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    Zoo München

    cajun:   Das heißt das EEP (heißen die jetzt bei gleicher Abkürzung nicht anders?) bevorzugt zur Neuetablierung Zuchtgruppen (Köln) und lässt überzählige Bullen schlachten? Die Idee mit der Elefantenvergesellschaftung gefällt mir .
    (11.10.2017)
    Michael Mettler:   Im aktuellen EAZA-Magazin werden neue Banteng-Halter gesucht... Vielleicht sollte man mal ausprobieren, ob sich überzählige Jungbullen mit Jungbullenhaltungen Asiatischer Elefanten vergesellschaften lassen. Bei dem, was eine Elefantenanlage kostet, fiele ein zusätzlicher Stall für Bantengs kaum noch ins Gewicht, und die Außenanlage dürfte die Bedürfnisse der Rinder wohl decken.
    (11.10.2017)
    cajun:   Hellabrunn ist in den Schlagzeilen. Das eigentlich interesaante ist dabei: Der Zuchtbulle ist längst kastriert. Wieder eine Bantengzucht weniger- vorerst....

    https://www.welt.de/regionales/bayern/article169528948/Muenchner-Zoo-toetet-zwei-seltene-Rinder-und-verletzt-dabei-vier-Pfleger.html
    (11.10.2017)
    Adrian Langer:   Laut Zootierliste noch da! Nehme mal an, dass sich bei denen noch nichts getan hat!
    (08.09.2017)
    Franz Hausstetter:   Und die Vielfraße? Nicht mehr da oder noch im alten Gehege?
    (08.09.2017)
    Adrian Langer:   https://www.charivari.de/muenchen/aktuell/neue-polarwelt-tierpark/6666210

    In München wurde jetzt die neue Polarwelt eröffnet!
    (08.09.2017)
    zollifreund:   das irritiert mich jetzt aber: bei meinem Besuch am 19.08. waren die Keas in der alten Kolkrabenvoliere ( gegenüber den Przewalski-Pferden bzw. hinter den Steinböcken) untergebracht. Die Voliere war ganz neu gestaltet. Die Pumaanlage war leer und erkennbar nicht verändert...??
    (02.09.2017)
    Adrian Langer:   http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/tierpark-hellabrunn/tierpark-news/neues-zuhause-fuer-keas-tierpark-hellabrunn.html

    Als wäre die Frage in der Presse aufgegriffen worden! In die alte Pumaanlage sind die Keas eingezogen!
    (31.08.2017)
    zollifreund:   Hellabrunn züchtet weiter fleissig Flink-Wallabys :-)
    (30.08.2017)
    zollifreund:   letzte Woche war ich seit längern wieder mal in Hellabrunn. Selbst im Regen war es eine Freude durch die Parklandschaft zu spazieren. Mit Blick auf die Umsetzung des Masterplans habe ich mir nochmals ausgiebig die aktuelle Situation fotografiert. Bin sehr gespannt ( und, gebe ich zu, etwas skeptisch) wie die Parklandschaft/der Baumbestand dadurch verändert wird. Für mich ist gerade der Eingangsbereich mit den Mesos und Gämsen einer der schönsten Bereiche. Ich befürchte gerade für die Anlage der Mesos ( zukünftig besetzt durch Rotbüffel und Drills) große Änderungen. Wie will man diese Waldanlage gegen Ausbrüche der Drills absichern...? Aber das ist noch Zukunftsmusik...

    Als nächstes wird die Eröffnung der Anlagen für Polarfüches, Schneeeulen und Vielfraße anstehen. Dies soll, so ich bei der Greifvogelpräsentation richtig verstanden habe, im Oktober passieren. Durch den Umzug von Vielfraß und Polarfuchs ist anschließend das Gebiet hinter der Tigeranlage ( bis auf die Luchse) komplett leer ( Schneeleos und Pumas sind ja bereis Geschichte). Bin gespannt, was hier übergangsweise geschieht.
    Ich hoffe nicht, dass hier langfristige Leerstände geplant sind. Aktuell leer sind bereits die alten Schabrakentapir- und Bartschweinanlagen. Lt. Hinweisschild ist eine Nachnutzung geplant und \"man soll gespannt sein\".
    (30.08.2017)
    Adrian Langer:   http://www.parkerlebnis.de/plastik-aquarium-tierpark-hellabrunn-2017_47678.html

    In den nächsten fünf Tagen wird in Hellabrunn ein Auarium komplett mit Plastik gefüllt um auf die Umweltverschmutzung hinzuweisen!
    (27.07.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/hellabrunn-spatenstich-fuer-neue-muehlendorf-so-soll-es-werden-8488588.html

    In München wurde der erste Spatenstich für das Mühlendorf gesetzt!
    (15.07.2017)
    Adrian Langer:   http://www.parkerlebnis.de/tierpark-hellabrunn-drei-neue-sumpfwallabys-verstaerken-jetzt-geozone-australien_46923.html

    In Hellabrunn sind jetzt Sumpfwallabyweibchen eingezogen! Demenstsprechend soll hier gezüchtet werden!
    (12.07.2017)
    Adrian Langer:   Auch die Bache musste eingeschläfert werden!
    (04.07.2017)
    Adrian Langer:   Der Bartschweineber wurde gestern eingeschläfert!
    (30.06.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/eine-neue-tierart-fuer-muenchner-tierpark-hellabrunn-8350112.html

    In München sind Manule eingezogen!
    (26.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.tierpark-hellabrunn-trauert-pathologisches-gutachten-daran-starb-eisbaer-yoghi.62f047f8-54f3-4ec8-be0b-204432dede0d.html

    Hintergründe zu Yogis Tod!
    (17.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.interview-mit-rasem-baban-tierpark-chef-jeder-kann-artenschutz-betreiben.2b6b0348-5552-48f1-93ef-353a227978a0.html

    Der Tierpark soll sich im Laufe von 20 Jahren verändern!
    (16.05.2017)
    Adrian Langer:   https://www.muenchen.tv/mei-wie-suess-nachwuchs-im-tierpark-hellaburnn-220587/

    In München gibt es ein weiteres Baby bei den Orang Utans!
    (11.05.2017)
    Adrian Langer:   http://www.parkerlebnis.de/tierpark-hellabrunn-initiative-schutz-drills-kamerun_43418.html

    Der Tierpark möchte 12% der Kosten des Projekts zum Schutz des Drills in diesem Jahr übernehmen! Zeigt für mich, dass Zoos als Unterstützer der natürlichen Flora und Fauna immer wichtiger werden!
    (09.05.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/trauer-im-tierpark-hellabrunn-eisbaer-yoghi-ist-tot-8140770.html

    Der junge Eisbärenmann in München ist verstorben!
    (14.04.2017)
    zollifreund:   ist jemanden bekannt, wann der neue Anlagenkomplex für Mähnenrobben, Vielfraße und Schneeeulen eröffnet werden soll?
    (11.04.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/tierpark-hellabrunn-elefantenbulle-gajendra-ist-wieder-zurueck-in-muenchen-8049036.html

    Gajendra ist wieder in Hellabrunn angekommen! Nun kann es dort mit der Zucht weiter gehen!
    (29.03.2017)
    Patrick Marburger:   Montana-Puma, Schabrackentapir und Schneeleopard die Liste der zu befürchteten bzw. bereits erfolgten Verluste in 2017 liest sich respektabel!
    (16.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.parkerlebnis.de/geburtenboom-und-todesfaelle-tierpark-hellabrunn_40626.html

    München hat hier eine Auflistung aller Geburten und Todesfälle diesen Jahre aufgeführt. Besonders schwer trifft sie dabei der Verlust des letzten Montanapumas des Zoos. Damit endet auch die deutsche Haltung dieser Tierart und sie werden nur noch im tscheschichen Plzen gehalten.
    (16.03.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/schabrackentapir-nemo-aus-tierpark-hellabrunn-zieht-nach-frankreich-7593710.html

    München will seine Haltung von Schabrackentapieren einstellen. In der Zukunft soll dann nach Sanierung der Anlage auf Flachlandtapire umgestellt werden. Finde ich persönlich sehr schade, da Schabrackentapire nun doch viel seltener gehalten werden als Flachlandtapire.
    (10.03.2017)
    Gudrun Bardowicks:   Vielleicht werden in der geplanten neuen Löwenanlage zumindest mittel- bzw. langfristig doch unterartreine Löwen gehalten und gezüchtet.
    (09.03.2017)
    Nikolas Groeneveld:   Dann möchte man in München also in Zukunft weiterhin Zoomixlöwen züchten.
    Und ich hatte gehofft, dass die Zucht von Unterartenmischlingen auslaufen würde.

    (09.03.2017)
    Adrian Langer:   https://www.tz.de/muenchen/stadt/thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln-ort43351/tierpark-hellabrunn-plant-neues-loewen-gehege-wir-verraten-details-7455313.html

    Hier noch ein Nachtrag zur geplanten Löwenanlage.
    (04.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/tierpark-hellabrunn/tierpark-news/info-pavillon-hellabrunn-masterplan.html

    Im Tierpark Hellabrunn gibt es jetzt einen Infostand zum Masterplan des Tierparks. Hier geht es unter anderem um den Umbau der Löwenanlage sowie die Aufnahme hoch bedrohter Haustierrassen.
    (04.03.2017)
    Oskar Schwitters:   Der Transfer ist, wie ich auch schon im Hagenbeck-Thread schrieb, für das Frühjahr 2017 geplant.
    (01.01.2017)
    Jan Jakobi:   Der Transfer wurde wegen der Vogelgrippe abgesagt.
    Es dürfen derzeit keine Tiere bei Hagenbeck ein- und ausreisen.

    Gajendra kommt nächstes Jahr zurück, aber nur wenn keine weitere an Vogelgrippe erkrankte tote Vögel bei Hagenbeck aufgefunden werden.
    (31.12.2016)
    Justus Bauer:   Weiß jemand, wann Gajendra kommt?
    (31.12.2016)
    Jan Jakobi:   Es war mehr ein Gerücht als ein offizieller Fakt. Ich weiß wirklich nichts neues zum Kewa-Clan.

    Derzeit leben in München 4 Elefantenkühe, der Kewa-Clan umfasst 3 Kühe und einen Baby-Bullen.
    Mit Gajendra insgesamt 9 Elefanten. Der Kuh-Bereich soll für 10 Elefanten geeignet sein.

    Auf diesem Foto ist der Kuh-Bereich des Hauses zu sehen, im Hintergrund sind die Boxen und rechts außerhalb des Fotos der Bullen-Bereich:
    http://www.merkur.de/bilder/2016/10/28/6915961/99613852-tierpark-hellabrunn-eroeffnung-elefantenhaus-R9MG.jpg

    Nächste oder übernächste Woche kommt Gajendra nach Hause.

    (18.11.2016)
    Michael Mettler:   Bekommt denn Hellabrunn noch neue Elefantenkühe für die Zucht? Da stand doch ein Transfer des Kewa-Clans aus dem TP Berlin im Raum?
    (18.11.2016)
    Oskar Schwitters:   Hagenbecks Bullengehehge wurde erst vor wenigen Jahren umgebaut. Ein erneuter Umbau wäre allerdings durchaus wünschenswert.
    (11.11.2016)
    Justus Bauer:   Ja, aber erst, wenn die Bullenanlage hoffentlich mal umgebaut wird
    (11.11.2016)
    Tim Sagorski:   @ Jan Jakobi:

    Könntest du bitte diese kryptischen Andeutungen unterlassen und dein Wissen entweder mit uns teilen, oder gar nichts sagen?

    Danke!!!
    (11.11.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall wird ein neuer Halter für den hannoveraner Zuchtbullen Nikolai gesucht. Er wäre für Hagenbeck bestimmt auch geeignet.
    (11.11.2016)
    Justus Bauer:   Welcher Bulle ist das ?
    (10.11.2016)
    Jan Jakobi:   Wie ich bereits schon mal im Thread \"ELEFANTEN in Europa 2\" schrieb steht der Nachfolger von Gajendra (offiziel) noch nicht fest.
    Nach der Sache mit Thisiam wäre ich vorsichtig in Sachen neuer Bulle für Hagenbeck.
    Es gibt einen Bullen der aus mir unbekannten Gründen immer noch in seinem Heimatzoo ist und den der Heimatzoo eigentlich schon vor ein paar Jahren abgeben wollte. Bislang hat sich scheinbar noch kein Abnehmer gefunden.
    (10.11.2016)
    Oskar Schwitters:   Das Elefantenhaus ist nun fertig, Gajendra soll noch in diesem Jahr heimkehren. Steht der neue Bulle für Hamburg mittlerweile fest?

    www.hellabrunn.de/aktuelles/neues-aus-hellabrunn/newsanzeige/hellabrunn-hat-sein-wahrzeichen-wieder-feierliche-eroeffnung-des-elefantenhauses/4ad8aa47fd002735a9256b4284c6bb9f/
    (10.11.2016)
    Michael Mettler:   Am 11.6. war ich im hannoverschen Zoo, da wies ein Schild vor dem rechten Gehegeteil darauf hin, dass die Leoparden wegen Umbauarbeiten derzeit nur im linken Gehegeteil zu sehen seien, und dort sah ich auch keinen (mehr?). Ja, das ging wohl fix...!
    (17.06.2016)
    Rainer Hillenbrand:   Danke für die prompte Aufklärung - am 11.06. informierte die Hellabrunn auf ihrer Homepage (mit Erwähnung der geplanten Zuchtpartnerin) - am 14.06. ließ er sich (für mich) erstaunlich gut wie selten zuvor im Gehege beobachten und fotografieren - und am 17.06. also bereits in Hannover. Das ging fix.
    (17.06.2016)
    Michael Mettler:   Laut heutigem Tageszeitungsbericht (NP) ist Julius bereits in Hannover eingetroffen und soll eine Zuchtpartnerin bekommen.
    (17.06.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Bei einer Führung wurde gesagt, dass man in Hannover zukünftig auf Empfehlung des Leoparden-EEP- Koordinators nur noch Chinaleoparden halten und züchten will. Die Nordpersischen Leoparden sollen ganz abgegeben werden.
    (16.06.2016)
    Michael Mettler:   Nein, das überrascht mich jetzt auch. Zwei Unterarten ließen sich auch nur dann parallel in Hannover halten, wenn man auf Nachzucht verzichten und Einzeltiere getrennt halten würde. Falls der Münchener Kater nicht nur \"auf Zwischenlager\" gedacht ist, sähe das eher nach einem Unterartwechsel aus.
    (16.06.2016)
    Rainer Hillenbrand:   Der sechsjährige Chinaleopard Julius soll noch in diesem Monat in den Zoo Hannover umziehen. Könnte das bedeuten, das die Haltung der Persischen Leoparden in Hannover ausläuft oder tatsächlich die zusätzliche Haltung einer zweiten Unterart? Und weiß vielleicht Michael Mettler etwas darüber?
    (16.06.2016)
    Sacha:   ...zumal Panzernashörner doch noch ein Stück gefährdeter sind als die Breitmäuler (und in den Zoos auch weniger stark vertreten).
    Abgesehen davon muss jetzt ein für Besucher begehbares Warmhaus NUR für Panzernashörner nicht zwingend eine Riesensumme kosten. Ich denke da an Wien, wo man mit relativ(!) einfachen Mitteln etwas ganz Passables erreicht hat. Und in den Hang hinein bauen könnte man in Hellabrunn zumindest theoretisch auch.
    (30.03.2016)
    Holger Wientjes:   Von Breitmaulnashorn zu Panzernashorn halte ich da schon für den besseren Weg
    (30.03.2016)
    Hannes Lueke:   Es gibt doch noch eine Haltung von Weisswedelhirschen in Deutschland (Connewitz?)
    Falls diese züchtet muss der Nachwuchs auch irgendwo hin. In die Pfanne wäre sehr schade
    (30.03.2016)
    Michael Mettler:   Offenbar will der Tierpark die Menge Geld aber lieber für andere Zwecke einsetzen...

    Unter dem Kriterium unbedingter Weiterführung von Arten dürfte es übrigens heute in Hellabrunn nicht mal Panzernashörner geben. Für die wurden nämlich seinerzeit Breitmaulnashörner abgeschafft (und zu Gunsten dieser wiederum vorher Spitzmaulnashörner).
    (30.03.2016)
    Holger Wientjes:   Die Abgabe der Panzernashörner damit zu rechtfertigen, dass für sie sonst komplett neu gebaut werden müsste halte ich angesichts der Tatsache, dass sowie eine Menge Geld zur Verwirklichung des Masterplans aufgewendet werden muss und dass München als (wohl auch nicht allzu armer) Grosszoo das durchaus stämmen könnte, für nicht sonderlich überzeugend.

    (29.03.2016)
    Michael Mettler:   M.W. gibt es bei der Haltung der Panzernashörner seit jeher gesundheitliche Probleme (Füße), weil sowohl das Haus als auch die Außenanlagen nicht für sie geeignet sind. Also wäre ein Komplettneubau für sie nötig. Das Panzernashörner fast semiaquatische Lebewesen sind, wäre bei einem solchen Neubau sehr viel mehr Aufwand nötig als bei einem Stalltrakt für afrikanische Nashörner, die man \"trocken\" halten kann (im ersten Anlauf war übrigens angedacht gewesen, die Panzernashörner an Ort und Stelle durch Spitzmaulnashörner zu ersetzen). Die Entscheidung gegen die Panzernashörner kann ich nachvollziehen, allerdings hätte ich auf der neu geplanten Savanne dann tatsächlich lieber Spitzmäuler gesehen - auch als Kontrastprogramm zum nahe gelegenen Augsburg.

    Das alte Bartschweinpaar hat m.W. nie gezüchtet - und selbst wenn, wäre man die Nachzuchten wahrscheinlich nicht los geworden, weil es kein Interesse in der europäischen Zoowelt gibt (laut Erfahrungen in Berlin). Finde ich also ebenfalls verständlich. Übrigens sollen auch Mesopotamische Damhirsche kaum noch unterzubringen sein (zumindest männliche), weshalb man schon länger die Zucht eingestellt hatte und nur noch Männer hielt. Manchmal sind es also ganz pragmatische Gründe, die zur Beendigung einer Haltung führen. (War ja auch schon bei den Gaur der Fall.)

    Bemerkenswert finde ich die Aufgabe der Kiangs, weil sich doch auch Wuppertal von der Haltung verabschieden will. Vielleicht hat das was mit dem geringen Gefährdungsstatus zu tun? Selten ist der Kiang ja nur in Zoos, nicht im Freiland.

    @Patrick Marburger: Weißwedelhirsche dürften aus Finnland zu bekommen sein, wo sie nicht nur gehalten werden, sondern auch als eingebürgerte Art wild vorkommen. Der TP Berlin hatte sie für seinen ursprünglich geplanten amerikanischen Bergtierteil ebenfalls auf der Wunschliste, und da sagte man mir vor einigen Jahren mal, die Beschaffung sei kein Problem. Da Hellabrunn auch ansonsten nicht mit utopischen Arten plant, denke ich, dass die Verfügbarkeit von Weißwedelhirschen vorab erfragt wurde.
    (29.03.2016)
    Holger Wientjes:   @Patrick Marburger: Genau DAS meinte ich damit eigentlich... Ich finde es ´mal wieder mehr als bedauerlich, dass es selten gehaltenen (Huftier-)Arten treffen soll. Geokonzept hin oder her. Was spricht gegen Panzernashörner in einem Asien-Teil ? Ach ja, dann müsste man auf Nashörner in einem Afria-Parkteil verzichten und DAS geht ja anscheinend nicht... Oder man hält einfach ´mal zwei Nashorn-Arten... Dass eine Art wie die Bartschweine auslaufen wird ist bedauerlich genug. Aber wo ist die Not Kiang, Panzernashorn, Markhor, Schabrackentapir etc. nicht weiter zu halten ?
    (29.03.2016)
    Oliver Muller:   So sehr mir einige der neuen Arten gefallen würden, umso bedauerlicher (und zum Teil wirklich unverantwortlich) fände ich die Abgabe von Schabrackentapiren ( nach Karlsruhe?), Panzernashörnern (3 Halter in D verbleibend), Kiangs ( dann nur noch in Berlin), China-Leopard (hauptsächlich noch in Nicht-EAZA-Zoos verbleibend) und Borneo-Bartschweinen ( dann nur noch Berlin in D). Ich werde da morgen mal im Tierpark anfragen.
    (29.03.2016)
    Patrick Marburger:   @ Holger Wientjes: zum Teil ja, aber leider nicht fast alle. Panzernashorn, Kiang, Schabrackentapir: dies sind gleich drei Arten die ich nicht für 08/15-Arten halte. Ergänzen ließen sich auch noch die Markohre, die fehlen in der Liste unten. Hier verliert der Parkteil Asien deutlich. Davon Schabrackentapire durch Flachländer und Panzernashörner durch Breitmäuler zu ersetzen bin ich nicht gerade begeistert. Hier gibt es doch keinen anderen Grund als das dennoch inkonsequente Geo-Konzept, oder? Montana-Puma und Borneo-Bartschwein sind auch noch zwei Raritäten die gehen. Hier kann man aber vermutlich nichts machen. (Oder würde es hier ausnahmsweise nicht am Import scheitern?)
    (29.03.2016)
    Holger Wientjes:   Die Abgänge wären zu verkraften, handelt sich dann ja auch fast alles um 08/15-Arten die verschwinden würden...
    (29.03.2016)
    Patrick Marburger:   Ich habe mir bisher insbesondere den zukünftigen Plan angeschaut, den Rest habe ich lediglich überflogen. Wenn ich nichts übersehen habe werden Montana-Puma, Chinesischer Leopard, Abruzzen-Gemse, Braunbär, Afrikanischer Wildhund (ist ja schon vor kurzem), Borneo-Bartschwein, Panzernashorn, Schabrackentapir, Mandrill, Mantelpavian, Axishirsch, Kiang, Mesopotamischer Damhirsch und einige Kängurus gehen müssen. Die Liste ist gewiss nicht vollständig, hoffentlich bleibt manches davon doch und es ist nur mein Fehler!!! Der aktuelle Besatz der Villa Dracula müsste vermutlich auch reduziert werden. Die gibt es wenn ich es richtig sehe ja nicht mehr. Aber gut viele attraktive Tierarten sollen auch kommen. Riesenotter sind im süddeutschen Raum ja überhaupt nicht vertreten und Zwergflusspferde bald auch nicht mehr. Huftiergehege die über die übliche Zebra + XY Gemeinschaftshaltung hinausgehen auch. Hier hätte man also einige Alleinstellungsmerkmale. Was mir positiv aufgefallen ist, ist dass nur mit realistischen Tierarten geplant wird. Da werden wenn überhaupt nur die Weißwedelhirsche kritisch. Wenn man sich die obige Liste anschaut und dazu addiert was in den letzten Jahren alles aus Hellabrunn verschwand ist das schon eine respektable Liste. Die Abgrenzung zu Stuttgart, Augsburg und Nürnberg gelingt m.E. recht gut. Gerade mit Zwergflusspferd, Riesenotter, Großer Savanne, afrikanischen Nashörnern etc. etc. hat man hier einige Alleinstellungsmerkmale neu geschaffen. Das ein Zoo so viele Huftiere behält und auch noch ausbaut ist lobenswert und selten. Aber auch mutig. So sehr es mich persönlich freut bin ich mir nicht sicher ob der Masterplan zu einer Steigerung der Besucherzahlen führt.
    (29.03.2016)
    Michael Mettler:   Eine Rückkehr zum strikten Geo-Konzept, wie sie mit der Zielplanung propagiert wurde und wird, sehe ich da aber nicht. Affen und Vögel erhalten eigene Themenbereiche (also systematisches Konzept - auch wenn Arten außerhalb dieser Themenbereiche vertreten sind), Arktis und Antarktis bilden weiterhin einen gemeinsamen Bereich (also Lebensraum-Konzept), Przewalskipferde bleiben auch bei Umzug der Geozone im Themenbereich Europa (laut Masterplan, um zusammen mit den Heckrindern zu zeigen, wie es in Europa vor ein paar hundert Jahren aussah!) - da wäre die Beibehaltung der Tarpane als Abbildzüchtung konsequenter, zumal zukünftig auch eine Mongolische Steppe entstehen soll und einen passenderen Hintergrund für die Przewalskis bieten würde. Oder gelten die wegen ihrer Hauspferdanteile mittlerweile als europäische Zuchtform...? DANN sähe die Sache natürlich ganz anders aus ;-)

    Ich habe noch nicht mit dem derzeitigen Bestand abgeglichen, welche Arten zukünftig nicht mehr im Sortiment sein sollen, aber die Liste der neuen bzw. zurückkehrenden Arten hat mit z.B. Okapi, Rotbüffel, Bongo, Somali-Wildesel, Nordafrikanischem Strauß, Weißwedelhirsch, Malaienbär schon eine ganze Menge zu bieten.
    (29.03.2016)
    Oliver Muller:   https://www.hidrive.strato.com/share/3ak6pvmyfb#$/

    Das ist der neue Masterplan für Hellabrunn!
    (29.03.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr schön. Hoffentlich wächst das Jungtier jetzt gesund heran.
    (07.09.2015)
    Klaus Schüling:   [Pressemeldung des Tiergartens]
    Hellabrunner Panzernashorn-Jungtier nach überstandener Infektion zum ersten Mal zu sehen!

    Nachdem der zuerst geplante Termin aufgrund einer Infektion des Nashornbabys verschoben werden musste, kann das kleine Nashorn jetzt ab Mittwoch, den 09.September, seine Außenanlage erkunden.

    Dank der intensiven Betreuung durch die Tierpfleger und das schnelle Einschreiten der Zoo-Tierärzte konnte die Infektion sehr schnell unter Kontrolle gebracht werden. Da sich insgesamt nur etwas über 200 Panzernashörner weltweit in Menschenobhut befinden, und weniger als 3.000 Tiere in freier Wildbahn vermutet werden, ist das Überleben jedes einzelnen Jungtieres von sehr großer Bedeutung. Umso erleichterter sind die Tierpark-Mitarbeiter über das schnelle Abklingen der Infektion.

    Inzwischen rennt und hüpft der kleine Nashornbulle wieder munter durch seine Innenanlage. Damit steht einem Ausflug auf die Außenanlage nichts mehr im Weg. Das kleine Panzernashorn kann, dank einer guten Wettervorhersage, ab Mittwoch zusammen mit seiner Mutter Rapti von den Tierpark-Besuchern beobachtet werden.

    Mutter und Baby werden im Anschluss an den Pressetermin, am 9. September 2015, ab 12 Uhr zu sehen sind.



    (07.09.2015)
    Klaus Schueling:   Tierärzte verordnen Schonung für Panzernashornbaby [Pressemeldung des Tiergartens]

    Aufgrund einer verschlechterten Gesamtkonstitution des Nashornbabys bleibt dieses auf Empfehlung der Hellabrunner Tierpark-Veterinäre bis auf weiteres im Nashornhaus und wird für Besucher und Presse in den nächsten Tagen noch nicht zu sehen sein.

    Bis Donnerstagvormittag wirkte das Jungtier äußerst agil und zeigte keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Leider hat es in den letzten Stunden einige Schwächeanzeichen gezeigt. Die Tierärzte haben daher erste Behandlungsmaßnahmen wie die Verabreichung von Vitaminen und einer Antibiose zur Stabilisierung des Zustandes ergriffen. Als Vorsichtsmaßnahme und zur Schonung von Mutter und Kind hat sich die Tierparkleitung entschlossen, die beiden Nashörner vorerst in dem für Besucher derzeit nicht zugänglichen Nashornhaus zu belassen. Das Nashornbaby wird rund um die Uhr überwacht und alles medizinisch Mögliche für seine schnelle Genesung getan.

    (03.09.2015)
    Holger Wientjes:   @Michael M.: Danke für die Info. Sehr schade das Ganze.
    (08.07.2015)
    Michael Mettler:   @Holger Wientjes, zur Schneeziegen-Frage: Laut dem gerade erhaltenen Jahresbericht 2014 mussten im vergangenen Jahr 1,2 von 1,3 Schneeziegen wegen untherapierbarer Paratuberkulose eingeschläfert werden. Da 0,2 davon erst 2013 in den Tierpark gekommen waren, verteilten sich die Fälle also auf Alt- und Neubestand. Ob das zum Jahreswechsel noch vorhandene Weibchen bei meinem Besuch im April noch existent war, weiß ich nicht.
    (08.07.2015)
    Michael Mettler:   Schimpansen-Innenanlage im Urwaldhaus. Die beiden kleineren Innenanlagen links und rechts neben den Menschenaffen sind jetzt mit Kap-Klippschliefern und Roloway-Meerkatzen besetzt.
    (30.04.2015)
    Michael Mettler:   Teil der Gorilla-Außenanlage am Urwaldhaus.
    (30.04.2015)
    Michael Mettler:   Außenkäfig der Drills.
    (30.04.2015)
    Michael Mettler:   Nach vielen Jahren war ich am Wochenende endlich auch mal wieder in Hellabrunn – immerhin habe ich eine ganze Direktionsperiode verpasst… Letzter Besuch 2006, damals aber mit Zeitmangel und ohne den ganzen Park gesehen zu haben, so dass der letzte wirklich „vollständige“ Besuch schon 15 Jahre zurückliegt.

    Folgendes war baulich für mich neu, wenn auch aus genannten Gründen für Andere z.T. schon ein alter Hut. Eisbären- und Pinguinanlagen in der „Polarwelt“ (ehemals Polarium): Mir als Huftierfan waren Moschusochsen lieber, als Freisichtanlage fand ich diesen Teil der Anlage auch deutlich reizvoller als mit der jetzigen Verglasung. Aber sei’s drum, die Eisbärenhaltung hat sich erheblich verbessert (auch optisch). Auch die Pinguinhaltung hat gewonnen, eingerechnet die Umsiedlung der Humboldtpinguine auf die frühere Fischotterfläche neben den Tigern.

    Die Umwandlung der Gaur-Anlage in eine Flugshow-Arena war natürlich auch noch neu für mich, ebenso die Umwandlung der Jaguar-Innenanlagen in der Dschungelwelt (ehemals Dschungelzelt) in Großterrarien für Strahlenschildkröten (Vollverglasung beibehalten) und Schwarzweiße Tejus (nur noch halbhoch verglast und dadurch zumindest für Erwachsene viel besser einsehbar, weil die Spiegelungen der Scheiben doch sehr stören).

    Die Änderungen an der Fledermausgrotte (ehemals Villa Dracula alias Vogelhaus alias Helmut-Horten-Haus) stachen mir nicht so sehr ins Auge, vielleicht bin ich stollenartige Verkleidungen einfach zu sehr aus Hannovers Yukon Bay gewohnt. Jedenfalls ist das Haus im Laufe der Jahre immer artenärmer geworden. Neben den Brillenblattnasen in der begehbaren Grotte gibt es darin als Säuger nur noch Kurzohr-Rüsselspringer (in beiden Kleintiervitrinen, die Fetten Sandratten sind in eine Vitrine im Haustierbereich umgezogen), Azara-Agutis und Kuba-Baumratten (interessanterweise sämtlich von der dunklen Farbmorphe) – bei meinem letzten Besuch lebten die letzteren Arten m.E. noch zusammen, jetzt werden sie getrennt gehalten. In der letzten verbliebenen Vogel-Innenanlage Madagaskar- und Dotterweber sowie Pfirsichköpfchen, in den Außenvolieren (eine ist für die Baumratten nutzbar) zweimal Rotschnabel-Schweifkittas (eine Voliere laut Aushang nur vorübergehend damit besetzt), im Vorraum Vogelspinnen, in der Fledermausgrotte Blinde Höhlensalmler (das dortige Axolotl-Aquarium ist derzeit außer Betrieb). Die in der Nähe des Hauses stehende Kolkraben-Voliere ist leer, die Bewohner wurden laut Aushang an den Nationalpark Bayrischer Wald abgegeben. Insgesamt vermitteln Haus und Umgebung den Eindruck, als stünden dort in nächster Zeit noch einige Änderungen bevor.

    Das Maushaus (mit schwarzen Farbmäusen) gegenüber der Gämsenanlage ist nett und bestimmt beliebt bei den Besuchern, aber merkwürdig platziert – eigentlich soll der dortige Parkteil Europa doch zu „Afrika“ werden…?

    Sehr ansprechend finde ich die neue Giraffensavanne (siehe Foto) und auch das Hausinnere, auch wenn ich mit Großhuftieren hinter Glas noch immer ein wenig fremdele. Dass die vorgelagerte Erdmännchenanlage angesichts des verfügbaren Platzes und der Beliebtheit dieser Tiere relativ klein geraten scheint, hat mich ein wenig verwundert. Überrascht war ich von der neuen Stachelschweinanlage (Weißschwänze – bei dieser Tierart gilt die verfehlte Unterbringung in Afrika-Parkteilen offenbar weithin als salonfähig). Statt der weithin üblichen Präsentation auf Hart- und/oder Sandboden vor Felskulisse hat man die Tiere hier in einem Waldbereich hinter Wassergraben auf gewachsenem Boden untergebracht, eine Teil der nutzbaren Landfläche besteht sogar aus einer per Brücke mit dem „Festland“ verbundenen Insel.

    Im Australienbereich war die Gestaltung der mittleren großen Anlage (Emus, Trauerschwäne, Sumpfwallabys) im Erlebniszoo-Stil für mich neu. Allerdings ist die Umfriedung mittels Holz und schwarzer Netze recht hoch geraten, das Gehege wirkt ein bisschen wie ein Eingewöhnungskral… Die benachbarte ehemalige Kea-Voliere dient derzeit als Info-Raum zum Elefantenhausumbau und ist entsprechend begehbar. Das Areal des Elefantenhauses lässt sich wegen Großbaustelle nicht umrunden, wodurch das Kamelgehege an einer Sackgasse liegt und man auch nicht um die Affeninsel-Anlagen (Siamangs, Lemuren, Totenkopfäffchen) herumgehen kann.

    Der ausgedehnte Primatenbereich hat sich in ein Sammelsurium unterschiedlichster Architektur- und Innengestaltungsstile verwandelt. So kontrastieren z.B. die Außenanlagen der benachbarten Arten Mandrill (nüchtern-technisch anmutend) und Drill (Kunstfels und –baumstämme) auffallend. Nicht mal beim Namen gibt es Einheitlichkeit; so heißt der Bereich außerhalb des Urwaldhauses auf dem Wegeplan „Welt der Affen“, auf den Gehegeschildern dagegen (wohlgemerkt auch bei den Niederen Affen und Lemuren) etwas schwülstig „Orang-Utan-Paradies“. Deutlich gewonnen haben für mich die großen Innenanlagen im Urwaldhaus durch ihre Kunstfels-Rückwandgestaltung. Ihr ursprüngliches Ambiente hatte ich als eine Art vom Dschungel zurückeroberter Industriebrache in Erinnerung… Neu für mich waren natürlich auch die umgebauten Außenanlagen für Gorillas und Schimpansen, statt Wassergraben jetzt Vollverglasung und mindestens bei den Gorillas m.E. auch zusätzlich erweitert, oder? Eine Wasserfläche gibt es jetzt nur noch zwischen den Anlagen.

    Beim renovierten Aquarium muss ich gestehen, dass ich den Altzustand nicht sonderlich in Erinnerung und deshalb keine wirkliche Vergleichsmöglichkeit habe.

    Auffällige Änderungen im Tierbestand seit meinen letzten Besuchen, soweit nicht schon erwähnt: Wisente weg, dort jetzt „Tarpane“ und „Auerochsen“ (schön, dass man an diesen Tieren festhält); bei einigen Huftieren nur noch eingeschlechtliche Gruppen, wobei mir der JB 2013 sogar noch mehr Beispiele lieferte als mir selbst aufgefallen waren (Elenantilopen, Meso-Damhirsche, Axis, Nilgaus, Takine, Pinselohrschweine); Polarfüchse statt Tüpfelhyänen; einzelner Chinaleopard im vorherigen Jaguar-Außenkäfig, auf der anderen Seite des Hauses Sibirische Uhus in vorheriger Katzen-Außenanlage, daneben Fischkatzen (eine Außen- und beide Innenanlagen); Drills statt Rotscheitelmangaben; Araraunas neben dem gewohnten Besatz aus Schreit- und Schwimmvögeln in der Großvoliere; Schleiereulen in einer der Anlage für asiatische Raubtiere (früher Leoparden?); einige „Umbauten“ im Haustierbestand (u.a. keine Esel mehr, dafür Ziegenrassen-Vergleichsgehege neu). Offenbar sind diverse Enten, die vorher auf den offenen Wassergräben gehalten wurden, in die Großvoliere umgesiedelt worden, denn einige sind noch als gestutzt erkennbar und m.E. habe ich die Voliere vorher nicht so dicht mit Enten bestückt gesehen (viele davon auch nicht ausgeschildert). Andersrum gab es auf den Gräben kaum noch Enten zu sehen, und die waren z.T. wohl Wildvögel (flugfähige Gänsesägerpaare beobachtet, ansonsten außer Stockenten nur ein Paar Reiherenten und einen Schellerpel bewusst wahrgenommen).

    Apropos Schwimmvögel: Wie schon für Augsburg berichtet bemerkte ich auch in Hellabrunn als Folge bunt gemischten Besatzes diverse artfremde Mischpaare. In der Großvoliere störten zudem Einzelerpel fremder Arten ganz erheblich die Balz artgleicher Paare. So wurde z.B. das Balzzeremoniell eines Pärchens Brautenten massiv durch einen Bahama-Erpel gestört, der sich (übrigens ohne Gegenwehr des Brauterpels!) ständig dazwischen drängte und die Brautente zu besteigen versuchte. Ein Kolbenentenpaar hatte Mühe, sich gegen einen aufdringlichen Zwergsäger-Erpel zur Wehr zu setzen.

    Zoologische News: junge Rosapelikane in Naturbrut (noch sehr jung), ein junger Königspinguin (obwohl Gruppe mit nur sechs Alttieren recht klein), mindestens zwei junge Mhorrgazellen. Zwar Wildbestand, aber unübersehbar waren Grauganspaare mit Küken auf allen möglichen Anlagen, dazu ständig kreisende Paare im Luftraum – fast so häufig wie andernorts Stockenten oder Teichhühner.
    (30.04.2015)
    Holger Wientjes:   Dass man sogar erst auf 1,3 aufgestockt hatte, macht das Ganze noch überraschender. Da kann doch eigentlich nur die Gruppe aufgrund einer Krankheit zusammengebrochen sein ?! Warum sonst sollte man erst Tiere dazu holen, um die Zucht voranzutreiben, und sie dann kurz darauf wieder abgeben ? Dann bin ich aufgrund der Aussage gespannt, ob man die Haltung mit neuen Tieren fortsetzen wird ! Danke für die Info !
    (27.04.2015)
    Michael Mettler:   @Holger Wientjes, zu deiner Frage im Augsburg-Thread: Ich war am Wochenende auch in Hellabrunn (dazu später mehr), aber leider nicht direkt am Schneeziegengehege - mir ist erst durch deine Frage aufgefallen, dass ich es auf gleich beiden Runden durch den Park zwar jeweils von weitem gesehen, aber damit offenbar auch innerlich abgebucht hatte... Da ich gerade den 2013er Jahresbericht gelesen habe (Jg. 2014 ist noch nicht erschienen), kann ich daraus berichten, dass man im vorletzten Jahr den Bestand von 1,1 auf 1,3 aufgestockt hatte und der Art besonderes Augenmerk widmen wollte, da sie in Zoos zunehmend seltener werde.
    (27.04.2015)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunns jüngster Orang-Utan tödlich verunglückt

    Schock am Weihnachtsmorgen: Am 25. Dezember ist das fast elf Monate alte Menschenaffenbaby Olivia, jüngstes Mitglied der Gruppe von Sumatra-Orang-Utans im Tierpark Hellabrunn, tödlich verunglückt, kurz nachdem die Gruppe ihren Schlafbereich verlassen hatte. Der genaue Hergang konnte zwar nicht beobachtet werden, möglicherweise geschah das Unglück aber im Zusammenhang mit einem Deckakt, denn Bruno, das Oberhaupt der Gruppe, hatte in den letzten Tagen Interesse an Olivias Mutter Matra gezeigt. Da männliche Orang-Utans über enorme Kräfte verfügen, kann es in solchen Momenten vorkommen, dass sie achtlos werden und Jungtiere, die noch bei der Mutter sind, versehentlich verletzen oder gar töten.

