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    Zoo Halle

    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/zoo-halle-ist-elefantendame-bibi-wieder-traechtig--28560430

    Wie schon angemerkt ist Bibis Trächtigkeit noch nicht bestätigt!
    (11.10.2017)
    zollifreund:   im Schimpansenhaus leben ( jedenfalls war es so vor zwei Wochen) zwei Livingston-Turakos
    (28.09.2017)
    Michael Mettler:   @Adrian Langer: Ich habe nicht auf die Beschilderung geachtet und im Schimpansenhaus auch nur kurz einen Turako durch die Bepflanzung huschen sehen, aber m.E. war es ein Fischerturako.
    (28.09.2017)
    Adrian Langer:   http://mobil.mz-web.de/halle-saale/trauer-im-zoo-halle-jaguar-muppet-ist-tot-28457314?originalReferrer=

    Der männliche Jaguar in Halle ist verstorben!
    (22.09.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/vergebliche-suche-im-bergzoo-halle-esel-fuer-immer-verschwunden---tierpaten-ueberrascht-28431380

    Die Esel sind jetzt weg! Dafür sollen die Vikunjas in ihren Bereich! Was passiert aber mit deren Gehege?
    (19.09.2017)
    Adrian Langer:   Danke für die Infos! Dementsprechend scheinen die Abrissaktionen erst kürzlich begonnen zu haben! Die Turakos im Schimpansenhaus leben dort schon seit meinem ersten Besuch 2015! Laut Zootierliste handelt/handelte es sich bei den Tieren im Schimpansenhaus und denen in der Fasanerie um zwei unterschiedliche Arten!
    (17.09.2017)
    Michael Mettler:   Zu Beiträgen aus dem August: Die Turakos sind aus der Fasanerie ins Schimpansenhaus umgezogen, dort jetzt also Freiflieger wie die Balistare. Die neue Gaststätte wird tatsächlich am Platz der jetzigen neben der Großvoliere entstehen und somit die alte an gleicher Stelle ersetzen. Und den deutschen Namen \"Philippinen-Bindenwaran\" finde auch ich angesichts diverser Formen des Bindenwaran-Komplexes auf der Inselgruppe zu ungenau. Anhand des Verbreitungsgebietes, das ich im Net für Varanus nuchalis angegeben fand, wäre \"West-Visayas-Bindenwaran\" eine geografisch genauere Bezeichnung. Ich fand allerdings auch einen deutschen Namen \"Stachelnacken-Bindenwaran\" - unter einem stacheligen Nacken würde ich mir allerdings mehr vorstellen, als es der Waran in Halle zeigt.
    (17.09.2017)
    Jan Jakobi:   Ja, das mit Sabah stimmt.

    Der erwähnte Online-Artikel ist bis jetzt der einzige der berichtet das Bibi wieder trächtig ist.
    In den Online-Artikeln zu Bibi von gestern stand das nicht drin.
    (16.09.2017)
    Adrian Langer:   Laut dem Artikel im Magdeburger Threat ist Bibi wieder von Abu gedeckt worden und trächtig!
    (16.09.2017)
    Adrian Langer:   War Sabah nicht allgemein Opfer von Aggressionen anderer Tiere? Diese endeten ja erst (zumindest vorläufig) mit dem Einzug Lilaks! Auch wenn sie 2010 den Konflikt mit Pori nicht überlebte! Womöglich wurde dieser, dadurch das Tutume nicht von Lilak angenommen wurde, weiter fortgeführt wurde! Gleichzeitig scheint Bibi allerdings allgemein Probleme bei der sozialen Interaktion mit anderen Elefanten zu haben! Daher sehe ich auch die Abgabe in eine Gruppe in der sie niemanden kennt und keinen Bezug zu den dort lebenden Tieren hat zumindest als kritisch! Hoffentlich klappt das Experiment!
    (15.09.2017)
    Jan Jakobi:   Aus den Jahresberichten vom Tierpark Berlin:

    Quelle Jahresbericht 1999, Seite 14:

    \"Mehrere Versuche scheiterten an der Aggression anderer Herdenmitglieder, so dass wir uns entschließen mussten, Sabah mit Tutume auf der zweiten Anlage zwar im ständigen Sicht- und Geruchskontakt mit den anderen Tieren, aber doch letzlich getrennt zu halten. Auch ein Versuch, nur die Mütter mit den Jungtieren zu vergesellschaften, musste aufgrund von aggressivem Verhalten seitens Bibi abgebrochen werden.\"

    Quelle Jahresbericht 2001, Seite 15:

    \"Eine Eingewöhnung in die Gesamtherde wurde bisher noch nicht unternommen, jedoch sind alle drei Jungtiere zeitweise mit ihren drei Müttern gemeinsam auf einer der beiden Freianlagen. Hierbei erweist es sich als hilfreich, dass Pori die ranghöchste der drei Mütter ist und so etwaigen Zurechtweisungen, die Bibi nicht ungerne Tutume gegenüber durchführt, zuvorkommen kann.\"

    Angesichts der Infos aus den TP-JBs frage ich mich ob die anfängliche Trennung (Aufbau der Mutter-Kind-Bindung, warten bis er ohne Palette trinken kann) von Sabah mit Tutume nicht eher genau DAS bewirkt hat, also das negative Verhalten von Bibi gegenüber Tutume.

    Wobei meiner Erinnerung nach ausgerechnet Sabahs Bezugs-Elefantin Lilak Tutume nicht in der Herde aufnahm.

    Vermutlich war die Trennung zu lang (wobei: was heißt zu lang?) damals, vermute ich.
    Andere Erklärungen für das Verhalten von Lilak und/bzw. Bibi habe ich nicht.

    Für 2007 (Geburten von Kando und Panya) findet sich im TP-Jb 2007 keine erneute Beschreibung über Bibis Verhältnis gegenüber Kälbern.

    Bibi hatte schon in Berlin keine Beziehung zu Tana, wie auch zu den anderen Afrikaner-Kälbern der anderen Kühe.

    Am 15.01.1999 brachte Bibi ihr erstes Kalb Matibi in einer der Boxen im Dickhäuterhaus zur Welt.
    Das Kalb kam grade als einer der Elefantenpfleger eintraf und das Kalb wurde erstmal geborgen.

    Ihr zweites Kalb brachte sie am 22.08.2007 auf der Außenanlage zur Welt in Anwesenheit der anderen Kühe.

    Bibi und Panya haben eine feste Bindung.
    Als ich 2 mal den Zoo Halle besucht hatte habe ich kein aggressives Verhalten zwischen Bibi und Panya beobachtet.

    In Halle hatte sie auch auf die Geburten der anderen beiden Kälber negativ reagiert.
    Sie attackierte laut einem Online-Artikel die Zwischenwände im Elefantenhaus während bzw. kurz nach den Geburten.

    Bibis Adoptivmutter Dashi starb am 18.09.2016.
    Gegenüber Lilak war Bibi nicht ganz abgeneigt.
    Es gibt Fotos wo Bibi sich in der Nähe von Lilak bzw. direkt neben Lilak aufhält, siehe TP-Wegweiser und Elefanten-Fotolexikon.

    Lilak ist seit Herbst letzten Jahres nicht mehr die Leitkuh.
    (15.09.2017)
    Adrian Langer:   Was heißt aggressiv reagieren? In Berlin hat es ja mit ihren und den Kälbern der anderen Kühe auch geklappt! Vielleicht ist man sich auch einfach unsicher und will sich eines lästigen Tieres entledigen! Ich hoffe nur, dass sie die Gruppe in Hodenhagen nicht destabilisiert und sich dort gut einfindet! Ihr scheint das ja allgemein schwer zu fallen und sie hat ja schon diverse Unverträglichkeiten gegenüber anderen Kühen gezeigt!
    (15.09.2017)
    Jan Jakobi:   In Toulouse leben der Bulle Pembe, die beiden erwachsenen Kühe Sabi und Matibi sowie Matibis Tochter Makeba.
    Makeba wurde am 24.03.2017 geboren.

    Es könnte sein das Bibi auf Makeba genauso reagiert wie auf Ayo.

    Warum Bibi so aggressiv auf Kälber reagiert weiß nur sie selbst.
    (15.09.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/zweimal-den-nachwuchs-getoetet-wo-halles-problemelefantin-bibi-nun-hinwechselt-28411642

    Bibi wird nach Hodenhagen ziehen! Anfänglich dachte ich ja, sie geht zu ihrer Tochter Makeba! Ich hoffe Magdeburg fühlt sich dabei nicht übergangen!
    (15.09.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/suesser-nachwuchs-im-zoo--halles-faultier-baby-noch-ohne-namen-28403034

    Es gab wieder Nachwuchs bei den Faultieren!
    (13.09.2017)
    Adrian Langer:   Foto klappt nicht aber es ist ein Weißhaubenhäherling!
    (24.08.2017)
    Adrian Langer:   Ein letztes mal!
    (24.08.2017)
    Adrian Langer:   So nochmal Weißhaupt....
    (24.08.2017)
    Adrian Langer:   Und fand ich seltsam fand aber auch keinen der es mir erklären konnte! Eine Ente mit Halsband und einer kleinen Röhre dran! Kennt das einer von euch?
    (24.08.2017)
    Adrian Langer:   Kapuzenzeisig hoffentlich sichtbar!
    (24.08.2017)
    Adrian Langer:   Mein heutiger Besuch in Halle. Die Balistare sind jetzt im Schimpansenhaus! Die Geierperlhühner waren heute zu sehen! Dafür immernoch nicht der Fischerturako! Bei den Edwardfasanen leben jetzt Weißhaupthäher?! Ich hänge noch ein Bild an dann wird es bestimmt klarer! Die Reisfinken wurden durch Kapuzenzeisige ersetzt! Zu sehen war auch der Philippinenwaran! Er saß aber so blöd, dass ich kein Bild gemacht habe!
    Anbei Weißhaupt.......
    (24.08.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Im Text wird eindeutig gesagt, dass die Almhütte in unmittelbarer Nähe der Großvoliere entstehen soll. Die Großvoliere bleibt auf jeden Fall erhalten.Sie ist auch auf der Zeichnung zu erkennen.
    (18.08.2017)
    Michael Mettler:   \"Abriss der vorhandenen Anlagen\" ist vermutlich die missverständliche Formulierung, aber damit dürfte dann wohl die bisherige Gaststätte gemeint sein. Denn wenn ich die Lage der neuen anhand des abgebildeten Entwurfes richtig deute, kann sie doch eigentlich nur genau dort gedacht sein. Dann allerdings wäre der nette Talblick rechts im Bild blanke Illusion, denn dort befinden sich Spielplatz, Kleintierhaus und (ehemaliges) Antilopenhaus...
    (17.08.2017)
    Michael Gradowski:   Also ich lese da nichts raus, daß die Voliere weichen soll. Die Großvoliere ist ein echtes Wahrzeichen des Zoos, die wird so schnell sicher nicht verschwinden...
    (17.08.2017)
    Tom Schroeder:   In dem Artikel ist klar zu ersehen, dass die Voliere erhalten wird! Hätte ich auch gelinde gesagt eine Katastrophe gefunden, die abzureissen...
    (17.08.2017)
    Adrian Langer:   http://mobil.mz-web.de/halle-saale/eine-almhuette-fuer-den-bergzoo-auf-dem-reilsberg-wird-eine-moderne-gaststaette-gebaut-28173574?originalReferrer=

    In Halle soll eine neue Gaststätte eröffnen! Dafür soll auch eine Voliere (ich glaube die der Seevögel) gehen! Ich hoffe die wird dann ersetzt!
    (17.08.2017)
    Adrian Langer:   Ich habe noch einmal recherchiert! Laut Wikipedia (ich weiß Wikipedia!) wird diese Unterart schon nicht mehr geführt und der kleine Kerl gehört eher zu V.s. macromaculatus oder einer noch nicht benannten Form des Bindenwarans in Sulawesi! Aber mal sehen!
    (13.08.2017)
    Sacha:   Der deutsche Name \"Philippinen-Bindenwaran\" ist nicht gerade glücklich gewählt. Ich jedenfalls bin erst darüber gestolpert, da es ja auch einen Mindanao-Bindenwaran gibt. Und wenn mich meine Geografie-Kenntnisse nicht völlige im Stich gelassen haben, dann gehört Mindanao zu den Philippinen.
    (13.08.2017)
    Adrian Langer:   In Halle ist laut Facebook (und Zootierliste) ein Phillipinen Bindenwaran eingezogen! Laut Angeben des zoos ist es eine Beschlagnahmung vo Flughafen Halle-Leipzig! Das besondere daran, es ist der einzige seiner Art in Europa! Anbei ein Bild des Zoos (hoffe es ist klein genug!).
    (12.08.2017)
    Adrian Langer:   Mein heutiger Besuch in Halle! Viel neues gab es nicht! Bei den Bartkäuzen lebt jetzt ein Paar Temincktragopane! Es gab Nachwuchs bei den Alpakas! Für die Helmhokkos sind laut Beschilderung Geierperlhühner eingezogen! (nicht gesehen) Es scheint keine Aras mehr zu geben! Die Beschilderung war weg und ich habe trotz weit offener Stalltür auch keine gesehen! Es waren ja immerhin schon zwei alte Vögel! Und zwar nicht neu aber ungewöhnlich! Einer der Erdwölfe wechselte ständig zwischen den beiden Stalleingängen zum Innen und Außenbereich!
    (01.08.2017)
    Adrian Langer:   Mein heutiger Besuch! Viel getan hat sich seitdem nicht! Über die Ferien ist eine Urwaldkulisse im ganzen Zoo aufgebaut worden! Die Helmhokkos gibt es noch sie sind aber nicht beschildert (habe aber auch nur einen Jungvogel gesehen, der von diesem Jahr sein dürfte!). Die Fasane die bei den Lachenden Hänsen waren sind nicht mehr im Gehege! Die Jägerliste leben jetzt allein! Die Brillenvögel im Krokodilhaus sind nicht mehr ausgeschildert! Nehme an, dass sie nicht mehr existent sind! Da ich sie aber nie gesehen habe (ist bei einem kleinen grünen Vogel in einer Tropenhalle aber auch echt schwer!) bin ich mir da nicht ganz sicher!
    (13.07.2017)
    Sacha:   Emotional kann ich die Vorgehensweise des Vizedirektors nachvollziehen. Rein sachlich (und wohl auch juristisch) war sie leider falsch.
    (04.07.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/zoo-feuert-ornithologen-vize-direktor-muss-gehen--weil-er-tote-voegel-versteckt-hatte-27909138

    Der Vizedirektor wurde entlassen, da er tote Vögel zur Vogelgrippezeit versteckt hat!
    (04.07.2017)
    Adrian Langer:   Roter Panda und Muntjaks!
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   Heute waren für mich die Erdwölfe erstmals gut und \"lange\" zu sehen!
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   Die Schneeeulen haben wieder Nachwuchs! Wer kann erraten wie viele? :D Nebenbei gab es auch NAchwuchs bei den Steinböcken, Yaks, Zwergzebus und Zwergziegen!
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   Dominican Anoli
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   Mein heutiger Besuch im Zoo. Nach dem Bericht von W.Dreier dachte ich eigentlich es gebe nicht viel neues! Denkste! Es gibt keine Helmhokos mehr im Zoo! Die Tiere wurden durch Fischerturakos ersetzt! Auch im Gehege nebenan gab es eine Veränderung! Die Tarantapapageien sind offenbar nach kurzem Gastspiel nicht mehr! Hier leben jetzt Grünarassaris! Einerder weiblichen Weißkopfsakis ist zu den Braunrückentamarinen gezogen! Die Koskorobaschwäne schwimmen mit in der Anlage der Meerespelikane! Die Schwarhalskraniche sind jetzt in dem winzigen Raum hinter den Roten Pandas und Muntjaks! Denke die werden dann bald zusammen gehalten! Die Pudus sind in dem Bereich der direkt hinter ihrer neuen Anlage liegt! Aber wie W.Dreier schon angedeutet hat muss hier noch einiges getan werden! Ebenfalls nicht mehr im Zoo sind die Königsfasane!
    Heute konnte ich auch endlich die zwei Faultiere im Affenhaus herumturnen sehen! Anbei ein Bild davon!
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   Wirklich? Ein Vielfraß in der kleinen Bucht? Sagenhaft! Obwohl wenn ich höre, dass im jetzigen Kanadagansgehege früher Flusspferde waren und das Sreichelgehege der Giraffenstall passt das ja!

    Das mit dem Wassergeflügel ist mir auch schon aufgefallen! Aber deren Teil soll ja sowieso den Seebären zugeschlagen werden! Die Bereiche von Blessböcken und Zebras sollen noch zusammen gelegt werden! Dann wird das ganze schon etwas größer! Im Raubtierhaus gibt es zusätzlich noch einen Löwenkater aber ansonsten stimmt die Einschätzung! Die Löwen werden ja sowieso durch Pumas (denke das werden Chilepumas) ersetzt!
    (19.06.2017)
    W. Dreier:   Heute selten zu sehen: Korsak (Steppenfuchs)
    (19.06.2017)
    W. Dreier:   westkaukasischer Steinbock
    (19.06.2017)
    W. Dreier:   Blauer Baumwaran im Raubtierhaus
    (19.06.2017)
    W. Dreier:   Rüsseleien
    (19.06.2017)
    W. Dreier:   Fast nicht möglich. Aber mein letzter Besuch in Halle war vor fast 4 Jahren - und es war, als wäre ich gerade erst dort gewesen! Auch ein Erfolg, den Stand zu halten.
    Nun, es war ein Sonntag, mittags wirklich gegen 28°C, die Innenstadt kochte (natürlich noch Besuch von Giebichenstein, Moritzburgmuseum und der Altstadt) - und dann noch 1 Stunde Zeitverlust durch mehrere Autobahnbaustunden.
    An Baustellen sah ich nichts - die Pudus mußten den Erdwölfen weichen, sind dafür in einem Allerweltsbereich hinter den Pinguinen. Man will (muß) das aufhübschen, wenn sie in das ehemalige Nutriagehege sollen (die Kanadagänse werden abgegeben). Die sehr große Anlage für die kleinen Pandas gefällt. Meine Befürchtungen , dass es für die Schwarzhalskraniche eng sein könnte, war glücklicherweise nicht begründet. Hinter dem Reilturm haben sie genügend Rückraum. Im Raubtierhaus soll eine Reptilienanlage zu einem Urwald werden. Ansonsten ist der Katzenbereich dünn besetzt: 2 mal. Tiger, 1 Löwin, 2 Jaguare waren sichtbar.
    Sehr klein sind nun die Anlagen für die Hartmannzebras und die Blessböcke - den Elefanten sei es geschuldet. Neu - und immer mehr verbreitet - sind nun Gundis in der ``Alpenanlage`` - dortselbst ließen sich Kaukasushörnchen und Chinchillas nicht sehen - bei der Sonneneinstrahlung das Vernünftigste. In den etwas dünn besetzten Vogelvolieren an der Westseite war der Nachwuchs bei den Pauxis für mich am Interessantesten - wenn man will, eine Familienerstsichtung. Nachwuchs: müßte ich nachdenken - bei den Westkaukasiern sah ich trotz etwa 2,7 kein Böckchen, 1 Kalb bei den Zwergzebus - natürlich: die Haustiere im Kinderbereich. Relativ erwachsener Nachwuchs bei den Kookaburras. Der kleine Entenweiher ist artenmäßig ausgedünnt, wenn auch die Tafeln einen großen Bestand vorgaukeln.
    Immer wieder erstaunlich, in welchen kleinen Gehegen vor 40 Jahren Tiere lebten: im Frettchenteil ein Blaßfuchs; ein Vielfraß dort , wo heute 2 Kaninchen sind, in der Saubucht Kaninchen und Zierhühner.
    Es gab einen guten Besucherstand - wenn sie den Kommentierungsplan bei den Fütterungen durchhalten, ist das bemerkenswert!
    Anbei : Pauxihahn (Helmhocko)

    (19.06.2017)
    Adrian Langer:   Panzerkrokodil! Finde es wirklich schade, dass sie im Zuge der Umgestaltung Siamkrokodilen weichen werden!
    (06.06.2017)
    Adrian Langer:   Ayo und Panya! Ach ja Abu und Bibi waren heute im Haus zu sehen! Allerdings getrennt (Bibi war im Kuhtrakt)!
    (06.06.2017)
    Adrian Langer:   Heutiger Besuch im Zoo! Nicht viel neues! Die Temincktragopane bei den Balistaren wurden durch Edwardfasane ersetzt! Die Kanadagänse sind jetzt im ehemaligen Nutriagehege! Im leeren Terrarium im Raubtierhaus ist jetzt eine große Wurzel!
    Anbei Tana und Tamika!
    (06.06.2017)
    Sacha:   Dann viel Spass, tolle Fotos und schönes Wetter. Freue mich schon jetzt auf die Berichte.
    (23.05.2017)
    Adrian Langer:   Diese Woche würde fast behaupten am Sonntag! Dann geht es weiter in den Zoo Bratislava und anschließend nach Wien Schönbrunn! Natürlich nicht ohne Berichterstattung!
    (22.05.2017)
    Sacha:   Adrian Langer: Wann gehst Du denn nach Prag? Frage nur, weil ich im Sommer eine Zoo-Tour in Tschechien unternehme.
    (22.05.2017)
    Adrian Langer:   Noch ein kurzer Nachtrag was mir einfällt, da ich an einen älteren Herren mit seinem Enkel denken musste der über die Livingston Turakos sagte: \"Die Tauben da oben machen aber ganz schön krach!\". Die Buffonturakos aus der Fasanerie gibt es auch nicht mehr! Laut Zootierliste wurden diese an einen Privathalter abgegeben!
    (21.05.2017)
    Adrian Langer:   Bevor ich es noch vergesse! Wer sich dafür interessiert und gerade in der Nähe ist kann sich im botanischen Garten eine Reptilienausstellung ansehen! Ich persönlich fand sie sehr gut! Hier gab es u.a. Zwergarmmolche, Molukkensegelechsen, Tokehs, Wüstenkrötenköpfe, Günthers Plattschwanzgecko, etc. Zu sehen! Viele der Tiere habe ich erst dort zu sehen bekommen!
    (21.05.2017)
    Adrian Langer:   Nach meinem heutigen Besuch habe ich festgestellt, dass es einige Zu- und Abgänge im Zoo gab. Ebenso einige Umgestaltungen zum Konzept bis 2031!

    Zunächst ist mir aufgefallen, dass die Kaiserschnurrbarttamarine nicht mehr im Bestand sind (hatte sie schon seit letztem Jahr nicht mehr gesehen und jetzt fehlt auch das Schild!).
    Die Bergmeerschweine gibt es auch nicht mehr! Deren Gehege wird nun von den Chinchillas mit in Beschlag genommen!
    Das Gehege in denen die Überreste der Simpsons (die alte Erdmännchengruppe des Zoos) ist nun leer und damit der letzte Vertreter verstorben!
    Die alte Yakkuh hat es auch dahingerafft! Somit sind nur noch eine junge Kuh und der Bulle im Gehege! So nebenbei konnte ich heute feststellen, dass so ein großer Yakbulle sich sogar in einem solch vergleichsweise kleinen Gehege super verstecken kann! Ich habe tatsächlich 10 Minuten gebraucht um ihn endlich zu entdecken!
    Bei den Blessböcken sind nun alle drei Tiere zusammen. Aber noch getrennt von den Zebras!
    Bei den Helmhokkos gab es Nachwuchs der auch schon relativ weit entwickelt ist! Die Balistare haben ihre Voliere mit dem Tokeh getauscht! Dafür wurde die Voliere mit den Jägerlisten mit der am äußeren Rand zusammengelegt! Ich glaube hier waren die Rotflügelstare drin die nun mit den Steinhühnern zusammen leben!
    Und endlich auch einmal Erdwölfe gesehen (auch wenn er mich nur mit gefühlten 2,5 Sekunden beehrt hat! Damit fehlt mir nur noch der Strandwolf und ich habe zumindest einmal alle Hyänenarten (bis auf Unterarten) gesehen! Dürfte ja noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, da ich ja Prag besuchen werde!
    Die Pudus leben jetzt in dem winzigen Gehege neben Muntjaks und Pandas (letztere haben sich heute patu nicht gezeigt!). Ich denke sie werden da aber nicht lange verweilen, da ja bereits der für sie vorgesehene Nutriateich leer ist!
    Im Gehege der Hängebauchschweine leben jetzt Zwergkaninchen!
    Ins Gehege der Koskorobaschwäne sind jetzt Kanadagänse eingezogen! Was ist denn mit denen passiert? Ich hatte allgemein das Gefühl, dass einiges an Wassergeflügel nicht mehr da war!
    Bei den Elefanten standen heute Bibi und Abu allein auf der Außenanlage! Panya und Tana waren mit Nachwuchs im Innenstall! Ich denke, dass sich Bibi und Abu schnell fortpflanzen sollen, damit man sie \"endlich\" und ohne Probleme abgeben kann! Ich glaube ich sehe das schon seit einiger Zeit kritisch aber weiß jemand wie sich das negative Verhalten von Bibi gegenüber den Kälbern geäußert haben soll? Ich weiß, dass sie während der Geburt stark gegen die Stahlstreben ihrer Box geschlagen hat. Aber nach der Geburt? Schließlich hat sie ja während der Geburt auch immer negativ auf ihre Jungen reagiert. gleichzeitig hat sie ja ihre überlebenden Töchter angenommen und groß gezogen! Ist der Zoo hier vielleicht etwas zu vorsichtig?
    Im alten Bärengehege leben jetzt im Bereich der Braunbären die Berberaffen. Deren Gehegegestaltung fand ich jetzt nicht so schön aber es ist ja nur eine Übergangslösung, bis die begehbare Anlage fertiggestellt ist! Im alten Kragenbärbereich leben jetzt die Nutrias! Für die finde ich das Gehege tatsächlich sehr passend! Konnte sogar einige beim tauchen beobachten! Es waren jetzt auch wieder alle Tiere vom letzten Jahr plus Zuchtformen zu sehen (ich fand sogar es waren etwas mehr! Kann aber auch daran liegen, dass sie jetzt besser zu sehen sind!)!
    Das Terrarium im Raubtierhaus ist immer noch leer und es steht auch keine weitere Information dazu, was dort nun einziehen soll!
    (21.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/vier-neuankoemmlinge-im-bergzoo-sind-die-affen-los-26930592

    In Halle sind jetzt die Berberaffen eingezogen!
    (19.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/problemelefantin-am-reilsberg-darum-ist-bibi-immer-noch-im-zoo-halle-26876636

    Es wird wohl sehr bald über den Verbleib von Bibi entschieden werden!

    Die Erdwölfe sind jetzt im freien und erkunden ihr neues Reich!
    (11.05.2017)
    zollifreund:   ok, danke. Habe mich schon gewundert, dass man den Artikel so missverstehen könnte - @Adrian Langer: ich wollte Ihre Textverständnisfähigkeit nicht anzweifeln...
    (04.05.2017)
    Michael Mettler:   Der Artikel ist offenbar zwischenzeitlich korrigiert worden. Vorher stand darin nämlich tatsächlich etwas von \"haben das Licht der Welt erblickt\".
    (04.05.2017)
    zollifreund:   wieso Zuchterfolg in Halle? davon steht kein Wort in dem Zeitungsbericht - es wird nur von \"sind angekommen\" geschrieben....?
    (04.05.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tag24.de/nachrichten/halle-saal-bergzoo-zuwachs-bei-den-erd-woelfen-zwei-babys-hyaene-ed-christel-246129

    In echt? Kaum eingetroffen und schon ein Zuchterfolg? Oder sollen die in Halle etwa Nachzuchten sein?
    (03.05.2017)
    Adrian Langer:   Die Erdwölfe sind jetzt angekommen! Wann sie zu sehen sein werden ist aber unklar!
    (28.04.2017)
    Michael Gradowski:   @Adrian Langer: Nein, die Pudus sollen innerhalb des Zoos umziehen und zwar in die jetzige Nutriaanlage.
    (18.04.2017)
    Adrian Langer:   Dann muss ich doch nicht nach Berlin fahren!

    Besonders erstaunlich finde ich, dass die alte Bärenanlage ja anscheinend noch kräftig genutzt wird! Aber ich finde die Meldungen gut (auch wenn mich Berberaffen nicht so vom Hocker hauen!). Sollen demnach die Pudus abgegeben werden?
    (18.04.2017)
    Oliver Muller:   Halle bekommt Erdwölfe!

    http://www.mz-web.de/halle-saale/zwei-neue-tierarten-diese-neuzugaenge-bekommt-halles-bergzoo--26702930
    (17.04.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Faultiere, die herumtollen würde ich auch mal gerne sehen;-)))
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Ach eins hätte ich jetzt fast vergessen! Bibi war heute nicht zu sehen! Weder im Außenbereich des Bullen noch im kleinen Trakt neben dem Bullen! Ist sie etwa doch schon weg?
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Habe es jetzt umgewandelt! Mal sehen ob es klappt!
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Schade klappt nicht, dann kann ich die Bilder leider nicht hoch stellen!
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Nicht geklappt nochmal!
    (01.04.2017)
    Adrian Langer:   Mein erster Besuch in Halle in diesem Jahr!
    Der Tag war schön und sonnig und daher waren viele Tiere gut zu sehen! Einige sind noch in ihren Winterquartieren. So waren Bergmeerschweinchen und Meerespelikane noch nicht auf ihren Anlagen. Nachwuchs gab es bei den Girgentanaziegen sowie den Zwergziegen,Königsfasanen und Minischweinen.

    Im Schimpansenhaus viel mir sofort auf, dass nun bei den Braunrückentamarinen Springaffen mit eingezogen sind. Ein Weißkopfsaki soll auch dort leben (ausgeschildert aber nicht gesehen). für mich ebenfalls neu, dass ein Faultier zusammen mit dem Liztaffen frei im Haus herumtollt (ebenfalls nicht gesehen).
    Weiter oben habe ich die neue Anlage für Bergzebras und Blessböcke betrachtet. Den Teil für die Blessböcke finde ich persönlich etwas klein aber doch gelungen!
    In der Fasanerie ist der Unter der Decken Tokko eingezogen. Dafür zogen die Balistare zu den Hokos. Ebenfalls für mich neu die Tarantapapageien (oder waren die schon immer da und sind mir bloß nicht aufgefallen?).
    Bei den Nutrias sieht es schon ziemlich leer aus! Konnte ich letztes Jahr noch sechs Tiere zählen so waren es dieses Jahr nur noch drei (zwei schwarze und ein rotbrauner).
    Im Raubtierhaus eine weitere Überraschung. Hier wird eines der Wüstenterrarien in ein Dschungelterrarium umgestaltet. Vorher waren hier die Bartagamen.
    Anbei der Schweinnenachwuchs!
    (01.04.2017)
    Michael Gradowski:   Es sind Brillenbären gemeint. In diesem Artikel werden sie richtig genannt:

    http://www.mz-web.de/halle-saale/umbau-bergzoo-halle-das-sind-die-plaene-bis-2031-26232638
    (23.03.2017)
    Adrian Langer:   Mal davon abgesehen wird sich der Zoo Erfurt eine Wiederbeschaffung von Niligiri-Languren nicht leisten können. Mal davon abgesehen, dass nur noch vier indische Zoos diese Affen halten und selber nicht besonders gut mit Tieren bestückt sind, liegen hier ja auch massive behördliche Hürden im Weg (auf indischer Seite die sind nämlich noch schlimmer als deutsche Behörden)! Dementsprechend ist eine Abgabe der Brillenlanguren nach Halle eher unwahrscheinlich.
    (22.03.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Yap, denke ich auch.
    @W. Dreier: Brillenlanguren sind im Masterplan nicht vorgesehen, Brillenbären und Berberaffen schon.
    (22.03.2017)
    Adrian Langer:   Das ist mir beim ersten mal lesen gar nicht aufgefallen! Ich denke, da es ja in Verbindung mit der alten Bärenanlage steht, dass es Brillenbären sein sollen.
    (22.03.2017)
    Patrick Marburger:   Und wenn man sich auf Historie besinnt kann man die Tiere aus Erfurt nehmen, und die kümmern sich um ein Comeback des Nilgiri-Langurs. (; Ob die Brillenaffen dem gleichen Genie wie die Himalaya-Takine in Erfurt entsprungen sind?
    (22.03.2017)
    W. Dreier:   Warum nicht Brillenlanguren? Ich besitze noch Dias aus Halle (um 1970) mit 2 Brillenlanguren. Etwas Besinnung auf die Historie?
    (22.03.2017)
    Oliver Muller:   Laut Text \"Brillenaffen\". Ich vermute darin die Fusion von Berberaffen und Brillenbären im Kopf eines ahnungslosen Journalisten...
    (22.03.2017)
    Michael Gradowski:   Ich gehe von einem Druckfehler aus und denke, es sind Brillenbären gemeint.
    (22.03.2017)
    Oskar Schwitters:   ...oder BrillenBÄREN?
    (22.03.2017)
    Sacha:   @Oliver Muller: BrillenLANGUREN oder BRÜLLaffen?
    (22.03.2017)
    Oliver Muller:   ... sogar Brillenaffen sind vorgesehen...
    (22.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/bergzoo-halle-stellt-umgestaltungskonzept-vor-100.html

    Es gibt jetzt eine konkretere Planung für die erste Phase! So soll auf dem Platz der ehemaligen Bärenanlage ein neues Nachttierhaus entstehen und im Elefantenhaus diverse Kleinsäuger einziehen.
    (22.03.2017)
    Adrian Langer:   http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/45717/Ein-graues-Leben

    Noch einmal der selbe Artikel ohne Bezahlaufforderung! In ihm wird auch bestätigt, dass Bibi endgültig nach Magdeburg zieht! Der Artikel klingt zwar ziemlich negativ allerdings werden ja vergangene Fehler thematisiert. Ich denke seitdem sind einige Fortschritte gemacht worden.
    (13.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/elefant-im-zoo-halle-sueddeutsche-zeitung-berichtet-ueber-bibis-trauriges-schicksal-26175404

    Ein Beitrag über das Leben von Bibi im Zoo Halle.
    (12.03.2017)
    Adrian Langer:   Die beiden Löwen sind jetzt dauerhaft zusammen zu sehen. Lediglich zum fressen werden sie noch abgesperrt. Züchten will man in Halle aber definitiv nicht da Akinda und Nyla die selbe Großmutter haben. Deswegen erhält die Katze ein Verhütungspreparat.
    (25.02.2017)
    Adrian Langer:   Zwei Nachrichten aus dem Zoo Halle. Neben dem Blessbockmann, der ja bereits Ende 2016 mit den Bergzebras auf die neue Afrikaanlage gezogen ist, hat der Zoo jetzt auch eine junge Kuh erhalten mit der später auch gezüchtet werden sollen.

    Zum anderen habe ich einmal das Zooteam im Zoo Halle über die Löwen kontaktiert. Sie sollen wie geplant zwischenzeitlich ausziehen. Langfristig gesehen sollen sie aber wieder auf den Reilsberg zurück kommen. Wann und wo wird dabei offen gehalten. Ich denke ja mal, dass sie erst nach Beendigung des Masterplans 2031 einziehen werden.
    (16.02.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/bergzoo-halle-deshalb-soll-problem-elefant-nach-magdeburg-25543406

    Wie ich schon im Magdeburger Threat geschrieben habe zieht die Kuh Bibi noch dieses Jahr nach Magdeburg. Mal sehen wie sie sich dann dort entwickelt.
    (16.01.2017)
    Jan Jakobi:   Zu Bibi ist neues bekannt.
    Eine Mailanfrage meinerseits brachte keine Neuigkeiten dazu.
    (31.12.2016)
    Justus Bauer:   Weiß jemand, was mit Bibi passiert?
    (31.12.2016)
    Adrian Langer:   http://www.dnn.de/Dresden/Lokales/Dresdens-Zoo-Chef-Ukena-freut-sich-auf-Dickhaeuternachwuchs

    Der Zoo Dresden möchte gern Abu als Zuchtbullen einstellen. Ich glaube hier wird es zu einem großen Dualismus zwischen Erfurt und Dresden kommen. Dabei ist der Bestand auf das Alter der Kühe in Dresden nicht ausschlaggebend, da Elefantenkuh Csami wohl wieder in Erfurt einziehen soll und Mogli und Sawu zwei bzw. ein Jahr jünger sind als Csami.
    (30.12.2016)
    Michael Mettler:   \"Savanne\" sagt ja nichts über die Größe der Bewohner aus - laut dem im letzten Jahr veröffentlichten Masterplan wird zum Themenbereich Savanne eine Erdmännchenanlage gegenüber dem Elefantenhaus gehören... Außerdem sollen ja die Gehege des Antilopenhauses gegenüber der Großvoliere zusammengefasst zu einer Südamerika-Savanne umgestaltet werden.

    Von Löwen im Bereich der Bergtieranlagen ist in der 2015er Grafik allerdings nichts zu sehen, und die Pumas waren darin dem Thema Patagonien zugerechnet und für den äußeren linken Part des Raubtierhauskomplexes eingezeichnet.

    Vielleicht gilt eine (Afrika-)Savannenplanung ja auch nur als Alternative, nicht als Ergänzung zu den Elefanten. Immerhin wird es schwer, auf der zur Verfügung stehenden Fläche die aktuellen Mindestforderungen für die Haltung einer Zuchtgruppe Elefanten zu erfüllen. Bei der damaligen Planung des Elefantenhauses war bereits einkalkuliert worden, dass man eines Tages möglicherweise auf die Haltung der Rüsseltiere verzichten muss; deshalb wurde der Baukörper so gestaltet, dass er z.B. auch für die Haltung von Giraffen nutzbar gemacht werden kann. Und dann wäre eine Afrika-Savanne STATT der Elefanten natürlich umsetzbar.
    (23.12.2016)
    Adrian Langer:   Das mit der Savannenanlage ist mir auch schleierhaft! Ich denke nämlich trotz Erweiterung wäre gerade einmal genug Platz für die Elefanten (wenn es nicht doch noch etwas klein wäre).

    Kann man das mit den Berberlöwen irgendwo nachlesen? Ich suche schon die ganze Zeit finde aber nichts dazu!
    (23.12.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Mir ist bisher auch vollkommen unklar wie man auf dieser Fläche eine Savannenanlage bauen will (kann aber auch sein dass ich mir das von den Platzverhältnissen her falsch vorstelle ich war bisher noch nicht in Halle)
    (23.12.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Es wird eigentlich mit Berberlöwen geplant, die wohl eine neue Anlage im Bereich der Bergtiere bekommen sollen. Die Pumas sollen ebenfalls in den Bergteil ziehen. Vermutlich ist der neue Löwe ein Platzhalter für die zukünftigen Berberlöwen, Von einer Vergesellschaftung von Löwenmit Elefanten habe ich nichts gerlesen. Allerdings soll die Elefantenanlage laut Masterplan vergrößert werden und später eine Savannenanlage angegliedert werden. Ob das von den Platzverhältnissen her möglich ist weiß ich allerdings nicht.
    (23.12.2016)
    Oliver Muller:   Habe den Artikel leider nicht mehr wieder gefunden. Wo Löwen hin sollten, wüsste ich auch nicht. Vergesellschaftung mit Elefanten wäre ja zumindest mal spannend. Ich schätze mal, dass die Haltung mittelfristig schon auslaufen wird.
    (22.12.2016)
    Adrian Langer:   Also leben sie dann mit den Elefanten zusammen! ^^ Naja dann wüßte ich aber nicht wo sie hin sollten. Bzw. wieso Dschungelhaus? Ich denke die Pumas sollen zum Lebensraum Patagonien zählen? Als Grundlage hätte ich die Bebilderung aus einem früheren Artikel:
    http://www.mz-web.de/halle-saale/versammlung-im-zoo-halle-buerger-diskutieren-mit-ob-ueber-die-zoo-umgestaltung--22573424
    Bei den Bildern müsste man etwas weiter klicken um auf die Tafel mit den jeweiligen Tieren und Erklärungen zu kommen. Aber vielleicht erklärt ja der neue Artikel mehr. Gibt es den noch?
    (21.12.2016)
    Oliver Muller:   Laut Masterplan war das so gedacht. In einem Zeitungsinterview vor einigen Tagen klang es aber eher so, als ob die Löwen nur aus dem Raubtierhaus ausziehen sollen, weil das dann dem Lebensraum Dschungel gewidmet sein soll. Ich gucke gleich mal, ob ich das Interview noch finde und poste es dann. Die Pumas sind aber wohl trotzdem gesetzt.
    (21.12.2016)
    Adrian Langer:   Halle hat seit neuestem einen neuen Löwenmann. Hierfür ist Löwin Baari nach Athen gegangen.
    http://www.mz-web.de/halle-saale/zuwachs-im-bergzoo-halle-loewe-akinda-kommt-aus-athen-25340674

    Eigentlich dachte ich ja, dass nach den Tot des alten Löwen die Anschaffung der Pumas vorgezogen wird. Man hätte ja z.B. eine Löwin nach Chemnitz zu Malik abgeben können da seine alte Partnerin (ebenfalls aus dem Zoo Halle) verstorben ist. Ich hoffe der Zoo will trotzdem noch die Pumas mit den Löwen austauschen.
    (20.12.2016)
    Adrian Langer:   Ich glaube Halle möchte einfach eine neue begehbare Wildtieranlage haben. Dabei finde ich aber die Wahl von Berberaffen nicht zielführend, da diese Art ja relativ häufig gehalten wird und sehr gute begehbare Anlagen bereits in Erfurt und Straußberg (quasi in der Nähe) existieren. War mir nicht auch mal so, dass bei der Anlage Gemsen einziehen sollten? Ist der Plan dann gestorben?
    (27.11.2016)
    Oliver Muller:   Ich wusste bisher gar nicht, dass in den Anden auch Berberaffen leben.
    (26.11.2016)
    Adrian Langer:   http://www.mz-web.de/halle-saale/umbauplaene-bergzoo-halle-das-soll-sich-bis-2031-am-reilsberg-veraendern-25166452
    Es Gibt jetzt genauere Informationen über die erste Bauphase. Es sollen nun höhere Kosten für die Sanierung anfallen. Gleichzeitig werden aber auch höhere Kosten von der Stadt übernommen. Dementsprechend kann der Bau der Brillenbärenanlage vorgezogen werden.
    (26.11.2016)
    Jan Jakobi:   Seit dem 1. September sind die Mütter mit ihren Kälbern auf der Außenanlage vergesellschaftet.
    https://www.facebook.com/pages/Elefantenhaus-Zoo-Halle/121581147996706?fref=photo&ref=stream

    Mütter mit ihren Kälbern bezieht sich auf Tana mit Tamika und Panya mit Ayo.
    (05.09.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Der kleine Elefantenbulle hat am Samstag zum ersten mal bei seiner Mutter Panya getrunken.
    Zuvor wurde er von den Pflegern per Sonde ernährt, Panya kümmert sich wohl gut um ihr Jungtier.
    Tamika durfte zwischenzeitlich auch bei Panya trinken um den fortwährenden Milchfluss zu gewähren.
    (08.08.2016)
    Jan Jakobi:   Ob man Bibi überhaupt noch decken lassen will ist noch unbekannt.
    Ein Bullen-Tausch ist noch nicht nötig.

    (07.08.2016)
    Rüdiger Krichel:   Sehr erfreulich gute und gesunde Aufzucht wünsche ich dabei.
    Wenn Bibi wieder aufgenommen hat, sollte ein Bullentausch vollzogen werden.
    (07.08.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr schöne Nachricht. Nun hoffe ich mal, dass beide Jungtiere gesund heranwachsen und die Zusammenführung der Mütter und später auch mit Bibi gelingt.
    (03.08.2016)
    Jan Jakobi:   Panya hat heute Morgen ihr Baby zur Welt gebracht!
    Das Baby ist ein Bulle mit einem Gewicht von 105 kg und einer Höhe von 94 cm.

    Facebook-Seite Zoo Halle

    In beiden Fällen haben die jungen Erstgebärenden das Fehlverhalten der eigenen Mütter zum Glück nicht übernommen.

    Ich bin gespannt wann und wie die Zusammenführung der Mütter mit den Kälbern verläuft, außerdem wann Bibi dazugelassen wird und wie sie auf die Kälber reagiert. Das könnte vielleicht noch einige Wochen/Monate dauern.
    (03.08.2016)
    Jan Jakobi:   Aufgrund der Vegetation konnte ich da auch nicht so viel entdecken.
    Das einzig auffällige war eine Treppe die im \"Nichts\" verschwand (siehe mein Foto).
    Alexander postete am 12.01.2008 ein Foto einer Treppe, welches er vom Alpinum-Weg aus aufgenommen hatte.
    Der Zooplan von heute zeigt im Vergleich mit dem von 1973/74 einen kleinen Unterschied: Die Treppe ist auf dem heutigen Plan nicht eingezeichnet!
    Die Treppe war demnach für Besucher zugänglich.

    Von daher lässt sich eine Frage von mir mit \"ja\" beantworten: Es ist dieselbe Treppe.

    Anbei der Planausschnitt vom Zooplan von 1973/74 aus der Zoo - Chronik Teil 2.
    Die Wombat-Anlage war rechts von der Treppe.

    Alexanders Rätsel-Anlage könnte vielleicht doch einen kleinen und nur im Winter erkennbaren Rest der Wombat-Anlage zeigen.

    Hier ist der aktuelle Zooplan zu sehen und keine Treppe an jener Stelle, auch der Zooplan von 2007 zeigt keine Treppe mehr:
    http://www.zoo-halle.de/cms/index.php?zoo-plan
    (02.08.2016)
    Michael Mettler:   @Jan: Oliver hat mir damals mal die Überreste der alten Wombatanlage gezeigt. Die waren aber so unspektakulär und von Vegetation überwachsen, dass ich offenbar nicht mal ein Foto gemacht (oder es genau deshalb wieder gelöscht) habe. Nach meiner Erinnerung endete ein von oben herab führender Rest einer Treppe nach kurzer Strecke im \"Nichts\" (sprich Gebüsch), vielleicht war das nur der Pflegerzugang zu der am Fuß der Aussichtskanzel gelegenen Anlage, deren Fläche man mehr ahnen als sehen konnte. Aber um mich an Details zu erinnern, ist das schon wieder zu lange her. Fertig gebaut und in Betrieb war die Anlage jedenfalls einige Zeit, nach den Wombats wurden m.W. noch Hauskaninchen darin gehalten, bevor sie irgendwann stillgelegt wurde.
    (01.08.2016)
    Jan Jakobi:   Tanas Tochter heißt Tamika.

    Michael, hast du zufällig Kontakt zu dem Hallenser Zoo-Insider den du in deinem letzten Beitrag erwähnst?
    Kannst du ihm bitte meine Frage bzw. die von Oliver und Alexander weiterleiten?
    Die beiden genannten sind leider nicht mehr \"im\" Forum, sonst hätte sich vermutlich einer der beiden innerhalb der letzten fast 3 Monate gemeldet.

    Ich weiß wirklich nicht was Alexander 2007 für eine Anlage gesehen hat bzw. von was für einer die Reste sind.
    Ist das eventuell so ähnlich wie mit der Tapir-Anlage im TP von der es nur das Fundament gibt, also eine nie fertig gebaute Anlage?

    Im Zoo Halle bin ich nicht \"betriebsblind\".
    (01.08.2016)
    Jan Jakobi:   Tanas Baby ist da!
    Das Baby ist ein Mädchen: 88 cm hoch und 91,7 kg schwer.

    http://www.mdr.de/sachsen-anhalt/halle/elefantenbaby-bergzoo-100.html

    Meine Frage zur Wombat- bzw. Rätsel-Anlage ist übrigens immer noch unbeantwortet.
    Von einem anderem Zoo wurde ich wegen einer Frage zur Historie auf Zoo-Literatur (Chronik, ...) verwiesen.
    In der Zoo-Chronik steht nichts drin dazu, weder hat Oliver damals (2007/2008) noch ich dieses Jahr da drinnen was dazu gefunden.
    (27.06.2016)
    Michael Mettler:   @Jan, zu deinem Beitrag vom 5.5.: Meine verwunderte Nachfrage bei einem anderen kürzlichen Halle-Besucher und einem dort heimischen Zoo-Insider ergab die übereinstimmende Antwort, dass Saubucht und Antilopenhaus nach wie vor existieren und auch zukünftig im Masterplan eine Rolle spielen werden. Nur eben nicht mehr mit ihren ursprünglichen Zwecken.
    (18.05.2016)
    Jan Jakobi:   Oliver Jahn, gibt es eine etwas ausführlichere Beschreibung Ihrer Enteckung im Sommer 2007 (Wombat-Anlage)?
    Am 20.12.2007 schrieben Sie das Sie die genannte Anlage im Sommer 2007 endeckt haben, einen \"Bericht\" fand ich nicht.
    Haben Sie Fotos von Ihrer Entdeckung gemacht?

    Ich habe mir mal ein eigenes Bild gemacht und bin daher den genannten Weg (Gänsegeier-Voliere bis Schimpansen-Außenanlage) abgelaufen, ebenso den Alpinum-Weg. Der dritte im Zooplan eingezeichnete Weg ist der Wirtschaftsweg, der für Besucher nicht zugänglich ist.

    Ich bin den mittleren Weg runtergelaufen und kam an der Voliere (hier Nr. 27, Gänsegeier) an, mehrere Meter
    davor sah ich Stufen (offensichtlich eine Treppe, Foto im vorherigen Beitrag) die in den Hang hinauf führten.

    Ich habe mir auch die Zoo-Chronik besorgt und mir die Zoopläne angeschaut, Chronik Zoo Halle Teil 1:

    Plan Nr. 3 (ca. 1917) => Nr. 29 Wombat-Anlage
    Plan Nr. 4 (1925) => Nr. 24 Wombat-Gehege

    Der nächste Plan ist von 1938, dort ist der Alpinum-Weg mit Nr. 6 eingezeichnet, die Wombat-Anlage ist mehr dabei.
    Haltung und Zucht endeten laut Chronik im 1. WK.

    Nach den alten Plänen und dem aktuellen Plan zu urteilen war die Wombat-Anlage ein paar Meter weiter rechts neben der Treppe.
    Im Plan Nr. 13 von 1973/74 ist eine Treppe eingezeichnet. Handelt es sich bei den von mir entdeckten Stufen/Treppe um jene Treppe?




    (10.05.2016)
    Jan Jakobi:   Ich war am 23. April und heute (5. Mai) den Zoo Halle besuchen.

    In 2 der Alpinum-Anlagen leben Degus.
    Antilopenhaus und Saubucht gibt es scheinbar nicht mehr.

    Ich habe mich auf die Suche nach der Rätsel-Anlage begeben.
    Von der Schimpansen-Außenanlage lief ich den Weg runter bis zur Voliere mit den Gänsegeiern.
    Mehrere Meter davor sah ich Stufen (Bild anbei) die in den Hang hinauf führten.

    Hat jemand Bilder von der Wombat-Anlage (wo mehr zu sehen ist als auf dem Foto von dem Weibchen mit Jungtier und Pfleger im Hintergrund) bzw. was davon noch übrig ist?

    (05.05.2016)
    Rüdiger Krichel:   Sehr schade, besonders für die Alterstruktur der Afrikaner Herde .
    hoffentlich kommen die nächsten baies gesund auf die Welt und werden angenommen.
    Meineserachtens sollte Abu nach dem erneuten Decken von Bibi zur Zucht an einen anderen Zoo eingetauscht werden.
    (14.11.2015)
    Jan Jakobi:   Elefantenkuh Mafuta, die beste Freundin von Pori, ist überraschend nach kurzer, schwerer Krankheit am 11. November in Halle verstorben.

    https://www.facebook.com/Elefantenhaus-Zoo-Halle-121581147996706/timeline/?ref=stream

    Jetzt hat Tana in Halle keinen \"Bezugselefanten\" mehr, sie ist die Tochter von der im TP Berlin lebenden Pori.
    (13.11.2015)
    Michael Mettler:   Ist übrigens ein merkwürdiger Widerspruch, wenn es einerseits heißt, am Nebeneingang würden Zoo-Attraktionen fehlen (Elefanten sind anscheinend keine??), man aber die dem Eingang am nächsten liegende Tieranlage (bisherige Bärenanlage) zu einem Spielplatz umbauen will statt sie nach Verfüllung des Wassergrabens mit kleineren Tieren zu besetzen, die ONB-attraktiv sind und zum Savannenthema passen - z.B. die an anderer Stelle eingeplanten Erdmännchen.
    (29.09.2015)
    Michael Mettler:   Ich freue mich, dass es jetzt eine Zielplanung gibt, nachdem es ja zuletzt recht still um den Bergzoo war. Die Entwürfe für den Bereich um den Aussichtsturm herum (Blauschafe/Irbisse) und für den Seebär-Pinguin-Bereich sehen wirklich klasse aus. Aber bei genauem Hinsehen und unter den Maßstäben, die wir hier im Forum bei den Zukunftsplänen anderer Zoos anlegen, finde ich im Masterplan doch ein paar Fragezeichen.

    Zwar kommt mit dem Puma das Wappentier des Zoos wieder, aber dafür müsste offenbar der Löwe weichen - ein attraktiver Tausch für den Normalbesucher? Mit Känguru und Nasenbär verlieren offenbar weitere ONB-Tiere ihren Platz, über kurz oder lang auch die Menschenaffen - denn das Konzept sieht keine Neuanlage gemäß der aktuellen Haltungsrichtlinien vor (egal, für welche Art). Eine dafür mögliche Fläche soll stattdessen mit der Äthiopien-Anlage bebaut werden.

    Der Schwerpunkt Gebirgstiere gewinnt nicht nur neue Arten, sondern verliert im Gegenzug auch welche, darunter die traditionelle Spezialität Westkaukasische Steinböcke, aber auch Mähnenschaf und Alpaka (deren Gehege offenbar den Blauschafen zugeschlagen wird). Da das Alpinum seinem Namen wieder Ehre machen und dem Themenbereich Alpen zugeschlagen werden soll, müsste eigentlich auch für die jetzigen Kleinsäuger die Stunde schlagen - auf die Nachnutzung bin ich gespannt.

    Dem Besucher die unterschiedlichen Geo-/Lebensraumzonen deutlich zu machen, dürfte einigen Aufwand mehr als in anderen Zoos bedeuten, da die Themenbereiche nicht unbedingt en bloc zusammenhängen. Die \"Alpen\" z.B. ziehen sich durch den ganzen Zoo und zerschneiden dabei \"Afrikas Gebirge\", auch die \"Savannen\" hängen m.E. nicht so zusammen, dass man von einem in sich geschlossenen Parkteil sprechen kann. Die Unterzeile \"Endlose Weiten\" für dieses Thema amüsiert mich ein bisschen, wenn ich mir anschaue, welche Gehege unter dieses Prädikat fallen werden - u.a. die überwiegend von hohen Mauern umgebene Elefantenanlage (zukünftig \"dank\" Hängebrücke\" mit zusätzlichem Tiergrubenfaktor...).

    Überhaupt wäre interessant, wie das zukünftige Elefantenkonzept aussieht. Nach dem aktuellen Säugetiergutachten ist die Freilaufhalle ebenso zu klein wie die Bullenanlage, und sobald mehr als eine Kuh der jetzigen Gruppe Nachwuchs hätte, wäre selbst die große Außenanlage nicht mehr ausreichend. Die im Masterplan zu sehende Erweiterung ist nur ein Geländezipfel in Richtung Nebeneingang und alte Bärenanlage; da habe ich meine Zweifel, ob diese Fläche dazu ausreicht, gleichzeitig alle drei Kriterien auszugleichen. Und dann womöglich noch zusätzlich Nashörner aufzunehmen!
    (29.09.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Die Pläne klingen wirklicch toll, besonders die Bergwelten, Patagonien und das Philippinenhaus. Die Erweiterung der Elefantenanlage finde ich auch toll, ich würde aber schon aus Platzgründen lieber eine Vergesellschaftung der Elefanten mit Zebras und/oder Antilopen als eine Vergesellschaftung mit Nashörnern sehen.
    (28.09.2015)
    Oliver Müller:   Hier steht noch Genaueres:
    http://www.mz-web.de/halle-saalekreis/versammlung-im-zoo-halle-buerger-diskutieren-mit-ob-ueber-die-zoo-umgestaltung-,20640778,31999642.html
    (28.09.2015)
    Michael Gradowski:   Auch in Halle hat man große Pläne:

    http://hallespektrum.de/nachrichten/vermischtes/bergzoo-halle-soll-zur-erlebniswelt-werden/177061/

    Mir gefällt besonders, daß man sich wieder stärker auf den Fokus Gebirgstiere konzentrieren will. Die geplanten Bereiche wie Anden, Himalaya etc. klingen spannend, das läßt auf interessante Arten hoffen. Vor allem das Phillippinenhaus könnte etwas ganz besonderes werden, ebenso wie Patagonien. Die Grafiken sehen schon mal gut aus. Nicht so begeistert bin ich vom Hochweg über die Savannenanlage. Ich bin generell kein Fan solcher Versuche. Der Blick über die Anlage und seine Bewohner ist sicher toll, ich kriege nur immer Magenschmerzen, wenn ich daran denke wieviele Unvernünftige es gibt, denen immer wieder \"etwas runterfällt\" - natürlich nur aus Versehen :-(. Ansonsten bin ich aber von den Planungen wirklich begeistert, dürfte ein großer Gewinn für den Zoo Halle sein.
    (28.09.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr schade. Ich hoffe, dass die nächsten anstehenden Geburten erfolgreich verlaufen. Gewisse mütterliche Gefühle scheint ja auch Bibi zu haben, aber leider kamen diese zu spät zum Tragen. Vielleicht müsste man diese Kuh doch bei der nächsten Geburt anketten oder sie zukünftig von der Zucht ausschließen, wenn man weitere Todesfälle durch sie vermeiden will. Ein Zuchtausschluß wäre hinsichtlich der geringen Zahl zuchtfähiger Afrikanerkühe allerdings auch sehr schade.
    (22.09.2015)
    Michael Mettler:   Schon wieder.... Gerade deshalb umso trauriger für alle Beteiligten.

    Es heißt doch immer, dass junge Elefantinnen durch Beobachten der Geburt ihrer jüngeren Geschwister lernen, wie man mit Neugeborenen umgeht. Bei beiden Geburten, die Panya bei ihrer Mutter Bibi beobachten konnte, hat Bibi ihr Kalb umgehend attackiert und letztlich getötet. Panya ist inzwischen selbst erstmals trächtig - ebenso wie ihre Herdengenossin Tana, die ebenfalls schon (in Berlin) miterlebt hat, wie ihre eigene Mutter Pori ein neugeborenes Geschwisterkalb umbrachte (das folgende Kalb allerdings wieder annahm). Gab es eigentlich schon Fälle, in denen junge Kühe solches Fehlverhalten des mütterlichen Vorbilds übernommen haben?

    Am Rande: Die Haltungsform in Halle gilt doch als \"Protected Contact\". Dazu dieses Foto in einem der aktuellen Berichte:
    http://www.bild.de/regional/leipzig/elefant/bergzoo-halle-elefantenkuh-toetet-baby-mit-kopfstoss-42674674.bild.html
    Was bitte ist denn da \"geschützt\"? Die Gitterstäbe haben so weite Abstände, dass der halbe Elefantenkopf hindurch passt und die Pflegerin steht in bequemer Rüsselreichweite. Die Elefantin könnte ihre Pflegerin im Ernstfall problemlos greifen oder niederschlagen und ggfs. sogar zwischen den Gitterstäben oder unter dem Gitter hindurch zu sich ziehen.
    (22.09.2015)
    Hannes Lüke:   In Halle kam es zur Elefantengeburt, leider mit tödlichem Ausgang für das Jungtier
    Positiv bemerkenswert finde ich, dass man die Tiere auf der Außenanlage gelassen hat.

    In der Nacht von Montag auf Dienstag brachte Elefantenkuh
    Bibi ihr langersehntes Kalb auf der Außenanlage inmitten
    ihrer Herde zur Welt. Trotz der Versuche von Elefanten-
    leitkuh Mafuta, Bibi unmittelbar nach der Geburt von ihrem
    Kalb abzudrängen, hat diese unter dem Eindruck des
    Geburtsschmerzes das Neugeborene sofort attackiert und
    wahrscheinlich dabei die tödlichen Verletzungen zugefügt.

    Ein Einschreiten der Tierpfleger war unter den gegebenen
    Umständen nicht möglich.Bereits seit Wochen hat das Team
    um Zoodirektor Dr. Dennis Müller unter großer Anteilnahme
    der Öffentlichkeit die Geburt des Nachwuchses von
    Elefantenkuh Bibi erwartet.

    Am frühen Abend des gestrigen Tages traten dann bei Bibi
    die ersten Stellwehen auf, die die nahende Geburt ankün-
    digten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Herde ein-
    schließlich Bibi auf der Außenanlage. Gegen 23:30 Uhr
    platzte dann die Fruchtblase und kurz nach Mitternacht
    wurde ein lebendiges Kalb geboren.

    Wider Erwarten zeigte die Herde dabei ein sehr natürliches
    Verhalten und Leitkuh Mafuta versuchte unmittelbar nach der
    Geburt, die sichtlich vom Geburtsschmerz beeinflusste
    Mutterkuh Bibi von Ihrem Neugeborenen abzudrängen.
    Trotzdem erfolgte die erste Reaktion von Bibi derart schnell,
    dass auch Mafuta nicht in der Lage war, Bibi von massiven
    Kopfstößen gegen das Jungtier abzuhalten.

    Aufgrund des gewählten Szenarios einer Gruppengeburt
    war es dem anwesenden Geburtsteam leider nicht möglich,
    unmittelbar in den Geburtsablauf einzugreifen. Selbst die
    größere und stärkere Leitkuh Mafuta vermochte anfangs
    nicht, Bibi von der ersten Attacke auf ihr Jungtier abzuhalten.

    Diese Angriffe haben vermutlich die tödlichen Verletzungen
    herbeigeführt. Die Herde stand dabei schützend um Bibi
    herum und kurz nach dem Angriff beruhigte sich Bibi auch
    zunehmend, ließ sich sogar von Mafuta von ihrem Kalb
    abdrängen. Nach Abklingen des Geburtsschmerzes kamen
    dann eindeutig ihre Mutterinstinkte zum Tragen und sie ver-
    suchte, das reglose Jungtier wieder aufzurichten. Auch die
    Herde nahm nach einem ersten Erschrecken rege Anteil-
    nahme und beschnüffelte unter Obacht der Leitkuh vor-
    sichtig das am Boden liegende Jungtier.

    Erst nach mehreren Stunden ließ sich Bibi dann von den
    Tierpflegern dazu bewegen, von der Seite ihres verstor-
    benen Jungtiers zu weichen und in die Stallung zurück-
    zukehren. Daraufhin wurde der Körper des Kalbes gebor-
    gen und umgehend in die tiermedizinische Pathologie
    nach Leipzig gebracht.
    (22.09.2015)
    Michael Mettler:   Ich habe gelesen, dass im Mai der letzte Bär abgegeben wurde (die Braunbärin kam in den Bärenpark Worbis). Wird die Bären-Doppelanlage schon mit anderen Tieren nachgenutzt bzw. wie sieht die zukünftige Planung dort aus?
    (21.09.2015)
    Jonas Haass:   In Halle ist ja Bulle Abu de meiste Zeit nicht nur auf der Bullenanlage allein, sondern bei der Herde. Das wäre vl ein Argument
    (25.08.2015)
    WolfDrei:   Zumindest aber noch 2 positive Meldungen: Geburt eines Großen Ameisenbären und - schon etwas zurückliegend - eines Faultieres
    (25.07.2015)
    WolfDrei:   Nach einer \"Vorinformation\" in der \"Berliner Zeitung\" habe ich nachgeschaut: Leider ein herber Verlust in Halle - es handelt sich doch offensichtlich um die blutsfremde Katze aus Sandwich.

    Bericht aus Halle:

    \"Im Rahmen seiner Nachzuchtaufgabe zur Erhaltung bedrohter Tierarten hat der Zoo Halle
    gestern einen Verpaarungsversuch zwischen der neuzugegangenen malaysischen Tiger-
    katze Momoe sowie seinem bereits vielfach bewährten malaysischen Zuchttigerkater Som-
    pon gestartet. Leider kam es dabei trotz größtmöglicher Sicherheitsvorkehrungen sowie
    wochenlangen Vorbereitungen zu einem unerwarteten aggressivem Angriff von Sompon
    auf Momoe, wobei er die Tigerin schwer verletzte. Trotz der veterinärmedizinischen Not-
    fallversorgung und einer anfänglichen Verbesserung des Zustands der Tigerkatze im Ver-
    laufe des Tages und während der Nacht nach dem Angriff, erlag diese nun doch ihren Verletzungen. \"

    (25.07.2015)
    WolfDrei:   Und ein neuer Chef?
    (25.01.2015)
    Ulli:   Ideen-Wettbewerb zur Neuausrichtung des halleschen Bergzoos

    Die Neuausrichtung des halleschen Bergzoos gehört zu den strategischen Zielen der Stadt Halle (Saale) für das Jahr 2015. Um die Attraktivität des Zoos als Aushängeschild der Stadt Halle (Saale) zu steigern, soll in den kommenden Monaten ein Konzept erarbeitet werden, gemeinsam mit dem Aufsichtsrat der Zoologischer Garten Halle GmbH und dem Verein der Förderer und Freunde.

    Das Konzept für das neun Hektar große Gelände soll unter anderem Möglichkeiten zur Nutzung der Reilschen Villa, zur künftigen Ausrichtung der Gastronomie und zur intensiveren Vermarktung des Reilsbergs als Alleinstellungsmerkmal des Zoos umfassen. Aber auch die Untersuchung von Besucherströmen und Einnahmen ist Teil des Strategie-Papieres. Künftige Marketing- und Investitionsstrategien sollen sich danach ausrichten.

    Mit Hilfe eines Ideen-Wettbewerbs will die Stadt Vorschläge aus der Bürgerschaft in das Konzept einfließen lassen.

    Ob Gestaltungsideen für Freiflächen, Projekte im Bereich des Tierschutzes oder Veranstaltungsformate:
    Bis zum 28. Februar 2015 können interessierte Einwohnerinnen und Einwohner ihre Vorschläge an das Dienstleistungszentrum Bürgerengagement senden. Die zehn spannendsten Ideen will der Oberbürgermeister den Mitgliedern des Aufsichtsrates und dem Förderverein vorstellen.

    Vorschläge zur künftigen Ausrichtung des Bergzoos können bis zum 28. Februar 2015 eingereicht werden.

    per Post an:
    Stadt Halle (Saale)
    Dienstleistungszentrum Bürgerengagement
    06100 Halle (Saale)
    Kennwort: Bergzoo Halle

    oder per E-Mail an:
    dlz-buergerengagement@halle.de.

    Bei den zehn kreativsten Ideengebern bedankt sich die Stadt mit jeweils einer Familien-Karte mit vier Tickets für eine Kultur- oder Sportveranstaltung in Halle (Saale).
    siehe auch auf FB
    https://www.facebook.com/stadt.hallesaal...22/?type=1

    (24.01.2015)
    WolfDrei:   Mein Bericht vom 2.6.: die Pudu-Gruppe ist zusammengebrochen - nur noch ein Männchen.
    (09.09.2014)
    Holger Wientjes:   Nachtrag zu den Zebras und Pudus: Es sind wohl noch vier Zebras im Zoo. Der Pudu ist aber in der Tat (momentan ??) allein.
    (09.09.2014)
    Holger Wientjes:   Auch in Halle war ich letzte Woche endlich einmal wieder und auch hier konnte ich den achtstündigen Besuch geniessen. Zum einen aufgrund der einmaligen Berglage und zum anderen nicht zuletzt wegen der zahlreichen kleinen, gemütlichen Sitzecken und -nischen, die man in dieser Anzahl in anderen Zoos leider (denn auch der Erholungsfaktor ist ja nicht zuletzt einer der Aufgaben eines Zoos) vergeblich sucht.
    Auch wenn Halle hier und dort ob seines "haustierlastigen" Tierbestands kritisiert wird, bietet der Zoo meiner Ansicht nach einen attraktiven Bestand. Neu in dem Zusammenhang waren im Bergzoo für mich hier der Schopfhirsch (der interessiert an der mit einem Sichtschutz verkleideten Gehegerückseite auf und ab lief; gibt es etwa schon ein Weibchen ??) sowie die ebenfalls sehr lebendigen Weissrüsselnasenbären. Weiterhin die Kleinen Maras in ihrem liebevoll eingerichteten Gehege und die Gundis im Alpinum.

    Ausserdem beeindrucken mich immer wieder die in den natürlichen Berghang intergrierten Anlagen für die Steinböcke und Mähnenschafe sowie die alten restaurierten Tierhäuser. Fragen muss man sich aber natürlich auch, inwieweit der Zoo, aufgrund seiner Topographie und mangels ausreichender Finanzen, auf Dauer Platz für Grosstiere bieten kann. Die aktuellen Anlagen etwa für Schimpansen, Bären oder Grosskatzen lassen sich nicht ohne weiteres erweitern, so dass man auf die Menschenaffen, Grossbären und sicherlich auch auf eine der Panthera-Arten, und somit auf populäre, nicht leicht zu ersetzende Zootiere, über kurz oder lang wohl wird verzichten müssen.

    Die Blauschaf-Gruppe besteht mittlerweile aus fünf Tieren, inklusive eines Lamms. Zebras anscheinend momentan nur noch zwei Tiere im Zoo. Gibt es nur noch einen Pudu ? Korsaks diesmal erfreulicherweise gut sichtbar und recht aktiv, dafür keine Spur von den Binturongs. Ist die Beschilderung am kleinen Ententeich noch hunterprozentig aktuell ? Die Kaninchen im ehemaligen alten Malaienbär-Käfig finde ich etwas deplaziert. Ich würde dort eher ein "Mini-Museum" zur Zoogeschichte bzw. zur Geschichte des Käfigs und Tierhaltung im Wandel der Zeit, am besten mit einer im Käfig befindlichen Malaienbär-Statue in Originalgrösse, einrichten. Die neugestaltete Anlage für Bennett-Känguruhs und Emus gefiel mir gut.

    Insgesamt auch hier ein erholsamer Besuch im angenehmen Hallenser Bergzoo-Flair !
    (09.09.2014)
    Michael Mettler:   P.S. Als Faktor für die Nachnutzung müsste man wahrscheinlich noch in Betracht ziehen, dass bedingt durch die benachbarte Gastronomie vermutlich immer mal irgendwelche "Snacks" ins Gehege geworfen werden... Empfindliche Tierarten machen an dieser Stelle wohl keinen Sinn, wenn die Absperrungen unverändert blieben (was die kostengünstigste Lösung wäre).
    (08.06.2014)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Die Puma-Idee ist reizvoll. Andererseits: Wenn man ohnehin in ein Gitternetz und neue Scheiben investieren müsste, könnte man daraus auch an anderer, bisher ungenutzter Stelle in Hanglage eine attraktive Pumaanlage errichten und die Grundstruktur der Bärenanlage lieber für Tiere nutzen, die mit der vorhandenen Umfriedung auskommen.
    (08.06.2014)
    Oliver Müller:   Ergänzung noch: Die Elefanten-Anlage würde ich dann natürlich nicht frei geben ;-)
    (07.06.2014)
    Oliver Müller:   Meine Puma-Idee geht in eine ähnliche Richtung wie die von Michael Mettler: Gräben auffüllen, Anlagen etwas naturnäher herrichten, mit Netz überspannen, ggf, noch höhere Sichtscheiben einbauen und über dem Dach des Stalles die Gehege verbinden. Dann könnten die Berglöwen des Bergzoos auch einen Berg zum "rübermachen" nutzen ;-)
    (07.06.2014)
    WolfDrei:   Von einem Pfleger hörte ich , dass die Amtszeit von Herrn Jacob bald ausläuft. Bis zur Erstellung eines Masterplanes dürfte es wohl dann noch etwas dauern.
    (07.06.2014)
    Jan Jakobi:   Noch mal zu den Elefanten in Halle:
    Auf Facebook "Elefantenhaus Zoo-Halle" habe ich heute gelesen das die Elefanten im Sommer die Außenanlage auch über Nacht nutzen können.
    (06.06.2014)
    Michael Gradowski:   @Oliver Müller: Eine ordentliche Erdmännchenanlage hat Halle doch schon und Nasenbären auch. Das mit den Stachelschweinen war auch nur ein Schnellschuß meinerseits. Ich wollte eigentlich damit sagen, daß es verhältnismäßig günstig sein wird, die Bärenanlagen umzubauen bzw. zusammenzulegen für welche Art auch immer. Zumindest günstiger als Abriss und kompletter Neubau. Ich hatte wegen der Gehegegröße eher an kleinere Arten gedacht und da fielen mir halt Stachelschweine ein. Die gabs ja früher schon neben der alten Löwenfreianlage. Eigentlich ist mir so ziemlich jede Art(en?) willkommen. Wahrscheinlich wird's aber ne Haustierrasse :-)
    Von einem Masterplan o.ä. hab ich bis jetzt noch nix gehört.
    (06.06.2014)
    Michael Mettler:   Die eine oder andere alte Menschenaffenanlage könnte - soweit das Außengehege groß genug ist - bei nahezu gleicher Einrichtung und Technik mit Malaienbären nachgenutzt werden. Für die ist zwar die gleiche Außengehegefläche vorgegeben, aber für innen nicht nochmal dasselbe, sondern "nur" Boxen mit minimal 16 qm/Tier.

    Für die Bärenanlage in Halle hole ich meinen alten Vorschlag wieder aus der Kiste: Graben trocken legen und als Tunnel unter dem Besucherweg hindurch in Richtung Elefantenanlage weiterführen. Besatz Streifenhyänen (kältefest!) auf der Doppelanlage (= Abtrennmöglichkeit), welche die Elefantenanlage mitnutzen können - zumindest dann, wenn die Rüsseltiere im Haus sind. Falls eines Tages keine Elefanten mehr gehalten werden können, sondern dort Nashörner oder Giraffen stehen, wäre zumindest Schichtnutzung der großen Anlage immer noch möglich und gleichzeitig ein prima geruchliches Enrichment für beide Nutzergruppen.

    Allerdings weiß ich die Flächenmaße der Bärenanlage nicht, aber für ein Paar Streifenhyänen sind 200 qm Außengehege als Minimum vorgegeben, und das sollten die beiden Anlagen zusammen (Durchlaufmöglichkeit durch das Haus) doch locker schaffen.

    Wobei ich bei auch eigenem Bedauern über die zunehmende Nasenbärisierung der Zootierbestände zugeben muss, dass Nasenbären - vor allem auch angesichts der Gastronomiefläche vor der Anlage - in punkto Action sicher der schauattraktivere Besatz wären. Im Bestand sind sie ja eh schon, also müsste ihnen auch nichts weichen, sondern es würde ganz im Gegenteil ihre jetzige Anlage für eine neue Art frei...
    (06.06.2014)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Skunke? Polarfüchse? Ursons? Oder beide zusammen legen für ein Pärchen Pumas? Das wäre zumindest mal ein bisschen ungewöhnlicher...

    Aber tatsächlich glaube ich, dass uns das Gutachten langfristig ein erhebliches Dowgrading der Tierbestände bescheren wird. Wir werden noch einige Anlagen erleben, die für Nasenbären, Erdmännchen, Stachelschweine und Co. umgerüstet werden. Zumindest besteht die Chance auf ein Comeback der Meerkatzen, wenn in einigen Zoos die Menschenaffen abgegeben werden sollten.
    (06.06.2014)
    Michael Mettler:   Da Wasser in Halle einen gravierenden Kostenfaktor darstellt, wäre zumindest eine Nachnutzung der Bärenanlage mit solchen Arten sinnvoll, die mit einem Trockengraben auskommen oder für die man den Graben schlichtweg verfüllen kann. Ich weiß nicht, wie gut das Haus heizbar ist bzw. ob Beheizung dort energetisch/kostentechnisch sinnvoll ist, und bei Lage an einem Nordhang bekommt die Anlage auch nicht viel Sonne ab - das dürfte das Spektrum der Nachnutzer schon mal um diverse tropische Arten reduzieren.
    (06.06.2014)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Das sehe ich auch so... Wobei die Menschenaffen-Vorgaben für mich zu den vielen Ungereimtheiten des Gutachtens gehören, aber das ist aj ein anderes Thema.

    @Michael Gradowski:
    Bitte nicht noch eine Bärenanlage, die für Stachelschweine, Erdmännchen oder Nasenbären umgerüstet wird...

    @alle:
    Gibt es eigentlich für Halleinen Masterplan oder irgendwelche Aussagen in diese Richtung?
    (06.06.2014)
    Michael Mettler:   Hängt das nicht alles erst mal davon ab, ob die jeweiligen "Auffangstationen" die neuen Mindestanforderungen für die Schimpansenhaltung erfüllen? Schließlich unterscheidet das Säugetier-Gutachten nicht zwischen Altersklassen, sondern gibt in der neuen Version als Mindest-Gehegemaße jeweils 200 qm innen wie außen mit jeweils mind. 4 m Höhe für eine "sozial intakte Grupppe bis zu vier Erwachsenen" vor. Das dürfte die jetzige Anlage in Halle vermutlich nicht erfüllen. Für Altbestand wird ja oft Bestandsschutz eingeräumt, aber das schließt dann ja das Hinzuholen anderer Artgenossen in die vorhandenen Haltungsbedingungen normalerweise aus. Und von einer "sozial intakten Gruppe" kann man ja beim Zusammensetzen einander fremder Menschenaffen auch nicht gleich sprechen...

    Da gäbe es dann doch eigentlich nur die Lösung, dass mindestens ein Halter eine entsprechend große Anlage errichtet (bzw. eine bestehende vergrößert) und dann als Alterssitz für alle anderen fungiert. Aber: Wer gleich nach den neuen Richtlinien baut, schielt der dann nicht eher nach einer Menschenaffen-Zuchtgruppe...? Denn bei gleichen Raummaßen dürfte der betreffende Zoo dann z.B. auch eine Familie Gorillas halten.
    (06.06.2014)
    Oliver Müller:   @BjörnN:
    Das hoffe ich auch. Ich weiß, dass Landau ähnliches plant, aber auch in Karlsruhe und Nordhorn gibt es glaube ich solche Altenheime (wobei mir hier die Zukunftspläne nicht bekannt sind), Delbrück ist im Prinzip auch so was (obwohl der Begriff Mast-Station besser passen würde), bei Augsburg und Stralsund bin ich mir nicht sicher, wie alt die Tiere sind und wie es hier weiter gehen soll.
    (06.06.2014)
    BjörnN:   Es käme wohl kaum jemand auf die Idee, alte Tiere aus einer Gruppe herauszureißen. Bedauerlicherweise gibt es immer noch genug Kleingruppen- bzw. Paarhaltungen in Deutschland. Wenn ein Tier stirbt, stände Halle ggf. als Abnehmer bereit - gute Sache wie ich finde.
    (06.06.2014)
    Oliver Müller:   Das werden dann aber bald ziemliche viele Rentnergruppen mit Schimpansen in Deutschland, oder? Besteht da nicht bald Rentnermangel? ;-)

    Aber mal ernsthaft: Ist das für die Tiere so toll, aus ihren Gruppen gerissen und in Altenheime abgeschoben zu werden, nur weil sie zu alt (für was eigentlich) sind?
    (06.06.2014)
    WolfDrei:   und der Yak_Bulle (leider wegen der Größe des Fotos halbiert)
    (05.06.2014)
    WolfDrei:   Da ich einige Tiere gelobt habe: Springtamarin
    Übrigens: zumindest ein Schimpanse war in der Innenanlage
    (05.06.2014)
    Michael Mettler:   Den Flughunden würde ich da keinen Vorwurf machen, die können unabhängig vom Intelligenzgrad schon ihre Gründe gehabt haben, in Boden- bzw. Wasserspiegelnähe zu kommen (Durst?).
    (05.06.2014)
    Michael Gradowski:   @Marcel Poos: Danke für die Infos. Schade um die Flughunde, aber wenn sie auch so dumm sind :-)
    Ich hab immer gedacht, daß nach diesen beiden Schimpansen die Haltung beendet wird, aber die Lösung mit den Rentnern ist ja auch nicht die Schlechteste. Aber daß die jetzigen beiden (sorry, hab ihre Namen nicht mehr auf dem Schirm) nicht zu sehen waren, hat nicht nur mich sondern auch andere Besucher gewundert. Der Schieber zur Außenanlage war offen und obwohl wir 3x bei ihnen vorbeischauten, war kein Tier zu entdecken. Leider war auch kein Pfleger zum Fragen greifbar.
    (05.06.2014)
    Marcel Poos:   @Michael Gradowski: die Flughunde waren zu blöd und wurden von den Nilkrokos geressen! Schimpansen so wurde es letztes jahr auf einer Führung gesagt, bleiben im Zoo man will immer eine kleine Rentnergruppe halten die sonst in anderen Zoos einzel sitzen müssten. Ansonsten guck doch mal in die ZTL.
    (05.06.2014)
    Michael Gradowski:   Gestern hab ich mal wieder den Zoo in Halle besucht und ich kann WolfDrei nur beipflichten: Auch ich werde Halle treu bleiben. Ich bin jedesmal wieder von den Häusern beeindruckt; was man aus Raubtier- oder Affenhaus gemacht hat, ist wirklich toll (vor allem wenn man noch die alten DDR-Gebäude kennt). Ich hätte mir die Krokodilabteilung im TP Berlin ähnlich wie in Halle gewünscht. Das Krokohaus in Halle gefällt mir nämlich ziemlich gut. Vermisst habe ich allerdings die Flughunde. Ist der Bestand erloschen oder wurden die abgegeben? Weiß das jemand? Ebenso hab ich zum ersten Mal keine Schimpansen gesehen. Gleiche Frage, weiß jemand, was da los ist? Ich hoffe, wenn die Schimpansenhaltung mal beendet ist, daß man dann vielleicht wieder Mandrills o.ä. holt. Nicht zu sehen waren auch Aras, Binturongs, Ameisenbär und Pudu (Schade um die schöne Art. Bemüht man sich um eine neue Gruppe oder wars das mit der Haltung? Welche deutschen Halter gibt es eigentlich noch? Viele können es ja nicht mehr sein. Wenigstens kommen Schopfhirsche, auch wenn mir der Standort der Anlage auch nicht so richtig gefällt. Warum setzt man sie nicht einfach ins Pudugehege?). Ansonsten waren alle Arten mehr oder weniger aktiv bei tollem Wetter. Neu für mich war die Bennet/Emuanlage. Eine wirklich sehr schöne Anlage, nur der Besatz ist halt ziemlich gewöhnlich. Für einen Bergzoo hätten es ruhig Berg- oder Felsenkänguruhs sein können. Aber was nicht ist... Ebenso neu ist das Bienenhaus. Sehr gut gestaltet und äußerst informativ mit tollem Blick über die Stadt oder auf die ehemalige Wisentanlage. Reizvoll wie immer die Großvoliere, auch wenn wirklich gefühlte 100 Lachmöwen den Hauptbesatz ausmachen. Naja, wenigstens hat man noch die blinde Pinguindame Hedwig. Ansonsten auch hier eher gewöhnlicher Besatz, wünschenswert wäre die ein oder andere Besonderheit. Die kritisierte Haustierschwemme kann ich so nicht wirklich unterstreichen, da sich die Rassen gut im Park verteilen. Sicher könnte man die ein oder andere Rasse durch interessante Wildarten ersetzen (was auch gut wäre), aber ganz so dramatisch sehe ich die Sache noch nicht. Außerdem hat man z.B. mit Girgentanaziege und Rotbuntem Schwein auch Seltenheiten neben den üblichen Verdächtigen. Der Yakbulle ist wirklich sehr beeindruckend, ein wunderschönes Tier. Besonders gefällt mir der Blick von den Seebären auf den Pelikanteich. Die angegebenen Mängel (Ententeich, Saubucht, Bärenanlage) kann ich ebenfalls nur unterstreichen. Zumindest die Bärenanlage läßt sich nach deren Ableben sicher günstig für andere, kleinere Bewohner wie z.B. Stachelschweine o.ä. umrüsten. Alles in allem ist Halle aber immer wieder eine Reise wert und ich drücke die Daumen, daß der Zoo ansprechend weiter entwickelt wird.
    (05.06.2014)
    Michael Mettler:   P.S. Bei Zusammenlegung der großen Anlage mit dem Bullenkral wären sogar fünf Individuen "erlaubt". Und ansonsten gäbe es bei meinen Gedanken auch eine "Hybridversion": Würde man den Bullenkral zu einem Huftier-Stalltrakt (evtl. inklusive Vorgehege) umbauen, ließe sich auch eine Gemeinschaftshaltung der Elefanten mit Nebenbesatz ausprobieren.
    (03.06.2014)
    Michael Mettler:   Ich fände Giraffen unter diesen Umständen ebenfalls schauattraktiver als Nashörner. Zumal man mit der Besuchergalerie auf dem Elefantenhaus eine gute Basis hätte, eine Auge-in-Auge-Situation zu errichten (meiner Erinnerung nach ist die vorhandene Perspektive dafür etwas zu hoch, aber da ließe sich wohl eine Lösung finden. Per Vergesellschaftung ließe sich die Szenerie noch etwas bunter gestalten; ggfs. ließe sich vielleicht der schlauchförmige, mauerumfriedete Bullenkral durch Überdachung zu einem zusätzlichen Huftier-Stalltrakt für Antilopen und/oder Zebras umbauen. Ohne Bullenkral gerechnet ist die Anlage rund 2.350 qm groß, das gäbe schon eine ganz nette "Savanne".

    Aber selbst wenn eine Zuchtgruppenhaltung nicht mehr durchführbar wäre, gäbe es erst mal noch Möglichkeiten der Nachnutzung mit anderen Elefanten. Die Mindestvorgabe von 2.000 qm außen und 330 qm Lauffläche innen wird durch die Anlage erfüllt, so wäre nach den neuen Vorgaben die Haltung von vier Jungbullen oder vier nicht (mehr) züchtenden Kühen umsetzbar.
    (03.06.2014)
    Ulli:   Das große Plus von Halle - seine Lage und Topographie.
    Wenn man dies in Richtung Schwerpunktsetzung Bergtiere und geschickten Sichtachsen ausnutzt, hebt es deutlich von Leipzig und Magdeburg ab und hat einen Alleinvertretungsmerkmal. Mit etwas planerischer Phantasie kann man einen sehr tollen Park entwickeln, da bin ich mir ganz sicher.

    Im Zweifelsfall würde ich lieber Giraffen als Nashörner nehmen - sie wirken charismatischer, und dies ist in Anbetracht der räumlichen Möglichkeiten konkret an dieser Stelle im Zoo wichtiger. Irgendeine Hingucker-Tierart benötigt auch Halle.

    Ich würde auch die Möglichkeiten prüfen, ob man die Bärenanlagen nicht für Pinguine mit Unterwassersicht umgestalten kann und mich um den Hang als Erweiterungsgelände (eventuell für Braunbär zusammen mit Wolf - "Alpen")bemühen.

    Das Krokodilhaus, die Affeninsel und der Bereich mit den Affen (zum einen südamerikanische (Krallen-)Affen - zum anderen statt der Schimpansen langfristig Mandrills und/oder Meerkatzen) bleiben.
    Der übrige Zoo wird konsequent für Bergtiere (z.B. die "Vier Alpen" oder auch "Hochgebirgsregionen der Welt" mit jeweils einer Gebirgshuftierart als Leittierart) umgestaltet.
    (03.06.2014)
    Michael Mettler:   Wie es mit der Elefantenhaltung weitergehen wird, das wird noch spannend - nach dem neuen Säugetiergutachten ist ja für eine Bullenanlage eine Mindestfläche von 1.000 qm vorgegeben, der Kral in Halle misst mit 350 qm gerade mal ein Drittel davon, Erweiterungsmöglichkeiten gibt es nicht. Falls die zuständige Stelle nicht Bestandsschutz auf Lebenszeit einräumt (wobei dann aber auch kein Bullentausch mehr möglich wäre), hieße es also wohl mittelfristig, sich auf eine eingeschlechtliche Gruppe beschränken oder auf Elefanten verzichten zu müssen. Vorbereitet war man ja schon bei Planung des Hauses auf eine solche Eventualität, weswegen es so konzipiert wurde, dass man dort alternativ Nashörner oder Giraffen unterbringen kann.
    (02.06.2014)
    Holger Wientjes:   Wird bei den Seebären nicht nach wie vor eine Männer-WG gehalten ?
    (02.06.2014)
    Holger Wientjes:   Wird bei den Seebären nicht nach wie vor eine Männer-WG gehalten ?
    (02.06.2014)
    WolfDrei:   Nun also Halle, bewusst ans Ende gesetzt wegen der schon seit Jahren unter uns laufenden Diskussion , ob der Bergzoo (Betonung Berg) nun konkurrieren kann - Magdeburg als Maßstab. Ich habe mich bemüht, die Beiträge von 2009 an zu lesen. Halle gehörte für mich etwa seit 1968 zum Standardbesuchsprogramm: mit dem Frühzug nach Halle (war ja schon um 7 auf), gegen 12 Uhr dann Leipzig, gegen Mitternacht mit dem letzten Zug nach Erfurt, dort zu Fuß zum Roten Berg. Ich kenne noch Grau-Goral und Dschiggetai, Sibirischen Steinbock, Vielfraß, Brillenlangur, Przewalski, immer mal wieder Markhor, Sikkimgoral, Gemse, Streifenhyäne, Hyänenhund, Gepard, Hasenmaus, Elbebiber, Maral, Himalayathar, Rüppelfuchs, Ameisenbär, Giraffe, Breitmaulnashorn, Flußpferd, Sitatunga ( auf dem Steilhang !!!! hinter dem “Antilopenhaus“), mein erster Vucunabock - und den Mandrillmann mit den nach außen stehenden Rieseneckzähnen. Die Gelbsteißhirsche (oder den) sah ich leider nicht mehr. Fast alle genannten Tiere waren meine “Erstsichtungen”.

    Letzter Besuch war von mir 2011 - und dies wegen des Opossums. Wieder erschien er mir wie schon vor ca 45 Jahren - die Elefanten- und Schimpansenanlage plus Krokohaus ausgenommen (und ich lasse die vorgenommenen Verschönerungen mal weg). Welche Historie!
    Elefantenanlage: warum mußte das so eine Anlage sein? Weil alle plötzlich Elefanten haben wollen? Weil Hans Petzsch (der verdienstvolle Ersteller der DDR-Uraniaausgabe “Säugetiere”) nach dem Kriege Elefanten holte, dann (wie denn nur organisiert) die Sumatraner aus Bogor kamen und dann der TP deren Weggang kompensieren mußte? Immer Elefanten? Und dann ist später weder Platz noch Geld da?

    Zum 75. Geburtstag (also 1976) wurde etwas geschönt, der Rundweg mit Asphalt ausgelegt (war das vorher ein Rumpelweg!). Die beiden Großflugvolieren sind noch zu nennen.
    Und nun in den 3 Jahren nur kleine Verbesserungen. Fertigstellung der Känguruhanlage, Besatz mit Bennets, Nandus, auf der Südseite Neubeginn für die Erstellung des Alpinums.

    Was lockt mich immer noch - die Historie, immer noch erlebbar! Die Faultiere - eins muß uralt sein, die Kaukasier (an die 8 Tiere ), klar, die Malaientiger (die Tochter Sahaja ist nun fast ein Jahr alt), die hervorragende Springtamarin-Gruppe mit 2 Jungtieren, die Sakis, erneut mit Jungtier, der Pelikanweiher mit den Merespelikanen und diversem Nachwuchs (wir zählten 14 Vögel). Der Ameisenbärennachwuchs vom November, der nunmehr gute Blauschafbock.

    Leider: die Pudugruppe ist zusammengebrochen - nur noch ein Bock existiert.
    Und die weniger schönen Ecken: der Entenpool (wie schon Sacha bemerkte, zwangsläufig mit Hybriden). Dort sucht der Entenpfleger aus seinem Privatbestand Abnehmer für seine Hawai-Stockenten-Nachzucht), die Saubucht, die Bärenanlage, der Besatz der Ibisgroßflugvoliere ( das waren fast nur Lachmöwen - wir zählten ca 10 brütende Paare).

    Die Robbenanlage beherbergt nun eine ( gut dressierte) südliche Seebärengruppe, nachdem vorher nur Männchen dort waren. Wie in den Mitteilungen beschrieben, viele Haustiere inklusive Zwergzebus, Minischweine, aber ein kapitaler Yakbulle, aber auch viele Vicunahengste an drei Stellen außerhalb der eigentlichen Gruppe. Leider war der Flieder, das besondere botanische Kennzeichen des Reilsberges, schon verblüht.

    Weiterhin u.a.: Zwergflußpferd, Korsaks, Binturong, Angolalöwen, Jaguare, Saimiris, Braunrückentamarine, Kaiserschnurrbärte, Gundi, Moko, Mähnenspringer, Kaukasuseichhorn (nicht gesehen), Kugelgürteltier, Baumstachler, Seriema, Kea, Humboldtpinguine mit Nachwuchs, Nutrias, Böhmzebras (1,1), Helmhockos, Balistare, Sonnerathuhn, Hamiltonfasan.

    Geplant ist am Südteil des Aussichtsturms die Ausstellung von Schopfhirschen - leider ist mir die Anlage etwas zu besonnt.
    Hoffen wir auf weitere Verbesserungen, ich bleibe dem Bergzoo treu.


    (02.06.2014)
    Rüdiger:   Andereseits ein Zeichen , dass viele Trennungen von wichigten Lebensgefährten, siehe ihr beste Freundin Dashi. Diese hat Ihr als beruhigende Freundin bei der Geburt sicher gefehlt. Warum sonst hatte sie vorher in Berlin zwei Jungtiere aufgezogen!
    (01.10.2013)
    Jolantha Belik:   Ich wüßte nichts, was dagegen spricht. Das gehört zum Leben dazu.

    Das Video mit Bibi ist zudem ein gutes Beispiel dafür, welch Energie und Kraft in einem Elefanten stecken und meiner Meinung nach ein gutes und für alle mit etwas Hausverstand nachvollziehbares Argument gegen Elefantenhaltung in einem Zirkus.
    (20.09.2013)
    Michael Mettler:   Zum MDR-Video: Ob der Zoo Halle oder irgendein anderer Zoo wohl auch die Veröffentlichung von Kameramaterial zulassen oder eigenes Material bereitstellen würde, auf dem z.B. eine blutbeschmierte Großkatze oder Äffin zu sehen wäre, die gerade ihren nicht angenommenen Nachwuchs getötet hat und sich nun mit den Überresten der Geburt beschäftigt?
    (20.09.2013)
    Jolantha Belik:   @Rüdiger: Panya war bei der Geburt dabei. Auf dem MDR-Video sieht man sie auch kurz neben Bibi.
    (18.09.2013)
    Niedersachse:   Mit Panya kam Bibi am Anfang auch nicht wirklich zurecht ...
    (17.09.2013)
    BjörnN:   TANA ist lt. Zoofreundeforum nicht tragend, man wird also in den kommenden 2-3 Jahren nicht mit Nachwuchs der grauen Riesen in Halle rechnen können.
    (17.09.2013)
    Rüdiger:   Zuerst erwartet man viel zu früh die Geburt und dann diese Attacke von Bibi.
    Das ist sehr schade und kommt überraschend für mich ! In Berlin Friedrichsfelde hatte sie 2 Geburten ohne Babyattacken. Schwer einzuschätzen warum ?
    War ihr Tochter Panya oder Tana bei der Geburt dabei oder hat Bibi alleine im Innenstall zugebracht?
    Hoffentlich wird Tana bei der Erstgeburt nicht genauso reagieren !
    Viel Kraft und Beistand für sie Elefantenpflegerin Halle .
    (17.09.2013)
    Jolantha Belik:   http://www.mdr.de/hier-ab-vier/video148970.html
    Drama bei Elefantengeburt in Halle | MDR.DE
    (17.09.2013)
    Jan Jakobi:   Quelle Facebook:
    "Große Trauer im Bergzoo.
    Heute morgen gegen 9:00 Uhr gebar Elefantenkuh Bibi ihr lang erwartetes Jungtier, welches sie jedoch leider aus bisher ungeklärten Gründen unmittelbar nach der Geburt angriff. Dabei wurde das Jungtier so schwer verletzt, dass es wenig später seinen Wunden erlag. Der Körper des Kalbes ist zurzeit in der pathologischen Abteilung der Tierklinik Leipzig zur Ermittlung der Ursachen. Das gesamte Team des Bergzoos und insbesondere unsere Elefantenpfleger sind zutiefst erschüttert über diesen tragischen Ausgang."

    Kurz gesagt, ich bin geschockt.
    Ich kenne "Bibi" aus ihrer Berliner Zeit.
    Auch "Pori" und "Hoa" kenne ich.

    Ich weiß nicht ob man Afrikanische und Asiatische Elefanten miteinander vergleichen kann/darf.
    (17.09.2013)
    Ralf Seidel:   Wenngleich auch Elefantenkuh Bibi noch immer auf Nachwuchs warten lässt, können sich die Besucher des halleschen Bergzoos derzeit nicht über mangelnden Kindersegen auf dem Reilsberg beschweren. Neben Weißgesichtsakis, Springtamarinen, Meerespelikanen und Westkaukasischen Steinböcken freut man sich hier auch u.a. über weitere Jungtiere bei den Blauschafen und den Südpudus. Für den Terrarienfreund gibt es auch wieder Nachwuchs bei den Schokoladenbaumsteigern (prominenter Tierpate ist übrigens die Halloren-Schokoladenfabrik) sowie erstmalig bei den seltenen McCords oder Roti-Schlangenhalsschildkröten. Besonders erfreut nach längerer Pause ist man im Zoo auch über
    einen Drillingswurf bei den Malaysischen Tigern.
    Na ja, allzu lange kann es ja mit Halles erstem Elefantenbaby nun auch nicht mehr dauern...


    (16.07.2013)
    Alexander Raksi:   @Rüdiger: Man hat sich nicht „deutlich verkalkuliert“, man hat den ersten möglichen Termin genommen, um sicher zu gehen. Und ja, es gab spätere Deckversuche und von denen weiß man sehr wohl. Zudem hatte man die Elefanten nicht jede Sekunde im Blick, da kann schon mal ein Decktermin unbemerkt bleiben.

    @zollifreund: was soll die Marketingabteilung anders machen? Man hört nichts davon? Jede Woche gab es irgendwo einen Medienbeitrag, doch da es noch keinen Nachwuchs gibt, was soll man ständig berichten? Frühzeitig neugierig machen? Das sind alle schon, mit bekommen haben es die meisten. Aber vorab ein Großereignis zu zelebrieren, zeigt nicht viel Weitsicht, wie es gerade mit der Situation in Leipzig gezeigt hat.
    Mitfiebern und dann geht etwas schief, das sollte nicht Stil eines Zoos sein. Und der Zoo wird dann so und so „proppen voll“, auch ohne anheizen, was die Medien m.M. nach doch sehr intensiv mach(t)en

    @Elisabeth Hiendl: Die Trächtigkeitsdauer liegt im Mittel(!) bei 630 – 720 Tagen, sprich 90 Tage Spielraum sind völlig üblich. Da werden die Tierpfleger des Elefantenhauses kaum konkrete Daten heraus geben können und wollen.

    Der Elefantenkuh Bibi geht es gut, sie hat schon zwei Kinder, wird regelmäßig mit Ultraschall untersucht, und im Endeffekt weiß nur sie genau, wann der Nachwuchs da sein wird. Und erst dann macht ein intensives Bewerben durch die Marketingabteilung Sinn…

    (29.04.2013)
    Elisabeth Hiendl:   Ich habe auf facebook beim elefantenhaus halle schon mehrmals nach dem letzten beobachteten Deckakt gefragt aber nie eine Antwort bekommen. Der ursprüngliche Geburtstermin im Herbst 2012 wurd nach dortiger aussage nach dem ersten Deckakt berechnet
    (28.04.2013)
    zollifreund:   das heißt, Bibi ist noch schwanger?
    verstehe dann die Marketingabteilung des Zoos nicht ganz - das ist doch ein riesen Ereignis für Halle ( und eine Elefantengeburt ließe dann sogar den großen Nachbar in Leipzig mal im Schatten stehen ) - und man hört nichts davon. Das müsste man doch mehr ausnützen. Wenn die Leute schon frühzeitig neugierig gemacht werden ( sozusagen mitfiebern), dann ist nachher doch auch der Zoos proppen voll!
    (28.04.2013)
    Rüdiger:   Da hat man sich deutlich verkalkuliert, scheinbar gab es noch spätere Deckversuche und man wusste nicht ganau wann ......
    (28.04.2013)
    zollifreund:   gibt es eigentlich etwas Neues von der Schwangerschaft der Elefantin Bibi? Ich habe hierzu schon Monate nichts mehr gehört. Am Anfang hieß es mal, dass die Geburt noch 2012 stattfinden soll...
    (28.04.2013)
    Michael Merker:   Erstmals dürfen die Meerespelikane einen Jungvogel natürlich aufziehen und es klappt super. Der Kleine ist schon 2 Wochen alt und wird prima versorgt. Nun warten wir aufs Zebra und noch ein Eselfohlen und natürlich auf den Eletanten.
    (14.02.2013)
    BjörnN:   Es hieß schon vor 2 Monaten, dass aus dem Gesäuge bereits Kolostrum austritt.
    (09.01.2013)
    Rüdiger:   Mir ist ja bewusst, dass sich Elefantengeburten um 20 - 30 Tage verzögern, aber bibi lässt schon lange auf ihren Spross warten!!!!Sieht amn wenigstens langsam die Brustschwellung bei Ihr?
    (09.01.2013)
    Liz Thieme:   Also in den 1920ern war das Gelände dem Zoo zugehörig.
    Dann wurde es verkauft/abgetreten.
    Nun hat die Stadt alles verkauft.
    Allerdings hatte die Stadt im Frühjahr noch eine Überlegung angestellt, wie das Wittekind dem Zoo zugänglich gemacht werden kann.

    Dann dürfte der Zoo ja seit Ewigkeiten nichts mehr mit dem Wittekind zu tun zu haben.
    ABER warum taucht es denn in der Bilanz des Zoos auf?
    (15.12.2012)
    Michael Merker:   Hi Alexander Fuchs, nein es hat sich dahingehend nichts geändert. Der alte Plan war es, dieses Giftschlangenhaus an der Seebener Straße zu bauen.
    (15.12.2012)
    Alexander Fuchs:   Zitat von (vom 15/11/12) Alexander Raksi: Da das Solebad nicht dem Zoo gehört – weil kein Geld – kann dort auch kein Giftschlangenzentrum entstehen, wie angedacht.

    Meine Info war immer, dass es an der Seebener Straße entstehen soll. Hätte sich denn da schon wieder etwas geändert?
    (14.12.2012)
    Alexander Fuchs:   @Liz Das Solbad wurde 1906 von der Zoo Aktiengesellschafft gekauft und man schaffte ein Durchgang zum Wittkindpark und Gesellschaftshaus. Das baden o.Ä. musste separat bezahlt werden. Mit dem Ende der AG 1913 ging alles an die Stadt Halle. Wann genau das Ende kam, weis ich nicht, da kann ich nur spekulieren und werfe zwei Jahreszahlen rein 1921 (Schließung der Badeanstalt) oder 1923-1925 (Neubau des Wittekindbades).

