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    Zoos in Tschechien und der Slowakei

    Adrian Langer:   http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_83622966/in-prager-zoo-handpuppe-rettet-seltener-elster-das-leben.html

    In Prag konnte eine Java-Elster gerettet werden.
    (17.04.2018)
    Adrian Langer:   http://www.radio.cz/de/rubrik/nachrichten/zoo-pilsen-luchs-beisst-kind

    In Plzen gab es einen Unfall mit einem Luchs. Wenn das mal nicht nach nicht beachteten Warnungen am Gehege riecht!
    (16.04.2018)
    Adrian Langer:   http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/raritaet-baumschlieferbaby-im-zoo-ostrava

    In Ostrava wurden erstmals Baumschliefer gezüchtet.
    (22.03.2018)
    W. Dreier:   Noch einige Ergänzungen, nachdem ich tschechisch-russische Sprachforschungen in den Heften getrieben habe.

    -Dvur Kralove: Dvur hat aus Veszprem (Ungarn) 3 weibliche Schimpansen erhalten
    - die persische Leopardin Jacqueline hat drei Jungtiere. Aus früheren Geburten ging der Kater Archys nach Sotschi (Zuchtzentrum!)
    -die Gepardin Darili hatte wieder 2 Jungtiere. In der Zeit 2014-017 gab es 16 Jungtiere (auch unter Einschluß anderer Katzen)
    - eine Hyänenhündin hatte 7 Junge (2 , 5)
    - aus Dvur gingen in den vergangenen Jahren Antilopen, TBC-freier Kaffernbüffel (auch seinerzeit unter BB nach Südfafrika) und 2009 zwei Spitzmaulnashörner nach Afrika - letztere in den NP Mkomazi in Tansania , die dort beide bereits weiblichen Nachwuchs hatten. 2016 gingen 2 weitere nach Mkomazi.
    - die gastronomischen Einrichtungen im Safari-Zoo bereiten die Speisen ohne Palmöl .

    Pilsen

    - Nachtrag zu den Beständen in den Nachttierhäusern: Emin-Riesenratten, Springmäuse, Springhase,. Senegal- und Fettschwanzgalago, Mausmaki, Fettschwanzmaki, Tenrek, madagassische Riesenratte, Gambia-, Rodriguez, Palmflughunde, Schabrackenschakaj, Schmalmungos. Zebramungos, Kusimansen, Zwergmungo, Zwerggenette, Tibesti-und Zwergstachelmaus, 2 Rennmäuse, 2 Striemengrasmausarten, Chama-Fuchs, Neumanns Grasratte, Kugelgürteltier, (alles nur ein Bruchteil des Bestandes). Die Palawanstachelschweine sind umgezogen (gegenüber Giftschlangen)
    (03.10.2017)
    W. Dreier:   Am Hang gibt es das ehemalige Gut Lüftnerka. jetzt ein renoviertes Kombihaus: neben alten landwirtschaftlichen Geräten, auch Hausausstattungen gibt es dort Konferenzräume, im Umfeld eine Reihe von Haustieren. Hingewiesen wurde ich auf eine Farbmorphe der Nutrias. Nutrias sind , soweit ich noch weiß, in Tschechien vor ca 100 Jahren ausgesetzt worden. Auch plant man dort eine Ausstellung möglichst vieler Kaninchenrassen - mit erheblichen veterinärpolizeilichen Auflagen.
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Palawan-Hornvogel: Nachwuchstier
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Tibesti-Stachelmaus
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Coendou-Nachwuchs
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Wüstendickhorn-Widder
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Beutelmarder
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Die neue Königskobra
    (02.10.2017)
    W. Dreier:  

    Plzen:
    - 2016 wurde das 90igjährige Jubiläum gefeiert. Wieder gab es ein umfangreiches Jahresheft. Tomas Pes hatte wenig Zeit, doch konnte er mir einige Wünsche im Nager- und Vogelbereich erfüllen. Allerdings gibt es Probleme: das Dachgeschoss des ``besonderen Hauses`` muß völlig erneuert werden. Die größeren Vögel erhielten ein neues , wohl nicht begehbares, Glashaus an der Parkgrenze zum Direktorium, die kleineren Vögel wurden auf die vielen Volieren verteilt - wobei man mit etwa Angst auf die Winterzeit schaut. Den zunächst freigewordenen Raum erhielten die Nager, für deren Zuchtgruppen man nun Abnehmer in Europa sucht. Über die Erweiterungsvorhaben muß ich noch das Jahresheft befragen. Im Bereich zwischen dem Restaurant Kiboko und dem Mediteranium wurde eine europäische Alpenbepflanzung realisiert, wobei weiterhin die pflanzlich-geographische Ausrichtung im ganzen Garten höchste Anerkennung verdient. Man ist gerade dabei, bei der Ausweisung der Pflanzensystematik die Schilder auf neueste genetisch fixierte Befunde umzustellen.
    Bautechnisch gibt es eher Renovierungen: Der ``Greifvogel``-Zylinder wird gesäubert und neu verdrahtet, am ``Giftschlangenhaus`` wurde der linke Abschnitt von ehemals Komodowaran und Siamkrokodil abgerissen, neue erweiterte Mauern gezogen - so liegt es aber schon etwas lange. Die Komodos sind wieder in Prag . Dieser Erweiterungsteil wird Reptilien (spezielle Waranen), Mindorokrokodilen und Vogelarten der Philippinen gewidmet sein.

    Tierisches: der Bestand ist weiter vielfältigst. Nashorndame Manjula hat Nachwuchs im Frühjahr bekommen, der Bulle Baabuu hatte Beinschwierigkeiten - daraufhin wurden alle Betonteile herausgebrochen und entsprechendes Substrat eingebracht. Daselbst Nachwuchs bei den Nyalas und Chapman-Zebra.
    Ein schöner Erfolg schien die erstmalige Entwicklung eines Jungtieres bei den Kurzschnabel-Ameisenigeln zu werden, doch starb das Jungtier nach 40 Tagen. Erfolge gab es wieder bei den Tariktikhornvögeln (3 juv), Palawan-Nashornv, auch die Manila-Prachtreiher hatten Junge. Auch die Rötelpelikane hatten Jungtiere - in Nestern in ca 5 m Höhe.`
    Öffentlich der größte Erfolg war nach 40 Jahren die Geburt zweier Berberlöwen. Nicht bewährt hat sich die Haltung von Kropfgazellen - auf der Asienfreianlage leben jetzt Trampeltiere und Kulane zusammen (1 Fohlen). Nachdem die Königskobra verstarb, gibt es jetzt ein weiteres Tier - auch mit ca 2,5 m Länge, Weiterhin werden dort ca. 10 Giftschlangen ausgestellt (mit Schlegels Lanzen-Otter, Inlandtaipan, Todesotter. Im Rhino-Haus wird gerade eine Ausstellung von ca 25 Phelsumenarten vorbereitet.
    Im Nachttierhaus bei den Nagern war neu für mich eine Tibesti-Stachelmaus - im Jahresheft werden wieder mindesten 100 Arten aufgeführt.
    Gut läuft die Zucht bei denn Neu-GuineaBuschwallabies, aus Jhilava erhielt man 2. 0 Beutelmarder, neu für Plzen sind auch Potoroos (2.0)
    Im Amazonienhaus gibt es laufend Nachwuchs bei den Coendus, bei den Krallenaffen hatten die S. `lagonotus`-Tamarine ein Jungtier, auch die Nachtaffen. Weitere Affengeburten: Angola-Guereza, Fettschwanzgalago und erstmalig bei den Alaotra-Lemuren. Der Nachwuchs bei den Sattelvaris überlebte nicht. Noch nicht befriedigend läuft die Zucht der Wüstendickhornschafe - jetzt 1,4, die letzte Schneeziege ging schon eher in den TP.

    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Silbergibbon-Nachwuchs
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Glattotter aus Südostasien
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Ein Stück Taubwaran (Lanthonotus)
    (02.10.2017)
    W. Dreier:   Zoologischer Garten Prag und Zoologisch -Botanischer Garten Pilsen

    Wenn man zurückscrollt, ist von vielen Besuchern unseres Forums Ausreichendes zur Stellung der Zoos von Plzen und Prag im europäischen Zoowesen gesagt worden - und diese hat sich nicht verändert. Ich hatte ebenfalls schon ausführlich am 27.9.015 und 22.9.013 berichtet. Und auch dort kann man Wunder innerhalb zweier Jahre nicht erwarten. Ich beschränke mich auf einzelne Punkte - ansonsten war ich jeweils 2 Tage dort.

    Übrigens - Besuchermeinungen im Netz: ``Schöne Lage, aber sehr steil, schöner Baumbestand: man kommt nahe an die Tiere heran - und der Preis ist sehr gut (nämlich sehr gering). So geht das über 90% !
    Prag:
    - Im nachfolgenden Bereich zur Anlage der roten Pandas hinter dem Haupteingang entsteht ein Vogelkomplex - allerdings nur von oben einzuschätzen. Lange fast 100 Meter, Bannerart: Lear-Ara; in dem Bereich wird auch ``Australien`` sein. Weiterer Schwerpunkt ist der Bau eines Restaurants in der Nähe des Lifts. Die Sichuan-Vogelhalle daselbst wird gerade verändert.
    -Tierisches: Nachdem nun ein Glattottermann zugelassen wurde, gab es im Frühjahr 7 Jungtiere - erstmals für Europa. Offensichtlich waren beide Weibchen beteiligt. Etwas dünner war der Besatz in der Dunkelabteilung der Indonesienhalle: je 2 besetzte Abteile mit Philippinenmusangs und Graukuskusen, Bürstenschwanzkänguruhs, Plumploris , Petaurus, Kurzschnabel-Ameisenigel und die Nilflughund-``Geister``, im oberen Stock Einzug von Palawanstachelschweinen anstelle der Balabac-Kantjils. Nicht zu sehen waren die Mount-Hagen-Buschkänguruhs. In der Ecke dann das Becken für Taubwarane - etwas enttäuschend noch für diesen ``Gral der Reptilienliebhaber`, wie es der ``Troisky konik``(eine Hauszeitschrift) beschrieb. - nichts zu sehen bei mehrmaligem Besuch. Ein mitleidiger Pfleger (alle auf englisch ansprechbar und auskunftsfähig) tauchte dann mit mir in die Unterwelt hinter dem Becken - dort sind 6 kleinere Tiere untergebracht. Leider waren die Tiere noch klein (so 25 cm) , die Bedingungen für ein Foto nicht gut.
    Nachwuchs:2 Elefantenjungtiere von Ankhor - aber, wie hier schon beschrieben, webte´´Angkhor recht deutlich. 1 Jungtier bei den Mishmis , 1 bei den Waldrentieren (dort mein bisher größter Hirsch) -generell aber wenig Nachwuchs bei den Huftieren (Hirsche, Antilopen, Wildschafe), auch auf der großen Afrikaanlage., weiterhin 2 Przewalski-Fohlen, 1 Bongokalb. Vor ca. 12 Monaten gab es wieder eine Gorillageburt, auch bei den Schnurrbarttamarinen und Klammeraffen. Interessant: in einer historischen Aufstellung zur Gorillahaltung mit Abbildungen wird erwähnt, dass alle erstgehaltenen 5-6 Tiere der Kamerunart angehörten - jetzt ist noch ein älteres Tier existent, etwas schwer zu differenzieren, zumal der Pfleger nur kurzzeitig als Erklärer dort war. Nachwuchs bei Silbergibbon (schon etwas älter) und Guereza. Die Gepardin hatte wieder 4 Jungtiere, ebenfalls 4 bei den Waldhunden. Guten Nachwuchs gab es auch bei den Hornvögeln: Doppelhorn-. Rhinoceros- und Tariktikhornvogel. Bei den Riesenseeadlern sogar erstmals (weltweit?) 3 Jungvögel, 1 bei den Schmutzgeiern. Die ehemaligen Hoffnungen auf Nachwuchs bei den Schuhschnäbeln sind wohl nun geringer - ich sah nur ein Tier. ``Bergtiere``: Nachwuchs besonders bei den Mähnenspringern, wenig bei den Kaukasiern und Tharen. Im Riesenschildkkrötenhaus zählte ich 7 ca. 1 m lange Komodos.

    Erwähnenswert noch eine große Vogelspinnenausstellung am äußersten westlichen Ende der Wegekehrung am Berg.

    Anbei: Angkhor in Familie

    (02.10.2017)
    W. Dreier:   noch eine Importliste mit Hunters Leierantilope
    (01.10.2017)
    W. Dreier:   Aber noch etwas Wichtiges: Meerkatzen gibt es ja kaum noch - und Lowes MK noch weniger. Ich hatte sie in Twycross vor Jahren gesehen, und vor ca 40 Jahren in Schwerin. In Dvur hatten sie Nachwuchs.
    (01.10.2017)
    W. Dreier:   Oh - pardon: da habe ich nicht begründete Hoffnungen erweckt. Ich hatte vorgestern zum Vergleich die Fotos von 2009 und 2013 von Dvur durchgesehen - bei ca 3000 jetzt gemachten Fotos für die 6 Tage kam ich wohl etwas durcheinander. Dafür habe ich noch die Schabrackenschakale vergessen.
    Hier ein Bild der Braunen von 2009.
    (01.10.2017)
    Adrian Langer:   Lese ich richtig, das Dvur jetzt auch Braune Hyänen hält? Sollen etwa neue Halter akquiriert werden?
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Gorilla-Mann
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   enthorntes südliches Breitmaulnashorn - der Schnitt dürfte schon vor längerer Zeit geschehen sein.
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Oustalet-Chamäleon
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Langaha-Nasennatter aus Madagascar - wobei Mann und Frau unterschiedliche Ausprägungen haben
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Fossa-Kater
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Oh - pardon-doppelte Ausführung hält besser.

    Große Weißnasen-Meerkatze
    (30.09.2017)
    W. Dreier:   Dvur Kralove:

    Dvur Kralove war vor 40 Jahren für den ``Ost-Zoofan `` der heilige Gral der Afrikaliebhaber - nach Afrika kam man ja nicht. Direktor Josef Vagner hatte in den Siebzigern über mehrer Fangaktionen aus verschiedensten Ländern regelrechte Herden in das kleine Städtchen am Fuße des Riesengebirges geholt und zunächst in Kral-ähnlichen Unterständen ausgestellt. Über die Bezahlung ist hier schon an anderer Stelle diskutiert worde. Eine Safaristrecke sollte es geben. Schon früh entstand eine große Betonstraße, Autos aber fuhren dort noch lange nicht.

    Meine Berührung mit Dvur 1972 begann damit, dass ein ehemaliger Kurator des TP mir einen Entwurf über Mähnenwolfhaltung mitgab zur Übergabe - es hatte die erste erfolgreiche Geburt im Tierpark gegeben und Dvur hatte gerade Mähnenwölfe bekommen. Die damalige junge Assistenten wurde die bis vor kurzem tätige Chefin in Dvur. Das als Einstieg.

    Ein ironischer -aber hier realistischer Vorsatz noch :``Früher war alles besser`` Früher, d. h also 1972, setzte man sich um 24 Uhr am Ostbahnhof in den Zug (an alle jüngeren Fans: Nachtzüge gab es damals!) und kam etwa gegen 6 in der Früh in Praha-stred an (heute Masaryk-Bahnhof) , rannte dann in 10 Minuten Richtung Busbahnhof Florenz und erreichte den Bus Richtun Dvur oft noch gegen 6:15. Dann war man gegen 10 in Dvur. Nun haben wir aber 2017: Suche von mir bei Google: erste Bus-Abfahrt 10 Uhr - 10 Uhr? - kann nicht sein, mein Reisebüro : ebenfalls 10 Uhr, Ticketschalter in Florenz: Regio-Jet (vor wenigen Monaten noch ``student agency``) Abfahrt cerny most 10 Uhr, Dvur 12;05! 20 min Fußweg (wird gerade - endlich -neu gemacht). Neues Ungemach: der Haupteintrittsschalter wurde gerade mit großer Technik abgerissen (ach so - Rückbau), nur der Eintritt am 2. Parkplatz , weiter hinten, war offen. Da ich vorher nur einen Rückbus gegen 16 Uhr gefunden hatte, sagte eine der Damen: es sei besser, nach Hradec Kralove zu fahren , da fährt jede Stunde ein Bus nach Prag! Es wurden gerade alle Buspläne verändert, kein Mensch sah durch. Also hatte ich gute 2,5 Stunden, womit der Safaribus - nee, der nennt sich jetzt Afrika - Truck (1 Stunde laut Führer- die ausgestellten Tiere kenne ich alle), für mich ausfiel und ich mich auf den ``alten`` Zoobereich und den Fußweg Richtung Safaribus konzentrierte .

    Afrikanische Safari ist also seit Jahren die Neuausrichtung, schon seit Jahren gibt es ein Safarihotel. Die neueste Masche ist ein Safari-Camp. Behauptet wird in dem Guide, dass unten die Tiere grasen - und oben tränke man seinen Kaffee. Der alte Teil liefert aber auch (noch?) Tiere anderer Erdteile. Katzen - besser Raubtier-Abteilung: Amurtiger , Hyänenhunde (hatten wieder gezüchtet), Geparde mit 2 größeren Jungen, Löffelhunde, Streifenhyäne (laut ZTL Vorderasiaten), persische Leos, Braune Hyänen, 1 männliche Fossa, 1 kleine Genette, Fenneks. Überall gepflegte Anlagen , eine Kattainsel, gute botanische Umrahmung. Die Affenhaltung Richtung Schloß zeigt große WeißnasenMK und Borneo-Orangs, die anschließende Vogel-Urwaldhalle ist so zugewachsen, dass man kaum einen Vogel sieht. Eine weitere Vogelhaltung zeigte innen Triele, daran eine Ibisfreifluganlage: bessere Arten waren südafrikan. ``Glatzköpfe``, die Schwesterart des Waldrapps, Bernier Enten, Weißkopf-Ruderenten, Goliathreier und die sonstigen Verdächtigten. Dann noch Surikaten und afrik. Erdhörnchen und eine große Kletterlandschaft für Kinder. Durch das auch dort befindliche Aquarium rannte ich durch, nicht so durch das Terrarium - leider gab es nur tschechische Namens-Schilder. In dem ``Jambo`` genannten Heftchen gab es überhaupt ein tolles Erklärungssprachdurcheinander: mal nur tschechische, mal mit englischen, mal auch deutschen, manchmal russischen Erklärungen . Das Deutsch stammte offensichtlich direkt von Herrn Google - der muß noch viel in Zoologie lernen.

    Besonderheiten waren Oustalet-Chamäleon, die Langaha-Nasennatter aus Madagascar, einige bessere Giftschlangen (da wird behauptet, die Schlangenterrarien im TP seien zu klein???) und ein recht großer Sundagavial. Dann kommt die Gegend der ehemaligen Gazellen/Antilopenausstellung vor Beginn des ``Safari-Fußweges``. Heute finden wir dort Rappenantilopen, mehrere Orte mit kleinen Kudus - wohl auch in Schicht mit Damagazellen, auch die 3 Elefanten, die berühmte Bongohaltung, die Okapis und auf der damaligen Längstreihe nur noch Zwergflußpferde. Auch Panzernashörner gab es dort mal. Gegenüber liegen dann Gemeinschaftshaltungen: große Kudus, Thommys, theoretisch auch Dik-Diks, dazu Kronenkranische und Marabus.. Die `` Gazellen``-Reihe wird jetzt eingenommen von etwas seltsam geformten schwarz-weiß gezeichneten Häuschen - soll wohl afrikanisches Flair beim Kaffee-Trinken verbreiten. Ein kleines Restaurant hat im Vorraum nördliche ZwergMK. In der Historie gab es hier an Besonderheiten Caamas in Fülle, Rehböcke, Buntböcke, Buschböcke, Bergriedböcke, auch kurzzeitig Pudus und Dallschafe und die Hirolas oder Hunters Leierantilopen, Impalas, später auch Wüstengazellen. Im Elefantenstall steht ein Mammut-Modell, auch sind hier Erdferkel untergebracht, früher lebten hier auch die Hippos. Hinter dieser Reihe ist später das Menschenaffenhaus errichtet worden mit Gorilla-und Schimpansen-Freianlagen, im Innenraum heute Lowes Meerkatzen und Angola-Guerezas . .

    An dieser Stelle hat man nun nach Errichtung der Safari-Truck-Busstation für Fußgänger einen neuen mickerlichen Zuweg zum neuen Teil geschaffen, der nun Richtung Bus-Safari führt und nur zunächst eine Art Blindfortsatz ist. Früher war das eine große Acht - innen und aussen anliegende Freianlagen. Der Blindfortsatz führt nur noch links zu den Spitzmäulern -ich zählte 4 -alle hatten noch die Hörner. Eine Holzbrücke führt über die Anlage: links Grevys, Ugandagiraffen, in der Ferne Spießböcke, rechts viele Pferdeantilopen, Netzgiraffen, auch ``normale Grantzebras. Aber wo sind jetzt die berühmten Mähnenlosen? Dann kommen jene Anlagen, die vor Jahren noch die nördlichen Breitmäuler enthielten . Jetzt in 2 Anlagen 4 Südliche (2 davon, bei den anderen 2 war der Kopf verdeckt, mit abgenommenen Hörnern)- und nochmals 2 Spitzmäuler: mit 2 fast erwachsenen Jungtieren. . Rechterseits liegen dann einige einsichtbare Anlagen der Safariroute: drei Wasserbockformen (Defassa, Ellipsen, Weißschulter), in der Ferne Somaliesel, Dromedare, Litschis. Ein großer Teich kann von den Hippos benutzt werden, ruhen tun sie im Sommer in 2 Containern ! Sichtbar hätten sein sollen Nyalas rechts und Mähnenspringer links. Dazwischen liegt noch ein Abenteurer-Wipfelweg - für Selbstmörder geeignet. Letztlich ist man dann an der neuen Löwensafari angekommen - mühseliges Hinaufkrackseln auf einen Holzaufbau gab die Sicht frei - auf 2 schlafende Damen ! - Die Löwen-Safarileute werden auch keine andere Sicht haben. Neu war an dieser Fuß-Endstelle eine Freianlage für Drills. Her ist dann der Beginn der Bus-Safri.

    Was gäbe es alles auf der Safaritour: nochmals Wasserböcke, Pelikane, Kleine Kudus, Bleßböcke, Elenantilopen,. Rotbüffel, Watussis, Weißschwanzgnus, ``normale`` Gnus.

    Erzählt hatte ich schon, dass an diesem Tag das Unternehmen ``Brennende Hörner retten die Rhinos`` durchgeführt wurde mit stärksten Sicherheitsvorkehrungen.

    Tierisch gesehen ist in den letzen Jahren keine ``Neuzuführung``afrikanischer Tiere wie in den Jahren der Fänge des alten Chefs J. Vagner mehr geschehen - man kann sich darüber im alten Teil an Fanglisten orientieren (u. a. ca 30 Grevys, 12 Gerenuks, 30 Caamas, Grants, andere Kuh-und Leierantilopenformen usw. usw. ) - immerhin ist Dvur weiterhin DIE Einrichtung für den Austausch von afrikanischen Tieren in Europa. Das Drama mit den nördlichen Breitmäulern vergessen wir besser - als Vagner die 6 Tiere fing, gab es noch ca 2 000! (Fangliste anbei

    Was vergaß ich noch: Kaffernbüffel etwas versteckt am Blindweg, einige Haustiere natürlich (Dahomey-Rinder u.a.), im Schloß``keller`` einige Nachtaktive (war polizeilich geschlossen), östlich des Schlosses eine Flamingokolonie und das Amphitheater, die Selbstbedienungsgaststätte ``Zum Lemuren`` am Eingang, überall diverse Buden.
    In Zukunft werde ich mich also ob der Busverbindung von Prag im Safarihotel für eine Nacht einmieten - denn besuchswert ist Dvur weiterhin!
    Sollte jemand den Bus von Prag nutzen: jetzt Abfahrt Cerny most um 10 Uhr, Rückfahrt von Dvur-Busplatz gegen 18:00. Fahrt 2 Stunden.

    Dvur Kralove:

    Dvur Kralove war vor 40 Jahren für den ``Ost-Zoofan `` der heilige Gral der Afrikaliebhaber - nach Afrika kam man ja nicht. Direktor Josef Vagner hatte in den Siebzigern über mehrer Fangaktionen aus verschiedensten Ländern regelrechte Herden in das kleine Städtchen am Fuße des Riesengebirges geholt und zunächst in Kral-ähnlichen Unterständen ausgestellt. Über die Bezahlung ist hier schon an anderer Stelle diskutiert worde. Eine Safaristrecke sollte es geben. Schon früh entstand eine große Betonstraße, Autos aber fuhren dort noch lange nicht.

    Meine Berührung mit Dvur 1972 begann damit, dass ein ehemaliger Kurator des TP mir einen Entwurf über Mähnenwolfhaltung mitgab zur Übergabe - es hatte die erste erfolgreiche Geburt im Tierpark gegeben und Dvur hatte gerade Mähnenwölfe bekommen. Die damalige junge Assistenten wurde die bis vor kurzem tätige Chefin in Dvur. Das als Einstieg.

    Ein ironischer -aber hier realistischer Vorsatz noch :``Früher war alles besser`` Früher, d. h also 1972, setzte man sich um 24 Uhr am Ostbahnhof in den Zug (an alle jüngeren Fans: Nachtzüge gab es damals!) und kam etwa gegen 6 in der Früh in Praha-stred an (heute Masaryk-Bahnhof) , rannte dann in 10 Minuten Richtung Busbahnhof Florenz und erreichte den Bus Richtun Dvur oft noch gegen 6:15. Dann war man gegen 10 in Dvur. Nun haben wir aber 2017: Suche von mir bei Google: erste Bus-Abfahrt 10 Uhr - 10 Uhr? - kann nicht sein, mein Reisebüro : ebenfalls 10 Uhr, Ticketschalter in Florenz: Regio-Jet (vor wenigen Monaten noch ``student agency``) Abfahrt cerny most 10 Uhr, Dvur 12;05! 20 min Fußweg (wird gerade - endlich -neu gemacht). Neues Ungemach: der Haupteintrittsschalter wurde gerade mit großer Technik abgerissen (ach so - Rückbau), nur der Eintritt am 2. Parkplatz , weiter hinten, war offen. Da ich vorher nur einen Rückbus gegen 16 Uhr gefunden hatte, sagte eine der Damen: es sei besser, nach Hradec Kralove zu fahren , da fährt jede Stunde ein Bus nach Prag! Es wurden gerade alle Buspläne verändert, kein Mensch sah durch. Also hatte ich gute 2,5 Stunden, womit der Safaribus - nee, der nennt sich jetzt Afrika - Truck (1 Stunde laut Führer- die ausgestellten Tiere kenne ich alle), für mich ausfiel und ich mich auf den ``alten`` Zoobereich und den Fußweg Richtung Safaribus konzentrierte .

    Afrikanische Safari ist also seit Jahren die Neuausrichtung, schon seit Jahren gibt es ein Safarihotel. Die neueste Masche ist ein Safari-Camp. Behauptet wird in dem Guide, dass unten die Tiere grasen - und oben tränke man seinen Kaffee. Der alte Teil liefert aber auch (noch?) Tiere anderer Erdteile. Katzen - besser Raubtier-Abteilung: Amurtiger , Hyänenhunde (hatten wieder gezüchtet), Geparde mit 2 größeren Jungen, Löffelhunde, Streifenhyäne (laut ZTL Vorderasiaten), persische Leos, Braune Hyänen, 1 männliche Fossa, 1 kleine Genette, Fenneks. Überall gepflegte Anlagen , eine Kattainsel, gute botanische Umrahmung. Die Affenhaltung Richtung Schloß zeigt große WeißnasenMK und Borneo-Orangs, die anschließende Vogel-Urwaldhalle ist so zugewachsen, dass man kaum einen Vogel sieht. Eine weitere Vogelhaltung zeigte innen Triele, daran eine Ibisfreifluganlage: bessere Arten waren südafrikan. ``Glatzköpfe``, die Schwesterart des Waldrapps, Bernier Enten, Weißkopf-Ruderenten, Goliathreier und die sonstigen Verdächtigten. Dann noch Surikaten und afrik. Erdhörnchen und eine große Kletterlandschaft für Kinder. Durch das auch dort befindliche Aquarium rannte ich durch, nicht so durch das Terrarium - leider gab es nur tschechische Namens-Schilder. In dem ``Jambo`` genannten Heftchen gab es überhaupt ein tolles Erklärungssprachdurcheinander: mal nur tschechische, mal mit englischen, mal auch deutschen, manchmal russischen Erklärungen . Das Deutsch stammte offensichtlich direkt von Herrn Google - der muß noch viel in Zoologie lernen.

    Besonderheiten waren Oustalet-Chamäleon, die Langaha-Nasennatter aus Madagascar, einige bessere Giftschlangen (da wird behauptet, die Schlangenterrarien im TP seien zu klein???) und ein recht großer Sundagavial. Dann kommt die Gegend der ehemaligen Gazellen/Antilopenausstellung vor Beginn des ``Safari-Fußweges``. Heute finden wir dort Rappenantilopen, mehrere Orte mit kleinen Kudus - wohl auch in Schicht mit Damagazellen, auch die 3 Elefanten, die berühmte Bongohaltung, die Okapis und auf der damaligen Längstreihe nur noch Zwergflußpferde. Auch Panzernashörner gab es dort mal. Gegenüber liegen dann Gemeinschaftshaltungen: große Kudus, Thommys, theoretisch auch Dik-Diks, dazu Kronenkranische und Marabus.. Die `` Gazellen``-Reihe wird jetzt eingenommen von etwas seltsam geformten schwarz-weiß gezeichneten Häuschen - soll wohl afrikanisches Flair beim Kaffee-Trinken verbreiten. Ein kleines Restaurant hat im Vorraum nördliche ZwergMK. In der Historie gab es hier an Besonderheiten Caamas in Fülle, Rehböcke, Buntböcke, Buschböcke, Bergriedböcke, auch kurzzeitig Pudus und Dallschafe und die Hirolas oder Hunters Leierantilopen, Impalas, später auch Wüstengazellen. Im Elefantenstall steht ein Mammut-Modell, auch sind hier Erdferkel untergebracht, früher lebten hier auch die Hippos. Hinter dieser Reihe ist später das Menschenaffenhaus errichtet worden mit Gorilla-und Schimpansen-Freianlagen, im Innenraum heute Lowes Meerkatzen und Angola-Guerezas . .

    An dieser Stelle hat man nun nach Errichtung der Safari-Truck-Busstation für Fußgänger einen neuen mickerlichen Zuweg zum neuen Teil geschaffen, der nun Richtung Bus-Safari führt und nur zunächst eine Art Blindfortsatz ist. Früher war das eine große Acht - innen und aussen anliegende Freianlagen. Der Blindfortsatz führt nur noch links zu den Spitzmäulern -ich zählte 4 -alle hatten noch die Hörner. Eine Holzbrücke führt über die Anlage: links Grevys, Ugandagiraffen, in der Ferne Spießböcke, rechts viele Pferdeantilopen, Netzgiraffen, auch ``normale Grantzebras. Aber wo sind jetzt die berühmten Mähnenlosen? Dann kommen jene Anlagen, die vor Jahren noch die nördlichen Breitmäuler enthielten . Jetzt in 2 Anlagen 4 Südliche (2 davon, bei den anderen 2 war der Kopf verdeckt, mit abgenommenen Hörnern)- und nochmals 2 Spitzmäuler: mit 2 fast erwachsenen Jungtieren. . Rechterseits liegen dann einige einsichtbare Anlagen der Safariroute: drei Wasserbockformen (Defassa, Ellipsen, Weißschulter), in der Ferne Somaliesel, Dromedare, Litschis. Ein großer Teich kann von den Hippos benutzt werden, ruhen tun sie im Sommer in 2 Containern ! Sichtbar hätten sein sollen Nyalas rechts und Mähnenspringer links. Dazwischen liegt noch ein Abenteurer-Wipfelweg - für Selbstmörder geeignet. Letztlich ist man dann an der neuen Löwensafari angekommen - mühseliges Hinaufkrackseln auf einen Holzaufbau gab die Sicht frei - auf 2 schlafende Damen ! - Die Löwen-Safarileute werden auch keine andere Sicht haben. Neu war an dieser Fuß-Endstelle eine Freianlage für Drills. Her ist dann der Beginn der Bus-Safri.

    Was gäbe es alles auf der Safaritour: nochmals Wasserböcke, Pelikane, Kleine Kudus, Bleßböcke, Elenantilopen,. Rotbüffel, Watussis, Weißschwanzgnus, ``normale`` Gnus.

    Erzählt hatte ich schon, dass an diesem Tag das Unternehmen ``Brennende Hörner retten die Rhinos`` durchgeführt wurde mit stärksten Sicherheitsvorkehrungen.

    Tierisch gesehen ist in den letzen Jahren keine ``Neuzuführung``afrikanischer Tiere wie in den Jahren der Fänge des alten Chefs J. Vagner mehr geschehen - man kann sich darüber im alten Teil an Fanglisten orientieren (u. a. ca 30 Grevys, 12 Gerenuks, 30 Caamas, Grants, andere Kuh-und Leierantilopenformen usw. usw. ) - immerhin ist Dvur weiterhin DIE Einrichtung für den Austausch von afrikanischen Tieren in Europa. Das Drama mit den nördlichen Breitmäulern vergessen wir besser - als Vagner die 6 Tiere fing, gab es noch ca 2 000! (eine Fangliste anbei)

    Was vergaß ich noch: Kaffernbüffel etwas versteckt am Blindweg, einige Haustiere natürlich (Dahomey-Rinder u.a.), im Schloß``keller`` einige Nachtaktive (war polizeilich geschlossen), östlich des Schlosses eine Flamingokolonie und das Amphitheater, die Selbstbedienungsgaststätte ``Zum Lemuren`` am Eingang, überall diverse Buden.
    In Zukunft werde ich mich also ob der Busverbindung von Prag im Safarihotel für eine Nacht einmieten - denn besuchswert ist Dvur weiterhin!
    Sollte jemand den Bus von Prag nutzen: jetzt Abfahrt Cerny most um 10 Uhr, Rückfahrt von Dvur-Busplatz gegen 18:00. Fahrt 2 Stunden.


    (30.09.2017)
    Adrian Langer:   Das war es dann wohl mit jung! :D
    Naja Leipzig lässt hoffen! Hier sind ja immernoch Seraus geplant! Wenn diese natürlich nicht durch Gorale ersetzt werden!
    (29.09.2017)
    Karsten Vick:   Ich freue mich schon auf Wolfgangs Berichte aus Plzen, Prag und Dvur Kralove, da ich in diesem Sommer nach einigen Jahren Pause auch mal wieder dort war.
    Und ich habe auch etwas zum Serau recherchiert.
    Die Zoo-Info in der ZTL sagt für Zoo Berlin 2015: \"0,1 aus Magdeburg (Zoo) und 0,1 aus Usti (Zoo) erhalten\", folgerichtig wird die Haltung in Usti 2015 für beendet erklärt und als ein Augenzeuge 2016 einen Serau in Usti sieht, wird von einem Neuzugang ausgegangen. Der Berliner JB 2015 erwähnt aber nur, wie Michael schreibt, den Zugang eines Tieres aus Magdeburg. Ich vermute als Quelle für den o. g. Eintrag \"persönliche Mitteilung 03/2015\" und außerdem, dass da über Dinge gesprochen wurde, die passieren sollten, aber nicht passiert sind.
    Das Weibchen in Usti war nie weg, lt. den online verfügbaren JB war es seit 2005 bis 2016 ununterbrochen und allein im Bestand. Seit dem Tod des letzten Berliner Exemplars 2016 ist es das letzte in Europa.
    Nur die Herkunft konnte ich nicht ermitteln, kann nur Berlin und Decin ausschließen.
    (29.09.2017)
    Michael Mettler:   Laut Berliner Jahresberichten kam der letzte Magdeburger Serau 2015 nach Berlin und starb der dortige Bestand inklusive dieses Tieres 2015 und 2016 komplett aus, ohne dass noch ein Exemplar abgegeben wurde. Auch in Wien starb schon kurz nach Jahresbeginn 2015 der letzte Serau. Diese drei Zoos scheiden also als mögliche Herkünfte für einen 2015er Neuzugang in Usti aus.
    (28.09.2017)
    W. Dreier:   Zumindest wurde schon 2015 festgestellt, dass das Usti-Tier das letzte in Europa war. Anbei der Kopf des ``jetzigen `` Tieres vergrößert
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Zum Serau: Eindeutiges ist aus der ZTL nicht zu ersehen - angedeutet wird, dass möglicherweise 2015 ein `neues Tier` (auch letztes ?) nach Usti gekommen sei. Ich war dort im Sept. 015. Zumindest die Hornform scheint unterschiedlich zu sein. Kandidaten wären Magdeburg oder Zoo Berlin, die 015 noch je ein Einzeltier hätten haben können.
    Bild des Tieres vom Sept. 015 anbei
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   @A. Langer: eher nicht - ich sah die Dame schon vor 2 Jahren dort( an anderer Stelle) , allerdings erschien sie mir jetzt gut ernährt zu sein. Habe nachgeschaut: ein Serau -Foto ist schon bezüglich Usti in meiner Fotosammlung von 2009 - was natürlich nicht bedeutet, dass sie identisch sein könnten.
    (27.09.2017)
    Adrian Langer:   Der Serau sieht noch ziemlich jung aus! Gab es hierzu nähere Informationen? Handelt es sich dabeei etwa um einen Import?
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Früh übe, wer ein Stehaufmannchen werden will!
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Der letzte Serau Europas
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Vietnamesische Elefantin
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Indische Hutaffen
    (27.09.2017)
    W. Dreier:   Beginnen möchte ich mit dem letzten Ort der Tschechienreise.: Usti an der Elbe.

    Ein kleinerer Zoo, ca 25 ha, der bergsteigerische Fähigkeiten erfordert - kam mir ``früher`` nicht so steil vor. Vom Bahnhof die Elbe abwärts an einer steilen Bergwand vorbei in 20 Minuten erreichbar. Ein Drittel der Fläche befindet sich im Flußbereich, 2 Drittel ansteigend bzw. auf einem oberen Plateau. Da schon vor 2 Jahren besucht, keine große Veränderung. Direkt am Eingang zwischen dem links befindlichen Oranghaus und dem rechten eigentlichen Aufgang wird eine große Pinguinanlage gebaut. Eine weitere Anlage im oberen Bereich (dort ist ein 2. Zugang) sollte eigentlich schon für Geparden 2015 fertig sein . Eine große Wiese wurde eingedrahtet, Tiere waren aber noch in der alten Anlage.

    Zu den ``besonderen Tieren``. Die genannten Borneo-Orangs sind schon fast uralte Tiere, die ich seit 25 Jahren kenne, ein Orang ``Ferda`` aus Frankfurt hat 48 Jahre. Vorhanden ist weiterhin ein sibirischer Vielfraß, die dort ehemals befindliche letzte Seraudame Europas lebt jetzt gegenüber den Bergzebras - Position muß erfragt werden. Im unteren Bereich weiterhin Schabrackenschakal, Anoas (2,1), kleine Pandas, Salzkatze, rote Nasenbären, Emus - und die Affen: noch ein Silberlangur, dafür 5 Haubenlanguren (1 schwarz), Mandrills, ca 6 Guerezas (caudatus - saßen bei kühlem Wetter in einem Haufen), eine weiterhin florierende Gruppe indischer Hutaffen, 2 DiademMK, dann 5 Weißwangengibbons in 2 Anlagen - 1 juv. Dann eine in die Jahre gekommene 2-etagige Anlage: unten Terrarium, Aquarium, oben Weißkopfsaki, Goldhandtamarin, Goldkopf``Löwe``, Faultier, Saimiri, Cebuella. Keine Fossa mehr. Rechts dann das Katzenhaus: 2 Malayenbären (vor ca 30 Jahren gab es an die 7 vietnamesische Tiere), 2 Amurleoparden, Malay. Tiger, Angolalöwen, Nebelparder, Irbis und neuerdings ??? - ja, Surikaten. Am Bergsteilhang (ca 15 °) 10 Bergzebras, Litschis, versteckt die Seraudame, rechts Somaliesel. Dann Kinderzoo, die ``Berenty``-Lemurenanlage mit Kattas und Varis. Endlich ist man oben mit Giraffen, irgendwo einem Breitmaul NH, 2 vietnamesischen Elefanten (einer stark pigmentiert), dann ca 20 Vietnam-Sikas, Trampeltiere. Nimmt man den sogenannte Hirschweg nach unten, ist das Gehen bei dünner Sohle eine Qual: steil und mehr als grobkörniger (im Winter griffiger) Asphalt. Die dort befindlichen 10 Weißlippenhirsche haben den steilsten großen Bereich (z. T. an einem ehemaligen Steinbruch) - dadurch ist ihr Futterplatz, als einziger waagerechter Platz, mehr als zertreten und bei der Wetterlage zermatscht gewesen. Ganz unten kommt man dann bei einer Seehundanlage wieder an.

    Beim Eintritt (ich zahlte 165 Kronen) bekommt man noch eine Bar-Code -Karte: dort kann man außerhalb des Zoozaunes essen, mit dem Code kann man wieder in den Zoo zurück.
    Fazit betrachtet über 40 Jahre : alle 3-4 Jahre ein Besuch reicht - falls nicht ganz was Neues auftaucht.

    Noch ein Aufreger für mich: mein Gepäck hatte ich in ein Abschließfach gelegt, natürlich hatte ich nicht die tschechische Aufschrift ``übersetzt`` , dass dieses Fach außer Funktion war - es konnte aber noch abschließen! 2 freundliche Damen der Aufsicht organisierten die Öffnung - und der Zug nach Berlin hatte zum Glück Verspätung.

    Anbei: Weißwangengibbon mit Jungtier

    (27.09.2017)
    W. Dreier:   noch ein ps: 33 Kg wurden verbrannt. Ansonsten natürlich R. LEAKEY
    (25.09.2017)
    W. Dreier:   ps: ich mußte gegen 15 Uhr beim Bus nach Prag sein. Laut Programm redete auch Richard Leaky aus Kenia, Sohn des großen Anthropologen Leaky, der ja in Kenia diese Programm eröffnet hat: ``Burn horns save rhinos``. Das Feuer wurde gegen 15,15 `gelegt`.
    (25.09.2017)
    W. Dreier:   Auch nur in Kurzform: bei meinem Besuch in Dvur Kralove am 19.9. sind wirklich Nasenhörner verbrannt worden. Ich wunderte mich, dass gegen 13 Uhr am Amphitheater am Schloß schwer bewaffnete Soldaten herumliefen, ich nahm an, dass \"höhere Tiere\" erwartet wurden. Im unteren Teil war ein Scheiterhaufen aufgerichtet. Wenn man ``Dvur Kralove Zoo`` googelt, sieht man dort den Scheiterhaufen mit wenigen Hörnern. Alle von mir gesichteten 7 Spitzmäuler hatten zu der Zeit ihre Hörner, nicht jedoch ein Breitmaul (konnte das Hybridtier sein ).
    (25.09.2017)
    W. Dreier:   Als Einstimmung für meine Zoo-Besuche in Tschechien eine Erstsichtung für mich: Panay-Borkenratte (Crateromys heaneyiI) in Pilsen
    (24.09.2017)
    Oliver Muller:   @Sacha: Sehr gerne mehr!

    In Prag war ich 2009 und fand schon damals, dass es der schönste von mir bis dahin besuchte Zoo war, mit dem alten Elefantenbunker. Heute sicher um Längen besser. Ich plane auf jeden Fall auch die ostmitteleuropäischen Länder zu bereisen, aber erst ist noch Frankreich nachzuholen, wahrscheinlich dann ab 2019 oder 2020. Prag hat ja auch sensationelle Pläne, da freue ich mich auch schon drauf.
    (19.08.2017)
    Sacha:   @Oliver Muller: Zu recht, denn ich habe vor zwei Wochen fast die exakte Tour gemacht, die W. Dreier vorhat (nur Liberec statt Dein). Prag und Dvur sind der Hammer und gehören m. E. zu den Top-20-Zoos, evtl. sogar Top-10-Zoos von Europa, Pilsen bietet eine fantastische Artenvielfalt und mehrheitlich auch tolle Anlagen (richtig schwach ist eigentlich nur das Madagaskarhaus, dafür eine der besten Zwergflusspferd-AUSSENanlagen). Liberec und Usti haben in etwa das Niveau des Wuppertaler Zoos Ende der 80er/Anfang der 90er Jahre.
    Falls ich Zeit habe und es gewünscht wird gerne mehr.
    (19.08.2017)
    Oliver Muller:   @W. Dreier: Wow, da werde ich ja ein bisschen neidisch! ;-)

    Dann wünsche ich viel Spaß und tolle Erlebnisse!
    (18.08.2017)
    W. Dreier:   @O. Müller: so in guten 4 Wochen: Plzen, Prag, Dvur, Usti, Decin
    (18.08.2017)
    Oliver Muller:   @W. Dreier: wann geht\'s denn nach Tschechien und wo hin?
    (18.08.2017)
    W. Dreier:   In Vorbereitung auf eine Tschechienreise fand ich bezüglich Dvur Kralove, dass man dort begonnen hat, die Zoo-Rhinos zu enthornen.
    (18.08.2017)
    Oliver Muller:   Ich denke, wenn die Chinesen Goldstumpfnasen gegen Geld vermieten können, werden sie das auch tun.
    (20.06.2017)
    Oliver Muller:   Das hatten wir noch nicht: jetzt sogar eine Meldung vom Vortag versehentlich noch einmal gepostet...
    (20.06.2017)
    Oliver Muller:   Der Zoo Prag stellt Pläne für das neue Pandarium nebst Goldstumpfaffen sowie die neue Eisbären-Anlage vor:

    https://zpravy.aktualne.cz/regiony/praha/podivejte-se-jak-bude-vypadat-pandarium-v-prazske-zoo-soucas/r~f008e8aa4c2511e7b0440025900fea04/?redirected=1497855196
    (20.06.2017)
    Patrick Marburger:   Wobei ja auch die finanzstarken Belgier bezüglich Goldstunmpfnasen träumen/planen. Das lässt hoffen...
    (19.06.2017)
    Sacha:   Die Tschechen haben zwar in letzter Zeit gezeigt, dass man eine Menge importieren kann, wenn man nur will und die nötigen Kontakte und Finanzen besitzt (siehe z.B. Kleideraffen). Trotzdem glaube ich das mit den Goldstumpfnasenaffen erst, wenn diese im Zoo Prag tatsächlich eingezogen sind...
    (19.06.2017)
    Adrian Langer:   Die Verbesserung der Eisbärenhaltung in Prag begrüße ich sehr! Auch eine Aufnahme von Goldstumpfnasen ist sehr interessant! Ich persönlich wäre sogar für eine andere asiatische Bärenform (Kragen- oder Malaienbären). Aber wie im Artikel schon aufgeführt sind die Großen Pandas einfach Besucherlieblinge! Ich hoffe es klappt alles wie geplant!
    (19.06.2017)
    Oliver Muller:   Der Zoo Prag stellt Pläne für das neue Pandarium nebst Goldstumpfaffen sowie die neue Eisbären-Anlage vor:

    https://zpravy.aktualne.cz/regiony/praha/podivejte-se-jak-bude-vypadat-pandarium-v-prazske-zoo-soucas/r~f008e8aa4c2511e7b0440025900fea04/?redirected=1497855196
    (19.06.2017)
    Hannes Lueke:   Oh entschuldige. Ich meinte auch die Kanadier! Die gibt es in Görlitz

    Appaloosas sind wirklich (in Zoos) etwas seltenes.


    (02.06.2017)
    Adrian Langer:   Hatte ich nicht Kanadischer Luchs geschrieben? Ich gebe zu die Unterschiede zum Sibirischen Luchs sind nicht so riesig aber es sind doch Unterscheidungen vorhanden!
    Bei den Heckpferden habe ich mich aber tatsächlich auf die falsche Art gestürzt! Die Besonderheit sind hier die Appaloosaponys!
    (02.06.2017)
    Hannes Lueke:   Sibirische Luchse gibt es auch in Görlitz und Heckpferde sind keine Seltenheit in der BRD ;-)
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   Sri Lanka Leopard!
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   Weißer Tiger!
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   Heckpferd
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   Streifenhyäne! Wie gesagt nach langer Zeit wieder gesehen und dann gleich ein solcher Prachtbursche!
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   Marderhund! Schien für mich sehr zutraulich! Wird der von Besuchern gefüttert?
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   So Nummer zwei auf meiner Tour! Den Zoo Bratislava zu erreichen war für mich ziemlich schwierig! Auch wenn gleich vier Buslinien (32,33,36 und 37) dorthin fahren..... Naja wenn man auch zu früh aussteigt kein Wunder! :D Preislich kann er mit 5,50 auch nicht mit Prag mithalten . Allerdings fand ich hier die 8 bis 9 Euro auch wirklich niedrig angesetzt!
    Der Zoo ist wirklich Flächenmäßig riesig mit seinen 93 Hektar (Hoffe, dass habe ich richtig entnommen). Zu den guten. Einrichtungen des Parks zähle ich das Raubtierhaus mit vier Großkatzenarten! Neben dieser gibt es noch das Menschenaffenhaus mit Orang-Iran und Schimpanse sowie die Rothirschanlage und die, zwar schon etwas ältere aber großzügig geschnittene Breitmaulnashornanlage! Wegweisend fand ich die Anlage der Wölfe, die wirklich enorm viel Platz und Rückzugsmöglichkeiten hatten! Ich glaube das war bisher das beste Wolfsgehege was ich bis jetzt gesehen habe!
    Auch der Tierbestand kann punkten! Neben vielen europäischen Arten gibt es hier etliche Antilopen, Luchse, weiße Löwen und Tiger, Gelbwangengibbons, die Menschenaffen und Streifenhyäen (war wahrscheinlich wieder nur für mich ein Highlight)! :D Neben diesen gibt es auch einige in deutschen Zoos nicht gezeigte Tiere wie Kanadische Luchse (leider nicht gesehen), Heckpferde und Sri Lanka Leoparden! Für die Kinder gibt es mitten im Park auch ein Dinotopia in dem die nachgebildeten Riesenechsen sich bewegen und urtümliche Laute von sich geben ( wow! :D)
    Neusichtungen gab es für mich neben den bereits oben genannten Arten die nicht in Deutschland gehalten werden auch! Dazu zählen Rothandtamarin, Gelbfußschildkröte, Gelbwangengibbon und europäischer Dachs sowie Kleinfleckgenette?!
    Hier wieder da lange nicht gesehen waren hier für mich Streifenhyäne (letztes mal Erfurt 1998), Marderhund (letztes mal Tierpark Gotha 2000), Silberäffchen und Löffelhund!
    Allerdings muss hier noch viel getan werden! Viele der Gehege waren ziemlich überaltert und klein! Während ich ja in Prag die Vogelvolieren so schrecklich fand fielen diese durch das Gesamtbild nicht mehr so auf (ich glaube daraus lässt sich der Sanierungsstand ableiten). Besonders klein war meiner Meinung nach wieder das Bärengehege! Das erinnerte mit seinen 60 Quadratmetern auf Betongrund und keinen Kletter- und Bademöglichkeiten sehr trist! Der Bär war im übrigen sehr Verhaltensgestört!
    Ich glaube der Zoo hat dank seiner Fläche noch ein gewaltiges Entwicklungspotential und könnte mit guter Förderung zu den Topzoos in Europa zählen! Bis dahin wäre es aber noch ein weiter weg! Anfangen könnte man hier mit einer innerstädtischen Werbung für den Zoo (es ist zwar an jeder Ecke ein Plakat mit dem Tiergarten Schönbrunn aber nicht eins für den Zoo Bratislava) und eine Bescilderung mit zumindest englischen Bezeichnungen! Ein Anfang wäre auch getan wenn man die Pferdekoppeln und die alten Anlagen für Litschi Wasserböcke und Nilgauantilopen abreißen würde um hier eine Anlage für Asiatische Elefanten zu schaffen! Vielleicht auch in Gemeinschaftshaltung mit Litschis und Nilgauantilopen (die ich hier im übrigen auch zum ersten mal gesehen habe!). Aber hier fehlen bestimmt Gelder zur Sanierung! Nur eben genug Fläche für diese und andere Arten wäre da!
    Anbei Silberäffchen!

    (01.06.2017)
    W. Dreier:   Prag besuchte ich erstmals 1972 - zu der Zeit waren die meisten Gebäude noch aus der Grundungszeit, die auch schon fast 50 Jahre zurücklag. Eigentlich existiert davon - neben der historischen Wegführung um den Bergabfall und dem Plateau - nur noch das ?afrikanische Kleinsäugerhaus?, der Przewalskistall, einige Unterstände auf dem Plateau und---die Eisbäranlage - sowie die Bärenanlagen in der Nähe des Haupteinganges. Erst um 1972 entstand das ehemalige Dickhäuterhaus - heute mit der Reptilienausstellung, daneben die große Flugvoliere (die alte war unter Schneelast zusammengebrochen). Noch aus dieser Zeit stehen auch viele Vogelvolieren im unteren Teil. Ca 20 Jahre bewegte sich wenig , da Prag die Metro-Linien baute! Noch im Sozialismus hatte man etwa 1980 mit dem Raubtierhaus begonnen - das stand mindestens 10 Jahre als Rohbau - umflutet vom Grundwasser. Ungeachtet dessen hatte Prag unter Leitung von Prof, Veselovsky immer einen ausgesuchten Tierbestand - dennoch hatten sie nur jährlich an die 400 000 Besucher.
    Einige Spezialitäten in dieser Zeit: Gorilla, Orang, Säbelantilope, Rappenantilope, Grevyzebra, afrik. Steppenbüffel, Riesenelenantilope, Palästinagazellen, Rückenstreifenducker, Mähnenwolf, Amurleopard, Braune Hyäne, Erdferkel, Isubras, Mandschusikas, Graugorale, Gepardenzucht, Ture, gut züchtende Sitatungas - und immer einen exzellenten Storchen- und Anatidenbestand.

    (29.05.2017)
    Adrian Langer:   @Sascha: Danke für den Hinweis! Damit wäre a noch ein Tier von der Liste und b kam ich darauf, da ich mich an einem kleineren Exemplar orientiert habe (aber demnach auch grüne Anakonda) und ich ja die Schilder nicht lesen konnte!

    @ Olliver Muller: Danke für die Info, dann sehe ich schon positiver für die Eisbären! Es hätte nur meiner Meinung nach schon früher was passieren müssen! Allerdings fehlten hier bestimmt, gerade nach dem Hochwasser 2002 und 2013, wahrscheinlich die Gelder!
    (29.05.2017)
    Oliver Muller:   @Adran Langer: Die Gorillas bekommen deswegen eine neue Anlage, weil ihre vorhandene im Hochwassergebiet liegt und schon verschiedentlich überflutet war. Das geht so nicht mehr. Auch für die Eisbären ist eine neue Anlage geplant, nebst Robben und Papageientauchern. Eröffnet werden soll der Bereich 2022.
    (29.05.2017)
    Sacha:   @Adrian Langer: Vielen Dank für Deinen informativen Bericht und die Fotos. Kleine Anmerkung: Das eine Foto zeigt nicht einen Netzpython, sondern eine Anakonda mit Süsswasserrochen!
    (29.05.2017)
    Adrian Langer:   Naja jetzt kenne ich ja einiges mehr! Noch älter? Dann war hier eine Sanierung dringend nötig!

    Ja die Zahl der Fotos viel mir leider erst nach dem einfügen auf! An der Stelle möchte ich mich noch einmal entschuldigen! In der Zukunft werden es weniger und keine schiefen! Quasi noch größer als Leoparden! Hmm interessant die kamen mir wiederum im direkten Vergleich größer vor! Aber egal jetzt weiß ich es besser!
    (29.05.2017)
    Oskar Schwitters:   Das gibt aber Ärger mit Herrn Schüling wegen den ganzen Fotos ;-)
    Ja, Jaguare sind tatsächlich deutlich größer als Nebelparder und sogar die drittgrößten Großkatzen.
    (28.05.2017)
    Hannes Lueke:   Du hast zuvor noch keine Bongos gesehen? Spannend was für Arten für einige Menschen etwas Neues sind.

    Das Brehmhaus ist bedeutend größer aber altbackener als das Katzenhaus in Prag.
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Hmm na gut dann sind die fehlenden. Bilder wohl zu groß! Versuche sie aber bei Gelegenheit nachzureichen!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Helmkasuar die zweite!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Gangesgaviale!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Pallawankatzen! Hätte nicht gedacht, dass die so klein sind! Da fällt mir gerade ein sind Nebelparder tatsächlich noch kleiner als Jaguare und damit die kleinsten Großkatzen?
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Fischkatze total erschöpft! :D
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Netzpython und Süßwasserrochen! Im übrigen der größte. Python den ich bis jetzt gesehen habe!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Schuhschnabel!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Sekretär!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Amurleopard!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Elch!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Przewalski Pferd!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Tayra! Die im übrigen allein war und starke Stereotypen gezeigt hat!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Tigerkatze!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Kuba Baumratte!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Waldhunde!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Helmkasuar!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Meine endlich gesehene braune Hyäne! Ich hoffe man sieht den faulen \"Hund\" der bei der Wärme nur geschlafen hat!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Elefantenkuh mit Kalb! Prag hat gerade zwei junge Bullen in etwa dem gleichen Alter!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Erdferkel! Man beachte die schöne Schlafstellung!?
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Afrikasavanne!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   Es funktioniert endlich ich kann Bilder einfügen! Das gerade waren die Igeltanreks! Auf dem jetzigen die Fuchsmanguste!
    (28.05.2017)
    Adrian Langer:   So wie angekündigt mein Feedback von meinem heutigen Besuch in Prag!
    Zunächst mal ist er sehr einfach zu erreichen! Einfach mit der 17 bis nach troyis und dann mit dem Bus 112 bis vor das Tor vom Zoo fahren! Für einen Zoo von dem Kaliber sind umgerechnet acht bis neun Euro extrem preiswert!
    Der Zoo selbst macht einen sehr guten Eindruck ! Die meisten Gehege sind großzügig und schön gestaltet! Besonders möchte ich hier das Afrika- und Elefantengehege hervorheben! Dazu eine kurze Frage! Zeigte Ankhor bereits starke Stereotypen (Weben und zielloses umher laufen) bereits in Berlin oder hat er sich das erst jetzt angewöhnt? Allerdings auch andere Anlagen wie das Afrikahaus, Indochinahaus und die Riesensalamanderhöhle seien hier mit genannt!
    Zum anderen für mich einige Erstsichtungen in Zoos! Hierzu zählen Zwergmeerkatzen, Honigdachse, Bongos, Erdferkel, Braune Hyäne (endlich habe ich sie als heimlicher Fan alle geschafft), Waldhunde (da in Bernburg leider nicht gesehen), diverse Loriarten (wusste garnicht, dass esso viele gibt!), Takine, Jaguarundi, Pallawankatzen und Gangesgaviale (um nur mal die wichtigsten zu nennen ? ). Hinzu kommen diverse Arten die ich endlich mal wieder gesehen habe! Darunter Helmkasuar (letztes mal Erfurt so 1998?), große Nilpferde (letztes mal Berlin Zoo 2002), Amurleoparden (bisher allgemein sehr selten gesehen) und Mähnenwölfe!
    Allerdings kann ich mich leider nicht ausschließlich positiv äußern! So empfand ich die Innenanlagen der Klein- und Großkatzen bei den Löwen doch sehr klein! Erschrocken habe ich mich allerdings bei den Volieren von gefühlt 1905. Auch die neueren waren häufig sehr eng! Am schlimmsten war aber das Eisbärengehege bei dem alle drei! Tiere sehr starke Stereotypen zeigten! Habe das insbesondere nicht verstanden, da für die Gorillas eine komplett neue Anlage errichtet wird,diese aber eine relativ moderne und geräumige Anlage besitzen!
    Alles in allem ist es aber ein sehr empfehlenswerter Zoo! Ich hoffe, dass hier andere Zoos und besonders ihre Stadtverwaltungen (ich denke da besonders an Erfurt und Tierpark Berlin, da diese in etwa die selbe Fläche besitzen aber aufgrund \"fehlender\" Gelder und Denkmalschutz blockiert werden) ein Beispiel an so einer modernen Tierhaltung nehmen!
    Um da jetzt noch einmal darauf zurück zu kommen für diesen Zoo braucht man wirklich sehr viel Zeit! Ich habe vier Stunden gebraucht und habe auch nicht alles gesehen! Also zwei Tage wären da bestimmt nicht zu hoch gegriffen! Ich freue mich jetzt schon auf die Kommentare derer die in diesem Jahr folgen (vielleicht seht ihr ja einiges anders!). Nur eine Nachfrage wenn jemand dabei ist, der das Brehmhaus und die Großkatzenanlage in Prag kennt! Kann ich mir das Brehmhaus in etwa wie dieses vorstellen oder war es noch anders?
    (28.05.2017)
    W. Dreier:   Da auch ich mich auf einen Besuch des Prager Zoos vorbereite (auch wenn es erst im September sein wird), einige ``Erkenntnisse`` beim Suchen.

    - der Riesensalamander `` Karlo`` in Prag ist `Weltrekordler``- Länge 1.58 Meter, Gewicht 35 kg. Zum Namen Karlo: er wurde in Karlsruhe bei einem Schmuggler entdeckt
    - 2015 erhielt Prag als erster Zoo außerhalb Indiens nach zwanzigjährigen Bemühungen 1,2 Indische Löwen aus Gudjerat
    -Der größte der aus Japan von einem Privathalter erhaltenen Taubwarane (Lanthonotus , Earless Monitor Lizard) ist in der Indonesienhalle auf dem Berg ausgestellt - dort sind auch die Mount-Hagen-Känguruhs und die indischen Fischotter
    (25.05.2017)
    W. Dreier:   In der Prager ``Gazella`` 46 von 2015 wird der Tierbestand vom 31.12. 2015 gegeben. U.a. 2,2 Dorcopsis hageni (Mount Hagen Buschkänguruh). Neu sind 7 in Gefangenschaft geborene Borneo-Taubwarane.
    Dazu: fernöstlicher Otter Lutrogale: 1,2; 1,2 Balabac-Kantjil; 1,1 Crateromys.
    Geboren wurde ein weiblicher Silbergibbon
    (01.03.2017)
    W. Dreier:   @O. Müller: Bezüglich Jihlava ist das nur der ``Wunsch``, gerne Wombats und Teufel haben zu wollen - das haben andere größere Zoos auch - alles zum 60. Geburtstag. Realistischer ist die Hoffnung, Siamkrokodile züchten zu können.
    Ich habe gleich in ``Leszoosdanslemonde`` unter ``Neuigkeiten`` weiter gesucht:
    - der Direktor von Pairi Daizi steht mit den Chinesen in Verhandlung: Goldstumpfnasenaffen!
    - in China-``See``parks existieren 15 Orcas
    - der chinesische Park ``Chimelong Ocean Kingdom`` stellt 4 Sousa chinensis (chines. Buckeldelphin) aus - z.T. dort schon geboren . Dort sind laut einem frz. Forumsmitglied auch Walroß, Beluga und Walhai vorhanden.
    - San Diego baut den bisher größten Komplex ``Africa Rocks `` (68 mio Dollar)

    (13.02.2017)
    Oliver Muller:   Wenn ich das mit meinem rudimentären verbliebenen Französisch richtig verstanden habe, will Jihlava dieses Jahr eine Anlage für Wombats und Teufel eröffnen. Quelle: Leszoosdanslemonde.
    (13.02.2017)
    Michael Mettler:   @Hannes: Afrika auch. Wüstenantilopen wie Säbelantilope und Addax sind z.B. sehr kältehart und könnten großflächige Elefantenanlagen im Winter für deutlich mehr Stunden beleben als die Rüsselträger selbst; auch Tiere des Kaplandes kämen in Betracht.

    Über die geografische Passung, die bei puristischer Denkweise ins Spiel kommt, müsste man noch nicht mal diskutieren: Bevor der Mensch ihre Verbreitungsgebiete leergeschossen hat, begegneten sich z.B. Afrikanische Steppenelefanten und Säbelantilopen in den Savannen des Sudans, und der Elefant des Kaplandes ist durch seine Addo-Population hinlänglich bekannt. Dass man bei solchen vergesellschaftung einige zusätzliche Erhaltungszuchtstandorte für gefährdete Huftiere hinzugewinnen könnte, wäre ein zusätzlicher positiver Effekt.

    Und wenn schon nicht unmittelbare Vergesellschaftung, so sollte doch die Vernetzungsmöglichkeit benachbarter Gehegeflächen im Winter ein erstrebenswertes Ziel sein, um die Flächen kälteempfindlicher Arten besser nutzen zu können.
    (06.01.2017)
    Hannes Lueke:   Ich befinde mich aktuell auf Sri Lanka und hier wimmelt es nur so von Ideen für Vergesellschaftungen. Axisherden ruhen gemeinsam mit Hulmane. Die Hirsche grasen häufig in direkter Gegenwart von Wasserbüffeln (domestiziert) und Elefanten. Alle Arten sind ständig von Kuhreihern umgeben. Schakale konnten wir ebenfalls in direkter Nähe zu Büffeln und Elefanten sehen. Außerdem wimmelt es hier von Verschiedenen Herpestes Arten.
    Michael Mettler spricht häufig (zurecht) das Fehlen von Besatz auf Menschenaffenanlagen im Winter an. Ich nehme Elefantegehege da mal mit ins Boot. Bei afrikanischen Arten finde ich das recht schwierig da Besatz zu finden, Asien bietet da so unglaublich viele Möglichkeiten
    (06.01.2017)
    Sacha:   @Gudrun: Herzlichen Dank für die Infos. Jetzt wäre noch interessant zu wissen, wann bzw. bis wann die Anlage gebaut werden soll. Und eine etwas detailiertere Planskizze der neuen Anlage wäre auch nicht schlecht...;):)
    (05.01.2017)
    Oliver Muller:   Na das ist ja mal wirklich spannend. Scheint so, dass Polen und Tschechien so langsam zu Avantgarde der europäischen Zoos werden (wollen). Da muss das \"alte Europa\" ja ganz schön Gas geben..,
    (05.01.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Es sieht so aus als ob die Elefanten möglicherweise sogar in Teilbereichen der neuen Anlage mit den Orangs vergesellschaftet werden sollen.
    (05.01.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Laut Abbildung auf der Tiergarten-Zeitschrift scheint die gesamte Elefantenanlage (Elephants on the Mze-River) gleichzeitig eine Großvoliere wie z.B. die Okapi-Anlage in Rotterdam oder die neue Kaffernbüffelanlage in Antwerpen zu sein. Ich bin auf die Umsetzung sehr gespannt.
    (05.01.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Der Zoo Pilsen plant schon seit einigen Jahren eine Elefantenanlage auf einer Fläche, die aktuell noch als Ausweichparkplatz genutzt wird und quasi gegenüber den neuen Afrika- und Asienanlagen liegt. Auf der Rückseite der aktuellen Tiergarten-Ausgabe 1/2017 ist eine Planungsskizze von Rasbach zu dieser Anlage abgebildet. Nach dieser Skizze ist auch eine neue Anlage für Orang Utans geplant. Die Finanz-und Platzprobleme (es gab Schwierigkeiten mit dem Erwerb und der Integration der Erweiterungfläche in das aktuelle Zoogelände und der Finanzierung der Anlage) scheinen also gelöst zu sein und es kann nun mit der Bauplanung begonnen werden.
    (05.01.2017)
    Sacha:   Kann es sein, dass der Zoo Pilsen eine Elefantenanlage plant? Ich habe kürzlich etwas im Internet auf tschechisch gelesen, welches die Worte \"Zoo Plzen\" und \"Sloni\" (also Elefant/en) enthielt - womit sich mein Tschechisch-Wortschatz auch schon erschöpft hatte. Weiss jemand mehr? Jana?
    (05.01.2017)
    WolfDrei:   Danke Karsten für die Info - Du wirst Recht haben. Als ich in Usti war, suchte ich die Silberlanguren - und rannt, da kein Tier zu sehen war, prompt an der Voliere vorbei, stand dort doch ``Hulman``. Kurz vor Besichtigungsende waren dann die ``richtigen`` Tiere draußen.
    (21.09.2016)
    Karsten Vick:   Langur cinsky ist der offizielle tschechische Name der Goldstumpfnase, siehe Wikipedia \"Meerkatzenartige\" (auf Deutsch und dann auf die tschechische Version umschalten). Demnach heißen nur Kleider- und Stumpfnasenaffen \"langur\", alle anderen Presbytis, Semno- und Trachypithecus \"hulman\".
    Bei den Vögeln gehts hauptsächlich um Papageien, mit der Flaggschiffart Learara.
    (20.09.2016)
    Oliver Muller:   Gespannt bin ich auf die \"exotischen Vögel\". Vielleicht kommen ja Paradiesvögel?
    (20.09.2016)
    Oliver Muller:   Gespannt bin ich auf die \"exotischen Vögel\". Vielleicht kommen ja Paradiesvögel?
    (20.09.2016)
    Oliver Muller:   @WolfDrei: Danke! Bezüglich der Affenart hast du Recht, allerdings meinte mein Übersetzer, dass es eine Art sein soll, die sonst nur in China gehalten wird und das träfe ja auf Tonkin-Languren nicht zu. Ausserdem stand kürzlich in der Zoopresseschau, dass Goldstumpfnasen kommen sollen.
    (20.09.2016)
    WolfDrei:   Habe mir erst jetzt den tschechischen Text angeschaut. Gorilla- und Polaranlagen kommen in den nördlichen Teil - außerhalb also des Moldau-Überschwemmungsgebietes. Dort hat der Zoo Ländereien dazubekommen. Bezüglich der Stumpfnasen wäre ich vorsichtig: ich las dort nur etwas von chinesischen Languren - das könnten auch Tonkin-Languren sein. Bei den Känguruhs wird es sich um Sumpf-, Berg- und Felsenkänguruhs handeln.
    (19.09.2016)
    Oliver Muller:   Habe nun eine Übersetzung bekommen. Geplant sind:
    - Anlagen für exotische Vögel 2017
    - Neue Anlagen für Bison, Wisent, Takine und Kamele 2017
    - eine neue Gorilla-Anlage 2018
    - eine Anlage für Große Pandas und Goldstumpfnasen 2020
    - ein neuer Arktisbereich für Eisbären, Robben und Papageientaucher 2022
    - ein Australienbereich für Tasmanische Teufel und drei Känguru-Arten
    (19.09.2016)
    Oliver Muller:   Laut aktueller Zoopresseschau soll Prag nun sogar Goldstumpfnasen bekommen. Wenn da mal nicht der Plan ist, der führende Zoo Europas zu werden.
    (12.09.2016)
    Oliver Muller:   Prag hat einen Masterplan veröffentlicht - vielleicht kann jemand tschechisch und übersetzt uns das?
    http://g.denik.cz/63/7c/1708-praha-zoo-web_denik-630.jpg
    Es sollen wohl Große Pandas und Beutelteufel kommen, außerdem ein Arktis-Komplex für Eisbären, Robben und Seevögel gebaut werden sowie eine neue Gorilla-Anlage.
    (29.08.2016)
    Oliver Muller:   So weit ich weiß, gab es da in Köln interne Hindernisse, die aber nächstes Jahr nicht mehr bestehen werden. Ich habe da nur so eine vage Andeutung bekommen und gehe davon aus, dass es bald wirklich klappt.
    (29.08.2016)
    Hannes Lueke:   Verlassen sich die EAZA Zoos evtl zu sehr auf andere EAZA Zoos (Singapur)? Ein nicht EAZA Mitglied wird evtl aktiver bei der Suche....
    (29.08.2016)
    Sacha:   ...und dann noch Tiere aus einem Institut vor Ort bekommt und nicht von einem Zoo ausserhalb des Verbreitungsgebietes.
    (29.08.2016)
    Holger Wientjes:   Glaube ich gerne. Nur wie kommt es, dass ein so renommierter Zoo mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Haltung und guten Verbindungen nach SO-Asien es nicht früher schafft, während ein recht unbekannter Neuhalter jetzt importieren konnte ?
    (28.08.2016)
    Oliver Muller:   @Holger Wientjes: Der Zoo hätte gerne und hat sich m. W. durchaus bemüht. 2017 soll es aber nun wohl via Singapur klappen.
    (28.08.2016)
    Holger Wientjes:   Ich finde es sehr schade, dass Köln nicht schon längst, als jahrelanger Halter der Art, Tiere importiert hat, um die Gruppe nicht zusammenbrechen zu lassen, während ein recht unbekannter Zoo dies nun erfolgreich durchgeführt hat.
    (28.08.2016)
    Oliver Muller:   Chleby hat die angekündigten 1,2 Rotschenkel-Kleideraffen aus Thailand erhalten. Quelle: Facebook-Seite von ProZoo. Wenn nun tatsächlich Köln im nächsten Jahr neue Tiere aus Singapur bekäme, wäre der Anfang für eine neue europäische Erhaltungszucht dieser hoch bedrohten Art gemacht.
    (28.08.2016)
    Hannes Lueke:   Heute früh sind wir spontan aufgebrochen (dank miserablem Urlaubswettet) zur spontanen Zootour nach CZ
    Natürlich habe ich reichlich im Forum recherchiert aber vielleicht hat ja noch einer einen heißen Tipp für Dvur Kralove, Prag und Pilsen. Gutes Essen, versteckte Raritäten, Besonderheiten oder dergleichen
    (03.07.2016)
    Oliver Muller:   Etwas speziell finde ich es schon auch, dass Chleby in der EARAZA, aber weder der EAZA noch der UCSZ Mitglied ist...
    (08.03.2016)
    Bryan Egli:   Man soll nicht immer nach Bildern bewerten deshalb habe ich dem Zoo eine Mail geschickt und auch Antworten auf meine Fragen erhalten. Zum Beispiel wurde mir gesagt dass die Innenanlage ein Dreieck mit 8mX8mX8m sein wird und mit rund 6 Metern. Ausserdem werden die Kleideraffen einen Achteckigen Aussenkäfig mit rund 10m Höhe erhalten. Die Tiere kommen übrigens aus einem Thailändischem Zoo, welcher diese wohl schon lange züchtet und es werden Blätterproben nach Thailand gesendet um die Tiere langsam an die neue Nahrung zu gewöhnen und um zu testen ob die Tiere diese Blätter überhaupt vertragen.
    (28.02.2016)
    Oliver Muller:   Hier ein Link zu einem Bericht bei leszoosdanslemonde von Jonas Livet:
    http://www.leszoosdanslemonde.com/forum/viewtopic.php?f=7&t=11679
    Hier findet sich auch ein Foto des zukünftigen Geheges. Man ist - wenn mein Französisch noch ausreicht - nicht nur übder die \"Dusche\" als Gehege schockiert, sondern auch, weil der Betreiber des Zoos wohl ein ehemaliger Tierhändler ist.
    (28.02.2016)
    Sacha:   @Oliver Muller: ;):)
    (11.02.2016)
    Oliver Muller:   @Sacha:
    Also Köln plant Blauwale...
    Nein, Quatsch beiseite, natürlich Beauval. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an die Jungs, die die automatische Rechtschreibkorrektur programmiert haben.
    (11.02.2016)
    Michael Mettler:   @Sacha: Nee, Orca liegt auf Sylt. Und in dessen Nähe liegt eher Pottwal - zumindest derzeit, dafür aber häufiger.
    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/tiere/toter-schwertwal-auf-sylt-gefunden-14058875.html

    Sorry für\'s off-topic, aber den konnte ich mir nicht verkneifen :-)
    (10.02.2016)
    Sacha:   Wo bitte liegt Blauwal (gleich neben Orca?) bzw. welcher Zoo heisst so?

    Ist evtl. der französische Zoo de Beauval bei Saint-Aignan-sur-Cher gemeint?
    (10.02.2016)
    Oliver Muller:   Also Köln bemüht sich definitiv um Kleideraffen und sucht dafür Kooperationspartner. Blauwal plant ja offenbar auch die Anschaffung.

    Der Zoo in Chleby hat laut Karte auf der Homepage offenbar Quaggas, Beutelwölfe und Dodos im Bestand. Da würde ich nicht von Raritätenfreiheit sprechen (Achtung: Ironie).
    (10.02.2016)
    Patrick Marburger:   Nun ja. Damit das einem Zoo der durch vollkommene Raritätenfreiheit besticht etwas gelingen sollte das kein anderer Zoo in Europa hinbekommen hat wundert mich um ehrlich zu sein sehr. Vor allem da der gegenwärtige Primatenbestand lt. ZTL nur Varis und Kattas umfasst. In die Hände von Leuten mit so wenig Erfahrung Tiere zu Übergeben vor denen schon genug Zoos mit großem Primatenbestand kapituliert haben ist interessant. Köln sucht nach Kleideraffen und bekommt bisher keine. Und ein Kleinzoo bekommt die Tiere? Gut die andere Art wäre eine Option. Aber hätte Köln ein Kleideraffenangebot wirklich abgelehnt nur weil es für das Einzeltier (welches nicht mehr das jüngste sein dürfte) die falsche Art ist? Genauso: wieso importiert generell kein Zoo Kleideraffen- wenn das ginge? Prag und Pilsen importieren viel, auch aus SO-Asien, Berlin gelang in den letzten Jahren auch der Import spektakulärer Arten. Apenheul. Twycross und Howletts als die Primatenzoos schlechthin sollten sich die Möglichkeit der Kleideraffenhaltung entgehen lassen, obwohl sie im Bereich des Möglichen liegt? Auch wenn ich mich über den Fortbestand der Art in Europa sehr freuen würde so glaube ich dennoch, dass die Zoointeressierten die ein Kleideraffenfoto für die Sammlung brauchen nach Köln und nicht nach Tschechien sollten. Es würde mich aber sehr freuen wenn ich falsch liege!!!
    @ Tim Sagorski: Danke für das Einstellen der Meldung.
    (04.02.2016)
    Tim Sagorski:   @ Gudrun :
    Die verschiedenen Arten hatte ich auch schon in Erwägung gezogen...
    Köln hat selbst im 2014er Jahresbericht noch erwähnt, dass man sich um neue Kleideraffen bemüht, von daher glaube ich schon, dass man da im Fall der Fälle zugreifen würde.

    (04.02.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Möglicherweise haben bestimmte tschechische Zoos bessere Verbindungen zu südostasiatischen Zoos als beispielsweise Köln. Ich weiß auch nicht, ob Köln sich wirklich noch um Neuimporte von Kleideraffen bemüht. Falls Chleby erfolgreich sein sollte könnte Köln seinen letzten Kleideraffen auch nach Chleby abgeben. Allerdings gibt es mehrere Kleideraffenarten, so dass Chleby vielleicht auch eine andere Art, z.B. den noch relativ häufigen Schwarzschenkelkleideraffen, erhält und keine der seltenen Rotschenkel-Kleideraffen, zu denen das Kölner Tier gehört.
    (04.02.2016)
    Tim Sagorski:   Laut der Facebook-Präsenz des, mir unbekannten, Zoo Chleby plant dieser, im Frühjahr 1,2 Kleideraffen aus Thailand zu importieren !!!

    Anscheinend wurde bereits ein Gehege für die Tiere fertig gestellt (steht ebenfalls bei Zoochat).

    Bin halbwegs irritiert, da Köln ja seit Jahren neue Tiere importieren will und es nicht schafft, während ein tschechischer Kleinzoo da mal eben Nägel mit Köpfen macht...
    (04.02.2016)
    WolfDrei:   U.a. zusammen mit Prag den Balilori
    auch hätte ich noch schreiben müssen: nur in Plzen/Prag
    (01.10.2015)
    Michael Gradowski:   @WolfDrei: Danke für deine Berichte. Eine Frage zu Plzen: Welche Art meinst du mit der/die letzte seiner Art in Europa/Welt?
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   erster \"Auslandsschlupf\": Panay-Tariktik-Hornvogel (Philippinen), 4 Jungvögel
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   Springmaus Alactaga tetradactyla
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   australische Goldbauch-Schwimmratte
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   Nun aber
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   Rotbauchhörnchen Callosciurus erythraeus
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   Nun also: cummingi -Borkenratte
    (01.10.2015)
    WolfDrei:   Königskobra - morgen mehr
    (30.09.2015)
    WolfDrei:   ein bissel zu groß - dann Philippinen-Bindenralle
    (30.09.2015)
    WolfDrei:   Zoologisch-Botanischer Garten Plzen
    im Bild: cumingi-Borkenratte
    Wieder Hinweis auf den Besuch vom 20.9.13
    Und wieder ein informativer Jahresbericht 2014 mit umfangreichen englischen Zusammenfassungen.
    245 Säugetierarten; 528 (!!!) Vogelarten; 233 Reptilienarten; das auf 152 Seiten Text, anschließend Inventar über 72 Seiten (na, gut auch die Adoptiveltern werden darin genannt). An sich ist das nur kürzer gegenüber den Vorjahren, da die englischen Artbezeichnungen nicht mehr genannt werden (also nur Tschechisch und „Latein“)
    Weiterhin erinnere ich mich, dass der botanisch zugeordnete Teil etwa 9 200 Arten umfasst! Und das in Qualität und Ausweis für jede Art in dem biogeografischen Verteilungsmuster von Zoo und Gartenabteilung. Übrigens haben fast alle tschechischen Zoos eine derart umfangreiche Jahresberichtsgestaltung.
    Armes Deutschland!

    Da mein Besuch 2013 verregnet war, nahm ich 2 Tage, um dann festzustellen , dass es durchaus 3 hätten sein können. Gerade im Vogelbereich ist durch die „botanische“ Gestaltung der Volieren nicht jeder Vogel zu entdecken, hinzu kommt, dass nun auch im Dinosaurierteil einige Volieren errichtet wurden bzw. schon existierten. Zutritt 2 Euro.

    Was gibt es an baulichen Neuigkeiten: Mit EU-Geld gab es das Projekt “Spuren der Menschen in der Natur - MEDITERANEUM und AMAZONIEN“. Dazu wurde im mittleren Teil eine Krallenaffenanlage (sicher nicht sehr groß) aber mit großen Freiflächen errichtet, hinzu kommen Blaßkopfsaki, Gürteltier und Coendou, nicht weit davon entfernt an einer sonnenexponierten Stelle das Mediteraneum mit griechischen Landschildkröten in vielen UA. Dazu auch Wasserschildkröten. Im speziell der gefährdeten philippinischen Fauna gewidmeten Haus gibt es die Ausstellung „Die giftigsten Tiere der Welt“ , ca 10 Vivarien mit einer riesigen Königskobra, über Klapperschlange, australischer Todesotter, Taipan bis Bambusotter, dazu Kofferfisch (der Fugu-Lieferer) und Giftfrösche. In Endlosschleife läuft der Bericht eines alten „Gift“-Herpetologen.

    In der „Unterwelt“ läuft eine Ausstellung über die Autoleute Hanzelka und Zikmund (in Plzen geboren, jetzt 91 Jahre alt), die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg mit einem Tatra eine Weltreise unternahmen (ich habe ca 6 Bände, zu jedem Geburtstag gab es einen Band um 1955 in der DDR).

    Erfolge: Überall reichlich Nachwuchs: Manjula aus dem TP brachte ein weibliches Pänzerchen zur Welt - Maruschka, auch ein weibl. Zwerflußpferd wurde geboren. Bei den Vögeln steht oft: erstmals Geburt/Schlupf Tschechien, Europa .
    Auch im „Heiligtum“ von Herr Pes unter dem Dach war ich , um zu hören: die letzte/ der letzte seiner Art in Europa, der Welt, vielleicht ausgestorben.
    Ein Höhepunkt auch die Nachtabteilung: Rüsselhündchen, roter Elefanten“rüssler“, Garnett-Galago, Emin-Riesenratte, 3 Springmausarten, verschiedene Streifenmäuse, Springhase, Rodriguez-Flughund, Kapfuchs, Palawanstacheltier, Haussa-Genette und und und
    Gut bestückt das Madagascarhaus mit züchtenden Sattelvaris. In „Australien“ gut züchtende Filander und Goldbauchratten

    Und die botanische Ausgestaltung!!!!