    „Olivia war am Morgen putzmunter, wir gehen deshalb von einem Unfall aus; um Aussagen über die genaue Todesursache machen zu können, müssen wir aber nun die Ergebnisse der Obduktion abwarten“, sagt Tierparkdirektor Rasem Baban und ergänzt: „Wir nehmen an, dass Olivia auf tragische Weise buchstäblich im falschen Moment am falschen Ort war.“

    Der 1969 in Hellabrunn geborene Orang-Mann Bruno gilt als friedlicher Vater, der seine Kinder freundlich behandelt. Rund dreißig Nachkommen hat er bisher gezeugt, die kleine Olivia war sein jüngstes Kind – und der Liebling der Gruppe, umsorgt und behütet von ihrer Mutter Matra, ihrer älteren Schwester Jolie, der Halbschwester Isalie und den beiden anderen Orang-Utan-Weibchen Sitti und Jahe. Die fast 40-jährige Matra ist eine fürsorgliche und erfahrene Mutter, Olivia war ihr fünftes Kind. Matra hat sich nun mit ihrer älteren Tochter Jolie in ihre Schlafbox zurückgezogen und wird vermutlich während der nächsten Tage für die Besucher nicht zu sehen sein. „Beide Tiere wirken verstört und benommen“, erklärt Kuratorin Beatrix Köhler, „wir müssen ihnen Zeit geben, den Tod von Olivia zu begreifen.“

    Sumatra-Orang-Utans leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Sumatra und zählen zu den am stärksten gefährdeten Affenarten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Der Münchner Tierpark Hellabrunn beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Orang-Utan.

    (26.12.2014)
    C. Lissner:   Mein herzliches Beileid!

    Im Rahmen einer Studienarbeit hatte ich 2006 die Möglichkeit gehabt, Routoutou persönlich hinter den Kulissen kennenzulernen. Er bekam von seinen Pflegern Affenbrei gereicht. Es war damals meine erste "hautnahe" Gorillabegegnung, ein unvergessliches und eindrückliches Erlebnis! Er war auf jeden Fall eine besondere Tierpersönlichkeit gewesen. Dass er so plötzlich sterben musste, ist ein herber Verlust. Er wird jedoch immer in meiner Erinnerung weiterleben.
    (18.11.2014)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Trauer in Hellabrunn: Silberrücken Roututu völlig überraschend gestorben

    Die Gorillagruppe im Münchner Tierpark Hellabrunn hat ihr Familienoberhaupt verloren: Roututu, der beeindruckende Silberrücken des Clans ist am Samstag, 15. November, ohne vorhergehende Anzeichen einer Erkrankung gestorben. Kurz nachdem er sein Futter bei der abendlichen Fütterung mit gutem Appetit verzehrt hatte, war Roututu urplötzlich zusammengebrochen und konnte trotz unverzüglich eingeleiteter tierärztlicher Maßnahmen nicht mehr reanimiert werden.

    „Die Pfleger haben mich sofort gerufen, vier Minuten später war ich vor Ort und habe alles versucht“, berichtet Dr. Christine Gohl, Leitende Tierärztin des Tierparks, noch immer bestürzt von dem Ereignis, „ aber es war nichts zu machen.“ Und tatsächlich, die direkt am Sonntag im Institut für Tierpathologie der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführte Obduktion offenbarte als Todesursache eine perakute Herzbeuteltamponade, das heißt, es waren in kürzester Zeit gut zwei Liter Blut in die feste Hülle geflossen, die den Herzmuskel wie ein Beutel umschließt. Dadurch konnte das Herz nicht mehr pumpen, und das Tier verlor beinahe augenblicklich das Bewusstsein und starb nach wenigen Minuten.

    Als Ursache für das massive Einströmen von Blut in den Herzbeutel kommt ein möglicher Tumor an der Herzbasis in Betracht, eventuell in Verbindung mit Gefäßschäden. Mit letzter Sicherheit lässt sich dies aber erst sagen, wenn die Ergebnisse der histologischen Untersuchung vorliegen, wenn also die bei der Obduktion entnommenen Gewebeteile im Labor genau untersucht worden sind. Fälle von perakuter Herzbeuteltamponade kommen auch beim Menschen vor, und auch hier kommt i.d.R. jede Hilfe zu spät.

    „Roututus Tod ist nicht nur ein herber Verlust für die so wichtige Erhaltungszucht dieser bedrohten Tierart“, sagt Zoodirektor Rasem Baban, „er trifft uns auch persönlich und macht uns sehr traurig, denn dieses Tier war eine echte, Achtung gebietende Persönlichkeit.“ Damit spricht Baban ohne Frage vielen Menschen aus der Seele, denn gut 40 Jahre lang hat der Gorilla Roututu die Besucher des Tierparks mit seinem freundlichen Wesen, seiner ausgeglichenen Art und seiner ausdrucksstarken Mimik beeindruckt. Wie alle Gorillas in Hellabrunn gehörte er zur Unterart der Westlichen Flachlandgorillas und war der letzte Wildfang in der Gruppe. Im Alter von rund einem Jahr war er 1974 aus Kamerun nach Hellabrunn gekommen, hat hier sein ganzes Leben verbracht und mit vier Weibchen insgesamt 16 Kinder gezeugt, von denen heute noch zwölf leben. Roututu war bereits vielfacher Großvater und Urgroßvater; seine Nachkommen leben in Zoos in Deutschland, England, Frankreich, Österreich, Spanien und Ungarn und tragen ihrerseits weiter zum Erhalt des Westlichen Flachlandgorillas bei, der wie alle Gorillaarten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere steht.

    „Im Urwaldhaus, links in der Ecke auf seinem Lieblingsplatz sitzend, nah an der Scheibe und Auge in Auge mit dem Besucher - so kannten wir ihn in den letzten Jahren, so werden wir ihn in Erinnerung behalten“, sagt Christine Strobl, Bürgermeisterin und Vorsitzende im Aufsichtsrat der Münchener Tierpark Hellabrunn AG. „Bei aller Trauer um Roututu danke ich aber gleichzeitig auch dem Institut für Tierpathologie der LMU für die Bereitschaft zur Kooperation, die es möglich gemacht hat, dass wir unverzüglich erste Hinweise über die Ursachen dieses plötzlichen und bestürzenden Todesfalls bekommen konnten. Nun muss man erst einmal abwarten, was die näheren Untersuchungen ergeben; der Tierpark wird sofort informieren, sobald die abschließenden Ergebnisse vorliegen.“



    (17.11.2014)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Rekord: 2 Millionen Besucher in Hellabrunn

    Wenn das kein Grund zur Freude ist: Am Freitag, 17. Oktober, konnte der Tierpark Hellabrunn seinen zweimillionsten Besucher für 2014 begrüßen. Damit sprengt der Tierpark in diesem Jahr hinsichtlich der Besucherzahlen sämtliche Rekorde seiner mehr als hundertjährigen Geschichte.

    Die Familie, mit deren Hilfe Hellabrunn gegen Mittag dieses verregneten Tages die Zwei-Millionen-Marke erreichte, kommt aus Stadtlohn in Nordrhein-Westfalen und verbringt die letzten Tage der NRW-Herbstferien bei Verwandten in München. Bernhard und Angelika Tendahl sind völlig verdutzt über diese unerwartete Wendung ihres Besuchs: „Eigentlich hatten wir heute das Deutsche Museum im Programm“, sagen sie, „aber die Kinder wollten unbedingt in den Zoo und haben so lange gedrängelt, bis wir nachgegeben haben“. Madita (11) und Simon (7) sind natürlich begeistert über den unerwarteten Erfolg ihrer Hartnäckigkeit und freuen sich wie die Schneekönige über das Geschenkepäckchen, das Tierparkdirektor Rasem Baban ihnen überreicht. Die darin enthaltene Große Familien-Jahreskarte wird bald einer Münchner Familie zu 365 Tagen Tierpark-Erlebnis verhelfen. „Das ist ein prima Geschenk für meinen Bruder und seine Familie“, freut sich Angelika Tendahl.

    Große Freude herrscht natürlich auch im Tierpark Hellabrunn. „Die Zwei-Millionen-Marke zu knacken, ist schon ein besonderer Moment“, sagt Rasem Baban, „damit liegen wir dieses Jahr sogar noch über dem bisherigen Rekordergebnis von 2011“. Damals, im Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen, waren über 1,8 Millionen Menschen nach Hellabrunn gekommen, rund 1,6 Millionen waren es im Jahr 2012, rund 1,7 Millionen im Jahr 2013.

    2014 haben nun sowohl das sonnige Frühjahr als auch besonders die Eisbärenzwillinge Nela und Nobby bereits im ersten Halbjahr für Besucherströme gesorgt. Später ist gerade der durchwachsene Sommer, der so wenig Anreiz für Schwimmbad oder Biergarten bot, für Hellabrunn sehr vorteilhaft gewesen und hat letztlich dazu beigetragen, viele Besucher aus dem In- und Ausland für die Tiere in Hellabrunn zu begeistern.

    Seit seiner Gründung im Jahr 1911 hat der Tierpark in punkto Besucherzahlen durchaus nicht immer nur erfolgreiche Zeiten verlebt. Trotzdem nahmen insgesamt über die Jahre die Zahlen stetig zu, so dass bereits 1967 das erste Mal über eine Million Besucher verbucht werden konnte. Seither pendelten die Besucherzahlen die vergangenen vier Jahrzehnte zwischen rund 1,1 und 1,4 Millionen und sind dann seit 2010 nochmals kräftig gestiegen, um nun heute die vorläufige Bestmarke von zwei Millionen zu erreichen.

    Damit bestätigt sich einmal mehr die Rolle des Tierparks Hellabrunn als besucherstärkste Freizeiteinrichtung in Bayern. Besuchermagnete sind neben den Eisbären nach wie vor die 2013 eröffnete Giraffensavanne, der Elefanten-Lausbub Ludwig, das Gorillamädchen Nafi und viele weitere Jungtiere, die sich gemeinsam mit ihren Artgenossen auf Hellabrunns Anlagen tummeln und die Menschen zu jeder Jahreszeit und bei nahezu jedem Wetter in ihren Bann ziehen – so wie eben heute Madita, Simon und ihre Eltern aus Nordrhein-Westfalen.

    (17.10.2014)
    Elisabeth Hiendl:   Pumas sind alle beide da, habe sie am 4.September gesehen. Laut Internet ist der wildopark Potzberg im Glantal. Ein Mähnenrobbenbaby wurde bei der Fütterung genannt war aber noch nicht zu sehen.

    (12.09.2014)
    Klaus Schüling:   Elefantenhaus: Kuppel gesprengt

    Die Kuppel des Elefantenhauses im Tierpark Hellabrunn ist Geschichte: Am frühen Morgen des 12. September 2014 gab Sprengmeister Eduard Reisch das Signal zur Zündung - und innerhalb weniger Sekunden stürzte die 18 Meter hohe und rund 300 Tonnen schwere Stahlbetonkonstruktion in sich zusammen.

    Das Ereignis fand lang vor Beginn des Besuchereinlasses statt, war wochenlang vorbereitet worden und wurde begleitet von sorgfältig geplanten Maßnahmen, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten. „Die Sprengung war fachlich, logistisch und organisatorisch eine echte Herausforderung, aber alles hat hervorragend funktioniert“, lobte Tierparkdirektor Rasem Baban die Zusammenarbeit zwischen Sprengteam, Baustellenleitung, Polizei und den Sicherheitsbeauftragten des Tierparks im Anschluss.

    Die Elefanten und die Tiere der angrenzenden Anlagen hatten den Morgen gut geschützt in ihren Stallungen verbracht; ihre vertrauten Tierpfleger hielten sich in der Nähe auf, um nötigenfalls beruhigend eingreifen zu können. Nachdem das Elefantenhaus seit Wochen Baustelle ist, haben sich Elefantenkind Ludwig und seine Familie inzwischen gut an Lärm und zeitweilige Erschütterungen gewöhnt. Sie waren zudem von den Pflegern in letzter Zeit noch an zusätzliche ungewöhnliche Geräusche gewöhnt worden und durchlebten daher nun die wenigen Sekunden der Sprengung eher gleichmütig. Revierleiter Andreas Fries hierzu: „Jede Silvesternacht mit der stundenlangen Knallerei bedeutet deutlich mehr Stress für die Tiere. Allerdings werden wir heute trotzdem vorsorglich auf die Elefanten-Show verzichten.“

    Auch Sprengmeister Eduard Reisch zeigte sich mit Verlauf und Ergebnis der Sprengung zufrieden: „Wir haben hier eine Lockerungssprengung durchgeführt, das heißt die Kuppel und die Stützkonstruktion wurden mit rund 250 Kilogramm Sprengstoff, verteilt auf rund 2500 Bohrlöcher, innerhalb von Sekundenbruchteilen in kleine Teile gesprengt. Von außen konnte man da wenig sehen, weil alle Dächer und Öffnungen mit schweren Sprengschutzmatten und dicken Vlieslagen bedeckt waren. Das Kiesfallbett im Gebäude hat die Erschütterung gemindert und durch das feuchte Wetter der letzten Tage ist auch die Staubentwicklung so gering geblieben, dass sie keine Belastung darstellt, weder für die Tiere noch für die Besucher.“

    Das denkmalgeschützte Elefantenhaus wurde 1914 im byzantinischen Stil von dem Münchner Architekten Emanuel von Seidl erbaut. Seine Kuppel, eine Konstruktion aus Stahlbeton und Glas, ist eine der ersten freitragenden Stahlbetonkuppeln weltweit. Das Gebäude war Ende 2010 wegen akuter Einsturzgefahr gesperrt worden, später beschloss der Aufsichtsrat die Sprengung und originalgetreue Neukonstruktion der Kuppel. Die Stadt München unterstützt die Sanierung mit 15 Millionen Euro; ob der Denkmalschutz bestehen bleibt, steht allerdings noch nicht fest.

    Das Elefantenhaus wird nun aufwendig saniert und nach neuesten Erkenntnissen für die optimale Elefantenhaltung gestaltet. „Unser Hellabrunner Wahrzeichen soll äußerlich wieder so aussehen wie vor 100 Jahren, innen aber wird es heller und weitläufiger - die Tiere werden mehr Platz haben, und die Besucher werden sie besser sehen können“, betonte Christine Strobl, Aufsichtsratsvorsitzende und 3. Bürgermeisterin, und wies darauf hin, dass die Sicherheit von Mensch und Tier ebenso wie wirtschaftliches und energieeffizientes Bauen relevante Fragen seien, die es zu berücksichtigen gelte.

    (12.09.2014)
    WolfDrei:   Aus dem Jahresbericht 2013: 965 988 Besucher, 30 668 Jahreskarten.

    Neu sind Klippschliefer, 2,0 Sumpfwallabys; 2.0 Mähnenwölfe; 1,0 Banteng (aus Dresden) und 0,2 Schneeziegen.
    1,1 Abruzzengemsen gingen nach Potzberg (wo ist denn das?)
    Geburten: die Eisbärenzwillinge natürlich, 4 Kalif. Seelöwen, 2 Mähnenrobben, 0,1 Gorilla, 2,0 Drills
    (15.07.2014)
    Stefanie Fischer:   Ja, mindestens Einen habe ich am 25.4. selbst beim Zoobesuch gesehen.
    (01.05.2014)
    C. Lissner:   Gibt es eigentlich in Hellabrunn noch die Pumas?
    Ich war vorgestern dort und das Gehege war auch am späten Vormittag leer.
    (01.05.2014)
    Markus R.:   Die Stallungen für die Antilopen wurden leider zunächst aus Kostengründen gestrichen. Soll(t)en jedoch zu einem späteren Zeitpunkt ergänzt werden...
    (28.04.2014)
    Michael Mettler:   Habe ich zumindest mal irgendwo im Vorfeld der Bauphase gehört oder gelesen. Ställe dafür könnten sich ja in einem nicht für Besucher einsehbaren Bereich befinden - ich habe das Haus leider noch nicht in natura gesehen.
    (28.04.2014)
    Mark Meier:   Ach war das so geplant? Von der Außenanlage her könnte das klappen. Ich habe bei meinem Besuch aber keine Stallungen für eine weitere Art erkennen können bzw. bewusst wahrgenommen - wobei ich auch nicht extra darauf geachtet habe. Im Giraffenhaus selbst ist ja wohl auch kein Platz dafür.
    (28.04.2014)
    Michael Mettler:   Sind eigentlich inzwischen zusätzliche Bewohner auf der neuen Giraffenanlage eingezogen? Soweit ich weiß, war die Vergesellschaftung mit einer Antilopenart vorgesehen.

    Die Homepage gibt leider keine Auskunft, auf dem dortigen Tierparkplan gibt es die neue Giraffenanlage noch nicht mal...
    (28.04.2014)
    Jan Jakobi:   Itatiba, wie sich durch die Suchfunktion dieses Forums oder über Carstens Hippo-Seite sehr gut herausfinden lässt.
    (27.04.2014)
    Jörn Hegner:   in welchen brasilianischen zoo gingen früher die flusspferde . die zwergflusspferde sind doch an einen zoo in italien abgegeben wurden .
    (27.04.2014)
    Oliver Müller:   Also ein gelernter Architekt.Das ist ja mal eine Aussage im Bezug auf die weitere Entwicklung im Zoo der Bayernmetropole. Und eine spannende Frage, ob das als wissenschaftliche Leitung im Sinne der VDZ- und EAZA-Anforderungen gilt...
    (21.03.2014)
    Silke Kollrich:   Rasem Baban wird neuer Tierparkchef in München-Hellabrunn:
    http://www.zoo-leipzig.de/aktuelles/news-artikel/datum/2014/03/21/rasem-baban-wird-neuer-tierparkdirektor-in-muenchen-hellabrunn-knieriem-nachfolger-kommt-aus-zoo/
    (21.03.2014)
    Jan Jakobi:   Seit heute sind die beiden mit Mutter "Giovanna" auf der Außenanlage, allerdings inoffiziel.
    Erst ab Mittwoch sind sie offiziell auf der Außenanlage zu sehen.
    http://www.tierpark-hellabrunn.de/muenchner-tierpark-hellabrunn-der-zoo-der-stadt-muenchen.html


    (17.03.2014)
    Jan Jakobi:   Überraschung bei den Eisbären in München!
    www.tierpark-hellabrunn.de/muenchner-tierpark-hellabrunn-der-zoo-der-stadt-muenchen/eisbaeren-nachwuchs.html

    "Giovanna" hat gestern Zwillinge zur Welt gebracht.
    Jetzt heißt es Daumen drücken, dass alles gut geht mit der Aufzucht.
    (10.12.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   „Herzblatt“ im Tierpark Hellabrunn

    Der Tierpark Hellabrunn wird durch zwei stattliche Königspinguine bereichert. Die Männchen Willem und Shadow’s Pride aus Rotterdam stärken sich bereits reichlich mit Fisch und sollen schlussendlich für Nachwuchs sorgen. Mit ihren potentiellen Partnerinnen kommunizieren sie bisher aber nur über eine Trennwand.
    Noch schauen sie sich ein wenig verdutzt um, die beiden royalen Neulinge in der frisch ausgebauten Pinguinanlage. Der 10-jährige Königspinguin mit dem poetischen Namen „Shadow’s Pride“ und sein 14-jähriger Artgenosse Willem sind am 9. Oktober 2013 nach Hellabrunn gezogen.
    Hier erwartet man Großes von ihnen: Sie sollen das ungleiche Geschlechterverhältnis von drei Damen und einem Mann ausgleichen und somit früher oder später auch für Nachwuchs unter den Königspinguinen sorgen. Damit wäre die Pinguinanlage noch lebendiger als ohnehin. Bisher tummeln sich neben den inzwischen sechs Königspinguinen, noch 14 Felsenpinguine und 7 Eselspinguine auf der künstlichen Felsenlandschaft und im eiskalten Wasser.
    Eingelebt haben sich die beiden Königspinguine zumindest relativ schnell. Die neue Umgebung hatte sie zunächst noch am Fressen gehindert. „Das war wahrscheinlich die Sprachbarriere“, meint Polarwelt-Chef Helmut Kern. „Die haben mein bayrisch nicht verstanden, und mein holländisch ist eher schlecht!“
    Inzwischen aber hat sich ein gesunder Pinguin-Appetit auf Fisch eingestellt, und auch sprachlich scheinen keine Barrieren mehr vorzuliegen. So unterhalten sich die beiden schon angeregt mit ihren Artgenossen in der Nachbaranlage, von denen sie allerdings noch eine Absperrung trennt. Sobald alle Ergebnisse der tierärztlichen Untersuchung vorliegen, können sich die Königspinguin-Damen und -Herren nach wochenlanger Konversation über eine Trennwand auch endlich in die Augen sehen. Ein bisschen „Herzblatt“ in der Polarwelt Hellabrunn.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (18.10.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Goldener Herbst in Hellabrunn

    Nicht nur das Laub der Bäume verändert sich im Herbst, auch der Tierpark Hellabrunn passt sich an die kälter werdenden Tage an. Robben fressen sich Speckvorräte an, die Eisbärin zieht sich in die Winterruhe zurück, Gärtner und Tierpfleger halten die Wege frei - und die Erdmännchen erkunden einen Kürbis.
    Den 4-jährigen Falouk sowie die 8-jährigen Isima und Fela hat die Neugier gepackt. Die drei Erdmännchen haben ungewöhnliche Besucher in ihrem Gehege: Groß, orange und voll mit Mehlwürmern, ihrer Leibspeise. Eine spannende Art, den Herbst zu begrüßen! Dem Spieltrieb der kleinen Säuger schließen sich auch der zweieinhalbjährige Elefantenjunge Ludwig, die halbstarken Löwenjungs Benny und Max sowie das Elchjungtier Nila an. Alle lieben es, im bunten Herbstlaub zu toben.
    Andere Bewohner sagen dagegen Servus und fangen an, sich zu verabschieden: So etwa die 6-jährige Eisbärendame Giovanna. Nachdem sie sich in den letzten Wochen fleißig Winterspeck angefuttert hat, zieht sie sich allmählich in ihren Stall zur Winterruhe zurück. Hier sucht sie wie in der freien Wildbahn die Einsamkeit. Dem Eisbärenmann Yoghi und den Tierparkbesuchern wird sie erst wieder im Frühjahr begegnen, dann hoffentlich mit süßem Nachwuchs. Braunbärin Olga, die Murmeltiere und die Präriehunde auf der Amerika-Anlage suchen sich langsam ebenfalls ein kuscheliges Winterquartier und verbringen die kalte Jahreszeit sogar komplett schlafend.
    Den Jahreszeitenwechsel kann man übrigens auch deutlich an der Fellfärbung bei den Polarfüchsen erkennen, das im Sommer dunkel ist und jetzt nach und nach schneeweiß wird. Auch Waldbisons, Elche und Wölfe legen sich gerade einen Wintermantel aus dickem Fell zu, und die Mähnenrobben fressen sich unter ihrem dichten Pelz eine wärmende Speckschicht an.
    Während die Tiere schlemmen oder sich vergnügen, bedeutet der Herbst für die Gärtner und Tierpfleger viel Arbeit. Die Besucherwege und Tieranlagen müssen auf dem 40 Hektar großen Tierparkgelände täglich vom Laub befreit werden. Der Aufwand lohnt sich jedoch: Ein Spaziergang durch die Hellabrunner Parklandschaft macht gerade bei der bunten Laubfärbung besonders viel Spaß.
    „Hellabrunn hat 365 Tage im Jahr geöffnet und lädt gerade jetzt zu einem Spaziergang durch die bunte Parklandschaft in den Isarauen ein. Und wenn es doch einmal regnet oder sehr ungemütlich ist, bieten die vielen Tierhäuser eine warme Alternative. Tropisches Klima und exotische Tiere gibt es nicht nur in der Dschungelwelt, sondern auch im Urwald- und Schildkrötenhaus“, erklärt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
    Dementsprechend haben die Techniker auch alle Hände voll zu tun: Vor der kalten Jahreszeit werden Wasserpumpen und Wärmetechnik geprüft. In den „Warmhäusern“ müssen mollig-warme Temperaturen aufrechterhalten werden. So herrscht im Schildkrötenhaus ganzjährig tropisches Klima, damit sich die empfindlichen Seychellen-Schildkröten wohlfühlen und vermehren können. Auch die Dschungelwelt muss schön warm bleiben, damit sich tropische Tiere wie Fischkatze, Teju & Co keinen Schnupfen holen.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (11.10.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Münchner Zoodirektor übernimmt die Leitung der Berliner Zoos

    Der Münchner Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem wird alleiniger Vorstand der Zoologischer Garten Berlin AG und alleiniger Geschäftsführer der Tierpark Berlin-Friedrichsfelde GmbH in Berlin. Seit 2009 ist Knieriem Vorstandssprecher und seit 2010 alleiniger Vorstand der Münchener Tierpark Hellabrunn AG. 

    Der Vertrag des Münchner Zoodirektors Dr. Andreas Knieriem läuft im Oktober 2014 aus.
    (19.09.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Top-Wertung für Hellabrunn bei europaweitem Zooranking
    Anthony Sheridan präsentiert Ranking und Aktualisierung zu seinem Buch „Das A und O im Zoo“

    Innerhalb von nur zwei Jahren ist der Münchner Tierpark Hellabrunn beim europaweiten Zooranking des Zooexperten Anthony Sheridan in der Gruppe A (über eine Million Besucher pro Jahr) von Platz 12 auf Platz 4 vorgerückt.

    In München, Nürnberg und Dublin sieht der britische Zoospezialist die deutlichsten Verbesserungen unter den bewerteten europäischen Tierparks. Das hervorragende Abschneiden des Münchner Tierparks führt er auf eine Kombination verschiedenster Faktoren zurück. So hat Hellabrunn sowohl bei den zehn neuen als auch bei einigen bereits bestehenden Bewertungskriterien sehr gute Ergebnisse erzielt. Besonders stark ist Hellabrunn bei den Faktoren Master- und Zukunftsplan, im Marketing, in der Gehegequalität und im Wegeleitsystem. Die ersten drei Plätze des Zoorankings belegen der Tiergarten Schönbrunn in Wien, der Zoo Leipzig und der Zoo Zürich.

    „München hat diesen wichtigen Sprung verdient. Ich bin sehr froh, dass der Tierpark Hellabrunn sich in den vergangenen zwei Jahren sehr verbessert hat. Die Aussicht für die kommenden fünf bis zehn Jahre ist äußerst vielversprechend“, sagt Anthony Sheridan zur guten Platzierung von Hellabrunn im Jahr 2013.

    Das Zooranking in Sheridans Buch „Das A und O im Zoo“ stellt die aktuellste und umfassendste Analyse führender europäischer Zoos dar. Im September 2013 wird der Schüling Verlag ein sechzigseitiges Update zu dem Mitte 2011 publizierten Buch veröffentlichen. Waren es 2011 noch 80 Zoos aus 21 europäischen Ländern, die Sheridan genau unter die Lupe genommen hat, so sind es 2013 bereits 92 europäische Tiergärten, die er in drei Untergruppen nach Größe geordnet einteilt (> 1 Million Besucher, > 500.000 Besucher und > 250.000 Besucher) und nach 37 (anstatt vorher 27) Kriterien analysiert. Neben Faktoren wie beliebte Tierarten, Gehegequalität, Eintrittspreise, Artenschutz, Gesamtzahl der Tiere und Tierarten sowie Landschaft, Design und Vegetation hat er neue Bewertungskriterien wie Forschung, Gastronomie, Zoo-Shops, ökologische Zertifizierungen, Kinderzoo, Öffnungszeiten, Beschilderungskonzept und Besucherumfragen hinzugenommen.

    Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem strahlt: „Vor zwei Jahren hatte ich das Ziel ausgegeben, dass Hellabrunn in den kommenden fünf bis zehn Jahren zu den Top Five gehören solle. Natürlich freut es mich jetzt persönlich sehr, dass unser großes Engagement so schnell wahrgenommen und Hellabrunn bereits 2013 auf Platz 4 steht. Wir haben das Ziel zwar vorzeitig erreicht, müssen jetzt aber auch darauf achten, dass wir den hohen Standard halten und in unserem ständigen Bemühen nach Optimierung nicht nachlassen.“


    Anthony Sheridan
    Das A und O im Zoo – Europas führende Zoologische Gärten 2010 bis 2020
    400 S. 24 cm 1100 g
    Schüling Verlag 2011
    ISBN 978-3-86523-184-0


    Foto: Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem (rechts) und Anthony Sheridan
    (07.08.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunn begrüßt seinen millionsten Besucher 2013

    Am 31. Juli um 10.09 Uhr kam sie – noch ahnungslos – zum Flamingo-Eingang in den Tierpark Hellabrunn: die millionste Besucherin im Jahr 2013. Gemeinsam mit ihren Kindern Jonna (1 Jahr) und Jussi (2 Jahre) sowie deren Großeltern wurde Katharina Langfeldt aus München begeistert vom Tierpark-Team empfangen. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem höchstpersönlich beglückwünschte sie und überreichte den „Millionären“ einen riesigen Blumenstrauß. Zusätzlich erhält Katharina Langfeldt eine Große Familien-Jahreskarte, mit der sie, ihr Mann und die Kinder die kommenden 365 Tage in Hellabrunn erleben können.
    „Obwohl wir auch dieses Jahr nur selten ein perfektes Tierparkbesuch-Wetter hatten, freue ich mich, dass wir bereits am 31. Juli den millionsten Besucher begrüßen dürfen. Mit der zu Pfingsten eröffneten Giraffensavanne haben wir einen neuen Höhepunkt geschaffen. Auch Tierbabys gibt es dieses Jahr wieder sehr viele in Hellabrunn, die immer ein Besuchermagnet für Groß und Klein sind“, berichtet Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
    Mit 1.621648 Besuchern verzeichnete der Tierpark im Vorjahr das zweitbeste Ergebnis seit seinem nun 102-jährigen Bestehen. Das Rekordergebnis des Jubiläumsjahres 2011 lag nochmals rund 11 Prozent darüber. Damit ist der Tierpark Hellabrunn die Freizeiteinrichtung in Bayern mit den meisten Besuchern. Nun hofft Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem auf ein gutes zweites Halbjahr, damit auch 2013 wieder eine Bestmarke bei den Besucherzahlen erreicht wird.
    Die heutige millionste Besucherin 2013, Katharina Langfeldt, war überglücklich: „Das ist eine tolle Überraschung, noch dazu am ersten Geburtstag meiner Tochter! Zur Feier des Tages haben wir unseren Ausflug nach Hellabrunn mit den Großeltern geplant, und jetzt sind wir millionste Besucher 2013 und bekommen eine Familien-Jahreskarte geschenkt!“

    Foto: Dr. Andreas Knieriem (rechts) und Katharina Langfeldt, Hellabrunns millionste Besucherin im Jahr 2013, mit Tochter Jonna, den Großeltern Maria und Peter Langfeldt sowie dem Sohn bzw. Enkel Jussi
    (31.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Ein neues Familienmitglied für Münchens Giraffen Togo, Kabonga und Naledi

    Gar nicht scheu, eher selbstbewusst und frech erkundet ein neuer, wunderschön braun-beige gefleckter Hellabrunn-Bewohner seine Umgebung. Die „kleine Neue“ macht Freudensprünge in der Giraffensavanne. Neu ist sie hier, klein wohl eher nicht: Bahati gehört als afrikanisches Netzgiraffenmädchen zu den größten an Land lebenden Säugetieren und wohnt seit wenigen Tagen als viertes Familienmitglied der Münchner Giraffenherde im Tierpark Hellabrunn.
    Die Reise aus ihrer Heimatstadt Frankfurt ist am 10. Juli problemlos über die Bühne gegangen. Auch Bahatis Ankunft und Eingewöhnung in Hellabrunn verliefen ohne Komplikationen. Sie konnte sich in aller Ruhe mit ihrer neuen Familie und dem Münchner Zuhause vertraut machen. Ab heute ist Bahati auch für alle Besucher zu sehen.
    Bahati wurde am 26. August 2011 im Zoologischen Garten Frankfurt geboren. Der Name bedeutet in Swahili, der Sprache von Kenia, Tansania und Uganda, soviel wie „mein Glück ist gut“. Man sieht es ihr an: Bahati ist ein entspanntes und forsches Giraffenmädchen. Obwohl das Giraffenmädchen erst zwei Jahre alt ist, ist sie mit etwa 2,80 Metern schon fast so groß wie die 19-jährige Giraffendame Kabonga. Giraffenbulle Togo (22 Jahre) bleibt unangefochten die Nummer 1. Seine 4,40 Meter Körpergröße übertrifft keine weibliche Giraffe.
    Momentan halten sich Kabonga, ihr vier Monate alter Sohn Naledi und Bahati entweder gemeinsam auf der Außenanlage der Giraffensavanne oder im Giraffenhaus auf. Togo hat Bahati am sogenannten Schmusegitter kennen gelernt. Sobald sich die neue Situation eingespielt hat, kommen alle vier Giraffen in der Anlage zusammen.
    In der afrikanischen Giraffensavanne leben die Hellabrunner Netzgiraffen seit Pfingsten dieses Jahres. Die Kosten für das Giraffenhaus in Höhe von 3 Millionen Euro hat die Stadtsparkasse München übernommen.
    „Wir freuen uns sehr, dass die Hellabrunner Giraffenherde langsam wächst. Mit Bahati haben wir ein sehr schönes Tier aus dem Frankfurter Zoo bekommen und hoffen auf baldigen Nachwuchs. Mit Kabonga und dem kleinen Naledi versteht sich die Frankfurter Giraffendame bereits prächtig“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    Neuzugang Bahati aus dem Frankfurter Zoo
    (24.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Junger Sibirischer Tiger für Hellabrunn
    Jegor erkundet Münchner Terrain

    Dass Jegor zu den größten aller lebenden Katzenarten gehört, beweist der Sibirische Tiger gleich bei der Ankunft im Münchner Tierpark am Freitagvormittag, 19. Juli. Kraftvoll und selbstbewusst, aber auch mit einer angeborenen Wachsamkeit und Anspannung schreitet der Tiger aus seiner Transportbox. Mit Neugier erkundet er seine neue Heimat. Zunächst wird dies das Innengehege sein. Erst nach ein paar Tagen der Eingewöhnung betritt Jegor auch die Hellabrunner Außenanlage.
    Der neue Sibirische Tiger Hellabrunns wurde am 6. November 2011 in einem Wurf von drei Jungtieren im Kölner Zoo geboren. Die beiden Schwestern von Jegor leben zusammen mit der Mutter nach wie vor im Kölner Zoo. Als dominanter Einzelgänger wird der fast ausgewachsene Tiger zunächst allein in Hellabrunn leben. Jegor ist für seine 20 Monate ein sehr imposanter Tigerkater. Charakterlich ist er ein ruhiges Tier. Eine Zucht ist vorerst nicht geplant. Vor vier Monaten starb der letzte Münchner Tiger Nurejev im hohen Alter von 17 Jahren.
    „Mit Jegor bekommt Hellabrunn endlich einen stattlichen Tiger zurück. Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) konnten wir diese attraktive Großkatze aus dem Kölner Zoo für Hellabrunn gewinnen“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
    Weniger als 500 der stark gefährdeten Sibirischen Tiger leben heute in freier Wildbahn am Japanischen Meer bis nach Nordkorea, China und Russland. Der Sibirische Tiger wird auch Amurtiger genannt, ist eine Unterart des Tigers und gehört zur Familie der Großkatzen.
    Besucherhinweis: Jegor wird seine neue Umgebung behutsam kennenlernen und deshalb anfangs zeitweise nicht zu sehen sein.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (19.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Foto Wilhelm und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) laden zu den Infotagen in den Tierpark Hellabrunn ein

    Vogelfreunde, Hobby- und Profi-Fotografen, Naturfans und Familien kommen am Wochenende, den 20. und 21. Juli bei den „Infotagen Foto Wilhelm“ im Tierpark Hellabrunn voll auf ihre Kosten. Zu der Veranstaltung lädt dieses Jahr Foto Wilhelm in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV) ein. Die „Infotage Foto Wilhelm“ bieten Hellabrunn-Besuchern besondere Einblicke in Ornithologie und Optik sowie unvergessliche Vogelbeobachtungen – alles inklusive des normalen Eintrittspreises für den Tierpark.
    Die Markenhersteller Nikon, Steiner und Cewe sind mit eigenen Ständen vertreten. Am Foto Wilhelm-Stand werden Ferngläser der Marken Zeiss, Swarovski und Leica präsentiert. Besucher können alle Neuheiten der Aussteller im Bereich Fernoptik und Ferngläser rund um den Abenteuerspielplatz im Tierpark testen und vergleichen. Am Samstag ist es möglich, die Geräte direkt an den Aussteller-Ständen zu kaufen. Während der Infotage gibt es auf alle Ferngläser und Lupen 10 % Sonderrabatt. Auch speziell für Kinder hat sich der Veranstalter etwas einfallen lassen: Am Abenteuerspielplatz beim Kindertierpark gibt es kostenloses Kinderschminken, organisiert von der Firma Cewe Color.
    An beiden Veranstaltungstagen bietet Foto Wilhelm zweimal täglich einen kostenlosen Workshop mit der Firma Canon an. Maximal sieben Teilnehmer erfahren beim 1,5-stündigen Workshop alles über das Fotografieren mit der Canon. Um rechtzeitige Anmeldung bei Foto Wilhelm wird gebeten.
    Während der „Infotage Foto Wilhelm“ informiert der LBV zu den Themen Vogelbeobachtung und Vogelschutz. Für 800 Schulkinder werden die Infotage ein ganz besonderes Naturerlebnis darstellen. Auf Einladung von Foto Wilhelm besuchen sie den Tierpark kostenlos und erfahren zusätzlich bei einem Vortrag von LBV-Umweltpädagogen Spannendes über die Bekassine. Diese in Bayern vom Aussterben bedrohte Vogelart wird wegen ihrer rasanten Balzflüge, bei denen die Schwanzfedern meckernde Laute erzeugen, auch Himmelsziege genannt. Die Bekassine ist 2013 Vogel des Jahres.

    Foto (Rüdiger Becker): Bekassine
    (16.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Erfolgreich im Zeichen des Ziel- und Entwicklungsplans
    Münchner Tierpark veröffentlicht Geschäftsbericht 2012

    Die Münchener Tierpark Hellabrunn AG kann ein rundum erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 vorweisen – in zoologischer wie auch in kaufmännischer und bautechnischer Hinsicht.

