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    Zoos in Polen

    W. Dreier:   Bild einer Nandinie aus Posen anbei
    (20.05.2018)
    W. Dreier:   Larvenroller in Posen? Ist mir unbekannt. Posen ist dafür bekannt, seit Jahrzehnten Pardelroller zu haben (Nandinia) . Die Bärenanlagen wurden vor ca. 5 Jahren von der Tierschutzorganisation ``Vier Pfoten`` finanziert
    (20.05.2018)
    Adrian Langer:   Zum Schluss eine größere Auswahl Hühner.
    (20.05.2018)
    Adrian Langer:   Ruhende Tapire. Da fällt mir ein die Larvenroller waren zu meinem Leidwesen weder zu sehen noch ausgeschildert. Noch im Bestand?
    (20.05.2018)
    Adrian Langer:   Mein letzter Zoo in Polen. Der Nowe Zoo Posen. Ein sehr weitläufiger Zoo, in dem viele Gehege sehr großzügig geschnitten sind. Besonders beeindruckt haben mich die Anlagen von Braunbären und Elefanten. Es wurde ein neues Gehege errichtet wo laut Plan Guerezas und Mähnenspringer leben sollten. In näherer Zukunft ist wohl auch der Einzug von Löwen und einer gefleckten Großkatze (im Plan eingezeichnet aber noch keine Gehege errichtet) geplant. Meine persönlichen Highlights waren Garnett- und Senegal Galago, Amazonashokko, Malaienhornvogel, Riesenseeadler, Turkmenischer Karakal und Yucatan-Klammeraffe.

    Anbei der homosexuelle (naja da glaube ich eher nicht dran) Elefantenbulle Ninio.
    (20.05.2018)
    Adrian Langer:   @Tim: Genau der. Danke.

    Tatsächlich noch nicht. Aufgrund der räumlichen Distanz bin ich bis jetzt nicht dort hin gekommen. Aber auf meiner Wunschliste steht er (nicht nur wegen der Löwen) ziemlich weit oben.
    (17.05.2018)
    Tim Sagorski:   Kafue-Wasserbock ist die korrekte Bezeichnung!

    Die größte Löwen-Anlage, die du kennst? Warst du noch nicht in Wuppertal?
    (17.05.2018)
    Adrian Langer:   Ich hatte wohl heute kein Glück mit den Bildern. Vielleicht das Letzte. Südeuropäische Wasserbüffel.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Dromedare mit Nachwuchs. Wohl ein Markenzeichen des Zoos, da er alle Kamelartigen im Bestand hat.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Besagter Truthangeier. Wenn ich die Beschilderung richtig verstanden habe führt der Zoo Danzig das EEP für den Kondor?
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Flachlandanoa.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Haubenlanguren mit Nachwuchs.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Die Asiatin.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Die Afrikanerin Katka. Ich habe noch nie einen Elefanten mit so schön schiefen Zähnen gesehen.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Kafae? Wasserbock? Ich glaube so ungefähr geschrieben. Auch neu war für mich der Schildturako.
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Mein zweiter Zoo Danzig. Wie ich finde ein sehr schöner Park, der den Tieren in punkto Platz (trotz teilweise sehr alter Gehege) viel bietet. Besonders herausheben würde ich dabei das Giraffenhaus und die Löwenanlage (ich glaube, dass ist bisher die Größte und Beste die ich bis jetzt gesehen habe). Allerdings muss noch einiges gemacht werden besonders nötig haben das die Gehege von Bär und Tiger. Allerdings könnten die größeren Katzen. (bis auf die Löwen) bessere Anlagen gebrauchen. Auch das Vogelhaus könnte eine neue Struktur vertragen. Ich denke auch in Sachen Menschenaffen und Elefantenhaltung (wobei ich mir bei letzteren vorstellen kann, dass hier die Haltung einfach ausläuft) muss man sich langfristig noch was überlegen. Der Tierbesatz ist reichhaltig und kann auch mit einigen Raritäten aufwarten. Für mich neu waren Südafrikanische Genette, Mittelamerikanischer Truthangeier, Arabische Sandkatze und eine Wasserbockart (vielleicht fällt sie mir noch ein).

    Anbei Sandkatze
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   Leider gibt das mein Gerät noch nicht wirklich her, da beim zoomen die Fotos so sehr verschwimmen. Aber die Vermutung könnte durchaus stimmen. Rote Sichler waren nämlich mit im Gehege und die roten Sprengsel hatten mich das schon fast vermuten lassen. Danke für die Antwort.
    (15.05.2018)
    zollifreund:   Leider ist der Vogel schlecht zu erkennen (fotografierst du noch ohne Zoom?) tippe aber mal auf einen juvenilen Roten Sichler
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Zuletzt ein Ibis oder Sichler, den ich weder vorher gesehen habe, noch klassifizieren konnte. Kennt jemand aus dem Forum dieses Tier?
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Interessant fand ich, dass viele der alten Anlagen für große Tiere noch standen und auch Infoschilder (leider nur auf polnisch) dabei standen. In diesem Zuge wird nun das alte Raubtierhaus in ein Museum zur Historie der Großkatzenhaltung umgebaut.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Und weil es so schön war ein Zebu.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Antillen Ochsenfrosch.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Kubanischer Wirtelschwanzleguan.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Segelechsen.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Komodowaran. Zeigte sich sehr aktiv. Das einzige, was nicht so schön war, die Warane waren immer und überall zu sehen.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Krokodilschwanzechsen in trauter Zweisamkeit ...... Wenn auch räumlich getrennt.
    (14.05.2018)
    Adrian Langer:   Erstes Ziel meiner Polenfahrt war heute der Stare Zoo Posen. Ich muss sagen, dass es ein sehr schöner Zoo ist. Mir gefällt das Konzept, dass der alte Zoo für kleinere Tiere und Haustierrassen umgenutzt wird. Allerdings hat er mit seinem Exotarium auch einen schönen Anlaufpunkt. Trotz des begrenzten Artenspektrums gab es für mich einige Neusichtungen. Mit darunter waren Rippenmolch, Borneo-Flusschildkröte, Schwarzbüscheläffchen und für mich ganz besonders erfreulich ein Mohrenkaiman. Wenn der auch noch sehr klein war.
    Anbei Weißbüscheläffchen.
    (14.05.2018)
    Oliver Muller:   @Regina Mikolayczak: Wie schön, Polen wird bei mir dann auch in einigen Jahren dran sein. Erst kommt noch Frankreich. Wünsche dann viel Spaß!
    (10.01.2018)
    Regina Mikolayczak:   Danke für die vielen Tipps! Dass die 1. Klasse nicht viel teurer ist, habe ich schon gesehen, den Gedanken aber verworfen, weil ich das mit dem Sardinenfeeling nicht wusste... Die 1.Klasse ist also doch wieder im Hinterkopf! :-)
    Ich hatte mir die polnische Internet-Bahnseite schon mal angeguckt und hatte den Eindruck, dass man sich da richtig anmelden muss und war mir nicht sicher, ob das als ?Deutsche? geht....Daher war meine Idee der \"Deutsche-Bahnschalter\".
    Geplant (per Bahn von Poznan aus) sind dann übrigens noch Wroclaw (2x); Lodz, Warschau und Bydgoszcz (weil das von Poznan gut zu erreichen ist). Krakau, Danzig und Katowice sind leider zu weit weg bzw. ist die Bahnverbindung von´Poznan aus blöd?Alles aber eh erst im Juni, so dass wir schon rechtzeitig die Bahntickets kaufen werden.

    (10.01.2018)
    Carsten Horn:   Besonders empfohlen sei noch der Berlin-Warszawa-Expreß, bei zeitiger Buchung 29,90 bis Warszawa bzw. 19,90 bis Poznan...

    Fahrkarten online bei der PKP (Polnische Staatsbahn) zu bestellen war 2013 deutlich billiger, daher die Empfehlung...

    Und bedenken, das es in Polen noch das Sardinenfeeling gibt je nach Strecke, 8 Personen im 2 Klasse Abteil, g, ggf erste Klasse buchen, war 2013 auch nicht viel teuerer...
    (10.01.2018)
    Regina Mikolayczak:   @Carsten Horn: Herzlichen Dank! Wir wollen versuchen (wie für Tschechien und die Niederlande vor ein paar Jahren) in Berlin am DB-Schalter alle Fahrkarten zu kaufen :-)
    (09.01.2018)
    Carsten Horn:   2013 gab es Schließfächer...

    Anbei die Beschreibung des Bahnhofs in Deutsch, ganz unten ist ein pdf verlinkt mit Lageplan des Bahnhofs, da ist auch der Standort der Schließfächer drauf...
    http://mt.rozklad-pkp.pl/de/terminal/poznan-glowny

    Fahrkarten ohne Streß am Schalter kauft man hier ggf...
    https://www.intercity.pl/de/
    (09.01.2018)
    Regina Mikolayczak:   Ich hab da mal ne Frage....
    Wir planen im Sommer eine kleine Polen-Zoo-Rundreise. Kann mir jemand sagen, ob es am (Haupt)Bahnhof in Poznan (Posen) Schließfächer oder eine Gepäckaufbewahrung gibt? Wir würden nämlich als erstes in den \"alten\" Zoo wollen und danach erst in unsere dortige Unterkunft gehen wollen...
    (08.01.2018)
    WolfDrei:   ebenfalls selten zu sehen: sibirischer Feuerwiesel oder Kolonok
    (03.11.2016)
    WolfDrei:   Noch ein Nachtrag zur Polenreise: eine Spezialität seit vielen Jahren in Poznan: Ausstellung von Nandinien, einer selten ausgestellten Schleichkatze aus dem tropischen Afrika
    (03.11.2016)
    WolfDrei:   Komodowaran
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Karibik-Manati
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Schwer zu fotografieren: Glauert`s Felsenwaran (nordwestliches Australien)
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Auch nicht häufiger: Java-Riesenhörnchen
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Sollte eigentlich gehen. Nochmals etwas kleiner
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Oh, unverzeihlich, keine Fotos aus Wroclaw! Da hier für Pairi Daiza genannt: Bärenkuskus - so häufig sind sie ja nicht (weltweit)
    (28.10.2016)
    WolfDrei:   Beim Sichten der Fotos :
    Erkennbar , warum der Kragenbär Kragenbär heißt (Wroclaw)
    (24.10.2016)
    WolfDrei:   Zoo Wroclaw(Breslau)

    Wie ich sah, genügt eigentlich meine Beschreibung von 2015 - was soll man auch ``absolut`` Neues erwarten nach dem Riesenbau des Afrykariums ! Der leider beständige Regen hatte immerhin den Vorteil, dass ich mich speziell dem Reptilienhaus - besser Palast - widmen konnte. Da sind selbst 8 Stunden nicht ausreichend - was natürlich durch die Sichtbarkeit - besser Unsichtbarkeit speziell von Anolis, Geckos , Phelsumen usw. begründet ist. So habe ich in 3 Fototageinheiten doch etwa 70 % gesehen, ca. 50 % fotografiert. Gerade die im 1. Stock rechts befindlichen Becken sowie die Froschbecken sind z.T. sehr klein, viel Vegetation, Gesträuch etc - und blitzen sollte man (nicht nur wegen des Verbotes) auch nicht. Zum Glück kamen die ersten Besucher wegen des Regens erst jeweils gegen 11 Uhr, genügend Zeit also (Öffnungszeiten 9 Uhr- 17 Uhr in der Woche, Wochenende bis 18 Uhr - wohl im Jahr generell).
    Noch ein kleiner Reinfall: Der Nebeneingang an der Oder ist nur von April bis September geöffnet.
    An der westlichen Seite ist ein alter großer Raum des ``Reptilariums`` neu einbezogen worden: hier mit Komodo-, Smaragd- und Indischem Waran. Überhaupt Warane: So ich richtig rechnete, waren das 14 (macraei, glauerti, mertensi, cumingi, salvatorii, indicus, melinus, beccarii, albogularis, prasinus, kommodensis, acanthurus, timorensis, salvator). Bei den Leguanen geht es entsprechend weiter. Insbesondere erschlagen hat mich aber die Schildkrötenvielfalt - neben den systematischen Veränderungen.
    Weniger vielfältig mag die Anzahl der Schlangen und der Krokodile sein - die Nilkroks sind aber im Afrykarium- dortselbst keine Bestandsänderungen . Bei den Sirenen sind die an sich angedachten Afrikaner bisher nicht dort.
    Man möge bezüglich des `` Restes`` meinen Beitrag von 2014 lesen - aber: gesehen 4 Weißbartgnus, 5 libysche Mähnenschafe (aber kein Nachwuchs); 3 Okapis (2.1), bei den Affen: ca 8 schwarze Brüllaffen, 4 Angolaguerezas, 6 Rotstirnmangaben, Schopfmangaben, Bartmeerkatzen, dann noch Zwerg-und Große WeißnasenMK (die MonaMK saß im alten Raubtierhaus, dort auch überzählige verschiedene Männer), 2 Dianas, Weißbüschel-und Goldkopfkrallenaffen, Weißschulterkapuziner, Schopfmakaken, die große Herde Steppenpaviane, Schimpansen (die nun langsam eine neue Anlage brauchen), dann noch 2 Kappen-und 3 Schopfgibbons. In dem Madagascarhaus waren nun auch Mausmakis und Schmalstreifenmugos sichtbar, dazu erstmals madagas. Flughunde , die 2 Variformen und Alaotra-und Rotbachmakis. Hier auch Bernierenten - das Vogelhaus selbst wird rekonstruiert (auch im Inneren?). Hirsch und Bergtieranlagenbewohner wie gehabt - Barasinghas sah ich nicht (sollen aber existent sein), neu waren Dybowski-Sikas (schließlich nach einem Polen benannt). Unsichtbar blieben austral Ameisenigel, Borkenratten, Gleithörnchen und Balabac-Kantjil, die Javariesenhörnchen ließen etwas auf sich warten.
    Noch zu Katzen: im letzten Jahr hat es leider einen tödlichen Unfall bei den Sumatratigern gegeben - unmittelbar vor der EAZA-Konferenz. Der Kater bei den Angolalöwen ist jener, der für mich bisher die stärkste Mähne hat (mit Bauchm.) - leider blieb er lange, lange sitzen.
    Leider kann ich über künftige Pläne nichts aussagen, da der Chef und sein Stellverteter in Mexico zur WAZA-Konferenz waren und eine andere Gewährsperson wegen eines Jubiläums mich nur begrüßen konnte (es war Freitag Nachmittag).
    So habe ich die Caama-Antilope trotz geringen Bemühens nicht gesehen Bei dem Regen wäre ich allerdings auch im Stall geblieben.
    Was noch: Bärenkuskus, Chacopekaris, Bantengs, Schopfhirsch, kleiner Panda, Chapman-/ Hartmannzebra, Giraffe, mesopot. Damhirsch, Milu, Erdferkel, Pinselohrschweine, Prinz -Alfred-Hirsche, Bezoar, Mishmi , Kragenbär Ind- Elefant (o,2). Tapir, Zwergflußpferd neben dem großen, usw.

    Bliebe noch der Weg: Zug Berlin - Poznan mit ``Europatarif```, dann mit der Bahn nach Wroclaw, von dort mit Polski-Flixbus (15 Euro) in 4,5 Stunden zurück.

    (13.10.2016)
    WolfDrei:   Poznan alter Zoo:
    Wie schon beschrieben, ist die Anlage nunmehr ein öffentlicher Park mit Reptilienanlage - die allein zu bezahlen ist (wohl 8 Zl). Dazu dann an Tieren neben wenigen Haustieren die Affenanlage mit Diana MK und Siamang, 1 Vogelhaus (Argusfasan, Victoria-Kronentaube, Enten und Ibisvögel), das ehemalige Vogelhaus steht kurz vor der Eröffnung - aber als Krallenaffenanlage (besonders Tamarine) mit ca 4 recht großen Innen- und Außen-Gehegen. Dann noch Kattas und Varis auf einer Insel und die unvermeidlichen Surikaten.
    Das diskusförmige Reptilienneubauhaus ist bevorzugt für die Komodowarane gebaut worden - 2 Weibchen (noch ``zu klein``), der ``Bock`` ist im/am Affenhaus. Dazu dann eine gute Froschsammlung, als Vor- und Nachannex 5 Fischaquarien und die schon lange existente Reptilienabteilung - von Kubaleguan bis Madagascaer-Furcifer über Kragenechse, Gilamonster und Borneoschildkröte.
    Abends wird der Park geschlossen.
    Begehdauer ca 1 Stunde

    (12.10.2016)
    WolfDrei:   Poznan neuer Zoo:
    Neu ist relativ: Eröffnung 1975, 110 ha, davon sicher 10 ha Gewässer (auf Inseln Kattas und Rüsselbären) in der Fortsetzung des Erholungsparkes am Malta-See. Nach Eröffnung der Elefantenanlage vor ca 8 Jahren ist nichts wesentliches entstanden. Der Ele-Bulle (ich stand direkt davor) ist größer als Tembo, soll aber mit 17 Jahren noch 20 cm kleiner als sein Vater aus Ramat-Gan .
    Seit 2015 gibt es eine Direktorin (Dr. Ewa Zgrabczynska).
    Neu ist allerdings seit dem Vorjahr eine große Bärenauffanganlage, bezahlt von `` Vier Pfoten`` - auch jetzt wird erweitert - mindestens 4 Anlagen wurden errichtet oder sind im Bau, summarisch sicher um 2 Hektar! Ca. 6 Bären bisher, darunter der Zirkusbär `` Baboo`` - ohne Krallen (wie macht ``man`` so etwas? - das ist doch schlimm).
    Langsam entstehend (die Betonbasen standen schon im April 015) eine Uhuanlage - bei den nun existenten Stahlpfeilern könnten, auch von der Größe, da Elefanten gehalten werden - aber Uhus?
    Die Kleinraubtieranlage bedarf noch des weiteren Umbaus - die guten neuen Anlagen gehen über Buntmarder, Genette, Jaguarundi (mit Jungtier), Weißnasenrüssler, Löffelhund (häufig Nachwuchs) bis zum turkmen. Karakal. Skunke, Amur- und Wildkatzen sowie Schneeleoparden warten auf die Umgestaltung. Weiter dort Kolonok (Feuerwiesel) und europ. Nerz in einer Rundanlage.

    Im vorderen Teil ist die Nachttierabteilung ein Schwerpunkt des Zoos (besonders bei dem Regen) mit vielen ``Besonderheiten``: ca 50 Acrobates pygmaeus (weitere 50 im Nicht-Schaubereich), Wickelbär, Zwergplumplori, Garnett - Galago, Kowari, afrikan Stachler, Kantjil, Senegalgalago, Borkenratte, Faultier,Vampire, Ball-Gürteltier. Außen Surikate, Rote und normale Varis sowie Rotbauchmakis und Alaotramakis. Auf der linken Eingangsseite dann Sitatungas, Vietnam Sikas, graue Riesenkänguruhs, Prinz-Alfred-H, Baweanh. (nicht gesehen - der Regen !!!!), Visaya-Schweine, eine gute Hocko-Sammlung u.a. mit Pauxi und Mitu. In anderen Regionen Japanmakaken, Seehunde, Capybaras, Tapire, Ameisenbär, Yukatanklammeraffen (leider weiter ohne Nachwuchs), Giraffen, Grevys, Waldbison, Vucugna, Amurtiger, Nilgau , Axis, Breitmaulnashorn, Wisent, Fischotter, aus dem TP Berlin ``überschüssige Gold-und Sichuantakins. Leider nur (?) 4 Thomson-Gazellen.

    An Vögeln : Malayische Hornvögel, Riesenseeadler, Kondor, Bartgeier, europ. Seeadler, eine gute Eulensammlung (alles Europa), Caracara, südl. Hornrabe, Schwarzschnabelstorch , Kasuar, Bankivahuhn - natürlich Flamingos, Gänse und Pelikane.
    Dazu dann eine Kleintiersammlung: von Schrecken, Riesentausendfuß bis zu Nagetieren (u.a. Felsenhörnchen, Ziesel). - Neu (wieder) sind noch hinter den Kulissen Coruros, Gundis und Tanreks.
    Ansonsten gab es Regen - und davon genügend.
    Anbei: Handaufzucht von Acrobates (die haben ja nur mit Schwanz bestenfalls 15 cm)

    (12.10.2016)
    WolfDrei:   etwas zu groß: neuer Versuch
    (09.10.2016)
    WolfDrei:   Ein erstes Lebenszeichen nach meinem Polenbesuch - wobei in den 5 Tagen (davon 4 volle Regentage, ein halber Nieseltag) die Zoologie hauptsächlich ``im Saale `` (soweit vorhanden) stattfand.
    Anbei: ein männlicher Bärenkuskus aus Wroclaw, die jetzt (1 , 1) nach Verlusten im Vorjahr im Affenhaus ausgestellt werden und die auch bei 10°C außen waren.
    (09.10.2016)
    Oliver Muller:   Sehe gerade, der Link lässt sich irgendwie nicht so kopieren, dass er richtig wiederzugeben ist. Aber Google hilft sicher...
    (28.06.2016)
    Oliver Muller:   Klotzen statt kleckern scheint das Motto in Polen zu sein. Nach dem Afrykarium in Wroclaw plant nun Lodz einen ähnlich dimensionierten Bau für asiatische Tiere. Den Bildern nach sind u.a. Elefanten, Orang Utans, Gibbons, Malaienbären, Nebelparder und Haie vorgesehen. Auf einigen Bildern im Netz sind sogar Walhaie zu sehen.

    Hier mehr Infos: http://lodz.naszemiasto.pl/artykul/orientarium-w-zoo-w-lodzi-bedzie-gotowe-w-2019-roku-zdjecia,3589228,artgal,t,id,?.html

    Leider kann ich kein Polnisch und kann so die Infotexte nicht übersetzen, aber die Bilder sehen beeindrucken aus.

    Ansonsten einfach mal \"Orientarium Lodz\" googlen.
    (28.06.2016)
    WolfDrei:   Nochmals "Linda" , die Bärenkuskusdame
    (30.04.2015)
    WolfDrei:   reinblütige Mähnenspringer
    (30.04.2015)
    WolfDrei:   ein Manati
    (30.04.2015)
    WolfDrei:   Etwas verquer ausgedrückt die Situation des Vogelhauses: etwas ins Alter gekommen, aber guter Besatz!

    Die Brüllaffen anbei.
    (30.04.2015)
    WolfDrei:   Besuch des Wroclawer Zoos; Erstbesuch 1974 mit Brillenlangur, Dschelada und Hippos - mit “Lorbas”, dem alten Herrn.

    Vorbemerkung: so man von der Bahnfahrt abhängig ist , ist die jetzige (und auch wohl in Zukunft nicht zu ändernde) Situation unbefriedigend, immer nur von Poznan dort hinzugelangen. Zudem ist die Strecke dorthin erst zu 40 % ausgebaut, so dass 2,5 Stunden geplant werden müssen. Große “Planvorgabe” auf den Schildern: 100 Minuten. Bezahlt habe ich 46 Euro hin und zurück von Poznan.

    Noch etwas “Natureindruck” von Kunst- und natürlichen Gewässern in Polen : weder in den Zoogewässern noch auf Warte, Oder und Weichsel habe ich Entenanzahlen gefunden, wie es für mich in und um Berlin manchmal schon lästig ist. Lediglich die Reiher waren in Poznan und Wroclaw so häufig wie im TP und Zoo Berlin.
    Ansonsten bin ich gelaufen: nach Sichtung von “Schleichwegen” aus der Sattelitenaufsicht brauchte ich nur 35 Minuten, ein Hinweis für den Rückweg brachte nochmals einen Bonus von 5 Minuten, obwohl ich nach 8 Stunden Zoobesuch etwas abgekämpft war. Und trotz der 8 Stunden hatte ich den Eindruck, nicht in jede Ecke geschaut zu haben! Als Eingang habe ich den Odereingang (dort gibt es eine Fußgängerbrücke) benutzt, der sich am Direktorenhaus befindet (ab April geöffnet - zum Glück, denn am Haupteingang gab es eine Invasion von Schulklassen, es dürften mehrere Hunderte gewesen sein).

    Wo nun beginnen, da es die Beschreibung von O. Jahn und auch meiner Wenigkeit gibt und dann natürlich den Artikel von Herrn Matschei im “Tiergarten“. Dominiert wird der Zoo nun natürlich durch das “Afrykarium“, vor 2 Jahren durch die Baustelle dazu. Aber der “Rest” ist auch weiterhin imposant. Der Chef, Herr Ratajszczak, wagt noch etwas - was Bauten und Tierbestand anbetrifft! Der Bestand der Wasserwelten, die Größe der Anlagen im Neubau!!!! - obwohl Fische mich relativ kalt lassen. Der Bestand des Reptilienbaus, des ehemaligen Gesellschaftshauses ( ich hatte das Glück, die Neueröffnung vor ca 40 Jahren erleben zu dürfen - wieder einmal gab es damals eine kleine “Zeitlücke”, als DDR-Bürger schnell mal vorbeizuschauen, dann gab es wieder Solidarnocz), ist genügend gekennzeichnet worden von Herrn M., doch habe ich auch nach 3 Stunden nicht alles gesehen - das liegt natürlich auch an den Tieren.

    Das Afrykarium dominiert als Gebäude, mag vielleicht außen etwas steril erscheinen - ein schwarzr Riesenblock, davor eine Wasserfläche, ähnlich dominierend. Auf der Ostseite dann der “Schiffsbug” mit links Seebären , rechts Brillenpunguinen, darüber das Restaurant. Die links tropisch gestaltete Seite mit der Seekuhanlage (welch klares Wasser noch!) und Nilkroks, rechts die Abgänge zu den Wasserwelten, oben aber auch Zwergmangusten, Dik-Diks und Hippos. Den Gangführung vorbei an einem schlafenden Erdferkel zu den Wasserwelten kann man räumlich kaum nachempfinden: nach den Buntbarschwelten kommt der Mozambikkanal, dann das Rote Meer, dort ein großer Acryltunnel. Riesenscheiben ansonsten, gebogene sehr häufig , aber auch flächige. Zum Fotografieren: bei den gegenwärtigen Kameras braucht man keinen Blitz mehr, eher muß man wissen, wie man fotografiert - nur nicht im Winkel nach oben , unten, rechts oder links, das wird alles unscharf, zumal bei der Stärke der Scheiben.

    Ein “zoologisches” Problem : die weibliche Seekuh (TP/Nürnberg) ist verstorben - Alterserscheinungen/verkehrte Alterseinschätzung?

    Die meisten bestehenden Anlagen sind beschrieben worden, wenn auch, wie oft gesagt, nur die Unbeständigkeit beständig ist. So sind in der Unterwassereinsicht am Haupteingang Seehunde , nicht Seebären, zu beobachten, auch sah ich keine Weißbartgnus mehr. Neu waren für mich Kappengibbons (natürlich ein Tier aus Zürich), besonders natürlich die Riesenhörnchen und , nicht in der Ausstellung, die Sulawesikouskouse - pardon, nur noch ein Tier: “Linda”. Würde sie keinen langen Schwanzhaben, dazu aber Büschelohren, könnte man glauben, einen Koala der Größe und Fellfarbe nach vor sich zu haben! Man bemüht sich um neue Tiere. Die Hörnchen können außen über Drahtröhren mehrmals um einen Baum laufe, können die Röhre aber nicht verlassen. Das können aber die schwarzen Brüllaffen! Über eine Strickleiter geht es aufwärts bis in die Spitzen! Fantastisch!

    In Renovierung befinden sich die Hirschanlagen: aber beste Nachahmung der so geschmähten TP-Anlagen: gute Betonbasis, dann Standard-Zäune a la TP. Der Chef hatte mir schon seinerzeit bei der Besichtigung der Tigeranlage in Poznan gesagt: “wozu teure gewaltige Kunstfelsen? Dem Tiger ist das Wurscht, wenn er Schatten, einen Teich und eine Gefährtin hat!”
    Nicht ganz erschließt sich mir die Bebaunng des Haupteinganges - nochmals eine Absperrung nach dem Tor, wahrscheinlich Sammelraum und Toilettenbereich? Zum Glück mußte ich das nicht ob der vielen Kinder nutzen.
    Die Madagascaranlage ist durch die “Tropenfeuchtigkeit” und den Publikumsverkehr schon etwas in die Jahre gekommen. Die Nachtabteilung erfüllt die Aufgabe nicht - ich sah weder Mausmaki noch Mad.-Mungos. Ähnliches gilt bezüglich des Bestandes für das Vogelhaus mit prächtigem Besatz.

    Fast zuletzt erst gesehen: der Caama-Bock, liegend abgewandt. Bei den echten Mähnenspringern sah ich 4 Tiere, aber nur 1 Weibchen darunter, bei den sibirischen Steinböcken nur einen Bock. Elefantenhaus und -Anlage warten auf die Veränderung - 2 alte Inderdamen genießen das Rentendasein, dort auch 2 Zwergflußpferde, deren Tochter an dem Tag nach Mauritius flog. Nicht ganz logisch dort die Wolfsanlage , da sie doch den Europateil bewohnen müßten. Oder ist das etwa eine besondere UA, die ich verkannt habe? Daneben die nicht sichtbaren Sumatratiger in einer gut bewachsenen Anlage. Die Affenhäuser der niederen Affen wurden schon immer gelobt, wenn auch die großen Gleithörnchen diesmal nicht sichtbar waren wie auch die Balabackantjils. Etwas öde vom Tierbestand dann das Südamerikaabteil, die Okapis auf grüner Wiese wie auch die Nilgaus und Defassawasserböcke und und und.

    Hoffen wir , dass die Kosten für das Afrykarium nicht den weiteren Ausbau einschränken, aber ich vertraue dem Direktor, dessen Alter ich zum Glück etwas höher angesetzt hatte als es ist. Wenn also ein Zoo in Polen, dann jenen in Wroclaw! (Die Ewa wird das sicher entschuldigen).



    (30.04.2015)
    WolfDrei:   letztes Bild: Beispiel eines Tierschildes
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Kongopfau-Hahn
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   1. Schimpansennachwuchs überhaupt in Warschau
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Gorillamann
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   2. Rhinonachwuchs. Vater aus dem TP, Mutter aus Stuttgart
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Jaguarkater
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Sichuantakin Rotterdamer Abstammung
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Der Einfachheit halber fahre ich mit Warschau fort - wenn es auch der letzte Tag war. Ankunft aus Poznan um 10, am Eingang nach lockerem Fußweg um 11 Uhr. Der nun etwas graue sowjetische Kulturpalast wird an der Ostseite nunmehr von ca 6 futuristischen Hochhäusern überragt, der ganze Weg zunächst in Richtung des Schlosses führt an vollständig erneuerten repräsentativen alten Bauten vorbei. Starker Wind dann auf der Weichselbrücke, der Park vor dem Zoo auf der Ostseite in vollem Grün. Der Eingang ist nun stilvoller als die Holzbude von vor ca. 9 Jahren. Meine damalige Begierde galt den Rotstirngazellen.

    Mit lockerem “hello” näherte ich mich der Kasse - auf englisch dann die Rück-Frage nach dem Herkunftsland und dem Alter. Na gut, irgendeine Besucherbefragung. Ich nannte ehrlich mein Alter mit der Erwiderung, ich bräuchte keinen Eintritt zu zahlen! Wie übrigens auch in Prag. ( Als Ergänzung: Poznan alter Zoo - Reptilarium: 2 Zl: Breslau 40 Zl; Poznan neuer Zoo: werktags 15 Zl, sonn- und feiertags 20 Zl: Breslau nun 40 Zl, Warschau 20 ZL mit Altersreduktion).
    Was nun folgt, kann eigentlich zu 90% von dem Bericht Oliver Jahn`s vom 1.10.13 übernommen werden. Ansonsten eine gepflegte Einrichtung mit überall frischem Grün, viele Kinder, viele Kioske, die allerdings meistens nur Eis und seltsame Getränke anboten, dazu , nicht mein Ding, gegrillte Maiskolben.

    Zu den Tieren, den Bauten: links wieder die Kegelrobben, die Eisbärenanlage für die Nürnberger wurde gerade mit Baumstämmen umgerüstet, 2 Grönlandmoschusochsen, dann wie bei Herrn Jahn geschildert der Bestand bis zum anderen Ende des Zoos. Dort ist die Flußpferdanlage durchaus gelungen, wenn auch nur für eine Familie, gegenüber aber über einen Dunkelvorhang steht man vor einem großen Aquarium mit einem großen Sandhai. In einem Führer von 2014 wird dies noch als größtes polnisches Aquarium ausgewiesen. Dann die mit Anlagen weitaus größeren Zuschnittes ausgestattete Ostseite. Die alte Löwen - Sumatratigeranlage; das Giraffenhaus mit vielen Cebuellas, Lisztäffchen, Rotbauchtamarins in hübschen Innen -und Außenanlagen (trotz des guten Wetters meisten nicht frequentiert). Erstaunlich dann ein eigenes Haus für Insekten: viele Spinnen, Schaben, Stabheuschrecken, Scolopender, Scorpione - alles wie gewohnt in ausgehöhlten Baumstämmen - fotografisch schwer zu machen: schräge Scheiben, Licht von oben. Überhaupt die Scheiben: überall nun zu finden! Die dicken Aquarienscheiben sind kaum “Fotoapparat”optisch zu durchdringen, wenn nicht der Fisch direkt vor der Scheibe ist, im Hintergrund und schräg ist nichts zu machen. Bei “Normalscheiben”, so man nicht direkt mit der Optik herankommt (meistens gibt es noch ein Vorgitter) , wird’s schwierig. Und dann noch die alten Drahtgitter mit Algenbelag oder kleiner Maschengröße und dann sonnenbeschienen: ebenfalls schwierig, so das Tier nicht genügend entfernt steht. Aber ich weiche ab.