    Der gesamte Komplex war mindestens 15 Jahre Eigentum des Zoos (AG und Stadt)!
    (14.12.2012)
    Michael Merker:   Am4.12. ist ein kleiner Eselhengst von Mutter Lena geb. Er war mitknapp 8 kg viel zu leicht und zu klein, außerdem stark unterkühlt. Nach gut 2 Tagen 24 Stundenbetreuung und sehr lieber Führsorge von Mama hat er es geschafft. Nun wiegt er schon 11 kg darf aber noch nicht ins Freigehege. Der letzte Marabu ist zu Zuchtzwecken abgegeben wurden und das Paar Guana lebt nun in Heidelberg.
    (13.12.2012)
    Liz Thieme:   @Alex F. du schreibst am 7.12, dass das Gelände schon einmal in Zoobesitz war. Kannst du den genauen Zeitraum benennen?
    (11.12.2012)
    Oliver Jahn:   Es wurde alles komplett verkauft, Grundstück incl. aller Gebäude. Die Ausschreibung fand bereits im März 2011 statt. Da waren die Auflagen noch so hoch (besonders im Bereich des Denkmalschutzes) dass sich kein Bieter fand. In weiteren Schritten wurden dann die Auflagen nach und nach gelockert, so dass sich dann ein Privatkäufer fand, der im letzten Monat den Zuschlag für besagte 100.000 Euro erhielt. Die Auflagen sind jetzt so gering, dass einige Fraktionen im Stadtrat bereits Beschwerde eingereicht haben, da von der öffentlichen Ausschreibung und deren Auflagen deutlich abgewichen wurde. Diese Abweichungen aber wurden nicht, wie eigentlich vorgesehen, im Stadtrat verhandelt, und selbst der Verkauf wurde nach diesen Änderungen nicht dem Stadtrat zur Entscheidung gegeben, sondern lediglich von 11 Mitgliedern des Finanzausschusses entschieden. Jetzt hat man nur noch die Möglichkeit, einen Appell an den neuen Investor zu richten, er möge das Denkmal erhalten und auch weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich lassen. Mit ein wenig Mühe kann man alles dazu finden unter www.halle.de, unter den Amtsblättern der Stadt und den Bürgerinfos über die öffentlichen Sitzungen der jeweiligen Ausschüsse der Stadt, in diesem Fall des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Beschäftigung und Liegenschaften.
    (09.12.2012)
    Michael Mettler:   Das ist angesichts der Fläche allerdings ein läppischer Preis. Waren daran irgendwelche Auflagen für den heutigen Eigentümer geknüpft, z.B. wie er mit der historischen Bausubstanz zu verfahren hat? Oder sind die Bad-Gebäude/Ruinen im Besitz der Stadt verblieben und es wurden nur die Freiflächen verkauft?
    (09.12.2012)
    Oliver Jahn:   Eigentümerin war die Stadt und das komplette Areal wurde für 100.000 Euro verkauft.
    (09.12.2012)
    Michael Mettler:   @Ronny: Dazu hätte aber auch ein Geländeeigentümer gehört, der bereit gewesen wäre, es überhaupt zu verpachten (und sich damit lukrativere Alternativen oder eigene Pläne langfristig zu verbauen). Gab es denn eine solche Bereitschaft?
    (08.12.2012)
    Ronny:   Man hätte das Gelände vor allem erstmal sichern können, zum Beispiel durch eine langfristige Pacht. Ähnliches wie es im Grunde der Magdeburger Zoo mit dem Vogelsangpark gemacht hat.
    (08.12.2012)
    Alexander Raksi:   Sicherlich schade, aber was gibt es für eine Chance ohne Geld...?
    (07.12.2012)
    Alexander Fuchs:   Das ist traurig und mir ahnt schlimmes für den Wittekindhang, dass eine Bebauung der Zooseite unmöglich machen wird.
    Große Pläne gemacht und nun kommt nichts dabi rum und genau das meinte ich im November, dass ich mir Sorgen mache. Schade, wieder eine Chance vertan und vorallem die einzigste Chance auf eine Geländeerweiterung.
    (07.12.2012)
    Alexander Raksi:   Leider ist das Solebad eben nicht mehr im städtischen Besitz, sondern seit Sommer privat. Und nächstes Jahr sollen Wohnung entstehen.
    (07.12.2012)
    Alexander Fuchs:   Das Solebad ist im Besitz der Stadt Halle und war vorher im Besitz vom Solbad Wittekind e.V. Der Verein ist pleite gegangen durch irgendwelche internen Machenschaften. Dieses Gelände gehörte schon mal dem Zoo, für eine kurze Zeit im 20. Jh.
    Sehr schön kann man das Hauptbad sehen, von 1846! Im Jahr 2008 stellte der jetzige Zoodirektor seinen Masterplan vor und da sollte es eine Kindertagesstätte werden. Die Gebäude sollen wohl noch in einem guten Zustand sein, so das man es rekonstruieren könnte. Auch befindet sich dort eine Salzsole, einer der letzten in Halle! Dieses Bad ist tatsächlich sehr Geschichtsträchtig und sehenswert. Dort kann ich mir auch ein Aquarium vorstellen. Die komplette Herstellung soll sich um die 40 Mio. Euro bewegen.
    Auch kann man auf dem Foto das alte Wisentgehege sehen.
    (07.12.2012)
    Alexander Raksi:   Und hier noch das Foto ;)
    (07.12.2012)
    Alexander Raksi:   Hier mal ein Luftbild mit der Grenze (ungefähr!!) - nördlich ist Zoo, südlich zum Wittekind, also Privat mit geplanter Wohnnutzung
    (07.12.2012)
    Sacha:   Jein. Ich meinte das ganze Gelände, das sich links vom Solbad Wittekind (und unterhalb des Besucherwegs) bis Höhe Steinböcke und vor allem rechts des Bades bis Höhe Zwergflusspferde/Schimpansen hinzieht (immer aus der Vogelperspektive betrachtet). Ausserdem geht aus dem Beitrag von Alexander nicht hervor WEM dieses Areal gehört (Stadt?, Privatbesitz?), nur dass es nicht dem Zoo gehört und er gegenwärtig kein Geld hat, es zu kaufen.

    Also konkret: Könnte der Zoo Halle besagtes Areal erwerben (sofern das nötige Geld vorhanden ist) oder ist es weitgehend auf private Besitzer "zerstückelt", so dass ein Kauf keinen Sinn macht bzw. mangels Interesse der Besitzer von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist? Und wer ist der Besitzer des Solbad-Gebäudes?
    (07.12.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha: Du meinst offenbar das Gelände des ehemaligen Solebades Wittekind - dazu siehe unten die Beiträge der beiden Alexanders vom 15.11....
    (06.12.2012)
    Sacha:   Frage an die Halle-Kenner:

    Auf der Südseite des Zoos (Seite mit den Kleinnager-Käfigen) befindet sich unterhalb des untersten Gehweges eine unbebaute (Grün?-)Fläche (ausserhalb des eingezäunten Zoobereichs!). Wäre dies ein POTENZIELLES Erweiterungsgelände oder ist die Fläche in Privatbesitz und wir sogar in irgendeiner Form genutzt?
    (06.12.2012)
    Michael Merker:   Mit 0,4 Balistaren erweitert der Zoo nun seinen Weichfresserbestand.
    (06.12.2012)
    Michael Merker:   Unsere Lisztäffchen haben Nachwuchs:-)
    Das junge Bergmeerschweinchen ist schon so groß, dass man es garnicht mehr von den Eltern unterscheiden kann :-)
    Auch das junge Faultier wächst und gedeiht.

    (30.11.2012)
    Ronny:   Unser Vogel-Verantwortlicher hat dieses Tier als Zosterops poliogastrus eurycricotus bestimmt. Ich werde demnächst noch eine Zusammenfassung des Artikels über die Haltung dieser beiden Brillenvogel-Arten (Unterarten) aus der Gefiederten Welt einstellen.
    (19.11.2012)
    Jolantha Belik:   Allen Elis geht's gut, Bibi wird immer runder, sie ist schon ein ziemliches Wutzi, aber von Mini-Eli ist nach wie vor keine Spur.
    (18.11.2012)
    Elisabeth Hiendl:   Heute Nachmittag war laut facebook des Elefantenhauses im zoo Halle noch nichts da

    (18.11.2012)
    Rüdiger:   Was macht die Elefantenkuh Bibi ?
    Noch keine Gebrutswehen oder Milcheinschuss ?
    Bin gespannt wann Halle den ersten Elefantennachwuchs erblickt ?
    (18.11.2012)
    Alexander Raksi:   Ihr wolltet ein Foto vom Zosterops poliogastrus? Heute grad im Bergzoo fotografiert
    (17.11.2012)
    Holger Wientjes:   @Ronny: Gibt es für die falsche Ausschilderung überall einen Grund ?
    (17.11.2012)
    Ronny:   Sind alles Kilimandscharo-Bergbrillenvögel. Kikuyus gibt es in Europa nicht mehr. Alle Kilimandscharos werden in Deutschland als Kikuyus ausgeschildert.

    @Michael Merker: Könntest du bitte ein Foto an mail@zootierliste.de schicken. Die Vögel kann man Phänotypisch auseinander halten.
    (17.11.2012)
    Michael Merker:   Am besten mal direkt im Zoo nachfragen. LG
    (17.11.2012)
    Holger Wientjes:   Welche dann die einzigen in einem deutschen Zoo wären. Oftmals sind sie in Zoos als kikuyuensis ausgeschildert ohne wirklich welche zu sein (vgl.ZTL). Wurde da in letzter Zeit etwas an der Sytematik geändert ? Kenne mich in dem Fall da nicht so aus ?
    (16.11.2012)
    Michael Merker:   Nein es sind Kikuyu, also kikuyuensis
    (16.11.2012)
    Holger Wientjes:   O.k., danke Dir ! Bergbrillenvogel = Zosterops poliogastrus eurycricotus
    (Kilimandscharo-Bergbrillenvogel) ?

    (16.11.2012)
    Michael Merker:   Ja sie sind alle im Bestand, Perlsteiß 1,1; Livingstonturakos 1,1; Bergbrillenvögel 7 Stück; Chuckarsteinhühner 4 Stück; Gelbkehlfrankoline 1,1; Sonnerathühner 1,1
    (16.11.2012)
    Holger Wientjes:   @M. Merker: Sind die von Dir aufgelisteten Vogelarten aktuell wirklich alle im Bestand ? Dann würde ich die nämlich in der ZTL ergänzen, denn dort sind eine ganze Reihe nicht eingetragen !
    (16.11.2012)
    Michael Merker:   So dazu möchte ich sagen, dass man sich erst mal richtig informieren sollte bevor man sowas leichtfertig schreibt.
    Die Kittas und Weißhaubenfasane( nicht Nepal) sind in der Fasanerie, da sie keinen beheizten Innenraum benötigen, die Tokos und die dazu passenden Gelbkehlfrankoline aber schon und deshalb sind diese Arten oben zu den Binturongs gekommen, da dort ein sehr großer Innenraum zur Verfügung steht.
    Zu den Haustieren: Sicher ist es nciht erstrebenswert zu viele Hasutiere zu zeigen, aber was spricht dagegen Perlhühner mit den Elafanten laufen zu lassen. Außerdem sind die meisten der geziegten Haustiere auch bedrohte Rassen zB Zackelschafe, Angoraziege, Angorakaninchen, Girgentanaziege oder auch Hausyaks( welche man immer seltener sieht).
    Die Anlagen der Emus und Känguruhs müssen unbedingt gemacht werden deshalb ziehen diese beiden Arten in die neue Anlage ein, doch das heißt nicht dass es für immer so sein wird.
    Außerdem hat sich in der letzten Zeit schon etwas getan zB am Vogelbestand. Neue sind unter anderem Perlsteißhühner, Livingstonturakos, Gelbkehlfrankoline, Chuckarsteinhühner und Bergbrillenvögel und Sonnerathühner.
    Einige Tiere sind schon selten in Zoos zu sehen wie zB Blauschafe, Gundis, Felsenmeerschweinchen, Westkaukasische Steinböcke, Pudus.....um nur einige zu nennen...und nur wenn Geld da ist kann auch was gemacht werden.
    (16.11.2012)
    Ronny:   Die Von-der-Deckens-Toko, sind nach meiner Meinung auch völlig fehl am Platze. Da hat man im letzten Jahr eine sehr schöne asatische Ecke gestalten und schon löst man sie wieder auf, obwahl die Nepalfasan und Rotschweifkittas noch im Bestand sind. Die Tokos hätten genauso gut auch in die Fasanerie ausgestellt werden können.

    Ich sehe die derzeitige Entwicklung des Zoos ebenfalls sehr kritisch und Schade.
    (15.11.2012)
    Alexander Fuchs:   P.S. Ich habe meine Befürchtung schon im Jahre 2009 kund getan, genauer im Oktober (hier nach zu lesen)


    (15.11.2012)
    Alexander Raksi:   Das tut mir leid, wenn ich das in den letzten drei Beiträgen von dir so herausgelesen haben...
    (15.11.2012)
    Alexander Fuchs:   @Alexander Raksi: Mir zu unterstellen das ich den Bergzoo nicht sonderlich mag ist absoluter Schwachsinn, dass ganze Gegenteil ist der Fall. Gegenteil.

    (15.11.2012)
    Alexander Raksi:   @Alexander Fuchs: Dass deine Meinung zum Zoo Halle nicht gut ist, hast du nun bereits mehrfach gezeigt, aber schade, dass du das in deinen Beschreibungen zu subjektiv mit einfließen lassen musst.

    Das kein Geld da ist, ist nun mal Fakt. Sich darüber lustig machen oder so theatralisch zu echauffieren, ist nicht nötig. Und dass da ein Paar Perlhühner über die Elefantenanlage rennen, stört dich weil? Nicht aufregen, da sind auch Amseln und Spatzen, nein die werden die Elefanten nicht ersetzen. Warum erwähnst du nicht die Von-der Decken-Tokos, zugegeben sind die auch nicht existentiell bedroht, aber nur wenige Zoos zeigen diese possierlichen Vögel.
    Um Elefanten mit Zuchtoptionen zu halten, musste Geld investiert werden, Raubtierhaus ist ordentlich saniert, wie fast alle Häuser auch. Leider musste das Totenkopfaffenhaus noch mal saniert werden, weil der Zoo damals den billigsten Anbieter nehmen musste!, wieder fast eine Million Euro weg. Das Geld ist einfach nicht da.

    Und welche Tiere wurden denn abgegeben und durch andere ersetzt? Pony, Esel und Lama waren schon immer da. Und Kamele sind nun nicht gerade ein Exot und die Abgabe sicher kein Wunsch und eine Weile her.
    Da das Solebad nicht dem Zoo gehört – weil kein Geld – kann dort auch kein Giftschlangenzentrum entstehen, wie angedacht. Es ist nun mal weniger Platz, und Neubauten durch das Gelände auch teuer – und das bei keinem Geld.
    Und was ist das Problem an der Modernisierung der alten Mähnenwolfanlage? Das Geld kommt vom Förderverein – der Zoo hätte sich das nicht leisten können – und die Umsetzung ist sehr ansehnlich geworden. Der Bau ist neutral, der Besatz nicht auf Dauer bindend. Und wieso geht der Platz verloren? Die Tiere ziehen einfach nur um, die Bennets leben bisher auf einer Anlage, die seit 60 Jahren unverändert so besteht.
    Sicherlich sind nicht alle Entscheidungen zu Tierarten immer im Interesse aller, aber die Exoten-Enthusiasten sind nun mal nicht die Besuchermasse. Doch wo sieht man schon mal Blauschafe oder Gundis? Doch die 08/15-Familie erfreut sich nun mal mehr an 08/15-Kängurus…
    Und nur weil die Mönchsittiche nicht mehr in der ehemaligen Anlage sind, heißt es nicht, dass diese weg sind. Erstmal hinter den Kulissen. Und die sind übrigens genauso „selten“ wie deine gehassten Haus-Perlhühner…
    (15.11.2012)
    Alexander Fuchs:   Die letzten Tage waren sehr aufregend für mich, denn ich habe mich für eine Sachsen-Anhalt Tour entschieden. So besuchte ich die drei Großzoos und andere diverse Einrichtungen in Sachsen-Anhalt.
    Die kleineren lasse ich einfach mal weg. So komme ich zu den Großzoos in SA. Ich werde auf zwei genauer eingehen.

    Mein persönliches Ranking für die drei:

    Platz 1 Zoo Magdeburg
    Platz 2 Zoo Aschersleben
    Platz 3 Zoo Halle!

    Der Magdeburger Zoo entwickelt sich rasant zu einem modernen Zoo, mit einem sehr schönem und seltenen Tierbestand. Man merkt eine Aufbruchstimmung und die geht rasant vorwärts. So rasant, dass der älteste Zoo in SA nur noch ein Schatten seiner früheren Glanzjahre ist.
    Durch die Parkerweiterung hat Magdeburg gleich mal 30 bis 40 Jahre aufgeholt, mit den alten Baumbestand und man merkt nicht das er erst 60 Jahre alt ist, nein man könnte fast denken, er stammt aus Gründerzeiten.
    Der Tierbestand hat sich sehr gewandelt zum positiven, nur als Beispiele Neuguinea Filander. Weitläufige Anlagen mit toller Vergesellschaftungen. Ich kann mich nicht daran erinnern so nah an einem Nashorn gewesen zu sein wie in MD oder das Gefühl zu haben mitten in der Anlage zu stehen. Das war für mich ein tolles Erlebnis und klasse umgesetzt. Auch das man die Giraffenanlage an Africambo I angliederte. So bin ich auf weitere Arten und Anlagen in MD sehr gespannt.


    Früher bin ich (Im Jahr 2000) immer nach Magdeburg gefahren um große und moderne Anlagen zu sehen (Schneeleoparden, Tiger). Da war ja noch gar nicht an Leipzig oder an Halle zu denken .


    Auch der Zoo Aschersleben, mit seinen wenig finanziellen Mitteln, ist eine Reise wert gewesen. Darauf gehe ich nicht weiter ein.

    Den Besuch in Halle hätte ich mir sparen können! Es hat mich so schockiert und ich bin echt enttäuscht was aus dem Zoo geworden ist. Meine Befürchtungen haben sich leider bestätigt und es ist ein Haustierzoo geworden mit ein paar exotischen Tieren.
    Die Mönchsittichvoliere gibt es nicht mehr und somit auch die Sittiche nicht mehr. Lama und Schafe, Esel und Ponys. Wow was für Hingucker und Publikumslieblinge. Nur stören dort noch die Zebras. Kann man gut ersetzen mit Zwergziegen oder Kaninchen.
    Die Anlage für Tapire bzw. Zwerghippos wurde nicht von einem Nutria mehr bewohnt, nein jetzt sogar schon von vier Tieren. Vielleicht sollte man ein EEP dafür einrichten und noch dafür die Humboldtpinguine abgeben und die Anlage den Nutrias geben. Bin ich voll dafür! Aber man denkt schon weiter im Zoo und so ist es nicht verwunderlich, dass auf der Elefantenanlage eine nächste Haustierart ist, dass seltene Haus-Perlhuhn. Wenn sich die Richtlinien mal ändern sollten , hat man schon Ersatz gefunden.
    Von einem Tradiotionszoo zu einem Haustierzoo in historischer Umgebung sollte der Masterplan heißen. Sorry, aber das geht nicht. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Sinn und Zweck eines Zoos ist, Tiere abzugeben und mit Haustieren oder 08/15 Tieren, Anlagen zu besetzen. Wo sind die Neubauten für Menschenaffen, das Giftschlangenzentrum oder das Solebad? Jetzt bitte nicht mit Geldnot o.ä. Kommen. Andere Einrichtungen in SA schaffen das auch. Warum nicht in Halle? Seit 2006 ist nichts mehr passiert an Neuerungen und das sind fast 8 Jahre! Auch verstehe ich nicht das man eine Anlage für Emus und Bennetkänguruhs neu bauen muss. Hätte man das wirklich machen müssen oder hätte die alte Mähnenwolfanlage nicht erst mal ausgereicht? Der schöne Platz der verloren geht mit einem 08/15 Besatz. Man man man, kann man da nicht vorher überlegen und was anders machen? Evtl. das historische Alpinum, dort wo schon meine Uhrurgroßeltern, Urgroßeltern, Großeltern und Eltern entlang schlenderten!

    Ich werde diesen Zoo auf weiteres nicht mehr besuchen um meine schönen Erinnerungen nicht kaputt zu machen.

    Danke für nichts!!!!!!!!!!!!


    (15.11.2012)
    Sacha:   @MM: Vielen Dank für Infos und Plan.

    @Peter Lohse: Da hast Du recht. Ich habe allerdings versucht, dem Rechnung zu tragen und darum nur von "Anzeichen" von Federrupfen geschrieben. Zugleich hatte ich den Eindruck, dass es in Halle durchaus Volieren hat, in denen man die Aras bei voller Flugfähigkeit halten könnte.
    Ich betone: KOENNTE! Denn einerseits hält man (leider?) auch hier in Zürich Aras mit "beschnittenen" Federn und andererseits wird ja oft diskutiert, ob diese Massnahme die "Klettervögel" wirklich derart physisch und psychisch beeinträchtigt. Jedenfalls sehen die Hallenser Aras nicht wirklich gesund aus.
    (14.09.2012)
    Peter Lohse:   Sacha:
    Den Ententümpel fand ich allerdings auch zu Üppig besetzt. Was die Aras anbelangt müsste man erstmal herausfinden woran der Federverlusst liegt, da gibt es viele Ursachen, nach Rupfern sahen mir die Vögel eigentlich nicht aus, aber so lange habe ich dort nun auch nicht verweilt. Interessant wäre auch zu wissen wo die Vögel herkommen. Sind Sie schon lange im Zoo ?
    Sind Sie vielleicht aus Privathand gekommen ? Es gibt in Deutschland einige Tierärzte die sich auf Papageien spezialisiert haben, die man kosultieren könnte, ansonsten sollte da sicher der Zootierarzt von Halle Auskunft geben können.
    (13.09.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha: Da helfe ich doch gern mal aus, da ich die alten Zoopläne von Halle eh auf dem Rechner habe und deshalb ganz bewusst den beiliegenden von 1938 ausgeguckt habe. Der zeigt nämlich nicht nur die Lage des Aquariums, sondern auch die diskutierte, schon damals weitgehend seit Jahrzehnten an den gleichen Stellen vorhandene bauliche Konzentration der ONB-Favoriten samt dafür notwendiger Warm-/Schauhäuser.

    Dass du das geschlossene Aquarium übersehen hast, ist verzeihlich, denn es ist ja quasi ein "unterirdisches" Haus und der Eingang nicht mehr als der Zutritt zum dafür notwendigen Treppenhaus. Übrigens vis-a-vis zum diskutierten Zierententeich, der ursprünglich als Pinguinanlage errichtet wurde.
    (13.09.2012)
    Sacha:   @Ralf: Ja, das wundert mich auch. Ich hab zwar schon Leute gesehen, die mir bekannt vorkamen, aber nicht DICH... und Du mich ja offensichtlich auch nicht (dabei habe ich bei Zootouren immer annähernd das selbe an und bin mit grossem Fotorucksack ausgerüstet). Also sicher nicht incognito, aber mit Bruder unterwegs.

    "Im Schatten des übermächtigen Zoo Leipzig" ist natürlich für einen Anhalter sehr provokativ.;) Im Ernst: Damit wollte bzw. will ich die Leistungen des Hallenser Zoos in keinster Weise schmälern. Ich glaube auch gern, dass die Gäste Deiner Führungen die Verschiedenheit anerkennen. Ich vermute mal, dass die meisten davon ohnehin Zoointeressierte sind, die etwas von der Materie verstehen. Aber wenn ich mir Marketing sowie Bekanntheitsgrad bei ONB anschaue, dann zieht Halle gegenüber Leipzig den Kürzeren. Für Gondwana wird schon auf der Autobahn geworben u.a. mit einem offiziellen Kultur-Hinweis-Schild...

    Den Hinweis mit der Geschichte des Zoos nehme ich gerne auf und stürze mich wieder auf die Chronik des Zoos. Mal schauen, was ich mir selber alles beantworten kann (die "gerupften" Aras und den überfüllten Ententümpel dürfte dieser aber kaum erklären). Ausserdem habe ich ja geschrieben, dass die Eindrücke/Bewertungen ohne Kenntnis des "Alt-Zustandes" entstanden sind.

    Noch eine Frage zum Aquarium: WO befindet resp. befand sich dieses?
    (13.09.2012)
    Ralf Seidel:   @Sacha, es waren am Sonntag, um es ganz genau zu beziffern, 40 Zoofreunde aus Hannover im Bergzoo unterwegs. Was mich jetzt eigentlich verwundert, du hättest mich eigentlich auch mitbekommen müssen - ich hatte die Gruppe durch den Zoo geführt...
    Nun mag der eine oder andere auch lieber nicht in der Gruppe unterwegs sein, aber irgendwie...??
    Warst du incognito oder warum habe ich dich nicht mitgekriegt ? Von 09:15 Uhr bis 13:00 Uhr war ich mit der Gruppe unterwegs, anschließend ging es zum Mittag auf die Bergterrassen...
    Der Zoo in Halle steht nun aber keineswegs im Schatten des "übermächtigen" Leipziger Zoos, auch wenn alles ein bisschen kleiner ausfällt, die Zoos in sich sind völlig verschieden - und genau DAS stelle ich bei meinen Führungen heraus - und die Gäste bestätigen mir das immer wieder...
    Was einige deiner Hinweise betrifft, da kann ich dem Michael nur zustimmen und weiterführend anregen, dich einmal mit der Geschichte des Zoos zu befassen - Vieles erklärt sich darin...
    Einige deiner Kritiken kann ich nachvollziehen, statt Böhmzebras hätte ich hier beispielsweise lieber die wesentlich selteneren Bergzebras, Schneeleoparden und Pumas würde ich natürlich auch gern (wieder) hier sehen..
    Das Aquarium wurde gegen Ende der Neunziger Jahre geschlossen, nachdem bereits in den Achtzigern das Terrarienabteil schließen musste - alles stark sanierungsbedürftig, wovon sich ja einige der hier teilnehmenden Zoofreunde vor einigen Jahren vor Ort überzeugen konnten.
    Die Fische wurden entweder abgegeben oder erhielten neue, schönere Aquarien in den sanierten Tierhäusern (Schimpansenhaus oder auch als ""Freischwimmer" in den Becken des Krokodilhauses.
    (13.09.2012)
    Sacha:   Mir ist da noch eine Frage eingefallen:

    Auf einem Bild in zoochat war der Eingang zum "alten Aquarium" abgebildet. Seit wann ist dieses nicht mehr in Betrieb und warum?
    (12.09.2012)
    Michael Mettler:   @Peter Lohse: Die Bärenhaltung unter den vorhandenen Bedingungen ist doch längst auf Auslauf gestellt. Angesichts der Abgabechancen bei Großbären (zumal bei "Rentern" wie der Braunbärin) hat es aber der Zoo wahrscheinlich gar nicht selbst in der Hand, einen Endzeitpunkt festzulegen, sondern der hängt eher vom Dahinscheiden der Bären ab (oder von einem unerwarteten Geldsegen für neue Bärenanlagen)... Und wer weiß, vielleicht haben sich bis dahin auch die Flächenvorstellungen für Schneeleopardenanlagen schon wieder geändert ;-)

    Zebras gehören m.E. zum Standardbesatz eines Zoos, den der Normalbesucher erwartet. Ich könnte mir zwar auch einen anderen Platz für sie innerhalb des Zoos vorstellen (am alten Antilopenhaus, heute Ameisenbären/Zackelschafe/Lamas), aber andererseits stellen sie an der jetzigen Hangseite eigentlich die einzige Tierart mit ONB-Priorität dar und somit einen Anreiz, diesen Bereich beim Besuch nicht links liegen zu lassen. Das können Wildesel wahrscheinlich nicht bieten.
    (12.09.2012)
    Peter Lohse:   Sacha:
    Ist ja Lustig ich war auch am Samstag in Halle.
    Im Großen und Ganzen stimme ich deinen Ausführungen zu. Die Zebrahaltung ist meiner Meinung nach überflüssig, das Gehege könnte man besser z.B. mit einer Wildeselart besetzen. Kiangs würden denke ich Thematisch gut passen. Die Bärenhaltung sollte man in den vorhandenen Gehegen schnellst möglich beenden, denn die entsprechen in keinster Weise noch einer artgerechten Haltung. Die Idee dort Schneeleoparden zu halten wäre wohl möglich, aber dazu müsste man wohl die ganze Anlage abreissen und neu aufbauen, was wohl die finanziellen Mittel des Zoo zur Zeit überschreitet. Für Kragenbären würde ich eine komplett neue Anlage an einem anderen Standort bauen, wo weiß ich allerdings auch nicht. Dazu kenne ich die Gegebenheiten zu wenig.
    (12.09.2012)
    Michael Mettler:   @Sacha: Dass sich die ONB-Favoriten in einem Teil des Zoos "häufen", hängt auch damit zusammen, dass dort in der gesamten Zoohistorie die einzigen einigermaßen ebenen Flächen für Großbauten bzw. Warmhäuser verfügbar waren und die Robbenhaltung ebenfalls schon an gleicher Stelle einen historischen Vorgänger hatte.
    (11.09.2012)
    Sacha:   Ich war letztes Wochenende, genauer am Sonntag, das erste Mal im Zoo Halle. Und mit mir übrigens auch etwa zwei Dutzend Personen der Zoofreunde Hannover (sollte ich jemanden nicht gegrüsst haben, der mich hier vom Forum kennt, dann bitte ich um Entschuldigung).

    Nun zu meinem Eindruck der Institution:

    Grundsätzlich finde ich es bewundernswert, wie der Zoo Halle sich mit vermutlich wenig finanziellen Mitteln und im Schatten des übermächtigen Leipziger Zoos präsentiert. Ich bitte bei meiner Bewertung zu berücksichtigen, dass ich die Bauten aus vorangegangener Zeit nicht kenne. Im allgemeinen scheint es mir, als habe man bei einem Minimum an Platz und Geld das Optimum herausgeholt.
    Dies trifft m.E. vor allem auf das Raubkatzenhaus zu. Malay. Tiger und Jaguare haben gut strukturierte Aussengehege. Statt Platzfressender Wassergräben arbeitet man hier mit Glasabschrankungen. Sehr gut. Die Innenanlagen sind jedoch bestenfalls ausreichend in der Grösse und dürften bei den Tigern auch etwas besser "möbliert" sein. Die Anlage der Löwen ist für mehr als ein Paar zu klein. Zudem müssten sie m.E. nicht zwingend in einem für Besucher BEGEHBAREN Haus leben.
    Aehnliches gilt für die Elefantenanlage. Anhand der Möglichkeiten hat man hier das Beste rausgeholt. Bravo.
    Geschickte Raumnutzung auch bei der Voliere für australische Sittiche, wohingegen man bei den Totenkopfäffchen Platz verschwendet hat.
    Das Krokodilhaus ist genial, mit Beobachtungsmöglichkeiten von oben und unten (durch Glasscheiben) für alle drei Arten. Pers. Highlight: Südafrikanische Nilkrokodile. Schade sind die Buntbarsch-Arten nicht ausgeschildert (zumindest habe ich kein entsprechendes Schild gesehen).
    Geografisch unpassend, aber effizient in der Raumnutzung ist die Gemeinschaftshaltung von Zwergflusspferden und Blasskopfsakis, wobei ich anhand der Bilder, die ich gesehen habe, sagen muss, dass die alte Zwergflusspferdanlage nicht schlechter war.

    Weitere POSITIVE Aspekte:
    Sehr freundliches, auskunftsfreudiges und hilfsbereites Personal, bei dem man das Gefühl hat, mit Engagement bei der Sache zu sein.
    Faultierhaltung mit Aussengehege.
    Schön gestaltete Landschaftsaquarien und -terrarien im Raubkatzen- und Schimpansenhaus.
    Konzentration auf Bergtiere (wobei: Wo sind die Schneeleoparden?)
    Grosse Voliere für Wasservögel mit einem einzelnen, blinden Humboldtpinguin ("Hedwig"?), der gemäss Schild von seinen Artgenossen gemoppt wurde (gute Lösung gefunden).

    Weitere NEGATIVE Aspekte:
    Kleiner, völlig überfüllter Ententeich (mehr Pfütze), bei dessen Artenzusammenstellungen sich Hybriden geradezu aufdrängen.
    Ungenügendes Gastronomie-Angebot.
    Zebrahaltung an falscher Stelle.
    Geografisch bunt gemixte Volieren.
    Jeweils einzelner Gelbbrust- und Grünflügelara mit geschnittenen Flügeln, die Anzeichen von Federrupfen zeigen.
    Zoologische Schwerpunkte für ONB alle in der gleichen Ecke/im gleichen "Viertel" des Zoos (Bären/Elefanten über Robben/Pinguine bis Schimpansen/Zwergflusspferd)
    Zu wenig Toiletten.

    Alles in allem ein Zoo, der wirklich Anerkennung verdient, bei dem man sich aber noch mehr Abstimmung mit Magdeburg und Leipzig wünscht, was den Tierbestand angeht (also z.B. Ausbau der Kragenbärhaltung und neu Schneeleoparden, dafür Magdeburg mit Braunbären im Tausch gegen die Schneeleos. Das wie geschrieben nur EIN Beispiel bzw. EIN Vorschlag).
    (11.09.2012)
    Rüdiger:   Da kommt Freude auf!
    Erstaunlich das Bibi mit 26 jährig, den Jungbullen ABU als 11 jährigen Bullen zum Decken akzeptierte. Bin gespannt ob ABU die andere Kuh Tana , falls sie einen Zyklus hat, Mutter werden lässt
    (01.09.2012)
    Jolantha Belik:   Jetzt ist es bei Bibi nimmer zu übersehen, da hat der Zoo wohl oder übel ihre Trächtigkeit bestätigen müssen:

    http://www.halleon.de/news.php?id=5029
    (01.09.2012)
    WolfDrei:   @MM: eher eine "stabile" Färbung der TP-Tiere
    (30.07.2012)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: In der Google-Bildersuche finden sich unter dem Stichwort "Bharal" ganz überwiegend bräunlich wirkende Individuen, oft mit recht wolligem Fell. Die wenigen wirklich blauen Blauschafe dort haben kurzes, glattes Fell... Gibt Ihr Fotoarchiv aus dem TP Berlin einen Farbwechsel im Jahresverlauf oder eine "stabile" Färbung wieder?
    (30.07.2012)
    WolfDrei:   @MM: Das mag angehen. Ich hörte allerdigs auch vom Revierleiter bezüglich der möglichen Anschaffung eines neuen Bockes (irgendwann in der Zukunft), daß er davon sprach, "keinen braunen Boch haben zu wollen". Die Aufnahme wurde Ende September gemacht.
    (30.07.2012)
    Holger Wientjes:   Danke Ralf !
    (30.07.2012)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Bei den abgebildeten Böcken scheint mir der Braun-Touch eher von absterbendem Haar zur Fellwechselzeit herzurühren (was für schwarz pigmentierte Haare nicht ungewöhnlich wäre, und Blaugrau ist lediglich eine "Verdünnung" von Schwarz), einige der bräunlichen Partien heben sich ja plastisch vom blaugrauen Untergrund ab - nachwachsendes Fell ist zwangsläufig erst mal kürzer. Wenn die Tiere stark der Sonne ausgesetzt sind, kann dieser Effekt schon bei lebendem Haar auftreten, soll heißen, das selbe Individuum kann bei sonniger Haltung brauner sein als bei schattiger. Ausstellungszüchter von z.B. schwarzen Kaninchen oder Katzen schützen deshalb ihre Tiere vor Sonneneinstrahlung, damit das schwarze Fell nicht die zu Punktabzug führenden "Rostflecken" bekommt...
    (30.07.2012)
    WolfDrei:   Bockgruppe in Tallinn mit unterschiedlicher "Grundfärbung"
    (30.07.2012)
    WolfDrei:   Die TP-Tiere sind letztlich Nachkommen jener Tiere, die 1980 und besonders 1986 aus China in die Qurantäne des TP für San Diego kamen. Aus SD kamen sie dann wieder nach Berlin. Die Letztimportieren auch anderer Einrichtungen sind offensichtlich alle szechuanensis. Anders könnte es bei den französischen Tieren sein, die dort schon seit den Siebzigern (?) leben. Zwischenzeitlich war die Haltung in Mulhouse und Paris (um 1990-95) fast zusammengebrochen, doch nach Zusammenführung der letzten Tiere nach Mulhouse ging es dann wieder bergauf. Übrigens sah ich in Tallinn Tiere , die eine eher braune Färbung hatten.
    (30.07.2012)
    Ralf Seidel:   @Holger, inwiefern die weiblichen Tiere aus Berlin der UA "szechuanensis" zuzuordnen sind, kann ich dir leider auch nicht sagen, aber da die in Berlin eh alle in einer Gruppe gehalten werden, glaube ich nicht an unterartdefinierte Tiere. Der Zuchtbock aus Montpellier sowie das kürzlich hinzugekommene Weibchen aus Paris werden ja auch lediglich im Artstatus aufgeführt. Das neue Weibchen hat wohl schnell Kontakt gesucht und sich in der Gruppe eingelebt.
    (30.07.2012)
    Holger Wientjes:   @Ralf: Ist Dir auch etwas über den UA-Status der Tiere bekannt, die aus dem TP kamen. Dort wird ja auch die Sichuan-UA gehalten.
    Hat sich das Weibchen, das kürzlich noch hinzu kam, eigentlich gut in die Gruppe intergriert ?
    (30.07.2012)
    Ralf Seidel:   @Holger, Korrekt!
    (30.07.2012)
    Holger Wientjes:   Tolle Neuigkeiten !! Sind dann jetzt mittlerweile 2,3 Tiere dort, richtig ?
    (30.07.2012)
    Alexander Raksi:   Und hier noch ein Foto von Merlin, der Bharal-Nachwuchs
    (30.07.2012)
    Ralf Seidel:   Erfreulichen Nachwuchs gab es Anfang Juli im Bergzoo in der kleinen Gruppe der Blauschafe. Dies ist der erste Nachzucht dieser Art im Zoo Halle. Bharale werden nur in wenigen Tiergärten Europas gehalten, in Deutschland ist die Art neben Halle nur noch in Berlin-Friedrichsfelde zu sehen.
    (30.07.2012)
    Alexander Raksi:   Rein rechnerisch dauert es noch bis Anfang nächsten Jahres, vielleicht will man noch abwarten...
    (09.07.2012)
    Jan Jakobi:   @Jolantha:
    Das wäre dann der erste Elefantennachwuchs in Halle.
    Kann man das Bild irgendwo sehen?

    (09.07.2012)
    Jolantha Belik:   Danke, Alexander. Ich fände es ehrlicher, wenn der Zoo klipp und klar sagt, dass sie trächtig ist. Die Besucher sind ja nicht doof, man sieht ja, dass Bibi rundlcher wird. Sie haben ja auch davon berichtet, dass Abu sie gedeckt hat.
    (09.07.2012)
    Alexander Raksi:   @Jolantha: Offiziell wird nichts bestätigt, viel mehr wird weiterhin davon ausgegangen und entsprechend Überlegungen zur Anpassung der Anlage durchgespielt. Auch wichtige Übungen dafür mit ihr werden wohl durchgeführt (Urinabnahmen für die Kontrollen).
    Aber man vermeidet hier bewusst vorzeitige Euphorie, sicher ein guter Weg.
    (09.07.2012)
    Jolantha Belik:   Auf einem aktuellen Foto schaut Bibi ziemlich rundlich aus. Wurde offiziell bestätigt, dass sie trächtig ist?
    (09.07.2012)
    Michael Mettler:   @Ralf, wenn wir die nächste Kaffeefahrt nach Halle machen, sag ich vorher rechtzeitig Bescheid ;-)
    (28.06.2012)
    Ralf Seidel:   @Peter Lohse, Elefanten und Menschenaffen sind aber eben wichtig für die Besucher,
    was die letzte Bemerkung betrifft – da werden Sie in Halle durchaus auf Ihre Kosten kommen.

    @Oliver, joooo – jetzt macht das alles auch für mich einen Sinn. Allerdings ist das Sammelsurium an Zutaten in der Endkonsequenz doch ein ziemlich schwer verdaulicher,
    nach persönlichem Geschmack zusammen gerührter und unappetitlicher Einheitsbrei – Schade drum...

    @Michael, na endlich bekennst du dich auch zu deinem Alter, schick mir bei Gelegenheit mal den Veranstaltungskalender deiner Seniorengruppe...)))



    (28.06.2012)
    Michael Mettler:   Diesem Bedauern schließe ich mich als einer der alten Männer an.
    (28.06.2012)
    BjörnN:   Die Diskussion bekommt langsam den Charakter eines "Alte-Männer-Kindergartens" - bedauerlich.
    (27.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, Ralf stellte die Frage:
    „Worüber reden wir hier eigentlich, nur weil Oliver Jahn „sich Sorgen macht“ ? Worüber denn eigentlich – das habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden!“

    Und darum will ich es nun auflösen, ich bin ja eh scheinbar entlarvt.
    Es gibt natürlich keinerlei Anlass zur Sorge.
    All das, was nicht nur ich hier schrieb, ist eigentlich ganz anders.
    Die Reilvilla ist als Erlebnisgastronomie der gehobenen Klasse bereits eröffnet, es hat nur keiner mitbekommen.
    Das Neue Menschenaffenhaus, für das eh nur wenige Euro in die Vorplanung flossen, ist ebenfalls eröffnet, durch die Hanglage sieht man es nur nicht so gut, genau wie die Vielfraß-Anlage.
    Genau so ist es mit dem Bad Wittekind, welches bereits mit etlichen Tieren besetzt ist, ebenso, wie das Froschzentrum unterhalb der Reilsburg.
    Der hier selbst von Ralf Seidel benannte zurzeit ziemlich haustierlastige Bestand täuscht, das sind Wildtiere, die man als Haustiere getarnt hat.
    All die in der letzten Zeit in die anderen Zoos geholten Arte sind eigentlich gar nicht zu bekommen und die Nutrias sind tatsächlich Elbe-Biber.
    Die Mähnenwölfe sind gar nicht weg, sie leben jetzt nur im Berg, genau wie die Hasenmaus, die Coruros, die Markhore, die Bezoarziege, das Opossum, das Pekari, die Mufflons…
    Die Baumängel an zwei der zu Letzt entstanden Häusern, die mir ein Jahrzehnte im Zoo beschäftigter Mitarbeiter gezeigt hat, waren natürlich nur gefakt.
    Und deshalb gefällt mir das schon immer und auch heute noch.
    Das man bestimmte Dinge positiv sieht, sehr lange sogar, vor allem auch, weil man von großartigen Plänen hört, die einen manches verschmerzen lassen, und dass diese Meinung dann mal kippt, weil irgendwann über die Jahre eben ein Punkt kommt, an dem dann eine Art zu viel abgegeben wurde und aus großartigen Planungen letztendlich eine Anlage für bereits vorhandene Emus und Bennetts wird, all so etwas gibt es gar nicht.
    Warum dann trotzdem so plötzlich der Sinneswandel kam…na ja, wie soll ich das erklären?
    Da kamen zwei Typen mit Hut und Sonnenbrille aus der Hauptstadt eines mitteldeutschen Bundeslandes. Und die sagten mir, es gäbe bei ihnen auch einen Zoo. Und sie schoben mir einen dicken Umschlag rüber, der meiner werden würde, wenn ich trotz besseren Wissens das alles hier schreiben würde.
    Und ja, ich habe es getan.
    Allerdings muss ich dazu sagen, dass sie mich jetzt kontaktiert haben, und ich muss nun dir Michael einen Anteil abgeben, weil du den Artenvergleich der Wildsäuger hier eingestellt hast.
    Und wer weiß, vielleicht hat ja auch Liz so einen Umschlag erhalten, oder war sie eventuell verkleidet einer der beiden Typen mit Brille und Hut??
    Und ich hörte munkeln, dass auch ein namhafter Autor eines Buches so einen Umschlag bekommen haben soll, da er eigentlich nur die Bärenanlage in Halle kritisiert hat, aber dann trotzdem Halle unter den deutschen Zoos auf den letzten Platz setzte.
    mea culpa

    (27.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich denke, mit deinem letzten Beitrag hast du meine Frage einleuchtender beantwortet als mit denen zuvor. Allerdings schiebe ich dann gleich eine Frage hinterher: Hätte Halle in einem solchen Ranking mit einem anderen/größeren Tierbestand unter den örtlichen Gegebenheiten wirklich besser abgeschnitten? Und auf welchem Platz wäre der Zoo gelandet, wenn es solche Rankings schon zu dessen Tierbestands-Glanzzeiten gegeben hätte?

    Dein Originalsatz lautete: „Was mir aber zunehmend Sorgen macht, das ist tatsächlich der Tierbestand.“ Wir haben uns über lange Zeit hinweg oft und intensiv über dieses Thema ausgetauscht, auch über die Zukunft der Bärenhaltung usw. Trotzdem und trotz aller wehmütigem Rückblicke stand für mich unter dem Strich immer der Eindruck, dass du vom Tierbestand in Halle begeistert warst, und diesen Eindruck finde ich durch deine Forumbeiträge bis vor kurzem bestätigt. Da horche ich natürlich auf, wenn es jetzt mehr ins Negative ausschlägt, zumal wenn gleich zwei Forumteilnehmer in die gleiche Kerbe hauen - mit dem Unterschied, dass Liz im Gegensatz zu dir nicht mal den jahrzehntelangen persönlichen Hintergrund zur Entwicklung in Halle hat.

    Ich habe mir die von dir erwähnte Magdeburg-Diskussion (ich gehe davon aus, du meinst die von Anfang 2009) noch einmal durchgelesen. Darin finde ich u.a. auch eine Bemerkung von dir zu Halle: „Ich erinnere daran, dass Halle eigentlich keine Elefanten wieder haben wollte. Und trotz eines sehr guten Tierbestandes neben den Elefanten MUSSTEN wieder Elefanten her.“ Das vorläufige Ende der Elefantenhaltung in Halle war 2003, fortgesetzt wurde sie 2006. Schon 2003 waren die unten angesprochenen drastischen Artenreduzierungen durch die Umbauten von Raubtier- und Affenhaus längst einige Jahre her, und dennoch hast du den quasi übrig gebliebenen Tierbestand als "sehr gut" gewertet. Ich kann nicht aus eigener Anschauung sagen, wie er von 2003 bis 2005 aussah (das wäre eine Fleißarbeit mittels Zootierliste), aber 2006 war ich noch vor dem Einzug der neuen Elefanten dort. Und wenn ich mir meine Besuchsliste ansehe, dann sind seitdem zwar ein paar Wildsäugerarten (um die soll es ja hier hauptsächlich gehen) gegen andere ausgetauscht worden, aber die zoologische Qualität des Bestandes (sorry, ein fieser Ausdruck) hat für meinen Geschmack nicht unbedingt gelitten. Die Artenzahl auch nicht sonderlich: Für 2006 habe ich 45 in der Liste stehen (ohne allerdings zu wissen, ob noch irgendwelche Kleintiere hinter den Kulissen saßen), aktuell sind es 43. Arten wie den Mandrill hat Halle dabei bestimmt nicht leichten Herzens abgegeben, aber was soll der Zoo machen, wenn eine geplante Gemeinschaftshaltung nicht funktioniert?

    Da waren jetzt wieder Zahlenvergleiche dabei, ich weiß. Aber ich muss ja für den Meinungsaustausch auch MEINEN Eindruck begründen, und da schaue ich eben auf solche Dinge, um zu sehen, ob er mich trügt. Den Vergleich mit den gefühlten und den tatsächlichen Temperaturen habe ich nicht ohne Grund gemacht.
    (27.06.2012)
    Peter Lohse:   @Ralf Seidel
    Na dann ist ja alles Klar und ich kann heute Nacht ruhig schlafen. Ein kleiner Nachsatz noch, mein Vorschlag ist zum Teil sicher auch der Tatsache geschuldet das mich Elefanten und Menschenaffen langsam ein wenig langweilen, da Sie in fast jedem Zoo vertreten sind. Ich bin mehr so der Fan der im Zoo die versteckten Ecken sucht wo nur wenige hinkommen und man oft die kleinen Besonderheiten entdeckt.
    (27.06.2012)
    Ralf Seidel:   @Peter Lohse, ich habe Sie sehr wohl verstanden, die Bemerkung mit der "Außenstelle" ganz bewusst etwas überzogen. Aber wie Sie selbst bemerkt haben waren Sie ja noch nie im Bergzoo - und aus diesem Grunde ist es eben ratsam, sich selbst erst einmal ein Bild von den Gegebenheiten zu machen. Natürlich ist es reizvoll, einen "Bergzoo" mit dem dem thematischen Schwerpunkt "Gebirge" in Zusammenhang zu bringen, das Thema durchaus auch noch ausbaubar. Aber auf Elefanten, Tiger und Menschenaffen möchte hier keiner verzichten. Es ist gerade diese unterschiedliche Präsentation, was die beiden benachbarten Zoos eben auch so völlig unterschiedlich macht. Beide Zoos haben ihren eigenen unverwechselbaren Charme. Als Kritik habe ich Ihre Bemerkung auch gar nicht verstanden.

    (27.06.2012)
    Peter Lohse:   @Ralf Seidel
    Ich glaube wir reden hier an einander vorbei. Ich habe Halle nicht kritisiert, kann ich auch gar nicht da ich noch nicht dort war, ich habe nur versucht auf zu zeigen wie man es eventuell machen könnte. Von einer Außenstelle des Leipziger Zoos hab ich auch nichts geschrieben, ich habe nur angedacht das Leipzig sich z.B. von Tieren aus Bergregionen zu Gunsten Halles trennt. Noch einmal ich kann mir das Konzept eines reinen Bergzoos unter Einbeziehung von Himalaya, Anden und Rockys durchaus als Erfolgversprechen vorstellen. Ich will hier nicht die ganze Palette der interessanten Tiere auflisten, aber da sind genug Zuschauermagneten dabei. Im Übrigen sehe ich, da solche Tiere meist ja aus kälteren Regionen stammen, ein großes Potential an Einsparungen bei den Innergiekosten, was in der heutigen Zeit nicht außer Acht zu lassen ist. Also noch einmal es sollte keine Kritik sein sondern nur eine Idee.

    (27.06.2012)
    Ralf Seidel:   @Peter Lohse, der Zoo Halle steht nicht vor der Pleite oder der Schließung, es sind lediglich im Moment keine finanziellen Mittel für neue große Investitionen vorhanden – das ist alles...
    Halle kann nach wie vor seine Tiere füttern, der Gesamttierbestand ist wohl immer noch höher als in Magdeburg, die Besucherzahlen liegen auch noch immer deutlich über MD.
    Worüber reden wir hier eigentlich, nur weil Oliver Jahn „sich Sorgen macht“ ? Worüber denn eigentlich – das habe ich bis jetzt noch immer nicht verstanden!
    Warum Elefanten für Halle so wichtig sind, darüber wurde hier schon vor Jahren diskutiert, das ist auch alles nachzulesen und zu verfolgen.
    Halle als Außenstelle des Leipziger Zoos etablieren zu wollen - ????
    2 historisch gewachsene Zoos bestehen seit Jahren im Mit- und Nebeneinander und sind dabei so völlig unterschiedlich – und genau das lieben die Besucher....
    Das meine ich jetzt wirklich nicht böse, aber verschaffen Sie sich bitte erste mal ein unvoreingenommenes persönlichen Bild.

    Nochmals zur Ausgangslage: Halle und Magdeburg gingen ursprünglich von völlig verschiedenen Voraussetzungen aus. Ein alter Zoo mit marodem Baubestand, aber vom Tierbestand her völlig überbesetzt. Die sehr hohe Individuenzahl (über 4000 Tiere zeitweise auf 8 ha!) damals, das waren eben nicht nur die Guppys und Zebrabärblinge im inzwischen geschlossenen Aquarium/ Terrarium, das waren auch völlig übervölkerte Tierhäuser und so ziemlich das komplette gängige Zootierrepertoire, inkl. Nashörner, Giraffen, Eisbären, Antilopen, Großhirsche und Rinder und und und. Alles -zig mal erläutert und ausdiskutiert. Da war Arten- und Bestandsreduzierung sicherlich schmerzlich, aber mehr als notwendig.
    Der, ich betone noch einmal, wesentlich jüngere Magdeburger Zoo hatte neben einigen Exoten einen seiner Schwerpunkte auf die heimische Tierwelt gelegt. Um sich als „vollwertiger Zoo“ zu etablieren, war ein enormer Nachholebedarf vorhanden. Erfolgreiche Nachzuchten bei den ,damals ja sehr seltenen, Elbebibern, Luchsen oder Wildkatzen waren zwar erfreulich und aus tiergärtnerischer Sicht hoch gelobt – aber eben nicht gerade massentauglich. Bis zum heutigen Tag arbeitet man sukzessive am Aus- und Umbau des Zoos. Das ist erfreulich, die Entwicklung verlief aber auch nicht immer geradlinig.

    @Oliver, den Begriff eines „größeren Heimattiergartens“ in MD gab es schon zu Zeiten von Manfred Bürger, den hast du definitiv nicht „kreiert,“ den kannte man schon in den 70`ern. Und wenn du selbst Herrn Sheridan heranziehst: ein sehr netter älterer Herr, zweimal habe ich seinen Vortrag schon gehört, am Rande einer Tagung in Leipzig haben wir uns sehr intensiv unterhalten, bei der Tagung in Wien waren wir beim Mittagessen Tischnachbarn. Um den halleschen Zoo jedenfalls hat der sich keine Sorgen gemacht, sein einzig wirklicher Kritikpunkt war die Bärenanlage – und auch diese Geschichte ist mittlerweile hier im Forum bekannt.


    (27.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, lies doch einfach bitte noch mal meinen Beitrag, dort habe ich sehr genau erklärt, was die zunehmende Sorge ausgelöst hat und dass sie eben nicht erst seit jetzt besteht. Ich finde in den letzten Beiträgen unzählige Erklärungen dafür, warum es so ist, wie es ist. Und genau das zeigt doch aber, dass es so ist, und nicht nur eine Einbildung von mir. Selbst du bemühst die immer wieder gleichen Begründungen, kein Geld, historischer Zoo, Denkmalschutz, kleine Fläche, bergiges Gelände, dem Normalbesucher eh egal, all das sind Erklärungen dafür, dass es eben in einigen Bereichen nicht so geht, wie auch hier sich scheinbar einige wünschen würden. Äußere ich die Sorge darüber, dann sind all diese Dinge plötzlich nicht mehr relevant, sondern meine Sorge ist unbegründet, nicht nachvollziehbar? Allein Ralf hat in seinem letzten Absatz mindestens 5 Erklärungen geliefert, für etwas, worüber meine Sorge, wenn ich sie äußere, nicht nachvollziehbar ist?
    Ich habe mir im März „Das A und O im Zoo“ von Sheridan gekauft. Er hat in seinem Buch nur gute Zoos verglichen, Halle gehört dazu. Das freut mich. Das aber im Gesamtranking Halle unter den deutschen Zoos auf dem letzten Platz (Platz 43 von 50) und in den drei Unterkategorien ebenfalls zweimal auf dem letzten Platz der deutschen Zoos (45 und 42 von 50) und einmal auf dem drittletzten Platz (31 von 50 vor Erfurt und Kronberg) landete, das mag daran liegen, dass Sheridan sicher ebenfalls nur einen subjektiven Eindruck in seinem Buch beschrieben hat. Und natürlich höre ich schon die Stimmen, die sagen, man darf solche Ranglisten eh nicht überbewerten, wobei sehr gern dieser Einwurf von denen kommt, die hintere Plätze belegen. Aber sollte das ein Grund für mich zur Freude sein? Oder ist es nicht viel mehr verständlich, wenn so etwas Anlass zur Sorge gibt?
    Ich kann mich sehr gut erinnern, dass ich vor einiger Zeit genau die gleiche Sorge bezgl. des Zoos Magdeburg geäußert habe. Ralf hat es sogar zitiert. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, damit auch nur eine ansatzweise so angeregte Diskussion hervorgerufen zu haben und ich wurde damals nicht ein einziges Mal gefragt, warum das so sei und wie ich darauf käme, und seit wann, geschweige denn, es hätte jemand versucht, mich davon zu überzeugen, dass es alles so nicht wäre.
    Der Begriff „etwas zu groß geratener Heimattiergarten“ für Magdeburg wurde von mir kreiert. Keiner hat mir damals widersprochen.
    Bereits vor über 10 Jahren aber lag Magdeburg mit dem Bestand an Wildsäugern schon vor Halle. Meine Sorge, die ich mehrfach auch bei unseren Treffen äußerte, war damals also unbegründet. Nur hat mir das damals keiner gesagt, erfahren habe ich das jetzt, als ich meiner Sorge um Halle Ausdruck verliehen habe.
    So etwas verwundert dann mich immer mal wieder.

    (26.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Alexander Raksi, ich freue mich, wenn das Alpinum weiterhin kleine Wildsäuger zeigen wird. Ich mag es besonders und kenne es selber nur von ganz wenigen Besuchen mit Haustierbesatz. Gerade hier wird die besondere Atmosphäre des Zoos deutlich und bei den Arten, die jetzt kommen, nimmt mir diese Aussicht wenigstens die Sorge um das Alpinum ein wenig, denn einige der dortigen Anlagen (vor allem im unteren Bereich) gibt es ja schon gar nicht mehr, und ich fände es schade wenn es hier nur noch Insektenhotels gäbe. Wer weiß, vielleicht kommen ja doch auch Peruanische Hasenmäuse mal wieder in den Bestand.
    (26.06.2012)
    Michael Mettler:   @Peter Lohse: Das mit dem Abgrenzen oder der Leipzig-Koordination ist ja nun auch nicht so einfach. Einer der traditionellen Schwerpunkte in Halle ist die südamerikanische Fauna. Nun hat Leipzig eben erst in Gondwanaland diverse Südamerikaner untergebracht und wird in den nächsten Jahren einen ganzen Südamerika-Zooteil im Erlebnis-Stil aus dem Boden stampfen. Soll jetzt also Halle zwecks Abgrenzung seinen gewachsenen Schwerpunkt aufgeben...? Da könnte man sich genauso fragen, warum Leipzig nicht Nord- statt Südamerika thematisiert, um sich von Halle abzugrenzen.

    Guter Wille und ein innovatives Konzept sind immer nützlich, aber leider noch lange keine Lizenz zum Geld-Drucken...
    (26.06.2012)
    Peter Lohse:   @Michael Mettler
    Naja wenn das Geld knapp ist wirds natürlich Schwierig. Wobei die Elefantenhaltung ja sehr Kostspielig ist und ich mich frage ob das wirklich seinen muß. Mann müßte wie schon gesagt ein völlig neues Konzept auch Werbemässig erstellen, um sich von andren Zoos der Umgebung ins besondere Leipzig abzugrenzen. Ich könnte mir auch eine Koperation mit Leipzig vorstellen, die dann z.B. Ihre Dallschafe und die Schneeleoparden in den Bergzoo geben, ich denke Leipzig hat genug Atraktionen und geht wohl auch einen anderen Weg.Auch sind bei sollchen Tieren die Kosten für Energie bei weitem nicht so Hoch, also ich sehe da durchaus Möglichkeiten. Ich weiss allerdings nicht in wie weit das Realisierbar ist, da ich die örtlichen Begebenheiten in Politik und Wirtschaft in der Region nicht kenne.Aber mit ein wenig guten Willen allerseits und einem Innovativen Konzept würde sich sicher einiges bewegen lassen, man muß es nur anpacken.
    (26.06.2012)
    Michael Mettler:   @Peter Lohse: Afrikanische Elefanten gehen z.B. in den Aberdare Mountains ganz schön weit rauf und dringen mancherorts auf Mineraliensuche sogar tief in Gebirgshöhlen ein, also passt das schon ;-)

    Spaß beiseite (obwohl inhaltlich nicht mal übertrieben): Das Konzept mit der Spezialisierung auf Tiere der Bergwelt ist in Halle schon so alt wie der Bergzoo selbst, es sind doch auch jetzt etliche Gebirgstierarten vertreten bzw. solche werden auch hie und da gezielt (wieder) hinzu geholt (da wären wir z.B. wieder bei Gundi, Felsenmeerschweinchen und Blauschaf). Die unten geschilderten Umstände bedingen aber nun mal auch, dass das Spektrum großer, publikumswirksamer Bergtierarten zumindest in der jetzigen Ära eingeschränkt bleiben muss.
    (26.06.2012)
    Peter Lohse:   Ich wede mich im September wenn der ganze Ferienrummel langsam nachläst nach Halle und Leipzig begeben (Jewalls einen Tag)und dann kann ich mir slbst ein Urteil bilden. Was ich mich jetzt aber schon frage ist warum Halle das nur eine Grundfläche von 9 Ha. hat und das auch noch Berglastig unbedingt Elefanten halten muß. Da gibt es doch sicher bessere Möglichkeiten.Da wäre doch ein Konzept mit Spezialisierung auf Tiere der Bergwelt angebracht, unter Einbeziehung von Himalaya, Anden und Rockys.
    (26.06.2012)
    Ralf Seidel:   Letzten Sonntag, pünktlich 10:00 Uhr, standen sie vor den Toren des halleschen Zoos - die Zoofreunde aus Neuwied. Wie sonst auch, wenn Fördervereine anderer Tiergärten uns besuchen, führte ich die Gäste über den Reilsberg, freilich mit der Mission, die nicht mehr zu übersehenden Missstände durch reichlich Geschwafel nicht allzu offensichtlich werden zu lassen.
    Nach dem wir uns durch den viel zu engen Eingangsbereich gezwängt hatten nahm das unabwendbare Dilemma seinen Lauf: Vorbei an maroden Gebäuden, fehl geplanten Anlagen und einem 08/15-Tierbestand, wo es Sinn machen würde, die Tiere blieben besser im Stall damit der gewogene Zoofreund all dies Elend gar nicht erst zu sehen bekommt, ging es hinauf auf den Berg. Natürlich hatte ich mich vorher kundig gemacht, dass während unseres Aufenthaltes auf dem Plateau nicht plötzlich der Aussichtsturm zusammenbricht.
    2 Wochen vorher waren die Wuppertaler Zoofreunde hier, da hat es die ganze Zeit über geschifft (ich meine damit geregnet) – Glück gehabt, da wird dann nicht so genau hingeschaut, kann man schon mal grassierenden Verfall und Missmanagement übertünchen. Aber diesmal war ein herrlicher Sommertag ....und die Gäste, oh je – aber nein – die waren am Schluss unseres Rundganges restlos begeistert. Da wurde weder über Gehege gemeckert noch über zu viele Haustiere gestöhnt...
    Von einem wunderschönen Zoo war da die Rede, von gepflegten Anlagen, gar von einem Zoo mit „Atmosphäre“. Eine Dame aus Wuppertal (das waren die mit dem Sch...Wetter 2 Wochen vorher) verabschiedete sich bei mir mit der Bemerkung : „Um wie vieles schöner muss dieser Zoo bei Sonnenschein sein...“

    Offenkundig scheint doch die überwiegende Mehrheit der halleschen Zoobesucher immer noch angetan zu sein von „ihrem Bergzoo“, der in Vielem eben so einzigartig ist...

    Was das derzeitige Ausbleiben von Großprojekten betrifft, dafür habe ich die Gründe bereits genannt. In Halle sind vor einigen Jahren gewaltige Investitionen geflossen, der Zoo ist alt und Bedarf an der einen oder anderen Sanierung besteht natürlich auf Grund dessen auch. Dass die eine oder andere Anlage dann mal mit Zicklein oder Schäfchen besetzt wird, um schließlich TIERE zu zeigen (und genau das will der zahlende Besucher sehen) ist doch nichts Ungewöhnliches. Das hat nichts mit inaktiven Kuratoren zu tun oder mangelndem Willen – sondern schlichtweg mit Geld, welches derzeit für Investitionen nicht zur Verfügung steht. Natürlich, Oliver, hätte man an die Saubucht, eines der wenigen noch erhaltenen Schweinehäuser in Deutschland, einen Gitterverschlag ranklatschen können mit kleinen Feliden oder Caniden oder womit auch immer. Aber auch das sind Investitionen und mittelfristig vielleicht auch zu kurz gesprungen. Was spricht denn gegen ein neues großzügiges Gehege für exotische Schweineartige, Visayas oder Babirusas mit neuen Einsichtmöglichkeiten für die Besucher und unter Einbeziehung der Fläche des jetzigen Besucher- bzw Hangbereiches
    das wäre jetzt meine Vorstellung...
    Der Orpington - Hahn ist mittlerweile übrigens Maskottchen und Werbeträger einer halleschen Wohnungsgesellschaft, da fließt sogar richtig Geld dafür zum Förderverein.

    Ja Gott, die Sache mit den Meinungsumschwüngen – ist halt so..., erscheint aber mitunter eben auch nicht sehr glaubwürdig

    Vor kurzem hatte ich noch eine Bemerkung (besser ein diskreter Seitenhieb) auf die mittlerweile abgerissene Bärenburg gelesen – es musste Platz geschaffen werden für eine neue Elefantenanlage. Da wird neu gebaut (was ja derzeit vermisst wird), gleichzeitig muss Altes weichen – das wollen wir natürlich auch nicht....- bei 9 ha unebener Fläche wirds da bald sehr eng. Bauen im Zoo Halle wird wohl immer eine Gratwanderung bleiben.

    Michael Mettler hat`s schön zusammengefasst, dem schließe ich mich gern an...



    @Michael Gradowski, da auch ich ein sehr nettes Menschenkind bin – das „DU“ ist natürlich in Ordnung...








    (26.06.2012)
    Tom Schröder:   In Duisburg ist die Lori-Anlage eigentlich seit Entstehen nicht zugänglich, denn auch dort hat es nicht funktioniert...
    (26.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Bevor ich jetzt zu einigen deiner Punkte etwas schreiben könnte (gerade auch zu "meinen Theorien"), folge ich der Anregung und frage einfach nach. Was hat denn deine zunehmenden (!) Sorgen um den Tierbestand ausgelöst?

    Ich sehe da nicht unbedingt neue Entwicklungen im Bestand, die nicht auch schon bei unseren damaligen Besuchen und Gesprächen bestanden hätten oder sich abzeichneten, deshalb wunderte mich deine Aussage. Die Tiere, die heute auf Auslauf stehen, standen es damals auch schon. Für das neue Elefantenhaus war schon in der Planung eine Alternative berücksichtigt worden, falls die Anlage nicht auf Dauer für Elefanten haltbar sein würde. Dass die Nachnutzer für ein einzelnes, sein Gnadenbrot erhaltendes Zwergflusspferd Nutrias sein würden, war zwar nicht absehbar, aber erstens sind nach wie vor Zwergflusspferde im Bestand und zweitens passen Nutrias in das Spezialgebiet Südamerika. Sogar als anspruchslose "Springer" innerhalb des Zoogeländes sind sie einsetzbar, soweit Wasser in frei werdenden Anlagen verfügbar ist. Auch das wäre aber beileibe keine wirkliche Neuentwicklung, denn solche Springer gibt es in Halle schon sehr lange; du selbst hast auf den Vikunjahengst hingewiesen und mir mal erzählt, dass Angoraziegen und Magellangänse schon öfter Nach- und Zwischennutzer gespielt haben. Angesichts eines Zoos, der an diversen Ecken Renovierungsbedarf hat, sind solche Springer doch eigentlich ganz nützlich.

    Selbst das Opossum würde ich posthum als vorübergehenden Lückenfüller werten - ich vermute, dass viele Zoobesucher nicht mal von seiner Existenz wussten. Der Import eines Einzeltieres einer kurzlebigen Art ergibt ansonsten unter mittel- bis langfristig ausgelegten konzeptionellen Aspekten keinen Sinn. Trotzdem war das Tier natürlich ein zoologisches Schmankerl, wie auch einige andere in den letzten Jahren neu geholten Arten, und beweist, dass der Zoo auch SO kann. Ich erinnere mich, dass auch bei der Anschaffung der Nasenbären eigentlich eine besondere Art/Unterart ins Auge gefasst war, was sich aber dann nicht realisieren ließ. (Und ich möchte übrigens wetten, dass die jetzigen Nasenbären schon als Nachnutzer für die Großbären auf Abruf stehen.)

    Dass der Zoo in Zahl und Vielgestalt wohl nie wieder das Artenspektrum erreichen wird, was er in Zeiten hatte, wo du ihn zu schätzen gelernt hast, liegt auf der Hand. Aber das ist auch bei anderen, zumal bei den flächenmäßig kleinen Zoos so, und Halle hat zudem mit (Ur-)Altbauten, Felsuntergrund und Hanglage ganz andere Aufgaben zu wuppen als mancher Branchenkollege. Da spielen dann eben auch die Haltungsrichtlinien und ihre mögliche Verschärfung irgendwann eine große Rolle - aber auch das betrifft andere Zoos genauso.

    Wie also ist die Sorge gelagert? Dass der Besucher, der z.B. nicht unbedingt zwischen Wild- und Haustier unterscheidet, zukünftig gelangweilt wegbleibt? Oder dass der Zoo immer weniger mit dem gemein hat, was du früher dort gesehen hast?
    (26.06.2012)
    Holger Wientjes:   Mmh, jetzt weiss ich nicht wie das andernorts geregelt wird. Ich meine in Münster ist auch nicht stets eine Aufsichtsperson dabei, scheint aber doch trotzdem dort zu funktionieren. Wie das in Duisburg aussieht weis ich jetzt gar nicht. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Loris in Halle "cleverer" sind. Wobei MS und DU ihre Anlagen ja in Tierhäusern haben und bei einem eventuellen Entweichen die Vögel nicht wenigstens nicht gleich ins Freie gelangen würden.
    (26.06.2012)
    Alexander Raksi:   Doch, aber wenn die Besucher nicht konsequent drauf achten, wie gesagt, wenn die am Rucksack hängen, muss man das nicht mal gleich bemerken...
    (26.06.2012)
    Holger Wientjes:   Ja ist denn bei den Loris keine Schleuse eingebaut wie in anderen Zoos auch ?
    (26.06.2012)
    Alexander Raksi:   @Oliver Jahn: Ist nicht ganz richtig, dass für das Oppossum eine zweite Anlage für Baumstachler eingerichtet wurde. In der Zwischenzeit war da auch das Winterquartier der Meerespelikane – schön, dass so diese auch im Winter gezeigt werden konnten, vor allem mit Nachwuchs – und auch der jetzige Besatz mit den Baumstachlern ist nur temporär zur Eingewöhnung der drei kleinen. Und ich finde das gut, dass nach der Reduzierung auf ein Tier im Hauptgehege diese Haltung nicht aufgegeben wird.
    Sicherlich ist der Besatz der ehemaligen Zwergflusspferd-Anlage suboptimal besetzt. Nutrias sind sicherlich nicht nötig, da man sie auch an der Saale findet. Aber auch hier sehe ich Sanierungsbedarf, bevor man sich für „interessantere“ Tiere entscheiden kann.

    Die Lori-Anlage wird wohl weiterhin nur ab und an unter Aufsicht des Zoovereins betretbar sein, weil die Loris zu klug sind. Wie will man verhindern, dass die mit raus können? Zum Teil hingen die an z.B. Rucksäcken…
    Außer mit einem Tausch der Besetzung sehe ich da keine Alternative.

    Was ist mit dem Binturong-Paar? Da gehen 95% der Besucher vorbei, ohne eines Blickes zu würdigen. Klar, dass der Zoo da einen Kompromiss gehen muss zwischen Besuchermagneten Tiger, Elefant, Erdmännchen und Ententeich (der dennoch gut besetzt ist) und seltenerem Besatz. Die Masse schätzt leider die Besonderheit der Blauschafe kaum richtig ein.

    Schade finde ich, dass hier manchmal das Alpinium nur in Momentaufnahme gesehen wird. Frettchen und Kanninchen waren hier nur kurz drin, um über den Winter keine leeren Käfige zu haben. Sicher war es schade, dass die Coururos-Haltung ungewollt endete. Aber Gundis und Felsenmeerschweine zeigen keinen Trend von einer Zunahme von Haustieren in dem Bereich. Viel mehr kam es hier bereits Wildmeerschweinchen. Aber ich denke, das wurde für den Bereich schon thematisiert.

    Viele Ecken auf dem Reilsberg bieten selbstverständlich ungeheueres Potenzial, aber m.W. ist das Geld nicht nur knapp, sondern sehr knapp. Gerade die Sanierung des Totenkopfaffenhaus hat ordentlich gekostet, und nur, weil Mitte der Neunziger der günstigste Anbieter den Zuschlag bekommen musste. Wer billig baut (bauen muss!), baut manchmal zweimal.

    (26.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, wenn du die ganze mühevolle Kleinarbeit auf dich genommen hast, nur um die Meinungsumschwünge zu verstehen, die dich verwundern, dann hättest du es viel leichter haben können, indem du einfach mal nachgefragt hättest. ;-)

    Ich habe geschrieben, dass Magdeburg momentan die Nase bei den Wildsäugern vorn hat. Das hast du selber unter Beweis gestellt.

    Der Ringtausch. Du hast diese Theorie aufgestellt, noch bevor überhaupt ein Zeitrahmen gesetzt wurde. Ohne Zeitangabe hast du gefragt, ob es wirklich mehr Haustieranlagen geworden sind, oder ob es nur einen Ringtausch gab. Letzteres habe ich verneint, denn auch ich habe keinen 10 Jahreszeitraum festgelegt, sondern all die von mir genannten Umnutzungen nun einmal selber erlebt. Daher sind sie für mich unbestritten in der Zeit, in der ich die Entwicklung des Zoos mit Interesse verfolge, insbesondere im prozentualen Verhältnis der Haustieranlagen zur Gesamtzahl der Anlagen, denn nur dieses gibt den realistischen Eindruck beim Besucher wieder.

    Der Meinungsumschwung. Dort, wo es denn überhaupt einen gab, da habe ich ihn in Teilen bereits selber schon erklärt, in dem ich schrieb, dass ich mir selber gestatte, eine einmal gefasste Meinung nicht auf Gedeih und Verderb beizubehalten, sondern diese auch ändern zu dürfen. So etwas passiert bei mir nicht über Nacht, und auch nicht aus einer plötzlichen Eingebung, sondern es ist ein Prozess, der in letzter Zeit aber insbesondere dadurch verstärkt wurde, dass ich sehen konnte, dass das, was lange Zeit als "Zoo-Träumerei" abgetan wurde, plötzlich in vielen Zoos geht. Genau das habe ich geschrieben.
    Das war mein Satz:
    "Etwas, was ich irgendwann einmal gut fand (und damit meinte ich keinesfalls den Zoo Halle in Gänze), muss ich nicht zwangsläufig auch heute noch gut finden, vor allem dann nicht, wenn ich durch andere Beispiele aufgezeigt bekomme, dass es für die ein oder andere Sache auch Wege gibt, die dann auch mir besser gefallen."
    Und diese anderen Beispiele gab es gerade in letzter Zeit mehr als genug. Wenn ich sehe, was gerade bei den kleinere Raubtiere, die mir in Halle besonders fehlen, andere Zoos in letzter Zeit in den Bestand geholt haben (Honigdachs, Erdwolf, Goldschakal, Löffelhund, Dunkelkusimanse, Fischkatze, Rotluchs usw.), und wenn ich dann sehe, mit wie wenig Mitteln teilweise sogar kleine Zoos tolle Anlagen bauen (etliche Beispiele habe ich genannt) dann ist das für mich völlig legitim, wenn ich mir die Frage stelle, warum das nicht auch in Halle passiert.
    Und bereits bei der Umnutzung der Saubucht kannst du nachlesen, was ich darüber geschrieben habe:
    "Mir persönlich hat die Saubucht mit Gittern und vor allem mit Schweinen drin einfach besser gefallen."
    Das schrieb ich am 14.04.2011, einen Umschwung zu jetzt vermag ich darin nicht zu erkennen.
    Dass ich später die Göttinger Minis dort gut fand, weil sie immer noch besser sind, als nur Hühner, das ist in diesem Zusammenhang sicher jedem genau so verständlich, wie die Freude darüber, dass die Zwergzebus die Esel im Rinderdreieck ersetzt haben. Über Anoas hätte ich mich mehr gefreut.
    Und auch über die Girgentanas habe ich mich gefreut. Zum einen stand deren Gehege nämlich immer wieder ungenutzt (ich kann mich als letztes an den Vikunjahengst erinnern, der auch schon so manches Gehege besetzt hat) zum anderen schrieb ich auch bereits am 21.06. dass ich einige Haustierrassen toll finde, aber eben nicht alle und nicht in jedem Zoo.
    Und der Anlass zur Sorge…muss ich den wirklich erklären? Haben nicht gerade wir mehr als einmal darüber gesprochen?
    Auch du kennst sehr genau die Pläne für Halle, die Vielfraß-Anlage hast du selber genannt, die Tapir-Ameisenbär-Anlage ist dir ebenfalls bekannt, das Modell vom Menschenaffenhaus haben wir beide sogar selber gesehen. Wenn aus zwei Dingen dann nichts wird, trotz enormer Vorkosten und aus der Dritten eine Anlage, deren Besatz ich persönlich eher schade finde, da auch dadurch keine neue Arten in den Zoo kommen, mit den Mähnenwölfen aber eine Traditionsart verschwand, dann ist das für mich ein Grund zur Sorge. Wenn ich dann auch noch an deine Theorien denke, nach denen das Schimpansenhaus der nächste Sanierungsfall sein könnte und dass man wegen Krankheitserregern in alle unsanierten Gehege in Zukunft nur noch Haustiere setzt, da diese beim Ableben leichter zu ersetzen sind, dann beruhigt mich das auch nicht unbedingt.
    Die Großbären stehen auf Auslauf, wissend, dass in ihren Anlagen keine Großbären mehr gehalten werden. Die Schimpansen sind ebenfalls keine Dauerlösung. Bei den Zwergflusspferden zogen Nutrias ein und für das Opossum wurde eine zweite Anlage für die bereits vorhandenen Baumstachler eingerichtet.
    Wie lange baut man schon an der Reilsvilla?
    Die von dir benannte begehbare Lori-Voliere kenne ich von all meinen Besuchen nur mit einem Schild, welches sie nicht begehbar macht. Ist sie mittlerweile offen?
    Und da bist du wirklich erstaunt, dass ich mir Sorgen mache? Ich sehe darin weder einen Meinungsumschwung, noch etwas, was man mir mit Vergleichen oder Statistiken nehmen kann. Bei einem Zoo, den ich mag, da mache ich mir eben Sorgen. Ob ich das auch nach jedem Besuch hier im Forum der breiten Öffentlichkeit kundtue, nur damit es nach außen hin den Eindruck erweckt, ich würde irgendeiner bestimmten Linie immer treu, oder jeder Zeit in allen meinen Meinungen zitierbar bleiben, das ist vielleicht auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    (25.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Michael Mettler: Dann ist ja alles Klärchen. :-)
    Bin hier noch nicht so lang dabei und wollte nur nicht, daß der Eindruck entsteht, daß ich ein Unruhestifter bin oder Zwietracht zwischen den Leuten säen will. Nix liegt mir ferner. Nur kommt es mir so vor, als ob man sich genau überlegen muß, was man wie schreibt, weil manche, ob gewollt oder ungewollt, jeden Buchstaben auf die Goldwaage legen. Aber das ist hier sicher nicht anders als in anderen Foren auch. Zum Abschluß noch an alle die es nicht glauben wollen: Doch, ich bin ein sehr nettes Menschenkind! :-)
    (25.06.2012)
    Michael Mettler:   @Michael Gradowski: Entschuldigen musst du dich wirklich nicht, Diskussionsthemen entwickeln sich nun mal.

    Wie man einen Zoo, dessen Entwicklung oder die Besonderheit einer Tierart wahrnimmt, ist ja ein bisschen so wie mit den gefühlten und den tatsächlichen Temperaturen: Mal deckt sich Beides, mal gibt es überraschend große Diskrepanzen dazwischen - und eigentlich bietet die letztere Variante die viel interessanteren Diskussionspunkte und Aha-Effekte.
    (25.06.2012)
    Michael Gradowski:   Ich muß mich jetzt auch noch mal zu Wort melden. Ja ich war derjenige, der die 10 Jahre in den Raum geworfen hat, mea culpa! Ich konnte ja nicht ahnen, wohin diese Diskussion führen würde. Nochmal zum besseren Verständnis:
    Ich hab das nur als allgemeine und ungefähre Angabe gemeint. Was ich damit sagen wollte, war nur, daß sich eben in letzter Zeit (CA. 10 Jahre viel im Zoo (baulich gesehen; ob schön und gelungen oder nicht, muß jeder für sich entscheiden) getan hat. Und dem kann ja nun niemand widersprechen. Das war alles! Mit den Themen Wechsel zwischen Wild- und Haustieren, dem Vergleich zwischen Halle und Magdeburg hatte ich nix zu tun, nur zur Klarstellung. Wollte nur mal meine Ansicht vom Zoo Halle widergeben.

    Das mit den Haustieren hat mich bei meinen letzten Besuchen auch anfangs gewundert, daß es so viel geworden sind. Nach längerem Spazieren und Nachdenken ist mir wie Michael Mettler aufgefallen, daß die meisten nur im Park hin und her getauscht wurden. An manchen Bereichen konnte tatsächlich der Eindruck entstehen, daß Wildtiere gegen Haustiere getauscht wurden. Was auch stimmt, nur waren eben diese Haustiere vorher an anderer Stelle im Zoo untergebracht. Die Gruppe ist also umgezogen oder wurde geteilt. Soviel dazu und jetzt beruhigen wir uns alle wieder, obwohl es interessant ist, diese Diskussion mitzuverfolgen.

    Was mich wirklich befremdet, ist der (wie soll ich das sagen, ohne zu beleidigen, was wahrlich nicht meine Absicht ist) "seltsame" Meinungsumschwung mancher Forumler. Wie MM schon feststellte ist die Ankunft eines Opossums erst eine Sensation, nur um kurz darauf als ausgelutscht zu gelten. Das war jetzt sehr überspitzt formuliert, mag sein. Ich kann sowas überhaupt nicht nachvollziehen. Sicher ist es toll, wenn man zum 1.Mal einen sagen wir einfach Mähnenwolf sieht. Geht man ein Jahr lang jeden Tag zu dem Mähnenwolf, ist er dann vielleicht nicht mehr ganz so spektakulär und man widmet sich vielleicht mehr einer anderen Tierart. Das leuchtet mir ein. Deswegen den Mähnenwolf als ausgelutscht oder langweilig zu bezeichnen ist schon irgendwie merkwürdig. Ich hoffe, es ist klar geworden, was ich meine. Natürlich ändern sich Ansichten oder Meinungen über bestimmmte Dinge im Laufe der Zeit. In diesem Falle Tiere oder Anlagen. Nur liegt das eben nicht an dem Tier oder der Anlage, sondern an dem Menschen. Der Mähnenwolf bleibt nunmal so (un-)spektakulär wie zuvor, genauso wie ne "simple" Zwergziege auch, das liegt alles im Auge des Betrachters.
    Wenn es nach mir ginge, würde ich auch jede Menge "spektakuläre" Arten in Zoos zeigen, das betrifft nicht nur Halle sondern allgemein "DER" Zoo an sich (auch auf die Gefahr hin als Phantast zu gelten, schmeiß ich nochmal meinen heiß geliebten Hoatzin als Beispiel in den Raum). Aber bei aller Liebe zu außergewöhnlichen Tieren sollte man auch hier realistisch bleiben und auch die sogenannten ausgelutschten Tiere zu schätzen wissen. Und man weiß ja nie, vielleicht ist ja so ne langweilige Tierart in 10 Jahren aus den Zoos verschwunden und dann wird plötzlich danach geschrieen.
    (25.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Kaninchen (seinerzeit Englische Schecken) und Frettchen habe ich selbst schon im Alpinum gesehen, mein letzter Besuch ist aber schon zwei Jahre her und das mit den Frettchen sehr viel länger. Auch Hausmeerschweinchen saßen schon zeitweise in einem Alpinumkäfig (fiel mir damals auf, weil es dadurch sowohl Haus- als auch Wildmeerschweinchen in der Käfigreihe gab). Das sind m.E. Tierarten, die hie und da als vorübergehende Lückenfüller genutzt wurden und werden, nicht gerade konzeptionelle (im Sinne von länger eingeplanten) Nachfolger. Sicher ist das wieder eine Frage der persönlichen Definition, aber solche Fälle sehe ich anders gelagert als z.B. eine dauerhafte Umstellung von Wild- auf Haustiere oder umgekehrt.

    Die Umnutzung der Saubucht ist auch schon wieder ein paar Jahre her, wenn man das Ende der dortigen Wildtierhaltung betrachtet. Schon bei meinem Besuch im Mai 2006 waren Wildschwein und Pekari nicht mehr vertreten (laut ZTL Pekari noch bis in dieses Jahr hinein gehalten, beim Wildschwein fehlt das Haltungsende), nur noch der alte Silberfuchs (laut ZTL bis 2007, und bei dem ist es ja Ansichtssache, ob man ihn als Wildtier oder Haustier rechnet). Danach waren kurzzeitig Angler Sattelschwein und Fuchsmanguste in der Saubucht (kann man nach den gleichen Überlegungen wie oben als vorübergehende Lückenfüller betrachten), und dann folgte m.W. Leerstand bis zur Anschaffung der Göttinger Minischweine (2009). Die neu gestaltete Anlage inklusive ihres Besatzes hat dich vor gerade mal etwas über einem Jahr noch begeistert (siehe weiter unten in diesem Thread) statt Sorgen zu bereiten...

    Und wann war die letzte "richtige" (also dauerhaftere) Umnutzung von Wildtier auf Haustier davor? Wenn ich auf die Zoopläne schaue, könnte das eigentlich nur das Kleintierhaus (2001) gewesen sein, falls auf der Fläche unmittelbar zuvor überhaupt noch Wildtiere gehalten worden waren - Giraffen waren da jedenfalls schon längst Geschichte. Für die Zeit nach 2001 habe ich ansonsten nur den Käfig in Verdacht, in dem früher die Marderhunde saßen, aber auch die waren im Mai 2006 schon weg. Eine gravierende (!) Umnutzung von Wildtier- auf Haustierbesatz kann ich also für den Zeitraum der letzten ca. 10 Jahre (Und ich erinnere daran: Den habe nicht ich ursprünglich in die Diskussion geworfen) beim besten Willen nicht feststellen. Lediglich einen bemerkenswerten Haustier-Ringtausch kreuz und quer durch den Zoo, wie ich ihn bereits erwähnt habe und jetzt auch mal konkret benennen will, weil es eben nicht nur ein Eindruck ist, sondern Fakt: Die Trampeltierhaltung wurde beendet, die Lamas zogen aus dem Lamahaus ins Trampeltiergehege, die Alpakas aus dem Einhuferrevier ins Lamagehege, die Esel dafür ins Einhuferrevier, die neu angeschafften Zwergzebus und Minischweine ins vorherige Eselgehege im Rinderdreieck. Unter dem Strich wurde also nur eine Haustierart gegen zwei neue (diese allerdings im selben Gehege) ausgetauscht, und so ganz nebenbei gab es damit wieder Schweine im Zoo und das Rinderdreieck verdiente seinen Namen wieder besser. Das alte Lamagehege wurde zwar mit dem Nachbargehege zusammengefasst, aber auch aus diesem kannte ich aus den ganzen letzten Jahren davor immer nur Haustiere (Zwergziegen, meiner Erinnerung nach vorher auch mal Angoraziegen). Wann da zuletzt Guanakos und Vikunjas gestanden haben, kann ich mangels Besuchen zwischen 1989 und 1999 und Angaben in der ZTL nicht sagen, aber erstere waren 1999 nicht mehr im Bestand (und schon 1998 nicht mehr im Zooplan), und die Vikunjas haben seit 2001 die heutige Anlage (schon 1989 und 1998 lebten sie in dortigen Gehegen).

    Ob ich bei der Addition Arten oder Anlagen zähle, macht angesichts weniger Gemeinschaftshaltungen keinen großen Unterschied, "Anlagen" ist ohnehin relativ. In sechs Karnickelboxen im Kleintierhaus könnte man theoretisch auch sechs verschiedene Kleinsäuger-Wildarten halten, wenn man denn wollte.

    Die Sache mit dem Zeitungsreporter ist zwar witzig, aber dem - nicht von mir in die Diskussion geworfenen Zeitraum - von ca. 10 Jahren komme ich mit meinem Vergleich (von vor 10 Jahren und neun Monaten) eben doch ein wenig näher als dein Reporter mit 13 oder 8 Jahren. Mit dem Vergleichsjahr 1998 hätte besagter Reporter übrigens auch schreiben können: "Zum Glück wird mit dem Umbau des Raubtierhauses die dort gehaltene Artenzahl reduziert werden, damit die übrig bleibenden Arten endlich mehr Platz bekommen. Zur Beruhigung der besorgten Besucher: Es werden dort keine Haustiere untergebracht werden..." ;-)

    Dass sich Ansichten ändern können, ist mir klar. Aber ein wenig verwundert bin ich doch schon über extrem unterschiedliche Wertungen gleicher Besucher in einem relativ kurzen Zeitraum. Liz hatte vor zwei Jahren noch an dieser Stelle in Zusammenhang mit dem Opossum-Import dem Zoo gratuliert und geschrieben, dass er damit „noch ein Stück besonderer“ werde (also offenbar schon vorher besonders war). Heute lese ich im selben Thread etwas von „ausgelutschten“ Tierarten, „uninteressantem Zeugs“, Neuplanungen für „08/15-Arten“ und die Frage „Was ist tierisch gesehen denn das Besondere an Halle, jetzt?!“ Seit damals sind das Opossum und ein alter Mähnenwolf gestorben, mit Weißbüscheläffchen, Wildmeerschweinchen und Mufflon wurden Haltungen von Arten beendet, die schon damals keine Raritäten waren - Cururo und Markhor schon eher. Dafür kamen seitdem neben den eher „gewöhnlichen“ Nutrias und Ouessantschafen immerhin Epaulettenflughunde, Felsenmeerschweinchen, Gundis und Blauschafe sowie mit der Girgentana-Ziege eine sehr seltene Haustierrasse in den Bestand. Die übrigen Säuger (wilde wie domestizierte) waren in diesem Zeitraum m.W. konstant (von Wechseln innerhalb der Kaninchenrassen vielleicht abgesehen).

    Du selbst als langjähriger Halle-Kenner und regelmäßiger Besucher hast die Maßnahmen in Saubucht, Rinderdreieck und Einhuferrevier im vorliegenden Thread begrüßt, teilweise sogar als Gewinne bezeichnet und dich noch vor anderthalb Jahren begeistert darüber geäußert, dass der Zoo Halle doch immer wieder für Überraschungen gut sei. Heute schreibst du von immer mehr Haustiergehegen (die allerdings schon damals welche gewesen sein dürften) und zunehmenden Sorgen um den Tierbestand. Ist es nicht nachvollziehbar, wenn ich dadurch zum verwunderten Nachschauen angeregt werde, was denn zu diesen Meinungsumschwüngen geführt haben könnte? Zumal ich selbst zuletzt 2010 in Halle war und die nachlesbaren Fakten aus diesem Zeitraum bezüglich Baugeschehen und Tierbestand auf mich bei weitem nicht so negativ wirken (sieht man von notwendigen Sanierungen ab, aber das ist nun mal nicht zu ändern).
    (25.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, die letzte Umnutzung, die ich persönlich gesehen habe, war die Saubucht. Das ist noch nicht so lange her. Ronny berichtete mir noch von Kaninchen und Frettchen im Alpinum aus diesem Jahr, die habe ich aber selber nicht gesehen.
    Meine Addition bezog sich auf Anlagen, nicht auf Arten, die du dann aber zum Vergleich herangezogen hast.
    Wenn ich meinen Beitrag aber noch mal lese, dann finde ich darin nichts, womit ich dir Vorwürfe mache, ebenfalls habe ich dein Vergleichsjahr nicht kritisiert. Ich habe lediglich aufgezeigt, wie wenig repräsentativ es ist und wie manchmal 3 Jahre ein komplett anderes Bild zeichnen können, und dass somit solche Vergleiche oft zwar sehr viel Fleißarbeit sind, ihre Aussagekraft aber eher gering ist.
    Hättest du also allein bei den Raubtieren statt 10 eben 13 Jahre genommen, wäre das Bild ein völlig anderes.
    24:10 liest sich doch ganz anders, als 12:10.
    Hättest du statt 10 nur 8 Jahre genommen, wäre das Raubtierhaus schon wieder eröffnet gewesen, und der Bestand an Raubtieren wieder um drei Arten höher, was wiederum einen stärkeren Rückgang gegenüber heute zeigen würde. Also ebenso auch wieder ein anderes Bild.
    Ein findiger Reporter einer Zeitung macht aus 3 Jahren mehr oder weniger einen komplett anderen Artikel.
    Wäre ich Reporter, der dem Zoo gewogen ist, und der einen positiven Artikel schreiben will, ich würde auch das Jahr 2001 für einen Vergleich wählen und eindrucksvoll dem Besucher klar machen, dass das alles gar nicht so wild ist.
    „Vergleichen wir nur einmal die Bestände an Raubtieren von 2001 und heute, so werden Sie feststellen, dass sich diese trotz des kompletten Umbaus des Raubtierhauses für nur noch 4 Arten gar nicht so gravierend geändert hat. Gab es 2001 noch 12 Arten, so sind es heute 10. Schaut man sich dann noch an, dass bei den Löwen und Tigern auf sehr seltene Unterarten umgestellt wurde, die kaum in einem anderen Zoo gehalten werden, so ist dieser Rückgang kaum wirklich als ein solcher zu bezeichnen.“
    Wäre ich ein Reporter, der sich Schlagzeilen verschaffen will, in dem er den Zoo heftig kritisiert, weil er sich deutlich verschlechtert hat, dann würde ich das Jahr 1998 wählen.
    „In weniger als 15 Jahren, um genau zu sein, in eigentlich nur 13 Jahren, hat sich der Bestand an Raubtieren in unserem Zoo mehr als halbiert. Waren es 1998 noch 24 Arten, so finden Sie heute gerade mal noch 10. Und das ist nicht allein dem Umbau des Raubtierhauses geschuldet. Viele unsere Kleinkatzen, die es heute überhaupt nicht mehr im Zoo gibt, wurden gar nicht im Raubtierhaus untergebracht, ebenso wie unsere Mähnenwölfe, deren Haltung man einfach hat auslaufen lassen.“
    Das, und nichts anderes wollte ich damit sagen, einen Vorwurf kann ich darin nicht lesen, nur meine persönliche Meinung zum Vertrauen in solche Vergleiche und ihren tatsächliche Nährwert.
    Nicht du, sondern man kann damit zeigen, was man will.

    Dass die Markhore für die Blauschafe gehen mussten ist doch unbestritten und genau das habe ich geschrieben, trotzdem wurden sie nicht gegen sie getauscht, das sehe ich nach wie vor anders, der Austausch erfolgte gegen die Mufflons (ggf. mit Bezoarziege).
    Und was meine Sorge angeht, ich habe all die von mir genannten Umnutzungen selber erlebt. Dass ich dabei den Zoo aus Zeiten kenne, in denen andere nicht mal geboren waren, ändert doch daran nichts, dass es trotzdem passiert ist. Ich habe ihn deutlich artenreicher erlebt und in den genannten Anlagen Wildtiere. Wenn dann immer mal wieder weitere Anlagen, so wie die zuletzt genannten hinzu kommen, dann finde ich es legitim, mir da Sorgen zu machen. Wenn sie unbegründet sind, umso besser. Ich gehöre garantiert zu den Leuten, die das freut.

    (24.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver, habe ich eben vergessen: Ich stimme zu, dass ein prozentualer Vergleich der Haustier- und Wildtiergehegezahl oder besser sogar -gehegeflächen mehr aussagt als die nackte Zahl vorher/nachher. Allerdings hast du den ebensowenig geliefert wie ich, denn "Kleintierhaus plus 12 Anlagen" oder "immer mehr Gehege sind mit Haustieren besetzt" sind auch nur nackte Additionen.

    Gerade zum letztgenannten Zitat (stammt aus deinem letzten Beitrag) hätte ich dann noch eine Frage im Umkehrschluss, da du ja den Zoo sehr viel regelmäßiger besuchst als ich und damit einen besseren Überblick hast: Wann war denn zuletzt die Zahl der mit Haustieren besetzten Gehege geringer als heute, wenn es doch "immer mehr" werden?
    (24.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver, ich verstehe deine Kritik an meinen Vergleichsjahren nicht und erst recht nicht den Vorwurf, mir den Vergleich passend zurechtgebastelt zu haben. Im zweiten Beitrag der aktuellen Diskussion schrieb Michael Gradowski: „Ich finde, daß der Zoo in den letzten ca. 10 Jahren einen tollen Sprung nach vorn in der Entwicklung gemacht hat.“ Dein erster Beitrag in der Diskussion enthielt die Aussage, dass du dir zunehmend Sorgen um den Tierbestand machst. Also habe ich mir erlaubt, diese beiden Dinge zusammenzuführen und einen Blick auf die Tierbestände heute und vor „ca. 10 Jahren“ in Form von Momentaufnahmen zu werfen, in denen ich dokumentierte Tierbestände aufaddiert und im Übrigen schon selbst auf den Umstand des Raubtierhaus-Umbaues hingewiesen habe. Da frage ich mich nun, was daran „subjektiv“ und „einseitig“ sein soll.
    Erzähl doch bitte mal, welchen Startzeitpunkt du für deine zunehmenden Sorgen um den Tierbestand im Hinterkopf hast, denn nur dann wäre ja ein Konsens zum Vergleichen möglich. In besagtem Beitrag vom 21.6., in dem du die heute nur noch mit Haustieren besetzten Anlagen auflistest, reichen deine Vornutzer-Beispiele immerhin bis zu Wildrindern im Jahr 1985 zurück (die übrigens schon zu DDR-Zeiten durch Haustierformen ersetzt wurden), und auch dein Bedauern „Tapire sind nicht mehr da“ in einem anderen Beitrag bezieht sich auf einen vorherigen Zustand, den es zuletzt 1987 gab. Diese „Verluste“ geschahen also zu einer Zeit, in der mancher Forum-Mitleser noch gar nicht geboren war oder noch nicht mit Blick auf Artenvielfalt durch Zoos streifte, so dass er sie als heutiger Besucher in Halle wohl nicht unbedingt empfinden dürfte.
    Den Blauschaf/Markhor-Vergleich hast du vorher selbst schon benutzt, deshalb habe ich ihn lediglich aufgegriffen – ich zitiere: „Der letzte wirklich spektakuläre Neuzugang waren die Blauschafe, dafür mussten aber die Markhore, die es mittlerweile auch nur noch in 4 deutschen Haltungen gibt, gehen.“ Die Blauschafe bezogen im Zuge einer Gehegezusammenlegung AUCH als unmittelbare Nachfolger das Markhor-Gehege, der direkte Zusammenhang ist also gegeben.
    Ja, Mähnenwölfe werte ich als Großraubtiere. Hätte ich übrigens mit Wölfen, Afrikanischen Wildhunden oder Hyänen, wenn es sie noch gegeben hätte, genauso gemacht. Mit den übrigen 4 Arten stimmen wir überein. Auch wenn wir anscheinend beide bei unseren Besuchen Phantome gesehen haben, denn laut ZTL endete die frühere Löwenhaltung schon 1999 und wurde erst 2003 mit den Angolanern fortgesetzt.
    (24.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael Mettler, warum hinken für mich persönlich solche Vergleiche gegenüber Momentaufnahmen immer wieder sehr stark, und haben deshalb kaum Aussagekraft?
    Ich will es mal aus meiner Sicht versuchen, darzulegen. Aber erst noch mal eine Anmerkung zum Austausch auf Augenhöhe. Für die Blauschafe wurden die Mufflons abgegeben, bei der letzten Bezoarziege weiß ich nicht, ob man sie abgab, oder die Haltung einfach auslaufen lies. Dann erst wurden die Markhore zusätzlich abgeschafft, um auch deren Gehege noch für die Blauschafe zu nutzen. Austausch Markhor/Blauschaf ist also bei näherer Betrachtung überhaupt nicht richtig.
    Nun zum Vergleich an sich.
    Ich habe wieder einmal deutlich feststellen können, wie subjektiv solche Vergleiche doch immer sind. Allein durch die ganz persönliche und einseitige Festlegung eines Vergleichszeitraumes kann ich so einen Vergleich immer zu der Aussage bringen, die ich persönlich für die richtige halte.
    Bleiben wir also mal bei dem von dir gewählten Jahr 2001.
    Aus meiner Sicht gibt es kein ungeeigneteres Jahr.
    Auch ich besuchte 2001 Halle. Da gab es zum Beispiel noch zwei Arten an Einhufern, nämlich die Zebras und ein Przewalski-Pferd. Schon bei deinem Besuch hatte sich der Bestand an Einhufern dann eben mal halbiert und enstpricht damit dem heutigen Bestand.
    Ich führe keine Artenliste bei Besuchen, schreibe mir aber auch so das ein oder andere auf, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und da habe ich mal deinen Zeitraum nur ganz minimal um drei Jahre (und was sind schon 3 Jahre, bei einem über hundertjährigen Zoo) nach hinten verschoben. Und plötzlich entsteht ein komplett anderes Bild. Noch mal, ich habe zwar keine Feststellung zur Entwicklung über einen Zeitraum x zur Diskussion gestellt gehabt, aber wenn man denn diesen Vergleich anstellen möchte, dann kann ein jeder ihn sich so zurechtbasteln, bis er passt. In solchen Fällen verstehe ich den Spruch von Churchill bzgl. seines Glaubens an Statistiken immer noch mal viel besser. :-)
    Gerade bei den Raubtieren wird das besonders deutlich. Dein Vergleich von 2001 zu heute sagt für Halle 12:10. Und das klingt wirklich erst einmal gar nicht so gravierend.
    Nun habe ich mir meine Aufzeichnungen einmal angesehen. 1998 (nur drei Jahre früher) habe ich (ohne Vollständigkeit) 24 Raubtierarten/-unterarten notiert, heute sind es 10, für Magdeburg habe ich 15 Arten/Unterarten, heute sind es 18. Und schon ergibt sich ein komplett anderes Bild. Halle mehr als halbiert, Magdeburg sogar eine Steigerung, und das nur, weil ich jetzt mal einen Vergleichszeitraum festgelegt habe.
    Und dann habe ich mal geschaut. Mit dem Jahr 2001 hast du für Halle ein Jahr gewählt, in dem das alte Raubtierhaus völlig leer, das restaurierte Haus aber noch gar nicht wieder eröffnet war. Für 2001 habe ich nicht mal 5 Arten an Großraubtieren notiert, da aus dem Raubtierhaus nur noch die Löwen an der alten Afrikasteppe im Notkäfig untergebracht waren, neben ihnen es aber nur noch zwei Großbärenarten und den letzten Puma gab. Nach meinen Notizen sind es also sogar nur 4 Arten, oder hast du die Mähnenwölfe als Großraubtier eingestuft?
    Schon bei den Przewalskis haben wir festgestellt, dass je nach Besuchsdatum sie entweder noch da waren, oder schon nicht mehr. Im Bezug auf Raubtiere aber war 2001 wohl eines der schlechtesten Jahre überhaupt. Weiterhin konnte man je nach Besuchstag in 2001 Seebären sehen, oder aber nicht, da auch diese erst 2001 kamen.
    Man sieht also, wenn man Vergleiche heran zieht, und nicht die momentane Aufnahme, kann man eigentlich alles zeigen, was man will, jeder so, wie er mag.
    Sehr schön zeigt das auch eine Spezialität in Halle, die Nebengelenktiere.
    Nehme ich das Jahr 1991, dann finde ich 4 Arten/Unterarten. 10 Jahre später, ist es noch eine. Heute sind es wieder drei, immer noch eine Art weniger, als 1991. Auch hier sieht man also deutlich, wie willkürlich ich bei einem Vergleich diesen legen kann und so zu völlig unterschiedlichen Aussagen komme.

    Und ganz genau so ist es mit der Anzahl der Gehege, die heute mit Haustieren besetzt sind.
    In dem heutigen Gehege der Zebras standen schon immer auch Hauspferde. Aber eben mindestens 30 Jahre lang Przewalskis, Zebras, Halbesel, und das nicht nur nacheinander, sondern auch lange Zeit nebeneinander. Von daher sehe ich es nach wie vor nicht als eine reine Umnutzung einer Haustieranlage für Wildtiere.
    Ich habe auch nicht gesagt, dass es immer mehr Haustiere gibt, sondern dass immer mehr Gehege mit Haustieren besetzt sind. Welche das sind, das habe ich bereits mit meinem Beitrag vom 21.06.2012 geschrieben und ich erspare mir die Wiederholung, aber auch hier kann ich natürlich den Vergleich mit dem Gründerjahr des Zoos anstellen, oder zur Bauzeit der einzelnen Gehege und komme dann eventuell zu einem völlig anderen Ergebnis.
    Bei deinem Vergleich springst du von Anlagen, die heute stärker mit Haustieren besetzt sind, erst auf Haustierarten nach ZTL und dann noch von diesen auf Haushuftiere. Sieht zwar erst mal recht plausibel aus, stellt aber keinerlei Gegenargument dar, im Bezug auf die von mir dargestellten umgenutzten Gehege, die ja nun mal so sind, wie von mir aufgezählt, da hier zwei Dinge verglichen werden, die nicht zwangsläufig auch immer einander bedingen.
    Selbst die alleinige Zahl der Gehege im Vergleich zu welchem Jahr auch immer hat hier für mich nur bedingt eine Aussagekraft.
    Viel aussagekräftiger, als der rein nominelle Vergleich ist hier doch viel mehr der prozentuale Vergleich der Haustieranlagen im Verhältnis zu allen Anlagen. Wenn ich aus drei Anlagen mit Wildtieren eine Anlage mache, und diese dann mit Haustieren besetze, dann steht das Verhältnis 3:1. Vor allem aber sinkt damit dann die Zahl der Gesamtanlagen und es steigt der prozentuale Anteil der Haustieranlagen merklich.
    Der Grundsatz der Diskussion hier war ja lediglich meine Aussage, dass Magdeburg im Vergleich zu Halle, bei den Wildsäugern die Nase vorn hat.
    Ich habe dieses wertfrei und ohne Häme angebracht, da jeder hier weiß, dass es mir wie Ralf Seidel geht, und ich beide Zoos sehr mag. Nach meiner Einschätzung war das für mich auch etwas, was ich lange so nicht empfunden habe, da war Halle für mich immer der deutlich artenreichere Zoo, auch im Bezug auf die Wildsäuger. Beim Gesamtbestand war das generell klar, denn Halle hatte ein Aquarium, Magdeburg nicht, und jeder weiß, wie schnell man schon mit einem einzigen Fischbecken seinen Bestand deutlich heben kann.
    Die größten Einschnitte bei den Säugern gab es da sicher bei den Umbauten vom Affen/Flusspferdhaus und vom Raubtierhaus. Aber auch im Kleinraubtierhaus am Turm und im Alpinum verschwanden etliche Arten samt ihren Anlagen.
    Dass es auch für Magdeburg ein Auf und Ab gab, und dass auch hier etliche Arten verschwanden, andere dafür kamen, das ist auch für mich unbestritten.