    - Zoo mit besonders vielen Tieren und Tierarten: Im Geschäftsjahr 2012 lebten 19.183 Tiere in 757 Arten in Hellabrunn. Das entspricht 3 bzw. 2 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit zählt Hellabrunn zu den tier- und artenreichsten Zoos in Europa!

    - Der Verkauf von Hellabrunn-Jahreskarten konnte 2012 um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Eine Anzeigenkampagne macht seit 2012 auf die günstigen Dauerkarten des Tierparks auf 34 großformatigen Werbeflächen in Münchner U-Bahnhöfen aufmerksam.

    - Im Geschäftsjahr 2012 besuchten rund 1.622 000 Menschen den Münchner Tierpark. Dies ist die zweithöchste Besucherzahl seit dem über 100jährigen Bestehen von Hellabrunn.

    - 860 Tiergeburten wurden im letzten Jahr in Hellabrunn registriert. Besonders hervorzuheben ist dabei der Nachwuchs bei den Silbergibbons, einer stark bedrohten Affenart, die es bundesweit nur in München zu sehen gibt.

    - Die Bewohner Hellabrunns bekamen tierischen Zuwachs aus anderen europäischen Zoos: u.a. zwei junge Löwen, zwei Polarfüchse, zwei stark bedrohte Drills und 14 Felsenpinguine.

    - Ein Meilenstein wurde 2011 mit der Erstellung des Ziel- und Entwicklungsplans gelegt. Dieser dient als Basis für alle zukünftigen Vorhaben und unterstreicht das Hellabrunner Leitmotiv des Geozoos, nach dem die Tiere nach Kontinenten geordnet sind und in natürlichen Wohngemeinschaften gehalten werden. Für die Giraffensavanne im neuen Afrika von Hellabrunn fanden sowohl Spatenstich als auch Richtfest im Jahr 2012 statt.

    - Weitere Bauprojekte: Im Sommer 2012 konnte das komplett umgebaute historische Aquarium mit einem neuen, 100.000 Liter fassenden Becken für die beiden Schwarzspitzen-Riffhaie wiedereröffnet werden. Seit Herbst vergangenen Jahres gibt es das Café Rhino mit einem neuen, direkt angrenzenden, kleinkindgerechten Abenteuerspielplatz mit Wipfelpfad und Wasserparcours.

    - Hellabrunner Medienstars: Im Tierpark wurde Ende 2011 die fünfte Staffel der Doku-Soap „Nashorn, Zebra & Co“ gedreht. Die entstandenen 40 Folgen wurden ab November 2012 ausgestrahlt. Von allen Zoosendungen der ARD erzielt diese die höchsten Einschaltquoten.
    Ein 45-minütiger Film des Bayerischen Rundfunks über „Ludwig und seine Schwester – Die Elefantenbabys von Hellabrunn“ erreichte eine bundesweite Einschaltquote von 12,2 Prozent.


    „Hellabrunn ist auf vielen Gebieten ein Vorreiter: So ist der Münchner Tierpark seit 2009 der erste und einzige Zoo bundesweit, der eine TÜV-Zertifizierung im Bereich Qualitäts- und Umweltmanagement besitzt. Das Geozoo-Prinzip, dessen Idee 1928 in Hellabrunn entstand, ahmen Zoos auf der ganzen Welt nach! Nachdem sich dieses Prinzip in München in den vergangenen Jahrzehnten aufgeweicht hatte, haben wir im Jahr 2012 mit dem begonnenen Bau der Giraffensavanne einen wichtigen Schritt zurück zum Geozoo getan“, betont die Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl.

    „Im Umfeld aller europäischen Zoos präsentieren wir uns als besonders tier- und artenreich. 2012 zählten wir in Hellabrunn 19.183 Tiere in 757 Arten! Unser hochgestecktes Ziel ist es, unseren Tierpark jedes Jahr noch ein Stück attraktiver zu machen und weiterhin unter den beliebtesten, bestbesuchten und erfolgreichsten Zoos bundes- und europaweit zu liegen“, sagt Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

    Foto: Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem und Aufsichtsratsvorsitzende Christine Strobl mit Bartagame Paul
    (09.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Biogas-Bus macht Station im Tierpark Hellabrunn

    Der Fachverband Biogas e.V. tourt von Juni bis September mit einem Infobus quer durch Deutschland. Auf seiner viermonatigen Reise wird der Bus unter anderem auf Messen und Veranstaltungen, auf Rathausplätzen oder Biogasanlagen stehen. Am 1. Juli besucht er die Biogasanlagen im Tierpark Hellabrunn. Seit 2007 wird in der Anlage aus Tiermist und Grünabfällen Strom und Wärme erzeugt.

    Aus Mist und Futterresten Strom und Wärme gewinnen. Die Stadtwerke München (SWM) und der Tierpark Hellabrunn setzen auf diese neueste Form der regenerativen Energiegewinnung. Mit einem Blockheizkraftwerk wird im Tierpark umweltfreundlich Strom und Wärme erzeugt. Tiermist und Grünabfälle werden vergoren. Das entstehende Methan wird in einem hochmodernen Blockheizkraftwerk CO²-neutral verbrannt. Der dabei umweltschonend erzeugte Strom wird ins SWM Netz eingespeist, die Wärme in das Heiznetz des Tierparks.
    Ausgangsstoff für die Biogas-Gewinnung ist der Bioabfall des Tierparks. Das sind ungefähr sechs Tonnen pro Tag an pflanzlichen Futterresten und Mist der pflanzenfressenden Tiere. Unter anderem die fünf Elefanten, die beiden Panzernashörner, die drei Giraffen und die vielen Haustiere vom Hellabrunner Kindertierpark sorgen mit ihrem Mist für reichlich Strom.

    Und so funktioniert die Hellabrunner Biogasanlage:
    Das Substrat aus Mist und Futterresten wird in die Fermenter, die Faulräume der Biogasanlage, eingebracht und dort unter Luftabschluss mit Hilfe allgegenwärtiger anaerober Bakterien vergoren. Bereits nach wenigen Wochen hatte sich die Methan-Produktion verstetigt. Beim Gärprozess entsteht Gas mit einem Methangehalt von 50 bis 54 Prozent. Nach 30 Tagen, wenn das Substrat vergoren ist und sich kaum noch Methan bildet, wird der Fermenter entleert und neu befüllt. Die Biogasanlage besitzt drei Fermenter, die um jeweils zehn Tage versetzt befüllt werden. Damit ist eine kontinuierliche Biogasversorgung gewährleistet.

    „Die Anlage in Hellabrunn ist ein gutes Beispiel für die Vielseitigkeit von Biogasanlagen“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Dr. Claudius da Costa Gomez. Rund 2.000 Tonnen Tiermist und Grünabfälle landen pro Jahr in der Anlage und werden zu Biogas vergoren. Das Gas wird im BHKW zu rund 240.000 Kilowattstunden (kWh) Strom und 230.000 kWh Wärme umgewandelt. Der Strom wird ins Netz der SWM eingespeist, die Wärme landet im Heiznetz des Zoos. Auf diese Weise können jährlich 190 Tonnen CO² eingespart werden.

    Foto:
    Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Christine Gerner, technische Leiterin des Tierparks Hellabrunn und Reinhard Zenau, technischer Parkinspektor des Tierparks vor der Biogasanlage in Hellabrunn
    (01.07.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Nachwuchs bei bedrohter Affenart in Hellabrunn
    Drolliges Drill-Baby mit Punk-Frisur geboren

    Nach einer Tragzeit von etwa 180 Tagen hat nun auch Drill-Dame Afi (7 Jahre) zum ersten Mal Nachwuchs bekommen! Am 8. Mai ist der kleine Drill-Junge geboren. Mit cooler Punk-Frisur, hell rosa Gesicht und unwiderstehlichen Segelohren begeistert er die Hellabrunn-Besucher. Vor allem sein fünf Monate alter Halbbruder Nepomuk freut sich über einen Spielgefährten.
    Der Blutspendedienst München übernimmt die Patenschaft für das noch namenlose Drillbaby. Andreas Faber, Betriebsleiter des Blutspendedienstes freut sich über die Patenschaft und ruft zum Namenswettbewerb auf. „Wir haben uns bewusst für eine vom Aussterben bedrohte Affenart entschieden, um auf die Notwendigkeit von Natur- und Artenschutz aufmerksam zu machen. Unsere Blutspender sterben zwar nicht aus, aber auch sie werden in den nächsten Jahren immer seltener. Immer mehr ältere Patienten stehen immer weniger Menschen im spendefähigen Alter gegenüber. Zwar kann sich jeder zweite junge Erwachsene vorstellen, Blut zu spenden. Bislang setzen aber nur 3 % der spendefähigen Bürger diese Bereitschaft in die Tat um.“

    Namenssuche
    Der Pate des Drill-Babys, der Blutspendedienst, sucht einen Namen für das Drill-Baby. Auf der Facebookseite www.faceboock.com/blutspendedienstmuenchen und der Website www.blutspendedienst-muenchen.de veranstaltet der Blutspendedienst noch bis zum 08. Juli 2013 einen Namenswettbewerb, bei dem es eine große Familien-Jahreskarte für den Tierpark Hellabrunn zu gewinnen gibt. Gesucht wird ein männlicher Vorname, der mit dem Anfangsbuchstaben „N“ beginnt.

    „Drills gehören nicht nur zu den beeindruckendsten, sondern auch zu den am meisten bedrohten Affenarten der Welt. Gerade als Zuchtbuchführer freue ich mich umso mehr über die Zuchterfolge innerhalb eines Jahres bei der jungen Hellabrunner Drill-Gruppe“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.
    Der Drill ist eine der am stärksten gefährdeten Affenarten Afrikas. Die IUCN (International Union for Conservation of Nature) hat ihn in die Rote Liste der weltweit bedrohtesten Arten aufgenommen. In seinem Lebensraum, einem Gebiet von lediglich 40.000 Quadratkilometern in Kamerun, Nigeria, Gabun und auf der Insel Bioko, wird der Bestand heute nur noch auf etwa 3.500 Tiere geschätzt. Damit ist der Lebensraum dieser Affenart kleiner als die Schweiz. Fortschreitende Abholzung und schonungslose Jagd auf diese Affenart sind die Hauptgründe für ihre starke Gefährdung.
    In Europa leben weniger als 70 Drills in 16 Zoos. Hellabrunn führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) sowie das Internationale Zuchtbuch (ISB) für diese Affenart. Zudem ist Hellabrunn Mitglied im Verein "Rettet den Drill", der das Projekt "Pandrillus" in Nigeria unterstützt. Mit der Zucht der Drills und dem Engagement für frei lebende Drills leistet Hellabrunn einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Art.
    Der aus dem Zoo Wuppertal stammende Vater des Babys Bakut (10) ist seit April 2011 in Hellabrunn daheim. Kaduna und Afi (aus dem britischen Port Lympne Wild Animal Park) leisten ihm seit Juli 2012 Gesellschaft.
    (28.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Neues Tagesseminar in Hellabrunn: „Tierisch ruhig“ trotz ADHS

    Hyperaktivität kann durch die beruhigende Wirkung von Tieren positiv beeinflusst werden. Praktische Hilfestellungen bei ADHS bietet nun ein Seminar im Tierpark Hellabrunn, das am 6. Juli 2013 erstmals stattfindet.

    Beim Tagesseminar „Tierisch ruhig“ können Teilnehmer die Ruhe und Gelassenheit von Hellabrunner Tieren auf sich wirken lassen und lernen, ihre Bewegungen zu verlangsamen und ausgeglichener zu werden. Vormittags erarbeiten die Teilnehmer in kleinen Gruppen verschiedene Techniken, um mit Ihrer Unruhe anders umzugehen. Dazu verwenden die Kursleiterinnen Methoden aus der Verhaltenstherapie, der Neurolinguistischen Psychologie (NLP), der Gesprächstherapie, diverser Entspannungstechniken und Ressourcenarbeit.
    Danach folgt der praktische Teil, bei dem die Seminarteilnehmer Lamas, Ziegen und Ponys aus dem Hellabrunner Kindertierpark beobachten und berühren können. Der Tierkontakt schult einerseits die Aufmerksamkeit. Andererseits kommen die Teilnehmer durch die beruhigende Wirkung der Tiere auch selbst zur Ruhe. Ein ruhigeres menschliches Verhalten wiederum wirkt sich positiv auf die Tiere aus, und dies erleichtert die gegenseitige Kontaktaufnahme.
    Professionell begleitet werden die Seminarteilnehmer von Ursula Riedinger (Reviertierpflegerin in Hellabrunn, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Associates Degree of Applied Science in Recreation & Wildlife (USA) und Therapeutin für Tiergestützte Therapie) sowie Sabine Eitel (Tierpflegerin, Tiertrainerin, Heilpraktikerin für Psychotherapie in der Ausbildung) und Anja Waldinger (Revierleiterin in Hellabrunn für den Bereich "Europa“). Der Besuch des Seminars ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich.

    Weitere Informationen:
    (auch im Web: www.tierpark-hellabrunn.de/veranstaltungen/seminare)

    Termine (es handelt sich jeweils um ein abgeschlossenes Seminar):
    6. Juli 2013
    19. Oktober 2013

    Anmeldung:

    Münchener Tierpark Hellabrunn AG
    Service-Center
    Tierparkstraße 30
    81543 München

    Tel.: 089 62508-34 (Mo-Do von 10 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr)
    Fax: 089 62508-790
    Email: tierparkerlebnis@tierpark-hellabrunn.de

    Kosten:
    130 € pro Person, zahlbar vor Kursbeginn.
    Der Preis versteht sich inklusive Eintritt in den Tierpark Hellabrunn sowie Getränken und Snacks in den Pausen, ausgenommen Mittagessen.

    Teilnahme:
    ab 14 Jahren (14 bis 18 Jahre: entweder in Begleitung eines Erziehungsberechtigten, der auch gleichzeitig zahlende/r Teilnehmer/in ist, oder mit schriftlicher Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten)
    (26.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunns Seelöwen-Kindergarten ist eröffnet
    Vier Seelöwen-Babys erobern die Robbenanlage

    So ganz geheuer ist den Seelöwen-Babys die Sache nicht. Mit großen schwarzen Knopfaugen schauen sie ihren Müttern zu: Runter vom Trockendeck, drei mal elegant rutschen, erste Flosse ins Wasser, zweite Flosse ins Wasser, Kopf runter und schwimmen. Ganz einfach. 
    So weit die Theorie. Die Praxis sieht bei Seelöwen-Babys aber immer etwas anders aus. Da wird sich geziert, mit der Flossenspitze die Wassertemperatur getestet, dann wird gebrüllt, weil die Mutter längst in den Fluten ist, bevor sich das Jungtier endlich in das unheimliche, nasse Element wagt.
    Ähnlich wie kleine Kinder müssen Seelöwen-Babys das Schwimmen erst lernen. Nora ist jetzt drei Wochen alt und hat ihre ersten Schwimmzüge - bestens betreut von den Tierpflegern und ihrer Mutter - in einem kleinen Becken hinter den Kulissen erlernt. Mittlerweile hält sie sich schon recht gut über Wasser. Aber der Sprung in das große Becken ist für die Seelöwen-Mütter und die Tierpfleger immer wieder ein Abenteuer.
    Nora, Nelly und Nick sind jetzt täglich beim Babyschwimmen im Seelöwen-Pool zu beobachten. Das jüngste Seelöwen-Baby muss erst noch Schwimmen lernen und wird gemeinsam mit Mutter Sandy in den nächsten Tagen zu seinen Halbgeschwistern ins große Becken nach kommen. Bis dahin gibt es hoffentlich auch sein Geschlecht preis, sodass es schnell einen Namen bekommen kann.
    Die etwa vier Kilo schweren und 45 Zentimeter großen Jungtiere werden etwa vier Mal täglich gesäugt. In Hellabrunn leben jetzt insgesamt 15 Kalifornische Seelöwen.
    „Seelöwen sind die geborenen Entertainer. Seelöwen-Babys bei ihren ersten Schwimmversuchen zu beobachten, ist Unterhaltung pur! Nun hoffen wir nur noch auf Nachwuchs bei den Mähnenrobben, dann ist der Robben-Kindergarten komplett“, freut sich Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem.

    Nora geboren am 31. Mai, Mutter Elmira (6)
    Nelly geboren am 10. Juni, Mutter Molly (16)
    Nick geboren am 12. Juni, Mutter Johna (9)
    Seelöwen-Baby Nummer 4 geboren am 19. Juni, Mutter Sandy (16)
    Seelöwen-Vater: Barney (15)
    (24.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Seelöwe Barney wird zum 32. Mal Vater und beschert Hellabrunn vier Seelöwen-Babys

    Nora, Nick und Nelly heißen die Seelöwen-Babys, die seit Mai in Hellabrunn geboren sind. Ein weiteres, noch namenloses Baby, wurde heute geboren.
    Bisher stand für die drei Babys Schwimmtraining mit ihren Müttern im Seelöwenhaus auf der Tagesordnung. Jetzt dürfen die Hellabrunner Seelöwen-Babys zeigen, was sie gelernt haben und ihre ersten Plantschversuche im großen Becken unternehmen.
    (19.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Seltenes Silbergibbon-Baby avanciert zum kleinen Publikumsliebling in Hellabrunn

    Bei der stark bedrohten Affenart, die es in Deutschland nur im Münchner Tierpark zu sehen gibt, begeistert das kleinste Familienmitglied mit übermütigen Akrobatikdemonstrationen

    Der jüngste, knapp zehn Monate alte Münchner Silbergibbon-Nachwuchs zählt ganz klar zu den Stars von Hellabrunn. Als der Münchner Tierpark, der die stark gefährdete Tierart als einziger Zoo in Deutschland zeigt, das Kleine vergangenen September im Alter von drei Wochen vorstellte, suchte es noch Schutz bei Mama. Nur ab und zu gab es einen Blick auf den zierlichen Kopf und die großen Kulleraugen frei. Das ist nun anders: Übermütig turnt Hellabrunns Mini-Silbergibbon auf der Außenanlage herum. Und gerade weil das noch nicht so einwandfrei klappt wie bei den Geschwistern und Eltern, ist es für alle Zuschauer ein besonderer Genuss, dem Nachwuchs-Turner beim Training zuzusehen.
    Endlich steht auch fest, ob das Kleine weiblich oder männlich ist. Das entscheidende Indiz hatte es vor den Tierpflegern lange Zeit gut versteckt. Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem lüftet nun das Geheimnis: „Es ist ein Mädchen, das den schönen Namen Mia trägt! Die Hellabrunner Silbergibbon-Familie besteht momentan aus Mutter, Vater und drei Töchtern. Es macht uns stolz, dass wir der einzige deutsche Zoo sind, der diese stark bedrohte Primatenart zeigt, und noch dazu eine so große und harmonische Familie haben.“
    Das jüngste Silbergibbon-Baby kam am 19.8.2012 nach einer Tragzeit von sieben Monaten zur Welt. Mittlerweile turnt das quicklebendige Affenmädchen begeistert mit Mutter Pangrango (16 Jahre), Silbergibbon-Papa Peter (24) und den beiden Schwestern Isabell (5) und Kim (2) durchs Hellabrunner Außengehege. Menschentrauben vorm Gehege sind keine Seltenheit. Die kleine Mia, die noch einen Paten sucht, weiß, wie sie auf sich aufmerksam machen kann! Wenn sie und die anderen sich von Seil zu Seil schwingen, halten die Zuschauer die Luft an, so spektakulär ist der Moment, in dem die Affen in der Luft schweben! Die Besonderheit von Silbergibbons sind ihre Arme, die zweieinhalbmal so lang werden können wie der Rumpf. Ihre Arme und die sogenannte Schwinghangel-Technik erlauben es ihnen, mit traumhafter Sicherheit Entfernungen im Geäst von bis zu zehn Metern zu überwinden.
    Silbergibbons leben in freier Wildbahn nur auf der indonesischen Insel Java. Sie gehören zu den bedrohtesten Primaten und werden als stark gefährdete Tierart auf der Roten Liste des IUCN (International Union for Conservation of Nature) geführt. Ihre Zahl wird auf unter 2.000 weltweit geschätzt. Charakteristisch für die Silbergibbons ist auch, wie für alle Gibbon-Arten, ihr recht lautstarker Gesang, der zur Markierung ihres Territoriums dient.
    Hat sich ein Silbergibbon-Paar einmal gefunden, bleibt es ein Leben lang zusammen und lebt monogam in einer Familiengruppe mit den noch nicht geschlechtsreifen Nachkommen. Vorbildlich zeigen sich Peter und Pangrango, wenn es um die „Kinderbetreuung“ geht. Beide Elternteile kümmern sich gleichberechtigt um den Nachwuchs. Silbergibbons sind vorwiegend Vegetarier und fressen vor allem Obst, Gemüse, Salat oder Laubwerk. Auch Hellabrunns Mini-Silbergibbon Mia ernährt sich bereits wie die Großen.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (13.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Erstmals Nachwuchs bei den Polarfüchsen in Hellabrunn

    Polarfuchs-Dame Ronja macht es spannend. Bereits am 26. April hat sie ihre Babys zur Welt gebracht. Doch erst jetzt bekommen Tierpfleger und Besucher die kleinen wuscheligen Wollknäuel peu à peu zu Gesicht. Bisher konnten fünf Polarfuchs-Babys gezählt werden, gestern kam noch ein sechstes Jungtier dazu. Gut behütet haben die mittlerweile meerschweinchen-großen Polarfuchs-Babys ihre gemütlichen Höhlen kennen gelernt. Auf der Polarfuchs-Anlage gibt es vier Hütten. Insgesamt 15 Erdhöhlen haben die Eisfüchse – wie die Polarfüchse auch genannt werden - selbst gegraben. In den Höhlen kuscheln die Jungfüchse die meiste Zeit zusammen mit Mutter Ronja. Muttermilch trinken die Kleinen nur noch selten, mittlerweile ernähren sie sich, dank der spitzen Zähne, auch schon von Fleisch.
    Obwohl die Jungtiere noch viel schlafen, werden sie täglich aktiver. Ungefähr fünf Mal am Tag für ca. 15 min zeigen ihnen Mama Ronja (2 Jahre) und Papa Yaqui (2) die Welt außerhalb der Höhlen. Die Jungfüchse unterscheiden sich leicht in der Fellfärbung, einer hat weiße Pfoten, der andere einen weißen Latz. Die Tierpfleger konnten sogar ein komplett graues Tier entdecken. Ihr Geschlecht haben sie noch nicht verraten.
    Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem freut sich über die Entwicklung der Tierbabys: „Das erste Mal überhaupt gibt es in Hellabrunn Nachwuchs bei Polarfüchsen. Die sechs Kleinen haben sich in ihren ersten sechs Lebenswochen trotz der schwierigen Wetterlage bestens entwickelt und werden tagtäglich selbstständiger.“
    Während die Polarfüchse momentan ein kurzes und eher dunkles Sommerfell spazieren tragen, wird sich ihr Fell im Winter verändern: Das Winterfell ist doppelt so dick und hält die Tiere auch bei tiefsten Minusgraden kuschelig warm. So können sich die Polarfüchse jederzeit perfekt den Außentemperaturen anpassen. Doch auch die Farbe ändert sich mit der Jahreszeit, von braun-grau auf schneeweiß.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (10.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Hellabrunn lädt Verband Deutscher Zoodirektoren zur Jahrestagung

    „Wie bauen wir am besten für unsere Tiere?“ Oder: „Was gibt es Neues zum Thema Erhaltungszuchten?“ Diese und viele weitere zoologische und thematisch verwandte Fragen beschäftigten rund 120 Entscheider aus Zoos und Aquarien des deutschsprachigen Raums von 29. Mai bis 1. Juni in Prien / Chiemsee. Gastgeber der Jahrestagung des Verbands Deutscher Zoodirektoren (VDZ) war die Münchener Tierpark Hellabrunn AG.
    Zur diesjährigen Tagung des VDZ lud Münchens Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem knapp 120 Kollegen aus dem deutschsprachigen Raum ins Yachthotel Prien am Chiemsee. Der 1887 gegründete VDZ ist die älteste Zoo-Organisation weltweit. Der Verband vereinigt die wissenschaftlich geleiteten Zoos im deutschsprachigen Raum und setzt sich für richtig verstandenen Tierschutz und gute Zootierhaltung ein.
    Bei der Jahrestagung wählten die Mitglieder des VDZ einstimmig Theo Pagel zu ihrem neuen Präsidenten. Pagel, Direktor des Kölner Zoos, löst den bisherigen Amtsinhaber Dr. Thomas Kauffels, Direktor des Opel-Zoos in Kronberg/Taunus, ab. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit wird unter anderem der Aufbau der neuen Geschäftsstelle in Berlin sein. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen. Von Zuchterhaltung über Tierschutz bis hin zur Umweltpädagogik: Zoologische Gärten haben vielfältige Aufgaben und sind viel mehr als Freizeit- und Erholungseinrichtungen. Das wollen wir in Zukunft verstärkt herausstreichen“, sagt Theo Pagel.
    Der Gastgeber der VDZ-Tagung, Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem zeigt sich höchst zufrieden mit der Austragung und den Ergebnissen der Tagung: „Wir haben eine erfolgreiche und ergebnisreiche Tagung hinter uns, die trotz des Jahrhundertregens sicherlich allen Teilnehmern in bester Erinnerung bleiben wird. Dazu hat die bayrische Gastfreundlichkeit bestimmt beigetragen.“ Der Münchner Tierpark war 2012 bereits Ausrichter der Europäischen Zoodirektoren-Tagung (EAZA) und 2011 der Tagung der Kaufmännischen Leiter der deutschsprachigen Zoos.
    (06.06.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Erstmals Nachwuchs bei den Polarfüchsen in Hellabrunn

    Polarfuchs-Dame Ronja macht es spannend. Bereits Ende April hat sie ihre fünf Babys zur Welt gebracht, doch erst jetzt bekommen Tierpfleger und Besucher die kleinen wuscheligen Wollknäuel zu Gesicht. Gut behütet haben die meerschweinchen-großen Polarfuchs-Babys bisher vor allem ihre gemütlichen Höhlen kennen gelernt. Jetzt ist für sie – gemeinsam mit Mama Ronja (2 Jahre) und Papa Yaqui (2) – die Entdeckung des Geheges angesagt.

    Aktueller TV-Tipp:
    Mit dem Sommer-Spezial „Neues aus dem Münchner Tierpark“ berichtet das Bayerische Fernsehen ab 8. Juni in insgesamt 10 Folgen immer samstags von 15.00 bis 15.30 Uhr aus Hellabrunn. In der ersten Folge geht es u.a. um die Polarfuchs-Babys und den Umzug der Giraffen in das neue Giraffenhaus.
    (05.06.2013)
    Elisabeth Hiendl:   Gelbbrustara hatte ich gemeint. Die Bezeichnung war mir beim schreiben entfallen und ich hab halt dieRückengefiederfarbe die ich gesehen habe verwendet. Keiine ahnung ansonsten ist noch der alte Mix aus waldrappen und diversen Sichlern zu sehen Die Schwarzstörche hab ich nicht bewußt gesehen. Aber ich hatte auch nur noch kurz Zeit
    (17.05.2013)
    Sacha:   Ich denke, Du wolltest "Hellroten Ara" oder "Gelbbrustara" schreiben, sofern nicht plötzlich eine neue Art entdeckt wurde...;)

    Im Ernst: Ist die geografische Umgestaltung der Grossvoliere überhaupt schon in Angriff genommen worden? Ich war bei meinem letzten Besuch an Ostern knapp dran und konnte mir die Voliere nicht mehr ansehen.
    (17.05.2013)
    Elisabeth Hiendl:   Außerdem hab ich in der großen Voliere einen Hellblaues Ara entdeckt. Wusste gar nicht dass dies ein vogel des Auwaldes ist.



    (17.05.2013)
    Elisabeth Hiendl:   War gestern in Hellabrunn: Das Giraffenhhaus sieht auf dem Bild unten läger aus als es mir vorkam. die Erdmännchen sind in einer Freianlage bei Eingang des Hauses. die Stachelschweine sah ich nicht. Die MarinaFranca Esel im Kinderzoo sind nicht mehr da. Kleines Fohlen bei den Przewalski-Pferden.
    (17.05.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Vorhang auf für die neue Giraffensavanne

    Nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnet Hellabrunn seine 10.000 m² große afrikanische Giraffensavanne

    Giraffenbulle Togo (22), seine Herzensdame Kabonga (19) und ihr jüngster Nachwuchs, der zwei Monate alte Sohn Naledi, genießen ihr neues Zuhause am Isar-Eingang in vollen Zügen. Kein Wunder: Sie leben nun, gemeinsam mit Erdmännchen und Stachelschweinen, in der 10.000 m² großen afrikanischen Giraffensavanne. Das neue Hellabrunn-Highlight wurde pünktlich zu den Pfingstferien feierlich eröffnet. Die Stadtsparkasse München hat den Neubau des Giraffenhauses mit 3 Mio. Euro unterstützt.
    “Die Giraffenfamilie in ihrem neuen, lichtdurchfluteten Haus zu erleben, ist etwas ganz Besonderes. Es war mir ein großes Anliegen, diesen würdevollen Tieren ein artgerechtes Zuhause zu geben“, so Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem. „Der neue Stall ist fünfmal größer als der alte im Elefantenhaus. Auch für die Besucher ist der Kontakt zu den Giraffen nun einzigartig. Nur durch eine Glasscheibe getrennt, kommt man diesen majestätischen Tieren sehr nah.“
    Seit dem Spatenstich am 9. Mai 2012 und dem Richtfest im vergangenen Dezember ist viel passiert: Das bis zu sieben Meter hohe Giraffenhaus auf einer Fläche von 770 m² bildet das Herzstück im neuen Afrika Hellabrunns. Der anmutige Bau besticht durch seine Hauptbestandteile Holz und Glas. Die Gestaltung hat das Architekturbüro dan pearlman aus Berlin übernommen, das bereits viel beachtete Architekturprojekte in Zoos weltweit umgesetzt hat. Zu den neuen Attraktionen innerhalb der Giraffensavanne gehört auch bald eine zweistöckige Besucherplattform. Diese eröffnet den Tierparkbesuchern ganz neue Perspektiven auf die beeindruckenden Tiere. Denn hier kann man den Giraffen auf Augenhöhe begegnen und genau beobachten, wie sie ihre langen, blauen Zungen geschickt beim Fressen einsetzen.
    Aber auch die inneren Werte des neuen Hauses sind beachtlich: Beispielsweise sind in der Bodenplatte - ähnlich einer Fußbodenheizung - Kunststoffrohre verlegt, durch die warmes Wasser fließt. Dies stellt die Beheizung des Gebäudes sicher. Das Vorgehege ist mit einer Eisfreihaltung ausgestattet, mit der die Tierpfleger im Winter Eis und Schnee im Vorgehege abtauen und die Giraffen an die frische Luft lassen können. Im Sommer gelangt über das Foliendach und die verglasten Fassaden viel Wärme in das Gebäude. Um die Wärme möglichst ohne Energieaufwand abführen zu können, gibt es automatisch öffnende Fassadenelemente.
    Feierlich eröffnet wurde die Giraffensavanne am 15. Mai durch Christine Strobl, 2. Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende des Tierparks, Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem und Harald Strötgen, Aufsichtsratsmitglied und Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse München. Dazu Strötgen: „Als langjähriger Partner des Tierparks Hellabrunn setzen wir uns gerne dafür ein, den Tierpark für die Tiere und die Besucher noch schöner zu machen. Nur artgerecht gehaltene Tiere fühlen sich wohl, und nur Tiere, die sich wohlfühlen, machen dem Besucher Freude.“ Christine Strobl freut sich ebenfalls über das moderne Bauprojekt: „Mit der Giraffensavanne ist es dem Münchner Tierpark gelungen, eine herausragende Attraktion für seine Besucher zu schaffen und den Weg zur stringenten Umsetzung des Geozoos wieder aufzunehmen. Das Hellabrunner Afrika ist wunderbar!“
    Die neue Anlage bietet Platz für einen Giraffenbullen und bis zu vier weibliche Giraffen mit maximal vier Jungtieren. Zu den momentan in Hellabrunn lebenden drei Netzgiraffen Togo, Kabonga und Naledi wird sich schon bald mindestens eine weitere Giraffe gesellen. Zu den gerade eingezogenen Tierparkbewohnern gehören Isimo, Fela und Falouk. Die neugierigen Erdmännchen aus dem Opel-Zoo in Kronberg sind, genau wie die zwei zugezogenen Stachelschweine, in der Giraffensavanne zu sehen.

    Foto: Tierpark Hellabrunn
    (15.05.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Fotoausstellung: „Äthiopien – Die Zukunft hat begonnen“
    Eröffnung der Ausstellung am 15. Mai 2013 im Artenschutzzentrum des Tierparks Hellabrunn

    In Kooperation mit der Stiftung Menschen für Menschen werden beeindruckende und berührende Portraits des Fotografen Peter Rigaud gezeigt. Im Mittelpunkt der Arbeit der Stiftung, welche von Karlheinz Böhm gegründet wurde, steht der einzelne Mensch – und das spiegelt sich auch in den ausgestellten Bildern wider.
    Die persönlichen Portraits zeigen Menschen, die das Selbstbewusstsein und den Mut hatten, Unterstützung anzunehmen, Traditionen zu überdenken und die damit den Schritt in eine bessere Zukunft gegangen sind. Diese „Story Telling Portraits“ sind ein Markenzeichen des Fotografen Peter Rigaud. Als international gefragter Fotograf, der schon für Magazine wie Vanity Fair, Vogue und National Geographic fotografiert hat – reist er für seine Aufnahmen regelmäßig um die ganze Welt.

    Foto: Peter Rigaud
    (13.05.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Die ersten Bewohner sind schon eingezogen
    Der Countdown läuft: nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung der Giraffensavanne

    Kurz vor der Eröffnung der afrikanischen Giraffensavanne im Tierpark Hellabrunn ziehen die ersten Bewohner ein. Eigentlich kein Problem: Giraffenbulle Togo (22) und Giraffendame Kabonga (19) werden von ihren Tierpflegern ins neue Haus am Isareingang geführt – Giraffenbaby Naledi folgt der Giraffenmama. Leider ist das nicht so einfach.
    Auch wenn es nur 700 Meter sind, die zwischen neuem und altem Haus liegen (Luftlinie sogar nur 360 Meter), werden die Wildtiere mit einem Spezial-Giraffen-Transportanhänger ins neue Zuhause befördert. Das größte und erfahrenste Transportunternehmen für Wildtiere in Europa, die holländische Firma EKIPA, hat den Transport übernommen.
    Gegen 9 Uhr am 8. Mai ist es soweit: Tierärzte und –pfleger schauen, wie es den Giraffen geht. Die Tiere bekommen ein leichtes Beruhigungsmittel. Mit Hilfe der „rosa Brille“ nehmen die Fluchttiere diese ungewohnte Situation gelassener hin. 
    Dann geht es auch schon los: Der Transportanhänger wird direkt bis zum provisorischen Giraffenstall am Hellabrunner Elefantenhaus gebracht. Der höhenverstellbare Anhänger wird zum Beladen auf 5 Meter Höhe ausgefahren, sodass die Giraffen in aufrechtem Gang einsteigen können. Während der Fahrt wird die Decke wieder etwas abgesenkt. Damit der Einstieg noch einfacher wird, wird der Anhänger ebenerdig abgesenkt, sodass die Tiere stufenlos in den Anhänger laufen können. Tierpfleger Thomas Günther lockt zuerst Kabonga mit ihrem Baby in das Fahrzeug. Die Tiere vertrauen ihrem Tierpfleger und folgen problemlos. Der Anhänger wird verschlossen und los geht die Reise nach Afrika. Der Transport geht vorbei an den Wallabys, den Klammeraffen, über den Auermühlbach, vorbei an den Waldbisons und Wölfen direkt zur neuen Giraffensavanne. Im neuen Giraffenstall ist alles für die sensiblen Fluchttiere vorbereitet. Eine 10 cm dicke Sandschicht soll das Ausrutschen im neuen Stall verhindern. Sicher betreten die Tiere gegen 10.30 Uhr ihr neues Zuhause, erkunden neugierig und noch etwas schüchtern den Stall. Der 900 kg schwere Giraffenbulle Togo lässt sich beim Einstieg mehr Zeit, letztendlich betritt er rückwärts den Anhänger. In Schrittgeschwindigkeit fährt die tierische Fracht in Richtung Isar-Eingang. Beim Ausstieg macht es Togo noch einmal spannend und betrachtet ganz in Ruhe vom Anhänger aus seinen neuen Stall. Nach ca. 5 Minuten traut sich auch der Giraffenbulle zu seiner Familie. In den nächsten Tagen werden sich die Giraffen in aller Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen, bevor sie die komplette Savannenlandschaft betreten können.
    Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem ist sehr zufrieden: “Glücklicherweise haben unsere Giraffen ein sehr enges und vertrautes Verhältnis zu ihren Tierpflegern, sodass der Transport problemlos geklappt hat. Jetzt können sich die Tiere in Ruhe an ihre neue Umgebung gewöhnen. Ich kann es kaum erwarten, die Giraffensavanne den Münchnern zu zeigen – nur noch 8 Tage bis zur Eröffnung!“
    (10.05.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Alles Gute zum Geburtstag, lieber Ludwig!
    Hellabrunns jüngster Elefantenbulle wird zwei Jahre alt

    Ludwig, Asiatischer Elefant und echter bayrischer Schlawiner, steht heute im Rampenlicht: Hellabrunn feiert seinen 2. Geburtstag! Als erster Nachwuchs von Elefanten-Dame Temi erblickt er am 6. Mai 2011 das Licht der Welt. Schnell avanciert er zum Publikumsliebling und Herzensbrecher Hellabrunns. Kein Wunder: Er ist immer zu Späßchen aufgelegt, nie einem spritzigen Wasserbad abgeneigt und sorgt oft für unterhaltsame Szenen, wenn er seiner Lieblingsbeschäftigung nachgeht. Diese heißt: Tante Panang ärgern, am liebsten durch Pieken mit seinen kleinen Stoßzähnen. 
    Mittlerweile bringt Ludwig 920 Kilogramm auf die Waage. Sein Geburtsgewicht waren gerade einmal 117 Kilogramm bei 95 Zentimeter Körpergröße. Und was frisst er wohl am liebsten? Als waschechter Münchner gibt es für ihn nur eine wahre Leibspeise: Brezen! Die bekommt er natürlich nur zu ganz besonderen Anlässen. An normalen Tagen frisst er vor allem Gräser, Blätter, Rinde, Weichholz und Früchte.
    Doch heute ist kein normaler Tag: Versteckt hinter einem kleinen Bambuswald findet der aufgeregte Ludwig sein Geburtstagsgeschenk, ein stattliches Paket mit einer großen blauen Schleife. Er freut sich riesig und stürzt sich darauf. Appetitlich verpackt gibt es zur Feier des Tages frischen Bambus, gleich nach der Breze das zweitliebste Gericht des kleinen Elefantenbullen.
    Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem bemerkt schmunzelnd: „Unser Ludwig war von Anfang an ein ganz Gewiefter. Schon vier Minuten nach seiner Geburt stand der kleine Bulle. Und heute, im Alter von zwei Jahren, steht er den Großen in fast nichts mehr nach. Beim täglichen Training macht er alles mit, das seine Mama und Tanten können: zum Beispiel auf Kommando den Rüssel heben oder sich hinlegen. Ich muss zugeben, dass er auch bei mir ganz klar in der Top Ten meiner Hellabrunner Lieblingstiere steht!“
    Mit zwei Monaten - ungewöhnlich früh für Elefantenbabys  - beginnt der kleine Bulle, außer Muttermilch auch feste Nahrung wie Obst und Gemüse zu fressen. Im Alter von zweieinhalb Monaten wird Ludwig von den Zuschauern des Bayerischen Fernsehens zum „süßesten Tierbaby Bayerns“ gewählt. Mit sieben Monaten wird der Elefantenbulle auf den Namen „Ludwig“ oder liebevoll „Wiggerl“  getauft. Der kleine Elefantenbulle wird sicherlich noch viel von sich reden machen.

