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    Zoos in Dänemark

    Adrian Langer:   http://www.swp.de/ulm/nachrichten/vermischtes/daenische-zoos-wegen-tiertoetungen-in-der-kritik-24316406.html

    Noch ein Statement zu den Braunbären und anderen getöteten Tieren!
    (12.12.2017)
    Adrian Langer:   @nikolas gröneveld so sehe ich das auch!

    Kennt jemand den Masterplan von Aalborg? Soll hier vielleicht eine neue Anlage in geraumer Zeit entstehen? Waren die Bären also \"im Weg\"?
    (09.12.2017)
    Nikolas Groeneveld:   Ich hab im Internet ein Bild der Anlage gefunden auf der die Braunbären lebten.
    https://www.zoochat.com/community/media/aalborg-zoo-brown-bear-exhibit.218652/

    Das ist sicherlich keine wirklich tolle Anlage, aber ich habe schon viel schlimmere Anlagen für Bären gesehen.
    Mit einer Umgestaltung hätte man da aber schon was wesentlich besseres draus machen können.

    Ich halte generell nicht viel davon Zootiere zu töten.
    Auch wenn es natürlich für eine Erhaltungszucht Sinn machen kann, wenn z.B. überschüssige männliche Tiere geschlachtet und verfüttert werden, damit man den frei gewordenen Platz für weibliche Tiere nutzen kann.
    Damit hatte dieser Fall aber auch rein gar nichts zu tun.

    Wenn man in einem Zoo Tiere hält um unter anderem Menschen für Tiere zu begeistern, dann gehört für mich nicht dazu, dass man sie so lange sie klein und niedlich sind am Leben lässt und sie dann wenn sie älter sind und man sie \"nicht mehr braucht\" einfach tötet.

    Auch die Tötung der Giraffe Marius im Zoo Kopenhagen war vollkommen unnötig, die Begründung damals war ja die Inzucht-Gefahr.
    Man muss ja auch mit solchen Tieren nicht züchten, man kann sie sterilisieren oder in eingeschlechtlichen Gruppen halten.

    Ich bin der Meinung, dass man für Zootiere eine Verantwortung hat und durch die Tötung entzieht man sich dieser Verantwortung.
    Auch im Fall der Braunbären hätte man durch eine Umgestaltung der Anlage das Leben der Tiere schon verbessern können, die Größe einer Anlage ist eben bei weitem nicht alles.

    Ich halte die Einrichtung und Bauweise einer Anlage fast für wichtiger, als die Fläche.
    Wobei natürlich auch ein Mindestmaß an Fläche vorhanden sein sollte, aber eine riesige Anlage ohne Ausstatung bringt den Tieren auch nicht viel.
    (09.12.2017)
    Sacha:   @Adrian Langer: Die Schlachtung der Giraffen fand meines Wissens im Zoo Kopenhagen statt, aber die Geschichte zählt auch zu den PR-Desastern, die ich meinte.
    (07.12.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tag24.de/nachrichten/aalborg-daenemark-zoo-braunbaeren-getoetet-artgerechte-haltung-kritik-394224

    Hier noch ein Artikel dazu! Also ich finde in einer Zeit wo Zoos doch sehr in der Kritik stehen sollte man nicht noch so offensichtlich Kanonenfutter für diverse Organisationen liefern! Zumal mich die Tötung der Bären mit Begründung des \"hohen Alters\" (21 und 20 Jahre alt) doch sehr verwirrt! War Aalborg nicht auch der Zoo in dem schon die zwei Eisbären aus Rostock kurz hintereinander verstarben bzw. der die Giraffe medienwirksam hat schlachten lassen?
    (07.12.2017)
    Hannes Lueke:   Naja PR in Deutschland vielleicht aber das scheint die ja nicht groß zu jucken.
    (07.12.2017)
    Sacha:   Ist zwar von \"bildonline\", aber trotzdem interessant: 2 Braunbären wurden offenbar in Aalborg getötet, weil man ihnen ihr bisheriges Leben im Zoo nicht mehr zumuten wollte:

    http://www.bild.de/news/ausland/zoo/alte-zoo-braunbaeren-langweilten-sich-54112082.bild.html

    Die dänischen Zoos scheinen in Sachen PR echt ein Problem zu haben. Ausserdem muss ich zugeben, dass an einigen der Leserbriefe durchaus was Wahres dran ist...
    (07.12.2017)
    W. Dreier:   noch 2 Ergänzungen zu Schweden. Der Elchpark heißt Laganland, 10 km vor Ljungby. Oscar III (hier abgebildet) hatte einen Vater Oscar II, dessen Kopf mit schönem Schaufelgeweih an der Wand des Schauraumes hängt - bedauerlich - so einen Schaufler (außer einem Amerikaner) habe ich noch nicht in Festlandeuropa gesehen.
    Noch ein Freizeitpark: Kolmarden bei Norrköping, ca 100 km vor Stockholm,: 205 ha , jetzt mehr Freizeitpark mit tierischer Umrahmung

    @O. Müller: Scheint so ! Es ist bald einfacher, jene Zoos zu nennen, die NOCH KEINE Pandas haben (:(
    (11.07.2017)
    Oliver Muller:   @W. Dreier: Moment mal... Große Pandas in Äthäri? Sollten nicht schon welche nach Helsinki kommen? Damit hätten dann zwei von drei finnischen Zoos Große Pandas???
    (07.07.2017)
    W. Dreier:   Hausren an der finnisch-norwegischen Grenze.
    Übrigens wird durch Norwegen für die Samen die Schafhaltung - nicht die Renhaltung - gefördert!
    (07.07.2017)
    W. Dreier:   ``Haus``rener auf der Nordkapinsel
    (07.07.2017)
    W. Dreier:   Nun bin ich also ein bestätigter Polarkreisüberwinder - und kein Zoo war dabei!!
    Kopenhagen scheiterte am Wetter - es regnete in Strömen (zum Glück nur dort), Hauptgrund war aber, dass wir erst gegen 16 Uhr am Tivoli- Park waren, die Unterkunft ca. 47 km entfernt war. Zum Trost gab es bei Jonköping den Besuch einer Elchstation - leider war ein ``richtiger Schaufler`` nicht dabei, zumal die Bastentwicklung noch nicht bei ``Oscar`` abgeschlossen war, zudem war er erst im vierten Jahr.
    So wurde es also eher eine theoretische Fahrt, letztlich bei Sonnenschein bis zum Nordkap und einer berauschenden Naturfahrt mit Sichtung von 5 Elchen - immer auf der anderen Busseite. Seltsamerweise war die Vogelwelt recht ``eintönig``: Lach-. Silber-, Mantelmöwe, Kormoran, komischerweise ein nicht scheuer Austernfischer auf einem Parkplatz, in Mittelschweden viele Dohlen, im norden Nebelkrähen.

    Zur Theorie: Nochmals Dank für die Hinweise bezüglich der ``Australier`` in Kopenhagen (zum Glück kenne ich Wombat, Teufel und Co schon).
    Nächster theoretischer Zoo war Furuvik bei Gävle in Mittelschweden, Erna Mohr hatte vor vielen Jahren über diesen (damals) nördlichsten Zoo Schwedens im ZG berichtet: 2 Seehunde und Haustiere, heute ist das ein Freizeitpark mit 105 ha , immerhin mit u. a. Orang, Schimpanse, 2 Gibbonarten und Krallenaffen.
    Nächster Park, nun schon in Finnland, wäre südlich von Rovaniemi (Ort am Polarkreis) Athari. Überraschung war für mich, dass dort am 4.5. der Vertrag mit China über Pandas unterschrieben wurde, Der Park wurde 1973 gegründet, 60 ha, 300 Tiere mit Bär, Takin, Waldren, Schneeleo, kl. Panda - und nun bald große Pandas! Als Begründung wurde die jahrelange Beziehung von finnischen Forstleuten zu ihren chines. Kollegen in Sichuan genannt, außerdem sei das Klima im mittleren Finnland bezüglich des Pandas recht ähnlich dem in Sichuan. Der Ort selbst ist relativ klein, eigentlich ist auch keine größere Stadt im Umkreis. Ob da ein Waldmagnat der Geldgeber sein könnte?
    Käme noch Ranua ( Ranua Wildlife Park) südlich von Rovaniemi.

    Im Freiland dann doch recht scheue wilde ``Hausrener? in Gebiet der Samen bis hoch am Nordkap. Interessant, dass ca. 80 % weiß waren. Näher als 50 m kam ich bei einem Halt heran, vom Bus heraus war das weitaus schwieriger bei 80 kmh. Im Hochland in Mittelnorwegen in Dovrefjell-NP sind dann noch wilde Tundrarener existent - also neben den in Finnland 1952 aus Karelien ``eingewanderten`` Waldrenern .

    Auf einem Aushang eines Hurtig-Schiffes war dann noch ein Hinweis auf den weltweit nördlichsten Zoo: Polar-Zoo Bardu in der Nähe (ca. 70 km) nordöstlich von Narvik (Arctic Wildlife Centre) mit u. a. Moschusochs, Wolf, Bär, Elch . Im Netz fand ich einige Angaben zu den 1931 eingeführten Grönland- Moschusochsen im Dovrefjell-NP: Der Fang war damals natürlich ``traditionell`` - Abschuß der Alttiere. Heute sind es 280 Tiere. Der Park gibt an, dass es gegenwärtig weltweit etwa 110 000 Tiere gäbe.
    Blieb noch an der Grenze Norwegen - Schweden von Oslo aus der Nordens Ark Park bei Hunnebosstrand in Schweden, der das Zuchtbuch für die Waldrener führt.

    Anbei Elch `Oscar`

    (07.07.2017)
    zollifreund:   @W.Dreier: bei meinem Besuch im April waren die Teufel nicht nur im neuen Anlagekomplex im alten Zooteil zu sehen sondern auch noch in ihrer alten Anlage in der Nähe des Flußpferdhauses (bzw. waren dort ausgeschildert). Um 13Uhr wurden sie übrigens gefüttert ( in den neuen Anlagen). Da sie bereis vorher äußerst aktiv waren, könnte das auf eine regelmäßige Fütterungszeit sprechen.
    Falls sie noch Zeit bleibt, empfehle ich ein Besuch des Aussichtsturms: lohnt sich wirklich!
    (24.06.2017)
    W. Dreier:   @ R. Mikolayczak: Danke für die Info und die Wünsche. Und werde berichten (auch in der Hoffnung, dass Fähren und Bus dort früh ankommen.
    (21.06.2017)
    Regina Mikolayczak:   Der Plan auf der Internetseite stimmt bzgl. der Teufel: https://www.zoo.dk/map-of-zoo/
    Letztes Jahr im Spätsommer waren sie jedenfalls dort zu sehen... Nördlich von der Roskildedvej ist also richtig :-)
    Gruß und viel Spaß!
    (21.06.2017)
    W. Dreier:   Eine Bitte an Kopenhagen-Kenner: bezüglich der Teufel-Anlagen habe ich 2 Zookarten mit unterschiedlicher Ausweisung. . Darf ich annehmen, dass sie jetzt im südlichen alten Zooteil sind ? (also nördlich von der Roskildevej) Viel Zeit werde ich wahrscheinlich nicht haben. Danke!
    (21.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Mehr Informationen habe ich leider nicht. Aber soll unter den Gründertieren der Amurleoparden in Zoos nicht auch schon ein Nordchinese gewesen sein?
    (07.06.2017)
    Oliver Muller:   Verstehe überhaupt nichts mehr... Nordchinesen sind doch auch stark bedroht? Oder will man die UA jetzt einfach \"zusammen legen\" ( weil vermutlich in freier Wildbahn auch Übergangsformen vorkommen)?
    (07.06.2017)
    Sacha:   @Tim Sagorski: Aber deren genetische Basis ist sehr schmal (Inzucht) - Was jetzt nicht heisst, dass ich dieses Projekt befürworte.
    War da nicht mal was Ähnliches mit den letzten echten Florida-Pumas und den Louisiana-Pumas?
    Wenn es nur um Leihmütter geht: Das könnte über jede Leoparden-UA funktionieren, dafür müssen es nicht zwingend Nordchinesen sein.
    (07.06.2017)
    Tim Sagorski:   Aber warum sollte man das überhaupt tun? Amurleoparden gibt es doch noch...

    Vielleicht möchte man ja China-Leopardinnen als Leihmütter nutzen, um den Amurleoparden-Bestand zu vergrößern...
    (07.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Wahrscheinlich so, wie man \"Auerochsen\" aus Hausrindern oder \"Berberlöwen\" aus Zoolöwen züchtet.
    (06.06.2017)
    Oliver Muller:   Wie kann man denn aus Chinesischen Leoparden Amurleoparden züchten???
    (05.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Waren doch nur 1,92 MB.
    (05.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Die Afrikasavanne, von der der Park stolz berichtet, dass sie genau so groß ist wie der gesamte Kopenhagener Zoo.
    (05.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Ree Park Safari, Ebeltoft:
    Dieser Zoo entwickelt sich rasch weiter, jährlich kommen neue Anlagen dazu.
    An den Neuigkeiten der letzten Jahre ist vor allem der China-Bereich zu nennen, der vor allem eine gigantische Voliere für China-Leoparden beinhaltet, aber auch eine agile Gruppe Zwergotter, Kleine Pandas in Gemeinschaftshaltung mit Muntjaks (nicht gesehen), Fischkatzen (sehr schwer zu entdecken) und seit diesem Jahr auch Buntmarder, alle natürlich in besonders großen Gehegen.
    Die neue Bahnfahrt im Nordamerika-Bereich fand ich eher mittelmäßig, die Jeep-Tour durch die afrikanische Savanne gefiel mir jedoch sehr gut, da es sie auch auf Englisch gibt und man durch das ausgedehnte Wegenetz sehr nahe an die Tiere (einschließlich Spitzmaulnashörner) herankommt. Bei der Tour wurde übrigens angedeutet, dass aus den Nordchinesischen Leoparden Amurleoparden rückgezüchtet werden sollen.
    Auch die anderen Gehege, ob für Bartkäuze, Elche oder Zebramangusten lassen sich nur mit dem Wort gigantisch beschreiben. Dies hat natürlich zur Folge, dass man viele Tiere gar nicht sieht (Bartkäuze, Sandkatzen, Bongos) oder mehrmals an ihre Anlagen zurückkehren muss, um sie zu entdecken (Buntmarder, Fischkatze, Gepard). Im Vergleich zu diesen Anlagen wirkte die noch recht neue Anlage der Sumatratiger (offenbar das ehemalige Absperrgehege der Löwen) fast schon bedrückend, obwohl sie von normaler ?Zoogröße? ist. Wirklich zu klein geraten waren lediglich die winzigen Ausläufe der Esel und Alpakas im Kinderzoo und die Haltung von flugunfähigen Aras in einer kleinen Anlage überzeugte auch nicht.
    Interessant fand ich die Vergesellschaftung von Pinselohrschweinen und Bongos mit Spornschildkröten in einer riesigen Anlage.
    Anbei: gewildertes Nashorn
    (05.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Einsehbares Absperrgehege der Eisbären
    (03.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Erneut
    (03.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Die Voliere der Riesenseeadler, links die Tribüne
    (03.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Was ich zu Randers regnskov ganz vergessen habe: Die Wege scheinen aus dem gleichen Material zu sein wie in Burgers Bush, also aus modelliertem Beton. Durch die zum Teil starken Steigungen und die hohe Luftfeuchtigkeit in den Hallen sind sie allerdings sehr rutschig, ich hätte mich mehrfach beinahe auf die Nase gelegt.

    Skandinavisk dyrepark (Skandinavischer Tierpark), Kolind:
    Ein Zoo mit weiterhin nur sehr wenigen Tierarten: 13 Säuger, eine Vogelart, 2 Reptilien und 3 Haustierformen.
    Die großräumigen Gehege der Raubtiere, insbesondere der Eisbären haben auch mich begeistert.
    Neu aus den letzten Jahren: weitere Gehege für Eisbären (wenn auch nicht ganz so gigantisch wie das erste, eines davon ist auch einsehbar), Gehege für Grönland-Moschusochsen, eine Eiszeit-Ausstellung (Mammutskelett, Felle von verschiedenen nordischen Tierarten), ein gut beschilderter Weg durch ein 2 ha großes Naturschutzgebiet und vor allem die gigantische Voliere für Riesenseeadler (0,3 ha).
    Es gibt tägliche Raubtierfütterungen, davon empfand ich jene der Eisbären als besonders sehenswert. Mit den beiden männlichen Riesenseeadlern wird auch eine Flugschau vorgeführt, sie findet allerdings in der Voliere selbst statt, zu diesem Zweck liegt in der Voliere, die nur zu den Vorführungen begehbar ist, auch eine Tribüne. Falknerische Artefakte fehlen komplett, es wird lediglich die Jagd der Tiere (Ergreifen von Fischen bzw. Eintagsküken auf Tauen aus dem Flug und Erjagen von Krabben aus dem Sitzen) demonstriert.
    Anbei: Riesenseeadler
    (03.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Belanger-Tupaja
    (01.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Nochmal
    (01.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Steg an der Tapiranlage.
    (01.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Nachtaffe am Tag (wenn auch am Abend). Er ließ sich weder von mir (ich durfte mich ihm bis auf einen Meter nähern), noch von den Springaffen stören, die ganz in der Nähe mit ihrem Jungtier spielten.
    (01.06.2017)
    Oskar Schwitters:   Wie angekündigt habe ich im Mai einige dänische Zoos besucht. Es waren:
    Randers regnskov, Randers
    Ree Park Safari, Ebeltoft
    Skandinavisk dyrepark, Kolind
    Folgend meine Berichte (hauptsächlich ergänzend zu jenen von Michael Mettler und zollifreund):
    Randers regnskov (auf Deutsch: Randers Regenwald):
    Ursprünglich hauptsächlich aus den Tropenhallen (Afrika 500 qm, Asien 700 qm, Südamerika 2000 qm) bestehend, sind in den letzten Jahren immer mehr zusätzliche Bereiche hinzugekommen (http://www.regnskoven.dk/bag-om/om-randers-regnskov/historie/).
    Der Fokus in den Hallen liegt nicht wie beispielsweise in Gondwanaland auf den Tieren in Gehegen, sondern eher auf den Freigänger, was mir persönlich mehr zusagt. Auch hier trifft man allerdings gelegentlich auf Tiere, die aus zumeist naheliegenden Gründen eigene Gehege bewohnen.
    Ich hatte das Glück den Zoo an einem Brückentag zu besuchen, an dem der Regenwald nicht nur bis 17:00 Uhr statt wie sonst zu dieser Jahreszeit 16:00 Uhr geöffnet hatte, sondern auch deutlich mehr Fütterungen gezeigt wurden. Die Fütterungen waren sehr gut gemacht, auch wenn sie (wie auch in den beiden anderen besuchten Zoos) nur auf dänisch kommentiert werden. Fragen beantwortet das sehr freundliche Personal jedoch auch auf Englisch und manchmal sogar deutsch. Die Fütterung der Guerezas wurde sogar extra für mich auf Englisch übersetzt. Neben den angekündigten Fütterungen gibt es auch welche die unangekündigt, aber kommentiert durchgeführt werden. Zudem gibt es noch Tierpräsentationen, bei denen kleinere Tiere (in meinen Fall ein Blauzungenskink, ein Kaiserskorpion und eine Schlange, bei der es sich wohl um einen Teppichpython handelte). Es wird viel über die Tiere erzählt und die Besucher dürfen sie auch anfassen (den Kaiserskorpion natürlich nicht, dieser durfte dafür allerdings mit einer UV-Taschenlampe angeleuchtet werden, wodurch er zu leuchten begann).
    Besonders auffällig unter den freilaufenden Tieren sind Belanger-Tupajas und Sumatra-Prevosthörnchen in der Asien-, ein Blauducker, Schildkröten und Lemuren in der Afrika- und Aras, ein Truthahngeier, Faultiere und verschiedene Affen (vor allem Sakis aber auch Nachtaffen, Springaffen und Zwergseidenaffen) in der Südamerika-Kuppel, während andere wie die Buschschliefer selbst von den Tierpflegern nur alle paar Wochen gesehen werden.
    Von den Gehegen sind die meisten ausreichend groß und gut strukturiert, wobei es natürlich Ausnahmen gibt.
    Der Danmarksparken (Dänemark-Park) zeigt verschiedene dänische Haustiere enthält aber einen Spielplatz, eine Showbühne (die Show NaturTalent findet leider nur in der Hochsaison statt) und Außengehege für Nasenbären (die ja laut EU bald dort verwildern könnten:-)) und Königsgeier. Beide Arten werden wohl für die Show hier gehalten. Von den Nasenbären gibt es auch noch eine zweite Gruppe in reiner Indoor-Haltung in der Südamerika-Kuppel.
    Am ?Basecamp Bushmaster? (draußen) leben die Jaguare und Tapire in guten (Jaguare) und sehr guten (Tapire) Anlagen. Da die Tapire ein gigantisches Gehege mit vielen Versteckmöglichkeiten bewohnen, sieht man sie nur selten. Es wird auch über das Naturschutzprojekt Bigai des Zoos informiert. Die ehemalige Anlage der Tapire (nur Indoor) wurde unpassend mit zwei Nandus besetzt, denen das Klima auch sichtlich nicht zusagte.
    Ganz neu ist auch der Nachtzoo (die alte Africa-cave existiert nicht mehr), der mir besonders gut gefallen hat. Der erste Teil nennt sich Templet on natten (Tempel in der Nacht) und beheimatet unter anderem Pythons, Indische Grabfrösche, Tokees, Zwerggleitbeutler (in Gemeinschaftshaltung mit Tigervogelspinnen!) und Gottesanbeterinnen in angemessenen Anlagen im Stil eines Tempels. Der zweite Teil Skoven on natten (Wald in der Nacht) beherbergt neben einem kleinen Aquarium auch Nacktmulle, Kaiserskorpione (auch hier mit UV-Lampen, diesmal auf Knopfdruck) und ein langgestrecktes Gemeinschaftsgehege für Erdferkel, Springhasen und Galagos. Neben seiner Größe imponiert es auch durch den niedrigen und transparenten Holzzaun, mit dem man von den Tieren abgegrenzt ist. Den Galagos wird es sogar gestattet, in den Besucherbereich zu gelangen. Leider ist das Gehege sehr dunkel, weshalb ich auch lediglich die Springhasen entdecken konnte.
    Ebenfalls eine Welt der Dunkelheit ist die Schädelgrotte, ein Nachbau einer realen Grotte in Mittelamerika in der auch hunderte leuchtende Totenschädel (natürlich künstlich hergestellt) herumliegen. An Tieren sind Brillenblattnasen (freilebend), Anakondas und der sehr schön von Michael Mettler beschriebene Kakerlaken-Streichelzoo vorhanden.
    Der Reigen setzt sich fort mit Buschmeister (dieses Jahr gab es auch eine Nachzucht), Margay (Weibchen mit der Aufzucht des Jungen beschäftigt), Waldhund, Manati, Komodowaran, Gibbon, Zwergotter und Agakröten in einer zum Besucher hin offenen Höhle.
    Es gibt auch noch ein Meerwasser-Aquarium und der Schlangentempel ist natürlich ebenfalls beeindruckend, auch wenn er mir etwas unterbesetzt erschien.