    (24.06.2012)
    Michael Mettler:   Und zum Abschluss meiner Vergleichsreihe, da es ja auch darum ging, dass immer mehr Gehege in Halle mit Haustieren besetzt seien: Für 1989 habe ich dem Jahresbericht 17 Formen domestizierter Säugetiere entnommen (eingerechnet der Vikunja-Lama-Bastard, weil ihn wohl niemand als Wildtierform zählen würde). Für 2001 habe ich weder eine "offizielle" Bestandsliste noch eigene Notizen zu den Haustieren vorliegen; um wenigstens einen zeitlichen Zwischenschritt in der Nach-Wende-Zeit nehmen zu können, habe ich auf die letzte veröffentlichte Tierbestandsliste zurückgegriffen, also auf den Jahrgang 1996 - da waren es 16 Haus-Säugerformen (immer noch inklusive Lamabastard). In beiden Listen tauchen keine Kaninchen auf, an Kleintieren nur Goldhamster, Meerschweinchen, Frettchen (1989) bzw. nur Frettchen (1996), 1996 dazu noch Hunde, die restlichen Formen sind sämtlich Huftiere (also in beiden Jahrgängen jeweils 14 Formen).

    Nach Zootierliste - wenn sie denn in dieser Hinsicht vollständig ist - hätte Halle derzeit 22 Formen domestizierter Säugetiere, davon allerdings allein 10 Nager und Kaninchen, die sich überwiegend im Kleintierhaus befinden. An Huftieren wären es 12 - es wurde also nicht nur bei Wildhuftieren Formenreichtum abgebaut, sondern auch bei domestizierten. Innerhalb dieser 12 gibt es sogar noch Vergesellschaftungen jüngeren Datums, also können es doch eigentlich in letzter Zeit nicht mehr Haushuftiergehege geworden sein, als es z.B. 1989 und 1996 waren...?

    Aufgefallen ist mir dabei noch, dass der Zoo bei den domestizierten Huftieren zunehmend auf Kleinformen umgestellt hat (zuletzt stießen Minischweine, Zwergzebus und Ouessantschafe zum Sortiment, während mit den Trampeltieren die größte Haustierform des Zoos abgegeben wurde).
    (23.06.2012)
    Michael Mettler:   Um noch einen Vergleichswert des Gelegenheitsbesuchers anzuführen: 1989, als ich beide Zoos erstmals besuchte, geben meine Notizen für Magdeburg 54 und für Halle 76 Formen Wildsäuger her. Allerdings muss man sich dazu auch vor Augen halten, unter welchen räumlichen Bedingungen 1989 viele Arten in Halle gehalten wurden. Hätte man die damaligen Gehege- und Käfiggrößen beibehalten, um nicht durch Zusammenlegungen einen Artenschwund zu bekommen, würden in Halle heute ebenfalls eher kleinere Tierarten (als Nachnutzer von großen)das Bild prägen.
    (23.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Die Augenhöhe war auf den "zoologischen Wert" - oder wie man das auch immer nennen will - bezogen. Da wurde "selten" gegen "selten" ausgetauscht, nicht etwa Wildtier gegen Haustier oder so.

    Wie gesagt, ein Teil des Artenschwundes in Halle ist auf den Umbau des Raubtierhauses zurückzuführen. Aber das war eben schon vor September 2001 und ist nicht erst eine Entwicklung der letzten Jahre.

    Übrigens: Bei meinem Besuch 2001 war das, was heute Zebragehege ist, auf voller Fläche Ponygehege; der Zooplan belegt das. Und somit diente der größte Teil der damaligen und heutigen Gehegefläche - nämlich der obere Part mit der Aussichtskanzel - genau dem, wofür man ihn 1965 ursprünglich gestaltet hatte: als Haustiergehege für Shetlandponys.
    (23.06.2012)
    Oliver Jahn:   43 zu 63. Also ist mein Empfinden zur momentanen Situation genau richtig gewesen. Na wenn das eine Stupsnase ist, dann habe ich auch eine.
    Dass das aber bereits vor 10 Jahren schon so ein deutlicher Unterschied war, das erstaunt mich.
    Allerdings ist mir schon beim ersten Lesen mindestens ein Fehler aufgefallen. Der Tausch Markhor/Blauschaf war keiner auf Augenhöhe, denn dort, wo heute die Blauschafe stehen, da waren zuletzt drei Arten, nämlich Markhor, Mufflon und Bezoarziege.
    (23.06.2012)
    Michael Mettler:   Um mal an den Ausgangspunkt der Vergleichsdiskussion zurückzukehren, habe ich mal in alten Bestands- und Besuchslisten nachgesehen. Da ich nicht jährlich beide Zoos besucht habe, bot sich der Jahrgang 2001 ein, denn da war ich in beiden und er kommt dem Zeitraum "letzte 10 Jahre" wenigstens noch sehr nah. Für Magdeburg habe ich auf die FELIS zurückgegriffen, die genauer als meine Besuchsliste ist (ich habe z.B. meiner Erinnerung nach nie alle früher in MD gehaltenen Krallenäffchenformen gleichzeitig im Schaubereich gesehen), für Halle konnte ich mangels veröffentlichter Tierbestandsliste nur meine eigenen Notizen zu Hilfe nehmen, so dass möglicherweise noch irgendwas Übersehenes oder hinter den Kulissen Befindliches fehlen könnte (z.B. habe ich keine Totenkopfäffchen notiert, die müsste es aber doch eigentlich gegeben haben?). Als Gegenstück zu Beiden diente die aktuelle Zootierliste. Erwähnt werden muss natürlich, dass wegen des Umbaues des Raubtierhauses in Halle der Carnivorenbestand sehr niedrig geworden war - aber auch Magdeburg hatte ja zwischenzeitlich mal Reduzierungen.

    Für Halle verzeichnete ich im September 2001 44 Formen Wildsäugetiere - wobei bei manchen davon die Einstufung als Wild- oder Haustier eine Definitionsfrage ist (Silberfuchs, Chinchilla, Kreta-Bezoarziege, Mufflon - heute auch die Nutria). Aber zählen wir sie ruhig als Wildtiere. Aktuell sind es 43 Formen, also gerade mal eine einzige weniger.

    Insektenfresser und Fledertiere gab es damals nicht, bei den Zahnarmen nur eine Art (heute 3). Primaten damals 7 plus wahrscheinlich die Totenkopfäffchen, heute 7 inklusive. Wildnager damals 8, heute 11. Raubtiere damals 12, heute 10 (darunter jeweils 5 große Arten); zwar gab es damals mit dem Mauswiesel noch einen Marderartigen, aber dafür fehlten Kleinbären im Sortiment. Beuteltiere, Robben, Elefanten, Unpaarhufer damals wie heute je 1 Art, wobei die Fortführung bzw. der zwischenzeitliche Neubeginn mit Elefanten ja gar nicht so selbstverständlich war. Eine wirklich deutliche Reduzierung erlebten innerhalb des Zeitraums nur die Paarhufer (von 12 auf 6). Aber beleuchten wir dabei mal die Arten: Wildschwein und Halsbandpekari standen meiner Erinnerung nach schon damals auf Auslauf, die Bergriedböcke gaben nur ein kurzes Gastspiel (in das zufällig mein Besuch fiel) und waren nicht etwa vorher langjährige Pfleglinge, ebenso wie Mufflons und Bezoarziegen wurden sie übrigens nicht von Haustieren abgelöst. Nummer 6 der Reduzierungsliste waren die Tahre, während zuletzt Markhor/Blauschaf quasi ein Tausch "auf Augenhöhe" war. Über mögliche Gründe der Reduzierung der Gebirgswiederkäuer haben wir schon vor einiger Zeit diskutiert und spekuliert, ich würde da nach wie vor gesundheitliche Gründe nicht ausschließen (weil Entsprechendes auch in anderen Zoos vorkam).

    Seit meinem Besuch 2001 kamen u.a. neu in den Bestand: Igeltanreks, Epaulettenflughunde, Kugelgürteltiere, Große Ameisenbären, Kaukasische Eichhörnchen, Felsenmeerschweinchen, Gundis (übrigens eine Tierart, die noch vor 20, 30 Jahren als nahezu unhaltbar galt!), Malaiische Tiger, Jaguare, Blauschafe. Löwen, Seebären, Elefanten und zwei Krallenäffchenarten wurden gegen neue Formen ausgetauscht. Und es gab ja noch mehr oder weniger kurze Intermezzi weiterer Arten wie Rotscheitelmangabe, Cururo oder Opossum. Ich finde, das kann sich selbst im bundesweiten Vergleich durchaus sehen lassen, auch wenn z.B. der TP Berlin oder Leipzig im gleichen Zeitraum in einer höheren Liga spielten. Von den 44 (bis 45) 2001 vorgefundenen Formen sind heute 22 nicht mehr im Bestand, obwohl sich die Gesamtzahl kaum verändert hat.

    Magdeburg hatte laut FELIS per 31.12.2001 68 Wildsäugerformen im Bestand (nach ZTL-Definition wären es 69, da hier die beiden immer noch selben Schimpansen formenmäßig gesplittet werden), heute sind es laut ZTL 63 (also ebenfalls ein Rückgang). 29 Formen aus der damaligen Liste zählen heute nicht mehr zum Bestand, und zwar durchaus nicht nur "Laufkundschaft": die Spezialgebiete Krallenäffchen (von 13 auf 7) und Katzen (von 9 auf 6 - in gewissem Sinne nur 5, wegen des Tigerpaares) wurden heruntergefahren, selten zu sehende Arten wie Bergpaka, Schabrackenschakal, Bartschwein, Großer Kudu oder Leierhisch sind Geschichte, Flusspferde ebenfalls, und bei gesundheitsbedingten Haltungsbeendungen müssen wir hier zumindest in zwei Fällen nicht mal spekulieren, sondern sie sind m.W. Fakt (Vielfraße und Orangs). Auch hier gab es zudem Intermezzi wie Bongos oder Kaninchenkängurus, und auch hier gab es den einen oder anderen "Veredelungsaustausch" (z.B. bei Löwen und Luchsen). Die Liste der interessanteren Neuzugänge muss ich hier nicht wiederholen, die hatten wir schon.

    Fazit: Was die Wildsäuger betrifft, sind die Entwicklungen im Gesamten seit 2001 gar nicht so unterschiedlich zwischen beiden Zoos.
    (23.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Oliver Jahn: Danke für den Tip!
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, schau mal auf www.zootierliste.de. Die Datenbank ist gut und wir alle versuchen, sie so aktuell wie möglich zu halten.
    (21.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Oliver Jahn: Jagdrevier ist gut. Das lag und liegt aber vor allem in Friedrichsfelde. Schon möglich, daß man sich schon mal begegnet ist, nur 1. achte ich "bei der Jagd" weniger auf die Menschen und 2. weiß ich nicht wie man dich erkennen kann. Grüne Schuhe, roter Bart, Blümchen im Knopfloch und solche Sachen? :-)

    Bei WolfDreis Liste wird mir auch ganz warm ums Herz. Womit ich gleich mal die Frage einwerfe: Werden Dschiggetai und Nilgirilangur momentan irgendwo gehalten? Vor allem bei diesen beiden bin ich froh, daß ich die Gelegenheit hatte sie zu sehen. Obwohl mir damals bei Ersterem gar nicht bewußt war, was für eine Rarität da vor mir steht.
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, wenn ich dann deine Liste allerdings lese...dann werde ich doch etwas wehmütig... :-)
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, ob die unterschiedliche Wertung Sinn macht, oder nicht, kann eben jeder nur individuell für sich beantworten. Ich persönlich finde etliche Haustierrassen toll, das habe ich mehrfach geschrieben. Dass ich das aber längst nicht für alle Rassen und auch längst nicht für alle zoologischen Einrichtungen so sehe, das wiederum ist meinem persönlichen Empfinden geschuldet.
    Und ich stelle den momentanen Eindruck nicht in den Vordergrund, sondern ich habe ihn lediglich geschildert.
    (21.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver, um das richtig zu stellen: Du hast zwar von Tiergruppen gesprochen, aber sie im selben Satz nach ihrem jeweiligen Artenspektrum bewertet und dabei Magdeburg vorn gesehen. Wenn das kein Artenvergleich war, was dann? Dass ganze Tiergruppen in Halle fehlen, stelle ich doch gar nicht in Abrede. Aber das ist in Magdeburg auch so. Und wenn wir den momentanen Eindruck in den Vordergrund stellen wollen, würde es dafür nicht mal eine Rolle spielen, ob es besagte Gruppen vorher überhaupt schon mal im jeweiligen Zoo gab oder nicht (wie z.B. Robben in Magdeburg).

    Wie gesagt, wo 1989 in Halle die Schafe untergebracht waren, weiß ich nicht mehr. Aber es ist schwarz auf weiß belegt, dass es sie gab. Wobei mir allerdings gerade auffällt, dass Zackelschafe für Halle in der Zootierliste komplett fehlen.

    Ob eine unterschiedliche Wertung von Wild- und Haustieren im Sortiment eines Zoos Sinn macht, stelle ich in Frage. Wir waren beide schon an Diskussionen z.B. über Yaks beteiligt und haben diesen Tieren allein dadurch einen gewissen "Wert" bis hin zur Traditionsart für Halle zugebilligt, ohne dass dabei z.B. mal der Gedanke geäußert wurde, dass man sie als Haustiere gut hätte abschaffen können, um die Wisente als Wildform im Rinderdreieck unterzubringen (statt diese abzugeben).
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Ralf, damit hast du meine Frage genau so beantwortet, wie ich es erhofft habe. Manchmal sind es die baulichen Gegebenheiten, manchmal das liebe Geld, aber manchmal ist es eben auch ein rühriger Kurator. :-)
    Und um beim "Wie" zu bleiben, mit etwas Maschendraht und ein wenig guter Einrichtung hätte man z.B. aus der Saubucht eine tolle Anlage für Löffelhunde oder Fenneks machen können. Hätte man bei der alten Zwergflusspferdanlage einfach die Becken mit Sand gefüllt, wäre auch hier eine Haltung z.B. von Pekaris möglich gewesen. Wenn ich mir in Aschersleben die nach der Zerstörung neu errichtete Anlage der Ozelots ansehe, dann zeigt mir das, dass man auch ohne tausende oder gar Millionen von Euro richtig tolle Anlagen bauen kann und dass Wünsche auch realisierbar sind. Über den Neubesatz im Alpinum freue ich mich ebenfalls.
    @Michael Gradowski, bei deinem Alter und deinem "Jagdrevier" ist es nicht mal ausgeschlossen, dass wir uns früher mal über den Weg gelaufen sind. :-)

    (21.06.2012)
    WolfDrei:   @an alle Diskutierenden: meine Besuche in den genannten Zoos waren in den Siebzigern eher einseitig zugunsten des Hallenser Zoos - doch gab es da auch gewisse “geografische” Abhängigkeiten - will sagen: früh um 6 Uhr Zug nach Halle, gegen 12 nach Leipzig, gegen Mitternacht Abfahrt nach Erfurt, in der Dunkelheit zu Fuß zum Roten Berg. Und die andere Strecke: Dresden, Prag, Dvur Kralove. Magdeburg lag da so abseits. Als Artensammler habe ich mich zur Genüge geoutet - und da waren es : Halle: Tahre, sibirische und kaukasische Steinböcke, Markhore, Brillenlangur, Mandrill, Himalayagoral, Dschiggetai, auch Marale ( als es im TP keine mehr gab), Vielfraß, Manul. Und Magdeburg in der “Vor-Puschmannzeit”? Dann der Paukenschlag: Nashorngeburt, später dann die Krallenaffen - wo sind die in ihrer Vielfalt eigentlich geblieben ? (ja, ich weiß - Herr Schröpel). Leipzig: Okapi, Anoa, Bergtapir, Waldbison, Damagazelle, Grevys, Schwarzfußkatze, persischer Leopard, Irbis. Erfurt: Nasenaffe, Nilgirilangur und Kleideraffe, auch die Haustierrassen.
    Auch sollte nicht vergessen werden, dass es in der DDR hinsichtlich der Lage des Zoos, des politischen “Eingebundenseins” sowie des internationalen Ansehens des jeweiligen Direktors und den daraus resultierenden Möglichkeiten für das Baugeschehen, für den Tierhandel etc. deutliche Differenzierungen gab - das dürfte heute nicht anders sein. Fazit: ich bin froh über die Entwicklung aller genannten Zoos (TP natürlich eingeschlossen), auch jener in Tschechien, Polen, Frankreich etc. - also über die Landesgrenzen hinaus, würde aber einen Vergleich nur unter Berücksichtigung aller Faktoren wagen.
    ps: Manulzucht - die gab es in jenen Jahren weder in Halle noch (oftmals mitgeteilt) in Prag - Moskau (1990 hatten sie dort an die 10 Tiere) muß genannt werden, auch wenn die meistens nicht aufkamen.

    (21.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Ralf Seidel: Zunächst mal: Alle können mich duzen, beim Sie fühle ich mich so alt :-). Ich bleibe auch beim du, ist mir lieber so, falls es jemand nicht mag, dann stelle ich das selbstverständlich ab.

    Das mit den Gundis+Bergmeerschweinchen ist toll und schon wieder ein (wenn auch kleiner, aber immerhin) Schritt nach vorn.

    Mit Leipzig hast du natürlich recht, der lag vor der Wende ja in den letzten Zügen. Deshalb war ich dann auch nicht mehr da, umso mehr Hut ab vor dem was da bis heut passiert ist. Hätt auch anders ausgehen können, war ja sogar von Schließung die Rede.
    Bei Dresden kann ich nicht so mitreden, als ich damals dort war, war ich noch sehr jung, glaube mich aber zu erinnern, daß ich es gar nicht so schlecht fand. Naja, Kind halt. Wenn man das im nachhinein betrachtet, trügt die Wahrnehmung natürlich.

    Deine letzten beiden Sätze treffen den Nagel auf den Kopf. Besser hätte man es nicht ausdrücken können.
    (21.06.2012)
    Ralf Seidel:   Na ja, scheinbar liegen wir uns in der Mehrzahl der Meinung ja nicht sooo weit auseinander...
    Kritik ist immer und überall angebracht, nur eben wenn man Vorschläge einbringt was besser geht, sollte man vielleicht auch sagen "wie".
    @Oliver, in Vielem gebe ich dir recht was die Möglichkeit betrifft , die eine oder andere kleinere Art in Halle (wieder) zu halten - nur müssen diese Anlagen eben gebaut oder umgebaut werden, nach aktuellen Haltungsrichtlinien und natürlich auch attraktiv für den Besucher. Da erzähle ich auch dir nichts Neues. Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als in Magdeburg das große Tierabschaffen losging und keiner wusste wohin es geht. Da haben wir damals oft drüber gesprochen, ich höre noch heute dein "Du Ralf, das ist nicht mehr mein Zoo !!" Mittlerweile tut sich was in MD - und ich freue mich drüber. Ein guter Freund ist dort mittlerweile Kurator und engagiert sich für neue, interessante Arten für die neugebauten Gehege - das ist doch schön, darüber sollten wir uns alle freuen, anstatt mit erhebenem Zeigefinger über den Dingen zu stehen und anderen zu erklären, wie es wo gerade langgeht.
    Irgendwann wird sicherlich der Komplex Erdmännchen/ Pinguine/ Nutria umgebaut..., mit dem Nutria-Besatz bin ich derzeit auch nicht glücklich - aber das Gehege ist erst mal besetzt und die Besucher freuts.
    Im Alpinum wurden jüngst 2 der Käfige umgebaut und neu hergerichtet - für Bergmeerschweinchen und Gundis, das ersetzt keine Antilopenherde, für den Zoofreund eben aber durchaus ein Schmankerl. Und Pläne und Visionen hat man auch noch in Halle, nur mal gerade hat die Stadt eben auch andere Probleme
    @Michael Gradowski, ich nehme Ihnen das durchaus nicht übel wenn Sie meinen, der Zustand des Magdeburger Zoos war in den 80er Jahren besser als in Halle - ganz im Gegenteil, das stimmt: Direktor Puschmann stellte den Zoo auf den Kopf und machte ihn zum "vollwertigen" Zoo. Als Beispiel möchte ich nur den "Katzengarten" erwähnen - das war eine ganz tolle Entwicklung. Der hallesche Bergzoo war zu diesem Zeitpunkt in der Tat total runtergekommen - aber haben Sie in dieser Zeit mal die Zoos in Leipzig oder Dresden besucht ??? Die sahen nämlich auch nicht besser aus mit ihrer maroden Bausubstanz, das Schicksal alter ehrwürdiger Zoos in der damaligen DDR.

    Wir sollten vor allem lernen, auch mal mit dem Gegebenen zufrieden zu sein, Wunschdenken ist das eine - die Möglichkeit die Dinge zu realisieren was ganz anderes. Es geht nicht um Stagnation - bestenfalls um eine Verschnaufpause...
    (21.06.2012)
    Michael Gradowski:   Eben noch ein Lahmarsch, bin ich jetzt mal ganz schnell.
    @Oliver Jahn: Genauso sehe ich es auch. Gerade wenn man Fan von einem bestimmten Zoo ist, sollte man sich mit Kritik (so sie angebracht ist) auch nicht zurückhalten. Denn nur so kann man auf Negatives hinweisen und Verbesserungen voran treiben. Und was die Meinungsbildung angeht; man wird älter und (hoffentlich) weiser und wie ich schon sagte, lernt man immer dazu.
    Kurz und gut; 1+ für diesen Beitrag :-)
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   Und auch ich möchte eines noch mal nachschieben. Eine Zoo sehr zu mögen, und bestimmte Dinge in seiner Entwicklung trotzdem oder genau deshalb nicht unkritisch zu betrachten, steht für mich in keinerlei Widerspruch. Außerdem gestatte ich mir auch selber, mich in meiner Meinungsbildung zu entwickeln. Etwas, was ich irgendwann einmal gut fand, muss ich nicht zwangsläufig auch heute noch gut finden, vor allem dann nicht, wenn ich durch andere Beispiele aufgezeigt bekomme, dass es für die ein oder andere Sache auch Wege gibt, die dann auch mir besser gefallen.
    (21.06.2012)
    Michael Gradowski:   Hm, was soll ich jetzt noch sagen, ohne daß es wie nachplappern wirkt. Hab mich scheinbar zu spät zu Wort gemeldet. Seis drum.

    Also nochmal von vorn: Ich meinte, daß sich insofern viel getan hat was das Baugeschehen allgemein betrifft. Ob das nun in machen Fällen Fehlplanungen waren und ob das Ergebnis attraktiv ist oder nicht, spielte erst mal keine Rolle, sondern DAS etwas passiert ist, war für mich entscheidend. Und das kann ja nun niemand in Zweifel ziehen.

    Wie gesagt, finde ich das Elefantenhaus auch nicht besonders gelungen, hingegen Kroko-, Raubtier-, Affen- und Kleintierhaus gefallen mir sehr. Auch an Vikugnaanlage und Zebraanlage kann ich nichts aussetzen. Und auf nem Berg bauen ist nunmal ungleich schwerer als in der Ebene. Das zum Baugeschehen.

    Was die Tierarten angeht, teile ich die meisten Meinungen hier, vor allem was die Haustiere betrifft. Dies ist glaube ich auch ein Überbleibsel aus DDR-Tagen. Damals war es doch normal, daß in jedem Zoo verschiedene (auch seltene) Haustierrassen präsentiert wurden. Kann es mir nur so erklären, daß man bei frei werdenden Gehegen gleich auf Schafe, Ziegen u.ä. zurückgreift. Sind halt einfacher zu beschaffen als Wildhufer.
    Halle legt seinen Schwerpunkt auf Gebirgstiere (was Sinn macht) und Südamerikaner. In der Beziehung sehe ich da auch noch deutlichen Handlungsbedarf wie die von Oliver Jahn erwähnten Pekaris, Wasserschweine usw. Natürlich würde ich mich auch über spektakuläre Neuzugänge freuen (werf gleich nochmal meinen Hoatzin in den Raum, hüstel), warum sich da so wenig tut entzieht sich meiner Kenntnis. Brauchbare Arten gibt es zur Genüge, sie aufzuzählen spare ich mir, um nicht als Echo zu gelten, hier sind ja schon viele Namen gefallen. Man macht es sich da auch zu leicht, es einfach mal auf den ungeliebten Direktor zu schieben. Sicher spielen da viele Faktoren eine Rolle.
    Das mit den "ausgelutschten" Arten sehe ich auch befremdlich. In dem Sinne sind ja dann auch Eisbären, Elefanten, Bisons, ja sogar Menschenaffen "ausgelutscht", denn die sieht man auch in den meisten großen Zoos. Und es soll Leute geben, die die eben genannten und Löwe, Tiger, Zebra, Ente, Schwan für langwelig halten. Während ich das Okapi absolut toll finde, brauchts das für andere überhaupt nicht. Diese Diskussion ist also sinnlos.

    Zum Abschaffen des Logotiers: siehe Michael Mettler

    @ Ralf Seidel: Mag sein, daß ich mit der Meinung allein dastehe. Mein Empfinden ist, daß in den 80er Jahren Magdeburgs Zoo einen besseren Eindruck machte. Er war ja vor allem wegen der Kleinkatzenzucht bekannt, was in unserem Land schon was besonderes war. Heut sieht man ja die verschiedensten Formen überall, aber war nicht Magdeburg DDRweit der einzige, der Manule hielt und züchtete? Und als größeren Heimattiergarten hab ich die Anlage glaub ich auch nie gesehen. Vielleicht läßt mich aber auch mein Gedächtnis im Stich, soll in dem Alter ja schon mal vorkommen :-)
    Sollte ich irgendwelchen Halle- oder Magdeburgfans zu nahegetreten sein, war keine Absicht.
    P.S. Ich bin jemand ohne Detailwissen, sehe alles nur aus der Fansicht. Deshalb maße ich mir auch keine Kommentare zu Direktor oder anderen Mitarbeitern, Planern oder Architekten an, da die sicher besser bescheid wissen, was geht und was nicht, und warum nicht und überhaupt. Ich kann nur sagen, was mir gefällt und was nicht und vielleicht Vorschläge machen. Ob die dann umsetzbar sind müssen andere entscheiden. Heißt ja nicht, daß wenn ich jeden 2. Tag in irgendeinem Zoo unterwegs bin, ich auch automatisch der Zooexperte für alle Fragen bin. Das bin ich nun absolut nicht, man lernt schließlich immer dazu.
    Und zum Schluß noch was ganz Hochtrabendes: Ein Zoo kann nie perfekt sein, da er sich ständig weiterentwickelt. Eine Anlage, die heute wahnsinnig toll und modern ist, kann in ein paar Jahren überholt sein. Genug der Weisheiten.

    @Sven P.Peter: Dein Fazit kann ich nur unterstreichen.
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, du schriebst, mit den Zebras hätte eine Wildform eine Haustierstelle besetzt. Das bleibt falsch, denn dort standen mit den Przewalskis eben bereits vorher Wildtiere. Bei den Schafen, insbesondere bei den Zackelschafen, fällt mir kein einziger Platz ein, an dem sie gewesen sein könnten. Aber selbst wenn es sie gab, dann ist von einem Ringtausch keinesfalls auszugehen, wie meine Beispiele deutlich zeigen konnten.
    Und was den Artenvergleich angeht, genau den habe ich nicht angesprochen, sondern ich habe von Tiergruppen gesprochen, dem Bereich, nach dem Zoos oft die Säuger zusammenfassen und mit denen auch der Besucher etwas anfangen kann, der kein Taxonom ist. Ich habe hier auch nicht von der Entwicklung gesprochen, da hat Ralf bereits das wiederholt, was ich selber gesagt habe, Magdeburg lag lange hinter Halle zurück. Aber jetzt ging es um den momentanen Eindruck, und wie man meiner Kritik da sicher entnehmen kann, auf die Nicht-Haustiere bezogen. Alles andere würde ja keinerlei Sinn machen, denn ich habe ja nicht den Artenstand als solchen kritisiert, sondern auf das Fehlen ganzer Tiergruppen hingewiesen, welche aber leider zunehmend mit deutlich stärkerem Besatz der Zooanlagen durch Haustieren kompensiert wird. Und genau da hinein passt dann auch MEIN Jubel, als das Opossum kam.

    Ich nenne hier mal Halle immer zuerst
    Affen
    6:15
    Großkatzen
    3:3
    Kleinkatzen
    0:2
    Großbären
    2:0 (wie lange noch?)
    Kleinbären
    1:1
    Hundeartige
    1:3
    Robben
    1:0
    Schleichkatzen, Hyänen
    3:5
    Marderartige
    0:1
    Großnager
    2:4
    Nebengelenktiere
    3:2
    Dickhäuter
    2:4
    Ziegen und Schafe
    3:1
    Einhufer
    1:2
    Antilopen, Giraffen, Lamartige
    1:4
    Hirsche, Wildrinder
    1:5
    Schweine
    0:2
    Kängurus
    1:1

    Zusammenrechnen kann jeder selber, und jeder hat ja auch sein ganz eigenes Empfinden, beim Besuch der Zoos, das ihm keine Statistik und kein Vergleich nehmen können. Für mich persönlich und subjektiv sieht so zumindest keine Stupsnase aus.

    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @ Ralf Seidel, da ich in deinem ausführlichen Beitrag nur einen Satz finde, der sich auf meinen Beiträge bezieht, möchte ich auf diesen Satz trotzdem mit einer Frage antworten.
    Kusimansen, Löffelhunde, Goldschakale und Guerezas erfreuen durchaus nicht nur nur den Zoofreund, sondern auch den "normalen" Zoobesucher, vor allem, wenn er sie zusätzlich zu den Erdmännchen sieht.
    Und gerade bei diesen Arten handelt es sich eben nicht um Großtiere, deren Anlagen für Halle als Berzoo mit Denkmalschutz baulich nicht möglich oder auf Grund der gegenüber Magdeburg hier schlechter dargestellten finaziellen Situation zu teuer wären. Alle diese Arten wurden bereits in Halle gehalten. Anlagen für sie wären in Halle sogar stellenweise vorhanden. Finanziell hohe Aufwendungen für die Beschaffung der Tiere gibt es ebenfalls nicht. Woran liegt es also, dass Halle da kaum Interesse zeigt und im abgelaufenen Jahr 2011 seinen Artenbestand und auch die Individuenzahl weiterhin reduziert hat?
    (21.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Mit den (Haus)Schweinen habe ich offenbar etwas Falsches in Erinnerung, aber die Anwesenheit von Schafen (Zackel- und Kamerunschafen) 1989 belegt der Jahresbericht - auch wenn ich mich nicht erinnern kann, an welcher Stelle im Zoo sie untergebracht waren. Und auch wenn im Einhuferrevier Urwildpferde standen, so war doch laut damaligem Zooplan ein Teil des heutigen Zebrageheges noch Ponygehege und meine Aussage somit nicht falsch. Insgesamt wäre zum fairen Vergleich der Entwicklung beider Zoos aber die Festlegung eines "Ausgangszeitpunktes" nötig.

    Den helfenden Blick in die Zootierliste habe ich geworfen. Da stehen für Magdeburg 73 Säugetierformen, für Halle 66. Die Nase, die MD vorn hat, ist also in dieser Beziehung nur eine Stupsnase. Auf Artniveau würde die Zahl bei beiden Zoos noch schrumpfen, denn wo z.B. Halle mehrere Rassen der selben Haustierart aufzuweisen hat, hat Magdeburg Tierpaare, die sich aus zwei verschiedenen Taxa in der Zootierliste zusammensetzen (Tiger, Hyänen, Schimpansen) und damit die Zahl erhöhen, oder mit den Tigeriltissen zwei Formen, die der Besucher nicht mal vergleichen könnte (wenn er denn einen Unterschied sähe), weil eine davon immer hinter den Kulissen sitzt.

    Gehe ich nach der "klassischen" Einteilung der Säugetierordnungen, wie sie noch weit verbreitet benutzt wird, sind in Magdeburg 10 vertreten, in Halle 12 - Insektenfresser und Robben fehlen in Magdeburg. Halle hat laut ZTL 16 Formen Paarhufer, Magdeburg 17 - "gefühlt" ist der Unterschied sicherlich größer, fehlen da womöglich noch ein paar Haustiere aus der Magdeburger Showarena? Halle hat zwar keine Marder, aber Magdeburg keine Großbären - und so ließen sich beim Vergleich noch mehr Beispiele feststellen.

    Und ich kann mich gut erinnern, dass noch vor gar nicht allzu langer Zeit der Zoo Halle Applaus erhielt, weil er sich auch mal um "besondere" Tierformen für das Sortiment bemühte (und wenn es nur ein Opossum-Einzeltier war), und selbst über neue Ziegen und Schafe positiv im Forum geschrieben wurde...
    (21.06.2012)
    Ralf Seidel:   Eins möchte ich noch nachschieben, bevor unter Umständen über den Begriff "Laie" diskutiert wird:
    Wie die meisten Teilnehmer an diesem Forum bin auch ich jemand ohne zoologisch-tiergärtnerische Ausbildung - also eben ein Laie. Seit frühester Kindheit befasse ich mich mit Tieren und Zoos, durfte viele Fachleute und auch bodenständige Zoofreunde kennenlernen. Da wird auch mal sachlich gestritten und eine Meinung vertreten - aber man wird in der Regel ernst genommen - weil man sich selber nicht zu ernst nimmt...
    (21.06.2012)
    Sven P. Peter:   @BjörnN:
    Wahrscheinlich "noch Elefanten", weil das Haus doch so konzipiert wurde, dass wenn mal die Richtlinien für Elefanten noch strenger werden (gerade vom Platzbedarf her), dass dort dann Giraffen gehalten werden sollen.

    Ich muss sagen, dass mir der Zoo Halle gut gefällt, auch wenn es einige Anlagen (auch aus der Neuzeit) gibt, die mir nicht zusagen. Gerade das Raubtierhaus halte ich nur sehr bedingt für einen großen Wurf. Es sieht gut aus, aber von Absperrmöglichkeiten, Gehegegröße u.ä. ist es eher schwach dabei.
    Andere Anlagen gefallen mir hingehen sehr gut, eben wie bei jedem Zoo.
    Ich denke hierbei geht man oft auch kritischer an fremde Zoos heran als an den eigenen Heimatzoo.

    Fazit: Der Bergzoo ist auf einem guten Weg und ich denke da wird noch einiges kommen!
    (21.06.2012)
    Ralf Seidel:   Es ist schon seltsam, wie gewisse "Sachverständige" Dinge beurteilen - ohne jegliches Detailwissen...
    Dass es Zoos gibt oder Anlagen, welche einem anderswo besser gefallen ist normal und in Ordnung. Auch ich bin nicht über jede Gehegebesetzung glücklich, hege gerade auch für Halle noch so manchen Wunsch in der Weiterentwicklung des Zoos. Doch auch auf dem Reilsberg geht nicht alles von heute auf morgen - das Geld liegt auch hier nicht unbedingt auf der Straße.
    In der Tat macht Magdeburg derzeit einen große Sprung - nachdem sich die Stadt nun endlich auch mal zu ihrem Zoo (auch in finanzieller Hinsicht) bekannt hat. Das heißt derzeit viel Neues und Schönes, aber nicht für die nächsten 20 Jahre, irgendwann wird auch dort nach dem Boom erst mal wieder eine gewisse "Ruhe" eintreten - das ist der normale Verlauf. Dass ein mehr als hundertjähriger Zoo baulich ganz andere Probleme zu lösen hat wie der wesentlich jüngere Garten in Magdeburg ist logisch, die Berglage mit den wenigen ebenen Flächen sind da in der Bewältigung von Aufgaben auch nicht gerade ohne, wer schon allein den Aufwand bei der Gerüstaufstellung für die Sanierung der Geiervoliere miterlebt hat weiß, wovon ich rede...
    Was nicht heißt, dass ich mir auch wieder Antilopen, Pumas und dergleichen für Halle wünsche - da mache ich auch keinen Hehl draus. Nur müssen Anlagen auch entsprechend zeitgmäß und den Haltungsanforderungen gebaut/ umgebaut werden - die in der Tat momentan doch sehr haustierlastige Besetzung einiger Gehege ist genau diesem Umstand geschuldet.
    Giraffen, Elefanten, wiklich sehr schöne Anlagen und Gemeinschaftshaltungen afrikanischer Großtiere oder südamerikanischer Graslandschaften - das alles gefällt auch mir sehr gut - ist in Halle aber so nicht zu realisieren. Halle punktet mit einer schönen alten Parklandschaft, eimem Zoo auf dem Berg mitten in der Stadt, eizigartigen Felsanlagen und interessanter Architektur alt und neu - das muss ja auch nicht jedem gefallen.
    Trotzdem hat Halle, wie Michael bereits erwähnte, deutlich mehr Besucher und auch der Individuenbestand dürfte immer noch deutlich über Magdeburg liegen - da klammere ich schon mal die Anzahl der Hausmäuse und -kaninchen aus...)). Nur ist die Anzahl der gehaltenen Großtiere geringer - aus verständlichen Gründen. Wenn Herr Gradowski der Meinung ist, der Zoo in Magdeburg hätte schon immer einen Vorsprung gegenüber Halle gehabt, dürfte er mit dieser Meinung wohl sehr einsam in der Landschaft stehen - Über Jahrzehnte war dies ein größeer Heimattiergarten mit einem in der Tat tollen Dickhäuterhaus. Die Entwicklung zum wirklichen Zoo begann erst in der Ära Puschmann, und das war auch immer ein Auf und ab - bis heute und wie eigentlich überall zu beobachten. Kusimansen, Löffelhunde, Goldschakale und Guerezas erfeuen in der Tat den Zoofreund - aber sind sie für den "normalen Zoobesucher" interessanter als etwa die vielgeschmähten Erdmännchen ? Meine ersten Erdmännchen sah ich Mitte der 80`Jahre in Halle, da kannte die noch kein Mensch...
    Dass das Geld im Bergzoo vielleicht derzeit nicht so zur Verfügung steht wie gewünscht - Magdeburg ist das politische Zentrum des Landes, Kultur und Wissenschaft sind in Halle zu Hause. Dass die Stadt ungleich mehr Geld dafür zur Verfügung stellen muss als die nördlich Großkommune liegt da auf der Hand - da ist der Zoo eine von vielen Verpflichtungen.
    Ich mag beide Zoos und freue mich über Weiterentwicklungen, ärgere mich genauso wenn`s irgendwo mal gerade nicht weitergeht.
    Wenn aber Laien sich anmaßen über "Fehlplanungen" zu urteilen, gar von "abgelutschten Tierarten" (was für ein Vokabular)sprechen so ist dies für mich einfach nur unqualifiziert, weil keine Zusammenhänge kennend aber eben mitteilungsbedürftig.
    Dem Direktor einen "pünktlichen Abgang" zu wünschen (ohne ihn überhaupt zu kennen zeugt von reichlicher Takt-und Instinktlosigkeit.
    (21.06.2012)
    Regina Nieke:   Auch wenn es nicht 100%ig zum Thema passt: Ich muss den Zoo Halle mal bzgl. eines ganz anderen Punktes hochloben: Es ist der einzige Zoo, den ich kenne, der zumindst bei größeren Tieren (z.B. Raubtierhaus, Ameisenbären) immer einen kleinen Aufkleber an die Schilder anbringt, wo die Nachwuchstiere hingekommen sind bzw. wer "verstorben" ist. Ich finde das echt super! Ich bin sehr selten im Zoo Halle, denke aber, dass diese Art der Information für Dauerbesucher SEHR interessant ist, für ab-und-an Zoobesucher nicht störend und für mich auch recht interessant.
    (21.06.2012)
    Sven Brandt:   Klar, die Lage des Hallenser Zoos (Bergzoo) ist sicher nicht in jeder Hinsicht von Vorteil. Aber könnte man sich diese Lage nicht gerade zum Vorteil für bestimmte Tierarten machen. Könnte man neben den Kaukasischen Steinböcken nicht andere Tiere, vor allem kleinere Arten, halten und hierfür ggf. auch neue Gehege anlegen und die Hanglage dabei nutzen? Gerade bei (Hoch-)Gebirgstieren dürften doch die Kosten für eine Tierunterkunft im verträglichen Rahmen liegen.
    (21.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Michael, dein Eindruck mit dem Ringtausch täuscht da erheblich. Das Beispiel mit der Zwergflusspferdanlage habe ich bereits genannt, das mit den Kulanen ebenfalls. Die Saubucht allein hatte Wildschwein, Pekari und Eisfuchs. Das Beispiel mit den Zebras stimmt auch nicht, hier standen vorher die Przewalskis. Bis 85 gab es im Rinderdreieck auch noch Bisons und Bantengs. Da wo heute Alpakas stehen, da gab es vorher neben den Vicunjas auch noch Guanakos. Die Nashornanlage wurde ebenfalls schon mehrfach benannt, ebenso die Anlage der Nilgaus, die es bis 92 gab. Auf der Giraffenanlage stehen heute Schafe, Kaninchen und ein Spielplatz. Selbst in der alten Malaienbärengrotte, die ich noch bis 89 mit Dachsen kenne, sind heute Kaninchen. Dort, wo die Marderhunde waren, sind heute Frettchen. Wo gab es denn bei deinem Besuch damals Schweine und Schafe?
    Ich für meinen Teil habe auch nicht gesagt, dass Magdeburg den besseren Tierbestand hat. Wonach will man allgemeinverbindlich festlegen, was gut und was besser ist? Ich habe lediglich festgestellt, dass Magdeburg bei den meisten Tiergruppen der Säuger deutlich die Nase vorn hat, weil sie artenreicher vertreten sind. Und da hilft ein Blick in die Zootierliste.
    (21.06.2012)
    Holger Wientjes:   @Olli: Was die kleinen Arten angeht, kann ich Dich schon gut verstehen. Die hätten in Halle auch Platz. Und auch bei Antilopen könnte man ja auf Ducker oder Dikdiks zurückgreifen. Mir ging´s eigentlich nur darum, dass in Halle schon viel in den letzten Jahren gebautb wurde und ich hier keinen Stillstand sehe.
    (21.06.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver: Das Rinderdreieck war schon "nur noch mit Haustieren besetzt", als ich den Zoo knapp vor der Wende kennenlernte - Wasserbüffel, Yaks, Steppenrinder. Ponys, Esel, Schweine, Schafe, Ziegen, Lamas, Alpakas gab es m.W. damals ebenfalls schon im Zoo, und außer zwei der drei genannten Rinderarten wurden z.B. auch die Trampeltiere seitdem abgegeben. Auf ehemalige Haustieranlagen sind z.T. auch Wildtiere gezogen (so Zebras auf die alte Pony-Anlage). Sind es wirklich mehr Anlagen mit Haustieren geworden, oder entsteht der Eindruck nur durch Ringtausch und die Reduzierung der Wildtierarten?
    (21.06.2012)
    Michael Mettler:   Wenn der Tierbestand in Halle so viel Anlass zu Sorgen gibt und der Magdeburger so viel besser sein soll, wieso hatte dann der Zoo Halle in 2011 laut VDZ-Seite 20% mehr Besucher als der Zoo Magdeburg? Haben die alle bloß nicht gemerkt, wie "ausgelutscht" die Tierarten in Halle sind?

    Mit den Augen des Zoofans sehen wir gewisse Entwicklungen zwangsläufig kritischer (und empfindlicher). Aber auch Magdeburg hat in den letzten Jahrzehnten - um den gleichen Zeitraum zu betrachten, ich als "Auswärtiger" habe beide Zoos erstmals 1989 besucht - viele interessante und selten gezeigte Arten abgegeben/auslaufen lassen (einige nach relativ kurzen Gastspielen) und häufiger gehaltene dazugeholt. Was z.B. aus dem Spezialgebiet Kleinkatzen geworden ist, ist ebenso unübersehbar wie in Halle.

    Zum Besatz vieler Anlagen mit Haustieren hatte ich ja schon mal meine Gedanken geäußert. Immerhin kann es bei Tierhaltung limitierende Faktoren geben, die nicht offen sichtbar sind.

    Die Entwicklungen der letzten Jahre waren recht offenkundig auf "Publikumstiere" ausgerichtet, bei denen allerdings auch ein besonders großer Modernisierungsbedarf bestand. Was kleine Tierarten betrifft: Erinnere mich richtig, dass der Zoo Vielfraße halten wollte, aber die vorgesehene Fläche (jetzige Mähnenspringeranlage) die Vorgaben dafür nicht erfüllte? So kann sich die Abwesenheit einer (gewünschten!) Marderart dann eben auch erklären.
    (20.06.2012)
    Oliver Jahn:   @Holger, keine Frage, ich sehe es in vielen Bereichen wie du. Es ist nur eben gefühlter Stillstand. Die Arten, die du nennst, sind toll. Aber sie sind eben schon länger dort, was ja auch schön ist. Aber viele Arten fehlen heute, die es mal gab. Und das sind durchaus Arten, die man auch in Halle halten könnte. Anlagen, wie in Magdeburg, für Goldschakal, Löffelhund, Tigeriltis, Streifenhyäne oder Kusimanse, die bekommt man doch auch in Halle hin. Man hat sie ja sogar, nur besetzt man sie halt eben mit Haustieren. Wo ist da gerade bei den kleineren Arten der Vorteil von Magdeburg? In der alten Anlage der Zwergflusspferde sind Nutrias. In der Saubucht Hühner und Göttinger Minis, die man auch noch mal im Rinderdreieck findet, welches ebenso nur noch mit Haustieren besetzt ist. Auf der Nashornanlage sind Zackelschafe, dort wo Kulane standen, sind heute Ponys und Esel. Die alte Mähnenwolf-Anlage baut man um. Das sollte mal eine Kombi-Anlage für die großen Ameisenbären mit Tapiren werden. Wenns dafür nicht reicht, dann eben Wasserschweine. Stattdessen nimmt man eben die schon vorhandenen Emus mit den Bennetts da rein. Hätte man den alten Plan verfolgt, hätte man am Antilopenhaus auf der ehemaligen Ameisenbärenanlage unter Einbindung der Nashornanlage, auf der seit zig Jahren die Zackelschafe stehen, eine tolle Anlage für Anoas und Hirscheber machen können. Schon wären Rinder und Schweine wieder im Zoo.
    Wenn man kein Geld hat, um neu zu bauen, dann ist das verständlich. Wenn man keine neuen Tiere bekommt, weil Importe einfach nicht möglich sind, dann ist auch das verständlich. Genau diese Argumentationen hören wir ja oft. Baut man aber neu, und etliche andere Zoos zeigen auch, dass man seit einiger Zeit wieder Tiere bekommen kann, dann verstehe wer will, dass man diese Sachen dann nicht in Einklang bringen kann. Aschersleben hat Fischkatzen in den Bestand geholt, eine Partnerin für den Rotluchs ebenfalls. Etliche Zoos halten wieder Löffelhunde und züchten sie auch. Der Zoo Berlin hat regelmäßig Nachwuchs bei seinen Weißbart-Pekaris. Das sind doch alles Tiere, die man auch in Halle wirklich gut halten könnte.

    (20.06.2012)
    BjörnN:   @th.oma.s
    "Noch" Afrikanische Elefanten???
    (20.06.2012)
    Holger Wientjes:   O.k., was den Tierbestand angeht, da liegt Magdeburg sicherlich vor Halle. Wobei Magdeburg sicherlich von der Fläche und Geländestruktur vorteilhafter angelegt ist. Dennoch freu ich mich in Halle auf Angola-Löwen, Malaiische Tiger, Pudus, Vikunjas, Panzerkrokodile, Korsaks, Blauschafe oder Westkaukasiche Steinböcke. Ist ja schon die ein oder andere Art dabei. Halle ist aber in der Tat recht "haustierlastig" und ich würde mir auch beispielsweise mindestens eine Antilopenart dort wünschen. In Halle mag ich aber die besondere Bergatmosphäre, den Ausblick und die Architektur, die zwar modern daher kommt aber dennoch einem das Gefühl gibt einen "klassischen" Zoo zu besuchen

    (20.06.2012)
    th.oma.s:   Tierisch besonders?: (noch) Afikanische Elefanten (mit Bullenhaltung); Malayische Tiger, Blauschafe, Ture. Mehr fällt mir nicht ein.
    (20.06.2012)
    Liz Thieme:   Wie bitte? Der Streichelzoobereich ist das Kleintierhaus? Unter dem Namen stell ich mir was anderes vor.
    Und da fehlt auch einiges.

    Den Westkaukasier würde ich nicht als ausgelutscht bezeichnen, da es den kaum wo anders gibt.

    Was ist tierisch gesehen denn das Besondere an Halle, jetzt?!
    (20.06.2012)
    Oliver Jahn:   Ich kenne den Zoo Halle seit Jahrzehnten und er gehört nach wie vor zu meinen Lieblingszoos. Die Atmosphäre ist immer wieder eine ganz besondere und gerade im Hinblick auf die Zeiten vor der Wende ist hier wirklich vieles getan und einige recht gute Anlagen sind dabei rausgekommen. Etliches ist dem Denkmalschutz geschuldet und Fehlplanungen gibt es in fast jedem Zoo.
    Was mir aber zunehmend Sorgen macht, das ist tatsächlich der Tierbestand. Das man da nicht mit alten Zeiten vergleichen darf, das ist mir schon klar. Dennoch kann gerade jemand, der den Zoo so lange und so gut kennt wie ich, die Kritik von Liz schon nachvollziehen. Und es geht da gar nicht mal nur um die von uns so geschätzten Raritäten.
    Einige Tiergruppen fehlen ganz, andere sind oft nur spärlich besetzt. Dass der Zoo bei seiner Fläche und seinem bergigen Gelände auf die Haltung „Großer Tiere“ weitestgehend verzichten muss, das ist verständlich. Aber es gibt eben auch viele „kleinere“ Wildtierarten, die heute einfach fehlen.
    Kleinkatzen wurden in Halle lange gehalten, Ozelot, Karakal, Manul, Serval, Wildkatze, in früheren Jahren sogar Fischkatze und Goldkatze und natürlich das Wappentier, der Puma. Heute fehlt diese Gruppe komplett.
    Bei den Tieraffen sind ganze 2 Arten übrig geblieben.
    Krallenaffen gibt es in drei Arten.
    Bei den Caniden eine.
    Wildrinder und Antilopen fehlen ganz, Tapire sind nicht mehr da.
    Marderartige fehlen ebenfalls komplett.
    Die Großbären sind auf Auslauf gestellt, an Kleinbären gibt es nur Nasenbären.
    Schweineartige sind ebenfalls nicht mehr vorhanden.
    Der letzte wirklich spektakuläre Neuzugang waren die Blauschafe, dafür mussten aber die Markhore, die es mittlerweile auch nur noch in 4 deutschen Haltungen gibt, gehen.
    Das Kleintierhaus mit den Kamerunschafen, Mäusen und Kaninchen finde ich ebenfalls toll. Der gesamte Komplex gefällt mir und er gehört zu den Bereichen, die ich als absolut gelungen empfinde. Warum dann aber in einem flächenmäßig so eingeschränkten Zoo weitere 12 Anlagen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) ebenfalls mit Haustieren besetzt werden müssen, das kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    @Holger, und wenn ich dann schaue, dass in einer relativ kurzen Zeit von nur wenigen Jahren in Magdeburg Onager, Waldrentiere, Schopfhirsche, Löffelhunde, Goldschakale, Monameerkatzen, Angola-Guerezas, Dunkelkusimansen, Streifehyänen und neue Rothunde, Warzenschweine und Tigeriltisse in den Zoo geholt wurden, dann ist da schon ein sehr deutlicher Unterschied in der Entwicklung des Tierbestandes, den man dann, wenn man es ehrlich betrachtet, einfach nicht leugnen kann. Das war viele Jahre anders, da konnte Magdeburg sich deutlich hinter Halle verstecken. Der Vergleich von Liz spricht aber von heute. Und da sieht das ganz anders aus. Bei den meisten „Tiergruppen“ der Säuger hat Magdeburg deutlich die Nase vorn.
    Und gerade weil ich den Zoo Halle sehr mag, wünsche ich mir wirklich, dass einige der guten Ideen, die es gerade im Bereich Südamerika ja schon gab, vielleicht doch noch umgesetzt werden. Mit Pekari, Ozelot, Waldhund oder Wasserschwein gibt es „Kleine“ Arten, um nur mal einige zu nennen, die auch in Halle Platz finden würden.

    (20.06.2012)
    Michael Mettler:   Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde hier im Forum eine Rückentwicklung in Magdeburg mit zunehmendem Artenschwund beklagt. Auch diese Siebenmeilenstiefel standen also mal eine ganze Weile nur im Schuhschrank.

    Ich gebe gern zu, dass ich kein großer Fan der in Halle gewählten Architektur für einige der Neuanlagen bin, und die Halbwertzeit mancher Bausubstanzen finde auch ich ganz schön fragwürdig. Aber mal ganz nüchtern betrachtet hat der Zoo mit Elefanten(zucht)anlage, begehbaren Sittich- und Lorivolieren, Erdmännchenanlage und Nasenbär-Nachnutzung eines vorherigen Großraubtiergeheges genau das gemacht, was viele andere Zoos im gleichen Zeitraum gemacht haben oder sogar erst tun werden. Insofern hat man tatsächlich "mit moderner Zooentwicklung" Schritt gehalten...

    Die Modernisierungen der Robbenanlage, des Raubtierhauses und der Affenhäuser und der Neubau des Krokodilhauses betrafen sämtlich besonders publikumswirksame Arten, da ist 08/15 aus neutraler Sicht doch sehr relativ. Ob der Normalbesucher angesichts von Spezialitäten wie Blauschafen oder einem Opossum, dem NICHT putzige Fettwülste hinter den Augäpfeln hervorquollen wie seinem berühmten Gegenstück wenige Kilometer weiter, wirklich begeisterter war als von z.B. Nasenbären im Pumakäfig und Ziegen im Antilopengehege...? Und ob für den nicht auch z.B. die Westkaukasischen Steinböcke wegen langjähriger Präsenz "ausgelutscht" sind, bei denen der zoologisch Begeisterte noch immer mit der Zunge schnalzt?

    Über neue Pumas im Bergzoo würde ich mich freuen. Aber Halle ist keineswegs der einzige Zoo, der sein/ein Logo-Tier abgeschafft bzw. nicht mehr ersetzt hat. Das haben Zoos wie z.B. Köln, München, Hannover oder Frankfurt auch schon mal getan.
    (20.06.2012)
    Liz Thieme:   Aber da du anderer Meinung bist, wäre ja mal deine genauere Interpretation der letzten 10 Jahre interessant.
    (20.06.2012)
    Liz Thieme:   Zoo-Mathematisch ist es trippeln.
    Haus bauen(+) + Schaden(-) = Sanieren = 0 das mehrfach und es wird so weiter gehen....
    Fehlplanungen in Xfacher Euro-Höhe (dürfte hier weiter unten abgehandelt sein) --> extreme Geldverlust ohne Ergebnis
    Da bleibt die Frage, war die Elefantenanlage Glück oder warum sind in letzter Zeit so viele Bauprojekte schlecht ausgegangen? Kenne keinen anderen Zoo mit solchem Ausmaß an Gebäude neueren Datums (bzw ihre Veränderungen) mit Schäden.

    Naürlich ist das meine Meinung und damit subjektiv und Geschmackssache. Andere sagen "Yipiieh" endlich Wallabys und Emus zusammen und endlich Erdmännchen etc

    Ich sehe bei den Arten keine große positive Entwicklung. Das ist auch vor und zurück. Das gehört auch zum Trippeln dazu.
    (20.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Liz Thieme: Damit hast du ja glatt deinen eigenen Eintrag widerlegt, von wegen auf der Stelle trippeln und so. Es hat sich eben doch Einiges getan. Manches ist nunmal Geschmackssache, ich finde das Kleintierhaus gar nicht schlecht. Ist ja auch mehr für Kinder, die beim Anblick von Mäusen und Meerschweinchen aufjuchzen. Was man aus dem Raubtierhaus gemacht hat ist auch toll, schließlich hatte man sich an den Denkmalschutz zu halten. Und wie soll man es dem Besucher recht machen, wenn jeder so seine eigenen Vorstellungen hat.
    Das mit den Bau- und Gebäudemängeln ist natürlich nicht nur ärgerlich, sondern wirft so eine Einrichtung natürlich auch wieder zurück. Wird ja wohl kaum so geplant gewesen sein.
    Das Elefantenhaus finde ich aber auch eher unschön.
    (20.06.2012)
    Liz Thieme:   1998-2001 alte Affenhaus & ehemalige Flusspferdhaus --> Schimpansenhaus und Affenhaus --> jetzt schon Gebäudeprobleme
    2001 neue Seebärenanlage, die Vikunjaanlage und das Kleintierhaus --> 1. gut, 2. naja, 3. was für ein Ding?
    2003 Raubtierhaus wiedereröffnet --> gut, aber nicht meine Vorstellung, schon einige Probleme
    2005 Krokodilhaus --> gut, teils doofe Einsichten, aber Besonders
    2006 Elefantenanlage --> ich finde es nur mäßig und nicht schön
    2006 Haupteingang --> erscheint mir eng
    2007 Nasenbären in Ex-Puma --> nicht besonders und toll ist es auch nicht
    2007 Erdmännchenanlage --> die ist vernünftig, Besatz ok halt Besucherwirksam
    2007 begehbare Australienvolieren --> nicht begehbar, Vogelproblem
    2008 Sanierung der Geiervoliere --> naja muss halt mal sein
    2011 sanierte Totenkopfaffenhaus wiedereröffnet --> in der Hoffnung, dass es diesmal heil bleibt, es war ja auch recht jung

    Zitat des Zoos:
    >Seit Ende der 80er Jahre wurde unser Tierbestand reduziert und auf die weitere Haltung größerer Arten, wie z. B. Giraffen, Nashörner, großer Antilopen und Rinder, verzichtet. Das ermöglicht uns, auch auf einer relativ kleinen Zoofläche mit moderner Zooentwicklung Schritt halten zu können.<
    Sehe ich als nicht unbedingt eingehalten....
    Und was bringt mir eine Reduzierung der Arten, wenn dann so viel uninteressantes Zeugs da ist und sogar bei NEUPLANUNGEN!!! 0815-Haltungen geplant werden und nicht mal wieder ein Hingucker.
    Dann ein Zoo der sein Logotier abschafft..... stellt euch mal den 1. FC Köln ohne Hennes vor.
    Ich verlange keine weiteren der Big 5 oder so. Aber man könnte einige langweilige und "ausgelutschte" Arten durch interessantere, besondere Arten ersetzen ohne da großen Aufwand zu haben.

    (20.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Liz Thieme: Mit Magdeburg hast du natürlich recht, aber mE hatte dieser Zoo auch zu DDR/Wendezeiten schon einen Vorsprung vor Halle. Und Halle war zur Wende meiner Meinung nach (muß man ja dazuschreiben, um nicht gleich wieder die Leute gegen sich aufzubringen) schon ziemlich runtergekommen. Deshalb war für Magdeburg der Quantensprung leichter, um es mal so auszudrücken.
    Wenn man Halle vor 20 Jahren kennt und heute, erkennt man den Zoo kaum wieder. Und ja ich weiß, das kann man von den meisten Zoos behaupten, vor allem die Ex-DDR-Gärten. Ich meinte Elefanten-, Raubtier-, Affen-, Krokodilhaus u.a., die erst in den letzten 10 Jahren entstanden sind und zum größten Teil auch sehr schön geworden sind. Das meinte ich mit Sprung nach vorn. Das man noch längst nicht da angekommen ist, wo man sein könnte, steht außer Frage.
    (20.06.2012)
    Holger Wientjes:   Also ich war erst zweimal in Halle und einmal in Magdeburg. Aber die Entwicklung der Gärten kann man ja auch so recht gut verfolgen. Und hier finde ich, dass beide Zoos sich in den letzten Jahren deutlich zum Positiven entwickelt haben. In Halle ist viel um- und neugebaut worden in den letzten Jahren. Ob einem das immer zusagt, muss jeder selbst entscheiden. Aber das ist ja mit diversen Baumassnahmen in anderen Zoos nicht anders. Auf der anderen Seite musste auch Magdeburg Rückschläge hinnehmen (Affenhaus). Meiner Meinung nach kann man also nicht behaupten, dass Halle auf der Stelle tippelt und Magdeburg um "Längen" weiter ist.
    (20.06.2012)
    Liz Thieme:   Huch, keine 50 Jahre sondern 10 Jahre.
    (19.06.2012)
    Liz Thieme:   Naja, also 50 Jahre kann ich den Zoo nicht beurteilen, aber in der Zeit in der ich nun den Hallenser Zoo kenne, habe ich auch andere Zoos kennengelernt, wie zB Magdeburg.
    Ich weiß, den Vergleich mögen die Städte nicht. Aber in der Zeit ist Magdeburg in sieben Meilen Schuhen unterwegs gewesen und Halle trippelt höchstens, wenn nicht sogar auf der Stelle und teils zurück.
    In meinen Augen ist da einiges fehlgelaufen und tut es noch immer.
    Viele Anlagen könnten besser/interessanter genutzt werden ohne viel Aufwand.
    Ich hoffe einfach, dass der Direktor pünktlich geht und dann ein Aufschwung kommt.
    (19.06.2012)
    Michael Gradowski:   @Liz Thieme: Freut mich für dich, daß du einen schönen Tag in Halle hattest. Da es von mir nur ca. 50 km nach Halle sind, bin ich auch öfter dort. Ich finde, daß der Zoo in den letzten ca. 10 Jahren einen tollen Sprung nach vorn in der Entwicklung gemacht hat. Natürlich gibt es noch genug Altlasten (z.B. die von dir erwähnte Schweineanlage), ich bin aber zuversichtlich, daß das nach und nach geändert wird. Für mich ist auf jeden Fall der Zoo Halle immer eine Reise wert. Und was den Aussichtsturm angeht, kann ich dir auch nur voll und ganz zustimmen.
    (19.06.2012)
    Liz Thieme:   Halle

    Nun ist das lange Warten zu Ende gewesen und Halle stand wieder im Kalender. Und eins habe ich wieder gelernt – Wetterberichten sollte man nicht glauben.

    Klar wurde als erstes den Jaguaren ein Besuch abgestattet, die den frischen Morgen draußen genossen. Bei den Tigern wollte Somphon unbedingt zu einer seiner Damen, die das aber nicht für allzu wichtig nahm.

    Weiter zu den drei Faultieren, die ihrem Namen alle Ehre machten und neben leben nun ja die Weißhaubenfasane in der Voliere.
    Pinguine und Erdmännchen wurden im Vorbeigehen mitgenommen, um dann in die ehemalige Opossum-Anlage zu gucken, die derzeit noch mit Greifstachlern besetzt ist. Deren neues Gehege ist zum Einzug (fast) bereit. Für mich hätten sie schon einziehen können.
    Schade finde ich, dass die alte Zwergflusspferdanlage von Nutrias besetzt ist, da könnte man wirklich mehr draus machen.

    Bei den Seebären sah ich diesmal nur noch zwei Tiere. Bei den Schimpansen hoffe ich irgendwie darauf, dass das alte Weibchen das Zeitliche recht bald segnet und das Männchen abgegeben wird und daraufhin dann andere Affen die Anlage nutzen können, wie zB Meerkatzen oder Guerezas, gerne auch Halbaffen.
    Die Zwergflusspferde waren bei den beiden Besuchen am Tag beide Male drinnen und der Bulle zeigte am Körper frische Verletzungen, die ich dem Weibchen zuschreibe, die drinnen von ihm aber abgetrennt war.
    Schön war es die seidenen Springtamarine so nah zu haben. Die Sakis mit Baby Pauli blieben trotz offenem Schieber und gutem Wetter lieber drinnen.

    Die Steinböcke haben mehrfachen Nachwuchs, der das Gelände zum Spielplatz nutzt. Bei den Mähnenspringer sahen die drei Tiere alle sehr männlich aus...
    Die Zebus hatten ein mir neues Tier – schwarz mit weißer Maske und Kehle – interessantes Aussehen.

    Die Schweinebucht war enttäuschend mit Hühnern und einem Schwein ausgestattet.
    Und ein Ameisenbär zeigte kaum ein Interesse sich draußen aufzuhalten. Wobei mich das bei so lärmenden Mitbewohnern – Tschajas – nicht so wundert.
    Habe mir dann auch mal mehr Zeit für die Vögel in der Großflugvoliere genommen. Die Schwarzstörche sind extrem zutraulich, man könnte sie schon kraulen.
    Der Kanickelbesatz etc ziemlich langweilig.

    Die Binturongs müssen die ganze Zeit (auch als ich davor stand) so inaktiv gewesen sein, dass ihr (Über-)Nachbar, der Korsak, alles überstank. So hab ich keine Duftwolke der Binturongs abbekommen, leider. Direkt nebenan leben nun Von-der-Decken-Tokos aus dem Vogelpark Heligenkirchen, ebenfalls für mich ein Fehlbesatz.

    Dann ging es hoch zum Höhepunkt, auf den Turm. Es war herrlich. Der Turmbesuch ist jedes Mal für mich ein einmaliger Moment.

    Nach der Besteigung beobachtete ich auch die vier Blauschafe in den zwei verbundenen Gehegen. Zu der Herde ist ein '09er Weibchen aus der Ménagerie dazu gekommen. Der Bock sieht inzwischen richtig gut aus.

    Die neue „Super“-Anlage für Bennetts und Emus sieht aus wie eine brachliegende Baustelle. Einzig erkennt man einen Aushub (Bach + Teich?). Ich würde mir hier so sehr andere Tiere wünschen!
    Genauso könnte man sich besondere Rassen an Pferden und Esel holen, wenn man diese Tiere schon zeigen möchte.

    Die Zebras sind nur noch zu dritt. Hingegen die Anlage für Alpakas und Ouessantschafe ziemlich quirlig erscheint.

    Die Fuchsmangusten waren sehr aktiv und trotzdem fotogen, eine schöne Haltung und mit das schönste tierische Erlebnis bei dem Besuch.

    Das Alpinum war ganz anders als im letzten Jahr. Die Chinchillas scheinen getauscht zu haben. Die Gundis aus Cottbus sind noch nicht eingezogen. Dafür aber die Felsenmeerschweinchen aus Cottbus und schön aktiv waren auch die Kaukasischen Eichhörnchen.

    Danach folgte der Abstieg zu den Bären. Es ist immer wieder schön einen Kragenbären sehen zu können. Er war gerade beim Fischessen und schien die Fischhaut nicht zu mögen, im Gegensatz zur Braunbärin, die den Fisch ganz verschlang.

    Die Elefanten waren alle in ihren Boxen zum Fressen, während ihre Mitbewohner im Zoo umherspazierten.

    Das neue alte Totenkopfäffchenhaus ist ja bekannt und die Äffchen sind so aktiv und spielerisch, so dass man mit ihnen toll interaktiv agieren kann.

    Das Krokodilhaus war ausgesprochen schwül mal wieder und action war nicht angesagt.

    Der schöne Zootag in Halle endete so wie er begann, bei den Jaguaren.
    (17.06.2012)
    Alexander Raksi:   Nachdem lange Zeit nur noch ein Nordamerikanischer Baumstachler im Bergzoo zu sehen war, haben drei kleinere jetzt ein weiteres Gehege bezogen, im Pinguin/Erdmännchenhaus.
    Diese sind jedoch hinter Glas, was gut ist, weil die angeblich Probleme mit der hiesigen Luftfeuchtigkeit haben.
    Somit sind jetzt vier Stachler in zwei Gehegen für den Besucher zu sehen.
    (01.05.2012)
    Ulli:   Laut Homepage des Zoo Osnabrück wurden am 26.01.2012 drei Coururos im dortigen Zoo geboren.
    (27.04.2012)
    Sven Brandt:   Sieht ja wirklich nicht gut aus, mal wieder Courorus zu sehen, weder in Halle noch andernorts.
    (07.04.2012)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank, jetzt bin ich im Bild. Die Beschreibung des Alpinums klingt ja ein wenig traurig. Trotzdem merke ich, ich muss mal wieder nach Halle, mein letzter Besuch ist nun doch schon etwas her.
    (04.04.2012)
    Alexander Raksi:   Hatte jetzt noch grade Lust, eine Grafik zu machen ;)
    (04.04.2012)
    Ronny:   @Alexander: Danke, habe nichts mehr hinzuzufügen. Der Vikunja-Hengst lebt im Mufflonabsperrgehege^^, wenn man dies so bezeichnen kann.
    (04.04.2012)
    Alexander Raksi:   @Oliver: letzten Sonntag haben wir zwei Kaukasische Hörnchen gesehen.
    Steht man oben am Turm, dann ist aktuell ganz links das Emu-Gehege, dann folgt in Richtung rechts der Vikunja-Hengst, dann die Doppelanlage der Blauschafe und dann die Pudus
    (04.04.2012)
    Oliver Jahn:   @Ronny, hast du die Kaukasischen Eichhörnchen gesehen? Ich habe sie bei den drei letzten Besuchen nicht zu Gesicht bekommen. Und noch mal eine Frage zum Vikunja-Hengst. Steht er auf der alten Markhor-Anlage? Diese wurde doch von den Blauschafen mitgenutzt. Schließlich wurden ja dafür die Markhore abgegeben. Links neben der Doppelanlage der Blauschafe hingegen sind aber doch die Pudus. Oder meinst du links von oben aus gesehen? Quasi das alte Vorgehege der Mufflons? Bei dem dachte ich auch, es wäre nach der Sanierung der Gesamtanlage der Blauschafe zugeschlagen worden.
    (03.04.2012)
    Ronny:   @Michael: Genau die Gaense meinte ich.

    Zu den Courorus sieht es wohl sehr schlecht. Plzen und Schoenebeck haben nur noch Alttiere bzw Tiere einfach nicht zuechten wollen. Beide Zoo arbeiten in der BAG Kleinsaeuger mit. Weder Schoenebeck noch Plzen koennen daraus Tiere beziehen. Poznan hat auch keine Zuchtfaehige Gruppe mehr. Wie es Osnabrueck und noch einem anderen Park steht, kann ich leider nicht sagen.
    (03.04.2012)
    Michael Mettler:   Anbei zum Vergleich ein 2010 aufgenommenes Foto der Gänsebastarde (meiner Erinnerung nach waren es drei).
    (02.04.2012)
    Holger Wientjes:   Aber gibt es denn keine Courorus mehr in Privathand ?
    (02.04.2012)
    Ronny:   atHolger> Okay, es sind B.h.minma sorry. Die Nominatform wurde zu schnell gepostet.. Die Zwergwachteln sind zumindest wildfarben.

    at Mettler: Ich schicke dir die Fotrras am Mittwoch.

    at Sven: keine Ahnung im November waren sie mit Sichtung noch vorhanden. Am 30.12.2012 waren dort Frettchen. Damit ist wohl der gesamte Bestand in Europa Geschichte, weil weder Poznan, Plzen und Schoenebeck keine zuchtfaehigen Gruppen mehr haben. Wie die Zucht in Osnabrueck gelingt vermag ich nicht zu sagen..

    at Oli: Keine Bauarbeiten auf dieser Seite. Benetts sind noch im angestammten Gehege. Im Genesatz yu Dessau und Bernburg wurden keine Jungtiere vermeldet. Auch dieses Ersatzgehege neben den Kaengs war nicht belebt.

    Weitere Fragen beantworte ich am Mittwoch.
    (01.04.2012)
    Oliver Jahn:   @Ronny, vielen Dank! Wie sieht es auf der Rückseite des Antilopenhauses aus, auf der alten Anlage der Bennetts? Leerstand, Bauarbeiten, irgendwas erkennbares oder etwas ausgeschildert?
    (01.04.2012)
    Sven Brandt:   Was wurde aus den Courorus?

    Ich konnte sie zwar nur selten sehen und es war immer wieder spannend, ob man sie beim x-ten Vorbeilaufen mal entdeckt, aber vermissen werde ich sie schon. Gibt es Hoffnung, dass sie an anderer Stelle im Zoo wieder auftauchen?
    (01.04.2012)
    Holger Wientjes:   @Ronny: Zwergwachtel = Wildform ??
    (01.04.2012)
    Michael Mettler:   @Ronny: Du hast die neuen Schneegänse einmal als Zwerg-, dann als Kleine Schneegänse bezeichnet - das wären aber unterschiedliche Arten. Halle hatte zudem mindestens in 2010 Mischlinge aus Kanadagans und (weißer) Schneegans im Bestand, die eine gewisse Ähnlichkeit mit der blauen Farbmorphe der Schneegans hatten. Lässt sich da noch was aufklären...?
    (01.04.2012)
    Holger Wientjes:   @Ronny: Danke für die Updates ! Habe die Tafelente in der ZTL von ehemalig in aktuell verschoben. Die Zwergkanadagans ist aber (noch) nicht als Nominatform sondern als B. hutchinsii minima dort gelistet.
    (01.04.2012)
    Ronny:   Nachdem ich 3 Stunden Fotos von Enten verglichen habe, bin ich zum Ergebnis gekommen, dass die Beschilderung am kleinen Ententeich sehr aktuell ist.

    Deshalb sind nun neue Arten:
    Zimtenten (aus Bernburg), Kleine Amazonasenten, Tafelenten und Schwarzkopfruderenten.

    Auf dem Pelikanteich leben Zwergkanadagans (Nominatform) und Kleine Schneegans als neue Arten.
    (01.04.2012)
    Ronny:   So ich war heute mal wieder in Halle...alles mal ohne Wertung.

    Raubtierhaus:
    Ich habe nur noch 1 Kuba-Schlankboa gesehen. Es sind keine Gürtelschweife mehr im Bestand (aber scheinbar schon länger, da sie mir bei den letzten beiden male nicht aufgefallen sind). Außerdem sind keine Siedleragamen mehr im Bestand.

    Um die Bärenanlage und der Elefantenanlage lebt ein Trupp Helmperlhühner. Alle Perlhühner sind Wildfarben.

    Krokodilhaus:
    Ein Pamzerkrokodil war abgesperrt.

    Pelikanteich:
    Neu im Bestand sind Zwergschneegänse in der blauen Farbvariante. Leider nicht mehr im Bestand sind die Nördlichen Eiderenten.

    Bergkarakaras waren am Nestbau.

    Besetzung Alpinumkäfige von den Karakaras aus komment.

    Leer (Wildmeerschweine)--> Insektenhotel --> Doppelkäfig für Zwergkaninchen (russischfarben) --> Degus--> Frettchen (ehemalig Courorus)--> Chinchillas --> Kaukasus Eichhörnchen

    Tierkindergarten:
    Die ehemalige Jap. Legewachtel Anlage wurde für Zwergwachteln und Reisfinken umgebaut. Die ehemalige Anlage der Mongolischen Rennmäuse für Euro. Zwergmäuse.

    Bei den Kaninchen gab es auch ein paar Veränderungen. Die Englischen Schecken leben Malaienbärkäfig, statt dessen leben dort Zwerg-Schecken. Holländer sind aus dem Bestand, dafür Castor Rex. Des Weiteren gint es nun Zwergwidder Weißgrannen und Thüringer.

    Bei den Weißhaubenfasane leben die Rotschnabel-Schweifkittas.

    Der Vikunja-Hengst lebt auf der linken Seite neben der Doppelanlage der Blauschafe.

    Fasanerie:
    1. Käfig:
    China-Ringfasan (mit Nachzucht), Eruo. Ringeltaube, Amsel, China-Graubauchhäherling

    2. Käfig:
    Lachender Hans, Himalaya-Glanzfasan
    es fehlte der Waldhäherling

    3. Käfig:
    Blaukehl-Guan

    4. Käfig
    Buffon-Turako, China-Graubauchhäherling, Schopftaube, Mittelbeo.
    Damit fehlen auch die Goldbug-Papageien und die Grauen Pfaufasane.

    5. Käfig
    Langschwanzhäher und die Nördlichen Helmhokkos.

    Jungtiere bei Maras, Zwerziegen, Kamerunschafen.

    Und weil ich Oli nun solange auf die Folter gespannt habe...die Stachelschweine lebten im Absperrkäfig der Mähnenwölfe (neben die Pudus). Sie wurden wieder abgegeben, weil sie sich fast aus der Anlage rausgebuddelt haben.


    Anbei Fotos der neuen Känguru-Anlage
    (31.03.2012)
    Alexander Raksi:   @ASH: Genau deshalb habe ich ja die Erkundigung einholen wollen, ob jemand in der Lage ist, mir dazu Auskunft zu geben.
    Mir sind nur sechs Zoos in Deutschland bekannt, die den sogenannten Maranon-Baumsteiger halten.
    @ASH: Sind Zeitpunkt der Abgabe und Ziel bekannt? Und vor allem wäre für mich der ungefähre Umfang interessant und nicht allgemeine Gepflogenheiten mit Nachwuchs
    (20.01.2012)
    ASH:   @Alexander Raksi: Natürlich werden nicht alle NZen, wie auch bei anderen Tierarten, behalten, sondern abgegeben; so auch bei den Schokoladenfröschen und anderen Terrarienbewohnern.
    (20.01.2012)
    Alexander Raksi:   Wenn ich hier und da lese, gab es ja reichlich nachgezogene Schokoladenfrösche im Sommer, im Schaukasten findet man aber in der Regel nur ein gutes Duzend. Was ist aus dem Nachwuchs geworden oder verstecken die sich jedes mal so gut? Weiß da wer etwas?
    (19.01.2012)
    Ralf Seidel:   @Alexander Raksi, zunächst erst einmal geht es darum, die alte Mähnenwolfanlage zu einer modernen und attraktiven Schauanlage umzugestalten, dass der künftige Besatz "dem einen oder anderen nicht spektakulär genug" erscheint - geschenkt...
    In diesem Zuge soll die derzeit noch von den Benetts genutzte Anlage saniert werden.
    Dass die Wiedereröffnung des sanierten Hauses der Totenkopfäffchen im Frühjahr dank der großzügigen Unterstützung durch die Stadt nicht weiter wahrgenommen wird, muss dann schon ein wenig verwundern...

    (13.12.2011)
    Oliver Jahn:   Ich habe nicht geschrieben, dass es ein negatives Jahr war, sondern nicht unbedingt eines der besten Jahre. Baulich und tierbestandsmäßig gab es nicht wirklich viel. Außergewöhnliche Neuzugänge waren auch nicht zu verzeichnen. Mit dem Opossum fiel ein Alleinstellungsmerkmal weg. Radio-Nacht und Erdmännchennachwuchs sind nett, aber sie nehmen sich neben dem, was in 2011 so in der deutschen Zoolandschaft passiert ist, gerade auch in der Nachbarschaft von Halle, dann doch eher bescheiden aus. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass wir hier in diesem Forum eher etwas anderes als Erdmännchennachwuchs favorisieren, vielleicht aber auch der ein der andere eine etwas spektakulärere Nachnutzung der Anlagen der Mähhenwölfe erhofft hat, mit deren Ableben übrigens ebenfalls noch eine für Halle recht traditionelle Art, die man nicht überall sieht, den Zoo verlassen hat.
    (11.12.2011)
    Alexander Raksi:   @ Oliver Jahn
    Viele negative Einträge? Wegen Ranga? Sonst war es doch eher ein schönes Jahr, viel Nachwuchs - seit 2008 wieder Erdmännchenbabys - und Verluste gibt es immer. Flusspferd Bibi ist auch alt gewesen... Oder was war negativ? 110 Jahre Zoo, ARD-Radio-Zoonacht, Kunst im Zoo. Es war ein tolles Jahr, sicher mit Verlusten. Oder hab ich etwas verdrängt?
    (11.12.2011)
    Oliver Jahn:   Wenn man sich auch mal hier die Einträge so anschaut, dann scheint es so, als wäre das Jahr 2011 für den Zoo Halle nicht so das allerbeste Jahr gewesen. Hoffen wir, dass sich das in 2012 wieder ein wenig positiver gestaltet.
    (11.12.2011)
    Alexander Raksi:   @ Ralf Seidel
    Gibt es eigentlich schon konkrete Pläne oder eventuell Überlegungen, was aus den aktuellen Gehegen von Emus und Kängurus werden soll, wenn die neue, ehem. Mähnenwolfanlage bezugsfertig wird?

    (10.12.2011)
    Ralf Seidel:   Neu im Tierbestand des Bergzoo Halle sind Helmhokkos. Abgegeben wurden dafür die Gelbschnabel- oder Nackaugenhockos wegen Unverträglichkeit. Die neuen Bewohner leben in einer Voliere in der Fasanerie, die Art gilt als bedroht.
    Im Oktober verstarb das alte Zuchtweibchen der Zwergflußpferde, die für Besucher einsehbare Innenunterkunft (hinter den Pinguinen) sowie der mittlere Teil (vorher Opossum) wurden zusammengefasst und dienen als Winterquartier für die Meerespelikane. Diese honorieren den Umzug fleißig mit dem Nestbau, 2 Eier wurden bereits gelegt.
    Der Umbau der alten Mähnenwolfanlage zu einem Gehege für Kängurus und Emus soll im Frühjahr nächsten Jahres beginnen, die Finanzierung durch den Förderverein ist beschlossene Sache.
    (08.12.2011)
    Liz Thieme:   Ranga ist nun eingeschläfert worden.
    (02.09.2011)
    Alexander Fuchs:   Gestern war ich nach langer Zeit mal wieder im Bergzoo, bei sehr schönem Wetter. Es hat mich sehr gefreut das sich alle Tiere sehr aktiv zeigten. Ich möchte die Tamarinaußenanlage hevorheben, denn so viel Interaktion habe ich dort nie gesehen. Der Elefantenbulle Abu ist ein stattlicher Bulle geworden. Er dürfte fast Mafuta eingeholt haben. Im Krokodilhaus gibt es noch einen Epauletten-Flughund, somit gibt es noch die Art im halleschen Zoo. Auch läuft dort ein Mad. Taggecko frei in dem Haus herum, vllt. sind es mehrer? Es gab viel Nachwuchs zu bestaunen bei den Vikunjas, Steinböcken und Alpakas um nur einige zu nennen. Ein lachender Hans ist in die Faultieranlage gezogen, er ist schön zu hören.
    Auch gibt es nicht so erfreuliche Nachichten aus dem Zoo. Am 20.07 ist das Mittelamerikanische Opossum verstorben. Leider war diese At nur sehr kuz in einem europ. Zoo zu sehen. Auch dem Mal. Tigerbaby geht es wohl nicht sehr gut. Es befindet sich hinter den Kulissen. Das Tier hat sich an der linken Hüfte Wund gelegen haben und ihr Zustand ist kritisch. Vielleicht bereitet man die Besucher daruf vor das es evtl. eingeschläfert werden soll.
    (18.08.2011)
    Rüdiger:   @ Björn
    Dann hanndelt es sich um das ehemalige Berliner Zuchtweibchen BIBI, wenn ich mich nicht irre.
    Auch wenn nicht erfolgreich, so weiss er doch, wie es geht! Zum Glück hat er noch ein paar Jahre Zeit zum erfolgreichen Probieren:
    (10.08.2011)
    BjörnN:   Der Bulle hat die ältere Berliner Kuh gedeckt, ob mit Erfolg wird sich zeigen...
    (09.08.2011)
    Rüdiger:   Entschuldigung Abu und Tana sind keine Halbgeschwister. Freud mich um so mehr wenn es einen gesunden Nachwuchs geben würde. Viel Glück
    (09.08.2011)
    Rüdiger:   Stimmt es, dass der junge Elefantenbulle schon einen erfolgreiche Paarung vollzogen hat ? wer war denn die Glückliche, etwa seine Halbschwester ?
    Gibt es schon Hormonanalysen und gibt es Grund zur Hoffnung.
    (09.08.2011)
    Liz Thieme:   Ameisenbärin Stella hat letzten Montag ein Jungtier bekommen. Somit ist es das vierte des Paares.
    (26.06.2011)
    Ralf Seidel:   Anlässlich des 110. Geburtstages des halleschen Bergzoo wurde das sanierte Haus der Totenkopfäffchen wieder den Besuchern zugänglich gemacht. Am letzten Mai-Wochenende wurde das Jubiläum bei sonnigem Wetter gebührend auf dem Reilsberg gefeiert - bis spät in die Nacht hinein.
    Und wie das an Gebutstagen so ist, gibt`s in der Regel natürlich auch Geschenke. Ein großer Scheck von der Saalesparkasse wurde von Zoodirektor Andreas Jacob dankbar entgegen genommen, vom Förderverein gab es neben einem älteren Zooplakat des bekannten halleschen Karikaturisten Epperlein (Epper)auch `nen Scheck. Der fiel zwar nicht ganz so groß aus, war aber immerhin mit der Zusage der Finanzierung des Umbaus der alten Mähnenwolf-Anlage verbunden. Der Zoo plant die Errichtung einer Anlage für die gemeinsame Haltung der Benett-Känguruhs und Emus.
    Neu im Tierbestand sind Opalracken, sie sind in der Voliere am Faultierhaus untergebracht (ehemals Stella-Papua-Lori).
    Nachwuchs gab es beispielsweise bei den Gänsegeiern, erwähnenswert vor allen Dingen die Nachzucht bei den selten in Zoos gezeigten Langschwanzhähern.
    (09.06.2011)
    Liz Thieme:   Der Zoo hat eine "Geburtstagskarte" ins Leben gerufen. Diese gilt für vier Monate. Allerdings ist das Angebot limiert - also zugreifen so lange der Vorrat reicht.
    Preise: Kinder können für 8,00 €, Erwachsene für 20,00 € und Ermäßigte für 17,00 €

    Weiter ist am 3.5. Pudu Nr 24 geboren worden. Laut HP sind im Zuchtbuch weniger als 100 Tiere weltweit gelistet.

    Und der männliche Tschaja hat aus Berlin eine Partnerin bekommen. Die Beiden verstehen sich sehr gut und sind zusammen auf der Ameisenbären-Anlage zu sehen.
    (16.05.2011)
    Ronny:   @Oli: Dann wird es wohl keine Flughunde mehr geben.
    (28.04.2011)
    Oliver Jahn:   @Ronny, ich habe seit Juni 2010 auch keines der Tiere mehr gesehen. Letzter Versuch war im März, ohne Erfolg.
    (27.04.2011)
    Ronny:   Hat jemand die Epaulette-Flughunde nach Sommer 2010 im Krokodilhaus gesehen? Im Sommer 2010 konnte ich noch 1 Tier sehen und seit November/Dezember 2010 bis gestern habe ich kein Tier mehr gesehen?
    (27.04.2011)
    Ronny:   @Oli: Mit den Minischweinen habe ich überlesen, sorry.

    @Jan: Mit dem Paarungsverhalten von Ameisenbären kenne ich micht nicht aus. Das Männchen hat das Weibchen erst durch die Anlagen getrieben und anschließend wurde auch mit einander gekämpft. Nach 5min ging jeder seine Wege, bis das nach kurzer Zeit das Spielchen von vorne losging.
    (27.04.2011)
    Oliver Jahn:   Hier mal die neu gestaltete Saubucht mit den Minischweinen und dem niedrigen Zaun.
    (26.04.2011)
    Oliver Jahn:   @Ronny, die Schweine waren bereits im März in der Saubucht (siehe meinen Beitrag vom 09.03.) und ich kann mich erinnern, dass es auch im März bereits keinen Tukan mehr gab.
    Aber sind es jetzt schon wieder zwei Binturongs? Wann ist denn das zweite Tier gekommen und woher?
    (26.04.2011)
    Jan Jakobi:   @Ronny: Könnte sein das es sich dabei um Paarungsverhalten handelt.

    Hat das Ameisenbärmännchen versucht zu decken?

    (26.04.2011)
    Ronny:   Einige News von heute:

    - Neu im Bestand 1,1 Königsfasen, die aktuell noch im Außenkäfig der Faultiere untergebracht sind
    - der letzte Dottertukan wurde scheinbar abgegeben, ist verstorben oder Hinter den Kulissen

    - ab 13:30 werden täglich die Erdmännchen gefüttert und auch das Oppussum, wobei das Oppussum aus der Anlage heraus geholt wird

    - die juventilen Meerespelikane vom diesen Jahr leben mit den anderen auf dem Teich

    - 0,1 Kaiserschnurrbarttamrin ist im März verstorben
    - 0,0,1 Graurücken-Trompetervogel lebt in der Innenanlage der Kaiserschnurbarttamarine

    - der Alpinumkäfig zwischen Degus ist Coururos ist mit Zwergkaninchen "Russisch" besetzt

    - die Gänsegeier brüten

    - der männliche Ameisenbär hat das Weibchen durch die Anlage getrieben (Paarungsverhalten?)

    - die Binturongs leben im linken Käfig und der Weißhaubenfasan im rechten Käfig

    - sehr viel sehr junge Minischwein

    - drei Minischweine des letzten Jahres leben in der hinteren Anlage der Schweinebucht

    - die Langschwanzhäher (seit 2010 im Bestand) brüten, wenn es klappt ist dies die Zooerstzucht dieser Art
    (26.04.2011)
    Liz Thieme:   Zwergflusspferd Malia: Sie ist gut in Istanbul angekommen. Dort wurde gerade eine neue Anlage fertiggestellt. Der Zoo wird mehrere Tiere dieser Art halten.

    Tigerjungtier Ragna: Die Reflexe an den Hinterläufen sind wieder auslösbär. Für die Besucher sind derzeit keine Fortschritte erkennbar, da die Spannung der Muskeln bei den wenigen Muskeln nicht wirklich sichtbar ist. Durch die Lähmung haben sich die Muskeln zurückgebildet und konnten bisher noch nicht entprechend wieder aufgebaut werden.
    (31.03.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Danke für die Info!
    (29.03.2011)
    Liz Thieme:   Um mal Jennys Frage zu beantworten. Die Binturongs sind in den ZOOM gegangen.
    Das heißt ihr Lebenslauf hat die Stationen: Dresden, Halle, Gelsenkirchen
    Im ZOOM leben sie im ehemaligen Gehege von den Kleinen Pandas.
    (28.03.2011)
    Liz Thieme:   Dann freut es mich um so mehr, dass ich jetzt deinen Abend und deinen Besuch in Halle mit gestalten konnte.
    (09.03.2011)
    Oliver Jahn:   @Liz, das sind wirklich noch einige neue Informationen, die ich nicht kannte. Danke!
    Und ja, der Tag war super und wir hatten wirklich viel Spaß...nur eines, das konnten wir, im Gegensatz zum Bären auch nicht, nämlich die Füße hochlegen...denn das kann man in diesem Bergzoo wirklich nur extrem selten! :-)
    Hier noch ein Blick auf die, denen es doch noch zu kalt war. Wer betrachtet hier nun wen?

    (09.03.2011)
    Liz Thieme:   Wenn ich das so lese, da ist es noch schader (muss ich jetzt mal falsch schreiben, weil es nun mal so ist), dass ich absagen musste, auch wenn ich zeitgleich ebenfalls Sonne hatte. Aber so wie der Braunbär, konnte ich mich nicht zurücklehnen und die Füße vorstrecken. Aber soweit ich bisher erfahren habe, hattest du ja durch die anderen Begleiter einen fröhlichen und schönen Tag.

    Oli, ich gehe davon aus, dass du eigentlich alles zur Reilschen Villa weißt, trotzdem hab ich mal bisschen gesucht und komprimier mal paar Punkte dazu. Allerdings schein ich auch auf neue Sachen gestoßen zu sein, die hier noch nicht angeführt wurden.

    April 2009, mz-web.de
    Baustopp für Reilsche Villa
    Die Arbeiten zur Sanierung der Reilschen Villa, unweit des Zoo-Haupteingangs sind zum Erliegen gekommen. Es wurde ein Baustopp verhängt. Dabei sollte das denkmalgeschützte Haus, das sich einst der hallesche Mediziner Johann Christian Reil (1759-1813) bauen ließ, längst fertig saniert sein. Nach dem Willen des Zoos hätte hier schon letztes Jahr eine Gaststätte mit Biergarten und die Verwaltung einziehen sollen - doch das Haus steht völlig leer. ,"Die Arbeiten wurden abgebrochen, es fehlt Geld. Wir brauchen zusätzlich zwei Millionen Euro", sagte Zoodirektor Andreas Jacob. [...] Der Zoodirektor macht für die Kostenexplosion Schäden verantwortlich, die im Gutachten nicht auftauchten und einkalkuliert waren. Als man 2006 mit der Sanierung begonnen habe, hätten die Schätzungen bei 1,5 Millionen Euro gelegen. Nach der Erneuerung der Fassade, des Daches und des Kellers folgte die böse Überraschung bei den Treppenarbeiten. "Dazu mussten die Fußböden geöffnet werden. Schnell war klar: Die Decken in den Geschossen waren nicht mehr zu gebrauchen, mussten erneuert werden. Das hat alles verteuert", so Jacob. Zwar sei die Reilsche Villa von außen fertig saniert, der Innenausbau aber unvollendet. [...] Trotz Baustopps ist die Villa vor Witterungseinflüssen geschützt. Jacob drängt dennoch auf eine zügige Lösung, möglichst noch Mitte dieses Jahres. Der Zoo möchte seine Gastronomie, sowohl die auf den Bergterrassen als auch die in der künftigen Villa, in einer Hand wissen. Nur das mache wirtschaftlich Sinn. Der Vertrag mit dem jetzigen Bergterrassen-Wirt laufe im Oktober 2010 aus. Jacob hofft, dass die Villa bis dahin bezugsfertig ist, um beide Gaststätten an einen Betreiber verpachten zu können.


    vermutlich Mitte/Ende 2010, Zoo Halle
    *Gebäude im Stil eines französischen Sommerschlosses mit ca. 740 m2 Nutzfläche auf 4 Ebenen und begehbarem
    Turm sowie 400 m2 Freifläche.
    *Die ursprüngliche Nutzungsabsicht war durch die Entwicklung einer hochwertigen
    Gastronomie geprägt. Daher sind erste Raumzuschnitte auf diese Nutzung abzielend geändert.
    *Am Fuße des Reilsberges unmittelbar am Haupteingang des Zoos in der Reilstraße gelegen, durch Parkhaus und
    Busparkplatz gesäumt.
    *Das Objekt ist teilsaniert. Im Innenbereich ist Rohbaustatus.
    Insofern sind hier breite Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.
    *Repräsentatives Gebäude mit hervorragender Verkehrs- und Tourismusanbindung in der unmittelbaren Nähe einer
    familienfreundlichen Kultureinrichtung mit hohem Alleinstellungswert. Der derzeitige Bauzustand gestattet die
    Umsetzung konzeptioneller und inhaltlicher Neuorientierungen hinsichtlich der Nutzungsvarianten. Hier ist die
    Kreativität potenzieller Nutzer ausdrücklich gewünscht.
    *Die Zoo Halle GmbH ist gegenüber dem potenziellen Nutzer in ihren Vorstellungen über eine vertragliche Bindung nicht
    festgelegt. Insofern ist neben Pacht oder Miete auch die Möglichkeit eines Verkaufs gegeben.
    Die Frist zur Abgabe einer Interessenbekundung endet am 28.02.2011.

    *Johann Christian Reil (1759 - 1815) war in Halle/Saale als Anatom, Chirurg, Gynäkologe und Augenarzt tätig. Reil gilt als Begründer der modernen Psychiatrie. Seit 1787 bekleidete er eine außerordentliche Professur an der Universität Halle und war Mitglied in der Leopoldina und der Freimaurerloge „Drei Degen“. Reil erhielt verschiedene Rufe auf andere Professuren, so 1802 nach Göttingen und 1809 nach Freiburg. Zum Dank für seine Verdienste und die Ablehnung des Rufes nach Göttingen schenkte ihm der preußische König Friedrich Wilhelm III. 1803 einen als Weinberg und Schafweide genutzten Berg auf dem Giebichenstein (heute „Reilsberg“). Reil baute hier eine Villa (heute „Reilsche Villa“), ließ den Berg zu einem Park umgestalten.
    * Die wunderschöne Villa am Fuße des Reilberges, auf welchem der hallesche Zoo beheimatet ist, sucht einen Nutzer. Diese Villa bietet viel Raum und mit diesem ein großes Gestaltungspotential für das zukünftige Gewerk. Ein Haus, offen für alles – ob Bildungseinrichtung, Gastronomie, Kindergarten, Hotel, Seniorenresidenz – dieses und vieles mehr ist denkbar.
    *Die bauliche Entwicklung ist gegenwärtig auf dem Niveau eines Rohbaus ruhend. Dem potentiellen Pächter / Käufer ist somit die Möglichkeit gegeben, in seinem Umfang Ideen umzusetzen. Eine Kapitaleinbringung ist ausdrücklich erwünscht.
    *GESAMTNUTZFLÄCHE ca. 740 m2 » Kellergeschoss ca. 225 m2 » Erdgeschoss ca. 295 m2 » 1. Obergeschoss ca. 150 m2 » Dachgeschoss ca. 70 m2 » AUSSENBEREICH ca. 400 m2

    (09.03.2011)
    Oliver Jahn:   Dieses Bild zeigt
    "Genuss pur!"
    oder
    "Probiers mal mit Gemütlichkeit"
    Die Sonne hat schon richtig Kraft und auch die Tiere scheinen sie zu nutzen, wo sie nur können. Also Füße hochlegen, genießen und einfach mal fallen lassen... :-)
    (09.03.2011)
    Oliver Jahn:   Gestern habe ich mir bei herrlichstem Wetter mal wieder einen Tag im Zoo Halle gegönnt.
    Im Zoo wird viel gewerkelt und repariert, an allen Ecken. Noch fehlt das Grün dieses Zoos und auch wenn man dadurch manchen genialen Blick hat, der einem im Sommer verborgen bleibt, so sind doch die schönsten Stellen des Zoos, an denen man sonst die Ruhe und den Zoo genießen kann, einfach noch zu kahl und somit laden sie noch nicht zum längeren Verweilen ein. Dennoch sah man überall schon dicke Knospen, vor allem am Südhang des Berges, entlang des Alpinums, auf dem alten "Wisentweg" und unterhalb der Steinbockfelsen.
    Die alte Anlage der Mähnenwölfe ist jetzt im Umbau, viel Bewuchs und sämtliche Zäune sind weg, die Anlage ist größer, als sie bisher erschien.
    Die Blauschafe sind sehr schöne Tiere, und jetzt habe ich es mir selber angesehen, sie nutzen die sanierte Anlage, ein Gittersegment zur alten, nichtsanierten Anlage der Markhore ist offen und auch hier sind die Tiere zu sehen.
    Entgegen einiger Angaben, auch hier im Forum, sind weder Rentiere, noch Markhore oder Mufflons zu sehen, oder ausgeschildert. Reichlich Nachwuchs gibt es bei den Kaukasiern, das Jungtier bei den Zwergflusspferden war noch da, die kleine Tigerin war ebenfalls zu sehen, obwohl sie am Tag etliche Stunden zur Behandlung außerhalb des Raubtierhauses ist.
    Zur Gastronomie möchte ich mich eigentlich nicht schon wieder auslassen, nur so viel, das Projekt "Reilsvilla" hat sich nach außen sichtbar keinen Millimeter in den 10 Monaten seit meinem letzten Besuch bewegt. Ach ja, und die Gastro an der Bärenanlage hatte gar nicht erst geöffnet.
    Die alte Saubucht hat wieder Gitter bekommen, wenn auch nur ganz niedrige, und sie ist im hinteren Teil auch wieder eine richtige Saubucht, denn hier leben die Ferkel der Göttinger Minis, ein wirklich schönes und passendes Bild.
    Das Totenkopfaffenhaus nimmt auch Formen an, die neuen Glasfronten stehen schon und sie scheinen eine ganz andere Form von Einzelscheiben zu bilden.
    Zum Abschluss noch ein Bild vom Bock der Blauschafe.

    (09.03.2011)
    Ronny:   Um die Reiseliste zu vervollständigen:

    In den letzten Tagen hat 1,0 Nachzucht der Weißkopfsakis den Zoo in Richtung Kiryat Motzkin (Hai Park) in Israel verlassen. Das Tier ist gut angekommen und muss nun noch eine kurze Quarantainezeit überstehen.

    In Kiryat Motzkin soll eine Zuchtgruppe gegründet werden. Die Weibchen kommen in ein paar Wochen nach. Woher habe ich wieder vergessen.

    Quelle: Gespräch mit dem Kurator des Zoos
    (03.03.2011)
    Liz Thieme:   Ja es ist das Jungtier, genauso wie bei den ABären. Gründe stehen da nicht speziell. Allgemein wurde bei den Tieren (der Liste) gesagt, dass es der Platz ist.

    Im Puschmann steht zu den Zwergflusspferden: >Säugezeit etwa 6 monate, manche Mütter dulden längeres Saugen, im Extremfal bis 24 Monaten. Jungtiere werden meist nach dem 6. Monat abgesetzt, bei Unverträglichkeit der Mutter, zB. im Zusammenhang mit dem vorzeitigen Einsetzen des Östrus, auch früher. Etwa 12-16 Tage nach dem Absetzen des Jungen sollen die Weibchen wieder brünstig werden.< Für Geschlechtsreife ist sie noch zu jung.
    (03.03.2011)
    Oliver Jahn:   Da dürfte es sich bei dem Zwergflusspferd um das Jungtier handeln. Das Tier ist nur etwas über ein Jahr alt, ist das nicht noch recht früh? Oder ist die Abgabe den Platzverhältnissen geschuldet?
    (03.03.2011)
    Liz Thieme:   Reisezeit beginnt, in den kommenden Wochen werden einige Tiere den Zoo verlassen. Darunter diese folgenden:
    1 Schnee-Eule --> Skopje
    0,2 Steinböcke --> Decin
    0,2 Steinböcke --> Chemnitz
    0,2 Liztaffen --> Boras & Longleat
    1 Esel --> Straubing
    1 Bennett --> Straubing
    0,1 Zwergflusspferd --> Istanbul
    0,1 Großer Ameisenbär --> Broxbourne
    (03.03.2011)
    Oliver Jahn:   Na dann wollen wir mal hoffen, dass bald ein zweiter Binturong nach Halle kommt und dann endlich die Zucht auch wieder gelingt. Schön ist es aber auf jeden Fall, dass der Zoo an der Tierart festhält.
    (10.02.2011)
    Michael Mettler:   Also, entweder zieht der Bock richtig große Kreise im Gelände, oder der Autor der Zeilen hat noch nicht bemerkt, dass die Lamas längst gegen Alpakas ausgetauscht wurden ;-)
    (10.02.2011)
    Ronny:   Dies stand nicht auf Webseite.

    "Besonders das Männchen Bator verließ schon 4 mal das Gehege, um sich in der Nachbarschaft umzusehen. Er sprang ins und aus dem Zebragehege und war zeitweise bei den benachbarten Lamas zu Gast."
    (10.02.2011)
    Michael Mettler:   Ist "gesichtet worden" so zu interpretieren, dass der Blauschafbock danach immer wieder von selbst in sein Gehege zurückkehrte?
    (10.02.2011)
    Ronny:   Auf der Webseite www.zoo-halle.de habe ich heute gelesen, dass seit Ende Januar wieder ein Binturong im Bestand. Dabei handelt es sich um eine Nachzucht (geboren im Juli 2010) aus dem Berliner Tierpark.

    Desweiteren kann man dort erlesen, dass einer der beiden Blauschafböcke sich mehrfach als Ausbruchskünstler erwies und schon auf der Zebraanlage und Lamaanlage gesichtet worden ist.

    Das heißt wohl, die kleinere Steinbockanlage abgrenzen und dort die Blauschafe halten und eine neue Gebirgswiederkäuer zieht in die ehemalige Mufflonanlage ein :D.
    (10.02.2011)
    Michael Mettler:   @Alex: Den erzielten Preis finde ich nicht so ungewöhnlich. Ebenfalls via eBay ging vor einiger Zeit ein nur wenige Jahre älterer Zooführer aus Hannover für fast zweihundert Euro weg.
    (28.01.2011)
    Alexander Fuchs:   Als Ergänzung würde ich noch erwähnen das es die erste Operation dieser Art war, denn sonst wurde es nur an Hauskatzen oder Hunden gemacht. Im leipziger Radio machte man gestern einen riesen hype um diese Operation, die am Sonntag verlief.

    P.S. Gestern ging ein Zooführer Halle von 1907 für sage und schreibe 77,77 Euro über den Tisch auf eBay.
    (28.01.2011)
    Liz Thieme:   Tigerin Girl wurde in Leipzig operiert. Sie bekam eine Hüftgelenk-Endoprothese aufgrund einer Athrose-Erkrankung. Sie ist derzeit noch in einem hinteren Gehege abgesperrt und kann nicht von den Besuchern gesehen werden.
    (27.01.2011)
    Jolantha Belik:   @Ralf: danke schön! Freu mich, dass es dem Racker gut geht. Als erstes Elefantenkind, das man aufwachsen sieht, ist er in Wien natürlich nicht vergessen worden. Ich würde gerne für seine Fans einen kurzen Bericht über ihn schreiben, könnte mir ev. jemand aus Halle einige aktuelle Abu-Fotos schicken? Ich sag schon mal herzlichen Dank, das wäre echt leiwand. :-)
    (10.01.2011)
    Ralf Seidel:   @Jolantha Belik, dem Abu geht es sichtlich gut auf dem Reilsberg, aus ihm ist bereits ein stattlicher Kerl geworden...
    Tagsüber ist er weitestgehend mit der restlichen Herde zusammen, nur abends bezieht er natürlich seinen eigenen Bereich im Elefantenhaus. Von Beginn an wurde er durch die Pfleger mit dem Target trainiert und scheint recht umgänglich zu sein (natürlich im geschützten Kontakt).
    Dass er in Wien immer noch nicht vergessen ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Herr Dr. Schwammer, stellv. Zoodirektor und Obmann des Fördervereins, äußerte sich schon vor 2 Jahren mir gegenüber sehr erfreut über Abus Entwicklung und die gesamte Gruppe. Im September letzten Jahres tagten ja die Europ. Zooförderer in Wien und immer wieder gab es am Rande die Frage: "Wie geht`s denn unserem Abu..."
    Am Sonntag nach der Tagung war ich den ganzen Tag noch mit den Hannoveranern im Tiergarten unterwegs und als wir an einem Stand uns umschauten, wo die Besucher Buttons kaufen konnten, schaute der ältere nette Herr, der diesen betreute, auf unsere Teilnehmerschilder und sprach mich in feinstem Wiener Schmäh an: ja schaun`s,
    aus Halle komm`s - da ist doch unser Abu...."
    (10.01.2011)
    Oliver Jahn:   Michael, warum die Markhore hinter den Kulissen sind, das weiß ich auch nicht. Es ändert nur nichts daran, dass die neuen und seltenen und sicher auch sehr wertvollen Blauschafe trotzdem deren nicht sanierte Anlage nutzen. Das hielte ich beim Zutreffen der Theorie über die Krankheit schon für sehr fahrlässig.
    Und natürlich gibt es in sehr vielen Zoos Planungsfehler, welche oft sehr viel Geld kosten und einiges wieder kaputt machen. Aber ein falsches Holz oder eine Mangelhafte Belüftung sind für mich etwas ganz anderes, als wenn ich eine Krankheit im Zoo habe, die mich
    a) dazu zwingt, immer mehr attraktive Wildtiere durch Haustiere zu ersetzen
    b) mir den Tiertausch mit anderen Zoos unmöglich macht.
    Wenn ich dann saniere, und das aber so, dass durch Beginn an der falschen Stelle, ich das Problem überhaupt nicht beseitige, sondern das Geld quasi verbrenne, weil jede neue Anlage in kurzer Zeit den gleichen Erreger wieder in sich trägt, dann ist das für mich kein Planungsfehler mehr, sondern es ist schon grobe Fahrlässigkeit. Vor allem dann, wenn ich mir vorstelle, wie viele Vinkunjas, Pudus, Ture und noch etliche andere Tiere in den letzten Jahren von Halle aus an andere Zoos abgegeben wurden.
    Und genau das traue ich dem Zoo eben einfach nicht zu.
    (09.01.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Welchen Grund sähest du denn für das Verbringen der Markhore hinter die Kulissen? Die hätten doch dann genausogut in ihrem Gehege bleiben können?