    In der Gegend dann noch der Ameisenbär. Bei den Katzen gute Beispiele (Jaguar, Salzkatze, Serval), aber auch noch alte Anlagen wie auch bei einigen Vogelvolieren. Dann die Dickhäuter: große Freianlagen für die Afrikaner; die Penzernashörner mit TP-Bullen (früher Jacob - jetzt Kuba genannt) haben schon das 2. Kalb. Ganz neu die Menschenaffenanlage, die höchstlich an Leipzig erinnert: sowohl Innen- als auch Aussenanlagen haben sicher Zweidrittel der Größe der Leipziger Anlage. 10 Schimpansen, eine allererste Geburt im Januar 014, eine Oma von 52. Bei den Gorillas sind es 2 Männer aus Apenheul und Zürich.
    Im Mittelteil dann noch Gorale mit dem letzgeborenen Rotterdamer Sichuantakinbock, Blauschafe (einen Bock sah ich nicht). In der Nähe dann das große Vogelhaus mit sehr gutem Bestand (man ist ja durch Walsrode verwöhnt) mit 2 Paaren Kongopfauen, Papuahornvögeln, der tropischen Innenhalle und in den Außenanlagen Hühnervögel und Limikolen. Dann kommt die eigentliche Affenanlage immer noch mit Celebesmakaken und Sumpfmeerkatzen, dazu Dianas und Goldbrustkapuzinen - alles außer der Paviananlage hinter Scheiben. Das historische Aquarium ist im Umbau. Weitere Vogelanlagen folgen mit Papageien, Greifen (Königsgeier, Kondor), vielen Brillenpinguinen am Hauptweg. Noch zu nennende Highlights. Bongos, Somaliwildesel, Säbelantilopen, Sitatungas, Vicunas, Varis (beide) ( an Hirschen mangelte es mir , wo sind die Pudus?), Hartmannzebras, Geparden, Hyänenhunde, kleine Pandas in einer superhohen Fichte, Weißbartgibbons mit Jungtieren, Mähnenwölfe, Kapklippschliefer. Surikaten auch, natürlich!

    Das Reptilienhaus folgt mit mindestens 8 Waranformen, Kuba- und Siamkroks, vielen gefährdeten Wasserschildkröten, Oustalet-Chameleon, Baumsteigerfröschen, Gilatier.
    Dann Richtung Bahnhof über den Altmarkt, der offensichtlich auch wider rundum erneuert wird. Dann die (vergebliche) Hoffnung, der Streik möge rechtzeitig beendet sein.
    Tieraufnahmen kommen noch.

    (28.04.2015)
    WolfDrei:   Bekomme gerade aus Poznan eine Antwort auf meine Frage, warum die Komodos (warum schrieb ich immer "KoMModo"?)getrennt waren . Es sind 2 sich nicht vertragende Weibchen: 1 Tier nun im Reptilarium, 1 Tier in der alten Unterbringung an der Grotte. Ein Weibchen soll abgegeben werden, doch gibt es wohl gegenwärtig kein in der Größe stimmendes Männchen.
    (28.04.2015)
    WolfDrei:   letztes Bild: Borkenratte Phleomys
    (27.04.2015)
    WolfDrei:   4. B Thomson-Gazellenbock
    (27.04.2015)
    WolfDrei:   3. B. Yukatanklammeraffe
    (27.04.2015)
    WolfDrei:   2. B. Kolonok oder Feuerwiesel
    (27.04.2015)
    WolfDrei:   Der Neue Zoo Poznan

    Ich verweise wieder auf die Berichte vom April 2013 - auch an jenen von Oliver Jahn.
    Das Wichtigste aber - das Wiedersehen mit Ewa. T.
    Ansonsten ist wenig geschehen, allerdings gibt es einen neuen Direktor - Aleksander Nowelinski, vormals Direktor vom Zoo Krakow. Die letzte große Bauaktion war halt die Elefantenanlage.

    Im Eingangsbereich links und rechts keine Veränderungen: links: Vietnam-Sikas mit 2 Jungtieren, Malaienhornvogel, Marabus, Emus, die Grauen Riesenkäng.- gegenüber die Visayaschweine, ca 7 Prinz-Alfredhirsche und 1.3 Baweanhirsche (2,0 noch im Hinterland). Anschließend 2 Helmkasuare. In der “Vogelreihe“: Silberfasan, Himalayaglanzfasam, Temmincktragopan, Schwarzschnabelstörche, in der Region noch 5 Sitatungas.
    Rechts: Seehunde und die Nachttieranlage: Garnett-Galago, Senegalgalago, Grauer Mausmaki, Sandkatze (18 Jahre alt), Kantjils, Wickelbär, Zweifingerfaultier , Blattnasen und Nilflughunde, Borkenratte Phleomys, Kowari, Akazienmaus, Fette Sandratte, Acrobates pygmaeus (nicht mehr so viele in der Ausstellung - aber es sind noch mehr als 100 Tiere), Atherurus, Kugelgürteltiere, Vampirfedermaus. In den Aussenvolieren Rotbauchmakis, Alaotrabambuslemuren (nun 1,1), Rote und Schwarz-weiße Varis, natürlich Erdmännchen. Im Innenraum der Pfleger (nicht begehbar) eine Menge an Zuchttieren - speziell Kowaris und Coruros, dort noch Kattas.

    Geht man in Uhrzeigerichtung und gleich rechts einschwenkend, kommen die Thommies (1,5 gesehen), auf der Anlage auch graue Kronenkraniche und ein brütendes Storchenpaar, links Axis und Nilgaus. Dort nun eine Neuerung: ein sich langhinziehender Trockengraben. Würde man den Hauptweg weitergehen, kommen wie gewohnt Fischotter, Breitmäuler, Milus und Wisente, anschließend Vogelvolieren mit Schneeeule und Falklankarakaras. Geht man aber in Richtung der ”Kleinraubtiere”, hat sich nach anfänglich guten Arbeiten die Endherstellung der Reihe nicht fortgesetzt: große Volieren mit Glaseinsicht für Buntmarder , Genetta felina, Jaguarundi, Weißnasenrüsselbär, Karakale - dann Schluß mit der Neuausstattung: es folgen noch sehr weiße Skunke, Amurkatzen, europ. Wildkatzen, Manul, europ. Luchs - wo aber sind die Irbisse? Vorne noch die Rotunde mit europ. Nerz und Tigeriltis (beide nicht zu sehen) und lebendigen Feuerwieseln (=Kolonok) .
    Im Weiteren nicht viel los: die Kleinrodentier von Degu über Schilfmäuse zu Burunduk, noch weniger im Insektenteil (außer Stabheuschrecken und Wanderheuschreck), das Schmetterlinkshaus noch nicht für das Jahr geöffnet. Rechterhand zwischen diesem Trakt und der Giraffenfreianlage sind nun die männlichen TP-Takins (1 Sichuan, 3 Gold) untergebracht, dort wo einstmals die Amerikan. Elche aus Emmen, davor eine Männergruppe von Weißlippenhirschen aus dem TP lebten.
    Dann die Umrundung der 3 Teiche mit schon Pelikanen (früh 5°C-nachmittags um 22): Japanmakaken, Waldbisons, Vicunas, der Elefantenbau von 2008 mit 1,3 Afrikanern. Dort war dann auch die einzige “Nahrungsquelle” des Zoos - aber angesteuert von einer “Bimmelbahn” (umsonst benutzbar für Fußlahme). Auf der anderen Seite folgen die Sib. Tiger und dort, wo ehemals kleinere einheimische Greife waren, die von “Vier Pfoten” errichtete Bärenfreianlage von 1,2 ha für die ehemaligen Zirkusbären Boris, Wania und Misha (nicht zu sehen - alle um 20 Jahe alt).
    Auf dieser Seeseite dann Freianlagen für Rüsselbären, die Kattainsel (noch unbesetz) und die Südamerikanlage für Yukatanklammeraffen, Tapire, Nandus, Große Ameisenbären - bevor dieser an den afrikanischen Kontinent stößt mit Zebras und Straußen, den erwähnten Giraffen, auf der anderen Seite die Flamingos. Man quält sich den letzten Berg hoch, rechtseitig die große Voliere für Bartgeier und Rotmilan -ach ja , ich vergaß oben noch die Eulensammlung (mit dem Beginn des Aufbaus neuer Volieren) und die Volieren von Kondor, Riesenseeadler und Steinadler) - und man ist wieder am Anfang: 120 ha.
    Etwas kaputt war ich. Da das Frühstück schon ab 6 im Hotel eingenommen werden konnte, bin ich schon gegen 7 Uhr über die Strasse des “heiligen Martin” , Altmarkt, Warteniederung zum Maltasee gelaufen, dort dann die 2,5 km lange Seefront in strahlendem Sonnenschein entlang zum Zoo, begleitet von Kajak-und Kanusportlern, die alle 100 Meter auf Pfiff ihres Trainers spurten mußten. Ob die Zoobahn “Maltanka” noch fährt, weiß ich nicht - die Schienen sahen leicht angerostet aus. Macht summa summarum an die 20 - 25 km (einiges wurde doppelt und dreifach belaufen).

    1. Bild Bawean-Hirsch
    (27.04.2015)
    WolfDrei:   noch zur Fahrt: Es gibt Sondertarife "Europa-Spezial". Fahrt Berlin - Posen: 19 Euro, ca. 2,5 Stunden; Warschau-Berlin 29 Euro, ca. 5,5 Stunden - wenn nicht der Streik gewesen wäre!
    Noch zu den Kommodos: ich sah in der neuen Anlage (etwas unübersichtig) nur ein Tier, ei 2. befand sich in der "Vorunterkunft" gegenüber der Grotte. So ich den polnischen Text richtig interpretiere, stammt letzteres aus dem Leipzigimport.
    (26.04.2015)
    WolfDrei:   Nach 3 Jahren fast auf den Tag Besuch der Zoos in Poznan und Wroclaw, nach 10 Jahren wieder in Warszawa.

    In Posen war für mich das bewegendste und unerwartetste Treffen jenes mit meiner langjährigen Bekannten und Führerin E. T., bis zur Berentung Zuchtbuchführerin für Zwergplumploris und Kennerin speziell von Nagetieren. Nach einer Hirnkrebsoperation ist sie wieder guter Dinge und hilft schon im Neuen Zoo.
    Nach “immer nur” Begehung der Zoos hatte ich am ersten Tag nur den Alten Zoo vorgesehen, um nun auch der Altstadt wieder einen Besuch zu widmen.
    Ansonsten wäre mit Taxi beides möglich, da der Zug aus Berlin schon um 9.15 in Posen ist - für den Alten Zoo reichen 1-2 Stunden - dann hätte man immer noch 6 Stunden für den Neuen.
    Der Alte: leider hat sich nicht viel getan, eher hat der Zahn der Zeit weiter genagt an den alten Gebäuden. Eigentlich reichen die Kommentare , die vor 3 Jahren gemacht wurden. Allerdings ist zwischenzeitlich die Terrarienanlage mit Glasdach eröffnet, nur für sie muß man 8 Zloty zahlen (wohl 1 Euro = 3,5 Zloty), der Parkbesuch ist frei.
    Die alten Vogelhäuser beherbergen noch einige Arten, der 1. mit der Freiflugvoliere hat noch die Roten Ibisse, wohl auch südamerikanische Enten, alle waren noch im Haus, nur durch Sehschlitze zu sehen. Eine Voliere beinhaltete Victoria-Kronentauben, auf der anderen Seite je 2 Silberwangenhornvögel und 2 Argusfasane in etwas Urwaldumgebung. Beim 2. Haus sah ich nur Sittiche, beide Häuser sind nicht mehr begehbar. Die alte Affenhausanlage existiert noch, innen verschlossen, im Rundeckkäfig sind immer noch 2 Siamangs (die sah ich schon vor 30 Jahren), daneben dann 4 Dianas, die über einen Gang die Freianlage an der Grotte nutzen können. Dann an der Straßenseite Südamerika mit Alpaka, Nandu und Wasserschwein, daneben Südostasien mit Chinamuntjaks. Dann nur noch Haustiere: Ziegen, Somalischafe, Esel und ein “Zwerg”zebu. Mittlerweile ist auch das Raubtierhaus nicht mehr begehbar, offensichtlich sind dort auch keine Mitarbeiter mehr tätig. Kattas könnten noch auf eine Insel doch waren alle Tiere noch in den Unterkünfte - trotz der 22°C.
    Das Terrarium: an sich wurden die vorhandenen Bauten “nur” mit einem Diskus-ähnlichen große Dach versehen, so Platz schaffend für Kommodowarane auf der einen, Krokodile auf der anderen Seite. Die “eigentliche” längliche Reptilienanlage mit Waranen, Chameleons, Wasserschildkröten, Phelsumen, Schlangen existierte schon, ähnlich die seit Jahren sehr instruktive Ausstellung von Baumsteigerfröschen, Kröten und einigen Fischen. Das ist es schon. Die seinerzeit angekündigte Ausstattung eines Restaurants beschränkte sich auf eine “Urwaldbar” mit wenigen Plätzen an der Krokodilanlage - kein Verkäufer war zu sehen - bei der geringen Frequentierung für den Pächter an Wochentagen wäre sie wohl auch wenig lebenserhaltend, währen ein Restaurant-Kiosk im Park durchaus von Omas und jungen Frauen mit Kleinkindern frequentiert wurde.
    Sehenswert dann die gut renovierte Altstadt; der Bahnhof wurde seinerzeit zur Fußballeuropameisterschaft neu umgemodelt: riesige Glasfronten herrschen vor. Allgemeiner Eindruck: Große Shoping-Mall mit Busbahnhof und auch etwas Bahnhof mit neuen Gleisen , aber auch den alten. Zur Orientierung braucht man seine Zeit, zumal unmittelbar überall mächtig gebuddelt wird.
    Morgen dann der Neue Zoo , den ich , da genügend Zeit, erstmals erlief (so 4-5 km vom Hotel in der “neuen “ Altstadt am Schloß).

    (26.04.2015)
    WolfDrei:   Nochmals:
    (24.04.2015)
    WolfDrei:   und bei den Reptilien: Oman -Dornschwanz
    (24.04.2015)
    WolfDrei:   und die 2. Neusichtung: das Riesenhörnchen Ratufa bicolor aus Java - schwer aufzunehmen, da die Voliere ein teilweiser Glaszylinder mit Oberlicht war.
    (24.04.2015)
    WolfDrei:   So ein Wetter ! Aber der Besuch in Poznan, Wroclaw und Warszawa war schon länger geplant. Demnächst die Berichte. Und eine Neusichtung: "Linda", eine Bärenkuskusdame in Wroclaw
    (24.04.2015)
    Sacha:   @WolfDrei: Eigentlich verwundert es mehr, dass der Zoo Wroclaw keine Deutsche Seite hat. Dürfte in dieser Stadt - nicht zuletzt historisch bedingt - wohl mehr deutsche als englische Besucher haben...
    (20.11.2014)
    WolfDrei:   Nun ja, es heißt zwar "Afrykarium - Oceanarium" - aber ganz puristisch Afrika ist es auch nicht (wäre schön gewesen) Die Manatis sind "ganz gewöhnliche" amerikanische Tiere: Armstrong und Gumie, geboren in Odense /Dänemark. Wroclaw (Breslau) hat leider keine Englisch-Seite, mit Russisch-Kenntnissen und einigen Zoogängen dort bekommt man in etwa den Inhalt heraus (neben vielen Fotos)
    (20.11.2014)
    WolfDrei:   Um einen visuellen Eindruck zu bekommen:
    "Leszoosdanslemonde" anklicken; dort Forum; dann unter "Les Zoos" Actualite anklicken und dort etwas nach unten scrollen "Breves d`actualite: Pologne", dort die Seite (page) 9 öffnen - dann nach unten zu den Fotos.
    (20.11.2014)
    WolfDrei:   "Vielleicht" wollte nicht. Einfacch "Zoo Wroclaw" anklicken, dort "Aktualnoszi"
    (19.11.2014)
    WolfDrei:   Es ist eröffnet! In Breslau wurde am 26.10. das "Afrykarium" eröffnet - die "Wasserwelten": 15 Mio Wasser, 4500 Tiere, meistens Fische; dann Crocs, Hippos, Dik-Dils, Erdferkel und "Lamantins" - das wären an sich Manatis - vielleicht auch afrikanische? Kosten zwischen 71 und 100 Mio Euro. (Soeben gelesen in Leszoosdanslemonde von J. Livet) Übrigens sind auch 2,2 Chaco-Pecaris des TP dort seit 3 Wochen. Habe ich damit gerechnet - der Direktor Radoslaw Ratajczak macht manches möglich!
    Vielleicht auch:
    (19.11.2014)
    WolfDrei:   die Verbindung:
    lutra@zoo.wroc.pl
    (16.04.2014)
    WolfDrei:   Da steht aber nur ein Pförtner - also vorher anmailen!(möglichst bei Frau Ewa Piasecka, sie spricht hervorragend Deutsch und ist außerdem der "Registrar"(ach so - neuerdings heißt das sicherlich in diesem Fall "Registrarin".
    (16.04.2014)
    Carsten Horn:   Hintereingang (ehemaliger Haupteingang) sollte immer schneller gehen, selbst wenn man nicht um die Baustelle herum muß, g...
    (16.04.2014)
    Ronny:   Hat jemand aktuelle Informationen wie die Baustellensituation in Wroclaw ist? Gibt es einen schnelleren Weg zum Affenhaus (wegen den Riesenhörnchen) alsum die Großbaustelle herum zu gehen?
    (16.04.2014)
    WolfDrei:   In der NEWS-Kategorie des Zoos Pretoria gelesen: Veterinäre des Zoos hätten in Poznan (neuer Zoo) bei einer afrikanischen Ele-Kuh die erfolgreiche Extraktion einen Stoßzahnes vorgenommen.
    (18.01.2014)
    Oliver Jahn:   Zoo Kraków

    Der Zoo in Kraków zählt eher zu den kleineren Zoos in Polen, der eine herrliche Lage in einem alten Waldstück hat. Hier begegnet dem Besucher der klassische Zoo, vieles ist noch recht klein, vieles noch aus Vorwendezeiten, viel Gitter, einige Neubauten, einige Modernisierungen aber ein Tierbestand, der doch recht umfänglich die Zoopalette abdeckt.

    Gleich nach dem Eingang empfangen den Besucher zwei Asiatische Elefantenkühe in einem nicht gerade üppigen Auslauf, der Stall der Kühe ist durch eine Glasscheibe einsehbar, der vordere Teil des Hauses beherbergt ein kleines Terrarium.
    Gegenüberliegend sind die Papageienvolieren und die ersten Krallenaffen untergebracht.

    Die Längsseite des Elefantenhauses/Terrariums bildet das Affenhaus, welches nicht begehbar ist, eine Anlage haben die Schimpansen, weitere zeigen eine Gruppe Mantelpaviane, die erheblich zu groß für diesen Käfig war, Schopfmangabe, Mandrill, Lar und Guereza runden das Bild ab.
    Diesem Haus gegenüber kommt dann die Raubtiergalerie der großen Katzen, das dazugehörige Haus war früher einmal begehbar, ist jetzt aber leider geschlossen.
    Weiterhin wurden mehrere Käfige und ein zweites Haus angebaut, was deutlich durch die fehlenden Mosaike an den Käfig-Rückwänden auffiel. Die Käfige selber sind typisch dick vergittert, die Anlagen sind nicht klein, aber sie vermitteln eben ein Bild, wie man es heute nur zu gern für negative Berichterstattung nutzt.
    Den Anfang machen die Jaguare, welche auch den Zooführer zieren, am Ende des Tages war auch ein relativ „frisches“ Jungtier zu sehen, welches ohne die Mutter, die im Haus blieb, auf Entdeckungstour ging.
    Im Anschluss kommen die China-Leoparden, ein Irbis und ein Europ. Luchs.
    Auf der einen Seite dieser Anlage folgen dann die Kleinen Pandas und eine Robbenanlage, die eher an eine Bärengrube erinnert und über die dort stattfindende Fütterung Jennifer bereits berichtet hat.
    Auf der anderen Seite folgen die Huftieranlagen für Zwergflusspferd mit Kalb, eine herrliche Gruppe Mähnenspringer mit drei kräftigen Böcken, Vikunjas, Przewalskipferde, Litschi-Wasserböcken und Addax.
    Eine Volierenreihe kommt dann für Rohrkatze, Europ. Wildkatze, Streifenskunk und Nasenbär.
    Auf der Rückseite ist ein Nachttierhaus für Flughund, Garnett Galago, Wickelbär, Kuskus, Zwergplumplori, Fennek (mit „riesiger“ Außenanlage) und Braunborstengürteltier.
    Gegenüber sind Bennetts, Emus und Nandus.
    Auf deren Rückseite sind die Ellipsen-Wasserböcke, die Bongos und die Mishmi-Takine.
    Dann folgen mehrere Greifvogelvolieren mit Andenkondor, Kaiseradler, einer Eulenkollektion, ein einzelner Käfig für den Manul und eine Grube für sehr aktive Dachse.
    Auch hier finden sich wieder Huftiere auf der anderen Seite des Weges, Elenantilope, Nilgau und Trampeltier. Im Anschluss kommt die neue Giraffenanlage mit einem großen Haus, hier mag es auch nicht mehr lange bis zur Eröffnung dauern.
    Die neuen Anlagen für die Großkatzen sind bereits fertig, hier sieht man Amurtiger, Löwen und Schneeleopard.
    In der hinteren Ecke befindet sich dann noch der Mini-Zoo mit einigen Haustieren, darunter auch wieder das Polnische Heideschaf, ebenfalls sind hier die Milus, die Damhirsche und die Barasingas untergebracht, Markhore (mit Jungtieren und einem Prachtbock) und Kulane sind in Gehegen, an die der Besucher leider nicht herankommt, ebenso sieht es mit den Rothirschen aus.
    Nun wendet man sich wieder in Richtung des Einganges und kann die andere Seite des Zoos betrachten. Am Anfang stehen die Flachlandtapire, dahinter Strauß und Chapmann-Zebra, gegenüber haben die Wölfe ihre Anlage.
    Jetzt wird es noch einmal richtig spannend, denn es folgt eine alte Käfigreihe, in der früher sicher einmal ein breites Spektrum an Hundeartigen und Hyänen gehalten wurde. Heute sind hier etliche der Einzelanlagen zusammengefasst und sie beherbergen Mähnenwolf, Löffelhund und Weißschwanzstachelschwein. Danach kommen zwei Kleinkäfig-Anlagen für Ozelot, Salzkatze, Jaguarundi, Sandkatze und Karakal in der einen Reihe und G. genetta, Tayra und Baummarder in der anderen Reihe. Zum Ende hin folgen dann noch einige Teiche mit Wassergeflügel, eine Anlage für Europ. Fischotter und mehrere Vogelvolieren, u.a. auch für einige interessante Fasanenarten.

    Durch die Lage und den Tierbestand kann ich über den Zoo Kraków mein Urteil bilden, welches da lautet: Klein aber Fein!
    Viele der Anlagen entsprechen vielleicht nicht mehr ganz dem Standard, wie ihn das verwöhnte deutsche Auge gewohnt ist, dennoch hat der Zoo eine schöne Zoo-Atmosphäre und sein Tierbestand muss sich nicht verstecken, hinter dem manch größerer Zoos.

    (23.10.2013)
    Michael Mettler:   @Bernhard Brehmer: Danke für die Übersetzung! Schade, dass der Text keinen weiteren Hinweis auf die Herkunft der Syrischen Ziegen enthält.
    (22.10.2013)
    Bernhard Brehmer:   @ Michael Mettler
    Das bezieht sich jedoch auf die als Stammform angegebene Bezoarziege. Die Übersetzung lautet: "Das ist eine Hausziegenrasse, die von der Bezoarziege abstammt, die die Berge Afghanistans, Kleinasien und den Kaukasus bewohnt. Die Männchen haben stattlichere Hörner als die Weibchen. Sie ernähren sich von Pflanzen und sind morgens und in der Dämmerung aktiv. Das Weibchen bringt 1 bis 4 Zicklein zur Welt. In der Gefangenschaft lebt sie bis zu 12 Jahren."
    (22.10.2013)
    Michael Mettler:   Über die Google-Bildersuche bin ich auf der HP eines weiteren polnischen Halters dieser Ziegen gelandet:
    http://www.zoo.torun.pl/index.php?pid=63
    Ich bin keiner slawischen Sprache mächtig, aber da steht zumindest auch etwas von Afghanistan und Kaukasus - wird dort ein sehr viel größeres Verbreitungsgebiet angegeben, was natürlich dann sehr viel mehr Möglichkeiten einer Rassezuordnung beinhalten würde?
    (22.10.2013)
    Oliver Jahn:   Es existiert ein total einheitliches Aussehen. Die Tiere in Kotowice entsprachen genau den Tieren, die ich auch in Wroclaw gesehen habe.
    (22.10.2013)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich habe in meiner Haustierliteratur nachgeschlagen und drei Ziegenrassen mit Verbreitungsgebiet Syrien gefunden. Mamberziege = Syrische Hängeohrziege, Damaskusziege = Shami und Kilisziege haben allerdings ein auffallendes Körpermerkmal gemeinsam, was der von dir fotografierte Bock aus Katowice nicht aufweist: Extrem lange Hängeohren, die gerade herabhängen und deren Länge die des Kopfes oft überschreitet. Von daher scheint der Syrerbock zu keiner dieser Rassen zu gehören.

    Es könnte sich aber um einen vergleichbaren Fall zur Indischen Hängeohrziege oder der Nubischen Ziege handeln, wo ein bestimmter Ziegentyp in den Zoos unter diesem Namen gezüchtet wird, ohne dass m.W. der wirkliche Rasseursprung (eventuell sogar aus mehreren Originalrassen zusammengesetzt) und die geografische Herkunft genau bekannt ist.

    Wenn ein relativ einheitliches Aussehen der Tiere in den polnischen Zoos gegeben ist, würde ich die Syrische Ziege als eigene Form in der ZTL listen.
    (22.10.2013)
    Oliver Jahn:   Ich wollte die Syrische Ziege in der ZTL nachtragen, aber dort habe ich sie nicht gefunden. Gibt es noch eine andere Bezeichnung für diese Rasse oder fehlt sie einfach nur?
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und die Sudanzebras, bei denen in Katowice nur ein einziges Exemplar wirklich mähnenlos war.
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   und noch einmal eine Felina
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   Gelbgrüne Meerkatze, in Deutschland völlig aus den Zoos verschwunden
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   Syrischer Ziegenbock, eine meiner Erstsichtungen

    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   die handzahme Streifenhyäne
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   und ein Blick ins neue Antilopenhaus, in der Mitte sind die Vitrinen für die Krallenaffen
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   Säbelantilopen
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   die Breitmaulnashörner
    (21.10.2013)
    Oliver Jahn:   Heute nun ein paar Bilder zu Katowice.
    Der Eingang.
    (21.10.2013)
    Carsten Horn:   Ende Mai gab es beide, die Barasinghas waren links neben den Milus, die Dybowskis auf der gegenüberliegenden Seite des Weges neben den Mesopotamischen Damhirschen...
    (21.10.2013)
    Jennifer Weilguni:   Also ich meine auch, da nur Dybowskis gesehen zu haben.
    (17.10.2013)
    Oliver Jahn:   Ja Wolfgang, die waren noch da, auf der vom Eingang aus gesehenen rechten Seite ziemlich weit hinten.
    (15.10.2013)
    WolfDrei:   Oliver, habe nochmals meine Fotoreihung vom Vorjahr an der "Bärenburg" in Wroclaw angeschaut: offensichtlich hat man die Barasinghas gegen die Dybowskis "ausgetauscht", denn die hätte ich auch fotografiert. Noch zum Vogelhaus: gab es die Palawanhornvögel noch ? (A. marchei . relatives Doppelhorn, fast weiß)
    (15.10.2013)
    Oliver Jahn:   Ich habe noch mal in die Bilder geschaut und auch in meine Artenliste, ich habe den Barasinga gar nicht drin. Aber Wolfgang, das muss für Wroclaw wirklich nichts heißen, denn bei dieser Artenfülle passiert es schon mal leichter, dass man eine Art übersieht oder vergisst.
    (15.10.2013)
    Oliver Jahn:   Wolfgang, ich schaue nachher noch mal in meine Bilder, aber genau da habe ich die Dybowskis in Erinnerung. Vielleicht kann Jennifer sich noch besser erinnern?!
    (14.10.2013)
    WolfDrei:   @Oliver Jahn: Die Barasinghas ( ca 1,5)standen direkt gegenüber dem begehbaren Turm der ehemaligen Bärenanlage.Foto anbei
    (14.10.2013)
    Oliver Jahn:   @Oliver Müller, gern! So erlebe ich ja die Besuche quasi auch noch einmal.
    Wolfgang, ja endlich! Aber ich bin nun mal der Reihe nach gegangen! ;-)
    Bei der extremen Artenvielfalt kann ich keine Garantien geben, aber an Barasingas kann ich mich gar nicht erinnern. Weißbartgnus waren weder da, noch ausgeschildert. So wie es aussieht, wird der Neubau zum Geburtstag fertig, man erkennt schon alle Formen sehr gut und es wurde überall gearbeitet. Nach Aussage des Direktors soll zum Geburtstag auch die neue Okapi-Anlage stehen.
    Beim Kantschil waren wir 3 mal, zu allen Tageszeiten. Da hast du wirklich richtig Glück gehabt. Auf jeden Fall bin ich sehr sehr glücklich, dass man mit dem historischen Teil des Zoos so verantwortungsbewusst umgeht und ihn mit so großartigen Tieren noch veredelt.
    (14.10.2013)
    WolfDrei:   Na endlich, Oliver! Wo doch Wroclaw viel näher liegt als Lodz oder Warschau!Danke! Und ich kann alles nur bestätigen, wenn , wie hier gesagt, immer etwas Neues zu sehen ist. Mein Besuch liegt schon über 1 Jahr zurück. Eine Frage zu den Gnus: ich habe noch "Weißbärte" gesehen - gibt es die noch? "Damals" gab es auch einen kapitalen Barasingha. Und da ich eine Sondererlaubnis hatte, konnte ich auch die Riesengleihörnchen fotografieren, was mir in Singapur nicht gelungen war. Vor einem Jahr waren es drei Tiere, Foto anbei. Bei dem Kantschil muß man wirklich Glück haben, konnte man einerseits nur von "oben nach unten" fotografieren, andererseits lagen da eine Unmenge von Zweigen aller Art herum. Draußen wird man es (abgesehen von den jetzigen Temperaturen am Tage kaum sehen.
    Noch zum Bauplatz: Wroclaw feiert im Juni 20015 den 150. Geburtstag. Wie ist denn der jetzige Eindruck?
    (14.10.2013)
    Oliver Müller:   @Oliver Jahn:

    Vielen Dank für die tollen Zooberichte hier! Ich freue mich schon auf die Berichte aus dem Baltikum.
    (14.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Wroclaw

    Unter den polnischen Zoos ist der Zoo Wroclaw sicher die bekannteste Einrichtung, über die auch im Forum schon etliches geschrieben wurde. Aber auch hier passiert eine Menge, so dass der Besuch immer wieder ein Highlight ist.
    Dieser Besuch aber war das noch viel mehr, als meine bisherigen Besuche, da ich bei diesem Besuch durch Jennys freundliche Art und ihr exzellentes Englisch die Möglichkeit bekam, etliche der Häuser auch einmal hinter den Kulissen sehen zu dürfen. Das war einfach großartig, denn vor allem das Dickhäuterhaus aus Sicht der Stallungen und das alte Raubtierhaus von Innen waren für mich komplett neu und verstärkten den Eindruck, in eine andere Zeit abzutauchen, noch stärker. Ein ganz herzliches Dankeschön noch einmal an die Mitarbeiter und den Direktor dieses Zoos!
    Ansonsten ist hier vieles schon gesagt, der neue Zooteil leidet zur Zeit noch immer unter dem riesigen Neubau für die Tiere des Wassers, viele Wege und Einsichten sind gesperrt, außerdem machte dieser Teil auch generell einen etwas schwach besetzten Eindruck. Die Huftierbereiche sind stark ausgedünnt, selbst auf der Gnu-Anlage stand nur noch ein einzelnes Blaues Gnu. Erfreulicher sieht die Situation bei den Tripolis-Mähnenspringern aus, allerdings verstehe ich gerade bei dem schwachen Restbesatz dort noch immer nicht, warum man sie in eine so schlecht einzusehende Ecke quetscht.
    Das Madagaskarhaus ist noch immer beeindruckend, auch hier sieht der Besucher wieder den Alaotra-Halbmaki in einer sehr schönen Anlage.
    Im Haustierbereich des Zoos sind ebenfalls Syrische Ziegen zu sehen, aber neben Vierhornschafen und Angora-Ziegen sah ich auch meine ersten Karpatenziegen.
    Das alte Krokodilhaus war durch die Baustelle nur schwierig zu erreichen, aber es war offen und so gelang auch der Blick auf Erdferkel und eine sehr große Gruppe Prevosthörnchen.
    Die Anlage für die Panzernashörner ist nun eröffnet, Jenny schrieb es bereits, sie erinnert an einen überdimensionalen Käse, Schönheit liegt wie immer, im Auge des Betrachters. Die Vergesellschaftung hingegen finde ich absolut spannend und habe sie so noch nie gesehen, neben den Panzernashörnern leben Zwergmuntjaks und Marabus (leider keine Asiaten) , den Höhenbereich nutzen die Gibbons.
    In einem Käfig dieses Hauses sah ich mein erstes Java-Riesenhörnchen.
    Auf den alten Bärenanlagen tummeln sich noch immer Kragenbären und ein alter Braunbär, die Mittelanlage wird noch immer als Robbenanlage genutzt.
    Das historische Affenhaus zeigt das Riesengleithörnchen, aber auch Rotscheitelmangabe, Monameerkatze, Gabun-Zwergmeerkatze, Diana-Meerkatze und die Östl. Große Weißnasenmeerkatze, die man in Deutschland nur noch in Duisburg sieht.
    Die Gelben Paviane bewohnen den alten Affenfelsen.
    Im Dickhäuterhaus findet man noch immer einen Besatz von zwei alten Asiatischen Elefantenkühen, zwei Nilpferden, drei Zwergflusspferden(eines davon ist ein Jungtier) und vier Flachlandtapiren.
    Das alte Raubtierhaus dient nur noch mit wenigen Käfigen der Unterbringung einiger Affen.
    Im Greifvogelbereich wird noch immer ein Fischadler gezeigt, ebenfalls kein sehr häufiger Gast in Zoos und in Deutschland gar nicht vertreten.
    Die wundervolle historische Bärenburg zeigt eine recht gute Kollektion von Eulenvögeln, auf dem Weg dorthin sieht man die alten Anlagen der Gebirgswiederkäuer, mit Blauschafen, Takinen, Sibirischen Steinböcken und Kreta-Bezoarziegen mit einem herrlichen Bock. Unmittelbar neben der Burg ist eine Voliere für Buntmarder.
    Ebenfalls besetzt ist auch noch das alte Hirschhaus, hier sind die Milus, Rentiere, Prinz-Alfred-Hirsche und Dybowski-Hirsche.
    Bei den Zebras werden Sudan und Bergzebras gezeigt, daneben stehen die Java-Bantengs. Der Balabac-Kantjil war leider nicht zu sehen.
    In der neuen Tigeranlage werden Sumatra-Tiger gezeigt.
    Das Vogelhaus ist wieder komplett offen, Runzelhornvogel, Weißbrusttukan und Haubenliest sind hier neben vielen anderen Arten zu sehen.
    Das alte Gesellschaftshaus stellt aus meiner Sicht noch immer eines der artenreichsten Terrarien dar, welches ich kenne, gerade im Bereich der Großwarane ist die Sammlung beachtlich, die Komodowarane standen kurz vor ihrem Einzug.
    Eine neue Anlage entsteht im Zoo auch für Okapis, im Europateil des Zoos werden Wisente, Mufflons, Berberaffen, Wölfe, Luchse, Wildkatzen und Braunbären gehalten.
    Der Zoo in Wroclaw ist ein Weltklasse-Zoo. Ein Tag ist für diesen Zoo fast zu wenig. Ich war jetzt das dritte Mal da und habe immer noch ganz neue Dinge gesehen.
    Die Artenvielfalt ist gigantisch und im Bereich der kleineren Säuger gibt es regelmäßig neue Arten, die einmalig für Europa nur hier gehalten werden.
    Dieser Zoo ist ein MUSS!!!