    Fragen sind natürlich willkommen.

    Anbei: der Gang entlang der Anlage für Galagos, Erdferkel und Springhasen (man beachte den Zaun).
    (01.06.2017)
    zollifreund:   auch die Zucht scheint hier bei vielen Arten gut zu laufen - leider wurde darüber immer nur auf dänisch berichtet :-( aber das Kuba-Krokodil konnte dafür (sozusagen als Beweis) bei der Eiablage beobachtet werden...
    (06.05.2017)
    zollifreund:   in den letzten Jahren scheint der Zoo sich vergrößert zu haben, es sind nun zwei große Scheunen, in denen die Krokodile gezeigt werden. Dabei wird der vorhandene Raum wirklich optimal genutzt. So ist der Landteil immer so angelegt worden, dass er über den Wasserflächen liegt und die Tiere sich darunter verstecken können. Auch ist der Besuchersteg meistens über den Gehegen angelegt worden. Obwohl das Raumangebot nicht sehr üppig ist, wirken die Tiere doch sehr entspannt und die Haltung macht einen sehr guten Eindruck.
    Nicht umsonst ist der Krokodille Zoo der einzige in Europa der Orinoko-Krokodile zeigen kann.
    (06.05.2017)
    zollifreund:   nun noch ein paar Zeilen zum Krokodille Zoo in Eskilstrup: leider weiß ich bis jetzt noch, ob hier mittlerweile wirklich alle 24 Krokodilarten gehalten werden. Nicht gesehen bzw. ausgeschildert habe ich das Siam-Krokodil und das Nordwestafrikanische Krokodil ( ersteres aber lt. Zootierliste hinter den Kulissen vorhanden). Ein gezeigtes Krokodil war aber nicht ausgeschildert ( und könnte ein NWA-Krokodil sein, siehe Bild). Oder kann jemand die Art bestimmen?
    (06.05.2017)
    zollifreund:   @O.Schwitters: das will ich auch gar nicht bestreiten, aber ich wüsste nicht, wo die zu sehen waren. Es sind in der Zootierliste auch etliche andere Arten aufgeführt, die nicht ausgestellt/vorhanden sind ( evtl. aber hinter den Kulissen) wie z.B. Rautenkrokodil, Rotbauchmaki, Sumpfmanguste um nur mal die großen Arten zu nennen. Von Reptilien und kleineren Säugetieren mal gar nicht zu reden...
    (27.04.2017)
    Oskar Schwitters:   @zollifreund: In der Zootierliste wird eine Haltung seit 2003 angegeben (sowohl für die Pekaris als auch für die Waldhunde). Ein Besucher konnte im Februar wohl beide Arten beobachten.
    (27.04.2017)
    zollifreund:   Richtung Süden ging die Tour weiter: Zoo Givskud - war für mich die große Unbekannte auf meiner Tour ( zuvor hatte ich von dem Zoo noch fast nichts gehört und da ich mich gerne überraschen lasse, habe ich auch im Vorfeld bewusst nichts mehr im Internet nachgeschaut) - und Givskud war definitiv das Highlight der Reise! ( lag vielleicht auch etwas daran, dass hier das einzige Mal die Sonne schien g*)
    Givskud ( für die den Zoo auch noch nicht kennen) ist eine Kombi zwischen Safari-Park und Zoo. Von drei Parkplätzen aus gibt es klassische Zooerlebnisse zu Fuß, zwischendurch dann wieder Autosafari. Der Tierbestand ist gut, ohne große Raritäten ( herauszuheben wären von den Tierarten evtl. die Mähnenlosen Zebras und die Weißschwanz-Gnus). Beeindruckend waren aber die Größe und Gestaltung der Anlagen und die Kopfstärke der Tiergruppen ( z.B. neun Bongos, weit über 10 Gnus, Rappenantilopen und Löwen, sicher über 20 Zebramangusten, HZA. Die Außen-Anlagen für Riesenotter ( hier Innen und Außen), Zwergflußpferde, Gorillas, Zebramangusten, Bongos, Wölfe sind in meinen Augen beispielhaft. Ein Besuch ( bei guten Wetter da als einzige Innenanlage die der Gorillas, Schopfmakaken und Riesenotter vorhanden sind) ist auf jeden Fall empfehlenswert.
    (26.04.2017)
    zollifreund:   und die aktuellen Stars dürfen natürlich nicht unerwähnt bleiben - zwei herzige Eisbärzwillinge :-)
    (26.04.2017)
    zollifreund:   die Oranganlage. Innen erinnerte sie ( von Größe und Struktur ) an die alte Basler Anlage.
    (26.04.2017)
    zollifreund:   und weiter geht´s mit dem Aalborg Zoo: lt. Sheridan die Nr. 1 der Gruppe C ( Zoos mit < 250.000 Besuchern): kann ich jetzt ehrlich nicht ganz nachvollziehen, da würde ich Magdeburg, Doue la Fontaine oder auch Kerkrade deutlich weiter vorne sehen... es gibt hier doch eine ganze Reihe von Anlagen/Gehegen die nicht mehr zeitgemäß sind ( Pinguine, Seelöwen, Elefanten innen, Schimpansen und Orangs). Sehr schön die Afrikasavanne mit großer Zwergflußpferdanlage und einer riesigen Säbelantiliopengruppe ( 16 Tiere habe ich in Erinnerung) und auch das Tropenhaus hat mir super gefallen ( hier v.a. die Mohrenkaimane ( mit Nachwuchs im Terrarium nebenan).
    (26.04.2017)
    zollifreund:   @O. Schwitters: Pekaris in Randers? daran kann ich mich jetzt gar nicht erinnern...? (es gibt eine kleine Waldhundanlage innen, die könnte ich mir als ehemalige Pekari-Anlage vorstellen.)
    (26.04.2017)
    Oskar Schwitters:   Ich werde im Mai ebenfalls in Dänemark sein und dort einige Zoos (unter anderem wahrscheinlich Randers Regnskov und den Ree Park) besuchen.
    Ich hätte nur eine Frage: Wo sind die Halsbandpekaris in Randers Regnskov untergebracht?
    (24.04.2017)
    zollifreund:   und noch ein Blick in die Schwarzbärenanlage ( in der Bildmitte sind jüngere Bären zu erkennen, die auf die Bäume im Gehege klettern...)
    (23.04.2017)
    zollifreund:   Ree Park Safari: hier steckt der aktuelle private Besitzer weiter viel Geld hinein ( Frage am Rande: warum gibt es keine deutsche Millionäre die Lust haben einen Zoos zu führen? wenn man da über die Grenze nach DK, F, B oder NL schaut kann man direkt neidisch werden):
    als Neuheit 2017 wird von der Marktingabteilung eine Zugfahrt durch den Nordamerikaparkteil ( Bisons, Schwarzbären, Wölfe) stark beworben ( ist aber relativ kurz und bietet keinen großen Mehrwert zu den Einblicken von den Fußwegen, denke das Geld kann man sich sparen; ebenso wie bei der Jeep-Safari durch die Afrikasavanne ( Dänemarkt ist auch nicht billig)). Zoologisch deutlich interessanter ist die neue Buntmarderanlage. Riesig mit viel natürlichem Bewuchs, klasse!
    Ansonsten ist der Ree Park ein fast reiner Säugetierzoo, die Tiergruppen aber alle recht zahlreich und in sehr großen Anlagen. Und Gott-sei-Dank auch alle recht winterhart. So waren trotz eisigen Temperaturen alle Tiere der Savanne bis nachmittags draußen, und sogar der Gepardennachwuchs lies sich länger außerhalb der Schutzhütte beobachten ( da es keine Tierhäuser gibt ist der Besuch bei schönem Wetter sicher noch lohnender). außerdem kennzeichnend viele begehbare Anlagen ( Vikunja und Mara; Lama; Totenkopfäffchen, Katta, Roter Vari).
    anbei Buntmarderanlage
    (23.04.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Randers Regnskov hat mir bei meinem bisher einzigen Besuch vor etwa 10 Jahren ebenfalls gut gefallen. damals gab es allerdings nur einige Außenanlagen für Haustiere im erwähnten Sumpfgebiet und den angrenzenden Weiden. Ein wirklich faszinierender Zoo.
    (23.04.2017)
    zollifreund:   die Osterferien habe ich diesmal genutzt um mir mal gänzlich neue Zoos anzuschauen und war dazu in Dänemark unterwegs. Stichwortartig ein paar Eindrücke von den besuchten Zoos, gerne versuche ich ergänzende Fragen zu beantworten.
    Nach dem Besuch in Kopenhagen ( siehe dortigen Thread) war das nächste Ziel Randers Regnskov ( bei den eisigen Temperaturen war dieser Indoorzoo nicht umsonst die am besten besuchteste Einrichtung von allen g*):
    mittlerweile gibt es auch die ersten Außenanlage, für Jaguare, sehr großzügig, gut strukturiert, ist in zwei Teile separierbar
    eine weiter Außenanlage ist für Flachlandtapire im Bau: die wird weltklasse - die Anlage entsteht in einem Sumpfgebiet direkt an dem angrenzenden Fluß ( d.h. Wasser, Sumpf, viele natürliche Vegetation und sehr großzügig; die Innenanlage ist leider genau das Gegenteil :-(
    die Fütterung der Piranhas war sehr eindrucksvolle: eine Ratte am Schwanz ins Wasser halten und ruck zuck weg war sie...
    zwei neue Anlagen für Komodowaren gab es im Asienbereich und dort etwas unpassend: vier junge Breitschnauzenkaimane, Kappengibbons hatten auch ein wenige Tage altes Neugeborenes
    in Afrika gab es ein freilaufenden, trotz etlicher Besucher sehr entspannt wirkender Blauducker
    in der Südamerikahalle hat mir sehr gut die Margay-Anlage gefallen.
    Noch in keinem Zoo bisher gesehen und daher völlig faszinierend: eine begehbare Anlage für Teppichpythons....
    (23.04.2017)
    W. Dreier:   In Kopenhagen gab es eine Geburt bei den tasmanischen Wombats (aus einer ``internationalen Zoofreunde``-Zeitschrift. - muß ich noch genauer lesen, da viele andere Mitteilungen)
    (01.03.2017)
    Oliver Müller:   Odense hat einen Löwen getötet und öffentlich seziert und wieder kennt das Geschrei keine Grenzen und es finden sich hasserfüllte Kommentare in den Medien.
    (15.10.2015)
    Gudrun Bardowicks:   In der aktuellen Anlage für Meerotter lebten bei meinem Besuch im Blauen Planet im Jahr 2013 Kalifornische Seelöwen, für die die Anlage aber viel zu klein war. Meerotter gab es 2013 dort noch nicht. Die Hammerhaie fand ich allerdings auch 2013 schon beeindruckend.
    (14.09.2015)
    Sacha:   Ich war am Wochenende erstmals im Zoo Kopenhagen und im Nationalaquarium Blauer Planet (darum Eintrag in diesem Thread).
    Schon vorab kann ich sagen, es war toll.
    Am Samstag war ich zuerst im Zoo. Entgegen den Prognosen war es ziemlich bewölkt (statt sonnig) und wohl auch frischer als vorausgesagt. Trotzdem (oder gerade deshalb) gelangen gute Fotos. Highlight waren die beiden Beutelteufel-Anlagen (eine neben den Kängurus, die anderen (Doppel-)Anlage neben dem alten Elefantenhaus) bzw. deren Bewohner. Die kleinen Kerlchen schienen den ganzen Tag aktiv zu sein. Zumindest war dies immer der Fall, wenn ich an deren Gehegen vorbeikam.
    Die neue Eisbäranlage (Arktischer Ring) war leider komplett geschlossen. Nun kann ich kein Dänisch, glaube aber, den Inhalt der Info-Plakate einigermassen entschlüsselt zu haben. Demnach wäre der Grund das Ausbessern bzw. Einbringen von Gehegeelementen. Pech, zumal mir dadurch auch die Papageitaucher, Lummen und Alken entgingen (erstere sah ich dann später im Aquarium), aber was soll\'s. So hat man einen Grund, um wieder zu kommen.
    Das trifft auch auf die Tasmanienanlage zu, die in rund zwei Wochen eröffnet werden soll und etwa den Bereich einnimmt, auf dem vorher das Gehege der Grossen Ameisenbären lag (die zu den Guanakos und Maras gezogen sind). Sind vorab schon mal ganz toll aus. Nur das nötigste an Abschrankungen (Glas und Kunstfelsen, keine Gitter) und viel Grün. Erste Bewohner werden die Teufel und die Östlichen Grauen Riesenkängurus sein, die Tasmanischen Wombat sollen etwas später hinzukommen.
    Ein weiterer Bau, der mir - entgegen meinen Erwartungen - gut gefallen hat, ist das Elefantenhaus. Anhand der Bilder dachte ich, hier hat sich mal wieder ein Stararchitekt verewigt. Aber das Gebäude ist viel weniger dominant als gedacht, allerdings wurde mit Kunstfelsen und Pfeilern nicht gespart (dafür fehlten die nervigen Schaukelseile). Die Aussenanlagen sind gut strukturiert, könnten aber - wie in Zürich - grösser sein. Auch die Innenanlagen glänzen nicht gerade durch grosse Fläche (dafür Höhe). Obwohl die edukativen Elemente (u.a. Bilder zur Geschichte der Elefanten, die im Zoo Kopenhagen gehalten wurden) sehr gelungen sind, würde ich an deren Stelle asiatische Wirbellose, Fische, Amphibien und Reptilien dort unterbringen (und das Tropenhaus \"amerikanisieren\" = Schimpansen aufs Erweiterungsgelände in die Ecke gegenüber den Okapis, asiatische Vögel ins alte Elefantenhaus).
    Generell ist der Zoo auf einem hohen Level. Einzig die Nur-Innen-Haltung der Schimpansen sowie die ebenfalls nicht mehr zeitgemässe Aussenanlage der Paviane (und deren viel zu kleine Innenanlage) störten.
    Am Sonntag ging es dann ins Nationalaquarium Blauer Planet (nahe des Flughafens). Eine tolle Anlage mit hervorragend gestalteten Aquarien. Highlight hier die Hammerhaie, die Olivbraunen Seeschlangen und natürlich die beiden Alaska-Meerotter. Anlage der letzteren ausser relativ klein, innen (!, wieso ist das nötig?) okay. Was fehlt, sind m.E. grosse Pinguine (der Zoo hält Humboldts, das wäre eine gute Ergänzung), sowie mindestens eine Aussenanlage mit mindestens einer Robbenart (Pazifische Walrosse würden perfekt zu den Meerottern passen).
    Eintrittspreis Zoo mit rund 25 Euro eher hoch, für Aquarium m. E. gerechtfertigt (ebenfalls umgerechnet rund 25 Euro).

    Falls Ihr noch Fragen habt, nur zu!
    (14.09.2015)
    Jörn Hegner:   im nächsten jahr möchte ich mal gerne den krokodilzoo in eskilstrup besuchen . hat dieser ganzjährig geöffnet .
    (10.08.2014)
    Stefanie Fischer:   Vielen Dank, freu mich schon auf meinen Urlaub!

    (23.07.2014)
    Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Genau, wir haben von Arhus aus Sternfahrten gemacht und sind am letzten Tag dann im Bogen über die Inseln und per Fähre zurück nach Deutschland statt auf der Hinfahrtstrecke.

    Das Terrariet Vissenbjerg ist nicht besonders groß, das Gebäude scheint früher eine Gaststätte o.Ä. gewesen zu sein. (Übrigens ist auch der Krokodille Zoo nicht so groß, wie sich der Name anhört.) Hatten wir eigentlich nur eingeplant, weil es an der Strecke lag. In Kerteminde waren die Schweinswale der Hauptbesuchsgrund, auch das eigentliche Aquariumgebäude ist nicht besonders groß und beherbergt genauso viel Didaktik wie Becken, zum reinen Tiere-gucken braucht man also nicht viel Zeit. In Odense hatten wir damals das Pech, dass ein Teil des Zoos gesperrt war (Großbaustelle Afrikavoliere), wir hatten reichlich Zeit für den Rest. Und wie erwähnt war am selben Tag ja sogar noch ein ebenfalls entspannter Besuch des Vogelparks bei Tommerup drin.

    In Kopenhagen waren wir gleich zur Morgenöffnung und meiner Erinnerung nach bis in die späte Mittags-/frühe Nachmittagszeit, wobei wir uns extra viel Zeit genommen hatten, um mehrfach zur Beutelteufel-Anlage zurückzukehren (was sich dann auch gelohnt hat).

    Der Zwischenstopp am Krokodille Zoo auf der Rücktour wäre beinahe schiefgegangen, weil auf der Homepage eine um eine Stunde längere Öffnungszeit angegeben war als vor Ort (oder ich eine saisonale Änderung übersehen hatte). Wir wurden aber kurz vor Türschließung noch reingelassen und durften uns noch in Ruhe umsehen, konnten sogar noch ein Pläuschchen mit dem Betreiber halten. Im damaligen Zustand - es gab allerdings gerade eine Erweiterungsbaustelle - dürfte die Fläche des Krokodilhauses nicht größer gewesen sein als z.B. die seines Berlin-Friedrichsfelder Gegenstücks, allerdings mit kleineren und zahlreicheren Anlagen (ganz überwiegend als Großterrarien gestaltet, nur wenig offene Beckenfläche). Man hat eigentlich eher den Eindruck, als würde man durch den Flur einer Wohnung gehen, deren Zimmer verglast sind.