    Hintergrund-Infos zu den Hellabrunner Elefanten:
    Die Asiatischen Elefanten werden von den Tierpflegern im direkten Kontakt, der sogenannten „Hands-on-Methode“, betreut. Beim täglichen Training erlernen die Elefanten verschiedene Kommandos, zum Beispiel sich hinzulegen oder den Fuß zu heben. Diese Fertigkeiten helfen bei der Durchführung von medizinischen Maßnahmen oder auch der Fußpflege.

    Ordnung: Rüsseltiere; Familie: Elefanten
    Lebensraum: Regen-, Sumpf- und Bergwälder, Bambusdickichte, Buschland und Grasdschungel in Südostasien
    Größe: Körperlänge: bis zu 6,5 m; Schulterhöhe: 2,4-3,35 m
    Gewicht: bis zu 5 t
    Sozialstruktur: Weibchen und Jungtiere leben in Herden, meist 8–30 Tiere; junge Bullen bilden Junggesellengruppen; ältere Bullen leben einzelgängerisch
    Fortpflanzung: Tragzeit: 18-22 Monate, ein Jungtier
    Nahrung: Gräser, Blätter, Rinde, Weichholz, Bambusschösslinge, Wurzeln und Früchte


    Elefantenkühe                                 Elefantenbulle

    Temi – 11 Jahre                                Gajendra  - 20 Jahre (z.Z. im Tierpark Hagenbeck, Hamburg)

    Steffi – 47 Jahre                              Ludwig – 2 Jahre

    Mangala – 20 Jahre

    Panang – 24 Jahre


    Foto: Tierpark Hellabrunn
    Ludwig mit Temi
    (06.05.2013)
    Münchener Tierpark Hellabrunn:   Umbau des Elefantenhauses geht voran

    Zum denkmalgeschützten Elefantenhaus wurde bei der Aufsichtsratssitzung am 30. April die Geschäftsleitung beauftragt, einen Beschluss für eine originalgetreue Neukonstruktion des Daches mit modernem Material vorzubereiten. Daraufhin können Bauanträge gestellt werden. Anstatt einer ursprünglichen Kuppelkonstruktion aus Stahlbeton soll es eine leichtere Stahlkonstruktion geben. Eine Mehrfachverglasung sorgt für eine gute Lichtdurchflutung im Haus und senkt gleichzeitig die Energiekosten.
    Ende 2010 stellte der Tierpark bei Malerarbeiten an der Fassade fest, dass sich die Deckenverkleidung in einer Nebenkuppel löst. Zwei weitere Kuppeln sind aufgrund der vorhandenen Rabitzdecken aus der Bauzeit gefährdet. Die Tiere bekamen einen Ersatzstall, der Elefantenbulle Gajendra wurde in den Leipziger Zoo gebracht. Das Elefantenhaus wurde entkernt, ein Stützgerüst eingerichtet, damit das Tragwerk geprüft und die Statik berechnet werden konnte. Gutachten konnten erstellt werden.
    Nach dem Beschluss über die Finanzhilfe durch den Stadtrat in Höhe von 15 Mio. Euro konnte die europaweite Ausschreibung beginnen. Diese Ausschreibungsverfahren sind sehr aufwendig, zeitintensiv und an Fristen gebunden. Es gab eine Vor– und eine Entwurfsplanung.
    Der Tierpark muss bei der Sanierung verschiedene Ansprüche berücksichtigen und versuchen, zu vereinbaren: Tiere, Besucher, Denkmalschutz und den Kostenrahmen. An allererster Stelle stehen die Tiere. Optimale Bedingungen für moderne Elefantenhaltung sind die Basis. Auch die Besucher, die ganzjährig in Hellabrunn Elefanten sehen möchten, müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Schon aus Sicherheitsgründen müssen die Tierpfleger optimale Arbeitsbedingungen vorfinden. Bei solch einem historischen Gebäude wurden natürlich auch die Denkmalschutzbehörden frühzeitig durch den Tierpark eingeschaltet. Zudem muss die Sanierung wirtschaftlich und energieeffizient sein.
    Deshalb hat der Tierpark fünf verschiedene Sanierungsvarianten für eine Deckenkonstruktion untersucht und erarbeitet. Eine Variante ist der Neubau der Kuppel, für den sich nun der Aufsichtsrat entschieden hat.  
    „Die Haltung des Aufsichtsrats gibt dem Tierpark Handlungssicherheit für die weiteren Planungsschritte. Wir wollen das Gebäude äußerlich wieder so herstellen, wie es vor 100 Jahren ausgesehen hat. Im Haus haben die Tiere Vorrang. Die Kosten müssen im Finanzrahmen bleiben und es muss energieeffizient sein“, erläutert die Aufsichtsratsvorsitzende und 2. Bürgermeisterin Christine Strobl.  
    (03.05.2013)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Genau. Unter der Patenschaft von Kellogg's Frosties, die einen Tiger als Werbefigur nutzen :-)
    (20.03.2013)
    Oliver Müller:   Dann also die seltenen Afrikanischen Eistiger? ;-)
    (20.03.2013)
    Michael Mettler:   Die bisherige Tigeranlage gehört in der Umstrukturierung des Tierparks laut Masterplan zum zukünftigen Parkteil Afrika, und bisher ist sie meiner Erinnerung nach nur für Kalthaltung ausgelegt - auch die Nachtkäfige sind Außenkäfige.
    (20.03.2013)
    Oliver Müller:   Schade. Eignet sich denn die Anlage für die Haltung einer anderen UA als der Sibirier? Habe da im Moment nicht die Details vor Augen.
    (20.03.2013)
    Sacha:   Traurige Nachricht aus München: Tigerkater Nurejev (zuvor lange in Zürich) ist im Alter von 17 Jahren gestorben. Damit hält der Tierpark Hellabrunn vorerst keine Tiger mehr. Hoffe, das ändert sich schnell.
    (19.03.2013)
    Jolantha Belik:   Kein Ahnung, werde mich erkundigen. Ich weiß nicht, ob eine Zusammenlegung Sinn macht, es hängt ja auch von der Altersstruktur ab und unter welchen Umweltbedingungen die Tiere bisher gelebt haben. Sie dürften ziemlich empfindlich sein, was Veränderungen betrifft.
    (22.11.2012)
    Michael Mettler:   Wie groß ist eigentlich der Bestand an Königspinguinen in Wien? München hat ja nur eine Kleingruppe (laut ZTL 1,3), da würde doch eigentlich eine Zusammenlegung zur Steigerung der Zuchtchancen Sinn machen...?
    (22.11.2012)
    Elisabeth Hiendl:   München hatte schon früher Felsenpinguine bevor die Pinguinanlage umgebaut wurde. Damals auch schon vereinzelte zucht. daran wollten sie vermutlich anschließen.
    (22.11.2012)
    Jolantha Belik:   Genau so seh ich das auch, Wien züchtet seit vielen Jahren sehr erfolgreich, seit etlichen Jahren durchschnittlich zehn Jungtiere, heuer auch in der zweiten Generation, die Elterntiere selber sind schon in Schönbrunn geschlüpft. Würden wir alle behalten, dann gäbe es ein ziemliches Platzproblem - da hätten sicherlich unsere Königspinguine, die Mitbewohner der Felsenpinguine, weniger Freude damit.
    (21.11.2012)
    Markus R.:   @ Steffen Purgander: Ich glaube, die Frage ist leicht zu beantworten: Wien hat die Tiere vermutlich deshalb abgegeben, weil man sie regelmäßig nachzüchtet und nicht möchte, dass sich die Pinguine eines Tages auf den Füßen stehen. Hellabrunn hat sie wohl geholt, weil man gerne wieder eine vierte Pinguinart zeigen möchte (und die Pinguinanlage nach dem Auszug der Humboldts auch etwas unterbesetzt wirkte).
    (21.11.2012)
    Michael Mettler:   @Gerrit: Lass die mal lieber in München (und Wien). In Hannover gibt es m.W. keine Pinguin-Kühlkammer mehr (und falls doch, dann ohnehin nicht für Besucher einsehbar), wo die Vögel zumindest übersommern könnten. Und die scheint mir für eine erfolgreiche Haltung in unseren Breiten sehr wichtig zu sein.
    (21.11.2012)
    Gerrit Wehrenberg:   Naja als Hannoveraner hofft man nun auf eine ebenfalls so erfolgreiche Nördliche Felsenpinguin-Zucht wie in Wien und so dank jetzigem Direktor auf Nachzuchten aus München auch wieder für Hannover. ;)
    (21.11.2012)
    Jolantha Belik:   @Steffen: aus welchem Grund was? Warum München oder warum Wien die Tiere abgegeben hat?
    (20.11.2012)
    Steffen Purgander:   hab gerad gelesen das Hellabrunn 14 Felsenpinguine aus Wien bekommen hat, kann jemand vlt. sagen aus welchem Grund.
    (20.11.2012)
    Elisabeth Hiendl:   Im September waren noch Mandrills da.
    (13.10.2012)
    BjörnN:   Man hat doch nur eine Mandrill-Gruppe abgegeben, oder?
    (13.10.2012)
    Jörn Hegner:   der tierpark hellabrunn hat ja nun die mandrills abgegeben und wohin ging die letzten davon . stattdessen hält er heute drills .
    (12.10.2012)
    Jolantha Belik:   Raptis Mini-Hörnchen ist heute Nacht über die Regenbogenbrücke gegangen :-((
    (25.09.2012)
    Liz Thieme:   Das kleine Nashorn (Bulle) ist inzwischen geboren. Es hatte schon bei seiner Mutter getrunken, wurde aber im laufe des Vormittags aufgrund von Schwäche von der Mutter getrennt und medizinisch versorgt. Mutter und Sohn sind derzeit auch nicht zu sehen. Die Blutergebnisse stehen noch aus.
    (24.09.2012)
    Tirreg Anis:   Schimpansen-Dame Püppi ist tot - Focus Online:
    http://www.focus.de/panorama/welt/schimpansen-drama-im-muenchner-tierpark-hellabrunn-zoo-besucher-sollen-pueppi-in-den-tod-gelockt-haben_aid_788322.html


    (27.07.2012)
    Jörn Hegner:   inzwischen hat der tierpark hellabrunn die gaurs nicht mehr . was ist denn in den gehege jetzt untergebracht .
    (10.07.2012)
    Liz Thieme:   Die Elefantenkuh Tina ist heute im Alter von 53 gestorben. Der Veterinär hat sie aufgrund ihres Gesundheitzustands eingeschläfert.
    (26.06.2012)
    Mel:   Also so wie ich das verstanden habe soll der Umbau bei den Rhinos sich nur auf die Außenanlage beziehen.
    (15.04.2012)
    Elisabeth Hiendl:   aber auch grad bei den Rhinos halte ich die Außenanlage zumindest in der jetzigen größe für zu klein für eine der afrikanischen Arten da man da auch eher noch mehr Tiere unterbringen müßte.


    (15.04.2012)
    Elisabeth Hiendl:   unter der Adresse http://www.sueddeutsche.de/muenchen/umbau-im-tierpark-hellabrunn-umzug-der-tiere-1.1331525 habei ich noch eine Grafik gesehen bei der im ist-zustand die afrikanische Huftiere dort sein sollen wo jetzt tatsächlich die indischen Hirschziegenantilopen Axishirsche und Nilgaus sind
    (15.04.2012)
    Michael Mettler:   Die heutigen Anlagen für afrikanische Steppentiere würden doch frei für Asiaten, da müssten sich die Wildpferde unterbringen lassen...?
    (15.04.2012)
    Elisabeth Hiendl:   Also ich weiß nicht was ich von den Plänen halten soll. Vor allem sehe ich bis jetzt gerade bei Europa viele Fragezeichen. Gemsen und Murmeltiere sehe ich dann überhaupt nicht mehr und die Vogelöflugschau zwischen dem hohen alten Baumbestand bei der jetzigen Gauranlage na ja. Außeerdem die Wildpferde??? ganz große Skepsis
    (15.04.2012)
    Michael Mettler:   Der Umzug der afrikanischen Tiere dürfte eine Ursache darin haben, dass man den Nutzern des Isar-Eingangs damit einen spektakuläreren Besuchsauftakt bieten kann - und gleichzeitig ist damit das Problem gelöst, eine ausreichend große Fläche für eine neue Giraffenanlage finden zu müssen.

    Wenn ohnehin etliche Gebäude (und vielleicht auch Gehegeböden) sanierungsbedürftig sind, bietet das ja auch eine gute Gelegenheit zum Ringtausch.

    Beim Nashornhaus könnte ich mir vorstellen, dass das feuchte Innenklima seine Spuren an der Bausubstanz hinterlässt. Bezeichnenderweise ist das Haus im Masterplan zukünftig dem Thema Afrika zugeordnet, und die afrikanischen Rhino-Arten lassen sich "trockener halten".

    Interessant aber, dass trotz der wieder strafferen Geo-Orientierung mit der geplanten "Welt der Affen" ein Geo-Sammelsurium aufrecht erhalten wird. Schließlich gäbe es genug auch für den ONB unterscheidbare asiatische Affenarten, um den Komplex rein asiatisch zu füllen, und dazu auch andere asiatische Tierarten, welche Affenanlagen nachnutzen könnten (z.B. Malaienbären statt afrikanischer Menschenaffen).
    (13.04.2012)
    Liz Thieme:   Da kann ich dir auch nicht viel zu sagen, aber es ist komplizierter Elefanten umzusiedeln als andere Tiere.

    Einziger Text: Federführend hat Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit
    Tierpark-Architekten und Zoologen innerhalb eines Jahres den Ziel- und Entwicklungsplan
    für Hellabrunn erstellt. Die Landschaftsarchitekten Teutsch Ritz Rebmann haben im Auftrag
    des Tierparks den Inhalt des Hellabrunn-Arbeitskreises zusammengefasst, Schwachstellen
    gekennzeichnet, Potential ermittelt und eine Handlungsplanung aufgestellt.
    In der Analyse wurde unter anderem untersucht, wo der Tierpark vom Geo-Zoo-Prinzip
    abweicht, in welchem Zustand sich die Gebäude und Tieranlagen befinden und wo die
    Hauptattraktionen des Tierparks liegen. Aus dieser Bestandsaufnahme wurden die Ziele
    abgeleitet und terminiert. So steht zum Beispiel fest, dass die Giraffen 2013 an den Isar-
    Eingang in den neuen Afrika-Bereich des Tierparks ziehen. Mit den Waldbisons,
    Präriehunden und Vikunjas liegt Amerika in Hellabrunn gleich nebenan. Asien mit dem
    Elefantenhaus im Zentrum bildet den östlichen Rand zum Harlachinger Berg. Langfristig soll
    der Kindertierpark im europäischen Bereich in einen Mühlenbauernhof umgewandelt werden.
    Zwischendurch muss die Parkplatzsituation optimiert werden.
    (12.04.2012)
    Holger Wientjes:   Warum will man sich eigentlich die Mühe machen und den Asien- und Afrikabereich tauschen ? Nur damit das Elefantenhaus, das ja mit Asiaten besetzt ist, geografisch passender liegt ? Und was ist am Nashornhaus so sehr sanierungsbedürftig ? Ist doch noch gar nicht so alt, oder ?
    (12.04.2012)
    Liz Thieme:   Soll-Zustand
    (12.04.2012)
    Liz Thieme:   Sanierungszustand
    (12.04.2012)
    Liz Thieme:   Kontinent-Aufteilung
    (12.04.2012)
    Liz Thieme:   Die Zukunftspläne sind da!!!
    IST-Zustand
    (ich hoffe man kann die Grafiken erkennen)
    (12.04.2012)
    Liz Thieme:   und ich habe noch das >vermeintliche< noch gestrichen.
    Mich hat auch gewundert, warum der TP dazu nichts in seiner Benachrichtigung darüber schrieb.

    Nun habe ich aber mal eine andere Frage dazu. Es war ja klar, dass die Münchner Löwen nicht mehr allzu lang leben werden. Und von Hagenbecker Seite hieß es mal, dass man nur gezüchtet hat, weil Zoos welche gesucht haben. Weiß jemand ob Hellabrunn dann sozusagen bei Hagenbeck bestellt hat?
    (26.03.2012)
    Sven P. Peter:   Die BILD-Zeitung hat die Tiere so bezeichnet, ist aber unsinn, da es die Hagenbecker Nachzuchten sind.
    (26.03.2012)
    Holger Wientjes:   Berberlöwen ???
    (26.03.2012)
    Henry Merker:   Bei den beiden Löwen handelt es sich um Batou und Bandele aus Hamburg...
    (26.03.2012)
    Liz Thieme:   Hellabrunn hat wieder Löwen: 2,0 Berberlöwen-Jährlinge sind aus einem anderen europäischen Zoo eingetroffen.
    Die Patenschaft übernimmt 1860.
    (26.03.2012)
    Michael Mettler:   Ich hatte den Sinn der Wände vor der Pinguinanlage genau darin verstanden, starke Spiegelungseffekte zu vermeiden und damit bessere Sicht zu ermöglichen... Vielleicht sollen sie eine optisch gefälligere Nachfolgekonstruktion bekommen?
    (19.02.2012)
    Tom Schröder:   - Jungtiere bei Banteng und Azara-Aguti
    - Humboldt-Pinguine im Polarium statt auf ihrer neuen Anlage, laut Schild wegen der extremen Minustemperaturen. Da dieses aber nicht ungewöhnlich ist für München, fürchte ich, dass die Tiere nun jedes Jahr umziehen müssen...?!? Hätte von einer neuen Anlage erwartet, dass sie ganzjährig Heimstatt bieten kann...
    - Ex-Gaur-Anlage wird von den Bantengs benutzt, nix zu sehen von Flugshow-in-Spe-Aktivitäten.
    - Die Eisbären konnten nur den neuen Anlagenteil benutzen. Yogi reichte das ganz offensichtlich - er drehte auf ca 5m2 ganz hinten ( Höhe Ex-Biber-Haus)seine immerwährenden Runden inklusive Kopfschleudern... Giovanna hingegen machte Tonne-rutscht-auf-Eis-Experimente und schien davon nicht genug zu bekommen.
    - Die Wände vor den Glasscheiben der Pinguinanlagen am Polarium sind verschwunden, was das ganze optisch ein wenig freundlicher macht. Allerdings spiegeln die Scheiben nun heftigst - vorher auch? Wofür waren die Wände?
    - Das Schildkrötenhaus hat von den Umbauten (neue Terrarien, neue Blattschneiderameisenpräsentation, neuer Holz-BesucherInnenstand und starke Auslichtung der Pflanzen)extrem profitiert und wirkt nun viel freundlicher und lichter.
    - Im Ex-Jaguar-Außenkäfig lebt nun laut Schild ein männlicher Chinaleopard aus Eberswalde. Gesehen habe ich ihn nicht.
    - Die letzte Löwin ist gestern im Alter von fast 20 Jahren aufgrund unheilbarer altersbedingter Gebrechen eingeschläfert worden.
    - Im Haus, in dem früher Rotscheitelmangaben lebten (warum sind die weg?), ist in der linken Anlage nun ein weiteres Paar Diana-Meerkatzen und die rechte Anlage ist unbesetzt.
    - Gegenüber der Orang-Innenanlage kann man nun Drill (einzelnes Männchen wartet auf Weibchen) und Mandrill (eine verbliebene Zuchtgruppe) miteinander vergleichen - freut mich, dass eine Mandrillgruppe verblieben ist!

    (18.02.2012)
    Jan Jakobi:   Zu "Panangs" Kalb von 2005 gibt es vermutlich 2 richtige Versionen die beide aus erster Hand stammen.

    Die EEG hat mir geschrieben das sie die Information von der Totgeburt vom damaligen Direktor Prof. Dr. Wiesner hat

    Heute bekam ich die Antwort vom Tierpark Hellabrunn:

    "zu Ihrer Anfrage, die meine Kollegin an mich weitergeleitet hat, kann ich Ihnen mitteilen, dass Panang ihr erstes (weibliches) Kalb unmittelbar nach der Geburt am 25.1.2005 getötet hat."

    @Michael Mettler:
    Der Jahresbericht sollte eigentlich auch von Leuten aus erster Hand sein, es können nicht zwei verschiedene Versionen aus erster Hand stammen.

    Leider kann man sich nicht an die Elefantenpfleger wenden (jedenfalls nicht per Mail), vielleicht erinnert sich einer noch was damals bei der Elefantengeburt geschah.
    (30.01.2012)
    Liz Thieme:   Hier die PM zu der Obduktion:

    Hellabrunn gibt ersten Obduktionsbefund des Elefantenbabys bekannt

    Lola litt an einer Lungenembolie von ungeheurem Ausmaß. Der Befund der Computertomografie ist so gravierend, dass die behandelnden Ärzte aus den Gebieten Human- und Veterinärmedizin das Elefantenbaby eingeschläfert hätten, wäre es nicht vor der Operation verstorben.

    Zu Beginn der wochenlangen Untersuchungen behandelten die Hellabrunner Tierärzte um Weihnachten 2011 eine Lungenentzündung. Später kam eine Magenentzündung hinzu. Doch bei Ultraschalluntersuchungen Mitte vergangener Woche wird ein Herzerkrankung diagnostiziert. In aller Eile wird ein Spezialistenteam zusammengestellt, das bei der dreimonatigen Lola eine Herzoperation durchführen soll, die es weltweit noch nicht gegeben hat. Die Zeit eilt. Die Ärzte geben dem Elefantenbaby nur noch wenige Tage, um ohne OP zu überleben.

    Samstagvormittag soll die Operation im aufgerüsteten OP-Saal im Tierpark Hellabrunn stattfinden. Doch das Ärzteteam um Prof. Dr. Christoph Schmitz, Leiter der Kinderherzchirurgie im Universitätsklinikum Großhadern, entscheidet, dass zur genaueren Bestimmung der Symptome vorher eine Computertomografie durchgeführt werden soll. Dies ist nur in Großhadern möglich. So wird Lola in einer weich ausgepolsterten Holzkiste am Samstag gegen 9.15 Uhr in die Uniklinik transportiert. Während der Computertomographie verstirbt sie. Reanimationsversuche sind vergebens. Lola verstirbt am 21. Januar 2012 um 11.25 Uhr.

    Nach der Obduktion am Sonntagvormittag steht fest, Lola starb an einer Lungenembolie. Zusätzlich litt sie an einer Herzerkrankung mit massiven Blutgerinnseln. "Nach dem Ergebnis der Pathologie muss man sagen, dass es ein Wunder ist, wie lange die Kleine gelebt hat", sagt Zoodirektor und Tierarzt Dr. Andreas Knieriem. "Die Gefäße waren so verstopft, dass kein Blut mehr durch die Lunge fließen konnte." Lola schlief unter Narkose sanft ein und nahm damit den behandelnden Ärzten aus Human- und Veterinärmedizin die Entscheidung ab, das Elefantenbaby einzuschläfern.

    Das tote Elefantenbaby wurde am Samstagnachmittag zur Hellabrunner Herde gebracht. Mutter Panang (22) konnte sich so in Ruhe von ihrem Baby verabschieden. Anschließend berüsselten auch die anderen Herdenmitglieder sanft den leblosen Körper und nahmen damit Abschied.
    (23.01.2012)
    Jolantha Belik:   Arme Panang, hoffentlicht verkraftet sie den Verlust bald. Das Bild, wie sie sich von ihrem toten Kind verabschiedet ist jedenfalls herzzerreißend ...
    So traurig das auch ist, Lola hat sich viel Leid und Schmerzen erspart. Die Kleine ist doch jetzt schon das vierte tote Kalb von Panang, oder? (Virus-Gschicht, nicht lebensfähig, Glasknochen-Gschicht und jetzt Lola) Da hätte man schon nach dem 2. toten Nachwuchs mit der Zucht aufhören sollen ...
    (23.01.2012)
    Rüdiger:   Schade liebe Lola ¨

    Sicher auch harter Schlag für seine Mutter Panang ! Steckt halt doch eine Gesundheitsproblem dahinter?
    Dann mus die Zucht mit Panang neu überlegt werden.
    (22.01.2012)
    Michael Mettler:   @Jan Jakobi: Nein.
    (22.01.2012)
    Jan Jakobi:   @Michael Mettler:
    Steht in dem Jahresbericht wie lange die Geburt dauert?
    Könnte eine Schwergeburt gewesen sein.

    Das Kalb soll nach 21 Monaten Tragzeit geboren sein, laut dem entsprechendem Elefanten-Magazin.
    (21.01.2012)
    Jan Jakobi:   @Michael Mettler:

    Das ist ja interessant, von wegen gründliche Recherche der EEG.

    Also können wir sagen das Kalb war lebensschwach.

    Eine Verbindung zu Schwester "Lola"?

    (21.01.2012)
    Michael Mettler:   Verglichen mit den Angaben im Münchener Jahresbericht 2005 stimmen beide Versionen nicht. Panangs erstes Kalb kam demnach lebend zur Welt, zeigte allerdings einen extrem schwachen Herzschlag und kaum Atmung, so dass noch Wiederbelebungsversuche unternommen worden waren - letztlich aber vergeblich.
    (21.01.2012)
    Jan Jakobi:   Kleine Ergänzung:

    Die Not-OP startete heute morgen.
    Zur Vorbereitung sollten Aufnahmen im Computertomographen gemacht werden, "Lolas" Zustand war stabil. Leider verstarb sie während der Aufnahmen an einer akuten Lungenembolie.

    Weiß jemand genaueres zu "Panangs" ersten Kalb?

    Ich habe im Zoofreundeforum und im Elefantenforum gelesen das "Panang" das Kalb nach der Geburt getötet hat.
    Aber in den Elefanten-Magazinen fand ich die Information das es eine Totgeburt war.
    (21.01.2012)
    Jan Jakobi:   Oh, dass ist aber jetzt traurig : (

    Und ich hatte noch auf die OP gehofft.

    Seid ihr auch der Meinung das man mit "Panang" nicht mehr weiter züchten sollte?

    Die Kälber von "Panang" im Überblick:

    25.01.2005:
    weibliche Totgeburt oder nach Geburt von "Panang" getötet.
    Geburtsgewicht 127 kg.

    07.10.2007:
    männliche Frühgeburt. Geburtsgewicht 41 kg.

    21.12.2009:
    "Jamuna Toni". Geburtsgewicht 112 kg.
    Sie musste am 14.06.2010 eingeschläfert werden, sie hatte eine Glaskochenkrankheit und angeblich gesund zur Welt gekommen.

    28.10.2011:
    "Lola". Geburtsgewicht 90 kg und ebenfalls angeblich gesund zur Welt gekommen.

    Meine Meinung vom 31.10.2011:
    "Die Elefantenzucht in München scheint sich zum Guten gewendet haben."

    Henry Merkers Antwort vom 01.11.2011:
    "Ohne jetzt unken zu wollen: Ist es nicht etwas zu früh, um ein solches Fazit zu ziehen, Jan?"

    Henry, ich fürchte ich hatte nicht recht, aber es sah doch alle sehr gut aus.

    Ich habe einen ähnlichen Fall in der Geburtenliste in der Elefanten-Dokumentation 1999 gefunden:

    In Paris-Vincennes kam am 28.03.1987 ein Kuhkalb namens "Lola" (!) zur Welt und dieses starb am 21.04.1987 an Herzversagen. Eltern waren "Siam" und "Billy".

    Die Münchner "Lola" dürfte heute oder Montag nach Berlin gebracht werden, vielleicht findet man Gemeinsamkeiten zu "Jamuna Toni", der Früh- und der Totgeburt.
    (21.01.2012)
    BjörnN:   Der Eingriff ist nicht mehr nötig, das Kalb ist an einer Lungenembolie verstorben.
    (21.01.2012)
    Jan Jakobi:   Elefantenbaby "Lola" wird in den nächsten Tagen in der Tierklinik des Tierparks operiert.

    Es ist ein sehr risikoreicher Eingriff, ein Elefant wurde noch nie am Herz operiert. Veterinär- und Humanmediziner sowie Herzspezialisten werden zusammen arbeiten.

    Einen Elefanten an eine Herz-Lungen-Maschine anzuschließen, ist auch noch nie gemacht worden und ich fürchte das wird gar nicht gut gehen.

    Hoffen wir mal das "Lola" die OP übersteht, es kann aber während der OP und danach zu Komplikationen kommen.

    Aber leider ist das die einzige Möglichkeit.

    Seit "Jamuna Tonis" Tod frage ich mich, ob es sich um einen Gendefekt handelt/handeln könnte.
    Da die beiden Kälber davor während bzw. vor der Geburt starben und keine Todesursachen bekannt sind, kann ich dazu nichts weiteres schreiben.

    "Ludwig", dem Kalb von "Temi" scheint es gut zu gehen, ich habe noch nichts negatives gelesen.
    (19.01.2012)
    Jan Jakobi:   News von "Panangs" Kalb von der Homepage des Tierpark Hellabrunn:

    "Panangs" Kalb "Lola" hat einen Herzfehler.

    Am 25. Dezember 2011 stellten man eine Erkältung fest, dass ist eigentlich nicht weiter schlimm.

    Aber ihr Gesundheitszustand blieb trotz Antibiotika unverändert. "Lola" ist sehr kurzatmig, müde und unvital.

    Ein Röntgen der Lunge am 13. Januar brachte keinen eindeutigen Befund.
    Trinken tut das Kalb Wasser und abgemolkene Milch von "Panang". Experten vermuten eine Magenentzündung.

    Am 18. Januar kam bei einer weiteren Untersuchung durch weitere Tierärzte folgendes heraus:

    "Lola" hat einen angeborenen Herzdefekt, aufgrund dessen ist ein Blutgerinnsel im rechten Herzvorhof entstanden.
    Es handelt sich um eine lebensgefährliche Erkrankung, einen Menschen könnte man durch eine OP und/oder Therapie retten. Bei einem Elefanten allerdings ist nichts bekannt und dokumentiert.

    Hoffen wir mal das man "Lola" operieren kann, es ist aber eine sehr gewagte OP.
    (18.01.2012)
    Michael Mettler:   Die ehemalige Gaur-Anlage wird zukünftig als Vorführfläche für die Flugschauen genutzt. Steht so im TIERPARKFREUND, von dem in diesem Jahr ausnahmsweise ein fünftes Heft erschien, das gleichzeitig auch das letzte überhaupt dieser Zeitschrift ist. Neben den gewohnten Rubriken enthält es einen Rückblick auf die Tätigkeiten des Fördervereins, der sich in dieser Ausgabe verabschiedet.
    (09.12.2011)
    Michael Mettler:   Nur mal als Vermutung: Die wenigsten der 8.000 Mitglieder dürften Aktionäre der Tierpark AG sein. Wenn sie kostenlose Jahreskarten erhalten, obwohl sie den Tierpark nicht wie Aktionäre auf direktem (!) Weg finanzieren, dann gehen dem Tierpark die Einnahmen von bis zu 8.000 Jahreskarten jährlich "erst mal" verloren - zwar "gewinnt" er auch Fördergelder, aber die dürften ja wohl eher in unregelmäßigeren Abständen einkalkulierbar sein als Kartenverkäufe. Vielleicht hat die ganze Geschichte also haushaltstechnische Gründe...?
    (27.11.2011)
    Sven P. Peter:   Hier gibt es einen Artikel dazu:

    http://www.sueddeutsche.de/muenchen
    /hellabrunner-tierparkfreunde-
    in-aufloesung-begriffen-1.1192661

    Sehr schade, ich bin da ja auch schon ewig Mitglied und kann die ganze Situation nur als extrem ärgerlich bezeichnen.
    (27.11.2011)
    zollifreund:   für mich eine ganz neue Nachricht, obwohl schon vom 17.11.11: Die Tierparkfreunde lösen sich selbst auf! Ab dem 01.01.12 ruht die Vereinstätigkeit, am 01.01.13 kann der Verein dann aufgelöst werden
    http://www.tierparkfreunde.de/0_willkommen/aktuelles/Aktuelles.html

    warum genau wird auch in verschiedenen Zeitungsarktikel nicht erwähnt ( oder ich habe es nicht gefunden).
    Hoffentlich gibt es da noch eine Lösung für die Zukunft. Kann mir nicht vorstellen, dass Hellabrunn einfach so auf 8000 Zoofreunde einfach so verzichten kann ( als Geldgeber, idelle Unterstüzter usw)
    (27.11.2011)
    Jörn Hegner:   hält der tierpark hellabrunn jetzt gar keine gaurs mehr . was kommt denn in das gehege davon demnächst rein .
    (16.11.2011)
    Liz Thieme:   Die Kleine ist heute erstmals nach draußen gekommen und konnte von den Besuchern bestaunt werden.
    Interessant ist, dass der Zoo weiterhin vom "Baby" und der "Kleinen" spricht, aber in einigen Medien von Lola die Rede ist.
    (08.11.2011)
    Jolantha Belik:   Danke! Jetzt weiß ich endlich, wer immer wieder alte Gerüchte (bez. Wien) verbreitet ...
    (02.11.2011)
    Henry Merker:   @Jolantha Belik:
    Ich bin zwar nicht Jan; kann aber Auskunft geben. Die European Elephant Group veröffentlich jedes Jahr zwei Ausgaben ihres Magazins "Elefanten in Zoo und Circus". Wie aus dem Titel hervorgeht, ist das zentrale Thema der Gruppe der Elefant in menschlicher Obhut.
    (02.11.2011)
    Jolantha Belik:   @Jan: welches "Elefanten-Magazin" meinst Du?
    (01.11.2011)
    Henry Merker:   Es muss ja nicht zwangsläufig aufgrund des Verhaltens von "Panang" etwas schief laufen....schauen wir einfach mal; vielleicht hast du ja Recht ;-).
    (01.11.2011)
    Jan Jakobi:   Ja, ist vielleicht noch ein bisschen früh, "Panangs" Verhalten könnte trotz "Temi" wieder schlecht werden.


    (01.11.2011)
    Henry Merker:   Ohne jetzt unken zu wollen: Ist es nicht etwas zu früh, um ein solches Fazit zu ziehen, Jan?
    (01.11.2011)
    Jan Jakobi:   Die Elefantenzucht in München scheint sich zum Guten gewendet haben.

    Das liegt vermutlich an "Temi" und ihren Elefantenpfleger Thomas Günther den sie von Geburt an kennt.
    Sie hatte 2005 wertvolle Erfahrungen sammeln können in ihrer Geburtsherde.
    "Temi" hat mit den drei kleinen Kälbern gespielt.

    In einem Internet-Artikel heißt das Elefanten-Mädchen "Lola"- eine Anspielung auf eine Geliebte von König Ludwig I.

    Da das Kalb bei der Mutter trinkt dürfte es keine Knochenbrüche durch die Glasknochenkrankheit geben.
    Im Elefanten-Magazin Nr. 18 las ich im Artikel über Handaufzuchten das es mehrere Kälber gab die Knochenbrüche bekamen.
    Bei natürliche Aufzuchten ist es noch nicht passiert.
    (31.10.2011)
    Liz Thieme:   Die Meldungen aus München hören sich weiterhin gut an. Die Kleine trinkt regelmäßig und ohne Probleme.
    Nachts wird ebenfalls gemeinsam geschlafen und Temi "kümmert" sich um Panang. Die Herde ist komplett zusammen.
    (31.10.2011)
    Liz Thieme:   Es war eine sehr schnelle Geburt und man muss im Vergleich mit Ludwig von der "Kleinen" sprechen. es ist eine Höhendifferenz von 13 cm und 26kg Differenz beim Gewicht zu verzeichnen.

    Die Kleine hat 4,5 Std nach der Geburt das erste Mal Panang getrunken und gilt als kerngesund. Bisher ist die Hoffnung sehr groß, dass Panang sich weiterhin positiv verhält.
    Die Elefantengruppe ist bis auf Weiteres im Haus und für die Besucher nicht zu sehen.

    (30.10.2011)
    Jan Jakobi:   Genauere Informationen gab/gibt es leider noch nicht im Internet.
    Bei "Jamuna Toni" war das wohl so das die Milchproduktion von ihrer Mutter eingestellt wurde, weil es beim saugen weh tat.
    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe...

    Übrigens ist das Kalb an "Taraks" (Hannover) Geburtstag (28.10.2005, 3:55 Uhr) zur Welt gekommen ;)

    "Wastl" ist ebenfalls an einem Tag geboren, an dem später ebenfalls ein Elefant geboren werden sollte: 8. Mai 1932 und "Yoma" aus dem Tierpark Berlin am 8. Mai 2005.

    "Ludwig" kam genau wie der Hannoveraner "Shanti" am 6. Mai zur Welt, "Shanti" allerdings 2008.

    In den letzten fünf Monaten dürfte "Panang" viel von "Temi" gelernt haben, Elefanten lernen durch zu gucken.

    (30.10.2011)
    Rüdiger:   Glückwunsch dazu !
    Toll zwei Elefantenbabys in München.
    Hat Panang ausreichend Milchquelle, wegen des Immunsysthem und dem wichtigen Knochenaufbau des Jungtier?
    (30.10.2011)
    Jan Jakobi:   Das finde ich gut!

    Hat sie es angenommen?!


    (29.10.2011)
    Liz Thieme:   Panang hat gestern in der Nacht zu heute ein Mädchen zur Welt gebracht.
    (29.10.2011)
    Jan Jakobi:   @zollifreund:
    So ist das eben wenn man sich Elefanten-Seiten im Internet anschaut und dieses Forum durchliest.
    Da lernt man eine Menge. Bücher habe ich auch, hinzu zählt auch noch als Informationsquelle "Elefant,Tiger&Co".

    "Temi" heißt "Tochter".

    "Gajendra" heißt "König der Elefanten".

    Was die anderen beiden heißen weiß ich leider nicht.

    (17.09.2011)
    zollifreund:   @Jan Jakobi: nun muss ich mich doch endlich mal bei dir bedanken, dass du uns immer wieder an deinem unerschöpflichen Wissen teilhaben lässt - dass "Gajendra", "Mangala", "Panang" und "Temi" keine Namen deutschen Ursprungs sind, war mir bisher nicht bewusst...
    (17.09.2011)
    Jan Jakobi:   Er hieß schon von Geburt an "Ludwig", jedenfalls nennen ihn die Besucher so. Habe ich im Internet gelesen.
    Gelesen habe ich auch das ein Pate den Namen aussuchen soll.

    Er passt zu den beiden alten Münchner Elefantenkühen, die haben auch Menschennamen: "Tina" und "Steffi". "Kathi" lebt schon länger nicht mehr.

    "Gajendra", "Mangala", "Panang" und "Temi" sind exotische Namen. Also keine deutschen.