    (14.10.2013)
    Jennifer Weilguni:   Ach, Oli.. einfach schön deine Reiseberichte. Wenn ich sie lese, dann habe ich die ganzen wunderschönen Bilder der Zoobesuche unserer Reise wieder direkt vor Augen.

    @WolfDrei: Ausgeschildert war die Kaama auf jeden Fall noch, auch wenn sie (für uns) nicht zu sehen war wird sie dann vielleicht doch noch leben.
    (13.10.2013)
    Oliver Jahn:   Ich meine, dass er das ist und hätte jetzt ganz sicher behauptet, dass ich den auch gesehen habe. Aber da gibt es schon viele Ähnlichkeiten.
    (12.10.2013)
    WolfDrei:   pardon - der "Posten" heißt natürlich Kustos, nicht Kurator. Und "Frosch"-Günther, weil dort noch Kollegen mit dem gleichen Familiennamen arbeiteten, auch mit dem Vornamen Günther. Übrigens ist er der Autor des 600. Heftes "der neuen Brehm"-Reihe (Wasserfrösche Europas)
    (12.10.2013)
    WolfDrei:   Zum genannten Waran: Rainer Günther (genannt Frosch-Günther) hat parallel mit mir an der Humboldt-Uni Biologie studiert und war dann bis zur Berentung Kurator für Herpetologie am Museum für Naturkunde in Berlin.
    (11.10.2013)
    Carsten Horn:   Ich hab da leichtes Chaos mit meiner Fotoliste veranstaltet und bin auch nicht so bewandert in Reptilien, aber ggf. ist das der Waran dann...
    (11.10.2013)
    Karsten Vick:   Gesehen haben wir ihn nicht. Das wüsste ich. Er ist aber im Zooführer abgebildet, der Günther-Mangrovenwaran (so heißt er jedenfalls auf Polnisch und Englisch).
    (11.10.2013)
    Oliver Jahn:   Ich bin mir leider nicht ganz sicher, aber ich glaube, ich habe ihn gesehen.
    (11.10.2013)
    Carsten Horn:   Offiziell firmiert der Zoo unter dem Namen "Schlesischer Zoo"...

    Anreise ist auch amüsant, wenn das Navi einen bis vor den Zooeingang führen möchte, da der Zoo im städtischen Kulturpark liegt und dort nur fußläufig ist, g...

    Die beiden Flußpferde in Chorzow sind bzw. waren Ehrenbürger der Stadt, ist Tana also nicht das einzige Ehrenflußpferd, g...

    @Oliver: Frage zu Warszawa, hast Du da im Reptilienhaus Varanus rainerguentheri (scheint noch nicht mal nen deutschen Namen zu haben) gesehen, hab mir das auf meiner Bilderliste aufgeschrieben, aber bin mir nicht so sicher, ob er das wirklich ist. Wäre dann vermutlich europäische Ersthaltung wenn... Muß in einem der größeren Terrarien vor Kopf gewesen sein...
    (11.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Katowice

    Obwohl der Zoo unter diesem Namen bekannt wurde, ist genau dieser Name eigentlich falsch, denn der Zoo liegt in Chorzów, einer kreisfreien Großstadt 7 Kilometer von Katowice entfernt. Bekannt geworden ist er dennoch unter dem Namen Zoo Katowice.
    Letztlich führte aber genau dieser Namenswirrwarr auch bei uns dazu, dass wir schon etwas suchen mussten, bevor wir diesen Zoo dann endlich fanden. Umso größer war die Begeisterung über das, was uns dort erwartete.
    Man betritt den Zoo durch ein barockes Schlosstor, welches in Warschau abgetragen, und hier als Zooeingang wieder aufgebaut wurde.
    Es empfängt einen dann ein barocker Gartenbereich, der sowohl über eine Mittelallee, als auch über zwei Seitenwege in den Zoo übergeht.
    Auf der linken Seite, dem Rundweg folgend, sind Teichanlagen, in denen einmal Robben gehalten worden, heute sind hier Wasservögel. Im alten Antilopen- und Huftierbereich, der dann folgt, ist eine gerade erst eröffnete Anlage für Amurtiger integriert. Nilgauantilopen stehen hier, ebenso wie Weißschwanzgnus, Große Kudus und Litschiwasserböcke, dennoch muss man sagen, dass der Zoo durch viele neue Häuser, die zum Teil gerade erst eröffnet wurden, oder es noch nicht mal sind, den Tierbestand innerhalb des Zoos kräftig umstellt.
    Im Haustierbereich gibt es Syrische Ziegen, eine Rasse, die ich vorher noch nie gesehen habe.
    Am Ende der Huftierwege stößt man dann auf die Dickhäuteranlage. Auf einer sehr großzügigen Außenanlage stand ein einzelner Asiatischer Elefantenbulle.
    Im Hintergrund der Anlage erkennt man schon das große Dickhäuterhaus, ebenfalls ein Bau der 60er Jahre, den Rosl Kirchshofer in ihrem Buch „Zoologische Gärten der Welt“ sogar bildlich erwähnt, als eines der modernen Elefantenhäuser Europas.
    Das Haus wirkt noch heute recht groß, genauer hingesehen entfällt aber der größte Teil des Hauses auf den Besucherbereich, der reichlich bestückt ist, mit großen Vitrinen für Vögel und ein paar Kriechtiere.
    Im Anschluss an die im Halbkreis neben einander gebauten Elefantenställe kommt dann das Nilpferdbecken mit dem daneben liegenden Landabteil. Hier lebte ein Paar Nilpferde seit den 60er Jahren, welches 12 mal für Nachwuchs gesorgt hat. Da das Becken nicht teilbar ist, hat man dann wohl den Graben zum Besucherbereich im hinteren Teil des Hauses abgetrennt und ein kleines zweites Becken daraus errichtet. Das allein ist schon sehr ungewöhnlich, in Magdeburg hielt man in diesem Graben vor den Elefanten ein Gürteltier. Was dann aber dem ganzen die Krone aufsetzt ist die Tatsache, dass die Nilpferde nie über eine Außenanlage verfügten. Nach Carstens Aussage ist der heute hier noch immer und jetzt allein lebende Bulle der älteste Nilpferdbulle in Europa. Da soll noch mal jemand behaupten, frische Luft sei gesund!
    Vom Dickhäuterhaus gelangt man dann vorbei an einem Kormoranteich zur neuen Anlage der Giraffen, welche die Außenanlagen bereits bezogen haben, das Haus stand kurz vor der Eröffnung. Im alten Giraffenhaus sind jetzt nur noch die drei Breitmaulnashörner untergebracht. Gegenüber befindet sich dann ein neues Haus für Krokodile und Vögel, die Kroks haben sogar eine Außenanlage, auch dieses Haus war leider noch nicht eröffnet. Im Anschluss daran kommt man zum Affenhaus, welches schon ein wenig älter ist. Hier sind die Mandrills, Husarenaffen, Haubenkapuziner, Kattas, Gelbgrüne Meerkatzen und Guerezas.
    Nun kommen die neuen Anlagen für Addax, Defassa-Wasserbock und Sitatunga, mit einem ganz neuen Antilopenhaus, in dessen Besucherbereich auch Krallenaffenvitrinen und die Erdmännchen untergebracht sind. Dieses Haus hat mich besonders angesprochen, obwohl es ein schlichter, fast quadratischer Bau ist, vermittelt er eine gute Zooatmosphäre.
    Nun folgen die Anlagen für Trampeltiere und die Sudan-Zebras, auf deren linken Seite sich die großzügigen Käfiganlagen für Amurtiger (ein Tier war schon in die neue Anlage umgezogen), Persische Leoparden und Irbisse befinden. Hinter diesen wiederum liegen zwei langgezogene Schluchten, die an klassische Bärengruben erinnern. Durch gute Bepflanzung erscheinen aber auch diese älteren Anlagen nicht störend. Hier sind die Löwen, die Kragenbären und die Braunbären untergebracht.
    Der hintere Bereich schließt dann mit einer Anlage für Waldbisons. Auf dem Weg zurück zum Eingang sieht man dann noch Geparde, Mähnenwölfe und Kängurus. Eine eigene kleine Anlage existiert für Mantelpaviane, vorbei an einem Zooschaufenster nähert man sich dem Eingang wieder, und hier erwarten den Besucher dann noch einige Kleinkäfigreihen mit Rohrkatzen, Felina-Ginsterkatzen, Nasenbären, Karakalen, Europ. Luchsen und einer Streifenhyäne.
    Der Zoo steckt mitten in einer Entwicklung, der man anhand der Dinge, die bereits entstanden sind, nur Anerkennung zollen kann. Mich hat dieser Zoo sehr fasziniert und ich weiß, diesen Zoo werde ich wieder besuchen.

    (11.10.2013)
    Michael Mettler:   Von der Zukunft in die Vergangenheit: In einem Lodz-Forum fand ich ein paar historische Zoofotos, darunter einen Käfig für Jungbären (sieht jedenfalls nach solchen aus) und die erste Elefantin Magda I. Ob das Mäuerchen vor ihr allerdings Teil ihrer Gehegeumfassung ist oder sie irgendwo außerhalb im Zoo aufgenommen wurde, bleibe dahingestellt. Leider zeigt mein Rechner viele der dortigen Forum-Fotos nicht an, vielleicht verbirgt sich da noch mehr Bemerkenswertes.
    http://www.mojalodz.fora.pl/zwierzeta,188/zoo,621-60.html
    (11.10.2013)
    Carsten Horn:   Da hab ich mich auch drauf gefreut, insbesondere auf die Flußpferdherde.

    Ist aber leider nicht mal in eine konkrete Planungsphase gegangen und der Zoo war in die Ideen gar nicht großartig einbezogen, war eigentlich nur so eine Art Absichtserklärung der Stadt...
    (11.10.2013)
    Michael Mettler:   Als Nebenprodukt des Stöberns: Bin zwar des Polnischen nicht mächtig, aber reime mir ein paar bekannt vorkommende Wörter so zusammen, dass auch Lodz ein Geokonzept plant und dabei u.a. ein Flusspferdhaus für je 6 Hippos und Krokodile und eine Elefantenanlage (sloniarnia, das war mein Suchbegriff in Google) für 10 Elefanten errichten will.
    http://komunalny.pl/index.php?name=article&op=show&id=7891
    (11.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zwergflusspferd
    (10.10.2013)
    Oliver Jahn:   Eines der Giraffenhäuser mit Besucherturm.
    (10.10.2013)
    Oliver Jahn:   Jaguar-Anlage
    (10.10.2013)
    Oliver Jahn:   Bongo
    (10.10.2013)
    Oliver Jahn:   Heute nun die bildlichen Eindrücke aus Opole.
    Asienanlage mit Trampeltier und Kulan
    (10.10.2013)
    Carsten Horn:   Kaama konnte ich schon im Mai nicht entdecken...

    Die linke obere Ecke des Planes kann man sich ggf. auch sparen, da sind zwar tlw. schöne relativ neue Anlagen, aber man verpasst keine tierlichen Raritäten, Luchs, Bär, Pelikan, etc...
    (10.10.2013)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, Wroclaw kommt erst in ein paar Tagen, daher sind auch deine Tipps genau richtig. Die Kaama habe ich nicht gesehen, da die gesamte Afrika-Anlage durch die Baustelle nur an einer ganz kleinen Stelle einsehbar ist.
    Wenn es offen ist, dann im neuen Teil noch das alte Krokodilhaus besuchen, hier lebt das Erdferkel.
    (10.10.2013)
    WolfDrei:   @Stefanie Fischer: So nicht Oliver Jahn es noch schafft , den Wroclawbericht einzustellen: folgen Sie den Ratschlägen, die ich nur unterstützen kann. In er Mitte des Planes befindet sich eine Riesenbaustelle (die rote Zone), so man die linke Seite bis zum Ende besucht, muß man leider wieder diesen Weg zurück. Da aber die dort ausgestellten Tiere nicht so bedeutsam sind (die Caamaantilope wird wohl nicht mehr leben? Oliver?), reicht ein Blick in die Madagascaranlage (das Tier mit dem hochgestellten Schwanz). Empfehlenswert ist auch das alte Affenhaus dort mit den Riesenflughörnchen. Das Balabackantjil lebt im Haus der Gibbons (rechtes kleines Gehege). Das Terrarium: viele Stunden!bräuchte man.
    Ansonsten als Verkehrsmittel ein Taxi - allerdings war bei meinem Besuch in Richtung Zentrum/Bahnhof gegen 16 Uhr dort immer ein "schöner" Stau.
    (10.10.2013)
    Carsten Horn:   Na das war dann wohl fast gleichzeitig, g...
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   @Michael, die Außenanlagen brauchte man ja auch nicht groß verändern. Komplett modernisiert sind in beiden Fällen die Häuser.
    (09.10.2013)
    Carsten Horn:   Abfotografierter Zooplan...

    Was empfehlen ist schwer, abhängig von der Interessenlage. Man kann sicher schon nur nen halben Tag in dem Terrarium zubringen, schafft aber auch, mehr oder weniger im Schnelldurchlauf, den ganzen Zoo...
    (09.10.2013)
    Michael Mettler:   @Oliver: Im Vergleich mit der erwähnten TV-Doku haben sich der Affenfelsen und die Raubtierfreianlagen tatsächlich seit damals nicht verändert. Letztere waren zu dieser Zeit mit Löwen, Tigern und Geparden besetzt.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   @Stefanie Fischer, einen Plan gibt es am Eingang und in mehreren Automaten. Vom Bahnhof fahren Sie am besten mit der Taxe. Es gibt viele begehbare Häuser, beim kurzen Überschlag komme ich auf 7 Häuser Minimum. Allein im alten Gesellschaftshaus, dem heutigen Terrarium können Sie Stunden zubringen bei dem Besatz. Es ist schwer, hier Prioritäten zu setzen, auf jeden Fall sollten Sie dann direkt in den alten Zooteil gehen und diesen auf sich wirken lassen. Dickhäuterhaus und Bärenburg sind ein MUSS.
    (09.10.2013)
    Stefanie Fischer:   @Oliver Jahn: Wir wollen am Samstag den Zoo von Wroclaw besuchen. Ich konnte leider keinen Zooplan im Internet finden. Haben sie zufällig ein Bild/Plan davon?

    Gibt es dort viele begehbare Tierhäuser? Aquarium/Terrarium? Was würden sie am meisten empfehlen, da wir leider nur einen halben Tag Zeit haben?

    Wir fahren mit dem Zug, wissen sie evt. wie man am besten vom Hauptbahnhof zum Zoo kommmt?

    Vielen Dank
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und zum Ende die begehbare Geiervoliere.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Der ehemalige Pavianfelsen, heute für Wanderus.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Das Haus für Kleinraubtiere und Nager.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Die Löwenfreianlage, rechts dahinter die Anlage der Streifenhyänen.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Bilder aus Lodz, Raubtierkäfige für Großkatzen.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Es muss auch danach noch einmal eine sehr heftige Überschwemmung gegeben haben, die Bilder davon waren im Zoo zu sehen.
    @WolfDrei, das sehe ich ähnlich, aber generell finden diese Zoos ja eher weniger Beachtung, was ich persönlich gar nicht nachvollziehen kann.
    Nach Fertigstellung des Asienbereiches dürfte Opole genau so Geo-Zoo sein, wie Hellabrunn.
    (09.10.2013)
    Carsten Horn:   Schlecht zu finden war der Zoo wirklich, auch das Navi war da nicht wirklich hilfreich auf den letzten Kilometern. Vom Parkplatz, ca. 1 km weg vom Eingang,ebenfalls keine Beschilderung, aber da funktioniert es ggf. nach dem Prinzip "Immer der Herde nach", g...

    Ich hoffe nur, man hat die Wasserproblematik im Griff, der Zoo liegt recht odernah und bei einer Flutkatastrophe ist u. a. das einzige dort gehaltene Flußpferd umgekommen, wäre schade wenn es dem schönen Zoo ähnlich ginge wie in Prag. Allerdings ist das schon fast 30 Jahre her, danach hab ich nichts mehr gehört von Überschwemmungen...
    (09.10.2013)
    WolfDrei:   Hier stellt sich natürlich die Frage, ob die Wiedererweckung des Geoprinzips, die Herr Knieriem als Alleinstellungsmerkmal für Hellabrunn so propagiert, nicht schon in anderen Ländern längst zur Erfüllung gelangt ist: wenn ich nun Opole so dargestellt sehe und davor Plzen und in gewissem Grade auch in Brno. Daß Hellabrunn natürlich vor ca 90 Jahren dies erstmals vollzogeb hat, bleibt ja unbestritten.
    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Opole

    Dieser Zoo, der ebenfalls schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet wurde, ist sicher der modernste Zoo meiner Reise gewesen, für mich: Ein Zoo aus einem Guss.
    An alte Zeiten erinnern lediglich ein paar wenige Stallungen an der Afrika-Anlage und das alte Aquarium, welches nicht mehr genutzt wird und eine „Klagemauer“ für kleinere Säuger und Papageienarten.
    Direkt nach dem modernen Eingang befindet sich auf der linken Seite ein sehr großer Komplex mit mehreren Anlagen und einem Haus für Affen. Krallenaffen, Weißhandgibbons, mehrere Lemurenarten, unter denen auch nicht so häufig gezeigte sind, wie Mohrenmakis, aber auch Graubeinnachtaffen, die im Affenhaus sogar Freigänger sein dürfen, sind im Sortiment und auch Gorillas, vergesellschaftet mit Kikuyu-Guerezas bevölkern sehr schöne und natürliche Anlagen mit reichlich bepflanzten Inseln. Ebenfalls im Affenhaus sind Prevosthörnchen und Tamanduas zu sehen.
    Unmittelbar hinter den Affenanlagen kommt dann der Raubtierkomplex.
    Zwei riesige Kuppelbauten mit mehreren Glaseinsichten beherbergen auf der einen Seite Ozelot und Puma.
    Die zweite Anlage (in gleicher Größe) gehört allein dem Jaguar. Diese Jaguar-Anlage ist so ziemlich die Beste, die ich bisher in einem Zoo gesehen habe. Wasserlauf und Badebecken sind vorhanden, die Vegetation ermöglicht es, sich dem Besucherblick auch einmal zu entziehen, Klettermöglichkeiten sind ebenfalls vorhanden, an drei Stellen kann der Besucher auf die Suche nach dem Tier gehen. Größe und Struktur sind einfach gigantisch.
    Es folgt ein Bereich für die Tierwelt Südamerikas, mit Tapiren, Wasserschweinen, Maras, Großen Ameisenbären, Nandus und Vikunjas, eine sehr schöne Anlage für Nasenbären, bereits am Eingang befindet sich die Anlage der Mähnenwölfe.
    Im Anschluss daran kommt dann das alte Haus für die kleineren Arten, wie Gürteltier, Stachelschwein, Zwergotter und Manul.
    Der Raum Eurasien ist in tollen Anlagen Heimat für Kleine Pandas, Eur. Wölfe, Vielfraße, Karpatenluchse und Schneeleoparden, gegenüberliegend finden sich in Gemeinschaftshaltung die Trampeltiere mit den Kulanen.
    Vorbei an Wildschwein und Damhirsch kommt man dann in den Parkteil Afrika.
    Serval und Gepard repräsentieren hier die Raubtiere.
    Auf einer großen Afrika-Steppe sind Ugandagiraffen, zusammen mit Böhmzebras, Bergzebras und Straußen. Das letzte Breitmaulnashorn ist nicht mehr vorhanden, die Zwergflusspferde hingegen schon. Die beiden Häuser für die Giraffen und Zebras sind ganz neu und hell und beide begehbar. Im alten Nashornstall stand ein Straußenhahn.
    In der letzten alten Ecke steht ein einzelner Milu, hier wird die Haltung wohl auslaufen.
    Australien stellte sich mit Roten Riesen, Bennetts und Potoroos dar.
    In einzelnen Anlagen, deren Stallungen sehr an die in Dvur erinnerten, finden sich dann noch Bongos, Addax, Säbelantilopen und Sitatungas.
    Ein Gehege gibt es noch für die Pudus, Zwergmuntjaks werden gezeigt und am Ende des Rundgangs befindet sich noch eine Anlage für Europ. Ziesel und eine große Anlage für Kaliforn. Seelöwen.
    Der Zoo hat mich begeistert. Das Geokonzept ist sehr gut umgesetzt, wenn auch noch nicht ganz. Der Asienteil soll noch erweitert werden um Anlagen für Panzernashörner und Tiger, die Affen hat man eher als Tiergruppe zusammengefasst, ohne Beachtung der Region.
    Der Zoo wirkt sehr modern, auch hier lässt sich der Kunstfels an der ein oder anderen Stelle nicht übersehen, aber es wirkt nicht nach künstlicher Kulisse.
    Was dem Zoo allerdings dringend zu empfehlen wäre, das wäre eine bessere Ausschilderung im Ort.

    (09.10.2013)
    Oliver Jahn:   Carsten, ich werde heute Abend auch noch einige Bilder einstellen, werde das aber unter der Rubrik "Dickhäuterhäuser" machen. Da erkennt man den nachträglichen Anbau sehr deutlich.
    (08.10.2013)
    Carsten Horn:   Wenn Deine Theorie mit den zwei Arten stimmt, war die große Anlage fürs Flußpferd bestimmt, vielleicht ist die kleine Anlage auch erst zusammen mit dem Nashornstall nachgerüstet worden und war gar nicht von Anfang an geplant...

    Zu dem Stall im Anbau hin sind sogar noch Fenster vorhanden, durch die man da rein schaut, spricht auch für nen nachträglichen Anbau...
    (08.10.2013)
    Oliver Jahn:   Der Zoo hat das Haus für die beiden Asiatinnen gebaut. Die Elefantenanlage ist die größte der drei Anlagen mit eigenem Badebecken. Für Tapire dürfte die Nilpferdanlage deutlich zu viel Wasserbereich, und diesen auch zu tief gehabt haben. Das Haus war m.E. nur für zwei Arten geplant. Denn der Nashornstall wurde ja erst später angebaut.
    (07.10.2013)
    Michael Mettler:   Nur als Idee, da ich weder über Ortskenntnis noch über sonstiges Wissen über den Zoo Lodz verfüge: Mein erster Eindruck nach Carstens Foto war "halb fertiges Haus". Wäre es denn möglich, dass ein Teil der Anlagenfläche als Baufläche für einen weiteren Gebäudeflügel/Stall vorgesehen gewesen sein könnte, eventuell für Afrikanische Elefanten (Beckentiefe!), und nie fertig gebaut wurde? Falls es eine "stecken gebliebene" Flusspferdplanung war, besteht auch noch die Möglichkeit, dass das tatsächlich für Hippos benutzte Gehege samt Stall eigentlich für Tapire oder Zwergflusspferde (die kamen nämlich in den 60ern zunehmend in den Tierhandel) gedacht war.

    Ich habe eine Videoaufnahme einer TV-Sendung über den Zoo Lodz, aufgenommen 1990, in der zwar auch ein bisschen über die Historie erzählt wird, aber leider nichts über das Haus. In der Elefantenanlage lebten damals zwei Asiatinnen, die 1963 in den Zoo gekommen waren.

    Wie groß ist denn die Elefantenanlage (falls noch im Originalzustand) - kleiner als das Rätselgehege? Badebecken im gleichen Stil?
    (07.10.2013)
    Oliver Jahn:   Die Tapire haben ein neues Haus. Der Nashornstall auf der von innen gesehenen linken Seite ist ein Anbau. Auf dem Außenfoto kann man den flacheren Anbau gut erkennen.
    (07.10.2013)
    Carsten Horn:   Und noch das Axolotl-Außengehege, wenn ich schon mal dabei bin...
    (07.10.2013)
    Carsten Horn:   Haus innen, das Flußpferdgehege ist rechts, links und Mitte waren Tapire untergebracht, die mittlerweile ein neues Haus bewohnen sollten. Der linke und der mittlere Stall haben Schieber zur großen Anlage.

    Ein Erinnerungsschild ans letzte Nashorn hing am linken Gehege...

    Der Elefantenstall ist in meinem Rücken
    (07.10.2013)
    Carsten Horn:   Elefantenstall, hinten links ist ne große Tür, da könnte evtl. ein zweiter Stall sein, die Tür in der Rückwand geht auf die Außenanlage...
    (07.10.2013)
    Carsten Horn:   Fürs Nashorn ist die große Anlage irgendwie eine Fehlplanung mit dem Badebecken, es sei denn, es waren wirklich mal Panzernashörner geplant, das wäre die einzige Erklärung dafür...

    Oder die jetzige Flußpferdanlage ist erst nachgerüstet worden und die große Anlage waren früher zwei Anlagen?

    Anbei ein Bild der Anlage
    (07.10.2013)
    Oliver Jahn:   Stimmt ganz genau, auch wir standen vor der Freianlage der Axolotl...baff erstaunt. Die Bilder werde ich mir ansehen...was meinst du Carsten, ist die große Anlage tatsächlich als Nashornanlage geplant? Mit DEM Becken?
    (07.10.2013)
    Carsten Horn:   Vor dem Dickhäuterhaus hab ich auch zuerst gestanden und gedacht, das ist aber eine große Außenanlage fürs Flußpferd gewesen (das Nashornaußengehege), die Flußpferdaußenanlage hab ich erst später gesehen.

    Ich war auch im Haus drinnen, der Elefantenstall ist so klein, das ich mich gefragt habe, wie dort mehrere Tiere gehalten werden konnten, evtl. gab es da noch einen zweiten nicht einsehbaren Stall...

    Flußpferd- und Nashornstall waren auch nicht größer, beim Flußpferd kleines Badebecken innen. Insgesamt gab es drei Ställe, die alle miteinander verbunden waren, man hätte also drei Tiere einzeln halten können oder ggf. den mittleren Stall für die beiden äußeren zum Umsperren nutzen können, wenn die Tiere nicht raus können.

    hipposworld.de, Bildergalerie, Lodz, da sind ein paar Bilder vom Flußpferdbereich und ein Bild vom Haus...

