue Schwarm im Giraffenhaus

    Er ist groß und stattlich, sein Fell glänzt intensiv dunkelbraun – Deto ist eine Augenweide und irgendwie scheint er das auch zu wissen, denn als er am späten Nachmittag des 29. Juli 2009 sein neues Zuhause im Zoo Frankfurt zum ersten Mal betrat, gab er sich betont lässig.

    Das freute insbesondere Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, denn schließlich setzt man einige Erwartungen in den sieben Jahre alten Bullen, der aus dem Zoo Dvůr Králové in Tschechien nach Frankfurt gekommen ist. „Ein Tiertransport ist nie ganz risikolos“, so Niekisch. „Jetzt ist es wichtig, dass sich Deto langsam an seine neue Umgebung gewöhnt. Schritt für Schritt wird er sich sein neues Gehege erobern und dann natürlich auch möglichst schnell die Bekanntschaft der beiden Weibchen Antonia und Lomela machen.“

    Dass die drei sich sympathisch sind, hofft man nicht nur in Frankfurt. Auch die Koordinatoren des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) spekulieren auf Okapi-Nachwuchs, denn zurzeit leben in europäischen Zoos und Tiergärten nur knapp über 50 Tiere. In ihrer afrikanischen Heimat, im Kongo, sind die Okapis bedroht, erfolgreiche Zuchten daher unbedingt erforderlich. „Mit der Entscheidung, unseren bisherigen Bullen Libembe an den Zoo von Antwerpen abzugeben und Deto nach Frankfurt zu holen, folgen wir einer Empfehlung des EEPs“, so Niekisch. „Wir müssen bei der Zucht sehr genau auf die Genetik achten, damit Nachzucht nicht nur kurzfristig gelingt. Ein sorgfältiges Tiermanagement erhöht die Chancen auf eine gesunde und stabile Population in den Zoos.“

    Aber vorerst hat Deto noch eine Schonfrist. Unter den wachsamen Augen von Revierleiter Gerd Fuchs kann sich der stattliche Bulle, der etwa 240 kg auf die Waage bringt, ganz in Ruhe an seinem Grünfutter laben. Am 24. August ist der 8. Geburtstag des in Rotterdam geborenen Okapi-Männchens – vielleicht hat er ja bis dahin die Herzen der beiden 6-jährigen Weibchen schon erobert.
    (03.08.2009)
    Michael Mettler:   Ich würde trotzdem auf einen unsauberen Poststempel tippen. Denn: Nach dem Krieg standen die Zebras zuerst im Elefantenhaus (Anlage in Richtung Straußenhaus, spätere Nashornanlage). Ich gehe davon aus, dass sie 1950 in das heutige Haus(vorher Rinder- bzw. Büffelhaus genannt) umzogen, weil in diesem Jahr das erste Nashorn ankam und bestimmt im Elefantenhaus einquartiert wurde. Im gleichen Jahr wurde auch "0,1 Zebra" angekauft. Im JB von 1956 heißt es, der "größere Teil der Zuchtgruppe" sei abgegeben worden, wobei ein Stamm von 1,0 Chapmanzebra und 0,2 Grantzebras erwähnt wird. Alle drei und ein Nachzuchttier sind im Buch "Hundertjähriger Zoo" zusammen mit einem gescheckten Watussirind (ahrscheinlich das Tier hinter dem Grevy auf der AK) abgebildet. Ebenfalls 1956 kam das erste Grevyzebra, und da bei den 1958 angeschafften Tieren erwähnt wird, dass man nach vielen Mühen endlich Stuten für den Hengst bekommen habe, dürfte es sich bei letzterem um das 1956er Zebra handeln. Aus alledem lässt sich schließen, dass man 1956 wahrscheinlich mindestens eine Steppenzebrastute als Gesellschaft für den neuen Grevyhengst behalten hat, weil noch keine passenden Stuten zu bekommen waren. Von den drei erwachsenen Zebras im Buch zeigt keines das auffällige Y-förmige Streifungsdetail am Hals des AK-Steppenzebras, das abgebildete Jungtier steht für den Abgleich leider falsch herum. Möglich also, dass das AK-Exemplar ein Chapman-Grant-Bastard aus eigener Zucht war und man dieses Tier für den Grevyhengst übrig behielt, weil es jünger und damit leichter zu vergesellschaften war. Der Baum im Hintergrund hat angehende Herbstfärbung, also könnte das Foto im Herbst 1956 oder 1957 entstanden sein.
    (03.08.2009)
    Michael Amend:   Noch etwas für Rätselfreunde. Heute habe ich diese AK aus Frankfurt erhalten, sie zeigt die Zebra-Anlage ( und den Rundbau im Hintergrund mit interessanten Anstrich ), mit einem östlichen Steppenzebra und einem Grevy-Zebra. Der Posstempel ist gut lesbar und ist datiert vom 2.06.1953. Laut JB kam aber erst 1956 das erste Grevy-Zebra nach Frankfurt, dem 1958 zwei Wildfang-Stuten folgten. So glaubte ich, na ja, die 3 aus 1953 könnte ja auch eine 8 gewesen sein, ist sie aber nicht, es ist eine drei, und mal abgesehen davon, wurden alle ab 1958 herausgegebenen Ak's mit dem Aufdruck " 100 Jahre Zoo Frankfurt " versehen...Es sind zwei Watussikälber auf dem Bild zu sehen, das heißt aber Nichts, die Kühe dort, immerhin drei, dürften alljährlich Kälber gehabt haben...Demnach muß Frankfurt schon vor 1956 ein Grevy-Zebra gehabt haben...Laut JB 1952 wurde ein Watussikalb geboren, 1953 sogar drei...Ein Grevy-Zebra wird aber erst im JB 1956 erwähnt....
    (03.08.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Amphibien- und Reptiliendiversität in Kamerun

    Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Böhme, Zoologisches Forschungsmuseum Koenig, Bonn

    5. August 2009
    18.00 - 20.00 Uhr
    Zoo Frankfurt, Zoo-Gesellschaftshaus

    Eine Veranstaltung von Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt


    Kamerun übt aufgrund seiner Lage in den Tropen des westlichen Afrikas und wegen der teilweise sehr schlechten Zugänglichkeit großer Landesteile eine sehr große Faszination auf Biologen aus. Dieses wissenschaftliche Interesse wird durch die Vielgestaltigkeit der Lebensräume und die dadurch bedingte hohe Biodiversität des Landes - die erst zum Teil erforscht und bekannt ist - noch gesteigert.

    Professor Wolfgang Böhme, Kustos für Herpetologie am Zoologischen Forschungsmuseum Alexander Koenig in Bonn, bereiste Kamerun zum ersten Mal im Jahre 1972, und beschäftigte sich während der letzten 37 Jahre kontinuierlich mit Aspekten der Biologie und Taxonomie der in Kamerun heimischen Amphibien und Reptilien.


    Ansprechpartnerin:
    Christine Kurrle
    Mobil. 0170 2218719
    (30.07.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich begrüsse grundsätzlich die vermehrte Aktivität des Zoos, was Festlichkeiten etc angeht, vor allem aber die deutliche verbesserte Presse-und PR-Arbeit.
    (30.07.2009)
    Zoo Frankfurt:   Vernissage im Zoo Frankfurt
    Bitte lächeln! Kinder fotografieren Zootiere

    Zusammen mit dem Frankfurter Tierfotografen Detlef Möbius und den Naturschutz-Botschaftern gingen zehn Kinder aus dem Rhein-Main-Gebiet drei Tage lang im Frankfurter Zoo auf Foto-Safari. Unter professioneller Anleitung lernten die Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren den Umgang mit digitalen Spiegelreflexkameras und alles rund um das Thema Tierfotografie. Die beeindruckenden Ergebnisse der jungen Fotografen sind vom 28. August bis 31. Oktober im Grzimek-Haus zu sehen.

    Der Fotokurs, der Ende Mai bereits das dritte Jahr in Folge durchgeführt wurde, fand im Rahmen der Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben“ statt.
    Der Tierfotograf Detlef Möbius leitete den Kurs und wurde dabei von den Naturschutz-Botschaftern unterstützt, die Firma „Nikon“ stellte professionelle Digitalkameras zu Verfügung. Neben einer ausführlichen Einleitung in das Thema Tierfotografie erhielten die Kinder Hintergrundinformationen zu den Zootieren. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Tierpfleger entstanden einzigartige Begegnungen mit den Tieren.

    Die Fotoausstellung wird eröffnet am:

    28. August um 18:00 Uhr
    im Grzimek-Haus des Zoos Frankfurt
    Bernhard-Grzimek-Allee 1
    60316 Frankfurt

    Die Fotografien der Kinder können noch bis zum 31. Oktober 2009 täglich während der Öffnungszeiten des Zoos bestaunt werden.

    Das Projekt „Naturschutz-Botschafter“ ist ein Kooperationsprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und des Zoos Frankfurt und wird gefördert durch die Polytechnische Gesellschaft Frankfurt, die Bertha Heraeus und Kathinka Platzhoff Stiftung und die Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region.
    Weitere Informationen finden Sie unter www.naturschutz-botschafter.de.

    (30.07.2009)
    Michael Amend:   Gestern habe ich ein kleines Schmankerl erworben, es ist doch erstaunlich, wieviele Schätze da immer wieder zum Vorschein kommen...Gerade Ak's aus Frankfurt, die etwas anderes zeigen als den Blick über den großen Weiher zum Gesellschaftshaus sind eine echte Rarität.

    Die AK zeigt einen Tei der alten Rinder-Anlagen ( dort steht heute das Zebrahaus )und im Hintergrund im Bild rechts ist sogar ein Teil des Dachstuhles des Känguruh-Hauses ( später Rundbau ) zu sehen. Leider ist die Karte ungelaufen, zeitlich kann ich sie zwischen 1906 ( Eröffnung Känguruhhaus ) und ersten Weltkrieg einordnen.
    (30.07.2009)
    Michael Amend:   Nein, und die Flußpferde bleiben auch drin,da wird's spannender für die Kids....

    Der Frankfurter Zoo war schon immer ein Rummelplatz mit Völkerschauen,Schlittschuhlaufen,Ballonaufstiegen, Zirkus und Achterbahn....Zählt das Nicht, weil es "Historisch" ist ? Und wie schauts in anderen Zoos aus, die Sommerfeste veranstalten, sind das aus Ihrer Sicht auch alles Rummelplätze ? Leider, muß ich sagen, hat Frankfurt keinen Bernie Marcus, der der Stadt Atlanta mal eben so 250 Millionen Dollar in die Hand drückt, um ein Aquarium zu bauen...
    (29.07.2009)
    Oliver Jahn:   IP66, sicherlich nicht, denn die Kinder sollen die Flusspferde beim tauchen ja erst dann entdecken, wenn sie mit dem Schnorchel dran stoßen.
    (29.07.2009)
    IP66:   Wechselt man vor dieser Umnutzung des Zoogeländes als Rummelplatz das Wasser im Flußpferdbecken aus?
    (29.07.2009)
    Zoo Frankfurt:   Tierisches Sommerfest

    8. und 9. August 2009
    10.00 – 18.00 Uhr

    Spaß und gute Laune stehen im Vordergrund des Tierischen Sommerfestes im Zoo Frankfurt. Unsere Hauptattraktionen – die Tiere – bekommen am 2. Wochenende im August ein bisschen Konkurrenz: Beim Gang durch den Zoo gibt es an allen Ecken nicht nur Tolles zu sehen, sondern auch jede Menge Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Vor allem unsere kleinen Zoobesucher kommen hier voll auf ihre Kosten.

    Gleich am Eingang können die Kids mit einer Rollrutsche in ein abwechslungsreiches Vergnügen rutschen: Alle, die sich erst mal richtig austoben möchten, stürmen die Hüpfburg oder probieren sich an der Torwand. Wer es ruhiger mag, taucht mal ab: Mit erfahrenen Tauchern testet man diese Sportart ganz behütet in unserem Flusspferdbecken. Die Jugendfeuerwehr Frankfurt lernt „Nachwuchskräfte“ an und bei Sackhüpfen und Eierlauf sind Schnelligkeit und Geschick gefragt. Nur wer eine ruhige Hand hat, wird beim „Heißen Draht“ bestehen können. Das Senckenberg Institut und Gondwana – das Praehistorium entführen uns in die Zeit der Dinosaurier – unsere Menschenaffen werden staunen, wer ihnen da ein Dino-Baby ins Haus gebracht hat! Selbst „zum Tier werden“ kann man beim Kinderschminken. Ein weiteres Highlight ist das Baumeister-Event mit Lego. Und unterwegs von einem Spaß zum nächsten trifft man vielleicht auf Sid, den gar nicht so frostigen Helden aus „Ice Age“.

    Zahlreiche Bastelangebote, eine Krabbelecke für die kleinsten Zoofans, ein Lesezelt, Rate- und Geschicklichkeitsspiele und jede Menge Möglichkeiten zu Spiel und Bewegung runden das Programm ab. Außerdem gibt es natürlich wieder sehr viel Interessantes rund um die Themen Tiere sowie Natur- und Artenschutz zu erfahren.

    Ach ja, lecker essen kann man natürlich auch.

    Zooeintritt: Erwachsene 8,- €, Kinder von 6 bis 17 Jahren: 4,- €, Kinder unter 6 Jahre haben freien Zooeintritt
    Gruppen ab 20 Personen:
    Erwachsene 6,- €, Kinder von 6 bis 17 Jahren: 3,- €, 1 Begleitperson frei

    (29.07.2009)
    Zoo Frankfurt:   Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch zum Präsidenten der gtö gewählt

    Gestern wurde Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Frankfurter Zoos, einstimmig zum Präsidenten der gtö – Society for Tropical Ecology (Gesellschaft für Tropenökologie) gewählt.

    Der gtö gehören ca. 500 Tropenökologen – praktisch alle renommierten Forscher auf diesem Gebiet – und viele Studenten an. Die Gesellschaft unterstützt die Erforschung der tropischen Ökologie, verbreitet die Forschungsergebnisse und setzt sich für den Schutz tropischer Pflanzen, Tiere und Lebensräume ein.

    „Die Erforschung der Tropen ist angesichts der massiven Zerstörung der dortigen Ökosysteme wichtiger denn je“, so Niekisch. „Die Bevölkerungsexplosion und das wirtschaftliche Wachstum bedrohen die natürlichen Ressourcen in diesem Teil der Erde massiv und drohen, besonders wichtige tropischen Ökosysteme wie Regen- und Mangrovenwälder aber auch Korallenriffe mit der größten Biodiversität weltweit für immer zu zerstören.“

    Prof. Dr. Manfred Niekisch ist seit der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1988 gtö-Mitglied und seitdem auch im wissenschaftlichen Beirat der Organisation tätig. Zu seinen Zielen als gtö-Präsident sagt Niekisch: „Gerade als wissenschaftliche Organisation muss sich die gtö stark in die politische Diskussion einbringen, um etwas für den Schutz der Tropenwälder zu erreichen. Das Thema sollte ganz oben auf der politischen Agenda stehen, denn es ist mit den Themen Ressourcenknappheit und Klimawandel eng gekoppelt – Realitäten, die uns alle betreffen.“

    Vor seiner Zeit als Zoodirektor hat Niekisch selbst aktiv in den Tropen geforscht und im praktischen Naturschutz gearbeitet. Von 1983 bis 1989 war er Direktor der WWF Artenschutzzentrale/TRAFFIC Germany und anschließend bis 1998 wissenschaftlicher Geschäftsführer der Tropenwaldstiftung OroVerde. Von 1998 bis 2008 hatte er die Professur „Internationaler Naturschutz“ an der Universität Greifswald inne – die einzige Professur dieser Art im deutschsprachigen Raum. Niekisch ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und Mitherausgeber des Journal for Nature Conservation. Er hat in zahlreichen Ländern der Erde geforscht, mit einem Schwerpunkt in Vietnam sowie in den Ländern Lateinamerikas. 2008 wurde er in den Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) berufen

    (28.07.2009)
    Zoo Frankfurt:   Die Tierwelt der Sahara

    Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Joger
    Direktor des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig

    1. Juli 2009
    18.00 – 20.00 Uhr
    Zoo Frankfurt, Zoo-Gesellschaftshaus

    Eine Veranstaltung in Kooperation von Zoo Frankfurt und Zoologische Gesellschaft Frankfurt

    Die Sahara ist das größte zusammenhängende Wüstengebiet der Erde und Lebensraum für eine Vielzahl unterschiedlicher Tier- und Pflanzenarten. Das Überleben in einer solch extremen Umgebung erfordert spezielle Anpassungen aller Lebewesen an die spezifischen Anforderungen die der Lebensraum Wüste stellt.

    Prof. Dr. Ulrich Joger, Direktor des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig, ist ein profunder Kenner des Lebensraumes Wüste. Er hat die Sahara im Rahmen seiner zahlreichen Expeditionen intensiv bereist und stellte die Tierwelt der Sahara in den Fokus seines wissenschaftlichen Interesses. Im Rahmen der Zoovortragsreihe gibt Herr Prof. Joger einen Überblick über die vielgestaltige Tierwelt der Sahara.

    (29.06.2009)
    Zoo Frankfurt:   Krabbelstube bei den Zwergseebären

    Zwei Zwergseebären-Babys stellen sich vor

    Die kleinen knuddeligen Zwergseebären-Babys werden gut von ihren Mamis bewacht. „Die beiden erfahrenen Mütter haben sich schon nach wenigen Tagen zusammengetan und eine ‚Krabbelstube’ gegründet“, berichtet Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Die Mütter Sol (geboren 2000, im Zoo Kolmarden in Schweden) und Bella (geboren 1995, im Zoo Frankfurt) brachten ihre beiden kleinen Mädchen in eine gut geschützte Ecke der Robbenklippen. Der Vorteil der Zwergseebären-Krabbelstube liegt auf der Hand: Immer nur eine Mutter ist zur Bewachung der Kleinen nötig und die Mädchen haben von Anfang an eine Spielkameradin.

    „Die Jungtiere kamen beide am 16. Mai 2009 mit einem Geburtsgewicht von etwa 3000 g zur Welt.“, erklärt Niekisch weiter, „Für Mutter Sol war es die dritte, für Bella schon die vierte Geburt.“ Der Vater von beiden Mädchen ist Otti (geboren 2002, im Zoo Bremerhafen).

    Sol und Bella versorgen Ihre Babys routiniert mit Milch. Die Säugezeit beträgt bei den Südafrikanischen Zwergseebären ca. ein Jahr. Spätestens beim nächsten Nachwuchs wird das Jungtier von der Mutter vertrieben.

    Die ersten fünf bis sechs Wochen bleiben die quietschlebendigen und kerngesunden Babys komplett an Land. Erst danach fangen sie an, sich für ihr eigentliches Element, das Wasser, zu interessieren. Aber auch wenn sie erwachsen sind, schlafen Zwergseebären am liebsten auf dem Trockenen. Bei der Fortbewegung an Land nutzen sie Arme und Beine. Hauptantriebsorgane beim Schwimmen sind die als Flossen eingesetzten Arme, die wie Flügel bewegt werden.

    Noch haben die beiden großäugigen Schönheiten keine Namen. „Für beide Jungtiere suchen wir Tierpaten“, erläutert Niekisch. Für 1000,- € im Jahr kann man eine Tierpatenschaft für die Zwergseebären abschließen. Die Tierpaten dürfen ihrem Patentier auch einen Namen geben. „Der Name muss auf jeden Fall zweisilbig sein, damit die Tiere beim Training leicht von Ihren Pflegern gerufen werden können“, erklärt Niekisch. Afrikanische Namen für die aus Südafrika stammenden Tiere wären besonders passend.

    (19.06.2009)
    Zoo Frankfurt:   GORILLAS - SANFTE RIESEN IN NOT

    Teilnehmer des Symposiums zum UN-Jahr des Gorillas rufen in ihrer "Frankfurter Erklärung" zum besseren Schutz aller Gorilla-Arten auf

    "Am Beispiel des Gorillas wird deutlich, wie komplex unsere Lebensräume sind. Gorillaschutz ist nicht nur Artenschutz, sondern auch Klimaschutz und vor allem ein Beitrag zur Armutsbekämpfung in Zentralafrika", so Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Grußwort zum internationalen Gorillaschutz-Symposium im Zoo Frankfurt.

    Unter dem Titel "Sanfte Riesen in Not" kamen dort vom 9.-10. Juni erstmalig rund 200 Regierungsvertreter/innen, Naturschützer/innen, und Experten/innen aus mehr als 20 Ländern zusammen, um anlässlich des UN-Jahres des Gorillas über die Gefährdung und Wege eines besseren Schutzes dieser Menschenaffen zu diskutieren. In der "Frankfurter Erklärung" riefen die Teilnehmer/innen des Symposiums dazu auf, sich aktiv gegen die Zerstörung der Regenwälder, Wilderei und unkontrollierten Rohstoffabbau einzusetzen. Hier stehen vor allem dauerhafte Maßnahmen, wie die Friedenssicherung in den Bürgerkriegsregionen an erster Stelle.

    Für den Erhalt der faszinierenden Primaten ziehen Bundesumweltministerium (BMU) und Bundesentwicklungsministerium (BMZ) an einem Strang. "Im Jahr des Gorillas verstärkt die Bundesregierung ihr vielfältiges Engagement in Afrika zugunsten von Artenschutz und Armutsbekämpfung, denn die Zerstörung des Waldes und der Gorilla-Lebensräume gefährdet auch die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort.", sagte BMU-Staatssekretärin Astrid Klug stellvertretend für beide Ministerien. So hat sich der Ökotourismus in den afrikanischen Nationalparks zu einer entscheidenden Einkommensquelle entwickelt. Ein Gorilla kann im Laufe seines Lebens indirekt 4 Mio. US $ durch sanften Tourismus "erwirtschaften". Darüber hinaus sichern die Gorilla-Wälder auch die Lebensgrundlage der Menschen vor Ort. Für die lokale Bevölkerung spenden diese Wälder Wasser, Energie, Nahrung und Heilpflanzen, weltweit leisten die Regenwälder Zentralafrikas einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz.

    Robert Hepworth, Exekutivsekretär des vom UN-Umweltprogramm verwalteten Sekretariats der Bonner Konvention erklärte: "Wir müssen alle Mittel einsetzen, um die Gefahren für Gorillas zu mindern. Dazu gehört der Schutz von Wäldern zur Absorbierung von Kohlendyoxid und der Einsatz von Wildhütern durch Einkünfte aus dem Gorilla Tourismus. Ein Bündnis aus Regierungen und NGOs hat die Berggorillas in den letzten 20 Jahren erfolgreich geschützt. Wir müssen dieses Konzept auch bei den Flachlandgorillas und anderen bedrohten wandernden Tierarten anwenden."

    Gorillas gehören zu unseren nächsten Verwandten, trotzdem sind alle vier Unterarten bedroht. Die Abholzung der Wälder, Wilderei, illegaler Handel, kriegerische Konflikte, Seuchen wie Ebola, und der ungeregelte Abbau von Bodenschätzen sind die größten Bedrohungsfaktoren. Sogar die Nationalparks sind von der raschen Zerstörung nicht ausgenommen. Beispielhaft dafür stehen die letzten Berggorillas im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Nur etwa 700 Tiere gibt es noch von dieser Art, und sie alle leben im Dreiländereck DR Kongo, Uganda und Ruanda. Bürgerkriege erschüttern die Region seit Jahrzehnten und hier gilt es vor allem auch die katastrophale humanitäre Situation zu entschärfen. Mehr Sicherheit in der Region und eine nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen öffnen Chancen für die Menschen und für die Tierwelt.

    Unterstützt vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat die Bonner Konvention den rechtlichen Rahmen für Schutzmaßnahmen von Gorillas und ihrer Lebensräume geschaffen.
    Besonders wichtig ist hierbei das Engagement staatlicher Stellen und privater Naturschutzorganisationen, wie das der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, die Bernhard Grzimeks Engagement auch heute noch, zusammen mit zahlreichen anderen Organisationen fortführt. Ohne die Nationalpark-Ranger, die überall in Afrika unter schwierigsten Bedingungen und oft unter Lebensgefahr ihren Dienst tun, wären die Weltnaturschätze längst verloren.

    BMZ und BMU verfolgen in den Gorillaregionen einen Ausgleich suchenden Naturschutz, der besonders die Entwicklungsinteressen der lokalen Bevölkerung berücksichtigt. Gerade in Krisenzeiten sind intakte Ökosysteme für die notleidende Bevölkerung überlebenswichtig. Naturerhaltung für die Menschen ist nur mit den Menschen möglich. Aufgrund des zunehmenden Drucks auf die Regenwälder Zentralafrikas sind Ansätze notwendig, die nicht nur versuchen biologische Vielfalt zu erhalten, sondern auch die dazu notwendigen ökonomischen und politisch-institutionellen Rahmenbedingungen schaffen. Dafür setzt sich die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ein.

    Veranstaltet wurde das Symposium im Rahmen des UN-Jahres des Gorillas und des 30. Jahrestages der Bonner Konvention zum Schutz wandernder, wild lebender Tierarten in Zusammenarbeit mit Organisationen und Institutionen unter Federführung des Bundesumweltministeriums. Die Veranstaltung fand im Zoo Frankfurt statt, dessen ehemaliger Direktor Prof. Dr. Bernhard Grzimek im April seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte und der sich bereits vor mehr als 50 Jahren für die Berggorillas im Osten des Kongos stark gemacht hatte.

    (12.06.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Symposium im Zoo Frankfurt:
    Amphibien in der Krise - Probleme und Lösungsansätze

    Datum: 6. Juni bis 7. Juni 2009, 10.00 bis 18.30 Uhr
    Ort: Zoo Frankfurt, Zoo-Gesellschaftshaus

    Veranstalter des Fachsymposiums: Zoo Frankfurt und BUND in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz in Hessen (AGAR)

    Amphibien sind weltweit stark vom Aussterben bedroht! Von den etwa 6.000 bekannten Arten stehen mehr als 30 Prozent am Rande der Ausrottung. Einen zahlenmäßig vergleichbaren Artenschwund kennen wir bislang nur vom Aussterben der Dinosaurier! Zoos und Umweltverbände nehmen bei der Vermittlung naturschutzrelevanter Themen eine Vorreiterrolle ein. Im Zoo Frankfurt präsentieren international anerkannte Amphibienforscher ihre Forschungsergebnisse und diskutieren Lösungsansätze, die zum Erhalt dieser ökologisch äußerst wichtigen Tiergruppe beitragen. Das Themenspektrum reicht von einer Darstellung des Artenreichtums Madagaskars und Vietnams, Erhaltungszuchtprogrammen in Zoologischen Gärten, Auswirkung des Klimawandels auf Amphibienlebensräume bis hin zu Langzeitprojekten in Deutschland.