    (17.09.2011)
    Michael Mettler:   Angesichts der immer exotischeren Namen, auf die Zootiere "getauft" werden, ist es doch eine erfrischende Abwechslung, dass der im Mai geborene Münchener Elefanten-Jungbulle jetzt schlichtweg Ludwig heißt.
    (17.09.2011)
    Michael Mettler:   Korrektur: Vielleicht hätte ich besser sagen sollen, solange sie nur als ART ausgeschildert werden.
    (29.07.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Nö, ich hätte mit Geparden im Parkteil Asien kein großes Problem, solange nicht Afrikaner als Asiaten ausgeschildert werden...
    (29.07.2011)
    Sacha:   Henry war schneller als ich, @Michael. Und wirst Du jetzt plötzlich auch zum Unterarten- resp. Geozoo-Puristen...:)?
    (29.07.2011)
    Henry Merker:   Mir geht es da auch ein bißchen so wie Sacha. Und Geparden könnte man auch noch im Asienbereich beibehalten, zumal sich die Ansicht, dass die Art monotypisch sei, scheinbar durchsetzen könnte. Dann wär dies tiergeografisch korrekt ;-).
    (28.07.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Ich selbst habe die Anlage kaum in Erinnerung, bei meinen sporadischen Besuchen in München haben mich andere Tierarten mehr interessiert...

    Da der Parkteil Afrika aber ohnehin verlegt werden soll, wäre die Anlage früher oder später wahrscheinlich ohnehin anderen Zwecken zugeführt worden (vermutlich endgültig asiatische Tiere?).
    (28.07.2011)
    Sacha:   @MM: Eine vernünftige Uebergangslösung. Wobei mich schon interessieren würde, was an der gegenwärtigen Gepardenanlage so schlecht war. Waren die Abtrennmöglichkeiten unzureichend?
    (28.07.2011)
    Michael Mettler:   Laut aktuellem TIERPARKFREUND ist der Großraubtierbestand Hellabrunns weiter geschmolzen, in beiden Fällen als Folge von Krebserkrankungen. So ist nach dem Tod ihrer Artgenossin nur noch eine einzelne, 19 Jahre alte Löwin im Bestand, und mit dem Gepardenkater starb der letzte Vertreter seiner Art im Tierpark. Die Haltung der Art ist damit bis zum Bau einer Neuanlage beendet, denn die jetzige Anlage entspricht laut Meldung nicht mehr den Ansprüchen an moderne Gepardenhaltung. Vorerst werden dort nun Saruskraniche oder Pinselohrschweine (die der Renovierung des Warmhauses weichen müssen) untergebracht.
    (28.07.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Ich habe gerade im Fernsehen den Pfleger bei den Pinguinen sagen hören, dass nach dem Auszug der Humboldtpinguine die Königs- und Eselspinguine die Anlage nutzen werden. Außerdem sollen aus Wien Felsenpinguine kommen. Gut, dass diese bedrohte Art einen neuen Halter bekommt.
    (15.07.2011)
    Liz Thieme:   zum Glück ja....

    Kurzzusammenfassung des Geschäftsjahr 2010 (aus dem Geschäftsbericht):

    * Besucherrekord: Mit 1.570.938 Besuchern hat der Tierpark das Rekord-Ergebnis des Vorjahres nochmals um 9,37% übertroffen.
    * Tierreichster Zoo: In 2010 lebten 17.811 Tiere in 709 Arten in Hellabrunn. Damit zählt der Münchner Tierpark zu den tierreichsten, europäischen Zoos!
    * Mehr als 500 Tiere wurden im Jahr 2010 in Hellabrunn geboren bzw. sind geschlüpft
    * Ein tragisches Ereignis war der Tod des Elefantenbabys Jamuna Toni. Das Elefantenmädchen musste aufgrund einer dramatisch verlaufenden Anhäufung von Knochenbrüchen am 14. Juni 2010 eingeschläfert werden.
    * Verkaufssteigerung: Durch die zum 1. August eingeführte Familien-Jahreskarte und eine durch die Stadtsparkasse München ermöglichte Preissenkung der bereits vorhandenen Jahreskarten konnte der Verkauf in diesem Segment um 94,62 % gesteigert werden.
    * Bauprojekte: Mit der Eröffnung der knapp 3.000 m² großen Eisbärenlandschaft setzt Hellabrunn neue Maßstäbe in der Eisbärenhaltung. Die bisherige Landschaft hatte eine Größe von 730 m². Der Neu- und Ausbau dieser Anlage war das wichtigste und kostspieligste Bauprojekt der letzten Jahre.
    * Als Besuchermagneten erwiesen sich die beiden Eisbären „Yoghi“ und „Giovanna“, die Ende Juli 2010 aus ihren Interimsdomizilen, den Berliner Zoos, wieder nach München zurückkehrten und seither die abwechslungsreiche Anlage mit Tauchbecken, Tundralandschaft und der einzigartigen Nagelfluh-Kulisse ausgiebig nutzen.
    * Hellabrunner Medienstars: Im Tierpark wurde 2010 die vierte Staffel der Doku-Soap „Nashorn, Zebra & Co“ gedreht, die dritte Staffel gesendet und dabei die höchste Einschaltquote der Zoosendungen in der ARD erzielt.

    Weitere Aussagen bezüglich des Baugeschehen im Tierpark:
    Im Rahmen von substanzerhaltenden und investiven Maßnahmen wurden in 2010 folgende Anlagen umgestaltet und optimiert: Bei der Gibbonanlage und der Pelikaninsel entstanden Besucherplattformen, die den Besuchern ein noch unmittelbareres Tiererlebnis ermöglichen. Vor dem großen Restaurant wurde eine behindertengerechte Rampe angelegt. Es wurde begonnen, die Fischotter-Anlage zu einer Humboldtpinguin-Anlage umzugestalten und im Schildkrötenhaus neue Terrarien und eine weitere Besucherplattform zu errichten. Darüber hinaus wurde die weitreichende Sanierung der sogenannten „Affenstation“ in Angriff genommen, die eine Neubeschichtung und attraktivere Innengestaltung aller Innengehege der Rotscheitelmangaben, Gibbons, Klammeraffen, Mandrills und Orang Utans umfasst. All diese Arbeiten werden in 2011 abgeschlossen.
    Schließlich wurde in 2010 die notwendig gewordene Sanierung der Außenfassade des Elefantenhauses veranlasst mit dem Ziel, das Gebäude zum hundertjährigen Jubiläum wieder in seiner Ursprungsfarbe, einem Ockergelb, erstrahlen zu lassen. Dieses Vorhaben sollte zum Saisonstart 2011 abgeschlossen sein, musste jedoch unterbrochen werden, da sich Ende des Jahres eine abgehängte Rabitzdecke über der Giraffenanlage von der Betonkuppel gelöst hatte. Glücklicherweise ist dabei weder Mensch noch Tier zu Schaden gekommen. Die nun sichtbar gewordenen Betonstrukturen machten eine sofortige und grundlegende Analyse der gesamten Statik des Gebäudes notwendig. Die ersten Befunde der Rabitzdecke und der gesamten Deckenkonstruktion belegten u.a. eine mangelnde Zugfestigkeit der Aufhängungen und des Armierungstahls sowie die Notwendigkeit für eine umfassende Betonsanierung. Die Gebäudesubstanz war im Laufe der vergangenen (fast) 100 Jahre durch die Unmenge an Urin, die von diversen Tierarten wie Elefanten, Giraffen und Flusspferden ausgeschieden worden war, und dem dadurch freigesetzten Ammoniak einer besonderen Belastung ausgesetzt worden. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die mittel- und langfristige Standortsicherheit des Gebäudes gefährdet war. Bereits im November 2010 begann man mit der Planung provisorischer Unterkünfte für die Elefanten und Giraffen. Nur durch die Räumung des denkmalgeschützten Gebäudes kann eine für Mensch und Tier gefahrlose Sanierung und eine generelle Baufreiheit gewährleistet werden. Der finanzielle Rahmen, der für diese aufwendigen Sanierungsmaßnahmen benötigt wird, kann derzeit noch nicht mit seriösen Zahlen beziffert werden. Die Auflagen, die der Denkmalschutz des Gebäudes mit sich bringt, werden einen erheblichen Einfluss auf die Sanierungskosten haben. Der Tierpark ist nicht in der Lage, dieses Großprojekt aus seiner Baurücklage zu finanzieren. Jedoch hat die Landeshauptstadt München bereits signalisiert, dass sie eine Kostenübernahme in Erwägung zieht.

    Tiere:
    Abgänge
    0,2 Schildturakos -> Nürnberg & Tiergarten Wels (AUT)
    1,0 Przewalski-Pferd -> Ötzi-Dorf (AUT)
    1,3 Pinselohrschweine (*2009) -> Peaugres (F)
    2,0 Waldbisons & 1,3 Wisenten -> Wildpark Leipzig
    2,0 Wisente -> Wildpark Allensbach
    0,1 Wisent -> Zoo Rostock
    2,4 Azara-Agutis -> Zoo Budapest
    0,1 Bartkauz -> Tiergarten Groß-Gerau.
    2,0 Katta Zoo Augsburg
    0,3 Katta -> Bioparco di Sicilia
    0,1 Roter Varis -> Blaavand Zoo (DK)
    1,0 Fischotter -> Zoo Kaunas (LIT)
    1,0 Fischotter -> Aquamarine Fukushima
    4,1 Steinböcke -> slowakischen Wildpark,
    1,0 Steinbock -> Wildpark Allensbach
    1,0 Steinbock -> Bayernpark in Reisbach.
    2,0 Mhorrgazellen -> Montpellier
    1,0 Mhorrgazelle -> Zoo Rotterdam
    1,0 Nilgau -> Zoo Zürich
    0,2 Tiefland-Nyalas -> Zoo Liberec
    2,1 Dorkasgazellen -> privaten Antilopenliebhaber in Österreich (Im Hinblick auf die zunehmende Gefährdung dieser Tierart in ihrer ursprünglichen Heimat ist die unterartenreine Nachzucht jedoch äußerst wichtig. Aus diesem Grund stellt der Tierpark Hellabrunn die Überlegung an, künftig im neuen Afrikabereich z. b. mit der Haltung der bedrohten Sahara-Dorkasgazellen zu beginnen.)
    0,1 Luchs -> Wiederansiedlungsprojekt in Litauen
    1,0 Zucht-Axishirsch „Delhi“ -> Zoo Krefeld
    1,2 Tarpan-Rückzüchtungen -> Zoo Saarbrücken
    1,0 Kleinkantschil -> Zoo Dresden
    1,0 Kalifornischer Seelöwe -> Zoo Wuppertal
    0,1 Sibirischer Tiger -> Zoo Zürich
    1,0 Königspinguin -> Wien
    0,1 Elch -> Gelsenkirchen
    0,1 Montana-Puma -> Tierpark Berlin


    Neuzugang/Rückkehrer
    1,1 Eisbären zurück aus Berlin
    0,1 Königspinguin aus Wien
    1,0 Sibirischer Tiger aus Zürich
    Kappen- und Zwergsäger, Sichelenten, Schellenten, Europäische Pfeifenten, Moorenten, Reiherenten sowie Rothalsgänse aus Zürich und Privat
    Adlerbussard aus der Greifvogelstation Hellenthal, Wanderfalke, ein Harris’ Hawk
    und ein Lanner-Falke aus Privat.
    Landeinsiedlerkrebs & Palmendieb
    0,2 Elch aus Gelsenkirchen
    0,1 Montana-Puma aus Tierpark Berlin

    Geburten (wichtigste)
    0,1 Silbergibbons
    0,0,1 Siamang
    1,0 Orang-Utan (verstarb)

    Tierverluste 2010
    gesamte Schafbestand und Einzeltiere bei den unterschiedlichen Ziegenrassen euthanasiert
    0,1 Asiatischer Elefant (juv)
    0,1 Vielfraß (11J)
    0,1 Montana-Puma (11J)
    0,1 Jaguar (17J)
    0,1 Gepard (5J)
    0,1 Wildhund (11J)
    1,0 Orang-Utan (juv)
    1,0 Klammeraffe (11J)
    0,0,1 Rotscheitelmangabe (6J)
    1,0 Yak (Zuchtbulle) (14J)
    0,1 Waldbisonkuh (10J)
    (09.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Nee, der Zoo is' noch da... ;-)

    Bei der angepeilten Eingliederung des Dschungelzeltes in den Themenbereich Asien gäbe es natürlich eine Fülle von Möglichkeiten für die bisherige Jaguar-Anlage, und die wären ja nicht auf Katzen oder überhaupt Raubtiere beschränkt...
    (08.07.2011)
    Liz Thieme:   Es musste ja so kommen. Trotzdem schade, wieder ein Zoo weniger :(
    (08.07.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Der letzte Jaguar ist vestorben. Der Tierpark weiß noch nicht, welche Katzenart dort einziehen wird.
    Ich hoffe mal auf eine seltene Kleinkatzenart.

    (08.07.2011)
    Jan Jakobi:   Da "Temi" das Kalb offensichtlich angenommen hat ist die Ernährung besser für das Kalb.

    Milch enthält Vitamin D und Kalzium, beides ist für das Wachstum der Knochen wichtig.

    Durch die Handaufzucht vermute ich bei "Jamuna Toni" einen Vitamin-D- und Kalziummangel.
    (07.05.2011)
    BjörnN:   Die Osteogenesis imperfecta (laienhaft auch Glasknochenkrankheit) wird autosomal dominant vererbt, das heißt, das Gen muss bei einem Elternteil bereits vorhanden gewesen sein, was dieses Tier zwangsläufig auch krank machen würde.

    Neumutation sind zwar nicht auszuschließen, da "Padang" und/oder "Gajendra" aber wohl nicht daran leiden, ist die Diagnose bei "Jamuna" fraglich.

    Bei "Jamuna" von einer Knochenstoffwechselstörung als Todesursache zu sprechen, trifft es wohl eher. Diese muss nich verebt sein, eine nutritive Komponente halte ich für wahrscheinlicher (fehlende Muttermilch, Mangelernährung, gestörter Vit.D-Hormon-Stoffwechsel - Wachstumsstörung).
    (07.05.2011)
    Jan Jakobi:   Es ist da!

    Auf der Homepage des Münchner Tierparks las ich das die im Berliner Tierpark geborene "Temi" am 6. Mai 2011 um 21:16 Uhr einen kleinen Elefantenbullen zur Welt gebracht hat.

    Vater ist der im Leipziger Zoo untergebrachte Bulle "Gajendra".

    Nun stelle ich mir die Frage ob das Kalb wirklich gesund ist, denn bei "Jamuna Toni" hatte eine Glasknochenkrankheit und die soll vererbbar sein.

    Aber das Krankheiten vererbbar sind kann ich mir nicht vorstellen.
    (07.05.2011)
    Michael Mettler:   Laut "Tierparkfreund" 2/2011 wurden die letzten 2,1 Dorkasgazellen im Dezember an eine Privathaltung in Österreich abgegeben, da es sich um die letzten Tiere ungeklärter Unterartzugehörigkeit in europäischen Zoos gehandelt haben soll. Leider gibt die Kurzmeldung keinen Aufschluss darüber, ob künftig am EEP Sahara-Dorkasgazelle mitgewirkt werden soll, aber laut Planskizze ist ja das neue Giraffenhaus zusätzlich auch für Antilopen konzipiert - vielleicht entsteht dort eine neue Haltungsmöglichkeit für Dorkas. Kompatibel mit Giraffen wäre die Art, siehe frühere Gemeinschaftshaltungen in Hannover und Gelsenkirchen.

    Der Geschäftsbericht 2009 geht auf die von mir unten schon mal erwähnten Gesundheitsprobleme bei den asiatischen Wildrindern genauer ein. Nachdem schon seit 1975 immer wieder Gaur- und Banteng-Verluste durch Bösartiges Katarrhalfieber aufgetreten waren, war der Gaur-Bestand nach jüngeren Verlusten Ende 2009 auf nur noch 0,1 zusammengeschmolzen und wird (wie schon von Markus R. erwähnt) auslaufen. Erstmals waren 2009 auch Verluste anderer bedrohter Paarhufer durch dieses Virus zu beklagen, darunter je eine Abruzzengämse, Schraubenziege und Mhorrgazelle. Bei einer Untersuchung stellte sich heraus, dass der große Bestand an Hausziegen und vor allem -schafen ein Virusreservoir darstellt; beide Arten können (wie übrigens auch wilde Gebirgswiederkäuer) das Virus beherbergen und verbreiten, ohne selbst zu erkranken.

    Der Tierpark versucht das Problem mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in den Griff zu bekommen. Dazu zählen Gehegesanierungen, veränderte Hygienemaßnahmen und ein verringerter Hausschafbestand, aus dem BKF-Träger aussortiert werden.

    Meine Vermutung vom 5.1., dass die geografische Umsortierung gleich zu einer umfassenden Sanierung von Gehegeböden usw. im Ringtausch genutzt werden könnte, erhält dadurch neue Nahrung.
    (05.03.2011)
    Liz Thieme:   Nashornkuh Nasi (23) ist nach Beauval umgezogen. Nasi leidet an einer chronischen Fußentzündung, so dass man erhofft, dass in dem milderen Klima, sowie der gutstrukturierten Anlage diese zurückgeht. Die Nasornanlage ist 2010 eröffnet worden.
    In Frankreich hat sie wesentlich jünger Artgenossen an ihrer Seite mit einem 7-Jährigen Bullen und einer 5-Jährigen Kuh. Auf der Außenanlage werden die Nashörner mit Axishirschen, Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen und Barasingha-Hirschen vergesellschaftet.
    In München verbleiben der gleichaltrige Bulle Niko und die ein Jahr jüngere Kuh Rapti.
    (20.02.2011)
    Michael Mettler:   Das Großtierhaus ist offenbar stärker als befürchtet in Mitleidenschaft gezogen, wie ein statisches Gutachten ergab - diese Meldung schaffte es als Kurznachricht sogar in die heutige hannoversche Presse. Der Blick auf die Tierpark-HP bestätigt nicht nur die Meldung, sondern bietet praktischerweise auch gleich einen Einblick in die Planung der neuen Anlage für Giraffen, Antilopen, Flamingos und Kraniche am Isareingang:
    http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php?id=165
    (18.02.2011)
    Markus R.:   @ Mirko Schmidkunz: Ich kann die Meldung zwar noch nicht bestätigen, allerdings scheint sie mir eine Haltungsaufgabe sehr wahrscheinlich, da die Gruppe in letzter Zeit immer kleiner wurde und Herr Dr. Knieriem die afrikanischen Dorkasgazellen auf der asiatischen Trampeltieranlage erst kürzlich in einem Interview als Beispiel für die Verwässerung des zoogeographischen Konzepts bemühte. Wünschenswert wäre nun natürlich, dass bald eine geographisch passendere Nachfolgerart (z.B. Kropfgazellen) Einzug hält!
    (11.02.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Laut Zootierliste sind die nicht unterartreinen Dorkasgazellen im Tierpark nicht mehr im Bestand.

    (10.02.2011)
    Henry Merker:   Das kann gut möglich sein...
    (24.01.2011)
    Liz Thieme:   Ah, danke. Ich hatte nur nach dem Artennamen gesucht und nicht nach einer groben Bezeichnung.

    Ich würde diesen Satz nicht auf schlechte Recherche zurückführen. Sondern auf die Wirkung der Tiere. Rind, Hirsch, Gams... ist für Bayern nicht untypisch. Viele Bayern mögen noch keine Gämsen in der Natur gesehen zu haben, aber sie gehören in ihr Heimatgefühl und so bilden sie mit Hirschen und Rindern eher Vertreter für Wildparks. Also eine sprunghafte Schlussfolgerung: Unspekakulär für einen Zoo von Welt.
    Welche Arten es sind spielt für viele keine Rolle und wie stark sie bedroht sind und wie selten sie in Zoos sind.
    Meiner Meinung nach hat der Autor die Position der Besucher und nicht die der Zoologen und Artfanatiker wiedergegeben.
    Und ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin bei solchen Tieren ähnlich gestrickt. Mir hat die Ecke da nicht zugesagt. Erst bei den Bisons fing es an für mich interessant zu werden, aber das ist auch nur meine persönliche Ansicht.
    (24.01.2011)
    Henry Merker:   PS:
    Es müsste heißen "...dass die Mehrheit der Zoos diesbezüglich eine gute bis sehr gute Arbeit machen."
    (24.01.2011)
    Henry Merker:   @Liz:
    Kann ich machen:
    "Am Isar-Eingang, der die Besucher bisher mit unspektakulären Tierarten wie Auerochse, Damhirsch und Gams empfängt, wird’s exotisch, und den Anfang machen die Giraffen."

    @Michael Mettler:
    Vermutlich die 8. Generation, wenn man davon ausgeht, dass nicht alle Zoodirektoren mit Ende 20 Direktoren werden. Und so lange immer wieder eine neue Generation von Zoobesuchern in die Zoos kommt, muss man immer wieder von neuem anfangen. Immer wieder erklären, immer wieder "persönliche" Erfahrungsmöglichkeiten schaffen, immer wieder Vergleichsmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen, verwandten wie unverwandten Tieren ermöglichen etc.. Natürlich kann man nicht alles den Medien überlassen; das ist schon war. Und ansonsten kann davon ausgegangen werden, dass die Mehrheit der Zoos diesbezüglich eine Arbeit macht.
    Es halt so ähnlich wie mit dem Schreiben und Lesen lernen...da wird auch nicht gleich jeder Schriftsteller (, auch wenn der Vergleich für manch' einen suboptimal sein dürfte)...
    (24.01.2011)
    Liz Thieme:   Könnt ihr mir mal kurz weiterhelfen?

    Wo hast du, Henry, herausgelesen, dass die Mesopotamischen Damhirsche und die Abruzzengämsen unspektakulär sein sollen?
    Ich finde die Stelle hier nicht.
    (24.01.2011)
    Michael Mettler:   @Sven: Hast recht - wer lesen kann, ist klar im Vorteil ;-)

    @Sacha: Zur Verweildauer stimme ich dir zu - leider. Ich denke allerdings auch, dass die beiden Pseudo-Rückzüchtungen grundsätzlich zu schlecht "verkauft" werden. Stell da mal einen Infopavillon hin, in dem auf einem Monitor die TV-Doku "Serengeti hinter den Deichen" über das Projekt Oostvardersplassen als Dauerfilm läuft, dann sieht vielleicht doch noch der eine oder andere Besucher diese Tiere mit interessierteren Augen. Löst man sich mal vom deutschtümelnden Hintergrund der "Rückzüchtung", sind unter dem Strich immerhin zwei bestens zur extensiven Beweidung geeignete Rassen als Ersatz (!) für ihre wilden Vorfahren dabei herausgekommen, durch deren Einsatz in der Landschaftspflege heute viele heimische Tier- und Pflanzenarten bessere (Über-)Lebensbedingungen vorfinden. Muss nämlich nicht immer die alte Heck-Geschichte sein - vielleicht hat man dem "nachgebauten Auerochsen" auch gar keinen Gefallen damit getan, ihm alternativ den Namen Heckrind zu verpassen.

    @Henry Merker: Die wievielte Generation von Tiergärtnern beißt sich wohl gerade die Zähne daran aus, beim Publikum Aha-Effekte bei unspektakulären Tierarten zu erzielen...? Auch im Artenschutz hat man ja die "Flaggschiff-Spezies" erfunden, um das zu vermarkten, was beim Publikum mit wenig Aufwand "ankommt", und die Mauerblümchen im Kielwasser mitzuziehen. Warum sollte ein Zoo nicht genauso handeln?
    (24.01.2011)
    Henry Merker:   PS:
    Mir fällt gerade ein, dass aus Publicity-Gründen es vielleicht doch sinnvoller sein könnte, auf die Besonderheit der Tiere einzugehen, sobald eine neue Anlage entstanden ist....
    (24.01.2011)
    Henry Merker:   @Michael Mettler:
    Grundsätzlich bin ich mir des Tatbestandes bewusst, doch sollte man bei einem Artikel, der die aktuellen Planungen, die ein Direktor gegenüber der Presse veröffentlich, durchaus mehr Recherchearbeit erwarten dürfen, zumal es keine Schwierigkeit darstellen sollte, das Internet als Hilfsmittel zu verwenden.
    Abgesehen davon, könnte eben gerade durch eine entsprechende Recherchearbeit und einer entsprechenden Publikation in einer Zeitung dazu beigetragen werden, dass sich zumindest bei einem Teil der Zeitungsleser ein "Aha-Effekt" einstellt, der durchaus die alte Einstellung gegenüber den unspektakulären Tieren positiv verändern kann. Mir ist natürlich schon bewusst, dass diese Möglichkeit nicht zwangsläufig eintreten muss.
    Freilich bin ich mir durchaus darüber im klaren, dass die Qualität des deutschen Journalismus aus diversen, auch nachvollziehbaren, Gründen (Kosten, Sicherheitsaspekte etc.) deutlich nachgelassen hat.
    (24.01.2011)
    Sven P. Peter:   @Michael: Von Wegrationalisierung lese ich hier aber nichts:

    "Die Auerochsen-Anlage soll Giraffen und Antilopen dann als Freifläche zur Verfügung stehen - zehn Mal so viel wie jetzt“, schwärmt Knieriem und versichert, die Auerochsen kämen mit weniger Fläche an anderer Stelle gut aus."
    (24.01.2011)
    Sacha:   @MM: Letzteres ist hoffentlich auch der Fall. Der edukative Wert dieser "Rückzüchtungen" wurde m.E. überschätzt, ebenso der zoohistorische (zumindest für ONB). Und bei meinen inzwischen über ein Dutzend Besuchen in Hellabrunn war die "gefühlte" Verweildauer vor den "Uren" und "Tarpanen" in etwa die, die ein Passant vor einem Bettler in der Einkaufszone verbringt...

    Hier würde es beim Wegrationalisieren ausnahmsweise mal die Richtigen treffen.
    (24.01.2011)
    Michael Mettler:   @Henry Merker: Mit schlechter Recherche hat das nichts zu tun, sondern eher mit dem zoologisch ungetrübten Blickwinkel der zahlenden Kundschaft. Papa packt seine Familie am Wochenende ins Auto, um mit ihr exotische Tiere im Zoo zu sehen, und das Erste gleich nach dem (Isar-)Eingang sind Kühe, Hirsche und Bergziegen (um es mal in ONB-Deutsch zu übersetzen). Von uns paar Meso- und Abruzzengamsinformierten kann der Tierpark nun mal nicht existieren.... Mir gefällt der neue Grundgedanke, und ich kann ihn nachvollziehen. Ist ja auch nicht geschrieben worden, dass die genannten Tierarten zwangsläufig wegrationalisiert werden. Vielleicht kommen ja die Mesos nach "Asien", wohin sie gehören, und die Gämsen ins "neue Europa". Dass die Auerochsen und Tarpane nicht ins neue Konzept übernommen werden könnten, halte ich für viel wahrscheinlicher.
    (24.01.2011)
    Henry Merker:   Eines davon wurde hier ja schon als eventuelle Entwicklung vorweg diskutiert...

    Ich hoffe, dass die Einstufung des Mesopotamischen Damhirsches und der Abruzzengämse als "unspektakulär" nicht von der Direktion, sondern von den "unwissenden", weil schlecht recherchierenden Journalisten stammt....
    (24.01.2011)
    Sacha:   Das hört sich in meinen Ohren sehr gut an. Hoffentlich bekommt Knieriem genug Zeit und finanzielle Mittel, um die Planung umzusetzen.
    (24.01.2011)
    Liz Thieme:   Die Zusammenfassung würde nicht viel bringen, daher mal eine komplette Kopie aus dem Merkur (online).

    >Hellabrunn erfindet sich neu
    Die Verschiebung ganzer Erdteile soll den Zoo interessanter und den Westteil am Isareingang ungleich attraktiver machen. Kaum eine Tierart wird bleiben, wo sie ist.

    Ein großer Plan von Hellabrunn hängt im Konferenzraum der Tierpark-Verwaltung. Magnetkarten kennzeichnen die Gehege. „Tiger“ steht darauf, „Löwen“, „Giraffen“ oder „Geparden“. Ein Handgriff, und die Tiger ziehen um. Wohin? Das ergründen Tierpark-Chef Andreas Knieriem und sein Team seit Monaten in immer neuen Szenarien. Ihr Ziel: Hellabrunn soll wieder zum Geo-Zoo werden, der die Erdteile und ihre Fauna in zusammenhängenden Bereichen abbildet.

    Der Münchner Zoo war 1911 als weltweit erster Geo-Zoo gebaut worden, doch im Lauf der Zeit verwischten die Konturen: Die afrikanischen Giraffen teilen sich ein Haus mit den indischen Elefanten, die Löwen haben den südamerikanischen Jaguar als Nachbarn, die Dorkasgazellen (Afrika) findet man bei den Kamelen (Asien). Der Geo-Zoo, obwohl in der Satzung verankert, sei nur mehr „ein Etikettenschwindel“, schimpft Knieriem.

    Die dringend nötige Sanierung des Elefantenhauses (wir berichteten) bietet nun den Anlass zu einer umfassenden Neuordnung, die mit einem Knalleffekt beginnt: Afrika zieht an die Isar. Am Isar-Eingang, der die Besucher bisher mit unspektakulären Tierarten wie Auerochse, Damhirsch und Gams empfängt, wird’s exotisch, und den Anfang machen die Giraffen.

    Die eleganten Tiere sind bisher im Elefantenhaus extrem beengt untergebracht. Für sie plant Knieriem ein neues, großzügiges Haus hinter dem Auerochsengehege, wo jetzt noch ein Material-Lagerplatz ist. Drei Millionen Euro soll es kosten. „Das ist wenig für Hellabrunner Verhältnisse“, sagt Knieriem mit Blick auf das fast fünfmal so teure Urwaldhaus. Er wolle einfacher und energiesparend bauen - ein Haus, das zwar durchaus gut anzusehen sei, „aber nicht so prominent. Ich will mit den Besuchern nicht über das Thema Gebäude diskutieren, sondern über das Thema Giraffen.“

    Die Auerochsen-Anlage soll Giraffen und Antilopen dann als Freifläche zur Verfügung stehen - zehn Mal so viel wie jetzt“, schwärmt Knieriem und versichert, die Auerochsen kämen mit weniger Fläche an anderer Stelle gut aus.

    Von den Giraffen aus wird sich Afrika an der Isar entlang nach Süden ziehen. Im Sommer will Knieriem dem Aufsichtsrat ein Konzept vorlegen. Doch Ideen hat er jetzt schon zuhauf: Wo derzeit die Elche grasen, ließe sich mit wenig Aufwand Auslauf für die Geparden schaffen. Und die Bärenanlage könnte ebenso gut Löwen aufnehmen. Deren derzeitiges Gehege, obwohl relativ neuen Datums, sei viel zu klein, sagt Knieriem. Für die beiden hochbetagten Löwinnen reiche es aus. „Aber ein neues Rudel traue ich mich da gar nicht reinzusetzen. Es gibt keinerlei Rückzugsflächen.“

    Während Afrika also in den nächsten Jahren und Jahrzehnten in den Westen rücken soll, bleibt das Elefantenhaus im Osten Zentrum des Parkteils Indien. Europa könne sich an den in die Jahre gekommenen Kinderzoo anschließen, den Knieriem dringend modernisieren möchte - weg vom dunkelgrünen Bunker-Flair, hin zu einem Bauernhof-Ensemble. Als Revolution will Knieriem seinen 20-Jahres-Plan keinesfalls verstanden wissen. Eher als Rückkehr zu den Wurzeln. Meist bedürfe die Neuordnung keiner großen Umbauten. Gebäude und Gehege seien für eine Vielzahl von Tierarten geeignet. Von einigen wenigen Tierarten werde man sich wohl trennen müssen, um andere umso schöner präsentieren zu können.

    Zunächst einmal muss allerdings das baufällige Elefantenhaus saniert werden. Die Giraffen, deren neues Haus nicht vor 2012 fertig wird, werden dazu in einen Behelfsbau gleich nebenan auf dem Freigehege der Pinselohrschweine umziehen. „Das hat den Vorteil, dass sie ihr Freigehege weiter nutzen können“, sagt Knieriem. „Gerade bei den Giraffen ist das wichtig, weil sie auf Veränderungen sehr empfindlich reagieren. Auch die Elefanten werden ausquartiert - ausgerechnet in der Zeit, in der zwei Kälber zur Welt kommen sollen (siehe Kasten). Hinter dem Elefantenhaus, auf dem Freigehege der Bullenanlage, beginnt in Kürze der Bau einer Behelfsunterkunft. „Weniger als eine Million“ will Knieriem für beide Provisorien ausgeben, „und ein Großteil wird wiederverwendbar“.

    Neue Ordnung im Zoo, eine bessere Fläche mit Zuschauer-Sitzplätzen für Vogelschauen, Verbesserungen im Aquarium, mehr Kassen, um Warteschlangen zu verkürzen - Knieriems Wunschliste ist lang. Doch er weiß, dass es lange dauern wird, all das zu verwirklichen, auch wenn es alles in allem nicht teurer werde als die Großbauten der vergangenen zehn Jahre. Die Bau-Reserve ist nach diesen Großprojekten aufgezehrt, um mehr Geld will der Tierpark-Chef die Stadt nicht bitten. Schon die acht bis zwölf Millionen Euro teure Sanierung des Elefantenhauses wird nur mit einer außerordentlichen Finanzspritze aus dem Stadtsäckel zu stemmen sein.

    Doch auch mit wenig Aufwand lässt sich viel bewirken: Gerade ist am Pelikangehege ein kleiner Balkon fertig geworden, der die Besucher ganz nah an die großen Vögel heranlässt. Im künftigen Giraffen-Gehege könnte ein erhöhter Weg die Besucher auf Augenhöhe mit den Tieren bringen.

    Im Ranking der großen europäischen Zoos liegt München unter den zehn besten. Da gehöre Hellabrunn auch hin, ist Knieriem überzeugt. Und zwar ganz weit vorn.

    Peter T. Schmidt<
    (24.01.2011)
    Markus R.:   @ MM: In München hält man sich gerne bedeckt, was konkrete Planungen betrifft...
    (05.01.2011)
    Michael Mettler:   @Markus R.: Die Auswahl zu Gunsten der Bantengs könnte daran liegen, dass für Gaur vermutlich keine unverwandten Zuchttiere zu bekommen sind... Dann gäbe es natürlich auch die Möglichkeit, bei Zusammenlegung der Außenanlagen Bantengs, Nilgaus usw. zu vergesellschaften und damit die jetzigen Afrika-Steppen tatsächlich auf "kalte" asiatische Arten umzustellen.

    Ein Ringtausch hätte u.a. den großen Vorteil, nach und nach diverse Gehegeflächen, die seit Jahrzehnten ununterbrochen mit Huftieren (teilweise durchgängig mit den gleichen Arten) besetzt sind, einer gründlichen Bodensanierung (Entkeimung) unterziehen zu können. Und ganz abgesehen davon lockt ein neues Erscheinungsbild natürlich auch mal wieder den einen oder anderen neugierigen Besucher an. Der Isareingang würde jedenfalls für ONB gewaltig aufgewertet, wenn gleich hinter seinen Pforten afrikanisches Flair statt Wildparkcharakter lockt. Ist über das Giraffenhaus schon Näheres bekannt? Es würde sich ja eine Lösung wie in Duisburg anbieten (also das Haus direkt neben den Eingang zu bauen und mit Shop und evtl. sogar abends zugänglicher Gastronomie zu verbinden).
    (05.01.2011)
    Markus R.:   @ MM: Mit der Vermutung bezüglich der Wildrinder liegst du wohl richtig. Nach momentanem Stand soll die Gaur-Haltung nämlich leider auslaufen. Die Bantengs sollen hingegen wohl bleiben.
    (05.01.2011)
    Michael Mettler:   Die heutige Südafrika-Steppe müsste doch eigentlich wegen der Bergzebras einen relativ harten Boden haben, also auch für Przewalskipferde geeignet sein. Die heutige Anlage der Mhorrgazellen käme für die indischen Antilopen und Hirsche in Betracht. M.W. lebten dort vor den Mhorrgazellen Rappenantilopen, so dass Stallboxen für Nilgau-Kaliber durchaus vorhanden sein müssten.

    Spannend ist die Frage nach der Zukunft der asiatischen Wildrinder, denn die Bantengs und Gaur haben ja laut Jahresberichten immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Vielleicht beschränkt sich der Park ja zukünftig auf eine Art und nutzt die andere Anlage für Nilgau & Co - dann wäre die Mhorr-Anlage auch für die Mesos denkbar...
    (04.01.2011)
    Markus R.:   Der Parkteil Europa wird auf jeden Fall kleiner werden, denn wie man liest erscheint er der neuen Leitung in seinem bisherigen Umfang überdimensioniert. Dass man ihn ganz aufgibt, glaube ich jedoch nicht, denn zum einen müsste man sich dann mit den Abruzzengämsen von einer absoluten Prestigeart trennen, zum anderen wäre das vermutlich doch ein zu großer Traditionsbruch. Doch es kann durchaus sein, dass der neue Parkteil Europa kaum noch größer als der Parkteil Australien sein wird.
    Eine Angliederung der Eulen an das Polarium habe ich auch schon in Erwägung gezogen. Eine wahrscheinliche Lösung schiene mir in diesem Fall ein "fließender Übergang" von Europa zum Polarium. Dann könnten verstärkt nordeuropäische Arten wie Elche und Vielfraße ihr neues Domizil in diesem Übergangsbereich erhalten und der Besucher von Südeuropa (Abruzzengämsen) langsam in Richtung Pole wandern...
    Die Erklärung mit den Huftierställen erscheint mir recht einleuchtend. Diese würde natürlich eine derartige Gehegerochade als Lösung nahelegen, schließlich benötigen das Damhirsch- oder das Przewalskipferd-Gehege eigentlich nur einen neuen beheizbaren Stall, um künftig als Afrika-Savanne zu funktionieren - und im Gegenzug könnte dann eine winterharte Art auf der alten Savannenanlage Quartier nehmen!
    (04.01.2011)
    Michael Mettler:   @Markus R.: Eine solche Eulenvoliere könnte allerdings thematisch auch dem Polarium angegliedert werden und Schnee-Eulen beherbergen.

    Insgesamt hört sich die "Verschiebung" der Parkteile schon sehr interessant an. Fragt sich, ob ein Parkteil Europa zukünftig überhaupt noch vorgesehen ist. Auch jetzt leben dort ja schon asiatische Tiere (Bergwiederkäuer, Mesopotamischen Damhirsche, Przewalskipferde), die Bärenanlage ließe sich mit verträglichem Umbauaufwand vielleicht auch mit einer afrikanischen Tierart nutzen (Raubtiere? Paviane?), bei Verzicht auf Wisente wären immer noch die für Besucheraugen kaum anders aussehenden Bisons im Bestand usw.

