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    Zoo Erfurt

    Tom Schroeder:   Die Eltern sind Handaufzuchten und die Jungtiere sind in völliger Naturbrut hochgekommen. Mit Brutkasten ist der Kasten gemeint, in dem die Eltern brüteten.
    (18.07.2017)
    Daniel Meier:   Ich bin aus dem Artikel nicht ganz schlau geworden. Die Jungen wurden im Brutkasten ausgebrütet und von Hand aufgezogen oder haben die Elternvögel dazu beigetragen?
    (18.07.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Voellig-unerwarteter-Nachwuchs-208917540

    Erstzucht bei den Gelbbrust-Aras in Erfurt!
    (17.07.2017)
    Adrian Langer:   Ich sehe das mit einem weinenden und einem lachenden Auge! Einerseits bin ich traurig da ich als Kind viel Zeit hier verbracht habe und sogar noch das Krokodil-/Schildkrötenbecken kenne! Somit kann ich die Wut vieler Erfruter verstehen, da diese ja aktiv mit am Aufbau beteiligt waren! Ich finde auch den Spruch der Grünenpolitikerin \"Wer Fische sehen will soll nach Zella-Mehlis fahren!\" sehr ungünstig gewählt, da hier nur ersichtlich wird, dass man für den Erhalt nicht viel machen wollte! Das dürfte sch allerdings nur in den Rot-Rot-Grünen Umfragewerten wiederspiegeln!
    Andererseits war es ja abzusehen. Schließlich wurde hier seit 2007 nichts mehr getan und es stand schon lange auf der Abschussliste der Stadtverwaltung! Ich persönlich würde wenigstens den Einzug der Süßwasserfische im Zoo sehr begrüßen! Ich glaube aber (unter Einbezug einiger Andeutungen meiner Bekannten im Zoo Erfurt) das diese wenn dann nicht allzu bald eingebaut werden! Ich hoffe an der Stelle nur, dass hier Fördermittel frei werden, die dann für die Sanierung des Zoos (etwa die Erweiterung der Afrikasavanne) eingesetzt werden! Aber selbst das sehe ich noch sehr kritisch!
    (14.07.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Sicherlich einerseits schade, andererseits vielleicht unter der Prämisse, dass im Zoo ein passables Aquarium integriert wird vielleicht eine vernünftige Lösung. Das alte Aquarium am Nettelbeckufer mal irgendwann grundlegend zu modernisieren scheint mir auch schwierig.
    (14.07.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Ein-Aquarium-verschwindet-Von-einst-2325-Fischen-in-Erfurt-ist-kaum-noch-etwas-1251265178

    Das Aquarium ist jetzt ziemlich leer!

    (14.07.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Zoo-Chefin-hat-keine-Angst-vor-grossen-Tieren-397023723

    In Erfurt wird gerade eine Doktorarbeit über das Stressverhalten von Elefanten verfasst!
    (24.06.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Bison-Nachwuchs-im-Zoopark-Erfurt-930327737

    Der neue Bisonbulle scheint erfolgreich gewesen zu sein! Laut Zooangaben gab es dieses Jahr drei Geburten! Der erste Nachwuchs seit 2014!
    (23.06.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt-zoopark-loewen-100.html

    Erfurt will auf Kalaharilöwen umstellen! Aus diesem Grund wird Joco nach England abgegeben! Witzig finde ich an der Sache, dass auf meine Nachfrage ob denn eine neue Löwin einziehen wird die Antwort kam \"Ribat würde keine neue Löwin neben sich dulden!\". Nun scheint es doch zu gehen! Naja es soll mir egal sein! Ich glaube langfristig gesehen ist eine Umstellung aber besser für den Zoo!
    (20.06.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringen24.de/erfurt/article210852943/Paten-gesucht-Wuestenfuechse-neu-im-Thueringer-Zoopark.html

    In Erfurt leben bereits seit März Wüstenfüchse!
    (09.06.2017)
    Adrian Langer:   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/erfurt/detail/-/specific/Kritik-an-Zahlen-Trick-im-Zoo-103403574

    Die Zooderzernentin soll nun zurück treten! Ich bekomme aber auch langsam das Gefühl, dass der Stadtrat ansonsten nie den Zoo gefördert hätte! Ich weiß der Zoo könnte mehr im Marketingbereich tätig werden! Andererseits empfinde ich die Besucherzahlen als nicht niedrig (und neue Projekte ziehen ja mehr Besucher an)! Gerade nach dem Wegfall des Aquariums sollten doch nun wenigstens \"kleinere\" Projekte möglich sein!
    (08.06.2017)
    Adrian Langer:   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/soemmerda/detail/-/specific/Zoopark-Erfurt-rechnete-jahrelang-die-Besucherzahlen-schoen-1943522024

    Die Besucherzahlen sollen besonders durch ein neues Zählsystem gefallen sein!
    (07.06.2017)
    Adrian Langer:   http://m.thueringer-allgemeine.de/web/mobil/leben/detail/-/specific/Verluste-haben-sich-verdoppelt-Erfurter-Zoo-braucht-weiter-Zuschuesse-1547616440

    Erfurt kämpft weiter mit sinkenden Absätzen!

    (05.06.2017)
    Adrian Langer:   http://m.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Aquarium-bedeutsam-412327230

    Ein weiterer Artikel zur Schließung des Aquariums und eine Kritik gegenüber Zooparkverwaltung und Stadtverwaltung!
    (01.06.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Gruen-der-Elefantenanlage-begeistert-Zooexperten-aus-den-USA-863925486

    Prominenter Besuch im Zoo!
    (20.05.2017)
    Adrian Langer:   Bei den Steinbacher Kampfgänsen ist ein Ganter eingezogen!
    (12.05.2017)
    Adrian Langer:   M.W. sind die Katze und drei ihrer Jungen nach Spanien gegangen. Dabei weiß ich aber auch nicht in welche Zoos. Der Rest muss sich auf Tschechien und Polen verteilt haben. Ich könnte noch mal meine bekannten fragen in welche Zoos allerdings sehe ich die in nächster Zeit nicht! Demnach sind im Zoo nur noch der Kater und die neue Katze aus Wien!
    (09.05.2017)
    Justus Bauer:   Könnt ihr mich aufklären, welche Geparden zur Zeit im Zoo leben? Wo sind überhaupt die Jungtiere aus dem letzten Wurf hin oder sind die noch da?
    (08.05.2017)
    Adrian Langer:   @Jolantha Belik: Danke für den Hinweis ich übernehme die Begriffe leider immer Synchron obwohl beide etwas anderes bedeuten.
    Ich glaube dem Zoo bleibt auch zur Zeit nichts anderes übrig. Der Geldhahn ist zu und deswegen sieht es sehr schlecht mit neuen Anlagen im Zoo aus! Daher ist ein neuer/alter Elefant wahrscheinlich die größte Attraktion die in den nächsten Jahren kommen wird! Zumal mit der Schließung des Aquariums nun ja noch einige Besucher mehr wegfallen dürften!

    Nach Rücksprache mit einigen Bekannten die im Zoo tätig sind ist der Bulle noch nicht bereit! Um es mal mit den orten eines Verantwortlich zu unterstreichen \"Der braucht noch ein Fußbänkchen um ran zu kommen!\" und das bezog sich auf die Paarungsversuche mit Chupa die ja noch etwas kleiner ist als Csami. Laut Einschätzung der Mitarbeiter braucht der Bulle noch drei bis fünf Jahre um ein erfolgreicher Zuchtbulle zu werden (er ist eben erst zwölf und kein Abu aus Halle)! Und dann dürfte Csami doch schon zu alt sein!

    Zur Gepardin. Ich habe sie zwar nicht gesehen aber meine Bekannten berichteten mir, dass sie wohlbehalten angekommen ist und sich gerade einlebt! Aufgrund des Medienrummels um Csami dürfte das erst einmal untergegangen sein! Ich denke das wird dann wieder anders, wenn es wieder neue Jungtiere gibt!
    (08.05.2017)
    Jolantha Belik:   Die Wiener Gepardin \"Cimber\" wurde vor einigen Wochen nach Erfurt gebracht. Ich mache mir ziemliche Sorgen um die Süße, was mit ihr ist und wie es ihr geht. Es gibt nirgends Fotos von ihr im neuen Zuhause, sie wird nirgends erwähnt, außer \"sie saß in der Nebenanlage\". Falls wer mal in den Zoo geht, könntet Ihr bitte schauen, wie es ihr geht.
    (07.05.2017)
    Jolantha Belik:   So wie Csami vom Zoo in den sozialen Medien gepusht wird, ist es klar, dass sie quasi zu einem \"Publikumsmagneten\" geworden ist.
    Übrigens, wenn schon, dann \"künstliche Besamung\" und nicht \"künstliche Befruchtung\". Wobei in meinen Augen eine AI bei Vorhandensein eines Bullen reine Geldverschwendung und vor allem aber unnötige Quälerei für das Tier wäre.
    (07.05.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Aquarium-in-Erfurt-muss-endgueltig-schliessen-1106477968#.WQzQHF7ZWkU.facebook

    Das Aquarium in Erfurt gibt es nun endgültig nicht mehr! Ein Umzug in den zoopark scheint auch unwahrscheinlich!

    Elefantenkuh Csami lebt nun dauerhaft mit den beiden anderen Kühen zusammen. Demnach ist die Zusammenführung geglückt!
    (06.05.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Pate-fuer-Csami-1404849953

    Csami hat jetzt sogar einen neuen Tierpaten! Es ist doch unglaublich was Elefanten für Publikumsmagneten sind! Andere Tierarten die so im laufe der Zeit angeschafft wurden haben ja bei weitem nicht die selbe Begeisterung ausgelöst! Auch verständlich, da sie ja quasi aus Erfurt stammt! Aber das ist dann auch ein gewaltiger Schritt in Richtung Regenwaldhaus/Umbau altes Elefantenhaus!
    (03.05.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/erfurt/startseite/detail/-/specific/Die-Erfurter-Elefanten-erloesen-Csami-aus-der-Einsamkeit-1346577521

    Csami lebt sich langsam ein! Es wird vermutet, dass sie die neue Leitkuh wird! Ihre Verbindung zu dem Traktorreifen entstand wohl durch die entstandene Einsamkeit!
    (27.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.bild.de/regional/leipzig/zoo/elefantendame-aus-sex-urlaub-zurueck-51413480.bild.html#fromWall

    Laut diesem Bild-Artikel (ich weiß Bild!) hofft man auf den Bullen. Ich hoffe der Optimismus ist angebracht und er schafft es tatsächlich Csami zu decken!
    (25.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/am/2017/126726.html

    Es gab bereits ersten Kontakt durchs Gitter! Safari und Csami müssen sich dabei lautstark gefreut haben!
    (24.04.2017)
    Adrian Langer:   Csami ist definitiv nicht trächtig (Nachricht vom Zoopark auf meine Rückfrage)! Ich sehe hier jetzt nur noch eine künstliche Befruchtung als möglich an! Schließlich halte ich Kibo bei seinen Dekakten für noch nicht erfolgreich (siehe Nachrichten vom letzten Jahr die mehr nach \"Trokenübungen\" aussahen)! Wobei auch das jetzt schwierig werden könnte, da ja bei Elefantenkühen in Stresssituationen (in dem Fall Transport und Umgewöhnung an neue Anlage und Elefanten) die Mensis unregelmäßig auftritt bzw. aus bleibt! Es bleibt abzuwarten wie es sich weiter entwickelt!
    (22.04.2017)
    Jan Jakobi:   Mittlerweile ist Csami auch in Erfurt angekommen.
    http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/elefant-elefantenkuh-zoopark-erfurt-csami-100.html

    Csami ist jetzt ca. 22 Jahre alt.
    Sie kann noch schwanger werden.

    Ob Ndume Csami gedeckt hat ist offiziell nicht bekannt.
    (21.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringen24.de/erfurt/article210310749/Wiedersehen-mit-Csami-Elefantendame-auf-dem-Weg-nach-Erfurt.html

    Jetzt ist es offiziell! Freitagabend kehrt Csami zurück!
    (20.04.2017)
    Oliver Muller:   @Tom Schroeder: Deswegen habe ich mich ja in meinem Beitrag auch für neue mutige Finanzkonzepte ausgesprochen. Anderswo hat man mit 0 Euro öffentlichen Mitteln auch einiges bewegt. Da müsste man aber aus der Schiene \"Geld kommt aus Eintrittskarten oder öffentlichen Fördermitteln\" mal raus kommen.
    (07.04.2017)
    Oskar Schwitters:   Laut dieser Seite wurde Crocworld geschlossen:
    www.freizeit.de/ausflugsziele/crocworld-erfurt-99086.html
    @Adrian Langer: Zwergplumplori und Kiwi dürfte klimatisch schwierig werden.
    (07.04.2017)
    Tom Schroeder:   Der Zoo wird in den nächsten Jahren extrem wenig Geld für Investitionen haben und hier wird von Flusspferden, Königspinguinen und Walrossen fantasiert,alles auch noch sau teure Arten im Unterhalt....? Das würde den Zoo nicht retten, sondern in den Ruin treiben, es ist kein Geld da!!!! Für \"Wünschdirwas\" gibt\'s Utopie-Threads.
    (07.04.2017)
    Adrian Langer:   Ich muss doch noch ein bisschen was ansetzen! :D Mir ist aufgefallen, dass ich ja nur eine Klammeraffenart genannt habe. Den Bestand würde ich noch mit Rotgesichtklammeraffen und Wollaffen kompletiren! Zu den Brillenlanguren würde ich anstatt brauner Gürteltiere Bengalkatzen dazu setzen. Und als komplette Neuerung eine Gemeinschaftshaltung von Kiwis und Zwergplumploris im NAchttierhaus! Anschließend würde ich auf die Problematik der Neozoen eingehen!

    @Olliver: Ganz sicher? War zwar tatsächlich schon ewig nicht mehr da aber laut Zootierliste haben sie ja noch den kompletten Bestand!
    (07.04.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: An Gabelböcke bei den Bisons hatte ich auch schon gedacht. Wenn es Zwist zwischen Zoo und Stadt gibt: umso wichtiger, dass man sich über andere Finanzkonzepte Gedanken macht. In der Liga von Leipzig sehe ich Erfurt auch noch lange nicht, aber mit Magdeburg, Halle, Dresden muss man sich schon messen.

    Übrigens: Crocworld gibt es m. W. schon seit Jahren nicht mehr!
    (06.04.2017)
    Adrian Langer:   Ach eins habe ich noch vergessen! Bei der geplanten Siamanganlage würde ich die Siamangs mit Kleideraffen oder mit schwarzen Haubenlanguren vergesellschaften! Je nachdem welche Art gewählt wird zieht die andere dann in die große Anlage mit Schlank- und Klammeraffen. Aber erst einmal abwarten!
    (06.04.2017)
    Adrian Langer:   Ich pflege einige Freundschaften zu Mitarbeitern des Zooparks die so etwas schon einmal angedeutet hatten! Allerdings dachte ich nicht, dass es sooo lange dauern soll! Zumal es ja eine riesen Überbrückungszeit wäre! wenn ich jetzt einmal von der Eröffnung der Elefantenanlage 2014 ausgehe genau 12 Jahre! Das ist ja noch länger als die Zeit in Halle wo 10 Jahre lang nichts investiert wurde!
    Ich glaube am schlechten Haushalt liegt es nicht denn Erfurt ist nun doch wirtschaftlich stärker als eben Halle oder Magdeburg die ihren Zoos ja finanziell unter die Arme greifen! Und an den Flüctlingen liegt es mit Sicherheit nicht! Nach eigener Erkenntnis gibt es von denen in Halle eindeutig mehr!
    Ich glaube eher es liegt mehr an dem Zwist zwischen der Stadtverwaltung und dem vorherigen Direktor der ja auf dem Konzept \"Zoo der großen Tiere\" beharrt hat während die Stadtverwaltung ja lieber \"kleinere Brötchen backen\" wollte.
    Finde es aber trotzdem sehr schade! Zumal der Zoo ja doch noch einige Schandflecken hat (Bauernhof, Giraffen, Yaks, Trampeltiere, Vogelvolieren neben dem alten Schildkrötenhaus und ebendieses). Langfristig dürften damit auch große Einbrüche in den Besucherzahlen zu verzeichnen sein!
    Entwicklungspotential sehe ich hier auch vieles aber ich glaube, dass kaum eine der genannten Arten einziehen wird. Denn es ist nun einmal so (und damit musste ich mich auch erst einmal abfinden), dass Erfurt doch nicht in einer Liga wie eben Leipzig spielt (Einzugsgebiet, Marketing, etc.). Langsam habe ich auch das Gefühl, dass er immer weiter abgehangen wird. Aber man kann ja noch hoffen!
    Ich persönlich hätte da ja auch noch einige Wünsche und Vorstellungen! So könnten ja im neuen Elefantenhaus Zwergmeerkatzen mit zu den Schildkröten ziehen! Oder hatte auch schon einmal überlegt, dass man den afrikanischen Waldteil mit Dik-Diks und Okapis mit einem Netz überspannen könnte um so die Bärenstummelaffen zurück zu holen! Man könnte ja hier den Hochweg von den Giraffen verlängern und dann kommt man über eine Schleuse über den Waldteil! Nilpferde fände ich auch sehr reizvoll! Dann aber bitte die großen! Auf Gorillas würde ich gerade in Erfurt verzichten! Der Zoo hat sich eben schon lange gegen eine Menschenaffenhaltung entschieden und sollte das meiner Meinung nach beibehalten. Dafür wäre ich eben für ein großes Areal mit Schlank und Klammeraffen! Denke dabei an Goldstumpfnasen, Kleideraffen, Venezolanische Brüllaffen, Tonkin-Languren und natürlich die Nilgiris (wobei ich bei denen am wenigsten an eine Rückkehr glaube). Kodiakbären fände ich auch reizvoll aber eine Anlage mit Baribals (da ja selten gehalten) würde mich auch interessieren! Da ich persönlich schon immer was gegen Marine Lebensformen habe (weiß auch nicht so richtig warum) würde ich sie auch vernachlessigen! Lieber wären mir wie weiter unten schon einmal aufgegriffen eine Anlage mit Amurleoparden und eine Vergesellschaftung von Bisons und Gabelböcken! Auch eine Anlage von Saigas gehört für mich in den Zoo (am besten zwischen Takine und neuer Yakanlage). Den Einzug von Komodowaranen und großen Krokodilen würde ich selbst mit finanzieller Unterstützung skeptisch sehen zumal ja Crocworld um die Ecke ist! Allerdings wenn ich da an meine Leistenkrokodile denke schlägt mein Herz doch etwas schneller! :D
    Aber das ist leider nur Spinnerei! Ich hoffe die Direktorin bekommt wenigstens für ihre Projekte noch die Zuschläge! Ich glaube nämlich mit dem ausbleiben von diesen ist tatsächlich die Existenz des Zoos bedroht!
    (06.04.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Ja, sehe ich auch so. Die Verantwortlichen in der Stadt Erfurt scheinen entweder den Schuss noch nicht gehört zu haben, oder der Stadt steht finanziell tatsächlich das Wasser noch höher als nur bis zum Hals.

    M. E. Hat der Zoo in Erfurt allein von der Fläche her ein riesiges Potenzial und zugleich von den Zoos in seiner Liga noch die mit Abstand größten Lücken im Tierbestand. Die letztes Jahr vorgelegten Visionen fand ich toll, aber auch nur einen ersten Schritt. Man könnte aus dem \"Zoo der großen Tiere\" mit einem mutigen Konzept und ebensolcher Finanzplanung noch sehr, sehr viel mehr machen. Ich denke da nur mal Gorillas, Flusspferde, Komodowarane, eine große Krokodilart, Eis- oder Kodiakbären, Walrosse oder Stellersche Seelöwen, Königspinguine, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen, außerdem an eine Wiederaufnahme der Schlankaffenhaltung (Kleideraffen usw.). Da ginge noch einiges, wenn man klug investieren würde.

    Man muss auch sehen, dass Leipzig Spitze ist, Magdeburg riesige Schritte macht, Halle einiges vor hat und auch Hannover, Frankfurt, Nürnberg und zwei mal Berlin mit sehr großen Visionen nicht unerreichbar sind. Da muss man sich schon was einfallen lassen und darf sich nicht auf den unbestritten schönen und anerkennenswerten Entwicklungen der letzten Jahre ausruhen.
    (06.04.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Aquarium-Standort-erhalten-1346520310

    Das Aquarium scheint doch zu bleiben wo es ist! Erschreckender finde ich die Nachricht, dass der Zoo bis 2026 keinerlei Neubauten erhalten soll!
    (06.04.2017)
    Adrian Langer:   Ich habe auch noch einmal darüber nachgedacht und glaube man könnte doch einiges verbinden! So waren ja die Pfeilgiftfrösche geplant, die ja auch wieder ins Regenwaldhaus einziehen sollten. Und im Aquarium werden ja neben den Liztäffchen auch einige Reptilien gehalten die perfekt ins Repertoire Regenwald passen. Die tropischen Fische natürlich nicht zu vergessen! Verlierer sehe ich nur bei den NAchttieren, Pinguinen und die größten von allen den Siamangs! Ich würde dafür ja auf die Pinguine verzichten da hier ja wiedermal Humboldpinguine einziehen sollen. Denke aber, dass dann eher die Siamangs abgegeben werden.

    @Gudrun: Das mit dem Bestand auf die Tierhäuser aufteilen habe ich auch schon einmal gedacht! Zumal ich da an einen Artikel aus Halle über das \"monothematische Elefantenhaus\" denken musste! Was ist denn mit dem Nashornhaus? Da sind ja bis jetzt auch nur die Rhinos!
    (04.04.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Man könnte die verschiedenen Aquarien auch auf die bereits im Erfurter Zoopark vorhandenen Tierhäuser passend zu den dort gehaltenenen Säugetieren und deren Lebensräumen verteilen. Für die Meerwasserterrarien müßte man dann aber vermutlich doch ein neues Gebäude im Zoopark errichten. Ich befürchte allerdings auich, dass man die Aquarien überwiegend im alten Elefantenhaus unterbringen wird, da dort ja viel Platz vorhanden ist. Die Nachtabteilung wird es aber vielleicht doch noch zusätzlich in diesem Gebäude geben. Darüberhinaus könnte man Umweltschule und Aquarium aber auch miteinander verknüpfen, was auch gar nicht so schlecht wäre.
    (04.04.2017)
    Adrian Langer:   Denke ich auch! Zumal ja die Zuschläge für die anderen Projekte bis jetzt nicht gegeben wurden! Ich denke, dass es auch langfristig zu einer gewissen Kostenersparnis führen würde! Ich persönlich würde dann einen Extrakomplex im Zoo favorisieren! Denkbar wäre eine Verlegung ins alte Elefantenhaus! Ich persönlich hoffe es nicht da so das Projekt für die Umweltschule mit Tropenraum und Nachttierabteilung gekippt werden würde!
    (01.04.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Soweit die Artenvielfalt nicht reduziert wird, würde ich persönlich das begrüßen. Ich denke da spricht viel dafür.
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Aquarium-bleibt-bis-auf-weiteres-geschlossen-1752931512

    Das Aquarium das außerhalb des Zoos liegt soll womöglich im Zoo untergebracht werden! Gründe hierfür sind bauliche Mängel des Aquariums!
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Es sind jetzt Thüringer Waldziegen im Zoo eingezogen. Die Tiere stammen von einem Privathalter der sie nicht mehr tragen konnte.
    (24.03.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Erfurt-und-der-Rote-Panda-2088169545

    In Erfurt wollen Naturkundemuseum und Zoo künftig besser zusammen arbeiten.
    (21.03.2017)
    Adrian Langer:   Im Zoo Erfurt sind jetzt vietnamesische Sikas eingezogen. Sie leben im selben Gehege wie die Damhirsche. Allerdings wurde auf der Facebookseite nicht mitgeteilt ob hier eine Zucht dieser hoch bedrohten Art angestrebt wird. Wenn ja besteht dabei nicht die Gefahr der Hybridisierung mit dem Damwild?
    (19.03.2017)
    Adrian Langer:   In dem Artikel von damals hieß es ja Visionen für die Zukunft! Quasi es waren nur Vorstellungen dazu wohin es sich entwickeln kann. Das muss dann natürlich verschriftlicht und eingereicht werden. Ich nehme mal an, dass es bis jetzt nicht passiert ist.
    (09.03.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Es gibt doch einen Masterplan. Warum ist der nicht \"echt\"?
    (09.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Besucherschwund-befuerchtet-Zoopark-Erfurt-soll-Investitionen-bis-Buga-aufschie-996800681

    Wie erwartet erhält der Zoo keine weiteren Inverstitionen vom Land. Dieses will auch weitere Projekte bis 2021 (nach der Buga) aus lassen. Diese Entscheidung bedauere ich persönlich sehr. Allerdings soll auch erst 2018 ein echter Masterplan erstellt werden.
    (08.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Radau-stoert-die-Nashoerner-Zoopark-Erfurt-bittet-um-Ruhe-am-Gehege-1334635699

    Die Brücke im Nashornhaus bleibt zunächst geschlossen. Die neue Nashorndame soll sich erst einmal eingewöhnen und reagiert noch empfindlich auf laute Geräusche!
    (07.03.2017)
    Adrian Langer:   http://soemmerda.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Esel-und-Ziegen-kuemmern-sich-um-die-blinden-Passagiere-im-Erfurter-Zoo-1506556552

    Im Zoo Erfurt sollen nun Esel und Ziegen dafür sorgen, dass der 12 Hektar große geschützte Bereich des Zoos nicht zu sehr \"verbuscht\". Damit sollen bedrohte Insektenarten geschützt werden die ansonsten von der Trockenwiese verschwinden würden.
    (01.03.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Perlhuehner-und-andere-neue-Tiere-fuer-den-Bauernhof-im-Zoo-1144417884

    Im Zoo Erfurt werden neue Haustierrassen einziehen. Hierbei werden besonders Thüringer Ziegen sowie Thüringer Zwerghühner und Perlhühner eine Rolle spielen. Gleichzeitig soll dieses Jahr die Lounge im Elefantenhaus, auf die ursprünglich aus Kostengründen verzichtet wurde, gebaut werden.
    (22.02.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Soweit ich weiß ist kein Umstieg auf Spitzmaulnashörner geplant. Man möchte die Anlage vergrößern um noch mehr Breitmaulnashörner halten zu können und die vergrößerte Anlage mit der ersten Afrikaanlage verbinden um die Nashörner mit weiteren afrikanischen Huftieren vergesellschaften zu können.
    (09.02.2017)
    Adrian Langer:   Vieleicht brauchten sie einfach eine Begründung für die Abgabe und es sind längerfristig tatsächlich Spitzmaulnashörner geplant. Zumal ich auch nicht glaube, dass Marcita, wenn sie wirklich eine Problemkuh in Osnabrück war, die Zucht in Erfurt ankurbeln wird. Schließlich konnte sich Dino schon nicht gegen die beiden älteren Weibchen durchsetzen konnte. Aber mal sehen vielleicht schafft er es ja jetzt da er sich ja nur noch gegen jeweils eine Kuh durchsetzen muss.
    (09.02.2017)
    Oskar Schwitters:   Ob es so zuchtfördernd ist, nun nur noch drei Tiere zu halten, ist aber wohl auch fragwürdig. Auch denke ich nicht, dass sich die Bedingungen für die verbliebenen Osnabrücker Nashörner verbessert haben. Wenn der Platz im Stall für vier Tiere nicht ausreicht, sollte man wohl besser Spitzmaulnashörner halten, für die als solitäre Art ein Paar locker ausreicht.
    (09.02.2017)
    Adrian Langer:   Um noch einmal auf die frage zum Zuchtproblem in Osnabrück zurück zu kommen. Es ist jetzt ein Artikel erschienen aus dem hervorgeht, dass Marcita quasi als Unruhestifterin im Zoo galt und sich daher keine Zuchterfolge einstellten.

    http://www.noz.de/lokales/osnabrueck/artikel/847537/stall-zu-klein-zoo-osnabrueck-gibt-nashorn-ab
    (08.02.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/tote-loewin-zoo-erfurt-100.html

    Löwin Lubaya ist im Zoo Erfurt verstorben. Grund hierfür war ein Herz-Kreislaufversagen nach der Narkose. Die Untersuchung wurde laut Artikel aufgrund neuronaler Probleme durchgeführt.
    (07.02.2017)
    Adrian Langer:   Grund Hierfür ist wohl ähnlich wie bei Numbi und Temba. Marcita hatte sich mit einem anderen Weibchen in Osnabrück sehr gut verstanden, weshalb der Bulle keine Gelegenheit zum decken bekam. Mit der Abwanderung von Numbi und Marcita versprechen sich jetzt beide Zoos Zuchterfolge. Aber mal abwarten und Tee trinken. Dino konnte ja in Polen auch nicht erfolgreich decken.
    (25.01.2017)
    Rüdiger Krichel:   @Adrian Langer
    Marcita war doch beinem erfolgreichen Zuchtbullen in Osnabrück.
    Haben sich die beiden dort nicht gut verstanden oder wieso hat Miguelin (1165, *1997) sie nicht erfolgreich gedeckt?
    (24.01.2017)
    Adrian Langer:   http://www.thueringen24.de/erfurt/article209375369/Vogelgrippe-in-Erfurt-Die-Auswirkungen-auf-den-Zoopark-Erfurt.html

    Auch den Thüringer Zoo Erfurt hat die Vogelgrippe jetzt erreicht. Bis auf weiteres bleiben, außer den Gänsegeiern und einem Turmfalken, in ihren Stellen!
    (24.01.2017)
    Adrian Langer:   http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Neue-Nashorndame-Marcita-soll-im-Erfurter-Zoo-fuer-Nachwuchs-sorgen-102996644

    In Erfurt ist seit mitte Dezember ein neues Nashorn für die Zucht eingezogen. Leider äußerte sich Frau Merz bei der Gelegenheit nicht zum Einzug von Csami. Ich hoffe sie wird nicht abgeschoben weil sie ja der \"Skandalelefant\" von Erfurt ist.
    (16.01.2017)
    Adrian Langer:   Es gibt jetzt einen Eintrag bei Elewiki der besagt, dass sie bald zurück kommen soll. Mich interessiert an der Stelle ob N\'Dume vor seinem tot es noch geschafft hat erfolgreich zu decken.
    (31.12.2016)
    Jan Jakobi:   Ich vermute kommendes Jahr.

    (31.12.2016)
    Justus Bauer:   Wann soll denn Csami zurück kommen?
    (31.12.2016)
    Adrian Langer:   Aus einer zuverlässigen Quelle weiß ich, dass Elefantenkuh Csami wieder in den Zoo Erfurt ziehen soll. Grund hierfür ist wohl der Tot des Bullen N\'Dume in Sigean. Leider finde ich hierzu keine Nachweise. Weder bei Elewiki oder Zeitungsartikeln. Daher kann ich das leider nicht zu 100% bestetigen.
    (30.12.2016)
    Adrian Langer:   Hyäne Charlie ist letzte Woche Montag überraschend verstorben. Malsehen ob der Zoo zeitnah ein neues Männchen bekommt.
    (28.11.2016)
    Adrian Langer:   Das sollte auch kein negativer Kommentar von mir sein. Zumal ja jetzt allgemein eine Preissteigerung in den deutschen Zoos vorgenommen wird. Ich meine wer schöne neue Anlagen sehen möchte sollte auch etwas mehr Geld für die Zoos bezahlen sollen. Ich fände es eben nur zielführend wenn nicht alle Zoos quasi nur die selben Arten, wie roter Panda, Erdmännchen oder Katta, zeigen. Allerdings glaube ich das gehört gerade nicht hierher. Aber wie gesagt es stehen große Erneuerungen für den Zoo an wofür nunmal mehr Geld gebraucht wird.
    (27.11.2016)
    Oliver Muller:   Ich mache mich damit jetzt vielleicht unbeliebt, aber ich muss sagen, dass ich die angekündigte Erhöhung der Eintrittspreise begrüße. In Ländern wie BeNeLux, Frankreich oder Spanien würde ein Zoo vom Kaliber Erfurt, Halle oder Magdeburg mindestens 20 ? Eintritt nehmen, Leipzig oder Rostock locker 30 ?. Von solchen Preisen könnten Zoos dann auch Investitionen bezahlen und müssten nicht so rumkrebsen, wie viele hier in Deutschland.
    (27.11.2016)
    Adrian Langer:   Nashornkuh Temba hat den Zoo Richtung Dvur Kralove verlassen. Mal sehen welches neue Weibchen für Temba einziehen wird. Grund für diese Entscheidung war wohl eine Unverträglichkeit zwischen den Kühen und dem neuen Bullen.

    http://www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/erfurt-zoo-zoopark-eintrittspreis-100.html
    Der Zoo soll ab nächstem Jahr teurer werden. War ja bei den geplanten Projekten fast klar. Apropo weiß jemand von euch wann der Bau der Siamanganlage starten soll?
    (26.11.2016)
    Oliver Muller:   Das sind exakt die Informationen, die bereits früher zum Masterplan veröffentlicht wurden. Und damit sind auch die Pläne bzgl. Giraffen im Elefantenhaus nicht mehr aktuell ... ;-)
    (08.10.2016)
    Michael Mettler:   Ist dann der Plan vom Tisch, die Giraffen im alten Elefantenhaus unterzubringen, obwohl sie laut Artikel noch immer \"hinter der Savanne\" unterkommen sollen?
    (07.10.2016)
    Michael Gradowski:   Auch in Erfurt hat man sehr interessante Pläne:

    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Erfurter-Zoo-soll-bald-noch-attraktiver-werden-1946027549

    Klingt wirklich spannend, über die Rückkehr der Nachttierabteilung ins alte Elefantenhaus freue ich mich besonders. Die Siamanganlage am Haus und auf dem Dach kann ich mir nicht so richtig vorstellen, mal schauen, wie die Pläne da genau aussehen. Auch die Arten für die Erweiterung der Afrikaanlage mit Okapi, Dik-Dik, Springbock und Kudu hören sich toll an, auch wenn ich bezweifle, daß Große UND Kleine Kudus kommen werden.
    (07.10.2016)
    WolfDrei:   Dann ein letzter Gruß
    (01.10.2016)
    Michael Mettler:   Habe gerade gelesen, dass inzwischen auch der Nilgiri-Languren-Mann eingeschläfert werden musste und damit das letzte Exemplar seiner Art in Europa. In dieser Anlage sind jetzt die Ex-Wuppertaler Brillenlanguren untergebracht - immerhin auch schon eine letzte deutsche Haltung.
    (30.09.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Die Brillenlanguren aus dem Zoo Wuppertal sind im Zoopark Erfurt eingetroffen.
    (27.08.2016)
    Oliver Muller:   Thare wären eine plausible Erklärung, zumal der Otto-Normal-Journalist vermutlich beide Arten nicht kennt. Träumereien fände ich jetzt für den sonstigen Masterplan eher untypisch, zwei Takin-Arten scheinen mir denkbar, wenn man da Akzente setzen will (und billig zu haltende \"kalte\" Tierarten braucht).
    (28.04.2016)
    Patrick Marburger:   Und wenn die Herren Journalisten nicht richtige recherchiert haben und es um Thare statt Takine ging? Ein Zoo der plant zwei Arten Takine zu halten hätte ich außerhalb von Berlin (da historische \"Verpflichtung\") in D für undenkbar gehalten. Außerdem eben die Bezeichnung als \"Himalaya-Takin\". Kenne ich persönlich nicht und scheint es ja auch nicht zugeben. Vielleicht sind auch irgendwelche Pläne (wahrscheinlich wäre Träumerei treffender) von einem Import des Bhutan-Takins (falls es sich als UA hält) gemeint.
    (27.04.2016)
    WolfDrei:   Klingt interessant: die geografische Lage Sichuans bezieht sich wohl noch auf den Himalayaostabfall, die Mishmiberge eher nicht. Nun sind für den ONB Gold-und Sichuantakin von Farbe und Größe eher identisch. Genetisch ist der Sichuan günstiger, von der Gesamtzahl weniger: es gibt im TP San Diego - Moskau - und Rotterdamer Liniengemisch, dann in Paris-Menagerie Rotterdam - San Diego, dazu dann die Moskauer Tiere. Dazu einzelstehende Bullen in Warschau (aus Moskau) und in Poznan (von TP-Geburt San Diego) - und das sicher nicht mehr züchtende Altpaar aus Rotterdam (ehemals TP). Na, schaun wir mal.
    (27.04.2016)
    Oliver Muller:   Nach dem Artikel in der TA sollen ja ggf. - wenn ich es richtig verstehe - noch ZUSÄTZLICH Himalaya-Takine kommen. Da bin ich mir allerdings nicht klar, welche UA damit gemeint ist.
    (27.04.2016)
    WolfDrei:   @th.oma.s: Die Aussage stimmt sicher, so man die Ausgangsbasis mit 1,1 in Liberec vor 15 Jahren betrachtet. Aber: In Liberec sind es gegenwärtig , ohne zu wissen , wie die jetzige Geburtenlage ist, etwa 5,5; der Tierpark hat 3,4, Dresden 1,2 mit Geburt von 1.0, Poznan hat 2,0: Paradisio mindestens 1.1, dann noch Chomutov mit mindestens 1,0. Auch die Mishmis starteten mit 1,1 - im Tierpark Berlin sind längst über 100 geboren worden.
    Dennoch: neues \"Blut\" wäre wichtig, daran ist Liberec weiter gescheitert - und Erfurt sollte es gelingen?. Leider ist auch aus Tokyo keine Tier zu erhalten, da die Chinesen wohl darüber die \"Bestimmer\" sind.
    (26.04.2016)
    th.oma.s:   Wobei man in Bezug auf Goldtakin vorsichtig sein sollte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Art ohne weitere Importe aus China auf die Dauer im Tierbestand der Zoos bleibt. Die Ausgangsbasis ist wohl doch minimal.
    (26.04.2016)
    Oliver Muller:   Ich hatte mir da auch mehr erwartet. Die in allen Nachbarzoos vorhandenen Schneeleoparden und Kleinen Pandas (bzw. geplant beide in Halle) reißen mich nicht wirklich vom Hocker, ebenso wenig die Humboldtpinguine (Gefiederte Erdmännchen sozusagen). Ein paar Tiere ziehen im Zoo um, ansonsten die lange bekannten (und sicher sinnvollen und notwendigen) Projekte Afrikasavanne, Giraffenhaus und Siamang-Anlage (auch wenn letztere sicherlich architektonisch spannend wird).
    Statt der Asienanlage mit Schabrackentapire kommen garantiert Flachlandtapire für die Südamerika-Version, weil rechts und links der Anlage Südamerikaner leben. Immerhin: Okapis sind spannend und wenn ich das richtig verstehe, wird es so eine Art \"All-Africa\"-Anlage von Sumpf über Wald bis zu Savanne, wo alle sich frei bewegen können und man davon ausgeht, die Tiere in ihrem jeweils bevorzugten Habitat zu sehen. Das ist zumindest mal innovativ.

    Ansonsten hätte ich im \"Zoo der großen Tiere\" gehofft auf eine große Bärenart (z.B. Eis- oder Kodiakbären), Amurtiger, vielleicht eine kalte Leopardenart (für die dringend Halter gebraucht werden), eine große Robbenart (z.B. Walrosse oder Stellersche Seelöwen), Riesenschlangen und Komodowarane, vielleicht Flusspferde, vielleicht Gorillas in einer Tropenhalle sowie die Wiederaufnahme/Erweiterung der Erfurter Tradition der Blätteraffenhaltung in Form von ein oder zwei Langurenarten, z.B. Kleideraffen in Zuchtgemeinschaft mit (demnächst) Köln. Und statt der Humboldtpinguine gerne Königspinguine als größte Vertreter. Und ganz verwegen: Gabelböcke zu den Bisons, in Zuchtgemeinschaft mit (demnächst) Berlin TP.

    Aber ich denke, mehr war nicht drin, weil der Zoo kein Geld bekommt. So werden nur die Dinge gemacht, die laut Säugetiergutachten unumgänglich sind und ein paar nicht allzu aufwendige Ergänzungen.
    (26.04.2016)
    Holger Wientjes:   Wobei man da erst einmal definieren müsste, was man unter \"Nachbar\" versteht. So nahe beieinander sind sie ja nun nicht.
    (25.04.2016)
    Patrick Marburger:   Dresden hat\'s mit den Nachbarn auch nicht leicht. Zuerst demontiert Leipzig die Koalas als Alleinstellungsmerkmal und jetzt macht Erfurt das mit den Goldtakinen (; Den Zooberg als Alleinstellungsmerkmal zu betonen ist angesichts eines Nachbarns namens Bergzoo Halle auch simpel wie genial!

    (25.04.2016)
    Oliver Muller:   Hier Infos zum Masterplan für den Zoopark Erfurt für alle, die es noch nicht in der Zoopresseschau gelesen haben:

    http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Das-sind-die-Visionen-fuer-die-naechsten-15-Jahre-fuer-den-Zoopark-in-Erfurt-2006378891
    (25.04.2016)
    WolfDrei:   Dann hier ein Erinnerungsfoto des Weibchens
    (19.04.2016)
    Tim Sagorski:   Vorletzte Woche wurde das alte Weibchen der Nilgiri-Languren aufgrund eines Krebsleidens eingeschläfert, so dass jetzt in Erfurt (und außerhalb Indiens) nur noch ein Männchen gehalten wird...
    (19.04.2016)
    Rüdiger Krichel:   Ist der Bullentrakt in zoopark Erfurt vom TÜV jetzt endlich abgenommen worden und die baulichen Sicherheiten verbessert?
    Wird Zeit das Kibo aus Wien bald ankommen. Der wird sich sicher mehr bewegen und in Erfurt körperlich besser entwickeln können.
    (04.08.2015)
    zollifreund:   mittlerweile hat man nun die ganze Außenanlage für die Elefanten freigegeben, also auch der rechte Teil, der etwas mehr den Hang hoch geht. Hier gibt es auch eine ganz besonders \"behavioral enrichment\": lebende Bäume - da kommt kein Heunetz mit :-)
    zwar sind etliche Bäume durch Absperrungen gesichert, aber ich war überrascht wie viele den Elefanten \"zum zerstören\" überlassen wurden. Erste Opfer gab es auch bereits. Bin gespannt wie lange die Vegetation noch bestehen bleibt. Hat der Zoo hier vielleicht entschieden, dass die Bäume sowieso dem Gehege weichen müssen und dies dann die Tieren einfach gleich selbst erledigen sollen? Wäre ja mal wirklich etwas anderes.
    Ansonsten ging es mir beim Besuch den Hauses wie WolfDrei: einfach schade dass nur noch drei/vier Terrarien übrig geblieben sind. Kein Vergleich zu früher... und dann leider auch noch ziemlich \"normaler\" Besatz. Schon etwas enttäuschend dass bei den vielen Millionen an Investionen am Schluss an den Terrarien gespart werden musste.
    Übringes wurde am 31.07.15 bereits wieder ein Mantelaffe geboren.
    (02.08.2015)
    WolfDrei:   Pardon- aber nun.
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   @MM: Vergaß ich anzuzeigen: Klare "Fotosicht" nunmehr. Beweis anbei.
    (14.06.2015)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Gibt es an den Terrarien im neuen Elefantenhaus noch immer die "Weichzeichner"-Glasschutzfolien (die bei meinem Besuch das Fotografieren praktisch unmöglich gemacht hatten) oder hat man jetzt klaren Einblick?
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   Rothörnchen (aus dem Aquarium umgesiedelt?)
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   Nilgirimann
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   Elefantenhaus und die 2 Insassen
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   Zu schnell gedrückt.
    (14.06.2015)
    WolfDrei:   “Pünktlich” nach Eintritt um 9 Uhr10 beginnt der Regen. Löwenhaus also: der alte Bestand , den MM schon kennzeichnete, auch was den Löwenkater anbetrifft - der übrigens die dreieinhalb Stunden an der selben Stelle “herumhing” (Geburt bei den Schliefern ansonsten), Spurt zum Nashornhaus: warum ist denn da die Zucht unterbrochen? Am Eingang waren wir schon durch die ausgeschriebenen Geburten etwas aufgeregt: sind vielleicht, vorbei an Impala- und Damarazebrajungtier (na ja, Damara?) vielleicht die Gepardenjungtiere zu sehen? Bei dem Regen? Aber: großes Getümmel der Kleinen. Wenn die Mutter rief , kamen alle sofort angerannt! Als dann später die Sonne kam, wurde ausgeruht.
    Bezüglich der Bauten, speziell neues Elefantenhaus, gilt das, was MM schon schrieb. Nur : für mich enttäuschend, die “Überführung” des Reptilien- und Amphibienbestandes in das neue Elefantenhaus - das ist nur ein Schatten dessen, was im alten Haus war, das nun völlig geschlossen ist. Das neue Haus wird weiterhin nur von den 2 Elefantinnen bewohnt. Im Affenbereich warteten die Insassen auf besseres Wetter, nur der Nilgirimann war außen (die beiden müßten doch bald an die Dreißig sein ? Die Waldrap- und Geierflugvoliere gefallen weiterhin, die glitzernde Keaanlage ist immer noch nicht begehbar. Geburten dann im Mittelteil bei den Netzgiraffen (0,2,1) und, etwas älter schon, bei den Manteläffchen. In der Flugvoliere der Flamingos waren die Nester schon verlassen, 5 Jungtiere in allen Größen. Der Feuerwiesel ist nicht mehr existent. Weiter nach Aschersleben.
    Anbei; der Größenvergleich Mutter - Jungtier

    (14.06.2015)
    WolfDrei:   Nach 3 Jahren Besuch in Erfurt - leider anfänglicher Regen vor dann Sonnenschein. Eigentliches Highlight: 6 ! junge Geparden, geboren am 6.5. - und trotz des Regens aktiv, im Alter von 5 Wochen!
    Morgen mehr.
    (13.06.2015)
    Rüdiger Krichel:   Die klimatischen Verhältnisse haben sie in Afrika auch. Temperaturmässig eher weniger, ansonsten gibt es ja die Elipfleger, die darauf ihre Schützlinge achtgeben werden! Hoffentlich ist Kibo ein Frühstarter, sonst wird es knapp mit dem Zeitfenster der jüngeren Kuh!! an ¨
    (28.09.2014)
    Michael Mettler:   @Rüdiger: Der Bodengrund ist allerdings ebenso Sonne und Wind ausgesetzt und demnach vermutlich schnell trocknend ;-)

    Coco dürfte aus dem Rennen sein, da aktuell Kibo aus Wien als zukünftiger Bulle angekündigt wird.
    (27.09.2014)
    Rüdiger Krichel:   Danker für die Einblicke!
    Für die trockene Haut werden siche rdie Bade - und Sandmöglichkeiten von den Tieren genutzt.
    Werden 2014 noch Elefanten für die zahlreichen Stallungen und Freianlagen eingestellt. 0,2 Tiere sind eine kleine Gruppe und wann wird Coco aus Spanien hier einziehen?
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   ...die hier nun im Vordergrund von oben zu sehen ist, es gibt aber auch einen ebenerdigen Einblick.

    Im Hintergrund der äußerste Teil der riesigen Herdenanlage für die Elefanten, die beiden Besucher rechts hinten im Bild bieten einen guten Größenmaßstab.

    Ich kenne die üblichen Klimaverhältnisse in Erfurt nicht, aber weite Teile der Elefantenanlagen scheinen mir wegen der offenen Hanglage nicht nur sonnen-, sondern auch sehr windexponiert zu sein (ich denke da an austrocknende Wirkung auf Elefantenhaut)...?
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Blick über die Bullen-Außenanlage aufs Haus. Im jetzigen Zustand hätte ein Bewohner nirgendwo Schatten, deshalb gehe ich von einem (hoffentlich) noch unfertigen Zustand aus. Die Anlage der Kühe bzw. Herde mündet im Hintergrund zwischen den beiden dunkelbraunen Pfostenreihen ans Haus, erstreckt sich aber weit nach rechts am Hang entlang. Dort, wo an der Besucherseite beide Anlagen aneinander grenzen, gibt es eine erhöhte Einblickmöglichkeit und damit die offenbar einzige Stelle, wo man die Tiere ohne Drahtseile und Poller im Vordergrund sehen kann - zumindest vom unteren Weg aus, wir waren nicht auf dem oberhalb der Anlage gelegenen Waldlehrpfad. Auf der anderen Wegseite der Aussichtsplattform befindet sich die Zebramangustenanlage...
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Und hier die "Elefantenseite" des Hauses mit der Laufhalle. Die Boxen der Kühe (laut Grundriss fünf "normale" plus eine Separationsbox) sind nicht einsehbar, in eine der Bullenboxen (zwei plus Umsperrabteil) gibt es rechts neben dem Bildausschnitt einen verglasten und dick vergitterten Einblick (erinnerte mich an Rhenen).

    Da der Sichtbeton eine Rillenstruktur hat und die Innenanlage "fertig" wirkt, scheinen keine weiteren Wanddekorationen beabsichtigt zu sein. Im jetzigen Zustand hat das Hausinnere eher Fabrikhallen-Flair, aber das ist natürlich Geschmackssache...
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Hier nun der bereits mit Tieren besetzte Innenteil des neuen Elefantenhauses. Die Terrarien beherbergen diverse Reptilien sowie Kurzohr-Rüsselspringer und Gundis. Vorn links der Haupteingang des Hauses, hinten der zweite Zugang; daneben die Innenanlage der Spornschildkröten, die am Haus ein großes Außengehege haben (ihre frühere Anlage steht derzeit leer). Die Scheiben der Terrarien sind mit einer Anti-Kratz-Folie beklebt, allerdings hat man sich entweder beim Material vergriffen oder beim Kleben irgendwas falsch gemacht, denn eine Art Strukturglas-Effekt erschwert den Einblick (und liefert ausschließlich unscharfe Fotos) - man kommt sich vor, als hätte man Sehstörungen. Schade, denn die Artenauswahl enthält einige Besonderheiten (z.B. Marokko-Perleidechse, Wüstenzwerggecko, Westafrikanische Siedleragame).

    Ich habe mir zwar den im alten Elefantenhaus ausgehängten Grundriss des neuen Gebäudes angesehen, aber leider nicht auf den der oberen Etage geachtet. Was hinter den dortigen Fensteröffnungen zu erkennen war, sah allerdings noch nach Rohbau aus.
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Begeistert waren wir von den großformatigen, attraktiv illustrierten Schautafeln des Zooparks, die sich nicht auf Wildtiere beschränken (z.B. gibt es auch eine für die Bulgarenziegen). Einige gehen auch auf die zu sehenden Individuen ein, so z.B. bei den Nilgiri-Languren oder den Haus-Einhufern. Allerdings ist das Hauptmotiv der Tafel nicht generell eine zu sehende Art, auf der Antilopentafel z.B. zeigt die Blickfang-Abbildung einen Tschiru...!
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Als Hannoveraner war ich natürlich interessiert daran zu sehen, wie sich der vor dreieinhalb Jahren in meinem Heimatzoo geborene Berberlöwenkater Joco zwischenzeitlich entwickelt hat. Von einem stattlichen Vertreter seiner Art ist er allerdings weit entfernt; er macht eher einen kümmerlichen Eindruck, geht steif mit gekrümmtem Rücken und tief gehaltenem Kopf. Aktuelle Erkrankung oder Dauerzustand?
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Ich habe den neuen Elefantenkomplex im Zoopark jetzt in natura gesehen; allerdings ein paar Tage zu früh, um ihn auch mit Elefanten besetzt vorzufinden. Die beiden Kühe waren noch auf der alten Anlage, aber wenigstens hatte man so die Chance, sie noch mal von Nahem und ohne massive Absperrungen betrachten zu können. Das wird in der neuen Anlage schwierig werden, für das Außengehege empfehle ich die Mitnahme eines Fernglases...

    Ich war 2009 zuletzt in Erfurt (auch damals nach mehreren Jahren Unterbrechung), seinerzeit waren z.B. Känguruland und Löwensavanne für mich neu und haben mich begeistert, weil sich die Gebäude so harmonisch in die Landschaft einfügen und das Innere des Löwenhauses als Landschaft gestaltet ist. Mittlerweile ist man von diesem Stil wieder abgekommen (für meinen Geschmack: leider), Sichtbeton und "Industriedesign" feiern offenbar ein (unschönes) Revival. Als kleines Beispiel (zum Elefantenhaus komme ich später noch mal zurück) anbei die neue Kea-Voliere. Eigentlich begehbar gedacht, der Durchgang war aber verschlossen. Die intelligenten Bewohner haben übrigens das Prinzip des Rollrasens durchschaut und einen Teil der ausgelegten Bahnen wieder aufgerollt...

    Die neue Afrika-Savanne finde ich ansprechend und gut strukturiert, lediglich die Aussichtsplattform unglücklich platziert: Beim Blick nach links hat man unverbrämte Einsicht auf die unmittelbar benachbarten, wie eine Käfigreihe wirkenden Vorgehege.

    Beim Lemurenwald hatte ich vorab vermutet, dass man nach Abriss des alten Affenhauses den Baustil des Affendschungels (Pergola, kubische Großkäfige) nach vorn fortsetzen würde, aber nun stehen wieder zwei Stile unmittelbar nebeneinander (bzw. im Grunde sogar drei, gibt es doch noch den alten Siamangkäfig). War für mich übrigens ungewohnt, Erfurt ohne Stummelaffen vorzufinden - dafür konnten wir die beiden Nilgiri-Languren ausgiebig genießen, die sich unterbringungsmäßig natürlich enorm verbessert haben.

    Neu für mich auch die Südamerika-Anlage und die Wegeführung in diesem Bereich sowie die Gepardenanlage, finde ich jeweils sehr gelungen.

    Nach meinem kürzlichen Besuch im Baseler Tierpark Lange Erlen war ich nun noch etwas mehr sensibilisiert in punkto Haustier-Haltungsbedingungen in Zoos. Wenn ich mir überlege, welche Flächen in Erfurt verfügbar sind und dass der Zoobauernhof Besucher für Haustiere begeistern soll, sind die Haltungsbedingungen der Schweine dort nicht (mehr) nachvollziehbar. Ein paar Quadratmeter gepflasterter Boden, eine überdachte Stroh-Liegefläche - das war's. Wenn man heute in Zoos bemüht ist, diversen Wildtierarten vom Elefanten bis zum Bären Naturboden zum Wühlen und Beschäftigungsmöglichkeiten aller Art anzubieten, dann sollte man sich über artgerechte Haltung von Haustieren, die oft mit viel einfacheren Mitteln möglich ist als bei Wildtieren, mehr Gedanken machen. Schließlich hat ein Hausschwein in etwa die gleichen Bedürfnisse bezüglich der Gehegestrukturen wie ein Hirscheber oder Pinselohrschwein, die würde man auch nicht (mehr) unter Bedingungen wie den geschilderten halten.

    Im alten Elefantenhaus herrscht eine Art Räumungsverkauf-Atmosphäre. Man findet leere und noch besetzte Terrarien bzw. Vitrinen in buntem Wechsel vor, verschiedenfarbige Aufkleber an den Tierschildern symbolisieren dabei, welche Arten innerhalb des Zoos umziehen sollen, bereits umgezogen sind (in die Terrarien im neuen Elefantenhaus) oder den Zoopark verlassen werden. Die Nachttierabteilung ist bereits für Besucher gesperrt. Laut Zootierliste sind die Nachttiere bis auf eine Ausnahme (Mausmakis, diese jetzt am oberen Zugang des Hauses untergebracht) schon nicht mehr im Bestand. Auch die Zebramangusten-Anlage am Haus steht leer, an der neuen Elefantenanlage ist auch für diese Tiere ein neues Zuhause entstanden. Wie sehen eigentlich die Zukunftsplanungen für das alte Haus bzw. seinen Standort aus? Es war doch mal angedacht, es für Giraffen umzurüsten? Oder sollen die Giraffen auf die jetzige Brachfläche zwischen Affenanlagen, Afrika-Savanne und Sitatunga-Gehege (früheres Damhirschgehege) umziehen? Eine an dieser Seite befindliche Aussichtsplattform für die Savanne könnte man auch als Brückenkopf interpretieren, so dass der Besucherweg ab dieser Stelle zukünftig über einen Steg führen könnte, unter dem sich der jetzige Savannenteil mit einem zusätzlichen auf besagtem Gelände verbinden ließe.
    (27.09.2014)
    Michael Mettler:   Gibt es denn schon Aussicht auf weitere passende Kühe für Kibo?
    (08.09.2014)
    Michael Gradowski:   @Jolantha Belik: Danke für die Links. Sieht wirklich toll aus
    (08.09.2014)
    Jolantha Belik:   Ich freue mich riesig für "Kibo", sein zukünftiges Zuhause schaut super aus! :-)

    http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Die-Elefantenanlage-im-Erfurter-Zoopark-ist-bereit-fuer-Chupa-Safari-und-den-Bu-760214359

    http://www.mdr.de/mediathek/suche/video220768_zc-485c01ae_zs-d23ba9ff.html

    (07.09.2014)
    Jan Jakobi:   Jetzt ist es offiziel:
    "Seronga" starb am 21.11.2013 an akuten Herzversagen.
    Mehr ist zu beiden Todesfällen noch nicht bekannt, "Akili" war organisch gesund.
    Bis weitere, genauere Ergebnisse da sind, kann es Tage bis Wochen dauern.
    http://www.otz.de/startseite/detail/-/specific/Elefantendrama-Erfurter-Tier-in-Frankreich-ebenfalls-verstorben-993922349
    (16.12.2013)
    Henry Merker:   Hier eine Quelle:

    http://www.elefanten-fotolexikon.eu/index.php?seite=profil&id=116
    (14.12.2013)
    Jolantha Belik:   @Jan: Hast Du eine Quelle, die das bestätigt? Jedenfalls gab es am 13. November 2013 noch einen Bericht über die beiden Ele-Mädls in Sigean.

    http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Erfurter-Elefanten-in-Frankreich-eingelebt-1776531999
    (14.12.2013)
    Michael Mettler:   Dass der Erfurter Zoochef Thomas Kölpin zum Jahresende den Zoopark verlassen und ab Januar die Stuttgarter Wilhelma leiten wird, war hier im Forum m.W. auch noch nicht zu lesen...?
    (14.12.2013)
    Jan Jakobi:   Im Zoofreundeforum habe ich eben gelesen das in Sigean die Erfurter Elefantenkuh "Seronga" bereits im November verstorben sein soll.


    (13.12.2013)
    Jan Jakobi:   Heute gab es einen Notfall im Elefantenhaus des Erfurter Zoos:

    Die erst im Oktober mit ihrer Schwester "Chupa" angereiste Elefantenkuh "Akili" wurde heute morgen liegend in ihrer Box aufgefunden.
    Es begann eine dramatische Rettungsaktion, leider konnte oder wollte "Akili" nicht mehr aufstehen. So blieb am Abend, nach stundenlangem Kampf, nichts anderes übrig als sie einzuschläfern :(

    So war das natürlich nicht geplant :(

    www.mdr.de/thueringen/mitte-west-thueringen/elefant_zoo100.html

    www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Elefantendame-im-Erfurter-Zoo-muss-eingeschlaefert-werden-1437934677
    (13.12.2013)
    Michael Mettler:   ... und seine Halbschwestern.
    (12.09.2013)
    Michael Mettler:   Es hieß in diesem Zusammenhang mal "aus Spanien"... Gehe ich nach den Listen auf www.elephant.se, hätte ich nach Alter und Abstammung Coco aus Cabarceno in Verdacht, da dieser ansonsten dort seine eigene Mutter decken könnte.
    (12.09.2013)
    Rüdiger:   @ Niedersachse
    Welches Elefäntchen hättens denn gerne ??
    Wer könnte denn der Wunschkandidat sein ?
    (12.09.2013)
    Niedersachse:   Naja laut Erfurt ist ja schon ziemlich sicher welcher BUlle kommen soll ...
    (12.09.2013)
    Rüdiger:   Die Entscheidung über den neune Bullen, das wird im September besprochen, wenn sich in Edinburgh die Mitglieder des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP treffen.
    (12.09.2013)
    Rüdiger:   Mögen diemal alle vier beteiligten Elefanten gesund bleiben und 2014 ein entsprechender Bulle eingestellt. Optimal wäre es , wenn er älter als die beiden Importkühe. Wünsche viel Erfolg dafür.
    (12.09.2013)
    Jan Jakobi:   Hoffentlich geht diesmal nichts schief.
    (11.09.2013)
    Michael Mettler:   Der Elefantentausch soll im Oktober über die Bühne gehen:
    http://erfurt.thueringer-allgemeine.de/web/lokal/leben/detail/-/specific/Chef-vom-Thueringer-Zoopark-im-Gespraech-mit-unserer-Zeitung-861785950
    (11.09.2013)
    Rüdiger:   @Jan ,
    Falls du die Info nicht hast,die Anlage in Erfurt wird erst ausgebaut, damit man 2014 hoffentlich Bullen halten kann. Bis zur Fertigstellen der neuen Elianlage in Erfurt, könnte man dem Publikum noch die französischen Jungkühe präsentieren.Siehe Eintrag 09.08.12 Michael Mettler
    (08.09.2013)
    Jan Jakobi:   Nein, dass sind sie nicht.
    Eigentlich sollte der Tausch im Juni stattfinden.
    Die Zeit läuft den jungen Kühen davon.

    Mir gefällt es besser, wenn man einen Bullen-Tausch durch führt. In Erfurt ist noch keiner.

    Das Problem bei Elefantenkühen ist, dass der Zyklus nach einem Transport nicht normal funktioniert. Das ist auch ein Grund warum viele Hochzeitreisen nicht von Erfolg gekrönt waren. Sie müssen sich erstmal eingewöhnen und sich unterordnen.
    (08.09.2013)
    Rüdiger:   Sind die beiden Elefantenkühe schon nach Frankreich transportiert worden?
    (08.09.2013)
    Jolantha Belik:   Nashorn-Mann "Kiwu" ist wohlbehalten in Poznán angekommen, er hat auch schon seine neue Partnerin "Dune" kennen gelernt :-)

    http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2013/09/poznan-kiwu-im-neuen-zuhause/
    (06.09.2013)
    Silke Kollrich:   Im Erfurter Zoopark entsteht die erste begehbare Anlage für Kea-Papageien in Deutschland. Im Frühjahr 2014 soll das insgesamt rund 550 m² große Areal eröffnen, die Kosten belaufen sich auf ca. 175.000 Euro. Eine Wasserstelle, Felsen und Kletterbäume sollen an die neuseeländische Heimat erinnern. Für das Tierhaus sind 23 m² vorgesehen, für die Außenvoliere 170 m².
    (27.08.2013)
    Sara Huhnstock:   In der neuen Elefantenanlage Dornensavanne sollen neben den Elefanten auch dann Warzenschweine, Zebramangusten, Spornschildkröten,Zwergmeerkatzen sowie Zwergspitzmaus, Achatschnecke, Pillendreher, Nacktmull und Grabfrosch leben.

    Das wird sicher die attraktivste Anlage dann im Zoopark sein.

    Ich nehme an das die anderen Terrarien im alten Elefantenhaus dann aufgegeben werden oder sie dann doch im vielleicht umgebauten Giraffenhaus wieder zu sehen sind.

    Sind die Mausmakis jetzt im Elefantenhaus zu sehen und kommen sie noch in den Lemurenwald?
    (03.10.2012)
    Sacha:   @Holger Wientjes: Das könnte man aber auch in der m.E. gelungenen Anlage in Erfurt versuchen, sprich: Tiere austauschen, dazu muss man die Haltung/Gruppe nicht gleich auflösen.
    (03.10.2012)
    Holger Wientjes:   Die Bärenstummelaffen sollen wohl, da in Erfurt noch nicht gezüchtet wurde, mit anderen potentiellen Zuchtpartnern zusammen geführt werden.
    (02.10.2012)
    WolfDrei:   Das mit den Weißköpfen könnte sogar stimmen. Als ich in Erfurt war, war es noch saukalt. In den begehbaren Trakt sollen wohl die Kattas - die saßen aber noch wegen der Temperaturen im Innenraum. Heute las ich in der Zeitschrift der ZGF, daß 1,1 Rote Varis nach Erfurt gingen.
    (02.10.2012)
    Sacha:   Bärenstummelaffen abgeben für eine bessere Unterbringung der letzten in einem westlichen Zoo lebenden und m.W. schon betagten Nilgiris??? Macht für mich irgendwie nicht besonders Sinn...
    (02.10.2012)
    Robert Stiebritz:   @Sara Huhnstock: Die Mausmakis waren dort geplant, wo sich jetzt das Sichtfenster zur Futterküche befindet.
    (02.10.2012)
    Holger Wientjes:   Die Weisskopfmakis müssten, wenn ich richtig informiert bin, den Zoo verlassen haben. Soweit ich weiss, dürften die vor zwei Wochen auch schon nicht mehr da gewesen sein.
    Momentan müssten dort Kattas und (noch) Rote Varis leben sowie die beiden Nilgiris. Letztere sollen das Gehege der Bärenstummelaffen beziehen, die wiederum den Zoo verlassen sollen. In den Lemurenwals sollen, nachdem auch die Varis dort ausgezogen (und auch den Zoo verlassen haben) noch Kronenmakis kommen.
    (02.10.2012)
    WolfDrei:   Ich war in Erfurt vor ca 2 Wochen - durchgerannt: im Lemurenwald sinds 2 Arten: Kattas und Weißköpfe. Mausmakis sind sicher nicht dort geplant - bei der Maschengröße. Die Nilgiris (keine Lemuren) wechseln mit den Bärenstummelaffen : früh letztere, nachmittags die Nilgiris. Nilgiriaufnahme anbei.
    (02.10.2012)
    Sara Huhnstock:   Werden die Terrarien-Tiere im alten Elefantenhaus mit in die neue Elefantenanlage einziehen?

    Die neue Elefantenanlage ist doch dann nur für die Elefanten gedacht oder?

    Im Lemurenwald sind jetzt nur Zwei Arten zu sehen?

    Es waren doch mal Fünf Arten geplant?, Kattas,Weißkopfmakis,Nilgirilanguren,
    Mausmakis und entweder Kronenmakis oder Roten Varis.

    Ich war schon fast 2 Jahre nicht mehr im Zoopark, weiß einer von euch da mehr, und war vor kurzem vielleicht mal da?
    (02.10.2012)
    Liz Thieme:   Am Donnerstag ist Grundsteinlegung für die Elefantenanlage.
    (27.08.2012)
    Stefanie Fischer:   Aus persönlicher Sicht wünsche ich mir auch ein möglichst große (Unter-)Artenvielfalt. Aus Gesamtpopulationssicht ist es dagegen besser sich aufzuteilen und zu spezialisieren. So sind zum Beispiel die Wege für einen Genaustausch viel kürzer.
    (12.08.2012)
    Oliver Müller:   @ Sacha:

    Das hatte ich verstanden. ich wollte damit auch nur sagen, dass ich davon ausgehe, dass es eure Ideen bleiben werden, und eben nicht Zoolinie wird.

    Was die Absprachen zur Tiger-Politik angeht, hoffe ich doch sehr, dass sich nicht alle Zoos dran halten und es in Europa und in Deutschland auch weiterhin Sumatra-Tiger und auch Malaiische Tiger (für die es ja gar kein zuständiges Gebiet )geben wird - alles andere wäre eine Schande, finde ich.
    (11.08.2012)
    Sacha:   @Stefanie Fischer: Ich habe mal gehört, dass Bürokratie nirgends so übel sei wie in Indien...

    @MM und Holger: Nun ist mir doch noch eine Art eingefallen, die zuletzt aus Indien in den Westen exportiert wurde (wenn auch kein Säuger): Ganges-Gavial (z.B. von Madras Crocodile Bank für den Prager Zoo). Es besteht also doch Hoffnung...;)
    (10.08.2012)
    Stefanie Fischer:   @Sacha: Ich hab das Gefühl die Inder haben nicht nur ein Problem mit der Ausfuhr sondern auch mit der Einfuhr. 0,1 Schneeleo-Nachwuchs aus Nürnberg geht sicher nach Indien. Nur sitzt sie immer noch hinter den Kulissen, weil die Inder einfach die Einfuhrgenehmigung nicht gebacken kriegen.
    (09.08.2012)
    Robert Stiebritz:   Die Otteranlage sollte zusammen mit dem neuen Wasserspielplatz entstehen. Die hintere Fläche des Geländes ist nach dem Abriss der alten Haustiergehege mmer noch unbebaut, sodass es in Zukunft möglich wäre, die Otteranlage doch noch zu errichten.

    Im Lemurenwald sind derzeit nur die Kattas und die Roten Varis zu sehen. Letztere leben in Schichtbetrieb mit den Nilgiri-Languren. Die Weißkopfmakis sind noch immer nicht zu sehen. Womöglich sind die auch gar nicht mehr im Bestand?