    Mit Ausnahme der Beutelteufel haben wir uns auf der Tour allerdings selten die Zeit genommen, vor Gehegen länger zu verweilen und Verhalten zu beobachten. Hetze war es trotzdem keineswegs. Und wir haben die Fahrstrecken zwischen den Zoos genutzt, um uns zu stärken, so dass wir in den Einrichtungen keine Zeit für die Verpflegung brauchten - bei den Lebensmittelpreisen in Dänemark war mitgenommener Proviant die deutlich günstigere Lösung...
    (22.07.2014)
    Stefanie Fischer:   Vielen Dank, ihre Berichte habe ich mit großen Interesse gelesen und in meine Planungen mit einbezogen. Haben sie dann die ganze Zeit in Aarhus gewohnt und haben jeden Tag nur Sternfahrten gemacht? Wielange haben sie in Kopenhagen ungefähr "gebraucht"? Das Terrarium, Kerteminde und Odense schafft man tatsächlich an einem Tag? Wieviel Zeit hat man denn dann für den Zoo? (Terrarium unsd Schweinswale gucken wird jetzt wahrscheinlich nicht solange dauern)
    (21.07.2014)
    Michael Mettler:   P.S. Kurzberichte über unsere damalige Tour siehe September 2009 in diesem Thread, wenn's hilft...
    (21.07.2014)
    Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Wir waren 2009 per Pkw auf Dänemark-Tour und hatten uns als zentralen, verkehrstechnisch günstigen Übernachtungsstandort Arhus gewählt. Ich fotografiere intensiv, somit sollten die Besuchszeiten ohne Fotografieren erst recht problemlos schaffbar sein. Wichtiger Tipp: Zur Tourplanung unbedingt vorher die aktuellen Öffnungszeiten recherchieren, meiner Erinnerung nach öffnen dänische Zoos später und schließen teilweise früher, als wir das in Deutschland gewohnt sind.

    Unser Tourenplan sah damals so aus (Reihenfolge innerhalb des Tages jeweils wie angegeben):
    Am Anreisetag (aus Hannover kommend) Skaerup Zoo und Givskud;
    am 2. Tag Randers, Hobro Mini Zoo (lag an der Strecke, war aber damals den Besuch nicht wert - oder nur als abschreckendes Beispiel) und Aalborg;
    am 3. Tag Ebeltoft, Munkholm Zoo in Balle und Kolind;
    am 4. Tag Terrariet Vissenbjerg, Vogelpark Tommerup, Fjord & Baelt Aquarium Kerteminde und Odense;
    am letzten Tag Kopenhagen und der Krokodille Zoo.

    Zeitnot hatten wir dabei eigentlich nirgends.
    (21.07.2014)
    Stefanie Fischer:   Am Mittwoch geht es spontan auf große Dänemark-Zootour. Für die Planbarkeit würden mich die ungefähre Besuchdauer der Forummitglieder interessieren.
    Ich will nicht hetzen müssen, aber ich bin kein Fotograf und bei Standardtieren muss ich jetzt auch nicht ewig gucken.

    Es soll u.a. in den Krokodilzoo, Odense, das Terrarium in Vjissenberg, Randers und Aalborg gehen. Elbeltoft und Kolind wollte ich gerne an einem Tag besuchen, funktioniert das?

    Vielen Dank schonmal für die Infos.
    (21.07.2014)
    Jörn Hegner:   hat dieser krokodilzoo in eskilstrup eigentlich ganzjährig geöffnet . weil ich habe vielleicht vor diesen im nächsten jahr zu besuchen .
    (21.04.2014)
    Karsten Vick:   @Sacha: für das erst 2013 eröffnete Aquarium ist die Zootierliste nicht vollständig, wir haben uns an dem Tag nicht berufen gefühlt, sie zu vervollständigen, aber ich denke, die wichtigsten Arten sind drin. Die Hammerhaie sind S. lewini, aber noch ziemlich klein, ich glaube, der größte Rochen war Taeniura meyeni.
    Zwei Sachen hab ich hinterher noch rausgekriegt, die auch Oliver noch nicht weiß. Wir haben uns gewundert, woher sie die ganzen großen Fische hatten. Der "blaue Planet" ist der Nachfolger des alten Danmarks Akvarium und hat dessen alten Bestand übernommen, u. a. @Oliver, ist der von uns bewunderte Australische Lungenfisch seit (ausgerechnet) 1967 im Bestand.
    Das Seelöwenbecken, das wir beide für zu klein und schlecht einsehbar hielten, ist eigentlich für Seeotter konzipiert und sie sind immer noch an einem Import dran.
    Ein Korallenriff-Aquarium gibt es auch, ein normales Becken wie in Leipzig, genau so hoch, aber länger.
    Meine größte Enttäuschung fand natürlich über Wasser statt: Lt. den "nyheder" auf der Homepage hatten sie vor kurzem nicht nur Lummen und Papageitaucher, sondern auch "tejst", also Gryllteiste, auf ihrem Vogelfelsen ausgesetzt, der vorher nur provisorisch mit Eiderenten besetzt war. Aber Fehlanzeige, kein Teist zu sehn...
    (23.07.2013)
    Oliver Jahn:   Oh Sacha, ich und Fische...also das Krok war ein Stumpfkrokodil, neben Hammerhaien gab es noch Schwarz und Weißspitzenriffhaie und Tigerhaie. Was für Rochen das aber waren, dass kann ich leider nicht mehr sagen, der Größte kann ausgewachsen knapp drei Meter groß werden.
    (19.07.2013)
    Sacha:   @Oliver Jahn: Wow, das klingt ja toll. Welcher Art waren die Krokodile, die "riesigen Rochen" und die Hammerhaie? Gab es noch andere Grosshaie? Und wurde auch ein grosses tropisches Korallenriff-Aquarium installiert?
    (19.07.2013)
    Oliver Jahn:   Obwohl ich kein wirklicher Fan von Aquarien bin, so habe ich das dänische Großaquarium in Kastrup, „Den Bla° Planet” besucht und ich war wirklich begeistert.
    Hier sieht man alles, was man in einem Großaquarium erwartet, vor allem aber waren es die Exemplare, die uns auf Grund ihrer Größe und/oder ihrer Anzahl total fasziniert haben.
    Besonders hervorheben möchte ich einen (ich weiß nicht mal, wie es bezeichnen soll) Lebensraum, in dem Fische, Krokodile, Vögel und Klippschliefer gemeinsam gehalten werden.
    Ebenso war die Felswand für Papageientaucher, Trottellummen und Alke sehr beeindruckend, obwohl das wiederum im Zoo Kopenhagen die einzige Anlage im neuen Nordland ist, die mir dort gefiel, und auch auf Grund ihres Aufbaus, mit einem echt begrünten Hang in der Anlage, sogar besser, als die im Aquarium.
    Der Amazonasbereich, mit 5 herrlich gefärbten und sehr großen Arapaimas und einem riesigen Schwarm an Piranhas war total beeindruckend, auch die Arassaris als Oberbesatz, neben drei weiteren Vogelarten machte diesen Lebensraum sehr interessant.
    Zwei Arten an Fetzenfischen waren zu bestaunen, Riesenkrabben, etliche Seepferdchen-Arten und der Oceantank, mit Glastunnel, über dem riesige Rochen, Hammerhaie und etliche andere Großfische zu bewundern waren, vermittelte einen tollen Eindruck.
    Der Besuch war tatsächlich viel lohnenswerter, als ich es anfänglich erwartet habe.

    (19.07.2013)
    Niedersachse:   Die Amurtiger waren gestorben. Man hält jetzt Sumatratiger (Die alte Katze aus Heidelberg)
    (27.08.2012)
    Jan Beensen:   Das schaut aber sehr gut aus!
    Erinnert mich ein bisschen an Odense...
    Hält der Zoo nun Amur- und Sumatratiger?
    Beide Arten sind auf der HP aufgeführt.
    (26.08.2012)
    Gerhard Joerres:   Berichtigung nachdem ich nachgedacht habe. Die neue Anlage liegt auf dem Grund der alten Anlagen. Die alten Anlagen sind abgerissen worden.
    (26.08.2012)
    Gerhard Joerres:   Die Anlage wurde am 05.06 eingeweiht. Es sind die einzigen Löwen in Aalborg.

    http://www.aalborgzoo.dk/UserFiles/flash/billedgallerier/aabning-rovdyranlaeg2/aabning-rovdyranlaeg2.html

    Was mit den alten Anlagen geschehen ist kann ich nicht sagen.
    (26.08.2012)
    Jan Beensen:   Das würde also heißen es leben derzeit nur 0,2 AsiatischeLöwen in Aalborg.
    Und die Anlage ist auch neu?
    Ich kenne nur die großen Plattenbauanlagen in der hintereinander weg Löwen, Tiger, Leoparden (überdacht) und früher dann auch die Bären lebten.
    Die wurden umgebaut?
    (26.08.2012)
    Gerhard Joerres:   Bei unserem letzten Besuch im Juni hatte Aalborg keine Löwen im Display, denn die neue Anlage war noch nicht fertig. Die Löwen Aslan, Fiebi und Naomi wurden an den Ebeltoft Safari abgegeben bis ein dauerhafter Platz gefunden wird. Die zweijährigen Jungtiere von Naomi und Fiebi sind nach Odense und einen italienischen Zoo gegangen. Die restlcihen zwei Jungtiere sollten an einen Zoo in Zypern gehen. Das hat sich aber zerschlagen, ein anderer Zoo wurde nicht gefunden. Die Jungtiere wurden getötet und dem naturhistorischen Museum in Aalborg zur Verfügung gestellt. Meines Wissen gibt es nur in Nesle (Frankreich) beide Arten in Europa
    (26.08.2012)
    Michael Mettler:   M.W. vermittelt das EEP für Asiatische Löwen nur an solche Zoos Tiere, die keine anderen Löwen (mehr) im Bestand haben, egal ob Zoomixe oder reinblütige Afrikaner.
    (26.08.2012)
    Jan Beensen:   In der ZTL steht, dass der Zoo Aalborg in diesem Jahr 0,2 Asiatische Löwen aus Zürich bekommen hat.
    Heißt das, dass der Zoo Aalborg nun (Zoo-)Löwen und Asiantische Löwen hält und somit zwei Gruppen präsentiert?
    (26.08.2012)
    Liz Thieme:   hmm ok, danke
    (23.10.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Man kann zwar quer durch das Großbecken hindurch unter Wasser einen mit Scheibe abgetrennten Bereich sehen, aber den habe ich für das Tapir-Badebecken gehalten und nicht mehr weiter darauf geachtet. Habe jedenfalls nicht bewusst ein Manati-Absperrbecken gesehen.
    (23.10.2009)
    Liz Thieme:   @Micha hab noch mal eine Frage wegen Randers.
    Wieviel Manatibecken konntest du sehen? Hatten die ein Absperrbecken. Ich kann auf dem Plan von denen nur ein Großbecken sehen. Könnten weitere hinter den Kulissen sein?
    (23.10.2009)
    Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Wenn die ihre Tiere aus Deutschland mit dem Trecker abholen, erklärt das natürlich, dass sie "viel unterwegs" sind :-D
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   Ich sah einen Traktor mit Hänger auf dem Hof. Im Falle der Takine war dieser wohl besser geeignet! ;o)
    (19.10.2009)
    Michael Mettler:   War schon mal jemand im Safari Zoo Lintrup? Habe leider erst nach der Tour von ihm erfahren und wenigstens die Homepage besucht; Streifenhyänen und Dingos wären für mich eventuell einen Abstecher wert gewesen.

    @Stefan Schubert: Wenn die Betreiber des Skaerup Zoos viel nach Deutschland reisen, sind sie angesichts ihres Tierbestandes wohl immer mit einem Kleintransporter auf Tour ;-)
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   Nun schein ich es offenbar geschafft zu haben! ;o)

    Zu den letzten vier Einrichtungen wurde das meiste bereits gesagt und so bleiben nur wenige Anmerkungen:

    Terrariet Vissenbjerg: Ich sah ebenfalls nur ein Bennettkänguru. Es gibt wohl doch nicht mehr!
    Freunde des ÖPNV erreichen das Terrarium aller 20 Minuten mit den Buslinien 131, 132, 133 und 134 ab Odense (am Bahnhof). An der Kirche steigt man aus und entlang der Kirchgartenmauer (linkerhand) sind es keine hundert Meter!

    Frydenlund oder auch Danmarks Fuglepark Tommerup: Eine sehr angenehme Parkgestaltung. Am Eingang befindet sich ein kleines Museum mit bäuerlichen Artifakten und einigen älteren Vogelbauern. Hier befindet sich zudem ein Tisch mit Infomaterial, welcher wohl für Beratungsgespräche genutzt wird. Am Kinderzoo war man fleissig am Schaffen. Was dort entsteht, war allerdings nicht ersichtlich. Vielleicht wird als Bird Home eine kleinere Voliere nahe des Einganges bezeichnet, in der aus Privathaltungen aufgenommene Amazonen ghalten werden?
    Bemerkenswert in Tommerup ist noch, dass der Kaffee kannenweise verkauft wird. Das ist die richtige Menge für den Koffeinjunkie! Eine Gepflogenheit die hier üblich ist, denn in einen vier Kilometer entfernten Museum gab es das auch!
    Die öffentliche Erreichbarkeit ist hier schwierig. Es gibt zwei Tommerups: Tommerup st(ation) liegt am Bahnhof und das ca 4 km Tommerup (Dorf) wird mit dem Bus 152 stündlich ab Odense angefahren. Der Vogelpark liegt von beiden Ortsteilen ebenfalls 4 km entfernt und bildet somit ein Dreieck. Vom Dorf her ist der weg ausgeschildert und einfacher zu finden als vom Bahnhof!

    Fjord & Baelt Kerteminde: Durch die Nutzung einer kleinen Bucht wird der Unterwassertunnel zum Erlebnispfad. Die am Meeresboden zu entdeckenden Krabben, Seesterne und kleineren Fische liesen die Schweinswale vergessen. Das Museum ist zudem eine Forschungsstation. Das beschriebene Training der Kleinwale dient auch der Entwicklung von Sendern, die die Schweinswale (und ggf. Delfine) von den Fischernetzen fernhalten sollen!
    Kerteminde wird aller halbe Stunde mit der Buslinie 150 angefahren. Das Aquarium liegt gleich am Busbahnhof!

    Zoo Odense: Hier gibt es ebenfalls nichts gross anzumerken. Höchstens, dass der den Zoo teilende Bach von einem Fussweg begleidet wird, der zusätzliche Einblicke bei den Zebra´s, Löwen und Tigern erlaubt. In ersten beiden Fällen sind Sichtungen durchaus wahrscheinlich!
    Der Zoo liegt etwa vier Kilometer südlich der Hans-Christian-Andersen-Stadt und ist mit mehreren Stadt- und Überlandbuslinien erreichbar. Alternativ empfielt sich der angesprochene Pfad entlang des Flusses (ausgeschildert).
    Freunde von Haustieren sei noch das "Fynische Dorf" (Den Fynske By) zwei Kilometer weiter südlich nahe gelegt. Neben etwa zwei Dutzend alten Gebäuden gibt es viel ländliches Flair und einige dänische Haustierrassen (u.a. Dän.Landhuhn, Schinkenschwein und eine sehr alte Pferderasse aus dem 17.Jh) zu erleben!

    Krokodille Zoo Eskilstrup: Hier sei noch angemerkt, dass draussen noch Volieren für Soldatenara´s und Pater-Davidhörnchen zu finden sind, sowie eine Freianlage für Spornschildkröten. Neben den beiden Alligatorarten sieht man in der kleinen Tropenhalle zudem noch Lisztäffchen und Allfarbloris. In der Regel nicht zu sehen bekommt man hier hingegen den Grünen Leguan!
    Eskilstrup hat zwar einen Bahnhof, doch der liegt eine gute halbe Stunde entfernt. Das erste Hinweisschild auf die Einrichtung steht dann in Sichtweite des Zoo! ;o)
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   Anbei noch ein Bild aus Hirtshalt. Nachdem das Aquarium 2003 vollständig niederbrannte wurde die einstmals einteilig gegossene Grossscheibe beim Wiederaufbau aus mehreren Teilen zusammengeklebt! Anzumerken sei noch der ganz tolle deutschsprachige Zooführer!

    Nun habe ich mich noch ein wenig weiter durchgearbeitet. (Ursprünglich hatte ich für den heutigen Tag etwas ganz anderes vor, doch es ist sooooo spannend! Danke!)

    Munkholm Zoo, Balle: Hier könnte ich mich in den A...
    Ursprünglich war er vorgesehen, doch die samstäglichen Busverbindungen waren sehr mager. Dafür startete ein mittäglicher Kurs am Kattegatcentret Grenaa, doch hätte dieser nur 90 Minuten Besuchszeit übrig gelassen!

    Kattegatcentret Grenaa: Grosses Aquarium mit Robbenanlage am Meer und grösserem Haibecken ergänzt um einen Unterwassertunnel. DAS HAI-Light hier war ein männlicher Sandtigerhai mit vier Anhängseln (zu den beiden natürlichen): Schiffshalter! Dazu gab es eine Ausstellung und 1:1-Plastiken von Wal- und Riesenhai, sowie ein Mangrovenbecken inklusive Engelsrochen!

    Ökologisk Have Odder: Als Ergänzung habe ich diesen Garten ins Programm genommen. Er kann durchaus als dänisches Gegenstück der schweizerischen Spezies Rara gesehen werden. Er will die Besucher für alte Rassen sensibilisieren und einen Genpool alter Tierrassen und Pflanzensorten aufbauen. Die Gartengestaltung ist durchweg gefällig, wird allerdings pflanzlich dominiert. Hier stellt man fest, dass alte Dänische Landschläge gar nicht so vielschichtig sind. Es gibt je eine Hühner-, Schaf-, Ziegen- und Schweinerasse dänischen Ursprungs zu sehen, wie auch Shettlandpony, Hausesel und Widderkaninchen. Mit 50 Kronen recht günstig! Vor der Pforte hält der Bus 104 Aarhus- Odder, der auch nahe des Aarhus Dyrehavn stoppt!

    Da ich nur Rehe frei sah, hielt ich den Besuch der Damhirschgehege für erforderlich. ;)
    Ich sah diese als Füllung vor oder nach den Besuchen der Hauptsehenswürdigkeiten!

    Ree Zoo Ebeltoft: Für mich ebenfalls die Überraschung! In früherer Zeiten mag er ein Safaripark gewesen sein, doch heute gibt es nur noch die Landroverzüge. Bis vor kurzen (2008) hat es diese geführten Safari´s auch im Nordamerika-Bereich gegeben. Auf einen älteren Plan entdeckte ich jedenfalls diese Option. In der Tat kommen die Bisons zu den Schwarzbären. Ich sah allerdings nur eines der Rinder! Die Opossums sollen laut Anschlag Zehnlinge haben!
    Eine mittägliche Safari wird in Englisch durchgeführt. Wie in Givskud sind die Tickets hierfür am Eingang zu kaufen. Nach dieser Rundfahrt kann man direkt zur Vogelshow. Der Star hier ist ein Adler: Savannenadler!

    Zur Erreichbarkeit verlor ich bereits Worte. Der Bus übrigens fährt stündlich!
    (19.10.2009)
    Liz Thieme:   eure Berichte machen richtig Lust hinzufahren, ich hoffe so dass das nächstes Jahr klappt.

    Aber für Damhirsche fahr ich nicht in einen Park. Dänemark ist das Land wo ich am häufigsten Damhirsche in der Natur gesehen habe und das zu jeder Jahreszeit.

    Also wie man hier auf dem Schild lesen kann, waren die Teufel ein Geschenk zu Prinz Christians Geburt und gar nicht zur Hochzeit.
    Wobei das immer noch nicht das Rätsel um die Anzahl löst. Wobei halt ISIS ja 2,2 sagt.
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   @ Michael Mettler: Die besagte Pandavoliere war zweiteilig und meineserachtens zusammengeschalten. Doch bin ich mir nicht ganz sicher. Ein Hinweis auf die Teufel fehlte jedoch.
    Im Innenbereich der Schauanlage hingen an der hinteren zwei Namensschilder ("Montegue" und "Maydena") und an der vorderen einsehbaren Anlage eines. Bei der Sichtung der Bilder stellte ich eben fest, dass am 29.09. hinten nur ein Schild hing, tags darauf die beiden genannten!
    Das am Vortag gesehene Tier (mit dem schütteren Fell) sah ich am Folgetag in der vorderen Innenanlage. Bemerkenswert fand ich allerdings dass dessen Schieber an beiden Tagen verschlossen war. Aussen sah ich jeweils nur ein Tier (beim Sonnenbad)!