    Programm
    Samstag, 06.06.2009:
    10.00-10.15 Uhr
    Begrüßung durch den Frankfurter Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch Begrüßung und Einführung Prof. em. Dr. Gerhard Kneitz, Präsident der deutschen Naturschutzakademie und Vorsitzender des Arbeitskreises Naturschutz im BUND, Begrüßung durch einen Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Amphibien- und Reptilienschutz Hessen

    10.15-11.00 Uhr
    Prof. Dr. W. Böhme, Bonn: Überblick über die Welt der Amphibien

    11.00-11.30 Uhr, Kaffeepause

    11.30-12.15 Uhr
    Dr. Samuel Furrer, Zürich: Einleitung zur globalen Amphibienkrise

    12.15-13.00Uhr, Mittagspause

    13.00-13.45 Uhr
    Dr. Stefan Lötters und Dennis Rödder, Trier: Der IUCN Amphibian Conservation Action Plan und seine Umsetzung

    13.45-14.30 Uhr
    Dr. Frank Glaw, München: Amphibiendiversität Madagaskars - Gefährdungsursachen und Schutzperspektiven

    14.30-15.00 Uhr, Kaffeepause

    15.00-15.45 Uhr
    P.D. Dr. Thomas Ziegler, Köln: Nachzucht und Diversitätsforschung: "Ex situ" und "in situ" Amphibienprojekte des Kölner Zoos

    15.45-16.30 Uhr
    Rudolf Wicker, Frankfurt: Amphibiennachzuchten im Zoo Frankfurt

    16.30-17.00 Uhr, Kaffeepause

    17.00-17.45 Uhr
    Dr. Klaus Busse, Bonn: Bericht über das Forschungs- und Zuchtprojekt "Rhinoderma darwini"

    17.45-18.30 Uhr
    Dennis Rödder und Dr. Stefan Lötters, Trier: Wie reagieren Amphibien auf den globalen Klimawandel? Beispiele aus der Nischenmodellierung

    Ab 19.30 gemeinsames Abendessen im Mosebach auf eigene Kosten der Teilnehmer


    Sonntag, 07.06.2009:
    09.00-09.45 Uhr
    Dr. Frank Mutschmann, Berlin: Hautkrankheiten bei Amphibien

    09.45-10.30 Uhr
    Dennis Rödder und Dr. Stefan Lötters, Trier: Der Amphibienpilz in Westeuropa - was wissen und erwarten wir?

    10.30-11.00 Uhr, Kaffeepause

    11.00-11.45 Uhr
    Prof. Dr. Michael Veith, Trier: Von Generalisten und Spezialisten - die europäischen Schwanzlurche und der Klimawandel

    11.45-12.30 Uhr
    P.D. Dr. Mark-Oliver Rödel, Berlin: Unbekannte Tropen - Bekannte Heimat? Was wissen wir wirklich über mitteleuropäische Amphibien?

    12.30-13.00 Uhr, Kaffeepause

    13.00-13.45 Uhr
    Prof. em. Dr. Gerhard Kneitz, Bonn/Remlingen: Das Amphibienprojekt Wachtberg - Ergebnisse eines Langzeitmonitorings

    13.45 Uhr
    Ende der Veranstaltung
    (29.05.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    „Auf den Spuren von Charles Darwin in Südamerika“

    Vortrag von Heiko Werning, Natur + Tier Verlag

    3. Juni 2009
    18.00 – 20.00 Uhr

    Eine Veranstaltung in Kooperation von Zoo Frankfurt und Zoologische Gesellschaft Frankfurt

    Die längste Zeit seiner berühmten Weltumsegelung auf der Beagle verbrachte Darwin in Südamerika. Er besuchte die Regenwälder Brasiliens, ritt durch die unendlichen patagonischen Weiten, erklomm die Hochanden, durchquerte die Atacama-Wüste und reiste schließlich zu seiner wohl berühmtesten Etappe, zu den Galapagos-Inseln. In seinen ausführlichen literarischen Tagebüchern hat er die Eindrücke, die er unterwegs sammeln konnte, festgehalten und erlaubt uns einen tiefen Einblick in seine Gedanken und Beobachtungen aus der Zeit vor der Evolutionstheorie.

    Heiko Werning ist Schriftsteller, Journalist, Fachredakteur und -autor von zoologischer Literatur, aber auch Vortragskünstler und Satiriker. Er ist fast die gesamte Route Darwins auf dem südamerikanischen Kontinent nachgereist und hat dabei in den Betrachtungen des Vaters der Evolutionstheorie gelesen. Zusammen mit seinen eigenen Foto-Eindrücken und zeitgenössischen Darstellungen aus Darwins Zeiten entsteht ein ebenso faszinierender wie unterhaltsamer Einblick in die Reisen des Naturforschers im 19. Jahrhundert ebenso wie in die bis heute überwältigenden Landschaften und ihre Tierwelt.
    (28.05.2009)
    IP66:   "Geduld" scheint in Frankfurt eine wichtige Tugend zu sein - vor allem, wenn es um die Entfernung des Gitters um die Außenanlage der Giraffen und dessen Erweiterung auf die von Herrn Grzimek geschaffene Größe geht ...
    (26.05.2009)
    Zoo Frankfurt:   Gestatten, Saburi – der kleine Giraffenjunge im Zoo Frankfurt hat einen Namen!

    Unter fast 3.000 Namensvorschlägen, die im Rahmen eines Gewinnspiels auf der Website www.postbank.de eingegangen sind, hat die Jury den schönsten für das neue Netzgiraffenbaby ausgesucht: Saburi ist eine Swahili-Wort und bedeutet Geduld.

    „Der Name für den kleinen Giraffenjungen sollte afrikanisch sein, um an die Heimat der Netzgiraffen zu erinnert. Aber vor allem sollte er prägnant und deutlich aussprechbar sein, damit der Kleine auch lernen kann, den Laut auf sich zu beziehen.“, erläutert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Kriterien für die Namensauswahl. Zusammen mit Vertretern der Postbank war er Mitglied der Namens-Jury für das kleine Giraffenbaby.

    Auf der Internetseite der Postbank konnten sich alle interessierten Giraffen-Liebhaber und
    -liebhaberinnen fünf Tage lang an einem Namenswettbewerb für den kleinen Giraffenjungen im Zoo Frankfurt beteiligen. Aus den fast 3000 eingesandten Namen musste die Jury aus Zoo- und Postbankvertretern den besten Namen aussuchen. Das war keine leichte Aufgabe, waren doch viele gut geeignete Namen dabei.

    „Der Name Saburi erfüllt alle unsere Kriterien“, erklärt Zoodirektor Niekisch die Entscheidung der Jury. „Saburi ist afrikanisch, kurz und unverwechselbar und der Name hat auch noch eine besonders schöne Bedeutung: Auf Swahili bedeutet er Geduld und das passt gut zu unserem kleinen Giraffenjungen, der neugierig alles ausprobiert, was Mutter Monique ihm vormacht und sich nicht entmutigen lässt, wenn mal etwas nicht ganz so gut klappen will.“

    Der Gewinner des Namenswettbewerbs kann sich auf eine Reise nach Frankfurt für vier Personen, freien Zooeintritt und einen Besuch des Giraffenbabys freuen. Außerdem erhält er eine "Postbank SparCard direkt" mit einer Ersteinlage von 1.000 Euro. Die Postbank hat zusätzlich die Tierpatenschaft für Saburi übernommen. „Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich für die Übernahme der Tierpatenschaft bei der Postbank bedanken.“, freut sich Zoodirektor Niekisch über die großzügige Spende von 5.000,- €.

    Seit seiner Geburt hat sich der kleine Giraffenjunge bestens entwickelt. Zu den regulären Zooöffnungszeiten kann Saburi stundenweise in der Giraffenanlage besucht werden. Das Giraffenhaus ist nachmittags wieder für die Besucher geöffnet. Saburi hat inzwischen begonnen mit Mutter Monique das Außengehege zu erkunden.

    (26.05.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Am Mittwoch, den 6. Mai 2009 um 18.00 Uhr richten der Zoo Frankfurt und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) einen Vortragsabend über die Wildkatze aus. Es referieren namhafte Experten des Forschungsinstituts Senckenberg und aus dem Biosphärenreservat Rhön.

    Prof. Dr. Eckhard Jedicke:
    Die Wildkatze in der Rhön

    Dr. Carsten Nowak:
    Genetische Analyse von Wildkatzenhaaren - Ihre Bedeutung für die Naturschutzpraxis

    Wann: Mittwoch, 06. Mai 2009
    Wo: Ausstellungsraum Zoogesellschaftshaus
    Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei

    Auf leisen Pfoten kehrt sie zurück: Die Wildkatze. Die ZGF ließ die Eignung des Biosphärenreservats Rhön als Habitat bzw. als Wanderkorridor prüfen und kam zu positiven Ergebnissen. 2007 gelang der Nachweis von Wildkatzen in der Rhön mit so genannten Lockstöcken. An mit Baldrian eingeriebenen Holzstöcken blieben Wildkatzenhaare hängen und ermöglichten einen genetischen Nachweis. Über die Rückkehr der Wildkatze in die Rhön und die Forschungsmethoden in Feld und Labor berichten Prof. Dr. Eckhard Jedicke von Rhön Natur und Dr. Carsten Nowak aus dem Forschungsinstitut Senckenberg.
    (05.05.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ich habe auch immer sehr bedauert, dass Frankfurt eigentlich bei EAZA-Kampagnen recht zurückhaltend gewesen ist.
    (23.04.2009)
    IP66:   ... an der anderen vielleicht näherliegenden Schutzkampagne für europäische Raubtiere kann man in Frankfurt mangels entsprechender Arten ja nicht teilnehmen ...
    (23.04.2009)
    Zoo Frankfurt:   "Ein Festival für den Gorilla"
    Afrikanisches Kunst- und Kulturfestival im Zoo Frankfurt 26.04.-03.05.2009

    In der Nacht der Museen verwandelt sich der Zoo Frankfurt in ein Stück Afrika und wird von dem faszinierenden Kontinent auch in der Folgewoche ganz und gar eingenommen. Im Rahmen des "Festivals für den Gorilla" kann man vom 26. April bis 3. Mai den Kontinent dieser beeindruckenden und stark bedrohten Tiere erleben.
    Beim Gang durch den Basar trifft man auf die vielfältigen Traditionen und die Lebensfreude Afrikas in Form von Masken, Textilien, Instrumenten und anderem Kunsthandwerk. Kulinarische Spezialitäten lassen die Sonne Afrikas auf der Zunge zergehen, während der mitreißende Rhythmus der Djembé-Trommeln zum Tanzen auffordert und Akrobaten Erstaunen in die Gesichter zaubern. Wer diesen Klängen verfällt, kann sich beim Workshop in die Fußstapfen der Meister begeben. Geschichtenerzähler entführen jung und alt zu literarischen Reisen in die mystischen Landschaften Afrikas. Für Kinder bieten sich vielerlei Möglichkeiten zu Spiel und Spaß und im Grzimek-Camp können sie sogar eine Ausbildung zum Naturschutz-Ranger absolvieren. Am Sonntagmorgen laden Gospelgesänge zum Feiern eines ökumenischen Gottesdienstes voller Bewegung und Lebensfreude ein.

    "Ein Festival für den Gorilla" ist eine Kooperation von Galerie Toussiana, Zoo Frankfurt und Zoologischer Gesellschaft Frankfurt (ZGF). Das ausführliche Programm finden Sie unter www.festivaltoussiana.de
    (23.04.2009)
    Zoo Frankfurt:   Bili hat endlich eine neue Familie

    Bili, das kleine Bonobo-Baby, hängt glücklich am Bauch seiner Ziehmama Zomi. Das Waisenkind hat endlich eine neue Familie. "Leider konnten wir Bili nicht so schnell wie erhofft in unsere Bonobo-Gruppe integrieren", erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Situation. "Bili hatte, wie viele von uns in diesem langen, kalten Winter, einen Schnupfen." Mit verstopfter Nase trinkt es sich nicht gut und Bili musste deshalb noch eine Weile bei seinem Menschen-Ziehvater, dem Revierleiter Carsten Knott, bleiben. Jetzt ist Bili wieder wohlauf. Zomi bringt Bili vier Mal am Tag an das Gitter, damit die Tierpfleger ihm das Fläschchen geben können.

    Viele haben die Geschichte von Bonobo Bili mit Interesse verfolgt: Er wurde am 8. Oktober 2008 im englischen Zoo Twycross geboren. Schnell war klar, dass seine Mutter Maringa keine Milch hatte. Schon nach wenigen Tagen verlor sie das Interesse an ihrem Baby vollständig. Bili musste per Hand aufgezogen werden. Da die Pfleger des Frankfurter Zoos Erfahrung mit der Wiedereingliederung von kleinen Bonobo-Kindern in eine Bonobo-Gruppe haben, wurde Bili nach Frankfurt geschickt.

    "Die Eingliederung von jungen Menschenaffen in eine ihnen völlig fremde Gruppe erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl", erklärt Zoodirektor Niekisch. Aber die Mühe des Teams im Borgori-Wald hat sich gelohnt. Viele Stunden haben die Pfleger mit Bili neben dem Bonobo-Gehege verbracht, nur durch ein Netz von der Gruppe getrennt. So haben sie ein sanftes Kennenlernen erreicht und den Schritt der Integration in die Gruppe gut vorbereitet.

    Bili ist nun in der Frankfurter Bonobo-Gruppe im Borgori-Wald für die Besucher zu sehen. "Die junge Zomi ist als Ziehmama zwar manchmal ein bisschen rüde und nicht immer ganz konsequent", erzählt Niekisch, "aber in solchen Momenten springt Haiba ein und trägt Bili liebevoll herum." Auch die anderen Bonobo-Kinder interessieren Bili sehr, vor allem der zweijährige Nyota und die einjährige Nakala.

    "Wir sind sehr froh, dass die Wiedereingliederung von Bili so gut gelungen ist", sagt Niekisch. "Ein herzliches Dankeschön an das Team unserer Menschenaffen-Pfleger." Auch für Bili ist seine neue Familie ein großes Glück, denn als Erwachsene können von Hand aufgezogene Tiere oft nur schwierig in eine Gruppe integriert werden, da sie die angelernten Verhaltensweisen ihrer Artgenossen nicht kennen. Sie sind dann oft zu einem völlig untypischen Leben als Einzeltier verdammt. Aber Bili wird nun als Bonobo zwischen seinen Artgenossen aufwachsen und in einigen Monaten mit den anderen Kindern durch das Gehege turnen.


    (22.04.2009)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis
    Bernhard Grzimek zum 100. Geburtstag
    Filmprogramm und Podiumsgespräch

    Freitag den 24. April 2009, 20.00 Uhr
    Ausstellungssaal im Zoogesellschaftshaus, Zoo Frankfurt

    Das filmische Werk von Bernhard und Michael Grzimek umfasst neben den bekannten Langfilmen "Kein Platz für wilde Tiere" und "Serengeti darf nicht sterben" auch zehn kürzere Produktionen.

    Zum 100. Geburtstag von Bernhard Grzimek wird erstmals nach über 40 Jahren eine Auswahl dieser Filme, darunter Zoofilme, Expeditionsfilme und Kulturfilme, in neuen digitalen Kopien präsentiert.


    Programm

    Podiumsgespräch
    Prof. Dr. Manfred Niekisch | Direktor Zoo Frankfurt
    Frau Dr. Sabine Nessel | Leiterin des Projekts "Zoo und Kino" | Universität Frankfurt
    Christian Grzimek | Enkelsohn von Prof. Dr. Bernhard Grzimek
    Wolfgang Weber | Künstler und Wegbegleiter von Prof. Dr. Bernhard Grzimek

    Filmprogramm
    Besuch bei Tieren, BRD 1954, Farbe, 12 min.
    Gangala. Station der zahmen Elefanten, BRD 1954, s/w, 11 min.
    Gast der Bambuti, BRD 1954, s/w, 11 min.
    Auf Nilpferdpfaden, BRD 1955, s/w, 8 min.

    Anschließend Empfang

    In der Reihe "Zoo und Kino als Schaueinrichtungen der Moderne und die Filmarbeit von Bernhard und Michael Grzimek" veranstaltet von Zoo Frankfurt und Goethe-Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut-DIF.


    (21.04.2009)
    Holger Wientjes:   Ganz so neu ist die Art ja nicht. Sie wurde ja schon bis vor einigen Jahren gezeigt.
    (11.04.2009)
    IP66:   Immerhin wird damit eine neue Art in Frankfurt gezeigt - auch wenn diskutiert werden kann, ob der alte Kletterberg gerade für Känguruhs den idealen Lebensraum bietet, und dem Artenschwund, der durch den Menschenaffengroßbau verursacht worden ist, wird zumindest in diesem Bereich aufgefangen.
    (11.04.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Auch das kleine Gehege am Giraffenhaus nebst Innenstall war im Februar leer, das Klippspringerpaar war gegenüber den (ebenfalls leeren) Okapiställen des Hauses untergebracht.
    (11.04.2009)
    Holger Wientjes:   Das Frankfurt wieder Tammar-Wallabies hält, finde ich prima ! Nur was lässt sich gerade bei dieser Art viel über Naturschutz erklären ???
    (10.04.2009)
    André Haubrich:   Ich war mir jetzt sicher, im Oktober sowohl eins am Schafsberg und eins im kleinen Gehege am Giraffenhaus gesehen zu haben.
    Kann mich aber auch irren, ich habe nicht so drauf geauchtet.
    (10.04.2009)
    BjörnN:   @André Haubrich
    Am Schafsberg lebte nur noch ein alter Klippspringerbock, den ich bereits im letzten Herbst nicht mehr gesehen habe.

    @Michael Mettler
    Ich meine, es müsste im Giraffenhaus noch 3 Klippspringer geben, ein Paar auf der kleinen Anlage in Richtung Bongogehege und ein Einzeltier bei den Giraffen (vielleicht das Exemplar vom Schafsberg), dessen Innenanlage aber gerade umgebaut wird.
    (10.04.2009)
    Michael Mettler:   Im Februar habe ich noch 1,1 im Giraffenhaus gesehen, die Anlage am Schafberg war bereits leer.
    (09.04.2009)
    André Haubrich:   Was ist mit den Klippspringern passiert?
    (09.04.2009)
    Zoo Frankfurt:   Große Sprünge, nichts im Beutel
    Wieder Tammar-Kängurus im Zoo Frankfurt

    Sie sind klein und sehen ein bisschen aus wie Hasen, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man es – Tammars (Macropus eugenii) sind kleine Kängurus. Die beliebten Tiere sind seit heute wieder im Zoo Frankfurt zu sehen, direkt neben den Mishmitakins auf dem Exotariumshügel.

    „Zwar zeigen wir auch Goodfellow-Baumkängurus“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch, „aber da Baumkängurus nicht auf dem Boden leben, sondern, wie der Name schon sagt, Baumbewohner sind, werden sie von unseren Zoobesuchern oft nicht als Kängurus wahrgenommen. Wir sind deshalb glücklich, mit den Tammars wieder bodenlebende Kängurus zeigen zu können.“

    Drei Tiere sind auf den Exotariumshügel eingezogen, zwei Weibchen und ein Männchen. Alle drei kommen aus dem Zoo Budapest, wo sie die letzten sechs Jahre gelebt haben. „Das Alter der Tiere ist allerdings nicht genau bekannt“, erläutert Niekisch, „denn die Tiere kamen damals als Wildfänge nach Ungarn“. Sie sind auf jeden Fall ausgewachsen und im besten Tammar-Alter, denn Tammars können bis zu 15 Jahre alt werden. „Ursprünglich stammen sie aus einer Population auf Kawau Island, Neuseeland, die auf Tiere zurückgeht, welche um 1870 ausgesetzt wurden. Heute gelten diese niedlichen Tiere dort als Landplage“, sagt Niekisch zur Herkunft der neuen Zoobewohner.

    Schon für das Jahr 1941 verzeichnet die Tierkartei im Frankfurter Zoo zwei Tammars. Im Jahr 1994 gelang es nach langwierigem Papierkrieg, drei weitere Tiere vom Zoo in Adelaide zu bekommen. Damals konnte der Zoo Frankfurt nach einigen Wochen erfreut feststellen, dass sich ein „blinder Passagier“ an Bord geschlichen hatte. Im Beutel seiner Mama war er in Frankfurt eingetroffen. Im Jahr 2005 wurden die kleinen Kängurus abgegeben, da der Platz für den Borgori-Wald, den Neubau für die Menschenaffen, benötigt wurde.

    Tammars sind typische Bewohner des australischen Kontinents und einiger vorgelagerter Inseln. Dort leben sie hauptsächlich im Busch und in der Halbwüste. Die Körpergröße und das Gewicht variieren je nach Geschlecht. Während die Männchen ca. 9 kg wiegen und bis zu 68 cm groß werden, erreichen die Weibchen ein Gewicht von 7 kg und eine Größe zwischen 33 und 44 cm. Die Hinterbeine aller Kängurus sind wesentlich stärker ausgebildet als ihre Vorderbeine. Der lange Schwanz dient vor allem bei großen Sprüngen der Balance und beim Grasen als Stütze. Kämpfen die Männchen um den Zugang zu den Weibchen, können sie sich auf den Schwanz aufstützen und so mit beiden Beinen gleichzeitig nach dem Gegner treten.
    „Wir wollen mit dieser Anschaffung unseren Besuchern wieder eine interessante Tierart präsentieren, anhand derer sich auch viel zum Naturschutz erzählen lässt“, erklärt Zoodirektor Niekisch.
    (09.04.2009)
    Zoo Frankfurt:   "Das schönste Froschbuch aller Zeiten"

    Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoos Frankfurt, ehrt mit seinem Kommentarband zum Reprint der "Naturgeschichte der Frösche hiesigen Landes" den Nürnberger Naturforscher August Johann Rösel von Rosenhof


    Sie ist zwar schon über 250 Jahre alt, gilt aber noch immer als das schönste Froschbuch aller Zeiten: Die "Naturgeschichte der Frösche hiesigen Landes", die der Nürnberger August Johann Rösel von Rosenhof 1759 veröffentlichte. Was Rösel behauptete - und auch bewies - galt vielen damals als revolutionär. Nämlich, dass Frösche und Insekten nicht das Werk des Teufels sind, sondern sich ganz normal über Eier und Samen vermehren. Rösel war deswegen zu seinen Lebzeiten schweren religiösen Anfeindungen ausgesetzt. Auch viele andere von Rösel gemachte Beobachtungen waren damals völlig neu für die Wissenschaft und haben bis heute ihre Gültigkeit behalten. Insbesondere gelten aber seine natürlichen und farbenprächtigen Darstellungen der Frösche und Kröten nach wie vor als unübertroffen.

    Der Todestag des am 30. März 1705 in Nürnberg geborenen Kupferstechers, Künstlers und Naturforschers jährt sich am 27. März 2009 zum zweihundertfünfzigsten Mal. Zu diesem Anlass verfasste der Frankfurter Zoodirektor Manfred Niekisch einen Kommentarband zum Nachdruck des historischen Froschbuches. In dem reich bebilderten Band stellt der Biologie Niekisch nicht nur das Leben des außergewöhnlichen Menschen und naturwissenschaftlichen Autodidakten Rösel ausführlich dar, sondern würdigt auch dessen wissenschaftliche Verdienste umfassend. Der Band enthält Abbildungen zahlreicher Dokumente und von Rösel angefertigte Aquarelle, die teilweise über 150 Jahre als verschollen galten und nun überhaupt zum ersten Mal in einem Band veröffentlicht werden. Niekisch recherchierte dazu unter anderem in den Archiven der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg (NHG) und der Stadtbibliothek Nürnberg sowie im Stadtarchiv und machte dabei einige sehr bemerkenswerte Funde.

    Im Rahmen einer Feierstunde im Schönen Saal des Nürnberger Rathauses wird Niekischs Werk zusammen mit dem Reprint des Froschbuches am 27. März um 16.00 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Dies ist gleichzeitig der Auftakt zu einem öffentlichen Symposium, das auf Anregung des in Nürnberg geborenen Frankfurter Zoochefs Niekisch am 28. März im Katharinensaal der Stadtbibliothek Nürnberg von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg und dem Arbeitskreis Literatur und Geschichte der Herpetologie und Terrarienkunde (LGHT) der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) veranstaltet wird. Niekisch, der seine Diplom- und Doktorarbeit über einheimische Lurche geschrieben hat und bei Fragen nach seinem Lieblingstier als Zoodirektor gern die Gelbbauchunke nennt, will nach eigenen Worten mit seinem Werk "Rösel als einem der ersten und bedeutendsten Amphibienforscher ein Denkmal setzen".

    Noch beeindruckender werden Rösels künstlerische und wissenschaftliche Leistungen und seine Arbeit im Gelände, laut Niekisch, wenn man weiß, dass er in den letzten sechs Jahren seines Lebens nach einem Schlaganfall nur noch den rechten Arm gebrauchen konnte und ein schwerkranker Mann war. "Diese enorme und beispielgebende Leistung konnte Rösel nur dank seines unbändigen Forscherdrangs und der Hilfe des befreundeten Arztes Georg Leonhard Huth sowie seiner Frau Elisabeth Maria und seiner Tochter Catharina Barbara erbringen" erklärt Niekisch. "Insofern will ich mit meinem Buch auch ein Denkmal für zwei großartige Frauen setzen, ohne die Rösels Werk wohl niemals diese Qualität und Bedeutung hätte erreichen können". Nach Niekischs Recherchen ruhen die sterblichen Überreste August Johann Rösels noch heute im Familiengrab auf dem Sankt-Johannis-Friedhof in Nürnberg.


    Manfred Niekisch:
    AUGUST JOHANN RÖSEL VON ROSENHOF - Künstler, Naturforscher und Pionier der Herpetologie. Eine Einführung zum Reprint der "Historia naturalis ranarum nostratium/
    Naturgeschichte der Frösche hiesigen Landes", Nürnberg 1758. Erschienen im Verlag Fines Mundi, Saarbrücken 2009. ISBN 978-3-937246-10-9

    (25.03.2009)
    IP66:   Eine solche Chronik hätte sich allerdings vor allem mit der von Herrn Scherpners Buch nicht erfaßten Arbeit in den letzten Jahren beschäftigen müssen - und was man von dieser Arbeit hält, haben Zooleitung und Rat ja sogar zum Gegenstand eines Neubaubeschlusses gemacht ...
    (25.03.2009)
    Ralf Sommerlad:   Ja, die herausgegebene Broschüre ist eher erbärmlich. Die anstehenden und im Stadtparlament abgenickten Neubaumassnahmen sind ja auch nicht ohne jede Kritik - aber die Öffentlichkeitsarbeit des Zoos hat sich dennoch deutlich verbessert.
    (25.03.2009)
    Ralf Wagner:   Eine Chronik bei soviel Jubileum eines so interessanten Zoos wäre sehr schön gewesen!!!
    BG
    (24.03.2009)
    Zoo Frankfurt:   Am Mittwoch, den 1. April 2009 um 18.00 Uhr präsentiert Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Zoos Frankfurt. Er zeichnet die Ära Grzimek nach, berichtet von den Highlights seines ersten Amtsjahres und liefert einen Ausblick auf die anstehenden Neubaumaßnahmen.

    Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch:
    Grzimeks Zoo: Der Zoo Frankfurt – gestern, heute und morgen


    Wann: Mittwoch, 01. April 2009
    Wo: Ausstellungsraum Zoogesellschaftshaus, Bernhard-Grzimek-Allee 1, 60316 Frankfurt
    Beginn: 18:00 Uhr | Eintritt frei


    150 Jahre nach der Eröffnung des Zoos Frankfurt nimmt Prof. Dr. Manfred Niekisch seine Arbeit als Zoodirektor auf. Der Professor für Internationalen Naturschutz an der Universität Greifswald ist Vizepräsident der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) und will die Herausforderung annehmen, die Tradition des legendären Bernhard Grzimek weiterzuführen. Zoo und Naturschutz sollen in Zukunft ganz eng miteinander verknüpft werden.

    1858 gründeten Frankfurter Bürger die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), rund 5 Monate später öffnete der Zoo Frankfurt seine Pforten. Nach großen Zerstörungen durch die Weltkriege begann 1945 die Ära Grzimek. Der aus dem oberschlesischen Neisse stammende Veterinär Prof. Dr. Bernhard Grzimek war die ersten Jahre damit beschäftigt, den am Boden liegenden Zoo wieder aufzubauen. Dann richtete er seine Arbeit neben der Leitung des Zoos auf den internationalen Naturschutz aus.

    Der Vortrag ist Auftakt einer Vortragsreihe. Jeden ersten Mittwoch im Monat um 18.00 Uhr laden der Zoo Frankfurt und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) in den Ausstellungssaal des Zoogesellschaftshauses ein.
    (24.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM:...wobei fuer die Bewahrung bedrohter Pflanzen meist auch eher botanische Gaerten/Institute denn Zoos eine Rolle spielen...
    (17.03.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Vielleicht tröstet es, wenn man die Anwesenheit der Nasenbären als behavioral enrichment für die Brillenbären betrachtet. Als Bepflanzung für die Gehege bedrohter Tierarten werden schließlich auch nicht ausschließlich bedrohte Pflanzenarten verwendet...
    (17.03.2009)
    Ralf Sommerlad:   Das ich von der Nasenbärenhaltung nicht viel halte, dürfte klar sein. Einer guten Brillenbärenanlage stehe ich hingegen sehr positiv gegenüber.
    Was die Nachttierhaltung angeht, stimme ich Herrn Mettler uneingeschränkt zu.

    Die Parallelität von Arten-und Naturschutz und Zootierhaltung ist ja in Frankfurt keine Niekisch´sche Erfindung, sie wird dort seit langen Jahren gepflegt.
    (17.03.2009)
    BjörnN:   @Sacha
    Ich habe zumindest die Lippenbären auch schon bei Kälte gesehen. Da die Tiere sehr anfällig für Atemwegsinfektionen sind, lässt man sie im Winter nur für kurze Zeit raus. Generell sind sie in dieser Zeit wenig bewegungsaktiv, ruhen viel, was bei Weibchen auch mit dem Zeitraum der Niederkunft (Dezember-Januar) zu tun haben könnte. Ich sah im Dezember die Bärin "Nici" regungslos bei kaltem Schmuddelwetter auf der Anlage sitzen.
    (10.03.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Ich wäre kein Fan einer solcher Lösung. Die Unterbringung von Nachtabteilungen in Kellern hat für mich immer den Beigeschmack krampfhafter Raumausnutzung. Erstens würde ich vielen so genannten Nachttieren auch den Zugang zu einem Außengehege gönnen (oder wenigstens durch ein zu öffnendes Dachfenster einfallendes Sonnenlicht). Das steht zwar im Widerspruch zur gängigen Tag-Nacht-Umkehr, aber ein Aktivitätsrhythmus ließe sich bei mancher Tierart wahrscheinlich auch mit einem geringeren Versatz umstellen. Ich denke da an eine Variante, nach der die Tiere vormittags noch im Hellen und erst nachmittags im Dunklen gehalten werden, was die Ausnutzung von Morgensonne zuließe.

    Zweitens reagieren manche Kleinsäuger nach meinen eigenen Erfahrungen mit diversen Nagern auf Erschütterungen fast schreckhafter als auf Geräusche. Eine Unterbringung unter einem Restaurant und in "Fühlnähe" der U-Bahn finde ich da nicht gerade optimal.
    (10.03.2009)
    Sacha:   @Björn N + MM.: Danke für die Aufklärung. Ich war immer zur "warmen" Jahreszeit in Frankfurt, habe darum die Bären immer gesehen.

    Was haltet Ihr von meinem Vorschlag bez. Gesellschaftshaus?
    (10.03.2009)
    BjörnN:   @IP66
    Man sollte sich nicht unnötig in solche Sachen hineinsteigern.

    Für die Bären werden angemessene Unterkünfte in anderen Zoos gefunden werden, wo vielleicht bei dem Malaienbärenpaar noch die Aussicht auf eine Zucht besteht.
    Rheine beispielsweise befügt über 2 Anlage und könnte ohne Schwierigkeiten die beiden Lippenbärenschwestern aufnehmen, womit sowohl Rheine als auch Frankfurt geholfen wären - Platz in Frankfurt für neuen Anlagen, in Rheine beide Anlagen attraktiv mit zusammengewöhnten Bären besetzt, bei denen eine Zucht nicht ausgeschlossen ist.

    Die neue Bärenanlage wird für die künftigen Bewohner beste Voraussetzungen für Zucht und Haltung bieten. Sie vergessen, dass auf der Anlage nicht nur Nasenbären, sondern auch die ebenso bedrohten und in Zuchtkonstellation seltenen Brillenbären einziehen.

    Dass man die Brillenbären auch ebensogut auf den alten Anlagen halten könnte, mit dieser Meinung stehen sie sicher ganz allein da.
    Die alten Bärenanlagen sind überholt, sie sind winzig, bieten den Tieren keinen Naturboden, kaum Reize und Abwechslung und sind zusätzlich noch ausgesprochen wenig besucherattraktiv - also weg damit.
    (10.03.2009)
    IP66:   Der fragliche Artikel zeigt nur einen in Größe und Form mit dem heutigen Eingang vergleichbaren Eingangsbau im Stil der zweiten Moderne jenseits des Vorplatzes der Gesellschaftshausfront - ob die Bären dahinter eine größere Fläche bewohnen werden als derzeit, ist nicht erkennbar. Wenn der "neue Naturschutzzoo" allerdings auf die als selten gehalten und bedroht eingestuften Lippenbären zugunsten der weit verbreiteten und noch häufiger gehaltenen Nasenbären verzichtet, dürfte auch die jetzige Anlage für die Brillenbären ausreichen, zumal angesichts der neuen Bauten für den Besucherbetrieb ja nicht mehr Gehegefläche verbleibt, als heute schon vorhanden ist. Da stellt sich auch die Frage, auf was der im Artikel abgebildete Bär der Bildunterschrift zufolge wartet: Auf seinen Abtransport in eine neue Haltung, in der man seinen Platz nicht für Flaniermeilen und neue Eingänge, sondern für Zuchtgehege verwendet? Auf ein Asyl in einem Bärenpark, der sich um das Wohl einzelner Tierindividuen sorgt? Oder gar auf das eigene rechtzeitige Ableben?
    (10.03.2009)
    BjörnN:   @Sacha
    Direktor Prof. Niekisch hat in einer Pressemitteilung erklärt, dass der Zoo zukünftig auf Brillenbären und Nasenbären auf der neuen Anlage setzen wird, da weder Malaienbären noch Lippenbären als tropische, recht kälteempfindliche Arten ganzjährig zu sehen sind.
    Die Idee eines einsehbaren Innengeheges bzw. Sichtscheibe in eine Box kam der Planungskommission offensichtlich nicht.

    Obwohl ich die geplante Abgabe ablehne, kann ich sie in Hinblick auf die Besucherattraktivität etwas nachvollziehen.
    Bei den Lippenbären ist attraktiver Nachwuchs in Frankfurt, den man sich vergeblich mit dem ungeheuer teuren Import 1998 erhofft hatte, nicht zu erwarten, da es kein passendes Männchen für die beiden Leipziger Schwestern gibt. Die Malaienbären waren bisher nicht fortpflanzungsaktiv, obwohl sie schon 10 Jahre und länger im Zoo sind.

    Ohne böse Absichten unterstellen zu wollen - es ist doch viel einfacher, die alten Klötze am Bein einfach abzugeben und sich aus der EEP-Population neue potentiell zuchtfähige, junge Tiere zuzulegen.

    Die Erläuterungen auf der Homepage des Frankfurter Zoos klingen sehr interessant, 900m² Bärenhaus und über 2200m² Freianlage für Groß- und Kleinbären ist für den äußerst beengten Frankfurter Zoo ausgesprochen großzügig und zukunftsweisend.

    Allen Menschenaffenfreunden empfehle ich einen Besuch auf der Zoo-Homepage. Dort findet man ein Bild von Revierleiter Carsten Knott mit dem Bonobojungtier "Bili" aus Twycross, welcher für seine 5 Monate ziemlich groß ist und bei mir auf den ersten Blick die Frage aufwarf: "Hat man da aus Twycross einen Bonobo oder einen Berggorilla bekommen?". Ich kenne in Europa nur einen Bonobo mit derart dunklem Gesicht und dichtem Fell und das ist "Zorba" in Stuttgart - wirklich faszinierend.....

    http://www.zoo-frankfurt.de/deutsch/aktuelles/pressemitteilungen.html
    (10.03.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Das Afrikahaus in Dresden steht seit über zehn Jahren - würde das die Definition "erfolgreich abgeschlossen" erfüllen...?

    @Sacha: Auch laut Online-Artikeln werden die "unsichtbaren" (soll heißen: im Winter nicht auf der Außenanlage und somit für Publikum nicht zu sehen) Lippen- und Malaienbären Anfang nächsten Jahres den Zoo verlassen müssen und ihre Nachfolger werden (in Vergesellschaftung) Brillen- und Nasenbären.
    (10.03.2009)
    IP66:   Kann das Architektenteam neben den in Planung bzw. im Bau befindlichen Projekten auch schon solche aufweisen, die erfolgreich abgeschlossen wurden?
    (10.03.2009)
    Sacha:   Eine Frage (die auch in "Eure Planung" passen würde, ich weiss):

    Wäre es möglich, das Gesellschaftshaus in eine Kombi von Restaurant und Nachttierhaus umzuwandeln?

    Ich stelle mir das (in totaler Unkenntnis des Inneren des Gebäudes, wie ich zugebe) folgendermassen vor:

    Untergeschoss: Nachttierhaus so gross wie möglich (U-Bahn, Kanäle, Leitungen?)

    Erdgeschoss: Restaurant mit Gartenterrasse (ähnlich wie heute), WCs, Kücheninfrastruktur.

    Obergeschosse: Vortragssaal, Cateringräume.

    Das Theater würde ich auslagern (Für Vorführungen im Innern braucht es drum herum keinen Zoo) und ebenfalls die Administration (In der Nähe Gebäudeteil mieten, Distanz ähnlich wie bei ZOOM wahrscheinlich möglich)

    Was ist Eure Meinung?

    @Björn N: Den Witz mit den "unsichtbaren Bärenarten" habe ich leider nicht kapiert. Kannst Du mich aufklären?
    Und ist das jetzt definitiv, dass die Malaienbären und Lippenbären wegmüssen? Kommen stattdessen Brillenbären und Nasenbären?
    (10.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Wenn das neue Haus nur noch eine Anlage je Art bekommen sollte, wäre der Artenbestand vielleicht zu erhalten. Im Moment sind z.B. Mausmakis oder Igeltanreks doppelt, Schlankloris sogar dreifach im Schaubereich vertreten. Da denke ich, dass man eher Zuchtpaare oder -gruppen solcher Arten hinter die Kulissen nehmen und nur "überzählige" Tiere ausstellen wird (ähnlich wie bei den Rostkatzen schon heute), als Arten komplett aus dem Schaubereich zu ziehen. Die würden dann wohl eher abgegeben werden, denke ich...

    Apropos abgeben, anbei noch etwas zum Schmunzeln: Das nebenstehende Foto zeigt eine Tafel zum Zoo-Jubiläum am Beginn des Zoorundganges in Frankfurt. Und was sehen wir darauf inmitten der zur Feier herausgesuchten Tierarten? Ausgerechnet einen Takin... Mal abgesehen davon, dass ein auf Volksbildung bedachtes Institut auch korrekte Rechtschreibung verwenden sollte ("Herzlich willkommen" mit kleinem w wäre richtig), erinnert mich der obere Textblock wegen "1858-2008" ein wenig an die Inschrift auf einem Grabstein.
    (09.03.2009)
    BjörnN:   Der Neubau des Nachttierhauses wird wohl kaum alle Tiere des alten Hauses unter großzügigen Gehegebedigungen aufnehmen können.
    Rückwärtige Zuchtanlagen könnten es dem Zoo erlauben, wertvolle Zuchtpaare von Arten, die vielleicht weniger besucherattraktiv sind (darauf scheint es Prof. Niekisch ja besonders anzukommen, nicht umsonst verschwinden des Winters unsichtbare Bärenarten aus dem Zoo) zu erhalten.
    (09.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Das Grzimek-Haus soll doch aber erst entvölkert werden, wenn sein Nachfolgebau steht...?
    (09.03.2009)
    BjörnN:   @Andre Haubrich
    Die Probleme liegen unter anderem darin begründet, dass der Eingang nur wenige Kassen (2-3) hat und so bereits an einem normal frequentierten Tag lange Schlangen entstehen, ähnlich wie in Stuttgart, wo man ja auch momentan Abhilfe schafft.

    Das Problem des Zugangs zum Theater im Gesellschaftshaus klang ja schon an.

    Außerdem ist der Eingangsbereich recht wenig attraktiv.
    Obwohl ich die Abschaffung der Lippenbären und Malaienbären als gravierende Fehlentscheidung des neuen Direktors erachte, ist die infrastrukturelle Neugestaltung des Eingangsbereiches (hoffentlich auch mit einem Zooshop, der dem Frankfurter Zoo würdig ist - das momentane Provisorium mit Plüschtieren und Pfauenfedern ist eher ein Witz) und der Neubau des Bärenrevieres mit Zuchtstation hinter den Kulissen sicher eine sinnvolle Investition in die Zukunft, auch in Hinblick auf die zukünftige Ausquartierung der Tiere des Grzimekhauses.
    (09.03.2009)
    André Haubrich:   Ich finde, der Bericht hört sich ein bisschen nach "Deutschland sucht den Superzooeingang mit Bärenanlage" an :)
    So überzeugend fand ich das Bild vom neuen Zooeingang jetzt nicht, aber danach messe ich auch keinen Zoo.
    Was ist denn das Problem des momentanen Eingangs?

    (09.03.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Ja, im Zoo-Gesellschaftshaus.
    http://cms.frankfurt-live.com/front_content.php?idcat=5&idart=32377

    Das Architektenteam hat vorher bereits das Dresdener Afrikahaus und das Leipziger Gondwanaland entworfen.
    (09.03.2009)
    IP66:   Wird das Publikum denn zumindest die prämierten Entwürfe, wie anderenorts üblich, in einer öffentlichen Ausstellungen anschauen dürfen?
    (09.03.2009)
    Zoo Frankfurt:   Architektur-Wettbewerb Zoo-Eingangsbereich und Bärenanlagen

    Vorstellung des Gewinners und Eröffnung der Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten


    Die momentane Erschließung des Zoos und des Zoo-Gesellschaftshauses genügt nicht mehr den funktionalen Anforderungen. Zurzeit ist der Zugang zum Zoo-Gesellschaftshaus nur durch den Kassenbereich des Zoos möglich. Ebenso ist eine Erneuerung der jetzigen Bärenanlagen dringend notwendig, da sie bei weitem nicht mehr den Anforderungen an eine tier- und artgerechte Haltung entsprechen.

    Ziel des Architektur-Wettbewerbs war die Neuorganisation des Vorplatzes und die Entkoppelung des Zugangs zum Zoo-Gesellschaftshaus vom Haupteingang des Zoo und die Planung wegweisender moderner Bärenanlagen sowie einer vom Publikumsbereich abgetrennten Zuchtanlage für weitere Tierarten.

    Der Wettbewerb wurde EU-weit ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Architekten in bindender Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten. Neben fünf gesetzten Arbeitsgemeinschaften wurden aus über 90 Bewerbungen zur Teilnahme am Wettbewerb weitere 20 Arbeitsgemeinschaften von einem Gremium ausgewählt. Die 25 Teilnehmer hatten neun Wochen Zeit zur Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe, Abgabetermin war der 30.01.2009.
    Das Verfahren war anonym, die Verfasser der einzelnen Wettbewerbsbeiträge wurden erst nach der Entscheidung des Preisgerichtes enthüllt.

    In einer zwölfstündigen Sitzung wurden gestern 25 Entwürfe zur Neugestaltung des Zoo-Eingangbereiches und der Bärenanlagen von einem neunköpfigen Preisgericht hinsichtlich stadtbaulicher und denkmalpflegerischer, gestalterischer, funktionaler und wirtschaftlich-ökologischer Kriterien begutachtet und diskutiert. Das Preisgericht setzte sich aus fünf Fachpreisrichtern aus Architekturbüros und dem Hochbauamt Frankfurt sowie vier Sachpreisrichtern zusammen. Als Sachpreisrichter fungierten die Bürgermeisterin Jutta Ebeling, der Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth, Stadtrat Edwin Schwarz vom Dezernat für Planung und Wirtschaft sowie Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. Unterstützt wurde das Preisgericht von sieben Beratern aus verschiedenen Parteien und Fachbereichen.

    Am Ende eines langen Tages fiel die Entscheidung auf den Entwurf der Architekten Henchion und Reuter, Berlin, mit Röntz Landschaftsarchitektur, Berlin.
    „Es war eine lange und intensive Sitzung“, so Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth. „In mehreren Rundgängen durch die Ausstellung wurden die Pros und Contras für jeden Entwurf herausgearbeitet und gegeneinander abgewogen. Die Bandbreite der unterschiedlichen Kriterien, die bei der Entscheidung zu beachten waren und die gebündelten Kompetenzen und Erfahrungen des Preisgerichtes und der Berater führten zu dem jetzt prämierten Entwurf, der die städtebaulichen, denkmalpflegerischen und tiergärtnerischen Anforderungen optimal in sich vereint.“

    „Die Vielzahl der hervorragenden Entwürfe machte die Entscheidung nicht leicht“, sagte Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch im Anschluss an die Sitzung. „Der prämierte Entwurf setzt aus unserer Sicht eine sehr spannende Architektonik des Neubaus um, ohne dabei in Konkurrenz zum angrenzenden Zoogesellschaftshaus zu treten, dessen denkmalgeschützte Fassade nach der Umgestaltung noch hervorgehoben wird. Dies in Kombination mit tiergärtnerisch und gestalterisch optimalen Anlagen für die Vergesellschaftung von Bären und allen Möglichkeiten zum Aufbau einer erfolgreichen Zuchtstation, machte ihn zu unserem Favoriten“.

    (09.03.2009)
    Zoo Frankfurt:   Sonntagsführung im Zoo

    Auch in diesem Winterhalbjahr bietet Dipl.-Biol. Rudolf Wicker an einem Sonntag im Monat Führungen für Zoobesucher an. Die Führungen sind für jeden geeignet, der ein bisschen Neugierde mitbringt.

    Thema der Führung am
    Sonntag, 8. März 2009

    Die Wüste lebt -
    Oder wie Tiere (und Pflanzen) einen lebensfeindlichen Lebensraum besiedeln können

    Führungsbeginn: 11.00 Uhr
    Treffpunkt: Amazonasbecken (Eingangsbereich des Exotariums)
    Führungsdauer: eine bis eineinhalb Stunden

    Zoo-Eintrittspreise:
    Erwachsene: 8,00 €
    Kinder/Jugendliche (6–17 Jahre): 4,00 €

    Die Führungs-Teilnehmer entrichten nur den normalen Eintrittspreis.

    Ansprechpartner:
    Dipl.-Biol. Rudolf Wicker
    Tel. 069-212-33732
    (04.03.2009)
    Zoo Frankfurt:   Bili the Bonobo

    Kleine neugierige Hände, große Augen, Bili ist mittlerweile ein lebhaftes Krabbelkind und entspricht vollkommen dem Kindchenschema. Der Bonobo-Junge wurde am 8. Oktober 2008 im englischen Zoo Twycross geboren. Schnell war klar, dass seine Mutter Maringa keine Milch hatte. Schon nach wenigen Tagen verlor sie das Interesse an ihrem Baby vollständig. Bili musste per Hand aufgezogen werden. „Handaufzuchten sind bei Säugetieren und vor allem bei Menschenaffen immer äußerst problematisch“, erklärt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch die Situation: „Als Erwachsene können die Tiere oft nicht mehr in eine Gruppe integriert werden, da sie die angelernten Verhaltensweisen ihrer Artgenossen nicht kennen. Sie sind dann zu einem völlig artuntypischen Leben als Einzeltier verdammt.“

    Der kleine Bili wurde deshalb in den Zoo Frankfurt geschickt. Hier soll er eine neue Heimat finden. Am 21.01.2009 kam er am Frankfurter Flughafen an. „Der Zoo Frankfurt hat in der Menschenaffenhaltung einen guten Ruf“, erläutert Prof. Dr. Niekisch, „und unsere Pfleger haben schon Erfahrung mit der Reintegration von kleinen Bonobo-Kindern in die Bonobo-Gruppe.“

    Bili kam auch in Frankfurt zunächst in die Obhut der Menschenaffenpfleger. Mit Fläschchen und Windeln wird er wie ein Menschenjunges versorgt. Bei seiner Ankunft wog er 2,7 kg und hatte erst zwei Zähnchen. Mittlerweile hat er prächtig zugelegt, er wiegt schon 3,5 Kilo und kann stolz zehn Zähne zeigen. Seit seiner Ankunft war Bili unter ständiger tierärztlicher Beobachtung. Erst am vergangenen Freitag wurde seine Quarantänezeit beendet, Bili ist völlig gesund.

    „Täglich trainiert Revierleiter Carsten Knott und sein Team mit der Bonobo-Gruppe“, erklärt Prof. Niekisch. Für das Training bringen die Pfleger eine Puppe ans Gehege und füttern diese mit einem Fläschchen. Vor allem die Weibchen erhalten Belohungen, wenn sie sich länger am Gitter aufhalten oder sogar ihre Brust an das Gitter drücken. „Später wird die Ziehmutter Bili ans Gitter bringen, wenn die Pfleger dort mit einem Fläschchen warten.“, gibt sich Prof. Niekisch überzeugt. Zwei Ziehmütter kommen infrage, Zomi und Kutu. Täglich verbringt Bili viele Stunden neben dem Bonobo-Gehege, nur durch ein Netz von der Gruppe getrennt. Vor allem Zomi hat schon Interesse an dem Jungtier gezeigt und auch Bili ist nicht abgeneigt. Auch die anderen Bonobo-Kinder interessieren ihn sehr, vor allem der zweijährige Nyota und die einjährige Nakala.

    Als Mutter nicht zur Verfügung steht Bonobo-Dame Kamiti. Sie hat eine acht Wochen alte Tochter und alle Hände voll zu tun. Töchterchen Omanga wurde am 18. Dezember 2008 im Zoo Frankfurt geboren. Ihr Papa ist Ludwig, unserer Bonobo-Zuchtmann. Omanga ist Kamitis zweites Kind und wird von ihrer Mutter fürsorglich umsorgt und umher getragen. Später wird sie sicherlich eine gute Spielkameradin für Bili.
    (03.03.2009)
    Holger Wientjes:   Aber viel kann man ja nicht mehr reduzieren in Sachen Meerkatzen... Die Dianameerkatzen bleiben ja und die Husarenaffen haben den Zoo ja schon vor geraumer Zeit verlassen (müssen).
    Ich persönlich bin auch für jede Meerkatzenhaltung dankbar, da sie für mich zu den hübschesten Primaten zählen. Ausserdem sind viele Arten bedroht und man kann an ihnen, wenn man denn mehrere Arten (nebeneinander) hält, den Besuchern ein schönes Beispiel von Diversität präsentieren.
    (02.03.2009)
    IP66:   Ich denke, das Verschwinden der Meerkatzen hängt auch mit der Beseitigung der Nachkriegsaffenhäuser zusammen - bezeichnederweise finden wir dort, wo noch die großen Gebäude stehen, meistens auch noch eine oder mehrere Meerkatzenarten. Auch in Frankfurt wird es mit dem Verschwinden des überlieferten Niederaffenhausen wohl zu einer solchen Artenreduktion kommen, soll doch, wenn ich die Ankündigungen recht verstanden habe, ein Urwaldhaus auf der dann frei gewordenen Fläche sowohl das artenreiche Grzimekhaus wie den auch nicht artemarmen Altbau ersetzen.
    (02.03.2009)
    BjörnN:   @th.oma.s
    Das tuen sie auch, vorrangig bodenbewohnende Antilopen. Bisher sind nur strukturierte Jagden auf Ducker beobachtet worden.
    Scheint aber im Gegensatz zu den Schimpanse eher die Ausnahme und viel viel seltener vorzukommen....
    (01.03.2009)
    th.oma.s:   ich denke, bonobos jagen aktiv ?

    (01.03.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Zumindest Leipzig, Edinburgh und Mulhouse züchten regelmäßig jedes Jahr oder alle 2 Jahre und das schon seit Jahrzehnten, das würde ich schon kontinuierlich nennen.

    Das Problem bestand bis vor Kurzem darin, dass kaum Männchen geboren wurden und keine neuen Zuchttiere aus den Ursprungsländern mehr zu bekommen sind.
    Der Bestand ist bereits stark ingezüchtet bzw. untereinander verwandt. So hat Leipzig den Zuchtmann "Kwanza" aus London, dem für die Zucht in Zukunft nur ein unverwandtes Weibchen und seine Töchter bleiben, dessen Vater war auch schon ein Leipziger. Edinburgh hat einen Leipziger Mann ebenso wie Mulhouse, La Palmyr und Valencia. Antwerpen hält eine große Gruppe, die im jetzigen Gehege aber leider nicht züchtet. Inzwischen sind alle Weibchen (4) wohl zu alt zur Zucht.