    Natürlich gab es auch Abgänge: leider bei den Schneeziegen (das letzte Weibchen soll wieder in den TP) - dafür kommt (kommen) Puma/s aus dem TP nach Plzen.

    Im Aqua-Tera, einer Zweigabteilung in der Altstadt mit Reptilien Schwerpunkt war „weniger los“ . Mit Ausnahme vom Oustalet - Chamäleon waren Spezialitäten nicht ausgewiesen.


    (30.09.2015)
    WolfDrei:   Und weil gewünscht: Angkhor in der neuen Familie
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   Der in der Natur vielleicht schon ausgerottete Bali-Lori (Trichoglossus forsteni mitchelli)
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   Guerezamutter
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   Mount-Hagen-Känguruh (Dorcopss hageni (Neuguinea)
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   2 weibliche Glattotter: der Bube kann leider bisher nicht zugelassen werden - zu ruppig!
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   Abu Markub
    (28.09.2015)
    WolfDrei:   Danke für den Hinweis (das Gebäude kenne ich - da saßen früher auch einige wissenschaftliche Mitarbeiter) und das verpasste Gourmetessen. Ich wollte nach \"oben\" - da gab es nur Bratwurst.
    Nun einer der 4 Amurleoparden
    (28.09.2015)
    Patrick Kalscheuer:   ...Die Panay-Bokenratten befinden sich in einem Wirtschafts-Gebäude zwischen der Indonesienhalle und dem afrikanischen Bereich. Bislang waren die Pfleger immer recht aufgeschlossen und haben mich auf Nachfrage bereits mehrfach bei Besuchen dort mit hinein genommen. Hier finden sich auch südliche und nördliche Borkenratten sowie diverse andere Kleinsäugerarten.
    Übrigens befindet sich in dem Bereich im Zoo Prag, der vom Eingang am weitesten entfernt ist zwischen den Anlagen der Kiangs und der Tahre eine Blockhütte (\"Gocarovy Domy\"), in der ich das - zumindest nach meinem Empfinden - bislang beste Essen in einem europäischen Zoo serviert bekommen habe . Vor 2 Jahren gab es dort geschmorte Ochsenbäckchen in Rotweinsauce samt Getränk und reichlich Nachschlag für spottbillige 7 Euro.
    (27.09.2015)
    WolfDrei:   Gran - Cayman- Leguan - weitere Fotos später
    (27.09.2015)
    WolfDrei:   Zoo Prag

    Es hieße Eulen nach Athen tragen, müsste man die Stellung des Prager Zoo`s erst beschreiben: Zusammen mit Plzen spielt er nach Artenanzahl und Qualität der Anlagen in der obersten Weltliga.
    Man möge aber einige “grundlegende” Äußerungen von mir im Bericht vom 22.9.013 lesen, um nicht alles wiederholen zu müssen. 2 Jahre sind eine kurze Zeit, in Prag im wesentlichen mit der Bewältigung der letzten Moldauüberschwemmung verbunden gewesen. Und das ist gelungen - wären die verheerenden Bilder nicht noch ausgestellt, würde man im unteren Teil nichts bemerken. Alles ist renoviert, grünt, macht Freude.

    So ist es verständlich, dass an Neubauten “nur” eine spezielle Anlage für Riesensalamander in Form einer Grotte direkt neben dem Katzenhaus errichtet wurde. Karel Capek und der “Krieg der Molche” lässt grüßen. Begehbar ist sie als Einbahnstrasse, bläuliches Dämmerlicht herrscht, Temperatur so 10°C - und um Ruhe wird gebeten. Fotos , auch mit digitalen Medien, dürfen nicht gemacht werden. Ein bisschen tat mir die Aufsicht-führende Pflegerin leid. Bei einem späteren Durchlauf war die Lichtmenge noch reduziert worden. Ich sah ein großes Exemplar und 4 kleine (geschätzt 30-40 cm).

    Was gab es an Bautätigkeiten daneben? Im direkten Wegesystem nach Passieren des Einganges Richtung Westen ist nach der Anlage der kleinen Pandas Schluss: der gesamte Hang bis oben zur gesicherten Abbruchkante mit den unten befindlichen Vogelvolieren wurde abgeräumt bis auf den Felsunterbau, der Rest-Boden wurde etwas terrassiert und mit Weinstöcken bepflanzt. Erst hinter der trutzigen Greifvogelvoliere geht es weiter.

    Die vor 2 Jahren nach der Überschwemmung noch nicht begehbare Katzenanlage wird wie gewohnt bewohnt, hinzugekommen ist der Javakater aus dem TP. Leider konnte der Malaientiger aus Lok-Kawi (aus Malaysia; deshalb Kawi genannt) mit der Hallenser Katze bisher nicht zusammengebracht werden. Im südlichen Teil gab es Futter für eine Somaligepardin mit 4 schon recht großen Jungen. Im Terrarienmittelteil ist alles besetzt: den Besucher empfängt eine wahre Fülle von Reptilien aus der mittelasiatischen Kara-Kum-Wüste. Dann folgen McRaei-Baumwaran und Smaragdwaran. Neben Wirtelchwanzleguan von Kuba (die dort seit zig Jahren züchten) befinden sich dort auch nicht zu unterscheidende “Brüder” aus Haiti, dann aber eine “Erstsicht”: die blauen Grand-Cayman-Leguane.

    In Richtung der Sumpfanlagen am Altwasser wieder diverse Kraniche, Marabus, auch ein Sekretär, dito wie “ehemals” die Ibisflugvolieren u.a. mit brütenden afrikan. Klaffschnäbeln. In der Felswandflugvoliere dann auch Nachwuchs bei den afrikan. Nimmersatts. Abu Markub: die Winteranlage, toll bepflanzt, liegt ja zum Besucher, die Sommer-Freifläche abgewandt. So sah ich nur kurzzeitig eine Tier.

    Rechts zum Hang kommen dann die tollen Freianlagen für Tahre, Mähnenspringer und westkaukas. Steinböcke. Im Niederungsbereich dann die Gaviale, mächtig gewachsen, Sitatungas, Klammeraffen, die Menschenaffenanlage, 1 Schabrackentapir, Totenkopfäffchen, die Pinzon-Riesenschildkröten mit dort ca 5 Komodos. 2 große Flamingoanlagen bringen Farbe.

    Die Vogelvolieren im unteren Teil sind mittlerweile etwas ältlich (ich kenne sie so schon seit 42 Jahren), aber gut bepflanzt, u. a. mit Lederkopf, Schwarzohrlaubvogel, diversen Fasanen Mittelasiens, Rosataube, Balistar, Rhinocerosvogel, Doppelhornvogel, Panaytariktik, Otus megalotis (Philippinen) u.v.m. Nicht alle erwiesen sich als fotofreundlich, zumal die Sonnenreflexion am Draht schwer zu überwinden war. In Prag waren es sicher 28°C bei voller Sonne .

    Noch ein Kleinod ist zu nennen: die Sichuanvogelhalle mit Goldfasan, Temmincktragopan und vielen anderen “Kleinvögeln” - dominiert vom selten gewordenen Gelbbrusthäherling (sicher an die 10 Tiere).
    Die verlassene Elefantenanlage beherbergt züchtende Flachtapire, weiterhin die alte Terrarienanlage mit einer riesigen Schnappschildkröte und u.a. einem großen Gelbkopfwaran. Auf der ehemaligen Elefantenanlage befindet sich ein “Bororo” Zauberdorf - Leipzig lässt grüßen. Züchtende Seelöwen, Humboldt-Pinguine, die Greifvogelanlagen vervollständigen das Bild im unteren Teil.

    Hoch geht’s - die Indonesienhalle nun mit dem für mich nächsten Erstblick: 2 weibliche Glattotter, in der Größe zwischen dem Unseren und den Riesen, etwas silbrig-grauer. Kaum an Land waren sie allerdings. Es folgen die Schweinsaffen, noch ein Kommodo; etwas verändert vom Tierbesatz die Nachttieranlage: Petaurus, Bettongia-Känguruh, die Philippinenmusang, Plump-Loris, - und dann das Mount-Hagen-Buschkänguruh mit erstaunlicher Färbung. Fledermäuse dann zum Entsetzen vieler Besucher freiliegend mit Hauch am Kopf, noch die Gleichfarbkuskuse. Die Sumatraorangs ließen sich in der 1. Etage nur kurz sehen, am Ausgang dann rechts Tupajas, links die Balabac-Kantschils.

    Weiter dann zur Kleinsäugeranlage. Die Gruppe der Mechow- Mulle ist angewachsen, dazu neben “Kleinigkeiten” aus der Insektenwelt ein Honigdachs, Madagscar-Vototsas, Buschhörnchen, Rote Elefantenrüssler, Gundis, Emin-Riesenratte und Zwergmeerkatzen mit Jungtier. Aussen folhen Sitatungas, eingeschlossene Flußpferde, Bongos, Rappenantilopen - dann die Elefanten. Angkhor ist nun in der neuen Gruppe - erstaunlicherweise sie weit überragend. So groß erschien er mir im TP nicht. In einem 2. Freigehege 2 weiter ältere Weibchen. Es folgt die Afrikasteppe mit ca. 8 Ugandagiraffen, Beisa-Oryx, Grevys, Weißschultermoorantilopen. Ein Erdferkel im “Untergrund” mit Nachwuchs rührte sich erwarteterweise nicht.

    Zurück dann zur weiter Umrundung des Hochteils: Braune Hyänen, Wölfe, Weißlippenhirsche (aus Usti), Elche, unten Kiangs, oben 2 Mishmis, die Bisonsteppe folgt - vorher aber geht es an einem unteren Weg, der auch um den Abhang Richtung Bergtiere geht, nach “Sibirien”: Amurtiger, dann die Amur-Leoparden: 4 ausgewachsene Exemplare zusammen sah ich noch nie (darunter ein schwarzer). Wieder zurück und hoch: und man schaut auf Prag.

    Weiter folgen Kulane, Leierhirsche, eine kleine Gruppe Przewalskis (größer ist sie in einer Aussenstation). Der Weg teilt sich: links Ozelot, Waldhund, Tayra, Hutiaconga, Känguruhs und Kasuare, rechts direkt am Hang Lorianlagen. Bei der Hitze war kein Vogel draußen, das Fotografieren erwies sich bei den Scheiben bei auffallender Sonne als höchst kompliziert. Die Art der Repräsentation der Loris hatte ich in einem Plan schon vor 40 Jahren gesehen. Wichtig hier: Forsteni-Loris, die schon in der Natur ausgestorben sein sollen. Am Ende des Weges befindet sich dann die alte Eisbärenanlage, die nun mit Scheiben, Kunstschnee (!!) und Wasserfall mächtig aufgehübscht wurde. Dann ist man wieder an der Indonesienhalle., man rollt ermüdet nach unten zum Ausgang.

    1 Tag nur Prag - unmöglich alles zu sehen, viele Arten, deren Existenz belegt ist, sind im “Hinterland”, Riesenhörnchen z.B.),. Seit Jahren bemühe ich mich z. B. , die Panay-Borkenratte vor die Linse zu bekommen - negativ bisher (selbst in Plzen).

    Wiederkommen!

    Anbei die Riesensalamanderanlage.

    (27.09.2015)
    WolfDrei:   unter den 4 Tieren plus Jungtier war das schon eher borensis
    (27.09.2015)
    WolfDrei:   --laufen aber als borensis.
    Noch die Blauschafanlage
    (27.09.2015)
    WolfDrei:   @ MM.: OK, die Frage ist wichtig: die Tiere waren halb und halb!
    Bild anbei
    (27.09.2015)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Grantzebras im Sinne von boehmi i.e.S. oder noch immer die Mähnenlosen Zebras, die ich vor einigen Jahren dort gesehen habe (und die jetzt unter borensis laufen)?
    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Letztes Foto: daghestanischer Steinbock
    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Na, dann nicht!
    Goldbauchmangabe
    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Blauschafbock
    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Blauschafbock
    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Liberec

    Der Zoo Liberec gehörte in der Zeit zwischen 1970 und 1990 nicht unbedingt zu den von mir oft besuchten Gärten. Ich erinnere mich, dort meinen ersten Wollaffen gesehen zu haben, dazu ein melanistisches Chapman-Zebra. Zu den “Paradetieren” gehörten Markhore und die kaum ausgestellten daghestanischen Ture, auch Mähnenrobben gehörten dazu, daneben existierte immer eine gediegene Anzahl an Greifvögeln. Der gegen ca. 20 ha umfassende Zoo liegt im nordöstlichen Teil schon fast außerhalb der Stadt, vom Bahnhof erreicht man ihn mit der Tram-Linie 1, auch der 4. Vor kurzem wurde ein neues hypermodernes Eingangsgebäude eröffnet, damit ist nunmehr auch die Endstation der Tram dort eingerichtet worden, der Eingang befand sich zuvor im Talbereich der vorletzten Tram-Station. Das Gelände unterliegt einer Drittelung : im jetzigen linksseitigen oberen Bereich befindet sich Kamele, die Afrikaanlage mit Bleßböcken und Chapmanzebras , die Elefantenanlage (2 Inder), die Giraffenanlage (Uganda) mit Grantzebras und gegenüber Goldtakins, Grönlandmoschusochse, Pudu, Waldrentier, auf der rechten Seite Neuweltkamele. Im mittleren linken zum Teil stark abfallenden Gelände gibt es Pferdeantilopen, Mähnenwölfe, Prinz-Alfred-Hirsche, Buchara-Wildschafe (1,2 mit 1 juv) und an die 10 Blauschafe, rechtsseitig dann Somaliwildesel, an die 10 Ture, einige Markhore, an Katzen Nordchinaleoparden, Karpatenluchse, Irbisse, siebirische Uhus, Schneeeulen. Der Talbereich umfasst einen Staudammsee (fast ausgetrocknet in diesem Jahr mit 1 Gibbon- und 1Mohrenmakiinsel, die Reihe der Greife (Bartgeier, Riesenseeadler, Schmutzgeier u.a.), das Vogelurwaldhaus (Feuerhirnvogel, Kronentaube, Turakos), eine Anlage für Goldbauchmangaben, dann die Großraubtieranlage. Die hatte schon vor vielen Jahren Glasscheiben - die aber offensichtlich seitdem nicht mehr gewechselt wurden: Weiße Tiger und Berberlöwen bewohnen die Anlage. Zumindest letztere haben aber auch noch einen “offenen” Hang zum Auslauf. In einer Mikroanlage gibt es 2 Rostkatzen. Diverse Kioske, Spielplätze und Restaurants folgen, die Mähnenrobbenanlage war in Rekonstruktion, davor die Schimpansen im “Aquarium”, gegen Osten kommen einige Volieren für Hühnerartige (u.a Temminck-Tragopan, Edwardfasan), dann eine recht alte Gitteranlage für Mantelpaviane, die den Zoo abschließt, davor Flamingos mit Nachwuchs, natürlich auch Surikaten und Kusimansen.
    Zu den Goldtakins: die Tiere kamen 202 (1,1) aus China im Tausch gegen ein Panzernashorn, mein Besuch 2004 beruhte auf der ersten Geburt eines männlichen Tieres. Der ältere Oberpfleger konnte mit mir auf Russisch einige Daten nennen: die “Urkuh” ist bereits tot, jetzt Zucht in dritter Generation; Bemühungen um “neues Blut” sind bisher gescheitert, die Tiere aus dem Tama-Zoo Tokyo (3,4) können leider nicht “genutzt” werde, da dort China das Sagen hat. Gegenwärtig zählte ich 10 Tiere, davon 3 juv. Die Anlage könnte eigentlich erweitert und verschönt werden, doch ist sie gut beschattet. Von Liberec ausgehend gibt es Tiere in Bojnice, Chomutov, Paradisio, Dresden, Poznan und dem Tierpark Berlin (in der Summe wohl gegen 25-30 Tiere: von 1,1 vor ca. 11-12 Jahren!).
    Nächstes Tiel ist die Erweiterung der Elefanten- und der Afrikaanlage.
    Ach so: Nyalas vergaß ich und Zwermuntjaks
    Anbei der Goldtakin\"ur\"bulle

    (26.09.2015)
    WolfDrei:   Ein letztes Foto: Malaienbären-Paar aus Burma
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Vietnam-Sikas
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Borneo-Orang-Mann
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Für viele Besucher \"eine weitere Zicke\": weiblicher japanischer Serau
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Langsam werde ich ein besonderer Fan von Amurleoparden - auch, nachdem ich 4 weitere Tiere in Prag sah
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   auch etwas im Schwinden: kapitaler Anoabulle
    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Zoo Usti

    Usti und Decin liegen ja an der Bahnlinie Prag - Berlin, so wurden sie gewöhnlich stets von mir besucht, etwa je 3 Stunden direkter Besuchszeit sind möglich. Man benötigt zu Fuß linksseitig an der Elbe entlang ca. 20 min vom Bahnhof, im Zoo Usti sind bergsteigerische Qualitäten gefragt. Usti hatte schon vor 30 und mehr Jahren im unteren Bereich einen annehmlichen Bauzustand mit Menschenaffen-, Reptilien/“mittleren” Säuger- und Großraubtiergebäuden. Mittlerweile sind alle renoviert, mit Scheiben versehen - und zwar kristallklaren! Dazugekommen sind peu - a - peu Nashorn- und Giraffenhaus, ein kleines Elefantenhaus mit 2 vietnamesischen Elefanten (rechts und links mit Vögeln: Balistar, ind. Glanzkäfertaube, Straußwachtel, Kronentaube), ein neuer Zugang “ganz oben” zu einer Plattenbausiedlung und in neuester Zeit eine Haustier-Streichelanlage mit Zooschule sowie eine große Lemurenfreianlage “Berenty” mit Kattas und Varis.

    Das untere Drittel ist physisch noch gut begehbar, sieht man von der linken Wegführung an der Oranganlage nach oben zu Vielfraß- und Weißlippenhirschanlagen ab, die - das ist aber die Ausnahme - auch vom Asphaltzustand miserabel begehbar ist. In diesem unteren Bereich: züchtende Seehunde, eine Borneoorangfamilie mit imposantem Mann, dann Tapir, Wasserschwein, Mähnenwolf , Zwergotter (nur die Babirusas existieren wohl nicht mehr) in Richtung Affenanlagen (Weißbartgibbon; indischer Hutaffe; Silberlangur; Diademmeerkatze; BrazzaMK; Haubenlangur; Guerezas ), etwas aufgelockert mit Wasservögeln und Emus, dann Kleinkatzenanlagen mit Salzkatzen und kleinem Panda, etwas nach außen Anoas, bevor man dann zum Reptilien - mittleren Säuger-Haus kommt. Unten Amphibien und Reptilien (u.a. Wirtelschwanzleguane und Baumwarane aus Neuguinea), darüber Krallenaffen (Golderner Löwe, Goldhandtamarin, Saimiri, Coendou, Weißkopfsaki). Nur die Fossa von 2009 fehlte. Davor in einer Wasserpfütze ein großer Mississippi-Alligator und als Eigenbesitzer einer großen Eiche einige Nasenbären. Rechts kommt dann das Raubtierhaus mit einer großen bewachsenen Malaienbärenanlage, dann verglast und übernetzt Nebelparder, Amurleopard und malaiischer Tiger (natürlich aus Halle), dann mit großem Graben und nur hüfthoher Glasumrandung Angolalöwen. Hier nun riesige Glasscheiben - leider mit konvexen und konkaven Wellen - zum Fotografieren muss man sich eine auch existierende gerade Scheibe suchen. Aber alles sauberst! Auf der Zugangsseite dann noch mindesten 3 Irbisse . Auch die Innenanlagen sind sauberst verglast , relativ groß. Fotografisch ist das ohne Blitz bewältigbar, nur muss man aufpassen, dass man die Reflexion der beleuchteten Info-Rückwand nicht ins Bild bekommt. Die Nebelparder hatten 014 3 Jungtiere (1.2), der Löwe besticht durch seine Mähne. Nachdem jahrzehntelang vietnamesische Malaienbären existierten, wurden 2006 2 Tiere aus Rangun (Yangoon) importiert, die schon Nachwuchs hatten.

    Dann geht’s bergauf: Hartmannzebras mit Nachwuchs, Litschis, Giraffen mit Defassawasserbock und (nicht gesehen) Breitmaul, ein Gepard (die Anlage soll erneuert und vergrößert werden) am obere Eingang, eine sehr große Freianlage für Vietnamsikas (ca. 20 Tiere) und Nilgaus, dazu darauf zwei Gänsegeier, in anderen Anlagen Kamele, Guanacos und Somaliesel. An verschiedenen Wegeaussackungen gibt es Disney-artige große Plaste-Tierfiguren, auch gewaltige Rutschbahnen. Essen kann man im unteren Ausgangsbereich, auch von außen begehbar. Eine mit der Eintrittskarte mitgelieferte Barcode-Karte ermöglicht den erneuten Zutritt. Bliebe die Weißlippenhirsch-Anlage (10 Tiere) an diesem elenden Weg, parallel ein ähnlicher Weg mit Zwergmuntjak , sibirischem Vielfraß und einem (fast) letzten weiblichen japanischen Serau.

    Hier eine Begegnung der “besonderen” Art: ein Ehepaar (wie sich herausstellte) stand am Seraugehege, der Mann machte sich Notizen. Denke ich: unter 1000 Besuchern kümmert sich doch höchstens ein “Eingeweihter” um eine derartige “Zicke”. Also ansprechen. Geht nur auf Englisch. Na gut - und dann aber auch auf Russisch. Ein Verhaltensprofessor aus der Lomonossow-Uni nämlich, auf der Zwischenreise nach Berlin zu einer IZW-Konferenz. Natürlich kannte er Prof. Tembrock und er hatte zusammen mit einem “Akustiker” von uns in Moskau gearbeitet, der in meinem vorletzten Arbeitsbereich direkt unter meinem Arbeitsraum arbeitete. Und er kannte noch weitere Mitarbeiter - auch des TP!! Zoologisch Interessierte riechen eben besonders!
    Fotos - nur eine kleine Auswahl: Indischer Hutaffe - kaum noch vorhanden in Zoos

    (24.09.2015)
    WolfDrei:   Nun also Tschechien - von hinten : letzter Tag Decin
    Letzter Besuch war 2009 - leider waren keine wesentlichen Veränderungen bemerkbar, was Tierbestand und Bauten betrifft. Damals gerade fertiggestellt worden war eine Zooschule und ein ”Vogeldschungel” im zentralen Teil, davor befindet sich heute ein größerer Sitzbereich. Neu war eine große Freianlage für Schopfmakaken - allerdings mit dem uralten Affenhaus über einen Laufgang verbunden. Vorne prangt das Haus weiterhin mit schönen Gitterstäben, beherbergt Kapuziner und wie schon damals Schopfmangaben. Desolat ist das Wegesystem - Kinderwagen bräuchten im oberen Bereich eigentlich spezielle Federung, da ausgefahrene Sandsteinplatten mit tiefen Fugen selbst Fußgängern Probleme bereiten, wenn diese beim Gehen die Tiere beobachten wollen. Auch die Gehegeabsperrungen sind mittlerweile etwas “ältlich”.

    Eine Tendenz, die in Decin wohl wegen geringer Investitionsgelder noch nicht fasst (sieht man von der Grizzly-Anlage ab): Verglasungseuphorie! Nun ist Tschechien für Glasverarbeitung berühmt - aber ist die “Aquarienausstellung” von Tieren in dem Maße notwendig? Ich rede hier natürlich auch als Fotofan - Scheiben müssen geputzt werden, Antikratzfolien sind notwendig und Sonnenreflexion, Bedampfung bei bestimmten Wetterlagen etc. hindern die Sicht auch “normaler” Besucher.

    Tierbestand: die Berganoas sind Historie, 1 Grizzly existierte noch, ebenso ein Margay, während Nerz, Hutiaconga, Kantschil und Baummarder fehlten. Neu sind Visaya-Schweine. Noch sah ich auch ein Moschustier, 2 Fischkatzen, 1 dunkle Jaguarundi, 1 Flachlandtapir, 2 Mähnenwölfe, 1 Ameisenbären, aber nur noch 2 Prinz-Alfred-Hirsche, weiterhin Gölditamarin, Roter Vari, Cebuella. Mishmi-Takins waren neu, auch chines. Muntjaks. Die traditionelle Ausstellung einheimischer Tiere existiert weiter : vom Fuchs bis Mufflon, Wildkatze, Wildschwein, Luchs, Wolf und Eichhorn sowie diverser Eulen. Gemsen gab es keine mehr, dafür westkaukasische Steinböcke und Markhore (nicht gesehen). Auch ein Vicunja stand herum. Vögel: Balistar, Runzelhornvogel, Kronentaube, Brillenkakadu, Mandschuren- und Weißnackenkranich. Nachwuchs sah ich bei Bennetkänguruh und Weißpinseläffchen. Ergänzt wird der Tierbestand mit einigen Haustieren.

    Eine Herausforderung ist der Anmarschweg mit ca 25% Steigung, der Zoo selbst liegt auf einem Plateau mit geringeren Höhenunterschieden. Preise sind monatlich etwas gestaffelt: ich hätte 60 Kronen zahlen müssen (normale Besucher 80), zahlte für den September vermindert 50 (ca 2 Euro). Ein bescheidenes Restaurant befindet sich unmittelbar am Ausgang.
    Anbei: Schopfmakak

    (22.09.2015)
    WolfDrei:   Was mir in den letzten Jahren auch in Mulhouse und anderswo nicht gelang: einen guten Prinz-Alfred -Hirsch mit annehmbarem Bastgeweih vor die Linse zu bekommen. Hier also in Decin - obwohl ich dort vor Jahren schon mehr Exemplare sah (jetzt 1,1)
    (19.09.2015)
    WolfDrei:   Und ein durchaus ergreifendes Bild in Usti. Die beiden letzten weiblichen Slberlanguren Europas fand ich zunächst nicht, befragte eine Pflegerin, die mich dorthin führte. Die Tiere waren nicht zu sehen. Die Pflegerin:\" Sind zwei alte Frauen, zu kalt\". Bezüglich des Schildes wunderte ich mich, mir wurde klar, dass ich vorbeigelaufen war. In größeren Buchstaben stand dort \"Hulman\", dann klein der richtige systematische Name. Dann kam 2 Stunden später die Sonne und die \"alten Frauen\" saßen in der Sonne - und hielten sich gegenseitig die ganze Zeit an den Händen (und Füßen). Leider: Verglasung allseitig, oben aber ein Gitterrost, von der Sonne beschienen.
    (19.09.2015)
    WolfDrei:   Einstimmung zur Tschechienreise: Wer kämmt eigentlich morgens dem Angolalöwen die Mähne? (Usti, Raubkatzen + Malaienbärhalle innen)
    (19.09.2015)
    Michael Mettler:   Frage an Tschechien-Kenner, die den Meerkatzen-Thread eventuell nicht lesen: Laut Zootierliste hielt der Zoo Jihlava 1978-2009 Bale-Grünmeerkatzen (Chlorocebus djamdjamensis) und ab Ende der 1970-er Jahre bis ? Weißgrüne Meerkatzen (C. aethiops, im Sinne der früheren Nominatform der Grünen Meerkatze, bevor diese in mehrere Arten gesplittet wurde) aus Äthiopien-Import. Wurden tatsächlich beide Formen parallel gehalten, oder handelte es sich um den gleichen Zuchtstamm, der irgendwann umbenannt wurde?

    Interessant wäre das insofern, als Grünmeerkatzen mit Abstammung Jihlava auch in deutsche Haltungen gelangten - laut Zootierliste zumindest nach Bernburg, laut einer persönlichen Mitteilung eventuell auch nach Magdeburg, Hodenhagen und Jaderberg.
    (24.04.2015)
    WolfDrei:   Na, ein Glück!!!!!!
    (23.08.2014)
    Jan Jakobi:   @WolfDrei:
    Nix mit Herpes, sonders eine bakterielle Infektion war es.
    (23.08.2014)
    WolfDrei:   Aus dem ZooChat bezüglich des Prager Zoos:

    - Ind. Elefanten: “nach dem Tode von “Tonya” VERMUTLICH an Herpes“: ist das jetzt klar? Egal, wie der Infektionsweg ist: Da erscheint mir der Transport von Mekong und Ankhor dorthin doch sehr bedenklich! Oder gibt es jetzt schon ein “Wundermittel”?

    - in Prag ist erneut das Honigdachs-Weibchen entkommen. Kein Wiederfang bisher. Nach der Flucht des ersten Weibchens vor ca. 3-4 Jahren hatte man die Mauern erhöht!

    - Nach den beiden Überschwemmungen ist die neue Lage des Menschenaffenhause klar: auf dem sicheren Gelände an der Giraffenanlage. Geplant ist dazu ein Restaurant. Das Geld ist offensichtlich vorhanden.

    (23.08.2014)
    Oliver Jahn:   Endlich habe ich es nun mal in den Süden von Tschechien und auch in den Norden der Slowakei geschafft. Wie sagt man immer so schön, Licht und Schatten... aber der Schatten war hier sehr klein, das Licht viel stärker.
    Mit Brno, Bojnice und Olomouc findet man drei Zoos, die zwar noch ein paar Altlasten haben, aber eine Modernisierung in weiten Teilen betreiben, und auch schon vollendet haben, die total faszinierend ist.
    Vyskov ist ein absolut toller und sehenswerter Haustierpark.
    Hodonin erinnert an einen kleinen, eher vergessenen Park, mit vielen kleinen, vor allem aber stark vergitterten Käfigen, aber einer neuen und spannenden Anlage für Löwen und Tiger, weitere Modernisierungen sind geplant.
    Bratislava war die Enttäuschung der Reise. Dieser Zoo ist der einzige, den ich bereits vor knapp 30 Jahren schon einmal besucht habe. Seit dem hat sich nicht wirklich viel verändert. Es gibt eine neue Anlage für Raubkatzen, bei der insbesondere die beiden Abteile für Leopard und Jaguar recht gelungen sind. Das neue und sehr an Gigantismus erinnernde Menschenaffenhaus hingegen war an Nüchternheit und kahlem Beton kaum zu überbieten. Dafür müssen andere Affenarten in fast tierquälerischen Käfigen dahinvegetieren. Von einem Hauptstadtzoo ist Bratislava meilenweit entfernt.
    Dafür ergab sich dann ein komplett anderes Bild in den beiden Höhepunkten der Reise, den Zoos von Jihlava und Zlin. Beide Zoos vermitteln einen einzigartigen Eindruck, wie ich ihn bisher kaum anderswo gesehen habe. Beide sind nach Regionen aufgeteilt, welche so authentisch und liebevoll, bis ins Detail hinein gestaltet sind, dass man ein Stück weit wie durch eine andere Welt geht. In diesen Zoos sah ich die besten Anlagen für einige Tierarten, die ich bisher überhaupt gesehen habe. Der Gesamtbereich Äthiopien, der Asienbereich und die Anlage der Riesenotter in Slin seien hier nur beispielhaft genannt, genau so, wie die Afrika- und Australienanlage und die Malaienbärenanlage in Jihlava. Überall findet man noch weitere Bautätigkeiten, diese Zoos werden in den nächsten Jahren noch einige Überraschungen bereit halten.
    Am Tierbestand ist wieder einmal mehr hervorzuheben, wie unterschiedlich dieser doch zu den Deutschen Zoos ist. Arten wie Kiang, Markhor, Jaguar, Sri-Lanka Leopard, Pekaris, Gnus und etliche Meerkatzenarten waren hier in etlichen Zoos zu sehen. Aber auch Goldtakin, Gabun-Manguste, Nördlicher Seebär und Arabische Streifenhyäne sind Besonderheiten, die meine Liste der Erstsichtungen um einige dieser Arten erweiterte.
    Petzold schreibt, dass Tschechien schon längst unter Zoobegeisterten als Geheimtipp gilt.
    Ich glaube, über dieses Studium sind die Zoos in Tschechien längst hinaus.
    (22.06.2014)
    Jolantha Belik:   Das hast Du richtig "übersetzt", Cora hat am 14.11.2012 die Zwillinge Kometa und Nanuk zur Welt gebracht.

    Kometa ist seit 03.04.2014 in Rostow am Don d.h. sie wurde im Alter von 17 Monaten in einen anderen Zoo gebracht und zwar aus Kostengründen, "sie paßte noch in eine kleinere Kiste, hätte man länger gewartet, wäre der Transport so teuer gewesen".
    (05.06.2014)
    WolfDrei:   Gestern in der Biblio des TP: wenn ich es richtig "übersetzt" habe, gab es in Brno eine gelungene Eisbärenaufzucht (Zwillinge)
    (05.06.2014)
    WolfDrei:   Bestandsmitteilungen aus Jihlava (2013):
    Dasyurus viverrinus 1,3 (die Leipziger Tiere breiten sich so langsam aus); 7,7 (!)Phleomys pallidus, Streifenhyänen aus "Arabien (sultana); ein reicher Krallenaffen- und Lemurenbestand; 0,3 Manuls wurden geboren; 0,1 Sumatratigergeboren nach einer Pause von 20 Jahren; geboren wurden auch 10 Goldbauchwasserratten aus Australien - und man findet keine Abnehmer. Eröffnet wurde ein Giraffenhaus,vorerst zum "Trainieren", mit 2,0 Rothschild- und 1,0 Netzgiraffe
    (21.05.2014)
    Jolantha Belik:   Ich war gestern im Zoo Pilsen, bin hellauf begeistert. Der Zoo ist nicht nur für Tier-Fans interessant, sondern auch für Botaniker das reinste Paradies. Es gibt so viel zu entdecken, man sollte zwei Tage einplanen. Der Zoo wirkt sehr sauber, alles ist liebevoll beschriftet, die Mitarbeiter sehr freundlich und hilfsbereit, das Essen lecker und sehr preiswert. Da ich vorwiegend bei den Nashörnern war, hab ich nur knapp die Hälfte gesehen. Der nächste Besuch ist schon sicher ...

    Anbei eine Krontaube, im Nashornhaus gegenüber den Boxen der Rhinos
    (16.04.2014)
    Jörn Hegner:   im august hat dann der safaripark im zoo dvur kralove geöffnet .
    (25.03.2014)
    Carsten Horn:   Zumindest die Safari müßte zu sein...

    Für weitere, genauere, Infos wäre vielleicht ein Blick auf die Homepage des Zoos nicht verkehrt?
    (25.03.2014)
    Jörn Hegner:   hat der zoo dvur kralove momentan komplett auf . weil ende april , anfang mai möchte ich dort gerne hin .
    (24.03.2014)
    Carsten Horn:   Bei den Planungen für Dvur Kralove ggf. berücksichtigen, das der Zoo vollständig geöffnet ist, Safari und Sommergehege? sind nicht ganzjährig geöffnet...
    (23.03.2014)
    WolfDrei:   @Jörn Hegner: Dvur Kralove bezeichnet sich erst seit einigen Jahren als Safaripark. Es gibt den traditionellen alten Teil (ca 25 ha), der sogar mehr Tiere enthält, u.a. die Katzenanlagen, Elefanten, Menschenaffen und Tieraffen, z.T. noch Antilopen, die Bongos und Okapis sowie das Terrarium /Aquarium und die Vogelhalle. Vom Bestand her soll in Zukunft vollständig auf "Afrika" umgestellt werden. Der Safariteil wird befahren ab dem Gehege der indischen Löwen, die "Safari"busfahrt dauert etwa 30 Minuten, kostet nochmals 20 Kronen.
    Von Prag mit dem Bus noch zeitmäßig gut zu erreichen sind Liberec, Brno und Jihlava, vielleicht auch Ostrava, im Norden kurz vor der deutschen Grenze Usti und Decin (letztere besser mit der Bahn von Prag aus).
    (23.03.2014)
    Jörn Hegner:   welche zoos sind denn noch sehr gut , die nicht weit von prag endfernt sind .
    (23.03.2014)
    Jörn Hegner:   der zoo dvur kralove ist doch auch so ein safaripark .
    (23.03.2014)
    WolfDrei:   @Jörn Hegner: zu den Anfahrten:
    Prag: mit der Metro bis Holesovice, dann oben mit dem Bus 120 zum Zoo (10 Minuten)

    Plzen: an der Endstation Zlicin einer Metrolinie Kauf der Platzkarte (ca 100 Kronen), wenn Plätze vorhanden, auch beim Fahrer. Dauer bis zum Busbahnhof Plzen ca 70 Minuten. Den Zoo (zoologicka zahrada) erreicht man zu Fuß Richtung Norden über Wiesen in 25 Minuten. Die Busse (Firma student agency) von Prag-Zlicin aus fahren jede volle Stunde, zurück dito

    Dvur Kralove: Vorverkauf des Ticketts in Prag-Florenc (zentraler Busbahnhof) oder beim Fahrer-hier von der Metroendstation cerny most. Abfahrtzeiten weiß ich nicht mehr, aber so um 7.30. Fahrtdauer etwa 2 Stunden, dann Fußweg etwa 25 Minuten. Preis 120 Kronen (etwa 5 Euro)
    (23.03.2014)
    Jörn Hegner:   ich überlege mir gerade demnächst mal wieder nach prag zu fahren für einige tage . besuchen werde ich dann die zoos von prag und pilsen . ist es eigentlich einfach zum zoo dvur kralove zu kommen von prag aus per bus und bahn . weil dieser wird mich auch brennend interessieren . er ist doch so ähnlich wie der zoo givskud in dänemak , wo ich letztes jahr gewesen bin . es laufen dort tiere frei rum und man fährt dadurch .
    (23.03.2014)
    WolfDrei:   Prag hat jetzt 2 weibliche Glattotter in der Ausstellung(Lutra perspicillata)
    (05.03.2014)
    Carsten Horn:   Zwei Töchter (von Jothi), :-), Rashmi ist ja auch noch da...
    (09.02.2014)
    Rüdiger Krichel:   Das wünsche ich der kleinen Elidame auch.
    Dann hätten sie dort auch einen tollen Sozialverbund. Mutter , Tochter - weibliches Kind:-)
    (08.02.2014)
    Gudrun Bardowicks:   Ich würde mich auch freuen, wenn das Jungtier diesmal überlebt.
    (07.02.2014)
    Jolantha Belik:   Das Zwergerl in Ostrawa ist ein Mädchen. Es hat heute endlich aus der Flasche (durch die Barriere hindurch) getrunken.

    @Jan: so ein Schlauch wird durch die Speiseröhre bis in den Magen geschoben ...
    (07.02.2014)
    Jan Jakobi:   Das erste Kalb von "Vishesh" war eine Frühgeburt.

    Mit dem Schlauch ist nicht so gut, der wird bis in die Speiseröhre geschoben?

    Die Rüsselspitze hatte "Jothi" abgebissen, oder eingeklemmt im Schiebetor?
    (07.02.2014)
    Carsten Horn:   Vishesh hat nicht wirklich Glück, erst die abgebissene Rüsselspitze und jetzt klappt es mit dem zweiten Kind wieder nicht richtig. Drücke fest die Daumen...
    (07.02.2014)
    Jolantha Belik:   Dem Mini-Rüssel in Ostrava geht es nicht gut, es trinkt noch immer nicht, hat Probleme mit dem Schlucken! So hat man nach langen Beratungen gestern beschlossen, es von der Mama zu trennen und durch einen Schlauch in den Magen zu füttern. Hat geklappt, Vishesh hat das Kleinen nachher sofort wieder angenommen. Das Problem ist - mal abgesehen davon, dass man das ja nicht auf längere Zeit so füttern kann - die Trennung von der Mama, die ihr Baby fürsorglich beschützt. Jetzt kann man nur hoffen und beten, dass das Zwergerl möglichst bald zu trinken/schlucken beginnt, sonst sind die Überlebenschancen sehr gering ...
    (07.02.2014)
    Jan Jakobi:   Zoo Ostrava:

    Heute früh brachte die Asiatische Elefantenkuh "Vishesh" ihr zweites Kalb zur Welt. Geschlecht ist noch unbekannt.
    Vater ist "Calvin".
    http://www.zoo-ostrava.cz/cz/novinky/953-slonice-vishesh-porodila/
    (04.02.2014)
    Silke Kollrich:   Der Tapirjunge "Baru" aus dem Leipziger Zoo soll laut Zoofreunde-Forum im März in den Zoo Zlin in Tschechien übersiedeln.
    http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=cs&u=http://www.zoozlin.eu/&prev=/search%3Fq%3Dzoo%2Bzlin%2Bczech%2Brepublic%26client%3Dfirefox-a%26hs%3Di7s%26rls%3Dorg.mozilla:de:official
    Dort wurde für die Tapire eine neue Anlage eingeweiht und seit November 2013 gibt es 0,1 Tapir aus Edinburgh. Ich finde diese Anlage und auch das, was ich von diesem Zoo gehört habe, sehr gut und freue mich, dass für Baru so eine Haltung gefunden wurde.
    Kennt hier jemand den Zoo Zlin näher?
    (17.01.2014)
    Carsten Horn:   Mir gefällt das Haus ja auch, wie es jetzt ist, keine Frage. Ich hätte mir halt nur gewünscht, das die Hippos ein bissel mehr von dem Umbau profitieren, z. B. hätte man das Haus am Ausstieg zur Außenanlage ein Stück auf die Außenanlage verlängern können, dadurch das Becken und den Landteil innen vergrößeren können, außen hätten die Hippos ja keinen Platzverlust gehabt durch den Zuschlag der Nashornanlage... Dadurch hätte man vor allem auch die doch recht steilen Treppen entschärfen können, die Jungtieren, aber auch dem mittlerweile 46 jährigen Honza (dienstältester "Mitarbeiter" des Zoos) das Leben schwer machen...

    Ein bissel haben die Hippos sogar innen gewonnen, weil sie den ehemaligen Tapirstall (der Durchgang auf dem Landteil innen) nutzen können, allerdings war da bis Mai 2013 noch kein Hippo drin trotz bereitliegendem Futter, vielleicht hat sich ja mittlerweile mal eins getraut...
    (24.10.2013)
    Jennifer Weilguni:   Als kleines Detail möchte ich noch hinzufügen, daß das modernisierte Haus für die Flußpferde so angelegt wurde, daß die Fassade des hauses nun die Umrisse des Zoologos (also eines Flußpferdes) darstellt. Klasse Idee!

    @Carsten Horn:
    Mag sein, daß die Flußpferde im Innenstall keinen Platz dazu gewonnen haben - trotzdem war ich restlos begeistert von der Umsetzung dieser Modernisierung. So kann ein altes Haus eben doch noch einmal in neuem Glanz erstrahlen.
    Die Binturongs waren auch bei dem Besuch von Oliver und mir mit den Zwergottern gemeinsam in einem Gehege. Eine Gemeinschaftshaltung, die wohl immer beliebter wird.


    (24.10.2013)
    Carsten Horn:   Die Flußpferde in Ostrava haben leider von der Modernisierung des Hauses nicht viel gehabt, abgesehen davon, das es jetzt mehr Tageslicht durch die gläserne Wand und gefiltertes Wasser gibt, hat sich im Haus für die Tiere nichts verbessert, Land- und Wasserteil sind abgesehen von der Verkleidung (die im Mai tlw. abgefallen war, so das wieder die darunter liegenden Kacheln zu sehen waren) genauso wie vor dem Umbau. Außen haben sie sich verbessert, weil ihrem Gehege ein Teil des ehemaligen Nashorngeheges zugeschlagen wurde.

    Während des Umbaus lebten die Flußpferde übrigens im ehemaligen Nashornstall.

    Erwähnenswert am Tansania-Pavillion (Nilpferdhaus) ist noch, das dort nicht der übliche Hipposchädel gezeigt wird, sondern das komplette Skelett eines Flußpferdes.

    Die Binturongs neben der Bären-/Hulmananlage (ein Hektar, wenn ich mich recht erinnere!) waren bei meinem Besuch mit Zwergottern vergesellschaftet.

    Das Affenhaus soll über kurz oder lang abgerissen werden wegen maroder Bausubstanz und schlechten Arbeitsbedingungen (z. B. Zugang zu den Innenkäfigen nur durch Schieber möglich). Interessant ist hier noch, das die Schimpansen zum Erreichen ihrer Außenanlage einen Tunnel unter dem Besucherweg benutzen.

    Neu gebaut wurden dieses Jahr noch tlw. begehbare Inseln für Lemuren und Gibbons und in Planung ist eine Art Safariteil.

    Olivers Empfehlung kann ich mir nur anschließen, Ostrava ist absolut sehenswert, und das Tempo der Entwicklung, wenn ich meine Besuche 2007 (z. B. gekachelter Flußpferdbereich ohne Glaskuppel, Bärenburg, alter Eingang, etc) und 2013 vergleiche, ist beeindruckend...
    (24.10.2013)
    Michael Mettler:   @Oliver: Beim Tarai-Hulman gilt die Einzigartigkeit wahrscheinlich nur bezüglich Mehrzahl, denn ein aus der Ostrava-Zucht stammendes Männchen wird seit 2011 im Zoo Heidelberg zusammen mit "Zoo-Hulmans" gehalten.
    (24.10.2013)
    Jan Jakobi:   Irgendwie komme ich mit der Beschreibung bezüglich der Anlagen für Nilfperde und Elefanten nicht hinter her.

    Das neue Elefantenhaus kenne ich von Bildern bei asianelephant.net und aus dem Elefanten-Magazin.

    Vom Flußpferdhaus kenne ich das aktuelle von Bildern in der Bildergalerie "Zoo Ostrava" auf Carstens Website. Das Haus wurde etwas modernisiert, so wurden die Ecken rund gemacht.

    @Oliver: Können Sie bitte von den Gebäuden der Elefanten (ohne das aktuelle) und Flußpferde die Sie genannt haben Bilder in den Thread "Dickhäuterhäuser" stellen?
    (24.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Ostrava

    Das Ende meiner Polen-Zootour lag nun gar nicht in Polen, sondern im Nachbarland Tschechien, in dem ich dann zum Abschluss noch den Zoo Ostrava besuchte. Von ihm hatte ich schon einiges gehört und natürlich wollte ich den Zoo, der Zuchtbuchführe der Nilpferde ist, auch einmal sehen.
    Aber die Nilpferde und ihr tolles modernisiertes Haus sind nur die Spitze des Eisberges eines großartigen Zoos.
    Das gesamte Who’s Who der katzenartigen Raubtiere ist hier versammelt, Großkatzen sind in 4 Arten repräsentiert, Amurtiger und Indischer Löwe, Nebelparder und Sri Lanka-Panther.
    An Kleinkatzen werden allein 9 Arten gezeigt, Fischkatze, Salzkatze, Rostkatze, Karpatenluchs, Südafrikanischer Karakal, Europäische Wildkatze, Serval, Jaguarundi und Manul.
    Für die Schleichkatzen steht dann noch der Binturong.
    Das Nilpferdhaus habe ich schon erwähnt, auch dieser Bau ist ein Faszinosum, durchschreitet man doch noch heute die Geschichte der gesamten Dickhäuterhaltung des Zoos, denn im Anschluss an das sehr großartig modernisierte Nilpferdhaus, in dem jetzt auch Panzerkrokodile leben, folgen die alten Stallungen, in denen heute ein Nachttierbereich, die Schildkröten und ein Pinselohrschwein untergebracht sind, und in denen früher einmal Elefanten und Nashörner gehalten wurden. Unvorstellbar, auf wie wenig Platz diese Riesen einmal leben mussten. Trotzdem ist es absolut spannend, diesen Bau einmal in der ganzen Länge abzulaufen, und sich dann das neue Elefantenhaus mit seinen großzügigen Ställen und Außenanalgen anzusehen.
    Im Afrikahaus, neben dem ein riesiger Bau entsteht, in dem in Zukunft u.a. auch die Schimpansen untergebracht werden, findet sich neben Strauß, Kaffernhornrabe, Ugandagiraffe, Elenantilope und Grevy-Zebra auch die sehr selten gezeigte Beisa-Oryx.
    Das Raubtierhaus ist sehr natürlich modernisiert, so dass der alte Bau kaum noch erkennbar ist, hier sah ich auch mein erstes Sri Lanka Riesenhörnchen.
    Ein großes natürliches Waldgebiet wurde eingezäunt und dient der Unterbringung der Kragenbären und der Tarai-Hanuman-Languren, die einzig hier in Europa gezeigt werden, neben dem Haus für die Besucher befindet sich noch eine Anlage für die Binturongs.
    Selbst der Haustierbereich ist mit Walachenschaf, Jersey Rind, Tschech. Rotbunten, Prestice-Schwein, Mangaliza (blond), Tschech. Gans u.a. außergewöhnlich besetzt.
    Eine Kette begehbarer Vogelvolieren lässt den Besucher auf Tuchfühlung gehen, mit Alpenkrähen, Entenvögeln, Purpurhühnern und anderen Vogelarten.
    Im Affenhaus, einem Rundbau der etwas älteren Art, sieht man neben dem Schimpansen noch Dianameerkatze, Katta, Rotbauch-, Mohren- und Sclater-Maki, Wanderu und Mandrill.
    Visaya-Schweine, Marderhunde, Kleiner Panda und Zwergotter gehören ebenso zum Bestand wie Axishirsch und Nilgauantilope. Auch der Greifvogelbestand hat mit Andenkondor und Geierraben einige Highlights.
    In einem neu eingerichteten Haus sind Papua- und Blauer Baumwaran zu sehen, in einer sehr schönen Anlage werden auch Philippinische Segelechsen gezeigt.
    Viele positive Berichte habe ich bereits über die Zoos in Tschechien gelesen, etliche dieser Zoos habe ich besucht und das oft geäußerte Lob nur bestätigen können. In Ostrava ist dieses wiederum der Fall, ich bin begeistert von diesem Zoo und kann ihn ausdrücklich empfehlen.

    (24.10.2013)
    WolfDrei:   aus dem Jahresbericht 012 Ostrava:
    geboren:
    1,0 Waldschliefer (Dendrohyrax)
    1,0 Rotbauchmaki
    1,0 Kronenmaki
    0,1 Nebelparder
    Salvadoriwaran
    Borkenratte (cumingi)
    neu sind 2,2 Rostkatzen und Negroswarzenschweine
    (08.10.2013)
    Carsten Horn:   Im Parco Faunistico Le Cornelle Valbrembo steht zumindest noch ne Kanone, g...
    (24.09.2013)
    Sacha:   Ein Panzer im Zoo? Das könnte doch gleich das Flaggschiff für einen neue Themenanlage mit Panzernashorn, Panzergürtelschweif, Panzerkrokodil sowie Gürteltiere, Schildkröten und Käfer sein....;)
    (24.09.2013)
    WolfDrei:   Nachtrag noch zu Pilzen: auf dem Weg zur Afrikaanlage sind am Grenzweg zur Hauptstraße links Somaligeparde und züchtende Warzenschweine. Und ein Kuriosum: am Katakombenausgang steht als Ehrenmal der Befreiung Ende des 2. Weltkrieges ein amerikanischer Sherman-Panzer - der Einzige in einem Zoo der Welt, wie mir gesagt wurde.
    Ein Fehler von mir: die Häuserreihenfolge vom Restaurant Kiboko: als erstes kommt das Lemurenhaus, dann das Nachttierhaus - bin halt bei dem dreistündigen Regen zwischen den drei Tierhäusern hin und her gerannt. Verlor wohl etwas die Orientierung.
    (24.09.2013)
    WolfDrei:   Und noch vergessen: die Amurleoparden und Amurtigeranlagen am nördliche Plateau. Bei den Tigern war irgendwann ein Baum auf die Anlage gefallen mit Herauskommen der Tiere - so richtig habe ich die Folgen bei den Prager "News" nicht gefunden.
    Noch vergessen: die Ameisenigel.
    Und wenigstens ein Bild: Gorillanachwuchs.
    (22.09.2013)
    WolfDrei:   Zoo Prag

    Zur Einführung etwas Geschichte:
    Der Prager Zoo wurde 1931 gegründet im Stadt-Bezirk Troja neben einer Schloßanlage auf der nördlichen Seite eines Moldaubogens. In der damals kaum erschlossenen Gegend befand sich der ein Teil des Zoos am Fuße eines Felsabbruches ( Raubtierhaus, einige Vogel-Volieren , Gebirgsanlagen), man gelangte dorthin in direkter Verlängerung vom Eingang. Der Weg umrundete den Hang, um auf dem Plateau dann Hirsche, Antilopen, Pferde etc auszustellen. Berühmt wurde Prag durch die Übernahme von Przewalskipferden aus einer landwirtschaftlichen Versuchsanstalt - die heutige B-Linie, dann durch die Errichtung des Zuchtbuches 1956 durch Jiri Volf unter Vorarbeit der Hamburger Zoologin Erna Mohr.
    Im sozialistischen Wirtschaftsystem geschah nichts Wesentliches an Neubauten, doch war der Zoo unter Leitung von Prof. Veselovsky weltweit geachtet. Er war in den Sechzigern “Weltzoopräsident”. Sein Spezialgebiet war das Verhalten von Wasservögeln.

    Prag ab 1972
    Mein erster Besuch 1972 erfolgte ein Jahr nach Errichtung des Dickhäuterhauses, doch waren die Mitarbeiter darüber nie sehr glücklich: es war dies eher ein nicht so geeigneter Protzbau eines Architekten. Zu dieser Zeit wurde auch die gewaltige Stahlkonstruktion für Greifvögel und Geier errichtet, nachdem die alte Voliere unter Schneelast zusammengebrochen war. Was gab es noch? Ein altes Katzenhaus direkt unter dem Hang mit den Reptilien , ein altes Affenhaus, eine Eisbärenanlage (immer noch als solche existent), etwas direkt nach Norden ein Haus “für alles Mögliche“- alles die Gründerbauten - und das Haus für Pferdeartige - damals noch als Erna-Mohr-Haus benannt (jetzt ist der Name überstrichen!).
    Neuartig war ein Sessellift, um den Höhenunterschied vom unteren Teil zum Plateau zu überwinden.

    An weiteren Neubauten in der kommenden Zeit gab es eigentlich nur das Großkatzenhaus, das war aber ein gesponserter Bau, da gerade dort ein Abfluß-Röhrensystem geschaffen werde mußte für die nördlich des Zoos gelegene Wohnstadt Bohnice - im direkten Schuß befinden sich auf einer Moldauinsel die Kläranlagen. Die Errichtung dauerte aber 11 Jahre bis 1991! Es war das erste Haus am Moldauufer. Fairerweise muß gesagt werden, dass in den Siebzigern und Achtzigern die Metro in Prag gebaut wurde - da war kein Geld für den Zoo da. Ergebnis: nur 400 000 Besucher pro Jahr.

    Dennoch : im Tierbestand gab es Seltenheiten und Erfolge: Zucht der Urwildpferde, von Geparden, von Rappenantilopen, von Braunen Hyänen, von Sitatungas, von Erdferkeln, Amurtigern etc. Was gab es noch: Nebelparder, südchines Tiger, Steppenducker, kleine Maras, Hutiacongas, roter Mazama, Fuchskusu, Waldmurmeltiere, Riesenelen, Tamandua, Fischer-Marder, Gelbsteißhirsche, Mandschusikas - nur um einige Seltenheiten zu nennen. Dazu die Gebirgstiere: kaukasische Steinböcke, Gorale, Tahre , Mähnenspringer - alle mit Zucht.

    Die Wendezeit - und die Zeit danach
    Dann 1990 auch dort der politische Wechsel, einige Zitterjahre auch mit einigen Direktoren, bis dann 1997 ein Nicht-Zoologe, Petr Fejk, Chef wurde. Der Aufschwung - 2007 1,4 Mio Besucher. Die Erschließung des Moldauufers kam mit Errichtung der Menschenaffenanlage, der Anlagen für Flamingos, Klammeraffen, Sitatungas, auch der Schuhschnäbel (habe ich dort 2010 noch nicht gesehen - nur auf einem Führer), des Riesenschildkrötenhauses sowie insbesondere des Gavialhauses, der Wasser- und Sumpfvögelanlagen, Erweiterung des Zoos auf 60 ha nördlich der Grenze über eine Straße hinweg in Richtung Bohnice - die heutige Afrikasavanne, der Sichuananlage für Vögel, dann anstelle des alten Affenhauses die Errichtung des “Indonesischen Dschungels” 2004 mit - besser - nunmehr südostasiatischen Tieren (Nachtierabteilung, Komodowarane, Schweinsaffen, Orangs [gerade mit Geburt], Borkenratten, Tupaias etc.), Umwidmung des “Hauses für Alles” in ein afrikanisches Kleinsäugerhaus mit Löffelhunden, südl. Stachelschweinen, Fuchsmangusten, madagass. Riesenspringratten, Springhasen, Zwergmeerkatzen, Honigdachsen, Klippschliefern, Gundis, Reptilien, Insekten und Mechows Erdwühler. Die erste Gorillageburt (das Weibchen Moya) folgte, die Errichtung dann der Elefantenanlage mit Eröffnung 2012 und im Februar 013 die erste Elefantengeburt (umbaute Fläche11 500 m2, Auslauffläche 8 700 m2, Wasserbecken 80 m2), die Afrikasavanne (über 75 Giraffengeburten, dazu Grevys, Beisas, Bleßböcke, Elen), Anlagen für Surikaten, die Erdferkel mit einbezogen, eine Hippoanlage (nicht so gewaltig), Anlagen für Rappenantilopen und Bongos in diesem Areal. Das Plateau dagegen zeigt sich z. T. noch in alter “Pracht” der Siebziger: große Anlagen für Wapitis mit Dallschafen (die vorher dort gewesenen Dickhornschafe sind ausgestorben), Rentiere, Wölfe, Takins, Kiangs, Bisons, Thamins, Trampeltiere, Przewalskis, Addaxe, Böhmzebras (die waren zunächst auf der Savanne, waren aber ruppig zu den Antilopenjungtieren - Austausch gegen Grevys).

    Vorher aber die Katastrophe: die Überschwemmung durch die Moldau 2002. Innerhalb von 3-5 Stunden mußte die Evakuierung vorgenommen werden und trotz größter Anstrengungen starben (oder mußten getötet werden) unmittelbar oder später durch Streß gegen 130 Tiere, darunter ein Elefantenbulle und ein männlicher Gorilla. Die Wiedererstehung wurde als “Mirakel-Leistung” von Fejk gewertet. Umso überraschender war sein Rücktritt 2009 mit einer Bewerbung in die USA. So richtig Fuß fasste er danach nicht. Kurzzeitig war er Leiter des Tschechischen Kulturzentrums in New York (Bohemian National Hall) dann Ombudsmann bei der Eisenbahn. Beim Googeln fand ich, dass er gegenwärtig ein Projekt umwirbt, das sich Orbis pictus nennt (ein Themenpark - Inhalt noch geheim).

    Der Zoo jetzt
    Nachfolger wurde ein Biologe, Miroslav Bobek. Unter seiner Regie dann Eröffnung des Elefantenhauses, die erste Geburt. Zu sehen: der Leipziger Mekong, geziert mit einem Kettenring, in der Bullenanlage und 6 Kühe aus Indien, Sri Lanka und Vietnam sowie das Jungtier Sita auf der Frei-Anlage. Im Frühjahr wurde ein Bergweg “Zakazanka” eingeweiht, der hinter der Seilbahn “Lanovka” am Hang steil nach oben führt und etwa am oberen Ende nahe der Bisons das Plateau erreicht. Es ist dies ein geographischer Lehr-Weg mit Ausguck auf Prag und einer Anlage für Smaragdeidechsen. Dann der Juni , erneute Überschwemmung, wenn auch “etwas” weniger hoch als 02. Dennoch: 160 Mio Schaden, alle unteren Gebäude, so nicht aus Beton/Ziegel, abbruchreif. Verlust: nur 3 Tiere , ein Vogel und 2 Schafe.
    Gegenwärtig ist der südliche Weg schon begehbar und führt am Robbenbecken an den Greifen vorbei zur Kinderanlage mit dem Streichelzoo und zur Gorillaanlage (dort 1 Jungtier, dazu zwei Schnurrbarttamarins [mystax]), dann folgt das Raubtierhaus, außen schon besetzt (Fischkatze, Nebelparder, Karakal, Javaleopard, Gepard, ind. Löwe, Sumatratiger (im Fernsehen gesehen : Nachwuchs), malayische Tiger. Die Innenräume mit ehemals Reptilien sind noch gesperrt, es roch nach Farbe. Der Weg führt an den Sumpfvogelfreianlagen vorbei (nicht besetzt, noch feucht) um an den Flugvolieren der Ibisse, Enten etc letztlich auf Ebene des Steilhanges auf den Umlaufweg zu stoßen. Alles, was dieser Weg umschließt, muß erneut aufgebaut werden, eine Einsicht war aufgrund der Zäune nicht möglich, doch haben Büsche, Bäume und der Rasen/Gras nicht gelitten, waren durchweg grün.

    Alte Einrichtungen auf dem Plateau wurden schon genannt, auch die meisten alten Vogelvolieren mit oft exquisitem Besatz aus der Vorwendezeit bestehen weiter, so auch die Hornvögelvolieren mit Feuerhorn-/ Rhinoceross- (beide mit Nachwuchs) und Doppelhornvogel. Im vorderen oberen Bereich wurden an der Sonnenseite Freianlagen für Loris eröffnet, die u.a Mount-Goliath- und Mount -Abo - Loris zeigen, am Ende eine begehbare Gebirgslorianlage. Nimmt man von dort den Weg nach Osten, kommt man zu den Waldhunden mit Nachwuchs, zu den Oncillas , den Hutiacongas, den Tayras und den amerikan. Fischottern, etwa höher zu den Känguruhs mit u.a. Sumpfk.
    Bliebe der Weg nach unten zur Dschungelhalle - noch nicht genannt , die Tiere des Nachttraktes: Sonnendachs, Borkenratte (cummimgi) , Müllers Buschkänguruh, Kuskus, Plumplori, Philippinenmusang, Rattenkäng.(B. penicillata).
    Beim Weg nach unten rechts noch Waldmurmeltiere und Ursons, dann die Kurve dem großen Ameisenmodell mit umfangreichem Bildmaterial über die Zeit der letzten 10 Jahre.
    Dort unten auch die kleinen Pandas und in einem Glaswürfel mit begehbarer Freianlage die Kattas und Weißstirnmakis.

    Wie gelangt man zum Zoo: gelbe Metrolinie, Station Holesovice, dann mit dem Bus 112 (wie schon vor 40 Jahren) direkt vor den Zoo. Eintritt 200 Kronen, Senioren 150 Kr. Und ich (weil schon etwas ältlich) hätte 1 (mit Worten: eine) Krone gleich 4 Cent zu zahlen brauchen - habe ich mich geweigert.

    Extrakt: ein muß!
    .

    (22.09.2013)
    WolfDrei:   Zu den Panzernashörnern noch eine Präzisierung: die Paarung war natürlich im August 2012!
    (20.09.2013)
    Jolantha Belik:   Danke, WolfDrei, das klingt gut. Werde sicher Pilsen besuchen, sobald das Mini-Hörnchen auf der Welt ist. Manjula muss ja schon ein ziemliches Wutzi sein. :-)
    (20.09.2013)
    WolfDrei:   Zoologisch-Botanischer Garten Plzen

    Als Vorwort wieder ein hohes Lied auf den Jahresbericht 2012: informativ, mit zum Teil auch umfangreichen englischen Zusammenfassungen. 168 Seiten, plus dazu 69 Seiten Zensus der Arten. Insgesamt 7 761 Tiere (an Arten: Reptilien 230; Vögel 473; 229 Säugetiere; Invertebraten 163; 54 Amphibien; 59 Fische). Bei den Nagetieren sind es etwa 65 Taxa!

    Von Prag aus erreicht man mit dem Bus (Firma Student agency, Abfahrtstelle 1) Plzen in einer Stunde ausgehend von der Endstation Zlicin der “gelben” Metro-Linie. Wenn möglich, Ticket vorher besorgen. Abfahrten morgens 30minütig, später stündlich, dito Rückfahrt. Vom Busbahnhof braucht man 20 min zu Fuß bis zum Zoo. Zunächst durch den Tunnel nach Norden, an der Hauptstraße (mit Tramverkehr) nach rechts ca 200 m, dann links 200 m, wieder links 100 m (an einem Kongreßhotel, einer ehemaligen Mühle, vorbei) über ein Flüßchen (Mze), dann rechts in einen Weg unter alten Bäumen an Wiesen und Gärten vorbei, nach 400 m erste Abzweigung, nach weiteren 400 m an der zweiten Abzweigung nach links - und man erreicht den Eingang des Zoos nach weiteren 300 m.

    Es gibt einen unteren Teil mit großzügigen Freianlagen (2010 eröffnet), in den zum Teil recht steilen oberen Teil führen 3 Wege: ganz rechts in Richtung des japanischen Gartens, vorbei an Katakomben des 2. Weltkrieges (seit 2012 als unterirdischer Zoo eröffnet), zu ca 15 Vogelvolieren mit Haupt- (meistens Fasanenformen) und Unterbesatz. Über einen Dinopark hindurch (da muß man wohl einen kleinen Betrag zahlen - ich wurde von Herrn Pes geführt, dem wissensreichen Hauptbotaniker, Vogel- und Nagerspezialisten, also mit Schlüssel) kommt man unterhalb nach Südamerika (Vicunjas, Nandus, Wasserschweine), etwas höher nach Nordamerika (Dallschafe, Schneeziegen, Zwergwapitis, Rotluchse, Waldmurmeltiere, dazu Sonora-Haus mit Kanincheneulen und diversen Reptilien sowie außen Rabengeier, Königsgeier und Rotschwanzbussard), dort am Bauernhof Lüftnerka führt dann der dritte Weg im Westen nach unten. Dort Wölfe, unten Braunbären, Moschusochsen, Wisente und Kiangs.
    Unter Lüftnerka gibt es chines. Leoparden, die aber abgeschafft werden müssen, da die Anlage durch absturzgefährdete Bäume nicht sicher ist (siehe dazu dann ein Fall in Prag).

    Richtung Osten gibt es 2 Wege : einen oberen zu den Stallanlagen der Panzernashörner, der Giraffen und Antilopen (darin auch Balabac-Kantjils, Buschschliefer, Erdhörnchen, Rotschenkelhörnchen, Borkenratten, Palawanzwergstacheltier u.a.) zum Zentralteil mit der Gaststätte Kiboko. Dort dann 3 Tierhäuser: im ersten in der Nachttierabteilung Haussagenetten, Springmäuse, Mäuse, Riesengalagos, Baumschliefer , Rodriguez-Flughunde, Kusimansen, Löffelhund (Ostafrikaner!), Schabrackenschakal, am Ende dann Berberlöwenunterkunft (dort ist`s dann hell).

    Im 2. Haus ein Madagascarschwerpunkt: zunächst Dunkelabteilung: Mausmaki, Riesenspringratte, Telfair-Igel, im hellen Teil Sattelvaris, Rotstirnmaki, Alaotralemur, Mohrenmaki, Brauner Lemur, Gelbbartlemur, Madagasc.-Mungo, Fossa und diversen Reptilien. Im oberen Stockwerk (nicht offen für die Besucher) dann der berühmte “Überraschungsboden” mit Vögeln (die noch keine Bleibe gefunden haben oder z.Z als Einzelexemplare gekäfigt werden) und verschiedenste Nager.

    Im dritten Haus eine Australienabteilung (habe ich verpaßt) mit Gleichfarbkuskus, Fuchskusu und Acrobates, in einem zweiten Teil mit Extraeingang links Komodowaran, Siamkrokodil, Podocnemisschildkröten, rechts Krallenaffen ( Weißpinsel-, Rotbauchtamarin, Goldkopflöwenäffchen, Rothandtamarin, S. lagonotus , gegenüber dann Reptilien u.a. die kleinen” Drachen” aus Kalifornien Bild anbei) , blaue Baumwarane. Die Bestandsliste wimmelt nur so von Waranen, Leguanen, Skinken, Agamen, Anolis, Chameleons u.s.w. Am Ende befindet sich die Schimpanseninnenanlage. Dort in der Nähe sind dann noch Kängurus - und dort geht es dann auch “nach oben “ zu den Katakomben, vorher aber an einigen angeleinten Greifen (Besitzer ist ein Falkner) vorbei, die dann in der Zukunft oberhalb der Verwaltung (dort war ein Amphitheater) eine Heimstatt erhalten sollen mit Vogelschau. Dieses Amphitheater soll verkleinert werden (ist auch ziemlich desolat) und dann mit “Sonnenpflanzen “ bepflanzt werden. Die Pflanzen, Büsche und Bäume sind in den Garten integriert, der ja ursprünglich nur ein botanischer Garten war. Alles ist säuberlichste mit Namensschildern versehen.

    Zwischen Haus 2 und 3 (dort sind auch die Pinguine gewesen - jetzt Dresden , deren Anlage umgebaut wird) führte ein etwas erhöhter Weg in ein Madagascarhaus mit Büschen und Pflanzen des Südens, auch einigen Reptilien).


    Geht man von Eingang nach links am unteren Weg entlang, kommt man an den genannten Tieren Afrikas und Asiens vorbei, dazu dann wieder Vogelvolieren eingestreut, in einem ein Panay-Tariktik. Prag und Plzen betreuen eine Auffang-/Zuchtstation auf Panay (Talarak). In einem Affenhaus und Inseln leben Angolaguerezas und Wanderus. Man hat Sicht auf Lechweantilopen, Naylas, Rotschildgiraffen und Große Kudus, die alle 2010 einzogen. Das Zwerghippohaus beherbergt 2,2 Tiere, die übrigens im Sommer die “freien” Wasser der Gräben beschwimmen können. Schließlich Asien mit den Panzertieren: im August soll die Kuh Manjula aus dem TP erfolgreich gedeckt worden sein. Es folgen HZA und Nilgaus, Trampeltiere mit Kropfgazellen und Kulanen. Dann ist man am westlichen Ende, dort wo es wieder bei den Bären noch oben geht

    Vergessen habe ich sicherlich Vieles. Und das Geschilderte hat sich erst in den letzten 15 Jahren entwickelt - vorher hat bei meinen Reisen Plzen nie eine Rolle gespielt! Obwohl ich ca 8 Stunden dort war (allerdings ab 14 Uhr Regen) sah ich nicht alles. Im nächsten Jahr also 2 Tage - denn weitere Überraschungen sind zu erwarten, auch wenn das Geld (sehr) knapp wird und auch die Anzahl der Pfleger reduziert werden muß.

    Also: Plzen, ein MUß für den Zoo-Interessierten!

    (20.09.2013)
    WolfDrei:   Noch ein Bild zur Wegführung in Dvur für "Fußgänger" - hoffentlich ist es verständlich. Die neue Führung könnte jungen Datums sein, da auf der HP eine etwas undeutliche Version der jetzigen Variante zu sehen ist (und die aus dem 20-seitigen Heftchen mit viel Reklame übergeben wird) und noch der alten, wo neben der Bussafari der Fußgänger noch einen "Kreis laufen konnte. Der neue Zugang verläuft am Menschenaffenhaus (gegenüber von der Zwerghippoanlage), die Safariausgangsstation erreicht man nach ca 8oo m , nachdem man die Holzbrücke überquert hat. Die schnellere Variante dorthin ist der Zubringer am ehemaligen Haupteingang zum neuen Teil(genannt Africa Express, dort sind die Kaffernbüffel), der jenen Weg nutzt, den nun auch die privaten PKW`s benutzen, die dann auch den Zoo dort verlassen. Bei Andrang könnte es durchaus zu Staus kommen, da Safaribusse und PKW`s relativ schmale Wege vorfinden und die Interessenlage auch unterschiedlich sein könnte. Und im oberen Teil müssen die PKW`s dort auch wieder zurück.
    (20.09.2013)
    Carsten Horn:   Das Panzernashornbild ist von 2008. Die Bildergalerie ist leider noch nicht vollständig so umgestellt, das man bei jedem Bild das Datum sehen kann.

    Aktuelle Fotos von Wien wären schön, so recht kann ich mir das nicht vorstellen, wo Kimbuku jetzt lebt.
    (18.09.2013)
    Jolantha Belik:   @Carsten: Danke Dir, ich schätz mal, das ist der zweijährige "Manny". Für eine der beiden 4-jähren Mädls ist mir das Hörnchen zu klein und die "Eliška", wurde am 8. September 2013 ein Jahr alt, hat noch nicht so große Hörnchen. Übrigens, es ist auch ein Foto von einem Panzernashorn in dieser Galerie. Dvur hält doch keine Panzerhörnchen mehr, ist das zufällig hinein gerutscht, oder hatten sie ein "Gast-Hörnchen" eingestellt?

    Zu Hippos: der Wiener Bub lebt seit einiger Zeit in einem kleinen abgetrennten Bereich rechts in der Anlage - es gab Ärger mit seinem Papa. Laß es mich wissen, wenn Du aktuelle Fotos haben möchtest.
    (18.09.2013)
    Carsten Horn:   @ Jolantha: www.hipposworld.de Bildergalerie Dvur Kralove 26.05.2013, da ist weiter unten ein Bild von einem Nashornzwergli, weiß allerdings nicht, wie das heißt...

    Komme gerade nicht an meine Bilder, darum der etwas umständliche Weg...
    (17.09.2013)
    WolfDrei:   @XXX: Aua! Streifenschakale: leider nein, muß ich von den Streifengnus inspiriert worden sein - oder von Johannesburg.
    (17.09.2013)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Hält Dvur Kralove wirklich inzwischen STREIFENschakale - oder doch weiterhin Schabrackenschakale?
    (17.09.2013)
    WolfDrei:   @ J. Belik: Ein "richtig" kleines Nashorn eigentlich nicht, dafür aber 2 Halbstarke, die sehr interessiert mich beäugten.
    (17.09.2013)
    Sven P. Peter:   Ja, kann man. Vom Bahnhof aus ist es aber ein ganzes Stück bis zum Park. Als ich das letzte Mal da war, war es hin mit einem Bus vom Bahnhof sehr gemütlich. Zurück verpassten wir den letzten und hatten dann einen langen Fußmarsch vor uns.
    (17.09.2013)
    Jolantha Belik:   Vielen Dank, WolfDrei! Könnte man auch mit dem Zug von Prag nach Dvur fahren? Hast Du die kleine Eliska, das einjährige Nashörnchen, gesehen?
    (17.09.2013)
    WolfDrei:   Besuch des Zoos Dvur Kralove.

    Wie (leider) vorhergesagt, spielte das Wetter nicht mit - Sonntag bei der Ankunft nachmittags in Prag 28°C, dann in der Nacht Regen und tagsüber bis 14 Uhr das große Grau, dann auch blaue Lücken. Da ich traditionell Sternfahrten von Prag aus mache, besteht die erste Bürgerpflicht darin, Platzkarten für die Busse zu bekommen. Bei freien Plätzen bekommt man die aber auch beim Fahrer (weniger für die Fahrt nach Plzen mit dem Bus der “Student agency”). Für die meisten Busse erhält man die Tickets am Hauptbusbahnhof Florenc an der gleichnamigen Metrostation. Nach Dvur ist aber seit langem die Abfahrt an der Endhaltestelle der gelben Metrolinie an der Station cherny most (dortselbst etwas tiefer gelegen, Abfahrt an der Haltestelle 1). Dauer etwa 135 Minuten , dann noch in Dvur 20 min Fußweg, am Ende bergauf. Rückfahrt u.a. um 16 Uhr 25. Kosten (für mich) 15o Kronen (ca 6 Euro Eintritt) , für die Bus-Fahrt gegen 150 Kronen (ca 120 km), etwas differenziert nach Firma und Streckenführung. Die Buslinien fahren nach Pec unter der Schneekoppe im Riesengebirge.

    Letztmaliger Besuch 2010: grundsätzliche Neuordnung: Die “Safarianlage” ist jetzt die bevorzugte Publikumswerbung, der Fußgänger hat Schwierigkeiten der Zugänglichkeit. So muß er den Zubringer zum Abfahrtspunkt der Safari nutzen oder läuft nunmehr nur noch an wenigen Tierausläufen vorbei. Das Prinzip vom “eigentlichen” Gründer Josef Vagner war der gemeinsame Rundfahrt/-gang von Autos und Besuchern. Die Autos haben gewonnen. Die können nunmehr vom Parkplatz direkt an einigen für Fußgänger verbotenen Wegen (u.a. Kudus, Lechwe, Weißnacken., Säbel, Somalis) zum Safaripunkt fahren und dort einfahren (der Busnutzer dort zahlt 20 Kronen. ) Gefährt ist ein modifizierter Bus, vorn und hinten hochgestellt, zebrastreifig, Erklärungen an der jeweiligen Tierart in etwa 6 “Tierregionen” (u.a. Okawango, Serengeti, Swala und Simba genannt). 60 ha werden befahren, Dauer ca 30 min, Erklärungen auf Tschechisch, “mein “ Fahrer konnte etwas Deutsch und nannte die Namen auch auf Deutsch, nachdem ich mit ihm gesprochen hatte. Gesehen: Pelikane, Rotbüffel, Chapmans, Bleßböcke, Streifengnus, Watussis, Lechwes, Nyalas, Sitatungas, ca 30 Elen mit Nachwuchs, nur 4 Weißschwanzgnus, Defassa WB - und ca 30 Pferdeantilopen, dann nochmals im “normalen” Zoo ca 15. Bloß, wo waren die kleinen Kudus?

    Dvur setzt nun nur auf Afrika: selbst die Orangs sollen abgegeben werden, die Budengs, alle nicht-afrikanischen Vögel. Was macht man mit persischem Leopard, mit indischem Löwe? Bleiben die “Löwe” und “Leopard”?

    Aber zurück zum Fußbesucher: Eintritt, gleich rechts das Restaurant, davor Erdhörnchen. Man steht vor den Raubtieranlagen: Fennek, Streifenschakal, Löffelhund, Hyänenhund, Streifenhyäne, Ussuritiger, pers. Leo (2 juv), Gepard (mit Jungtier - offenbar Handaufzucht), etwas links die Kattafreianlage, weiter links sind dann das Terrarium (Beschriftung leider nur auf tschechisch, schönes Furcifer pardalis mit juv.), gegenüber die beiden Vogel-Tropenhäuser noch mit Kronentauben, den Orangs und den Budengs, die Tropenhalle selbst derart dicht bewachsen, dass man die Vögel nur hört. Hier eine afrik. Zwergglanzente, den Kongopfau sah ich nicht mehr. Dann ist man in der damaligen Zentralanlage des “alten” Zoos” (30 ha): also den Elefanten (der Bulle nach Untersuchung durch das IZW steril), den Bongos, den Okapis. Die Überraschung: die “Gazellen-Antilopenreihe” ist weg (künftig Einbeziehung für die Elefantenanlage)! Die westlichen Reste beherbergen Pinselohrschwein und Zwergflußpferd. Die östlichen ehemaligen Antilopenanlagen stellten ca 12 Rappenantilopen aus, nachmittags dann Springböcke, an Damas sah ich nur ein Tier, die danebenliegenden Anlagen werden offensichtlich umgebaut, dann kommen einige Bleßböcke, 2 Marabus und 1 Sekretär, in der 2. Freianlage Sitatungas. Dann ist man schon am Affenhaus: 2 CampbellMK, Angolaguerezas, 1 Gorilla, 3 Schimpansen. Dort befindet sich nun der Bypass links um die ehemalige Zentralanlage des alten Safariteils (auf selbiger nur Grevys mit vielen juv.): Spitzmäuler. Schluß des Weges, wieder zurück. Rechtsherum kopfstarke Netz- und Ugandagiraffengruppen. Ein langer erhöhter Holzweg führt zur anderen Seite über die Freianlage mit Pferdeantilopen und Gnus. Rechts und links auf dem ehemaligen Rundweg weitere Spitzmäuler, die Breitmäuler mit dem C.s.cottoni-Bullen Nabire, Hartmannzebras, rechts der Fußweg zur “Safari” vorbei an Defassa- und EllipsenWB, Nyalas, rechts am Waldhang neuerdings noch junge Mähnenspringer. Dann die indischen Löwen und Ausgangs ( pardon Fahrt-)punkt des Busses. Am ehemaligen eigentlichen Zugang zum Rundweg stehen noch Zwerzebus, Böhmzebras, die Mähnenlosen, die Kapbüffel.

    Für den “Artensammler” gab es eigentlich keine Besonderheiten, sieht man davon ab , dass Dvur weiterhin für Europa.DAS Zentrum für die genannten Antilopen und Giraffen ist. Nicht gesehen die Impalas, arab. Spießböcke, Gemsböcke, die es aber alle gibt, die Bergriedböcke (nunmehr Safariteil). Die Fossas? Schon “abgeschafft”?


    Pflegerisch sieht es weiterhin gut aus, auch müssen sie einen nassen Sommer gehabt haben - alles grün. Imponieren tut noch der Abenteuerspielplatz und eine Baumkletterseilanlage (da würde ich mich nicht langhangeln!).

    Noch zum alten Teil: dort befindet sich eine historischen Ausstellung über das Entstehen (leider nur auf Tschechisch) des Zoos, auch über die Importzahlen der Tiere unter J. Vagner zwischen 1968 und 1974. Aus gutem Grunde nur einige Zahlen (habe noch nicht alles zusammengezählt): ca 70 Grevyzebras, 23 Caamas, gegen 100 Kronenkraniche, diverse Netz-, Massai- und Ugandagiraffen sowie 13 Gerenuks. Und die 6 nördlichen Breitmäuler.

    So denn Fragen sind?






    (16.09.2013)
    WolfDrei:   Bin wieder zurück aus Tschechien: Dvur Kralove, Plzen und Prag. Na ja, das Wetter! Berichte ab Montag. Anbei: Balabac-Kantjil aus Plzen
    (13.09.2013)
    Jonas Homburg:   Hier noch mal das offizielle:

    I would like to thank the employees and co-workers of Prague Zoo.
    I thank you for your support and gifts, which you are sending. We are very grateful for both.

    Although we hope that we will not have to evacuate the seals and the gorillas, we are still remaining alert. At the same time, we are already looking forward to the upcoming months and years. It is not a happy picture. This is the second time, when the entire lower part of the Zoo has faced destruction. We have preliminarily estimated the cost of the damage to be 160 millions of Czech crowns. Even if we manage to gather the necessary resources, the renovation of the lower part of the Zoo will take months. And nobody wants to face again, what already has happened twice. It is necessary to solve the problem of flood protection of Prague Zoo. The decision taken by Prague Town Hall after the floods in 2002 not to build flood prevention structures, which led to today´s tragedy, turned ou...t to be wrong.

    The gorillas are in the flood tower. When it is possible, they will be transported to the Zoo in Dvùr Králové, where they will stay until the pavilion is repaired. But even then they cannot come back until we are sure that necessary steps to prevent another repetition of this catastrophe are adopted.

    But we move forward. We will open at least the upper part of the Zoo as soon as possible. Just by visiting it – and bringing your friends – you can help us. We will be also very grateful for financial contributions; we have created a special account called Zoo Praha Povodeò 2013, account number 3070207/0100 (Prague Zoo Floods 2013, IBAN CZ330 100 000 000 000 307 0207, BIC (SWIFT CODE) KOMBCZPPXXX at Komerèní banka, Prague).

    We also are thankful that you are willing to come and help voluntarily with the cleaning and repair work. Please join the Facebook Group Povodeò 2013 – pomáháme Zoo Praha! (The Floods 2013 – We Help Prague Zoo!); we will eventually invite you via this group.

    Miroslav Bobek
    Prague Zoo, director
    (04.06.2013)
    Jolantha Belik:   So schaut es derzeit aus im Prager Zoo! Das Foto ist von Monika Kostrzewa, sie hat es auf Facebook gepostet.
    Wer helfen möchte, hier die Daten zum Kopieren:
    ZOO PRAHA POVODEN 2013
    Komerční Banka
    IBAN CZ330 100 000 000 000 307 0207
    BIC (SWIFT CODE) KOMBCZPPXXX
    (03.06.2013)
    Jennifer Weilguni:   Oh nein, nicht schon wieder! Da schießen einem sofort die schlimmen Bilder von 2002 durch den Kopf. Man kann nur hoffen, daß es diesmal glimpflicher ausgeht.