    Bei den Elefanten ist(war?) es geplant, die beiden jüngeren Elefantenkühe mit zwei Kühen aus dem südfranzösischen Zoo Sigean zu tauschen. Wie da der derzeitige Stand ist, kann ich nicht sagen. Zusätzlich sollte noch ein "zuchterprobter und alleinstehender" Bulle beschafft werden.
    (09.08.2012)
    Sara Huhnstock:   Über die Otter-Anlage könnte man in der TA lesen, schade das es mit der Dingo-Anlage vom Tisch ist, die hätte gut in das Känguruland gepasst, finde ich.

    Wo soll denn da genau die begehbare Voliere für Keas entstehen?

    Was sind denn außer dem Kattas im Lemurenwald zur Zeit zu sehen?

    (09.08.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha, geplant ist (so war jedenfalls der Stand vor einem Jahr) Auslastungskapazität für folgende Gruppenstruktur: Ein adulter Bulle, ein subadulter Bulle und sechs Kühe inklusive Kälbern. Vorhanden sind eine 40-jährige Kuh und zwei 16-jährige, wobei das Zuchtpotenzial letzterer möglichst bald "gestartet" werden müsste. Falls keine weiteren Kühe verfügbar wären, könnte man wenigstens mit den jetzigen als Kerngruppe starten und auf weiblichen Nachwuchs hoffen, um Mutterlinien heranwachsen zu lassen. Dann wäre die Anlage zwar nicht von Anfang an voll besetzt, aber man würde das Zusammenwürfeln einander fremder Kühe vermeiden.
    (09.08.2012)
    Sacha:   Danke Michael. Das würde dann aber auch bedeuten, dass man sich nach mehr Individuen umsehen muss. Angesichts der Tatsache, dass in Europa nicht gerade ein Ueberschuss an zuchtfähigen Afrik. Elefanten herrscht, dürften Wildfänge ein Thema sein, oder?
    (09.08.2012)
    Sacha:   Edit: "und das MIT INDIEN ist dann schon ein Weilchen her."
    (09.08.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha: Erfurt plant mit einer Afrikaner-Zuchtgruppe.
    (09.08.2012)
    Sacha:   @Holger Wientjes und MM: Ich habe die Daten noch mal durchgecheckt. Stimmt, Ihr habt recht. Ab Ende der 1970er/Anfang 1980er stammen alle Panzernashorn-Wildfang-Exporte in westliche Zoos(zumindest anhand der mir vorliegenden Daten) aus Nepal und das ist dann schon ein Weilchen her. Ich habe mich da vertan, sorry.

    @MM: Die Auswahl an nepalesischen Zoos ist wohl in der Tat nicht riesig. Andererseits KOENNTE der ein oder andere dortige Nationalpark Tigerwaisen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Tode geweiht wären, fangen und an westliche Zoos verkaufen. Dieses Geld könnte dann wieder in den Naturschutz vor Ort investiert werden. Wie gesagt: Bei einem GEMEINSAMEN Willen gäbe es auch einen Weg...

    Um wieder auf Erfurt zurückzukommen: Weiss man schon, wie die künftige Elefantenhaltung (Zuchtgruppe, nur Bullen, zuchtuntaugliche Kühe) aussehen soll bzw. woher man ggf. neue Tiere bezieht?
    (09.08.2012)
    Michael Mettler:   Ja, ich dachte eigentlich auch, dass die Panzernashornimporte der näheren Vergangenheit sämtlich aus Nepal kamen. Wobei das Notfalltiere (Waisen) waren - ob solche auch bei nepalesischen Tigern anfallen...? Die Auswahl der Zoos in Nepal, aus denen Tiger (und dann auch noch in möglichst großer genetischer Bandbreite) zu beziehen wären, dürfte vermutlich nicht besonders groß sein...?

    Sagen wir mal so: Wären aus Zoos der Heimatländer Bengaltiger zu bekommen, säße bestimmt schon ein Paar im Zoo oder TP Berlin ;-)
    (09.08.2012)
    Holger Wientjes:   @Sacha: Wohin kamen denn Panzernashörner aus Indien ?
    (09.08.2012)
    Sacha:   @Oliver Müller: Keiner von uns hat geschrieben, dass Tiger oder Flusspferde von OFFIZIELLER Seite her in Erfurt geplant sind. Das waren nur Wünsche bzw. persönliche Inputs.

    Das mit der regionalen Zuchtplanung bezüglich der Tigerunterarten ist auch mir schon zu Ohren gekommen. Allerdings glaube ich nicht, dass dies (wenn überhaupt) bald umgesetzt wird. Dafür hat es in Europa noch zu viele Sumatraner und in den USA noch zu viele Sibirer und ausserdem auch dort Zoos (z.B. Minnesota oder Chicago), bei denen die Haltung dieser nördlichen UA wegen der strengen Winter mehr Sinn macht. Zudem gibt es auf beiden Kontinenten noch diverse Weisse-Tiger-Hybriden (von denen sich die wenigsten Zoos trennen wollen), Indochinesen und Malayen. Da fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter, bis man die Absprachen umgesetzt hat...
    Selbst Australien/Neuseeland ist übrigens noch nicht KOMPLETTES Sumatra-Gebiet.

    @Michael Mettler: Das die Inder in den letzten Jahren in Sachen Tierexport generell mauern, diesen Eindruck habe ich auch. Andererseits gab und gibt es z.B. mit den Panzernashörnern auch Ausnahmen. Warum sollte das nicht auch bei den Bengaltigern möglich sein (sofern ALLE Beteiligten es wirklich wollen)? Zudem könnte man es auch über Nepal versuchen...
    (09.08.2012)
    Oliver Müller:   Bisher sieht man außer der Elefantenanlage keine Baustellen, jedenfalls habe ich keine gesehen.

    Die Dingo-Anlage ist offiziell "vom Tisch", von einer Otter-Anlage habe ich nie etwas gehört, ebenso wenig von Flusspferden oder Tigern. Der Zoo hat mir auch mal vor einer oder zwei Jahren auf eine Anfrage hin mit geteilt, dass keine weiteren Großkatzen (und übrigens auch keine Menschenaffen) geplant seien.

    Apropos Nilgiri-Languren: weiß jemand, ob es die in Erfurt noch gibt und wenn ja wo? Im vorgesehenen Gehege hockten bei meinem Besuch nur die beiden Roten Varis.

    Generell würde ich mich auch über neue Bengal-Tiger in Deutschland (wo auch immer) freuen. ich weiß nicht, wie die indische Regierung das sieht. Aber ich habe gehört, die internationalen Absprachen (zwischen EAZA, AZA usw.) würden vorsehen, dass in Europa Amurtiger, in den USA Sumatratiger und in den indischen Zoos und Schutzgebieten eben Bengaltiger gezüchtet werden sollen.
    (08.08.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha: Lässt Indien überhaupt noch (Zoo-)Tiere außer Landes? So weit mir bekannt, wollte die EAZA schon vor Jahren Ressourcen für ein potenzielles Bengaltiger-EEP überdenken, aber es mangelte an Bezugsmöglichkeiten bzw. Kooperationsbereitschaft. Auch die Probleme, Blutauffrischung für die europäische Lippenbärzucht aus Indien zu bekommen, sind mir im Hinterkopf, unterartreine Hulmans waren m.W. aus Indien nicht mehr zu bekommen, und Erfurt hätte bestimmt auch gern schon mal zwischenzeitlich die Nilgiri-Languren "aufgefrischt"... Selbst Elefanten werden ja eher aus anderen asiatischen Ländern geholt als aus Indien.

    Viele indische Tierarten in unseren Zoos gehen doch züchterisch noch auf Ursprungsimporte zurück, die Jahrzehnte zurückliegen (so auch besagte Nilgiri-Languren).
    (08.08.2012)
    Sacha:   Da fällt mir ein: Gegen eine (erneute) Haltung von Tigern hätte ich auch nichts. Ist schliesslich auch ein Publikumsmagnet, selbst wenn mit den Löwen und Geparden die Sparte Grosskatzen bereits vorhanden ist. Aber bei der allgemeinen Popularität von Grosskatzen dürfte dies ONB egal sein.
    Erfurt muss doch mal sehr gute Verbindungen zu Indien gehabt haben, wenn ich mir den Bestand der letzten 30, 40 Jahre so anschaue. Bestehen diese noch? Falls ja, wäre der Import von reinrassigen Bengaltigern der Hammer. Damit würde sich Erfurt UA-mässig auch von den näheren Zoos abheben. Allfällige Nachzucht könnte man ja in Haltungen platzieren, in denen die letzten Hybriden gestorben sind bzw. die Haltung in absehbarer Zeit ausläuft. Noch besser wäre, wenn sich diese Zoos gleich von Anfang an an einem Grossimport beteiligen.
    Sollte mein Wunsch wenig realistisch sein, wären auch Sumatra- oder Indochina-Tiger eine Option.

    Gelbfuss-Felsenkänguruhs sowie Dingos (Haustiere oder nicht, lasse ich mal ausser acht) finde ich als Ergänzung des Australienteils ebenfalls eine gute Idee.
    (08.08.2012)
    Sara Huhnstock:   Flußpferde im Thüringer Zoopark wären wirklich klasse, und es wäre auch ein Besuchermagnet.

    Auf der Internetseite von den Verein der Zooparkfreunde kann man lesen dass es eine neue Anlage geben soll für Gelbfuß-Felsenkängurus und eine begehbare Voliere für Keas geben soll, hat man schon angefangen diese zu bauen?

    Im Thüringer Zoopark sollten doch auch eine neue Anlage für Otter und ein Gehege für Dingos entstehen, weiß einer von euch da was genaueres?


    (08.08.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Giraffen brauchen nicht unbedingt sechs Meter hohe Stalltore. Die Tore im - zwar alten, aber immerhin speziell für Giraffen gebauten - Haus in Hannover haben eine Höhe, bei der vor allem der Bulle den Kopf nach vorn strecken muss, um sie zu durchschreiten.

    Abgesehen davon: Bei der Vergrößerung von Toren kann man nicht nur "nach oben", sondern auch "nach unten" denken. Möglicherweise lässt sich der Stallzugang bei gleich bleibender Oberkante schlichtweg tiefer legen, wenn das Freigelände vor dem Haus ohnehin neu modelliert wird.

    Flusspferde wären natürlich toll, gerade weil sie als für den Zoopark gänzlich neue Tierart vermutlich einen Besucher-Ansturm auslösen würden. Aber heutige Flusspferdhaltung ist eben auch sehr aufwändig und damit teuer, Thüringen stellt recht hohe Anforderungen an Zoogehege (das Thema hatten wir vor längerer Zeit mal am Beispiel der im Vergleich zu anderen Zoos riesigen Bisonanlage), und ich würde dazu auch die Frage aufwerfen, ob die Wasserversorgungssituation des Zooparks eine wirtschaftlich vertretbare Flusspferdhaltung überhaupt erlauben würde. In Halle z.B. ist schon die Füllung des Elefantenbades, dessen Inhalt wesentlich seltener gewechselt werden muss, ein enormer Kostenfaktor für den Zoo.
    (08.08.2012)
    Jan Beensen:   Flußpferde würden zu dem "große Tiere"-Motto auch gut passen...
    (07.08.2012)
    Oliver Müller:   @ Michael Mettler:

    Das mit dem Umbau des Elefantennhauses zum Giraffenhaus hatte ich auch gehört, kann mir aber nicht wirklich einen Reim drauf machen. Ich bin kein Architekt, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, wie man das Haus für Giraffen umbauen will. DIe ohnehin m.E. für Elefanten recht niedrigen Türen lassen sich kaum vergrößern, ohne dass man praktisch die gesamten Wände auf-, d.h. abreißt. viel mehr als das Dach, die Rückwand (Besucherseite) und die rechte Seite (Richtung Affendschungel) kann man kaum stehen lassen. Ob das dann günstiger ist als ein Neubau wage ich zu bezweifeln.
    (07.08.2012)
    Jennifer Weilguni:   @Sacha
    Womit dann auch endlich wiede ein neuer Flußpferdhalter in Deutschland auftauchen würde. So langsam aber sicher verschwinden diese Tiere ja zunehmend aus unserer Zoolandschaft.
    (07.08.2012)
    Sacha:   Schade, ich hätte für die Giraffen besser an anderer Stelle eine neue Anlage errichtet (entweder rechts/östlich der bestehenden Savannenanlage - mit Anschluss an diese oder südlich derselben zwischen Flamingoanlage und Afrikanischem Sumpf - wobei man den Sumpf zumindest teilweise "trockenlegen" und in die Giraffenanlage integrieren könnte).
    Dafür müssten zwar teilweise die Besucherwege umgeleitet bzw. verlängert werden, aber das wäre es wert.

    Das alte Elefantenhaus gäbe (nach entsprechender Renovation) ein prima Flusspferdhaus ab, wobei ich mir Aussen sogar einen Unterwassereinblick vorstellen könnte.

    Ueberhaupt könnte die ganze Südost-Ecke des Zooparks m. E. mit relativ wenigen "Handgriffen" in eine komplette Afrikazone umgewandelt werden.
    (07.08.2012)
    Michael Mettler:   ...und die bereits bestehende Afrikasavanne soll dann hangaufwärts bis an das heutige Elefantenhaus erweitert werden, so dass die Giraffen Teil der Savannengemeinschaft werden können.
    (06.08.2012)
    Henry Merker:   @Sarah Huhnstock:
    Meines Wissens sollen die Giraffen nach der Fertigstellung der neuen Elefantenanlage (und des dazugehörigen Hauses) in das derzeitige Elefantenhaus umziehen.
    (06.08.2012)
    Oliver Müller:   Mit dem Bau der Elefantenanlage wurde begonnen, aber man ist noch nicht sehr weit gediehen. Außer ein paar Baufahrzeugen und etwas Bodenmaterial sieht man noch nichts.

    Von einer neuen Giraffenanlage ist mir nichts bekannt. Nötig ist sie sicher, aber es wird bestimmt noch ein paar Jahre dauern, da die Elefantenanlage ja eine Kleinigkeit kosten wird.
    (06.08.2012)
    Sara Huhnstock:   Danke Oliver für die Info.

    Hat man schon mit dem Bau der Elefantenanlage begonnen?

    Es wird auch für eine neue Giraffenanlage geplant?


    (06.08.2012)
    Oliver Müller:   @ Sara Huhnstock:

    Zur Zeit laufen die Vorbereitungen für den Bau der neuen Elefantenanlage.
    Es war in der Tat mal die Rede davon, dass Große Ameisenbären angeschafft werden sollen. Derzeit ist dort aber nichts Entsprechendes im Bau.
    (04.08.2012)
    Sara Huhnstock:   Gibt es im Zoopark zurzeit Bauvorhaben und wird zurzeit gerade was gebaut im Thüringer Zoopark?

    Auf der Internetseite von Ingenieurbüro Jochen Döhler kann man lesen dass der Thüringer Zoopark Erfurt, eine Neubau-Anlage für Ameisenbären plant oder schon in Planung ist, wer weiß mehr davon???

    Es wäre sicher eine Bereicherung und eine attraktive neue Anlage für den für den Thüringer Zoopark, die Ameisenbären.
    (24.07.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Erster Gänsegeier im Zoopark geschlüpft

    Oben im Felshang piepst es. Ein weißes Köpfchen ist kurz zu sehen, dann landet bereits wieder ein Elternvogel auf dem Nest. Der am 12. Mai geschlüpfte Gänsegeier hat Vollverpflegung. Schon während der 57 bis 67 Tage langen Brutzeit wechseln sich beide Eltern auf dem Ei regelmäßig ab. Danach füttern beide den hungrigen Nimmersatt. Gänsegeier ernähren sich nur von Aas. Das „gefundene Fressen“ wird sorgfältig zerkleinert in das winzige Kükenschnäbelchen gesteckt.
    Gänsegeier legen nur je ein Ei. Denn in freier Wildbahn ist es nicht einfach, so einen hungrigen Jungvogel ausreichend ernähren zu können. Als erwachsener Vogel wird er einmal eine Spannweite um 2,5 m erreichen und bis zu 12 kg schwer werden. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Natürlich ist der Tisch im Zoopark immer gedeckt – und Feinde gibt es auch keine. Trotzdem sind die Eltern sehr wachsam. Wer den kleinen Geier sehen möchte, muss etwas Geduld mitbringen – und sollte sich natürlich vor der Voliere ruhig verhalten. Gänsegeier leben in Europa unter anderem in Spanien und Frankreich dauerhaft. Sommergäste ziehen auch über Deutschland bis nach Holland. Dies sind vor allem jungerwachsene Geier, die noch ein Zugverhalten zeigen. Erwachsene Paare lassen sich dagegen nieder und haben feste Brutgebiete. Für Wiederansiedlungen z. B. in den Alpen, werden immer wieder Nachzuchten aus europäischen Zoos ausgewildert. Auch der Zoopark wird sich, sobald ein zweites Brutpaar im Zoopark etabliert ist, später mit Jungvögeln an den Wiederauswilderungen beteiligen. Für das jetzt geschlüpfte Jungtier soll allerdings erstmal ein Partner gesucht werden – und ein Tierpate! Infos gibt’s beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. unter www.zooparkfreunde.de oder 0361-7518833.
    (14.06.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Erstmals Präriehunde im Zoopark geboren

    Die neue Präriehundanlage bei den Bisons ist ein voller Erfolg. Gleich vier Jungtiere haben nun das Licht der Welt erblickt. Ganz stimmt dies zwar nicht, denn am Tag der Geburt und danach blieben sie noch tief in der Erde im Wohnkessel versteckt. Jetzt aber erkunden sie mutig die Oberfläche und sind damit auch für Besucher zu sehen. Einer der erwachsenen Präriehunde passt dabei immer auf, ob sich nicht am Boden oder in der Luft ein Feind zeigt. Laut bellend gibt er dann Alarm, was der Art auch den Namen „Präriehund“ einbrachte. Denn zoologisch ist es kein Hund sondern ein Nagetier. Präriehunde gehören zu den Erdhörnchen. Sie graben tiefe Gänge und Kessel. Dort wurde nun nicht nur der Erfurter Winter überdauert, sondern auch gleich für Nachwuchs gesorgt.
    Die Anlage wurde vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. gesponsert. Die Elterntiere der kleinen Präriehunde sowie die Jungtiere suchen übrigens noch einen Paten.

    Foto: Thüringer Zoopark Erfurt / Juliane Hübner
    (05.06.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Kindersegen in neuen Anlagen

    Die neue Afrikasavanne ist um einen Einwohner reicher: bei den Schwarzfersen-Antilopen gab es Nachwuchs. Ein Grund zur Freude: das Jungtier ist weiblich und nicht mit dem neuen Zuchtbock verwandt. Es wird also auf der Afrikasavanne nicht nur heranwachsen, sondern auch dauerhaft bleiben können.
    Gegenüber knüpfen die Flamingos an die Zuchterfolge der letzten beiden Jahre an.
    Inzwischen ist das zweite Küken bereits geschlüpft. Täglich werden weitere erwartet. Während das Antilopenkind auf flinken Beinen über die Savanne tobt, ist bei den Flamingos noch genaues Hinsehen nötig. Ab und zu sieht man ein Schnäbelchen und graues Köpfchen zwischen dem Gefieder der Erwachsenen hervorragen. Der erste Sprössling macht schon kurze Ausflüge ans Wasser auf kurzen Beinen. Denn die langen, grazilen Flamingobeine müssen wie der lange Hals erst noch wachsen. Auch die rosa Farbe fehlt den Küken noch. Sie tragen schlichtes Grau für den Anfang. Die kleine Antilope dagegen ist schon ein Miniaturabbild der Eltern.
    (11.05.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zoovortrag über Kamerun

    Am 27. April 2012 um 19 Uhr zeigt Prof. Dr. Wolfgang Böhme vom Museum Alexander Koenig in Bonn eindrucksvolle Bilder der afrikanischen Tierwelt im Atrium der Stadtwerke Erfurt. Unter dem Titel "Auf zoologischer Forschungsreise in Kamerun - ein Hotspot für Amphibien und Reptilien" lädt er ein, eines der faszinierendsten Länder Afrikas zu entdecken.
    Vom Golf von Guinea bis zum Tschadsee zieht sich das zentralafrikanische Land, das ja bis 1916 deutsches Schutzgebiet war, in nordöstlicher Richtung ins Herz von Afrika. Dadurch besitzt es Anteil an allen wichtigen Vegetationszonen Afrikas außer der eigentlichen Wüste, nämlich vom tropischen Regenwald bis in die Sahelzone, was das Land für Zoologen außerordentlich interessant macht. Für den aus Deutschland stammenden Besucher sind auch die Überbleibsel der Kolonialzeit interessant; war das Land doch bis 1916 deutsches Schutzgebiet. Vor allem das in Westkamerun liegende vulkanische Bergland mit seinen Nebelwäldern beherbergt viele Arten, die es nur hier und sonst nirgendwo auf der Welt gibt.
    Die geschilderte Forschungsreise des Museums Alexander Koenig in Bonn konzentriert sich auf einen Berg namens Mt. Nlonako, dessen Arteninventar noch nie vorher untersucht wurde. In Bezug auf Frösche, Echsen und Schlangen erwies sich der Berg als sogenannter Hotspot der Biodiversität, mit einem für Afrika außergewöhnlichen Artenreichtum.
    Zu den Zoovorträgen, die vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. zugunsten des Zooparks organisiert werden, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Bildunterschrift: Zum Zoovortrag werden wieder viele faszinierende Fotos gezeigt, hier zum Beispiel eines der besonders bizarr geformten Montan-Chamäleons.
    (23.04.2012)
    Zoo Osnabrück:   Minischafe im Zoopark geboren

    Im Zoo der großen Tiere werden auch ganz, ganz kleine Erdenbürger geboren.
    So hat der Lämmerboom bei den Ouessant-Schafen eingesetzt. Bisher sind zwei „schwarze Schafe“ und ein braunes geboren.
    Das Ouessant-Schaf ist die kleinste Schafsrasse der Welt. Die Mütter sind schon „mini“, die Lämmchen bei der Geburt gerade so groß wie ein Zwergkaninchen. Natürlich ist aber schon alles dran: ein kleines Köpfchen, Kulleraugen und winzige Öhrchen. Die Nase funktioniert auch prima, denn am Geruch und Klang der Mutter erkennt das Kleine zu wem es gehört. Schon kurz nach der Geburt versucht der Winzling aufzustehen. Mit vier Beinen, die auch noch koordiniert werden sollen, ist das nicht so einfach. Aber wer das geschafft hat, den hält nichts mehr vom Abenteuer- und Erkundungsgang ab. Da muss eben auch mal der geduldige Schafsbock als Klettergerüst fungieren.
    (13.04.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Eröffnung Lemurenwald

    Aller guten Dinge sind drei: Nach der Eröffnung der Afrikasavanne und des Wasserspielplatzes wurde nun der begehbare Lemurenwald eingeweiht.
    Die neue Anlage macht ihrem Namen alle Ehre. Über 90 Bäume dienen den Tieren als Kletter- und Ruheort, aber auch Sonnenplätze sind in diesem Wald vorhanden. Auf verschlungenen Pfaden führt der Weg die Besucher ganz nah an den Tieren vorbei.
    Die Lemuren sind Feuchtnasenaffen und in ihrer Verbreitung auf Madagaskar beschränkt. Der stark gefährdete Rote Vari kommt nur im Bereich der nordöstlichen Halbinsel Masoala vor, der Katta hingegen ist im südwestlichen Madagaskar zu Hause. Die beiden Arten werden im neuen Gehege gemeinsam gehalten.
    Die Gemeinschaftshaltung von verschiedenen Tierarten verspricht für die Besucher spannend zu werden, da sie die Tiere in Interaktion beobachten können. Auch die Tiere selbst erhalten dadurch eine zusätzliche Beschäftigung und Abwechslung in ihrem Zooalltag.
    Als einziger Zoo der Welt außerhalb Indiens, präsentiert der Thüringer Zoopark Erfurt in einem zweiten Gehege die Nilgirilanguren. Diese gefährdete Primatenart gehört zu den echten Affen und ist nach ihrer Heimat, dem südindischen Nilgirigebirge, benannt. Die Nilgirilanguren sind heute bedroht durch Habitatverlust und Jagd.
    Der begehbare Lemurenwald wurde in acht Monaten Bauzeit fertig gestellt.
    (04.04.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Tierische Inventur im Zoopark

    Ob Nashorn, Zwerggleitbeutler oder Tropfenkröte - zur jährlichen Inventur im Thüringer Zoopark Erfurt wurden wieder alle Tiere durchgezählt.
    Bei den großen Tieren, wie zum Beispiel den Elefanten, ist man schnell fertig. Bei anderen Zoobewohnern, wie bei den gut getarnten Stabschrecken, den Baumsteigerfröschen und den flinken Zwergmäusen braucht man jedoch geübte und vor allem geduldige Augen. Besonders schwierig wird es bei Fischen und Insekten. Neben dem Zählen wird auch fleißig gemessen und gewogen, denn Größe und Gewicht geben Aufschluss über das Wohlbefinden der Tiere.
    Die Zählung ergab im Zoopark 140 Arten mit insgesamt 976 Tieren. Davon sind es 55 Säugetierarten, 20 Vogelarten, 33 Reptilienarten, 12 Amphibienspezies, 8 Fischarten und 12 Arten Wirbellose. Im Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer wurden bei der Bestandserfassung 280 Fischarten mit 2570 Individuen gezählt.
    In diesen Zahlen ist auch der tierische Nachwuchs enthalten, den es 2011 unter anderem bei den Großen Tanreks, Lisztaffen, Bisons, Löffelhunden, Flamingos und Kamelen gab. Darüberhinaus hat der Zoopark auch viele neue Arten in seinen Bestand aufgenommen: Sitatungas, Tüpfelhyänen, Kronenkraniche, Zwergplumploris, Impalas und viele andere Arten mehr, die es zu bestaunen gilt.
    (05.03.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Lisztäffchen haben Nachwuchs

    Zwillinge haben bei den Lisztäffchen im Aquarium am letzten Freitag das Licht der Welt erblickt. Der Nachwuchs im Doppelpack ist bei diesen Krallenaffen nichts Außergewöhnliches. Einzelkinder oder Drillinge sind es dagegen schon.
    Die kleinen Kobolde klammern sich derzeit noch fest an Vaters Rücken, schauen aber schon neugierig von dort aus die Besucher an. Zur Mutter geht es nur für die Milch. Sobald die Kleinen etwas größer – und damit auch schwerer – werden, dürfen die älteren Geschwister Taxi spielen. Zu dem Zeitpunkt erkunden die Affenkinder auch auf eigenen Beinen das Gehege – aber immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. Die zwölfköpfige Gruppe im Aquarium besteht aus dem Elternpaar und den eigenen Nachkommen. Sie gehören zur Gruppe der Krallenäffchen und sind Bewohner des tropischen Regenwaldes Südamerikas.
    Neben Gemüse und etwas Obst stehen auch Baumsäfte, Rinden, Knospen und Insekten auf dem Speisezettel. Wer die putzigen Äffchen beim Turnen im Geäst beobachten will, kann dies täglich im Aquarium von 10 bis 18 Uhr tun.
    (02.03.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Vortrag über die Entwicklung des Zooparks

    Am Donnerstag, den 1. März 2012, berichtet der Zoodirektor des Thüringer Zooparks Erfurt, Dr. Thomas Kölpin ab 19:30 Uhr im Aquarium am Nettelbeckufer 28a über die Entwicklung des Zooparks.
    Der Vortrag des Referenten beschäftigt sich unter anderem mit den zahlreichen Neuerungen, die es seit dem Antritt seiner Stelle im April 2009 gegeben hat. Dazu zählen zum Beispiel die Erstellung des neuen Leitbildes "Zoo der großen Tiere", die Eröffnung vieler neuer großzügiger Anlagen und die Etablierung neuer Veranstaltungen, wie die Tropen- und Klassiknächte.
    Diese positive Entwicklung schlägt sich besonders in den Besucherzahlen nieder. Im Jahr 2011 verzeichnete der Thüringer Zoopark Erfurt mit über einer halben Million Besuchern eine Steigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit einen absoluten Absatzrekord.
    Im Vortrag erfährt man außerdem, wie es im Zoo der großen Tiere gegenwärtig und zukünftig weitergeht. Hierbei wird der Referent neue Bauprojekte ansprechen und von seinen Zielen und Visionen erzählen.
    (23.02.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zoovortrag über Thailand

    Am 24. Februar 2012 um 19 Uhr zeigt der Diplombiologe Ulrich Scheidt eindrucksvolle Bilder der asiatischen Tierwelt im Atrium der Stadtwerke Erfurt. Unter dem Titel "Tierisches Thailand" lädt er ein, eines der faszinierendsten Länder Asiens zu entdecken.
    Sonne, Strand und viele Schönheiten - so kennen wir Thailand aus den Medien und von Urlaubsberichten. Ulrich Scheidt, Biologe am Naturkundemuseum Erfurt, wollte vor allem die tierischen Bewohner dieses buddhistischen Königreiches kennenlernen. Gemeinsam mit Freunden bereiste er vor allem die Landschaften im Norden: Das Bergland und die Ebene des Mekong. In seinem Vortrag berichtet er von tierischen Begegnungen in einem Thailand etwas abseits bekannter Touristenpfade.
    Zu den Zoovorträgen, die vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. zugunsten des Zooparks organisiert werden, sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Bildunterschrift: Zum Zoovortrag werden wieder viele faszinierende Fotos gezeigt, hier zum Beispiel zwei Makakenaffen (Macaca leolina).
    (22.02.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Fisch- und Wasserpflanzenbörse

    Am 05. Februar 2012 veranstaltet der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. die nächste Fisch- und Wasserpflanzenbörse im Aquarium des Thüringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a. Die Aquarianer werden Nachzuchten verschiedenster Süßwasserfische und Wasserpflanzen anbieten. Wer sich zudem die Chance auf eine kostenlose Beratung über einzelne Fischarten, das Einrichten von Fischbecken oder andere Aquarienthemen nicht entgehen lassen möchte, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen.

    Auch das Aquarium bietet viel Interessantes und Neues zum Entdecken, wie zum Beispiel die seltenen Rotschwanz-Federsalmler. Die in Südamerika beheimateten Fische werden bis zu 15 Zentimeter groß und sind die neuesten Bewohner des Aquariums. Besonderes Merkmal ist die tief eingeschnittene und mit einem roten Streifen versehene Schwanzflosse.
    Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

    Foto: Rotschwanz-Federsalmler
    (02.02.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   „Kleiner Drache“ im Zoopark zu sehen

    Er ist noch klein, hat aber schon einen Bart. Und sowohl der Bart als auch der Neuzugang werden noch wachsen. Die Rede ist vom jüngst zugezogenen Chamäleon-Anolis. Wie? Was das ist? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Der Kopf sieht aus wie vom Krokodil geklaut, nur viel kleiner. Der restliche Körper wird nach hinten immer schmaler und läuft in einem fast körperlangen Schwanz aus. Die deutschen Zweit- und Drittnamen geben jedoch wichtige Hinweise. Das Tier wird auch Kuba-Anolis genannt, denn es stammt aus Kuba und gehört zur Gruppe der Anolis. Und der Name „Falsches Chamäleon“ weist dann auf seine Besonderheiten hin. Dieser Anolis kann nämlich seine Körperfarbe ändern. Mal in reines Grau, dann wieder rindenfarbig grau-braun mit Sprenkeln. Und auch grau-grün ist mit in der Farbpalette. Damit er im tropischen Blattwerk nicht auffällt, bewegt er sich ganz langsam und manchmal wie ein Blatt wiegend. Wie ein echtes Chamäleon – und da er kein Chamäleon ist, kam der Trivialname „Falsches Chamäleon“ zustande.
    Für was der kleine Drache diese langsame Fortbewegungsweise braucht, lässt sich nur vermuten. Denn seine Hauptspeise besteht nur selten aus Insekten. Vorwiegend frisst er eigentlich Schnecken. In Anlehnung an das kleine Krokodil „Grisu“ (das immer Feuerwehrmann werden wollte), wurde der Anolis „Grisu“ getauft. Er ist eine Nachzucht aus dem Zoo Plzen und soll langfristig ein Weibchen bekommen.
    Übrigens: „Grisu“ sucht noch einen Paten, der die Futterkosten übernimmt. Denn Schnecken sind bekanntlich nicht so günstige Delikatessen. Auskünfte zur Patenschaft gibt es beim Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V unter info@zooparkfreunde.de oder 0361-7518833.
    (27.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Methusalems im Aquarium

    „Es ist nicht alles Gold, was glänzt“ – das trifft auch auf viele der schillernden Fische im Aquarium am Nettelbeckufer zu. Andererseits ist auch nicht jede Besonderheit durch ein strahlendes Aussehen gekennzeichnet.
    So mancher Besucher hat schon kritisch angemerkt: „die Schwanzflosse sieht aber sehr zerfetzt aus, das ist aber gar nicht schön.“ Oder: „ein Fisch mit solchen verschrammten Schuppen sollte man nicht ausstellen“. Die Fische, um die es hier geht, sind jedoch nicht krank. Sie sind einfach nur uralt. Viel älter als sie je im Freiland und so manchem Wohnzimmer werden würden.
    So tummelt sich bei den Salmlern noch ein Besternter Sichelsalmler, der seit 1976 im Aquarium lebt. Der Liniendornwels ist von 1972 und damit der älteste Fisch am Nettelbeckufer!
    Geradezu jung mutet da der Gemeine Dornwels mit „nur“ 30 Jahren an. Unter den Barbenarten gibt es gleich mehrere mit über 20 Jahren. Ein stolzes Alter!
    Beim Schwarzflecken-Buschfisch gibt es Tiere, die seit 1985 im Wasser ihre Bahnen ziehen. Und wer so viele Jahre auf dem Buckel – oder besser auf den Flossen hat – sieht eben nicht mehr so prächtig gefärbt aus wie als Jungfisch. Ein Riss in der Flosse hier und eine abgebrochene Schuppe da sind jedenfalls kein Grund, solche Tiere nicht mehr auszustellen. Im Gegenteil: es sind deutliche Anzeichen, dass es den Fischen gut geht, wenn sie so alt werden. Da passt alles: die Wasserwerte, das Futter und die Beckeneinrichtung. Solange sie gesund und munter sind, dürfen sie weiterhin das Süß- oder Salzwasserbecken mit ihrer Anwesenheit bereichern. Und dem Betrachter die Botschaft vermitteln, dass es im Leben nicht nur auf „jung, schön und perfekt“ ankommt – sondern auf „Hauptsache gesund!“.
    Wer eintauchen möchte in die schillernden Unterwasserwelten kann dies täglich ab 10 Uhr im Aquarium am Nettelbeckufer tun.
    (26.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Besucherrekord im Zoopark

    Noch nie waren so viele Menschen im Zoopark zu Gast wie im letzten Jahr!
    So besuchten nach VDZ-Schlüssel im Jahr 2011 502.266 große und kleine Besucher den Zoopark. Das sind 15 % mehr als im Jahr zuvor (436.922).
    Erstmals hat der Zoopark damit die magische Grenze von einer halben Million Besuchern geknackt. Nicht zuletzt dank der vielen Jahreskarten, die verkauft wurden. Auch dort gab es einen Absatzrekord.
    Für das Jahr 2012 erhofft man sich am Roten Berg weiter ansteigende Zahlen. Denn mit dem zur Saison eröffnenden Lemurenwald, mit der Eröffnung der Afrikasavanne und dem neuen Wasserspielplatz hat der Zoopark gleich drei neue, große Attraktionen zu bieten.
    (19.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zoovortrag über „Zoos von heute und morgen“

    Ein „Zoovortrag“ im wahrsten Sinne des Wortes findet am 13. Januar 2012 um
    19 Uhr im Haus Dacheröden statt. Dies ist bereits der 73. Vortrag, der vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. präsentiert wird.

    Der unabhängige Zooexperte und -analyst, Anthony Sheridan, hat in den letzten 4 Jahren 100 Zoos (300 Zoobesuche) in 23 Europäischen Ländern besucht, sich mit allen Zoodirektoren getroffen und in Einzelheiten Fortschritte und Probleme des jeweiligen Zoos diskutiert.

    In seinem Vortrag „Das A und O im Zoo – Gegenwart und Entwicklung europäischer Zoos bis 2020“ spannt er einen Bogen zu verschiedensten Zoothemen.
    Wie entwickelt sich ein Zoo? Was macht ihn attraktiv? Wie wird Natur- und Artenschutz im Zoo präsentiert? Insgesamt 27 verschiedenen Faktoren hat er zugrunde gelegt, um 80 führende Zoos einschließlich 26 deutscher Zoos und ihre Zukunftsträchtigkeit in Europa vergleichen zu können. Auch der Thüringer Zoopark Erfurt ist in der Studie enthalten.

    Zoos sind interessant und wichtig – sowohl als Besucherattraktion als auch als Bildungs- und Naturschutzzentrum. Herr Sheridan durchleuchtet in seinem Vortrag auch die Bedeutung von Marketing und Finanzen und die Wichtigkeit für Investitionen, um die Zukunft der deutschen Zoos im Besonderen zu sichern.
    Ein Vortrag, der damit nicht die Zootiere in den Vordergrund stellt, sondern all die vielen Dinge aus dem Hintergrund, die einen Zoo erst funktionieren lassen. Dinge, die ein Besucher so normalerweise gar nicht mitbekommt. Ein faszinierender Blick „hinter die Kulissen“ des Zoomanagements.
    Herr Sheridan wird nach dem Vortrag sein neu erschienenes Buch „Das A und O im Zoo- Europas führende Zoologische Gärten 2010-2020“ signieren.
    (11.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Giraffe Gunda plötzlich verstorben

    Ein Schock für die Tierpfleger im Zoopark: am Morgen des 2. Januar 2012 lag Giraffenkuh „Gunda“ tot im Stall. Dies kam völlig unerwartet. Sie war am Vortag absolut unauffällig, war munter, fraß gut und zeigte keinerlei Veränderungen. Ein Tag wie jeder andere im Leben der Erfurter Giraffenkuh. Umso größer dann der Schock über den plötzlichen Tod.
    Um zu klären, woran „Gunda“ starb, wurde sie zur veterinärmedizinischen Untersuchung in die amtliche Pathologie nach Bad Langensalza eingewiesen. Die umfassenden Untersuchungen dauern noch an, so dass bis zu deren Abschluss keine Angaben zur Todesursache gemacht werden können.
    „Gunda“ wurde 16 Jahre alt. Sie kam am 6. September 1995 im Thüringer Zoopark Erfurt zur Welt.
    Nach der Geburt und dem Tod ihres kleinen Giraffenkälbchens 2011 ruhten nun alle Hoffnungen auf erneuten Nachwuchs im Jahr 2012. Eine Hoffnung, die sich jetzt erstmal zerschlagen hat. Giraffenbulle „Lengai“ soll natürlich auf Dauer nicht allein bleiben. Konkrete Pläne für eine neue Partnerin gibt es derzeit aber nicht.

    Bildunterschrift:
    Giraffenkuh „Gunda“ im Sommer 2011 im Zoopark.
    (06.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Fisch- und Wasserpflanzenbörse

    Am 08. Januar von 9 bis 12 Uhr lädt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V. zur ersten Fisch- und Wasserpflanzenbörse des Jahres in das Aquarium des Zooparks am Nettelbeckufer 28a ein. Auch dieses Mal stehen zahlreiche Nachzuchten von Süßwasserfischen sowie Wasserpflanzen zum Verkauf. Wer Fragen zum Einrichten von Fischbecken, zu einzelnen Fischarten oder zu anderen Aquarienthemen hat, kann sich kostenlos beraten lassen. Aber auch das Aquarium bietet viel Interessantes und Neues zum Entdecken, wie zum Beispiel den neuen Diskus-Buntbarsch, der „König der Süßwasser-Aquarienfische“.

    Bildunterschrift:
    Malawibuntbarsche präsentieren sich in einer enormen Artenvielfalt.
    (03.01.2012)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Gepardenzuchtanlage erhält Jungkater

    Mit dem Geparden-Kater „Ghalib“ ist frisches Blut für eine Gepardenzucht im Thüringer Zoopark Erfurt eingetroffen. „Ghalib“ ist am 17. Juni 2009 im Zoo Basel geboren. Dort lebte er bisher mit seiner Schwester zusammen. Da er sich aber langsam für das andere Geschlecht zu interessieren beginnt, war es Zeit in den Zoopark umzuziehen.
    Dort erwartet ihn die neue Zuchtanlage auf dem Plateau – inklusive Beute-Drahtseilbahn.
    Der 13-jährige Altkater „Idole“, der bisher die im August eröffnete Anlage bewohnt hatte, war für den Futterlift nicht mehr zu begeistern. Statt wie es sich für das schnellste Landsäugetier der Welt gehört, hinter dem Stück Fleisch herzusprinten, will „Idole“ sein Futter lieber ruhig in der Wärmebox vorfinden. „Ghalib“ ist dagegen noch verspielt und wird hoffentlich seine Freude am „flitzenden Futter“ haben.
    Verschiedene Programme sorgen für Abwechslung, damit der Gepard nicht einfach am Ende der Seilbahn auf die Futterration warten kann.
    Für den Jungkater „Ghalib“ ist in der Zukunft die Vergesellschaftung mit einer jungen Gepardin geplant. Nach wenigen Tagen der Eingewöhnung wird „Ghalib“ für Besucher in der Außenanlage auf dem Plateau zu sehen sein.
    (22.12.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   König der Süßwasserfische im Aquarium zu sehen

    Der „König der Süßwasser-Aquarienfische“, der Diskus-Buntbarsch ist nach langer Pause wieder im Aquarium des Thüringer Zooparks in Erfurt zu sehen.
    Der Diskusfisch gehört zur Familie der Buntbarsche und kommt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet in Südamerika. Er ist ein Schwarmfisch. Er liebt die Geselligkeit und sollte deshalb immer in einer Gruppe von mindestens zehn Tieren gehalten werden. Heute ist die Haltung der Diskusfische nicht mehr sehr schwierig, da es sich um eingewöhnte Nachzuchten handelt. Sie kommen fast immer mit dem angebotenen Leitungswasser mit einer Wasserhärte von bis zu 18 GH klar. Eine gute Filterung und häufige Wasserwechsel sind dafür aber Grundvoraussetzung ebenso wie eine gute Fütterung.
    Etwas besonders sind die Diskusfische in der Nachzucht. Das erste Futter der Jungfische ist ein Hautsekret der Eltern. Dieses wird von den Jungtieren dann abgeweidet. Die elterlichen Diskusfische bewachen zunächst das Gelege und fächeln frisches Wasser zu. Die geschlüpften, freischwimmenden Jungfische müssen dann selbstständig ihre Elterntiere für die erste Nahrungsaufnahme aufsuchen.
    Im Aquarium werden halbwüchsige Tiere der Form „Flächen Türkis“ und „Snake Skin rot“ gezeigt. Die Neuankömmlinge sind in der großen Halle in einem ehemals dem Meerwasser gewidmeten Becken zu sehen. Diskusfische können ein Alter von bis zu 15 Jahren erreichen.

    Foto: mit freundlicher Genehmigung von Diskuszucht Stendker
    (22.12.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zoopark nun auch mit Werbepaten

    Der Thüringer Zoopark Erfurt geht nicht nur neue Wege in seiner gesamten konzeptionellen Gestaltung als „Zoo der großen Tiere“ und dem Gewinnen neuer Tierpatenschaften, sondern ebenso im Marketing mit „Werbepaten“ aus Industrie, Handel und anderen touristischen Einrichtungen.

    „Industriekooperationen“ ist das schlichte Wort, welches im Zusammenhang mit dieser kosteneffizienten Werbeform als neues Marketinginstrument genannt wird und zielorientiert am potentiellen Zooparkbesucher die Informationen vermittelt, die ihn zu einem Besuch animieren sollen.
    Und so wurde in den letzten Monaten bei den Kunden der Fa. Rotstern und der Fa. elmi-Backwaren mit Flyern, über 50.000 Einlegern in Rotstern-Pralinenverpackungen, Werbeaufstellern in nahezu 40 elmi-Filialen sowie auf 100.000 Brötchentüten nicht nur für einen Besuch im Zoo der großen Tiere geworben, sondern man konnte sich ebenso an einem unterhaltsamen Gewinnspiel beteiligen, deren Preise in diesen Tagen ihre Gewinner sicher erfreuen werden.
    „Unter ‚Industriekooperationen’ verstehen wir Partnerschaften mit Einrichtungen der Industrie und des Handels, bei welchen die Produkte der Industrie- und Handelspartner, meist gepaart mit einem Gewinnspiel, unsere Werbebotschaft tragen. Somit wird einerseits das Produkt durch ein interessantes und unterhaltsames Gewinnspiel für den Kooperationspartner aufgewertet und wir haben andererseits eine direkte Werbung gegenüber den potentiellen Gästen unseres Zooparks. Im Gegensatz zu oftmals teuerer Werbung auf angemieteten Plakatflächen, ist diese Form der Vermittlung von Werbeinformationen durch die Kooperation kosteneffizienter und zugleich zielgruppenorientierter, da unsere Werbebotschaft auf dem Produkt an sich mit keiner anderen Werbebotschaft konkurriert und somit ein gewisses Alleinstellungsmerkmal besitzt. Somit profitieren beide Seiten und das zeigt auch die Resonanz dieser Aktionen bei den Kunden unserer Partner“, konstatiert Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin.

    Der Thüringer Zoopark wird gemeinsam mit einer Erfurter Marketingagentur, welche die Idee für diese neue Form der Werbung an den Zoo herangetragen und initiiert hatte, nun auch mit weiteren Kooperationspartnern gehen. Gespräche hierzu gab es zwischenzeitlich auch schon mit anderen Einrichtungen, wie zum Beispiel IKEA.
    „Letztlich ist dies aber auch eine Form, um unsere Partner und deren Kunden in Industrie und Handel zunehmend auch für unsere Ziele als Zoo mit Aufgaben zur Erhaltung bedrohter Tierarten zu sensibilisieren. Deshalb freuen wir uns über jede neue Partnerschaft, sei es als Werbe- oder Tierpate oder als Sponsor und Unterstützer unserer anspruchsvollen Ziele“, umschreibt Zoodirektor Dr. Thomas Kölpin das komplexe Anliegen der neuen Wege im Marketing.

    (08.12.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Fischbörse im Aquarium des Zooparks

    Am kommenden Sonntag, den 11. Dezember 2011, findet die nächste Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse statt. Dazu lädt der „Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V.“ von 9 bis 12 Uhr in das Aquarium des Thüringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a ein.

    Für die private Aquariumseinrichtung sind nicht nur diverse Fischarten sondern auch eine große Vielfalt von Unterwasser- und Schwimmpflanzen käuflich zu erwerben. Darüberhinaus bietet die Fischbörse den Aquarienfeunden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und sich Ratschläge von den Vereinsmitgliedern zu holen, um eine problemlose Pflege und Haltung von Heimfischen zu betreiben.

    Foto: Weißkehl-Doktorfische sind nur einige der vielen Bewohner des großen Riffbeckens.
    (08.12.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   1. Spatenstich Elefantenanlage

    Mit dem ersten Spatenstich für die neue Elefantenanlage am 5. Dezember wurde im Thüringer Zoopark Erfurt der Beginn des bislang größten Bauprojektes in der Geschichte des Zooparks gefeiert.

    Bis zum Jahr 2014 wird eine neue Elefantenanlage entstehen, die den neuesten Standards gerecht wird. Da der Neubau die Bullenhaltung ermöglicht, ist ein wesentlicher Aspekt der neuen Anlage, einen Grundstein für die Elefantenzucht zu legen. Laut Weltnaturschutzunion gilt die Art heute - bedroht durch die Fragmentierung und Zerstörung des Lebensraumes sowie durch Wilderei - als gefährdet. Auf einer Fläche von 15 000 Quadratmetern sollen sich die Afrikanischen Elefanten vermehren und so die Möglichkeit haben, ihr arttypisches Verhalten in einer sozialen Gruppe an den Tag zu legen.

    Auf der neuen Anlage können sieben erwachsene Tiere (ein Bulle, sechs Kühe) sowie deren Nachwuchs gehalten werden. Für einen heranwachsenden Jungbullen ist ebenfalls Platz vorgesehen. Für die Bullen sind zwei Boxen (50 bzw. 55 m²) und ein ca. 160 m² großer Laufstall vorgesehen. Die Kühe erhalten drei Boxen (45, 46 und 48 m²) und ein über 500 m² großer Laufstall mit 55 m² großem Badebecken. Eine Schleuse verbindet Kuhlaufstall, Bullenlaufstall mit dem Hauptzugang zum Außengehege. Theoretisch können damit alle Laufställe miteinander verbunden werden. Der Hauptausgang enthält einen Zwangsstand für medizinische Untersuchungen. Von je einer Kuh- und einer Bullenbox gibt es auch einen direkten Zugang zu den Außengehegen. Der Kuhlaufstall wird für die Besucher einsehbar gebaut. Im Bullenlaufstall wird ein Einblick mittels eines Fensters möglich sein.
    Das insgesamt 15000 Quadratmeter große Gelände umfasst die bisherige Shire-Pferdekoppel sowie ein Waldstück östlich davon. Die Außenanlagen sind strukturiert und enthalten Suhlen, Bademöglichkeiten, Felsen und künstliche Schattenplätze.

    (06.12.2011)
    Ralf Sommerlad:   Nach den Zoologischen Gärten von Dortmund und Köln und dem Virginia Aquarium in den USA wird jetzt auch der Zoopark Erfurt Partnerzoo des Naturschutzprojektes "Mesangat" in Ost-Kalimantan.Dafür bedanke ich mich herzlich bei Dr.Thomas Kölpin und seinem Team und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit. Nähere Info über das Projekt finden Sie bei www.yayasan-ulin.org
    (22.11.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Nashornbulle "Jambo" verließ den Zoopark Erfurt

    Am 17. November 2011 verließ der 2-jährige Nashornbulle "Jambo" den Thüringer Zoopark Erfurt.

    Der kleine "Jambo" erblickte am 29. Oktober 2009 im Thüringer Zoopark Erfurt das Licht der Welt. Er ist das sechste Nashornbaby, das im Zoopark geboren wurde. Die Eltern des Bullen sind "Numbi" und "Kiwu". Seinen offiziellen Namen bekam "Jambo" bei seiner Nashorntaufe am 8. April 2010 im Nashornhaus. Der Name "Jambo" ist Kisuaheli und bedeutet "Hallo".

    Nun lebt "Jambo" im Gaiapark. Dieser niederländische Tierpark liegt in der Stadt Kerkrade nahe der deutschen Grenze.

    Bild: Die über eine Tonne schwere Transportkiste mit Nashorn auf dem Weg zum Spezialtransporter.
    (21.11.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zoovortrag über Sardinien und die Camargue

    Am Freitag, dem 25. November 2011 wird Dr. Christoph F. Robiller einen Vortrag zum Thema "Mediterraner Frühling - Streifzüge auf Sardinien und in der Camargue" halten. Beginnen wird dieser Vortrag um 19 Uhr im Atrium der Stadtwerke Erfurt.

    Der erste Teil des Vortrages gibt einen Überblick über die Vogelwelt der Camargue im zeitigen Frühling und geht insbesondere auf den Charaktervogel des Rhone-Deltas, den Rosaflamingo, ein. Die Camargue ist ein Gebiet in Frankreich, das zum größten Teil zwischen den beiden Mündungsarmen der sich nördlich von Arles teilenden Rhône liegt. Bekannt ist die Camargue vor allem als Naturschutzgebiet und der besonderen Bedeutung für den Vogelzug.
    Im zweiten Teil des Vortrages geht Dr. Christoph F. Robiller auf Sardinien, die zweitgrößte Mittelmeerinsel ein. Auf der etwa 24 000 Quadratkilometer großen Insel, die zu Italien gehört, leben 1,7 Mio. Menschen. Die reiche und farbenprächtige Blütenpracht im Frühling lässt jeden Naturliebhaber erstaunen, wobei insbesondere auf die Form- und Farbenvielfalt vieler Orchideen und deren Hybriden eingegangen wird. Das warme Mittelmeerklima und die Buschlandschaften mit guten Verstecken sowie mit Steinen durchsetzte Trockenhänge stellen optimale Bedingungen für Reptilien dar. Im Frühling ertönt nach Sonnenuntergang aus den Tümpeln, Weihern und Flussrändern das typische Konzert der Tyrrhenischen Laubfrösche.
    Zudem berichtet Dr. Christoph F. Robiller von Zwergohreulen, Steinkäuzen und Fledermäusen sowie den halbwilden Pferden der Giara di Gesturi.

    Die Zoovorträge werden vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e.V. zugunsten des Zooparks organisiert. Alle Interessenten sind dazu recht herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Foto: Robiller
    (21.11.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Fischbörse am 06.11.2011

    Am 06. November lädt der Verein der Aquarienfreunde 1912 e.V. in das Aquarium des Zooparkes am Nettelbeckufer 28a zur Fisch- und Wasserpflanzenbörse ein. Die Aquarianer werden Nachzuchten verschiedenster Süßwasserfische und Wasserpflanzen anbieten. Wer sich zudem die Chance auf kostenlose Beratung über Fische und das Drumherum nicht entgehen lassen will, der ist zwischen 9 und 12 Uhr herzlich eingeladen.

    Auch sonst hat das Aquarium viel zu bieten. Die Rothörnchen bereiten sich gerade auf den Winter vor. Eine angefutterte Speckschicht schützt vor der Kälte. Gut zu sehen sind die jungen Kardinalbarsche, unser neuester Nachzuchterfolg.

    Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

    Foto: Gelber Skalar
    (02.11.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Nachwuchs bei Sitatungas und Maras

    Auch im Herbst erblicken Jungtiere im Zoopark das Licht der Welt.
    Ganz versteckt und gut getarnt lag die kleine Sumpfantilope, wie man Sitatungas auch nennt, nach der Geburt auf der Außenanlage. Das Muttertier kommt nur kurz zum Säugen zum Antilopenkalb und lässt es dann die ersten Lebenstage abgelegt im Dickicht zurück. Inzwischen ist die kleine Antilope schon so weit, dass sie ab und an der Mutter in der Außenanlage folgt – und damit auch für Besucher zu sehen ist.
    Bald wird sie dann die Seite der Mutter tagsüber nicht mehr verlassen. Das rote Fell mit den weißen Tupfen und Streifen sorgt im Licht- und Schattenspiel des Waldes für ausreichend Tarnung.
    Auf der Südamerika-Anlage tollen zwei kleine Große Maras umher. Die zu den Meerschweinchenverwandten zählenden Pampashasen flitzen flink über die Anlage.
    Auf den ersten Blick sehen die Kleinen noch einem Kaninchen ähnlich. Zeigen sie doch auch den typischen Hoppelgang. Mit der Zeit werden dann die Beine im Verhältnis länger und es kommen die Prellsprünge hinzu. Dabei heben die Maras mit allen vier Pfoten gleichzeitig vom Boden ab. Die leuchtend weiße Binde am Hinternteil fällt dabei besonders auf.
    Noch werden die Jungtiere stundenweise in den sicheren Boxen und Bauen abgelegt. Sie werden aber immer selbstständiger und verlassen immer öfter ganz von allein die Deckung. Wer Glück hat, kann die munteren Kerlchen bei ihren vorwitzigen Ausflügen beobachten.
    (19.10.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Seltene Nachzucht des Zebra-Kardinalbarsches gelungen

    Ein toller Erfolg für das Aquarium des Thüringer Zoopark Erfurt. Bisher war das Aquarium am Nettelbeckufer bekannt für seine außergewöhnliche Vielfalt an Süßwasserfischen und der erfolgreichen Nachzucht derselben. Nun kann auch die erste erfolgreiche Aufzucht bei den Meerwasserfischen begrüßt werden.
    Der Zebra-Kardinalbarsch lebt als Schwarmfisch nur in den Seegraswiesen der Bangaiinseln östlich von Sulawesi/Indonesien.
    Die Fische gehören zu den sogenannten Maulbrütern. Das Männchen übernimmt dabei die gesamte Brutpflege. Pro Gelege werden 10 bis 15 Eier erzeugt. Nach ca. 28 Tagen haben sich die Jungen im Maul des Vaters vom Ei zum fertigen Jungfisch entwickelt. Im Zoopark spuckte das Männchen die Jungfische zwischen die Stacheln eines Diademseeigels. Zwischen dessen langen Stacheln sind die kleinen Fischchen gut vor Fressfeinden geschützt. Auch wenn im Zoo natürlich keine Fressfeinde da sind, die Jungfische halten sich gut versteckt im Stachelbereich auf, im Meer nutzen sie auch Seeanemonen dazu.
    Sie fressen selbstständig kleine Larven der Artemiakrebschen und andere frei schwebende Kleinstorganismen.
    Im Aquarium wurden die Jungfische vorsichtig zwischen den Stachel herausgesaugt und in Jungtierbecken aufgezogen. Inzwischen sind 22 putzmuntere Sprösslinge vorhanden. Zwei davon können die Besucher bereits im Seepferdchenbecken bewundern.
    (19.10.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Herbstferienführungen im Thüringer Zoopark Erfurt

    In den kommenden Herbstferien finden im Zoo der großen Tiere wieder jeweils dienstags und donnerstags um 14 Uhr die beliebten Ferienführungen statt.

    Es fallen keine Führungsgebühren an, es ist nur der normale Zooeintritt zu entrichten. Treffpunkt ist jeweils der große Zooplan an der Löwensavanne. Es ist keine Anmeldung nötig. Die Kuratoren und Tierpfleger des Zooparks beantworten Ihnen gerne alle Fragen rund um die vielfältige Tierwelt.

    18.10.2011: Die Tiere der Löwensavanne: Hier leben neben den Löwen auch Hyänen, Erdmännchen, Borstenhörnchen, Löffelhunde und Klippschliefer.

    20.10.2011: Führung zu den Afrikanischen Elefanten, den schwersten Landsäugetieren der Erde und zu den Kleinsäugern der Nachttierabteilung.

    25.10.2011: Schlangen und Echsen sind faszinierende Reptilien. Wer will, darf hautnah heran. Schlange anfassen? Einfach mal ausprobieren!

    27.10.2011: Südamerika und Afrika: Wir besuchen Lamas, Nandus, Giraffen und Buntbarsche.
    (13.10.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Fischbörse im Aquarium des Zooparks

    Am kommenden Sonntag, dem 09. Oktober 2011, findet die nächste Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse statt. Dazu lädt der „Verein der Aquarienfreunde 1912 e. V.“ von 9 bis 12 Uhr ins Aquarium des Thüringer Zooparks Erfurt am Nettelbeckufer 28a ein.

    Für die private Aquariumseinrichtung sind nicht nur diverse Fischarten sondern auch eine große Vielfalt von Unterwasser- und Schwimmpflanzen käuflich zu erwerben. Darüber hinaus bietet die Fischbörse den Aquarienfreunden die Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen und sich Ratschläge von den Vereinsmitgliedern zu holen, um eine problemlose Pflege und Haltung von Heimfischen zu betreiben.

    Das Aquarium am Nettelbeckufer 28a wurde 1953 eröffnet. Seit 2003 gehört es offiziell zum Thüringer Zoopark Erfurt. Den Besucher erwartet dort die artenreichste Sammlung von Süßwasserfischen in Deutschland. Eine besondere Attraktion ist das 54.000 Liter fassende Riffbecken, in dem sich unter anderem Kaiserfische, Lippfische und Doktorfische tummeln. Neben Fischen und Meeresbewohnern werden auch Säugetiere, wie Lisztaffen und Nordamerikanische Rothörnchen sowie Reptilien und Amphibien gezeigt.

    Das Aquarium hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
    (05.10.2011)
    Jennifer Weilguni:   Schade.. das erklärt natürlich warum ich es am Montag nicht dort gesehen habe.

    Ja, ich habe es nun auch endlich mal nach Erfurt geschafft und muss sagen, dass diese Einrichtung mich wirklich restlos begeistert hat. Vor allem wenn man bedenkt, wie viel Potential dieser Zoo noch hat und wie viele Flächenreserven! Ich bin vor allem auf die neue Elefantenanlage gespannt.
    Ein bisschen schade finde ich nur, dass die meisten der Löwen abgegeben wurden, weil sie Mischlinge sind und man mit "reinen" Berbern züchten will.
    (05.10.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Giraffenjungtier musste eingeschläfert werden

    Betroffene Minen im Thüringer Zoopark Erfurt am Roten Berg: Am Sonntag, dem 2. Oktober, musste das kleine Giraffenmädchen eingeschläfert werden. Bis zuletzt wurde alles versucht, dem Jungtier eine Chance für ein gesundes Giraffenleben zu geben.

    Schon seit der schwierigen Geburt am 19. Januar wurde viel um das Junge und sein Leben gebangt. Es gab immer wieder Höhen und Tiefen. Die kleine Giraffe zeigte dabei stets großen Lebenswillen. Bei der Geburt hatten Tierarzt und Tierpfleger Geburtshilfe geleistet. Durch Fehlstellungen an den Vorderbeinen und Hinterbeinen konnte das Giraffenbaby nicht normal stehen und gehen.

    Die erstgebärende Giraffenkuh „Gunda“ hatte im Verlauf der ersten 24 Stunden das Kalb nicht trinken lassen und ihm mit einem Tritt das linke Vorderbein gebrochen. Daraufhin musste das Kalb in die Chirurgische Tierklinik (Veterinärmedizinische Fakultät) der Universität Leipzig gebracht und dort operiert werden, in der es seitdem untergebracht war.

    In der Tierklinik wurden beide Vorderbeine mit einem stützenden Verband stabilisiert. Während sich die Fehlstellung am rechten Bein nach mehrwöchigem Stützverband zurückbildete, zeigte der Bruch am linken Bein nur leichte Heilungstendenzen. Die einzige Möglichkeit für eine zufriedenstellende Heilung war eine weitere Operation. Diese OP verlief gut, der Knochen begann zusammen zu wachsen. Eine Platte samt Schrauben stabilisierte das Bein und es gab wieder Grund zur Hoffnung. Dann der nächste Rückschlag, aufgrund der Entzündung der Knochenhaut mussten sechs Zentimeter Knochen aus dem Vorderbein entnommen werden und war das linke Bein in der Folge deutlich verkürzt. Es wurde aber gehofft, dass sich im Verlauf des weiteren Wachstums der Giraffe die unterschiedlichen Höhen der Vorderbeine angleichen würden, und dass sich die nach wie vor bestehende Fehlstellung der Hinterbeine nicht weiter verschlechtern würde.

    Inzwischen war das linke Vorderbein Anfang September so gut verheilt, dass vor vier Wochen der letzte Verband abgenommen werden konnte. Dieser stützte bisher das linke Vorderbein und die Sehnen. „Die Vorbereitungen für die Rückkehr der kleinen Giraffe liefen auf Hochtouren“ sagt Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der sich regelmäßig über den Gesundheitszustand der Giraffe informierte. „Wie die meisten Erfurterinnen und Erfurter habe auch ich mich auf das Giraffenjunge gefreut, das schon bald nach seinem Rückzug auf dem Roten Berg endlich einen Namen erhalten sollte. Wir sind sehr traurig.“

    Leider zeigte sich in der Rehaphase vor dem Umzug zurück in den Zoopark, dass sich die Fehlstellungen der Hinterbeine stark verschlechterten. Hinzu kam, dass die kleine Giraffe mit dem linken Vorderbein nicht mehr nur mit den Klauen auftrat, sondern auch stellenweise mit dem Fesselgelenk. Diese so genannte Durchtrittigkeit hatte sich zum letzten Wochenende so stark verschlimmert, dass es zu Hautabschürfungen am Gelenk kam. Am Sonntag konnte die kleine Giraffe dann nicht mehr aufstehen. Auch Laufen wäre mit dieser Fehlstellung nie mehr möglich gewesen. Zooparkdirektor Dr. Thomas Kölpin telefonierte direkt nach dem Zwischenfall mit Oberarzt Prof. Dr. Walter Brehm. Einhellig kamen sie zu dem Ergebnis, das Tier einschläfern zu müssen. „Für die starke Überbeweglichkeit im Fesselgelenk, die dann zum Herabsenken bis auf den Boden führt, gibt es leider keine Heilungsmöglichkeit“, so Dr. Thomas Kölpin „Das Giraffenmädchen musste eingeschläfert werden um ihm Leiden und Schmerzen zu ersparen.“

    Auch wenn es über den Verlust des Erfurter Giraffenmädchens nicht hinwegtröstet ist es trotzdem eine frohe Botschaft, dass Giraffenkuh Gunda im Frühjahr ein weiteres Kalb erwartet. Die Tierpfleger hoffen sehr, dass die Geburt des nächsten Giraffenbabys besser verläuft, sich Gunda dieses Mal besser in ihre Mutterrolle einfindet.
    (05.10.2011)
    Michael Mettler:   Ein Grund mehr, noch keine reinblütige Kuh zu holen und Gunda statt des "Praktikumsbullen" jetzt eine Hybridgefährtin zu geben. Falls ihr nächstes Kalb weiblich sein sollte, könnte sie sich diese sogar noch selbst heranziehen...
    (04.10.2011)
    BjörnN:   Durchaus eine Möglichkeit, Herr Mettler. Leider lässt das winzige Erfurter Haus nur 2 Tiere zu...
    (04.10.2011)
    Michael Mettler:   ...oder den Bullen in eine Netzgiraffenhaltung abgeben und um Gunda herum eine Gruppe weiblicher Hybriden aus anderen Zoos aufbauen, mit der dann die spätere neue Anlage "getestet" werden kann, bevor man dort eine unterartreine Zuchtgruppe etabliert.
    (04.10.2011)
    BjörnN:   Jetzt, da die Zuchtfähigkeit des Netzgiraffenbullens unter Beweis gestellt wurde, sollte man "Gunda" in eine nicht züchtende Herde abgeben und die Hybridzucht in Erfurt durch den Aufbau einer Netzgiraffengruppe bzw. Anschaffung einer Netzgiraffenkuh beenden.
    (04.10.2011)
    Liz Thieme:   Das Girffenmädchen ist am Wochenende euthanisiert worden. Die Fehlstellungen der Hinterbeine hatten sich verschlechtert und mit dem linken Vorderbein trat es inzwischen, trotz vormaliger Stabilisierung, teils bis zum Fesselgelenk auf. Aufgrund dessen konnte das Kleine am Sonntag nicht mehr aufstehen.
    Dies war eine totale Kehrtwende, da man im Zoo schon die Rückkehr in den Zoo geplant hatte.

    Der einzige Hoffnungsschimmer ist, dass Kuh Gunda wieder tragend ist und im Frühjahr ihr Kalb gebären soll.
    (04.10.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Zootag im Thüringer Zoopark Erfurt

    Am Samstag, dem 01. Oktober 2011 steht mit dem Zootag im Thüringer Zoopark Erfurt eine weitere interessante Veranstaltung auf dem Programm. Hier gibt es wieder die Möglichkeit, viel Wissenswertes über den Zoo der großen Tiere und seine Bewohner zu erfahren. Wer zum Beispiel einmal wissen möchte, wieviel Futter ein Elefant am Tag benötigt, wie eine Futterküche von innen aussieht, oder wie hoch der Giraffenstall ist, wenn man selbst darin steht, der sollte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.
    Den ganzen Tag ab 10.00 Uhr kann man Futterausstellungen in der Futtermeisterei, im Giraffen-, Nashorn- und Elefantenhaus, in der Löwensavanne sowie beim KangarooLand und an der Südamerikaanlage besichtigen. Allein die Vielfalt der dort ausgestellten Futtermittel zeigt deutlich, dass jedes Tier sein ganz spezielles Futter gereicht bekommt. Darüberhinaus sind verschiedene Programmpunkte in den Tierhäusern geplant. Ein besonderes Highlight ist die Führung „in die Höhle des Löwen“ - den Sicherheitsbereich der Löwensavanne um 11.00 Uhr. Nicht weniger spannend geht es um 12.00 Uhr im Giraffenhaus zu. Dort können die Besucher den Giraffenstall besichtigen und dabei Faszinierendes zu den Langhälsen erfahren. Von 15.30 Uhr bis 15.45 Uhr bietet sich dann noch die Möglichkeit, die Giraffen einmal selbst aus der Hand zu füttern. Bis 17.00 Uhr ist außerdem eine Eierausstellung im Giraffenhaus zu sehen.
    Am Zootag gelten die regulären Eintrittspreise. Die Führungen und Ausstellungen sind ohne Aufpreis im Tageseintritt enthalten. Der Thüringer Zoopark Erfurt hat täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

    (29.09.2011)
    Oliver Jahn:   Vielleicht ein Ableger der sehr seltenen Unterart "augsburga puppenkistensis"? :-)
    (16.09.2011)
    Michael Mettler:   P.S. Oder stehen dann im Gehege auch nur bemalte Holzenten...? :-)
    (16.09.2011)
    Michael Mettler:   Wow, jetzt wird bei der Illustration von PM schon mit Fotomontagen gearbeitet...
    (16.09.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Australische Löffelenten als neue Zoobewohner

    Und wieder eröffnet eine neue Anlage im Thüringer Zoopark Erfurt. Gegenüber vom Kangorooland ziehen am 28. September zwei Australische Löffelenten und zwei Jägerlieste, bekannter als die Lachenden Hänse, ein.