    Der Tierpark hatte ja Anfang der 1970er Jahre eine Rundumerneuerung durchgemacht, zeigen jetzt womöglich auf einen Schlag alle damaligen Stallbauten Sanierungsbedarf? Derartiges könnte ja die Umplanungen sehr beeinflusst haben. Falls z.B. die Stallungen der afrikanischen Steppentiere Energiefresser sein sollten, wäre eine Nachnutzung als Kältestallungen (und damit eine Umsiedlung robuster asiatischer Huftierarten dorthin) nicht die schlechteste Lösung, während vielleicht nicht nur für die Giraffen neue Häuser auf den bisherigen Flächen kältefester Tierarten gebaut werden könnten.
    (04.01.2011)
    Markus R.:   Das Giraffenhaus soll auf der Fläche der Anlage der Heckrinder und Tarpanrückzüchtungen entstehen. Auch das Gehege der Mesopotamischen Damhirsche scheinen schon bald zur Disposition zu stehen. Mittelfristig denke ich, dass der Großteil des heutigen Parkteils Europa vom Isareingang bis zu den Wisenten "afrikanisiert" werden könnte. Womöglich wird man im Tierpark sogar einen weitgehenden Tausch von Europa und Afrika vornehmen, denn im Tierparkfreund war vor einiger Zeit zu lesen, dass am Hang neben der Paviananlage eine Eulenvoliere entstehen könnte...
    (04.01.2011)
    Michael Mettler:   Welche Flächen wären denn demnach für den Afrikateil in Zukunft vorgesehen?
    (04.01.2011)
    Markus R.:   @ Sacha: Der Afrikateil soll ja in Richtung Isareingang verlegt werden, dadurch wird es auch im restlichen Teil des Zoos zu einigen Verschiebungen kommen. Ich denke, dass sich Amerika etwas in Richtung Asien hineinverschieben wird (vgl. Standort der neuen Humboldt-Pinguinanlage) und daher Asien ein Teil des ehemaligen Parkteils Afrika zugeschlagen bekommt - und das Dschungelzelt liegt nun einmal hinter dem (nach dem Auszug der Giraffen) asiatischen Elefantenhaus "eingeklemmt". Daher wäre es für mich logisch, dass dieses ebenfalls Asien zugeschlagen wird. Doch sind das momentan alles nur Spekulationen meinerseits...
    (04.01.2011)
    Sacha:   @Liz: Ach ja, ich erinnere mich ONCA...:)

    @Markus R.: Würde das denn Sinn machen? Immerhin hat München ja bei den Amurtigern schon ein (Kalt)-Raubtierhaus. Und soll dann Asien so weit in den gegenwärtigen Afrikabereich gezogen werden?
    (03.01.2011)
    Markus R.:   In München liebäugelt man ja schon seit einiger Zeit mit der Errichtung eines Südamerikahauses. In diesem Zuge war ja angedacht, dass das bisherige Dschungelzelt in ein Savannenhaus umgestaltet werden sollte. Ich weiß zwar nicht, wie aktuell diese Pläne nach dem Direktorenwechsel noch sind, denke jedoch, dass falls die Jaguarhaltung fortgesetzt / wiederaufgenommen werden sollte, dies dann in diesem Südamerikahaus geschehen könnte. Für das Dschungelzelt könnte ich mir aufgrund seiner Lage im Zoo und der angekündigten stärkeren Geographisierung auch eine Umgestaltung zu einem asiatischen Dschungelhaus vorstellen. Als Nachnutzer der Jaguare kämen dann z.B. diverse Kleinkatzen oder auch Binturongs in Frage...
    (03.01.2011)
    Liz Thieme:   Naja, wenn es um Jaguare geht, dann will ich es genau wissen. Um Nachmieter habe ich mich nicht gekümmert. Und mir wurde mitgeteilt, dass im Dschungelhaus keine neuen mehr einziehen werden. Daher meine bestimmte Aussage bezüglich der derzeitigen Anlage.
    (03.01.2011)
    Sacha:   @Henry Merker: Dann sehen wir es gleich. Merkwürdig finde ich die Schwarzweissen Tejus als "Nachmieter". Die könn(t)en den Aussenbereich jedenfalls viel weniger lang im Jahr nutzen als die Jaguare. Ist das evtl. nur eine Uebergangslösung? Und falls ja, wer soll den Raum der Jaguare künftig bekommen?
    Darum auch meine Frage an @Liz Thieme und @Rene Matei: Wird die Jaguarhaltung in München wirklich auslaufen bzw. woher wisst Ihr das? (Liz, Deine Aussage klingt ja darin sehr bestimmt, während Du, Rene, die Option einer Weiterführung/eines Neuanfangs offen lässt).

    Persönlich fände ich ein Haltungsende dieser Art in München jedenfalls sehr schade. Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als sie dort neben Tiger, Löwe und Jaguar auch noch Schwarze Panther, Nordchinesische und Nordpersische Leoparden gehalten wurden (Ende 1980/Anfang 1990er). Damals war München in Süddeutschland das Mekka der Grosskatzenfans.
    (03.01.2011)
    Henry Merker:   Als ich im Mai dort war, erschien mir die Anlage recht klein - zumindest, wenn man nur noch eine der beiden Innenanlagen für die Jaguarhaltung nutzt. Darum auch meine Aussage. Solange beide Anlagen genutzt werden, ist sie voll und ganz in Ordnung, wenngleich vielleicht die Außenanlage etwas größer ausfallen könnte - so jedenfalls meine Meinung. Freilich kann der Eindruck auch getäuscht haben, da ich nicht hundertprozentig weiß, wie groß die besagten Anlagen tatsächlich sind.
    (03.01.2011)
    Sacha:   @Henry Merker: Was war denn Deiner Meinung so schlecht an der Jaguar-Haltung in München?
    (03.01.2011)
    Henry Merker:   Das hätte mich jetzt auch gewundert; denn das wäre dann wirklich nicht vertretbar gewesen...
    (02.01.2011)
    Liz Thieme:   In der jetztigen Anlage werden nach dem Tod des Katers keine neuen Jaguare einziehen.
    (02.01.2011)
    Rene Mantei:   Alle Anzeichen deuten darauf hin, die linke Anlage wurde mit schwarzweißen Tejus besetzt, die andere wird noch vom schwarzen Jaguarkater bewohnt.
    Wenn er das Zeitliche gesegnet hat wars das wohl mit der Jaguarhaltung.
    (02.01.2011)
    Mirko Schmidkunz:   In einem englischsprachigen Zooforum war zu lesen, dass Hellabrunn die Haltung der Jaguare einstellt. Kann dies jemand bestätigen.
    (02.01.2011)
    Niedersachse:   Man steht wegen der Abgabe mit dem EEP in Kontakt. Ich gehe mal davon aus, dass er zurückkehren wird. Zum einen weil er seine Zuchtqualität bewiesen hat, zum anderen weil er im Besitz des Zoo sein sollte.
    (22.12.2010)
    Henry Merker:   Ist denn bekannt, wohin Gajendra gehen soll? Und soll er dann später wieder zurück kommen, oder durch einen anderen Bullen ersetzt werden?
    (22.12.2010)
    Sven P. Peter:   Für Giraffen, Schweine und Elefanten werden auf den Außenanlagen provisorische Innengehege bis März errichtet. Der Elefantenbulle wird den Zoo verlassen.
    (22.12.2010)
    Michael Mettler:   Eigentlich wird dadurch das neue Giraffenhaus umso notwendiger, da man wohl kaum über den Köpfen der Giraffen das Dach erneuern kann...
    (22.12.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Das Dach des Elefantenhauses ist marode. Das Haus ist gespeert und gerüchteweise sei eine Summe von 10 Millionen als mögliche Baukosten genannt worden. Hoffentlich wird dadurch nicht das neue Giraffenhaus verschoben.

    (22.12.2010)
    Markus R.:   In der neuesten Ausgabe des Tierparkfreunds war in einem Interview mit Dr. Knieriem zu lesen, dass die neue Humboldtpinguinanlage einen Eckpunkt des künftigen Parkteils Amerika bilden soll. Die Verlagerung von "Afrika" in Richtung Isareingang scheint also durchaus Folgewirkungen zu haben. Jedenfalls könnten durch diese Verlagerung auch die Pumas endlich nach "Amerika" hineinwachsen!
    Desweiteren wurde angekündigt, dass man in Hellabrunn in naher Zukunft auch wieder Otter halten möchte - dann jedoch voraussichtlich Kurzkrallenotter...
    (10.12.2010)
    WolfDrei:   Nanu, da regen sich ja doch noch einige Fans - dachte schon nach meiner Heimkehr aus "Afrika", alle seien mit dem Schneefall in tiefsten Winterschlaf gefallen!
    (06.12.2010)
    Michael Mettler:   @Sacha: Der Münchener Zoochef hat vorher in Hannover gearbeitet :-)
    (06.12.2010)
    Sacha:   Die Humboldtpinguine "rutschen" also in den Parkteil Eurasien - kann mir einer Erklären, wie mit dieser Massnahme das Geokonzept gestärkt wird (siehe Mirkos Eintrag vom 10. 7. 2010)? Ah, nein, ich weiss: Ein peruanisches Frachtflugzeug hatte neben Guano auch noch eine Gruppe Humboldtpinguine an Bord. Auf dem Weg nach - sagen wir - St. Petersburg, ist es irgendwo bei Kiel abgestürzt. Die Pinguine haben überlebt und eine neue Kolonie gegründet. Tadah!!!
    (06.12.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Die Fischotter wurden abgegeben und ihre Anlage wird für die Humboldt-Pinguine umgebaut. Skurriles Argument wird für die Abgabe der Tiere auf der Homepage angeführt, nämlich dass der Tierpark durch die Abgabe der Tiere nach Japan seinen Bildungsauftrag wahrnimmt, weil die Japaner jetzt Fischotter besichtigen können.

    (04.12.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Das sind für mich sehr gute Nachrichten, wenn die Löwen mit in ein neues Giraffenhaus sollen. Wie könnte man die jetztige Anlage nachnutzen. Ich wüsche mir, Ceylon-Leoparden. Aber es kann sein, dass der Architekt oder sonst wer keine Netzstrukturen haben will. Welchen Raubtieren reicht der Wasergraben?

    (02.12.2010)
    Liz Thieme:   Da hier die Eisbärenanlage noch gar nicht gezeigt wurde mal eine Grafik. Und noch die anderen Bilder der HP: http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php?id=134

    Weiter wird grad das Elefantenhaus renoviert und bei der Neuplanung möchte man das Geokonzept wieder verstärken und neben den Giraffen auch eine neue Lösung für die Löwen finden.

    Weiter werden im Januar die Schautafeln im Zoo abgenommen werden, da der Nutzungsvertrag von Seiten des Zoos nicht verlängert wurde.
    (28.11.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Eine der Jaguaranlage wurde für Tejus umgebaut. Die Wildkatzen sind nicht mehr im Bestand. Dort sind die Hornraben untergekommen, die Marabus sind in Anlage gegenüber den Pumas, die zuletzt von einem einzelnen Wildhund bewohnt wurde. Besonders schön war die Gruppe der Silbergibbons zu betrachten, die aus drei unterschiedlich alten Jungtieren besteht.

    (02.09.2010)
    Liz Thieme:   Giovanna und Yoghi sind gestern abend wieder in München eingetroffen. In einer Woche soll die Anlage eröffnet werden.
    (31.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Der Umbau der Eisbäranlage soll rund 5 Millionen kosten.
    (11.07.2010)
    Liz Thieme:   Was auch interessant an der Sache ist, die Stadt (mit 93% Hauptanteilseigner des Zoos) wird angeblich nicht mehr in den Zoo investieren als bisher, so dass der Betrag über die (nun erhöhten) Eintrittspreise zusammengespart werden muss. Das Giraffenhaus soll bis 2013 entstehen.
    Aber selbst wenn der Wegeverlauf verändert werden soll, dann bleiben die Kontinente ja da wo sie bisher sind und das Giraffenhaus landet dann in Europa, wo auch schon die Mesopotamischen Damhirsche fehl am Platz sind. Oder will man dann eine Luftbrücke oder Seilbahn vom Giraffenhaus nach Afrika bauen?!
    Wenn man den Geozoo noch weiter untersucht, dann leben natürlich auch die Orang-Utans auf der falschen Seite des Zoos. Wenn man sie in Afrika halten würde, wäre die derzeitige Kamelanlage inkl. Reitbahn. Es ist halt etwas störend, dass bei den Pavianen das Restaurant ist, sonst könnte man den Weg da verlagern und die Savanne und Grünflächen auf der anderen Seite verbinden. Aber da es nun auf ein europäisches Afrika hinausläuft, bin ich mal gespannt, was die Wege daran ändern sollen.
    Ist die Fläche zwischen Przewalski und Heckrinder reine "Freifläche" oder leben da abgesehen von Enten/Gänsen irgendwelche Tiere? Sonst könnt man da die Bäume abholzen und dort bauen. Finde ich zwar auch nicht gut, aber das wäre eine Möglichkeit ohne anderen Tierverlust.

    Ein sich dem Ende neigendes Projekt ist das Polarium, welches (Anfang) August eröffnet werden soll. Womit es in Berlin bald Abschied nehmen heißt.
    (10.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Der Tierparkdirektor hat auch noch extra erwähnt, man wolle das Geokonzept stärken und die Wegeführung verändern. Nach meiner Meinung nach sollte man das Geokonzept begraben. Wenn man sich nur mal ansieht, wie bedrängt der Afrikateil ist, kann man dort nicht auch noch weitere Neubauten unterbringen. Außerdem würde ich auch die europäischen Arten weiter zurückfahren. Mir wären eine Tropenbärart lieber als Europäische Braunbären und die Wölfe könnte man durch Rothunde ersetzen.
    (10.07.2010)
    Michael Mettler:   Und das nennt sich dann noch "Geozoo"...?
    (10.07.2010)
    Mirko Schmidkunz:   In der SZ stand gestern, dass das Giraffenhaus am Isareingang gebaut werden soll, also vielleicht auf dem Gelände der Heckrinder.
    (10.07.2010)
    Michael Mettler:   Soweit ich mich an frühere Beiträge im Forum erinnere, an die Anlagen für afrikanische Steppentiere, so dass die Giraffen wahrscheinlich mit diesen - zumindest teilweise - vergesellschaftet werden würden. Ein später nur teilweise umgesetzter Generalausbauplan des Parks von 1973 sah damals ein begehbares Giraffenhaus zwischen den beiden Afrika-Steppen vor; vielleicht ist dieser Standort nach wie vor ins Auge gefasst.
    (08.07.2010)
    Liz Thieme:   keine Ahnung
    (08.07.2010)
    Sacha:   Wo im Park soll das neue Giraffenhaus gebaut werden?
    (08.07.2010)
    Liz Thieme:   Die Planung für ein neues Giraffenhaus hat begonnen, so dass das Elefantenhaus nach dem Auszug der Giraffen nur noch den Elefanten zur Verfügung stehen soll.
    (07.07.2010)
    Niedersachse:   Das war ja auch nichts gegen die Kompetenz des IZW und es ist mir auch klar dass es um genetische Defekte geht und nicht um die reinen Brüche.
    Das war nur was grundsätzliches.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   Bei solch einer Untersuchung guckt man ja nicht ob Knochenbrüche vorliegen, sondern wie sie gebrochen sind und wie die Knochenstruktur ist. Es wird ja bei Jamuna vermutet, dass das Calcium nicht richtig eingelagert werden konnte, dies könnte man dann auch bei dem 2005er Kalb feststellen. Außerdem benötigt man eine Genuntersuchung.
    Außerdem dürfte dem IZW die Geschichte des 2005er Kalbs bekannt sein und auf Grund dessen werden sie dann wohl auch mit besonderer Aufmerksamkeit die Untersuchung durchführen.
    (16.06.2010)
    Niedersachse:   Na bei dem 2005er Kalb dürfte es wohl auch Knochenbrüche geben, die auf die schwere Attacke von Panang direkt nach der Geburt zurückzuführen sind.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   erste Untersuchungsdaten liegen vor: Jamuna Toni hatte zig Knochenbrüchen (manche Medien sprechen von rund 40). Die Pathologen gehen von einer Stoffwechselkrankheit aus. Diese Vermutung sollen noch weitere Blut- und Organuntersuchungen belegen. Es soll wohl noch ein Vergleich mit Panangs anderem Kalb aus 2005 gemacht werden, welches sich im IZW befindet, um eine Erbkrankheit zu bestätigen bzw. auszuschließen.
    (16.06.2010)
    Liz Thieme:   genaue Erklärungen gibt der Zoo derzeit direkt auf der Website: http://www.tierpark-hellabrunn.de/index.php

    (14.06.2010)
    Niedersachse:   Verschobene Wachstumsspalten in den Beinen.
    War so schlimm, dass sie nur noch liegen konnte.
    (14.06.2010)
    Andreas Murmann:   Das Elefantenbaby Jamuna Toni ist tot. Sein Gesundheitszustand hatte sich wohl so verschlechtert, daß man sich zur Einschläferung entschlossen hat.
    (14.06.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Zum ersten Mal habe ich im Kinderzoo ein Schild gegenüber von den Borstelschweinen entdeckt, auf dem insgesamt 12 bedrohte Ziegen- und Schafrassen gezeigt werden, die in Hellabrunn gehalten werden. An zwei Stellen waren gemischte Gruppen zu sehen, die aber nur aus Einzeltieren verschiedener Rassen bestehen. Beispielsweise Bulgarenziege, Ouessant-, Soay-, Jakobsschaf, WalliserSchwarzhalsziege. In der Zootierliste fehlt die Jämtlandziege, die ich sicher gesehen habe. Eine weitere neue Art könnte Pommernschaf sein, bei dem bin aber nicht sicher.
    (02.03.2010)
    BjörnN:   Seit Weihnachten gestattet Panang dem Jungtier nicht mehr, zu trinken. Man vermutet eine Wochenbettdepression und ernährt das Jungtier, welches 10kg Gewicht verlor, vorerst mit Ersatzmilch.
    (31.12.2009)
    Liz Thieme:   Panang hat wohl ihre Tochter verstoßen, so wird das Elefantenkalb mit der Flasche aufgezogen.
    (31.12.2009)
    Rüdiger:   Dank BjörnN
    Da kam das Christkindel ja fast pünktlich. Der dritte Veruch möge Glück bringen bei der Aufzucht.
    Gibt es noch Hoffnung auf eine ander trächtige Kuh in München?
    (21.12.2009)
    BjörnN:   Das lang erwartete Elefantenjungtier ist da.
    "Panang" hat am 21.12. um ca. 01:30 ein gesundes weibliches Jungtier zur Welt gebracht, welche auf den Namen "Jamuna Toni" getauft wurde.
    (21.12.2009)
    IP66:   Ich finde es schwer, etwas zu den Überlegungen zu sagen, bevor ich die Pläne einsehen kann. Daß man ohne eine charaktersistche Bepflazung einer Wiese vor einem bewaldeten Steilhang die Anmutung einer Tundra verleihen kann, will sich mir allerdings nicht erschließen.
    (28.10.2009)
    Michael Mettler:   Das Konzept ähnelt also sehr dem der Karlsruher Anlage, nur dass die Münchener Version deutlich größer werden wird.
    (27.10.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Ich habe den Bericht in der Süddeutschen gelesen. Darin wurde ausgeführt, dass eben der Erweiterungsteil als Tundra angelegt wird und damit kann man jedem Besucher didaktisch darauf hinweisen, dass Eisbären nicht nur im Zoo leben. Es wurde nichts gesagt, ob die Vegetation wirklich original einer Tundra entspricht. Ich nehme an, dass die alte Moschusochsenanlage überwiegend begrünt wird und damit der Landteil auch prozentual also noch größer als in Nürnberg.
    (27.10.2009)
    IP66:   "Innovativ" hat sich wohl zu einer Antragsvokabel verwandelt, die nurmehr bedeutet, daß das zu fördernde Projekt vom Antragsteller befürwortet wird. "Marode" bietet den Gegenbegriff, der auch nicht mehr heißt, als daß die bewertende Person das so bezeichnete Objekt nicht mag.
    (27.10.2009)
    Michael Mettler:   Geht hieraus leider auch nicht hervor:
    http://www.abendzeitung.de/muenchen/70294
    Wie eigentlich jede irgendwo neu geplante oder eröffnete Anlage ist natürlich auch diese wieder mal "einmalig in Europa". Dass aber ein "Trenngraben" als "störende Barriere" bezeichnet wird und man deshalb lieber auf Komplettverglasung zurückgreift (die durch Spiegelung, Wassertropfen, Schmutz und Kratzer nur selten einen buchstäblich ungetrübten Durchblick erlaubt), finde ich schon etwas kurios.
    (27.10.2009)
    Michael Mettler:   @Mirko Schmidkunz: Was genau soll denn an der "Eisbären-Tundra" die Innovation sein, gab es darüber etwas zu lesen?
    (27.10.2009)
    IP66:   Offiziell soll der Architekt der Altanlage auch die Neudekoration und Erweiterung betreuen - mal schauen, was der vom Werk seiner Reifezeit übrig läßt ...
    (27.10.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Zuletzt fand die Grundsteinlegung für den Umbau der Eisbäranlage statt. Die Fläche soll etwa verdreifacht werden. Die Kosten liegen bei 5 Millionen und die Moschusochsenanlage wird als Tundra-Anlage gestaltet, was so noch nie gemacht worden sein soll. Der Beton soll wohl unter Nagelfluh verschwinden.
    (27.10.2009)
    Liz Thieme:   in Bayern 3's Sendung "Zwischen Spessart und Kawendel" wurde gerade ein Abschiedbeitrag zu Henning Wiesner gebracht.

    Neuer ist Andreas Knieriem. Er beginnt offiziel seinen Job am 1.12.2009.
    Nach seiner Approbation war Knieriem zunächst als Stellvertretender Tierarzt der Zoo Duisburg AG tätig. Seit 1996 ist der promovierte Veterinärmediziner der stellvertretende Zoologischer Leiter und leitender Tierarzt bei der Zoo Hannover GmbH.
    (24.10.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Zu den Bäumen auf Gibboninseln siehe Thread "Affenhäuser vor 1945" und darin die Diskussion im Juli/August 2007.
    (09.06.2009)
    Gudrun Bardowicks:   Auch in Hannover leben die Gelbwangengibbons auf einer Insel mit Bäumen, die zu Beginn der Besetzung der Anlage mit den Gibbons auch noch am Leben waren. Leider hielten die Bäume das Annagen und Klettern der Gibbons auf ihnen nicht lange aus, so dass sie leider recht schnell abstarben und die Gibbons in Hannover nun leider nur noch tote Bäume mit künstlichen Kletterlianen zur Verfügung haben. Dadurch wirkt die Anlage dort jetzt leider so unansehnlich unattraktiv. Allerdings gefällt mir die Hannoveraner Gibboninsrel auch aufgrund der geringen Größe nicht besonders gut. Da sind die relativ großzügigen und mit vielen Klettermöglichkeiten ausgestatteten Affeninseln in München sicherlich sehr viel besser für die dort gehaltenen Tiere geeignet. Allerdings finde ich lebende Bäume optisch auch sehr viel schöner als Bambusstangengerüste, weshalb ich mich auch nicht für die Affeninseln in Berlin-Friedrichsfelde für Gibbons und Kattas begeistern kann, auch wenn dort zumindest die Gibbons viele Klettermöglichkeiten haben.
    Affeninseln und auch Gibboninseln mit lebenden Bäumen sind sicherlich die beste Lösung für München-Hellabrunn, alletrdings müssten die ausgewählten Bäume bereits älter sein, wenn sie nicht das Schicksal der hannoverschen Jungbäume teilen sollen, da Gibbon gerne einmal Blätter fressen und die Rinde abfressen. Diese Behandlung durch die Tiere überleben auf Dauer sicherlich nur bisher gesunde ältere Bäume.
    (09.06.2009)
    IP66:   Ich bin mir nicht ganz sicher, ob auf den ersten Gibboninseln, die wir damals ermittelt haben, Bäume standen. Allerdings, und das ist in diesem Zusammenhang vielleicht wichtiger, würde ich auch sagen, daß die Gestaltung von Klettergerüsten als skulpturenartige Gebilde wohl als Nachkriegserscheinung verstanden werden muß, auch wenn es expressionistische Vorformen, etwa in Leipzig gab. Die Gestaltung von Klettergerüsten in Affenkäfigen, vor allem im 19. Jahrhundert, wäre wohl einen eigenen Thread wert, zählen diese in den meisten Bauten doch zu den raumprägenden Elementen.
    (09.06.2009)
    Andreas Knebel:   Nur um keine Verwirrung aufkommen zu lassen: DIESER Entwurf wird NICHT gebaut!
    (06.06.2009)
    Andreas Knebel:   Ein bischen "Mikado" gibt es auch im Entwurf von Oxen+Partner für das neue Menschenaffenhaus der Wilhelma: http://www.oxen-partner.de/projekte/wettbewerbe/06/seite_02/seite_04
    (06.06.2009)
    Michael Mettler:   Meines Wissens ist die Haltung von Gibbons auf baumbestandenen Inseln (und sei es nur ein einzelner Baum) ÄLTER als die auf Inseln mit künstlichen Klettermöglichkeiten bzw. Totholz. Über die Geschichte die Affeninseln hatten wir übrigens irgendwo im Forum schon mal Material gesammelt.
    (05.06.2009)
    IP66:   Ich würde die Bambusklettergerüste in München in einen "abstrakten" Kontext stellen. Die Menschenaffenstation zählt ja zu den wichtigsten faschistischen Tierhausbauten in Deutschland und setzte, nicht zuletzt wegen der Größe der Innenanlagen, haltungstechnisch in der Nachkriegszeit sicherlich noch Standards, die über Frankfurt hinausgingen. Insofern wollte man sie weiter nutzen, aber gerade die Schauseite mit dem monumentalen Rundbogenportal zum Hof ließ sich durch druch eine Reihe solcher Kletterbäume ganz gut und preiswert "entschärfen". Und es gehörte ja nachgerade zum bundesrepublikanischen Grundkonsens, daß abstrakte Kunst nach dem Muster Kandinskys der einzig ware Gestaltungsweg sei, und da nehmen sich Kelettergerüste, die an Skulpturen von Norbert Kricke gemahnen, vielleicht noch heute ganz gut aus, vor allem in Verbindung mit dem grünen Tarnanstrich. Dergleichen Bambus kam allerdings auch weiter östlich zum Einsatz, etwa auf der Gibbonanlage in Friedrichsfelde, oder, als Imitation, bei den Brückengittern in der dortigen Freiflughalle. In mancher Hinsicht mögen die Stangen sogar mehr Klettermöglichkeiten bieten als ein einzelner Baum. Wenn ich es recht übersehe, dürfte Wuppertal neben den Inselhaltungen in Köln und Berlin (im ZOO) sogar auch im europäischen Kontext recht früh die Naturbaumhaltung erprobt haben.
    (05.06.2009)
    Mel:   @M.Schmidkunz: Ich glaube nicht das in Fr. Thieme Ihrem Beitrag die Münchener Anlage als solche,als schlecht betitelt wurde oder abgewertet. die Wertung bezog sich lediglich auf den "Bambusstangenwald" und basiert auf persönlichen optischen empfinden, welches ja bei jedem anders ist. Das war keine Wetrtung der Anlage an sich als solcher. Nur eine optische Wertung des Enrichtments, welches sicherlich mit echten Bäumen um einiges schöner und abwechslungreicher wäre. Ich selbst finde die Münchener Gibbonanlagen vom Grundprinzip und Haltungsmethodik her auch sehr vorbildlich finde aber auch das "Bambus-Mikado" nicht gerade sehr schön.
    (05.06.2009)
    BjörnN:   Die Hellabrunner Gibbon-Anlage ist absolut vorbildlich, meiner Meinung nach ebenso wie die Anlage in der Wilhelma.
    (05.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Wenn die Hellabrunner Anlage laut Frau Thieme so schrecklich ist, was sagt man dann zu den Gibbons ohne Außenanlage in Köln, was zu den Gibbons in den unansehnlichem Altanlagen in Duisburg, im Berliner Zoo oder in der Wilhema. Und man könnte noch viele andere Anlagen nennen. Insgesamt muss man wohl sagen, dass Hellabrunn seine Affenanlagen in vorbildlichem Zustand hat.

    (05.06.2009)
    Michael Mettler:   Nun stammt das Hellabrunner Bambus-Mikado (daran erinnert mich die Anlage jedenfalls immer) aus einer Ära, in der den Zoos die Funktionalität wichtiger war als der natürliche Eindruck. Zu dieser Zeit hangelten Gibbons in anderen Zoos, die heute naturnähere Anlagen haben, z.T. noch an hölzernen und noch viel künstlicher wirkenden Turnstangen herum. Im Vergleich zur alten Leipziger Anlage z.B. wirkte die Münchener geradezu wie Erlebniszoo :-)
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   jetzt hast du mich ertappt. Bei den Siamangs wurde ich vorbeigezogen, daher hab ich keine Erinnerung daran. Hab aber grad gegooglet, sieht mir mehr nach Baumstämmen als nach lebenden Bäumen aus. Aber ich lass mich gerne auch überzeugen, dass dem nicht so ist.
    Dann wären aber die auch die Einzigen der größeren Affen, die keine Bambusstangen haben.
    (04.06.2009)
    Michael Mettler:   Ist meine Erinnerung veraltet, oder hat nicht sogar München selbst auch Siamangs auf baumbestandenen Inseln...?
    (04.06.2009)
    Matthias:   Planckendael hält Weisshandgibbons auch auf lebenden Bäumen.
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   man muss gar nicht aus Deutschland raus, um Gibbons auf Bäumen zu sehen. In Eberswalde wohnen die Gibbons auf lebenden Bäumen. Müsste nachgucken welche Art, aber ich glaube es waren Eichen. Also schaffen es selbst kleine Zoos diese "Besonderheit".
    Ich habe ja auch nichts gegen vereinzelte solcher Stangen, aber einen Bambusstangenwald, find ich persönlich einfach nur hässlich.

    Ameisenbären bei denen man die Besonderheiten nicht sieht? Welcher Zoo hat denn so komische Anlagen? Bzw welche Besonderheiten sind dann gemeint, die Miniatur-Wimpern?
    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   Mir fallen noch die Inselhaltung in Wuppertal mit Weisshandgibbons sowie die grosse "Rimba"-Anlage in Arnheim mit Siamangs ein.
    (04.06.2009)
    BjörnN:   Auch Leipzig hält seinen Gibbon mit den Orang-Utans zusammen auf einer Anlage mit lebenden Bäumen, auch wenn diese momentan eine Pause zum Nachwachsen haben...
    (04.06.2009)
    Sacha:   @Mirko Schmidkunz: Dann können dies - mit Verlaub - aber nicht allzu viele gewesen sein. Schmiding in Oesterreich, Emmen in Holland und viele Zoos in den USA (u.a. Metrozoo Miami, Bronx Zoo New York im Sommer) halten Gibbons auf Anlagen mit lebenden Bäumen.
    (04.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Ich kenne keinen Zoo, den ich gesehen habe, der Gibbons auf Bäumen hält.

    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   @M.Schmidkunz: "...aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat."
    Bezieht sich das jetzt auf die Bambusstangen oder auf die Gibbonhaltung auf Naturbäumen ?
    (04.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   In der Anlage bei den Pumas ist nur ein Wildhund untergebracht, der wahrscheinlich nicht in die Gruppe integrierbar ist. Ob die Gibbons unbedingt Bäume haben müssen, kann ich nicht sagen, aber mir ist derzeit kein Zoo bekannt, der das umgesetzt hat. Ich wüschte mir bei den Affen, dass die sehr häufig gehaltenen Affen wie Vari, Katta, Mandrill gegen Languren, Stummelaffen, seltene Lemuren eingetauscht werden. Besonders interessant fand ich zuletzt, den Ameisenbären ganz nah durch die Scheibe zu beobachte. Gerade bei diesen Tieren sieht man eben bei den Freianlagen kaum die körperlichen Besonderheiten. Sehr schwach finde ich, dass viele Tiere nicht einer Beschilderung würdig erachtet werden. Vögel und Reptilien im Dschungelzelt, die meisten Wasservögel,etc. Es ist bedenklich, wenn irgendwelche Designvorgaben wichtiger sind als eine selbstverständliche Information der Besucher.
    (04.06.2009)
    Liz Thieme:   Komme gerade aus München wieder.
    Ingesamt habe ich einen ganz guten Eindruck, aber das mag an dem ganzen Grün gelegen haben, keine Ahnung wie ich den Zoo im Winter beurteilen würde. Aber das Gras war so hoch, dass ich keinen Wildhund gesehen habe, aber das Gras hat eindeutige Zeichen gegeben, dass sich da einer drin bewegt.
    Schrecklich finde ich aber einfach diese Bambusstangen-Wälder bei den Affen, besonders bei den Gibbons. warum kann man denen nicht mal Bäme hinsetzen? Andere Zoos schaffen das doch auch :(
    Erschrocken war ich jedoch über das eine Mandrillweibchen, das derzeit auch ein Jungtier betreut. Sie trägt zwei extreme Geschwülste in einem Sack am Hals, erinnert eher an was anderes.
    Bei den Eisbären habe ich nur zwei Tiere anstatt der angeblichen drei gesehen.

    Zu eurer Moschusochsen-Diskussion aus dem Dezember. Sie sind immer noch da.

    Komisch finde ich, dass die Wildhunde an zwei Stellen im Zoo zu finden sind. Zum einen wie im Wegweiser auch gesagt nebenan am Dschungelzelt und zum anderen bei den Pumas in der Nähe (rückwärtig der Schneeleoparden).

    (02.06.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Nur kleine Veränderungen: Mongolische Rennmäuse ersetzen die Lemminge, im Elefantenhaus wird eine Anlage für Pythons gerade umgebaut, Nachwuchs bei Wildkatzen, neu sind Sichelpfeifgänse auf der mittleren Känguru-Anlage.
    (21.05.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Mit dem Unterschied, dass in Form des Alaska-Moschusochsen ein "Ueberlebender" vorhanden waere, fuer den es keinen Stellvertreter beduerfte...;)
    @André Haubrich: "Einige Schwaechen" ist noch sehr gelinde ausgedrueckt.
    (05.12.2008)
    André Haubrich:   Wobei München ja auch insgesammt einige Schwächen in seinem Geo-Konzept hat. Aber immerhin etwas geordnet als garnicht.
    Dortmund ließe sich auch zum geozoo machen.

    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Nun, auch der rezente Bison könnte als überlebender Stellvertreter seines in Alaska verbreiteten Verwandten aus Beringia-(Eis)Zeit betrachtet werden - aus ähnlichen Gründen stehen schließlich in Hellabrunn die Przewalskipferde im Parkteil Europa...
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   Was die Aldabra-Riesenschildkroeten ( Dipsochelys dussumieri) in der Masoala-Halle angeht: das ist in Hinblick auf Dipsochelys abrupta und D. grandidieri nun wirklich nicht weit herbeigeholt. D. dussumieri ist sozusagen ein ueberlebender "Stellvertreter".
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Am Ende gelingt vielleicht sogar dank der Moschusochsen der Durch-Bruch...;)
    @MM: Von ein paar Ausnahmen wie Nacktmull und Kongorosenkaefer abgesehen, naehert sich das Muenchner Riesenschildkroetenhaus aber in gewisser Weise dem in unseren Planungsspielen immer wieder gern herbeigewuenschten (und wenigstens in Chester und vielleicht auch bald in Heidelberg realen) Inseltierhaus: nebst der "Hauptdarsteller" im Form der Riesenschildkroeten waeren das z.B. die Grossen Vasa-Papageien, die Anolis, der Neuguinea-Flossenfuss, die Australischen Gespenstschrecken, Phelsumen, Madagaskar-Erdchamaeleon, -Fauchschaben usw. zu nennen. Drueckte man beide Augen zu, koennte man das zoogeographisch grob unter "Inseln" verbuchen. ;)
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Sacha, auch wenn die Verbindung zum Threadthema München gerade "entläuft": Präriebisons und -hunde sind in Yukon Bay nachträglich eingeplant worden. Erstere, um sich nicht von der Tierart trennen zu müssen (sind nur ausgelagert) und weil die ursürpnglich geplante Ponyreitbahn entfiel (und somit Platz frei wurde), letztere, weil immer wieder Besucher nach ihnen fragten, so dass man zu ihren Gunsten die Polarfüchse cancelte - die aber vielleicht doch noch "durch die Hintertür" wieder dazukommen könnten. Aber wie war das doch gleich in Zürich mit Seychellenschildkröten in der Madagaskarhalle...? :-)

    Ha, und jetzt kriege ich den Bogen doch wieder hin: Das Schildkrötenhaus in München ist ja auch "alles andere als geo"...
    (04.12.2008)
    IP66:   Immerhin wäre die Moschusochsenhaltung in einer Kunstfelsanlage eine Art Härtetest für Material und Hersteller ...
    (04.12.2008)
    Sacha:   @Michael Mettler: Schwarzschwanz-Präriehunde im Yukon-Gebiet???? - Da stimmt doch etwas nicht.....aber halt, jetzt verstehe ich erst: Eine Gruppe von Präriehunden hat sich beim Graben (wegen der Klimaveränderung?) so verirrt, dass sie Richtung Norden abdriftete und erst im Yukon-Territory an die Erdoberfläche kam. Und weil dort der Lebensraum noch weniger dicht von Menschen besiedelt ist als ihr bisheriger, sind sie gleich dort geblieben (PS: Schöne Grüsse an den nördlichsten Pinguinzoo der Welt, und der Zoo Hannover kann diese Erklärung im Bedarfsfall gleich 1:1 übernehmen).....:)

    Die Waldbison dürften - schaut man sich deren ehemaliges Verbreitungsgebiet an - das Yukon Territory höchstens gestreift haben.... Aber es sind wenigstens Kanadier und keine Präriebisons aus dem Westen der USA, das stimmt schon.
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Alternativ hege ich auch immer noch die Hoffnung, dass es für Yukon Bay wenigstens WALDbisons werden - auch die wären ja aus München zu beziehen (zumindest dortige Nachzucht), und falls Hellabrunn in einem Jahr auch ein paar überzählige Präriehunde haben sollte, können sie die gleich mit einpacken...
    (04.12.2008)
    Shensi-Takin:   @MM: War ja klar, dass Ihnen das Moschusochsen-Angebot gefallen wuerde; und dann noch Twist-esk nach einem Nachschlag verlangen...;) Passender als Bisons (oder Pinguin-Tanker) waeren die Moschusochsen allemal.
    @André Haubrich: Bleibt zu hoffen, dass die "Epoche" "architektonischer Wunderwerk(e)" in Hellabrunn mit dem Abgang Wiesners ihr Ende gefunden hat...
    (04.12.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Würde mich auch nicht wundern. Es gab ja auch schon Modewellen mit größeren Gepardengehegen, begehbaren Limikolenvolieren, großen Gorilla-Anlagen, begehbaren Lemurenanlagen (DIE Mode ist immer noch aktuell, Amsterdam baut gerade eine) usw....
    (03.12.2008)
    André Haubrich:   @IP66:
    Knut und Flocke machen´s möglich =)
    Dabei fand ich die Moschusochsenanlage in Hellabrunn sehr gut, wenn die Eisbären den ganzen Platz bekommen, würde die Anlage schon groß.
    Aber vllt baut München ja auch dort noch ein "architektonisches Wunderwerk"
    (03.12.2008)
    Sven P. Peter:   Just heute ist die Vereinszeitung aus München eingetrudelt.

    Im Abschnitt über die Zukunft steht auch ein kleiner Satz wegen den Eisbären.