    (03.06.2013)
    Heidemarie Busch:   @Stefanie versuche es mit dem 'Google-Übersetzer' ist zwar nicht alles in richtigem Deutsch aber man hat einen groben Überblick.
    (02.06.2013)
    Stefanie Fischer:   Der Prager Zoo hat mit der Evakuierung der ersten Tiere begonnen. Die Moldau droht auch die Prager Altstadt zu überfluten.

    Kann jemand Tschechisch und könnte diesen Artikel übersetzen? Danke

    http://www.ceskatelevize.cz/ct24/regiony/229905-prazska-zoo-evakuuje-zvirata-zitra-bude-zavrena/
    (02.06.2013)
    Michael Mettler:   Tigerausbruch in Liberec:
    http://orf.at/stories/2152429/
    (22.11.2012)
    WolfDrei:   Der Zoo Lesna teilt im Jahresbericht 2011 mit, daß u.a. Hallstromhunde, kleine Pandas und Schwarzhalskraniche neu hinzugekommen seien. Für 2012 seien Riesenotter geplant.Neu gestaltet bzw, errichtet werden soll eine Anlage Äthiopien II . Man hofft auf eine Gebietserweiterung um 22 ha, sollte dies gelingen, werden eine Afrikasavanne und eine Elefantenanlage geplant.
    (20.11.2012)
    Rüdiger:   Oh ja Björn da habe ich das südamerikanische in der Googleübersetzung übersehen. Danke für deinen Hinweis.
    Wenn das EEP Zuchtbuch 2012 für den Malayan Tapir verfügbar ist , lass es mich bitte wissen.
    Lieben Gruss Rüdiger
    (17.11.2012)
    BjörnN:   Flachlandtapir, Rüdiger....
    (16.11.2012)
    Rüdiger:   1.0 Geburt Schabrakentapirbaby im Zoo Praque am 06. November 2012. Mutter Ivana und Vater Tex.
    (16.11.2012)
    Jana:   Die zwei Ustier Tierlexikonen wurden von Zoo Usti rausgegeben, etwa um Jahr 1990. Ich habe meine Kopien vor ca 6-7 Jahren gratis zur Eintrittskarte an der Zookasse bekommen, anscheinend hatte man damals die unverkaufte Reste an diese Weisse likvidiert.

    Zur Arealerweiterung in Pilsen - der Zoo hat Pläne für insgesamt fast 13 Hektaren. Da aber das Geld nicht ganz locker sitzt und der Gebiet mehrere Besitzer hat, kauft man über die Jahre langsam Stück für Stück. Und ja, es handelt sich meistens um Überschwenmmungsgebiet, was die Anlagenbauplanung sehr erschwehrt. Deshalb sollen dort vor allem extensive Aussenanlagen mit Wassergräben und leichten Häuser entstehen, etwa im Styl von Affeninseln in Prager Zoo. Der Elefantenhaus selbst wird auf eine nicht flutgefährdete Fläche stehen.
    (09.11.2012)
    WolfDrei:   "Tierlexikon des Zoos Usti" genau so ist es richtig - wie Herr Seidel schon schrieb.
    Noch zu dem Gebiets-Gewinn für Plzen: auch bei der kleinen Fläche ein Gewinn - aber: wenn das Gelände gegenüber gemeint ist, dürfte das gehörige Schwierigkeiten bei der Bebauung geben. Ich gehe gewöhnlich vom Busbahnhof Plzen Richtung Zoo (etwa 20 Minuten Fußweg) über dieses "Schwemmland" - links und rechts des Weges schwappt das Wasser!
    Dvur: hoffentlich gibt es wieder eine Normalisierung!!!! , "feierte" ich doch in diesem Jahr meine vierzig-jährige Bekanntschaft mit Dvur.
    (09.11.2012)
    Ralf Seidel:   @Klaus Schgüling, "Lexikon zvirat" (gesprochen swirschat) steht für Tierlexikon, beim "ustecke Zoo" dürfte es sich um den Zoo in Usti nad Labem (Aussig an der Elbe)handeln, dafür sprechen auch die Abbildungen: Alligator auf Außenanlage, Hintergrund Giraffenanlage auf dem Plateau.
    Ich selber kenne die Broschüre nicht, muss auf jeden Fall älteren Datums sein...
    (09.11.2012)
    Klaus Schüling:   Kann mir jemand etwas über diese beiden Broschüren (jweils ca. 24 Seiten) sagen?
    Was ist die Übersetzung des Titels?
    Wann und wo wurden diese herausgegeben?
    (09.11.2012)
    Ralf Sommerlad:   Das kann ich mir denken, das ( wie Jana schreibt) EAZA und WAZA ihre m.E.übereilte Entscheidungsfindung längst bereuen: Noch immer hat Dvur die am Besten funktionierende Spitzmaulnashorn-Zucht, eine vorbildliche Zucht vieler anderer Ungulaten, potentiell hoffentlich bald züchtende Tomistoma etc...Die Direektorin, die j uch in Dvur selbst nicht sonderlich angesehen war ist jetzt weg: Hoffen wir das Beste für einen Klasse-Zoo und seine wahnsinnig engagierten MitarbeiterInnen.
    (29.10.2012)
    Carsten Horn:   Können natürlich auch nur Vorwände gewesen sein und tatsächlich gab es andere Gründe...

    An Frankfurt mußte ich auch denken, ob die dann nächstes Jahr ebenfalls ausgeschlossen werden, g?
    (28.10.2012)
    Rüdiger:   Was spricht gege ndie Auswilderung der nördlichen Breitmaulnashörner? Ausserdem wird Frankfurtz seine Diceros bicornis minor 2013 auch asuwildern ohne jegliche Zuchtperspektive .
    Lag es nur an der Vorgehensweise der vorherigen Zoodirektorin und seit wann sind nicht empfohlene Zuchtbemühungen bei Zebras und Hyänen so zu bestrafen.
    Da müssten noch ander Zoos ausgeschlossen werden .
    (28.10.2012)
    Carsten Horn:   Ich meine, ich hab irgendwas von Zebras und Hyänen in Erinnerung, die entgegen der Empfehlungen gezüchtet wurden und natürlich die "Auswilderung" der Breitmaulnashörner...
    (28.10.2012)
    Michael Mettler:   @Jana: Als es vor zwei Jahren darum ging, dass DK von der EAZA ausgeschlossen werden sollte (und letztlich dann von sich aus die Mitgliedschaft beendete), hieß es doch meiner Erinnerung nach als Begründung, der Zoo habe wiederholt gegen EEP-Empfehlungen verstoßen. Sind da eigentlich hinterher konkrete Fälle bekannt geworden? Zucht "ohne Erlaubnis" haben sich doch z.B. auch andere EAZA-Zoos schon mal erlaubt und standen trotzdem nicht vor dem Ausschluss. (Zumindest nicht, dass man davon etwas gehört hätte...)
    (27.10.2012)
    Jana:   Wie MM schrieb, DK ist kein EAZA Mitglied mehr, und deshalb verweigern alle EEP Koordinatoren eine Zusammenarbeit und manche Programe haben schon deren Tiere aus DK genohmen. Mitglied-Zoos werden gefragt (weiss nicht wie weit offiziel) auch Zusammenarbeit bei Arten auserhalb EEPs mit Dvur zu beenden. Man versucht aus DK einen Paradebeispiel machen.

    Da die Zoodirektorin diesen Monat zurückgetreten ist, kann es sein, das in 1-2 Jahren Dvur zurück zu EAZA und WAZA beitritt. Beide Organisationen haben bestätigt, das sie Dvur zurück wollen, nur eben ohne die Direktorin, die Konflikte waren zuletzt vor allen an personliche Animosität zwischen der Direktorin und einigen englischen und niederländischen Leuten in EAZA Führungposten reduziert. Das Name von neuen Zoodirektor wird warscheinlich Anfang Januar bekannt, bis Ende Oktober können Interessenten deren CV einschicken.
    (27.10.2012)
    Michael Mettler:   @Rüdiger: Dvur Kralove ist m.W. nicht mehr EAZA-Mitglied.
    (27.10.2012)
    Rüdiger:   Danke Jana für deine Auskünfte zu den SM in Dvur Kralove.
    Was ist eigentlich vorgefallen , dass Dvur Kralove nicht mehr als EEP Partner akzeptiert wurde bzw. ausgeschlossen ist. Laut dem EEP Zuchtbuch für Black Rhinocero, Daten bis Ende 2011, ist Dvur Kralove nichz nmehr in weitere Transfers und Nashornaustausch in Zukunft nicht miteingebunden !!!
    (27.10.2012)
    Henry Merker:   Wie ich jetzt lesen konnte, ist das vorgesehene Erweiterungsgelände des Zoos von Pilsen doch "nur" 2 Hektar groß.

    Quelle: Zoofreundeforum
    (26.10.2012)
    Jana:   @Rüdiger Zu den SM-Nashörnern in DK: der Bulle Isis ist schon in der Rente, mit altes Weibchen zusammen. Jimm wird nur noch selten als Zuchtbulle eingesetzt (letzter Jahr mit Elba), könnte aber schon vielleicht nicht mehr zuchtfähig sein. Mweru ist stürmisch und nicht mit jeder Kuh kompatibel, man lässte ihm mit Jane Lee letzter Jahr, er hat sie gepaart, ob sie trächtig ist, weiss ich nicht. Ja, Baringo und Davu sind die Hauptzuchtbullen auf die man setzt. Der Bestand sollte zZ 6.9 sein. Der jünster Nachwuchs von Etosha heisst übrigens Eliška.
    (25.10.2012)
    Henry Merker:   Durch Kauf und Tausch soll die Stadt Pilsen 20 Hektar Land erworben haben, dass dem Zoo zu Gute kommen soll. Das entsprechende Gelände befindet sich nahe des aktuellen Haupteingangs und ist durch eine Straße vom Rest des Zoos abgetrennt. Auf dem Gelände sollen in den nächsten Jahren Anlagen für Elefanten, Schabrackentapire, Orang-Utans und andere (asiatische) Tiere entstehen.

    Quelle: Zoofreundeforum
    (20.10.2012)
    Michael Mettler:   Dann hieße es für letzte Gewissheit, einen Ortskenner aufzutreiben oder den nächsten Jahresbericht abzuwarten ;-)
    (11.10.2012)
    Oliver Jahn:   Der Bock auf der HP Bild 2 ist nicht der, von meinem Bild. Ich habe die beiden mit einem anderen Bild von mir verglichen, die weißen "Kragen" sind recht unterschiedlich.
    (11.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Durchaus möglich. Bin zwar kein Tiermediziner, aber dass ein Eckzahn erst äußerlich unsichtbar ist und im späteren Leben schräg nach vorn aus dem Maul steht, kommt mir merkwürdig vor. Das könnte tatsächlich für einen Austausch sprechen.

    Ich habe mir den Text über das Raubtierhaus nicht ganz durchgelesen, aber auf jeden Fall wurden beim Umbau auch Trennwände zwischen alten, kleinen Innenunterkünften herausgerissen, um welche zu größeren zusammenlegen zu können. Zum Besucher hin verglast waren sie allerdings schon in der Ursprungsversion.
    (11.10.2012)
    Oliver Jahn:   Vielleicht gab es ja zum 31.12.11 noch 1,1 Tiere. Dann starb 1,0 und es wurde auf der HP geändert. Dann kam ein neues Männchen (das mit dem schiefen Zahn) und man vergaß, die HP zu aktualisieren, wie auch bei der Vorstellung der Einzelexemplare.
    (11.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, das Raubtierhaus wirkt in seinem Grundbaukörper tatsächlich unzerstörbar. Um so erstaunlicher, dass man es so toll umgebaut bekommen hat, denn nach den Bildern von Liz ist ja doch einiges passiert, was allerdings den Baukörper als solches nur verschönert hat, nicht zerstört.
    Dass die Meerkatze so schnell nach meinem Besuch gestorben ist und ausgetragen wurde, das glaube ich eher nicht, denn ich habe bei meiner Suche nach "Diademmerkatze", die für mich neu war, diesen Eintrag einen Tag nach meinem Besuch gesehen. Sicher gibt es sehr aktuelle Zooseiten, aber das erscheint mir bei einer Meerkatze dann doch ein wenig zu schnell.
    (11.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Schade, ich hatte zwar damals mit Karsten schon mal die Meerkatzen-Geschichte aus Usti durchgearbeitet und hätte auch gedacht, dass das hier im Forum war, aber anscheinend doch eher per Mail und für mich leider nicht mehr auffindbar. Also versuche ich mal anhand der mir vorliegenden Quellen eine Rekonstruktion.

    Auf der Usti-Homepage sind die Jahresberichte 2004 bis 2011 verfügbar. Bestand am 1.1.2004 waren 1,3 „mitis“, von denen 0,1 im Laufe des Jahres starb und 0,1 die noch heute lebende Pistalka gewesen sein muss, die ja 1998 im Zoo geboren wurde. 2005 ist die von 2004 bis einschließlich 2011 einzige Geburt (1,0) verzeichnet. 2007 musste ein altes Zuchtweibchen eingeschläfert werden und ein Jungtier aus 2006 (das scheint eine Verwechslung mit 2005 zu sein, denn 2006 wurde laut JB gar keins geboren) starb gegen Jahresende. Von da an gab es bis mindestens 31.12.2011 nur noch die immer gleichen 1,1.

    Die Angaben im Tierlexikon der HP sind etwas verwirrend (http://www.zoousti.cz/lexikonDetail.aspx?WebMenuSelect=22&id=25). So wird als Bestand per 30.6.2011 nur 0,1 angegeben, während die Jahresberichte keinen Abgang des Männchens zuvor und keinen Zugang eines neuen Männchens bis 31.12.11 enthalten. Unter den Geburtsdaten sind aber weiterhin 1,1 zu finden (Chris und Pistalka), unter den Eigennamen der Tiere sogar drei Individuen (neben den genannten noch Flora, was ja zumindest nach einer weiblichen Meerkatze klingt). Das Geburtsdatum von Chris (21.5.1993) stimmt nicht mit dem überein, welches mir vom aus Hannover nach Usti abgegebenen Chris vorliegt (19.10.1992 lt. Info, die ich vor einiger Zeit aus der Zookartei erhielt). Wie auch immer: Nach den Angaben in den Jahresberichten war ein Tier namens Chris von 2004 bis 2011 das einzige erwachsene Männchen - somit auch jenes, das ich 2007 sah, das den „typischen“ Phänotyp unserer Zoo-Weißkehlmeerkatzen (albogularis-Komplex) hatte und vermutlich auch das Exemplar mit dem vorstehenden Zahn von deinem Besuch gewesen sein könnte. Vielleicht lebt das inzwischen gar nicht mehr, und jemand hat auf der HP zwar die aktuelle Bestandszahl auf 0,1 geändert, aber nicht den Stichtag…?

    Auch die Eigennamen im Tierlexikon der HP sind ja bei drei „hängengeblieben“. Flora kann demnach eigentlich nur das 2007 eingeschläferte alte Zuchtweibchen gewesen sein (vermutlich die Mutter von Pistalka), falls der Name im Tschechischen nicht auch für männliche Tiere benutzt wird (dann für das 2005er Jungtier möglich). Die Fotogalerie zeigt noch den von Karsten beschriebenen Zustand von 2006 (http://www.zoousti.cz/gallery.aspx?typ=zv&id=132), also Chris (Foto 2), Flora (vermutlich Foto 1 sowie das Foto im Tierlexikon) und Pistalka (Foto 3 entspricht in der Färbung dem aktuellen Foto von dir und dem 2007er von mir) und vermutlich das Jungtier von 2005 (laut Tierlexikon hatte Pistalka ein Junges). Foto 1 entspricht jedenfalls dem Phänotyp einer „echten“ Diademmeerkatze aus dem mitis-Komplex. Chris dürfte auch das Tier auf dem Foto von J.Pfleiderer in der Zootierliste unter „Weißkehlmeerkatze (kein Unterartstatus)“ sein.

    Auch wenn letzte Sicherheit fehlt, könnte die Zuchtgeschichte in Usti so ausgesehen haben: 1995 Zugang von 1,1 Weißkehlmeerkatzen aus Hannover (damals weitgehend als Unterartenkomplex der Diademmeerkatze statt als eigene Art betrachtet). Irgendwann zwischen 1995 und 1998 Zugang von 0,1 Diademmeerkatze, vielleicht als Ersatz oder im Tausch für das hannoversche Weibchen, das ja mit dem Männchen eng verwandt war. Geburt von Pistalka 1998 als Kreuzung Weißkehl x Diadem: Im Aussehen bildet sie tatsächlich eine Zwischenform der beiden anderen abgebildeten Meerkatzen. 2005 evtl. einziges Jungtier von Pistalka, gezeugt von ihrem eigenen Vater, gestorben 2007. Ich hatte bei meinem Besuch Mitte September 2007 nur ganz kurz (zu kurz zum Fotografieren) ein jüngeres Tier gesehen, der Zugang zum nicht einsehbaren Innenkäfig stand offen. Meiner Erinnerung nach ähnelte es allerdings einer „typischen Zoo-Weißkehlmeerkatze“.

    Als Nebenergebnisse der Suche in den JB: Die Guerezas sind tatsächlich keine reinen Weißschwänze (caudatus), sondern werden in Zusammenhang mit dem Erwerb eines (noch im Berichtsjahr verstorbenen) Männchens aus der einzigen reinblütigen Haltung dieser Unterart als nur caudatus-ähnlich bezeichnet. Und über den Umbau des Raubtierhauses enthält der JB 2005 (leider nur in Tschechisch und Englisch und ohne historische Aufnahmen) einen Artikel. Das Haus war 1980 entstanden und sein Originalzustand wird im Artikel beschrieben als „ein gigantischer Beton-Monolith, bei dem man sich kaum vorstellen kann, dass er jemals zerstört werden könnte“…
    (11.10.2012)
    Oliver Jahn:   Genau so könnte es aber auch sein, dass die auf Bild 1 noch eine Diadem- und die auf Bild 2 eine Weißkehlmeerkatze ist. Die vom ersten Bild war recht blau im Gesicht.
    (10.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Das erste Foto zeigt jedenfalls m.E. keine in Hannover geborene Meerkatze, diesen Phänotyp kenne ich aus der hiesigen Gruppe jedenfalls nicht. Mir scheint es das selbe Tier zu sein wie auf meinem Foto...? Das zweite Tiere entspricht dem mir gewohnten Färbungsbild. Ein herausstehender Zahn fiel mir bei meinem Besuch vor fünf Jahren nicht auf, aber das muss nichts heißen (und kann auch zwischenzeitlich entstanden sein) - ich hatte mich wegen des Aussehens mehr auf die zweite Meerkatze konzentriert.

    Habe auch noch mal nachgesucht, weil ich mich dunkel daran erinnerte, dass sich Karsten Vick schon mal zu den Meerkatzen in Usti geäußert hatte. Meerkatzen-Thread, 29.3.2006: "Und nochmal Usti: Lt. Tierbestandsliste gibt es hier 2,2 Diademmeerkatzen (unter k wie kockodan). In der Fotogalerie sind sie alle abgebildet. Die Bilder sind wirklich interessant: Eine richtige Diadem-, eine richtig bärtige Weißkehl- und eine mit kleinem weißem Kehlfleck, letztere mit Kind." Eine Kreuzung Diadem x Weißkehl läge also durchaus im Bereich des Möglichen.
    (10.10.2012)
    Oliver Jahn:   Beim zweiten Tier besonders markant der große herausgewachsene Zahn.
    (10.10.2012)
    Oliver Jahn:   Und hier noch mal die beiden Tiere, die ich bei meinem Besuch sah und die mit Diadem-Meerkatze ausgeschildert waren.
    (10.10.2012)
    Michael Mettler:   @Liz: Auf der Suche nach etwas ganz Anderem stolperte ich gerade über einen Teil der Daten, die mir über die hannoverschen und die nach Usti abgegebenen Weißkehlmeerkatzen vorliegen. Demnach handelte es sich bei dem abgegebenen Paar um Chris und Lara, beide 1992 in Hannover geboren und mit dem selben Vater (Philip, kam aus Chester nach Hannover). Chris' Mutter war die letzte reinblütige Mount-Kenya-Weißkehlmeerkatze (UA kolbi) Diana des hannoverschen Zoos, die gleichzeitig auch Laras Großmutter war (die Mutter hieß Sarah). Laras Großvater Charles, Vorgänger von Philip, stammte aus dem Tierhandel.

    Chris müsste die hintere Meerkatze auf meinem am 1.10. eingestellten Foto sein.

    Wie man an den Namen sieht, hatte da jemand offenbar ein Faible für die englischen Royals, nur mit falschen Familienverhältnissen ;-)
    (10.10.2012)
    Rüdiger:   @ Jana
    Sind die alten Rhino - Männchen ISIS und Jimm noch aktive in der Zucht von Dvur Kralove? Baringo und Davu sind die Väter der letzten Babys. Hat MWERU mühe mit den Weibchen oder ist er zu ungestüm ? Sind immer noch 6,8 black rhinos in Dvure Kralove aktuell?
    (10.10.2012)
    Rüdiger:   Am Samstag, 8. September 2012 am Nachmittag wurde im Zoo Dvur Kralove das 50. Baby-Nashorn geboren. Mutter und Kind sind wohlauf.
    Das Baby ist weiblich und es ist ein 38. Black Rhino in unserem Zoo geboren. Mutter ist Etosha (geboren 2006.09.04 in unserem Zoo) und Vater ist Davu (geboren 2006.02.19 in Krefeld, Deutschland). Das weibliche Baby ist für Mutter Etosha der erste Nachwuchs , Der Bulle Davu wurde zum zweiten Mal Vater .
    (09.10.2012)
    Jana:   @MM Selbt habe ich den Käfig im Originalzustand nicht gesehen, aber es was ein echter Käfig, also mit Gitter oben.
    (09.10.2012)
    Michael Mettler:   @Jana: Das ist ja lustig, da hatte ich also den richtigen Instinkt :-)

    Wie sah denn dieser alte Grizzlykäfig im Originalzustand aus? Tatsächlich oben offen und mit Kletterbaum bis zur "oberen Etage"?
    (08.10.2012)
    Jana:   Die Anlage für Präriehunde und Baumstachler in Decin ist ein ehemaliges Bärenkäfig, dort lebten die Grizzlys bis 1997 und haben dort auch gezüchtet.
    (08.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: OK, so passt das Bild durchaus auch in meine Erinnerung. Im Grunde ist mir die Anlage auch nur deshalb in ihren Grundzügen im Gedächtnis geblieben, weil ich sie damals unwillkürlich mit dem Haltungsprinzip mancher historischer Bärenanlage verglich. Denk dir unten statt Glas Zwingergitter oder eine Plattform mit Graben, und der hochragende, von einer "Zinne" aus einsehbare Kletterbaum passt auch. Gerade angesichts der winzigen räumlichen Verhältnisse, unter denen mancherorts in alten Zeiten Malaienbären gehalten wurden.
    (08.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, neben dem Gehege ist eine Treppe, die auf die nächst höhere Ebene des Tierparks (Freilandterrarien) führt. Von dieser aus kann man von oben auf die Anlage schauen.
    (07.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Habe leider kein Foto von der Gesamtanlage und vielleicht täuscht mich auch die Erinnerung, aber auf jeden Fall bildete das Gemäuer mit der Aussichtplattform oben drauf auch die Rück- bzw. Seitenwand der Anlage (je nachdem, aus welcher Richtung man vom Bodenniveau aus hineinsah.
    (07.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, die Gehegebeschreibung stimmt, an eine Plattform, wie von dir beschrieben, kann ich mich allerdings nicht erinnern, was aber nicht heißen muss, dass es sie nicht gibt.
    (07.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Die Anlage, die ich meine, war "im Parterre" weitgehend verglast und wurde von einem Klettergerüst aus Totholz weit nach oben überragt. An der Anlage befand sich eine gemauerte (?) Aussichtskanzel, von der aus man in die benachbarten Südamerika-Gehege schauen konnte, aber auch die Baumstachler auf dem Klettergerüst quasi in Augenhöhe hatte.
    (07.10.2012)
    Henry Merker:   Der Zoo Prag hat aus Pinnawala, Sri Lanka, zwei junge (asiatische) Elefantenkühe erhalten, die dort 2004 bzw. 2005 zur Welt kamen. Sie sind gestern Abend in Prag angekommen und sollen ab dem Frühjahr 2013 auch zu sehen sein.
    (07.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, die Frage kann ich nicht beantworten, da es ja mein erster Besuch dort war. Ich habe nur mit dem alten Plan verglichen, und da sind für Präriehunde und Baumstachler noch zwei Anlagen eingezeichnet.
    (04.10.2012)
    Michael Mettler:   Die erwähnte neu gestaltete Anlage für Präriehunde und Baumstachler ist aber an gleicher Stelle geblieben? Meiner Erinnerung nach gab es diese Kombi schon bei meinem Besuch 2007, und die Anlage war auf zwei Ebenen einsehbar. Jetzt vergrößert...?
    (04.10.2012)
    Oliver Jahn:   Ich habe jetzt noch einmal etwas genauer den Plan von Decin studiert.
    Dort, wo die Berganoas waren, sind jetzt Lamas.
    Dort, wo die Hirscheber waren, entsteht eine neue Anlage für Tapire.
    Die Visayas haben eine neue Anlage neben den beiden Käfigen für Leopard und Malaienbär.
    Im ehemaligen Zieselgehege sind die Muntjaks.
    Für die Schneeziegen zogen Takine ein.
    Und im ehemaligen Lamagehege sind die Vicunjas und in deren Gehege sind die Markhore.
    (04.10.2012)
    Oliver Jahn:   Und auch diese Art ist aus deutschen Großzoos völlig verschwunden. Indische Hutaffen
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank! Das ist ja echt der Wahnsinn, der gesamte Mittelteil war ja eine klassische Käfigreihe. Davon erkennt man absolut nichts mehr. Es ist immer wieder erstaunlich, was man aus solchen Häusern doch machen kann.
    (03.10.2012)
    Liz Thieme:   Hier schon mal Bilder der Rekonstruktion:
    http://www.zoousti.cz/novinkyDetail.aspx?id=410

    http://www.wzd.cz/zoo/EU/CZ/zoo_usti/cz_usti_nad_labem-zoo_text01_ces.htm
    hier findest du auf der Hälfte rechts die Löwenkäfige.
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   Was mich noch einmal interessieren würde, gibt es Bilder von den Außen- und Innenanlagen des Raubtierhauses in Usti aus der Zeit vor seinem Umbau?
    (03.10.2012)
    Michael Mettler:   So ein kapitales Gehörn habe ich auch noch nie bei einem Anoa gesehen. Viele Anoas scheinen sich allerdings die Hörner an harten Oberflächen (Mauern etc.) abzuwetzen, und möglicherweise "entschärft" hie und da auch der Tierarzt.
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   Dafür hier noch mal der sehr stark behörnte Bock aus Usti.
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, richtig, Hirscheber, Schneeziegen und Berganoas waren nicht mehr im Bestand, obwohl sie teilweise auf den Wegweisern noch abgebildet sind. Dafür habe ich noch die Prinz-Alfred-Hirsche vergessen zu nennen, die mit Mandschurenkranichen vergesellschaftet sind. Ebenfalls gab es noch eine Anlage, die erst recht frisch umgestaltet war für Präriehunde und Baumstachler. Die Maras leben relativ frei in den Anlagen von Vicunjas, über die Markhore bis zu den Westkaukasiern. Eine ebenfalls neuere Anlage gab es noch für Muntjaks.
    (03.10.2012)
    WolfDrei:   @O. Jahn: Da nicht erwähnt, darf ich also annehmen, daß die schon vor 3 Jahren recht alten "Berganoas" nicht mehr leben? Hier ein Bild vom Juli 09
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   Und noch ein Bild, welches so typisch für diesen Zoo ist. Die meisten Anlagen wirken genau so.
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, da ich noch einen älteren Plan habe, konnte ich das ehemalige Schneeziegen-Gehege ausmachen. Auf ihm sind jetzt die Takine und die Tiere nutzen die ganze Anlage und von den Anlagen für Takine, die ich bisher kenne, gefällt mir diese in Decin am besten. Allerdings stehen einige große Bäume auch so in der Nähe der Anlage und auf ihr drauf, dass reichlich Schatten an einigen Stellen vorhanden ist, wie auf dem Bild sichtbar.
    @Liz, dann muss das Tier wohl sehr häufig im Stall leben. Der Außenkäfig sah nicht wirklich benutzt aus. Gegenüber dieser Käfige ist auch noch eine Tapiranlage, welche gerade saniert und umgebaut wird, daher ist sie zur Zeit unbesetzt, es sollen aber Tapire zurück in den Zoo kommen.
    (03.10.2012)
    Liz Thieme:   Es soll noch ein Kater "Conni" da sein, der 1993 geboren wurde und 2006 nach Decin kam. Also ein recht altes Tier, das evtl. die Ruhe bevorzugt.
    (03.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Welche der Gebirgswiederkäuerarten wird denn jetzt auf der - hangaufwärts betrachtet - ganz linken Bergtieranlage gehalten? Bei meinem Besuch vor fünf Jahren war die noch mit Schneeziegen besetzt, die mir über die sonnige Lage alles andere als glücklich schienen (und vielleicht auch deswegen letztlich durch eine andere Art ersetzt wurden).
    (03.10.2012)
    Oliver Jahn:   Heute nun noch ein paar Sätze zu Decin.
    Gerade nach den Beschreibungen hier im Forum hatte ich eine bestimmte Vorstellung. Real dann fand ich einen Tierpark vor, mit sehr vielen gut strukturierten Anlagen und einem ausgesucht guten Tierbestand, der auf der einen Seite etliche Exoten, die man nicht wirklich oft sieht und in einem Tierpark dieser Größe eher nicht vermutet, und auf der anderen Seite einen sehr reizvollen Einblick in die heimische Tierwelt bietet.
    Unter den Affen sind sicher Schopfmangaben und Schopfmakaken zu nennen, die Raubtiere sind gut besetzt mit Mähnenwölfen, Margay, Fischkatze, Grizzlys in einer sehr großzügigen Anlage, und einem Malaienbären, der allerdings in einem der Altkäfige zu den wenigen Tieren gehörte, die nicht so toll untergebracht waren. Der Käfig daneben von gleicher Größe war mit Amurleopard ausgezeichnet, das Tier allerdings nicht zu sehen. Gibt es den überhaupt noch? Bereits WolfDrei schrieb hier vor etlicher Zeit, dass der Käfig leer war.
    Als ich vor den Käfigen stand, da fiel mir wieder die Diskussion über die Leipziger Leopardenkäfige ein. Da relativiert sich so manchmal der ein oder andere Eindruck.
    Aus der heimischen Tierwelt werden u.a. Wolf, Fuchs, Wildkatze und auch ein tagaktiver Dachs gezeigt, eine sehr ansehnliche Kollektion an Eulenvögeln, ein echt beeindruckender Wildschweinkeiler, Rehe, Rabenvögel und Fasane.
    Mehrere kleine Freilandterrarien zeigen heimische Amphibien und Reptilien, zwei komplett schwarze Kreuzottern sonnten sich direkt sichtbar an der Scheibe.

    Visayas waren mit Ferkeln zu sehen, ein schöner Zuchterfolg. In einer besonders schönen Anlage werden die Mishmi-Takine gezeigt, Moschustiere leben quasi direkt im Wald, der lediglich eingezäunt wurde, endlich sah ich mal wieder Markhore, die Böcke sind allerdings noch recht jung und stammen aus der großartigen Zucht des Zoo Liberec. Westkaukasische Steinböcke haben ebenfalls eine sehr natürliche Hanganlage, auch hier haben die Böcke noch reichlich Potential, aber richtige Prachtböcke gibt’s ja in Chemnitz.
    Die Großen Ameisenbären sind mit Wasserschweinen vergesellschaftet, im Vogelhaus waren die Runzelhornvögel der Blickfang.
    Und auch bei den Haustieren gab es mit den Huzule-Ponys eine Rasse, die es bei uns kaum gibt, und die nur mit Hausziegen ausgeschilderten Tiere sahen ein wenig nach Kaschmirziegen aus.
    Der ganze Park macht einen sehr gepflegten und natürlichen Eindruck. Große und begehbare Häuser fehlen ganz, aber bei gutem Wetter vermisst man sie auch nicht.
    Nicht nur bei den Steinböcken musste ich an Chemnitz denken. Beide Einrichtungen scheinen einen recht ähnlichen Weg beschritten zu haben, von einem eher heimatlichen Tierbestand, ergänzt um einige winterharte Exoten, hin zu einem kleinen Zoo mit ausgesucht seltenem und attraktivem Tierbestand aus allen Regionen der Erde. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    (02.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Liz, da kann die HP nicht stimmen. Ich habe meine Bilder noch mal durchgesehen, und da sind auch zwei Tiere auf meinen Fotos.
    (01.10.2012)
    Michael Mettler:   Hier das "Diademmeerkatzen"-Zuchtpaar, das bei meinem Besuch 2007 nebst Nachwuchs vorhanden war - im Vordergrund das Weibchen.
    (01.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver & Liz: Das ist wieder so ein Fall, bei dem eben nicht jeder Zoo jede Änderung in der Systematik "mitmacht". Der hannoversche Zuchtstamm geht auf verschiedene UA zurück (u.a. kolbi, dazu gehörte bis vor einigen Jahren das letzte noch unterartreine Tier), die allerdings meiner Erinnerung nach (ich kann Infos raussuchen) alle zum albogularis-Komplex gehörten, nicht zum mitis-Komplex. Folgt man der Auffassung mit der Artentrennung mitis /albogularis, wäre der Stamm zwar nicht unterart-, aber wohl tatsächlich noch artrein. Folgt man der Separation nicht, dann wäre auch jeder Mischling aus dem mitis-albogularis-Komplex noch immer eine Cercopithecus mitis ohne Unterartangabe, und so dürfte sich auch die Beschilderung in Usti erklären.

    Übrigens sind möglicherweise auch die Weißschwanzguerezas in Usti UA-Bastarde (siehe weit unten im Thread, sollen auf Dresdener Mischzucht zurückgehen).
    (01.10.2012)
    Oliver Jahn:   Wobei mir noch einfällt, dass bei einige Arten auch mitunter einfach die deutsche Übersetzung nicht passte. Die Gibbons z.B. hatten den richtigen wissenschaftlichen Namen, waren im deutschen aber mit Lisztaffe übersetzt.
    (01.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Liz, im Zoo waren die Tiere (ich glaube, es war ein Paar) als Diademmeerkatzen ausgeschildert.
    (01.10.2012)
    Liz Thieme:   Bei dem Raubtierhaus fehlt nur noch eine Art, die leider seit 2001 dort nicht mehr lebt....
    Aber solch eine Anzahl an Tieren pro Tierart ist schon toll, da braucht es fast den restlichen Zoo nicht mehr ;-)

    Aber ganz ehrlich, unterm Fenster kuscheln ist noch immer besser, als Besucher zu den Tieren hineinzulassen. Aber dein Bedenken mit den Kinderhänden kann ich absolut nachvollziehen, zumal es Kinder sehr reizt überall durchzufassen.

    Ich habe mir gerade die Internetseite angeguckt und muss mich mal wieder wundern. Ich dachte Tschechien wäre recht fortschrittlich. Aber die Weißkehlmeerkatze ist dort ohne UA als Cercopithecus mitis (Diademmeerkatze) ausgezeichnet. Das Tier "Píšťalka" (Pfeife) soll am 17.4.1998 in Usti geboren sein, begonnen hat die Haltung 1995. Lt. der HP gibt es nur das Weibchen "Píšťalka".
    Die Weißkehlmeerkatze (Cercopithecus albogularis) wurde von der Diademmeerkatze abgespaltet. Grund für die vermeintliche andere Entwicklung ist der Grabenbruch in Afrika.
    Die Frage ist für mich daher: Woher kamen die vermeintlichen UA-Mischlinge aus Hannover wirklich (lt. ZTL), die dann nach USti kamen?

    (01.10.2012)
    Oliver Jahn:   Und auch der hier war ein Exemplar von einer Größe, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe.
    (01.10.2012)
    Oliver Jahn:   Nun habe ich es auch endlich geschafft, mir mal die Zoos in Usti und Decin anzusehen. Über beide Zoos ist schon einiges geschrieben worden, so dass ich mir eine Vorstellung hier spare, und nur auf die besonderen Eindrücke eingehe.
    Heute beginne ich mal mit Usti.
    In Usti habe ich einen klassischen Zoo vorgefunden, wie ich ihn mir vorstelle. Licht- und Schattenseiten, wie in jedem Zoo, trotzdem durchaus sehenswert und einige Highlights im Tierbestand.
    Besonderes im älteren Teil des Zoos dominieren die Häuser, das Affenhaus, ein eigenwilliger Bau mit gutem Besatz, Weißschwanzguerezas, Brazza- und Weißkehlmeerkatzen, Hauben- und Silberlanguren, Mandrills und Indische Hutaffen, um nur einige zu nennen.
    Das Exotarium ist eher ein buntes Sammelsurium aus Reptilien, Krallenaffen und Vögeln.
    Das Raubtierhaus hingegen hat mich wirklich begeistert. Man erkennt den klassischen Betonbau von 1980 noch immer. Aber die Größe ist schon beeindruckend und nach dem Umbau ist es ein wirklich ansprechendes Haus, vor allem die Außenanlagen sind sehr gut gestaltet.
    Hier leben 6 Malaienbären, die ich bisher in noch keinem anderen Zoo so aktiv gesehen habe.
    Die Nebelparder sind mit 5 Tieren vertreten, drei fast ausgewachsene Jungtiere und das Elternpaar.
    Bei den Amurleoparden lebten 2 ebenfalls ausgewachsene Jungtiere noch mit dem Muttertier zusammen, der Vater saß im Nebengehege.
    Der Löwenkater, ein klassischer Angolaner mit Hallenser Wurzeln, ist ein stattliches Tier, die Malaysische Tigerin, ebenfalls aus der Saalestadt, lebt leider allein.
    Die Schneeleoparden haben ebenfalls noch eine ausgewachsene Tochter dabei, welche an den Glasscheiben der Außenanlage mit den Besuchern auf „Fellfühlung“ geht. Unter den Glasscheiben sind kleine Spalten, die nicht vergittert sind, so dass man die Katze dort tatsächlich berühren kann, wenn sie am Fenster sitzt. Ein wenig bedenklich finde ich das schon, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eine kleine Kinderhand da weiter durch passt, als es sein sollte.
    Dennoch hat mir das Haus wirklich sehr gefallen und die Außenanlagen sind auch für Fotografen absolut optimal.
    Seraus gab es in einer sehr natürlichen Anlage am Hang, eine sehr schön begrünte Mähnenwolfanlage, die Tapire haben Wiese und Wasser und sind von oben und auf gleicher Ebene zu betrachten, die Hirscheberanlage stand leider leer. Anoas mit so starken und langen Hörnern habe ich noch nie gesehen. Hartmannzebras und Somali-Wildesel repräsentieren den Einhuferbereich. Das Elefantenhaus ist nicht der große Wurf, was mich persönlich weniger störte. Da fand ich eher das Breitmaulnashorn, welches ganz allein auf einer eher unansehnlichen Betonsohle stand, als einen ernüchternden Anblick, der auch durch einen einzelnen Marabu, der ebenfalls dort lebt, nicht verbessert wurde. Generell hat mir dieser Bereich nicht so sehr gefallen, Huftieranlagen mit gefühlt recht wenigen Tieren, welche dann auch noch teilweise hinter dicken Betonmauern gehalten werden, das finde ich, muss heute wirklich nicht mehr sein.
    Trotzdem war der Besuch lohnenswert, allein schon wegen des Raubtierhauses. Auf jeden Fall aber muss man Essen mitnehmen, denn es gab im ganzen Zoo nicht eine einzige geöffnete Gastronomie, an der man etwas hätte essen können.

    (01.10.2012)
    Henry Merker:   Wie bereits im November angekündigt, wurde der Transfer von Douanita sowie ihrer Tochter Tonya von Rotterdam nach Prag vollzogen. Mutter wie Tochter sollen demnach am 09.05.2012 dort wohlbehalten angekommen sein.
    (11.05.2012)
    Liz Thieme:   nur eben noch nicht in Prag....
    (10.05.2012)
    BjörnN:   Klar ist der schon da, in Leipzig seit 2 Wochen.
    (10.05.2012)
    Ronny:   Der US-Import der Komodowarane ist wahrscheinlich schon da.
    (10.05.2012)
    Liz Thieme:   In Prag sind die Elefanten in ihr neues Haus umgezogen. Und das renovierte Raubtierhaus ist wieder offen.
    Der alte Komodowaran-Mann ist im Alter von 20 Jahren gestorben. Durch den US-Import erhält Prag ein neues Männchen, das die ZUcht fortsetzen soll.


    In Děčín gab es ersten tschechischen Nachwuchs bei den Visayas-Pustelschweinen. Gleichzeitig hat aber die Haltung der Hirscheber aufgehört, ihre Anlage soll nun mit Tapiren besetzt werden.
    (10.05.2012)
    Henry Merker:   Der Zoo von Zlin-Lesna erwartet 2,2 Silberklaffschnäbel aus Indien. Zudem sollen 0,2 Schwarzhalskraniche aus dem Ueno Zoo (Tokyo) kommen.

    Dvur Kralové erwartet 0,0,2 Indische Löwen aus Indien, die zwecks Blutauffrischung nach Europa kommen sollen.

    Der Zoo Liberec hat 2,0 Moschusochsen aus Krefeld bzw. Köln erhalten.
    (13.12.2011)
    Henry Merker:   Der Zoo Prag hat aus Port Lympne 0,1 Schabrackenhyäne (Nachzucht) erhalten und somit wieder ein Paar dieser Art. Ferner kam 1,0 Balabac-Kantschil aus der Nachzucht von Wroclaw nach Prag. Aus Privathand konnte zudem ein Feuerhornvogel erworben werden. Der Bestand der Fischuhus wurde um ein Männchen erweitert und zudem aus Tallin ein weiblicher Amurleopard bezogen.

    Der Zoo von Zlin-Lesna hat seine Hybrid-Kubakrokodile an einen ungarischen Krokodilzoo abgegeben. Ihre Anlage in der Yucatan-Halle sollen demnächst Riesenotter beziehen!
    (26.11.2011)
    WolfDrei:   Ich fand in einem Pragbericht einige Aufnahmen zur Überflutung des Zoos - wir hatten desweiteren ja auch die Elefantenanlage erwähnt - in der Mitte der Aufnahmen ein Eindruck von der Höhe des Moldauwassers.
    (23.11.2011)
    Henry Merker:   @Jan:
    Das Haus ist schon recht weit; ich kann mir vorstellen, dass dort bereits nächstes Jahr Elefanten untergebracht werden könnten...allerdings soll es erst im Frühjahr 2013 eröffnet werden. Näheres dürfte allerdings am ehesten Jana beantworten können.
    Schauen wir mal.

    Ja, es stimmt: In Prag leben bereits "Gulab" und "Shanti", die beide für eine Zucht nicht mehr in Frage kommen werden.
    (06.11.2011)
    Jan Jakobi:   Vielleicht deckt "Mekong" dann "Douanita" erfolgreich.

    In Leipzig hat man ihm auch neue Kühe geholt, nämlich "Saida" und "Salvana/Indra".

    Aber in Prag leben doch schon 2 Kühe ("Gulab" und "Shanti"), laut elephant.se gab es vor Jahren sogar 4 Kühe (es fehlen die Asiatin "Praya" und die Afrikanerin "Sabi").

    Sollte man nicht lieber warten bis die neue Elefanten-Anlage in Prag gebaut ist?
    (06.11.2011)
    Henry Merker:   Folgt man dem Zoofreundeforum, so sollen die Rotterdamer Kühe "Douanita" und "Tonya" nächstes Jahr nach Prag umziehen, da es anscheinend nicht lösbare Probleme in der inneren Herdenstruktur gibt. Demnach würde "Mekong" Gesellschaft von zwei (bzw. drei) jüngeren Elefanten bekommen, als dies aktuell der Fall ist.
    (06.11.2011)
    Carsten Horn:   Der Bulle wurde getötet damals, zum einen um ihm das Ertrinken zu ersparen, zum anderen um jede Gefährdung auszuschließen, falls das Wasser die Gehegebegrenzung unwirksam macht...
    (27.09.2011)
    Oliver Jahn:   Bild 2
    (27.09.2011)
    Oliver Jahn:   Hier noch mal zwei Bilder von mir von beiden Elefantenanlagen und der Flusspferdanlage im Hintergrund auf dem zweiten Bild.
    Bild 1
    (27.09.2011)
    Michael Mettler:   @Karsten, auf dem s/w-Foto wirkt es so, als würde die Anlage nach hinten rechts sogar ansteigen (statt wie heute als Bullenbereich tiefer zu liegen). Tatsächlich wird in der Planungsschilderung im IZY erwähnt, dass es innerhalb der Elefanten-Außenanlage einen Höhenunterschied von 4 Metern (!) geben soll. Das hätte dann ja sogar einen Panorama-Effekt beim Blick über die Flusspferdanlage hinweg ergeben.

    @WolfDrei: Ja, ich habe Fotos des Bullen während der Flut gesehen - man versuchte ihn von der Galerie aus mit Heu zu versorgen.
    (27.09.2011)
    Karsten Vick:   Bei der Anhebung der Anlage entstand ein Trockengraben zwischen Besuchergang und Elefantenplattform. Die Kante sieht man auf Michaels Foto und die sieht nicht so neu aus. Den Höhenunterschied zwischen Kuh- und Bullenanlage gab es schon vor der Flut. Die Rückseite der Außenanlage geht aber nach wie vor bis zum oberen Weg, da dürfte nichts verkleinert sein.
    (27.09.2011)
    WolfDrei:   So ist es - es wurde gewaltig angehoben. Die Ceylonesenbullenanlage lag deshalb relativ tief (die Anhebung erfolgte offensichtlich schon vor der Flut), so daß der Bulle bei der Flut nicht mehr auf die Kuhanlage konnte oder wollte - ertrunken ist er(falls man ihn nicht vorher erlöste). Das zeigt natürlich auch, wie gewaltig hoch der Wasserstand war.
    (27.09.2011)
    Michael Mettler:   Die Anlage ist offenbar nicht nur flächenmäßig verkleinert , sondern - wie mir erst jetzt auffällt - auch "angehoben" worden (nach der Flutkatastrophe?). Ich hatte mich schon darüber gewundert, dass mein Bild gar nicht die "Grubenperspektive" der historischen Aufnahme zeigt. Und nun sehe ich, dass die über die Hauskante hinaus ragende Galerie auf meinem Foto von 2007 längst nicht mehr so weit über dem Gehegeniveau schwebt wie auf dem s/w-Foto. Außerdem hat auch das heutige Badebecken eine andere Form. Da wurde gewaltig aufgeschüttet!
    (27.09.2011)
    Werner Schindler:   Anbei ein Foto der - in meinen Augen äußerst bescheidenen - Außenanlage aus der anderen Perspektive. Es sollte zur Klärung beitragen (Aug. 2010, der Elefant im Bild ist Mekong).
    (27.09.2011)
    Michael Mettler:   Nun rätsele ich gerade beim Vergleich meines einzigen eigenen Fotos der Prager Elefantenanlage mit dem historischen Bild, zumal ich das Gelände nicht mehr genau im Gedächtnis habe. Die Ecke des Hauses, die bei meinem Bild gerade noch links hereinragt, müsste doch die gleiche sein, die hinter dem Badeteich der historischen Aufnahme zu sehen ist, so dass mein Standort damals links des Bildrandes des s/w-Fotos war. Aber "bei mir" wirkt es so, als sei die Anlage nicht mehr so tief; als gehöre der Streifen, auf dem der Waldelefant und der Baum auf der historischen Aufnahme stehen, gar nicht mehr dazu...? Der durch Zaun abgetrennte Bereich links hinten auf meinem Fotos müsste doch der heutige Bullenkral in Richtung Flusspferdanlage sein?
    (26.09.2011)
    Oliver Jahn:   Und genau so, nur um einiges runtergekommener sieht es heute noch aus. Aber die neuen Häuser für Elefanten und Flusspferde stehen ja bereits im Rohbau.
    (26.09.2011)
    Michael Mettler:   Da es sich ohnehin um das Foto einer Prager Schautafel handelt und ich es nicht verlinken kann, wird mir der Bilderklau aus zoochat hoffentlich verziehen: Haus und Elefantenanlage im Urzustand, rechts ist der Waldelefant zu erkennen.

    Ich weiß gar nicht, wie man diesen Baustil nennt. Hat aus dieser Perspektive irgendwie was von einer Festungsanlage und Bärengraben, nur eben stattdessen mit Elefanten besetzt.
    (26.09.2011)
    Oliver Jahn:   Mich hat die Architektur als Teil des Zoos gerade in ihrer Entwicklung immer besonders interssiert. Von daher war ich selber erstaunt, wie wenig mich dieses Haus ansprach. Das Empfinden in ihm ist ein ganz anderes, als in Münster oder Stuttgart. Von daher kann ich sehr gut verstehen, dass selbst die Zoologen in Prag über dieses Haus nicht begeistert waren. Der Tierbestand hingegen verdient bis heute auch meine absolute Anerkennung.
    (26.09.2011)
    WolfDrei:   ps: sehe gerade : es war sogar eine afrikanischen Goldkatze, zuletzt gewesen in Port Lympne vor ca 15 Jahren, dazu noch asiatische Steppenkatzen - und auch Nebelparder waren gewöhnlich dort.
    (26.09.2011)
    WolfDrei:   Ich sagte es schon: die Zoologen in Prag waren keineswegs begeistert über ihr Dickhäuterhaus und empfanden es eher als "Denkmalsbau " der Architekten. Woher hatten aber die ihre Inspiration? Ansonsten noch: es fallen mir eigentlich bezüglich der Neubauten nach dem 2. WK nur 2 "Bauten" in Prag ein: das genannte Dickh.haus und die Greifvogelvoliere - deren Vorläufervoliere war nämlich davor unter Schneelast zusammengebrochen - deshalb die überdimensionierten Stahlträger. Dazu kommt dann noch die "Liftanlage", deren untere Station jetzt die südostasiatischen Vögel beherbergt. In einem Buch vom Artiaverlag von 1957 fand ich Fotos von afr. und ind. Elefanten, Spitzmaulnashorn und den beiden Flußpferdformen. Der damals noch relativ unbekannte Bildautor Erich Tylinek hat die Aufnahmen offensichtlich (soweit man den Bildhintergrund einschätzen kann) in Prag gemacht. Überhaupt gab es dort über die Zeit verstreut "unnormale: Tiere: Ameisenigel, Tamandua, Erdferkel, Erdwolf, Goldkatze, südchines. Tiger, Rotes Mazama, Kiang als Beispiele.
    (26.09.2011)
    Michael Mettler:   Auch wenn mir der Eindruck aus Prag in natura fehlt: Vergleiche ich nur Fotos aus dem Tierbereich der Häuser, wirken einige andere Dickhäuterhäuser für mich nicht unbedingt einladender als das Prager. Ich denke da z.B. an das Elefantenhaus der Wilhelma, das sieht innen wie eine Tiefgarage aus. Zwischen meinem ersten Besuch 1982, bei dem alles noch neu für mich war, und meinem bisher letzten 27 Jahre danach, als wir uns in Gruppe extra wegen der Architektur darin aufhielten, ging es mir bei allen zwischenzeitlichen Wilhelma-Besuchen ähnlich wie WolfDrei mit Prag: Das Hausinnere habe ich mir erspart. Und auch viele andere Großtierhäuser der Beton-Ära habe ich oft nur betreten, um dortige Kleintiervitrinen wegen möglicher neuer Arten zu inspizieren - weniger wegen eines ansprechenden Gesamt-Ambientes...
    (26.09.2011)
    Holger Wientjes:   @Carsten Horn und Olli: Vielen Dank für die Bilder und Erläuterungen ! Schaut wirklich nicht gerade einladend aus !
    (26.09.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Ja, ich kenne sowas. Zumal ich früher fast ausschließlich Augen für die lebenden Inhalte von Anlagen hatte und über das Drumherum heute kaum noch Erinnerungen auspacken könnte, solange ich nicht auf Bilder zurückgreifen kann...
    (26.09.2011)
    WolfDrei:   Danke Karsten! Anbei ein Foto des Waldelefanten - der kam aus Paris, lebte nur ein halbes Jahr in Prag und steht(?) oder liegt nun im Museum am Wenzelplatz.
    QMM: keine Ahnung mehr. Es ging mir so wie in Halle: gesehen, frustriert, dann nur noch außen Besichtigungen.
    (26.09.2011)
    Karsten Vick:   @WolfDrei: Deine vormaligen Gazellas beginnen erst mit dem JB 1974, ich habe allerdings auch den JB 1971/72. Zum Bau des Dickhäuterhauses steht da aber auch herzlich wenig drin, nur die neu angekommenen Bewohner: 1,1 Ceylonelefanten, 0,1 Steppenelefant, 1,2 Breitmaulnashorn, 1,1 einjährige Hippos aus Budapest und 1972 dann noch 1,0 Waldelefant.
    (25.09.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Gab es die Metallabsperrung der Nilpferdställe zum Besucher hin damals auch schon, oder war der Graben die einzige Barriere?
    (25.09.2011)
    WolfDrei:   @MM: so wird es gewesen sein, irgendwie kam man über diesen langen offenen Gang dann hinunter. An die Schliefer erinnere ich mich - sogar Heterohyrax, meine ersten Schliefer überhaupt. Mai 1972 war es. Ansonsten könnte C. Vick vielleicht Auskunft geben, der ist nämlich jetzt Besitzer meiner "Gazella" - ob aber schon 1972 dabei ist? Die TP-Biblio ist leider Dienstag nicht besetzt, Donnerstag vielleicht.
    (25.09.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Welchen Zweck hatte denn dieser Gang im Urzustand des Hauses? War das eine Art Innengalerie mit Blick auf die Dickhäuterstallungen, ein nachträglich verschlossener Teil der Außengalerie oder...?

    Ich habe gestern noch die IZY durchforstet, aber leider wurde darin 1961 (Vol. 2) nur eine illustrationslose Vorabplanung des Hauses vorgestellt (das fertige Haus dann nicht mehr), und man ging von einer Fertigstellung drei Jahre später aus. Daraus wurden dann elf Jahre, und der optimistisch geplante Ur-Besatz (4 Nashorn-, 3 Elefanten-, je 2 Flusspferd- und Tapirarten sowie Klippschliefer und Manatis) schmolz letztlich ganz schön zusammen - möglich also, dass das Haus anfangs größer geplant war. Falls nicht, kann man sich anhand der von Carsten und Oliver eingestellten Bilder lebhaft vorstellen, wie eng es für die einzelnen Arten drinnen geworden wäre...

    Es sollte gleich nach dem Betreten des Hauses einen Blick über den gegenüber platzierten Manati-Pool geben. Der erste Abschnitt des Hauses sollte die Nashörner beherbergen, und zwar bis an den großen Hippo-Pool heran. Teil zwei war für die Flusspferde und Tapire gedacht, Teil drei für die Elefanten (da jeweils mit Bullen geplant, wohl ursprünglich mindestens drei getrennte Anlagen). Die Schlieferanlage sollte sich (wo?) über die Höhe beider Stockwerke erstrecken.

    Im "Zoologischen Garten" konnte ich leider nichts über das Haus finden, tschechische Literatur besitze ich nicht.
    (25.09.2011)
    Oliver Jahn:   Bewusst habe ich das Haus wirklich gerade erst richtig gesehen, Erinnerungen habe ich absolut keine, von daher ist es gerade jetzt, da WolfDrei sagt, dass es mal ein Gang war, durchaus möglich, dass dieser auch über eine Treppe nach unten ins Dickhäuterhaus führte.
    (24.09.2011)
    WolfDrei:   Die jetzige Terrarienanlage war wirklich ein Gang - errichtet, nachdem das alte Raubtierhaus mit den Terrarien gesprengt (bwz. eingerissen) wurde
    (24.09.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wenn ich mich richtig an das Terrarium im Dickhäuterhaus erinnere, ist das doch ein quer zum Eingang verlaufender Gang, der jeweils "blind" ended - vielleicht hat man dortige Abgänge zum Dickhäuter-Stallbereich nachträglich mit Terrarien verbaut...?
    (24.09.2011)
    Werner Schindler:   Ist klar, dass die Prager Gaviale nicht grün sind, sondern mit giftgrünem Licht angestrahlt werden. Aber weiß jemand, warum der Zoo das so macht, anstatt die Tiere auch in der Innenanlage in ihrer natürlichen Farbe zu zeigen?

    Danke für die Bildbearbeitungstips. Werde wohl endlich Photoshop nutzen. Picasa hat ein Ornithologenfreund. Ist praktisch, aber er ist mit dem Ergebnis manchmal nicht ganz zufrieden.
    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   Ich glaube schon, dass man das Haus mal umrunden konnte, heute geht das nicht mehr. Und wenn man den Weg "oben" auf der Balustrade geht, von der aus man zu den Elefantenkühen und Hippos runter blickt und auch zum Terrarium kommt, dann muss man den ja auch wieder zurück. Und kurz vor der jetzigen Tapiraussenanlage kommt dann die Treppe hinunter ins Innere des Hauses. Auch hier gibt es nur den gleichen Weg rein, wie raus. Allerdings fand ich auch Ecken an dem Haus, die irgendwie früher mal genutzt gewesen sein müssen, und die waren jetzt einfach mit Wänden zugestellt. Es gibt eine Stelle, da hätte man im Haus auch vom Terrarium aus runter kommen können, im Terrarium selber aber sah ich nichts, was ein Abgang mal hätte gewesen sein können.
    (24.09.2011)
    Michael Mettler:   Ich bin 2007 nur in den kleinen Terrarientrakt des Hauses hineingekommen, habe mich damals aber mehr für den Inhalt der Becken interessiert als für die Wegführung: War der schon immer eine abgeschlossene Einheit, oder gab es eigentlich eine Innenverbindung zum Dickhäuter-Stallbereich?
    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   Man geht die Treppen nach unten und der Besucherbereich ist dunkel und trist. Aber ich kann es auch wirklich schwer vermitteln, denn die Bilder sehen nicht so aus, wie man sich in diesem Haus fühlt. Ich kenne kein vergleichbares Haus.
    Und das Haus versprach mir von außen nichts, da ich erst mal eine ganze Weile benötigte, um den Bau überhaupt zu begreifen. Von außen wirkt er ebenfalls nicht toll, allerdings ist er von außen so verschachtelt und nicht zu umlaufen, so dann man mehrfach genauer hinschauen muss, um sich außen stehend vorzustellen, wie der Innenaufbau ist, vor allem, weil man von den Außengalerie in einen Bereich bei den Tapiren und Flusspferden schaut, den man im Inneren des Hauses gar nicht sieht.
    (24.09.2011)
    Michael Mettler:   Ein Kellereindruck kommt bei den Fotos allerdings wirklich nicht auf - oder bezieht sich dieser eher auf den Besucherbereich? Das Pflanzenwachstum weist ja nun auf einigen Lichteinfall zumindest im oberen Bereich hin.

    Ansonsten ist mein Eindruck anhand der Bilder doch sehr ähnlich dem aus anderen Dickhäuterhäusern im Sichtbetonstil, auch wenn diese hie und da später umgebaut oder zumindest optisch umfrisiert wurden. Ich denke da z.B. an Münster vor dem Umbau oder auch das Züricher Afrikahaus, an das mich gerade die Pflanzstreifen oberhalb der Ställe und die Art der Raumausleuchtung erinnern. Auch die Enge scheint mir hier objektiv betrachtet nicht größer zu sein als anderswo in ähnlich alten Häusern (ich denke z.B. an die Wilhelma oder auch an die inzwischen abgerissenen Bauten in Hannover) - mit heutigen Neuanlagen verglichen schneidet es natürlich nicht gut ab. Spielt beim Eindruck aber vielleicht auch ein wenig die Enttäuschung eine Rolle, dass das Haus in seiner ungewöhnlichen zweistöckigen Bauweise von außen Interessanteres verspricht, als es drinnen halten kann...?

    Schade, dass ich bei meinem Besuch in Prag nicht ins Haus kam und der Blick von der Außengalerie durch die Glasfront wegen angelaufener Scheiben praktisch unmöglich war.
    (24.09.2011)
    Jan Jakobi:   Der Flusspferd-Abteil schliesst sich direkt an die Box der Elefantenkühe an?

    Hat jemand zufällig vom 2. Stock des Dickhäuterhauses aus Bilder gemacht? Dann könnte man von den Elefanten aus die Flusspferde sehen. Oder doch nicht?

    Ich kann mir das Innere des Gebäudes nicht richtig vorstellen.

    Kann mir einer bitte einen Grundriss zeichnen?


    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   Bild 4, Tapirstall
    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   Bild 3, Flusspferdstall
    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   Bild 2, Flusspferdbecken
    (24.09.2011)
    Oliver Jahn:   @Holger, auch wenn Carsten deinem Wunsch an mich zum Teil schon nachgekommen ist, hier auch von mir ein paar Fotos von diesem Haus, bei dem ich aber ehrlich feststellen muss, dass die Bilder beinahe dem Haus noch schmeicheln, denn die Digitalkameras arbeiten ja mit einer künstlichen Bildaufhellung, die der eigentlichen Atmosphäre im Haus nicht gerecht werden. Aber schau selber.
    @WolfDrei, mit "klassischem Haus seiner Zeit" meinte ich das Raubtierhaus der Nachkriegszeit, Beton, Kacheln, Käfigreihen mit korrespondierenden Innen- und Außenkäfigen, so wie man es aus dieser Zeit her auch aus den anderen Zoos kannte.
    Bild 1 Elefantenbullenstall
    (24.09.2011)
    Carsten Horn:   Bullenstall, mit Bulle Mekong

    Bilder vom Flußpferdstall spare ich mir hochzuladen, bei Interesse hier: www.hipposworld.de/prag.html

    Von den restlichen Innengehegen hab ich auf die Schnelle nix gefunden
    (24.09.2011)
    Carsten Horn:   Badewanne
    (24.09.2011)
    Carsten Horn:   Das Innere des Dickhäuterteil des Hauses in Prag kann man nicht im Überblick fotografieren, man muß sich das wie ein T vorstellen, am Fuß des Buchstabens geht man rein, rechts Wand, links erst Tapir/Wasserschwein (ex Nashorn, Zwergflußpferd?), dann Flußpferde. Im Querbalken des T dann die Elefanten. Der senkrechte Strich des T ist gekrümmt,so das man nicht vom Eingang zu den Elefanten sehen kann...

    Der Elefantenteil von links nach rechts...

    Kuhstall

    (24.09.2011)
    WolfDrei:   Einige Bemerkungen zum Prager Raubtierhaus - Herr Jahn bezeichnete es ja "als klassisches Haus seiner Zeit". Ab wann bezeichnet man nun ein Haus als klassisch? Ichkannte noch das "alte" Raubteirhaus, ein Bau noch aus der Vorkriegszeit. Mich interessieren dort die Amurleoparden rechts vom Eingang - Wildfänge noch, die leider trotz Austausch von Partnern des TP nie züchteten. Im Obergeschoß befand sich das Terrarium. Nun, zeitgemäß war es nicht, man wollte einen Neubau, einem Gemisch aus Beton und Platte. Mitte der Siebziger wird es gewesen sein (habe leider alle "Gazellas" abgegeben).Damals begann man erst, das Gelände am Moldauufer zu erschließen, schwieriges Gelände sicherlich. Dann aber sollte Prag die Metro bekommen - alles stockte über ein Jahrzehnt - auch der Weiterbau des Raubtierhauses. Dann ein Hoffnungsstreifen, die Wohnstadt nördlich des Zoos (von der Afrikanlage aus zu sehen) sollte an die Abwasseraufbereitungsanlage auf einer Insel in der Moldau unterhalb des Zoos angeschlossen werden. Die Rohre mußten dort durch den Fels gehen, wo das alte Raubtierhaus stand - und das war der Impuls für den Weiterbau. Sicher hatte der Rohbau 8-10 Jahre auf Vollendung gewartet. Das alte Haus stand dort, wo heute die begehbare Anlage für Nimmersatt etc. steht, die damaligen Terrarienbewohner zogen in das Elefantenhaus um - damals war da ein Besuchergang.
    (23.09.2011)
    Holger Wientjes:   @Olli: Vielen Dank soweit für die Vorstellung der Zoos. Könntest Du ein Foto vom Prager Dickhäuterhaus einstellen, das einen Überblick über das Hausinnere bietet ?
    (23.09.2011)
    WolfDrei:   und die Riesenborkenratte Phloeomys pallidus
    (23.09.2011)
    WolfDrei:   Da das Fotoverbot angesprochen wurde: Als "Prager Fotoveteran" erhielt ich die Erlaubnis, einige wenige Fotos im Dunkelraum machen zu dürfen: hier zunächst der Sonnendachs Melogale
    (23.09.2011)
    Jolantha Belik:   Die 2MB Beschränkung paßt schon, es sind ja nicht immer alle mit Breitband und Flatrate unterwegs, da zählt dann jeder MB zusätzlich beim Runterladen.

    Zum Bild-Verkleinern: man braucht sich keine teure Bildbearbeitungssoftware kaufen, für einfache Bearbeitung wie etwa fürs Verkleinern etc. reicht auch Picasa. Das kann man sich kostenlos runterladen und ist einfach zum bedienen etc. etc.
    http://picasa.google.de/
    (23.09.2011)
    Ronny:   Nicht die Tiere sind gift grün, sondern das grüne Licht lässt die Tiere so extrem wirken. Auf der Außenanlage waren sie "normal" gefärbt.

    Ein Möglichkeit der Verkleinerung der Bilder ist die Skalierung mit einem Fotobearbeitungsprgramm. Einfach von 2000x XYZ Pixel auf 1024x768 Pixel reduzieren. Ein Weiterer Tipp ist das Foto bei einem Foto-Server hochladen und dann anklicken und mit Rechtsklick --> Speichern unter herunter laden und hier ins Forum wieder hochladen.
    (23.09.2011)
    Werner Schindler:   Als ich das Gavial-Bild von Oliver sah, fielen mir meine eigenen Fotos davon aus dem letzten Jahr wieder ein. Da sind die Tiere genauso giftgrün, wirken fast wie aus Plastik. Ich füge ein Beispiel bei. Ich hoffe, die Verwendung der scheußlichen Farbe hat wenigstens praktische Gründe.

    Ansonsten hatte ich beim Begang des Zoos ähnliche Eindrücke, die positiven überwogen bei weitem. Bei den Elefanten gefiel mir allerdings auch die Außenanlage nicht. Was soll ein Elefant da den ganzen Tag treiben. Es wächst nichts, er kann nicht buddeln, viel Bewegung ist auch nicht.
    Die Afrikasavanne ist außen phantastisch, da ist ein Fernglas schon ein Muss. Die Stallungen der Giraffen, auch die Erdferkel sind dort untergebracht, fand ich dagegen nicht prickelnd. Steril. Ich kann Giraffen hinter hohen Glaswänden wenig abgewinnen, vielleicht bin ich da durch das Frankfurter Haus vorgeprägt.

    Die begehbare große Flugvoliere mit u.a. Freibrut von Nimmersatt in der Naturfelswand ist dagegen herrlich. Auch ansonsten viele gelungene Ideen im Vogelbereich, ein Teil des tieferen Geländes mit den Kranichen war letztes Jahr jedoch noch gesperrt.

    Und ansonsten stolpert man in verschiedenen Häusern von einer Rarität in die nächste. Ein bisschen hat da das Fotografenherz geblutet, aber das Fotoverbot in den Dunkelhäusern ist natürlich zu respektieren. Ich vertraue auf die Weiterentwicklung der Fototechnik.

    Noch eine allgemeine Frage zu Fotos im Forum: Meine Bilder haben 5 plus x mb. Die hier geltende Begrenzung auf 2 mb stellt da oft Probleme. Es bleibt nur eine radikale Ausschnittbegrenzung (obwohl da weniger manchmal auch mehr ist). Ich arbeite mit Mozilla Firefox. Weiß jemand, wie man in Mozilla Bilder ansonsten mb-mäßig "klein kriegt"? Würde mich wirklich freuen.
    @Klaus Schüling: Oder gehts mittlerweile mit etwas mehr als 2 mb?
    (23.09.2011)
    Oliver Jahn:   Und als Abschluss noch der wirklich beeindruckende männliche Komodowaran.
    (22.09.2011)
    Oliver Jahn:   Und das Rüsselhündchen...auch wenn ich mir hier eine Heckenschere gewünscht hätte.
    (22.09.2011)
    Oliver Jahn:   @Liz, ich konnte noch in keinem anderen Zoo so gute Nebelparderfotos machen. :-)
    Aber hier auch noch ein Gavial.
    (22.09.2011)
    Liz Thieme:   Oli, ich habe auch leider nur die Tatsache gelesen und nichts weiteres über die Ausführungen.

    Aber ist schon lustig, da bist du in einem Zoo mit GAVIAL!!! und sonstigen einmaligen Tieren und Komodowaranen und du zeigst ein Bild vom Nebelparder ;-)
    Die Frage wäre auch bisschen, wie sähe Prag aus, wenn das Hochwasser 2002 nicht kam. Wäre dann auch alles so schnell gegangen? Ich kenne mich mit der finanziellen Unterstützung seitens des Staates nicht aus, aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass der Zoo alle Schadensbeseitigungen aus eigener Tasche zahlen konnte.


    @Mel ich habe nichts über den Zeitraum gesagt. Es waren zwei Orte zu unterschiedlichen Zeiten. Also keine zwei Anlagen zur gleicher Zeit.
    (22.09.2011)
    Oliver Jahn:   Heute folgt nun mein Bericht zu Prag, aber vorher noch ein paar Worte.
    @Michael, auf das Dickhäuterhaus gehe ich im Thread "Dickhäuterhäuser" noch mal genauer ein.
    @Liz, zu den von dir erwähnten Neubauten kann ich leider nichts sagen. Die Gorillas haben ein großes, wenn auch nicht mehr ganz modernes Haus, welches gerade um einiges leerer geworden ist, da die Orangs eine nagelneue Anlage bezogen haben, welche noch nicht mal ganz fertig war. Vielleicht wird dieses Haus modernisiert.
    Nashörner gibt es im Zooteil gar nicht, da wäre es schön, ein paar Tiere auch dort zu zeigen, allerdings würde mir kein Platz dafür einfallen, da der alte Zooteil recht voll ist. Gleiches gilt für die Giraffen, die aber auch im Zooteil bereits eine recht gute Anlage haben, die sie sich mit etlichen Antilopen und Marabus teilen.
    Nun aber zu Prag. Diesen Zoo habe ich bereits einmal in den 80er Jahren besucht, und er war unter den über 150 zoologischen Einrichtungen, die ich besucht habe, die einzige, an die ich absolut keinerlei Erinnerungen hatte, da ich damals auch keine Kamera dabei hatte, um so Erinnerungen durch Fotos aufzufrischen.
    Und ich kann es auch gleich sagen, es gab wirklich keine einzige Stelle in diesem Zoo, an der ich auch nur eine Erinnerung hatte, frei nach dem Motto: Hier war ich schon mal. Somit war es für mich wie ein Erstbesuch.
    Meine Eindrücke des Zoos waren sehr gemischt.
    Der Tierbestand ist großartig und er hatte auch für mich noch einige Erstsichtungen. Gangesgaviale, China-Sonnendachse und Beisas seien hier erwähnt. Aber auch die Nebelparder, der Honigdachs, die Erdferkel und die Komodowarane sind schon beeindruckend. Das Rüsselhündchen war nicht ganz so gut zu sehen und nicht ganz so aktiv, wie das Tier, welches ich kurz vorher in Rotterdam sehen konnte, dafür gab es endlich mal wieder mit Flachland- und Schabrackentapir, Flusspferd und Asiatischem Elefant (inklusive sächsischem Bullen) eine reichhaltige Dickhäuterkollektion, und auch die große Gruppe der Löffelhunde war ein Blickfang. Ansonsten findet man alles, was man in einem guten Zoo erwartet und vieles, was den Ausdruck Besonderheit verdient.
    Nun will ich noch etwas über die Anlagen sagen, hier entstanden die dann doch eher gemischten Gefühle, die in einigen Bereichen noch dadurch verstärkt wurden, dass der Zoo derart voll war, dass man vor etlichen Gehegen sogar länger anstehen musste, um einmal einen Blick darauf werfen zu können.
    Die natürlichen Anlagen für die Bergtiere, die neue Afrikasavanne, das afrik. Nachttierhaus und die Indonesienhalle sind großartig und faszinierend.
    Die Gavialanlage und die dort umliegenden Anlagen für Tapire, Antilopen und Klammeraffen sind aus meiner Sicht ebenfalls sehr gelungen und bieten tolle Einsichten.
    Die Vogelanlagen mit dem Gehege der Schuhschnäbel haben mich sehr angesprochen und die Anlage der Kleinen Pandas im alten Bärengehege war wirklich toll, so kann man historische mit moderner Tierhaltung verbinden.
    Das Raubtierhaus erkennt man trotz Umbau noch als klassisches Haus seiner Zeit, trotzdem hat es mir recht gut gefallen, da die Außenanlagen gerade für die kleineren Arten sehr ansprechend waren.
    Die Eisbärenanlage fand ich gruselig, warum muss man kalte Betonplatten durch noch kahleren Kunstfels ersetzen?
    Einige der Huftieranlagen bedürfen auch der Sanierung.
    Den nachhaltigsten negativen Eindruck aber vermittelte das Dickhäuterhaus. Und ja, ich bin bekennender Fan von solchen Häusern, aber das war dann doch etwas, was ich in heutiger Zeit nicht mehr erwartet habe. Wie konnte man so etwas überhaupt bauen? WolfDrei hat es beschrieben, wie ich es auch treffender nicht könnte. Ein Keller! Dunkel, eng, muffig, nass. Die Wände sind dann auch noch mit dunkelbrauner Farbe gestrichen, da, wo es überhaupt noch Farbe gab.
    Es wird für die Elefanten neu gebaut und für die Flusspferde auch. In diesem Fall wäre ich das erste mal wirklich nicht traurig, wenn dieser Bau verschwinden würde. Normalerweise vermitteln solche Häuser bei mir oft den Wunsch, hier länger zu verweilen, weil seinen Insassen mich besonders reizen. Hier habe ich schnell fotografiert und war richtig froh, als ich aus diesem Loch heraus wieder ans Tageslicht kam.
    Fakt ist, der Zoo entwickelt sich rasant und er wird sicher in den nächsten Jahren noch für manche Überraschung sorgen.

    (22.09.2011)
    Mel:   Also irgendwo habe ich noch eine uralte Freihandskizze der Hippo-Anlage in Dvur von damals. Im moment komme ich bloß nicht zum Suchen, aber hier mal eine einfache Erinnerungsskizze, so ungefähr sah die Jippoanlage aus. Wenn es noch eine zweite Anlage gegeben haben sollte dann wurde diese später errichtet. Wobei ich eigentlich der Überzeugung bin das es nur eine für die Hippos gab und später dann noch eine für die Zwerge.
    (22.09.2011)
    Liz Thieme:   Die Flusspferde in Dvur waren an mindestens zwei Stellen im Zoo untergebracht.

    @Oli, bezüglich Erweiterung. Ich habe gelesen, dass sie für Gorillas neu bauen wollen und auch schon das Geld zusammen haben. Aufgrund schlechter Übersetzungen kann es auch sein, dass auch noch für Nashörner und Giraffen was geplant wird, da bin ich mir nicht sicher. Bei solch einer großen Anzahl an Nashörnern ist das vermutlich nicht verwunderlich.

    Auf jeden Fall machen deine Beschreibungen Lust auf mehr.
    (22.09.2011)
    WolfDrei:   @MM: ich kann die Mitteilung von C. Horn bestätigen. Als ich 1972 erstmals den Prager Zoo besuchte, war das Haus gerade eröffnet worden - die Mitarbeiter waren keineswegs begeistert, höchstens froh, die Tiere dort unterbringen zu können. Die eigentlichen Stallungen kamen mir immer wie Keller vor, habe dort kaum noch hineingeschaut.
    (22.09.2011)
    Carsten Horn:   Bin zwar nicht Oliver, aber war in Prag im Haus, g, Hippos und Elefanten sind in unterschiedlichen Flügeln des Hauses, die Hippos im Längstrakt vom Eingang aus gesehen, die Elefanten am Ende des Längstraktes vor Kopf, also auch noch Besucherweg dazwischen...

    Die Elefanten haben auch eine Extra-Badewanne im Haus...
    (22.09.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wie sieht es eigentlich mit dem Innenleben des Prager Dickhäuterhauses aus, in dem war ich bei meinem einzigen Besuch leider nicht drin - hat das Hippo-Innenbecken eine Verbindung zum Elefanten-Stallbereich? Leider weiß ich nicht, ob es sowas im Wuppertaler Haus gab; aber in München könnte das Hippo-Innenbecken als zeitweiliges Elefantenbad gedient haben.

    Bezüglich der Dickhäuter-Neubauten vor Liberec - ich denke, man muss nur die Nachkriegszeit berücksichtigen - hätte ich vorerst folgende Daten zu bieten:
    1950 Gelsenkirchen (allerdings eher Vorkriegsbauweise; Elefanten und Hippos durch Besucherweg getrennt)
    1953 Basel (ursprünglich für Elefanten und Panzernashörner mit zwischenliegendem Innenbecken)
    1954 Berlin Zoo Elefantenhaus
    1955 Karlsruhe (Elefantenstand neben Hippo-Innenbereich)
    1956 Berlin Zoo Flusspferdhaus
    1962 Hannover (keine bauliche Überschneidung von Elefanten-, Nashorn- und Hippo-Bereich)
    1964 Berlin Zoo Nashornhaus (mit abwechselnd nutzbarem Badebecken zwischen zwei Stallpaaren)
    1965 Zürich (Afrikahaus mit Hippos und Nashörnern; m.W. kein Zugang für die Nashörner zum Hippo-Innenbecken?)
    1967 Magdeburg
    1968 Stuttgart (nach Baseler Vorbild)
    1972 Prag (Bau allerdings schon 1963 begonnen)
    ebenfalls 1972 Liberec (Fertigstellungsdatum - wer weiß, wann es geplant wurde)

    Wegen Krefeld habe ich auch nachgeschaut, dort baute man aber erst nach Liberec. Für Dvur Kralove fehlt mir das Datum und eine Vorstellung, wie die Flusspferdanlage aussah; die ersten Hippos kamen allerdings 1966 in den Zoo, was für eine Fertigstellung das Hauses zu dieser Zeit spräche und somit für einen möglichen Einfluss auf Liberec.
    (22.09.2011)
    Michael Mettler:   P.S. Allerdings ist der eher grubenartige Eindruck der Außenanlage eher nicht typisch für Nashorngehege (und Tapirgehege!) - das wirkt wirklich mehr wie eine Flusspferdanlage... Nashörner bekamen früher auch eher ein kleines Badebecken in eine große Landfläche gebaut und keinen "begehbaren Wassergraben".

    Man müsste vielleicht mal recherchieren, welche Dickhäuterhäuser in den Jahren vor dem Bau der Anlage in Liberec eröffnet worden waren, um eventuelle Ähnlichkeiten und Einflüsse zu prüfen. Da z.B. das Magdeburger Dickhäuterhaus einen "Extrakt" der drei getrennten Häuser im Berliner Zoo darstellen soll, könnte doch das Haus in Liberec wiederum einen Extrakt (oder eine Sparversion) des Magdeburger Hauses sein (um eine Tierart und ein Innenbecken reduziert)...
    (22.09.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, weil meine Recherchen zum alten Kölner Elefantenhaus schon wieder eine ganze Weile zurückliegen, aber ich meine mich zu erinnern, dass das dortige Flusspferd-Innenbecken zumindest zeitweilig auch als Elefantenbad diente. Auch für die ursprüngliche Bausituation in Karlsruhe könnte ich mir das durchaus vorstellen.

    Ich halte eine solche Doppelnutzung (ganz unabhängig von der speziellen Situation in Liberec) auch gar nicht für so abwegig. Solange das frisch gesäuberte Becken neu befüllt wird, standen Hippos ohnehin abgesperrt an Land. Man hätte also die Möglichkeit gehabt, das Becken nach Neubefüllung für ein (vielleicht sogar öffentliches) Elefantenbad zu nutzen, was ja ohnehin in Zoos mit nur zeitweiligem Zugang der Elefanten zu Badewasser nur eine kurzzeitige Nutzung bedeutet hätte (meistens nicht länger als eine halbe Stunde). Danach hätten die Hippos/das Hippo das Becken bis zur nächsten Reinigung durchgängig nutzen können. Wie oft die Elefanten in den genuss eines Bades kommen konnten, hätte dann je nach Zoo durchaus variieren können, denn ressourcenbedingt müssen manche Zoos viel sparsamer mit Wasser umgehen als andere.

    Aber zurück zu Liberec: Wenn die rechte Innenanlage und das zugehörige Außengehege von Anfang an für Tapire (oder vielleicht auch Zwergflusspferde) gedacht gewesen wären, fände ich die Zugänge zu den Wasserbecken ungewöhnlich überdimensioniert. Der zum Innenbecken ist z.B. genauso breit wie der elefantenseitige (sieht jedenfalls auf meinen Fotos so aus).

    Was die Genehmigung betrifft: In manchen alten Anlagen kam/kommt man an Hippos in ihren Wasserbecken bis auf (lange) Armlänge heran, da wäre ein Kontakt über den Graben eines Landteils hinweg nicht gefährlicher für den Besucher gewesen. Absturzgefährdet (in den steilwandigen Graben, der meiner Erinnerung nach keinen Ausstieg hat) wären aber Tapire oder Zwerghippos ebenso gewesen - umso mehr, als Tapire im Gegensatz zu allen anderen "Dickhäutern" sprungfähig sind und dies vor allem bei Erschrecken einsetzen.