    Dass diese Haltung keine Erfolgsgeschichte werden konnte, liegt letztendlich auch daran, dass die Meerkatzen in unseren Zoos leider auf dem Rückzug sind. Viele deutsche Großzoos, die ehemals Tiere dieser Gruppe besaßen, haben ihre Gruppen abgeschafft. So halten z.B. Köln, Stuttgart, Münster, Dortmund und Hagenbeck leider gar keine Meerkatzen mehr.

    Die einzige häufigere Art ist die Brazzameerkatze, die für den Besucher recht attraktiv und einfach zu züchten ist.

    Die einzigen Zoos, die ihren Besuchern noch eine Auswahl von Meerkatzen zeigen sind Leipzig, Aschersleben und Duisburg.

    Ich möchte ganz und gar nicht prophetisch sein, doch sehe ich die Entwicklung in den letzten 10 Jahren und lasse mich deshalb zu einer Prognose hinreißen.

    Trotz dieser eher düsteren Aussichten für die Zucht wäre die Haltung einer Junggesellengruppe Eulenkopfmeerkatzen in Frankfurt sicher möglich und für den Zoos ausgesprochen attraktiv, da Meerkatzen immer Stimmung in die Bude bringen.
    (01.03.2009)
    Ralf Seidel:   @BjörN, noch mal zu den Eulenköpfen - Zuchten, welche ja wohl eher sporadisch als kontinuierlich erfolgen sind nun wirklich keine Erfolgsgeschichten. Die Tiere waren, sind und werden immer Raritäten bleiben. Was Ihre Prognose zum Aussterben betrifft - ich halte nicht so viel von Propheten und bei aller Problematik - die Hoffnung stirbt zuletzt...
    (01.03.2009)
    Holger Wientjes:   @M.Mettler: Muss ja nicht gleich eine Horde Makaken sein. Eine Minigang wie in MS reicht ja auch. Dort gibt es ja viel Interaktion zwischen den Arten - was ja auch gewünscht ist - aber mir ist noch nie aufgefallen, dass die Bartaffen den Orangs zu sehr das Leben schwer machen. Dann wie gesagt schon eher die kleinen Wasserquälgeister :-)

    Insgesamt ist es aber sicherlich richtig, dass in Sachen Gemeinschaftshaltung noch viel möglich erscheint und man sich wahrscheinlich bei der einen oder anderen Vergesellschaftung ( noch ) nicht traut, weil die potentiellen Arten zu wertvoll sind.
    (01.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Der Berg aus Steinen ist der Rest des alten Affenfelsens, auf dem zuletzt Lemuren und davor über Jahrzehnte hinweg Rhesusaffen gehalten wurden. Ich nehme an, dass der verbliebene Rest davon für die Orang-Anlage erhalten bleiben soll, denn sonst hätte man sich dessen Abtragung durch die bereits dicht davor hochgezogenen Betonwände (siehe Foto) unnötig erschwert. Deshalb und wegen der im Vergleich zur Gorilla-Anlage sehr niedrigen Betonwände würde ich eine Übernetzung vermuten.

    @IP66: Das Grzimek-Konzept bestand aus der Parallelität von Zoo und Naturschutz, und ich verstehe die Veröffentlichungen aus Frankfurt so, dass eben dieses Prinzip weitergeführt werden soll. Und das ist m.E. von Baustilen unabhängig.

    Übrigens: In die Außenwand des als abgeholzten Urwaldriesen verkleideten Fahrstuhlschacht des Borgori-Waldes wurden Vogelnistkästen einbetoniert. Auch eine Form von Naturschutz im Zoo!
    (28.02.2009)
    IP66:   In welcher der Anlagen im neuen Menschenaffenhaus leben denn mehr als eine Art Tiere?
    Ganz nachvollziehen kann ich auch nicht, weshalb man das neue Zookonzept mit dem Wirken des Herrn Grzimek "verknüpft", wenn man dessen Gestaltungsideen beseitigt und auch den Abriß des seinem Angedenken gewidmeten Tierhauses ankündigt.
    (28.02.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    War selbstverständlich als Spaß gemeint.

    Das Frankfurter Orang-Utan-Gehege wird mit 570m² Fläche nicht allzu groß werden, betrachtet man die über 3000m² große benachbarte Anlage für Gorillas, Drills und Guerezas.

    Ich weiß nicht, wie weit noch Erdarbeiten im Gehege vonstatten gehen werden oder ab man das Gehege mit einem Netz überspannt, was wünschenswert wäre, doch momentan erhebt sich im Gehege noch ein Berg aus Steinen, während rundherum hereit die Begrenzungswände in die Höhe wachsen.
    (28.02.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Neben der Orang-Außenanlage steht heute noch das Niederaffenhaus, das ohnehin abgerissen wird. Es wäre nicht schwer, dort einen Stall und ein separates Gehege für Hirscheber neben die Orang-Außenanlage zu platzieren und den Schweinen einen ebenerdigen Zugang zu dieser zu schaffen. Die Hirscheber müssen ja nicht unbedingt den Orang-Innenraum des Borgori-Waldes nutzen können.
    (28.02.2009)
    BjörnN:   Dann müssen die Hirscheber aber Flügel bekommen, um aus den erhöhten Luken auf die Außenanlage zu kommen.

    An sich finde ich die Idee durchaus machbar, allerdings kaum in Frankfurt, eine geteilte Außenanlage hätte sicher ihren Reiz.
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   Ich frage mich übrigens, warum man Orangs nicht einfach mal mit asiatischen Hirschen (z.B. Timor- oder Prinz-Alfred-Hirschen) vergesellschaftet. Es müssen ja schließlich nicht immer nur andere Primaten oder Kleinraubtiere sein, mit denen man Menschenaffen kombiniert. Da finde ich den Dortmunder Ansatz (Orangs/Tapire) als Ausgangspunkt für neue Ideen ganz interessant. Selbst an Hirscheber würde ich dabei denken - andere Schweine halte ich für zu riskant (obwohl ja auch ein Schabrackentapir im Ernstfall nicht ganz ohne wäre). Zumindest Hirscheber gäbe es schon in Frankfurt...
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   @Holger Wientjes: Wenn den Orangs die Otter mal auf die Nerven gehen sollten, können sie sich ganz einfach "nach oben" zurückziehen. Aber wo finden sie Ruhe, falls eine Horde Makaken sie mal nervt?
    (27.02.2009)
    Holger Wientjes:   @M.Mettler: In wie fern zu quirlig ? In Münster klappt`s ja auch. Da habe ich eher den Eindruck, die Zwergotter halten den Laden auf Trab !
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   Um "mehr Leben" in eine Orang-Anlage zu bringen, wären selbst Hut- oder Javaneraffen interessant, auch wenn sie weniger oder nicht bedroht sind. Ich fragte nur deshalb gezielt nach Languren (und wenn es "nur" eine Männergruppe Hulmans wäre), weil die langschwänzigen Makaken vielleicht ZU quirlig für die Orangs sind?
    (27.02.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Aus Europa ist mir eine Vergesellschaftung von Orang-Utans mit Languren nicht bekannt, was auch nicht verwunderlich ist, wachsen hierzulande die Languren bekanntlich ja nicht auf Bäumen - höchstens die Javanischen Kappenlanguren produzieren ausreichend Nachwuchs, dass man über eine neue Gruppe in Frankfurt nachdenken könnte.

    Es müssten ja auch nicht unbedingt Languren sein. Auch wenn es diese Vergesellschaftung schon in Münster gibt und Köln damit plant, fände ich Bartaffen oder geographisch passendere Schweinaffen oder Bärenmakaken interessant, die inzwischen auch als VU gelten - dieser Zug scheint aber auch leider schon abgefahren zu sein, es bleibt also eine Utopie....
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Ich nix Ahnung von USA :-)
    (27.02.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Welche Rückschläge meinen Sie denn??

    Besser wird es mit dieser Art kaum werden. Da blutsfremde Tiere aus Ruanda oder Uganda kaum zu bekommen sind, ist die Population wohl auf kurz oder lang zum Aussterben verurteilt.

    @Michael Mettler
    Hält nicht der Columbus Zoo seine Orang-Utans zusammen mit Silbernen Haubenlanguren?
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   Um auch die dritte Menschenaffenart in Frankfurt noch ins Visier zu nehmen: Wäre eine Gemeinschaftshaltung der Orangs mit Languren denkbar? Gibt es damit schon Erfahrungen aus anderen Zoos?
    (27.02.2009)
    Ralf Seidel:   Rückschläge gab es aber auch immer wieder und mit einer knappen Handvoll potentieller Züchter ist eben auf Dauer auch kein Staat zu machen - sei es wie es ist, es kann nur noch besser werden...
    (27.02.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Zuchterfolge gibt es zweifellos, sowohl Leipzig als auch Mulhouse und Edinburgh züchten regelmäßig, die übrigen Halter leider nicht mehr.

    Amsterdam und Twycross halten nur noch Einzeltiere, Antwerpen eine größere Gruppe eigener Nachzuchten und der letzten Londoner Tiere ohne Zucht.

    Berlin hat ein Geschwisterpaar aus Leipziger Zucht, das auch in 10 Jahren nicht einmal nachgezogen hat, wobei das Männchen, "Zeus", recht wertvoll für die Zucht ist und als Zuchtmann in Leipzig einspringen könnte, wenn "Kwanza" das Zeitliche segnet. Auch aus La Palmyr ist mir keine Nachzucht bekannt.

    Hoffnungsträger auf einen 4. züchtenden Halter ist der Bioparc Valencia, der im letzten Jahr einen Mann (*2003) aus Leipzig und ein Weibchen, vermutlich aus den USA, erhalten hat.
    (27.02.2009)
    Ralf Seidel:   @BjörN, wäre fraglos sicher auch ne Option unter den gegebenen Umständen. Aber gerade diese Art war und ist eben eine echte Rarität, sowohl im Zoo, als auch in ihrem natürlichen Lebensraum. Und gerade deswegen hätte ich mir hier mal wieder positive Nachrichten in Sachen Zuchtbemühungen und -erfolgen gewünscht...
    (27.02.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Sowohl in Mulhouse als auch in Leipzig und Edinburgh stehen männliche Nachwuchstiere in den kommenden Jahren zur Abgabe.
    Die Etablierung einer reinen Männergruppe (3,0) wäre ohne Weiteres möglich, große Sprünge in Sachen Zucht kann man allerdings bei dieser Art kaum mehr erwarten.
    (27.02.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, würde ich auch so sehen! Der Tierpark Berlin hat doch sicher noch einen gewissen Überschuss an männlichen Rotscheitelmangaben, die können auch schon mal was wegstecken...
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   Vielleicht sollte man für einen Bonobo-Meerkatzen/Mangaben-Vergesellschaftungsversuch im ersten Anlauf eine Männergruppe einer weniger seltenen Art der Niederen Affen wählen.
    (27.02.2009)
    Ralf Seidel:   Sind beispielsweise Eulenkopfmeerkatzen tatsächlich so ohne Weiteres verfügbar ??
    Bislang hält sich die europäische Population bei den wenigen Haltern ja wohl gerade so die Waage - und das seit Jahrzehnten...
    (27.02.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: OK, an die Möglichkeit, dass junge Menschenaffen ebenfalls durch solche Röhren passen würden, habe ich nicht gedacht.
    (26.02.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Ich hätte mir in Frankfurt eine Vergesellschaftung der Bonobos mit den Dianameerkatzen gewünscht, dafür hätte man gar keine zusätzliche Innenanlage gebraucht, einfach eine Bonobobox nur für die Meerkatzen zugänglich machen müssen...

    Ihre Idee der engen Verbindungsröhren klingt interessant, birgt aber den Nachteil, dass ein Bonobo- oder Gorillajunges ins falsche Gehege gelangen könnte, was immense Gefahr für Leib und Leben bedeuten würde.
    Dann doch lieber getrennte Anlagen mit jeweils einem Besatz von Niederen Affen.
    (26.02.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Dann könnte man ja fast die Gorilla- und die Bonobo-Anlage für die vergesellschafteten Niederen Affen in Frankfurt über enge Tunnelröhren o.Ä. miteinander vernetzen... Geografisch perfekt müsste es eh nicht sein, auch auf der Gorilla-Anlage werden Arten miteinander leben, die sich im Freiland nirgends begegnen.
    (26.02.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Ich würde es auf eine Vergesellschaftung mit Eulenkopfmeerkatzen oder Goldbauchmangaben durchaus mal ankommen lassen.

    Beide Arten sind verfügbar und passen auch geographisch vervorragend zu den Bonobos, außerdem stehen sie nicht auf der Speisekarte der Zwergschimpansen.
    (26.02.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Da Bonobos dein spezielles Interesse zu gelten scheint - für welche Art(en) von Gehegegenosse(n) würdest du sie denn für geeignet halten?
    (26.02.2009)
    BjörnN:   @Andre Haubrich
    Man hat eine Vergesellschaftung mit Bonobos einfach noch nie versucht, insgesamt dürfte es einfacher sein als eine Vergesellschaftung mit Gorillas.

    Maringa II hat ihr Kind, Bili, übrigens angenommen, das ist ein Fehler im Text. Die Pfleger nahmen ihr das Jungtier nur aus einem Grund ab - sie hatte kaum Milchproduktion und der Tod des Jungtieres wäre ohne Zutun schnell eingetreten, das wollte man verhindern.
    (26.02.2009)
    Sacha:   Mal abgesehen davon, dass das "Highlight des ersten Amtsjahres" mehrheitlich Vorgänger Christian Schmidt zu verdanken ist.....
    (26.02.2009)
    André Haubrich:   Bei den Bonobos wird es wohl wirklich schwirig, geeignete Gesellschaftspartner zu finden.
    Für die Orangs gäb es ja kleinere Affen, Binturongs, Muntjaks..., mit denen man´s versuchen könnte.
    (26.02.2009)
    Michael Mettler:   Der Ein-Jahres-Bilanz-Artikel liest sich so, als gebe es im Borgori-Wald keine Ein-Arten-Haltung mehr. Bei Orangs und Bonobos stimmt das ja nun nicht, es sei denn, man wertet die allgegenwärtigen Hausmäuse als Vergesellschaftung...
    (26.02.2009)
    Zoo Frankfurt:   Bili the Bonobo

    Der vier Monate alte Bonobo-Junge Bili wurde von seiner Mutter Maringa im Zoo Twycross nicht angenommen. Er kam nach Frankfurt, um hier eine neue Heimat zu finden. Hauptziel ist, Bili in unsere Bonobo-Gruppe zu integrieren. Bilis Quarantänezeit ist am vergangenen Wochenende abgelaufen und er darf am Montag den ersten Kontakt zu seiner neuen Familie aufnehmen.
    (26.02.2009)
    Zoo Frankfurt:   Ein Jahr im Zoo Frankfurt
    Prof. Dr. Manfred Niekisch zieht Bilanz

    Vor genau einem Jahr, am 1. März 2008 hat Prof. Dr. Manfred Niekisch seine Arbeit als Zoodirektor im Zoo Frankfurt aufgenommen. „Nach 25 Jahren internationaler Naturschutzarbeit vor allem in den tropischen Wäldern, in der Praxis vor Ort und an der Universität kann ich nun mitwirken, diesen traditionsreichen Zoo zu einem international anerkannten Zentrum des Natur- und Artenschutzes weiter zu entwickeln.“, sagt Prof. Dr. Niekisch. „Der Beruf des Zoodirektors war tatsächlich ein Kindheitstraum von mir. Nach diesem ersten Jahr möchte ich vor allem meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Sie haben viel geleistet und sind eine Mannschaft, auf welche die Stadt stolz sein kann.“

    Der Zoo Frankfurt hatte sich in seiner 2007 erarbeiteten Vision ein neues Motto gegeben: „Tiere erleben – Natur bewahren“ und damit den Naturschutz ganz hoch auf die Agenda gesetzt. Nach den Worten von Prof. Dr. Niekisch, damals Professor für Internationalen Naturschutz an der Universität Greifswald, reizte ihn besonders die Herausforderung, die Tradition des legendären Bernhard Grzimek aufzunehmen und Zoo und Naturschutz ganz eng miteinander zu verknüpfen.

    Erste Maßnahmen zielten aber vor allem darauf ab, den Zoo noch besucherfreundlicher zu gestalten und dringend notwendige Baumaßnahmen für die Tiere umzusetzen: Ein behindertengerechter Zugang zum Obergeschoss des Katzendschungels wurde gebaut, die neue Voliere für die Bartgeier eröffnet und das Winterquartier für die Greifvögel fertig gestellt.

    Durch die von Niekisch eingeleitete Neuorganisation der tierärztlichen Versorgung erhielt der Zoo Frankfurt schon in seinem ersten Amtsjahr die Anerkennung zum Ausbildungsbetrieb für Zoo-Fachtierärzte – dem einzigen in Hessen.

    „Das Highlight in meinem ersten Amtsjahr war sicher die Eröffnung des neuen Menschenaffenhauses Borgori-Wald. Dieses Haus weist die Richtung in die Zukunft, denn hier wurde schon begonnen, was sich im gesamten Zoo fortsetzen soll“, stellt Prof. Dr. Niekisch fest. „Die Tiere werden nicht mehr als einzelne Arten in Gehegen gehalten, sondern mit anderen Arten vergesellschaftet.“ Diese Gemeinschaftstierhaltung stellt die Natur sehr viel besser nach als die Einzelarthaltung. Außerdem wird das Haus mit einer hochmodernen, umweltfreundlichen Erdwärmeheizung betrieben. „Die Neuausrichtung des Zoos beinhaltet selbstverständlich auch ein Konzept für die Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs im gesamten Zoo“, betont Niekisch.

    Mehrere Neubauten sind in der Planung. „Zunächst werden wir die Situation am Alfred-Brehm-Platz rund um dass Zoo-Gesellschaftshaus entzerren“, stellt der Zoodirektor seine Zukunftspläne vor. „Wir sind mitten in der Planung für einen neuen, attraktiven Kassen- und Servicebereich links vom Zoo-Gesellschaftshaus sowie für den Neubau der Bärenanlage.“ Das Zoo-Gesellschaftshaus mit dem Fritz-Rémond-Theater wird durch den verlagerten Eingangsbereich frei zugänglich und der Weg für ein neues Betreiberkonzept im Zoo-Gesellschaftshaus ist frei. „Der Neubau der Bärenanlage ist seit langem überfällig. Die 1958 errichtete Anlage entspricht nicht mehr den aktuellen tiergärtnerischen Anforderungen und ist dringend erneuerungsbedürftig“, erklärt Prof. Dr. Niekisch die Situation. Für den Eingangsbereich sowie das Bärengehege laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Die Sitzung des Preisgerichts für die eingereichten Architekturentwürfe wird am 5. März 2009 stattfinden.
    Dringend sanierungsbedürftig ist auch das in den siebziger Jahren gebaute Tag- und Nachttierhaus. Um eine Abgabe aller im Grzimek-Haus lebenden Tiere zu vermeiden, entschied Niekisch, zunächst einen Neubau an anderer Stelle zu errichten. Erst nach dem Umzug der Tiere wird das heutige Grzimek-Haus abgerissen. Außerdem hat sich Niekisch den Bau einer neuen Anlage für subantarktische Pinguine und die Modernisierung des Exotariums vorgenommen. Mit dringend erforderlichen Reparaturarbeiten im Exotarium wurde bereits begonnen. Magistrat und Stadtverordnetenversammlung haben gerade ein von Niekisch vorgeschlagenes 30-Millionen-Programm zur Modernisierung des Zoos beschlossen. „Dies ist ein ganz wichtiger Beschluss und ein deutliches Signal, dass es die Stadt ernst meint mit der Sanierung des Zoos“ freut sich Niekisch.

    Auch an die kleinen Zoobesucher wurde gedacht. Der Spielplatz gegenüber dem Borgori-Wald wird völlig neu gestaltet. Ab dem Frühsommer können sich die Kinder auf modernen, aus Holz gefertigten Spielgeräten austoben und spielerisch die Bewegungen der Tiere nachahmen.

    2008 war auch das 150jährige Jubiläum des Zoos. Viele Veranstaltungen, Führungen und Vorträge haben die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger an der Geschichte des Zoos teilhaben lassen. „Und der Zoo hat neue Freunde gewonnen“, stellt Niekisch fest. Viele Partnerfirmen und Organisationen haben mit dazu beigetragen, einen Großstadtdschungel in Frankfurt zu verwirklichen. Eine Plakat-Aktion, Schaufenster-Installationen, Zebrastreifen mit Zoo-Logo und ein tierischer U-Bahnwagen haben die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger neugierig auf ihren Zoo gemacht.

    Das Jahr 2009 im Zoo Frankfurt steht im Zeichen des Gorillas. Der Zoo Frankfurt und die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), deren Vizepräsident Niekisch schon seit Jahren ist, wollen das „Jahr des Gorillas“ gemeinsam nutzen, um verstärkt auf die dramatische Situation der Gorillas im Freiland aufmerksam zu machen und Geld für die bedrohten Verwandten der Zoo-Gorillas zu sammeln. Viele Veranstaltungen und Aktionen zum Thema sind geplant. Die „Spendenaktion: Matze“ ist letzte Woche angelaufen. „Gorillas zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetieren der Erde.“, erklärt Prof. Dr. Niekisch. „Vor allem die Berggorillas sind in ihrer Heimat stark durch Lebensraumverlust, Wilderei und kriegerische Unruhen gefährdet. Deshalb ist uns sehr wichtig, ein Denkmal für Matze zu verwirklichen und gleichzeitig den Gorilla-Schutz aktiv zu unterstützen.“ Mit den Aktionen zum Gorilla-Schutz untermauert der Zoo Frankfurt seine neue Ausrichtung als Natur- und Umweltschutz-Zoo. „Wir müssen uns insgesamt noch viel mehr im Schutz der Lebensräume draußen engagieren“, erklärt Prof. Dr. Niekisch. „Unsere Zootiere sind Botschafter für ihre Artgenossen im Freiland. Durch Aufklärung und Sensibilisierung im Zoo möchten wir den Naturschutzgedanken fest in den Köpfen unserer Besucher verankern.“ „Unser Zoo im Herzen der Stadt ist ein Platz für Menschen und Tiere, in dem sich Tier und Mensch wohlfühlen sollen.“
    (26.02.2009)
    Michael Mettler:   Neben den schon erwähnten Anlagen im Grzimek-Haus, an der Bärenanlage und am Schafberg gibt es übrigens noch weitere Leerstände im Zoo, so im/am Giraffenhaus das Okapigehege und das kleine Nachbargehege der Giraffen sowie die Kea-Voliere neben der Brutstation.
    (25.02.2009)
    Michael Mettler:   Wenn ich den Gedanken aus meinem letzten Beitrag weiterverfolge, dann wäre es tatsächlich kein Problem, das Niederaffenhaus kurzfristig zu "entvölkern" und als Nächstes dem Erdboden gleichzumachen. Im Grzimek-Haus lebt in einer der größten Taganlagen "nur" der Tamandua, von den Weißkopfsakis habe ich nur noch ein Weibchen gesehen, die Anlage der Borstenhörnchen und Siedelweber steht gerade leer und wird renoviert (? Besatz noch im Bestand?), auch in der Nachtabteilung gibt es einen Leerstand (neben den Wickelbären). Der obere Bereich der Sumpfmeerschweinchenanlage im Tagbereich ist ungenutzt, seit der Tamandua in die vorherige Fossa-Anlage umgezogen ist. Mit ein wenig Zusammenrücken und Vergesellschaften bekäme man die Kattas und Varis (kennen sich eh als Wohngemeinschaft), die Klammeraffen und Kapuziner wohl unter - vielleicht auch die Erdmännchen aus der Außenanlage am Affenhaus, und die paar Kleintiere aus den Vitrinen dürften erst recht kein Problem bilden. Blieben nur die Paviane, wobei ich nicht weiß, ob diese überhaupt zukünftig im Bestand bleiben sollen. Ansonsten baut ja Osnabrück demnächst eine Anlage für Mantelpaviane und braucht Besatz...
    (24.02.2009)
    Michael Mettler:   Wird interessant sein, wie man im Niederaffenhaus die immer leerer werdenden Käfige "überbrücken" wird. Denn eigentlich müssten ja demnächst außer den Gibbons auch noch die Dianameerkatzen und Guerezas (in den Borgori-Wald) umziehen. Bleiben also - von den Kleinvitrinen mal abgesehen - noch die Mantelpaviane und Klammeraffen auf den beiden Freianlagen sowie Gelbbrustkapuziner, Kattas und Rote Varis für die Käfige. Die hätten dann bis zum Abriss des Hauses REICHLICH Platz. Oder werden die Lemuren und Neuweltaffen etwa vorübergehend ins Grzimek-Haus umziehen...? Machbar wäre das, schließlich wurden da auch schon Brüllaffen und Varis gehalten.
    (24.02.2009)
    Holger Wientjes:   Ist ja auch nur mein Eindruck durch das Foto. Fahre dieses Jahr auf jeden Fall wieder hin um mir einen Eindruck zu verschaffen. Nicht zuletzt auch wegen "Borgori". Kenn ich nämlich auch noch nicht persönlich. Und mit etwas Glück ist vielleicht auch das Gibbonhaus "in Betrieb"... ;-)
    (24.02.2009)
    Michael Mettler:   Nachdem ich die neue Voliere vorher nur vom Hörensagen bzw. aus Pressemitteilungen "kannte" und skeptisch war, bin ich nun nach eigenem Sehen sehr angetan. Der Originalbau könnte (abgesehen von eventuellen Renovierungen nach Kriegsschäden) noch aus dem 19. Jh. gestammt haben, müsste mal in die Chronik schauen.
    (24.02.2009)
    Holger Wientjes:   Danke für die Fotos ! Scheint ja wirklich mehr Platz für die Tiere zu bieten und passend strukturiert zu sein ! :-) Von wann sind eigentlich die Volieren ?
    (24.02.2009)
    Michael Mettler:   Ergänzend zum letzten Bild der rechte Bereich der Voliere, in dem die Geier nun auch eine Größeneinschätzung der Anlage erlauben. Ich gehe davon aus, dass sich die jetzt noch recht leuchtende Kunstfelslandschaft durch Patina farblich verändern wird.
    (24.02.2009)
    Michael Mettler:   Leider habe ich keine Frontalaufnahme der ganzen Voliere, da zwei andere Fotografen sehr ausdauernd im Weg standen :-) Auf dem nebenstehenden Foto sieht man die Anbindung an den alten Zentralteil etwas besser. Der rückwärtige Bereich mit dem Glasdach ist m.E. beim Umbau der vorherigen Fläche zugeschlagen worden. Unmittelbar rechts vom Bildrand bildet eine Felswand eine Art Raumteiler von ca. 1/3 bis 2/5 der Volierentiefe, vermutlich zur Bildung einer geschützten Nische zum Brüten; an diesem Felsen läuft ein Rinnsal mit eisenhaltigem Wasser als Bademöglichkeit herab.
    (24.02.2009)
    Holger Wientjes:   Die Bartgeiervoliere gefällt mir irgendwie gar nicht. Habe sie aber noch nicht in natura gesehen. Auf dem Foto wirkt sie recht "klobig" auf mich und passt natürlich nicht zun den übrigen Volieren. Wenn wirklich etwa mehr Flugraum zur Verfügung steht ist das natürlich ein Vorteil !
    (24.02.2009)
    Michael Mettler:   Bei Fortführung der Umgestaltung könnte man die Galerie komplett auf (relativ) winterharte Vogelarten umstellen, für die es Wiederansiedlungsprojekte gibt. Waldrappen als Variante für die Zentralvoliere erwähnte ich bereits, für das Pendant der Bartgeieranlage bieten sich Mönchsgeier an. Die beiden kleinen äußeren Anlagen vielleicht für Eulen wie Stein- und Habichtskauz?
    (23.02.2009)
    Oliver Jahn:   Also ich bin bestimmt ein "Bewahrer" von Tradition und freue mich über jede historische Anlage, die restauriert und für Tiere weitergenutzt wird. Aber bei der Bartgeiervoliere muss ich ganz offen sagen, die gefällt mir vom Bild her wirklich sehr gut. Gerade in dem Kontrast zwischen neu und alt finde ich dieses Nebeneinander sehr wirkungsvoll und gelungen.
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Die Brückenhöhe hätte ein Tiger vielleicht nicht geschafft, für diese Höhe wäre glatter Untergrund wohl ein zu schlechter Absprung. Aber am rechten Grabenrand gibt es eine Betonkante zur Außenbepflanzung hin, die erheblich niedriger und nur mit Elektrodraht gesichert ist.
    (23.02.2009)
    André Haubrich:   Mit den Sumatratiegern ist interessant, in Dortmund waren nur viele einzelne Eisbrocken und auf der Außenanlage war kein Tier.
    Aber in Frankfurt ist der Graben doch auch breiter und die Brücke höher als in Dortmund.
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Mir ist gerade aufgefallen, dass ich zwar die hohen Betonmauern der Gorilla-Außenanlage erwähnte, diese aber auf dem Foto gar nicht zu sehen sind, weil außerhalb des rechten Bildrandes stehend. Deshalb hier die Gegenperspektive. Die Wände (mit Sichtscheiben) sind ca. 4 m hoch, dahinter befinden sich dann Besucherweg und Nashornanlage/-haus.