    Verbreitet sind die Australischen Löffelenten in Südwestaustralien sowie Südostaustralien. Sie leben an Süßgewässern. Ausgewachsene Australische Löffelenten erreichen eine Körperlänge von 50 Zentimetern und ein Gewicht von etwa 665 Gramm. Das Höchstalter bei dieser Art liegt bei 20 Jahren. Überwiegend ernähren sich Australische Löffelenten von Wasserflöhen, Insekten und Kleinmolluken sowie Samen.

    Ihren Namen hat die Australische Löffelente von ihrem vorne breit auslaufenden, löffelartigen Schnabel, der sich durch viele kleine Lamellen zu einem hervorragenden Seihapparat entwickelt hat.
    (16.09.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Neue Tierkinder im Thüringer Zoopark Erfurt

    Im Zoo der großen Tiere gibt es viele neue Tierkinder zu bestaunen.

    Am 4. und am 13. September wurden in der Löwensavanne drei kleine Kap-Klippschliefer geboren. Sie sind schon sehr agil und können beim Herumtollen beobachtet werden. Klippschliefer haben braunes Fell und etwa die Größe eines Kaninchens. Sie ähneln einem Murmeltier, gehören jedoch nicht zu den Nagetieren, sondern sind mit Afrikanischen Elefanten verwandt. Diese äußerlich kaum sichtbare Verwandtschaft wird zum Beispiel an den beiden ständig nachwachsenden Zähnen im Oberkiefer erkennbar.

    Den nächsten Nachwuchs gab es auf den Bisonplains: dort erblickte am 10. September ein rotbraunes Kälbchen das Licht der Welt. Der kleine Bulle steht bereits fest auf seinen Beinen und trinkt fleißig bei seiner Mutter. Er wird von der ganzen Herde, inklusive Vater "Lakota", beschützt. In bedrohlichen Situationen bilden Bisons einen Kreis um die Jungtiere und nehmen diese in die Mitte. In acht bis zwölf Monaten wird das Kälbchen nicht mehr bei der Mutter trinken. Wenn es ausgewachsen ist, kann es ein Körpergewicht von bis zu 820 Kilogramm erreichen.
    Im 19. Jahrhundert wurde der Präriebison durch die Jagd auf ihn fast ausgerottet, heute haben sich die Bestände aufgrund von Schutzmaßnahmen erholt.
    Die Zucht der Art im Thüringer Zoopark Erfurt gelingt sehr gut. Bereits im Frühjahr hatte es Bisonnachwuchs gegeben.

    Noch mehr Tierkinder, nämlich gleich elf Stück, sind am 14. September bei den Angler Sattelschweinen auf Axmanns Hof geboren worden. Die kleinen Ferkel zeigen bereits die klassische Färbung, die aussieht, als hätten sie einen weißen Sattel auf ihrem schwarzen Fell.

    Zu sehen sind die Tierkinder im Thüringer Zoopark Erfurt täglich von 9 bis 18 Uhr.
    (15.09.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Kronenkraniche beleben den Zoopark

    Gleich vier der grazilen Kranichvögel sind bei den Sumpfantilopen eingezogen.
    Es sind Jungvögel aus dem Vorjahr bzw. diesem Jahr, die der Zoopark vom Zoo Budapest und dem Zoo Dresden erhalten hat. Alle vier gehören der ostafrikanischen Unterart des Grauhals-Kronenkranichs an. Balearica regulorum gibbericeps lautet die klangvolle Bezeichnung der Tiere.
    Kronenkraniche haben ihren Namen von der Federkrone, die ihren Kopf schmückt. Sie leben zur Brutzeit streng paarweise, ansonsten trifft man sie im Freiland auch in kleinen Gruppen an. Der Erfurter Kranichtrupp besteht aus einem Hahn und drei Hennen. Es wird gehofft, dass sich der Hahn eine blutsfremde Henne aussucht und später dann mit ihr brüten wird. Wenn das Paar harmoniert, hält die Bindung meist ein Kranichleben lang. Und nur wer zusammenpasst, wird später auch erfolgreich brüten.
    Typisch für Kraniche ist der Balztanz. Elegant werden die Schwingen ausgebreitet und die Vögel springen hoch und tanzen umeinander herum. Dabei wird kranichtypisch laut gerufen.
    Bis man im Zoopark dies zum ersten Mal sehen und auch hören kann und sich dann auch Nachwuchs einstellen wird, vergehen noch einige Jahre, denn die Weibchen legen mit vier bis sechs Jahren zum ersten Mal Eier.
    Dafür gibt es Paare, die mit 70 Jahren noch erfolgreich brüten.
    (18.08.2011)
    Henry Merker:   Die Gepardenanlage ist wirklich sehr gelungen ;-).
    (12.08.2011)
    Mel:   Was für ein Zufall ;) Da war ich ja einen Tag nach der Eröffnung da. Die neue Anlage ist sehr gut geworden, wenn man der Bepflanzung noch etwas Zeit gibt, wird sie auf jeden Fall eine "Perle" des Zoos.
    Es gibt genügend kleine Unterstände für die Tiere (im Moment der alte Kater), hauptsächlich Rasen sowie eine große Sandfläche,der Futterlift verläuft entlang der längst Seite der Anlage. Um diese Fütterungsvariante gut mitverfolgen zu können gibt es für den Besucher eine Art Brücke entlang eines größeren Zaunabschnittes (mittig der gesamten Futterliftstrecke), von der man das ganze von oben herab betrachten kann. Der vodere Teil der Anlage (Schmalseite) Ist durch Scheiben einzusehen, hier liegt auch das Sandbad, welches wohl sehr oft aufgesucht wird, wie man den Spuren im Sand entnehmen kann. Auch steht der besucher hier etwas unterhalb des Anlagenniveaus, was eine sehr interesante Perspektive ermöglicht.

    Leider habe ich die Spiegelung im Bild beim fotografieren nicht bemerkt.
    (10.08.2011)
    Michael Mettler:   Damit wäre die Frage nach der Zweitanlage beantwortet :-)
    (10.08.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Einweihung der Gepardenzuchtanlage

    Wieder ist ein neues Stück Zoopark fertig. Die neue Zuchtanlage für Geparden umfasst 1.100 m². Sie befindet sich auf dem Gebiet der ehemaligen Steinbockanlage und beinhaltet auch die Fläche der alten Bisonanlage.
    Insgesamt 90 000 Euro kostete der Um- und Neubau. Ein Drittel der Kosten übernahm dankenswerterweise der Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V.
    Damit das schnellste Landsäugetier der Welt auch einmal Beute verfolgen kann, ist ein Futterlift installiert.
    Zwei getrennte Anlagen sind eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Zucht.
    Denn im Freiland leben nur Mütter mit den Jungtieren zusammen. Geschwister wandern dann gemeinsam ab und jagen teils auch gemeinsam. Erwachsene Geparden leben dagegen als Einzelgänger. Der Kater hält sich nur während der Rolligkeit der Katze bei ihr auf. Danach vertreibt sie ihn aus ihrem Revier und zieht die Jungen allein groß. Im Thüringer Zoopark Erfurt gibt es bereits eine Anlage für den Kater. Die neue Anlage ist für die Kätzin samt Jungtieren ausgestattet. Der Kater wird dann nur zum Decken kurzfristig einziehen.
    Derzeit hält der Zoopark einen Altkater namens „Idol“. Für die Zucht wurde vom Artkoordinator der Kater „Gahlib“ aus dem Zoo Basel ausgewählt. 2012 wird dann auch eine junge Kätzin aus dem Zoo Krefeld eintreffen.

    Die Einweihung findet am 9. August um 13.30 Uhr statt.
    (10.08.2011)
    Michael Mettler:   Habe mir eben auch noch mal die Planskizze rausgesucht und festgestellt, dass ich die "Lehmhütte" als zweiten Stall im Hinterkopf hatte, aber das ist lediglich eine Ausblickhütte für Besucher. Es war tatsächlich nur der alte Steinbockstall als Gepardenhaus mit drei Boxen eingeplant.
    (04.08.2011)
    Tom Schröder:   Auf der Planskizze und in Natura ist nur der alte Stall ganz links in der Gehegeecke (nahe der Südamerika-Anlage)vorhanden. Auch zeigen weder Plan noch Gehege eine Unterteilung. Vielleicht soll perspektivisch doch noch etwas angebaut werden? Dort, wo ein Wasserspielplatz entstehen soll (Ex-Minischweine), wäre Platz, aber dort ist eben dieser Spielplatz geplant...?!
    (04.08.2011)
    Michael Mettler:   @Tom Schröder: Auf der Planskizze waren meiner Erinnerung nach zwei, an unterschiedlichen Stellen stehende Ställe (einer davon der ehemalige Steinbockstall) zu sehen - steht vielleicht erst ein Teil der Anlage? Zweiteilig soll sie zumindest werden, siehe hier:
    http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Im-Erfurter-Zoo-erfolgte-der-erste-Spatenstich-fuer-die-Gepardenanlage-837363838
    (04.08.2011)
    Tom Schröder:   Da bin ich sehr gespannt, wie man mit dieser Anlage die Zucht managen möchte. Ich sah EINE Anlage und EINEN Stall - hab ich was übersehen? Für eine neu errichtete ZUCHTanlage ein bißchen dürftig, oder? Will man die alte Emuanlage weiterhin zur Gepardenhaltung nutzen und die Tiere zur möglichen Zucht hin- und herkarren? Optisch ist die Anlage sehr vielversprechend geworden - falls sie nicht zur Zucht taugt, dann sicherlich zur Haltung von überschüssigen Geschlechtern und/oder als Altersruhesitz.
    (04.08.2011)
    Thüringer Zoopark Erfurt:   Eröffnung der Gepardenanlage

    Es ist soweit: In der kommenden Woche wird die neue Gepardenanlage eingeweiht.

    Die 1100 m² große Anlage wurde zu zwei Dritteln vom Thüringer Zoopark Erfurt und zu einem Drittel vom Verein der Zooparkfreunde in Erfurt e. V. finanziert.
    Die Baukosten für die Naturanlage mit Beutelift betrugen insgesamt 90 000 Euro.
    Langfristig ist die Anlage für die Zucht von Geparden gebaut.
    Zum derzeitigen Altkater werden später ein junger Zuchtkater und eine junge Kätzin hinzukommen.

    (04.08.2011)
    Henry Merker:   Jetzt, wo du das geschrieben hast, habe ich es auch gesehen.
    (01.07.2011)
    Liz Thieme:   Herr Dreier hatte dies nach seinem Besuch schon berichtet.
    Aber ist ja nicht weiter schlimm.
    (01.07.2011)
    Henry Merker:   Meines Erachtens noch nicht gepostet: Der Zoopark hält nun Sitatungas. Sie werden in der ehemaligen Damhirschanlage gehalten.
    (01.07.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   @Zwergmeerkatzen: die Tiere wurden dem Zoo Barcelona eingestellt, Ich habe sie dort 2010 gesehen, war aber irritiert, da es im Gehege m.E. zwei unterschiedliche Typen von "Zwergmeerkatzen" gab.
    (16.06.2011)
    Oliver Jahn:   @Holger, das tut es! :-) Kaum eine andere Tierart hat in den letzten Jahren so ein Comeback erlebt, wie die Hyänen! Ich finde das toll und eine absolute Bereicherung der deutschen Zoolandschaft. Und auch wenn die Art gewechselt hat, so hat doch auch Erfurt generell Hyänen wieder aufgenommen, nach dem erst das Ende dieser Haltung kam. Das ist wirklich erfreulich.
    (15.06.2011)
    Liz Thieme:   Nicht nur die Anlagen, sondern auch das Futter wurde sich geteilt. Die Löwen beginnen und die Hyänen vollenden.
    http://www.zoopark-erfurt.de/cb/start.php3?kat=QWt0dWVsbGVz&rub=TmV3cw==&fsessionid=3c6dbbb906d89d258c1e14d5ac3a0e5e&enty=JTI2VXVtbCUzQg==

    Bin zwar von der Hyänenart nicht so angetan, aber von der Idee sehr.
    (15.06.2011)
    Holger Wientjes:   Und Olis Herz muss doch ´mal wieder höher schlagen ! ;-) Ich find´s aber auch toll !
    (15.06.2011)
    Michael Mettler:   Eine sehr interessante Lösung, die beiden Tierarten durch die Möglichkeit wechselschichtiger Nutzung aller drei Anlagenflächen (2x außen, 1x innen) zusätzliche Reize in Form hinterlassener Duftmarken verschaffen kann.
    (15.06.2011)
    Liz Thieme:   Michaels Frage kann nun beantwortet werden. Auf der zweiten Löwenanlage sind 2,0 Tüpfelhyänen aus Amersfoort eingezogen, die auch den Innenraum mitnutzen.
    (15.06.2011)
    Henry Merker:   Ja, das stimmt, die Erfurter Tiere sind in einer anderen Einrichtung eingestellt worden; ob jedoch die Tiere, die demnächst nach Erfurt zurückkehren werden, tatsächlich die Erfurter Tiere sind, oder gar ganz andere, weiß ich nicht.
    (08.06.2011)
    Oliver Jahn:   @Henry Merker, waren die Zwergmeerkatzen nicht eh nur vorübergehend bzw. zur evtl. Zucht in einem anderen Zoo eingestellt?
    (08.06.2011)
    Henry Merker:   Betreffs der Elefantenanlage folgendes Zitat:

    "....Attraktiven Elefantenanlage bestehend aus: Elefantenschauhaus: ca. 950 m²; Nebengebäude/Anbau: ca. 300 m²; Freigehege: ca. 12 000 m² zzgl. Wegebau und Erschließung. ...." (Quelle: http://www.competitionline.de/wettbewerbe/53983 ). Zudem sollen Zwergmeerkatzen in diese Haus einziehen; damit kehren diese wieder in den Zooparkbestand zurück.

    Zudem sollen die Nilgirilanguren wieder in den Schaubereich kommen und die Mausmakis eine neue Anlage erhalten.
    (08.06.2011)
    Sven P. Peter:   Das ist noch der Zoomixlöwe, der gestern mit der letzten Katze zusammen umgezogen ist.
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Wenn er`s denn war, auf der linken Seite.
    Anbei ein Bild zur Prüfung.
    (08.06.2011)
    Sven P. Peter:   Vor 5 Tagen waren auch noch die zwei Zoolöwen da. Wo war der Berberkater zu sehen?
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Bärenstummelaffen: gesehen offensichtlich 1,2; bei dem Klammeraffen-Gewusel würde ich 6 sagen, ein "wirklich Junges" war aber nicht dabei. Vor ca drei Jahre wurde gesagt, daß man sich einer erneuten künstlichen Aufzucht nicht unterwerfen würde (ein einziger Mitarbeiter sei ein Jahr lang Tag für Tag adsorbiert).
    (08.06.2011)
    BjörnN:   @WolfDrei
    Haben Sie nur drei Bärenstummelaffen gesehen oder waren es tatsächlich nur noch 3 (bei meinem letzten Besuch waren es 1,3)?

    Gab es Nachwuchs bei den Goldstirn-Klammeraffen?
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Da die Nilgiris weiterhin Seltenheiten sind und auch schon (weit?) über zwanzig Jahre alt, anbei ein älteres Bild von mir.
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Bitte um Entschuldigung, war gerade vor 5 Tagen in Erfurt. Also Löwen: der Kater ist da! Flamingos haben Junge. Der Löffelhund /Hündin sollte fotografiert werden - wurde gelockt mit Leckerlis - wollte aber nicht. Eröffnung der Afrikaanlage: na ja, eröffnet ist sie schon, aber nur mit den Alteinwohnern, den Zebras, die den alten Zebrastall weiter bewohnen, während der Neubau für Rappenantilopen etc. noch nicht vollendet ist. Die Anlage macht einen guten Eindruck. Zur Zeit sind die Rappenantilopen auf dem Bergplateau neben den Jaks. Elefantenanlage: meine Begleiter waren von der Reptiliensammlung überrascht, während der Vogelbesatz generell nicht so üppig ist. Im Dunkelteil u.a. Acrobates pygmaeus und Mausmakis, dazu Große Tanreks, Zwergloris und Wüstenspringmäuse. Gut weiterhin die Waldrappanlage. Affenhaus und Freivoliere: weiterhin nur die 3 Bärenstummelaffen, während in der Klammeraffenanlage (A. hybridus) wahres Leben war!
    Die Grundmauern für die Lemurenanlage etwa auf Höhe des alten Affenhauses stehen, dazu sollen noch Kronenmakis kommen. Die beiden Nilgiris befinden sich in der Nähe der Quarantäne, die Siamangs in der langgestreckten Voliere oberhalb des ehemaligen Affenhauses. Über die Breitmaulanlage führt der Weg in Schleifen zum Giraffenhaus an einer sehr strukturierten Lamaanlage vorbei, ebenso an der Gepardenanlage, die an sich fertig zu sein scheint. Ein Gepard lag allerdings noch im Altbau.
    Die Bisonanlage wurde gehälftet, da im Mittelteil noch eine Ecke für Präriehunde im Bau ist. Im “Busch” linkerhand des Weges zum alten Eingang (früher Damhirsche) waren Sitatungas auszumachen (Anzahl?)

    (08.06.2011)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Im Artikel des ZPF zum Lemurenwald (Ausgabe 3/2010) ist zwar u.a. ein Kronenmaki abgebildet, im Text aber erwähnt, dass über die dritte Lemurenart neben Katta und Weißkopfmaki noch keine Entscheidung gefallen sei. Auf der HP ist aktuell von den Roten Varis die Rede.
    (08.06.2011)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Vor 2 Monaten waren es nachwievor 2,0 Manteläffchen.

    Im Radio wurde am Tag der Ankunft von einem Paar Manteläffchen gesprochen, deshalb meine damalige Vermutung 1,1.

    Hat man auf die Kronenmakis in der Planung des Lemurenwaldes verzichtet? Das Informationsschild nennt keine Roten Varis.
    (08.06.2011)
    Michael Mettler:   Da über die Entwicklung in Erfurt in diesem Thread leider nur noch sporadisch Nachrichten zu finden sind, ich gerade ein paar Ausgaben des dortigen ZOOPARKFREUND aus 2009 und 2010 erhielt und danach ergänzend die Website besuchte, möchte ich daraus ein paar ergänzende Infos weitergeben:

    Aus seinem vorher siebenköpfigen, auf zwei Rudel verteilten Löwenbestand hat der Zoopark alle fünf "Zoolöwen" abgegeben (1,2 nach Czluchow/Polen, 1,1 nach Gera). Übrig blieben die beiden Berberlöwinnen, für die nun ein Zuchtpartner kommen soll - man hofft sogar noch auf ersten Nachwuchs in diesem Jahr. Bin gespannt, wie auf Dauer die beiden Außenanlagen genutzt werden - wieder mit einem zweiten Rudel?

    Auf dem Gelände des ehemaligen Affenhauses entsteht ein begehbarer Lemurenwald (geplante Fertigstellung im September 2011), in dem neben den vorhandenen Weißkopfmakis als Neuzugänge Kattas und Rote Varis in Dreierkombi gehalten werden sollen sowie im dazugehörigen Haus zusätzlich Mausmakis in einem Nachtgehege. Außerdem wird es in diesem Bereich eine neue Anlage für die Nilgirilanguren geben (nur außen für Besucher zu sehen).

    Die Afrikasteppe müsste seit Frühjahr fertig sein; Besatz: Damarazebras, Rappenantilopen, Impalas, Strauße. Wobei "fertig" eigentlich relativ ist, denn die Anlage soll ja später noch erheblich erweitert werden (siehe unten und ältere Beiträge im Thread).

    Auf der Fläche der ehemaligen Steinbock- und Bisonanlagen sollte ebenfalls im Frühjahr eine neue Gepardenanlage fertiggestellt worden sein; der alte Steinbockstall wird - auf "Afrika umdekoriert" - als Gepardenhaus weitergenutzt. Die Skizze der L-förmigen Anlage im ZPF 2/2010 zeigt als Details diverse Besuchereinblicke durch Glas (unter einer Pergola und in einer Lehmhütte) und von einem Holzsteg aus sowie einen Futterseilzug, der die Geparden zum Jagen animieren soll.

    Ende des Jahres soll der erste Spatenstich für die neue Elefantenanlage in der Nähe von Axmanns Hof erfolgen, die zu den größten Deutschlands gehören und größenmäßig weit über den EU-Vorgaben liegen wird (Gesamtfläche 1,7 Hektar). Die Haltungsgenehmigung für Elefanten in der vorhandenen Anlage läuft zwar 2012 aus, aber wenn der Neubau in Angriff genommen wird, wäre die Voraussetzung für eine problemlose Verlängerung bis zum Umzug der Tiere erfüllt. Vorgesehen sind Haltungsmöglichkeiten für sechs Zuchtkühe mit Kälbern, einen Zuchtbullen und einen subadulten Bullen (leider ohne Skizze in der Zeitschrift).

    Nachfolger der Elefanten im jetzigen Haus werden dann die Giraffen sein, und die alte Anlage wird als Erweiterung der Afrikasteppe angeschlossen, die zudem noch auf den ehemaligen Parkplatz ausgeweitet werden wird.

    Der Umbau der alten Känguru-Anlage zu einem Gehege für Dingos wurde ad acta gelegt, weil erstens die anderen Projekte Priorität bekamen und zweitens die Fläche nach neuerer Einschätzung als zu klein bewertet wird.

    Die von BjörnN im Oktober erwähnten Manteläffchen, die neben dem Giraffenhaus einzogen, waren laut ZPF und Homepage nicht 1,1, sondern 2,0 - vielleicht gab es seitdem noch weibliche Zugänge...?
    (08.06.2011)
    Liz Thieme:   Es gibt Nachwuchs bei den Löffelhunden!!!
    (19.05.2011)
    Rüdiger:   @ jennifer
    natürlich die älteren Jungtiere gehen fort und die Zuchtweibchen könnten eine weiter Generation in die Welt setzen.
    Lieber gesunden Nachwuchs reproduzieren. Das ist meine positive Devise.
    (18.05.2011)
    Jennifer Weilguni:   Was geht ab? Na wenn was abgeht, dann wird es keinen Nachwuchs geben, denn ein Abgang würde ja den Verlust eines Fötus bedeuten :-))
    (18.05.2011)
    Rüdiger:   Was geht ab, gibt es bald wieder Nachwuchs bei den Breitmaulnashörner ?

    Oder hat das zweite Weibchen nicht mehr aufgenommen in de regelmässigen Zuchtstätte. Ausnahmsweise mal Nachzuchten im EEP.
    (17.05.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Für Reptilienfreunde: der Zoopark Erfurt besitzt seit Sonntag, 8.05. einen weiblichen Smaragdwaran (Varanus prasinus). Das Tier stammt aus dem Zoo Pilsen und wurde als Dauerleihgabe eingestellt. Ich hatte die Ehre/Das Vergnügen das Tier nach Erfurt bringen zu dürfen.
    0,0,4 Große Tanreks, der aktuellen und vorherigen Nachzucht sind von Erfurt nach Pilsen gegangen; die Pilsener werden die Tiere aber nach Jihlava weitergeben und dort wird, falls es beiderlei Geschlechter gibt, eine weitere Zuchtlinie aufgebaut.
    (10.05.2011)
    Michael Mettler:   Die alte Anlage in Hannover "funktionierte" auf die besagte Weise: Ihre Form war lang und schmal, die Distanz der schmalen Seite zu kurz für den Startanlauf - wäre den Vögeln also nur ein Anlauf entlang der Längsseite möglich gewesen. An einer der Schmalseiten war dichter Bewuchs, so dass sie als Flugschneise nicht in Frage kam; an der anderen gab es jedoch eine ausreichend große Lücke zwischen zwei Bäumen. Diese Lücke wurde einfach mit einem senkrechten, weichen Netz geschlossen, das im Grunde funktionierte wie ein Fangzaun hinter dem Fußballtor: Ein Flamingo, der dorthin einen Start schaffte, aber zwangsläufig noch keine hohe Fluggeschwindigkeit und Höhe erreicht hatte, flog einfach gegen dieses Netz und rutschte daran auf den Gehegeboden herab.

    Die ganze Sache hat eher einen Schönheitsfehler, nämlich die fehlende Lebensraumillusion: Flamingos leben nun mal im Freiland nicht auf Waldlichtungen ;-) Die Vögel selbst scheint das weniger zu stören, sie suchen ja teilweise in Zoos sogar gezielt mit ihren Nestern den Schutz von Baumkronen, Bambusdickichten usw. auf (vermutlich in der Hoffnung besserer Krähenabwehr).

    Übrigens ein m.E. sehr beachtliches Beispiel flexiblen Verhaltens und wieder einmal etwas, was mich schon öfter zum Nachdenken gebracht hat, ob Flamingos im Freiland wirklich auf offenen Stellen brüten WOLLEN oder es schlichtweg nur tun, um Nistplatzkonkurrenz und Nesträubern zu entgehen, so dass sie bei (weitgehendem) Ausschalten beider Faktoren vielleicht andere Plätze bevorzugen.
    (01.05.2011)
    zollifreund:   den Hauptnutzen der Volieren sehe ich v.a. darin, dass die Flamingos nicht mehr immer wieder eingefangen und beschnitten werden müssen - wenn das bei mit Bäumen umgebenen Anlagen auch funktioniert, wäre das natürlich eine Alternative.
    Obwohl ich im Lowry Park, Florida schon Zwergflamingos in der Voliere fliegen sah, dass war schon klasse...
    (01.05.2011)
    Michael Mettler:   @zollifreund: Meiner Erinnerung nach müssten die Flamingos in Bernburg und Darmstadt "übernetzt" sein. Außerhalb Deutschlands z.B. Avifauna Alphen und Emmen in NL, Odense in DK.

    Wobei das abdeckende Netz ja in der Regel eher nötig ist, um mitbewohnende Vogelarten drinnen und potenzielle Nesträuber draußen zu halten, denn die Flamingos könnten den Luftraum in einer solchen Voliere eh nicht nutzen, da sie keine "Senkrechtstarter" und wendigen Flieger sind, sondern einen langen Anlauf brauchen, um ausreichend Wind unter die Schwingen zu bekommen. In manchen Zoos reich(t)en schon die Anlagen dicht umstehende Bäume und hohe Hecken, um sogar unbeschnittene Flamingos am Ort zu behalten.

    Einer der ersten Zoos, der Flamingos in großer Gruppe unter Volierenbedingungen hielt, müsste San Antonio/Texas gewesen sein; hier war der Auslöser allerdings dafür, dass es in der Gegend immer mal Hagelschauer mit großen Eisklumpen gegeben hatte, von denen Flamingos erschlagen wurden, weshalb man sie sicherheitshalber unter ein stabiles, feinmaschiges Gitter umsiedelte...
    (30.04.2011)
    zollifreund:   Über Ostern war ich nun zum ersten Mal im Zoopark - und ich war richtig begeistert. Zum Glück hatte ich mir mehr als 5 Stunden eingeplant, hat gerade gereicht ( vielen Dank an BjörnN für die Info).
    Die Löwenanlage, v.a. mit den Löffelhunden war schon super gestaltet, die neue Afrikasavanne steht da kein bischen hinterher. Bei solchen Anlagen macht das beobachten der Tiere super viel Spass: weiter so Erfurt! aber am besten hat mir die neue Flamingoanlage gefallen, endlich mal werden hier Flamingos in einer großen Voliere gehalten. Kenne ich bisher nur aus den USA - hoffentlich macht das Beispiel Schule ( oder gibt es in Deutschland schon weitere Flamingoanlagen die mit einem Netz überspannt sind - außer den kleinen Käfigen in Berlin für die Anden und Jamesflamingos?)
    (30.04.2011)
    Henry Merker:   Seit Donnerstag leben Zwergplumploris im Zoopark Erfurt.
    (29.04.2011)
    BjörnN:   Ich würde, im Vergleich zu Halle, etwas mehr Zeit einplanen. Der Zoopark ist sehr weitläufig und bei schönem Wetter empfielt es sich, auch die Bereiche zu erwandern, die nicht für die Tierhaltung genutzt werden.

    Insgesamt würde ich für einen Erstbesch 4-5 Stunden in Erfurt einplanen.

    Vor allem der Berberberg, die Volieren am Hang und das Afrikahaus (Löwen, Erdmännchen, Schliefer, Löffelhunde) bieten sehr gute Möglichkeiten zur intensiven Tierbeobachtung.

    Mit der Straßenbahn ist man ca. 30 Minuten vom Anger bzw. Hbf zum Zoopark unterwegs.
    (18.04.2011)
    zollifreund:   liebe Zoofreunde, ich hoffe auf eure Mithilfe: über Ostern mache in eine kleine Zootour und möchte dann auch nach Erfurt. Meine Frage: wieviel Zeit sollte ich für den Besuch einplanen? z.b. im Vergleich zu Halle? (viel) mehr oder (viel) weniger? wie lange braucht man ungefähr mit der Straßenbahn vom Bahnhof bis zum Zoo?
    wäre toll wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
    Danke
    (17.04.2011)
    Niedersachse:   Die Operation hat bereits stattgefunden. Die Giraffe hat die OP gut überstande. Wie es mit dem Erfolg der OP aussieht muss man abwarten.
    (27.01.2011)
    Liz Thieme:   Nachdem aus Halle die Tigerin nach Leipzig transportiert wurde zur OP, wurde nun das Giraffenjungtier nach Leipzig gebracht. Man hofft auf eine positiv verlaufende OP am gebrochenen Bein.
    (27.01.2011)
    Liz Thieme:   Das Giraffenkalb ist da :) Das Mädchen brauchte Geburtshilfe um auf die Welt zu kommen. Durch die Erstgeburt der Mutter ist es hinterher zu Komplikationen gekommen und die Kleine wird von den Pflegern gefüttert.
    Das Haus ist noch geschlossen.
    (21.01.2011)
    Henry Merker:   In Sachen Elefantenhaltung soll es ab Januar 2011 konkreter werden:
    "Etwas Geduld brauchen noch die vier Elefanten. Für ihre neue Anlage läuft derzeit erst die europaweite Ausschreibung. Im Januar werden die drei besten Planer zur Präsentation ihrer Vorschläge eingeladen, im Frühjahr soll der Sieger gekürt werden. Der "Fahrplan" sieht für Ende 2011 den Spatenstich, für 2012 den Bau vor. Später sollen die Dickhäuter in ihrer komfortablen Anlage eine Herde mit reichlich Nachwuchs bilden."
    Unklar bleibt dabei, welcher Elefant der vierte sein soll, da der Zoopark Erfurt momentan 3 Elefantenkühe hält. Möglich wäre, dass sie schon einen Bullen in Aussicht haben oder ein Druckfehler vorliegt.
    Wünschenswert ist, dass die Kühe einen passenden Bullen erhalten - in El Vergel stehen noch zwei Exemplare, die durchaus zu den beiden jungen Kühen passen könnten; auch wenn sie noch nicht zuchterprobt sind - aber dies gilt ja auch für die Kühe.
    Ferner soll für Geparden (laut des Artikel nur ein Tier im Bestand) eine Anlage errichtet werden. Gleiches gilt auch für eine Lemurenanlage.

    Quelle:
    http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Erfurter-Zoopark-wird-zur-Baustelle-am-Roten-Berg-1264228416
    (28.12.2010)
    Sacha:   Geile Idee mit dem Bild. Könnte man auch nach Hollywood schicken, so quasi als Ideengeber für einen neuen Horrorfilm ("Claws" statt "Jaws")..:)
    (08.11.2010)
    Liz Thieme:   Nun finde ich auch Zeit von meinem kürzlichen Besuch in der Thüringischen Hauptstadt zu berichten.
    Die Afrikasavanne ist inzwischen bewohnt von den Chapman-Zebras, noch kommt der Besucher aber nicht ganz an das Gehege ran. Die weiteren Mitbewohner werden (Rappenantilopen, Strauße und Impalas) fehlen hier noch. Wobei die Anlage erst einen Teil ihrer endgültigen Größe umfasst.
    Die Pampas-Anlage für Nandus, Maras und Lamas ist auch fertiggestellt und gefällt mir gut.
    Der neue Smaragdwaran ist gut zu sehen, leider saß er für mich einfach zu hoch auf dem Ast. Foto unmöglich.

    Am Bahnhof hatte ich eine Zeitschrift (Titel vergessen) mit einem Interview mit Dr. Kölpin gelesen, wo erwähnt wird, dass ein Nashörnchen für den Januar erwartet wird.
    (07.11.2010)
    Liz Thieme:   Es handelt sich um ein männliches Tier.
    (21.10.2010)
    th.oma.s:   männchen oder weibchen?

    (21.10.2010)
    Liz Thieme:   Erfurt hat aus Prag einen Smaragdwaran-Nachwuchs geschenkt bekommen.
    (20.10.2010)
    BjörnN:   Seit heute zeigt der Zooparks in der Krallenaffenanlage am Giraffenhaus 1,1 Mantelaffen aus der Zucht des WCT auf Jersey....
    (08.10.2010)
    Michael Mettler:   Na, in den "Urheber-Wettbewerb" steige ich doch glatt ein - gleiche Grundidee, wenn auch anderes Gewürz... Veröffentlicht im Juni 1992 in der damaligen Kinderbeilage des hannoverschen ZOOFREUND. Eine Homepage hat der Cartoonist zwar nicht, aber seine Signatur ist rechts unten von den Flamingobeinen sichtbar :-)
    (01.04.2010)
    Sven P. Peter:   Und ich weiß woher die Idee kommt ;)

    http://www.ruthe.de/cartoons/strip_0016.jpg
    (01.04.2010)
    Liz Thieme:   schöner Aprilscherz :)

    Grüne Flamingos

    Flamingos sind von Natur aus schneeweiß. Jeder, der Flamingos kennt, weiß aber, dass sie mehr oder weniger rosa gefärbt sind. Woher kommt also die Farbe? Die Vögel ernähren sich in der Natur u. a. von rot gefärbten Kleinkrebschen. Nun sind Flamingos in der Lage, diesen roten Farbstoff, das Karotin, in das eigene Gefieder einzulagern. Das macht sie so schön rosa. Das Karotin ist aber auch in rot gefärbtem Gemüse, wie Paprika und Möhren zu finden. Dieser Umstand macht die Farbzugabe in Zoos recht einfach. Einfach rotes Paprikapulver in das Futter und die Flamingos sind auch in Zoos schön rosa. Dumm nur, wenn man daneben greift und statt des roten das grüne Paprikapulver erwischt. Der Fehler zeigt sich erst nach Tagen, wenn der rote gegen den grünen Farbstoff in der Flamingofeder ausgetauscht wird. Derzeit laufen also grüne Flamingos durch den Zoopark. Das Problem wurde aber erkannt und sofort behoben. In wenigen Tagen werden unsere Tiere dann wieder ihre normale Färbung haben. Wer das Kuriosum also noch sehen möchte, muss sich beeilen.


    (01.04.2010)
    Liz Thieme:   so muss es sein. Für Klammeraffen (haben übrigends 1,0 Nachwuchs in der Gruppe) wurde das Gehege extra neu eingerichtet. Damit sie alle "drei" Hände benutzen können.
    Mit dem alten Affenhaus war es noch Glück es so zu sehen, Ende des Frühjahrs soll es ganz weg sein.
    (01.03.2010)
    Oliver Jahn:   @Liz, dann sind die Stummelaffen von rechts nach links umgezogen, in das vormalige Gehege der Guerezas, die Klammeraffen haben hingegen das ehemalige Gehege der Stummelaffen erhalten.
    Und dort, wo heute die Löffelhunde sind, da waren vorher die Schabrackenschakale, ob mit der gleichen Einrichtung, das kann ich leider nicht mehr genau sagen.
    (01.03.2010)
    Liz Thieme:   Also im Affen-Dschungel war der Stummelaffe links und der Klammeraffe rechts. Jeweils ja mit den Gürteltieren vergesellschaftet.
    Die Schakale waren in dem Löffelhundbereich? Mit der gleichen Einrichtung? Also dann find ich die Löffelhunde da wesentlich besser, auch wenn es schade um den Schakal ist, aber es passt zu dem Löffelhund einfach besser. Auch wenn ich ihm gerne was für die Ohren gegeben hätte.
    (01.03.2010)
    Oliver Jahn:   Oh man, ich weiß, das Haus war nicht mehr zeitgemäß und auch nicht mehr vernünftig zu sanieren und viele der Käfige waren alles andere als großzügig und artgerecht. Aber wenn ich dieses Bild vom alten Affenhaus sehe, dann wird einem schon ein wenig schwer ums Herz...das ist eben die Sentimentalität, mit der man hin und wieder auf Vergangenes schaut. Aber egal, trauern wir nicht dem Vergangenen nach, sondern freuen wir uns auf das, was kommt! Und so wie es aussieht, dürfen wir uns da sicher noch auf einige Dinge freuen!
    Zum Zwergflusspferdgehege (ich weiß, der Name ist recht hoch gegriffen) kann ich nur sagen, ich kenne es noch aus eigener Anschauung. Ja, es war wirklich im Giraffenhaus und es war komplett ohne Außengehege.
    Bei den Löffelhunden scheint man ja jetzt wohl die Tiere regelmäßig zu sehen, denn bei meinem letzten Besuch hatte ich auch schon Glück. Damit dürfte der Tausch gegen den Schabrackenschakal sich gelohnt haben, denn der war bei meinen Besucher leider nie zu sehen.
    Zu den Fotos muss ich noch kurz bemerken, dass ich finde, dass gerade die Löwen in Erfurt im Inneren des Hauses sehr gut zu fotografieren sind. Hier habe ich auch Fotos gemacht, wie sie mir selten in einem anderen Zoo gelungen sind. Zu den Affen habe ich aber noch eine Frage. Deine Bilder zeigen einen Klammeraffen und einen Bärenstummelaffen. Wer von den beiden sitzt denn nun wo? Das alte Haus ist ja leer, und ich kenne die Klammeraffen nur aus dem alten Haus.
    (01.03.2010)
    Liz Thieme:   Habe mich neulich trotz des Wetters (das erste Mal) nach Erfurt getraut, wo ich dann mit herrlichem Sonnenschein begrüßt wurde. Die Wege waren teils leider schon noch vereist, so dass ich paar auslassen musste, um nicht gleich mich im KH einmieten zu müssen.
    Auf Grund der derzeitigen Baumaßnahmen, die hier ja auch schon angesprochen wurden, waren an manchen Stellen auch nicht mehr so viele Tiere zu sehen.
    Trotzdem gefällt mir der Zoo gut, und die Zukunftpläne lassen einiges erhoffen.
    Ganz klar in der "Beliebtheitsskala" vorne liegen das Nashornhaus und das Löwenhaus. Sogar die Löwen haben mir mal gefallen, was ja eher selten der Fall ist. Aber die Löffelhunde, sind mir trotzdem lieber. Der "Kleine" fand dann das Löwenkonzert auch nicht so berauschend, obwohl die Erlebnisse da im Haus ganz schön durchs Herz gingen.
    Das Architektenherz hätte allerdings sehr gelitten. Wie Gudrun schon sagte, ist der alte Eingang von Grafunder nun nicht mehr wirklich als dieser erkennbar und auch das Affenhaus, erinnerte mich eher an eine aufgerissene Schwimmhalle (wegen der türkisen Fliesen).
    Aber der größte Schock war der ehemalige Zwergflusspferd-Pferch? Gibt es für diesen Betonfleck eigentlich eine vernünftige Beschreibung?
    Animalisch waren dann bei den Affen und Reptilien noch das ein oder andere Besondere dabei.
    Bild: Widerspruch
    alle weiteren hier:
    http://s572.photobucket.com/albums/ss167/Otorongo/Erfurt/
    (01.03.2010)
    Liz Thieme:   Erfurt hat ein neues Logo, es beschreibt den Wandel des Zoos als Vereinigung von Zoo und Park, Tieren und Pflanzen. --> „Im Reich der Großen Tiere“
    15facher Nachwuchs bei den Tanreks.

    (12.02.2010)
    Gudrun Koball:   Am 31.10. 09 hatte ich ein paar Bilder reingestellt. Und Michael Mettler kommentierte sehr treffend:
    Nun ist er furt, der alte Eingang - statt Architekten-Klasse nur noch Abrissmasse. Und mit dem alten Robbenhaus sieht's wohl bald ganz ähnlich aus...?
    (25.01.2010)
    Oliver Jahn:   Danke Gudrun, das ist dann wohl an mir vorbei gegangen, schade eigentlich. Somit dürfte auch das alte Robbenbecken mit weg sein!? Um die Anlage tut es mir wirklich leid, denn sie war immer eine sehr schöne Anlage für interessante und seltene Haustiere, welche selten so großzügig gehalten werden. Vor allem die Rinderassen, die hier über die Jahre gezeigt wurden, waren immer ein echter "Hingucker"!
    (25.01.2010)
    Gudrun Koball:   Die Zwergzebus wurden schon im Spätsommer abgegeben. Auf der Pusta-Anlage steht nur noch der größere der beiden Ställe .(Stand Ende Dez. 09 ) Die Abbrucharbeiten rund um den Weg zwischen beiden Anlagen sind im vollen Gange gewesen, das Kassenhäuschen (mein Lieblingsthema^^) ist so gut wie ganz weg. Der Zebrastall steht noch. Vielleicht erhält man ja beide Stallgebäude, weil historisch! Die Schwarzdecke des Zwischenweges war aufgebrochen und lag ingroßen Schollen zum Abtransport bereit.
    Die Zebras stehen im Ausweichgehege auf dem ehemaligen Parkplatz, Zaun an Zaun mit den Damhirschen.
    Ich denke, in Anbetracht der Witterung, dürften die Arbeiten in den letzten 4 Wochen seit meinem letzten Besuch nicht so sehr weit fortgeschritten sein.
    (25.01.2010)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, ist die Pusta-Anlage auch schon weg???
    Wo sind denn dann die Zwergzebus?
    (25.01.2010)
    Gudrun Koball:   Die Puszta-Anlage ist ja auch schon weitestgehend Geschichte.
    Zu den Nilgiri-Languren: Sie sind in der Tat hinter die Kulissen gezogen.
    (25.01.2010)
    Oliver Jahn:   Und hier noch einmal der hintere, für Besucher nicht begehbare Trakt des Hauses.
    (21.01.2010)
    Oliver Jahn:   Ich freue mich wirklich, dass es in Erfurt weiter geht. Man hat den Eindruck, dass jetzt Stück für Stück der Zoo zu einem richtigen Zoo wird. Das ist sehr zu begrüßen, auch wenn ich natürlich sagen muss, dass es beim nächsten Besuch schon komisch sein wird, wenn wieder ein Stück Zoogeschichte weg ist. Nach dem Raubtierhaus nun der alte Eingang, das Affenhaus, als nächstes wohl die Pusta-Anlage. Aber wenn die Flächen gut nachbebaut werden, dann ist es nach meiner Meinung um die meisten Erfurter Bauten weniger schade.
    Und trotzdem hier noch mal eine Erinnerung vom letzten Jahr.
    (21.01.2010)
    Niedersachse:   Soweit ich weiß ja.
    (21.01.2010)
    Michael Mettler:   Was ist denn aus den beiden letzten Nilgiri-Languren geworden? Sind die auch hinter die Kulissen gezogen?
    (21.01.2010)
    Gudrun Koball:   @Oliver Ich will sehen, dassich nächste Woche mal in den Zoo komme, vielleicht ist es ja dann schon weg!?
    Nein, mal im Ernst, ich weiß nur das, was im Zeitungsartikel steht, vermute aber mal, dass jetzt alles sehr schnell gehen wird.

    (21.01.2010)
    Oliver Jahn:   Nun geht es also los. @Gudrun, steht schon fest, wann die Abrißbirne kommt?
    (21.01.2010)
    Gudrun Koball:   Thüringer Allgemeine / Lokalteil der online-Ausgabe / 20. Januar 2010
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    Affenbande zieht um
    NEUES VOM ROTEN BERG: Den Winter ignorierend zogen auch die Bärenstummelaffen in ihren neuen Affendschungel im Zoopark um.

    Licht aus heißt es im alten Affenhaus des Zooparks. Mit den Goldstirn-Klammeraffen Inka, Salta und Carlos sind die letzten Bewohner aus dem Altbau ausgezogen. Geplant ist die Errichtung einer weitläufigen Naturanlage für die Tiere - der Lemurenwald.

    ROTER BERG (TA). Die Klammeraffen lebten bisher im Zwischenbau zwischen altem Haus und dem 2003 gebauten Affendschungel. Das alte Domizil sowie der für Besucher nicht begehbare Zwischenbau werden abgerissen, um für den neuen Lemurenwald Platz zu schaffen. Die Goldstirn-Klammeraffen sind ab sofort im Affendschungel im Zoopark zu sehen. Der Umzug ging in den vergangenen Tagen über die Bühne. Nun benötigen die Tiere Ruhe, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen, erklärt Zooparkdirektor Dr. Thomas Kölpin. Sie seien derzeit noch scheu, etwas nervös und trauten sich nur zögerlich aus ihrer Schlafhöhle heraus. Damit die an das Schwinghangeln angepassten Kletterspezialisten sich auch richtig wohlfühlen, wurde extra ein festes Deckengitter im großen Außengehege angebracht. Die Klammeraffen können dort ganz neue, bisher unbekannte Höhen erklimmen. Die munteren Gesellen mit dem typischen Greifschwanz sind zunächst nur im großen Innengehege zu sehen. Dort wird Carlos, das ehemalige Flaschenkind, mit seinen beiden Schwestern vergesellschaftet. Mit steigenden Außentemperaturen werde die große Außenanlage freigegeben, so Kölpin.Ende vergangener Woche schloss das für Besucher begehbare Affenhaus. Die letzten Bewohner, die dreiköpfige Weißkopf-Makifamilie, hat hinter den Kulissen eine vorübergehende Bleibe gefunden. Sie werden zusammen mit zwei neuen Lemurenarten später den großen, begehbaren Lemurenwald bevölkern.Das alte Affenhaus war am 7. Oktober 1966 eröffnet worden. Die damals hochmoderne Einrichtung mit viele kleinen Vitrinen und Käfigen entspreche nicht aktuellen Standards, meint Dr. Heike Maisch, zuständig für die "Affenbande". Heutzutage baue man weitläufige Naturanlagen für weniger Arten, die dafür in größeren Familiengruppen leben. Eine moderne Tiermedizin ermögliche es, natürliche Materialien und Naturböden in den Gehegen zu haben, so dass Fliesen und Chrom der Vergangenheit angehören könnten. Mit dem Affendschungel und dem Berberaffenberg hat der Zoopark bereits Maßstäbe für eine moderne, vorbildliche Affenhaltung gesetzt. Die Haltung und Zucht seltener und bedrohter Affenarten hat Tradition im Thüringer Zoopark. Eine Tradition, die mit dem Lemurenwald für die bedrohten Halbaffen Madagaskars fortgesetzt werden wird.

    19.01.2010
    (20.01.2010)
    Oliver Jahn:   @Michael, da hast du mich wohl falsch verstanden oder ich habe mich mißverständlich ausgedrückt. Ich denke mir, dass mit den beiden alten Tieren ein Beginn bzw. Wiedereinstieg in die Gepardenhaltung in Erfurt erfolgt.
    Mit vorübergehender Unterbringung meinte ich aber nicht kurzfristig! Daher dachte ich ja auch an die Zeit NACH der neuen Elefanten-Anlage.
    (22.11.2009)
    Michael Mettler:   Wäre ja nicht schlecht, aber NOCH ein neues Projekt, wo doch schon etliche andere anliegen und irgendwie finanziert werden müssen? Vielleicht erfüllt das Paar schlichtweg den gleichen Zweck wie vorher in Hannover: Besucherattraktiver Zwischenbesatz einer alten Anlage, die wegen vorrangigerer Projekte erst mal möglichst wenig Aufwand verursachen soll...
    (22.11.2009)
    Oliver Jahn:   Das mag sein, bezogen auf diese speziellen Tiere. Aber ich kann mir kaum denken, dass Erfurt Geparde in den Zoo holt, um sie nach relativ kurzer Zeit wieder auslaufen zu lassen. Ich hoffe hier eher auf einen Anfang mit älteren Tieren, denen dann jüngere Tiere folgen werden.
    (22.11.2009)
    Michael Mettler:   Ob das Gepardenpaar eine neue Anlage überhaupt noch erleben würde? Die Katze Tonya ist fast zwölf, und Dick wurde irgendwo als "alter Kater" bezeichnet. Sieht mir also eher danach aus, als wäre die jetzige Anlage als ihr Ruhesitz gedacht.
    (22.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich könnte mir ja vorstellen, dass dieses erst mal nur eine vorübergehende Unterbringung für die Geparde ist.
    Wenn erst die neue Elefantenanlage gebaut wird, dürfte ja in diesem Bereich viel Platz sein. Ist denn schon etwas über eine Nachnutzung oder einen Abriß des jetzigen Elefantenhauses durchgesickert?
    (22.11.2009)
    Gudrun Koball:   An der Außenanlage scheint mir tatsächlich nichts verändert worden zu sein. Auch das Haus ist noch das alte. Ich vermute jedoch, dass man im Inneren wohl Boxen eingebaut haben dürfte, da bisher ja ausschließlich die verschiedensten Laufvögel auf der Anlage lebten. (Zu DDR-Zeiten waren auf der Anlage ja Strauße untergebracht.)
    (21.11.2009)
    Oliver Jahn:   Also als an der alten Kasuaranlage das Schild stand, hier wird ein neues Gehege gebaut, da war ich schon ein wenig im Zweifel, insbesondere als dann die Emu-Küken dort eingestellt wurden.
    Jetzt ist die Anlage ja richtig wieder aufgehübscht wenn auch eigentlich kaum verändert, lediglich durch den neuen Besatz veredelt. Man sieht es kaum auf dem Video, aber ich meine fast im Hintergrund sogar noch das alte Haus zu erkennen!?
    Ich freue mich für Erfurt. Geparde passen gut ins Konzept! Und wieder einmal merkt man, es geht voran.
    (21.11.2009)
    Gudrun Koball:   Statt vieler Worte ein kleines Video von Dick und Tonya den beiden - jetzt Erfurter - Geparden:
    http://www.zoo-videos.de/video/300/Neu+in+Erfurt+-+Geparden
    (21.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, umso besser, dass wir nun mit dir aber eine regelmäßige Berichterstatterin haben. Denn aus Erfurt hat man bisher immer nur sporadisch mal etwas gehört.
    (20.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Oliver Vielleicht sind's tatsächlich erst eineinhalb Jahre. 2007/2008 war ich relativ selten im Zoo. Da habe ich dann vielleicht manches übersehen bzw. nur ungenau zur Kenntnis genommen.
    (20.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, jetzt, wo du es sagst...na klar, als ich in diesem Jahr Michael Mettler bei unserem Besuch den Käfig zeigen wollte, habe ich ihn ja selber vergeblich gesucht! :-)
    Aber ein paar Jahre ist der schon weg? Ich muss mal nachschauen, dachte aber, ich hätte ihn im März 2008 noch gesehen. Und da war er auch noch auf dem Plan, den es anfänglich zum neuen Zooführer als Einlegeblatt gab, eingezeichnet.
    (19.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Oliver Es handelt sich um die alte Helmkasuar-Anlage. Der Käfig, in dem Du die Wildhunde fotografiert hattest, existiert schon sein ein paar Jahren nicht mehr. Auf der Ebene der Giraffen und Schildkröten verläuft jetzt ein Weg über den Standort dieses Käfigs, vorbei an der Zooschule, dann oberhalb des Berberaffenberges bis zum Axmann'schen Hof.
    (19.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, welches ist die Jung-Emu-Anlage? Die ehemalige Anlage des Helmkasuars? Oder die ehemalige Anlage der afrikan. Wildhunde?
    (19.11.2009)
    Gudrun Koball:   Heute war ich nun im Zoopark. Die Geparden sind da!!! Sie sind in der ehemaligen Jung-Emu-Anlage im Terrassenquartier neben der Steppenadler/Gänsegeier-Voliere untergebracht. Eigentlich gar keine so schlechte Unterbringung, denn das Gehege ist ja gar nicht mal so klein und schön eben. Ich habe auch ein paar Bilder gemacht, die aber noch hochgeladen werden müssen.
    Da ich heute Abend nochmal weg muss (Elternabend), komme ich erst morgen/übermorgen zum reinstellen.
    (19.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Michael Mettler Ich hoffe, dass ich in dieser Woche noch in den Zoopark komme. Die alte Flamingowiese fällt aber aus. Der Zaun wurde bereits einige Tage nach dem Umzug der Vögel entfernt und das Stallgebäude abgerissen. Also: Ich werde so bald wie möglich mal nachschauen!
    (18.11.2009)
    Michael Mettler:   Laut Aushang im hiesigen Zoo wurde das hannoversche Gepardenpaar nach Erfurt abgegeben. Wo wurden die Katzen denn dort untergebracht? Spontan fiele mir die bisherige, hoch umzäunte Flamingowiese als Möglichkeit ein. Auf jeden Fall sind Geparden eine stimmige Bereicherung für den Zoopark!
    (17.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Michael Amend Es hat vor etwa 15 Jahren mal die Idee gegeben, gegenüber des Zooeingangs ein Tropenhaus mit Aquariums- und Terrariumsbereich und Gastronomie zu errichten (Auch ein Haifisch-Tunnel war angedacht) Diese Ideen sind - wie so vieles - am lieben Geld gescheitert. Das gegenwärtige Areal des Aquariums ist kaum erweiterbar, da es zwischen der Häuserzeile und einem kleinen Fluss-Arm "eingekeilt" liegt:
    (Ich probiere mal, einen direkten Link zu Google maps)
    http://maps.google.de/?ie=UTF8&hq=&hnear=Nordstra%C3%9Fe+6,+Andreasvorstadt+99089+Erfurt,+Th%C3%BCringen&ll=50.992006,11.021106&spn=0.000287,0.000858&t=h&z=21
    (03.11.2009)
    Michael Amend:   @Gudrun Koball. Vielen herzlichen Dank für den Bericht über das Erfurter Aquarium. Es ist ja tasächlich kleiner, als ich erwartet habe, was aber nicht heißen muß, das es nicht auch sehenswert ist...( ich mag zum das Beispiel das kleine Aquarium in Roctsock sehr gern, sehr schön und charmant)Jedenfalls klingt es sehr nett,aber die Anzahl von 500 Arten erstaunt mich doch sehr...Selbst das"größte "Aquarium der Welt in Atlanta hält gerademal so um die 500 Arten...Gibt es denn , falls die Möglichkeiten vorhanden sind, Erweiterungspläne für das Aquarium ?
    (03.11.2009)
    Gudrun Koball:   @ Michael Mettler Die Bärenstummelaffen waren auf der linken Seite, wo vorher die Guerezas waren.
    (03.11.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Waren die Meerkatzen nun doch noch mit den Stummelaffen zusammen? Ich habe sie nur in einem schlecht einsehbaren Absperrkäfig sehen können und meine hier im Forum schon mal gelesen zu haben, dass das ihre Dauerunterkunft sei.
    (03.11.2009)
    Gudrun Koball:   Die Zwergmeerkatzen habe ich im rechten Teil des Affendschungels erlebt und finde es eigetlich schade, dass sie ins Lisztäffchengehege umziehen sollen, da sie die Größe der Anlage in ihrer Aktivität eigentlich voll ausnutzen und in der Lisztäffchen-Anlage ja doch wieder sehr viel weniger Platz zur Verfügung steht.
    (03.11.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Das endgültige Verschwinden mancher Art hat letztlich auch biologische, nämlich Altersgründe. Bei den Guerezas dürfte eine Rolle gespielt haben, dass es sich m.W. bis auf das Zuchtmännchen um Unterarthybriden handelte. Zudem werden doch nicht nur Affen hinter die Kulissen genommen, sondern im Gegenzug auch welche hinter diesen hervorgeholt (Zwergmeerkatzen), und neue Arten sind laut Racools Zitat in Planung. Wenig Gründe also für einen Affen-Abgesang.
    (03.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Michael Amend: Das Erfurter Aquarium befindet sich in einem Wohngebiet im Erfurter Norden, im Innenhof einer Genossenschaftlichen Wohnanlage. Es hat eine Gesamtfläche von etwa 500m² von denen etwa 100m² auf den eigentlichen Besucherbereich entfallen.
    Zitat von "Erfurt.de"
    "Unmittelbar an der Gera gelegen, beherbergt das Aquarium über 3.000 Tiere in 500 Arten. Seit Mai 2007 ist ein 54 000 Liter fassendes Riffaquarium mit rund 200 Meeresbewohner zu sehen.
    Vor allem hat sich das Aquarium der Haltung und Zucht von Süßwasserfischen aus aller Welt verschrieben. Die Sammlung dieser Fische ist eine der artenreichsten in Deutschland. Vielfach gelang ihre Zucht."
    Von einem Hofbereich aus sind einige Großterrarien mit Reptilien einsehbar, eine Gruppe Krallenäffchen ist zu sehen und auch amerikanische Rothörnchen sind zu sehen. Außerdem existiert ein kleiner Goldfisch-Teich.
    Bis etwa zur Jahrtausendwende gab es noch ein - viel zu kleines -Haifischbecken mit Schwarzspitzen Haien und eine Anlage für Kaimane.
    (03.11.2009)
    IP66:   Das klingt so, daß aus dem Zoo nicht nur die alten Gebäude, sondern auch die Mehrzahl der Affenarten temporär oder endgültig verschwinden. Ob die Tiere hinter den Kulissen besser untegebracht werden und ob die betagten Languren einen solchen Umzug überstehen, ist der Kontrolle der Öffentlichkeit ja zunächst einmal entzogen.
    Insofern würde ich es mir auch in Hinblick auf die Tierhaltung wünschen, daß der zuständige Denkmalpflege-Referent dem Zoo einen Besuch abstattet.
    (03.11.2009)
    Michael Amend:   Wie ist denn eigentlich das Aquarium in Erfurt,das ja seit einigen Jahren vom Zoopark mitbetrieben wird ?
    (02.11.2009)
    Sacha:   Ich hoffe das mit den Guerezas bezieht sich "nur" auf Colobus guereza und nicht auf die Weissbart-Stummelaffen.
    Schade, wenn auch absehbar, ist das Auslaufen der Haltung der Nilgiris. Von den Verbindungen aus der sozialistischen Bruderschaft ist wohl nicht mehr viel vorhanden als dass man einen Neuimport hätte unternehmen können (und vermutlich fehlte es auch an Willen, den bürokratischen Aufwand für nicht gerade ONB-Schautiere zu unternehmen). Dafür vegetieren in den Drittklasszoos Indiens die Nilgirilanguren (und eine Menge anderer bedrohter Tiere des Subkontinents) EXKLUSIV vor sich hin.
    (02.11.2009)
    Racool:   aus der Zoopresseschau: "Tapetenwechsel" im Zoopark
    Affenhaus:
    - wird demnächst abgerissen, Gemeinschaftsanlage soll entstehen
    - Guerezas --> weg (Zoo in Norditalien)
    - Klammeraffen --> Guereza-Anlage
    - Lisztaffen (Giraffenhaus) --> weg (dt. Zoo)
    - dafür Zwergmeerkatzen (bisher hinter den Kulissen)
    - Makis und Nilgiri-Languren während der Bauphase hinter die Kulissen
    - nach Fertigstellung sollen zwei neue Affenarten kommen
    (02.11.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Der für Besucher begehbare Teil des Hauses wird laut Aushang bzw. Publikums-Beruhigungs-Maßnahme (gesehen im Mai) überwiegend nur noch zu vorübergehenden Unterbringung von Affen genutzt, die aus ihren Gruppen genommen werden mussten bzw. zur Abgabe stehen. Solche Tiere säßen in anderen Zoos gleich ohne Umweg über ein altes Schauhaus hinter den Kulissen.
    (02.11.2009)
    IP66:   Ich denke, daß zumindest das Affenhaus zur Nagelprobe dafür wird, ob man den von Michael Mettler zitierten selbst gestellten Leitsatz nur als Publikumsberuhigung oder als Gestaltungsmaxime zu verstehen hat. Wenn ich einen anderenorts gelesene Pressemeldung recht verstehe, dürfte es allerdings Gründe geben, die Besucher zu beruhigen, sollen doch zwecks Räumung dieses Tierhauses die meisten Affen hinter den Kulissen verschwinden oder in andere Zoos abgegeben werden.
    (02.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver Jahn: Ist eben eine Frage des persönlichen Geschmacks - für mich ist/war der Eingang nicht spektakulärer als die Ställe...

    @Gudrun Koball: Vielleicht wird der alte Stal gar nicht mehr als solcher genutzt werden, sondern als "Beobachtungshütte" für Besucher freigegeben? Könnte jedenfalls eine sehr interessante Perspektive über die gesamte Länge der Savanne bieten. Laut Masterplan waren damals für das Raubtierhaus wohl Beutelwölfe eingeplant? :-)

    @Ralf Wagner: Interessante Idee. Eigentlich würde es sich doch auch anbieten, den rückwärtigen Innenhof und den eh schlecht einsehbaren Siamangkäfig (schwarze Affen vor schwarzem Hintergrund...) zu einer Großanlage zusammenzufassen oder das Haus nach dorthin zu erweitern.
    (02.11.2009)
    Alexander Fuchs:   @MA Es war keine Kritik an das Pflegerteam, die Zuchterfolge in den vergangen Jahren geben für eine Kritik überhaubt keinen Anlass.
    Wenn ich Kritik übe, dann nur in Bereichen wo andere sich die Schuhe anziehen und selbst Kritik üben, obwohl sie in diesen Bereichen gar keine Ahnung oder zu wenig haben.
    Ich freue mich über Breitmaulnashorngeburten, da statistisch nur 8% der gesamten Zoopopulation ausmachen. Also noch sehr, sehr wenig. Deshalb ist dieser Erfolg auch sehr wichtig für Erfürt.
    Nur eine Kopulation bei Breitmäulern geht nicht nur ein paar Sekunden oder dauer nur wenig, dass stimmt nicht. Denn 90 Minuten sind keine Seltenheit, da muss wohl der Bulle in der zweiten Halbzeit geschossen haben ;)


    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   Und noch eine Skizze der Eingangsseite.
    BG
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   Ich find´s echt schade um das Affenhaus. Mein Vorschlag für eine Geländeaufteilung hätte i.e. wie auf dem Bild ausgesehen.
    BG
    (02.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich freue mich, das Erfurt sich nun endlich auch entwickelt und das ganze geht ja wohl recht rasant. Der Abriss des Eingans aber erfreut mich nicht sonderlich. Schade drum, ich hätte mich über eine Erhaltung sehr gefreut. Die Ställe hingegen halte auch ich für eher unspektakulär.
    (01.11.2009)
    Gudrun Koball:   Hier nochmal der betreffende Bereich im Masterplan von 1960. Am eindeutigsten ist allerdings auch hier, wie auf dem unteren Bild, der ZEBRA-Stall erkennbar.
    (Der ja ursprünglich für Yaks geplant worden war)
    (01.11.2009)
    Gudrun Koball:   Meinen Nachforschungen zufolge, sind BEIDE Stallgebäude gleich alt wie das abgerissene Kassenhäuschen. Beide Anlagen bildeten zusammen mit dem Eingang ein zusammenhängend geplantes und errichtetes Ensemble. Jetzt, wo ein Element elimniert ist, kommt es auf die beiden Ställe auch nicht mehr an. Ein drittes gleichaltriges Stallgebäude steht noch unterhalb der Direktion auf dem Hang, wo die Dingos hin sollen. Von dem Vorhaben habe ich aber auch schon länger nichts mehr gehört...
    Ich war allerdings immer der meinung, dass das Kassengebäude den höheren Wierderkennungswert hat, als irgendein Stall. Und auch der Standort am Rande der neuen Anlage ließ mich meinen, dass hier ein Erhalt am ehesten möglich sein dürfte. Außerdem weiß ich nicht, ob die alten Stallgebäude nach EU-Norm umgerüstet werden können. "Schaun mer mal ...!"
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Auf der Erfurt-HP heißt es in Zusammenhang mit dem Savannen-Baugeschehen, dass alte Bausubstanz erhalten werden solle, wo immer es möglich sei, da man Bewährtes nicht nur aus Kostengründen beibehalten solle...

    Da steht auch etwas vom "alten Zebustall", der zu den ältesten Gebäuden im Zoo gehören soll. Ist damit nun der Stall der früheren Ungarn-Anlage gemeint, die zuletzt von Zwergzebus bewohnt wurde, oder ist das ein Schreibfehler und sollte "Zebrastall" heißen?
    (01.11.2009)
    Michael Amend:   Welcher Zoo hatte noch keine Überraschungs-Jungtiere ? Selbst bei Menschenaffen kam das schon des Öfteren vor..Sowohl bei Nashörnern, als auch Elefanten und Flußpferden ist aufgrund des Körperumfanges eine Trächtigkeit, selbst im letzten Drittel, oft äußerlich nicht wahrnehmbar, da gibt es aber natürlich auch individuelle Unterscheide und auch ist keine Trächtigkeit wie die andere..Eben weil es bei nashörnern und Elefanten, aber selbst bei Giraffen, nicht so einfach ist, ist ja die Thermographie so bedeutend geworden bei der Feststellung von Trächtigkeiten. Ein Deckakt muß bei Nashörnern nicht zwangsläufig von Dauer sein, die Tier sind durchaus fähig, auch in kuzer Zeit zu decken, somit ist es sehr wahrscheinlich, das dieser also unbemerkt blieb.Ein Kritik am Erfurter Pflegerteam ist diesbezüglich also unberechtigt,man sollte sich doch lieber für die Erfurter freuen,das es wieder ein Nashornkalb gibt, und wer freut sich denn nicht, wenn er morgens eine so schöne Überraschung im Stall liegen hat ?
    (01.11.2009)
    IP66:   Wenn ich es recht übersehe, so ist derzeit die Stelle des thüringischen Landeskonservators nicht besetzt - vielleicht ändert das sich ja mit der Regierungsbildung. Daß allerdings ein zuständiger Referent Akten einer antragsbefugten Bürgerin nicht entgegengenommen hat, finde ich befremdlich. Ich würde in dieser Situation mit einem formellen Antrag auf Prüfung der Schutzwürdigkeit reagieren. Die Entscheidung liegt natürlich bei dem zuständigen Beamten, doch der Antrag muß entgegengenommen werden.
    (01.11.2009)
    Markus R.:   Persönlich kann ich diese Frage leider nicht beurteilen, aber sie wurde im Zoofreunde-Forum schon mal hinreichend diskutiert und dort wurde berichtet, dass die Bausubstanz des Gebäudes keineswegs schlecht sein soll. Auch eine breite Möglichkeit von Nachnutzungsoptionen wurde da schon gesammelt: Kleinsäugerhaus, Vogelhaus, Artenschutzaustellung, Zoomuseum sowie diverse Kombinationen aus diesen Möglichkeiten...
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Abgesehen von der Frage, mit welchen Tierarten man die Käfige des alten Affenhauses füllen könnte und ob sein Baustil den heutigen Zoobesuchern noch zusagt, wäre die Technik des Hauses mal einen Gedanken wert. Die dürfte nämlich nicht sonderlich zukunftsträchtig sein, und damit wäre der Rest auch gleich in Frage gestellt.
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Da es in Erfurt ein großes "Reptilien- & Amphibienhaus" gibt, wird es dazu niemals kommen.
    Und mal abwarten was aus dem Haus wird oder auch nicht.
    (01.11.2009)
    Henry Merker:   Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war die Panzernashorngeburt im Tierpark Berlin (1995) deshalb so überraschend, weil man bis dato angenommen hatte, dass Panzernashornkühe erst später Geschlechtsreif werden würden, als dies dann tatsächlich bei Betty der Fall war. Wer jedenfalls davon ausgeht, dass eine Panzernashornkuh mit 4 1/2 Jahren noch kein Jungtier zur Welt bringen kann, da sie nicht Geschlechtsreif sein könne, macht auch keine entsprechenden Untersuchungen....

    Allzu Schade ist es nun auch wieder nicht, dass der Eingang abgerissen worden ist; ist jedenfalls meine unbedarfte Meinung. Was das Affenhaus betrifft, so bleibt die Frage, wie man es nutzen möchte, wenn man es denn nicht abreißen sollte. Vielleicht als Haltungsort für Krallenaffen nach entsprechenden Umbau? Oder doch als Reptilienhaus? Denn für größere Affen- oder Tierarten würde ich es nicht mehr unbedingt nutzen wollen. Doch vielleicht täuscht mich auch meine noch eher schwache Erinnerung an das besagte Gebäude.
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Bei Nashornkühen ist der Zyklus aller 30 Tage (+1, -1) und dabei hebt sie doch den Schwanz um dies zu signalisieren und akzeptiert den Bullen neben sich, obwohl noch ein Jungtier dabei ist. Auch eine Kopulation dauert doch bei Nashörnern sehr lange und in abgetrennten Boxen , über Nacht, dürfte das wohl nicht geschehen sein. Ich denke schon das es jemand beobachtet hat oder haben müsste.
    (01.11.2009)
    Gudrun Koball:   @Alexander Fuchs Die Kuh führte noch ihr letztes Kalb un säugte es auch noch. So ging man wahrscheinlich davon aus, dass eine weitere Trächtigkeit wohl ausgeschlossen sei. Im Sommer wurde ja extra das ältere Jungtier abgegeben, damit die andere Kuh wieder empfängnisbereit wird.
    Auf diesem Bild ist Numbi schon im 9. Monat trächtig. Die letzte Geburt war also erst 5 Monate her gewesen, als sie erneut trächtig wurde.