    Randers Regenskov: Anzumerken sei noch, dass die Eintrittskarte nach einer Registrierung zur Jahreskarte wird. Wie das geht, erklärt Euch das Einlasspersonal.
    Diese Praxis ist mir andernortes ebenfalls aufgefallen, so am Schloss Egeskov. Diese Einrichtung hält allerdings nur Damhirsche in einen recht ansehlichen Gehege und einige Sittichzuchtformen + Eichhörnchen in einem "Vogelgarten".
    Damhirsche gibt es etwa 5 km südwestlich von Randers in einem ständig zugänglichen Wildgatter zu sehen. In der Umgebung gab es da noch eine Pfauenvoliere.

    Solche begehbaren Damwildgatter gibt es zudem noch südlich von Aarhus ergänzt um Sikahirsche in einer ebenfalls begehbaren Grossanlage und in Klampenborg nördlich von Kopenhagen. Letztere habe ich nicht besucht. In Aarhus gibt es zudem noch eine Wildschweinanlage, die allerdings nicht begehbar! ;)

    Zu Hobro kann ich nicht sagen, nur dass es wohl meinerseits eine gute Entscheidung war, dort vorbei zu fahren. Zu Aalborg wurde ebenfalls alles wichtige gesagt. Ich kombinierte diesen Besuch mit einem Aquarium:

    Nordsoen Hirtshals: Trotz derzeitigen Umbaus des vorderen Trakt eine lohnende Einrichtung! Die Institution öffnet bereits um 9:00 Uhr und beherbergt einen sehr schönen Ausstellungsbereich mit Tierpräperaten und -plastiken zu den Themen Jäger der Meere und auch Plankton, eine Robbenaussenanlage mit Unterwassertunnel für Seehunde und Kegelrobben und als Clou ein riesiges Schwarmfischbecken, einsehbar über drei Etagen! Das von einer grossen Scheibe einsehbare Becken beherbergt neben Herring- und Makrelenschwärmen auch diverse kleinere Haie, sowie drei Mondfische!

    Skandinavisk Dyrehavn Kolind: Dieser Wildpark liegt etwa 6 km östlich von Kolind in dem kleinen Weiler Nödager und ist mit dem Bus 120 (Aarhus- Kolind- Grenaa) zu erreichen. Der Park wurde 1995 eröffnet und die Eisbärenanlage 2006. Die Eismaschine befindet sich in einem Schuppen an der Tribüne. Das kalte Element wird in einer Arena aufgehäuft.
    Insgesamt ist dieses Thema noch Ausbaufähig, vor allem im Vogelsektor, denn Saat-, Grau- und Weisswangengans, wie auch der Weissstorch sind etwas mager!
    (19.10.2009)
    Michael Mettler:   @Stefan Schubert: Bei meinem Besuch gab es in der Fasanerie nebeneinander sowohl für Beutelteufel als auch für Kleine Pandas je ein Reserveabteil. Wobei die Nutzung möglicherweise flexibel ist, denn die Beutelteufelvoliere enthielt Klettermöglichkeiten. Im Prinzip müssten ja zum beschriebenen Zweck auch ZWEI Beutelteufel räumlich von den anderen getrennt werden, wenn 2,2 gehalten werden.
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   Ich arbeite mich nun einmal langsam durch die Fülle der angesammelten Texte und erlaube mir gegebenenfalls einige Ergänzungen. Im Grossen und ganzen finde ich Michael Mettler´s Berichte sehr inhaltsreich! Eventuelle Doppelungen bitte ich zu verzeihen, denn ich arbeite mich langsam voran! ;)

    Kopenhagener Beutelteufel: Eine in Frage kommende Zweitunterkunft in der Fasanerie war im Oktober als Reserveheim für Kleine Panda´s ausgeschildert. Im Pflegergang der Teufel konnte ich drei Namensschilder sehen, doch nicht lesen. Gesehen habe ich zwei Tiere: Das von Jennifer fotografierte Tier mit recht schütteren Fell vor allem im Hinterteil als sehr agiles Tier und einen zweiten Bilderbuchteufel. Beide waren an zwei Tagen getrennt auf der Anlage!

    Skaerup Zoo: MM hat es grob umrissen und das wichtigste gesagt: Der Zoo ist recht ambitioniert. Er wird von einem jungen Paar mit Freunden geführt. Im Winterhalbjahr reisen sie viel nach Deutschland, um Zoo´s zu besuchen. Es kommen im Jahr etwa 70.000 Besucher. Im Eintritt gehört er mit 65 Kronen (ca € 9,50) zu den günstigeren! Eine Bushaltestelle liegt an der Hauptstrasse, etwa 2 km entfernt!

    Givskud Zoo: Diese Einrichtung lohnt auch für den weniger Safariparkbegeisterten. In der Nebensaison fuhr zweimal täglich ein Bus entlang der Safaritour. Das Ticket muss an der Kasse gekauft werden! Der Bus legt dann am entlegensten Parkplatz einen etwa einstündigen Aufenthalt ein, wärend dem man die Gorilla´s, Katta´s, Nashornsavanne und die Berberaffen besuchen kann. Dieser Parkteil ist vom Zentrum her auch zu Fuss zu erreichen, doch sehr weit entfernt! Der Vergleich mit Bergen Beeksen lag mir ebenfalls sehr nahe!
    Eine weitere Besonderheit dieses Zoo´s ist, dass es eine Jugendherberge des selben Namens gegenüber des Haupteinganges liegt. Für dort Nächtigende gibt es gratis Eingang! Der Zoo ist von Vejle und Jelling her direkt mit dem Bus zu erreichen!
    (19.10.2009)
    Stefan Schubert:   @ Gudrun Bardowicks: In ebenfalls der glücklichen Lage dieses herrliche Zooland besucht zu haben kann ich Auskunft geben: Direkt ist Ebeltoft nicht mit dem Bus zu erreichen. Die nächstgelegene Bushaltestelle heisst Öchsenmölle (mit den Querstrichen) und wird von der Linie 212 Randers- Kolind- Ebeltoft bedient. Es folgt ein etwa fünf Kilometer langer Fussweg entlang einer recht ruhigen Strasse!
    Die dänische Tourismusbehörde hat ein Herz für Zoofreunde:
    http://www.visitdenmark.dk/tyskland/de-de/menu/turist/guide/attraktioner/zoo/zoosundtierparks.htm?gdksearch=s-000-000-000&CallerUrl=1&mode=1
    Dieser Link führt zu den einzelnen grossen und kleinen Tierhaltungen des Landes. Durch klicken des entsprechenden Bildes bekommt man weitere Links und darunter auch "Öffentlicher Verkehr". Dort gibt man noch den Ausgangspunkt (in DK) ein und schon bekommt man alle möglichen Verbindungen plus Karten für die Fusswege! Ich habe meine ganze Tour damit vorbereitet und bin mit zwei Ausnahmen ganz gut gefahren!
    (18.10.2009)
    Michael Mettler:   @Gudrun Bardowicks: Tja, das kann ich dir leider schlecht beantworten, denn wir waren mit dem Auto dort. Laut meiner Straßenkarte scheint aber keine Bahnlinie nach Ebeltoft zu führen, und die Homepage gibt auch keine Hinweise. Eine reizvolle Gegend für eine Radtour wäre es allemal, denn der Zoo liegt außerhalb des Ortes in einer hügeligen, teilweise bewaldeten Landschaft. So weit ab, dass man bei der Anfahrt glauben kann "da kommt nichts mehr", zumal die Zufahrtstraßen teilweise so schmal sind, dass man als Autofahrer auf entgegen kommende Busse gern verzichtet...
    (28.09.2009)
    Gudrun Bardowicks:   Kann man Ebeltoft mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Bahn erreichen? Dein Bericht über diesen Zoo macht mich sehr neugierig und daher würde ich ihn mir gerne z.B. 2010 einmal anschauen. Da ich kein Auto besitze und auch keinen Führerschein habe, kann ich solche Zoos allerdings nur dann besuchen, wenn sie mit dem öffentlichen Nahverkehr oder der Bahn (möglicherweise bei Fahrradmitnahme im Zug und kleiner Radtour)erreichbar sind.
    (28.09.2009)
    Michael Mettler:   Den Bericht über Kopenhagen verlagere ich dann in den eigenen Thread dieses Zoos, ansonsten bin ich mit den besuchten Zielen nun durch. Mit Ausnahme der Enttäuschung in Hobro (obwohl man auch sowas mal gesehen haben muss, um es zu glauben) kann ich Dänemark als recht interessantes Zooland empfehlen.

    Ein allgemeiner Hinweis noch für Freunde gedruckter Souvenirs: Von den genannten 14 Haltungen hatten nur Ebeltoft und Kopenhagen einen Zooführer (letzter in dänischer und englischer Version), ansonsten ging es nicht über Faltpläne, einen kostenlosen Jahresbericht in Aalborg und eine Art Zeitschrift mit Zooplan in Odense hinaus. In nahezu allen Haltungen und in den Hotels gab es aber Flyer und Werbebroschüren über viele dänische Zoos, Aquarien usw., die teilweise überraschend viel Inhalt bieten, offensichtlich jede Saison neu aufgelegt werden und sammelwürdiger sind als so manches "blutleere" Faltblatt deutscher Zoos. Sie sind in der Regel dreisprachig verfasst(Dänisch, Englisch, Deutsch).
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Krokodille Zoo, Eskilstrup: War wegen der zweitgrößten Kollektion von Krokodilarten weltweit (21 von 23 Arten werden gehalten, es fehlen nur – noch – Spitz- und Orinokokrokodil) für mich eines der Pflichtziele. Liegt weitab vom Ort mitten zwischen Feldern und Weiden, weil es sich um ein ehemaliges Gehöft handelt; eine voluminöse Tropenhalle á la Tierpark Berlin sucht man hier vergeblich (könnte aber Zukunftsmusik sein).

    Die Terrarien(-räume) für die Krokodile sind bis auf eine in diesem Jahr fertiggestellte Anlage für Gangesgaviale und ein kleine Tropenhalle relativ einheitlich gestaltet, das nebenstehende Bild der Stumpfkrokodilanlage ist also stellvertretend für die meisten (für kleine Arten und Jungtiere sind teilweise zweietagig übereinander angeordnete Terrarien vorhanden). Der Clou ist, das sich der Wasserteil jeweils bis fast unter den gesamten Landteil erstreckt, der also gewissermaßen schwebt; laut Aussage des Inhabers schätzen die Krokodile diese Unterwasserhöhlen sehr als Verstecke und fühlen sich dadurch sicherer. Die neue Gavialanlage folgt dem gleichen Bauprinzip, ist aber optisch heller und freundlicher gestaltet (was eher die Besucher erfreuen dürfte). Derzeit im Bau ist eine große Anlage für die Sundagaviale in einem Nebengebäude, und auch der zwischenliegende Bereich ist Baustelle; vermutlich war deshalb keines der Freilandgehege für China- und Mississippi-Alligatoren zu sehen, von denen ich erst hinterher gelesen habe, und diese Arten waren in der schon vorhandenen kleinen Tropenhalle untergebracht.

    Von den 21 gehaltenen Arten waren 18 im Schaubereich, lediglich Krokodilkaiman, Nil- und Leistenkrokodil müssen hinter den Kulissen gesessen haben. Bemerkenswert ist eine diesjährige Naturbrut der Siamkrokodile; das allerdings einzige Jungtier lebt noch bei den Eltern in der recht großen Anlage. Es ist bereits der zweite Zuchterfolg mit dieser Art im Krokodille Zoo, wobei ich nicht weiß, ob der erste ebenfalls in Naturbrut gelang; die bereits gut herangewachsenen Tiere sind in einem der kleineren Terrarien zu sehen.

    Als ich dem Inhaber sagte, dass das Sumpfkrokodil erst das zweite dieser Art sei, das ich zu sehen bekäme, weil ich bis dahin nur das frühere Exemplar aus dem Aquazoo Düsseldorf kannte, grinste er und sagte „Oh, das ist er!“ – es WAR das Düsseldorfer. Und es gibt auch ein zweites Exemplar im Krokodille Zoo, allerdings ist es für eine Zusammenführung zu klein – da das Düsseldorfer Männchen bereits eine potenzielle Partnerin umgebracht hat, will man kein Risiko eingehen und hofft auf einen Import passender Partnerexemplare.

    Wer einen Besuch plant, sei gut beraten, sich kurzfristig um die Öffnungszeiten zu kümmern: Außerhalb von Ferien und Feiertagen ist der Krokodille Zoo nur von 12 bis 16 Uhr geöffnet, montags gar nicht und im Dezember/Januar komplett geschlossen. In Ferienzeiten ist von 10-17 Uhr geöffnet. Die Öffnungszeiten müssen von 2008 auf 2009 geändert worden sein, denn bei Tourenplanung im Frühjahr hatte ich nach den Angaben auf der Website für September noch 17 Uhr eingeplant – wir kamen um 15.59 Uhr an und wurden zum Glück noch klaglos eingelassen, von der auf 16 Uhr verkürzten Öffnungszeit erfuhr ich erst auf der Heimfahrt beim Durchlesen des mitgenommenen Flyers…
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Odense Zoo: Ein „unvollendeter“ Besuch – wegen des Baues einer rund 100 m langen Großvoliere (laut Flyer die größte Voliere Nordeuropas…) war ein größerer Zoobereich für Besucher gesperrt. Die im Afrikabereich gelegene Voliere soll noch in diesem Jahr eröffnet werden und wird die Flamingos und Pelikane des Zoos beherbergen, die jetzt noch das benachbarte Feuchtgebiet „Okavango“ bewohnen. Was dann mit diesem geschieht (außer den genannten Arten werden dort noch verschiedene Störche und Sekretäre sowie auf einer Koppel Grevyzebras und Strauße gehalten), blieb leider offen, denn die Fläche scheint geschützt zu sein und darf z.B. nicht mit Häusern bebaut werden. Der für uns besuchbare Teil „Afrikas“ bestand daneben noch auch Anlagen im Erlebniszoostil für Schimpansen, Löwen, Zwergziegen und Unzertrennliche, der anschließende Parkteil Asien gar nur aus Amurtigern mit Wildhüterturm, Wildererauto (siehe „Autowracks in Zoos“) und komplett rostigem Gehegegitter, Haustrampeltieren und –rentieren.

    Getrennt durch einen Kanal/Fluss beherbergt der zweite, dem Eingang nähere und vermutlich ältere Zooteil einen Kinderzoo mit diversen Haustieren, zwei Südamerikabereiche und ein buntes Nebeneinander älterer Anlagen mit Giraffen (seit letztem Jahr Umstellung auf reinblütige Netzgiraffen), Bennettkängurus, Präriehunden, Robben, und Vögeln sowie einige mehr oder weniger frei gelegene Anlagen neueren Datums für Kleine Pandas, Krallenäffchen und Schweinsaffen. Der Zoo scheint dabei zu sein, sich neu zu sortieren; vermutlich werden die Giraffen früher oder später auf die andere Uferseite übersiedeln, ihr Gehege ist ohnehin nicht sonderlich groß.

    Interessant kombiniert ist ein Komplex zweier Hallen mit vorgelagerter, begehbarer Großvoliere, die dem südamerikanischen Regenwald gewidmet ist, aber neben einer Flachlandtapiranlage kurioserweise auch eine züchtende Kolonie Inkaseeschwalben beherbergt. Die folgende Tropenhalle steht ebenfalls unter dem Thema Südamerika; neben der nur mit Variationen allbekannten Gemeinschaft sich frei bewegender Krallenäffchen, Faultiere und Vögel sind hier die Manatis das Highlight, die über relativ viel Schwimmraum verfügen. Wenn wir die Beschilderung richtig verstanden haben, sind derzeit drei Kälber vorhanden, darunter Zwillinge (zwei Jungtiere konnten wir sehen, darunter ein noch sehr kleines). Die „unvermeidlichen“ Pakus (bei den Manatis) und Piranhas (in separatem Aquarium) dürfen natürlich nicht fehlen.

    Nachdem man sich in dieser Halle so richtig schön nass geschwitzt hat, jagt einem der Schritt in den Gang zur nächsten Halle bereits Schauer über den Rücken, denn jetzt geht es in die Südpolarhalle für Pinguine. Da kann man sich dann eines Anblickes erfreuen, der in der neuen Halle in Wuppertal leider vermieden wurde – siehe Foto. Was links unten im Bild leider im Schatten absäuft, ist der um einige Treppenstufen tiefer liegende Unterwassereinblick. In der Halle leben Königs-, Esel- und Felsenpinguine, beide letztgenannten Arten übrigens mit diesjährigen Jungvögeln.

    Der recht kleine Zoo (8,5 ha) ist nicht das, was Raritätensammler oder Erlebniszoogegner begeistern würde, aber die neueren Anlagen bieten eine Menge Atmosphäre.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Fjord&Baelt Center, Kerteminde: Den Ausschlag für den Besuch gab die Haltung von Schweinswalen und die räumliche Nähe zu Odense; Aquarien mit Tieren der Nord- und Ostsee sind ansonsten noch mehrere in verschiedenen Teilen Dänemarks zu finden. Das Center liegt innerorts in einem Küstenstädtchen; bei Kauf der Eintrittskarte erhält man ein Papierarmband umgelegt, mit dem man am Gültigkeitstag beliebig oft hinein und hinaus gehen kann. Die Einrichtung ist eher ein Meeresmuseum mit Tierhaltung als ein Großaquarium, Gigantismus ist hier nicht mal in Möchtegern-Version zu finden, Showeffekte wie z.B. in Harderwijk/NL fehlen ebenfalls.

    Geboten wird eine gelungene Mischung aus Tierhaltung und Didaktik; die unterschiedlich geformten Aquarien bilden keine geschlossene Abteilung, sondern sind über die Räume verteilt und eingestreut. Ihr Besatz ordnet sich dem jeweiligen Thema unter, was zu dem etwas ungewohnten Bild führt, dass manche Tierarten an mehreren Stellen und in wechselnden Vergesellschaftungen präsentiert werden. Nicht jedes Becken ist beschildert; an zentraler Stelle kann man sich jedoch ein kleines, einlaminiertes Plakat nehmen (und natürlich danach wieder zurückstecken), auf dem viele – wenn auch nicht alle – Arten dargestellt und mit dänischem und wissenschaftlichem Namen sowie Größenangabe bezeichnet sind. Da, wie wir wissen, Normalbesucher zu Lesefaulheit neigen, dürfte es hie und da zu vergeblicher Nachsuche in den Becken kommen, denn auf der Artenkarte ist z.B. der Seestichling fast genauso groß abgebildet wie der Seehund…

    Ich hatte vorher irgendwo gelesen, dass man zur Haltung der Schweinswale – derzeit drei Tiere, die vor Jahren als Unfallopfer ins Center kamen, und ein dort gezüchtetes Exemplar – einfach einen Teil einer Meeresbucht abgetrennt habe. Faktisch stimmt das, nur hatte ich nicht erwartet, etwas vorzufinden, was die Fläche einer zooüblichen Seelöwenanlage nicht überschreitet. Nebenan befindet sich ein entsprechendes Becken für Seehunde; beide sind über Wasser durch einen Besuchersteg, unter Wasser durch einen Tunnel mit beiderseitigen Scheibeneinblicken und jeder Menge Didaktik „zum Anfassen“ getrennt. Zwei Schweinswale wurden mit kommentiertem Training (leider für uns nicht verständlich,da wir kein Dänisch beherrschen) vorgeführt, wobei es aber keine „Circus-Kunststücke“, sondern medical-typische Tricks wie Auf-den-Rücken-Drehen usw. zu sehen gab. Etwas gewöhnungsbedürftig war dabei, dass das von der kommentierenden Pflegerin präsentierte Tier deutlich weniger zeigte als das zweite, das im Hintergrund von einer „stummen“ Kollegin trainiert wurde, so dass man sich schlecht konzentrieren konnte. Zwei ebenso stumme „Beisitzer“ (siehe Foto) waren wahrscheinlich Gäste, die einen Besuch bei den Robben und Walen gebucht hatten (wird im Flyer angeboten).