    Als Kuriosum fiel mir im Zoo noch auf, dass die Sumatratiger trotz zugefrorenen Wassergrabens ins Freigehege durften. Zwar kann ich schlecht die Tragfähigkeit des Eises schätzen, aber an einer Stelle lag ein recht respektabler Betonbrocken auf dem Eis, den wohl ein Besucher von der Weiherbrücke aus heruntergeworfen hatte...
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Und hier noch ein Beispiel für die "Fernwirkung" des Hauses im Gelände.
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Zum Borgori-Wald ist meine Meinung am zwiespältigsten. Tierhalterisch ist es ein Quantensprung und aus dieser Sicht äußerst begrüßenswert, aber der Zoo ist dadurch optisch noch enger geworden - für einen derart kleinen Zoo sind der Baukörper und die hohen Betonmauern der Gorilla-Außenanlage schon sehr gewaltig, was in einem großflächigen Zoo wohl weniger ins Auge fallen würde. Natürlich erlauben die derzeit kahlen Bäume ganz andere Durchblicke als im Sommer. Eigentlich kann ich mir nur vorstellen, dass der Zoo sich langfristig von den diversen Stallgebäuden auf den inneren Flächen - z.B. vom Stall der Afrikasteppe - trennen will, damit dort ein optischer Ausgleich durch Weiträumigkeit entstehen kann. Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich behaupten, dass der oft kritisierte Große Weiher als ausgleichendes gestalterisches Element wichtiger ist denn je, um noch etwas Parkatmosphäre zu bieten und nicht nur eine "Tierstadt". Die geplante Pinguinhalle auf dem Schafberg wird den engen Eindruck noch verschärfen...

    Warum baut man eigentlich nicht den Schafberg zu einer Brillenbäranlage um, wenn es doch den Takinen dort angeblich zu warm ist, und setzt eine Pinguinhalle an den neuen Eingang? Bei Wegfall des Weges entlang des Schafbergzaunes und unter Hinzunahme des übrigen Hanges wäre dort eine sehr großflächige Bärenanlage machbar.

    Offensichtlich hat der Frankfurter Zoo ein Mäuseproblem, ich habe jedenfalls noch nirgends auf eine Zoorunde so viele von den Nagern zu sehen bekommen. Selbst zwischen den Füßen der Gorillas wuselte eine herum.

    Ist der Boden in den Menschenaffen-Innenanlagen eigentlich aus festgetretenem Lehm? Wie hält man sowas eigentlich sauber, wenn darauf täglich hordenweise Affen urinieren? Das lässt sich ja schließlich nicht so einfach austauschen wie Rindenmulch auf einem Betonboden.
    (23.02.2009)
    André Haubrich:   Ich teile die Meinung zur Gibbonanlage, aber immerhin sind die Inseln (noch?) stark bewachsen.
    Beibt zu hoffen, das kein Tier ertrinkt...
    Das Gibbonhaus hätte besser nach Hellabrunn gepasst :)
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Nachtrag zur Gibbonanlage: Wie bei so vielen Gibboninseln ist natürlich auch hier wieder diskussionswürdig, dass die Affen nicht nur komplett von Wasser umgeben sein werden, sondern dieses anscheinend auch "ungesichert" überqueren müssen, um auf ihre Insel zu gelangen. Zwischen Haus und Insel steht im Weiher ein toter Baum mit mehreren Astgabeln, der wahrscheinlich als "Säule" für eine Ast- oder Seilverbindung dienen soll.

    Nun zur Bartgeiervoliere: Die finde ich sehr gelungen, auch wenn sie zu den alten Teilen der Greifvogelgalerie einen sehr harten Kontrast bildet (deshalb bewusst das nebenstehende Bild und keine Detailaufnahme). Ich könnte mir vorstellen, dass mindestens das Pendant der Anlage auf der anderen Seite des Zentralkäfigs eine ähnliche Umgestaltung erfahren wird. Letztlich ließe sich auch der Zentralkäfig selbst in die Kunstfelsgestaltung einbinden - womöglich sogar für Waldrappen statt Geier?

    Entgegen anderslautenden Meinungen haben die Bartgeier durch den Umbau nicht weniger, sondern mehr Bewegungsspielraum als in den alten Volieren, denn dort engt der Mauerbogen den Luftraum ein, und ich habe auch das Gefühl, dass man die Rückwand weiter nach hinten versetzt und die Voliere dadurch erweitert hat.
    (23.02.2009)
    Michael Mettler:   Ich war am Wochenende in Frankfurt und habe dabei natürlich auch ausgiebig die neuen Bauwerke betrachtet, anbei und nachfolgend je ein Foto.

    Beim noch immer nicht fertigen Gibbonhaus trifft der Anblick von der Weiherseite her nicht gerade meinen persönlichen Geschmack; das sieht aus, als habe man einen gläsernen Fahrstuhlschacht ans Ufer gestellt und wirkt auf mich störend in der Landschaftsgestaltung. Die Rückseite des Hauses wird sich nach Fertigstellung (noch gibt es eine große, unverbrämte Betonwand, aber davor bereits Kunstfels-Wegeinfassungen) vermutlich etwas besser in die Umgebung integrieren. Abgesehen vom Optischen steht den Affen im Haus einiger Platz zur Verfügung (auch in der Höhe). Ich bin gespannt, wie lange sich die Gehölzvegetation auf der Gibboninsel halten wird; in Hannover zeigten sich die Schopfgibbons sowohl auf der alten wie auch auf der jetzigen Anlage recht zerstörerisch.
    (23.02.2009)
    Zoo Frankfurt:   Spendenaktion: Matze

    Ihre Spende hilft, ein Denkmal für Matze zu verwirklichen und unterstützt Matzes stark bedrohte Artgenossen im Freiland

    Der legendäre Matze, langjähriger Silberrücken unserer Gorillagruppe und Liebling der Zoobesucher, soll ein Denkmal erhalten. Damit folgt der Zoo Frankfurt dem Wunsch vieler Frankfurter Zoobesucher. Matze wurde im Unterschied zu den heute im Zoo lebenden Gorillas noch im Freiland geboren. Er war der Anführer unserer Zoo-Gorilla-Gruppe und soll nun als Mittelpunkt einer Spendenaktion helfen, den dringend notwendigen Schutz der freilebenden Gorillas zu unterstützen. Mit Ihrer Spende helfen Sie die letzten Berggorillas vor Wilderei zu schützen und ihren Lebensraum zu bewahren. Jede Spende ist herzlich willkommen.

    Schirmherr der Spendenaktion ist Prof. Dr. Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main: „Matze war eine ausgeprägte Persönlichkeit und über Jahrzehnte für mich fester Bestandteil eines jeden Zoobesuchs. Schön, dass er seine letzten Lebenstage im neuen Menschenaffenhaus Borgori-Wald erleben durfte. Die Freude der Tiere über das neue Zuhause war bei der Eröffnungsfeier am 12. Juni letzten Jahres unübersehbar und hat sich auch auf die Besucher übertragen, die jetzt Matze sehr vermissen."

    Das Matze-Denkmal soll auf einem Steinsockel in den Außenanlagen des Borgori-Waldes aufgestellt werden. „Wir haben viele authentische und künstlerisch anspruchsvoll gestaltete Entwürfe erhalten, so dass uns die Auswahl wirklich sehr schwer gefallen ist“, sagt Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Die zoointerne Auswahlkommission hat sich letztendlich für den Entwurf des Künstlers Wolfgang Weber entschieden. Ich möchte mich aber ausdrücklich an dieser Stelle auch bei allen anderen Künstlern für ihre Vorschläge bedanken.“
    Der international bekannte Tiermaler und Künstler Wolfgang Weber aus Frankfurt hat einen Entwurf für eine Bronze-Büste von Matze angefertigt, der den charakteristischen Gesichtsausdruck von Matze treffend darstellt. Der Künstler ist schon von Kindheit an eng mit dem Zoo Frankfurt verbunden. Er hat nicht nur Gorillas im Freiland beobachtet und gemalt, sondern auch viele Stunden vor dem Gehege der Frankfurter Gorillas verbracht und etliche Skizzen von Matze angefertigt. Mit seiner Büste im Zoo Frankfurt bleibt die Erinnerung an Matze lebendig.

    „Gorillas zählen zu den am stärksten bedrohten Säugetieren der Erde.“, erklärt Prof. Dr. Niekisch. „Vor allem die Berggorillas sind in ihrer Heimat stark durch Wilderei und kriegerische Unruhen gefährdet. Deshalb ist es uns sehr wichtig, nicht nur ein Matze-Denkmal zu verwirklichen, sondern gleichzeitig auch auf die Situation der Artgenossen von Matze im Freiland aufmerksam zu machen und den Gorilla-Schutz aktiv zu unterstützen.“ Die Hälfte aller eingenommenen Spendengelder fließt in das Gorilla-Schutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) im Virunga-Nationalpark in Afrika.

    „Bis vor zwei Wochen war vollkommen unklar, wie der Zustand der Berggorillas im Virunga-Nationalpark in der von Kämpfen gebeutelten Region Kivu im Ostkongo sein würde“, erläutert Dr. Christof Schenck, Geschäftsführer der ZGF, die Situation der Gorillas vor Ort. „Ende November gestatteten die Rebellen den Parkrangern erstmals wieder den Gorilla-Sektor zu besuchen. Eine achtwöchige Bestandsaufnahme brachte die erfreuliche Meldung, dass der Gorillabestand der bekannten und an Menschen gewöhnten Gruppen von 72 auf 81 Tiere gestiegen ist.“, freut sich Dr. Schenck.

    Diese Erfolgsmeldung ist eine wunderbare Belohnung für die Naturschutzarbeit der ZGF vor Ort und zeigt, dass es sich lohnt, den Naturschutz ganz oben auf der Agenda zu halten. „Durch gemeinsame und wirksame Aktionen müssen wir es schaffen, den Lebensraum der letzten Berggorillas langfristig zu bewahren“, ruft Prof. Dr. Niekisch zur Unterstützung der Spendenaktion auf.


    Spendenkonto:
    Zoo Frankfurt
    Frankfurter Sparkasse
    BLZ: 500 502 01
    Kontonummer: 208
    Verwendungszweck: 1033-48910003-Matze
    (18.02.2009)
    Zoo Frankfurt:   Zoochef legt los!

    „Nun können wir richtig loslegen“, kommentierte Zoodirektor Manfred Niekisch den gestrigen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung über ein 30 Millionen Euro umfassendes Investitionsprogramm für den Zoo. „Der Beschluss kam nicht ganz überraschend, nachdem Magistrat und Kulturausschuss schon zugestimmt hatten, war aber dennoch die letzte notwendige Entscheidung und ist deswegen umso erfreulicher“, freute sich der Zoochef. Als erstes Projekt sind die Verlagerung des Eingangsbereiches und der Neubau der Bärenanlage bereits in Planung. „Wir werden“, so Niekisch, „die Architektenentwürfe dazu schon im März der Öffentlichkeit vorstellen können“. Die Pinguinanlage und der Neubau des Grzimekhauses stehen als nächste auf der Liste der Maßnahmen. Nach den Worten von Niekisch haben die Planungen hierzu ebenfalls schon begonnen. „Der Abriss des alten Grzimekhauses bedeutet keinen Bruch mit der Tradition meines weltberühmten Vor-Vor-Vorgängers“, sagte Naturschutzprofessor Niekisch. „Ganz im Gegenteil hat man damals das Nachttierhaus nach den modernsten tiergärtnerischen Erkenntnissen und mit der besten damals verfügbaren Technologie gebaut. Das neue Haus soll ebenfalls diesen Ansprüchen genügen, und das jetzige Haus ist einfach nicht zu sanieren.“ „Wo“, so fragt Niekisch „sollten wir denn zum Beispiel in der Zwischenzeit mit den Tieren hin? Die kann man nicht einfach irgendwo für zwei Jahre parken“. Aber auch sonst hält es der Zoochef mit der Tradition Grzimeks: „Wir brauchen dringend weiter Spenden und Sponsoren, denn“, so Niekisch, „die 30 Millionen sind zwar das größte von der Stadt beschlossene Investitionsprogramm seit Kriegsende, werden aber nicht reichen“. Der dringend notwendige Neubau einer Quarantänestation und der Umbau des Zoo-Gesellschaftshauses seien in dieser Summe noch gar nicht enthalten. Ein neues Gastronomiekonzept soll 2010 fertig sein und mit der Renovierung des Zoo-Gesellschaftshauses umgesetzt werden. „Auf jeden Fall werden wir so planen und bauen, dass unsere Besucher auch während der Bauphasen weiter Freude und Erholung in ihrem Zoo im Herzen der Stadt finden“, versichert Zoochef Niekisch, „denn wir wollen, dass unsere Besucher Tiere in artgerechter Umgebung sehen und nicht nur Baustellen.“
    (30.01.2009)
    Johannes Pfleiderer:   @Michael Mettler
    Vielen Dank für die Informationen. Mit dem Sammeljahresbericht 1974-1991, der leider momentan einige Hundert Kilometer entfernt von mir liegt, müsste sich Klarheit schaffen lassen in Sachen Mhorrgazelle in Frankfurt in den 60ern. Aber wahrscheinlich handelt es sich um eine Verwechslung oder einen versehentlichen Fehleintrag.
    (19.01.2009)
    Zoo Frankfurt:   Klammeraffenbaby Elly stellt sich vor

    Das Klammeraffenbaby Elly wurde nach der Geburt von ihrer Mutter ignoriert und musste per Hand aufgezogen werden. Elly ist dennoch selbstbewusst und willensstark.

    Elly wurde am 10.10.2008 in Frankfurt geboren. Ihre Eltern sind Zac (geboren am 12.01.2001 im Twycross Zoo) und Shakira (geboren am 10.11.2002 in der Wilhelma, Stuttgart). „Mutter Shakira hat Baby Elly zwar in ihrer Nähe toleriert, wusste aber anscheinend nicht, wie sie mit einem Kind umgehen soll“, erklärt Zoo-Direktor Prof. Dr. Manfred Niekisch. „Für die junge Mutter war es die erste erfolgreiche Geburt. Zuvor hatte sie eine Fehlgeburt. Auch Vater Zac, selbst eine Handaufzucht, konnte nichts mit Elly anfangen. Nach zehn Tagen und etlichen Versuchen Mutter und Baby doch noch zusammen zu führen, mussten wir leider beschließen, Elly per Hand aufzuziehen.“

    Der Zoodirektor und sein Team waren sich einig, dass Elly nicht nur eine Ersatzmutter haben sollte, sondern dass sich mehrere Personen die anstrengende Aufgabe der Handaufzucht teilen. „Das Ziel dieser Maßnahme ist, die Gefahr von Fehlprägungen für das kleine Tier auf ein Minimum zu reduzierten und ein Maximum an artgemäßem Verhalten zu ermöglichen.“, erklärt Manfred Niekisch. „Außerdem sollte der Arbeitsalltag im Revier nicht zu sehr beeinträchtigt werden.“

    Dennoch bleibt eine Handaufzucht eine Herausforderung und der Arbeitsaufwand ist enorm. Vor allem Zoo-Tierärztin Nicole Schauerte und die Tierpflegerin Anna Zufall haben diese Aufgabe gemeinsam bewältigt und sich im wöchentlichem Wechsel die Arbeit geteilt. Während der Arbeitszeiten im Zoo hielt sich Elly in ihrem Gehege hinter den Kulissen auf. Nach Dienstschluss wurde sie von ihrer jeweiligen Ersatzmutter mitgenommen und im privaten Umfeld versorgt. Damit Elly in den Zwischenzeiten nicht alleine war, hatte sie ein zusammengerolltes Schaffell als Schmusedecke.

    „Elly hat sich inzwischen hervorragend entwickelt und nach einem anfänglichen Gewicht von 465g bringt sie jetzt ein Gewicht von etwa 1 kg auf die Waage“, freut sich Prof. Dr. Niekisch. „Sie ist eine kleine selbstbewusste und willensstarke Persönlichkeit, die sehr mobil und neugierig ihre Umgebung erkundet.“ Ab Montag den 19.01. zieht Elly stundenweise in ihr neues Gehege in den Affenanlagen ein. Sie ist dann nur noch durch ein Gitter von ihren leiblichen Eltern getrennt und kann Kontakt zu ihnen halten.
    (19.01.2009)
    Michael Mettler:   @Johannes Pfleiderer: Ich kann mich nicht erinnern (und das als Antilopenliebhaber), in den Frankfurter Jahresberichten "bis 1967" jemals von auch nur einer Mhorrgazelle gelesen zu haben. Dass man die Unterart über längere Zeit für ausgerottet hielt, wäre ein zweiter Aspekt dafür, dass dieser Eintrag nicht stimmen dürfte. Laut Jahresberichten hatten sowohl Frankfurt als auch TP Berlin 1981 ihre erste Mhorr-Nachzucht - da müsste also jemand noch Monat und Tag herausfinden, um den Pokal verleihen zu können...

    Klippspringer: Laut Dittrich, "Safari in Europa" (1966) hatten die Klippspringer in Neapel am 27.5.1963 zum ersten Mal in einem Tiergarten Nachwuchs - also Welterstzucht. Bis zum Erscheinen des Buches gab es insgesamt 14 (!) Jungtiere in Neapel. Ungenannt ist die Unterartzugehörigkeit, und wer weiß, ob nicht von dort Tiere nach Frankfurt gelangten.

    Weißkopfsaki: Die europäische Erstzucht für Köln kann ich nun bestätigen, sie fand 1971 statt (Quelle: Jahresbericht, damals auch Titelbild der Kölner Zeitschrift). Fraglich ist, ob sich die Angabe auf die Art Blasskopfsaki insgesamt bezieht oder auf die Nominatform; schon "Grzimeks Tierleben" erwähnt mehrere US-Nachzuchten der Unterart Goldkopfsaki. Somit könnte die Kölner Nachzucht auf Unterartniveau womöglich sogar Welterstzucht sein...?

    Am Rande sei erwähnt, dass manche Frankfurter Primatenspezialitäten nach der Quellenlage seinerzeit noch gar nicht in einem Affenhaus, sondern mindestens zeitweise im alten Kleinsäugerhaus gehalten und vielleicht auch schon gezüchtet wurden (z.B. Roter Uakari und Zottelschweifaffe).
    (19.01.2009)
    IP66:   Leider handelt es sich nur um nebelhafte Erinnerungen, die sich vielleicht durch kölner Jahresberichte fixieren lassen: In den 60er Jahren erwiesen sich die Weißkopfsakis zunächst als hinfälliger als mancher ihrer verwandten, ehe es dann in den 70er Jahren zu Zuchterfolgen kam. Sakis konnte man zu dieser Zeit aber auch in Duisburg oder Frankfurt sehen, wobei sie sich in ersterem Zoo aber nicht recht etablieren konnten.
    (19.01.2009)
    Michael Mettler:   Bingo: "Das Buch vom Zoo" (1978) führt die Europa-Erstzucht des Weißkopfsakis für Köln auf, übrigens auch die des Kaiserschnurrbarttamarins - leider beide ohne Jahresangabe. Köln hielt schon ab den 60er Jahren Weißkopfsakis. 1977 wurde die Art auch in GB gezüchtet (Howletts, Paignton).

    Bei der Mhorrgazelle wäre die Frage, wie "Erstzucht" definiert wird (nur öffentliche Schauhaltungen oder Haltungen allgemein): In Europa war Almeria/Spanien zwangsläufig vor Frankfurt und allen anderen deutschen Haltern erfolgreich, denn deren Ausgangstiere waren Nachzuchten von dort...
    (19.01.2009)
    Michael Mettler:   Ich meine, dass eine Erstzucht des Weißkopfsakis - welche auch immer - Köln "gehören" müsste. Mal sehen, ob ich die Information wiederfinde.
    (18.01.2009)
    Johannes Pfleiderer:   Bisher habe ich es nirgends explizit erwähnt gefunden, aber bei folgenden Arten und Unterarten müsste Frankfurt zumindest die deutsche Erstzucht geglückt sein:
    -Roter Brüllaffe: Auf jeden Fall deutsche Erstzucht, Köln war erst viel später erfolgreich - gab es im Ausland zuvor einen Erfolg oder war es auch die europäische Erstzucht?
    -Weißkopfsaki: Die Art breitete sich ja erst im letzten Jahrzehnt stärker aus, Frankfurt war einer der ersten Halter (ab 1974). Krefeld erhielt seine Tiere 1975 - bleibt die Frage, wem zuerst die Zucht gelang und auch hier, ob die Art zuvor im Ausland gezüchtet wurde.
    -Mhorr-Gazelle: 1980 erhielt Frankfurt seine Tiere, 1981 folgten der Tierpark Berlin und München. Laut Zootierliste war die Unterart auch schon bis 1967 im Bestand. Gelang schon damals die Zucht, oder erst nach Erhalt der neuen Gruppe und wenn ja, vor Berlin und München?
    -Klippspringer: Die deutsche Erstzucht steht außer Frage, doch käme für die europäische noch Neapel in Frage.

    Wer kann hierzu mit Informationen weiterhelfen?
    (18.01.2009)
    Oliver Jahn:   Vieles davon kannte ich schon, aber einige Bilder waren mir neu. Also für Historiker eine interessante Sammlung:
    http://www.fr-online.de/_em_cms/_
    multifunktion/?em_client=fr&em_art=galery&em_loc=3290&em_cnt=1286588&em_src=436810
    (16.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   @MM: Danke für die Info/Bestätigung hinsichtlich Kronberg. Ich habe nach wie vor das Gefühl, dass die anhaltenden Probleme mit den Flusspferden hausgemacht sind und aus Haltungsfehlern resultieren, vielleicht auch mit begründet durch die Fütterungsmöglichkeiten durch Besucher..
    (16.01.2009)
    BjörnN:   Weder die Niederaffenkäfige in Berlin noch in Frankfurt sind wirkliche Offenbarungen, doch sind diejenigen in Berlin innen räumlich großzügiger und ausbaufähiger als die Frankfurter, entbeeren aber viel oft an Klettermöglichkeiten, was vor allem bei den Languren auffälig ist.

    Die Frankfurter Anlagen sind den Berlinern ausschließlich in Größe und Ausstattung der Außenanlagen überlegen, mal von der neuen Langurenaußenanlagein Berlin abgesehen.

    Das Berliner Niederaffenhaus könnte durch eine Artenreduktion und drastische Umgestaltung der Anlagen deutlich aufgewertet werden. Diese Möglichkeit sehe ich in Frankfurt nicht, sodass Abriss und Neubau dem Zoo und vor allem den Tieren sicher besser bekommt....
    (15.01.2009)
    IP66:   Ich habe in der letzten Woche die berliner Nashornställe im begehbaren Haus und auch die magdeburger Unterbringung noch einmal gesehen und würde vor allem die berliner Unterbringung im Zoo für deutlich weniger geräumig halten als die in Frankfurt. Gerade ein Vergleich der neuen Niederaffenkäfige im Menschenaffenhaus mit jenen in dem Grzimek-Bau läßt aber erkennen, daß es eben nicht um Tiergerechtigkeit geht, sondern um Dekoration und bei Herrn Niekisch auch daraum, daß die Anlage möglichst anders aussieht als vorher. Bei den Bartgeiern ist ja auch ähnliches passiert - die Anlage würde verkleindert, die Zahl der Sitz- und Brutmöglichkeiten verringert, aber neu dekoriert, und es kam eine neue und deutlich größere Art hinein, bei der es kaum Bruterfolge in derart wenig tiefen Käfigen gibt.
    (15.01.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Ihre Erinnerung trügt nicht. Insgesamt gab es bisher drei Bullen und zwei Kühe in Kronberg, und die erste Konstellation (Georg I / Auguste) musste tatsächlich nach starken Beißereien 1963 getrennt werden; in diesem Zusammenhang entstand das zweite Außengehege.
    (14.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   @MM: Ich teile Ihre Meinung.Wenn, wie bei den Nebelpardern, der Erhaltungszucht-Gedanke zu Gunsten der Publikumsattraktivität weichen muss und Flusspferde noch immer auch in mangelhafter Haltung publikumswirksam sind, ändert sich möglicher Weise nichts.
    Was die Verträglichkeit der Kronberger Flusspferde angeht: Ich meine mich zu erinnern, dass schon das vorherige Paar
    dauerhaft getrennt lebte. Kann das jemand bestätigen? Wenn das nämlich stimmt, hat es wohl nichts mit dem individuellen Verhalten zu tun - zumindest liegt dann der Verdacht nahe.