    Was ich noch besonders fand in Lodz war die Außenanlage für Axolotl, ich kann mich nicht erinnern, die schon mal woanders an der frischen Luft gesehen zu haben...
    (07.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Lodz

    Auch der Zoo Lodz ist eine Vorkriegsgründung, unter den besuchten Zoos war er der Zoo, der zwar auch bereits einige sehr gelungene Modernisierungen zeigt, aber auch an etlichen Stellen noch die erheblichsten Altlasten vorzuweisen hat.
    Gleich nach Betreten des Zoo kommt man zum alten Pavian-Felsen, dessen Haus bereits saniert und mit großen Glasfenstern versehen wurde, und in welchem heute eine große Gruppe Wanderus lebt.
    Im Anschluss daran folgt die Anlage der Helmkasuare, die aus mehreren Einzelausläufen besteht. Danach kommt dann der „Mini-Zoo“ mit dem Haustierbereich.
    Auf der gegenüberliegenden Seite sind bereits neue Stallungen für Hirschziegenantilopen, Mesop. Damhirsche und ein Männchen der Timorhirsche (das zweite stand weiter hinten in einer eigenen Anlage) an welchem Michael Mettler nach seinem Wunsch unter dem Beitrag „Bad Pyrmont“ seine Freude gehabt hätte. Beide Böcke hatten ein überaus kräftiges und prächtiges Geweih.
    Ganz neu errichtete Anlagen kommen dann für den Luchs, die Europ. Wildkatze und den Manul, in deren Anschluss dann ebenfalls ganz frisch errichtete Anlage für Kraniche und Hornraben folgen. Die immer mal wieder an den Wegen befindlichen kleinen Streukäfige sind überwiegend leer, nur einer ist noch besetzt mit Ginsterkatze und Skunk.
    In einem Kreisweg sieht der Besucher dann einen älteren Teil des Zoos, mit einem sehr hohen und und gebogenen Käfigreihe mit 8 Abteilen, in denen heute nur noch Persische Leoparden und Schneeleoparden gehalten werden.
    Die alten Bärengruben (2 mit jeweils zwei Abteilen) sind für ein Paar Kragenbären und einen Malaienbären.
    Wisent und Bison sind wieder nebeneinander in Freigehen, gegenüber sieht man dann die Zuchtgruppe der Timorhirsche, Kängurus und an Stelle der erwarteten Weißbartpekaris eine kleine Rotte Visaya-Schweine.
    In einer verglasten Voliere gibt es dann 6 Hähne der Ährenträgerpfaue.
    Und dann eröffnet sich der erste Einblick auf das große Raubtierhaus über die sehr großzügige Freianlage der Amurtiger hinweg. Das Haus ist bereits saniert, leider ist die Innensanierung noch nicht abgeschlossen, so dass uns der Eintritt verwehrt blieb. Umrundet man das Haus passiert man noch die Anlagen der Pudus, der Muntjaks und des einzelnen Rehbocks, neben dem Eingang des Hauses befinden sich kleinere Käfige für Fenneks und zwei ältere Außenkäfige für die Löwen und die Streifenhyänen. Deren Freianlagen liegen dann auf der zweiten Längsseite des Hauses und schließen unmittelbar an das neu errichtete (oder ebenfalls sanierte?) Giraffenhaus an.
    Nun folgen die Anlagen für die Antilopen, Dikdiks, Sitatungas und Säbelantilopen, dann kommen die Chapmann-Zebras, die Kulane sind leider weg.
    Einen kurzen Abstecher gibt es dann ins Aquarium und von dort aus geht es zurück zum Dickhäuterhaus.
    Tja, das Dickhäuterhaus…drin waren wir leider nicht, aber das Haus ist sehr spannend.
    Baulich kann man es sich vorstellen, wie das Haus in Magdeburg, nur kleiner, schmuckloser und ohne den tiefer gelegenen Nilpferdtrakt. Aber die gegeneinander im 90-Grad-Winkel versetzten Gebäudeteile mit Lichtbändern gegenüber der Ställe waren deutlich zu erkennen.
    Das Haus hat drei Außenanlagen.
    Die eine ist mit einer einzelnen, uralten Asiatischen Elefantenkuh besetzt.
    Dann kommt eine winzige Anlage mit einem Nilpferdbecken und einem Landbereich, auf den gerade mal ein Nilpferd passt. Ein Schild weist hier darauf hin, dass es zurzeit keine Nilpferde gibt und das winzige Gehege unbesetzt ist.
    Dann kommt eine recht großzügige Anlage, die wieder einmal einige Rätsel aufwirft.
    Hier steht heute ein Flachlandtapirbulle.
    Von 1966 bis 1985 gab es hier (ein?) Spitzmaulnashorn, von 1986 bis in die 2000er ein Breitmaulnashorn.
    Folgt man dem Zuchtbuch, hatte Lodz über Jahrzehnte nur einen einzelnen Nilpferdbullen.
    Wofür aber war die große Anlage, auf der heute der Tapir steht ursprünglich geplant?
    Die Anlage hat einen ansprechend großen Landbereich, an den aber dann ein im Verhältnis zur Bauzeit des Hauses (Mitte der 60er Jahre) und im Verhältnis zum Landbereich bemessen, sehr großer Wasserbereich anschließt. Dieser ist sehr tief mit abfallendem Einstieg und ist vor allem mit zwei Inseln bestückt, die nach Nilpferdruhezonen (künstliche Sandbänke) aussehen. Eigentlich eine klassische, wenn auch für ihre Zeit sehr großzügige und moderne Nilpferdanlage.
    War diese Anlage aber ursprünglich für Nilpferde geplant, wofür war dann die kleine Außenanlage? Sollte tatsächlich bereits Mitte der 60er Jahre ein Zoo für Nilpferde mit zwei Außenbereichen geplant haben? Und wenn ja, warum gab es dann über Jahrzehnte nur einen Bullen? Außerdem dürften die Innenanlagen auch viel zu klein für mehrere Tiere gewesen sein, wofür dann aber die „riesige“ Außenanlage?
    Für Nashörner habe ich auf jeden Fall noch nie ein so großes Wasserbecken gesehen, vor allem nicht in der Tiefe, mit den Ruhezonen im Wasser, und schon gar nicht für Spitzmäuler.
    Eventuell wollte man Panzernashörner bekommen, aber auch für die wäre für diese Zeit das Wasserbecken gigantisch und vor allem extrem tief. Mal sehen, ob hier das geballte Wissen aus dem Forum noch ein paar Fakten ans „Licht“ bringt, aus vergangenen Tagen.
    Im Zoo geht es nun weiter zum Robbenbecken, in dem ein einzelner Mähnenrobbenbulle zu sehen ist, der über eine Größe verfügt, bei der man die Fotos von ihm durchaus einstellen könnte, und sie mit jungem Walross untertiteln könnte. 
    Im wahrscheinlich ehemaligen Direktorenwohnhaus aus der Gründerzeit ist ein Terrarium mit einem ausgesucht guten Bestand an Reptilien.
    Ganz neu ist ein Haus für die Flachlandtapire, in das wohl auch die Wasserschweine einziehen werden.
    Der Weg zurück zum Ausgang führt dann noch vorbei an einem Affenhaus mit Kapuzinern, einem alten Schweinsaffenmännchen, einem einzelnen Gibbon, etlichen Krallenaffenarten, unter denen auch Manteläffchen zu sehen waren.
    Im Anschluss daran folgt dann ein echtes Raritätenkabinett, ein Haus, wohl ehemals für kleine Raubtiere, von denen sich immer noch einige Arten hier befinden.
    6 Wickelbären, Borkenratten, ein Ringelschwanzmungo, noch eine Ginsterkatze, Nasenbären, Stachelschweine, Quastenstachler und die Wasserschweine sind hier untergebracht, auf der Seite gegenüber der Käfigreihe sind kleine Terrarien für Nager, ebenfalls in einer sehenswerten Kollektion.
    Nun führt der Weg vorbei an einer alten Fasanerie, die ihrem Namen noch alle Ehre macht, und dieser Weg endet in einem kleinen Tropenhaus für Vögel, in dem aber auch einige Säuger, wie Faultiere und Kugelgürteltiere untergebracht sind.
    Und dann ist man wieder am Eingang.
    Sicher braucht der Zoo Lodz noch einige Jahre, um den Anschluss an die anderen Zoos meiner Reise zu bekommen. Trotzdem ist er gerade jetzt noch in diesem Zustand sehr sehenswert für Freunde der Zoohistorik und verfügt über einen anspruchsvollen Tierbestand. Der Aufbruch ist zu sehen und in einigen Jahren, wenn denn die finanziellen Mittel nicht plötzlich eingestellt werden, ist er ein durchaus moderner kleiner Zoo, der in noch einigen Bereichen mehr richtig Spaß macht.

    (07.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und Sohn noch mal allein.

    Das war es dann erst mal für die nächsten Tage, da ich ab morgen im Baltikum bin, da soll es ja auch Zoos geben! ;-)
    @WolfDrei, aber keine Sorge, ich bin Montag wieder zurück und vergesse dich nicht und versprochen, Breslau kommt noch!!
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und die Sumatratiger, herrliche Tiere, hier Vater und Sohn.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Panzernashornjungtier, im Hintergrund der Vater.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Das historische Haus, in dem heute die Hyänenhunde sind, der Auslauf mit seinen 4 Abteilen befindet sich hinter dem Haus.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Warschau
    Für Jan die Nilpferdanlage.
    Vorn das alte Becken, dahinter der alte Stall, jetzt Pumpenhaus, rechts das neue Haus.
    (01.10.2013)
    Jennifer Weilguni:   Ich bin ja leider erst beim zweiten Teil der Polenreise dabei gewesen und habe darum Warschau und Poznan und Lodz leider verpasst. Trotzdem kann ich Oliver nur recht geben - Polen ist ein echtes Zooland mit wunderschönen Einrichtungen!
    Mein absoluter Favorit auf unserer Polen-Reise war der Zoo in Breslau, in dem Historie und Moderne auf so wundervolle Art und Weise miteinander verbunden sind. Lediglich dsa neue Haus für die Panzernashörner sieht extrem gewöhnungsbedürftig aus (in etwa wie ein Laib Schweizer Käse).


    Ganz besonderes "Schmankerl" war übrigens die Besucherfütterung der Mähnenrobben in Krakau: Da wir unter der Woche dort waren, waren nur wenige weitere Besucher dort. Als wir kurz vor Beginn zur Anlage kamen, wartete dort noch eine weitere Besucherin auf die Fütterung. Weil wir eben auch zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort waren, wollten wir uns das "Spektakel" doch mal anschauen. Und schon nahte der Pfleger mit einem Eimer voller kleiner Fische. Die Robben freuten sich, das Wasser schlug Wellen, die Tiere sprangen meterhoch aus dem Wasser.....! Und dann! Dann nahm der Pfleger drei Fische, warf jedem Tier einen ins Maul und ging wortlos wieder.
    Sowohl die Robben, als auch wir und die andere Besucherin schauten recht sparsam hinterher....:-) Und das war die Fütterung.



    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und wenn auch von WolfDrei schon mal eingestellt, so auch von mir noch mal ein Turkmenischer Karakal.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und Felina-Ginsterkatze.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Und zum neuen Zoo Poznan, als erstes Baweanhirschkuh (es sind zwei Weibchen, ein Bock und ein Jungtier)
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Einer der Bärenkäfige in der Grotte, auf Grund dessen, dass es der einzige Käfig mit tieferem Becken war, vermutlich für einen Eisbären.
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Hier noch ein paar Bilder, der Reihe nach, Komodowaran im alten Zoo Poznan.
    (01.10.2013)
    Jan Jakobi:   @Oliver:
    Interessant mit den alten Anlagen für Elefanten und Flußpferde im Zoo Warschau.

    Können Sie von den beiden Anlagen-Bilder hier einstellen, falls Sie welche gemacht haben?
    (01.10.2013)
    Oliver Jahn:   Zoo Warschau

    In Warschau erwartete mich ein richtiger „Hauptstadt-Zoo“, wie ich ihn mir vorstelle. Auch wenn er weder der größte, noch der artenreichste Zoo in Polen ist, so lässt er doch kaum Wünsche offen.
    Bereits weit vor dem Zoo wartet im vorgelagerten Park ein großes Bärenschaufenster mit Europ. Braunbären, welches allerdings am Tag meines Besuches nicht besetzt war.
    Betritt man dann den Zoo, erwartet den Besucher ein sehr gepflegter Garten, mit Blumen und geschnittenen Hecken, Springbrunnen und breiten Wegen, von denen aus man auf kleineren Nebenwegen alle Anlagen gut erreicht. Der Zoo war auf Grund des sommerlichen Wetters an einem Samstag sehr gut besucht, trotzdem vermittelte er fast nirgendwo das Gefühl der Überfüllung, überall gab es Nebenwege, auf denen man auch mal Ruhe fand und die Eindrücke wirken lassen konnte.
    Dem Rundgang folgend kam als erstes das kleine Aquarium, dem sich dann das Affenhaus anschloss, mit Diana-Meerkatze, Gelbbrustkapuziner, Sumpfmeerkatze, Schopfmakak und Mantelpavian. Eine ganz neue Anlage wurde für die Gorillas und Schimpansen gebaut. Ebenfalls recht neu ist das Elefantenhaus mit großer Freianlage, auf der eine Gruppe Afrikaner incl. Bullen zu sehen war. Im Inneren des Hauses gibt es noch eine große Anlage für Klippschliefer.
    Das alte Elefantenhaus ist samt seiner Außenanlage zum neuen Domizil der Panzernashörner geworden. Das Haus wird in Kürze auch für den Besucher wieder begehbar, die Außenanlagen sind aufgeteilt für den Bullen und die Kuh mit dem Kalb, beide nutzen aber das gleiche Badebecken, welches zwei Zugänge hat.
    Im Anschluss daran folgte ein Haus für Reptilien, hier sah ich meinen ersten
    Kurzkamm-Fidschileguan und neben einer beeindruckenden Vielzahl unterschiedlicher Baumwarane auch besonders imposante Exemplare vom Pazifikwaran (ebenfalls eine Art, die in Polen sehr häufig gezeigt wird), vom Siamkrokodil und vom Kubakrokodil, letzteres dürfte Castro noch als Jüngling gekannt haben.
    Auf leicht bergigen Anlagen waren Sichuanblauschafe zu sehen, der Sichuantakin (der einzige in ganz Polen) sollte mit den Goralen vergesellschaftet sein, diese sah man aber mit etlichen Tieren nur in einem dahinterliegenden Absperrgehege.
    Ein neues Haus haben die Giraffen, an deren Anlage sich die Gehege für die Bongos anschließen. Auf der anderen Seite befinden sich dann in räumlicher Nähe die Anlagen der Raubtiere. Auf den großen Felsterrassen ist die linke Anlage mit Löwen und die rechte mit einer wunderbar interagierenden Familie von 5 Sumatra-Tigern besetzt. Die mittlere Anlage wird gerade saniert. Ein historischer Bau, der an ein Hundehaus erinnert, ist saniert und seine 4 Ausläufe sind alle zu einander geöffnet und somit ergeben sie einen guten und großzügigen Außenbereich für die Hyänenhunde. Die Schneeleoparden haben einen alten, aber recht großen Gitterkäfig.
    Besser sieht es da bei Serval, Salzkatze und Jaguar aus, hier sind sehr gut strukturierte und natürlich bepflanzte neue Anlagen entstanden.
    Das neue Nilpferdhaus erinnert an Kopenhagen, spannend ist hier, dass das alte Haus noch steht, aber als Pumpenhaus benutzt wird, und auch das alte Becken noch heute genutzt wird, es wurde lediglich an das neue Haus angeschlossen.
    Auf den großzügigen Anlagen für die Huftiere findet man Przewalskipferde, Somaliwildesel, wieder die Kombi Wisent/Bison mit sehr gekonnt in einem Erdwall versteckten Stallungen. Sehr natürliche Anlagen gibt es für Pudu, Gepard, Kleinen Panda und Mähnenwolf, etwas versteckt hinter der Eisbärenanlage, welche ein wenig an das Rostocker Marine-Ehrenmal erinnert, sind die Moschusochsen. Das Robbenbecken, welches ebenfalls noch aus älteren Zeiten stammt, erscheint noch heute riesig. Für die Fischotter gibt es die Eisbärenanlage noch einmal, nur in Miniaturform. In der Fasanerie und auch im neuen Vogelhaus findet man vieles, was selten und farbenprächtig ist. Natürliche Inseln gibt es noch für Gibbons, Kattas und Totenkopfäffchen.
    Der Zoo in Warschau vermittelt mir noch die richtige Atmosphäre eines Zoos, ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Minute wohl und unter den polnischen Zoos rangiert er bei mir persönlich ganz weit oben.

    (01.10.2013)
    Carsten Horn:   1,2 auf jeden Fall bei den Baweanhirschen (fotografisch belegt, g), Jungtier hab ich nicht gesehen, aber ich war ja schon im Mai da...
    (30.09.2013)
    Oliver Jahn:   Wie ich im Nachhinein noch erfahren habe, sind die Tigeriltisse die einzigen nachweislichen V.p. peregusna in Europa, da die Herkunft in Magdeburg nicht zu 100% geklärt ist.
    Eine Erstsichtung sind sie dennoch nicht, da diese ja bereits von 2003 bis 2007 im TP Berlin gelebt haben.
    (30.09.2013)
    Oliver Jahn:   Wolfgang, ich will gern zu Hause noch mal die Bilder genauer ansehen, aber aus meiner Erinnerung waren es ein Hirsch, drei Hirschkühe und ein noch recht kleines Jungtier.
    (30.09.2013)
    WolfDrei:   Danke , Oliver; für Deinen feinen Bericht. Der neue Nashornbulle ist ja der Tauschpartner für jenen in Erfurt.
    Zu den Baweanhirschen eine Frage (die ersten Fotos konnte ich schon vor ca 30 Jahren machen): es war dies in der Regel ein Rauf und Runter, zwischenzeitlich wurden wieder wenige Hirsche aus Singapur geholt, überzählige Männer gingen nach Edinburgh: hast Du eine Ahnung wieviel Tiere das sind? Immerhin sind die seinerzeit in San Diego eingeführten Tiere dort nicht angewachsen.
    (30.09.2013)
    Oliver Jahn:   Der neue Zoo Poznañ

    Hier nun erwartet den Besucher das ganze Gegenteil vom alten Zoo in Poznañ.
    Der Park ist riesig, bis auf zwei Ausnahmen findet man keinerlei wirkliche Tierhäuser, sondern großzügige Freianlagen, Käfigreihen und Gehege, eingebettet in einen Mischwald, gruppiert um einen großen See, welcher an einigen Stellen auch für die Tierhaltung nutzbar gemacht wurde.
    Das erste Haus findet man direkt nach dem Eingang, neben einem Streichelzoo, es ist ein Nachttierhaus, in dem ich neben Sandkatzen, Faultieren, Quastenstachlern, Plumploris, Borkenratten und Großen Tanreks, Wickelbären, Vampirfledermäusen, einem Kleinkatschil und Kugelgürteltieren auch meinen ersten Garnett-Galago sah. In den Außenkäfigen des Hauses sind Lemuren (Alaotra-Halbmaki, Roter Vari und Rotbauchmaki)), Krallenaffen und Erdmännchen untergebracht. Vorbei an etlichen Volieren mit Fasanen, Eulen und drei Hokko-Arten kam dann schon die Anlage der Prinz-Alfred-Hirsche, der Visaya-Mähnenschweine, und direkt daneben, ebenfalls als Erstsichtung für mich, die Gruppe der Bawean-Schweinshirsche.
    Axishirsche, Nilgauantilopen, Sitatungas und Thomson-Gazellen folgten dann. Etliche Großvolieren mit interessantem Greifvogelbestand (Falkenbussard, Wespenbussard, Riesenseeadler, Andenkondor ua.) führten uns dann zum Bereich der Kleinraubtiere und Nager. Im Kleinraubtierbereich fehlte leider der Pardelroller, bei dem ich mir bis heute allerdings nicht sicher bin, ob ich ihn noch in Halle gesehen habe, oder nicht, anders als das Hoffmanns-Zweifinger-Faultier, welches ich aus Halle definitiv noch kenne, welches im Nachttierhaus in Poznañ leider auch nicht mehr vorhanden war.
    Aber zurück zur Kollektion der Kleinraubtiere, welche für jeden Freund dieser Tiere eine echte „Fundgrube“ ist. Wie in vielen Polnischen Zoos gibt es auch hier den Europäischen Luchs, weiterhin folgten Amurkatze und Manul, Streifenskunk, Turkmenischer Karakal, Löffelhund, Weißrüsselbär, Jaguarundi, Felina-Ginsterkatze und Buntmarder, Europ. Nerz, Tigeriltis und Feuerwiesel.
    Auch im Nagerbereich warteten einige Raritäten, wie Cururo, Feldrennmaus, Merriams Kängururatte und Schilfwühlmaus.
    Großzügige Anlagen kamen dann für ein Paar Breitmaulnashörner, von dem der Bulle gerade erst nach Poznañ gekommen ist und die Anlage noch sehr nervös in Augenschein nahm. Die Anlage ist bereits einige Jahrzehnte alt, aber etwas Vergleichbares kannte ich aus der DDR nicht.
    Weiterhin folgten Gehege für Milus und Wisente und eine herrliche Gruppe von Waldbisons mit einem beeindruckenden Bullen.
    Vorbei an einer großen Zuchtanlage für Europ. Ziesel gelangt man dann in den neuen Bereich der Trampeltier-Anlage, die übergeht in die Freianlage der Afrikanischen Elefanten, welche mit einem neuen Elefantenhaus abschließt. Diese Gesamtanlage bietet bereits beim Näherkommen einen Blick, wie ich ihn selten in einem Zoo gesehen habe. Alles fügt sich völlig harmonisch in einander und vermittelt gerade bei schönem Wetter einen Eindruck, wie man ihn erleben muss, das kann man kaum beschreiben. Die Elefanten haben Sand- und Grasboden zur Verfügung, ein großzügiges Badebecken, einige Steinbereiche und alles wirkt irgendwie offen. Das Haus eröffnet sich dem Besucher auf zwei Etagen und wirkt hell und freundlich, hat auch einen innenliegenden Teich, von zwei Balkonen aus kann man auch noch heraustreten und die Tiere auf der Freianlage betrachten. Die beiden kleinen Schwachpunkte des Hauses sind zum einen die „Nichtsichtbarkeit“ des Bullen innen wie außen, zum anderen „schreit“ dieses Haus förmlich nach Unterbesatz. Dennoch ist es eine der besten Elefantenanlagen, die ich bisher gesehen habe.
    Nun ging es vorbei an der bewaldeten Anlage der Amurtiger, in deren Anschluss eine neue Anlage für Europ. Braunbären entsteht, hier sollen Tiere aus schlechten Haltungen ein neues Zuhause finden.
    Danach folgt dann noch der Bereich Südamerika, mit Flachlandtapiren, großen Ameisenbären, Nandus und Wasserschweinen und einer großen Kletterinsel mit natürlichem Baumbestand für die Yucatan-Klammeraffen, diese herrlich kontrastreiche Art, die ich ebenfalls zum ersten Mal gesehen habe.
    Daran schließt dann die Afrika-Steppe an auf der die Giraffen scheinbar schon aufgestallt waren, aber die Strauße noch mit den Grevy-Zebras zu sehen waren.

    Der neue Zoo in Poznañ ist ein aus meiner Sicht wirklich großartiger Landschaftspark, wie man ihn in Deutschland eigentlich nur noch im TP-Berlin findet. Der Tierbestand ist großartig und fast alle Wege lassen sich auch mit einer kleinen Parkbahn befahren. Allerdings sollte man für diesen Park doch gutes Wetter haben! Die pralle Sonne hat nicht sehr gestört, da der alte Baumbestand genug Schatten spendet. Ob er aber auch Regen abhält, das möchte ich nicht testen.

    (30.09.2013)
    Oliver Jahn:   Der alte Zoo Poznañ

    Über diese Einrichtung findet man ja schon einiges hier im Forum, auch ich kannte diesen Zoo bereits. Das, was jetzt allerdings noch von ihm über ist, wirkt eher ernüchternd.
    Die alten Häuser, meist noch auch deutscher Zeit, stehen dem Verfall anheim, egal, ob sie leer stehen, oder ob in ihnen noch Tiere gehalten werden.
    In den Tiergrotten, die bei meinem letzten Besuch noch mit Kleinkatzen (Fischkatze und turkmenischer Karakal) besetzt waren, wuchert das Unkraut, die Ruine wirkt generell baufällig und der Besucheraufgang ist gesperrt.
    Das Raubtierhaus, mit seiner verrosteten Vorderfront gammelt vor sich hin und das alte Elefanten- und Giraffenhaus ist wenigstens durch ein paar Haustiere noch etwas belebt.
    Das Affenhaus ist noch besetzt, der rechte Turmkäfig mit der Großvoliere der Burgruine verbunden, allerdings ist das Haus für den Besucher jetzt auch gesperrt.
    Das letzte Haus der Zwergflusspferde ist heute eine Toilette.
    Die beiden Vogelhäuser haben kaum noch Artenvielfalt, Argusfasan und Trompeterhornvogel waren hier die Highlights, aber die Wände, die unter einer dünnen Putzschicht nur aus Holz sind, verrotten sichtbar. Immerhin habe ich mein erstes Polnisches Grünfußhuhn dort gesehen, an dem ich allein aber sicher ohne Beachtung vorbei gegangen wäre.

    Die alte Elefantenanlage ist weggerissen. Neben Eseln, Schafen und Zwergzebus auf der ehemaligen Afrikasavanne, auf der ich noch Zebras, Antilopen und Giraffen gesehen habe, fand ich nur noch einen Handvoll Wildsäuger vor, einige Kattas und Rotbauchmakis, Chin. Muntjaks, ein paar Dianameerkatzen und die Siamangs.

    Sehr gegensätzlich zum Rest des Zoos wirken die beiden neuen Bereiche für Fische und Reptilien hingegen. Hier wurde modernisiert und zum Teil ganz neu gebaut, allerdings bezahlt man für beide Häuser separaten Eintritt, der sich für das privat betriebene Aquarium nicht wirklich lohnt. Die Halle für die Komodo-Warane hingegen ist sehr gelungen, die Tiere sind bereits recht imposant, ein drittes Tier befindet sich allerdings noch im alten Schildkrötenhaus im hinteren Bereich des Zoos, in dem vor den Schildkröten in den 60er Jahren einmal die Schimpansen gehalten wurden. .
    Auf der Rückseite des Raubtierhauses, in dem früher auch einmal die Giraffen und das einzige Nilpferd des Zoos untergebracht waren, ist großflächig der Putz abgefallen. Das hatte zumindest ein Gutes, denn so sah man, dass das auf seiner Gitterfont etwas maurisch wirkende Haus den gleichen Einschlag auch einmal auf seiner Rückseite hatte, denn über einer Tür wurde somit ein maurisch wirkender Rundbogen sichtbar. Schade ist es nach wie vor, dass über dieses Haus und seine sicher sehr spannende Geschichte nicht wirklich etwas zu erfahren ist. Die Außenanlagen sind einem Spielplatz gewichen.
    Auch die Grottenkäfige, vor denen wir uns bildhaft die ehemalige Großbärenhaltung vorgestellt haben, sind absolut erhaltenswert, irgendwann wird sonst kein Mensch mehr glauben wollen, wie früher einmal Tiere, bis hin zur Größe eines Eisbären, gehalten wurden.

    Letztlich lässt sich sagen, dass der, der die Stadt Poznañ und ihren neuen Zoo besucht, den alten Zoo sicher mal so in einer knappen Stunde mitnehmen kann. Einen alleinigen Besuch hingegen rechtfertigt er sicher nicht mehr.

    (27.09.2013)
    Carsten Horn:   Und Du warst zu einem besseren Zeitpunkt da, :-), ich war für das Hippobaby vier Tage zu früh...
    (24.09.2013)
    Oliver Jahn:   Super! Denn in Ostrava war ich auch, das lag so günstig!
    (23.09.2013)
    Carsten Horn:   @ Oliver: Werde ich gerne beantworten, soweit ich kann.

    Meine Erinnerungen an Polen sind noch relativ frisch, hab dieses Jahr eine ähnliche Tour gemacht wie Du, nur ohne Krakow, dafür aber mit Gdansk, Plock, Dvur Kralove, Praha, Kutna Hora, Ostrava und Berlin (Ich weiß, die letzten fünf sind nicht in Polen, g)...
    (23.09.2013)
    Oliver Jahn:   Carsten, ich werde die einzelnen Haltungen noch näher beleuchten, wenn ich die Zoos vorstelle, und erhoffe auf einige Fragen auch ein paar Antworten von dir! :-)
    Gdansk lag nicht auf meiner Route, daher habe ich es noch nicht mit einbezogen, aber bei den anderen Haltungen (auch den ehemaligen) gibt es einige Fragen, die bei meinen Besuchen offen blieben.
    (23.09.2013)
    Carsten Horn:   Warszawa (bereits neu gebaut) und Wroclaw (Neubau in Arbeit) halten auf jeden Fall weiterhin Flußpferde, Katowice (Chorzow) wird die Haltung wohl einstellen, wenn der verbliebene Bulle (übrigens der älteste in Europa) nicht mehr lebt. Eine weitere Haltung gibt es noch Gdansk.

    Ansonsten kann ich Olivers Eindrücke nur bestätigen, Polen als Zooland lohnt sich auf jeden Fall...
    (23.09.2013)
    Oliver Jahn:   Zur gleichen Zeit, zu der WolfDrei seine Tour durch Tschechien machte, war ich auf Zoo-Tour in Polen, allerdings wohl mit deutlich besserem Wetter. :-) 
    Die erste Strecke ging von Berlin über Poznań (alter und neuer Zoo) nach Warschau, und über Lodz wieder zurück nach Berlin. Von da aus dann nach Opole, wo es einen interessanten Zoo gibt, und welches ein guter Ausgangspunkt für die Besuche der Zoos in Kraków, Katowice und Wroclaw ist.

    Grundsätzlich habe ich erst einmal festgestellt, dass die Zoos in Polen öffentlich ein wenig im Schattendasein leben, was aus meiner Sicht allerdings völlig unberechtigt ist.
    Bis auf den alten Stadtzoo in Poznań, den man kaum mehr als Zoo bezeichnen kann, waren allen anderen Zoos (mal mehr und mal etwas weniger) moderne Einrichtungen, mit ausgesucht gutem Tierbestand, vielen modernen Anlagen und alle machten einen äußerst gepflegten Eindruck.
    Fast noch beeindruckender war die oft sehr fantasievolle Modernisierung von Altanlagen. Das zeigte mal wieder deutlich, dass man nicht immer alles wegreißen muss, sondern dass man auch schon früher oft sehr gut gebaut hat, und man viele Altanlagen durch Modernisierung gut weiter nutzen kann.
    Die Tierbestände sind schon etwas abgestimmt, bestimmte Arten findet man in fast jedem dieser Zoos, andere hingegen gar nicht, alles macht auch aus züchterischer Sicht schon den Eindruck, als ob die Zoos recht eng zusammenarbeiten.
    Das polnische Nationaltier, den Wisent, findet man in fast allen Einrichtungen, immer auch mit Zucht, gern auch in gegenüberstellung zum Bison.
    In fast jeder der genannten Einrichtungen gab es teilweise sogar recht große Gruppen von Milus.
    Ginsterkatzen sah ich in 4 Einrichtungen, sowohl g.genetta, als auch g. felina.
    Der Kragenbär ist eine der häufiger gezeigten Art, bei den Großkatzen besetzt der Jaguar noch recht häufig die Planstelle der gefleckten Großkatze, gern auch neben dem Schneeleoparden. Bei den Löwen findet man neben Zoolöwen auch Inder und Angolaner, bei den Tigern überwiegen die Sibirer, zwei Halter gibt es von Sumatranern.
    Bei den Kleinkatzen ist noch recht häufig der Manul anzutreffen, hin und wieder auch Karakal und Serval.
    Elefanten gibt es in fast allen Einrichtungen, hier überwiegen die Asiaten, in zwei Einrichtungen aber nur noch als Einzeltier, zwei weitere halten nur noch „Uraltkühe“, die Afrikaner hingegen sind in Gruppen mit jeweils Bullenhaltung.
    Nilpferde gab es in drei Einrichtungen, zwei davon mit Zukunft, eine wohl eher auf Auslauf.
    Zwergflusspferde gab es ebenfalls in drei der Einrichtungen, als einzige Tapirart Polens, den Flachlandtapir in 5 Einrichtungen.
    Der Andenkondor ist ebenfalls noch sehr häufig zu finden, meistens im Paar, mitunter aber auch mit mehreren Tieren, ebenso sind Steppenadler und Steinadler noch sehr häufig.
    Giraffen findet man in allen Einrichtungen, am häufigsten hier sind die Rothschildgiraffen.
    Bei den Antilopen sind Säbelantilopen und Addax die dominierenden Arten.
    Breitmaul- und Panzernashörner werden in einigen Einrichtungen gezeigt, Spitzmaulnashörner findet man in Polen hingegen gar nicht.
    Natürlich ist dieses nur ein erster und auf keinen Fall vollständiger Überblick, aber ich werde mit der Zeit die einzelnen Einrichtungen noch vorstellen.
    Für mich ist klar geworden, dass Polen ein absolutes Zooland ist, dessen Einrichtungen den meisten deutschen Einrichtungen in nichts nachstehen, im Gegenteil, es handelt sich überwiegend um „klassische“ Zoos, bei denen das Tier im Mittelpunkt steht. Ich habe sehr interessante Architektur kennengelernt, die mich mehr als einmal fasziniert hat, auch mit dem Erstaunen, wie großzügig in einigen polnischen Zoos bereits in Zeiten des Sozialismus schon gebaut wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass auch man deutscher Zoo so mit seinen Einrichtungen umgehen würde, denn es zeigt wieder einmal, dass Modernisierung häufig möglich ist, auch ohne Abriss.
    Die Tierbestände, trotz der von mir bereits angesprochenen „Abstimmung“, bieten dennoch etliche „Highlights“ und brachten mir einige Erstsichtungen, manchmal ist es aber auch schön, einige „alte Bekannte“ einfach wieder einmal in einem oder sogar in mehreren Zoos zu sehen, gerade dann, wenn sie so, wie zum Beispiel die Ginsterkatzen oder die turkmenischen Karakale, aus unseren Zoos (fast) ganz verschwunden sind.