    @Michael Mettler Dein "Abgesang auf ein altes Kassenhäuschen" ist echt originell.

    Leider hat die Denkmalbehörde kein besonderes Interesse gezeigt, die Bausubstanz der Erstbebauung des Zooparks unter die Lupe zu nehmen, die Informationen lagen zumindest an Ort und Stelle. Der Zoo hatte ja keinerlei Grund, das Gebäude stehen zu lassen, wenn es gar nicht unter Denkmalschutz steht. Beim Affenhaus liegt der Fall genauso.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Wurden denn überhaupt regelmäßige Untersuchungen gemacht? Laut dem Artikel in der Thüringer Allgemeinen hat doch niemand damit gerechnet, dass sich die Kuh so schnell nach der Geburt ihres vorherigen Kalbes decken ließ. Wozu also Zyklusuntersuchungen bei einer säugenden Kuh?
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Bei regelmäßigen Untersuchungen muss man doch festgestellt haben, dass der Zyklus bei der Kuh ausgesetzt hat. Gerade da wäre eine Untersuchung angebracht gewesen, um eine Schwangerschaft festzustellen oder eine hormonelle Störung.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Keine Sorge, ich hab' nix geraucht ;-)

    Mich überrascht das mit der Nashorngeburt eigentlich weniger, schließlich haben sich Menschen schon bei allerlei Wildtieren in dieser Hinsicht getäuscht bzw. umgekehrt auch Trächtigkeiten festgestellt, die gar keine waren oder sich um Monate mit Geburtsterminen verrechnet. Ich erinnere an die vom Tierpark Berlin aus San Diego importierte Panzernashornkuh, die bald nach ihrer Ankunft zum allgemeinen Erstaunen ein Kalb setzte. Da sind dann gleich zwei Zooteams - Absender und Empfänger - ahnungslos gewesen.
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Mensch Micha, so poetisch :)
    Ich finde es wirklich schade, dass man den alten Eingang weg gerissen hat, nur weil man seine neuen Ziele und Ideen durchsetzen möchte. Schade, dass man nichtden Mut gefunden hat, dieses junge Denkaml unter Denkmalschutz zu stellen. So wird es wohl dann auch beim Affenhaus geschehen.

    Sehr schön finde ich die Nashorngeburt, nur kann auch ich mir nur sehr schwer vorstellen, dass man überrascht war und nichts davon wusste.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Nun ist er furt, der alte Eingang - statt Architekten-Klasse nur noch Abrissmasse. Und mit dem alten Robbenhaus sieht's wohl bald ganz ähnlich aus...?
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   (ich meinte DIESES Bild)
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   ... und einmal quer über die künftige Anlage geschaut. (Im Hintergrund der Giebel der Löwensavanne)
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   Ansonsten wird für "Afrika" ziemlich gebuddelt... Blick vom ehemaligen Zooeingang:
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   Hier ein Bild von Hörnchen Nummer 6.
    Leider sehr unscharf, weiles im Nashornhaus ziemlich dunkel war und ich keine ruhige Hand hatte. Immer wieder "Süüüüß" so ein Baby-Nashorn. Es brach aber keine Massen-Hysterie aus.
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   Übrigens: Ums Graffunder'sche (?) Kassenhäuschen brauchen wir uns nun keine Sorgen mehr zu machen ... =D
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   Gratulation nach Erfurt. Wer hätte vor einigen Jahren noch geglaubt, dass Erfurt einmal eine der erfolgreichsten Nashornzuchstätten in Deutschland wird. Hier ist das neue Haus mit seinen Anlagen wirklich ein Segen für den Zoo gewesen und der Zoo wurde reich belohnt für diesen Bau.
    Ich muss auch bei meinen Besuchen immer wieder feststellen, dass das Nashornhaus mit seinen Anlagen eine wirklich rund um guten Eindruck macht, und das für Tier und Besucher.
    (31.10.2009)
    IP66:   Das ist ja ein schöner Erfolg - ich frage mich allerdings, ob ein Pflegerteam eine solche Trächtigkeit so lange übersehen kann.
    (31.10.2009)
    Gudrun Koball:   Ja, das halbe Dutzend ist voll.

    Und ich dachte schon, ich muss ewig auf ein neues Mini-Hörnchen warten...
    Hier ein paar Bilder auf der HP unserer Tageszeitung:
    Der Kleine sieht ja topfit aus!
    http://bildgalerie.zgt.de/?em_gal=5383&e...2440305842
    Was wohl die große Schwester dazu meint ?
    Hier gleich noch ein Video: http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/t....php?p=513
    Ein kleiner Fehler im Bericht: Es ist natürlich Numbis viertes Kind (nach Limpopo, Rimbo, Samia) und insgesamt das sechste Jungtier, welches in Erfurt geboren worden ist (Es kommen noch Amari und Tuli von Temba hinzu.) Für die Statistiker: Temba hatte zunächst noch eine Trächtigkeit durch künstliche Befruchtung (Sperma eines Niederländischen Bullen), welche aber nicht ausgetragen wurde.
    (30.10.2009)
    Karsten Vick:   Herzlichen Glückwunsch. Das sechste in Erfurt?
    (30.10.2009)
    Gudrun Koball:   Zitat:
    Völlig unerwartete Nashorngeburt im Thüringer Zoopark

    Als die Tierpfleger gestern am frühen Morgen ihre Arbeit im Dickhäuterhaus beginnen wollten, trauten sie ihren Augen kaum. Bei Nashorn Numbi war eine Geburt im Gang. Wenig später lag eine Nashorn-Miniaturausgabe auf dem Stroh: ein etwa 40 Kilo schwerer Bulle.

    (Thüringer Allgemeine 30.10.2009)
    (30.10.2009)
    IP66:   Ich würde es schon so sehen, daß die von Michael Mettler genannten Zooneubauten nur bedingt mit den Argumentationen von Herrn Tudge übereingehen. Das Buch behandelt ja viele Aspekte, doch kann man es eigentlich nicht benutzen, um einen Erlebniszoo zu legitimieren. Auf der anderen Seite verwendet Herr Tudge sehr komplizierte Gedankengänge, um den von ihm geforderten Zoo nicht in der Tradition seiner Vorgänger zu sehen. Vielleicht wird man der Sache am ehesten gerecht, wenn man Spaßzooneubauten wie das Buch von Herrn Tudge als Versuche sieht, auf die Zookritik der 70er und 80er Jahre zu reagieren, von denen der erstere sich eher an den Durchschnittsbesucher, der zweite an die Intellektuellen wendet. Beide Ansätze kann man, vor allem mit dem Blick auf die Zoobegründungen der Nachkriegszeit, post-, vielleicht sogar antimodern nennen - und beide scheinen mir derzeit ihre Legitimationsgrundlage zu verlieren, weil sich derzeit die Bewertung der Nachkriegsmoderne ins Positive verschiebt.
    Der zweite Punkt, der Traditionsbruch, rpägte allerdings auch die Nachkriegsmoderne, die ja mit Stilbauten und Kunstfelsanlagen gründlich aufräumen wollte, um ihre viel geschätzten und wissenschaftliche legitimierten Ersatzlebensräume zu schaffen. Deshalb scheint es mir in Erfurt problematisch, auf eine Zookritik, die es dort nicht oder nicht mehr gibt, mit Modellen zu reagieren, die sich als Reaktion auf westeuropäischen Bewegungen der 70er und 80er Jahre verstanden. Und ich denke, daß diese Paradigmata gerade in einer Gesellschaft, die nach Linien sucht, die über den historischen Bruch von 1989 hinwegreichen, letztlich nicht verstanden und goutiert werden.
    (10.09.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Wenn's danach geht, habe ich auch in den Artikeln von Max Schmidt über den Frankfurter Zoo aus dem 19. Jh. manche Äußerung gefunden, die noch heute nicht überholt ist. Aber es ist eben auch bezeichnend, dass z.B. der Kölner Zoo der Ära Nogge, dessen "Ideologie" (wie IP66 es zu nennen pflegt) eng mit dem Inhalt von Tudges Buch verknüpft war, keineswegs nur "Letzte Zufluchten" gebaut hat, sondern auch Neuanlagen für Erdmännchen und Waschbären (statt für bedrohte Kleinraubtiere). Oder - um den Bogen zum Thread-Thema wieder zu finden - in Erfurt eine Neuanlage für Lamas, Nandus und Maras unter den Projekten zu finden ist.
    (09.09.2009)
    Matthias:   Eben.
    Und wer in anderen Threads den alten Brehm bemüht, sollte da vielleicht auch weniger laut rufen, IP66.
    (09.09.2009)
    Holger Wientjes:   Dass das nicht mehr druckfrisch ist und sich natürlich an dem damaligen Stand der Dinge orientiert ist schon klar. Nur deswegen ist es ja andererseits nicht grundsätzlich und in allen Belangen überholt. Den Kern trifft´s doch immer noch !
    (09.09.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Kommt drauf an, nach welchen Maßstäben - frag mal Computerleute, die können sich solche Zeiträume gar nicht vorstellen und ordnen das kurz nach dem Aussterben der Dinosaurier ein...

    Aber im Ernst: 1992 war das Bild des Zoos in der Öffentlichkeit noch ein anderes, an Entwicklungen wie in Hannover, Gelsenkirchen und Leipzig oder an Zoo-Soaps war z.B. noch nicht zu denken - gerade in Sachen Bauen (und darum ging es ja unten vor allem) hat sich in diesen 17 Jahren in unseren Landen doch eine ganze Menge geändert.
    (09.09.2009)
    Holger Wientjes:   Ja ist das alt ?
    (09.09.2009)
    Michael Mettler:   @Holger Wientjes: Im Original von 1992...
    (09.09.2009)
    Holger Wientjes:   Sooo alt ist das gar nicht...
    (09.09.2009)
    IP66:   Ich ziehe ältere Handbücher eigentlich eher heran, wenn ich mich über die Paradigmen und Verständnisstrukturen ihrer Entstehungszeit informieren möchte ...
    (09.09.2009)
    Matthias:   Nun ja, mit dem Buch von Herrn Tudge in der Hand, sollte jeder moderne und zukunftsorientierte Tiergärtner handeln, also auch bauen!
    (07.09.2009)
    IP66:   Wenn ich mir den Zeitungsartikel des neuen Zooleiters durchlese, erkenne ich zwei Zukunftsprobleme: Zum einen spricht man nicht von einer organischen Entwicklung des Zoos, der das vorhandene ergänzt, sondern nur von Neuanlagen - es wird also weniger auf das vorhandene Kapital als auf den Masterplan gesetzt - das kann teuer werden und schnell mit einem Einheitszoo enden, zumal, wenn man immer gleich für "große Tiere" plant und baut.
    Der zweite Punkt betrifft die Konkurrenz mit Leipzig. Ich hatte bislang gedacht, das aufgrund der niedrigen Artenzahl und den wenigen Gehegen niemand in Erfurt ernsthaft erwägt, diesen Zoo als Vergleichsbeispiel heranzuziehen - zumal ja auch die dortigen Region ungleich wohlhabender und dichter besiedelt ist. Doch wenn man schon eine solche Konkurrenz gewinnen möchte, dann vielleicht doch nicht dadurch, daß man das Afrika-Gehege, das es dort schon gibt, noch einmal baut - vielleicht mit anderen Antilopen oder anderen Gehegeschildern, aber doch sicher nicht so, daß angesichts des leipziger Vorbildes die Besucher von dem wilden Verlangen erfaßt werden, umgehend und sofort den erfurter Zoo besuchen zu müssen.
    Wenn ich nun höre, daß der Herr keine Gehege, sondern "Savannen" bauen will, so fürchte ich, daß in Erfurt jetzt mit dem Buch von Herrn Tudge in der Hand und dem Zoom vor Augen sich das fortsetzt, was bislang die Neubautätigkeit prägte: An alter Stelle wird unter Beseitigung des Bestandes um das ein und andere Mal neu gebaut, doch der Restzoo in seinen geschützten wie ungeschützten Bereiche bleibt eher Flächenbehauptung denn Zoogelände, das Besucher nur dann nutzen, wenn sie keine Tiere sehen wollen.
    (07.09.2009)
    Ralf Wagner:   @Gudrun Koball: ich glaub der Link nützt nur denen, die auch dort angemeldet sind.
    BG
    (07.09.2009)
    Gudrun Koball:   Hier sind einige Neuigkeiten aus dem Thüringer Zoopark, die sich im Laufe des letzten Monats ergeben haben:

    http://forum.zoofreunde.net/showthread.php?tid=770&pid=86917#pid86917

    Ich hoffe Sven P. Peter ist es recht, dass ich das Thema einfach mal direkt verlinke, aber es würde wenig Sinn machen, alles nochmal "aufzudrüseln", zumal ich im Moment leider für den Zoo nicht so viel Zeit habe.
    (07.09.2009)
    Henry Merker:   @Holger Wientjes:
    Nun ja, ich denke, dass Großer Kudu, Elenantilope, Rappenantilope, Südliche Breitmaulnashörner, Springböcke und die Marabus durchaus sympatrisch im südlichen Afrika vorkommen. Zugegebenermaßen passen da die Böhmzebras und Gänsegeier nicht unbedingt so richtig rein.

    Dennoch kann im großen und ganzen die Anlage als Vorbildsmodell genutzt werden, schließlich funktioniert diese WG.

    Ansonsten sei erwähnt, dass tiergeografischer Purismus nur dann betrieben werden sollte, wenn dies ohne Stress für die Tiere durchgeführt werden kann. Konkret bedeutet dies zum Beispiel: Wenn ein Zoo noch keine afrikanischen Huftiere besitzen sollte, so KANN er durchaus eine Anlage mit einem tiergeografisch stimmigen Besatz planen. Bei einen Zoo, der schon funktionierende Afrika-WGs aufweist, wäre es in meinen Augen NICHT sinnvoll der Tiergeografie zuliebe den Tieren den Streß einer Umsiedlung und eines WG-Neubeginns mit neuen Tieren anzutuen. Was nicht unbedingt nötig ist, muss also nicht zwanghaft durchgeführt werden (, insbesondere wenn es dem Wohl der Tiere schaden kann). Denn dass eine solche WG-Zusammenstellung eine Herausforderung sondersgleichen - sowohl für die Tierpfleger wie auch für die Tiere - darstellt, wurde an den unterschiedlichsten Stellen, auch im Tiergartenrundbrief, verdeutlicht. Zudem wäre es wenig plausibel, warum ein Zoo auf eine funktionierende Zuchtgruppe verzichten soll, nur weil sie für einen Besatz einer Afrikasavanne wahrscheinlich nicht in Frage kommt. Da würde ich die Tiere lieber auf der jetzigen Anlage belassen und für eine solche Savannenanlage eben andere, neue Tiere einplanen.
    Jedenfalls sollte ein Zoo der Tiergeografie zu Liebe nicht auf Tiere aus seinem Bestand zwangsläufig verzichten müssen, nur weil sie nicht hundertprozenig passen. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Wenn ein Zoo sich entscheidet, nur noch Tiere aus einem bestimmten Erdteil Tiere zu halten, dann sollte er sich auch konsequent daran halten! (Als Beispiel nenne ich den Alpenzoo Insbruck.)
    (11.08.2009)
    Holger Wientjes:   @Henry Merker: Sooo eindeutig passen die Tiere in GE geographisch doch auch nicht zusammen !
    (11.08.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Falls es dich tröstet - das mit den Steppenzebra-Unterarten IST ein Problem, vergiss lieber gleich die hübschen, leicht unterscheidbaren Abbildungen in gängigen Tierlexika. Innerhalb der letzten hundert Jahre sind mehrfach so genannte Unterartgrenzen neu verschoben worden, mal wurden Formen zusammengefasst, mal aufgespalten, mal beides gleichzeitig. Das Tier z.B., das ursprünglich mal als Zululand-Zebra Equus quagga wahlbergi beschrieben wurde (und zwar mit angeblich klar unterscheidbaren Merkmalen!) und sogar noch in der Nachkriegszeit unter diesem Namen in Zoos gelangte, wurde dann später dem Chapmanzebra mit Unterartnamen chapmani zugeschlagen, dann fasste man Chapman- und Damarazebra unter dem Unterartnamen antiquorum zusammen (wie in Erfurt), und seit neustem gilt die Population wie auch das weit davon entfernt lebende "eigentliche" Damarazebra als Restbestand des Burchellzebras burchelli, von dem manche Zoologen behaupten, es sei seit 1910 ausgestorben und andere, es hätte auch nach diesem Datum munter weitergelebt. Weiterhin stellte man nach Abklingen der kolonialen Artensucherei fest, dass Böhm- und Grantzebra (boehmi + granti) sich im Grunde nicht unterscheiden, so dass man sie zusammenfasste, aber in letzter Zeit in zwei bis vier getrennte Unterarten (boehmi, borensis, zambesiensis, isabella) neu gliedern zu müssen glaubte und gleichzeitig daran zweifelte, ob das Crawshay-Zebra crawshayi nun wirklich eine eigene Form oder nur eine Population von boehmi ist. Na, alles klar? In die Feinheiten gehe ich jetzt mal nicht :-)

    Fakt ist, dass die immer wieder neu benannten Tiere in dieser Zeit weitestgehend die gleichen geblieben sind und bei Zoozebras hinzukommt, dass sie auch noch verkreuzt sein können, ohne dass man ihnen das ansehen kann; bei den meisten Zoo-Steppenzebras dürfte es nicht möglich sein, ihre Herkunft bis zum Fanggebiet vor -zig Generationen zurück zu verfolgen. UND selbst bei Wild- bzw. Halbwildbeständen im südlichen Afrika darf man nicht unbedingt von Reinblütigkeit ausgehen, da das dortige Wildmanagement und Gamefarming Tiere zwecks Umsiedlung ggfs. quer durch den Kontinent transportiert.

    So gesehen ist das exakt passende Steppenzebra für eine puristische Gemeinschaftshaltung nicht nur eine gar nicht si einfach zu lösende Aufgabe, sondern vielleicht in ein paar Jahren schon wieder Makulatur, obwohl die Tiere die gleichen blieben....
    (11.08.2009)
    Gudrun Koball:   ... und ich dachte, ich komme mit der Kombination bei Euch durch ;-) ... irgendwann werde auch ich mich im Unterarten-Dschungel (sollte gerade bei Zebras ja eigentlich nicht so das Problem sein, da man da den Unterschied der Unterarten - wenigstens bei den Meisten - immerhin sieht) zurecht finden! *schäm*
    Wie ich gehört habe, sollen die Giraffen Nachmieter der Elefanten werden, und dann mit den restlichen Savannentieren vergesellschaftet werden, für die ja die Anlage direkt unterhalb vorgesehen ist.
    Wie die Giraffen mit der Hanglage klarkommen werden, ist mir dabei noch nicht ganz klar.
    Das Dumme daran ist bloß, dass dabei schon wieder einer der "Querwege" verloren geht, die für Rollstuhlfahrer so wichtig sind, wenn sie den ganzen Zoopark sehen wollen.
    (11.08.2009)
    Henry Merker:   @Michael Mettler & @Gudrun Koball:
    Zu den Zebras: Ein ähnlicher Gedanke ist mir auch schon gekommen. Da die Chapman- und Damarazebras einst für ein und dieselbe Unterart gehalten wurde, kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass es sich teilweise um Tiere mit unklarer Unterartzugehörigkeit handeln kann. Darum würde ich so herangehen: Tiere, die eineindeutig Chapman- und Damarazebras darstellen, werden weiterhin als solche gezüchtet. Und diejenigen Tiere, die unklar sind, was ihre Zugehörigkeit zu einen der beiden Formen betrifft, so würde ich einfach die Tiere, die phänotypisch Damara- bzw. Chapmanzebras sein könnten, auch als solche weiterhin halten. Was man bei der Damagazellen machen kann, sollte man ruhig auch bei den Steppenzebras machen können. Anders läge der Fall nur, wenn die Möglichkeit bestünde, Tiere aus Afrika zu beziehen; dazu wurde ja schon viel geschrieben...

    Zu den Giraffen:
    Dass der Zoopark Erfurt auf Netzgiraffen umstellen will, ist mir entfallen. Doch macht dies die Sache leichter. Ich würde sie einfach mit den weiter unten vorgeschlagenen Tiere vergesellschaften.
    Die eigentlich Afrikasavanne würde ich ohne Giraffen gestalten. Dass dies auch sehr gut gelingen kann, hat Gelsenkirchen bewiesen. Zudem vereinfacht dies vieles. Denn die Tiere der entsprechenden Anlage in Gelsenkirchen passen eineindeutig zusammen. Und im Rahmen des schon einmal geplanten "Damaralandes" wäre es denkbar, die Anlage direkt neben der noch zu bauenden Elefantenanlage zu errichten, wobei es für die Savannentiere möglich wäre auf die Elefantenherdenanlage überzuwechseln, wenn sie wollen...Ich glaube, dass dies auch im Bioparco Valencia so sein soll.
    (11.08.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Inwiefern harmonieren? Vom Verbreitungsgebiet her "passen" sie nicht, und als Individuen kennen sich die beiden Gruppen doch auch nicht...?
    (11.08.2009)
    Gudrun Koball:   Da in Erfurt mittelfristig ohnehin auf Netzgiraffen umgestellt wird (siehe Giraffenunterarten-Thread) hätte man mit den vorhandenen Damarazebras ja schon zwei Formen, die miteinander harmonieren.
    Für die Zebra-Spezialisten unter Euch ein Bild der Erfurter Tiere:
    (11.08.2009)
    Michael Mettler:   @HM: Spätestens, wenn man im Stammbaum rückwärts beim damaligen Händler angekommen ist, gibt's ein Problem. Die Stammtiere der sehr produktiven Duisburger Damara-Zucht kamen z.B. laut damaligem Jahresbericht aus Botswana - da leben beide Unterarten - und wurden anfangs noch als Chapmanzebras bezeichnet. Woher sollen die Zoos wissen, aus welcher Ecke des Landes der Händler seine Tiere holte? In den 60ern wurden dann auch mal - siehe Grzimeks Tierleben - beide Unterarten zu einer zusammengefasst, was verschiedene Zoos dazu veranlasst haben dürfte, auch züchterisch nicht mehr streng zu trennen. Erfurt könnte ein solches Beispiel sein.
    (11.08.2009)
    Henry Merker:   @Michael Mettler:
    Könnte man denn sowas nachprüfen (etwa mit Hilfe eines EEPs)?
    (11.08.2009)
    Michael Mettler:   Um Missverständnissen vorzubeugen: Die gemeinten Wölfe sind natürlich nicht gleichen Ursprungs wie die Zebras, sondern ihre Zuchtgruppen gehen nur auf die selbe Quelle zurück :-)
    (11.08.2009)
    Michael Mettler:   @HM: Das "Zebraproblem" stellt sich in Erfurt nicht, die dortigen Tiere sind ohnehin als "Damara- oder Chapmanzebra" beschildert, der Hengst hat sogar den Eigennamen "Chapman"... Ich habe inzwischen meine Zweifel, ob es überhaupt noch reinblütige Steppenzebras der beiden Unterarten bei uns gibt oder die Zoos nicht ihre Zebras genauso willkürlich nach Phänotyp (weißbeinig/mit gestreiften Beinen) in die Damara- oder Chapman-Schublade steckten, wie sie heute aus den weißen Wölfen gleichen Ursprungs nachträglich mehrere Unterarten machen...
    (11.08.2009)
    Henry Merker:   @Gudrun Koball:
    Die Bilder sind ganz schön, die dort ausgestellt sind.

    Was die Afrikasavanne betrifft: Es wäre durchaus möglich eine "richtige" zu schaffen, wenn man sie nicht mit Giraffen bzw. Steppenzebras besetzt; ähnlich wie in Gelsenkirchen. Durch Giraffen oder Steppenzebras würde sich das etwas verkomplizieren; außer man hätte die Möglichkeit Angola- bzw. Kapgiraffen zu beziehen, was theoretisch bei der Kapgiraffen leichter sein sollte (Ich denke da an den Zoo in Italien mit den 2,8 Tieren. Vielleicht entwickelt die Zooparkdirektion eine gute Beziehung zur Familie Maktoum...). Für den Fall, dass Kapgiraffen bezogen werden sollten, müsste dann von Damara- auf Chapmanzebras umgestellt werden. Allerdings würde ich dies NICHT machen, da zum einen Damarazebras in Zoos mittlerweile selten zu sehen sind und sich auch an eine Giraffenanlage denken ließe, die mit Netz- oder Kordofangiraffen besetzt werden könnte (bei Netzgiraffen: Kleiner Kudu, Thomsongazellen? und Grevyzebras oder Beisas bzw. gegebenfalls Somali-Wildesel; bei Kordofangiraffen: Säbel- oder Mendesantilopen, Dromedare und Sahara-Dorkas, Dünen-, Cuvier- oder Damagazellen, je nach dem). Jedenfalls wäre eine Afrikasavanne mit dem Thema "Damaraland", was ja schon in Erfurt geplant wurde, mit den Arten Großer Kudu, Elen-, Pferde- bzw. Rappenantilope, Südlichen Streifengnus, Blauhalsstrauß und Damarazebra auch ansprechend. Schließlich muss man es mit dem Purismus nicht übertreiben.

    Was die Einteilung des Themas "Afrika" in die einzelnen afrikanischen Lebensräume betrifft so wäre ich da auch begeistert. Der afrikanische Regenwald wurde ja bislang noch nicht so richtig in Form einer Regenwaldhalle gewürdigt wie etwa die südostasiatischen oder südamerikanischen Regenwälder, oder?
    (11.08.2009)
    Gudrun Koball:   Die Thüringer Allgemeine, unsere Lokalzeitung, hat anlässlich des Zoojubiläums eine Fotostrecke mit Leserfotos ins Netz gestellt. Diese befindet sich (hoffentlich) noch im Aufbau. Die Aktion läuft seit etwa 2 Wochen.
    Hier ist der Link:

    http://bildgalerie.zgt.de/?em_gal=3793&em_client=ta&em_tag=ta.erfurt_T191550605485

    Viel Spaß beim Anschauen!
    (11.08.2009)
    Gudrun Koball:   PS.: Es wäre auch toll, wenn die verschiedenen klimatischen Regionen - von Wüste bis Regenwald - deutlich würden, und das Thema Afrika nicht auf die Savannen-Landschaften, wie sie uns durch zahlreiche Serengeti-Filme vertraut sind, reduziert würde.
    (10.08.2009)
    Gudrun Koball:   Nicht zu vergessen: Pinselohr- und Warzenschweine! (Obwohl die, wie auch Spitzmäuler, in Magdeburg "abgeguckt" sind, wo ja Afrika im Zookonzeot auch eine nicht unwesentliche Rolle spielen soll.) Auf die Antilopen freue ich mich allerdings am meisten. Die hatten wir in Erfurt zu "meiner" Zeit (seit ca. 1980) ja noch gar nicht. Vielleicht wird ja Heny Merkers Traum von einer Unterartlich zueinander passenden Afrika-Savanne Wirklichkeit. Und Hornraben finde ich als "Ergänzung" zu Strauß und Marabu auch sehr dekorativ.
    (10.08.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, genau so sehe ich es, wenn schon Afrika, dann richtig. Und da fallen mir eben auch neben den Hippos und den Spitzmäulern noch etliche Tierarten ein, die zwei wichtige Kriterien erfüllen, nämlich Abgrenzung zu anderen Zoos der Umgebung (vor allem Leipzig)und dennoch Publikumsmagnete und dann als Sahnehaube für uns, auch noch Raritäten. Sofort fallen mir da die Kaffernbüffel ein. Erdferkel können eine hohe Beliebtheit erlangen. Und auch Schabrackenhyänen sind sehr ansehnliche Tiere, die dann, wenn sie dem Publikum gut präsentiert werden, von diesem auch gut angenommen werden.
    Und wenn wir dann noch bei Thema Haustiere bleiben wollen, dann würde ich mich mal wieder über ein paar hübsche gescheckte Watussis freuen, auch hier greifen nämlich alle drei Punkte.
    (10.08.2009)
    Henry Merker:   @Oliver Jahn & @Michael Mettler:
    Wenn ich Sie richtig verstehe, wäre die Idee in Erfurt konsequent auf afrikanische Tierwelt umzustellen; sprich eine Art Dvur Kralové zu schaffen, oder?
    Die Idee hört sich sehr gut an, zumal durch ein hauptsächliche Konzentration auf Afrika die Möglichkeit bestehen würde, etwaige Tendenzen in Richtung Artenschwund und Monotonie im Tierbestand entgegen zu wirken.

    @Gudrun Koball:
    Ich persönlich würde es auch begrüßen, wenn Erfurt das Spitzmaulnashorn in seinen Bestand aufnehmen würde. Denkbar wäre es etwa einen Anlagenbereich für die Nashörner in den Elefantenkomplex einzuplanen. Rein theoretisch bestünde dann der "Dickhäuterkomplex" aus einem Bullen- (idealerweise für zwei Bullen), einem Elefantenherden- (mindestens für 4 Kühe), einem (Elefanten-)Mutter-Kind- sowie einem Nashornbereich (für mindestens ein Spitzmaulnashornpaar).


    Bleibt zu hoffen, dass dies nicht nur theoretische Überlegungen bleiben; zumal das, was ich über einige asiatische Tierarten schrieb, auch für so manche afrikanische Tierart gilt.
    (10.08.2009)
    Gudrun Koball:   Gestern war Zooparkfest. Leider konnte ich nur die letzten 2 1/2 Stunden dabei sein. Laut Zeitungsbericht habe ich aber bis auf den (wahlkampfbedingten?) Aufmarsch der Politprominenz und den Auftritt einer Hunde-Show nicht so wahnsinnig viel verpasst. Dafür habe ich den neuen Zoodirektor mal (sehr flüchtig!) kennen gelernt, als er mit einer Fauchschabe ins Publikum ging und testete, wer sich davor fürchtet. Ich fragte daraufhin, ob ich das Tierchen auch mal "streicheln" darf, worauf er meinte, dass dies möglich sei. Im selben Augenblick hatte ich das Mikrofon der Moderatorin unter der Nase mit der Frage: "Naaaa, und wie fühlt sich das an?" Ich druckste irgenwas von "Ziemlich warm" und "So ähnlich wie Schlangenhaut" herum ...

    @Oliver Jahn und Michael Mettler:
    Eure Ideen finde ich richtig gut.
    Wenn schon Afrika, dann auch richtig!!!
    Wie wäre es noch mit Spitzmaulnashörnern? Ich finde es immer interessant, wenn zwei nahe verwandte Tierarten im direkten Vergleich zu erleben sind.
    (Übrigens, vielen Dank für die Korrektur meines letzten Beitrags!)
    (10.08.2009)
    Michael Mettler:   Die jetzige Zwergzebu-(frühere Ungarn-)Anlage mitsamt Wassergraben usw. für Flusspferde, die jetzige Elefantenanlage nach Umzug der Bewohner unter Einbeziehung vorgelagerter Flächen für Giraffen und an Stelle des Weges zwischen Zwergzebus und Zebras eine Barriere mit Lücken, die es Zebras und Antilopen erlaubt, frei zwischen Giraffen- und Flusspferdfläche hin und her zu wechseln....
    (09.08.2009)
    Oliver Jahn:   Mein Traum wäre es, wenn der Zoo Afrika konsequent weiter führen würde, und den Slogan, dass Dickhäuter besondere Zugpferde sind dahin gehend mit Afrika verknüpfen würde, dass es endlich mal wieder einen Zoo gäbe, der neu für Flusspferde plant. Kein einziger Zoo der ehemaligen DDR hält sie mehr, obwohl sie absolute Publikumslieblinge sein können. Und das wäre mal ein Alleinstellungsmerkmal und eine echte Abgrenzung, selbst zu Leipzig.
    (09.08.2009)
    Gudrun Koball:   @ Henry Merker:
    Ich finde es schön, wenn man so viel Fantasie hat, sich auch mal über das offiziell Geplante und offensichtlich Machbare hinaus zu träumen und hinaus zu denken.
    So wollte ich meine Fragen zum Zeitungsartikel auch verstanden wissen.
    Natürlich ist davon auszugehen, dass unsere Ideen im Bereich der Utopie verbleiben werden. Ich würde mich jedenfalls scheuen, einfach beim Zoodirektor an die Tür zu klopfen, und zu sagen: "Ich hätte da mal die folgende Idee ..."
    Die Idee mit den Japan-Makaken wäre zum Beispiel eine, die nicht so unrealistisch wäre. Direkt an den Berberaffenberg anschließend gibt es einen Bereich, der als "Erweiterungsgelände" für die Berberaffen vorgehalten wird und im Wesentlichen erschlossen ist. Das Gelände schätze ich nach dem Luftbild vom Google maps auf etwa ein Drittel der aktuellen Anlage der Berberaffen. Eine direkte Gegenüberstellung beider Arten wäre so relativ leicht praktizierbar.
    Bei den Löwen sehe ich das Problem, wo man mit den "Zoo-Mix" Tieren hin soll. Das beträfe drei Weibchen und die beiden (sterilisierten) Kater. Inwiefern die beiden Katzen aus Neuwied wirklich im genetischen Sinne unterartenrein sind, weiß ich nicht. Sie gelten jedenfalls als reinrassig.
    Wäre es nicht im Umkehrschluss auch denkbar, weiterhin auf Nachwuchs zu verzichten, und die Berberlöwinnen irgendwo hin abzugeben, wo sie auch züchten könnten, und dem Kater "Jantar" an ihrer Stelle zwei ebenfalls schon erwachsene "Zoo-Mix" Katzen im passenden Alter zuzugesellen. Da ich die Anlage für so modern halte, dass man darin auch noch in einigen Jahren züchten kann, wäre es ja theoretisch denkbar mit der "nächsten Besetzung" neue Zuchtgruppen aufzubauen. Wenn es in absehbarer Zeit in Erurt so viele andere neue Attraktionen zu bestaunen geben wird, wie dies geplant ist, werden die Zoobesucher trotz nicht vorhandener Junglöwen in den Zoo kommen.
    (09.08.2009)
    Henry Merker:   Zwar kann auch ich nicht alles nachvollziehen, was in dem Bericht geschrieben steht, doch ist wenigstens ein Anliegen als sehr gut einzustufen:
    Dass der Bau eines modernen Elefantenanlagenkomplexes (Haus und Außenanlagen) geplant ist UND auch angepackt werden soll. Allerdings bliebe natürlich die Frage wie ein solcher Komplex finanziert werden soll.
    Vielleicht wäre es doch sinniger, zunächst den Wildtierbestand nach und nach zu erweitern; denn die meisten Zoobesucher erwarten nunmal einfach Wildtiere in einem Zoo.

    @Gudrun Koball:
    In diesem Zusammenhang sehe ich ihre Anregungen gerade in Sachen "Tierwelt Australiens" als sehr ansprechend an. Meines Erachtens ließe sich auch mit bescheidenen Mitteln weitere Anlagen für australische Tiere schaffen. Ich denke da etwa an ein Koala-Baumkänguru-Haus (Viele Baumkängurus leben zwar auf Neuguinea, doch gehört ja diese Insel geografisch gesehen zum Kontinent Australien.). Dort könnten Kowaris, Gleitbeutler, Wombats und Kusue als eventuelle Untermieter mit einziehen, so sich eine Beschaffung sich nicht als allzu schwer erweisen sollte. Auch im Vogelbereich gäbe es sicherlich Möglichkeiten. Dass Ganze sollte dann in einem ansprechenden Maße durchgeführt werden.
    Was den Bereich Asien betrifft, so gibt es durchaus asiatische Tierarten, für die man auch mit relativ wenig finanziellen Aufwand Anlagen schaffen könnte. Ich denke da etwa an Altaimarale, Davidshirsche, Gorale, Japanmakaken, Leoparden (etwa Persische) und andere.
    Was die Löwen betrifft: Wenn die Berberlöwen in den Zoos keine reinrassigen Tiere sind, sondern Mischlinge, so wäre es sinnvoller diese mit unterartenreinen Tieren zu ersetzen. Ich denke da etwa an Transvaallöwen, die dann sowohl in der Normal- wie auch in der Weißfärbung gehalten werden könnten.
    (09.08.2009)
    Michael Mettler:   Warum braucht man eigentlich Geld, um Löwen züchten zu können? Muss man den Zoos, welche die produzierten Jungtiere oder die überzähligen Alttiere abnehmen, noch eine Mitgift zahlen? :-)
    (08.08.2009)
    Gudrun Koball:   Heute im Lokalteil der Thüringer Allgemeine:

    Zitat:
    Elefanten als Zugpferd

    50. Geburtstag, das ist für den Erfurter Zoo Grund genug, dieses Jubiläum gleich drei Mal zu feiern. Morgen steigt Party Nr. 1 für die treuesten Freunde und Besucher.


    ROTER BERG. Die schönste Jahreszeit ist den Tierfreunden vorbehalten, um den 50. zu feiern. Deshalb hat man die Geburtstagsparty auch vom Oktober auf den August vorgezogen. Etwas später feiern dann die Mitarbeiter und am 10. Oktober dürfen letztlich auch geladene Promis bei einem Festakt anstoßen. "Rund 1500 Tiere beherbergen wir", sagt Direktor Dr. Thomas Kölpin nach kurzem Überschlag. Die Fische im Aquarium sind die kleinsten, die Elefanten die größten Bewohner. Apropos Elefanten, ohne die wäre die Attraktivität dahin, ist sich Kölpin sicher. "Die Dickhäuter sind unsere Zugpferde", sagt der erst im April nach Thüringen gewechselte Hamburger, dessen Amtsantritt durch gesundheitliche Probleme kurz gestört wurde, der aber jetzt voll Gas geben kann."Zoo der großen Tiere", dieses Etikett soll am Roten Berg in ein paar Jahren prangen. "Giraffen, Elefanten, Nashörner, Bisons sollen unsere Flaggschiffe werden", sagt Kölpin. Für sie werden neue, artgerechte Anlagen - z. B. eine große Afrika-Savanne - gebaut. Und sie bekommen neue Nachbarn - die "Fraktion der schnellen Beine" - Gazellen, Antilopen, Strauße, Emus und Nandus. "Das passt gut zu dem Titel mit den großen Tieren", sagt Kölpin. Konkurrenz zu Leipzig? Nein. "Wir wollen unser Alleinstellungsmerkmal - große Anlage für große Huftiere - betonen". Damit müsse man sich hinter Leipzig nicht mehr verstecken. Dann die Ernüchterung: 30 Millionen Euro werde das in den nächsten 20 Jahren wohl kosten . . . Michael KELLER
    Den vollständigen Beitrag lesen Sie in unserer Textausgabe.

    Ein paar Fragen hätte ich dann aber doch:
    Ich dachte bisher, dass Bisons und Nashörner bereits Artgerechte Anlagen haben.?
    Woher will man die 30 Millionen Euro nehmen?
    Irgendwie Dachte ich, ein "Alleinstellungsmerkmal" wäre gerade das, was der andere Zoo nicht hat. Sich hinter Leipzig nicht verstecken zu müssen ist doch noch kein Alleinstellungsmerkmal. Hier wäre doch eine Verlagerung des Schwerpunktes auf Nordamerika oder Australien sinnvol, da dies die beiden Bereiche sind, in denen Leipzig nicht so starke Präsenz zeigt.
    Wäre es nicht beispielsweise sinnvol, dass man die Nashorn-Haltung und Zucht auf andere Nashornarten (Sumatranashorn ... ) ausgeweitet hätte und damit eine besondere Spezialstrecke geschaffen hätte.
    Ist es denn wirklich ratsam, sich so ausschließlich auf einen Erdteil festzulegen, wie es Erfurt zur Zeit tut? (Bis auf die Bison-Plains, das KangarooLand und die noch nicht vorhandene "0-8-15" (bestzungsmäßig: Lamas, Nandus und Maras) Südamerikawiese. Asien ist ja mittlerweile fast gar nicht mehr vertreten. Wenn ich als Erfurter mal Bären oder Tiger, Wölfe oder Luchse sehen möchte, muss ich auf jeden Fall woanders hin fahren. Wenn schon Afrika, warum dann nicht auch die ganze Bandbreite der dortigen Raubtiere, wie Leoparden, Karakale, Hyänen, Fenneks, Afrikanische Wildhunde, Geparden...?


    In der Druck-Version des Artikels ist noch zu lesen, dass man mit der neuen Elefantenanlage die Hagenbecksche Anlage übertreffen will.
    Außerdem steht in dem Artikel noch der folgende Satz:
    Zitat:
    Die Zucht steht am Roten Berg künftig übrigens im Mittelpunkt. Ob die aber bei dem daneben gegangenen Versuch von Kölpins Vorgänger mit den Löwen klappt, steht derzeit in den Sternen. Denn nur zwei der sechs Tiere sind reine Berber.Löwen, die anderen gleichen mehr "Potpourri-Mischungen" aus allen möglichen Stämmen. Dazu braucht es Geld.

    Warum müssen wir denn in Erfurt unbedingt Löwen züchten und woher hätte man denn den Berberlöwenkater nehmen sollen? Man hatte ja insgeheim gehofft, dass Ramses noch spätes Vaterglück zuteil wird. Dass aber die Bauzeit der Löwensavanne durch Konkurse und andere unverhoffte Umstände sich derart in die Länge gezogen hat, kann man ja nicht Dr. Neuschulz anlasten. Dass dadurch Ramses leider nur noch als Dermoplastik nach Erfurt zurückkehrte, ist ja nun auch nicht seine Schuld!? Hätte er auf "Teufel-komm-raus" mit den vorhanden Tieren Hybriden gezüchtet und hinterher an Zirkusse verkauft bzw. totspritzen lassen, Wie hoch wäre da wohl die Welle der Entrüstung geschlagen? Kaum ein Zoo in Deutschland züchtet unterartenreine Löwen, warum muss es dann in Erfurt unbedigt so sein? Welche Zoos haben denn z.B. überhaupt noch indische Löwen - naja, die leben halt in Asien, kommen ja ohnehin nicht in Betracht...
    Warum findet der Haltungs- und Zuchterfolg bei den Nashörnern keine Erwähnung? Auch Giraffen wurden in Erfurt regelmäßig geboren (zwar Hybriden, aber immerhin - ... - und der neue Bulle wurde ja auch noch zu Dr. Neuschulz' Amtszeit beschafft.)

    Ist alles 'ne persönliche Meinung von mir - vielleicht liege ich ja voll daneben?
    (08.08.2009)
    Michael Mettler:   Selbst, wenn nicht gleich danach das Baugeschehen starten sollte (siehe altes Bison- oder Kängurugehege): Eine leere Wiese wirkt auf Besucher eben weniger negativ als ein leeres Gehege...
    (31.07.2009)
    Gudrun Koball:   und noch ein Bild:
    (31.07.2009)
    Gudrun Koball:   Haben wir eigentlich schon einen Thread zur Geschichte des VDZ?
    Bis wann blieben ALtmann und Ullrich eigentlich Mitglieder des VDZ? Erstaunt hat mich, dass der VDZ sich also noch 1968 als Gesamtdeutsche Organisation begriff, und in Leipzig tagte.
    Noch mal was ganz aktuelles zu Erfurt. Bei meinem letzten Rundgang am 19.7. sah ich, dass an der alten Stelzvogelwiese bereits der Zaun abgebaut wurde. Man will als wahrscheinlich gar nicht erst wieder Stillstand einziehen lassen.
    (31.07.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, ich will das Thema nicht in diesem Thraed vertiefen, aber ganz kurz, es wurde immer geglaubt, dass der Austritt parteipolitisch angeordent wurde. Dem war wohl aber nicht so, denn neuere Quellen lassen darauf schließen, dass dieses eher eine "Trotzreaktion" der ostdeutschen Kollegen auf die Wahl von Klös zum Präsidenten des Verbandes 1968 auf der Tagung in Leipzig war. Es wurde immer nach Dienstantritt des Direktors entschieden. Klös und Dathe waren beide seit 1954 im Amt, Klös in Osnabrück, Dathe in Berlin. Allerdings konnte Dathe seinen Tierpark erst 1955 eröffnen, und somit fiel die Wahl auf Klös. Daraufhin soll dann auf Druck von Dathe der Austritt erfolgt sein.
    Um aber den Kreis zum Thraed Erfurt wieder zu schließen, Ullrich aus Dresden und Altmann aus Erfurt waren die beiden einzigen Direktoren, die diesen Austritt nicht mitmachten.
    (30.07.2009)
    Gudrun Koball:   @Oliver,könnte das mit der neuen Verfassung der DDR von 1968 im Zusammenhang stehen, wo - grob zusammengefasst - die gesellschaftlichen Organe der DDR als alleinige Interessenvertretungen für die Belange der DDR-Bürger festgeschrieben wurden?
    (30.07.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, aber immerhin traten die Zoo- und Tierparkleiter der DDR erst 1968 aus dem VdZ aus, und somit waren sie wohl die einzigen DDR-Bürger, die noch 7 Jahre nach Mauerbau einem gesamtdeutschen Berufsverband angehörten und regelmäßig zu dessen Tagungen in Ost und West reisten.
    Nach dem Austritt allerdings werden sich die Kontakte sicherlich nur noch auf die persönlichen Freundschaften beschränkt haben.
    (30.07.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Das hat er aber wohl in seinen Urlauben nebenher gemacht...
    (30.07.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Der Duisburger Zoochef Wolfgang Gewalt ist zwar bekannt für seine "Walfangaktionen", aber er ist auch mehrfach nach Ungarn gereist, um besonders typvolle Steppenrinder und Mangalitzaschweine für seinen Zoo zu suchen!
    (30.07.2009)
    IP66:   Vielleicht hat auch die recht unterschiedliche Entwicklung der Parks beiderseits der Mauer den Austausch beflügelt - die aufwendigen Bauten im Westen entstanden großenteils später als jene im Osten, so daß man jeweils andere Konzepte zu sehen bekam. Und auf der anderen Seite gab es die öffentliche Zookritik, die manchem Zoodirektor schon in den 70er Jahren das Leben schwer machte, in den zensierten Medien der DDR ebensowenig wie in der Bevölkerung, die dort nach wie vor fleißig ihre Zoos besuchte. Zudem kostete wegen der Volbeschäftigungsfiktion dort die Pflegearbeit deutlich weniger Geld, so daß trotz der immer geringer werdenden Zahl an Neuanlagen das Haltungsniveau gegenüber den Westzoos nicht hoffnungslos abfallen mußte. Ich weiß allerdings nicht, ob die Generation von Zooakademikern, die die Arche-Ideologie entwickelt hat, noch so enge Kontakte nach Osten unterhielt wie die derjenigen, die sich noch vor dem Mauerbau kennengelernt hatten.
    (30.07.2009)
    Gudrun Koball:   @Oliver, Dass es diese Kontakte gab, ist unbestritten. Erfurt bezog ja bis in die 80er Jahre Elefanten, Giraffen, Nashörner und andere Tiere von Ruhe. Die Treffen mit den westdeutschen Kollegen/Freunden konnten aber ab 1961 nur noch mit Genehmigung irgendwelcher Behörden (Visum!) stattfinden, womit auf jeden Fall ein freier Austausch und ein ungezwungenes sich-gegenseitig-besuchen erheblich beschwerlicher, wenn nicht (zumindest in einer Richtung) ganz unmöglich wurde. Leitende Angestellte, wie es ein Zoodirektor ist, waren zwar meist "Reisekader", doch diese "Lizenz" konnte ja ganz willkürlich entzogen werden. Wenn es nun um die Gestaltung von Gehegen geht, kann ja keine noch so gut erstellte Fotodokumentation die Wirkung vor Ort wiedergeben. Solche Aktionen, wie sie Prof. Dr. Altmann in Bulgarien zur Findung der letzten Schraubenhörnigen Langhaarziegen machte, dass er nämlich von Dorf zu Dorf reiste und sich von den EInheimischen ihre Ziegenherden vorführen ließ, wären in vielen anderen(westlichen)Ländern ja für ihn so vielleicht nicht möglich gewesen!?
    (30.07.2009)
    Oliver Jahn:   @Gudrun, wobei ich immer das Empfinden hatte, dass die deutsche Teilung in den Zoos nie richtig angekommen ist, bis zur Wiedervereinigung. Wenn ich sehe, wie oft Direktoren aus der BRD auch in Zoos der DDR zu Gast waren, wenn ich nachlese, bis wann auch DDR-Zoos ihre Tiere über Ruhe bezogen, und wenn ich mir dann noch die Freundschaften zwischen Seifert und Klös, Dathe und Dittrich und einigen anderen anschaue, dann hatte ich immer den Eindruck, dass in der Zoowelt etwas möglich war, was es sonst nicht geben durfte und nur gegen Devisen möglich war.
    (30.07.2009)
    Gudrun Koball:   In seinem Buch "SONST WÄREN SIE KEINE TIERE" von 1952 verwendet Dr. Ullrich ein Bild mit der Bildunterschrift:
    "Um die Gefangenhaltung der Wildtiere zu verbessern, ist Erfahrungsaustausch sehr wichtig. Dr. Müller, der Leiter des Zoologischen Gartens in Wuppertal/Elberfeld im Gespräch mit dem Verfasser"
    In einer weiteren Textpassage heißt es: "... daß allein die Zonengrenzen uns daran hinderten, den Zoologischen Garten so aufzubauen, wie wir es erträumten. Während nämlich in Hannover Antilopen, Strauße, Zebras abgegeben werden konnten, fehlten Löwen und Pumas, die in den Gärten jenseits der Zonengrenzen gezüchtet werden." Ein solcher Satz wäre späterhin auf keinen Fall durch die Zensur gegangen. Dass Ullrich noch 1952 von "Zonengrenzen" redet, zeigt, wie wenig die Menschen damals die neue Situation als real und dauerhaft einschätzten. Zufall - oder nicht: Gerade 1961 verbrachte Prof. Dr. Roth seinen Sommerurlaub ausgerechnet in Westberlin, von wo er aus verständlichen Gründen nicht nach Erfurt zurückkehrte ...
    (30.07.2009)
    Michael Mettler:   Soweit ich weiß, wurde der Ostafrika-Aufenthalt von Dr. Ullrich, bei dem er seine Guereza-Studien machte, durch Ruhe ermöglicht, der ihn auf seiner Tierfangfarm unterbrachte. Eine weitere Querverbindung ergibt sich möglicherweise dadurch, dass der spätere hannoversche Zoochef Dittrich, einst Assistent in Leipzig, 1961 in den Westen flüchtete und bei Ruhe eine Anstellung in Hannover fand. Da in der Folgezeit der Großumbau der 60er Jahre in Hannover stattfand (Raubtierhaus und Tropenhaus waren allerdings schon fertig), würde es mich nicht wundern, wenn in die entstehenden Bauten auch tiergärtnerische Erfahrungen aus dem anderen Teil Deutschlands einflossen. Vielleicht steckte da ja sogar ein Stückchen Erfurt - zu dieser Zeit immerhin einer der neuesten Zoos - drin...

    Ich fand übrigens in "Das große Affenbuch" ein Foto eines Teilbereiches des Erfurter Affenhauses aus der Zeit, als die Außenkäfige noch mit Glasbausteinen in kleinere Abteile gegliedert waren. Zu sehen sind darauf nicht nur Hulmans und Kleideraffen, sondern auch ein Stück Hausfront oberhalb der Käfige, und die sah offenbar schon genauso aus wie jetzt. Leider weiß ich nicht, von wann das Foto ist. Das Buch enthält auch mindestens ein Affenfoto aus Prag, bei dem man Glasbausteine im Hintergrund sieht, und das 1968 gebaute Henri-Martin-Haus in Rotterdam (Affen- und Nachttierhaus, wird heute m.W. als Forschungszentrum genutzt) zeigte eine ähnliche Gliederung mit schmalen, hohen, durch Glasbausteine getrennten Außenkäfigen. Das scheint also ein Stilmittel der Ära gewesen zu sein.
    (30.07.2009)
    Gudrun Koball:   Eines ist übrigens interessant, wenn man den Graffunder-Thread und den Basel-Thread mit Erfurt ins Verhältnis setzt.
    Man muss vor Augen haben, dass die deutsche Teilung 1959 - im Gründungsjahr des Zooparks - noch keineswegs so vollständig war, wie dies später der Fall war. Die Berliner Mauer stand noch nicht und es war durchaus noch möglich, im anderen Teil Deutschlands Erfahrungen zu sammeln.
    Prof. Dr. Roth selbst war ja direkt vom Ruhrzoo in Gelsenkirchen nach Erfurt berufen worden, um den Zoo aufzubauen. Auch Dr. Ullrich, damaliger Zoodirektor in Dresden, der die Zoogründung wissenschaftlich begleitete, hatte wenige Jahre zuvor noch selbst in Hannover bei Ruhe einen Elefanten und anderes Getier vor Ort "einkaufen" können. Somit sind Bauten der damaligen Bundesrepublik bei den Zoogründern noch sehr vor Augen gewesen. Auch Graffunder und Dathe werden als Berliner den Zoo genau vor Augen gehabt haben. Dathe zählte in seinem "Rechtfertigungsschreiben" für die Gründung des Thüringer Zooparks im 1960er Zooführer ja den Berliner Zoo sogar noch ganz selbstverständlich unter die Zoologischen Einrichtungen auf dem Gebiet der DDR!
    Diese Möglichkeiten des Austauschs hatte Prof. Dr. Altmann bei seinem Amtsantritt 1962 nicht mehr, da ja 1961 die Berliner Mauer den letzten Zugang zur westlichen Welt verschloss.
    (30.07.2009)
    IP66:   Ich bedaure immer wieder, wie wenig wir über die Wildparks vor 1933 wissen - auch über deren Eingänge. Allerdings sind mir für die Zeit vor 1945 zwei vom Heimatstil geprägte Zooeingänge bekannt, jene in Nürnberg und Wuppertal. Letzterer stand bis zu seinem erst jüngst erfolgten Abriß direkt neben dem Gesellschaftshaus, einem typischen Bestandteil des Aktionärszoos und war sicher auch als eine Alternative gemeint. Das magdeburger Eingangshäuschen, über das wir ja schon einmal ausfohrlicher gesprochen haben, paßt gut in diese Tradition, wobei es auch nicht wirklich quer zu den stalinistischen repräsentativen Bauten der Zeit steht.
    (25.07.2009)
    Mel:   @MM: Falls für dieses Thema Interesse besteht kann ich da, die Tage, gerne mit Infos helfen ;-)
    (24.07.2009)
    Michael Mettler:   Wenn der Zoopark Gudruns Idee verwirklichen und den alten Eingang als Aussichtsplattform für die Afrikasteppe stehen ließe, müssten wir also alle zufrieden sein :-)

    Da ich für dieses Thema auf der falschen Seite der innerdeutschen Grenze und zudem als Kulturbanause aufgewachsen bin: Ich bin in letzter Zeit in Gesprächen und Forumbeiträgen mit euch so oft mit dem mir vorher völlig unbekannten Namen Graffunder konfrontiert worden, dass ich jetzt neugierig bin. Wikipedia nennt zwar die Zoos, in denen seine Bauten stehen, aber bis auf das Alfred-Brehm-Haus keine konkreten Gebäude. Habt ihr nicht Lust, in einem eigenen Thread mal seine Werke in den Zoos der Ex-DDR zusammenzustellen?
    (24.07.2009)
    Gudrun Koball:   Das Häuschen stellte ja im Ursprungskonzept lediglich den Eingang in einen Teilbereich, das Terrassenquartier, dar, welches als "erster Bauabschnitt" geplant war und über dessen Fläche der Zoo bis 1998 nicht hinausgewachsen war. Als sich herausstellte, dass dauerhaft nur diese Fläche genutz würde, mussten alle Bauten, die in der Perspektive für andere Zoobereiche geplant waren gewissermaßen "dazwischengequetscht" werden. Von dem ursprünglichen Ansinnen, einen Zoo mit weitläufigen Freianlagen, großen Wasserflächen und sogar Freizeutpark-Elementen zu errichten blieb da nicht viel. So wurde das ehedem als Regenschutz und eventuell als Kiosk geplante Häuschen zum Haupteingang eines Zooparks in dem sich auf weniger als 20 ha über 200 Tierarten drängten. Der eigentlich geplante Haupteingang, ein ganzes Stück östlich des heutigen Affendschungels, war in der Perspektive dem Gesamtprojekt in Größe und Ausstattung angepasst und hätte sich bis heute nicht zu "verstecken" brauchen.
    So musste nun aber das Provisorium über 40 Jahre lang funktionieren.
    (24.07.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66, einen nicht unwesentlichen Unterschied gibt es da aber schon. In Magdeburg baute man einen kleinen Eingang für einen Heimattiergarten, welcher erst später zu einem "richtigen" Zoo erhoben wurde. In Erfurt hingegen plante man von Anfang an einen Großzoo, dem man auch einen dem entsprechenden Eingang genehmigte.
    (24.07.2009)
    IP66:   Ein nicht ganz uninteressanten Aspekt habe ich leider erst bemerkt, nach dem der Beitrag unten schon eingestellt war: Wenn man den - anscheinend derzeit nicht vom Abbruch bedrohten - magdeburger Alteingang betrachtet, so kann erkennen, wie sich die Parkarchitektur von einem verzwergten Stalinismus, der eigentlich nur ein mit parolen versetzter Heimatstil war, in Erfurt doch zu etwas wie Weltniveau oder doch zumindest internationalem Anspruch genügendem Gestalungswissen aufschwang - ein Moment, den auch das Brehm-Haus in Friedrichsfelde markiert und den es Herrn Graffunder bis zum "Palast der Republik" leider nicht zu verlängern gelang.
    (24.07.2009)
    IP66:   Ich glaube nicht, daß man Herrn Graffunders Postition in der DDR überbewertet, wenn man sie mit der Karl Friedrich Schinkels im Königreich Preußen vergleicht - wobei ihm auch in sofern das Schicksal des allenthalben geschätzten preußischen Baumeisters teilt, als die Generation seiner Söhne sich sehr intensiv darum bemühte, möglichst viele seiner Bauten zu beseitigen. Die Enkelgeneration, die wie bei Herrn Schinkel diese Abrisse bedauert, sehe ich allerdings noch nicht.
    Den Eingang selbst würde ich schon bedeutender als ein Wartehäuschen beurteilen, wobei es auch da, etwa an der Station Bellevue in Zürich, Beispiele gibt, deren Wirkung in die europäische Architekturgeschichte über die so manchen Staatsbaus hinausreicht. Zum einen gelingt es dem Bauwerk, durch die Dominanz des Daches zu verhindern, daß die Kassenhäuschen in eine Schalterparade verwandeln, wie sie die Eingänge vieler Zoos prägt, zweitens schwebt das Dach so auf den Stützen, das man weder sein Gewicht noch seine die anstehenden Besucher vor Regen schützende Funktion wahrnimmt, die vielen neueren Zooeingängen fehlt. Als dritten Faktor würde ich das geradezu nonkonformistische Moment des Abknickens der Bedachung an einer Seite nennen, das ebenso die die verschiedenen dem Dach untergeordneten Raumkörper für eine sehr lebendige und wenig monumentale Wirkung sorgt. Ich finde es insofern armselig, wenn man sich die Fähigkeit unterstellt, einen ganzen Zoo besser neu bauen zu können, für einen derart wohl geratenen und kleinen Bau dort jedoch keinen Platz übrig hat.
    (24.07.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe als Kind nur wenige male vor diesem Eingang gestanden, daher ist es nicht der Emotionalität geschuldet, sondern eher dem Gedanken, den Gudrun auch angeschnitten hat, nämlich dass von hier aus die grandiosen Ideen (welche leider nie verwirklicht wurden) vom einzig namhaften Zooarchitekten der DDR sich in den Zoo entwicklen sollte. Wer sich den Masterplan anschaut, der versteht dieses Gebäude eher im Zusammenspiel mit den anderen Häuser als eine Einheit eines zu seiner Zeit hochmodernen Zoos. Und im Thraed "Zooeingänge" haben wir ja einige Bauten zusammengestellt, die heute schon Kultstatus haben, aber den konnten sie nur erlangen, weil man sie nicht abgerissen hat. Darum tut es mir um jeden Bau leid, der ein (wenn auch nur kleines) Stück Zoogeschichte geschrieben hat.
    (24.07.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Den emotionalen Faktor kann ich ja durchaus nachvollziehen, und das ginge mir auch nicht anders. Aber wie du selbst sagst: Das Bedeutende an diesem Bauwerk war für dich weniger das Gebäude selbst oder gar sein Erschaffer als vielmehr die Tatsache, dass es das "Tor in eine andere Welt" symbolisierte. Letztes Jahr habe ich in Mierlo/NL im Eingangsbereich des erst wenige Jahre alten Zoos "Dierenrijk" vor einem Kassenhäuschen gestanden, das vermutlich nur ein etwas modifiziertes Holzhaus aus dem Baumarkt war. Selbst das wird vielleicht aus ähnlichen Gründen in 20, 30 Jahren bei manchem erwachsenen Besucher selige Kindheitserinnerungen hervorrufen, aber kein Mensch wird sich daran erinnern, welcher Designer diesen Zweckbau mal entworfen hatte...
    (24.07.2009)
    Gudrun Koball:   Es ist eben wahrscheinlich was anderes, wenn man viele Male in seinem Leben in Vorfreude auf einen schönen Tag im Zoo in der Schlange vor diesem Häuschen gestanden hat. (Ob nun von Graffunder oder nicht!) Ich denke, wenn man als Jugendlicher mit seinen Freunden zum klönen immer an einem bestimmten Bushäuschen gesessen hat, und dann wird es eines Tages weggerissen, kommt auch ein bisschen Wehmut hoch!? Außerdem ist eben dieses Häuschen mit den beiden Gehegen dahinter quasi die "Keimzelle" des Zooparks, von wo alles andere ausgegangen ist.
    Das beste war übrigens, wenn die Eltern Schlage standen, und man konnte in der Zeit am Gitter stehen und hatte die Zebras und Watussirinder so dicht vor sich, wie sonst nicht. (An den "offiziellen" Seiten des Geheges ist die Gehegebegrenzung so, dass man nicht dichter als ca. 1,50 m an die Tiere herankommt, während sie vorn manchmal direkt am Gitter standen.)
    (24.07.2009)
    Michael Mettler:   Was mich tröstet, ist die Tatsache, dass ein Straßenbahn-Fan (soll es ja neben Eisenbahn-Fans auch geben) vielleicht umgekehrt einem Graffunderschen Zootierhaus nichts abgewinnen könnte...
    (24.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Ich kann dem Haus so auch gar nichts abgewinnen.
    Wie eine Straßenbahnhalteszelle sieht das nicht aus, eher wie ein Wartehäusschen für Busse. Fehlen nur noch zwei Bänke, das Haltestellenschild und ältere Damen davor ;)
    (24.07.2009)
    Michael Mettler:   Also, seit meiner Beteiligung am Forum wurden mir ja erst die Augen für Zooarchitektur geöffnet, aber so weit, zwei durch ein Flachdach verbundene "Schalter" als bedeutendes Bauwerk zu betrachten, bin ich anscheinend noch nicht ;-) Solche Bauten kenne ich aus Hannover an Straßenbahn-Endpunkten oder -Umsteigestellen (ebenfalls Ticketverkauf + Kiosk + Regendach). Sind allerdings inzwischen auch schon Geschichte...
    (24.07.2009)
    Oliver Jahn:   Also da bin ich ja richtig froh, dass ich dem Bau beim meinem letzten Besuch doch einiges an Aufmerksamkeit geschenkt habe. Es wäre für mich nicht das erste mal, dass ich in einen Zoo komme, und eines seiner bedeutenden Bauwerke ist plötzlich einfach weg.
    (24.07.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Bei Beginn der Haltung hatten die Rothunde in Magdeburg nur einen ehemaligen Tigerkäfig, da wärst du wohl weniger beeindruckt gewesen... Das mit der Erfurter Giraffenanlage hatte mich angesichts deiner Schilderungen zur Bison- und Zebraanlage auch schon gewundert.
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   Ich frag mich ja auch schon lange, warum das Giraffengehege nicht zu klein ist. Habe bisher nirgendwo ein kleineres gesehen.
    Mal im Ernst: Das Rothund-Gehege in Magdeburg erschien mir tatsächlich um einiges größer als die Bennett-Wiese in Erfurt.
    (23.07.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Vielleicht werden in Thüringen Gehegemaße für Rothunde verlangt, die das alte Kängurugehege weit überschreiten...?
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   Einerseits finde ich das Dingo-Projekt auch prima und sie werden bestimmt auch Publikumslieblinge. (Guck mal, die süßen Hunde...!) Aber, was mich wundert, ist Folgendes:
    Die Leiterin der Bereiche Marketing und Tierbetrieb Frau Dr.Maisch führt das EEP-Zuchtbuch für den Rothund, über dessen Verhalten sie auch promoviert hat. Bei einem Besuch im Magdeburger Zoo am letzten Wochenende sah ich zum ersten Mal Rothunde und war von ihnen ziemlich begeistert. Ich denke, diese Tierart hätte bei den Besuchern ähnliche Akzeptanz wie Dingos, die ja ebenfalls im nahe gelegenen Gotha vorhanden sind. Außerdem bekäme man eine weitere EEP-Art in den Zoopark.
    Leider ist "Asien" im Thüringer Zoopark zur Zeit nicht besonders gefragt, was sich wohl auch kaum ändern wird.
    (23.07.2009)
    Henry Merker:   @Gudrun Koball:
    Dies habe ich bereits heute morgen festgestellen können und dadurch dann doch den ganzen Text lesen können; weshalb ich dann den zweiten Beitrag schrieb.
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   @Oliver Jahn:
    In der Tat haben wir hier einen echten Graffunder-Bau vor uns.
    In einem Beitrag vom 31.05. (weiter unten im Thread) habe ich mal ein Bild gepostet, welches laut Zooführer von 1960 von "E. Graffunder, Berlin" gezeichnet wurde. Aus dem gleichen Heft stammt auch dieses Bild des Gebäudes im Original-Zustand.