    (14.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wenn wir davon ausgehen, dass das Frankfurter Nashornhaus noch immer die wichtigsten Grundmaße aus seiner Bauzeit aufweist, dann lassen sich die dortigen Stallmaße für die Nashörner relativ leicht aus der historischen Zeit (siehe Frankfurter Historien-Thread) auf die heutige übertragen: Die beiden Ställe an der rechten Längsseite dürften demnach jeweils ca. 7 x 4,25 m messen (knapp 30 qm), der ehemalige Elefantenstall 8,7 x 5,2 m (knapp über 45 qm). Ob das nun größer oder kleiner ist als Ställe in Berlin Magdeburg oder sonstwo, kann ich allerdings mangels Vergleichsmaßen nicht beurteilen.
    (13.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich wäre mir da gar nicht so sicher, dass die Hippos auslaufen werden... Der Zoo hat doch mal darauf hingewiesen, dass die Mindestrichtlinien für Flusspferde erfüllt werden. Sollte das bei anderen Tierarten des Zoos NICHT der Fall sein, liegt es auf der Hand, dass diese entweder abgegeben werden oder für sie neu gebaut wird - auf welche das zutreffen könnte, kann ich aber nicht erraten, dazu fehlen mir die entsprechenden Kenntnisse der Abmessungen und Vorgaben. Falls gleichzeitig noch irgendwo Restaurierungs- oder gar Sanierungsbedarf besteht (so wie für das Grzimekhaus angegeben), rücken natürlich auch solche Fälle in der Prioritätenliste nach oben. Vielleicht WÄRE längst etwas zu Gunsten der Flusspferde passiert, wenn sich derartige Fälle nicht "vordrängeln" würden. Vielleicht gibt es deswegen die Einstellung: Die Hippos sind versorgt und seit Jahrzehnten an ihre Unterbringung gewöhnt, Abnehmer gäbe es vermutlich eh nicht, die Richtlinien sind erfüllt - also können sie warten. Wer weiß, ob nicht eines Tages die Flusspferde als Publikumslieblinge eine spektakuläre neue Anlage haben werden und man stattdessen Nashörner nur noch in Kronberg sehen kann, denn dort wird ja auch mit Rhinos geplant - auch wenn ich wetten würde, dass man eher auf Breitmäuler schielt...
    (12.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Andre Haubrich, das ist sicher aber ein eher subjektiver Eindruck. Ich habe mich wirklich intensiev mit dem Haus beschäftigt und dabei wirklich viele Stunden bei den Flusspferden innen und außen verbracht. Es gab dort Kritik der Besucher, aber es gab auch viel Begeisterung, vor allem von Kindern und Eltern, weil sie die Tiere sehr gut sehen konnten. Die Anlage ist sicher nicht das "Gelbe vom Ei", keine Frage, das hat Ralf Sommerlad ja auch bereits bemerkt und findet auch meine Zustimmung. Aber Mitleidsbekundungen findet man bei einigen Besuchern an fast jedem Gehege und ich empfand sie bei meinen Besuchern in Frankfurt nicht häufiger, als andern Orts.
    Die Kronberger Anlage ist ebenfalls recht Klein vom Becken her und dazu auch noch getrennt, da Bulle und Kuh nicht harmonieren. Allerdings werden in Kronberg die Hippos noch durch Besucher gefüttert, was viele Besucher noch immer sehr begeistert, so dass sich auch hier das Mitleid in Grenzen hält.
    (12.01.2009)
    André Haubrich:   Aber wenn man von vielen Besuchern schon die Mitgleidsbekundungen beim kurzen Betrachten der Flusspferde höhrt sollte man sich in Frankfurt schon gedanken machen...
    Ist die Haltung in Kronberg denn viel besser? Die halten auch noch Elefanten und hätten damit schon die Dickhäuterart.

    Es bleibt wohl abzuwarten, was Frankfurt als Besatz für die neuen Savannenanlagen plant.

    (12.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Ralf Sommerlad, vollste Zustimmung!!! Keine Frage!!! Und eben genau deshalb hat es mich ja so sehr verwundert, dass die Änderung der Flusspferdhaltung mit der der Nashörner so in einem Atemzug genannt wurde.
    Bei den Flusspferden hingegen habe ich einen ganz anderen Verdacht. Für Pinguine baut man neu, für Menschenaffen auch, vielleicht sogar für einige Nachttiere, bei den Flusspferden ist meine Vermutung, dass man deshalb für sie nicht umbaut, weil man sich ganz von ihnen trennen will. Schließlich gibts ja auch Flusspferde in Kronberg!
    (12.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   @Oliver Jahn: Das ist sicher richtig, was die Nashörner angeht. Dass die Frankfurter Flusspferdhaltung nicht die allerschlechteste ist mag ja auch sein.Nichts desto weniger halte ich die Verbesserung der Haltungsbedingungen der Flusspferde für ungleich wichtiger als den Neubau einer Pinguinanlage...just my 2 cents
    (12.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, genau das ist ja auch meine Vermutung. Der Begriff der "gefühlten Werte" gefällt mir da sehr gut. Die Abmessungen der Ställe und der Außenanlagen würde mich mal sehr interessieren. Ich erinnere mich da an die Vergleiche von Mel zwischen den Nashornställen in Berlin und Magdeburg, die zu dem überraschenden Ergebnis führten, dass die Magdeburger "gefühlt" erheblich kleiner waren, tatsächlich aber größer! Genau so vermute ich es in Frankfurt nämlich auch. Und Trostpunkte für die Hippos habe ich hier ja schon mehrfach vergeben, was allerdings nicht auf sehr viel "Gegenliebe" gestoßen ist! ;-)
    Verglichen allerdings mit anderen Haltungen rangiert hier sicherlich Frankfurt auch nicht auf dem letzten Platz.

    (11.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Vielleicht spielt da der "gefühlte Wert" eine Rolle. Lägen exakt die gleichen Außenanlagen vor einem modischen Kunstfelsen mit innenliegendem Stallbereich statt vor einem gefliesten Haus und wären statt mit Formschnitthecken mit naturähnlichen Mischpflanzungen umrundet, würden sie wahrscheinlich freundlicher bewertet, obwohl die Tiere nichts davon haben. Selbst bei den Hippos würde das trotz Minimal-Anlage vermutlich noch Trostpunkte geben.
    (11.01.2009)
    Oliver Jahn:   Es ist in mehreren Beiträgen die unzureichende Haltung der Flusspferde und Nashörner erwähnt. Ich habe mir gerade noch mal meine eigenen Fotos nach Umbau der Anlage angesehen und möchte doch noch mal die Frage stellen, ob die Nashornhaltung in FFM wirklich so schlecht und unzureichend ist. Nach Erweiterung des Bullenbereiches finde ich die Außenanlagen für die Tiere, diedie meiste Zeit des Jahres getrennt von einander gehalten werden eigentlich recht gut. Der Kuhbereich war das eigentlich schon immer. Beide Anlagen haben Naturboden, beide haben Scheuerstellen und in ihren reinen Abmessungen sind sie nicht kleiner als andere Spitzmaulnashornhaltungen z.B. in Krefeld oder auch in Hannover. Die Stallungen entsprechen mit ihren Fliesen vielleicht nicht mehr dem Geschmack unserer heutigen Zeit, aber für 2 Tiere sind sie meines Erachtens größer als die Ställe in Berlin und Magdeburg und Krefeld, die in Hannover kenne ich nicht.
    Über die Flusspferde muss man sicher nicht reden, der Zoo gibt hier an, dass die Anlage den Richtlinien entspricht, mehr dürfte auch nicht von der Aanlage erwartet werden. bei den Nashörnern sehe ich es hingegen doch etwas anders, mich würde da mal Eure Meinung interessieren.
    (11.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Shensi-Takin, nun sind wir ja hier Gott sei Dank nicht in der Politik und für jemanden meines Alters ist schon alles bis Mitte Zwanzig "Jugendlich", sonst wäre ich ja gefühlt noch älter! ;-)
    (10.01.2009)
    Shensi-Takin:   @Oliver Jahn: "Jugendlich"?-schoen waer's...Fuer manch einen heutigen Zeitgenossen (insbesondere Politiker) ist alles, was mehr als auch nur eine Stunde zurueckliegt, schon bereits "Historie" ;)
    (10.01.2009)
    Oliver Jahn:   Also in meiner Kindheit und Jugend waren die Zoos noch fast durchweg in ihrer Tierdarstellung systematisch geordnet, das führte oft eben auch zu einer Spezialisierung auf bestimmte Ordnungen.
    Und @Shensi-Takin, das waren die 70er und 80er Jahre...ich rechne das jetzt mal Ihrem noch recht jugendlichen Alter zu, dieses schon als "historisch" zu bezeichnen! ;-)
    (09.01.2009)
    Shensi-Takin:   @Rattus: Von Zoos im allgemeinen zurueck zu Frankfurt? Ja, watt denn nun? ;)

    "historische(r) Hintergrund" ist das Stichwort; es gab Zeiten, da legten auch Zoos hinsichtlich Praesentation mehr Wert auf zoologische Systematik. Architektonische und haltungstechnische Ueberbleibsel, die man heutzutage notgedrungen ins aktuelle Konzept zu integrieren sucht, findet man heute noch allerortens in den Zoos weltweit-sei es Berlin, Bronx ("Mouse House") oder Beijing. Und auch in moderneren Tierhaeusern finden sich, v.a. bei Primaten, "Stammtafeln" in Form diveser Kladogramme oder direkte Hervorhebungen von Verwandtschaftsbeziehungen (seien es Klippschliefer und Elefant, Krallenaffen und Gorilla oder diverse Felidae-wie auch in Frankfurts Katzendschungel).
    Wilhelma und Chiroptera-Systematik? Eher nicht.
    (09.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Rattus, da kann ich nur zustimmen. Das Gegenteil ist ja eher der Fall, und das eben längst nicht nur in Frankfurt. Wo gibt es sie denn noch, die Raubtierhäuser? Die Dickhäuterhäuser? Die Kleinsäugerhäuser? Bei den meisten neuen Anlagen geht es entweder nur um eine Tierart ("Dickhäuter" weg und Elefanten allein wieder rein!) oder um das einzig seligmachende Geoprinzip. Wenn auch jetzt durchbrochen, so ist ja in Frankfurt das Raubtierhaus kein Raubtierhaus, sondern ein asiatischer Katzendschungel.
    (08.01.2009)
    Rattus:   Ich beziehe mich jetzt mal ausschließlich auf Frankfurt, da sich immer irgendwo ein Zoo findet, der irgendwas systematisch vergleicht (unser ausgangspunkt "Flattertiere" --> Wilhelma?).
    @shensitakin und michaelmettler: na gut ausgenommen Giraffenhaus. Ich wage zu behaupten, dass es sich bei Bonoboland und Katzendschungel eher um praktische Motive handelt, die zu einer Haltung in einem gemeinsamen Komplex geführt haben. Siehe "Dickhäuter" im Elefantenhaus: Tiere, die nicht näher miteinander verwandt sind, aber deren gemeinsame Haltung in einem Haus sich als praktisch erweist.
    Ich denke nicht, dass der Beweggrund für die Haltung von drei Menschenaffenarten eine vergleichende "Bautypensammlung" ist. (ist ja sowieso alles ein Typ). Ich denke das hat historischen Hintergrund.

    Natürlich gibt es zwangsläufig immer einzelne Gehege, bei denen auf taxonomische Verwandtschaften hingewiesen wird (Okapi - Giraffe), aber ich bleibe dabei: Systematik ist in der Priorität nicht gerade auf einem der ersten Plätze.
    (08.01.2009)
    Michael Mettler:   @Rattus: Selbst das neueste Frankfurter Tierhaus präsentiert mit drei Menschenaffenarten eine "Bautypensammlung", und die sind sich untereinander sogar noch ähnlicher als eine Zwergmaus und ein Capybara und in Relation zur Biodiversität eigentlich überrepräsentiert...
    (08.01.2009)
    Shensi-Takin:   "Ich glaube nicht, dass Zoos gesteigerten Wert darauf legen, den Besucher auf "unterschiedliche Bautypen" innerhalb von Familien oder zoologisch-taxonomische Verwandtschaftlichkeiten aufmerksam zumachen." Haengt vom Zoo bzw. Tieren ab: s. z.B. Schautafeln in verschiedenen Affen-, Giraffen-, Raubtier- oder "Dickhaeuter"haeusern...
    Was die Hammerkoepfe angeht: tja, ich haette nichts gegen Samoa-oder Harlekinflughunde, Australische Gespenstfledermaeuse, Weissfluegelvampire, Hasenmaeuler, Scheinvampire, Weisse Fledermaeuse, Grosse Speissblattnasen usw. usw.-aber das wird erst einmal nichts...
    Rodriguez-Flughunde hecken in vielen Zoos wie die Karnickel; dementsprechend gibt's in einigen Einrichtungen bereits reine Junggesellengruppen; dementsprechend duerfte es auch in dt. Zoos nicht nur bei Hamburg und Koeln bleiben...
    (08.01.2009)
    Rattus:   Ich glaube nicht, dass Zoos gesteigerten Wert darauf legen, den Besucher auf "unterschiedliche Bautypen" innerhalb von Familien oder zoologisch-taxonomische Verwandtschaftlichkeiten aufmerksam zumachen. Sonst wären doch einige Tierhäuser (oder auch Parkteile) anders gestaltet. So wie früher... Ein Beuteltierhaus oder Nagetier-Raum wäre da bestimmt zweckdienlich

    @shensi-takin
    Ich einer Verbreitung des Rodriguez-Flughundes über Deutschland habe ich nichts entgegenzubringen! Auch wenn ich mir die überhaupt nicht bedrohten Hammerköpfe in meiner Nähe wünschen würde.
    (08.01.2009)
    Shensi-Takin:   @ Rattus: NOCH nicht; in den Zoos anderer Laender wird der Rodriguez-Flughund allmaehlich DER Zoo-Chiroptera-Vertreter schlechthin-zumal man ihm anders als beim Aegyptischen Flughund noch das "wertvolle" Artenschutz-Etikett draufkleben kann... Mit Ihrem 2.Satz bin ich verstaendlicherweise voellig einverstanden. ;)
    (07.01.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Ob die Zoo-Planstelle "Fledermaus" wirklich ausreichend mit einer Megachiroptera-Art besetzt ist, wage ich zu bezweifeln-obwohl ich meist froh bin, wenn ueberhaupt eine Chiroptera-Art gehalten wird. Und ob ONB (find's ja nett, dass mein Kuerzel so haeufig Verwendung findet...:) wirklich so schwer einen Kalong von einer Brillenblattnase unterscheiden bzw. andersrum den Unterschied zwischen den einzelnen Nager"bautypen" zu wuerdigen und verstehen weiss, darueber koennte man sich (sinnloserweise) streiten. In der Frankfurter Massengruppierung machen indes auch kleine Carollia mehr her als die mitunter zu beobachtenden kleinrahmige Flughundpraesentationen mancher Zoos. Von der Fledermaushoehle in z.B. Muenchen gar nicht erst zu reden...
    (07.01.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Eben WEIL es bei Nagern diverse auch für den Laien auf den ersten Blick "unterschiedliche Bautypen" gibt, sind sie in Zoos noch immer verbreiteter, auch wenn der Besucher ihren zoologischen Zusammenhang in der Regel nicht kennen oder auch nur vermuten dürfte - mit der Unterscheidung von Fledertieren dürfte sich ONB erheblich schwerer tun. Wenn die Planstelle "Fledermaus" (im umgangssprachlichen Sinn) besetzt ist, dürfte dem ONB dafür eine Art reichen, und da bietet ein Flughund nun mal bessere Betrachtungsmöglichkeiten als eine Blattnase. Abgesehen natürlich von der über dem Eingang des Grzimek-Hauses :-)
    (07.01.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Im Vergleich zu den Chiroptera sind die Nagetiere aber in Zoos immer noch reichhaltig vertreten; das Spektrum reicht dabei bekanntermassen von so unterschiedlichen Arten wie Eurasische Zwergmaus und Hausmeerschweinchen, Nacktmull und Praeriehund bis hin zur "Megafauna" Capybara, Stachelschwein und Biber. Zur Wuehlmaus muesste man dementsprechend nicht zwangslaeufig greifen... Bei den Chiroptera und insbesondere den Microchiroptera schraenken Ernaehrung, Verhalten, Erhaeltlichkeit und andere Faktoren die Artenauswahl erheblich ein; da muss man nicht unbedingt bei einem der wenigen erfolgreichen Haltungen einer geeigneten Microchiroptera-Art den Rotstift ansetzen-sosehr Carollia perspicilata auch in manchen Laboratorien verbreitet ist. Da aber der Abriss in (hoffentlich) weite Ferne rueckt, sollten wir uns lieber am Ist-Zustand der ueppigen Carollia-Kolonie erfreuen.:)
    (07.01.2009)
    Rattus:   Ich würde den Rodriguez-Flughund (in Deutschland) nicht gerade als allgegenwärtig bezeichnen. Dan schon eher den Nilflughund.
    Auch wenn ich persönlich ein Freund von Flughunden bin, finde ich dennoch, dass man bei den Brillenblattnasen bleiben sollte. Fledermäuse gibt es nicht überall zu sehen (genauso wie Schwimmratten!).
    (07.01.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Den Einwand kann ich aus zoologisch-didaktischer Sicht voll und ganz nachvollziehen. Allerdings müsste man dann z.B. statt Schwimmratten auch Wühlmäuse zeigen, denn es gibt nun mal auch weitaus mehr kleine (und kaum unterscheidbare) Nager als große... In dieser Hinsicht vermittelt ja eigentlich jeder Zoo ein einseitiges Bild der Artenvielfalt, da der Schwerpunkt auf der "heutigen Megafauna" liegt.
    (07.01.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Bzgl. Frankfurter Brillenblattnasen: es gibt schon jetzt, in Hinblick auf deren Artenfuelle und oekologische Bedeutung, aus verschiedenen Gruenden herzlich wenige Microchiroptera in Zoos. Ich finde es zudem aus didaktischer Sicht sinnvoll, den Besuchern klarzumachen, dass die meisten Flattertiere eher kleine Geschoepfe sind. Die Menge an Brillenblattnasen in Frankfurt scheint in ihrer Fuelle im Uebrigen einen ansprechend-attraktiven Effekt auf ONB zu haben-anders als Erdferkel, die nicht selten als "nackter Ameisenbaer/Schwein" abgewertet werden. So jedenfalls meine eigenen "Beobachtungen". ;)
    Megachiroptera, z.B. der inzwischen in Zoos fast schon allgegenwaertige Rodriguez-Flughund, waeren als Ergaenzung durchaus auch fuer ONB interessant-etwa in einer Praesentation wie in Chester.
    (07.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: An einen Abschied der Erdferkel mag ich nicht so recht glauben, da sie als große und auch im Dunkeln relativ leicht erspähbare Tiere besucherattraktiver sind als manches Kleintier (und bei einem Neubau vielleicht sogar ein Außengehege bekommen könnten - vielleicht mit Affen-Oberbesatz?). Aber ich frage mich z.B. durchaus, was eigentlich der Normabesucher außer einem leichten Gruseleffekt von Aberhunderten durcheinander wimmelnder Brillenblattnasen hat, bei denen er im Dunkeln nicht mal erkennen kann, wo vorn und hinten ist. Wahrscheinlich füllt da eine kleine Gruppe Flughunde die Rolle "Fledertier" erheblich wirksamer aus. Das darf natürlich gern auch eine seltene oder bedrohte Flughundart sein und im Gegensatz zu den Blattnasen Unterbesatz bekommen :-)
    (06.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, keine Frage, nur warten wir dann erst mal ab, ob es nicht die besucherwirksamen Arten sind, die gehen. Wenn die Erdferkel weg sind, merkt das sicher auch ONB schneller.
    (06.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Das ist der Standpunkt von uns Zoofans, vergiss das nicht. Der ONB wird aber wahrscheinlich nicht nachzählen, dem kommt es eher auf die "gefühlte Vielfalt" an. Und dafür reicht ihm dann wahrscheinlich auch EINE Krallenäffchenart statt mehrerer usw. Du hast das Nocturama in Antwerpen gesehen: Statt der heutigen 7 (?) besucherattraktiven Großanlagen enthielt es früher eine Vielzahl kleiner Vitrinen. Ob der ONB aber z.B. die Vielzahl für ihn "rattenartiger" Tiere vom Kowari über den Degu bis zum Spitzhörnchen wirklich zu schätzen wusste und ihn der Unterschied zwischen einem Blauducker und einem Goldaguti bei sehr ähnlicher Körperform wirklich begeisterte...?
    (06.01.2009)
    Oliver Jahn:   Also ich hoffe hier sehr darauf, dass die fehlenden Finanzen den Abriß noch etwas verzögern. Denn ich tippe ja auch darauf, dass bei einem Neubau eines Nachttierhauses sicher wieder nur einige der Arten umziehen, andere aber sicher den Zoo komplett verlasse. Sehr viel mehr Tierabgaben werden aber Frankfurt garantiert nicht gut tun.
    (06.01.2009)
    André Haubrich:   Da gebe ich Sacha recht, für mich müsste das Grzimek-Haus auch nicht abgerissen werden.
    Ich finde schon den Plan sehr bedauerlich. Da hätte Frankfurt mMn dringendere Baustellen.
    (06.01.2009)
    Sacha:   Was beweist, dass die allgemeine Finanzkrise auch ihr Gutes hat....:)
    (06.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   @Shensi-Takin: Ich glaub, nicht so bald.So was muss ja schliesslich auch finanziert werden..und da wird die Stadt sowieso in Kürze ins Schleudern kommen..
    (06.01.2009)
    Shensi-Takin:   @André Haubrich: Bill Gates? Wenn, dann schon Warren Buffett. ;) Und bei den heutigen DeLorean-Sammlerpreisen geht das idT ganz schoen ins Geld. Was den "Tiergarten-Rabatt" angeht-der bestuende aus einem Gratis-Dodo fuer alle Teilnehmer...;)
    So, genug der Frankfurt-fernen Bloedelei, ehe man mich (berechtigterweise) massregelt. Eine etwas themengebundenere Frage, sofern diese nicht bereits beantwortet wurde:

    Ab wann genau ist eigentlich mit dem Grzimekhaus-Abriss zu rechnen?
    (06.01.2009)
    André Haubrich:   @Shensi-Takin: Dann behaubte ich mal, dass sie nach einigen Expeditionen im Vermögen Bill Gates überhohlen und man für ie Reisen in der Zeitmaschiene meehr ausgibt als für eine Mondexpedition ;-)
    Ich steh in Physik auf 2, vllt könnte ich bei ihnen bei ihren Entwicklungen helfen oder wenigstens Tiergarten-Forum-Rabatte bekommen?
    (06.01.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Na, derlei Bemerkungen duerften bei Ruhe sicherlich fuer Dauer-Frust gesorgt haben...:)

    @Oliver Jahn, Ralf Sommerlad: Ist notiert! Ein DeLorean allein wird da wohl nicht reichen. Aber bei den ersten Fahrten wird die Zeitmaschine erst einmal mit Zwergelefanten, Microraptoren und Warrahs vollgestopft; mit denen mache ich dann ein Vermoegen im heutigen internationalen Zoofachhandel, haehaehae... ;)
    (06.01.2009)
    André Haubrich:   Dafür waren damals vielleicht wenigstens die Parkgebüren niedriger =)
    (06.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   Das mit dem Parkplatz glaub ich eher nicht - schauen sie sich mal die Besucherzahlen der späten 60er / frühen 70er an...Aber ich komm mit, wenn im DeLorean noch Platz ist.
    (06.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Alles, was im DeLorean mitgereist ist, blieb ja auf dem Stand der Abfahrt, also pack einfach deine Kamera ein - und dann ab in den Frankfurter Zoo der Grzimek-Ära. Zu der Zeit dürftest du wahrscheinlich um den Zoo herum sogar einen Parkplatz bekommen haben :-)

    @Shensi-Takin: Wie volkstümlich der Name Hagenbeck mit Tierhandel gleichgesetzt wurde, belegt eine Anekdote aus der Zeit, als sein Branchenkollege Ruhe den Zoo Hannover leitete. Dieser bekam nämlich auf Rundgängen durch den Garten immer mal zu hören "Schöne Tiere sind das. Haben Sie die von Hagenbeck?"...
    (05.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Shensi, diesen Kompensator, aber selber ausgestattet mit moderner und heutiger Fototechnik, welche trotz "Verschickung" aktuell bleibt, würde ich zu gern benutzen! Sagen Sie bitte Bescheid, wenn Sie ihn gefunden haben!! :-)
    (05.01.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Dass der Spruch an Heck auch in Berlin haengen blieb, koennte allerdings auch mit dem lokalen Berliner Bekanntheitsgrad korrelieren...Und ja, Carl Hagenbeck wurde idT (straeflicherweise) vergessen; der duerfte dank des Tierhandels, Zirkusbetriebs und nicht zuletzt wegen der Voelkerschauen auch international einer breiteren Oeffentlichkeit bekannt gewesen sein. S.a. die Anekdote ueber den dt. Marineoffizier, der in der argentinischen Pampa von ehemaligen indianischen Voelkerschau-Teilnehmern mit "Hagenbeck" gleichgesetzt und gerettet wurde.
    @Oliver Jahn: Da hilft wohl nur noch der Bau eines Fluxkompensators...;)
    (05.01.2009)
    Ralf Sommerlad:   Es wird auch weiterhin so bleiben, dass der Name des Frankfurter Zoos untrennbar mit dem Namen und dem Wirken Grzimeks verbunden bleibt, wie auch dem von Kurt Priemel und Max Schmidt. Das ist ganz ok so, und wenn ich heute aus dem Dresdner Zoo etwas höre, denke auch ich automatisch an Wolfgang Ullrich, den ich als junger Mensch einmal persönlich in Frankfurt getroffen und einem Vortrag über Indien gelauscht habe. Das Engagement dieses Natur-und Artenschützers hat mich auch sehr beeindruckt. Mit dem späten Heinrich Dathe hatte ich gelegentlichen Briefkontakt, besonders Kuba-Krokodile betreffend.
    Es gibt eine ganze Menge zu tun im Frankfurter Zoo, das ist wahr, und es wurde unter der Ägide Schmidt neben dem neuen Menschenaffenhaus eine Menge bereits getan. Dabei hat Schmidt sich als begnadeter "Schnorrer" erwiesen, der viele Mittel durch eigene Spendenarbeit aufgebracht hat, der Roth-Magistrat hätte ihm diese niemals bewilligt. Ich sehe Schmidt noch immer als verdienstvollen Direktor, auch wenn er im Gegensatz zu den vorgenannten niemals ein "grosser Kommunikator" gewesen ist.