    Alle Details zusammengerechnet scheint es mir am wahrscheinlichsten, dass die Anlage wirklich von Anfang an für ein (!) Nashorn geplant und vielleicht nur mangels Beschaffungsmöglichkeit anfangs mit Tapiren besetzt war.
    (22.09.2011)
    Oliver Jahn:   Und hier noch einmal die beiden Markhorböcke, ebenfalls eine Art, die in letzter Zeit in Deutschland immer seltener geworden ist.
    (21.09.2011)
    Oliver Jahn:   Heute nun kommt mein Bericht zu Liberec. Diesen Zoo habe ich bereits einmal besucht, das war allerdings schon 1992. Seit dem hat sich dort einiges geändert, einiges aber auch nicht, so dass bestimmte Erinnerungen recht lebhaft wieder zurück kamen.
    Einige Ecken machen einen etwas morbiden Eindruck, vor allem der Dickhäuterbereich, aber dazu komme ich später. Erst einmal möchte ich den Tierbestand erwähnen, der schon sehr beeindruckend war. Neben Moschusochsen, Markhoren, den bereits unter "Gebirgswiederkäuern" erwähnten Buchara-Urialen, Blauschafen und Ostkaukasischen Steinböcken gab es auch eine schöne Gruppe Goldtakine mit mehreren Jungtieren und einigen Alttieren, die ihrem Namen wirklich alle Ehre machten. Somaliwildesel gab es in einer großen Herde und ich sah meine ersten Sudanzebras.
    Bei den Raubtieren gab es 5 Schneeleoparden zu sehen, Weiße Tiger, Löwen, zwei China-Leoparden und für mich als Besonderheit eine Großfleckginsterkatze, bei der die deutsche Übersetzung auch recht besonders war. Denn aus großen Flecken hatte man auf dem Schild eine "Große beschmutzte Ginsterkatze" gemacht.
    Karpatenluchse mit Jungtieren gab es in einer recht neuen Anlage, ebenso waren Geparde und Mähnenwölfe zu sehen.
    Die Greifvogelkollektion war recht eindrucksvoll, die Schimpansengruppe verlor hingegen durch ihre doch etwas marode Anlage.
    Das Tropenhaus hatte einige recht interessante Reptilienarten und die Feuerhornvögel waren ein echter Blickfang.
    Nun komme ich noch einmal zum alten Dickhäuterhaus, bei dem es ja hier im Forum vor einiger Zeit mal eine angeregte Diskussion zur vermeintlichen Flusspferdanlage gab. Mich daran erinnernd habe ich mir diese Anlage noch einmal genau angesehen. Die Außenanlage erweckt tatsächlich den Eindruck, als wäre sie einmal für Hippos geplant gewesen. Bei der Innenanlage hingegen bleibe ich auch nach erneuter Anschauung dabei, dass diese von Anfang an nicht für große Flusspferde geplant war. Das Wasserbecken hat einen Zugang von beiden Seiten, also sowohl von der Elefantenanlage aus, als auch von der Seite aus, auf der anfänglich die Tapire waren, später dann das Panzernashorn stand und heute leider nur noch ein Pekari untergebracht ist.
    Das allein finde ich schon ungewöhnlich, dass sich Flusspferde und Elefanten ein Badebecken teilen sollen, dieses ist doch eher typisch bei Tieren, die man zu der damaligen Zeit nur temporär mal ins Wasser ließ, und die nicht über viele Stunden dort drin verweilen.
    Noch deutlicher aber spricht für mich das zum Besucher hin angebrachte Eisengitter dagegen.
    Während man in all den Häusern, die ich kenne, Flusspferde und Elefanten zum Besucher hin meist gleich schwer absperrte, hat hier die Elefantenanlage sehr massiver Gitter, die mit dem Graben davor in einer starken Winkelkonstruktion verankert sind, auf der anderen Anlage hingegen waren anfänglich gar keine Gitter, sondern man erkennt deutlich, dass hier erst später (wahrscheinlich erst, als das Nashorn kam) mit zusätzlichen U-Profilen ein Gitter zum Graben hin auf dessen Kante angebracht wurde.
    Ohne dieses Gitter aber war diese Anlage für Tapire durchaus machbar, bei großen Flusspferden hingegen wäre eine solche Haltung wohl nie genehmigt worden.
    Letztlich aber war es sehr interessant, diesen Zoo einmal wieder zu besuchen, und gerade für Fans von seltenen Gebirgswiederkäuern dürfte er eine echte Bereicherung sein.

    (21.09.2011)
    Oliver Jahn:   So, nun hat es mich auch einmal wieder nach Tschechien verschlagen. Ich habe nach sehr langer Zeit die Zoos in Liberec und Prag mal wieder besucht, und nach dem es im letzten Jahr leider nicht geklappt hatte, bin ich nun in diesem Jahr auch erstmalig und wirklich endlich mal nach Dvur gekommen.
    Darum fange ich mit diesem Zoo auch erst mal an, denn der Eindruck lässt sich vielleicht mit einem Wort umreißen: gigantisch.
    Das, was Tallinn im Bereich der Gebirgswiederkäuer für mich ist, das stellt Dvur im Bereich der afrikanischen Huftiere dar. 26 Antilopenarten, von denen ich 24 auch gesehen habe.
    Meine ersten Nördlichen Breitmaulnashörner habe ich gesehen, aber daneben habe ich auch noch 10!!! Spitzmaulnashörner gezählt. Weiterhin 6 Zebraunterarten, zwei bei den Giraffen, Rotbüffel, Kaffernbüffel, Okapis und Zwergflusspferde.
    Aber auch die Raubtierkollektion kann sich wirklich sehen lassen, neben den nicht ganz so nach Afrika passenden Amurtigern und Persischen Leoparden gibt es Löffelhunde, Tüpfel- und Braune Hyänen, Afrik. Wildhunde, Servale und einen Schabrackenschakal. Bei den Elefanten gab es neben zwei Kühen einen jungen Bullen, deren Anlage soll demnächst erweitert werden.
    Die Vogelkollektion hatte einige "Hingucker" und auch im Terrarium waren einige sehr sehenswerte Waranarten, Krokodil-Tejus und Sunda-Gaviale.
    Das, was diesen Zoo (inklusive Safari) aber so besonders macht, das sind die Herden, die von ihrer Größe her für mich bisher einzig sind. Allein die Zahl der Nashörner hat mich ja schon beeindruckt, aber so viele Bongos, Damagazellen, Gnus und Wasserböcke und vieles mehr habe ich noch nie an einer Stelle in einem einzigen Park gesehen.
    Daher bleibt der Eindruck für mich einfach nur, wie oben beschrieben, gigantisch.
    Zum Abschied präsentierte dann noch das Löffelhundweibchen ihre wenige Stunden alten Jungtiere und eine sehr helle Tüpfelhyänen zeigte sehr eindrucksvoll, welche Knochenstärke sie mit ihrem Gebiss bewältigen kann.

    (20.09.2011)
    Jana:   Wenn die Russen keinen Fehler gemacht haben, sind es wirklich 2 Brüder, die im August 2010 geschlüpft sind.
    (13.07.2011)
    Henry Merker:   Ja, genau die meine ich. Wobei ich gerade in der Zootierliste gelesen habe, dass es sich um 1,1 Tiere handeln soll, die aus Moskau kamen...
    (13.07.2011)
    WolfDrei:   Also SchwarzHALSkraniche (Grus nigricollis)?
    (12.07.2011)
    Henry Merker:   Der Zoo von Zlin-Lesna hat 2,0 Schwarznackenkraniche aus dem Zoo Moskau erhalten. Zwei passende Weibchen sollen noch in den Bestand aufgenommen werden. Diese sollen über den Zoo von Tokyo bezogen werden. (Quelle: Zoofreundeforum)
    (12.07.2011)
    Jana:   Dieses Jahr erwartet man in Dvur einen Geburt bei Spitzmaulnashörnen. Leider weiss ich weder Name der Kuh noch genauen Termin.
    (11.07.2011)
    Rüdiger:   Spitzmaulnashörnerhaltung Zoo Dvur Kralove
    Laut ISIS hält man dort eine stattliche Gruppe von 6.9 Tieren.
    Weiss jemand von den Insider ( evtl. Jana ) ob wir uns in diesem Jahr noch über weitere Geburten freuen dürfen?

    (10.07.2011)
    WolfDrei:   nach IZN: der Prager Zoo hat zum 80.Jahres-Jubiläum 2 Blaue Leguane (Cyclura lewisi ) von den Cayman-Inseln erhalten - "seinerzeít fast" ausgestorben.
    (28.06.2011)
    Steffen Purgander:   So wie versprochen komme ich jetzt zu den beiden tschechischen Zoo und zwar Usti und Dvur Kralove:
    fangen wir mal mit dem Zoo Usti an ein schöner am Hang angelegter Zoo mit einen wie mans halt von Tschechien kennt tollen Tierbestand auch die Anlagen wobei auch hier natürlich wie fasst im jedem Zoo altlasten gibt z.B. die ganzen Kleinaffen Käfige, wenn man bedenkt was sich da so drin befindet wie Meerkatzen, Hutaffen, Haubenlanguren oder auch Guerezzas naja aber es gibt auch tolles wie das Elefantenhaus,Anoas, kleine Pandas,Nebelparder, Malaiischer Tiger, Schneeleoparden, Angola Löwen, Geparden mit schöner großen Aussenanlage, japanischen Serau und noch zu erwähnen den Vielfrass also da kann man nicht meckern da lohnt sich, wenn man in der Gegend ist auf jedenfall ein Besuch um sich diesen kleinen Zoo anzuschauen.
    So dann kommen wir zu Kralove ich hatte davor ja schon viel gehört bzw. gesehen über das ein oder andere Video bei Youtube und ich muss sagen ich bin voll auf meine Kosten gekommen. Der sämtliche Huftierbestand oder generell der ganze Tierbestand war Gigantisch( große Gruppe Bongos, Okapis mit Rotducker,große Kudus mit Giraffen, Blessböcken,Marabus und Kronenkranichen Vergesellschaftet )zudem die Safari( die für mich etwas zu schnell ging) mit tollen großen Gruppen und ausreichend Platz obwohl zum Ende der Safari Nashörner und Co. doch mehr Platz zu stehen sollte (ja es gibt auch was negatives aber auch possitives es wird bald ein neues Menschenaffenhaus gebaut) aber der Zoo hat mir sehr gefallen und wer Huftiere in welcher Form auch immer mag der sollte sich diesen Zoo nicht entgehen lassen mir hats gefallen.
    (27.06.2011)
    Henry Merker:   Plzen hält nun Goldbauch-Schwimmratten.
    (10.06.2011)
    Liz Thieme:   Schuldigung, ja. Es war einfach so niedlich klein.
    (10.06.2011)
    Niedersachse:   Es handelt sich um ein Flusspferd und nicht ums Zwergflusspferd. Eltern tatsächlich Slavek und Maruska.
    (10.06.2011)
    Jan Jakobi:   Die Frage habe ich mir grade auch gestellt.
    Wenn es sich dabei um ein "Großflusspferd" handelt, dann sind die Eltern "Slavek" und "Maruska".

    (10.06.2011)
    Carsten Horn:   Seit wann hat Prag Zwergflußpferde?

    Am 08.06. ist jedenfalls auch ein "Großflußpferd" geboren...
    (10.06.2011)
    Liz Thieme:   Gestern ist ein Zwergflusspferd in Prag geboren.
    (09.06.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Weder gibt es einen Bullenstall noch die effektive Möglichkeit weitere Tiere permanent aufzunehmen.
    (20.05.2011)
    Jan Jakobi:   Ja, "Mekong" ist ein sehr schöner Bulle.

    Ich glaube in Usti nad Laben gibt es keinen Bullenstall, sonst wäre "Mekong" schon dort.

    (20.05.2011)
    Ralf Sommerlad:   Dennoch drück ich die Daumen ( auch, weil ich ihn für einen ausgesprochen schönen Bullen halte) dass Mekong sich den Titel verdient!
    (20.05.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Eine Nachzucht zeigt m.E. zwar die Zeugungsfähigkeit eines Tieres an, aber von einem "Zuchtbullen" sollte man m.E. erst sprechen, wenn das Tier wiederholt und mit mehreren Weibchen erfolgreich sich reproduziert hat.
    (20.05.2011)
    Jan Jakobi:   Man könnte "Mekongs" einziges Kalb als Unfall bezeichnen, das rein zufällig entstand.
    Ab dem wievielten Kalb ist ein Bulle ein Zuchtbulle?

    (20.05.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Ich habe von der Kuratorin Petra Padalikova von Usti erfahren, dass zwar an eine Zucht mit der Kuh Dehli und Mekong gedacht wird (künstli. Befruchtung wird nach den vorangegangenen Erfahrungen ausgeschlossen), aber evtl. muss man tatsächlich bis zur Fertigstellung des Neubaus in Prag warten. Ob dann die Kuh noch aufnahmefähig ist, ist ein ebensogroßes Problem, wie der Fakt, dass Mekong bisher nicht gezeigt hat, dass er tatsächlich ein Zuchtbulle ist!
    (19.05.2011)
    Steffen Purgander:   Hallo wie siehts aus in Sachen Mekong-Prag-Usti aus und was gibts neues in Kralove
    (17.05.2011)
    Jana:   Nachgedacht und zwischen Zoos diskuttiert wurden viele Szenarios, inklusive Hochzeitsreisse nach Ostrava, entgültig entschieden ist aber noch nichts.
    Beim Kühen-Tausch zwischen Prag und Usti muss man den Gesundheitzustand von Gulab (52) berüksichtigen, die hat mal bessere mal schlechtere Tage. Ob man ihr zwei Transporte (nach Usti und zurück) noch zumuten kann?
    (13.05.2011)
    Michael Mettler:   Wurde schon mal darüber nachgedacht, bis zur Fertigstellung der neuen Anlage in Prag die jeweils zwei Kühe beider Zoos zu tauschen, um für das züchterische Potenzial von Delhi und Mekong keine ungenutzte Zeit verstreichen zu lassen? Denn dann gäbe es auch unter den jetzigen Bedingungen in Prag kein Platzproblem und kein Zusammengewöhnungsproblem fremder Kühe.
    (12.05.2011)
    Henry Merker:   Vielen Dank für die schnellen Antworten, Jana :)
    (12.05.2011)
    Jana:   Kala hat keinen Zyklus mehr, nur mit Delhi kann man noch züchten.
    Die Elefantenanlage in Usti ermöglicht es nicht, einen Bulle zu halten. Und in der alte Anlage in Prag fehlt Kapazität 2 weitere ausgewachsene Kühe zu unterbringen. Erst die Neue wird 4+1 Kühenboxen haben.
    (12.05.2011)
    Henry Merker:   Bezüglich der Elefanten in Usti nad Labem:
    Angesichts dessen, was man heute über Elefanten weiß, ist am ehesten bei "Dehli" mit Nachwuchs zu rechnen, da sie schon einmal gekalbt hat - vorausgesetzt, sie hat durch die Totgeburt nicht irgend welche Komplikationen gehabt. Bei "Kala" hingegen sieht es so aus, dass eine Zucht mit ihr wohl eher nicht mehr in Betracht kommt. Natürlich sollte aber "Mekong" noch früher in Usti eingestellt werden. Oder sollen die Kühe nach Prag einstellungsmäßig gehen?
    (12.05.2011)
    Jana:   Der Eber hatte degenerative Veränderungen an Wirbelsäule, was seine Bewegung zunehmend schmerzlich machte. Die Sau hat Tumor an Geschlechtsorganen (wie die Untersuchung durch IZW zeigte).
    In Decin sollte noch ein altes Paar leben, mit Zucht kann aber nicht mehr rechnen.
    Die Babirusa-Population in Europa (ca 20 Tiere) ist überaltert und es vermehrt sich nur ein eiziger Paar. Ohne Neuimport wird sie bald erlöscht.
    (12.05.2011)
    Ralf Wagner:   Vielen Dank Jana für die Infos, auch wenn diese nicht so erfreulich sind. Weis man warum der Eber eingeschläfert werden mußte und warum die Sau nicht mehr zuchtfähig ist(evtl. zu alt)? Dann kann man ja nur hoffen, daß in Jihlava die Zucht vielleicht doch noch glückt. Wie sieht es mit den Babirusas in Decin aus?
    Allgemein scheint der Zoo-Bestand und die Zucht in Europa(ausgenommen in England...?) nicht gerade gut auszusehen für die Zukunft?!?
    BG
    (12.05.2011)
    Jana:   Der Babirusa-Eber aus Usti wurde letzte Jahr euthanasiert, Sau (unzuchtfähig) wurde nach Jihlava abgegeben, um dortigen "platonisch lebenden" Paar zur Zucht vielleicht doch zu stimulieren.
    (12.05.2011)
    Ralf Sommerlad:   @Hans-Dieter: Es gibt eben nicht nur verantwortungsvoll denkende EAZA-Zuchtbuchführer...und ich würde durchaus verstehen, wenn der Unmut tschechischer Zoos gegenüber der EAZA wachsen würde. Zu den immer wiederkehrenden Einflussnahmeversuchen Chesters auf die EAZA - Politik fällt mir ohnehin nichts Freundliches ein...
    (12.05.2011)
    Ronny:   Ich habe die Hirschferkel am Osterwochenende auch nicht gesehen.

    Auf den aktuellen Plan ist dessen Gehege auch nicht mehr eingezeichnet.

    Auf Emailanfrage nach anderen Arten (u.a. Hulman, Gürteltier, diverse Papageien) nicht mehr im Bestand.
    (12.05.2011)
    Ralf Wagner:   @Hans-Dieter Philippen: Hält Usti keine Hirscheber mehr, zumindest laut Zootierliste??? Letztes Jahr im Spätsommer sah ich nur noch ein Weibchen und es wurde an einem Teil der Anlage gebaut.
    BG
    (12.05.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Es wird Frühling
    Zoo Pilsen: die China-Leoparden wurden am Wochenende erfolgreich zusammengelassen und erste Paarungen waren schon nach 2 min zu sehen.
    Schlechte Nachrichten von den Panzernashörnern. Das Pärchen soll auf Anordnung des Zuchtbuchführers wieder auseinander gerissen werden und der Bulle nach CHESTER geschickt werden.

    Zoo Usti nad Labem:
    Paarungen bei Neberparder und Amurleoparden gesehen; Weißlippenhirsche waren die Geschlechter noch getrennt. Zucht und insbesondere Aufzucht macht regelmäßig Probleme (vermutlich Inzuchtdepressions-Effekte).
    Bei den Anoas bahnen sich sowohl beim Altpärchen als auch dem Jungpärchen die nächsten Jungtiere an. Intensives Balzverhalten zu sehen (und fotografisch dokumentieren können ;-)).
    Bei den Elefanten (beides Kühe stammen aus Vietnam) soll es nur noch den Versuch einer Naturzucht geben; vermutlich mit Mekong aus Prag (Ex-Leipzig); wobei es zeitlich knapp werden kann, da eine Zusammenführung erst nach dem Prager Neubau ins Auge gefasst ist.
    (11.05.2011)
    Jan Jakobi:   In einem englischen Artikel über den Tod des Elefantenbabys steht, dass das Elefantenbaby zu wenig Milch bekam und zugefüttert wurde.

    "Johti" ist in diesem Falle unschuldig, eher hätte sie ihr eigenes Kalb getötet als das von ihrer Tochter "Vishesh".
    (07.05.2011)
    Rüdiger:   Schade der Verlust , wird im www.elephant.se/ in der Liste verstorbene
    Elefanten bestätigt. Unter Todesursache steht leider unbekannt.
    Falls jemand Näheres weiss, wäre ich dankbar. Schönes Wochenende !
    (07.05.2011)
    WolfDrei:   Leider - das Kalb ist tot. Die Englischversion existiert leider nur für die Eingangsseite.
    (06.05.2011)
    Jan Jakobi:   Die Seite des Zoo Ostravas wurde einwenig umgestaltet, wegen den Elefantenbabys. Es gibt jetzt eine Bilder- und Filmgalerie.
    Es gibt eine Live-Stream.
    Auf der Live-Stream sind alle 3 Elefantenkühe zu sehen, aber nur ein Kalb. Es handelt sich um "Jothis" Kalb was ich in einer Box sah.
    Die anderen beiden Kühe sind abgetrennt von "Johti" und ihrem Kalb.

    Ich kann kein tschechisch... aber ich fürchte "Visheshs" Kalb ist gestorben.
    (06.05.2011)
    Henry Merker:   Am 16. bzw. 18.04.2011 sind insgesamt 2,0 Goldtakine in Liberec zur Welt gekommen. Vater der Bullkälber ist "Adam". Die Zuchtkühe heißen "Cadence" bzw. "Eva". Zudem wird noch ein weiteres Kalb von der Kuh "Bara" erwartet.
    (20.04.2011)
    Henry Merker:   Prag kann die Europäische Erstzucht des Wellenhäherling (Ianthocincla lunulata) für sich verbuchen. Es sind zwei Küken geschlüpft.

    Der Zoodirektor von Zlin hat das ESB des Afrikanischen Nimmersatts übernommen.
    (17.04.2011)
    Jan Jakobi:   Das ist aber eine schöne Nachricht aus Ostrava!

    DIe Mutter heißt übrigens "Jothi", nicht "Johta"
    (12.04.2011)
    Johannes Növer:   Heute Mittag hat in Ostrava die asiatische Elefantenkuh johta ein schwergewichtiges (mehr als 100 k) Mädchen geboren und lässte es problemlos an ihren Zitzen trinken.
    http://media.novinky.cz/392/263921-original1-useri.jpg
    (12.04.2011)
    Henry Merker:   Gestern gab es im Zoo Prag Nachwuchs bei den Anoas. Und am 29.03. gab es in Olomouc Nachwuchs bei den Tamanduas (0,1).
    (31.03.2011)
    Steffen Purgander:   Na das klingt nach sehr viel was man zu sehen bekommt, ich werd diesen Sommer hin bin schon voll gespannt auf den Zoo gerade weil man da halt auch Tiere sieht die man nicht alt so häufig in zoologischen Einrichtung zu sehen kriegt
    (18.03.2011)
    Michael Mettler:   @Steffen Purgander: Falls sich seit meinem Besuch 2007 nichts geändert haben sollte, würde ich empfehlen, mindestens einen vollen Tag in Dvur einzuplanen. Einige Gehege (diverse Antilopen, Schweine, Nashörner) wurden damals im Zwei- oder gar Dreischichtensystem genutzt, und im Safaripark können sich manche Tiere in den Waldbereichen sehr gut "unsichtbar" machen. Wir haben drei volle Runden durch den fußläufigen Teil und zweimal die Safaritour gemacht und haben trotzdem ständig neue Tiere "entdeckt".
    (18.03.2011)
    Steffen Purgander:   hier war doch bestimmt der ein oder andere im Zoo Kralove ich möchte mal gern wissen wie lange ihr so gebraucht habt um alles zu sehen und was sollte man vor auf jedenfall dort nicht verpassen.
    (18.03.2011)
    Jan Jakobi:   Das ist aber nicht gut, ist aber nicht die erste Elefantenkuh die ihr Jungtier angegriffen hat und droht es zu verstoßen (siehe "Panang" mit "Jamuna Toni", "Pang Pha" mit "Plai Kiri", "Trinh" mit "Voi Nam").

    "Trinh" hat sich zu einer guten Mutter entwickelt, nach der Gabe von Beruhigungsmitteln, die anderen beiden Kälber von den anderen beiden Kühen versuchte man mit der Flasche aufzuziehen.

    Auf der Seite des Zoo Ostravas gibt es auch eine Seite über die Elefanten:
    http://www.zoo-ostrava.cz/cz/sloni-denik/

    Auf den Bildern dort sieht alles friedlich aus.

    "Suseela" hat selbst keine Jungtiere gehabt und deswegen ist sie auch nicht grade das Vorbild für "Vishesh".


    (17.03.2011)
    Johannes Növer:   Bei den Zoofreunden und auf der Homepage von Ostrava konnte man gestern lesen, dass Vishesh wieder Probleme mit ihrem ersten Jungtier macht. Vorübergehend wurde es besser, aber die Situation bleibt kritisch. Der Tierarzt hat der Mutter Oxytocin und Beruhigungsmittel gegeben.
    (16.03.2011)
    Jan Jakobi:   Also es war eine Elefantenkuh dabei die größer als "Vishesh" ist. Nur man konnte sie wie gesagt nicht identifizieren, aber es muss sich wohl um "Sueela" handeln.
    Aber sie hatte noch nie selbst ein Baby und sie wurde abgesperrt, das habe ich auch gesehen im Video.
    (13.03.2011)
    Carsten Horn:   Wenn ich das auf der Homepage von Ostrava richtig verstanden hab, war Suseela bei der Geburt dabei, wurde aber später abgetrennt, weil sie dem Jungtier gegenüber aggressiv war...

    Jothi war mit Sicherheit nicht dabei, dann hätte man den kleinen auch gleich erschießen können...
    (13.03.2011)
    Jan Jakobi:   Hier der Link zu den beiden Videos die in dem Artikel sind:


    http://ostrava.idnes.cz/v-ostrave-se-narodilo-prvni-slune-v-cesku-samecek-vazi-78-kilogramu-10g-/ostrava-zpravy.asp?c=A110311_093311_ostrava-zpravy_jog

    Die Seite ist natürlich auf Tschechisch, Ostrava ist in Tschechien.

    Den Artikel fand ich bei Google-News als ich dort Zoo Ostrava eingab.

    Bei der zweiten Elefantenkuh kann ich nicht erkennen ob es sich um "Johti" oder "Suseela" handelt.

    Und die Leipziger müssen sich noch 11-12 Monate gedulden bis "Hoa" und "Indra/Salvana" ihre Kälber bekommen.

    Es ist noch zu erwähnen das es sich dabei um die erste Elefantengeburt in Tschechien handelt.
    (12.03.2011)
    Jan Jakobi:   Es war auf dem einem Video nicht zu erkennen ob es sich dabei um "Johti" oder "Suseela" handelt.
    (12.03.2011)
    Niedersachse:   78kg sind für ne Erstgeburt bei einer nicht vollausgewachsenen Kuh noch voll im Rahmen.

    Visheshs Mutter Jothi war selbstverständlich NICHT bei der Geburt dabei, sondern die dritte Kuh im Bunde Suseela.

    Jothi ist was Jungtiere angeht ein Killer. Sie hatte insgesamt 3 Jungtiere, wovon nur Vishesh als drittes Jungtier mit sehr viel Glück und glücklichen Umständen überlebt hat. Da wäre es mehr als Fahrlässig gewesen, Jothi bei der Geburt zu ihrer Tochter zu stellen.
    (12.03.2011)
    Jan Jakobi:   @Henry Merker:
    Ich habe grade über Google versucht etwas heraus zu finden:

    Das Elefantenbaby ist ein Bullkalb und wiegt 78 Kilo, damit ist es leichter als andere Elefantenbabys.
    Die Schulterhöhe des Kalbes fand ich nicht, aber das Kalb kommt grade so an die Zitzen von seiner Mutter "Vishesh" dran.
    Ich fand auch 2 Videos von den beiden, eins zeigt die Geburt. Das Kalb kam im bei sein von (Groß-)Mutter "Johti" zur Welt.

    Vater ist der aus Hannover stammende Ceylon-Bulle "Calvin", für ihn ist es das 12. Kalb.
    (12.03.2011)
    Jan Jakobi:   @Henry Merker:
    Im beisein von Mutter "Jothi" oder in einer Einzelbox?


    (12.03.2011)
    Henry Merker:   Und noch eine Meldung: Gestern hat die Asiatische Elefantenkuh Vishesh ein Bullkalb zur Welt gebracht. Sie lebt im Zoo von Ostrava.
    (12.03.2011)
    Henry Merker:   In Plzen sind 1,1 Philippinen-Zwergohreule neu im Bestand.
    (12.03.2011)
    Jana:   @Mirko Schmidkunz Der Filander-Paar in Pilsen ist schon zu sehen, im Australien-Häuschen nah dem unteren Zooeingang (zuletzt war diese Anlage mit glaube ich Eulenschwalm besetzt).
    (08.03.2011)
    Sacha:   Ich bin kein Känguru-Experte, aber ich würde hier anhand der Gesichtszeichnung eher auf Thylogale bruijni denn auf Dorcopsis (Dorcopsulus) macleayi setzen.

    Siehe auch: http://www.planet-mammiferes.org/drupal/en/node/38?indice=Dorcopsulus+macleayi

    (08.03.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Ohne Genaueres über die Dresdner Tiere zu wissen - m.W. sind zwei Arten Buschkängurus der damaligen Zoo-Ära, von denen auch welche in Berlin (Zoo), Darmstadt, Gelsenkirchen usw. gehalten wurden, einige Zeit nach ihrem Import umbestimmt worden. Weiß leider gerade nicht, aus welcher Quelle ich das hatte.
    (07.03.2011)
    WolfDrei:   Im Zusammenhang mit dem Filander (dann wohl Tylogale bruijni) in Plzen: 1975 fotgrafierte ich 1975 in Dresden nach meiner Meinung Neuguinea-Buschkänguruhs (Dorcopsis macleayi?zumindest ein damals noch tätiger Pfleger würde das bestätigen). Anbei das Bild mit der Bitte um Bestätigung oder Richtigstellung. Danke!
    (07.03.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Pilsen hat Neuguinea-Filander bekommen, die bisher nirgendwo in Europa gehalten werden. Ein Riesenkompliment nach Pilsen, die immer mehr in meiner Gunst steigen, allein schon wegen dem unglaublich vielfältigen Vogel- und Kleinsäugerbestand. Sind die Filander schom zu sehen?

    (07.03.2011)
    Henry Merker:   Der Zoo von Plzen unterstützt finanziell ein tschechisches Projekt (Derbianus) zur Erhaltung der Westlichen Riesenelenantilopen im Senegal. Das Projekt läuft schon eine Zeit, sodass schon mehrere Herden existieren. Im Mittelpunkt liegt die Erforschung dieser Form.
    Ob irgendwann Tiere von dort nach Europa gelangen werden, bleibt unklar.


    http://regiony.impuls.cz/zpravy/plzenska-zoo-podpori-cesky-projekt-na-zachranu-antilop-derbyho/568210
    (20.12.2010)
    Henry Merker:   @Jana:
    Bedauerlicherweise, ja. Dank dir.
    (10.09.2010)
    Jana:   @Henry Merker: Es sollen und werden Asiaten bleiben. Zwar träumt der neue Zoodirektor über Waldelefanten-Zuchtgruppe, aber auch er weiss, dass sowas nicht zu realisieren ist.
    (10.09.2010)
    Henry Merker:   @Jana:
    Möchte Prag perspektivisch auf Afrikanische Elefanten umsteigen oder sollen es Asiaten bleiben?
    (10.09.2010)
    Sacha:   Na bitte: "Nicht verzagen, Jana fragen".:) Vielen Dank.
    (09.09.2010)
    Jana:   Es werden zwei alleinstehende Anlagen sein. Der Flusspferdhaus wird an den nördlichen Zooeingang grenzen. Der Weg Richtung Brücke zu Giraffen wird beibehalten und somit die zwei Anlagen (Hippos rechts und Elos links) trennen. Der Imbiss am Brücke soll durch Restauration im afrikanischen Styl ersetzt sein.
    (09.09.2010)
    Sacha:   Vielen Dank Karsten
    Dann habe ich es zumindest auf der Homepage übersehen, was man mir hoffentlich mangels Tschechisch-Kenntnissen verzeiht.
    Was ich allerdings immer noch nicht ganz verstehe: Gibt es nun zwei für sich alleinstehende Neuanlagen oder werden diese z.B. über eine gemeinsames Warmhaus miteinander verbunden sein? (Weiss evtl. @Jana mehr?)
    (09.09.2010)
    Karsten Vick:   @Sacha: Ich bin mir nicht sicher, ob es zum Flusspferdhaus eine richtige Tafel gab, aber irgendwo bei den leergezogenen Antilopenanlagen wurde geschrieben, dass die Antilopen dem neuen Flusspferdhaus vorübergehend weichen mussten.
    Das Haus soll rechts (östlich) vom zukünftigen Elefantenhaus gebaut werden. Hier die Ankündigung auf der HP mit Zeichnung unten: http://www.zoopraha.cz/cs/o-zoo/stavby/2010-expozice-slonu-a-hrochu
    (08.09.2010)
    Sacha:   @Karsten Vick: Habe ich da eine Tafel verpasst oder ist das "Insiderwissen"?
    So oder so: Wo GENAU soll die neue Flusspferdanlage entstehen? (Und was geschieht dann mit dem alten Dickhäuterhaus?)

    (08.09.2010)
    Karsten Vick:   @Sacha & Henry Merker: auf den Schautafeln im Prager Zoo dominieren zwar augenblicklich die Elefanten, wie Sacha schreibt (überall im Zoogelände stehen Schautafeln zur Geschichte der Prager Elefantenhaltung und zur Planung des neuen Hauses), aber es ist außerdem der Bau eines Flusspferdhauses im höher gelegenen Zooteil geplant.
    (07.09.2010)
    Henry Merker:   @Sacha:
    Vielen Dank für die Auskunft.
    (07.09.2010)
    Sacha:   @Henry Merker: Ich erlaube mir, Karsten vorzugreifen: Die neue Dickhäuteranlage wird - zumindest laut Plan, der in der Nähe der zukünftigen Anlage bei einem Zoo-Imbissstand angeschlagen ist - eine reine Elefantenanlage (Asiaten). Sie befindet sich wie Karsten schon angedeutet hat im oberen Zooteil, direkt links, bevor es auf die Brücke zur Savannenanlage mit den Giraffen geht (siehe auch Plan auf Homepage des Zoo Prag). Früher waren an dieser Stelle m.W. diverse Antilopen untergebracht.
    (07.09.2010)
    Carsten Horn:   Die zweite Tapir-Anlage war mir entfallen, das kommt davon, wenn man zuviel an Hippos denkt, g. Gearbeitet wurde damals an der Anlage am Elefantenhaus...
    (06.09.2010)
    Henry Merker:   Für welche Dickhäuter soll denn gebaut werden? Für Elefanten, Nashörner und/oder Flusspferde?
    (06.09.2010)
    Karsten Vick:   Auf dem aktuellen Lageplan ist es das Gehege, bei dem ein Tapir eingezeichnet ist. Am vorletzten Donnerstag, als ich da war, kamen die Tiere wohl gerade an. Die Gehegeabsperrung war mit Flatterband gesichert, die Fenster zum Stall mit Sackleinen abgehängt, ein Schild erwähnte nur "neue Bewohner" und ein Zoomitarbeiter gab gerade ein Interview. Er stand an dem Stallgebäude, gegenüber von den Greifvogelvolieren.
    Tja und welcher Art diese neuen Bewohner nun waren, das habe ich erst dank Forum und Zootierliste zu Hause erfahren.
    Ansonsten, während in Plzen das große Werk gerade vollbracht ist, herrscht in Prag die Ruhe VOR dem Sturm, dem Bau der neuen Dickhäutergehege im oberen Zooteil.
    (06.09.2010)
    Jana:   Die Tapiranlage am Elefantenhaus, wo Flachlandtapire zusammen mit Kapybaras leben, bleibt so wie sie ist, inklusive Besatz. Die Schabrackentapire bekamen die andere Anlage, in "Wasserwelt", in der Hütte gegenüber Seriemas.
    (06.09.2010)
    Carsten Horn:   Als ich im Mai in Prag war, wurde die Anlage gerade umgebaut, Zaun verstärkt oder erneuert... Früher waren auf der Anlage auch noch Wasserschweine mit drauf (die waren im Mai noch da), sind die jetzt woanders untergebracht?
    (06.09.2010)
    Jana:   Man hat in Prag ein Flachlandtapirpaar abgegeben und deren Anlage bekamen die Schabrackentapire. Es geht um die Anlage zwischen Kubaflamingos und Sitatungas.
    (06.09.2010)
    Sacha:   Wo im Prager Zoo befindet sich die Anlage der Schabrackentapire (resp. falls noch nicht erstellt: Wo haben die Tiere künftig ihr Domizil)?

    PS: War vor ca. 3 Wochen zum ersten Mal in Prag und war vom Zoo begeistert. Bericht folgt, sobald ich etwas Zeit habe.
    (06.09.2010)
    Jana:   Beide Tapire (Vasan und Indah) wurden in Edinburgh geboren und sind Vollgeschwister.
    (06.09.2010)
    Carsten Horn:   Für die Tapire hab ich dunkel was von Edinburgh in Erinnerung...

    (06.09.2010)
    BjörnN:   Weiß man, aus welchen Zuchten das Tapirpaar stammt oder ist es gar importiert worden??
    (05.09.2010)
    Jana:   Ja, ein junges Tapirpärchen kam aus RSCC.

    Ostrava meldete ein Jungtier bei den Flusspferden, geboren wurde es am 20.7. und ist warscheinlich männlich.
    (05.09.2010)
    Carsten Horn:   Rare Species Conservation Centre, Sandwich, UK
    (05.09.2010)
    Rüdiger:   Der Prager Zoo beteiligt sich nun neu an der Schabrackentapirhaltung. Sie haben ein neues Päärchen erhalten, laut Zoo - Homepage. Weiss Jana zufällig woher die Tiere stammen?
    Schönes Wochenende !
    (05.09.2010)
    Karsten Vick:   Na ja in LEIPZIG habe ich auch schon cumingi-Borkenratten gesehen und pallidus in Jihlava, aber nicht in Plzen... Trotzdem natürlich danke für die Foto-Unterstützung.
    (01.09.2010)
    WolfDrei:   und die pallidus (aus Prag)
    (01.09.2010)
    WolfDrei:   Karsten, zum Trost dann hier die cummingi-Borkenratte (wenn auch aus Leipzig)
    (01.09.2010)
    Karsten Vick:   Ich muss an dieser Stelle wieder mal eine Lanze für den Zoo Plzen brechen, der gefällt mir von Mal zu Mal besser. Obwohl zwischen meinem letzten Besuch und dem diesjährigen nur zwei Jahre liegen, war der untere Zooteil nicht wieder zu erkennen. In einer Jetzt-oder-nie-Aktion, weil großzügige Fördermittel zur Verfügung standen, wurden auch die entsprechenden Eigenmittel in die Hand genommen und in diesen zwei Jahren ein Haus für Zwergflusspferde, eins für Giraffen, eins für Panzernashörner und eins für Kamele gebaut. Damit sind sie für mich endgültig in die Liga der Großen vorgestoßen. Und Plzen wäre nicht Plzen, wenn es nicht um jede dieser Flagship species noch ein ganzes Bündel weiterer Arten geben würde. Beim Anblick des Inhaltes der neuen Vogelvolieren hatte ich einen Augenblick die Befürchtung, die Zuchtstation auf dem Dachboden wäre jetzt nicht mehr lohnenswert, aber das war ein Trugschluss.
    Wenn man jetzt also am unteren Eingang nach links abbiegt, steht da immer noch die Großvoliere, u. a. mit aufgebaumten Rötelpelikanen, schon mal ein schönes Bild. Es folgt das Gehege der Zwergflusspferde, die können um die Inseln der Angolaguerezas und der Brazzameerkatzen herumschwimmen. Auf der anderen Seite zwei Volieren für afrikanische Frankoline, Kiebitze, Hornvögel, Bartvögel und Singvögel. Am Zwerghippo-Haus noch eine Voliere mit Karminspinten, Schwalben, allen möglichen Prachtfinken, Enten, Regenpfeifern und vielen anderen. Im Rausgehen dann rechts eine Voliere mit Kuh-, Goliath- und Küstenreiher, links das Gehege der Sudangeparden. Rechts dann die große Afrikasavanne, links Warzenschweine, rechts Giraffen und Große Kudus und dann der Übergang nach Asien. Auch die Panzernashörner können um Affeninseln schwimmen, mit Bartaffen und Weißhandgibbons. An Land sind sie vergesellschaftet mit Nilgaus, HZA und Timorhirschen. Die entsprechend passenden Enten- und Kranichvögel lauern auch schon in den Hintergehegen. Wieder Volieren, mit asiatischen Fasanen und Wildhühnern, Staren, Häherlingen, Ammern usw. und auf der anderen Seite plötzlich sichtbar Kamele, die auf Hügeln grasen. Ich kann mich noch gut an mein Erstaunen erinnern, als ich den Guanakoberg im neuen Teil in Emmen sah und das hier war wieder so ein ungewohnter Anblick. Wer hätte jemals ein Kamelgehege als Hügellandschaft gestaltet. Im Giraffenhaus ein Großgehege mit Klippschliefern und Schildkröten und Agamen, im Nashornhaus beide Phloeomys-Borkenratten, eine im Nachttiergehege mit Palawanstachelschweinen, eine im Tagtiergehege mit Pallas-Schönhörnchen - trotzdem keine so richtig zu sehen... Außerdem auch hier zwei Vogelvolieren. Ja und so geht es weiter - ich habe mich fast elf Stunden da aufgehalten. Große Klasse.
    (01.09.2010)
    WolfDrei:   Könnte sein - habe ich nicht erfragt. Aber: Es sind nochmals Tiere importiert worden - jetzt sind es drei Paare, die noch im Quarantänehaus sind.
    (04.06.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Kommen die Kamafüchse auch dort untenr? Bei meinem einzigen Besuch letztes Jahr waren diese nicht zu sehen.

    (04.06.2010)
    WolfDrei:   @Mirko S.: ´tschuldigung an alle: natürlich, auch Zwergflußpferde. Und in alter Tradition gibt es natürlich auch wieder Vogelzuzug im afrikanischen Teil, z.T auch nur Umsiedlungen (z. B Fuchsmangsten). Nochmals: die Eröffnung des "Afrikanums" wird gegen Ende Juni sein.
    (03.06.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Welche neuen Arten werden dann dieses Jahr noch in Pilsen zusehen sein. Neben Geparden, Giraffen, Panzernashörner sollen auch Zwergflußpferde kommen. Ich plane demnächst meinen Besuch in Pilsen und will nicht zuviel verpassen.

    (03.06.2010)
    WolfDrei:   -und die "Beinstreifen"przewalskis aus Prag
    (01.06.2010)
    WolfDrei:   Zum Abschluß des heutigen Tages noch Nachträge aus Prag/Pilsen: Das Panzernashorn Manjula aus dem TP ist heute nach Pilsen überführt worden. Pilsen wird mit dem Afrikaprojekt auch nördliche Geparden aus La Palmyre ausstellen. Zu den noch nicht abgebildeten "Seltenheiten": Gelbbartmaki aus Pilsen, dort nun auch Rotbauchmakis. Und wieder nicht zu sehen in Prag: die Braunen Hyänen!Und in Prag nur 3 Przewalskis, de Hauptgruppe ist andernorten untergebracht: offensichtlich möchte man die Beinstreifung wieder generieren - siehe nächstes Bild . Und weiter noch in Prag (Sacha!): Tayra, Oncilla, Waldhund, jumping rat, im April Gorillageburt und wieder Schlupfe beim Riesenseeadler, Weißkopf- s.a., Mönchsgeier ud Weißhalskranich.
    (01.06.2010)
    WolfDrei:   Danke Herr Jahn. @MM: genau die Größe könnte man zum Vergleich nehmen - 30-35 cm.
    (31.05.2010)
    Oliver Jahn:   ...und hier ist sie, die Zwergenette. Herzlichen Dank sagt der "einzelne Herr"!! :-)
    (31.05.2010)
    Michael Mettler:   Welches Kaliber hat das Zwergstachelschwein? Stelle ich mir anhand der Futterreste etwa in Größe eines Afrikanischen Quastenstachlers vor,nur eben kurzschwänzig.
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   Als letztes Bild: Zwergstachelschwein von Palawan
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   Oh, zu groß!Der besagte Herr bekommt es zum "Verkleinern". Ich versuche es noch mut dem Kuskus aus Pilsen
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   Na gut: auf Bitte eines "einzelnen Herrn": Zwerggenette in Pilsen
    (31.05.2010)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Wenn ich das so lese, passt besagtes Haus glatt als "Erlebnisklo" in unseren Kloologie-Thread :-)
    (31.05.2010)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei: Bitte NICHT aufhören!! ;-) Herzlichen Dank für diese "Sahnehauben", ich kann mich daran gar nicht satt sehen. Da wächst die Lust auf Tschechien!!
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   @Karsten: vom Eingang gesehen das Schauhaus ganz rechts: der hintere Eingang, der sich als Verkaufsstelle tarnt, der Eingang selbst als WC!!!Dort dann links Fuchskusu mit Bürst.S.Känguruh und Kuskus , geradezu die Anlage (na ja, 1 m schmal, 2 m hoch,2 m tief) daneben die Toilette, rechts jede Menge Wasserschildkröten und Gouldvaran, im anderen Eingang u.a. ein kleines Terrarium und die Schimpansen
    (31.05.2010)
    Karsten Vick:   Ist das Opossum in der Schau? 2008 habe ich auf dem Dachboden nur seine Schlafkiste gesehen.
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   ein ps zur Größe der abgebildeten Tiere: Rüsselhündchen: vielleicht noch ca 20% mehr, als es das Bild zeigt. Der Sonnendachs dagegen ist regelrecht "mickrig" : etwa Größe eines Steinmarders . Vieraugen"beutelratte" (im Engl. possum): wie eine gute Wanderratte.
    (31.05.2010)
    Sacha:   @WolfDrei: Bitte aufhören, Du hast mir schon genug den Mund wässrig gemacht. Tschechien steht jetzt ganz zuoberst auf meiner To-See-Liste...
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   Weiter Prag: Da man dort sehr nett zu mir war (im Nachttierraum der Indonesienhalle darf man nicht "blitzen") anbei auch ein Bild des chinesischen Sonnendachses. Weiter an Neuem: phillipinischer Palmenroller. Die Borkenratte P. pallidus hatte wiederun Nachwuchs. Und im "Hinterland" dann noch 2 Schnurrbarttamarine (Saguinus mystax)-die einzigen in Europa. Nachwuchs auch bei Weißhalskranich, Riesenseeadler und Weißkopfseeadler (2), Schuhschnabelhaus noch im Bau.
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   --und Prag durfte nicht fehlen. Allerdings: Es war "Kinderzootag" (vorgezogener Internationaler Kindertag). Und es gibt viele Kinder in Prag! Neuigkeiten wurden ja schon genannt: Gaerella sanguinea (in einem kleinen Gehege am Seelöwenbecken), Baumschliefer (noch nicht in der Ausstellung des Afrikahauses) dort aber anbei das Rüsselhündchen - und zu 99,9 % sichtbar!
    (31.05.2010)
    WolfDrei:   Besuch in Plzen: Die neue Afrikaanlage wird Ende Juni eröffnet - eindrucksvoll!!. An neueren Tieren sind 2 Rothschildgiraffen eingetroffen. Für die Asienanlage kommt diese Woche die Panzernashornkuh Manjula aus dem TP Berlin, der Bulle dann aus Sosto/Ungarn. An Borkenratten sind P. pallidus und P. cummingi noch im "Hinterland". Crateromys - wann ?? Im Madagascarhaus beeindrucken Eulemur collaris (in meiner Benennung Gelbbartmaki). Weiterhin u.a. Gürtelvaris, Fettschwanmakis (Zuchtbuch dort), Goodman-Mausmakis, Springratten, Galidia. Die im letzten Jahr eröffneten Fasanenanlagen sind wunderbar "angewachsen" - mit viel Vogel-"unterbewuchs", speziell Häherlingen. An Kleinraubtieren: Cusimanse, Libyscher Streifenwiesel, Syrischer Tigerilts, Zwerggenette, Kapfuchs (nicht in der Ausstellung), Fuchsmanguste, Galerella sanguinea (= Schlankmanguste), auch eine Schwarze (= G. flavescens), Zwergmanguste, Schabrackenschakal, C. velox (nicht in der Ausstellung, erster Nachwuchs), Löffelhunde. An Beutlern neben "normalen Känguruhs": Fuchkusu, Nacktschwanzkuskus und für mich als Besonderheit anbei: Vieraugenoppossum
    (31.05.2010)
    Ralf Sommerlad:   Seien wir gespannt. Vermutlich ist es klug von DK, das nicht vorab zu kommentieren. Ich würde allerdings EAZA-seitig die Solidarität tschechischer Zoos nicht unterschätzen.
    (04.05.2010)
    Jana:   Dvur Kralove: Mitte April ist in lokale Presse die Nachricht aufgetauch, das dem Zoo Ausschluss aus EAZA droht. Das der Hauptgrund der Transport von BMNs nach Kenya sein soll, ist die rein persönliche Meinung von Herr Jirousek.
    Der EAZA Council wird nächste Woche über die Entscheidung diskutieren, die Mitglieder haben ein Schreiben erhalten, wo die Dvurer Sünden gegen EEP-Regeln aufgelistet sind. Nashörner sind dort nicht erwähnt.
    Die Zoo-Direktorin wird sich dazu nicht direkt äussern.
    (30.04.2010)
    Liz Thieme:   achja und ich habe zu dem geplanten Umzug der Nashörner ein Statement vom Executive Director der EAZA, Dr Lesley Dickie, aus dem August 2009 gefunden.
    http://www.zoo-safari.cz/EAZA_statement_on_NWR_AJ.pdf
    (30.04.2010)
    Liz Thieme:   Am 17.4. hat der Zoo genau zu dem Thema ein Statement abgegeben.
    Eine grobe Zusammenfassung:
    Das Finanzministerium hat den Spekulationen über den Ausschluss vom Zoo auf Grund des Transports der Breitmaulnashörner ein Ende gesetzt. Die Informationen spiegeln häufig nicht die Realität ab und seien spekulativ. Allerdings wäre es richtig, dass es kein Projekt der EAZA gewesen sei.
    Das Projekt "Die letzte Chance für das Überleben" sei unter der Schirmherrschaft der WAZA gelaufen und unterstützt durch die höchste offizielle IUCN World Conservation Organisation (World Conservation Union). Die Wiedereinführungsprojekte, Rückehr der Tiere in die Wildnis, bestimmt die IUCN, die auch von der amtlichen Stelle für die zuständogen nationalen Ministerien die Aus- und Einfuhr CITES Papiere einholt.
    EAZA ist ein Berufsverband der europäischen Zoos, in der die Mitgliedschaft freiwillig ist. Die Mission der EAZA sei die Interessen der Mitdliedszoos zu verteidigen und zum Erhalt der biologischen Vielfalt beizutragen und damit auch die Arten wie das Nördliche Breitmaulnashorn zu schützen. Die EAZA würde sich solchen Projekten nicht widersetzen, im Gegenteil es wird von ihnen angenommen und unterstützt. Der Zoo bedauert, dass in diesem Fall die Tschechische EAZA das einzigartige Projekt nicht offiziell unterstützt, obwohl Ol Straw im Jahr 2005 die globale protektionistischen Konsens der letzten Nördlichen Breitmäuler wählte [Der Satz ist komisch...] Dieser Schritt weckt daher kontroverse Reaktionen in dem professionellen Umgang mit der Öffentlichkeit zum Schutz der Nashörner in Afrika aus.
    EAZA Rat, zu dessen Mitgliedern die Union der tschechischen und slowakischen Zoos mit Ing. Jiroušek Vladislav, Ing. Dana und Holeckova Ing. Miloslav Šavelová gehört, wird auf seiner ordentlichen Sitzung im Mai eine Reihe von Punkten in Bezug auf die Aktivitäten der EAZA, vor allem im letzten Jahr zu diskutieren, sowie das diesjährige Budget, sowie allgemeine und technische Fragen. Lösung interner Probleme innerhalb der EAZA und die unterschiedlichen Ansichten zu verschiedenen Fragen ist allein die Verantwortung des Vorstands der EAZA und wir in jedem Fall nicht mit der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Medien fortgefahren .
    Dieser Ansatz steht im Einklang mit den Grundsätzen der Mitgliedschaft in der EAZA, die der ZOO respektiert, und deshalb wird wir die Vorstandssitzung der EAZA nichts kommentieren, bevor dieses Treffen stattgefunden hat.
    (30.04.2010)
    Sacha:   Der Zoo Dvur Kralove soll aus der EAZA ausgeschlossen werden. Angeblich, weil er im Alleingang die Nördlichen Breitmaulnashörner nach Kenia bringen liess. (Wenn es nur daran liegen sollte, dann spottet das Bürokratentum der EAZA jeglicher Vernunft).
    Weiss jemand Genaueres?
    (30.04.2010)
    Liz Thieme:   In Prag gab es bei den Kuskus weiblichen Nachwuchs!!! Es werden 19x mehr männliche Tiere geboren als weibliche.
    (09.03.2010)
    Ronny:   Nach einer Pflegerauskunft der Prager Zoo 1,1 Steppenwald-Baumschliefer oder Südliche Baumschliefer (Dendrohyrax arboreus) aus Afrika importiert. Sie werden aktuell noch Hinter den Kulissen gehalten.
    (09.03.2010)
    WolfDrei:   In Brno wird seit 2003/04 ein Komplex "Beringia" (alles ums Bering-Meer) gebaut, nunmehr soll die Anlage für sibirische Braunbären eröffnet werden. Geplant (bis 2011) oder bereits fertiggestellt sind Anlagen für folgende Tierformen: Nonnenkranich, Sib. Vielfraß, Wolf, Rieseseeadler, Eisbär, sib Braunbär, Walroß, Alaskaelch, Kamtschatkarentier (Vierteljahresheft des Zoos). Aus dem TP kamen 1,1 Mishmitakin von 2009 (jetzt insgesamt 6 Tiere)
    (02.03.2010)
    th.oma.s:   sorry, muss "fast mähnenlos" und septermber 2009 lauten
    (01.03.2010)
    th.oma.s:   @Jana. genau! ich habe mir die borensis in Liberec im september 2008 angesehen und da waren sie fast mänenlos. wunderschöne tiere.
    (01.03.2010)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Was (Stichwort: "überbaut sein")Sie beschreiben, ist durchaus als ein Unterartmerkmal anzusehen, folgt man Groves & Bell. Zudem sollen die Tiere deutlich größer sein als die Böhmzebras. Zwar habe ich die Form schon in Dvur Kralove gesehen, doch erinnere ich mich kaum noch an diese...
    (01.03.2010)
    Jana:   Die Gruppe in Liberec, vor einem Jahr. Damals waren es noch junge Tiere, heute feht ihnen die Mähne fast komplet.
    (01.03.2010)
    WolfDrei:   Ich lege ein Bild bei - noch mit der Bemerkung, daß die Tiere außerordentlich stark gestreift sind und mir etwas "überbaut" erscheinen. Habe leider kein Bild dazu kleiner als 2 MB.
    (01.03.2010)
    Liz Thieme:   Danke, ich hatte es grob noch im Hinterkopf, weil die Diskussion ja schon mal bei den Zebras geführt wurde, aber verwirrend ist das ganze dann trotzdem, wenn man es nicht 100%ig weiß und noch nie gesehen hat.

    Nicht nur die Zootierliste tut das und die ist ja auch nicht das Maß aller Dinge.... Und gerade in det ZL sind nur mähnenlose Tiere drin, also nicht praktisch ;)
    (01.03.2010)
    Henry Merker:   @Michael Mettler:
    Da haben sich jetzt unsere Beiträge überschnitten...
    (01.03.2010)
    Henry Merker:   @Liz:
    Da nach Groves & Bell (2004) von der Unterart borensis nicht alle Exemplare mähnenlos sind, ist dies auch nicht weiter verwunderlich. Zudem wird diese Unterart in der Zootierliste als "Nördliches Steppenzebra" geführt. Die Bezeichnung "Mähnenloses Zebra" ist also etwas Irre führend. Groves & Bell diskutieren allerdings die Existenz einer weiteren Unterart aus Somalia; diese soll wohl tatsächlich nur aus mähnenlosen Tieren bestehen. Allerdings gibt es hier zu wenige, bekannte Tiere, um diese somalischen Zebras als valide Form anzuerkennen (nach aktuellem Stand).
    (01.03.2010)
    Michael Mettler:   Auch "mähnenlose" Zebras haben als Jungtiere eine ganz normale Mähnenbildung, die Mähne geht erst später (mit Geschlechtsreife?) ganz oder bis auf einen niedrigen Kamm verloren. Vermutlich wurde das Foto kurz nach der Ankunft der heutigen Zuchttiere aufgenommen.

    Abgesehen davon ist Mähnenlosigkeit bei borensis kein Unterartmerkmal, sondern nur eine (in einigen Zoos selektiv weitergezüchtete) Variante. Es gibt auch erwachsene Mähnenträger und solche wurden wohl auch nach Europa importiert, aber damals als Grant- alias Böhmzebras betrachtet und gingen deshalb im boehmi-Zoobestand auf. Somit lassen sich nur noch die Mähnenlosen "dank" selektiver Zucht unterartrein auf borensis-Importe zurückführen - und manches Zoo-Böhmzebra wäre nach dieser Unterartgliederung in Wirklichkeit ein Zoomix.
    (01.03.2010)
    Liz Thieme:   Liberec erwartet Nachwuchs bei den Chapmanzebras (seit 2005 wieder) und bei den bezhřívá erstmalig. Bezhřívá werden auf der HP als Equus quagga borensis ausgezeichnet, aber auf dem Foto dazu haben die eine ganz normale Mähne.
    (01.03.2010)
    Michael Mettler:   @Ronny: Oder als Junggesellengruppe.
    (13.02.2010)
    Ronny:   Hmm, dann wird es als Einzeltier...zurück zu den (guten) alten Artensammlerzeiten ;).
    (13.02.2010)
    Michael Mettler:   Bei so viel Bullenüberschuss sehen wir vielleicht doch noch in absehbarer Zeit die dritte Takin-Unterart im TP Berlin....?
    (13.02.2010)
    Liz Thieme:   natürlich sollte man auch den Zoo nennen, in Liberec :)
    (12.02.2010)
    Liz Thieme:   es wurden 3 Goldtaikine (3,0) im Januar geboren
    (12.02.2010)
    Liz Thieme:   wollte den Link noch anfügen
    http://www.zooplzen.cz/nove-expozice.php
    (30.01.2010)
    Liz Thieme:   das kann ich dir leider nicht sagen, auf dem Plan ist keine Baustelle eingezeichnet und im Text kann ich es nicht rauslesen.
    (30.01.2010)
    Ronny:   Wo befindet sich denn dieses Afrikahaus. In der nähe der bereits stehenden Vogel/Reptilenhäuser und Affenhaus?

    Kamel/Panzernashornanlagen wurden dafür die alten asiatischen Steppenanlagen abgerissen?
    (30.01.2010)
    Liz Thieme:   Habe mir grad das neue Afrika-Haus in Plzen angeguckt. Dort sollen Zwergflusspferde, Pelikane, Geparden und Bienenfresser einziehen. (Jana hatte weiter unten berichtet).
    Sieht meiner Meinung nach sehr gut aus.

    Weiter sind auch noch Volieren für afrikanische Vögel im Bau und für Wanderus wird/wurde auch neu gebaut. Wenn ich es richtig verstehe gehört auch ein neuer Warzenschweinbereich zu den Neubauten.

    Dsa neue Kamelhaus wurde scheinbar im Oktober bezugsfertig.

    Ebenfalls wird noch an der Panzernashorn Anlage/Haus gebaut. Sieht ebenfalls sehr gut aus. Gleiches gilt für das Giraffenhaus, das noch im Bau ist.

    @Jana kannst du was zu der Größe der Bereiche sagen? Und wie viele Tiere wo von neu kommen?

    Insgesamt scheint der Zoo sich wirklich toll zu entwickeln.
    (30.01.2010)
    Jennifer Weilguni:   @Oliver
    Diesmal frag ich dich auch erst gar nicht.. :-) Diesmal wirst du einfach eingepackt und verschleppt, dann kannst du auch nicht nein sagen :-))))
    (14.01.2010)
    Oliver Jahn:   Frau Weilguni, in diesem Jahr hast du mich noch nicht gefragt! ;-) Also hol das mal nach!!! :-)
    (13.01.2010)
    Jennifer Weilguni:   Herr Jahn, sie brauchen hier jetzt aber mal gar nicht zu jammern :-)))) JEDES Jahr frag ich dich ob du nicht mit nach Tschechien kommen willst und jedes Mal ne Absage :-))) Selbst schuld. Hähähä
    (13.01.2010)
    Oliver Jahn:   Es gibt Leute, die fahren wegen einer Tierart um den halben Erdball. Ich finde den Tierbestand in den Zoos Tschechiens (um die es in diesem Thread geht) durchaus erlesen und alles andere als gewöhnlich. Das reizt mich sehr an diesen Zoos. Und wenn dabei dann noch die ein oder Erstsichtung für mich drin ist, dann lacht eben das Herz des Foto- und Artensammlers, zu denen ich mich immer gezählt habe.
    (12.01.2010)
    Michael Amend:   @Henry Merker. Die ebdien Nördlichen B-nashörner in San Diego waren genauso groß wie die Südlichen,es gibt keinen äußerlichen Unterschied zwischen beiden Unterarten. Unterschiedliche Körpergröße bei Breitmaulanshörnern ist individuell und nicht unterarten-spezifisch.

    Ganz ehrlich, ich hoffe nicht, das Leipzig Sumatra-nashörner bekommt ( was nicht heißen soll, das ich sie mir nicht ansehen werde, falls sie doch kommen ! )denn es ist sinnlos, Cinicnnati benötigt eine neue Kuh nach dem Tod der Zuchtkuh, und in White Oak steht ein Jungbulle, der zur Zucht auch eine Partnerin benötigt.
    (12.01.2010)
    Henry Merker:   Ich denke jedoch, dass die Nördlichen Breitmaulnashörner immerhin größer sind, als die Südlichen. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich Bilder von der ersteren Form sehe. Was die "echten" Tiere in Dvur betrifft, die ich 2000 mit dem damals noch sehr jungen Kalb gesehen habe, so kann ich dies aus der Erinnerung heraus nicht so wirklich sagen, ob dies auch bei diesen Tieren so ist...

    Bei Sumatranashörner würde ich natürlich auch sehr staunen und würde von daher begrüßen, wenn doch noch was aus den Bemühungen des Zoos von Leipzig etwas werden sollte!
    (12.01.2010)
    Michael Amend:   Bei den Nördlichen Breitmaulnashörnern dürfte das Interssanteste das Gehegeschild sein, denn rein äußerlich gibt es keinen Unterschied zum Südlichen...In San Diego liefen die beiden Nördlichen bei den Südlichen mit, hätte die Kollegin nicht gesagt, das es die Nördlichen sind...Ich habe ein Foto von den beiden gemacht, und wir sind weiter zu den Antilopen gefahren,das war's, ich habe also nicht eine Stunde staunend vor den beiden Nashörnern gestanden ( das habe ich dann bei den Sumatra-Nashörner getan, Ha,Ha,Ha )Aber Tschechien hat in der Tat einiges an interessanten Tierarten zu bieten, speziell Prag. Mal abgesehen davon ist auch die Stadt sehr schön.
    (12.01.2010)
    Oliver Jahn:   Honigdachse können in Menschobhut bis zu 26 Jahren alt werden. Da dürfte noch Hoffnung bestehen. Und vielleicht holt man ja weitere Tiere aus Afrika, wenn die Zucht nicht mehr so läuft. Ich würde es mir wünschen.
    (11.01.2010)
    Jana:   Bei den Honigdachsen wuchsen bisher nicht so viel Jungen auf. 1,1 gingen nach Ramat Gan, 1,0 nach Edinburgh, 1,0 nach Sharjah und zuletzt 1,0 nach Haifa. Der Zuchtpaar kam 2001 aus Tansanien (junge Wildfänge) - wie lange werden sie noch züchten?
    (11.01.2010)
    Oliver Jahn:   Die letzten Nördlichen Breitmaulnashörner in Dvur, Honigdachse in Prag, ich merke immer mehr, dass ich wirklich unbedingt mal wieder nach Tschechien muss! Prag züchtet ja beim Honigdachs recht gut, wohin gehen denn die Jungtiere dann immer? Wenn man so schaut, dann sind die Haltungen ja auch sehr überschaubar.
    (11.01.2010)
    Jana:   @MA Zu den Honigdachsen - man hat weiteren Wurf (6.Januar). Ein Jungtier bei der Mutter, zweite in Handaufzucht. Daumen drücken.
    (11.01.2010)
    Jana:   Das Bild in der Zootierliste ist wirklich gut, kann nichts vergleichbares bieten. Der prager Kurator schrieb in der letzte Ausgabe von Zoo-Zeitschrifft Trojsky konik, das ein Maenchen dem Zoo versprochen ist und am Jahresende kommen soll.

    Der neue Direktor in Prag wird ab 1.Januar Miroslav Bobek sein. Ein studierter Ornithologe, der zuletzt als Direktor von einem Radiosender gearbeitet hat.
    http://www.radio.cz/en/article/123015

    Der kleine Wasservogel-Haus im unterem Zooteil durchmacht gerade eine Sanierung. Es werden dort mehrere Aussenvolieren gebaut, eine davon ist fuer ein Schuhschnabel-Paar gedacht. Eroeffnung ist auf Ende April geplannt.

    Planungen fuer neues Elefantenhaus sind laengere Zeit fertig. Was fehlt ist Geld. Anfang von Bauarbeiten im Jahr 2010 ist nach meine Sicht unwarscheinlich.
    (27.12.2009)
    WolfDrei:   Herr Amend: nur in der Zootierliste nachschauen, 2 Aufnahmen, eine sehr gute von Klaus Rudloff
    (27.12.2009)
    Michael Amend:   @Jana. Könntets du mal ein Bild von dem Rüsselhündchen einstellen ? Es müßte ja ein geflecktes Rüsselhündchen sein. Wann erhält denn der Zoo einen passenden Partner ? Schade, das das Honigdachs-Jungtier nicht überlebt hat, drücke die Daumen,das das nächste Junge aufgezogen wird. Wer istd enn jezt Direktor in Prag, und wie sehen dessen Zukunftsvorstellungen des Zoos aus,gibt es Hoffnungen, das die Schuhschnäbel endlich besser untergebracht werden ? Und wie weit sind die Plannungen für ein neues Elefantenhaus ?
    (27.12.2009)
    Jana:   Das Rüsselhündchen ist schon längere Zeit in der Schau. Sehr aktiv und mit fast 100% Sichtungsgarantie.
    Bei Honigdachsen hat man weniger Glück - nachdem im September der 2008-Mänchen nach Haifa geschickt wurde, ist am 6.November ein Jungtier geboren worden, das nur wenige Tage lebte. Das Zuchtweibchen ist jetzt wieder schwanger und man erwartet den Geburt schon sehr bald.
    (27.12.2009)
    Michael Amend:   Sind denn die Rüsselhündchen schon in der Schau, und gibt es etwas Neues von den Honigdachsen ?
    (27.12.2009)
    Jana:   Ich habe sie dort eingetragen - laut Zoo-HP hat der prager Zoo am 27.10. zwei Schlankmangusten aus Privathänden bekommen. In der Schau habe ich sie aber noch nicht gesehen.
    (27.12.2009)
    Mirko Schmidkunz:   In der Tierbestandsliste tauchen nun Schlankmangusten für Prag auf. Weiß jemand mehr?
    (27.12.2009)
    Liz Thieme:   Prag hat wieder eine erfolgreiche Schlupfperiode bei den Komodowaranen. Diesmal sind es sieben Tiere.
    Es ist das zweite Mal für Prag.
    (31.10.2009)
    Jennifer Weilguni:   @WolfDrei
    Dann muss das wohl ein Kurzbesuch des Bären gewesen sein. Hier noch ein Bild, wenn auch leider kein sehr gutes.
    (10.08.2009)
    Henry Merker:   @Michael Mettler:
    Gut, dann habe ich dies übersehen. Danke für die Information.
    (10.08.2009)
    Michael Mettler:   Dvur Kralove hat von Zoolöwen auf Asiatische Löwen umgestellt und ist unter diesen auch in der Zootierliste verzeichnet.
    (10.08.2009)
    Henry Merker:   @Oliver Jahn:
    Ich weiß, dass die Möglichkeit besteht; laut ihr werden dort keine gehalten. Doch stellen sich mir zwei Fragen: Warum eigentlich? Und: Hat sich das wieder geändert?
    (09.08.2009)
    Oliver Jahn:   ...und wieder einmal der Hinweis auf die Zootierliste...Klappe die Dritte...
    http://www.zootierliste.de/zoosmap.php?showzoo=10000917
    (09.08.2009)
    Henry Merker:   Hält Dvur Kralove eigentlich noch Löwen?
    (09.08.2009)
    Michael Mettler:   Letzte Woche habe ich den Malayenkater im Berliner Zoo gesehen, bei dem es sich m.W. um den einst für den Tierpark importierten Indochinesen handelt (die Absplatungsdiskussion kam ja erst später als das Tier bei uns an). Der hat (nur im Moment?) einen so kurzen Backenbart, dass ich mich an die Bilder wild lebender Bengaltiger erinnert fühlte und weniger an das Aussehen seines Geschlechtgenossen in Halle. Allerdings können die Unterschiede zwischen den drei Formen phänotypisch wirklich nicht groß sein, sonst hätte man sie doch früher nicht allesamt als Bengaltiger betrachtet...?
    (02.08.2009)
    th.oma.s:   bei den malayen habe ich den eindruck eher einen sumatratiger zu sehen. die hallenser kamen mir jedenfalls immer eher dunkel und etwas gedrunge vor. die tiger die ich bisher als corbetti ausgeschildert gesehen habe (usti vor 20 jahren)waren größer und heller. so mein eindruck gestern auch von dem im pragr haus als corbetti ausgeschil-derten kater.
    (02.08.2009)
    Michael Amend:   Wie unterscheiden sich denn "malaysische"Tiger optisch von hinterindischen Tigern ?


    (02.08.2009)
    th.oma.s:   @Liz Thieme... kommen. nur Beweise werden das sicher nicht wegen der lichtverhältnisse. Jana hat mich inzwischen im anderen Forum auch schon korrigiert und auf eine falsche ausschilderung im prager raubtierhaus (!) hingewiesen.
    (01.08.2009)
    Liz Thieme:   Fotobeweis :)
    (01.08.2009)
    th.oma.s:   es war ein corbetti ausgeschildert und das tier sah nicht wie ein malaie aus.
    (01.08.2009)
    Jakub Chwaszcz:   Im Prag sind keine P.t.corbetti,sondern jacksoni zu sehen, die ersten Tiere stammen aus Halle, der letzte Kater aus direkt Import aus Lok Kawi Wildlife Park.
    (01.08.2009)
    th.oma.s:   in prag waren heute p.t.altaica,jacksoni, sumatrae und corbetti zu sehen
    (01.08.2009)
    WolfDrei:   @Jennifer Weilguni: Neben dem Lepardenkäfig? Ich sah nur das Schild Levhart mandzuski, ohne den Leoparden zu sehen, aber auch nicht einen "Malaien nebenan"
    @Ronny: Es ging gerade eine Regenguß hinunter, Schutz beim Margay: so sah ich nur die Kapuziner und die beiden "schwarzen Makaken" - so Du die uralte Anlage als Affenhaus bezeichnest?
    (16.07.2009)
    Sacha:   @Jana:
    Vielen Dank für die Info. Ich habe übrigens vom Hotel noch immer keine Rückmeldung erhalten (Anfrage auf Deutsch UND Englisch). Muss ich es in einer anderen Sprache versuchen, damit man mir antwortet..:)??

    @MM: Auch Dir vielen Dank. Das Wissen über das Wetter nützt mir tatsächlich etwas. Hätte es geregnet, hättest Du mir bestimmt eine Schlechtwetter-Route beschrieben, oder?:) Und nun weiss ich auch, dass man im Safaribus - wenn es regnet - nass werden kann...
    (16.07.2009)
    Ralf Sommerlad:   20 Kuba-Krokodile sind am vergangenen Wochenende im Krokodilzoo Protivin geschlüpft.
    (16.07.2009)
    Jennifer Weilguni:   @WolfDrei
    Ich vermisse in der Auflistung Decin auch den relativ neu dazugekommenen Malaienbären (zu Ostern wurde er noch im Gitterkäfig neben dem Leopardenkäfig gehalten). Befindet sich das Tier schon nicht mehr in Decin ?

    (16.07.2009)
    Ronny:   @WolfgangDreier: Die Rotschwanz-Meerkatze in Decin lebt nicht mehr? Sie befand sich beim Besuch 2007 neben den Kapuzinern im Affenhaus.
    (15.07.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Wir hatten damals sonnig-trockenes Wetter. Aber ob dir dieses Wissen was nützt...? :-) In den Safari-Bussen kann es allerdings auch ungemütlich werden, die haben keine Fensterscheiben. Hört sich sicher sehr praktisch zum Fotografieren an, ist aber bei kühlerem Wetter (z.B. spät nachmittags) ganz schön zugig - auf dem offenen Dach des Doppeldeckerbusses natürlich erst recht, vor allem, wenn der Fahrer an tierleeren Stellen Gas gibt...

    Was mir noch einfällt: Es gibt noch eine Art Kleinbahn in Dvur Kralove, mit der man vom m.W. ältesten Teil des Geländes durch den hinteren begehbaren Teil (mit großen Sommergehegen und Zuchtanlagen für Nashörner, Büffel und Giraffen) zur Haltestelle der Safaribusse gelangen kann. Die ist aber nur als schnelle Verbindung geeignet, wenn man sich den sehr langen Fußmarsch sparen will, Fotografieren während der Fahrt (ohne Stopps) ist fast unmöglich. In diesem Bereich gibt es auch Gehege mit Schichtbetrieb (Nashörner!), also nimm lieber den Fußmarsch auf dich.

    Wir haben damals die Öffnungszeit des Zoos voll ausgenutzt (als Hotelgast hat man praktischerweise einen eigenen Eingang ins Gelände) und lediglich eine ganz kurze Pause zur Nahrungsaufnahme um die Mittagszeit gemacht. Das Gelände mit den Nashorn- usw. Zuchtgehegen haben wir zweimal komplett abgelaufen, das übrige dreimal, dazu zweimal die Safari-Bustour. Langeweile kam dabei nicht auf, wir waren nahezu ständig auf den Beinen, manche Ecke hätte ich vielleicht sogar NOCHMAL besucht. Zum Glück liegt der Zoo im Gegensatz zu einigen anderen in Tschechien auf ebenem Gelände :-) Hügelig ist nur der Safari-Bereich (Elenantilopen am Steilhang sind ein unvergesslicher Anblick!), aber da lässt du dich ja bequem chauffieren.

    Ein Tipp noch für die Anfahrt: Die Hinweisschilder am und im Ort waren nicht besonders auffällig, und an manchen Stellen fehlten sogar welche (an Weggabelungen sehr ärgerlich). Wir kamen nach einiger abendlicher Irrfahrt schließlich aus der entgegengesetzten Richtung ans Ziel... Die Variante, bei weiter Anfahrt am Vorabend anzureisen und dann am Morgen ausgeruht auf die Zoorunde zu gehen, kann ich aber sehr empfehlen, zumal die Übernachtungs- und auch Essenpreise im Vergleich zu unseren Verhältnissen sehr günstig sind - falls sich daran in den zwei Jahren nichts geändert hat. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals für ein wirklich gutes Abendessen inklusive Nachspeise und Getränken umgerechnet gerade mal knapp über 10 Euro bezahlt.
    (15.07.2009)
    WolfDrei:   Kurzbericht zum Besuch in den Zoos von Usti und Decin: beide Zoos gehören eher in die zweite Gruppe der tschechischen Zoos, haben aber einen guten Artenbestand mit zum Teil seltenen Formen. Durch die Nähe zu Deutschland ist das Besucheraufkommen hoch.

    Usti: Am Steilhang gelegen, ist Kondition gefragt (in Decin beim „Aufstieg“ zum Zoo). Am unteren Eingang (in Elbnähe) eine Borneooranggruppe mit imponierendem Backenwülster – ca 35 Jahre alt und schon immer dort. Ein Jungtier. Interessant die langandauernde Seehundhaltung. Im unteren Bereich 2 Flachlandtapire mit Wasserschwein, etwas höher links sibirischer Vielfraß und Serauweibchen (japanisch), Babirusas, Emus mit Bennetts. Dann die Affen: ca 5 Guerezas (caudatus), Brazzas, Dianas, selten ausgestellte indische Hutaffen, nur noch 2 weibliche Silberlanguren (T. cristatus ), 2 DiademMK, Mandrill, Javalanguren, Schopfgibbons mit Jungtier. Kleinkatzen: Fischkatzen, Salzkatzen und ein Sumpfluchs, daneben 4 Anoas in 2 Abteil., Kleine Pandas. Nasenbären mit „Ausflugsbaum“ hoch oben. Dann das „Exotarium“, unten mit Schildkröten, Wirtelschwanzleguan, Netzschlange, 2 Lampropeltisformen, Gouldwaran, oben Krallenaffen (Goldlöwenäffchen, Goldhandtamarin), Rote und SW-Varis, Kattas, Zwergmangusten, eine Fossa. Daneben dann das gerade umgebaute und eröffnete Großkatzenhaus mit nun großen Freianlagen hinter Glas: 5 Malaienbären, Amurleopard mit 2 Jungtieren, 1 malayischer Tiger, Angolalöwen mit einjährigen Jungtieren, Irbisse mit Nachwuchs. Dann der „Aufstieg“ – ca 15-20% gefühlt. Links Lechweantilopen und HZA mit viel Jungvolk, die Hartmänner mit ca 8 Tieren, vorbei an Hausschafen- und Ziegen zur „Steppe: 7 Rothschilds mit Defassawasserböcken, dahinter ein Breitmaul, im zentralen Teil rechts das neue Elefantenhaus mit herausfahrbaren Metallrohren – nicht so gewaltig und für 2 Tiere beschränkt: vietnamesische „Inder“, noch jung, mit erstaunlicher Pigmentierung der Rüssel und der Schulter, was ich sonst nur bei alten Tieren in diesem Ausmaß sah. Dann eine große Wiese mit Vietnamsikas und von den Weibchen abgesperrten Männern der HZA. Bergab an den Somalieseln vorbei nach unten. Irgendwo auch Kamele. Etwas irritierend: außer den genannten Jungkatzen und den HZA kaum Nachwuchs, wenig Vögel (Victoriataube im Elef.haus)

    Decin: gleich vorn die beiden uralten Berganoas, links dann Nasenbären, die gute Grizzlyanlage mit 1,1, im Anschluß die vergitterte Anlage mit dem Amurkater. Auf dem anderen nach oben führenden Weg links die Affen: Kapuziner, Celebesmakaken und Schopfmakaken in den uralten „Dickstab-Volieren“ – letztere erhalten demnächst rückwärtig eine Freianlage. Am oberen Ende dann Babirusas, Fischkatzen, ein Moschustierweibchen, 6 Prinz-Alfred-Hirsche, Weißhals-und Mandschurenkraniche, auch Präriehunde, Fuchsmangusten, Europ. Nerze, dann die Einheimischen: Steinmarder, Wildkatze, Fuchs, Wildschwein, Reh, Wolf, diverse Eulenarten und Greife (Wanderfalk, Saker, Wespenbussard). Die untere Reihe und neu: wetskaukasische Steinböcke, die einzelne Schneeziege weiterhin .
    Noch gesehen: Hutias, ein Margay (auch schon uralt dort), Gölditamarin, Aras.

    Die bauliche Entwicklung in den 2 Jahren zum letzten Besuch in beiden Anlagen ist sichtbar.

    (15.07.2009)
    Jana:   Meine Antworten:
    1. Die Safari-Busen verkehren mindestens bis 30.September. Wenns günstige Wetter herrscht, auch in ersten Oktober-Wochen.

    2. Die Frequenz von diesem Bus ist etwa jede 5-7 Minuten. Die Tour durch Safari dauert ungefähr 15 Minuten, man kann aber auch mehrere Runden machen.

    3. Die Tiere im Safari bleiben das ganze Sommer die selbe, nur bevorzügen sie verschiedene Teile des Safaris während des Tages, also können bei eine Tour einige Arten im Wald versteckt sein, und nächste mal direkt am Weg liegen.

    4. Südliche BM-Nashörne waren früher in Dvur gehalten. Erst hat man in den 70. mehrere junge Tiere aus Afrika importiert, die auch einige Kälber produzierten, aber nachdem die Nördliche angefangen haben sich zu vermehren, wurde aus Platzmangel Haltung dieses Unterartes aufgegeben. Dann hat man Anfang 1990ern ein Paar aus Köln geholt, im Versuch die eigene Tiere von dem nordlichem Unterart durch geänderte soziale Situation zur Zucht zu provozieren. Das hat nichts gebracht, also ging diese Paar wiederweg. Der einzige Mischling von Nordl. und Südl. Unterart wurde in Dvur geboren, als man die nördliche Kuh Nasima 1977 aus einem englischen Safaripark schon trächtig übernohmen hat.

    5. Beide Kühe sind schon Weg (wie Henry m. schon hier bemerkte). Neuen Mann hat man wegen schlechte Haltungsbedingungen nicht vom EEP-Koordinator bekommen (zu harte Boden hat zu schweren Hufenentzündungen bei dem ehemaligem Bullen geführt). Bau eine neue Anlage wurde aus Kostengründen immer mehr verschieben. Aber wenn einmal das Geld da wird, will man mit dem Art neu anfangen - die alte Fabrikhalle (hinter der durchgehbare Pelikan-Voliere) hat man schon vor einigen Jahren gekauft.
    (15.07.2009)
    Henry Merker:   @Sacha:
    Ich wusste gar nicht, dass es hier so üblich ist, sich zu duzen...das kollidiert etwas mit dem, was ich so gewohnt bin. Aber wenn du es wünscht, dann duzen ich dich ab sofort.
    (15.07.2009)
    Sacha:   @Henry Merker: Vielen herzlichen Dank für die Infos. Und noch eine Kleinigkeit: In diesem Forum sollte man mich bitte mit "Du" anreden. Ich hoffe, das gilt umgekehrt genauso. Falls nicht, bitte vermerken. Obwohl hier duzen üblich ist, werde ich mir dann Mühe geben, mich ans "Sie" zu halten.:)

    @MM: Auch Dir vielen Dank für die Infos. Die Park- und die Hotel-HP habe ich mir natürlich schon angesehen. Aber Angaben zu den Abfahrtszeiten der Africa-Tour-Busse habe ich keine gefunden und bezüglich der Safaribus-Saison kann ich nur Ende September, also den 30., VERMUTEN. Habe ich etwas übersehen?

    Uebrigens: Wie war eigentlich das Wetter damals (wir wollen nämlich zu einem ähnlichen Zeitpunkt dorthin reisen)? Eher trocken-wohltemperiert oder eher nasskalt?
    (15.07.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Ich habe vor zwei Jahren das Safari-Hotel für zwei Übernachtungen genutzt und war sehr zufrieden, kann aber leider nichts über Kindertauglichkeit sagen... Unser Doppelzimmer war aber sehr geräumig (das Bad dito). Bildmaterial findest du aber auch via Park-HP, falls du die eigene Hotel-HP noch nicht kennen solltest (auf der Park-HP findest du auch die Informationen über die Safaribus-Saison und die Night Safari; für letztere waren wir leider am falschen Tag da). Das Essen im Hotel-Restaurant war lecker, die Bedienung (wie auch das Personal an der Rezeption) freundlich, und lange gedauert hat es keineswegs - allerdings waren wir außerhalb der Hauptsaison, nämlich im September dort, und es war nicht proppenvoll. Ich kann mich auch nicht an lange Mail-Wartezeiten erinnern. Man bot uns beim Einchecken sogar an, extra für uns den Pool der Hotelanlage für den nächsten Tag vorzubereiten. Ich würde jedenfalls jederzeit wieder gern dort Quartier machen. Leider lag Dvur damals am äußersten Rand unserer Tour, weshalb wir das Quartier danach nochmal wechselten. Für unser folgendes Hotel in Usti wäre die Bezeichnung Bruchbude noch schmeichelhaft gewesen, bei unseren beiden dortigen Übernachtungen haben wir sehnsüchtig an das Safari-Hotel zurückgedacht!

    Ich habe die Dauer der Safari-Tour nicht in Erinnerung, aber da der Bus fast nie stehenblieb und manche Passagen sogar sehr schnell durchfuhr (sehr ungünstig zum Fotografieren!), war sie nicht sonderlich lang.

    Dass die Tierarten in befahrbaren Sommergehegen der Safari im Laufe des Tages gewechselt werden, kann ich mir nicht vorstellen. Im zu Fuß begehbaren Zoobereich war das aber bei unserem Besuch durchaus der Fall, in manchen Huftiergehegen gab es sogar drei Schichten (z.B. waren nacheinander Dünengazellen, Damagazellen und Kleine Kudus im selben Außengehege zu sehen), so dass drei komplette Runden am Besuchstag vorsichtshalber anzuraten sind!
    (15.07.2009)
    Henry Merker:   @Sacha:
    Ich kann nur einen kleinen Teil der Fragen beantworten.
    Als ich das letzte Mal in Dvur Kralove war, hatten sie noch Panzernashörner. Diese Tiere wurden dort auch gezüchtet, also gab es da durchaus mal mindestens einen Bullen. Momentan sind sie jedoch nicht mehr im Bestand, da in diesem Jahr die beiden letzten Tiere nach Lissabon abgegeben worden sind. Der Grund für diese Entscheidung ist mir allerdings auch nicht bekannt.
    Bei meinem letzten Besuch konnte ich auch ein Neugeborenes Nördliches Breitmaulnashorn sehen und fotografieren. Was nun die Breitmaulnashörner als Art betrifft, bestehen wohl noch Unklarheiten. Laut Zootierliste hatte Dvur nie Südliche Breitmaulnashörner, sondern schon immer N.B.. Dennoch wird dort auf ein Unterartenhybrid im Bestand verwiesen, was also dafür sprechen würde, dass beide Unterarten in Dvur vertreten waren. (Ich hoffe, dass diese Antworten Ihnen weiterhelfen können, da sie nun nicht gerade als sehr ergiebig zu bezeichnen sind.)
    Zu den restlichen Fragen kann ich leider keine konkrete Antwort liefern.
    (15.07.2009)
    Sacha:   An alle Kenner von Dvur Kralove (insbesondere die ForumsteilnehmerInnen aus der Tschechischen Republik):

    Ich möchte mit meiner Familie evtl. in diesem Frühherbst den Zoo in Dvur besuchen und im dortigen Safari Hotel übernachten. Weil das dortige Hotelpersonal offenbar nicht zu den schnellsten zählt, was die Beantwortung von Emails (Anfrage in Deutsch und Englisch) anbelangt, versuche ich es hier im Forum:

    1. War schon mal jemand in diesem Hotel und kann man es für eine Familie mit Kleinkindern empfehlen?

    2. In verschiedenen Foren wird bemängelt, dass es sehr lange dauert, bis man im Hotelrestaurant bedient wird und auch lange warten muss (bis 2 Stunden) bis das Essen serviert wird. Allerdings sind diese Bewertungen älteren Ursprungs. Treffen die Aussagen trotzdem zu?