    (23.07.2009)
    Oliver Jahn:   Und handelt es sich bei dem Eingang nicht sogar um einen "Echten Graffunder"?? Da hier keine unzeitgemäße Tierhaltung dagegen spricht, wäre es doch wirklich sinnvoll, diesen Bau zu erhalten.
    (23.07.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Koball: Deine Idee, den alten Eingang zu einer Art Lodge für die Afrika-Anlage umzuwidmen, gefällt mir gut! Man könnte sogar auf teure Panzerglasscheiben statt der Gitterfronten verzichten, wenn man eine halbhohe Brüstung einsetzen und den gehegeseitigen Bereich davor durch Felsblöcke usw. für die Huftiere unbegehbar machen würde - siehe die Lodge in Münster. Soweit nicht anders benötigt, ließen sich die Kioske auch zu zwei Anlagen für Kleintiere (vergittert oder verglast) umarbeiten.
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   @ henry Merker:
    Im Internet Explorer muss man das Fenster maximieren, in dem der Link sich öffnet - und dann erscheint, wenn man mit der Maus übers Bild fährt, ein Cursor in der Form einer Lupe. Dann nochmal klicken - dann hat man die Originalgröße. Vorher erscheint das Bild meist automatisch an's Fenster angepasst. (Vielleicht hilft das ja zur besseren Sichtbarkeit?)
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   Schade ist es bloß um das alte Kassenhäuschen. Ist es doch fast das einzige Gebäude, was von der Zeit des ersten Zoodirektors - also der Gründungszeit des Zooparks geblieben ist. Wenn man das Gitter zur Zebraanlage vielleicht durch eine Glasscheibe ersetzen würde, und das Ganze(gründlich)sanierte, könnte man die Kioske links und rechts für die Zoo-Lotterie oder ähnliche Zwecke nutzbar machen und es als "Schaufenster" in die neue Anlage integrieren.
    Den zweiten Kiosk könnte dann beispielsweise der afrikanische Künstler, der seine Schnitzereien derzeit im Nashornhaus anbietet, nutzen.
    Leider ist es schon ziemlich herunter gekommen, da man den Abriss anscheinend schon längere Zeit plante.
    Ich bin sonst eigentlich sehr fürs abschneiden von "alten Zöpfen", aber wenn aus dem Gründungsjahr des Zooparks gar nichts mehr stehen bleiben darf - wozu feiert man dann ein Jubiläum?
    Die Südamerika-Anlage sehe ich auch etwas kritisch, zumal in Gotha - ca. 20 km entfernt - eine Anlage mit exakt der gleichen Besetzung vorhanden ist.
    (23.07.2009)
    Michael Mettler:   Übrigens: Maras zur "Andenfauna" zu zählen, ist ein zoologischer Fauxpas des Zooparks...
    (23.07.2009)
    Michael Mettler:   Den Wegfall des Weges zwischen Zwergzebu- (ehemaliger Ungarn-) und Zebra-Anlage empfinde ich als ebenso mutige wie zukunftsträchtige Lösung. Und dass sich ein weiterer großer Zoo (wieder) mit Dingos befassen will, finde ich gut. Thematisch runden die den Haustierbereich auf dem Plateau ab, auch wenn ich mich zuerst gefragt habe, ob sie nicht besser am Kangarooland aufgehoben wären.
    (23.07.2009)
    Henry Merker:   Nachtrag:
    Die Absicht wieder Dingos zu halten, hört sich nicht schlecht an. Bei der Südamerikaanlage würde ich eher die Lamas durch Guanakos oder Vikunjas ersetzen, wenn sich bewerkstelligen ließe. Besonders ansprechend finde ich die Planungen zur Afrikasavanne und dem begehbarem Damhirschgehege. Was die Elefantenanlage betrifft, so muss wohl abgewartet werden.
    (23.07.2009)
    Henry Merker:   @Gudrun Koball:
    Zwar konnte ich auch jetzt nicht alles erkennen, doch konnte ich dem Link entnehmen, dass die Zebraanlage zu einer Afrikasavanne erweitert, eine neue Elefantenanlage und eine Südamerikaanlage errichtet werden soll.
    (23.07.2009)
    Gudrun Koball:   Da man nun leider nichts mehr lesen kann, versuche ich das Ganze jetz über einen Link:

    http://s12b.directupload.net/images/user/090722/la7u93qr.jpg

    Hoffentlich geht es jetzt!
    (22.07.2009)
    Karsten Vick:   zum Hochladen ist es jetzt klein genug - zum Lesen zu klein... :-)
    (22.07.2009)
    Gudrun Koball:   Irgendwie scheint das Bild nicht hochgeladen worden zu sein - 2. Versuch:
    ( Bilddatei war zu groß! ;D )
    (22.07.2009)
    Gudrun Koball:   Die Liste der Bauvorhaben des Thüringer Zooparkes wurde im aktuellen Heft des "Zooparkfreund" konkretisiert.
    Ich habs mir mal einfach gemacht und die entsprechende Seite einfach mal eingescannt.
    (22.07.2009)
    Gudrun Koball:   So lange hat es gedauert - nun ist es endlich geschafft:
    Die Flamingo-Anlage wurde gestern endlich offiziell eröffnet!
    Hier die Meldung auf Erfurt.de:
    http://www.erfurt.de/ef/de/service/aktuelles/sv/2009/3/33298.shtml
    Leider konnte ich nicht dort sein, da ich erst heute aus dem Urlaub zurück gekommen bin.
    Hier ist der Bericht auf der Homepage des Thüringer Zooparks:
    http://www.zoopark-erfurt.de/cb/start.php3?kat=QWt0dWVsbGVz&rub=QmF1Z2VzY2hlaGVu&fsessionid=028d0a2112b14cfbffa85e39ab7a3705&enty=JTI2VXVtbCUzQg==
    (17.07.2009)
    Gudrun Koball:   Bei den Löffelhunden war gerade Fütterung auf der Außenanlage. So habe ich die Tiere auch endlich mal dort zu Gesicht bekommen.
    (05.07.2009)
    Gudrun Koball:   Die Flamingos sind jetzt in der neuen Anlage! Sie sind zwar noch im Haus, zur Eingewöhnung, aber sie sind da!!!
    Die Scheiben sind noch mit Farbe bestrichen, damit die Tiere sie besser erkennen, und nicht dagegenstoßen, aber ich habe ein paar freie Stellen gefunden, um ein paar Bilder zu machen.
    (05.07.2009)
    IP66:   Ich habe gelegentlich den Eindruck, daß Projekte um so großartiger geraten, je geringer die Chance auf eine tatsächliche Realisierung ist.
    Grundsätzlich waren Teichanlagen auch bei Zooneuplanungen der Nachkriegszeit beliebt - Köln mit seinem riesigen Weiher auf dem Erweiterungsgelände stellt da das eindrücklichste Beispiel, aber auch die Neuplanungen von Hannover oder Münster arbeiteten mit großen Wasserflächen. Allerdings stehen diese Zoos alle auf einem ebenen Gelände, so daß sich bei den fraglichen Anlagen ein insofern vergleichsweise natürlicher Effekt ergibt, als der Weihe eine tiefe Stelle im Gelände markiert. Das stelle ich mir in Erfurt etwas schwierig vor und dachte spontan an die Weiherkette in Halle, die zoologisch und gärtnerisch gewünscht wurde, die sich aber in den Bergzoo nur um den Preis einer sehr künstlichen Wirkung integrieren ließ.
    (03.07.2009)
    Gudrun Koball:   Was mich an den 1960er Planungen überrascht, sind die zahlreichen, großzügig angelegten Wasserflächen und Wasserspiele. Auch der hier allseits beliebte Rinderwinkel sollte einen großen Teich abgeben. Ich habe die Vermutung, dass dies aufgrund von darunterliegenden Bunkersystemen nicht durchführbar war.(Auf dem Plateau soll in den 70er Jahren sogar mal ein Pferdefuhrwerk eigebrochen sein!)
    (03.07.2009)
    Michael Mettler:   Das hört sich eigentlich danach an, dass ein solches Projekt auch heute noch dem Zoo gut zu Gesicht stehen würde!
    (02.07.2009)
    Mel:   Laut meinen Infos sollte das Haus ursprünglich Javaneraffen (Langschwanzmakaken)auf der links seitigen aussenanlage beherbergen. Für die rechte seite waren zwei getrennte Aussenanlagen nebeneinander geplant hier sollten Malayenbären auf der einer und Lippenbären auf der anderen gehalten werden. Das von "Ex-Guddy" ;-) erwähnte Exotarium sollte mittig geteilt seien. auf der einen Seite eine Art Vogelhalle und die andere seite eine reptilienhalle (Krokos usw.) umrahmt von Terrarien und Aquarien und an der Stirnseite volieren mit innen und Aussenteil.

    LG Mel
    (02.07.2009)
    Gudrun Koball:   Da freue ich mich aber, dass das anscheinend von ganz alleine funktioniert, und die Software meinen Vornamen kennt, obwohl ich nur den Nachnamen eingeben brauche!)
    (02.07.2009)
    Gudrun Koball:   @Henry Merker
    Die beiden Außenanlagen sollten Affen und Bären aufnehmen, der Mittelteil war für ein Exotarium geplant (Vögel, Kleinsäuger und Reptilien in Terrarien und Volieren)
    (Ich habe gerade meinen Nicknamen aufgegeben und schreibe nicht mehr unter "Guddy". Ich hoffe, dass das Nutzerkonto noch auf meinen vollen Namen umgestellt werden kann. ich heiße übrigens Gudrun.)
    (02.07.2009)
    Henry Merker:   @Guddy vom 30.06.09; Beitrag II:
    Welche Tiere sollten denn in dem Asienhaus bzw. -projekt untergebracht werden? Ich frage zum einen, weil dieses Haus wohl sehr groß werden sollte und zum anderen, weil zwei große Außenanlagen deutlich erkennbar sind.
    (02.07.2009)
    Guddy:   Mal "zwischendurch" eine BUCHVORSTELLUNG:

    Heute möchte ich ein Buch eines ERFURTER AUTORS vorstellen, das vor einem Jahr erschienen ist:

    Tschiep, der Spatz vom Zoo, erzählt
    Geschichten von Tieren und Menschen
    von Rolf Meyer

    Erschienen ist das Buch im Angelika Lenz Verlag.

    Auf dem hinteren Buchdeckel steht zu lesen:

    (Zitat)
    Da Buch:
    ~~~
    Tschiep, ein kleiner Spatz, fliegt fröhlich durch den Zoo und lässt sich von allen Tieren in ihren Gehegen etwas aus ihrem Leben berichten. Wie sie in den Zoo kamen und was sie vorher so alles erlebt haben, interessiert ihn natürlich besonders. Die unterschiedlichsten Schicksale eröffnen sich ihm.
    Verwundert lauscht er den Geschichten von Robben und Elefanten, Kängurus, Affen und vielen anderen.
    Was die Tiere Aufregendes erlebt haben, erzählt er einem Mitarbeiter des Zoos, dem er vertraut.

    Der Autor:
    ~~~
    Rolf Meyer, Jahrgang 1938, Diplomlandwirt, studierte 1956-1962 an der landwirtschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
    1965-1968 und 1978-1984 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zoologischen Garten Erfurt und 1984-2003 Direktor des Aquariums in Erfurt.
    Rolf Meyer hat bereits sehr erfolgreiche Sachbücher veröffentlicht, z.B.: Vom Umgang mit Tieren, Faszination Hai, Lexikon Süßwasser-Aquarienfische u.a.
    (Zitat Ende)

    In den Jahren von 1968-1978 leitete Rolf Meyer einen Heimattiergarten in Sachsen.

    In der Zeitung war über das Buch folgendes zu Lesen:

    (Zitat)
    Thüringer Allgemeine - 19. Feb. 2008
    Keine heile Welt
    Erfurt. In seinem Zoo-Kinderbuch nimmt Rolf Meyer Abstand von der Knut-Welle. Ergreifend und ernüchternd zugleich erzählt das Buch vom Fehlverhalten der Menschen und den Auswirkungen auf die Tierwelt. Vor allem Kinder will Meyer mit seinen realitätsbezogenen Geschichten vom Schicksal der Zoobewohner erreichen. Um zu seinen Lesern zu sprechen, wählte der Tierfreund, der u. a. jahrelang als Leiter des Aquariums arbeitete, ein allgegenwärtiges Lebewesen aus: Es ist Tschiep, der treue Spatz vom Zoo, der an einem eisigen Winterabend zum Fenster des Zoodirektors findet, um ihm von seinem Schicksal und dem der Zootiere zu berichten. "Alles was in diesem Buch steht, habe ich entweder selbst erlebt, gehört oder gelesen. Die Realität, die ich schildere, kann man sich nicht ausdenken", sagt Rolf Meyer, der das Buch bereits 1970 schrieb, dafür aber keinen Verleger fand, weil es dem "Geist der Zeit" nicht entsprach. Heute, 38 Jahre später, hinterlässt sein Opus vor allem einen starken Eindruck darüber, dass jedes Tier seine eigene Biografie hat. Viele Tiere sterben in dem Buch und häufig überleben nur die Berichtenden, räumt der Autor ein, doch dies spiegle lediglich die Realität wider. Eine Realität, in der es keine heile Welt gibt. "Das Buch soll lediglich als Aufhänger dafür dienen, um mit Kindern ins Gespräch über das menschliche Verhalten gegenüber der Natur zu kommen, um ihnen die Augen zu öffnen, denn dafür habe ich mein Leben lang gearbeitet", erklärt Meyer ernst, dessen Buch man nicht mit einem herkömmlichen Kinderbuch vergleichen sollte. "Tschiep, der Spatz vom Zoo", ein Buch, das auf Schattenseiten menschlichen Handelns Licht werfen will.
    (Zitat Ende)

    Wer also eine gute Ferien-Lektüre für Zoo-interessierte Kinder sucht, ist mit diesem Buch gut beraten. (Meine elfjährige Tochter hat es "in einem Ritt" durchgelesen, und fand es richtig gut.). Aber auch (oder besonders) für Erwachsene ist das Buch durchaus geeignet.

    Die Illustrationen stammen übrigens vom Leiter der Erfurter Zoo- und Naturschule, Mag. Sc. Roy Bäthe.

    Kaufen kann man das Buch beispielsweise HIER:
    http://www.tiergarten.com/results.php?id=305162990&p=1&s=15&qt=ALLE&qa=Rolf+Meyer&A=&B=&C=&x=92&y=14
    (30.06.2009)
    Guddy:   Zum Affenhaus verrät der Zooführer von 1974 ein interessantes Detail: Die Schleusen zwischen Innen- und Außenkäfig waren herausnehmbar und konnten als Transportbox verwendet werden. Wenn als ein Tier eingefangen werden musste, brauchte es nur in die täglich viele Male benutzte und somit vertraute Schleuse gelockt werden. Dann wurden beide Schieber geschlossen und der Affe saß bereits in der Box.
    Zum Verhältnis Städtischer Architektur und Zoo-Architektur gibt beispielsweise das Nashornhaus Aufschluss. Es wurde vom gleichen Architekten konzipiert, der auch im Stadtbereich einige Gebäude projektiert hat, die allesamt das neue Selbstbewusstsein Erfurts als junge Bundesdeutsche Landeshauptstadt wiederspiegeln.
    Auch das Asien-Projekt, welches 1960/61 an gleicher Stelle geplant war, vermittelt auf den Planzeichnungen ein ganz ähnliches Selbstbewusstsein - damals als Bezirkshauptstadt, die sich hohe Ziele für einen Zoo gesetzt hatte.
    (Bild aus: "Erfurts Roter Berg - Thüringer Zoopark im Bau" von 1960)
    (30.06.2009)
    IP66:   Die hellen Yaks vor den hellen Kacheln bieten in der Tat keinen vernünftigen Kontrast ...
    Ich denke, daß in der DDR durch diese Baumaßnahmen der Kontakt zur zeitgenössischen Architektur intensiver war - es ist ja etwas anderes, in einer Heimatstilvilla zu wohnen und über das Flachdach des neuen Theaters zu granteln als selber ein solches Flachdach an einem relativ bescheidenen Tierhaus realisieren helfen. Ich denke, daß in der Phase zwischen der Aufgabe der stalinistischen Architektur und dem Übergang zum totalen Plattenbau dort, wo in der DDR gebaut wurde, man sehr modern und mit internationaler Perspektive gestaltete, auch in der Provinz. Das könnte der manchenorts vertretenen These, die Revolution von 1989 sei auch durch den massiven und augenfälligen Qualitätsverlust in der Architektur verursacht worden, neue Aktualität verleihen, wird aber dadurch bestätigt, das das Brehm-Haus in Friedrichsfelde wie auch das Affenhaus in Erfurt gestalterisch die höchsten Standards erfüllen, und zwar weit über die Grenzen des sowjetisch beherrschten Bereiches Europas hinaus.
    Wenn man also bedenkt, daß diese Form von Architektur auf gleich mehreren Ebenen zu den großen Leitungen der DDR-Bewohner zu rechnen ist, scheint es mir sehr wichtig, sie zu erhalten und das deutlich zu machen, gerade in Thüringen und gerade in einer Stadt wie Erfurt, in die mancher Tourist auch kommt, um Geschichte zu schauen.
    (30.06.2009)
    Guddy:   Für ein wenig Tibet-Feeling wäre natürlich auch eine KUNSTFELS - Variante denkbar gewesen, gerne auch mit ein bisschen Kunstschnee dekoriert. ... ;D
    (29.06.2009)
    Mel:   Wenn mich nicht alles täuscht sind das Schwartenbretter ;-)
    Stellt euch mal erst den Kontrast in 2-3 Jahren vor wenn die richtig nach gedunkelt sind.
    (29.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Na klar. Wie man sieht, wirken jetzt sogar die Yaks viel heller :-D
    (29.06.2009)
    Guddy:   Nochmal beides im direkten Vergleich:
    @ Michael Mettler
    Ich hoffe es ist ok, dass ich mir das Bild mal für den Zusammenschnitt "ausgeliehen" habe!
    (29.06.2009)
    Guddy:   Der Yak-Stall als solcher scheint ja auch Tiergärtnerisch den aktuellen Ansprüchen zu genügen, sonst wäre er ja vermutlich nicht verkleidet, sondern abgerissen worden. Also mir gefällt die aktuelle Lösung recht gut, und wenn vielleicht in 5 Jahren eine viel bessere Variante gefunden wird, bin ich schon jetzt gespannt darauf.
    (29.06.2009)
    Guddy:   @Oliver Jahn
    Klar gehört diese Arbeit gewürdigt. Mein eigener Vater hat, bevor er Bauwesen studieren durfte, mehr als genug in solchen Brigaden geschuftet. Auch in seinem Betrieb hat er mit seiner Hände Arbeit die beiden Betriebs-eigenen Bungalows im Thüringer Wald und in der Umgebung von Potsdam mit errichtet. Er war es aber auch, der nach der Wende als Erster wieder an besagtem Bungalow gewerkelt hat, weil ihm das, was unter DDR-Bedingungen möglich und ausreichend war, jetzt unter den neuen Gegebenheiten nicht mehr genügte. Genauso kann man doch das, was zu DDR-Zeiten wirklich aller Ehre wert war, heute kritisch betrachten und nach heutigen Maßstäben bewerten. So ein Zoo ist aus meiner Sicht kein Freilichtmuseum zu dem Thema "Zootierhaltung - einst und jetzt"
    Wenn ich den Ist-Zustand des alten Affenhauses betrachte, (siehe Bild) erscheint mir auch hie Abriss und Neubau angezeigt, wohl wissend, dass die Anlage zu ihrer Erbauungszeit sogar Bernhard Grzimek ein Lob abgenötigt hat.
    (29.06.2009)
    Oliver Jahn:   Schade eigentlich, dass keiner der ehemaligen NAW-Kollegen und kein VEB-Kombinat, welches in Feierabendarbeit mit den wenigen vorhanden Mitteln einen Stall hinstellte, um die Tiere in Erfurt unterzubringen, diese architektonische Würdigung ihres Werkes hier liest. Sie würden sicher noch nachträglich vor Erfurcht in die Knie sinken, könnten sie lesen, welch Meisterwerk sie dort hingezaubert haben. ;-)
    (29.06.2009)
    Guddy:   Da der Anteil an hellen Yaks in Erfurt ziemlich hoch war, hielt sich die Kontrastwirkung wirklich ziemlich in Grenzen. Außerdem erinnern mich die Fliesen am ehesten immer an Schwimmbäder: Was bitte soll ein Yak im Schwimmbad??
    (29.06.2009)
    IP66:   ... was ja nicht heißt, das Autowerkstätten und Tankstellen nicht die Moderne in den ländlichen Raum getragen hätten, bevor die Steckversionen der Großkonzerne diese architektonischen Qualitäten durch eine Art dreidimensionale Plakatwand zu ersetzen beschlossen ...
    (29.06.2009)
    Michael Mettler:   Als architektonisch unbeleckter Besucher denke ich selbst bei dem Anblick allerdings weniger an eine selbstbewusste Bauhausmoderne als an eine Kfz-Werkstatt oder Autowaschanlage... Die weißen Yaks in Erfurt hoben sich übrigens weit weniger eindrucksvoll von diesem Hintergrund ab.
    (29.06.2009)
    IP66:   Das Bild vermittelt einiges: Augenfällig wird, wie gut sich die Yaks von dem Hintergrund des Stalls absetzen, aber auch, daß das Gebäude trotz seiner untergeordneten Funktion in Fensterform, Dachbildung und Proportion die Bauhausmoderne sehr konsequent durchdekliniert, was in Westzoos nur sehr selten der Fall war und an das Vorbild Zürich erinnert - wo man dergleichen Ställe allerdings auch der Konservativtät des eidgenössischen Publikums zuliebe mit Holz verkleidete.
    Die Wandfliesen, mit sockelartigem Orthostaten imaginierendem Farbwechsel, scheinen mir auch typisch für Bauten, die noch den Nachkriegswünschen textil wirkender Oberflächenstrukturen folgen.
    Zumindest selbstbewußter wirkt das Gebäude in seiner Ursprungskonstruktion - ob es den Besuchern so gefällt, ist dann wieder eine andere Frage.
    (29.06.2009)
    Michael Mettler:   Nachdem wir weiter unter schon ein Foto des erst teilweise mit Holz verkleideten Rinderwinkels hatten und er heute komplett verkleidet ist, kann ich hier noch ein Bild des Originalzustandes des Yak-Stalles nachreichen - aufgenommen 2003.
    (27.06.2009)
    IP66:   In die Energiebilanzrechnungen, die ja durchaus Sinn machen, sollte man auch den Aufwand für einen Neubau einberechnen - wie erheblich dieser sein wird, ergibt sich schon aus den Vorberechnungen.
    In der Sache schiene mir eine Nutzung des Gebäudes für eine dauerhafte Großtierhaltung die billigste Lösung, wobei ich mir Antilopen vorstellen könnte, aber auch Flußpferde. Es wäre zu fragen, ob sich mit Lamellenvorhängen auch die energetische Wirkung der Toröffnungen verändern ließe - dann könnte man sogar an der Elefantenhaltung festhalten. Ich denke, daß der Zuchtstopp gerade bei der afrikanischen Form recht bald verfügt wird und dann eingeschlechtliche Tiergruppen wieder in Mode kommt - in einem solchen Fall stünde man mit seinem alten, aber schönen Haus dann wieder auf der Höhe der Zeit.
    (24.06.2009)
    Michael Mettler:   Die Frage des Energieverlustes ist natürlich absolut nachvollziehbar. Was die Hanglage betrifft: In Kronberg gibt es gleich zwei Giraffenanlagen (alte und neue) mit abschüssigem Gelände, doch kann ich aus der bloßen Erinnerung heraus das Gefälle nicht vergleichen.

    Frage ist, ob bei geschlossenen Großtoren und Umwandlung in eine Tropenhalle nicht ein neues Problem aufträte. Die Tore sorgen jetzt für eine gute Ventilation, ohne sie wäre das wahrscheinlich nicht dafür konzipierte Gebäude dem Einfluss ständiger Feuchtigkeit ausgesetzt.... Wenn es tatsächlich machbar sein sollte, böte sich das Haus eigentlich auch für eine Menschenaffenart an, womit Erfurt eine neue Großattraktion bekäme.
    (24.06.2009)
    Guddy:   Als Hauptgrund, das Haus nicht weiter für die Elefanten nutzen zu wollen, wurde neben der nicht vorhandenen Innen-Lauffläche vor allem die Energiebilanz im Haus genannt. Es mache wenig Sinn, auf der einen Seite die Tore für die Elefanten täglich mehrere Stunden aufzureißen und auf der anderen Seite hochgradig wärmebedürftige Terrarien- und Vitrinenbewohner zu beherbergen und die dafür benötiten Temperaturen mit hohem Energieaufwand erzeugen zu müssen.
    Da die Wahl zu Gunsten der Terrarientiere ausging, gehe ich davon aus, dass sie auch längerfristig dort gehalten werden sollen.
    Es würde nun aber wenig Sinn machen, eine andere Großtierart einzuquartieren, bei der wiederum das Problem der offenen "Scheunentore" anstünde. Zudem wäre mir nicht so ganz klar, ob die Giraffen mit der Hanglage zurecht kämen.
    Von offizieller Seite wurde zur Nachnutzung des Gebäudes noch nichts gesagt, da man sich jetz vermutlich erstmal mit ganzer Kraft auf das "Mammut-Projekt" der neuen Elefantenanlage konzentrieren wird.
    Wenn ich den Absperrgraben so vor Augen habe, könnte ich mir allerdings vorstellen, dass man eine Tierart mit hohem Wasserbedarf dort ansiedeln könnte. Das alte Badebecken der Elefanten "schlummert" ja auch noch unter der mittleren Box. Eine Großkrokodilart wäre, meiner Ansicht nach, nach entsprechendem Umbau durchaus gut unterzubringen. Außerdem könnte man die Empore rund ums ganze Haus fortsetzen und mit weiteren Terrarien / Volieren bestücken. Wenn man auch die Außenanlage mit einer Großvoliere überbaute, könnte man bei den Innenvolieren auf der oberen Ebene ja einen Zugang zur Außenvoliere schaffen.
    Bei entsprechender Wärmedämmung des Hauses gäbe der Innenbereich auch eine gute Freiflug-Tropenhalle ab - eventuell mit einer kleinen Gastronomie kombiniert - auf die Idee brachte mich unsere Vereinsversammlung, wo wir bei Kaffee und Kuchen im Elefantenhaus direkt neben den Terrarien saßen. (siehe Foto) Draußen könnten in dem Falle ja dann die Zebramangusten, vergesellschaftet mit eins-zwei anderen Kleintierarten, ein schönes großes Gehege bekommen.
    Wenn man es recht bedenkt, ist bis hin zum Umbau der Außenanlage zum Robbenpool mit Verbindung zu einem Innenbecken, wie dies in manchem Schwimmbad ist, eine ganze Menge machbar. Auch könnte man bestimmt für eine Großkatze / Affenart umbauen. ...
    Im Löwen-Artikel wundert mich auch so manches. Zumal vieles bisher nicht, zumindest nicht öffentlich, zur Sprache gebracht wurde.
    Ich meine, an zwei entscheidenden Punkten ging die ursprüngliche Planung für den Besatz des Löwenhauses nicht auf:
    Zunächst hoffte man natürlich, dass der alte (Berber?-)Kater "Ramses" die Fertigstellung des Hauses noch erlebt und aus Wien zurückkehren würde. Für diesen Fall hatte man wahrscheinlich mit den Katzen aus Neuwied geplant.
    Nachdem sich dies durch den Tod von Ramses zerschlug, musste man umdisponieren, und kam auf die Idee, beide Ueckermünder Kater zu nehemen und die in der Natur häufig vorkommende Konstellation mit zwei gleichberechtigten "Paschas" zu erstellen. Dafür benötigte man allerdings mehr als nur die beiden Neuwieder Katzen. Da die Tiere damals ja noch alle im halbwüchsigen Alter waren, hatte wahrscheinlich keiner mit derartig heftigen und dauerhaften Abwehrreaktionen zwischen beiden Katzen-Gruppen gerechnet.
    (23.06.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wenn ich mir die Höhe des Hauses und die Bauweise mit der Besuchergalerie vor Augen halte, wäre es eigentlich eine attraktive Lösung, statt der Elefanten hinterher die Giraffen dort unterzubringen und den Kleintierbesatz zu lassen, wo er ist. Die für "Damaraland" einst angedachte Außenfläche gäbe schließlich auch eine schöne Giraffen-Anlage (mit Nebenbesatz Zebras und/oder Antilopen, diese in eigenem Stallgebäude) ab.

    @Guddy: Also ist der Artikel tatsächlich ein wenig merkwürdig. Denn wenn man eines Tages Berberlöwen züchten wollte, wäre ja auch Jantar im Wege - man könnte ihn ja nicht mal mehr ins Programm einkreuzen. Wer weiß, ob dann überhaupt die Sache mit den beiden "sterilisierten Afrikanerinnen" stimmt und der Redakteur nicht etwa die Sterilisation der beiden Kater damit meinte :-)
    (23.06.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, gibt es denn schon irgendwelche Informationen, was aus dem derzeitigen Elefantenhaus werden soll? Es ist ja beinahe ein kleiner eigener Zoo im Zoo.
    (23.06.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler
    Die beiden Kater sind natürlich Brüder (Wurfgeschwister), und dass man "Jantar" plötzlich vornr mit "Y" schreibt, ist mir neu. Beide Kater sind definitiv sterilisiert.
    Dass zwei der drei Münsteraner Löwinnen ebenfalls sterilisiert (oder kastriert?) sind, wusste ich bisher nicht. Somit kann ich nicht sage, welche der beiden Techniken angewendet wurde. Auch der Grund für die unterschiedliche Behandlung der drei Münsteraner Katzen (ebenfalls Wurfgeschwister) ist mir nicht ganz klar.
    Mit dem "Afrikaner-Rudel" sind halt die ZOO-Mix-Katzen aus Münster und mit dem "Berber-Rudel" sind ebenfalls nur die Weibchen des anderen Rudels gemeint.
    Die Unterscheidung zwischen Berber und Afrikaner sollte wahrscheinlich das Spezielle vom Allgemeinen abheben.
    Wie reinblütig sind eigentlich die Tiere in Neuwied? Sind sie nicht letztendlich auch "nur" Zoo-Mix mit hohem Berber-Anteil die optisch dem eigentlichen Berberlöwen ziemlich nahe kommen? Gibt es eigentlich überhaupt noch reinblütige Berberlöwen?
    (23.06.2009)
    Michael Mettler:   Der Unterschied zwischen Sterilisation und Kastration scheint sich noch immer nicht herumgesprochen zu haben - und dass Berberlöwen keine Afrikaner sein sollen, ist mir auch neu...

    Mag sein, dass ich die Namenstafel an der Löwensavanne zu oberflächlich gelesen habe, aber sind die beiden Kater nicht sogar Brüder (oder zumindest verwandt)...?
    (23.06.2009)
    Guddy:   ERFURT

    TA verlängert Patenschaft über Löwin
    Thüringen und Löwen, das gehört irgendwie zusammen. Nicht nur des Wappens wegen. Auch die Thüringer Allgemeine hat eine enge Affinität zu dem König der Wüste entwickelt. Gestern verlängerte sie ihre Tierpatenschaft mit einer 2500 Euro-Spende für die Löwin Kibali im Zoo.

    Von Michael KELLER ROTER BERG. "Kibali" kommt aus einer afrikanischen Stammessprache und bedeutet "Die Gunst". Nun gut, die Löwin, die im August sechs Jahre alt wird, ist in Wirklichkeit nicht oft gunstvoll gestimmt. "Sie ist häufig schlecht gelaunt, brüllt dann ihre Meinung heraus und hat immer das letzte Wort. Deswegen heißt sie bei uns auch ´die Kröte´", sagt Zootierpfleger Mario Fuß mit einem Lächeln. Doch Kibali sei immer berechenbar und nicht im geringsten hinterhältig, lobt seine Frau Sabine. Das Ehepaar kennt die beiden Löwenrudel aus dem Effeff. Kibali lebt bei den Afrikanern, auf der linken Seite. Amos - der Übersetzung nach ein kleiner Prophet aus dem alten Testament -, Etana ("Die Starke"), Rafiki ("Die Freundin") und Kibali haben sich gut eingelebt. Auch die Berber auf dem rechten Flügel fühlen sich am Roten Berg sichtlich wohl. Doch Yantar, Ribat und Lubaja werden nie mit ihren Artgenossen zusammen gehalten werden können. Kibalis Gruppe kommt aus Münster, der Berber-Clan aus Neuwied. Die Münsteraner Löwen sind älter und kräftiger und es würde wohl ein Gemetzel geben, würde Mario Fuß den Trennschieber hochziehen. Also bleibt es bei der Trennung und der Erkenntnis, dass schon von Anfang an Fehler gemacht wurden, als es um die Besetzung der Löwen-Savanne ging. "Vielleicht ergibt sich ja mal eine Gelegenheit, nur Berberlöwen zu züchten, denn die sind vom Aussterben bedroht", meint Mario Fuß. Erfurt sei immerhin einer der wenigen Zoos, der zeugungsfähige Berberdamen im Bestand habe. Aber dann wäre in der Konsequenz irgendwann die Afrikaner-Gruppe zuviel und man hätte ein Problem. Denn Löwen braucht heute kaum ein Zoo. "Und für die Wurst sind sie zu schade", sagt Mario Fuß grimmig. Schließlich sind die sieben Raubkatzen ihren beiden Pflegern ausnahmslos ans Herz gewachsen. Die Zeit wird und muss eine Lösung bringen.Kibali ist zwar nicht die Meinungsmacherin in ihrem Viererrudel, diese Position hat sich Etana erkämpft. Aber Kibali ist als einzige noch in der Lage, Kinder zu bekommen. Sie hat ein Hormonimplantat eingesetzt bekommen, um sie erotisch ruhig zu stellen. Die anderen beiden Damen sind ganz sterilisiert. Die Konsequenz daraus, dass sich Amos mit drei in 14-tägigen Abständen rolligen Löwenfrauen komplett überfordert fühlte. Er magerte ab, weil er alle Pfoten voll zu tun hatte, seine weibliches Trio im Zaum zu halten. So etwas haut aber irgendwann den stärksten Löwen um. Also wurde gehandelt. Glück für Kibali. Ihr Implantat kann man jederzeit zu Zuchtzwecken entfernen.Das TA-Patentier erfreut sich, genau wie seine Artgenossen, bester Gesundheit, steht gut im Futter. Und das ist nicht wenig und teuer dazu. "Jedes Tier verdrückt drei bis vier Kilo mageres Rindfleisch mit Knochen - ergänzt mit Vitaminen und Mineralstoffen - am Tag", verrät Sabine Fuß. Ganz besondere Leckerbissen sind zuweilen Schaf, Ziege oder Pferd. Daher wisse man die 2000-Euro-Tierpatenschaft sehr wohl zu schätzen. Mit Gemüse ist hingegen kein Staat bei einem Löwen zu machen. Zuweilen rupfen die Großkatzen aber Gras, um ihren Magen von den beim Putzen verschluckten Haaren zu befreien. Bei dem reichhaltigen Speiseplan für den Wüstenkönig verwundert es nicht, dass die Tiere noch nie krank waren, wie Marion Fuß versichert.Damit es Leo nicht langweilig wird, sorgt Sabine Fuß in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder für Abwechslung. Mit einem Parfüm-Tag. Sie versprüht Eau de Toilette an exponierten Stellen in beiden Gehegen. Sobald die Löwen davon Witterung aufnehmen, werden sie aktiv, bewegen sich viel, markieren ihr Revier gegenüber dem unsichtbaren olfaktorischen Feind.Doch auch hier gibt es große Nuancen. Ein Pfefferkuchengewürz führte z.B. bei den Afrikanern zu einen Niesanfall und Ekel, die Berber fanden den Duft so toll, dass sie sich gar nicht wieder einkriegten. Die Geschmäcker sind auch bei einem Löwen sehr verschieden.
    (Thüringer Allgemeine, Lokalteil Erfurt 23.06.2009)
    PS.: Verlinken der Meldung ist nicht möglich, da die Artikel täglich ausgetauscht werden.
    (23.06.2009)
    Guddy:   @ Henry Merker:
    Echte "Thüringer" Schweine- oder Pferderassen sind mir im Moment nicht gegenwärtig, aber die beiden Thüringer Ziegenrassen (Thüringer Waldziege und Thüringer Landziege) sowie das Rhönschaf fehlen wirklich im Zoopark.
    Noch einmal für Alle, die den Thüringer Zoopark und die Lage der geplanten Elefantenanlage nicht so vor Augen haben, nebenan nochmal ein Überblick.
    (22.06.2009)
    IP66:   Vielen Dank! Ich weiß von Schoßhühnern und Kampfhähnen, aber von Kampfgänsen hatte ich noch nie etwas gehört!
    (22.06.2009)
    Henry Merker:   @ Karsten Vick und Guddy.
    Schade, dass die Tadschikenziegen nicht mehr im Bestand sind. Dennoch sind die Ausführungen zu dieser Rasse interessant.

    Was ist eigentlich aus den thüringer Ziegen- und Schafrassen geworden? Die würden doch in Erfurt sehr gut hineinpassen. Und warum sind keine thüringer Schweine- oder Pferderassen vertreten bzw. von beiden je eine Form? Meines Erachtens wäre es naheliegend im Axmann's Hof (Ich hoffe, dass ich ihn richtig geschrieben habe.) auszustellen, quasi als "Thüringer Bauernhof"; so hätte ich es jedenfalls gemacht.
    (22.06.2009)
    Guddy:   Steinbacher Kampfgänse - mal gar nicht kämpferisch
    "Steinbach" bezieht sich auf die Herkunft dieser Rasse:
    Steinbach-Hallenberg in Thüringen!
    (19.06.2009)
    Michael Mettler:   Und die Kampfgans ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, dass mitnichten alle Haustiere auf jeweils nur eine Wildform zurückzuführen sind, denn sie entstand durch Kreuzung von Hausgans und Höckergans (= domestizierte Schwanengans) und Weiterzucht der Hybriden.
    (19.06.2009)
    Karsten Vick:   Eine Kampfgans ist so etwas wie ein Kampfhund, bloß mit Federn. Tatsächlich wurde die Rasse u. a. für Ganterkämpfe gezüchtet.
    (19.06.2009)
    IP66:   Was, zu Ganden, ist denn eine Kampfgans?
    Ich wäre nicht sehr glücklich darüber, wenn Erfurt seine Kräfte auf längere Zeit für ein Elefantenprojekt bindet, obgleich mir eine Möglichkeit, die den Altbau erhlaten hilft, naturgemäß lieber ist als eine solche, der dieser geopfert würde.
    (19.06.2009)
    Karsten Vick:   @Henry Merker: Über den aktuellen Bestand in Erfurt wäre ich nicht so auf dem laufenden gewesen wie Guddy. Und die Bemerkung mit den Tadshikenziegen, das Wörtchen "hier" bezog sich auch nicht auf Erfurt. Allerdings hab ich gefunden, dass ich diese Info wirklich mal in Zusammenhang mit Erfurt gelesen hatte, nämlich im Zoo-Magazin Nord-Ost 2/2000. Nur war es in Wirklichkeit genau umgekehrt: ein Privatzüchter in Niedersachsen versuchte, durch vorsichtige Einkreuzung von Bulgarenziegen frisches Blut in die Population der Tadshikenziegen zu bringen. Während der Zoo Erfurt 30 Bulgarenziegen importieren konnte, gehen alle europäischen Tadshikenziegen womöglich nur auf 1,1 zurück, die Erfurt 1971 aus Dushanbe erhielt. Ein Fall für - du weißt schon wen... Bitte den Namen nicht nennen, sonst erscheint er wieder, ich kenn das ;-D
    (19.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Laut Verkaufsliste im Elefantenhaus sind auch noch Farbmäuse im Angebot :-)
    (18.06.2009)
    Guddy:   PS.: Ich vergaß noch die Zwergkaninchen im "Hasendorf" im Elefantenhaus und den Zoo-eigenen Deutschen Schäferhund der in seiner Funktion als Wachhund trotzdem auch in der Bestandsliste geführt wird.
    (18.06.2009)
    Guddy:   Ich bin zwar nicht Karsten Vick, antworte aber trotzdem mal.
    In Erfurt werden zur Zeit drei Ziegenrassen gehalten:
    Walliser Schwarzhalsziegen, Bulgarische Schraubenhörnige Langhaarziegen und Westafrikanische Zwergziegen.
    Außerdem folgende Schafrassen:
    Ouessantschafe, Graue Gehörnte Heidschnucken und Ungarische Zackelschafe
    Schweinerassen:
    Deutsches Sattelschwein, Minischwein
    Pferde:
    Deutsches Reitpony, Haflinger, Shetlandpony und Shire-Horse
    Esel:
    Thüringer Waldesel, Bulgarenesel und Pouitou-Riesenesel.
    Geflügel:
    Steinbacher Kampfgans, Antwerpener Bartzwerge und eine Hühnerrasse im Elefantenhaus, die ich nicht kenne.
    Exotische Haustiere sind:
    Zwergzebus, Hausyaks, Trampeltiere und Lamas.
    Dazu kommen noch Meerschweinchen und folgende Kaninchenrassen: Holländer, Thüringer, Weißgrannen, Rhönkaninchen und Angorakaninchen

    (18.06.2009)
    Henry Merker:   @Karsten Vick:
    Sind denn Tadschikenziegen noch im Bestand des Zooparks?
    (18.06.2009)
    Guddy:   Gestern fand die Jahreshauptversammlung unseres Fördervereins statt.
    Nach einer Besichtigung der Flamingo-Anlage, die kurz vor der Fertigstellung steht, saßen wir bei Kaffe und Kuchen im Elefantenhaus beieinander und lauschten "gespannt" dem Finanzbericht, dem Rechnungsprüfungsbericht, dem Rechenschaftsbericht ..., beschlossen ein paar kleine Satzungsänderungen und entlasteten den Vorstand.
    Dann wurden die neuen Projekte vorgestellt oder noch einmal bestätigt:
    > Bau der Südamerika-Anlage (durch Verschmelzung der bisherigen Stelzvogelwiese mit der benachbarten Lama-Anlage und Ergänzung des Besatzes durch Nandus und Maras) mit Verbesserung der Einsehbarkeit des Geheges durch die Anlage neuer Besucherwege um das Gehege herum
    > Bau einer Anlage für Dingos auf der verwaisten Bennettkängeru-Anlage
    Außerdem wurde bestätigt, dass die Elefantenanlage an einem neuen Standort entstehen soll:
    Es wird ein Teil der Shire-Horse Koppel (oberhalb vom Berberaffenberg), der Zwischenbereich bis zur Zoo-Schule und der Bereich oberhalb davon dafür verwendet werden. Geld kann die Stadt aber keins zur Verfügung stellen. Die etwa 8 Mio.€ muss der Zoo aus Dritt-Mitteln wie Land, Bund, Europa o.ä. bestreiten. Die neue Anlage soll für eine maximale Gruppenstärke von 10 Elefanten mit Bullenhaltung konzipiert sein.
    Der Masterplan soll in einer separaten Veranstaltung später im Jahr vorgestellt werden, da sich der Zoodirektor in der Rekonvaleszenz nach einer schweren OP befindet und die Präsentation des Masterplans ja doch "Chefsache" ist.
    (18.06.2009)
    Michael Mettler:   Und wieder mal das Foto vergessen :-)
    (16.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy, da Karsten gerade das Stichwort Stralsund gab: Deine Befürchtung bezüglich abnehmender Hornlänge bei den "deutschen" Bulgarenziegen kann ich mit dem beiliegenden Foto des Stralsunder Zuchtbockes vielleicht ein wenig mildern.

    Falls die neu importierten Bulgarenziegen nicht ganz frei vom Einfluss anderer Rassen sein sollten, fände ich das dennoch nicht allzu schlimm. Gerade bei Nutztieren ist die Rassegeschichte ja voll von gelegentlichen Fremdeinkreuzungen, um z.B. Leistung, Fruchtbarkeit usw. zu steigern, und das heute gewohnte Rassebild nur eine Momentaufnahme der Entwicklung. Es würde mich jedenfalls wundern, wenn die Bulgarenziege in ihrem originalen Herkunftsgebiet über die Jahrhunderte hinweg wirklich einkreuzungsfrei geblieben wäre. Entscheidender ist ja, dass eine Rasse trotzdem ein relativ einheitliches Erscheinungsbild bietet. Aber auch da liest man immer mal wieder, dass manche Haustierrassen erst von europäischen Rassekundlern selektiv aufgestellt wurden, während die Tiere in ihrer Heimat bunt durcheinander gekreuzt werden - z.B. die beiden Ziegentypen, die wir hier als Damara- und Ovamboziege trennen.
    (16.06.2009)
    Karsten Vick:   Also ein Neuimport der für ausgestorben gehaltenen Bulgarenziegen ist doch allemal einen Tastendruck wert, Guddy!! Man hatte hier ja schon in Erwägung gezogen, die in Europa genau so seltene Tadshikenziege mit der Bulgarenziege zusammenzuschmeißen und als EINE Rasse zu züchten. Das wird nun nicht mehr nötig sein. Obwohl - am Gehege der Tadshikenziegen in Lelkendorf las ich, dass bei ihnen der Bocksgeruch nicht so stark ausgeprägt sein soll. DAS wär für die Bulgarenziege eine echte Aufwertung - wer mit mir letzten September in Stralsund war, weiß was ich meine...
    (15.06.2009)
    Guddy:   Eigentlich wollte ich gerade gar nichts schreiben, aber bin auf irgend eine Taste gekommen, und schon stand der leere Eintrag im Thread. Aber da will ich doch gleich mal vermelden, dass es bei Yak und Bison je einmal Nachwuchs gab, dass man aus Bulgarien eine Gruppe Schraubenhörniger Langhaarziegen bekommen hat (Keine Ahnung woher genau) und dass jetzt der restliche Teil (ganz rechts) des Rinderwinkels mit Holz verkleidet wird. Der Walliser-Bock steht jetzt mit bei den Geißen und Zicklein und die neuen Bulgaren-Ziegen stehen jetzt im rechten Gehege.
    Die Zackelschafe standen im oberen Teil des Berberaffenberges und betätigten sich als Rasenmäher. Die Flamingo-Anlage steht kurz vor der Fertigstellung. (am 1. Juli soll wohl Einweihung sein.)
    (15.06.2009)
    Guddy:  
    (15.06.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, das ist ja eine super Skizze. Ich dachte, der Besucher würde etwas höher stehen, das kann aber auch daran liegen, dass ich knapp 2 Meter bin. :-)
    @Henry Merker, es hieß von offizieller Zooseite her, dass das Gehege nicht mehr den Anforderungen entsprach, daher ist es so wie Michael beschreibt, bereits im Rückbau. Wäre die Anlage ohne Beanstandung gewesen, dann hätte man die Apensteinböcke gar nicht abgeben müssen.
    (08.06.2009)
    Guddy:   Ich habe aus der Erinnerung, von Fotos und mit Hilfe der ungefähren Maße aus Google Earth mal so in etwa die Seitenansicht der ehemaligen Steinbock-Anlage aufskizziert, da sie mit Worten doch etwas schwierig zu beschreiben ist.
    Die Breite der Anlage liegt bei ca. 20 bis 30 Meter. Da auf dem Luftbild zu viele dichte Bäume darüber waren, konnte ich die nicht genauer nachmessen.
    Links vom Haus steigt das Gelände etwas weniger rasch an, aber ich wollte noch den Steg ins Obergeschoss mit andeuten.
    Die Giebelgestaltung ist frei erfunden, da ich von dieser Seite gerade kein Bild zur Verfügung hatte.
    (08.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Der Genpool ist bei vielen Wildtierformen in Zoos noch geringer als bei der Bulgarenziege...

    @Henry Merker: Wenn es denn im Zoopark den Wunsch gegeben hätte, die Alpensteinböcke durch eine andere Gebirgswiederkäuerart zu ersetzen, dann hätte man das vermutlich längst getan... Es wird einen Grund dafür geben, dass die Steinbockhaltung aufgelöst wurde, das macht kein Zoo aus einer Laune heraus. Und auch wenn mein Foto der leeren Anlage unten auf den ersten Blick so wirkt: Die Anlage hat derzeit nach dem Abriss des alten Zaunes keinerlei Absperrung, da verbirgt sich nicht etwa ein Trockengraben hinter dem Pflanzstreifen. Um dort die genannten Wildhuftiere zu halten, müsste also entweder wieder ein Zaun aufgestellt werden (für Gebirgswiederkäuer zwangsläufig ein sehr hoher), wodurch wieder der "Käfig"-Eindruck entstünde, oder es müsste ein Graben angelegt werden. Da sich der Besucherweg unter Gehegeniveau befindet, entstünde dadurch allerdings eine ungünstige bauliche Situation (meiner Erinnerung nach müssten zudem einige größere Bäume weichen) - oder der Graben müsste von der Gehegefläche abgeknapst werden, was wenig Sinn macht.
    (07.06.2009)
    Henry Merker:   In der Südamerikaanlage würde ich anstelle der Lamas eher auf Guanakos zurückgreifen. Sie sind genauso groß, winterhart wie Lamas und von den Haltungskosten vermutlich mit Lamas vergleichbar. Auch dürften sie leicht zu beschaffen sein.
    Ich habe da auch an Vikunjas gedacht, doch bin ich mir da nicht so im klaren, wie es mit diesen aussieht, was Haltungsaufwand und die Beschaffungsmöglichkeiten betrifft.
    Da über die leere Steinbockanlage Überlegungen angestellt worden sind: Es böte sich an diese mit einen der kaukasischen Steinbockformen, Pyrenäensteinböcken (, wenn sich welche aus Spanien beschaffen ließen,) Kreishornschafen, Goralen, Mähnenspringern, Nubischen Steinböcken (, sobald Zürich Nachwuchs abgeben möchte,), Tharen, Dickhornschafen (, aus einen der europäischen Haltungen,) oder einer der winterharten Antilopenformen zu besetzen. Ich denke da etwa an den Großen Kudu oder an die Elenantilope (wäre die Anlage eigentlich groß genug?), die sich an unseren Breitengraden gewöhnt haben dürften und im südlichen Afrika teilweise aus ähnlichen klimatischen Verhältnissen wie in Europa stammen. Aber auch hier gilt: Die Stadt und der Zoopark müssen dies wollen und einer dieser Tierformen müssten den auch gerade "zu haben" sein.
    (07.06.2009)
    Henry Merker:   So schlecht sehen die Bulgarenziegen tatsächlich nicht aus. Die würde ich im Zoopark belassen.

    Noch einmal kurz zu den Giraffen: Angesichts des derzeitigen Bestandes an südafrikanischen Giraffen in Europa (8,12 Angolagiraffen in drei und 17,25 Kapgiraffen in neun Haltungen) wäre meiner Meinung nach eine Umstellung auf Kapgiraffen wünschenswerte als eine Umstellung auf Netzgiraffen. Dies vor allem auch deshalb, weil tiergeografisch die Kapgiraffe eher zu den derzeitigen Afrikawildtierbestand des Zooparks passen würde. Zwar wäre nach sehr strengen Maßstäben die Angolagiraffe noch passender, aber letztlich dürfte die Kapgiraffe leichter zu beschaffen sein.
    (Für den Fall, dass Erfurt sich nicht für eine der südlichen Formen entscheiden sollte, wäre für mich die Anschaffung von Kordofangiraffen erstrebenswerter. Anschließend erst kämen die Netz- und dann die Rothschildgiraffen für mich in Frage, wenn ich eine entsprechende Entscheidungsbefugnis hätte. Aber es muss natürlich geschaut werden, was realisierbar ist.)

    (06.06.2009)
    Guddy:   Der Vermehrung der Rasse sind meiner Meinung nach durch den geringen Genpool Grenzen gesetzt. Auch scheint es mir, dass die aktuellen Tier im Vergleich zu den Tieren, die beispielsweise in der CAPRA abgebildet sind, schon etwas abweichen, was die mächtigkeit der Hörner bei den Böcken betrifft. Zum Vergleich: Das nebenstehende Bild ist von 1984.
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Zufällig habe ich bei meinem kürzlichen Besuch auf die Namensliste der Guerezas geschaut, und da ist für den Zuchtmann der Geburtsort Berlin angegeben. Demnach müsste er ein caudatus sein, und der Rest der Truppe könnte mischblütig sein.

    Bei den Bulgarenziegen wundert mich nur, dass die sich nicht sonderlich verbreitet haben. Wenn der Zoopark sie seit rund 40 Jahren züchtet und Hausziegen gemeinhin keine Probleme mit der Fruchtbarkeit haben, könnte doch längst eine große Zoo- und Liebhaberpopulation bestehen. Aber es sind eben "nur Haustiere", und deswegen mögen sie vielen Zoos zu popelig gewesen sein. Zar lassen sich Haustierrassen meistens nur dadurch erhalten, dass man sie auch der Verwertung zuführt, aber eine etwas breitere Basis sollte dafür schon aufgebaut werden. Vielleicht sind sie vielen Privathaltern zu uneinheitlich im Aussehen, Züchter (und auch manche Zoos) lieben es ja "normgerecht"...
    (06.06.2009)
    Guddy:   Die Informationen zur "Schraubenhörnigen Bulgarischen Langhaarziege" sind korrekt.
    Schon 1972, als Dr. Altmann weitere Tiere zur Blutauffrischung aus Bulgarien holen wollte, fand er dort keine reinrassigen mehr vor!
    So gesehen stellen die acht Zicklein, die in diesem Jahr im Thüringer Zoopark geboren wurden, einen Bestandszuwachs von fast 10% weltweit dar. Warum der Zoo das nicht werbewirksamer "verkauft" hat, weiß ich auch nicht.
    Ja, ja: Die doofen, langweiligen Haustiere in Erfurt ... =D

    (06.06.2009)
    Guddy:   Zu dem Guerezas sagt die Zootierliste folgendes:

    Weißschwanzguereza
    (Kilimandscharo-Guereza)
    Colobus guereza caudatus:

    Erfurt (Zoopark):

    bis mind. 1974 Hybridzucht
    (7 Jungtiere)
    mit 1,0 C. guereza caudatus und 0,2 C. guereza kikuyuensis
    Wie es heute aussieht, muss ich bei meinem nächsten Zoobesuch mal schauen - bisher waren Unterarten nicht mein Thema, auf das ich bei meinen Zoobesuchen geachtet habe. Bei manchen Tierarten waren mit die Unterarten auch bisher gar nicht so bewusst.

    Zum Thema Vergesellschaftung: wie sieht es denn mit Yaks und Trampeltieren aus? Da stimmt doch schonmal die Zentralasiatische Herkunft überein.

    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   Nochmal zum Thema "Tierbestandsveredelung": Die Informationen, die ich bei kurzer Internet-Recherche fand, sind zwar alle schon ein paar Jahre alt, aber demnach gilt die Bulgarenziege in ihrer Heimat als in reinblütigem Status ausgestorben, und die in wenigen deutschen Zoos und Privathaltungen vorhandenen Tiere, die sämtlich auf Importe des Erfurter Zooparks zurückgehen und sich offenbar insgesamt bei unter hundert Exemplaren bewegen, repräsentieren möglicherweise den gesamten Weltbestand dieser Ziegenrasse. Das toppt an Seltenheit jeden Goral oder Bergriedbock...
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   @Hannes: Stimmt, mit denen (und mit Trampeltieren, Straußen und Pavianen) lebten die Bisons in Hodenhagen vor Bestückung der Amerika-Sektion zusammen. In Hannover soll übrigens in Yukon Bay versucht werden, Bisons und Karibus zusammen zu halten; allerdings sind von Anfang an erst mal zwei getrennte Anlagen vorgesehen, die später gegebenenfalls zusammengefasst werden können.

    Bezüglich der unten genannten Erfurter Artenliste habe ich nochmal in die Doku geschaut: Die Klammeraffen waren schon damals Braune Goldstirnklammeraffen wie heute, keine Schwarzen Klammeraffen. Der Fehler ist absolut verzeihlich, es gab in den 80ern eine ganze Reihe von Zoos, die nicht recht wussten, zu welcher Art ihre Klammeraffen gehörten (oder auch gemischte Gruppen hielten). Mit dem Bezoarziegenbock habe ich mich nicht getäuscht, und dem Hintergrund nach zu urteilen würde ich ihn in der Steinbockanlage vermuten (war die vielleicht früher geteilt?). Falsch in Erinnerung hatte ich dagegen die Tiger-Backenbärte, so kurz waren die nun doch nicht. Aber die Tiere wirken insgesamt sehr kurz- und glatthaarig und kein bisschen nach Amur-Einfluss. Bei den Guerezas zweifele ich die Unterartreinheit der damaligen Tiere an. Bei den reinblütigen Weißschwänzen, die z.B. der Berliner Zoo züchtete, sah der Schwanz fast wie ein Pferdeschweif aus: Der mit kurzen schwarzen Haaren besetzte "Stiel" sehr kurz, kaum aus dem weißen "Mantel" herausstechend, der langhaarige weiße Schweif enorm ausgeprägt. Die Guerezas im Film ähneln dagegen eher dem heutigen "Zoo-Guereza" mit mehr oder weniger langem schwarzem, kurz behaartem "Stiel".
    (06.06.2009)
    Hannes Lüke:   Ich wäre für Schwarzbären. Man muss natürlich auch ein wenig mehr strukturieren aber warum nicht.
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   @Henry Merker: In Hodenhagen werden Präriebisons seit vielen Jahren zusammen mit Wapitis, Guanakos und Nandus gehalten; zeitweise waren auch Flachlandtapire dabei. Wuppertal hielt früher auf der heutigen Pampa-Anlage über lange Zeit Präriebisons mit Europäischen Damhirschen.

    Wenn wir schon am Träumen sind: Größe, Form, Lage und vor allem Einfriedung (hier müsste man nur an wenigen Stellen mit einfachsten Mitteln modifizieren, was allerdings auch für die anderen genannten Arten nötig wäre) der Bison Plains ließen m.E. sogar eine Gemeinschaftshaltung mit Gabelböcken zu - wenn sie denn beschaffbar wären... Aber Letzteres gilt für Schwarzwedelhirsche genauso. Für sie wie auch für Weißwedelhirsche wäre die Anlage ohne zusätzliche Strukturierung wohl zu offen, für Dickhornschafe schätze ich den Bodengrund zu weich (Hufprobleme). Bliebe der Wapiti.
    (06.06.2009)
    Henry Merker:   Das wurde ja erst kürzlich durch eine Studie, deren Ergebnisse in den Zeitungen (etwa Tagesspiegel) veröffentlicht wurden, bestätigt. Das Ganze dürfte mit der Entfremdung von der ursprünglichen Religion zu tun haben. Die Protestanten haben sich ja nach dem zweiten Weltkrieg von ihrer Arbeitsethik verabschiedet (zumindest in Deutschland), da die preußischen Tugenden (bei näherer Betrachtung sind es protestantische) angeblich ganz schlecht seien. Kurioserweise sind jetzt die Katholiken fleißiger, die im mehrheitlich protestantisch geprägten Deutschland - gerade in der Diaspora (meines Wissens ist das Eichsfeld mehrheitlich katholisch, oder?)- durch den langen Kontakt mit Protestanten deren Ansichten teilweise angenommen haben (Protestantisierung des Katholizismusses), wobei ich mit Ansichten etwa die Arbeitsethik (mit gewissen Abstrichen natürlich) meine und nicht etwa die neueren Entwicklungen. Hier liegt eine gewisse Parallele mit den USA vor (Huntington hatte dies ja in seinem Buch über die us-amerikanische Identität geschrieben).
    Zudem spielen gruppendynamische Prozesse ebenfalls eine Rolle, genauso wie die zu beobachtende Abneigung gegen Leistungen gleich welcher Art, die teilweise auch EIN Grund für die immer größer werdenden Bildungslücken in Deutschland Bevölkerung sind.
    Doch nun bin ich zu sehr vom Thema abgekommen....
    (06.06.2009)
    Guddy:   @ Henry Marker:
    Die Giraffen-Frage ist etwas geauer im Giraffen-Unterarten-Thread behandelt.
    Vergesellschaftung von Bisons:
    Wie schon erwähnt, sollte ja mal mit Mustangs vergesellschaftet werden. Leider weiß ich nicht, warum dies dann doch nicht versucht wurde. Andere Vergesellschaftungen sind mir bisher nicht bekannt.
    Zum Thema Ost-West: Gefreut habe ich mich bei unten erwähntem Zeitungsartikel, dass Dr. Kölpin nicht als "Wessi" sondern als "Nordlicht" vorgestellt wurde. Bei meinen Besuchen im Alt-Bundesgebiet habe ich zudem festgestellt, das es sich auch da nicht um eine wirtschaftlich einheitliche Region handelt, sondern die Unterschiede von Nord und Süd, von Ländlichen Gebieten und Ballungsräumen sowie von (West)-Berlin und der Bundesrepublik teilweise doch recht erheblich sind. Genauso würde ich manche Gemeinde im Eichsfeld nicht mit einer fast verlassenen Region im Osten Brandenburgs vergleichen wollen und auch Städte wie Dresden und Neubrandenburg haben nach 1989 durchaus verschiedene Entwicklungen geommen...
    Ja, die täglichen Ausflüge der Elefanen hatten schon etwas Besonderes. Zumal es wirklich "Alltag" war, also nicht nur mal so, für die Kamera. Wenn man bedenkt, dass in den Spitzenzeiten der Erfurter Elefantenhaltung 1974 täglich ACHT Elefanten jeweils fast einen Kilometer zwischen Freigehege und Nachtquartier pendelten. Dies geschah übrigens während der Öffnungszeit. (Leider musste man in Wien erleben, dass das Restrisiko doch erheblich ist.)

    (06.06.2009)
    Henry Merker:   Da wiederholt auf die Größe der Bisonanlage hingewiesen wurde, habe ich zwei Fragen.
    Sind irgendwelche Haltungserfahrungen mit Bisons bekannt, die mit anderen nordamerikanischen Huftieren (etwa Wapitis, Weiß- bzw. Schwarzwedelhirsche, Dickhornschafe) vergesellschaftet worden sind?
    Und wenn ja, hat sich eine solche Gemeinschaftshaltung bewährt und wäre sie demnach im Zoopark anwendbar?
    Ich habe zwar mittlerweile lesen können, dass der Zoopark auf Netzgiraffen umstellen möchte, doch würde ich dennoch an dieser Stelle wissen wollen, wie viele Kap- und Angolagiraffen den tatsächlich innerhalb Europas leben, um überhaupt mal zu sehen, ob eine Haltung einer der beiden Formen im Zoopark überhaupt möglich sein könnte.

    (06.06.2009)
    Henry Merker:   Nachtrag: Natürlich müsste es heißen: "Sie haben schon recht..."
    Und der Kommentar in Bezug auf die US-Zoos hängen mit der Weltwirtschaftskrise zusammen.
    (06.06.2009)
    Henry Merker:   @Guddy
    Sie haben schon; vielleicht habe ich etwas voreilig geurteilt; dennoch war ich von meinem letzten Besuch in Erfurt, der tatsächlich schon länger her ist, eher mit einem klammen Gefühl gegangen bin. Da es sich hier jedoch um ein Forum handelt, bei dem es in erster Linie um Zoos gehen soll, möchte ich an dieser Stelle mich nicht an dem leidlichen Thema "Ost-West-Differenzen" heranwagen. Was wirtschaftliche Potentiale betrifft, so denke ich eher langfristig. Und wenn ich mir die Beiträge zu den Zoos der USA anschaue, wo meines Erachtens deutlich wird, dass auch die Zoos in Mitleidenschaft gezogen worden sind (zumindest verstehe ich die Beiträge so), dann kann ich mir sehr gut vorstellen, was in der nächsten Zeit auf deutsche Zoos zukommen wird.
    Und ansonsten Stimme ich Ihnen zu, wenn man durchaus lesen muss, wie die Verhältnisse im Zoopark in puncto Zoodirektor und Ausbau des Parkes bestellt sind.
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Angesichts deines Fotos musste ich sehr schmunzeln, denn genau damit wird die erwähnte Zoo-Doku "Der Zoo auf dem Roten Berg" eingeleitet. Elefanten wandern durchs Bild, "afrikanische" Musik ertönt, die Kamera macht einen Schwenk über den "Busch", die Elefanten weiden Sträucher ab - und dann sieht man sie plötzlich zusammen mit Pflegern und einer Schafherde und wird aufgeklärt, dass "Afrika" in Erfurt liegt...

    Frei laufende Mufflons? Na, dann doch lieber gleich Kreishornschafe, dann freut sich auch der Artenfan - mich eingeschlossen :-)
    (06.06.2009)
    Guddy:   Mein Mann bekam in den letzten Tagen mal ein interessantes feedback von ONB: Ein Kollege (der nicht wusste, dass wir im Förderverein sind) wollte meinem Mann den Erfurter Zoo empfehlen. Er sei an Pfingsten dort gewesen und habe es wohltuend gefunden, dass da so viel freie Fläche sei und man nicht von den Massen, wie in vielen anderen Zoos, nur von Gehege zu Gehege "durchgeschoben" wird, wenn es im Zoo mal wieder ein bisschen voller ist. Am Pfingstmontag war Besucherrekord (8.000 Besucher)und es mussten zusätzliche provisorische Kassen geöffnet werden, um alle Leute zeitnah hinein zu bekommen!
    Also ein paar Fleckchen Gelände sollten dann wohl doch noch frei bleiben !? :-)
    (06.06.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler:
    Wir hatten ja weiter unten mal spaßeshalber überlegt, ob auch Wildtiere für die Landschaftspflege im geschützten Landschaftsteil in Frage kämen: Ich meine, JA! (Siehe Foto) Nur leider muss man einen Menschen zum Aufpassen daneben stellen, und das geht nicht im "protected contact". Das Bild zeigt übrigens die Erfurter Elefanten auf ihrem damals täglichen Rundgang über das damals (1996) noch nicht für Besucher zugängliche Gebiet. Die "Aufpasser" mal weggerechnet, hatten die Erfurter Elefanten eine Stunde täglich wohl das größte Freigehege in einem Zoo: 50 Hektar, nämlich den ganzen Zoo! Manchmal sogar auch noch darüber hinaus. Leider wurde es dann zu gefährlich. Da man aufgrund des beengten Geheges zunächst auf den täglichen Freigang nicht verzichten wollte, (Eigentlich sollte ja erst nach Erweiterung des Geheges auf "p.c." umgestellt werden) mussten zunächst Mondula (1998) und später Aja (2005) aus der Gruppe genommen werden und Erfurt verlassen. Nun hat man doch schon seit einiger Zeit umgestellt, und die Tiere müssen auf ihrer Anlage immer wieder neu beschäftigt werden. Man steckt jetzt in der Zwickmühle: Wieviel Geld und Aufwand steckt man noch in die bestehende Anlage, bevor die neue nun tatsächlich gebaut wird?
    Aber ich denke, was die Landschaftpflege betrifft, ein paar freilaufende Mufflons müssten es doch eigentlich auch tun?
    Nochmal @ Henry Merker: Da in Erfurt immer wieder Masterpläne beschlossen werden, mag es sein, dass uns schon viele interessante und relativ leicht zu haltende Tierformen "durch die Lappen gegangen" sind, weil sie nicht in das gerade gültige Entwicklungskonzept passten.

    (06.06.2009)
    Guddy:   @ Henry Merker:
    Hier haben sich also unsere Beiträge überschnitten.
    Was noch bezüglich der Zoodirektion zu erinnern wäre: Bisher ist noch keiner der Direktoren aus Altersgründen aus dem Amt ausgeschieden! Und das in 50 Jahren Zoogeschichte.
    Der neue Direktor ist im April zunächst nur mit einem Vier-Jahres-Vertrag eingestellt worden - für einen Job, der Jahrzehnte beansprucht - und das mit dem Hinweis, dass man seinen vorletzten Amtsvorgänger ja "nur mit viel Mühe losgeworden" sei.
    Ein "nette" Begrüßung in der Zeitung war das!
    (06.06.2009)
    Guddy:   @ Henry Merker:
    Leider enthielt der Zooführer von 1974 - wie auch der aktuelle - keinen Lageplan.
    Um einen Vergleich zu erleichtern, habe ich den Plan des DDR-Zoos mal mit dem heutigen Plan kombiniert. Ich hatte dies schon weiter unten eingestellt, aber um das "rauf und runter" zu vermeiden, stelle ich es nochmal ein.
    Anhand dieses Planes von 1966, der bis auf die Fertigstellung des Elefantenhauses 1984 nur sehr kleine Veränderungen bis zur Wende erfuhr, kann man sich die Haltungsbedingungen ausmalen, mit denen ein derart hoher Tierbestand erkauft war.
    Zu dem Hinweis, dass das alte Raubtierhaus hätte ja erhalten werden können, kann ich nur wieder und wieder darauf hinweisen, dass dies aufgrund der Bausubstanz schlechterdings nicht möglich war! (Man hatte zu DDR-Zeiten, Anfang der 60er Jahre, leider keine besonders hochwertigen Materialien zur Verfügung gehabt) Auch der damalige Direktor lässt ja in bewusstem Wegweiser von 1974 anklingen, dass am Raubtierhaus der Rundgang leider "noch" beendet sei, und er hoffe, dass er in absehbarer Zeit dem Besucher auch Raubtier-Freianlagen wird präsentieren können. Ein Problem ist auch, dass Alt-Zoo-Gelände und Wirtschaftshof extrem weit auseinander liegen, und zunächst zwischen beiden Bereichen eine Brücke aus Gehegen geschaffen werden musste.
    Was ich an Ihrem Beitrag etwas fragwürdig finde, ist dieses: Sie schließen von der Kleidug der Zoobesucher auf die ökonomische Potenz der Stadt. Ich weiß ja nicht, an was für einem Tag Sie im Zoo waren, aber, gemessen an den Nummernschildern der Autos auf dem Zooparkplatz an einem durchschnittlich besuchten Wochenend-Tag, dürfte es demzufolge vielen Franken, Hessen und Niedersachsen wohl wirtschaftlich auch mittlerweile ziemlich schlecht gehen ...!?
    Waren Sie seit dem von Ihnen beschriebenen Besuch, der aufgrund der von Ihnen als noch im Bau beschriebenen Gehege deutlich vor 2005 gewesen sein muss, eigentlich noch einmal im Erfurter Zoo? Ich habe in der etsprechenden Zeit einmal den Rostocker Zoo besucht und würde mir zur gegenwärtigen Situation dort keine "Ferndiagnose" zutrauen.
    (06.06.2009)
    Henry Merker:   Da ich noch nicht dazu gekommen war, sämtliche Beiträge zu lesen und das, was ich bislang zu lesen geschafft hatte, einen für die Entwicklung des Zooparks eher ungünstigen Eindruck gemacht hat, habe ich nicht im vollständigen Maße sehen können, dass der Aufbau, den ich unten ansprach, nicht nur durch Worte, sondern auch durch Taten geschieht. Denn was ich bislang gelesen hatte, machte mir doch einen eher schlechten Eindruck (Nämlich den, dass ein engagierter Direktor versucht den Zoopark so gut wie möglich zu verbessern, jedoch permanent daran gehindert wird.).
    Was die Besetzung der Tieranlagen betrifft, so erklärt sich mein Standpunkt dadurch, dass ich eher an exotische Wildtierformen interessiert bin, da ich solche mit einem "richtigen Zoo" verbinde. Mag sein, dass ich da ein bisschen falsch gepolt bin und die konkrete Situation in Erfurt aus der Entfernung nicht richtig zu deuten mag, aber einige Tiere kämen da doch schon in Frage. Ich denke da an Tiere wie die Bergriedböcke (, für die sich laut Dr. Blaszkiewitz kaum ein Zoo zu interessieren scheint, weshalb ich denke, dass sie relativ leicht zu beschaffen wären,), Gorale, Mesopotamische Damhirsche oder Kudus. Für diese Tiere, denke ich, müssten die derzeitigen Kapazitäten des Zooparks ausreichen. Dass schließt selbstverständlich nicht aus, dass ich hier die tatsächlichen Möglichkeiten verkenne.