    (05.01.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Der Spruch "Beim Heck heckt alles" wurde bereits vor Hecks Berliner Amtszeit geprägt, da war er noch junger Direktor in Köln und mit ziemlicher Sicherheit außerhalb der Stadtgrenzen (und seiner Heimatstadt) nur in Zookreisen geläufig.

    Mir fiel gerade noch wie Schuppen von den Augen, dass wir in der Aufzählung einen deutschen Zoodirektor vergessen haben, der in punkto Popularität wohl noch am ehesten an Grzimek heran reicht und ganz zwangsläufig mit seinem Zoo assoziiert wird: Carl Hagenbeck!
    (02.01.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, es stimmt schon, dass man den Zoo Frankfurt und seinen damaligen Direktor sicher immer etwas besser wegkommen lies, als andere. Aber das ist eben bis in unsere Generation hinein durch diese einmalige Bekanntheit so entstanden. Denn Dathe und Ulrich waren im Westen sicher bei weitem nicht so bekannt, wie Grzimek im Osten. Von daher ist er für mich sicherlich noch immer diese "Lichtgestalt", bei der man aber eben auch lernen muss, zu akzeptieren, dass es sie einmal gab, aber dass sie heute sicherlich nie mehr eine solche Popularität erlangen würde, und schon gar nicht mit den damaligen Mitteln.
    @Shensi-Takin, sicherlich war Heck sehr bekannt, aber auch wirklich zu seiner Zeit (ohne Fernsehen) weit über Berlin hinaus? Ich muss da wieder an den Artikel denken, den Michael und ich aus dem ZG kopiert haben und in Teilen hier eingestellt haben. Darin schreibt Herr Pinkert drei Jahre nach Eröffnung, er möchte doch höflichst mal darauf hinweisen, dass er in Leipzig auch einen Zoo eröffnet hat...! Das hatte bis dahin wohl noch keiner richtig mittbekommen...und das in drei Jahren :-)
    (02.01.2009)
    IP66:   Interessant finde ich, daß die Dittrich-Bauten zum Zeitpunkt des Abrisses zwar in Kreisen von Fachleuten als vorbildlich und maßstabsetzend, aber weder bei Öffentlichkeit noch bei Denkmalschützern wirklich bekannt waren. Das ist bei den frankfurter Gebäuden anders - der Abriß eines Zwischenkriegszeitgebäude wie des Menschenaffenhauses in Frankfurt hätte in mancher Stadt und dank manchen Konservators ein erhebliches Skandalpotential entfaltet. Daß dies in Frankfurt nicht geschah, scheint mir auch damit zusammenzuhängen, daß der Zoo in der Öffentlichkeit kaummehr wahrgenommen wird. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so diskursfern, sehe ich auch den Fall der übrigen Nachkriegsbauten dort, die samt und sonders die entsprechenden Kriterien des Denkmalschutzes erfüllen.
    Neben der geringen Resonanz des Instituts in der Öffentlichkeit mag auch eine Rolle spielen, daß es ausgehend von Herrn Tudges Buch eine Zoo-Ideologie gibt, deren Vertreter angeben, um den 80er Jahren eine neue Form von Wildtierhaltung entwickelt zu haben, die mit den zoologischen Gärten davor nichts zu tun haben, ja sie sogar ersetzen. Herrn Niekischs bisherige Verlautbarungen scheinen mir sehr stark von dieser mittlerweile ein Dritteljahrhundert alten und sicherlich von der Wirklichkeit weit entfernten Ideologie geprägt.
    (31.12.2008)
    Shensi-Takin:   @MM: Gewalt war zumindest durch "Moby Dick" und seine Fangexpeditionen dank der Medien kein gaenzlich Unbekannter in der breiteren westdt. Oeffentlichkeit. Und im seit jeher zoovernarrten Berlin war Ludwig Heck durchaus eine stadtbekannte Groesse; "Beim Heck heckt alles".
    Weitere amerikanische Bsp.e: Omaha und Lee Simmons und Topeka und Gary Clarke.


    (31.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Du triffst den Nagel auf den Kopf - "sie will mehr über diesen MENSCHEN wissen". Aber wird sie gleichzeitig auch mehr über den Frankfurter Zoo wissen wollen? Und würde sie sich in diesem zu jenem Zeitpunkt in der Zukunft wohlfühlen, wenn man ihn so belassen hätte, wie er zu Grzimeks Zeiten aussah...?

    Unsere Generation hier in Deutschland hat doch Grzimek als Zoodirektor kennengelernt, der "nebenher" mit großem Einsatz für den Naturschutz kämpfte. Folgende Generationen werden diese beiden Tätigkeiten wohl eher umgekehrt gewichten - im Ausland soll es außerhalb von Zookreisen ja schon zu Grzimeks Lebzeiten so gewesen sein. (Schlimmstenfalls werden manche Menschen sogar einen Widerspruch in den beiden Tätigkeiten sehen, wenn sie den damaligen "Zeitgeist" außer vor lassen.) In einer der in letzter Zeit gelaufenen Dokus über Grzimeks Leben und Wirken äußerte meiner Erinnerung nach ein afrikanischer Naturschützer, dass es dort vor Ort so gut wie unbekannt gewesen sei, dass Grzimek auch einen Zoo leite.

    Nur zum besseren Verständnis: Ich will hier weder an den tiergärtnerischen Leistungen des Zoos noch am Lebenswerk Grzimeks kratzen - auch für mich wird der Mann immer eine Lichtgestalt bleiben, und auch ich erinnere mich gern daran zurück, wie bewegt ich bei meinem ersten Frankfurt-Besuch war (auch wenn Grzimek längst nicht mehr Direktor war) und mit leuchtenden Augen vor manchen Tieren stand (selbst vor Erdmännchen, die kannte ich schließlich aus Hannover nicht...). Aber mir kommt die alte Zeit in den heutigen Bewertungen ein wenig ZU gut weg. Man kann von den verschiedenen Nachfolgern Grzimeks halten was man will, aber sie hatten und haben allesamt allein durch dessen große Fußstapfen eine schwierige und undankbare Aufgabe.

    @Shensi-Takin: Die Verhältnisse im Ausland kann ich nicht beurteilen, aber ich denke, dass Gewalt und Heck im Gegensatz zu Grzimek "nur" in zoointeressierten Kreisen als Galionsfiguren betrachtet wurden, eher weniger in der Öffentlichkeit. Bei Dathe stimme ich eher zu, und vom Hörensagen her muss wohl auch Ullrich aus Dresden in dieser Liga gespielt haben. Ein weiterer noch heute populärer deutscher Zoodirektor wäre Brehm - fragt sich nur, wer außer ein paar Zoofans heute noch von dessen beruflicher Tätigkeit weiß (und ob das zu seinen Lebzeiten wirklich allgemein so viel bekannter war). Wahrscheinlich wird es eines Tages mit Grzimek genauso sein.
    (31.12.2008)
    Shensi-Takin:   "kein Zoo ist so derart über seinen Direktor präsent gewesen, wie Frankfurt über Grzimek." Das gilt vielleicht fuer Deutschland (Dathe, Gewalt, der alte Heck...?), nicht aber in internationaler Hinsicht; s. Jersey and Gerald Durrell, Howletts/Port Lymphe und John Aspinall, Cincinnati und Ed Maruska, Columbus und Jack Hanna oder als aktuellstes Bsp. der Australia Zoo und Steve Irwin. Gerade das Bsp. Jersey und Australia Zoo weisen Parallelen zu der Situation in Frankfurt auf; mit Wegfall der Sympathiefigur "Direktor" ist es nicht ganz leicht, an alte Erfolge anzuknuepfen.
    (31.12.2008)
    Oliver Jahn:   Michael, auch hier wieder meine vollständige Zustimmung, auch in Leipzig fand unter Schneider ein beachtenswerter Wiederaufbau statt und was Dathe in Berlin zusammenstellte, war ebenfalls nicht ohne. Dennoch hoffe ich insgeheim, dass meine Tochter irgendwann mal an meinen Bücherschrank gehen wird, und Grzimeks "Serengeti darf nicht sterben" lesen wird, und wer weiß, vielleicht fasziniert es sie genau so wie mich als Kind und sie will mehr über diesen Menschen wissen!?
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   Wurde eigentlich irgendwo schon mal erwähnt, was auf der Fläche des Grzimek-Hauses entstehen soll, falls dieses tatsächlich abgerissen wird und die Kleinsäuger in ein neues Haus umziehen?
    (30.12.2008)
    BjörnN:   Die Frankfurter Zoo-Toiletten sind nicht schlecht, ebensowenig das Verpflegungsangebot im Sommer.

    Im Winter bleibt dem Besucher kaum mehr übrig, als sich sein Essen selbst mitzubringen oder zu hungern, was ich schmerzlich erfahren musste.
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   Genau das meine ich. Wenn man den Zoo dieser Ära mal ganz für sich betrachtet, also ohne seinen Direktor und dessen Medienpräsenz, dann gibt es da Vieles, was auch in anderen Zoos zu finden war - und damit meine ich jetzt z.B. nicht einzelne Tierarten, sondern eher das Komplettsortiment: Anhäufungen von mehr oder weniger lange gepflegten Raritäten gab es schließlich gleichzeitig auch in Berlin, Köln oder sogar Hannover (Nicht wenige der Frankfurter Spezialitäten saßen ja vorher in Hannover...). Zerstörte und wieder aufgebaute Zoos gab es ebenfalls mehrere, wobei wie in Frankfurt teilweise Vorkriegssubstanz weiterverwendet, teilweise ganz neu gebaut wurde. Auch seltene Zuchterfolge waren nicht auf Frankfurt beschränkt, und es gab auch andere Zoos mit Selfmade-Zoomännern als Direktoren (z.B. Stuttgart). Somit lebt der Zoo Frankfurt also ganz besonders von einem Mythos (dem wir Zoofans letztlich ebenfalls verfallen sind, da schließe ich mich keineswegs aus). Nur dürfen wir auch nicht die Augen davor verschließen, dass die Grzimek-Ära inzwischen über 30 Jahre her ist und danach geborene Kinder inzwischen schon selbst Kinder haben, also zwei Generationen ONB nachgewachsen sind, die mit dem Namen Grzimek nicht mehr viel verbinden. Denen - und erst recht ihren weiteren Nachfahren - werden folglich auch seine im Zoo hinterlassenen Spuren nicht viel bedeuten, sondern sie werden den Zoo nach den Maßstäben IHRER erlebten Zeit bewerten. Und dann ist es auch nachvollziehbar, wenn sich der Zoo den Ansprüchen seiner zahlenden Kunden zumindest teilweise beugt.
    (30.12.2008)
    Oliver Jahn:   Nun, der fehlende Direktorenposten in Frankfurt! :-)
    Aber ernsthaft, ich gebe dir da absolut recht, kein Zoo ist so derart über seinen Direktor präsent gewesen, wie Frankfurt über Grzimek. Und ich glaube auch, dass Grzimek der einzige Zoodirektor sein dürfte, den ONB nenne könnte, als Vertreter seiner Zunft.
    Und sicher war der Zoo Frankfurt auch unter ihm nicht perfekt, aber er stand ja auch generell in Deutschland für den Wiederaufbau! Sicher hat man auch deshalb so manches milder betrachtet, wenn nicht gar glorifiziert.
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wer hindert dich denn daran, dir einen Khaki-Anzug anzuziehen? :-D
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Hinsichtlich des hannoverschen Totalumbaues habe ich übrigens noch nie eine Klage gehört, dass damit die Ära Dittrich ausgelöscht wurde; Bedauern bezog sich eigentlich immer nur auf den Zoo als Ganzes. Daran sieht man z.B., wie sehr die Diskussion um Frankfurt personen-, nämlich direktorenbezogen ist. Schließlich steht die Ära Grzimek u.a. auch für Badezimmerarchitektur, circusmäßige Tiervorführungen oder winzige Huftiergehege, was Zoofans heute auch nicht mehr sehen wollen. Auch nach heutigen Maßstäben war Frankfurt damals zwar ein perfekt vermarkteter Zoo, aber ob es auch wirklich ein perfekter Zoo war...?
    (30.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Michael, ich würde mir einen Khaki-Anzug anziehen, Geparde anschaffen, und zwar handzahme, gelegentlich öffentlich Gorillas knuddeln und mir eine Fernsehsendung besorgen...und dann hoffen... :-)
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Na, aber der Weiher ist nun wirklich nicht Sankt Bernhard zu verdanken, sondern existiert schon ein wenig länger... Deine und meine Gedanken passen allerdings bestens zusammen. Versetz dich doch mal in die Situation, ständig um die Ohren zu bekommen "ach, damals bei Grzimek war das aber alles besser". Welche Reaktion würde das bei dir auslösen...?
    (30.12.2008)
    André Haubrich:   Ich habe in Frankfurt noch nie etwas zu essen gekaft und nicht die Toilette besucht, aber wenn das wirklich miserable Zustände sind, ist das bestimmt etwas, was auch bei vielen in negativer Erinnerung bleibt.
    Was nützt es Normalbesuchern, wenn sie den Schlanklori gesehen haben, aber auf einer vollge....... Toilette sietzen müssen.
    Die Zusammenlegung von Anlagen im Grzimek-Haus dürfte sich schwierig gestalten.
    (30.12.2008)
    Oliver Jahn:   Mir kommt es eher ein wenig so vor, als würde man in FFM alles nur Erdenkliche unternehmen, um keine Erinnerungen an die Ära Grzimek mehr zuzulassen. In Berlin steht heute schon die Klös-Büste im Zoo, in Frankfurt reißt man die Grzimek-Bauten nach und nach, und nun auch noch das nach ihm benannte Haus ab.
    Es wurde ja hier schon mal angedeutet...jetzt fehlt nur noch das Zuschütten des Weihers.
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   Vielleicht vergleicht man (auch wir!) Äpfel mit Birnen, wenn immer wieder die "goldene" Grzimek-Ära herangezogen wird. Unter den damaligen Zoobewohnern hat doch spätestens ab den 60ern im Grunde ein einziger die Besuchermassen angelockt, und das war der Direktor selbst, immerhin ein (von der Damenwelt angehimmelter) TV-Star. Anderswo auf der Welt besichtigen Scharen von Touristen in Abwesenheit der Besitzer die Paläste von Monarchen oder die Villen von Filmstars, in Frankfurt besuchte man eben Grzimeks Zoo - immer in der stillen Hoffnung, den Fernsehprofessor vielleicht doch mal live beim Gepardenstreicheln oder Gorillaknuddeln zu sehen (möglichst im Khaki-Anzug). Und der prominente Naturschützer konnte es sich sogar erlauben, dem Publikum Rhesusaffen in Fehlfarbe gleich dutzendweise vorzusetzen und Krokodile zu stapeln, was heutige Hardcore-Zoo- und Artenschutzfans zur Raserei bringen würde. Wenn jetzt jemand sagt "jaaa, das waren ja ganz andere Zeiten", dann dürfte man deren Besucherzuspruch folgerichtig auch nicht zum Maßstab nehmen....
    (30.12.2008)
    IP66:   Sicherlich steht Frankfurt schon seit einem halben Jahrhundert unter erheblichem Druck, neben Geschäftsreisenden auch Kulturtouristen anzuziehen. Dieses Argument diente beim Wiederaufbau der alten Oper in ähnlicher Form wie bei der Errichtung des Bogoriwaldes, es hat die Neubauten am Schaumainkai ähnlich beflügelt wie den Neubau der Römerbergzeile. Insofern dürfte Herr Niekisch wie seine Vorgänger den Druck verspüren, auf dem kleinen Gelände und mit möglichst wenig Geld jene Besucherzahlen zu erreichen, wie sie weiland unter Herrn Grzimek gefeiert wurden. Wenn man sich die Projekte allerdings genauer ansieht, kann man erkennen, daß nur jene funktionieren, die die Kräfte einer Stadt, die nicht zu den größten Metropolen Deutschlands zählt, nicht überfordern, und sowohl das städtische wie das Reisepublikum ansprechen. Wenn dann noch ein innovatives, mithin noch gesehenes Projekt realisiert wird, stehen die Chancen nicht schlecht, auch die überdurchschnittlich zahlungskräftige Sponsorenschicht der Stadt zu aktivieren oder sich gar auf das altfrankfurter Mäzenatentum zu stützen.
    Deshalb halte ich es für wichtig, abzuwarten, wie Herr Niekisch seine Neubauprojekte wirklich angeht. Der Menschenaffenhausneubau ist ebensowenig sein Verdienst wie die Beseitigung eines der wichtigsten Baudenkmäler in einem deutschen Zoo, so daß man bislang nur die Neudekoration der Bartgeiervoliere und die Neuumzäunung der Giraffenanlage als reale Tat heranziehen kann. Ich glaube nicht, daß Menschen wegen des neuen Einganges oder geräumigerer Bedürfnisanstalten in den Zoo kommen, insofern wird Herr Niekisch wohl an der Tierhaltung gemessen werden, an der Sanierung von Altanlagen ebenso wie an der Beseitigung von Haltungsproblemen oder der Gestaltung von Neubauten, wobei ich die letzte Bemühung bewußt ans Ende der Aufzählung gesetzt haben, weil dergleichen erst mit jahrelanger Verzögerung wirksam wird.
    (30.12.2008)
    Shensi-Takin:   @MM: Ich persoenlich habe nichts gegen gaengige Praesentationskonzepte per se; besser ein fuer die darin gehaltenen Tiere gut geeignetes 08/15 Szenario als eine schlecht gefuehrte Raritaetensammlung. Nur hatte ich nach Niekischen Grossankuendigen etwas mehr (oder auch nicht...;) erwartet. Des weiteren sollte man gerade in Frankfurt aufgrund der raeumlich eher eingeschraenkten Situation nicht unbedingt dazu uebergehen, jedliche zzt. populaere Tierhaltung (wie eben begehbare Katta-Anlagen) ins "neue Gesamtkonzept" integrieren zu wollen. Wenn man sich gut auf die Haltung und z.T. sogar Zucht selten gehaltener Arten versteht, sollte man diese "Tradition" eher foerdern (selbst wenn man kein "Raritaetensammler" oder Zoofan ist), und nicht im Einheitsbrei untergehen lassen. Gerade in Hinblick auf Arten wie Schlankloris, Freshies Kiwis oder Schwimmratten waere dies aus vielerei Hinsicht (auch in Hinblick auf den viel zitierten Artenschutz) bedauerlich.
    Koennte man nichtsdestotrotz dennoch die der Haltungsverbesserung dringender harrenden Tiere wie Flusspferd und Spitzmaulnashorn in die ehrgeizige Neuplanung integrieren, anstatt sie gefliessen zu ignorieren?
    Was die Besucherfreundlichkeit angeht: deswegen lese ich ab und an gern Zoo-Reviews auf ciao.de u.ae.; im Falle Frankfurt scheinen Gastronomie und Besucherservice nach Meinung einer nicht unerheblichen Anzahl von Besuchern verbesserungswuerdig zu sein.
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   @Anna Lena Stephan: Der vorherige Masterplan sah tatsächlich vor, das jetzt Borgori-Wald genannte Haus in ähnlicher Machart entlang der Zoogrenze in Richtung Nebeneingang durch einen Trakt für Niedere Affen mit vorliegenden Außenanlagen zu ergänzen und damit deren heutiges Haus zu ersetzen.
    (30.12.2008)
    Anna Lena Stephan:   Ich war am 1. Weihnachtstag spontan in Frankfurt und fand Toilettenanlagen und Gastronomie für Winterverhältnisse (wenig Besucher) OK. Die Bärenanlage ist wirklich umbaubedürftig, typische Beton-Fels-Panoramen und sehr klein. Die Takine sind wahrscheinlich kein Besuchermagnet, da sie auch ungünstig präsentiert werden und man sie leicht übersehen kann. Das Grzimek-Haus war für mich als Laien nicht weniger artgerecht als z. B. das in Berlin. Halt relativ kleine Anlagen, aber nicht zu klein. Statt eines Abrisses könnte man sicherlich aber erstmal die Arten reduzieren und einige Anlagen zusammen legen.
    Das Niederaffenhaus ist dagegen ziemlich übel, da sehr klein und die typische Kombi aus Gittern und Kacheln. Warum man hier nicht einfach das großartige neue Menschenaffenhaus (ich war schwer beeindruckt)noch etwas größer gebaut hat und auch die Niederaffen dort untergebracht hat, ist mir ein Rätsel. Man hätte sogar einen Vergesellschaftungsversuch starten können, der zum Beispiel in Köln ja auch gelungen ist. Vielleicht sogar mit den Orangs, da kenne ich mich nicht so aus.
    Die Dickhäuter (Flusspferd und Nashorn) sind ebenfalls wirklich sanierungsbedürftig.
    Und ein neuer Spielplatz wird gerade gebaut.
    (30.12.2008)
    Michael Mettler:   In punkto Schafberg stimme ich Ralf Sommerlad zu, dessen Abtragung wäre auch für mich nicht nachvollziehbar. Wenn schon die Takine wegen angeblicher oder tatsächlicher Überhitzung abgegeben werden, könnte der Zoo die Anlage folgerichtig wieder mit (diesmal unterartreinen) Mähnenschafen besetzen und damit einen wahrscheinlich sogar größeren Beitrag zum Arterhalt leisten als mit den Takinen. Und mit ein paar relativ kostengünstig umsetzbaren Zusatzsicherungen (siehe Rheine) und einem begrünten Ausweichabteil wäre vielleicht sogar eine besucherattraktive Vergesellschaftung mit Dscheladas machbar. Geografisch nichts für Puristen, aber das gilt für andere Vergesellschaftungen in Frankfurt genauso.

    Was das Originelle betrifft: Brillenbär-Nasenbär-Anlage und Pinguin-Kühlhaus sind zwar für uns Zoofans nichts Neues, aber im unmittelbaren Frankfurter Umkreis - dem Einzugsgebiet der meisten dortigen Besucher - noch nirgends vertreten und somit regionale Aleinstellungsmerkmale, die durchaus mehr Publikum anlocken könnten. Von daher sehe ich das mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Eine Afrikasavanne ist heute Pflichtprogramm eines Großzoos, da mag es den Zoofan trösten, dass sie in Frankfurt wahrscheinlich mit ganz anderen Formen besetzt würde als im benachbarten Kronberg... Warten wir ab, ob der Zoo nicht auch noch eine begehbare Katta-Vari-Anlage plant :-)

    In Sachen Besucherfreundlichkeit: Ganz allgemein auf Zoos bezogen und über den Tellerrand unseres zoologischen Interesses geschaut sind schlechte Gastronomie, als gammelig empfundene Toilettenanlagen, langweilige Spielplätze und Warteschlangen Faktoren, die viele ONB von einem Zoobesuch abhalten. Die Frankfurter Verhältnisse kenne ich in dieser Richtung nicht bzw. habe sie bisher nie beachtet, aber falls die im Argen liegen sollten, ist ihre Behebung m.E. genauso wichtig wie die manch überholter Tierhaltung. Das schönste Arten(schutz)konzept nützt schließlich nichts, wenn es nicht genug Leute sehen wollen - und das eben nicht nur im anderthalbstündigen Schnelldurchlauf, weil sie zum Essen und für den Gang zum WC lieber wieder nach Hause fahren...

    Ich verfolge die Situation in London nicht sonderlich, aber war die nicht in etwa vergleichbar mit den Frankfurter Verhältnissen - bis hin zur Umetikettierung zum Conservation Centre?
    (30.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   ...und die 30 Mio sind ja noch lange nicht im Haushalt wirklich eingestellt. Der zu erwartende Gewerbesteuerrückgang in Frankfurt ( z.B. Wegzug der Börse) wird sich da noch bemerkbar machen. Kulturdezernent Semmelbrösel sollte sich selbst nicht zu früh feiern...
    (30.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   Na ja...ein guter "giftshop" mit breitem Angebot, etwa an Literatur, wäre ja mal was.Aber ich habe Zweifel, dass es dies ist, was vorschwebt. Geld für hübsche Kassenhäuschen anstatt optimierter Flusspferdhaltung macht wenig Sinn. Die Gastronomie ist wirklich zu verbessern-nur war die niemals Sache des Zoodirektors sondern des Liegenschaftsamtes.Afrikasavanne? Da müssten erst mal die Rappenantilopen weg, die alles spiessen wollen. Ich kann nur empfehlen, zu diesem Thema erst mal ein paar kenntnisreiche andere Zoos zu besuchen und zu befragen.
    (30.12.2008)
    BjörnN:   Insgesamt erscheint mir der Etat für die Umbauten im Frankfurter Zoo mit 30 Mio. Euro sehr knapp bemessen, wenn man bedenkt, was mit diesem Geld alles realisiert werden soll:

    - neuer Eingangsbereich
    - neue Tropenbärenanlage für Malaien- und Brillenbären
    - Abriss des Grzimek-Hauses
    - Abriss des Niederaffenhauses
    - Neubau eines Niederaffenhauses und eines Nachttierhauses (ich vermute mal, dass beides kombiniert wird)
    - Neubau einer Afrikasavanne

    Zusätzlich will man sich verstärkt im Naturschutz engagieren und auch das kostet, wie man am Engagement anderer deutscher Zoos sehen kann, ne Menge Zaster....
    (30.12.2008)
    IP66:   Gerade darin scheint mir die Schwierigkeit zu liegen: Irgendwann dürften Zoogegner und -kritiker erkennen, daß sich hinter dem Etikett "neuer Naturschutzzoo" lediglich einige Serviceerleichterungen für die Besucher verbergen und dies entsprechend nutzen.
    (30.12.2008)
    BjörnN:   @André Haubrich
    Ich gehe davon aus, dass zumindest die Rappenantilopen, Netzgiraffen und Strauße diesen Zukunftstraum bewohnen werden, eventuell zusammen mit den Grevyzebras. Eine angrenzende Flusspferanlage wäre sicher nicht nur für die Tiere als auch für den Besucher eine enorme Bereicherung.

    Die Mhorr-Gazellen sollen ja eine sonnigere Anlage erhalten, vielleicht eine von der Savanne getrennten, doch vom Besucher als Einheit verstandenen Wüstenanlage.
    (30.12.2008)
    Shensi-Takin:   Interessant die bisherigen Leserkommentare zu dem genannten Artikel; offenbar wuenscht sich ONB eher eine Optimierung der Besucherfreundlichkeit...

    Brillen-und Nasenbaeren, Pinguinbecken und "Afrikasavanne"-wirklich viel Orginelles ist da nicht dabei. Herrn Sommerlad kann man da in allen Punkten nur zustimmen.