    In einer kleinen Ausstellung über Wale in der oberen Etage des Centers findet man neben einem merkwürdig schlecht platzierten Orca-Modell in Lebensgröße (man kann es eigentlich nur von unten und hinten betrachten, da der Wal zu einem Fenster „hinausschaut“…) ein kleines Kino mit einem sehr originellen Eingang – man betritt es durch das geöffnete Maul eines Glattwals und muss dabei die Barten alias Vorhangschnüre zur Seite heben.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Eine als Bird Home bezeichnete Einrichtung habe ich im Park nicht gesehen, würde diese aber auch eher hinter den Kulissen erwarten...? Ein Bereich in der Nähe des Eingangs macht zwar den Eindruck, für die Vogelhaltung aufgegeben worden und für neue Zwecke gedacht zu sein (verwilderte Wiese mit Zaunresten), aber da stand - glaube ich - etwas von Kinderzoo (bisher gibt es nur ein kleines Ziegengehege).
    (24.09.2009)
    Liz Thieme:   also wenn ich das auf der HP richtig verstehe, wollen sie im Zoo oder auf der HP ein Informationscentrum errichten, wo man sich in bezug auf Vögel beraten und helfen lassen kann. Dies ist aber noch im Aufbau.
    Im Birds Home sollen aus Privathaltungen Tiere aufgenommen werden, wo die Tiere nicht artgerecht gehalten wurden und Hilfe benötigten. Dieses Bird Home sollte im Frühjahr diesen Jahres eröffnet werden.

    Das klingt wirklich eher nach Abschreckung dann an den Gehegen, in der Hoffnung, dass die Leute sich vorher mehr Gedanken um das zukünftige Haustier machen.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Als Anpreisung mag ich die Kommentare auf den Schildern wegeb ihrer Bandbreite nicht verstehen, denn Infos wie "etwas laut" oder "unverträglich" können/sollen genausogut das Gegenteil bewirken. Eine öffentliche Preisliste (wie früher in Walsrode oder in Bezug auf Kleintiere noch heute im Erfurter Elefantenhaus) habe ich nicht aushängen/ausliegen sehen.
    (24.09.2009)
    Liz Thieme:   das war absolut nicht negativ gemeint. Und das mit den Privatzüchtern ist mir bekannt.
    Für mich sieht das einfach so bisschen nach Anpreisung aus. Was ja nicht schlecht sein muss, nur ungewohnt.
    (24.09.2009)
    IP66:   Es gibt auch botanische Gärten, die Pflanzen weitergeben oder verkaufen - ich sehe das unproblematisch, zumal die Besucher ja in den Anlagen des Parks Platz- und Pflegebedarf vorgeführt sehen, was in herkümmlichen Tier- oder Pflanzenhandlungen selten so möglich ist.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Warum sollte der Vogelpark keine Tiere an Privat verkaufen? Schließlich ist er selbst privat, und auch in Sachen Vogelzucht tragen manche seriöse private Züchter mehr zum Arterhalt bei als mancher Zoo (der sich dann aber möglicherweise gern aus deren Beständen beliefern lässt...).
    (24.09.2009)
    Liz Thieme:   zu Ebeltoft
    hört sich wirklich gut an, va dass man die Anlagen einfach mal wachsen lässt. Ich finde es viel interessanter die Tiere im hohen Gras zu sehen als auf einem Golf Grün.
    Deine Landrover Beschreibung erinnert mich an das VW-Werk in Wolfsburg, wo sie Züge aus Golf R32 Wagen nutzen, um da durch zu fahren. Hat aber doch mal was, und nicht immer nur diese Klapperbusse.

    Vissenbjerg, Terrariet: du hast zwar schon gesagt, wie der alte Bereich aussieht, aber hier sieht man auch ganz deutlich was man aus sowas machen kann. Meiner Meinung nach sollten sich da die deutschen Reptilien/Aquarienhäsuer eine Scheibe abschneiden, da viele immer noch wie eine zusammengeschusterte Privatsammlung aussehen.

    Naja und der Fugle Park ist ja dann nicht so mein Gebiet. Mich erinnern diese Volierenreihen immer an Zuchtstationen und Quarantänestationen.
    Die Beschilderungsart gefällt mir. Hört sich aber fast schon so an, als ob der Park seine Nachzuchten auch mal an Privat oder so verkauft und man sich vorher schon an den Gehegen informieren kann.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Frydenlund Fugle Park, Tommerup: Nur wenige Kilometer von Vissenbjerg entfernt ebenfalls auf der Insel Fünen gelegen, weitab außerhalb des Ortes und wohl ursprünglich ein Bauernhof mit schönen, alten Fachwerkgebäuden regionstypischer Bauweise. An verschiedenen Stellen im Park werden alte landwirtschaftliche Gerätschaften ausgestellt. Sehr gepflegt, gärtnerisch liebevoll gestaltet: Wer eine Vorstellung davon haben möchte, wie Walsrode in seinen Anfangsjahren aussah, findet hier ein gutes „Modell“.

    Dass der Park vermutlich nicht nur auf eine Liebhaberzucht zurückgeht, sondern sich auch viele Besucher aus diesen Kreisen hat, ist aus der dreisprachigen Beschilderung ersichtlich: Neben kurzen Angaben zur Biologie findet sind nämlich hier bei jeder Art auch ein Hinweis wie „Guter Volierenvogel“, „Nur für Fortgeschrittene“ oder „Leider etwas laut“. Daneben prangt jeweils ein Hinweis „Diese Vögel werden gefüttert mit…“ (wenn ich das richtig übersetze) und dem Logo jeweils eines Herstellers. Auf Schildern ohne Logo ist etwas zu lesen, das wohl sinngemäß bedeutet „Diese Werbefläche können Sie mieten“… (Ist aber unaufdringlich.) Besonders auffallend: Bunt gemischte Volieren- und Wiesen-/Teich-Besätze sind hier die große Ausnahme, die meisten Arten werden für sich gehalten (selbst Fasane), nur manche zu zweit oder dritt (selbst manche Kleinvögel). Den einzigen wirklich bunten Besatz (mit Kleinvögeln) findet man in einer kleinen Tropenhalle, die (wichtig für „Inventaristen“) nur vom Innenraum der Gaststätte aus einsehbar ist.

    Schwerpunkt des Parks sind Papageienvögel in großer Kollektion, wenn auch ohne wirkliche Raritäten, fast alle artlich getrennt untergebracht und teilweise noch mit diesjährigen Jungvögeln zu sehen. Neben Reihen von kleineren, sterilen Volieren für Arten zwischen Sittich- und kleiner Amazonengröße, die wohl noch den Urzustand repräsentieren, sieht man Anlagen, die wohl in jüngerer Zeit zusammengefasst wurden, wie die abgebildete Voliere für einen Trupp Grünflügelaras (es gibt eine zweite, baugleiche für Gelbbaucharas).

    Daneben gibt es kleine, systematisch nahezu getrennte Volierenkomplexe für Fasane, Wildtauben, Eulen und Kleinvögel, einige Wiesen-/Teichgehege mit Kasarkas, Enten und Gänsen und große Weiden für Strauße, Emus und Nandus sowie eine Reiher-Ibisvoliere (sehr groß und dicht bewachsen, aber mit bemerkenswert geringem Besatz). Drei Großvolieren (nicht begehbar) entstanden offenbar in jüngerer Zeit durch Übernetzen vorher offener Gehege, sind aber für Zoofans wenig spektakulär besetzt (Kronen- und Jungfernkraniche, Weißstörche, Helmperlhühner und Pfaue). Da auch auf der Nandu-Wiese bereits Metallträger stehen, dürfte hier demnächst eine vierte Übernetzung (und Umbesetzung) folgen.

    Mit Nacktaugentaube und Doppelspornfrankolin saßen die größten „Raritäten“ nach Zoomaßstäben unausgeschildert in einer abseits gelegenen Voliere; da beide Arten sehr scheu waren, handelte es sich vermutlich um Neuankömmlinge.
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Terrariet, Vissenbjerg: Nah an der Autobahn Aarhus-Odense gelegen. Das Gebäude mit kleinem Außenbereich wirkt so, als sei es ursprünglich mal ein Gasthaus gewesen; folglich ist es in mehrere Räume untergliedert. Wenn ich es richtig verstanden habe, gab es in jüngerer Zeit einen Betreiberwechsel und man ist nun dabei, aus einer zwischenzeitlich baufälligen Anlage eine moderne Einrichtung zu machen.

    Für den ersten Schauraum wurde dieser Schritt schon umgesetzt (siehe Foto); in Kunstfelsanlagen und teils hinter Glas, teils hinter dem schon für Randers erwähnten stabilen Netzmaterial werden hier Reptilien Südostasiens und Neuguineas gehalten: Wickelschwanzskinke (außerhalb des Bildrandes links), Savu-Pythons (rechts) und Mindanao-Bindenwarane/Gelbkopf-Landschildkröten(?) (Mitte) sowie Papua-Weichschildkröten (Aquarium gegenüber). Neben herkömmlicher Beschilderung gibt es auch eine Computerbildschirm, über den Zusatzinformationen übermittelt werden. In ähnlicher Art soll nach und nach das gesamte Terrariet umgestaltet werden, das derzeit je nach Raum mal wie ein „normales“ Schauterrium, mal wie ein Schulzoo wirkt. Der Tierbestand ist eine gute Mischung aus Standard-Arten und Besonderheiten, von denen mir spontan Tonkin-Moosfrosch, Neuguinea-Helmskink, Gopherschildkröte und beide Arten Krustenechsen einfallen; für die Gila-Krustenechse koordiniert Vissenbjerg das EEP, was gleichzeitig für das Renommee der Haltung spricht.

    Im Außenbereich gibt es eine große, dicht bewachsene Voliere für Lisztäffchen, eine Wiesengehege für Bennettkängurus (nur eines gesehen) und mehrere Freilandterrarien offensichtlich älteren Datums , die teilweise möglicherweise auch im Sommer nicht mehr für Reptilien genutzt werden, da von herangewachsenen Sträuchern vollkommen beschattet; Ausnahme ist eine Anlage mit Teich, an der Artenschilder verschiedener heimischer Frösche und Molche sowie der Sumpfschildkröte hängen. Die übrigen Anlagen sind mit Herden von Hausmeerschweinchen besetzt – wahrscheinlich gleichzeitig Kinderzoo und Futtertierzucht.

    Es gibt hier zwar in baulicher Hinsicht noch viel zu tun, aber die Tiere sind gut und attraktiv untergebracht und besser ausgeschildert als in manchem Großzoo. Ist einen Abstecher unbedingt wert.
    (24.09.2009)
    Racool:   Vielen Dank für die interessanten Berichte!

    Hier gibt es einige Interessante Bilder zu dem Park:
    http://www.zoochat.com/gallery/ree-park-ebeltoft-safari/
    (24.09.2009)
    Michael Mettler:   Ree Park Safari, Ebeltoft: Entgegen des leicht missverständlichen Namens kein Safaripark, aber mache Gehege können sich flächenmäßig mit einem solchen vergleichen lassen! Ewig schade, dass der Zoo für mich für eine gelegentliche Tagestour zu weit entfernt liegt, denn dort wäre ich gern öfter. Ist allerdings ein reiner Schönwetter-Zoo.

    Der Zoo ist geografisch gegliedert, wobei Afrika und Nordamerika die Hauptrollen spielen, Asien (Trampeltiere, Onager, Weißhandgibbons) und Europa (Wisente, Mufflons) nur marginal vertreten sind und sich Südamerika weitgehend auf diverse Neuweltkamele, Nandus, Maras, Kapuziner und Totenkopfäffchen beschränkt. Eine frühere Tropenhalle mit Krallenäffchen, Vögeln, Reptilien usw. im „Hauptgebäude“ des Zoos (gleichzeitig Eingang, Shop und Restaurant) wurde zwecks Vergrößerung des Shops in den letzten Jahren aufgelöst, übrig blieben eine Voliere mit Kaisertamarinen, ein Terrarium mit Kuba-Schlankboas und ein wenig Tropenkulisse an den Wänden.

    Benachbart liegt der Primatenkomplex, ein System aus mehreren begehbaren und nicht begehbaren Inseln, die so geschickt angelegt sind, dass das ganze fast wie ein einziges zusammenhängendes Gehege mit verschlungenen Wegen und Wasserläufen wirkt – Nachteil: Es sieht eben auch alles so gleich aus, dass man sich immer wieder fragt „War ich hier nicht schon?“. Im Affengelände stoßen die Themengebiete Asien und Südamerika (teilweise noch im Bau) aneinander, ergänzt – wohl eher aus pflegetechnischen Gründen – durch Lemuren.

    Afrika ist äußerst interessant, das hügelige, teils waldige, teils offene Gelände wurde hier äußerst reizvoll genutzt. So bewohnen Geparden (mit Beutesimulator!) und Afrikanische Wildhunde riesige Gehege, in denen nicht gemäht wird; von den Hügelkuppen aus können sie nicht nur weit über das Land blicken (diese Formulierung ist keineswegs übertrieben), sondern auch die Huftiere auf den Savannenanlagen und sich auch gegenseitig – über den trennenden Besuchersteg hinweg – beobachten (und bieten dabei wunderbare Fotomöglichkeiten). Stellt schon die „kleinere“ Huftieranlage, die so genannte „Baumsavanne“ mit Bongos, Blässböcken und diversen Großvögeln, flächenmäßig übliche Zoo-Afrikasteppen in den Schatten, muss man bei der großen „Grassavanne“ in Superlativen denken: Auf das langgestreckte, schier endlose Gelände würde die Savannenanlage aus Emmen wohl mehrfach passen. Durch diese Anlage kann man eine Landrover-Tour machen, wobei in einer etwas kuriosen Konstruktion einer der Rover als Zugmaschine dient und zwei weitere hinter sich her zieht. Besatz: „Mähnenlose“ Zebras, Streifengnus, Defassas, Watussirinder (darunter Schecken mit mehr Weiß als Rot), Elenantilopen, Giraffen (erst seit 2008, rein weibliche Gruppe aus Hybriden und Tieren unklarer Herkunft) und – geografisch unpassend, aber eindrucksvoll – eine Riesenherde Hirschziegenantilopen, die sich auf der großen Fläche von selbst in Harems- und Junggesellenherde teilt.

    Gekrönt wird der Afrika-Parkteil von einer erst in diesem Sommer eröffneten Löwenanlage namens Katanga Hill, deren Name Programm ist, denn man will sich hier mit der Erhaltungszucht des Katanga-Löwen befassen, für den bei uns inzwischen die Bezeichnung Angola-Löwe üblich geworden ist. Vorhanden sind ein junger Kater (laut Zootierliste aus Basel, also einer der dortigen „Etosha-Löwen“), der noch getrennt von den (mindestens) drei Löwinnen gehalten wird. Der Star ist aber die Anlage selbst: Die hat wahrscheinlich Wuppertaler Dimensionen, was aber weniger ins Auge fällt, weil der Besucherweg nicht um sie herum, sondern auf Hunderten von Metern Holzsteg über sie hinweg führt, und zwar in langen Serpentinen. Das Gelände für die Tiere „beginnt“ in einer waldigen Senke mit Teich (hier liegt das Absperrgehege), führt dann über einen relativ steilen, grasbewachsenen Hang auf ein ebenfalls grasiges, noch halb im Wald gelegenes Plateau und von dort aus zu einem Kopje mit Aussichtsplattform über die „Grassavanne“. Fast unnötig zu sagen, dass der Kopjebereich diverse Abenteuerelemente bis hin zum Erlebnisklo mit Löweneinblick bietet (siehe Thread „Kloologie“ und natürlich eine Lodge. Auf hölzernen Plattformen, die über die Grassavanne ragen, stehen zudem direkt daneben mehrere Safarizelte, die man für Übernachtungen inklusive Abendsafari usw. buchen kann.

    Und wenn man denkt, jetzt kommt „nur noch Nordamerika“, dann ist man (weiterhin) buchstäblich auf dem Holzweg, denn der ewig lange Steg-Weg windet sich von Katanga Hill auch wieder abwärts und geht nahtlos in den nächsten Erdteil über, wo er schließlich auf einem Westernfort einmündet. Von diesem aus hat man Einblick in eine Anlage für Schwarzbären, für die mir nur das Wort „gigantisch“ einfällt – das nebenstehende Foto zeigt nur einen kleinen Teil des Geheges, dessen gut einsehbarer Bereich aus Wiese besteht, das sich aber noch ein ganzes Stück in den Wald hinten links fortsetzt. Mit etwas Glück kann man von hier aus in der Ferne (hinter dem Zaun rechts hinten im Bild) auch noch Bisons erkennen, die wahrscheinlich zeitweilig Zugang zu den Bären haben – verdächtigerweise ist die Grasnarbe hier nämlich kurz gehalten. Auf der anderen Seite des Forts – auch hier verweise ich übrigens nochmals auf „Kloologie“ – bewohnen weiße Wölfe eine ebenfalls enorme Fläche mit Wald(rand), ungemähter Wiese und einem großen See. Da auf dem im Comic-Stil gehaltenen Zooplan in diesem See ein Bär mit Fisch im Maul abgebildet ist, scheint das Gehege mit dem der Schwarzbären vernetzbar zu sein. Zusammen mit zwei weiteren Seen in „Nordamerika“ – auf einem davon kann man kostenlos Kanu fahren – und den Wasserbereichen um die Affeninseln herum, die auf der anderen Seite des Eingangs liegen, bildet das ganze eine Gewässerkette, die dem Park mitsamt umliegendem Gelände erst innerhalb der letzten sieben Jahre hinzugefügt wurde.

    Baumstachler, Streifenskunks, Virginia-Opossums und (wahrscheinlich, aber nicht gesehen) Waschbären runden den nordamerikanischen Tierbestand ab, dazu gibt es in diesem Parkteil ein Tipi-Dorf mit Übernachtungsmöglichkeit, eine Westernstadtkulisse und die Arena für Flugshows (Greifvögel und Eulen; haben wir nicht besucht).

    Sorry, dass dieser Bericht so lang ausgefallen ist, aber Ebeltoft war für mich DIE Überraschung auf der DK-Tour (ich wusste vorher nahezu nichts über den Park) und hat den mit Abstand tiefsten Eindruck hinterlassen. Unbedingt besuchen!
    (23.09.2009)
    Michael Mettler:   @Anti-Erdmännchen: Drei Saatgänse. Bei den beiden anderen Arten habe ich nicht auf die Anzahl geachtet, aber auch nicht mehr als jeweils zwei bis vier, und alle Gänse bildeten einen Trupp, der zusammen ruhte und sich auch geschlossen zurückzog, als ich für ein Foto in die Hocke ging. Durchaus möglich, dass die "überzählige" Saatgans fremdverpaart war, denn eine der Graugänse war recht dicht bei ihr.
    (23.09.2009)
    Anti-Erdmännchen:   @ MM
    Danke für die passionierten Berichte. Wie viele Saatgänse gibt es denn in Kolind? Hielten sich die Exemplare beisammen oder verstreuten sie sich? Verstanden sich die drei Gänsearten als Einheit oder war eine gewisse interspezifischw Abgrenzung festzustellen?
    (23.09.2009)
    IP66:   Ich habe mich entschlossen, zum Thema Urwaldhaus, Felsanlage und Hochhauszoo einen eigenen Thread zu öffnen, um die spannenden Berichte aus Dänemark nicht mit einer anderen Diskussion zu verquicken - der Ausgangspunkt der Überlegungen in Randers scheint mir hier ganz gut aufgehoben.
    (22.09.2009)
    Michael Mettler:   Munkholm Zoo, Balle: Nicht weit von Ebeltoft, Grenaa und Kolind entfernt auf der Halbinsel Djursland bietet es sich an, diesen kleinen Zoo mit einer oder zwei der anderen Haltungen an einem Tag zu kombinieren.

    Das nebenstehende Foto des Nutriageheges steht symbolisch für das Konzept des Zoos: Manche Tierarten, die in größeren Zoos neben den großen Publikumslieblingen meistens mehr oder weniger lieblos gestaltete, oft kahle Kleinanlagen bewohnen, dürfen sich hier über viel Platz, gute Gehegestrukturen und meistens auch Begrünung freuen; selbst „gewöhnliche“ Farbratten, von denen es im Kleintierhaus eine große Gruppe gibt, bekommen hier Enrichment geboten. Nach den Eindrücken in Hobro bekamen wir in Balle nun das absolute Gegenstück zu sehen: Der Park ist äußerst gepflegt. Zwar wurden auch hier Anlagen mit einfachen Mitteln errichtet, aber eben liebevoll und optisch ansprechend.

    Großtiere – sprich Huftiere – stammen bis auf Damhirsche sämtlich aus dem Haustierbereich und sind in Gehegen untergebracht, die Kontakt am Zaun ermöglichen; natürlich gibt es auch ein begehbares Streichelgehege mit Ziegen. Schweinsaffen, Grüne Meerkatzen und Haubenkapuziner bewohnen passable Käfige, Stachelschweine – laut Beschilderung Südafrikaner – eine satt grüne Wiesenanlage mit großem, einsehbarem Stall, Azara-Agutis, Marderhunde und Zebramangusten ähnliche Gehege wie das abgebildete der Nutrias, nur etwas unterschiedlich eingerichtet („waldiger“ bei den Marderhunden, Felshaufen bei den Mangusten). Die ebenfalls voll begrünten Leichtbau-Volieren für Nordluchse (fälschlich als Rotluchse ausgeschildert) und Servale können sich auch in ihren Dimensionen sehen lassen; so viel Platz gönnt man in manchen Zoos nicht mal Leoparden oder Jaguaren.