    "Aufregende Veränderungen die Maßstäbe setzen: Eisbärenanlagen werden immer größer, wir können nur auf begrenztem Raum optimieren [...]"
    (03.12.2008)
    IP66:   Ein wenig beschleicht mich die Ahnung, großflächige Eisbärenanlagen könnten als Modeerscheinung die Monumentalbauten für Rüsseltiere ablösen ...
    (03.12.2008)
    Michael Mettler:   Och, ich hätte nichts dagegen, wenn in Yukon Bay Moschusochsen statt Bisons einziehen würden, auch wenn sich dann die Kosten für die massiven Absperrungen erhöhen. Und dazu dann bitte noch die Lepiziger Dallschafe, die ja dort auch nicht mehr ins Konzept passen :-)
    (03.12.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Irgendwie erinnert mich das (mal wieder) an "Wilde Kreaturen"-mit dem Unterschied, dass Rollo Lee Moschusochsen, da potentiell gefaehrlich, wohl als akzeptabel eingestuft haette...;)
    Ich gebe zu: das Moschusochsengehege ist eher ein Ruhepol im Zoo, an dem die meisten Besucher rasch vorbeigehen. Gerade das ist aber auch angenehm zwecks (auch einheimischer) Tierbeobachtung-und mit ein wenig einnehmender Praesentation von sowohl Biber als auch Moschusochse koennte man diese auch fuer den ONB interessanter machen.
    @IP66: Vielleicht ist die Hangerweiterung schon zusaetzlich mit eingeplant?

    Sorry fuer den falschen Artikel im vorherigen Beitrag-hatte Tages"blatt" noch schnell in Tages"zeitung" abgewandelt...
    Welcher Zoo soll die Moschusochsen bekommen? Zurueck nach Berlin? Pilsen? Oder gar zur nachtragelichen "Yukon Bay"- Verstaerkung nach Hannover-frei nach dem Motto: "Ihr kriegt den Knieriem, und wir dafuer Moschusochsen und Kanadabiber". ;)
    (03.12.2008)
    IP66:   Kann man die Eisbärenanlage nicht den Hang hinauf erweitern? Zwei Säugerarten weniger (Moschusochsen und Bieber) fallen auch in München auf, auch wenn im nicht allzuweit entfernden Nürnberg hinkünftig ja auch weniger Tiere mehr Besucher anziehen sollen.
    (03.12.2008)
    Sacha:   @Shensi-Takin: Das lese ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Lachend wegen der Stärkung des Geokonzepts, weinend wegen der Abgabe der Moschusochsen. Wie kann man nur?!? Klar sind es keine Besuchermagneten. Aber wenn ich an unnötige Huftier-Platzhalter (gerade im Haustier- und "Rückzüchtungs"-Bereich) denke, dann sollte für eine echte, unterartenreine Rarität wie die Alaska-Moschusochsen noch ein Gehege frei zu machen sein.
    (03.12.2008)
    Shensi-Takin:   Zurueck zum Thema "Neuer Direktor": Mir ist ein Artikel des kostenlosen "HeuteMuenchen"-Tageszeitung in die Haende gefallen; darin erwaehnt der "Neue" der Presse ggue. u.a., dass er das Hannover-Erlebniszoo-Konzept nicht auf Muenchen uebertragen, staerker auf das Geozoo-Konzept eingehen und sich mehr im internationalen Artenschutz engagieren will. Im anschliessenden Artikel werden auch zukuenftige Bauprojekte erwaehnt: der Aufsichtsrat des Zoos hat "gruenes Licht" fuer die Umgestaltung/Erweiterung der Eisbaerenanlage gegeben. Die derzeitige Moschusochsen-Anlage wird darin integriert werden. Die Moschusochsen selbst werden abgegeben, da "keine Besuchermagneten".
    (03.12.2008)
    IP66:   Ich bin insofern in einer schwierigen Lage, als mir sowohl das Aquarium in München wie auch jenes in Arnheim gefällt. München bietet einen sehr großzügig angelegten Überblick über verschiedene Lebensräume und Fischformen in hier und da in der Tat überbesetzten Becken. Artenvielfalt, Lebensgemeinschaften und vor allem die Unterschiede von Lebensräumen kann man hier sehr gut nachvollziehen. Arnheim hingegen beschränkt sich auf ein Sammelsurium von Fischen und Wirbellosen aus den warmen Meeren, daß sich mehrheitlich aus noch nicht gezüchteten Arten zusammensetzt. Das ist mein Hauptkritikpunkt, ergänzt um die mangelhafte Beschilderung, die es dem Besucher unmöglich macht, einen Fisch zu identifizieren. Die didaktische Lösung, den Besucher in das Meer hinunterzuführen, gefällt mir sehr, die Kunstfelsdekorationen emfpinde ich als akzeptabel, die Einbindung der Becken in den Kontext und vor allem der Effekt eines pelagischen Lebensraums scheint mir dagegen verbesserungsfähig - so sehr, daß ich es leichter finden würde, im münchner Aquarium die Lebensweise pelagischer Formen zu erläutern.
    In München wünschen würde ich mir allerdings einen Neuanstrich und eine der Entstehungszeit angepaßte Deckenverkleidung. Abdunkeln würde ich den Raum nur ungern, und eine Verwendung als Pflanzenhaus scheint mir wegen des Fehlens von Naturlicht problematisch. Überhaupt sehe ich mit einiger Sorge, wie sich, nicht zuletzt in meinem Heimatzoo, die Bepflanzung manches Tierhauses in eine Sterbeklinik für Produkte des Großhandels verwandelt. Ich habe einige Schwierigkeiten, die ethische Verwantwortung Lebewesen gegenüber zu vermitteln, wenn ich inmitten wegen Fehlpflanzung und mangelnder Pflege dahinsterbenden Gewächsen stehe. Eine derartige Pflanzenpalliativanstalt im münchner Aquarium kann mich so nur wenig begeistern.
    (30.11.2008)
    Shensi-Takin:   @Michael Schulz: Stimme da in vielen Punkten ueberein-auch wenn es mir um die POS leid taete...
    Leider scheint der Trend Richtung Nachttierhaeusern in europaeischen Zoos eher abgeflaut zu sein; andernfalls koennte man das Aquarium in ein solches umgestalten. Thematisch liesse sich da auch ein schoener Anschluss an die Primaten (Loris, Galagos, Makis etc.) erstellen-sozusagen als Ergaenzung der Villa Dracula-Fledermausanlage.
    Und wo wir grad mal so schoen beim Planen sind: Loewen weg, statt Riesen-Wassergraben lieber Netzumspannung und dann Anlage als Zweitgehege fuer die Jaguare nutzen. MEn waere das eine bessere Haltung als Loewen auf dem "Dschungel"-Praesentierteller...
    (29.11.2008)
    Michael Schulz:   Ich denke ich spreche nicht nur für mich, wenn ich behaupte, dass trotz diverser Umbauten im Aquarium, doch gerade dieses Gebäude sehr nach Optimierung schreit. Das Becken für die Riffhaie beispielsweise ist nicht nur optisch ein Graus, sondern auch die Größe lässt zu Wünschen übrig. Generell wirkt das Aquarium im Ganzen sehr bedrückend.

    Generell sehe ich hier die Möglichkeit, das Aquarium in eine Reptiliensammlung umzugestalten und den düsteren Keller in eine Art Regenwald zu verwandeln. Würde sich thematisch auch recht gut zwischen den beiden Affen-Komplexen einfügen und die Grundsubstanz des Gebäudes würde nicht angegriffen werden.

    Nächste Baustelle Elefantenhaus. Ich denke auch hier ist man sich einig, dass die Innenanlage, wenn man es so nennen mag für die Giraffen mehr als knapp bemessen ist. Auch die Aussenanlage ist verbesserungswürdig. Hier könnte, oder sollte man vielleicht auf die PO-Schweine verzichten und sowohl Innen-als auch Außenanlage den Giraffen zukommen lassen.

    Der Australienbereich ist größentechnisch eigentlich nicht zu bemängeln, jedoch wird dieser sehr unglücklich präsentiert. Auf gut deutsch gesagt, es würde noch nicht mal auffallen wenn er plötzlich weg wäre.

    Zu den Betonbunkern des Polariums denke ich muss ich nicht mehr viel sagen. Da hilft nur eins, dem Erdboden gleich machen und alles auf Anfang.

    Der Kinderzoo wurde schon ausführlich behandelt.
    Grundsätzlich bedarf es im Asienbereich keiner nennenswerten Verbesserungen, hier finde ich die Anlagen sehr gut genutzt und auch wenn das Nashornhaus wirkt als sei das Ufo aus Area 51 nach München transportiert worden, so sehe ich den Komplex doch als relativ modern an im vergleich zu den meisten anderen Zoologischen Einrichtungen in Deutschland.

    Zu guter letzt die Raubtieranlagen im Asienbereich, die ich bereits angesprochen hatte. Hier sehe ich größtenteils eher ein ästhetisches Problem, viele Anlagen wirken wie Provesorien (sorry falls ich es falsch geschrieben habe), so zum Beispiel die ausgelagerten Wildhunde, ehemals Tüpfelhyänen, der Wildkatzenverschlag, ja sogar der Schneeleoparden"käfig" und der versteckte Luchs neben die Vielfraßen.

    Fazit:
    Handlungsbedarf besteht in München schon seit langem. Seit der Eröffnung des Urwaldhauses gab es nicht sehr viele innovative Veränderungen in einem Park, der eigentlich aufgrund seiner landschaftlichen Gestaltung wesentlich größere und bessere Möglichkeiten bietet.
    (28.11.2008)
    André Haubrich:   Den Ocean von Aenheim ist kein Vergleich zum Hellabrunner Aquarium.
    Das ist ähnlich wie das Exotarium oder das Wuppertaler und Kölner und Arnheim ist voller Groß!becken.
    (28.11.2008)
    Sacha:   @IP66: Ich bezweifle, ob Arnheim mit Ozeanarium und Bush tatsächlich weniger Fischarten zeigt als München. Sicher nicht DEUTLICH weniger. Und wenn wir die Wasser-Wirbellosen mitzählen, dann liegt Arnheim vermutlich sogar vorn.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   Bzgl. Hellabrunner Zwergesel- und Rinderhaltung: u.a. Platzmangel/-ueberbelegung (s. Hinterwaeldler, Dahomey), nicht optimaler Bodenbelag (s. auch Bockhufe bei Haflinger und Esel), fehlende Environmental Enrichment-Elemente. Da habe ich schon bessere Massentierhaltungen gesehen...
    "immer modische Bedenken"? Ich versuche da immer zuerst die praktischen Vor-und Nachteile fuer Mensch und Tiere zu sehen; erst dann die (subjektive) Aesthetik. "Kalte Suesswasserabteilung"= 1 ueberfuelltes Becken. Gleiches gilt fuer "Grossbecken fuer Grossfische"; die Darstellung von Lebensraeumen haelt sich relativ in Grenzen. Durch den Anschluss ans Menschenaffenhaus kann man von raeumlicher "Abgelegenheit" eher nicht sprechen.
    (28.11.2008)
    IP66:   Ich neige in der Tat dazu, vor eilfertigen Abrissen von Gerbäuden der letzten dreißig Jahre abzuraten - zum einen, weil sie meist nicht so veraltet sind, wie ihre Gegner behaupten, zum zweiten, weil bei ihrer Ablehnung immer modische Bedenken gegen den gerade überwundenen Stil eine Rolle spielen. Beim Nashornhaus spielt da die frühe Postmoderne eine Rolle, beim Raubtierhaus die Nachfolgemodelle der von Tieren bewohnten Glasgebäude, die das münchner Beispiel überholt haben. Ich denke, daß man hier eher verbessern und umbauen sollte, um zeitgemäße Anlagen zu erreichen.
    Was ist an der Zwegesel- und Rinderhaltung denn so problematisch?
    Die Aquariensituation scheint mir so unglücklich nicht: Es gibt sogar eine kalte Süßwasserabteilung, Großbecken für Großfische und einige neue Landschaftsanlagen im Menschenaffenhaus. Sicherlich bietet der Aquarzoo in Düsseldorf mehr, aber die Aquarien in Wuppertal oder Arnheim zeigen deutlich weniger Arten und auch deutlich weniger Lebensräume und Klimalandschaften - und selbst das recht abgelegene alte Aquarium wird von vielen Besuchern aufgesucht, was für eine gewisse Popularität spricht.
    (28.11.2008)
    André Haubrich:   Was ist denn an dem Kinderzoo in München so schlimm? Die Nutztiere haben noch mehr Platz als viele in Massentierhaltung (Ironie).
    Die Pflegergerechtigkeit in Dschungelzelt und Nashornufo kenne ich nicht, aber es ist schon etwas seltsam, Löwen im Regenwald zu sehen.
    Große und moderne Gebäude fügen sich eben in alte Landschaften nicht besonders gut ein, aber zumindest der optische Eindruck hat mich weniger gestöhrt.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: "Einfache Maßnahmen" schliessen dann wohl auch Vorschlaghammer und Abrissbirne mit ein...Gelassenheit bzw. Schicksalsergebenheit ist bei manchem der genannten Gebaeude wohl fuer direkt betroffene Tier & Mensch nicht unbedingt anzuraten; vielleicht eher von menschlicher Seite das Dingen auf Besserung und Lernen aus Fehlern. Interessant, dass Sie als fast schon obligatorischer Fuersprecher alter Anlagen u.a. ein Tierhaus neueren Datums in Schutz nehmen, fuer das mit ein eigentlich unter Denkmalschutz stehendes Tierhaus weichen musste...
    Nicht nur die Haltung grosswuechsiger (uebrigens keine Riesenesel mehr im Bestand) Haustiere verschlechterte sich-s. Hinterwaeldler-Rind oder Zwergesel.
    Was Tieraerzte und merkantile Kriterien bzw. "Verwaltungs- und Führungkompetenzen" angeht-der Beruf bringt eine gewisse Flexibilitaet auch in dieser Hinsicht mit sich. ;)S.a. Leipzig...

    Wirklich grosszuegige Moeglichkeiten bietet der Aquariumsektor in Muenchen in seinem aktuellen Zustand eher nicht.

    (28.11.2008)
    IP66:   Ich habe erst jetzt die Beiträge im Stellen-Thread gelesen. Den Einwand von Matthias verstehe ich nicht recht: Aufgrund der hannoveraner Ausrichtung - kaufmännischer wie zoologischer Direktor bei starker Betonung merkantiler Kriterien - dürfte es für einen Zootierarzt besonders schwer sein, Verwaltungs- und Führungkompetenzen zu entwickeln, auch wenn er den Leiter des zoologischen Bereiches bisweilen vertritt. Angesichts des münchner Tierbestandes, der Anzahl der Reviere und im zoologischen Bereich Angestellten scheinen mir dergleichen Komptenzen besonders wichtig.
    Im Vogelbereich stehen jenseits der nur für die Haltung bestimmter winterharter Arten geeigneten Großvolieren weitaus weniger Gebäude und Gehege zur Verfügung als in den berliner Zoos, in Köln, Frankfurt oder gar Stuttgart. Bei Reptilien und Amphibien sieht die Lage ein wenig besser aus, der Aquarienbereich dagegen bietet großzügigere Möglichkeiten.
    Gerade im Bereich um das kalte Raubtierhaus gibt es auch noch für Neuanlagen nutzbare Gelände, und bezüglich der derzeit weniger geschätzten Gehege würde ich auch sagen, daß deren Zahl im Verhältnis zur Fläche des Zoos eher gering ist. Das hängt aber auch davon ab, wie man Nashorn- und Raubtierhaus beurteilt, und da verstehe ich, wenn nicht jeder meine Ansicht teilt.
    (28.11.2008)
    IP66:   In der Tat bedeutete für die großwüchsigen Haustierarten der Umzug aus den Ställen des nationalsozialistischen Konzepts eine Verschlechterung. Ich würde mir allerdings wünschen, daß Konzept und Charakter der Kinderzoodörfer erhalten bleibt, wenn man für Riesenesel und Haflingerpferde größere Ausläufe schafft. Bezüglich Raubtier- und Nashornhaus wünsche ich mir von der Zeit, daß sie uns lehrt, gelassener mit diesen Werken der frühen Postmoderne umzugehen und die tierhalterischen Mängel durch einfache Maßnahmen behebt.
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @th.oma.s: Bzgl. "ich denke der schlüssel zum erfolg für münchen liegt in der konservation und behutsamen fortentwicklung des historischen konzeptes als landschaftsbezogener geozoo." Dem stimme ich zu-wie ich auch mit @Michael Schulz hinsichtlich dringendem Renovierungsbedarf im Haustierbereich (die Haflinger!) und Polarium einer Meinung bin. Und mit etwas Glueck tun uns Zeit und Wetter einen Dienst und sorgen dafuer, dass Bauten wie Dschungelzelt oder Nashorn-Ufo abgerissen und durch Bauten ersetzt werden, die sowohl mehr im Sinne der Tiere und deren Betreuer sind und sich besser in die Landschaft einfuegen. Man darf ja bekanntlich immer noch auf Zeichen und Wunder hoffen...;)
    (28.11.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Im Winter war das meiner Erinnerung nach aus eben aus dem Grund der potentiellen Winterruhe-Stoerung das Gebaeude fuer Besucher regelmaessig gesperrt.
    (11.11.2008)
    IP66:   Weg und Bedürfnisanstalt gibt es noch, und Zeichen für Umbauten am Braunbärhaus findet man keine - allerdings war auch bei meinen letzten winterlichen Besuchen in München das Gebäude nicht geöffnet. Vielleicht erweisen sich die Besucher doch als zu störend für die Bären?
    (11.11.2008)
    WolfDrei:   und der Nubier aus New York - Bronx
    (11.11.2008)
    WolfDrei:   Bei dieser Gelegenheit ein Hinweis auf einen (ehemaligen)nubischen Steinbock aus München im Vergleich mit einem Tier aus Wien. Die dunkle Phase soll wohl den afrikanischen entsprechen, die helle den israelischen und arabischen. Für letztere noch ein Bild aus New York, noch hellere sah ich in Singapur, die dunkle in Los Angeles und Paris.
    (11.11.2008)
    Shensi-Takin:   Zum Thema "Braunbaeren-Haus" in Hellabrunn: ich weiss leider nicht, ob dies heutzutage noch in der Form existiert, aber ich kann mich an folgendes erinnern: ueber einen Pfad zwischen dem Gaemsen-und Braunbaergehege gelangte man zu einer Besuchertoilette-und in ein Gebaeude, in dem man ueber eine Glasscheibe in das kleine Baereninnengehege blicken konnte.
    @Jörn Hegner: Sind wirklich schoene Steinboecke. Hab's sie erst dieses Jahr wieder in Bratislava und L.A. gesehen, allerdings in beiden Faellen nur Boecke, keine Geissen. Neuer Halter: Zuerich
    (11.11.2008)
    Jörn Hegner:   schade das es jetzt im tierpark hellabrunn die nubischen steinböcke nicht mehr gibts . die wurden ja zusammen gehalten mit den mantelpavianen . dies sind auch schöne und seltene tiere . man sieht die auch nur in wenigen zoos . anfang dieses jahr habe ich die auch im zoo von paris gesehen beim parc jardin . vor zwei jahren sah ich die im bronx zoo von new york . dort wurden die zusammen gehalten mit dscheladas und klippschliefer . hat denn irgend jemand davon noch erinnerungen , wie z. b. fotos u. s. w. . der tierpark hellabrunn erhielt diese auch aus den zoo von karthum (sudan) habe ich gelesen .
    (10.11.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Familienzuwachs bei den Mähnenrobben!

    Am 25. Juli brachte unsere Mähnenrobbe „Fergie“ (17 J.), nach einer Tragzeit von 11 Monaten, die kleine „Ina“ auf die Welt. Damit vergrößerte sich unsere schöne Mähnenrobbengruppe auf 10 Tiere. Vater „Mike“ (12 J.) wacht über seinen Harem „Mecki“ (25 J.), „Steffi“ (19 J.), „Dudu“ (14 J.), „Nixi“ (12 J.) und „Tanja“ (11 J.). Die Jungtiere von letztem Jahr „Howie“ und „Molly“ sind die perfekten Spielkameraden. Den Namen verdanken die Mähnenrobben dem Bullen, der über 300 kg schwer werden kann und an seiner Hals- und Brustregion eine auffallende Mähne besitzt. Die Geburt der Jungtiere erfolgt an Land. Kurz nach der Geburt werden die Weibchen wieder gedeckt und dürfen dann danach wieder zur Nahrungssuche ins Wasser zurückkehren. Die Jungtiere gehen erst nach einiger Zeit mit ihren Müttern ins tiefere Wasser. Mähnenrobben leben an der pazifischen und atlantischen Küste Südamerikas und ihr Bestand ist gesichert.
    (02.09.2008)
    Michael Mettler:   Zoologisch korrekt müsste es außerdem inzwischen heißen "EINER der Vorfahren unserer Hauskatzen". Schließlich wurden z.B. Hauskatzenrassen wie Savannah oder Bengal durch Einkreuzung von Serval bzw. Bengalkatze erzeugt.
    (30.07.2008)
    Rattus:   "Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben (...)"

    Das hab ich aber anders in erinnerung
    (30.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Raubtiernachwuchs in Hellabrunn

    Seit langer Zeit hat es bei den Luchsen wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Lodjur“ (geb. 2005) ist 2006 aus dem Stockholmer Zoo zu uns gekommen und brachte am 12. Mai nach einer Tragzeit von ca. 70 Tagen, einen kleinen Kater auf die Welt. Kater „Ebbo“ (geb. 2004) ist 2006 aus der Schweiz zu uns gekommen. Luchse waren in West- und Mitteleuropa heimisch und wurden in den letzten 200 Jahren ausgerottet. Inzwischen versucht man sie wieder anzusiedeln, was aber oft auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung stößt. Um die Reviergrösse und ihre Wanderwege zu erkunden, hat man sie mit Sendern versehen und kann sie so auch gleichzeitig überwachen. Direkt in der Nachbarschaft hat unsere Wildkatze „Hannah“ (geb. 2007) ein weibliches Jungtier geworfen. Die Wildkatze ist der Vorfahre aller unserer Hauskatzen. Sie war in Deutschland so gut wie ausgestorben und erholt sich inzwischen dank der Schutzbestimmungen in einigen Teilen wieder etwas. Nachdem unsere Fischotter Anlage umgebaut worden ist, hat es auch hier wieder Nachwuchs gegeben. Mutter „Daphne“ brachte am 5. Juli ihre Kinder auf die Welt, wir wissen aber noch nicht wie viele es sind. Junge Otter können ja noch nicht schwimmen und müssen dies erst von der Mutter lernen und so können die Kleinen sie noch nicht ins Wasser begleiten.
    (30.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Mirko Schmidkunz: Also wirklich "neu" ist keine der genannten Arten in Hellabrunn...Insbesondere Nasenkakadu und Eulenschwalm sind seit laengerem dort angesiedelt. Was die Ozelot-Sichtbarkeit angeht: doch doch, mit etwas Geduld sind die durchaus zu erspaehen-und haben von allen im Dschungelhaus gehaltenen Katzenarten wohl noch die beste Unterbringung.
    (12.07.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Wunderschöner Tag in Hellabrunn. Die Ozelots ließen sich so gut wie nie zuvor sehen. Die Nebelparderentscheidung in Frankfurt zeigt ihre Wirkung. Neu sind Baumstachler gegenüber den Schneeleoparden, Eulenschwalme und Nasenkakadus bei den Keas. Besonders schön Nachwuchs bei Sibergibbons. Negativ für mich fehlende Beschilderung des Wasservogelbestandes und der Tirer im Dschungelzelt. Was soll das denn? Riesenflugfüchse, Palmenflughunde und Kantschil sind die einzigen Arten mit Schildern. Dort neu Schildturakos. Der Zooverein möchte ein Südamerikahaus bauen. Weiß jemand mehr dazu? Eselspinguine waren auch neu, die Eisbärenanlage noch nicht im Umbau, Außenanlagen der Gorillas und Schimpansen werden umgebaut.
    (12.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Erstmalig: „Bird Munich 2008“

    Drei Veranstalter: ein Großereignis.

    Premiere in München hat die „Bird Munich“ vom 18. – 20. Juli 2008

    Vorbild dieser Veranstaltung ist die „Bird“ in England, die inzwischen so etabliert und beliebt ist, dass sie 250.000 Besucher anlockt. Für diese Veranstaltung rund um das Thema Vogelkunde ist natürlich der Tierpark unter anderem mit seiner einmalig schönen Vogelvoliere der ideale Ort. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereichert die Veranstaltung durch Vorträge und Führungen. Die Firma Foto-Video Sauter konnte alle bekannten Herstellerfirmen ihrer Branche für eine Teilnahme begeistern. Hier können die Besucher die neuesten Ferngläser, Fotoapparate, etc, selber ausprobieren.
    (04.07.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Unsere „Flossenparade“ hat Zuwachs bekommen

    Eine unserer absoluten Besucherattraktionen ist die Fütterung und Vorstellung unserer Seelöwen.
    Nun hat Seelöwin „Elfie“ (4 Jahre) das erste Jungtier auf die Welt gebracht. Am 26. Mai wurde das weibliche Jungtier geboren und wagt sich schon mutig in das große Schwimmbecken.
    Wahrscheinlich wird sie schon bald einen Spielkameraden bekommen, da „Johna“ (4 Jahre) ebenfalls Nachwuchs erwartet.
    Unsere drei Weibchen, „Molly“ (10 Jahre), „Sandy“ (11 Jahre) und „Goldie“ (20 Jahre) werden im Moment noch von „Elfie“ auf Abstand gehalten.
    „Goldie“ ist inzwischen ja jedem Kindergartenkind innerhalb und außerhalb Münchens durch das „Goldie-Lied“ bekannt, dank der Zahnputzaktion der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft
    Zahngesundheit.
    Der Kalifornische Seelöwe lebt vor der kalifornischen Küste und Inseln sowie der Küste Mexikos. Er ernährt sich hauptsächlich von Tintenfischen. Die Männchen besetzen Anfang Juni an Land ihre Reviere, die sie gegen Rivalen verteidigen. Die Harems können zwischen 5 bis 20 Weibchen groß sein. Es kommt immer nur ein Jungtier auf die Welt.
    (11.06.2008)
    Michael Mettler:   Da hat der Tierpark doch was Nettes ausgeHECKt... :-)
    (20.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Ein Glücksschwein zum 850. Stadtgeburtstag

    Ein außergewöhnliches Geschenk hat sich der Tierpark zum Stadtgeburtstag einfallen lassen. Er züchtete ein Schwein, dass so aussieht wie ein mittelalterliches Weideschwein. Diese waren hochbeinig, hatten einen langen, wildsauähnlichen Gesichtsschädel, Stehohren und einen Ringelschwanz.

    Durch mehrere Kreuzungen alter Hausschweinrassen: Cerdo Iberico/Andalusien, Duroc/Kanada mit Wildschweinen wurden in diesem Mai die erwünschten Ferkel in der 2. Generation geboren. Dieses Zuchtergebnis wurde ermöglicht durch die Duroc von Herrn Prof. M. Förster, Institut für Tierzucht der LMU München, durch die Wildschweine von Herrn J. Festl, Wildpark Poing und die Cerdo Iberico von Herrn B. Wagner. Hierfür bedanken wir uns herzlich.

    Die feierliche Übergabe an das Stadtoberhaupt, unseren Oberbürgermeister Christian Ude, wird begleitet von einer Abordnung aus dem Bayerischen Wald, dem Bürgermeister Franz Löffler aus Waldmünchen und 1. Vorsitzenden der Trenckfestspiele, mit dem Trenckpaar und 2 schwarzen Panduren. Ebenso aus St. Pölten kommt eine Abordnung des Panduren Freicorps, die von 2 Pferden begleitet werden. Mit ihren farbenprächtigen Uniformen geleiten sie den Oberbürgermeister am Dienstag, den 27. Mai 2008 um 11.00 Uhr in einem Festzug zum Gehege unserer „Borstelchen“.

    (20.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Ein Pfingstspaziergang mit Highlights!

    Erstes dieser Highlights ist unser am 25. April geborenes Trampeltier. Für unsere Stute „Susi“ ist es das 7. Jungtier, das sie fürsorglich großzieht. Unsere schöne Trampeltiergruppe ist nun auf 7 Mitglieder angewachsen. Das Wahrzeichen der Trampeltiere sind ihre Rückenhöcker. Diese sind allerdings bei dem kleinen Hengst noch nicht deutlich zu sehen. Die Rückenhöcker sind Energiespeicher und bestehen aus Fettgewebe, es sind keine Wasserspeicher. Bei Wasserknappheit können Kamele wochenlang ohne zu trinken auskommen, dafür aber auf einmal bis zu 150 Liter trinken. Als Wildtier kommt das zweihöckrige Kamel nur noch in einem Bestand von wenigen hundert Tieren im Süden der Wüste Gobi, der Mongolei und in China bis zu einer Höhe von 2000 m vor.
    Gleich mehrfachen Nachwuchs gibt es bei unseren Pinselohrschweinen. Beide Sauen, „Dickes Kind“ als auch „Eskada“ haben am 16. April und 6. April je zwei Jungtiere bekommen. Gemeinsamer Vater ist Eber „Gustl“.
    Die afrikanischen Pinselohrschweine lieben es, von unseren Tierpflegern am Bauch gekrault zu werden und sich mit Nüssen verwöhnen zu lassen.
    Eine ganz besondere Freude war die Geburt unseres kleinen Takins. Seit vielen Jahren leben Takins bei uns aber noch nie wurde ein Jungtier geboren. Am 9. März aber war es so weit.„Ikarus“ erblickt das Licht der Welt. Mutter „Franzi“ zieht ihn problemlos groß. Takins sind durch ihren exponierten Lebensraum als Hochgebirgstier im Himalaya noch sehr unerforscht, obwohl sie schon seit der Antike als „goldenes Vlies“ des Jason bekannt sind.
    Spiel und Spaß kommen natürlich auch an Pfingsten nicht zu kurz. In diesem Jahr besonders passend ist unser Maikäfersuchen. Am Pfingstsonntag und -montag verteilen unsere Tiefpfleger in Maikäferkostümen Schokomaikäfer, und sind so von den Kindern sicher nicht schwer zu finden. Zur Einstimmung können sich die Kinder an den Eingängen und im Zelt wieder schminken lassen und ein kleines Präsent ist am Glücksrad immer zu gewinnen. Von Samstag bis Pfingstmontag dürfen Kasperletheater und Hüpfburg natürlich auch nicht fehlen.
    Am Pfingstmontag kann man das Tipi bei den Braunbären besichtigen und vielleicht dadurch eine Anregung für die nächste Feier bekommen.
    Der Tierpark ist von 08.00 – 18.00 Uhr geöffnet. Die Aktionen finden von 10.00 – 17.00 Uhr statt.
    (09.05.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Tierpark Hellabrunn senkt Eintrittspreise für Schülerinnen und Schüler der Tierparkschule

    Die Münchener Tierpark Hellabrunn AG hat beschlossen, die Schülerinnen und Schüler, die das Angebot der Tierparkschule nutzen, durch die Senkung der Eintrittspreise für mehrtägige Projekte zu unterstützen. Schülerinnen und Schüler, die an mehrtägigen Projekten der Tierparkschule teilnehmen, müssen zukünftig nur noch einmalig den Eintrittspreis von 3,50 Euro bezahlen, unabhängig von der Dauer des Projektes (die vom Schulreferat erhobene Gebühr bleibt unverändert). Dies ergibt für die Schülerinnen und Schüler eine Ersparnis von bis zu 14,00 Euro. Mit dieser Regelung, die ab 26.05.2008 in Kraft tritt, setzt der Tierpark Hellabrunn sein Engagement für tiergestützte Pädagogik und seine familien- und kinderfreundliche Eintrittspreisgestaltung konsequent fort. Bürgermeisterin Christine Strobl, die als Vorsitzende des Aufsichtsrates der Münchener Tierpark Hellabrunn AG die Entlastung der Schülerinnen und Schüler vorgeschlagen hat, führt dazu aus: „Ich hoffe und wünsche mir, dass die Münchner Tierparkschule auch künftig als außerschulischer Lernort von den Schülerinnen und Schülern angenommen wird und freue mich über die spürbare Entlastung der Familien.“
    (28.04.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
    Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres Mähnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jährige „Pierre“ und die 7-jährige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein männliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines Mähnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze Rückenmähne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. Mähnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, Südostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

    Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und Kälte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein männliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. Für Leben sorgen außerdem Lämmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

    Für alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. Dafür unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den Eingängen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
    (20.03.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Obwohl Ostern in diesem Jahr mit winterlichen Temperaturen aufwartet, sind die ersten Jungtiere schon auf der Welt.
    Etwas ganz Besonderes ist die Geburt unseres Mähnenwolfs. Seit vielen Jahren sind der 13-jährige „Pierre“ und die 7-jährige „Bobbie“ schon in unserem Tierpark und „Bobbie“ hat am 21. Dezember 2007 ein männliches Jungtier auf die Welt gebracht. Es ist das erste Jungtier dieses Paares. Die typischen Merkmale eines Mähnenwolfs, seine langen Beine und die aufrichtbare schwarze Rückenmähne, hat der kleine zwar noch nicht, aber der typische, eindringliche Geruch ist auch ihm schon eigen. Mähnenwölfe leben in Brasilien, Paraguay, Ostbolivien, Südostperu und Nordargentinien. Ihr Lebensraum ist v.a. die Grassteppe, aber auch Savanne und Trockenbuschwald. Da der Lebensraum durch den Menschen immer mehr verringert wird, sind sie inzwischen bedroht.

    Ein typisches und wichtiges Haustier in den tibetanischen Hochebenen ist der gut an Höhe und Kälte angepasste Yak. Unsere schöne Yakgruppe ist nun um zwei Jungtiere reicher. So brachte am 4. Februar Kuh „Tingri“ (geb. 1997) ein männliches Jungtier auf die Welt, ebenso wie Kuh „Tirpani“ (geb. 1997) am 7. Februar. Zur Gruppe gehören ebenso Vater „Ringo“ (geb. 1996) sowie die Jungtiere von 2006, Kuh „Girlie“ und Bulle „Golum“. Für Leben sorgen außerdem Lämmer und Kitze bei 10 Kamerunschafen, 11 Skudden, 10 Zwergziegen und 5 Damaraziegen.

    Für alle Kinder bis 12 Jahre finden am Ostersonntag und -montag wieder die traditionellen Osterfreuden statt. Der Abenteuerspielplatz am Kindertierpark wird in ein Ostereier-Labyrinth verwandelt, indem die Kinder von 10.00 - 17.00 Uhr auf Eiersuche gehen können. Die Firma Lindt hat wieder 60 000 Schoko-Ostereier gespendet. Dafür unser herzlicher Dank. Damit schon zu Beginn des Tierparkbesuches die richtige Osterstimmung aufkommt, können sich die Kinder an den Eingängen als Osterhasen schminken lassen und ebenso in unserem Zelt am Paviangehege.
    (20.03.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Im zarten Alter von einem Monat schon mannshoch!

    Am 1. Februar brachte unsere Netzgiraffe „Kabonga“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 450 Tagen ein gesundes weibliches Jungtier auf die Welt.
    Das bei der Geburt 160 cm große und 40 kg schwere Jungtier hat dank der guten Betreuung seiner Mutter inzwischen ein Gewicht von 70 kg und ist schon stolze 180 cm groß. Vater Togo (geb. 1991) ist an der Erziehung seiner Tochter nicht beteiligt.
    Eine Giraffengeburt ist immer wieder ein fantastisches Erlebnis, wenn das Kalb bei der Geburt aus ca. 2 m Höhe auf die Erde gleitet.
    (26.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Am Sonntag, dem 17. Februar, wird zur Freude aller Familien unsere Familienkarte eingeführt.

    Aus diesem Anlass ist am Sonntag im Tierpark für Kurzweil gesorgt. Zudem werden unter den Familien drei spannende Abende im indianischen Tipi mit Rahmenprogramm verlost. Der Tierpark hat auf den vielfach geäußerten Wunsch der Besucher nach einer Familienkarte reagiert und ihn in die Tat umgesetzt, so dass Familien in Zukunft bei ihrem Tierparkeintritt finanziell deutlich entlastet werden. Die Familienkarte wird nun in zwei attraktiven Varianten erhältlich sein: Die „Große Familienkarte“ (Preis € 20,00) berechtigt zwei Erwachsene und die dazugehörigen Kinder zum Eintritt in den Tierpark. Auch Patchwork-Familien, Großeltern mit Enkelkindern oder gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit Kindern steht das Angebot zur Verfügung. Entsprechend berechtigt die „Kleine Familienkarte“ (Preis € 11,00) eine/n Erwachsene/n mit dazugehörigen Kindern zum Eintritt in den Tierpark.

    Am Wochenende 16./17. Februar beginnt außerdem wieder unsere beliebte Veranstaltungsreihe „Vom Wildtier zum Haustier“.
    Thema sind die Fische unter dem Motto „Multitalent im Schuppenkleid“.
    Von 10:00 – 16:00 Uhr können im Aquarium z.B. die Stammform aller Goldfische, die Karausche, und die daraus gezüchteten Formen bis hin zum Schleierschwanz bewundert werden. Für die Kinder gibt es zusätzliche Unterhaltung.
    (15.02.2008)
    HoyWoy:   Übrigens, ist das nicht der erste Unfall, mit Netzen, bei den Primaten in München!
    Vor Jharen war es ein Gorillababy.

    Wollte ich nur mal so reinwerfen.


    (12.02.2008)
    IP66:   Anscheinend ergeben sich bei den nicht in einfachen geometrischen Konstruktionen angeordneten Gittern immer wieder Probleme, da aufgrund der sphärisch verzogenen Fläche kaum eine einheitliche Maschenweite erzielt werden kann und zudem die komplexe Statik zu weiteren Verzerrungen führt - der klassische Bauhauskäfig oder die Satellitenanlagen der frühen Postmoderne hatten also auch Vorteile.
    (11.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Am 8.2.08 kam es im Münchner Tierpark Hellabrunn durch die Verkettung mehrerer unglücklicher Zustände zu einem tragischen Unglücksfall bei den Orang-Utans. Das kleine Orangmädchen „Anni“ (1 Jahr) war auf die Oberseite des horizontal gespannten Deckennetzes geklettert. Bei dem Versuch wieder zur Mutter „Matra“ (31 Jahre) zurückzukommen, fand sie aber nicht rechtzeitig den richtigen Rückweg. Unglücklicherweise kam ihr nun der Papa „Bruno“ (39 Jahre) zur vermeintlichen Hilfe und versuchte sie durch die Netzmaschen herunter zu ziehen. Unsere Tierpfleger hatten vergeblich
    versucht, ihn mit Wasserduschen davon abzuhalten, so dass unsere Tierärztin Frau Dr. Kempter ihn mit einem Blasrohrpfeil betäuben musste. Da war es allerdings leider schon zu spät. Durch den Hilfeversuch hatte „Bruno“ seiner Tochter das Genick gebrochen.
    Wenn wir am Unglückstag nicht unmittelbar Stellung zu dem tragischen Ende der kleinen „Anni“ genommen haben, so aus dem einen Grund, weil wir die genaue Unfallursache ermitteln wollten.
    Beim heutigen Lokaltermin mit dem Sachverständigen zeigte die genaue Vermessung des Wandabstandes zum Netz, dass an einer Stelle neben dem einen Hubzylinder des mittleren Trenngitters die geforderten 10 cm nicht eingehalten waren. Dadurch bestand eine schmale optisch unauffällige Kluft von 16 cm Länge, durch die „Anni“ hindurch geklettert war, aber durch die „Hilfe“
    von „Bruno“ nicht mehr zurück konnte. Diese wird nun gesichert, ohne die Mobilität des Trenngitters einzuschränken.
    Wir Hellabrunner sind über den so unsinnigen Tod von „Anni“ um so mehr betroffen, als sie doch mit ihren aktiven Kletterkünsten schon als Einjährige bewiesen hat, wie wichtig für die Entwicklung der Jungtiere die dreidimensionale Nutzung des Raumes ist. Diese ist ohne die funktionelle Netzstruktur aber nicht möglich.
    Seit 1969 wurden in Hellabrunn 39 Orang Utans geboren und wir sind trotz dieses traurigen Todesfalles sicher, dass wir diese so lebendige Tradition fortsetzen werden.
    (11.02.2008)
    Tierpark München Hellabrunn:   Hellabrunn hat ein neues Eisbärmädchen!