    (23.09.2013)
    WolfDrei:   nur des Vergleiches wegen nochmals an dieser Stelle: südafrikanischer Karakal aus dem Zoo Johannisburg
    (15.05.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, auch Magdeburg, damals berühmt für seine Kleinkatzenzucht, hatte meines Wissens nie Turkmenen. Von daher dürften die tatsächlich über die Ost-West-Schiene nicht so "gängig" gewesen sein, wie Manule und Luchse.
    (15.05.2012)
    WolfDrei:   - und Kopfaufnahme eines Turkmenen
    (15.05.2012)
    WolfDrei:   @MM: Mag schon sein - wären die aber über den Ost-West-Handel häufiger gekommen, hätte Prof. Dathe sicher nochmals zugeschlagen. Ich habe die "alten Turkmenen" gerade noch kennengelernt in dem Raubtierwagen - das Brehmhaus haben sie nicht meht erlebt. Wie stände es ansonsten mit ehemaligen Importen der UA schmitzi aus dem nahen Osten und Arabien?
    Anbei die Tiere aus Poznan - Gruppenbild
    (15.05.2012)
    Michael Mettler:   Nach der Beschreibung von WolfDrei frage ich mich, ob nicht auch unter den "West-Karakals" in Vor-Wende-Zeiten einige Turkmenen waren. Immerhin gelangten ja einige Tierarten - darunter auch Katzen wie Manuls und Luchse - immer mal wieder via Tierhandel aus der Sowjetunion in den Westen, und Zuchterfolge bei Kleinkatzen waren ja noch immer bemerkenswerte Ereignisse (so dass Nachschub nötig war). So war ich z.B. aus Hannover (70er/80er Jahre) genau den beschriebenen Karakal-Typ gewohnt und stand bei meinen ersten Fahrten in andere Zoos fasziniert vor den Frankfurter Tieren, die mit ihrer roten Färbung so ganz anders wirkten.
    (15.05.2012)
    th.oma.s:   Bei den Turkmenen war in DD vor zehn Jahren schon das Problem dass keine geignete Katze verfügbar war. Es scheint sich da auf eine äußerst schmale Founderbasis zu handeln. Der dresdner Turkmene hat auch nicht gezüchtet und inzwischen tot.
    (14.05.2012)
    Liz Thieme:   Hört sich gut an. In Dresden habe ich den Turkmenen leider genau verpasst.
    Das mit der Zeit wird immer besser :) Ich kann mich in mir neuen Häusern ewig aufhalten. Falls ich Begleitung dabei haben sollte, wenn ich diesen Zoo besuchen werde, der jenige muss sich dann ein Kaffee-Abo bestellen.
    Ich kann nur sagen, was ich auf der Internetseite gelesen habe.
    (13.05.2012)
    WolfDrei:   @Liz Thieme:
    zur letzten Frage (Taxi): ich hatte nicht den Eindruck , daß ich eine "Stadtrundfahrt" bekam, kannte aber den Weg dorthin. Bei der zeitlichen Pression hätte ich wohl nur gering protestiert. Bibliothek: wohl nicht öffentlich, aber mit Hilfe "begehbar". Die Hilfe käme von der Rückseite des Raubtierhauses - dort arbeiten zwei Mitarbeiter(innen). Kleinraubtiere: gegenüber deutschen Zoos vergleichbarer Größe ein Pradies - nicht erst zur jetzigen Zeit. Vor ca 25 Jahren waren es schon mindestens an die 5 Schleichkatzenarten, Nandinien waren immer vorhanden!Terrarium Wroclaw: 2 Stunden mindestens, wenn möglich, nach 2-3 Stunden Wiederholung - so beweglich sind die Bewohner ja nicht. Turkmenische Karakale: sieht man vom "alten" Tierpark Berlin und Dresden ab, kenne ich die nur aus Poznan - die Tiere in San Diego (so sie denn noch leben) stammen von dort. Die UA-Unterschiede sind gegenüber anderen Arten nicht so groß: ein bissel mehr grau, längere Ohrenpinsel. Gegenüber den Afrikanern dürften sie weitaus gefährdeter sein. Wickelbären: das sind nun mal "Schlaftiere", so ein Nachttierhaus fehlt. Von Geburten hörte ich selten. Komodowaran: nur Weibchen?
    (13.05.2012)
    Liz Thieme:   Vielen Dnak für die Berichte. Leider bin ich jetzt erst zum Lesen gekommen.
    Daher nun jetzt meine Anmerkungen bzw. Fragen.

    alte Zoo Poznan:
    Ist die Bibliothek öffentlich?
    Laut der Internetseite sind die Komodowarane beides Weibchen. Ist bekannt, ob Poznan ein Männchen aus dem Import oder wo anders her erhalten soll?

    Nowe Zoo:
    Obwohl es direkt neben Deutschland liegt, scheint niemand/kaum einer an den Zuchten interessiert zu sein (Turk. Karakal). Auch die Unterstützung der Haltungen von Ginsterkatzen vermiss ich in Deutschland, die hier nur in 5 Zoos (ex. Binturongs) in 5 Arten gehalten werden. (Auf >500 zoologischen Einrichtung und keiner komplizierten Haltung) Gleiches denke ich auch über die Situation von Wickelbären (3 D/3 PL/6 GB).
    Dieser Zoo scheint mir sehr interessant, va der Kleinsäugerbereich.

    Wroclaw:
    Schon allein dieser Satz: >ich kenne aus eigener Sicht keine umfangreichere Haltung!< Heißt für mich hinfahren! Und wenn SIe schon sagen, dass man 2 Stunden benötigt....was brauch ich dann denn?! Und wenn ich dann noch überlege was der Zoo noch plant: Aquarium mit 20m Tunnel mit Haien, dann einen Kongonachbau mit Krokodilen und Seekühen. Bilder zeigen da dann auch Flusspferde. Nashornhaus: dafür sollen 2 junge Panzernashorn-Bullen kommen. In das Haus sollen auch Hulmane und andere Tiere kommen. Das Haus soll 1300m² haben, der Bau und Eröffnung ist für den Herbst 2012 geplant.
    Also weitere tolle Entwicklungen in einem von mir immer unterschätzten Land.


    Sie sind recht viel mit den Taxen scheinbar in Polen gefahren. Wie würden Sie die Fahrer einschätzen?
    (12.05.2012)
    WolfDrei:   kein Grün: das weiße Viereck in der Mitte (u.a. die alte Afrikasteppe) und noch etwas mehr entsprechen etwa der Baustelle.
    (02.05.2012)
    WolfDrei:   nachgereicht: der Zoo Wroclaw. Die grün umrandete Fläche ist der Bauplatz für die "Wasserwelten".
    (02.05.2012)
    Oliver Jahn:   @Carsten, bist du dir da mit Luisa sicher, oder hast die Daten lediglich aus dem Zuchtbuch? Die Daten des Zoos in Breslau widersprechen bei diesen Tieren nämlich dem Zuchtbuch sehr deutlich. Denn nach dem Zuchtbuch hätte Lorbas Breslau gar nicht verlassen und die erste Nilpferdkuh in Halle wäre aus Breslau gewesen und bei ihrer Ankunft bereits 20 Jahre alt. Wer die Bilder von ihrer Ankunft kennt, weiß allerdings, dass sie als Jungtier nach Halle kam. Von daher bin ich hier etwas skeptisch, aber das gehört vielleicht eher in den Thread "Flusspferde".
    (01.05.2012)
    Carsten Horn:   Interessante Bilder von den Flußpferden, das Jungtier dürfte der Bulle Gucio sein, ging von Wroclaw nach Rom und von dort an den Tierhändler Van den Brink, weiterer Verbleib nicht bekannt...

    Es gab noch eine Kuh namens Luisa (ex Hagenbeck), welche den Krieg in Wroclaw überlebte und zusammen mit Lorbas nach Poznan gebracht wurde, von dort kam sie in den Zoo Lodz...
    (30.04.2012)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, die Kuh, die du als Muttertier zu dem Kalb 1974 gesehen hast, war ein Wildfang, der erst 1960 nach Wroclaw in den Zoo kam. Bis dahin lebte der Bulle allein, und das sowohl in Posen, als dann auch nach seiner Rückkehr 1949 in Wroclaw. Wenn man sich vorstellt, welche Anstrengungen in dieser Zeit unternommen wurden, um bei den Nilpferden wieder zu züchten (ich denke hier vor allem an Leipzig und Berlin), dann erstaunt es wirklich, dass dort ein junger Bulle mal so eben 11 Jahre solo stand. Bereits 1961 kam das erste Jungtier in Wroclaw zur Welt. Danach folgte fast jährlich ein weiteres Jungtier. Leider kamen die meisten der Jungtiere in Wroclaw nicht auf.
    (30.04.2012)
    WolfDrei:   Danke Oliver für die Infos: daß Lorbas den "Kampf um Breslau" überstanden hatte, wußte ich, seinen weiteren Weg kannte ich nicht.
    (30.04.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, das ist zeitlich wirklich sehr knapp bemesssen. Aber einige Raritäten hast du ja doch zu Gesicht bekommen.
    Danke für das Bild von Lorbas. Denn auch das ist eine Rarität.
    Eine Sprenggranate der Russen traf am 18.02.1945 das Dickhäuterhaus und tötete das Zuchtpaar der Nilfpferde Fritz und Paula und etliche andere Tiere, unter anderem auch die dort gehaltene Seekuh Muschi. Lorbas, geb. 1942 in Breslau, überlebte als eines der wenigen Tiere den Krieg. Er wurde dann aber 1945 von den Polen beschlagnahmt und in den Zoo nach Posen gebracht. Später, als dann fest stand, dass auch Breslau polnisch bleiben würde, da brachte man ihn in den Zoo nach Wroclaw zurück, wo er im März 1981 starb.
    (30.04.2012)
    WolfDrei:   Noch eine Vogelseltenheit aus Wroclaw: Palawan-Hornvogel (Anthracoceros marchei). Im Vogelhaus ist das Fotografieren wegen der Verspiegelungen am Glas nicht ganz einfach.
    (30.04.2012)
    WolfDrei:   der Bulle im Mai 1974 mit einem Kalb
    (30.04.2012)
    WolfDrei:   @Oliver: ich hatte einfach keine Zeit! Jedenfalls steht das alte Raubtierhaus noch - allerdings baute man davor eine "Gaststättenfreianlage" auf - Zutritt gesperrt. Abgefahren bin ich in Poznan 6.50, Ankunft mit 30 min. Verspätung um 10.30. , im Zoo um 11 Uhr. Dann noch Tee trinken im Sekretariat - zurück dann um 15 Uhr. Das ist gegenwärtig die schlechteste Zeit, weil während der Sommerzeit die Behörden, Verwaltungen etc um 15 Uhr Arbeitsschluß haben. Und den Zug nach Berlin wollte ich nicht verpassen nach den Erfahrungen des Morgens. Ankunft Berlin 23.15. Aber noch anbei ein historisches Foto: mein 1. Besuch 1974 - Flußpferdbulle Lorbas. Der muß den 2. Weltkrirg überstanden haben, obwohl doch Breslau zur Festung erklärt wurde - auch die Kuh lebte noch.
    (30.04.2012)
    th.oma.s:   Ja das Zeitüroblem hatte ich dort auch vorigs Jahr. Vom Tierbestand her auf jeden Fall einer der großen mitteleuropäischen Zoos. Wenn es nur nicht so aufwendig wäre hinzukommen.
    (29.04.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, einfach fantastisch!
    Wie ist das Dickhäuterhaus besetzt?
    Und steht das alte Raubtierhaus noch?
    Schade, dass du nicht im Dickhäuterhaus drin warst. Für diesen Zoo ist wirklich ein Tag fast zu wenig.
    (29.04.2012)
    WolfDrei:   Pardon - etwas zu groß: jetzt aber
    (29.04.2012)
    WolfDrei:   Die alte Bärenanlage - heute "Eulenburg"
    (29.04.2012)
    WolfDrei:   Besuch des Wroclawer Zoos

    Zur Einstimmung: Fußballeuropameisterschaft 2012 Polen /Ukraine - großes Gewühle, schon in Poznan (dort steht schon eine neues Bahnhofsgebäude), speziell aber der Bahnhof in Wroclaw - unüberschaubar !!! (und die Eisenbahnlinie von Poznan nach Wroclaw und zurück - aber immer noch besser (schneller) als Berlin - Wroclaw! Fazit: Hin und zurück vom Zoo/Bahnhof mit der Taxe. Bei etwas Zeit (man muß ansonsten mit Bus und Straßenbahn fast eine Stunde einplanen) mit Bus 145 und 146 oder Tram 2 gegenüber dem Haupteingang.
    Da wir angemeldet waren, kamen wir durch den alten Zooeingang, der heute Diensteingang ist. Von dort gesehen rechts ist dieser alte Teil (ca 5-8 ha) weitgehend umgestaltet mit Erhalt der alten Gebäude: Bären-und Robbenanlagen, Dickhäuterhaus, Vogelhaus. Um einen langgestreckten Teich rechts “Laufvögel“: vom Kasuar über Strauss bis zu Kranichen: Am Rande der alten Grenze einige Entenvögel, dann Wiederkäuer: Prinz-Alfredhirsch, Blauschaf, Bezoarziege, sib. Steinbock, Mishmitakin. Dann die alte Bärenburg, heute Eulendomizil. Gegenüber Brasinghas, Rentiere, Mesopotam Damhirsche, in dem etwas verbreiterten Teich eine Gibboninsel für Lare , für die man ein regionnaltypisches Bambushaus gebaut hat, das auch die Balabackantjils beherbergt. Selbige züchten gut, so dass an unserem Besuchstag ein Export geplant war. Gegenüber steht rechterhand das in Renovierung befindliche Verwaltungsgebäude, davor links das ehemalige Gesellschaftshaus, das etwa seit 1985 Terrarium in 2 Etagen ist. Ohne den Inhalt beschreiben zu wollen: ich kenne aus eigener Sicht keine umfangreichere Haltung! Möglicherweise haben Moskau und Tula eine größere Anzahl von Tieren. Dauer der Besichtigung mindestens 2 Stunden! Das war das Dilemmea für mich, da ich nur 4 Stunden hatte.
    Geht man wieder in Richtung des alten Einganges, kommt die Affenfreianlage: im Sommer wohl für Schimpansen, am Besuchstag Kattas, dann das schon etwas ältliche Menschenaffenhaus, an der Seite eine Orangfreianlage, dann die alte Paviananlage (gelbe Babuins), weiter rechts das kleine Alte Affenhaus mit Zwergmeerkatze, normalen Varis, Fossas und Weißschulterkapuzinern, dahinter gleich das große Affenhaus - wunderschön renoviert: Große Weißnase, Bart-Meerkatze, Mona MK, Diana MK, Angolaguereza, Schopfmakaken, züchtende schwarze Brüllaffen, im Innenraum Faultiere und freilaufende Weißbüscheläffchen. Und dann 4(?) Riesenflughörnchen (Petaurista) hinter verdunkelter Scheibe. Weiter in diesem Bereich gesehen: Damarazebras, mähnenlose Zebras, Hartmannzebra, kleine Pandas mit Schopfhirsch, Pinselohrschweine. Geht man nun in den nach dem 2. Weltkrieg neu hinzugekommenen Gelände, so sieht man nur Bauzäune, schätzungsweise ein Drittel des Zoos! Hier entsteht bis 2014 eine Kombination von “Wasserwelten” - vom Haifischbecken über Korallensee , Ufergelände, Crocs, Süßwasserbereich bis zum Sumpf. Vom Terrarium aus gesehen rechts kommt man noch an Südamerika vorbei (Lamas , Goldaguti, Wasserschwein, Maras) , Bantengs und Wisente sieht man, nach Rechtsschwenk dann das Madagaskarhaus mit Bernierente, Alaotrahalblemur, Roten Varis, im Dunkelbereich Mausmaki und Streifenmungo. Weiter dann Hyänenhunde, Löwen, auf der anderen Seite Watussis, Nilgaus, Defassawasserböcke, Sitatungas, theoretisch Weißbartgnus und tripolitanische Mähnenspringer, Säbelantilopen dann und Dromedare - und dann muß man wieder zurück: der Bauzaun!
    Wie gesagt : alles war in 4 Stunden nicht zu besichtigen ( Innenraum des Dickhäuterhauses, Aquarium, Katzenanlage).

    (29.04.2012)
    Oliver Jahn:   Sieht gigantisch aus und erinnert irgendwie an Köln.
    (29.04.2012)
    WolfDrei:   Ein Teil des Elefantenhauses vom Rundhütten-Restaurant aus gesehen
    (29.04.2012)
    WolfDrei:   Die Elefantenanlage in Poznan: Blick auf die Brücke und die Rundhäuser
    (29.04.2012)
    WolfDrei:  
    Der neue Zoo (Nowe Zoo)Poznan

    Der Begriff “neuer” Zoo ist relativ zu nehmen, wurde der Grundstein doch schon 1971 gelegt. Er befindet sich nördlich der städtischen Freizeitanlage des Malta - Sees und hat selbst bei ca. 120 ha drei Seen (offensichtlich Rinnenseen) von sicher auch insgesamt 8-10 ha. Im nördlichsten Bereich befindet sich das Direktorenhaus (ul. Browarna), dort gibt es auch noch Erweiterungsgelände. Während sich im Eingangsbereich (ul. Kranzowo) Mischwald befindet, ist der überwiegende Teil Fichtenwald. Nur im Bereich der Afrikasteppe im abfallenden Gelände zum ersten See wurden die Bäume gefällt. Für Besucher ohne Auto ist gegenwärtig die Anfahrt schlecht, da ein “früher” existierender Zubringerbus nicht mehr fährt. Vom Bahnhof aus kostet eine Taxifahrt etwa 20 Zloty (etwa 5 Euro).
    Eine kurze Wegbeschreibung:
    Nach Eintritt befindet sich rechts ein Kinderhof mit diversen Haustieren, danach ein kleiner Teich mit züchtenden Seehunden, dann gabelt sich der Weg. Links liegen mehrere Volieren mit Hühnervögeln, oft mit Seltenheiten (Tragopane, Craciden, Fasane), in einem Freigelände auch Schwarzschnabelstörche (früher im alten Zoo). Aufgrund der kalten Witterung bei meinem Besuch (selbst bei Sonnenschein nur 10°C) waren viele Volieren noch unbesetzt, auch die Thomsongazellen, Giraffen und Grevyzebras blieben im Stall (das wiederholte sich auch in Wroclaw mit Gnus ). Weiter links rechterhand graue östliche Riesenkängurus, links Negros-Visayaschweine (seinerzeit die ersten in Europa), Prinz-Alfredhirsche (7 Tiere) und dann die einzigen Baweanhirsche außerhalb Indonesiens. Vor einem Kiosk-Reataurant noch zwei Helmkasuare, während weiter rechts in Richtung des Einganges afrikan. Marabus stehen, in der wärmeren Zeit malayische Hornvögel. Links davon Sitatungas, rechts Vietnamsikas (vor ca 15 Jahren der letzte Vietnamexport). Geht man am Kiosk gerade weiter, kommen dann europ. Otter, Breitmaulnashörner (Einzelpaar, bisher 4 Jungtiere), Milus mit chines. Muntjaks, dann Wisente, rechts zweigt eine Weg ab mit den Thomsongazellen und gegenüber Axishirschen und Nilgaus.
    Diese Abzweigung folgend, befindet man sich in der Ausstellung kleinerer Raubtiere, alle Anlagen in der letzen Zeit renoviert mit Sichtscheiben: Buntmarder, Genetta felina, Jaguarundis, Weißnasen-Nasenbären, gegenüber ein kleiner Rundbau mit Nerzen und Tigeriltissen, weiter 4 Löffelhunde, turkmenische Karakale (züchtend), Skunke, Manule mit Jungtieren, Wildkatzen (3 Jungtiere mit dem Elternpaar !), dann Luchse. Gleich gegenüber liegt das Ausstellungsgebäude für Nager: Degu, Coruro, Burunduk, Chinchilla, Zwergmäuse, Roborowski-, dsungarische und europ. Hamster usw. Es folgt dann eine schon etwas ins Alter gekommene Greifvogelvolierenreihe: Steinadler, Kondor- und Riesenseeadlerpaare, etwas entfernt Falklandkarakaras , diverse Eulen (die bekannten). So man sich jetzt rechts hält, kommt man absteigend zum zweiten großen See, dort links entlang nach einigen hundert Metern Japanmakaken , schließlich die Waldbisons (ehemals Leipzig) bis man den letzten See umrundet. Dort (neu ) Vicugnas und dann am Waldrand der Blick auf das neue riesige Elefantenareal (jetzt 1,3 Afrikaner), davor Trampeltiere. Hingewiesen sei noch auf zwei große Volieren mit Zieseln, die seit 2005 für Auswilderungen bei Wroclaw gezüchtet werden. Das Elefantenhaus hat einen Innenraum von ca. 3500 m2. Wenn etwas auszusetzen wäre, dann, dass etwas tierische Umrahmung (kleine Affen, Vögel ??) das Gebäude “auflockern” würde. Im mittleren Teil der Freianlage existiert ein Übergang zu einem “Rundhüttendorf” - Restaurant, Toilette, Ausstellungen. Vom Eingang ist das Elefanten-Haus ca. 2 km entfernt. In unmittelbarer Nähe dann ein großes verdrahtetes Tigerfreigelände (Amur) mit einem Balkenhaus: unten verglast, oben mit “Freisicht” auf die Tiere. Man ist nun schon wieder auf Ebene des 2. Sees , in diesem eine Gibboninsel. Weiter in Richtung des Einganges einige Volieren für Eulen und kleinere Greife (B. buteo vulpinus, Rotmilan). Schließlich kommt Südamerika: Nasenbären, Wasserschweine, Yukatanklammeraffen, Ameisenbären, Tapire, Nandus. An einem sumpfigen kleinen Teich treffen beide Umrundungswege wieder zusammen, rechts die Afrikaanlage, links züchtende Flamingos - nur: ein Biber ist dort aufgetaucht! Richtung Ausgang geht es etwas bergauf, rechts Gänsegeier, links die Rückseite des Nachttierhauses mit Roten Varis, Präriehunden, Surikaten, Rotbauchmaki, Alaotralemur (letztere ein Tier jeweils), um dann letztlich im Nachttierhaus einzutreten: ca 20 Jahre alt, hat es ständig auch Überraschungen parat (einst Goldbauchschwimmratten, Dactylopsila, Laedbetters Possum, Tamandua). Gegenwärtig: afrikan. Quastenstachler, Mausmaki, Senegalgalago, Sandkatze, Wickelnbär mit Nilflughunden und Kugelgürteltier, Zwergplumplori, Vampirfledermaus, Fettschwanzgalago O. garnetti), Kowari, Acrobates pygmaeus (seit Jahren mit über 100 Tieren die erfolgreichste Haltung - ausgehend von 20 Tieren), Känguruhratte. Im Wirtschaftsteil dann noch Zuchtanlagen für Kowaris (ich zählte etwa 14 Tiere). Links dann der Ausgang. Erwähnt soll noch werden , dass direkt hinter der Gabelung des Eingangsweges sich erdüberdeckte Zitadellteile befinden. Früher wurde geplant, dort Vortragsräume zu schaffen - das liebe Geld!
    Summa summarum: Poznan`s Zoos (und auch die Altstadt) sind einen Besuch wert! Und nur drei Stunden (bei Glück gesenkte Fahrkosten) von Berlin aus.

    (27.04.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, danke für die ausführliche Beschreibung. Es sieht also alles danach aus, dass man den Zoo zumindest architektonisch erhält. Das freut mich sehr, denn wie man an deinem Bild sieht, wäre es sehr schade, wenn diese Baudenkmäler unwiderruflich einfach so verschwänden. Wenn das ganze dann noch mit ein paar Tiere "untermalt" wird, dann ist das noch besser. Es freut mich sehr, dass du hier nicht von einem Abriss und einem modernen Einkaufszentrum berichtest.
    (20.04.2012)
    WolfDrei:   Das alte Vogelhaus
    (20.04.2012)
    WolfDrei:   Die Rückseite des alten Raubtierhauses
    (20.04.2012)
    WolfDrei:   Der alte Zoo Poznan

    Wohl 1871 gegründet, ist 100 Jahre später, da nicht erweiterungsfähig, in den Weißen Bergen der neue Poznaner Zoo gegründet worden mit ca 120 ha. Gerade nach dem Tode der im alten Zoo langjährig lebenden indischen Elefantin Kinga vor ca 8 Jahren wurden nach und nach alle größeren Tiere umgesiedelt. Nachdem Pläne, dort einen Supershop zu errichten, verhindert werden konnten, wurde eine Art Perspektivplan entwickelt, der als Schwerpunkt ein erweitertes Terrarium vorsieht (Plan bei Anna-Lena 2011 Reptilien, Amphibien, Krokodile, speziell das Paar Komodowarane, dazu ein Restaurant), zudem sollten die Altanlagen mit Haustieren besetzt werden, auch werden wohl einige Affen verbleiben. Aufgrund des geringen Tierbesatzes wird der Park öffentlich werden, nur für das Terrarium wird nach Eröffnung des Erweiterungsbaues Geld verlangt, offensichtlich weiterhin am Eingangstor. Das Gelände bleibt nachts verschlossen. Die Renovierung der Altbauten ist eine Frage des Geldes. Bei meinem Besuch waren mit Ausnahme eines kleinen Teiles des Terrariums alle Häuser geschlossen. Das alte Raubtierhaus (Aufnahme der Rückseite) wurde schon vor Jahren eine Art Museum, heute sind dort bereits die Pflanzen für das Terrarium “eingelagert”. Außerdem beherbergt es eine kleine Bibliothek und 2 Arbeitsräume für eine Kuratorin und 2 Bürokräfte. Im Affenhaus gibt es noch 2 Siamangs, Kattas, einen alten Guereza und Diana-MK, die über einen Laufsteg ein Freigehege am Grottenberg haben. Dieser “Berg” war früher mit Mähnenspringern besetzt, in der Grotte selbst gab es Wanderausstellungen (Madagascarkampagne, Dinosaurier, Menschheitsentwicklung; Naturschutz etc. ), heute stehen dort Aquarien. Das alte Vogelhaus (Aufnahme) wartet auf Renovierung, das 2. mit dem Rundbau beherbergte als Überwinterungsstätte Schildkröten, in einer Innenanlage 1 Arguspaar, Viktoriakronentauben, einen Turako, ansonsten waren auf der Freianlage einige Enten (Mandarin, chilen. Pfeifente, Rotschnabelente, Radjahgans).
    Größte Tiere sind gegenwärtig die 2 Komodowarane. Auf den ehemaligen Huftieranlagen sind Esel, Quessant- und Kamerunschafe zu sehen, auf der straßenseitigen Anlage Alpakas, getrennt davon Zwergmuntjaks und züchtende Tschajas. Auf der ehemaligen Sitatungaanlage standen Hausziegen.
    Bestand im “ noch alten” Terrarium: Tejus, Boa constriktor, Netzpython mit Albino, Jamaikaboa, Kronenbasilisk, große Madagascarphelsume, Gerrhosaurus, Skinke, Kragenechse, grüner Leguan.

    (20.04.2012)
    WolfDrei:   Kurz zum alten Zoo in Poznan:Man hofft, die Umgestaltung des Terrariums noch in diesem Jahr zu erreichen. Das Gesamtgelände wird öffentliche Einrichtung und ist bis 19 Uhr geöffnet, für den Besuch des Tarrariums wird aber dann ein Eintrittsgeld gefordert. Der Park bleibt weiterhin zur Nachtzeit geschlossen.
    (19.04.2012)
    WolfDrei:   und aus Wroclaw, der weltweit einzigen erfolgreichen Haltung von Balabac-Kantjils, ein Bild
    (19.04.2012)
    WolfDrei:   Wieder zurück ais Poznan und Wroclaw - und eigentlich auch mit Fotos (fast) aller "Wunschtiere". Berichte etwas später. Zunächst ein Bild aus Poznan: das letzte Coruro-Männchen, geb. 2003!
    (19.04.2012)
    Ronny:   Selbiges trifft auch für mich zu. Im Besonderen ob die Konzentration der Tiere auf das Reptilien/Amphibienhaus liegt.
    (13.04.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, es wäre toll, wenn du bei deinem Besuch mal schauen könntest, was aus den Gebäuden jetzt so geworden ist und was es dort noch gibt. Ich warte gespannt auf deinen Bericht.
    (13.04.2012)
    WolfDrei:   Bekomme gerade aus Poznan die Nachricht, daß der alte Zoo nicht mehr "als solcher" existiert. Es ist nun ein öffentlicher Park mit "Tierbesatz" ohne Eintrittsgeld. Bin übrigens ab Montag in Poznan und Wroclaw.
    (13.04.2012)
    Anna Lena Stephan:   Ich hätte es verkaufen sollen... ;-)
    (06.09.2011)
    Oliver Jahn:   Es hat geklappt und ich habe das Bild! Herzlichen Dank! Es ist echt toll und bietet einiges an Aufschluss und klärt einige Fragen. Ich bin begeistert! :-)
    (05.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   So düster ist das Raubtierhaus nicht, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, die Fotos zu bearbeiten und aufzuhellen.
    Aber es ist aufgrund seiner Höhe doch sehr beeindruckend. Und wo sieht man noch solche Gitterbauten?
    (02.09.2011)
    Liz Thieme:   Na Anna Lena, da hast du aber jetzt jemanden glücklich gemacht ;D

    Hat ja sehr gut geklappt mit den Bildern. Das Raubtierhaus hätte ich gerne mal mit Besatz erlebt, wobei es mir recht duster erscheint.
    Interessant wäre nun mal ein Vergleich an Fotos alt vs neu, um die Umwandlung/Veränderung genauer beurteilen zu können.
    (02.09.2011)
    Oliver Jahn:   @Anna Lena, herzlichen Dank!!!!
    Da werden Erinnerungen wach! Vor allem den alten Plan finde ich absolut spannend, denn daran sehe ich erstmalig, welche Häuser bereits 1871 standen. Das ist einfach genial. Du kannst mich ja hier über das Forum anklicken. Ob du vielleicht so nett wärst, und mir das Bild mit dem Plan in Originalgröße schicken könntest? Das wäre echt toll.
    (01.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   Das kann ich nicht beurteilen, da es mein erster Besuch in Posen war.
    Aber es sah nicht heruntergekommen aus.
    (01.09.2011)
    WolfDrei:   @A.L. Stephan: Danke für die Fotos! Innen ist das Raubtierhaus nicht wiederzuerkennen!Äußerst desolat war es noch um 2008. Ist es denn auch außen renoviert worden?
    (01.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   Hier die Bilder. Ich hoffe,sie geben euch genug Infos. http://www.flickr.com/photos/67054170@N06/sets/72157627569551720/
    (01.09.2011)
    Liz Thieme:   Der Pavilion ist für die zwei Komodowarane. Und es wird ein Aquarium mit Reptlium/Amphibium, sowie ein Café integriert werden.
    Es ist die Sanierung eines alten Hauses, die zwei Jahre Bauzeit umfasst.
    Wenn man dieses Wort bei Google Bilder eingibt, kriegt man noch gute Bilder (ua Draufsicht) zum zukünftigen Bau.

    Du könntest entweder alle Bilder an Oli schicken, dann haben wir aber nichts davon oder du richtest dir bei Flickr oder Photobucket einen Account ein und lädst sie da hoch und setzt hier den Link rein.
    Bin auf jeden Fall gespannt, denn für mich ist der Zoo Neuland, aber ich freu mich immer über solche Zoos und deren Entwicklung etwas zu erfahren.

    (01.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   Baustelle
    (01.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   Baustellenschild
    (01.09.2011)
    Anna Lena Stephan:   Hast du ein Glück, denn ich habe alle Häuser vorsorglich fotografiert. Ich kann nicht alle Bilder hier rein stellen, aber vielleicht fällt einem was anderes ein?
    Das alte Raubtierhaus ist außen leer, innen begehbar und mit Museumsstücken zum Zoo gefüllt: Alte Pläne, Plakate, Gehegeschilder, ausgestopfte Tiere, ...
    Auf der Rückseite, wo ich die Flusspferde vermute (aufgrund alter Ausgänge aus dem Gebäude) ist ein Spielplatz.
    Sind die Tiergrotten dieser hohe Kuppelbau aus Steinen? Dort ist ein Aquarium drin. Außen in einem größeren Käfig Affen (ich glaube, Dianameerkatzen), in den kleineren standen Plakate.
    Das Affenhaus existiert noch, auch hier sind Dianameerkatzen und evtl. andere kleine Affen (muss ich mal auf die Fotos gucken) drin.
    In dem Zentralbau wohnen heute Zebus und Esel.
    Was das historische Vogelhaus ist, weiß ich nicht. Es existiert auf jeden Fall eine sehr hohe und beeindruckende, aber spärlich besetzte Rundvoliere und einige Vogelkäfige.
    Ich glaube nicht, dass dort ein Einkaufszentrum entsteht. Baustelle und Baustellenschilder sahen für mich eher nach Restaurant mit neuem Warangehege aus. Fotos folgen.
    (01.09.2011)
    Oliver Jahn:   @Anna Lena, der alte Zoo interessiert mich brennend. Auch hier im Forum ist seine Schließung und Ersetzung durch ein Einkaufszentrum mehrfach Thema gewesen. Umso mehr freue ich mich, dass es den Zoo doch noch gibt.
    Ich möchte gern ganz viel wissen, nur weiß ich nicht so recht, wie ich das machen soll... ;-) denn ich würde gern fragen, was heute in einigen der alten Häuser ist, nur weißt du dann, welches Haus ich meine?
    Aber ich kann es ja mal versuchen.
    Was ist aus dem alten Raubtierhaus geworden? Ist es noch begehbar? Und was ist auf seiner Rückseite? Hier waren bei meinem Besuch noch die Zwergflusspferde.
    Existieren die Tiegrotten noch? Wenn ja, was ist drin?
    Gibt es das Affenhaus mit den beiden äußeren Turmkäfigen noch?
    Und was ist aus dem Haus geworden, welches in der Mitte des Zoos als Zentralbau mit zwei achteckigen Außenhäusern stand, in dem einen waren die Giraffen, in dem anderen der letzte Elefant. Gibt es die Zwergflusspferde noch? Und steht das historische Vogelhaus noch?
    So, das war es erst mal, aber das ist ja auch sicher genug.
    (31.08.2011)
    Henry Merker:   @Michael Kilian:
    Da hast du die Frage im welchem Thread gestellt ;-). (Ich habe leider keine Antwort.)
    (31.08.2011)
    Michael Kilian:   Wie geht es eigentlich Mekong in Prag???
    (31.08.2011)
    Anna Lena Stephan:   Ich war vor einer Woche in Posen, und ich war begeistert. Sowohl vom alten Zoo, wo gezeigt wird, dass man auch alte Gebäude tierfreundlich nachnutzen kann, als auch vom neuen Zoo, der landschaftlich wohl recht einzigartig ist.
    Ich habe extra fürs Forum den alten Zoo genau fotografiert, inklusive Baustellenschildes (kann jemand polnisch?). Also, wenn Fragen sind...
    (31.08.2011)
    Oliver Jahn:   Komisch, dass darüber so gar nichts auf der HP steht. Es würde mich echt interessieren, auf welcher Fläche dieser Bau entsteht. Wenn ich mir den alten Zoo so vorstelle, dann dürfte ein modernes Delphinarium die Hälfte des Zoos beanspruchen.
    Wenn man hier schaut, dann stimmt es zwar, dass die meisten Exoten den Zoo verlassen haben, aber gerade unter den Vögeln und Affen scheint noch einiges da zu sein.
    http://www.zoo.poznan.pl/stare_mapa.html
    (06.03.2011)
    WolfDrei:   Hier die Antwort auf meine Anfrage vom 27.3.010:
    The old zoo in Poznan is transformed into a park. Most exotic animals were sent to other places. Only the aquarium, the reptile and amphibian pavillion work like in the past and they have future. It is a pity but this is a decision of the city authority.