    Warum taugen die Außenanlagen am Antilopenhaus nicht für Herdentiere (Schafe und Vikunjas sind übrigens auch welche)? Für mindestens 1,2 größere Huftiere sollte die Fläche eigentlich ausreichen. Das ist zwar keine Herde, aber eine in Zoos nun wirklich nicht ungewöhnliche Konstellation für entsprechende Arten in eigenen Gehegen.

    Was den Austausch mit dem Haustierzoo betrifft: Wenn erst mal was im Bestand "drin" wäre, käme es darauf auch nicht mehr an. Und das muss ja auch nichts für Menschen Gefährliches sein. Abgesehen davon kann sich ein Besucher im Zoo z.B. auch eine Salmonellose einfangen, wenn er nur versehentlich ein mit Vogelkot "verziertes" Geländer anfasst.

    Die Terrassierung der sanierten Gehege könnte übrigens ebenfalls dazu beitragen, Regenwasserabläufe zu bremsen und besser zu kanalisieren.

    Stimmt schon, eine Sanierung von oben herab hätte dann den meisten Sinn gemacht. Aber es hätte z.B. auch mehr Sinn gemacht, wenn der Zoo in Tropenhäusern tropentaugliches Holz verwendet hätte, und es ist trotzdem nicht geschehen (siehe Totenkopfäffchen- und Schimpansenhaus), und auch aus anderen Zoos haben wir doch schon mehrfach von Planungsfehlern gehört, bei denen man nur den Kopf schüttelt (wenn z.B. Wasserabläufe höher liegen als das Fußbodenniveau usw.). In all den Jahren nach der Wende genoss nun mal der untere Zooteil Priorität. Selbst bei der Renovierung des Antilopenhauses und Errichtung der Bergriedbock-/heute Ameisenbärenanlage wurde genau genommen nur das erneuert, was man von der Gastro-Terasse aus sehen kann - sonst hätte man ja schon damals auch die übrigens Außenanlagen des Hauses aufpeppen können. Danach musste dann erstmal eine neue Zebra-Anlage vorgezogen werden, weil die Zebras den Elefanten weichen mussten. Wer sagt denn, dass der Zoo sich die Reihenfolge der Um- und Neubauten aus tierhalterischen Gründen nicht vielleicht ganz anders vorgestellt haben könnte, als er es letztlich umsetzen durfte?
    (09.01.2011)
    Jolantha Belik:   Wie geht es Abu? Ist er schon geschlechtsreif? Ist er bei der Herde oder wird er alleine gehalten?
    (09.01.2011)
    Alexander Fuchs:   Die Girgentana-Ziegen nutzen auch das Tortenstück, aöso keine Kaninchen mehr.
    (08.01.2011)
    Oliver Jahn:   Zur Ergänzung meiner Aufzählung, wäre es denn dann nicht unbedingt notwendig gewesen, den Boden des Zoos von ganz oben beginnend zu sanieren? Was nutzt denn sonst ein neues Gehege, welches teuer saniert wurde (wie z.B. bei den Vikunjas, Zebras und den Pudus) wenn dann die ganze alte Brühe von oben dort wieder hinein läuft?
    (08.01.2011)
    Oliver Jahn:   Die Markhore sind hinter den Kulissen und die Blauschafe nutzen beide Gehege, ob jetzt, bei Tauwetter immer noch, das mag ich noch nicht zu beurteilen. Wäre es aber so, dann wäre es tatsächlich fahrlässig. Zu den Nashornställen, ja klar ist da genug Platz, aber die Außenanlagen taugen doch nun wirklich nicht für Herdentiere. Weiterhin wäre dann auch er rege Austausch mit dem Haustierzoo in Halle mit Tieren aus genau diesen Gehegen eine weitere große Fahrlässigkeit, denn die schleppen dann diese Krankheiten weiter. Und dann haben wir in genau diesem Bereich auch noch den Streichelzoo, in dem auch kleine Kinder mit diesen Tieren knuddeln und auch mal auf dem Boden sitzen und dann sicher auch mal die Hand in den Mund nehmen ect. Das hielte ich noch mehr für fahrlässig, dieses weiterhin zu dulden.
    Weiterhin müsste durch Regen die ganze Brühe ja auch in andere Gehege laufen, gerade zu den Zebras, den Pudus und den Vikunjas, denn deren Gehege liegen in "Flussrichtung". Das hieße wiederum, dass auch dort die Möglichkeit bestünde, dass Tiere infiziert sind. Und wurden von dort noch keine Nachwuchstiere an andere Zoos abgeben?
    (08.01.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Es gibt neben den schon genannten genügend Beispiele in anderen Zoos, wo seit -zig Jahren "Krankheiten im Bestand sind", was aber so lange nicht sonderlich ins Gewicht fällt, wie sich der betroffene Tierbestand einigermaßen erhält und seinem Schauzweck nachkommt. In manchen Fällen ist das auch durchaus aus den Jahresberichten zu ersehen. Trotzdem laufen da die Pfleger nicht im Schutzanzug herum, und kein Zoo verzichtet auf Hausziegen und -schafe, obwohl diese ein "wunderbares" Reservoir für alles Mögliche bilden.

    Es geht mir hier übrigens kein bisschen darum, dem Zoo Halle irgendwas am Zeug flicken zu wollen. Ganz im Gegenteil, mir ist lediglich aufgrund meines speziellen Interesses für Paarhufer geläufig, dass es leider in Zoos sehr verbreitet ist, bei diesen Tieren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Und wenn ich das quasi als alltäglich im Hinterkopf habe, sehe ich eben gewisse Gehegebesetzungen und -nachnutzungen auch mal aus einem anderen Blickwinkel. Da ist Halle nun mal wegen seiner diversen Komplettabgaben, Gehegewechsel usw. innerhalb der letzten Jahrzehnte "sehr ergiebig", und falls meine Gedankengänge zutreffen sollten, bewiese der Zoo doch GERADE, mit einer solchen Problematik verantwortungsvoll umzugehen.

    Gegen Haustiere in Zoos habe ich übrigens absolut überhaupt nichts einzuwenden, wie man aus meinen Beiträgen in diversen Threads unschwer ersehen kann, deswegen sind meine Äußerungen hier auch nicht als Kritik an deren Haltung in Halle zu verstehen.
    (08.01.2011)
    Michael Mettler:   Sind denn die Markhore noch in ihrem alten Gehege, laut Ronny waren sie nicht mal mehr ausgeschildert - und warum ließ man sie dann nicht raus...? Die ehemaligen Lamahaus-Lamas sind übrigens auch nicht ganz weg, sondern nur umgezogen. Aber eben auch nicht wieder zurück in ihr altes Gehege. FALLS dessen Boden sanierungsbedürftig sein sollte, wären die Blauschafe bei Ronnys Besuch allerdings auch durch eine Schnee- und Eisschicht von ihm isoliert gewesen, wie man auf dem Foto sieht ;-)

    "Immer gleich Krankheiten": Bei Bergwiederkäuern ist das in Zoos ein Dauerthema. Nicht ohne Grund hat man sie ja in diversen Zoos auf möglichst komplett versiegelten Untergründen gehalten, um Parasitosen zumindest einigermaßen Herr zu werden. Ich kenne aus den 80ern noch die alten Münchener Anlagen vor deren Sanierung, da waren das nahezu reine Betonhaufen mit ein paar hineindekorierten Steinbrocken. In anderen Zoos wie Kronberg oder Darmstadt waren Bergwiederkäuergehege früher flächendeckend mit Beton-Fußwegplatten ausgestattet - und das alles aus veterinärmedizischen Gründen. Trotzdem hat sich München im Zuge der Sanierung von alten Zuchtgruppen getrennt oder sie an anderer Stelle untergebracht und auslaufen lassen (die Nubischen Steinböcke) und die neuen Anlagen mit komplett neuen Beständen besetzt.

    Es ist eine Binsenweisheit, dass Naturboden am schlechtesten "steril" zu halten ist, ob das nun Mutterboden ist oder rissiger Porphyr wie in Halle. Während aber manche Bodensanierungen mit einem Radlader relativ schnell zu machen sind und deshalb auch kaum auffallen (siehe Rentiergehege in Hannover), haben Zoos mit alten Betongebirgen wie seinerzeit München oder mit gewachsenem Fels wie Halle schon erheblich mehr Aufwand zu betreiben, was der Grund dafür sein könnte, eine solche Maßnahme möglichst lange vor sich her zu schieben, weil andere Maßnahmen ohnehin dringlicher sind.

    Oliver, noch zu deinem vorletzten Beitrag: Dass Halle in manchen Gehegen "dank" neuer Richtlinien auf Großtiere verzichten musste, ist mir bewusst. Aber wenn im Antilopenhaus damals Boxen vorhanden waren, in die Nashörner reinpassten, dann hätte man diese Haltungsmöglichkeit doch durchaus mit anderen Tieren als Schafen und Ziegen nachnutzen können, die zudem diese Boxen gar nicht brauchen. Warum z.B. wurden bei der Geländevorbereitung für das Elefantenhaus nicht die Zebras oder Elenantilopen in das ehemalige Nashorngehege geholt? Große Boxen in einem Warmhaus wären auch z.B. für Bantengs oder tropische Hirsche nutzbar. Da denke ich dann eben schon mal darüber nach, warum das nicht gemacht wurde. Genauso wie bei dem "Tortenstück" unterhalb des Antilopenhauses, denn da würde ich zwar auch keine Nilgaus reinstellen, aber für z.B. Ducker, Dikdiks oder Muntjaks würde es durchaus reichen. Stattdessen sitzen aber Kaninchen drin. (Finde ich als Kaninchenfan zwar klasse für die Langohren, aber für einen Zoo trotzdem merkwürdig.) Übrigens würde ich behaupten, dass ich bei meinem ersten Halle-Besuch 1989 die Kängurus im obersten Hanggehege gesehen habe (also altes Nilgau-/jetziges Girgentana-Gehege), und könnten im jetzigen Kaninchengehege Emus gestanden haben...?
    (08.01.2011)
    Liz Thieme:   Danke, Ronny. Sehr interessant...

    Ich weiß das Böden erneuert werden müssen, nur war die Art und Weise der Überlegung hier über die möglichen Gründe einer Entscheidung für oder gegen eine Tierart markant.
    Wenn eine Anlage verseucht sein würde, egal mit was und für welche Tierordnung diese Mikroorganismen gefährlich werden würden. Solch eine Anlage weiterhin zu nutzen, grenzt an Verantwortungslosigkeit, denn wie du selber sagst Errosion ist ein großer Unterstützer der Verbreitung von Bodenorganismen. Und auch die Pfleger wechseln die Anlagen und kommen in andere Reviere und keiner tauscht seine Schuhe oder watet durch Desinfektionsbäder. Ich kann mir solch eine fahrlässige Handhabung seitens des Zoos nicht vorstellen.
    (08.01.2011)
    Oliver Jahn:   @Michael, wir hatten das Thema ja auch schon mal, und natürlich braucht ein Boden, der 100 Jahre intensiv genutzt wurde, irgendwann mal eine Sanierung. Aber ob da immer gleich Krankheiten dahinter stecken, das bezweifele ich weiterhin. Denn zum einen sind die Markhore noch gar nicht weg, zum anderen aber stellt der Zoo die neuen und überaus seltenen Blauschafe gerade auf die noch NICHT sanierte Anlage der Markhore, denn nach Ronnys Aussagen können die Schafe beide Anlagen nutzen und auf dem Foto von ihm erkennt man, dass der Zaun zwischen den Anlagen geöffnet ist. Und das nun aber wäre dann doch extrem leichtsinnig und das traue ich dem Zoo nicht zu.
    (08.01.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: In Sachen Sanierung siehe auch mein Beitrag im Thread "Zoo München". Im Übrigen werden auch in anderen Zoos hin und wieder Huftiergehege durch Bodenaustausch und -auflockerung saniert, wie z.B. in jüngerer Zeit die ehemalige Waldbisonanlage im TP Berlin vor dem Einzug der Kaukasuszebus oder die alte Rentieranlage in Hannover für die Karibus (und das, obwohl sie nur vorübergehend dort untergebracht werden sollten!).

    Sehr viele Huftiergehege in Zoos sind seit Jahrzehnten ununterbrochen mit Tieren besetzt. Durch das Eigengewicht der Tiere verdichtet sich dadurch der Boden immer mehr, was nicht selten am Absterben von Bäumen innerhalb der Gehege zu erkennen ist, weil deren Feinwurzelwerk dann quasi einbetoniert ist. Durch die Verdichtung wird die Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens verschlechtert, so dass Regenwasser und Urin (und von letzterem fällt ja bei Großtieren nicht gerade wenig an) immer schlechter versickern können. Damit steigert sich auch allmählich die Gefahr einer Anreicherung von Keimen und Parasiteneiern, in deren Folge Gesundheitsprobleme drohen. Zwar hilft die Veterinärmedizin, aber es sollte eigentlich nicht Sinn einer Tierhaltung sein, die "Überalterung" eines Bodens auf Dauer durch steigende Medikamentenverabreichung auszugleichen. Übrigens ist es bei privaten Vogelzüchtern aus den gleichen Gründen eine gängige Praxis, den Bodengrund ihrer Volieren in Abständen auszutauschen und empfindliche Neuzugänge nicht auf "gebrauchten" Boden zu setzen.

    Wenn eine Tiergruppe lange Zeit - teils über Generationen hinweg - das selbe Haltungssystem bewohnt, kann es sein, dass sie sich mit gewissen Gesundheitsproblemen quasi "arrangiert" hat und kräftige Tiere diese durchschleppen, ohne selbst größeren Schaden zu nehmen (bei Jungtieren oder geschwächten Artgenossen kann das dann schon wieder anders aussehen). Kommt z.B. nicht selten bei Bergwiederkäuern vor, siehe die Ture in Augsburg oder die früheren Markhore in München (in Hellabrunn wurden übrigens sämtliche Bergwiederkäueranlagen deshalb einst saniert). Neue Tiere in eine solche Anlage zu bringen stellt dann ein großes Risiko dar, Altbestände in eine sanierte Anlage zurück zu setzen, würde keinen Sinn machen. Deshalb bedeuten Bodensanierungen bei Paarhufern in der Regel auch, dass danach völlig neue Tiere (neue Art oder neue Individuen der alten Art) einziehen.

    Meine Gedanken bezüglich Halle dürften sich damit schon ziemlich weit erklärt haben. Ansonsten ein paar ergänzende Fakten:
    a) Gehege in Hanglage haben den Nachteil, dass Regengüsse eventuelle Keime/Parasiten bergab und damit auch in andere Gehege spülen können.
    b) Haustiere sind zwar nicht weniger empfänglich für solche Probleme, lassen sich aber - da einfacher im Handling - besser tiermedizinisch überwachen und deshalb auch ggfs. als Indikatoren einsetzen. Außerdem lassen sich bei ihnen Verluste oft leichter ausgleichen.
    c) Schauen wir uns das Lamahaus an: Vor der Sanierung waren die Huftiergehege besetzt mit Lamas, Zwergziegen, Mufflons, einer Bezoarziege und Markhoren. Keine der vier erstgenannten Arten kehrte in die sanierten Anlagen zurück, wobei man Alpakas und Ouessantschafe im Gegensatz zu den Blauschafen auch nicht unbedingt als Veredelung des Besatzes betrachten kann. Nun sind offenbar auch die Markhore weg, und da würde ich schlussfolgern, dass sie - bzw. zumindest nicht genau diese Individuen - auch nicht zurückkommen werden.
    d) Auch am Antilopenhaus wurde die für Antilopen neu gestaltete (und damit gleichzeitig sanierte) Anlage nach dem kurzen Zwischenspiel der Bergriedböcke nicht wieder mit Antilopen (oder auch nur anderen Paarhufern) besetzt, sondern mit Ameisenbären. Die unmittelbar angrenzende Nachbaranlage mit Stallungen im selben Haus war nicht im gleichen Zuge saniert worden, ein Infektionsweg wäre also sehr kurz.

    Bevor jetzt wieder irgendwas von Verschwörungstheorie erzählt wird: Mit Problemen solcher Art (wenn es sie denn in Halle geben sollte) stünde der Zoo ja keineswegs allein da, das ist verbreiteter, als man gemeinhin annimmt. Da ich nun mal auch beim Lesen von Jahresberichten besonders auf mein Lieblingsgebiet Huftiere achte, ist es mir von diesen her relativ geläufig, aber es kommt auch in ganz anderen Tiergruppen vor (siehe z.B. Vögel), und jeder Hobbyaquarianer kennt das gleiche Prinzip: Man hat optisch gesunde Fische im Becken, setzt optisch gesunde Fische hinzu, und urplötzlich grassiert die Weißpünktchenkrankheit. Und die muss dann keineswegs durch die Neuen eingeschleppt worden sein, sondern war "verdeckt" schon immer da, und ihr Ausbruch wurde nur durch eine Stresssituation begünstigt.
    (08.01.2011)
    Ronny:   @Liz: Das Restaurant bei den Bergteressen ist offen. Man kann sich aber nur reinsetzen. Man muss aber draußen bestellen, mit Glück kommt auch eine Mitarbeiterin des Kiosk und nimmt eine Bestellung auf.
    (08.01.2011)
    Liz Thieme:   Es wäre doch mal interessant was die Not ist. 19 Jahre eine Geldnot zu haben für andere Tiere, das glaub ich nicht. Wenn man sich die Tiertauschlisten anguckt, da kann man sehr viele andere Tiere haben. Klar sind viele Haustiere einfacher zu kriegen. Aber Michael du erwähntest schon Bedenken in der Auswahl des Besatzes, bevor Oli mit dem Geld kam und jetzt ziehst du es u.a. in Betracht. Das sieht für mich so aus, als ob du an was anderes gedacht hast. Va wenn du darauf auch noch eine Wette abschließen willst. Was ist denn der Wetteinsatz?

    Komischerweise fallen die Worte Sanierung bezüglich Anlagen hauptsächlich hier im Halle Thread. Warum sollte Halle alle seine Anlagen sanieren und andere Zoos nicht? Ist in Halle irgendwas anders?

    Abgesehen davon wäre es gut, wenn sich mehr Zoos um Haustiere bemühen, dass können nicht drei vier Einrichtungen stämmen, um alte und gefährdete Arten zu erhalten. Zum Glück stellen viele Landwirte wieder auf alte Rassen um, aber leider ist auch hier die Nachfrage noch zu gering.

    Bei den Rentieren handelt es sich übrigends um ein Pärchen mit Nachwuchs (wobei das nicht stimmen kann, Tochter "Lumi" ist mit vier Monaten im letzten Oktober verstorben. "Finni" und "Rudolf" sind 2008 Geschenke aus Halles finnischer Partnerstadt Oulu gewesen. Daher werden die beiden wohl eher von "Sternchen" und "Flöckchen" begleitet, sie stammen von der finnischen Insel Hailuoto und kamen 2009 nach Halle.

    Außerdem rechnet man "sicher" mit Nachwuchs bei den Blauschafen.

    @Ronny und Alex: Sind die Gastronomien offen gewesen?
    (08.01.2011)
    WolfDrei:   Um das betreffende Haus "herum", so um 1966-72 erinnere ich mich an Gelbsteißhirsch, Elenantilope, Giraffe, auf der abfallenden Seite sah ich Sitatungas!
    (08.01.2011)
    Oliver Jahn:   Da stellt sich ja nun aber die Frage, was ist wertvoll? Angoraziegen gibt es in deutschen Zoos so oft wie Mishmitakine. Auch die Zackelschafe sind eine hoch bedrohte Haustierart. Und der Vicunjahengst ist kein Haustier, steht dort aber auch schon länger. Sicher, alles kein Ersatz für Nashörner, nur haben sich natürlich auch Haltungsrichtlinien verändert und so sehr mir auch die Nashörner fehlen, in dieser Anlage würde selbst ich sie heute nicht mehr unterbringen wollen.
    Außerdem möchte ich noch mal das Kaninchengehege näher betrachten. Das ist ein "Tortenstück", auf welches man früher vielleicht mal Antilopen stellte, je länger ich allerdings nachdenke, um so weniger komme ich darauf, was in diesem Zwischengehege früher mal war. Die Nilgaus waren es auf jeden Fall nicht, fast würde ich meinen, dass hier zuerst die Kängurus waren, in dieses "Handtuch" stellt heute keiner mehr größere Tiere.
    Welcher Zoo allerdings ohne Not in für Huftiere gedachte Gehege Haustiere setzt, das kann ich sofort beantworten. Neben vielen Zoos die mir da einfallen, denke ich zu allererst an Halle. Denn was war denn vor den Nashörnern in diesen Gehegen? Da waren auch mal Antilopen und Zebras, aber auch Nellore-Zebus, Zwergzebus, Zwergesel, Ponys und schon immer auch Kamele.
    (08.01.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Umgekehrt wird ein Schuh draus - vielleicht konnte man auf den genannten Flächen schlichtweg keine "wertvolleren" Tiere mehr halten und hat sie deswegen "nur" mit Haustieren besetzt (Mal ehrlich: Welcher Zoo hält ohne Not in einem für Huftiere gedachten Gehege über Jahre hinweg Hauskaninchen...?).

    Wie wir alle wissen, halten Provisorien am längsten, und wie du schon sagtest, brauchte der Zoo innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums viel Geld für andere Projekte, die schlichtweg höhere Priorität genossen (u.a. weil es um "Publikumsarten" wie Elefanten, Robben, Affen, Großraubtiere ging). Vielleicht ist eben jetzt die Zeit gekommen, auch die Huftierhaltung zu sanieren. Falls es energietechnische Gründe gäbe, das Antilopenhaus zukünftig nur noch als Kalthaus zu benutzen, ließe das immerhin trotzdem einigen Spielraum für interessante Arten - irgendwohin wird ja z.B. der TP Berlin eines Tages eventuelle Nachzuchten seiner Atlashirsche und Marco-Polo-Schafe abgeben wollen ;-)
    (08.01.2011)
    Oliver Jahn:   Nun ja, dieser Argumantation folgend hat man dann die alte Nashornanlage 19 Jahre NUR mit Haustieren besetzt, als vorbereitende Maßnahme für eine Sanierung der Außenanlage. Das nenne ich mal vorausschauend. ;-)
    (08.01.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Schon möglich. Aber es wurden z.B. noch in jüngerer Zeit die Kamele (und damit einen echten "Hingucker" an dieser Stelle) abgegeben, obwohl die nun wirklich keine allzu hohen Ansprüche an ihre Unterkunft stellten. Selbst wenn ihr Stall nicht mehr das Gelbe vom Ei für sie gewesen sein sollte, hätten man ihnen für relativ wenig Geld einfach einen offenen Unterstand ins Gehege bauen können - denk mal an Bad Pyrmont und andere Kleinparks, wie simpel so etwas umsetzbar ist. Deshalb denke ich eher, dass das schon eine vorbereitende Maßnahme für eine Sanierung war.

    Aber wie sagst du immer so schön? Kann sein, kann aber auch ganz anders sein ;-)
    (07.01.2011)
    Oliver Jahn:   @Michael, vielleicht hat damals einfach auch nur das Geld nicht gereicht, um mehr zu machen. Schließlich hat der Zoo in der Zeit etliche Projekte aus dem Boden gestampft, die alle bezahlt werden mussten.
    (07.01.2011)
    Alexander Fuchs:   P.S. Die Ameisenbären bleiben dort wo sie jetzt sind. Es war ja mal angedacht die Mähnenwolfanlage zu nutzen, aber laut Ronny soll ja eine neue Tierart einziehen.
    (07.01.2011)
    Alexander Fuchs:   @Ronny: Es wird im Zooführer von 1929 von einem "Zoologischen Raritäten-Kabinett gesprochen". Der Schwerpunkt liegt bei den Affen, aber auch andere exotische Tierformen, die miteinander vergesellschaftet sind (junger Tapier, Wasserschwein und Cayenneralle). Auch wurde dort ein Ameisenbär gehalten.
    Es dürfte nur der Orang-Utan für eine kurze Zeit da gewesen sein (eine Familie?). Der Rest dürfte tatsächlich im Haus gelebt haben.

    @Michael Es gibt einen festen Unterstand für die Zackelschafe, so dass sie gar nicht ins Haus müssen/ müssten. Ich gehe mal davon aus, dass der Großteil im Haus von den Ameisenbären genutzt wird.

    Kleine News von gestern:

    - Mähnenwolfgehege leer => Abbau des Zaunes
    - Yakjungtier (von einem neuen Yak?) => schwarzer Yak mit weißen Aalstrich
    - neue Beschilderung für Bäume
    - Stammbaumbeschilderung im Raubtierhaus (sehr schöne Idee)
    - Totenkopfaffenhaus entkernt
    - Tigerbaby in Schau => rechter kleiner Absperrkäfig
    - neue Jahreskarten in Chipkartenformat und sind nach Erwerb dann ein Jahr gültig
    - Faultierjungtier entwickelt sich prächtig
    - 1 Dottertukan ist verstorben
    (07.01.2011)
    Michael Mettler:   P.S. Könnte aber noch passieren. Sonst würde man ja nicht einen Umzug der Ameisenbären (der derzeit einzigen wirklich heizungsabhängigen Bewohner des Hauses bzw. Komplexes) ins Auge fassen.
    (06.01.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ach so. Ich denke in Sachen Sanierung auch eher an die alte Nashorn-, die alte Kamel- und die alte Nilgauanlage. Denn es ist schon kurios: Da steht ein heizbares Haus, in dem für längere Zeit sogar Nashörner aufgestallt wurden (auch wenn der Bulle seine eigenen Vorstellungen von Inneneinrichtung durchsetzen wollte), und es ist mit Ausnahme der Ameisenbären nur mit Tierarten besetzt, für die im Grunde ganzjährig Offenställe als Regen- und Windschutz reichen würden. Das macht der Zoo doch nicht aus Jux und Dollerei, der würde da bestimmt lieber andere Arten halten. Und falls das Haus ein Energiefresser sein sollte, könnte man statt der Haustierformen immerhin auch kältefeste Wildtiere einquartieren, aber genau das passiert ja auch nicht.
    (06.01.2011)
    Oliver Jahn:   @Michael, ich meine den neuen Haustierbereich an der Hinterseite incl. zusätzlichem Haus und den daran anschließenden Außenanlagen.
    (06.01.2011)
    Ronny:   Ich habe mal eine historische Frage zu den Halle-Kennern.

    Zur Eröffnung des Affenhauses 1928 wird in der entsprechenden "Mitteilung aus dem Zoologischen Garten" von einer Sonderschau der Exoten geschrieben, die entweder nur im Juli oder im kompletten Sommerhalbjahr statt fand. Folgende Arten wurden dabei gehalten:

    Orang Utan
    Schimpanse
    Dianameerkatze
    Brazza-Meerkatze
    Weißnasenmeerkatze
    Blaumaulmeerkatze
    Monameerkatze
    Weißkehlmeerkatze
    Weißgrüne-Meerkatze
    Zwergmeerkatze
    Zweifingerfaultier
    Greifstachler
    Totenkopfaffe
    Löwenaffe
    Fennek
    Zebramanguste
    Zwerggalago
    Riesengalago
    Opossum
    Nachtaffe
    Wickelbär
    Riesengflughund
    Springmaus
    nordamerikanische Kängururatte
    Ceylon-Schlanklori
    Kurzkopfgleitbeutler
    Schwarzpinseläffchen
    Weißpinseläffchen
    Mohrenmakak
    Drill
    Dschelada
    Madrill
    Gelber Pavian
    Ameisenbär
    Kapuziner
    Schweinsaffe
    Halsbandmangabe
    Weißscheitelmangabe
    Kronentaube
    Mähnentaube
    Seychellen-Riesenschildkröte
    Wasserschwein
    Flachlandtapir
    Mitu
    Kahnschnabel
    Ypacha-Ralle
    Schwarze Landschildkröte von Sumatra
    Waldschildkröte
    Pantherschildkröte

    Wurden diese Arten auch später übernommen oder waren sie nur für die besagte Schau im Zoo?

    Die Orangs werden in einer späteren Ausgabe wieder genannt, aber ohne sie als Neuzungang aufzu zählen.

    Im selben Jahr wurden außerdem ein Dschelada, Weißgrüne-Meerkatze, Weißnasenmeerkatze und 12 Weißpinseläffchen gekauft.

    Im Zoo selber gab es noch eine junge Zebramanguste und min 1,1 Wickelbären im Raubtierhaus, sowie ein Opossum.
    (06.01.2011)
    Michael Mettler:   Nochmal @Oliver: Ich grübele gerade, wie das besagte ehemalige Nilgaugehege derzeit besetzt ist - sind da nicht die Girgentana-Ziegen drin? Da es meiner Erinnerung nach einige recht steile Partien enthält, würde es sich eigentlich nach Zusammenfassung mit dem derzeit mit Kaninchen besetzten Nebengehege (in Richtung Kängurus) für die Mähnenschafe eignen - wenn es denn mehr Fläche als deren derzeitiges Gehege bietet.

    Welches zweite Gehege ist denn außer dem der Ameisenbären noch "so neu" (wobei letzteres doch auch schon wieder gute zehn Jahre alte ist)? Das Zackelschafgehege? Wird doch aber Gründe haben, dass man mit Ausnahme der Ameisenbären (die eventuell dort wieder ausziehen) und der Kängurus (Gehege soll saniert werden) rings um ein seinerzeit aufwändig renoviertes Antilopenhaus seit Jahren nur noch Haustiere unterbringt, die im Grunde nicht mal die Stallungen des Hauses benötigen. Schließlich hätte der Zoo nach dem kurzen Intermezzo mit den Bergriedböcken einfach eine andere Antilopenart für die damals neue Anlage holen können. Wäre z.B. ein schönes Gehege für Sitatungas, und die wären bestimmt nicht schwer zu bekommen.
    (04.01.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: Schaun mer mal ;-)
    (04.01.2011)
    Oliver Jahn:   Also kommen die Rentiere zu Zackelschafen und Angoraziegen und steht dort nicht auch noch der einzelne Vicunja-Hengst?
    @Michael, bei deinen Wetten halte ich dagegen, denn zwei Anlagen sind noch so neu, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass man sie jetzt schon wieder saniert. Viel mehr würde mich eine Nutzung der hinteren Anlage freuen, auf der mal die Nilgaus standen, denn diese ist zusammen mit der Anlage, in der zeitweise die Hasenkaninchen waren noch recht potentialträchtig.
    (04.01.2011)
    Ronny:   Laut einer PM (http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1289550900601)

    "Neuigkeiten hat Spretke dann am großen Ziegengehege an den Bergterrassen zu berichten: "Wir sind von der Stadt gebeten worden, die Rentiere bei uns aufzunehmen." "

    Also so wie Alex geschrieben hat, werden Rentiere in die ehemalige Nashornanlage untergebracht werden.
    (04.01.2011)
    Alexander Fuchs:   Eine Möglichkeit wäre auch die Anlage am Antilopenhaus mit seinen Haustieren (ehem. Nashornanlage).
    (04.01.2011)
    Michael Mettler:   Welches Gehege wäre denn für die Rentiere frei bzw. soll frei gemacht werden?

    Im Grunde läge ja die Lösung auf der Hand, die Blauschafe ins bisherige Markhorgehege zu stellen und die ehemalige Mufflonanlage für die Rentiere zu nehmen. Durch die Terrassierung nach der Sanierung wäre sie ja auch für weniger klettergewandte Huftiere ohne Warmstallbedarf nutzbar.
    (04.01.2011)
    Alexander Fuchs:   Ja das ist wahr, wollte dies nur als Ergänzung einfügen, nach den vielen Neuigkeiten.
    Eine persönliche Meinung nehme ich nicht vor. Die Rentiere sind in Halle bekannt durch den Weihnachtsmarkt.
    (04.01.2011)
    Michael Mettler:   Ich nehme Wetten an, dass nach dem Kängurugehege auch die anderen Außenbereiche des Antilopenhauses eine Sanierung erfahren werden...

    @Alex: Die Rentiere wären allerdings auch "nur Haustiere" ;-)

    @Jenny: Angesichts dessen, dass Binturongs gerade im Begriff sind, als Nachnutzer und Vergesellschaftungspartner eine Modetierart in unseren Zoos zu werden, ist vielleicht nicht mal die Abgabe alter Tiere sonderlich schwierig... So reichlich sind ja die Zuchterfolge m.W. (noch) nicht, dass sie den wachsenden Bedarf decken dürften.
    (04.01.2011)
    Alexander Fuchs:   Auch ich bin immer überrascht was sich neues im Bergzoo tut. Gerade jetzt bin ich glücklich über diese Entwicklung (Blauschafe, neue Binturongs und eineneue Tierart). In der Vergangenheit war ich doch eher skeptisch, da man viele Haustierformen anschaffte. Die jetzige Entwicklung ist ein richtiger Weg.
    In der MZ stand auch das die zwei Rentiere samt Jungtiere auf den Reilsberg ziehen sollen. Momentan sind sie noch in der Franzigkmark untergestellt.

    (04.01.2011)
    Oliver Jahn:   Liz, du hast da so ziemlich genau meine Gefühle beschrieben, die ich auch und gerade in Halle so oft hatte. Ich habe es hier glaub ich auch schon mal geschrieben, immer, wenn man um eine Kurve geht oder um eine Ecke kommt, dann erwartet einen etwas Neues, immer wieder eine Überraschung. Und das selbst dann, wenn man den Zoo wirklich meint, gut zu kennen. Da gibt es immer wieder Dinge, die man sich gewünscht hat, und irgendwann werden sie plötzlich Realität. Ja, das macht einen Zoobesuch aus und dafür ist eben gerade Halle bekannt. Da hofft man auf Gorale oder Takine, und was bekommt man, Blauschafe. Und ich freue mich sehr, dass es auch in Zukunft so bleibt, sogar noch besser wird. Und auch bei den Binturongs wird es so sein. Und bis es soweit ist, kannst du ja mit dem hier erst mal Vorlieb nehmen. :-)
    (03.01.2011)
    Liz Thieme:   Ich kann mir das auch schwer vorstellen, dass man da den Berg hochkommt und es nicht mehr duftet.
    Ich hoffe die Binturongs sind wieder da, wenn ich das nächste Mal in Halle sein werde.
    Ist es nicht viel schöner manchmal in Zoos zu gehen, die man meint zu kennen und man wird immer wieder überrascht? Am besten natürlich positiv. Aber ich finde davon leben auch Zoobesuche - von der Entdeckung von Neuem.
    (03.01.2011)
    Oliver Jahn:   Es gab ja mal die Überlegung, die Ameisenbären auf die Anlage der Mähnenwölfe zu bringen und ihnen dort ein für Besucher begehbares Haus zu bauen. Also heißt es wieder mal, überraschen lassen, das ist ja bei den Blauschafen auch sehr gut gelungen. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja doch noch mal mit Tapiren.
    Bei den Binturongs bin ich auf jeden Fall erleichtert, dass die Haltung nicht ausläuft, sondern nur umgestellt wird. Es wird also auch in 2011 wieder lohnenswert, öfter mal nach Halle zu schauen. Das freut mich sehr, auch wenn ich die mögliche Abgabe der Markhore sehr bedauern würde.
    (03.01.2011)
    Ronny:   @Jennifer: Dies habe ich nicht gefragt. Ich wollte den Tierpfleger auch nicht allzulange von seiner Arbeit abhalten.
    (03.01.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Ronny
    Weisst du denn wohin die Binturongs abgegeben wurden? Zumindest für das alte Weibchen wird es ja schwer gewesen sein einen neuen Halter zu finden, oder?
    (03.01.2011)
    Ronny:   Markohre waren nicht ausgeschildert. Um das Lamahaus, wo auch schon öfters diverse Ziegen untergebracht waren, konnte ich sie auch nicht sehen. Auf die Anlagen bei den Kängurus, wo auch die Angoraziegen mal waren, habe ich nicht darauf geachtet.

    Ja, es waren 3 Binturongs. In der linken Anlage lebte das alte Weibchen, was wohl noch aus dem Raubtierhaus stammt und der linken das Pärchen, wo ich eigentlich dachte, dass es noch recht jung war.

    Ich habe den Tierpfleger (von ihm stammen auch die Informationen zur Mähnenwolfanlage und Binturongs) gefragt, aber er meinte, dass dies noch ein Geheimnis sei.
    (02.01.2011)
    Oliver Jahn:   Das sind ja spannende Neuigkeiten. Waren denn die Markhore noch ausgeschildert? Und waren es nicht 3 Binturongs? Sind die alle weg? Und war schon zu erfahren, was nach den Kängurus auf die alte Mähnenwolf-Anlage soll?
    (02.01.2011)
    Ronny:   Neujahrsgrüße aus Halle.

    Einige News:
    Die bisherigen Binturongs wurden abgegeben und im Laufe des Jahres trifft ein neues junges Paar in den Bergzoo ein. Die rechte Anlage wird derzeit vom Weißhaubenfasan bewohnt.

    Im November des letzten Jahres verstarb der letzte Mähnenwolf. Die große Anlage gegenüber den Yaks wird der Zeit umgebaut. Dazu wurden bereits die Zäune entfernt. Nach dem Umbau werden vorerst die Bennett-Kängurus einziehen, da auch in der Känguruanlage der Boden erneuert werden muss. Die Kängurus kommen wieder zurück in ihre Anlage und die ehemalige Mähnenwolfanlage wird anschließend von einer komplett neuen Art bewohnt.

    Neu im Bestand sind Langschwanzhäher (Calocitta formosa), sowie ein verletzter Star und eine Amsel. Der Langschwanzhäher lebt im letzten Käfig der Fasanerie. Amsel und Star zusammen mit dem Chinesischen Ringfasan.

    Nicht gesehen habe ich die Schraubenziegen. Ihr Gehege wird zusätzlich von den Blauschafen bewohnt. Ob die noch im Bestand sind, kann ich nicht sagen.

    Kleinere News:

    Die Schopftauben sind von der Australienvoliere am Eingang in die Fasanerie gezogen.

    Die Halsbandwehrvögel bewohnen leben zusammen mit den Ameisenbären. Die Marabus sind nun auf der Zebraanlage.
    (02.01.2011)
    Liz Thieme:   Schlechte Nachrichten aus dem Raubtierhaus. Ranga ist aus ungeklärter Ursache querschnittsgelähmt. Es wird angenommen das Mutter Cindy sie am Rückenmark verletzt hat. Derzeit bekommt sie Physio, doch wenn dies nicht den gewünschten Erfolg bringt, muss die Kleine leider eingeschläfert werden.
    (28.12.2010)
    Holger Wientjes:   Alles klar ! Danke !
    (16.12.2010)
    Frithjof Spangenberg:   @Holger Wientjes: Die fehlenden Halter findest Du in der Zootierliste bei den unterartreinen "szechuanensis".
    (16.12.2010)
    Holger Wientjes:   Das Halle jetzt auch Blauschafe zeigt, finde ich klasse ! In der PM auf der Homepage des Zoos ist von 12 Zoos in Europa die Rede, die die Tiere halten. In der Zootierliste sind aber bur 6 aufgeführt. Sind da wohl noch einige osteuropäische/russische Parks dabei, die die Art halten... ?
    (16.12.2010)
    Oliver Jahn:   Ich bin sehr gespannt auf die neue Anlage und ihre Bewohner. Somit wird diese wirklich sehr schöne Ecke im Zoo noch deutlich aufgewertet.
    (15.12.2010)
    Liz Thieme:   Die Blauschafe sind inzwischen im Zoo angekommen. Es handelt sich hierbei um 2,2 Tiere. Die adulten Böcke kommen aus dem Zoo de Lunaret in Montpellier, und die beiden Weibchen aus dem Tierpark Berlin.

    Die junge Tigerin wurde auf den Namen Ranga getauft.
    (15.12.2010)
    Liz Thieme:   Das Tigerjungtier muss inzwischen zugefüttert werden, was die Mutter gut tolleriert. Zum Glück kann die Kleine so bei der Mutter bleiben.
    (12.12.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Mir würde sich jedenfalls ansonsten nicht recht erschließen, was an den Nebengehegen sanierungsbedürftiger gewesen sein sollte als am Markhorgehege; schließlich handelt es sich doch um den selben Felshang, der nur durch Trennzäune unterteilt und in allen Teilen seit ewigen Zeiten mit Paarhufern besetzt ist. Ich nehme jedenfalls Wetten an, dass auch das Markhorgehege demnächst saniert und terrassiert werden wird (auch wenn ich es vom Optischen her schade fände). Frage ist, ob sich dann nicht auch die jetzigen Markhore aus dem Tierbestand verabschieden werden. Die bisher sanierten Gehege nebenan haben schließlich auch einen komplett neuen Huftierbesatz bekommen bzw. werden ihn demnächst bekommen.
    (24.11.2010)
    Ralf Seidel:   @Michael Mettler, Tschuldigung, da war doch noch was...
    Ob die Anlage auch noch umgestaltet wird, kann ich auch nicht sagen, aber mal nachfragen. Im Moment sehen die Gehege schon sehr unterschiedlich aus, einerseits die terrassierten "Neuanlagen", gegenüber dem Gehege im "Urzustand" (schön zu sehen auf dem von Oliver am 24.05. eingestellten nachkolorierten Foto).
    (24.11.2010)
    Liz Thieme:   Heute kam nun die Pressemitteilung des Zoos bezüglich der Jungtigerin. Cindy hatte die Zuchterlaubnis wieder erhalten, nach dem das Rare Species Conservation Centre in Sandwich Interesse an Nachzuchten anmeldete. Daraufhin wurde Cindy das Hormonimplantat entfernt und am 20.10. kam dann das Weibchen zur Welt.
    (23.11.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Ich dachte auch mehr an ein Projekt für das kommende Jahr, nicht unbedingt noch jetzt, kurz vor Winterbeginn.
    (12.11.2010)
    Ralf Seidel:   @Michael, so wie es derzeit ausschaut, wird da im Moment nichts dran gemacht. Von Baustelle ist nichts zu sehen, lediglich die Hinweisschilder auf die kommenden Bewohner
    (12.11.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Soll denn das Markhorgehege als letztes in der Gehegereihe auch noch saniert werden, wie wir ja weiter unten schon mal andiskutiert hatten?
    (12.11.2010)
    Ralf Seidel:   @Holger, Blauschafe SIND auf jeden Fall klasse !
    Für eine Besetzung wäre ja so ziemlich alles an Gebirgswiederkäuern in Frage gekommen - Wildschafe oder -Ziegen, Takins, Tahre usw. Da heißt es dann abwägen in Sachen Attraktivität, Verfügbarkeit, sicherheitsrelevanten Fragen. Für eine Takinhaltung beispielsweise hätte man die Anlage mit einigem finanziellen Aufwand sicherlich noch umbauen müssen.
    Blauschafe sind in jedem Fall eine gute Wahl.
    (12.11.2010)
    Holger Wientjes:   Dürft ihr denn verraten was zuvor geplant war ? Blauschafe finde ich auf jeden Fall klasse !
    (12.11.2010)
    Ralf Seidel:   @Ronny, die Liste der europ. Halter ist ja recht übersichtlich und da der Zoo gute Verbindungen nach Friedrichsfelde hegt vermute ich mal...
    @Alexander, bei der Neubesetzung derartiger Anlagen wird es in der Entscheidungsfindung immer ein Pro und Contra einer jeweiligen Art geben, der Zoo hat sich für die Blauschafe entschieden. Die künftigen Bewohner werden den Besuchern auf den Gehegeschildern bereits angekündigt.
    (12.11.2010)
    Alexander Fuchs:   Blauschafe??? Schön, dass freut mich.
    Im Gespräch war ja etwas anderes...

    Der Besucherrückgang dürfte wohl auch am fehlen von Jungtieren im Raubtierhaus sein (jetziges Tigerjungtier ausgenommen)!
    (12.11.2010)
    Ronny:   Toll..schön, dass es Blauschafe in Halle geben wird.
    Woher kommen die Tiere?
    (11.11.2010)
    Ralf Seidel:   Abgerechnet wird ja immer zum Schluss, sprich am Jahresende - die Besucherzahlen der vergangenen 2 Jahre werden aber wohl nicht erreicht. Neben dem lausigen Wetter in diesem Jahr dürfte besonders auch die Schließung des Hauses der Totenkopfäffchen negativ zu Buche schlagen, die sind und bleiben nun mal Besucherlieblinge.
    (11.11.2010)
    BjörnN:   Schön zu sehen, dass Halle seinen Paahuferbestand aufstockt und weiter veredelt.

    Gibt es schon Prognosen bezüglich der Besucherzahlen im Jahr 2010?
    (11.11.2010)
    Ralf Seidel:   In die sanierten Berggehege am Lamahaus werden nun demnächst Blauschafe (Pseudois nayaur) einziehen.
    (11.11.2010)
    Niedersachse:   Im Zoo gibt es wieder ein Tiger-Jungtier. Erst wenige Tage alt, aber es gibt schon einen Abnehmer.
    (07.11.2010)
    Liz Thieme:   Sehr schön. Wieder eine Stufe weiter. :)
    (29.10.2010)
    WolfDrei:   Aus Halle erhielt ich gerade die Nachricht, daß nunmehr der Malayische Tigerkater "sauber" ist, also wirklich P.t. jacksoni ist. Die Unsicherheit lag in der Großmutter. Der Zoo Melakka hat den Nachweis der Echtheit erbracht.
    (29.10.2010)
    Ralf Seidel:   Die Zucht der Südpudus im Bergzoo hat sich in der Tat hervorragend entwickelt und dürfte neben der Zucht im "Stammhaus Wuppertal" zu den erfolgreichsten zählen.
    Seit Mitte der 90er Jahre wird diese Tierart auf dem Reilsberg gehalten, angefangen hatte alles mit eingestellten Männchen aus Wuppertal und Köln.
    Ebenfalls erfreulich, dass schon seit einiger Zeit an der Sanierung des Hauses der Totenkopfäffchen gearbeitet wird. Trotz angespannter Haushaltlage hat die Stadt entsprechende Mittel freigegeben, um das Haus möglichst schnell wieder in Betrieb nehmen zu können. Vorgesehen ist eine Glas-Stahl-Aluminium-Konstruktion, auch in der Präsentation soll sich einiges ändern. Die Gruppe ist derzeit im alten Elefantenhaus untergebracht und damit für die Besucher nicht zu sehen.
    (26.10.2010)
    Holger Wientjes:   Super Neuigkeiten ! Glückwunsch nach Halle !!! Geschlecht ist, denke ich mal, noch nicht bekannt ?!
    (26.10.2010)
    Oliver Jahn:   Es gab wieder Nachwuchs bei den Pudus. Jungtier Nr. 23 wurde am 04.10.2010 geboren.
    (24.10.2010)
    Liz Thieme:   Also am 27.8.2010 wurde der Nachwuchs geboren. Vor zwei Jahren (2008) hat die Studie angefangen. Als Tragzeit sind je nach Quelle 6-9 Monate angegeben.

    Ich finde das toll, dass es diese Studie gibt und dass der Zoo dies durchführt bzw. die Uni die Untersuchungen übernimmt.
    Nur nach meiner Erfahrung, sollte man die Ergebnisse aus den Untersuchungen, schon recht zeitnah in seine Datenbanken einpflegen.
    Mich würde das Vorgehen der Uni interessieren.
    Natürlich ist erst einmal zu klären, ob man solch eine Veränderung feststellen kann, denn bei manchen Tieren kann man dies am besten kurz nach der Befruchtung oder kurz vor der Niederkunft erst feststellen.
    Allerdings wenn man aus dem Kot das Hormon extrahieren kann und es eine messbare Veränderung zu entsprechenden Zeiten (unbefruchtet, befruchtet (Stadien), Eireifung/-sprung) gäbe, sollte sich doch im Grunde eine physiologische Veränderung des Körpers abgezeichnet haben durch irgendeine Veränderung im Hormonhaushalt.
    .
    Da kriege ich doch wieder Lust eine praktische Zeit im Labor zu verbringen :)
    (12.10.2010)
    Oliver Jahn:   Endlich hat es geklappt!
    Im Zoo Halle ist das erste Faultier geboren.
    Hier der Artikel aus der MZ:
    Halle (Saale)/MZ. Trägheit ist ihr Markenzeichen. Kaum ein Zoo-Besucher käme wohl auf die Idee, ein schlafendes Faultier länger als fünf Minuten zu studieren. Doch jetzt kann sich das im Zoo Halle lohnen. Wenn sich Faultierdame Charlotte nach ihren Tiefschlaf-Attacken genüsslich rekelt, schaut hin und wieder was aus ihrem Fell: ein Ärmchen, ein Beinchen; mit Glück eine gesamte Mini-Ausgabe.
    Erstmals ist dem halleschen Zoo die Nachzucht eines Zweifinger-Faultiers geglückt. Und Zoo-Biologin Jutta Heuer ist voller Freude. Denn nur etwa zwanzig Geburten pro Jahr werden aus allen europäischen Zoos vermeldet, wovon wiederum nur zwei Drittel der Tiere überleben, sagt sie.

    Wie schwierig solch eine Nachzucht ist, hat sich bei Charlottes Gehege-Kollegin Paula gezeigt. Das mit 41 Jahren älteste Zweifinger-Faultier Europas hatte zeitlebens nur zwei Geburten. Ihre Babys überlebten nicht. Längst über den Berg ist jedoch Charlottes Zögling, der am 27. August mit rund 500 Gramm zur Welt kam und zum Faulenzen verdonnert ist. Täglich schlafen die Tiere, die im südamerikanischen Regenwald beheimatet sind, rund 15 Stunden. Am Freitag wurde nun auch der süße Fratz geweckt und von Tierarzt Jens Thielebein gewogen. Er brachte schon fast einen Kilo auf die Waage.

    An Charlottes Mutterglück sind gleich zwei wissenschaftliche Glücksmomente geknüpft. Ohne zu wissen, dass das 25 Jahre alte Faultier überhaupt schwanger werden würde, hatte die Veterinärmedizinerin Susanne Troll vor zwei Jahren mit einer Langzeitstudie begonnen. Im Rahmen ihrer Promotion bestimmte die 29-Jährige anhand von Charlottes Kot-Proben vor und in der Zeit der Schwangerschaft den Sexualhormon-Haushalt des Weibchens. Aus diesen Messreihen, so Troll, werden sich erstmals überhaupt Voraussagen zur Schwangerschaft und Trächtigkeitsdauer von Faultieren treffen lassen. Uni-Veterinär Jens Thielebein, der die Studie anschob, erhofft sich eine wissenschaftliche Sensation. Denn die Auswertung von Daten beginnend vor der Befruchtung über den gesamten Schwangerschaftszeitraum bis zur Geburt sei weltweit erstmals gelungen.

    Der zweite wissenschaftliche Glücksmoment gehört Thielebein ganz allein. Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat die Paarung zwischen Charlotte und dem Faultier-Mann Toni miterlebt. "Es dauerte nur 30 Sekunden", meint der Tierarzt. Und es sah - na, ja - wohl mehr nach Kuscheln als nach wildem Sex aus. Rund ein Jahr wird es dauern, bis das Jungtier eigene Wege geht - oder besser gesagt: selbständig faulenzt.

    (10.10.2010)
    Michael Mettler:   Statt gleichzeitig mit zwei nahe verwandten und für Normalbesucher nicht recht unterscheidbaren Arten den Grundstein für eine durchgehende Opossumhaltung zu legen, wäre es wohl sinnvoller, nur eine davon und dann auf breiterer Gründerbasis zu etablieren. Sechs europäische Halter mit Nordopossums bieten dafür dann aber bessere Voraussetzungen als ein "europäisches Einzeltier" in Halle. Auch wenn wohl zumindest die Tiere der drei dänischen Haltungen verwandt sein dürften, machen Importbemühungen um blutsfremde Nordopossums m.E. eher Sinn als um weitere Südopossums, die dann mit ihren nördlichen Verwandten um eine nahezu identische Planstelle bei zukünftigen Haltern in Konkurrenz treten würden.
    (27.07.2010)
    Alexander Fuchs:   Wenn man die Geschichte kennt, des Opossums, dann braucht es kein Partner. Es ist ein Alleinstellungsmerkmal und gut ist. Warum mehr??? Man hatte die per. Hasenmaus und nun das Opossum und wer weis was in Zukunft kommt...
    (26.07.2010)
    BjörnN:   Gibt es denn eine Option auf einen Partner für das Südopossum??

    Immerhin sind die Tiere nicht gerade mit langem Leben gesegnet.
    (26.07.2010)
    Oliver Jahn:   Aber gern doch...
    (26.07.2010)
    WolfDrei:   Nix anbei - Herr Jahn wird helfen
    (26.07.2010)
    WolfDrei:   Den Gegebenheiten geschuldet nur ein schnelles Durchlaufen des Zoos - erfreulich wie immer. Dem Ameisenbärennachwuchs geht es gut, auch dem Sakibaby - die Faultiere geben sich aber noch ihrer Faulheit hin. Noch kein Nachwuchs. Anbei meine Begehrlichkeit:Didelphis marsupialis
    (26.07.2010)
    Alexander Fuchs:   P.S. Sollte eigentlich "erster Halter in Deutschland" heißen.
    (24.07.2010)
    Alexander Fuchs:   Da ich mich ein wenig mit dem Thema Vögel auseinander setze, habe ich im Buch Papageikunde von von Werner Lantermann etwas endeckt. Der Zoo Halle war der erste Halter von einem Borstenkopf. Er soll 1925 in den Zoo gekommen sein. Vermutlich mit dem Import von 2 Flughunden am 27.03 aus Neuguinea (Chronik 1, S. 97). Anscheinend hat er auch nicht lange überlebt, da in der Chronik nichts zu finden ist.
    (24.07.2010)
    Alexander Fuchs:   Nicht nur ein Ameisenbär wurde geboren, erwähnenswert sind auch ein Kugelgürteltier (Elterntiere Import), ein Yak, sechs Westkaukasische Steinböcke, ein Weisgesichtssaki. Weiter Jungtiere werden bei den Göttinger Minischweinen, Yaks und das ist auch schon offiziell bei, den Faultieren erwartet


    (04.07.2010)
    Ralf Seidel:   Erfreulichen Nachwuchs gab es am 20.05. wieder bei den Großen Ameisenbären. Das Jungtier ist weiblich und mittlerweile das 3. Baby von Stella und Pedro. Das erste Jungtier, ebenfalls ein Weibchen, wurde abgegeben an den Zoo Dortmund, der zweitgeborene Bonito lebt seit Dezember 2009 im südenglischen Warminster. Dort soll er im Rahmen des EEP seinen Beitrag für eine neue Ameisenbärzucht leisten, die halleschen Elterntiere stammen direkt aus Südamerika und sind somit für das Erhaltungszuchtprogramm sehr wertvoll.
    (14.06.2010)
    Liz Thieme:   Wenn ich durch Glas gehen könnte, dann wäre es hier ein Zoo wo ich es gerne tun würde. Aber die Jaguare wurden dann doch vom Glas vor meinem Kuschelwunsch geschützt. "Lady Bird" und "Muppet" sind sehr hübsche Tiere, wobei sie sehr zierlich ist. Und vielleicht gerade deswegen ganz besonders wirkt - noch eleganter und katzenhafter als "Norm"-Jaguare. Von ihrer Wirkung würde ich sie mit "Malea" der Frankfurter Sumatratigerin vergleichen. Meinetwegen könnte man ihre Nachbarn durch andere Katzen [ich glaub es gäbe da den Puma als Wunschkandidaten ;-)] austauschen, wobei die dritte Großkatzenart dann wieder mein Herz erfreuen lässt. "Girl" würde ich als typischen Vertreter der Malayischen Tiger ansehen. Wobei mir "Cindy" durch ihre markante Streifung mehr zusagt. Schade, dass "Sompon" mit seinen Frauen, genauso wie die Jaguare derzeit nicht mehr züchten dürfen. Insgesamt tolle Tiere.
    Nach weiteren Umbauideen die im Kopf rumspuken habe ich dann die aktuelle Baustelle bei den Bergtieren begutachtet. Sie ist noch nicht ganz vollendet, aber ich denke die Tiere werden ihre Anlage gut annehmen. Klar ist diese Treppenstrukturierung so ganz anders als die eher typischen Naturgesteinanlagen Halles, aber schrecklich finde ich sie auch nicht. Und sie hat weiterhin eine gute Struktur für Hang-Tiere. Ich erinner da mal an die Bergtieranlagen in Berlin, wo eine flache Ebene vorherrscht und ab und an paar Steine liegen, am besten so viele Felsbrocken wie Tieranzahl... Aber trotz dieser Treppenumstrukturierung empfinde ich es nicht als störend, dass dort die Anlage anders gestaltet wird. Ich denke, dass nach Beendigung der Arbeiten und Einwuchszeit (ich gehe noch etwas von Begrünung aus) und Einlebzeit der Tiere sich die Anlage ins Bild von Halle als natürlicher Zoo eingliedert. Ich finde nicht, dass Halle durch solche Arbeiten zum Kunstzoo verkommt.
    Dies ist auch was ich am ganzen Zoo mag, diese Natur, schön viel grün und kaum Kunstfels. Einzig störend finde ich die Elefantenanlage und das Elefantenhaus von innen, da ich diese Betonplatten nicht mag. Und sie eher wie ein Klotz wirken. Trotzdem ist es als Mehrzweckhaus gut durchdacht (soweit ich das vom Besucherraum aus sagen kann), wobei ich mir andere Tiere wünschen würde, welches aber leider dort nicht geplant ist. Leid tun mir nur die Pfleger bei den Putzarbeiten, die haben es dort wesentlich schwerer als in den anderen Häusern Deutschlands.
    Ein weiterer absoluter Freupunkt waren die sehr aktiven Binturongs, die sehr neugierig sind und man so wieder in die Versuchung gerät. Aber bei solchen Tieren ist das nun mal auch kein Wunder. Ist euch mal aufgefallen das Binturongs wirken wie Kragenbären gemixt mit Beutelteufeln und Panther sowie Ayays?! Ähnlich überrascht in der Friedfertigkeit hat mich der Kea, die ich aus Stuttgart als sehr hackfreudig kenne. Doch hier lies er sich seelenruhig kraulen ohne mit dem Schnabel auch nur irgendeine Aktivität anzudeuten.
    Eine Aufgabe wartete dann noch im Krokodilhaus auf mich und ich habe das Beweisfoto - es gibt sie noch!
    Insgesamt finde ich den Zoo schön und kann mir gut vorstellen ihn öfters zu besuchen, um weitere schöne Momente dort zu erleben. Es ist auf jeden Fall ein Zoo den man genießen muss, und das kann man sehr gut, und bei dem man nicht die Gehege abhaken darf. Denn sonst verpasst man sehr viel.

    (13.06.2010)
    Ralf Seidel:   @Michael, nun mal nicht so pessimistisch...
    Die Fragen nach der "Haltbarkeit" des Schimpansenhauses wurden auch in der hiesigen Tagespresse bereits erörtert, ist ja auch nicht sooo abwegig.
    Nach Zooangaben wurde allerdings anderes Holz verwendet als bei den Totenkopfäffchen (der Bau wurde ca. 8 Jahre später in Betrieb genommen), die Hauskonstruktion ist auch eine durchweg andere. So ist im Schimpansenhaus auch eine Lüftung über den Dachfirst möglich, an heißen Tagen kann zusätzlich die große Glasscheibe, welche Außen- und Innenanlage räumlich trennt, aufgefahren werden. Damit ist in jedem Fall eine bessere Luftzirkulation schon mal gegeben. Ganz von der Hand zu weisen sind deine Bedenken natürlich nicht.
    Und ansonsten hast du wahrscheinlich noch nie erlebt, wenn sich ein ausgewachsener Totenkofaffenmann voller Inbrunst gegen die Besucherscheibe schmeißt.Das dürfte eine bleibendes Erlebnis darstellen - zumindest für den Affen...))
    (01.06.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Hoffen wir vor allem, dass die Innenanlage so lange durchhält... Die Luftfeuchte im Haus ist wahrscheinlich nicht wesentlich geringer als bei den Totenkopfäffchen, es wurde viel Holz verarbeitet (z.B. als Pfeiler zwischen den großen Glasscheiben), und auf dem Boden des Besucherraumes liegt teilweise Rindenmulch. Bei mir im Garten brachte der unmittelbare Kontakt mit Feuchtigkeit speicherndem Mulch auch ohne Gewächshausklima druckimprägniertes Holz (darunter dicke Pfosten einer Terrassenpalisade) innerhalb weniger Jahre zum Durchfaulen - fiel mir erst auf, als ich zufällig etwas Mulch zur Seite kratzen wollte und dabei mit dem Spaten bis zur Hälfte in den Pfosten hineinrutschte...

    Nicht, dass da nach dem Totenkopfäffchenhaus schon der nächste Sanierungsfall eines relativ neuen Gebäudes droht. Immerhin sitzen hier keine leichten Kleinaffen hinter dem Glas, sondern enorm kräftige Menschenaffen.
    (31.05.2010)
    Ralf Seidel:   Seit knapp einer Woche hat Schimpansendame Bangi wieder Gesellschaft. Schimpansenmann Sebastian kam aus dem Tiergarten Straubing an die Saale und soll künftig mit ihr das Gehege teilen. Die Aneinandergewöhnung verlief bisher harmonisch, die 36jährige Schimpsansin und ihr 2 Jahre jüngerer neuer Partner verstehen sich offenbar recht gut miteinander. Nach dem plötzlichen Tod von Schimpansenmann Satcho war der Zoo auf der Suche nach einem passenden Partner für Bangi. Mit dem Sachsenrüpel Unyoro aus dem benachbarten Leipziger Zoo klappte das leider nicht, nach anfänglicher Harmonie war hier bald Schluss mit lustig. Er attackierte die ältere Dame, das Paar musste wieder getrennt werden. Hoffen wir, dass diesmal alles klappt und die beiden reiferen Schimpansen in Eintracht noch viele Jahre in ihrer schönen Anlage verbringen können.
    (31.05.2010)
    Oliver Jahn:   Nun, dann warten wir mal ab, was da noch kommt. Immerhin wird die Anlage durch die neuen Bäume etwas begrünt und dadurch in ein paar Jahren auch für die Tiere etwas mehr Schatten haben.
    (25.05.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver: Aus optischen Gründen stimme ich dir voll und ganz zu. Aber man darf eben dabei nicht vergessen, dass dort seit fast hundert Jahren ununterbrochen Intensivhaltung von Gebirgswiederkäuern betrieben wird, was für den Naturboden (und damit auch für die Tiere) vielleicht nicht ohne Folgen blieb.

    Noch ist das Mufflongehege ja nicht fertig, vielleicht kommen noch Felshaufen hinein...?
    (25.05.2010)
    Oliver Jahn:   Einen Anlass zur Bodensanierung wird es früher oder später vielleicht überall einmal geben. Die Frage ist, wie man das dann macht. Und da hätte ich mir eine Variante gewünscht, die dem Originalgehege in seiner Bergstruktur etwas näher kommt. Schließlich sind es genau diese natürlichen Berggehege, die den Zoo Halle berühmt gemacht haben.
    (24.05.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver: Vielleicht gibt es dort keinen Anlass für eine Bodensanierung und am Lamahaus schon...?
    (24.05.2010)
    Oliver Jahn:   @Michael, das würde ich noch mehr bedauern. Was kommt dann als nächstes, die Steinbockanlage?
    (24.05.2010)
    Michael Mettler:   Ich schätze, eine entsprechende Umgestaltung des Markhor-Geheges wird noch folgen, dann hätte sich das mit dem Kontrast ohnehin erledigt...
    (24.05.2010)
    Mel:   Ah ok,das macht dann Sinn, danke für die Auflösung ich hatte mich echt eben gewundert.
    (24.05.2010)
    Oliver Jahn:   @Mel, jetzt hast du es echt geschafft, mich ein paar Sekunden zweifeln zu lassen! ;-)
    Aber im Original konnte ich es erkennen. Rings um den Aussichtsturm sind Strahler, die den Turm wohl Nachts anleuchten. Das ist einer davon. :-)
    (24.05.2010)
    Mel:   Seh ich das eigentlich richtig??? Wer von den Hausbewohnern hat den einen Fernseher oder wozu die Satellitenschüssel ;-)
    (24.05.2010)
    Oliver Jahn:   Die Renovierung der Mufflon-Anlage geht voran. Allerdings erschließt sich der Sinn dieses Umbaus nicht so ganz. Die Anlage wird stark terrassiert, etwas, was praktisch für die Tierpfleger ist, den Mufflons allerdings nicht viel bringt. Außerdem empfinde ich persönlich den Umbau etwas schade, denn der für Halle charakteristische Stil der Natursteingehege für seine Bergwiederkäuer geht hier schon etwas verloren. Gerade mit der Markhor-Anlage daneben empfinde ich den Kontrast als etwas sehr stark. Und ob die Mufflons nun auf den Terrassen besser leben, als auf dem natürlichen Porphyrboden, das ist eher fraglich.
    Zur besseren Ansicht das ganze mal in Farbe.
    (24.05.2010)
    Michael Mettler:   @Ronald Masell, zu deiner Frage nach den Orpingtons: Am Stall bzw. durch dessen Türchen innen habe ich zwei Stück gesehen, eine sehr bunte Henne und den Kopf eines Tieres, das wahrscheinlich dem von Ronny unten dokumentierten Farbschlag entspricht (habe mir die genauen Bezeichnungen noch nicht rausgesucht). Der nebenstehende Hahn stand auf der großen Wasservogelanlage, aber den hätte ich eher für ein Sussex gehalten. WENN der eigentlich zum Saubucht-Besatz gehörte, hat er diese jedenfalls nicht sonderlich belebt :-)

    Übrigens ist das Südopossum am Haus als Zentralamerikanisches Opossum ausgeschildert, was ich aufgrund seiner Herkunft recht konsequent finde, denn die Art ist ja nicht das südlichste aller Opossums.
    (24.05.2010)
    Oliver Jahn:   @Alex, die Mufflons sind auf der Rückseite des Lamahauses untergebracht! Da muss ich dem Hallenser erklären, wo seine Tiere stehen! ;-)
    @Ralf, du nun wieder...Gorale...ich war ja bescheiden und hatte lediglich auf die Wiederkehr der Tahre gehofft.
    (16.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Alexander, soweit ich mich entsinnen kann, warst du am Tag der Zooführung für die Tierpaten ja mit dabei - und da hatte ich an Frau Heuer ja schon die Frage gestellt...
    Sei`s drum, warten wir einfach mal ab. Fraglos würde ich mich auch mehr drüber freuen, wenn beispielsweise Gorale wieder auf den Reilsberg ziehen würden - na und den Oliver erst...)
    (16.04.2010)
    Alexander Fuchs:   Wäre wohl dann die modernste Anlage für Mufflons... und so viel Mühe :)
    Ein Schelm und so weiter!

    Ich habe eine komische Vorahnung, dass dort kein Mufflon einzieht. Die Mufflons dürften auch gar nicht mehr im Zoo sein oder sind die momentan woanders untergebracht?
    (16.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Oliver, schon - aber wir bleiben doch Optimisten...)
    (16.04.2010)
    Oliver Jahn:   @Ralf, schade eigentlich, denn die Arbeiten dort sehen nach deutlich mehr, als nach einer Sanierung aus. Da werden Mauern eingezogen und tiefe Löcher gegraben, aber schauen wir halt mal, wie die Mufflons dann untergebracht werden. Man hätte ja auch mal auf eine andere Art umstellen können. ;-)
    (16.04.2010)
    Ralf Seidel:   Um noch einmal auf die von Oliver Jahn angesprochenen Arbeiten am mittleren Gehege des Lamahauses (Mufflons) zurückzukommen: Die Anlage wird im Moment einfach nur saniert und hergerichtet. Das gleiche geschah ja schon mit der jetzigen Alpaka/Quessantschafanlage, auch hier wurden letztes Jahr schon einige Ausbesserungen vorgenommen. Im Anschluss sollen wohl erst mal die Mufflons wieder hier einziehen...
    @Oliver, im Moment erst mal also nichts wirklich Aufregendes - hättest du die Frage am 1. April gestellt, ja dann...
    (16.04.2010)
    Alexander Fuchs:   @Ralf & Oli Dann darf der Jüngling auch noch was sagen, dass nennt man dann wohl jugendlicher Leichtsinn ... oder das letzte Wort haben :)
    An der Saubucht hat man die Vegetation nicht ausgelichtet ;) Es wäre wünschenswert, denn dann kann man das tolle Panorama auch im Sommer betrachten :P

    Was in Zukunft mit der Saubucht passiert muss man abwarten, vllt. gibt es ja eine Nachnutzung mit Schweinen, als Haustierform.

    @Ralf "Ja Alex, da haben" hähhh? Habe ja schon viel gehört, dass man im Alter einiges vergisst, aber gleich ganze Sätze ;)



    (15.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Oliver, ja
    (15.04.2010)
    Oliver Jahn:   @Ralf, weißt du, was da gerade im Mufflongehege gebaut wird?
    (15.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Oliver Jahn & Alexander Fuchs (klingt wie`n Volksmusikduo), inwieweit die jetzige Lösung "Saubucht" Bestand haben wird wird sich zeigen, im Moment sicher nicht die schlechteste Lösung. Die fehlenden Einzäunungen vermisse ich derzeit auch nicht, perspektivisch würde ich mir aber auch eine Wiedernutzung mit trop. Schweinen vorstellen, die Außenanlage bis links vom Ententeich vorgezogen. Darüber hatten wir ja auch schon diskutiert. Die Weißbärte oder Babirusas fände ich auch spannend, Visayas wären auch ne Option. Für Pumas UND Schneeleoparden sollte sich da noch woanders ein Plätzchen am Hang finden, man darf ja mal träumen...Die derzeit gute Sicht auf die Saubucht ist übrigens wirklich nur der noch fehlenden oder ausgelichteten Vegetation zuzuschreiben, im Sommer sieht man da kaum was davon - ob mit oder ohne Gitter. So Alex, du siehst, die gesetzteren Herren wären sich mal wieder einig, was ja so selten nicht vorkommt. Ich nenne das dann immer die Reife und Gelassenheit des Älteren, mein Chef nennt das bei mir dann Altersstarrsinn...))




    Ja Alex, da haben
    (15.04.2010)
    Oliver Jahn:   @Alex, die Gedankenspielchen hatten wir schon mal, und da fallen mir einige Ecken ein, die man für Pumas nutzen könnte, die Saubucht hingegen hätte ich gern in ihrer alten Bestimmung gesehen. Wo z.B. bleiben die unzähligen Nachwuchstiere der Weißbartpekaris aus dem Zoo Berlin? Und wenn ich mir dort die Haltung der Hirscheber ansehe, dann könnte das Halle auch.
    Die Sicht vom Ententeich noch oben, die war allerdings noch nie von den Gittern der Saubucht behindert, denn diese standen ja hinter der Mauer, die den Teich von hinten begrenzt. Dass man jetzt dort so weit nach oben schauen kann, liegt m.E. eher daran, dass zum einen die Büsche noch nicht grün sind, zum anderen aber wohl im Zoo sehr gründlich ausgeholzt wurde. Denn auch an anderen Stellen sieht man sehr deutlich, dass man dem "Heiligen" Flieder ganz schön zu Leibe gerückt ist. Allein um das Reilsgrab herum hat man jetzt in Richtung Turm einen komplett neuen Blick.
    Gibt es eigentlich schon Infos, was mit der Mufflonanlage passiert? Das sieht ja dort nach richtig großen Arbeiten aus.
    (14.04.2010)
    Alexander Fuchs:   @ Oli Es ist richtig, das die Gitter, das Haus versperrt haben. Deshalb finde ich es ja jetzt so schön, ohne diese "Störbarikaden". Ich persönlich emfinde es als Aufwertung der Parklandschaft. Gerade die Sicht vom Ententeich nach oben. Dieser ist so klasse und wirklich toll anzuschauen.
    Mit der Nutzung/ Nachnutzung bin ich auch nicht ganz zufrieden und kann mir da was anderes vorstellen, außer Haushühner. Mein Traum ist ja immer noch eine Pumaanlage, mit eingeschlossen der Gepardenkäfig (evtl. als Mutter-/Kindstube), oben eine Aussichtplattform, Präriehundanlage (jetziger Kräutergarten). Das wäre für ein schöne Nutzung der Saubucht.

    @ Micha :D :D :D


    (14.04.2010)
    Oliver Jahn:   @Alex, ohne die Gitter sieht man das Haus besser, das stimmt wohl, von einer Aufwertung der Parklandschaft zu sprechen, finde ich allerdings schon etwas gewagt. Mir persönlich hat die Saubucht mit Gittern und vor allem mit Schweinen drin einfach besser gefallen. Wenn man alle Anlagen verbunden hätte, dann wäre die Haltung einer kleineren Schweineart sicher noch möglich gewesen. Ich hätte mir Pekaris gewünscht. Unter dem 21.12.2007 ist ein Foto von mir, auf dem man die Saubucht mit Gittern sehen kann. So nun sieht sie heute ohne diese aus.
    (14.04.2010)
    Ronny:   @Ronald Masell: Kann ich dir leider nicht sagen.
    (14.04.2010)
    Ronald Masell:   @ronny,zu welchem Farbschlag gehören die Hallenser Hühner?
    (14.04.2010)
    Ronny:   Damit jeder weiss wie die Halles neue Pummelchen aussehen.

    Hier Orpington-Hühner aus dem Haustierpark Liebenthal bei Berlin.
    (14.04.2010)
    Michael Mettler:   Na, wie es mit Hühnern eben so aussieht, wenn der Fuchs kommt ;-)
    (13.04.2010)
    Alexander Fuchs:   Im Moment finde ich die Saubucht ohne Gittern ganz schön. Ein tolles Panorama, wenn man vom Ententeich hinaufschaut. Ich empfinde es sogar als Aufwertung der Parklandschaft.

    Mal schauen wie es dann mit den "Pummelchen" aussieht, beim nächsten Besuch.
    (12.04.2010)
    Ralf Seidel:   Im Moment wird an dieser Stelle erst mal nichts weiter geschehen. Deswegen ja auch die zweibeinigen Pummelchen, damit soll der Bereich etwas belebt werden...
    (12.04.2010)
    Oliver Jahn:   Man hat die fetten Hühner am Karfreitag bereits hinter der Tür der alten Innenanlage der Wildschweine gesehen. Bleiben die Außenanlagen der alten Saubucht jetzt so ganz ohne Vergitterung?
    (11.04.2010)
    Ralf Seidel:   Neu im Tierbestand des Bergzoos sind seit kurzem 1,1 Malaienenten. Die Tiere haben ihr Domizil in der Großen Flugvoliere auf dem Bergplateau. Die Vögel stammen aus der Nachzucht des Cottbuser Zoos, die Art gilt als stark bedroht.
    Ein weiterer neuer Vertreter aus der Avifauna sind Orpington - Hühner. Diese alte Haushuhnrasse aus England bewohnt das Gelände der alten Saubucht. Da die Tiere doch recht massig sind und eher ungern fliegen, dürften sie den angestammten Bereich kaum verlassen.
    (09.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Michael Mettler, das Tier ist klar als Südopossum bestimmt.
    @Oliver Jahn, wie "Freundlichkeit ist immer eine Frage der Begleitung..", soll das ne Anspielung sein - mit mir zum Beispiel kommt jeder klar..))
    @Alexander Fuchs, interessant an der Geschichte ist ja die Tatsache, dass Herr Jahn erfahrungsgemäß schon weit vor Öffnung des Gartens präsent ist. Dann bis 17:30 Uhr auszuharren um auf den Auslöser klicken zu können für das begehrte Motiv - der Mann hat Ausdauer...))
    (07.04.2010)
    Oliver Jahn:   Ach Alex, herzlich willkommen zurück...und schön, dass du wieder schreibst. Ich habe das Tier nach einem super schönen Tag im Zoo um 17.30 Uhr gesehen...also nix mit vom Eingang und so...und Alex...das Tier ist ein Opossum! :-)))
    (07.04.2010)
    Alexander Fuchs:   Auch ich kann mir Herrn Jahn vorstellen. Ganz hibbelig am Zooeingang und erstmal ab zum Opposuum, dabei noch drei Besucher mit der Fototasche mitgenommen und kein Opposum... :D und dann kann ih mir die Freundlichkeit vorstellen, vorher nicht ;)

    (07.04.2010)
    Oliver Jahn:   Tja Ralf, das ist eben immer eine Frage der Begleitung, Freundlichkeit, wem Freundlichkeit gebührt! ;-)
    @Michael, die Aussage des Zoos dazu ist ein klares Ja.
    (07.04.2010)
    Michael Mettler:   Ist die Artbestimmung des Opossums eigentlich sicher? In Mexiko kommen sowohl Nord- als auch Südopossum vor.
    (07.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Oliver, dass man in Halle niemanden bestechen muss, um auch mal das eine oder andere zu Gesicht zu bekommen, weiß ich natürlich gut genug. Stutzig werde ich natürlich bei deiner letzten Aussage. Oliver Jahn und Freundlichkeit - warum bin ich immer noch in der Lage, mich permanent überraschen zu lassen...)))
    (07.04.2010)
    Mel:   Okay also demnächst alle mit Angelina Jolie im Schleptau nach Halle ;-)
    (06.04.2010)
    Oliver Jahn:   Na Herr Seidel, da wären wir uns ja fast noch begegnet, dann hättest du sogar gesehen, dass es in einem Zoo wie Halle auch ganz ohne Bestechung geht!! ;-) Manchmal reichen einfach auch Freundlichkeit und eine nette Begleitung! :-)
    (06.04.2010)
    Ralf Seidel:   Na Herr Jahn wen haben wir denn da wieder bestochen um ein paar Opossum-Aufnahmen hinzubekommen...)))
    Das Tier befindet sich seit dem letzten Jahr in Halle. Es stammt aus Mexiko, wo es neben seiner überfahrenen Mutter aufgegriffen wurde. Aus Privathand kam dann das Tier nach Halle, wo es hinter den Kulissen des Zoos aufgezogen wurde. Ansonsten kann ich Olivers Schilderungen in allen Punkten unterstreichen, Stefan Waldheim und ich waren am Karfreitag Nachmittag ebenfalls im Bergzoo unterwegs. Das gastronomische Problem ist zweifelsfrei auch eines der dringendsten. Die Fertigstellung der Villa ist nun für das Jahresende vorgesehen, Problem sind nach wie vor bauliche Probleme im Inneren. Das Ganze nicht gerade billig und unter dem Aspekt des Denkmalschutzes. Dennoch wird die Fertigstellung eine entscheidende Verbesserung in der Versorgung der Zoobesucher darstellen, auch wenn dann hier schon etwas anspruchsvoller gegessen werden kann.
    (06.04.2010)
    Oliver Jahn:   Und die Zwergzebus, inclusive Minischwein.
    (04.04.2010)
    Oliver Jahn:   Und hier noch einmal die neuen Girgentanas. Insgesamt sind es 4 Tiere.
    (04.04.2010)
    Oliver Jahn:   @Holger, wie Ralf bereits beschrieben hat, ist das Tier theoretisch im Mittelkäfig des alten Südamerikahauses zu sehen. Allerdings ist das Tier nachtaktiv, von daher ist eine Sichtung eher schwierig, bzw. man muss Menschen im Zoo treffen, die einfach so nett sind, dass sie Verständnis für so Zooverrückte wie uns haben, und dafür, dass wir viele Kilometer fahren, für eine Erstsichtung, und uns dann das Tier zeigen!
    Ansonsten kann ich zu Halle noch sagen, dass die Girgentana-Ziegen sich sehr gut machen auf der Hinterseite des Antilopenhauses. Diese Art sticht schon ein wenig hervor. Auch die Ouessantschafe bei den Alpakas machen sich gut (nebst Jungtier). Das Mufflongehege unterhalb des Turms wird komplett umgebaut. Hier entstehen kleine Mauern im Gehege, Löcher werden ausgehoben, mal sehen, was das dort wird. Eine absolute Freude für mich waren die Zwergzebus im Rinderdreieck. Endlich trägt dieses seinen Namen wieder zu Recht. Es sind sehr schöne Tiere, vor allem die "blaue" Kuh ist für mich eine völlig neue Farbvariante bei Zwergzebus gewesen. Die beiden neuen Böcke bei den Kaukasiern haben noch viel Entwicklungspotential nach oben, allerdings gibt es schon einige Jungtiere. Das junge Zwergflusspferd ist ein purer Genuss! Mutter und Kind zu beobachten, das war einfach nur toll. Die Yakherde besteht jetzt aus 4 Tieren. Der Zoo war gestern sehr gut besucht, ich habe ihn selten so voll erlebt. Das allerdings zeigte um so deutlicher, wie völlig unzureichend die Gastronomie ausgebaut ist. Schlangen von bis zu 50 Menschen von 12.00 Uhr bis 16.00 Uhr durchgängig. Wartezeiten von bis zu 30 Minuten waren normal. Und das sowohl an der Gastronomie bei den Ameisenbären, als auch beim Biergarten bei den Bären. Viele Besucher sind einfach ohne etwas zu essen oder zu trinken wieder gegangen, weil sie sich das nicht antun wollten. Also hier muss Halle dringend tätig werden. Mit der Reilsvilla scheint es keinerlei Fortschritte zu geben, genau so sah sie im Oktober letzten Jahres auch aus. Außerdem bin ich mir auch nicht sicher, ob diese Form der Gastronomie wirklich das Problem des Zoos im Bezug auf die Masse seiner Besucher löst.
    Ansonsten muss man aber sagen, dass der Zoobesuch sich (wie immer) wirklich wieder gelohnt hat. Auch wenn noch viele Büsche kahl sind, so spürte man auch gestern in Halle den Frühling im Zoo!

    (03.04.2010)
    Holger Wientjes:   @Olli: Prima Fotos ! Ist das Tier denn jetzt für die Besucher zu sehen und weisst Du ob man einen Partner für das Opossum beschaffen kann/wird ?
    (03.04.2010)
    Oliver Jahn:   Na gut, wegen der rosa Nase ausnahmsweise noch eines in Farbe.
    (03.04.2010)
    Liz Thieme:   also die S/W-Färbung steht ihm irgendwie besser...wobei sein rosa Näschen...
    Trotzdem Gratulation an dich, für diese Aufnahme und ein noch bisschen größere an den Zoo der mit diesem Tier noch ein Stück besonderer wird.
    (02.04.2010)
    Oliver Jahn:   Ich war heute in Halle. Hier ist es, das einzige in Europa gehaltene Südopossum! Mehr zum Zoo dann morgen.
    (02.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Holger Wientjes, das Haus dürften die wenigsten Besucher wirklich wahrnehmen, da musst du jetzt nicht in Verzweiflung geraten...))
    Von den Besucherwegen her wird eigentlich nur die Front hinter der Pinguinanlage wahrgenommen. Das von Oliver eingestellte Foto zeigt sehr schön die Glasfront zum Einsehen der 3 Innenanlagen. 1976 zum 75jährigen Bestehen des Zoos wurde dieser Komplex übergeben. Die heutige Erdmännchenanlage war damals das Revier der Großen Ameisenbären.
    Auch wenn sich kaum Zoobesucher die Mühe machen an dieser Stelle mal zu schauen - lohnen tut sich das allemal, oft werden gerade auch neuerworbene wärmeliebende Tiere hier gezeigt...
    (18.03.2010)
    Holger Wientjes:   @Olli: Jau danke für die Hilfe ! Habe das Haus bei unserem Besuch irgendwie nicht wahrgenommen glaube ich ! Das Foto ist auf jeden Fall hilfreich.
    (18.03.2010)
    Oliver Jahn:   @Holger, das Haus ist nicht zugänglich,aber über eine große Glasfront kann man auf der Rückseite des Hauses in die Innenbereiche hinein schauen. Siehr dir mal meinen Beitrag vom 16.11.2009 an, da siehst du das Haus und seine Rückseite.
    (17.03.2010)
    Holger Wientjes:   Und da soll sich nochmal jemand über den Artenschwund in unseren Zoos beschweren... ;-) Prima !

    Ist das Haus für Besucher zugänglich ? Sagt mir gar nichts. Aber ich bin ja auch kein Halle-Kenner.
    (17.03.2010)
    Ralf Seidel:   Jetzt auch für die Zoobesucher (hoffentlich)zu sehen ist ein Südoppossum, ein in Zoos sehr selten gehaltener Pflegling. Dies liegt vor allem an der versteckten Lebensweise, wirkliche "Schautiere" präsentieren sich da anders...
    Untergebracht ist der kleine Kerl im Warmhaus hinter der Pinguinanlage im mittleren Bereich, das Ganze geschickt flankiert von der alten Zwerghippo- und der Erdmännchen-Innenanlage.
    Sichtungsgarantie aber auf jeden Fall für die neue Homepage unseres hiesigen Fördervereins, welche ab heute online ist.
    (17.03.2010)
    Oliver Jahn:   @Ronny, Kuh und Kalb befinden sich auf der gr��eren der beiden Anlagen, zumindest was den Landbereich angeht, was daran liegt, dass die andere Anlage vom Pflegerbereich nicht komplett einzusehen ist. Allerdings hat dieser Bereich einen kleineren Wasserbereich. Meine Bezeichnung von Kuh- und Bullenstall ist aber nicht korrekt, denn ich habe den Bullen zwar bei all meinen Besuchen immer auf der kleineren Anlage gesehen, aus Gr�nden der "Gleichberechtigung" tauschen Kuh und Bulle aber normalerweise die Anlagen regelm��ig.
    (09.03.2010)
    Michael Mettler:   Und ich bin mir ziemlich sicher, zumindest den Hahn bei meinem letzten Besuch (Mai 2009, am Sonntag nach dem ASL-Forumtreffen) in einer Voliere des "Kleinraubtier"-Komplexes gesehen zu haben - und zwar in jener zwischen der Eckvoliere (Binturongs) und dem Korsak-Gehege. Ob er ausgeschildert war, weiß ich allerdings nicht.
    (08.03.2010)
    Ronny:   Die letzte Sichtugn des Weißhaubenfasans war im Sommer 2007 an der Lorivoliere. Wenn ich mich nicht irre hatte ich das Gehegeschild 2008 gesehen.
    (08.03.2010)
    Ralf Seidel:   @Michael Mettler, muss noch mal nachlegen - ich glaube auch, dass die Weißhaubenfasane in diesem Bereich schon mal ein Gastspiel hatten...
    (08.03.2010)
    Ralf Seidel:   Basagten Käfig mit den ausgeschilderten Weißhaubenfasanen gab es schon immer, der ist lediglich, wie Oliver richtig vermutet, im Sommer durch die Vegetation schlecht einsehbar. In diesem Komplex wurden ja früher schwerpunkmäßig trop. Kleinkatzen (Serval, Karakal) gehalten, heute die Binturongs nach ihrem Auszug aus dem Raubtierhaus.
    @Michael, Fasane waren meiner Meinung nach nie in diesem Bereich untergebracht, über einen längeren Zeitraum lebten dort in einer der Volieren Goldbugpapageien. Die züchten regelmäßig und sind inzwischen in die Fasanerie umgezogen.
    Weißhaubenfasane lebten früher in den Volierenkomplex, der mittlerweile der Elefantenanlage weichen musste. Danach zog das Paar zu den Papualoris auf die Stirnseite des Faultierhauses. Das schien den Loris wiederum nicht so zu behagen, da sie mit der Nachzucht aussetzten - also mussten die Weißhauben da wieder wech...
    @Ronny, hübsches Foto...
    die Phelsumen bei den Sakis sind aber nicht neu, die gibt es da schon längere Zeit. Einen Freigänger davon gab (gibt ?) es übrigens noch im Krokodilhaus, Insider wussten auch, wo der zu finden war...Übrigens die Vorbewohner der jetzigen Baumpythonanlage im Affenhaus waren Stirnlappenbasilisken, keine Taggeckos.
    (08.03.2010)
    Oliver Jahn:   Michael, meine Bemerkungen bezogen sich auch auf die Weißhaubenfasane. Das Schild dort ist aber garantiert neu. Zwischen Emus und Binturongs mag es den kleinen Käfig schon immer gegeben haben, aber ausgeschildert war er garantiert nicht, denn ich bin den Weg so oft gegangen, dass mir da eine Beschilderung garantiert aufgefallen wäre.
    (07.03.2010)
    Michael Mettler:   Ich bin mir sicher, den Fasan schon mal in einer Voliere in diesem Bereich gesehen zu haben (bei den Loris aber auch). Muss mal in mein Dia-Archiv schauen, zumindest versucht hatte ich es seinerzeit mit einem Foto.

    @Ronny: Ist und war aber kein Vietnam-, sondern ein Weißhaubenfasan (wie auch das Schild auf deinem Foto beweist. Und die "blauen Schneegänse", könnten das nicht die in Halle erbrüteten Schneegans x Kanadagans-Bastarde sein...? Die sehen nämlich in etwa so aus.
    (07.03.2010)
    Ronny:   Nachdem Auszug hatte ich sie auch nirgends im Zoo gesehen. Ich weiss halt nie was Halle alles Hinter den Kulissen zu bieten hat, ob es größere Unterbringungsmöglichkeiten gibt.

    Es gab ja auch das Schild direkt am Wegrand. Ich überlege mir schon die ganze Zeit, dass es mir eigentlich vorher aufgefallen sein müsste.

    Beim Bilder vergleich habe ich festgestellt, dass auf dem großen Teich 4-5 neue Schneegänse der Blauen Farbmutation leben.


    (07.03.2010)
    Oliver Jahn:   Ich muss gestehen, diesen Käfig habe ich noch nie bewusst wahrgenommen. Ich gehe auch einmal fest davon aus, dass man ihn nur im Winter sieht, denn wenn die Büsche grün sind, dann dürfte er dahinter verborgen sein. Außerdem kommt man an diesen Käfig gar nicht heran, so dass man von den Tieren auch nicht sehr viel sehen dürfte. Dennoch finde ich es schön, dass die Fasane wieder (noch?) im Bestand sind, denn ich meine mich zu erinnern, dass sie damals, nach Auszug aus der Lori-Voliere nirgends mehr im Zoo zu sehen waren. Zumindest sind sie nicht in die Fasanerie umgezogen.
    (07.03.2010)
    Ronny:   Das Fasankäfig befindet sich zwischen Emu und Binturongkäfig und Emuanlage. Ist auch sehr klein...2 Meter breit und 4 Meter tief.
    (07.03.2010)
    Oliver Jahn:   Das ist ja ein tolles Bild. Es ist schön zu sehen, dass die Aufzucht problemlos zu funktionieren scheint. Warum Kuh und Kalb aber im Bullenbereich sind, erschließt sich mir nicht so.
    @Ronny, kannst du die Stelle für den Fasanenkäfig mal etwas genauer beschreiben. Dort oben ist mir gar kein Zusatzkäfig geläufig und mir fällt auch keine Stelle ein, an der er sein könnte. Meinst du mit Kopfende die Seite vom Korsakgehege oder die Seite, an der die Emus sind?
    (07.03.2010)
    Ronny:   Heute mal wieder im verschneiten Bergzoo gewesen.

    Ich weiss nun nicht was hier schon erwähnt wurden ist oder nicht, daher...

    - im Dezember 2009 ist die alte Dottertukan-Dame verstorben

    - zwei Tiger sind wieder auf der großen Anlage zusammen
    - der Tiger in der ehemaligen Leopardenanlage hinkt sehr stark

    - Große Madagaskar-Taggeckos leben mit den Sakis zusammen. Ich weiß allerdings nicht ob sie neu im Bestand sind oder die selben Tiere aus dem aktuellen Baumpythonterraium sind

    - Am Kopfende des Binturonghauses ist ein Käfig mit min 1,0 Vietnamfasan. Auch hier kann ich nicht sagen, ob es der selbige Fasan, der früher bei den Papua-Loris am Südamerikahaus lebte. Den Käfig hatte ich bisher noch nie gesehen.

    - Das junge Zwergflusspferd mit seiner Mutter befindet sich auf der kleines Anlage des Hauses.
    (06.03.2010)
    Jennifer Weilguni:   Ich DACHTE schon bei jedem Besuch sie sei bereits tot.. denn viel bewegt hat sich das Hasenmäuschen ja zum Schluss wirklich nicht mehr, Wirklich sehr schade um dieses Tier, wieder einmal geht eines der "Letzten seiner Art" dahin.
    (13.02.2010)
    Oliver Jahn:   Bei jedem Besuch bin ich immer wieder stehen geblieben, um sie noch mal zu sehen. Aber das Tier dürfte ein "gesegnetes" Alter gehabt haben.
    Hier mein letztes Bild vom Oktober 2009.
    (13.02.2010)
    Liz Thieme:   Die letzte Peruanische Hasenmaus in Halle ist gestorben.
    (12.02.2010)
    Mel:   Na dann auch mal von mir, wenn auch etwas verspätet herzlichste Glückwünsche nach Halle, schön das eine alte Zuchstätte wieder einen Erfolg zu verzeichnen hat, und ich hoffe das der von Oli erwähnte "Bann" nun gebrochen. ist.
    (25.01.2010)
    Holger Wientjes:   So isset! Weisste bescheid ! Nee, im Ernst jetzt, das wusste ich gar nicht. Aber immer schön zu erfahren, was aus den Tieren wird und das sie nun ihrerseits erfolgreich züchten. :-)
    (25.01.2010)
    Ralf Seidel:   @Oliver, ob es in diesem Fall nur an der neuen Anlage lag..??? Ihren Namen als Einzelgänger machen die beiden Elterntiere alle Ehre, während man die Zwerge anderswo hier und da durchaus auch gesellig begegnet. In Halle hegte man ja erst seit einiger Zeit die Hoffnung , dass es doch noch klappen könnte mit den Beiden...
    Das Männchen Pit stammt übrigens aus der Duisburger Zucht, deswegen freut sich ja auch der Holger so darüber (Stichwort: Landsmann)...))
    (25.01.2010)
    Oliver Jahn:   Das ist wieder mal so ein Fall gewesen, in dem Tiere in einer alten Anlage ganz hervorragend gezüchtet haben, und dann bekamen sie eine neue Anlage, viel besser, den Bedürfnissen viel deutlicher angepasst, und plötzlich ist nichts mehr mit Zucht zu machen. Genau so war es in Halle ja auch mit den Binturongs. Die haben im alten Raubtierhaus regelmäßig gezüchtet, aber nachdem sie eine neue Anlage erhielten, mit Absperrmöglichkeiten, ruhigen Innenbereichen usw., da war an Zucht plötzlich nicht mehr zu denken.
    Bei den Zwerghippos glaube ich aber, dass für Samantha auch ein neuer Bulle geholt wurde, mit ihm zog sie um in das neue Haus. Um so schöner ist es aber jetzt, dass der "Bann" gebrochen scheint! Hoffen wir, dass auch die Aufzucht gut läuft und Mutter und Kind im Sommer dann auf der Außenanlage zu sehen sind.



    (24.01.2010)
    Holger Wientjes:   Immer wieder zum Dahinschmelzen so ein kleines Zwerghippo ! Glückwunsch nach Halle ! :-)
    (24.01.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe sie in meinen Bildern gefunden:-) Die jetzige Mutter Samantha als Jungtier, mit ihrer Mutter Fanny.
    (23.01.2010)
    Oliver Jahn:   HALLE/MZ. Samantha und Pit, die beiden Zwergflusspferde aus dem Zoo Halle, leben seit Jahren getrennt. Zwei Gehege, zwei Becken, zwei Dickköpfe. Und doch haben die pummeligen Dickhäuter in einer liebestollen Minute etwas hinbekommen, das die Tierpfleger- und Besucherherzen höher schlagen lässt: Zwergflusspferd-Nachwuchs mit niedlichen Kulleraugen.

    So groß wie eine Katze, fünf Kilo schwer, kam der kleine Hippo am 15. Januar im Bergzoo zur Welt. "Die Geburt lag mitten in der Nacht", berichtet Zoobiologin Jutta Heuer. Obwohl keiner der Pfleger unmittelbar zur Entbindung dabei war, kann doch jeder mitreden. Dank versteckter Videokamera sei es gelungen, die Geburt des weiblichen Jungtiers zu beobachten und aufzuzeichnen.

    Erstmals hat dabei die elfjährige Zwergflusspferd-Kuh Samantha Nachwuchs bekommen. "Erstaunlich ist, wie rührend sich die unerfahrene Mutter um das Junge sorgt", stellt Heuer fest, während die gewichtige Mama mit 200 Kilogramm Lebendgewicht lautstark ihren Unmut demonstriert. Immer wieder schlägt sie ans Gitter, weil Pflegerin Steffi Gehre sich ihren Nachwuchs zum täglichen Wiegen und Baden ausgeborgt hat. "Wir haben das Tier auf den Namen Malia getauft", sagt die 43-Jährige, die das Pferdchen in eine Baby-Badewanne setzt und dann seine glitschige Haut massiert. Hippo schweigt und genießt.

    Steffi Gehre, die vor Jahren schon Malias Mutter in dieser Wanne gebadet hat, erklärt die Besonderheit. Weil die Tiere nicht gleich auf Anhieb schwimmen können, müsse geübt werden. Für Malia sei deshalb ein flaches Schwimmbecken gebaut worden. "Hier kann sie sich langsam ans nasse Element gewöhnen", sagt Heuer, während sich Hippo mit seinen super kurzen Beinen schon wieder aus der Badewanne schleppt und es sich wie ein Saunagast unter dem warmen Heizkörper gemütlich macht.

    Mit der Nachzucht von Zwergflusspferden hat der Bergzoo Halle großen Erfolg. Die 34-jährige Zwergflusspferd-Kuh Fanny brachte von 1985 bis 1998 sieben Jungtiere zur Welt, darunter auch Samantha. "Dennoch sind Geburten immer selten und die Tiere vom Aussterben bedroht", unterstreicht Heuer. Deshalb beteilige sich der Bergzoo am europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) der Zwergflusspferde, welches vom Baseler Zoo in der Schweiz koordiniert werde.

    Dort sorgte die Nachricht von der Geburt des halleschen Zwergflusspferdes für regelrechten Jubel. "Das ist wirklich toll", freute sich die internationale Zuchtbuchtführerin Beatrice Steck am Telefon. "Im letzten Jahr wurden in ganz Europa nur neun Tiere geboren, von denen sechs überlebten", schildert die 44-Jährige die Situation und betont: "Halle leistet einen wichtigen Beitrag, um die Art zu erhalten".

    Beheimatet sind der Zwergflusspferde in den westafrikanischen Regenwäldern von Liberia, Sierra Leone und Guinea. Die Tiere wurden spät entdeckt. Nachdem der Anthropologe Samuel Morton 1844 das Zwergflusspferd anhand von Schädelfunden beschreiben konnte, gelang es erst 1913 dem deutschen Afrikareisenden Hans Schomburgk Exemplare aus dem Urwald von Liberia einzufangen.

    Besucher können das Jungtier bei seiner Mutter ab sofort im Affenhaus sehen. Der Zoo hat täglich von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende von 9 bis bis 17 Uhr geöffnet.
    (23.01.2010)
    Ralf Seidel:   @ Oliver, zumal das letzte Kalb ja auch die Mutter der Kleinen ist. Lange genug hat es ja gedauert, die Zucht von Zwergflusspferden hat in Halle Tradition.
    (23.01.2010)
    Oliver Jahn:   Endlich! Ach wie ich mich freue! Nun wird die tolle neue Anlage endlich mal belohnt! Ich kenne das letzte Kalb in Halle noch auf der alten Anlage!
    Glückwunsch nach Halle!!!
    (22.01.2010)
    Ronny:   Ich mache es mal so: Juhu.

    Endlich ist mal wieder ein Zwergflusspferd in Halle geboren.

    Laut http://www.mz-web.de kam es am 22.01. zur Welt.
    (22.01.2010)
    Zoolog. Garten Halle:   Bundesliga Rückrunden Tippspiel auf MDR SPUTNIK
    Raimund Fichte gegen die hallesche Elefantendame Tana
    Die Afrikanische Elefantendame Tana aus dem Bergzoo Halle wird sich jeden Freitag
    der Bundesliga-Rückrunde ein Tippduell mit SPUTNIK-Moderator Raimund Fichte
    liefern.
    Hierzu werden stilecht 3 Fußbälle benutzt auf denen eine Null (für Heimniederlage),
    eine Eins (für Unentschieden) oder eine Zwei (für Heimsieg) aufgemalt sind.
    Es werden drei spannende Paarungen des aktuellen Spieltages ausgewählt und getippt.
    Raimund tippt zuerst und Tana bekommt dann die Spielpaarung von Ihrem Pfleger
    genannt. Daraufhin wird sie einen der 3 Bälle auswählen und zu Ihrem Pfleger
    bringen, der dann Tanas Tipp verliest.
    Stattfinden wird dies jeden Freitag pünktlich 12 Uhr im Elefantenhaus. Sendetermin
    der Aufzeichnung ist 15:40 Uhr auf MDR SPUTNIK
    Ein aktueller Zwischenstand des Tippduells ist jeweils vor dem Elefantengehege auf
    einer Tafel und auf den Webseiten des Zoo Halle unter www.zoo-halle.de und MDR
    SPUTNIK unter www.sputnik.de zu ersehen.

    (14.01.2010)
    Alexander Fuchs:   Der Schabrackentapir war ein Importtier aus Sumatra und der Kasusar war noch jugendlich (in dieser Ausgabe).
    (19.12.2009)
    Michael Mettler:   Vielleicht war der 1905er Schabrackentapir sogar im Anthropoidenhaus untergebracht worden? Die drei 1904 angeschafften Schimpansen haben laut Chronik nicht lange gelebt, und die nächste Schimpansin kam erst 1907 - Platz wäre also gewesen, wie ja auch der Kasuar von 1906 beweist, der vielleicht der "Nachfolger" des Tapirs war. Immerhin war das Haus klimatisch für Regenwaldbewohner konzipiert und sowohl Tapir wie Kasuar dürften Frischimporte gewesen sein.
    (18.12.2009)
    Oliver Jahn:   Die Tiere waren nur 1927 über eine Saison da. Man überlegte, sie zu kaufen, aber das konnte der Zoo sich nicht leisten.
    (17.12.2009)
    Alexander Fuchs:   In der Chronik fand ich nichts von einem Schabrackentapir oder habs vergessen, deshalb auch die Formulierung. klar meinte das Brandes so, dass es ihn gab und er auch verstorben ist.
    Wie lange waren denn die Leihgaben von 1927 da? Denn wenn sie länger da gewesen sein sollen, dann hatte man ja zwei Arten Tapir gezeigt. Im Nilpferdhaus die Schabracken und im Affenhaus den Flachländer (1928). Da muss es ja richtig gewimmelt haben von Raritäten und damals, skurrilen Tieren.



    (17.12.2009)
    Oliver Jahn:   Noch eine Ergänzung, 1968 war das Elefantenhaus wegen Umbaus geschlossen. Es sollte umgestaltet werden, für die beiden Elefantinnen Bupari und Frieda, aber auch für Tapire. Ebenfalls eine geplante Tapirhaltung, die nicht realisiert wurde. Welche Art es werden sollte, ist leider nicht erwähnt.
    (17.12.2009)
    Oliver Jahn:   Der Chronist Baumgarten erwähnt den Schabrackentapir in Halle für die Zeit um 1905.
    1927 kamen dann die beiden Leihtiere von Ruhe, die im Nilpferdhaus gezeigt wurden.
    Und Witstruk plante dann noch einmal Schabrackentapire für 1974. Leider blieb es beim Plan.
    (17.12.2009)
    Oliver Jahn:   Brandes war von Anfang an für den Zoo tätig und bereits seit 1902 Direktor im Zoo. Wieso schreibt er da, dass es einen Tapir gegeben haben SOLL? Er müsste es doch gewusst haben!
    (16.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Habe heute die Mitteilungen von 1906 (August) durchgeforstet und dort schreibt Prof. Brandes, dass es einen jungen Schabrackentapir gegeben haben soll (aus Sumatra importiert) und er an einer chronischen Darmentzündung starb. Wo er untergebracht war, stand leider nicht drin. Weiter wird berichtet, dass der Helmkasuar im Garten des Anthropoidenhaus, provisorisch, untergebracht war. Das Titelbild zeigt diesen Vogel.
    Auch wird die Wasserversorgung des Reilsberg angedeutet und die Beschwerde von Prof. Brandes über die Stadt Halle, die die Kosten damals komplett dem Zoo in Rechnung stellten. So schreibt Brandes, dass man das Wasser vom Berg herunterrieseln gelassen hat, um die Teiche zu befüllen und das die Stadt eine vorhandene Anlage der Wasserwerke, bereits vorhanden war.