    (05.06.2009)
    Henry Merker:   Die unten aufgeführte Idee, dass der Zoopark sich zukünftig auf Tiere Afrikas ausrichten solle, finde ich sehr begrüßenswert. Dafür spricht ja nicht zuletzt, dass der größte Teil der Wildtiere des Zoopark tatsächlich aus Afrika stammen. Demzufolge böte sich an, aus dem Zoopark ein deutsches Dvur Kralove zu machen. In diesem Rahmen wäre es auch zu begrüßen, wenn im Zoopark auch solche Afrikaner einziehen würden, die momentan nicht in Deutschland zu bewundern sind. Ich denke da zum Beispiel an Weißschwanzgnus und Beisaantilopen, wobei letztere aus französischen Zoos zu beschaffen wären. Angesichts der großen instabilen, politischen Lage in zahlreichen afrikanischen Ländern, wäre ein Themenzoo „Afrika“ eine sehr gute Idee, da eine nicht geringe Anzahl der afrikanischen Tiere so per se gefährdet ist.
    (05.06.2009)
    Michael Mettler:   @Henry Merker: Nach der von Guddy beschriebenen Sachlage scheint es unter Thüringer Bestimmungen nicht so einfach zu sein, die vorhandenen Haustiere - wirklich seltene Rassen sind ja kaum noch darunter vorhanden - in den gleichen Gehegen durch Wildtiere zu ersetzen; vor allem dann nicht, wenn man einen adäquaten Schauwert erzielen, also möglichst genauso große Arten dafür halten will. Wo jetzt Yaks als Haustiere gehalten werden dürfen, wäre die Haltung einer Wildrindart vielleicht nicht mal gestattet... Wenn es dazu noch an Geld mangelt bzw. dieses vorrangig für Publikumsmagnete benötigt wird, halte ich es für eine legitime Lösung, Alt-Anlagen eben "nur noch" mit Haustieren in Betrieb zu halten, ob nun Spezialgebiet oder nicht. Allerdings finde auch ich es bedauerlich, wenn ausgerechnet ein mit reichlich Fläche gesegneter Zoo nicht die Mittel hat, diese zu nutzen, während anderswo Tierarten (vor allem große Huftiere) aus purem Platzmangel aufgegeben werden.
    (05.06.2009)
    Oliver Jahn:   Also der letzte Satz ist ein wenig verwunderlich. Nach dem letzten Besuch, über den Michael und ich einiges geschrieben haben, dürfte unzweifelhaft sein, dass in Erfurt nicht "in Angriff zu nehmen" WÄRE, sondern tüchtig "in Angriff" genommen WIRD!!
    (05.06.2009)
    Henry Merker:   Ich hatte den Zoopark Erfurt irgendwann zwischen 2005 und 2008 besucht; jedenfalls konnte ich damals noch den Angolastummelaffen M'Toto sehen und die neuen Affenanlagen waren noch nicht fertig gestellt bzw. noch im Bau. Gleiches galt auch für das neue Raubtierhaus, das ich damals jedoch schon in Grundzügen erkennen konnte.
    Da ich zuvor den Wegweiser des Zooparks von 1974 (Guerezas) und den DDR-Zooführer aus den 80ziger Jahren gelesen hatte, war ich mit großen Erwartungen in den Zoopark gegangen. Ich nahm nämlich an, dass der Tierbestand sich ähnlich gestalten würde, wie in den besagten Quellen.
    Dementsprechend war ich enttäuscht. Bis auf den Affenbestand, gab es für mich persönlich keine Besonderheiten, da ich ehrlicherweise kein besonderes Interesse für die damals zahlreichen Haustierformen aufbringen konnte. Lediglich die Shirehorses sah ich als einigermaßen interessant an.
    Die Enttäuschung konnte lediglich durch die Nilgirilanguren und Bären- und Angolastummelaffen wett gemacht werden.
    Meines Erachtens sollte das Affenhaus so umgebaut werden, dass es sich zur Haltung von Krallen- und Springaffen eignet. Somit wäre die eigentliche Bestimmung des Hauses noch aktuell und zudem ein verhältnismäßig leicht durchführbare Tierbestandserhöhung möglich.
    Dass das alte Raubtierhaus abgerissen wurde, sehe ich als ungünstig an, da man es meiner Meinung nach durchaus hätte umbauen und entweder für kleinere Raubtiere (Schleich-, Kleinkatzen, Mungos, Kleinbären oder/und Marder) oder aber auch für Niedere Affen hätte durchaus weiterhin hätte nutzen können. Das neue hätte ich jedenfalls an einer anderen Stelle errichtet, um etwa die Besucherströme über den gesamten Park zu verteilen.
    Die beim Überfliegen vorgefundene Meinung, dass der Zoopark einen unfertigen Eindruck machen würde, kann ich voll und ganz bestätigen. Dass hier jedoch eine Parallele zu Wuppertal liegen soll, sehe ich nicht so. Denn zum einen ist Erfurt nicht reich (Dies kann man daran erkennen, dass die gesamte Industrie Erfurts nach der Wende verschwunden ist und viele Zoobesucher aufgrund ihrer Kleidung eindeutig als „arm“ zu bezeichnen ist.) und zum anderen war damals die Zeit noch eine vollkommen andere. Im Großen und Ganzen ging es damals meines Wissens in der BRD noch bergauf, nicht so wie jetzt, wo dank Weltwirtschaftskrise (, die noch nicht so richtig hier angekommen ist,) und der aufstrebenden Weltmächte China und Indien, aber auch Russland und Brasilien die wirtschaftliche Position Deutschlands stark angegriffen wird. Von daher dürfte es in der nächsten Zeit äußerst schwer fallen, den Zoopark so auszubauen, wie es eigentlich der Fall sein sollte.
    Zunächst denke ich, dass der Zoopark sich von seiner Tradition, seltene Haustierrassen zu halten, verabschieden sollte. Vielmehr würde ich die Tradition der Affenpflege und –haltung vertiefen und um eine zusätzliche Spezialisierung auf Huftiere erweitern, was sich bei der Größe des Parks anbietet.
    Dazu muss zunächst der jetzige Wildtierbestand aufrecht und erhalten und wo möglich ergänzt werden.
    Meiner Erinnerung nach, ist auch das Elefantenhaus stark renovierungsdürftig. Darum würde ich die Planung für das „Damaraland“ auf jeden Fall im Auge behalten und in die zukünftige Planung mit einbeziehen. Dabei würde ich dies jedoch noch um eine Giraffenanlage erweitern, wobei zwischen der Giraffen- und Elefantenaußenanlage eine versteckter Durchgang eingeplant werden sollte, der nur von solchen Huftieren passierbar sein sollte, die vielleicht so groß sind wie Elenantilopen. Dadurch wäre die Idee dann noch um eine weitere Form der Gemeinschaftshaltung erweitert. Zudem wäre in diesem Zusammenhang ein Umstieg auf eine reinrassige Giraffenform, etwa der Kapgiraffe, wenn diese innerhalb Europas auch gezüchtet werden sollte, oder der Angolagiraffe, insofern es möglich wäre, Vertreter dieser Form aus chinesischen Zoos oder gar ihrem Verbreitungsgebiet zu importieren. Zumindest würden diese Formen geografisch betrachtet ins Konzept passen.
    Ansonsten wäre eine schwerpunktmäßige Beschränkung auf vielleicht zwei Erdteile ratsam, nicht zuletzt um die Tendenz der zoologischen Gärten, einen mehr und mehr einheitlichen Tierbestand aufzuweisen, zu durchbrechen.
    Ansonsten wäre eine allmähliche Verbesserung der Qualität und Quantität der Einrichtung in Angriff zu nehmen.

    (05.06.2009)
    IP66:   Bergtierhaltung hinter hohen Zäunen hat eine gewisse Tradition - so umgaben den heute noch existierenden Lamaberg (heute Mähnenspringer) hohe Gitter. Die kostbaren Alpensteinböcke, begehrte Geschenke des italienischen Königshauses, sperrte man ab und an sogar in größere Greifvogelvolieren, um jeden Ausbruchsversuch zu unterbinden.
    (05.06.2009)
    Guddy:   @ WolfDrei
    Danke fürs Einstellen der Fotos.
    Auf dem Steinbock-Bild sieht man recht gut, wie das Gehege umfriedet war.
    Für alle, die es nicht mehr kennen:
    So, wie hinter den Tieren, verlief die Umzäunung ums ganze Gehege.
    Durch den relativ großen Abstand von Gehege und Besucherweg und die etwas seltsame Perspektive (Man stand etwa einen Meter unter dem Bodenniveau der Anlage, schaute also von schräg unten hinein) sah man viel Zaun - von mir als Käfig wahrgenommen - und relativ wenig Tier. 1984 bin ich übrigens noch mit einer Beirette (eine DDR-Pocket-Kamera, die wegen ihrer einfachen Bedienbarkeit besonders bei Kindern beliebt war) durch den Erfurter Zoo gestromert und habe versucht, ein paar Tiere in Schwarz-Weiß abzulichten. Von den 24 Bildern wurden meist nur 5-10 Bilder was, daher sind meine Bilder aus der Zeit recht spärlich. Meine Eltern hatten leider nur selten im Zoo fotografiert. Daher bin ich über jedes historische Erfurter-Zoo-Bild froh!
    (05.06.2009)
    WolfDrei:   und Steinbock - ebenfalls mit "etwas" Gehege vom September 1984
    (05.06.2009)
    WolfDrei:   @Goddy: Wie versprochen die Erfurter Bilder - ich muß die Dias immer umkopieren lassen: Bisonbulle mit etwas Gehege, August 1978
    (05.06.2009)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Dann fehlt er wirklich in der besagten Liste, denn die enthält nur die Kreta-Bezoare aus dem TP Berlin.

    Falls die Elefanten tatsächlich mit einer ganz neuen Anlage in Richtung Axmanns Hof verlagert würden, ließe sich natürlich auch auf der ursprünglich für "Damaraland" geplanten Fläche eine Afrika-Savanne für Giraffen & Co. erstellen!

    Dürfen eigentlich für die Landschaftspflege von Trockenrasenflächen, wie sie einen großen Teil des Roten Berges ausmachen, ausschließlich Haustiere eingesetzt werden? Vor meinem geistigen Auge sähe ich dort Gazellen weiden (z.B. Junggesellengruppen) - sofern diese verdauungstechnisch mit der vorhandenen Vegetation zurechtkämen...
    (03.06.2009)
    WolfDrei:   @MM: Habe nachgeschaut: Fotos vom Bezoarbock bei mir stammtem vom Juli 1986
    (03.06.2009)
    Guddy:   @ Gudrun:
    Die Aussage bezüglich der Netzgiraffenzucht würde sich mit dem decken, was die EAZA bezüglich der schrittweisen Eliminierung der Hybridtiere aus dem Zuchtgeschehen anstrebt:
    Reinblütige Jubgbullen können mit einer Hybridkuh auf Zuchtfähigkeit "getestet" werden, wenn in der betreffenden Zuchtstätte in Zukunft auch Kühe der Unterart des Bullen zum Einsatz kommen sollen. Hybridbullen sollen in Junggesellengruppen gesondert gehalten werden.
    (Siehe auch Giraffen-Unterarten-Thread.)
    Was die Standortwahl für die Elefantenanlage betrifft, hätte der Zoo mit der Lösung, die die Kuratorin andeutete, vermutlich den 1960 ursprünglich geplanten Standort in der Nähe von Axmanns Hof "reaktiviert".
    Leider hat es für die Mitglieder des Erfurter Fördervereins dazu nach wie vor noch keinerlei Informationen gegeben.
    @ Oliver Jahn / IP66
    Der Artenschwund in den letzten Jahren der DDR wird daher rühren, dass einfach die Devisen für den Nachkauf von Tieren fehlten und die eigenen Nachzuchten teilweise als Devisenbringer ins westliche Ausland und die Bundesrepublik exportiert wurden.
    Bezüglich der Bengaltiger kann ich über die reinblütigkeit keine Angaben machen.
    (03.06.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66, das ist eine spannende Frage, die du da stellst, und du solltest sie vielleicht in einem anderen Thread (haben wir nicht sogar genau einen zu diesem Thema) thematisieren, denn ich glaube schon, es gibt da gewltige Unterschiede.
    @Gudrun, das heißt dann aber, die Anlage würde mit einem neuen Haus komplett dort gebaut werden? Denn eine Erweiterung des jetzigen Bereiches für die Elefanten in diese Richtung dürfte doch kaum gehen, da man den Berg runter und hinter dem Löwenhaus lang müsste. Das wäre zwar eine riesige Anlage, aber sicher extrem schwer zu bauen!
    (03.06.2009)
    Gudrun Bardowicks:   Bei der Führung im Rahmen der Fahrt der Zoofreunde Hannover nach Erfurt am 16.5.09 erwähnte die Kuratorin und Stellvertretende zoologische Leiterin auf Nachfrage, dass es mittlerweile Überlegungen gibt, die neue Anlage für Afrikanische Elefanten vielleicht in Richtung Pferdekoppeln und Kangarooland zu bauen, da dort reichlich Platz für eine moderne Elefantenanlage vorhanden ist.
    Nach dem Tod der Mischlingsgiraffenkuh, vielleicht auch schon früher, ist die Anschaffung reinrassiger Netzgiraffenkühe als Zuchtpartner für den jungen Netzgiraffenbullen geplant.
    (03.06.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Das kann ich dir nicht beantworten. Die beiden Tiger, die in der Doku ganz kurz zu sehen sind, haben jedenfalls für meinen Geschmack einen auffallend schwach ausgeprägten Backenbart, zudem waren in der DDR m.W. Bengalen aus Indien-Importen in Umlauf (z.B. TP Berlin, Rostock) - die Wahrscheinlichkeit ist also schon recht hoch.
    (03.06.2009)
    Sacha:   @MM: Da Du ja alle zweifelhaften Formen Deiner Liste gekennzeichnet hast = Ist es richtig, dass die Erfurter Bengaltiger auch reinblütige Bengalen (nach gegenwärtigem Wissenstand) waren?
    (03.06.2009)
    IP66:   Ich finde, daß sich gerade der Besatz des Affenquartiers noch recht reichhaltig ließt - wobei man ja nicht weiß, wie viele Exemplare vorhanden waren. Die Frage, ob es auch in den DDR-Zoo vor 1989 stark merkbaren Artenschwund gab, scheint mir interessant. In der Bundesrepublik sieht man ja gerne Verbindungen zwischen Zookritik und Artenrückgang, und da es in der DDR kaum Zookritik gab, könnte die Entwicklung hier anders verlaufen sein.
    (03.06.2009)
    Michael Mettler:   Zur Erfurter Spurensuche kann ich sogar noch mit einer Wildsäuger-Artenliste von 1987 beitragen. Die bekam ich damals von einem Magdeburger Zoofan, der - angeregt durch meine eigene 1986er Liste aus BRD-Zoos - eine entsprechende Gesamtliste über die neun großen DDR-Zoos aufstellte. Ich betone nochmals: Nur Wildformen, deshalb fehlen auch Arten wie z.B. Trampeltier, Yak oder Dingo darin. Demnach hatte der Zoopark 1987 im Bestand (x = einziger Halter unter den 9 großen DDR-Zoos):

    Bennettkänguru
    Weißkopfmaki
    Katta
    Schwarzweißer Vari
    Weißbüscheläffchen
    Gewöhnliches Totenkopfäffchen (x)
    Nachtaffe (x)
    Haubenkapuziner
    Schwarzer Klammeraffe (richtig bestimmt oder schon damals die heute gehaltenen A. hybridus?)
    Wanderu
    Schweinsaffe
    Rhesusaffe
    Rotscheitelmangabe (x)
    Husarenaffe
    Hulman
    Nilgiri-Langur (x)
    Bärenstummelaffe (damals nannte man ihn noch Weißbartstummelaffe)
    Adolf-Friedrich-Stummelaffe (x, laut der TV-Doku mit dem damals einzigen weiblichen Tier in Zoos weltweit und mehreren Männchen)
    Weißschwanzguereza (wirklich unterartrein?)
    Siamang
    Ungka (x)
    Zweifingerfaultier
    Kaukasisches Stachelschwein (angeblich x, ich hege Zweifel an der Einmaligkeit wegen gleich 7 weiteren Haltern von Weißschwanz-Stachelschweinen)
    Goldaguti (x)
    Langschwanz-Chinchilla
    Degu
    Burunduk (x)
    Ägyptische Stachelmaus
    Vielstreifen-Grasmaus
    Wolf
    Polarfuchs
    Fennek
    Braunbär
    Eisbär
    Wickelbär
    Binturong
    Fleckenmusang
    Baikalluchs (x)
    Puma
    Schwarzer Panther
    Bengaltiger
    Löwe
    Kalifornischer Seelöwe (x)
    Afrikanischer Steppenelefant
    Südliches Breitmaulnashorn
    Kulan
    Damarazebra
    Zwergflusspferd
    Europäischer Damhirsch
    Rothirsch
    Angola-Giraffe (x, aber siehe Thread "Giraffenunterarten")
    Präriebison
    Alpensteinbock
    Mufflon

    Bin mir ziemlich sicher, in der Doku neben vielen der gelisteten Arten auch kurz einen kapitalen Bezoarziegenbock gesehen zu haben, der als Art in der Liste fehlt (erst 1988 angeschafft?). Ansonsten sieht man, dass schon zu späten DDR-Zeiten der Bestand an Wildhuftieren deutlich geringer geworden war als in den 70ern.
    (02.06.2009)
    Guddy:   In der CAPRA, die ja im August 1972 erschienen war, schreibt Dr. Altmann:
    "Als ich vor zehnundeinemhalben Jahr die Leitung des Thüringer Zooparks in Erfurt übernahm ..."
    Also stimmt Anfang 1962.


    (02.06.2009)
    Ralf Seidel:   Wie gesagt, ich war mir bloß nicht sicher ob die Folge ne Wiederholung aus der Reihe in den 70ern war oder eine völlig neue Auflage. Irgendwie kam mir die Folge aus den 80ern schon anders vor, zumal die erste Reihe aus wenigstens 5-6 Folgen bestand.
    Aber - ist alles schon ne Weile her...
    (02.06.2009)
    Michael Mettler:   OK, Google hilft: Altmann trat seine Stelle 1962 an. Das dürfte dann belegen, dass der TV-Film tatsächlich 1988 produziert wurde.
    (02.06.2009)
    Michael Mettler:   Dann frage ich doch mal so: In der Sendung "Der Zoo auf dem Roten Berg" erzählt der damalige Zoodirektor Altmann, dass er eine besondere Beziehung zu einigen Kapuzinern des Zooparks habe, weil sie wie er seit 25 Jahren im Park seien. Für welches Produktionsjahr spräche denn das?
    (02.06.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, deine Aussage bestärkt mich in meiner Vermutung, dass es sich bei den Produktionen um Neuauflagen handelte - ist ja auch alles schon wieder ein paar Tage her...
    Die Tatsache, dass in eurer Programmzeitschrift das Ost-Fernsehen nicht allzu ausführlich rüberkam ist natürlich ärgerlich, vielleicht hättet ihr die Zeitschrift wechseln sollen...
    WIR hatten dieses Problem nicht, die Qual der Wahl wurde uns da leichter gemacht - es gab nur eine Fersehzeitschrift. Darin freilich war das West-Programm so klein abgedruckt, dass man es gar nicht sah...)))
    (02.06.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Nee, dann meinst du eine andere Sendung. Kamele kommen zwar in "meiner" Doku vor, beherrschen sie aber keineswegs. Und die Sendung lief nicht nur einfach 1988, sondern gibt dieses Jahr auch im Nachspann als Produktionsjahr an. Aus dem gleichen Zeitraum habe ich auch noch Sendungen über Dresden (Leitthema Orangs, aber auch Anderes zu sehen), Leipzig (ausschließlich Elefanten) und Schwerin (wie über Erfurt relativ unspezialisiert) im Archiv. Vermutlich gab es auch welche über die anderen Zoos der DDR, aber die habe ich dann entweder übersehen (in unserer West-TV-Zeitung war das DDR-Programm als ganz kleiner Absatz nur mit Titeln, aber ohne Inhaltsangaben abgedruckt - wenn sich der Titel nicht nach Zoo anhörte, Pech gehabt) oder zwar gesehen, aber nicht aufgezeichnet und wieder vergessen. Den "Tierparkteletreff" habe ich ebenso wie "Zoobummel international" nicht regelmäßig gesehen, habe aber auch noch eine Handvoll Folgen aus der Zeit um die Wende herum auf Video - da hatte Dathe aber schon eine andere Co-Moderatorin.

    Es gab 1990 auch eine "Telezoo"-Sondersendung über die Zoos der damals brandneuen Bundesländer. Warum auch immer: Darin wurden Cottbus und Erfurt ignoriert!
    (02.06.2009)
    Ralf Seidel:   Neben dem ständig in Funk und Fernsehen
    präsenten Tierpark Berlin waren die Reportagen über die übrigen DDR-Zoos ja eher spärlich. Bis zu seinem frühen Tod 1973 war ja der Dresdner Zoodirektor Prof. Dr. Ullrich monatlich im Fersehen zu sehen. "Der gefilmte Brehm" hieß seine Sendung, das Pendant zum westdeutschen "Ein Platz für Tiere".
    Dathes Sendungen wurden danach sehr populär, sonntäglich im Radio "Im Tierpark belauscht" mit Karin Rrrrrron(die rollte das "R" immer so herrrrrlich und schmetterte dann mit ihrer tiefen, eindringlichen Stimme ihr "Herrrrr Prrrofesssorrrrr" über den Sender. Dathes "Tieparkteletreff" lief einmal monatlich Samstag-Nachmittag im DDR-Fernsehen, dafür wurde ihm die unverwüstliche Annemarie Brodhagen zur Seite gestellt. Beide Sendungen waren sehr populär. Darüber hinaus liefen Zoosendungen eher sporadisch, hin und wieder mal ein Beitrag aus Rostock oder Leipzig...
    Den Beitrag "Der Zoo auf dem Roten Berg" aus Erfurt hatte ich damals auch gesehen, bin mir aber nicht mehr sicher, ob das nur eine Wiederholung oder aber eine neue Reportage war. Definitiv gab es nämlich schon ein paar Jahre vorher mal einige Reportagen aus den DDR-Zoos, das müßte aber schon so gegen Ende der 70er gewesen sein. Da neben dem Vorstellen des jeweiligen Zoos auch ein spezielles Thema gewählt wurde, bei dem Bericht aus Halle beispielsweise stellte die Nahrungsaufnahme der Zoobewohner den Schwerpunkt. Wenn ich mich noch richtig erinnere wurde im Erfurter Beitrag den Trampeltieren viel Beachtung geschenkt -schließlich gab es in Erfurt die meisten Kamele...)))
    (02.06.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler:
    Toll, das Video dürfte eine echte Rarität sein. Ich kenne es nicht und habe noch nie davon gehört!
    (01.06.2009)
    Michael Mettler:   Nochmal @Guddy: In meiner Videosammlung habe ich eine 1988 entstandene TV-Doku des DDR-Fernsehens "Der Zoo auf dem Roten Berg", die habe ich mir aus aktuellem Anlass heute mal wieder angesehen. Das Gezeigte gibt einen ganz guten Überblick über den Zoo, wie er in einer Zeit aussah, die durch keinen Zooführer, keine Zeitschrift und keinen Jahresbericht dokumentiert ist. Kennst du diesen Film?
    (01.06.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Ja, es wäre Einiges durcheinandergewürfelt, aber gleichzeitig wären auch ein paar neue Arten untergebracht, einige größere Gehege geschaffen und der Rundgang vielleicht ein bisschen "bunter" gestaltet... Ich denke, es braucht nicht immer spektakuläre (und damit sehr teure) Neuanlagen oder zoologische Raritäten, um für den Besucher neue Akzente zu setzen. Aber gerade in einem Zoo, dem doch einige Publikumsarten fehlen, ist eine optimale Verteilung der vorhandenen Magnete im Gelände m.E. besonders wichtig.

    Auf die Frage nach dem Indianer-Camp kam ich eigentlich nur, weil ohnehin schon eine Blockhütte und eine Lagerfeuerstelle an den Bison Plains vorhanden sind. Aber vielleicht wollen ja die Indianer auch nicht so nahe neben den Trappern wohnen :-)
    (01.06.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler
    Das mit dem Indianer-Camp hatte ich mich auch schon öfter gefragt, aber vielleicht lag damals auf der Festwiese schon Strom und man konnte die Erschließungskosten fürs Camp gering halten. Abwasser liegt wahrscheinlich keins - habe letztlich im Vorbeigehen ein ganz "natürlich" getarntes Dixi-Klo stehen sehen.
    Die Esel werden bisher nicht in der Landschaftspflege eingesetzt.
    Ansonsten haben wir die Tiere ja fiktiv gründlich im Zoo umverteilt! :)
    (31.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, beides Arten, die es in Erfurt bereits gab, daher wäre ich für beide Arten zu begeistern. :-) Generell aber finde ich eine Ausrichtung auf die Tierwelt Afrikas recht positiv! Da wäre noch einiges denkbar, was sowohl den ONB als auch den Zoofan begeistern könnte. Und mit den Löffelhunden ist ja bereits ein Anfang an Neuzugängen gemacht, der sich schon etwas abhebt, von dem, was man sonst in den Zoos gern zum Thema Afrika zeigt.
    (31.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Na, meinetwegen :-) Ich hatte bei der Nachnutzung der Stelzvogelwiese folgenden Hintergedanken: Wegen der offensichtlich sehr "geräumigen" Thüringer Richtlinien für die Wildtierhaltung scheint es mir wichtig, die größten noch bebaubaren Flächen des Zooparks vorsichtshalber für Wildtiergehege freizuhalten. Da im Bereich des Plateaus nur wenige Erweiterungsmöglichkeiten für die bestehenden Gehege realistisch wären, sähe ich eine Lösung darin, in diesem Bereich fremdländische Haustiere zu konzentrieren. So könnte ich mir z.B. die alte Bisonanlage - zusammengefasst mit dem kleinen Haustierbereich - als "bulgarisches Dorf" für Bulgarenesel und -ziegen sowie Zackelschafe vorstellen und die Giraffenanlage mittelfristig mit z.B. Gayalen oder Nellorezebus. Die Trampeltiere blieben gegenüber dem Rinderwinkel, die alte Känguru-Anlage könnte man für die Ouessant-Schafe nutzen. Axmanns Hof bliebe dann heimischen Rassen und den Pferden vorbehalten, die Koppeln oberhalb der Kamelallee blieben dafür ebenfalls erhalten, und im angrenzenden Geschützten Landschaftsbestandteil würden nach wie vor einige der Haustiere Landschaftspflege betreiben (macht man das eigentlich mit den Eseln auch?). Die Fläche der jetzigen Pferde- und Eselkoppeln sehe ich eigentlich als einzige auch versorgungstechnisch günstig gelegene Möglichkeit für eine große Afrikasavanne (Giraffen/Antilopen/Zebras). Allerdings habe ich mir den Zoobereich mit der Festwiese und der Pferde-Sommerweide nie angesehen und kann ihn daher als Gelände nicht einschätzen, aber versorgungstechnisch (auch betreffend Kanalisation usw.) wäre eine dortige Savanne wohl recht abgelegen.

    Frage am Rande: Wieso steht das Indian Camp eigentlich nicht am Weg entlang der Bison Plains, wo es doch thematisch viel besser hinpassen würde?
    (31.05.2009)
    Guddy:   @ Oliver Jahn:
    Genial wären ja Wildhunde UND Geparde, auch hier wieder die Gegenüberstellung.

    Dann brauchen wir noch einen Besatz für das alte Bennet-Kängeru-Gelände. (Eventuell nach Westen erweitert bis zur Zooschule)

    Noch etwas ganz Reales aus dem Zoo: Am 7. Mai schlüpfte ein Steppenadler!
    (31.05.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler:
    Eigentlich war es geplant, die Zebraanlage, mit in "Damaraland" einzubeziehen, aber die Stadt hatte den damaligen Zoodirektor bereits auf die nebenstehende Variante "runtergehandelt", als dies immer noch "zu teuer" war, wurde das Projekt ganz gekippt.
    Noch Aafang 2007 sah alles ganz anders aus:
    (Ehe ich das Ganze mit eigenen Worten schildere, zitiere ich mal unsere Tageszeitung)
    Thüringische Landeszeitung - 7. Jan. 2007
    "Ein Parkplatz für die Elefanten
    Prof. Harald-H. Roth schien es geahnt zu haben, dass auf dem diesjährigen Neujahrsempfang der Zooparkfreunde für seine Vision von einem Zoopark entscheidende Weichen gestellt werden. Der erste Direktor des Erfurter Zooparkes kam extra aus Harare (Zimbabwe) um die Ankündigung mit zu erleben, dass den Elefanten bis 2009 in Erfurt endlich ein angemessener Lebensraum verschafft wird. Ihm blieben die Mittel und Möglichkeiten dafür einst versagt, weshalb er der DDR 1961 den Rücken kehrte, aus einem Urlaub in Westberlin nicht wieder zurück kehrte. Auf 7000 Quadratmeter soll der Auslauf der Dickhäuter vergrößert werden. Sie erhalten dafür nicht nur die Fläche des Zebra-Geheges, sondern auch noch die des Parkplatzes dazu. Weil mit dem neuen Haupteingang, der im Mai auf Höhe der Löwensavanne eröffnet wird, der alte Eingangsbereich nicht mehr benötigt wird, kann dieses Gebiet jetzt vollkommen neu verplant werden. Wie es konkret aussehen soll wird derzeit noch diskutiert - was Zooparkdirektor Norbert Neuschulz für die TLZ vorab auf einen Notizblock kritzelte, lässt Großes erwarten. Etwa 2,5 Millionen Euro soll die Erweiterung kosten, gestaffelt wird die Investition in drei Scheiben. Denn Fördermittel oder Zuschüsse wurden dafür verwehrt, sämtliche Kosten werden allein von der Stadt getragen. Erst wenn für den alten Zugang ein neuer barrierefreier Besucherweg anstelle der Treppe gebaut wurde. Der neue Haupteingang wird sich nicht nur durch direkten Zugang zur Straßenbahn auszeichnen, dort wird es auch einen Souvenir-Shop, WC-Anlagen und einen Parkplatz mit mehr als 300 Stellplätzen geben. Die alte Zoo-Zufahrt von der Stotternheimer Straße wird dann nach 48 Jahren endgültig geschlossen und zurück gebaut. Folglich auch die Wirtschaftseinfahrt, die in die Mittelhäuser Straße verlegt wird. Ziel sei es laut Neuschulz, bis zum 50-jährigen Jubiläum des Zooparks, der im Jahr 2009 gefeiert wird, eine der attraktivsten Elefantenanlagen Deutschlands vorweisen zu können."

    Die angeblich überteuerte Elefantenanlage wurde dann als Mitgrund der "Abberufung" des Zoodirektors angegeben.

    Da es für Lama+Stelzvogelbereich ja schon reale Planungen gibt, müssen wir die Yaks leider irgendwo anders einquartieren!
    Wie wäre es, sie östlich der Bison-Plains anzusiedeln und sie dort als zweite große Rinder-Art gegenüber zu stellen, quasi als Wild-Yak-Ersatz.
    (31.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, ja, die beiden Tiere sind ein und die selbe Art und es gab sie mal in Erfurt, daher habe ich Michaels Idee einfach etwas weiter gesponnen. Und um noch mal den Bogen nach Schwerin zu schlagen, das waren mal Huftiergehege, in denen heute die Wildhunde sind. Ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass man da unterwühlsicher umgebaut hat.
    @MM, die Idee des Rinderwinkels für Bären gefällt mir sehr gut. Hier könnte man in der Anlage sogar noch ein Stück des Originals als Stallgebäude zeigen. Andere Zoos lassen alte Bären- oder Raubtierkäfige leer stehen, um zu zeigen, so war es mal, so ist es heute. Welchen Reiz hätte es denn dann, wenn man beides in einer modernen Anlage zusammen zeigen könnte. Und der Berg hätte sofort einen neuen Anziehungspunkt mit einem echten Publikumsmagneten.
    (31.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Nanu, ich dachte, die jetzige Zebra-Anlage solle dann Teil der Elefantenanlage werden? Außerdem finde ich sie genau wie die Zwergzebu-Anlage für die dickwolligen Yaks zu sonnig. Beim Blick auf den Plan würde ich eher damit liebäugeln, das ohnehin schon großzügige Lama-Gehege nicht noch um die demnächst verwaiste Stelzvogelwiese zu erweitern, sondern diese nach hinten zu vergrößern und dorthin gegebenenfalls die Yaks umzusiedeln (natürlich mit anderen Absperrungen!). Ein geräumiger Offenstall könnte unmittelbar neben den Lamaställen entstehen, so dass ein gemeinsamer Wirtschaftsweg, Misthof usw. nutzbar wäre. Für Freunde thematischer Zusammenhänge stünden dann zwei in Gebirgen genutzte Haustierarten nebeneinander - und wenn man die gegenüberliegende Steinbockanlage mit den Walliser Ziegen besetzen würde, käme gleich noch eine dritte hinzu. Auch für den ONB, dem solche Zusammenhänge schnurz sind, ergäbe sich trotzdem ein abwechslungsreiches Bild an diesem Weg.
    (31.05.2009)
    Guddy:   Wenn, wie ursprünglich geplant, die Zebras und Zwergzebus mit den Elefanten vergesellschaftet würden, stünden deren jetzige Anlagen ja für die Yaks zur Verfügung. Auf einer Zeichnung im 1960er Zooführer sind auf genau dieser Anlage auch Yaks zu sehen. (Siehe Bild)
    Die Bären-Idee fände ich gar nicht mal so schlecht, zumal ich mich zu erinnern meine, dass das unten beschriebene Konzept von 2000 einen ganz ähnlichen Ansatz hatte. Tatsächlich - ich habs grade wiedergefunden:

    Aus dem Exkursionsbericht
    der Zoo-AG Bielefeld
    Zoopark Erfurt - 14. März 1999,
    Führung zur ZooKunft-Tagung 1999

    Zitat:
    "An den alten Fachwerkgebäuden des Wirtschaftshofs sind nun die großen Weiden der Kaltblutpferde zugänglich. Bald werden auch "gewöhnliche" Zoobesucher auf dem oberen Weg zurückgehen können, entlang des geschützten Trockenrasengebiets und einer riesigen Pferdeweide. Im Anschluß daran, am buschbestandenen, warmen Hang, sollen später Großkatzen untergebracht werden, z.B. Sibirertiger. Weit hinten im Wald entsteht gerade eine weitläufige Bisonanlage mit großem Haus. Die alten, völlig verfallenen Haustierabteile sollen einer neuen Bärenanlage weichen."

    Das wa vor 10 Jahren. Die Ideen waren also da, nur das liebe Geld ... siehe unten!
    (31.05.2009)
    Michael Mettler:   Es ist zwar etwas ketzerisch, da es mit einer Tradition brechen würde, aber wäre der Rinderwinkel nicht eine gute Basis für eine Bärenanlage? Die massiven Stallgebäude müssten sich mit Raubtierboxen bestücken lassen, ihre räumliche Trennung voneinander würde es ermöglichen, Bärinnen zur Jungenaufzucht nicht in der unmittelbaren Nähe des Bären unterbringen zu müssen, und die rückwärtige Mauer müsste lediglich noch aufgestockt werden. An den beiden Enden (jetzt Außenkanten der Walliser-Ziegen-Gehege) ließe sich jeweils ein Durchbruch machen, um die Gehegefläche um jeweils einen angrenzenden Naturbereich zu erweitern. Damit wäre auch eine Anbindung zu den Bison Plains zu erreichen. Hier würde m.E. Gitterzaun reichen, da der Besucher am "Basisgehege" ausreichend gitterfreien Einblick bekäme und man z.B. dort Schaufütterungen oder Enrichment-Maßnahmen bieten könnte, um die Bären regelmäßig in diesen Bereich zu locken (falls sie sich sonst "zu sehr in den Wald verlieben"...). Der größte bauliche Aufwand bestünde dann darin, die jetzige Grabenabsperrung zu einer raubtiersichere Besucherbarriere umzuwandeln.

    Ich denke dabei übrigens keineswegs an eine Aufgabe der Yak-Haltung, aber diese Tierart müsste doch eigentlich mit einfach zu errichtenden Offenställen auskommen und könnte anderswo im Gelände untergebracht werden.
    (31.05.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Bauen für Geparden dürfte aber noch etwas kostengünstiger sein als für Wildhunde (oder Hyänen oder Schakale), da der Zaun nicht unterwühlsicher sein muss. Würde man dann noch statt der in Mode befindlichen riesigen Scheibeneinblicke für einen gitterfreien Einblick eine simple Aussichtplattform über Zaunkantenniveau ans Gehege stellen und auf ein Schaugebäude verzichten, wäre eine Gepardenanlage im Vergleich zu anderen Großraubtieranlagen wohl die am leichtesten zu finanzierende Lösung.
    (31.05.2009)
    Guddy:   Sind "Afrikanische Wildhunde" nicht das gleiche wie "Hyänenhunde" ?
    Übrigens - Antilopen hatten wir in Erfurt, meine ich, noch gar nicht. Die würden sich in "Afrika" ja auch gut machen. Ich bin wirklich mal gespannt, was es so in zwei-drei Jahren zu berichten gibt.
    (31.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, genau an Gotha musste ich auch denken! ;-)
    Aber ich hoffe doch sehr, dass unter der neuen Leitung da einiges noch werden wird. Die Anfänge lassen auf jeden Fall hoffen!
    (31.05.2009)
    Oliver Jahn:   Wenn ich mir die Anlage in Schwerin so ansehe, dann kämen auch Afikanische Wildhunde recht gut in Betracht, alle Kriterien greifen hier auch.
    (31.05.2009)
    Guddy:   In dem unten erwähntn Zeitungsartikel wird Dr. Kölpin etwa mit den Worten zitiert "Ich möchte den Leuten ein Stück Afrika zeigen ..." In einem Fernsehbericht äußerte er sich lobend über Löwensavanne, Nashornanlage und Affendschungel. Auch die neue Flamingo-Anlage ist ja mit ihrem Besatz (Rosaflamingos)afrikanisch orientiert. So gehe ich davon aus, dass neben dem "Mammut-Projekt" Elefantenanlage noch weitere Afrika-Highlights zu erwarten sind. Die Aufzählung der Raubtiere ist meine persönliche Interpretation der sich aus diesm Konzept ergebenden Möglichkeiten. In wieweit sich diese Ideen mit dem Masterplan des Stadtrates decken, weiß ich nicht, da noch keine konkreten Details an die Öffentlichkeit gedrungen sind.
    @ Oliver Jahn
    Wenn ich sehe, dass ein Zoo wie Gotha Sibirische Tiger, Leoparden, Luchse und Syrische Braunbären im Bestand hat, könnte man schon gelegentlich etwas neidisch werden. Dort sind irgendwie genau die Tiere vorhanden, die mir in Erfurt manchmal ein bisschen fehlen.
    (30.05.2009)
    Michael Mettler:   Eigentlich müssten Geparde perfekt ins Erfurter Profil passen: Thema Afrika, mit geringem Aufwand (und damit kostengünstig) zu erstellende Anlagen und für weitläufige, sonnige Wiesen wie die Shire-/Kamelweide bestens geeignet.
    (30.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, ich kenne die Raubtierhaltung in Erfurt noch zu DDR-Zeiten und wünsche mir diese auf gar keinen Fall zurück. Genau aus diesem Grund schrieb ich auch, ich würde mir wieder ETWAS vom "alten Glanz" zurück wünschen, keinesfalls ALLES! Nur scheint mir jetzt eben der Absturz der Arten bei den Raubtieren besonders heftig. Und sind doch nun mal gerade die Raubtiere immer wieder große Besuchermagnete. Dennoch liest sich Ihre Vermutung für Afrika in Erfurt (oder ist das nur ein heimlicher Wunsch?) recht ansehnlich und würde sicher sowohl dem ONB gefallen, als auch dem Zoofan Freude bereiten.
    (30.05.2009)
    Guddy:   Bei den Bison-Plains wurde ja ausnahmsweise nicht die Größe, sondern irgendwelche Gestaltungsparameter, die bemängelt wurden.
    Nebenstehend der Masterplan von 1960. Im dazugehörigen Zooführer war damals auch was von "ca 20 Jahre, bis alles fertig ist" die Rede. 1961 hat Prof. Dr. Roth dann hingeworfen, da die Stadt schon damals die materiellen Voraussetzungen nicht schaffen konnte - oder wollte. Frei nach der Devise: "Es soll was taugen, darf aber nicht viel kosten!" Warum beschließt Erfurt immer wieder solche Masterpläne, die es sich dann gar nicht leisten kann. Wie viele Anlagen sind in den 50 Jahren schon fix und fertig geplant aus Geldmangel in den Schubladen verschwunden! Wenn man die ganzen Architektenhonorare und sonstigen Planungskosten zusammenrechnet, fragt man sich, wieso man sich diese Verschwendung leistet.
    (30.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Ob Auswilderung oder nicht, man hat sich komplett von der Tierart getrennt, während andere Zoos einfach nur ihre Nachzuchten für solche Zwecke zur Verfügung stellen. Aber wenn sogar das in meinen Augen sehr geräumige Zebragehege unter Thüringer Verhältnissen als grenzwertig gilt, dann könnte tatsächlich die Größe der Steinbockanlage aus ähnlichen Gründen der Anlass gewesen sein, die Chance zur Abgabe der Art zu nutzen.

    Ein klammes Stadtsäckel und Landesrichtlinien, die teure Gehege in Safariparkgröße vorschreiben, sind natürlich eine äußerst ungünstige Konstellation für die Entwicklung des Zooparks.

    Nochmal zu den Bison Plains: Wenn Thüringen auf die EU-Richtlinien noch 20% aufschlägt und die Anlage gerade eben die Thüringer Vorgaben erreicht, dann hieße das ja bei 10.000 qm = 120%, dass die EU-Richtlinie für Bisons eine Gehegegröße von über 8.000 qm vorgäbe. Wenn das zutrifft und Ähnliches wohl nicht nur für Bisons gilt, dann können wir uns wohl in den meisten Zoos der EU mittelfristig von etlichen großen (Wild-)Huftierarten verabschieden. Eine Konzentration auf Haus-Huftiere könnte somit in Erfurt zukünftig noch viel wichtiger sein....
    (30.05.2009)
    IP66:   Wenn die thüringer Verwaltung tatsächlich Tierhaltungen in Gehegen verbietet, die diese nach EU-Recht eigentlich erlauben würden, so würde ich das schon einen Rechtsbruch nennen, da die Gleichbehandlung des Halters und auch des potentielle Zoobesuchers nicht gewährleistet ist. Leider wird kaum jemand gegen eine derartige Benachteiligung der Thüringer in Resteuropa klagen, da die fraglichen Einrichtungen sich in öffentlicher Hand befinden, doch ändert das nichts daran, daß eine derartige Landespolitik einen Skandal vorstellt und als tier- wie naturschutzfeindlich beurteilt werden muß.
    Die Forderung nach Masterplan und dreißig Millionen Euro scheint mir in eine eher ungünstige Richtung zu weisen. Ascherleben macht ja vor, wie man in einem naturbelassenen Gelände mit wenig Geld und ohne Masterplan attraktive Haltungen schaffen kann, und ich denke, daß dergleichen auch in Erfurt möglich sein kann.
    (30.05.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler:
    Die Steinböcke wurden ja für eine Auswilderung zur Verfügung gestellt. Die Zebra-Haltung stand wegen der Richtlinie auch schon auf der Kippe.
    @ Oliver Jahn & Michael Mettler:
    Der Artenreichtum - speziell im Bereich der Großraubtiere - aus DDR-Zeiten war mit Haltungsbedingungen erkauft, die vielleicht für einen damaligen DDR-Zoo als akzeptabel galten, aber heute in keinster Weise mehr möglich wären.
    Ein Beispiel: Ramses, der Löwe aus den 90er Jahren, kam ursprünglich aus dem Zirkus und wurde dann an den heute geschlossenen Tierpark Bad Langensalza abgegeben. Aus Tierschutzgründen wurde er 1993 dort weggeholt und nach Erfurt gebracht: auch wenn ihm hier nicht viel mehr Platz zur Verfügung stand, so gab es in Erfurt wenigstens einen HEIZBAREN Innenbereich und er hatte zu den vorhandenen Bengaltigerinnen wenigstens Blick- und Hör-Kontakt.
    Ich würde mir wünschen, dass ein paar Leute aus dem Stadtrat dies hier mal lesen würden, um ihre Maßstäbe für Bewilligung oder Nichtbewilligung von Baumaßnahmen gründlich zu überdenken.
    Leider wird in Erfurt viel "Zoo-Politik" im Rathaus gemacht.
    Zitat aus einem Zeitungsartikel der Thüringer Allgemeinen:
    "... Am 1. April trat Thomas Kölpin seine neue Stelle an. Vorerst für vier Jahre. Man ist vorsichtig geworden in Erfurt nach dem massiven Ärger mit dem ehemaligen Zoo-Chef Neuschulz, den man 2007 nur mit viel Mühe losgeworden war.
    ..."
    Nachdem im Verlauf des Artikels nun der neue Zoodirektor und seine Pläne für die Zukunft näher vorgestellt werden, heißt es gegen Ende des Artikels:
    "... In den nächsten 20 Jahren, so schätzt der Zoochef, brauche man für die Verwirklichung des Masterplan-Konzeptes aber mindestens 30 Millionen Euro, von denen allerdings noch kein einziger Cent existiere. ..."
    Da der Konzept-Schwerpunkt auf Afrika ruht, ist in Sachen Raubtiere wohl noch am ehesten mit Leopard, Gepard, Hyänen, Hyänenhund, Schakalen oder Fennek zu rechnen.

    (30.05.2009)
    Oliver Jahn:   Sicherlich ist der Fokus in Erfurt auf die Tieraffenhaltung gerichtet und auch auf die Haustiere. Dennoch empfinde ich, dass neben den Wildhuftieren vor allem auch die Raubtiere erheblich zu kurz kommen. Eine Großkatzenart, eine Hundeart, zwei Schleichkatzen, eine Marderart und eine Kleinbärenart sind doch eher mager, für einen Zoo mit diesen Möglichkeiten.
    Großbären und Kleinkatzen fehlen komlett, genau so die Wasserraubtiere. Hier würde ich mir wirklich wünschen, dass der Zoo wieder etwas vom "alten Glanz" zurück gewinnt.
    (29.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Führten womöglich die streng ausgelegten Haltungsrichtlinien zur Aufgabe der Steinbockhaltung? Vielleicht erklärt sich ja auf diese Weise der mittlerweile weitgehende Verzicht des Zooparks auf Wildhuftiere - abseits der "Dickhäuter" ist ein Sortiment aus Steppenzebra, Giraffe, Damhirsch und Bison für einen Zoo dieser Größe und ohne unmittelbare Konkurrenzsituation außergewöhnlich klein. Durch die vielen Haustiere ist allerdings das Huftiersortiment insgesamt recht passabel - ONB macht da ohnehin keinen Unterschied in der "Wertigkeit". Der dürfte eher das Fehlen von Menschenaffen, Bären, Pinguinen oder Robben bedauern.
    (29.05.2009)
    Guddy:   @ IP66:
    Das EU-Recht ist ja nicht wirklich "gebrochen" worden, da die konkrete Umsetzung der EU-Richtlinien in geltendes Recht ja ohnehin in Deutschland Ländersache war. Allerdings habe ich Bilder von einem Elefantenhaus in der Schweiz gesehen, wogegen unser Erfurter Haus so schlecht nicht abschneidet. (Zumindest den Bildern nach zu urteilen.) Da in der Schweiz ja die EU-Richtlinien nicht relevant sind, besteht dort - zumindest von gesetzlicher Seite - keinerlei Handlungsbedarf, igend etwas zu ändern. Was mich auch wundert, ist, dass die Richtlinie für die Haltung Afrikanischer Elefanten eine mindest-Gruppenstärke von 4 Tieren pro Haltungseinheit vorsieht.
    (29.05.2009)
    Guddy:   @ Michael Mettler:
    Was ich noch vergessen hatte: Bei einem Zoobesuch im letzten Jahr war die Shire-Horse-Koppel schonmal als Kamelkoppel in Nutzung. Warum dies wieder rückgängig gemacht wurde, weiß ich nicht zu sagen. Ich hatte mich selbst gewundert, sie jetzt wieder in der alten Nutzung zu sehen.
    Mag sein, dass Herr Collette andere Pläne hatte, als jetzt Dr. Kölpin.
    (29.05.2009)
    IP66:   Ich finde die Einstellung der thüringer Behörden, daß das von ihnen verwaltete Land dergestalt häßlich und furchbar daherkommt, daß man EU-Recht brechen und für Tierhaltung eigene, restriktivere Bestimmungen durchsetzen kann, recht autokratisch - und kann mir durchaus vorstellen, daß die nicht recht befriedigende Entwicklung des erfurter Zoos in den letzten Jahren als Folge dieser tierhaltungs- und artenschutzfeindlichen Verwaltung verstanden werden kann.
    Allerdings zeigt der Bau der Bisonanlage auch, daß man offensichtlich nur im großen Stile zu bauen entschlossen ist und Lösungen, wie sie den Tierpark in Ascherleben, aber auch manche neue Anlage im Tierpark Berlin auch aus finanziellen Gründen anstrebt, nicht wünscht. Wenn dann auch noch der Altanlagenbestand für nicht ausreichend gehalten wird, steht man am Ende vor einem ziemlich leeren Zoo ...
    (29.05.2009)
    Guddy:   @ Sacha:
    Es hat im Jahr 2000 schonmal einen Masterplan für genau dieses Gebiet gegeben, in dem fast genau das drinstand, was Du vorschlägst:

    In unserer Vereinszeitschrift "Der Zooparkfreund" (Ausgabe 3/2001) stand, anlässlich der damals kurz bevorstehenden Eröffnung der "Bison-Plains", im Leitartikel unter anderm Folgendes zu lesen:

    Zitat: ... Nach und nach werden die Bisons jedoch weitere Nachbarn bekommen, denn das Areal an der Nordseite des Plateaus des Roten Berges ist Entwicklungsgebiet für den Thüringer Zoopark. Neben Uhus und Hirschen sollen hier auch Wölfe und Bären einmal eine Heimat finden. "Das ist noch Zukunftsmusik, aber in unserem Entwicklungskonzept bereits festgeschrieben", blickt Dr. Neuschulz voraus. Schneller geht es nur bei den Schneeeulen: Der Verein der Zooparkfreunde errichtet für sie direkt neben den Bisons eine neue Voliere. ...

    Das Ganze war auch vom Stadtrat beschlossen. Dann kamen die Auflagen der EU-Richtlinien und das Entwicklungskonzept verschwand in der Schublade, da andernorts im Zoo erstmal Handlungsbedarf bestand, um die in Thüringen sehr streng interpretierten Richtlinien zu erfüllen. (Der Freistaat hat z.B. auf die Mindest-Gehege-Größen-Vorgaben noch 20% draufgeschlagen.)
    (29.05.2009)
    Guddy:   Ich meinte ja nicht, dass der Weg von den Bisons zu Axmanns Hof bereits Rollstuhl - gerecht sei. Es wäre aber vom Gefälle her möglich, ihn dahigehend auszubauen. Zumindest auf der einen Seite des Weges (dunkelgrün) wäre die Anlage von Gehegen ja möglich und im geschützten Landschaftsteil hatte ich schon einmal die Heidschnucken als Landschaftspfleger in Aktion gesehen. Das ließe sich bestimmt noch ausbauen. An den Stellen, wo der Weg direkt über den geschützten Trockenrasen verläuft, wären ein paar Info-Tafeln nicht schlecht, die illustrieren und erklären, was denn da eigentlich geschützt werden soll. Für die Kinder könnte darauf aufbauend ein Naturschutz-Quiz angeboten werden, wo vielleicht einmal im Monat ein paar Preise (Freikarten für den Zoo o.ä.) verlost werden.
    Zu DDR-Zeiten hat man sich übrigens einfach damit geholfen, dass man überall, wo keine Gehege waren, ein Schild an den Weg gestellt hat:"Ende des Besucher-Bereichs" so bestand der Zoo zwar aus einem System von Sackgassen, aber wo man hinkam, gabs halt was zu sehen. Dafür hieß es fast überall zu "kraxeln". Nebenstehend mal ein kleiner Vergleich "einst und jetzt".
    Der alte Plan ist aus der Mitte de 60er Jahre, zeigt aber nahezu den ZUstand des Zoos zur Wendezeit. (Man muss sich eigentlich nur vorstellen, das Elefantenhaus sei fertig.)
    Die Querwege ohne Gehege waren nicht begehbar.
    (29.05.2009)
    Sacha:   @MM: Es würde nur schon helfen, wenn man den Nordamerikateil nach Süden ausdehnt und zum Beispiel Gehege für Wölfe, Pumas, Schwarzbären, Waschbären, Ursons, Stinktiere und Weisskopfseeadler baut. Das wäre dann ein tolles Indianerland und die Anlagen wären - da alle Tiere winterhart - nicht übermässig teuer (jedenfalls im Vergleich zu einem neuen Affen- oder Elefantenhaus). Ausserdem würde dies den Erlebnis-Charakter des "Indianerlandes" steigern...
    (29.05.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Falls der Besucher, um erst mal bis zum Rinderwinkel zu gelangen, den langen "Aufstieg" zwischen Elefanten- und Affenhaus wählt, beginnt die tierarme Zone schon nach dem Passieren der Lama- und alten Flamingoanlage, denn da befinden sich am linken Wegrand die leere Steinbockanlage und danach die ehemalige, inzwischen zu Brachland "verwilderte" Bisonanlage. Bis zum Rinderwinkel bilden dann Trampeltiere und Zwergziegen den einzigen Tierbesatz an einem sehr langen Weg.

    Ich weiß, wir Zoofans verdrehen die Augen bei Anlagen für Nasenbären, Kattas, Erdmännchen oder Präriehunde, aber an den langen Wegstrecken in Erfurt könnte zumindest ein Einstreuen solcher Gehege eine wirkliche (und m.E. unbedingt notwendige) Attraktivitätssteigerung in den erwähnten Zoobereichen bringen.
    (29.05.2009)
    Michael Mettler:   Der Weg zwischen Bison Plains und Axmanns Hof ist herrlich. Man hat nicht nur stellenweise eine tolle Aussicht, sondern die Gelenke freuen sich nach Kilometern auf Beton und Stein über den federnden Rindenmulchbelag.... Rollstuhlgeeignet dürfte er allerdings nicht sein.

    Und jetzt komme ich wieder zu den Erwartungen von ONB: Der hat nun den "alten" Zoobereich am Rinderwinkel verlassen und schlendert in Richtung Bison Plains - was schon ein ganz nettes Stück Weg ohne zwischenzeitliches Gehege ist. Dort trifft er auf eine hektargroße Anlage, auf der sich eine Handvoll Bisons verlieren, passiert auf dem langen Weg an ihr entlang zwei (wenn auch sehr schöne) Volieren mit "nur Vögeln drin" (Karakaras und Schnee-Eulen), durchquert danach eine gefühlte Ewigkeit ein (in seinen Augen) Brachgelände ohne Tiergehege und stößt dann als nächstes auf eine wiederum hektargroße Weide, auf der man eine Herde Elefanten unterbringen könnte, die aber bei unserem Besuch besetzt war mit zwei (!) Pferden und einer Handvoll Zackelschafen. Wählt er statt des Abstechers zu Axmanns Hof den Weg entlang dieser Weide zum "eigentlichen" Zooteil zurück, dann läuft er wieder eine lange tierarme Strecke, und als Auftakt für den "alten" Zooteil begrüßen ihn dann Ziegen links und Ziegen rechts. Mal ehrlich: Wer eine halbe Stunde fast ohne "Tierschaumöglichkeit" durchs Grüne wandern möchte, kann sich den Zooeintritt sparen und in die Feldmark fahren. Da unterstelle ich nicht nur dem Zoofan, sondern auch dem Normalbesucher, dass seine Erwartungen an einen Zoobesuch anders aussehen. Und wenn er sich nicht den Zoobesuch als Ganzes schenkt, weil ja schließlich an anderer Stelle auch noch Affe, Elefant & Co. geboten werden, so wird er vielleicht den genannten Weg "einmal und nie wieder" abgelaufen sein.

    Das beigefügte Foto liefert einen Eindruck vom Panoramablick auf die große Weide herab (auf dem von Guddy eingestellten Plan sind für sie Kamele eingezeichnet). Hatten wir hinsichtlich des Besatzes an diesem Tag einfach nur Pech, oder ist die immer so gering bestückt? Bei meinem ersten Besuch vor 10 Jahren sah ich dort allerdings auch nur zwei Shire Horses.
    (29.05.2009)
    Guddy:   PS.: Da wäre nur noch ein "winziges" Problem: das ewig klamme Stadtsäckel! *grins*)
    (28.05.2009)
    Guddy:   In der Nähe der Bison-Plains wäre ein weiterer Zooeingang wünschenswert. Dies wäre auch im Hinblick auf die auswärtigen Besucher, die von der A71 kommend nicht extra ins Stadtgebiet müssten, recht günstig. Eine Anbindung an den Autobahnzubringer und entprechende Parkmöglichkeiten wären dafür allerdings vonnöten - die Nutzer der benachbarten Kleingärten wären davon zwar nicht besonders begeistert, aber bei einem flächenmäßig so großen Zoo böte sich eine Lösung mit zwei Eingängen wohl an, wo doch weitaus kleinere Zoos dies auch so haben.
    Wenn dort in dem Waldteil zwischen Rinderwinkel und Plains noch eine Anlage für eine Groß-Raubtierart (Bären, Wölfe) als Gegenpol zur Löwensavanne entstehen würde, hätte man dort noch einmal ein Highlight.Von den Bison-Plains gibt es einen Weg durch einen Teil des Naturschutzgebietes Richtung Axmanns Hof.
    Dieser könnte zu einem Naturlehr- und Erlebnispfad ausgebaut werden, so wie dies in anderen Naturschutzgebieten auch gehandhabt wird. So würde der Weg von dort bis Axmanns Hof auch stark aufgewertet. Das Plateau könnte dann, wie es ja wohl ohnehin geplant ist als "Kinder-Bespaßungszone" genutzt werden.
    (28.05.2009)
    Guddy:   Auch ich sehe in der Hanglage ein großes Problem. Diese ist - ich spreche aus Erfahrung - mit Kinderwagen, Kleinkind und nicht mehr ganz intakten Beinen mit ein wenig Sportsgeist wohl noch zu meistern. Ein echtes Problem haben allerdings die Rollstuhlfahrer, b.z.w. deren Begleiter. Für sie müsste eine extra Runde gefunden und ausgeschildert werden. (Es gibt Rundwege mit vertretbaren Steigungen, auf denen auch relativ viele Gehege passiert werden können.)
    Außerdem gibt es einen Weg, der im großen Bogen vom östlichen Ende der Nashornanlage bis zu den Bison Plains führt. Entlang dieses Weges müssten mehrere neue Anlagen konzipert werden.
    (28.05.2009)
    th.oma.s:   ich halte dies speziell in bezug auf erfurt tatsächlich für ein problem bei der Entwicklung des zoos. vielleicht wäre es tatsächlich besser den berg zurückzubauen und den zoo am rande des berges, also zwischen axmanns hof und nashornanlage/affenhaus zu entwickeln... allerdings wäre dann die bisonanlage schon am falschen platz.
    (28.05.2009)
    Michael Mettler:   Die Flächenmöglichkeiten des Erfurter Zooparks in allen Ehren, aber man darf nicht vergessen, dass ein nicht unerheblicher Teil eines jeden Zoopublikums aus Besuchern besteht, für die lange Strecken beschwerlich oder langweilig sind. Wenn ich als Flachländer bei manchem "Zoo am Hang" meine Beine spüre, sage ich mir gern zum Trost, dass ich immerhin noch über gesunde Beine verfüge, kein quengelndes Kind bei mir habe und keine Karre schieben muss - denn das stelle ich mir in Erfurt an manchen Stellen noch viel haariger vor als z.B. in Halle, wo die Entfernungen kürzer sind, man nicht lange Strecken um das selbe Gehege herumgeht (oder gar ganz ohne Gehege passieren muss) und vor allem auch die langen Treppenaufstiege des Zooparks fehlen. Insofern kann ich irgendwo nachvollziehen, dass die neuere Entwicklung hauptsächlich am Fuß des Berges stattfindet, um "Pflichtarten" wie Elefant, Nashorn, Zebra, Affe, Känguru, Großkatze familienfreundlich, sprich ohne sportliche Leistungen erreichbar zu machen. Nur läuft man damit eben auch Gefahr, dass zwischen diesem - im wahrsten Sinne des Wortes - Basisbereich und den abgelegeneren Gehegen die Diskrepanz in Sachen Besucherattraktivität immer größer wird. Wenn auf dem Plateau keine oder zu wenige Highlights geboten werden, wird mancher Besucher beim nächsten Mal vielleicht nicht mehr den Aufstieg auf sich nehmen. Ein schwieriger Spagat in der Zooentwicklung.


    (28.05.2009)
    IP66:   Den Kontrast zwischen einem wenig bebautem Waldpark und einem dicht bestückten Zoogelände fand ich in Erfurt schon beim ersten Besuch prägend, ebenso die sehr interessanten und qualitätvollen Bauten. Jenseits der Affen hat mich der Bestand allerdings weniger beeindruckt - was sicher auch, gerade bei Erstbesuchen, an sehr individuellen Eindrücken liegen mag. Mit der jüngsten Erweiterung dürfte in Magdeburg allerdings eine ähnliches Problem entstehen, auch wenn die hinzugewonnenen Flächen dort nicht so umfangreich sind. Trotz der entsprechenden Schutzbestimmungen halte ich es für die in beiden Zoos wichtigste Aufgabe, diese Gelände für die Tierhaltung zu erschließen, um aus dem Kreislauf ständiger Neubaumaßnahmen in den Altgeländen auszubrechen und dem Besucher dazu zu bewegen, den gesamten Zoo zu erkunden. Hinzukommt, daß in Magdeburg wie in Erfurt wichtige DDR-zeitliche Altbauten stehen, die auf längere Sicht ein Kapital ausmachen, daß die Einzitartigkeit der Zoos ausmachen wird.
    (28.05.2009)
    Ralf Seidel:   Grundsätzlich wäre es schon wichtig dass sich auf dem Roten Berg etwas tut, insbesondere in puncto Kontinuität der Weiterentwicklung. Die Gehege der letzten Jahre finde ich durchaus interessant und gelungen, der Australienbereich war bei meinem letzten Besuch noch im Bau. Als Problem sehe ich gerade auch in Erfurt diese punktuelle Bebauung, was aber z.T. an der großen Gesamtfläche liegen dürfte. Das Problem hatte der Zoopark ja schon zu DDR-Zeiten - irgendwie wirkte er immer unfertig, obwohl ja damals noch viel weniger Bereiche zugänglich waren.
    Insofern kann ich die Meinung von IP66 in Bezug darauf dass Magdeburg ihm attraktiver erschien, schon nachvollziehen. Und dass, obwohl Erfurt eigentlich fast vom Tierbestand her attraktiver war: Es gab ein Raubtierhaus, ein modernes Affenhaus mit ausgewählten Kostbarkeiten. Im Dickhäuterhaus, welches in den 80ern entstand und früher ja noch die Nashörner beherbergte, wurden Terrarien und eine Nachttierabteilung integriert und auch Seelöwen waren damals noch im Eingangsbereich zu finden...Vermisst habe ich hier früher schon die großen Huftierherden - trotz der Flächen.
    Bei den Bisons hätte es aber wohl eine kleinere Fläche auch getan, auf ihrem zugedachten Hektar Lauffläche habe ich die noch nie gesehen, sie hielten sich immer in unmittelbarer Stallumgebung auf. Das mag aber auch etwas subjektiv sein, schließlich hat man da aus dem Blickwinkel eines Zoofreundes aus Halle andere Dimensionen im Kopf (1 ha Fläche - was könnte man da alles drauf stehen haben...)))
    Für mich aber nach wie vor ein interessanter Park mit unglaublichem Ausbaupotenzial.
    (28.05.2009)
    Guddy:   Was für mich an diesem Forum interessant ist, dass man der eigenen Zoo mal von ganz anderen Blickwinkeln beschrieben findet. So entdeckt man Schwachstellen, Stärken und Besonderheiten, die einem bei einseitiger Betrachtung gar nicht auffallen würden. Auch kommt man im gegenseitigen Austausch auf Lösungsansätze, die einem sonst nie eingefallen wären.
    Eignen sich Yaks eigentlich auch als Zugtiere? (Wegen des Unfallrisikos)
    Axmanns Hof ist natürlich ein Glücksfall. Schade, dass er zu DDR-Zeiten gar nicht zugänglich und nur als Wirtschaftshof in Gebrauch war. Die Erschließung für den Besucher erfolgte Ende der 90er Jahre im Zusammenhang mit der Einrichtung des benachbart liegenden Berberaffenberges. In früherer Zeit soll hier ja hinter den Kulissen manch zoologische Kostbarkeit beherbergt worden sein.
    (28.05.2009)
    Michael Mettler:   Dass Yaks trittsichere Gebirgstiere sein sollen, weiß ich nur aus Büchern und TV-Dokus; merkwürdigerweise sieht man sie in unseren Zoos praktisch immer in "platten" Standard-Rindergehegen. Das erleichtert zwar die Gehegereinigung, bringt aber das Besondere der Tierart nicht rüber. Gerade in einem "Bergzoo" wie Erfurt wäre es doch reizvoll, sie an einem Hang zu präsentieren oder ihnen wenigstens eine Art Kletterhügel ins Gehege zu bauen. Klar, sie hüpfen nicht elegant von Stein zu Stein. Aber vielleicht könnte man ihnen ein wenig "Turnen" zumuten, in dem man ihnen Futter an erhöhten Stellen anbietet.

    Eine Yak-Karawane oder andere Darbietungen des Yaks als Haustier fände ich eine tolle Sache (gerade in einem auf Haustiere spezialisierten Park), und selbst als Reittiere für Kinder könnte man sie wahrscheinlich einsetzen. Allerdings denke ich, dass man die Behornung der Tiere als potenzielles Unfallrisiko sieht. Ich erinnere mich an den Beitrag eines Schweizer Yakzüchters hier im Forum, dass einer seiner Yakbullen mit einem kurzen Kopfschlenkern einen Hund tötete. Aber es gäbe ja auch hornlose Yaks...