    (06.03.2011)
    Ronny:   Ich habe nochmal nachgefragt, welche Anlagen und Gebäude weggerissen worden sind, konnte er mir nicht sagen, aber von dem Aquarium/Delphinarium steht bereits der Rohbau.
    (06.03.2011)
    Oliver Jahn:   @Ronny, das, was werden soll, bald, oder irgendwann, das haben wir hier schon recht oft und immer mal wieder gehört. Kann dein Kumpel denn sagen, wie es JETZT aussieht? Ist die HP aktuell? Und welche Häuser stehen noch? Welche sind noch in Benutzung? Und nach dem Beitrag von WolfDrei war das Einkaufszentrum doch vom Tisch??? Ich kenne die Fläche...bei dem, was da jetzt alles geplant ist, da bräuchte man soviel Platz, dass, wenn er vorhanden wäre, man den Zoo hätte behalten können.
    (06.03.2011)
    Ronny:   Ein Kumpel von mir war vor ca 2 Wochen in Poznan. Er meinte, dass die Pläne wohl so aussehen, als würde man die Terrarien- und Aquarienhäuser belassen. Ein Teil wird das besagt Einkaufszentrum und ein Teil ein Delphinarium oder zumindest ein größeres Aquarium.

    Langfristig wird soll der Stadtzoo zum Reptilienzentrum werden (das war ein Grund seines Besuches) und der Neue Zoo dann, mit noch stärkere Sicht auf Kleinsäuger (das zweite Ziel des Freundes).

    Zeitliche Abhandlungen wurden mir nicht gesagt.
    (06.03.2011)
    Oliver Jahn:   Ich möchte den Beitrag von WolfDrei vom 28.03.2010 noch einmal aufgreifen, denn ich habe gerade, durch das aktuelle Quantum animiert, die HP des Zoos in Poznan aufgerufen. Und ich bin erstaunt, auf dieser doch sehr aktuellen HP noch immer den Alten Zoo Poznan zu finden, bei dem es so aussieht, als ob da keinerlei Schließung vollzogen wurde. Wenn ich mir die einzelnen Tiere aufrufe, dann scheinen sowohl die Grotte, als auch sämtliche Aquarien und Terrarien, die Anlage mit den Komodo-Waranen, aber auch die Vogelhäuser, die Katta-Anlage und das alte Affenhaus noch immer in Betrieb zu sein. Hat man die Auflösung bzw. den massiven Rückbau evtl. doch noch rechtzeitig gestoppt? Und stehen die beiden alten Häuser (der Zentralbau des letzten Elefanten und das Raubtierhaus) noch?
    (06.03.2011)
    BjörnN:   Das Leipziger Paar brachte es in 20 Jahren auf 11,5 Nachzuchten, wovon nur 1,1 nicht aufgezogen wurden....
    (04.09.2010)
    Niedersachse:   Und das Paar im Berliner Zoo nur männchlichen;)
    Vlt hat sich das Verhältnis ja inzwischen wirklich ein wenig ausgeglichen.
    (03.09.2010)
    Karsten Vick:   Der erste männliche Bulle 2010, soso... ;-)
    Ohne mit Zahlen dienen zu können, meine ich, dass bei Zwerghippos an diversen Stellen von Weibchenüberschuss zu lesen war. Das Paar im Berliner TP hatte zum Beispiel nur weiblichen Nachwuchs.
    (02.09.2010)
    Liz Thieme:   Laut Presse ist dieser Bulle der erste männliche dieses Jahr in Europa. Ich habe aber keinen Überblick, da ich mich normalerweise um die Zwerge nicht so kümmer und derzeit auch nicht die Zeit dafür habe.
    Angeblich hat man bei jüngeren Tieren aber Weibchen-Überschuss.
    (02.09.2010)
    BjörnN:   Auch dieses Tier, die erste Nachzucht seit 1998 in Halle, ist ein Weibchen.

    Lt. Zoo-Yearbook sind neue Halter dringend notwenig, auch eingeschlechtliche Haltungen.
    Der dort geäußerte Hinweis, die Nachzuchtrate sei schlecht, war mir neu....
    (02.09.2010)
    Ronny:   Ist nicht auch das Hallenser Jungtier ein Weibchen?
    (02.09.2010)
    BjörnN:   Das dürfte inzwischen egal sein, dank zahlreicher männlicher Nachzuchten in den letzten Jahren ist das Geschlechterverhältnis, welches einst von zu wenigen Männchen bestimmt wurde, ausgeglichen.
    (02.09.2010)
    Niedersachse:   Wäre nicht eine Kuh besser gewesen. Es herrscht doch ein deutlicher Männer Überschuss, oder nicht. Zumindest waren außer Duisburg alle Geburten zuletzt Männer.
    (02.09.2010)
    Liz Thieme:   In Wroclaw ist vor zwei Wochen ein MÄNNLICHES Zwergflusspferd geboren worden. :)
    (02.09.2010)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, da hatten wir uns nun gerade über Poznan unterhalten...wirklich schade, vor allem um die historischen Bauten wie die Grotten und das Raubtierhaus. Wenn das ganze zu einem Park wird, dann wird man diese Bauten ja sicher wegreißen!
    (29.03.2010)
    WolfDrei:   Nach Bau des Elefantenhauses und Konzentrierung der Stadt auf die Messe dürfte das Geld durchaus fehlen. Zumindest positiv ist, daß auf dem Gelände kein Supershop entseht. Viele größere Tiere gab es ja schon nicht mehr: Zwergmuntjaks, Guereza, Dianas, Otter, Kattas, auf dem zentralen Gelände nur noch Alpakas, dazu diverse Vögel, darunter Schwarzschnabelstörche.
    Der Neue Zoo hat Bürstenschwanzkänguruhs bekommen.
    (28.03.2010)
    Liz Thieme:   war die wirtschaftliche Lage so schlecht?
    Am 19.03. begrüßte der Zoo noch den Frühling.
    Auf der HP findet man nur einen Hinweis, der mir so vorher nicht aufgefallen wäre:
    >Freier Eintritt; Eintritt in den Pavillons "Welt der Reptilien, Amphibien und Fische" 3,00 zł<

    Schade um so einen alten Zoo. Kann man nun nur hoffen, dass diese Umstrukturierung den hinterbliebenen Tieren nicht auch schadet.
    (28.03.2010)
    WolfDrei:   Eine traurige Nachricht aus Poznan, den alten Zoo beteffend. Meine langjährige zoologische Bekannte Ewa Trzesowska schreibt: The old zoo in Poznan is transformed into a park. Most exotic animals were sent to other places. Only the aquarium, the reptile and amphibian pavillion work like in the past and they have future. It is a pity but this is a decision of the city authority.
    (28.03.2010)
    Michael Amend:   Nett, den gibt's inzwischen auch schon in England in einer Privathaltung.
    (05.01.2010)
    WolfDrei:   soeben aus Wroclaw erhalten: Neujahrsgrüße mit dem Balabac-Kantjil
    (05.01.2010)
    WolfDrei:   eben aus Poznan: vor 6 Wochen im "Neuen Zoo" Geburt eines großen Ameisenbären "Ewa"
    (22.12.2009)
    Carsten Schöne:   Ein paar Informationen zu Borkenratten gibt es noch unter folgendem Link:
    http://zgap.de/pdfs/06_1.pdf

    Grüße
    Carsten Schöne
    (25.11.2008)
    WolfDrei:   Nochmals die Färbung der Borkenratten betreffend: Man soll immer mal bei den Klassikern nachschauen - hier: Brehmausgabe 1914 (für mich die beste) Im Nagetierband auf Seite 380 ist ein Farbbild (wohl ein Aquarell), das Tiere mit 8 Zeichnungsmustern von weiß (dort als albino bezeichnet) bis fast ganz-mahagonibraun zeigt. Nach denm Beschreiber Meyer aus Dresden und dem Forscher Schadenberg wurden diese Luzontiere alle als "P.cumingi" bezeichnet und gegenüber den Crateromys abgegrenzt. Ob nun die Zeichnungsmuster oder geografische Herkünfte die gegenwärtigen Arten(Unterarten) kennzeichnen , ist für mich nicht klar. Leider liefert auch das Bildergoogeln keine brauchbaren Ergebnisse. Der "Worker" vielleicht?Im "Grzimek" entspricht das Farbbild von P. cumingi meinem "Bronx-Tier". Aber es wird mitgeteilt, daß man im Prinzip nichts weiß.
    (25.11.2008)
    WolfDrei:   @Rattus: Das männliche Tier entsprach der Färbung nach dem Weibchen. Das einzige Bild der P.cumingi aus Leipzig zeigte ganzkörperbraune Tiere, die Größe ist auf den Bildern leider nicht vergleichbar.
    (24.11.2008)
    Karsten Vick:   @Rattus: Ich denke, das Bild bei mammalogy.org ist falsch bezeichnet. Dafür spricht auch die Beschreibung auf ebendieser Seite: The other species from Luzon is known as bugkun or the Southern Luzon giant cloud rat, Phloeomys cumingi. It has a deep mahogany brown fur—a sharp contrast from that of its counterpart in northern Luzon—with a thick-furred tail darker than its coat.
    Und genau so sehen die cumingi in Leipzig aus.
    (24.11.2008)
    Jana:   Die selbe Frage stellte ich mich vor einigem Zeit auch, weil die 2 Tiere in Jihlava (aus Zucht von NY Bronx) sehen sehr unterschiedlich aus, das Weibchen sieht sehr ähnlich zu dem Bild von WolfDrei aus NY, dagegen der Mänchen ist hell wie die wroclauer oder prager Tiere. Das im Sommer in Jihlava geborene Jungtier hat sich vor mir bisher gut versteckt, also kenne ich nicht seine Farbe. Ich würde es für Variabilität innerhalb eines Artes sehen.
    (24.11.2008)
    Rattus:   Hallo
    Tolles Bild aus Wroclaw
    Ich würde aber behaupten, dass es sioch bei dem Tier aus New York mit dieser schwarzen Zeichnung nicht um Ph. pallidus, sondern um Phloeomys cumingi handelt. (vgl. Bild auf mammalogy.org)
    (24.11.2008)
    WolfDrei:   und nun das Tier aus New York
    (23.11.2008)
    WolfDrei:   Gestern bekam ich nun endlich zum Scannen das Bild einer Phleomys-pallidus-Borkenratte aus Wroclaw (mit Baby - die Kugel davor) - anschließend jenes Tier aus New York, um die Unterschiedlichkeit der Färbung zu zeigen. Die Tiere aus Prag und Jilava entsprechen dem Wroclawer Tier.
    (23.11.2008)
    WolfDrei:   Nachrichten aus Poznan: die neue Elefantenanlage wird im November eröffnet - noch OHNE Elefanten!
    Zum Alten Zoo: die neue shopping mall soll auf einem alten Straßenbahndepot (außer einem musealen Teil) in der unmittelbaren Nähe des Zoos errichtet werden. Der Beschluß der "Stadtregierung" erfolgt am Jahresende.
    (23.10.2008)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank WolfDrei. Den desolaten Zustand fand ich schon 2001 vor und das tatsächlich auch mit nur einer Hand voll Besuchern. Dennoch sah alles so aus, als wollte man daran etwas ändern, und nicht abreißen. Die Anlagen für die Zwergotter, Muntjaks, Darwin-Nandus und Waldhunde waren ganz neu und die Terrarien machten einen wirklich guten und modernen Eindruck. Und auch das historische Vogelhaus sah aus, wie frisch renoviert. Schade, wenn dieser historische Zoo so ganz abgerissen werden würde.
    (10.10.2008)
    WolfDrei:   Quatsch: Korrektur der Korrektur: Der Badeteich außen ist links!!!vom Haus.
    (10.10.2008)
    WolfDrei:   @Oliver Jahn: leider kein Kontakt, da meine Bezugsperson Urlaub machte und Herr Ratajszczak ja in Wroclaw ist. Ich werde nachfragen. Ansonsten ist der alte Zoo desolat - die Ausnahmen wurden genannt. Was ich nicht sagte: in beiden Zoos traf ich an beiden Tagen (Nebel, Nieselregen, am zweiten Tag etwas Sonne, Kioske geschlossen) bestenfalls je 20 Besucher!
    (10.10.2008)
    WolfDrei:   Kleine Korrektur beim Elef. haus: Der Badeteich außen ist rechts.
    Tierbestand Zoo Poznan: alter Zoo: Der Bestand an Säugern wurde weiter abgebaut, in der "Steppenanlage" sind nur noch Somalischafe und Alpakas, in der ehemaligen Elef-anlage Esel. An besseren Säugetieren sind vorhanden : einige chin. Muntjaks, 6 Dianameerkatzen, 2 Siamangs. Bei den Vögeln 2 Jahrvögel, Balitstare , einige Aras und Sittiche, 2 Schwarzschnabelstörche. Höhepunkte sind weiterhin das Amphibien-und Reptilienhaus (besser Häuser, denn sie sind getrennt). 6 Dendrobatidenarten, Rotaugenfrösche, bei den Reptilien eine ganze Menge Schildkröten(u.a. austral Schnappsch., Spaltensch. Fly-River-S., Heosemys spinosa), dann Iguana nobilis, Kommodowarane, Schwarzlegane, Gilatier, ein lange nicht gesehener Rauhnackenwaran, die unvermedlichen Grünen Leguane , auch ein Shinisaurus. Schlangen: Haitiboa, Boa constrictor, zwei Elaphearten, Anakonda.
    Neuer Zoo: nur die Besonderheiten: ca 12 Thomsongazellen, 9 Baweanhirsche, Vietnamsikas, 2 Sus cebifrons nigrinus, Pudu. Schwerpunkt ist weiterhin das Nachttierhaus : 4 Alaotralemuren, Rotbauch- und Sclaterlemur, Rote Varis, austral. Goldbauchratte, Lori, Zwerglori, Otolemur garnetti, Senegalgalago, 2 Tamanduas, Kowari, Mausmaki, Tenrek, Faultier, Kantjil, Vampirfledermäuse, Kugelgürteltier, Braunborsteng., 2 Volieren mit Acrobates pygmaeus, Wüstenbilche, Känguruhrate, Felis margarita. Von den kanad. Elchen lebt noch einer - allerdings weiter als Stangenelch im dritten Jahr. Renovierung gab es nur in der Kleinraubtierreihe - darin nun Weißrüsselnasenbären. Ansonsten: Jaguarundi, Genetta felina, Löffelhunde, Amurkatze, Wildatze, Luchs, viele Manule, kleiner Panda, Irbis, Tigeriltis, europ. Nerz, dahinter dann Nager: chin.Fesenhörnchen, Streifen-, Zwergmäuse, Coruro, Sandratte, Igeltenrek, Microtisformen, Gerbillus etc. Gerade abgerissen wird die Anlage der turkmen. Karakale. Dann noch Milus,Nilgaus,Axis, Breitmäuler (seit 7 Jahren ohne Nachwuchs), Sitatugas, Wisente. Afrika etwas reduziert: Grevys und Ugandagiraffen, Südamerika mit Capybara, Tapir, Großer Ameisenbär, Vicugna, Yukatanklammeraffe, Nasenbär, dann Amurtiger. Im Vogelbereich die gewöhnlichen großen Greife und Eulen, allerdings auch Riesenseeadler, " Kasuare, eine gute Wildhühner- und Fasanengruppe mit Nachwuchs bei Crax rubra und Temminktragopan. Pelikane natürlich und Nachwuchs auch bei den Flamingos. Finanziell ist alles dem Elefantenneubau untergeordnet.
    (10.10.2008)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, konnte Sie etwas über den Abriss des Posener Stadtzoos zu Gunsten eines Einkaufscenters erfahren?
    (10.10.2008)
    WolfDrei:   Neues Elefantenhaus Poznan: Innenhalle
    Ein gewaltiger Bau, dessen Innen-und Aussenansicht ich schon eingestellt hatte. Man trifft von der Tigeranlage 100 m weiter direkt auf den (einzigen) Eingang auf gleichem Höhenniveau wie die Umgebung, steht also ca 4-5- Meter über den Tieren auf einem Balkon, von dem rechts und links innen wie auch außen noche weitere Balkone führen. Über den Eingang schiebt sich noch eine weitere funktionslose „Schuppe“, wie überhaupt noch einige wellenförmige Bauteile den Haupthallenbau begleiten. Ab Ebene Besucherniveau ist alles glasbedeckt. Die Länge dürfte gegen 80 m, die größte Breite etwa 50m haben. Eine Badestelle ist ebenfalls recht groß, nicht aber tief. Der Hinterwand ist mit Holzpalisaden gedeckt, dort ragt ebenfalls eine Palisadenabsperrung hinein und bildet den Innenraum für den Bullen. Automatische Rundstahltore sind hinten links . Eine Art Wärtergang ist rechts einzusehen. Vom Eingang her rechts sieht man, daß der Außenbadeteich gegen den Bau durch einen gewinkelten Betondamm abgesetzt ist. Der höchste Punkt der freitragenden Halle dürfte 15m haben. Auf der rechten Außenseite der Halle ist ein relativ großes Gelände nicht bebaut, im Hintergrund rechts befindet sich der Wirtschaftshof mit den Funktionswegen.

    (10.10.2008)
    WolfDrei:   Elefantenhausneubau Poznan: Zunächst der Außenbereich der neuen Elefantenanlage:
    Bei meinem Besuch im Neuen Zoo von Poznan am 27.9.06 existierte vom angedachten Elefantenhaus ein Computerbild, das der damalige Vize, Herr Ratajszczak, mir aus allen Perspektiven zeigte, die vorgesehene Fläche war nicht einmal beräumt. Es sollten neben dem Haus für Afrikaner 2 Wechsel-Freiflächen von summarisch 3-4 ha entstehen plus Bullenhaltung. Genau 2 Jahre später sind Haus wie Freianlage im Prinzip beräumt und belegbar, aber nicht besetzt. Es fehlen auch die Tiere. Anlaß für den Neubau war wohl auch zu dieser Zeit der Tod der äußerst beliebten Inderin Kinga nach 50 Jahren Leben im alten Stadtzoo.
    Die Anlage befindet sich im äußersten Osten; Fußweg, würde man andere Anlagen nicht besichtigen, 25 Minuten vom Eingang! Für die Wissenden: von dem Amurtigerbesichtigungshaus kurz nach rechts, dann noch 75 m - und dann der Haupteingang.
    Andere Zugänge, auch von der Kamel- (und ehemals Przewalski-)anlage, gibt es, ein dritter von der Südamerikaanlage scheint im Bau zu sein.
    Boden-Basis: bester brandenburgischer Sandboden mit Kiefernbewuchs. Man hat den gesamtem westlichen Hügel abgesteilt und abgegraben und den Sand angehäuft zu einer Besichtigungs-und Restaurationsanlage mit ca 5 m Höhe, an dieser Stelle verengt sich die Anlage und hier können die beiden Freiläufe abgesperrt werden. Entfernung zum Haus ca 125 m, auf der anderen Seite etwas geringer, Breite etwa 50-80 m. Aus dem Hügel am Haus kommt eine „Quelle“ (Wasser gibt es an sich genügend, aber kein artesisches - das muß eine mächtige Pumpe sein!) und speist einen Graben(“Fluß“) mit Strömung! Das Bett ist mit Großsteingranulat abgesichert, die Elefanten können nicht dorthin, da parallel zum Fluß auf Natursteinen ein Elektrodoppelt“zäunchen“ in Tritthöhe verläuft. Die Gesamtanlage ist mit 2m-Rohren im Abstand von ca 7,5 m umgeben, ca 5cm-Durchmesse- Stahlseile in 3 Höhen sichern ab, dazwischen nochmals 2 Elektrodrähte. Die Anlage ist etwas strukturiert mit einem „Berg“ in der Mitte der erste Anlage. Vorhandener etwas mickriger Baumbestand wirde nicht einbezogen, befindet sich am Rande. Die Qelle speist ein Speicherbecken von ca 50x30 m, über einen Überlauf speist sich der Fluß. Der Hügelabbruch ist ebenfalls mit großen Bruchsteinen abgesichert, da frisch gebrochen, muß die Zeit das etwas natürlicher machen. Das müssen einige Tausend Tonnen gewesen sein! Da der Fluß in der zweiten Anlage diese quer halbiert (inklusive der E-Drähte) scheinen die Kamele (sehen gut aus!) dort zu bleiben– eine etwas ungewöhnliche Geo-Konstellation: Elefant-Kamel.
    Der Bulle scheint im Rundbau zu leben und hat einen absperrbaren Zugang zum Innenhausbereich, auch außen ist die Bullenfreifläche rund und wohl nach einem Luftbild mit Betonteilen abgesichert.

    (10.10.2008)
    WolfDrei:   Bin gerade aus Poznan und Wroclaw zurück - hier nur einige Ergänzungen zum ausführlichen Bericht von Herrn Amend. Erfreulich (oder positiv belästigend)geht der Umbau weiter. Zum Terrarium mit dem exellenten Bestand muß nicht Reklame gemacht werden: nur, erstmals sah ich einen Phrynops, den sie selbst in 1o besuchten US-Zoos nicht ausgestellt hatten! Dazu dann die Geochelone platynota etc etc.Zum Umbau: Bären- uns Robbenanlagen sind ein tiefes Loch, der Eis (Grau-)bär ist in der ersten Bärenanlage mit einer besseren Wasserwanne. Der Affenrundbau hinter dem fertigen Affenhaus (die Scheibe bei den Kapuzinern ist immer noch oder schon wieder zerstückelt)wird gerade entkernt, ebenso das Haus für die kleinen Säugetiere, am linken Teil des Eingangs wird gebuddelt, auch das Aquarium ist "in Arbeit". Die Geiervoliere ist schon beim Altstoffhändler , es wird wohl dann die "Bergreihe folgen. Die weißen Damhirsche wurden durch 1,1 Mesopotamier "ersetzt". Auch 1.1 Takins sind da. Von den Borkenratten (Phleomys pallidus) stelle ich mit Nachwuchs demnächst Bilder ein. Größtes Projekt bis 2012 soll ein "Afrikarium" sein - aus Afrika und Aquarium geschaffen: Tiere des Wassers und Sumpfes(also vom Säuger[Hippo und Manati] bis zur Koralle über Fische des Süß- und Salzwassers). Die Ausschreibung läuft oder lief gerade. Herr Ratajszczak, der ja auch das Elefantenhaus in Poznan zum Laufen gebracht hat, managed jetzt sein zweites Großprojekt - entsprechend gestreßt sah er auch aus - aber immer freundlich und hilfsbereit(siehe Erlaubnis für die Borkenrattenfotos). Zu Poznan und das Elefantenhaus ein Bericht etwas später.
    (10.10.2008)
    Sacha:   Gefunden in der zoopresseschau:

    warszawa.naszemiasto.pl - 24. Sept. 2008
    Wesole i tragiczne chwile - tak minelo 80 lat ogrodu
    Heitere und tragische Momente - so vergingen 80 Jahre Zoo Warschau
    In diesem Jahr sind 80 Jahre vergangen vom Tag des Entstehens des Warschauer Zoologischen Gartens. Die Geschichte des Zoos ist spannend, aber auch tragisch, sagt Direktor Jan Rembiszewski. Die schwierigste Zeit für den Zoo war der zweite Weltkrieg. Am Vortage seines Ausbruchs war der Warschauer Zoo der größte in Europa."

    Offenbar ist auch in Polen Grössenwahn nicht unbekannt. Denn erstens gab es schon mindestens einen flächenmässig grösseren Zoo (Whipsnade) und in Punkto Tierbestand mehrere Dutzend andere, die mehr vorzuweisen hatten als Warschau.


    (06.10.2008)
    IP66:   Der Innenraum stellt tatsächlich die vollständig entdekorierte Version der Architektur dar - wobei man sich allerdings fragen muß, wie viel Stuck man verwendete und wo man auf die Ullusionswirkung von Malerei vertraute. Ich frage mich allerdings, ob man so viel Struktur wird opfern müssen, wenn man beim Umbau ähnlich wie beim münchner Großtierhaus verfährt.
    Herrn Jahns Bemerkungs aufgreifend würd ich die Großzügigkeit des Gebäudes allerdings weniger mit der berliner Elefantenpagode als mit dem dortigen Antilopenhaus verbinden wollen. Es mag sein, daß die Pagode in Berlin mehr Quadramtmeter Boden überbaut hatte, doch gab es hier einen niedrigen und dunklen, wenig akzentuierten Besucherraum, um die die hellen und von prachtvollen Stützelementen gerahmten Tierlogen angeordnet waren. In Breslau dagegen versuchte der Architekt, die Idee des Kuppelbaus mit hellem Besucherraum so zu adaptieren, daß ein einheitlicher Raum entstand, der weniger kostete als das berliner Vorbild und besser zu den an der Neorenaissance orientierten Vorstellungen paßte. Die Ahnen der Eisenstützen kann man über das kölner Elefantenhaus bis zu Paxtons Glaspalast in London zurückverfolgen, wobei sie in Breslau aber eine Ausstellungsatmosphäre schaffen, die ich weniger mit exotisierenden Prachtbauten als mich Schinkels Museumsideen verbinde. Vermutlich ist es auch die Unscheinbarkeit, die aus solchen Paradigmata erwächst, die dem Gebäude in den Augen heutiger Benutzer schadet.
    (12.09.2008)
    Michael Amend:   Das Haus war ja gesperrt am Wochenende, der Direkto hat die Teilnehmer des Zoosammlertreffens natürlich hineingelassen, und da war auch ein Elefantenpfleger von Breslau im Haus. Möchte gerne wissen,was der wohl gedacht hat, als ca. 30 Leute wie bekloppt angefangen haben, das komplette Haus in sämtlichen Details zu fotografieren...Eine dieser Gruppen habe ich spasseshalber selbst mal fotografiert. Das Gleiche wiederholte sich im Bärenhaus und Raubtierhaus, auch da waren jeweils die Pfleger dabei, sie haben aber alle gelächelt....
    (12.09.2008)
    Michael Amend:   Blick ins Haus. Links Flußpferde, rechts vorn Elefanten, dahinter Nashörner( jetzt alles Elefanten ), in der Mitte die früherer Manati-"Anlage", dahinter die tapir-Boxen. Das alles wird ind en kommenden Jahren komplett für Elefanten umgebaut, das Haus wird Innen wahrscheinlich sein jetziges Erscheinungsbild komplett verlieren.
    (12.09.2008)
    Michael Amend:   Falsches Foto, wie üblich. Hier nun das Innenfoto,das untere zeigt die linke Außenanlage, es gibt tatsächlich zwei Außenanlagen für Flußpferde.
    (12.09.2008)
    Michael Amend:   Der großzügige Flußpferdbereich, mit vier Boxen. In der ganz linken Box, nicht im Bild, lebt noch ein zwergflußpferd, leider ohne Zugang zur Außenanlage, da die derzeiot vond en Robben in Beschlag genommenw urde. Das zweite Z-Flußpferd lebt auf der anderen Seite des Hauses und hat ein lächerlich kleines, strukturloses Außengehege zur Verfügung. Die Z-Hippohaltung in dem Haus wird aber bald beendet.
    (12.09.2008)
    IP66:   Im Aktionärszoo besaßen die Innenräume der Tierhäuser eine Art gesellschaftliche Funktion, zudem waren sie für Winterbesuche unerläßlich, ähnlich wie die großen Restaurationsgebäude. Allerdings boten diese Bauten selten größeren Menschengruppen Platz, sondern nur den Zoofinanziers, die sich hier mit ihren Freunden und Bekannten trafen.
    (11.09.2008)
    Michael Amend:   @IP66. Danke für die ausführliche Antwort. Vielelicht geht es ja nur mir so, das zwischen der Gartengestaltung in Breslau Ähnlichkeit zu Berlin besteht, aber beid er Führung habe ich mich anderen Sammlern darüber unterhalten, denen es aber auch auffiel. Es klingt plausibel, das es mit Lenné zusammenhängt.

    An Breslau fällt auf, praktischerweis efinden sich in den alten Führern viele Innenaufnahmen der großen Tierhäuser,das auch im Dickhäuter,-Affen,-und Vogelhaus die Dekorationen entfernt wurden, im Raubtierhaus wurde zudem eine niedrigere Decke eingefügt. Trotzallem kommt in den fraglcihen Gebäuden noch sehr viel des alten Flairs rüber, das Vogelhaus allerdings ist äußerlich teilweise restaurationbedürftig, der Zoo investiert jetzt aber erst einaml in komplette Neubauten.
    (11.09.2008)
    IP66:   Der Dehio meldet als Gartenarchitekten für Breslau K. Joh. Lüdeke, H. R. Göppert und J. Lösener für die Zeit von 1863 bis 1865. Das Problem des Vergleichs mit Berlin scheint mir darin zu liegen, daß der Lenné'sche Plan dort zweimal überformt wurde, so daß, wenn man einmal die Grundrisse vergleicht, von der alten Konzeption heute nurmehr wenig übrig ist. Die großen Teiche und die Einbindung des Antilopenhauses stammen erst aus der Amtszeit von Bodinus, die Dreisterneallee scheint eine Originalidee von Herrn Heck zu sein. Eine Verbindung könnte ich allerdings insofern erkennen, als so gut wie alle preußischen Gartengestalter durch die Schule von Herrn Lenné gegangen sind und sich die dazu nicht ganz passenden Ideen des Fürsten Pückler für Zoos nur sehr bedingt eigneten.
    In Sachen Raubtierhaus sollte man noch einmal die Bilder vergleichen, ob das Gebäude nicht einfach entdekoriert wurde, wie man das in der Nachkriegszeit dies- und jenseits des eisernen Vorhands häufig praktiziert hat. Vielleicht könnten Sie den fraglichen Führer zum Treffen in Darmstadt mitbringen - da könnte ich mir die Parkgestaltung und die Einbindung der Gebäude einmal ansehen und auch die Dekorationsverluste abschätzen.
    Ich denke, daß die Vergrößerung der Raubtierhausinnenräume mit der Entwicklung des Massenzoos einherging. Der Vergleich des breslauer Dickhäuterhauses mit der berliner Elefantenpagode scheint mir interessant. Der Dehio vermerkt eine Errichtung 1887 durch C. Schmidt, der den berliner Bau sicher gekannt hat, aber eben nur in der Größe zum Vorbild nahm. Ich halte es für möglich, daß bei konservativen Architekten die Ideen, die Bodinus seinen berliner Baumeistern vermittelt hatte, wenig glücklich erschienen, und daß erst die Hochphase historisierender Großbauten unter Wilhelm II. und Heck in Berlin deren Siegeszug begründet hat. Ähnliche Zurückhaltung kann man bei der Rezeption neuromanischer Kirchenbauten oder neubarocker Schloßanlagen beobachten, müßte aber noch einmal die personellen Voraussetzungen in Breslau prüfen.
    (11.09.2008)
    Michael Amend:   Das alte Raubtierhaus in Leipzig kenne ich natürlich nicht mehr.