    (15.12.2009)
    Ronny:   @Ralf, ich meinte doch die LPG. Wobei ich nicht sächsle... . Ich bin eher von der Landwirtschaftlchen Betriebgenossenschaft aus gegangen ;).

    PS: Bin Anhaltiner.
    (05.12.2009)
    Ralf Seidel:   @Ronny, der Zoo Halle verfügt über keine Außenstelle. LBG - ich gehe mal davon aus, das soll für LPG (ehemals "Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft") stehen, sächsische Aussprache oder einfach nur`n Tippfehler..)))?
    (04.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Da der Artenschwund in kleineren Zoos mehr auffällt, als bei den Großen. Wenn ich einen Großzoo betrete lasse ich mich darauf ein, zu suchen und verlange nicht immer Tiere anzutreffen. Desweiteren ist es schwierig , wenn man ein Konzept verfolgt und umsetzt. Was bei den großen Zoos da ist (Hannover, Leipzig)
    Die größeren Zoos leiden nicht zwingend unter dem Artenschwund oder wird nicht so wahrgenommen, durch den Besucher.
    Ich sehe es eher als Chance, für die kleineren, den Artenschwund zu stoppen.
    (04.12.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Wieso nur kleinere Zoos? Gerade die großen sind es doch, die für große Tropentiere immer mehr Platz einräumen, der dann für die Haltung anderer Tierarten fehlt - Stichwort Elefantenparks.

    @Ronny: Den tropischen Bewohnern der Anlage soll der kurze Winter-Außenaufenthalt doch auch gar nicht verloren gehen, in dieser Zeit wären die Nebennutzer eben auf ihre eigene Anlage beschränkt. Eine weitere Möglichkeit für Halle wäre z.B., als Nebennutzer halfterführige Großkamele zu nehmen, die seit kurzem im Zoosortiment fehlen, und diesen ein eigenes Gehege mit schlichtem Stall auf die Fläche der früheren Wisentanlage zu setzen. Im Sommer würden sie vielleicht den einen oder anderen Besucher auf den wenig begangenen Weg locken, im Winter könnten sie tagsüber die Elefantenanlage beleben, zu der es in dieser Saison sicherlich mehr Besucher zieht als an den Nebenweg am Wittekindhang. Die "Karawane" zwischen den beiden Standorten wäre im Nebeneffekt auch etwas fürs Publikum und würde den Kamelen zusätzliche Bewegung und zusätzliche Reize schaffen. Im Prinzip könnten die Kamele doch im Winter auch über Nacht auf der Elefantenanlage bleiben und müssten somit nur für die Zeit, in welcher die Rüsseltiere nach draußen dürfen, in ihr eigenes Gehege geführt werden - leider ist ja nichts Passenderes dichter dran an der Elefantenanlage. Im Prinzip wäre sowas natürlich auch mit Pferden, Eseln, Lamas oder sogar Yaks denkbar, aber Dromedare oder Trampeltiere würden die Dimensionen der Anlage schon erheblich besser "füllen".
    (04.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Ob es eine direkte Außenstelle des Zoos gibt wage ich zu bezweifeln. Es gab ja Außenstellen des Zoos (Eisenach), damals. Wie es nun nach der Wiedervereinigung aussieht ...??? Möglich ist eine freundschaftliche Beziehung, um das ein oder andere Tier unterstellt. Denkbar ist auch eine kurze Unterbringung im städtischen Tierheim, da der Zoo es Verwaltet oder auch der Nutztiergarten ist da eine Option.

    Kleinere Zoos sollten sich bei Platzmangel Gedanken machen und auch evtl. eine Nutzung für mehrere Arten bieten. Es ist richtig, wenn man sagt: Was nützt die größte Anlage, wenn sie nicht besetzt ist oder nur teilweise. Für kleinere Zoos, ohne Geoprinzip, kann es Chance sein, doch mehr Arten zu zeigen und haltungstechnisch, alle Voraussetzungen zu erfüllen.

    Die Außenanlage der Sakis/Zwergflußpferde finde ich mit einer der schönsten und gelungensten Anlagen des Zoos und bin immer wieder aufs neue begeistert wenn ich sie sehe. Auch bei Zoonächten ist es ein ein ganz tolles Erlebniss vor dieser beleuchteten Anlage zu stehen.
    In dieser Anlage könnte ich mir auch sehr gut Sekretäre vorstellen, als zusätzlichen Besatz.
    (04.12.2009)
    Ronny:   Die Idee mit Großsäugern auf der Elefantenanlage, find eich prinzipielle nicht schlecht. Besitzt der Zoo Halle ein ehemaliges LBG Gelände ähnlich wie Leipzig, wo überflüssige Hengste untergestellt werden?

    Wobei es die Elefanten auch im Winter verdient hätten mal an die frische Luft zu kommen. Als Vorschlag hätte ich da Vietnam-Sikas, aber leider besitzt die Anlage eine recht enge Sackgasse und bei streiteren, gerade durch den Jungbullen, könnte es doch fatale Folgen für die Hirsche haben.
    (04.12.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Blauducker folgen im Freiland Affenhorden, um die von ihnen fallengelassenen Früchte zu fressen. Da werden sie sich auch an Affen des falschen Kontinents gewöhnen lassen. Winterhart sind sie allerdings nicht.
    (03.12.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Bei richtiger Planung WÄRE der Nachtbesatz auch am Tage zu sehen, nämlich im Sommer in seinem separaten, kleineren Nebengehege und im Winter sowieso im großen. Soll ja erstens ein zusätzlicher Anreiz für den Besucher sein, auch im Winter zu kommen, und zweitens mehr Bewegungsmöglichkeiten und Enrichment für Tiere schaffen - und drittens einen artenreicheren Bestand, um dem Artenschwund bei Schaffung von Großgehegen etwas entgegenzuwirken. Mitten im Winter liegt ein Tropentiergehege z.B. je nach Witterung von den 24 Stunden eines Tages mindestens 16 brach, oft erheblich länger, und das ist ohne Nebennutzung im Grunde Platzverschwendung - während für manche robustere Tierart häufig Platzmangel beklagt wird. Wir haben im Forum schon oft über die Artenreduzierungen bei Hirschen oder Rindern diskutiert, und auch die wären z.B. als Saison- und Nachtnutzer von Dickhäuteranlagen oder - im Falle kleinerer Hirsche, welche die Grasnarbe nicht überstrapazieren - von großflächigen Menschenaffenanlagen denkbar. Ein Winterbesucher in Halle würde wahrscheinlich lieber Bisons auf der Elefantenanlage sehen als gar nichts, weil die grauen Riesen drinnen sind.
    (03.12.2009)
    Alexander Fuchs:   @Oli Warum nicht Dankbar??? Glaube mir, wenn du erst einmal einen Lappen in der Hand hälst, wirst du merken, was das für einen inneren Frieden bringt. Nur muss man sich auch darauf einstellen und Gegner manipulieren, damit man sein Ziel erreicht... Ob das nun bei jedem klappt, sei mal dahin gestellt :P

    Mich erinnert der Hang (Umgebung) sehr stark an Reichartds Garten, da er ähnlich im gesamtem Aufbau (Botanik) ist und ich ihn sehr angenehem empfinde, da es auch sehr ruhig ist und man sich sehr schön entspannen kann. Auch das landschaftliche gehört zum Kulturgut des halleschen Zoos und man kann auch gerne dort mal ein Auge darauf werfen.
    In Arnheim kam mir auch schon der Gedanke mit den Blauduckern als Nebenbesatz, finde diese Art sehr reizvoll. Nur weis ich nicht ob sie da nicht schreckhafter und unter Stress leiden würden, wenn über ihnen Sakis umherschwirren würden.

    (03.12.2009)
    Oliver Jahn:   Na ja, mit Nachtbesatz hab ich so ein wenig das Problem, dass ja davon der Besucher nicht so richtig viel hat. Von daher fände ich es schon wichtig, dass die Tiere eben auch am Tage zu sehen sind.
    @Alex, meine Dankbarkeit dürfte sich in Grenzen halten, denn ich habe den Zoo schon an heißen Tagen besucht, da dürfte es dich noch gar nicht gegeben haben...;-) Und glaub mir, selbst da fand ich sowohl den Wittekind- als auch den feuchten A.Fuchshang eher unspektakulär. :-)
    (03.12.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Ja, und sogar noch in der Nachkriegszeit wurden im Nilpferd-Außenbecken in der Vorweihnachtszeit Karpfen "zwischengelagert"... :-)

    Um mal eine einigermaßen realistische Idee in Zusammenhang mit einem Menschenaffen-Neubau zu nehmen: Wir benötigen ohnehin eine Außenanlage für kräftige und geschickte Tiere, die eine Anzahl sehr stabiler Kletterelemente und als Sichtschutz fungierende Strukturen enthalten muss. Gegen Unterwühlen muss sie nicht gesichert sein, im Idealfall vermittelt sie Waldcharakter und lässt eine zumindest teilweise Begrünung zu. Bewegliche Elemente sorgen für die Beschäftigung der Bewohner. So, und nun suche ich mir eine Tierart, die diese Anlage während der Abwesenheit der Menschenaffen möglichst optimal nutzt, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Die schon angesprochenen Makaken hätten von einer nächtlichen Nutzungsmöglichkeit nicht viel, also läge das Gelände wiederum die Hälfte des Jahres brach (auch wenn das zu dieser Zeit kein Besucher mitbekommt). Die Struktur der Anlage gleicht aber prinzipiell einer solchen für große Katzen, und deren winterharte Formen hätte ich dann im Auge. Luchs, "nordischer" Leopard oder - da wären wir wieder beim Wappentier - Puma sind derzeit im Bergzoo nicht vertreten und könnten auf diese Weise untergebracht werden. Nötig wäre ein zusätzlicher Boxentrakt (vielleicht am entgegengesetzten Ende der schichtweise genutzten Außenanlage) und ein zusätzliches, nicht mal besonders aufwändiges eigenes Gehege, in dem die Katzen im Sommerhalbjahr tagsüber für den Besucher zu sehen wären. Allein durch die von der "Gegenschicht" hinterlassenen Spuren (Gerüche, Kratzmarken, benutztes "Spielzeug") entstünde schon ein nettes Enrichment.

    Der gesamte Komplex müsste nicht mal auf einen Sitz gebaut werden, man könnte je nach Finanzlage mit der großen Außenanlage und dem Haus einer der Tierarten anfangen und für die zweite Art die angrenzende Fläche vorhalten.

    Übrigens schreit z.B. auch die Zwergflusspferd-Saki-Außenanlage nach kältfestem Wechselbesatz. Meiner Erinnerung nach gibt es im Parterre zwischen Zwerghippo-Ställen und Außenanlagen noch einen Stall, der derzeit ungenutzt (?) ist. Auf Geo-Ansprüche muss angesichts des aktuellen Besatzes keine Rücksicht genommen werden. Von überzähligen Pudu-Böcken bis zu Buntmardern fielen mir da einige potenzielle Nacht- und Winternutzer ein. Manche könnten vielleicht sogar sommertags in die bestehende Vergesellschaftung integriert werden; Zwerghippos mit Zwerghuftieren klappt schließlich schon in anderen Zoos (Arnhem, mit Blauduckern), und die Sakis dürften bei Bodenbewohnern kein Problem darstellen.
    (03.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Ja der Flieder ist Klasse und auch mein Hang ;) Im Hochsommer wirst du mir dankbar sein und ist besser als ein "Lappen" :D
    (03.12.2009)
    Oliver Jahn:   Ein Zoo, in dem Gehege stören...na Klasse! ;-) Auf der einen Seite der Goethe-Flieder, den man NIE anfassen darf, auf der anderen Seite die feuchten Hänge des Herrn Fuchs...also vielleicht sollte man genrell einen botanischen Garten aus dem Zoo machen! :-)
    Meine letzten Erfahrungen bei zahlreichen Besuchen zu allen Jahreszeiten waren deutlich eher die, dass diesen Weg dort kaum jemand geht, weil er einfach nichts zu bieten hat.
    Ich finde diesen Bereich quasi von unten gesehen rechts neben den Mähnenspringern gerade deshalb so passend, weil hier eine Anlage entstehen könnte, die eben auch von oben und von unten einzusehen wäre. Das macht bis heute bei Tieranlagen noch immer einen besonderen Reiz aus.
    (02.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Ein "Schichtdienst" einer Anlage dürfte in Halle kein Fremdwort, auch wen es schon sehr lange her ist (20er). So konnten doch Wölfe die Außenanlage nutzen, wenn die Löwen im Raubtierhaus waren oder man hat im Winter Eisbären ausgestellt. Praktisch eine Nachnutzung einer wärmeliebenden Art.
    Auch fällt mir der Schichtdienst im Affenhaus, in Leipzig, ein. Auch wenn es eher ein umsperren in den Innenkäfigen ist.
    Die Stelle zwischen Mähnenspringern und Gebirgstieranlagen sollte man lieber mal so lassen, denn sie ist einzigartig, gerade im Sommer. Bei den Steinböcken ist es eher trocken (Gräßer), aber geht man weiter und kommt zu dem großen "Findling" wird es feucht und sehr angenehm im Sommer. Das finde ich sehr reizvoll an diesem Berg und dieser kleine Gürtel zieht sich bis zur Seebener Straße. Landschaftlich halte ich diesen Abschnitt für sehr schön und dort würde ein Gehege nur stören.
    (02.12.2009)
    Mel:   Jetzt wäre ich aber mal auch diesen Lösungsvorschlad bezüglich des Hanges gespannt ;-)

    (01.12.2009)
    Oliver Jahn:   Stimmt, aber das "fehlender" Hyänen. ;-)
    Für die Bären schwebt mir ja noch immer der Hang zwischen Steinbockfelsen und Mähnenspringeranlage vor.
    (01.12.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Damit wäre aber leider nicht das Problem "fehlender" Bären in Halle gelöst ;-)
    (01.12.2009)
    Oliver Jahn:   Generell sind ja "Schichtdienste" in einigen Zoos absolut nichts neues. Und die Hyänen, welche die Löwenanlage in Berlin mit diesen im Schichtdienst nutzten, waren ja damals legendär. Und wollte man genau diese Kombi nicht auch in Duisburg testen oder hat es kurzzeitig sogar getan? Von daher kann ich mir auch immer noch Hyänen dort sehr gut vorstellen, die sogar ins Geo-Konzept passen würden. In Anbetracht der Größe der alten Bärenanlage stelle ich mir da am ehesten Braune Hyänen vor. Der jetzige Braunbärenbereich könnte im Graben mit Erde verfüllt werden, um dort die Anlage von natürlichen Zuchthöhlen zu ermöglichen. Somit wäre bei Nachwuchs das Männchen kurzfristig auch auf der jetzigen Kragenbärenanlage gut zu separieren. Und wenn so ein Paar (evtl. dann sogar noch mit Jungtieren) die Elefantenanlage mitnutzen würde, dann wüsste ich aber genau, dass ich es kaum erwarten könnte, dass die Elefanten endlich ins Haus gehen! ;-)
    (01.12.2009)
    Michael Mettler:   In Sachen Kleiner Pandas fällt mir gerade ein, dass doch Schwerin dafür eine ganz neue Anlage gebaut hatte und dann keine Pandas bekommen konnte. Also zog erst mal - na was wohl? - ein Nasenbär ein.

    Und was das Unkonventionelle der Bären-Elefanten-Idee betrifft: Die meisten Zoos haben wenig Erweiterungsmöglichkeiten und müssen sich deshalb bei steigenden Anforderungen an die Flächengrößen von Gehegen immer mehr Gedanken machen, wie die zur Verfügung stehende Fläche bestmöglich ausgenutzt werden kann. Da es nun einige ebenso besucherwirksame wie "Fläche fressende" tropische Tierarten in Zoos gibt, finde ich es schon einen Gedanken wert, deren summa summarum die meiste Zeit des Jahres (nachts, kalte Jahreszeit) NICHT genutzte Außenflächen zusätzlich zur Haltung kältefester Arten zu nutzen und damit zusätzliche Passagiere auf der "Arche" unterzubringen - mit dem angenehmen Nebeneffekt, einen Zoo attraktiver für einen Winterbesuch zu machen. Der Ursprung dieser Idee liegt übrigens schon über zwei Jahrzehnte zurück, da stand ich im Winter vor dem hannoverschen Menschenaffenhaus und fragte mich, ob man die zu dieser Zeit allenfalls stundenweise genutzten Außenanlagen nicht für Bärenmakaken o.Ä. nutzen könnte, die dann im Sommer eben nur ihr eigenes, irgendwo rückwärtig gelegenes Gehege bewohnen würden. Die modernen Geokonzepte ziehen da natürlich manche Grenze, aber Halle hat kein solches. Sollte tatsächlich ein neues Menschenaffenhaus mit großräumigen Außenanlagen gebaut werden, fände ich es angesichts des Platzmangels im Bergzoo schade, letztere überwiegend leer stehen zu lassen. Da wäre nicht nur die Makakenversion einen Gedanken wert, es gibt sicher eine ganze Reihe von Tierarten, die eine Menschenaffenanlage in Schicht nutzen können, wenn man deren Bedürfnisse beim Neubau gleich mit berücksichtigt. Die neueren Vergesellschaftungen von Menschenaffen mit anderen Tierarten gehen ja schon ein Stück weit in diese Richtung, und ich schätze, dass die Nürnberger Kombi Gorilla/Magot, die ich bisher nur vom Hörensagen kenne, auch vor dem Hintergrund geschah, dass die Magots im Winter das Besucherinteresse an der Anlage wach halten sollen.
    (01.12.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael Mettler, nun höre ich ja nicht zum ersten Mal von deiner Idee in Richtung Großbären (zeitweilig) auf die Elefantenanlage - aber wenn ich es dann wieder lese schaue ich genauso, wie das erste mal, als du mir das mal vor Ort geschildert hast...))Zwar etwas unkonventionell, finde ich das aber auch ganz spannend - würde aber dennoch eine neue Anlagen Kragen- oder Brillenbären persönlich favorisieren - wohl wissend, dass das nicht heute oder morgen geschehen kann.
    Meine persönlichen Favoriten für eine Nachnutzung sind schon seit Jahren entweder Malaienbären oder kleinere Caniden (Waldhunde)bzw. Kleinkatzen, entsprechende Umgestaltungen und Begrünung natürlich vorausgesetzt. Das dazugehörige Stallgebäude würde begehbar und entsprechend besucherattraktiv hergemacht. Heizung liegt, glaube ich, bislang nicht an. Wenn ich das aber richtig in Erinnerung habe sind entsprechende Versorgungsleitungen zumindest optional vorhanden.
    @BjörnN, Großinvestitionen haben nicht zwangsläufig was mit "solventer Finanzlage" zu tun, natürlich ist auch der Reilsberg auf öffentliche Zuschüsse angewiesen - so wie jeder Zoo in kommunaler oder regionaler Trägerschaft.
    Und Ihre Meinung, an Kleine Pandas ranzukommen sei nicht soooo schwierig: Die Reproduktionsrate ist nach wie vor eher unbefriedigend - sprechen Sie mal mit Leuten, welche damit in der Praxis zu tun haben.
    @Jennifer Weilguni, also bei unserer Veranstaltung am Samstag gab es GLÜHWEIN, die wenigen anwesenden Kiddys wurden mit Süßigkeiten abgespeist -was in Masse vernascht freilich auch dazu führen kann, dass die kleinen Racker abends in ihr Bettchen...-na, du weißt schon...
    (01.12.2009)
    Alexander Fuchs:   Ein Foto vom Besucherweg habe ich nicht, aber ein Foto vom Bau der Elefantananlage. Wenn ich mir dieses rote Gestein anschaue sieht es doch nach Porphyr aus.
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   Übrigens: Wenn ich mir in ISIS die Zahlen der innerhalb der letzten 12 Monate gezüchteten Bären der kältefesten Arten (Schwarz-, Braun-, Eis- und Kragenbär) anschaue, dann sind das alles zusammengerechnet gerade mal 23 Jungtiere weltweit! Offenbar steht der didaktische Wert dieser Arten weit über dem erhaltungszüchterischen (vom Eisbären vielleicht abgesehen), und wenn eh kein Nachwuchs nötig ist, könnte man auch um einen zeugungsunfähigen Kragenbärmann in Halle eine Gruppe aufbauen bzw. wenigstens ein Paar zusammenstellen.
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: "Eine Verbindung der Anlage würde eine Brücken- oder Tunnelkonstruktion nötig machen..." Genau deshalb schrieb ich ja in meinem die Diskussion auslösenden Beitrag "Bärenlaufgang als Tunnel unter dem trennenden Besucherweg". Ist mir also zwangsläufig nicht neu ;-)

    Eine Brückenlösung als Laufgang ähnlich den Menschenaffen-Laufgängen im Kölner Urwaldhaus wäre zwar nicht schlecht (weil der Bär darin auch sichtbar wäre), aber ich fürchte, dass das eventuellen Wirtschaftsverkehr auf dem Weg behindern würde.

    Leider habe ich mir die angedachte Verbindungsstelle zwar schon in natura auf diese Idee hin angesehen, aber vergessen, sie zu fotografieren (Oliver, Alex, habt ihr da zufäälig was?). Der Gang würde nach meinen Vorstellungen rechts vom Badebecken in die Elefantenanlage und an der linken Schmalseite in die Bärenanlage münden. Was den Untergrund betrifft: Das Elefantenbad könnte in nicht-felsigem Untergrund liegen (irgendwie meine ich aus der Chronik I in Erinnerung zu haben, dass diese Fläche neben den Kolonnaden einst aufgeschüttet wurde, um einen Veranstaltungsplatz zu bekommen), aber auch die Wassergräben der Bären müssen ja irgendwie in den Untergrund getrieben worden sein.

    Die Wertigkeit von Zootieren für das Publikum ist ja auch eine subjektive Sache, aber ich habe im Laufe der Jahre nicht wenige Menschen - Zoofans wie ONB - kennen gelernt, die bei Zoobesuchen gezielt die Menschenaffen oder sogar alle Affen ignorieren, weil sie sie "nicht besonders mögen". Das hat mich immer gewundert, denn ich mache es oft genauso und dachte früher, damit die absolute Ausnahme zu sein. Trotzdem erkenne ich die Wichtigkeit von Menschenaffen für die breite Masse des Publikums an, aber: Ich habe noch NIE aus den gleichen Kreisen gehört, dass jemand Bären nichts abgewinnen kann. Da scheint es mir doch noch einen Beliebtheitsunterschied zu geben - nicht ohne Grund hat fast jedes Kind irgendwann mal einen Teddy, und ob es auch einen Hype gegeben hätte, wenn Knut z.B. ein Orang gewesen wäre...?

    Aber es gibt noch einen ganz anderen Aspekt: Das Bauen für Tropentiere ist teurer, wenn man sie auch bei kaltem Wetter den Besuchern präsentieren will, und Halle hat nicht allzuviele Möglichkeiten, ohne Spezialkonstruktion große Schauhäuser an den Berg zu setzen. Kältefeste Bärenformen sind aber auch ohne Schauhaus Ganzjahres-Publikumsmagnete.
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   Keine Ahnung, ob in den nächsten 2-3 Jahren die Zucht in Berlin zusammenbricht oder die Frankfurter tatsächlich eine neue Bärenanlage bauen.
    (29.11.2009)
    BjörnN:   Wir reden hier nicht in einem Zeitraum von 2-3 Jahren oder täusche ich mich da??

    Ein Neubesatz der Hallenser Anlage dürfte, legt man die enormen Schwierigkeiten, die mit der Abgabe eines zeugungsunfähigen Kragenbärenmännchens verbunden wären, erst in einigen Jahren zur Debatte stehen, eine solvente Finanzlage des Zoos und eine Erfüllung der Anforderungen des ESB vorausgesetzt.
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, unter "Berlin" haben Sie gerade dargestellt, dass es etliche Tropenbären (insbesondere Malaienbären) gibt, die in nächster Zeit eine "Planstelle" suchen werden.
    Also dürfte es nach Ihren Aussagen schon erheblich leichter sein, an Malaienbären z.B. zu kommen.
    (29.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Wenn man von der Geschwister-Scholl-Straße, Ecke Seebener Straße rauf blickt, denk ich schon das dort Porphyr ist. Ein abtragen des Porpyrs halte ich nicht für kompliziert, aber ein Tunnel ist da schon etwas anderes.

    @BjörnN
    Mit dem Erdwolf war mal eine Spielerei und natürlich Wunschgedanke. Und auf der anderen Seite Streifenhyänen. So hätte man bei den Kolonnaden ein Geoprinzip ala Afrika. Von Lippenbären war bei mir nie die Rede, wo habe ich das denn bitte geschrieben?
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   Der Boden zwischen den beiden Anlagen dürfte kein Steinboden aus Porphyr sein, ansonsten hätte man auch das Elefantenbad nicht ohne weiteres gebaut. Großbären sind immer absolute Besuchermagnete und gerade im benachbarten Magdeburg leidet man unter deren Fehlen. Ich würde Großbären schon mit Menschenaffen gleich setzen wollen. Und da Halle etliche Großtiere abgeben musste, würde ich schon hoffen, man macht bei den Bären nicht weiter.
    (29.11.2009)
    BjörnN:   @Alexander Fuchs
    Die Beschaffung von Kleinen Pandas dürfte nicht schwieriger sein als die Beschaffung von Malaien- Lippen- oder gar Kragenbären und sicher realistisch im Gegensatz zu Erdwölfen.
    (29.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Die Idee finde ich gar nicht mal so übel, aber was ist mit dem Gestein? Ich weis nicht, was schwieriger oder teurer ist, ein Tunnel durch Porphyr oder eine Abtragung. Man könnte dafür LEONIE aus Leipzig holen für solch eine Baumaßnahme :)
    Wenn man auf die zurück kommen sollte müsste ja erstmal geklärt werden welchen Boden man hat, denn durch Porphyr steigen dann schon die Kosten und man kann dann nicht mehr vom Low-Budget sprechen.

    Ob die Stallungen beheizbar sind weis ich nicht, man hat aber 1992 noch einmal das Haus geplant und da gehe ich davon aus, dass man doch schon soweit dachte. Es sind übrigens 5 Innenboxen, inkl. Wurfbox (siehe Bild links).

    Malaienbären wären eine schöne Nachnutzung, aber ich persönlich würde Kragenbären bevorzugen, da es in den Zoos, mit dieser Art, doch recht selten geworden sin.

    @BjörnN
    Vielen Dank für die Anmerkungen, dass ist uns allen schon bewusst, deshalb ja auch Michas Vorschlag. Kleine Pandas fände ich auch nicht übel, aber ersteinmal bekommen und das ist ja ziemlich langwierig und schwierig.
    Kleine Fakten zur Bärenanlage, Baubeginn war Pfingsten 1975 (Grundsteinlegung) und Eröffnung war Ostern, den 09. April 1993. 18 Jahre baute man an dieser Anlage!

    (29.11.2009)
    BjörnN:   @Oliver Jahn
    Dass eine kombinierte Bären-Großtier-Anlage keine 5-10 Mio Euro verschlingt, was man für ein Menschenaffenhaus unter Umständen investieren müsste, darin sind wir uns, glaube ich, einig.

    Trotzdem wage ich zu bezweifeln, dass Bären auf den Besucher eine nur ansatzweise ähnliche Anziehungskraft ausüben würden wie Menschenaffen.

    Ich stimme zu, dass ein Verzicht auf Bären der Attraktivität des Zoo wenig zuträglich wäre, doch erscheinen mir die hier genannten Vorschläge eher wenig praktikabel zu sein.

    Herr Mettler, wie stellen Sie sich im Rahmen Ihres Vorschlages die Lösung der Wegführung in diesem Bereich vor? Über der Anlage verläuft, wenn ich mich recht erinnere, ein Weg, der in der Nähe des Faultierhauses rauskommt und direkt vor der Anlage und zwischen der Elefantenaußenanlage kann der Besucher rasten und am Imbiss etwas zu sich nehmen. Eine Verbindung der Anlage würde eine Brücken- oder Tunnelkonstruktion nötig machen, um diesen Bereich des Zoos nicht vom Elefantenhaus abzuschließen.
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   Hinzu kommt, dass man etwas finden muss, was den Besucher auch weiterhin reizt, die Sackgasse hinunter zum jetzigen Bärengehege zu gehen.
    Außerdem glaube ich, dass eine Idee, wie die von Michael deutlich weniger kostenintensiv sein dürfte, als der Neubau eines Menschenaffenhauses z.B.!
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   Ist mir schon klar, dass eine Fortführung der Großbärenhaltung unter zeitgemäßeren Bedingungen nicht als Low-Budget-Lösung möglich wäre. Dem gegenüber steht aber auch die Frage, ob sich der Zoo den Verzicht auf Bären leisten kann, zumal mit den schon diskutierten Schimpansen noch ein zweiter Publikumsmagnet mittelfristig entfallen wird, falls keine Neubaumaßnahme möglich sein sollte. Da selbst der Elefantenbereich so geplant wurde, dass er - falls Haltungsrichtlinien in der Zukunft größere Flächen verlangen - mit weniger platzintensiven Großtieren nachgenutzt werden könnte, bietet sich das Nachdenken über eine variable und zukunftsträchtige Lösung für Bären zumindest an.
    (29.11.2009)
    Mel:   Also ich finde die Idee mit den Malaienbären gar nicht mal so abwegig, wenn das Haus beheizbar ist. Die Aussenanlagen sind eigentlich groß genug dafür.
    (29.11.2009)
    BjörnN:   Dies nur als Anmerkung, mehr nicht....

    Die Quintessenz meiner Argumentation geht dahin, dass ich eine Umsetzung ihrer Idee für wenig praktikabel bzw. finanzierbar halte und mir eher eine Nachnutzung der bestehenden Anlage mit kleineren Säugern vorstellen könnte. Immerhin sollte die Umsetzung möglich preisgünstig sein.
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Ach so. Aber wozu dann die Anmerkung, wo doch in den vorangegangenen Beiträgen niemand gefordert oder angeregt hat, die Anlagen in ihrer jetzigen Ausdehnung mit neuen Großbären nachzunutzen...?
    (29.11.2009)
    BjörnN:   Ich habe die Pläne von Michael Mettler nicht berücksichtigt, scheinen sie mir doch zu utopisch, um eine Umsetzung zu erfahren.

    Ich bezog meine Ausführungen ausschließlich auf die vorhandenen Bärenanlagen.
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   Ist das Bärenhaus eigentlich heizbar bzw. wäre es überhaupt unter finanziell und energietechnisch annehmbaren Aufwand entsprechend nachrüstbar?

    Mein Gedankenspiel wäre übrigens nicht auf Tropenbären festgelegt. Ich könnte mir da genausogut eine Fortführung der Kragenbärenhaltung mit einer "nordischen" Unterart oder auch Baribals vorstellen. Wenn Lippen- und Malaienbär selbst im Collection Plan der EAZA nur Nebenrollen spielen sollen, bräuchten sie doch auch bei der Artenzusammenstellung in Halle nicht unbedingt Prorität genießen.
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   Die Nasenbären sind ja in Halle bereits recht gut untergebracht. Kleine Pandas wären da durchaus denkbar, sicher aber auch eine Schleichkatzenart oder (wie auch schon mehrfach angesprochen) Erdwölfe.
    Denkt man aber den Gedanken von Michael Mettler mit, dann wäre dieser Anlagenkomplex absolut nicht zu klein, sondern würde einige Tropenbärenanlagen in deutschen Zoos in den Schatten stellen.
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Ist die Aussage so gemeint, dass selbst die Fläche der Elefantenanlage für Großbären zu klein sein soll? Dann dürfte es wohl nur wenige realistische Möglichkeiten geben, auf dem Gelände des Zoos irgendwo die gewünschten Dimensionen zu bieten.

    Prinzipiell spricht sicher nichts gegen eine Nachnutzung durch Kleinbären, nur nutzen z.B. Nasenbären bereits den Pumakäfig nach (und finden an dessen großen Gitterfronten reichhaltige Klettermöglichkeiten). Ein Fehlen von Großbären würde aber vom Besucher wahrscheinlich nicht gerade honoriert, siehe das zwischenzeitliche Fehlen von Elefanten.
    (29.11.2009)
    BjörnN:   Ich halte diesen Anlagenkomplex allegemein für sämtliche Großbären zu klein.

    Was spräche denn, nach dem Ableben bzw. Abgabe der Bären, gegen einen Umbau hin zu deutlich mehr Kletterbäumen und die Präsentation von Kleinbären wie Kleinen Pandas oder Nasenbären, es müssen ja nicht immer die Gewöhnlichen Nasenbären sein??
    (29.11.2009)
    Oliver Jahn:   Dieser Gedanke gefällt mir auch nach wie vor sehr gut. Und vor allem könnte er dauerhaft die Bärenhaltung in Halle sichern. Ein späterer Umstieg auf Malaienbären oder Lippenbären wäre da auch gut möglich. Und käme dann noch mal (wie anfänglich ja geplant) ein Umstieg auf asiatische Elefanten, dann wären sogar die Geo-Fans wieder zufrieden. Und bis dahin ist dann halt ein Raumschiff mit asiatischen Bären in der afrikanischen Savanne gelandet. ;-)
    (29.11.2009)
    Michael Mettler:   Gedanklich schiele ich dabei immer wieder auf eine riesige "Erweiterungsfläche", die der letzte Kragenbär direkt vor den Augen hat: Die Elefantenanlage ist im Winter nur stundenweise und nachts vermutlich gar nicht in Nutzung. Statt des Riesenaufwandes, irgendwo eine völlig neue Bärenanlage aus dem Boden zu stampfen, ließe sich womöglich mit weniger baulichem und finanziellem Aufwand eine Vernetzung erzeugen: Bärenlaufgang als Tunnel unter dem trennenden Besucherweg, Ausbruchsicherung der Elefantenanlage (die ohnehin schon größtenteils mit hohen Mauern umgeben ist). Die Strukturen der Elefantenanlagen (unterschiedliche Bodenqualitäten, Baumstammhaufen, Wasserbecken usw.) dürften auch Bären begeistern, Klettermöglichkeiten blieben dann eben auf die eigentliche Bärenanlage beschränkt. Die hinterlassenen Gerüche der beiden so unterschiedlichen Tierarten würden für deren Enrichment sorgen, und wahrscheinlich würde ein Bär auch mit Interesse ein paar extra liegengelassene Elefanten"bollen" untersuchen.

    Wäre zwar keine Lösung für Geo-Fans, aber eine enorme Bereicherung für Bären und Zoobesucher.
    (28.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Das ist natürlich eine schlechte Nachricht. Ich denke schon das die Großbären auf der Strecke bleiben werden. Eine Nachnutzung wäre spannend, wenn auch die beiden letzten Tiere verstorben sind. Aber da ist ja noch ein wenig Zeit.
    (28.11.2009)
    Oliver Jahn:   In Halle musste das alte Kragenbärenweibchen eingeschläfert werden. Nun sind auf beiden Anlagen Einzeltiere und man will erneut probieren, Braun- und Kragenbär zusammen zu lassen.
    Ersatz wird nicht beschafft, da die Anlage zu klein ist, also ist ein Auslaufen der Bärenhaltung in Halle leider nur noch eine Frage der Zeit.
    Bei den vielen Planungen der letzten Jahre (Wittekind, Menschenaffenhaus usw.) ist mir nie eine Planung für Großbären untergekommen. Will man auf diese komplett verzichten?
    (27.11.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Großes Weihnachtssuchspiel im Zoo Halle

    Für die Adventszeit haben wir uns eine Weihnachtsüberraschung der besonderen Art für unsere Besucher ausgedacht: Jedes Advents-Wochenende wird von uns im Zoogelände ein beleuchteter Adventskranz versteckt. In dessen Nähe gibt es ein modifiziertes Tiergehege-Schild mit unserem Weihnachtsbären. Darauf befindet sich ein Code-Satz der auf einem Gewinnzettel eingetragen werden muss. Die ausgefüllten Gewinnzettel können in die Gewinnbox im Zooladen (Haupteingang) eingeworfen werden. Gewinnzettel gibt es zusammen mit den Eintrittskarten an den Kassen.
    Die Ziehung der Gewinner und die Preisverleihung durch den Weihnachtsmann erfolgt vor unserer Weihnachtsaktion „Tierische Bescherung“ am 24.12.2009. Treffpunkt ist 10.15 Uhr /Kasse Reilstraße.

    Folgende Preise gibt es zu gewinnen:
    1. Preis: eine Digi-Cam Coolpix J 225 von Nikon
    2. Preis: ein Samsung L210 SW Camcorder
    3. Preis: ein XXL-Familien Brunch im Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle
    4. Preis: eine Zoochronik Teil 1
    5. Preis: Jahreskarten für den Gewinner und seine Familie für den Zoo Halle
    6. - 10. Preis: je eine 4er Tageskarte für den Zoo Halle
    (wir danken dem Dorint-Hotel Charlottenhof in Halle und der Firma Fegro-Selgros Teutschenthal für die freundliche Unterstützung!)
    Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.zoo-halle.de/cms/index.php?weihnachtssuchspiel

    (27.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Ja Ralf, den Glühwein meinte ich und wenn das so kommt, dann wird mal schnell aus dem Reilsberg wieder der Krähenberg und aus einem Bergzoo, ein Erdzoo :D
    (25.11.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Ralf Seidel
    Aber aber.. in Kinderpunsch gehört doch kein Alkohol :-)
    Ansonsten rennen bei euch sicher gaaaaanz viele seelige Kinderchen herum die nachts verdammt gut schlafen können und das Bettchen vollk..... :-)
    (25.11.2009)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Wenn die Angabe "bis ca. 1979" für die aus Kronberg erhaltenen Markhore in der Zootierliste stimmt, könnte das Paar in Magdeburg gestorben sein - der dortige Zoo erhielt nämlich laut Jahresbericht 1979 je 1,1 Markhore und Ture, leider ohne Herkunftsangabe.
    (25.11.2009)
    Karsten Vick:   Aaah ja. Danke Ralf, für die Antwort auf Frage 1.
    Hier kommt Frage 1(a): WO sind die Markhore gestorben?
    (24.11.2009)
    Ralf Seidel:   @Alexander Fuchs, ich geh mal davon aus, dass du mit dem "Kinderpunsch" den Glühwein meinst, der enthält aber Alkohol - und selbiger fördert ja bekanntlich wieder Fantasien...)
    Na so schlimm wird`s schon nicht kommen, ich kennne das diesjährige Programm unserer "Kulturverantwortlichen", da werden wir eh nicht zum Trinken kommen...))
    @Karsten, die erste Frage kann ich dir sicher gleich beantworten: Wenn die `76
    kamen sind die ja auch nicht mehr so ganz taufrisch - gehe mal davon aus, dass die inzwischen verstorben sind...))
    Die 2. Frage dürfte schon komplizierter in der Antwort sein, da kann man ja mal nachhaken...
    (24.11.2009)
    Karsten Vick:   Hmm Kinderpunsch! Trinkt nicht so viel auf einmal...
    Falls ihr dabei oder demnächst mal einen Zeitzeugen trefft, könnt ihr ihn von mir zwei Dinge fragen.
    Erstens, was aus dem Markhorpaar wurde, das 1976 angeschafft wurde.
    Und zweitens, ob der in der Chronik Teil 2, S. 258 links oben abgebildete Muntjak nicht eher der Vietnamesische als der Indische ist. Mit seinem stumpfbraunen Fell, dem goldgelben Scheitel und den schwarzen Augenbrauen sieht er verdammt nach rooseveltorum oder gar truongsonensis aus. Es gab diese Form ja auch im Berlner Tierpark, aber von dort habe ich noch nie ein Foto gesehen.
    (23.11.2009)
    Alexander Fuchs:   @Ralf, so Meiner, wo wären wir denn ohne Wünsche, Träume oder Fantasien?
    Ein Forum muss nicht nur mit der Realität konfirm gehen, dass wäre ja schade. Träume dürfen erlaubt sei.
    Mir ist schon die Realität bewusst und das es immer ganz anders ist als man denkt. Nur dürfen wir nicht vergessen, das dies hier eine fiktive Onlinewelt ist und nicht die Realität widerspiegelt.
    Nun weis ich nicht welche Laus Dir über die Leber gelaufen ist, aber das können wir gerne bei einem „Kinderpunsch“ am Samstag besprechen ;o)

    P.S. Hier ist das Thema durch.
    (23.11.2009)
    Ralf Seidel:   @Alexander Fuchs, es liegt mir in der Tat fern, mit dir über Auto, Haus oder dergleichen zu plaudern, das ist auch garn nicht mein Ansinnen. Nur müssen Ideen, Wünsche oder Träumereien auch zu finanzieren sein. Dies gilt für den privaten genauso wie für den öffentlichen Bereich. Das ist die Aussage - nicht mehr und nicht weniger.
    Ich könnte mir auch Vieles vorstellen - nur real und eben finanzierbar muss es sein, gerade auch im Hier und Heute...
    @Michael Mettler, was das von dir kritisierte Unterschreiten des Forum-Niveaus durch meinen Beitrag betrifft -da blättere ruhig mal ein wenig durch, da wird immer mal beim einen oder anderen Thema gezofft und ausgeteilt, auch mal eine harsche Bemerkung und Sarkasmus sind da zu finden. Hin und wieder mal ein klares Wort - das ist nichts Verwerfliches...
    (20.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver & Holger: Zur Versachlichung würde ich gern noch anfügen, dass doch niemand behauptet hat, die UNTERBRINGUNG in Halle sei Folter. Ich lese da nur eine Aussage, dass ein einsamer Lebensabend für einen Schimpansen Folter sei - egal, wo.

    Der von Oliver erwähnte Innenkäfig dürfte von den Abmessungen her höchstens (!) so "groß" gewesen sein wie die heutige Anlage für Krallenäffchen und Kugelgürteltiere im Parterre des Hauses - und sehr viel dunkler. Der Umzug brachte für die beiden Schimpansen also objektiv betrachtet eine erhebliche Verbesserung der Lebensqualität. Ob sie mit Hinblick auf ihre Lebensgeschichte und ihr individuelles Naturell alternativ in einer größeren Anlage und Horde anderswo glücklicher geworden wären, kann ich natürlich nicht beurteilen.
    (20.11.2009)
    Holger Wientjes:   Sehe ich auch so ! Ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, aber eine deutliche (!!!) Verbesserung.

    (19.11.2009)
    Oliver Jahn:   In dem Versuch, das ganz mal wieder ein wenig zu versachlichen möchte ich einfach mal ein Bild einstellen. Das war der alte Schimpansen-Außenkäfig. Der dazu gehörende Innenkäfig hatte nicht mal ein Drittel dieser Fläche.
    Vielleicht kann man ja mit ein wenig gutem Willen zumindest anerkennen, dass für die alten Tiere dieser Tausch sicher nicht unbedingt eine Folter war, sondern gerade mit der natürlichen Gestaltung der Außenanlage die erstmalige Möglichkeit, einmal Erde unter den Füßen zu haben und echtes Grün in den Händen.
    (19.11.2009)
    Alexander Fuchs:   @Ralf Seidel Nun weis ICH nicht ob ICH lachen oder weinen soll, über DEINEN Beitrag.

    Über meine privaten Angelegenheiten, wie Wohnung, Auto oder Arbeit, werde ich mit Sicherheit hier nicht mit dir Diskutieren. Nur so viel, ich denke täglich nach, im positiven , wie auch im negativen Sinne. So nun so viel dazu!

    Ich weis nicht was man bezweckt mit der Zusammenführung einer alten Schimpansin und einen Jüngling, wenn es doch immer hies nur für das alte Paar. Was passiert, wenn Bangi sterben würde eines Tages? Das Männchen wäre alleine, würde man es wieder abgeben , doch wieder eine neue Partnerin holen oder würde sich daraus evtl. doch eine ganz andere und neue Situation ergeben - denken wir mal darüber nach! Ich schrieb nicht von heute oder morgen...


    @BjörnN Das du die Sozialstruktur und jeden einzelnen Schimpansen kennst ist toll. Nur wusste ich nicht, dass du auch die psyche der halleschen Dame kennst! Als Folter würde ich Ihre Situation, als sie alleine lebte, nicht bezeichnen.

    (19.11.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Ich habe deinen Beitrag nun dreimal hintereinander gelesen und suche darin immer noch vergeblich nach dem aus diesem Forum gewohnten Niveau...
    (19.11.2009)
    Ralf Seidel:   @Oliver, wer des Lesens kundig und guten Willens ist, Zusammenhänge zu begreifen, müsste nun langsam aber sicher verstanden haben, warum das Schimpansenhaus entstand und welchen Zweck man damit verfolgte. Dies wurde nun bereits mehrmals und ausführlich hier erörtert. Dass Besserwisser BjörnN mit permanentem Phrasengedresche, immerhin wissen wir jetzt alle über die Sozialstruktur bei Schimpansen Bescheid - Danke BjörnN !, und überflüssigen, weil immer wiederkehrenden Kommentaren mal wieder nervt - geschenkt. Nur wird Grütze vom ständigen Aufwärmen und Breittreten nicht zwangsläufig besser, aus ner quengeligen Labertante nicht zwangsläufig ein seriöser oder doch zumindest objektiver Berichterstatter...
    Unyoros Verhalten scheint durchaus nicht selbstverständlich für einen jungerwachsensen Schimpansen zu sein, aber da hat unser Schlaumeier ganz bestimmt ein gaaaanz wichtiges Buch gelesen und nen tollen superwichtigen Film gesehen. Ja, hier erklären uns gerade Benjamin Blümchen und Peter Lustig die Welt - und man weiß nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll...
    @Alexander Fuchs, "indirekten Druck ausüben für ein neues Menschenaffenhaus" - wie, bitteschön soll das ablaufen ?? Der Zoo stemmt mal so eben non-chalon 2 neue große Affenhäuser (da steht nämlich so ganz nebenbei noch der Wiederaufbau des Hauses der Totenkopfaffen auf der Liste), das bisschen Kleingeld...
    Warum fährst Du eigentlich nicht jeden Tag mit dem Porsche auf Arbeit, warum wohnst DU immer noch zur Miete und nicht in ner 20-Zimmer-Villa. Und warum gehst DU jeden Tag zur Arbeit - denk mal drüber nach !
    (19.11.2009)
    Oliver Jahn:   Das Hallenser Haus ist als Übergangslösung konzipiert, um zwei alten Tieren einen erheblich besseren Lebensabend zu ermöglichen, als sie ihn in ihrem alten Käfig im ehemaligen Flusspferdhaus gehabt hätten.
    Für drei Tiere ist diese Anlage auch nach meinem Empfinden nicht geeignet und auch nie angedacht gewesen.
    (19.11.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Im Hallenser Haus sollten gar keine Menschenaffen gehalten werden.

    Stuttgart hat bessere Verhältnisse zu bieten als Halle, ausgiebigere Absperrräume, demnach wäre eine Umsiedlung nach Stuttgart sicher sinnvoller als ein Dreiergespann alter Schimpansen in Halle.
    (19.11.2009)
    Michael Mettler:   Stichwort Stuttgart: Aus der Wilhelma war doch zu lesen, dass die Zukunft des dortigen letzten Schimpansenpaares, das wohl über 40 Jahre alt ist, noch nicht ganz klar bzw. von der Entscheidung des EEP-Koordinators abhängig sei. Wäre es theoretisch (!) möglich, ein solches älteres und wenig Platz gewohntes Paar mit Bangi in deren gewohnter Umgebung in Halle zusammenzugewöhnen? So weit ich weiß, gehört es doch zum natürlichen Sozialverhalten von Schimpansen, dass Weibchen die Gruppe wechseln, so dass ihnen auch dort eine Überzahlsituation begegnet. Und wäre die Haltung von drei alten Schimpansen in Halle überhaupt machbar?
    (19.11.2009)
    BjörnN:   "Unyoro" ist, legt man sein Alter und Veralten, welches für einen jungerwachsenen Schimpansenmann normal ist, das Alter und die Behäbigkeit des Weibchens und die unzureichenden Verhältnisse der Hallenser "Altersresidenz" zu Grunde, kein wirklich geeigneter Kandidat für Halle, aber wer wäre das schon.

    Jungerwachsene Schimpansenmänner bleiben in der Natur lebenslang in ihrer Geburtsgruppe und etablieren sich, ausreichend Ausweichraum vorausgesetzt, neben ihren Erzeugern und lösen diese in teils brutalen Kämpfen oft nach Jahren in der Rangfolge ab - das ist natürliches Verhalten und kein "Rappel". Die Abgabe von Basel nach Leipzig war unumgänglich, weil der enge Raum im vollkommen veralteten Menschenaffenhaus in Basel bei zwei erwachsenen Männern zu Spannungen führte.

    Da "Unyoro" ein Descendant im Besitz des Baseler Zoos ist, steht seine Sterilisation/Kastration, welche ihn im Verhalten sicher ruhiger machen würde, nicht zur Debatte, deswegen kann er auch nicht in der B-Gruppe gehalten werden, was die Kontrazeption von 5 jungen Weibchen notwendig machen würde.

    Als Schimpanse mit ruhigerem Gemüt, weil deutlich jünger und eine Handaufzucht, könnte sich "Alexander" erweisen, welcher bereits sterilisiert und ein Hybride ist, womit das Problem "Unyoro" aber nicht gelöst wäre.

    Tatsache ist, ein einsamer Lebensabend wäre für einen Schimpansen wie "Bangi", ein Großgruppentier, Folter und in keiner Weise ethisch vertretbar - ein Problem, welches sich Halle leider selbst gemacht hat und welches Zoos wie Stuttgart und Wuppertal in den kommenden Jahren noch ins Haus steht.
    (19.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Um Bangi tut es mir gerade ein wenig Leid, da ich es skeptisch beäuge. Ich glaube nicht daran das es etwas auf Dauer werden kann, denn wenn das Männchen wieder seinen Rappel bekommt, steht es schlecht um Bangi.
    Das Gehege sollte ja eine Altersressidenz sein und das Männchen ist ja nicht so alt, da kommt mir in den Sinn, dass man evtl. versucht indirekten Druck ausübt für ein neues Menschenaffenhaus?
    (19.11.2009)
    Michael Mettler:   Dann können wir wohl Diskussionen um Vorkriegssachverhalte zukünftig knicken ;-)
    (18.11.2009)
    krümmel:   Merke:
    Zur Beurteilung der Zuverlässigkeit von Informationen hier im Forum, ist die Kenntnis des genauen Jahrgangs des Verfassers dienlich!
    (18.11.2009)
    Oliver Jahn:   Schimpansin Bangi ist in Leipzig, ein erneuter Versuch der Zusammengewöhnung mit dem Leipziger Männchen.
    Gibt es schon nähere Informationen, wie es bei diesem Versuch läuft?
    (18.11.2009)
    Alexander Fuchs:   @BjörnN Auch wenn der Javaleopard erst 1994 geboren worden wäre, dann hättest du Ihn mit Sicherheit nicht als diesen wahr genommen, denn wenn mich nicht alles täuscht müsste du ungefähr 8 Jahre alt gewesen sein.
    Ich war auch immer regelmäßig im Zoo Halle und habe ihn erst ab den Jahren 2000/2001 richtig wahr genommen und alles was davor war sind nur lose Teile und Vermutungen.
    (18.11.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, Michael Mettler hat es ja nun geklärt. Und ich war ja nur über das von Ihnen zwei mal festgelegte Jahr 1993 gestolpert, weil mir dort die Tierbestandsliste vorliegt und somit diese Aussage nicht stimmen konnte.
    Letzter Satz zu diesem Thema hier unter Halle:
    Meines Wissens gibt es die Tierbestandslisten auch erst seit dem Berichtsjahr 1993, davor gab es nur die von MM genannten Auszüge "UNTER ANDEREN" in den Mitteilungen.
    (18.11.2009)
    BjörnN:   @Oliver Jahn
    Seit 1994 habe ich Leipzig recht regelmäßig besucht und bin auf kein frisches Jungtier bei den Javaleoparden gestoßen.

    Da mir sämtliche Tierbestandslisten der letzten Jahrzehnte außer 1992-1994 vorliegen, liegt der Schluss nahe, dass die Geburt 1992 oder 1993 stattfand.

    @Michael Mettler
    Vielen Dank für die Klärung.
    (18.11.2009)
    Michael Mettler:   Vielleicht kann ich die Frage zum Leipziger Javaleopardennachwuchs abschließend klären, ohne zu diesem Zweck noch in einen eigentlich passenderen Thread ausweichen zu müssen: Laut International Zoo Yearbook hatte der Zoo 1992 0,1 Nachzucht und 1993 keine. Im Jahresbericht ist das Jungtier nicht erwähnt, was aber möglicherweise schlichtweg daran liegt, dass die Nachzuchtliste überschrieben ist mit "Nachgezogen wurden UNTER ANDEREN:", so dass man also keine akribische Vollständigkeit erwarten darf.
    (17.11.2009)
    Oliver Jahn:   Und wie erschließt sich Ihnen ohne die Tierbestandslisten dann das hier mehrfach genannte Jahr 1993 für den Nachwuchs? Ist das eine Angabe aus einem Zuchtbuch oder einer ähnlichen Quelle?
    Und um den Bogen zum eigentlichen Thema hier wieder zu bekommen, auch in der Chronik des Zoo Halle liest man gerade für die frühen Leopardenhaltungen nach dem Krieg oft nur die Vermutung des Autor, bzgl. der Unterart. Außerdem wurde lustig drauf los gepaart, ohne hier auf Unterarten zu achten. Dieses war sicher auch der Zeit geschuldet, als man nach Verlust vieler Tiere einfach nur wieder die Häuser füllen wollte und mit Jungtieren Besucher in einen recht maroden Zoo locken wollte.
    (17.11.2009)
    BjörnN:   Die Tierbestände von 1992, 1993 und 1994 liegen mir leider nicht vor, nur die Jahresberichte.

    Der Zoo erhielt einige Jahre zuvor 1,2 Tiere, 1993 waren es 1,3 und der Zoo Karlsruhe hielt einen in Leipzig nachzogenen weiblichen Javaleoparden, der irgendwann in diesem Zeitraum geboren sein muss.
    (17.11.2009)
    Oliver Jahn:   Hier der Auszug aus dem Panthera Heft Jahresbericht 1993:
    Javaleopard (Panthera pardus melas)

    Bestand 01.01.1993 1,3
    Geburten leer
    andere Zugänge leer
    Todesfälle leer
    Abgaben leer
    Bestand 31.12.1993 1,3

    Ich muss natürlich dazu sagen, der Jahresbericht ist für mich immer die erste Quelle. Sollte diese falsch sein, dann nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil. :-)
    (17.11.2009)
    BjörnN:   @Ralf Wagner
    Die 1,2 Ursprungstiere, welche 1987 und 1988 in den Zoo kamen, hatten 1993 eine Geburt, welche später nach Karlruhe umzog, dort verstarb und wohl nie gezüchtet hat...
    (17.11.2009)
    Ralf Wagner:   @Oliver: Du hast Recht, nach 1945 :-)...meine Aussage war mehr auf die 1980-2000er Jahre bezogen.
    BG
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Ralf Wagner, NIE kann ich nicht bestätigen, dafür fehlen mir einfach zu viele Daten aus der Zeit vor 1945. Aber nach 45 gebe ich dir recht.
    @Michael, gerade an die alten Haltungen habe gedacht. Da gab es "früher" ja überwiegend Einzeltiere in Dresden, Leipzig, Berlin und Breslau. Später, als man dann Paare bekam, da kenne ich sie in Breslau z.B. oder Leipzig meist durchgängig getrennt.
    (16.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: "Aus dem Bauch heraus" würde ich behaupten, dass die gemeinsame Unterbringung von Zwergflusspferden früher gar nicht so selten war und sie - ähnlich wie Spitzmaulnashörner - erst in neuerer Zeit überwiegend einzeln untergebracht werden. Z.B. frage ich mich, wie Duisburg seine damalige Vierergruppe bei deutlich weniger Platzangebot als heute überhaupt hätte trennen können. Aber leider habe ich auf solche Details auf meinen früheren Touren nicht gezielt geachtet.

    Jedenfalls würde ich mich nach dem, was uns aus Halle inzwischen von der Haltung der großen Hippos bekannt ist, auch bei den Zwergen über nichts wundern...
    (16.11.2009)
    Ralf Wagner:   @BjörnN: kann Oliver bezüglich der Java-Leos nur beipflichten & m.W. hatten die nie Nachwuchs in Leipzig.
    BG
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, Leipzig hatte 1993 keinen Nachwuchs bei den Javaleoparden.
    (16.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Super Oli, dass ist wie der Einäugige und der Blinde ;-)
    Nee, Spaß beiseite, ich kann mir auch was anderes vorstellen und zwar, dass man einen nicht einsehbaren Raum für Tapir oder Ameisenbär hatte (Humbuldtpinguininnenbereich? Oder man lies denTapir drauen im "Allzweckkäfig", daran glaube ich aber nicht oder wie unten von mir geschrieben die Ameisenbären draußen.
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Alex, ich bin der "Saubucht-Augenzeuge", daher kann ich deine Frage nicht beantworten, im Gegenteil, ich habe sie ja auch gestellt. Es kann eigentlich nur so gewesen sein, dass man die Zwerghippos zusammengehalten hat. Die meisten Zwergflusspferdhalter, die ich kenne, halten diese Tiere zwar getrennt, aber in Thüle z.B. habe ich sie auch schon als Paar zusammen gesehen.
    Ich kenne in Halle die Zwerge bis heute nur getrennt. Das kann aber tatsächlich auch erst dann notwendig geworden sein, nach dem die Kuh das erste Kalb bekommen hatte.
    (16.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Tja, Demenz ist nicht nur den älteren vorbehalten:P
    Aber wo war dann der Tapir untergebracht? Hat man denn die Zweghippos, tatsächlich, paarweise in der Stallung untergebracht oder die Ameisenbären auch nachts draußen gelassen?
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   Mein junger Freund :-) im alten Haus der Zwergflusspferde gibt es nur DREI einsehbare Stallungen. Und wenn eines für den Zoo Halle doch recht typisch war, dann die Tatsache, dass dort NIE etwas frei war! ;-)
    (16.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Jaja ich gebs ja zu, bin halt noch jung ;)
    Wenn das Tier nur für kurze Zeit dort stand, dann tippe ich auf eine kältere Jahreszeit, da das Südamerikahaus beheizbar ist und nicht wie die Saubucht. Gibt auch Sinn, da es vier einsehbare Stallungen gibt und eine frei war.
    Zum Kamel-/ Elefantenhaus finde ich es auch sehr schade das es nicht genutzt wird. Es steht ja doch ziemlich "im Schatte" des Krokodilhauses. Aber seis drum, vielleicht wird ja das Haus auch wieder begehbar.
    Zum Totenkopfaffenhaus nur so viel, dass ich auch das sehr sehr schade finde, denn eins darf man nicht vergessen. Es war der erste Neubau nach der Wende und war schon imposant und zukunftsweisend für eine kleinere Affenart, die auch heute noch ihr gleiches sucht!

    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   Siehst du Ralf, Augenzeugen sind eben doch die besseren Quellen! ;-)
    Ich bin gespannt, wie man das Haus der Totenkopfäffchen umbauen wird. Sicher wird man ja auf eine ganz andere Konstruktion umschwenken, um nicht in absehbarer Zeit wieder vor dem gleichen Problem zu stehen. Schade finde ich, dass man jetzt für die Äffchen das älteste Tierhaus des Zoos nutzt, der Besucher aber davon nichts hat. Dieses Haus ist einfach zu schade, um es dauerhaft leer stehen zu lassen oder es nur als "Notnagel" zu nutzen.
    (16.11.2009)
    Ralf Seidel:   Seit Mitte letzter Woche ist das Haus der Totenkopfäffchen im Eingangsbereich des Bergzoos gesperrt. Die Bewohner sind inzwischen umgezogen ins ehemalige Elefantenhaus, für die Zoobesucher sind sie dort allerdings nicht zu beobachten. Der Zustand des Hauses wird derzeit geprüft, im schlimmsten Fall muss die Holz-Glas-Konstruktion abgerissen und neu aufgebaut werden.

    @BjörnN, mit meinen Ausführungen bezüglich der Leoparden in Leipzig ging es mir nicht ja darum, eine Chronologie der dortigen Leopardenzucht zu erstellen...
    Gerade in den 80ern wurde verstärkt auf die Bedrohung verschiedener Unterarten hingewiesen und der Zoo Leipzig rückte dies in den Focus künftiger Zuchtbemühungen. Dass die Nachzuchten insgesamt bei Großkatzen rückläufig waren lag zum einen an mangelnden Abnehmern, andererseits an teilweise unzureichenden Haltungsbedingungen. Gerade die alten Leipziger Leoparden-Außenkäfige links des Eingangs am Neuen Raubtierhaus waren absolut grenzwertig.

    Zur früheren Tapirhaltung im Bergzoo hat mir L. Baumgarten inzwischen mündlich bestätigt, dass Tapir "Pirat" zeitweise auf der alten Anlage der Zwergflusspferde untergebracht war.
    (16.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Thomas, natürlich gibt es auch jede Menge Bilder von ehemaligen Tierbeständen aus Halle in den Chroniken des Zoo Halle Teil I und II. (beide auch hier bestellbar). Gerade Giraffenbilder gibt es dort reichlich.
    Zu den Nashörnern empfehle ich die Mitteilungen aus dem Zoo Halle Hefte 16 und 17. Hier lohnt es sich ebenfalls mal beim Hausherrn des Forums nachzufragen.
    (15.11.2009)
    Oliver Jahn:   Von den Flusspferden sind hier im Thread einige Bilder drin.
    (14.11.2009)
    Thomas Wachenhausen:   Diesbezüglich und der gewünschten
    Tierarten wären auch die dazugehörigen
    Anlagen und Gebäude passend.
    (14.11.2009)
    Thomas Wachenhausen:   Hätte Jemand Bilder vom ehemaligen Tierbestand Halle ? Besondere Wüsche
    wären Giraffen, Flußpferde und Nashörner.
    (14.11.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Der Zoo Leipzig hat nur ein einziges Mal Javaleoparden gezüchtet und das 1993.

    Die Leopardenzucht war in den 80er Jahren bereits weitestgehend eingeschlafen, in den 70er Jahren züchteten Persische- Amur- und Nordchinesische Leoparden jährlich, die Chinesischen Leoparden sogar bereits seit Anfang der 60er Jahre.
    (14.11.2009)
    Ralf Seidel:   @Olli, neben den Isubras kann man da auch beispielsweise noch die Altai-Marale erwähnen, aber das war denn eben doch eher die Ausnahme.
    @IP66, Leoparden gehören wohl, ähnlich den Tigern, zu den Katzen, welche man schon seit längerer Zeit gern in der jeweiligen Unterart zeigt. Der Zoo Leipzig hielt und züchtete in den 80er Jahren gleichzeitig 3 bedrohte Unterarten (Amur-,Nordpersische- sowie Javaleoparden) und stellte dies seinerzeit als einen neuen großen Zuchtschwerpunkt in Sachen Großkatzentradition heraus. Die berühmte Löwenzucht wurde ja ab den 70ern durch den Schwerpunkt (Amur-)Tiger abgelöst ("Von der Löwenfabrik zur Tigerfarm"). Nachdem sich die Tigerzucht etabliert hatte, wandte man sich ein Jahrzehnt später den Leoparden verstärkt zu...
    Hervorzuheben nach wie vor in Sachen Unterartenpräsentation war und ist der Tierpark Berlin. Dathe legte großen Wert darauf, seinen Besuchern die Variabilität einer Art wo immer es ging aufzuzeigen. Nicht nur im riesigen Alfred-Brehm-Haus bei den Großkatzen, auch beispielsweise in den Huftierbereichen war er bestrebt, möglichst verschiedene Unterarten zu zeigen, für ihn war das immer praktizierter Biologie-Unterricht. Fairerweise muss man natürlich ergänzen, dass er über den dafür auch notwendigen Platz verfügte...
    (13.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Ralf, das stimmt natürlich. Ich hatte das Thema mit Michael gerade erst vor ganz kurzem. Ich würde sogar sagen, dass dieser Trend bis in die 80er hinein ging. Wenn ich da so in meine alten Zoolisten schaue, dann stehen da oft nur die Arten, bis auf Tiger aber kaum Unterarten. Nur bei echten Besonderheiten wurde darauf hingewiesen. In Halle fallen mir da die Isubrahirsche ein, die ich zwar auch nicht mehr selber kenne, auf die aber auch in den frühen Zooführern schon besonders hingewiesen wird.
    (11.11.2009)
    IP66:   Für den sehr westlichen Westen (sc. Münster) könnte man ergänzen, daß dort sehr früh die persischen Leoparden als eigene Form gehalten und ausgeschildert wurden - auch der Tierhandel sah es damals als gewinnsteigernd an, wenn man ein Exemplar dieses Unterartenstatus liefern konnte.
    (11.11.2009)
    Ralf Seidel:   Nur deswegen sind wir ja jedes Jahr nach Halle gefahren...)))
    Nee Oli, soweit war ich damals definitiv noch nicht, auf Unterarten zu achten - sofern die überhaupt ausgeschildert waren. Es gab in den späten 60er/70er Jahren eigentlich auch nicht so viele Arten, wo da explizit drauf hingewiesen wurde. Eine der wenigen Arten war beispielsweise der Tiger, da legte man damals schon recht großen Wert, die Unterarten auszuschildern: der Königs-(Bengal-)Tiger war Standart, die Sibirier noch recht selten und die kleinen tropischen Formen a la Sumatra wurden oft als Inseltiger bezeichnet. Aber ansonsten war das noch nicht so verbreitet (und vielleicht auch teilweise überzogen) wie heute.
    (11.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ralf, dann müsstest du als Steppke ja sogar noch die Massai-Giraffe in Halle gesehen haben?
    (09.11.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Schimpansin Bangi wieder in Leipzig

    Am heutigen Vormittag wurde unsere Schimpansin Bangi erneut in den Zoo Leipzig gebracht. Hier soll in den nächsten Tagen eine nochmalige Vergesellschaftung mit dem Leipziger Schimpansenmann Unyoro versucht werden. Bangi und Unyoro waren im März diesen Jahres getrennt worden, da Unyoro Bangi bei Streitereien ernsthaft verletzt hatte. Bangi hat den Transport nach Leipzig gut überstanden und die kommenden Tage werden zeigen, ob die Tiere sich wieder vertragen oder nicht.
    (09.11.2009)
    Ralf Seidel:   Erstaunlich ist das schon - da kennt man den Bergzoo seit Jahrzehnten, aber bestimmte Bereiche... Mir geht es da ähnlich dem Oliver, den hinteren Bereich kann ich mich nur an Weniges erinnern, sicher eben auch der Tatsache geschuldet, dass man da seltener langgelaufen ist. An die Nilgaus in der jetzigen Anlage der Benetts kann ich mich noch gut erinnern. Nach dem Auszug der Nashörner wurde das Haus ja erst mal wieder zusammengeschraubt, da wurden dammals auch die Nilgaus vorübergehend ausgelagert, wenn ich mich recht erinnere gingen die vorübergehend (1 Paar) nach Salzburg. Die Benetts könnten in dem Bereich daneben untergebracht gewesen sein, da will ich mich aber nicht festlegen...
    Die von WolfDrei erwähnten Elenantilopen auf der Plateau-Seite meine ich auch noch zu kennen, aber in diesem Bereich hat man sich als Steppke ehe eher auf die Giraffen konzentriert.
    (09.11.2009)
    Oliver Jahn:   Und Teile dieser Gehege wurden dann ja auch weitergenutzt für das schmale Gehege der Nashörner und das Tapirgehege. Die Mauern z.B. blieben in vielen Bereichen stehen, sowohl die zum Publikum hin, als auch die zwischen den Gehegen.
    (08.11.2009)
    Michael Mettler:   P.S. Das Foto dürfte Anfang bis Mitte der 60er Jahre entstanden sein.
    (08.11.2009)
    Michael Mettler:   Weit unten in diesem Thread (5.1.08) Hatte ich ein Halle-Foto aus Dittrichs "Safari in Europa" eingestellt, auf dem ein Teil der Gehege gegenüber der Großvoliere inklusive Elenantilopen zu sehen ist.
    (08.11.2009)
    Oliver Jahn:   Die Pläne täuschen hier ja öfter mal, was das Antilopnehaus angeht. Am "Steilhang" gab es drei Gehege, an den beiden Schmalseiten jeweils eines (das Giraffengehege davon mit eigenem Haus) und auf der späteren "Tapirseite" gab es vor dem Umbau für die Nashörner auch nur drei (vormals vier) schmale Handtuchgehege. Das davon linke wurde nur erheblich erweitert um eine bis dahin gar nicht genutzte Fläche für die große Anlage für die Nashörner, in der heute die Zackelschafe stehen.
    (08.11.2009)
    WolfDrei:   und noch früher (1968) gab es dort Elenantilopen, noch früher einen Gelbsteißhirsch. Und auf der anderen Seite des Hauses am "Steilhang" Sitatungas.
    (07.11.2009)
    Oliver Jahn:   ...und gleich nach dem Umbau zogen dann die Zackelschafe in die große Nashornanlage. Die Trampeltiere waren im heutigen Lamagehege und die Streichelanlage ist ja auch schon älter. Aber die Rückseite des Hauses, die bekomme ich nun gar nicht mehr hin. Das waren ja noch mal mindestens 3 Gehege. Ich kann mich dort lediglich an die Nilgaus genau erinnern. Alles andere ist echt wie verhext. Ich war so oft im Zoo, aber da herum bin ich sehr selten gegangen und auch fotografisch war und ist diese Ecke absolut nicht ergiebig.
    (06.11.2009)
    Ralf Seidel:   Die Marabus dürften dann noch die alten Tiere gewesen sein (vormals Afrikasavanne). Bei den Pudus gehe ich davon aus, dass der Bereich ja damals noch dreigeteilt war. Letzte Anlage könnte aber stimmen, da die Seriemas ja wohl den mittleren Bereich bewohnten - sofern sie nicht gerade mal wieder die Anlage verlassen hatten...
    (06.11.2009)
    Oliver Jahn:   Also nach dem letzten Tapir dann erst mal Umbau, dann die Wasserschweine mit Marabus (es waren übrigens zwei) und dann habe ich in dieser Anlage die ersten Pudus gesehen, nicht in der mittleren. Und am Ende dann das Tier, welches in Halle IMMER der Nachnutzer schlecht hin ist, die Magellangans.
    Dann kam der Umbau zur heutigen Ameisenbärenanlage.
    (06.11.2009)
    Ralf Seidel:   Na Oliver, "mit unseren Pfunden wuchern" - zu den wirklichen Schwergewichten zählen wir beide ja nun wahrlich nicht und das mit dem "alten Sack" sieht unsere Generation ja wohl auch nicht so eng. Ohne verallgemeinern zu wollen, aber ich erlebe regelmäßig Typen in den Zwanzigern, vor sich hin schlurfende, wankende Gestalten, welche in sich selbst zusammenrutschen, wenn man sie mal im schärferen Ton anspricht.
    Ansonsten ist aber alles "Supi, Feini, Zauberhaft". Da steht man dann fassungslos daneben und sagt sich nur noch: "Oh Gott"...
    Und dass wir generationsübergreifend aktiv und tolerant sind haben wir doch schon oft genug bewiesen, auf diversen Zoofreundtreffen vertragen wir uns (meistens) mit den Jüngeren - und ich bin mir ziemlich sicher, dass du immer noch einen sehr regen Briefkontakt mit deiner (hundertjährigen?)Vermieterin aus dem Appartementhaus unterhältst - solche Connections lässt man nicht schleifen und als Aufmerksamkeit kriegst du zu Weihnachten ein Paket mit Handtüchern aus der reichhaltigen Sammlung zugesandt...)))
    Michael, nicht verzagen mit dem Gedächtnis - das wird schlimmer, manches kommt dann aber auch irgendwann wieder...)))
    Ich kann mich eben immer noch gut an den letzten Leipziger Bergtapir erinnern und auch an die Schabracken in Leipzig und Dresden...
    Nach der Abgabe der Breitmaulnashörner wurde das Antilopenhaus erst mal wieder hergerichtet, innerlich soll es recht
    ramponiert gewesen sein. Und dann dürfte schon die Zeit der Capybaras gewesesen sein, in der kleinen mittleren Anlage die Seriemas, später die ersten Pudus. Das waren anfangs
    noch 2 Männchen aus Köln, später kam dann das erste Weibchen dazu...
    Wenn dann noch ein Marabu da war, könnte es sich eigentlich nur um ein älteres Tier von der Afrikasavanne gehandelt haben, die jetzigen Marabus kamen als Jungvögel zum 100. Zoogeburtstag aus der Cottbuser Zucht. Vergesellschaftet waren die ja anfangs mit den beiden Bergriedböcken, ein Geschenk des Tierpark Berlin.
    @Ralf Wagner, auch von meiner Seite noch mal ein Dankeschön für das alte Bild, dass das alles mal so aussah, hat man schon längst wieder verdrängt - und dass dein Bild Olivers Beifall findet liegt nahe: alles etwas nostalgisch -mystisch und vor allem: in Schwarz-Weiß...)))
    (06.11.2009)
    Oliver Jahn:   Also da geht es mir doch tatsächlich noch anders. Das hat sicher ganz unterschiedliche Gründen. In meiner Kindheit und Jugend gab es nur wenige Tapire, und an die wenigen kann ich mich noch recht gut erinnern. Später dann gehörten Tapire immer zu meinen Favoriten, also habe ich sie alle fotografiert. Na ja, und dann kommt sicher auch noch hinzu, dass ich einige Zoos noch gar nicht gesehen habe, die du kennst. So, und wie bekomme ich jetzt wieder die Kurve...ach ja, also daher kann ich mich an den Tapir in Halle also recht gut erinnern. Was mich dennnoch erstaunt, dass ich ihn nie am Antilopenhaus gesehen habe. Was war denn direkt nach dem Tapir dort im Gehege. Waren das dann gleich schon die Wasserschweine zusammen mit den Marabus?
    (05.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Dafür brauche ich nicht mal das pensionsfähige Alters zu erreichen, das kann ich schon jetzt nicht mehr. Schon gar nicht mit Vor- und Zunamen des Tieres ;-)
    (05.11.2009)
    Oliver Jahn:   Tja Ralf, das sind dann mal die Momente, da können wir "alten Säcke" mit unseren Pfunden wuchern! ;-)
    Und es ist gut, dass wir hier unsere Erinnerungen zusammenstellen, quasi für die Nachwelt! :-) Denn wenn wir erst in Ludwig Baumgartens Alter sind, können wir uns vielleicht auch nicht mehr sofort an jeden Tapir erinnern, den wir mal gesehen haben.
    (05.11.2009)
    Ralf Seidel:   @Oliver, da bin in puncto Lektüre erst mal auf das gleiche Ergebnis gekommen wie du, in der 1983 herausgegebenen Auflage der Mitteilungen (Mähnenwolf), erwähnenswert vielleicht noch ein Foto der 2 Zwergflusspferde auf der Außenanlage. Nach wie vor bin ich mir ,egal in welcher zeitlichen Reihenfolge, doch ziemlich sicher zumindest einen Tapir auf der Anlage gesehen zu haben, der Sommer `81 scheint mir da auch ziemlich real. Dass darüber nichts geschrieben steht, muss auch nicht verwundern: Als wir bei unserer ersten gemeinsamen "Halle-Tour" Ludwig Baumgarten auf die Tapir-Haltung in der "Saubucht" ansprachen, konnte er sich auch nicht auf Anhieb daran erinnern.
    Das ist eben der Vorteil von Zeitzeugen: man verdrängt mal das eine oder andere oder irrt sich auch schon mal - aber man weiß worüber man spricht...
    (05.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich vermute es anders herum. Er kam und wurde in alter Erinnerung an Vorkriegszeiten in der Saubucht eingestellt. Das ging nicht lange gut, also brachte man ihn (oder beide) kurzfristig im Tapirhaus unter, weil da schon der Umbau des Antilopenhauses geplan war. Dort richtete man dann den Tapirstall ein, weil man die Zwerghippos nicht dauerhaft zusammen halten wollte/konnte.
    @Alex, ich kann es nicht mehr ganz genau sagen ob es 80 oder 81 war. Ich weiß nur, dass ich leider noch keine Kamera hatte und dass wir noch mit dem Zug nach Halle reisten. ;-)
    (05.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Der Tapir kam 1980, da könnte er dort gestanden haben. Denn wenn du Ihn mit 14 Jahren (1981?) in der Saubucht gesehen hast, war es nur ein kurzes Gastspiel bei den Zwergflußpferden und dann später im Antilopenhaus. So könnte es gewesen sein.
    Denke aber auch das es mal für Tapire geplant war und die Zwerghippos den Zuschlag erhalten hatten.
    (05.11.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66,ich muss noch mal was zum Tapir-Bild von Ralf Wagner sagen. Als wir mit dem Forum in Halle waren, das hast du vor dem Antilopenhaus einen Ausdruck verwendet, an den ich mich nicht mehr genau erinnern kann. Du sagtest, das Haus wäre "überrestauriert" oder so ähnlich? Jetzt, wenn ich mir das Bild von Ralf ansehe, dann verstehe ich in etwa, was du damit wohl gemeint hast. Und ich merke, wie schnell man doch Ansichten vergisst, wenn man sie nicht bildlich festhält.
    (04.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Alex, die Nummer 13 ist eine Zusammenfassung der Jahre von 79 bis 82. Hier ist auch der 1,0 Tapirzugang für 1980 erwähnt. Unter Baugeschehen heißt es aber lediglich "Fertigstellung der Außenanlagen für die Zwergflusspferde". Die Anlagen werden also in der Mehrzahl benannt. Allerdings begann 82 auch schon die Umgestaltung des Antilopenhauses zum Warmhaus.
    Es ist zweifelsfrei, dass das Haus der Zwergflusspferde ursprünglich für Tapire geplant war. Auch erwiesen ist, dass die Zwergflusspferde der Erstbesatz waren. Und auch wenn beide Anlagen nur für die Zwerge beschrieben werden und diese ja auch eher selten als Paar zusammen gehalten werden, so gehe ich trotzdem davon aus, dass ein Tapir zumindest kurzfristig in diesem Haus gestanden hat. Denn einem Augenzeugen wie Ralf glaube ich da nun mal erheblich eher, als irgendwelchen Schriften!!! ;-) Papier ist geduldig!!!
    (04.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Möglich wäre es, glaube aber nicht daran. Man schreibt weiter (1978): "Die Zwergflußpferdaußenanlage wurde rohbaumäßig fertiggestellt, dazu gehörte auch die Einbringung von zwei miteinander verbundenen, aus Sicherheitsgründen aber auch voneinander zu trennenden Wasserbecken." Im November hat man die Baumaßnahmen unterbrochen werden, hier wird vom Frost geschrieben. Leider fehlt mir die 13 aus den Mitteilungen, um weiter zu schauen. Oli kannst du was rausfinden?
    Ich gehe mal davon aus, dass man züchten wollte und auch viel später auch hat und deshalb die Trennung. Obwohl ich aber auch glaube, dass es für Tapire gebaut wurde, aber nie einer drin gewesen war.
    (04.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich muss nochmal nachschlagen, aber ich meine auchgelesen zu haben, so wie Alex es schreibt, dass die Zwergflusspferde getrennt gehalten wurden und nur gelegentlich zu einander durften, quasi so wie heute. Und das innen und außen.
    (04.11.2009)
    Michael Mettler:   Laut Jahresberichten hatten die Zwergflusspferde erst im Dezember 1985 ihr erstes Kalb. Falls es vorher keinen Anlass gegeben haben sollte, das Paar getrennt zu halten, wäre doch durchaus Platz für Tapire gewesen?
    (04.11.2009)
    Alexander Fuchs:   P.S. Laut Zootierliste, hält der Zoo Halle, seit 1977 Zwergflußpferde.
    (03.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Ich bin jetzt hier kein Zeitzeuge mehr, da ich noch knackig und jung bin :), aber ich vermute das der Tapir in der zweiten Box, der Saubucht, untergebracht war. Die Stallung im Inneren müsste sogar trennbar (durch eine Holzplatte?) gwesen sein. Auch der innere Stall war/ ist größer, womöglich auch ein kleines Badebecken könnte vorhanden gewesen sein. Das ist alles nur eine Vermutung.

    Ich möchte auch mal behaupten, dass die Außenanlage für die Zwergflußpferde nie einen Tapir gesehen hat. Man schreibt in den Mitteilungen von 1977 und 1978, dass man dabei ist die Außenanlage für die Zwergflußpferde zu gestalten. Das bedeutet doch, dass der Erstbesatz schon Zwerghippos hatte und ich meine mich zu erinner das es ohne Pause Zwerghippos gab und das kann ja dann nur dort gewesen sein.
    (03.11.2009)
    Ralf Seidel:   Ich bin mir ziemlich sicher, dass ein/zwei Flachlandtapire, zumindest vorübergehend, die Anlage der Zwergflusspferde bewohnt haben. Nicht nur, weil dass ja beispielsweise auch in einigen Zoofaltplänen so eingezeichnet war, sondern ich auch meine, davon noch ein Farbdia zu haben... Als Jahr würde ich 1981 vermuten, da machte ich in Halle mein Praktikum und wohnte unweit des Zoos - sollte vielleicht doch mal nachschauen...
    (03.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Also war es zumindest nicht das vorderste, am tiefsten gelegene Abteil. Interessierte mich deshalb, weil die dortige Treppe ja auch als Möglichkeit für die Unfälle beider Tapire in Frage gekommen wäre.
    (03.11.2009)
    Oliver Jahn:   Also den Zooführern kann man da nicht immer Glauben schenken, etliche Tiere sind dort aufgeführt, die es noch nicht oder nicht mehr gab. Das ist ja noch heute so und nicht nur in Halle.
    An die Box, in der der Tapir in der Saubucht stand, kann ich mich leider nicht mehr genau erinnern. Ich meine, es war ganz hinten die letzte, aber ich war 14 und hatte leider noch keine Kamera.
    Der eingezeichnete Tapir im 73/74er Plan lag sicher daran, dass das Haus ja ursprünglich als Südamerikahaus für Ameisenbären, Pinguine und Tapire geplant war. Von diesem Gedanken verabschiedete man sich erst dann, als man plötzlich ein Paar der viel seltener gehaltenen Zwergflusspferde bekam. Zu diesem Zeitpunkt war ja die Anlage noch nicht mal ganz fertig.
    (02.11.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Wagner: Na, wer weiß, bei welcher Aktion es 1984 beim weibliche Tapir zu einem Sturz mit Todesfolge und beim Männchen zum Unterkieferbruch kam. Da lägen Zaunsprünge doch durchaus im Bereich des Möglichen.

    Im Faltplan von 1973/74 ist übrigens auch schon ein Tapir für den Bereich des späteren Zwergflusspferdgeheges eingezeichnet, ohne dass es damals einen im Zoo gab - das zum Thema Wunschdenken!
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   ...wärend im darauf folgenden 1986/87er(Breitmaulnashorn) das gleiche Bild ohne Tapir abgebildet ist & diese dann beim "Nashornhaus" beschrieben sind. Ich weis, dies ist kein Beweis, aber es müßte doch etwas dran sein, wenn man es im ZF so abbildet & schreibt. Oder war es mehr ein Wunschgedanke(?), glaub ich nicht. Vielleicht funktionierte die Haltung der Tapire dort nicht, da diese doch etwas springen & sicher auch klettern können & so die relativ niedrige Berenzung zu den Zwergflußpferden überwinden konnten?
    BG
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   Leider kann ich nicht selbst als Augenzeuge dienen, weder einer Sichtung in der Saubucht noch im Zwergflußpferdhaus, da ich zu der Zeit nur ca. ein bis zwei mal im Jahr im Zoo Halle war & erst 10/12 Jahre alt war.
    Was mich aber etwas stutzig gemacht hat beim durchsehen der Zooführer sind diese grünweiß "übergezeichneten Fotobilder"(???), im 1983/84er(Kattas) Zooführer ist das Bild der Zwergflußpferdanlage mit einem Tapir abgedruckt & auch im Text dort erwähnt,...
    (02.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: In welchem Abteil der Saubucht hast du den Tapir damals gesehen?
    (02.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Ralf Wagner, herzlichen Dank für das Tapirbild. Da werden Erinnerungen wach! Ich habe aus dieser Zeit leider gar keine Fotos mehr und freue mich immer total, wenn ich dann diese Bilder sehe. Du hast völlig Recht mit deinen Angaben, allerdings ziehe ich eine Angabe aus dem Zooführer in Zweifel. Und zwar die Unterbringung des Tapirs im Haus der Zwergflusspferde. Nun war ich zu dieser Zeit zwar schon regelmäßig in Halle, aber nicht monatlich. Dennoch meine ich mich zu erinnern, dass der Tapir von der Saubucht relativ zeitnah ins Antilopenhaus umzog. Ich habe ihn im Zwergflusspferdhaus nie gesehen, aber vielleicht war er ja kurz dort, und ich habe es nur nicht mitbekommen.
    Also mal die Frage an die regelmäßigeren Hallebesucher aus dieser Zeit, gibt es Fotos vom Tapir in der Saubucht oder im Zwergflusspferdhaus?
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   Und hinzu kämen dann noch laut Zooführern der 1980er Wasserschweine, Maras & Agutis, wenn ich´s richtig verstanden hab, allerdings wird da der Tapir nicht mehr erwähnt. Dieser ist erst bei den Zwergflußpferd-/Ameisenbärhaus aufgeführt & später im besagten "Nashornhaus"(Antilopenhaus).
    BG
    (02.11.2009)
    Michael Mettler:   Das muss ab 1980 mit dem Einzug des Tapirs ein ganz schönes Gedränge in der Saubucht gegeben haben. Wenn die Aufteilung damals genauso aussah wie heute, hat(te) das Haus vier kleinere Ausläufe und einen größeren, wobei letzterer aber zumindest zuletzt keinen Stallzugang hatte (dafür eine Schutzhütte). Und unter diesen Platzverhältnissen waren dann gleichzeitig (laut Zooführer) fünf verschiedene Wild- und Hausschweinformen und mindestens ein Tapir untergebracht...
    (02.11.2009)
    IP66:   Da muß ich meine These revidieren: Weil es kein Dickhäuterhaus gab und ohnedies dessen potentielle Bewohner über das Zoogelände verteilt waren, hat man auch für die Nashörner ein eigenes Quartier gesucht. Mit dem Einzug der Tapire entstand schließlich doch noch eine klassische Dickhäuternachbarschaft.
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   In der Saubucht sah ich im November 2007 noch zwei dieser gescheckten ("Panda";-)Hausschweine, die auch Schleich im Programm hat...Schwäbisch-Hällisches oder so. Ich hoffe, man kann´s erkennen.
    BG
    (02.11.2009)
    Ralf Wagner:   Hier ein Foto, wenn auch nicht sonderlich gut, des männlichen Tapirs im Gehege am Antilopen-/"Nashornhaus" von 1986.
    BG
    (02.11.2009)
    Mel:   Danke Oli ;-) jetzt bin ich beruhigt, dachte ebend, daß ich das sonst damals total mißverstanden hätte.
    (01.11.2009)
    Oliver Jahn:   Genau Mel, es ist das historische Antilopenhaus. In der ehemaligen Nashornanlage sind heute die Zackelschafe auf der einen Seite (großer Nashornbereich) und ein Teil der Anlage für die Großen Ameisenbären (kleiner Nashornbereich). Daneben lag dann ein schmales Gehege für den Tapir und später die Wasserschweine. Danach wurden dort dann Pudus gehalten.
    (01.11.2009)
    Mel:   Korregiere mich aber hatten wir die Nashörner nicht auch angesprochen bei unserem winterlichen Besuch anfang des Jahres (A-Hausuntersuchung), das" Nashornhaus" lag doch "oben" gegen über der Gastro oder?
    (01.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael und IP66, im Zuge des Umbaus des Antilopenhauses zum Warmhaus für Nashörner, asiatische Tiere und Wasserschweine zogen der Tapir dann auch dort ein. Das Haus wurde 1983/84 umgebaut, in erster Linie um die wohl eher unerwartet erhaltenen Nashörner unterzubringen.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Es gab Nashörner in Halle!
    (01.11.2009)
    IP66:   Ich denke, daß die haller Tapirunterbringung stark von dem Nichtvorhandensein eines Dickhäuterhauses geprägt war. In Berlin, Köln, in Wuppertal, wohl auch in Münster brachte man die Tiere in diesem Kontext unter. Daß man in Halle nie ein solches Gebäude errichtet hat, mag einerseits mit den Reformideen der Zoogründergeneration, andererseits mit fehlendem Kapital zusammengehangen haben. Jedenfalls hat es nicht nur bei der Unterbringung der Tapire die Zoogeschichte geprägt, sondern auch bei der Umnutzung des Flußpferdhauses, der Unterbringung der Zwergflußpferde und der Abwesenheit von Nashörnern.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Ein lebender Augenzeuge toppt natürlich alles ;-) Und stimmt, den bewussten ZF habe ich gar nicht in der Hand gehabt. Sechs verschiedene Huftierformen in der Saubucht (Tapir + 5 Schweine), unter den Platzverhältnissen kaum noch vorstellbar... Aber zeitgleich sah es auch am Berliner Schweinehaus noch nicht viel anders aus (wenn auch ohne Tapir).
    (01.11.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, schlecht recherchiert! ;-)
    Im Zooführer 1980/81 Mandrill finden wir den Flachlandtapir in der Saubucht (Seite 22/23). Außerdem habe ich ihn selber dort gesehen, immer noch besser als jede Literatur! :-)
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Hier der Link: Zooführer 1929 Zoo Halle http://www.zoo-videos.de/document/32/Zoof%C3%BChrer+Zoo+Halle+1929

    Dort ist das Tapirjungtier erwähnt.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver, ich habe ein bisschen Tapir-Recherche betrieben. Für eine Unterbringung in der Saubucht gibt es nur einen einzigen Nachweis, und zwar im "Rundgang" von 1909. Nur war die damalige Saubucht ein ganz anderes, heute nicht mehr bestehendes Gebäude, und zu dieser Zeit war es durchaus üblich, Tropentiere für die kalte Jahreszeit in anderweitige Winterhäuser zu bringen. (Ich meine mich aus einem der Hellabrunn-Bücher zu erinnern, dass man in München sogar noch in der Nachkriegszeit Tapire in Kistenverschlägen in der Besucherhalle des großen Warmhauses überwinterte!) Kann also sogar sein, dass dieser erste Tapir den Winter im Anthropoidenhaus verbrachte.

    Der nächste Flachlandtapir ist für die Eröffnung des Affenhauses verbucht und zog dort als Jungtier ein - kein Hinweis in der Chronik, was aus ihm danach wurde, Zooführer aus dieser Zeit habe ich allerdings nicht, worin ich nachschlagen könnte. Die saisonal ausgeliehenen Schabrackentapire standen laut Quellenlage im Nilpferdhaus.

    Danach scheint es erst ab 1980 bzw. 1982 wieder ein Paar Flachländer in Halle gegeben zu haben, aber eben nicht in der Saubucht: In den Zooführern dieser Zeit werden sie zuerst für das Ameisenbär-Zwergflusspferdhaus, dann für das Antilopenhaus erwähnt. Laut Jahresbericht 1984 starb das Weibchen 1984 "vermutlich in Folge eines Sturzes" - das klingt nicht gerade nach Unterbringung in der beengten Saubucht. Im selben Jahr brach sich das Männchen den Unterkiefer (etwa auch gestürzt?), konnte aber geheilt werden und lebte noch bis zu seinem Tod 1988 im Zoo. Und das war's auch schon mit Tapiren in Halle.

    Halsbandpekaris wurden/werden meiner Meinung nach durchaus in unbeheizten oder vielleicht nur notdürftig erwärmten Stallungen (also nach heutiger Sicht unter eheblicher Energieverschwendung) gehalten. Ich denke da an den ehemaligen Barasingha-Stall in Hannover, die Hütte im Tierpark Berlin "mitten im Wald" oder auch die Unterbringung in Leipzig neben der heutigen Tiger-Taiga. In Magdeburg standen sie zeitweise am Kinderzoo, bevor sie auf die heutige Vari-Anlage umzogen, und ich glaube nicht, dass dessen Stall heizbar i.e.S. war/ist.
    (01.11.2009)
    Alexander Fuchs:   Das "Ding" ist keine Steckdose, es ist ein großes Loch. Dort gehen irgendwelche Verlängerungsschnuren durch und oben an der Decke ist der Draht dür den Schieber angebracht. Die linke Verlängerungsschnur, da könnte eine Kükenlampe dran gewesen sein.
    Die zwei hinteren Stallungen sind beengt, aber die dritte, müsste geräumiger und separierbar gewesen sein. Es gibt nur drei Schieber dort.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   Falls das "Ding" links neben der Tür im Hintergrund eine Steckdose ist, hing da vielleicht die Kükenlampe dran...
    (01.11.2009)
    Oliver Jahn:   Ich wüsste nicht, wo sonst. Immerhin kamen die Tapire erst nach den Zwergflusspferden, also war deren Haus voll.
    (01.11.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Falls der Tapir damals in DIESEM Raum untergebracht war, wurde dem bestimmt nicht kalt. Reibung erzeugt bekanntlich Wärme, und bei gleichzeitig beidseitiger Wandberührung hätte der sich da drin NUR gerieben ;-) Mal im Ernst: Ist es denn überhaupt sicher, dass der Tapir auch das Winterhalbjahr in der Saubucht verbracht hat?
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   Ich weiß, aber beim Tapir kann ich mir das wirklich nicht vorstellen.
    (31.10.2009)
    Michael Mettler:   Na, das ist ja mal ein ansprechender Innenraum für die Tierhaltung. Und so schön geräumig.

    @Oliver: Du weist doch selbst immer wieder gern darauf hin, was schon alles in Halle "kalt gehalten" wurde - warum nicht auch die!
    (31.10.2009)
    Alexander Fuchs:   Ja der letzte Besatz war eine Hausterform.
    Ich glaube nicht das Pekaris beheitzte Räumlichkeiten brauchen. Habe mal ein Foto vom letzten Käfig, die Innenstallung. Dort lebte ehemals der Silberfuchs und zuletzt Fuchsmangusten.
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   Ich kenne die Stallungen zwar nicht, aber immerhin wurden in ihnen Warzenschweine und Flachlandtapir gehalten. Bei beiden Arten gehe ich davon aus, dass sie beheizte Ställe benötigen. Und selbst bei Pekaris, die ja bis fast zum Ende dort lebten, würde ich beheizbare Ställe erwarten.
    (31.10.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: In der Saubucht wurden doch aber auch vor dem Leerstand zuletzt Hausschweine gehalten...?

    Hat denn mal jemand die Stallungen der Saubucht von der Innenseite aus gesehen und kann etwas über Stallgrößen, Erweiterungsmöglichkeiten und Heizbarkeit sagen?
    (31.10.2009)
    Alexander Fuchs:   Warum man die Alpakherde dorthin versetzt hat weis ich nicht. Der Boden soll ja konterminiert sein, was ich aber nicht recht glauben möchte. Wenn es Spuren oder Anzeichen von Pilzen, Bakterien oder Viren gibt, gehe ich davon aus, dass es eine Quelle gibt, die gefunden werden muss. Vielleicht hat man deshalb eine Art gewählt, die leichter zu ersätzen ist.
    Meine Vermutung ist die, dass irgendwas „in der Luft liegt“ und dies von der alten Mönchssittichvoliere kommt, Asbest vielleicht???

    Noch mal in eigener Sache: Ich wollte keine Grundsatzdebatte über Zebus im Zoo Halle und deren Rasseangehörigkeit. Da ich sie sehr schön finde.
    Nur mache ich mir Sorgen für die Zukunft und das es noch mehr Haustiere werden, denn mit einer Umgestaltung der Saubucht und weiteren Haustieren, wäre ich nicht einverstanden.

    (31.10.2009)
    Michael Mettler:   Laut deutscher Mindestanforderungen müsste das Gehege für eine fünfköpfige Gruppe mindestens 250 qm groß sein, je weiterem Tier zuzüglich 20 qm.
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, nein, es gibt jährlich Nachwuchs und dieser hat ganz unterschiedliche Verweildauer im Zoo. Ich habe etliche Fotos mit mehreren Tieren auf der Anlage und die Jungtiere sind da schon mehr als halbwüchsig.
    (31.10.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Reduzierung der Gruppe? Waren da nicht ohnehin nur noch drei oder vier Tiere drin?
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, das war eigentlich der "Grund", den wir im Nachgang zu dieser Aktion festgestellt haben, so nach dem Motto, so kann das Haus wenigstens seinem Namen weiterhin gerecht werden. Offiziell kann ich mir aber nicht denken, dass dieses der eigentliche Grund war. Wie sieht es denn mit der Besetzung des Mufflongeheges aus? Hält man an denen fest, oder eröffnet man sich dort die Möglichkeit für die Mähnenspringer? Denn ich habe es irgendwie noch so im Hinterkopf, dass es mit der Genehmigung für die Haltung der Mähnenspringer in ihrer jetzigen Anlage wohl Probleme gab. Hat man diese durch Reduzierung der Gruppe gelöst oder ist hier die Haltung (ähnlich den Magdeburger Nashörnern) nur noch auf die vorhandenen Tiere beschränkt?
    (31.10.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich dachte, weil das Lamahaus nicht ohne Lamaverwandte bleiben sollte und deshalb die Alpakas in das beabsichtigte Gehege gestellt wurden...?
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   Gibt es denn eigentlich Informationen, warum die geplante Umsetzung der Mähnespringer ins Lamahaus nicht stattgefunden hat und somit auch die mögliche Nachbesetzung von deren Anlage?
    (31.10.2009)
    Oliver Jahn:   Bevor jetzt hier ein nicht enden wollende Grundsatzdiskussion entbrennt möchte ich darauf hinweisen, dass diese bereits in einem anderen Forum gelaufen ist und ich wünsche diese nicht hier im Schülingforum weiter geführt.
    Weiterhin bitte ich auch eine sachliche Diskussion über Haustierzucht und deren Namen dann nicht mehr unter dem Thread "Zoo Halle" zu führen.
    (31.10.2009)
    Markus R.:   Ich finde, man sollte da durchaus zwischen Haus- und Wildtieren unterscheiden. Denn bei Haustieren ist die Züchtung neuer Rassen ein gängiger und oft sogar beabsichtigter Vorgang. Bei Wildtieren würde ich das keinesfalls so sehen...
    Und aus der Namensgebung "Deutsches Zwergzebu" auf eine politische Gesinnung zu schließen halte ich ebenfalls für gewagt. Es ist bei Haustieren einfach eine übliche vorgehensweise, diese nach ihrem Zuchtort zu benennen unabhängig davon, woher die Ursprungstiere stammen.
    Außerdem erhielten viele Haustierrassen den Namenszusatz deutsch, obwohl sie in einem Umfeld gezüchtet in welchem der Nationalismus nicht unbedingt die maßgebliche politische Richtung war. So entstanden z.B. das Deutsche Sattelschwein und die Deutsche Legegans in der DDR!
    (31.10.2009)
    IP66:   Wie schildert man eigentlich Orang-Utan-Hybriden aus? Das Problem stellt sich wohl auch bei Zoolöwen, in denen Blut der indischen Unterart fließen könnte. Nach Meinung des hallenser Zoomitarbeiters sollte man die fraglichen Zebus als "deutsche" Zucht verstehen und sogar einen Rassestandard angeben. Das erinnert mich ein wenig zu sehr an "deutsche" Elefanten oder Zebras, wie sie Herr Heck seinerzeit als "Kolonialprodukte" in Berlin ausstellte und scheint mir politisch wie vom Rasseverständnis her einigermaßen überholt, womöglich gar in die falsche Richtung weisend. Ich denke, daß man vielleicht einfach "Zwergzebu" schreiben und von der Verkreuzung berichten und sich, sobald es geht, an Projekten mit Zebus aus herkunftsgesicherten Linien, wie sie die Tierparks in Stralsund oder Friedrichsfelde betreiben, beteiligen sollte.
    (31.10.2009)
    Niedersachse:   Geht das jetzt hier auch noch weiter...
    (30.10.2009)
    IP66:   Ein - allerdings nicht für die Zebus zuständiger - Mitarbeiter des hallenser Zoos sieht im Deutschsein dieser Zebus sogar eine besondere Qualität - ich bin da eher skeptisch.
    Auf der anderen Seite beeinflußt die Zoohaltung, wenn sie nachzieht und die Tiere nicht, wie manche Korallenfische, samt und sonders importiert, immer die Zuchtwahl, ob dies nun im Rahmen eines Zuchtprogramms, eines Rassestandards oder der Vorstellung vom Aussehen einer Form angeht. Und gerade bei der Ausstellungen von Haustierformen bietet es sich ja an, mit Privatzüchtern zusammenzuarbeiten.
    (30.10.2009)
    Michael Mettler:   "Heimat: Kaukasus und Ceylon" finde ich als Angabe allerdings ebenfalls fragwürdig. Sind die Tiere reinblütig, dürfte nur eines der Länder angegeben werden, sind sie es nicht, müsste unter Heimat eigentlich "Deutschland" stehen, wenn der Mix hierzulande entstand. Beim Göttinger Minischwein wird ja wahrscheinlich auch nichts von "Vietnam" als Heimat stehen, auch wenn eine der Ausgangsrassen das Hängebauchschwein war. Darauf hinzuweisen, dass auch eine Haustierrasse nichts Statisches ist und sich durch Einkreuzung und Weiterzucht der Hybriden ein neuer Typ bilden kann, wäre immerhin ein Stück biologischer Wissensvermittlung.

    Nebenbei, obwohl es nicht Halle betrifft, aber zum Thema Rasse passt: Ein entsprechender Züchterverband nennt seine Tiere "Deutsche Dahomey-Zwergrinder", da die aus mitteleuropäischen Zootieren abgeleitete Liebhaberpopulation sich auch ohne Fremdeinkreuzung bereits deutlich von der eigentlichen Rasse in Benin (früher Dahomey) unterscheiden soll, u.a. in deutlich einheitlicherem Exterieur - vielleicht wegen der schmalen genetischen Basis. Eine Rassebezeichnung "Deutsches Zwergzebu" wird vielleicht nur noch eine Frage der Zeit sein. Letztlich ist sind viele Haustierrassen nichts weiter als Produkte gezielt weitergezüchteter Mischlinge, und "Weiterentwicklungen" von Ursprungsrassen in anderen Ländern sind keine Seltenheit, was sich oft in geografisch widersprüchlichen Namen niederschlägt (z.B. Deutsche Pekingente, Danish Jersey, American Shetty).
    (29.10.2009)
    IP66:   So ganz glücklich bin ich mit der Beschilderung nicht, weil es sich ja um zwei Rassen handelt, von denen man nicht weiß wie eng sie zusammen hängen ...
    Man sollte mir in Halle allerdings nicht zu böse sein, habe ich den neuen Besatz doch seit einigen Wochen bei jeder passenden (und wohl auch unpassenden) Gelegenheit angeführt, wenn auf eine vorbildliche Nutzung denkmalwerter und zum Teil leer stehender Anlagen hingewiesen werden konnte. Meist auch mit dem Hinweis, daß nach den Flächenabrissen in Stellingen man im Zoo von Halle neue Ideen in der Tierhaltung im Rahmen der Reformbewegung um 1900 am besten nachvollziehen kann ...
    (29.10.2009)
    Ralf Seidel:   Der IP ist aber manchmal auch was von pingelig...)) Ausgeschildert sind sie als "Zwergzebus", Haustierform, Heimat: Kaukasus und Ceylon; Die Schweinchen als "Göttinger Minischweine". Hatte gestern Nachmittag im Zoo zu tun, 16:00 Uhr waren die neuen Bewohner aber schon im Stall. Trotdem glaube ich, dass das Ganze in der schönen alten Anlage mit der Skulptur des knieenden Bogenschützen am Rande ein schönes Bild abgibt - das wird dann auch ganz sich den IP wieder milde stimmen...
    (29.10.2009)
    Michael Mettler:   "Zwergzebu" sähe ich da als Bezeichnung nicht problematischer als "Zwergesel", denn auch diese haben teilweise eine sehr bunte Ahnenreihe von Sri Lanka über Sardinien bis Irland.