    Zoologischer Leckerbissen sind Pallas-Schönhörnchen (Rotbauchhörnchen, Callosciurus erythraeus) - auch hier gilt wieder : Die Hörnchen nicht als offensichtliche Lückenfüller wie in manchen Großzoos, sondern mit großer Außenvoliere, wie man sie andernorts wohl mit Affen von Kapuziner- oder Meerkatzengröße besetzt hätte.

    Noch recht neu wirkt eine große, begehbare Voliere mit Netzdach, das nach dem Fahnenmast-Prinzip per Handkurbel an den hölzernen Stützpfosten herabgelassen und wieder hochgezogen werden kann. Und da wäre wieder die Frage nach geänderten Richtlinien zur Vogelhaltung in Dänemark, denn der Besatz ist so bunt gemischt, dass er wirkt, als habe man die Insassen alter Kleinvolieren und Vogelwiesen einfach alle zusammen dorthinein gesetzt; das reicht von Weißstörchen über mehrere Fasanenarten, Turakos, Glanzstare, Haustauben bis hin zu Unzertrennlichen und Gebirgsloris. Der angeschlossene, einsehbare Winterraum war möglicherweise vorher ein Huftierstall und ist so groß, dass man selbst eine kopfstarke Flamingokolonie dort einwintern könnte.

    Hinter einer leicht zu übersehenden Tür findet sich noch ein artenreich besetztes Kleintierhaus mit Terrarienabteilung, Innenraum einer weiteren, kleineren begehbaren Voliere, diversen Kleinsäugern und zwei Jerseykälbern. Erinnert etwas an das Schauhaus in Warder, nur deutlich kleiner.

    Laut Werbeflyer liegt eine Spezialität des Zoos darin, den Besuchern auch Kontakt zu diversen Wildtieren zu bieten; abgebildet sind Besucher mit einem Tigerpython, sowie Jungtieren von Serval, Nasenbär und Farmfuchs (von dem drei Farbschläge gehalten werden). Eine kleine Schaubühne haben wir zwar gesehen, aber keine Vorführung; im Hintergrund der Luchsanlage war lediglich kurz ein Pfleger mit einem Jungluchs an der Leine zu sehen.
    (22.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Ja, bei dem evtl. ist es vorerst allerdings auch geblieben. Wir hatten und haben es vor, aber in dieser einen Woche war das alles eben einfach nicht zu schaffen. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben *zwinker*.
    (22.09.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Arnhem HAT Kunstfels im Menschenaffenhaus - Hagenbeck hatte in seinem vorherigen (am Troparium) dagegen keinen und verzichtete auch an anderen Stellen darauf (z.B. im und am Delphinarium). Wo also herrscht größere Kontinuität...?
    (21.09.2009)
    IP66:   Ich denke, daß man, wenn man möchte, sogar die Krokodilanlagen im Lindenaquarium in Berlin schon in diese Reihe stellen kann. Auf der anderen Seite spielt die Idee, Natur in einem Glashaus gleichsam zu reproduzieren, doch ab den 60er Jahren eine andere Rolle als im Historismus, und als ich die Kuppeln der Bauten in Randers sah, dachte ich, sie könnten vielleicht Folge einer solchen Utopie sein. Dennoch sollte man vielleicht unterscheiden: Die Hochhauszooentwürfe der Zeit wollten eine neue, gleichsam parkfreie und wenig Grundstücke vebrauchende Form des Innenstadtzoos etablieren, den Urwaldhäusern ging es eher um Freisichtanlagen in einem Park, den man mit einem Glashaus umbaute. In Randers scheint es mir, wenn ich den Bericht recht gelesen haben, aber doch eher um eine neue geographische Ordnung zu gehen.
    Was die Kunstfelsmoden angeht, so stellt Arnheim eines meiner Lieblingsbeispiele dafür, daß eben keine Kontinuität zwischen den Freisichtanlagen der Hagenbeck-Nachfolge und den heutigen Bauten besteht: Zum einen wurde dort keine einzige der überlieferten Kunstfelsanlagen in einen Neubau integriert, zum anderen bauen die neuen Anlagen keinesfalls ein altes Zooideal - womöglich ergänzend - nach, sondern werden als Ersatz für diese errichtet. Und schließlich gibt es ja durchaus eine Phase in der Geschichte dieses Zoos, in der man bei den Menschenaffen und auch in den befahrbaren Gehegen auf jede Form von Kunstfels verzichtet hat. Da scheint mir Stellingen selbst ein besseres Beispiel für eine gewisse Kontinuität. Für möglich halte ich allerdings, daß Arnheim aufgrund einer gewissen Randständigkeit in den Niederlanden (als Privatzoo in einer nicht besonders großen Stadt, der auf zureisendes Publikum angewiesen war und ist), Experimenten besonders aufgeschlossen war, was sich einerseits, ähnlich wie in Wuppertal, in der Rezeption Hagenbeck'scher Ideen, andererseits eben auch in der Entwicklung oder Übernahme nicht besonders häufiger Bau- und Haltungskonzepte äußern könnte.
    (21.09.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Das mögen in Krefeld ja die ersten europäischen Menschenaffen-Freianlagen innerhalb eines Gewächshauses gewesen sein, aber doch nicht die ersten Freianlagen generell - da gäbe es z.B. diverse Krokodil- oder Schildkrötenanlagen älteren Datums. Abgesehen davon brauchte Arnhem nicht erst die Hallen, um "von der Kunstfelsmode geprägt" zu werden, da der Zoo schon immer ein Kunstfelszoo im Hagenbeck-Stil war und somit innen lediglich konsequent fortsetzte, was außen schon seit Jahrzehnten das Bild des Parks prägte. Hier kann also von "Mode" wirklich keine Rede sein.

    Da Randers auch Abenteuerwege, eine Hängebrücke, eine Maya-Tempelruine usw. hat, dürfte Arnhem auf jeden Fall Vorbild (vielleicht nicht alleiniges) gewesen sein. Übrigens werden die Guerezas und Kappengibbons in Randers nicht in Freisichtanlagen, sondern "hinter Gitter" gezeigt, wobei die Gibbonanlage m.E. sogar noch kleiner ist als die wegen ihrer ebenfalls fehlenden Außenanlage mehrfach kritisierte im Kölner Regenwaldhaus. Neuweltaffen und Rotbauchmakis genießen Freilauf in ihren jeweiligen Hallen.
    (21.09.2009)
    IP66:   Ich dachte an das krefelder Menschenaffenhaus, das, einige Freiflugräume abgerechnet, den ersten europäischen Versuch vorstellt, Freianlagen innerhalb eines tropisch bepflanzten Gewächshauses anzulegen. Den Erbauungsdaten nach könnte Randers aber eher im Kontext der arnheimer Hallen entstanden sein, wo die Freianlagen schon von der Kunstfelsmode geprägt sind.
    (21.09.2009)
    Liz Thieme:   schuldigung Jenny, du hattest doch gesagt ihr wollt "Wilbär/Wille" evtl besuchen. Das das so geendet hat wusste ich nicht.

    was für Verbindungen zu Krefeld?
    nach diesen Angaben hier glaub ich da an keine Verbindung, wenigstens keine direkte.
    das sind die Daten zum tropischen Amerika, geplant 1997, gebaut 2000
    * planning and design: Randers Regnskov staff, Randers, Denmark
    * artificial rocks: PANGEA ROCKS AS, Varde, Denmark
    * architecture: Skanska, Randers, Denmark
    (21.09.2009)
    IP66:   Man kann natürlich eine Linie von den Aquarienbauten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nach Randers ziehen - diese würde jedoch einige Lücken aufweisen. Konkret würde mich interessieren, ob es Verbindungen zwischen dem Affenhaus in Krefeld und Randers gibt.
    (21.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Jaaaa.. borh nur in den frischen Wunden. Natürlich würde ich euch gerne was über den Bärenpark Orsa berichten, aber von unserem Feriendomizil in Spdschweden wäre das immer noch eine Anfahrt von über 6 Stunden gewesen - einfache Strecke !!! Aber vieleicht wird es ja beim nächsten Schwedenbesuch dann mal was. :-)
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Dann war meine Formulierung "vielleicht größte" also vorsichtig genug...

    Möglicherweise war der Park auch vorher schon offenes Land und Feuchtgebiet, der Steg durch das Rotwildgehege knapp über Bodenhöhe würde nämlich sonst wenig Sinn ergeben. Auch das Umland des Parks ist Weide- und Ackerland mit nur schmalen Wald- bzw. wenigstens Gehölzstreifen dazwischen.

    Über die Bären weiß ich nichts Näheres.
    (20.09.2009)
    Liz Thieme:   *vorsichtig meld* es gibt noch eine größere Eisbär-Anlage in Europa.
    Orsa Grönklitt Björnpark
    >The big polar bear complex is stated to be the largest in the world with a total enclosure area of 41.000 sq.meters (≈10 acres). It consists of two main enclosures and includes two large pools and an artificial glacier. There is also an exhibition hall, information stations, an amphitheater and a children play area. The construction began in May 2008 and the polar bears arrived a few weeks ago.<
    vielleicht wird Jenny uns noch mehr darüber verraten.

    Von Änderungen bei der Haltung in DK habe ich nichts gehört.
    Aber finde flugfähige Vögel besser als ausgeschnittene, abgeschnittene oder abgenähte Vögel.

    Schade abeer, dass die Tiere mehr auf freier Flur leben als im Wald. Sieht nämlich so aus als ob da mal Wald stand. Und die dänischen Wälder sind eigentlich auch schöne Wälder.

    Weißt du mehr zu den Bären? Sind die Weibchen evtl Geschwister?
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   Nachdem ich mich gerade zu der Vogelvoliere in Kolind geäußert habe, werde ich den Verdacht nicht los, dass die womöglich nur eine provisorische Nachbesserung bzw. Übergangslösung darstellt. Weiß jemand, ob sich in Dänemark kürzlich Richtlinien zur Vogelhaltung geändert haben, z.B. in Richtung Beschneidungsverbot? In Odense entsteht z.B. gerade eine riesige Voliere für Flamingos und Pelikane, die bislang im benachbarten, noch gar nicht so alten Feuchtgebiet "Okavango" gehalten werden, und selbst in Kleinparks sind Großvolieren im Bau oder recht neu fertiggestellt (im Frydenlund Fugle Park z.B. für Arten wie Weißstorch, Jungfern- und Kronenkranich, also klassische Vogelwiesenbewohner). Das könnte z.B. auch den weitgehenden Großvogelmangel in Aalborg erklären.
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   Skandinavisk Dyrepark, Kolind: Kein Park für Freunde artenreicher Bestände – 14 Säugerformen inklusive zweier Haustiere, 4 Vogel- und 2 Reptilienarten, das war’s auch schon. Der Name weckt zwar Erwartungen bezüglich besonderer nordischer Arten, aber z.B. Moschusochse oder Vielfraß sind nicht vertreten, nicht mal Luchse – und das auf immerhin 45 Hektar Fläche. ABER: Die Anlagen der vorhandenen Arten sind bis auf die merkwürdig popelige begehbare Voliere mit Weißstörchen, Grau-, Saat- und Weißwangengänsen groß bis riesig und einfach herrlich! Wer den Skandinavisk Dyrepark besucht, begibt sich auf den Holzweg: Gleich durch fünf weitläufige Gehege führen Hunderte Meter von Besuchersteg. Und alles ohne den in unseren Landen in Wildparks so verbreiteten Waidwerks-Touch alias „Hubertus-Mief“…

    Der noch recht junge und vermutlich aus einem Guss erbaute Park ist geschickt dramaturgisch aufgebaut. Den Anfang machen ein Gehege mit Hausrentieren, ein sehr großes Freilandterrarium mit Ringelnattern und Kreuzottern, das wegen recht aktiver Schlangen dicht mit Besuchern gesäumt war, und ein nahezu baugleiches Gehege für Iltisse – laut Gehegeschild „normale“ Iltisse (M. putorius), laut ISIS Steppeniltisse (M. eversmanni – dafür aber m.E. viel zu dunkel) und laut meinem Verdacht schlichtweg Iltisfrettchen… Ein paar Meter weiter eine selbst für Wildparkverhältnisse große Anlage für Rotfüchse. Was sich dort fotogen in Aktion zeigte, entpuppte sich im Nachhinein als mein zoologisches Highlight des Parks, denn laut ISIS (hoffentlich stimmt es) sind das nicht die bei uns üblichen Mitteleuropäischen Rotfüchse (Vulpes vulpes crucigera), sondern die skandinavische Nominatform.

    Für den Normalbesucher ist wohl der nun folgende Wolfspark mit über 200 m Holzsteg die erste größere Sensation, es folgt eine riesige begehbare Anlage (überwiegend Wiese, wie in den meisten Gehegen) für Damwild. Eine weitere Fuchsanlage beherbergt Polarfüchse, danach findet man ein Gehege mit Wildschweinen und eine derzeit wohl unbesetzte (Schilderhalterung leer) Voliere für Eichhörnchen. Der nächste Holzweg verläuft ausnahmsweise nur knapp über Bodenniveau und ohne Geländer durch ein Rotwildgehege; wie man uns schon am Eingang sagte, sind die Wege innerhalb des Geheges wegen der Brunft teilweise für Besucher gesperrt. Nach welchen Kriterien man was sperrt, wäre interessant zu wissen; der noch offene Weg führte jedenfalls genau zwischen dem Platzhirsch und seinen Hirschkühen und der Gruppe der unbeweibten Hirsche hindurch…

    Nach den Königen des Waldes (hier fast ohne Wald) folgt das, was uns mit einem Foto in der Kölner Zoozeitschrift zum Besuch des Parks verlockt hat: Die vielleicht größte Eisbärenanlage in Europa mit satten 2,6 Hektar Fläche, davon ein halber Hektar Wasser (nicht etwa Betonbecken, sondern in den Buchten durchaus von Amphibien-Laichplatz-Qualität)! Am hintersten Ende des Geländes gelegen stellt sie den dramaturgischen Höhepunkt dar und ist deshalb auch mit Besuchertribüne und Picknickplatz umgeben. Eine Eismaschine sorgt laut Flyer für 5 Tonnen Kunstgletscher pro Tag – ist mir nirgends aufgefallen, war vielleicht nicht in Betrieb oder so eingedreckt, dass man ihn nicht als Eis wahrgenommen hat - es herrscht jedenfalls Wiesenlandschaft vor. Leider mussten wir die schönsten Bereiche der Anlage ohne Bären genießen, denn alle drei weißen Riesen lungerten vor dem Stallgebäude herum. Der Steg führt weiter in und durch eine fast identisch gestaltete Anlage für Elche (aber ohne Eismaschine), dann führt der Weg wieder retour in Richtung Rotwild, biegt aber in die dritte nahezu gleich aufgebaute Landschaft ein, diesmal für Europäische Braunbären (siehe Foto). Vier erwachsene Bären und drei diesjährige Junge waren sehr aktiv, wobei es für mich besonders interessant war zu sehen, wie zwei Bärinnen und die drei Jungtiere als geschlossenes Rudel durch die Anlage zogen, alles gemeinsam unternahmen und miteinander balgten – von wegen Einzelgänger.

    Die nächsten Stationen sind wenig spektakulär und für Normalbesucher nach den eben gewonnenen Eindrücken wahrscheinlich erst recht „Füllmaterial“ auf dem Weg zum Ausgang: die schon erwähnte Vogelvoliere, ein Streichelgehege für Dänische Landziegen und zwei nicht begehbare Wildgatter für Sikahirsche (unbestimmter Unterart) und Rehe. Danach durchquert man erneut das Damwildgehege und kommt ab Rotfüchsen an der Eingangskonstellation vorbei.

    Fotografisch ist der Park ein Paradies: Die Wiesen und Hügel waren ungemäht, die Gewässer wirken natürlich, und bis auf das Wildschweingehege gab es kaum die wildparktypischen, zertrampelten Modderflächen, so dass man herrliche „Freilandfotos“ machen kann. Stativ kann aber nicht schaden, es ist dank der großen Freiflächen recht windig!
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Mein 1993er (einen anderen habe ich nicht) zeigt eine Orangmutter mit Kind und ist eine englische Version, laut Angabe eine 2., revidierte Auflage.
    (20.09.2009)
    Liz Thieme:   ich weiß ja nicht wie oft Aalborg den Führer erneuert hat, aber vlt kann mir jemand da behilflich sein. Auf meinem ist ein Goldenes Löwenäffchen drauf. Dann wüsste ich endlich mal genau wann ich da war :D
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Einige dieser Vögel sind auch noch im 1993er Zooführer zu finden. Die alten Stallungen der Afrikasavanne gibt es noch (rechts im Hintergrund der Anlage zu sehen), früher waren die Zebras und Antilopen dann wohl im Winter nicht für das Publikum zu sehen. Im jetzigen Haus ist das dagegen möglich.
    (20.09.2009)
    Liz Thieme:   Also als ich da war (muss gegen 1990 gewesen sein, leider ohne viel Erinnerung aber mit Zooführer) hatten die ziemlich viele Vögel
    Nandus
    Bennett Kasuar
    Emu
    Humboldt-Pinguine
    Pelikan
    Weißstorch
    Chileflamingos
    Hawaiigänse
    Kolbenenten
    Rothalsgans
    Rotschulterente
    Weißwangengans
    Kappensäger
    Papageien
    Wattvögel
    Tauben
    Und dann paar Gruppen, bei denen ich die deutsche Übersetzung nicht kenne

    Auf der Afrikasavanne war damals nur Sommerhaltung.

    hmmm dann muss ich Randers wohl angeleint werden...
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   Habe inzwischen in einem älteren Aalborger Zooführer (von 1993) nachgeschlagen: Der Zoo war nicht immer so vogelarm. Zu den Anlagen, die seit 1993 weggefallen sind, gehören ein Schwimmvogelteich (heute Kinderspielplatz), eine Fasanerie (heute Teil des Haustierbereiches) und eine lange Reihe von Kleinvolieren, an deren Stelle sich heute eine Großvoliere mit angeschlossener Fossa-Anlage befindet. Diese Großvoliere hat ein Kaliber und eine Gestaltung, dass man in ihr Ibisse usw. vermuten würde - tatsächlich leben dort aber Kleinvögel wie Blutschnabelweber, Glanzstare, Kanarienvögel, Zebrafinken, Diamanttäubchen usw.

    Das afrikanische Dorf steht übrigens auf der Fläche eines vorherigen Dickhäuterhauses mit Breitmaulnashörnern, Schabrackentapiren und Zwergflusspferden. Letztere haben also auf dem Gelände nur um ein paar Meter den Standort gewechselt, statt Schabracken- gibt es heute Flachlandtapire (im Südamerikabereich), Nashörner sind Geschichte. Die Elefanten-Außenanlage scheint doch schon damals so ausgesehen zu haben wie heute, da lag ich mit der vermuteten Umgestaltung in neuerer Zeit also falsch.
    (20.09.2009)
    Michael Mettler:   Aalborg Zoo: Es ist schwer, den Zoo zu typisieren. Kein Zoo, für den man extra von weither in Dänemarks Norden reisen müsste, aber wenn man ohnehin im Land ist, sollte man ihn keinesfalls ignorieren. Säugetiermäßig weitestgehend mit Standardsortiment, architektonisch wohl im Mainstream der jeweiligen Ära (und deshalb mit sehr uneinheitlichem Erscheinungsbild, eben ein „klassischer Zoo“) – so ist es nicht verwunderlich, dass die wohl neuesten Anlagen ein „afrikanisches Dorf“ und eine umgebaute Elefantenanlage sind, abgesehen von der laut Eigenwerbung „besten Eisbärenanlage Europas“, die aber auch nur eine Felsenanlage mit Unterwassereinblick ist – wenn auch ergänzt durch die heute unverzichtbare Trapperhütte, durch deren Fenster man ins Gehege blicken (und dabei auf einem Moschusochsenfell sitzen) kann.