    Im Breslau-Zooführer von 1890 ist eine Innenaufnahme des Raubtierhauses, das doch etwas anders aus sah als das jetzt noch bestehende, so wirkt der Besucherraum breiter, vermutlich bedingt dadurch, das auf der anderen Seite des Raumes keine zweite Käfiggalerie stand. Sehe ich mir aber die Aussenansicht des Einganges an und vergleiche diesen mit meiner Aufnahme, so scheint es doch so, das das Haus auf den alten Grundmauern wiederaufgebaut wurde, allerdings erheblich vereinfacht, auch ist die Decke innen viel niedriger als früher.

    Weiß denn jemand, wer in Breslau die Gartenlandschaft gestaltet hat, und wer das in berlin war ? Wie egsagt, die Gartengestaltung in Breslau erinnert mich in verblüffender Weise an Nerlin, Breslau ist ja auch nur 21 Jahre nach Berlin eröffnet worden.

    Ich freue michs chon auf die Chronik, daran wirkt wahrscheinlicha uchd er Organisator des Zoosammlertreffens mit,s selbst ein Zoohistoriker, der auch den aktuellen Zooführer mitgestaltet hat.

    Das läßt hoffen....
    (10.09.2008)
    Oliver Jahn:   Da muss ich mal schauen, ob ich da noch Bilder habe, ich meine, auch das Affenhaus war wegen Umbau nicht zu betreten.
    Zum Raubtierhaus, da meine ich das Alte in Leipzig, welches weggerissen wurde. Das war garantiert nicht breiter. Ich finde sogar, von innen sind beide Häuser zum verwechseln ähnlich.
    (10.09.2008)
    Michael Amend:   @IP66. Der innenraumd es Affenahuses ist zwar restauriert,a berw eitgehenst noch original erhalten geblieben. Zwar sind die Innenkäfige jetzt teiwleise verglast und der Besucherraum wudnerbar tropisch bepflanzt, der einmaligen Atmosphäre, die dieses haus noch ausstrahlt, tut das aber keinen Abbruch. Darüber hinaus ist die Primatenhaltung darin als sehr gut zu bezeichnen. Von der Artenvielfalt darin ganz zu schweigen...Ein Foto vom innenraum stelle ich morgen ein. Oliver Jahn hat das Haus ja noch vor dem umbau erlebt, wäre toll, Oliver, wenn du ein Foto davon einstellen kannst, dann haben wir gute Vergleichsmöglichkeiten.

    Ich bin der Ansicht,das der Besuchergang im Raubtierhaus in der tat sehr schmal und auchs chmaler als in Leipzig ist.
    (10.09.2008)
    Oliver Jahn:   @Michael Amend, das Raubtierhaus war auch 2002 bereit slänger geschlossen, den Blick ins Innere sehe ich so heute zum ersten mal. Allerdings ist ganz kurz vorher das Kleine Raubtierhaus abgerissen worden, leider kam ich da etwas zu spät.
    @IP66 Das Innere des Raubtierhauses ist in etwa so schmal, wie im alten Raubtierhaus in Leipzig, daher nichts ungewöhnliches. Vom Monumentalbau gesehen ist das Dickhäuterhaus in Breslau von seiner Größe her unerreicht, außer eventuell die Berliner Pagode könnte größer gewesen sein. Alle anderen historischen Dickhäuterhäuser sind deutlich kleiner, selbst das Leipziger blieb es, durch seine fehlende Vollendung bis vor kurzem.
    Was den Innenraum angeht, so ist dieser bereits heute jeglichen Schmucks vergangener Epochen beraubt.
    (10.09.2008)
    IP66:   Das Raubtierhaus, wenn man sich es auch stärker dekoriert vorstellen muß, vermittelt doch einen Eindruck von der geringen Größe solcher Gebäude, in denen oft erfolgreich gezüchtet wurde. Ich empfinde den breslauer Besuchergang jedoch als ungewöhnlich schmal und eigentlich noch am Aktionärszoo orientiert, wo selbst zur Fütterung nur mit einigen wenigen, wenn auch betuchten Gästen gerechnet wurde.
    Das Affenhaus zeigt, ähnlich wie das Gebäude für Dickhäuter, die für Breslau typische etwas provinzielle Neorenaissance, die sich von der Ludwigsstraße in München gelöst hat, aber noch nicht recht bei den berliner Monumentalbauten angekommen ist. Ich finde es merkwürdig, daß man polnischerseits den Innenraum nicht schätzt, kann das Land doch auf eine eigene Architektur dieses Stils und eine große Tradition in der humanistischen Forschung verweisen.
    (10.09.2008)
    Michael Amend:   Das letzte Bild für heute,d as Innere des Raubtierhauses. Rechts die Großkatzenkäfige, links die teiwleise vergalsten Kleinraubtierkäfige, die seit 20 Jahren unbesetzt sind. Vermutlich ist auch das Haus schon so lange für die Besucher gesperrt. Man beachte die geringen Abstand zu den Großkatzen....

    @Oliver Jahn. Oder war das Haus 2002 noch begehbar ? Kann ich mir in Anbetracht des schlechten baulichen Zustands des Hauses kaum vorstellen.
    (10.09.2008)
    Michael Amend:   Das Raubtierhaus aus dem Jahr 1875.
    (10.09.2008)
    Michael Amend:   Hier das Affenhaus von 1887, das unglaublich toll restauriert wurde und trotz seines Alters eine zeitgemäße, artgerechte Affenhaltung bietet.
    (10.09.2008)
    Oliver Jahn:   und hier noch mal dieser Traum von einem historischen Dickhäuterhaus.
    (09.09.2008)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank für den Bericht Michael, da werden sehr schöne Erinnerungen wach und es freut mich, dass dich der Zoo genau so fasziniert hat, wie mich. Breslau, Antwerpen und Leipzig sind sicher in dieser Hinsicht in einem Atemzug zu nennen.
    Hier die Bärenburg 2002, da waren neben den reifen hier auch noch Luchse.
    (09.09.2008)
    Anti-Erdmännchen:   @ M.A.
    Deine Beschreibung macht wirklich Apettit. Es muß ein merkwürdiges Gefühl sein, sich in einer Gegend, die nun doch schon lange nicht mehr deutsch ist, deutsche Kulturgüter anzusehen, wie man sie hier praktisch gar nicht mehr findet. Auch für die Polen muß es merkwürdig sein, Bauwerke zu pflegen, mit denen sie eigentlich gar nichts zu tun haben. Das gilt z.B. auch für die Breslauer Jahrhunderthalle, ein Denkmal für die Befreiung Deutschlands (!) vom Joch Napoleons. Aber schön, daß sie sie pflegen!

    @ IP66
    Wie ist das Eingangstor zu beurteilen? Ist sowas irgendwie gerade angesagt oder einfach nur ausgefallen? In Deutschland könnte ich mir einen derartigen Neubau so gar nicht vorstellen.
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   qRalf Sommerlad.Die letzte Chronik hat wie zuvor der Zoos selbst herausgegeben. An der Finanzierung dürfte es auch nicht gelegen haben, eventuell daran, das es Niemand gab,der das Buch gemacht hätte... Die sehr bescheidene Jubiläumsfestschrift hätte jeder Lehrling im 3.Ausbildungsjahr besser hinbekommen. Das Thema gehört aber nicht in diesen Thread.
    (09.09.2008)
    Ralf Sommerlad:   @MichaelAmend:Wer, wenn nicht die Stadt als Träger, sollte das publizieren?
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Und hier noch das Bild zum vorherigen Beitrag.
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Der neue Eingang des Breslauer Zoos.
    An der Kasse wollte ich einen Zooführer haben, und als die freundliche Dame merkte,das ich aus Deutschland komme, wollte sie mir auf Teufel komm raus die 11 Jahre alte deutsche Ausgabe andrehen, ich zeigte aber dauerend auf die polnische 2008er Ausgabe. Es vergingen zwei Minuten, bis die Dame begriff,das ich die polnische neue Ausgabe haben wollte. Und dann versuchte ich ihr klarzumachen,das ich davon drei Stück brauchte...Das war ein Kampf, die hat mich angesehen, als sie hätte sie ein Alien vor sich. Nach ca. weiteren 5 Minuten hatte ich dann meine drei Zooführer...Dem Himmel sei Dank standen hinter mir keine Leute.
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Die Eisbären-Anlage, vollkommen strukturlos...Die letzte uralte Bärin geht 2009 nach Hannover.
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Braunbären-Anlage von 1936. Der Grabenw urde verfüllt und die Anlage mit Scheiben versehen, damit die Bären mehr Platz bekomen....Einer der Bären lebte 9 Jahre lang hinter den Kulissen in einem winzigen Käfig, dessen befreiung ging groß durch die polnische Presse.Er lebt derzeit in einer eigenen Anlage, zieht aber mit um in die neue Anlage mit den Wölfen.
    (09.09.2008)
    IP66:   Ganz gerecht finde ich diese Beurteilung nicht - immerhin ist es Sache des Zoos, eine Chronik zu schreiben und sie zu publizieren - in Wuppertal ging das auch ohne städtische Beihilfe.
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Inwiefern ?
    (09.09.2008)
    Ralf Sommerlad:   Das Frankfurt das nicht geschafft hat, danken wir der Ignoranz der Frankfurter Stadtverwaltung...
    (09.09.2008)
    Michael Amend:   Der Zoo Breslau feiert übrigens 2010 sein 150 jähriges Bestehen, aus diesem Anlass wird es auch eine umfangreiche Chronik geben, hat der Direktor fest versprochen.

    Frankfurt hat das ja nicht geschafft.....

    Anstelle des alten Raubtierhauses soll übrigens ein Nachttierhaus gebaut werden.
    (08.09.2008)
    BjörnN:   Sehr ausführlicher, interessanter Bericht...

    Vor allem die Lippenbärenankündigung gefällt mir sehr gut...
    (08.09.2008)
    Michael Amend:   Ich bin von meiner kleiner Zootour( Dresden,Üsti,Liberec und Breslau)zurückgekehrt und möchte meine Eindrücke vom Breslauer Zoo schildern.

    Herr Seidel, Sie wissen gar nicht, was Sie verpasst haben......Also besser, sie lesen jetzt nicht weiter, sonst ärgern Sie sich vielleicht noch mehr..

    Vorweg gesagt, bereue ich es nicht, den weiten Weg nach Polen auf mich genommen zu haben, im Gegenteil. Auf der Hinfahrt habe ich ja einen Zwischenstop in Dresden eingelegt, da war es sowieso nicht so schlimm, aber die gestrige Heimfahrt dauerte 12 Stunden, mit viermaligem Umsteigen, und das beladen mit Gepäck und einer halben Tonne Zooführern....

    Vorweg, der Zoo ist einfach unglaublich, meine kühnsten Erwartungen hat er derart von übertroffen, das ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. Ich bin Gott sei Dank schon Freitag Mittag in Breslau angekommen und hatte so noch 4 Stunden für den Zoo Zeit.

    Samstag Vormittag war ja das Zoosammlertreffen, danach hatte man noch knapp zwei Stunden Freizeit vor dem Mittagessen, auf Einladung des Zoos, ein Dreigänge-Menu !,danach begannen die Führungen, die ich und auch die meisten anderen Teilnehmer unbedingt mitmachen wollten, weil sich diese natürlich besonders auf den hstorischen Teil konzentrierten...

    Die Führung nahm natürlich den gesamten Nachmittag in Anspruch und so hatten die meisten Teilnehmer keine Möglichkeit, den Zoo auf eigene Faust zu entdecken und konnten damit weder die herrlichen historischen Gebäude, noch den exquisiten Tierbestand genießen.

    Ich rate jedem, der vorhat, diesen Zoo zu besuchen, mindestens einen kompletten Tag dafür vorzusehen, mehr wäre sogar besser, z.B für alle Reptilienliebhaber,denn die Reptilien-Kollektion gehört zu den größten in Europa, ca 130 Arten...Die Artenfülle in Breslau erschlägt einen zuweilen, ich hätte nicht gedacht, das der Tierbstand so umfangreich ist, der letzte Zooführer von 1997 läßt das auf keinen Fall vermuten.....Inzwischen gibt es einen neuen Zooführer von 2008, der einfach super ist, leider nur auf polnisch erhältlich, dafür enthält er neben dem aktuellen Plan auf dessen Rückseite einen Plan von vor 1945, mit Abbildung der historischen Gebäude am Rand und mit Pfeilen,die darauf zeigen, wo sich das jeweilige Haus im Gelände befindet, einfach super...Die letzten zwei Seiten des Zooführers befassen sich mit der Zukunft des Zoos....

    Der Zoo entwickelt sich rasant, derzeit gibt es gleich mehrere Großbaustellen im Zoo, die in diesem Jahr noch fertig werden, die neue Robben-Anlage wird im Mai fertig. Für das historische Dickhäuterhaus gibt es auch schon Umbaupläne, die spätestens ca. 2013 in Angriff genommen werden, sobald die Flußpferde in ihre neue Anlage umgezogen sind. Dazu später.

    Der Zoo Breslau ist für alle Zoohistoriker ein Muß, ich denke, in weiten Teilen sind hier noch mehr historische Anlagen erhalten geblieben als z.B in Berlin. Das beginnt schon bei der bereits erwänten Umfassungsmauer und Zaun,auf meinem Weg von der Innenstadt dorthin konnte man schon leicht erahnen,was einen dort erwartet...

    Der alte Eingang liegt nur wenige Meter vom neuen Eingang , dieser erinnert leicht an das Brandenburger Tor, nur die Quadriga fehlt...Dieser Eingang befindet sich auf dem Erweiterungsgelände, das , glaube ich, in den 50iger Jahren dazugewonnen wurde. Es ist immer noch durch die alte Mauer vom alten Zooteil getrennt, die an zwei Stellen durchbrochen wurde.

    Betritt man den zoo, sieht man erst einmal nicht viel, außer vielen Pflanzen und Blumen. Ich beginne jetzt den Rundgang erst einmal durch den neuen Teil, direkt am Eingang befindet sich eine groräumige Afrika-Anlage, die nur noch mit zwei sehr schönen, großgewachsenen Rothschild-Bullen ( diese aber getrennt ), 3,1 Straußen und einer Gruppe südlichen Steppenzebras besetzt ist. Diese werden aber bald abgegeben. Elenantilopen habe ich aber keine mehr gesehen. Dem Weg weiter folgend, stößt man auf die erste große Baustelle,die baldd fertig ist, hier entsteht ein neues Restaurant mit Blick auf die Löwen-Anlage,und ein Wüsten-Pavillion für verschiedene afrikanische Reptilien und Kleinsäuger, aber auch Säbelantilopen und Mhorrgazellen. Diese Ecke ist dann komplett afrikanisch, direkt daneben beginnen die riesigen, sehr natürlichen Huftier-Anlagen für Droemdare,Watussis, Weißbart-Gnus ( 1,3),Sitatungas und Defasa-Wasserböcke,Nilgau und Hirschziegen und schottische Hochlandrinder. Die Wassserböcke und Sitatungas werden bald mit Guerezas und Mangaben vergesellschaftet, die Anlage muß aber noch primatensicher gemacht werden und ein Haus muß angebaut werden. Die Hochlandrinder kommen weg, dort soll eine Gorilla-Anlage gebaut werden. Die Löwen sind derzeit in das alte Raubtierhaus umquartiert, in der Löwen-Anlage leben die europäischen Wölfe. Für diese wird hinter dem Sommerrestaurant, wo das Sammlertreffen stattfand,eine riesige Gemeinschaftsanlage mit Braunbären gebaut, die kurz vor der Fertigstellung steht. Auf der gegenüber liegenden Seite ensteht eine Magot-Anlage. Der Besucher geht über einem Steg an beiden Anlagen vorbei.Gegenüberd er Schotten-Anlage liegt die Wildhund-Anlage und ein Keinsäugerhaus, das überwiegend mit nachtaktiven Arten besetzt ist, allerdings mit relativ unspektakulären Arten, z.B Wickelbär,Schönhörnchen,Mongozmakis,Degus,Chinchilla,Mongozmaki,Flughunde,Braunhaar-Gürteltiere und Fenneks, teilweise mit Außenkäfigen.In einem Monat wird das Gebäude komplett in ein Madagaskar-Haus umgebaut, für diverse Lemuren und Vögel.
    Den Weg folgend, erreicht man große Anlagen für Wisente und Bantengs,Gunakaos mit Capybaras, Lamas mit Goldagutis und Maras. Obwohl der Zoo ein eigenes Reptilienhaus hat, gibt es noch ein altes, ziemlich verfallenes Krokodilhaus, das sogar über Außenanlagen verfügt. Hier leben noch Nilkrokodile und ein 74 Jahre altes Mindoro-Krokodil.Eine Außenanlage wird von...Erdmännchen bewohnt.Diese zieren auch das Titelbild des Zooführers.
    Unterhalb des Krokodilhauses gibt es noch ein großes Streichel-Gehege, danach betritt man durch die Mauer den alten Zooteil. Man betritt nun praktisch eine andere Welt....

    Die Anlagen sind natürlich nicht mehr so groß und liegen sehr dicht beiander, dazwischen liegen die alten Tierhäuser, eingebettet in einer sehr abwechslungreichen, wunderschönen historischen Parklandschaft, die mich sehr an Berlin erinnert. War da eventuell der gleiche Gartenstalter am Werk ? Natürlich gibt es auch hier neue Anlagen, aber die alten Teile domieren diesen Parkteil. Es ist fast so, als würde man durch das 19.Jahrundert spazieren....Natürlich sind zum Teil einige Anlagen völlig veraltet und kaum mehr für die Tierhaltung geeignet, aber etliche Arten, speziell Großkatzen und Huftiere, wurden aus diesem Grund schon dezimiert. Trotzdem gibt es hier noch zwei weitere Zebraformen in zwei getrennten Anlagen, zum einen Bergzebras, zum anderen östliche Steppenzebras( die mähnenlosen )Aus diesem grund verschwinden die südlichen Steppenzebras und die östlichen ziehen dann in die Afrika-Anlage um. Neben der Zebra-Anlage steht das alte Antilopenhaus, desen Äußeres durch Felsen verkleidet wurde. Es ist auch nicht mehr für Besucher begehbar, im Rahmen der Führung konnten wir aber rein. Rechts und links des Besucherraumes liegen die Antilpenboxen, an der Stirnseite die Giraffenboxen. Besetzt ist das Haus noch mit 1.1 Rotschildgiraffen(Geschwister-Paar, das demnächst abgegeben wird ),Roten Riesenkänguruhs und den Steppenzebras, Innen gab es noch Muntjaks, aber nur vorrübergehend. Antilopen gibt es nicht mehr dadrin.
    Die frühere Wildschwein-Anlage wird jetzt für Bergzebras genutzt, daneben leben Riesenesel. In einer neueren Schweine-Anlage leben Po-Schweine und Pekaris.

    Ein früheres Witschaftsgebäude wurde in ein kleines Aquarium umgebaut,das sehr reizvoll ist. Die Aquarien liegen aber nur auf einer Seite des Besucherraumes, der durch zwe Eingänge verbunden ist.
    Unterhalb davon liegt eine der ältesten Anlagen des Zoos mit einem hübschen Häuschen, das 1885 gebaut wurde und bis heute für die gleiche Tierart genutzt wird, für Nutrias ! Früher war aber das Becken zweigeteilt, die rechte Hälfte wurde mit Bibern besetzt.

    Gegenüber des Aquariums gibt es eine neue, landschaftlich sehr stimmungsvolle, neue Insel-Anlage für Kattas und Rote Varis. Dahinter liegt dann das riesige, 1885 eröffnete Hauptrestaurant des Zoos, damals das größte Restaurant in Breslau, heute dient es als Reptilienhaus ! In ihm befinden sich soviele Terrarien, und zwar zweistöckig, selbst die Treppenhäuser werden für die Tierhaltung genutzt, das man alleien in diesem Gebäude 2 bis 3 Stunden verbringen könnte, die Artenfülle ist enorm, nicht nur Reptilien, natürlich auch diverse Amphibien, Insekten und Wirbellose(schöne große Vogelspinnen-Kollektion ), dazu ein kürzlich eröffnetes Schmetterlingshaus im ersten Stock. Es gibt etliche seltene Arten zu sehen leider werden viele große Arten in viel zu kleinen Terarrien gehalten, aber es gibt auch hier sehr schöne Zuchterfolge, wie kürzlich z.B bei den Stummelschwanz-Chamälions. Die Krokodil-Anlage in der Haupthalle soll für Philipinen-Krokodile umgebaut werden,derzeit leben Nilkrokodile darin. Als der neue Direktor vor knapp 2 Jahren den Zoo übernahm, fand er 28 Nilkrokodile vor, verteilt auf den ganzen Zoo.....Inzwischen sind es weitaus weniger. Das Haus hat sehr viel Atmosphäre und wird auch noch modernisiert werden. Für Primatenliebhaber ist Breslau ein Paradies. Diese werden derzeit fast komplett noch im alten Zooteil gehalten, verteilt auf die Lemuren-Anlage,Kleinsäugerhaus(im neuen teil),Primaten-Rundbau,Menschenaffenhaus und Affenhaus. Das Menschenaffenhaus entstand aber erst nach dem 2. Weltkrieg, dieses ist natürlich entsprechend veraltet. In ihm leben 6 Schimpansen, die immerhin eine recht große Außenanlage mit Naturboden haben, und ein Orang-Mischling, der nicht einmal einen Außenkäfig hat. Was aus diesem Tier wird,weiß ich nicht. Sinnvoll wäre es, es abzugeben, aber wer will einen Orang-Mischling ?

    Im Affen-Rundbau, ebenfalls ein Nachkriegsbau, leben Magots, Schopfmangaben und Grüne Meerkatzen in relativ herkömmlichen Außenkäfigen. Das Haus ist nicht begehbar.

    Das Affenhaus stammt aus dem Jahr 1887. Es wurde im letzten Jahr komplett restauriert und modernisiert. Der Direktor erzählte aber,das dabei 1000 Fehler gmacht wurden, wie er einräumt, die jetzt noch nachträglich ausgebessert werden müssen. Das sind aber überwiegend kleinere Geschichten, die sich nicht nachteilig auf die Tierhaltung auswirken,
    sieht man einmal vom Rindemulch ab, der aus den Innekäfigen wieder entfernt werden mußte, weil diese nur über Fußbodenheizung verfügen....Die Mondernisierung, auch der Außenkäfige, die komplett neu gebaut wurden, ist als überaus geglückt zu bezeichnen. Es ist unglaublich, was man für die Tierhaltung im diesen über 100 Jahre alten Haus noch rausholen konnte, es ist sehr beeindruckend. Der Längsflügel ist sehr schön tropisch bepflanzt, das Haus ist sehr hell und weist natürlich Rindenmulchboden auf. In diesem Flügel
    leben Rotscheitelmangaben,Mona,-Diana,-und Große Weissnasen-Meerkatzen(eine von drei Haltungen in Europa ),Husarenaffen und Blasskopf-Sakis(innen zusammen mit Kugelgürteltieren, einzige Anlage noch mit Rindenmulchboden), im Querflügel, wo früher die Menschenaffen lebten, in den Seitenanlagen Angola-Guerezas und eine schöne Gruppe Weißschulter-Kapuziner, in den großräumnigen Stirnkäfigen Schopfkamaken, mit großer Außenanlage, und schwarze Brüllaffen. Die Kapuziner haben leider mit einem Stein die Scheibe ihres Innenkäfigs zum Platzen gebracht....Alle Arten haben schön strukturierte Naturboden-Außenkäfige. An diesem alten Haus können sich etliche Neuhäuser ein Beispiel nehmen...Den Innenraum des Querflügels bewohnen unter der Decke noch Faultiere, der Flügel ist von beiden Seiten kameraüberwacht... Eine große,sehr schöne Außenanlage wird von Grünen Pavianen bewohnt, ca 120 Tiere....( ich muß nach der genauen Art nachschauen, ich bin an der Anlage nur kurz vorbeigelaufen, ohne auf die genaue Art zu achten, Paviane sind nicht ganz so mein Fall ), zumal gegenüber das wunderschöne Dickhäuterhaus liegt....Oliver Jahn ist ja schlicht begeistert davon, ich kann ihm nur beipflichten, aus historischer Sicht gesehen ist das Haus unglaublich...Die Tierhaltung leidet aber darunter, obwohl ich in keinem historischen Dickhäuterhaus so große Innen,-und Außenanlagen für Flußpferde gesehen habe wie hier, das Innennbecken ist weitaus größer als das frühere Münchner Becken und wird von vier Innenboxen umgrenzt, die mit zwei getrennten Außenanlagen verbunden sind, beide verfügen über ein Außenbecken, wobei das in der rechten Anlage wohl erst nach dem Krieg gebaut wurde, im Führer von 1941 ist nur in der linken Anlage ein Becken eingezeichnet. Im Juli wurde wieder ein Babyflußpferd geboren, der Vater ist allerdings kurz vorher gestorben. In dessen Anlage leben jetzt Seehunde und Zwergseebären.( deren Neuanlage ist im Bau ) In den beiden fast noch original vorhandenen Tapir-Anlagen, ehemals mit zwei Arten besetzt, sind ein Zuchtpaar Flachländer und ein Weibchen mit halbwüchsigen Jungtier untergebracht, die Breitmaulnashörner wurden komplett nach Frankreich abgegegen und deren Anlage in die Elefanten-Anlage mit einbezogen, die von drei Asiatinnen bewohnt wird,Toto,Rani und Birma. Im Innenraum steht sogar noch die 1934 gebaute Seekuh-Anlage ! "Muschi" starb 1945, die Anlage wird seitdem von wechselnden Arten bewohnt, z.B Pythons. Als der amtierende Direkot den Zoo übernahm, waren es Stachelschweine, jetzt ist die Anlage leer, Gott sei Dank. Dieses Haus ist Geschichte pur,wird es aber nicht mehr lange sein. Wer also nochmal ein klassisches, historisches Dickhäuterhaus sehen will, sollte sich beeilen. 2012 ziehen die Flußpferde in ihr neues Haus im Erweiterungsgelände um ( hinter der Afrika-Anlage ), die Tapire sollen wohl auch behalten werden, was mit den zwei noch im Haus lebenden Zwergflußpferden passieren wird, weiß ich jetzt nicht,man konnte den Direktor ja nicht alles fragen...Jedenfalls ist das Innere des Hauses nicht denkmalgeschützt, es wird komplett umgebaut für...was wohl...Elefanten. Alle Außenanlagen und der gesamte Freibereich um das Haus werden in eine neue Elefanten-Freianlage umgebaut, diese wird ca. 1 ha groß...
    Gegenüber dem Dickhäuterhaus liegt das alte Raubtierhaus, das im Krieg zwar zerstört, aber ähnlich wie Frankfurt, auf den gleichen Grundmauern wiederreichtet wurde, allerdings ohne das es vergrößert und um eine Freiananlage ergänzt wurde....Die Grundform des Hauses aus dem Jahr 1875 wurde wiederhergestellt, aber man hat die großen Kuppeln über den Außenkäfigen weggelassen. Neben zwei größeren Eckaußenkäfigen hat es zusätzlich einen nach vorne verlängerten Mittelkäfig, in den zur Zeit noch die Löwen ausquartiert wurden. Zwei uralte Pumas und zwei Rotscheitelmangaben(die Zuchtgruppe sitzt im Affenhaus )sind erzeit noch die Insassen. Für Besucher ist es seit einigen Jahren geschlossen, der Besucherraum ist sehr eng und die Innenkäfige liegen so nah, das man die Großkatzen ohne weiteres streicheln konnte...Auf der anderen Seite gibt es noch eine Glaskäfigreihe für Kleinraubtiere, die seit über 20 Jahren nicht mehr besetzt sind. Das Haus wird abgerissen.

    Im gleichen Eck liegt noch das alte Vogelhaus, eröffnet 1889 ,und ebenfalls sehr schön restauriert. Natürlich weist es nicht mehr die frühere Artenfülle auf, es sind aber noch einige seltenere Arten dabei, vorwiegend Papageien. Alle Innenvolieren sind mit Vogelmiere bepflanzt, was nicht nur optisch sehr schön aussieht, sondern auch von den Vögeln gefressen wird und somit auch noch zusätzlich Beschäftigung bietet. Alel 2-3 Wochen muß aber neue Vogelmiere eingepflanzt werden. Aber eine sehr schöne, nachahmenwerte Idee ! Alle Volieren des Längstraktes haben Außenvolieren, die natürlich zusätzlich mit diversen Fasanenarten besetzt sind.
    Das Furchenschnabel-Hornvogelpaar wurde 7 jahre lang getrennt gehalten, jetzt sitzt die Henne wieder auf Eiern !

    Der weitere Rundgang geht vorbei am alten Einganng des Zoos, vorbei an den wunderschönen Teichanlagen zu den Greivfogelvolieren, die nur noch teilweise benutzt werden. Das historische Straußenhaus wurde in vereinfachter Form neu aufgebaut, hier leben Emus ( mit Zucht ! ),ein aus Madrid eingetroffener, noch nicht umgefärbter Helmkasuar und verschiedene Kraniche. Vorbei an einer idylischen Flamingo-Anlage und Stachelschweinen kommt man zum alten Huftierbereich.

    Die Huftierställe sind ebenfalls noch historisch, aber nicht zugänglich, hier leben derzeit noch bis zu ihrem Umzug die Säbelantilpen, die frühere Rappenantilopen-Anlage bewohnen jetzt die Mishmi-Takine, die man auch,wie die Säbelantilopen, streicheln kann. In diesen Anlagen lebten vor dem Krieg Kamele und Hirsche. Daran schließen sich die Ziegen,-und Schaf-Anlagen an, ebenfalls sehr,sehr alt. Die Anzahl der Ausläufe wurde natürlich deutlich verringert, jetzt leben hier nur noch Sibirische Steinböcke, Mufflons, Bezoarziegen und Mähnenspringer. Direkt auf der anderen Seite davon steht ein altes Hirschhaus mit noch einigen original vergitterten Ausläufen, am unteren Ende dieser Gitter-Allee erblickt man schon die Bärenburg, der Blick ist echt unglaublich,so, als würde man um hundert Jahre in der Zeit zurückversetzt sein...Ich hätte zumindestens einige Fotos in diesem Bereich in schwarzweiß machen sollen, Mist....Geht ja mit einem Digitalapperat problemlos...Die Bärenburg setzt dem ganzen echt die Krone auf, nirgendwo sah ich jemals eine solche Bärenburg. Diese wurde im Krieg natürlich zesrtört,aber original wieder aufgebaut, obwohl ja bereits 1936 die neuen Bären-Anlagen gebaut worden waren....Sie wurde nach Auszug der Bären für kleinere Raubtier-Arten genutzt, jetzt nur noch für Eulen, die demnächst ebenfalls ausziehen werden, die Burg bleibt dann leer und nur noch als Museum stehen. Man kann übrigens auch raufgehen und hat von dort einen sehr schönen Blick über die ganzen alten Anlagen....Im Hirschhaus leben Rentiere und Milus, am Weiher wurde vor kurzem ein neues Gibbonhaus eröffnet...An einer alten Damhirschanlage und dem früheren, wunderschönen Haupteingang vorbei, der im nächsten Jahr wiedereröffnet wird, stößt man auf das Terrarium.

    Die 1936 eröffneten Bären-Anlagen sind natürlich längst überholt, diese liegen direkt an der Umgrenzungsmauer gegenüber den Bergzebras. Die Braunbären ziehen demnächst in die neue Anlage um, die letzte Eisbärin ( sehr alt ! )zieht 2009 nach HANNOVER um, danach enstehen hier neue Anlagen für Kragen,-Brillen,-und Lippenbären.Zwischen den Bären-Anlagen liegt ja die alte Robbenanlage, die derzeit komplett umgebaut und vergrößert wird. In Breslau wird zur Zeit mehr gebaut als in Frankfurt in 25 Jahren nicht...In den nächsten Jahren geht das dort so weiter,der Direktor hat sehr gute Ideen, so ensteht auch eine Außenanlage für Riesensalamder...Es werden auch noch einige neue Tierarten kommen, andere gehen,wie der letzte weiße Tiger....Für ihn kommen dann Sumatratiger, es gibt aber nebenan noch normale Sibirische Tiger.

    Mich hat der Besuch dort sehr positiv überrascht.

    Ich kann einen Besuch im alten Zoo Breslau nur jedem ans Herz legen, der an Zoohistorie interessiert ist. Ach ja, hinter den Kulissen wird noch eine Kostbarkeit gehalten, Borkenkletterer.