    Bei den Kaukasen dürfte "fleißiges Züchten" eine Weile dauern: Vor einem Jahr sah ich in Stralsund (damals einziger Halter laut Zootierliste) gerade mal vier Exemplare (1,2 Zuchttiere und ein Kalb), mit allzu schnellem Bestandswachstum ist da wohl nicht zu rechnen.
    (29.10.2009)
    IP66:   Die Problematik scheint auch mir vertrackt. Ich würde allerdings bei den Zebus eine etwas andere Zielrechtung sehen als bei Dromedaren oder Alpakas: Dort wird ja eher ein allgemeiner Typus ausgestellt, weniger eine besondere Form. Wenn allerdings am Gehege eine durch besondere Eigenschaften ausgezeichnete Form ausgeschildert ist, so sollte diese meines Erachtens auch halbwegs reinerbig im Gehege stehen. Bei den Zebus hat man nun ein Problem: Wenn man nur "Zebu" auf das Gehegeschild schreibt, wird die geringe Größe nicht erklärt und allerlei Fragen von Besuchern Raum gegeben, "Zwergzebu" könnte passen, man müßte dann aber zwei auf verschiedenen Enden des Erdballs verteilte Herkunftsgebiete verweisen.
    Das Problem stellt sich allerdings, wenn auch die Ceylonesen nicht reinerbig sind, keineswegs nur in Halle - und vielleicht arbeitet man ja in Berlin und Stralsund schon daran, durch das fleißige Züchten von reinerbigen Tieren eine Lösung vorzubereiten.
    (29.10.2009)
    Michael Mettler:   Die Rassereinheit von Haustierformen wie Alpaka, Dromedar oder Hängebauchschwein ist ebenfalls häufig fraglich, auch hier sind häufig Zoo- oder Liebhaberhybriden vertreten. Andererseits ist es gerade bei Nutztierrassen in allen Teilen der Welt nicht unüblich, hie und da eine Fremdrasse einzukreuzen, um neue Eigenschaften einzubringen. Wer weiß, ob die Ausgangsrassen der Zoo-Zwergzebus wirklich reinblütig waren...?
    (29.10.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66, es dürfte eher schwierig sein, reinrassige Zwergzebus zu bekommen. Bei den Ceylonesen fällt mir kaum ein Halter ein, der wirklich nachweislich reinrassige Tiere hat und die Zahl der Kaukasier ist so gering, dass auch da eher schwierig dran zu kommen sein dürfte.
    (28.10.2009)
    IP66:   Wenn meine Informationen stimmen, handelt es sich bei den ausgestellten allerdings um so etwas wie Rassenhybriden, Mischlinge zwischen der ceylonesischen und der kaukasischen Form. Da bin ich nun nicht mehr ganz so glücklich, denn mir scheint, daß, wenn man schon Haustierrassen ausstellt, man doch wenigstens ein Gehegeschild anbringen können sollte, auf dem guten Gewissens eine Rassezugehörigkeit verzeichnet ist.
    Ansonsten scheint mir das Ausweichen auf auf Haustierformen, inebsodnere exotische und für den Besucher fremdartige, ein guter Weg, Baudenkmäler zu nutzen und zu besetzen, keinesfalls nur in Halle.
    (28.10.2009)
    Michael Mettler:   Entscheidungen, ob eine Anlage mit Wild- oder Haustieren besetzt wird, hängen ja nicht nur von Zookonzepten und Mindestflächen nach Haltungsrichtlinien ab, da spielen doch auch sicherheitstechnische und praktische Überlegungen eine Rolle. Der Stall, den jetzt die Zwergzebus bewohnen, hat z.B. nur eine einzige Tür, der Pfleger muss also zum Öffnen und Schließen der Tür wie auch zum Füttern und Ausmisten durch das Gehege gehen, und es gibt kein Vorgehege und keine anderweitige Absperrmöglichkeit für dessen Bewohner. Folglich kommen ohne unverhältnismäßig teure Umbaumaßnahmen nur sehr friedliche Gehegebewohner in Betracht, und die müssen auch noch winterhart sein, da der Stall meiner Erinnerung nach nicht heizbar ist. Wenn die Verhältnisse - wie anzunehmen - in der Saubucht ähnlich sind, fallen auch dort viele Tierarten durchs Raster, solange der Zoo keinen Dukatenesel im Bestand hat. Und bei manch anderem alten Baubestand des Zoos wird es nicht anders sein.
    (28.10.2009)
    Alexander Fuchs:   Mache mir nur Sorgen, da es doch eine gewisse Tendenz zu Haustieren gibt und mal sehen was aus der Saubucht werden soll. Bin ganz ehrlich, hoffe das in der späteren Saubucht keine Haustiere ausgestellt werden.
    (28.10.2009)
    Oliver Jahn:   Also das sind doch wunderschöne Tiere! Der Bulle braucht noch etwas, aber wenn der erst mal ausgewachsen ist, dann wird er ein richtig Hübscher. Ich finde die Schecken sehr attraktiv. Klar, wie schon geschrieben, ich hätte mich auch über ein paar Nelores gefreut, aber mit dieser Wahl jetzt bin ich sehr zufrieden. Sowohl der Einhuferbereich als auch das Rinderdreieck haben gewonnen.
    (27.10.2009)
    Ralf Seidel:   Dass der hallesche Bergzoo zum "Haustierzoo" umgestaltet wird, halte ich für übertrieben. Bei den aktuellen Gehegeumbesetzungen wurde weder eine einzige Wiltierart "geopfert", noch fand eine Dezimierung des Individuenbestandes statt. Die Haltungsbedingungen der Trampeltiere wurden schon seit Jahren als eher schlecht angesehen, zu klein und die Hanglage war für die Tiere auch nicht optimal, dass passt für Lamas allemal besser. Die Alpakas zogen aus ihrer kleineren Anlage in das erweiterte ehemalige Lamagehege, mit der Option, eine kopfstärkere Gruppe dort zu halten, als das in der alten Unterkunft möglich war. Die Esel zogen ins Gehege neben den Shetlands, was auch nicht die schlechteste Lösung darstellt. Das historische Rinderdreieck wird seinem Namen wieder gerecht und Zebus, auch die doch "ach so gewöhnlichen Zwergzebus", sind in der Tiergartenlandschaft nicht gerade überrepräsentiert. Mit den geplanten Minischweinen hält sogar wieder eine weitere Tierform Einzug - auch wenn es "nur" Haustiere sind...
    Einen zu starken quantitativen Überhang von Haustierformen gegenüber den gezeigten Wildarten sehe ich nicht. Die Tatsache, dass in einigen Anlagen mal noch das eine oder andere Karnickel, Zackel- und sonstige Schäfchen zu finden sind, dürfte teilweise auch der Tatsache geschuldet sein, dass sie ihrer Umgestaltung/ Umbau harren, den Vorgaben für Wildtierhaltung nicht immer genügen.
    Weitere Zuchtgruppen von seltenen Gebirgshuftieren und -raubtieren (Puma, Irbis, Vielfraß) wünsche ich mir auch, die von Holger Wientjes angeregte Wildschweinart (Visayas) und natürlich ein, zwei mittelgroße Antilopenformen -da habe ich die Hoffnung noch längst nicht aufgegeben...
    Nur sollten eben Anspruchserwartungen nicht überzogen und real sein, nicht alles ist immer gleich umsetzbar. Und wer sagt denn, dass der "Zoobesucher" die gleiche Erwartungshaltung aufbringt wie die hier Diskutierenden, dass wird wohl immer ein Spaghat bleiben.
    (27.10.2009)
    Holger Wientjes:   Die Rinderrassen im dafür vorgesehenen Rinderwinkel finde ich gar nicht so verkehrt.
    Allerdings würden eine wilde Schweineart und ein, zwei Antilopenformen den Bergzoo sicherlich attraktiver, weil abwechslungsreicher werden lassen.
    (27.10.2009)
    Alexander Fuchs:   http://www.zoo-videos.de/video/154/Zwerg-Zebus+im+Zoo+Halle

    Hier ist das Video von der Ankunft der Zebus. Sehen gut aus die vier.
    Muss mir trotzdem Luft machen, da ich mit der Situation nicht zufrieden bin und die sollte auch nochmal diskutiert werden.
    (26.10.2009)
    Oliver Jahn:   Was sind es denn für Zwergzebus? Und ist ein ansehnlicher Bulle dabei? Ich finde diese Wahl sehr gut für ein Rinderdreieck, obwohl es da gern auch hätte eine große Zebu-Art sein dürfen!Aber das hatten wir ja schon am Samstag, oder Alex? ;-)
    (26.10.2009)
    Alexander Fuchs:   An der Saubucht wurde nichts gemacht. Ich ärgere mich mehr über die Nachnutzung der Trampeltieranlage und andere Anlagen, nicht der des Rinderdreiecks.
    (26.10.2009)
    Michael Mettler:   Ist denn an der Saubucht seit Mai schon irgendetwas gemacht worden?
    (26.10.2009)
    IP66:   Was die Zwergzebus angeht, so halte ich es für nachvollziehbar, in einem Rinderdreieck wieder Rinder ausstellen zu wollen - zumal die Haltungsrichtlinien in Sachen Haustieren erheblich denkmalfreundlicher formuliert sind. Die Abgabe der Trampeltiere dagegen halte ich in Hinblick auf den Publikumsgeschmack für problematisch, und ich fände es klüger, die einmalige Lage des Zoos für Bergtieranlagen zu nutzen, auch wenn das nicht so weit entfernt liegende Berlin so gut wie alles ausstellt, was der diesbezügliche Markt derzeit hergibt.
    (26.10.2009)
    Alexander Fuchs:   Seit letzter Woche leben in der ehemaligen Eselanlage vier Zwergzebus und die Esel sind in die Alpakaanlage gezogen. Wiederum die Alpakas, in das Lamahaus. Wobei die Lamas ja schon seit einiger Zeit auf der Anlage für Trampeltiere gehalten werden. Ein wenig Sorgen mache ich mir schon, da man ja noch Minischweine auf die Anlage der Zebus lassen möchte und der Zoo zu einem Haustierzoo wird. Das verstehe ich deshalb nicht, da in Dortmund 11,12 Tahre leben und man nicht den Mut findet wieder eine attraktive Huftierart in den Zoo zu holen.
    Dafür habe ich z.Zt. gar kein Verständiß und mal schauen was noch in Zukunft kommt, ganz besonders was aus der Saubucht wird.

    (26.10.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Aktionstag im Zoo:
    „Probier mal: Ökologische, regionale und fair gehandelte Produkte“

    Eröffnung „Solarsegel“ an der Robbenanlage

    Ein Tag im Rahmen der bundesweiten Aktionswochen „Faire Woche“, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sowie des „Tag der Regionen“. In Kooperation mit dem Eine-Welt-Haus Halle e.V.

    Am 27. September 2009 von 10 bis 17 Uhr findet im Zoo Halle ein ganz besonderer Tag statt.
    Unter dem Motto „Probier mal: Ökologische, regionale und fair gehandelte Produkte“
    präsentieren sich Erzeuger und Händler von ökologischen, regionalen und fair gehandelten Produkten,
    entlang der Tiergehege. Außerdem wird um 11 Uhr die Photovoltaikanlage, das „Solarsegel“ an der
    Robbenanlage offiziell in Betrieb genommen!
    So haben regionale Bioanbieter nicht nur Obst und Gemüse dabei, sondern auch knackige Salate mit
    verschiedenen Dressings, hausgemachte Kekse, selbst gebackenes Brot oder Käse zum Verkosten. Ein
    Biofleischer bietet herzhafte Würstchen und Fleischspieße frisch vom Grill an. Auch Gegrilltes vom
    Strauß kann man probieren. Darüber hinaus bringen Kräuterbauern selbst kreierte Teemischungen,
    Marmeladen und Liköre mit. Ein Biocaterer bietet als Kostprobe aus seinem umfangreichen Sortiment
    eine schmackhafte Kürbissuppe an und informiert über seine Ernährungsseminare. Am
    Gemeinschaftsstand von Eine-Welt-Haus Halle e.V., Transfair e.V. und Weltladen Halle kann man fair
    gehandelten Kaffee und Orangensaft verkosten.
    Die Vorstellung des Imkerhandwerks sowie die breite Palette der Bienenprodukte runden das Angebot
    ab. Außerdem lädt eine Rallye mit Fragen der einzelnen Anbieter zum Mitmachen ein. Als Preise warten
    kleine Köstlichkeiten oder regionale und fair gehandelte Überraschungen auf die Ralley-Teilnehmer.
    Neben den Ständen, die Leckereien für Gourmets bereit halten, gibt es auch allerhand
    Informationsmöglichkeiten. So stellt die Verbraucherzentrale ihr Klimaschutzprojekt vor. Der regstrom
    e.V. wirbt für „grünen“ Strom und sucht Sponsoren für das Solarsegel im Zoo. Zum Thema Fairer Handel
    kann man sich am Stand des Eine-Welt-Haus Halle e.V. und Transfair informieren. Mit einem
    Orangenquiz und einem Kaffeequiz können die Besucher hier ihr Wissen testen.
    Darüber hinaus können sich die Besucher bei einer Ausstellung im Raubtierhaus zu den Themen Fairer
    Handel, nachhaltige Landwirtschaft, Biodiversität und Gentechnik informieren. Wer dazu noch mehr
    wissen möchte, dem bietet der Stand zur Gentechnik weitere Informationen.
    Zwischen den Verkostungen haben die Zoobesucher die Möglichkeit, sich zusammen mit einem
    Gaukler auf „Eine artistische Weltreise“ zu begeben oder sich unter fachmännischer Anleitung selbst im
    Trommeln zu versuchen. Der Weltladen Halle macht mit einer bunten Modenschau auf Kleidung aus fairem Handel aufmerksam. Des weiteren können die Besucher kleine Papageien füttern und Kräutermärchen im Hexenzelt lauschen.
    (21.09.2009)
    Alexander Fuchs:   @Micha Bei bleibe bei meinem Bad Wittekind und der Theorie.
    Habe gestern nur mal so gedacht und habe auch schon die Reilsburg ganz woanders gesehen :)

    "Wassertheoretiker" konnte ich mir nicht verkneifen und passt ja irgendwo.


    (04.09.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Laut Chronik 1 war die Steinbockseite bei Bau des Zoos noch gar nicht kahl, sondern man entfernte erst die Erdschicht und den Bewuchs, um Gebirgstiere auf nacktem Fels halten zu können.

    "Wassertheoretiker" klingt übrigens gut, wir sollten einen Club gründen - "Schneeforscher" gibt's ja auch schon :-)
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Ja Micha, eine neue Idee, hat aber nichts mit dem Speichersee vom Wittekind zu tun. Ich meine tatsächlich die Steinbockanlage, da die von der Lithographie (1898) ziemlich kahl aussieht und da kam mir der Gedanke, steiles Gefälle => Wasser sammeln und nicht steiles Gefälle => Wasserlieferant. Ist nur eine Idee.

    (03.09.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Moment mal, welchen Platz meinst du denn jetzt mit dem Speichersee? Doch nicht die Steinbockanlage? Ich habe ja schon von umkippenden Gewässern gehört, aber so... :-)
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Für alle Wassertheoretiker: Kann es nicht sein, dass dort ein kleiner Speichersee war und das Wasser zur Reilsburg hin abgegeben hat? Es kann ja sein, dass man das kleine natürliche Gefälle, hin zur Reilsburg, nutzte und das steile, vom Reilsberg, zum befüllen.
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Mir fällt gerade etwas auf. Auf dem Bild ist eine helle, unbewachsene Stelle auf dem "Krähenberg". Genau dort, wo drei Jahre später (Karte von 1898) und die jetzige Berganlage, für die Steinböcke ist.
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Die Perspektive macht/ machte mich stutzig, da ich mir gerade vorstelle; von der Bergschenke aus , zum Zoo zu schauen und da müsste ich über die Burg hinwegsehen. Das sieht so groß und gewaltig aus.
    (03.09.2009)
    Oliver Jahn:   Alex, wieso neee, du hast doch nur gefragt, wo die Reilsburg liegt, und das passt sehr gut! ;-)
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   P.S. Deine rote Linie zeigt auf Kröllwitz und dem "Krug zum grünen Kranze".
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Nee, da die Bergschenke weiterlinks von deinem Bild ist. Das kann aber an der Phantasie des Künstlers liegen.
    (03.09.2009)
    Oliver Jahn:   guckst du hier
    (03.09.2009)
    Oliver Jahn:   @Alex, passt doch. Sie liegt an der Seebener Str. Und würde man den Block auf der gegenüberliegenden Straßenseite wegnehmen und ein wenig Grün ausholzen, dann würde man direkt auf die Saale schauen, welche in unmittelbarer Nähe liegt.
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Ich bin ein wenig Planlos, gerade. Wo stand bitteschön die Reilsburg, in Halle? Ich frage deshalb, weil ich gerade nichts habe um nachzuschauen und weil ich das hier gefunden habe.
    (03.09.2009)
    Alexander Fuchs:   Hier ist ein Foto vom Solarsegel, was gerade am Seebärenbecken installiert wird.
    (28.08.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Elefantengeburtstag im Zoo Halle

    Am 22. August 2009 feiert unser Afrikanisches Elefantenkind Panya ihren 2. Geburtstag. Hierzu haben sich der Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoo e.V und der Zoo Halle etwas besonderes einfallen lassen. Zwischen 11:30 und 12 Uhr findet die Übergabe einer Geburtstagstorte verbunden mit einer kurzen Trainingseinheit im Elefantenhaus statt. Gegen 14:00 Uhr überreichen die Berglöwen auf der Aussenanlage ihre Geburtstagsüberraschung: einen großen mit Obst und Gemüse gefüllten Pappeball. Die Berglöwen sind die im Jugendclub „Berglöwen“ des Fördervereins organisierten Kinder und Jugendlichen.

    Im Jugendclub Berglöwen können Kinder und Jugendliche im Schulalter einmal im Monat auf Entdeckungstour durch den Bergzoo gehen. Unter der fachkundigen Leitung von Mitgliedern des Vereins und Mitarbeitern des Zoos erfahren die jungen Zoofreunde viele interessante Dinge über die verschiedenen Tiere und erkunden Bereiche des Zoos, die den Besuchern normalerweise verborgen bleiben. Die Anzahl der Mitglieder im Jugendclub ist allerdings begrenzt um die Qualität der Veranstaltungen gewährleisten zu können.


    (19.08.2009)
    Alexander Fuchs:   Aber nicht nur das ist passiert, gestern wurde ein Segel am Seebärenbecken installiert und soll als Solarsegel dienen und Strom erzeugen.
    an kann auch eine Patenschaft eines Moduls übernehmen.
    Desweiteren gibt es jetzt Schokoladen-Baumsteiger (Excidbates mysteriousus) im Affenhaus.
    (13.08.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Im vergangenen Jahr haben 2.000 Seniorinnen und Senioren den Sommer-Seniorentag als einen besonderen Tag auf dem Reilsberg erleben können.
    In diesem Jahr findet er zum 2. Mal am 20. August, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr statt.
    Die Zooleitung lädt zu dieser Veranstaltung herzlich ein.

    Der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher ab 60 Jahre ist frei.

    Für eine abwechslungsreiche kulturelle Unterhaltung u.a. mit den "Thüringer Jungs", "Bergmann & Bergmann", einem „Roger Wittaker-Double“, hautnahen Begegnungen mit Streicheltieren und das leibliche Wohl unserer Besucher fühlen wir uns an diesem Tag verantwortlich.
    Zu den Highlights an diesem Tag gehören kommentierte Tierfütterungen bei den
    Pinguinen und Seebären.

    Liebe Seniorinnen und Senioren,
    genießen Sie die Natur in unserem landschaftlich reizvollen Zoo und begegnen Sie einer interessanten Tierwelt mit 1.700 Tieren in 250 Arten.
    Wir hoffen, Sie sind gespannt und besuchen uns!
    (13.08.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   2. Zoonacht 2009 im Halleschen Bergzoo und Zoo-Serenade

    Am Samstag, den 01.08.2009 können unsere Zoobesucher zur 2. Zoonacht den Zoo bis Mitternacht erleben. Ab 18 Uhr ist erlaubt, den Tieren in ihre Schlafzimmer zu schauen deshalb bleiben die Tierhäuser an diesem Tag bis 0:00 Uhr geöffnet. Die nachtaktiven Tiere im Bergzoo Halle, zu denen u.a. die Binturongs, die Baumstachler, die Mähnenwölfe und die Gürteltiere zählen, werden putzmunter und in den erleuchteten Tierhäusern auch gut zu beobachten sein.

    Um 19:00 Uhr findet eine Extrafütterung bei den Erdmännchen statt, 19:30 bekommen die Keas Gelegenheit, ihre Spiellust und Geschicklichkeit beim Knacken einer „Eisbombe“ zu demonstrieren. Die Totenkopfaffen erhalten 20:00 Uhr eine Nachtmahlzeit. 20:30 Uhr und 22:30 Uhr können sich die Robben einen Zusatzsnack aus einer „Extraportion Fisch in Eis“ ergattern. Gegen 21:00 Uhr bekommen die Kragen- und Braunbären eine „Bäreneisbombe“. Für mutige und wissbegierige Nachtschwärmer stellt sich ein Mitarbeiter ab 21:30 Uhr im Raubtierhaus mit einer Königspython, die auch angefasst werden darf, den Fragen der Besucher. Auch unsere Elefanten erhalten 22:00 Uhr noch eine Nachtmahlzeit. Besonders für die jüngeren Zoobesucher ist in dieser Nacht auf den Bergterrassen am Kleintierhaus von 19:00-23:00 Uhr „Kaninchen- und Meerschweinchenstreicheln“ angesagt. Seltsame Geräusche und funkelnde Tieraugen lassen den Zoobesucher geheimnisvolle Nachtstunden in der faszinierenden Kulisse des Reislberges erleben.
    Der Aussichtsturm bietet einen Fernblick auf die beleuchtete Stadt und ihre Umgebung. Für das leibliche Wohl sorgen in dieser Nacht die Gastronomen auf den Bergterrassen und im Biergarten bei den Bären. Die Zookassen haben bis 23 Uhr geöffnet.

    Am 02.08.2009 ertönen zur „Zoo-Serenade für Joseph Haydn“ Kompositionen von Haydn, Hofmeister, Händel, Bach und Boismortier dargeboten vom „Consortium musica viva Halle“ mit Christiane Rost (Blockflöte), Ludwig Baumgarten (Querflöte), Jana Wilms (Violine) und Manfred Klaua (Violonchello).
    Beginn: 16:00Uhr im Zoo Halle; Zookolonaden bei den Bären

    (30.07.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Elefantenkuh Sabi verlässt den Zoo Halle

    Einer Empfehlung des Europäischen Erhaltungsprogrammes (EEP) folgend verliess Elefantenkuh Sabi am frühen Morgen per LKW den Zoo Halle. Sie wird in die Zuchtgruppe des Safaripark Beekse-Bergen (Niederlande) integriert um dort in Zukunft für Nachwuchs zu sorgen. Die Abgabe der Elefantenkuh wurde notwendig, da ihr Sohn Abu bald die Geschlechtsreife erlangen wird und somit die Möglichkeit einer Verpaarung von Mutter und Sohn bestehen würde.

    (22.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Finde ich eine runde und feine Sache. Genau das wünsche ich mir weiterj´hin für den Zoo, mehr Werbung und sich in Sachsen-Anhalt präsentieren. Klasse!
    Nun weis ich nicht wie groß die Artikel in der regionalen Zeitungen sind, hoffe nicht klein.
    Aber eins ist mir auch in Leipzig aufgefallen, in den S-Bahnen lag Werbung des Zoos aus. Hat mich ein wenig überrascht, aber sehr sehr gefreut.
    Nun müsste nur noch der HEX-Zug an der Haltestelle Zoo halten ;)
    (16.07.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Kinder taufen HEX-Zug auf "Zoo Halle"
    und feiern anschließend ein buntes Fest

    Zum Sommerfest in den Bergzoo nach Halle (Saale) lädt der HarzElbeExpress (HEX) am Donnerstag, den 23. Juli 2009, ein. An diesem Tag ist der Zoobesuch für alle Kinder kostenfrei. Am Vormittag taufen zudem Ascherslebener Grundschüler gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin der Stadt Halle und dem Zoodirektor einen HEX-Zug auf den Namen "Zoo Halle".

    Eine tierisch gute Verbindung besteht zwischen dem Zoologischen Garten in Halle (Saale) und der Veolia Verkehr Sachsen-Anhalt GmbH, die den HarzElbeExpress betreibt. Die beiden Unternehmen haben sich zum Ziel gesetzt, mehr Besucher mit dem Zug in den Zoo zu bringen. Besonders die umsteigefreien Bahnverbindungen aus den Richtungen Bernburg–Könnern–Halle und Vienenburg–Halberstadt–Aschersleben–Halle sind bestens dafür geeignet. Außerdem können Zugreisende Geld sparen, wenn sie ihren HEX-Fahrschein an der Kasse des Bergzoos vorlegen. Bis zu zwei Euro gibt es dann Nachlass auf die Eintrittskarte.

    Mit dem Aktionstag am 23. Juli wollen die beiden Partner die gute Kooperation feiern. "Wir laden alle Kinder ein, mit unserem Zug nach Halle zu fahren und den Zoo zu entdecken. Eine Menge Attraktionen und Überraschungen warten auf die Kleinen" freut sich HEX-Geschäftsführer Andreas Putzer. Ab 11 Uhr beginnt ein buntes Programm, unter anderem mit Clownerie, Spiel und Spaß, Eselreiten, Streicheltierkarawane und kommentierten Fütterungen. Vom HEX gibt es für alle Kinder eine „tierisch bunte“ Überraschungstüte.

    Die Ferienhortkinder der "Freie Montessori Grundschule" in Aschersleben haben ihren Platz im Zug bereits gebucht. Rund 30 Kids fahren mit dem HEX nach Halle und sind Taufpaten des Zuges, der um 9.45 Uhr am Bahnsteig 7 des Hallenser Hauptbahnhofes gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados und dem Zoodirektor Andreas Jacob auf den Namen "Zoo Halle" getauft wird.

    Am Aktionstag haben nicht nur alle Kinder freien Eintritt in den Zoo. Erwachsene zahlen nur den halben Eintrittspreis bei Vorlage ihrer HEX-Fahrkarte. Die Einnahmen aus dem Eintritt des Sommerfestes und der HEX-Tombola spenden der Zoo Halle und der HEX dem Verein "Projekt Regenzeit e.V.". Dieser kümmert sich um eine Wildtierstation zur Auswilderung von Jaguaren in Bolivien (Südamerika). Der HEX übernimmt die Patenschaft für eines der Tiere. Gegen 13.00 Uhr erfolgt im LUX Kino die Übergabe der Patenschaftsurkunde. Im Anschluss daran hält Ilka Sohr vom Verein „Projekt Regenzeit e.V.“ im Lux.Kino einen Vortrag über das Projekt Wildtierstation. Außerdem können sich Interessierte am Stand vor dem Jaguargehege über die Arbeit des Vereins informieren.

    (16.07.2009)
    ASH:   @Jennifer: Lt. Homepage des Zoos sind es zehn Cururos.
    (08.07.2009)
    Jennifer Weilguni:   Schön finde ich es, dass Halle sich entschlossen hat Cururos zu halten. Während sich diese Tierchen immer mehr als Heimtiere durchsetzen, sind sie in Zoos ja bisher noch absolut unterpräsentiert. Weiss jemand wie viele dieser Tiere aktuell in Halle leben ?
    Dass die Peruanische Hasenmaus noch lebt ist wirklich erstaunlich. Jedesmal wenn ich dieses Tier sehe könnte ich schwören, es liegt in den letzten Atemzügen. Und dann ist es bei meinem nächsten Besuch eben doch noch da...
    (08.07.2009)
    Ronny:   Ich habe noch einige Ergänzungen zum letzten Hallenser Besuch zu machen:
    Nicht mehr gehalten werden Westafrikanischer Kronenkranich, Blauflügelente und Baikalente (hat der Fuchs geholt) und Rothandtamarin (Vergesellschaftung mit Springtamarine und Braunrückentamarine hat nicht mehr funktioniert)
    (07.07.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Ich kenne den damaligen Schimpansenkäfig aus eigener Anschauung nicht, aber auf den beiden Fotos, die Oliver und ich bekommen haben, würde ich die Farbe seiner Gitterkonstruktion als tief dunkelgrün oder (da die Fotos etwas farbstichig sein könnten) anthrazitfarbig bezeichnen. Auch der Mandrill-Außenkäfig hat noch auf einem während des Abrisses entstandenen Foto diese Farbe. Die einzelnen Gitterfelder waren ungefähr so hoch wie die jeweilige Etage (rund 2,40 m).
    (07.07.2009)
    Ralf Seidel:   @Sven, ich gehe auch mal davon aus, dass vorerst die Tigerin noch in der Anlage bleibt. Pumas wären natürlich toll, wenngleich ich mir da auch eine schöne große Anlage in Hanglage im Gelände vorstellen könnte.
    Tropische Leoparden wären auch interessant, die Sri Lankinesen oder ein neuer Import Javaner - man darf ja mal träumen...
    In dem Käfig an der Leichtbauhalle wurden neben den von Alex schon erwähnten Löwen (die kamen gerade aus Lissabon und warteten auf die Fertigstellung des Raubtierhauses) auch die damalige neue Mandrill-Gruppe vorübergehend aufgenommen. Die Tiere kamen aus Hamburg und Antwerpen und warteten ebenfalls auf den Umzug ins umgebaute Affenhaus. Der Leopard war der letzte Mieter in diesem Käfig, das war der Kater aus dem Trio, dass zur Neueröffnung des Raubtierhauses aus Gotha nach Halle kam. Da der kleine Chinese mit zunehmendem Alter seine beiden Schwestern ärgerte, kam er in Einzelhaft - selber schuld. Er ging dann übrigens nach Veszprem/ Ungarn.
    (07.07.2009)
    Alexander Fuchs:   P.S. In dem (Allzweck)Käfig war ein Leopard und die Angolalöwen auch mal untergebracht.
    (07.07.2009)
    Alexander Fuchs:   @MM Das ist Satcho das Männchen, dass gestorben ist. Ich bin mir sicher, dass es vom eigentlichen Schimpansenkäfig ist. Die Farbbeschaffenheit gab es nur dort. In natura sieht es ganz genauso aus, wie in meinen Erinnerungen.

    Hat evtl .jemand ein Foto vom Außenkäfig?
    (07.07.2009)
    Michael Mettler:   Da ich das Bild eh schon eingestellt habe: Welcher von den beiden damaligen Schimpansen ist das eigentlich?
    (06.07.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Wenn du mit dem Käfig an der Leichtbauhalle das zwischenzeitliche Schimpansen-Ausweichquartier meinst, dann habe ich davon zufällig ein Foto "mit viel Gitter". Ist zwar von ähnlicher Art, sieht aber verzinkt aus, und die Winkel zum Anschrauben an eurem Fundstück passen dazu nicht so recht. Abgesehen davon können Menschenaffen Schrauben und Muttern lösen, die Halterungen wären aber für ihre Finger leicht erreichbar - das spräche eigentlich gegen eine Verwendung eures Gitterstückes bei den Schimpansen (aber natürlich auch gegen meine Idee mit der Fenstervergitterung im Haus).

    Könnte das Gitter nicht aus dem Innenraum des Hyänenhund-/Pumakäfigs stammen, wo man es für die heute dort gehaltenen Nasenbären nicht mehr brauchte?
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   @Sven Nein, es soll für die Tiger sein...
    (06.07.2009)
    Sven P. Peter:   @Ralf:
    Sind denn schon konkrete Nachmieter angedacht? Vielleicht endlich wieder Pumas? Würde mich ja freuen!
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   @Ralf Oben, wie auch unten, konnten wir keinen Bock ausfindig machen.

    @MM Einer würde mir jetzt noch einfallen, der Käfig an der ehemaligen Leichbauhalle, aber so sieht es nicht aus.
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Ich kann mich aber an kein Gitter erinnern, nur an das des Schimpansenkäfigs, dass genau so aussah. Gut, ob es nun von innen oder außen ist spielt hier denk ich mal keine Rolle. Man hatte das selbe Material verwendet.
    Ronny und ich sind jetzt nicht die Riesen, ich schätze mal 120 in der Höhe.
    (06.07.2009)
    Michael Mettler:   @Alex & Ronny: Nach einer Käfigtür sieht mir das aber nicht aus, denn man kann ja auf beiden Seiten Halterungen zum Festschrauben erkennen. Als Gitterfront-Element eines der beiden Außenkäfige (alter Käfig am Fuchsweg, letzter Käfig an der Hausrückseite) ist das Stück zu klein. Was aber möglich wäre: Von der hinteren Galerie (also innen vor der Hausrückwand stehend) blickte man ursprünglich durch zwei etwa quadratische "Fenster" in das Flusspferdbecken herab. Diese hintere Galerie diente ab 1958 als zusätzlicher Schimpansen-Innenkäfig, also mussten die "Fenster" zwangsläufig vergittert werden. Vielleicht stammt das Gitter von dort. Wie groß ist es denn etwa?

    Andererseits könnten Gittersegmente solcher Art auch bei diversen anderen Tieren Verwendung gefunden haben.
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Der Kaiman soll ja sowieso schnellstmöglich wieder abgeben werden, da es ja ein Fundtier ist und noch ziemlich klein. Würde aber im Grund sehr gut in das Südamerikaprinziep reinpassen. Natürlich hat man mit drei großen Vertretern der Krokodile einen tollen Besatz. Nil-, Panzerkrokodil und Alligatoren ist schon spitze.

    Wie auf dem Foto von Ronny zu sehen, muss das ein Überbleibsel des Schimpansenkäfigs sein.
    (06.07.2009)
    Ronny:   Noch ein Foto
    (06.07.2009)
    Ronny:   Und nun zur ergatterten Käfigtür.
    (06.07.2009)
    Ronny:   @Sven: Ein Foto der "3. Ebene" der Tigeranlage.
    (06.07.2009)
    Ralf Seidel:   "Dritte Ebene" ist jetzt vielleicht nicht ganz glücklich formuliert, vor einigen Wochen wurden in das Gehege einige Würgefeigenstämme als zusätzliche Klettermöglichkeiten eingebracht, wie bereits vor einiger Zeit bei den Jaguaren. Die erscheinen mir für Tiger auch als klettertechnisch starke Herausforderung. Andererseits klettern die Tiger durchaus auch auf der eigentlichen Anlage recht gern auf den gebotenen Möglichkeiten, das sollte man nicht unterschätzen...
    Ein bisschen sieht es schon danach aus, als könnten hier demnächst andere "Nachmieter" einziehen, die dann die "3. Dimension" der Anlage auch optimal nutzen könnten...
    @Alex, das schöne Aquaterrarium im Raubtierhaus lassen wir aber besser so wie es ist, zum einen hat der Zoo ja eine attraktive Krokodilhaltung (immerhin 3 große Arten)und andererseits wäre eine erfolgreiche Zucht bei den Schützenfischen ja auch mal ne aquaristische Sensation...
    Bei den Steinböcken halten sich einige Tiere auch ganz gern im Stall auf, die gleiche Unart weist übrigens auch der Markhor-Bock gerne auf, der liegt oft direkt hinter dem Stall und ist dann bestenfalls von Höhe Aussichtsturm zu entdecken.
    (06.07.2009)
    Sven P. Peter:   Wie kann man sich die Ebene bei den Tigern vorstellen? Holzplattform, Hügel oder wie?
    (06.07.2009)
    IP66:   Streng genommen dürfte zu Brandes Zeiten die Mehrheitskonfession wohl die unierte gewesen sein - ich fühlte mich allerdings bei meinen Besuchen in Halle ein wenig an unser bergisches Land erinnert, in dem es, ähnlich wie in Halle eine lange pietistische Tradition gibt, die sich auch in den landeskirchlichen Gemeinden wiederfindet. Man darf zudem nicht vergessen, daß zu diesem Zeitpunkt der Kaiser als Summus Expiscopus amtierte, und daß gerade Wilhelm II. die reformierte Tradition seines Hauses hochielt, so daß ich mir eine Einflußnahme auf die fraglichen Gemeinden durchaus vorstellen kann. Der andere, vielleicht wichtigere Punkt scheint mir in der Frage zu liegen, inwiefern etwa eine Generation nach der Veröffentlichung des entscheidenden Werkes Darwins dessen Überlegeungen volkstümlich geworden waren und ob sie nicht doch, gerade in den nicht so einkommensstarken Schichten, Anstoß erregten. Ich kenne da leider überhaupt keine Untersuchungen, während eine Verbindung des Aktionärspublikums in Zoos mit liberalen Ideen und eben auch der Evolutionslehre in vieler Hinsicht greifbar wird. Frau Baratay hat ziemlich ausgedehnt dargelegt, daß mit dem Aufkommen des Massenbesuchs der Bildungsstand der Zoobesucher zurückging, und wenn man den Besuchertypus schon für das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts voraussetzt, ist die Bezeichnung Anthropoidenhaus interessant, vor allem in einer Stadt wie Halle, wo es sowohl eine universitäres wie ein Arbeiterpublikum gab. Allerdings, und daß paßt gut zu dem Beitrag von Oliver Jahn, kenne ich kein als solches bezeichnetes Menschenaffenhaus im Kaiserreich. Insofern muß ich allen danken, die mich auf die hallenser Bezeichnung hingewiesen haben und in Sachen Häuser- wie Tierbezeichnungen die Augen offen halten.
    (06.07.2009)
    Michael Mettler:   Die "Sammlung" meerschweinchenverwandter Nager in Halle kann sich wirklich sehen lassen: Das ist jetzt die sechste Art am Fuchs-/Alpinumweg. Wenn man die historische Wombatanlage restaurieren würde, ließe sich das Sortiment noch um etwas Größeres (Bergpakas?) erweitern, und in der großen Innenanlage der Sakis wären Agutis nicht schlecht untergebracht. Sieht man mal von der Ähnlichkeit zwischen Chinchilla und Hasenmaus ab, sehen auch alle Arten recht unterschiedlich aus, so dass für den Besucher keine Langeweile aufkommt und die Vielgestalt einer Verwandtschaftsgruppe didaktisch gut dargestellt werden kann.
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   Heute war im halleschen Zooo das 46. Zoofest. Auf das Rahmenprogramm
    möchte ich nicht weiter eingehen, denn hat nicht meinen Geschmack
    getroffn. Blasmusik bei den Bären und Volksmusik auf den Bergterassen.

    Der Böhmzebrahengs ist am 14.06.2009 in den Tierpark Nadermann in
    Delbrück gegangen und man erwartet Nachwuchs bei den Zebras. Im Herbst
    soll ein neuer Hengst aus den Nierderlanden kommen. Auch wurde eine
    dritte ebene bei der kleinen Tigerfreianlage eingerichtet. Sie sieht
    ziemlich steil für Tiger aus. Auch wird hinter den Kulissen ein kleiner
    Brillenkaiman gehalten, der aber wieder abgegeben werden soll, da für
    ihn kein Platz ist. Er ist ein Fundtier bzw. wurde im Zoo abgegeben. Er
    würde gut in das Südamerikaprinziep hineinpassen und wäre kein
    schlechter Besatz für das Aqaterrarium im Raubtierhau, dort wo z.Zt. die
    Wasseragamen leben.

    Anscheinend ist der männliche Steinbock weg, leider konnten wir Ihn
    nicht zu Gesicht bekommen, oben wie unten nicht.

    Der Baumwaran soll nächste Woche in die Schau zu den
    Schlangenhalsschildkröten. Auch interessant ist, dass die Gürteltiere
    direkt importiert wurden sind. Auch die Sakis hatten am 14.06.2009
    männlichen Nachwuchs.

    Auch im historischen Alpinum hat sich einiges getan, die letzte
    europäische perunaische Hasenmaus lebt immer noch und ixh hoffe auf
    Importtiere. Im Alpinum sind Coruro eingezogen, die sich sehr schön dem
    Besucher präsentieren.

    Auch für unsere Anthropoidenhausforscher haben Ronny und ich etwas, denn
    es scheint als ob wir die letzten Gehegereste des Schimpansenaußenkäfigs
    entdeckt haben.
    (06.07.2009)
    Alexander Fuchs:   @IP66 Wir reden vor der Zeit des Sozialismus und Nationalismus.
    Eins ist Sicher, Hallenser sind keine Pietisten und das sage ich nicht als Hallenser!

    (02.07.2009)
    Oliver Jahn:   Brandes hat das Haus benannt, und unter all seinen Schriften, vor allem aber im ersten von ihm beschriebenen Rundgang wird für keinen der Affenkäfige der Begriff Affenhaus verwendet. Und wenn wir da schon beim Mutmaßen sind, dann kann ich mir eben gar nicht vorstellen, dass die Besucher zu dieser Zeit einen alten, für sie nicht begehbaren Geräteschuppen als Haus bezeichneten. So findet sich der Begriff auch nur ein einziges mal auf einem Plan, auf dem lediglich die Bauten und Käfige des Gründungsjahres zu sehen sind und somit man evtl. erst einmal alles was Mauern hatte als Haus bezeichnete. Hingegen war bereits sehr früh von Brandes ein Affenhaus geplant, dieses sollte seinen Platz zwischen Raubtierhaus und Kamelhaus finden, wurde aber nicht gebaut. Das nächste mal, dass dieser Begriff verwendet wird, ist dann erst beim Bau des Hauses von 1927/28.
    (02.07.2009)
    IP66:   Das ist gut möglich - man könnte es sogar als besonders trickreich ansehen: Das liberale Aktionärs- und Dauerkarteninhaberpublikum sah im Zoo seine Weltanschauung zelebriert, ohne daß die entgegen manchen Geschichtsdarstellungen mit ostberliner Druckgenehmigung doch meist höchst konservartive, in Halle durchaus pietistisch geprägte Masse dadurch verstört und womöglich vom Zoobesuch abgehalten wurde.
    (02.07.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Ich weiß nicht, ob zu dieser Zeit der Begriff "Menschenaffe" wirklich volkstümlicher war; selbst heute noch höre ich ihn selten aus den Publikum, entweder werden die Artnamen genannt (nicht immer richtig) oder es sind eben schlichtweg "Affen". Mensch und Affe im selben Wort zu nennen, könnte um 1900 noch von vielen Menschen als Affront aufgefasst worden sein - der "Anthropoide" ließ sich auch mit geringer Bildung genausogut auswendig lernen, ohne dass man seine Bedeutung verstehen musste... Schließlich hat Otto Normalbesucher auch das Wort "Aquarium" geschluckt, ohne dass es für ihn extra eingedeutscht wurde.
    (02.07.2009)
    IP66:   Es gab doch von Anfang an kleinere Affenvolieren und auch einen diesbezüglichen Raum am alten Raubtierhaus? Ich könnte mir vorstellen, daß diese Gebilde schon als Affenhäuser bekannt waren, so daß man sich 1904 etwas neues ausdenken mußte. Die Fremdwortvermeidungsbewegung hatte ihre Wurzeln schon in der Germanistik des 19. Jahrhunderts, wurde allerdings bis 1945 immer populärer, gerade in den Wissenschaften, wo es regelrechte Vokabellisten für zu vermeidende Begriffe gab - selbst bei Brehm findet man für so gut wie alles einen fremdwortfreien Tiernamen. Daß Herr Brandes sich dem entzogen hat, finde ich sehr sympathisch, doch anscheinend hat das Publikum das akzeptiert. In Frankfurt jedenfalls hieß das Menschenaffenhaus Menschenaffenhaus. Vielleicht taucht ja noch einmal irgendwo eine Erklärung für den hallenser Benennungsvorgang auf. Politologen, die auch so nannten gab es meines Wissens in der Zwischenkriegszeit noch nicht. Interessanterweise findet sich in dem Lebensabriß für Herrn Brandes in Herrn Baumgartens Buch kein Hinweis auf Kontakte zur Reformbewegung, obgleich das Zookonzept, wie es der Autor für den Direktor umreißt, starke Verbindungen dorthin erkennen läßt. Generell würde ich der Menschenaffenhaltung eine gewisse liberale, vor allem antiklerikale Note unterstellen wollen, weiß aber nicht, ob in diesem Kontext die Vokabel "Anthropoide" anders wirkt als "Menschenaffe". Allerdings wirkt sie weniger volkstümlich oder massenzootauglich, da sie eine gewisse Bildung voraussetzt, die man in Halle wohl bei den Besuchern voraussetzte.
    (02.07.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66, das Anthropoidenhaus war kein Zweitbau. Es wurde 1904 gebaut, das Affenhaus erst 1927/28. Und Brandes war Wissenschaftler, kein Politologe oder Nationalist.
    (01.07.2009)
    IP66:   Das macht die Suche nach Vorbilder schwieriger, da Reformarchitektur wie die beschriebene nicht so häufig in Zoos auftauchte. Allerdings bot sich dergleichen in Verbindung mit der Menschenaffenhaltung in besonderer Weise an, da hier die größten Fortschritte erzielt wurden - immerhin gab es in Frankfurt ein Bauhaus-Menschenaffengebäude - nicht als Vor- oder Nachbild für Halle, aber als Beispiel dafür, daß man anderenorts in Deutschland durchaus Menschenaffenhaltung mit avantgarditischer Architektur vereinbaren konnte. Anthropoidenhaus scheint mir als Begriff ebenfalls bedenkenswert - da es in Halle ein Affenhaus gab, mußte man den Zweitbau anders benennen, doch stellt sich die Frage, warum man in eigentlich sehr national denkenden Zeiten einen wissenschaftlichen Fachbegriff verwendet hat.
    (01.07.2009)
    Michael Mettler:   Nach den zwischenzeitlich gefundenen Hinweisen (Hintergründe auf alten Tierfotos usw.) hatte das hallesche Anthropoidenhaus keinerlei Fachwerk, nicht mal als Dekoration. Die untere Etage wie auch das eventuell zur Rückseite hin frei liegende Kellergeschoss zeigten unverputzten Backstein, die obere Etage hellen Rauputz, und innen fanden Eisenträger statt Holzbalken Verwendung. All dies kam übrigens beim zwischenzeitlichen Abriss des Hauses 1998 wieder zum Vorschein - nur war der Rauputz schmutzbedingt nicht mehr hell...
    (01.07.2009)
    IP66:   Bei der Diskussion im Zoorestaurant kam der Gedanke auf, ob nicht eine Art Schweizerhaus oder Kunstfachwerkbau als Menschenaffenunterkunft gedient haben könnte. Auch wenn spätestens mit der derzeit entvölkerten Gebäude in Köln um die Jahrhundertwende eine andere Form gefunden wurde, Menschenaffen auszustellen, so gibt es doch eine vergleichbare Nutzung eines sehr ähnlichen Gebäudes, nämlich des linken Flügel des Bodinus'schen Vogelhauses in Berlin. Hierbei handelte es sich um ein gar nicht so kleines, heirbares Gebäude, daß man sich als eine massiv vergrößerte Version des heute noch erhaltenen wuppertaler Hirschhauses vorstellen darf. Könnte das zu den überlieferten Aussageb passen?
    (29.06.2009)
    Oliver Jahn:   @Alex, vor dem nächsten Termin sollten wir uns noch mal kurzschließen.
    Konnte der Zeitzeuge denn sagen, von wann etwa seine Erinnerungen waren? Das würde schon sehr weiterhelfen, denn das Haus wurde ja auch vor 74 mehrfach umgebaut.
    (26.06.2009)
    Michael Mettler:   @Alex: Mich irritiert der sehr breite Besucherraum - von den Proportionen her hätte der doch gerade mal halb so breit gewesen sein dürfen, während sich in der anderen Hälfte - also gegenüber den Flusspferd-Fenstern - der Schimpansen-Innenkäfig befand?
    (26.06.2009)
    Alexander Fuchs:   P.S. Habe auch bald noch ein zweites Treffen, mit einem Zeitzeugen, der zur damaligen Zeit sehr oft im Zoo war. Hoffe nur das sein Langzeitgedächtniss noch funktioniert...


    Auch soll es ein Schild gegeben haben, dass auf das Haus hingewiesen haben soll. Wenn alle Tiere draußen waren, soll es nicht begehbar gewesen sein. Nur wenn sie drin waren. Kann natürlich erklären warum man so wenig Erinnerung hat zum Haus, da ich vermute, dass die Besucher im Sommer da waren und das Haus nicht begehbar war.
    (26.06.2009)
    Alexander Fuchs:   Ja die 1000 steht! Glückwunsch.
    (26.06.2009)
    Oliver Jahn:   @Alex, da müssen wir mal in Ruhe drüber reden! Habe ich die 1000 geschafft? ;-)

    (26.06.2009)
    Alexander Fuchs:   Hier mal seine Skizze von seinen Erinnerungen.

    @Oli sehr alt, für mich zumindest ;)
    (26.06.2009)
    Oliver Jahn:   Aber an genau dieser (linken) Wand fanden sich beim Abriss des Hauses noch die Fliesen, die Jost in den 30er Jahren dort hat anbringen lassen. Wie alt ist denn dann dein Zeitzeuge?
    (26.06.2009)
    Alexander Fuchs:   Wenn man runtergeschaut hat, links. Dort soll der Felsen direkt am Haus gewesen sein. Als Landteil = nein. Was man oben gesehen hat, soll noch Porphyr als Hausfundament verarbeitet sein. Aber da war man sich nicht sicher. Sicher ist eins, dass man reingeschaut hat und links auf jedenfall Porphyr war.
    (26.06.2009)
    Oliver Jahn:   Das Becken bestand bereits seit seiner Enstehung aus Beton. Und die Ränder bis zum Schluss, quasi also bis heute. Da wüsste ich auch gern, wo da Porphyr zu sehen war.
    (26.06.2009)
    Michael Mettler:   @Alexander Fuchs: Porphyrerhebung = Landteil für die Flusspferde? Oder nur eine Art Sims? Das mit dem von oben sichtbaren Porphyr-Fundament um das Becken herum wundert mich allerdings. Auf einer der wenigen veröffentlichten Innenaufnahmen, zu sehen in Chronik II, hockt der damalige Direktor Petzsch in den 50er Jahren am Beckenrand, und der sieht eher nach Beton aus (der Rand, nicht der Direktor...).
    (26.06.2009)
    Alexander Fuchs:  
    Ich habe heute mit einem Zeitzeugen gesprochen und wollte wissen wie das Flusspferdhaus vor ´74 aussah.

    Man hat es wie folgt beschrieben: Ein dunkler Eingang (Balkon) und auf der linken Seite eine starke Mauer mit 4 Labungen. Die breite der Labungen sollen ca. 80-90 cm gewesen sein, Höhe unbekannt und die Dicke ca. 50 cm. Ein Sicherheitsnetz war gespannt, wie an der Löwenaussenlage und unten links, eine Porphyrerhebung (natürlich), also direkt am Felsen. Auch soll das Fundament ringsum aus Porphyr bestanden haben. So zumindest wenn man von oben in das Becken hineingeschaut hat.
    (26.06.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   1. Zoonacht 2009 und
    Tiger-Kinderfest im Halleschen Bergzoo

    Am Samstag, den 27.06.2009 können die Zoobesucher zur Zoonacht den Zoo bis
    Mitternacht erleben. Dann ist erlaubt, den Tieren in ihre Schlafzimmer zu schauen, deshalb bleiben die Tierhäuser bis 0:00 Uhr geöffnet. Alle Tierhäuser sind erleuchtet und es werden
    zusätzlich Nachtfütterungen durchgeführt. Die nachtaktiven Tiere im Bergzoo Halle, zu denen u.a. die Binturongs, die Baumstachler, die Mähnenwölfe und die Gürteltiere zählen,
    werden putzmunter sein. Im Laufe der Nacht bekommen die Kragen- und Braunbären eine „Bäreneisbombe“, auch die südamerikanischen Seebären erhalten eine „Extraportion in Eis“.
    Besonders für die jüngeren Besucher ist in dieser Nacht auf den Bergterrassen am
    Kleintierhaus „Kaninchenstreicheln“ angesagt.
    Interessant ist es auch die verschiedenen Eulenvögel so hautnah bei Nacht zu beobachten.
    Seltsame Geräusche und funkelnde Tieraugen lassen den Zoobesucher geheimnisvolle Nachtstunden erleben.
    Der Aussichtsturm bietet einen Fernblick auf die beleuchtete Stadt und ihre Umgebung. Für das leibliche Wohl sorgen in dieser Nacht die Gastronomen auf den Bergterrassen und im Biergarten bei den Bären.
    Die Zookassen haben bis 23 Uhr geöffnet.
    Von 11 bis 17 Uhr findet am selben Tag das 2. Tiger-Kinderfest der Universitätsklinik und
    Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin im Zoo Halle statt. Nähere Infos finden Sie unter
    http://www.medizin.uni-halle.de/

    Die 2. Zoonacht findet am 01.08.2009 statt.
    (25.06.2009)
    Alexander Fuchs:   Mir war neu, dass man auch andere Säuger dort ausstellte, ausser Affen.
    Mir wurde immer berichtet das dort später auch Aras lebten, aber doch so eine Vielzahl an Säugern zu der Zeit im Haus ist schon beeindruckend. Das mit dem Raritäten-Kabinett prägte der ehem. Zoodirektor Hauchecorne. Ob das nun nur in diesem Zooführer war oder evtl. immer, weis ich nicht.
    Das man dor Karantäne betrieb wusste ich, aber wie gesagt auch andere Tiere ausstellt, war mir neu.
    (15.06.2009)
    IP66:   Es gab hier im Forum vor längerer Zeit eine Diskusion über den Begriff Raritätenkabinett und sein erstes Auftauchen. Dein hallenser Zooführer steht für eine recht frühe Erwähnung dieses Begriffs, der aber vermutlich schon um die Jahrhundertwende für die Umnutzung des ersten berliner Affenhauses geprägt wurde. Allerdings ist die hallenser Bezeichnung für die duisburger Zoogeschichte von einiger Bedeutung, da dort das erste Affenhaus, nicht lange nach dem hallenser Beispiel errichtet, nach dem Auszug der Affen ins Äquatorium nur noch als Raritätenkabinett diente und auch so genannt wurde. Gewissermaßen zogen die Affen aus, die Martertiere blieben und man bediente sich eines altbekannten Namens für das Gebäude.
    (15.06.2009)
    Alexander Fuchs:   @Andreas: Ja lang hats gedauert, habe mich auch sehr artig bedankt bei Ihr.

    @IP66 Im Zooführer steht "Haus für Affen und Kleintiere" und wird als "Zoologische Raritäten-Kabinett" bezeichnet.

    @MM Mir war nur bekannt das die Anlage auch Wölfe nutzten, aber Eisbären war mir neu. Im Führer steht etws von einem Paar Eisbären. Habe nur spekuliert, da ein kleinerer Eisbär im Wassergraben schwimmt.

    @MM & OJ Leider wird gar nichts vom Nilpferdhaus erwähnt.

    P.S. Wer den Zooführer per PDF Datei möchte, schreibt mir einfach eine Mail. Ich werde ihn dann heute Abend verschicken.


    (13.06.2009)
    Michael Mettler:   @Alexander Fuchs: Die Chimangos haben in besagtem Gesellschaftskäfig sogar mehrmals erfolgreich gebrütet... Steht man heute vor diesem Käfig, in dem nun "nur" ein Paar Kaukasische Eichhörnchen lebt, erscheint einem die frühere Besetzung geradezu surreal.

    Saisonale Besetzung von Raubtierfreianlagen mit Eisbären verschiedener Größe gab es auch in anderen Zoos (vor allem in Hannover zu Ruhes Tierhandelzeiten), das muss kein Beleg für Zuchterfolge sein - man gewöhnte unterschiedlich alte Tiere zu Gruppen zusammen. Wenn mich die Erinnerung nicht trügt, wurde im Ruhrzoo sogar noch in den 80er Jahren eine Gruppe junger Eisbären mit einer eingesessenen Altbärin auf der dortigen Anlage zusammengebracht, bis die Jungtiere nach und nach verkauft waren.
    (13.06.2009)
    IP66:   Ich würde das Affenhaus in Halle ohnedies eher als einen Mehrzweckbau ansehen - die Käfige waren tweilweise ebenso groß die in dem fast gleichzeitigen Affenpalmenhaus in Berlin, wo man immerhin erwachsene Gorillas unterbringen konnte, und über so viele Warhmhäuser verfügte man in Halle nicht. Zudem dienten die größeren Warmhäuser, auch das Dickhäuterhaus in München oder das Antilopenhaus in Berlin, als Winterquartiere für alles und jedes, das nicht über einen warmen Stall verfügte.
    Kalifornische Seelöwen stellten in dieser Hinsicht ein besonderes Problem, da sie Kälte, zumindest als Importtiere, schlecht vertrugen, ihre Becken vereisten und es an den klassischen Seehundbecken keine Boxen oder dergleichen gab. In Berlin sperrte man sie in solchen Fällen in die Flußpferdabteile der Elefantenpagode.
    Ameisenbären und Gürteltiere in Affenhäusern habe ich auch noch erlebt, in Duisburg und Wuppertal etwa, doch scheint dergleichen Unterbesatz, als "Martertier" und Spielzeg für die Hauptbewohner der Käfige, noch mehr Formen umfaßt zu haben, etwa Dachse oder Schildkröten.
    (13.06.2009)
    Andreas:   @Alexander Fuchs: Freut mich, daß es geklappt hat. Gruß an Frau Trauerkloß, vielleicht hat sie noch mehr Schätze verborgen :-)))
    (13.06.2009)
    Oliver Jahn:   Im Affenhaus wurde auch ein Seehund untergebracht. Unvorstellbar, aber tatsächlich erwähnt! Der Tapir hingegen war noch ein Jungtier.
    (12.06.2009)
    Alexander Fuchs:   Heute habe ich den Zooführer aus dem Jahre 1929 bekommen  Sehr schön und informativ zugleich.

    In der Löwenschlucht wurden nicht nur Löwen und Wölfe gehalten. In den Wintermonaten wurden Seelöwen gehalten und Eisbären! Ich habe auf dem Foto 4 Stück gesehen und lässt vermuten das evtl. auch gezüchtet wurde, da zwei von Ihnen eher kleiner waren bzw. auf dem Foto sind.
    Auch sehr üppig ist der Bestand des „neuen Affenhauses“, man hielt nicht nur Affen dort, auch andere Säuger und Vögel. So z.B. die Gemeinschaftshaltung Tapir, Wasserschwein und Cayenneralle.
    Desweiteren wird berichtet das Gürteltiere ,Ameisenbär und größere Vögel in dem Haus untergebracht waren.

    Auch das Aquarium, mit 700 Arten!!! Auf so engem Raum ist mehr als beachtlich. Auch hat man damals freifliegende Mönchsittiche im Zoo angesiedelt, nähe der Waldschenke.

    Ganz besonders gelobt und betont wird die gärtnerische Vielfalt bzw. die Einzigartigkeit des Berges.

    Vom Alpinum wird berichtet, dass im letzten Käfig Präriehunde, Prärieeulen und Chimangos gemeinsam lebten. 1924 wurde ist ein Bastard geschlüpft, aus der Paarung Gänsegeier und Mönchsgeier. Wird im Zooführer ganz besonders betont.

    (12.06.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Riesenpinguine suchen neuen Besitzer

    Zoo Halle sucht nach weiteren Förderern, um den Schutz des Humboldtpinguins zu unterstützen

    Im Zoo Halle gibt es wieder junge Humboldtpinguine. Die ersten Jungtiere schlüpften bereits am 4. April 2009 und befinden sich noch in der Aufzuchtanlage hinter den Kulissen. Dort werden die neuen drolligen Zoomitbewohner an die Handfütterung gewöhnt.
    Um auf die Gefährdung ihrer Artgenossen in Chile und Peru aufmerksam zu machen, fand am 10. Mai 2009 ein Aktionstag "Faszination Pinguin: Bedrohte Frackträger im Mittelpunkt" statt. An diesem Tag wurden etwa 1,50 m große zweidimensionale Pinguine von Kindern fantasievoll bemalt. Diese Riesenpinguine sollen gegen eine großzügige Spende für die Arbeit des Sphenisco – Schutz des Humboldtpinguins e.V. an Förderer abgegeben werden. Das Dorinthotel hat dabei den ersten Schritt getan. Der Direktor des Dorinthotels, Dr. Bertram Thieme überreichte am 11.5.2009 dem stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke einen Scheck in Höhe von 350 € für die Unterstützung des Vereins. Im Gegenzug erhielt der Hoteldirektor einen der Riesenpinguine. Noch fünf weitere farbenfrohe Riesenpinguine warten darauf, gegen eine großzügige Spende für den Schutz der Humboldtpinguine den Besitzer zu wechseln. Interessenten melden sich bitte im Zoo Halle, Bereich Umweltbildung, Tel. 5203-437.

    Zum Hintergrund:
    Humboldtpinguine sind besonders durch den Guanoabbau, intensiven Fischfang und Jagd vom Aussterben bedroht. Durch die Zucht von Humboldtpinguinen sowie durch Bildung und Öffentlichkeitsarbeit unterstützt der Zoo Halle den Verein Sphenisco e.V., der sich in Zusammenarbeit mit lokalen Initiativen für den Schutz dieser stark bedrohten Pinguinart in Peru und Chile einsetzt.

    Weitere Informationen über Sphenisco e.V. und die Gefährdung und den Schutz der Humboldtpinguine
    www.sphenisco.org.

    (12.06.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   Fällung abgestorbener Bäume am Zoo-Haupteingang

    Die aus 3 Stämmlingen bestehende Rotbuchengruppe am Haupteingang des Zoologischen Gartens Halle ist vollständig abgestorben.

    An den Stämmen lösen sich großflächig Rindenteile. Da schon mehrerer große Äste heruntergestürtzt sind muss diese Buchengruppe aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Um die Beeinträchtigungen für Zoobesucher möglichst gering zu halten, soll die Fällung noch vor Beginn der Sommerferien vorgenommen werden. Es wurde von einem Fachmann überprüft, dass auf den Bäumen weder Vögel brüten noch geschützten Arten vorkommen. Die Fällung darf somit wie geplant unverzüglich durchgeführt werden.

    Der Wuchsstandort wird durch den Zoologischen Garten wieder neu mit einer Baumgruppe bepflanzt. Unter Rücksichtnahme auf einen gärtnerisch günstigen Pflanzzeitpunkt und auf die in diesem Bereich erhöhte Besucherfrequenz in den Sommermonaten erfolgt die Pflanzung erst im Herbst 2009.

    (12.06.2009)
    IP66:   Man kann auch wandzeitungsartige Tafeln aufstellen - entsprechende Versuche wurden hier am Rhein schon unternommen, mindern allerdings die Lesefreudigkeit des ansonsten geneigten Publikums ...
    (04.05.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Für deren Ergebnisse müsste die Tafel aber ziemlich groß sein :-)
    (30.04.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, ganz im Gegenteil. Ich dachte da eher an ein paar ganz verrückte Zoofreaks, die dieses Haus vielleicht für eine solche Tafel rekonstruieren könnten! ;-)
    (30.04.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Hältst du irgendwelche Bilder des Menschenaffenhauses vor mir geheim, oder womit möchtest du die Besonderheit des Gebäudes auf einer solchen Schautafel illustrieren? :-)
    (29.04.2009)
    Alexander Fuchs:   So entstehen übrigens Geschichten bzw. festigen sich noch mal oder sogar überliefert werden. Gerade für Zoofreaks, die z.T. auf mündliche Infos angewiesen sind ;)
    (29.04.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, warum die Tafeln funktionieren, ist eigentlich nebensächlich, Hauptsache sie funktionieren überhaupt. Und das tun sie z.B. in Berlin, Frankfurt, aber auch in kleineren Einrichtungen wie Staßfurt. Dieser Tierpark hat eine Geschichte, die nur gerade halb so alt sein dürfte, wie die des Zoo Halle. Und dennoch stehen die Leute vor den Tafeln genau so, wie Alex es beschreibt: "Weiß du noch, mit Oma und Opa haben wir genau hier mal gestanden, als Vati das Foto gemacht hat.." Wenn ich dann diese Dinge gerade in Halle noch ein wenig damit anreichere, um was für teilweise einmalige Bauten es sich handelte und wie weit sie oft zum Zeitpunkt ihrer Entstehung ihrer Zeit voraus waren, dann wirft das ein ganz anderes Licht. Und plötzlich wird aus dem Satz: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." der Satz: "Hast du gewusst, dass unser altes Flusspferdhaus mal als Menschenaffenhaus gebaut wurde und zu seiner Zeit etwas ganz besonderes war weil...?" So stelle ich mir das vor.
    (29.04.2009)
    Michael Mettler:   @Alexander Fuchs: Eine Rückversetzung in den Zustand eines wirklichen Alpinums wäre dabei aber mehr als hilfreich. Von der ehemaligen Steingartenanlage ist nämlich kaum noch was zu sehen, da sich überall Kriechwacholder usw. ausgebreitet hat; die alpine Flora ist längst Geschichte. Nur wäre die Restaurierung der gärtnerischen Anlage nicht mit einer einmaligen Abholzungs- und Neupflanzungsaktion getan, sondern würde ständigen gärtnerischen Pflegeaufwand und damit Personalkosten nach sich ziehen. Wenn man das irgendwie finanzieren könnte, hätte man sicher eine Attraktion für Besucher, die nicht nur wegen Tieren einen Zoo besuchen. Dann könnte man auch gleich die alte Wombatanlage am Alpinumweg wieder aufbauen, wenn auch mangels Beschaffbarkeit wohl nicht gerade für Wombats - in ihrer Geschichte hatte sie offenbar ohnehin häufig "nur" Kaninchen und Meerschweinchen beherbergt, das wäre auch heute noch ein Anziehungspunkt für viele Besucher (und Hausmeerschweinchen würden zudem gut zu den Wildnagern auf der anderen Wegseite passen).

    Was mich nach wie vor wundert, ist die Übertitelung der Nasenbären im aktuellen Zooführer mit "Schweineanlage". Dass dieser Käfig, in dem m.W. nie auch nur provisorisch Schweine gehalten wurden, in baulichem Zusammenhang mit der "eigentlichen" Saubucht hangabwärts steht, dürften die wenigsten Besucher ahnen, wenn sie davorstehen.
    (29.04.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich denke aber, dass solche Tafeln eher deshalb funktionieren, weil sie "alte Atmosphäre" übermitteln und nicht unbedingt, weil dem durschnittlichen Betrachter der "Wert" eines alten Gebäudes oder einer Anlage klar wird. Historische Fotos von Raubtieren hinter dicken Eisenstangen oder von Huftieren in winzigen Ausläufen wirken im Vorher-nachher-Vergleich eben auch, wenn der bauliche Zusammenhang darauf gar nicht zu sehen ist.

    Eine wirklich effektive, weil die breite Masse erreichende Beschilderung von Bauwerken ist wahrscheinlich genauso schwierig zu erzielen wie eine didaktische Beschilderung der Tiere, mit der ja auch noch nach Jahrzehnten in der Zoowelt ständig experimentiert wird. Vielleicht sollte man versuchsweise einigermaßen maßstabsgetreue Lego-Modelle der Häuser in Vitrinen neben die Originale stellen, das könnte vielleicht einen Aha-Effekt erzielen...
    (29.04.2009)
    Alexander Fuchs:   Genau das ist es, die Hallenser identifizieren sich kaum mit der Stadt und schon haben wir auch Olis Spruch: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." Und gerade da besteht, die Kunst, dass besondere herauszukitzeln. Da ist Marketing Voraussetzung.
    Mit ein wenig Hilfsmitteln, kann man so eine Meinung ändern, in Dinge an die man sich gerne erinnert.
    Da fällt mir sponatan ein Beispiel ein, was mich persönlich ärgert.
    Das Alpinum wird im aktuellen Zooplan als Nagerkäfige bezeichnet. Na klar weckt soetwas kaum Besucher und man geht achtlos daran vorbei. Warum kann man es nicht als Alpinum weiterhin bezeichnen oder sogar als „historisches Alpinum“? Schon könnte sich der ONB damit identifizieren und jeder verbindet damit eine ganz individuelle Geschichte. Wenn man sich nur denkt, dass die Großeltern oder sogar schon die Urgroßeltern diesen Weg gegangen sind. Auch hätte man Verständiß für das Alpinum, mit seinen Kleinanlagen und der Ruf nach etwas neuen würde verstummen. Alleine das Wort „historisch“ regt zum nachdenken an und lässt der Phantasie freien Lauf. Eine kurze Beschreibung, an einer Tafel, mit alten Fotos würde den Rest ergeben und schwubbs, hätte man eine Identifikation geschaffen.

    (29.04.2009)
    Oliver Jahn:   Was ich in anderen Zoos immer sehr schön finde, das sind Tafeln, die zeigen, wie manche Bauten und Gehege früher einmal ausgesehen haben. An solchen Tafeln stehen die Besucher oft und versuchen, Ähnlichkeiten zu entdecken. Im Raubtierhaus gibt es so etwas in einem der Bildcomputer auf der Galerie. Das wünschte ich mir beim Antilopenhaus, beim Affenhaus, beim Flusspferdhaus und selbst beim alten Kamel(Elefanten)haus würde sich das lohnen, auch wenn es ein wenig sehr verbaut wurde, so dass es kaum noch jemand wahrnimmt, obwohl es der älteste Bau des Zoos ist.
    (29.04.2009)
    IP66:   Ich denke, daß es beim Verstehen des Besonderen im Altbekannten oft darum geht, zu erläutern, worin der eigentliche Wert beteht - dabei kann man im hannoveraner Giraffenhaus auf gestalterische Detailarbeit, bei der hallenser Saubucht auf die Einzigartigkeit hinweisen. Das braucht die Familiarität mit diesen Bauten oder auch Tierarten ja nicht einzuschränken, kann aber die Wertschätzung steigern ...
    (29.04.2009)
    Ralf Seidel:   Zu DDR-Zeiten hatte die Stadt Halle ein Negativ-Image: Graue Fassaden, eine zusehends verfallende Stadt und ringherum Chemie-Industrie. Halle war im Krieg kaum zerstört, die herrlichen Straßenzeilen verfielen aber zusehends und wurden abgerissen, auch in den 80ern noch habe ich erlebt, wie Fachwerkbauten mit dem Bagger zusammengeschoben wurden. Während die meisten anderen großen Städte ja teils zerstört waren und in den darauffolgenden Jahren mehr oder weniger schön wieder aufgebaut wurden, verfiel die hallesche Altstadt zusehends. Halle hatte auch früher schon noch viele schöne Ecken, die wirkliche Wiedererstehung alter Schönheit kann man aber erst seit den Wendejahren wiederentdecken. Halle hat nicht die barocke Pracht Dresdens, nicht die mondäne Eleganz der Einkaufsstraßen und Passagen von Leipzig.
    Für Viele offenbart sich die Stadt erst auf den 2. Blick, blieben doch die Stärken der Stadt über Jahrzehnte verborgen.
    Halle hat mittlerweile auch den Tourismus für sich entdeckt, das war früher anders - wer wollte schon vor sich hin bröckelnde Straßenzüge sehen...
    Der Bergzoo war aber eben immer was Besonderes, ein artenreicher Tierbestand in einer einzigartigen landschaftlichen Lage - mitten in der Stadt. Die Hallenser und ihre Gäste liebten ihren Zoo, weil er eben was Besonderes war. Und das tun sie bis heute...
    @Alexander Fuchs, ich habe hin und wieder mit der Stadtmarketing Halle zu tun - und schüttele oft den Kopf. Personelle Veränderungen und interne Umstrukturierungen machen die Situation auch nicht einfacher. Dennoch meine ich, dass sich schon Einiges tut - was ja nicht heißt, dass es nicht noch besser werden kann und muss.
    Trotzdem sehe ich immer noch erhebliche Defizite in puncto Identifikation der Bewohner, Zugezogene und Touristen haben oftmals ein wesentlich besseres Bild vom Image der Stadt als die Hallenser selbst. Da hat sich aber in den letzten Jahren durchaus schon was bewegt...
    (29.04.2009)
    Michael Mettler:   Ich habe meinen vorangegangenen Beitrag nochmal Revue passieren lassen - der Gedanke mit der DDR-Verknüpfung war eigentlich überflüssig. Ich versetzte mich als Hannoveraner einfach mal ich die gleiche Situation, dass ich "meinen" Zoo von Kindsbeinen an kannte und er sich damals über Jahrzehnte hinweg kaum veränderte. Wenn ich dann heute plötzlich ein Schild am altgewohnten Giraffenhaus vorfinden würde, dass dieser Bau architektonisch ungewöhnlich und womöglich denkmalwürdig ist, dann würde das Haus dadurch für mich auch nicht in dem Maße beachtenswerter, wie sich das ein Kenner der Materie wünschen würde - und ich bin ja noch deutlich interessierter an der Materie Zoo als der ONB. Wie schwierig es ist, sich von der altgewohnten Sichtweise des "Normalen" zu lösen, stelle ich immer wieder fest, wenn ich in anderen Zoos bestimmte Tierarten kaum würdige, die für mich in Hannover seit Jahrzehnten zum Standardprogramm zähl(t)en, für sich betrachtet aber durchaus Besonderheiten sind (z.B. Dikdiks). Der (unbewusste) Reiz des Andersartigen (in diesem Fall also der von Arten, die ich aus Hannover nicht kenne) kann also durchaus stärker sein als der (bewusste) Stolz auf das Vertraute, Traditionelle.
    (29.04.2009)
    IP66:   Ich habe Halle für Sonntag jetzt fest eingeplant - vielleicht finden sich noch andere, die die Besuche kombinieren.
    Was Tafeln und Schildern bzw. das Bewußtwerden der eigenen Geschichte und deren Denkmälern angeht, so meine ich, daß sich im Ruhrgebiet in den letzten zwei Jahrzehnten ein ähnlicher Prozeß vollzogen hat, wie er vielleicht im hallenser Zoo ansteht. Hier ging es ja uach darum, nicht nur die wenigen mittelalterlichen Großbauten, sondern Stadtwerdungsprozesse, Wiederaufbauarchitektur und Industriedenkmäler zu entdecken, zu verstehen und in das Leben der Bevölkerung zu inetrgieren. Die Probleme sahen ähnlich aus wie im hallenser Zoo: Die Nachbarstädte hatten ein neueres und hübscheres Rathaus, bekanntere Parks und besser besuchte Schlösser, und die Einwohner der Ruhr-Städte hielten nicht viel von den eigenen Dingen. Drei Dinge scheinen mir in dem Prozeß, dessen Ergebnisse jetzt vielenorts zu finden sind, wichtig: Zum einen Sanierungen - ein verfallenes Tierhaus gilt ebenso wenig wie eine verfallene Zeche, und es ist schwierig, einen einsturzgefährdeten und unzugänglichen Bau anzuschauen. Der zweite Punkt betrifft Aneignung, die Tatsache, daß in diesen Gebäuden jemand lebt, etwas ausgestellt wird oder ab und zu etwas stattfindet. In Sachen Tierhäusern braucht es also Begehbarkeit, Besatz, das Bewußtsein, den Zoo nicht gesehen zu haben, wenn man die alte Schweinebucht oder das historische Vogelhaus besucht zu haben. Den dritten Bereich würde ich mit Bildung beschreiben, der Vermittlung des Wissens, weshalb das Denkmal nun ein solches darstellt und warum es so wichtig ist. Das kann man durch Führungen vermitteln, durch Zeitungsartikel, aber eben auch durch Schilder, und wenn Zoos via Großtafel Belehrungen über den Umgang mit Althandys oder Naturparks am anderen Ende der Welt aufwarten, scheint es mir nicht ganz falsch, sich auch den naheliegenden und in der eigenen Verantwortung stehenden Kulturgütern via Erklärung zu widmen.
    (29.04.2009)
    Michael Mettler:   Ich weiß nicht so recht, ob bloße Informationstafeln an den historischen Zoogebäuden so sehr viel bewirken würden. Vielleicht hat der Zoo bei der Bevölkerung seines Einzugsgebietes ein ähnliches Problem wie der Vogelpark Walsrode (auch wenn der deutlich jünger ist): Viele Besucher haben die alten Gebäude und Anlagen, das Wegesystem usw. schon x-mal gesehen bzw. sind mit ihnen aufgewachsen, da ist diese Historie eben "normal" und in vielen Augen nicht mehr interessant genug. Ob man das wirklich durch Infoschilder beheben kann...? Die wären vermutlich eher für Touristen auf der Suche nach Sehenswürdigkeiten interessant, und nach allem, was ich hier so rauslese, scheint Halle als Stadt nicht gerade ein ausgeprägtes Tourismusziel zu sein. Womöglich wird so manches historische Bauwerk oder Gehege des Zoos von hemischen Besuchern unbewusst mit der DDR-Zeit verknüpft und schürt deshalb eher den Hunger nach Neuem, Andersartigem? Sowas könnte auch zu den Gründen des Leipziger Publikumserfolges gehören...

    Oliver Jahn und ich sind ja noch immer auf Spurensuche bezüglich des halleschen Schimpansen-Flusspferd-Hauses, das in seiner Urversion immerhin schon von 1904 stammt. Selbst aus der Nachkriegszeit gibt es kaum Fotos von diesem Haus (die meisten bezeichnenderweise von seinem zwischenzeitlichen Abriss 1999/2000), und selbst im Zoo tätige Zeitzeugen können sich kaum an dessen früheres Inneres und Äußeres erinnern (die wenigen Erinnerungen widersprechen sich dann auch noch zum Teil...). Oliver prägte dann den Satz: "Es war halt immer schon da, man kannte es und sah es nicht als besonders an." So werden es wohl viele Zoobesucher empfunden haben, und das gilt vielleicht auch für die restlichen historischen Anlagen. Diese Wertung aus den Köpfen zu bekommen, dürfte allerdings eine schwierige Aufgabe sein.
    (28.04.2009)
    Alexander Fuchs:   Ich weiß was die Stadt zu bieten hat, weil ich mich damit beschäftige und als Hallenser auseinander setze. Aber muss man manchmal einen Tritt in die richtige Richtung bekommen, um gewisse Sachen zu sehen und kennen zu lernen. Genau das fehlt der Stadt. Es liegt nicht an dem Hallenser, dass er es nicht kennen lernen möchte. Nur muss man, dass was man hat, auch gut vermarkten können. Das kann die Stadt nicht und das zieht sich bis zur zooligischen Einrichtung hin.
    Natürlich hat sich vieles getan, gerade auch im Bereich Museum. Nur darf man nicht nachlassen und immer weiter machen.
    Ich sehe tagtäglich irgendwelchen "Mist" in Leipzig, der top vermarktet wird. Und da denk ich mir immer, dass gibts doch auch in Halle.

    Ich wünsche mir eine bessere Vermarktung der historischen Häuser im Zoo. Wenn es nur eine kleine Tafel ist.


    Ich habe beim Selbstbewusstsein etwas ganz anderes kennengelernt, dass der bei Hallenser doch ganz schön ausprägt ist.

    (28.04.2009)
    Ralf Seidel:   Dass sich Dresden besser vermarktet als Halle steht außer Frage, da ist mit Sicherheit noch was zu tun. Es ist aber leider tatsächlich so, dass die Leipziger und Dresdner ein ganz anderes Selbstbewusstsein aufbringen als die Hallenser. Ich selber bin ja als Zugezogener nur ein Hallunke, da darf ich das sagen.
    In Aschersleben kann ich aus Termingründen nicht dabei sein, aber vielleicht kommen am Sonntag ja doch Einige nach Halle - und nicht nur, weil es in Leipzig gerade überlaufen sein könnte...
    (28.04.2009)
    IP66:   Ich würde Alexander Fuchs insofern zustimmen, als daß die Fülle der Baudenkmäler und die Attraktivität von Stadt und Zoo nicht so bekannt zu sein scheinen, als sie es verdient hätten. Allerdings liegt gerade in der Fülle auch das Problem - während Dresden, was die Dichte an Surrogaten und die Überschaubarkeit des kulturellen Angebots angeht, fast schon dem Vermarkungskonzept eines Spaßzoos wie Gelsenkirchen entspricht, muß man sich in Halle selbst zurechtfinden und akzeptieren, daß ab und an alte Dinge auch alt aussehen, manches gefunden werden will und gewisse Rezeptionsanstrengungen verlangt. Auf der anderen Seite dürften Ansehen und Bedeutung der Händel-Festspiele entsprechende dresdner Bemühungen in Hellerau oder an der Staatsoper übertreffen, und wenn ich mir die Häufigkeit anschaue, mit der hier im Forum über den hallenser Zoo diskutiert wird, so scheint der mir unter Kennern auch hinreichend bekannt zu sein. Und wenn wir jetzt darüber nachdenken, daß man der Publukumsmassen wegen am Sonntag nach Ascherleben besser nach Halle fährt, weil der leipziger Zoo zu überlaufen sein dürfte, so zeigt sich, daß eine verbesserungsfähige Vermarkung durchaus ihre Vorteile haben kann ...
    (28.04.2009)
    Ralf Seidel:   Lasst 5 Leute miteinander diskutieren - es kommen 7 Meinungen dabei raus...
    Alle Interessen, Ideen, Meinungen und Vorschläge unter einen Hut zu bringen ist ein Ding der Unmöglichkeit, letztendlich sieht jeder erst mal seinen Stanspunkt als das einzig Wahre an - entscheiden aber müssen nun mal die Verantwortlichen. Die von Michael Mettler eingebrachten Ideen kommen meinen Vorstellungen sehr nah, auch wenn ich den historischen Namen der Anlage beibehalten würde. Alexander Fuchs Variante klingt auch gut, dürfte aber schon wieder einiges mehr an Aufwand und Geld kosten - und jetzt bitte nicht den Einwand, dafür darf nichts teuer genug sein. Wir leben im Hier und Heute, daran werden wir alle täglich im Alltag erinnert und müssen Kompromisse eingehen...
    Die derzeitigen Planungen gefallen mir allemal besser als die bisherige Nutzung oder gar der Umbau zu einem Kinderspielplatz. Sie enthält immerhin die Chance, den Bereich aufzuwerten, historische Bausubstanz zu erhalten -und das mit finanziell vertretbaren Aufwand.
    @IP66, ich kann viele Ihrer Argumente nachvollziehen, auch ich erfreue mich an historischen Gehegen. Bin aber auch ein Verfechter von gewissen Modifizierungen - auch an historischer Bausubstanz. Historisches bewahren und mit Zeitgemäßem ergänzen, das Nebeneinander von Alt und Neu - macht nicht gerade dies den Reiz aus, unabhängig davon, ob uns das gerade persönlich gefällt oder nicht. Auch da fallen die Meinungen dann wieder verschieden aus...
    @Alexander Fuchs, die von dir erwähnten "gesamthalleschen Probleme" sehe ich so nicht. Ich glaube eher das ist ein Problem der Hallenser selbst. Zu DDR-Zeiten war die Stadt grau und verfallen - aber sahen Leipzig oder Dresden wirklich anders aus ?
    Das Image der Stadt hat sich grundlegend geändert, aus der ehemaligen Hochburg der Chemie-Industrie ist eine völlig neue alte Stadt wiedererstanden. Keine andere deutsche Großstadt bietet ein solch geschlossenes historisches Stadtbild (größtes Architektur-Flächendenkmal Deutschlands), eine der ältesten Universitäten, die international renommierten Händelfestspiele, die umgebaute Moritzburg mit dem Landeskunst-Museum, einem der führenden Häuser mit Sammlungen der Klassischen Moderne, die Himmelsscheibe, Beatles- Museum und Händelhaus, die Franckeschen Stiftungen und die Leopoldina - Deutschlands Nationale Akademie der Wissenschaften. Die Liste ließe sich fortsetzen, die Stadt hat viel zu bieten - man muss es nur wahrnehmen...
    (28.04.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Die Fremdheit des Historischen nutze ich bei meinem Vorschlag allerdings nur in Hinblick auf die historische Bezeichnung "Saubucht", mit dem wahrscheinlich die wenigsten Besucher etwas anfangen können und der deshalb neugierig machen könnte. Das Gebäude als solches und die Übermittlung von Zoogeschichte hatte ich dabei gar nicht vorrangig im Auge.

    Letztlich wäre eine Aktualisierung des Namens in "Schweinestall" vielleicht sogar noch publikumswirksamer. Schließlich bezeichnet heute auch niemand mehr ein Menschenaffenhaus als Anthropoidenhaus, und unter einem Hirsch- oder Antilopenpark verstehen wir heute etwas ganz Anderes als die historischen Tortenstück-Gittergehege. Und nichts spricht dagegen, wenn nur speziell Interessierte an den alten Namen festhalten.
    (28.04.2009)
    IP66:   Ich möchte Oliver Jahn ausdürcklich zustimmen, was die vielen erhaltenen Altbauten sowie des Wegenetzes und vieler Parkelemente angeht. Wenn man sich allerdings die Einpassung von Krokodil- und Elefantenhaus in den Altbestand anschaut, so ergeben sich erhebliche Probleme, und zwar sowohl für die Wirkung der Neu- wie für jene der Altbauten. Das liegt einerseits an der Geländetopographie, scheint mir aber andererseits auch ein wenig dafür zu sprechen, daß, ähnlich wie beim Schweinehaus, in Sachen Verständnis und Wertschätzung der überlieferten Strukturen noch Verbesserungen möglich sind. Ich würde es für einen Fehler halten, wenn man die Altbauten als Denkmäler stehen läßt und ansonsten baut, wie es einem in den Sinn kommt. Wichtiger ist es, organisch fortzuentwickeln, was vorhanden ist, und sich die neuen Pläne für die in Halle ja nun auch zur Verfügung stehenden unbebauten Flächen vorzubehalten, die in keiner Verbindung zum alten Park stehen. Ich würde sagen, daß dies beim Raubtierhaus recht überzeugend gelungen ist, beim Elefantenhaus ein interessantes, wenn auch denkmalpfegerisch problematisches Ergebnis erzielt wude, beim Krokodilhaus jedoch die Aufgabe nicht bewältigt wurde. Gerade deshalb würde ich für Saubucht und das alte Elefantenhaus, kleinflächigen und etwas isolierten Denkmälern, für Lösungen gemäß den Überlegungen Michael Mettlers plädieren, die die Fremdheit des Historischen nutzen, um den Besucher zu interessieren und Zoogeschichte erleben zu lassen.
    (28.04.2009)
    Alexander Fuchs:   Was man dem Zoo gut heißen muß, ist die Zusammenführung der moderne und geschichte. Ich kann IP´s Einwand verstehen, mit der „Vermarktung“ der Häuser. Nur leider ist es kein Problem des Zoos. Es ist viel mehr ein gesamtes Problem der Stadt und der Zoo ist natürlich auch mit davon betroffen.
    Auch mir fällt es sehr schwer es zu akteptieren, dass man sich nicht besser vermarktet (meine die Stadt Halle). Aber wie gesagt, es ist ein gesamthallesches Problem.

    Ich kann mir auch eine ganz andere Nutzung der Saubucht vorstellen. Wie wäre es denn mit einer neuen Pumaanlage?
    Somit könnte auch wieder das hallesche Zoowappentier einzug einhalten. Ich kann mir gut, die alten Anlagen als Absperrgehege vorstellen und in den Baumbestand ein Zaun ziehen, als Außenanlage und dort wo jetz die Nasenbären sind, das Gehege/Haus verglasen. Für Besucher einsehbar. Im inneren der Saubucht könnte man eine Galerie oder einen kleinen Besucherhof machen, zum verweilen.

    Aus dem Haus, nun mit den alten Anlagen oder nicht, kann man sehr viel rausholen.

    (27.04.2009)
    Oliver Jahn:   Tut mir leid, aber diese Argumentation kann ich hier nicht nachvollziehen. Ganz im Gegenteil zu manch anderem Zoo reißt ja der in Halle seine alten Gebäuder eben nicht ab, sondern erhält sie. Mit Ausnahme der Bärenburg hat man alle anderen Bauten stehen lassen und versucht, sie der modernen Tierhaltung anzupassen, mal mit etwas mehr und mal mit etwas weniger Erfolg. Aber in kaum einen anderem Zoo findet mal so viel Erhaltenes aus allen Epochen des Zoos.
    Und was lese ich da über drei Bände einer Chronik??? Der Dritte dürfte ja höchst versteckt sein! ;-)
    (27.04.2009)
    IP66:   Mir scheint das Beispiel Saubucht ein wenig dafür zu stehen, wie mancher - nicht jeder! - Zoo mit seinen Denkmälern umgeht: Es ist ja nicht so, daß dem Zoo Halle so wenig Flächen zur Verfügung stünden, daß er ein solches Kulturgut unbedingt abreißen müßte, um attraktiver zu werden, zumal es ja nur um wenige Qudratmeter Gebäude und Gehege geht. Und ob die göttinger Mini- oder vietnamesischen Hängebauchschweine anderenorts wirklich mehr Raum nutzen können als in diesem überkommenden Gebäude, frage ich mich auch. Unattraktiv ist das Ganze auch nicht als solches, sondern aufgrund seiner abgelegenen Lage und einer gewissen Vernachlässigung, was einen eventuellen Schnitt der Schatten werfenden Bäume, einen neuen Anstrich oder eine Möblierung der Gehege angeht. Und schließlich würde mancher Besucher sich für die reformerischen Ansätze des Zoos sicher interessieren, wenn man diese nicht ein drei Bänden einer - höchst verdienstvollen - Chronik verstecken, sondern auch an entsprechenden Baudenkmälern erläutern würde. Doch stattdessen möchte man lieber umdesignen, abreißen, verkleiden und dekorieren ...
    (27.04.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Nein, will ich nicht. Wenn man die alten Schweinebuchten rechts wie beschrieben um die Ecke, d.h. in Richtung Krokdilhaus und Robbenanlage, und links auf den Hang oberhalb des Schimpansenhauses erweiterte, würden sie den Zierententeich und das verbleibende Stück des Besucherweges oberhalb des Teiches gewissermaßen einfassen. Den Teich mag ich übrigens auch ganz gern. Wo kommt man schon mal so dicht an die kleineren Schwimmvogelarten heran?
    (27.04.2009)
    Ralf Seidel:   Spätestens jetzt dürfte der empörte Aufschrei sämtlicher Wassergeflügelliebhaber nicht mehr zu überhören sein - du willst im Ernst den Ententeich opfern ???? Nun, meinen Segen für deine weiterführende Planung hast du, das wollte ich ja auch schon.
    Verachtende Blicke und geringschätzendes Gemurmel waren stets die Antworten der Entenliebhaber - ich weiß nicht warum, aber diesen Bereich lieben die abgöttisch...
    (27.04.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Mir würde neben der schon erwähnten Erweiterung neben die Entenanlage (und damit gleichzeitig automatisch Kürzung der Sackgasse) vorschweben, die rechte Anlage um die Hausecke herum bis zum Pflegerzugang des Hauses und an den Besucherweg zu erweitern - mit welchem Schweinebesatz auch immer. Und dann würde ich noch an das Gebäude ein weithin sichtbares Schild in rustikalem Stil mit der Aufschrift "Saubucht" und einer Schweineabbildung stellen oder hängen - das würde vermutlich so manchem Besucher neugierig machen, der jetzt möglicherweise gar nicht realisiert, dass es dort oben Tiere zu sehen gibt. ONB wird nicht wissen, was eine Saubucht ist, aber vielleicht will er/sie/es das ja herausbekommen.
    (27.04.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael Mettler, heute nennt doch jeder Kleingärtner seinen popeligen mit 3 Büscheln versehenen, mit Geröll aufgeschütteten Hang "ALPINUM", da ist das auf dem Reilsberg mehr als gerechtfertigt...))
    Ist aber auf jeden Fall auch wieder ein gutes Beispiel einer Anlage, die einerseits historisch-mediteranes
    Flair ausstrahlt, andererseits aber auch müsste sich hier auch was tun...
    Was die Saubucht betrifft, stimme ich dir zu, da hatten wir ja auch schon überlegt, das Gelände links von der Entenanlage mit einzubeziehen für eine schöne Anlage. Als ich letzte Woche die Visayas in Leipzig sah - hmmm, die würden hier auch gut hinpassen. Und die Saubucht könnte ihrem Namen alle Ehre machen...
    (27.04.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: ...und ein Alpinum, in dem eigentlich nichts mehr außer der Hanglage an Alpines erinnert :-)

    Dass die Saubucht für den Besucher unattraktiv ist, schiebe ich eher auf die Wegführung als auf die Anlage selbst. Der Besucher läuft ausgerechnet auf jene Seite des Gebäudes zu, an der es keine Tieranlagen (mehr) gibt, und der Weg zu den alten Schweineausläufen führt in eine Sackgasse, die zudem bei voller Belaubung der nebenstehenden Bäume ein ziemlich "dunkles Loch" ist. Da ließe sich bestimmt eine Menge mehr draus machen, selbst wenn man die alten Gehege stehen ließe.
    (27.04.2009)
    Ralf Seidel:   @IP66, stellenweise möchte ich ja gern mit Ihrer Meinung mitgehen, nur nützen auf Dauer REINE DENKMÄLER, auch wenn sie noch so einzigartig sind, wohl wenig. Die alte Saubucht ist da eben wieder ein hervorragendes Beispiel. Eine moderne Tierhaltung war hier nicht mehr möglich, der gesamte Bereich doch eher unattraktiv für den zahlenden Besucher. An alten historischen Anlagen mangelt es ja auch gerade in Halle nicht, für mich hat der Zoo aber sein besonderes Flair durch die Kombination alt und neu. Auch unter der Prämisse, dass Fläche hier nur sehr begrenzt zur Verfügung steht, der Besucher aber berechtigterweise moderne Anlagen erwartet. Diesen Spaghat hinzubekommen unter Einbeziehung landschaftlicher und historischer Eckpunkte - das ist, meiner Meinung nach, die Herausforderung unserer Zeit...
    @Oliver Jahn, ich habe da noch gar nicht hingeschaut, ob die angedachten Tiere schon auf der Anlage am Lamahaus sind. Bin kommenden Samstag mit dem Förderverein aus Leipzig im Zoo unterwegs, da schau ich mal nach...
    @Michael Mettler, daran hatte ich auch schon gedacht, würde aber wohl zu Irritationen bei den "Traditionalisten" führen, denn Häuser ohne ursprünglich-namensgebende Bewohner gibt es hier noch mehrere:
    Neben dem Lamahaus ohne Lamas wären da noch beispielsweise ein Antilopenhaus ohne Antilopen, eine Saubucht ohne Schweine, das alte Kamelhaus (Elefantenhaus)...))
    (27.04.2009)
    Michael Mettler:   Das Haus könnte dann eigentlich einen neuen Namen bekommen, wenn nun gar keine Neuweltkamele mehr darin gehalten werden :-)
    (26.04.2009)
    Oliver Jahn:   Und was ist nach der Umsetzung der Lamas jetzt in deren Gehege am Lamahaus?
    (26.04.2009)
    IP66:   Ich denke, daß Haus und Anlagen in ihrer alten Größe das Denkmal bilden, nicht nur das Gebäude selbst. Das macht die Erhaltung nicht leichter, doch wäre in mit Außenanlagen in der alten Größe erhaltenes Schweinehaus in Halle tatsächlich ein einzigartiges Denkmal. Auch für die Gestaltung des berliner Antilopenhauses spielte die Wirkung der Aißenanlagen eine große Rolle, weshalb ich immer dafür plädiert habe, zumindest eine der alten "Logen" zu erhalten und sie als Absperrgehege zu verwenden.
    (25.04.2009)
    Ralf Seidel:   Ich gehe mal davon aus, dass das Haus selber eigentlich nicht weiter betroffen sein wird von der Umgestaltung in diesem Bereich, verschwunden sind bisher nur die hässlichen Rahmengitter der alten Anlagen. Das alte Stallgebäude an sich ist ja wirklich sehr hübsch, könnte nach der Umgestaltung sogar ein richtiges Schmuckkästchen werden, ohne dass es seinen historischen Charme verliert. Die Zeiten, in denen in solchen Anlagen aber Wildschweine, Tapire, Pekaris oder auch Warzenschweine gehalten wurden, sollten aber wirklich vorbei sein.
    Die Präsentation der Schildkröten ist wirklich sehr schön geworden.
    (24.04.2009)
    IP66:   Um den Erhalt der überlieferten deutschen Schweinehäuser scheint es nicht gut zu stehen ...
    Doch über die Schlangenhalsschildkröten freue ich mich und könnte mir vorstellen, daß sie mit einer entsprechenden Beschilderung auch Liebhaber beim restlichen Publikum finden könnten - es müssen ja nicht immer Rotwangenschuckschildkröten oder Kornnattern sein, und man muß die Art auch nicht so lieblos ausstellen, wie Münster das tut.
    (24.04.2009)
    Ralf Seidel:   Schweren Herzens hat man sich im Bergzoo von der Haltung von Trampeltieren getrennt. Bis in die 80er Jahre hinein war man auf dem Reilsberg stolz, alle Vertreter der Tylopoden zeigen zu können. Während man sich von den Dromedaren und Guanakos schon vor Jahren trennte, war man mit den Haltungsbedingungen bei den Trampeltieren auch nicht glücklich. Das Gehege bewohnen jetzt die Lamas - na ja, sind ja auch Kamele, bleibt also alles in der Familie...
    Seit einiger Zeit hat das große Aqua-Terrarium im Schimpansenhaus neue Bewohner: 10 Jungtiere der seltenen McCords- oder auch Roti-Schlangenhalsschildkröten tummeln sich in der geräumigen Anlage. Die Pacus waren mittlerweile etwas groß geworden, sie sind jetzt in Leipzig zu sehen.
    Als neue Mitbewohner wurden den Schildkröten diverse Fische aus der Heimatregion der Reptilien beigesellt.
    An der alten Saubucht tut sich was, hier soll in den kommenden Wochen mit vertretbaren finanziellen Aufwand etwas Hübsches für kleinere Tiere in Form eines Mini-Bauernhofs entstehen, etwa mit Hühnern u.ä. Die alten kleinen Außenanlagen sind bereits verschwunden.
    (24.04.2009)
    Zoolog. Garten Halle:   "Naturfotografien zu Ehren Georg Wilhelm Steller (1709-1746)"

    Im Rahmen der anlässlich des 300. Geburtstages von Georg Wilhelm
    Steller (1709-1746) stattfindenden Foto-Ausstellung im Zoo Halle stellt
    sich am Samstag, den 25.4.2009 von 14:00-15 Uhr die Geschäftsführerin
    der Internationalen Georg-Willhelm-Steller-Gesellschaft, Frau Dr. Anna-
    Elisabeth Hintzsche, den Fragen der Besucher.

    Ziel des Gesprächsangebotes ist es, dem Besucher die Interpretationen
    des Künstlers Ullrich Wannhoffs näherzubringen und die großen
    wissenschaftlichen Leistungen Stellers im Licht der damaligen Zeit
    darzustellen und zu würdigen.

    Die Ausstellung ist noch bis zum 17.06.2009 in der alten Zoogaststätte
    bei den Bären zu sehen.

    Weitere Informationen finden sie auch unter
    http://www.steller-gesellschaft.de/


    "Naturfotografien zu Ehren Georg Wilhelm Steller (1709-1746)"

    Ausstellung vom 17.03. - 17.06.2009 im Zoo Halle - Veranstaltungsraum
    (Biergarten bei den Bären)
    (23.04.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, noch ein paar Fakten zum Raubtierhaus in Halle, welche hier schon mehrfach genannt wurden, welche Sie aber immer wieder schlicht weg ignorieren.
    Das Haus steht unter Denkmalschutz.
    Wo bitte sehen Sie 4 Zuchtgruppen in diesem Haus?
    Die Tiger haben einen sehr ruhigen und geschützetn Bereich als Mutterstube. Den sieht man als Besucher allerdings nur von außen und er ist gar nicht Bestandteil des Hauses.
    Es gibt an diesem Haus garantiert Kritikpunkte, da finden Sie auch bei einem Halle-Fan gar keinen Widerspruch. Aber diese Kritik sollte doch sachlich bleiben, und dazu liefern Sie leider, genau wie bei den Faultieren, eben keinerlei Fakten, oder aber sogar einfach falsche Aussagen, wie z.B. bei den 4 Zuchtgruppen. Das ist Ihr Satz:
    "4 Raubtierzuchtgruppen in einem derart kleinen Haus, eine davon mit 2 Zuchtkatzen, das war vor 20 Jahren vielleicht noch vertretbar, heute allerdings kaum - diese Kritik ist absolut berechtigt."
    Tatsächlich aber befindet sich im Raubtierhaus ganz genau noch eine!!! Zuchtgruppe mit zwei Katzen, und zwar bei den Tigern. Also sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich eine solche plakative Beurteilung dann als eher unseriös empfinde.

    (19.03.2009)
    Ralf Seidel:   @BjörN, es ist mir nun wirklich egal, ob die eine oder andere Anlage in Halle Ihnen gefällt oder nicht, hier geht es nicht um Ihre ästhetischen Ansprüche, sondern darum, moderne Zootierhaltung unter den gegebenen Bedingungen zu realisieren. Mir muss auch nicht alles gefallen, aber ständig nur rumzunörgeln und aller Welt seinen persönlichen Stempel aufzudrücken – damit machen Sie es sich ein bisschen zu einfach.
    Wenn Sie „Spektakuläres“ sehen möchten, müssen Sie auf den Rummel gehen, Krokodile die durch Feuerreifen springen gibt es hier nicht...
    Ich verdrehe durchaus nicht die Tatsachen und lege Ihnen schon gleich gar nichts in den Mund. Aber die Aussage über die gute Bärenhaltung in Leipzig im Gegensatz zur schlechten Haltung in Halle haben Sie verallgemeinernd getroffen. Dabei die Bärenburg zwar nicht ausdrücklich erwähnt, aber auch nicht explizit ausgeklammert. Das habe mir nicht eingebildet.
    Ihre Aussage über die „Möblierung“ der Faultieranlage mit 3 Seilen wurde nicht nur durch mich zurechtgerückt, das dunkle Loch, welches Sie noch immer in der Anlage erkennen wollen, haben bisher nur Sie wahrgenommen...
    Das Innere des Elefantenhauses könnte ich mir auch etwas peppiger vorstellen, daraus habe ich nie einen Hehl gemacht – aber deswegen ist es keine schlechte Tierhaltung.
    Mit Ironie können Sie nichts anfangen, sachlich argumentieren ist nicht Ihr Ding und mit Humor fange ich bei Ihnen gar nicht erst an...
    Ihre Leipzig-Lastigkeit ist nun wirklich nicht zu übersehen, damit habe ich kein Problem. Ich kenne und schätze beide Zoos (Halle und Leipzig) seit Jahrzehnten und damit vermute ich mal viel länger und intensiver als Sie. Ich freue mich über neue Anlagen und kritisiere auch mal Dinge, die mir nicht gefallen.
    Aber Ihre ständige oberflächliche Nörgelei und Besserwisserei ist destruktiv, woher nehmen Sie das Recht, uns Staublingen Ihre geistigen Ergüsse ständig zu doktrieren.
    Welche Qualifikationen bringen Sie auf, welche Erfahrungen um sich anzumaßen, gestandenen Zooleuten zu erklären wie es geht ??? Dabei ist mir durchaus bewusst, dass die Verantwortlichen in Halle oder auch anderswo nicht vollkommen und perfekt sind – das behaupten die auch gar nicht. Aber sich von Ihnen abbürsten lassen, nee wirklich...
    Wenn IP 66 mal gerade irgendwo die jeweilige Architektur nicht zusagt, so muss das bei anderen nicht zwangsläufig auf Gegenliebe stoßen – und umgekehrt. Aber sachlich und konstruktiv und nicht bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Besserwisser rauskehren wollen. Oliver Jahn als „uneingeschränkten“ Halle-Fan zu bezeichnen ist unsachlich und obendrein auch falsch, wir haben schon hier und da vor Ort gemeinsam gelobt und getadelt,
    ja da wird auch schon mal in der Sache gestritten....

    P.S.: Es geht mir nicht darum, Sie hier runterzumachen. Es geht mir um ehrlichen und sachlichen Dialog. Nennen Sie die Dinge, die Ihrer Meinung nach falsch laufen,
    machen Sie Vorschläge was man wie verbessern und verändern kann. Das ist konstruktiv,
    da kann jeder was mitnehmen.
    Ich für meinen Teil engagiere mich im Rahmen meiner begrenzten zeitlichen Möglichkeiten im Förderverein des hiesigen Bergzoos. Nächste Woche sitzen wieder Mitglieder der deutschsprachigen Zoofördervereine zur GEZ – Tagung in Berlin – und abends wird bei Bier und Wein diskutiert und auch schon mal gestritten in der Sache – und diese Leute reden nicht nur – die bewegen wirklich was in Ihren Zoos...

    (19.03.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Sie sagen es....


    @IP66
    Welche Prioritäten Sie in der Betrachtung von Tierhaltung setzen, dürfte weitreichend bekannt sein und bedarf keinem weiteren Kommentar.
    (18.03.2009)
    BjörnN:   @Oliver Jahn
    Dass Halle durch seine geringe Größe im Baueifer gehemmt ist, ist schon klar.
    Mir ist auch klar, dass offenbar der strikte Wille zur Elefantenhaltung in Halle bestand, obwohl man hier sehr viel wertvollen Platz für eine Tierart geopfert hat (ca. 1/20 des gesamten Zoogeländes, 1/5 der ebenen und damit leichter bebaubaren Fläche), die weder gefährdet ist noch in der Region selten gehalten wird (Berlin, Dresden, Erfurt, Magdeburg).

    Trotz aller Erklärungsversuche und Rechtfertigungen für die Taten in Halle, ist das Raubtierhaus mit 3 Zuchtgruppen ("Bono" ist zwar sterilisiert, es bleiben aber 3 Löwen auf einer Bühne von 250m²), die 4. hat man ja "leider" abgeben müssen, und den viel zu kleinen Anlagen deutlich überbesetzt. Die kahlen, vollkommen ungeschützten Innenanlagen hätte man auch anders konzipieren können, eine wahre Fehlplanung.