    "Serviceportal" = einfaches Schwarzes Brett? ;)
    (30.12.2008)
    André Haubrich:   Welche Tiere sind denn für die Afrikasavanne ngedacht.
    Genug afrikanische Großtiere hätte Frankfurt ja bereits.
    Wünschenswert wäre, wie Ralf Sommerlad schon gesagt hat, auch die Flusspferdhaltung zu verbessern.
    Vllt könnte man die auch in die Gemeinschaftshaltung einbinden.
    (30.12.2008)
    BjörnN:   @IP66
    Seit wann züchten denn die Eselspinguine in Frankfurt regelmäßig??
    (30.12.2008)
    IP66:   Ich tue mich schwer, die Botschaft vom "neuen Naturschutzzoo" mit Neubauten für nicht bedrohte Arten wie Eselspinguine (die in ihrem alten Quartier anders als in manch anderer Haltung regelmäßig brüten) oder der Abgabe bedrohter Formen wie der Nebelparder oder der Takine zu verbinden. Oder geht es Herrn Niekisch nur darum, durch neue Kunstfelsdekorationen wie in der überlieferten Bartgeiervoliere dem Besucher das Gefühl zu vermitteln, bei den fraglichen Tierhaltungen handle es sich um real existierenden Naturschutz?
    (30.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   Pelikanweiher, nicht Pinguinweiher....sorry
    (30.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   1. Das Grzimek-Haus ist noch immer eines der weltweit besten und anerkannten Tierhäuser des Zoos, während die Flusspferdhaltung katastrophal ist, den Haltungsrichtlinien zuwider läuft und beendet werden müsste. Das Grzimel-Haus muss sicherlich saniert werden, wie auch das Exotarium - aber ein Abriss und Neubau??
    2. Pinguine anstelle der Takine, das heisst: Rückbau des Schafsbergs, eine finanzielle Grossleistung! Die Pinguine könnten stattdessen, deutlich kostengünstiger und mit ausreichend Platz, anstelle des Pinguinweihers untergebracht werden. Dann nämlich würde die auf der Südseite gelegene Takinanlage keine separate Kühlung für die Pinguine benötigen. Und wenn schon die Takine weg sollen ( ebenfalls fraglich warum, immerhin handelt es sich um eine bedrohte Art, deren Zucht wertvoll ist), könnte die sonnenexponierte Südseite stattdessen der Errichtung von Freilandterrarien dienen, die durch die Präsentation bedrohter einheimischer Reptilien dem Gedanken des Naturschutz-Zoos eher entspräche, als die Pinguinhaltung.
    (30.12.2008)
    André Haubrich:   http://www.faz.net/s/RubFAE83B7DDEFD4F2882ED5B3C15AC43E2/
    Doc~E503898CF844C4BEA814D15CDB5EDC958~ATpl~Ecommon~Scontent.html

    Das sind die vorläufigen Ideen für den Umbau des Frankfurter Zoos.
    Begrüßen tue ich die Idee der großen Afrikasavanne, das Grzimek-Haus abzureißen halte ich für fragwürdig.
    Kann jemand sagen, was damit nicht in Ordnung ist?
    Auch die Haie im Pinguinbecken haben doch da nicht mehr Platz.
    (28.12.2008)
    Michael Mettler:   Ebenfalls nur aus grauer Erinnerung heraus: Hatte nicht Zürich auch schon vor 1987 Rohrdommel-Nachzucht...?
    (18.12.2008)
    Anti-Erdmännchen:   Keine Ahnung, wie ich da grad drauf komme :), aber kann mir ein Frankfurt-Kenner erklären, wie es sich mit dem Sachverhalt Welterstzucht der Rohrdommel verhält? Soweit ich mich entsinne, hatte der Zoo Frankfurt behauptet, daß ihm diese 1987 gelungen gewesen wäre. Stand das nicht sogar auf der Ehrentafel am Vogelhaus drauf? Laut Zootierliste fand die Welterstzucht 1969 in Budapest statt.
    (18.12.2008)
    IP66:   Was diese Verwechslung nur Dummheit oder eine Freud'sche Fehlleistung ...
    (15.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   Nicht Herr Schildger, der Kelch ging vorüber..
    (15.12.2008)
    IP66:   Ich denke, daß es Herrn Schildger eher um die Beseitigung der Ideen seiner unmittelbaren Vorgänger geht, nicht so sehr um die Neubauten der Nachkriegszeit.
    (15.12.2008)
    Ralf Sommerlad:   In der Tat: Die Prioritätenliste gibt zu denken! Mir ist noch immer nicht ganz klar, was denn die Neuordnung des Zoos zum Artenschutzzentrum zu bedeuten hat, wenn etwa hoch bedrohte Arten gerade weichen mussten oder noch weichen müssen, um dafür zumindest strittige Neuanlagen zu planen, wie etwa die Pinguinanlage anstelle des Schafsbergs. Von einer Umgestaltung etwa der katastrophalen Flusspferdanlage ist gar keine Rede...oder hab ich in USA was verpasst?
    (15.12.2008)
    IP66:   Man beachte die Reihenfolge der Baumaßnahmen im Titel des Kolloquiums: Erst kommt der Eingangsbereich, dann die (in der Fläche durch diesen stark eingeschränkten) Bärenanlagen. Und wenn das neue Entrée, wenn auch tierfrei, den "Beginn einer qualitativen Umstrukturierung des Zoos bedeutet, so muß wohl auch bald das noch nicht fertiggestellte Menschenaffenhaus wieder weichen, weil es nicht zu Profilierung der es Zoos zum "Natur- und Artenschutzzentrum" beiträgt.
    Ich frage mich, wie Herr Niekisch dieses Zielprodukt definiert: Was dem Natur- und Artenschutz dienst und was ein Zentrum ist, wird er uns hoffentlich nach abgeschlossenem Wettbewerb zu erläutern wissen.
    (12.12.2008)
    Michael Mettler:   Wenn der Neubau von Eingang und Bärenanlage "den Beginn einer qualitativen Umstrukturierung markiert", dann hieße das doch folgerichtig, dass man den noch nicht mal fertiggestellten Borgori-Wald bereits als Altstruktur betrachtet und irgendwie auch abqualifiziert...? "Qualitativ" ist übrigens ohne wertenden Zusatz ein herrlich nichtssagendes Wort - bekanntlich gibt es gute und schlechte Qualitäten :-)


    (12.12.2008)
    Zoo Frankfurt:   Kolloquium zum Eingangbereich

    Nachdem der Magistrat am 28. November mit seinen Beschluss eines umfassenden Investitionsprogramms für den Zoologischen Garten Frankfurt über 30 Millionen Euro den Weg für einen modernen Naturschutzzoo frei gemacht hat, wurde gestern als erste Maßnahme, ein Kolloquium zum geplanten Neubau des Eingangbereiches und der Bärenanlage durchgeführt.
    "Ich freue mich, dass mit der Umsetzung des Magistratsbeschlusses für das Zoo-Investitionsprogramm so schnell begonnen wurde. Der Architektenwettbewerb für einen attraktiven Eingangsbereich und eine Bärenanlage nach modernsten tiergärtnerischen Anforderungen markiert den Beginn einer qualitativen Umstrukturierung des Zoos. Mit der Realisierung dieser Neubaumaßnahmen ist der Startschuss zur Profilierung der traditionellen Frankfurter Freizeiteinrichtung als Natur- und Artenschutzzentrum gefallen.", freut sich Kulturdezernent Prof. Dr. Felix Semmelroth.
    Am Kolloquium haben neben über 60 Vertretern der 25 eingeladenen Architekturbüros auch Vertreter des Preisgerichts, Vertreter der Sachpreisrichter, Vertreter der Bauherren und Vertreter der Politik teilgenommen. Zu Beginn des Kolloquiums erläuterte Zoodirektor Prof. Dr. Manfred Niekisch zunächst das Gesamtkonzept für die geplanten Neubaumaßnahmen im Zoologischen Garten Frankfurt und ging speziell auf den Eingangsbereich und die Bärenanlagen ein. "Die Ausschreibung des Architektenwettbewerbs stieß auf großes Interesse bei über 90 Architekturbüros in ganz Europa.", erklärt Prof. Dr. Niekisch. "In einer Vorauswahl haben wir uns für die 25 eingeladenen Büros entschieden und sind sehr gespannt auf die entstehenden Entwürfe." Unter den ausgewählten Architekturbüros befinden sich Büros mit großer Erfahrung ebenso wie junge Architekten. "Wir wollen natürlich auch Architekten mit frischen Ideen eine Chance geben", sagt Prof. Dr. Niekisch.
    Die Architekten hatten die Gelegenheit, die alten Bärenanlagen zu besichtigen und sich ein Bild von den örtlichen Gegebenheiten zu machen. Außerdem wurden in dem fast zweistündigen Gespräch viele Fragen zu ästhetischen Aspekten und technische Fragen zur Tierhaltung besprochen.
    Das Preisgericht, bestehend aus hochrangigen Fachleuten und Vertretern der Stadt Frankfurt am Main, tagt am 5. März 2009. Es bewertet die eingegangenen Entwürfe und nominiert die Gewinner des Architektenwettbewerbs. Die Reihenfolge der Gewinner wird in einer Pressekonferenz vorgestellt und alle eingereichten Modelle werden für die Öffentlichkeit sichtbar ausgestellt.


    (12.12.2008)
    Rüdiger:   wie geht es dem Paar Spitzlippennashörner eigentlich aktuell in Frankfurt ?
    Hat sich der Bulle volständig von seiner Krankheit erholt und bleibt ein Funken Hoffnung für eine letzte Geburt bei diesem erfolgreichen und einzigen Paar in Europa?
    Nun gibt es keine Photos mehr, sorry für die ausgeliehenden Photos von anderen Phtografen an dieser Stelle!
    (16.11.2008)
    Walter Koch:   Wer kann mir ein gutes Foto von Matze
    zur Verfügung stellen für eine Malvor-
    lage. (Keine Sorge ich bin nicht der
    Pinselakrobat)
    Das Gesicht ist dabei das entscheidende.
    (16.11.2008)
    Michael Mettler:   Nach einer gemeinsamen Bibliotheksrecherche liegt Oliver Jahn und mir nunmehr umfangreiches Material zu den Gebäuden des Frankfurter Zoos im 19. Jahrhundert vor (und damit auch zum Maurischen Haus), wobei wir aber erst noch die Kopien ein wenig sichten müssen (zum Sofortlesen reichte die Zeit nicht). Jetzt bietet es sich erst recht an, aus diesem Thema einen eigenen Thread zu machen - in Kürze mehr :-)
    (15.11.2008)
    Zoo Frankfurt:   Alpaka-Baby Obama

    Der Zoologische Garten Frankfurt gratuliert Barack Obama zu seinem Wahlsieg als 44. Präsident der USA. Ihm zu Ehren wurde das am Wahltag, dem 4. November 2008, geborene männliche Alpaka-Baby Obama genannt.

    Baby Obama ist noch etwas tapsig auf den Beinen, erkundet aber schon munter das Gelände. Es ist in der Obhut seiner Mutter Anne gut aufgehoben. Obama ist das zweite Jungtier von Anne, die ihr Junges routiniert versorgt.

    "Alpaka und Lama sind elementare Bestandteile der Kultur der Hochland-Indianer Südamerikas, der Inkas und ihrer Nachfahren. An diesen beiden Zuchtformen der südamerikanischen Wildkamele zeigt sich besonders gut, dass auch Haustiere durchaus zu einem Zoo gehören", betont Zoodirektor Manfred Niekisch. "Alpaka und Lama stammen vom wildlebenden Guanako ab und werden in der südamerikanischen Andenregion wegen ihrer Wolle und ihres Felles als Haustiere gezüchtet".

    Im Zoologischen Garten Frankfurt lebt eine Alpaka-Herde aus acht Tieren.
    (07.11.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Muss ja nicht geklaut sein - vielleicht war das ja schlichtweg die holländische Ausgabe des deutschen Buches, die dem Autor des Artis-Buches vorlag.
    (25.10.2008)
    Oliver Jahn:   @MM, da haben die Holländer wohl geklaut! Ich habe das Buch auch, und es ist vom deutschen IllustratorPaul Wagner, und es erschien im J.F. Schreiber-Verlag im Jahr 1899 unter dem Titel "Im Zoologischen Garten" Ein Bilderbuch zum Aufstellen. Und wenn man den Angaben des Verfassers glauben darf, dann waren die Zoos von Berlin, Frankfurt und Dresden sein Vorbild.
    (25.10.2008)
    Michael Mettler:   Na bitte, also auch noch Ballonaufstiege. Über die "modernen Völkerschauen" haben wir uns ja hie und da auch schon das Maul zerrissen, dann fehlt eigentlich nur noch eine neuzeitliche Nachfolgerin für das "haarige Mädchen" Krao, das u.a. in Frankfurt zur Schau gestellt worden war. Zurück in die Zukunft!
    (25.10.2008)
    Klaus Schüling:   Exkurs zum Stichwort "Ballonaufstiege":

    Okay, das ist ein großer Zoo mit viel Platz, aber Ballonaufstiege wie im Wild Animal Park in Escondido werden auch heutzutage noch gemacht.
    Wir hatten vor ein paar Jahren das Vergnügen, die ersten Probeläufe mitzuerleben - und die Tiere auf den großen Gemeinschaftsanlagen waren durchaus beeindruckt - machten aber keinen panischen Eindruck.
    Werden diese Ballonaufstiege dort noch praktiziert?
    (25.10.2008)
    Michael Mettler:   Ein völlig unerwartetes Fundstück: Ich stöberte noch in "Het Boek van Artis", einem Buch mit historischen Abbildungen aus Amsterdam, als mir das nebenstehende Bild ins Auge fiel. Es stammt aus einem Panoramabuch "Grote Dierentuin Boek" (Das große Tiergartenbuch), eines jener Bücher, bei denen sich beim Aufklappen eine Landschaft entfaltet - in diesem Fall eben ein (alter) Zoo. Und was sehen wir da im Hintergrund? Kein Gebäude aus Amsterdam, sondern ganz eindeutig das Maurische Haus aus dem Frankfurter Zoo! Das Buchpanorama, das auf einem Foto im Ganzen zu sehen ist, enthält auch noch ein Raubtierhaus, einen Affenkäfig, einen Bärenzwinger und eine Grotte, die ein Aquarium darstellen könnte (schwer zu erkennen); wer weiß, ob das nicht auch alles nach Vorbildern aus dem historischen Frankfurter Zoo gestaltet wurde.
    (24.10.2008)
    Michael Mettler:   ... in dessen "Borgori-Wald" es aber dennoch Räumlichkeiten geben soll, die man als "Event locations" anmieten kann. Oder werden die jetzt für ein Artenschutzmuseum o.Ä. verwendet?
    (24.10.2008)
    IP66:   Wenn ich den Herrn aus Greifswald recht verstanden habe, soll ja in Frankfurt ein ganz neuer und moralisch überaus hochwertiger Zoo entstehen ...
    (24.10.2008)
    Michael Mettler:   Irgendwie verstehe ich bei dem angekündigten Vortrag nicht so recht, inwiefern die voranstehende Auflistung im Gegensatz zum modernen Zoo stehen soll. OK, Elefantenreiten ist weitgehend out und Ballonaufstiege wären schon allein wegen schreckhafter Tiere ein Riesenproblem, aber die Dressurvorführungen nennen sich heute schlichtweg Tiershows bzw. kommentierte Fütterungen, Konzerte gibt es immer noch, Modenschauen und Hochzeitsfeiern sind dazugekommen, und welche Rolle die Restaurants spielen, erlebe ich in Hannover bei fast jedem Besuch...
    (24.10.2008)
    Zoo Frankfurt:   Veranstaltungshinweis

    Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Zoo und Kino als Schaueinrichtungen der Moderne und die Filmarbeit von Bernhard & Michael Grzimek

    Dienstag, 28. Oktober
    Kino im Deutschen Filmmuseum


    18.00 - 19.00 Uhr
    DER ZOO UND SEINE BESUCHER - GESTERN UND HEUTE Vortrag von Dr. Gerhard Heindl

    Elefantenreiten, Dressurvorführungen, Ballonaufstiege, Konzerte, Restaurants - Tiergärten entwickelten sich im späten 19. Jahrhundert zu "Event Locations" ersten Ranges und zogen hunderttausende Menschen in ihren Bann. Mehr als 100 Jahre später hat sich der moderne Zoo den vier Grundprinzipien Erholung, Bildung, Forschung und Arten- und Naturschutz verschrieben.

    anschließend

    19.00 - 20.30 Uhr

    CAT PEOPLE
    (Katzenmenschen), USA 1942, R: Jacques Tourneur, s/w, 73 min.

    Einer der herausragenden Horrorfilme der 1940er Jahre über die tragische Geschichte von Irina, der Katzenfrau. Ihr Verehrer lernt sie im Zoo kennen, beim Portraitieren eines Panters. Aber Irina scheint von Raubkatzen besessen zu sein und lauscht ihren Schreien in der Nacht.

    (24.10.2008)
    IP66:   Ich denke, daß die Ställe, ähnlich wie in der berliner Elefantenpagode, die ja noch ein wenig jünger war, vom Besucherraum aus versorgt wurden. Bei den deutlich längeren Arbeitszeiten des Pflegepersonals und den kleineren Besucherzahlen eines Aktionärszoos würde ich darin auch kein Problem sehen wollen.
    Den Ofen würde ich da vermuten, so wir bzw. die Zeichner des Gebäudes nicht hingeschaut haben, wobei man auch an eine in einem eventuell vorhandenen Keller befindliche Warmluftheizung denken könnte. Bleibt also der die Einganagsseite des Hauptraumes, einer der Ställe oder das untere Geschoß des nicht mit dem Treppenhaus belegten Turmes ...
    (14.10.2008)
    Zoo Frankfurt:   Der neue Gorilla-Mann VIATU stellt sich vor

    Der in Basel geborene Gorilla-Mann VIATU zieht in sein neues Zuhause im Zoologischen Garten Frankfurt ein.
    Am 17. Oktober wird VIATU das erste Mal die Innenanlage im Borgori-Wald betreten.
    (14.10.2008)
    Oliver Jahn:   Aus den Bildern lässt sich nichts rausholen, nicht bei der Qualität. Bei geringer Vergrößerung pixeln die Bilder schon extrem. Und auch die "Oroginal" in der Chronik sind nur einfach Massendrucke ohne fotografische Qualität.
    Die Beiträge zum Maurischen Haus in einen eigenen Thread zu bringen kann nur zukünftig passieren, das es schon zuviele Beiträge dazu gibt. Und wenn sie sich dann auch noch mit dem Haus und den Straussen beschäftigen geht es gleich gar nicht.
    (13.10.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Nein, sicher bin ich mir da nicht, die bauliche Maßnahme wird auch nicht näher erläutert.

    Angesichts der zeitgenössischen Innenansicht von Lingenfelder frage ich mich übrigens, von wo aus eigentlich die Huftierställe pflegerisch betreut wurden. Es gibt keinen Pflegergang vor den Ställen, nicht einmal ein Absperrgeländer für die Besucher. Bliebe nur ein Gang zwischen Stall und Außenanlage, nur wo war dessen Zugang? Oder hat Lingenfelder womöglich Details weggelassen, um das Bild eindrucksvoller wirken zu lassen? Und wo stand der notwendige Ofen?
    (13.10.2008)
    IP66:   Zu den Straussen: Ich vermute, daß Herr Niekisch die Vögel als nicht in einem Zuchtbuch organisierte Art wenig schätzt und seine Artenreduktion auch hier durchsetzen möchte, vielleicht aber noch Probleme mit Tierpaten oder Stiftern hat - oder es handelt sich um eine saumselige Zooführerredaktion, kein auf Frankfurt beschränktes Phänomen ...
    zum Elefantenhaus: So, wie das Gebäude an der bockenheimer Landstraße organisiert war, dürfte es ein vorhallenartiges Element enthalten haben - allerdings heißt das nicht, daß es im Innenraum auch Türen gab, die besagte Halle vom Hauptraum abtrennten. Es mag sein, daß angesichts der Vergrößerung des ja nicht eben monumentalen Gebäudes Herr Schmidt sich dazu entschlossen hat, eine strengere Abgrenzung der alten Einganagshalle, eines besseren Windfanges, durchzuführen, um die Räume im Obergeschoß und eintretende Besucher von den im Haus herrschenden Gerüchen abzuschirmen und die Heizung in den Tierställen zu stabilisieren. Sind Sie sich eigentlich sicher, daß bei der Zusammenlegungen der Stallungen auch die Bögen zur Haupthalle verändert wurden. Man kann sich ja vorstellen, daß das Nashorn hinter zwei solcher Öffnungen stand.
    (13.10.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Danke. Merkwürdig nur, dass die Strausse im neuen Zooführer mit keiner Silbe erwähnt werden und dass es dort zudem heisst, der Zoo Frankfurt würde mit Helmkasuar, Kiwi und Darwin-Nandu DREI Laufvogelarten zeigen...
    (13.10.2008)
    Michael Amend:   @Sacha. Ich habe im Sommer einen Straußenhahn auf der Afrika-Anlage gesehen,ich glaube, aus Berlin hat der Zoo in diesem Jahr neue Hennen dazubekommen.
    (13.10.2008)
    Michael Amend:   Der ZF 1877 nennt als Einhufer im Elefantenhaus Afrik. Wildesel,Island-Pony und Burchell-Zebra.
    (13.10.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Möglicherweise gab es ja im Originalzustand des Gebäudes (alter Zoo) noch gar keine Vorhalle. Scherpner beschreibt für den Wiederaufbau des Hauses auf der Pfingstweide diverse Neuerungen, und in diesem Zusammenhang erwähnt er verdächtigerweise auch die Vorhalle, auch wenn er sie nicht speziell als neu bezeichnet. Ob nun am Ende der Halle am alten Standort ein Ofen stand oder nicht: Der Elefant befand sich jedenfalls dort nicht, wie das Gemälde von Susenbeth - falls es nicht künstlerischer Freiheit entspringt - belegt. Dessen Stall muss sich gleich links hinter dem Eingang befunden haben. Immerhin hatte er dadurch wenigstens in seinem Außengehege eine gewisse Fernwirkung, wies dieses doch zur Parkmitte hin, und es war ihm ein größerer Platz vorgelagert.

    Die Integration eines zusätzlichen Elefantenstandes UND die Einfügung zweier zusätzlicher Stallboxen für andere Tiere in die Originalmaße des Hauses hätte bedeutet, dass man die vorherigen beiderseits je drei Ställe für Huftiere drastisch hätte verkleinern müssen. Max Schmidt erwähnt in seinem Überwinterungsartikel, dass schon die Huftierställe im alten Zoo eigentlich zu klein waren, um den winters komplett eingesperrten Tieren ein gesundes Maß an Bewegung zu bieten; er hätte wohl kaum geduldet oder gar veranlasst, dass ihnen dieser Raum auf dem neuen Gelände und noch immer unter seiner Leitung noch weiter beschnitten worden wäre. Das Haus MUSS vergrößert worden sein.

    Eine Zusammenlegung von seitlichen Ställen hat es schon vor Grzimek gegeben; Scherpner erwähnt diese in Zusammenhang mit dem Eintreffen des Panzernashorns und des ersten Flusspferdes. Was auf dem Foto des Grzimek-Artikels links zu sehen ist, könnte also bereits ab 1896 so ausgesehen haben - nur eben nicht mit Elefanten, sondern mit dem Flusspferd.
    (13.10.2008)
    Rattus:   Könnten wir das maurische haus in einen eigenen thread verlagern?

    (13.10.2008)
    IP66:   Meine Deutung des Innenraumbildes gestaltete sich so ideell, daß ich den Einwand Herrn Mettlers ausnehmend glücklich finde: So lange wir die genauen Aufmaße des Bauwerks in seinen Zuständen nicht kennen, wissen wir nicht, ob der Elefantenstall, wie wahrscheinlich, angebaut, oder ob er in die übertragenen Formen des Bauwerks integriert wurde. Dennoch halte ich es für die Wirkung eines Gebäudes für wichtig, ob man, wenn man aus der Vorhalle in den Hauptsaal tritt, auf einen Elefantenstall oder eine wie auch immer dekorierte Wand blickt - vielleicht auch auf einen Ofen?
    Die Bemerkung von Herrn Grzimek spiegelt die Kritik an Gründerzeitbau: Während man in solchen Gebäuden das Tier wie ein Gemälde rahmte und in einen architektonischen Kontext einband - der linke Stall auf dem von Herrn Mettler eingestellten Bild zeigt das recht sinnfällig - wünschte man sich in den 50er Jahren eher die eine Aufstellungen des Elefanten gleich einer Skulptur in einem lichtdurchflutetem Raum auf einem Sockel. In der so wichtigen Blickachse des überlieferten Gebäudes hat Grzimek das ja auch realisiert, während er sich bei den Seitenställen mit einer Zusammenlegung von jeweis zwei Maueröffnungen begnügen mußte.

    (13.10.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Wurde denn wirklich ein Rückraum in einen Elefantenausstellungsstall verwandelt? Oder wurde das Gebäude womöglich beim Umzug durch einen Anbau für eben jenen Elefantenstall verlängert, so dass im alten Baukörper Platz für die beiden zusätzlichen Huftierställe entstand? Im Gegensatz zu den beiden zeichnerischen Ansichten des Hauses aus der Vogelperspektive zeigt das Foto von 1878 gar keine Abstufung vom "Haupthaus" zum Elefantenstall, sondern das Dach befindet sich auf gleicher Höhe. Auf der Zeichnung vom Inneren des Hauses, die wahrscheinlich erst nach dem Foto entstand, befindet sich das Frontgitter des Elefantenstandes in einem Mauerbogen, an dessen Stelle vorher (am alten Standort) die Rückwand des Gebäudes gestanden haben könnte.

    Übrigens: Wo könnte sich eigentlich der Ofen des Hauses befunden haben, der angesichts des Gebäudevolumens nicht gerade klein gewesen sein dürfte und einen Schornstein benötigte? Vor dem Umzug wäre ja genau an jener Rückwand dafür Platz gewesen, und der kleine Anbau am Haus, der aus der damaligen Vogelperspektivzeichnung zu ersehen ist, könnte schlichtweg der Kohlenbunker für diesen Ofen gewesen sein.

    Grzimek beschreibt den Zustand des Hauses nach dem 2. Weltkrieg so, dass der Urin der Tiere in offenen, nur mit Gitter abgedeckten Rinnen im Hausinneren ablief und in diesen Rinnen auch die Heizungsrohre verliefen. Gab es solche Konstruktionen schon in den 1870er Jahren, oder kann das nur einer nachfolgenden Modernisierung geschuldet sein? Im selben Artikel findet sich auch das nebenstehende Foto aus dem Inneren des Hauses, das höchstwahrscheinlich den Zustand nach der provisorischen Wiederinstandsetzung nach dem Krieg zeigt. Rechts im Bild die Schmalseite des Hauses; über den dortigen Elefantenstand schreibt Grzimek: "Dieser Stand war früher nur durch eine Wandöffnung mit dem Zuschauerraum verbunden." Leider lässt die Formulierung offen, ob er mit "früher" den letzten, provisorischen Zustand vor dem Umbau meinte o