    Wer Fragen hat, nur zu. Bilder folgen noch.
    (08.09.2008)
    IP66:   Die Entfernung des Stucks im Innenraum nimmt dem Gebäude sicher viel von seinem Charakter - ich kann mir allerdings auch vorstellen, daß gerade die stuckierten Rustika-Quader sich nicht eben gut erhalten haben. Sind denn die eisernen Ornamente noch vorhanden?
    Die Freianlagen erinnern mich an jene, die Herr Heck J. um die berliner Elefantenpagode hat errichten lassen - sind sie genauso alt?
    (17.12.2007)
    Michael Amend:   Schönes haus, gar keine Frage, aber die Großsäugerhaltung darin läßt doch einiges zu wünschen übrig. Die Nashörner sind wohl noch im Zoo , nur eben in einer besseren Anlage.Allerdings fimde ich zumindestens die Außenanlage der Breslauer Flußpferde um einges besser als in meinem Lieblingszoo Stuttgart.( gelinde gesagt, braucht's dazu auch nicht viel....)
    (17.12.2007)
    Oliver Jahn:   und die Flusspferde.
    (16.12.2007)
    Oliver Jahn:   Flachlandtapir
    (16.12.2007)
    Oliver Jahn:   Elefant
    (16.12.2007)
    Oliver Jahn:   Hier mal ein paar Eindrücke. Die Bilder sind alle von 2002.
    Nashorn
    (16.12.2007)
    Oliver Jahn:   Das Raus wurde restauriert und ist äußerlich noch genau so, wie bei seiner Entstehung. Im Inneren hat das Haus alerdings jeglichen Schmuck verloren, die Wände sind jetzt ohne Verziehrung und Stuck. Schade, dass die Nashörner weg sind. Als ich dort war, 2002 gab es sie noch, und auch noch Flusspferde, einen Elefanten, Tapire und Zwergflusspferde.
    (16.12.2007)
    IP66:   Der Bau ist vor allem deshalb interessant, weil es sich nicht um eine exotisierende, sondern streng nach den Kriterien der Neo-Ranissance ausgerichtete Architektur handelt - weshalb er auf bundesrepublikanischem Boden wohl kaum überlebt hätte.
    (16.12.2007)
    Michael Mettler:   :-)
    (16.12.2007)
    Michael Amend:   Warum nicht ? Immer noch besser als ein Entdeckerhaus.
    (16.12.2007)
    Michael Mettler:   @MA: Innen frei laufende Krallenäffchen, auf den Außenanlagen Kattas, Nasenbären und Erdmännchen... (Ironie)
    (15.12.2007)
    Michael Amend:   Die Zooführer aus dieser Zeit haben den Vorteil,das oft fast mehr Aufnahemn von Häusern und Anlagen drin sind als von den Tieren, hier das wunderschöne Innere des Breslauer Dickhäuterhauses. Bin schons ehr gespannt darauf, es live zu sehen, beim nächsten Zoosammlertreffen.
    Sicher werden irgendwann auch die Elefanten daraus ausziehen und es bleibt abzuwarten,was aus dem Haus gemacht wird...
    (15.12.2007)
    Michael Amend:   Hier mal ein Foto des Hauses, abfotografiert aus dem Zooführer von 1910.

    (15.12.2007)
    Michael Amend:   @Oliver Jahn ( Beitrag vom 25.09.) Ich kann dich beruhigen, das Breslauer Elefantenhaus ist keine Entdeckerarche geworden, es wird weiterhin für Dickhäuter genutzt. Im aktuellen Elefanten-Magazin fand ich aber die Info, das die Breitmaulnashörner ausgezogen sind und deren Anlage nun Teil der Elefantenanlage ist, denn der Zoo hat am 24.10 zwei neue asiatsiche Kühe bekommen, und hat jetzt drei Elefanten.Ob noch Tapire und Flußpferde im Haus leben, geht leider aus dem Artikel nicht hervor.
    (15.12.2007)
    Ralf Seidel:   @Oliver Jahn, die alte Mauer des Breslauer Zoos und auch mehrere laufende Meter Gitterabsperrung habe ich wohl gesehen, auch einige Volieren
    und Gebäude konnte man von außen wahrnehmen - aber weckt das dann nicht erst recht das Interesse ??..
    Dabei habe ich schon frohlockt, nur wenige Gehminuten vom Zoo entfernt, gleich hinter der Jahrhunderthalle fuhr unsere Busflotille auf einen großen Parkplatz - ich habe schon frohlockt:
    jetzt laufen die polnischen Reiseleiter mit der Heerschar von Touris zu Fuss weiter. Ich hätte Ruhe und Muße gehabt, den Zoo zu besuchen. Aber nix da ! "Bitte schön, hier können wir alle Mittag machen, Herr Seidel". Das heißt dann im Klartext, die von den Busfahrern vorbereiteten Würstchen werden unters Volk gebracht. Um meinen Frust zu verbergen habe ich dann Kartoffelsalat auf Pappteller verteilt. Aber der Anblick von 250 zufrieden vor sich hin schmatzenden Senioren entschädigt für alles....
    Als dann alle satt waren, ging es weiter Richtung Innenstadt - Würstchen waren alle vertilgt. C`est la vie !
    (02.11.2007)
    WolfDrei:   @J. Pfleiderer: keine Ahnung-habe in Walsrode vor einem Monat im Außenbereich der Paradieshalle nur einen Arfak-Hahn gesehen. Nach ISIS hätte noch Cambron, also Paradiso, 1,2 Tiere. Walsrode erscheint nicht in ISIS
    (01.11.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @WolfDrei
    Hat Walsrode dann alle verbliebenen Kammtalegallas in Europa zusammengelesen?
    (01.11.2007)
    WolfDrei:   @J. Pfleiderer: Der Arfakhahn (Kammtalegalla) ist nunmehr in Walsrode.
    (31.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Kammtalegalla(s) habe ich keine gesehen, und beim Schelladler auch nur ein Einzelexemplar. Bemerkenswert agil & interessiert-anders als ihre ostberliner Artgenossen-erschienen mir die Falklandkarakaras. Auch dies scheint für mich darauf hinzudeuten, dass Geierfalken im Allgemeinen im Gegensatz zu z.B. Keas hinsichtlich Beschäftigungsoptionen in den meisten Zoos eher vernachlässigt werden.
    (31.10.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Shensi-Takin
    Freut mich, dass alles geklappt hat.
    Werden Schelladler und Kammtalegalla im neuen Zoo noch gehalten (bei meinem Besuch waren nur Einzeltiere vorhanden)?
    (31.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank für die hilfreichen Tipps; habe auch das Palmenhaus & Aquarium (deren Tierhaltung allerdings hinsichtlich gewisser Aspekte zu wünschen übrig lässt...) besucht. Bei Pardelroller, Feldhamster & Ziesel (jahreszeitenbedingt) kein Glück beschienen; ansonsten nahezu alle Arten rel. aktiv und lange beobachten können. Fazit: z.T. sehr interessanter Tierbestand mit origenellen Gemeinschaftshaltungen (z.B. Kantschil & Eule), z.T. gerade im neuen Zoo etwas antiquiert wirkende Haltungen (z.B. Schneeleopard, Seehund...).
    (31.10.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Shensi-Takin
    9 Stunden werden vollkommen reichen, vielleicht ist da sogar noch ein Besuch im Palmenhaus möglich.
    Der Personalausweis reicht zum Grenzübertritt.
    (24.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Vielen herzlichen Dank; die Info kommt rechtzeitig, fahre ich doch erst kommenden Sonntag. Ich werde mich an Ihren Rat halten und zuerst den alten und dann den neuen Zoo besuchen. Insgesamt habe ich für beide +/- 9h zur Verfügung-das dürfte interessant werden...;) PS: Reicht der Personalausweis zum Grenzübertritt?
    (24.10.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Shensi-Takin
    Ich hoffe, dass diese Informationen nicht zu spät kommen, aber ich hatte während der letzten Tage einfach keine Zeit, hier vorbeizuschauen.
    Die Fahrt zum neuen Zoo dauert relativ lang. Die Straßenbahn fährt bis zur Haltestelle "Krancova" um die 20 Minuten und von dort muss man nochmal ein ordentliches Stück laufen. Wenn man noch einbezieht, dass man unter Umständen auf die nächste Bahn warten muss, kommt für Hin- und Rückweg mindestens eine Stunde zusammen, eher noch mehr.
    Ich habe das Palmenhaus nur von außen gesehen, aber wenn der Zeitrahmen ohnehin schon beschränkt ist, würde ich nur die Zoos besuchen. Ein kleines Aquarium gibt es auch im Stadtzoo.
    Zooposter habe ich keine gesehen, allerdings auch, weil ich nicht sonderlich danach geschaut habe...
    (24.10.2007)
    Oliver Jahn:   @Ralf Seidel, schade, dass du kein Glück hattest. Dennoch muss ich hier mal feststellen, der Zoo in Breslau ist selbst von Außen eine Wucht!!! Die rote Bachsteinmauer mit den Löwenköpfen ist ja mindestens 120 Jahre alt und für jeden Zoohistoriker ein Augenschmaus. Also wenigstens was!!! :-)
    (23.10.2007)
    Michael Mettler:   Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, um zu erwähnen, dass das Zoosammlertreffen 2008 in Breslau stattfinden soll!
    (23.10.2007)
    Ralf Seidel:   War bis letzten Sonntag gemeinsam mit
    6 vollbesetzten Bussen in Polen, darunter eben auch am Samstag in Breslau, habe auch den Zoo dort gesehen - allerdings mal wieder nur von außen. Nicht das erste mal, wenn ich irgendwo hinkomme - ist eben das Schicksal des Touristikmenschen...
    Aber dafür viel von Polen: links ne Kirche, rechts ne Kirche und dazwischen liegt die Kneipe. Die polnischen Reiseleiter haben sich viel Mühe gegeben,
    unseren Gruppen ihr Land nahe zu bringen, und in jedem kleinen Dorf hieß es dann:" Schauen Sie bitte, links ne Kirche...."
    Über Polen weiß ich nun auch ganz gut Bescheid - aber den Breslauer Zoo habe ich nur von außen gesehen...
    (23.10.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Aber sicher; und wer weiß(sic!;): vielleicht entsprang die Farbe des Weißlings einer ähnlichen Quelle wie der gewisser "weißer" Elefanten...;)
    (21.10.2007)
    Michael Mettler:   Na, ich denke, wenn es den weißen Tapir noch gäbe, wäre seine Existenz wahrscheinlich dank Internet in der Zoo(fan)welt bekannt - der dürfte wohl eher "historisch" sein...
    (21.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank für die rasche Antwort. Etwas würde ich gern aber noch wissen:
    -wie lange dauerte die Fahrt zum neuen Zoo ca. (jeweils hin & zurück)?
    -ist der Besuch des Palmenhauses (mit Aquarium) empfehlenswert & zeitlich machbar?
    ...und die wichtigste aller Fragen: gibt es in den Zoos ansehnliche Zooposter zu kaufen;)?
    Dann mach ich mich mal demnächst auf zu Pardelroller & mysteriösen Albino-Bergtapiren! ;)
    (21.10.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Shensi-Takin
    Um die Haltestellen für die öffentlichen Verkehrsmittel zu erreichen, muss man über den Bahnhofsvorplatz laufen, dann die Treppen hoch und sich links halten.

    Die Öffnungszeiten der Zoos weiß ich nicht mehr auswendig, ich glaube ich war bis 19:00 Uhr dort. Jetzt im Winterhalbjahr wird nicht so lange geöffnet sein.

    Ich habe zuerst den Außenzoo und danach den Stadtzoo besucht. Allerdings empfehle ich im Nachhinein die umgekehrte Reihenfolge.

    Zu den Kosten: ich bin mit weniger als 10 Euro für die Tramtickets, die Eintritte und etwas zu essen ausgekommen (Umtausch am Bahnhof). Allerdings würde ich empfehlen, für alle Fälle etwas mehr umzutauschen (ich habe auch 20 Euro umgetauscht und dann vor Abreise den Rest wieder rückgetauscht).

    Viel Spaß und Glück (bei Pardelroller & Co)!
    (21.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Ich hätte da noch ein paar Fragen bzgl. Poznan Zoos:
    -wo genau liegen die Bahnen/Bus vom Hauptbahnhof aus gesehen?
    -Öffnungszeiten der Zoos?
    -wieviel kostet regulär der Eintritt sowie das Bus-/Bahnticket?
    -empfiehlt es sich bei rel. knapper Aufenthaltszeit zuerst den neuen Zoo und im Anschluß daran den alten zu besuchen?
    Danke im voraus!
    (21.10.2007)
    Ralf Seidel:   @Oliver, @WolfDrei, na da sehe ich doch schon wieder tiefschwarz für mein Unterfangen, schließlich habe ich nur
    max. 2-3 Stunden zur Verfügung - na mal
    sehen...Trotzdem erst mal herzlichen Dank für eure Infos. Und ansonsten kann ja etwas Kultur beim Stadtrundgang auch nicht schaden...
    (10.10.2007)
    WolfDrei:   @Ralf Seidel: 40 min sind sicher etwas üppig: Vom Bahnhof rechts halten, bis Staßenbahngleise kommen, diesen nach Norden folgen-wenn die einen linken Schwenker machen, dennoch geradeaus. Dann ist man schon an der Oder (Grunwaldski-Brücke). Der gleichnamigen Straße nach rechts bis zur Einmündung in die Sklodowskie-Curie-Straße (das war die Radioaktivitätsforscherin) bis zur nächsten Brücke-dann ist man an der Wroblewskiego-Straße und damit gleich am Ziel: an dieser Oderaufteilung liegt rechts schon der Ogrod zoologiczny (Gegenüber Hala Ludowa -eine große Messehalle). Die genannten Straßennahmen dürften sich zwischenzeitlich nicht geändert haben.
    (10.10.2007)
    Oliver Jahn:   @Ralf, also vom Bahnhof aus bin ich zu Fuß zum Zoo, da war ich gut 40 Minuten unterwegs. Zurück zum Bahnhof dann mit der Taxe, da waren es dann nur 5 Minuten. Also, zentral würde ich ihn gerade noch so bezeichnen, aber das hängt eben davon ab, wo im Zentrum du bist. Vom Bahnhof aus liegt er auf jeden Fall auf der anderen Seite der Oder.
    (10.10.2007)
    Ralf Seidel:   Mal an die Wroclaw/Breslau-Zoo-vor Ort-Kenner, da ich nächste Woche Samstag dienstlich dort bin und eventuell ein bisschen Freizeit habe (die Hoffnung stirbt zuletzt): liegt der Zoo sehr zentral oder muß man noch auf öffentliche Nahverkehrsmittel zurückgreifen ???
    (10.10.2007)
    Shensi-Takin:   @Johannes Pfleiderer: Vielen Dank!
    @Sacha: Das Foto (richtig: US) war von mir aus purer Gaudi plaziert worden-sozusagen als "Schmankerl", um eine Antwort zu bekommen;)
    (07.10.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Shensi-Takin
    Letztes Jahr im Sommer bin ich mit dem "Berlin-Warszawa-Express" vom Berliner Ostbahnhof nach Poznan gefahren.
    Ich weiß nicht mehr genau, wie teuer es war, aber ich glaube hin und zurück um die 40 Euro, also mehr als viermal soviel, wie ich vor Ort inklusive Straßenbahnfahrt und Essen gebraucht habe.
    Der Zug war schon relativ alt, aber insgesamt war die Fahrt dennoch ganz angenehm.
    Wie schon erwähnt, zum Stadtzoo kommt man zu Fuß: wenn man aus dem Bahnhof herausgeht, die Treppen zu den über den Gleisen liegenden Straßen hoch und dann links halten.
    Zum Außenzoo bin ich mit der Tram gefahren: Linie 6 oder 8 bis zur Haltestelle Krancova. Anscheinend fährt aber auch ein Bus (Linie 50).
    (01.10.2007)
    Sacha:   @Shensi-Takin: Schönes Foto von einem (Streifen-?)Gnu. Tippe aber mal, dass dieses Anhand der Vegetation im Hintergrund in den USA und nicht in Polen aufgenommen wurde....:)
    Fehlt hier der Eintrag oder ist das Bild einfach falsch platziert?
    (01.10.2007)
    Karsten Vick:   Von diesen Fragen kann ich nur eine beantworten: Vom Hauptbahnhof bis zum Alten Zoo ist es nicht weit zu Fuß. Der Neue Zoo sollte, da in einem beliebten Naherholungsgebiet gelegen, mit Stadtbus gut zu erreichen sein. Ich war allerdings auf meinen beiden Reisen mit Auto in Poznan.

    20 Jahre her ist mein einziger anderer Besuch in einem polnischen Zoo, das war in Warschau. Ich erinnere mich an einen Stadtpark, in dem der Zoo liegen sollte, aber keine Wegweiser. Dann ein offenes Tor, keine Kasse und kein Mensch weit und breit, ich geh durch und bin im Zoo. An Tieren und Anlagen erinnere ich mich an meine ersten Rappenantilopen, Lippen- und Malaienbären, an Wasserbüffel, Kegelrobben, eine im Vergleich zu DDR-Anlagen riesige dicht bewachsene Löwenfreianlage, ein leider geschlossenes Elefantenhaus, Affenhaus, Terrarium, Vogelvolieren, das wars dann auch schon (mit meinen Erinnerungen). Ich denke, dass auch dieser Park mal wieder eine Reise wert wäre.
    (30.09.2007)
    Shensi-Takin:   Ich hätte eine Frage zur Option Poznan-Reise von Berlin aus mit der DB. Hat dies schon einer unternommen? Erfahrungen (positiv/negativ)? Wie genau kommt man so zu den Zoos? TIA
    (29.09.2007)
    Carsten Horn:   Aha, jetzt weiß ich, warum sich damals niemand für mein Auto "interessiert" hat, g...
    (27.09.2007)
    Michael Mettler:   Mir hat mal jemand aus der Kfz-Branche gesagt, dass Autos mit Automatikgetriebe relativ sicher vor Diebstahl seien, weil diese sich in den üblichen Zielländern nur schlecht reparieren ließen.... Dürfte aber sicher auch von der Marke abhängen.
    (26.09.2007)
    Karsten Vick:   Ich war bisher 2x in Poznan. 2003 hab ich die alte Elefantin Kinga noch gesehen, 2005 war das Außengehege abgerissen, auf der Fläche war eine Ponyreitbahn. Hinter dem Haus leben bemerkenswerte Landschildkröten u. a. eine Travancoreschildkröte (Indotestudo forsteni). In der Grotte lebten nur noch Turkmenische Karakale, innen war die EAZA-Shellshock-Ausstellung.
    Und (ätsch) ich hab den Roller gesehen, wenn auch nur schlafend...
    (26.09.2007)
    Carsten Horn:   Vor einigen Jahren war die Fahrt Richtung Posen noch ein wenig nervig, ein Autobahn in unserem Sinne gab es nicht, nur eine Landstraße und LKW ohne Ende. Weiß nicht, ob die Verhältnisse immer noch so sind, dann würde ich auch eher eine Zugfahrt empfehlen. Sprachkenntnisse sind nach meiner Erfahrung nicht erforderlich, selbst im Raum Warszawa (nicht ehemals deutsch) kam man mit Deutsch und Englisch ganz gut zu recht...

    Pläne für eine ca. zweiwöchige Reise (in etwa Poznan, Gdansk, Kaliningrad, (evtl. Riga, haut die Kilometer gut hoch), Warszawa, Plock, Lodz, Katowice, Ostrava, Wroclaw, Prag, Dvur Kralove) hab ich auch schon mal gemacht, aber irgendwie bislang zeitlich noch nicht auf die Reihe bekommen. Und die Formalitäten für die Einreise nach Königsberg haben mich immer abgeschreckt, aber vielleicht wird es ja nächstes oder übernächstes Jahr mal was...
    (26.09.2007)
    Oliver Jahn:   @Ralf Seidel, danke für die Auskünfte. Den Umbau der Terrarienhäuser habe ich schon gesehen, war 2001 dort, da waren sie gerade fertig geworden,allerdings war der Tierbstand an Säugern noch etwas üppiger. Auf der Rückseite des Raubtierhauses wurden im alten Flusspferdgehege ZWergflusspferde gehalten. Und nicht nur dort, kurz hinter dem Eingang an der von dort aus rechten Außenmauer war ebenfalls das erste Gehege eine Anlage mit damals zwei Zwergflusspferden. Außerdem gab es noch Antilopen in einer eigenen Anlage (weiß leider nicht mehr, welche es waren)und Waldhunde. Das alte Vogelhaus hat mich auch sehr beeindruckt und die Felsgrotten waren damals mit Oncilla und Jaguarundi besetzt, innen in den Grotten war eine Ausstellung zum alten Zoo, und in der ehemaligen Greifvogelvoliere an der AUßenseite der Grotte wurden Maras gehalten. Im alten Raubtierhaus hingegen gab es neben den schon erwähnten Zwergflusspferden noch eine Tigerin und eine Löwin, beide hatten die großen Eckkäfige.
    @IP66, ich bin auch zur Sicherheit mit dem Zug von Berlin aus gefahren, aber Polnischkenntnisse habe ich absolut keine und ich brauchte sie auch nicht. Die Polen, die ich dort getroffen habe haben sehr oft deutsch gesprochen, nd da wo die Sprache nicht reichte, da hat die Gastfreundschaft, die mich echt fasziniert hat, mit freundlichen Gesten weitergeholfen.
    (26.09.2007)
    IP66:   Ich dachte an einen Leihwagen mit polnischen Kennzeichen und bei potentiellen Räubern unbeliebter Marke oder an einen Bahntransport - wobei sich das wohl leichter organisieren läßt als ein polonophoner Zoofan.
    (26.09.2007)
    Ralf Seidel:   @Johannes Pfleiderer, stimmt !
    Ich bin dauernd beim Filmen gewesen, viele Details werde ich erst später noch mal in Erinnnerung bekommen...
    Auf jeden Fall wunderschöne Tiere, die in der großen Voliere ganz wunderbar zur Geltung kamen - einfach beispielgebend für andere Zoos. Die "Roller" im Bereich der Kleinraubtiere haben wir übrigens auch nicht zu Gesichtbekommen, 3 mal waren wir vor Ort gewesen !!! Die Jaguarundis in 2 Farbvarianten, auch eben den Katzenfrett, war ja auch nicht schlecht.
    Übrigens noch hervorhebenswert die gute Beschilderung in beiden Parks. Neben der polnischen und wissenschaftlichen Bezeichnung auch die Namen in Englisch UND Deutsch, inkl. Unterartzugehörigkeit.
    Uralt-Schilder (teilweise noch aus Holz) waren übrigens auch in der Ausstellung im alten Raubtierhaus zu sehen.
    (26.09.2007)
    Carsten Horn:   Also Freiwillige vor, die sich ihr Auto klauen lassen, g...
    (26.09.2007)
    Johannes Pfleiderer:   @Ralf Seidel
    Bei den Hornvögeln handelt es sich um Papua-Hornvögel der Unterart "ruficollis".
    (26.09.2007)
    IP66:   Ich habe schon darüber nachgedacht, eine entsprechende Tour zu organisieren. Zum einen möchte ich nicht mit dem eigenen Wagen fahren, zum anderen hätte ich gerne jemand dabei, der ein wenig Polnisch spricht. Vielleicht finden sich ja im Forum eine Reihe von Interessenten, so daß man dergleichen organisieren könnte.
    (26.09.2007)
    Ralf Seidel:   @Oliver Jahn, erst mal auch von mir ein
    herzliches (Wieder)- Willkommen im Club,
    du bist ja wieder fleißig im Geschehen involviert - dabei dachte ich, du brauchst erst mal ein paar Wochen zur Aufarbeitung...
    Was den Tierbestand im Alten Posener Zoo
    betrifft, nun ja, bei 5 ha Fläche gibt es da nicht viele Möglichkeiten für große Säugetiere. Aber die gemeinsame
    Haltung von Rothschildgiraffen, Böhmzebras und Impalas im Huftierbereich im Zentrum des Zoos läßt ein Stück altes Zoofluidum in einer trotzdem relativ geräumigen Anlage aufkommen. Im alten Affenhaus noch die
    Siamangs, Roten Varis und Dianameerkatzen, an anderer Stelle Alpakas, Chin. Muntjaks, Kattas und Zwergotter - ich glaube das war schon der gesamte Säugerbestand. In der Hinsicht ist man im Nove Zoo besser aufgehoben. Aber die Präsentation der Aquarien und Terrarien in 2 Alten Häusern richtig modern und chic aufgepeppt, eine Vielzahl von Terrarien auch noch im Affenhaus untergebracht - das hat uns schon beeindruckt. Dazu seltenste Arten, wie man sie so konzentriert wohl nur selten sieht. Der Umbau der Aquarien/Terrarienhäuser dürfte gegen 2001/2002 erfolgt sein, also durchaus möglich, das du das SO
    noch gar nicht gesehen hast. Auch die
    Avifauna war zwar quantitativ durchaus überschaubar, aber auch hier eine ganze Reihe seltener Arten in dem schönen alten Vogelhaus (ist einfach ne klasse Atmosphäre und für die Haltung kleinerer Arten durchaus geeignet)sowie auf dem Wasservogelteich und in der Wasservogelvoliere. Übrigens auch 2 Hornvögel (Art müßte ich noch mal nachschauen) haben in dieser geräumigen Flugvoliere ihr Domizil - so etwas hatten wir noch nirgends gesehen, war richtig toll. Was du als Raubtierhaus erwähnst, dürfte die "Grotte" sein, früher wohl die Bärenburg. Sie wird derzeit wohl als Ausstellungsraum genutzt, für uns blieb die Tür aber an diesem Tag verschlossen. Ein integrierter Anbau ist jetzt eine geräumige Außenanlage für die Dianas, die können über einen Laufgang ins Affenhaus wechseln - schön gemacht. Das eigentliche Raubtierhaus steht ebenfalls leer, kann aber betreten werden und beherbergt eine schöne Exposition zur Geschichte des Alten Zoos, inkl. Tierpräparate, alte Zooplakate, Zooführer, Pins und andere Artikel, die Begehrlichkeiten bei Zoofreunden wecken. Wir waren über dieses Raubtierhaus besonders erstaunt, bot es doch 3 für die damalige Zeit sehr große und ungewöhnlich hohe Käfige, außen und innen. Dazwischen angeordnet auch kleinere Käfige, wie sie wohl eher zeittypisch waren. Innen sehr schön hergerichtet, machte es von außen doch einen recht ramponierten Eindruck. Mit etwaigen Umbauten, die freilich recht kostenintensiv wären, ließe sich da was Hübsches für Kleinraubtiere gestalten. Die alte Elefantenanlage ist Bestandteil des Giraffen/Zebra-Komplexes.

    (26.09.2007)
    Johannes Pfleiderer:   Im Zuge eines Berlinaufenthaltes habe ich im Sommer 2006 die beiden Zoos in Poznan besucht und auch ich war begeistert, nicht zuletzt auch von der Freundlichkeit des Zoopersonals - der damalige Vizedirektor Radoslaw Ratajsczak hat mich in seinem Buggy mit hinter die Kulissen genommen, damit ich die Bawean-Hirschen sehen konnte (neben der einen Gruppe in der Schau gibt es noch eine weitere hinter den Kulissen).
    Leider hat sich mir der Pardelroller trotz mehreren Aufenthalten an seinem Käfig nicht gezeigt.
    Aber nächstes Jahr werde ich, wenn möglich, wieder von Berlin aus hinfahren und habe dann vielleicht mehr Glück...
    (25.09.2007)
    Oliver Jahn:   Ich habe die beiden polnischen Zoos, welche noch deutsche Zoogründungen sind, nämlich Wroclaw(Breslau) und Poznan (Posen) auch besucht und bin ja schon mehrfach hier drauf eingegangen. Leider habe ich in Posen nur den alten Stadtzoo gesehen, die Zeit war einfach zu kurz. Aber historisch gesehen waren 2001 und 2002 beide Zoos noch eine echte "Sahnehaube", vom Tierbestand waren sie eher mittelmäßig. Und natürlich gab es zu der Zeit auch noch sehr viele historische Bauten, aber auch da sah man sie schon schwinden. Letztlich hatte ich hier im Forum sogar mal gezielt nachgefragt, ob jemand näheres über das Posener Raubtierhaus berichten kann, denn es ist der eigentümlichste Bau, den ich in einem Zoo kenne. Vorderseite Raubtierhaus im Maurischen Stil, Hinterseite ein festungsähnlicher Bau mit überdicken Mauern, in dem Giraffen und Flusspferde gehalten wurden. Allerdings las ich darüber bereits hier im Forum, dass dieses Haus wohl mittlerweile leer stünde, aber vielleicht kann Ralf dazu noch etwas sagen. Ebenso würde mich interessieren, was im alten Elefantengehege nach dem Tod der letzten Kuh jetzt gehalten wird.
    Für mich jedenfalls waren beide polnischen Zoos ein absoluter Höhepunkt und ich war sehr froh, z.B. das Dickhäuterhaus in Breslau 2002 noch mit Flachlandtapiren, Flusspferden, Zwergflusspferden, Breitmaulnashörnern und einem ind. Elefanten besetzt zu sehen. Sicher ist es mittlerweilen auch in diesem Haus schon leerer geworden oder ist es bereits eine "Entdeckerarche"? @IP66, für Sie müssten diese beiden Zoos eigentlich ein MUSS sein, absolut Pflicht!!!
    (25.09.2007)
    Ralf Seidel:   Der ganze Alte Stadtzoo in Poznan ist ein einziges lebendiges "Museum", gerade im Kontrast zum weitläufigen Neuen Zoo ein Eldorado für jeden
    Historienfan.
    (25.09.2007)
    IP66:   Ich habe ja auch schon über eine polnische Zoofahrt nachgedacht, obgleich das von Köln noch ein wenig entfernter ist als von Berlin.
    Gibt es in Posen historische Bauten? Es handelt sich ja um einen alten "deutschen" Zoo. Und wie sieht es im russischen und habsburgischen Teil Polens mit den Zoos aus?
    (25.09.2007)
    Ralf Seidel:   Eigentlich ja schon merkwürdig, dass abgesehen vom Thema Ost-/Westpreußen die polnischen Zoos bislang hier im Forum kaum eine Rolle gespielt haben.
    Dabei nehme ich mich selber keineswegs aus, als ich in den 80`ern begann auch mal über den Tellerrand der DDR-Zoos zu schauen, war Tschechien an der Tagesordnung. Auch den Budapester Zoo hatte ich mir 2 mal angeschaut. Für die Westzoos hatte ich damals gerade keine Zeit ..))), Polen wurde dicht gemacht -
    irgendwie passten damals die Solidarnocz und Kriegsrecht nicht in die heile sozialistische Welt.
    Umso gespannter war ich natürlich, als mir Konstantin Ruske im Frühjahr den Vorschlag machte: "Du, wir fahren mal auf Tagestour nach Polen !"
    Nun heiße ich nicht Theo und wir wollten auch nicht nach Lodz, sondern nach Poznan (Posen) - und ich kann diese Destination allen Zoofreunden nur wärmstens empfehlen !
    Was das reiche Frankfurt/Main seit Jahrzehnten nicht fertigbekommt ist hier seit 1979 Realität: Neben dem kleinen Alten Stadtzoo von 1879 gibt es am Stadtrand einen mehr als 100 ha großen Neuen Zoo - man MUSS einfach beide gesehen haben.
    Am Freitag bis 18:00 Uhr im Büro, Samstag ab 01:30 Uhr Autobahn Richtung Berlin, schließlich wollten wir pünktlich 04:00 Uhr Richtung Poznan. Neben Konstantin, Steffen Kohler und mir waren noch 2 weitere Berliner Tier-
    parkfreunde mit von der Partie. Froh war ich dann doch, daß ich nicht selber nach Polen fahren musste, denn da ich noch Samstag Abend zurück nach Halle fuhr und erst Sonntag 00:30 Uhr zu Hause war, war es doch ein anstrengender Tag. Gemessen an dem, was wir gesehen und erlebt haben - ich habe nicht eine Sekunde bereut. Im Vorfeld schon mal einige Schmankerl an gezeigten Arten:
    Alter Zoo: eine Vielzahl Amphibien (die verschiedensten Baumsteigerfrösche, Rotaugenfrosch und der merkwürdige Moosfrosch, seltene Reptilien wie Komodowaran, Utila - und Kubaleguan, Schwarzschnabelstörche, Balistare....
    Neuer Zoo: Herrliche Zuchtgruppen Bawean-Hirsch, Prinz-Alfred-Hirsch, Visayas-Pustelschweine, Sitatungas, Thomson-Gazellen (15 Tiere haben wir gezählt !), eine Vielzahl seltener Hühnervögel, Kleinraubtiere wie Löffelhunde, Afrikan. Ginsterkatze, Katzenfrett (ließ sich gegen Abend sogar sehen), Weißrüsselnasenbären, Geoffreys Klammeraffen (Unterart aus Yucatan)....
    Daneben ne tolle Greifvogel- und Eulenkollektion, eine Vielzahl Kleinsäuger und Insekten, für Elefanten (derzeit nicht im Bestand) enteht gerade eine gigantische Anlage. Der Weiträumigkeit des Geländes sei Dank, schöne Huftieranlagen (zum Besucher durch Gräben getrennt), eine Seenlandschaft die ihresgleichen suchen dürfte, viele Gehege sind in den Uferbereich eingebettet...
    Ich kann Poznan mit seinen beiden Zoos nur jedem Zoofreund empfehlen...
    (25.09.2007)

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