    Auch Sie als uneingeschränkter Halle-Fan müssen zugeben, dass man sich bei dem Raubtierhaus absolut verrant hat und offensichtlich zahlreiche aktuelle Haltungstendenz, die den Tieren entgegenkommen, außer Acht gelassen hat. 4 Raubtierzuchtgruppen in einem derart kleinen Haus, eine davon mit 2 Zuchtkatzen, das war vor 20 Jahren vielleicht noch vertretbar, heute allerdings kaum - diese Kritik ist absolut berechtigt.
    (18.03.2009)
    IP66:   Mir scheint, daß man schon ein arg lipsiozentrisches Weltbild vertreten und einer chronischen Abhängigkeit von der Betrachtung von Tieren in geographiserenden Kunstfelszoos leiden muß, wenn einem der qualitative Unterschied zwischen der architektonisch wie tierhalterisch anspruchsvollen Umgestaltung des hallenser Raubtierhauses und der Umnutzung des leipziger Gebäudes zur Unterbringung einer temporären Ausstellung nicht erkennt. Es mag sein, daß letzteres Gebäude an den Architekten größere Herausforderungen an den Architekten gestellt hätte, doch dieser wurde in Leipzig ja noch nicht einmal bemüht, sondern die Ausstattung des Inennraums einem Ausstellungsteam überlassen. Und während das hallenser Elefantenhauses im architektonischen Diskurs der Republik eine Rolle spielt, gedenkt man des entsprechenden leipziger Umbaus eher im Rahmen verfehlter Maßnahmen zur Denkmalerhaltung, und ob den Tieren dort wirklich so viel mehr Platz zur Verfügung steht, scheint mir auch fraglich.
    (18.03.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, auch hier wieder der gleiche missverständliche Kontext. Man baute in Halle kein Raubtierhaus, sondern man war gezwungen, einen denkmalgeschützten Bau zu sanieren. Dass ein Zoo von der Fläche wie der Hallenser dann nicht die Möglichkeiten hat, sein Raubtierhaus in eine Entdeckerarche umzuwandeln, dürfte da wenig verwundern.
    (17.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: OK, dann entspricht "zu funktionell" nach dieser Definition wohl dem häufiger verwendeten Begriff "reiner Zweckbau"?
    (17.03.2009)
    BjörnN:   @Oliver Jahn
    Die Formulierung hinsichtlich "Rückschritt" habe ich in der Tat in einen etwas missverständlichen Kontext gesetzt.
    Ich wollte damit audrücken, dass weder das Raubtierhaus noch die Innenanlage des Elefantenhauses Sprünge in der Haltung von Tieren nach vorne darstellen, also auf die derzeitige Tendenz in der Tierhaltung betrachtet eher Rückschritte sind.

    Während man in Halle ein Raubtierhaus mit kleinen kahlen Innenanlagen und viel zu kleine Außenanlage ohne Deckung baut, konzipieren und verwirklichen andere Zoos zur gleichen Zeit tiergerechte Neuanlage mit ähnlichem finanziellen Budget.
    Gleiches gilt für die Elefanteninnenanlage, kein Naturboden, steril, unfreundlich, absolut betonlastig, kleine Lauffläche - ein Bau wie ein Ufo auf Erden.

    @Michael Mettler
    Ein Bau, der leicht zu reinigen, leicht überschaubar und bei reiner Zweckdiemlichkeit dem Besucher keine wirklichen Reize bietet, ist für mich zu funktionell.
    Das Hallenser Elefantenhaus hat für mich keinen ästhetischen Reiz, weder innen noch außen, es ist innen kalt, leer und steril, erfüllt aber seine angedachten Funktionen - aus meiner Sicht zu funktional.
    (17.03.2009)
    Oliver Jahn:   @BjörnN, das kann ja jeder so sehen, wie er mag und dabei ist sicher auch immer eine gehörige Portion Subjektivität. Allerdings erlauben Sie mir schon einmal festzustellen, dass es ein wenig eigenartig anmutet, wenn Sie von neueren Bauten schreiben, die eher einen Rückschritt darstellen, obwohl Sie bei den zitierten Bauten keinen seiner Vorgänger wohl kennen dürften. Denn würden Sie das doch tun, und somit die Neubauten für Elefanten, Raubtiere und Bären als Rückschritt (also Verschlechterung)gegenüber deren vorheriger Unterkünften bezeichnen, dann wäre Ihre Aussage wirklich lächerlich. Sicher gibt es auch an diesen Anlagen Dinge, die nicht so gut gelungen sind und Gründe für (insbesondere bei der Bärenanlage) sind hier wirklich schon mehr als einmal genannt worden. Dennoch bleibt festzustellen, dass die alten Anlagen überhaupt keinen Vergleich zulassen. Scrollen sie einfach mal runter, dann werden sie genug Bilder finden, die das alte Elefantenhaus, das alte Raubtierhaus und auch die alte Bärenburg zeigen. Da schreiben Sie von Rückschritt?
    (17.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: Mal davon abgesehen, welche Meinungen ich teile - was darf man denn unter "zu funktionell" verstehen? M.E. kann doch eine Anlage gar nicht funktionell genug sein, um möglichst vielen Bedürfnissen von Tier und Pfleger zu genügen.

    Selbst als Nicht-Lokalpatriot wundere ich mich allerdings über die angebliche Dunkelheit des Faultierhauses "innen und außen". Klar, die Außenvoliere wird von Bäumen beschattet, aber das sollte für eine Wald bewohnende Tierart kein sonderliches Problem sein. Und das Haus selbst war vorher ein Schauhaus für Pelikane - die pflegt man für gewöhnlich nicht in Dunkelhaft zu stecken, wenn man sie durch große Scheiben ZEIGEN will... Die Einschätzung als "völlig unspektakulär" kann ich noch einigermaßen nachvollziehen, aber Gehege mit solcher Wertung gibt es in fast jedem Zoo (noch).
    (17.03.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Um dieses leidige Thema zu einem Abschluss zu bringen.

    Sie verdrehen die Tatsachen und legen mir Aussagen in den Mund, die ich nie ausgesprochen haben. Ich habe mit keinem Wort in diesem Forum oder sonst wo die Bärenhaltung auf der Leipziger Bärenburg gelobt - das müssen Sie sich eingebildet haben.

    Dass Sie sich daran aufgehangen und eingeschossen haben, Aussagen auf die Goldwaage zu legen, ob ein Gehege nun mit Seilen oder Ästen ausgestattet ist, das ist Ihre Sache.
    Meine Meinung, dass der Faultierkäfig innen und außen ein dunkles, langweiliges und völlig unspektakuläres Tiergehege ist, haben Sie mit Ihren Argumenten nicht geändert.

    Der Hallenser Zoo mag einige schöne Gehege haben, die Niederaffenhaltung, die Krokodile, Bergtiere, Elefantenaußenanlage und einige Volieren zähle ich dazu, andere neuere Bauten wiederum sind eher Rückschritte, unansehnlich, nicht tiergecht oder zu funktionell.

    Dazu zählen zweifelsohne die Bärenanlage, das Raubtierhaus, das Elefantenhaus und die Faultieranlage.
    (17.03.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Über einen Rundgang mit Wünschelrute und Geologenhammer haben Oliver und ich tatsächlich schon gewitzelt - und darüber, dass wir bei weiterer Recherche auf dem Gelände vielleicht auch noch das Bernsteinzimmer finden :-)
    (17.03.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, wir sind aber auch FREUNDE des Bergzoos - und wollen das nach Möglichkeit
    auch bleiben...Käme wohl nicht so gut rüber, wenn der schöne alte Berg durch uns noch durchlöchert würde...
    Ich kenne da übrigens 2 Leute, die telefonieren permanent zu nachtschlafener Zeit und tauschen sich über alle möglichen und unmöglichen Gegebenheiten aus, selbst der Warnruf der schon im Halbschlaf befindlichen Ehefrau "...,Vadder jetzt gib endlich Ruhe..."verhallt da nur wirkungslos...))
    Der gute alte Goethe war ja so nebenbei auch Naturforscher, da Reil ja nicht nur sein Leibarzt sonder auch guter Freund war, und Goethe desöfteren auch mal von Weimar hierher kam, ist ja vielleicht doch noch das eine oder andere Detail verborgen geblieben...
    Bringt doch das nächste mal einfach eure Wünschelruten mit...
    (17.03.2009)
    Sven P. Peter:   Selbes Problem (altes Paar in toller, neuer Anlage) gibt es auch in Grömitz, welches auch eine alternative für Bangi.
    (17.03.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Ja, das mit dem Wasser wäre wirklich ein Problem - ein Reilsches Geheimreservoir kann ich leider nicht bieten, und mit den Schweißperlen allein ließe sich das Becken auch nicht füllen :-) Mit moderner Wasseraufbereitungstechnik a la Hannover ließe sich Wasserverbrauch zwar drastisch reduzieren, aber dafür kostet auch die Technik dementsprechend... Vielleicht solltet ihr eure Mitglieder mal zum Brunnenbohren einsetzen, ihr seid doch schließlich ein FÖRDERverein :-D
    (17.03.2009)
    Ralf Seidel:   @BjörN, Jaa- meine letzter Beitrag hatte durchaus einen zynischen Unterton, jaa- Ihre Schilderungen und daraus resultierende subjektive Schlussfogerungen betreff der halleschen Faultierhaltung habe ich Ihnen übel genommen - weil sie schlicht weg falsch waren. Nun haben wir ja alle nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen, wir irren alle auch mal. Aber weiter wie bisher, ohne zu hinterfragen, ohne sich ein wirklich objektives Bild zu machen...??
    Die Großbärenhaltung in Leipzig loben Sie, die in Halle freilich ist grottenschlecht. Für die Lippenbären lass ich das gerne gelten - aber haben die Brillenbären auf der alten Bärenburg bessere Bedingungen ?? Beide Anlagen haben ihre eigene Geschichte, auf beiden Anlagen wird die Haltung dieser Tiere auslaufen - warum also dies fundamentierten Aussagen...
    Es ist richtig, dass der Zoo Leipzig in seinem großartigen Menschenaffenhaus weit bessere Bedingungen für die Gruppenhaltung verschiedener Arten bietet, auch Separationsmöglichkeiten für Einzeltiere. Diese Möglichkeit ist in Halle nicht gegeben, es galt nur, den beiden alten Tieren ein schönes Heim zu bieten - und das war es allemal. Mittelfristig gehe ich davon aus, dass die Haltung von Schimpansen vorübergehend auslaufen wird, die vorübergehende Haltung von Unyoro in Halle war wohl beide Zoos eine Chance, einen unbefriedigenden Zustand zu ändern - der Versuch war es allemal wert.
    Inwiefern Halle im Lauf der nächsten Jahre sein geplantes Menschenaffenhaus bauen kann, wird man sehen, die aktuelle Wirtschaftslage machts freilich nicht einfacher...
    Der Zoo Halle hält nicht krampfhaft an der Halttung dieser Tiere um jeden Preis fest. Es galt einzig und allein, eine Alternative für Banghi zu suchen, dass eine paarweise Haltung von Schimpansen keine Dauerlösung ist, weiß man hier durchaus - genau deswegen plant ja man für die Zukunft. Ihr Vorschlag, das hallesche Weibchen eventuell nach Magdeburg abzugeben ist nachvollziehbar: ein (saniertes)modernes Haus, konzipiert auch für eine größere Schimpansengruppe. Aber auch hier haben wir das gleiche Problem, wie wir es in Halle vorfanden: ein altes Paar zog von seinem kleinen engen Käfig in eine großzügige Anlage, allerdings bislang ohne Außengehege. Auch in Magdeburg schreckt man bis heute davor zurück, das Paar mit jüngeren Tieren zu vergesellschaften...Die von IP66 unterschwellig erwähnten Probleme bei den Orangs lasse ich da mal außen vor, da hat man ja inzwischen verbessert - und Außenanlagen sind zumindest geplant. Den Unsinn mit fehlenden Quadratzentimetern an gewissen Haltungsnormativen teile ich absolut mit Ihnen.
    @Michael Mettler, hört sich natürlich wieder mal sehr interessant an, deine Planung - nur fürchte ich, dass man im Zoo schon vom bloßen Hören betreff einer künftigen Flusspferdhaltung Schweißperlen auf der Stirn kriegt: da sage ich mal nur Wasserrechnung - oder hast du mittlerweile ne neue Quelle auf dem Berg ausfindig machen können...))
    (17.03.2009)
    BjörnN:   @IP66
    Der Leipziger Zoo hat durchaus die Möglichkeiten, herausgebissene Tiere unterzubringen.

    Zum einen verfügt man über eine Menschenaffenquarantäne, die es an Fläche der Innen- und Außenkäfige mit mancher deutsche Menschenaffenhaltung als Schaugehege aufnehmen könnte.

    Auf der anderen Seite ist eine Unterbringung in der B-Gruppe, die extra dafür geschaffen wurde, Waisenkinder und "herausgebissene" Jungerwachsene aufzunehmen, immer möglich.

    Das würde bei einem erwachsenen Männchen wie "Unyoro" aber eine Sterilisation oder zumindest eine Kontrazeption der erwachsenen Weibchen, immerhin 5 an der Zahl, voraussetzen.

    Soweit ich weiß, hat man "Unyoro" hinter den Kulissen ein Weibchen zur Seite gestellt, "Fifi", da Paarhaltung bei Schimpansen aber kein Zustand ist, war man selbstverständlich auf eine Abgabe aus.

    Nun wird man ihn wohl mit den genannten Konsequenzen wieder in die B-Gruppe einführen müssen oder schnell einen Abnehmer finden, was angesichts schwindender Schimpansenhalter und der Einbindung ins EEP Westafrikanischer Schimpansen nicht leicht werden wird.

    Für eine dritte Schimpansengruppe in der Schau ist der Zoo in der Tat auf Dauer nicht ausgelegt, aber welcher Zoo ist das schon.
    (16.03.2009)
    IP66:   Ich sehe ein gewisses Problem, dem hallenser Publikum den Verzicht auf Menschenaffen verkaufen zu können, vor allem jenen Besuchern, die sich dazu noch ein riesiges und entsprechend kostspieliges Tierhaus wünschen. Zwei Überlegungen scheinen mir in diesem Zusammenhang bemerkenswert: Zum einen sah man sich in Leipzig, trotz eines äußerst kostspieligen Neubaus und der Definition der Haltung als Schwerpunkt der Zooarbeit, nicht im Stande, einen herausgebissenen Schimpansenmann unterzubringen und war wohl froh, daß es in Halle das fragliche Gehege gab, das man durch den eigenen Neubau so schwungvoll deklassiert - diese Schwierigkeiten stellen sich ja immer wieder und ich habe nicht den Eindruck, daß die Großgruppenhalter für derartige Zwischenfälle im eigenen Zoo hinreichend vorbauen. Der zweite Punkt betrifft die Mindestanforderungen im Hinblick auf die Orang-Utan-Haltung: Das Haus in Magdeburg entspricht sämtlichen Haltungsvorschriften, hatte allerdings bei der Unterbringung dieser Menschenaffenart Verluste zu verzeichnen, die sich nur mit jenen des vorvergangenen Jahrhunderts vergleichen lassen. Vor diesem Hintergrund finde ich es regelmäßig ziemlich merkwürdig, wenn andere Haltungen, in denen die Tiere züchten und alt werden, sich wegen fehlender Zentimeter Haltungsfläche - wer mißt das eigentlich nach? - für ungeeignet erklärt werden. Und während man Klettertieren Raumhöhen und Seilmeter vorschreibt, scheint sich bei einzelgängerisch lebenden Affen wie dem Orang-Utan niemand daran zu stören, daß er vielenorts in Gruppen gehalten wird, in denen nicht einmal die Möglichkeit besteht, mehrere Tiere dauerhaft zu trennen. Darin liegt nicht nur ein grundlegendes Dilemma, mir scheint sich hier auch spezfische Grundhaltung zu spiegeln, die auch in Fragen der Haltungsvorschrift mehr die Bedürfnisse der Besucher als jene der Tiere zu erfüllen bestrebt ist.
    (16.03.2009)
    Michael Mettler:   Ein vorübergehender Verzicht auf Menschenaffen hätte den Vorteil, Nachfrage in der Besucherschaft zu erzeugen und einen Neubau zu provozieren - siehe Elefanten... :-)

    Statt dann aber für zwei Arten Menschenaffen zu bauen, fände ich es reizvoller, das alte Prinzip des Schimpansen-Flusspferd-Hauses in einer modernen und geräumigeren Version (und mit kleineren Tierarten zu einem Afrika-Haus ergänzt) wieder aufzugreifen. Soll heißen: Auf der Fläche der alten Wisentanlage am Wittekindhang könnte eine Flusspferdanlage entstehen (Alleinstellungsmerkmal gegenüber Leipzig als nächstem Konkurrenten um Besucher), darüber am Hang eine Schimpansenanlage, verbunden durch ein zweietagig nutzbares Haus - das hätte doch Charme...
    (16.03.2009)
    BjörnN:   @Ralf Seidel
    Ich habe die Niederaffenhaltung im Bergzoo Halle nie kritisiert, habe sie stets gewürdigt, wohl aber andere Haltung kritisiert (Elefanten, Bären, Raubkatzen, Faultiere), die aber damit nichts zu tun haben - ihr Zynismus ist also unangebracht.
    Interessant ist aber, dass Sie mir die Sache mit den Faultieren immer noch übel zu nehmen scheinen und diese Diskussion nutzen, um meine Argumentation herabzuwürdigen - aber sei es drum.

    Ich habe die Planungen bzw. Vorstellungen zum Neubau, mehr ist es ja noch nicht, durchaus verfolgt, ganz und gar nicht verdrängt, rechne aber nicht damit, dass ein Menschenaffenhaus in Halle in den kommenden 5 Jahren Realität werden wird.
    Aus diesem Grund ist es legitim, die Möglichkeiten der Haltung in diesem Haus zu diskutieren.
    Trotz Ihrer Ausführungen glaube ich nicht - der Audruck krampfhaftes Festhalten sollte dies zum Ausdruck bringen - dass sich der Bergzoo so einfach von seiner Schimpansenhaltung verabschieden wird und damit eine menschenaffenlose Zeit einläutet.
    (16.03.2009)
    Ralf Seidel:   @BjörN, habe ich mich jetzt verlesen oder keimt da gar ein Stück reale Sichtweise auf: Halle hat einen guten Ruf in der Niederaffenhaltung...Boah, sogar aus Ihrer Sicht: Nochmal Boah - das adelt ja geradezu die hiesigen Verantwortlichen...
    Ansonsten hat sich das mit Ihrer eingehenden Argumentation in betreff auf zeitgemäße Menschenaffenhaltung allerdings durchaus bis nach Halle rumgesprochen, wie schon zigmal erwähnt, sollte das Schimpansenhaus lediglich eine "Altersresidenz" für die beiden betagten Schimpansen darstellen. Mit dem plötzlichen Tod von Satcho mussten freilich die Karten neu gemischt werden. Ein altes Weibchen in eine fremde Gruppe zu integrieren ist schwierig, warum also nicht der Versuch, eine Partnervermittlung mit dem Zoo in Leipzig zu initiieren. Von Anfang an stand dabei das Wohl der alten Dame im Vordergrund, die Attacke von Unyono ist ein herber Rückschlag...
    Nun mal keine Sorge, man wird sich nicht "krampfhaft an der Schimpansenhaltung festbeißen". Es war von Anfang an vorgesehen, nach dem Tod beider alten Schimpansen die Anlage für Tieraffen zu nutzen - und das man die Haltung von Menschenaffen gleich welcher Art und Konstellation nicht in diesem Haus fortführen will, zeigt die Tatsache, dass man ein modernes und geräumiges Menschenaffenhaus plant. Auch dies wurde ja schon mehrfach erwähnt - haben Sie bestimmt nur verdrängt...
    (16.03.2009)
    BjörnN:   @IP66
    Das Haus ist für Schimpansen als zumindest temporäre Bodenbewohner ungeeignet und für Orang-Utans noch um so mehr.

    Das EEP schreibt für die Menschenaffenhaltung mindestens eine nutzbare Höhe von 4 Metern vor. Selbst wenn man die Klettermöglichkeiten im Hallenser Haus optimal aufstocken und für die Tiere nutzbar machen würde, wäre es mit 3,5m maximaler Nutzhöhe bei 4 Metern Raumhöhe immer noch absolut inadäquat für die Orang-Utan-Haltung.

    Das Haus wäre nach ensprechender Umgestaltung der Anlage für Niedere Affen deutlich besser geeignet, würde sogar die viel zu niedrig angesetzten Minimalanforderungen für Meerkatzen, Stummelaffen und Mangaben erfüllen (nur dadurch ist eine z.B. Haltung in Wuppertal überhaupt noch möglich, in der Schweiz oder Schweden wäre das Wuppertaler Niederaffenhaus längst zum Wohle der Tiere mit der Pistole auf die Brust der Zoodirektion eingestampft) und zweifelsohne die Attraktivität des Hauses bewahren, wenn nicht sogar steigern.

    Ich hoffe sehr, dass sich der Bergzoo nicht krampfhaft an der Schimpansenhaltung festbeißen wird und zum Wohle des Tieres die Haltung aufgibt. Halle hat, aus meiner Sicht zurecht, einen sehr guten Ruf für die Haltung Niederer Affen (Krallenaffen und Sakis sind sehr gut untergebracht) und könnte diesen Status wirkungsvoll ausbauen.

    Was spräche denn dagegen, "Bangi" nach Magdeburg abzugeben (ich kenne die dortigen Gegebenheiten leider nicht) und dort eine Vergesellschaftung mit dem älteren Paar zu wagen?
    (16.03.2009)
    IP66:   Das Problem der alten Menschenaffen, die sich schwer in Gruppen eingliedern lassen, stellt sich ja bei allen Arten. Vermutlich wäre Halle geholfen, wenn sich irgendwo ein ähnlich altes Tier, vielleicht auch weiblichen Geschlechts findet, mit dem man einen Vergesellschaftungsversuch wagen könnte - in Wuppertal hat eine vergleichbare Lösung ja gut funktioniert, wobei dort allerdings ein ziemlich greiser Schimpansenmann seine Partnerin verloren hatte. Wenn so etwas möglich ist, könnte man die hallenser Anlage weiter nutzen.
    Interessant könnte ich mir auch die Überlegung vorstellen, das Haus in Zukunft für ein Paar Orang-Utans zu nutzen - auch hier gibt es einen Überschuß an männlichen Tieren, und die Art käme wohl auch mit dem nicht sehr hohen Innenkäfig zurecht.
    (16.03.2009)
    Michael Mettler:   @BjörnN: In letztere Richtung gingen auch meine Gedanken. Selbst wenn man erneut einen Artgenossen hinzuholte, stünde man möglicherweise eines Tages wieder nur mit einem Schimpansen da, wenn der zweite aus Altersgründen das Zeitliche segnete. Da wäre es doch m.E. eine bessere Lösung, die Eingewöhnung von Bangi in einer anderen Haltung zu versuchen.
    (15.03.2009)
    BjörnN:   @Michael Mettler
    Das halte ich für sehr riskant.
    Die Vergesellschaftung mit einem Mann in ähnlichem Alter oder eine Integration in eine Seniorengruppe wären wohl die beste Optionen.
    Bei jungen Schimpansenweibchen stellt eine Integration in eine neue Gruppe meistens kein großes Problem dar. Bissverletzungen und Hiebe gibt es immer, die steckt ein junges Tier aber weg.

    Das Hallenser Haus ist, da gerade einmal für 2 Tiere ausgerichtet, ohne eine Möglichkeit zur Absperrung bzw. getrennten Haltung, für die Schimpansenhaltung absolut ungeeignet. Schimpansen leben in großen Sozialverbänden, nicht in Paaren - daran hätte man denken müssen als man das Haus für Schimpansen ausgebaut bzw. es renoviert hat.

    Die Tiere können sich leider weder innen noch außen effektiv aus dem Weg gehen. Dem großen Bewegungsdrang junger Schimpansenmänner ist in diesem Haus kaum Rechnung getragen, was Aggressionen gegen das Weibchen begünstigt, die ansonsten in entsprechend großen Anlagen durch Bewegung abreagiert werden könnten. Das Weibchen hat dort keine Möglichkeit, sich dem Männchen zu entziehen, dazu kommt, dass Bangi, angesichts ihres Alters, auch nicht mehr so vital und fluchtgewand ist.

    Wenn man Menschenaffen nicht adäquat halten kann, was in Halle der Fall ist, sollte man die Haltung beenden und das Haus für Niedere Affen nutzen.
    (15.03.2009)
    Michael Mettler:   Bestünde eigentlich eine Chance, eine Schimpansin fortgeschrittenen Alters wie Bangi andernorts - und bei dort vorhandenen Separierungsmöglichkeiten - in eine bestehende Horde einzugliedern?
    (15.03.2009)
    Holger Wientjes:   @Ralf Seidel:Habe nochmal auf Zootierliste.de nachgeschaut. Also dort steht E. gambianus. Die Haltung in Krefeld wurde beendet. Dann sind die Tiere wohl komplett nach Halle abgegeben worden wie`s scheint.
    (15.03.2009)
    Sven P. Peter:   "Scheidung nach Prügelattacke
    Der Schimpanse Unyoro fällt über sein Weibchen Bangi her und beißt ihr einen Finger ab

    Halle/MZ. So ein Affentheater im Zoo! Das große Liebes-Lausen im Schimpansenhaus hat ein plötzliches Ende genommen. Affenmann Unyoro, eine Leihgabe aus dem Leipziger Zoo, rastete am Montag aus und fügte seinem Weibchen Bangi schwere Bisswunden zu. "Wir waren völlig überrascht und können uns dieses Verhalten nicht erklären", sagte Zoo-Sprecher Gunter Bigl. Der Schimpansenmann, der aus heiterem Himmel völlig durchgedreht sei, habe sich im Körper des Weibchens verbissen.
    "Sie hat mehrere Löcher im Rücken und an den Füßen davongetragen", erzählt der Biologe. Besonders traurig: "Bei der Rangelei büßte unsere Bangi auch ein Stück Finger ein." Trotz schwerer Verletzung sei sie aber außer Lebensgefahr und werde derzeit mit Antibiotika behandelt, so der Affenkurator. Da man sich überhaupt keinen Reim auf das aggressive Verhalten des Affenmannes machen könne, wurde der Schimpanse am Donnerstag unter Narkose an die Universitätsklinik nach Leipzig gebracht. "Hier wurde eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns durchgeführt, um mögliche organische Ursachen abzuklären." Was Bigl nicht verschwieg: Nach der Untersuchung ging es für Unyoro nicht nach Halle, sondern in seine alte Heimat - den Leipziger Zoo. Dies sei erforderlich, da man beide Tiere nicht separat halten könne. "Wir müssen Bangi schützen und ihr den Stress nehmen", erklärte Bigl.

    "Unyoro steht bei uns unter Quarantäne, bis die Untersuchungsergebnisse feststehen", sagte gestern Leipzigs-Zoodirektor Jörg Junhold. Diese würden in rund einer Woche erwartet. "Es ist schwierig, Schimpansen aus bestehenden Gruppen zu trennen und an neue Partner und Umgebungen zu gewöhnen", so der Direktor. Er habe gestaunt, dass sich das Eheleben der Affen in Halle so verträglich gestalte. Sein Leipziger Affe sei schließlich kein Mauerblümchen. "Unyoro war auch schon bei uns verhaltensauffällig", so Junhold, der nicht ausschließt, das Tier wieder in seinem Zoo aufzunehmen.

    Der sächsische Rabauke war vor rund einem halben Jahr als Ersatz für Schimpansen Satcho gekommen, der 2008 im Alter von 35 Jahren in Halle verstarb und Weibchen Bangi zurückließ. Da Schimpansen höchst sozial sind und in Partnerschaften leben, hatte man damals einen Ersatzmann gesucht. Bangi zog zur Brautschau für kurze Zeit in den Leipziger Zoo und lernte Onyoro kennen. Der sicherte sich als Kavalier rasch einen Platz im Herzen der halleschen Witwe. Dennoch kam es später in Halle anfänglich schon zu Rangeleien.

    Haben beide Affen noch eine gemeinsame Zukunft? Oder heißt es wirklich: Klappe zu, Affe tot? "Entschieden ist noch nichts", sagte Gunter Bigl. An erster Stelle steht aber das Wohl der Tiere, in diesem Fall das von Bangi."

    http://www.mz-web.de/servlet
    /ContentServer?pagename=ksta/page&
    atype=ksArtikel&aid=1229853071595&
    openMenu=1012569559775&calledPageId=
    1012569559775&listid=1016799959889
    (14.03.2009)
    Ralf Seidel:   @Holger Wientjes, es handelt sich auf jeden Fall um eine afrikanische Art, ob die nun gerade Gambianer sind - da schau ich noch mal nach...
    Auf jeden Fall stammen die Tiere aus Krefeld.
    (14.03.2009)
    IP66:   Die Nachzucht bei den Meerespelikanen freut mich sehr - da könnte sich ein Mittel gegen die Rosa-Pelikan-Monokulturen in unseren Zoos entwickeln. Was die Flughunde im Krokodilhaus anbetrifft, bin ich ein wenig skeptisch, weil ich die grißen Wasserflächen nebst den sie bewohnenden Beutegreifern für gefährlich halte - doch bei hinreichender Vemehrungsfreudigkeit könnten diese auch als eine besondere Form der Bestandskontrolle dienen ...

    (13.03.2009)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Die allerschönste Lösung wäre es natürlich, wenn man entsprechend "überzählige" Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum wieder ansiedeln könnte, anstatt in den Zoos einfach mal so alles totzuspritzen was keinen Platz mehr hat. Leider ist das mit dem Auswildern ja immer so eine Sache, funktioniert ja bei den meisten Zootieren schlecht bis gar nicht.
    Dann doch lieber die Lösung mit der Sterilisation. Also ein klares Pro von mir für die Zuchteinschränkung.

    Es ist schon ein Kuriosum.. früher hatten viele Zoos Probleme bestimmte Tiere nachzuziehen, heute haben fast alle Zoos Probleme ihren Nachwuchs irgendwo unterzubringen.
    (12.03.2009)
    Holger Wientjes:   Handelt es sich um Gambia-Epaulettenflughunde (Epomophorus gambianus) ?
    (12.03.2009)
    Ralf Seidel:   Nachtrag: das erste Jungtier (ein Weibchen) bei den Ameisenbären ging nach Dortmund, da die Eltern Wildfänge sind, wirds die Verantwortlichen freuen. Das jetzige Jungtier ist ein Männchen.
    (12.03.2009)
    Ralf Seidel:   Neben dem erfreulichen Nachwuchs bei den Ameisenbären kann der Zoo auch Jungtiere bei den Meerespelikanen vermelden. Im Winterquartier schlüpften erstmals 4 Küken, nachdem es in den vergangenen Jahren über die Eiablage nie hinausging. Neu eingezogen auf den Reilsberg sind Epuletten-Flughunde, sie dürfen künftig im Krokodilhaus ihre Kreise ziehen.
    (12.03.2009)
    IP66:   Mir scheint die Diskussion ein Beispiel dafür vorzustellen, daß selbst bei beliebten gut züchtenden Arten recht bald die Aufnahmepotentiale erschöpft sind - denn Löwen stellen ja dank ihrer relativ kurzen Lebensspanne, leichter Haltbarkeit und Popularität sicher ein besonders einfach zu verbreitendes Schautier. Ich verweise in diesem Zusammenhang ja gerne auf das Verschwinden der alten Raubtierhäuser und ihrer vielen kleinen Anlage, in denen man auch nicht mehr zur Zucht gebrauchte Einzeltiere gut unterbringen konnte. Für Halle trifft das aber nur bedingt zu, und ich denke, daß dergleichen Überschußprobleme bei vielen Arten grundsätzliche Fragen aufwerfen, gegen die wohl keine Neubauten von Raubtierhäusern des überlieferten Typs, sondern nur planvolle Zuchteinschränkungen und die Tötung überzähliger Exemplare helfen kann.
    (12.03.2009)
    Michael Mettler:   Es ist schon kurios. Früher blockierten Mischlingslöwen in den Zoos den Platz für reinblütige; heute blockieren reinblütige, aus der Zucht genommene Löwen den Platz für - ja, was kommt eigentlich als Nächstes...?
    (11.03.2009)
    Oliver Jahn:   Stimmt, aber dennoch beachtlich, dass der Zoo auf besucherwirksamen Nachwuchs verzichtet.
    (11.03.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Bono wurde "nur" sterilisiert, nicht kastriert.
    (11.03.2009)
    Oliver Jahn:   In Halle hat es bereits wieder geklappt mit dem Nachwuchs bei den Ameisenbären. Endlich scheint der Bann gebrochen! Das freut mich sehr. Leider war aber auch zu erfahren, dass der Löwenkater kastriert wurde. Er hat wohl seine (Zucht)Schuldigkeit getan.
    (11.03.2009)
    Ralf Seidel:   Gemach, gemach: das einzig wirklich Aktuelle ist die Nachricht, dass das Wittekind nun wieder in städtischem Besitz ist - das war lediglich eine Frage des Zeit...
    Ideen für Insektarium und Nachttierhaus gibt es schon seit Jahren, u.a. auch unter der Prämisse küftige Nutzung des alten Aqariums. Medien schmeißen ja auch gern mal alles durcheinander, inwiefern der Bereich Wittekind da mit ins Spiel kommt wird sich zeigen. Das geplante Frosch-Artenschutzzentrum ist auch nicht zwangsläufig mit der EAZA-Kampagne gekoppelt - eine Realisierung war schon bei der Veröffentlichung in den Medien frühestens erst in 4-5 Jahren angedacht, sofern entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen...
    (09.03.2009)
    Michael Mettler:   Die Pläne mit Insektarium und Nachttierhaus sind für mich neu. Ist mit Ende der EAZA-Amphibienkampagne auch das angedachte Froschzentrum "gestorben"...?
    (06.03.2009)
    Alexander Fuchs:   So bin wieder da, aus 1000 und einer Nacht :D und habe heute gleich etwas endeckt...

    http://www.halleforum.de/Halle-Nachrichten/Staedtisches-Leben-Stadt-hat-Wittekindbad-wieder/19634

    Muss mich erstmal hier durchforsten und den zweiten Teil der Chronik bestellen :)

    Jaja, reisen kann anstrengend sein.
    (06.03.2009)
    Ralf Seidel:   Gern geschehen, auf Grund der Tatsache, dass bei vielen Opuntien die Früchte essbar sind, werden sie auch Feigenkakteen genannt. Die Euphorbien gehören tatsächlich zum Großteil zu den Sukkulenten und sind sehr vielgestaltig in weiten Teilen Afrikas zu finden. Da gibt es dann aber auch wieder Ausnahmen,
    etwa den allseits bekannten Weihnachtsstern (E. pulcherima) aus Mexiko - der ist wieder keine Sukkulente. Ist also schon ne nicht ganz einfache Geschichte...
    Und um den Kreis wieder zu schließen: in Halle gibt es ja auch einen der ältesten Botanischen Gärten mit einer sehr umfangreichen Kakteen - und Sukkulentensammlung...
    (05.03.2009)
    IP66:   Vielen Dank! Ich hatte sie immer für Euphoribien gehalten, doch jetzt bin ich klüger ...
    (04.03.2009)
    Ralf Seidel:   @IP66, kurzer Tripp ins Botanische -
    Opuntien sind den Kakteen nicht nur ähnlich - es sind auch welche..))
    (04.03.2009)
    IP66:   Zumindestens in den 50er und 60er Jahren sind die kakteenähnlich aussehenden Opuntien beliebte Bestandteile von Alpinum-Bepflanzungen, auch und gerade in dem kurz nach der Jahrhundertwende errichteten Alpinum der kölner Flora. Auch hier findet sich die Trockenflora zuseiten eines Wasserfalls und grenzt an einen großen Weiher - offensichtlich nahm man dies nicht als Widerspruch war und gab sich damit zufrieden, daß das jeweilige Beet einen geschlossenen Eindruck vermittelte.
    Ganz verstanden habe ich allerdings immer noch nicht, weshalb ein Park, der bis in die 1880er Jahre weit vor den Stadtgrenzen lag, einen derartigen Wasserfall und Kakskadenaufwand erforderte. Allerdings gab es in einem passenden Vergleichsbeispiel, dem Hardtpark in Elberfeld, schon in im letzten Drittel des 19. Jahrhundert eine Schlucht mit Wasserfall, Berghütte und dramatisch angelegter Brücke. Daß dergleichen in Halle fehlt, würde ich aber auch eher dahingehend interpretieren, daß die entsprechenden Brunnenanlagen weniger anspruchsvollen Gestaltungsideen entsprachen.
    (04.03.2009)
    Michael Mettler:   Und so sähe das Ganze dann auf dem heutigen Luftbild aus. Meine weiße Linie läuft in beiden Fällen außerhalb der angedachten Struktur, um ihren Rand nicht zu verdecken. Das ergäbe schon einen ganz netten Wasservorrat. Steht/stand eine Pumpe womöglich im Sockel des Turmes...?
    (20.02.2009)
    Michael Mettler:   Sollte die Form der ehemaligen Waldschänkenterrasse bzw. ihrer "Rückwand" gar auf einen sehr großen "Wasserkeller" auf dem Gipfel des Reilsberges hinweisen? Siehe Planausschnitt von 1917.
    (20.02.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich weiß. Aber wird er möglicherweise via Volierenbecken gespeist und konnte überhaupt nur deswegen an dieser Stelle neu angelegt werden?
    (19.02.2009)
    Oliver Jahn:   Darum habe ich den breiteren Bildauschnitt gewählt. Allerdings ist der Ameisenbärengraben neu.
    (19.02.2009)
    Michael Mettler:   Prima, danke. Das Bild verdeutlicht auch sehr schön, was ich mit dem evntuellen Zusammenhang von Volierenbecken und Ameisenbärengraben meine.
    (19.02.2009)
    Oliver Jahn:   Dann mal hier eine kleine Hilfe für deinen alten PC ;-)
    (19.02.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich meinte das so, dass der Turm demnach nicht bis unters Dach voll Wasser gewesen sein kann - so habe ich mir aus Laiensicht nämlich bisher einen Wasserturm vorgestellt und mir nie weiter Gedanken darum gemacht. Ist ja ganz neue Materie für mich... Aber das mit Sockel und Keller passt schon sehr gut mit meinen Gedanken zusammen.
    (19.02.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, wieso passt da noch weniger Wasser rein? Ich nehme an, dass der Sockel die Zisterne ist und man darüber dann den Aufgang für Besucher baute. Und wenn ich dann den Sockel mit einem evtl. Keller zusammen rechne, dann dürfte das schon ein ganz beachtliches Volumen liefern.
    (19.02.2009)
    Michael Mettler:   @Andreas: Mein alter PC packt leider Google Earth nicht, da hätte ich zu gern schon selbst nach Beweisen gesucht... Für das Alpinum musst du aber gar nicht ketzerisch denken, denn genau so war es gedacht: "... die alpinen Anlagen mit Hunderten seltener Alpenpflanzen, wie Edelweiß, Steinbrech, Phlox, Fingerhut, Opuntien, Salvei u.s.w...." (Zitat aus dem "Rundgang" von 1907). Gut, einen Katus als Alpenpflanze zu bezeichnen, ist etwas gewöhnungsbedürftig; heute würde man schlichtweg von Steingartenpflanzen sprechen. Ich halte es für wahrscheinlich, dass auch das Alpinum schon vor Bau des Zoos vorhanden war. Vielleicht waren die Nischen, in die man dann die Grottenkäfige einbaute, vorher ganz einfach mit Sitzbänken bestückt - oder auch da gab es noch das eine oder andere Wasserspiel. Die Stauden verschwanden zu Zoo-Zeiten möglicherweise nach und nach, weil derlei Anlagen sehr pflegeintensiv (weil schnell von Wildkräutern und Gras überwuchert) sind und sich andererseits auch die anfangs noch kleinen Koniferen immer mehr ausbreiteten.

    Was mir noch auffiel: Zwischen den beiden säulenförmigen Basteien an Flusspferd- und alter Lama-Anlage könnte ich mir eine eindrucksvolle Freitreppe in Richtung des Wittekindparks (laut Chronik I ab 1846 in großen Stil ausgebaut) vorstellen - entweder nie verwirklicht oder weggerissen. Immerhin bildete der Wegrand ja anfangs noch die Grenze vom Zoo zum Park, so dass man die bauliche Gestaltung des Hanges vielleicht in engem Zusammenhang mit letzterem sehen muss.
    (19.02.2009)
    Andreas:   Das Bild von der Voliere ist m.E. sehr aussagekräftig.(Bild Renissancegarten) Dazu noch über Google Earth ein Blick von oben, Eine schöne, ovale Zisterne :-) Erst sprudeln kleine Bächlein aus Wand, dann in Wasserbecken, und dann weiter wie von Michal Mettler beschrieben. Vermutlich wurde der Wasserturm erst erbaut, als eine Versorgung mit TRINKWASSER zwingend notwendig war. Zitat ;“ Ein 1881 erbauter Turm an der Magdeburger Straße wurde ab 1899 durch den Wasserturm Nord ersetzt“ Und vermutlich wurde der Zoo beauflagt, eine eigene Trinkwasserreserve anzulegen. Es könnten einige Zeit Zisterne für Brauchwasser und der Turm nebeneinander existiert haben. Dann wurde die eigene Förderung evtl. zu teuer (Sanierungsbedarf ?)
    Die Ruine an den Robbenbecken, die Grotten erinnern doch sehr stark an das Zeitalter der Romantik( ist es ja auch :-)) und erinnert mich an einige Elemente des Wörlitzer Parks. Auch der Begriff Alpinum
    ist ja eine botanische Bezeichnung und man könnte sich, ketzerisch gedacht, den damaligen Bewuchs vorstellen

    (19.02.2009)
    Michael Mettler:   Besonders toll ist mein Foto nicht, aber es sieht so aus, als sei die Volierenrückwand tatsächlich in großen Teilen gemauert, und nur ganz links und rechts gibt es Kuppen aus gewachsenem Fels, die - ähnlich wie beim Gitterfundament der Greifvogelvoliere - mit Natursteinquadern überbrückt wurden. Das könnte demnach bedeuten, dass sich hinter der Rückmauer tatsächlich das Wasserreservoir befindet und der Turm dieses lediglich krönt. Dabei spräche nicht mal was dagegen, dass der Mufflonhang aus gewachsenem Fels besteht; nur bildete dieser früher womöglich einen schmalen Grat, gegen den man die Zisterne baute - und oben auf diese drauf eine Plattform mit Turm (der erste Turm vor 1913 war ja noch eine offene Konstruktion). Leider gibt das Foto der Waldschänke, deren Terrasse sich auf der Fläche der heutigen Großvoliere befand, auf S. 43 der Chronik I nicht viele Details zu dieser Frage her, zumal es nachkoloriert ist; es wirkt aber schon ein wenig, als laufe da im Hintergrund ein hellblaues Rinnsal fast senkrecht die grünlich kolorierte Kulisse hinab - und auch dieses Wasser muss ja auf der Spitze eines trockenen Berges irgendwoher kommen.
    (18.02.2009)
    Michael Mettler:   Dann passte ja NOCH weniger Wasser in den Turm... Und wohin führt die Kellertreppe des Turms, deren Schacht mit abnehmbaren Gittern überdeckt ist?

    Übrigens bilden heute auch der Wasserturm, das Becken der Großvoliere und der Wassergraben der Ameisenbären einen möglichen "Wasserlauf", der dann den Besucherweg unterqueren würde.
    (18.02.2009)
    Oliver Jahn:   Tja, da muss ich passen, ich meine, es ist eine Natursteinmauer.
    Aber der Turm hat in sich die Treppe, doch diese beginnt erst weiter oben, durch eine Außentreppe erreichbar. Der Fuß ist ein Natursteinsockel, in dem keine Treppe innen ist.
    (18.02.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Wenn diese Treppe innen spiralförmig nach oben verläuft, dann ist doch aber in der Mitte des Turms nicht sonderlich viel Platz bzw. die gespeicherte Wassermenge wäre nicht gerade riesig gewesen..? Wie sieht denn die Felsrückwand der großen Voliere aus, die ja auf der anderen Turmseite die Gegenseite zum Mufflonhang bildet? Ist das gewachsener oder hochgemauerter Fels?
    (18.02.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, der Turm dürfte schon an der höchsten Stelle stehen, denn wenn man sich die Gehege der Mufflons und der Schraubenziegen ansieht, dann sind diese aus Naturgestein und sie gehen bis an die Plattform, auf der der Turm steht.
    Innen ist heute nur eine Treppe.
    (18.02.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Das ergibt sich doch alles schon aus den vorangegangenen Beiträgen...?
    (18.02.2009)
    IP66:   Von einem Göbelwerk oder einer Mühle zur Befüllung der Wasserbehälter in Halle wissen wir ja leider nichts. Ich frage mich allerdings, wofür der Park die vielen Brunnen benötigte. Wissen wir eigentlich, wie die Anlage zwischen dem Tod Herrn Reils und dem Aufbau des zoologischen Gartens genutzt wurde und weshalb man dort so viele Brunnen gebraucht haben könnte.
    (18.02.2009)
    Michael Mettler:   @Andreas: So weit musst du für den Turm gar nicht zurückgehen, der ist erst 1913 gebaut. Und vielleicht wurde er erst dadurch nötig, dass man ab Zoogründung 1901 eine ständig wachsende Zahl großer Tiere hielt, die getränkt werden mussten, während man vor Zoogründung "nur" Wasser zum Gießen und für die künstlichen Bachläufe brauchte. Die größte Zahl der Einhufer und Paarhufer war ja tatsächlich im unmittelbaren Umkreis des Turmes (und somit OBERHALB meines vermuteten Zisternensystems) untergebracht, was deren Wasserversorgung deutlich erleichtert hätte.

    Ist der Standort des Turmes in Halle eigentlich wirklich die natürliche Bergspitze, oder sitzt er womöglich auf dem Niveau der heutigen Gaststätte auf, und man hat um ihn herum eine künstliche Böschung nachmodelliert? Auf der Aussichtsfläche am Fuß des Turmes (in Richtung Bergtiergehege/Zebragehege) gibt es jedenfalls an der Turmwand auch einen Treppenabstieg - wenn man so will, hat der Turm einen Keller. Ich habe den Turm noch nie betreten - befindet/befand sich das Wasserreservoir also möglicherweise gar nicht im eigentlichen Turm, sondern unter diesem? Dann könnte es ja sogar auf einer schon vorher dort befindlichen Zisterne basieren, deren Wände man einfach nur erhöht und dann einen Aussichtsturm draufgestellt hat.

    Wenn mir übrigens vor einem Jahr jemand vorausgesagt hätte, dass mich mal Bewässerungssysteme in einem Zoo interessieren würden, dann hätte ich den wohl für verrückt erklärt :-)
    (17.02.2009)
    Andreas:   Der Wasserturm muß nicht zwangsläufig unmittelbar an der Förderquelle- sprich Brunnen liegen. Und eine leistungsstarke Pumpe dazu muß nicht vorhanden sein. Es ist ja nur ein nach oben verlegter Wasserspeicher. Es reicht eine leistungsschwache, aber kontinuierliche Befüllung . Hauptsache, da Ding wird voll :-) Na, ja, je nach Verbrauch. Die Pumpe muß "nur" den Höhenunterschied und die gewünschte Fördermenge erreichen. Der Druckaufbau in der (Ab)Leitung ergiebt sich aus der Fallhöhe/-menge des Wassers. So ein Wasserturm ist eigentlich eine künstliche Erhöhung des Berges. Zb. vorrausgesetzt, wir hätten Modell Agricola, würde ich ein ebenerdiges (auf dem Berg)Auffangbechen anlegen, und dann mit Exenterschnecke hoch in den Wasserturm. Nur"Agricola" würde die Verlagerung des Antriebes AUF den Turm bedeuten.Ich versuche, mich gerade um 150 Jahre zurück zu versetzen :-)
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Wo befüllte man überhaupt einen Wasserturm? Mit leistungsstarker Pumpe - wegen des nötigen Drucks - von seiner Basis her?
    (17.02.2009)
    Andreas:   Und hier ein Kuriosum. Das Ochsentretscheiben-Pumpwerk im alten Brunnenhaus von Schillingsfürst
    Technische Daten : Leistung 500 W (0,7 PS)Drehzahlen Tretscheibe 4 U/min Kurbelwelle 20 U/min
    Wasserförderung 40 l/min (30 m3 in 12 h)
    Das Pumpwerk wurde 1702 über dem Heiligen Brunnen erbaut, um das 1,5 km entfernte Schloß Schillingsfürst mit Wasser zu versorgen. Bei Straßenbauarbeiten usw. tauchen immer wieder Teile der alten, hölzernen Wasserleitung auf. Einige Stücke davon und ein Bohrer für die Baumstämme sind im Pumpenhaus zu sehen.Erbaut wurde das Pumpwerk vom Nürnberger Brunnenmeister Martin Löhner (1636-1707). 1729 wurde das Brunnenhaus um einen Wasserturm erweitert, damit auch nach der bis zu zwölfstündigen Arbeitsschicht im Schloß noch Wasser floß. Dieser Wasserturm wurde 1887 aufgestockt, um den Druck zu erhöhen.

    (17.02.2009)
    Andreas:   Habe mal ein wenig in meinen Unterlagen gekramt. Und dann nach Entzifferung :-) der Stichworte gegoogelt. Von Interesse war ja die Leistungfähigkeit und Dimension damaliger Pumpwerke. Georgius Agricola hat ja schon 1530 ein Pumpwerk(allerdings für den Bergbau) beschrieben. Nicht mit dem Tretrad, sondern mit einem Göpelwerk angetrieben, braucht man den Göpel (Durchmesser ca. 10m Durchmesser, Kraftabnahme unter Flur) und den Platz für den Brunnenschacht (großzügig gerechnet 12 m²), Getriebe und Sammelbehälter. Es reichen gepflasterter Untergrund, Ständerwerk, Dach, da nicht von Winterbetrieb auszugehen ist.
    Ein schönes Beispiel für Überwindung von Höhenunterschieden ist Bad Arolsen : Die Wasserkunst ist eine historisch außergewöhnliche Trinkwasserförderanlage, die schon im ausgehenden Mittelalter die 65 Meter höher gelegene Bergstadt versorgte. Auch heute noch wird Quellwasser mit Hilfe eines Mühlrades zu einem Kump auf dem Marktplatz gepumpt. Von 1535 bis 1981 war sie als Wassergewinnungsanlage für das nahezu grundwasserlose Landau in Betrieb.
    (17.02.2009)
    Oliver Jahn:   @Michael, so sehr mich auch dein Wasserkreislauf fasziniert, mit dem Bad Wittekind dürfte er weniger, wenn nicht sogar gar nichts zu tun gehabt haben, denn dieses bezog sein kostbares Nass aus einer Solequelle, welche in einem eigenen Brunnen sprudelte und auch die Becken des Bades speiste.
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Für einige Bereiche wäre seit der Nutzung des Berges als Zoogelände gar kein Zurückpumpen mehr nötig gewesen. Wasser, das durch die Becken von Robben, Schwimmvögeln, Elefanten, Flusspferden oder Pinguinen gelaufen war, hat man wegen der Verdreckung bestimmt nicht wieder auf den Berg hochgepumpt. Selbst für meine vermutete Alpinum-Kaskade gibt der Plan von 1912 eine Weiterführung her: Der Wasserlauf in der Greifvogelvoliere biegt verdächtigerweise in Richtung Steinbockfelsen ab, und deren Wasserläufe wiederum in Richtung Reilsburg. Wer weiß, ob nicht das aus dem Wasserspeier am Weinlaubengang stammende Wasser am Ende seiner "Talfahrt" als Toilettenspülwasser in der Reilsburg diente...?

    Für 1913 fand ich in Chronik I den Hinweis "Bau des Aussichtsturmes mit Wasserbehälter und der Pumpenanlage im Brunnenhäuschen" - nur wo steht letzteres?

    Noch eine weitere Frage entstand dabei: Bis 1906 war der heutige Alpinumweg der Grenzweg des Zoos. Der darunter liegende Hang gehörte zu Bad Wittekind, das 1906 von der Aktiengesellschaft des Zoos gekauft wurde. Nun standen ausgerechnet an der Bad-Seite des Alpinumweges auffallend viele Aussichtsbasteien - sollte das Bad von dort sein Wasser bezogen haben? Interessant ist in diesem Zusammenhang auch Folgendes: Innen- und Außenbecken für die Flusspferdhaltung wurden 1920/21 gebaut, und dafür mutmaßte ich ja unten schon, dass diese aus den benachbarten Basteien gespeist worden sein könnten. Im Oktober 1921 wurde der Badebetrieb in Bad Wittekind mangels Rentabilität eingestellt und erst 1924 nach Bau eines neuen Badehauses wieder aufgenommen. Nur Zufall? Oder konnte man sich womöglich die Haltung eines Flusspferdes an dieser Stelle nur erlauben, weil die benachbarten Wasservorräte nicht mehr für das Bad benötigt wurden...?

    Nebenstehend noch ein Bild zur vermuteten historischen Wassersituation: Der heute für Frettchen genutzte Käfig am Hauptweg; der Betonsockel dürfte deutlich jünger sein als der Felsaufbau. 1912 war dies laut Plan ein Fischotterbecken, und auf dem Plan von 1901 diente es noch gar nicht der Tierhaltung, sondern sieht schlichtweg nach Brunnen aus!
    (17.02.2009)
    IP66:   Im 18. Jahrhundert verwendete man einfach hoch gelegene Wasserreservoire beachtlichen Ausmaßes, wie das heute noch im Schloßpark Wilhelmshöhe bei Kassel praktiziert wird. Mit dem aufkommen der Dampfmaschiene konnte sich dann auch Falchlandbewohner wie die preußischen Königs Fontänen leisten, wobei das potsdamer Pumpwerk ein gar nicht so kleines, als Moschee verkleidetes Gebäude füllt. Irgend eine Form von Pumpwerk muß es gegeben haben, das man das Wasser nicht mit Eimern in den Turm getragen haben wird. Für eine dauernd laufende Maschiene wäre aber ein Pumphäuschen erforderlich gewesen, daß ich mir ähnlich groß wie den kleinen Leda-Tempel im Zoo Berlin vorstellen würde.
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Wie groß muss man sich eigentlich historische Pumpwerke für derlei Wasserspiele vorstellen? Der Innenraum der Malaienbärgrotte enthält immerhin von außen zugängliche Nebenräume, die bei der Zweckentfremdung als (winzige) Absperrkäfige genutzt wurden. Neben der Hörnchenvoliere, auf meinem Foto gut erkennbar, führt eine Tür eher in den Berg als in die Voliere hinein, denn deren Rückwand liegt mit der Tür in einer Flucht. Denkbar wäre zudem noch, dass einige meiner vermuteten Zisternen Pumpenkammern waren. Last but not least wären für die Vor-Zoo-Zeit auch simple Wasserhebeanlagen denkbar, die mit einem im Kreis laufenden Arbeitstier angetrieben wurden. Passende mehr oder weniger runde Plattformen lassen sich durchaus in das historische Wegesystem hineininterpretieren.

    Möglicherweise war sogar die Konzertmuschel vor dem Bau des Zoos ein Wasserfall o.Ä. - sie stand am Hang unterhalb zweier Aussichtsplattformen und der Malaienbärgrotte....
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Ich denke schon, dass die Wasserspiele nicht pausenlos liefen, sondern vielleicht sogar nur an stark besuchten Tagen. Ähnliches gibt es ja bis in jüngere Zeit, so laufen/liefen z.B. selbst die geschlossenen Wassersysteme in der hannoverschen Geiervoliere (Bachlauf) und Limikolenanlage (Ebbe/Flut) nur an Sonn- und Feiertagen.
    (17.02.2009)
    IP66:   Ich werde mir bei meinem nächsten Besuch die Malaienbärengrotte noch einmal gründlich ansehen - vielleicht gelingt es mir ja dann, Alt- und Neubstand zu trennen. Auf dem Bild scheint mir das außerordentlich schwierig, aber übersehe ich ja auch da etwas.
    Das System der Wasserfälle klingt interessant und ich denke, daß zumindest die Brunnenanlagen als Altbestände verstanden werden können. Für größere Wasserfälle und Fontänen benötige man zwei Dinge: Wasser und Pumpanlagen. Gerade im Fall von Wassermangel kann man seine schönen Wasserfälle und Kaskaden ja nicht pausenlos beschicken, ohne daß man das Wasser am Ende wieder hinaufpumpt. Selbst dann ist der Verlust durch Verdunstung und Versickern recht groß. Insofern müßte man die Chronik noch einmal auf die Anschaffung einer Pumpanlage prüfen, die es erlaubte, die Reservoire auch bei Trockenheit wieder zu beschicken.
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Was man doch alles überliest, wenn man vorrangig auf die Tierarten fixiert ist... Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten Halle, Heft 3/1907, "Ein Rundgang durch unseren Garten": "Aber auch von den Bastionen hat man einen guten Einblick in die von kleinen Wasserläufen berieselten natürlichen Felshänge, in denen Sibirische und Sinai-Steinböcke, Mähnenmuflons vom Atlas, Tahrs vom Himalaya und die Gemsen unserer Alpen umherklettern." Mehr Hinweise auf Wasserläufe finden sich allerdings nicht, auch nicht für die Greifvogelvoliere. Zu erwähnen vergessen oder erst nach 1907 eingerichtet...? Auf dem Plan von ca. 1912 ist jedenfalls ein Wasserlauf dort eingezeichnet.
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Fortsetzung der Beweisführung: die Steinbockanlage. Denken wir uns den Baum weg (der auf jeden Fall keine über hundert Jahre alt ist...), dann wurde die Rinne zwischen seinem "Becken" und dem Stalleingang bestimmt nicht von den Steinböcken in den Fels getreten :-)
    (17.02.2009)
    Michael Mettler:   Man darf ja nicht vergessen, dass Reil den Berg schon 1803 bekam und bepflanzen ließ - und dazu war gar nicht viel Zeit, denn er starb 1813. Seine Nachfolger setzten die Parkgestaltung fort, der Zoo entstand ja erst 1901 - und zwar in einer Bauzeit von sage und schreibe nur zwei Monaten! Da hatte man bestimmt wenig Zeit und Geld für das Anlegen von Zisternen und Wasserspielen, also würde ich vermuten, dass die zumindest größtenteils schon vorher vorhanden waren und "nur" eingebunden wurden - aber das bestimmt sehr reizvoll. Eigentlich schade, dass man das nur mit einem Wahnsinnsaufwand wiederherstellen könnte. Ich stelle mir gerade die heutige Hörnchenvoliere wieder als Teil eines solchen Wasserlaufes vor, nur statt der Hörnchen dann Wasseramseln und Gebirgsstelzen drin... (Um Protesten vorzubeugen: Die Hörnchen blieben dann trotzdem im Zoo, aber eben woanders.)

    @Oliver: Es wäre auch möglich, dass der Wasserlauf nach Durchqueren des heutigen Hörnchenkäfigs in Richtung Greifvogelvoliere abbog und diese eine Etage tiefer durchfloss. Somit könnten die Beckenrudimente durchaus aus NAW- und Kinderzoo-Planungszeiten stammen. (und dass sie nie in Plänen auftauchten, liegt auf der Hand, weil es wahrscheinlich keine Tieranlage war). Aber wir haben uns diese Ecke des Zoo doch angesehen: Auf der anderen Wegseite gibt es ein so starkes Gefälle, dass man da zwar prima eine Riesenrutsche an den Hang, aber nur schlecht einen Kinderzoo bauen könnte. Sollte der womöglich auf die Fläche der späteren Wisentanlage...?
    (16.02.2009)
    Andreas:   Der geplante Kinderspielplatz wäre in der Tat eine Erklärung. Und wie das so üblich war, nach Baubeginn stellte sich raus, daß die Örtlichkeit doch nicht so geeignet war :-) Kaum erweiterungsfähig und durch die relative Nähe zum Hang müßte vielleicht noch ein (optisch störender) Sicherungszaun gebaut werden.
    Sich die Wasserspiele und Grotten vorzustellen, ist echt faszinierend. Entsprachen sie doch dem Zeitgeist und waren echt parktisch angelegt, falls Michael recht hat.
    (16.02.2009)
    Oliver Jahn:   Das klingt sehr venünftig und im Zusammnenhang gesehen, macht es auch Sinn. Lediglich bei den von Alex entdeckten Resten eines Geheges oder was auch immer kann ich mich nicht so ganz davon lösen, hier den klassischen NAW-Stil erkennen zu glauben mit dem für diese Zeit so typischen Kieselsteckputz.
    Weiterhin ist in der Chronik II auch mehrfach zu lesen, dass Dr.Voß Ende der 40er dort einen Kinderzoo plante und mehrfach ist von dessen Baubeginn dort zu lesen. Leider findet man diesen auch auf keinem Plan.
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   Die Greifvogelvoliere. Auch da bin ich aus Laiensicht nunmehr geneigt, die Grotte und einen Teil der Geländestruktur (zwischen der Felskuppe hinter dem Volierengitter und der Grottenwand befindet sich ein "Tal" - wahrscheinlich der wasserlauf vom Zooplan von 1912) als Altbestand zu betrachten. Wie man an den Natursteinmauern unschwer erkennen kann, wurde um den ursprünglichen, am dunkelsten gefärbten Felsaufbau mit der Grotte darin mehrfach "angeflickt", zumal die Vorgängervoliere am selben Standort anscheinend von der Besucherseite aus betrachtet weniger tief war. Um für das Gitter einen geraden Sockel zu schaffen, wurde die Felskuppe im Vordergrund, die quasi aus der Voliere "herausfließt", einfach mit einer aufgesetzten Steinmauer überbrückt.
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   Die Malaienbärgrotte, heute mit Kaninchen besetzt. Rechts vor ihr, hinter dem Besuchergeländer, der Ablaufschacht. Denkt man sich die Gitterkonstruktion weg, braucht es nicht viel Fantasie, im gemauerten Rest ein rechteckiges Becken mit Grottenbogen dahinter zu sehen.
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   Die Hörnchenvoliere im Alpinum, ehemals Brunnen. Hinter dem etwas heller grauen, m.E. nachträglich (auf die Kante des Wasserfalles?) eingesetzten rechteckigen Bereich der Rückwand ganz oben befindet sich die externe Nestbox. Oben rechts am Hang hinter der Voliere könnte sogar die Stelle des besagten Wasserspeiers am Weinlaubenweg zu sehen sein, aber da bin ich mir nicht ganz sicher.
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   Zur Verdeutlichung meiner Gedanken anbei der Zooplan von ca. 1912. Ganz rechts ist Nr. 50 der ehemalige Brunnen, heute Hörnchenvoliere im Alpinum. Nr. 21 ist die (inzwischen in der Form veränderte) Greifvogelvoliere, über deren grauen Trennstrich ich mir schon mal Gedanken gemacht hatte - aber wie man an den Steinbock-Anlagen (Nr. 22-25, rechts unten) sieht, soll das wohl einen Wasserlauf darstellen. Die Malaienbärgrotte ist Nr. 55, darunter Nr. 27 als Schnee-Eulen-Voliere. Wenn ich mich recht erinnere, erzählte mir Oliver Jahn von der Plattform gegenüber der Malaienbärgrotte, dass deren Boden beim Begehen etwas schwingt.... Zudem gibt es dort meiner Erinnerung nach irgendwelche Reste, die darauf hindeuten, dass auf dieser Plattform mal etwas halbrundes stand (anderes Geländer?), und ich meine mich an einen Gully dort zu erinnern (Wofür, wenn das Wasser doch auch über die Plattformkante ablaufen könnte?). Und wie gesagt: Unmittelbar vor dem Grottenkäfig gibt es rechts einen Ablaufschacht.

    Nr. 38 ist das spätere Flusspferdhaus, Nr. 39 wurde 1921 dessen Außengehege, und man setzte daran hangabwärts (auf dem Plan also oberhalb) das Außenbecken an. Wenn die beiden Aussichtsplattformen zwischen Nr. 39 und Nr. 19 tatsächlich Zisternen gewesen wären, hätte man daraus wunderbar das Becken befüllen können - welches vielleicht sogar selbst auf Basis einer alten Zisterne errichtet worden sein könnte, immerhin geschah der komplette Umbau vom Anthropoiden- zum Flusspferdhaus mit bemerkenswert geringen Geldmitteln.

    Wie erwähnt muss schon Reil Anfangs des 19. Jh. Unmengen von Gießwasser für seine Parkanpflanzungen benötigt haben, denn als er den Berg erhielt, war dieser praktisch kahl und wurde als Schafweide benutzt. Kaum denkbar, dass er Wasser in solchen Mengen per Fuhrwerk heranschaffen lassen konnte.

    Übrigens könnte auch der Offenstall auf der heutigen Yak-Anlage zum Originalbestand des Zoos gehören - oder womöglich sogar älter sein als dieser. Schon auf Fotos von 1909 sieht man im Hintergrund der dort untergebrachten Rentiere etwas, was dem heutigen Gebäude zumindest auffallend ähnlich ist, und an dessen Stelle steht im Plan von 1901 (Eröffnungsjahr des Zoos) ebenfalls schon ein quadratischer Stall (für Nilgaus). Sollte das etwa ein historischer Schaf-Winterstall sein, den man da zweckentfremdet hatte...?
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Chronik I, S. 13, über den Bau des Zoos 1901 - "Vielfältige Gelegenheiten nutzte man aus Kostengründen: ein Wasserbecken wurde zur Seelöwenanlage, ein Geräteschuppen aus Reils Zeit zur Affenunterkunft, eine Grotte zum Bierausschank und eine andere zur Malaienbäranlage."
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   @Andreas: Welchen Stein meinst du mit "Prallstein"? Die auffallend helle Steinplatte, die vor der kleineren Maueröffnung zu liegen scheint, gehört als "Deckplatte" bzw. Stand-/Liegefläche zu der aufgemauerten Felsnadel, auf welcher der Tahrbock steht. Aber mir fällt da rechts neben dem "Stalltor" eine anscheinend zugemauerte, halbrunde Öffnung auf...

    Ich stelle mir das Wassersystem des Reilsbergs angesichts der alten Zoopläne so vor: Auf halber Hanghöhe waren rings um den Berg Zisternen angeordnet, ein weiterer Ring solcher Behälter verlief eine Etage tiefer. Unten am Hang wurden die meisten Anlagen/Gehege platziert, die den größten Wasserbedarf hatten. Entlang der Wege führten im Originalzustand eventuell Entwässerungsrinnen, die das vom Hang allseits abfließende Regenwasser aufnahmen und in die entlang des Weges verteilten Zisternen leiteten, deren Dächer man als Aussichtspunkte bzw. Sitzplätze nutzte. Wasserspiele wurden so angelegt, dass sie aus einer höher gelegenen Zisterne gespeist wurden, ihr Wasser aber "danach" wieder in einer tiefer gelegenen aufgefangen werden konnte. So gibt es z.B. hinter der Malaienbärgrotte eine erhöhte Plattform (auf der jetzt besagte Wildschweinstatue steht) und der Grotte gegenüber eine Aussichtskanzel, unterhalb dieser die Schnee-Eulen-Voliere (deren Felsstruktur vielleicht schon vorher vorhanden war und ein flaches Becken darstellte?) und davor WIEDER auf der gegenüberliegenden Wegseite eine Ausbuchtung, die mir in natura nicht aufgefallen, aber im Wegeplan eingezeichnet ist und vielleicht ein weiteres Auffangbecken verdeckt. Ähnliche Anordnungen finden sich bei genauerem Hinsehen überall auf den alten Wegeplänen, z.B. eine Wegbucht oberhalb des Robbenbeckens, das wiederum oberhalb des großen Teiches platziert ist. Die eine oder andere der vermuteten Zisternen mag später mit Erde verfüllt und bepflanzt worden sein; so war die Plattform am Anthropoiden-/Flusspferdhaus im Original "leer", aber in jüngerer Zeit stand dort ein Baum. Ähnliche "Baumbuchten" gibt es wiederum auch andernorts im Zoo, spontan fällt mir eine oberhalb der Rückwand des Zierententeiches (ehemalige Pinguinanlage) ein - und auch da hätten wir wieder ein vorgelagertes Wassergehege, sogar (zumindest im Ursprungszustand) mit einem Wasserlauf aus der Rückwand, der genau unterhalb des heutigen Baumes entsprungen sein müsste....

    Möglich, dass nicht alle Zisternen als Felsbasteien verkleidet wurden, sondern man diesen Aufwand nur an besonders eindrucksvollen Plätzen trieb. Darauf muss ich bei einem nächsten Besuch mal achten.

    Laut Chronik II musste bei einer großen Hitzewelle 1957 ein Kesselwagen des Wasserwerks mit einem Fassungsvermögen von 6 Kubikmetern den Zoo versorgen. Das könnte man so interpretieren, dass der Zoo noch zu dieser Zeit weitgehend von Regenwasser als Brauchwasser abhängig war, das in der Dürreperiode fehlte!
    (16.02.2009)
    IP66:   Ich fände es zwar ein wenig gewagt, gleich alle Plattformen am hallenser Zooberg zu Wasserspeicherdecken erklären zu wollen, kann aber die Gedanken Michael Mettlers für den Bereich an Alpinum- und Weinlaubenweg gut nachvollziehen, zumal neben der Luft in den Reformparks auch das Wasser eine zentrale Rolle spielte und kleinere Brunnenanlagen gerade um die Jahrhundertwende auch in kleineren STädten geradezu inflationär aufgestellt wurden.
    Ob die Malaienbärengrotte tatsächlich als Altbestand gewertet werden kann, scheint mir - auch nach der gemeinsamen Betrachtung im Januar in Halle - eher fraglich, da man das Grottenwerk und den Käfig nicht recht auseinanderdividieren kann. Für möglich halte ich es allerdings, daß besagte Grotte mit Abdeckung, vielleicht aber ohne Gitter schon Bestandteil des Parks war. Als Gartenlaube konnte sie allerdings aufgrund ihrer geringen Höhe kaum dienen, und ich kenne Staffagen oder Tierkäfige in vergleichbarer Form nicht. Allerdings dürfte manche dieser kleineren Gartenarchitekturen, die man schnell für unmodern erklären oder beseitigen kann, auch verschwunden sein, ohne Spuren zu hinterlassen.
    (16.02.2009)
    Andreas:   @Michael Mettler: Einfache und eigentlich logische Erklärung. Hatte schon gegrübelt, welche Funktion die rechte, kleinere Öffnung mit dem "Prallstein" hat. Die Postkarte ist ist 1928 gelaufen.
    (16.02.2009)
    Michael Mettler:   @Alexander Fuchs: Ich glaube, ich habe eine Lösung für die von dir entdeckten Fundamentreste am Wittekindhang - es könnte sich um zwei kaskadenförmig angeordnete, gemauerte und auszementierte Wasserbecken gehandelt haben. Das, was wie die Anschlagkante für eine Käfigtür aussieht, könnte ein Wasserüberlauf zwischen den beiden Becken gewesen sein.

    Dazu der Gedankengang: Laut Chronik I, S. 111 wurde 1926 ein Brunnen im Alpinum zu einem "Käfig für amerikanische Kleintiere" umgebaut. Besagter Brunnen ist auf den Zooplänen von 1912, 1917 und 1925 eingezeichnet (im letzteren aber nicht mehr beschriftet), und nach Form und Standort kann es sich dabei eigentlich nur um den heutigen Käfig der Kaukasischen Eichhörnchen handeln, also den von unten aus kommend letzten Alpinumkäfig. Der vorletzte war übrigens ursprünglich ein Freilandterrarium und wurde ebenfalls erst 1926 zu einer Vogelvoliere umgestaltet (heute Chinchillas). Oben an der Rückseite des Hörnchenkäfigs steht eine große, hölzerne Nestbox neueren Datums. Am früheren Weinlaubenweg, dem Parallelweg oberhalb des Alpinums, steht in einer Mauernische ein (nicht in Betrieb befindlicher) Wasserspeier, desen genaue Position ich mir allerdings nicht gemerkt habe, und noch eine Etage höher befindet sich eine Aussichtskanzel. Alle vier genannten Elemente (einschließlich der Fundamentreste) befinden sich also auf verschiedenen Höhenstufen verdächtigerweise mehr oder weniger direkt übereinander am Hang. Daraus folgende Theorie, die man aber wohl nur vor Ort klären könnte: Die Aussichtsplattform ist das Dach eines alten Wasserspeichers. Aus diesem wurde ein Brunnen gespeist, wobei das Wasser eine Geländestufe tiefer aus dem Wasserspeier strömte, den Weinlaubengang querte (in offener, leicht zu überschreitender Rinne oder unterhalb der Wegdecke), in ein Auffangbecken floss (in dem heute die Hörnchen-Nestbox steht), als kleiner Wasserfall innerhalb der alten Brunnengrotte (heute Hörnchenkäfig) herabstürzte, den Alpinumweg querte (wie oben) und schließlich als "Bergbach" über den unteren Fliederhang in die besagten Becken mündete - wobei offen bleibt, ob es von dort aus noch weiter ging.

    Verdächtigerweise sieht auch die wohl schon seit Reils Zeiten bestehende Grotte des Greifvogelkäfigs und dessen flacher Teich danach aus, als sei dort ursprünglich ein Wasserlauf angelegt gewesen, und dieser könnte damals durchaus in den gleichen Ablauf gemündet sein wie der "Bergbach". Und: Auch am Greifvogelkäfig gab es eine Aussichtplattform...

    Den Faden spinne ich gleich noch weiter. Aus Chronik I wissen wir, dass es dem Reilsberg bei Anlage des Zoos an Wasser mangelte, weshalb man ja 1913 einen Wasserturm (den noch heute bestehenden Aussichtsturm) baute. Rings um den Berg findet man eine große Zahl von Aussichtsplattformen und -kanzeln - streng genommen mehr, als man für ein paar interessante Ausblicke über die Stadt gebraucht hätte, und manche dicht paarweise nebeneinander. Sollten das womöglich alles mal unter den Plattformen Wasserspeicher gewesen sein...? Eine Zisterne seitlich zu öffnen und ihren leeren Innenraum z.B. als Steinbockstall zu nutzen, wäre mit wenig Aufwand machbar. Warum wurde die Steinbockanlage ausgerechnet in jener abgelegenen Ecke des alten Reil-Parks errichtet? Auch am Hang oberhalb der Anlage befindet sich verdächtigerweise eine Aussichtplattform, und auf dem Plan von 1912 sieht es ganz danach aus, als habe es in der damals in vier Gehege unterteilten Felsenanlage pro Abteil einen Wasserlauf talwärts gegeben. Unten sammelte sich das Wasser im Graben entlang des Gitters und floss dann in Richtung Reilsburg ab. Ebenfalls auf diesem Plan sieht es danach aus, als hätten die Gebirgstiere noch nicht in der rückwärtigen Felswand ihre Unterstände gehabt, denn da sind noch rechteckige Hütten (?) vor der Felswand eingezeichnet. Also gäbe es hier tatsächlich die Möglichkeit, dass die heutigen Steinbockställe ursprünglich die Wasserspeicher für die vier Bergbäche waren bzw. als Zwischenauffang- und Verteilerbecken des Wassers dienten, das aus einem Reservoir unter der bergaufwärts befindlichen Aussichtsplattform strömte. Übrigens könnte auch die heute mit Kaninchen besetzte historische Malaienbärengrotte, die definitiv aus der Reil-Zeit stammt, ursprünglich eine Wasserfallgrotte gewesen sein; direkt vor ihr gibt es einen abgedeckten Schacht (Wasserabfluss), und dreimal dürft ihr raten, was sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindet - heute steht eine Wildschweinstatue darauf...

    Eine breite Verteilung von Wasserspeichern im Gelände schon zu Reils Zeiten macht durchaus Sinn. Reil wandelte den Berg in eine Parkanlage um; frisch gepflanzte Bäume und Sträucher benötigen aber - gerade wenn sie auf einer Bergkuppe besonders stark Sonne und Wind ausgesetzt sind und der Hang das Regenwasser ableitet - Unmengen von Gießwasser zum Anwachsen. Mag aber auch sein, dass manche solcher Zisternen erst beim Bau des Zoos oder sogar erst danach entstanden, so dass man Reils Konzept aufgegriffen und weiterentwickelt hatte. Aufgegebene Zisternen wurden einfach verfüllt oder zu Stallungen umgewandelt.

    Wie gesagt, alles nur Theorie - würde aber schön passen!
    (16.02.2009)
    cajun:   Nun ja, ob sie die Sumatraner verdrängen sei dahin gestellt und das wird die Zeit zeigen. Immerhin gibt es nun für die Malaien eine "Lizenz" unterartrein zu sein und nach dem ganzen Wirbel um die Amurtiger und deren genetische Abstammung in menschlicher Obhut, frage ich mich, was vielleicht noch bei den derzeitigen Sumatranern an genetischen Beimischungen "entdeckt" wird. Immerhin hielt schon der damalige Rotterdamer Zoodirektor anlässlich des Symposiums zur Gründung des Tigerzuchtbuches 1972 einen Vortrag in dem er rechtfertigte, dass seine Tiger durchaus ins Zuchtbuch aufgenommen werden könnten, obwohl sie einen Bengalen in der Ahnenreihe hatten. Er begründete das damit, dass ein Tiger schwimmend vom Festland her durchaus Sumatra erreichen könnte. Wer weiß also welche "Gene" noch im EEP schlummern?!?
    (05.02.2009)
    Michael Mettler:   Und ich hoffe, dass die Malaien nicht die Sumatratiger verdrängen werden, in deren "ökologische Nische" (wärmebedürftige Tigerunterart) in den Zoos sie nunmehr vorstoßen...
    (05.02.2009)
    Oliver Jahn:   Ich hoffe sehr, dass auch die USA sich jetzt am Austausch beteiligen. Das wäre doch nun für beide Seiten nur zum Nutzen!
    (05.02.2009)
    Ralf Seidel:   Bleibt in Sachen Malaysische Tiger in jedem Fall zu hoffen, dass es neben Abnehmern für diese schöne Großkatze auch noch einige Importe gibt, um die genetische Breite zu erhalten. Die Prager sind ja schon mit im Boot...
    (05.02.2009)
    Klaus Schüling:  
    Tiger ziehen nach Frankreich
    Bergzoo Halle: Die Raubkatzen Sirius und Johann müssen ihre Heimat verlassen

    HALLE/MZ. Vorbei ist jede Pose, wirkt erstmal die Narkose. Auch der majestätische Tiger Sirius macht schlapp. Schielend kippt der Hundert-Kilo-Kater um, nachdem ihn Zoo-Tierarzt Jens Thielebein mit seinem Narkotika-Pfeil trifft. Und Sirius ist nicht der einzige. Auch sein Bruder Johann wird ins Land der Träume geschickt.

    Für die Pfleger ist es ein trauriger Moment an diesem Montagnachmittag, ein Abschied bahnt sich an. Denn die beiden Jungtiere, die im Oktober 2007 in Halle zur Welt kamen, müssen den Bergzoo Halle verlassen. Für die Verladung in Transportkisten wurden sie narkotisiert. "Wir haben keinen Platz. Im Gehege der Eltern können sie nicht bleiben", erklärt Jutta Heuer als wissenschaftliche Mitarbeiterin. "Die Kater sind frühreif. Sie versuchen bereits, ihre Mutter zu decken, was wir verhindern wollen", so Heuer.

    Nachdem der Zoo im Oktober letzten Jahres bereits Bruder Tarek an den Berliner Tierpark abgab, geht es für Sirius und Johann nun nach Frankreich. Im "Park de Felines" in Nesles nahe Calais, einem Zoo, der sich nur auf Katzen spezialisiert hat, werde es für die Männer bald passende Weibchen geben. Der Grund: "Die Franzosen wollen ins Zuchtprogramm mit den Malaysischen Tigern einsteigen", sagt Heuer und verrät, dass endlich der Beweis erbracht sei, dass es Halle als einzigem Zoo in Europa gelungen ist, die seltenen Malaysia-Tiger nachzuzüchten. Bislang hatten immer wieder die einflussreichen amerikanischen Zuchtbuchführer die Reinrassigkeit des halleschen Zuchtkaters Sompon in Frage gestellt (MZ berichtete).

    Nachdem letztes Jahr das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig beauftragt wurde, ein genetisches Gutachten anzufertigen, hat sich dieser Nachweis nun erledigt: "Der Zoo von Melakka in Malaysia hat die Originalpapiere von Sompons Mutter und Großmutter auftreiben können. Der Stammbaum des Katers ist eindeutig dokumentiert, und der internationale Zuchtbuchführer Peter Müller hat die Reinrassigkeit schon beglaubigt", sagt Heuer, die sich mit dem stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke und den Raubtierhaus-Tierpflegern in ungewohnter Nähe von beiden Katzen verabschieden kann.

    Auch Tierarzt Jens Thielebein nutzt die Gunst der Betäubungsstunde. Er macht bei den Katzen noch einen Gesundheitscheck und entdeckt bei der Maulschau kleinere Überraschungen: Was anfänglich nach einer Zahnfleischentzündung bei Sirius ausschaut, entpuppt sich als Geschwulst und wird per Skalpell entfernt. Auch Tiger Johann, der bundesweit bekannt wurde, weil er als Baby von einer Medizinstudentin durch Mund-zu-Maul-Beatmung vor dem Ersticken gerettet wurde, hat Zahnprobleme. Weil ein neuer Eckzahn durchstößt, muss ihm der Tierarzt seinen Milchzahn ziehen.

    Dann entnimmt dieser noch ein paar Röhrchen Katerblut für Forschungszwecke. "Es gibt keine Impfstoffe für Großkatzen", erklärt der 46-Jährige. Egal ob gegen Katzenschnupfen oder Katzenseuche - er könne nur Impfstoffe aus der Hauskatzenapotheke verordnen. "Doch können erkrankte Großkatzen oft trotz Impfung keine Antikörper aufbauen", sagt der Tierarzt. Mit der Uni Leipzig wolle man jetzt die Ursachen erforschen.

    Auch Sirius und Johann werden zu Forschern - erst mal beschnuppern sie ihre neue Umgebung, zwei Kisten, in denen sie mit etwas Katerstimmung aufgewacht sind. Marlies Slotta, vom "International Zoo-Services" ist eingetroffen und verlädt die Kisten zum Abtransport. Sie will die Nacht durchfahren und in rund zwölf Stunden den Zoo in Nesles erreichen.

    [Dies ist die Meldung der Mitteldeutschen Zeitung, auf die Oliver Jahn in seinem Beitrag am 2. Februar verwies - Hier sei der Text hinterlegt - wer weiß, wie lange der Link zur mz funktioniert...]
    (05.02.2009)
    Klaus Schüling:   Können wir bitte diese Mutmaßungen zum Nürnberger Wasservögelbestand in einem anderen Thread weiterführen?

    (05.02.2009)
    IP66:   Ich habe nicht alle Schwimmvögel aufgescheucht, konnte aber die Kanadagänse fliegen sehen - gehören die dann noch zum Zoobestand?
    Es gibt ja kaum eine preiswertere Möglichkeit für einen Zoo, seinen Vogelbestand aufzustocken, als den Ankauf von Teichgeflügel. Auch der Pflegeaufwand ist geringer als bei in Volieren untergebrachten Arten. Insofern würde ich eher von Desinteresse denn von finanziellen Gründen ausgehen, wenn ein Schwimmvogelbestand ergestalt zurückgeht wie in Nürnberg.
    (05.02.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Zu Nürnberg: derzeitiger Bestand besteht aus Gänsesägern, Kolbenenten (beide bei den Bibern), Kanada- und Streifengänsen;
    man kann also an jedem Stadtparkteich mehr sehen. Ich vermute, dass aber vor allem finanzielle Gründe hinter dem Niedergang stecken.
    (04.02.2009)
    IP66:   Auch dafür kam der nürnberger Entenschwund ein wenig früh, und es müßte dann auch noch einen Restbestand an langlebigen Gänsen geben. Ich denke, daß es sich um eine Kombination von Desinteresse, Fuchsproblemen und Nichtmehreinsammeln der Eier gehandelt hat. Die Zoos, in denen größere Teiche dicht besetzt sind, ziehen zum einen viele Küken künstlich auf und kaufen zum anderen immer wieder Exemplare nach. Das ist natürlich arbeitsaufwendig und erfordert ein Interesse bei Pflegern, Kuratoren und Zooleitung.
    (03.02.2009)
    Michael Mettler:   Zweite Möglichkeit für "Desinteresse": Kupierverbot? Auch zum Beschneiden der Flügel müssen Enten eingefangen werden, da hatte man es früher leichter... Unter Flamingos gibt es in der Regel viel kupierten Altbestand.
    (03.02.2009)
    IP66:   @Michael Mettler: Ich könnte mir vorstellen, daß die Haltung kleinerer Entenarten auf einer ehemaligen Affenanlage am Delphinarium solchen Überlegungen geschuldet war - allerdings entvölkerten sich die nürnberger Weiher lange vor der Vogelgrippeverordnungswelle, so daß ich deshalb eher Desinteresse vermute, zumal die verordnungsbetroffenen Flamingos ja nach wie vor gehalten werden.
    (03.02.2009)
    Oliver Jahn:   Und auch in den USA wird man hoffentlich endlich die Tiere aus Halle anerkennen! Von dort aus wurden ja die ganzen Zweifel gesäht.
    (02.02.2009)
    Sven P. Peter:   Schön zu hören, dass man nun weiß dass sie reinrassig sind.
    Nun könnte sogar Berlin endlich es anerkennen.
    (02.02.2009)
    Oliver Jahn:   Neben all der Historie auch mal was aktuelles:
    http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=
    ksArtikel&aid=1229852995559&open
    Menu=1012902958704&calledPageId=0&listid=0
    Nun ist endlich auch die Frage der Reinrassigkeit der Hallenser Tiger geklärt.
    (02.02.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Folgen der Vogelgrippe-Bestimmungen? Rostock hat ja genau aus diesem Grund den Schwimmvogelbestand am Eingang durch problemlos aufzustallende Pelikane ersetzt. Eine Anlage wie der hallesche Zierententeich lässt sich natürlich viel einfacher "evakuieren" als z.B. der Große Weiher in Frankfurt.
    (02.02.2009)
    IP66:   Nürnberg - um den Zoo zu nennen, auf den ich anspielen wollte - präsentiert auf manchem seiner Teiche einfach gar keinen Schwimmvogel mehr, zumindest keinen, den man zum Zoobestand rechnen müßte ...
    (02.02.2009)
    Michael Mettler:   Dabei spielt sicherlich eine Rolle, dass mancher Zoo seine Schwimmvögel als vermeintlich natürliche Bewohner eines vermeintlich natürlichen Gewässers (in der Regel eines großen Weihers) präsentieren möchte. Die Zierenten in Halle schwimmen eben nicht nur in einer früheren Pinguinanlage, sondern werden im Grunde auch wie Pinguine präsentiert: Als Kolonie auf relativ engem Raum und mit Bassin statt Teich. Ähnliches gilt für die Gänse und Pfeifgänse bei den Pelikanen.
    (02.02.2009)
    IP66:   Die Zisternentheorie halte ich für sehr interessant. Wenn man bedenkt, welch' große Rolle noch bei der Gestaltung des Erweiterungsgeländes in Köln eine Wasserfläche spielte, kann man den Mut der Hallenser, ihren Zoo auf den Berg zu bauen, nur bewundern. Ich fand die vorhandenen Teiche bei meinem letzten Besuchen auch derart reich besetzt vor, daß mancher Zoo mit großen Wasserflächen weniger Vgelarten zeigt als Halle Teichgeflügelformen. Zumindest insofern könnte man behaupten, daß eine interessante Wassergeflügelhaltung nicht unbedingt riesige Teichanlagen erfordert.
    (02.02.2009)
    Michael Mettler:   Dazu wäre noch zu ergänzen, dass das erwähnte Becken schon vor dem Bau des Zoos vorhanden war und somit ursprünglich andere Zwecke hatte, als Robben zu beherbergen (was es dann ab 1901 tat). Da in der Chronik in Zusammenhang mit der Planung des Zoos die Wasserknappheit des Geländes als Nachteil erwähnt wird, würde ich vermuten, dass es sich bei dem Becken ursprünglich um eine Zisterne handelte und die Teichanlagen für Wassergeflügel auch aus diesem Grund hangabwärts genau unterhalb des Robbenbeckens eingerichtet wurden. Erst 1913 wurde nämlich ein Wasserturm im Zoo errichtet, der gleichzeitig als Aussichtsturm diente (und noch heute dient).
    (31.01.2009)
    Oliver Jahn:   @IP66, diese Kontinuität ist sicher der genrellen Lage des Zoos auf dem Reilsberg geschuldet. Hier baut es sich eben nicht so leicht, wie in manchem Flachlandzoo, und wenn man einmal hier ein Becken baute, und dazu womöglich noch Arbeiten verrichten musste, die Stein und Fels bewegten, dann hat man einmal diese Stelle auserkoren, und dann bleibt sie auch dort bestehen. Dem Grunde nach ist das im ganzen Zoo so, mit Ausnahme der wenigen ebenen Flächen, welche schon eher mal einen Wandel erfuhren. Und selbst auf diesen Flächen hat man das Raubtierhaus saniert und das Affenhaus z.B. wieder aufgebaut.
    (31.01.2009)
    IP66:   Es gibt bekanntlich Zoos mit älteren und weniger stark veränderten Robbenanlagen, aber ich finde die Kontinuität in Halle schon beeindruckend - zumal der Zoo besagte Anlage mehr oder weniger zum Grundbestand zählte, und das auf einem Gelände, das eben nicht durch große Wasserlandschaften geprägt war.
    (31.01.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Auch nach Erscheinen kann man noch etwas einstampfen :-) Will ich aber nicht hoffen. Lieber eines Tages Chronik III als Update.
    (30.01.2009)
    Andreas:   Danke für die prompte Aufklärung :-))

    (30.01.2009)
    Oliver Jahn:   und zwar genau hier.
    (30.01.2009)
    Oliver Jahn:   Also ihr beiden Angsthasen, genug der dezenten Formulierungen, die Chronik ist erschienen!! :-)
    @Andreas, die Robbenanlage von 1903 war schon an der Stelle, an der sie noch heute ist. Die Pinguinanlage hingegen entstand ja erst 1930/31 unter Schmidt an Stelle des Reilschen Gartenhauses, in dem die Affen untergebracht waren, und heute sind die Enten darin.
    (30.01.2009)
    Andreas:   Also, 1903 hatten die Robben ein eigenes, aus Klinkern gemauertes, zweigeteiltes Becken, daß der späteren Pinguinanlage nicht unähnlich sieht :-)
    (30.01.2009)
    Ralf Seidel:   @Oliver, die Kalifornischen Selöwen aus den 60ern kenne ich noch von unseren Schulwandertagen, Ende der 70er /Anfang 80er wurden die dann durch 1,2 Mähnenrobben ersetzt, das letzte Weibchen verstarb dann etwa 1 Jahr vor dem Umbau der alten Robbenanlage.
    Und was das "schwierig" mit dir betrifft gibt es ja noch die Einschränkung "Zeitweise" - immerhin...)))
    @Michael, in der Ägide Prof. Petzsch in den 50er Jahren gab es wohl diese "Zwischenhälterungen" für Importtiere aus der damaligen SU. Das dürften aber dann vorrangig Huftiere gewesen sein, ich glaube in den alten Führern aus dieser Zeit wird das auch erwähnt (Dagestanischer Tur ?). Robben wäre zwar naheliegender als Friedrichsfelde gewesen, von den 3 nach dem Krieg noch verbliebenen großen Zoos im Osten Deutschlands war ja Halle am wenigsten betroffen, halte dies aber eher auch für unwarscheinlich. Die von Karsten angeführte Variante ist mir dagegen noch in Erinnerung, auch wenn ich nicht wusste, um welche Arten es sich im Einzelnen genau handelte. Aber immer wieder las man mal was von Robbenartigen im Tierpark - nur gesehen hat die nie einer...Ich glaube in den 70ern gab es da auch mal ein Spiel mit Bildern aus dem Tierpark - und da waren auch Robben im Angebot. Die ersten Robben in der Schau dort waren ja bekanntlich die BAIKALROBBEN (hier schließt sich wieder unser Kreis ) in der Anlage neben den 2 Kuppelvolieren, in den 80er Jahren eröffnet.
    Ja und Karsten dein letzter Satz - besser und dezenter hätte ich das auch nicht formulieren können...))
    (27.01.2009)
    IP66:   Immerhin bestand ja über den zweiten Weltkrieg hinweg und deshalb auch danach in Halle ein benutzbares Robbengehege. Was die Unterbringung von Ringelrobben in Kleinstbecken angeht, so habe ich dergleichen selbst noch bald zwei Jahrzehnte nach den von Karsten Vick erwähnten Importen erlebt. Ich weiß nicht, wer sich noch an das kleine Gehege zwischen Pinguinanlage und Seelöwenbecken in Duisburg erinnert - wobei es aufgrund seiner geringen Größe auch leicht zu üebrsehen war. Dort hat Herr Gewalt über längere Zeit ein solches Tier ausgestellt.
    (27.01.2009)
    Karsten Vick:   TP Berlin hatte 1959 die ersten Baikalrobben im Transit, außerdem um die Zeit noch Seehunde, Sattelrobben und Ladoga-Ringelrobben. Ich weiß weder, in welchen Badewannen die aufbewahrt wurden noch in welche Zoos sie gingen. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie in diesen Zoos ein so kurzes Leben hatten, dass sie in keinem Zooführer erwähnt wurden und so auch der Aufmerksamkeit des Chronisten entgingen. Wenn man im MILU liest, dass der TP Gangesgaviale für die Zoos Dresden und Cottbus (!) im Transit hatte, dann wundert einen gar nichts mehr.
    Nebenbei wär ich ja ein bisschen vorsichtig mit solchen Andeutungen sonst stampft der Herr B. noch die ganze Auflage der Chronik ein und fängt von vorn an, weil die Baikalrobbe fehlt.
    (26.01.2009)
    Michael Mettler:   Hat Halle jemals Transitfunktion im Ost-West-Tierhandel gehabt? Eigentlich lief das doch über den TP Berlin, aber wo hätte der Robben zwischenlagern sollen? Vielleicht nutzte man die robbenleere Anlage in Halle kurzzeitig als Ausweichmöglichkeit.
    (26.01.2009)
    Oliver Jahn:   Mein lieber Ralf, nix plumper Versuch, sondern einfach eine wunderschöne Bilderserie von Walter Danz, die wieder einmal Fragen aufwirft, auf die ich leider gar keine Antwort aus der Chronik erwarte!!! Das Foto von Danz ist von 1961. Dieses Jahr halte ich für recht wahrscheinlich, denn in den Zooführern bis 1960 gibt es keine Robben im Zoo,in deren Anlage werden in allen Zooführern bis dahin (4 Stück) nur Pelikane erwähnt. Im Jahresbericht von 1963-67 (erschienen 2004) findet sich dann für 1963 1,0 Kegelrobbe. 1966 kommen dann 1,2 Kalifornische Seelöwen. Von diesen Tieren gibt es dann ein Foto und was steht daneben? "Kalifornische Seelöwen- die ersten Robben seit über 20 Jahren" Und diese Mitteilungen sind vom hochgeschätzten Chronisten!!!! So, und jetzt kommst du! ;-) Von wegen schwierig!!!! :-)))
    (26.01.2009)
    Ralf Seidel:   Diese Möglichkeit hatte ich auch schon erwägt - hielt die erstere aber für die Naheliegendste...)))
    (26.01.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf: Doch, und wie! Nur hatten wir DIESE "Nachtgedanken" schon längst VOR deinem Beitrag erörtert :-)
    (26.01.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, wie "Realität längst überholt" - redet ihr nicht mehr miteinander ??? (Ich hab dir immer gesagt, der Oliver kann zeitweise schwierig sein...))))
    Werde mir das mal heute Abend anschauen, allerdings fiel mir das mit den alten Abbildungen irgendwie auch schon mal auf.
    (26.01.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf, da hat dich die Realität längst überholt :-) Und dann schaut man, da Baikalrobben andernorts (z.B. in Wuppertal) einfach als Untermieter in Pinguinanlagen gesteckt wurden, nur mal spaßeshalber in Chronik I nach, wann eigentlich die alte hallesche Pinguinanlage (der heutige Zierententeich) gebaut wurde, und schon entdeckt man auf deren Foto (S. 139) nicht nur im Wasser neben den Pinguinen einen Seehundkopf, den man bisher nie wahrgenommen hat, sondern auch noch, dass die Form der abgebildeten Anlage überhaupt nicht mit ihrer heutigen und für original gehaltenen Form übereinstimmt und auch der Hintergrund nicht dazu passt.... Und schon hat man nicht nur wieder ein weiteres Halle-Rätsel, sondern Futter für weitere "Gedanken zur Nacht"...
    (26.01.2009)
    Ralf Seidel:   @Oliver, auch dieser plumpe Versuch, dass Erscheinen der Chronik nun nochmals anzumahnen, wird zu keinem Erfolg führen, du musst dich schon noch etwas gedulden... Kannst dich ja mit Michael schon telefonisch in euren legendären "Gedanken zur Nacht" drauf einstimmen...))))
    (26.01.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe heute ein sehr schöne Bilderserie von Walter Danz erhalten. Wieder mal hat der Zoo Halle mich erstaunt, denn mir war bis heute völlig neu, dass es im Zoo sogar mal eine Baikalrobbe gegeben hat. Das muss so um 1961 gewesen sein. Weiß jemand näheres?
    (23.01.2009)
    Ralf Seidel:   Also ob es den Gourmet dann erfreuen wird, sein Essen neben Ratten, Mäusen und sonstigen wuseligen Tierchen einzunehmen, wage ich zu bezweifeln...)))So riesig sind die Räumlichkeiten eigentlich auch gar nicht, für die Gaststätte stehen 3 Räume zur Verfügung, dann noch der Wirtschaftsbereich...An Tierhaltung ist meines Wissens in der Villa jedenfalls nicht gedacht.
    Das alte Wittekindbad soll zu einem Kinder-Zoomuseum sowie Frosch-Artenzentrum ausgebaut werden, ansonsten soll auf dem Territorium u.a. noch eine Kindertagesstätte entstehen. Für die Projekte Menschenaffenhaus und Schlangen wurden die potentiellen Standorte schon beschrieben.
    (03.01.2009)
    Martin Nebelung:   Gibt es für den Wittekind nun schon genauere Vorstellungen,oder soll eines der beiden Projekte dort Platz finden?
    Soll es in der Reilschen Villa neben der Gastronomie auch nebenbei Tierhaltung geben z.B. Nager?
    die ist ja ziemlich groß
    (03.01.2009)
    Ralf Seidel:   Priorität hat die Fertigstellung der Reilschen Villa am Haupteingang, hier soll ja dann eine gehobenere Zoogastronomie einziehen.
    Der Zeitplan für die Realisierung der Bereiche Wittekind, Giftschlangenzentrum und Menschenaffenhaus ist für die etwa nächsten 5 Jahre abgesteckt - sofern die erforderlichen Mittel fließen können...
    (03.01.2009)
    Martin Nebelung:   ab es in letzter Zeit Neuzugänge im Zoo?
    (02.01.2009)
    Martin Nebelung:   Welche Umbaumasnahmen sollen in diesem Jahr stattfinden?
    Wann sollen eigentlich die Pläne Giftschlangenzentrum und Menschenaffenhaus realisiert werden?
    (02.01.2009)
    Alexander Fuchs:   Die zwei Rentiere stehen in der Franzigmark und steht unter der Trägerschaft BUND Halle-Saal(e)kreis und Ökologie-Schule-Halle-Franzigmark.
    Die Franzigmark ist ein Naturrefugium in/ bei Halle für seltene Pflanzen und Tieren.
    Es ist keine Außenstelle des Zoos, aber ein sehr schöner Ausflugsort den kaum jemand kennt. Einen Besuch kann man nur empfehlen und es ist auch nicht mehr weit zum Tierpark Petersberg.



    Gebietsbeschreibung:
    Die Franzigmark als ehemaliges Naturschutzgebiet mit einer Fläche von 300 ha, gehört zum Naturpark "Unteres Saaletal".
    Ein Großteil dieser Fläche diente bis zum Jahr 2005 der Bundeswehr als Truppenübungsplatz.
    Teile sind gleichzeitig Landschaftsschutzgebiete bzw. Flächennaturdenkmal.
    Das Gebiet liegt zwischen dem Trompeterfelsen gegenüber Lettin (nördlich davon) und dem Kirschberg bei Brachwitz (südlich davon) und umfasst die Landschaftsteile Franzigmark, Saaleberge und Eulenberg (höchste Erhebung mit 106,3m).
    Das im Durchbruchstal der Saale gelegene Gebiet beinhaltet geologisch, bodenkundlich und hydrologisch interessante Bereiche.
    Quelle: www.franzigmark.de (Foto und Gebietsbeschreibung)
    (29.12.2008)
    Ralf Seidel:   Über die Art und Weise der Sanierung des Hauses für Totenkopfaffen ist mir bislang auch noch nichts bekannt...
    Die beiden jungen Rentiere, die zeitweise auf dem Weihnachtsmarkt standen, sind ein Geschenk der finnischen Partnerstadt Oulu. Für sie wurde eigens ein Gehege am halleschen Stadtrand (am Goldberg) angelegt. Dort können Spaziergänger die Tiere kostenlos in Augenschein nehmen. Wer der träger dieser Anlage ist, weiß ich aus dem Stehgreif jetzt auch nicht - mit dem Zoo hat das aber nichts zu tun.
    (29.12.2008)
    Martin Nebelung:   will noch mal an meine frage erinnern
    Kann mie jemand sagen ob die anlage wo die beiden Rentiere vom weihnachtsmarkt gehalten werden sollen eine außenstelle des zoos ist?
    (29.12.2008)
    Martin Nebelung:   Wie soll eigentlih die Renovierung der Anlage für die Totenkopfäffchen aussehen?
    Soll der Besatz gleichbleiben und welche Materialen sind vorgesehen um es diesmal "länger haltbar" zu mahen?
    oder ist eine komplette Neunuzung ein Thema?
    (16.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Gudrun Bardowicks, ebenere Flächen am Rundweg gibt es aber keine mehr. Diese würden sich erst erschließen, wenn endlich tatsächlich das Bad Wittekind dem Zoo zugeschlagen werden würde, wobei hier natürlich auch wieder der historische Parkcharakter des Bades erhalten bleiben muss.
    Ich habe einen Entwurf des Hauses im Hang gesehen, und es machte einen wirklich guten Eindruck. Klassischer Zwei-Etagen-Bau, wie für Halle typisch, sehr schön in den Hang intergriert, etwa unterhalb des vorderen Alpinums. Es sah nach einem Flachdachbau aus, dessen Dach sicher wieder begrünt werden wird. Hoffen wir, dass das Geld dafür zusammen kommen wird.
    (14.12.2008)
    Gudrun Bardowicks:   @Michael Mettler: Ich hatte auch eher daran gedacht, das Menschenaffenhaus inklusive Besucherraum auf der ebeneren Fläche am Rundweg zu bauen, nicht in den Hang hinein. Man könnte ja das obere Stockwerk auf den Hang hinausgehen lassen, die Haupthalle stelle ich mir aber auf ebener Fläche vor. Zumindest die in Hanglage liegenden und am meisten durch Erosion gefährdete Flächen sollten ausschließlich für die Freianlage genutzt werden. Auch kann ich mir vorstellen, daß man auch ohne riesige Grundfläche ein großzügiges und modernes Menschenaffenhaus mit Glasscheiben zum Besucher hin bauen kann, wenn man sich lediglich auf eine Art beschränkt.Ein Haus für mehrere Arten würde natürlich sehr viel mehr Grundfläche benötigen.
    (14.12.2008)
    Michael Mettler:   @Gudrun Bardowicks: Die ehemalige Wisentanlage besteht nur teilweise aus Hang, und da dürften die vorherigen Bewohner schon ausreichend für Erosion gesorgt haben... Was die baulichen Probleme betrifft (also nicht das Eigengewicht der Tiere), ist doch aber ein begehbares Menschenaffenhaus in Hang(rand)lage auch nicht unproblematischer als ein Flusspferdstall?
    (13.12.2008)
    Gudrun Bardowicks:   Aber wäre es nicht vom Baulichen her etwas problematisch, ein Flußpferdhaus mit Außenanlage an einen erosionsgefährdeten Hang zu bauen, auch wenn man keinen Unterwassereinblick einbauen würde. Ich könnte mir eine Flußpferdanlage auch besser auf der ebenen Fläche des Totenkopfaffenhauses vorstellen und würde die Hangfläche eher mit einer Gemeinschaftsanlage für gebirgsbewohnende Affen und Huftiere bebauen, die mit einem kleinen Haus in den ebeneren Bereichen zufrieden sind. Ich könnte mir gut eine attraktive Kombi aus Mähnenschafen und Berberaffen, möglicherweise sogar begehbar, oder aus Dscheladas und Mähnenschafen bzw. Nubischen Steinböcken vorstellen. Man könnte vielleicht auch eine Gemeinschaftsanlage für Blauschafe oder Markhore und Bergrhesusaffen oder Bärenmakaken bauen. Ich denke, der Hang würde sich auch für einen begehbaren Affenwald mit Totenkopfäffchen oder Kattas bzw. Varis eignen, oder für eine Anlage für Javaneraffen, Wanderus, Meerkatzen, Drills oder Mandrills eignen. Eine großzügige Menschenaffenanlage mit begehbaren Haus könnte ich mir dort auch vorstellen, ich würde mich aber auf nur eine Art am besten Schimpansen oder Gorillas,beschränken. Vielleicht könnte man hier sogar eine Junggesellengruppe für Gorillas etablieren. Weitläufige naturnahe Berganlagen für Pumas und/oder Schneeleoparden könnte ich mir dort ebenfalls gut vorstellen. Solche Anlagen gibt es im Umfeld von Halle bisher nicht.
    (13.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Michael, ich kann deinen Beitrag dick und fett unterstreichen. Mit allen deinen Argumenten rennst du bei Leuten wir mir absolut offene Türen ein. Aber eben nur leider in den meisten Zoos nicht bei den Verantwortlichen, denn hier vermittelt sich bei mir schon eher der Eindruck des "Größer Schneller Weiter". Hier setzen ein paar Zoos eben Maßstäbe, hinter die andere nicht zurücktreten wollen, vielleicht weil man Angst hat, altbacken oder unmodern zu erscheinen. Und da eben in den letzten Jahren nur drei Anlagen entstanden sind, wäre es total klasse, wenn Halle hier den Mut zu einer klassischen Flusspferdanlage mit viel Nähe hätte. Leider hatte das aber bisher kein anderer Zoo in Deutschland und so glaube ich nicht so recht daran. Aber Halle war ja schon öfter mal für eine Überraschung gut!
    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Na gut, ich wollte den Löwen ein größeres Gehege verschaffen und damit gleichzeitig Besucher auf die andere Seite des Berges locken, aber dann bleiben sie eben dir zuliebe an ihrem Pool :-)
    (13.12.2008)
    Sven P. Peter:   Zitat MM: "Das alte Zwergflusspferdgehege passt auch dazu und könnte zukünftig Tapire beherbergen, und selbst das Raubtierhaus bietet mit Tiger und Jaguar zwei Wasser liebende Katzenarten und Aquaterrarien. Über eine Löwenauslagerung habe ich mich ja schon ausgelassen :-)"

    Von wegen. In einigen Zoos (u.a. TP Berlin und Duisburg) sieht man die Löwen regelmäßig schwimmen.