    Ansonsten: Ein Südamerikabereich mit kleiner Tropenhalle und den „üblichen Verdächtigen“ (ungewöhnlich dabei eine Nasenbäranlage ohne Klettermöglichkeiten), eine Art Bärenwald en miniature für Braunbären (vor 25 Jahren wäre man über die Großräumigkeit begeistert gewesen, heute gilt selbst das als überholt), eine Tropenhalle mit dem üblichen Krallenäffchen-Leguan-Wasserschildkröten-Riesenschlangen-etc.-Besatz, Orangs und Schimpansen in jeweils eigenen Häusern, Raubtierhaus mit Löwen (wie überall mit Jungtieren), Amurtigern und Persischen Leoparden sowie einem dahinter gelegenen Großgehege für Afrikanische Wildhunde, Mantelpavianfelsen, Robben-Pinguin-Anlage mit Unterwassereinblick älteren Datums. Die auffallende Vogelarmut hatte ich im allgemeinen Vorbericht schon erwähnt; typische Zoovögel wie Pelikane, Störche, Kraniche, Greifvögel oder Eulen sucht man hier vergeblich, und außer Stockenten sind auch Schwimmvögel nicht vertreten.

    Das Innere des Elefantenhauses wurde offenbar von einem Altzustand in Erlebnischarakter umgewandelt und auf zeitgemäße Haltungsmethode umgemodelt, auch die mit Pollern und Schaukelseilen eingegrenzte Außenanlage wird wohl früher ganz anders (und kleiner?) ausgesehen haben. Derzeit drei Afrikanerkühe, der Bulle Tempo (das „p“ ist kein Schreibfehler) musste im letzten Jahr eingeschläfert werden – wenn ich den dänischen Text im Jahresbericht richtig deute, wegen massiver Gesundheitsprobleme (Gleichgewichtsstörungen).

    Prunkstück des Zoos ist die Afrikasavanne mit Rothschildgiraffen, Grevyzebras, Straußen, Säbelantilopen und Großen Kudus sowie natürlich einer Besucherlodge. Während das Giraffenhaus auf der anderen Seite des Besucherweges steht, der zum Seitenwechsel kurzzeitig gesperrt wird, bildet der begehbare Stall der übrigen Huftiere in Form einer riesigen „Rundhütte“ das Zentrum des „afrikanischen Dorfes“. Antilopen und Zebras werden hier – siehe Foto – in Gruppe aufgestallt; wie auch in Arnhem ein Beispiel, das mehr Nachahmer finden sollte, damit die Tiere bei schlechtem Wetter mehr Bewegungsmöglichkeiten haben und Sozialkontakte nicht durch Einzelaufstallung unterbunden werden. Auch die mit eigenem Außengehege versehenen Warzenschweine haben hier ihre Innenanlage. Eine benachbarte Tropenhalle enthält eine sehr große Innenanlage für Zwergflusspferde, in deren Wasserteil große Raubwelse leben (folglich wird er über eine Wasseraufbereitungsanlage gesäubert); frei in der Halle leben Tokos und Glanzstare. Das Außengehege der Zwerghippos hat Wiesencharakter und ist nur durch eine Palisadenwand von der großen Savanne getrennt, es gibt sogar ein verbindendes Tor – dürfen die Hippos womöglich zur Nachtweide im Sommer rüber?

    Zoologische Kostbarkeiten sind Fossas, Rotstirnsittiche, Gelbgrüne Meerkatzen und eine Gruppe Westlicher Grauer Riesenkängurus mit Tieren aus zwei Unterarten (melanops und ocydromus – letztere nicht ausgeschildert, laut ISIS 0,1 vorhanden).
    (19.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Ich habe jeweils mehrere Schlangen beider Arten gesehen, und sie lagen ausreichend abseits des Weges in den Pflanzungen und im Decken"gebälk". Da Schlangen keine Bodenerschütterungen mögen, würde ich davon ausgehen, dass sie nur höchst selten während der Besuchszeit über den Weg kriechen. Da hätte ich eher Sorge, dass mal ein Besucher in die Pflanzung krabbelt, um bessere Fotos zu bekommen, und sich einen Abwehrbiss einfängt. Welche erstaunliche Reichweite eine Taiwan-Schmucknatter in einem solchen Fall hat, "durfte" ich mit einem eigenen Tier mal selbst erleben: aus zusammengerollter Ruhelage um etwa die Hälfte ihrer Körperlänge. Und die Art wird weit über 2 m lang...
    (19.09.2009)
    Liz Thieme:   Randers Regnskov ist ein dänischer Indoor-Zoo in Randers, welcher am 13. Juni 1996 gegründet wurde.

    Wie ist das denn bei den Schlangen, wie stark halten sie sich von den Wegen fern oder kriechen sie drüber?
    Irgendwie hätte ich trotzdem Angst um die Schlangen, so unvorsichtig und blind wie manche Besucher durch die Bereiche laufen.
    (19.09.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Im Grunde war doch schon das Berliner Aquarium Unter den Linden ein Indoor-Zoo mit Affen, Vögeln usw. und dessen Grottencharakter ein Vorläufer der heutigen Kunstfels-Innenlandschaften in Randers oder Arnhem.
    (19.09.2009)
    IP66:   Mich würde interessieren, wann der Indoor-Zoo entstanden ist. Es gab ja schon vor der Errichtung des krefelder Affenhauses diverse Modelle, sogar solche, die einen Großzoo mit Elefanten in einem Hochhaus unterbringen wollten, doch realisiert wurde davon meines Wissens nichts.
    (19.09.2009)
    Michael Mettler:   Hobro Mini Zoo: Hobro liegt direkt an der Fahrtroute von Randers nach Aalborg, und die im Aufbau befindliche Homepage machte einen netten Eindruck, deswegen nahmen wir den Mini Zoo als „Füllmaterial“ in unser Tagesprogramm auf. Es sollte letztlich das einzige wirklich negative Erlebnis unserer Tour sein…

    Der Zoo heißt nicht nur so, er ist auch mini; flächenmäßig etwa mit dem Zoo am Meer vergleichbar, aber qualitativ in einigen Bereichen unterste Schublade. Die Gehege für diverse Haustiere bis Alpakagröße, Emus, Wassergeflügel , Maras und Tammar-Wallabys sind okay bis vertretbar, aber die Käfig- und Volierenreihen für Kleinsäuger und Vögel wirken so, als sei das Pflegepersonal schon vor Wochen in Streik getreten. Gegen aus Kostengründen aus allen möglichen und unmöglichen Materialien zusammengeschusterte Käfige spricht ja im Grunde nichts, wenn sie sauber gehalten werden und die Tiere darin gute Bedingungen vorfinden, aber beides ist hier nicht der Fall. Ich habe selten so – sorry – vollgeschissene Vogelvolieren gesehen, teilweise mit fingerdicken Kackekrusten auf den Futternapfrändern, weil offenbar noch niemand auf die Idee gekommen ist, dass ein Futternapf unter einer Sitzstange denkbar schlecht platziert ist und nicht nur nachgefüllt, sondern auch mal rausgenommen und gesäubert werden sollte. Das nebenstehende Foto zeigt eine typische Vogelvoliere, in diesem Fall mit mehreren Fasanenhähnen verschiedener Arten, die ohne jede Deckungsmöglichkeit hektisch auf und ab laufen. Oberbesatz ist typischerweise ein wildes Gemisch verschiedener Sittiche. Erstaunlicherweise machte eigentlich kein Vogel einen kranken Eindruck, die müssen schon einiges gewohnt sein.

    Bei den Volieren für Füchse, Nasen- und Waschbären kam man wohl zum Schutz vorwitziger Besucherfinger auf die glorreiche Idee, sowohl außen wie innen an den Pfosten Gitter anzunageln, wodurch ein nahezu undurchsichtiges, da hell im Licht glänzendes Doppelgitter im Abstand der Pfostendicke die Tiere dahinter mehr erahnen als sehen lässt. Bei den Kleinbären bestand die Käfigeinrichtung jeweils aus zwei schräg angelehnten Ästen, das war’s. Ich fühlte mich lebhaft an den – zum Glück schon lange geschlossenen – Zoo am Klüt in Hameln erinnert.

    Aber das alles ist noch nichts gegen einen Schuppen neben dem Kinderspielplatz, in dem verschiedene Nager gehalten (na ja) werden. Auf den ersten Blick wirkt das Innere wie ein gar nicht für die Öffentlichkeit gedachter Lagerraum, mit einer Werkstatt am hinteren Ende und einem wilden Sammelsurium aus Gartengrills, Werkzeug, einer alten Eisverkauf-Kühltruhe, diversen alten Vogelkäfigen unterschiedlicher Größe, leeren Blumentöpfen usw. Aber an der gegenüber liegenden Seite befinden sich tatsächlich drei zwingerartige Innenräume mit Präriehunden, Nutrias und Grünen Agutis, die Tür war offen und arretiert, und daneben stand eine Sitzbank – also traten wir ein und stellten als erstes entsetzt fest, dass in dem sperrmüllartigen Haufen nicht nur die Vogelkäfige bewohnt waren, sondern auch die mit einem Gitterelement abgedeckte Kühltruhe! In dieser freute sich eine Truppe Mongolischer Rennmäuse über allerdings reichlich Platz… Zwei Vogelboxen enthielten Chinchillas in erbärmlichem Zustand und komplett ohne Käfigeinrichtung, ein Papageienkäfig war vermutlich – da mit gleichen Pellets bestückt – ähnlich besetzt, doch blieb der Besatz in einem Nistkasten unsichtbar, ein weiterer Papageienkäfig enthielt ebenfalls Nistkästen, aber statt Futternäpfen nur Löwenzahn, und die kurz zu sehende Schnauzenspitze kann von Wildmeerschweinchen bis Hörnchen alles Mögliche gewesen sein. In den deckungslosen „Zwingern“ bestand die Einstreu der Agutis fast vollständig aus Körnerfutter, und die Flüssigkeit im Badebecken der Nutrias hatte mit Wasser keinerlei Ähnlichkeit mehr, sondern erinnerte in Farbe und Konsistenz an Gulaschsuppe (natürlich mit reichlich „Einlage“).

    Zu meiner Verblüffung schienen die anwesenden Besucher – fast ausschließlich Familien mit Kleinkindern – trotz dieser Zustände ihren Spaß im Park zu haben. Dennoch ist dieser „Zoo“ dringend schließungsbedürftig oder sollte sich zumindest auf die typischen Kleinkinder-Streicheltiere beschränken, um seiner offensichtlichen Klientel zu genügen (Ziegen, Schafe, Ponys, Esel, Alpakas, Hängebauchschweine, Kaninchen und Meerschweinchen sind nicht unbedingt schlechter untergebracht als in anderen Kleinparks, schon bei den Damhirschen in einem moorigen Waldgehege wird es aber grenzwertig).
    (18.09.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Das eigentliche Streichelgehege befindet sich außerhalb der Halle und ist mit Zwergziegen und Weißen dänischen Landkaninchen bestückt - nur damit keine Missverständnisse entstehen.
    (18.09.2009)
    Michael Mettler:   ...dass man soeben durch einen Glasausschnitt in ein Terrarium mit Abertausenden großer Kakerlaken gefasst hat! Streichelzoo mal ganz anders :-)
    (18.09.2009)
    Michael Mettler:   Randers Regnskov: Ein bis auf ein Streichelgehege reiner Indoor-Zoo, verteilt auf drei große, halbkugelförmige Tropenhallen inklusive verbindender Gänge. Selbst Arten wie Flachlandtapir, Halsbandpekari, Kappengibbon und Guereza haben hier keinerlei Außengehege. Trotz der attraktiven Innengestaltung hauen die Hallen mit ihren verschlungenen Haupt- und Nebenwegen und Abenteuerpfaden niemanden mehr vom Hocker, der Burgers Bush in Arnhem kennt; den Unterschied macht eher die Zahl der Tiergehege aus, mit denen der Regnskov erheblich dichter bestückt ist. Vor zu hohen Erwartungen angesichts der stattlichen Artenliste sei allerdings gewarnt; ein großer Teil der gehaltenen Arten lebt frei in den Hallen (und ist dort nicht mal ausgeschildert), so dass z.B. Plumplori oder Kurzkopf-Gleitbeutler im Normalfall wohl nur auf der Homepage zu bewundern sind. Der Reiz des Entdecken-Müssens ist dennoch groß und führt u.a. zu der erstaunlichen Erkenntnis, dass ein schreiend blau-gelb gefärbter Ararauna sich in grünem Blattwerk selbst auf kurze Entfernung nahezu unsichtbar machen kann. Der ist gleichzeitig ein Beispiel dafür, dass die Geo-Gliederung in Afrika, Asien und Südamerika nicht ganz „reinrassig“ ist, denn er lebt in der Afrika-Halle. Auch vom Thema Regenwald gibt es erstaunlicherweise Ausnahmen, z.B. Diamantklapperschlangen in einem Wüstenterrarium.

    Wie in vielen Vogelfreiflughallen stellte ich mal wieder fest, dass gewisse Dachkonstruktionselemente für die Tiere als Laufwege und Sitzplätze offenbar attraktiver (weil bequemer?) sind als natürliche Äste oder künstliche Lianen; einige Bereiche scheinen regelrechte „Autobahnen“ für z.B. Krallenäffchen oder Buschschliefer zu sein. Über manche Tiere stolpert man regelrecht, z.B. über den äußerst zahmen Blauducker (m.W. eigentlich ein Blauducker-Maxwellducker-Hybride), der die schwitzenden Besucher offenbar als wandelnde Salzlecksteine betrachtet und sich dabei geduldig streicheln lässt.

    Seitlich in und an den drei Hallen – ich möchte hier nicht an einem stark besuchten Tag sein, da wird man auf den engen Wegen wahrscheinlich komplett durchgeschoben – befinden sich interessante und originelle Nebenbereiche. So z.B. ein sehr enger Gang, der entlang der Krokodilanlagen verläuft und neben Einblicken über und unter Wasser in diese auch das Nest einer Blattschneiderameisenkolonie und einen Gürteltiergang bietet. Wenn hier eine Person zum Fotografieren stehen bleibt, ist der Weg bereits blockiert – das ist nicht nur an dieser Stelle so, und da ja neben den „echten“ Hobbyfotografen mittlerweile auch Unmengen von Handyfotografen in Zoos unterwegs sind, dürfte das nicht selten der Fall sein. Die beiden sehr hellen Rautenkrokodile sind übrigens – das wurde mir vom Leiter des Krokodille Zoo in Eskilstrup bestätigt – eine Farbmutation, vergleichbar den „weißen“ Leistenkrokodilen.

    Die Nachtabteilung in „Afrika“ enthält u.a. eine langgestreckte, dick vergitterte Anlage für Erdferkel; das tut zwar dem dortigen Luftaustausch mit Sicherheit gut und bietet direkte Kontaktmöglichkeiten, wirkt aber in einer Illusionslandschaft merkwürdig deplatziert. Manche Anlagen (z.B. für Riesenschlangen) sind statt mit Glas mit einem feinen, sehr stabilen Gitterwerk versehen – luftig und ohne lästiges Beschlagen. Es gibt aber auch den „Schlangentempel“, eine begehbare Seitenhalle mit frei laufenden Teppichpythons und Taiwan-Schmucknattern (sowie Geckos und Schmetterlingen); lediglich die Tigerpythons leben hier aus nahe liegenden Gründen hinter Gittern.

    Brandneu ist die „Schädelgrotte“, ein wiederum enger Höhlengang mit Tropfsteinimitat und einer Halde phosphoreszierender, künstlicher Menschenschädel. Für den zusätzlichen Gruseleffekt sorgen frei fliegende Brillenblattnasen, mehrere Terrarien mit Schlangen und ein besonderer Gag: Neben der Tropfsteinhöhle leuchten in einer nachtschwarzen Ecke einladend zwei rote Schalter. Wenn man einen drückt, geht drumherum das Licht an und man stellt fest…
    (18.09.2009)
    Liz Thieme:   es ist ja noch nicht geklärt, ob der Schwarze in Skaerup der aus Haunstrup ist. Theroetisch hätten es also zwei Haltungen in DK werden können mit je einem Paar.
    Va ist das wichtig bei den Abgabeproblemen, die derzeit nun mal in Europa sind. Wir stecken nicht nur in einer Wirtschaftskriese sondern auch in einer tierischen Kriese, in diesem Fall die Jaguare betreffend.

    Wichtig ist va Zug oder Busverbindung, ich habe kein Auto ;)

    die Fragezeichen sind gelöst :D
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Sieh es doch mal so - je ein einzelner Jaguar in Haunstrup und Skaerup hätte doch wenig Sinn gemacht, auch wenn es dann doppelt so viele Haltungen wären ;-)

    Ich denke schon, dass Givskud auch für Safaripark-Gegner ein interessantes Reiseziel bietet, zumal große Teile des Parks auch oder ausschließlich zu Fuß zu erreichen sind. Lässt sich übrigens problemlos mit einem Besuch in Skaerup verbinden, die beiden Haltungen liegen relativ nahe beieinander.

    Was mir in Givskud noch auffiel: Sämtliche Löwen (gesehen ca. 20-25 Stück) sind in der Fellfarbe sehr hell.
    (17.09.2009)
    Liz Thieme:   was ist denn hier los? ich seh nur noch Fragezeichen *augenreib*

    Ja ganz dick auf der schwarzen Liste!!! Es ist nicht leicht, wenn man von seinem Lieblingstier innerhalb kürzester Zeit vier (geplante) Haltungsaufgaben verkraften muss.
    Aber ich werde weiter suchen.

    Micha, würdest du sagen, dass Givskud für Leute die Safariparks nicht mögen trotzdem ein gutes Reiseziel ist?
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   Givskud Zoo: Ursprünglich ein reiner Safaripark, wandelt sich der Zoo ähnlich wie Beekse Bergen in Holland immer mehr zu einem zu Fuß erschließbaren Gelände. In Givskud hat man allerdings eine für meinen Geschmack elegantere Zwischenlösung gefunden, indem man den Park noch immer komplett mit dem Auto umrunden kann, aber auf der Strecke mehrere große Parkplätze verteilt sind, von denen aus man umliegende, nicht aus dem Auto zu sehende Bereiche auf kurzen Wegen erreicht.

    Da sich zwangsläufig aus einem weiträumigen Safariparkgelände kein klassischer Zoo entwickelt, bestechen viele Anlagen durch Weiträumigkeit. So gibt es z.B. eine riesige, langgestreckte Gorilla-Freianlage Wassergraben und einer sehr verblüffenden Begrenzung zu den Gehölzstreifen hin: einfacher Wildgatterzaun (siehe Foto)! (Natürlich mit Strom…) Modewellen haben auch vor Givskud nicht Halt gemacht, so findet man eine begehbare Berberaffenanlage nach allgemeinem Standard und selbstverständlich auch eine begehbare Lemureninsel, wobei die allgegenwärtigen Kattas hier etwas seltenere Mitbewohner haben: Rotstirnmakis und Alaotra-Bambuslemuren. Auch ein großflächiges Gehege mit einer Riesenherde Hirschziegenantilopen ist begehbar; angesichts der Kopfzahl frage ich mich, ob es wirklich nur Zufall ist, dass die Löwenanlage genau gegenüber liegt ;-)

    Auch der Erlebnisstil hat natürlich Einzug gehalten: Westernfort, Indianertipis und Trapperhütte sind im Nordamerika-Parkteil zu finden, umgeben von Timberwölfen, Präriebisons, Wapitis (ssp., nur Kühe) und einer einzelnen Ostamerikanischen Elchkuh (aus Emmen?). Wer schwache Nerven hinsichtlich Vergesellschaftung streitlustiger Huftierarten hat, sollte um eine der Afrika-Anlagen lieber einen Bogen schlagen – hier leben zusammen: Breitmaulnashörner, Kaffernbüffel, Rappenantilopen, Weißschwanzgnus, Südafrikanische Spießböcke und Blässböcke!

    Für den an Besonderheiten interessierten Zoofan erwähnenswert sind noch eine große Bongo-Zuchtgruppe im Safaribereich und eine Herde mähnenloser Zebras, für die Givskud ein Monitoring Studbook führt. Für die in Norduganda, Nordkenia und Südsudan lebenden Steppenzebras scheint sich ja die Abtrennung als eigene Unterart borensis allmählich durchzusetzen, wobei vielleicht nur noch die mähnenlose Variante davon – da als Besonderheit selektiv gezüchtet – reinblütig in den Zoobeständen vorhanden ist, während die Mähnenträger-borensis im Laufe der Zeit in die allgemeine Böhm-Zucht eingeflossen sind.