    Dann habe ich noch Fragen zum Zoo selbst:

    1. Bis wann kann die African Safari (Bustour) genutzt werden? (Bis 30. September?)

    2. Wie oft verkehrt ein Tourbus vom Startpunkt (Frequenz) und wie lange dauert die Tour durch die Aussengehege?

    3. Stimmt es, dass man auf der Bustour morgens ganz andere Tierarten in einem Gehege sehen kann als am Abend, weil der Bestand "gewechselt" wird?

    4. Gemäss ISIS und der eigenen Bestandsliste gibt es keine Südl. Breitmaulnashörner in Dvur. Gab es die dort nie oder wurden sie abgegeben, um sich ganz auf die Nördl. UA zu konzentrieren?

    5. In einem anderen Forum steht, dass die Panzernashorn-Haltung aufgegeben wird/wurde. Sind die beiden Weibchen noch zu sehen oder sind sie schon weg? Und warum hat man keinen Bullen bekommen?

    Für die Beantwortung meiner Fragen bedanke ich mich bei Euch schon jetzt ganz herzlich.
    (15.07.2009)
    Shensi-Takin:   @Jana: Vielen Dank. Der Tunnel sieht nachtraeglich ans bestehende Gehege befestigt aus-daher meine Frage.

    Die Plaene bzgl. zukuenftiger Gestaltung des Flusspferd-Hauses haengen ja auch im Zoo aus; mir fiel nur auf, dass auf den Schildern von zwei Nashoernern die Rede, aber nur ein Bulle zu sehen war. Dementsprechend vermutete ich den rezenten Tod der Kuh-danke fuer die Bestaetigung.
    Die eingefallenen Ohren einiger Giraffen sind vielleicht Folgeerscheinung frueherer Ohrmarken-Einkerbungen...?

    Kanada-und Nordluchs hatten bei meinem Besuch letzten Samstag reichlich Nachwuchs, und auch die Sri-Lanka-Leoparden konnten mit zwei jungen Weibchen aufwarten.
    Positiv hat mich der China-Bereich samt begehbarer Alpenkraehen-Voliere ueberrascht; bin gespannt, mit welcher Pflanzenpracht dieser Zooteil im kommenden Fruehjahr aufwarten kann.
    (25.11.2008)
    Jana:   Zu dem Tunnel selbst weiss ich nichts sicheres. Die Schimpansen-Grube (also das rundliche Aussengehege) stammt aus dem Jahr 1968, somit ist einige Jahre jünger als der Affenhaus, und ich könnte mir vorstellen das der Tunnel schon damals entstanden ist, als Lösung für die Situation, mit der man bei Bau von dem Affenhaus nicht rechnete.
    Der letzte Breitmaulnashorn in Ostrava ist Bulle Natal, im Alter von 37-38 Jahren. Er stammt (zusammen mit Kuh Dinah) aus den Dvur Kralove Importen am Anfang 70ern, nach ostrava kamen beide 1974. Sie haben sich hier nie vermehr (sie waren den ganze Zeit nur als Paar gehalten), die noch 1 Jahr ältere Dinah starb im März dieses Jahres an Krebs. Der Zoo wartet nur an den Tod von Natal und dann wird der Haus (=erstes Elefantenhaus im Zoo) demoliert. Das gewonnene Platz wird den Flusspferden zugeschlagen, und ihnen da ein Aussenbecken gebaut. Mit Neuanschaffung von nashörnen rechnet man nicht.
    Giraffen-Ohren - keine Ahnung.
    Das kleinwuchsige Sumpfkrokodilweibchen hat diese Historie: im jahr 1974 hat Zoo Plzen vom Herpetarium Moehrs 3 damals zweijährige Tiere, die laut dem Verkaufer aus Natur stammten (Ort oder mindestens Staat unbekannt). Ein Tier starb in Plzen 1981, der restliche Paar ging 1994 nach Ostrava, wo 1995 der Mänchen starb. Pläne vom Zoo für das restliche Tier weiss ich nicht.
    (24.11.2008)
    Shensi-Takin:   @Jana: Danke! Noch ein paar Ostrava-Fragen:
    -seit wann besteht der Schimpansen-"Tunnel"?
    -nur noch 1 Breitmaulnashorn?
    -Eingefallene Ohren bei einigen der Giraffen-??
    -das (etwas moppelige) Sumpfkrokodil stammt woher?

    Danke im voraus!
    (24.11.2008)
    Jana:   Die Nachttiergehegen (Galago + Flughund) in Ostrava, das ist ein frühere Bereich der Tapiren. Seit Eröffnung von dem Haus bis 1992 lebten da Schabrackentapire, dann kamen die Flachlander, beide letzte Tiere starben im Jahr 2006. Mit früherem Zustand des Flusspferdbeckens muss jemand andere helfen.
    (24.11.2008)
    Shensi-Takin:   Frage zu Ostrava: Was wurde frueher in dem/den Gehege(n) gehalten, die heute Flughunde und Galagos enthalten? Und konnten Besucher frueher gaenzlich um das Flusspferdbecken herum gehen?
    (24.11.2008)
    Jana:   Ich war in Plzen schon einige Monate nicht mehr, also kann ich zu dem Bildschirm nichts sagen. Zu Bautafel - sah sie wie das Bild an diese Seite?
    http://www.zooplzen.cz/udalosti/udalost.php?id=67
    Dann handelt es sich um ein Pavilion "im afrikanischem Ethno-Styl" für mehrere Arten - Zwergflusspferde, Geparden, Pelikane und Biennefresser. An dem Platz von ehemaligen Kleinraubtier-Käfigen wird eine Voliere für afrikanische Papageien und ein kleines Häuschen für Marabus entstehen. Insgesamt werden in pilsener Zoo viele Neubauten mit EU-Mitteln in nächsten 2 Jahren finanziert, inklusive Giraffen und Panzernashorne.
    (07.11.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich habe eine Frage zu Pilsen: dort, wo die Kapfüchse und andere Raubkatzen waren, ist alles abgebrochen worden und eine Bautafel verlautet, dass dort mit EU.Mitteln gebaut werden soll. Die Bauzeichnung zeigte mehrere pavillionartige Gebäude. Weiß jemand mehr? Im Raubtierhaus konnte man verschiedene Vögel (Turakos, etc.)auf einem Großbildschirm sehen. Ist das ein Blick hinter die Kulissen?
    (07.11.2008)
    Michael Mettler:   Kurze Rückblende zu den mähnenlosen Zebras, da ich ohnehin den Diascanner in Betrieb hatte: Auf diesem Foto aus Dvur Kralove ist erstens zu sehen, dass die Tiere als Fohlen noch völlig normal bemähnt sind, und zweitens zeigt die Stute daneben die für diese Variante (oder Population?) typische (fast) weiße Ohrrückseite.
    (10.10.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael Amend, daran kann ich mich jetzt wieder orientieren: es gibt keine schwarzweißen Nashörner, wohl aber "Schwarze" und "Weiße", dafür aber Schwarzweiße Tapire - jetzt bin ich wieder im Bilde...))
    Mittlerweile haben Sie ja das Schild betreff der Seebären eingestellt und Jana auch bereits übersetzt...
    Spätestens bei meiner Tour im September musste ich doch feststellen, dass meine Vokabelkenntnisse arg nachgelassen haben - den ersten Teil hätte ich aber noch wörtlich übersetzen können bis auf "lachtana". Ab "zustanou" hätte ich definitiv nachschauen müssen, da aber "prazskeho bazenu" nur die (wörtlich übersetzt)"Prager Bassins" sein können und dort an einer neuen Anlage derzeit intensiv gebaut wird, hätte ich das auch so zusammenspinnen können -ja, so einfach kann tschechisch sein...)))
    Einen meiner Standartsätze dort vor Ort habe ich aber immer drauf, ich glaube, das war das erste was ich damals gelernt hatte: "jedno velky pivo, prosim" - bitte ein großes
    Bier!!
    (09.10.2008)
    Jana:   Die Stallungen für Giraffen sind nicht begehbar, auch nicht während den Wintermonaten. Ob das früher anders war, weiss ich nicht.
    (08.10.2008)
    Michael Amend:   @Jana. Dank für die Infos. Ist das Giraffenhaus in Üsti eigentlich nicht mehr für Besucher begehbar oder nur im Winter ?
    Bei meinem Besuch war es geschlossen.
    (08.10.2008)
    Jana:   Die SA Seebären leben in Prag seit circa 1991. Von den 5 Tieren, die man zZ besitzt, wurden 0.2 nach Usti deponiert und für 1.2 hat man in Prag eine kleine Anlage hinter den Kulissen gebaut. Nach Fertigstellung von der rekonstruirte Anlage (ca Sommer 09) werden alle zurück kommen.

    Das Nashornhaltung in Usti wird nach Tod von der alte Kuh Zamba (1.1 ältere Tiere sind schon diese Jahr in Usti gestorben) für eine Zeit beendet, man will und kann keine neue Tiere in die jetzige Anlage stecken. Doch auf lange Sicht sollen BMN wieder kommen. Stadt Usti hat für den Zoo schon einen Erweiterungsareal gekauft (ca 3-4ha), wo der Zoo einen neuen Nashornstall plannt und in die Aussenanlage neben Rhinos warscheinlich Antilopen als Unterbesatz kommen könnten. Doch für alle solche Pläne muss man erst Geld finden, also tippe ich das der nashornlose Zeit warscheinlich länger dauern wird.
    (08.10.2008)
    Michael Amend:   Vielleicht weil dem Zoo während der Bauzeit des Hauses die Schabrackentapire angeboten wurden und er einfach zugeschlagen hat.Schabrackentapire sind ja bis heute eine Seltenheit in Zoos.

    @Jana. Vielen Dank für die Übersetzung. Sind die Seebären dann neu in Prag, oderw ird die Art dort schon gehalten ?

    Wie soll es denn mit der Nashornhaltung in Üsti weitergehen ?
    (08.10.2008)
    Oliver Jahn:   Es bliebe dann natürlich aber auch die Frage, warum man für Flusspferde baut, und dann nie eines in die Anlage setzt. Zu bekommen waren die Tiere ja.
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   Okay, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter. Bleibt die Frage, ob die Anlage für Flußpferde konzipiert war oder nicht. Ärgerlich,das die Jahresberichte darüber keinen Aufschluß geben. Normalerweise liest man schon in der Planungsphase neuer Tierhäuser, für welche Arten diese gedacht sind.
    (07.10.2008)
    Oliver Jahn:   So, in einem Punkt gibt es jetzt Gewissheit. Es hat tatsächlich nie ein Flusspferd in Liberec gegeben. Es läßt sich also nicht nur kein Tier in den Jahresberichten finden, sondern der Zoo selber hat bestätigt, dass es nie ein Hippo dort gab. Es gibt nämlich neben uns hier noch einen Flusspferdfreund, den das auch sehr interessierte, und dem hat der Zoo heute geantwortet. Die müssen da auch denken, dass plötzlich alle verrückt geworden sind. So viel Anfragen zu einer Tierart, die es dort nie gab, hatten die sicher auch noch nie! :-)
    (07.10.2008)
    Oliver Jahn:   @MA, jetzt hast du mich ins Grübeln gebracht. Ich gehe gerade mal so alle 60er und 70er Anlagen durch. Da ist nicht eine einzige Anlage für die Kombi Elefant/Flusspferd.
    Allerdings kenne ich längst nicht alle Anlagen des Ostblocks. Flusspferdhalter waren überwiegend die alten, die Hippos schon vor dem Krieg hatten, wie Halle, Leipzig, Breslau, Posen, Budapest.
    Neubauten für Dickhäuter gab es einige, wie Erfurt, Magdeburg, Rostock, Prag, Tallinn, Usti und Liberec. Von denen kenne ich nur Magdeburg und Prag, die speziell für die großen Flusspferde planten und bauten.
    (07.10.2008)
    Jana:   "Weibchen von Südafrikanischem Seebär Julinka und Miska, Zugang in unseren Zoo 8.2.2008 aus zoo Praha, sie werden hier währen der Umbau von prager Seebärenwasserbecken bleiben."
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   Gähnendes Faultier in Üsti. Auf meiner Tour Richtung Breslau sah ich Faultier-Außenanlagen in Dresden,Üsti und Liberec, finde ich toll, denn Faultiere mögen es sehr gerne, sich beregnen zu lassen.
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   Hier ein Bild der Seebären-Anlage in Üsti nad Labem, dabei handelt es sich um den Innenraum, der zur Seelöwen-Anlage gehört. Ich denke,das die beiden Zwergseebären nur vorrübergehend darin untergebracht sind. Vielleicht soll die Haltung der Kalifornischen Seelöwen beendet werden ? Das Schild an der Anlage der Seebären kann ich nicht lesen.
    (07.10.2008)
    Oliver Jahn:   Holla, das ist schon ein ganz schön fortgeschrittenes Alter für die Zucht! Allerdings gab es in Leipzig mal eine Löwin, die hat mit 18. Jahren noch geworfen. Na dann schauen wir mal.
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   Und hier das Schild an der Seebären-Anlage, könntest du das für mich übersetzen,Jana ? Das wäre super.
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   @Oliver Jahn.Warten wir mal ab, ob beid em derzeitige Chaos in Liberec noch eien Antwort kommt, ansonsten versuche ich mein Glück nochmal in ein paar Wochen, denn ich möchtee s jetzts chon gern wissen, ob das Haus wenigstesn für Flußpferde konzipiertw ar. Mal Ehrlich, e sist dochs chon seltsam, das zu Beginnd er 70 iger Jhare ein haus für Elefanten und Tapire konzipert wird, wäre ein Konzept Elefanten/Flußpferde nicht viel sinnvoller ?
    (07.10.2008)
    BjörnN:   @Jana
    Mit 16 Jahren ist die Tigerin auch nicht mehr die Jüngste, um genau zu sein schon ziemlich betagt, was Komplikationen immer wahrscheinlicher macht...
    Es wundert mich, dass Tigerweibchen in diesem hohen Alter überhaupt noch aufnehmen..
    (07.10.2008)
    Jana:   In den Jahresberichten aus Liberec von den Jahren 1969-1976 ist kein Word über Flusspferde zu finden. Das man beim Planung an Flusspferde denkte, kann ich nicht ganz ausschiessen, doch habe ich dafür kein Beweiss gefunden.

    Aber vielleicht wird der Zoo später noch antworten. In diesen Tagen ist da ein Chaos los - die weisse Tigerin Isabelle hat einige Tage nach dem ausgerechnetem Wurfstermin. Ihren erwarteten Geburt war durch einen privatem TV-Sender sehr popularisiert, sie ist durch Webcam zu verfolgen, und Zehntausende Leute mitfiebern mit ihr. Einige meinen, sie ist garnicht trächtig, einige das sie Totgeburt hatte, viele haben nur Angst um ihren Gesundsheitzustand. Und Alle wenden sich warscheinlich durch e-mails an den Zoo, um Antworten oder nur den aktuellen Zustand "aus der erste Hand" zu bekommen. Ich würde nur ungern in diesem Zeit an Stelle von Leuten in deren PR-Abteilung. :-)
    (07.10.2008)
    Oliver Jahn:   @MA, es stimmt schon, das Gehege sieht sehr nach einem Flusspferdgehege aus. Aber zum einen habe ich hier noch mal Janas Anmerkung, die relativ eindeutig ist:
    "Gleichzeitig habe ich die liberecer Jahresberichte aus den Jahren 1969-1976 durchgelesen, mit diesem Ergebniss:
    Der Elefantenhaus, mit deren Bau man schon 1966 angefangen hat, war nicht für Haltung von Flusspferden konzipiert, sondern (neben Elis) für Tapire."
    Zum anderen fiel mir in diesem Zusammenhang ein, wie Michael Mettler und ich in Staßfurt vor dem Affenhaus standen. Und wir haben gerätselt und gefachsimpelt und immer wieder Vermutungen angestellt, für welche Tierart dieses Haus wohl ursprünglich gebaut wurde. Für Bären? Für große Raubkatzen? Für Menschenaffen? Weit gefehlt, das Haus war genau für die Tiere konzipiert, die auch heute noch in ihm sitzen, Kapuziner und Husarenaffen.
    Und auch das Tieraffenhaus in Hannover lässt bei den Mauern seiner Außenanlagen auch eher auf Dickhäuterhaltung schließen, als auf Affen.
    (07.10.2008)
    Shensi-Takin:   Verflixt, das hat nicht geklappt. Dann halt nur ein Ausschnitt; das Video gibts unter
    http://www.zoobeat.com/gallery/showphoto.php/photo/17189/cat/all/limit/last1

    (07.10.2008)
    Shensi-Takin:   Zwergflusspferd 3D
    (07.10.2008)
    Shensi-Takin:   Jihlava, Oktober 2008 Campbell-Meerkatze

    (07.10.2008)
    Michael Amend:   liegt es aber nicht doch im Bereich des möglichen,das die Box und die Außenanlage für ein Flußpferd vorgesehen war, darauf jedoch verzichtet wurde, als Schabrackentapire greifbar waren ? Ich finde die Neuplanung eines Hauses für Elefanten und Tapire nicht passend für einen Zoo in den 70iger Jahren.Und Schabrackentapire wuchsen in den 70iger Jahren ja auch nicht gerade auf Bäumen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Tür dzur Außenananlage original in den 70iger Jahren entstand, oder nach Abgabe der Tapire dann auf Nashorngröße gebracht wurde, denn für Tapire ist diese Tür zu groß, für ein Flußpferd wäre sie passend gewesen. Ich finde auch das Außenbecken einfach zu groß gebaut für Tapire, es sieht für mich einfach wie eine Flußpferd-Anlage aus. Der Einstieg in das Außenbecken ist zudem sehr steil und breit, zu breit eigentlich für Tapire...Es muß auch eine zweite Innenbox geben, Schabrackentapire kann man nicht dauerhaft zusammenhalten.

    @Ralf Seidel. Schwarzweiße Nashörner ? Also, Nashörner haben ein oder manchmal auch zwei,Horn auf der Nase, Tapire haben einen kurzen Rüssel und sind viiiel kleiner...
    (07.10.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, sehe gerade das ich deinen Nachnahmen falsch geschrieben habe - habe die englische Anrede angewandt..
    Dass wir bei unseren Touren nicht zu Potte kommen, liegt ja wohl eher an gewissen Guides, die uns ständig den selben Weg lang führen und diversen männlichen Kaffeetanten - das hatten wir aber alles schon...))
    (07.10.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Ist mir aber auch sch...egal, wie das aussieht, wenn es weniger anstrengend ist :-) Abgesehen davon: Bei dem Tempo, das wir als Gruppe an den Tag gelegt haben, wäre ich damals in Halle sogar rückwärts gehend problemlos den Berg rauf gekommen...
    (07.10.2008)
    Ralf Seidel:   Ich kann wirklich nicht mehr sagen, was ich an "Dickhäutern" bei meinem ersten Besuch in Liberec 1982 außer den Elefanten noch gesehen habe, Nashörner oder Tapire - für mich sehen die alle gleich aus...))Da ich in den nächsten Wochen mal meine alten Dias rauskrame -
    vielleicht werde ich ja fündig...
    @Michael Mattler, nun muss ich ja zugeben, bislang nicht weiter auf deine Bewegungsabläufe in bergigem Gelände geachtet zu haben, außer in Halle waren wir ja alle sonst eher in flachem Gelände unterwegs. Das Thema sollten wir bei passender Gelegenheit ruhig noch einmal vertiefen, wir werden das dann in Augenschein nehmen und gegebenfalls entsprechend kommentieren...Und irgenwer wird sich dann schon dahin gehend äußern:"...Leute schaut mal, das sieht doch Sch... aus"...)))
    (07.10.2008)
    Michael Mettler:   Eigentlich wundert mich dann sogar, dass man nach Abgabe des Panzernashorns nicht wieder auf Tapire zurückgegriffen hat.
    (07.10.2008)
    Michael Amend:   Na, dann hat sich das ja geklärt. An die Möglichkeit von Tapiren habe ich gar nicht gedacht...Leider kam aus Liberec keine Antwort auf meine Mail.
    (07.10.2008)
    Oliver Jahn:   Noch mal zur Anlage in Liberec. Sie war nie für ein Flusspferd konzipiert, und es hat dort auch keines gegeben.
    Das Haus wurde für Elefanten und Tapire gebaut. Und tatsächlich lebten vor den Breitmäulern dort auch ein Paar Schabrackentapire, das Männchen ein Wildfang, das Weibchen kam aus der Schweiz. Wegen der Ankunft der Breitmäuler wurde dann das Tapirpaar verkauft, da man keinen anderen Platz für sie hatte.
    An dieser Stelle noch mal meinen herzlichen Dank an Jana, die sämtliche Jahresberichte des Zoos auf meine Bitte hin gewälzt hat, um diese Dinge ans Tageslicht zu fördern.
    (06.10.2008)
    Michael Amend:   Ja schon, aber das ist doch nur ein kleines Stück, kein Vergleich dazu,wenn man vom Spiegel-Kabinett wieder hochklettern muß....
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   @MA: In Liberec "oben im Eingangsbereich"?? Vom Eingang aus geht es doch auch bergauf an den Huftieranlagen entlang (siehe mein Besuchsbericht vom letzten Jahr), wenn auch nicht so steil wie in Usti.
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Bei allen Bergzoos mache ich als Flachländer anfangs meine gewohnten großen Schritte, das ist dann richtig anstrengend. Von einem Wuppertaler Tierpfleger, der ja auch täglich mehrfach etliche Höhenmeter zu bezwingen hat, habe ich mir vor Jahren mal seinen "Indiandertrott" abgeguckt, der ist deutlich kräfteschonender für steiles Terrain. Ist nur schwierig, den gewohnten Bewegungsablauf dafür aufzugeben...

    In Usti fährt ja auch eine Kleinbahn vom unteren zum oberen Zooeingang. Aber ich glaube nicht, dass die eine Art Anhängerkupplung für Kinderwagen usw. hat...?
    (02.10.2008)
    Michael Amend:   Wegen solcher Steigungen im Gelände habe ich vor vielen Jahren sowohl die Seekühe in Nürnberg, als auch die Wolltapire in Stuttgart verpasst, und erst bei meinen nächsten Besuchern dort sehen können.

    Jedenfalls würde ich jede Petion , die das Anlagen von Zoologischen Gärten an Berghängen usw., verbietet, sofort unterschreiben....

    Der Aufstieg zu den neuen Großkatzen-Anlagen in Wuppertal soll ja auch nicht ohne sein.

    In Liberec ist es genau anders als in Üsti, da liegen Gott sei Dank die interessanteren Tier-Anlagen oben im Eingangsbereich, die uninteressanteren Arten, von den Weißen Tigern einmal abgesehen, die weniger Aufmerksamkeit fanden als die nebenan untergebrachten, schlafenden Löwen!,werden unten im Tal gelegenen Spiegel-Kabinett gehalten.
    (02.10.2008)
    Shensi-Takin:   Das waere doch mal ein Thema fuer Men's Health & Co.: "Fit durch Zoobesuch"...;)

    Bin gerade am Ueberlegen, welchen tschechichen Zoo ich als naechstes besuchen sollte-Jihlava oder Ostrava? Hmm...

    (02.10.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, ich kenne wirklich Niemanden, dem die dortige Wegeführung nicht zumindest Schweißperlen ins Gesicht getrieben hätte...
    Für die Besucher ist ja das Problem, dass eben gerade Publikumslieblinge wie Elefanten, Giraffen und Nashörner ausgerechnet da oben untergebracht sind. Ich hab mal nachgerechnet, 5 mal war ich in Usti und habe immer ohne Murren den obersten Punkt bezwungen. Das Elefantenhaus stand damals ja noch nicht, die beiden Jungasiaten wurden täglich aus einem provisorischen Stall auf die gegenüberliegende, eingezäunte Wiese geführt - das dürfte übrigens die heutige Elefantenanlage sein.
    Eine frühere Freundin verweigerte mal gar den gemeinsamen Aufstieg auf halber Höhe und kehrte um:.."schau dir deine blöden Viecher alleene an, ich warte hier...". Gut ne halbe Stunde später saß Frau Gräfin immer noch an der selben Stelle im Gelände und ließ sich die Sonne ins Gesicht scheinen, das hat sie halbwegs milde gestimmt. Mein lakonischer Kommentar: "Du weißt gar nicht, was du verpasst hasst..."rang ihr nur noch ein aufgezwungenes Lächeln ab...- na zum Glück hat es da nicht geregnet...
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   Ich hatte mit den Steigungen in Usti gar keine Probleme. Allerdings wird mir jetzt klar, warum mein Zivi so gekeucht hat.

    OK, das war jetzt ganz schwarzer Humor, aber nicht ohne realen Hintergrund: An meinem Besuchstag fielen mir mehrere Mütter mit Kinderwagen und -karren auf, für die der Rundgang wirklich in Arbeit ausartete. Bergab ist es ja damit nicht unbedingt entspannter; ein kleiner Augenblick der Unachtsamkeit auf einem der steilen Hauptwege, und der Nachwuchs macht eine kostenlose Zoorundfahrt bis zum Anschlag... Da wird es einem mal wieder so richtig klar, dass man es als Eingeborener der norddeutschen Tiefebene doch recht bequem kennt.
    (02.10.2008)
    Shensi-Takin:   Anbei ein Bsp. fuer die Marderhundschwaemme im Zoo Bratislava
    (01.10.2008)
    Shensi-Takin:   Anbei ein Bsp. fuer die Marderschwaemme im Zoo Bratislava
    (01.10.2008)
    Shensi-Takin:   @Ralf Seidel: Ja, und der geht buchstaeblich ueber Stock und Stein. ;)
    Witzigerweise hatten an dem Tag die Markhore "Freigang", so dass sich schoene "Naturaufnahmen" entlang des Wegs machen lassen. S. links
    Muss allerdings gestehen: bin ein "Kind der Berge" und daher steile Wege gewoehnt. Meine damalige Begleiterin kam aber sehr schnell aus der Puste...;)
    (01.10.2008)
    Ralf Seidel:   @Shensi-Takin, ich war vor 2 Jahren in Bratislava - bin nun wirklich in guter Kondition, laufe ja auch jeden Tag.
    Aber bei diesem Weg fiel mir sofort Usti ein...
    Du scheinst ja erst vor kurzem da gewesen zu sein, vielleicht hat man mittlerweile einen anderen Pfad zu Nashörnern und Co. gelegt...))
    (01.10.2008)
    Shensi-Takin:   Wie versprochen: Bergpakas in Dvur.

    Also sooo schlimm ist selbst der aktuelle Behelfsweg in Bratislava auch nicht...;)
    (01.10.2008)
    Ralf Seidel:   Nachtrag für die Liebhaber langer, steiler Wegeführungen - über einen ähnlichen Weg wie in Usti verfügt auch der Zoo Bratislava, auch ne 1a- Konditionstrecke, besonders bei heißem trockenen Wetter...
    (01.10.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael Amend, ja die Steigungen und langgezogenen Wege in Usti sind wirklich nicht ohne, was das Alter betrifft bin ich dem Teenagerdasein ja auch schon leicht entwachsen...
    Die Futterraufe für die Weißlippenhirsche ermöglichte es dem Stefan Waldheim auf jeden Fall, gute Fotos zu machen - und er macht tolle Fotos...
    Die Robbenanlagen gehören tatsächlich nicht mehr zu den Hinguckern, die standen aber auch schon in den 80ern, damals schon mit Unterwassereinblicken -das kannten wir im Osten noch nicht...
    Auf das Schild habe ich nicht weiter geachtet, stellen Sie das Foto ruhig mal ein, mal sehen - ansonsten kann ja Jana weiter helfen...
    Der Pilsener Zooführer ist immer noch der von 2006.
    (01.10.2008)
    Michael Amend:   @Ralf Seidel. Steigunsgmäßig ist Üsti für mich bisher der"brutalste"Zoo, ich bin aber auch schon fortgesccrittenen Alters, und kein junger Spring-ins-Feld mehr...

    Nett finde ich die Futterraufe für die Weißlippenhirsche, ermöglicht den Besuchern, eifrig mitzufüttern inklusive streicheln. Aüßerst fragwürdig in Üsti ist die Unterbringung der afrikansichen zwergseebären,es hing zwar ein Schild an der Anlage, da wurde etwas von Prag geschrieben, das konnte ciha ber aufgrund mieserabler tscheichkenntnisse nicht lesen. Hab es fotografiert, soll ich es zum übersetzen einstellen ? Ich denke,das die Tiere dort nur vorrübergehend untergebracht sind.

    Hatte Pilsen denn einen neuen Zooführer, oder ist es immer noch der 2006er mit Tiger-Titelbild ?
    (01.10.2008)
    Ralf Seidel:   Seit langer Zeit geplant war es für mich wieder mal an der Zeit, Zoos in Tschechien zu besuchen und da Stefan Waldheim genauso daran interessiert war, brachen wir Anfang September zu einer einwöchigen Tour dorthin auf.
    Meine ersten Erfahrungen in unserem südlichen Nachbarland hatte ich schon ab 1982 gemacht, damals trampten wir noch von Prag aus und besichtigten neben dem dortigen Zoo die Gärten in Dvur Kralove, Liberec, Usti und Decin. Da Tschechien für uns aus dem Osten damals das einzige Reiseland war, in welches man spontan ohne Visa reisen konnte (Polen war um diese Zeit wegen der Solidarnocz schon dicht gemacht) stand das Land auch in den darauffolgenden Jahren immer bei mir fest in der Urlaubsplanung – freilich immer mit anderen Leuten. Es war in meinem Bekanntenkreis kein Geheimnis, dass ich eine Vorliebe dafür hatte, eben auch Zoos zu besuchen. Kommentar: „Der Löwe in Prag sieht doch genauso
    aus, wie der in Liberec...“- Was für Banausen...!!
    Von 1986 bis 1989 war ich jedes Jahr für ein paar Wochen in Prag dienstlich tätig – die Stadt hatte schon damals viel zu bieten, den Zoo dort hatte ich natürlich auch regelmäßig besucht...
    Und auch in den 90ern ging es ab und zu mal in die tschechische Republik, allerdings eben nicht mehr so oft – die Welt war plötzlich ja auch größer geworden.
    Was uns an den dortigen Tiergärten faszinierte waren die schönen, oft auch weitläufigen Anlagen. Die einzigartige Topographie vieler dieser Parks mit steilen Felshängen, kleinen Waldbereichen, hügeligen Wiesenflächen boten zu dieser Zeit richtungsweisende Tieranlagen. Dazu kam der Einsatz moderner Baumaterialien, Glas war als Gehegeabgrenzung und Einsichtmöglichkeit für den Besucher schon damals sehr beliebt, heute stellenweise sicher schon teilweise übertrieben. Fasziniert war ich immer von den großen Gruppen an afrikanischen Huftieren, Zebras und verschiedenste Antilopen wurden schon immer in kopfstarken Gruppen gehalten....
    Um so gespannter war ich natürlich nach gut 13jähriger Zooabstinenz, dienstlich bin ich dort immer noch hin und wieder unterwegs, mir mal diese Anlagen wieder anzuschauen – und ich finde es immer noch faszinierend, wenn auch nicht überall kritikfrei.
    In Usti und Liberec scheint mir schon die Zeit ein wenig stehen geblieben zu sein, auch wenn man sichtlich bemüht ist, aus den Gegebenheiten das Optimale herauszuholen. Dennoch eine Vielzahl schöner, natürlich gestalteter Anlagen und nach wie vor interessante Tierbestände.
    In Liberec gefällt mir immer noch der alte Zooteil am besten, der neuere Teil wirkt auf Grund seiner dichten Bebauung doch etwas rummelartig.
    Prag und Dvur Kralove haben sich enorm weiter entwickelt, moderne Pavillons und Anlagen, es macht einfach Spaß, diese Gärten zu besuchen. Gerade auch der Prager Zoo hat sich nach dem Hochwasser in 2002 wieder prächtig herausgemacht, die Bebauung im unteren Teil ist fantastisch, Highlight ohne Frage der Pavillon der Ganges-Gaviale mit Freianlage.
    Da Karsten Vick zu dieser Zeit gerade die Zoos im weniger bekannten südlichen Teil besuchte, verabredeten wir uns schon mal im Vorfeld für einen Tag in Prag – gemeinsamer Tenor von uns Dreien: Prag ist Spitze und kann sich auch im internationalen europäischen Spitzenfeld mühelos behaupten.
    Der Zoologisch - Botanische Garten in Pilsen war sowohl für Stefan als auch für mich Neuland, auch hier ein Kontrastprogramm zwischen einigen alten Anlagen und einer Vielzahl neuer und umgestalteter Anlagen und Häuser. Schöne weitläufige und naturnahe Anlagen und ein Tierbestand, der sich sehen lassen kann. Von dieser Stelle aus noch mal ein ganz herzlicher Dank an Kurator Tomas Pes für die Möglichkeit, auch mal hinter die Kulissen der
    Zuchtstationen für Vögel, Kleinsäuger und Reptilien werfen zu dürfen sowie das überlassene,
    umfangreiche Info - Material . Und natürlich auch an Konstantin für die Vermittlung.
    Decin hat sich zweifelsfrei auch weiter entwickelt, neben einer Reihe seltener Arten, die man hier nun wirklich nicht vermutet, auch im Ausbau beträchtlich zugelegt. Interessant vor allem auch der Gehege-Komplex mit Tieren des Elbsandsteingebirges, auch wenn die Besucherwege auf Grund ihrer „Naturbelassenheit“ in diesen doch recht steilen Gelände seeehr abenteuerlich angelegt sind.
    Na, Herr Amend, in Usti etwas geschwächelt – da sollten Sie mal wieder was für die Kondition tun, ich räume aber ein, dass die Steigungen dort tatsächlich nicht ganz ohne sind...
    Die Mähnenlosen Zebras sind nun aber augenscheinlich deutlich kontrastreicher gestreift als die Böhmis, das fiel uns sowohl in Liberec als auch in Dvur Kralove sofort auf. Und einen stereotypen Schneeleoparden konnten wir in Usti auch nicht ausmachen...

    Im letzten Tiergartenrundbrief wurde ja die Meinung eines Lesers zur Diskussion gestellt, der sich gegen den Begriff „typischer Ostblockzoo“ verwahrte – auch ich hatte beim ersten „Überfliegen“ des Artikels gestutzt. Hier nämlich irrt das „Autorenkollektiv“ – den typischen Ostblockzoo gibt es genau so wenig wie den Standart-Zoo im Westen. Jeder tschechische Zoo unterscheidet sich deutlich vom Anderen, die Zoos in Bratislava, Budapest oder Poznan waren auch nicht miteinander vergleichbar und unterscheiden sich deutlich von den Zoos im
    heutigen Mitteldeutschland oder wo auch immer. Nicht böse gemeint war dieser Hinweis aber eben deutlich fehlplatziert und falsch.

    Die tschechischen Zoos sind nicht besser oder schlechter als Tiergärten anderswo, vielleicht manches etwas anders – sie haben aber immer noch einen besonderen Charme.
    Gedrucktes Material in Form von Zooführern oder Jahresberichten sind oft von herausragender Qualität, da kann sich manch einer der hiesigen Gärten ein Beispiel nehmen

    Ach ja, mir gefallen noch immer besonders die sachlichen Beiträge von JANA, ruhig wieder mehr davon...Mnoho pozdravi a ahoj

    Für mich bleibt Tschechien ein spannendes, schönes und interessantes Reiseland – nicht nur in Sachen Zoos...

    (01.10.2008)
    IP66:   Interessanterweise hat man in Dortmund, wo man erstmalig mit größeren Glasflächen an Raubtierkäfigen gearbeitet hat, vergleichsweise geringe Probleme mit zerkratzten Scheiben. Allerdings blieb das schon in den 70er Jahren errichtete Gebäude lange ohne Nachfolger.
    (30.09.2008)
    Shensi-Takin:   @Jana: Kein Dingo in Sicht. Und Asok hat die grosse neue Anlage fuer sich allein.
    (30.09.2008)
    Michael Mettler:   @MA: Dafür brauchst du bei Gitter noch ein zusätzliches Besuchergeländer... Solche Folien gibt's in Hannover auch an allen möglichen Scheiben. Allerdings wirkt es eher so, als seien die nur auf der Besucherseite nötig. Das Tier, das die meisten Kratzer verursacht, ist eben immer noch Homo sapiens... Zu bewundern in jedem öffentlichen Verkehrsmittel. Oder auch z.B. im Rotterdamer Ozeanium, wo ich meterlange (!) Kratzer gesehen habe, die wahrscheinlich irgendein Idiot mit einem Schlüssel o.Ä. gemacht hat, während er an der Scheibe entlang ging.
    (29.09.2008)
    Michael Amend:   Ja,Ja, die alten Gitter hatten schon ihre Vorteile. Dresden klebt die Scheiben bei den Löwen mit einer etwas dunkleren Folie ab, die gewechselt wird, sobald diese verkratzt ist. Ein Schild bittet die Besucher, die Katzen nicht zu reizen zum Kratzen...


    (29.09.2008)
    Michael Mettler:   Auch in Hannover verläuft auf der Löwenseite der Glasscheiben ein E-Draht, der allerdings kaum ins Auge fällt; bei Sonneneinstrahlung glänzt er allerdings und versaut manches Foto :-) Grund dafür ist hier ebenfalls, dass die Löwen gern mit den Pranken ans Glas gegangen waren, und das Problem waren nicht letztere selbst oder die Krallen, sondern der unter den Füßen haftende Sand, mit dem die Scheiben verkratzt wurden. Eine Lage kantiger Natursteine vor der Scheibe war nicht abschreckend genug für die Tiere, dann folgte der Stromdraht.
    (29.09.2008)
    Jana:   Mindestens in Dvur Kralove bei den Löwen hat man den Elektrozaun vor die Glassscheiben montiert, nachdem die Scheibe sehr schnell durch die Tiere zerkratzt war, und musste ausgetauscht sein.
    Hätte Fragen zu Hodonin. Ist der letzte tschechische Dingo noch am Leben? Und wird das letzjährige Jaguar-Jungtier Asok noch an der Leine durch Areal geführt?
    (29.09.2008)
    Shensi-Takin:   In tschechischen Zoos scheinen statt Kunstfels zunehmend hohe Holzpfaehle als Abgrenzung zu dienen, so auch gestern beim Besuch des Hodonin Zoos (uebrigens sehr huebsche Jaguare). Warum aber in diesen Zoos auch die Glasscheibe mit Elektrozaeunen geschmueckt wird, weiss ich nicht zu sagen. Mehr Sicherheit? Weniger Lust auf Fensterputzen? Um das Fotografieren zu erschweren?
    (29.09.2008)
    Michael Amend:   Im Zuchtbuch habe ich tatsächlcih kein Flußpferd für Librec gefunden, das heißt aber nicht viel, weil da noch viele Daten und Tiere fehlen.Jetzt habe ich Liberec selbst angemailt, mal sehen, ob da eine Antwort kommt.
    (29.09.2008)
    Michael Amend:   Natürlich ist die Anlage nicht für Nashörner konzipiert gewesen. Als das Haus gebaut wurde, war nicht abzusehen, das Liberec B-Nashörner erhalten würde, da war unter Garantie ein leicht erhältliches Flußpferd untergebracht, wozu sonst die wasserbecken innen und Außen, zumal der Einstieg in die Becken für Flußpferde konzipiert ist. Vielelichtw are s aber auch der Zwergziegen-Stall, die abden auch gerne, und die Analge dazu war die Bock-Anlage, da ja Ziegen-Nachwuchs seit jeher nur zur Osterzeit gewünscht ist....B-nashörner suhlen tatsächlich lieber in trockenen Suhlen, wie ich in einem Artikel über die englischen B-nashörner gelesen habe. Diese mieden die Suhle, sobald sie nass war...Als Liberec dann die Zusage für die B-Nashörner erhielt, wurde das Flußpferd abgegeben, vielleicht ist es ja auch vorher gestorben.
    (29.09.2008)
    Michael Mettler:   Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass die Anlage ursprünglich nicht für Nashörner geplant war. Da hätte ein deutlich schmalerer Graben um die Außenanlage gereicht, zumal Breitmaulnashörner meines Wissens nur suhlen, nicht ins tiefere Wasser gehen (Panzernashörner schon, aber das kam ja erst viel später ins Haus). Auch der Zugang zum Innenbadebecken spricht eher für Hippos, ob nun große oder Zwerge. Vielleicht waren dann aber zufällig Nashörner auf dem Markt und erschienen dem Zoo reizvoller?
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Dann ist das Badebecken innen eigentlich für die Elefanten gebaut und wurde bei Anunft des P-Nashorns für dieses nutzbar gemacht.
    (28.09.2008)
    Oliver Jahn:   Danke Jana, das ist ja schon mal eine Aussage und sie deckt sich mit der des Tierpflegers, der mir auch nichts von Flusspferden erzählte. Allerdings weiß ich natürlich nicht, ob der auch in der Zeit von 72 bis 79 im Zoo Liberec tätig war.
    Es ist aber echt Wahnsinn, wenn ich mir vorstelle, dass vor dem Panzernashorn wirklich zwei Breitmäuler in dieser Anlage gelebt haben! Wo waren die denn im Haus untergebracht? Übereinander? :-)
    (28.09.2008)
    Jana:   Zwischen den Jahren 1976 und 1987 lebten in der heutige Pekari-Anlage zwei Breitmaulnashörner (der Giraffen+Nashornhaus öffnete erst 1987). Der Elefantenhaus wurde 1972 gebaut, was in der Anlage zwischen 1972 und 1976 gehalten wurde, ist mir nicht bekannt. Über Nile Hippos in Liberec habe ich aber nie gehört.
    (28.09.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Nein, ich habe auch keine Infos zu Hippos dort, und auf der Schautafel mit historischen Fotos im Haus (u.a. Ankunft der Elefanten), die ich letztes Jahr gesehen habe, waren auch keine drauf. Mir fehlte aber bisher auch die Lust, das gesamte Zuchtbuch nach dem Wort "Liberec" abzusuchen :-) In den Infos, die ich über die anderen tschechischen Halter habe, sind zumindest keinerlei Abgaben nach Liberec aufgeführt, was sich ja z.B. angesichts der langjährigen Zuchten in Prag oder Dvur Kralove angeboten hätte.

    Es bliebe natürlich noch die Möglichkeit, dass vor dem Nashorn auf der Anlage Zwergflusspferde oder Tapire gehalten wurden.
    (28.09.2008)
    Oliver Jahn:   Bei meinem Besuch lebten in einem Haus Giraffen und zwei Breitmaulnashörner und im Haus daneben zwei Elefanten und ein erwachsenes Panzernashorn.
    @MM, du hast doch mal sehr intensiv in Richtung Hippos recherchiert. Hast du da jemals was von Hippos in Liberec gelesen? Wie bereits erwähnt, bei Carsten Horn findet man diese Haltung nicht. Allerdings fehlen dort noch einige Halter.

    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Ich habe das Liberecer P-nashorn gefunden, ein halbwüchsiges,wie es mir gedacht habe. Der Jungbulle"Nim"wurde im November 1987 in Kralove geboren und siedelte zweijährig im November 89 nach Liberec über, deswegen steht er auch nicht im 89iger Führer drin. Im Dezember 2001 wurde er nach Peking abgegeben, und wurde somit 12 Jahre allein gehalten, Super. Und das auch noch in dieser Anlage ? Peking soll ja weiß Gott kein guter Zoo sein, aber da ist er bestimmt besser untergebracht.Was lebte also VOR 1989 in der Anlage ? Die werden wohl kaum eine Flußpferd-Analge gebaut,aber nicht bestzt haben.
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Wenn ich mich nicht irre,wurde das Haus zu Beginn der 70iger Jahre gebaut, das Panzeranshorn wurde doch nur vorrübergehend in Liberec gehalten und dann an einen anderen Zoo abgegeben ? Für ein Nashorn war diese Anlage ursprünglich bestimmt nicht gebaut. War das P-Nashorn denn voll adult oder war es noch ein jüngeres Tier ? Steht denn Nichts im Hippo-Zuchtbuch ? Im Führer von 1989 ist im Plan auch das Wasserbecken in der Anlage eingezeichnet, ein p-nashorn wird aber nicht erwähnt, nur B-nashörner, die in der heutigen (absperr)Anlage der östlichen Steppenzebras untergebracht waren.
    (28.09.2008)
    Oliver Jahn:   Hätte mich auch gewundert, denn ich hatte das Glück, 1993 einen älteren Tierpfleger dort zu treffen, der recht gut deutsch sprach, und er erzählte mir voller Stolz, dass der Zoo einer der ganz wenigen wäre, der sogar ein Panzernashorn hätte, aber leider hätte man nie für zwei Tiere gebaut, daher würde es wohl beim Einzeltier bleiben.
    (28.09.2008)
    Michael Mettler:   Das Gehege wirkt wirklich wie für Flusspferde (oder eigentlich eher für EIN Flusspferd) gebaut, aber es gab wohl nie welche in Liberec. Vielleicht kam das Panzernashorn einer ursprünglichen Planung in die Quere...?
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Die Anlage ist definitiv eine Flußpferd-Anlage, wann Hippos in Liberec lebten, weiß ich nicht, im ZF von 1989 stehen schon keine mehr drin. Aber das Flußpferd-Zuchtbuch von Ostrava ist doch online verfügbar,da müßte es eigentlich drin stehen.
    (28.09.2008)
    Oliver Jahn:   Wann hatte Liberec denn Flusspferde? Ich kenne das Haus nur für Elefanten und Panzernashorn. Und in dem gezeigten Freigehege lebte ebenfalls das indische Panzernashorn. Bei Carsten Horn auf Hipposworld habe ich die Haltung auch nicht gefunden. Wann waren denn die Hippos dort?
    (28.09.2008)
    IP66:   Was unterscheidet die Laufboxen für Elefanten in Liberec von den entsprechenden Anlagen in Duisburg?
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Blick in das Innere des völlig veralteten, teils verwahrlosten Elefantenhauseas in Liberec. Bewohner sind nur noch zwei Asiatische Elefantenkühe,und 1,1 Zwergziegen, die Pekaris und Coatis haben in der Außenanlage Hütten.
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Blick auf die Flußpferd-Innenanlage.

    Die Archiketur des Hauses, Innen als auch außen, zeigt sehr deutlich,d as das Haus völlig veraltet und weder für die Haltung von Elefanten, noch für Flußpferde, die ja konsequenterweise nicht mehr gehalten werden,geeignet ist.

    Das Innenbecken war auch für die Elefanten nutzbar.
    (28.09.2008)
    Michael Amend:   Die frühere Flußpferd-Anlage in Liberec mit einer der beiden "Nachmieter-Arten".
    (28.09.2008)
    Michael Mettler:   @MA: Weiße Ohrflecken bzw. schwarz-weiße Zeichnungsmuster der Ohrmuscheln sind "Zebrastandard" . Was Wolf Drei und ich meinen, ist eine komplett oder fast komplett weiße Ohrrückseite, also fehlende oder nur extrem schwach entwickelte schwarze Zeichnung an den Ohren, wie auf beiden unten eingestellten Fotos gut zu erkennen ist.
    (26.09.2008)
    Michael Amend:   Anlage für 5 Gold-Takine in Liberec.
    (26.09.2008)
    Michael Amend:   Giraffen-Anlage in Liberec.
    (26.09.2008)
    Michael Amend:   Ich konnte in den beiden Zoos, wo cih östliche Steppenzenras"ohne"Mähne gesehen habe,nicht beobachten, das diese intensiver schwarz gefärbts ein sollen als normale östliche Steppenzebras. Innerhalb einer Art ist es aber auch nicht außergewöhnlich,d as ein Tier stärker gefärbt ist als das Andere. Weiße Ohrflecken habena uch Berg,-und Grevy-Zebras, sowie fast alle Katzenarten. Nur Löwen ahben sie nicht.

    Hier noch ein Bild der Libercer Leoparden-Aquarien.
    (26.09.2008)
    Michael Mettler:   So weit ich weiß, gehen die mähnenlosen Zebras in Zoos auf Uganda-Importe zurück, und für dortige Steppenzebras soll unabhängig von der Mähnenlänge diese extrem breite, lackschwarze Streifung typisch sein. Der für die Mähnlosen verwendete Unterartname borensis würde sich demnach nicht nur auf mähnenlose Exemplare beziehen, nur wurde bei denen eben auf "reinblütige" Zucht geachtet. (Andersrum treten mähnenlose Exemplare auch in anderen ostafrikanischen Zebrapopulationen auf.) Es gibt sogar ein eigenes Zuchtbuch für die borensis.

    Auf die weiße oder fast weiße Ohrrückseite weist sogar schon Erna Mohr in einem Artikel im ZG hin. Bei den Mähnenlosen scheint sie die Regel zu sein, es gibt sie aber auch bei "normalen" Steppenzebras (nach solchen Merkmalen halte ich bei jedem Zoobesuch Ausschau). Das Rostocker Damarazebra mit der "Sattelzeichnung" hat ebenfalls weiße Ohren.

    Zu Elefant/Zwergziege: Um solche Vergesellschaftungen bemerkenswert zu finden, sind wir eigentlich alle nur zu spät geboren. In der Frühzeit der Zoos scheint es nicht so selten gewesen zu sein, dass man dem meist nur einzelnen Elefanten ein Haustier wie eine Ziege oder einen Esel zur Gesellschaft gab. Wenn ich mich an die Autobiografie von Katharina Heinroth richtig erinnere, verfuhr man in Berlin sogar noch mit der ersten nach dem Krieg eingetroffenen Elefantin so und stellte ihr einen Esel bei.
    (25.09.2008)
    WolfDrei:   Die "Mähnenlosen" verlieren ihre Mähne auch erst im 2. Jahr. Andererseits sind sie hinten "überbaut", die Schwarzfärbng ist bei weitem intensiver als bei den Böhms. Dazu das Weiß der Ohrenrückseite. Das traf zumindest für die ersten Importtiere um 1973 zu.
    (25.09.2008)
    Michael Amend:   Östliche Steppenzebras in Liberec, die"Variante"öhne Mähne, bzw. mite xtrem kurzer Mähne. Sieht nicht sonderlich toll aus, diese Zucht sollte nicht weitergeführt werden. Ich warte noch auf die mähnenlosen Giraffen, oder streifenlosen Okapis...
    (25.09.2008)
    Michael Amend:   Eines muß mand en tschechen lassen,s ie ahbenw udnerschöne Giraffengruppen. Liberec hält 9 Rothschild-Giraffen. Hier versuchen drei noch jüngere Tiere, bei einer kuh zu saufen, Massenbesäufnis pur. Der Zuchtbulle war auch am Euter, da war ich aber nicht schnell genug.
    (25.09.2008)
    Michael Amend:   Impressionen aus Liberec,
    Gemeinscaftshaltung Asiat. Elefant/Zwergziege. Gute Idee, bereichertd en alltag beider Arten, auch wenn die linke Kuh gerade etwas genervt war von den Ziegen...
    (25.09.2008)
    Jana:   Das prager Honigdachs-Jungtier aus dem Jahr 2007, auch ein Mänchen, ging nach Sharjah Breeding Centre/UAE.
    (24.09.2008)
    Michael Amend:   Parg hat schon wieder Nachwuchs beim Honigdachs ? Klasse. Was wurde aus dem letztjährigem Juntier, ist das weg, eventuell nach Israel oder England
    (24.09.2008)
    Shensi-Takin:   @nurmichael: Dazu muessten Sie die passenden ISIS-Registierungsdaten haben...

    Lassen Sie sich von Herrn Dr. Schueling die Email-Fkt. fuer Ihren Account freischalten-ich sende Ihnen dann meine Email-Adresse zu.
    (24.09.2008)
    Jana:   Das letzte Jungtier (*5.4.2008), ein Junge, lebt meines Wissens immer noch in Prag.
    http://www.zoopraha.cz/cs/o-zviratech/novinky/vzacny-prirustek-medojeda
    (24.09.2008)
    Michael Amend:   Hatte der Zoo Parg nicht 2007 ein Honigdachs-Jungtier ? Wenn ja, lebt das dort noch oder wurde es bereits abgegeben, der Zoo hat ja bereits ein Jungtier nach England abgegeben. Gibt es vielleicht schon einen neuen Wurf ?
    (24.09.2008)
    nurmichael:   Shensi-Taskin, ja gerne. Kann ich den auch selber runterladen?
    (23.09.2008)
    Shensi-Takin:   Bratislavas Zoo scheint irgendwie nicht voranzukommen; ueberall leerstehende Gehege bzw. ungenutzte Flaechen. Weiss jemand zufaellig, was das seltsame Gebaeude in der Naehe der Wisente darstellen soll? Allenfalls von Marderhunden scheint man ein Uebermass zu haben; habe ausser auf Pelzfarmen noch nie so viele Exemplare auf einmal gesehen.

    @nurmichael: So, nun komme ich endlich mal dazu, auf Ihre Frage einzugehen. Ich habe hier den aktuellen ISIS-Ausdruck zu den Spitzmaulnashoernern in Dvur-wuerde der Ihnen weiterhelfen?
    (22.09.2008)
    IP66:   Woraus resultiert denn die Nichtdressierbarkeit von Bergzebras? Sind sie zu aggressiv?
    (09.09.2008)
    Ralf Sommerlad:   @MichaelAmend: Ja, ich hätte gern ein Foto davon, ggfs können Sie´s mir auch gern mailen. Unfassbar das alles, aber wie gesagt: Der Tag wird kommen....
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Leider kann man Bergzebras für die Hufbehandlung nicht dressieren und Schmirgelpapier ist für diese harten Hufe nicht ausreichend, das wäre in etwa so, als würden Menschen sich die Fingernägel mit Zuckerwatte schneiden.
    (08.09.2008)
    IP66:   Wäre es nicht möglich, Berzebras für die Hufbehandlung zu dressieren oder ist die Art dergestalt renitent, daß man sie auf Schmirgelpapier herumspringen lassen muß?
    Wegen der Bildereinstellung verweise ich auf forum.zoofreunde.net.
    (08.09.2008)
    Michael Amend:   @saki. Null Problemo, aber mit 5 Bildern ist ihr Pensum aber auch überschritten, drei Bilder sind pro Tag erlaubt...
    (08.09.2008)
    Saki:   Und hier noch einen besseren Einblick ins Gehege. Sorry für den Doppelpost, keine Ahnung warum das erste Bild nun 2 mal eingefügt wurde.
    (08.09.2008)
    Saki:   @Michael Amend: Hoffe sie sind mir nicht böse wenn ich ihnen etwas vorgreife, mein Pensum ist für heute nämlich noch nicht voll :-)
    Hier das Streichelgehege.
    (08.09.2008)
    Michael Amend:   @Ralf Sommerlad. Ich scheine zuviel zu scherzen...Ja, es ist ernst gemeint mit der Streichelanlage. Diese ist natürlich nicht dafür gedacht, aber die Umfassungsmauer ist so niedrig und es fehlt jegliche Absperrung, das es eben problemlos möglich ist, die Tiere anzufassen. Ich kann ja ein Bild davon einstellen, für heute ist aber mein Pensum voll.
    (08.09.2008)
    Ralf Sommerlad:   Ist das Ernst gemeint mit der Streichelanlage für Alligatoren? Oh Mann...der Tag wird kommen, übrigens auch hier in hessischen Einrichtungen, die unsere Landesregierung ja offensichtlich gern duldet.
    (08.09.2008)
    Saki:   Und der dazugehörige Plan.
    (08.09.2008)
    Saki:   Hier mal ein Bild aus Usti von der Erweiterung der Außenkäßige im Raubtierhaus.
    (08.09.2008)
    Michael Amend:   Ich habe letzte Woche sowohl Üsti als als auch Liberec besucht. Michael Mettler hat beide Einrichtungen sehr treffend beschrieben,bei vielen Anlagen konnte ich in beiden Zoos nur noch den Daumen nach unten zeigen, das betrifft alle Raubtieranlagen und Primatenanlagen in Liberec,dort sind zumindestens einige Huftieranlagen nett, z.B die Gemeinschaftsanlage für Blauschafe und Himalaya-Thare, die wirklich gut geworden ist.Ich sah allerdings nur den Blauschafbock, ob ein erwachsener Thar-Bock vorhanden ist, verschließt sich meiner Kenntniss. Ansehlich auch die Markhor-Anlage,wenn auch zu wenig Klettermöglichkeiten vorhanden sind.
    Die Giraffen-Anlage ist knapp als durchschnittlich zu werten, die Gruppe, 9 Tiere, ist aber sehr schön. Als sehr poitiv zu vermerken ist,das sowohl die Giraffen, als auch die Steppenzebras, allerdings getrennt,über Nacht draußen bleiben. Die Zebras sind tagsüber mit auf der Giraffen-Anlage. Die Zwergziegen habe ich bei den Elefanten gesehen, eine gute Idee, bringt es für beide Arten recht viel Abwechslung. Die zwergziegen waren über die Mittasgzeit im Elefanten-Stall, aber nicht angekettet...Die frühere Flußpfder-Anlage ist sehr bescheiden.Die Elefanten-Anlage ist 70 iger Jahre typisch. Beide Elefantenkühe sehen aber großartig aus, in besten Pflegezustand und schön groß gewachsen. Überhaupt sind alle Tiere sowohl in Üsti als auch in Liberc in tadeloser Verfassung. Da gibt es hierzulande teilweise schlechter aussehende Tiere....Takin und Moschusochsen-Anlage sind weit unter Durchschnitt. Die Takin-Gruppe besteht derzeit aus 5 Tieren. Bemerkenswret sind in beiden Zoos selbst bei potenziell gefährlichen Tieren fehlende Absperrungen, selbst bei den Malaienbären in Üsti. Dort ist es ein leichtes, das Kinder in die Anlage stürzen können.In Üsti werden derzeit die Außenkäfige für die Amurleoparden und den Hinterindischen Tiger erweitert. Die Hintergrundbemalung der Außenanlage finde ich bei Weitem nicht kitschig, sieht allemal besser aus als blankerer Beton. Das Haus selbst ist gewöhnungsbedürftig, die Innenkäfige sind zu klein, es werden 6 Maleienbären gehalten, vier innen, zwei außen, die Löweninnenanlagen waren mit Strohmatten dichtgemacht. Einer der beiden Schneeleoparden zeigt in seiner öden Inenn-Anlage heftige Sterotypien.Die Außenanalge für diese ist zwar nicht sehr groß, aber besser strukturiert als z.B Berlin.Vor allem nicht so düster.
    Trotz zweigeteilter Außenanlagege, hartboden und Naturboden, haben die Bergzebrass, 6 Tiere, außerordentliche Hufprobleme und müßen auch dort regelmäßig eine Hufkorrektur über sich ergehen lassen, alle Tiere waren kurz zuvor gemacht worden und sahen von daher Top aus. Bergzebras gehören zu den Tieren, deren Haltung im mitteleuropäischen Klima nicht zu verwirklichen ist. Eine jährlich mehrfache Hufkorrektur unter Narkose ist sehr kreislaufbelastend. Das ist das Gleiche, als würde man Menschen zum Fingernagelschneiden narkotisieren. Nur in risiegen Anlagen mit enstprechendem Bodenbelag unter ganzjähriger Freilandhaltung ist eine normale Haltung von Bergzebras in Gefangenschaft überhaupt möglich. Üsti hält 3,4 Somali-Wildesel, einen Hnegst mit Addax zusammen. Die Nashornhaltung ist negativ, habe nur ein Tier gesehen. Es wäre sicher von Vorteil, die Nashornhaltung dort zu beenden. Das Gepardenhaus erinnert sehr an den Frankfurter Rundbau ist einsehbar. Giraffen außen ist ganz nett, vergesellschaftet mit Wasserböcken.Alle drei Kühe hatten ein diesjähriges Kälbchen. Das Elefantenhaus ist niedlich, wenn auch mit seltsamer Vogelhaltung. Die Asienanlage wird von Axishirschen,Nilgaus und einer Bockgruppe Hirschziegen bewohnt. Inzwischen werden die Krabbenwaschbären im Wechsel mit den Rohrkatzen gehalten. Ich hatte natürlich das Pech, letztere zu sehen. Das Affenhaus gehört abgerissen. In Üsti gibt es auch eine Streichelanlage für Hechtalligatoren. Ich hatte das Glück, das das Weibchen direkt an der Mauer lag und einige Besucher das Tier auf dem Rücken gestreichelt haben, es hat die Streicheleinheiten auch sichtlich genossen. Nur am Kopf hat sich Niemand getraut,das Tier zu berühren. Schade.
    Zwei Gruppen Anoas seien noch erwähnt.
    Die früherer Babirusa-Anlage ist jetzt eine ganz nette Anlage für Tapire und Capybaras geworden, außerdem gibt es dort gegenüber ein neues Restaurant. Orang,-und Mandrill-Anlagen sind katastrophal. Eigentlich sollte das neue Asienhaus zum diesjährigen 100jährigen Jubiläum fertig sein, leider hat noch nicht einmal der Bau begonnen...

    Die Seelöwen-Anlage ist ein Witz, der beschriebene Innen-Pavillion war offensichtlich mal eine Pinguin-Anlage, sieht aber mehr nach Kloshäuschen aus. Wird derzeit von zwei Zwergseebären bewohnt, die aus Prag kommen....Das Schild an der Scheibe konnte ich nicht lesen, eventuell sollen die Tiere auch nach Prag und sind nur vorrübergehend in diesem unglaublichen Kabuff untergebracht....Vom Tierbestand unbedingt sehenswert, wesentlich umfangreicher als Liberec. Wer jetzt aber Nürnberg oder Innsbruck als steil ansieht, sollte einen Bogen um Üsti machen, Nürnberg und Innsbruck wirken wie Flachland-Zoos dagegen. Ich war froh, mehr als 6 Stunden für den Zoo gehabt zu haben, die vergingen aufgrund diverser Verschnaufpausen auch wie im Flug. Vom Jubiläum sah man nicht viel, drei Flagen am Eingang und eine bescheidene Broschüre, das war's.
    Liberec ist ebenfalls nur wegen seines Huftierbestandes sehenswert,an Antilopen gibts Pferdeantilope,Bongo und Blesbock, an Gebirgswiederkäueren drei Gruppen Ture ( Zuchtgruppe,Bock-Gruppe,Weibchengruppe), die erwähnte Rothschild-Giraffengruppe, östliche und südliche Steppenzebras,usw.
    Das Tropenhaus ist nett anzuschauen, die Orang-Haltung ist äußerst negativ, auch die Vogel,-und Retillienhaltung läßt zu wünschen übrig. Es gibt zwei Feuer-Hornvögel, und die Strohmatten bei den Tukanen waren immer noch vorhanden, mit der Bitte an die Besucher, diese nicht zu beschädigen. Erfolglos natürlich.Obwohl ich den Eindruck hatte, das sich die Tschechen um einiges zivilisierter im Zoo benehmen als die deutschen. Neben der takin-Anlage wurde gebaut, allerdings stand nicht an der Anlage, für welche Tiere. Liberec und Üsti sind auch landschaftlich sehr reizvoll.Nur die Gastronomie in Liberec ist gelinde gesagt-Würg ! Außer einem Plan gibt es nichts Gedrucktes von diesem Zoo.
    (08.09.2008)
    IP66:   Demnach erstreckt die Achtung, die man in Tschechien den Bauten der Zwischenkriegszeit und er modernen Architektur generell entgegenbringt, nicht auf die Tierhäuser - das erinnert an deutsche Zustände.
    (26.08.2008)
    Shensi-Takin:   EDIT: Mein Deutsch leidet betraechtlich in der Ferne-fast schon auf Tierrechtler-Niveau: "(..) hinter deN Kulissen". Fotos der Bergpakas in Dvur demnaechst hier.
    (25.08.2008)
    Shensi-Takin:   @Ralf Sommerlad: Bzgl. Bergpakas: die sitzen derzeit wohl verborgen hinter der Kulissen. Leider fehlt es zzt. an passenden maennlichen Partnern. Falls einer zufaellig einen Halter von Bergpakas kennt, der Maennchen abzugeben hat-bitte in Dvur melden...
    (25.08.2008)
    Ralf Sommerlad:   @Shensi-Takin: Ich stimme begeistert in allen Punkten zu. Bloss das mit den Bergpakas...die hab ich, glaub ich, nicht mal gesehen.
    (25.08.2008)
    Jana:   @IP66 Ich weiss über keinen Tierhaus in CZ-Zoos, der unter Denkmalschutz steht, was damit verbunden ist, das die Zoos hier relativ jung sind (älteste ist Liberec, 1919 gegründet). Es gibt aber einige Bauten in Zoogeländen, die aus älteren Zeiten zurückgeblieben sind, und Denkmalschutz geniessen. zB der kleine Haus Cernohouska in Prag, den ich im letzten Beitrag erwähnt habe (aus 17. Jhd), der als Wohnung für Zoo-Mitarbeiter und später als Lager diente, also nie für Tierhaltung. Oder der Schloss Lesna mit dem Park rundum in Zoo Zlin. Zum Glück sind also Diskussionen mit Denkmalschutzbehörden über Zukunft von veralteten Tierunterkunften hier keine Thema.
    (25.08.2008)
    IP66:   Welche Tierhausbauten in tschechischen Zoos stehen unter Denkmalschutz? Auch solche, die nach 1945 entstanden sind?
    (25.08.2008)
    Jana:   @Michael Schulz: Die Seelöwenanlage soll im Mai 2009 fertig sein, die Wildpferd-Aussenanlage ist schon im Betrieb.

    Neue Projekte: Die Lori-Volieren könnten erst etwa am Herbst-Ende fertig und besetzt sein. Die Umbau vom altem Haus unter Denkmalschutz (am Wildpferden) zum Café läuft gerade. Am Jahresende könnte die Bau vom Holz-Aussichtsturm bei Bisonen anfangen. Über weitere diesjährige Projekte weiss ich nicht.

    Im Tierbestand gabs wenig Veränderungen in letzte Zeit. Bei Nashorn-Hornvögeln soll das Küke jeden Tag die Bruthohle verlassen, in Blaurakenvoliere lebt ein nicht ausgeschilderte Oriole. Der neue Malai-Tiger-Kater Kawi ist schon im Schaubereich, die junge Komodo-Warane im Schildkröten-Haus verstecken sich meisst hoch in Ästen.
    (25.08.2008)
    Shensi-Takin:   @MA: Datum des Schildes: 2003; in 5 Jahren koennte man durchaus einiges aktualisieren (s.a. Zoofuehrer). Und das in Afrika noch Noerdliche Breitmaulnashoerner existieren, halte ich fuer wenig wahrscheinlich.
    (25.08.2008)
    Michael Schulz:   Ist die Seelöwenanlage in Prag denn nun eigentlich schon fertig gestellt und die Renovierungsarbeiten an der Przewalski-anlage abgeschlossen?

    Gibt es schon wieder neue Projekte in Prag, bin nämlich in drei Wochen wieder dort.
    (24.08.2008)
    Michael Amend:   Soooo schnell kann man doch ein Tierschild nicht auf den neuesten Stand bringen, mal abgesehen davon, vielleicht tauchen ja doch noch ein paar Nördliche auf.
    (24.08.2008)
    Shensi-Takin:   @MA: Richtig, immer noch die alte Auflage samt Nachtpavillion...Auch die Schilder sind des oefteren nicht mehr ganz frisch. 20 Noerdliche Breitmaulnashoerner in Afrika? Schoen waer's...
    (24.08.2008)
    Michael Amend:   @Shensi-Takin. Danke. Also immer noch die Uralt-Ausgabe, hoffe, die kriegen mal was Neues zustande.
    (24.08.2008)
    Shensi-Takin:   @MA: Junger Gepard
    (24.08.2008)
    Michael Amend:   @Shensi-Takin. Was zeigt denn der Zooführer auf dem Titelbild ?
    (23.08.2008)
    Shensi-Takin:   So, bin aus Dvur zurueck. Fazit:
    -mein Tschechisch muss besser werden...
    -Beim Streicheln kein Unterschied zw. Noerdlichen und Suedlichen Breitmaulnashoerner feststellbar...;)
    -Die Gastfreundlichkeit des dortigen Zoopersonals kann mit der amerikanischenr Kollegen locker mithalten
    -Sacha bekommt seinen Zoofuehrer (leider nur in Tschechisch) und nurmichael kann ich hinsichtlich Spitzmaeuler auch allerlei berichten
    -Schlaefrige Bergpakas koennen sehr possierlich sein


    (23.08.2008)
    Jana:   Die aktuell in Prag gehaltene Tiere sind Fleckenmusangs (ein Import-Paar mit 2 Jugtieren, geboren am 4.2. dieses Jahres), man hat nur den alten Schild nicht geändert, genau wie Michael schreibt. In dem Zeit, wenn Ptylka noch lebte, hat man ernst über Import von jungen Tier(-en) nachgedacht, am Ende aber nur die Fleckenmusangs geholt.
    (23.08.2008)
    WolfDrei:   - "common palm civet", Fleckemusang bzw. Paradoxurus hermaphroditus :zum Vergleich
    (23.08.2008)
    WolfDrei:   Und hier zum Anschauen: Arctogalidia, das alte Prager Tier, hier noch 1998 in Paris
    (23.08.2008)
    Michael Mettler:   Nach meinem Prag-Reisebericht vom letzten Herbst weiter unten im Thread hatte Steffen Kohler schon mal auf den Wechsel von Arctogalidia zu Fleckenmusangs hingewiesen, und von letzteren gab es auch damals schon Nachwuchs. Vielleicht ist nur die Beschilderung noch nicht gewechselt worden...?
    (23.08.2008)
    WolfDrei:   OK,um so positiver, das wäre wirkich Arctogalidia!
    (23.08.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Danke für die Anwot. Am Schild stand defintiv "Small-toothed palm civet". Ich hatte nur das erste Wort vergessen. Da ich nur wenige Schleichkatzen kenne, ist es mir auch nicht aufgefallen. Die Tiere waren alle sehr aktiv und gut zu sehen.
    (23.08.2008)
    WolfDrei:   zum Thema palm civet:www.lioncrusher.com, dort unter Viverridae
    (22.08.2008)
    WolfDrei:   Wohl doch Fleckenmusangs. Der bessere Name wäre "common palm civet", da im Englischen auch andere Formen so genannt werden. Die ehemals dort gelebt habende Arctogaldia ist zwischenzeitlich verstorben, lebte ursprünglich in Paris-Vincennes.
    (22.08.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich habe eine Frage zu Prag: ich war vor einigen Wochen zum ersten Mal dort und hane diese Schleichkatzen im Nachtierbereich des Dschungelhauses gesehen. Die Tiere waren auf Englisch als palm civet ausgeschildert. Deswegen bin ich davon ausgegangen, dass Streifenroller sind (Arctogalidia trivirgata). War das Schild falsch? Handelte es sich um Fleckenmusangs. Übrigens waren mindestens vier Tiere zu sehen.
    (22.08.2008)
    Shensi-Takin:   @nurmichael: Schau'n mer mal, ob sich das einrichten laesst. Diesmal bin ich nur in rein "privater Mission" dort. ;)
    (22.08.2008)
    nurmichael:   Erhellend wäre ein aktueller Bestandsbericht über die Spitzmaulnashorn-Zucht in Dvur Kralove. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie einen solchen mitbringen und hier veröffentlichen würden.
    (21.08.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Klar, kein Problem. Dr. Schueling gibt Dir hierzu gern meine Email-Adresse weiter.
    (21.08.2008)
    Sacha:   @Shensi-Takin: Wäre es möglich, einen Zooführer mitzubringen? Kostenabrechnung dann gegen Vorkasse auf dem Postweg?
    (21.08.2008)
    Shensi-Takin:   Morgen abend bin ich in Dvur Kralove, u.a. auch der Nachtsafari wegen. Irgendwelche Wuensche/Hinweise/Nachfragen von Seiten der uebrigen User?
    (21.08.2008)
    Shensi-Takin:   Zoo Olomouc

    Erreichbar ueber den oeffentlichen Nahverkehr via Bus 11 vom Bahnhof aus.

    Besonderheiten:
    -nach eigenen Angaben groesste europaeische Zuchtgruppe von Suedafrikanischen Spiessboecken (ISIS erwaehnt 35 Tiere, ich selbst habe um die 20 gesehen)
    -eine groessere Zuchtgruppe von Rotschild-Giraffen samt rel. rezenter Zwillingsgeburt
    -ein Nachttierhaus mit einer recht orginellen Gemeinschaftshaltung (u.a. Rodriguez-Flughunde mit Agutis, Eulen, Eulenschwalmen usw.)
    -die von Jana bereits erwaehnte begehbare Japanmakaken-Anlage: ueber eine Haengebruecke begibt man sich in einem Kiefern-und Fichtenwald zu den Makaken. Die von Jana erwaehnte Alopezie sah ich aber "nur" bei 4-5 Tieren
    -halbwuechsiger Gepardennachwuchs in einer recht gelungenen Anlage
    -z.T. in dt. Zoos selten anzutreffende Arten wie Afrikanische Zibetkatze, Derby-Wallaby und Fischmoewen.
    -zahlreiche Krallenaffenarten

    Alllerdings auch recht veraltete, nicht mehr zeitgemaesse und tiergerechte Haltung (z.B. Zwergflusspferd, Baeren, Kleinraubtiere...) und trotz teilweise bereits begonnener/geplanter Verbesserungsmoeglichkeiten dennoch in vielen Aspekten ausbaubeduerftig.

    Alles im allen wenig bemerkenswert.
    (20.08.2008)
    Shensi-Takin:   @Klaus Schüling: Prima, dann muss ich nicht mehr viel dazu ergaenzen...
    -Brno:
    1953 gegruendet, gesamter Zoo um Berg herum gelegen, daher zum Teil recht steil. Erreichbar ueber den oeffentlichen Nahverkehr mit den Trambahnen 1,3 und 11. Befindet sich zzt. in einer grundlegenden Umbauphase. Dementsprechend z.T. noch sehr antiquierte Haltungen, insbesondere im Bereich der Primaten, Kleinraubtieren, Voegel, Robben und z.T. Reptilien. Positiv hervorzuheben: das Tiger-Restaurant (Beschreibung s. mein fiktives "Sri Lanka"-Restaurant unter "Eure Planung", mit leicht abgewandelten Tierbesatz), wenngleich insbesondere die Gestaltung der Innenanlage v.a. fuer beide Grosskatzen zu wuenschen uebrig laesst. In Planung: "Kamtschatka"

    Zlin:

    1948 gegruendet, mit zoogeographischer Aufteilung (die aber, wie so oft, in Einzelfaellen nicht beruecksichtigt wird-etwa Gorillas ggue. von Humboltpinguinen...) Weitlaeufige Parkanlage mit schoenem Baumbestand. Freifliegende, zutrauliche Schwarzstoerche. Innerhalb des Zoos befindet sich das Lešná Chateau, oft genutzt fuer Hochzeiten. Inbesondere IP66 duerfte die Teileinbindung der Tierhaltung in derlei historischer Architektur erfreuen. Besondere "Highlights":
    -die Yucatan-Regenwaldhalle mit "Maya"-Motiven. Insgesamt typischer Mittel-/Suedamerika-Regenwaldhaus-Tier-und Pflanzenbesatz, wenn auch recht ansprechend gestaltet. Hervorzuheben sind nebst Rautenkrokodilen die wohl geraeumigste Wabenkroeten-Haltung, die ich bislang sah...
    Auch die meisten Aussenanlagen wissen zu ueberzeugen, obgleich man-wie ueberall-den einen oder anderen Mangel (etwa ein wenig zuviel an Elektrozaeunen oder beengte Innenanlagen) bekritteln koennte.
    -die paedagogische Verknuepfung von Elementen der Zoologie, Ethnologie und Botanik in Form von Schautaufeln, Interaktionselementen (z.B. Tischen mit diversen Tierutensilien zum Anfassen), Musikboxen usw. ist alles im allen gut geraten und wird von den Besuchern durchaus, man glaubt es kaum, hin und wieder im Sinne des Erfinders genutzt. Mancher unter "Eure Planung" erdachter Vorschlag, seien es Kaninchen und Schafe im Australien-Bereich, afrikanische Fischerhuette bei den Flamingos, eine (potentiell fuer Saigas gut geeignete) asiatische Steppenanlage usw. finden sich hier bereits umgesetzt wieder. Ja, selbst Ullis afrikanisches Bruennlein hat in Zlin den Sprung in die Realitaet geschafft...Bunte Glasschautafeln, Fahnen wie in US-Zoos und passende "Kultgegenstaende", inklusive passender Szenerie wie kuenstlichen Termitenfelsen und rotem Moertel in der begehbaren Rotnackenwallaby-Anlage sollen den Besuchern den jeweiligen geographischen Hintergrund vermitteln.
    -die neuen Afrika-Anlagen-ein zoogeographisch meist eher kruder Mix, seien es Addax gemeinsam auf gruenem Grase mit Straussen und Letchwe, und Arabischen Oryx im Buchenwald (...), den meisten neueren Anlagen dieser Art in groesseren Zoos dementsprechend durchaus ebenbuertig. Elefantenfans wird die Nachricht erfreuen, dass die drei Steppenelefantendamen ein neues Domizil im Afrika/Stil (samt kuenstlicher Baobas) bezogen haben, das zumindest rein raeumlich gesehen ihnen mehr bietet als den im selben Gebaeude untergebrachten Haiwelsen (auch hier wieder-Zoogeographie?). Etwas seltsam innereinander verschachtelt die Innen-und Aussenanlagen im aelteren Teil "Afrikas"; eine begehbare im Querschnitt kreisrunde Huette, mit dem glasumrundeten Giraffenstall im Inneren des Kreises, und den von oben einsehbaren, recht engen Staellen fuer Zebras, Breitmaulnashoerner und Blessboecken drum herum. Alles im allen recht beengt, mit einer gewissen "Dachstuhlatmosphaere".
    -ein recht interessanter Tierbestand, u.a.Grünschopf-Stirnvoegel (noch und noecher), diverse Hornvogelarten, schoenen Kranichanlagen, Schopfmangaben, erwaehnte Rautenkrokodilen, Patagonische Landschildkröten usw.

    Haltungs"relikte" finden sich indes auch hier und da, etwa im Bereich der Primatenhaltung oder in Form fluegelgestutzter Grosspapageien. Doch alles im allen ein durchaus sehenswerter Zoo.
    Nur die Anbindung mit den oeffentlichen Verkehrsmitteln (Bus 34 oder 36 vom Bahnhof) koennte besser sein; mitunter muss man laengere Wartezeiten in Kauf nehmen, was v.a. in Hinblick auf etwaige Anschlusszuege nicht eben von Vorteil ist...

    Demnaechst mehr:
    http://www.zoo.cz/unie/mapa.htm

    (03.08.2008)
    Klaus Schüling:   Anmerkung zu Brno:
    siehe auch das Portrait imTiergarten Rundbrief 1-2008 u.a. hier: www.tiergarten-rundbrief.de
    (12.07.2008)
    Shensi-Takin:   Wenn man im Wilhelma-Thread schon bei Nicht-Handaufzucht-Eisbaerenjungtieren ist-dem Geschwisterpaar in Brno geht's augenscheinlich praechtig, und trotz leicht verstaerkten Besucherandrang kann man ganz munter knipsen...Meinereiner zog es aber eher zu der recht schoenen neuen Polarwolfanlage (samt ethnographisch nicht ganz passenden Holzhaus mit Haida-Kunst), vorbei an arabischer Sandkatze, Rohrweihe, Borneo-Flußschildkröten, Pelusios castaneus (leider nur halb sichtbar) und Cyclura nubila en masse' zu meinen hochgeschaetzten Sri Lanka Riesenhoernchen (jaja-die gibt's zwar auch in Leipzig, aber nicht in einem so schoen harmonischen Doppelpack...). Ansonsten u.a. bemerkenswert:
    +Altai-Marale
    +Bengalkatze
    +Nordafrikanische Strausse(?) & Streifengnus
    +raeumlich sehr ueppige Anlagen fuer Mishmi-Takine und Elche
    +z.T. sehr liebevolle und orginelle Beschilderung
    +Gemeinschaftshaltung von Kulan und Takhis samt "Jurten"-Unterstand

    Interessant, aber in manchen Aspekten nicht optimal die Kombination von Streichelzoo und Spielplatz oder die neue Anlagen fuer Sri-Lanka-Leoparden und Sumatratiger.

    Verbesserungswuerdig u.a. zumeist die Primaten-, Robben- und Kleinraubtier-sowie z.T. die Vogelhaltung. Zu der Eisbaerenhaltung in einer Art "Schlucht" liesse sich auch einiges sagen-aber Mutter & Jungtiere schienen quietschfidel zu sein...