    Das Foto mal ausnahmsweise nicht von mir, sondern von meinem lieben Foto-Kumpanen Siegmar Angerstein. Aufgenommen im TP.
    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Das sollte natürlich kein Plädoyer dafür sein, Hippos in Halle in Dreckbrühe zu halten :-) Ich meine nur: Es muss nicht immer gleich ein Unterwassereinblick oder auch nur ein begehbares Haus sein, deshalb halte ich - gerade auch wegen fehlender Vergleichsmöglichkeiten im Einzugsgebiet - eine kleine bzw. "normale" Lösung in Halle für durchaus besucherattraktiv.
    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Und warum? Wieviele tatsächliche und potenzielle Zoobesucher aus dem Einzugsgebiet Halles kennen denn die drei genannten Anlagen und ziehen den Vergleich? Dein Argument hätte für die Elefantenanlage genauso gegolten und würde auch für ein Menschenaffenhaus gelten. Selbst du als jemand, der schon viele Zoos gesehen hat, bist doch immer wieder begeistert davon, in kleineren Haltungen mal die eine oder andere Tierart statt in Riesenanlagen mal auf kurze Distanz zu sehen - das wird vielen Normalzoobesuchern nichts anders gehen.

    Es wäre - unabhängig von Halle - mal wirklich interessant, eine bundesweite Umfrage unter den Kindern von Zoobesuchern zu machen, und zwar sowohl in Großzoos als auch in kleinen Haltungen, Wildparks, Aquarien usw. Denn in dieser Lebensphase erlebt man m.E. einen Zoo doch sehr viel emotionaler und ehrlicher als als Erwachsener, als der man in vielen Dingen viel zu verkopft denkt und Manches nicht mehr an sich heranlässt. Aber ich behaupte, dass die Erwartungshaltung eigentlich zeitlebens die Gleiche bleibt und man als Erwachsener und vor allem als Zoofan schlichtweg nur dazu neigt, das eigene Erleben unter langatmigen Erklärungen, warum einem Dies und Jenes gefällt oder nicht gefällt, zu verschütten.

    Um den Bogen zurück zu schlagen: Auf die Reaktionen von Kindern vor der Berliner und Gelsenkirchener Hippo-Anlage habe ich noch nicht geachtet, aber in Hannover scheint es mir da keinen großen Unterschied zu machen, ob sie das Tier per Unterwassereinblick oder von oben herab im Außenbecken sehen. Entscheidend scheinen mir drei Faktoren zu sein - da wären wir natürlich wieder beim Verkopften, bin ja auch keineswegs frei davon: 1. Die Größe des Flusspferds muss ihre Wirkung entfalten können (dafür ist die Distanz wichtiger als die Perspektive), 2. das Tier muss Aktion zeigen (wie das von fast jedem Zootier erwartet wird, Faultiere vielleicht mal ausgenommen), 3. man muss das Spielchen "ja wo isses denn" spielen können. Wenn sich im Außenbecken die Wasseroberfläche teilt und das Hippo mit lautem Schnaufen Luft holt, hört man immer wieder begeistertes Kinderlachen - bei den modischen und sündhaft teuren Unterwassereinblicken hört man nicht mal das Schnaufen... Mal ehrlich: WIR haben uns doch früher auch schon für Hippos begeistert (oder tun es noch), obwohl die objektiv betrachtet viel zu eng untergebracht waren und statt aus gefiltertem Wasser aus Dreckbrühe auftauchten.
    (13.12.2008)
    Oliver Jahn:   Michael, der Platz der Wisente war recht großzügig, allerdings natürlich auch mit teilweiser Hanglage und Baumbestand. Das Problem sehe ich hier auch nicht im Platz, sondern in der Zeit. Zu Zeiten, in denen bei allen tatsächlichen Mängeln aber Berlin , Hannover und Gelsenkirchen (kenne ich selber noch nicht) die Maßstäbe für moderne Flusspferdhaltung setzen kann man heute eine kleinere Anlage ala Halle vielleicht den Besuchern schwieriger anbieten, als noch vor ein paar Jahren, in denen Besucher noch die Anlagen von Magedeburg und Leipzig kannten.
    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ich habe den alten Wisentbereich als recht weitläufig in Erinnerung, passt da wirklich keine Nilpferdanlage hin? Ansonsten gäbe es noch eine andere Lösung: Das Totenkopfäffchenhaus ist doch marode, und für diese Affen ließe sich mit wenig Aufwand anderorts im Zoo eine Anlage schaffen (vielleicht sogar begehbar). Dann könnte man die Fläche des jetzigen Hauses für einen Hippostall nutzen und die Außenanlage in einen Hippo-Pool umwandeln - z.B. für den Versuch einer dreiköpfigen Bullengruppe... Unmittelbar am Wirtschaftshof gelegen, wäre die Ver- und Entsorgung bestens lösbar. Wäre eine attraktive Abrundung des umliegenden Anlagen-Ensembles, das fast ausschließlich Wasser bewohnende Tierarten zeigt (Flamingos, Pinguine, große Schwimmvögel, Robben, Krokodile - bis hin zu Aquarium und Zierententeich). Das alte Zwergflusspferdgehege passt auch dazu und könnte zukünftig Tapire beherbergen, und selbst das Raubtierhaus bietet mit Tiger und Jaguar zwei Wasser liebende Katzenarten und Aquaterrarien. Über eine Löwenauslagerung habe ich mich ja schon ausgelassen :-)
    (13.12.2008)
    Oliver Jahn:   Also allein mit der Wisentanlage war ja ein erster Versuch unternommen, diese Seite etwas großzügiger zu nutzen, ihre Reste stehen noch und liessen sich ohne größere Mühe sicher wieder einem Gehege zuschlagen. Die Greifvogelvoliere ist nach ihrer Restaurierung auch absolut schön geworden und setzt eigentlich eine optimalen Ausgangspunkt, um den Besucher auf diese Seite des Berges zu "locken"! Und dafür muss eben noch zwingend etwas passieren, denn im Moment geht so gut wie kein Besucher zu dieser Voliere, da der weitere Weg dort eben gar nichts bringt.
    @Michael, die Idee mit dem Antilopenhaus habe ich nach unserem Telefonat auch noch mal durchdacht. Da wären einige reizvolle Möglichkeiten, hoffen wir aber erst mal darauf, dass das momentane Zackelschafgehege überhaupt mal wieder in Nutzung genommen und unabhängig vom Tierbesatz der Ameisenbären-Anlage zugeschlagen wird.
    Bei den Nilpferden hingegen sehe ich die Chance als echt vertan, die letzte realistische Möglichkeit wäre das Kamel- und spätere Elefantenhaus gewesen. Und da hat das Krokodilhaus eine Erweiterung unmöglich gemacht.
    Und dabei muss man mal wirklich festhalten, dass es mit den Nilpferden genau so wie dem Puma wäre, es gibt sie kaum noch in der näheren Umgebung. Und bei den Flusspferden kommt hinzu, dass man sie ja kannte, aus Halle, Magdeburg und Leipzig. Wenn jetzt also einer der drei Zoos, die nach heutigen Maßstäben ja doch recht eng bei einander liegen, wieder mit Hippos anfangen würde, dann wäre das sicher ein Alleinstellungsmerkmal, welches dem Zoo doch einiges an Besuchern zusätzlich bringen würde.

    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   Auch der schon genannte Alpenzoo Innsbruck hat es trotz steilen Geländes geschafft, Großtieranlagen zu integrieren...
    (13.12.2008)
    IP66:   Das Argument, die Berghängt wegen Erosionsproblemen nicht in Gehege zu verwandeln, kenne ich auch aus Karlsruhe - und in Köln senken sich die wohl nicht hinreichend gestützten Besucherplattformen am neuen Elefantenpark auch bedenklich. Doch selbst wenn man von Huftiergehegen Abstand nimmt, so bleibt doch immer noch die Möglichkeit, die entsprechenden Hangabschnitte für Stelzvögel oder anderes Geflügel einzuhegen.
    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   OK, das ist ein gewichtiges Argument, und da ist Flieder mit seinem weitstreichenden Netz aus Ausläufern sicher auch ein sehr effektiver Hangschutz. Allerdings dachte ich auch eher an Gehege wie das der Westkaukasischen Steinböcke, die als eines der wenigen in diesem Bereich liegen. Für felsbewohnende Affen z.B. dürfte die Steilheit des Geländes kein Problem darstellen, für wärmeresistente Bergwiederkäuer wie Mähnenschafe ebenfalls nicht. Eine begehbare Großvoliere für Waldrappen plus Nebenbesatz oder Freilandterrarien könnte ich mir hier ebenfalls vorstellen (ich denke dabei an entsprechende, sehr attraktive Anlagen in Innsbruck). Ließe sich jedenfalls alles einfacher in einen Steilhang integrieren als ein mehrstöckiges Menschenaffenhaus...

    Aufbauend auf den Gedanken an die sonnenexponierten Hänge und meinen schon genannten Vorschlag einer großen Anlage für afrikanische Wüstenhuftiere werfe ich einen weiteren Gedanken in den Ring: Wie wäre es mit einem neuen, zusätzlichen Spezialgebiet "Nordafrika/Vorderasien"? Diese Faunengebiete sind in den umliegenden Zoos kaum vertreten, es gibt eine gewisse Überschneidung mit dem traditionellen Spezialgebiet "Gebirgstiere", diverse Arten vom Wildesel bis zur Sandkatze werden in Zuchtprogrammen gemanagt und bieten weitere Möglichkeiten für Artenschutz-PR, viele besucherattraktive Tierarten ließen sich einbinden (z.B. Mantelpaviane, Magots, Syrische Braunbären, Persische Leoparden, Streifenhyänen, Nil(!)pferde, Vipern), aufwändige Häuser wären für viele Arten nicht notwendig, in einer kleinen Ausstellungshalle (Im Wittekind machbar?) könnte man mit wechselnden Sonderausstellungen über Geografisches und Kulturelles (z.B. Wüstenausdehnung, Altes Ägypten, Zweistromland) Publikum anlocken.

    Dabei denke ich noch nicht mal daran, den Zoo in einen Geozoo umzuwandeln. Wegen der bestehenden Gebäudesituation und der Topografie wäre dies ein recht qualvolles Unterfangen. Stattdessen könnte man die Zugehörigkeit der Gehege zu den Spezialgebieten - falls das überhaupt einen Besucher interessiert - durch entsprechende Beschilderung kennzeichnen. Darüber hinaus fände ich es für die Profilierung reizvoll, mehr Tierarten zu halten, die schon durch die Namensgebung dem Besucher das Spezialgebiet und den Bezug zum Bergzoo liefern (wie schon jetzt z.B. die Bergkarakaras: Bergzebras statt Steppenzebras, Bergkängurus (OK, schwer zu bekommen) statt Bennettkängurus, Bergriedböcke (zweiter Versuch an ruhigerer Stelle), Felsenpythons, Felsenmeerschweinchen, Felsensittiche, Felsenpinguine...
    (13.12.2008)
    Andreas:   @Michael Mettler:Soweit mich mein Gedächtnis nicht(wiedermal :-)) in Stich läßt, ist der Südhang der steilste Teil des Zoo`s. Kann mir vorstellen, daß aus Gründen des Erosionsschutzes von einer Einhegung Abstand genommen wurde. Das Wurzelwerk der Bäume hält doch am Besten das Erdreich fest. Für eine terraasierte Bebauung kämen nur lange, schmale, quer zum Hang verlaufende (Wechsel-)Gehege in Frage.
    Aus Gründen der Erosiom hat z. B. Burg Stargard etliche Gehege zurück gebaut, plant, das Damwild abzuschaffen.


    (13.12.2008)
    Michael Mettler:   Da ich das Wegesystem des Bergzoos weniger gut vor dem geistigen Auge habe als das anderer Zoos, habe ich eben wegen der Lage bestimmter Gehege einen Blick auf den Zooplan geworfen. Dabei fiel mir auf, dass ausgerechnet der West- und der Südhang des Berges - also die sonnigsten Bereiche - nur minimal für Gehege genutzt werden. Warum eigentlich? Gerade in früheren Zeiten versuchte man in anderen Zoos jedes bisschen Sonne für seine Tiere zu nutzen, aber es ist ja nicht so, dass dort in Halle früher mal Anlagen standen und nur heute weitgehend gehegefreie Flächen bestehen. Ist das alles "Fliederschutzgebiet"?
    (12.12.2008)
    IP66:   Immerhin hat es der Museumsneubau auf der Moritzburg auf die Titelseiten fast aller deutschen Feuilletons geschafft, und auch sonst ist Halle ja schon präsent, auch als Stadt, von der aus man die diversen kulturellen Sehenswüdirgkeiten in der Umgebung gut erreichen kann. Hingegen beklagte man sich jüngst in Leipzig, daß man für eine recht gut plazierte Rienzi-Staffel kaum auswärtig Karten verkauft habe, und auch das Publikum der von mir besuchten Aufführung klang sehr sächsisch, wobei auch diese Sachsen nicht sehr zahlreich erschienen waren. Bezeichnenderweise fand ich den Zoo an jenem etwas trüben Oktobertag sehr gut besucht, die Museen an anderen Tagen hoffnungslos leer. Mein Fazit läuft darauf hinaus, daß man tatsächlich ohne Beachtung der Stadt um eines Zoobesuchs willen nach Leipzig fährt, während der Zoo in Halle eher bei Stadtaufenthalten gleichsam "mitbesucht" wird.
    (12.12.2008)
    Michael Mettler:   @Alexander Fuchs: Zu deinem letzten Satz fällt mir spontan das Beispiel Rheine ein. Dort hat man sich mit unkonventionellen Ideen und kostengünstigen, aber publikumswirksamen Tieranlagen nicht nur ein Profil mit vielen Alleinstellungsmerkmalen, sondern auch einen sehr guten Ruf in Fachkreisen und den Respekt "klassischer", großer Zoos erarbeitet. Und das in einer Kleinstadt in "Randlage" und auf einer Basis, die damals einem durchschnittlichen DDR-Heimattiergarten geähnelt haben dürfte. Was man dort NICHT gemacht hat, ist, den größeren Nachbarn etwas in abgespeckter Version nachzubauen und sich dadurch seinen Anteil am Kuchen = Besucherzuspruch zu sichern.

    Und genau solche Chancen würde ich auch in Halle sehen, denn damit entstünde ein Gegenpol zum großen Nachbarn und Konkurrenten um die Besuchergunst. Statt von einer auf zwei Menschenaffenarten aufzustocken und trotzdem im Schatten von Pongoland zu bleiben, wäre es wie schon erwähnt zu überlegen, ob man nicht z.B. großräumige Anlagen für Niedere Affen schafft und damit etwas, was Leipzig (noch) nicht vorweisen kann (denn ich denke dabei an Größeres als den dortigen Pavianfelsen). Eine Marktlücke wäre auch der Wiederbeginn mit Nilpferden (die Idee mit einem Themenbereich Nil hatte ich ja schon mal zur Diskussion gestellt). Und selbst für eine großräumige Afrika-Steppe oder -Halbwüste gäbe es Möglichkeiten, der Bereich um das antilopenlose Antilopenhaus bietet sich unter Zusammenlegung von Gehegeflächen dafür an. Als Kontrast zur Leipziger Kiwara-Savanne denke ich dabei z.B. an eine Nordafrika-Kombi á la Hannover (Wildesel, Addax, Gazellen, eventuell ergänzt durch ein paar Dromedarstuten und die Mähnenschafe) oder eine "Kalahari" mit Chapmanzebras, Springböcken, Straußen und Oryx oder Kaamas - beides wohlgemerkt kombiniert mit irgendwelchen neuen Präsentations- oder Gestaltungsideen, um nicht nur eine x-beliebige Afrika-Anlage zu haben. Und nochmal zum Puma, der im Leipziger Konzept m.W. keine Rolle spielt (auch wenn ein Südamerikabereich kommt) und in Halle als dortiges Wappentier (!) nicht mehr vertreten ist: Der Slogan "Berglöwen auf dem Löwenberg" bietet sich doch für eine große, naturnahe Puma-Anlage von selbst an - vielleicht wäre ja sogar ein gewisser Sportartikelhersteller als Sponsor zu begeistern....
    (12.12.2008)
    Alexander Fuchs:   Jetzt muss auch ich mich mal wieder einschalten. Habe es seit Tagen mitverfolgt was hier so geschrieben wurde und ich freue mich persönlich darüber, dass der Zoo so viel Anklang unter den Forumsteilnehmern findet.
    Mir fällt spontan dazu eine Geschichte/ Tierpersönlichkeit ein. Gino der Seebär!!! Leider ist er an einer Lungenentzündung gestorben. Bei jedem Besuch im Zoo ist er mir und anderen, immer aufgefallen. Auch weil er die Nähe zum Pfleger gesucht hatte und sich, als kleinster in der Gruppe, mit älteren und stärkeren Tieren angelegt hatte.

    Eine Menschenaffenanlage kann ich mir sehr gut vorstellen, mit einer Gruppe Berggorillas ;) Nee war ein Scherz von mir.
    Das Haus am alten Bisongehege zu bauen halte ich für eine Lösung, aber dann müsste schon das Wittekind mit einbezogen werden. Sonst macht es kaum einen Sinn für die Freianlage.
    Selbst vorstellbar ist ein Affenhaus auf den Klausbergen, mit mehreren Arten.
    Man hat auch eine sehr schöne Sicht über das Saaletal und Eichendorffs Denkmal steht gleich daneben. Das Grab von Reil und das Denkmal von Eichendorff, welche Publikumseinrichtung (hab ich extra Allgemein geschrieben) kann schon so etwas zeigen?

    Ich freue mich auch schon sehr über das Schlangenzentrum an der Seebener Straße. Wünschen würde ich mir eine Zusammenarbeit mit der MLU oder einer anderen Forschungseinrichtung. Evtl. ein einsehbares Labor, in dem Forscher mit dem Gift der Schlangen arbeiten. Natürlich muss es sich mit dem Tierschutz vereinbaren lassen.

    Das die Stadt Halle hinter dem Zoo steht finde ich Klasse, aber wer Halle kennt, weiß auch, dass sich Halle schlecht oder kaum vermarkten kann. Wie soll es dann der Zoo schaffen?
    (11.12.2008)
    Oliver Jahn:   Michael, das neue Menschenaffenhaus soll an den Hang zum Wittekind kommen, also nicht in die Ebene, sondern in etwa an die Stelle, an der früher mal das alte Wisentgehege stand und es soll typisch für Halle ein mehrstöckiger Bau werden. Aber so weit ich erfahren habe, ist die Finanzierung wohl noch nicht sicher. Also bleibt zu hoffen, dass es nicht zu den Akten kommt.
    Ralf, dann könnte es ja doch noch zu Weihnachten klappen!!! Das wäre ja wirklich super!
    Martin Nebelung, in der Saubucht sind zur Zeit Angler Sattelschweine, der obere Bereich, in dem zwischenzeitlich mal Fuchsmangusten waren, steht leer. Aber auch die Saubucht steht als letzter Jost-Bau des Zoos unter Denkmalschutz, dennoch sind andere Projekte wohl erst mal vorrangig.
    (11.12.2008)
    Michael Mettler:   Und dieses Menschenaffenhaus steht doch dann garantiert auch wieder im "flachen" Teil des Zoos, oder?

    In Sachen Besucherattraktivität wäre es doch eigentlich wesentlich kostengünstiger, einen Affenfelsen für Paviane oder Makaken zu bauen (und das dann in den höheren Lagen des Zoos, um ein Ziel für bisherige Steigungsmuffel zu bieten), auf dem immer reger Betrieb zum Zuschauen einlädt. Ich denke schon, dass Publikumsbedarf nach "Bilderbuchaffen" besteht, die es seit dem Abgang der Mandrills und der nachfolgenden Rotkopfmangaben in Halle nicht mehr gibt; ein Weißkopfsaki fällt doch mehr in die Kategorie "hüpfender Wischmop" :-) Scherz beiseite: Selbst ein Zoo wie Basel, der schon die ausgefallendsten zoologischen Raritäten beherbergt hat, hält ja nicht ohne Grund an seiner Javaneraffenhorde fest. Sind eben "Tiere für's Volk".
    (11.12.2008)
    Martin Nebelung:   Wo genau soll dieses Mednschenaffenhaus dann stehen?
    Was ist ist eigentdlich mit der Saubucht geplant?Im Zooführer von vor 4 Jahren steht ja bereits das diese nicht mehr zeitgemäß wär,es waren zulezt glaub ich ja auch keine Schweine mehr da,weiß aber nicht genau.
    Hat sich der neue Schimpansenmann eigentlich gut aklimatisiert?Es soll ja am Anfang Probleme gegeben haben.
    (11.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Martin Nebelung, die Projekte Giftschlangenzentrum, Menschenaffenhaus oder beispielsweise Wittekind gehören zu den Plänen, die eben den Zoo für weitere Besucher aus dem Umfeld attraktiver machen sollen. Das Schlangenzentrum wäre auch mit wesentlich weniger Arten als der genannten Zahl einzigartig für die ganze Region - eben besagtes Alleinstellungsmerkmal.
    Das geplante Menschenaffenhaus resultiert aus der Tatsache, dass die derzeitige Haltung der Schimpansen als Paar nicht mehr zeitgemäß ist. Die ansonsten ja wunderschöne Anlage wurde gebaut, um den beiden alten Schimpansen ein schönes Heim zu geben, reicht aber für eine "artgechte" Haltung in der Gruppe flächenmäßig
    nicht aus...Gedacht ist an ein großes Haus mit 2 geräumigen Anlagen, Gorillas glaube ich mal nicht - Schimpansen/Bonobos sowie Orangs wären denkbar.
    (11.12.2008)
    Martin Nebelung:   @Ralf Seidel,danke
    Ich hab im Internet und auch hier im Forum von dem geplanten Giftschlangenzentrum und dem Menschenaffenhaus gelesen,das Giftschlangenzentrum wurde hier ja schon diskutiert,aber wie sollte den ein neues Menschenafffenhaus aussehen,größere Schimpansengruppe oder mehere Arten? Menschenaffenhaus lässt halt Raum für viele Spekulationen,auch wenn ichs mir so recht nicht vorstellen kann.
    (11.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Martin Nebelung, soo große Bewegungen im Tierbestand bei Neuzugängen oder Geburten gab es ja nicht - ja, die Elefanten, die werden gerade noch eingewöhnt (sind aber zu sehen)und wurden auch in der hiesigen Tagespresse mit einem großen Artikel vorgestellt.Wird aber sicher bald aktualisiert...
    @Sven P. Peter, die Anlage ist für etwa 5 Tiere ausgelegt, in der Regel sind auch soviele Tiere auf der Anlage. Da es sich ja um den europäischen Junggesellen - Pool bei dieser Art handelt, wechseln Anzahl und Tiere immer mal - noch gar nicht so lange her, da ging einer nach Hamburg - als neuer Zuchtmann...
    (11.12.2008)
    Sven P. Peter:   Hm, dann wurden doch auch wieder welche abgegeben, oder? Ich meine mich an mehr Tiere bei meinem letzten Besuch zu erinnern.
    (11.12.2008)
    Martin Nebelung:   Wissen Sie warum auf der Website des Zoos kaum neue News in letzter Zeit veröffentlicht wurden?
    (11.12.2008)
    Ralf Seidel:   5
    (11.12.2008)
    Sven P. Peter:   Wie viele Seebären hat Halle damit nun?
    (11.12.2008)
    IP66:   @Herr Rossi: Ich wollte den Begriff "Spaßzoo" eigentlich nicht pejorativ verstanden wissen und bin ein wenig traurig, daß er so verstanden worden ist. Zunächst wollte ich "Zoo neuen Typs" schreiben, fand aber, daß diese Bezeichnung bei Konzepten, die zum Teil schon zwei Jahrzehnte alt sind, nicht wirklich trifft. Ich denke, daß die Zoototalumbauten der letzten zwei Jahrzehnte als genauso gerechtfertigt, gut oder schlecht verstanden werden müssen wie seinerzeit die Zooneubauten in Münster oder Vincennes - da verstehen wir "Betonzoo" ja eher negativ, während der Begriff 1970 noch den Ingebriff des zeitgemäßen und modeorientierten, aber auch wissenschaftlich gebotenen erfaßt hätte. Mir scheint sogar, daß dergleichen Zoototalneubauten für den Kulturhistoriker eine willkomene Ideenfundgrube darstellen - allerdings auch, daß sie allerdings für Zeitgenossen und Nachgeborene mehr Probleme als Lösungen bieten.
    Schon die obigen Ausführungen passen nur bedingt in diesen Thread, die Zebrahengstfrage jedoch gehört nun wirklich nicht nach Halle - dennoch würde ich sagen, daß im berliner Zoo im Jahr 1900 ein solches Tier problemlos in ein kleines Tortenstückgehege hätte gestellt werden können - ob das einen Vorteil oder Nachteil bedeutet, muß wohl jeder für sich entscheiden.
    (11.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, DESWEGEN wolte ich ja auch nicht erst bis Mittag warten...
    (11.12.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf: Wow, da fängt doch mein heutiger Tag gleich viel besser an :-)
    (11.12.2008)
    Ralf Seidel:   Die Info mit den 2 jungen Südamerikanischen Seebären aus der Stellinger Zucht liegt ja bereits vor, die beiden neuen Elefanten werden noch eingewöhnt, sind aber aus dem Bullenbereich bereits umgezogen in die geräumigste der 4 Kuhboxen. 16:00 Uhr war ich gestern im Haus, die jugendliche Tana war auf der Lauffläche und hatte so durch die Gitter direkten Kontakt zu den Neuen. Aber um die Zeit haben sich alle nur ums Fressen gekümmert...
    Uuuuuuund noch eine Neuigkeit - lasst Fanfaren erschallen und Schalmeien erklingen: die Chronik kommt !
    Während einer Veranstaltung hat Ludwig Baumgarten gestern den Termin offiziell bekannt gegeben, soll am 19.Dezember ausgeliefert werden. Das wird nicht nur den Oliver freuen...
    Im Anschluss hatte ich mich noch mal kurz mit ihm unterhalten, dabei lobte er noch mal ausdrücklich die Recherchen des Herrn Mettler aus Hannover...
    (11.12.2008)
    Ingo Rossi:   @IP66: Ich finde den Begriff „Spaßzoo“ im Gegensatz zum klassischen Zoo (darf der keinen Spass machen?) sehr schwierig. Auch kann ich keinen Zusammenhang mit der Euthanasie und einem Spasszoo erkennen. In z.B. Nürnberg oder Kopenhagen ist das an der Tagesordnung.
    In Köln leistet man sich den Luxus und hält eine Jungesellengruppe dieser seltenen Huftierart. Zucht auch Erhaltungszucht bedeutet ja nicht, dass jedes Tier gleichwichtig für die Zucht ist.
    Die Diskussion um die „Spasszoos“ erinnert mich sehr an das empörte Aufschreihen aller Zoodirektoren, als Hagenbeck seinen Stellinger Tierpark eröffnete.
    Neuerungen, die Gewohntes nehmen und verändern können, sind immer auch unangenehm für den Menschen und es braucht eine Zeit, bis man sich daran gewöhnt hat.
    Die neue Sicht und Art der Darstellung und Ausstellung der Tiere in den Spasszoos sehe ich durchweg auch im gängigen Diskurs mit unserer jetzigen Sicht und Darstellung der Tier- und Naturwelt. Das halte ich für genau so bedeutend und kulturhistorisch wichtig, wie postmoderne Architektur.

    (10.12.2008)
    Sven P. Peter:   Halle hat gestern 2,0 Seebären aus Hamburg bekommen.
    (10.12.2008)
    Oliver Jahn:   Ralf, auf die Gastronomie wäre ich auch noch eingegangen. Denn nach dem Artikel von Herrn Jacob, den ich hier zitiert habe, haben doch etliche Besucher reagiert und die meisten schrieben als Reaktion auf Herrn Jacobs Aussage, dass es vor allem an einer vernünftigen Gastronomie mangeln würde. Zum anderen hat eben der Direktor selber sich auf die Fahnen geschrieben, mehr Besucher aus dem Umland zu ziehen und an den Zoo Halle zu binden.
    http://www.halleforum.de/article.php?sid=11836
    Das Parkhaus ist ein wichtiger Punkt gewesen, allerdings wird es von vielen Besuchern als zu teuer erachtet. Auf die Reilsvilla freue ich mich und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass hier eine Gastronomie der besonderen Art ihren Platz finden wird.
    Ansonsten ist auch das wirklich sehr besucherfreundliche Personal im Zoo ein Pfund, mit dem der Zoo wuchern kann. Letztlich hoffe ich auch, dass das Elefantenjungtier, welches ja auch ein erstmaliges Erlebnis für Halle ist, seinen Teil zu erhöhten Besucherzahlen beitragen wird. Für die Diskussion um die Zebraeuthanasie bitte ich einen Leipzig-Thread zu nutzen.
    (10.12.2008)
    th.oma.s:   Eine Gefahr für die Population besteht in diesem Fall also nicht.

    rüschtüsch- nur in die heile zoowelt passt es eben auch nicht...
    (10.12.2008)
    Matthias:   Ihre falsche Darstellung des Grevy-Zebra-Sachverhaltes kann ich so nicht stehen lassen.
    Am Mangel an Absperrgehegen kann die Euthanasie nicht liegen. Die gibt es genug am neuen Huftierstall der Kiwara-Savanne und ob es am alten Zebrastall mehrere Gehege gab, wage ich zu bezweifeln.
    Vielmehr wäre eine dauerhafte Einzelhaltung in Hör- und Riechweite der Stuten Tierquälerei. Deswegen ist eine Euthanasie legitiem. Ausserdem ist dieser Hengst bereits genug genetisch repräsentiert, so dass er eh nicht mehr züchten darf.
    Ich kann keinen Unterschied sehen, ob ich nun ein Rind aus Massentierhaltung an Löwen verfüttere oder einen überzähligen Zebrahengst der Zeit seines Lebens unter optimalen Bedingungen leben konnte. Wobei man Letzteres sogar aus Tierschutzgründen bevorzugen könnte.
    Ob das Grevy-Zebra hoch bedroht ist oder nicht, spielt in diesem Fall keine Rolle. Schliesslich wird nicht ein Tier der hoch bedrohten Wildpopulation euthanasiert, sondern ein Tier der Zoopopulation die einem intensiven Management unterliegt. Eine Gefahr für die Population besteht in diesem Fall also nicht.
    (10.12.2008)
    IP66:   Die Ansicht, daß Leipzig und in gewissen Grenzen Hannover den Spaßzoo mit einem interessanten und artenreichen Tierbestand verbinden, würde ich teilen. Allerdings hat Leipzig derzeit das Problem, einen Grévy-Zebra-Hengst, immerhin eines der seltensten Huftiere auf dieser Erde, euthanasieren zu müssen, weil nicht hinreichend Absperr- und Alternativgehege zur Verfügung stehen - das wäre im alten Zoo kein Problem gewesen. Ich kann aber nicht erkennen, daß die Kunstfelszoos den Naturschutzgedanken sinnfälliger oder publikumswirksamer vermitteln könnten als etwa die berliner oder der duisburger Zoo, die auf ein solches Konzept weitestgehend verzichten.
    Wenn ich ein Beispiel aus meiner Gegend wählen sollte, das die Chancen Halles illustriert, so würde ich auf die Entwicklung in Münster und Dortmund verweisen. Der Zoo in Dortmund ist zwar deutlich jünger als jener in Halle und zeigt auch einen etwas anderen Tierbestand, aber er zeichnete sich in den 70er und 80er Jahren durch recht einfache, ephemäre Gehege, eine sehr parkorientierte Atmosphäre und bescheidene Besucherzahlen aus. In Münster dagegen entstand Anfang der 1970er Jahre ein arhitektinisch aufwendiger, zeitgemäßer und sorgsam durchstrukturierter Betonzoo nach den neuesten Richtlinien und Moden. Bis 1980 verhielten sich die Besucherzahlen Münster-Dortmund in etwa so wie derzeit jene von Leipzig und Halle. Dann allerdings wendete sich das Blatt, der ganze münsteraner Zoo kam auf einen Schlag aus der Mode, in Dortmund entstanden in großen Abständen Neubauten, und am Ende gab es sogar Jahre, in denen mehr Menschen in den Rombergpark kamen als in den Zoo der westfälischen Metropole. Durch Herrn Adler ist es dem münsteraner Zoo gelungen, seine Ressourcen erneut zu aktivieren, wenn auch auf vielenorts provisorische und etwas oberflächliche Weise, und es zeigt sich, daß die Infragstruktur der 70er Jahre durchaus noch fähig ist, einen Großzoo zu tragen Doch man darf nicht vergessen: Es gibt in Münster kein für die Besucher begehbares vollständig neu gebautes Tierhaus, daß nicht aus der Erbauungszeit des Zoos stammt. Insofern scheinen mir die Neubauten in Halle tatsächlich zukunftsträchtger zu sein als jene in Leipzig, auch wenn dort der Altbaubestand ein wenig größer ist, und als Entscheidungsträger hätte ich tatsächlich lieber den neuen Eingang in Halle als das Urwaldhaus in Leipzig finanziert, weil ich ersteres Beispiel für besser geeignet halte, auf längere Sicht Ansehen, Struktur und ökonomische Potenz der Region zu erhöhen.
    (10.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Oliver, die von dir angesprochene Problematik, dass der Besucheranteil auswärtiger Gäste relativ gering ist stimmt soweit. Gerade deswegen hat man in den vergangenen Jahren investiert: in Parkhaus, neuen Eingangsbereich, attraktive neue Anlagen, auch wieder für größere Tiere (Großkrokodile, Elefanten. Die Infrastruktur war überaltert - erste Erfolge sind durchaus sichtbar. Stetig zunehmende Besucherzahlen sind dafür ein Beleg, dass zunehmend auch Gäste aus dem Umland kommen. Momentaner Schwachpunkt ist die Gastronomie - zu teuer, schlechter Service wird oft bemängelt, scheint in vielen, nicht allen Zoos, ein Problem zu sein. Abhilfe schaffen soll da die Eröffnung der Reilschen Villa, hier soll durchaus gehobenere Gastronomie dargeboten werden. Leider verzögert sich derzeit noch die Fertigstellung. Nicht umsonst wurde ein Busparkplatz gebaut, damit soll der Zoo auch für größere Reisegruppen attraktiver werden: früh in den Zoo -Mittagessen - am Nachmittag Führung durch die histor. Altstadt, Saline,
    Schokoladen - oder Beatlesmuseum, Händelhaus...Es gibt viele Möglichkeiten und Ideen, läuft gerade zaghaft an. Unabhängig von den Besuchern von außerhalb - wichtig sind die absoluten Besucherzahlen. Ich lasse jetzt mal die Zoos mit großer überregionaler Ausstrahlung (Berlin, Leipzig, Hannover, Stuttgart, Nürnberg etc)außen vor, in der Regel gilt ja heute die Erreichung der Einwohnerzahl einer Stadt als weitestgehend ordentlicher Indikator, dass der Park auch angenommen wird. Seit einigen Jahren steigen in Halle die Zahlen wieder, erst über 300T, in 2007 340Tausend Besucher - bei 240000 Einwohnern ein akzeptables Ergebnis. Halle hat, wie alle großen Kommunen im Osten viele Einwohner verloren, hier alleine waren es fast 100Tausend !!!
    Während die großen Städte in Sachsen ihr Umland fleißig eingemeinden (Leipzig und Dresden zählen wieder weit über 500000 Einwohner), geht das nach der Gemeindereform in Sachsen-Anhalt nicht, hier sind die großen Städte geschrumpft. Vor 4 Wochen hatten wir Besuch von Mitgliedern des Chemnitzer Fördervereins zum Erfahrungsaustausch. Die drittgrößte Stadt Sachsens weist derzeit bei fast gleicher Größe der Städte nur etwa 200000 Besucher auf. Das man dort eher noch nicht zufrieden ist, liegt auf der Hand. Dabei hat gerade auch der Chemnitzer Tierpark enorm zugelegt...
    Halle konnte seine Zahlen steigern, die 500Tausend sind realistisch - und das bei einem sehr dichten Tiergartenbestand im eigenen Umfeld.
    Mehr Außenwerbung noch wäre sicher durchaus noch wünschenswert, die eine oder andere Veränderung sicher auch.
    Michael, bis auf die Löwenumsiedlung habe ich auch schon in die gleiche Richtung wie du gedacht...

    (10.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Ronny, das mag am Wochenende wohl stimmen, unter der Woche aber ist es auch bei schönem Sommerwetter eher leichter, einen, oder auch mehrere Plätze zu bekommen.
    @Michael, da kann ich nicht zustimmen. Im direkten Vergleich mag es so sein, aber wenn ein Zoo keine Wölfe hat, dann besetzen die Hyänenhunde gerade mit ihrer bunten Farbe diese Planstelle der großen Hunde recht gut, so auch in Halle, wo immer recht viele Leute an dieser Anlage standen.
    Und auch bei den Rindern kann ich dir absolut nicht zustimmen. Eben weil große Tiere mit großen Hörnern immer wieder auch auf den "Normalbesucher" eine große Faszination ausüben, sind ja noch heute die Yaks in Halle. Auch Watussi und Bison sehe ich sehr wohl noch als Besuchermagneten in kleineren Einrichtungen. Und für Halle hat der Yakbulle in der Zeit der Elefantenabstinenz immerhin den Platz des größten und schwersten Tieres im ganzen Zoo besetzt.

    (10.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Rinder und Hyänenhunde sind zwar für uns Zoofans "lecker", zumal erstere immer seltener in den Zoos werden, aber im Gegensatz zu Giraffen und Nashörnern nicht gerade etwas, was die Massen schwer begeistert... Im direkten Vergleich Hyänenhund/Wolf sehe ich letzteren in der Publikumsattraktivität im Vorteil, da er schlichtweg volkstümlicher ist. Wobei schwarze Timberwölfe oder weiße "Polarwölfe" nach meinem Empfinden mehr Publikum anziehen als graue Europäer; das jedenfalls habe ich in Hannover beobachtet, wo das Europäerpaar oft nur zur Fütterungszeit "Zuschauer" hatte, während vor allem der schwarze Rüde des in der gleichen Anlage nachfolgenden Timberwolfpaares (also vor Umbau und Nachzucht) deutlich mehr Interesse weckte.
    (10.12.2008)
    Ronny:   Wo bei ic die Gaststättte auf dem Berg eiegtnlich immer als gut besucht empfinde, gerade im Sommer ist teilweise schwer einen Platz dort zu bekommen.
    (10.12.2008)
    Oliver Jahn:   Nun, das war ja mal das Programm in Halle. Genau dem Schmidtschen Prinzip folgend waren ja Hyänenhunde, Nashörner, Giraffen und Rinder auf dem Weg nach oben und auf dem Berg direkt untergebracht. Das Antilopnhaus mit seinen Anlagen bietet da auch heute noch einige Möglichkeiten, ebenso wie die Anlage der Mähnenwölfe.
    (09.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Na gut, ich war 1989 in Halle und habe Schimpansen und Flusspferde nicht gesehen, dafür aber jedes Berggehege :-)

    Schon Max Schmidt hat bei seinen Beschreibungen des "neuen" Frankfurter Zoos 1875 darauf hingewiesen, man solle die für den Besucher wichtigsten Tiere gleichmäßig über das Gelände verteilen und die Wege zwischen ihnen mit den weniger interessanten Arten säumen. Genau nach diesem Konzept wurde der Frankfurter Zoo an seinem zweiten Standort strukturiert, und genau dieses Prinzip greifen heute wieder die Erlebniszoos bei ihren Totalumbauten auf. Demzufolge haben sich zwar vielleicht die Beliebtheiten mancher Tierarten im Laufe von über 130 Jahren geändert, aber nicht das Grundprinzip dahinter.

    Nun hat Halle ja nicht ohne Grund seine Publikumslieblinge im unteren Bereich - da gab es nun mal die meisten ebenen Flächen für die erforderlichen Großbauten. Die Zukunftsprojekte wie das Giftschlangenzentrum vergrößern das Ungleichgewicht zwischen den Zoobereichen m.E. noch mehr. Vielleicht sollte der Zoo lieber darüber nachdenken, sein landschaftliches Alleinstellungsmerkmal ausgiebiger zu nutzen und Anlagen für Publikumslieblinge in die Bergbereiche einzugliedern - sowas kann nämlich der unmittelbare Konkurrent Leipzig nicht bieten. Es gibt ausreichend Arten, für die keine aufwändigen Häuser notwendig wären, die in die Spezialgebiete passen (Bergtiere & Südamerika) und derzeit im Zoo nicht vertreten oder diskussionswürdig untergebracht sind. Ich denke da an große Hanganlagen z.B. für Bären (Kragen- oder Brillenbär), Pumas ("Berglöwe"!), Leoparden, Wölfe oder Affen (Dscheladas, Mantelpaviane oder Makaken - selbst wenn es "nur" die x-te begehbare Berberaffenanlage wäre, so wäre sie doch in der Region ein Novum...). Gerade eine große Horde "richtiger Affen" - Krallenäffchen und Sakis werden in dieser Hinsicht von vielen Besuchern bestimmt nicht für voll genommen - wäre doch ein enormer Anziehungspunkt. Man könnte sogar die Löwen aus dem Raubtierhaus ins Berggelände verlagern, von den drei gehaltenen Großkatzenarten sind sie wohl am wenigsten wärmebedürftig.
    (09.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Michael, da ist schon etwas dran! Es gibt Stellen im Zoo Halle, in denen ist man fast immer allein. Und es stimmt genau, diese Stellen werden häufiger, je höher man kommt. Haben wir nicht selbst hier schon gelesen, dass Besucher in Halle waren und die Pudus nicht gesehen haben?
    (09.12.2008)
    Michael Mettler:   Ich fürchte, das bereits vorhandene Alleinstellungsmerkmal trägt sogar seinen Teil dazu bei, dass der Zoo relativ wenige Besucher "aus der Fremde" anzieht: "Bergzoo" klingt eben mehr nach anstrengender Kraxelei als nach entspannendem Spaziergang... :-)

    Wie ist denn das eigentlich mit der Besucherverteilung im Zoo? Nahezu alle für Otto Normalbesucher besonders attraktiven Tiere sind ja im "unteren" Teil des Zoos relativ dicht beieinander platziert: Elefanten, Bären, Großkatzen, Krokodile, Robben, Affen, Zwergflusspferde. Kann es sein, dass Besucher den Zoo deshalb in großen Teilen seines Geländes wenig interessant finden, weil dort "nur" Huftiere, Vögel und Kleingetier zu sehen, aber gerade dort die Wege am anstrengendsten sind? Ich denke dabei gerade an Springe, wo genau dieser Umstand anscheinend viele Besucher davon abhält, den GANZEN Park abzulaufen. Den Spruch "das lohnt sich nicht, dahinten sind nur Hirsche" habe ich jedenfalls bei fast jedem meiner Springe-Besuche mehrfach an Wegekreuzungen gehört, und in den betreffenden Bereichen verloren sich dann nur wenige (und tatsächlich auch vor allem EINZELNE) Besucher. Gerade Familien scheinen sich von solchen Parkbereichen abschrecken zu lassen, und irgendwo bleibt sowas dann doch bestimmt als vermeintlicher Makel für den nächsten Ausflug im Hinterkopf hängen. Springe hätte übrigens auch gern deutlich mehr Besucher...
    (09.12.2008)
    Oliver Jahn:   Keineswegs wünsche ich Halle 1,8 Millionen Besucher, da hat man mich wohl doch etwas falsch verstanden. Nur lesen sich IP66 Zeilen ein wenig so, dass alle die Besucher, die zur Zeit nach Leipzig strömen, genau dann, wenn sie die Kunstfelsen und den Spaßzoo satt haben, dann in Halle auf Altbewehrtes zurückgreifen. Und das halte ich eben für sehr utopisch. Schon bei der angestrebten 500.000 muss noch viel mehr Öffentlichkeitsarbeit erfolgen. Direktor Jacob hat vor nicht sehr langer Zeit das Phänomen beschrieben, dass Halle zu den Zoos gehört, denen es am schwierigsten fällt, Besucher zu gewinnen, die NICHT aus Halle sind. Der Prozentsatz der Besucher aus dem Umland ist erheblich geringer als in fast allen anderen Zoos. Liegt der Anteil der Besucher aus anderen Städten bei einem Zoo meistens so bei 50%, in Leipzig sogar bei 65%, so liegt er in Halle gerade mal bei 25 bis 30%. Das ist einfach zu wenig und da muss der Zoo noch ordentlich aufholen.
    Denn nur mit dem Reilsberg und dem blühenden Flieder könne man niemanden hinter dem Ofen hervorlocken. Der Zoo brauche deshalb ein Alleinstellungsmerkmal.
    Und was nutz schon Fiederblüte, wenn sie auf s/w Fotos nicht mal rüber kommt! :-)

    (09.12.2008)
    Ralf Seidel:   Ich meine, Vergleiche zwischen Nachbarzoos drängen sich zwar immer wieder auf - und meist hinken sie auch irgendwie. Leipzig und Halle werden immer gern miteinander verglichen, aber wer beispielsweise stellt schon die Zoos in Gelsenkirchen, Duisburg, Dortmund, Köln oder Wuppertal nebeneinander. Zoom kann ich nicht einschätzen, da war ich noch nicht, die anderen Gärten hingegen kenne ich gut -
    und finde sie auch gut, mit all ihren Stärken und Schwächen...
    Und genau das ist es eben, was unsere reichhaltige Tiergartenlandschaft ausmacht, ein gut geführter Zoo ist immer ein guter Zoo.
    Ich finde eben auch gerade die Entwicklung in Leipzig sehr spannend, kenne ich doch diesen Garten schon viele Jahre - und es tut sich ne Menge dort. Meine früheren Befürchtungen, neben massenwirksamen Großanlagen würde der Tierbestand qualitativ abbauen, haben sich als ungerechtfertigt erwiesen - der Zoo bleibt, trotz Veränderungen, ein Zoo der Raritäten. Ähnlich skeptisch war ich anfangs auch in puncto Hannover, auch dort haben sich viele Vorbehalte längst aufgelöst, was ja nicht heißen muss, dass mir alles gefällt - das tut es im "klassischen" Zoo ja auch nicht...
    Also IP66, gehen Sie bitte nicht zu hart mit den "Spasszoos" ind Gericht, so lange der Auftrag moderner zoologischer Gärten erfüllt wird, haben diese Parks genau so eine Zukunft wie der Tiergarten von nebenan - und sie bereichern unsere Zoolandschaft !
    Ihre Meinung zum halleschen Elefantenhaus kann ich nachvollziehen. Finde ich die Lösung von außen noch ganz gut gelöst durch die Intgrierung in den Hang hinein sowie die großzügige Dachbegrünung, erscheint mir das Innere doch etwas spartanisch. Für moderne (und auch sichere)Elefantenhaltung fraglos in Ordnung, wirkt es auf den Betrachter eben vielleicht doch etwas, na sagen wir mal nüchtern. Ist aber auch wieder Geschmackssache...
    Noch mal zu den Besucherzahlen: die Marketing-Strategie des Leipziger Zoos ist natürlich gigantisch, neben ETC gibt es alljährlich großflächige Werbeplakate - und die hängen in Halle und Magdeburg genau so wie in Chemnitz oder Dresden. Leipzigs Zoo hatte in der Region Mitteldeutschland immer schon eine herausragende Bedeutung, auch zu DDR-Zeiten war er nach dem ständig in den Medien präsenten Friedrichsfelder Park des sehr populären Prof. Dathe, sehr gut besucht und in aller Munde.
    An diesen Gegebenheiten kann und will sich der Zoo in Halle gar nicht messen -mittelfristig will man, auch in Hinblick auf die neueren Planungen, die 500Tausend Besucher erreichen. Das ist durchaus realistisch, hat es ja in früheren Zeiten auch schon gegeben...
    Ich greife jetzt mal Michael Mettlers Bemerkung gegenüber dem Oliver auf, Michael ich glaube, da ginge ihm nicht nur die Zooatmosphäre flöten. Der Oliver würde gar nicht mal mehr zum Zuge kommen, wenn er mit gewohnt und gekonnt dargebotenen akrobatischen Kletter-über die Gehegebrenzung schauen-und sonstigen Verrenkungskünsten Fotos machen wollte - auch wenn die "nur" in Schwarz-Weiß sind (oder ist das vielleicht doch sepia ?)...)))
    (09.12.2008)
    IP66:   Was die architektonische Qualität der Neu- und Umbauten angeht, würde ich das Verhältnis genau umgekehrt sehen: Halle beteiligt sich am architektonischen Diskurs der Gegenwart, Leipzig unterläuft ihn. Und ob die Besucherzahlen des Zoos an der Pleiße wirklich dem Zooumbau und nicht der Fernsehserie geschuldet sind, weiß ich auch nicht.
    (09.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Dein Wunsch in allen Ehren, aber wenn Halle tatsächlich die Leipziger Besucherzahl hätte, wäre das Gedränge im Bergzoo so groß, dass du wohl nicht mehr von "echter Zoo-Atmosphäre" sprechen würdest :-)
    (09.12.2008)
    Oliver Jahn:   @IP66, ich glaube kaum, dass in naher Zukunft in Leipzig diese Erklärungen notwendig werden. Der Zuspruch, den Leipzig hat, den wünsche ich Halle von ganzem Herzen. Allerdings lassen die Besucherzahlen von 2007 hier eine eindeutige Wertung zu. 340.000 in Halle stehen hier 1,76 Millionen in Leipzig gegenüber. Als Halle-Fan sage ich das wirklich nicht gern, aber da spielt Leipzig schon in einer anderen Liga.
    (08.12.2008)
    IP66:   Ich denke, daß die Kunstfelszoos leipziger oder gelsenkirchner Machart bald den ungeliebten Teil der Vergangenheit darstellen werden (und ich vermutlich damit beschäftigt sein werde, den Menschen zu erklären, was man mit der Tigertaiga in Leipzig oder dem Baumstachlerkletterzweig in Gelsenkirchen so wollte ...). Mir scheint vor diesem Hintergrund der Raubtierhausum- und der Eingangsneubau eher dem zu ähneln, was uns im nächsten Jahrzehnt als Neubau präsentiert wird. Allerdings sind dergleichen Voraussagen, wenn auch mit viel Überlegung getroffen, immer ein Stück weit Spekulation, und wir müssen abwarten, ob sich die Entwicklung so vollzieht. Wenn das aber der Fall ist, sieht es für den hallenser Zoo sehr gut aus - eben weil er über wenig klassische Spaßzooelemente verfügt. In Leipzig hingegen wird mit der Eröffnung des Urwaldhauses der Zoo zugebaut sein und nur noch aus Elementen der "guten" Geschichte und Spaßzoobauten bestehen. Das hallenser Elefantenhaus gefällt mir weniger, wohl nicht nur, weil ich ihm nicht verzeihe, daß ihm die Bärenburg zum Opfer gefallen ist. Ich finde den Bau spannend, einzigartig und vernünftig konzipiert, aber er wirkt wie ein verspätetes Beispiel der frühen Postmoderne, in den frühen 80ern produziert, dann in der Schublade versenkt, vor drei Jahren ausgegraben gen Ostren transveriert und viel zu zurückhaltend überarbeitet. Die hektische Verteilung der Fenster, die Unmöglichkeit, die große Geste des Innenraumes zu erfassen, vor allem aber die völlig verschenkte Möglichkeit, den Raum durch das Treppenhaus zu erschließen wollen mir nicht gefallen. Auf der anderen Seite und ganz jenseits von meiner Einstellung dürfte der Bau aufgrund dieses Konzeptes einzigartig bleiben und damit immer ein Alleinstellungsmerkmal des Zoos bilden.
    (08.12.2008)
    Ralf Seidel:   @IP66, den zweiten Teil Ihrer Ausführung würde ich sooo nicht stehen lassen wollen. Dass er sich vom Konzept des Leipziger "Zoo der Zukunft" unterscheidet, ist gut und richtig - für mich immer wieder wichtig, dass sich gerade benachbarte Gärten voneinander deutlich unterscheiden - wobei sie sich ja gerade dadurch irgendwie ergänzen.
    Was die Anziehungskraft des Zoos betrifft - die konnte in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden. Nur Leipzig und Dresden haben im mitteldeutschen Raum mehr Besucher zu verzeichnen. Und die finanziellen Mittel, welche in den letzten Jahren eingesetzt wurden, sind alles andere als wenig. Mit erheblichem Aufwand wurde in den letzten Jahren investiert,
    Zielsetzung ist auch in Halle, mehr Besucher aus dem Umland in den Zoo zu locken. Wie auch im benachbarten Leipzig haben sich die Verantwortlichen der Kommune trotz aller Probleme immer wieder zum Zoo bekannt, das ist nicht überall so selbstverständlich. Die Stadt
    Halle, größte Stadt und gleichzeitig
    wirtschaftliches und kulturelles
    Zentrum des Landes Sachsen-Anhalt,
    bekennt sich zu ihrer Kulturtradition, eine Vielzahl von Theatern, Museen, die Oper und die Philharmonie wollen auch augestattet sein, vor 2 Wochen die Entscheidung, das Stadion umzubauen - da hält jeder erst mal die Hand auf - der finanzielle Spielraum ist aber nicht wirklich besser geworden...
    Auch für mich ist der Bergzoo eine organische Einheit mit der Stadt, historisch gewachsen und weiter entwickelt. Nicht der perfekte Zoo, auch ich hätte noch 100 Wünsche, - aber die Synthese aus landschaftlicher Schönheit, dem Nebeneinander alter und moderner Bauten und Gehege machen ihn unverwechselbar und einfach nur zu dem, was er ist - ein schöner Zoo.
    (08.12.2008)
    IP66:   Mir scheint, daß diese spezifische hallenser Zooatmosphäre stark dadurch geprägt ist, daß man bei vielen Bau- und Gestaltungsentscheidungen das Konzept der Zoogründer zu ergänzen und nicht ersetzen versucht hat. Wenn man sich den Zoo in Karlsruhe anschaut, der ein ähnliches Gelände aufweist, sich jedoch einem Totalneubau unterwrofen hat und neuerdings auch lieber alte Gehege ersetzt als neue ergänzt, werden die Vorteile das hallenser Konzeptes deutlich. Sicherlich wird dieser Zoo nie ein Spaßzoo nach leipziger Muster werden, und auch wenn er die Ideen der zweiten Moderne weiterverfolgt, wird man den Berg nicht diesbezüglich umdekorieren können. Aber gerade dadurch scheinen mir immer Zooteile zeit- und modeenthoben zu existieren, mit dem Ergebnis, daß die Anlage nie die Anziehungskraft soeben neu gebauter Nachbarzoos erreicht, aber mit viel weniger Mitteln über viel längere Zeit das Publikum anzieht, erfreut und belehrt.
    (08.12.2008)
    Oliver Jahn:   @IP66, die Atmosphäre in Halle ist eben noch echte Zoo-Atmosphäre, das findet man nicht mehr so häufig, das ist schon etwas besonderes.
    Ansonsten habe ich ja schon öfter mal beschrieben, dass es mir wie vielen anderen Besuchern des Zoos so ging, dass es etwas besonderes war und noch heute ist, dass einen um den ganzen Berg herum hinter jeder Wegbiegung eine neue Überraschung erwartet. Und in der Zeitung "Der Morgen" lese ich dann in einem Artikel "Der Zoo auf dem Berg" vom 24.03.1976: "Hier hat der Besucher die Tiere relativ nah vor sich, jede Wegbiegung hält eine neue Abwechslung parat."
    Ich habe diesen Artikel erst vor wenigen Wochen bekommen und ich musste schon schmunzeln, dass mein Empfinden im Zoo Halle, welches ich auch hier schon beschrieben habe, den Autor bereits 1976 genau so inspiriert hat.
    (07.12.2008)
    IP66:   Vielleicht liegt es dann dieser Mischung, daß mir Halle besser gefällt als manche andere Stadt in den neuen Bundesländern. Auch bei meinem letzten Besuch an einem etwas trüben Novembertag empfand ich es so, daß der Zoo nicht nur eine einzigartige Atmosphäre entfaltet, sondern auch durch die Ausblicke unaufdringlich und recht organisch mit der Stadt verbunden ist. Hagen hat in den letzten Jahren seine Geschichte, die in diesem Bereich ziemlich ausschließlich Herrn Osthaus zu verdanken ist, recht geschickt aktiviert, und vielleicht wäre das auch eine Chance, für die ja gar nicht so wenigen Zooaltbauten eben gerade wegen ihres reformorientierten Charakters neue Aufmerksamkeit zu erwecken.
    (07.12.2008)
    Ralf Seidel:   Die Tatsache, dass Halle sich gerade in den 20er Jahren als eines der großen deutschen Arbeiterzentren entwickelte, noch heute spricht man ja vom "roten Halle", widerspricht ja nicht zwangsläufig, dass es hier auch immer schon eine breite Schicht von wohlhabenden Bürgern und Intelektuellen gab. Kunst und Kultur haben bis auf den heutigen Tag einen hohen Stellenwert und die von Ihnen erwähnten reichhaltig vorhandenen Jungendstilfassaden prägen auch heute noch weite Bereiche der Innenstadt - Halle war kaum durch den Krieg zerstört - bis auf ganz wenige Stellen. Heute ein Segen für das Stadtbild - zu DDR-Zeiten fast der Ruin, als man die historische Altstadt zusehends verfallen ließ...
    (05.12.2008)
    IP66:   Ich hatte bei meinem Vergleich eher auf die hallenser Gründungsbauten - das erste Raubtierhaus, den Rinderstall, die Käfige am Alpinumweg und das Steinbockgehege gedacht, nicht an jene der Zwischenkriegszeit, an die Sie jedoch mit Recht erinnern. Das Raubtierhaus stellte einen sehr modernen Bau, das Affenhaus im Grunde auch. Aus der Nachkriegsperspektive geraten beide Bauten sogar ein wenig moderner als die leipziger Beispiele, weil man nach 1945 die Bauhausentwicklung als zukunftsweisender verstehen wollte.
    Wenn man den Städtecharakter um die Jahrhundertwende und in den Jahrzehnten danach betrachtet, finde ich es ein wenig überraschend, daß in der Arbeiterstadt Halle schon so früh Reformstile gepflegt wurden - gerade der Jugendstil gilt ja als Ausdrucksform einer ästhetisch veranlagten Oberschicht. Allerdings entstanden auch hier im Westen die jeweils modernsten katholischen Kirchenbauten in Arbeiterpfarreien, was in Essen dazu führte, daß der zuständige Erzbischof nur mit Mühe zur Weihe eines solchen Gebäudes bewegt werden konnte. Leider schreibt Herr Baumgarten wenig über den stilistischen und weltanschaulichen Hintergrund der Entwerfer und Errichter der ersten hallenser Zoobauten. Doch vielleicht sah das in Halle nicht anders aus als bei den Ruhrgebietspastoren oder bei Herrn Osthaus in Hagen: Wenn wohlhabende Ästheten für die zu fördernden Schichten bauten, fanden sie den neusten und reformorientiertesten Stil gerade gut genug. Gerade Herr Osthaus machte da wenig Unterschiede - Herr van de Velde baute ihm sowohl die Villa wie das Museum, mit dem er volksbildend tätig werden wollte.
    (05.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Oliver, Entschuldigung zähneknirschend angenommen, schließlich ließ ich mir ja mit dem Zusatz, dass die Tapire und die Zwerghippos eventuell sich zeitweise überschnitten ja immer noch ne Hintertür auf, die Tatsache, dass da das eine oder andere graue Haar schon mal erscheinen heißt ja schließlich nicht, dass ich debil bin...))
    @IP66, die prägenden Häuser in Leipzig, wie Affenhaus, Neues Raubtierhaus oder auch später das Aquarium entstanden ja doch noch einige Jahre VOR den prägenden halleschen Warmhäusern. Während das alte Affenhaus ja noch ein
    wenig verspielt in meiner Erinnerung daher kam, insbesondere im Inneren, waren beispielsweise das Aquarium/Terrarium und das Raubtierhaus ja wirklich moderne Bauten. Das Raubtierhaus galt zu seiner Zeit als eines größten und modernsten seiner Zeit, sogar Glasscheiben als Begrenzung zum Besucher waren schon angedacht...
    Die Leiziger Türmchen und sonstiger Schnickschnack waren hier verpönt und hätten den Zoo wohl auch irgenswie überfrachtet - was in Leipzig exzellent passte, hätte in Halle wahrscheinlich
    Kopfschütteln ausgelöst.
    Vielleicht auch der historischen Entwicklung der Städte geschuldet: War Halle als Residenzsitz der Magdeburger Bischöfe, als Mitglied der Hanse und durch seinen Handel mit Salz eine schon recht wohlhabende Stadt, waren die Nachbarn an der Pleiße bis zum Mittelalter ja noch recht wenig bedeutend. Das änderte sich erst, als sich Leipzig zum zentralen Messestandort mauserte. Mit Beginn der Industrialisierung entwickelte sich Leipzig immer mehr zur BÜRGERSTADT, in
    Halle dagegen war viel Industrie angesiedelt, es entwickelte sich zur ARBEITERSTADT.
    Der Leipziger Zoo bestach immer neben einem erlesenen Tierbestand durch seine
    grandiosen Wege-Sicht-Achsen und die schönen, "verschnörkelten" Schauhäuser.
    Halle hingegen bestach mit seiner landschaftlichen Schönheit und modernen Tierhäusern.
    Oliver, deine Vermutung, dass es sozusagen einen Wettlauf zwischen Halle und Magdeburg gab, wer zuerst einen Zoo aufbieten konnte, würde ich so nicht teilen. Erst mal liegen beide Städte 90 km auseinander. Zum anderen waren die Verantwortlichen in Magdeburg schon immer etwas vertrieft(was nicht heißen soll, dass die Hallenser immer die Schnellsten oder Cleversten waren oder sind), andererseits hat es aber die Hallenser auch nie interessiert, was die in Magdeburg gerade so treiben -alles schöne Traditionen, die bis auf den heutigen Tag anhalten...
    @Oliver und Michael, vielleicht kriege ich es dieses Wochenende auf den Weg, zuhause mal wieder Internet und e-mail anliegen zu haben - auf jeden Fall schon mal nen schönen 2.Advent.
    Und den Anderen natürlich auch...
    (05.12.2008)
    IP66:   Zu den hallenser Bauten: Ich denke, daß man in Halle zunächst den Vorteil hatte, sich von dem wenig parkartigen und durch die recht schlichten Bauten der Entstehungszeit geprägten leipziger Zoo abzusetzen. Hinzu kam, daß man sich in Leipzig auch bei den Neubauten eher historistisch orientierte, wenn auch in einer malerischen Spätform. Da man in Halle eher Reformarchitektur bevorzugte, ein aus sich selbst heraus attraktives Gelände verwandte un dzunächst einmal keine Großbauten errichtete, gab es an der Saale einen Modernitätsvorsprung. Ich denke, daß die Bauten in Leipzig genau dieser Situation entsprachen, wobei Herr Bühring allerdings nicht versuchte, hallenser Elemente zu imitieren, sondern expressionistische Bauten mit einem durchaus zeitgemäßen Axialsystem verand, das dem Gelände äußerst geschickt eingepaßt wurde.
    Zu den Decken: Experimente mit frei tragenden Betonkonstruktionen gibt es seit der Jahrhundertwende - den meisten Forumsteilnehmern dürfte die Kuppel des münchner Großtierhauses als wichtiges und frühes Beispiel bekannt sein. Mit den Flachdecken experimentierte man in der Zwischenkriegszeit, allerdings gibt es bei Kontorhäusern in Hamburg auch andere, recht frühe Beispiele auf kleiner Fläche. Eine Verwendung einer solchen Methode wäre im fraglichen Kontext recht mutig, weshalb ich mit irgend einer Spur in den Quellen rechnen würde. Ausschließen möchte ich sie aber nicht.
    (05.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Ralf, ich nehme das natürlich sofort zurück! :-) Ich las nur aus deinen Zeilen den Satz, die Zwergflusspferde zogen hier erst später ein! Da sie aber als Erstes einzogen, mutmaßte ich ein leichtes Durcheinanderbringen deinerseits...jetzt aber weiß ich, es liegt am vorweihnachtlichen Arbeitsstress!! :-)) Dennoch freue ich mich schon auf die nächste Gelegenheit, bei der uns hoffentlich die Chronik Teil II zur Seite liegt!!
    Interessant ist vielleicht in dem Zusammenhang der Gründung von Halle neben Leipzig auch noch die klare Absicht zu dieser zeit, auch einen Zoo in Magdeburg zu etablieren. Dieses gab Halle vielleicht auch noch mal einen zusätzlichen Anreiz, hier einfach schneller zu sein.
    (05.12.2008)
    Michael Mettler:   @IP66, Frage an den Architekturfachmann: Ab wann etwa verwendete man bei Zoobauten (oder allgemein?) Grundplatten und Zwischendecken aus Beton? Denn: Man hatte in Halle ein Menschenaffenhaus von 1904, das voll unterkellert war und vielleicht sogar - wie andere Häuser des Zoo in der Anfangszeit auch - teilweise aus Fachwerk bestand. Eventuelle innere Wände usw. fußten mit größer Wahrscheinlichkeit auf entsprechenden tragenden Mauern im Kellergeschoss, aber der Fußboden - woraus auch immer er bestand - hatte inmitten irgendwelcher Räumlichkeiten nichts Schwereres zu tragen als drei junge Schimpansen und /oder einen Pfleger mit Mistkarre. Und nun nehmen wir die Affen heraus (bzw. ersetzen sie nach Tod nicht mehr) und stellen auf den für Leichtgewichte gebauten, unterkellerten Fußboden ab 1920 ein Flusspferd mit einem zu erwartenden Endgewicht von zwei bis drei Tonnen, und ab 1932 sogar ZWEI Flusspferde PLUS späterem Nachwuchs. Ohne nachträgliche Baumaßnahmen müsste das doch dem Zoo zum "großen Durchbruch" verholfen haben...?
    (05.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Oliver, deine Ausführungen gehen ja genau in meine Denkrichtung, im Sommer 1981 war ich zum Praktikum in Halle und wohnte unweit vom Zoo in Trotha. Und daaaa sah ich zumindest einen Tapir in besagter Anlage. Wie schon gesagt, die
    Tapire hatten nur ein kurzes Intermezzo in diesem Bereich - aber sie waren mal dort. Die anderen Unterbringungen kann ich einhellig bestätigen...
    Dass man den Zwerghippos auf Grund ihrer Kostbarkeit ein modernes Gehege, welches für die Art ja durchaus optimal gestaltet war, zukommen ließ, ist mehr als nachvollziehbar...
    Über die freche Bemerkung "...da bringst du jetzt was durcheinander" reden wir bei nächster Gelegenheit...))
    @IP66, Kein Geringerer als der hallesche Zoologe Dr. Brandes hatte auf Anhieb sich für den Standort Reilsberg für einen künftigen Zoo ausgesprochen und warb fleißig dafür. Damals ein Novum, zum einen erstmals einen Bergzoo zu schaffen, andererseits gab es ja nur 30 km entfernt in Leipzig schon einen mittlerweile etablierten Zoo. Auch wenn das Thema Mobilität damals noch nicht eine solche Rolle spielte wie heute - auf so dichtem Raum gleich 2 Zoos, das geb es bestenfalls noch im Raum Köln, Düsseldorf und Elberfeld...
    Vielleicht schon damals ein Kontrastprogramm zwischen der sächsischen Metropole und ihrer preußischen Nachbarstadt...
    Fortsetzung heute Mittag - ich muss jetzt erst mal was tun...
    (05.12.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Alles eine Frage der Perspektive. Könnten nicht genausogut die "Leipziger Monumentalschöpfungen" gegenüber den schlichteren Bauten in Halle "fremdartig" gewirkt haben...?
    (04.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Ralf Seidel, da bringst du jetzt was durcheinander ;-)
    Bereits in den Mitteilungen von 1976 heißt es, das Haus für die Pinguine, die Großen Ameinsenbären und Zwergflusspferde wurde fertiggestellt. Dann heißt es weiter 1977 wurde die Außenanlage für die Zwergflusspferde begonnen, welche 1978 im Rohbau fertig war. Die Zwergflusspferde kamen dann mit 1,1 Tieren 1977 in den Zoo. Der erste Flachlandtapir aber kam erst wieder 1980 und der zweite 1982. 1982 aber habe ich selber den Tapir schon in der Saubucht gesehen. Wenn also mal ein Tapir im Südamerikakomplex gestanden hat, dann nur mal zwischenzeitlich von 1980 bis 81, danach wanderten sie nämlich in die Saubucht und von dort in das Gehege neben die Breitmäuler, an dessen Stelle heute das Kletterschiff für die Kinder steht.
    (04.12.2008)
    IP66:   Vielleicht prägte den hallenser Zoo auch ein anderer Ansatz, der letztlich den reformerischen Anfängen und der besonderen Struktur des Parks geschuldet war. Zwar hat man diesen um ein recht konventionelles Affen- und Raubtierhaus ergänzt, doch auch diese dezent expressionistischen Bauten müssen gegenüber den leipziger Monumentalschöpfungen fremdartig gewirkt haben. Ich möchte dadurch weder die hallenser noch die leipziger Bauten abwerten, aber doch auf einen Unterschied hinweisen: Herr Bühring prägte durch seine Alleensysteme den gesamten Zoo um, schon die Gründungsbauten an den Rand und nahm, ähnlich wie etwa Herr Kreis mit seinem Ehrenhof-Konzept in Düsseldorf die Monumentalität des 30er Jahre vorweg, die hallenser Bauten dagegen schieben sich eher an den Rand des Zoos, mögen im Detail auch hier und da modernere Formen und Ansätze bieten, vermeiden aber die große Geste. Wenn man die verschiedenen Gelände in Betracht zieht, so mag an der Pleiße eine ordnende Hand und ein Wille zur großen Perspektive nötig gewesen sein, während der hallenser Berg in seiner einzigartigen Struktur sich selbst genug war, aber Großbauten nur schwer zuließ.
    (03.12.2008)
    Michael Mettler:   Angesichts dessen, dass man ein Affenhaus laut ältestem Zooplan anfangs eigentlich an ganz anderer Stelle projektiert hatte, als es in den 20er Jahren gebaut wurde, hätte es immerhin die Möglichkeit gegeben, auf der Fläche des tatsächlichen Affenhauses UND des provisorisch für Flusspferde genutzten Anthropoidenhauses ein Dickhäuterhaus auf relativ ebener Fläche zu errichten. Bei den Dimensionen erinnere ich daran, dass der Vergleich mit Wuppertal oder Nürnberg schon dadurch hinkt, dass man zu diesen Zeiten deutlich kleinere Gehege baute. Stelle ich mir z.B. selbst noch die letzten Dickhäuteranlagen in Hannover vor dem Umbau zum Erlebniszoo vor, in denen jeweils zwei Arten Elefanten, Nashörner und Flusspferde gehalten wurden, dann hätte dieser Komplex in "halbiertem Zustand", also auf je eine Art beschränkt, in der besagten Ecke des Bergzoos wohl durchaus Platz gefunden. Wie lange dieses Haus zeitgemäß geblieben wäre, ist eine ganz andere, aber eben nur in der Rückschau wichtige Frage.

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass das benachbarte Leipzig mit der Eröffnung des dortigen, für damalige Verhältnisse gigantischen Dickhäuterhauses 1926 womöglich die Besuchererwartungen hochschraubte und eine abgespeckte Lösung in Halle vielleicht als genau solche bewertet worden wäre. Die Verteilung der Arten im Gelände verhinderte hier eine Vergleichssituation.
    (03.12.2008)
    Ralf Seidel:   Neben dem Finanzierungsproblem meine ich auch, dass es insbesondere die Frage eines geeigneten Standortes war, die die Errichtung eines Dickhäuterhauses in Halle verhinderte. Der Vergleich mit anderen Zoos wie Wuppertal oder beispielsweise auch Nürnberg, die ja auch über einige Steigungen verfügen, hinkt dann aber doch etwas - im Gegensatz zu diesen ansonsten ja recht großflächigen Gärten hat der Reilsberg eben doch eine sehr geringe Grundfläche...Und irgendwie hatte man ja Elefanten und Flußpferde untergebracht, nicht gerade komfortabel - aber immerhin. Wenn ich mit auswärtigen Zoofreunden heute durch den Zoo gehe, dann fragen die: hier gab es mal Giraffen, Großhirsche, verschiedene Einhufer, diverse Hornträger...- wo waren die alle denn mal untergebracht...??
    @Oliver, die Tapire waren am Anfang zumindest zeitweise aber durchaus im 1976 übergebenen "Südamerika-Komplex"
    Ameisenbären/Humboldtpinguine/Tapire untergebracht, die damals ja noch extrem seltenen Zwergflusspferde zogen hier erst später ein/ oder liefen mit den Tapiren ne Zeitlang parallel...
    Mit den sich einstellenden Zuchterfolgen
    der Westafrikaner aber hatte sich die Anlage für diese durchaus bewährt.
    (03.12.2008)
    IP66:   Wir haben die Dichäuterhausneubauten im entsprechenden Thread ausführlich diskutiert - irgend ein Modell hätte sicher auch nach Halle gepaßt, etwa ein Bau nach wuppertaler Muster. Allerdings ist die Zahl der ebenen Flächen im Zoo an der Saale so groß nicht, und insofern überzeugt die Idee, Affen und Raubtieren eigene Gebäude zu bieten, die Dickhäuter aber auf Provisorien zu verteilen, in gewisser Weise schon. Und wenn das Menschenaffenhaus in der Tat leer stand, so bot sich dessen weitere Verwendung für die für wärmebedürftig gehaltenen Flußpferde wohl an. Vielleicht wäre das festhalten an der Unterkunft der Elefanten im Kamelhaus sogar ein Beleg für Herrn Mettlers These, daß man für diese Dickhäuter nicht unbedingt Großbauten für notwendig hielt.
    (03.12.2008)
    Oliver Jahn:   Es gab mindestens drei Anläufe für ein Dickhäuterhaus. Realisiert wurde keiner davon. Elefanten, Flusspferde und später auch Nashörner, Tapire und Zwergflusspferde wurden alle an unterschiedlichen Stellen im Zoo untergebracht. Aber wo hätte der Zoo auch ein solch großes Haus hinbauen sollen? Und so wie das Flusspferhaus lange Zeit ein Provisorium war (und evtl. bis zum Schluss blieb), so ist die Unterbringung der Elefanten im Kamelhaus auch ein Provisorium gewesen, und das über 70 Jahre, ebenso wie der Tapir in der Saubucht oder die Nashörner im Antilopenhaus. Lediglich die Zwergflusspferde bekamen bereits zum zweiten mal ein eigenes Haus, wobei selbst hier das erste als Südamerikaanlage ursprünglich für die Tapire gedacht war.
    (02.12.2008)
    Michael Mettler:   Ich vermute, man wusste nicht so recht, was man mit dem alten Anthropoidenhaus anfangen sollte: Für die Haltung von Menschenaffen, ja von Affen insgesamt scheint es sich nicht bewährt zu haben, denn nach dem Tod des letzten Schimpansen vor dem 1. Weltkrieg wurde es anscheinend nicht mal mit robusteren Affen besetzt. In der Chronik ist ja auch erwähnt, dass es bis zum Umbau zum Flusspferdhaus nur noch als Überwinterungshaus genutzt wurde. Gleichzeitig wollte man sich bestimmt die Elefantenanlage nicht mit einem Flusspferd "verbauen", sondern auch wieder Elefanten halten. Leider ist es bisher nicht mehr als eine Idee ohne Beweise, aber m.E. gab es vielleicht eine Infrastruktur im und am Anthropoidenhaus, die sich mit relativ wenig Aufwand zu einer provisorischen Flusspferdhaltung umwandeln ließ. Denn DASS das Haus für diesen Zweck nur ein Provisorium war - immerhin spekulierte man ja auf ein Dickhäuterhaus - geht aus alten Artikeln hervor; so wird dort auch erwähnt, dass die Dimensionen des Hauses (genauer gesagt, wohl seiner Innenräume) für den zu stattlicher Größe herangewachsenen ersten Hippo-Bullen Jumbo nicht mehr ausreichten. Und zu dieser Zeit gab es in diversen Zoos bereits ausgewachsene Flusspferde zu sehen, unter anderem die Hamburger Eltern von Jumbo, so dass man in Halle wissen musste, wie groß ein solches Tier wird...
    (02.12.2008)
    IP66:   Bei einem Blick in die Chronik ist mir aufgefallen, daß die Entscheidung, in Halle mit der Flußpferdhaltung zu beginnen, keinen Zwängen gehorchte: Man stand ohne Elefant und mit nicht besetzter Elefantenanlage da, die man eigentlich auch hätte für Flußpferde adaptieren können. Stattdessen entschloß man sich erstens für eine neue Dickhäuterart, zweitens aber auch für die Adaption eines ganz andersartigen Gebäudes. Weiß man, warum das so war?
    (02.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, na da rennste bei mir offene Türen ein - so ne Fernseheule bin ich nämlich auch nicht...
    Nur nicke ich mittlerweile schon beim Lesen der Tageszeitung weg, da kriege ich vom Fernsehprogramm eh oft nicht mehr viel mit...)))
    Oder wie meine Omma früher immer zu sagen pflegte:"Zeitig zu Bett und zeitig auf - das macht gesunden Lebenslauf..."
    (01.12.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: "Nach getanem Tageswerk erschöpft" gilt bei mir durchaus auch (und gerade im Moment ganz besonders), nur betrachte ich die Planspielchen als unterhaltsamen und spannenden Ausgleich dazu. Außerdem ist wirklich erstaunlich, wieviel Freizeit übrig bleibt, wenn man weitgehend auf Fernsehen verzichtet :-)
    (01.12.2008)
    Ralf Seidel:   Bei allem Interesse für Zoohistorie und insbesondere die des halleschen Bergzoos: Ich werde das nie verstehen, wie erwachsene Leute sich ganze Wochenenden und Nächte mit derartigen Planspielen auseinander setzen. Während rechtschaffende Menschen nach getanem Tageswerk erschöpft in ihre Betten sinken, werden Herr Jahn und Herr Mettler gegen Mitternacht erst mal richtig munter, irgend was mache ich wohl doch verkehrt...))
    Nun, ihr Kobolde der Nacht, um noch mal auf Michael's Theorien des alten Schimpansenaußenkäfigs zurückzukommen: ich bin fast sicher, dass der eine reine Gitterkonstruktion war, "möbliert" war das ganze mit einer Tisch-Bank-Konstruktion, die da mit eingefügt war - sind aber alles nur Vermutungen, ist ja auch schon ein Weilchen her...Eines weiß ich aber hundertprozentig mittlerweile - im alten Haus war ich NIE drin -das war nämlich immer abgeschlossen!
    (01.12.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: Irgendwann muss ich aber mal den ganzen Schlaf nachholen, den mir unsere Planspiele klauen :-)
    (29.11.2008)
    Oliver Jahn:   @Alex, kein Problem, nimm dir alle Zeit, die du brauchst, das Haus kann uns ja nicht mehr weglaufen. :-)
    Michael und ich, wir haben jetzt noch Mel, den Meister der Pläne nd Aufmaße mit ins Boot holen können. Und so wir es wirklich immer spannender. Fast haben wir ein wenig Sorge, es könnte zu früh ein Plan dieses Hauses irgendwo auftauchen, denn dann wäre unser Planspiel plötzlich vorbei. Das würde uns im Moment manch spannenden Abend rauben. Worüber sollte ich denn sonst nachts um 24.00 Uhr mit meinen Mitstreitern telefonieren?? ;-)
    (29.11.2008)
    BjörnN:   @Alexander Fuchs
    "Bibi" hat im TP Berlin vor kurzem einen Pfleger leicht verletzt (Rippenprellungen etc.), eben den Pfleger, der ihr Kalb einige Monate zuvor mit einem Elefantenhaken gezüchtigt hatte - ein Ereignis, welches vor allem von PETA heftig kritisiert und darüber in der BILD in gewohnt seriöser Weise ausgiebig berichtet wurde...

    Bei den Elefanten wird einen familiäre Herdenstruktur angestrebt, sodass eine Abgabe von Mutter und Kalb, schon wegen des Alters von "Panya", logisch ist - aber das war sich nicht der Sinn Ihrer Frage.

    (29.11.2008)
    Alexander Fuchs:   Da hat der Zoo zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    1. Das Elefantenhaus ist voll besetzt und das nach so kurzer Zeit!

    2. Der Zoo kann mit vermehrten Besucherzahlen rechnen, in den kalten Wintermonaten, durch das junge Elefantenkalb.

    Ich finde es spitzte und Klasse, denn nicht jeder Zoo oder TP gibt ein Publikumsmagnet gerne ab, so wie es der TP Berlin getan hat. Mich würde nur mal intressieren warum hat man die Mutter mit dem Elefantenkalb abgegeben?


    Zum Flußpferdhaus: Ich war im haleschen Stadtarchiv und habe versucht zu forschen. Es blieb beim Versuch, da ich in den letzten Wochen umgezogen bin nach Leipzig. Natürlich in die nähe des Zoos. Auch persönlicher Schicksalsschlag hat es verhindert das ich weiter nach Bildern oder Bauplänen schauen konnte. In naher Zukunft werde ich mir aber die Zeit nehmen und auch weiter an der Sache dran bleiben. Im Stadtarchiv gibt es viele Materialien zum Zoo und ich hoffe auch, dass ich welche zu dem Haus finden werde.

    @Oliver: Ich bleibe an der sache dran!
    (29.11.2008)
    Michael Mettler:   In Sachen Schimpansen setze ich gleich nochmal nach, und zwar bezüglich ihres damaligen Außenkäfigs, den man vom Fuchsweg aus einsehen konnte. Für unsere Rekonstruktion haben wir drei Möglichkeiten.

    Erstens: Der Käfig war eine reine Metallkonstruktion, die außen an die Hauswand "gehängt" war. Nach dieser Version war auch der Boden aus Gitter, weil es keinen Zugang für den Pfleger gab (!) und somit die Exkremente von selbst herausfallen mussten (in das darunter liegende Flusspferd-Außengehege). Das wäre im Prinzip eine neuere Version der Brandesschen Oranghaltung über dem Dresdener Hippobecken gewesen. Und das Wort "Durchfall" bekäme eine ganz neue Bedeutung :-)

    Zweitens: Der Käfig stand auf einer großen Betonplatte, so wie später an der hinteren Ecke der "Mandrillbalkon". Zwar gibt es dafür einen Verdacht, aber dagegen spricht die Aussage des Technischen Leiters über die Nicht-Begehbarkeit. Andererseits könnte man die Hinterlassenschaften natürlich vom Fuchsweg aus mit scharfem Wasserstrahl von der Platte gespült haben.

    Drittens, ein Mittelding aus beidem: Der Käfig stand auf einer Betonplatte, aber die hatte in der Mitte ein großes, vergittertes Loch. So hätten die Affen am Rand auch mal auf festem Boden sitzen können, und trotzdem hätten sich viele Exkremente von allein eine Etage tiefer entsorgt.

    Hat jemand irgendwelche Erinnerungen daran (oder gar Fotos)? Jedes Bisschen hilft...
    (26.11.2008)
    WolfDrei:   @Oliver Jahn: Danke für das "Füllen der Gedächtnislücken"
    (26.11.2008)
    Oliver Jahn:   Am Sonntag war ich kurzfristig in Halle. Ich habe mir die neuen Elefanten angesehen, aber ich habe auch meine Recherchen zum Flusspferdhaus weiter betreiben können. Mit Herrn Müller (technischem Leiter) und Herrn Baumgarten habe ich über eine Stunde über das Haus gesprochen und eine sehr nette Pflegerin aus diesem Bereich, die das Haus noch aus der Zeit vor dem 2001er Umbau kannte, hat mir mit einigen sehr wertvollen Hinweisen und Erinnerungen das Haus wieder etwas näher gebracht und einige Wissenlücken geschlossen.
    Ich bin mit MM dabei, das Haus nach und nach zu rekonstruieren. Wenn wir verwertbare Dinge haben, werden wir sie hier vorstellen.
    @WolfDrei, Ihre Erinnerungen haben uns ja schon sehr weit geholfen, dennoch hat sich jetzt zumindestens erst mal geklärt, dass bei Ihrem Besuch von den drei umlaufenden Balkonen der rechte und der linke Balkon noch standen, der hintere aber, der als U die beiden verbunden hat, war bei ihrem Besuch ein zweiter Schimpansenkäfig. Wenn Sie ins Haus kamen, hatten Sie rechts die Schimps und links schauten sie runter zum Hippo. Wären Sie den Gang bis zum Ende gegangen, hätten sie am hinteren linken Ende noch eine Glasscheibe mit Schimpansen dahinter gefunden.
    (26.11.2008)
    Ralf Seidel:   Bibi und ihre einjährige Tochter sind vergangenen Freitag wohlbehalten in Halle eingetroffen. Jetzt werden sie mit den anderen Mitgliedern der kleinen Herde vertraut gemacht, den Anfang soll die sechsjährige Tana machen, welche ja erst im Sommer dieses Jahres auf den Reilsberg zog. Die drei kennen sich also noch aus Friedrichsfelde. Die Eingewöhnung von Tana ging damals recht schnell vonstatten, auch Leitkuh Mafuta stammt ja bekanntlich aus Berlin. Unter Umständen werden jetzt die Karten in dieser Hinsicht neu gemischt, Mafuta und Bibi sind fast gleichaltrig...Erstmals können die halleschen Zoobesucher nun auch ein Elefantenbaby aufwachsen sehen, mit nunmehr 6 Tieren (1,5) ist das Haus jetzt voll belegt.
    (24.11.2008)
    Michael Mettler:   @Oliver: ...und hätten womöglich mit unserer Gedankenspielerei ein Haus "erfunden", das genauso funktioniert hätte wie das tatsächliche, nur mit geringfügig anderer Aufteilung :-)

    Der Witz ist ja in meinem Fall, dass ich nicht nur das alte Haus nicht mehr wirklich kennenlernen durfte, sondern mir bisher nicht mal das aktuelle richtig gemerkt habe und deshalb nur aus Zeugenaussagen, Fotos und Texthäppchen Zusammenhänge zu konstruieren versuche - das hat ein bisschen was von Gerichtsmedizin... Nun werden wir für die Nachkriegszeit mit Erscheinen der Chronik II (wann auch immer) auf manche Fragen Antworten finden, aber für mich ist der Reiz noch größer, den Ursprung des Hauses - das 1904 gebaute Anthropoidenhaus samt eventuell erster Affenfreianlage Deutschlands - quasi auferstehen zu lassen. Und DIESE Ära ist ja in Chronik I schon abgehandelt und liefert kaum Infos.
    (22.11.2008)
    Oliver Jahn:   Du nervst nicht, ich möchte dich bloß überzeugen!! ;-) Und jede Frage, jeder Hinweis und auch mancher Zweifel bringt uns weiter. Es fasziniert mich ständig neu, wieviele Stunden Michael und ich jetzt schon über Planspielen zugebracht haben, und jedes winzige Steinchen nutzend dieses Haus in unsere Fantasie wiedererstehen lassen. Das macht absolut viel Spass und ohne hier vorgreifen zu wollen, aber ich glaube mal, wir sind schon ziemlich weit. Und sollte sich das irgendwann mal alles als absolut falsch rausstellen, dann haben wir dennoch eine tierische Freude daran gehabt!
    (22.11.2008)
    IP66:   Es tut mir leid, wenn ich Dir mit meiner Ungläubigkeit auf die Nerben gegangen bin! Aber vielleicht tröstet es, daß ich das Haus selbst im jetzigen doch recht unhistorischem Zustand als spannend und sehr stimmungsvoll empfinde und die Diskussion um die Vergangenheit mit großem Interesse verfolge. Es ist ja ein schönes Beispiel dafür, wie ein aus Geld- und Platzmangel geborenes Provisorium zu einem einzigartigen Tierhaus geführt hat.
    (22.11.2008)
    Oliver Jahn:   @IP66, auch wenn der Zweifel dich quält, ich stand vor dem Haus, als es entkernt war, da blieb kein Becken übrig, wirklich. Selbst bei den Außenmauern bin ich mir nicht ganz sicher, wieviel davon noch ausgebessert werden konnte, und wieviel man auch dort koplett neu hochgemauert hat. Lediglich beim Fundament bin ich mir sicher, dass dieses noch original ist, denn das ist in den Felsen getrieben und so eher etwas für die Ewigkeit. Und eben deshalb hat man auf diesem Fundament das neue Haus gebaut, und damit quasi den 74er Umbau vom Fuchsweg her nach rechts vollendet, im Inneren aber quasi rückgängig gemacht, so dass man heute also wieder wie damals, von oben auf die Hippos runterschauen kann. Das Haus ist somit bis heute einer der für mich spannendsten Bauten, da er eigentlich spätestens seit 1920, evtl. sogar seit Bau 1904 sein Konzept immer behalten hat, trotz der vielen Umbauten, bis hin zum Neubau nach altem Muster.
    (21.11.2008)
    Sven P. Peter:   Laut zoofreunde-forum sind die beiden Elefanten soeben angekommen.
    (21.11.2008)
    Michael Mettler:   P.S. Der besagte Umbau vom Anthropoiden- zum Flusspferdhaus fand 1920 statt und markiert den Beginn der ursprünglich nur für ein Exemplar konzipierten Flusspferdhaltung in Halle.
    (21.11.2008)
    Michael Mettler:   Zumindest das Becken ist laut Jahresbericht "erneuert" worden - wie auch immer man das deuten mag. Angefangen hatte es mit einem "zementierten" Becken von 5 x 3,5 m beim Umbau von Anthropoiden- zu Flusspferdhaus. Vielleicht blieben diese (bescheidenen) Maße auch nach 1974 noch erhalten und das Becken wurde nur neu gefliest...? Zudem baute man einst "vor Grzimek" gemeinhin sehr breite und flach verlaufende Treppen für die Hippos, möglicherweise wurde sowas durch eine schmalere und steilere Konstruktion (oder deren zwei an den Beckenenden) ersetzt, um mehr Wasservolumen bieten zu können.
    (21.11.2008)
    IP66:   Ich bin nicht einmal ganz sicher, ob die Entkernung auch Boden und Becken betraf - möglich ist das aber schon.
    Überrascht bin ich über die Nachricht, daß Kattas in der DDR so selten gewesen sein sollen. Ich kenne sie schon aus der Zwischenkriegszeit als Allerweltslemuren, gleichsam die Standardart, die man dann in den 70ern auch in Kleinzoos antreffen konnte, oft in großen Gruppen.
    (21.11.2008)
    Michael Mettler:   Alle Angaben in der Chronik I, den Jahresberichten und von Augenzeugen zusammengerechnet ergäbe sich damit das Bild, dass die Außenmauern des Hauses an drei Seiten (Fuchswegseite, Rückseite und - vom Fuchsweg aus gesehen - linke Außenseite) eigentlich noch vom Bau des Hauses (als Anthropoidenhaus) im Jahre 1904 stammen könnten/müssten. Denn beim letzten Umbau wurde das Haus laut Oliver nur entkernt. Und somit ist wahrscheinlich auch die heutige Innenkonstruktion noch auf den originalen Grundmauern aufgebaut (von der schon in den 50ern begonnenen Erweiterung an der rechten Hausseite abgesehen).
    (21.11.2008)
    Ralf Seidel:   Sollen in den nächsten Tagen hier eintreffen...
    (21.11.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, Zufälle gibt's bei mir nicht...,mit Sicherheit waren wir 1972 noch zum Wandertag dort..., später auf der EOS fuhren wir dann schon etwas weiter weg, auch schon mal nach Leipzig - in den Zoo...))
    Nee aber ersthaft, ich kenne eigentlich diesen bunkerartigen Bau von damals nur so, wie er immer da stand - wäre da was abgetragen worden, glaube ich, hätte das mit Sicherheit meine Neugier geweckt - und die war extrem stark ausgebildet...
    (21.11.2008)
    Sven P. Peter:   Um mal weg von den trockenen Themen zu kommen ;)

    Halle bekommt (oder hat sogar schon bekommen) Elefantenkuh Bibi mit ihrer einjährigen Tochter Panya aus dem TP.
    (21.11.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf, warst du damals (72-74)zufälligerweise auch mal im Zoo, während das Haus eine Baustelle war? Oliver hatte die Vermutung, man hätte vielleicht zum Einbau der neuen Zwischendecke die ganze obere Etage abgetragen - das wäre ja ein unübersehbarer Außenanblick gewesen. Im Jahresbericht wird aber nur gesagt, dass "über dem Flusspferdbecken" eine Betondecke eingezogen wurde - nach dieser Formulierung wäre quasi nur die "Mittellücke" im Haus gefüllt worden, was vielleicht statisch viel schwieriger war; einen Etagenabriss und -neuaufbau hätte man doch wohl im JB erwähnt? Tja, wird Zeit, dass die Chronik II kommt...
    (21.11.2008)
    Ralf Seidel:   Einer bundesweiten Image-Kampagne des Landes Sachsen-Anhalt folgend ("Sachsen-Anhalter stehen früher auf...")bin ich heute morgen schon 06:00 Uhr aufgestanden. Für diejenigen, die jetzt ganz mitleidig diese Zeilen lesen - das ist nicht wirklich dramatisch, sonst stehe ich in der Woche meist 06:30 Uhr auf, konnte aber die gewonnene halbe Stunde nutzen, mal in meinen alten Halle-Heften zu blättern. In den Zooführern der 50er Jahre wird das alte Affenhaus als eines der schönsten Affenhäuser Deutschlands noch beschrieben, das Schimpansen/Flusspferdhaus nicht mal erwähnt - nur seine Bewohner werden kurz aufgeführt. Sicher auch ein Hinweis, dass der Bau bis zum Umbau Mitte der Siebziger eher keinen großen Stellenwert besaß. In dem gestern von mir erwähnten Mitteilungsheft, wo neben den Husarenaffen u.a. auch Artikel über Przewalskipferde, Pinguine, die hallesche Elefantenhaltung sowie die jahrzehntelange Tradition der Tahr-Zucht abgedruckt sind, war leider auch nicht viel Neues erkennbar. Unter anderem schreibt Jutta Heuer:" Nach der einweihung des 1976 fertiggestellten neuen affenhauses erhielt der Zoolog. Garten Halle zusammen mit anderen Affen auch ein Paar Husarenaffen.....
    Die im Zoolog. Garten Halle gehaltenen Husarenaffen bewohnen im neuen Affenhaus eine geräumige Innenunterkunft mit einem auch für Besucher einsehbaren Außenkäfig."....(Mitteilungen aus dem Zoologischen Garten Halle, Heft 15/1984)
    Im Jahresbericht 75/76 (Mitteilungen Heft 10) heißt es unter Baugeschehen:"Das Obergeschoß des Neuen Affenhauses - vordem Schimpansen-und Flusspferdhaus - wurde nach endgültiger Fertigstellung am 19. Februar.....seiner Bestimmung übergeben und mit Tieren besetzt." Alles eigentlich eher beiläufig erwähnt. Für 1976 "durch Kauf und Tiertausch wurden erworben": 1,1 Weißnasen, 1,1 Brazza, 1,1 Husarenaffen. Primatennachzuchten im gleichen Jahr; 0,1 Mandrill sowie 0,1 Mantelpavian.
    Mehr konnte ich leider auch nicht ausfindig machen...
    Oliver, jetzt musste ich wieder schmunzeln: Der Schimpansen-/Flußpferdtrakt im unteren Bereich war so duster, das hätte jedem Nachttierhaus gut gestanden -vielleicht ja schon ein Vorläufer moderner Tiergartenbiologie, ziehen es doch auch Flusspferde im Freiland vor, ihre Schwarten im Dunkeln aus dem Wasser zu hieven...
    (21.11.2008)
    Oliver Jahn:   Der Mandrillaußenkäfig ging in etwa über die halbe Breite der Hauswand, allerdings nicht wie der Schimp-Käfig in Richtung Fuchsweg, sonder zur anderen Seite, also von der Mitte der Hausseite bis nach vorn zur Ecke und da die Bodenplatte für den Neubau der oberen Etage nicht der Grundform des Hauses angepasst wurde, ragte der Mandrillkäfig mit einer Ecke überstehend über den Flusspferdaußenbereich. Wenn man also bei den Hippos am Wasserbecken stand, dann konnte man in den Käfig hineinschauen.
    Die 2 mal 3 Innenkäfige für die Meerkatzenartigen waren untereinander innen verbunden mit kleinen Türen auf dem Fußboden in den Zwischenwänden.
    Was die Ausdehnung des letzten Schimpkäfigs nach rechts in den Flusspferdbereich hinein angeht, so kann ich dazu eigentlich auch gar nichts sagen, denn wenn man zu den Hippos reinschaute, dann war es dort drin derart dunkel, dass man eigentlich so gut wie nichts sehen konnte. Eine einzelne nakte Neonröhre hing über dem Becken und spendete nur spährlich Licht, außerdem sorget sie im Wasser darunter und in der Scheibe für Spiegelungen vom allerfeinsten. Ich war mehrfach dort drin, aber gesehen habe ich nicht wirklich viel. Woran ich mich allerdings auch noch genau erinnere, dass ist das Gitter hinter der Scheibe bei den Schimpansen, übrigens eine Bauart, die öfter mal verwendet wurde, so z.B. auch in Magdeburg bei den Schimpansen.
    (20.11.2008)
    Ralf Seidel:   Die von dir beschriebene Lösung ist zwar plausibel, aber rein platztechnisch wenig vorstellbar. Zu den Primaten rein halte ich angesichts der geringen Grundfläche zwar auch nicht gerade für glücklich - aber durchaus vorstellbar. Was haben wir bei unserem diesjährigen Ostertreff in Halle gestaunt, als uns die zuständige Revierleiterin im Bereich Lama-/Antilopenhaus erzählte, dass die Pfleger früher auch zum Helmkasuar direkten Kontakt hatten, war ja auch keine Absperrmöglichkeit, wenn man ins Haus wollte...Ja, das ist hier kein
    Pflaster für Ängstliche...)))
    Ich habe zu Hause noch Sonderhefte aus dem Zoo Halle, wo einzelne Tiergruppen beschrieben wurden - da war was über die Husarenaffen dabei, vielleicht gibt es da ja noch was Erkenntnisreiches zu entdecken...Zumindest in den späteren Jahren glaube ich hat man einen Käfig immer frei gehalten, die Kattas waren da schon locker 5/6 Tiere im Käfig...- das waren nicht nur Mutter-mit-Kind-Abteile...
    (20.11.2008)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: An das wechselweise Umschiebern der Meerkatzen usw. habe ich auch schon gedacht, aber dazu müsste es irgendwo einen Leerkäfig gegeben haben, damit alle Tiere "eins aufrücken" konnten. Immerhin hat diese Methode im hannoverschen Affenhaus-Provisorium früher auch über viele Jahre hinweg funktioniert. Aber: Wenn es jeweils zwischen zwei Käfigrückseiten im Pflegergang über den Köpfen der Pfleger einen Verbindungsgang mit Schiebern auf beiden Seiten gegeben hätte, hätte man darin kurzzeitig jeweils einen Käfigbesatz abschiebern können. Wäre zwar "sehr kuschelig" gewesen, da der Gang logischerweise nicht länger gewesen wäre als der Pflegergang breit, aber die Affen wurden ja wohl auch nur paarweise plus eventuellem aktuellem Nachwuchs gehalten, da hätte das schon gepasst. Und es hätte bei einem Artenwechsel erlaubt, die Tiere auf einfachstem Weg in den rückseitig gegenüberliegenden Käfig umzusetzen.

    Dass die Pfleger zur Reinigung zu den Tieren reingingen, kann ich mir zwar bei Mongozmakis oder vielleicht auch noch Zwergmeerkatzen vorstellen, aber auf gerade mal 3 qm Grundfläche und bewegungstechnisch behindert durch Kletterelemente und Sitzbretter mit Arbeitsgerät zu hantieren, während zwei Brazzameerkatzen um einen herumturnen, das finde ich wenig realistisch.

    Und damit hätten wir auch die wichtigste Funktion des Mandrill-Außenkäfigs: Zur Reinigung des Innenkäfigs wurden die Mandrills ausgesperrt, zur Reinigung des nebenliegenden Husarenaffenkäfigs wurden dessen Bewohner kurzzeitig in den dann freien Mandrill-Innenkäfig umgeschiebert. Denn wenn man doch bei den anderen Arten auf die "Cabrio-Lösung" baute (bei gutem Wetter Dach aufklappen), hätte man sich ja auch bei den Mandrills einen Außenkäfig schenken können. Da man aber ohnehin ein Absperrabteil brauchte und dieses auch noch genau gen Süden wies, hat man das eben vergittert. So stelle ich mir das jedenfalls vor.
    (20.11.2008)
    Ralf Seidel:   @Michael, stimmt - auf der Mandrillseite war noch der kleine Außenkäfig, der war aber meines Erachtens nach kleiner und wesentlich schmaler als der alte Schimpansenaußenkäfig, diente wohl bestenfalls zum kurzfristigen Absperren...Den alten Schimpanseninnenkäfig vor dem Umbau kenne ich absolut nicht mehr - und je mehr ich darüber nachdenke - das Haus war vor dem Umbau immer verschlossen, ich glaube, es war nur zeitweise begehbar...
    An die Guerezas kann ich mich auch noch erinnern, bei den im Zooführer erwähnten Mantelpavianen gehe ich mal davon aus, dass da 1 oder 2 Tiere noch aus dem alten Haus mit umgezogen sind und nur für kurze Zeit dort lebten. Vielleicht wurden die Husarenaffen etwas später angeschafft und die ja doch recht wehrhaften Paviane waren neben den Mandrills untergebracht. Dort gab es ja mit Sicherheit auch Absperrmöglichkeiten, bei den Tieren im mittleren Bereich wohl eher kaum, vielleicht wurden die in den Nachbarkäfig abgeschiebert, dagegen spricht das Missverhältnis Arten-Käfige.
    Ich bin mir doch fast sicher, dass die Pfleger zu den Tieren im mittleren Bereich reingegangen sind, da waren ja auch die eher "harmlosen" Arten untergebracht. Der Innbereich Mandrills/ Husarenaffen war genau so aufteteilt wie man es heute in der Saki-Anlage noch sieht, ach die kann ja bei Bedarf noch geteilt werden über ein Rollgitter. Definitiv 2 Käfige.
    Der Innenkäfig der Schimpansen war wohl fast genau so lang wie der Außenkäfig, wohl ein Stück Pflegerbereich/ Schlafbereich war noch inkludiert. Einsehen konnte man den Innkäfig aber eben nur auf dem Stück, bis der Flußpferdbereich begann. 1-2 m weiter war der eigentliche Käfig augenscheinlich zu Ende - war schlecht einsehbar, auch durch die Gitter hinter der Scheibe.
    Dein Vergleich mit der Käfiggröße des Affenhauses in Leipzig kommt hin in Richtung Breite und Tiefe, nur waren die halleschen Innenanlage weit nicht so hoch und es fehlten eben gänzlich die Außenkäfige. Der Kleinsäugerbereich wurde tatsächlich erst so Anfang der 80er sukzessive eingebaut...
    @WolfDrei, der von Ihnen gewählte Begriff "Durchschlupf" passt tatsächlich besser als die Formulierung "Pflegergang", das Personal musste schon recht schlank sein...
    Lemurenhaltungen waren tatsächlich eher außergewöhnlich, Mongozmakis damals auch in Leipzig. Interessant wurden die Lemuren in der DDR glaube ich erst mit der Katta-Anlage in Friedrichsfelde...
    (20.11.2008)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Gut, für den Pflegergang im Mittelbereich, rechnen wir mal einen Meter Breite, dann würde sich die Käfigtiefe beiderseite auf rund 2 m reduzieren - bei rund 1,6 m Breite. Wenn ich mich nicht täusche, könnte das ungefähr der Größe der Leipziger Meerkatzenkäfige vor deren Zusammenlegung nahekommen, an denen man sich vielleicht - da bewährt, wenn auch nach heutigen Maßstäben sehr eng - beim Umbau in Halle orientiert haben könnte (und die Meerkatzen-Außenkäfige im Niederaffenhaus des Ruhrzoos waren m.E. auch nicht viel größer, wenn überhaupt). Nu