    Außerdem ist auffällig, dass man in Dänemark nicht die Abneigung deutscher Zoos gegen gescheckte Watussirinder teilt und es deshalb auch in Givskud ein paar sehr attraktive „Rotbunte“ gibt.

    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Das hilft ihr dann aber bei der Recherche auch nicht weiter :-) Aber die Beruhigungspille in Form von Fotos ist schon zu ihr unterwegs.
    (17.09.2009)
    Sacha:   "NUR ein Jaguar"?

    Mit dieser Aussage kommst Du bei Liz auf die Schwarze Liste...:)
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Gaaanz ruhig, es ist doch nur ein Jaguar...
    (17.09.2009)
    Liz Thieme:   verzweifel grade, da ich nicht mehr weiß woher ich die Info hatte, finde auch nichts darüber. Mich macht das kirre :(
    (17.09.2009)
    Liz Thieme:   das versuch ich gerade rauszufinden :)
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Vielleicht ist er ja von Haunstrup nach Borkop umgesiedelt?
    (17.09.2009)
    Liz Thieme:   dann hat Skaerup also (inzwischen) zwei Tiere :) Die Katze (gepunktet) ist Shakira, Nachzucht aus 2008 aus dem Berliner Zoo von Roberto & Kiara.
    Wenn die beiden also züchten, kann man auf beide Farben hoffen.
    Hab schon länger nach Angaben über einen Partner gesucht. Schön zu wissen, dass sie einen hat.

    Auf der HP von Skaerup steht, dass die beiden die einzigen Jaguare in DK sind. Was ist aber mit "Schwarzer Knuth" aus Aschersleben, der soll 2007 nach Haunstrup in den Jylland Park Zoo gegangen sein.
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Danke für den Link, dann muss ich zur Abgleichung meiner Liste gar nicht erst suchen :-) Leider kam ich also definitiv zu spät für die Hirscheber-Hausschwein-Mischlinge, der Jahresbericht bestätigt das leer vorgefundene Gehege am alten Elefantenhaus. Wirklich schade, hätte mich doch sehr interessiert. Und damit greife ich meinem Kopenhagen-Bericht noch etwas vor: Das alte Elefantenhaus ist nun komplett tierfrei und beinhaltet derzeit lediglich eine Ausstellung zur 150-jährigen Geschichte des Zoos.
    (17.09.2009)
    Karsten Vick:   Am 31.12.2008 waren noch alle 4 Teufel am Leben:
    http://www.zoo.dk/BesogZoo/OmZoo/~/media/Files/dyrebestanden%202008.ashx
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Sebastian Grafe: Zu sehen waren zwei Jaguare, getrennt in benachbarten Anlagen untergebracht; ein laut Faltblatt seit Juli 2009 gehaltener, adulter Schwärzling, den ich für einen Kater halte, und ein deutlich jüngeres, normal gefärbtes Exemplar.
    (17.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Naja im Winter oberhalb des Polarkreises mag das ja die eine Sache sein, ich rede aber vom Monat September in Südschweden. Sind die Sommerferien rum, machen die Zoos dicht (zumindest teilweise). Selbst größere Einrichtungen wie Kolmarden und Boras haben jetzt nur noch am Wochenende geöffnet. Und noch ist schliesslich Sommer !!!!
    (17.09.2009)
    IP66:   Die Beschreibung hat mich an das erinnert, was man von von Gelsenkirchen erzählt hat, vielleicht nach Abzug der Großtiergroßtransporte. Auf der anderen Seite finde ich die Idee, Mehrweckzoos zu schaffen, um Überschußtiere auszustellen, so schlecht nicht, und könnte mir sogar vorstellen, daß ein für Besucher begehbares Gebäude mit Mehrzwecknutzung für Zoos, gerade für solche mit einem ansonsten nicht großen und ziemlich festgesfügten, womöglich geographisierten Tierbestand, eine Lösung bedeuten würde, den Besuchern auch Neuigkeiten zu bieten.
    Gebraucht werden solche Einrichtungen in einem Wildtierhaltungssystem, daß wenig importieren will, ohne Zweifel, und ich denke, daß gerade der borkoper Zoo vorführt, daß bei Publikumsverkehr die Qualität einer solchen Tierhaltung nicht leiden muß.
    (17.09.2009)
    Sebastian Grafe:   Wieviele Jaguare werden den im Skaerup Zoo gehalten?
    (17.09.2009)
    Liz Thieme:   Tazzy!!!!!!!!!!! *freu* Kann man Groupie von einem Tier werden? Ich find die einfach toll :)
    Jenny, va im Winter machen viele Zoos im nördlichen Skandinavien und Finnland zu, ist ja auch doof wenn man die ganze Zeit im Dustern dadruch wandert. Kann zwar auch mal schön sein, aber auf die Dauer.... wenn man mehrere Zoos besuchen möchte, möchte ich schon was sehen und da reichen auch Straßenlaternen nichts. Oder haben die da Flutlichtanlagen?
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   So, nun der erste Reisebericht.

    Skaerup Zoo, Borkop: Auf dem Festland zwischen Kolding und Vejle gelegen ist dieser Zoo noch relativ dicht hinter Flensburg. Es ist schwer, den Zoo mit nur einem Wort treffend einzuordnen, denn der bauliche Zustand reicht von provisorisch bis ambitioniert. Je nachdem, wo man auf dem kleinen, aber eng mit Volieren, Häuschen und Gehegen bebauten Gelände steht, hat man entweder den Eindruck eines aufstrebenden Kleinzoos, eines Gaststättenzoos oder eines Tierfanglagers… Es gibt z.B. reihenweise Volieren in Allzweckform, die von Präriehund über Känguru, Affe, Wildkatze oder Papagei alles Mögliche enthalten, und das in bunter Reihenfolge. Manche Unterkünfte wirken so, als habe man überraschend eine neue Tierart in der Post vorgefunden und für diese schnell etwas zusammennageln müssen – sichtbar neu, aber eben äußerst provisorisch. Direkt daneben finden sich Anlagen, für die ich gern den Begriff „Rheine-Stil“ (sorry für das Klischee) benutze: Mit relativ einfachen Mitteln kostengünstig etwas Ansehnliches bauen. Das nebenstehende Foto zeigt z.B. eine der vier neuen Großkatzenvolieren.
    Skaerup ist ein Pflichtziel für Artensammler. An gefühlt jedem dritten Tierschild klebt ein gelber Streifen „Eneste i Danmark“: Einzige in Dänemark. Das trifft zwar sogar auf für uns recht gewöhnliche Arten wie die Europäische Wildkatze zu und es gibt hier nichts, was es nicht auch in Deutschland gäbe, aber für einen weithin unbekannten Kleinzoo ist das Artenspektrum unter den Säugern sehr beachtlich: Mishmi-Takin, Pinselohrschwein, Halsband- und Weißbartpekari (die Unterbringung letzterer ist ein Beispiel für die „mit heißer Nadel gestrickten“), Rothund (mit Nachzucht), Jaguar, Chinaleopard, Oman-Falbkatze, Haubenlangur, Guereza, Ceylon-Hutaffe, Sechsbinden-Gürteltier, Afrikanischer Quastenstachler, Greifstachler, Amerikanisches Rothörnchen, beide Biber-Arten und vier Arten kleiner Kängurus (Bennett-, Parma-, Tammarwallaby sowie Bürstenkänguru) sind die herausragendsten Beispiele. Zusammen mit der einen oder anderen „verdächtigen“ Vogelart – ich nenne mal den Omei-Häherling – wird man das Gefühl nicht los, dass ein erheblicher Teil des Tierbestandes seine Wurzeln in Berlin hat… Ob aus Platznot durch Haben-Wollen oder wirklicher Lust am Experimentieren entstanden, es gibt denkwürdige Vergesellschaftungen: Rotbauchtamarine mit Fenneks und Greifstachler mit Oman-Falbkatzen. Aber egal, wie provisorisch Manches anmuten mag: Die Unterkünfte sind sauber, die Tiere wirken gut gepflegt. Einige von ihnen haben mehr Platz und Gehegestruktur als in manchem Großzoo.
    Wie auch bei allen anderen Reisezielen hatte ich mich vorab auf www.zootierliste.de über die zu erwartenden Arten informiert. Beim Abgleich stellte sich nun heraus, dass von den dort aufgeführten 44 Wildsäugerarten immerhin 17 nicht mehr im Bestand sind, dafür 18 neu hinzugekommen sind. Unter den „Ehemaligen“ sind immerhin Arten wie Japan-Serau, Vikunja oder Bartaffe zu finden. Daraus entsteht zwangsläufig die Frage, ob der Skaerup Zoo nicht (auch) eine Art Zwischenlager darstellt…

    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Jennifer: Wir haben ein Pärchen gesehen, muss mal per Fleckenmuster vergleichen, ob das von dir fotografierte Männchen das selbe ist wie "unseres". Übrigens erwiesen sich die nachtschwarzen Gesellen als ausgesprochene Sonnenanbeter und lagen zeitweise beide in Bettvorlegerhaltung an den sonnigsten Gehegestellen.
    (17.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   Übrigens.. was die Öffnungszeiten von zoologischen Einrichtungen angelangt, so sind die Dänen doch noch sehr human. In Schweden haben viele Einrichtungen nach den Sommerferien unter der Woche gar nicht mehr geöffnet, teilweise wird sogar mal ein ganzer Monat am Stück gar nicht geöffnet. Und die Kassen schliessen teilweise weit vor der eigentlichen Zooschliessung. Von daher hat man es bei den Dänen als Zoofreund immerhin noch ein bisschen besser getroffen.
    Aber das soll niemanden davon abhalten nach Schweden zu fahren um Zoos zu besuchen.. im Gegenteil - es lohnt sich wirklich. Aber auch hier kann ich nur dringlichst empfehlen vorer die Homepages der Einrichtungen anzuschauen und die Öffnungszeiten zu studieren.
    (17.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Oh man, da ist es ja fast schon möglich gewesen, das wir uns in Kopenhagen zufällig über die Füße stolpern :-))) Timo und ich haben diesen Zoo nämlich am Samstag besucht, quasi als Zwischenstop auf der langen Rückfahrt von Schweden nach Hause.
    Dann gibt es also in der Tat noch mehrere Beutelteufel in Kopenhagen ? Wir haben leider nur einen gesehen, den dafür aber sehr aktiv. Anbei mal ein Foto.
    (17.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Alles, was in Jütland weiter als Givskud westlich der Autobahn liegt, haben wir bei unserer Tour nicht berücksichtigt, das ließ die eingeschränkte Zahl an Reisetagen nicht zu. 14 Haltungen in 5 Tagen ist schon so ein gut gefülltes Programm ;-)

    Und das bei den dänischen Öffnungszeiten, denn die habe ich bei den allgemeinen Hinweisen noch vergessen: Die meisten Haltungen, ob groß oder klein, öffnen erst um 10 Uhr, der Krokodille Zoo sogar erst um 12 Uhr, und manche kleine Einrichtung hat sogar einen Ruhetag. Außerhalb der Ferienzeiten werden dänische Zoos zudem früh geschlossen: Zeiten von 16 oder 17 Uhr sind weithin üblich, wobei die Kassen teilweise schon eine Stunde vorher dichtmachen! Manche Zoos haben am Wochenende länger geöffnet. Von den besuchten Zoos sind gerade mal Aalborg und Kopenhagen jeden Tag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Es empfiehlt sich also bei der Tourenplanung, vorher die Websites nach den im Reisezeitraum gültigen Öffnungszeiten durchzusehen, um nicht zu früh oder zu spät vor dem Zoo zu stehen.
    (16.09.2009)
    Liz Thieme:   hmm du hast die Ecke von Blåvand auch total ausgelassen. Blåvands Huk liegt an der westlichsten Spitze von Jylland. Der Zoo selbst liegt in Blåvand dem Hauptort in einer Nebenstraße. Leider geht der Link derzeit nicht.
    Gehalten werden dort (bei der letzten Bestandsaufnahme seitens der Zootierliste): Alpensteinbock, Bennett-Känguru, Blauer Pfau, Böhm-Steppenzebra, Chinesische Zwergwachtel, Gelbwangen-Schmuckschildkröte, Deckens Toko, Diamantfasan, Diamanttäubchen, Emu, Europäischer Damhirsch, Gehaubter Kapuziner, Gelbbrustara, Gelbschnabelhokko, Gewöhnliches Stachelschwein, Goldfasan, Griechische Landschildkröte, Grüner Leguan, Halsbandsittich, Helmkasuar, Helmperlhuhn, Kanadagans, Mantelpavian, Marderhund, Mitteleuropäischer Rotfuchs, Mönchsittich, Nilwaran, Nordamerikanischer Waschbär, Nordluchs, Nutria, Nymphensittich, Ostafrikanischer Kronenkranich, Pallas-Schönhörnchen, Rosenköpfchen, Rotes Riesenkänguru, Rotgesichtsmakak, Rotwangen-Schmuckschildkröte, Schweinsaffe, Serval, Spornschildkröte, Streifenhyäne, Streifenskunk, Südamerikanischer Nasenbär, Sumpfmanguste, Swinhoefasan, Weißhandgibbon, Wellensittich, Wisent

    na wenn es positiver wird, dann muss ich noch mehr dran arbeiten, dass es was wird. :)
    (16.09.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Falls jemand vorab Fragen hat, wir haben folgende Haltungen besucht:
    Skaerup Mini Zoo, Borkop
    Givskud Zoo
    Randers Regnskov
    Hobro Mini Zoo
    Aalborg Zoo
    Ree Park Safari, Ebeltoft
    Munkholm Zoo, Balle
    Skandinavisk Dyrepark, Kolind
    Terrariet Vissenbjerg
    Frydenlund Fugle Park, Tommerup
    Fjord & Baelt, Kerteminde
    Odense Zoo
    Kopenhagen Zoo
    Krokodille Zoo, Eskilstrup
    (16.09.2009)
    Michael Mettler:   @Liz: Dass sich mit der Eintrittsregelung etwas ändert, muss ja nichts Negatives bedeuten - vielleicht erhält man dann ja in noch mehr Zoos freien Eintritt...

    Blavand hatten wir nicht auf der Tour, ist mir spontan nicht mal ein Begriff. Alles, was nicht in unseren Tourplan passte bzw. weit abseits der Hauptrouten lag, habe ich nach der Planung im Frühjahr gleich wieder vergessen ;-)

    Ich meine mal von zwei Paaren Beutelteufel gehört zu haben? Zu sehen (und zu hören) war jedenfalls ein Paar. Neben ihrer eigentlichen Anlage gibt es noch ein Ausweichgehege in der Fasanerie zwecks zeitweiser räumlicher Trennung zur Anregung der Fortpflanzung, aber das sah nicht unbedingt besetzt aus.
    (16.09.2009)
    Liz Thieme:   Dänemark *seufz* Freu mich jetzt schon auf die Vorstellungen und geben mir schon mal Anregungen aufs nächste Jahr (wenn es klappt). Allerdings dass mit der Änderung der Eintrittsregelung gefällt mir dann ja ma gar nicht.

    Bin so neugierig :) Wart ihr in Blåvand? Ich war schon zig mal in der Gegend aber nie im Mini-Zoo.
    Das hört sich an als ob die mehr als zwei "Tazzys" haben?! Wusste nur vom Hochzeitsgeschenk für das Kronprinzen-Paar, das aus zwei Tieren bestand.
    oh man *hibbel*
    (16.09.2009)
    Michael Mettler:   Da dieses Land bis auf Kopenhagen und Randers noch nicht in eigenen Threads vertreten ist, möchte ich in den nächsten Tagen in lockerer Folge ein paar Besuchseindrücke von meiner gerade beendeten DK-Rundreise wiedergeben, auf der ich alle "großen" Zoos sowie mehrere Kleinzoos, einen Vogelpark, zwei Terrarien und ein Aquarium besucht habe. Für die Einzelberichte brauche ich noch ein bisschen Zeit (vor allem, um sie nicht zu lang werden zu lassen...), deshalb vorab erst mal Allgemeines als Tipps für eventuelle Zootouren.

    So klein Dänemark auf der Landkarte auch wirkt, die Entfernungen sind doch größer als gedacht, allein schon bei der Anreise. Nimmt man die "großen" Zoos, ist Givskud allein schon gute viereinhalb Stunden Autofahrt von Hannover entfernt - gutes Durchkommen auf der Autobahn vorausgesetzt. Allerdings liegen manche Haltungen relativ dicht beieinander, so dass man zwei oder sogar mehr an einem Tag kombinieren kann, ohne wirklich in Stress zu geraten. Das gilt selbst für die "großen" Zoos, die flächenmäßig z.T. eher klein sind: Aalborg, Odense und Kopenhagen liegen zwischen gerade mal 8 und 11 Hektar Fläche. Besonders die kleinen Parks liegen gern abseits aller Hauptwege mitten in der Landschaft und dürften mit öffentlichen Verkehrsmitteln schlecht erreichbar sein. Das vorherige Heraussuchen der genauen Anschrift und die Nutzung eines Navi ist sehr zu empfehlen, denn die Zufahrten selbst der großen Zoos sind bemerkenswert schlecht ausgeschildert, in der Regel erst knapp vor Ankunft!

    In Sachen Zooeintritten ist Dänemark ein teures Land, selbst Mini-Zoos sind kaum unter umgerechnet 10 Euro zu betreten, bei den größeren Haltungen - selbst beim Skandinavisk Dyrepark in Kolind, einem "besseren Wildpark" - ist man schnell bei oder sogar über 20 Euro. Auf die Gastro-Preise habe ich nicht geachtet - wir hatten uns wegen entsprechender Erfahrungen meines Reisegefährten reichlich Proviant aus Deutschland mitgenommen und waren somit unabhängig. Givskud, ohnehin eines der beiden Ziele am ersten Reisetag, bietet eine Jahreskarte für einen Preis, den man schon mit zwei Besuchen "abgearbeitet" hat. Interessant für uns war dabei, dass man mit dieser Jahreskarte zusätzlich freien Eintritt in Aalborg, Odense und Kopenhagen sowie Ermäßigung in allen DAZA-Zoos (die dänische Vereinigung von Zoos und Aquarien) hat; diese Regelung gilt zumindest noch bis Jahresende, dann soll es irgendwelche Veränderungen geben. Hat sich für uns aber schon allein für diese Rundtour gelohnt. Ein paar kleinere Einrichtungen sind nicht in der DAZA, aber dennoch einen Besuch wert, doch dazu später mehr.

    Zumindest nach dem, was man von Besucherseite aus beurteilen kann, würde ich das Niveau der DAZA-Haltungen als hoch bezeichnen. Für mich war Dänemark zootechnisch Neuland, mein Reisegefährte Frank-Dieter Busch war zuletzt vor sieben Jahren dort und hat in den großen Zoos nicht schlecht gestaunt, wie die sich seitdem verändert haben - es tut sich also einiges.

    Bei den Tierbeständen ist auffällig, dass Vögel in den DAZA-Haltungen mit Ausnahme von Kopenhagen keine besonders große Rolle spielen, die bei uns weit verbreiteten Vogelwiesen und -teiche sucht man z.B. hier vergeblich. Besonders augenfällig ist das in Aalborg, wo laut Jahresbericht 2008 33 Arten Reptilien, aber nur 20 Vogelarten im Bestand waren - Kanarienvögel und Zebrafinken eingerechnet. Im Skandinavisk Dyrepark, einem immerhin auf die nordische Fauna spezialisierten Park, gibt es ganze vier Vogelarten (Weißstorch plus drei Gänse), und die auch noch alle zusammen in der gleichen Voliere! Dagegen hatten die besuchten Kleinzoos einige Vogelbestände, was dazu führt, dass z.B. der kleine Munkholm Zoo in Balle unter dem Strich mehr Artenreichtum bietet als der "große" Zoo in Aalborg. Wer also auf Artensammeln aus ist, sollte die "Kleinen" nicht links liegen lassen, zumal man dort einige Überraschungen finden kann. "Erstsichtungen" in den "großen" Zoos sind eher schwierig, da die Bestände artlich nicht sonderlich von den aus deutschen Zoos bekannten abweichen bzw. dem Standard- und EEP-Sortiment entsprechen.

    Und um der ersten erwarteten Frage gleich entgegen zu kommen: Ja, die Beutelteufel in Kopenhagen gibt es noch, sie haben ein gut einsehbares (und fotografenfreundliches) Gehege, und zwei von ihnen waren bestens zu beobachten :-) Da sie aber nun auch schon wieder ein paar Jahre im Land sind und die Art als kurzlebig gilt, sollten Fans nicht mehr allzu lange mit einem Besuch warten...
    (16.09.2009)

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