    (11.07.2008)
    Shensi-Takin:   Ich muss an dieser Stelle Konstantin Ruske vollends recht geben-und mich über Medojeds Beurteilung hinsichtlich Pilsens Zoo(s) etwas wundern. Die "Sammlung" vor allem an Vogelarten im Haupt-, aber auch an Invertebraten im "Neben"zoo hinter den Kulissen ist atemberaubend-man möchte sich am liebsten dort mit einem Haufen erstklassiger Bestimmungsbücher für ein paar Tage verkriechen, um in aller Ruhe alles zu identifizieren. Doch selbst dann ist man nicht davor gefeit, vor einigen Tieren zu stehen (in meinem Fall u.a. ein paar "Rotschnabeltokos"? und diverse Fruchttauben/Weber...)und sie nicht recht einordnen zu können.
    Doch auch für den "Normalbesucher" ohne Zugang hinter die Zookulissen hat der Zoo viel zu bieten-seien es Blauer Buntwaran, Kapfüchse, Schwarzrückenagutis, Bergpaka, Nördlicher Riesengalago, Rotfüßiges Sonnenhörnchen, Siam-Krokodil, Timorhische, Tinamus & Kanincheneule (s. Foto), freilaufende Bobaks, Kängururatte, Wüstenspringmäuse, Angola-Stummelaffen (munter in Bäumen turnend) uvm. Die "Sonora-Wüste", die Sibirien-Voliere und das Madagaskarhaus vermitteln eindrucksvoll das zoologische und botanische Können des Kurators. Gewiss, manche Haltungen sind etwas "altbacken" (etwa Rundum-Plexiglas-Volieren für Vögel), aber alles im allen ist der Zoo, allein schon wegen der gekonnten Verknüpfung von Zoologie & Botanik, dem Aus-der-Reihe-Tanzen in Hinblick auf die zunehmenden hiesigen 08/15-Tierbestände, der interessanten Tierpräsentation und der guten Tierpflege samt schöner Parklandschaft wirklich eine Reise wert. OK, man hält auch in Pilsen Flamingos, Bennett's , "Berber"löwen und Humboltpinguine-kann dies aber mit einem orginellen Artensortiment samt Lust & Mut zu ungewöhnlichen Neuanschaffungen mehr als ausgleichen. Für den Zoofreund ist eine Reise nach Pilsen definitiv zum empfehlen.
    (22.05.2008)
    Michael Schulz:   Ich war letzte Woche Dienstag im Zoo in Usti nad Labem und Donnerstag in Prag, also falls irgendjemand Fragen hat, werde ich sie so gut wie möglich beantworten.
    (22.05.2008)
    Ralf Sommerlad:   Begleitende Erläuterungen zu Biologie und Verhalten von Ganges-Gavialen, gesehen im neuen Gavialhaus im Zoo Prag.
    (27.04.2008)
    Saki:   @Jennifer Weilguni: Vielen Dank für den Link, da hätt ich wohl gründlicher suchen müssen :-)
    (18.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Saki
    Doch, es gibt eine englische Version, sogar eine deutsche, aber ich gebe zu, sie ist über die Seite des Zoos ohne tschechische Sparchkenntnisse nicht leicht zu finden. Hier die Adresse, die Dich direkt zur Startseite für englisch- und deutschsprachige Informationen leitet:
    http://zoopark.default.cz/

    (18.04.2008)
    Ralf Sommerlad:   Ich korrigiere mich: Ein Teil der Prager NZen....
    (18.04.2008)
    Ralf Sommerlad:   Die Prager Nachzuchten wurden vor einigen Wochen an die Madras Crocodile Bank in Indien abgegeben.
    (10.04.2008)
    Hannes Lüke:   Kann ich zwar keine angabe zu machen aber die Tiere werden schon seit mindestens 2 jahren angeboten
    (24.03.2008)
    Drac:   Vllt. nicht unbedingt pasend es hier reinzustellen, aber ich wollte nicht unnötigerweise einen neuen Thread aufmachen

    http://www.reptilica.de/product_info.php/product/Dracaena_guianensis_Rotkopfteju_-_Krokodilteju_1.1_Paarpreis

    Hat jemand eine Idee wo die Tiere herkommen könnten, sind das wirklich Wildfänge oder könnten die Tiere aus der tschechischen Zucht stammen?
    (24.03.2008)
    Saki:   Wann beginnt in Chomotov die Euro-Safari wieder? Weiss das hier jemand? Habe versucht dies auf deren Internetseite herauszufinden, nur leider gibt es da keine englische Version.
    (07.02.2008)
    Michael Amend:   Die Kleinen sind niedlich, habe ich schon gesehen, aber noch sehr scheu...
    (27.11.2007)
    Shensi-Takin:   Schon nicht mehr taufrische News, aber da dies mW bislang nicht hier erwähnt wurde:
    http://www.zoopraha.cz/english/news_u_zvirat.php?id=12722
    (27.11.2007)
    Shensi-Takin:   Gibt es die Poster von Michal Cihlar im Zoo Prag zu kaufen? Hab' beim letzten Besuch dazu leider keine Zeit gehabt.
    http://flickr.com/photos/loungerie/1461607577/
    (24.11.2007)
    Rüdiger:   Hallo Jana

    ich habe schon seit Juli 07 nichts mehr von dir gehört. Wie ich im Nashorntread bereits informiert habe, waren die beiden letzten A.I.Versuche leider wider erfolglos.
    hast du noch aktuelle News zu den Nashörnerhaltung bzw. Abgaben an andere Zoos.
    Freue mich auf deine Meldung
    Gruss Rüdiger
    (01.11.2007)
    Michael Mettler:   Ich weiß nicht, ob der heutige Zustand noch original ist oder ob die Schimpansen-Innenanlage früher anders aussah; das müssten langjährige Kenner der Materie beantworten. Tatsache ist, dass die Treppenstruktur den Tieren nicht mehr Fläche bringt, als wenn man den Boden einfach eben gelassen hätte. Die oberste, im Bild deutlich hellere Stufe direkt vor der bemalten Rückwand ist zudem zu schmal, um sie nutzen zu können, und der gesamte Raum ist auch trotz Treppenaufbau vom einen bis zum anderen Ende überschaubar, so dass die Struktur auch keinen Vorteil besserer Ausweichmöglichkeiten bietet. Vielleicht verbirgt sich unter der Treppe ein Pflegergang? Hinter der Rückwand liegt jedenfalls die Außenanlage.
    (26.10.2007)
    IP66:   In Teschechien scheint man noch Freude an skulpural gedachten Käfigen zu haben. Der Innenraum ist schwer zu beurteilen - die Stufen passen in ein streng substituierendes Haus, es verwundert allerdings, daß man sie so nah an der Scheibe angebracht hat. Es scheint einen verdunkelten Vesuchergang zu geben, dessen Vordach in die Anlage ragt, man fragt sich alelrdings, wie der rückwärtige Schluß des Innenkäfigs bewältigt wurde.
    (26.10.2007)
    Michael Mettler:   P.S. Im Käfig der anderweitig (Tropen-Pavillon) untergebrachten Orangs sind sogar Klettertaue türkis eingefärbt...
    (25.10.2007)
    Michael Mettler:   Ergänzend hier noch die treppenartige Innenanlage der Schimpansen, ein langer, schmaler "Schlauch". Die Wandmalerei oben rechts stellt die Rückwand dar, der Affe unten links sitzt mit dem Rücken nur ein paar Zentimeter von der Besucherscheibe entfernt - damit kann man sich die Abmessungen gut vorstellen.
    (25.10.2007)
    Michael Mettler:   Nachdem ich nun auch die Fotos bekommen habe, die mein Reisegefährte auf unserer Tschechien-Tour gemacht hat, kann ich noch das Affenhaus von Liberec nachreichen, das ich damals nicht selbst von außen fotografiert hatte. Der Baustil der einzelnen Käfige (unten Glas, oben ein Spitzdach aus Gitter) ist in Usti übrigens ähnlich, nur sind da die Metallteile schwarz statt "hübsch" türkis gestrichen und einige Käfige deutlich größer. Sehr praktisch auch der Parkplatz der Zoobahn, wie man auf dem Bild sieht.
    (25.10.2007)
    Drac:   So, endlich habe ich auch mal den Prager Zoo besuchen können.
    Es ist ja schon viel darüber gesagt worden, so dass ich mir einen Reisebericht spare.
    Keine Frage, der Prager Zoo ist sehr sehenswert, rangiert an den europäischen Spitzen und ist mit 100 Kronen für Prager Verhältnisse sehr kostengünstig.
    Wer in der Stadt oder in der Umgebung ist, sollte den Weg wirklich nicht scheuen.
    Doch etwas Kritik muss ich schon anbringen, die vielen positiven Stimmen und der hohe Rang im Zoolieblingslistenthread hat mir den Mund so wässrig gemacht, dass ich im Großen und Ganzen leider etwas enttäuscht war. Mit Rotterdam kann er mMn absolut nicht mithalten, Michael Mettlers Anmerkung der viel zu kleinen Vitrinen im Afrikahaus kann ich voll und ganz unterstützen und sehe es etwas abgeschwächter auch für das indonesische Dschungelhaus, das Terrarium erinnerte mich etwas an das alte Münchner Haus, viele Volieren waren veraltet und die Wegeführung aus Besuchersicht unzureichend, da man immer wieder etwas verpasst, wenn man nicht zurückläuft und Seitengassen benutzt.
    Gut gefallen haben mir die riesigen + beeindruckenden Hangvolieren und Tahranlage, die Außenanlagen der Kleinkatzen, die Gehege für amerikanische Säuger und die gepflegte Landschaftsgestaltung.
    Natürlich hat sich der Besuch durch die vielen Erstsichtungen gelohnt, auch wenn ich enttäuscht war, dass ich als Hyänenfan die Schabrackenhyänen nicht sehen konnte, da das Gehege scheinbar umgebaut wurde.
    Die Antilopenwiesen haben natürlich interessanten Besatz, doch ich als kurzsichtiger Mensch mag eine kleinere Präsentation ala Frankfurt oder Duisburg lieber um Bongo und co zur Geltung zu bringen, ein Sekretär kommt in naher Umgebung einfach besser zur Geltung als auf einer endlosen Wiese, die man auch noch aus erhöhter Position betrachtet.
    Auch eine Vergesellschaftung von Spießböcken und Bongo halte ich aus didaktischen Gründen nicht für besonders sinnvoll
    (05.10.2007)
    Michael Mettler:   P.S. zum Reisebericht Dvur Kralove: Die dort erwähnte vorherige Amurtiger-Handaufzucht war nicht im Vorjahr, sondern schon 2005, da habe ich mich mit dem Berichtsjahr vertan. Den JB 2006 gab es bei meinem Besuch noch gar nicht.
    (02.10.2007)
    Michael Mettler:   Nach dem Jahresbericht 2005 gab es im besagtem Jahr sogar eine Fünfergruppe: "...we continued our efforts in socialising young and unexperienced animals, 7-year-old females Jola and Jane-Lee, with the experienced breeding male Isis, 36-year-old female Jimmi and inexperienced young male Mweru. After initial problems, both young females were successfully mated. The third socialised group consisting of females Elba, Sali and male Jimm was all right as this animals already knew each other." Da letztere Gruppe als dritte bezeichnet wird, muss die erste wohl aus den weiter oben im Text erwähnten Kühen Deborah (geb. 11.9.2004), Musso und Jessi (beide trächtig!) gebildet worden sein - das geht dort aus dem Text allerdings nicht explizit hervor.

    Wenn es möglich ist, eine Gruppe aus 2,3 (!!) Spitzmaulnashörnern oder auch "nur" trächtige Kühe zusammenzugewöhnen, steckt in dieser Tierart wohl doch sehr viel mehr Sozialpotenzial, als ihr die hiesigen Zoos mit ihrer "modernen" Einzelhaltungsmethode zutrauen. Und schlecht scheint man ja in Dvur Kralove damit nicht zu fahren. Aber wie gesagt, der Anblick einer solchen Gruppe war mir nicht vergönnt (auch ich sah allenfalls zwei Tiere zusammen), es scheint also kein dauerhaftes Haltungsprinzip zu sein.
    (02.10.2007)
    Uakari:   Also 2 Spitzmaulnashörner in einem Gehege hab ich auch schon gesehen, dazu müsste man schon wissen um welche Tiere es sichb handelt (Alter, Geschlecht etc)
    (02.10.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha: Freut mich. Schade, dass ich den Zustand der Zoos "vorher" nicht kenne, dadurch kann ich ihre Entwicklung zwangsläufig nicht so würdigen wie die langjährigen Kenner der Materie, sondern nur den von mir erlebten Ist-Zustand beschreiben. Von daher hat sich für mich nach eigenem Erleben die in diesem Forum vorher gelesene Aussage, Tschechien sei das "Zooland der Zukunft", ein wenig relativiert. Meine daraus entstandenen Erwartungen waren zu hoch, aber dafür können natürlich die besuchten Zoos nichts.

    Was mir auffiel: Es "fehlen" teilweise die gleichen Tierarten/-gruppen wie in deutschen oder holländischen Zoos; während ich allerdings für die beiden letztgenannten Länder WEISS, dass es vorher mehr Hirsche, Rinder, Großbären, Makaken usw. gab, kann ich es für die tschechischen Zoos mangels Wissens nur VERMUTEN, dass es dort genauso war - weil es eben früher Standard-Zootiere waren. So habe ich auch in den besuchten Zoos nirgends z.B. Rhesusaffen, Kragenbären, Bantengs oder Marale gesehen. Und auch in Tschechien gibt es die Nasenbär-Erdmännchen-Tendenz usw.
    (02.10.2007)
    Sacha:   @MM: Besser spät als gar nicht: Auch ich möchte mich für Deine Reiseberichte bedanken. Die haben meine Lust auf die tschechischen Zoos noch mehr gesteigert.
    (02.10.2007)
    Michael Mettler:   @IP66: Vermutlich war Naturstein dort eben nicht teuer....

    @nurmichael: Jabu ist am 1.2.2007 geboren, aber mit dem Vater können wir leider nicht dienen. Ich habe dunkel in Erinnerung, dass dessen Namen keine Endung hatte, hinter der man automatisch ein männliches Tier vermuten würde.
    (02.10.2007)
    IP66:   Jetzt doch die sehr spezielle Frage: Daß es im Ostblock Schwierigkeiten mit der Betonproduktion gab, weiß ich, was mich wundert, ist aber, daß man nicht auf Back-, sondern auf teuren Naturstein ausgewichen ist. Kennt jemand den Grund?
    (02.10.2007)
    Karsten Vick:   Dieses Foto zeigt sowohl eine Gemeinschaftshaltung von Spitzmaulnashörnern als auch den ersten und bis heute glücklicherweise einzigen Versuch, die Natursteinmauern auf Kunstfels umzugestalten.
    (01.10.2007)
    Michael Mettler:   @nurmichael: OK, die Mail an ihn ist schon raus. Jabu muss in jedem Fall eine 2007er Nachzucht sein, war jedenfalls im letzten Jahresbericht noch nicht verzeichnet.
    (01.10.2007)
    nurmichael:   @ Michael Mettler, machen Sie das bitte wenn möglich mit Angabe des Geschlechts und ggf. des Vaters.
    (01.10.2007)
    Michael Mettler:   @IP66: In den anderen Zoos habe ich darauf nicht sonderlich geachtet, aber in Dvur Kralove gibt es reichlich solcher Grabenbegrenzungen und Mauern.

    @nurmichael: Ich glaube, mein Reisegefährte hat sich das Geburtsdatum von Jabu notiert - das könnte ich bei Bedarf wohl noch beschaffen.
    (01.10.2007)
    IP66:   Das Nashorngehege wirkt interessant, vor allem wegen der aus handhabbaren Natursteinen gemauerten Grabenbegrenzung, die mich an Bärenanlagen in Deutschlands neuem Osten erinnern - gibt es das in Tschechien häufiger?
    (01.10.2007)
    nurmichael:   @ Michael Mettler, Volltreffer: Die gerade im Nashornthread diskutierte Haltung in Magdeburg hat als erstes Jungtier von Kibo und Kenia den Bullen Mabu hervorgebracht. Dieser wurde mit dem etwa gleichalten Eli aus Dvur Kralove getauscht. Ergebnis dort Jiddah und JOLA aus Jessi und in Mb Maleika aus Mana einer Vollschwester zu Mabu. Beide Bullen sind nach der Zeugung von je zwei Jungtieren verstorben. Eli hatte vor seinem Umzug in die Börde ebenfalls mit Jessi den Bullen Jakob gezeugt, der dann später in Krefeld lebte.
    (01.10.2007)
    Michael Mettler:   @nurmichael: Könnte hinkommen, die Anlagen sind aber nicht alle gleich groß. Eine Kuh mit Kalb (da habe ich mir wegen Fotos die Namen notiert: Jola mit Jabu) sah ich auf einer kleineren Anlage, mindestens das den Giraffen nächstliegende Gehege schien mir aber deutlich größer als das abgebildete. Die Weitwinkel-Aufnahme täuscht übrigens mehr Weitläufigkeit vor als da ist.
    (01.10.2007)
    nurmichael:   @ Michael Mettler, dank für das Foto. Die Anlage schgeint mir nicht nennenswert größer als die im TP Berlin.
    Dass Dvur mit dem Pfund Spitzmaulnashorn nicht wuchert bei den Besuchern verstehe ich nicht ganz, aber vielleicht sehe ich zwischen zwei Hörnern auch ein bischen rosa.
    (30.09.2007)
    Michael Mettler:   @nurmichael: Ich habe den Nashörnern in Dvur Kralove nicht gerade viel Aufmerksamkeit gewidmet, daher werde ich nicht allzu viele Fragen beantworten können... Anbei ein Foto einer dortigen Nashornanlage (in diesem Fall mit einem Breitmaulnashorn besetzt); hinter dem Schattendach und dem dort liegenden Tier ist gerade noch der Trenngraben zur Nachbaranlage sichtbar. Die Häuser sind für Besucher nicht begehbar. Ich habe übrigens auf beiden Runden keine Spitzmaulnashörner in Gruppenhaltung gesehen.
    (30.09.2007)
    nurmichael:   @ Michael Mettler, Vielen Dank für Ihre Beschreibungen der von Ihnen besuchten tschechischen Zoos, insbesondere der dortigen Huftiersammlungen. Klammheimlich hatte ich mir allerdings einen Beitrag zur Spitzmaulnashornhaltung in Dvur Kralove gewünscht, oder gibt es aus einer der größten europäischen Haltungen nichts berichtenswertes?
    (30.09.2007)
    Michael Mettler:   Ich müsste nochmal nachschauen, aber wenn ich es in der Hauszeitschrift UHU des Berner Tierparks Dählhölzli richtig gesehen habe, trägt das Schildger-Prinzip inzwischen sogar das Schutzmarken-R....
    (30.09.2007)
    Uakari:   Richtig das Gehege wurde nocheinmal getrennt. Dazu muss man aber ergänzen, die Okapis waren ja schon Jahre vorher geplant und man hat halt vor ihrem Eintreffen alle 3 Gehege zwischenzeitlich für Bongos genutzt. Auf dem Gelände des kleinsten steht nun das begehbare Haus. Zudem haben die Bongos auch jetzt genügend Platz.

    Das Schildger-Prinzip ist insofern doof das einige Damen und Herren das übertreiben und nur froh sind wenn sie abschaffen, abschaffen, abschaffen. Die vielzitierten
    Artensammler sind doch längst verschwunden so wie z.B. die Kuduzuchtgruppe des Magdeburger Zoos.
    (29.09.2007)
    Michael Mettler:   Tja, man soll nie "nie" sagen, vielleicht bekommen wir solche Tiere tatsächlich nochmal zu Gesicht... Aber wenn in Dvur Kralove, dann bitte nicht im Schichtdienst, sondern entweder in einem neuen Gehege oder statt einer anderen Art.

    Apropos zusätzliche Arten: Mir fiel nachträglich beim Blättern im Zooführer noch auf, dass eines der beiden neuen Okapi-Gehege in Dvur Kralove dadurch entstand, dass man einfach einen Teil des Bongo-Geheges abtrennte. Das wäre dann die Umkehrung des Schildger-Prinzipes: Weniger Platz für mehr Arten...
    (29.09.2007)
    Uakari:   " ...Rehantilope, Hunters Leierantilope, Südafrikanischer Buschbock usw. leider um etliche Jahre zu spät kam."
    Oder zu früh !
    (29.09.2007)
    IP66:   Interessant finde ich den Kunstfelsen im Tigergehege, der den selben Zweck der Belebung erfüllt wie 30 Jahre zuvor die Betondekorationen in Berlin.
    (29.09.2007)
    Michael Mettler:   Und hier das Kontrastprogramm zum unten gezeigten Foto - frei nach Hemingway: "Die grünen Hügel Afrikas"... Dieses Sommergehege ist mindestens fünf- bis sechsmal so groß, als es das Bild zeigen kann.
    (28.09.2007)
    Michael Mettler:   Endspurt, Zoo Nr. 6 und damit der letzte noch nicht erwähnte auf unserer Tour: Dvur Kralove. Für mich als Huftierfan ging damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung, auch wenn ich für diverse Raritäten (Rehantilope, Hunters Leierantilope, Südafrikanischer Buschbock usw.) leider um etliche Jahre zu spät kam.

    Um es vorweg zu nehmen: Wie sich schnell zeigte, war mein vorheriges Bild dieses Zoos (zu) sehr von den zwar flächen-, aber nicht zahlenmäßig vorherrschenden Sommeranlagen geprägt. Dass ganze Herden von Huftieren in Gehegen stehen, bei deren Optik "nüchtern" noch freundlich ausgedrückt ist, war entweder nie bei mir angekommen oder ich hatte es erfolgreich verdrängt. Damit will ich keineswegs sagen, dass die Tierhaltung in diesen Zuchtgehegen schlecht ist, denn die Erfolge sprechen für sich und der Bodenbelag ist wahrscheinlich sehr günstig für den Hufabrieb. Aber optisch - und das spielt ja nun mal auch eine Rolle beim Erleben eines Zoos - erinnern etliche Huftiergehege eben eher an die Parkplätze eines Einkaufszentrums (siehe Foto, Zuchtgehege der Grevyzebras) - nur dass unter den Dächern eben keine Einkaufswagen, sondern Tiere stehen... Beim Gehege der Kaffernbüffel drängt sich sogar der Vergleich mit einem Viehhof auf. Wir haben unabhängig voneinander die Fläche des Geheges geschätzt und kamen auf das gleiche Ergebnis: Etwa anderthalbmal bis höchstens doppelt so groß wie das in Hannover. In Hannover leben auf dieser Fläche zwei Büffel (früher waren es drei, mit Kalb gelegentlich vier), in Dvur Kralove zählten wir 15...

    Genau gegenüber der absolute Kontrast, eines der wohl hektargroßen, grünen Sommergehege, auf dem sich je eine kleine Gruppe Arabischer Oryx und Blässböcke sowie eine 30- bis 40-köpfige Herde Weißnacken-Moorantilopen tummelten. Die Bullen der letztgenannten Arten sahen wir anderweitig untergebracht; nach den Geburtsdaten der Nachzuchten auf den Gehegeschildern zu urteilen werden die Paarungen bei vielen Arten so gesteuert, dass die Jungtiere zwischen Januar und März geboren werden und somit zum Saisonbeginn fit für die Sommergehege sind. Zwischen den beiden geschilderten Gehegen befindet sich übrigens eine neu entstandene, über 500 qm große Freianlage für - Erdmännchen.

    Nicht mit Glas gespart wird in den Raubtierbereichen, sowohl im "alten" Zooteil als auch beim noch recht neuen Löwen-Pavillon in der Nähe der Safari. Sämtliche Gehege für Hundeartige, Katzen und Hyänen sind zum Besucher hin und größtenteils auch zu den Nachbar-Arten mit hohen Glasscheiben umgeben, die auf Stoß nebeneinander sitzen. Somit können z.B. die Amurtiger an einem Ende der Raubtieranlage ohne Sichtblende vom Boden bis zum Deckengitter durch vier weitere Außenanlagen hindurch bis ins letzte Gehege der Reihe schauen und haben dabei Persische Leoparden, Schabracken- und Tüpfelhyänen im Blick - der einzige Abstand zwischen den Tierarten ist jeweils die Dicke der Glasscheibe. Ungewöhnlich sind die ebenfalls verglasten Innenanlagen, denn sie befinden sich nicht in einem üblichen Raubtierhaus, sondern in einem auf beiden Seiten offenen (und zugigen!), langen "Tunnel", aus dem heraus man auch noch in das Außengehege der Löffelhunde blickt. Übrigens befindet sich wie laut Jahresbericht auch schon im Vorjahr ein junger Amurtiger in Handaufzucht.

    Überraschungen für mich waren die Tropenhallen für Vögel, Reptilien und Fische sowie eine große Flugvoliere; da hatte ich wohl vorher in den Zooführern zu sehr auf die Huftiere geschielt... Beeindruckend z.B. eine große Anlage für zwei Sunda-Gaviale mit Wasserbecken auf verschiedenen Ebenen.

    Nicht vergessen darf ich die Safari-Tour. Das Gelände liegt am Hang und bietet damit einen ganz anderen Anblick als die gewohnten Safariparks in Hodenhagen oder Stukenbrock. Z.B. habe ich ausgewachsene Elenantilopen im Wald (!) an einem Steilhang (!!) stehen sehen, den ich allenfalls Steinböcken zugetraut hätte.... In zwei Abteilungen leben hier große Zuchtherden von Weißschwanzgnus, Defassas, Litschis, Elenantilopen, Watussirindern, Pferdeantilopen und Chapmanzebras, dazu diverse Hengste, Bullen und Böcke anderer Arten. Leider hält der Safaribus nicht für alle Arten, was das Fotografieren etwas erschwerte. Ein wichtiger Programmpunkt ist aber ein Grevyzebrahengst, der vom Busfahrer in der geöffneten Tür gefüttert wird. Sah es bei unserer ersten Safaritour noch so aus, als würde der Hengst von selbst die Fahrzeuge kontrollieren, wurde bei der zweiten klar, dass er im Zweifelsfall zu diesem Zweck herangerufen wird; denn da hatte er anscheinend nur noch wenig Lust und musste sehr lange gebeten werden. Mir kam der längere Aufenthalt sehr gelegen, so konnte ich wenigstens bei stehendem Bus reichlich Antilopenfotos machen :-)

    Wir haben einen ganzen Tag in Dvur Kralove verbracht (und auch im Hotel Safari übernachtet, das ich sehr empfehlen kann!) und dabei drei komplette Runden durch den "alten" Zooteil sowie zwei entlang der großen Zucht- und Sommergehege und durch die Safari gemacht. Und das war auch gut so, denn wir mussten zu unserem Erstaunen feststellen, dass in nicht wenigen Gehegen zwei bis drei Schichten gefahren werden.

    So sahen wir in einem Gehege morgens eine kopfstarke Gruppe Kleiner Kudus (eine von mindestens drei im Zoo), auf der zweiten Runde stattdessen die Dünengazellen und auf der dritten die Damagazellen. Wenige Schritte weiter in den alten Anlagen für kleinere Antilopenarten gab es im gleichen Rhythmus erst einen männlichen Springbock, dann einen Damagazellenbock und danach wieder einen Springbock - am Gehege ausgeschildert waren zudem noch die Bergriedböcke, die wir aber den ganzen Tag über nicht zu Gesicht bekamen. (Übrigens gab es zumindest im Schaubereich keine Rappenantilopen mehr.) Warzen- und Pinselohrschweine müssen sich ebenso im Schichtdienst ein Gehege teilen wie Angola-Guerezas und Haubenlanguren, und selbst an den beiden Menschenaffen-Freianlagen waren je zwei Arten ausgeschildert, denn es werden Gorillas, Orangs und Schimpansen gehalten. Draußen war übrigens kein davon, trotz schönsten Wetters war Innendienst angesagt. Wahrscheinlich ist es dem Schichtdienst zu verdanken, dass ich auch keine Weißbartgnus zu Gesicht bekam, denn diese teilen sich ein Zuchtgehege mit den Bergzebras, und dort kamen wir erst am späteren Vormittag an.... Bei vier in der Sonne dösenden Nördlichen Breitmaulnashörnern meinte mein Mitfahrer noch, ich solle mit den Fotos bis zur zweiten Runde warten, da bekäme ich sie bestimmt besser - gut, dass ich nicht auf ihn gehört habe, denn bei der Nachmittagsrunde war die Gruppe schon wieder im Stall und nur noch ein Einzeltier draußen.... Das waren beileibe nicht alle Beispiele für Schichtdienst, und da frage ich mich, ob der Tierbestand nicht schlichtweg zu groß ist.

    Fazit: Trotz manchmal ernüchternder Optik ein "Muss" für Huftierfans; es ist schon ein anderes Erlebnis, mal z.B. eine Herde von über 20 Grevyzebras zu sehen als die sonst zooüblichen Kleintrupps. Obwohl ich als Hannoveraner in Bezug auf afrikanische Huftiere zwangsläufig verwöhnt bin und insgesamt aus diesem Bereich keine für mich neue Art oder Unterart in Dvur Kralove vorfand (aber einige lange nicht gesehene sowie mit dem Angola-Guereza immerhin ein "first" unter den sonstigen Säugern), wird das bestimmt nicht mein einziger Besuch bleiben. Wobei ich beim nächsten Mal wohl eher den Frühling bis Frühsommer wählen würde, um die reichlichen Jungtiere nicht erst als Halbwüchsige zu sehen.
    (28.09.2007)
    Michael Mettler:   ...und hier noch ein typischer Tiger-Innenkäfig in Liberec.
    (27.09.2007)
    Michael Mettler:   Hier als Beispiel das Robben-Schimpansen-Panorama mit der typischen Farbe der Streben. Die größte, etwas "waldige" Tigeranlage liegt "zwei Häuser weiter" ebenfalls hinter dem Haus am Hang, die anderen Tigerkäfige wie auch der Löwenkäfig sind m.E. nicht größer als z.B. die Außenkäfige in der Wilhelma und recht konventionell eingerichtet.
    (27.09.2007)
    Michael Mettler:   Zeit für Folge 5 der Tschechien-Eindrücke: Liberec. Die chronologische Reihenfolge war übrigens anders als die hier geschilderte, Liberec war der erste tschechische Zoo auf unserer Tour. Folglich hatte ich auch hier die erste Begegnung mit dem Goldtakin bzw. einer ganzen Gruppe dieser zoologischen Kostbarkeit: 1,2 plus ein Jungtier mir nicht bekannten Geschlechts (wurde aber bestimmt schon irgendwo im Forum erwähnt). Mangels Erfahrung mit dieser Tierart weiß ich nicht, ob sich die Färbung im Jahresverlauf ändert, aber sie ist längst nicht so satt, wie man sie sich nach dem Namen vorstellt; "Messing-Takin" wäre eigentlich passender...

    Die Anlagen für Huftiere und Elefanten befinden sich an den Höhenwegen des Zoos, der "Rest der Tierwelt" vor allem im zentralen Talkessel. Das Elefantenhaus nebst Außenanlagen lässt Erinnerungen an Gelsenkirchen oder Magdeburg aufkommen. Stefan Schubert erwähnte unten eine ehemalige Flusspferdanlage, in der Zoohistorie ist allerdings von Hippos keine Rede - dafür von einem Panzernashorn (das Oliver Jahn laut Mail selbst gesehen hat). In diesem Außengehege leben nun (bei trockengelegtem Wassergraben) Halsbandpekaris und - na? - Nasenbären, also auch hier als Nachnutzer. Die Elefantenanlage wird von einem offensichtlich für tschechische Zoos typischen Schattenspender optisch beherrscht: Drei Rohholzstämme tragen etwas, das an ein überdimensionales Storchennest erinnert. Laut Beschilderung leben die beiden Asiatenkühe zusammen mit Zwergziegen, die ich aber nicht auf der Anlage sah.

    Leckerbissen sind natürlich die Gebirgshuftiere im weiteren Sinne, denn neben den Goldtakinen gibt es noch Kanadische Moschusochsen, Himalaya-Tahre, Turkmenische Markhore, Ostkaukasische Ture und Szechuan-Blauschafe, letztere in einer herrlichen Anlage: Nichts ahnend kommt man auf dem Rundweg um eine Kurve und steht plötzlich einem großen Steilhang gegenüber, gekrönt von einer dekorativen Klippe.

    Weitere seltener zu sehende Huftiere sind Pferdeantilopen, Somali-Wildesel (stattliche Herde) und die "mähnenlose" Variante des Böhmzebras (in Vergesellschaftung mit Rothschildgiraffen, könen sich aber in ein eigenes Gehege - früher Breitmaulnashorngehege - zurückziehen), für die man in Tschechien noch immer Unterartstatus aufrecht erhält.

    Auf den Wegen entlang des Hanges findet man diverse Katzen (China- und Schneeleopard, Luchs), Eulen und Greifvögel, unter letzteren eine besondere Zoorarität, nämlich zwei Gelbkopfkarakaras (auch Chimachima genannt). An anderer Stelle gibt es noch eine Reihe von Zuchtvolieren für Großgreife, die allerdings zur Zeit nur teilweise besetzt, da offensichtlich im Umbau oder in Renovierung begriffen ist. Hier wären z.B. Habichtsadler oder Riesenseeadler zu nennen. Kleinen Pandas kann man am Hang Auge in Auge in die Kletterbäume und auf den Schlupfkasten schauen, wobei letzterer Anblick nicht so lecker war, da der Kasten anscheinend für die Pfleger sehr schlecht zu erreichen ist: Neben den dösend zusammengerollten Tieren lag ein fast pandagroßer Haufen aus "Hinterlassenschaften"...

    Was schon an den hangseitigen Katzenanlagen beginnt, setzt sich im Tal fort: Verglasung allorten. So schön Platz sparend Sichtscheiben sind und einen gelegentlich bis auf Zentimeter an ein Tier heranlassen, so gewöhnungsbedürftig ist es, wenn ein ganzen Zooteil aussieht wie eine Leistungsschau der Glasindustrie. Außer Spiegelungen sieht man nämlich erst mal nicht viel, das Abschatten der Scheiben mit den Händen wurde an diesem Tag unsere "typische Handbewegung". Da die Gebäude und Außenanlagen im Talkessel relativ eng stehen, erinnerte der Rundgang dort ein wenig an einen Schaufensterbummel. Fast sämtliche Metallteile sind zudem in jenem hellen Türkiston gestrichen, mit dem man früher bei uns betonierte Gartenteiche ausgemalt hat...

    Aber weg von der Optik: Bemerkenswert fand ich eine oben offene, natürlich mannshoch verglaste Freianlage für eine Asiatische Goldkatze; das Tier wirkte allerdings recht senil (oder kränklich). Architektonisch interessant eine Art gläserne Schildkröte, die als Flamingostall dient. Alle Innen- und Außenkäfige des Affenhauses für Niedere Affen und Schopfgibbons sind verglast, natürlich auch die Schimpansenfreianlage, die direkt an die Mähnenrobbenanlage grenzt - natürlich nur durch eine Glasscheibe voneinander getrennt. Innen leben die Schimpansen in einer Anlage mit wenig Tiefe und Stufenstruktur, also quasi auf einer langgestreckten Treppe. An anderer Stelle befindet sich übrigens (noch?) eine unverglaste Affenanlage, ein sehr großer Käfig mit massiven Gitterelementen, besetzt mit Mantelpavianen. Im Tropenpavillon Krallenäffchen, Orangs, Reptilien und Vögel hinter Glas (bis auf ein paar Vogelvolieren außen). Besonderheiten: ein Feuer-Hornvogel und ein Paar Riesentukane, das möglicherweise Nachwuchs hat oder erwartet (Teil der - verglasten - Anlage mit Strohmatten abgeschirmt).

    Bliebe noch der Raubtierpavillon: Natürlich mit komplett verglasten Innen- und Außenanlagen für Servale, (Zoo-)Löwen und weiße Tiger (auch die Trennung zwischen den Arten und Individuen besteht größtenteils aus Glas). Das Innere dieses Hauses ist einerseits eindrucksvoll, da der Besucherraum so klein ist, dass man sich mitten in einem Großkatzenrudel wähnt (siehe Foto); wenn andererseits für andere Zoos schon mal die Bezeichnung "Großkatzenaquarien bzw. -terrarien" geprägt wurde, dann kann man die Tiger-Unterkünfte in Liberec eigentlich nur noch als "Großkatzen-Goldfischgläser" bezeichnen....

    Fazit: Vom Tierbestand her unbedingt sehenswert, von den Anlagen her teilweise sehr gewöhnungsbedürftig. Ich frage mich, wie das Gläsermeer an einem sonnigen Tag wirkt (bei unserem Besuch war es bedeckt), da hätte ich mich wahrscheinlich mancherorts im Zoo wie im Spiegelkabinett gefühlt.

    Wir haben Liberec am selben Tag besucht wie Dresden, was eigentlich ohne Zeitnot möglich war; wegen diverser Straßenausbesserungsarbeiten zwischen den Zielen waren wir allerdings länger als geplant auf der Piste. Dummerweise wurden viele Tiere in Liberec bereits zwischen 16.00 und 16.30 Uhr aufgestallt bzw. in die Schauhäuser geholt, so dass wir auf der zweiten Runde viele Außengehege leer vorfanden.

    Als Ortsunkundiger rauscht man übrigens an den Parkmöglichkeiten vor dem Zooeingang schnell versehentlich vorbei, was etwas ärgerlich ist, da man danach in eine Einbahnstraße gerät; man kommt aber automatisch zu einem großen Parkplatz am oberen Ende des Zoos. Nur muss man dann hangabwärts am Zoo entlang ein ganzes Stück zur Kasse hinab laufen, um nach dem Eintreten den selben Hang auf der anderen Seite des Zoozaunes wieder hinauf zu steigen.... Fast alle dort liegenden Großtiergehege (bis auf die Goldtakine...) sind auch von außerhalb des Zoos durch den Zaun einsehbar, das versüßt den Weg vom und zum Parkplatz etwas.
    (27.09.2007)
    Michael Mettler:   Das lichtdurchflutete Innere enthält als Hauptelement eine kleine Elefantenfreianlage im Kunstfelsstil mit einem angefügten Boxenbereich, die von zwei Asiatischen Elefantinnen bewohnt wird. Den "Nebenbesatz" des Hauses hatte ich ja schon erwähnt.
    (26.09.2007)
    IP66:   Immerhin wurde versucht, die Gestalt der Halle durch die Träger und Wechsel im Material aufzulockern. Das Ergebnis sieht aber eher kleinlich aus, zumal Lage und gehaltene Art eine monumentalere Lösung gestattet hätten. Ich könnte mir den Innenraum unter der Glastonne allerdins recht gut strukturierbar vorstellen.
    (26.09.2007)
    Michael Mettler:   Sorry, PanOrama natürlich.... :-)
    (25.09.2007)
    Michael Mettler:   Anbei für unsere architektonisch Interessierten ein Bild des neuen Elefantenhauses in Usti. Wie gesagt, laut Aushang sollen sich zukünftig an diesen Baukörper zwei weitere im gleichen Stil anschließen. Im Moment gibt es die etwas skurrile Situation, dass an der im Bild linken Seite des Hauses eine Aussichtsplattform anschließt, von der aus man aber lediglich auf die Wirtschaftszufahrt des Hauses blickt... Die Außenanlage der Elefanten befindet sich bei dieser Perspektive an der Rückseite des Hauses.

    Im Vordergrund sieht man eine der kralartigen, aber sehr großflächigen Huftieranlagen. Die Umgrenzung würde wahrscheinlich auch Elefanten standhalten, besetzt ist die Anlage aber mit einer Zuchtgruppe Vietnam-Sikas und einer Junggesellengruppe Hirschziegenantilopen.

    Im Inneren des Hauses gibt es neben einem als Flußufer gestalteten Großaquarium und Vogelvolieren noch eine Reminiszenz an längst vergangen geglaubte Zeiten: Der Trockengraben vor der Elefanten-Innenanlage ist zum Besucher hin verglast und dient als sehr schön gestaltete Landschildkröten-Anlage (Oder sollte ich es eine Panirama-Anlage a la Hagenbeck nennen...?). Als besonderes Kuriosum werden nicht nur die beiden Elefantenkühe am Gehege mit "Passbild" und Namen vorgestellt, sondern auch alle Schildkröten!
    (25.09.2007)
    Michael Mettler:   Die Baustelle lässt noch keine definitive Einschätzung zu. Das könnte genausogut ein Flamingo-/Wasservogelgehege werden; als stimmungsvoller Ausblick für die Terrasse und am Fuße des Hügels gelegen (der logischste Platz für ein "Gewässer"), halte ich diese Möglichkeit für nicht mal unrealistisch.
    (25.09.2007)
    Uakari:   Im April waren die Hirscheber noch dort, die Weisnasenmeerkatze liess
    sich blicken, das Restaurant noch voll im Bau. Spätestens im Frühjahr werd ich ja sehen was in die Anlage kommen wird.
    Das Järvgehege ist aber toll.
    (24.09.2007)
    Michael Mettler:   Ich meinte die Hirscheber, die laut Zooführer vorher dort untergebracht waren. Da sich gegenüber dem unteren Rand des Geheges die Terrasse des Restaurants befindet, "schreit" diese Anlage allerdings förmlich nach einer typischen Publikumsart. Die benachbarte Zwergotteranlage scheint laut einer Formulierung im JB nur als Sommergehege benutzt zu werden.

    Übrigens habe ich eben auch den letzten Jahresbericht aus Decin auf der dortigen HP eingesehen. Von der Weißnasen-Meerkatze ist demnach nur noch ein einzelnes Weibchen vorhanden (ließ sich bei meinem Besuch leider nicht blicken). In der Tierbestandsliste sind die Berganoas nicht mal als solche aufgeführt, sondern schlicht als Anoa depressicornis....
    (24.09.2007)
    Uakari:   Welche bisherige Tierart ist gemeint?
    Die Zwergotter sollen glaube ich
    ins neue Regenwaldhaus ziehen.
    Evtl. erfolgt dann ein Themawechsel und es kommen die Zwerghippos zurück,
    wäre möglich. Oder die Hirscheber kommen wieder zurück, denn der Kängurustall ist sicher nicht heizbar.
    Daran lässt die Bauweise der Leoparden
    käfige denken, aber ich kenn sie nur so. Aber im Haus war früher Zelle an Zelle mit einem Guckfenster. Da ist zusammengelegt wurden.
    (24.09.2007)
    Michael Mettler:   P.S. Dabei meinte ich die AUSSENkäfige der Leoparden.
    (24.09.2007)
    Michael Mettler:   @Uakari: In gedruckter Form habe ich den Jahresbericht auch nicht, er ist aber als pdf (auch in Englisch) auf der Homepage zu finden. Falls ich es nicht überlesen habe, steht aber leider nicht drin, was aus der jetzigen Baustelle der früheren Hirscheber-Anlage mal werden soll. Das Thema Asien dürfte wohl erhalten bleiben (Nachbarn sind Zwergotter, Japanische Seraus und Zwergmuntjaks), die bisherige Tierart auch?

    Übrigens gibt es auch in Usti mindestens ein Beispiel dafür, dass eine moderne Anlage für eine neu angeschaffte Art errichtet wurde, statt für vorhandene Arten neue Haltungsbedingungen zu schaffen: Der Vielfraß ist erst seit 2006 im Bestand.

    Waren die Leopardenkäfige schon immer so groß wie heute? Die Bauweise lässt daran denken, dass schon vor längerer Zeit die Käfigtiefe auf das Doppelte erweitert wurde.
    (24.09.2007)
    Uakari:   Die schönen grossen Anoazuchtgehege in
    Usti sind noch erwähnswert, Kasuar und Känguru gibts derzeit nicht.
    Die Parzellen des Raubtierhauses hatten vor dem Umbau übrigens echte Knastatmosphäre: Kleine Grundfläche (aber extrem hoch), Holzliegebank, Grüne Wand, Gittertür... das wars schon. Den Besatz dieses Warmhauses mit Schneeleoparden (dort wird doch extra gekühlt oder nich?) und "kalten"
    Leopardenunterarten find ich nicht optimal.
    (24.09.2007)
    Uakari:   Das muss ich nachlesen im Zoomagazin, aber caudatus war dabei, so wurde die Hybridgruppe in Dresden früher auch bezeichnet und im Jahresbericht standen die Usti Tiere als Einstellung,
    so ich mich Recht erinnere.
    Vor dem Zusammenbruch der Silberlangur-gruppe bewohnten diese die Guerezaanlage.
    Wo gibts den Jahresbericht in Usti, ich muss ihn verpasst haben im April,
    im Zooshop?
    (24.09.2007)
    Michael Mettler:   Tss, tss - da gibt ein Zoo schon mal auf dem Gehegeschild und im Jahresbericht die Unterart an, und dann ist es vielleicht nicht mal die richtige... Aus welchen Ursprungsformen entstand eigentlich die Dresdener Mischlingsguerezazucht?
    (24.09.2007)
    Uakari:   Die Guerezas in Usti stammen glaube ich aus Dresden, da wäre ich mit der
    Bezeichnung caudatus vorsichtig.
    Die Varis sitzen wieder in den normalen
    Käfigen, der Freilauf wird misslungen sein weil die Tiere sonst immer am Imbiss sassen.
    Im Irbissgehege waren vorher übrigens
    Zwergflusspferde.
    (24.09.2007)
    Michael Mettler:   P.S. Wie ich eben noch im Jahresbericht 2006 gelesen habe, steht in Usti demnächst eine Artenreduzierung zumindest im Primatenbereich bevor, und unter den Kleinraubtieren befinden sich diverse alte bzw. nur noch einzeln vorhandene Tiere. Da sind also einige Änderungen in nächster Zeit zu erwarten.
    (23.09.2007)
    Michael Mettler:   So, jetzt habe ich Zeit, meinen Reiseeindrücken Teil 4 nachzuschieben: Usti nad Labem.

    Betritt man den Zoo durch den talwärtigen Eingang (es gibt einen weiteren am höchsten Punkt), wähnt man sich zunächst in einem Park der "Liga" Darmstadt (kleine Anlagen eng nebeneinander, keine Weiträumigkeit), aber je höher man am Hang kommt, desto mehr verfliegt dieser Eindruck - die Huftieranlagen im oberen Bereich haben z.T. Tierpark-Berlin-Maße. Darunter ein riesiges Gehege an einem waldigen Hang für Weißlippenhirsche sowie Huftierweiden für asiatische Arten, die man sich am besten als große Krals mit Beton-Fertigelementen als Gehegemauern vorstellt, von deren Krone man in die Gehege hinab blickt. Es gibt aber auch umgitterte, recht große Gehege für z.B. Litschis, Bergzebras und Hirschziegenantilopen. Im oberen Bereich finden sich auch sehr weitläufige Wiesenanlagen für Geparden und Kamele, Gehege für Giraffen, Nashörner, afrikanische Antilopen und Wildesel und das neue Elefantenhaus, an das sich laut aushängendem Plan in Zukunft zwei weitere Baukörper ähnlicher Form anschließen werden, in die u.A. die jetzt noch sehr konventionell untergebrachten Orangs aus dem Eingangsbereich umziehen werden.

    Im unteren Bereich ist das Gehege, das laut Zooführer vorher Hirscheber beherbergte, gerade Baustelle; die vorherigen Bewohner sahen wir stattdessen im Kängurugehege, wo stattdessen keine Spur mehr von Beuteltieren war. Relativ neu muss die große, baumbestandene Vielfraßanlage sein. Das Weibchen hat sich als Lieblingsruheplatz eine Astgabel in geschätzt 5 bis 6 m Höhe ausgesucht (!), worauf eine Abbildung am Gehege extra hinweist. Außer Fischkatzen, die eine sehr große und reich strukturierte Voliere bewohnen, werden die meisten anderen Kleinraubtiere in eher konventionellen Anlagen gehalten. Krabbenwaschbär, Amurkatze, Rohrkatze, Ozelot und Fossa z.B. in einer fasanerieartigen Käfigreihe - Amur- und Rohrkatze schieben anscheinend derzeit Schichtdient, denn es gibt für die fünf Arten nur vier Außenkäfige.

    In der Nähe befindet sich das Affenhaus. Zoologische Highlights waren hier für mich die Indischen Hutaffen und die Silberlanguren, letztere für mich ein "first". Es sind zwei Tiere, die mit einem Haubenlanguren (diese Art wird auch noch in eigener Gruppe gehalten) zusammen leben, so dass man die unterschiedlichen "Frisuren" gut vergleichen kann. (Die heute als Art auratus betrachteten Haubenlanguren waren bei ihrer Einfuhr damals verschiedentlich - so im Zoo Berlin - als Presbytis cristatus geführt worden; der wirkliche cristatus ist aber eben der Silberlangur oder Budeng). Auch eine Zuchtgruppe Weißwangen-Schopfgibbons ist - neben einem separat gehaltenen Einzeltier - bemerkenswert, dazu Weißschwanzguerezas (ssp. caudatus) und Hulmans. Neben Diana- und Brazza-Meerkatzen gibt es auch drei Tiere aus dem Diadem-Weißkehl-Arten/Unterartenkomplex. Das adulte Männchen verkörpert den Weißkehltyp und ist - falls es nicht zwischendurch einen Wechsel gab - gebürtiger Hannoveraner, das adulte Weibchen sieht mehr nach Diadem-Typ aus, und die beiden hatten ein halbwüchsiges Jungtier.

    Weitere Primaten, nämlich Krallen- und Totenkopfäffchen sowie Lemuren, finden sich im Exotarium. Dieser Bau beherbergt in zwei getrennt begehbaren Etagen zudem Terrarien- und Aquarienbewohner, ein paar Vögel sowie weitere Kleinsäuger, deren Innen- und Außenkäfige noch sehr an ein Niederaffenhaus der "Badezimmer-Ära" erinnern. Immerhin können die Insel-Flughunde sogar einen Außenkäfig nutzen. Die Seilabsperrung zum Besucherweg vor den Außenkäfigen befindet sich so dicht am Gitter, dass man nicht mal besonders lange Arme haben und sich auch nicht vorbeugen muss, um durchs Gitter greifen und z.B. Erdmännchen kraulen zu können, da sich deren Bodenniveau auf bequemer Griffhöhe befindet. Auch die in der Käfigreihe untergebrachte zweite Fossa wäre auf diese Weise problemlos erreichbar. Schön für Fotografen (man kommt mit dem Objektiv problemlos ans Gitter), aber m.E. doch etwas gefährlich. Eine über Gitterlaufgang mit dem Haus verbundene Freianlage mit einem riesigen Baum war ursprünglich - siehe Reisebericht von Stefan Schubert unten in diesem Thread - für Varis gedacht, doch sitzen diese jetzt in den normalen Käfigen und die Anlage wird von DER Nachnutzer-Tierart schlechthin bewohnt: natürlich Nasenbären, was sonst.

    Bemerkenswert ist das Raubtierhaus, und zwar in mehrfacher Hinsicht. Bewohnt werden seine Anlagen von Amur- und Nordpersischen Leoparden (traditionelle, aber ungewöhnlich große Gitterkäfige), Schneeleoparden (sehr große, volierenartige Außenanlage), Angola-Löwen und Malaienbären (jeweils Freianlage). Die Innenräume der Tiere erinnern an das Affenhaus in Antwerpen, da gibt es Tempel-, Wald-, Fels- und sonstige Dekorationen. Der große Besucherraum wird reichhaltig für Didaktik genutzt. Die in den von uns besuchten tschechischen Zoos weit verbreitete Gewohnheit, Mauern bzw. kahle Käfig- und Gehegerückwände durch (für meinen Geschmack größtenteils sehr gelungene) Landschaftsmalereien mit naturnaher Gehegestruktur im Vordergrund in Einklang zu bringen, erreicht bei den drei größten Anlagen dieses Hauses ihren Höhepunkt, der allerdings hart an Kitsch grenzt (wobei eine graue Betonwand sicher auch nicht schöner wäre). Während die gelbliche Steppenlandschaft hinter den Löwen oder das vorwiegend bläuliche Himalaya-Panorama hinter den Schneeleoparden noch relativ unaufdringlich wirken, erinnert die Wald-Gebirgslandschaft hinter den Malaienbären (siehe Foto) sehr an die Illustrationen in einem Tieratlas für Kinder.... Gewöhnungsbedürftig. Das Gehege selbst ist ansonsten keineswegs schlecht, sondern groß und reich strukturiert, wenn auch - wie so viele Zoogehege für Waldbewohner - arm an Schatten; die Bären müssen sich dann in den voll nutzbaren, gut einsehbaren Graben zurückziehen. (Auch der Trockengraben der Löwenanlage ist für die Katzen nutz- und für die Besucher einsehbar.)

    Ungewöhnlich ist auch die nahe dem Tal-Eingang gelegene Robbenanlage: Ein Paar Kalifornischer Seelöwen bewohnt hier ein relativ kleines Außenbecken, dazu aber noch einen geschlossenen Pavillon mit einer unterschwimmbaren Kunstfels-Plattform als Landteil. Dieser Pavillon ist von außen auf zwei Ebenen einsehbar (über und unter dem Wasserspiegel).

    Fazit: Ein überwiegend sehr sehenswerter Zoo, der aufgrund seiner Größe und Hanglage (z.T. sehr steile Wege) körperliche Fitness erfordert. Der mit "Raritäten" gespickte Tierbestand darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hier anscheinend nach dem Prinzip verfahren wurde "Wildkatze raus, Fossa rein" - sprich, gerade unter den Primaten und Kleinraubtieren leben diverse Arten in Unterkünften, wie man sie auch in Parks der Kategorie Bad Pyrmont oder Gettorf finden könnte.
    (23.09.2007)
    Michael Mettler:   @Tina: Nein, nicht mehr. Das letzte Flusspferd von dort, der Bulle Hein(i), wurde vor einigen Jahren nach Antwerpen abgegeben. Das frühere Gehege dürfte dann wohl dem Umbau des Elefantenhauses gewichen sein. Zwergflusspferde sind allerdings an anderer Stelle noch im Bestand (vier Stück gesehen).
    (22.09.2007)
    Tina:   Gibt es denn in Dvur Kralove Flusspferde?? Habe zwar von Flusspferdhaltung was gelesen, aber auf dem Gartenplan der Homepage vergeblich danach gesucht. Oder habe ich da was übersehen??
    (22.09.2007)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Nee, habe ich nicht in dem Sinne - gewürdigt schon, da ich etwas für Purpurhühner übrig habe, aber von der Unterart wusste ich nichts. Auch z.B. nicht, dass ich vor Ostafrikanischen Springhasen stand (m.W. sind und waren die "deutschen" Springhasen Südafrikaner). Dafür war ich aber durch den JB darauf vorbereit, unterartreine Habichtskäuze zu sehen (liturata oder macroura, werden beide gehalten; da nicht entsprechend beschildert, kann ich aber nur vermuten, wahrscheinlich erstere gesehen zu haben).

    Welche Stachelmausform in dem überbesetzten Terrarium im Afrikapavillon zu sehen war, lässt sich leider auch durch die Tierbestandsliste nicht klären. Laut JB wurde die Zucht von Acomys cahirinus hunteri im letzten Jahr beendet, von der Nominatform wird anscheinend auch in Prag nur die melanistische Variante gehalten (kommt also ebenfalls nicht in Frage), A. russatus war es definitiv nicht - blieben also nur A. cilicicus (würde geografisch nicht passen, da aus der Türkei stammend) oder die noch unbestimmte Form aus Nordkenia. Beschildert waren sie schlicht als Acomys cahirinus.

    Den Pflanztrog liebt der Waran anscheinend sehr, ich sah ihn in diesen hineinsteigen und sich geradezu drin suhlen. Im selben Haus "genoss" übrigens eine männliche Riesenschildkröte "Einzelhaft", sie war mit ein paar hölzernen Hürden auf einen kleinen Bereich des Hauses beschränkt. Laut Aushang - auch auf Englisch - hatte dieses Männchen einen Geschlechtsgenossen aus dem Haus vertrieben und nicht wieder hinein gelassen, so dass er sich nicht drinnen aufwärmen konnte. Als Konsequenz entstand dann das vielleicht erste "Bullenabteil" in einem Schildkrötenhaus....
    (21.09.2007)
    Karsten Vick:   Na Riesenkanadagans geht ja noch, die kannst du inzwischen auch wieder in Berlin besichtigen, aber hast du die Purpurhühner gebührend gewürdigt? Lt. Liste ist das die spanische Nominatform und das Foto im Zooführer bestätigt das. 2004 gabs die leider noch nicht.
    Der Prager Salvadoriwaran lebte damals im Schildkrötenhaus und lag in einem eigentlich für Pflanzen bestimmten Kasten an der Rückwand. Bei seinem Kollegen in Dvur Kralove wurde gerade sauber gemacht, der hat sich schön in Bewegung gezeigt.
    Pozor vlak = Vorsicht Zug = Schild an Bahnübergängen, das war auch eine meiner ersten autodidaktischen Tschechisch-Lektionen.
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Dank deiner Hinweise habe nun einige Gründe mehr, nochmal nach Prag zu fahren. Wie in so vielen Zoos schweigen sich auch dort die Gehegeschilder gern über Unterarten aus, also habe ich nichts ahnend vor einigen Spezialitäten gestanden (ich sag nur mal Riesenkanadagans). Zwar hatte ich vor der Abfahrt extra noch den englischsprachigen Jahresbericht durchgesehen, aber darin ist nun mal nicht der gesamte Arten-/Unterartenbestand erfasst...
    (21.09.2007)
    Zooinsider:   Hey schaut mal bei "Blutpythons" vorbei da steht auch was über euer Thema.
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   Hey, danke für den Tschechisch-Crashkurs :-) Das Wort, das mir auf meiner Reise am häufigsten zu Gesicht kam - in welchem Zusammenhang auch immer - war allerdings "Pozor". Da es im Zusammenhang mit gefährlichen Zootieren, Elektrozaun, Bahnübergängen und Hotelsteckdosen auftauchte, brauchte man nicht allzu viel Fantasie, um es mit "Vorsicht!" zu übersetzen....

    Und ja, der Salvadoriwaran in Prag ist ein sehr schönes Exemplar, ich durfte das "Baumkrokodil" sogar in Aktion sehen - im Gegensatz zu seinem Artgenossen in Dvur Kralove.
    (21.09.2007)
    Stefan Wolf:   Ich gebe ein weiteres Stichwort für die Expansion der Tierbestandslisten-Recherche: Hroch obojzivelny..... (= Flusspferd). :)))
    (21.09.2007)
    Karsten Vick:   @Michael Mettler: Varanus indicus wurde gezüchtet, vom Salvadoriwaran gibt es nur ein einzelnes Exemplar (wenn es noch das von 2004 ist, dann ist es ein sehr schönes stattliches Tier).
    Da du ja nun schon ein bisschen tschechisch kannst (dum = Haus - Respekt!!!), solltest du deine Nachforschungen auf die Tierbestandslisten auf der tschechischen HP ausdehnen. Also mit der Maus auf "zvirata" gehen und dann auf "zvirata v cislech" klicken. Zuerst siehst du die Lurche, kannst dann Plazi (Reptilien), Ptaci (Vögel), Savci (Säuger), Bezobratli (Wirbellose) und Ryby (Fische) anklicken. Erste 3 Spalten Tiere im Zoo (M, W, ?), die anderen 3 analog außerhalb eingestellte (deponaty).
    Viel Spaß!
    Noch ein wichtiges Wort auf den anderen HPs: vyrocni zprava (mehrzahl zpravy) = Jahresbericht. Sind auf den meisten Zooseiten als pdf drauf, oft mit englischer Zusammenfassung, so gut wie immer mit Tierbestandsliste.
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   @Saki: Da wir uns bei der Einreise mit tschechischen Kronen versorgt haben, stellte sich für uns die Frage nach der Euro-Zahlmöglichkeit nicht mehr - kann ich also gar nicht beantworten, darauf habe ich nicht geachtet. Die Parkplätze von Dvur Kralove, Prag und Chomutov sind gebührenpflichtig, eine eigentliche Bewachung ist mir allerdings nicht aufgefallen.
    (21.09.2007)
    Saki:   @Michael Mettler
    Kann man in den von Ihnen genannten (Liberec, Dvur Kralove, Prag, Usti, Decin, Chomutov)Zoos mit Euro zahlen oder nehmen die nur tschechische Kronen? Und wie sieht es mit den Parkplätzen aus, gib es dort überall bewachte? Würde mich interessieren da ich ebenfalls eine Zootour dort plane.
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   Und jetzt habe ich eine Frage an die Prag-Kenner: Laut Jahresbericht 2006 wurden 34 Jungtiere vom "Papuan monitor (Varanus indicus)" aufgezogen. Nun heißt der Papua-Waran eigentlich Varanus salvadorii, Varanus indicus wäre der Pazifik-Waran, und beide Arten werden in Prag gehalten. Aber welche davon wurde gezüchtet?
    (21.09.2007)
    Michael Mettler:   Nachtrag zu Prag: Es gibt einen bereits flüggen Jungvogel bei den Rhinozeros-Hornvögeln.

    Inzwischen habe ich, auch zwecks Nachbestimmungen, in den online gestellten Jahresberichten des Zoos gestöbert. Darin ist die Rede davon, dass in Prag nur zwei weibliche Tayras gehalten werden. Falls sich daran in der Zwischenzeit nichts geändert haben sollte, dürften also die von mir beobachteten und fotografierten Paarungen eher fruchtlos bleiben :-)
    (20.09.2007)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: "Unsere" Aufseherin war zwar sehr nett und sprach ebenfalls besser Englisch als wir, aber das hat uns wenig genützt... Allerdings war das Nachttierhaus (wie überhaupt der ganze Prager Zoo) gut besucht, obwohl nicht mal Wochenende war. Allerdings bin ich mit "Fotolücken" auch im Laufe der Jahre gelassener geworden, früher hätte ich mich wegen der verpassten Chance in den Allerwertesten gebissen - da war ich auch noch gelenkiger :-)

    @Karsten Vick: Neben den Weißschwanz- und Südafrikanischen Stachelschweinen müsste es in Prag noch Mischlinge aus beiden Arten geben. Die Stachelschweine am Szechuan-Pavillon waren im Gegensatz zu den beiden anderen Gehegen nicht artlich ausgeschildert, könnten also genausogut die Mischlinge sein.

    Tierhäuser als Pavillons zu bezeichnen finde ich übrigens ausgesprochen wohlklingend, das sollte man bei uns auch mal einführen. Passt allerdings nicht auf alle Bauwerke, z.B. beim Dickhäuterhaus im TP Berlin oder beim Vogelhaus im Berliner Zoo täte ich mich mit "Pavillon" schwer. ALLE Tierhäuser in Tschechien heißen aber nicht so, das neue Haus für die afrikanischen Großtiere in Prag heißt "Africky dum", und irgendwo auf der Tour las ich auch "Indicky dum" (dum = Haus?).

    Der Esskastanienhain in Chomutov ist wirklich beeindruckend, zumal wir ihn in strahlender Sonne und voll mit Früchten behangen erleben durften. Laut der deutschsprachigen Info bei der Safaritour, deren Weg auf der Rückfahrt am Hain entlang verläuft, ist es der nördlichste Esskastanienhain Europas.

    Apropos Tierwelt außerhalb der Gehege: Wir haben überall ausschließlich Eichhörnchen der schwarzen Farbform gesehen. War das Zufall, oder gibt es die rote Farbform in Böhmen tatsächlich nicht?
    (19.09.2007)
    WolfDrei:   @K. Vick: Da hatte ich im Nachttierhaus wohl mehr Glück! Der männliche Aufpasser war des Englischen mächtig und erwies sich auch als Fotofan. Mit einer kleinen "Gabe" (Tierparkführer) durfte ich 3-4- Blitze machen. Er hatte selbst "weggesehen" und mich informiert, wenn andere Besucher kamen. War wohl ein ruhiger Tag!
    (19.09.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Danke für Deine Antwort hinsichtlich der neuen Anlage. Damit hast Du auch gleich meine zweite Frage beantwortet, nämlich, was für Tiere genau dort dann einziehen sollen. Das war anhand der Grafik und wegen mangelnder Sprachkenntnisse für mich nicht ersichtlich.
    Der "blonde" Giraffenbulle ist mir übrigens auch gleich aufgefallen und ich meine dass es im Opel-Zoo Kronberg auch eine hellmähnige Giraffe gibt.
    (19.09.2007)
    Karsten Vick:   Als das schönste in Chomutov habe ich damals die alte Esskastanien-Plantage empfunden. Für den, der sich auch nur einigermaßen für die Tierwelt außerhalb der Gehege interessiert, ist dort auch ein Fernglas ein Muss. Hatte ich damals im Auto liegengelassen. Als plötzlich ein Ast an einer Eiche im Moschusochsengehege anfing, sich zu bewegen und sich als Steinkauz entpuppte, wollte ich der Kassiererin klarmachen, dass ich nur mal gaanz kurz das Gelände Richtung Auto verlassen möchte um das Glas zu holen. Aber die Süße ließ sich leider genausowenig erweichen, wie die Wächterin im Prager Nachttierhaus, die die Sonnendachse nich anleuchten wollte.
    Stachelschweine am Szechuanpavillon (in Tschechien heißen übrigens alle Tierhäuser pavillon) müssten Weißschwänze sein. Wenn die Baumstachler immer noch auf der Anlage sitzen, die ich auch kenne, dann gab es die schon vor dem Bau des Indonesienhauses.
    (18.09.2007)
    Karsten Vick:   Ja in Paris, allerdings Jardin des Plantes hab ich auch meine bisher einzigen Arctogalidias gesehen. @Michael: Wenn dich das tröstet, soweit ichs im Jahresbericht richtig entziffert habe, sind die Musangs Importtiere aus Burma.
    (18.09.2007)
    WolfDrei:   @MM: Die Arctogalidia stammte übrigens aus Paris-Vincennes-das Tier mußte "damals" (ca 1997) schon alt gewesen sein.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   @Steffen Kohler: Danke für die Aufklärung. Einerseits schade, andererseits beruhigt es mich, dass ich nun doch nicht sehenden Auges an einer unerkannten zoologischen Rarität vorbei gegangen bin :-)
    (18.09.2007)
    Steffen Kohler:   Für Arctogalidia trivirgata bist du leider zu spät gekommen, in der Anlage leben jetzt Fleckenmusangs - also ein "first" weniger, aber auch eine Art, die man in Deutschland kaum - wenn überhaupt - noch findet.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   Folge 3: Prag. Auch hier beschränke ich mich auf das, was von schon geschilderten Besuchen nicht schon nachzulesen ist, wiederhole aber gern das Gesamturteil: Ein Zoo auf hohem Niveau und mit sehr sehenswertem Tierbestand. Auch mir fiel die gestalterische Ähnlichkeit des oberen Bereiches mit Nürnberg auf, beim "Indonesischen Dschungel" fühlte ich mich an eine verkleinerte Version von "Taman Indah" in Rotterdam erinnert - nur eben mit Primaten statt Dickhäutern. Sehr schön hier die Einbeziehung des Besucherweges in das künstliche Ast- und Wurzelgewirr, so dass der Weg im Gegensatz zu manch anderem Tropenhaus nicht wie eine geräumte Schneise im Urwald wirkt.

    Der benachbarte Afrika-Pavillon ist eigentlich ein "Zoo im Zoo"; allein 29 Säugetierarten weist meine Liste im und am Pavillon aus, dazu diverse Reptilien, Amphibien und Wirbellose. Leider ließ sich bei drei Runden durch den Komplex kein Honigdachs und Südafrikanisches Stachelschwein in den Außenanlagen blicken, erstere sah ich auf der letzten Runde dann wenigstens drinnen in Aktion. Erstaunlicherweise fanden die nicht wenigen Besucher die Honigdachse weniger interessant als die gegenüber befindlichen Vitrinen mit Kleintieren, ich hatte die Dachse quasi für mich allein.... Vor den Außenanlagen der Löffelhunde, Fuchsmangusten und Kap-Borstenhörnchen war dagegen der Andrang groß. Die neben den Löffelhunden befindliche, optisch aber etwas "abgehängte" Außenvoliere der Zwergmeerkatzen fand dagegen kaum Beachtung. Die Meerkatzen leben zumindest drinnen mit Waldhamsterratten zusammen; wäre interessant zu wissen, ob diese auch nach draußen dürfen. Obwohl es ein wunderschönes Haus ist - sowas hätte ich gern in Hannover! - muss ich auch einen Kritikpunkt loswerden: Die Haltung der kleineren Nagerarten darin ist im doppelten Wortsinn grottenschlecht. Selbst hinter "Felsspalten" und "Astlöchern" sind Mini-Terrarien eingebaut, in denen zum Beispiel verschiedene Rennmaus-Arten auf einer wenig mehr als A4-großen Grundfläche leben müssen. Bodenbewohner wie Streifenmäuse leben in Becken mit kleiner Grundfläche, aber reichlich Klettergezweig, ein Klettertier wie der Zwergschläfer dagegen in einem Felsloch, das die Größe eines Papageiennistkastens hat. Das Stachelmausterrarium war so überbesetzt, dass man vor lauter Tieren kaum die Einrichtung erkennen konnte. Mir ist klar, dass Normalbesucher und viele hauptsächlich an Großtieren interessierte Zoofans Kleinnager nur als Füllmaterial für irgendwelche Nischen betrachten, aber umgerechnet auf Großtiermaße ist eine solche Haltung vergleichbar mit Löwen oder Schimpansen in einem Hundezwinger und eines modernen Zoos (und neuen Gebäudes!) nicht würdig. Da eine Vergrößerung der Nagervitrinen schlecht möglich sein dürfte, bliebe nur der alternative Besatz mit Kleinreptilien (z.B. kleinwüchsigen Geckos) oder weiteren Wirbellosen.

    Was fiel mir sonst auf, was nicht schon irgendwo hier berichtet wurde? Zwei junge Sumatratiger, ein (am Boden!) brütender Mohrenklaffschnabel in den Zuchtvolieren an den Kranichwiesen, sich mehrfach paarende Tayras (!), eine große Schar junger Geierperlhühner (anscheinend Naturaufzucht) in der Afrikavoliere am Steilhang, eine anscheinend züchtende Gruppe eindrucksvoller Krokodiltejus (zumindest gab es in einem Terrarium auch junge Tiere zu sehen), die größte Riesenschildkrötenanlage, die ich bislang gesehen habe (auf der Wiesenfläche könnte man glatt eine Herde Antilopen halten!), junge Geparden hinter den Kulissen (konnte man von einem Besucherweg aus sehen), ein weißmähniger Rothschild-Giraffenbulle, ein junger Kaffernhornrabe auf der Antilopenwiese (die dortigen Beisas waren für mich als Huftierfan allerdings das größere Highlight). Im Nachttierbereich des Indonesien-Pavillons waren bis auf die Kurzkopf-Gleitbeutler alle Arten gleichzeitig aktiv, die Flughunde beschränkten sich allerdings auf ihr eigenes Areal und kreisten nicht durch den Besucherraum. Für den Sonnendachs schlage ich vor, den treffenderen englischen Namen "ferret badger" einzudeutschen, denn in Größe und Gestalt erinnert er tatsächlich mehr an ein Frettchen als an das gewohnte, große und plumpe Dachsbild. Leider fiel mir bei den Rollern (mit Jungtier!) zwar die Streifenzeichnung auf, aber ich buchte sie automatisch als Fleckenmusangs ab und schaute auch nicht aufs Schild; erst hinterher im Zooführer entdeckte ich, dass es sich um die Dreistreifen-Palmzivette (Arctogalidia trivirgata) gehandelt haben muss - also noch ein "first" für mich, neben China-Sonnendachs und Java-Plumplori.

    Im Raubtierpavillon waren zwei Nebelparder aktiv, der Kater scheint allerdings ein Problem zu haben: Alle paar Schritte setzt er sich hin und beknabbert seinen hinteren Rücken, wo bereits ein beträchtlicher Haarverlust und wunde Stellen zu sehen sind. Weiß jemand etwas über die Ursache - Hautkrankheit oder psychische Störung?

    Auch zwei weitere Fragen an Kenner hätte ich: Welche Stachelschweinform wird vor dem Szechuan-Pavillon gehalten, und war die jetzt mit Baumstachlern besetzte Freianlage vor dem Indonesien-Pavillon eigentlich für dortige Tiere gedacht?

    Fazit: Den Prager Zoo muss man gesehen haben, das wird bestimmt nicht mein einziger Besuch dort bleiben. Wegen des reichhaltigen Angebotes und der großen Fläche ist selbst ein ganzer Tag schon fast zu knapp und eine komplette zweite Runde nicht machbar (oder nur im Trimmtrab). In vielen Häusern ist übrigens das Fotografieren mit Blitz verboten, gerade die Besitzer von Fotohandys und Mini-Digitalen ignorieren das aber häufig. Im Nachttierhaus führte eine Zoomitarbeiterin Aufsicht, die eine Mini-Lampe um den Hals hängen hatte, damit man das Zoo-Logo auf ihrem Sweatshirt und somit sie als "Offizielle" erkennen konnte. Trotz charmantester Bitte war sie aber nicht bereit, mit ihrem Lämpchen mal kurz die Sonnendachse ins Licht zu rücken.... :-)
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   P.S. zu Decin: Als ich eben noch mal einen Blick auf meine Säuger-Artenliste warf, fiel mir erst auf, dass der Zoo weitestgehend auf afrikanische Arten verzichtet - ungewöhnlich für einen Zoo (das soll ausdrücklich keine Kritik sein!). Als afrikanische Wildsäuger schlagen lediglich zwei Affenarten (Schopfmangabe und Schwarzwangen-Weißnase) zu Buche.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   Folge 2 meiner Reiseeindrücke: Decin. Über den Gesamttierbestand und "Gehege-Altlasten" muss ich nicht viel sagen, da ist der Bericht von Stefan Schubert unten im selben Thread noch aktuell. Im Gesamteindruck hat mich der Zoo ein wenig an Nordhorn erinnert (bis auf die Hanglage): Relativ klein, überwiegend waldig, mit vielen liebevoll gestalteten Ecken und Anlagen und großem Bemühen, den Tierbestand zu veredeln. Es wäre für mich interessant, die frühere Nutzung mancher Gehege zu kennen, denn die Anlage der Berganoas sieht z.B. "verdächtig" nach ehemaligem Hausschafgehege aus. Das Gehege der Japanischen Seraus war jedenfalls früher mit Gemsen besetzt.

    Für Didaktik-Fans ist der Zoo Decin ein Eldorado: Alle paar Meter großflächige Schautafeln und interaktive Elemente, alles zusätzlich mit deutscher Beschriftung. Gerade an den "Mitmach"-Stationen war allerdings gut zu beobachten, dass diese teilweise von den Besuchern deutlich mehr beachtet wurden als die unmittelbar benachbarten Tiere - so sollte es meiner Meinung nach NICHT sein, das ließe sich über eine andere Platzierung sicher optimieren.

    Abenteuerlich ist der Weg durch den Parkteil mit Tieren der Sächsisch-Böhmischen Schweiz, also der "Heimat"-Bereich des Zoos. Er ist gepflastert mit großen Natursteinen und teilweise so steil (und ohne Geländer!), dass man sich fragt, ob er bei regenfeuchtem Untergrund überhaupt unfallfrei begehbar ist. (Wer diesen Weg körperlich nicht schafft, kann an den Bereich auch auf einem normalen Besucherweg unterhalb entlang gehen, sieht dann aber nur einen kleinen Teil der Tiere.) Einige Anlagen in diesem Bereich haben mir überhaupt nicht gefallen. Alle Volieren für Vögel und Kleinraubtiere sind ringsherum verdrahtet und teilweise von mehreren Seiten einsehbar; wenigstens eine geschlossene Rück- oder Seitenwand wäre hier sicher wünschenswert. Rotfuchs, Steinmarder und Wildkatze zeigten bei herannahenden Besuchern deutliches Unwohlsein und verschwanden entweder sofort in Schlupfkästen oder rannten vorher noch unübersehbar gestresst mehrfach am vom Besucher entferntesten Gitter entlang, bevor sie quasi mit Kopfsprung in ihrer Höhle verschwanden. Selbst die relativ große Wolfsanlage macht da keine Ausnahme: Ein langes, aber sehr schmales Gehege entlang des Hanges, das der Besucher auf beiden Längsseiten und einer Schmalseite auf voller Länge einsehen kann. Laut Beschilderung scheinen die Wölfe schon seit sieben Jahren im Zoo zu sein (gekommen aus Zagreb), an mangelnder Eingewöhnung scheint es also nicht zu liegen, dass sie deutlich sichtbare Probleme hatten - denn beide Tiere liefen unablässig breit hechelnd und mit leicht eingeklemmten Ruten ihre Runden und versuchten dabei, möglichst mehrere Meter Abstand von jedem Besucher zu gewinnen. Das ist allerdings nicht ganz einfach, da die Anlage nur wenige Meter tief ist. Standen sich Besucher am oberen und am unteren Weg auf gleicher Höhe gegenüber, versuchten die Wölfe mit scheuen Seitenblicken in der Gehegemitte den "Engpass" schnellstmöglich zu durchqueren. Mir ist klar, dass meine Beobachtung nur eine Momentaufnahme ist, aber selbst die scheint mir für eine alles andere als optimale Unterbringung der Wölfe (und auch der anderen genannten Arten) zu sprechen - hier sehe ich Änderungsbedarf. Sehr schön und deutlich tiergerechter dagegen die eingangs dieses Waldpfades gelegenen Volieren für Fischkatzen und Prevost-Schönhörnchen (tropische Hörnchen werden ja in deutschen Zoos leider häufig ohne Außenanlage gehalten).

    Haltungstechnische Zweifel melde ich auch bei den Schneeziegen an: Die unbestreitbar optisch hoch attraktive Anlage bietet kaum Schatten, der reichlich verwendete Naturstein dürfte sich in der Sonne (m.E. Südhang!) enorm aufheizen. Als krasser Gegensatz leben Vikunjas und Maras in einem Waldgehege (!). Möglicherweise bewohnten diese vorher eine große, sehr schöne Wiesenanlage, die jetzt mit Mähnenwölfen besetzt ist? Der Trennzaun zwischen diesen und den benachbarten Wasserschweinen, Agutis und Coscorobaschwänen sieht jedenfalls noch sehr neu aus, das scheint vorher eine zusammenhängende Südamerika-Anlage gewesen zu sein. Als Kuriosum sei vermerkt, dass der Trennzaun zwar komplett unter Strom steht, seine Unterkante aber so weit über dem Boden schwebt, dass ein junges Aguti drunter durch passen würde (falls diese Art in fortpflanzungsfähiger Konstellation gehalten wird).

    Es gibt eine dreisprachige (Tschechisch/Englisch/Deutsch) Broschüre über den Zoo mit sehr schönen Fotos der Tiere, aber wenig Text; kein Zooführer i.e.S., denn sie enthält keinen Zooplan. Diesen gibt es in Form einer Fotokopie gratis. Da die Tierarten durch grafisch sehr stark stilisierte Portraits symbolisiert werden (die sich auf den Gehegeschildern wiederholen), muss man sich allerdings erst mal ein wenig "hineindenken".

    Entgegen den schon in diesem Thread zu lesenden Angaben haben wir den Zoo ganz problemlos gefunden, und es gibt einen Parkplatz direkt vor dem Eingang. Die Zu- und Abfahrt über eine steile, enge Straße ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber wer schon mal mit dem Auto zum Alpenzoo Innsbruck oder zur Adlerwarte Berlebeck gefahren ist, lässt sich davon auch nicht schocken :-)

    Wir haben Decin und Usti am selben Tag besucht, ohne Zeitprobleme zu bekommen; beide Zoos öffnen bereits um 8 Uhr. Wenn man zwei Drittel bis drei Viertel des Tages für Usti (doppelt so groß wie Decin und mit entsprechend mehr Tierarten) und den Rest für Decin einplant, kommt man gut zurecht. Die Städte liegen dicht beieinander (ca. 20 km), die Zoos beide auf der gleichen, nördlichen Uferseite der Labe (Elbe). Wir haben in Usti übernachtet und bekamen im Hotel einen Stadt- und Umgebungsplan, auf dem auch noch Decin vertreten ist und beide Zoos eingezeichnet sind.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   @Jennifer: Gavial-Haus und -Außenanlage sind zwar noch im Bau, aber der Außenbereich sieht schon fast fertig aus (nachgebildete Uferlandschaft mit unterschiedlich tiefen Wasserbereichen). Das Haus ist außen noch "roh", aber durch eine Tür konnte man sehen, dass die Innenanlage bereits modelliert und verglast ist.

    Kleiner Tipp noch für künftige Chomutov-Erstbesucher: Geht unbedingt auch zu scheinbar uninteressanten Gehegen, der aktuell verteilte Zooplan ist nicht mehr verlässlich! Wo europäische Rothirsche angegeben sind, stehen heute die Bucharahirsche, und die beiden Gehege mit den Symbolen für Hausziege und Damhirsch werden nun von Gold- und Mishmitakin bewohnt... Das Gehege der Milus und Mesos (vergesellschaftet) ist gar nicht im Plan eingezeichnet und auch nicht über einen befestigten Weg erreichbar, sondern nur über einen Trampelpfad direkt rechts neben den Takin-Anlagen.
    (18.09.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Als Du in Prag warst, hast Du da mitbekommen wie weit man mit der geplanten Aussenanlage für Krokodile ist ? Als wir an Ostern dort waren, gab es davon leider noch nicht mehr zu sehen, als ein paar Grafiken.
    (18.09.2007)
    Michael Mettler:   Nachdem ich in den letzten Tagen mehrere tschechische Zoos besucht habe (Liberec, Dvur Kralove, Prag, Usti, Decin, Chomutov), will ich nun in loser Folge ein paar Eindrücke schildern - für ausführliche Reiseberichte waren es einfach zu viele neue Eindrücke auf einmal. Fragen kann ich aber gern beantworten, so lange aus Perspektive des Normalbesuchers (keine Blicke hinter die Kulissen) beantwortbar.

    Den Anfang mache ich mit dem Zoopark Chomutov, der sich auf die paläarktische Fauna spezialisiert hat. Prädikat: Unbedingt empfehlenswert! Nicht, dass jetzt jemand meint, einen "gewöhnlichen" Wildpark vorzufinden; natürlich gehören auch Arten wie Wisent, Wildschwein oder Rothirsch zum Bestand, aber daneben eben auch Moschusochse, Gold- und Mishmi-Takin, Bucharahirsch, Steppenschaf, Milu, Mesopotamischer Damhirsch, Tigeriltis (leider nicht gesehen), Buntmarder, Manul, Schneeleopard.... Saigas - wie hier im Forum schon früher erwähnt - leider nicht mehr, sie sind aber auf Schautafeln und im elektronischen Informationssystem noch mit Bildern präsent. Die Anlagen für die großen Huftiere wirken optisch eher zoo- als wildparkmäßig und sind sehr weitläufig; auf manchen davon könnte man locker eine Herde Elefanten halten.

    Es gibt ein kleines Terrarium mit einem Spektrum von der Erdkröte bis zum Hardun und Jemen-Chamäleon sowie ein kleines Nachttierhaus mit Großen und Kleinen Wüstenspringmäusen, Nilflughunden, Rennmäusen (wahrscheinlich Mongolen, aber nicht ausgeschildert und im Dämmerlicht schlecht identifizierbar), Sibirischen Gleithörnchen, Langohrigeln und Kleinfleck-Ginsterkatzen. Das Nachttierhaus findet sich allerdings thematisch etwas unpassend im rustikalen "Taiga"-Haus, das auch das Restaurant enthält. Im Nachttierhaus kann man auch die Höhlen der Marderhunde und Dachse einsehen, die daneben ihre Außenanlagen haben. In einer Taganlage im Haus leben Feuerwiesel, eine zweite stellt einen der wirklich wenigen Kritikpunkte dar: Eine kleine Vitrine, die sich als Raumteiler zwischen Restaurant und Besucherdurchgang befindet, knapp 40 cm tief und beiderseits mit einer ca einen qm großen Scheibe versehen: In diesem "lebenden Bild" muss ein Streifenhörnchen sein Dasein fristen.

    Auf der Galerie des Gebäudes gibt es noch eine Freianlage für Bobaks und die von mir mit Spannung erwarteten Buntmarder, deren Unterbringung leider zumindest optisch den zweiten Kritikpunkt bildet: Ein langgestreckter, mannshoher Doppelkäfig mit wenig Tiefe und sehr massivem Gitter, wie man es von Ara-Zuchtvolieren kennt. Herrlich zum Klettern für die Tiere, das steht außer Zweifel, aber gegenüber den großzügigen Unterbringungen fast aller anderen Tierarten fällt dieser "Verhau" deutlich ab. Wie attraktiv wären diese Tiere in einer großzügigen, begrünten Volierenanlage....

    Vielfraße bewohnen eine Freianlage, die in etwa so groß sein dürfte wie die Wuppertaler Kodiakbärenanlage. Den Braunbären in Chomutov steht wiederum eine Fläche von einem Hektar zur Verfügung, umfassend einen natürlichen Talausschnitt und ein Gewässer, das in der Größe zwischen Teich und See liegt. Wie unschwer erkennbar, nutzen die drei Bären den Naturboden sehr ausgiebig zum Graben eigener Höhlen.

    Takine (1,0 Goldtakin und 1,1 Mishmis in sehr großen, benachbarten Gehegen) und Alpensteinböcke leben übrigens nicht auf nacktem Felsuntergrund, sondern in Hanglage auf Waldboden. Die Moschusochsen bewohnen eine riesige Wiese mit altem Baumbestand, die Anlagen der Wisente/Wildschweine (in Vergesellschaftung) und Bucharahirsche/Ziesel (dito) haben etwas offeneren Charakter. Die Steppenschafe (Ovis vignei arkal) leben in einer ebenfalls riesigen Anlage in leichter Hanglage mit Magots zusammen.

    Daneben gibt es ausgedehnte Haustierweiden ("leider" mit auch hierzulande üblichen Rassen), Wasservogelteiche (u.a. mit einer großen, frei fliegenden Kolonie Graugänse), diverse Volieren mit Vögeln (darunter die zum Thema des Parks passenden Chinasittiche) und "üblichen" Kleinraubtieren und eine eher konventionelle Anlage für (immerhin!) Kegelrobben. Die benachbarte Biberanlage befindet sich gerade in Neugestaltung.