    Was mir nicht nur dort, aber gerade in Erfurt auffällt: Wir Zoofans schütteln gern mal den Kopf darüber, dass der Normalbesucher nicht weiß, was Haus- und was Wildtier ist. Aber die Zoos geben sich auch wenig Mühe, diesen Unterschied in der Präsentation aufzuzeigen. Vielleicht rührt das noch aus den Zeiten, als Haustiere mehr oder weniger als Lückenfüller galten und man dann z.B. durch Selektion auf einheitliche Fellfarbe quasi "optische Wildtiere" vortäuschte (rote Watussirinder, schwarze Yaks usw.). Gerade ein auf Haustiere spezialisierter Zoo wie Erfurt könnte doch viel mehr aus der Präsentation machen. Warum nicht ein wenig bulgarische, Schweizer oder Kameruner "Ambiente" bei den entsprechenden Ziegenrassen? Pferde und Esel stehen alle "en bloc" in gleichförmigen Gehegen, und zumindest Thüringer Waldesel und Bulgarenesel sind nicht mal für den Zoofan leicht auseinanderzuhalten. Dass Poitou-Esel ihren Hauptzweck in der Maultierzucht mit Kaltblutstuten hatten, ließe sich durch eine entsprechende Gemeinschaftshaltung und Beschilderung aufzeigen, dass Shetlandponys wegen ihrer Zwergwüchsigkeit im britischen Bergbau eingesetzt wurden, durch Hineinstellen (und natürlich Erklären!) einer Lore usw. Dass Haustiere durch passendes Umfeld interessanter gemacht werden, beweist der Zoopark doch schon selbst mit Axmanns Hof. Wildtieranlagen wie den Bison Plains, der Löwensavanne oder dem Kangaroo Land entsprechend geografisch zugeordnete Haustieranlagen (Almweide, bulgarisches Dorf usw.) gegenüberzustellen, würde ich für eine besucherwirksame und mit einfacheren Mitteln als bei Wildtieren umzusetzende Maßnahme halten. Und die Tradition der Hautierkarawane ließe sich mit über den ganzen Tag verteilten "Schaukarawanen" durch das Zoogelände ausbauen: Thüringer "Mülleresel" mit Säcken auf dem Rücken, bulgarische Eselkarren, Lamatrekking...
    (28.05.2009)
    Guddy:   Ich fände es interessant, dem Yak das zweite große Rind der Region, den Gaur oder dessen domestizierte Form, den Gayal (Da ja HAUS-Yaks gezeigt werden.)gegenüber zu stellen. Für die Walliser Ziegen könnte ja das alte Steinbock-Gehege nachgenutzt werden. (Langsam wird's voll, dort drinnen - was wir dort schon alles unterbringen wollten! *schmunzel*)
    Zurück zu den Rindern: Das Gehege - in welcher Form auch immer gestaltet - macht ja nicht allein den Schauwert aus. Es wäre eine Möglichkeit, die Tiere als das zu präsentieren, was sie ja eigentlich sind: Nutztiere. Hieße zum Beispiel zu demonstrieren, wie so ein Yak beladen wird. Dass bei Wildtieren auch kleinere Dressureinheiten durchaus kritisch zu sehen sind, da sie den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere widersprechen, ist ja durchaus einzusehen. Dass aber eine Haustierrasse nur präsentiert wird, indem die Tiere einfach "herumstehen" oder "herumliegen", finde ich nicht optimal. Was ist es immer für ein Schauspiel, wenn die Kamelherde durch den halben Zoo zu ihrem Nachtquartier unterwegs ist. Gut, auch hier könnte man mit etwas "Kostümierung" von Mensch und Tier den Show-Effekt noch erhöhen, aber Vergleichbares müsste sich doch auch mit den Yaks veranstalten lassen?
    (28.05.2009)
    IP66:   Vielleicht ist es ja tatsächlich so, daß auch Gehege dadurch attraktiver werden, daß sie sich von den benachbarten Anlagen unterscheiden. Im Museumsbereich sieht man dergleichen aber auch als kritisch an und es gibt durchaus Kuratoren, die ihren Rembrandt gerne in einer gleichförmigen Bilderreihe verstecken und an optisch herausgehobene Stellen ihrer Galerie das Werk irgend eines Lokalmeisters hängen, damit das Publkikum nicht nur nach den großen Namen sucht.
    Im Falle des Rinderwinkels würde ich vermuten wollen, daß sich die Yaks vor der hellen alten Rückwand imposanter ausnehmen und deshalb vielleicht stärker auf Besucher wirken.
    (27.05.2009)
    Oliver Jahn:   Wobei mir jetzt auffällt, dass sich diese beiden Argumentationen von Michael und IP im Kern nicht widersprechen. Ich finde die neue Gestaltung ehrlich gesagt auch nicht gerade geschmackvoll. Und auf den Punkt gebracht kann ich nur feststellen, wenn man schon umgestaltet, dann richtig, ansonsten ist es wirklich besser, dieses Geld und auch die Arbeitskraft anderweitig einzusetzen. Den Holz nun hin oder her, allein durch die noch vorhandenen Kachelwände und die alten Gitter hat die Anlage durch die Verkleidung wirklich überhaupt nicht gewonnen. Ich persönlich empfinde es heute auch eher noch unschöner, denn jetzt ist es weder Kachelstil, noch naturalistischer Bau.
    (26.05.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Ob die Gestaltung des Rinderwinkels Besucher irritiert, vermag ich nicht aus eigener Beobachtung zu sagen; was mir allerdings auffiel: Der Zoopark war recht gut besucht und das Wetter fantastisch, aber am Rinderwinkel blieb meiner Erinnerung nach außer Oliver und mir kein einziger Besucher stehen - und wir kamen im Laufe des Tages mehrmals daran vorbei. Stattdessen sah ich Besucher nur daran entlang flanieren und kurze Blicke zum Gehege werfen. Besonders viel Aufmerksamkeit scheinen die Yaks nicht auf sich zu lenken, und da wage ich zu bezweifeln, dass das Gehege mit unverbrämter Kachelarchitektur wirklich mehr Resonanz erzielt hätte.

    Ich erlaube mir den Vergleich mit der Sahara-Anlage in Hannover, deren kürzlicher Umbau ja Folge eines vergleichbaren Aufmerksamkeitsdefizites war: Auch dort standen vorher selten Besucher, die Wildesel, Addax und Gazellen wurden eher im Vorbeigehen wahrgenommen (wenn überhaupt). Nach dem Umbau gibt es nun eine Aussichtsplattform, die den Besucher ein wenig näher an die Tiere heranbringt, und eine Illusionskulisse, von der nun auch das alte Stallgebäude verdeckt wird, aber die Tiere sind die selben geblieben - tatsächlich erregt die Anlage jetzt ganz eindeutig mehr Interesse bei den Besuchern. Anders ausgedrückt: Erst eine Überspitzung der Illusion (immerhin war auch schon die vorherige Sicheldünenlandschaft eine Illusionskulisse) steigerte die Akzeptanz der Besucher.

    Übertragen auf Erfurt könnte das bedeuten, dass z.B. eine "tibetische" Dekoration des Rinderwinkels und eine rustikale Aussichtsplattform, die an einer Stelle über den Trockengraben ragt, vielleicht auch den Yaks mehr Aufmerksamkeit bescheren würde, als das eine gelb geflieste oder mit Schwartenbrettern verkleidete Rückwand kann. Und auch DAS könnte ein Bewusstsein für Zoogestaltungsmoden schaffen - die vorherige Mode (sprich Fliesen) haben immerhin viele der Zoobesucher selbst miterlebt, so dass sie diese durchaus mit der neueren vergleichen können...
    (26.05.2009)
    IP66:   Ich denke, daß die Gestaltung des Rinderwinkels heute die meisten Besucher irritiert, und zwar sowohl in der nunmehr umdekorierten wie auch in der bis dahin überlieferten Form. Wenn also ein Zoo seine Baudenkmäler nicht planieren kann oder will und ihm für aufwendige Umgestaltungen das Geld oder das Personal fehlt, dann finde ich es sinnvoller, wenn man argumentieren kann, daß diese Anlage als Beispiel früher Tierhaltung und der ästhetischen Vorstellungen der DDR-Architekten befremdet und nicht deshalb, weil die Neudekoration so dilletantisch aufgefallen ist. Ich denke, daß dies nicht nur die Akzeptanz der Besucher steigert, sondern auch eine gewisses Bewußtsein für Zoogestaltungsmoden schafft - und vermeidet, daß sich Zoos in Illusionsparks verwandeln.
    (26.05.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Vielleicht MÖCHTE der Besucher aber eine solche Anlage gar nicht als alt identifizieren können...?
    (26.05.2009)
    IP66:   In Sachen Entleerung finde ich den Vergleich Erfurt-Magdeburg durchaus treffend - allerdings fand ich den Zoo an der Elbe in den 90er Jahren interessanter. Was die Umgestaltung des Rinderwinkels angeht, so scheint sie mir ein gutes Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte: Wenn man die Anlage in ihrem Originalzustand belassen und lediglich die Gehege verbunden hätte, wäre dem Besucher ein sehr typisches Gebilde begegnet, daß er gleich als alt identifizieren und mit Neuanlagen hätte vergleichen können. Durch die Holzverkleidgungen hat man sich nicht nur ein Ungezieferproblem geschaffen, sondern eine gleichsam halb renovierte Anlage, die weder attraktiv noch leherreich genannt werden kann.
    (26.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, ich muss leider passen. Da habe ich mich wohl vertan, dachte echt, ich hätte die Anlage mal abgelichtet. Aber da ist WolfDrei ja immer eine sichere Bank! :-)
    (25.05.2009)
    Karsten Vick:   Danke, Guddy für die Antwort auf diese ganz alte Frage. Scheint ja so, als wenn man in alten DDR-Jahresberichten noch manche Überraschung finden kann, siehe auch Magdeburg...
    (25.05.2009)
    Guddy:   @WolfDrei:
    Vielen Dank schonmal im Voraus!
    Hat jemand noch Bilder von der alten Bison-Anlage in Nutzung? Da ich selbst bis auf ein paar S/W Bilder aus 1983/1984 erst seit Beginn dieses Jahres im Zoo fotografiert habe, intesessieren mich speziell Bilder von Anlagen, die seitdem verschwunden sind (Voliere Doppelhornvögel, Bärenkäfig ...) oder die nach Umbau einen völlig neuen Besatz haben. (Zwergflusspferd im Giraffenhaus, Kleiner Panda, ...)
    (25.05.2009)
    WolfDrei:   @Guddy: Habe Steinbockfotos aus Erfurt von 1984 an : allerdings für mich typisch: viel Tier, wenig Anlage. Muß allerdings das Dia erst "umsetzen". Vorher waren in der Anlage übrigens kurzzeitig Bezoare.
    (25.05.2009)
    Guddy:   Es geht ja in erster Linie ums Gehege und nicht so sehr um die Steinböcke - wäre also prima, wenn Du ein solches Foto hättest.
    Zur Hyäne "Gretel" fand ich folgende Seite:
    http://www.naturkundemuseum-erfurt.de/2000.597.0.html
    (25.05.2009)
    Oliver Jahn:   @Guddy, da schaue ich morgen mal nach. Ich glaube aber, ich habe nur ein Bild mit Gittern, aber schon ohne Steinböcke. Mal schauen...
    (24.05.2009)
    Guddy:   Ich fände es auch toll, den ganzen Bereich zu einem überdimensionalen Streichelgehege umzugestalten.
    Leider habe ich von dem Gehege in Nutzung kein Bild zur Hand. Vielleicht hat Oliver Jahn diese Anlage ja bei seinen früheren Erfurt-Besuchen mal fotografiert?
    Mal sehen, was sich hinter dem Begriff "Kinder-Erlebnisbereich" verbirgt. - Dies soll dort wohl den realen Planungen nach entstehen.
    (24.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Von meinen vorherigen Besuchen her konnte ich mich an die Steinbockanlage gar nicht erinnern. Allerdings habe ich wohl schon öfter unbewusst Anlagen aus meinem Gedächtnis gelöscht, bei denen das Fotografieren der Tiere quasi unmöglich war...

    Der "Käfig" dürfte ganz schlicht daraus resultiert sein, dass Steinböcke Ausbruchskünstler sind. Auch z.B. in Halle oder Chemnitz stehen sie ja hinter hohem, schwerem Gitter, nur fällt das durch die Hanglage der Gehege, den Naturfelsuntergrund und die Möglichkeit, zumindest teilweise direkt ans Gitter zu treten, vielleicht weniger auf als bei der eher ebenen Anlage in Erfurt.

    Meine Intention, die mit Haustieren zu besetzen, hat vielleicht auch ein bisschen damit zu tun, dass sie mich ein wenig an das begehbare Haustiergehege in Kronberg erinnert.
    (24.05.2009)
    Guddy:   @Karsten Vick:
    2007 war die Frage aufgetaucht, wo der Masterplan für Erfurt noch abgedruckt ist (außer bei Pilz/Puschmann - erste Auflage)
    Es gibt von 1960 ein "Zoo-Führer" mit dem Titel "Erfurts Roter Berg - Thüringer Zoopark im Bau" Herausgeber ist Prof. Dr. Harald-H. Roth, der erste Direktor des Zooparks. Dort ist der gleiche Plan in farbig etwas größer als A3 zum Ausklappen enthalten. Dank des Antiquariats von Herrn Dr. Schüling bin ich seit einigen Wochen stolze Besitzerin dieser äußerst interessanten Broschüre.
    (24.05.2009)
    Guddy:   Komisch fand ich früher nur, dass die Steinböcke darin quasi wie in einem überdimensionalen Käfig gehalten wurden.
    Das mit dem Puma war ja nicht wirklich ernst gemeint und würde voraussetzen, dass man sämtliche bisherige Bebauung des Geländes abreißen und ein Bauensemble a la Löwensavanne aus dem Boden stampfte. (keine Angst IP66 - falls Du das liest - ich meine das wirklich nicht ernst!)
    Wo der "Käfig" noch stand, hat man das Stallgebäude irgenwie gar nicht richtig wahrgenommen. Man hat auf dem Weg von den Giraffen zu den Bisons meist sowieso nur einen flüchtigen Blick auf die Steinböcke geworfen, weil man irgendwie auch nicht richtig ans Gehege rankam und die Tiere durch die Vergitterung nicht gut zu sehen waren.
    (24.05.2009)
    Michael Mettler:   @Guddy: Das Steinbockgehege sieht allerdings mehr nach Thüringer Bergbauernhof aus als nach Puma-Canyon :-)

    Für die, die es nicht kennen, anbei ein Foto, denn bei "Steinbockanlage" ist man ja schnell versucht, an einen Felshügel á la Halle oder Zoo Berlin zu denken...
    (24.05.2009)
    Guddy:   Das Gelände ist bei meinen Zoo-Träumereien schon besetzt! *schmunzel*
    Das gesamte Gelände zwischen der Freiluftgaststätte und der künftigen Südamerika-Anlage (Lamawiese + Stelzvogelwiese) ist bei mir schon für eine Anlage für Pumas und/oder Jaguare vorgesehen!
    Nee mal im Ernst: dieses gesamte Gelände war ja früher schon einmal für Haustiere reserviert (Aktuell stehen dort ja noch Graue Gehörnte Heidschnucken, Minischweine und Ungarische Zackelschafe.) Dies könnte man gewiss mit Steinbock - und alter Bison-Anlage zu einem zweiten Haustier-Bereich zusammenlegen und ausbauen. Zu den Wiesen am Indianer-Camp ist es von dort aus ja auch nicht weit!
    Mitte Juni hat der Förderverein Mitgliederversammlung - vielleicht erfahre ich ja dort etwas von den realen Plänen für diesen Bereich.
    (24.05.2009)
    Michael Mettler:   Das würde voraussetzen, dass ONB Harz- und Erzgebirgsziege überhaupt KENNT...

    Ich finde, die derzeit leere Steinbockanlage würde mit ihrem Hartboden, den Klettermöglichkeiten und dem rustikalen Stallgebäude ein schönes Gehege für Esel und Ziegen abgeben. Da wären beide ein Stück weit von den anderen Rassen beider Arten im Zoopark entfernt untergebracht, was die Haustiersammlung ein wenig auflockern würde. Das Gehege bräuchte lediglich eine neue Umzäunung (bei Haustieren kein allzu großer Kostenfaktor); allerdings weiß ich natürlich nicht, was der Stallraum hergibt.
    (23.05.2009)
    Guddy:   Das wundert mich auch. Vielleicht meint man, dass diese beiden Ziegenrassen für ONB nicht besonders interessant sind, da sich ja zumindest die Thüringer Landziege nicht so wahnsinnig stark von der Harzziege und der Erzgebirgsziege unterscheidet. Meines Wissens werden die drei Rassen mittlerweile ja ohnehin unter dem Namen "Bunte Deutsche Edelziege" mit noch 2-3 anderen Rassen zusammengefasst. Die Thüringer Waldziege ist dagegen eigentlich recht attraktiv und würde ein gutes Gegenstück zu den Thüringer Waldeseln bilden.
    (23.05.2009)
    Michael Mettler:   Was mir noch auffiel: Ausgerechnet im auf Haustiere spezialisierten Thüringer Zoopark fehlen die Thüringer Ziegenrassen...
    (22.05.2009)
    Guddy:   Der Besatz des Rinderwinkels ist ja im Laufe der Jahre recht vielseitig gewesen. Die schweren Eisenzäune stören besonders jetzt, wo der Hintergrund mit Holz verkleidet wurde besonders. Mir wäre auch am liebsten, wenn sie (bis auf einen) komplett verschwinden würden. Bei dem noch immer großen Bestand an Haustierem im Zoopark ließe sich bestimmt eine attraktive Arten- b.z.w. Rassen-Kombination zusammenstellen. Wahrscheinlich sind es gerade die vielen denkbaren Möglichkeiten, die ein Entscheidung erschweren!?
    Die Bisonplains haben übrigens eine Fläche von 10.000 m². Ursprünglich war mal an eine Vergesellschaftung der Bisons mit Mustangs gedacht. Die Größe kann es also eigentlich nicht gewesen sein, die mit der EU-Norm konträr ging. Ich meine, es sei von zu wenig Schattenplätzen und zu geringem Baumbestand die Rede gewesen.
    (21.05.2009)
    Michael Mettler:   Die ehemalige Fülle des Rinderwinkels würde ich mir auch nicht zurückwünschen, ich habe ihn bei meinem ersten Besuch 1999 schon in "reduzierter" Form kennengelernt. Aber ich könnte ihn mir gut als Gemeinschaftsanlage vorstellen. Vielleicht könnte man eines der beiden äußeren Ziegengehege als Absperrgehege für die Yaks nutzen und das andere als Weidefläche durch eine nur für Schafe und/oder Ziegen zu überwindende, optisch gefällige Barriere abgrenzen; dann könnte der hohe Eisenzaun, der jetzt die Yak-Anlage teilt, verschwinden. Eine gemischte Haustieranlage - die müsste ja nicht mal geografisch korrekt besetzt sein, ist die Zwergzebu-Anlage ja auch nicht - stelle ich mir jedenfalls recht lebendig und damit publikumswirksam vor, vor allem wenn Schafe (z.B. die Zackelschafe) und Ziegen (eine wunderbare Anlage für die große Gruppe der jetzt sehr abseits stehenden Bulgarenziegen) ihren Nachwuchs haben.

    Aber ich staune darüber, dass die Bison Plains nur knapp den Richtlinien entsprechen. Wenn sich diese auch anderswo durchsetzen sollten, könnten wir uns vom Bison als Zootier wohl schnell weitestgehend verabschieden, denn eine Anlage dieser Größe (es mag an der weniger versperrten Fernsicht im Gelände liegen, aber ich empfinde die Erfurter sogar als größer als die im Tierpark Berlin) würden sich die wenigsten Zoos erlauben können.
    (21.05.2009)
    Guddy:   PS.: Zu den Bisons:
    Die Anlage war bis Mitte April sehr stark besetzt.(Nebenstehendes Bild zeigt nur etwa zwei drittel der Tiere, die Mitte März auf der Anlage waren.) Man hat wahrscheinlich die Jungtiere der letzten Saison abgegeben, vermutlich sind die 3 Kühe wieder trächtig und so hätte man mittelfristig doch wieder 7 Tiere auf der Anlage. Die Bison-Plains sollten ja ursprünglich durch einen Komplex mit Anlagen für Hirsche, Bären, Wölfen und Uhus mit dem restlichen Zoo verbunden werden. Diese Pläne von 1999/2000 wurden aber dadurch blockiert, dass die Umsetzung der in Thüringen relativ streng ausgelegten EU-Richtlinien zunächst den Vorrang bekam. Selbst die neu erbauten Bison-Plains bestanden die Maßgaben nur recht knapp!
    Den aufgelockerten Besatz des Rinderwinkels empfand ich eher als wohltuend, gerade auch im Vergleich zu "ganz früher". Die damals präsentierte Artenfülle hatte zweifelsohne auch ihren Reiz, aber eine Grasnabe, wie sie sich bei den Schwarzhalsziegen herausgebildet hat, habe ich in den etwa 30 Jahren, die ich den Zoo bewußt erlebe, im Rinderwinkel noch nicht gesehen. Warum der Walliser-Bock nicht mit den Bulgaren- und Zwergziegenböcken gemeinsam gehalten wird, ist mir allerdings auch nicht ersichtlich. (Unverträglichkeit?) Die Schafböcke von Zackelschaf und Heidschnucke stehen ja mit unten bei den Zwergzebus. Auch bei den Yaks könnte in den nächsten 3 Monaten wieder mit Nachwuchs zu rechnen sein - 2 bis 3 Jungtiere waren es ja die letzten Jahre immer pro Saison. So wird es da auch bald wieder voller werden.
    Zu den Löffelhunden muss ich sagen, dass die Furcht vor einer lärmend herannahenden Schulklasse ungleich höher ist als die vor den Löwen. Die Vormieter waren ja im ganzen wesentlich scheuer. Ich bekam die Schakale überhaupt insgesamt nur zwei bis drei Mal zu Gesicht, wärend die Löffelhunde doch in dem letzten halben Jahr recht zutraulich geworden sind. Das Foto im April entstand, während die Löwen im Innengehege waren und fraßen.
    (21.05.2009)
    Guddy:   Am 28. April sollte der Förderverein über das vom Stadtrat in Auftrag gegebene Zoo-Konzept der Firma Eckhard Wiesenthal informiert werden. Da Dr. Kölpin, der sich zu dieser Veranstaltung dem Verein als neuer Zoodirektor persönlich vorstellen wollte, erkrankt war, wurde die Veranstaltung vorerst abgesagt.
    Zur bisherigen Stelzvogelwiese kann ich aber Folgendes sagen:
    Sie wird mit der benachbarten Lama-Anlage zusammengeführt und soll dann den "klassischen" Südamerika-Besatz (Lama, Mara, Nandu) erhalten. Dies ist ein Projekt des Fördervereins und zunächst unabhängig vom Groß-Konzept. Irgenwo las ich in der Zeitung, dass das gesamte Plateau rund um Zoogaststätte und Bistro zu einem großen Kinder-Erlebnisbereich umgstaltet werden soll. Dies würde auch die ehemaligen Gehege von Steinbock, Bennettkängeru und Bison mit umfassen.
    Aber: "Nichts genaues weiß man nicht." Der zwischenzeitliche Direktor (Juli 07 bis März 09) war ja kein Tiergärtner und wohl in erster Linie von der Stadt dazu berufen, innerbetriebliche Strukturen neu zu gliedern. (Er war zuvor Personalamtsleiter der Stadt gewesen) So blieben die meisten tiergärtnerischen Baumaßnahmen etwas stecken. Lediglich ein Picknickplatz konnte in diesen zwei Jahren fertig gestellt werden. Das Elefanten-Projekt "Damaraland" des vormaligen Direktors Dr. Neuschulz war ja, nachdem es zunächst bereits bewilligt war, dann doch storniert worden, da die Planungen des Zoodirektors und die Wünsche der Stadtväter sich nicht vereinen ließen. Auch hierzu wird das "Wiesenthal-Konzept" neue Antworten finden. Da wir uns sozusagen in einer Art Übergangszeit befanden, in der Geplantes verworfen, Neues aber noch nicht ausführungsreif war, konnte dem Zoo-Besucher auch keine Perspektive aufgezeigt werden. Erfreulicherweise nimmt ja wenigstens die Flamingo-Anlage jetzt Konturen an, die auf eine baldige Fertigstellung hoffen lassen.
    (21.05.2009)
    Michael Mettler:   Mir hat der Zoopark auch recht gut gefallen, allerdings komme ich auch nicht umhin, den Vergleich mit dem hier im Forum wegen Artenabbaues und Leerstandes sehr kritisierten Zoo Magdeburg zu ziehen. Dabei denke ich weniger an z.B. das früher übervolle Erfurter Affenhaus als an andere Anlagen: Man baute eine herrliche neue Bisonanlage, aber die alte wurde nicht nachgenutzt, sondern ist jetzt Brachland. Genau das Gleiche gilt für die Kängurus. Aktuell steht der Besucher bei der Steinbockanlage (Tiere abgegeben) vor einem leeren Gehege, und nach dem Umzug der Flamingos in die Neuanlage könnte auch das jetzige Stelzvogelgehege leer stehen. Hinweise darauf, dass auf all diesen Flächen etwas passieren soll, fehlen. So entsteht ein bisschen der Eindruck, dass der Zoo gerade von der Bergkuppe an den Fuß des Roten Berges umzieht...

    Manche Gehege empfinde ich als unterbesetzt - auf den gigantischen "Bison Plains" haben wir gerade mal drei (!) Bisons gesehen - was andererseits der Grasnarbe sehr gut tut... Bei den Yaks frage ich mich, ob man sie nicht mit einer der Ziegen- oder Schafrassen zusammen halten kann, statt den Walliser Ziegen gleich zwei seitliche Gehege des Rinderwinkels zu reservieren. Muss der Besatz einiger Huftiergehege vielleicht aus Personal- und Futterkostengründen so niedrig gehalten werden?

    Bei den Löffelhunden wäre ich interessiert zu hören bzw. zu lesen, wie sich ihre doch sehr unmittelbare Nachbarschaft zu den Löwen entwickeln wird. Bei ihrer Fütterung hatten sie jedenfalls immer ein äußerst wachsames Auge auf ihre großen Nachbarn und waren stets fluchtbereit. Im Gegensatz zu Schakalen, die sich ja im Freiland freiwillig in die Nähe von Löwen wagen, scheinen mir Löffelhunde für ein solches Nebeneinander eigentlich viel weniger geeignet.
    (20.05.2009)
    Guddy:   Danke für das Foto! Als ich am Montag im Zoo war, waren die Löffelhunde mittags noch im Haus, zum Ende des Rundgangs sah ich sie dann im Innengehege nicht, habe sie aber auf der Außenanlage auch nicht entdeckt.
    Dafür gelang mir Anfag Mai ein Feuerwiesel-Schnappschuss. (Zumindest von der Nasenspitze.) Ein Zoomitarbeiter sagte, dass man sie bis dahin kaum zu Gesicht bekam.
    (20.05.2009)
    Oliver Jahn:   Beim Wochenendbesuch in Erfurt war ich positiv überrascht. Der Zoo vermittelt den Eindruck, als würde er jetzt endlich aus dem Dornröschen-Schlaf erwachen. Das Känguru-Land macht einen guten Eindruck, die Riesenkangurus befanden sich auf der Anlage, der Besucherbereich war aber noch abgesperrt. Die neue Flamingo-Anlage ist schon gut zu erkennen. Das Löwenhaus zeigte sich gut besetzt und wir hatten sogar das Glück, eine Fütterung der Löffelhunde zu erleben. Die Feuerwiesel haben sich leider nicht gezeigt, in der alten Kasuar-Anlage sind jetzt Emus. Alles vermittelte einen wirklich freundlichen Eindruck, was sicher durch das gute Wetter noch verstärkt wurde. Nachwuchs sah man auch bei den Guerezas, die Vergesellschaftung der Bärenstummelaffen mit den Zwergmeerkatzen scheint leider nicht zu funktionieren, denn die Meerkatzen waren nur im Absperrgehege zu sehen. Der Rinderwinkel ist komplett mit Holz verkleidet und beherbergt noch immer die Zuchtgruppe Yaks mit ihrem sehr imposanten Bullen. Weiterhin sind dort die Walliser Ziegen zu sehen. Das Steinbockgehege ist leer, steht aber noch. Alles in allem aber vermittel der Zoo einen postiven Eindruck.
    (20.05.2009)
    Karsten Vick:   Danke Guddy. Ist zwar noch nicht so viel neues, nur dass das Todesjahr des Siamangvaters nun zwischen 1989 und 1994 anzusetzen ist. Der Ungka ist also Medan und die Siamangs sind Schnudi, Rokan und Gambi (der lt. Zuchtbuch 1997 nach Opole ging). Und auch Medans Partnerin muss vor 1995 gestorben sein, wobei ich der Meinung bin, schon bei meinem ersten Erfurtbesuch 1991 nur einen Ungka gesehen zu haben.

    Über die Zwergsiamangs haben wir im Gibbon-Thread schon orakelt. Das Ankunftsjahr 1974 legt nahe, dass es sich hier um eine Verwechslung mit den neuen Siamangs handelt, womöglich hat Gollembek Schnudi und Co. auch als Zwergsiamangs angepriesen...
    (19.05.2009)
    Guddy:   In einem Jahresbericht des Zooparks von 1995 ist folgender Bestand verzeichnet:
    Ungka: 1,0
    Siamang 2,1
    Habe auch im Zoo direkt angefragt, aber noch keine Antwort bekommen.
    (19.05.2009)
    Guddy:   Laut Zooführer 1974 gab es auch noch ein Paar junger Zwergsiamangs.
    Details zu den Nachzuchten versuche ich in Erfahrung zu bringen.
    (07.05.2009)
    Karsten Vick:   Hallo Guddy. Du hast dich ja angeboten, Fragen über Erfurt zu beantworten. Das ist schön.
    Vor einiger Zeit hab ich mich damit befasst, eine Auflistung der in Ostdeutschland früher und heute gehaltenen Gibbons zu erstellen.
    Da ist die Datenlage in Bezug auf Erfurt noch sehr dünn und ich würd mich über Ergänzungen freuen.
    Der jetzige Wissensstand ist folgender:
    *Ungka - 1967 kam ein junges Paar über den TP Berlin. Das Männchen Medan starb 2002, das Weibchen, nun ja früher halt... Kinder???
    *Siamang, aus 2 Zuchtbuchausgaben, die leider nur den am Stichtag noch lebenden Bestand enthalten, ergibt sich, dass 1974 über den Händler Gollembek das Weibchen Nr. 394 "Schnudi" ankam, das heute noch lebt. Höchstwahrscheinlich kam mit ihm auch das Männchen Nr. 395, dass aber zum Stichtag schon tot war. Es gab wenigstens drei Kinder. Das erste 1980, ein weiteres 1,0 Rokan 1987 (noch im Bestand) und das dritte bekannte 1,0 Gambi 1989 lebt jetzt (noch?) in Opole.
    Über Ergänzungen würd ich mich wie gesagt sehr freuen.
    (05.05.2009)
    Guddy:   Ja, der Löffelhund ist seit Ende letzten Jahres in Erfurt. Er lebt mit einer Löffelhündin aus Prag zusammen.
    @Oliver Jahn: Du hast recht mit der Vermutung, dass die Löffelhunde die "Nachmieter" der Schabrackenschakale sind. Wenn es im Löwenhaus nicht zu voll ist, sind die zwei schon ziemlich zutraulich und gucken ganz gespannt, was ma da tut, wenn man sie fotografieren will.
    (28.04.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe gerade von cajun unter "Dortmund" gelesen, dass ein Löffelhund nach Erfurt gegangen ist. Weiß jemand darüber schon näheres? Wird das Tier dort allein gehalten? Und wo? Ist vielleicht der letzte Scharackenschakal weg und der Löffelhund wurde sein Nachnutzer?
    (14.11.2008)
    WolfDrei:   @IP66: ein weiterer Grund für die Erfurter: blockierte Arbeitskräfte! Mangel an Pflegern! Als ich bei den Affenpflegern ankam, wuselte der kleine Klammeraffe am Boden herum, mich sehend, stürzte er sich in die Beuteltasche seiner "Mama". Im Haus dann kamen seine 5 " Arme und Füße" wechselseitig heraus, um an Haaren zu ziehen, die Nase anzufassen, die Ohren, ab und an war ich das Opfer - und das den (fast) ganzen Tag, ein ganzes Jahr. Im Haus das große Aufpassen, daß er den anderen Affen nicht zu nahe kam - speziell die Nilgiris sind ziemlich boshaft. Und der Erfolg der Wiedereingewöhnung ist durchaus zweifelhaft.
    (02.10.2008)
    BjörnN:   Wenn ich mich recht entsinne, sitzen sowohl im alten Affenhaus (jüngeres Tier) als auch hinter den Kulissen (altes Tier) je ein männlicher Bärenstummelaffe, der handaufgezogen wurde und nicht in die Gruppe integriert werden konnte.
    Vielleicht hat man in Erfurt einfach keine Lust, noch ein weiteres Einzeltier halten zu müssen.

    Wie weit sind denn die Duisburger und Erfurter Tiere verwandt, wäre vielleicht ein Austausch zwischen den Gruppen ein Lösungsansatz??
    (02.10.2008)
    IP66:   Ich bin ein wenig überrascht, daß bei einer so raren Art wie dem Bärenstummelaffen keine künstliche Aufzucht versucht wird. Einerseits hat man ja an vielen Orten mit handaufgezogenen Guerezas, die man früh mit ihren Artgenossen in Kontakt treten ließ, gute Erfahrungen gemacht, andererseits werden bei gruppenlebenden Arten ja auch nicht züchtende Tiere dringend gebraucht.
    (02.10.2008)
    BjörnN:   @WolfDrei
    Sehr merkwürdig, dass die Zwergmeerkatzen immer noch im separaten Käfig sitzen, dort sitzen sie seit ihrer Ankunft vor min 15 Monaten....
    Haben denn die Guerezas wieder Junge??
    Sehr schade, dass die Bärenstummelaffengruppe immer noch nicht funktioniert, hätte ich mir sehr gewünscht, angesichts, dass diese wunderschönen Stummelaffen in Europa so selten und wertvoll sind.
    (02.10.2008)
    WolfDrei:   Vor drei Tagen kurzer "Durchlauf" des "Thüringer Zooparkes". Neu scheinen 4 Zwergmeerkatzen der südl. UA zu sein (Miopithecus talapoin) - in einem abgesperrten Käfig in der Bärenstummelaffen-Freianlage (die nördl. UA befindet sich in Prag und Barcelona). Die Kapschliefer hatten schon recht entwickelte Junge. Die "letzten ihrer Art" (weltweit) - die Nilgirilanguren (1.1 als Geschwister) sind jetzt 20 und 22 Jahre alt. Die Zucht mit den Bärenstummelaffen klappt nicht - keine Annahme durch das Muttertier, künstliche Aufzucht wollte man nicht, da z.B. der durch Menschen aufgezogene neue Mann aus England als "Vermehrer" taub ist. Ungeachtet dessen gab es noch eine Menschenaufzucht (nun einjährig) bei den Goldstirnklammeraffen - langsam erfolgt die Eingewöhnung in die Gruppe. Im entfernt gelegenen Auquarium befinden sich auch Lisztäffchen und amerikan. Hörnchen (Tamiasciurus hudsonicus 4 Tiere = neu für mich). Am Haupteingang rechts des Zoos wird eine Flamingoanlage gebaut,die Alpensteinböcke wurden "ausgelagert", z. T. nach Insbruck zur Auswilderung. Und die Schabackenschakale waren "natürlich" unsichtbar. Ansonsten noch ein instruktiver Führer (2. Auflage, 4 Euro)
    (02.10.2008)
    Michael Mettler:   Die Ansicht mit den Schafen teile ich voll und ganz, auch wenn man dann eigentlich auf Merinos umsteigen müsste. Kaninchen (auch Hauskaninchen) haben den Nachteil, zu wühlen und damit Stolperfallen für die anderen Tiere zu verursachen, die beinbrecherisch wirken könnten. Das ließe sich nur durch ein flach unter der Bodenoberfläche eingebrachtes Gitter verhindern. Falls das Gehege Bäume und Sträucher enthält, wäre zudem noch ein Schutz dieser gegen Entrinden notwendig (bei Kängurus m.W. nicht?). Wäre also schon ein gewisser Nachbearbeitungsaufwand "nur für Kaninchen", fände ich aber dennoch gut und attraktiv. Alternativ könnte man sie natürlich auch als Bodenbesatz einer benachbarten Australienvoliere nutzen (dann auch "richtige" Wildkaninchen).

    Hauskaninchen wären übrigens gar nicht mal so verkehrt; es gibt nämlich auch die Version, nach der die australischen Kaninchen gar nicht von ausgesetzten Wild-, sondern von Hauskaninchen abstammen sollen, bei denen sich durch Auslese wieder die Wildfarbe durchgesetzt hat - wie auch manche auf Inseln lebenden Kaninchenpopulationen solchen Ursprungs sein sollen. Was dafür spricht: Eingefangene Wildkaninchen sind sehr schreckhaft und schwer zu handhaben. Hauskaninchen waren damals auf der langen Seereise von Europa nach Australien sicher deutlich einfachere Pfleglinge.
    (22.07.2008)
    Racool:   Ich war vor zwei Wochen in Erfurt und könnte sehr aktive und kommunizierende Nashörner erleben. Hätte nie gedacht, dass diese Tiere solche Geräusche machen können. Was in Erfurt leider sehr auffällt sind die vielen nicht besetzten Käfige/Gehege: Krallenaffenkäfige (1x Zwergseidenäffchen, 1x Degus, Rest leer), Nachtieranlage 2 Anlagen leer, alte Känguruhanlage (Zaun bereits entfernt), alte Steinbockanlage (Zaun bereits entfernt), ... (Kann gut sein, das ich was vergessen habe)
    Weiß jemand, was mit der alten Flamingoanlage passiert, wenn die Neue am Eingang steht? Bleibt sie mit den Störchen besetzt oder ziehen die mit um?
    Das neue KangerooLand hat mir nicht so gut gefallen und ich hätte es auch nicht an dieser Stelle gebaut. Einige der Schafe, deren Anlagen weichen mussten, sind hinter dem Kängurubereich. Die hätte man doch einfach mit einbeziehen können, dann gebe es etwas mehr zu sehen als dösende Kängurus und Emus. Beide Arten gelten in Australien ja als Narungskonkurenten für die dortigen Schafherden und da hätte man gleich noch ein wenig Didaktik mit rein bringen können. Wenn wir einmal dabei sind: Auch die begehbare Bennett-Anlage könnte man ganz einfach ein wenig attraktiver (vor allem für Kinder) machen, in dem Kaninchen (einfach wildfarbene Hauskaninchen) als Nebenbesatz mit rein nimmt. Der Zaun zwischen den beiden Känguru-Anlagen wäre dann der "rabbit-proof fence". Der Emunachwuchs ist übrigens auf der alten Kasuar-Anlage.
    (22.07.2008)
    IP66:   Die Argumentation kann ich nachvollziehen - könnte mir aber vorstellen, daß man mit 6 begehbaren Tierhäusern eben noch eine kleine Nummer größer wäre ...
    (31.03.2008)
    Oliver Jahn:   Wenn nicht gerade, wie bei meinem letzten Besuch wegen Umbau gesperrt, hat der Zoo ja aber mit dem neuen Löwenhaus wieder ein begehbares Haus. Und somit ist das Defizit wieder ausgeglichen.
    Zur Zeit aber verfügt der Zoo über 5 begehbare Häuser. Da haben andere Zoos weniger.
    Zum alten Raubtierhaus ist neben dem Servalkäfig auch noch zu bemerken, dass die 3 separaten Einzelkäfige auf dem Weg zum Haus konzeptionell mit zur Gesamtanalage zu zählen sind.
    (30.03.2008)
    IP66:   Cottbus zählt noch zu meinen Defiziten - daher kann ich dazu wenig sagen. Ich kann Herrn Jahn auch insofern zustimmen, als ich das Raubtierhaus für den am wenigsten innovativen und spannenden alten Tierhausbau in Erfurt halten würde. Der Hinweis auf den Servalkäfig läßt mich allerdings neugierig werden: Besaß das Gebäude doch noch verborgene Überraschungen?
    Auf der anderen Seite besitzt der erfurter Zoo wenig begehbare Tierhäuser und auch wenig Möglichkeiten, Tiere auszustellen - vor diesem Hintergrund hätte sich eine Renovierung vielleicht gelohnt.
    (30.03.2008)
    Oliver Jahn:   Wie man auf meinen Bildern erkennen kann, war der Bau wirklich nicht mehr. erhaltenswert. Das Haus ist dem Cottbuser Raubtierhaus sehr ähnlich, aber im Gegensatz zu diesem war das Erfurter sehr runtegekommen, teilweise sogar gar nicht fertig gestellt, wie man an den vielen unverputzten Stellen gut erkennen kann.
    Zum anderen war das Haus nie ein Haus der Artenfülle. Die Käfige waren recht klein und es wurden häufig nur Einzeltiere gehalten. Zum Ende hin waren in den 4 Käfigen noch drei Tiere, ein Löwenkater, ein Tigerkater und eine Streifenhyäne. An der im Bild nicht zu sehenden rechten Frontseite war noch ein kleiner Käfig für Servale.
    (29.03.2008)
    IP66:   Leider nein! Wenn ich es recht übersehe, ist es der einzige erfurter Großbau, der abgerissen wurde. Sicherlich wäre es auf Dauer schwierig geworden, dort die alte Großkatzenfülle zu bewahren, aber auf einem so großen Gelände wäre das Gebäude auch als Unterbringung für größere Vogelargten oder kletternde Kleinsäuger geeignet gewesen.
    (29.03.2008)
    Michael Amend:   Steht das Raubtierhaus noch ? ( was ich allerdings nicht glaube)Etwas unglücklich finde ich die weißen Absperrzäune im Kontrast zu den schwarzen Käfigen, auch auf Oliver Jahns Wildhundfoto zu sehen.
    (28.03.2008)
    IP66:   Das Raubtierhaus fiel, wie alle erfurter Bauten der Zeit, durch seine ausgewogene und sorgfältige Strukturierung und Gliederung auf, wobei es Elemente der klassischen Moderne wie kubische Gestaltung, Flachdach und Fensterbänder mit Ideen der Nachkriegszeit, etwa einer sehr oberflächenorientierten Natursteinverwendung, verband. Das große Thema der Zeit, die Auflösung der Käfigreihen, wurde sehr eigenständig behandelt, indem mehrere Gitterkuben auf einen durchgehenden Sockel gestellt wurden. Im Innenraum scheint mir die Ambitionen weniger groß gewesen zu sein: Er wirkt, trotz Gitterband vor dern Käfigen recht konventionell, wobei ich nicht weiß, ob ich dieses Band, daß in den meisten Häusern dieses Typs die zu integrierenden Wurfboxen nicht zuließen, als bewußtes Gestaltungselement verstehen soll.
    (28.03.2008)
    Michael Mettler:   Ich habe da noch ein Fundstück in Sachen Erfurt aus dem "Zoologischen Garten" (1961): Zwei Bilder der Afrikanischen Elefantin "Marina" aus ihrer alten Heimat, aufgenommen in der Elefantenstation Gangala na Bodio im Kongo und an ihrer "Amme" säugend. Allerdings hieß sie damals noch "Mbaya", aber die Herkunft und das Alter (geboren 1957) dürften doch passen. Jedenfalls wird erwähnt, dass der Autor Harald H. Roth sie für den Thüringer Zoopark vor Ort selbst auswählte. "Mbaya" war im Alter von ca. sechs Monaten neben ihrer erschossenen Mutter aufgefunden und in der Station künstlich aufgezogen worden. Sie wurde dort von einer erwachsenen Elefantin adoptiert, die nach den Fotos in Form der Ohren und Stoßzähne ein Mittelding aus Wald- und Steppenelefant darstellt.
    (27.03.2008)
    Oliver Jahn:   und noch eines von 1998.
    (27.03.2008)
    Oliver Jahn:   1993 innen.
    (27.03.2008)
    Oliver Jahn:   1993
    (27.03.2008)
    Oliver Jahn:   Drei Bilder aus 93 bzw. 98
    (27.03.2008)
    Racool:   Hat jemand Fotos vom alten Raubtierhaus?
    (27.03.2008)
    Oliver Jahn:   In diesem Zusammenhang habe ich gerade noch gelesen, dass im Kasuargehege ursprünglich mal afrikanische Strauße waren, und das mit mehreren Tieren.
    Der Kasuar hingegen war allein im Gehege und ich kann mich wirklich nie daran erinnern, merh als ein Tier gesehen zu haben. Es wäre wohl auch schwierig gewesen, die Tiere getrennt zu halten, dafür war das Gehege einfach zu klein.
    (19.03.2008)
    Oliver Jahn:   Und hier ist sie, die Hyänenhundanlage mit Hyänenhunden! :-)
    Ich bitte die Qualität zu entschuldigen, aber es ist nur mit Digicam abfotografiert.
    Das Bild ist von 1993 und ein Tier steht vor der Tür ganz links und eines läuft direkt vor dem Gitter. Ich hoffe, man kann es erkennen.
    (19.03.2008)
    Oliver Jahn:   Hier noch mal der AKTUELLE Plan, den man zur Zeit in Erfurt an der Kasse erhält. In der Hyänenhundanlage sind hier noch die Berberaffen eingezeichnet, welche ich dort erstmalig 1997 sah. Auf diesem Plan ist auch der Kasuar noch eingezeichnet.
    (19.03.2008)
    IP66:   Wenn ich Herrn Mettlers Schilderungen recht verstehe, waren die von mir so geschätzten Anlagen also ein Versuch, den üppigen Bestand publikumsfreundlicher auszustellen. Schade, daß davon nur so wenig übriggeblieben ist, zumal man sich, etwa auf den großen Weiden, die auch zum Gelände gehören, interessante Ziegen-, Schaf- oder Rinderherden gut vorstellen könnte.
    (19.03.2008)
    Oliver Jahn:   @Racool, Ihre Frage zu dieser Anlage lässt sich mit einem klaren JA beantworten. Die Zeiten bekomme ich allerdings nicht zusammen. Der Gepard ist für diese Anlage benannt im einzigen Zooführer, den es bis 2008 für Erfurt gab, und er ist von 1974.
    Die Hyänenhunde habe ich dann selber noch in dieser Anlage gesehen, das war so Anfang bis Mitte der 90er. Da muss ich nochmal genauer nachschauen. Dann zogen dort die Berberaffen ein, bis deren neue Anlage (der Affenberg) fertiggestellt war und heute existiert die Anlage gar nicht mehr.
    (19.03.2008)
    Racool:   @Oliver Jahn: Ich meinte die ehemalige Geparden/Hyänenhundanlage. War diese wirklich mit besagten Arten bestzt? Wenn ja, wann bzw. bis wann?
    (19.03.2008)
    Michael Mettler:   Im Grunde hatte Erfurt damals eine ähnliche Zielsetzung wie später (und noch heute) Warder, allerdings bei Haltung in konventionellen Zoogehegen statt auf Weidekoppeln (von ein paar für das Publikum anscheinend nicht einsehbaren Sommerweiden abgesehen). Da Otto Normalbesucher nicht die unter uns Zoofans verbreitete scharfe Trennung zwischen Wild- und Haustier macht, dürfte ihm das durch die Vielgestalt der Rassen bedingte breit gefächerte Spektrum wohl auch gefallen haben?
    (19.03.2008)
    Oliver Jahn:   @Racool, die Anlagen für Raubtiere sind ein "Traum" geblieben! Es hat sie so nie gegeben. Also oben auf dem Plateau waren viele Haustierarten, die Bisons und im Rinderwinkel über die Jahre so manche Tierart mit vielen Raritäten, wie z.B. Moschusochsen, Hartmann-Bergzebras, Kulane, Pudus.
    Raubtierbereiche gab es einige verstreut im Zoo. Zum einen das alte Raubtierhaus, auf dem Weg dahin noch vier Einzelkäfige für Luchs, Hyäne, Binturong u.a.
    Dann gab es noch zwei kleine Anlagen für Eisfüchse und Kleine Pandas, Dingos und Steinmarder, in etwa dort, wo heute das Papageienhaus neben dem Schildkrötenhaus ist.
    Die Bärenanlage wurde komplett weggerissen und alle anderen Planungen für Raubtiere sind eben über den Planungssatnd nicht hinausgekommen. Einzig das Löwenhaus wurde verwirklicht.
    @MM, die Zahl der in Erfurt gehaltenen Haustierarten war für damalige Zeiten gigantisch. Rinder, Ziegen, Schafe und Esel waren der Hauptschwerpunkt. Ergänzt wurde das ganze um Kamele, Pferde, Hunde und Schweinerassen.
    Vieles davon ist heute leider nicht mehr im Bestand.
    (19.03.2008)
    Michael Mettler:   Leider habe ich Erfurt erst spät (einige Jahre nach der Wende) kennengelernt, aber für lange Zeit muss der Zoopark DER deutsche "Haustierzoo" schlechthin gewesen sein - zu einer Zeit, in der manch BRD-Großzoo über Haustiere noch die Nase rümpfte, wahrscheinlich weil sie dem damals über den Handel verfügbaren Sortiment erlesenster Wildtiere den Platz weggenommen hätten. Und eine Besonderheit war auch, dass viele Haustierformen nicht nur im Grüppchen, sondern in richtigen Herden gehalten wurden. Ich erinnere mich dunkel an eine Sendung im damaligen DDR-Fernsehen, in der mich eine kopfstarke Trampeltier-"Karawane" sehr beeindruckte, die zu ihrer Sommerweide auf den Roten Berg geführt wurde. Der Zoopark ging auch selbst auf "Safari" und importierte z.B. aus Bulgarien Ziegen und Esel.
    (19.03.2008)
    IP66:   Vielen Dank! Ich habe diesen Gehegen leider nur wenig Beachtung geschenkt. Demnach hatte die Haustierhaltung in Erfurt eine bedeutende Tradition, die mich an Friedrichsfelde erinnert.
    (19.03.2008)
    Racool:   @Oliver Jahn: Ja, an diese Anlage kann ich mich erinnern, allerdings nur mit Affen. Können Sie mir sagen, wann (in etwa) die Anlage mit besagten Raubtieren bestezt war?
    (19.03.2008)
    Oliver Jahn:   Die alten, völlig verfallenen Haustierabteile sind ein Sammelsurium von kleinen Einzelkäfigen gewesen, von denen noch heute drei stehen geblieben sind, allerdings mit neuem Anstrich, und zwar dort, wo man auf das obere Bergplateau kommt, vom neune Cafe aus gesehen nach rechts. Der alte Affenspielkäfig ist heute mit Vögeln besetzt und in den letzten drei Haustierboxen sind Zackelschafe, Heidschnucken und Minischweine.
    (18.03.2008)
    IP66:   Handelt es sich bei den "alten, völlig verfallenen Haustierabteilen" um den Rinderwinkel?
    Das Bild der Käfige am Affenhaus zeigt sehr schön, wie gut manche Anlage in Erfurz noch erhalten ist und wie qualitätvoll man gestaltet hat: Die Käfigreihe wurde gezielt aufgelöst und in Proportion und Gestaltung auf das Gebäude bezogen, durch die seitliche Wand eine warme Hofsituation entwickelt und selbst das Besuchergitter mit den gerade in der DDR sehe beliebten Rapportornamenten gefüllt. Daß man diese Anlage, die bei meinem letzten Besuch schon zusammengeschaltet war, in ihrer Gesamtheit nicht für ein oder zwei Kleinsäugerarten nutzen kann, verstehe ich nicht. Da liegt das Problem des Hauses, wenn überhaupt, eher in den gegenüberliegenden Affenkäfigen, die nicht besonders groß sind, die aber auch, zusammengeschaltet, einer passenden Art hinreichend Lebensraum bieten könnte. Man kennt das Problem vom dresdner Affenhaus: Wenn so ein Gebäude der Zooleitung nicht gefällt, dann läßt man es verfallen und nennt es marode und nicht artgerecht - Erfurt ist allerdings einer der wenigen Zoos, die mit den Ziegenanlagen trotz großen Geländeangebots neu errichtete Anlagen nach nur wenigen Jahren Bestand zugunsten eines Neubaus beseitigt haben.
    (18.03.2008)
    Oliver Jahn:   @Sven, die Käfige waren noch eingerichtet, aber sie waren leer und nicht beschildert (siehe Foto), daher ging ich davon aus, dass sie leer sind, kann das aber nicht 100% sagen.
    @Racool, wenn Sie auf dem aktuellen Zooplan im Netz mal nachsehen und dort den Sektor 1 öffnen, dann war die ehemalige Geparden/Hyänenhundanlage in der zu letzt die Berberaffen waren zwischen den Nummern 15 und 19. Das war vorher kein weg, sondern dieser endete als Sackgasse mit dem Gehege. Dieses lag in etwa dort, wo auf dem Weg zwischen 15 und 19 so ein kleiner Haken im Weg nach oben weist.
    (17.03.2008)
    Racool:   Was ich gerade gefunden habe, bezüglich Planung und Flächennutzung in Erfurt.
    Auszug aus einem Exkursionsbericht der Zoo-AG (14. März 1999, Führung zur ZooKunft-Tagung 1999)
    ...
    An den alten Fachwerkgebäuden des Wirtschaftshofs sind nun die großen Weiden der Kaltblutpferde zugänglich. Bald werden auch "gewöhnliche" Zoobesucher auf dem oberen Weg zurückgehen können, entlang des geschützten Trockenrasengebiets und einer riesigen Pferdeweide. Im Anschluß daran, am buschbestandenen, warmen Hang, sollen später Großkatzen untergebracht werden, z.B. Sibirertiger. Weit hinten im Wald entsteht gerade eine weitläufige Bisonanlage mit großem Haus. Die alten, völlig verfallenen Haustierabteile sollen einer neuen Bärenanlage weichen.
    ...
    Leider ist davon nichts zu sehen. Eine Bärenanlage würde Erfurt sicher gut tun!
    (17.03.2008)
    Racool:   Welches ist denn die ehemalige Hyänenhundanlage?
    (17.03.2008)
    IP66:   Auch die Nichtnutzung der rückwärtigen Krallenaffenanlage zeigt, wie man in Erfurt mit Altanlagen umgeht - wenn man sie schon nicht abreißen kann, läßt man sie wenigstens leerstehen. Sicherlich hängt das, ähnlich wie in manchem Zoo der 70er Jahre, damit zusammen, daß man von einem Neubau der Gesamtanlage träumt, was man derzeit "Matserplan" nennt. Man hat bei der Ernerung der Städte in der alten Bundesrepublik an vielen Stellen ähnliche Konzepte verfolgt und bereut das jetzt intensiv. Ich fürchte, daß das in Erfurt kaum anders sein wird.
    (14.03.2008)
    Michael Mettler:   Wenn ich die geplante Weiterentwicklung des Zooparks richtig in Erinnerung habe, dürfte sich der Kulisseneffekt bzw. die Verlagerung des Geschehens in Eingangsnähe noch verstärken, denn man hat doch eine Erweiterung der Elefantenanlage unter Einbeziehung des Zebrageheges vor.
    (14.03.2008)
    Sven P. Peter:   @Oliver: Ich denke in den hinteren Käfigen leben die Totenkopfaffen?! Sind die nun weg?
    (13.03.2008)
    WolfDrei:   @th.oma.s: sie haben ja Recht, was offensichtlich die "bunte" Färbung der "südlichen" Formen in Assam-Bhutan anbetrifft: meine Philosophie gründet sich darauf, daß auch in Yunnan Kappenlanguren sein sollen (in dem Text aber ohne große Detailbeschreibung). Die Aufnahme machte ich in Kanton (Guangzhou)1994
    (13.03.2008)
    Oliver Jahn:   Hier noch mal das Affenhaus. Die Käfige auf der Rückseite werden schon gar nicht mehr genutzt.
    (13.03.2008)
    Shensi-Takin:   Ich kann mich bisherigen Aussagen nur anschließen: irgendwie erscheint einem der Erfurter Zoopark "unfertig", wobei einige gute Ansätze (etwa Stummelaffen) bestehen. Hinsichtlich Fläche ist das Potential wirklich noch nicht annäherend erschöpft.

    Ein kleiner Tipp: mal ein "Gespräch" mit dem Edelpapagei-Weibchen suchen-einem dialektsprechenden Papagei begegnet man nicht alle Tage. ;)
    (13.03.2008)
    th.oma.s:   @WolfDrei: nochmal zu den tr.pileatus.habe auf http://www.indianaturewatch.net/view_cat.php?tag=35-420m
    folgendes bild gefunden. ist das wirklich dieselbe art wie das tier auf dem foto 1 unten?
    (13.03.2008)
    Oliver Jahn:   @IP66, und wieder finden Sie meine volle Zustimmung. Auf der einen Seite hat der Zoo einige wirklich schönen Neuanlagen geschaffen, auf der anderen Seite sieht es ein wenig aus, als würde man den Rest mehr als stiefmütterlich behandelt. In Erfurt scheint alles etwas langsamer zu gehen. Ich kenne aber auch kaum ein anderen Zoo, der auf mich einen so gegensätzlichen und unfertigen Eindruck macht. Sie wissen ja, dass auch ich recht froh bin, dass einige Bauten in den Zoos stehen bleiben, weil sie unwiederbringliche Zeitzeugen sind, die einmal abgerissen, nie wieder zurück geholt werden können. Allerdings heißt Erhaltung für mich eben nicht überhaupt keine Veränderung bzw. Verbesserung der Tierhaltung. Und das Affenhaus ist ein aus meiner Sicht beachtenswerter Bau. Seine jetzige Nutzung hingegen gefällt mir so nicht.
    Und beim Elefantenhaus würde vielleicht allein schon mal ein neuer Anstrich reichen, um den Eindruck deutlich zu verbessern. Denn die Gestaltung der Außenanlage sieht auf den ersten Blick recht chaotisch aus, aber sie ist gut durchdacht, es sind Scheuersteine da, eine Suhle, Sandboden, Höhenunterschiede und auch ein Sonnensegel. Vor der Wand des Hauses wirkt alles allerdings recht marode und die gar nicht so schlecht durchdachte Anlage kommt völlig falsch rüber. Schade eigentlich!
    (13.03.2008)
    IP66:   Ich habe allerdings den Eindruck, daß mit Eingang und Löwenhaus eine Art Kulisse entstanden ist, hinter der sich der Altzoo langsam entleert. Es mag sein, daß der Personalbestand nur eine beschränkte Anzahl von Tieren zulassen, ich frage emich allerdings auf der anderen Seite, ob man deshalb alle Altgehege verschwinden lassen muß, zumal es ja für die Steinböcke keinen Ersatz gibt. Eigentlich sollte in einem Land wie Thüringen, das nur einen einzigen größeren Zoo besitzt, der dazu noch in der Landeshauptstadt liegt, die Erneuerung eines Steinbockgeheges keine unüberwindlichen Probleme stellen. Auf der anderen Seite gab es ja vor einiger Zeit doch einigen Pressewirbel, der darauf hinweisen könnte, daß es interne Probleme gibt, die Entwicklungen blockieren könnten.
    (13.03.2008)
    Oliver Jahn:   IP66, genau an die Fläche um die Bisonanlage herum dachte ich auch. Was gäbe es da für Möglichkeiten. Allerdings steht das Steinbockgehege noch leer, weiterhin ist das alte Känguru-Gehege noch da, lediglich die Zäune sind weg und die alte Hyänenhundanlage ist ebenfalls weggerissen, der Platz aber auch noch da. Weiterhin dürften Affen- und Elefantenhaus auch bald mal eine Renovierung erfahren, so dass hier wohl eher Prioritäten liegen dürften.
    Das Löwenhaus hingegen finde ich schon sehr repräsentativ und an dieser Stelle, genau hinter dem neuen Eingang, recht optimal und publikumswirksam.
    (12.03.2008)
    Michael Amend:   Giraffenbestand Erfurt :
    Netzgiraffenbulle " Lengai", geb. 2005 in Frankfurt , sowie eine Mischlingskuh.
    (11.03.2008)
    IP66:   Wenn ich jetzt auch noch den Leerstand im Kasuargehege sehe, habe ich eher den Eindruck, daß kein wirkliches Interesse besteht, den Tierbestand zu vergrößern, ja daß man versucht, sich auf ganz wenige publikumswirksame Arten zu verschränken. Immerhin hat man ja die Bisonanlage in völlig neues Gelände hineingebaut, und es würde wenig Aufwand bedeuten, um diesen Nukleus neue Anlagen zu gruppieren, wie es mit der Karakara-Voliere geschehen ist. In Köln gab es in den 70er Jahren auch einmal eine solche Phase, in der man hauptsächlich Haltungen aufgab, viele Leerstände duldete, die zum Teil bis in die Nogge-Zeit hinein bestehen blieben, und sich immer wieder mit riesigen Projekten (zwei Menschenaffenhäuser, Neubau Elefanten) beschäftigte. Erfurt hat einige dieser großen Neubauprojekte realisiert, aber mir scheint der Wille zu fehlen, die Restsubstanz zu erhalten.
    (11.03.2008)
    Oliver Jahn:   Den gibt es, allerdings sind neben dem Bereich noch riesige Flächen bebaubar. Bisonanlage, Känguru-Land, Berberberg und die Haustieranlagen bis hin zu Axmanns Hof waren ja früher auch nicht bebaut.
    (10.03.2008)
    Michael Mettler:   Gibt es womöglich für weite Teile des noch ungenutzten Zoogeländes auf dem Roten Berg ein Bebauungsverbot, vielleicht wegen artenreicher Naturflächen dort? Das könnte ja erklären, warum hauptsächlich an Ort und Stelle umgebaut statt ins Gelände erweitert wird.
    (10.03.2008)
    Oliver Jahn:   Und hier das alte Kasuargehege, zur Zeit leer und auf dem Schild steht, dass dieses Gehege umgebaut werden soll. Leider stand nicht dabei, wofür.
    (10.03.2008)
    Oliver Jahn:   Die alte Robbenanlage, zur Zeit sogar für die Zwergzebus abgesperrt.
    (10.03.2008)
    Oliver Jahn:   Die Känguruhs hatten ja ein ganz gutes Gehege. Dieses steht heute benfalls leer. Zwei Ziegenanlagen sind auch noch heute links neben dem Rinderwinkel. Das alte Kasuar-Gehege steht ebenfalls leer. Die Robbenanlage ist heute Wassergraben für die Zwergzebus, welche heute allein auf der damals wirklich schönen Haustieranlage am alten Eingang leben. Auf dieser Anlage waren früher die Steppenrinder, Zackelschafe und Lockengänse. Die Robbenanlage ist aber bereits seit Anfang der 90er nicht mehr genutzt.
    (10.03.2008)
    IP66:   Vielen Dank! Also noch eine dritte Möglichkeit, und eine solche, die ich nun garnicht verstehe - das Känguruhgehege hätte man doch ohne Schwierigkeiten auch auf einem der Freigelände einrichten können.
    (10.03.2008)
    Karsten Vick:   @IP66: Die bewussten Schaf- und Ziegengehege befanden sich am Weg zwischen Löwenhaus und Berberberg und sie sind dem neuen Känguruhgehege geopfert worden.
    (10.03.2008)
    IP66:   @Herr Jahn: Da sieht man, was herauskommt, wenn ich einen Zoo zu selten besuche - befanden sich die von mir so geschätzten Ziegengehege auf dem Gelände des neuen begehbaren Berberaffenberges, den man nur in Begleitung betreten darf? Die Abgabe der Steinböcke zeigt allerdings das Dilemma: Das Gehege war ja nutzbar, wenn auch ein wenig heruntergekommen. Doch wenn man in einem großen, aber finanziell nicht besonders gut ausgestatteten Zoo einen vernünftigen Tierbestand erreichen will, muß man auch für solche Gehege Nutzungsideen entwickeln. Das gilt für den von Ihnen dankenswerterweise nun auch im Bild eingestellten Rinderwinkel, das gilt aber eben auch für Anlagen wie jene für die Steinböcke. Man kann den Wendepunkt, an dem Erfurt heute steht, mit jenen Entscheidungen vergleichen, die in Wuppertal in den 50er und 60er Jahren getroffen wurden - auch da stand man mit einem mittelprächtigen Tierbestand und einer Reihe von Altbauten in einem äußerst entwicklungsfähigen Gelände. Wenn man sich die Entwicklung der letzten 50 Jahre dort ansieht, kann man erkennen, daß es sinnvoll ist, trotz Erneuerungen möglichst lange an alten Beständen und alten Gehegen festzuhalen.
    (10.03.2008)
    Oliver Jahn:   Hier noch mal ein Blick auf das alte Huftiergehege. Nur der Mittelstall ist mit Holz verkleidet, ansonsten ist alles noch wie früher. Heute sind es noch 5 Abteile für 2 Arten, Yaks und Walliser Ziegen. Früher gab es 7 einzelne Tortenstücke mit 7 Arten.
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   Nein, ich meinte mit den Zuchterfolgen Berlin und Bad Kösen.
    (09.03.2008)
    Sven P. Peter:   Das Bild ist meine ich aus 2007. Muss nochmal genau nachschauen wann ich es gemacht habe.
    Wenn die wegen den Löwen stress haben, werden sie sicher nicht züchten.
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   Sven, von wann ist das Bild? Bei einem Einzeltier geht es ja schon mal schnell, dass es plötzlich nicht mehr da ist (gestorben oder abgegeben). Wenn Erfurt und m.W. auch Magdeburg nur noch ein Einzeltier haben, dann sieht es ja um diese Art in Deutschland auch nicht gerade rosig aus. Bei gerade mal vier Haltungen 2 mit nur noch einem Tier. Wie sehen denn die anderen beiden aus? Gibt es da Zuchterfolge, die hoffen lassen, dass Erfurt wieder ein zweites Tier bekommt?
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   Leider nicht. In der linken Außenanlage, welche unbesetzt war, sah man um das Wasserbecken Flatterbänder. Einen Blick nach Innen hatte man nur über die rechte Außenanlage auf zwei Löwinnen, die innen an der Scheibe standen. Mehr war leider nicht zu sehen.
    @BjörnN, ich sehe es genau so, Erfurt hat wirklich noch reichlich Entwicklungsmöglichkeiten. Hoffentlich werden sie genutzt, vor allem im Ausbau des Tierbestandes. Bei den Haustierrassen ist ja der Trend wirklich eher rückläufig. Bei den Raubtieren ebenfalls. Großbären fehlen heute ganz. Katzenartige sind ebenfalls sehr unterrepräsentiert und auch die Hundeartigen sind mit einem einzelnen Schakal nicht wirklich reichhaltig vertreten. Sicher war Erfurt nie der ganz große Artenzoo, aber Groß- und Kleinkatzen, Hyänen, Hundeartige, Robben, Bären und selbst die Huftiere waren lange Zeit deutlich artenreicher als heute. Das ist eben gerade vor dem Hintergrund des immensen Platzes nicht zu verstehen.
    (09.03.2008)
    Sven P. Peter:   @Björn: Ja ;)
    (09.03.2008)
    Sven P. Peter:   Das Tier meided wohl sowieso die Insel, wegen der nähe zu Besucher als auch den Löwen. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt noch nach draußen kommt. Es sind wohl auch umbauten deswegen geplant.
    Konntest du sehen was im Haus umgebaut wurde?
    (09.03.2008)
    th.oma.s:   @WolfDrei: Danke für die info, habe mich nämlich gerade auf grund des bildes in diese art "verguckt".
    (09.03.2008)
    BjörnN:   Dass man den Schakal immer im Innengehege sehen kann, halte ich für ein Gerücht.
    Ich war im letzten Sommer 3mal im Zoopark Erfurt und habe bei keinem Besuch nur eine Anhaltspunkt entdeckt, dass in diesem Gehege ein Tier lebt... Auch bei Besuchen zu verschiedenen Tageszeiten waren sowohl Innen- als auch Außengehege immer wie besenrein....
    Bist du dir sicher, dass wirklich noch ein Tier da ist??