    Bekannt ist Chomutov vor allem durch seine "Eurosafari", die zu dieser Jahreszeit nur noch an Wochenenden und feiertags angeboten wird - da hatten wir Glück. Das Gelände befindet sich außerhalb des eigentlichen Zooparks und ist durch einen öffentlichen Weg von diesem getrennt. Der "Safari-Express", ein großer Geländewagen mit mehreren Anhängern, fährt im Zentrum des Zooparks ab und auf seiner Tour auch an ein paar sehr abgelegenen Gehegen vorbei (z.B. für Elche und Rentiere), so dass man sich den Fußweg zu diesen gegebenenfalls sparen kann. Das Gelände der Eurosafari besteht aus sehr ausgedehnten Wiesenflächen, die tatsächlich den Eindruck einer Steppe erwecken (siehe Foto), und kleinen Waldbereichen. Es gibt zwei getrennte Bereiche: Im ersten werden Hausbüffel, Heck-Rinder, Schottische Hochlandrinder und Trampeltiere gehalten (zumindest sah ich nicht mehr Arten), im zweiten Wisente, Mufflons und Hengste verschiedener Einhufer (der Park hält keine Zuchtgruppen von ihnen). Wahrscheinlich stehen hier auch die Rot- und Damhirsche, haben wir aber nicht gesehen (im Wald?). Als Einhufer sahen wir zwei Przewalskipferde, einen Kiang (der im Imponiertrab das Fahrzeug begleitete und sich danach auf eine Auseinandersetzung mit den Przewalskis einließ) und in einem Absperrgehege zwei Halbesel, für die ich aus dem tschechischen Kommentar "Onager" heraushörte. Zum Schluss führt die Tour noch durch ein kleines, wohl noch im Ausbau begriffenes Freilichtmuseum. Es gibt auch Touren, bei denen das Schwergewicht auf der Besichtigung dieser Anlage liegt und der zoologische Teil nur verkürzt angeboten wird - das muss man auf dem Fahrplan gut beachten!

    Für "Normalbesucher" ist die Safari-Tour (ca. 45 min) sehr eindrucksvoll; sie wird von einem "Zugbegleiter" übrigens laufend auf Tschechisch kommentiert, deutsche Besucher erhalten aber leihweise drei einlaminierte Textseiten, die den Inhalt der Führung auf Deutsch wiedergeben - toller Service, noch dazu unaufgefordert, denn wir wurden schlichtweg beim Ticketkauf als deutschsprachig entlarvt.... Dass ich den "Normalbesucher" in Anführungszeichen gesetzt habe, hat einen speziellen Grund, denn für fotografisch Interessierte ist die Tour praktisch unbrauchbar! Es gibt keinen asphaltierten Weg wie in einem normalen Safaripark, der Zug fährt im ersten Teil über einen splittbesäten Naturbodenweg und im zweiten Teil mitten über die Wiese, inklusiver aller Schlaglöcher - und das sind nicht wenige, man wird kräftig durchgerüttelt (nichts für zur Seekrankheit neigende Mägen!). Das gibt einem zwar ein viel echteres Safari-Gefühl, macht aber das Ruhighalten einer Kamera mit Tele praktisch unmöglich: Wenn man glaubt, sie einigermaßen gerade zu halten, hat man trotzdem im schnellen Wechsel nur Gras oder nur Himmel im Sucher.... Der Zug fährt zwar langsam, hält aber nur an, wenn Tiere die Fahrbahn blockieren (Nur dank dieses "Glücks" war das nebenstehende Foto möglich: Ein paar Hochlandrinder lagen auf der Piste...). Ist aber trotzdem ein Erlebnis.

    Nicht zu vergessen: Auch der eigentliche Zoopark liegt in einer herrlichen Parklandschaft. Einen Zooführer gibt es derzeit nicht (auch nicht auf Tschechisch), man erhält am Eingang kostenlos eine Zeitschrift, auf deren Rückseite ein (nicht mehr ganz aktueller) Zooplan zu sehen ist.

    Chomutov liegt grenznah und lässt sich relativ problemlos mit Chemnitz am selben Tag verbinden (da letzterer abends eine Stunde länger geöffnet hat, bietet es sich an, mit Chomutov zu beginnen). Es dürfte aber bei gutem Wetter kein Problem sein, auch den ganzen Tag im Zoopark zu verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt...
    (17.09.2007)
    Ralf Ruske:   Der Pilsener Zoo hat einen neuen, sehr schönen Wegweiser herausgegeben, der auch eine gar nicht so kurze Zusammenfassung auf deutsch( und englisch/ russisch) beeinhaltet.
    An Herrn Schüling- bitte noch Vorname ändern- sollte doch weiterhin auf Konstantin lauten!
    (14.09.2007)
    Michael Mettler:   Eine Frage an die Dvur-Kralove-Kenner: Ich plane einen Besuch und habe irgendwo hier im Forum mal gelesen, dass man als Gast des angeschlossenen Safarihotels auch abends Zugang zum Zoo hätte. Gilt das wirklich immer? Auf der Homepage habe ich vergeblich danach gesucht, da ist nur von den Abendsafaris die Rede, und die gibt es anscheinend im September nicht mehr (obwohl der Monat noch zur Sommersaison zählt).
    (31.08.2007)
    IP66:   @Konstantin Ruske: Wirkt die prager Seite wirklich so vorbildlich? Wenn ich sehe, daß die Mehrzahl der deutschen Zoos keine Jahresberichte publiziert und auch in derartigen Publikationen manche Abgabe und viele Todesfälle nicht auftauchen, halte ich die tschechischen - oder vielmehr prager - Verhältnisse für ein eher utopisches Ziel.
    (29.08.2007)
    Rüdiger:   Hallo Jana ,
    laut Herrn Schwarzeberger kann man erstn nach 2,5 Monaten definetiv beurteilen, ob eine Trächtigkeit bei den nördlichen BM in Dvur Kralove vorliegt.Ausserdem wird dann Dvur Kralove mit dem Resultat selber an die Oeffentlichkeit gehen.
    Bitte Jana halte Augen und Ohren offen und teile mir deine News hier oder im Nashornthread mit .
    Lieben Gruss Rüdiger
    (28.08.2007)
    Konstantin Ruske:   Auf der englischen Seite der Homepage des Prager Zoos findet sich jetzt unter Animals der Annual report für 2006- mit detaillierten Berichten über Zucht und Tierbestand aus den Kuratorien. Allein die Veröffentlichung und ihre Form sind schon überaus lobenswert, der Inhalt läßt eine tiergärtnerische Philosophie erkennen, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, momentan aber vorbildhaft wirkt.
    (11.08.2007)
    Jana:   Ein Paar Bild von der Insemination sind hier zu finden (in der Fotogalerie).
    http://www.rozhlas.cz/priroda/zezoo/_zprava/358786
    (18.07.2007)
    Jana:   Hallo Rudiger,
    ich weiss nur dass, was schon in Medien veroeffentlicht war: die Weibchen Fatu war mit gefrohrenem Samen von Suni befruechtet (zwischen 18.-21.6, genaueres Datum weiss ich nicht) und am 22.6. war Suni getaubt um frisches Material zu bekommen und mit diesem war der gleiche Tag Najin befrüchtet. Die Proben fuer ersten Testen sollten in 40 Tagen genohmen sein. Der Resultat wird also am fruehestem am Anfang August bekannt.
    Es sind mir keine Aenderungen in Nashorn-Bestand in Dvur Kralove bekannt.
    (18.07.2007)
    Rüdiger:   Hallo Jana,

    habe soeben erfahren, dass ein zweiter Versuch der künstlichen Besamung bei den nördlichen Bm in Dvur vor ein paar Wochen durchgeführt wurde. Gibt es Grund für ein positives Resultat ?
    Hast du news aus dem Zoopark Dvur Kralove bezüglich deren Nashörner ?
    Bin gerade aus Kenia zurückgekommen !
    Freue mich auf eure Antworten
    (18.07.2007)
    Jana:   @? Im 2006 Jahresbericht steht, dass man ueber Import von 2 jungen Weibchen verhandelt, also wuerde ich sagen, dass noch eine zweite kommen soll. Spatestens waehrend den Sommerferien wird auch die zweite neue Hyaeneanlage fertig und so ist man ein weitere Schritt naeher den zwei angedachten Zuchtgruppen. Die schon vorhandene Tiere waren 2,1 Geschwister und ein unvertraegliche Ruede aus Opel Zoo.
    (26.06.2007)
    WolfDrei:   @?:Prag hat ja bereits eine Zucht der Schabrackenhyänen-also "nur" neues Blut!!
    (26.06.2007)
    Michael Mettler:   Neben den Wildfarmen als Quelle muss es aber auch noch "richtige" Wildfänge aus dem südlichen Afrika geben. Vor einigen Jahren konnte ich einen Blick auf die Säugetier-Angebotsliste eines südafrikanischen Händlers werfen, und dort fanden sich neben allerlei Kleinsäugern bis hin zur Schwarzfußkatze auch Seebären, "eingewöhnt und futterfest".
    (26.06.2007)
    ?:   Ein Tier importiert ? Eins ? Macht absolut Sinn.
    (26.06.2007)
    Konstantin Ruske:   Tiere aus Südafrika/ Namibia stammen meist von professionellen Tierfangfarmen- dort existiert ja ein reger Wildtierhandel zwischen/ mit den Wildfarmen, und der Kauf dort ist auch für Zoos jederzeit möglich ( die Einfuhrprobleme bleiben natürlich dieselben, etwa bei Huftieren, aber die Beschaffbarkeit ist gewährleistet). Dazu auch ein Artikel von Dr. Kauffels im Meso vor einigen Jahren, der ja auch von dort Schabarckenhyänen importierte.
    (26.06.2007)
    IP66:   Aus welchen Beständen stammen solch' importierte Tiere eigentlich? Gibt es Farmen, werden Jungtiere eingewöhnt oder handelt es sich um Zufallshaltungen wie bei den wuppertaler indischen Leoparden? Entsteht gar ein Tierhandelssystem?
    (26.06.2007)
    Konstantin Ruske:   Der Zoo Prag hat im Mai ein neues Weibchen bei den Schabrackenhyänen importiert- man gibt nicht auf!
    (26.06.2007)
    Konstantin Ruske:   In Dvur Kralove fand ich bei meinem letzten Besuch ein meiner meinung nach sehr gelungenes Beispiel für attraktive Präsentation der eigenen Zoogeschichte: Auf etwa 15 großen Tafeln wird in Wort und Bild der Werdegang des Zoos geschildert, komplett mit Importlisten und nicht verwirklichten Zukunftsvisionen ( z. B. Delphinarium).Sehr informativ und im Verhältnis Aufwand/ Nutzen sehr gut abschneidend.
    (12.06.2007)
    Jana:   Im Usti habe ich einen Zoofuehrer aus Juni 2006 gesehen (Titelbild Giraffe-Portraet), A5 Format, alle Texte sind CZ/E/D, er kostete 0,5E aber enthaelte relativ wenig Infos und Bilder. Kostenlos bekam ich 4 verschiedene enge Hefte von Tierlexikon, schon von altem Erscheinungsdatum (cca 1988) mit interesanten Tierarten wie Suedafrikanische Leopard, Oryx, Kuba-Krokodil, Rotbauch und Rauchmangabe, Streifenhyaene etc.

    Im Decin habe ich vor 1 Woche den Heft "Zoo Decin dnes" gekauft, der als Zoofuehrer dient. Titelbild Brizzlybaeren, Format laengliche A5, 2005, alle Texte CZ/E/D, wenig Text aber sehr schoene Fotos, kein Zooplan drin, der Terarien-Haus im Stadtzentrum war da auch nicht erwähnt, kostete 1,2E.

    In Dvur Kralove gibts immer Zoofuehrer in verschiedenen Sprachenmutationen CZ/E/D/RU/IT ,zum Titelbildern und Erschienungsjahren kann ich nichts genaueres sagen. Kann aber beim naechsten Besuch nachschaeun.

    In Liberec habe ich (diese Winter) keinen Zoofuehrer gefunden.
    (04.06.2007)
    Zooguidecollector:   Es gibt Zooführer von Ãœsti und Decin ? Wie alt sind die und was ist jeweils auf dem Tietlbild ? Gibt es von Dvur Kralove und Liberec keine Zooführer ?
    (04.06.2007)
    Medojed:   @K.Ruske .Und was das Halbwissen angeht, wissen Sie,wenn ich als Normalbesucher weder Dallchafe noch Rotluchse sehe, kann ich nicht wissen, das es diese Tiere noch hinter den Kulissen gibt.Es hat nunmal nicht jeder hier so tolle Kontakte in die tschechischen Zoos wie Sie.Mit " gefährlichem Halbwissen"hat das Nichts zu tun.
    (04.06.2007)
    Medojed:   Ãœbrigens, das in Pilsen weder Braunbären noch Löwen gezogen werden, ist mir bekannt.Von wegen gefährliches Halbwissen,aber Sie verstehen anscheinend keinen Humor,obwohl ich sogar noch in Klammer "Kleiner Scherz"dahinter geschrieben habe.....Und zwar aus dem Grund,weil zu Zeiten vom deutschen Primitiv-und Fäkalhumor Ironie und Sarakasmus nicht mehr von Jedem verstanden wird.
    (04.06.2007)
    Medojed:   Rotluchse habe ich im Ãœberfluß in den Staaten gesehen, aber warum werden sie und die Dallschafe hinter den Kulissen gehalten, und was bedeutet Ihre Aussage "das man sie nicht Jedem zeigt,wird mir nun immer verständlicher" ?
    (04.06.2007)
    Konstantin Ruske:   Genau das meinte ich: Dallschafe und rotluchse sind sehr wohl noch im Bestand ( das man sie nicht jedem zeigt, wird mir nun immer verständlicher), Die Berber-Löwen haben leider bisher überhaupt noch nicht erfolgreich gezüchtet, und seit der besetzung der neuen Braunbärenanalage wurden auch keine in Pilsen geborenen Braunbären aufgezogen. Ein Lehrbuchbeispiel für gefährliches Halbwissen. Die Camargue- Rinder gingen vorerst an einen Privathalter. Doch genug davon, bin gerade zurück von 3 Tagen Tschechien- Zooreise:
    Prag- die erste der neuen Schabrackenhyänenanlagen ist bereits fertig und besetzt. Die Sonnendachse haben noch nicht gezüchtet, eventuell weil es Geschwister sind. Die neuen Kleinkatzenaußenanlagen sind hervorrragend bewachsen, Karakale und Fsichkatzen waren auch schon beim erobern derselben. Das neue Varihasu ist besetzt, und demnächst kommen die Zwergmeerkatzen in die Schau. 3 Löffelhundjungtiere waren zu sehen. Ein Afrikanischer Nimmersatt scheint zu brüten. Ein Tag voller Freude und Freunde ( tierischer und menschlicher) in meinem derzeitigen Lieblingszoo.
    Dvur Kralove: Wiedereinmal beeindruckende Antilopenherden ( z. B. jeweild um die 25 Kleine Kudus und Pferdeantilopen), züchtende Afrikanische Löffler und ein im bau recht weit fortgeschrittenes Begehbares Freiflughaus im anschluß an die große Voliere, sicher als Winterquartier gedacht und damit sehr zweckmäßig für Vögel wie Besucher. Die Rappenantilopen sind zur zeit nicht zu sehen.
    Liberec: Neue Greifvogelvolieren mit den neuangechafften greifen ( z. B. Gelbkopfkarakaras, Zwergadler) Goldkatze gut sichtbar, ebenso das junge Goldtakin.
    Decin: wie immer beeindruckender Tierbestand voller Seltenheiten und schöner Anlagen ( Grizzly- Bären, Berg- Anoas, Moschustier, Brillenkakadu, Serau, Margay usw.)
    Usti nad Labem: sehr schöne neue Anlage für Vielfraße, auch neue Papageienvoliere, immer noch mehrere Krabbenwaschbären und Silberlanguren, auch Diademmeerkatze, schöne neue Gepardenanlagen.
    Insgesamt wieder eine tolle Reise in ein Zooland, das Respekt gebietet und dabei so bescheiden bleibt.( natürlich gab es in Decin und Usti auch Zooführer.)
    (04.06.2007)
    Jana:   Diese Bau ist zwischen 1951 und 1961 in eine Aktion Z entstanden, dem Zoo gehoert sie seit 1997. Der Amphietheater steht glaube ich nicht unter Denkmalschutz. Der Zoo hat in letzten Jahren in das Konservierung von diesen Areal investiert, nicht grosse Summen, aber mehl als wenn sie es einfach in kurze Zeit abreissen plannten. Der Haus hinter dem Podium ist mW als Administration-Gebaude vom Zoo genutzt.

    Uebrigens ist diese nicht der einzige Amphietheater in tschechische Zoo (aber der Groesste mit Sicherheit), zB in Dvur Kralove oder Ostrava gibts sie auch, und in Jihlava liegt er nicht direkt im Zoo, sonder einige Schritte weiter. Der Komplex Lunapark+Amphietheater+Zoo war an mehreren Stellen nach "sowietischem Muster" am Ende 50ern gebaut.
    (02.06.2007)
    Medojed:   Mannomann, das sind ja tatsächlich tatsächlich soviele Zuschauer wie in einem durchschnittlichen römischen Amphietheater und halb soviele wie im Kolosseum.Vielleicht sollte man es auch abreissen und dort noch eine schöne Tieranlage bauen. Wie alt ist denn dieses Bauwerk ? Steht es eventuell unter Denkmalschutz ?
    (02.06.2007)
    Jana:   In dem Amphitheater finden die Greivogelvorfuhrungen statt, am guten Tag sind sie von 40-50 Leuten verfolgt. Der Amphitheater hat (oder ehe hatte, bevor er teilweisse devastier wurde) aber Sitzplatze fuer 25.000 Leuten. Man wurde mindestens Orcas brauchen, um die Tribune einigermassen gefuellt zu kriegen.
    (02.06.2007)
    Medojed:   Es würde sich doch anbieten, das Amphietheater als Showbühne für Tierpräsentationen zu verwenden, dass schreit doch förmlich danach.
    (02.06.2007)
    Karsten Vick:   Dallschafe, Timorhirsche und Rotluchse sind 2006 noch im Bestand, wenn die jetzt weg sind, naja, dann konnt ichs nicht wissen. Die 1,2 Camarguerinder wurden allerdings schon 2005 abgegeben (wohin?), da gibts jetzt nur noch Böhmische Rotbunte und Watussi an Hausrindern. Das Amphitheater ist ein Überbleibsel aus früherer Zeit und existierte damals wie auch der botanische Garten neben dem Zoo. Eine wirklich vernünftige Nutzungsmöglichkeit haben sie noch nicht gefunden (obwohl...Gladiatorenkämpfe...?!)
    (01.06.2007)
    Medojed:   @Karsten Vick.Dallschafe, Timorhirsche,Camarguerinder und Rotluche gibt es nicht mehr in Pilsen. Derzeit entsteht aber einen neue Anlage im Kanadateil, dort werden auch die Schneeziegen einen neue Anlage bekommen, die derzeit noch provisorisch untergebracht sind. Wofür wird eigentlich das riesige Amphietheater auf dem Zoogelände verwendet ? Etwa für Gladiatorenkämpfe ? Deswegen züchtet der Zoo noch erfolgreich und regelmäßig Braunbären, Wölfe , Löwen und Moschusochsen nach..( Kleiner Scherz )
    (01.06.2007)
    Jana:   Die Umbau sollte auf dem heutigem Zoo-Areal stattfinden, man hat aber auch mit Vergrösserung der Flaeche gerechnet, in welche Richtung genau kann ich jetzt nicht sagen.
    (01.06.2007)
    Karsten Vick:   @Medojed: Na da bin ich ja beruhigt, ich dachte schon, du könntest auf tschechisch nicht mal Städtenamen lesen;-) Aber diese Planung von der Jana sprach, klingt sehr interessant, ich hätte nicht gedacht, dass es in den 80ern in Osteuropa (wobei ich die DDR mal dazurechne) noch solche Phantasieplanungen gegeben hätte.
    @Jana: Weißt du, wo dieser Park gebaut werden sollte? Doch nicht alles auf dem steilen jetzigen Zoogelände? Oder auf der sehr nassen Wiese davor? Oder ganz woanders?
    @Medojed nochmal: Wenn man nach Plzen reist mit der Vorstellung 1200 Tierarten zu sehen, dann ist man wohl wirklich etwas ernüchtert, wenn man die Zoorunde geschafft hat. Ich war 2002 bei meinem ersten Besuch allerdings ganz angetan von dem Tierbestand und den neuen Anlagen, obwohl ich damals auch durch eine im Internet gefundene Tierbestandsliste zum Besuch angeregt wurde und all die vielen Nager und Sperlingsvögel letztendlich gar nicht gesehen habe. Zu den von dir genannten Tierbesonderheiten würde ich noch die Dallschafe, Timorhirsche, Camarguerinder, Angolaguerezas, Rot- UND Kanadaluchse sowie diverse Vögel und Reptilien zählen. Der Umbau zum Geo-Zoo ist längst nicht abgeschlossen, so dass manche Fehlbesetzung noch verschwinden wird.
    Aber eins ist auch klar, so RICHTIG interessant für den Zoofreund wird der Park erst, wenn man Beziehungen hat und die Zuchträume besichtigen darf.
    (01.06.2007)
    Shensi-Takim:   Letzerer Satz ist wohl wahr...
    (29.05.2007)
    Medojed:   Danke Jana. Wäre ja schön, wenn es auch mit dieser Dachsart in Prag so gut mit dem Nachwuchs klappt wie mit den Medojeds.
    @Shensi-Takin. Besagter Zoomitarbeiter war ein Retilienpfleger, der auch die Komodowarane betreut.Hat übrigens hervorragend deutsch gesprochen. Obwohl ich die Haltung der Komodos in Prag für verbesserungswürdig halte, ist sie bedeutend besser als die ehemalige Komodohaltung in Berlin!
    (29.05.2007)
    IP66:   In Sachen Komodowaran würde ich das Argument von Herrn Ruske teilen, daß eine Nachzucht erst einmal zu begrüßen ist und zeigt, daß die Warane über ihr Gehege vielleicht ein wenig anders denken als die Besucher. Ich finde es immer sehr schwer, nach einem einmaligen Besuch einen Zoo kompetent zu beurteilen, auch wenn ich für entsprechende Berichte immer dankbar bin. Man kennt die heimischen Zoos in der Regel besser, kann hinter die Kulissen schauen, weiß, warum wer nicht nachzüchtet usf. Und selbst da haben wir alle ja unsere Sympathien, die nicht jeder Goldfisch, Tiger, Waran oder auch nur Forumsbeitrag teilt.
    (29.05.2007)
    Shensi-Takin:   @Medojed: Aber ebensowenig spricht es für die Eignung eines Geheges, wenn die Tiere trotz Wunsch der Halter keinen Nachwuchs haben, oder;)?Allerdings spielt da manch weiterer Faktor eine Rolle... Und dem Zoomitarbeiter sei seine persönliche(sic!) Meinung gegönnt.
    (29.05.2007)
    Jana:   Der Sonnendachsen-Paar kam im April 2005 aus Indonesien, aus eine "Zuchtstation", deren Name habe ich aber nirgentwo gefunden.
    (29.05.2007)
    Medojed:   @Jana. Seit wann hält Prag die chinesischen Sonnendachse und woher stammen die Tiere ? Zwei Stück habe ich gesehen.
    (29.05.2007)
    Medojed:   @Konstantin Ruske.Ich habe ja nicht behauptet, mehr als einen Komodowaran gesehen zu haben, oder ? Die Anlage ist für ein so großes Tier wie ein Komodowaran erschreckend klein.Ein Zuchterfolg spricht nicht für die Qulität einer Anlage, dafür gibt es unzählige Beispiele.Die Anlage in Prag ist zu klein und langweilig eingerichtet.( sagt sogar ein Zoomitarbeiter ! )Vom wertvollen und großen Tierbestand in Pilsen habe ich Nichts gemerkt,die größte Seltenheit waren die Kapfüchse, Bergpaka, Garnettgalago, Zwergwapitis , Löffelhund und in Anführungsstrichen noch der Komodowaran.Hinter den Kulissen sitzen meinen Informationen zufolge vor allem Kleinsäuger und Vögel.Die Vögel hätten mich durchaus interessiert, leider bin nur ein normaler Zoobesucher und hatte somit keine Möglichkeit, die Zuchträume zu sehen.
    (28.05.2007)
    Konstantin Ruske:   Für alle Honigdachse, die sich als unbestechliche Zoo- Punktrichter betätigen, sollte Genauigkeit besonders wichtig bei der unanfechtbaren Urteilsbegründung sein. Da spielt es dann schon eine Rolle, daß 1,1 Medojeds nach Ramat Gan gingen und nicht nur einer, in Pilsen nur noch ein Komodowaran lebt und der dortige Asienteil die deiner Meinung nach falsch in Südamerika eingeordneten Anlagen durchaus mit umfaßt. Gehegebewertungen sind sicher zu einem gewissen Grad immer subjektiv, auch die durch die Tiere: Die Prager Komodowarane haben in ihrem Gehege in Festlandeuropa immerhin zum ersten Mal gezüchtet. Und wenn Du vom unglaublich reichen und wertvollen Tierbestand in Pilsen nicht genug gemerkt hast, liegt das wohl daran daß du nicht in den Zuchträumen warst- für mich jedesmal ein Erlebnis- tut mir leid, daß dir das verwehrt blieb! Schön das es dir in den beiden Zoos gefallen hat, noch schöner wären noch differenziertere Bewertungen- die dir ja zuzustehen scheinen.
    (28.05.2007)
    Medojed:   Der Hinweis war für Jennifer Weilguni gedacht, hab mich vertippt.
    (26.05.2007)
    Medojed:   @Jana.Soweit ich weiß, hat der Zoo Prag die Komodowarane auf eigene Initiative importiert, und zwar aus dem Bogor Safaripark, ich glaube, auf Java ist der.
    (26.05.2007)
    Jana:   Die Hirschziegenantilopen-Anlage war dort, wo jetzt das neue grosse Antilopenstall steht.
    (26.05.2007)
    test:   ';[-
    (26.05.2007)
    Medojed:   Wo waren die Hirschziegenantilopen denn untergebracht ? Waren sie eventuell bei den Nilgaus ?
    (26.05.2007)
    Jana:   Pilsen hatte mW nie Elefanten, Giraffen oder Nashorner. Der Brann im Hirschziegenantilopenstall geschah 2005 in Herbst, verursacht durch Elektroinstalation von dem Heizung in eine alte Holzstall, alle 16 Tiere kamen ums Leben, nur ein Reservenbock in andere Stall ueberlebte.

    Noch eine Erklaerung fuer den etwas seltzamen Schild bei den Wolfen im Prag.
    http://www.praguepost.com/articles/2007/04/18/wolves-attack-twice-at-zoo.php
    (26.05.2007)
    Medojed:   Ein Zooführer mit Tierarten, die man gerne haben möchte ? Na, wenn das Beispiel Schule macht und Herr Dr. Blaskiewitz auf die Idee kommt, bringt Berlin zukünftig 400 Seiten starke Zooführer heraus. Wie dem auch sei, der Zoo hatte früher wsentlich mehr Tierarten als heute.Einige Fotos in diesem Traum-Zooführer stammen auch offensichtlich aus Dvur Kralove, man sieht im Hintergrund nämlich die riesigen Stallgebäude aus Kralove.Also hatte Pilsen nie Elefanten,Giraffen und drei Nashorn-Arten ? Stimmt es, das in Plzen vor einigen Jahren der Antilopenstall abgebrannt ist und dabei sämtliche Antilopen ums Leben kamen ?
    (26.05.2007)
    Jana:   Der 1986-Zoofuehrer ist wirklich aus Plzen. In Mitte 80ern hat das Zoo-Fuehrung eine totale Um- und Ausbau von dem damals sehr veralteten Zoo-Gelaende geplannt, zu diesem Umbau kam aber nie. Der Zoofuehrer zeigt den Zoo so, wie er danach aussehen sollte, ist somit ein schoener Stueck fuer Sammler, entspricht der damalige Realitaet aber nicht - es ist ein Fueher von nie existierendem Traumzoo.
    (26.05.2007)
    Karsten Vick:   Der 2006er JB ist schon online. Hier die Tierbestandsliste:
    http://www.zooplzen.cz/pdf/VZ_06_02.pdf
    (26.05.2007)
    Karsten Vick:   @Medojed: Dein antiquarischer Zooführer ist eher von Dvur Kralove als von Plzen! Ich habe 2 Tierbestandslisten aller tschechoslowakischen Zoos von 1985 und 1989, da passen die von dir genannten Tiere gut mit Dvur zusammen. Plzen hatte 1985 an Säugern Wanderu, Brazzameerkatze, Husarenaffe, Siamang, Dachs, Skunk, Waschbär, Braunbär, züchtende Streifenhyänen, 1,0 Haushund, Korsak, Polarfuchs, Marderhund, Wildkatze, Nordluchs, Ozelot, Puma, Schwarzer Panther, Jaguar, Amurtiger, Stachelschwein, Nutria, Hauspferde und -esel, Böhm- und Chapmanzebra, Wildschwein, Dromedar, Guanako, Dybowskihirsch, Elenantilope, Ellipsen- und Grays Wasserbock, Hirschziegenantilope, Yak, Bison, Mufflon, Zwergziege und Mähnenspringer.
    Bei meinem 1. Besuch 2002 gab es einen brandneuen und auch recht nett gemachten Zooführer, der aber wies aussieht nicht neu bearbeitet wurde. Um so mehr Mühe machen sie sich mit den Jahresberichten, die Tierbestandsliste ist auch für tschechisch-unkundige interessant.
    (26.05.2007)
    Medojed:   Hier nun wie versprochen mein Bericht zu Pilsen.Den Zoo besuchte ich mit hohen Erwartungen, da es allgemein heißt, in Pilsen gäbe es einen großen, bemerkenswerten Tierbestand.Zur Größe des Geländes kann ich nichts sagen, darüber liegen mir keine Informationen vor, geschätzt sind es wohl ca.15 ha.Der Zoo ist eine Kombination mit einem botanischem Garten und entsprechend wunderschön sind die Gartenanlagen und die Landschaft.Es ist eine Mischung aus Naturzoo im hinterem und oberem Zooteil, auch Pilsen ist leider sehr steil und bergig, und gepflegter, hübsch angelegter Gartenlandschaft mit vielen Steingärten.Die Gehege sind sehr schön in diese Landschaft eingebettet. Gleich am Eingang liegt die sehr nett gestaltete Anlage für ein Berberlöwenpaar , die leider auf der Löwenseite durch einen Stromzaun abgesichert ist. Der Innenraum für die Löwen liegt im Afrika-Kleinsäugerhaus. Ja, auch Pilsen hat ein solches, und ich frage mich, warum afrikanische Kleinsäuger so beliebt sind in Tschechien. Der Löweninnenkäfig ist klein, düster und fast komplett einrichtungslos. Minuspunkt. Im ersten Schauraum haben Schmalstreifenmungos aus Berlin die ehemalige Klippschliefer-Anlage bezogen. Diese sind in einen winzigen, verwinkelten Glaskäfig umgezogen, ich hoffe, nur übergangsweise. Die große, schöne Natur-Außenanlage für die Klippschliefer wird jetzt von Bobaks bewohnt, damit sie nicht leersteht.Bevor ich es vergesse, der Pilsener Zoo ist ein Geozoo und ein weiteres Beispiel, das dieses Konzept nicht funktioniert. Viele Arten sind in anderen Bereichen des Zoos untergebracht, und den Besuchern fällt es ohnehin nicht auf, das der Zoo geographisch gegliedert ist.
    Im Südamerika-Bereich leben z.B Gorale mit Muntjaks zusammen, sowie Schneeleoparden und China-Leoparden.Zurück zum Afrika-Haus.Im Tagbereich leben noch Kattas, der Nachtbereich besteht zu 90% aus verschiedenen Mäusearten. Eine Gemeinschaftsanlage bewohnen Senegal-Galagos, Quastenstachler und Flughunde.Gabunviper und Rüsselspringer,Garnettgalago,Schabrackenschakal ,Zebramanguste und Löffelhund sind die weiteren Bewohner.Die drei letztgenannten Arten,im Hellbereich untergebracht, haben schöne Freianlagen.
    Früher waren die Kapfüchse hier untergebracht , diese leben jetzt in einer uralten, ehemaligen Vogelvoliere im Eingangsbereich. Diese alten Volieren gehören zu den Altlasten und finden aufgrund der Vogelbewohner keine Beachtung. Hier leben auch noch Amur,-und Falbkatzen sowie Ozelots.Die Baumstachler siedeln demnächst um in eine neue Analge im Kanadabereich, wo sie mit Skunks vergesellschaftet werden.
    Hier leben noch Luchse in einer zwar neuen, aber furchtbaren Anlage(zu klein,keine Deckung ),Zwerwapitis und Schneeziegen.Hinter dem Afrikahaus liegt das kombinierte Affen,-Reptilen,-Vogel,-und Kleinsäugerhaus. Eine Schimpansengruppe und Wanderus sowie Brazza-Meerkatzen sind die äffischen Bewohner, die alten Vogelvolieren mit 08/15 Besatz haben verschiedenen Kleinsäuger als Unterbesatz, erwähnenswert sind die Bergpakas.Die Terarrien sind größtenteils sehr klein und alt.Eine ehemalige Krokodilanlage wird nun von den Komodowaranen bewohnt, wobei das Männchen weit über 2 m lang ist und sehr beeindruckend ist.Eiablagen gab es zwar, aber die Jungen starben immer kurz vor dem Schlupf. Mehrere hübsche Affeninseln und eine Pinguinanlage sowie 4 Känguruharten ( Parma,-Derby,-Bennett,-Rotes Riesen )sowie ein großer Souvenierladen mit integrierter Katta-Anlage vervollständigen den Bereich. Die Katta-Außenanlage ist begehbar. Eine große Voliere für Sichler,Löffler und fliegende Pelikane liegt auf dem Weg Richtung Afrika. Den Anfang macht eine riesige Wald-Insel für eine Zuchtgruppe Angola-Guerezas. Der Innenraum ist auch hier winzig und dafür gibt es Minuspunkte. Es ist aber toll, die Guerezas in riesigen Bäumen herumspringen zu sehen.Eine Männergruppe lebt in der Sitatunga-Anlage.Es folgt eine riesige Natur-Anlage mit großem Teich für Pelikane, Elen,Chapman-Zebra,Litschis,Watussis und Strauße.An diese Anlage grenzt ein neugebauter Huftierstall, der noch um einen Anbau für Giraffen erweitert wird.
    Vorbei an den Sitatungas und Affeninseln für Weißhandgibbons ( in Afrika ) und Roten Varis kommt man nach Eurasien. Eine neue Anlage für Wisente macht den Anfang, daneben liegt eine große, teils bergige Anlage für ein Moschusochsenpaar und Präriehunde(ich liebe Geozoos )In keinem anderem Zoo kommt man so nah an die Moschusochsen heran, bis auf ca.70 cm kommt man an die Tiere heran, die nur durch eine relativ niedrige Steinmauer mit Stromzaun von den Besuchern getrennt sind. Eine Braunbärengruppe bewohnt eine 1 ha große Waldanlage, und hier beginnt der sehr steile Aufstieg in den Bergteil.Oben angekommen liegt die Wolfsanalge, ohne zusaätzliche Absperrung kann man ohne weiteres die Wölfe streicheln. Der Zaun weist teilweise große Beschädigungen auf, also bin ich flugs weitergelaufen, das Hinweißschild an der Prager Wolfsanlage noch gut in Erinnerung.Ein Bauernhof mit vielen Schafsrassen schließt sich an,danach kommt man nach Kanada und von dort erfolgt der Abstieg in den Südamerikateil mit einer großen,sehr schönen Bergananlage für Guanakos, Nandus und Capybaras. Pekaris leben mit Nasenbären zusammen, in Extraanlagen leben Mähnenwölfe, Maras und nochmals Muntjaks.Im Asienbereich gibt es noch Sib. Tiger,Bobaks, eine Trampeltier-Anlage,Kiangs und eine Streichel-Anlage mit Nilgaus. Die Tiere und Besucher können direkt an den Zaun, der vieleicht 1,2 m hoch ist und die Besucher streicheln und füttern die Nilgaus.Verteilt im ganzen Zoo gibt es alte Vogelvolieren und Glaskästen für Vögel, alle mit mehreren Arten besetzt.Das war's.Laut dem Plan, den man an der Kasse bekommt, hält der Zoo 6000 Tiere in 1200 Arten, davon merkt man nichts.Ich habe alle Großtierarten aufgezählt,außer die Esel,ein Aquarium gibt es nicht, da frage ich mich, wie kommen 1200 Arten zusammen, nicht mal Stuttgart hat 1000 Arten, und die haben etliche Großtiere und ein Aquarium.In der Innenstadt unterhält der Zoo ein winziges Ein-Raum-Aquarium, Akwa-terra genannt.Ca 12 Terrarien und 4 Aquarien umfasst das ganze, das ganz nett aufgemacht ist, aber ungefähr den Charakter der Zooabteilung bei Kölle-Zoo hat und dementsprechend findet sich am Eingang auch ein Hinweisschild in Deutsch:Keine Verkaufsaustellung.Laut Prospekt werden hier 180 Vogelspinnenarten gehalten, fast alle davon in den winzigen Spinnenwürfeln.Ich weiß, das der Zoo hinter den Kulissen eine große Nagersammlung, vor allem Mäuseartige sowie eine große Vogelsammlung hat, dennoch bezweifele ich die Angabe von 1200 Arten.Vor allem in Anbetracht dessen, was der Zoo vor 20 Jahren noch hatte, in einem Antiquariat in der Stadt habe ich einen Zooführer von Pilsen von 1986 gefunden, es ist unglaublich, was der Zoo damals noch hatte:Neben einer großen Greifvogelsammlung noch Eis,-und Schwarzbären,Wildschweine,Mähnenspringer,Mufflon,Reh,Dybowskihirsch,Gepard,Wildkatze,Nordluchs,Sib.Luchs,Jaguar,Schwarzer Panther,Mantelpavian,Dschelada,Mandrill,Rotscheitelmangabe,Grüne Meerkatze,Husarenaffe,Magot,Spitzmaul,-Breitmaul,-und Panzernashorn,Flußpferd,Afrikanischer Elefant,Chapman,-Grevy,-Böhm,-Damara und Bergzebra,Springbock,Schwarzer Springbock,Buntbock,Kleiner Kudu,Kaffernbüffel,Rappen,-Pferde,-Addax,-Säbel,-und Elenantilope,Mrs.Grays-Wasserbock,Litschi,Ellipsen-wasserbock,Defassa-wasserbock,BongoWeißschwanz,-und Streifengnu,Rothschild-Giraffen,Afrik.Wildhund,Streifenhyäne,Alpaka,Lama,Guanako,Dromedar,Yak,5 Krokodilarten, eine große Papageien-Sammlung....Bemerkenswert ist, das man von der riesigen Huftiersammlung nicht mehr viel merkt, die meisten Anlagen und Gebäude gibt es nicht mehr.Es ist ja positiv, das aus Platzgründen der Tierbestand verkleinert wurde,warum man aber nicht einige der vorhanden Anlagen renoviert hat, ist mir schleierhaft, vermutlich mußte der Tierbestand auch aus finanziellen Gründen drastisch verkleinert werden.Der Zoo ist nett, und man sollte, wenn man in Prag ist, rausfahren,allein wegen der Kapfüchse, aber Parg ist bedeutend schöner mit einem ungleich bedeutsameren Tierbestand.Zooführer gibt es natürlich keinen.
    (26.05.2007)
    Karsten Vick:   @Michael: Hättest du das schon vor einem halben Jahr gewusst, hättest du deine Knobelfrage damals anders gestellt, stimmts: Wie hieß der Gründer des europäischen Zoos, in dem die Welterstzucht des Medojeds gelang?
    @Medojed: Ich wünschte ich könnte etwas mehr tschechisch außer ein paar Floskeln und vielen Tiernamen. Denn tschechisch ist eine schöne und (wie so nach und nach jeder hier mitkriegt;-)) für Zoofreunde sehr bedeutsame Sprache. Für das Verständnis der Sprache kommt mir zugute, dass ich mal russisch gelernt habe. Das im Medojed steckende Wort med = Honig gibt es beispielsweise so ähnlich auch im russischen.
    Die Prager Medojeds sind übrigens Wildfänge aus Tansania.
    (26.05.2007)
    Shensi-Takin:   Das ist wirklich eine gute Frage, die ich mir auch schon gestellt habe: warum es zzt. keine dt. Zoohaltung von Honigdachsen, Ratels, Medojeds etc. etc. gibt: die Art ist durchaus auch für den Normalbesucher attraktiv, nicht unbedingt schwer zu halten und auch erhältlich.
    S.a.:
    http://www.cites.org/eng/resources/species.html
    (26.05.2007)
    Medojed:   Ich habe bei Google ein tolles Video ( 2 min. ) gefunden, das zeigt, das auch Medojeds Werkzeug gebrauchen, nicht nur Menschenaffen oder Elefanten und das diese Tiere sehr intelligent sind.Einfach bei Google den deutschen Namen für Medojed einsetzen und..büchst aus"dranhängen und schon kommt das Ergebnis.
    (26.05.2007)
    Medojed:   Prag hält definitiv Afrikaner, Howletts weiß ich nicht. Eventuell sind es Asiaten, das würde eine Erklärung sein, warum die das Jungtier aus Prag nicht wollten und es stattdessen nach Schottland ging.San Diego hält ebenfalls Afrikaner.
    (26.05.2007)
    Michael Mettler:   Welche Unterarten haben denn Prag und Howletts aktuell? Afrikaner oder Asiaten? Howletts muss früher beide gehabt haben.
    (26.05.2007)
    Medojed:   Diese Tiere sind einfach unglaublich interessant und kamen auch , nicht nur wegen des Jungtieres, bei den Besuchern gut an.Es ist für mich unverständlich, das die deutschen Zoos an der Art nicht interessiert sind.Leider hat die Art, trotz des nun dritten jungtieres in Prag, keine Zukunft in Europa.Die Zucht in Howletts ist schon seit Jahren beendet und die Haltung läuft dort wohl aus,und Edinburgh hat ein Männchen aus Prag bekommen.Ganz gleich,welches Geschlecht das aktuelle Jungtier hat, mit seinem Vollbruder kann man es nicht verpaaren. Eine Möglichkeit wäre, eventuelle Jungtiere aus Ramat Ganz zu holen, aber die sind ja durch das erste Prager Jungtier ebenfalls wieder mit den Prager Tieren verwandt, wenn auch nur einseitig.Bliebe nur ein neuer Import, aber wenn Prag das einmal geschafft hat, warum nicht ein zweites Mal ?
    (26.05.2007)
    Michael Mettler:   Spätestens jetzt weiß auch ich trotz fehlender Tschechisch-Kenntnisse, um welche Tierart es sich handelt :-)
    (26.05.2007)
    Medojed:   @Karsten Vick. Danke für die Blumen. Ich muß gestehen,das die Medojeds einer der Hauptgründe für mich waren, nach Prag zu fahren, und es hat sich offenbar gelohnt, ich hätte nie erwartet, jemals ein Medojed-Jungtier zu sehen.Ich kenne sie zwar aus Howletts und San Diego, aber so schön wie in Prag konnte ich sie dort nicht beobachten.Aber woher weißt du, welches Tier sich hinter diesem Namen verbirgt ? Kannst du etwas tschechisch ?
    (26.05.2007)
    Karsten Vick:   @Medojed: Netter prag-inspirierter Nickname und schöner Bericht (wird Zeit, dass ich mal wieder hinkomme).
    (25.05.2007)
    Medojed:   Ich habe am Dienstag Prag und am Mittwoch Pilsen besucht.Beide Zoos habe ich zum ersten Mal besucht.Der Zoo Prag gehört nun zu den besten Zoos die cih kenne und ist landschaftlich sehr reizvoll. Der Zoo ist landschaftlich ähnlich wie Nürnberg, teiwleise recht steiles Gelände, Steilhänge, sehr viele unteschiedliche Waldregionen und viel Wasser. Dazu großräumige Naturanlagen für Huftiere.Der Tierbstand umfasst kanpp 600 Arten und ist reichlich bestückt mit sogenannten" Raritäten " Knapp 60 ha umfasst das Gelände, das zweigeteilt ist, in den unteren Zooteil, der 2002 überflutet wurde, und in den oberen Teil, dort sind nun fast alle Großtiere untergebracht. Im unteren Teil werden nun bevorzugt im Notfall leicht evakuierbare Arten gehalten. Ausnahme bildet das Elefantenhaus, das einer Betonfestung gleichkommt.Es ist sehr wuchtig und düster und von außen wirkt es so, als würden darin 10 Elefanten leben.Das ist nicht so, derzeit sind es drei Tiere, eine alte Kuh, eine junge, krankheitsbedingt nicht mehr zuchtfähige und der Bulle aus Emmen, der sich in seiner öden Beton-Außenanlage zu Tode langweilt. Aus Platzgründen wurden die Nashörner abgeschafft, deren Anlage wird nun von einem aus den Usa importierten Flachlandtapir-Paar bewohnt. Die Außenanlage ist sehr schön tapirgerecht umgestaltet worden und innen haben die Tiere einen weichen Rindenmulch-Boden. Natürlich entspricht das Haus längst nicht mehr den Anforderungen einer modernen Tierhaltung und wird ja auch stark kritisiert, es ist aber weder besser, noch schlechter als vergleichbare Beton-Häuser in Stuttgart oder Basel.Den beiden Flußpferden mit einem ca. halbjährigem Kalb steht aber innen mehr als doppelt soviel Platz zur Verfügung wie den Tieren in Stuttgart, außen bestimmt das Fünffache. Im Elefantenhaus befindet sich noch eine von insgesamt drei im Zoo verteilten Reptilien-Abteilungen. Die Terrarien sind ganz gut eingerichtet, in vielen Fällen für die darin gehaltenen großen Arten aber viel zu klein. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Elefantenhaus entsteht derzeit das Ganges-Gavial-Haus mit einer großzügigen Freianlage. Innen und außen kann man die Tiere natürlich unterwasser sehen. Die Tiere sind noch nicht da und es ist nicht bekannt, wann sie kommen werden.Es sollen zwei junge,nicht mal halbwüchsige Tiere sein die aus einer indischen Zuchtfarm stammen. Recht neu sind die wunderschönen, großzügigen, sehr natürlich wirkenden Affen-Inseln, für Guerezas , Klammeraffen, Totenkopfaffen und verschiedenen Lemuren. Dennoch ist die Haltung der genannten Primaten alles andere als optimal, denn die Innenunterkünfte, die sie die meiste Zeit des Jahres bewohnen, sind lächerliche kleine Pavillons, teilweise recht düster.Dafür gibt es definitiv Punktabzug. Eine zweite, sehr große Natur-Anlage mit großen Teich bewohnt das alte Flachlandtapir-Paar mit einem halbwüchsgigen Kalb. Die Innenunterkünfte sind aber recht klein.
    Eine ebenfalls nicht optimale Anlage, da rundum einsehbar und mit kaum Rückzugsmöglichkeiten ausgestattete Anlage wird von einer Bock-Gruppe Sitatungas und einem Mrs-Grays-Bock bewohnt. Dieser ist den 5 Sitatungas über dominat und sie weichen ihm aus, obwohl er noch nicht vollständig adult ist und gerade umfärbt.Optisch ist die Anlage recht ansehlich, aber das nützt den Tieren nichts, die dennoch sehr entspannt waren. Ein häßlicher, nagelneuer Kinderzoo schließt sich an, öde ,kleine Außenanlagen für Ziegen, Schafe Alpakas und Hängebauchschweine ( ohne Suhle!), die Meerschweinchenanlage ist ein winziges, schattenloses Oval auf Schotterboden.Ebenfalls Punktabzug.Für Vogelfans gibt es zwei recht nette, begehbare Volierern für einheimische Vogel-Arten. Darin befinden sich kleine Freiananlagen für europäische Igel und einheimische Reptilien,-und Amphibienarten. Zwei sehr schöne Flamingo-Anlagen, eine gemischte Gruppe und eine reine Chilenen-Gruppe , wunderschöne, riesige Natur-Anlagen für verschiedenen Kranich-Arten und Pelikane , eine große, an die Felswand angebaute , begehbare Afrika-Voliere für Nimmersatt, Waldrapp,verschiedenene Enten und Kibitze,Mohrenklaffschnabel Geierperluhn usw.,eine riesige, ebenfalls begehbare Voliere für verschiedene Löffler,Sichler usw. sowie das Sechuan-Haus für Vögel aus dem besagtem Gebiet ließen mein Ornithologen-Herz höher schlagen.Als neue Art sah ich zum ersten Mal Gelbnacken-Spechte.Der Zoo ist auch für wildlebende Vogelarten ein Paradies. Zwei Eisvögel sah ich, die auf dem Gelände brüten.Neben den Flamingos sollte eigentlich eine Schauanlage für Schuhschnäbel entstehen.Beide Versuche, die Anlage zu bauen, schlugen fehl, weil der Direktor des Zoos, ein Pädagoge mit keinerlei Zoologischen Kenntnissen,doch andere , besucherattraktivere Anlagen vorgezogen hat. Inzwischen hat er das Interesse, nach einer anfänglichen Begeisterung für sie,an den Schuhschnäbeln verloren und die Anlage wird nicht mehr gebaut.Die Vögel, 3,2 ,leben seit ihrem Import vor 3 Jahren, in der Qurantäne hinter den Kulissen. Zwar haben sie dort kleine Außenvolieren , aber sie sind für die Zucht nicht geeignet.Die Tiere sind als Halbwüchsige gefangen worden, sind nicht fehlgeprägt und überaus wertvoll für die Zucht, sehr bedauerlich, das der Mann dieses wertvolle ungenutzte Potenzial anscheinend nicht erkennt.Das gibt ebenfalls Punktabzug.Dabei wäre die Sechuanhalle sehr schnell umgebaut für eines der beiden Paare, die direkt an die Halle anschließende Natur-Anlage für Pelikane ließe sich komplikationslos in eine Voliere umwandelden.Zumal die Sechuan-Halle von so gut wie keinem Besucher aufgesucht wird.Die Schuhschnäbel könnten das ändern.Ein Großteil des weiteren Vogelbestandes ist in sehr kleinen, veraltetetn Volieren entlang der Besucherwege untergebracht und findet keinerlei Beachtung. Diverse Greife wie Schmutz,Kappen und Kuttengeier, Weißkopf-Seeadler und ein derzeit brütendes Riesenseeadler-Paar könnten größere Volierern gebrauchen.Nicht zu vergessen das Riesenschildkrötenhaus mit einer großen Innen,-und Außenanlage, hier sind hinter den Kulissen die drei vor einem Monat geschlüpften Komodowarane untergebracht,mit einer Schau-Anlage für Papua-Warane,das Gorillahaus mit einer vierköpfigen Gorilla-Familie mit dreijährigem Nachwuchs und das Raubtier/Reptilienhaus.Die Gorillas haben eine nette, mit viel Strom gesicherte Freianlage.Prag und Pilsen sind übrigens sehr für Krallenäffchen-Allergiker empfehlenswert,im Prag gibt es nur eine Art, in Pilsen nur zwei Arten! Prag hält Rothand-Tamarine zusammen mit Faultieren und Kugelgürteltieren. Leider nur für die Tamarine, gibt es auch eine kleine Freianlage dazu. Das Raubierhaus ist ein typischer Altbau mit den entsprechen Freianlagen und kleinen,altmodischen Innenkäfigen. Der Besucherraum wurde aber recht nett mit Bäumen und Ästen verziert.Neu sind die Außenanlagen für die Kleinkatzen ( Karakal, Fischkatze , Jaguarundi und Nebelparder ), für die Nebelparder sind sie viel zu niedrig, mit zu wenig Schatten,Kletter,-und Versteckmöglichkeiten.Das trifft auch für den Innenkäfig zu. Das Zuchtpaar war sehr aktiv,der Nachwuchs war nicht zu sehen.An keiner Anlage finden sich übrigens Hinweise auf das Alter von Nachzuchten.Nur bei den Löffelhunden war ein Schild, das darauf hinwies, das die Tiere Junge haben und deswegen nicht zu sehen sind.5 Nebelparder gibt es, die drei adulten Tiere kamen aus Howletts, zunächst ein Kater, dem nur eine Katze folgen sollte. Howletts hat dann unglaublicherweise noch einen zweiten Kater dazugepackt, der hinter den Kulissen lebt.Ein 22 Jahre alter Jaguar, ein Sibirer-Tiger, zwei hinterindische Tiger aus Halle ,zwei Löwen und ein Amueleopard sind weitere Katzen im Haus. Der Rest sind Reptilien,darunter Krokodiltejus, ein Riesenchamälion und eine floriende Nashornleguanzucht.Die Terarien sind besser und etwas größer als im Elefantenhaus.Der untere Bereich weist ein paar Kritikpunkte auf, ist aber landschaftlich ebenso reizvoll wie der obere Bereich.Die Grenze bidlet eine Steilwand, in die die Anlagen für Westkaukasische Ture, Himalaya-Thare sowie Mähnenspringer und Magots integriert sind. Felsige Steilhänge, wirklich tolle, natürliche Anlagen für Gebirgswiederkäuer!Da können und sollten sich manche deutsche Zoodirektoren mal ein Beispiel nehmen. Vorbei an der alten, steilen Felsanlage für Schwarzbären, die aber seit vielen Jahren für Kleine Pandas genutzt wird ( die wohl schönste Anlage für Katzenbären, die ich je gesehen habe )gelangt man nach einem steilen Aufstieg in den oberen Zooteil, zunächst zum ganzen Stolz des Zoos, die 2005 eröffnete Indonesienhalle, einzigartig in Tschechien.Die Halle ist nicht mal annähernd so groß, wie sie auf Fotos wirkt und ist einer der Hauptanziehungspunkte im Zoo Prag.Für eine der typischen Tropenhallen ist sie recht nett geworden und wirkt natürlicher und authentischer als alle deutschen Tropenhäuser, weist aber im Grunde die gleichen Mängel auf.Die Anlage für Komodwarane ist zu klein, es gibt natürlich keine Außenanlage und die Einrichtung besteht lediglich aus Fels und Sand.Das Paar ist sehr jung,das Weibchen 4 Jahre alt. Eine Eiablage in diesem Alter ist sehr ungewöhnlich, 5 Eier hat sie gelegt, die erste Eiablage des Weibchens, drei Junge schlüpften.Komdodowarane sind mittlerweile leicht in Europa erhältlich, seltsam, das es sie nicht in Deutschland gibt.Deutsche Eaza-Zoos gibt es doch genug, und nur solche dürfen Komodowarane halten. Wie toll und erfolgreich die Art in Eaza Zoos gehalten wird, zeigt doch das Beispiel Berlin. Lieber die Tiere in eine miese Eaza-Haltung geben, als in eine gute-Nicht-Eaza-Haltung.Alles zum Besten der Tiere, versteht sich.Wie glaubwürdig machen sich die Zoos durch solche Aktionen.Nach der Komodo-Anlage betritt man die eigentliche Dschungelhalle, küstliche Bäume dominieren den Besucherraum,Vogelstimmen vom Tonband sorgen für die Atmosphäre. Freifliegende Vögel gibt es nicht.Hier befinden sich zwei reine Innenanlagen für Schweinsaffen, sowie eine für Binturongs und Zwergotter.Diese finde ich gar nicht mal schlecht, sie bietet den Tieren optimale Lebensbedingungen und ein ganzjährig gleichbleibendes, optimales Klima.Die Zwergotter haben sehr viel Platz und bewohnen den großen Naturwassergraben der Anlage.Den Abschluß bildet eine Schlammspringer-Anlage.Danach betritt man eine Felsgrotte, die geradewegs in die Nachttierabteilung führt.Kaum hat man diese betreten,schwirren schon freifliegende Flughunde um die Besucher herum!Faszinierend, gar keine Frage, aber dennoch keine gute Idee, bedenkt man, das vornehmlich Frauen und Kinder etwas anders darüber denken, zumal es keinerlei Warnung oder Hinweise darauf am Eingang gibt, man aber durch die Abteiliung durch muß, um den Rundgang fortzusetzten. Das Gekreische der Damen und der Kinder ist entsprechend groß. Durchaus nachvollziehabr, welche Frau hat schon gerne eine Fledermaus im Haar.Bei vollem Besuch, der Gang ist recht eng,haben die Flughunde kaum Ausweichmöglichkeiten und zweimal wurde ich gerammt, unangenhemer für das Tier als für mich.Da es recht warm hier ist, bringen die Flughunde durch die Flügelschläge etwas Abkühlung.Die Anlagen sind für Nachttierhausverhältnisse von der Größe akzeptabel.An Arten gibt es Kurzkopf-Gleitbeutler, Chinesische Sonnendachse ( einmalig in Europa, drei Anläufe brauchte ich, um die Tiere zu sehen ),Plumbloris mit Nachwuchs ,Rattenkänguruhs mit Gleichfarb-Kuskus, Rattenkänguruhs mit den Flughunden, deren Grotte zum Besucherraum hin offen ist,und Palmenroller. Über eine Treppe gelangt man in die zweite Etage der Dschungelhalle.Hier liegt die Innenanlage für Orangs und Weißhandgibbons, durch einen Wassergarben von den Besuchern getrennt. Entsprechend wenig Klettermöglichkeiten haben die Tiere ,da diese sonst leicht entweichen könnten. Eine zweite Insel können die Gibbons aufsuchen, die Orangs nicht. Darauf lebten kurzzeitig Haubenlanguren. Nachdem diese die Anlage verlassen hatten, wurde die ganze Gruppe abgegeben.Die Orangs und Gibbons haben eine recht nette Außenanlage.Eine zweigeteilte, nach altem Muster gebaute und unschöne Anlage für Eisbären folgt,ehe man eines der Highlights im Prager Zoo erreicht, das Haus für Afrikanische Kleinsäuger.Der Zugang erfolgt durch ein Feslenwirrwarr, was die Ruine einer afrikanischen Stadt darstellen soll. Dazwischen versteckt liegen schöne Freiananlagen für Fuchsmangusten,Borstenhörnchen, diverse Schildkröten,Weischwanz-Stachelschweine, Löffelhunde, die gerade Nachwuchs haben und Honigdachse.Diese haben ein wenige Tage altes Jungtier! Die Mutter lag mit dem Jungtier direkt an der Scheibe des Innenraumes und hat es gesäugt!Der Vater war abgesperrt und konnte die Freianlage nutzen, es kostete mich viel Nerven und Zeit, ihn draußen zu fotografieren.Aber wo sieht man sonst noch Honigdachse ? In Howletts und Edinburgh, dorthin ging der vorherige Nachwuchs aus Prag.Das erste Jungtier ging nach Israel, somit stammen nun fast alle europäischen Honigdachse aus Prag.Ein neuer Import wäre notwendig, um die Art langfristig in Europa zu halten, zumal es um den Honigdachs in der Natur nicht gut bestellt ist. Obwohl die Prager Tiere, die fast ganztägig aktiv waren,aufgrund ihrer schwarzweiß Zeichnung als Publikumsrenner erweisen,gibt es wohl kaum Interesse seitens der europäischen Zoos.Schade,ich könnte mir vorstellen, das man Honigdachse mit anderen Arten vergesellschaften könnte. Vieleicht mit Nashörnern, oder Warzenschweinen. Überwiegend werden in diesem Haus Kleinsäuger gehalten, aber auch Reptilien, Spinnen und Insekten. Eine mir unbekannte Hörnchenart, Kleine Bambusratten,Klippschliefer,Fenneks,Zwergmangusten und diverse Mausarten leben in der Tagabteilung.In zwei Nachtanlagen leben Senegalgalagos mit Springhasen sowie Votsotsas mit Mausmaki und Igeltanreks zusammen.Ein tolles Haus,Schade, das es soetwas Vergleichbares nicht in Deutschland gibt. In Pilsen gib es ebenfalls ein Haus für Afrikanische Kleinsäuger.Nun erreicht man die Huftieranlagen,den anfang macht eine wunderschöne , riesige Anlage für die Zuchtgruppe Sitatungas,gefolgt von Rappen,-und Säbelantilopen, die im alten Giraffenhaus untergebracht sind.Gegenüber liegt eine tolle Anlage für Nasenbären, im Bau befindlich sind Neunanlagen für die Guanakos und zwei Anlagen für die Braunen Hyänen, die leider hinter den Kulissen untergebracht sind.Danach folgt die wohl schönste Anlage des Zoos, die Antilopenwiese.Geschätzt über ein ha groß und sehr natürlich mit hohen Gras und diversen Bäumen bewachsen, leben hier in Gemeinschaftshaltung Bongos,Mrs.Grays-Wasserböcke, Beisas,Bleßböcke und zeitweilig auch Jungböcke der Rappenantilopen. An Vögeln gibt es Sekretär und Kaffernhornrabe.Zugegegen, eine etwas seltsame Zusammenstellung, die aber gut funktioniert, nicht aber mit allen Böcken zusammen Die Bongoböcke sind zu unverträglich dafür.Die Beisahaltung in Europa geht zu Ende.Alle Tiere gehen auf eine kleine Gruppe zurück, die vor x Jahren von einem französischem Zoo importiert wurde.Mittlerweile werden schön Väter mit Töchtern verpaart.Ein Import aus Afrika ist gescheitert,die französischen Halter versuchen seit 10 Jahren, aus den Usa Beisas zu importieren, bisher ohne Erfolg.Ich sehe das Ganze nicht so schlimm, die Art ist nicht bedroht und die Unterschiede zum Passan sind marginal.Für den normalen Besucher ohnehin nicht festellbar.Bedauerlicherweise wird die Antilopenwiese verschwinden, natürlich muß hier eine neue Elefanten-Anlage gebaut werden. Der Zoo will mit Elefantenkälbern natürlich seine Einnahmen steigern.Während einige Zoofans eine Krallenaffen-oder Erdmännchen-Allergie haben, habe ich eine Elefantenallergie. Nichts gegen die Rüsseltiere, aber der Hype, der um sie gemacht wird, und die unangenhme Tatsache, das kein Zoo mehr auf Elefanten verzichten will und dafür andere Tierarten opfert(in diesem Fall sind es die Antilopen, die gehen müßen ),kotzen mich salopp gesagt einfach an.Wie angenehm war Pilsen, ein( noch ) Elefantenfreier Zoo, herrlich. An der Antilopenwiese führt ein Weg über die Straße zur Afrika-Anlage.Diese war aufgrund von Bauarbeiten leider nicht besetzt. Hier leben Rothschildgiraffen in zwei Gruppen mit je einem Bullen, die die Anlage im Wechsel bewohnen. Die zweite Gruppe kann wenigstens einen kleinen Vorhof benutzen.Pro Jahr gibt es mehrere Kälber.Desweiteren leben Grantzebras, Elen und Blessböcke auf der Anlage.Vorgesehen waren auch Breitmaulnashörner. Für die Nahörner gibt es auch ein Vorgehege sowie Innenboxen.Im letzten Moment hat der Direktor Muffensausen gekriegt und die Nashörner doch nicht genommen.Jetzt leben im Vorhof die beiden männlichen Pinselohrschweine. Nachts kommen die vier Erdferkel raus. Die Nashorninnenboxen sind jetzt die Innenanlagen für die beiden Arten. Die Giraffen haben große Laufställe und Extraställe hinter den Kulissen.Kälber kommen in der Gruppe in Anwesenheit der Bullen zur Welt. Erdmännchen gibt es hier natürlich auch.Nebenan liegt die nicht einsehbare Quratänestation für die Schuhschnbäbel. Die letzte Antilopenart, die gehalten wird, sind Mendesantilopen mit Maras zusammen.Eine ungewöhnliche Versellschaftung sind Wildschweine mit Mufflons und Waptis.Hier im hinteren Bereich des Zoos leben auch noch Amurleoparden, Sib.Tiger,Kulan,Elch,Rentier,Takin,Bison mit Präriehund,Trampeltier,Kiangs, Przewalskis,Anoas ,Wölfe(mit Hinweisschild in deutsch:Besonders gefährliche Tiere! ),Zwergtigerkatze,Hutias,Tayras,Kasuar,Emus und Känguruhs,Kanadische Fischotter. Kurzum, es gibt viel zu sehen, und ein Tag, ich war von morgens um 8 Uhr 30 bis zur Schließung um 18 Uhr im Zoo,reicht nicht aus.Zugegeben, ich hab viel Zeit bei Honigdachs, Sonnendachs und den Vögeln verbracht,trotzdem wäre es knapp geworden und so werde ich wohl nochmal nach Prag zurückkehren müßen. Es lohnt sich bestimmt, zumal es von Prag gute Zugverbindungen nach Pilsen,Chomutov und Dvor Kralove gibt.Der Souvenierladen in Prag allerdings ist winzig und wer einen Zooführer haben möchte, wird weder an der Kasse, noch im Souvenierladen fündig. Einzig und allein ein winziger Souvenierkiosk am unteren Nebeneingang verkauft den Zooführer,den es leider nur in tschechisch gibt.Ein Besuch in Prag lohnt sich,nur habe ich den Fehler gemacht, direkt nach Prag und Pilsen den Beton-Zoo in Stuttgart zu besuchen, da tuen sich Welten auf und ich mußte teilweise übel aufstoßen,weil viele der dortigen Anlagen jetzt in einem noch schlechterem Licht erscheinen als sie es ohnehin schon taten.Ich denke,das das mein letzter Besuch in der Wilhelma war.
    Der Bericht zu Pilsen folgt später.
    (25.05.2007)
    Mimatier:   @Karsten Vick: vielen Dank
    (06.05.2007)
    Karsten Vick:   Also ich sehe 2 mögliche Fahrtrouten:
    1. über die A5 und dann A4 Richtung Dresden und da über die Grenze mit den Zoos Erfurt, Chemnitz, Dresden
    oder
    2. auf der A3 Richtung Nürnberg dann auf der A6 Richtung Plzen (2004 war die Autobahn noch im Bau, ich weiß nicht wie weit sie inzwischen sind), an Zoos fällt mir auf der Strecke nur Nürnberg ein sowie Plzen auf der anderen Seite der Grenze
    Eine Alternative bei Route 1 wäre weiter auf der A4 bis Görlitz, dort auch noch in den Zoo und von da mit einem kleinen Schlenker über Polen, über Frydlant nach Liberec, aber die Strecke kenne ich nicht aus eigener Erfahrung.
    (05.05.2007)
    Mimatier:   Welche Zoos auf deutscher Seite wären auf dieser Route noch zu empfehlen ?
    (05.05.2007)
    Karsten Vick:   Ich habe bei meinen beiden Dvur-Kralove-Besuchen problemlos ohne Voranmeldung ein Zimmer bekommen (in Vrchlabi). Das ist eine beliebte Wintersportregion und es gibt sehr viele private Pensionen, die im Sommer nicht überlaufen sind. Deutsch sprechen da die allermeisten Leute. Ich würde dort Quartier nehmen und von da aus Dvur, Prag, Liberec usw. ansteuern. Das sind alles keine Riesenentfernungen.
    (02.05.2007)
    Stefan Schubert:   Die Strassenverhältnisse in Tschechien sind unbedenklich, sie waren da sogar in der Vorwendezeit ausgezeichnet! Daran hat sich nichts geändert. Unterkunftsmässig dürfte es im weiteren Umfld auch weniger Probleme geben, nur das Jugendherbergsnetz ausserhalb Prags ist im Land eher dürftig, doch anhant der für uns recht günstigen Preise auch kein wirkliches Problem!
    (02.05.2007)
    FfmTH:   Vielen Dank schon mal für die Infos.

    Mich würde noch interessieren, wie denn die Straßenverhältnisse dorthin sind.

    Sicherlich werden wir auch noch Zoos auf dem Anfahrts- und Abfahrtsweg besuchen. Ist halt die Frage wo man dann übernachtet.
    Dvur Kralove ist wegen der Okapis und Giraffen unser must see.
    (02.05.2007)
    Konstantin Ruske:   Von Frankfurt kommend vielleicht über Erzgebirge nach Pilsen- Prag- dann Autobahn Richtung Norden, auf Karte an der Kleinstadt Hradec Kralove halten. In Dvur Kralove selbst gibt es einige gute Pensionen und am Zoo direkt das Safari- Hotel. Ist eher hochpreisig im Vergleich, bietet aber hohen Komfort, guten Service und Direktzugang zum Zoo ( auch abends). Auf der Anfahrtsstrecke liegen übrigens soviel sehenswerte Zoos, das(02.05.2007)
    Jennifer Weilguni:   Wir waren zwar (leider) nicht im Zoo Dvur Kralove, aber in drei anderen Tschechischen Zoos und haben hierfür ein Quartier direkt an der Deutsch-Tschechischen Grenze bezogen. Ferienwohnungen sind verhältnismäßig günstig, wir hatten eine in der Sächsischen Schweiz. Kann diese Form der Unterbringung nur empfehlen.
    (02.05.2007)
    FfmTH:   Wir hatten vor den Zoo Dvur Kralove dieses Jahr zu besuchen. Hat jemand einen Tipp wie man am besten mit dem Auto dort hinkommt. Wir kommen aus Frankfurt, so dass eine Übernachtung wohl Pflicht ist.
    (01.05.2007)
    Jana:   Das Safari ist normaleweisse Ende September/Anfang Oktober geschlossen, es hängt an dem Wetter, jedes Jahr ist der Termin anders. Erste September-Woche wird es sicher noch im Betrieb.

    Uebrigens sind auf der prager HP Bilder von den Komodowaranen, die letzte und diese Woche geschluepft sind (3 Stueck).
    (27.04.2007)
    Togo:   Hallo !
    Ich plane einen Besuch in Dvur Kralove,mache das aber abhängig davon, wann die Safari geöffnet ist, denn ich glaube ,das viele Tierarten nur in der Safari zu sehen sind. Weiß Jemand, ob die Safari noch in der ersten September-Woche geöffnet ist ? Vielen Dank für die Hilfe.
    (27.04.2007)
    Jana:   @Rudiger Leider weiss ich keine Antwort auf deine Fragen, es tut mir leid.
    (14.04.2007)
    Rüdiger:   Hallo Jana ,
    habe gestern erfahren, dass der alte Zuchtbulle JIM von Dvur Kralove nach Zürich abgeordert wird, um hier die Zucht fortzuseten.
    Ist er bereits in Quarantäne und weiss du wann der Transfer in die Schweiz losgehen soll ?
    Gab es wieder eine A.I. bei den nördlichen BM `s ?
    Schönes Wochenende
    (14.04.2007)
    Rüdiger:   Danke Jana,
    viel Glück bei der Aufzucht des kleinen.
    Was machen die Panzernashörnerin Dvure Kralove? Wurde der Bulle Roopen schon erstzt und wer ist sein Nachfolger ? Danke für die Recherche
    (10.02.2007)
    Jana:   Dvur Kralove - 1,0 Spitzmaulnashorn geboren (Isis+Jola), weitere 2 Geburten sind erst am Jahresende erwartet.
    Liberec - 0,1 Goldtakin geboren.
    (08.02.2007)
    Jana:   @Rüdiger Ich weiss nichts Neues über Nashörner in Dvur Kralove.
    (04.02.2007)
    Michael Mettler:   @th.oma.s: Sehe ich auch so, das meinte ich ja mit meiner eigenen Einstellung. Selbst wenn es von einer Tierart nur noch ein einziges Paar gäbe, sollte man die Hoffnung nicht aufgeben - schließlich sind so im Laufe der Evolution ganze neue Arten entstanden, die einfach nicht wussten, dass sie dafür theoretisch zu wenige Vorfahren hatten :-) Aber die derzeitige Moderichtung sieht das ja anders.
    (02.02.2007)
    th.oma.s:   @michael mettler: wenn man keine chance hat soll man sie nutzen...und zaire ist groß.
    (02.02.2007)
    Michael Mettler:   Was mich an der Diskussion um die Nördlichen Breitmaulnashörner in Dvur Kralove fasziniert, ist die Tatsache, dass es in diesem Fall keine Rolle zu spielen scheint, dass die im Erfolgsfall wachsende Population auf nur 4-5 Gründer zurück gehen würde. Meine eigene Einstellung zur Inzuchtproblematik habe ich ja im Forum oft genug geäußert, aber wie geht die "moderne Zoowelt" mit diesem Widerspruch um, wenn doch bei anderen Tierarten und entsprechenden Gründerverhältnissen durchaus mal schnell abgewunken wird?
    (02.02.2007)
    th.oma.s:   @langhans: Ihre argumentation zur kb beim afrikanischen elefanten ist m.e. zutreffend (leider)
    @Shensi-Takin: die gründe für die kb bei drumbo in dd wahren ausschließlich finanzieller natur,ansonsten teile ich ihre argumente
    (02.02.2007)
    th.oma.s:   @langhans: Ihre argumentation zur kb beim afrikanischen elefanten ist m.e. zutreffend (leider)
    @Shensi-Takin: die gründe für die kb bei drumbo in dd wahren ausschließlich finanzieller natur,ansonsten teile ich ihre argumente
    (02.02.2007)
    Shensi-Takin:   @Langhals: Es gibt durchaus auch andere Gründe als "Profitgier" für den Einsatz der KB bei Zootieren, selbst bei "heiligen Kühen" wie Elefanten.
    Die Künstliche Besamung aka KB ist weltweit bei nahezu allen Nutztieren gängige Praxis; hier spielen v.a. züchterische/wirtschaftliche Aspekte, aber auch der Schutz von venerisch übertragenen Krankheiten(z.B. Deckseuche) eine Rolle. Das Prozedere geht dabei meist ohne größere Quälerei vonstatten-allenfalls wird der Besamer getreten/gebissen...
    Bei den Zootieren, v.a. aber bei den Großsäugern, sind noch andere Aspekte von Bedeutung.
    1. Der Streß-Faktor: den einzelnen Tieren wird eine mitunter recht beschwerliche, längere Reise von A nach B samt Eingewöhnung erspart-und den Weg postwendend zurück, wenn's mal nicht klappt.
    Gewiß, eine Narkose ist keine Angelegenheit ohne Risiko-doch dank Fortschritte in der Anästhesie (u.a. VAA) kann man hier weitaus sicherer agieren als noch vor Jahren-auch wenn es immer noch Problemarten/-tiere gibt & ein Restrisiko besteht. Des weiteren muss zur Samengewinnung & KB nicht jedes Tier unbedingt betäubt werden; manche Arten können-daran trainiert- durchaus im Zwangsstand ent- bzw. besamt werden-und das meist ohne viel "Qual"(es sei denn, jemand empfindet einen sog. "Handjob" als Qual; von den Tieren meist keiner...).

    2. Der züchterische Aspekt: zwar streben moderne Zoos nicht unbedingt nach Leistungsteigerung bei ihren Tieren-doch zeigt der kontinuierliche und dabei erfolgreiche KB-Einsatz in z.B. Chengdus Panda-Station, dass man so eine bessere Kontrolle über das Fortpflanzungsgeschehen hat und ggf. lenkend-zum Wohle der Tiere-eingreifen kann, was gerade bei bedrohten Arten mitunter recht zweckdienlich ist.
    Des weiteren kann auf diesen Weg eine größere genetische Variabilität innerhalb der Zootierpopulation erreicht werden-ohne dabei direkt auf Wildfänge angewiesen zu sein. Vielmehr betäubt man z.B. in einem Nationalpark ein männliches, gesundes Exemplar, entnimmt asap Sperma & verwendet dieses zur KB seiner weiblichen Artgenossen im Zoo, wobei das wildlebende Männchen am Ende wieder in die Wildnis entlassen wird(ist allerdings noch im Experimentierstadium).

    3. Der tiermedizinische Aspekt:
    Wie Hildebrandt & Co im IZW nicht müde werden zu unterstreichen, sind die veterinärmedizinische Vorteile der KB zu beachten. Wie bereits gesagt, ist so die Wahrscheinlichkeit der venerischen Krankheitsübetragung geringer-was indes bei Zootieren nicht eine so große Rolle spielt. Viel schwerwiegender ist der Aspekt, auf den bisherige Sektionen von weiblichen Zooelefanten und -nashörnen hinweisen. So wiesen diese Tiere(auch jüngere Exemplare) nicht selten Entartungen des weiblichen Geschlechtsaktes, u.a. Tumore, schwere Verklebungen & Zysten auf. Eine Erklärung dafür wäre, auch im Hinblick auf die schneller einsetzende Pubertät und kürzere Fruchtbarkeitsspanne sowie geringere Deckhäufigkeit bei weibl. Zooelefanten/-nashörnern in Verhältnis zu ihren wildlebenden Artgenossinnen, dass der Mangel an erfolgreichen Paarungen zu den o.g. Entartungen führen kann. Anders ausgedrückt: werden die jungen, fortpflanzungsfähigen Mitglieder der ohnehin schon überalterten Zoopopulationen an Elefanten & Nashörnern nicht so schnell wie möglich & erfolgreich gedeckt, besteht die Gefahr, dass ihre Fruchtbarkeit ungenutzt erlischt und man nur einen Haufen alter unfruchtbarer Jungfern vor sich hat...;) So (ähnlich) Vertreter der Gyn-Abteilung des IZWs bei einer DVG-Tagung November 2005 in Berlin.

    Warum Afrikanische Elefanten dann doch künstlich besamt werden, lässt sich u.a. davon auch ableiten-die dabei gewonnenen Erfahrungen können auch den (bedrohteren) Asiaten zugute kommen.