    Ansonsten finde ich den Zoopark sehr interessant und einen der wenigen Zoos, die ich besucht habe, die noch gewaltiges Ausbau- und Erweiterungspotential sowohl in Hinsicht auf die Flächenbebauung als auch auf die Tierbestände hat.
    Besonders gefallen haben mir die großen Vogelvolieren für Adler und Waldrapps und auch die neuen Affenanlagen und das Nashornhaus sind sehr ansprechend.
    Was mich ärgert ist, dass man zunehmend den wertvollen Haustierbestand dezimiert, dieser hat Erfurt immer zu etwas Besonderem gemacht.
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   @Sven, danke für die Auskunft. Der Innenraum war ja leider geschlossen, wegen Umbau!!! Ich war nur sehr erstaunt, dass außen keinerlei Schild auf die Schakale hingewiesen hat.
    @Michael, ich meinte auch nicht irgendwann mal, sondern ich meinte schon zeitlich rechtnahe. Ich besuchte Erfurt und sah die Berberaffen in dem von mir beschriebenen Gehege und beim nächsten mal in der neuen Anlage. Zwischen den Besuchen lagen vielleicht 2 Jahre.
    @IP 66, das Steinbockgehege war sehr veraltet, also entweder hätte man neu bauen müssen, oder eben die Tiere abgeben. Aber was meinen Sie mit dem Löwenhaus? Das steht doch exakt dort, wo früher auch das Raubtierhaus und die Einzelkäfige standen.
    (09.03.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich meinte nicht, ob diese Tierarten irgendwann schon mal im Zoo vorhanden waren, sondern ob zum damaligen Zeitpunkt vorhandene Individuen von diesen Neuanlagen profitierten. Zumindest Berberaffen gab es m.W. bei der Planung der Anlage nicht bzw. noch nicht wieder im Zoopark.
    (09.03.2008)
    IP66:   Ich habe Erfurt immer nur sporadisch besucht, so daß ich die Entwicklung der Anlage nur in Zeitsprüngen verfolgen könnte. Ich fand die Artenzahl, jenseits der Primaten, nie wirklich umwerfend, das Gelände allerdings sehr schön und groß und auch durch recht interessante Architekturen aus verschiedenen Entwicklungsepochen geprägt. Weshalb man bei einem solch' großen Gelände auf eine weitere Huftierart, die Steinböcke, verzichtet, kann ich nicht ganz verstehen, ebensowenig wie die Entscheidung, das Löwenhaus unbedingt an die Stelle der gut organisierten und gerade für Thüringen typischen Ziegenanlagen zu setzen, wo doch überall Platz gewesen wäre. Ansonsten bin ich ja kein Freund von langfristigen Ausbauplänen, gerade in Erfurt scheinen mir aber koordinierte Entwicklungsvoraussagen notwendig, um die Fläche des Geländes auszunutzen und Neubauten sinnvoll einzupassen. Gegen große Gehege wenig pflegeintensiver Arten wie die Bisonanlage habe ich nichts, wohl aber dagegen, das Gehege schon nach wenigen Jahren Existenz abgeräumt werden.
    (09.03.2008)
    Sven P. Peter:   Es gibt noch 0,1 Schakal, jedoch geht das Tier selten auf seine Aussenanlage. Im Innenbereich kann man es hingegen fast immer sehen.
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   Bisons gab es schon lange Jahre. Schnee-Eulen auch. Die Karakaras sind neu. Und die Berberaffen gab es auch schon vor der neuen Anlage. Ich kenne die Berberaffen noch in der Anlage, in der früher mal die Geparden und zum Ende hin die afrikanischen Wildhunde waren.
    (09.03.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Je nachdem, wie du die "letzten Jahre" als Zeitraum definierst - die Berberaffenanlage wurde jedenfalls für eine neu geholte Art errichtet. Da ich nur alle Jubeljahre nach Erfurt komme: Hatte der Zoopark eigentlich schon Bisons und Karakaras, als die neuen Anlagen für sie gebaut wurden?
    (09.03.2008)
    Oliver Jahn:   Bei den Stachelschweinen hat es mich aber gewundert, dass sie im Zooführer sehr wohl als Kaukasier ausgewiesen werden, am Gehege aber nichts davon steht.
    Und ist bei den Giraffen steht ebenfalls keine Unterart dran. Und bevor die beiden mal ein Zuchtpaar abgeben, dürften aber noch ein paar Jährchen vergehen. Weiß jemand etwas über die Schakale? Sind die überhaupt noch im Zoo?
    Was ich aber gestern noch vergaß, ich finde in Erfurt einen Trend vor, den ich auch bereits für Rostok einmal festgestellt habe. Die Artenvielfalt ist gerade in Erfurt deutlich zurückgegangen. Aber das, was in den letzten Jahren gebaut wurde, das ist in erster Linie eine Verbesserung für vorhandene Arten, und keine Neubauten für neue Arten, wie man sie in etlichen anderen Zoos oft fand. Vor diesem Hintergrund finde ich die Vorgehensweise in Erfurt sehr gut, neue Arten gibt es faktisch nur als Nebenbesatz für neue Anlagen, welche für vorhandenen Arten gebaut wurden, wie z.B. die Borstenhörnchen.
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   @th.oma.s: wohl nicht, San Diego hatte vor "1oo" Jahren ein Tier; die Aufnahme stammt aus dem Zoo von Kanton = Guangzhou, Südchina . Vorkommen von Yunan bis Bengalen/Nepal

    (09.03.2008)
    th.oma.s:   werden pileatus in europa gehalten?
    (09.03.2008)
    Niedersachse:   Die Giraffenkuh ist ein Mischling und der Bulle eine Netzgiraffe aus Frankfurter Zucht.
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Und zuletzt Nr. 1 :Haubenlangur
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Silberlangur (Tr. cristatus)
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Mützenlangur
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Pardon, dachte, ich könnte alles auf einen Schlag einbringen: das war Nr 4, nun Nr.3
    (09.03.2008)
    WolfDrei:   Etwas verspätet zum Problem der Langurennamen jener mit "Kopfbedeckungen vom 9.2 (ich dachte erst 9.3.)
    1. Haubenlangur (Tr. auratus)
    2. Silberlangur (Tr. cristats)
    3. Mützenlangur (P. comata/früher aygula)
    4. Kappenlangur (Tr. pileatus)
    (09.03.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Das Kaukasische Stachelschwein (Hystrix indica hirsutirostris) ist eine Unterart des Weißschwanz-Stachelschweins (Hystrix indica). Allerdings nehmen es die meisten Zoos mit der Beschilderung von Stachelschweinen nicht sonderlich genau bzw. machen sich nicht die Mühe, ihre Tiere mal nachzubestimmen.
    (08.03.2008)
    Sven P. Peter:   Die Giraffen sind ein zukünftiges Zuchtpaar, nicht eine Patchwork-Familie ;)
    (08.03.2008)
    Oliver Jahn:   Ich war heute nach längerem mal wieder in Erfurt. Das neue Löwenhaus war leider geschlossen, aber die Außenanlagen machten einen guten Eindruck, wenn auch nur eine besetzt war. Auch die Vorgehege sind recht gut gestaltet und neben den Erdmännchen ist eine weitere Anlage für Kap-Borstenhörnchen und Klippschliefer recht ansehnlich. In der dritten Anlage sollen Schabrackenschakale sein. Man sah die Tiere aber nicht, die Anlage sah auch recht unbewohnt aus und sie war nicht ausgeschildert.
    Auf der Haustieranlage am alten Eingang sind Zwergzebus. Die Steppenrinder sind weg. Der neue Affendschungel ist sehr gelungen, allerdings spiegeln dort die Scheiben extrem. Das Elefantenhaus sieht außen nicht mehr sehr gut aus. Innen meine ich, war im Mittelbereich mal ein Badebecken, das gibt es nicht mehr. Es werden noch 3 Afrikaner gehalten. Die Giraffen sind ohne Unterart, zwei Tiere, Mutter und Jungtier. Das kleine Breitmaulnashorn ist sehr fit und es hat Freude gemacht, ihm bei Tollen zuzusehen. Die Steinböcke sind zur Auswilderung an den Alpenzoo Innsbruck abgegeben, das Gehege steht leer, so wie etliche andere, ältere Anlagen auch. In der Anlage der Stachelschweine waren Weißschwänze. Dabei dachte ich, es wären kaukasische Stachelschweine.
    In der Huftieranlage auf der Spitze des Berges sind leben noch Yaks und Walliser Ziegen. Aber der Bau steht noch fast unverändert. Er ist für mich ein nach wie vor faszinierender Bau, denn er ist so ein Nachfolger der klassischen Huftierhäuser mit Tortenstück-Ausläufen. Wenn auch im Winkel gebaut, so hatte doch auch er mal diese Tortenstücke und in diesen wurde früher mal einiges an Raritäten gehalten. Hartmann-Zebras, Kulane, Pudus, Moschusochsen.
    Ansonsten ist noch immer viel zu tun. Der Tierbestand ist von der Vielfalt her nicht so berauschend. Allerdings sind die Arten, die gehalten werden teilweise recht exklusiv. Die Affensammlung kann sich noch immer sehen lassen. Auch die Haustiersammlung ist nach wie vor sehr interessant. Ich glaube aber auch, dass Erfurt wirklich Glück hat, dass es keinen anderen Großzoo in seiner Nachbarschaft hat.
    Den neunen Zooführer habe ich auch. Allerdings ist er schon wieder nicht mehr ganz aktuell, das z.B. die Steinböcke noch drin sind. Aber so ist das eben mit der Aktualität bei lebenden Individuen.
    (08.03.2008)
    IP66:   Immerhin scheint bei den Mützen/Hauben/Kappenlanguren die Situation erfreulich. Trotzdem wrürde ich mich freuen, wenn in Erfurt eine andere Blätteraffenart etabliert werden würde.
    (09.02.2008)
    Saya:   Stuttgart hatte 2006 auch mehrere Jungtiere - mindestens 3 oder 4.
    (08.02.2008)
    Michael Mettler:   Na ja, Berlin bezeichnet auch seine Kirkdikdiks im BONGO unbeirrt als "guentheri" statt "kirkii"... :-) Aber die Namensgebung ist bei den Languren eh eine Sache für sich: Da gibt es Hauben-, Kappen- und Mützenlangur, da sind Verwechslungen vorprogrammiert.
    (08.02.2008)
    BjörnN:   Ich dachte, die Gattung hieße "Haubenlangur". Ich habe die Tiere in Berlin als Javanische Kappenlanguren kennengelernt.....
    (08.02.2008)
    Michael Mettler:   @BjörnN: In Hannover wachsen gerade - endlich, nach mehreren Fehlschlägen - zwei junge Haubenlanguren (Trachypithecus auratus) heran - nicht Kappenlanguren, das ist eine andere Art (Trachypithecus pileatus). Über die Entwicklung der Haubenlanguren in Stuttgart und Berlin bin ich nicht informiert. Als die hannoverschen Tiere ankamen, hieß es aber, dass jeder neue Zuchtstandort für diese Form wichtig sei.

    @IP66: Erfurt hat immerhin Erfahrung mit Nilgiri-Languren, Kleider- und Nasenaffen. Was die Beweglichkeit und Attraktivität betrifft: Auch Hulmans sind Schlankaffen, sogar noch deutlich anspruchsloser als die meisten ihrer Verwandten, und wenn man sich den Trubel bei den Jungtieren und Halbwüchsigen der hannoverschen Gruppe ansieht, dann sind sie mindestens so besucherattraktiv wie Makaken oder Paviane.
    (08.02.2008)
    IP66:   Leider kenne ich die erfurter Haltungstraditionen nur sehr rudimentär, so daß ich nicht weiß, an welche man mit welchen asiatischen Halbaffen anknüpfen sollte. Ich finde aber, daß der Zoo mittlerweile genügend Geschichte und Gelände besitzt, um sich neben den Altbauten zu entwickeln und diese angemessen zu nutzen. Das Problem, das seltenere Affenarten bisweilen weniger aktiv erscheinen und sich vor allem weniger hemmungslos vermehren als die einfachen Arten hat wohl schon Herrn Klös in Berlin dazu veranlaßt, neben Raritäten auch "klassische" Arten zu zeigen, um Besuchererwartungen zu erfüllen. Andererseits bieten Langurengruppen mit Jungtieren in Wuppertal und Köln durchaus etwas, und ich habe den Eindruck, daß die Arten trotz großer Konkurrenz durchaus Beachtung finden. Zudem gibt es in Erfurt keine Menschenaffen, wodurch die niederen Affen generell mehr Aufmerksamkeit erfahren dürften.
    (08.02.2008)
    BjörnN:   Sind denn die Kappenlanguren in Berlin, Hannover und Stuttgart so vermehrungsfreudig, dass dringend neue Halter benötigt werden???

    Ich denke, dass man den Tod der Nilgirilanguren und Siamangs abwarten wird, dann kann man die Klammeraffen in das Siamanggehge setzen, die alten Affenaußenkäfige abreißen und an deren Stelle neu bauen für Languren etc.....
    (08.02.2008)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Mit dem bereits in Europa vorhandenen Haubenlangur ist zumindest eine Art verfügbar, bei der jeder neue Halter willkommen sein dürfte. Ich kenne die Zoosituation der Schlankaffen in Südostasien nicht, weiß also nicht, ob andere Formen in ausreichend großer Gründerzahl und -vielfalt aus Nachzuchten zu bekommen wären. Aner letztlich ist die Basis der Bärenstummelaffen m.W. auch nicht besonders breit, und man plant trotzdem mit ihnen.

    Bezüglich der anderen genannten Primatenarten schließe ich mich aber an. Ich fand es seinerzeit schon schade, dass eine aufwändige Anlage für eine neu hinzu geholte Art (Berberaffen) gebaut wurde statt für eine vorhandene, aber da spielten wahrscheinlich auch Marketingfaktoren eine Rolle - also der "Erdmännchen-Nasenbär-Effekt".
    (08.02.2008)
    BjörnN:   Die Bärenstummelaffen oder Guerezas, die für eine Vergesellschaftung in Frage kämen, haben ja erst neue Gehege erhalten, dich ich sehr ansprechend finde.

    Sicher, der Zoopark hat zahlreiche freie Flächen, aber dafür müsste man erst Languren oder weitere Schlankaffen anschaffen und bitte korrigieren Sie mich, falls ich falsch liegt, doch ist der Import von Nilgirilanguren oder anderen Blätteraffen aus Asien momentan doch sicher ausgesprochen schwierig, wenn nicht unmöglich!?

    Mein Wunsch für Erfurt wäre, dass man für die Klammeraffen, Makis und Languren ebenso ansprechende Gehege in der Umgebung des Affenhauses errichtet wie für die Guerezas und die Haltung im Affenhaus beendet. Es würde sich, wie bereits von IP66 angemerkt, bestens für die Haltung von Kleinsäugern oder kleinen Vögeln eignen.
    (08.02.2008)
    Michael Mettler:   @Sacha: Hört sich gut an. Nur denke ich, dass auf die durch Wegfall von Hybriden usw. frei werdenden Haltungssysteme auch die bereits bestehenden Zuchtprogramme für z.B. Gelbbrustkapuziner, Klammeraffen, Meerkatzen, Mangaben, Gibbons, Drills, Bartaffen, Lemuren usw. ein Auge werfen, die ebenfalls weitere Zucht- oder Junggesellenstandorte benötigen. Es ist nun mal leider so, dass auch für Zootiere zunehmend "Arbeitsplätze" wegfallen und sich immer mehr Anwärter um die freien Stellen bemühen...

    In der Gemeinschaftshaltung mit Huftieren sähe ich allerdings wie du ein sehr großes Potenzial, erstens großräumige Anlagen für beide zu schaffen (bzw. besser zu nutzen, soweit schon vorhanden) und beide Tiergruppen durch das Miteinander auch schautechnisch aufzuwerten. Die hannoverschen Barasinghas wurden jedenfalls in ihrer Zeit mit den Hulmans m.E. mehr von den Besuchern beachtet als vorher im eigenen Gehege. Und wenn man nicht allzu puristisch vorginge, könnte ich mir die Kombination der in Ausbreitung begriffenen Prinz-Alfred-Hirsche mit Languren gut vorstellen.

    Um den Bogen zum eigentlichen Thema zurück zu schlagen: Warum nicht auch so etwas in Erfurt? Der Zoo hat jahrzehntelange Erfahrung mit Blätteraffen und noch reichlich Geländemöglichkeiten.
    (08.02.2008)
    Sacha:   Ich teile die Meinung von IP66 bezgl. der Zuchtgrundlage bei asiat. Schlankaffen. Umso grösser sollten die Anstrengungen sein, die noch verbliebenen WELTWEIT in Zoos gehaltenen Arten ebendort zu erhalten (evtl. auch durch gezielte Ergänzung mit Wildimporten resp. aus in-situ-Stationen). Ich würde sogar noch weiter gehen und auch einen (Neu-)Anfang mit der Erhaltungszucht mit Arten aus der hochbedrohten Roten Stummelaffengruppe wagen.
    Natürlich würde es im einen oder anderen Zoo ein Platzproblem geben, der sich aber teilweise folgendermassen lösen liesse:
    - Abgabe von nicht UA-reinen Gehaupten Kapuzinern an Kleinzoos (Tiere relativ robust, Haltung auf Primatenlevel relativ einfach)
    - Nach Alterstod von div. Hybriden (Klammeraffen, Paviane, Gibbons, Guerezas usw.) Gehegeanpassung für Haltung UA-reiner resp. Art-reiner Schlankaffen.
    - Vergesellschaftung mit anderen Tieren (z.B. wie vormals in Hannover Hulmans u. Hirsche)
    - Neuschaffung (resp. falls vorhanden finanzielle Unterstützung) von ex-situ-Primatenzuchtzentren (in den USA einige gute Beispiele). Die Zentren sähe ich in Europa am ehesten in Spanien, Südfrankreich oder ggf. in Südengland.

    Wäre doch sinnvoller, als noch ein weiteres Gehege für Erdmännchen oder Nasenbären .....
    (Ja, Michael, ich gebe Dir recht: Letztere sind für Besucher wahrscheinlich attraktiver als die mehrheitlich dösenden Schlankaffen :)
    (08.02.2008)
    IP66:   Wenn ich mir die Anlagen anschaue, in denen Schlankaffenzuchten gelungen sind, habe ich sogar den Eindruck, daß Pflege und Versorgung bei diesen Tieren eine größere Rolle spielen als die Unterbringung, denn nicht nur in Erfurt, sondern auch in Köln waren die entsprechenden Käfige klein und schlecht zu handhaben.
    (08.02.2008)
    Michael Mettler:   Haltungserfolge hängen ja nicht nur von den baulichen Gegebenheiten, sondern zu einem großen Teil auch von der pflegerischen Betreuung ab...
    (07.02.2008)
    IP66:   Vielen Dank für die Ausführungen zur Haltung von Schlankaffen! Während in der afrikanischen Abteilung in der Tat die Kikuyu-Guerezas zum Teil schon in Großgruppen auftreten, scheint mir bei den asiatischen Arten generell die Zuchtgrundlage dünn zu sein, auch wenn Neuimporte denkbar wären. Ich kann mir allerdings auch vorstellen, daß bei der Etablierung des Schlankaffenbestandes zunächst niemand an Erhaltungszucht dachte und die einzelnen Gruppen vielmehr dadurch entstanden, daß sich Tiere einer bestimmtern Art in bestimmten Zoos als besonders haltbar erwiesen und züchteten. Dabei waren die Tiere sicher nicht besonders populär, da andere, deutlich aktivere und häufiger nachzüchtende Affenarten sicher mehr Besucher anzogen. Auf der anderen Seite fragt sich natürlich schon, weshalb in Erfurt in einem haltungstechnisch nur bedingt avantgardistischen Affenhaus derartige Haltungserfolge möglich waren.
    (07.02.2008)
    Michael Mettler:   Vielleicht ist das mit den Guereza-Hybriden auch nur noch eine Frage der Zeit... Denn sämtliche Unterarthybriden der Pferdeantilope und die bisherigen Tschad-/Kordofangiraffenbastarde wurden doch erst kürzlich für reinrassig erklärt, weil man die vorherigen Unterarten nun nicht mehr trennt bzw. bei den Giraffen neue Verbreitungsgrenzen festlegte - womöglich werden auch die Mischguerezas nachträglich durch die genetische Forschung geadelt :-) Die Trennung Kikuyu-/Weißschwanzguereza wurde m.W. ohnehin schon mal angezweifelt.
    (07.02.2008)
    Shensi-Takin:   Zu den Angola-Stummelaffen im Alexandria Zoo kann ich im Nachhinein beim Blick auf Isis.org nur über mich selber den Kopf schütteln: da haben die doch glatt die angolensis und palliates-Unterarten samt Hybriden da, und ich Depp widme mich eher den Tayras...na gut, wegen letzeren war ich auch primär da.

    (07.02.2008)
    Ralf Sommerlad:   Herr Mettler hat wieder mal Recht. Und es gibt soviele attraktive Arten, die an Schönheit den Guerezas in nichts nachstehen. Trotzdem dürfte es doch garnicht so schwer sein, etwa Kleideraffen aus den hervorragend florierenden Zuchtgruppen etwa im Dusit Zoo, Bangkok oder aus Singapur zu beziehen...aber ich denke, hier wissen Andere mehr.
    (07.02.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Als Folge der Blätteraffen-Importwelle der 60er und frühen 70er Jahre gab es zeitweise sehr viele verschiedene Formen in unseren Zoos, und genau das dürfte verhindert haben, dass sich die meisten davon über die individuelle Haltungsdauer hinaus wirklich etablieren konnten: Viele Arten, wenige Exemplare (für die asiatischen Schlankaffen gilt ja das Gleiche und wird sogar im Hulman-Zuchtbuch so beim Namen genannt). In meinem Streifgebiet von Anfang der 80er (BRD, Holland + Antwerpen/Planckendael/Basel) waren allein 5 verschiedene Guereza-Formen vertreten: Adolf-Friedrich-Stummelaffe (wurde damals in Basel noch gezüchtet), Weißbart- alias Bärenstummelaffe, Kikuyu-, Weißschwanz- und Tieflandguereza - plus eventuelle Mischlinge der drei Letzteren, die nicht als solche gekennzeichnet waren. Wirklich etabliert haben sich seitdem wohl nur die Mischlinge und gerade noch die Kikuyu-Guerezas, und diese besetzen in den nun nicht mehr sammlerisch tätigen Zoos die "Planstelle afrikanischer Blätteraffe". Da dürfte es schwer sein, eine weitere Form stärker oder überhaupt erst wieder zu etablieren.
    (07.02.2008)
    IP66:   Schade! Immerhin ein Haltungsrekord und ein Zeichen dafür, daß es sich lohnen würde, die Art neu zu etablieren. Eigentlich könnte man das erfurter Affenhaus gut mit Kleinsäugern besetzen und in der Halle eine kleine Ausstellung zur erfurter Zoogeschichte einrichten. die den alten Affen zum Ausgangspunkt nimmt.
    (07.02.2008)
    WolfDrei:   Nun denn zum Trost: N ´Toto
    (06.02.2008)
    Shensi-Takin:   @Oliver Jahn: Trösten Sie sich-die Nilgiri-Languren sind ja (noch) da. ;) Und außerdem ist es ja "nur" eine Unterart-Angola-Stummelaffen gibt's ja noch z.B. in Dvur Kralove und dem einen oder anderen US-Zoo (etwa im Alexandria Zoo).
    (06.02.2008)
    Oliver Jahn:   Und wiedr ist eine Art weg und es ist zu spät, sie im TR noch einmal vorzustellen, unter "Die letzten ihrer Art". Und ich will im März nach Erfurt. Schitt, leider zu spät für den Letzten seiner Art.
    (06.02.2008)
    BjörnN:   Schade, vor 2 Monaten sah er noch ganz fidel aus - aber in dem Alter.
    Vielleicht kommt man jetzt in Erfurt endlich mal auf die Idee, das begehbare Affenhaus umzubauen und es für die Affenhaltung zu schließen - jetzt, wo nur noch die Makis, Zwergseidenäffchen und ein handaufgezogener Bärenstummelaffe neben ein paar Nagetieren darin untergebracht sind....
    (06.02.2008)
    Shensi-Takin:   M`Toto, der Adolf-Friedrich-Stummelaffe, ist tot.
    http://news.abacho.de/aktuelles/artikel_anzeigen/index.html?news_id=84875

    (06.02.2008)
    IP66:   Es mag sein, daß die lange Planungs- und Bauzeit die Qualität des Hauses mitbegründet hat, weil man beim Denken und Bauen jedes Problem ausgedehnt reflektieren konnte. Ich habe im Halle-Thread vermutet, daß die Masterpläne eine ideologische Funktion hatten - allerdings ist es merkwürdig, daß sie so wenig verbreitet wurden - oder gab es im Zoo entsprechende Schilder mit dem Plan?
    (22.11.2007)
    Karsten Vick:   Der Rohbau scheint ja noch etwas älter zu sein, da die Elefanten schon von Anfang an an der Stelle gehalten wurden.
    Den Erfurter Masterplan gibt es aber scheinbar NUR im Buch "Tiere um uns" gedruckt, oder kennt jemand noch eine andere Quelle?
    (21.11.2007)
    Oliver Jahn:   Angeregt durch die Beiträge zu "Nchttierhäusern" und dem Masterplan von Rostock habe ich noch mal nach Erfurt geschaut. In meinem Zooführer von Erfurt, dem einzigen, den es wohl gegeben hat, von 1974, ist ein Elefantenfoto, auf dem sieht man, und unter dem liest man, den Rohbau, bzw. die ersten Anfänge des Erfurter Elefantenhauses. Wie beim Nachttierhaus geschrieben, wurde das Haus 1984 eröffnet. 10 Jahre Bauzeit für ein Haus!!!!!!!!!!!! Wenn das nicht alles zu den Masterplänen sagt!! Das wurde ja wohl nur noch von der Bärenanlage in Halle übertroffen.
    (21.11.2007)
    Michael Schulz:   Wenn man die Artikel mal genauer liest hört sich das alles eher so an, als wäre die Schlachtung an sich nicht das Problem gewesen, jedoch wird sie der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum überlaufen bringt, somit hat man den letzten Sargnagel für Herrn Neuschulz gefunden und kann seine Kündigung auch vor der Öffentlichkeit vertreten.
    (19.07.2007)
    IP66:   Könnte es sein, daß das Ganze auch Teil einer Kampagne ist, die mit der Biograpghie des Zooleiters zusammenhängt? Immerhin haben sich die Nachrichten sehr schnell verbeitet, und sie sind ja eigentlich von nur beschränktem Interesse.
    (19.07.2007)
    Michael Mettler:   Sieht ein wenig danach aus, als seien die Vorfälle "nur" als Nebenprodukt einer ganz anderen Überprüfung (Unstimmigkeiten beim Bau der Löwenanlage) entdeckt worden:
    http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/panorama/deutschland/459743
    Es handelte sich demnach um ungenehmigte Schlachtungen ohne Fleischbeschau von Nutztieren und heimischem Wild.
    (18.07.2007)
    krümmel:   Wenn eine Rechnungsprüfung die Sache angestoßen hat: geht es vielleicht um die Art und Weise der Verbuchung dieser Einnahmen und nicht in erster Linie um die - anscheinend sachgemäße - Schlachtung überzähliger Zootiere?
    (18.07.2007)
    Marco:   Im Radio war von Rothirschen die Rede, nichts besonderes also und auch kein Tier, dass man im besser sortierten Supermarkt nicht ohnehin im Regal findet.
    (18.07.2007)
    Klaus Schüling:   @Mongoose
    Bitte offenbare zumindest mir gegenüber (klaus@schueling.de) Deine wahre Identität.
    (18.07.2007)
    Mongoose:   Ich mache eigentlich den Medien keinen Vorwurf. Verantwortlich sind diejenigen im Erfurter Zoo, die so blauäugig waren und den Ruf des Zoos aufs Spiel setzen. Und den der anderen Zoos mit. Das sollte keine Presseschelte sein.
    (18.07.2007)
    Michael Schulz:   Auf die Frage hin, wer die Schuld daran trägt, dass Zoos durch solche Aktionen in schlechtes Licht geraten, kann ich nur antworten "beide Seiten".
    Der Zoo hat unerlaubt gehandelt, daher ist es auch legitim darüber zu berichten, ebenso wie die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Dass aber die Presse gerne Informationen weglässt und andere hinzufügt, ist auch bekannt, dabei spielt es keine große Rolle ob Lokalpresse oder Boulevardpresse. Sachliche Berichterstattung erhöht nun mal nicht die Auflage, eine Sensation mit überspitzten Anmerkungen und einem wirksamen Foto, von einem Tierbaby dagegen schon. Also schlachten wir keine Ziege, denn die werden ja anderswo auch verzehrt, sondern lieber ein Zebra, ein Vikunja oder vielleicht sogar ein Tigerbaby, denn schließlich geht es ja um einen Zoo und nicht um einen Bauernhof. Und wer würde schon eine Auflage kaufen, wenn man dort erfährt, dass jemand "Nutztiere" geschlachtet hat ohne Genehmigung. Das soll nicht heißen, dass ich es gut heiße, aber auch die Medien sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn Bauer XY auf seinem Hof schlachten würde ohne Genehmigung, würde er sicher keine Schlagzeile bekommen.
    (18.07.2007)
    Michael Mettler:   Dass sich der Zoopark die Schlagzeilen nunmehr selbst zuzuschreiben hat, sehe ich durchaus auch so. Allerdings hat es für mich einen ebenso faden Beigeschmack, wenn von einem Medium zur Illustration dieser Meldung u.a. ein Zebrafohlen benutzt wird, obwohl über die betreffenden Tiere nichts weiter bekannt ist. Da hätten die auch gleich ein Löwenbaby nehmen können, um das Thema zu pushen. Oder gar ein Eisbärbaby - gibts zwar gar nicht in Erfurt, aber das gilt m.W. für die ebenfalls abgebildeten Vikunjas genauso.... Hier schaukeln sich die Fehlverhalten beider Seiten gegenseitig hoch.
    (18.07.2007)
    Sacha Beuth:   Als Medienschaffender erlaube ich mir einen Einwand:
    Wer trägt denn die Schuld, dass (wie Mongoose schon anklingen lässt) die Zoos durch solche Aktionen ins schlechte Licht geraten? - Die "bösen" Journalisten, die in dicken Schlagzeilen darüber berichten oder die Zoomitarbeiter, die ohne Genehmigung die Tiere töten?
    Bei der Titelgebung eines Artikels ist das immer so eine Sache: Dem einen ist die Schlagzeile (warum heisst die wohl so?) zu reisserisch und zu unseriös, dem anderen zu langweilig und zu trocken und der Rest wird darum nicht als lesenswert betrachtet. (Wo man wieder bei der altbekannten Frage anlangt, ob nun das Medium oder der Konsument die Richtung vorgibt = was war zuerst, das Huhn oder das Ei).
    Aus Erfahrung kann ich sagen: Wäre der Zoo Erfurt von selbst an die Oeffentlichkeit gegangen (in die Offensive gegangen) und hätte die Medien direkt informiert, hätte dies längst nicht so ein Echo ausgelöst.
    (18.07.2007)
    Mongoose:   Der Punkt ist doch, dass es ungenehmigt war. Da ist es doch egal, ob es Ziegen oder sonstwas ist. Es wirft halt kein gutes Licht auf den Zoo und wird sicher auch den anderen Zoos wieder zu schaffen machen, da es ja in den Medien wieder ausgewalzt wird. Wann bekommen wir hier in Nürnberg über einen Regionalsender schon mal was vom Erfurter Zoopark mit. Nix normalerweise. Aber bei sowas natürlich sofort. Und da wird dann sicher der Nürnbergger Tiergarten auch wieder Statements abgeben müssen, wo es doch hier schon genug Probleme gibt mit der Lagune. Und erst heute war zu lesen, dass der Raubtierhausumbau von 1,15 Mio auf 2,6 Mio steigt.
    (18.07.2007)
    Ronald Masell:   Hmmm,
    war da vor ein paar jahren nicht schon mal so etwas? Ich habe irgendwas von gegrillten Tieren im Kopf.
    Das war doch auch Erfurt.
    (18.07.2007)
    Michael Mettler:   ... und heute morgen war ich mir nicht sicher, ob ich das tatsächlich aus dem Radiowecker gehört oder noch geträumt habe...

    Interessant, dass über die betreffenden Tiere (Soll ich mal raten: Ziegen, Schafe, Damhirsche?) noch nichts bekannt wurde, manche Medien aber den Artikel schon mal "herzzerreißend" illustrieren, siehe
    www.ovb-online.de/news/politik/topaktuell/art4113,1015985
    (18.07.2007)
    Ronald Masell:   Jepp, heute Morgen im Ticker.
    Erfurter Zoomitarbeiter verkauften Tiere zum Verzehr
    Erfurt (dpa) - Mitarbeiter des Erfurter Zoos haben in den vergangenen Jahren mehrfach Tiere ohne Genehmigung geschlachtet und ihr Fleisch verkauft. Das kam bei Personalgesprächen nach einer Rechnungsprüfung ans Tageslicht, teilte die Stadt mit. Die Tiere seien mit einem Bolzenschussgerät getötet worden. Oberbürgermeister Andreas Bausewein erstattete Strafanzeige gegen die Tatverdächtigen. Unbekannt ist noch, um was für Tiere es sich gehandelt hat.


    (18.07.2007)
    Mongoose:   In der Thüringer Allgemeinen kann man nun lesen, dass Direktir Neuschulz abgelöst und abgemahnt werden soll. Es muss wohl ziemliche Unstimmigkeiten geben. Unabhängig davon geistert auch durch die Presse, dass Tiere ohne Genehmigung mit einem Bolzenschussgerät getötet und zum menschlichen Verzehr weitergegeben worden seien. Die Verantwortlichen (die nicht genannt werden) wurden angezeigt.

    Da geht es ja richtig rund.
    (18.07.2007)
    Zoogänger:   Ich äußere mich mal hier!Einmal gibt es unstimmigkeiten im Bezug auf Bauten (Löwensavanne zu teuer; Neuer Eingangsbereich mit unstimmigkeiten der Anbindung/Parkplatznutzung)Also Managementprobleme und dieses wirke sich auch auf die Belegschaft aus und man sei auch nicht mit der Führung des Parks zufrieden sowie auch die Umsetzung.
    (11.03.2007)
    Sven P. Peter:   Hab den link selbst gefunden (in der Presseschau, wo sonst ;) ):

    http://www.thueringer-allgemeine.de/ta/ta.staedtenews.volltext.php?
    kennung=on1taLOKStaErfurt39144&zulieferer=ta&kategorie=LOK&rubrik=
    Stadt®ion=Erfurt&auftritt=TA&dbserver=1

    Der länge wegen habe ich 2 absätze drin gemacht ;)
    (09.03.2007)
    rudeltier:   ich hab da nämlich auch was gehört...
    (09.03.2007)
    rudeltier:   @Zoogänger: Hast du ne Mailadresse?
    (09.03.2007)
    Sven P. Peter:   Hast du dazu einen Link?
    (09.03.2007)
    Zoogänger:   Im Zoo Erfurt kocht es scheinbar.In einem Bericht in der ZPS geht es um tote Bisons aber es wird auch von einem schlechten Betriebsklima gesprochen. Weiß jemand etwas?
    (09.03.2007)
    Sven P. Peter:   In einigen meiner Bücher werden die Gibbons auch unter Menschenaffen geführt. Wie auch immer: Erfurt hält zwei stimmgewaltige Siamangs.
    (26.09.2006)
    Michael GÖRICK:   Im Zoo Erfurt wurden in den 60igern und den 70igern Schimpansen gehalten.
    (26.09.2006)
    Michael Mettler:   @Jan Bauer: ...was dem Zoopark nicht nur einen zoologischen, sondern sicher auch einen Besucherzuwachs bescheren würde. Aber eine solche Anlage will auch erst mal finanziert sein...
    (26.09.2006)
    Jan Bauer:   Nein Menschenaffen wurden bisher nicht In Erfurt gehalten. Allerdings würde das Gelände einige tolle Freianlagen für Schimpansen, oder andere Menschenaffen abgeben.
    (26.09.2006)
    Michael Mettler:   Nachtrag: Und über das Thema "Welche Tiere sind zoowürdig" übrigens auch....
    (20.09.2006)
    Michael Mettler:   @Mulan: Fragt sich, ob die übrigen Berggorillas der Zoohistorie nicht auch noch Östliche Flachlandgorillas umfassten - immerhin nannte man die Unterart früher "Westlicher Berggorilla".

    Allerdings wurden wohl nie welche in ERFURT gehalten, um langsam mal zum Thema zurückzukommen - für (oder besser gesagt: über) Berggorillas gibt es nämlich einen eigenen Thread im Forum :-)
    (20.09.2006)
    Zoosammler:   Nun ist die Reputation des Kölner Zoos ja nicht das Hauptthema des Filmes und dürfte 90% der Kino(DAS dürfte schon etwas länger her sein...)/TV-Gänger völlig schnurzpiepe sein.
    Dieser Film ist insgesamt gesehen ein überaus positives Beispiel, wie man Menschen in ihren Wohnzimmern und Ohrensesseln für die Bedeutung von Naturschutz erreichen und gewinnen kann.
    (20.09.2006)
    Mulan:   @IP66 "Nur " östliche Flachlandgorillas ?
    Die wurden meines Wissens außer in Antwerpen noch nie in einem anderem Zoo gehalten. Köln hielt von 1969 bis 1978 zwei Berggorillas, " Coco " und " Pucker ", beide weiblich, die 1978 kurz hintereinander einer Infektion erlagen.Da die Haltung nicht unumstritten war, bemühte Köln sich gar nicht erst um ein männliches Tier, das der Zoo ohnehin nicht bekommen hätte. Der Film " Gorillas im Nebel " stellt diese Geschichte völlig verdreht da. Im Film wird nämlich nur ein einziges Gorillababy an den Kölner Zoo geschickt, das dieser angeblich bestellt hat ( das stimmt nicht ! )Laut Film starb dieses Tier 1 Jahr nach seiner Ankunft ( auch falsch, es starb nach 8 Jahren )und im Film wird dann noch unverschämterweise behauptet, das der Kölner Zoo einige Jahre nach dem Tod des Gorillababies ein neues bestellt hat, was völliger Quatsch ist. Dieser Film ist ein weiteres negatives Beispiel dafür, wenn Hollywood sich an wahre Geschichten heranmacht.
    (20.09.2006)
    IP66:   @Mulan: Da stürzt gerade ein Weltbild ein: Antwerpen hatte nur östliche Flachlandgorillas. Waren die beiden kölner Tiere in den 70ern denn Berggorillas? Es ist ja gut, wenn man in solchen Fällen dazulernt.
    (20.09.2006)
    Mulan:   Ich schließe mich der Meinung von Herrn Hartug voll und ganz an, möchte aber Ip66 darauf hinweisen, das in Antwerpen nie Berggorilaas gehalten wurden. Bei den veremintlichen Berggorillas handeltes es sich um Östliche Flachlandgorillas, davon lebt heute nur noch ein Weibchen in der Gruppe der Westlichen Flachlandgorillas.
    (20.09.2006)
    Andreas Hartung:   @Ulli: ´tschuldigung, aber jetzt muß ich doch etwas "Kritik an der Kritik" loswerden: Ich wüßte nicht, was dagegen spricht, ein "Artenjäger" zu sein. Das bedeutet zumindest für mich (und ich denke, daß dies auch für viele andere zutrifft), daß ich in meinem Leben möglichst viele Arten, Unterarten, Lokalvarianten, Färbungstypen usw. gesehen haben möchte. Jede gesehene Form wird mit Datum des Erstgesehenwerdens abgehakt, und im Laufe der Jahre bekam ich so schon einige tausend Formen zusammen. Zoos bieten sich dafür nun einmal an, vor allem natürlich wenn es um Großtiere geht, doch ein nicht unerheblicher Teil kommt freilich beim Besuch von Reptilien- und Insektenbörsen zusammen. Dieses Verfahren zeitigt irgendwann sehr interessante Ergebnisse, z.B., daß ich schon seltenste Schlangenarten, aber noch nie einen gewöhnlichen Riesentukan in natura gesehen habe.... Besonders spannend wird es sicher in 20 Jahren werden, wenn möglicherweise einige Formen davon gar nicht mehr existieren, dann weiß ich wenigstens mit Sicherheit, daß ich sie noch erleben durfte.... Das Ganze macht einfach Spaß, andere Menschen sammeln eben Briefmarken, und es ist doch zu begrüßen, wenn noch ein paar Menschen die biologische Vielfalt zu schätzen wissen!!!
    Besonders verstehe ich nicht, was bei Ornithologen am "Artensammeln" so falsch sein soll; wenn ein Ornithologe mit seiner Checklist viel Zeit in der Feldflur verbringt, ohne dabei die Tiere zu beunruhigen, ist dies doch ebenfalls eine sehr lehrreiche (und nebenbei gesunde) Freizeitbeschäftigung!
    Ich denke, bei Zoofans, die sehr viel mehr zoologische Einrichtungen und diese auch häufiger besuchen als der Durchschnittsbürger, ist es eigentlich nur folgerichtig, daß man sich eines Tages auf ausgefallenere und auch Wunschtierarten konzentriert, die man eben nicht allerorten vorfindet. Auch gehe ich davon aus, daß sich niemand hier eine Menagerie alter Tage zurückwünscht, in welcher möglichst viele Arten ihr Dasein in tristen Gitterkäfigen fristen, doch etwas weniger Gleichförmigkeit in den Zoobeständen würde uns sehr wohl erfreuen. Und mal ehrlich, findest du es nicht selbst ein wenig langweilig, in den Tierparks immer wieder die selben Arten (ich sage nur Erdmännchen) anzutreffen?

    Desweiteren: Wo soll man sich denn über die ausgefallenen Tierarten oder vergangene Haltungen unterhalten, wenn nicht hier, in einem speziellen Zoo-Forum? Es ist ja schließlich auch niemand gezwungen, derlei Beiträge zu lesen....
    Das war jetzt ebenfalls keine Fundamentalkritik und auch nicht abwertend gemeint, das mußte ich aber mal loswerden... ;-)
    (19.09.2006)
    Michael Mettler:   Manchmal mag es sogar "einfacher" sein, eine Art außerhalb ihrer natürlichen Verbreitung zu erhalten - weil es dort nämlich diverse Krankheitserreger oder Parasiten nicht gibt. Ich denke da gerade an das Beispiel mit den Kaffernbüffeln: Südafrikanische Wildfarmer kaufen gern Kaffernbüffel aus europäischen Zoos für Wiederansiedlungen, weil die im Gegensatz zu den südafrikanischen Wildbeständen tb-frei sind!
    (19.09.2006)
    IP66:   Schön, daß es die Chance gibt, das erfurter Elefantenhaus zu erhalten - noch schöner wäre es freilich, wenn auch der Ergänzungsbau von einem Architekten entworfen würde und nicht von einem Schießbudendekorateur.
    Was die Erhaltungszucht im Lande der jeweiligen Artherkungzt angeht, kenne ich wenige gelungene Beispiele - die antwerpener Berggorillazucht dagegen hätte man durch ein paar Importe am Laufen halten können, wie manches andere auch.
    (19.09.2006)
    ulli:   Ich habe in diesem Forum leider manchmal das Gefühl, hier gibt es viele "Artenjäger", ein Phänomen, das auch bei Ornithologen, Insektensammlern usw.weit verbreitet ist. Ich möchte mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, daß es für einen Zoo noch andere Aufgaben gibt und das ein Zoo einen Rundum-Artenschutz, sowohl für die Einzelart als auch für die Gesamtheit der Tierwelt, nicht leisten kann. Um nicht falsch verstanden zu werden, jedes Einzelprojekt wie für die Mendesantilopen in Hannover oder für die südostasiatischen Schildkröten in Münster oder ... oder .. , ist wertvoll - aber es geht halt nur selektiv. Gerade Münster mit dem Vietnamprojekt oder wie mein Heimatzoo in Osnabrück mit dem Sarayacus-Projekt haben aber auch erkannt, daß ein Schutz vor Ort besonders wichtig und unabdingbar ist. Von den Bildungs- und Freizeitaufgaben eines Zoos ganz tz schweigen.
    Manche Zoodirektoren sagen überspitzt,
    man kann auch mit einer einzigen Art einen tollen Zoo machen.
    In diesem Forum geht es mir persönlich manchmal zu viel um die "ausgefallenste" Tierart oder zu viel um längs vergangene Tierhaltungen. Dies war mir auch bei den Antworten zu meinem Osnabrück-Thread aufgefallen. Dieses möchte ich aber bitte nicht als Fundamentalkritik missverstanden wissen, denn in diesem Forum treiben sich eigentlich nur Zoo-Enthusiasten herum und sind von der Thematik begeistert. Dennoch möchte ich dies einmal gesagt haben.
    (19.09.2006)
    Sebastian Dahl:   Zum Thema Auswahl es Tierbestandes: In meinen Augen macht es auch keinen Sinn (hat jetzt nicht unbedingt etwas mit Erfurt zu tun) neue Tierarten aus den Ursprungsgebieten in unsere Zoos zu holen, wenn es in den Zoos selbst noch genug gefährdete Arten gibt, bei denen man nicht intensiv versucht sie zu erhalten. Da sollte man solche Tiere erst einmal vorziehen, bevor man darüber nachdenkt wieder etwas völlig neues anzufangen oder eine Tierart zurückzuholen, die im Zoo ausgestorben ist.
    (19.09.2006)
    Michael Mettler:   Gerade bei den alten Haustierrassen liegt ein traditioneller Schwerpunkt in Erfurt. Und Tradition ist - auch unabhängig vom Gefährdungsgrad - eines der vielen Kriterien, nach denen ein Zoo seinen Tierbestand "aussucht". Im aktuellen Frankfurter Zooführer findet sich ein ganzes Kapitel zu diesem Thema, und zwar bezogen auf ALLE Zoos, nicht nur auf den Frankfurter.
    (19.09.2006)
    ulli:   es muss bei den Schuppentieren natürlich "Vermittlungsproblemen" heißen.
    (19.09.2006)
    ulli:   Ich verfolge gerade interessiert diese Diskussion. Sie taucht in den verschiedenen Foren immer wieder auf: Welche Arten soll ein Zoo halten ? (!!!)

    Meiner Ansicht nach darf man die Art-Erhaltungsmöglichkeiten im Zoo nicht überbewerten.
    Am Besten sind immer noch die Erhaltungsprogramme vor Ort als Naturschutzgebiet oder als Zuchtstation. Dies setzt andererseits auch möglichst stabile politische Verhältnisse voraus.
    So kann in Bürgerkriegszeiten schnell eine Population in dem Verbreitungsgebiet zusammenbrechen. Ich denke hier z.B. an die Persischen Kropfgazellen oder immer wieder an die Befürchtungen hinsichtlich der Berggorillas in der Grenzregion Kongo, Ruanda und Burundi.

    Aber gerade bei den Berggorillas habe ich allergrößte Bedenken, diese Art in amerikanische und europäische Zoos unterzubringen.

    Ein Zoo kann auch nur einen Bruchteil der bedrohten Arten selbst halten. Sehr beeindruckend finde ich immer die drei Glasröhren vor dem Exotarium in Frankfurt mit dem Artenvergleich. Dies sagt mehr als tausend Worte.

    Eine gute Erhaltungszucht setzt auch ein Mindestmass an zuchtfähigen Tieren voraus. Wenn man eine breite Basis benötigt, kommt man schnell dazu, dass auch diese Arten im Zoo schnell „gewöhnlich“ werden.

    Die europäischen und amerikanischen Zoos können, wenn sie ihre Aufgaben ernst nehmen, eh nur in erster Linie auf vorhandene Bestände zurückgreifen. Für viele gefährdete Arten, die zur Zeit nicht in diesen Zoos gehalten werden, muss vor Ort hinsichtlich des Lebensraum etwas getan werden. Ganz abgesehen davon, dass diese gefährdeten Tierarten erst einmal in einen Zoo gelangen müssen – woher kommen die Tiere ? … Aus dem Ursprungsgebiet…

    Es gibt darüber hinaus auch heute noch Arten, wo die Zoowelt noch keine wirklich überzeugenden Haltungsbedingungen gefunden hat. Ich denke hier nur an so scheinbar profane Arten wie den Hasen oder den Maulwurf aus unseren Breiten. Dies sind sicher keine seltenen Arten, bieten sich aber für meine Argumentation an. Ähnliche oder auch andere Haltungsprobleme würde es sicher auch bei heiklen und gleichzeitig gefährdeten Arten in unseren Breiten geben.

    Ein Zoo hat vier Aufgaben: Tierhaltung und Zucht, Tier- und Naturschutz, Bildung und Forschung sowie Freizeit. Wenn er exemplarisch sich für eine Reihe von gefährdeten Arten, mit allem was dazugehört (Zucht, Information, Spenden, Kontakte und Vermittlung vor Ort, Auswilderung) einsetzt, ist dies ein wichtiger Beitrag. Andererseits ist es genauso wichtig, den Besuchern ein Verständnis für die einzelnen (gefährdeten) Lebensräume zu geben – und dies geht am Besten mit manchmal gewöhnlichen Arten wie Schrabrackenschakal statt des Schuppentieres. Gerade Geokonzepte (nicht jeder Zoo braucht alle Erdteile und Lebensräume) helfen hier bei der Vermittlung. Wenn im Zuge dieser Geokonzepte bei der Artenauswahl speziell auch für die gefährdeten Arten unter geeigneten (!) Bedingungen neue Anlagen entstehen, die sowohl die Besucher sensibilisieren als auch dem konkreten Artenschutz wirksam helfen, so ist dieses umso erfreulicher. Nur bei zusammengerollten und nachtaktiven Schuppentieren, um bei diesem Beispiel zu bleiben, kann es zu Vermittlungsergebnissen führen … es sei denn man verknüpft dieses mit effizienten Projekten im ursprünglichen Verbreitungsgebiet und einem guten Präsentationskonzept (über die Lebensbedürfnisse der Tierart und das Projekt) im Zoo selbst.

    Manches große und richtig teure Neubauprojekt lässt sich vielleicht nur so rechtfertigen. Machen wir uns nichts vor: Von dem Geld, was in Deutschland in Zoos in nur einem Jahr verbaut wird, kann man in Afrika oder Asien für Jahrzehnte Artenschutz betreiben.

    Nicht umsonst heißt die Regel. Wenn ich eine große Art wie Elefant oder Tiger vor Ort schütze, rette ich eine ganze Reihe weiterer kleinerer Tierarten. Manchmal hilft man einer
    „unscheinbaren“ Art sogar mehr, sie in europäischen Zoos nicht (!) zu halten.

    Noch eine letzte Randbemerkung: auch alte und seltene Haustierrassen haben ihre Berechtigung im Zoo, und sei es nur als Genpool und Korrektiv für überzüchtete High-Tech-Haustierarten …

    (19.09.2006)
    Michael Mettler:   @Johannes Pfleiderer: Das stimmt zwar (auch wenn Schabrackenschakale längst keine "richtigen" Raritäten mehr sind), macht aber das Dilemma der "richtigen" Artenauswahl in einem Zoo deutlich.

    Würde man das Artensortiment vorrangig nach Gefährdungsstatus ausrichten, müsste man streng genommen auf jegliches Geo-Konzept verzichten und statt der Schakale z.B. Waldhunde halten. Der Status einer "selten gehaltenen" Tierart ist möglicherweise nur für ein paar Jahre gegeben - Pinselohrschweine sind ein nettes Beispiel. Solche Arten müsste man dann nach ein paar Jahren wieder abschaffen, weil sie "zu gewöhnlich" geworden sind? Das wäre Irrsinn. Und was passiert, wenn sich Zoos von häufig gehaltenen Arten trennen, um seltenere aufzunehmen, hatten wir doch schon häufig in diesem Forum, ob nun bei Makaken, Wasserböcken oder unseren beliebten Gnus. Bei manchen Tierformen kollidieren Gefährdungsstatus und Verbreitung in den Zoos sogar unmittelbar, siehe Amurtiger.

    Folglich bleibt doch gar keine andere Wahl, als einen möglichst repräsentativen Querschnitt durch die Tierwelt zu zeigen, auch wenn sich darunter häufig gehaltene oder in der Natur (noch) häufige Arten befinden. Manches Geokonzept funktioniert fast nur so; "Australien" müsste ansonsten in den Zoos ohne Emus, Riesen- und Bennettkängurus auskommen, da bleibt nicht mehr viel übrig....

    Ein repräsentativer Querschnitt ist allerdings in Erfurt (noch?) nicht gegeben, trotz großer Flächen finden sich dort z.B. kaum (Wild-)Huftiere. Wie in unserer gesamten hiesigen Zoowelt werden und wurden größere Bauvorhaben auf die Publikumsmagnete Affen - Großraubtiere - Dickhäuter konzentriert (was nicht zuletzt mit einer erhofften Steigerung der Besuchereinnahmen zu tun hat), bei denen allerdings in Erfurt auch wirklich größter Nachholbedarf bestand bzw. besteht. Auf die weitere Entwicklung bin ich sehr gespannt.
    (19.09.2006)
    Johannes Pfleiderer:   @Michael Mettler
    Schabrackenschakal, Borstenhörnchen und Klippschliefer sind zwar nicht gefährdet, aber selten in Zoos.
    (18.09.2006)
    Goldi:   Zur "Löwensavanne": Die Löwensavanne finde ich persöhnlich gut gelungen. DIe schöne Bepflanzung, die kleinen Felsen und die Wasserstellen sind einfach super. Nur gibt es auch einige Mankos, die nicht sofort ins Auge fallen, aber nicht zu unterschätzen sind:

    -Wenn man sich die Außenanlagen ansieht, stellt man fest, dass so gut wie keine Schattenplätze für die Löwen vorhanden sind.
    -Es sind zwar zwei Kameras im Innengehege angebracht, nur nützen diese nichts. Sie decken nicht das gesamte Innengehege ab und so müssen die Tierpfleger immer noch die Löwen im anderen Gehege zählen, bevor sie die Tür zum Pflegergang öffnen.
    -Die ufo-förmigen Lüftungsanlagen im Besucherbereich sehen auch nicht so toll aus.
    -Es gibt keine Rückzugsmöglichkeit für das Schabraken-Schakal Weibchen.
    (18.09.2006)
    Michael Mettler:   @Johannes Pfleiderer: Wo bleibt denn da die Konsequenz? Von Schakalen, Borstenhörnchen und Klippschliefern - sämtlich nicht gefährdet - bist du begeistert, von Bisons, Karakaras und Schnee-Eulen dagegen nicht?

    Zugegeben, ich finde die drei genannten Tropenrinder ebenfalls "interessanter" - weil seltener gehalten - als die allgegenwärtigen Bisons. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass die Baukosten für deren Anlage immens höher gewesen wären, da sie im Gegensatz zu Bisons einen beheizbaren Stall benötigen, der nach heutigen Energiespar-Gesichtspunkten zudem entsprechend isoliert sein müsste - und außerdem wäre es wahrscheinlich nötig gewesen, zu dem recht abgelegenen Gelände entsprechende Anschlüsse zu legen. So betrachtet habe ich Verständnis für die Entscheidung, dort winterharte Tiere anzusiedeln. Und Wildyaks sind ja leider nicht zu bekommen :-)

    Tropische Wildrinder wären übrigens - von Erfurt mal ganz abgesehen - gute "Nachnutzer" für nicht mehr zeitgemäße Elefantenhaltungen: Ausreichend beheizte Stallfläche und massive Gehegeumgrenzungen wären ja vorhanden....
    (18.09.2006)
    Johannes Pfleiderer:   Ich war vor knapp zwei Wochen in Erfurt. Die Löwenanlage ist echt toll, v.a. weil in diesem Komplex auch seltenere Arten (Schabrackenschakal, Kap-Borstenhörnchen, Klippschliefer) intergriert wurden. Auch die neuen Anlagen für Stummelaffen sind nicht umsonst mit dem BdZ-Biber ausgezeichnet worden. Die dritte große Neuanlage seit meinem Besuch 2000, der Nordamerikabereich für Bisons, Karakaras und Schnee-Eulen, dagegen hat mir nicht sehr gefallen. Es wurde viel Fläche und Geld für drei nicht gefährdete und regelmäßig bis sehr oft gehaltene Arten aufgewendet. Der Zoo hätte diese Arten besser abgeben sollen und eine Anlage für eine tropische Büffelart bauen sollen. Rotbüffel, Gaur oder Banteng sind ähnlich imposant, aber gefährdet und zudem werden sie viel seltener gehalten. Außerdem hätte man eine Anlage für diese Waldbewohner ansprechender gestalten können.
    (18.09.2006)
    2 Dee:   Ich hab mich nur mit der Elefantenhaltung in Erfurt beschäftigt. Werde aber noch mal genau nachfragen. Es ist oft zu sehen, dass andere weichen müssen, was schade ist. Anderseits finde ich es i.O. wenn jedes Tier eine Anlage bekommt, die seinen Ansprüchen gerecht wird. In Erfurt kann man wirklich Hoffnung haben, dass diese schönen Rinder bleiben, schließlich liegt der Zoo am Rande der Stadt! Allerdings muss man auch festhalten: Es gibt nicht so viele Zoologische Einrichtungen mit Elefanten wenn man die Gesamtheit betrachtet: 28 Zoos/ Tierparks/ Safariparks in Deutschland mit Elefantenhaltung im Vergleich zu weiß nicht wieviel 100 tiergärtnerischen Einrichtungen. Das einzige Manko ist die Größe und damit das Versteckspielen der kleineren Zoos. Traurig für sie, denn für die gibt es meist weniger attraktive Gehege, die es in anderen Zoos nicht schon gibt! ich denke mal, die Zoo-Weltreisenden unter euch können da eine Menge aufzählen - aber das soll jetzt nicht Inhalt dieses Threads sein....

    (17.09.2006)
    Michael Mettler:   Im Gegensatz zu vielen anderen Zoos hat Erfurt ja kein Platzproblem, was "Erweiterungsgelände" betrifft. Deswegen wäre es doppelt traurig, wenn die Ungarn-Anlage ersatzlos entfiele. Schließlich heißt es schon in (zu) vielen anderen Zoos "Weichet, ihr Tiere, die Elefanten kommen..."
    (17.09.2006)
    Tom:   Ich hoffe,die Steppenrinder werden nicht auch noch abgegeben.Wàre echt schade.
    (17.09.2006)
    2 Dee:   Wie schon in einem anderen Treat erwähnt: Ab nächstes Jahr soll die Elefantenanlage großzügig erweitert und ein Bullenhaus gebaut werden. Die Fläche des neuen Geländes nimmt den jetzigen Parkplatz und die gesamte Zebra-anlage ein. 2009 soll es dann fertig sein und Elefanten mit Zebras, die dann auf das Gelände der Ungarischen Rinder umziehen, vergesellschaftet werden. Das jetztige Haus soll allerdings vorläufig nicht ausgebaut werden, was natürlich keine optimale Nutzung zulässt. Im Haus können maximal 5 Kühe gehalten werden und die Außenanalge hätte Kapazität für 10 Kühe oder sogar mehr. Das Bullenhaus soll im Stil von Leipzig gebaut werden. Allerdings nur ein Bullengehege, somit auch das Bullenhaus nicht optimal ausgenutzt werden kann. Ein Haus,wie es in Leipzig steht, könnte 2 Tiere aufnehmen, was mit einer Bullenanlage dann wohl doch nicht 100% realisierbar ist.
    (17.09.2006)
    2 Dee:   Das Numbi tragend sein soll ist mir nicht bekannt. Sie säugt momentan noch Rimbo.

    (17.09.2006)
    Krichel:   Wie läuft die weitere Zucht bei den BM in Erfurt und wann rechnet man mit der zweiten Niederkunft von Temba und der driten von Numbi ?
    Wohin wird Rimbo vom EEP aus hinwechseln ? evtl. Gelsenkirchen ?
    (17.09.2006)
    Krichel:   Wie läuft die weitere Zucht bei den BM in Erfurt und wann rechnet man mit der zweiten Niederkunft von Temba und der driten von Numbi ?
    Wohin wird Rimbo vom EEP aus hinwechseln ? evtl. Gelsenkirchen ?
    (17.09.2006)
    Nemo:   Die Anlage der Bennetts hat 1700m², die der Grauen Riesen und der Emus 4600m². Es besteht eine (nur durch die Bennetts nutzbare) Verbindung zwischen beiden Gehegeteilen, So ist gewährleistet das sich die Bennettkängurus bei Störung in ruhigere Gehegezonen zurückziehen können.
    Nemo
    (15.05.2006)
    Michael Mettler:   Begehbare Bennettkänguru-Anlagen sind anscheinend die nächste "Pflicht"-Entwicklung in Zoos - wenigstens in kleineren. Außer Darmstadt wüsste ich spontan noch Landau, Rheine und Thüle, andere werden sicher folgen. In Thüle (sehr große Anlage) erlebte ich die Bennetts recht "besucher-resistent" dicht am Weg, während die ebenfalls dort untergebrachten Parma-Wallabys Abstand hielten. In Rheine hingegen sah ich die Kängurus bei zwei Besuchen nur in Stallnähe; die Landauer Anlage habe ich noch nicht gesehen.
    (15.05.2006)
    IP66:   In der recht kleinen, aber begehbaren Anlage im darmstädter Vivarium legten die Bennet-Känguruhs sehr großen Wert darauf, möglichst weit weg von jedem Besucher zu sein und hielten sich am liebstden im Rückzugsgehege auf - hat man das in Erfurt bedacht?
    (15.05.2006)
    Nemo:   Für 2007 ist erst einmal die Einweihung der neuen Australienanlage
    "Kangarooland" geplant, neben den bisher gehaltenen Bennetkängurus wird sie noch 2,2 Emus, 2,8 Graue Riesenkängurus, sowie 5 Paar Rosakakadu beherbergen.
    "Kangarooland" entsteht zwichen dem Berberberg und der neuen Lövensavanne. Der Gehegeteil in dem die Bennets sind, wird durch Besucher begehbar sein.
    Das nächstes großes Bauvorhaben wird sicherlich eine neue Elefantenanlage. Es macht ja auch nicht viel Sinn über Menschenaffenhaltung nachzudenken so lange noch nicht für alle anderen Tierarten die EU Richtlinien eingehalten werden können.
    Nemo
    (14.05.2006)
    Dennis:   Mich wundert das mann in Erfurt keine Anstalten macht sich Menschenaffen oder Pinguine oder biber oder otter oder Robben oder Bären anzuschaffen. Einen tollen Platz hat mann doch, die Lage des Zooparks ist außerordentlich gut.
    (14.05.2006)
    Michael görick:   Das Erfurter Raubtierhaus war ähnlich .Oben war ein Fensterband zur Beleuchtung der Innenkäfige. Die Außenkäfige waren in sich leicht verschoben .Das Haus war nach der Beschreibung im alten Führer nur halb fertig.Es muss wohl eine Planung mit Freianlagen gegeben Haben.
    (12.05.2006)
    IP66:   @Karsten Vick. Das Lichtband am Außenbau des erfurter Elefantenhauses in Richtung Freianlage ist streng genommen moderner als das berliner Fensterband mit den Zwischenständern - ersteres ist am Bauhaus geschulter international style, zweiteres eher postfaschistisch, außerdem noch etwas verhuscht wegen der unterschiedlichen Abstände der Zwischenpfeiler. Allerdings haben Lemmer, Diesing und Wolff - oder auch Frau Heinroth? - den Mut gehabt, ihre stolze Elefantenparade in eine Reihe zu stellen und von zwei Bullen flankieren zu lassen, was sich Klös dann nie zu realisieren getraut hat. In Erfurt hat diese Folge wohl Effekt gemacht, und ich finde es recht mutig, es mit diesem Großbau aufnehmen zu wollen, auch wenn ein paar Nashörner in der Reihe gestanden haben - was in Berlin ja nicht anders war. Die Empore bot sich natürlich wegen der Hanglage und dem Ausstellungsvlumen an, sie konterkariert jedoch vor allem den Galerieeffekt, ohne ihn zu zerstören. Der Mann, wer immer es war, hat also nicht nur neue Ideen gehabt, sondern sie auch noch in ein vorhandenes Umfeld integriert. Die Krallenaffenvitrinen, die als Scheiben in die erfurter Affenhauswand geschoben sind, scheinen mir einem ähnlichen Geist entsprungen zu sein, aber abgesehen davon, daß sie heute nur noch für Kleinsäuger zu gebrauchen sind, überzeugt doch die Idee mehr als die optische Erscheinung, die sich zudem erst wirklich erschließt, wenn man sich den Grundriß des Gebäudes verdeutlicht.
    War das mittlerweile abgerissene Raubtierhaus eigentlich ähnlich spannend? Ich war in den 90ern einmal kurz in Erfurt, kann mich schändlicherweise aber nicht erinnern.
    (12.05.2006)
    Nemo:   Es gibt noch einen Zooführer von Erfurt.
    Er erschien 1960 unter dem Titel:
    " Erfurts Roter Berg- Thüringer Zoopark im Bau "
    Geschrieben vom ersten Zoodirektor Dr. H. H. Roth.


    Nemo

    (10.05.2006)
    Michael Mettler:   Nach einem Blick in meine Bestandsliste keimt da ein Verdacht in mir: 1972 erschien die erwähnte einzige Ausgabe der Erfurter Zeitschrift CAPRA, und ihr Titelbild zeigt Ziegen. Sollte das etwa eine Verwechslung sein?
    (10.05.2006)
    Togo:   Mir ist er ganz knapp durch die Lappen gegangen, ich habe auch erst leztes Jahr von dessem Exitenz erfahren....
    (10.05.2006)
    Michael Mettler:   Schade, dann habe ich ja doch keine "komplette" Erfurt-Sammlung.... Von der Existenz des 72er Zooführers hatte ich bislang keine Ahnung.
    (10.05.2006)
    Togo:   qMichael Mettler
    Es gibt sogar 2 Zooführer von Erfurt , 1972 ( Titelbild Ziegen ) und 1974 ( Titelbild Guereza )Es ist mir ein Rätsel , warum der Zoo keine Führer mehr publiziert, aber Köln tut das ja auch nicht mehr ( vielleicht wieder nach dem anstehendem Direktorenwechsel )Und es stimmt, von Erfut hört man wirklich nciht viel, außer durch den Tod einer Elefantenkuh und die Geburt zweier Breitmaulnashörner macht der Zoo wirklich nicht von sich"reden". Schad eigentlich, denn aus der vorhanden Fläche ließe sich ein sehr guter Zoo daraus machen.
    (10.05.2006)
    Michael Mettler:   In den ganzen Jahrzehnten seines Bestehens hat es Erfurt zu genau EINEM (!) Zooführer geschafft.... Und die Hauszeitschrift CAPRA erschien mit Nr. 1, und dabei blieb es dann auch. Die viel später erscheinenden Jahresberichte starben ebenfalls schnell wieder aus. Gäbe es nicht die Zeitschrift ZOOPARKFREUND des Fördervereins und gelegentliche "Augenzeugenberichte", könnte man fast auf den Gedanken kommen, es gäbe den Zoo gar nicht mehr....
    (09.05.2006)
    Karsten Vick:   Ich war auch Anfang der 90er das erste Mal in Erfurt, aber wie's aussieht, kurz vor Oliver. Denn ich habe noch einen Braunbären in seinem total verrosteten Käfig und einen Seelöwen in seinem winzigen Planschbecken gesehen. Und diese Eindrücke zogen sich durch den ganzen Zoo. Bei meinem 2. Besuch 1993 wars nicht viel besser, einige ganz schlimme Gehege waren weg, aber nichts neues hinzugekommen. Daher war ich 1999 sehr angenehm überrascht vom Nashornhaus, Berberberg, Schafkoppeln sowie von dem riesigen Erweiterungsgelände, von dem ich bisher nicht mal was geahnt hatte.

    @IP66: Da wir bei Zoo-News das Thema Erfurt längst wieder verlassen haben, schreibe ich hier mal was zum Elefantenhaus. Ich hab nicht viel Ahnung von Architektur, aber es ist wirklich interessant, wenn man von einem Fachmann auf bestimmte Sachen aufmerksam gemacht wird. Eine Zooführung mit dir dürfte wirklich spannend sein. Der Blick von der oberen Galerie auf die Elefanteninnenställe hat schon was. Bei meinen ersten Besuchen hab ich allerdings nicht viel davon gesehen, weil ich mich mehr für die Kleintiere in ihren Terrarien interessierte. Und von außen kam mir das Haus mit seiner schlampig weiß gestrichenen Fassade und seinen Glasbausteinen als Fenster eher wie eine Fabrikhalle vor. Haltungstechnisch ist zu erwähnen, dass ursprünglich ein Teil der Innenställe und die Freianlage an der Längsseite den Nashörnern gehörte und erst um 1998 den Elefanten zugeschlagen wurde. Über Baujahr und Architekt weiß ich nichts, denn Erfurt ist kein sehr mitteilsamer Zoo. Außer ihren Artikeln im Zoo-Magazin (die waren allerdings gut gemacht) habe ich noch nichts gedrucktes aus Erfurt gesehen.
    (09.05.2006)
    Michael Mettler:   Die Schilderungen, die mir zu Ohren gekommen sind, betreffen noch die (letzte?) Zeit unter Altmann. Angeblich wurden damals möglichst keine Tiere abgegeben, so dass sich z.B. bei den diversen Haustierrassen - von denen ich bei meinem ersten Besuch etliche gar nicht mehr antraf - die Individuen in den Gehegen "stapelten". Dazu kamen diverse, teilweise sehr seltene Tiere, die außerhalb des Schaubereiches in der "Villa" unter fragwürdigen Bedingungen gehalten - man sollte besser sagen, "gehältert" - wurden. Da war die Rede vom einzigen Erdferkel der DDR, dessen Unterkunft eine Kohlenkiste war (wenn auch ohne Kohlen und wohlgemerkt NUR die Kiste, also ohne weiteren Auslauf), von Kubaamazonen, denen man eine Unterkunft gebastelt hatte, indem man ein Bettgitter vor einen Kamin stellte, und von unzähligen Meerschweinchen, die in allem einquartiert waren, was man als Behältnis verwenden konnte. Mit diesem Bild im Hinterkopf machte ich meinen ersten Besuch.... Aber da war die Altmann-Ära längst Geschichte. Weiß jemand mehr über diese Sachen?
    (27.04.2006)
    Oliver Jahn:   @Michael Mettler, Magdeburg ist mein Heimatzoo und es fehlten hier eben die für einen Zoo typischen Tiere und ihre dem entsprechende Unterbringung, wie z.B. Bären(bis heute), Große Raubtiere, Robben usw. Daher meine Betrachtung. Nun aber zu Erfurt. Auch hier ist das natürlich sicher nichts allgemeinverbindliches, sondern subjektives Empfinden. Aber als ich Erfurt ganz am Anfang der 90er besuchte, da sah es dort recht übel aus. Habe noch mal nachgesehen. Im Raubtierhaus waren nur Einzeltiere. Der Bärenkäfig stand ganz leer. Das Robbenbecken ebenfalls. Im Huftiergehege waren zwei Gehege unbesetzt, in den anderen waren Yaks, Watussis und ein Zebroid. Von den drei kleineren Käfigen vor dem Raubtierhaus war ebenfalls einer leer, ebenso das Gehege des Zwergflusspferdes im Giraffenhaus. Was fast überquoll, war das Affenhaus. Ansonsten machte der Zoo auf mich einen wirklich maroden Eindruck und ich schrieb mir selber auf: "So sieht ein Zoo aus, der kurz vor der Auflösung steht." Wie bereits geschrieben, das war gleich am Anfang der 90er Jahre. Spätere Besuche in Erfurt nach Fertigstellung des Nashornhauses und des Haustierbereiches haben dann in meiner persönlichen Wertung sehr viel besser abgeschnitten.
    (27.04.2006)

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