    Ehe jetzt ein Sturm der Entrüstung auf mich losgeht-ich bin mitnichten ein Hardcore-Verfechter der KB u.ä.; vielmehr halte ich den Natursprung gerade bei Wildtieren für das Mittel der Wahl. Wenn man bei einer Art wiederholt mit KBs & Co. keinen Erfolg hat bzw. diesen nur verlustreich, mühevoll & schlußendlich wenig zweckdienlich erreichen kann, sollte man die Sache nicht auf Teufel-komm-raus erzwingen.
    Apropo "Seltenstes Tier": da wäre ich vorsichtig, gibt es doch da (leider) noch mehr Titelaspiranten-etwa "Lonesome George"...
    So eine militärische Undercover-Version a la "Operation Dumbo";) wäre auch bei anderen Arten-etwa beim Kouprey-bedenkenswert, dürfte aber am geringen Interesse der Zuständigen & Fehlen finanzieller Mittel sowie "politischer Korrektheit" ggü. den jeweiligen Ländern scheitern...:(


    (02.02.2007)
    Hannes:   Man könnte auch das gerücht in Umlauf bringen Nashörner seien islamisten. Dann klebt man Ihnen ne Bart an und gibt Ihnen eine Flugausbildung und schon bringen die die Amis die nashörner nach Kuba. Kuba ist doch auch schön. Muss ja nicht immer San Diego sein.
    (02.02.2007)
    Ronald Masell:   @Sacha
    Danke für die Blumen.
    Die Erklärung ist ganz einfach:
    Nashörner pinkeln kein Oel.
    (02.02.2007)
    Sacha Beuth:   @Ronald Masell: Vielen Dank. Ja, die Absicht kannte auch ich. Aber da wollte man es ja mit Einverständnis der Behörden der Dem. Rep. Kongo/Zaire handeln. Ich dachte da mehr an eine Nacht-und-Nebel-Aktion. Wenn man sonst schaut, wie sich die Amis um internationales Recht kümmern, dann hätten sie bei einer Missachtung für einmal etwas Sinnvolles gemacht.....
    PS: Ich glaube nicht, dass Du Alzheimer hast - qed.:)
    (02.02.2007)
    Ronald Masell:   Ich alter Mann, Alzheimer läßt grüßen!
    Hier ist der Link:
    http://www.rhinos-irf.org/news/archive/garamba_pr_archive.htm
    (02.02.2007)
    Ronald Masell:   @Sacha
    Das war schon angedacht, alle N.B in Zaire sollten umgesiedelt werden.
    Geld war, meine ich, auch da.
    dann haben einige Politiker aus Zaire opponiert. "Das wäre ein Problem von Zaire, und man wäre in der Lage, das allein zu lösen".
    Den Erfolg sieht man ja.
    Ich weiß leider nicht mehr wo ich das im Netz gelesen habe.
    (02.02.2007)
    Sacha Beuth:   So sehr ich mit Dir in vielen Themen in diesem Forum übereinstimme, hier bin ich anderer Meinung: Wenn Du Dir die politische Lage in den Regionen anschaust, in denen noch Nördliche Breitmaulnashörner in der Natur leben, dann ist jeder Cent für Schutzprojekte vor Ort rausgeschmissenes Geld. Ausserdem scheint es so, als würden wegen der dauernden Kriegswirren GAR KEINE freilebenden Nördlichen Breitmaulnashörner mehr in Afrika existieren. Falls doch, gäbe es für mich nur eine Lösung: Die Amis (sind leider wohl am geeignetsten und ehrfahrensten dafür) rüsten eine Expedition aus und fangen die letzen Exemplare für den Wild Animal Park in Escondido/San Diego (bei gleichzeitiger weiterer Zusammenarbeit mit Dvur Kralove). Etwas ähnliches haben, wenn ich mich recht erinnere, vor Jahren mal die Israelis mit den Nubischen Steinböcken gemacht. Damit hätte man zumindest eine Chance, die Art in Gefangenschaft zu erhalten. Und wie das Beispiel Südliches B. zeigt, könnte man sie möglicherweise - ich betone: möglicherweise - eines Tages wieder in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet aussetzen.
    Bei meinem Vorschlag gibt es natürlich ein Haufen Risiken und Unabwegbarkeiten (z.B. wenn es überhaupt noch freilebende N. B.s gibt, findet man sie noch rechtzeitig und falls ja: Finden sich Geldgeber, die eine schweineteure Fangaktion mit ungewissem Ausgang finanzieren. Ist eine Zucht überhaupt möglich usw.)
    Viele "aber"s, das gebe ich zu. Ich persönlich bin jedoch grundsätzlich dafür, etwas zu unternehmen, als die Hände in die Taschen zu stecken.
    (02.02.2007)
    Langhals:   @Saya. Ich denke nicht, das der Breitmaulnashornbulle in Tschechien steril ist,schließlich hat er dort schon Kälber gezeugt.Unverträglich sind die Tiere auch nicht, die Gruppe lebt in dieser Zusammensetzung schon jahrelang zusammen und wenn die Kühe Gebärmutterzysten hätten, ist eine Befruchtung auch auf künstlichem Weg nicht mehr möglich. Ich will ja nicht pesimistisch klingen, aber ich schätze die Lage so ein, das es mit diesen 9 Tieren, die es im Zoo gibt, keinen Zweck mehr hat, da noch mit aller Gewalt eine Zucht zu ermöglichen. Das Geld, was diese künstliche Befruchtungen kosten, würde sinnvoller für den Schutz der Tiere in der Natur angebracht, da fehlt es nämlich...
    (02.02.2007)
    Saya:   Auch wenn mir Sarkasmus in jedem Satz nicht gefällt, in der Sache stimme ich Langhals jedenfalls was afrikanische Elefanten angeht zu. Die sind nicht bedroht und züchten in Zoos auf natürlichem Weg gut! Bei den Nashörnern sehe ich es aber etwas anders - es kann viele Gründe geben warum es auf natürliche Weise in Dvur Kralove nicht klappt, steriler Bulle, psychischer Stress, Unverträglichkeit der Tiere, Zyste im Gebärmutterhals der Kuh ect. Bei Arten die nicht kritisch bedroht sind rechtfertigt Ausbleiben des Nachwuchs in einem einzelnen Zoo es meiner Meinung nach nicht, die Tiere einem derartigen Stress und Gesundheitsrisiko (Narkose!) auszusetzen, bei den kritisch bedrohten Nördlichen Breitmäulern sehe ich das aber anders.
    (02.02.2007)
    Sarkasmo:   Langhals ist wieder da. So bösartige und zynische Unterstellungen habe in diesem Forum noch nicht gelesen. Zyniker sind mir schon immer unsympathisch gewesen. Du stellst da Behauptungen auf, die du nicht belegen kannst.
    (02.02.2007)
    Langhals:   Natürlich möchte ich nicht, das eine Tierart ausstirbt, aber wenn die Kühe in Dvur Kralove schon auf natürlichem Weg nicht mehr trächtig werden, was soll denn die künstliche Befruchtung bewirken ? Was die künstliche befruchtung bei Elefanten angeht, diese werden einzig und alleine aus rein kommerziellenm Interesse durchgeführt. Oder warum gibt ein deutscher Zoo für mehrere erfolglose und für das Tier mit viel Qual verbundene Befruchtungsaktionen mehrere tausend Euro aus, um letzen Endes doch ein Kalb zu produzieren, das entsprechend vermarktet wird ? Artenschutzgründe ? Beim Afrikanischen Elefanten ? Wohl kaum. Die Zoos wollen ehrliche Aufklärungsarbeit leisten ? Dann sollen sie auch offen zugebeben, aus welchem Gründen Künstliche Befruchtungen bei afrikanischen Elefanten durchgeführt werden. Unverständlicher ist noch Wien, da wird schließlich ein Zuchtbulle gehalten, aber dort konnte man offensichtlich nicht warten, bis er selbst deckt. Auch Abu wurde aus Kommerzgründen produziert. Das Geld, das mit ihm verdient wurde, durfte der Zoo anchließend in die Beerdigung des von Abu getöteten Tierpflegers investieren.
    (02.02.2007)
    Rüdiger:   Im Grunde egnommen , sehe ich das auch so Langhals. Nur ist die nördliche BM-Species , das seltenste Tier auf der Welt. In Garamba leben nur noch ca. vier Tiere und in den Zoos scheint es nur noch 4-5 Rhinos zu geben , die sich noch an der Reproduktion(passiv) beteiligen können. Seit 2000 wurde trotz mehrfachen Deckakten keine Trächtigkeit mehr erreicht in Dvur Kralove
    Somit belibt fast kein anderer Weg mehr übrig oder willst du das diese Unterart ausstirbt ?
    (02.02.2007)
    Langhals:   Klingt so, als würden männliche Tiere bald nur noch als Samenspender fungieren. Warum soll man auch noch auf natürlichem Weg züchten, wenn es doch auf künstlichem Weg viel besser, schneller und komplikationsloser geht ? Das ist der falsche Weg, eine Tierart zu retten, ich hoffe nicht, das noch weitere Nashörner auf diesem Wege gezeugt werden, damit wurde noch keine Tierart gerettet und jede künstliche Befruchtung stellt für das Tier eine unglaubliche körperliche und seelische Belastung da.In den USA hat man bei einigen Tierarten aufgrund dessen die künstliche Befruchtung aufgegeben, z.B beim Sumatranashorn.Das es auf natürlichem Weg viel besser geht, zeigt das Beispiel San Diego Wild Animal Park. Zwischen 1972 und 2006 wurden dort 54 ( 51 Aufzuchten )Panzernashörner und 92 Breitmaulnashörner ( 90 Aufzuchten )geboren !
    (02.02.2007)
    Rüdiger:   Hallo Jana !
    So in Budapest wurde das erste künstlich besamte Nashornbaby gesund geboren.Hoffentlich werden noch andere folgen.
    Bezüglich der nördlichen BM in Dvur Kralove, sollte doch schon bald der zweite Versuch der A.I gestartet werden. Die IZW Berlin will langfristig sogar Eizellen im reagenzglas befruchten und einfrieren und bei Leihmüttern wie z.B südliche BM Kühe einpflanzen !
    Wie ist der Stand der Dinge bei den BM und den Panzernashörner in Dvur Kralove?
    Danke im vorraus
    (02.02.2007)
    Karsten Vick:   Und wie kommt man an die "Gazella" ran, wenn man nicht solche Beziehungen hat wie du;-)? Ich hab mich 2004 in Prag gefreut, endlich einen noch dazu so schönen Zooführer zu kriegen, aber Gazella hab ich glaube ich nicht gesehen(?).
    (19.01.2007)
    Konstantin Ruske:   Als echter Tipp müssen die Bände der Prager Zoozeitschrift " Gazella" mit kompletten Übersetzungen ins englische empfohlen werden. Äußerst informativ, gut bebildert und über die gesamte tschechische Zoowelt wissenschaftlich berichtend. Beispielegebend, wie vieles aus dieser Richtung!
    (19.01.2007)
    Jana:   @Karsten Vick Die Präriehunde "bedienen" sich mit Kamelhaar ganz regelmässig, es ist eigentlich ehe schwierig, einen liegenden Kamel OHNE einen Präriehund in seinem Fell, zu fotografieren.
    Die Felswand auf dem Bild ist die hintere Wand von Nordamerika-Ottern-Anlage, der Käfig im Hintergrund bewohnen die Tayras.
    (03.01.2007)
    Karsten Vick:   Jana, die Bilder mit Kamel und Präriehund sind wirklich lustig. Die Präriehund-Höhlen waren nach diesem Tag bestimmt schön kuschelig mit Kamelhaar.
    Sag mir, zu welchem Gehege gehört die Felswand auf dem anderen Bild, wo der Pfau drauf sitzt.
    (03.01.2007)
    Jana:   @Karsten Vick Ja, es ist glaube ich der erste Geburt des junges Paares (aus Howletts), der alte Paar hatte Jungtiere mindestens 2002,2003,2004 aber keine hat überlebt.
    Die Kleinkatzenvolieren waren anstatt den alten Leopard-Käfigen an südliche Seite des Raubtierhauses gebaut, es sind 4 Volieren - für Fischkatze, Karakale, Jaguarundi und Nebelparder.
    Und die solitaria-Nasebären in Plzen sehen normal olivebraun aus.
    (03.01.2007)
    Karsten Vick:   Daumen drücken für die Nebelparder! Es ist die erste Nachzucht des Paares, ja?
    Wo sind die Kleinkatzenvolieren und welche Arten werden gehalten?
    Jana, im anderen Zooforum (siehe "Inoffizielle Websiten") schreibst du dass Plzen unterartreine Nasenbären aus Paraguay (Nasua nasua solitaria) angeschafft hat. Das passt gut zu unserer Diskussion im Bären-Thread; ROT sind die nicht zufällig?
    (02.01.2007)
    Jana:   Prag - bei den Nebelpardel kams zur Geburt, nach cca 1 Woche ist Jungtier immer noch am Leben, die Pfleger gehen am Fussspitzen und der Raubtierhaus ist gesperrt. Der Flamingohaus ist fertig und bewohnt, die Kleinkatzenvolieren sind auch fertig.
    (02.01.2007)
    Sacha Beuth:   Ups! Die Realität hat den Spott überflügelt. Danke Jana.
    (28.11.2006)
    Jana:   Bratislava hat schon einen weissen Löwe (zusammen mit eine "normal" färbige Löwin).
    (28.11.2006)
    Sacha Beuth:   Schade, dass offenbar nun auch immer mehr Zoos des ehemaligen Ostblocks Platz für Weisse Tiger verschwenden. Wann folgen in Bratislava die "vom Aussterben bedrohten" Weissen Timbavati-Löwen? (Achtung Zynismus!).
    (28.11.2006)
    Konstantin Ruske:   Auch der Zoo Bratislava hält jetzt ein Paar Weiße Tiger.
    (28.11.2006)
    Michael Mettler:   Hat jemand zufällig irgendein Huftier-Zuchtbuch einer Tierart vorliegen, in deren Zucht Dvur Kralove seit deren Afrika-Importen eine große Rolle gespielt hat? Der Grund dieser Frage ist folgender: Ich erhielt kürzlich das ESB für die Pferdeantilope. Über diese Art habe ich 1994 schon mal Zoodaten gesammelt, damals aber aus Dvur Kralove keine Antwort bekommen (selbst dann nicht, als sich in einem zweiten Anlauf der Zoo Hannover einschaltete). Deshalb war ich jetzt natürlich besonders gespannt auf die dortigen Daten - und stellte zu meinem Erstaunen fest, dass Dvur Kralove für fast sämtliche bis 1980 geborenen Pferdeantilopen nur die Väter benennen kann, die Mütter sind fast durchweg "unknown"!! Und die Nachzuchtzahl in diesem Zeitraum bewegt sich immerhin im dreistelligen Bereich!

    War das damals gängige Praxis in Dvur Kralove? Wenn ja, dürften einige Zuchtbücher auf einer erheblichen Zahl von "Unbekannten" aufgebaut sein. Da werden sich die Populationsgenetiker aber freuen...
    (24.11.2006)
    Jakub:   Neu im Zoo Usti sind die Vielfrasse, sie stammen aus Finland, unter den Eulenvolieren enstand eine neue Gehege, Fertigstellung im Dezember 2006
    (21.11.2006)
    Konstantin Ruske:   Im Zoo liberec sind jetzt die Giraffen mit den neu angeschafften Mähnenlosen Zebras vergesellschaftet. Bei den Weißen Tigern gab es einen Neuzugang aus Beauval.
    (16.11.2006)
    Konstantin Ruske:   Der Zoo Prag hat Ende Oktober ein neues Paar Flachlandtapire aus dem Zoo new Orleans erhalten
    (07.11.2006)
    Jakub:   Ein neues Art im Zoo Ostrava sind die Kronenmakis.Das Männchen stammt aus Montpellier und das Weibchen aus Mulhouse.Jetzt sind sie noch hinter den Kulissen aber bald werden sie im Affenhaus gehalten.
    (31.10.2006)
    Jana:   @Rudiger Leider weiss ich nichts neues ueber die noerdliche BMs.

    In der prager Gorilla-Gruppe erwartet auch die Kijivu (die Mutter von der 2-jaehrige Moja) ein Jungtiert, der Geburt sollte in Mai kommen.
    (29.10.2006)
    Rüdiger:   Schade um die drei Rotschildgiraffen in Dvur Kralove. Was so ein Stromausfall alles anrichten kann!
    Apropo nördliche BMs .
    Weiss du wann die nächste A.I bei Fatu und ihrer Mutter vorgenommen werden ?
    Oder haben die warmen Herbsttage nochmals die Hormone zum Natursprung dort animiert Jana ?
    Grüsse aus der Schweiz
    (29.10.2006)
    Jana:   In Decin war das Zoo-Aussenstelle "Sulawesi" im Stadtzentrum neu eröffnet, jetzt ist da Exposition unter dem Name "Paradies-Inseln" zu finden. Drin sind Aquarien und Terarien mit Fische, Kröten und verschiedene Reptilien. Grösste Atraktion ist das 6000 Liter Aquarium mit Korallenfische und Fiji-Leguanen.

    Im Osttschechien waren gestern Abend zahlreiche Stromausfälle. Ein von ihnen steht warscheinlich hinter der Tod von 3 Rotschildgiraffen in Dvur Kralove. 2-jährige Weibchen, 1-jährige Mänchen und eine frische weibliche Jungtier kamen warschienlich wegen Panik und davon resultierenden Sturzen mit Verletzungen ums Leben.
    (19.10.2006)
    Konstantin Ruske:   Im Zoo Zlin ist jetzt das Amazonas- tropenhaus eröffnet worden.
    (19.10.2006)
    Michael Amend:   Hallo Jana !
    Frage: Könntest du mir vielleicht den neuen Zooführer von Prag besorgen ? Ich habe den Zoo dreimal angeschrieben und keine Antwort erhalten, auch drei E-Mails blieben unbeantwortet. ( Brno hat sofort geantwortet und mir den Zooführer geschickt )Es wäre toll, wenn du mir helfen könntest. Zum tausch könnte ich dir den neuesten Führer von Landau anbieten oder haufenweise Zooführer ,alte und neue, aus Europa und Übersee. Kannst dich ja mal unter MIAmend@t-online.de melden. Danke. GRuß,
    Michael
    (13.10.2006)
    Karsten Vick:   @Johannes: Weil du nicht im Dinopark warst? Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Viele Kleinvögel und -säuger sind auch RICHTIG hinter den Kulissen z. B. im Obergeschoss des Afrikahauses.
    (12.10.2006)
    Johannes Pfleiderer:   @Karsten Vick
    Jetzt weiß ich endlich, warum ich so viele Vogelarten der Tierbestandsliste nicht gesehen hab^^.
    (12.10.2006)
    Karsten Vick:   Noch kurz was über Plzen. Besonders interessant für Freunde von Kleinsäugern und -vögeln, aber es gibt auch Schimpansen, Bären, Löwen, Tiger, seltene Huftiere, Komodowarane, Angola-Guerezas, und vieles mehr. Wird als zoologisch-botanischer Garten geführt (diese Parks haben wohl früher nebeneinander existiert). Es gibt einen abgesperrten "Dinopark" mit Extra-Eintritt und Saurierplastiken, den Euro sollte man aber trotzdem übrig haben, denn auf dem Gelände gibt es Fasaneriekäfige und Haustiergehege jeweils mit seltenen Arten/Rassen. In der Innenstadt gibt es dazu eine kleine aber feine Ausstellung Akvatera mit Reptilien, Lurchen, Fischen und Wirbellosen, u. a. seltene Warane und eine Unmenge Vogelspinnen.
    (11.10.2006)
    Konstantin Ruske:   Die von Karsten Vick genannten Zoos sind ganz richtig als empfehlenswert erwähnt, wie eigentlich alle Zoos, dich ich bisher in Tschechien besuchen durfte. Dabei ist Usti ein ordentlicher " Großzoo" an steilem Hang, mit großen Tierhäusern, besonders in letzter Zeit reger Bauaktivität und einer guten Affen- und Kleinkatzensammlung. Chomutov ist weiträumiger Landschaftspark für nordische Tiere Eurasiens und Decin ein kleines Schmuckstück mit fast nur Raritäten. Hätte ich nur einen " Versuch" , würde ich zuerst Usti wählen- hat einfach den reichhaltigsten Tierbestand, schön sind alle drei. Die Internetseiten sind eigentlich sehr informativ und helfen sicher bei Vorbereitung und Auswahl.
    (10.10.2006)
    Karsten Vick:   @sleipnir: Kommt drauf an, welche Richtung du musst. Westlich liegt Plzen, nördlich kann man Usti, Decin oder Chomutov empfehlen. Liberec liegt etwas zu nordöstlich um es am Wege mitzunehmen.
    (09.10.2006)
    sleipnir:   @ Konstantin Ruske:
    Leider ist die Tschechei ja nicht so ganz "um die Ecke". Bin aber schon dabei meine Lebensgefährtin zu bearbeiten nächsten Mai mit mir ein verlängertes Wochenende in Prag zu verbringen. Im Zuge desssen würde ein Besuch des hiesigen Zoos natürlich ganz oben auf meiner Wunschliste stehen!
    Wo wir schon dabei sind, Prag liegt ja relativ weit im Landesinneren. Gibt es den "Richtung deutsche Grenze" noch einen (oder mehrere?) gute Zoos die man auf der Rückreise besuchen könnte?
    (09.10.2006)
    Jana:   Die WAZA-Konferenz im Jahr 2011 soll in Prag stattfinden.
    (09.10.2006)
    Konstantin Ruske:   Der Zoo Ostrava hat Manule neu angeschafft. Die beiden Tiere stammen aus Prag und Mulhouse.
    (09.10.2006)
    Konstantin Ruske:   Ganz mein Reden. Und der nächste Schritt nach dem Besuchen der Hompages sollte der leibhaftige Besuch der zugehörigen Zoos sein!
    (09.10.2006)
    sleipnir:   Die Homepage des Prager Zoos ist wirklich sehr gut gemacht und höchst informativ, leider ist nicht alles ins Englische übersetzt worden, aber selbst das was übersetzt wurde übertrifft den Informationsgehalt vieler deutscher Zoos im Netz um Längen. Die Tschechische Republik scheint sich langsam wirklich zu DEM Zooland überhaupt zu entwickeln!
    (07.10.2006)
    Michael Mettler:   Ich war eben auf der Prager Homepage (www.zoopraha.cz), von der es auch eine englische Version gibt. Kann nur empfehlen: Schaut euch die Photo Gallery an! Ein wahrer Genuss, sowohl wegen der Tierarten als auch wegen der Qualität der Bilder.
    (06.10.2006)
    Konstantin Ruske:   Gerade zurück von einer kurzen Tour nach Prag und Pilsen kann der knappe Reisebericht nur als Liebserklärung an dieses wundervolle Zooland mit seinen so aktiven und gastfreundlichen Zoomitarbeitern ausfallen. Da wird nicht in engen Koventionen gedacht, sondern vieles mehr für möglich gehalten und gemacht als im formstarren Westeuropa. Für mich neu in Prag waren in diesem Jahr fertig gewordene Volieren für Riesenseeadler und Truthahngeier, wie immer bis ins Detail hübsch gestaltet, im Bau weiterhin die neuen Kleinkatzenaußenkäfige und das Schuhschnabelhaus. Ein toller Tierbestand in tollem Rahmen- mein Zoo Nr. 1 weltweit! Wer hier einmal die Retilienreviertierpflegerin besuchen durfte in der Zuchtstation im Riesenschildkrötenhaus, der weiß, was Begeisterung für Zootierhaltung ist! In Pilsen schwelgten wir wieder in unfassbarer Artenfülle von Kleinvögeln- und säugern hinter den Kulissen. Der Nordamerikateil ist wie berichtet nahezu komplett fertig und eröffnet. Aber nicht nur Rotluchse sind dort als neue Art eingezogen, auch Kanadaluchse sind angeschafft worden- wo "traute" man sich solches sonst? Die sibirische Hütte für Singvögel als interessant gestaltete Voliere überzeugt genauso wie eine gerade fertig gewordene Schreiadlervoliere. Es sei allen dringend geraten, das Zooland Tschechien zu besuchen, wenn sie auf der Höhe der Zeit bleiben wollen!
    (05.10.2006)
    Rüdiger:   So darf man die Versuche de A.I. nicht sehen !
    Dafür das nur noch zwei Weibchen bei den nördl. BM fortpflanzungsfähig sind , macht es eben doch den Hund noch fett. Nicht um sonst heisst ein e Kuh FATU=Hoffnung.
    Hoffentlich gelingt es beim nächsten mal!
    (04.10.2006)
    Tim:   Ja, das ist sehr Schade, denn ein Kalb von den Nördlichen Breitmaulnshörnern hätte bestimmt die ganze Art gerettet. Vielleicht das nächste Mal. Und wenn dabei die Kuh draufgeht, nicht traurig sein, bei nur noch 5 Tieren dieser Art auf der Welt, macht ein Tier weniger den Hund auch nicht mehr fett.
    (03.10.2006)
    Jana:   Hallo Rüdiger
    danke für deine Nachricht, auch wenn sie nicht positiv ist, schade.
    (03.10.2006)
    Rüdiger:   Hallo Jana
    Diesmal hab ich News für dich !
    Leider war die Kotanalyse des nördlichem BM nicht positiv, also war die AI nicht erfolgreich in Dvur Kralove. Auskunft Wien
    (03.10.2006)
    Jana:   @Michael M. Natürlich haben sie da immer nur die Pferdeantilopen in Hodonin und keine Kuhantilopen, ich habe das Name falsch übersetzt.
    (02.10.2006)
    Michael Mettler:   @Jana: Kuhantilopen in Hodonin? Das interessiert mich sehr. Ich hatte nur mal gehört, dass Hodonin vor längerer Zeit Pferdeantilopen bekommen hatte.
    (02.10.2006)
    Jana:   Liebe Saya, danke für dein Lob.

    Aus Zoo Hodonin kam die Nachricht, das der Riesentukan-Paar eine zweite Gelege in diese Saisone hatte und zZ haben sie in Nestkiste 3 Küken (bisher haben sie immer nur 1 Jungtier grossgezogen).
    Zoo Hodonin ist eine kleine lokale Tiergarten im Südost der Landes, 7,5ha , 120t Besucher, viele Tieranlagen im Sanierungsbedarf (zB Braunbären), ein neues Raubtierhaus in Bau (damit wird sich die Situation von Löwen, Tigern, Jaguaren deutlich verbessern, auch Beute-Simulator werden sie haben). Interessante Arten: Barasinghas, Dingos, Rehen, Schwarzspitzen-Riffheie, weiter 2 Schimpansen, Mähnenwolfe und auch einige Antilopenarten wie Kuhantilopen, Defassa-Wasserbocken, Sitatungas.
    (02.10.2006)
    Saya:   Liebe Jana, ich finde es toll dass du uns so oft mit den News aus Tschechien versorgst - DANKE!!!
    (30.09.2006)
    Jana:   Am 14.October soll die neue tropische Halle "Yucatan" in Zoo Zlin-Lesna eröffnet sein. Drin sollen Krallenaffen, Faultiere, Tamanduas, Vogel (zB Sonnenrallen), Fische, Wasserschildkröten (zB Platemys) und Kuba-Krokodile zu sehen sein. Kosten waren 2,7 mio Euro, Bauzeit 1 Jahr, Fläche 900m2. Das Hauptthema: verlassene Maya-Stadt in Dschungel.
    (30.09.2006)
    Jana:   Neu in Usti ist der junge Schneeleopard-Kater Makan, der aus Pilsen kam.

    In Decin kann man neben den alten perschischen Kater jetzt auch den 13-jährigen Amurleopard-Kater aus Prag sehen.

    Aus London nach Dvur Kralove kamen zwei Gorilla-Weibchen (beide 36 Jahren alt), als Gesellschaft für den einsamen Tadao.
    (25.09.2006)
    Konstantin Ruske:   Im Zoo Usti nad Labem wird Anfang Oktober eine große Ara- Flugvoliere eröffnet.
    (25.09.2006)
    Rüdiger:   Vielen Dank Jana,

    ich vermute, dass es Kotproben von Fatu sind, da sie die einzige bisher künstlich besamte nördliche BM ist. Bleibe in Kontakt mit dieser Seite und hoffe auf deine aktuellen Beiträge.
    Leider ist das nordwestliche Spitzlippennashorn ausgestorben.
    (siehe letzte Zoopresseschau )
    Liebe Grüsse
    Rüdiger
    (16.09.2006)
    Jana:   @Saya, ich drücke die Daumen für Kamba auch fest, es steht nichts leichtes vor sie.

    @Rüdiger In eine Pressemeldung aus Dvur war am Rande auch erwähnt, dass sie diese Woche Kot-Proben von eine!? BM-Kuh zum Untersuchung senden, leider steht da nicht von welche Kuh. Wenn ich etwas mehr wissen werde, werde ich es hier berichten. Auf jeden Fall rechnen sie fest mit weiteren AI-Versuchen bei beiden Kühen, "gespendet" haben schon Angalifu, Suni und Saut.

    In Plzen bekammen sie einen Galidia-Paar aus Berlin, in Liberec haben sie einen 3-jährigen Steinadlerpaar aus Alma-Ata bekommen, in Kasachstan ist diese Unterart als Berkut bezeichnet. Und in Olomouc bekammen sie Geld von Stadt für Renovierung von Malaienbären-Anlage.
    (14.09.2006)
    Rüdiger:   Hallo Jana
    Bezüglich der nördlichen BM in Dvur Kralove gab es im anfangs Sommer 06 eine künstliche Besamung bei Fatu. Wurde sie seitdem wieder brünstig oder stehen die Sterne gut für eine erste Trächtigkeit bei Fatu ?
    Wird Najin bald auch eine A.I. erhalten oder probiert man weiter mit Natursprung sie zur nächsten Schwangerschaft zu bringen ?
    Danke für deine Infos
    Rüdiger
    (14.09.2006)
    Saya:   Herzlichen Dank Jana, ich werde in Zukunft mit solchen Mutmaßungen aufgrund meiner 3 Wote tschechisch etwas vorsichtiger sein! Ich drücke die Daumen für Kamba, das alles gut geht. Über die webcam habe ich damals beobachtet wie sie sich sehr gut um Moja gekümmert hat, das lässt ja hoffen das sie sich auch um ihr eigenes Baby kümmern wird.
    (14.09.2006)
    Jana:   @Jelle und Saya Nein, das stimmt nicht. Es war nur veröffentlicht, das Kamba trächtig ist, das Jungtier ist Ende Januar/Anfang Februar erwartet. Es stimmt, das Kamba (34) ein Wildfang ist und nie Jungtiere hatte, aber sie hat hinter sich mindestens 2 Fehlgeburten, und mit Ausnahme von letzten 8 Monaten in Prag lebte sie nie in eine Gruppe mit Jungtier(-en) und selbst war sie auf der Flasche grossgezogen. Nach ihre Ankunft diese Januar nach Prag hatte sie einen unregemässigen Zyklus und so bekam sie Hormonen, und erst so kam die Trächtigkeit. Auch wenn das Risiko-Schwangerschaft gut enden würde, weiss niemand, ob sie sich um das Jungtier kümmern würde. Trotzdem hat sie ihre letzte Chance für eigene Kind bekommen, dank dem mutigen Entscheidung der Zoo-Direktorin in Dvur Kralove.
    (14.09.2006)
    Saya:   Ich kann zwar fast gar kein tschechisch aber nach der Homepage vom Prager Zoo scheint das zu stimmen und Kamba ist die Mutter. Super Nachricht, Kamba ist wildborn und hat bisher noch keine Kinder.
    (13.09.2006)
    Jelle:   Jana,

    Stimmst es dass ein zweiter Gorillababy zur Welt gekomen sei im Zoo Praha?
    (13.09.2006)
    Jana:   In Dvur Kralove war ein Spitzmaulnashorn-Weibchen geboren, Eltern sind Elba und Jimm.
    In Olomouc war ein Tamandua geboren, ein ausgewachsene Mänchen war nach 3 Tagen im Flucht gefangen.
    Nach Ostrava kam ein asiatische Löwe aus Paington.
    (11.09.2006)
    Jana:   @Jelle Sie ist leider gestorben, bei meinem letzten Besuch diese Frühling war Zlin schon "Nashorn-frei".
    (08.09.2006)
    Jelle:   Jana,

    Was ist aus der alte Breitmalnashornkuh Zuzi (geboren 1964) in Lesna geworden? Ist sie gestorben oder in einer anderen Zoo versetzt worden ....???
    (07.09.2006)
    Jana:   Ostrava - zwei Amurtiger geboren
    Plzen - Rotluchse und andere neue Arten in neuem nordamerikanischen Gebiet zu sehen
    Dvur Kralove - 1 persische Leopard geboren, leider auf Flasche
    Jihlava - 2 srilankische Leoparden geboren
    Zlin - 2 Breitmaulnashornkühe (3+5Jahren) aus Südafrika importiert
    Der tsch. Veterinäramt hat den Pflicht(alle Zoo-Vogel zu imfen bis August-Ende) abgerufen einige Tage vor den Termin, keine Zoo hat (soweit ich weiss) nur einen einigen Vogel gegen Vogelgrippe geimft, alle haben gewartet und gehofft, es wird genau so enden.
    (06.09.2006)
    Jana:   Es geht nur um eine neue Voliere, sie ist biss zu 8m hoch (die Flächengrösse ist nirgentwo zu finden) in der Nähe von Luchsgehegen, mit drei eingebauten Nesten-Plätzen. Es ist drin jetzt nur eine Mönchgeier-Weibchen, geplant sind Zuchtpaare von Mönch- und Gänsegeiern, der zukünftige Nachwuchs soll in Wiederansiedlungsprojekten in Europa freigelassen sein.
    (21.08.2006)
    Konstantin Ruske:   Im Zoo Ostrava sind neue Geiervolieren eingeweiht worden, unter anderem für Mönchsgeier. Vielleicht kann Jana da noch mehr aus der meldung auf der Seite des Zoos rausholen?
    (21.08.2006)
    Karsten Vick:   Hier der Link zum besagten Jahresbericht:
    http://www.zoousti.cz/pdf/ZOO_vyrocni_zprava_2005_EN.pdf

    Darin klärt sich auch die Frage nach dem Bergzebra-Bestand: 2005 wurden 1,10 Tiere gehalten.
    (07.08.2006)
    Konstantin Ruske:   Zu empfehlen ist unbedingt die englische Version des Jahresberichts 2005 des Zoos Usti nad Labem auf seiner Hompage. Neben interessanten Artikeln über Kubaleguan- und Hokkozucht wird auch die Umrüstung auf Erdwärme beschrieben- eine beispielhafte ökologische und ökonomische Nutzung der örtlichen Resourcen.
    (07.08.2006)
    Konstantin Ruske:   Liberec hat jetzt zwei Mähnenwölfe aus Amsterdam erhalten. Ein Flußpferd aus der Zucht des Zoos Ostrava ist in den Zoo Lahore, pakistan geschickt worden.
    (31.07.2006)
    Jana:   Jihlava - die Sri-Lanka Leopardin Daisy (aus Ostrava ausgelieht) ist hochtraechtig, ihre Mutter (18) ist leider vor kurzem in Ostrava gestorben.

    Prag - es war nach laengere Pause wieder ein Pudu geboren.
    (30.07.2006)
    Jana:   Wie ich erfahren habe, sind die beide Armeisenbäre in Usti diese Frühling an akute Vergifftung gestorben, weiteres Zucht ist nicht geplant.

    Prag - unter veroffentlichen Neuankommlingen im Juni sind auch eine hinterindische Tigerin und ein Kugelgürteltier aus Halle, oder Dachschildkröten und Diademschildkröten von Privatzucht. Im nächsten Zeit sind die ersten zwei Geburten bei Geofroy-Klammeraffen erwartet. Und die PO-Schweine bekamen neuen Aussengehege mit Naturboden, somit steht nichts in Weg von Junggesellengruppe auf Zuchtgruppe umzustellen.

    Olomouc - sie bekamen neuen Rotschildsgiraffe-Bulle aus Amersfoort und neuen südafrikanischen Spiessbock-Bulle aus Dvur Kralove.

    Zlin - die Bau von neue Tropenhalle Yucatan geht wie geplant, drin sollen uA die Kuba-Krokodile und Tamanduas kommen, Eroffnung November-December 2006. Für die amerikanische Alligatoren war ein Teich umgezaunt, somit die im Sommer ein Freilauf haben, für die Winter werden sie zurück im Terarium umgezogen.
    (26.07.2006)
    Jana:   Ameisenbäre in Usti - ein Paar aus Prag war 2002 (1 Monat vor der Flut, aus Platzgrunden) nach Usti deponiert. Der Mänchen starb kurz darauf, ein neue (2004) war aus Zürich geholt. Was aber mit den Tieren dieses Jahr geschah (zum 31.12.2005 waren sie noch da), weiss ich leider nicht. Im Prag sind sie auf jeden Fall nicht.
    (19.07.2006)
    Stefan Schubert:   Die Stallung und auch die Einfriedung der Usti´er Bergzebras sind älteren Datums, die zur Verfügung stehende Fläche vergleichsweise riesig, trotz der hohen Individuenzahl. Das Gehege liegt in einem eher seichten Hang und der Boden scheint recht hart mit spärlichen Bewuchs. Dennoch ist ausreichend Grün übrig, so dass man die Tiere immer grasen sieht! Einige wenige Bäume spenden Schutten und ich meine das Gehege war dreifach unterteilt, bin mir da nicht ganz sicher! Der grösste Teil steht den Stuten bereit und ein kleiner Part hatte auch mehr grün, doch hier hackt mein Gedächtnis! Im Süden nahe dem Stall gab es ein weiteres Separé für die Hengste. Wieviel Köpfe der Bestand zählt weiss ich nicht, geschätzt dürften es um die 20 sein!
    (19.07.2006)
    Michael Amend:   @Stefan Schubert
    Wie werden die Bergzebras in Usti gehalten ? Sind es mehrere Anlagen mit einer Zucht,-und Hengstgruppe ? Auf welchem Boden werden die Tiere gehalten ?
    (18.07.2006)
    Michael Mettler:   Meine Info aus Arnheim (Marc Damen, wissenschaftlicher Mitarbeiter) stammt von 2004. Allerdings hatte ich nicht danach gefragt, wieviele Wüstendickhörner nach Usti abgegeben wurden.
    (18.07.2006)
    Stefan Schubert:   Das erstaunt mich ein wenig, da im Wildschaf-Threat ein letztes offizieles Dickhornschafweibchen genannt wird. Meine 2003 gemachten Fotos zeigen auch noch zwei jüngere Böcke, sollten die alle weg sein? Desweiteren war seinerzeit in Usti auch ein Grosser Ameisenbär, dessen damalige Bleibe heute ebenfalls von Geparden bewohnt wird. Ob dieser aus dem Prager Zoo stammte, entzieht sich ebenfalls meiner Kenntnis!
    (18.07.2006)
    Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Die Dickhornschafe in Usti stammten aus Arnheim (also Wüsten-Dickhornschafe). Die Auskunft erhielt ich in Arnheim beim damaligen Zossamlertreffen auf die Frage "Was macht ihr eigentlich mit eurer Nachzucht".
    (18.07.2006)
    Stefan Schubert:   Noch eines drauf: Meinen letzten Tag in Tschechien widmete ich dem Zoo Usti nad Labem! Dies ist ein Tierpark der sich auf 29ha über einen Hang über die Elbe ausstreckt und auch einige interessante Tiere aufweisst.
    Vom Hauptbahnhof (Strecke Dresden-Prag) fahren zwar Busse direkt zum Eingang, der Weg ist aber auch in ca 20min elbabwärts zu Fuss zurückzulegen. Der Park öffnet in der Hauptsaison (April-Oktober) bereits um 08:00 und lässt sich durchaus mit dem Zoo im benachbarten Decin kombinieren! Bei meinem ersten Besuch 2003 habe ich das aber nicht geschafft!
    Betritt man den Zoo durch den unteren Eingang, beginnt gleich im Anschluss die Steigung und man gelangt zu Anlagen für Kalifornische Seelöwen und Zwergotter, denen sich rechter Hand Babirusa-Gehege, Flamingowiese und Aligator-Freianlage anschliessen. Ein Volierenkomplex beherbergt Karakal, Rohrkatze und Ozelot. Dannach erreicht man bereits das Affenhaus, ein älterer Bau mit verschiedengrossen Käfigen und erlesenen Besatz: Silber-, Hanuman- und Haubenlangur, Hutaffe, Wanderu, Diana- und Diademmeerkatze. Bei fast allen Gruppen sah man auch Nachwuchs. Bemerkenswert an dem Affenhaus finde ich allerdings, dass es keinen Besucherinnenbereich gibt und wohl auch nie gab! Vor dem Bau steht eine einzelne grössere Voliere, in der ich letztes Mal eine grössere Gruppe Silberlanguren sah, diesmal aber Guerezas. Am gegenüberliegenden Luchskäfig wurde mir klar, das der 2003 gesehene umfassende Kleinkatzenbestand auch einen Teil des ausgelagerten Besatzes des Zoo Prags geschuldet war, sah ich hier doch damals eine Fischkatze. Um das Tieflandanoa-Gehege herum gelangen wir zum Raubtierhaus. Der Bau entspricht vielen Gebäuden diesen Zweckes in den Zoos der Welt: Recht gross, eine Aussenkäfigreihe und zwei Freianlagen an den Flanken. Die linke gehört den Malaienbären und die rechte ursprünglich den Mandrills. Statt derer empfing mich eine weiträumige Savannenszenerie und nur die Giebelkonturen des Hauses holten mich zurück, bevor die Blicke in der Ferne entflohen! Ich war fasziniert, mit wie wenig Aufwand, etwas Gehegestruktur und Farbe eine soh tolle Tiefenwirkung erlangt wird! Statt der Affen schaute mich hier ein Angolalöwe an! Ein Plus des Zoos sind bei fast allen Säugern Hinweisschilder mit Lebensdaten der Individuen und so erfuhr ich, dass das Tier mit seiner Schwester aus dem Zoo Halle stammt. Ähnlich wie besagte Aussenanlage wurden auch die klassischen Innenanlagen gestaltet: Es entstanden plastische Strukturen, die mit Farbe aufgewertet wurden und den Tieren bieten sich so auch Ecken, wo sie sich den Besucheraugen entziehen können. Hinter dem Haus entstand eine neue Voliere für Schneeleoparden. Unweit des Raubtierhauses findet der Besucher das Exotarium, ein zweigeschossiger Bau mit grösseren Krallenaffenvitrinen und älteren Säugergehegen innen und Aussenkäfigen in der oberen, sowie Aquarien, Terrarien und Biotopvitrinen in der unteren Etage. Neben Fossa, Katta und Varis leben hier auch Krabbenwaschbären! Den Varis hat man neu eine Freianlage davor erstellt. Diese besteht aus einem grossen Baum mit Strickleitern und Futterstellen behangen und über einen Gittergang erreichbar. Leider stand die Tür der Umfriedung offen. Wie ich noch trauerte keines der Tiere im neuen Gehege sehen zu werden, holte mich das markerschütternde Varigeschrei in die Gegenwart zurück und das kam aus dem Wald! Doch mehr als Schatten gab es nicht zu sehen! Weiter ging es bergauf vorbei an den Bergzebraanlagen und den Somali-Wildeseln zu einer neuen grossflächigen Gepardenzuchtanlage. Teilweise nch in der Erstellung, waren auch die ersten Tiere schon zu sehen. Grossflächig sind auch die Huftieranlagen im Anschluss. Ihre Einfriedung sind aber Betonplatten auf denen die Besucherwege verlaufen und so den Gehegen eher den Charakter grosser Löcher verleihen. Doch gibt es Brücken unter den Wegen und somit können die Flächen unterschiedlich beweidet werden. Der Besatz ist hauptsächlisch asiatisch: Nilgai, Hirschziegenantilope, Sika und Gänsegeier. Einen Teil dieser Weiden wurde allerdings dem neuen Elefantenhaus geopfert, im Vergleich zu anderen Zoos aber ein eher verschwindend kleiner Teil!
    Das neue Haus entstand als halbrunde Halle und bietet Platz für drei Tiere. Unterteilt kann die Innenanlage, wie auch in Dvur Kralove, durch versenkbare Boller werden. Zwei Innenvolieren beherbergen Balistare und Kronentauben. Bis 2008 soll das Haus zu einem Asien-Komplex erwachsen mit einem Tropenhaus und einer Orang-Anlage. Die Aussenanlage der Rüsseltiere blieb bestehen und bildet den oberen Zoobereich. Gegenüber findet man Mendesantilopen, Breitmaulnashörner und Giraffen. Nun geht es wieder bergab vorbei am Kinderzoo und einer urwüchsigen Minigolfanlage mit reichlich Skulpturen und einem "Jurasic Park aus Holzsauriern. In bewaldeter Hanglage trifft man auf ein Rudel Weisslippenhirsche und dem letzten Dickhornschaf. Leider war zu diesem Tier kein Stammbaumschild zu finden! Hier traf ich auch endlich auf die Freigänger-Varis, vier schwarzweisse und ein roter. An den nahen Eulenvolieren begegneten mir die beiden Elefanten auf ihren täglichen Rundgang. Diese haben mit der Topografie weit weniger Probleme! Linkerhand des Weges erstreckt sich ein kleines Tal mit weiteren Holzsauriern, einer Uhuvoliere, Halsbandpekaris und Japanischem Serau -Wow! Wieder im Tal besuchte ich noch die Orangs und fand nebenan in der ehemaligen Hulman-Anlage die Mandrills aus dem Raubtierhaus!

    Durch die frühe Öffnungszeit lag ich gut im Rennen und beschloss noch in Decin vorbeizuschauen. Die Bahnverbindungen sind bestens und so stand ich am frühen Nachmittag dort vorm Eingang. Busse zum Zoo gibt es keine und so bewältigt der erwartungsvolle Besucher die Steigung zum Park in etwa 20min spielend zu Fuss! Was erwartet ihn oder was erwartet ihn nicht? Es gibt keine Elefanten, Giraffen, Menschenaffen, Eisbären, Robben und auch keine Pinguine! Doch der Reihe nach:
    Das erste Gehege wird von Berganoas bewohnt, auf die der Zoo bekanntlich sehr stolz sind. Gegenüber liegt eine erste "Altlast", ein kleiner dunkler Käfig mit Jaguarundis! Diese sind aber nur übergangsweisse hier einquartiert, da sie sich bestens vermehren! Ein Bärenpfad lädt Kinder ein an sechs Punkten den Tagesablauf eines Bären nachzuspielen. Die Aufgaben stehen in tschechisch, deutsch und englisch auf kleine Tafeln. Überhaupt sind hier alle Hinweistafeln auch umfassend in Deutsch und so hört man diese Sprache allenorts. Der Park wurde von vielen jenseits der Grenze zum Heimatzoo auserkoren! Am Ende des Bärenpfades gelangt man zu einer Grizzly-Freianlage mit zwei alten Tieren aus Leipziger Zucht! Gegenüber liegt ein kleines Vogelhaus mit begehbaren Innenraum. Neben Balistar findet der Besucher hier auch drei Bülbülarten und separiert drei Kakaduformen unter anderem Brillenkakadus! Im Anschluss an die Bärenanlage stösst man auf eine weitere "Altlast", die Leopardenkäfige und dahinter verstecktein Streichelgehege. Der Rundgang führt vorbei an einer grossflächigen Fischkatzenvoliere und dem Gehege der Babirusas mit zweckmässigen Stall, aber reichhaltiger Ornamentierung. Hinter der Fischkatze liegt ein Gehege für Saruskranich und einer aus dünnen Netzen gebildeten Fasanerie, die sich harmonisch in den Wald einfügt. Den Anschluss zu den Babirusas bilden die Prinz-Alfred-Hirsche in einer kopfstarken Herde. Hier hat ein recht junger Komplex seinen Ausgang: Tiere der Böhmisch-sächsischen Schweiz. Die Volieren sind ähnlich der Fasanerie erstellt, verlieren sich optisch trotz ihrer Häufung aber gut in der Umgebung! Der Besatz überrascht auch hier: Dachs, Wildkatze, Auer-, Birk- und Haselhuhn, sowie Wespenbussard um nur einige zu nennen! Eine Wildschweinanlage überquert der Besucher auf einem Steg. Den Abschluss diesen Rundweges bilden Wolf und Gemeinschaftshaltung Reh mit Wildkaninchen. Talwärts liegen die Bergtieranlagen für Japanischen Serau im Birkenwald, Lamas und Schneeziegen inmitten Fingerhutes, ein farblich sehr hübscher Kontrast! Nahe den Hirschen liegt die alte Bärenanlage, deren ursprünglicher Zweck nicht mehr zu erahnen ist. Von oben und unten einsehbar zeigen sich hier Urson und Prairiehündchen. Im Hirschstall wurde ein von aussen einsehbares Innengehege für Kleinkantschil, Zwergplumplori und Eulenschwalm eingerichtet. Vorbei an Capybaras gelangt man in den Südamerikateil mit Totenkopfaffe, Margay, der Jaguarundi-Hauptanlage und Halsbandtschajas. Gegenüber gibt es Parmawallabies und eine Wasservogelvoliere mit Nachtreiher und Schwarzstorch. Den Anschluss stellt die dritte "Altlast" des Zoos dar, das Affenhaus. Nicht begehbar und mit dicken Käfiggittern findet man auch hier einige Besonderheiten: Schopfmakak, Schopfmangabe und Schwarzwangenmeerkatze! Es ist anzunehmen, das sich die rührige Zoomannschaft auch hier zu einer baldigen Änderung des Zustandes hinreisst, wobei dann wohl eher dem Besucher Rechnung getragen wird. Den Tieren machte es weniger Probleme, sie genossen es, aus dem Verborgenen den Menschen zuzuschauen! Den Weg zum Ausgang flankieren noch einige Gehege mit Haustieren, doch bevor ich den Park verliess, besuchte ich nochmals den Saruskranich und letztendlich zeigte sich auch der Hauptbewohner: Das Moschustier! Ein krönender Abschluss einer wirklich tollen Zooreise in ein Land, das hier leider noch viel zu sehr im Schatten liegt. Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen und startete daher diesen Threat!
    (18.07.2006)
    Jana:   Ich wollte nur noch auf einige weitere interessante Nachzuchten in Jihlava aufmerksam machen:
    Im Terarium sind regelmäsich zB Gila-Krustenechsen, Wickelschwanzskinken, China-Kobras, Klapperschlangen, Tanimbar-Skinken, Kuba-Leguane, Kuba- Jamaika- und Madagaskar-Boas, Gabun-Vipern, Krokodile oder Emydura-Schildkröten nachgezüchtet.
    Bei den Affen - Weissgesichtsakis, Kaiserbarttamarine, Rotstirnmakis oder Gelbwangengibbone. Der Mirikina(Nachtaffe)-Zucht ist leider ausgelaufen und die Angola-Guerezas sind auch weg. Und der Oncilla-Paar war letzte Jahr nach Prag geschickt. Trotzdem bleibt hier immer noch eine schöne Sammlung.
    (14.07.2006)
    Stefan Schubert:   @Jana: Sie haben meine Eindrücke über diesen Zoo richtig erkannt! Der Park ist zwar klein, aber oho! Die Häuser und manche Gehege mögen in die Jahre gekommen sein, was man ihnen aber kaum ansieht! Sie sind nach besten Möglichkeiten für die Tierhaltung optimiert und die Parkgestaltung schmeichelt das Besucherauge! Ich empfehle ihn leichten Herzens weiter!
    In beiden Luchsanlagen sah ich nur Luchse und keine Manule. Eine dritte Anlage hinter der oberen wurde von den Pinselohren mitgenutzt! Eine Beschilderung, die mich auf diese Kostbarkeiten hinwies, fiel mir nicht auf!

    (14.07.2006)
    Karsten Vick:   Schade um die seltenen Meerkatzen. Es sind sicher auch Gruppen, die schon lange ohne frisches Blut existieren. Dabei wurden doch erst vor kurzem Djamdjam-Meerkatzen an den Zoo Bojnice gegeben. DAS hab ich im slowakischen Jahresbericht noch entziffern können.
    (13.07.2006)
    Jana:   @Stefan Schubert Ich teile ihre Meinung nach, es ist eine kleine aber sehr angenehme und freundliche Zoo. Alles ist trotz mangelden Geld mit Liebe zum Detail gemacht, jeder Stück Fläche ist fast optimal genutzt.
    Die meisten Häuser (Affenhaus, Raubtierhaus, Stahlungen für Huftiere) kommen aus den Jahren 1960-1964 und mit ein Paar Reparaturen und Renovationen dienen sie bis heute.
    Bei Campbell-Meerkatzen hab ich zuletzt nur einen alten Paar gesehen. Bei den Djamdjams handelt es sich um zwei alte Geschwister. Beide Haltungen werden somit bald auslaufen, wie vor einigem Zeit auch die Hutaffen.
    Die Malaie-Bär-Anlage soll nächste Jahr total Renoviert sein. Der Bärenpaar ist schon betagt, und somit ist ungewiss, welche Art hier dann leben wird. Der Zoologe hat über Kragenbären, Lippenbären oder vielleicht auch Löwen nachgedacht.
    Mit dem neuen Teil haben sie grosse Plane, laut dem ehemaligen Zoo-Direktor sollen da uA auch 6 grosse Pavilone stehen, jeder so teuer, wie die Djungle im Prag. Das halte ich für Träumen, weil sich das Stadt Jihlava (50 tBewohner) nicht leisten kann.
    Und noch ne Frage - haben sie in dem Waldhgehege oben von dem europeischen Luchs die Manule gesehen? Laut Beschilderung sollen sie da sein, aber ich hab sie da nie gesehen, trotz mehreren Versuchen in jedem Jahreszeit.
    (13.07.2006)
    Stefan Schubert:   Sicherlich ein rhetorischer Fehler meinerseits, da die Leopardenanlage mit einem Netz überspannt sein dürfte!
    (13.07.2006)
    Karsten Vick:   @Stefan Schubert: LeopardenFREIanlagen? Wie sieht die denn aus?

    Wir hatten das Thema schon mal im Meerkatzen-Thread: Hier in Jihlava sind ECHTE Bale-Bergmeerkatzen. Hier ein Foto: http://www.zoojihlava.cz/index.php?menu=9&kartazvirete=1&zobrazkategorii=savci&idzvirete=71

    Die äthiopische Flachlandform, die in Magdeburg manchmal als djamdjamensis geführt wurde, sieht ganz anders aus.
    (13.07.2006)
    Stefan Schubert:   Die Affengehege sind nicht sehr gross und daher die Gruppen recht klein. Gesehen habe ich nur zwei Djamdjam´s, wobei bis 1997 hier 16 Tiere nachgezogen wurden! Die Campbell´s haben sich mir ganztägig entzogen, obwohl ich mehrere Male vorbeischaute. Morgens waren auch 1,2 Schopfmangaben im Aussengehege, die dieses nachmittags für Kapuziener räumten, ohne dass ich sie innen nochmals sah. Der Schichtdienst in Aussen- und Innenanlagen veranlasst mich zu der Vermutung von internen Rückzugsgehegen. Insgesamt empfand ich das Nichtsehen einiger Arten aber nicht als Schmälerung des Erlebten, im Gegenteil, das nächste Mal klappt es, sicherlich!
    (13.07.2006)
    Johannes Pfleiderer:   Bei meiner Tschechien-Reise letztes Jahr musste dieser Zoo aus Zeitgründen leider wegfallen. Ich hoffe, ich kann das bald nachholen, v.a. wegen der Meerkatzen. Wie viele Djamdjam- bzw. Campbell-Meerkatzen werden denn (ungefähr) gehalten?
    (13.07.2006)
    Stefan Schubert:   Um es komplettzumachen und in der Hoffnung, dass es interessiert ein weiterer Bericht: Ziel war der kleine Zoo Jihlava, etwa auf halben Weg zwischen Prag und Brno gelegen. Der Zoo umfasst eine Fläche von ca 12ha, von dem etwa die Hälfte der Tierhaltung dient, der Rest wird in Zukunft sicherlich ausgebaut!
    Erreicht wird der Ort von Prag her gut mit dem Zug und der Zoo mittels Trolleybus zu einem Halt in der Nähe. Ich nutzte allerdings einen Weg entlang des Flüsschens Jihlavka und stiess nahe dem Park auf einen gastierenden Zirkus und bekam somit auch meinen "Pflichtelefanten" und Trampeltiere zu sehen! Im Park selbst sind die grössten Bewohner die Zebras. Der Schwerpunkt des Zoos liegt auf Kleinkatzen, Primaten und Reptilien.
    An älteren Anlagen mit Zwergottern und Seehunden vorbei gelangt man zum Raubtierhaus für warme Arten. Sri Lanka-Leopard, Serval und Tiger haben hier Aussenfreianlagen, die Salz- und Oman-Falbkatzen Aussenvolieren. Neben drei Gehegen für Zebras, Lamas und Shetty´s verbarg sich etwas versteckt eine Zwergflusspferdanlage. Hier beginnt auch der neue Weg auf das Erweiterungsgelände. Im "alten" Zooteil findet der Besucher Babirusas, einen Amazonas-Pavillion, einen Adler-Kugelkäfig und eine Rote-Riesenkänguru-Anlage. Der gegenüber liegen eine Kette kleiner Kleinkatzenvolieren mit Manul, Amur-, Wild- und Rohrkatze, sowie Karakal, doch braucht man Glück, die Bewohner auch zu sehen. Am Hang finden wir eine klassische alte Bärenfreianlage mit viel Vegetation und Malaienbären, der sich zwei Luchsfreigehege im Wald anschliessen, mit mehreren Beobachtungshütten. Im Tal darunter liegt das Affenhaus. Die Innen- wie Aussenkäfige sind verglast, doch haben die Tiere Rückzugsmöglichkeiten um den Besucheraugen zu entfliehen. Hier findet der Interessierte Djamdjam-Meerkatze (C. aethiops djamdjamensis), Campbells-Meerkatze, Tonkean-Makak und lt. Ausschilderung auch Mohrenmakak. Die Rückseite des Innenhaus beherbergt kleine Terrarien mit Timorwaran, zwei Formen Madagaskarboas und Boas von PuertoRico und Jamaika! Hinter dem Affenhaus finden wir noch zwei Warmhäuser für die Südamerikawiese und die Lemuren. Der weitere Weg führt uns zu einem Afrikadorf "Matongo" aus mehreren Hütten und einer Palisade. Die Hütten dienen verschiedenlich der Gastronomie, zu Ausstellungen und der Tierunterkunft. Ein Streichelzoo mit Zwergziegen und Perlhühnern findet man hier, wie auch eine Nachthütte mit Rodrigues-Flughunden und Langohrigel, sowie die Warmhäuser für Katta und Flamingos. Entlang des Flussweges liegen mehrere neu und sehr ansprechend gestaltete Freianlagen für die Lemuren, Flachlandtapire(etc.), Pelikane, Wasch- und Nasenbären mit reichlich Beobachtungspunkten und Unterstellmöglichkeiten. Anschliessend existiert ein weiterer Groskatzenkomplex ohne begehbaren Haus. Neben Irbis und Persischen Leopard leben hier auch Bobcats(Rotluchse)! Hier endet der Rundgang. Ich war sehr angetan von dem Park und kann ihn hier getrost weiterempfehlen!
    (13.07.2006)
    Jana:   Liberec - es läuft da eine Rekonstruktion bei Giraffen. Deren Aussengehege wird um die ehemalige Nashorn-Fläche vergrössert, und die Giraffen (jetzt 8 Tieren) werden mit mähnenlosen Zebras (neue Art) vergesellschaftet. Die ehemalige Kasuar-Anlage wird noch diese Sommer für Mähnenwolfe (auch neue Art) adaptiert. Und bei Moschusochsen ist ein ganz frisches Kalb.
    (11.07.2006)
    Jana:   "predali jsme" heist "wir haben verkauft"

    Das Arboretum liegt in Schlesien, in der Nähe von Opava. Ich hab schon über diese Garten (mit einem kleinem Schloss) schon gehört, aber selbst hab ich diese Ort noch nie besucht.
    Sie haben auch ne HP (länger nicht mehr aktualisiert, aber einige Infos und Bilder sind da zu sehen)
    http://www.ekotoxa.cz/arboretum
    (10.07.2006)
    Karsten Vick:   Ich hab nach der Zuchtstation gesucht. Einen Ort Plavecky Peter hab ich in der Slowakei gefunden, an der Autobahn von Brno nach Bratislava, die nächste Stadt heißt Senica.

    Und im Jahresbericht Zoo Bojnice 2004 stand folgendes: Predali sme 2.0 kozy skrutkorohé do LIC Plavecký Peter. Es geht um 2 Markhore, die entweder an LIC gingen oder von dort kamen. Mein Tschechisch ist schon bruchstückhaft, aber slowakisch kann ich gar nicht... Mehr war nicht rauszukriegen.

    Aber beim Blättern im tschechischen Autoatlas ist mir was anderes eingefallen. Vor vielen Jahren tauschte der Berliner TP viele Kleinsäuger mit dem Arboretum Novy Dvur. Der Bestand mit seinem Kurator Tomas Pes ging vor einigen Jahren zum Zoo Plzen. Daher die Fragen: Gibt es noch Tiere im Arboretum? Ist es ansonsten auch botanisch sehenswert? Und vor allem: Wo ist es?! Da Novy Dvur sowas wie Neuer Hof heißt, ist es nicht gerade ein seltener Ortsname, im Gegenteil im Ortsverzeichnis vom Autoatlas kommt der Name 53x vor! Ich denke, du kannst mir bestimmt helfen, da du dich ja auch für Parks ohne Tiere begeistern kannst.
    (10.07.2006)
    Jana:   Ich hab das Name von diese Zuchtstation leider nie gehört, und es tauf auch nirgentswo mehr auf. Nur in dem Bericht über das Bojnice-Treffen ist zu lesen "..P.Rabas hat über die Probleme in ruschischen Tiergarten informiert, und hat auch auf die Aktivitäten von Zuchtstation Plavecky Petr aufmerksam gemacht". Da kann ich dir nicht helfen mehr rauszufinden.
    (10.07.2006)
    Karsten Vick:   Danke, Jana! Brauchst nicht mehr gucken, das war genau der Text aus dem JB. Aber was ist die Zuchtstation Plavecky Petr? Ist die in Tschechien, der Name hört sich so an? Dann bin ich mal gespannt, was bei der Besichtigung rauskam.
    (10.07.2006)
    Jana:   @Karsten Vick
    Ich hab den Jahresbericht nicht gerade bei mich, aber auf der HP von Chomutov ist ein Bericht über diese Konferenz, hoffentlich ist er identisch. Ich wird es heute Abend mit dem Jahresbericht vergleichen. Das Übersetzung:
    "Am meisten kontrovers war der Vorschlag von profesor V.Flint zwischen die EARAZA-Projekten auch den Zucht-Projekt für Markhor (C.falconeri) und Argali (O. ammon ammon) einzureihen.
    Ihre Einspuche haben vor allem die Vertreter von Zoo Talinn, Novosibirsk und Chomutov erheben. Negativ haben sich zu dem Projekt-Bearbeitung die Merheit von Delegaten gestellt. Die Projekt-Hauptschwäche war in unausreichende Kvalifikation und Erfahrung von Haupt-Zuchtstation Plavecky Petr. Laut Informationen beschäftigt sich die Station nur mit Zucht von Hirschen, Damhirschen, Mufflonen, Hasen und Fasanen, also mittleuropäische Jagdwild. Zu anvertrauen eine von Zuchtlinien von sehr raren Tieren einem unvorbereitetem Züchter war als Hazard angesehen, der mit einem internationalem Skandal enden könnte. Delegaten haben sich an Nützlichkeit von Zuchtprogram für Argalis geeinigt, aber das formale, technische und faktische Bearbeitung haben sie abgelehnt. Gleichzeitig haben sie den P.Rabas beauftragt, zusammen mit einem anderen EARAZA-Mitglied aus tschechischen Zoos die Zuchtstation Plavecky Petr zu besuchen. Der Termin wird der gleiche wie die UCSZ-Konferenz in Bojnice. Ein Bericht von dieser Besuch wird der EARAZA-Kanzlei übergeben."
    (10.07.2006)
    Konstantin Ruske:   Ich kenne die drei in Prag angetroffenen Zoofans, darf sie zu meinen engsten Freunden rechnen und muß mich ihrem Urteil anschließen: "Die Zoos dort sind geil". Unleugbar gibt es dort Probleme, Gelder sprudeln nicht pausenlos ( die staatliche Unterstützung ist aber sehr zuverlässig und wird seltener in Frage gestellt), die Tierpflegerausbildung existiert kaum, so daß häufiger Personalwechsel auftritt, die niedrigen Gehälter tun ihr übriges dazu. Was aber an neuen Anlagen gebaut wird, was an neuen Arten angeschafft wird ( ohne vorhandene zwangsläufig auszugliedern), was regelmäßig gezüchtet wird, was veröffentlicht wird und was mit welcher Hingabe, Offenheit und Freundlichkeit von den Verantwortlichen betrieben wird, das ist im Weltmaßstab "geil" !
    (10.07.2006)
    Stefan Schubert:   Die Schimpansenanlage früher kenn ich nicht. Heut reicht sie bis zum oberen Weg, die Betonwände sind aber immernoch vorhanden! Sowohl oben, als auch unten gewähren Glasscheiben den Besuchern Einblicke. Viel Holz erlauben den Tieren zu klettern und sich auch aus dem Weg zugehen!
    (10.07.2006)
    Karsten Vick:   @Jana: Wie ich dich kenne, hast du bestimmt auch den UCSZ-Jahresbericht von 2003. Dort berichtet der Direktor von Chomutov über die Jahreskonferenz der EARAZA. Unter anderem diskutierten sie dort über die Haltung von Markhoren ("srouburohe ovce! - ovce heißt eigentlich Schaf) und Argalis. Gerade letztere würden mich interessieren. Kannst du mir bitte mal übersetzen, was dort besprochen wurde?

    Wurde in Liberec die Schimpansenanlage vergrößert? 2004 sah es nach einer Baustelle aus. Vorher war es ein eher kleines Gehege aus der Zeit, als Gitter gerade "pfui" wurden mit riesigen Betonwänden. Und dass sie als Kennfarbe für den ganzen unteren Zooteil ausgerechnet schlüpfer-blau erwählt hatten, machte die Sache nicht unbedingt besser.
    (09.07.2006)
    pamela:   @Stephan.Schade!Von Usti nad Labem habe ich auch schon gehört. Ich denke da werde ich auch noch hinfahren.
    (08.07.2006)
    Stefan Schubert:   @pamela: Fotos der Liberecer und auch jener in Dvur Kralove habe ich zwar gemacht, aber eher als Randerscheinung auf ihren Anlagen, keine Portraits! In Sachen Elefanten in Tschechien kann ich noch Usti nad Labem ans Herz legen! Hier entstand ein neues Elefantenhaus zur bestehenden grossen Freianlage. Ganz unverhofft können hier die beiden Damen dem Besucher auf einen ihrer Rundgänge durch den Zoo begegnen!
    @Jana: Danke für die Info, nun kann ich die Fotos richtig beschriften!
    (08.07.2006)
    pamela:   @Stefan Schubert, hallo ! Hast Du vielleicht Foto´s von den dort lebenden Asiatischen Elefanten gemacht? Durch Deine Ausführungen bin ich neugierig geworden nicht nur auf Liberec sondern auch auf Dvur Kralove , schon aus dem Grund weil es dort 3 Afr. Elefanten gibt. Im Herbst möchte ich dorthin!
    (07.07.2006)
    Jana:   Entschuldigung, ich meinte natürlich Schneeleoparden und nicht Sri-Lanka-Leoparden.
    (07.07.2006)
    Jana:   Die Leoparden in Liberec: es sind da sri-lankische (ein Paar) und chinesische (ein Paar - eine Weibchen aus Halle seit letztem Sommer und der ausgeliehnte Mänchen aus Plzen seit etwa 3 Wochen)
    Bei den Pekaris und Nasenbären sind jetzt auch Agutis vergesellschaftet.
    Und ob die Zoos geil sind - es sind Betriebe mit Problemen wie bei jedem anderen...

    (07.07.2006)
    Stefan Schubert:   Mal wieder eine Meldung meinerseits zu meiner zurückliegenden Tschechien-Tour. In Prag traf ich drei deutsche Zoofans, die sich auch gut in dieser Materie des Landes auskanten und diese meinten allgemein zu den tschechischen Zoos, dass man nich so leichtfertig in das Kästchen jugendlichen Vokabulars greifen soll, "aber die Zoos hier sind geil!" In diesem Sinne zur nächsten Etape:
    Als nächstes Ziel wurde ein Park ausgewählt, den ich bislang noch nicht kannte, durch dieses Forum aber erst richtig aufmerksam wurde: Liberec. Von Prag her sind morgentliche Bahnverbindungen nicht gerade toll, dafür später und auch von Deutschland her. Der Zoo erstreckt sich auf etwa 13 ha und wurde 1919 gegründet. Erreichbar vom Hauptbahnhof ist er mit den Strassenbahnlinien 2 und 3.
    Er ist waldreich und erstreckt sich über einen Hang. Schon der Eingangsweg liegt in einer ordentlichen Steigung bis zum Dickhäuterhaus. Dieser Bau beherbergt eine Zuchtgruppe Rothschildgiraffen und zwei Asiatische Elefanten. Die Nashörner wurden scheinbar vor nicht allzulanger Zeit abgegeben. In der ehemaligen Flusspferdanlage leben nun Nasenbär und Pekaris. Doch auf dem Weg dahin begegnet man der ersten zoologischen Kostbarkeit hier: Ein Unterstand im asiatischen Pagoden-Stil weisst dezent auf die Goldtakine hin. Das Zuchtpaar hat wieder ein Kälbchen und zeigte sich am Nachmittag recht aktiv! Danneben liegt das Moschusochsengehege und die ziegenartige Verwandschaft bildet einen Schwerpunkt im Sortiment, denn weiter begegneten mir Blauschaf (!), Markhor, Ostkaukasischer Steinbock und Himalaya-Thar. All diese wurden in Gruppen mit Nachwuchs angetroffen! Dem gegenüber standen nur drei Antilopenformen: Bongo, Blesbock und Pferdeantilope. Der Rundweg führt geschwungen nun talwärts zu einer ersten Grosskatzenanlage. Ein grosses Schild offerierte Schneeleoparden, zu sehen war aber eine tropische Leopardenform, wahrscheinlich aus Sri Lanka, die hier nur vorübergehend untergebracht ist. Das Gehegeschild dazu war leider abgerissen. Auf der anderen Seite des Baus findet man dann in älteren Hangkäfigen die Irbisse und Luchse. Vorbei an neuen, der geschwungenen Wegeführung angepassten Eulenvolieren gelangt der Besucher ins Tal mit Gastronomie und Tierhäusern. Sehr alt ist der Käfig der Mantelpaviane und sehr neu die Anlagen für Fuchsmangusten, Spornschildkröten, Flamingos und die Asiatische-Goldkatzen-Voliere. Der Mähnenrobben-Pool wurde saniert und weisst auch ein paar Kunstfelsen aus Glasfiber auf. Etwas älter dürfte das Affenhaus mit Schimpansen, Bartaffen und Weisswangengibbons sein. Gegenüber liegt der neue Tropenpavilion, eher ein Exotarium mit Aquarien, Terrarien und Vitrinen, sowie einem bepflanzten Besucherbereich mit einigen Vögeln. Nicht so spektakulär wie Zürich´s Masoala aber sehr hübsch. Daneben liegt eine Orang-Utan-Anlage und gegenüber ein weiteres Raubtierhaus, vermutlich aus den Siebzigern. Nach lauter farbigen Tieren wie Blauschaf, Goldtakin und Goldkatze darf man hier Weisse Tiger anschauen! Ich war ein wenig überrascht, dennoch möchte ich dem Park nicht seine zoologischen Bemühungen absprechen, da wegen dieser Form andernorts im Forum heiss diskutiert wurde. Wie an anderen Gehegen auch findet der Besucher hier ebenfalls eine grosse Infotafel, zwar in tschechisch aber Namen zumeist auch in deutsch und englisch und hier ist zu lessen: Weisser Tiger- Mutation des Königstigers. Der weitere Weg führt zu einer Greifvogelvoliere mit abermaligen Schätzen: Kaiseradler, Falkland- und Haubenkarakara, sowie zwei Riesenseeadlerpaaren mit je zwei Kücken! Am Pelikanweiher teilt sich der Weg, rechts geht es zum Ausgang und linkerhand vorbei an den Tharen, Geparden und den Pferdeantilopen kommt man wieder zu den Giraffen und kann zu einer weiteren Runde durch das Gelände starten.
    Ein kleiner aber feiner Zoo, der durchaus weiterempfohlen werden kann!
    (07.07.2006)
    Jana:   Nachtrag zu der Frage nach Artenzahl - die UCSZ (Union von tschischen und slowakischen Zoos) gibt regelmässig einen Jahresbericht aus. Der letzte ist hier zu finden:
    http://www.zoo.cz/VZ-2005.pdf
    Ist zwar nur tschechisch (mit englischem Zusammenfassung) aber als erste Überblick und Information-Quelle über die Zoos (uA auch Fläche, Artenzahl..) empfehlenswert, meine ich.
    (03.07.2006)
    Jana:   Nachtrag zu dem Okapis in Dvur Kralove - gestern kam eine Weibchen Etana aus Antwerpen. Sie wird mit dem Ahadi zusammengefügt.
    (03.07.2006)
    Johannes Pfleiderer:   @Niels
    Ja, der mit Abstand artenreichste Zoo in Tschechien ist Pilsen mit 1060 Arten (Ende 2005). Er zählt somit wie die beiden Berliner und Stuttgart zu den 10 artenreichsten der Welt. Allerdings wird ein großer Teil des Bestandes hinter den Kulissen gehalten. Bei meinem Besuch letztes Jahr dort habe ich im Zoo und in Akva Terra, dem dazugehörigen Aquarium/Terrarium in der Stadt, das v.a. eine riesige Vogelspinnensammlung beherbergt, insgesamt etwa 650 Arten gesehen.
    (02.07.2006)
    Jana:   Laut dem Jahresberich hatten sie im Dvur Kralove am 31.12.2005 2168 Tieren in 351 Formen. Davon Saugetieren: 809 Tieren in 86 Formen. Und davon 53 Formen von Huftieren (inklusive Hausschafen, Hausziegen und Schweinen).
    (02.07.2006)
    Niels:   Der Zoo ist eigentlich nicht so artenreich. Laut der manchmal veralteten WAZA Homepage hat der Zoo 315 Arten/Formen. Der größte Zoo in Tschechien dürfte diesbezüglich der in Pilsen sein. Aber andere Zoos haben eben vielleicht auch ein größeres Aquarium/Terarium. Ich fand das Dvur Kralove im Vergleich zu vielen anderen Zoos recht viele Säugetiere und da vor allem Huftiere hat. Aber vielleicht hat ja jemand den Jahresbericht gekauft und kann uns dazu mehr sagen? Auf der Homepage von Dvur Kralove bin ich auf die Schnelle nicht fündig geworden.
    (02.07.2006)
    Centus:   Wie viele Tierarten hält eigentlich Dvur Kralove?
    (02.07.2006)
    Jana:   @Stefan S. Ich kann ihnen leider nicht mit der Historie von DK Safari helfen.
    Dvur hält zZ zwei Okapis (Mänchen Deto und Ahadi) und Weibchen soll sehr bald kommen (fragen sie aber nicht welche und woher, weiss ich auch nicht). In deren Haus ist Platz für 6 ausgewachsene Tiere. Leider mussten die Bongos die hälfte ihres Aussengehege den Okapis überlassen, die meissten von 11 Weibchen sind hochträchtig, es wird da bald noch enger. Anstatt den 2 Gazellen-Arten ist auf deren Aussengehege morgens noch eine Gruppe von Kleinkudus.
    Ich war gestern da um ein Paar Bilder zu machen, aber das Ausstellung von Zoo-Historie hab ich glatt überlaufen, ich muss das Besucht bald wiederholen.
    (02.07.2006)
    Michael Mettler:   Falls jemand Zugriff darauf hat: Eine Aufstellung der Fangexpeditionen und der importierten Tiere hat Dvur Kralove auch in einem älteren International Zoo Yearbook veröffentlicht. Bin ich gerade erst beim Stöbern nach anderen Sachen drüber gestolpert, habe aber nur kurz reingelesen. Lange genug, um beeindruckt zu sein, denn wer sonst importierte mal eben 46 Grevyzebras auf einen Sitz...

    Übrigens habe ich mal gehört, dass als Gegenleistung für die für Dvur Kralove gefangenen Tiere Kriegswaffen in die entsprechenden Länder geliefert worden sein sollen.
    (01.07.2006)
    Stefan Schubert:   Da will ich mich nicht lumpen lassen! ;o)
    Den nächsten Tag wollte ich den anderen bedeutenden Zoo dieses Landes widmen: Dvur Kralove! Schon als Kind hatte dieser Ort vergleichbare Exotik in meinen Ohren wie die afrikanischen Savannen und Nationalparke. Dennoch dauerte es bis 2003, dass ich diesen Park erstmalig besuchte! Die Anreise stand unter keinem guten Stern und so begann der Tag hier erst um 11.00 statt bereits zur Zooöffnung! Das kann ja noch heiter werden, waren meine Gedanken, man sollte aber Zielschilder genauer lessen, bevor man in den Zug steigt!
    Angekommen brauchte es nicht lange, sich von der Faszination des Parks einholen zu lassen! Die begehbare Vogelvoliere war nun üppiger besetzt als bei meinem letzten Besuch, dafür empfand ich das Tropenhaus etwas leerer! Dies war aber nur Empfindung, da die Mittagszeit nicht zu der aktivsten der Schützlinge gehört. Die Kleinraubtieranlage gegenüber dem Ausgang, ursprünglich auch mit Luchsen und Riesenseeadlern besetzt, wurde auf zwei Gehege zurückgebaut und beherbergt nun ausschliesslich Fossas. Im Untergeschoss der Villa gibt es derzeit kein Nachttierhaus mehr! Die Bergpakas sah ich als Unterbesatz im Südmerikahäuschen ausgeschildert. Leider wurde deren Gehege gerade umgestaltet, also nix mit einer zufälligen Sichtung. Die Dino-Schau nebenan ist noch und auch die Galarie mit Urzeit-Gemälden von Zdenek Burian findet mann hier im Haus! Hinter der Villa brüten in einer grossen Voliere die Flamingos reichlich Kücken aus. Dann folgten die Huftieranlagen des "Alten Zoo". Wärend ich mich beim letzten Besuch über zahlenmässig grosse Bestände Bergriedböcke erfreute, fand ich diesmal nur wenige Individuen, vielleicht hielten sie sich auch nur versteckt! Schichtdienst gab es bei den Gazellen, wo sich Dünen- und Damagazellen eine Anlage teilten. Kopfstark und in mehreren Herden findet man die Kleinen Kudus vor. Im Zwergflusspferdhaus gibt es Nachwuchs zu sehen, wie auch in vielen der Huftiergehege!
    Nun wurde es Zeit zwei Novitäten im Park in Augenschein zu nehmen. Erste war das erste Okapi der Tschechichen Republik, das 2004 in den Zoo kam! Für das Tier entstand ein Anbau am Bongo-Stall, eher zweckmässig als zier, doch recht liebevoll gestaltet! Zwei Aussenanlage liegen beidseitig des Baus. Wie vielerorts im Zoo auch wird das Ensemble von Infotafeln begleitet, allerdings ausschliesslich in Tschechisch! Bislang ist nur ein Tier da, doch steht man Sicherlich auf der Warteliste für ein Weibchen! Das nächste Novum ist das Elefantenhaus, niegelnagelneu in den letzten Jahren errichtet! Rotterdamverwöhnte Besucher werden von dessen Schlichtheit und zweckmässigkeit wohl enttäuscht werden: Ausser zwei künstliche Termitenhügel und einen Baobab keine Kunstfelsen. Gemein mit dem niederländischen Zoo sind versenkbare Boller, mit denen sich Absperrungen entstehen lassen, im eingefahrenen Zustand aber einen grossen Innenauslauf ergeben. Das zuvor im alten Flusspferdbecken beherbergte Wollmammut ist auch noch da und "belebt" nun ein Tundradisplay im Haus! Als Unterbesatz im Haus leben Kap-Klippschliefer und Fuchsmangusten in getrennten Innenanlagen, teilen sich aber eine Aussenvoliere! Am Raubtierhaus gab es ein grosses Rudel Afrikanischer Wildhunde zu sehen und nicht weniger als sieben Löffelhunde zählte ich! Der Komplex wurde seither um eine Tigerfreianlage unter Einbezug eines Besuchertunnels erweitert! Sowohl Tüpfel- als auch Schabrackenhyänen findet man ferner noch hier, wie auch Geparden gemeinsam mit einer Pantherschildkröte!
    Da Dvur Kralove dieses Jahr 60igjähriges Jubiläum feiert, widmet man dem Ereigniss Würdigung mit einer Galarie Schautafeln entlang der Schmalseite der Gepardenfreianlage, wieder nur in Tschechisch, aber nicht minder informativ! Der Zoohistoriker findet hier nben historischen Bildern auch Lagepläne von 1950, 1960 und 1970, sowie den Perspektivplan von 1968 mit Delfinarium und neuer Safarianlage! Das Delfinarium wurde niemals gebaut, wohl aber die Safari und die entspricht in etwa weitestgehend diesem Plan! In der offiziellen Geschichte wird die Eröffnung der Safari immer mit 1989 angegeben, doch bezieht sich dies sicher auf die Bustouren, da in meiner Erinnerung hier die einzigste Möglichkeit im Ostblock herrschte, mit dem Auto durch Tiergehege zu fahren. Kann mir da vielleicht jemand helfen? Doch das grösste Schmanckerl dieser Schau ist eine Tafel, die sich den Fangexpeditionen des Zoos in Afrika widmet!!! Hier werden Zielgebite und Individuenzahlen der importierten Arten genannt, geordnet nach Jahr. Sehr umfangreich und informativ, war es zuviel zum Abschreiben. Ich habe es abfotografiert und werde die Daten nach Bearbeitung hier bekanntgeben!
    Nun ging es in den neuen Zooteil mit seinen galerieartigen Anlagen, den Nashörnern und Sommergehegen. Wirklich neues gab es hier nicht, ausser viel Beeindruckung. Die meissten Tiere dösten in der Sommerhitze, was in Afrika auch nicht anders wär. Die Panzernashörner wirken in diesem Zoo, wie auch die Tiger eher wie Fremdkörper, haben aber eine lange Tradition! Im hinteren Bereich stand ein neues Löwenhaus und die Teichlandschaft am Buseinstieg ist nun auch mit Wasserböcken besetzt!
    Die Safaribusse erhielten inzwischen eine Dachgalerie mit zusätzlichen Gestühl. So musste gewartet werden, bis man wie beim Schulausflug ganz oben ganz vorne einen Platz ergattert hatte! Dann gings los, auf zur Safari! Im Sommer ist hier zumeist die Elenherde untergebracht, die Watussis und die Weissschwanzgnus, sowie die Reserveböcke und -hengste! Die Tiere liegen gerne auf der Strasse und sehen dem Bus eher gelassen entgegen. Gefüttert wird wärend der Rundfahrt nicht mehr, kommentiert wurde in tschechisch, was der Tour keinen Abbruch tat! Wbei dies sicher nach Vermögen des Fahrers richtet, denn 2003 wurde auch Deutsch gesprochen und im Angebot des Zoos zu Abendsafaris im Juli und August ist dies auch im Angebot! Nach Rückkehr war es wie bei den Teletubbies: "Nochmal"! Diesmal einen anderen Sitz Partere gesucht für andere Fotos und los ging es! Es war als hätte man in den 40 vergangenen Minuten den Besatz geändert. Mendesantilopen wo zuvor die Elen standen, "hyperaktive" Gnus und eine Nyalabockherde, die sich zuvor bedeckt gehalten hatte!
    Alles in allem ein grandioser Tag, trotz der Startschwierigkeiten!
    (01.07.2006)
    Karsten Vick:   @Stefan Schubert: Den nächsten Reisebericht, bitte...
    (01.07.2006)
    Stefan Schubert:   Danke Jana! Für Deine Aufklärung, da vieles meinerseits nur Vermutungen sind, habe ich etwas Erleuchtung erhalten!
    Ob Birken oder anderes Geäst im Raubtierhaus Verwendung fand ist im Grunde egal, die Wirkung dafür genial und es wertet den Bau aus Besuchersicht unheimlich auf!
    (29.06.2006)
    Jana:   Entschuldigung, ich bin wieder zu spät.
    (29.06.2006)
    Jana:   @Stefan S. Der geplante Südamerikahaus soll im oberen Teil stehen, da wo jetzt Addaxantilopen-Gehege ist. Der ganze Raum zwischen kanadischen Ottern und Mähnenwolfen soll südamerikanisch sein, ehe im Stille der Kleinsäuger-Anlagen wie schon zB bei den Tayras zu sehen ist, mit einem bescheidenem Tierhaus. Aber das ist weite Zukunft, erst muss man für die Elefanten und Flusspferte bauen.

    Birkenurwald? Es ist zwar Wahr, dass da auch Birken-Äste benuntzen waren, aber es sollte warscheinlich nur "Laubwald" sein, damit der Haus nicht so steril aussieht, wie vorher. Im Raubtierhaus sind noch "kältere" Arten geblieben. Die drei alten Amurleoparden (Kuli und Koryo aus KLDR und Kon) und zwei Amurtiger-Katzen (ehemalige Zuchtweibchen Santa mit Epilepsie und junge Marilei aus Calgary).
    (29.06.2006)
    Stefan Schubert:   Wenigstens noch ein Amurtiger fand sich im Haus. Doch denke ich, dass man nur die klassische Raubtierhauswirkung auflösen will und optisch die Innenkäfige von den zentralgelegenen Terrarien trennen möchte! Mich würde es hier nicht wundern, wenn diese Form nur ein "Provisorium" wär und eines Tages auch die Innenanlagen umgestaltet werden würden!
    (29.06.2006)
    Karsten Vick:   Wie kommen die Prager denn beim Raubtierhaus auf Birkenurwald? Spätestens seit dem Auszug der Amurleoparden hat das Haus doch eher tropischen Charakter.
    (29.06.2006)
    Stefan Schubert:   Ich denke das immermehr in unser Bewusstsein tretende Zooland Tschechien hat hier langsam ein eigenes Podium verdient oder es in Neudeutsch auszudrücken, einen eigenen Threat!
    Da die Slowakei nur vier grössere Zoos aufweisst, aber es einen gemeinsamen Zooverband gibt, habe ich beschlossen diese beiden Länder zusammenzufassen unabhängig der gemeinsamen Geschichte beider Länder!
    Grundlage des Threats ist meine Rundreise vor einigen Tagen, die sicherlich in Zukunft um Neuigkeiten ergänzt werden, da wir in unseren Reihen doch recht potentielle Informanten finden!
    Beginnen möchte ich damit, wo ich auch meine Rundreise begann: Im Prager Zoo! Es ist erstaunlich wie schnell hier neue Anlagen entstehen und nach der Flut von 2002 der Park wieder in Scvhuss gebracht wird! Der untere Teil ist weitestgehend fertiggestellt und wird vom Thema Wasser beherscht! Bei meinem letzten Besuch im Januar 2005 waren hier schon viele Gehege fertiggestellt, aber noch unbesetzt. Zwei Inseln beherbergen Klammeraffen und Guerezas, eine dritte ganz neu Rote Varis. Im Tapirgehege war ein frisch gestreifter Flachlandtapir zu sehen und die Anwesenheit der Pflegerschaft lies vermuten, dass dies sein erster Ausflug war! Eine weitere Wasserlandschaft wird von Sitatungas und Marabus belebt. Die Flamingos sind umgezogen und in ihrer bisherigen Lagune zog nur noch ein Schwarzstorchpaar seinen Nachwuchs auf. Hier soll wohl in Kürze ein Umbau erfolgen! Neu in diesem Bereich war desweiteren eine Seriema-Voliere, zwei begehbare Volieren mit heimischen Singvögeln (leider verschlossen) und ein Kinderbauernhf mit zwei halboffenen Stallungen im böhmischen Holzbaustil! Da am Elefantenhaus ebenfalls ein Tapirgehege zu finden ist, vermute ich, dass hieraus vielleicht einmal das geplante Südamerikahaus erwachsen könnte!
    Am Raubtierhaus werden derzeit die ostseitgen Gitterkäfige abgerissen und durch grossflächigere Gehege mit Maschendrahtabdeckung ersetzt. Solange haben die Fischkatzen und Nebelparder Stubenarrest! Interessant ist die Innengestaltung des Besucherbereiches im Haus als Sibirischer Birkenurwald. Die Tierunterkünfte entsprechen allerdings (noch) der klassischen Ausführung! Schon bekannt sind hier die begehbare Sichuan-Vogelhalle, das Schildkrötenhaus, der Gorillakomplex und die Kranichteiche am Wintervogelhaus. Nachwuchs gibt es bei den Flusspferden und den Krauskopfpelikanen zu sehen. In der Ibisvoliere wachsen die Kücken etwa auf Augenhöhe der Besucher heran, wie auch jene einer freilebenden Nachtreiherkolonie an der Empore des Elefantenhauses! Die Elefantenherberge und Vogelvolieren sind immer noch die alten! Gegenüber des Haupteinganges wurde eine begehbare Lemurenanlage errichtet, mit Kattas und einem einzelnen dreibeinigen Weisskopfmaki!
    Am Indonesiendschungel sind die Aussenanlage für Lar und Orang fertig. In der Nachtabteilung des Hauses hielten sich ausgerechnet die China-Sonnendachse versteckt! Das Afrikanische Kleintierhaus war wiedermal beeindruckend und in den meisten Huftiergehegen des oberen Bereichs gibt es üppig Nachzuchten zu bestaunen! Die Tayras sind im Südamerika-Bereich zu sehen. Dafür zogen die Jaguarundis ins Raubtierhaus. Neben der umgebauten Amurtigeranlage entstand zwischenzeitlich auch eine Anlage für Amurleoparden. Bei den Hirschen und Wisenten gab es einige Umgestaltungen und neue Besucherpodeste zur besseren Einsichtbarkeit der Gehege wurden errichtet. Beim neuen Elefantenhaus war noch kein nahender Beginn zu erkennen. Einige Altgehege sind noch zu finden, wie jene der Kulane und der Schabrackenhyänen. Was ich leider auch nicht sah, waren die neuen Schuhschnäbel, aber somit habe ich einen Grund wiedermal nach Prag aufzubrechen!
    (29.06.2006)

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