    Im Rahmen einer Zuchtgemeinschaft mit dem Zoo Pistoia können wir uns über eine Eisbärin freuen. Das Mädchen ist im November 2006 geboren. Wenn sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnt hat, wird sie erst Freundschaft mit „Lisa“ schließen und dann erste Kontakte mit „Yoghi“ knüpfen.
    (29.01.2008)
    IP66:   Ist es normal, daß junge Wisente im Winter geboren werden?
    (14.11.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Auch wenn das Frühjahr allgemein als die hohe Zeit der Geburten gilt, können sich unsere Besucher in der kalten Jahreszeit am Herumtollen unserer Jungtiere erfreuen.
    So gab es bei den Wisenten kurz hintereinander gleich zwei Geburten. Am 08.10.07 brachte Kuh „Henola“ das männliche Kalb „Herbert“ auf die Welt und am 27.10.07 die Kuh „Hedonia“ das männliche Kalb „Helmut“.
    Direkt in der Nachbarschaft vergrößerte sich unsere schöne Przewalski-Herde am 04.11.07 um ein weibliches Jungtier. Diese Geburten sind besonders schön, da sowohl Wisente als auch Przewalski-Urwildpferde kurz vor dem Aussterben standen und durch Erhaltungszucht davor bewahrt worden sind.
    Erst im Juli 2007 hat Hellabrunn zusammen mit dem Nürnberger Tierpark sechs Przewalski-Urwildpferde wieder nach Kasachstan gebracht.
    (14.11.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Nachwuchs bei Familie Jaguar!
    Am 2. September brachte unser Jaguarweibchen „Sally“ (geb. 1993) nach einer Tragezeit von ca. 100 Tagen ein Jungtier auf die Welt. Nachdem der kleine Jaguar die ersten sechs Wochen seine Wurfkiste nicht verlassen hat,ist er nun immer öfter zusammen mit seiner
    Mutter im Gehege zu sehen.
    Jaguar „Linus“ (geb. 1992) ist im Gehege nebenan, um Mutter und Kind nicht zu stören.
    In Südamerika wird der Jaguar von der spanisch sprechenden Bevölkerung „il tigre“ genannt, was seine ähnliche ökologische Rolle zum Tiger in Asien zum Ausdruck bringt.
    Der Jaguar hat für seine Größe eine außerordentliche Kraftentfaltung. Sein breiter Schädel mit dem gewaltigen Kiefer kann z. B. den Schädel eines Wasserschweins wie eine Nuss
    knacken. In seinem gesamten Verbreitungsgebiet ist der Jaguar aufs äußerste bedroht.
    Zusammen mit Pro Fauna/Venezuela führen wir ein Schutzprojekt für den Jaguar durch. Die Tiere werden auf Farmen, wo sie von Farmern abgeschossen werden, weil sie ihre Rinder fressen, in wildreiche Gebiete umgesiedelt. Ein vom BR Projekt begleitend gedrehter Film
    „Die Jaguar Jäger“ ist in unserem Filmsaal des Tier-, Natur- und Artenschutzzentrums zu sehen.
    (23.10.2007)
    Sacha:   Die Jahresberichte habe ich von 1988 bis 2004 lückenlos. In einem dieser JB fehlt allerdings der Tierbestand (weiss jetzt nicht mehr genau welcher). Bei den Tierparkfreunden fehlt mir das eine oder andere Exemplar. Wie gesagt, es muss in einer Ausgabe der 90er gewesen sein (Ich schau noch mal nach), wo ich den Hinweis auf die Langzüngler gelesen habe.
    (22.10.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha: Hast du denn lückenlos Jahresberichte und "Tierparkfreunde" der fraglichen Zeit, oder kann ich dir eventuell durch Nachschlagen in einem dir fehlenden Jahrgang/Heft helfen - wenn ja, in welchem?
    (19.10.2007)
    IP66:   Tut mir leid, über den Spitzmauslangzüngler weiß ich leider auch nichts, was auch wieder meine mangelnde Bildung in Sachen Kleinsäuger unterstreicht.
    Ich werde jetzt aber einen neuen Thread über ertrinkende Menschenaffen eröffnen.
    (19.10.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha: Sorry, aber auf deine Frage weiß auch ich keine Antwort, deswegen komme ich wieder zu den Menschenaffen...

    @IP66: Plantschunterricht wäre gar nicht so schlecht - wobei die Gewöhnung ans Wasser voraussetzen würde, dass den Menschenaffen ein Ausstieg zur falschen Seite unmöglich ist. Dittrich beschrieb schon vor über 40 Jahren in seinem Buch "Auf Safari in Europa" die Freianlagen in Chester (Wiese mit Sumpfzone und Wasergraben), die anscheinend damals in dieser Form - also ohne Betongraben a la Antwerpen - noch einzigartig waren. Der Wassergraben muss sehr flach gewesen sein, denn Dittrich schildert, dass einmal in junger Schimpanse in den Graben geriet und seine Mutter hinterher sprang, um ihn zu retten; beide Tiere erreichten problemlos das Ufer - nur leider das falsche, nämlich die Besucherseite. Danach wurde ein Elektrodraht gespannt (aber m.W. nicht am Ufer, sondern oberhalb des Wasserspiegels über dem Graben). Als rein psychologische Grenze taugt Wasser also nicht.

    Wenn andererseits der Grabenboden so profiliert ist, dass er wie ein Badestrand allmählich abfällt und erst kurz vor der Besucherseite zu tief für die Affen wird, dürfte das manchen Unfall verhindern - nur muss der Graben dann zwangsläufig sehr viel breiter sein, also eher wie bei Tigern oder Bären aussehen.

    In Dokus aus den Heimatländern von Menschenaffen ist hie und da zu sehen, dass sie durchaus freiwillig so weit ins Wasser gehen, bis nur noch Kopf und Schultern herausschauen; z.B. die Flachlandgorillas in Zentralafrika, die in den Gewässern der dortigen Baien mineralreiche Wasserpflanzen fressen und dabei längere Zeit bis zum Hals im Wasser sitzen. Von Orangs und Schimpansen habe ich auch schon ähnliche "Badeszenen" gesehen, sogar ohne Nahrungsanreiz. Ein Menschenaffe, der auf diese Weise an Wasser gewöhnt ist, wird wahrscheinlich mit einem Wassergraben ganz anders umgehen als einer, für den die Fläche "unbekanntes Land" und damit eine viel größere Gefahrenquelle darstellt.
    (19.10.2007)
    Klaus Schüling:   Ich war schon einige Jahre nicht mehr in Apeldorn, aber ich meine mich erinnern zu können, dass man bei der Anlage der Gorilla-Inseln bewußt auf eine feuchtnasse Übergangszone Wert gelegt hat - quasi als Warn- und Bremszone für die Affen.
    Das setzt voraus, dass man den Wasserstand ordentlich reguliert, aber damit kennen sich die Hölländer aus.
    Natürlich kostet ein Sumpfsaum Platz, sieht aber sehr natürlich aus ...

    (19.10.2007)
    Sacha:   Ich will die interessante Diskussion um den Sinn von Wassergräben bei Menschenaffen in diesem Thread ja nicht beenden, befürchte nun aber, dass meine am 17. 10. gestellte Frage mit Zoo-München-Bezug untergegangen ist.

    Also liebe Leut, weiss jemand mehr über Münchens Spitzmaus-Langzüngler?
    (19.10.2007)
    IP66:   Die von Saki als Bild eingestellte Anlage erinnert sehr an Antwerpen, auch wenn alles, was dort seinerzeit elegant verschwungen und sorgsam dekoriert war, hier rechteckig und einfach daherkommt, so daß, wer böse sein will, das Gehege als Kleingärtnerversion beschimpfen mag. Vielleicht suchen die Affen in solch einer kleinen Anlage aber stärker den Kontakt zum Grabenrand, weil sie einfach weniger Platz und weniger Elemente zum untersuchen finden, und vielleicht leben sie gerade deshalb dort nicht so gefährlich wie in einer Großanlage, in der sie dann aufgrund des Stromdrahts von der Grabenkante auch noch getrennt sind. Es heißt ja, daß Menschenaffen vieles lernen können, und vielleicht gilt das nicht nur für Gitterecken, an denen man sich die Finger klemmt oder besonders schmackhafte Gräser, die irgendwo wachsen, sondern auch für Gräben, in die man besser nicht hineinspringen sollte.
    (19.10.2007)
    Michael Mettler:   Und dann wären da - für Menschenaffen insgesamt - z.B. noch Leipzig, Berlin, Hannover, Nürnberg, Münster, Straubing (bin mir nicht ganz sicher, habe aber einen Wassergraben im Hinterkopf), Planckendael, Rotterdam, Arnheim und selbst DER Primatenpark schlechthin, nämlich Apeldoorn... Und bestimmt noch einige mehr.
    (18.10.2007)
    Saki:   Wassergräben meinte ich natürlich.
    (18.10.2007)
    Saki:   In Dvur Kralove zB wird das so praktiziert. Anbei Foto von Schimpansen Anlage dort. Das Seil ragt zwar nicht ganz ins Wasser, kann aber vor ausrutschen bzw. reinfallen schützen. Aber wenn Menschenaffen sowieso keine Rettungsversuche unternehmen, denke ich sollten Waaergräben vermieden werden.
    (18.10.2007)
    IP66:   Das würde ja heißen, daß man den Affen die Begegnung mit dem Wasser in einer Art Plansch- oder Schwimmunterricht näherbringen sollte, wenn man über dergleichen Anlagen verfügt. Anscheinend ist es wieder beliebt, wie weiland in Antwerpen dergleichen Anlagen zu bauen, nicht nur München, sondern auch Gelsenkirchen hält seine Schimpasen auf diese Weise, und ist in Frankfurt nicht ähnliches im Bau?
    (18.10.2007)
    Michael Mettler:   Und da komme ich wieder auf eine Frage zurück, die ich schon früher mal gestellt habe: Hat es irgendwo auf der Welt schon mal einen Fall gegeben, wo ein ins Wasser gefallener Menschenaffe sich durch Taue u.ä. Einrichtungen a, Grabenrand retten konnte, oder ist diese Möglichkeit bisher rein theoretischer Natur und mehr dem Prinzip Hoffnung (und reinerem Gewissen) geschuldet? So weit ich mich erinnere, hieß es bei allen Vorfällen, bei denen Zeugen zugegen waren, dass die Affen nicht mal einen Versuch machten, sich über Wasser zu halten, sondern einfach untergingen (Schock?). Was ja, nebenbei bemerkt, bei (menschlichen) Kleinkindern genauso sein soll.
    (18.10.2007)
    Saki:   Wozu dieser Elektrodraht gut sein soll verstehe ich nicht, denn dass Schimpansen dort drüber kommen hat uns Franzl bewiesen. Dieser Elektrodraht hintert nur ertrinkende wieder zurück auf's rettende Ufer zu gelangen. Wenn schon Wassergraben dann ohne diesen Elektrodraht aber mit Seilen im Beckenboden verankert, welche im Notfall benutzt werden könnten.
    (18.10.2007)
    Michael Mettler:   Zumindest in dem im Bild zu sehenden Bereich dürfte es einem Schimpansen schwerfallen, nach einem Sprung über den Elektrodraht auch den Weg zurück zu schaffen - selbst falls er noch zu einem solchen Versuch in der Lage wäre.
    (17.10.2007)
    Saki:   Für diejenigen welche die Anlage nicht im Kopf haben hier ein Bild von der Münchner Schimpansen Außenanlage.
    (17.10.2007)
    Sacha:   Bin beim Durchsehen meiner Hellabrunn-Sammlung über einen "Tierparkfreund" (ca. 90er) gestolpert, in dem als Neuzuzüger Spitzmaus-Langzüngler (Fledermaus) erwähnt werden. In meinen Jahresberichten konnte ich aber keinen entsprechenden Eintrag im Tierverzeichnis finden. Von wann bis wann lebten diese Tiere in München (Dschungelzelt)? Und warum wurde die Haltung beendet?
    (17.10.2007)
    Michael Mettler:   Ich habe zwar die Münchener Konstruktion nicht in Erinnerung (ähnlich wie in Leipzig?), aber ist die doppelte Absicherung Elektrozaun/Wassergraben nicht sogar ein doppelter Risikofaktor? Mir kam gerade ein Gedanke: Selbst wenn ein Affe es nach einem solchen Sprung schaffen sollte, sich über Wasser bzw. am Ufer zu halten, würde ihn doch der E-Zaun auch daran hindern, seine missliche Situation zu verlassen...?

    Auf diesen Gedanken kam ich, weil mir vor einiger Zeit mal jemand erzählt hat, dass auch der so genannte "unsichtbare Zaun" für Hunde zum Bumerang werden kann. Bei diesem Prinzip wird - wenn ich die Technik richtig verstehe - eine Leitung im Boden versenkt (z.B. quer unter einer Zufahrt zum Haus), und der Hund trägt eine Art Empfänger am Halsband. Nähert er sich dem "unsichtbaren Zaun", wird ein Kontakt ausgelöst und der Hund bekommt "einen gewischt" - was verhindern soll, dass er das Grundstück verlässt. Gerät nun aber ein Hund in einem Erregungszustand (ob Freude oder Aggression) versehentlich über die magische Linie, weil er in diesem Fall den "Schlag" kaum spürt bzw. in Kauf nimmt, ist ihm prompt die Heimkehr in sein erlaubtes Gelände verwehrt, denn auch bei diesem Versuch wird er per Stromschlag bestraft...
    (16.10.2007)
    Ralf Sommerlad:   Mit oder ohe Elektrozaun: Kein Wassergraben für Menschenaffen! Wie gefährlich Wassergräben sind, wissen wir doch schon seit Jahrzehnten, und das Menschenaffen lernen, Elektrozäune zu überwinden, sollte nicht verwundern.
    (16.10.2007)
    IP66:   Das ist ein Beleg dafür, daß sich Schimpansen nicht hinter Elektrozäunen halten lassen und daß Anlagen mit Trockengraben wie in Krefeld nicht so unfallträchtig sind wie die sehr dekorativen Wassergräben in München.
    (16.10.2007)
    Tierpark München Hellabrunn:   Hellabrunn trauert um den Schimpansen „Franzl“

    Bei einem tragischen Unfall ist „Franzl“, der Chef der Schimpansengruppe im Tierpark Hellabrunn, ums Leben gekommen. Der am 30.04.1985 geborene Schimpansenmann ist im Wassergraben, der die Außenanlage von dem Besucherbereich trennt, ertrunken. Rätselhaft ist es, was ihn dazu gebracht hat, über die Elektrozaunabsperrung ins Wasser zu springen. Möglicherweise fühlte er sich durch einen Besucher provoziert und wollte seine Familie verteidigen. Seit der Inbetriebnahme des Urwaldhauses vor sechs Jahren, ist ein derartiges Verhalten bei den Schimpansen niemals beobachtet worden.
    „Franzl“ war eine herausragende Tierpersönlichkeit und der Liebling vieler Besucher. Als Handaufzucht hatte er eine besondere Beziehung nicht nur zu seinen Gruppenmitgliedern, sondern auch zu den Personen, die ihn betreuten. Er suchte an der Scheibe immer gerne Kontakt zu seiner menschlichen Fangemeinde und forderte Kommunikation ein.
    Der tragische Unfall hat im Tierpark Hellabrunn Trauer und Entsetzen ausgelöst. Da von den Tierparkmitarbeitern niemand den Vorgang beobachtet hat, sind wir für Hinweise von Augenzeugen des Vorfalls dankbar (bitte melden unter Tel. 089/62508-11 oder office@tierpark-hellabrunn.de).
    (16.10.2007)
    Affenfan:   Es gibt nur noch ein adultes Pavianmännchen in München ? Oh nein. Was ist mit den anderen geschehen?
    (01.05.2007)
    Chris:   War gestern in Hellabrunn und sah bei den Mantelpavianen nur ein ausgewachsenes Männchen(?), aber einige Halbstarke.
    (30.04.2007)
    Slothlemur:   @ Sven P. Peter
    Das Schild kenne ich jetzt zwar nicht aber es wurde schon öfters bei Führungen angesprochen. Ich hatte sogar mal das Glück einen von mir stehen zu haben. Also außerhalb vom Gehege.
    (15.04.2007)
    Sven P. Peter:   Nach meiner Erinnerung steht am Gehege sogar ein Schild, das die Muntjaks nachts frei im Park herumlaufen, da sie den Graben einfach durchschwimmen.
    (14.04.2007)
    Shensi-Takin:   Na, der Wasserfall(bzw. Wasserfällchen) dient wohl eher dekorativen Zwecken. Die Muntjaks überlegen es sich aber immer recht lange, ob sie zur Halbinsel rüberschwimmen sollen;). Der Elektrozaun bietet ihnen ggf. zusätzlich ein wenig Schutz, sollte Herr Takin mal ungehalten werden.

    (13.04.2007)
    Slothlemur:   Wan genau war den das mit der Fehlgeburt??Die Muntjaks haben zudem eine kleine Insel als Rückzugsmöglichkeit, falls es doch mal zu Konflikten kommen sollte.Zudem wurde ein kleiner künstlicher Bachlauf im Takin Gehege installiert.
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Danke für die Info bzgl. Rotterdam. Ohne überheblich klingen zu wollen: die genannte Konstellation hätte ich persönlich nicht ausprobiert; dazu sind sich Takin & Goral hinsichtlich Raumnutzung zu ähnlich-und Rhesusaffen zu laut und zänkisch. Dass da den sonst eher ruhigen Takinen(wahrscheinlich v.a. der/die Bulle(n)) irgendwann mal der Kragen geplatzt ist, wäre zu erwarten gewesen. Die Münchner Kombi Takin & Muntjak sieht hingegen bislang ganz gut aus-u.a. vermutlich wegen des beiderseits eher ruhigem Naturells und des deutlicheren Größenunterschieds.

    (13.04.2007)
    Michael Mettler:   Rotterdam hatte seine Takine mit Roten Goralen und Rhesusaffen vergesellschaftet. Das mit den Goralen soll nicht funktioniert haben und dementsprechend von kurzer Dauer gewesen sein. Die Rhesus sah ich selbst noch auf der Anlage, hörte aber auch, dass es selbst zwischen den beiden verbliebenen Arten mehr Stress gegeben haben soll als es dem Zoo lieb war. Vielleicht sind da versteckter lebende Gehegepartner a la Muntjak, Moschustier & Co. wirklich eine passendere Wahl.
    (13.04.2007)
    IP66:   Im wuppertaler Gehege liegen einige Äste herum - ich habe allerdings nur gesehen, wie sich die Tiere mit den Vorderbeinen darauf stellten oder versuchten, sie aus der Verankerung zu lösen, selbst das Jungtier ist nie mit allen vier Beinen auf irgend etwas geklettert. Ich könne mir allerdings vorstellen, daß man bei der Möblierung kleinerer Anlagen auch deshalb vorsichtig ist, weil es sich von einem erhöhten Standpunkt aus besser über einen Zaun klettern läßt - jedenfalls ist die frankfurter Takinanlage ja dergestalt massiv mit Stromdrähten gesichert, daß man sich wundert, daß man die Vorbewohner des Geheges ohne diese Maßnahmen nicht ständig auf den Besucherwegen angetroffen hat.
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Na, aber was bedarf es, um überhaupt auf den Ast zu klettern bzw. dort länger & sicher zu verweilen? Richtig-der passenden Anatomie; und da hat bei derart glattpolierten "Riesenstäbchen" wie in Hellabrunn der Aff' den Vorteil.
    Was beim Takin aber bedacht werden sollte: da ist deutlich mehr Gewicht & Statur dahinter als bei Schneeziege, Serau, Gämse u.a.; dementsprechend kann ich mir vorstellen, dass eine derart üppig "nach oben" konstruierte Gehegestrukturierung für Takins weitaus stabiler & großräumiger als für die anderen Arten sein müsste. Und da sich die Takins in freier Wildbahn auch des öfteren in Täler begeben und im Zoo auch mit einer ebenen Fläche durchaus zufrieden sind, kann ich mir ebenso erklären, warum die meisten Takin-Gehege eher "Flachlandcharakter" haben.
    Überhaupt: was die Gestaltung von Takin-Gehegen angeht, habe ich bislang wenig Phantasievolles entdecken können. Allein bei der Vergesellschaftung mit anderen Tieren-da hat München mit o.G. durchaus mal was interessantes probiert. Ggf. ließen sich da noch andere Kombis überlegen-etwa mit Schopfhirschen, Kranichen, Makaken, Gibbons, Moschustieren, Kleinen Pandas(natürlich nicht alles auf einmal) oder-Traum aller Träume-ein "Mixed-Species" Gehege mit Goldenen Takins & Goldstumpfnasen; für letztere könnte dann idT eine "obere" Gehegeebene geschaffen werden-z.B. mit "Riesen-Mikado"-Stäben.;)
    Aber ich schweife ab...zzT
    (13.04.2007)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Es ging doch um die Tragfähigkeit von Kletterästen und das Gewicht (nicht die Anatomie) ihrer Benutzer?
    (13.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Takins & Gorillas? Warum nicht dementsprechend ebenso Gibbons und Markhore, Thare mit Krallenäffchen oder Schneeziegen und Eichhörnchen miteinander vergleichen? Mit Verlaub: es besteht-allein schon anatomisch gesehen-ein deutlicher Unterschied zw. einem Huftier und einem Primaten resp. arborealen Nager-allein schon der Supination/Pronation der Gliedmaße wegen; so gut auch Takin, Schneeziege & Co. klettern können-hinsichtlich der Gehegegestaltung herrschen da etwas andere Gegebenheiten & Ansprüche vor als bei o.g. Arten. Eine Gebirgswiederkäuern angepasste, sozusagen "3D" Nutzung der Gehegefläche durch Ausbau weiterer Gehegeebenen in die Höhe wäre indes gerade bei kleineren Flächen überdenkenswert. Hierbei müsste aber auch der damit veränderten Sprungmöglichkeiten samt Ausbruch-/Verletzungsgefahr bedacht werden.
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Viel Ausstattung gibt es da meiner Erinnerung nach nicht, zumal die geringe Fläche kaum etwas in dieser Richtung erlaubt.....
    (12.04.2007)
    Carsten:   Die Wuppertaler Takine leben zumindest in Hanglage, an die Ausstattung der Anlage kann ich mich im Moment nicht mehr so recht erinnern...
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Ob nun drei Gorillas nebeneinander auf einem Ast (oder einem Klettergerüst) sitzen oder ein Takin drauf steht, macht wenig Unterschied. Und trotzdem bekommen Gorillas Klettermöglichkeiten (oder sollten es zumindest).... Ein "Riesen-Mikado" wie im Münchener Urwaldhaus könnte ich mir z.B. auch auf einer Takin-Anlage vorstellen und wäre nicht überrascht, wenn die Tiere - auch und vor allem die Kälber - es nutzen würden.

    Schon interessant, dass Takine in unseren Zoos überwiegend "flach" gehalten werden. Haben die Rotterdamer Tiere eigentlich die alte Kunstfelsanlage in der Höhe genutzt? Ich sah sie vor Jahren leider an einem heißen Tag, und da lagen sie japsend im Schatten und vermieden jede unnötige Bewegung.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   @MM: Takins sind zwar durchaus flexibel, was das Klettern angeht-aber sind das unseren heimischen Äste auch? Bei bis zu 350 kg Tiermasse(nicht eingerechnet, dass da mehrere Tiere auf einen Ast stehen) würde ich das Risiko zugunsten der Takine(und Äste;) nicht unbedingt eingehen. Man bedenke auch der Besucher: wie die erschrecken würden, wenn da plötzlich ein 350 kg Tier vom Baum plumpst! Das wollen wir den armen Leutchen(und Bäumen) doch lieber nicht zumuten, oder? ;)
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Das mit den Kletterästen für Takine wäre zumindest einen Versuch wert. Ich denke da an Dittrichs Schilderung, dass der in den 60ern kurzzeitig in Hannover gehaltene Takin gern oben auf der Trennwand zweier Stallboxen stand.... Das bärenartige Aussehen scheint über die Gewandtheit hinweg zu täuschen, ähnlich wie bei Schneeziegen.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   Auch wenn manchmal ein anderer Eindruck entstehen mag-Auswilderungen v.a. größerer Säuger sind eher die Ausnahme denn die Regel. Bei den Takins z.B. ist eher die Bewahrung der schrumpfenden Habitate von Bedeutung.
    Was auffällt: womöglich dank den Berliner Zuchterfolgen ist der Mishmi-Takin in Europa keine Rarität mehr; die anderen Unterarten sind hingegen weitaus seltener vertreten, wobei mW die Sichuan Unterart in den USA und CDN häufiger gehalten wird; die Bhutan Unterart habe ich bislang noch nicht in einem Zoo gesehen. Da die Tiere nicht gerade kleinwüchsig, besonders "publikumswirksam" und v.a. die Bullen im Umgang nicht eben ungefährlich(wie ich aus eigener Erfahrung weiß) sind, verwundert es nicht, dass die Kapazitäten für diese wie auch die anderen Unterarten in den Zoos irgendwann erschöpft ist. Dennoch erscheint es mir sinnvoller, "überschüssige" Exemplare zu euthanasieren (und ggf. zu verwerten) als sie in schlechte Haltungen unterzubringen.
    Was die "Klettermöglichkeiten" angeht-zum Klettern auf Bäumen & Ästen dürften Takins eher etwas zu stämmig gebaut sein...;) Im Ernst: Strukturierungen des Geheges mit Felsen, Baumstämmen etc. kommen Takins-wie auch anderen Tieren- durchaus zugute.

    (12.04.2007)
    Stefan:   Zu den hier gemeldeten Tötungen der überzähligen Takin-Nachzuchtbullen: Es ist noch gar nicht einmal so lange her, dass deutsche Zoos freudig jede erfolgreiche Nachzucht dieser Tierart vermeldeten. Die Anfänge der tiergärtnerischen Takin-Nachzuchtwelle machte der TP Berlin, dem sich schließlich immer mehr Haltungen angeschlossen haben. Interessant zu sehen, dass die Kapazitätsgrenzen für diese Art in so kurzer Zeit bereits erreicht zu sein scheinen. Gibt es keine Alternative wie Auswilderungen in Schutzgebieten?
    (12.04.2007)
    Jonas M.:   Danke für die Information. Wann war die Fehlgeburt??? Ich meinte mal gelesen zu haben, dass die Tiere auch kletter möglichkeiten brauchen. Das mit dem Tierpark wusste ich gar nicht.
    (12.04.2007)
    ?:   Eine Geburt bei den Takinen gab es bereits,es war aber eine Totgeburt. So schlimm finde ich die Anlage nicht, keinesfalls ist sie schlechter als beispielsweise die neuen Takin-Anlagen im Tierpark Berlin. In drei deutschen Zoos mußten bereits überzählige Nachzuchtbullen geschlachtet werden, weil sich keine Abnehmer für sie gefunden haben.
    (12.04.2007)
    Shensi-Takin:   Soweit ich weiß: 1,2
    Der mangelnde "Kindersegen"-v.a. im Vergleich zum benachbarten Augsburg, wo fast ständig gekalbt wird-ist idT erwähnenswert, dürfte aber mit dem Alter der Münchner Tiere bzw. der Gruppenkonstellation zusammenhängen; die Kombi mit den Chin. Muntjaks & Schwanengänsen finde ich allerdings durchaus gelungen.
    (12.04.2007)
    Jonas M.:   Weiß jemand von euch welches Geschlecht die drei Takine haben?? Ich habe leider noch nie mit bekommen, dass sie gezüchtet haben. Zudem ist die Anlage auch nicht wirklich Takin freundlich finde ich.
    (12.04.2007)
    Michael Mettler:   Merkwürdig ist es doch eigentlich nur, wenn ein Pfleger über seine "eigenen", aktuell vorhandenen Tiere nicht Bescheid weiß - soll es ja auch geben. Ein guter Tierpfleger = Praktiker kann er trotzdem sein, und das ist noch immer die Hauptsache!
    (06.04.2007)
    Shensi-Takin:   Da muss ich Herrn Mettler recht geben; ich kam zufällig an dem betreffenden Pfleger in Hellabrunn vorbei, der gerade eine Gruppe Journalisten ob der neu eingetroffenen Eselspinguine unterwies. Als die Rede dann auf die Haltung von Königs-und Kaiserpinguinen fiel, dachte ich mir-probierst Du einfach mal Dein Glück, womöglich hat da das eine oder andere wissensdurstige Mitglied dieses Forum was davon; vielleicht weiß der betreffende Tierpfleger zufällig Bescheid. Wusste er zwar nicht, aber war dennoch ein netter Kerl, der das eine oder andere Interessante erzählen konnte.
    (06.04.2007)
    Michael Mettler:   Obwohl ich auch schon entsprechende Erfahrungen mit Pflegern gemacht habe wie ?, muss ich doch fairerweise sagen: Das gibts doch wahrscheinlich in jedem größeren Betrieb irgendeiner Branche. Wer in einem Kaufhaus, einer Behörde oder einer Klinik arbeitet, bekommt ja auch nicht zwangsläufig alles mit, was in einer anderen Abteilung/Station passiert - ganz abgesehen davon, ob es ihn/sie überhaupt interessieren würde. Und man frage mal in einem Kaufhaus, ob sie einen bestimmten Artikel vor dem 2. Weltkrieg im Sortiment hatten... :-)
    (06.04.2007)
    Sebastian Dahl:   Hier zwei Artikel, die mit Eisbären zu tun haben und Bilder aus dem Scandinavisk Dyrepark enthalten:
    http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Kolter_S_155_1761.pdf
    http://www.zoo-koeln.de/fileadmin/images/aktuelles/Schiedges_S_179_196.pdf
    (05.04.2007)
    ?:   @Niedersachse. Der Park hat einen unaussprechlichen Namen, irgendwie mit Skaninavie Dierenpark oder so ähnlich. Habe ich auch noch nie zuvor etwas davon gehört, dem Namen nach zu urteilen, hat er wohl überwiegend nordische Tierarten.
    @Shensi-Takin. Leider ist das die Erfahrung, die ich schon überraschend oft gemacht habe,und manchmal habe ich das Gefühl,das es Tierpfleger gibt, die sich gar nicht dafür interessieren,was sich außerhalb ihres Reviers im eigenen Zoo so tut.Wie oft hieß es,wenn ich jemanden etwas fragte."Tut Mir Leid, nicht mein Revier."
    (05.04.2007)
    IP66:   Mir wäre eine zweite Teilungsmöglichkeit der nürnberger Anlage ganz recht gewesen - wobei ich dran erinnere, daß die Karlsruher trotz neuer Anlage an ihre Zuchterfolge auf der alten Anlage -einer der von "?" kritisierten - bislang nicht anknüpfen konnten.
    (05.04.2007)
    cajun:   Ich finde die Eisbärenanlage in Nürnberg- von außen betrachtet- eigentlich sehr gelungen!
    (05.04.2007)
    Shensi-Takin:   @?: Bzgl(Zitat): "Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dürfte in den seltesten Fällen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert." Na, besten Dank für derlei weise Worte...Doch Ausnahmen bestetigen mitunter recht löchrige Regel-und dementsprechend versuchte ich einfach mein Glück.
    (05.04.2007)
    Niedersachse:   @?: Welcher Zoo in Dänemark ist das denn??
    (04.04.2007)
    ?:   Einen Tierpfleger nach Tieren zu fragen, die vor dem 2. Weltkrieg in seinem Zoo gehalten wurden,dürfte in den seltesten Fällen Erfolg haben, viele wissen nicht einmal, was AKTUELL in ihrem Zoo passiert ( Echt ? Wir haben Nebelparder ? )
    Habe heute tolle Bilder von einer 2006 eröffneten Eisbären-Anlage in einem dänischen Tierpark gesehen, 2,5 HA !!!! Naturboden und ein Badebecken, so groß wie 3 deutsche Elefantenhäuser zusammen....Ich glaube, ich schaue mir in keinem deutschen Zoo mehr Eisbären an.Schade,das solche Anlagen nur in ausländischen Zoos möglich sind.Hierzulande müßen die Tiere ja in blödsinnigen, terrassierten "Beton-Eisberg-Anlage, inklusive Absturzgefahr, hinvegitieren. Und soetwas nennt sich dann ein"Fortschritt"in der Eisbären-Haltung,Ha,Ha. Für die Besucher-Optik vielleicht, für die Bären NICHT. Dazu man nach Dänemark fahren.
    (04.04.2007)
    Shensi-Takin:   München-News: 10 Eselspinguine aus dem Loro Parque mit den Königspinguinen vergesellschaftet; des weiteren ostafrikanische Höhlengrillen & Peruanische Gespenstschrecken im Schildkrötenhaus; die dortige Bulldoggenameisenkolonie scheint sich aufzulösen...

    Zu der Frage bzgl. der Kaiserpinguine aus Berlin zur Zeiten des WW2 wusste der Pfleger nichts zu sagen; "Kaiserpinguine in München? Nie und nimmer!"
    (04.04.2007)
    Michael Mettler:   Seien wir doch froh über den Knut-Trubel. Die letzten Nachrichten, die sich überregional mit Eisbären befassten, kamen schließlich aus Bremerhaven und waren alles Andere als positiv...
    (26.03.2007)
    Frank-Walter Büschner:   Ja, die Münchner sind nicht doof, wenn sie Glück haben, bekommen sie ja vielleicht doch noch etwas von der "Knut-Mania" ab, versuchen kann man es ja mal ;-)
    (26.03.2007)
    Sven P. Peter:   Dann hätten aber auch Mutter und Sohn gezüchtet, oder von wem war damals "Lars"?
    (26.03.2007)
    Slothlemur:   Hallo habe heute in der Münchner Tageszeitung einen Artikel gelesen, das endlich wieder ein Männlicher Eisbär in den Zoo kommt. Nachdem ja jahrelang Mutter und Sohn gehalten wurde und in diesem oder letzten Jahr leider der Sohn gestorben ist.
    (26.03.2007)
    Shensi-Takin:   @Ronald Masell: Mit Verlaub, die Angabe der Bücher via Amazon erfolgte allein der Einfachheit halber; so konnte "Okapi" die benötigten Daten(Autor, Verlag, ISDN-Nummer etc.) besser erfassen. Wo wer welche Bücher kauft, sollte jedem selbst überlassen werden.
    @Okapi: Den Fowler muss man nicht zwangsläufig kaufen; in der Veterinärmedizinischen Bibliothek von München z.B. stehen einige Exemplare zur Ansicht & Kopierzwecken bereit. Die veterinärmedizinische Abteilung von Nürnberg z.B. hat ihn sicher auch im Schrank stehen...;)
    (14.03.2007)
    Ronald Masell:   He Leute, warum fragt Ihr nicht beim Doc nach?
    Zufälligerweise verkauft er auch Bücher!
    Das Forum macht er nebenbei und nicht hauptberuflich.
    amazon ist schon dick genug im Geschäft.
    (14.03.2007)
    Okapi:   Vielen Dank Shensi-Takin. Das Fowler Buch kann ich mir beim besten Willen nicht leisten.
    Das andere werde ich mir bestellen. Danke!
    Dann wird das bestimmt der Zoo gewesen sein!
    1863-1866. Dachte den hätte es länger gegeben!
    (14.03.2007)
    Shensi-Takin:   @Okapi: Was Fowler angeht: das ist sozusagen ein Zootiermedizin-"Guru";) und als Herausgeber ebensolcher Fachbücher/-beiträge bekannt. S.a.:
    http://www.amazon.de/Wild-Animal-Medicine-Murray-Fowler/dp/0721694993/ref=sr_1_8/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books-intl-de&qid=1173885014&sr=8-8

    Was die Münchner Zoos angeht, so gibt es dafür das Buch "Nilpferde an der Isar": da steht alles drin-auch über den 2. Münchner Zoo.
    http://www.amazon.de/Nilpferde-Isar-Michael-Kamp/dp/3934036198/ref=sr_1_1/303-6531345-4279436?ie=UTF8&s=books&qid=1173885187&sr=8-1
    (14.03.2007)
    Okapi:   Danke Shensi-Takin.
    Aber gab es da nicht einen bis ca. 1900?
    Und länger als 3 jahre?

    @Shensi-Takin: Off Topic *entschuldigung* Sie haben im Thread Zulassungsarbeit über die Pinselohrschweine und dessen Krankheiten was geschrieben und siehe Fowler darunter gesetzt. Könnte ich bitte eine genauere Quelle bekommen? Ich finde unter dem Namen Fowler nichts wertvolles.
    (14.03.2007)
    Shensi-Takin:   Nun, der Zoo von Benedict von 1863-66 lag ganz in der Nähe der Münchner Tiermedizinischen Fakultät im Englischen Garten; ein winziger Bruchteil davon, nämlich ein Überrest der "Eulenburg", ist noch vorhanden.
    (14.03.2007)
    Okapi:   Weiß jemand wo genau der alte Tierpark in München war?
    Ich habe irgendwo mal gelesen Bogenhausen. Stimmt das? Wo dort genau?
    Und von wann bis wann gab es ihn dort?
    Wer hat den betriben? Privat? Die Stadt?
    (14.03.2007)
    Michael Mettler:   Nun ja, statt der Giraffen hätten sich dann eben Nashörner im Warmhaus gedrängelt, das wäre mindestens genauso eng geworden.

    Welche Afrika-Anlage ist denn für die Giraffen angedacht, die Zebraseite oder die Mhorrgazellenseite?
    (12.02.2007)
    Langhals:   Sehr bedauerlich , denn dieses Konzept klingt phantastisch. Im Übrigen sollen iregndwann die Giraffen auf die Afrika-Anlage kommen, das Haus dazu soll auf aber nicht auf die Polariums-Seite kommen, sondern auf die andere Seite des Baches und soll etwas tiefer gelegt werden , da auf dieser Seite des Auer Mühlbaches die Gebäude eine gewisse Höhe nicht überschreiten dürfen. Es ist auch dringend notwendig , die Giraffenhaltung zu verbessern. Kaum zu glauben, das im Warmhaus teilweise bis zu 8 Giraffen gehalten wurden.
    (12.02.2007)
    Michael Mettler:   Ich erhielt gerade eine Kopie des Münchener Jahresberichtes für 1973, der einen Generalausbauplan enthielt - der Entwurf weicht teilweise erheblich von der späteren Verwirklichung ab.

    Z.B. hätte das Warmhaus tatsächlich ein reines Dickhäuterhaus werden sollen, denn auf diesem Masterplan steht auf der Giraffenfläche "Ind. Nashorn" und auf der Fläche der heutigen Elefantenbullenanlage "Afrik. Nashorn" - dazwischen steht das "Zwe." mit Sicherheit für Zwergflusspferd. Für das damalige Nahornhaus findet sich als Planung "Kaffernbüffel", die Giraffen hätten zusammen mit Zebras und Antilopen auf der jetzigen Mhorrgazellenanlage unterkommen sollen, zwischen den beiden großen Afrika-Anlagen wäre ein begehbares Giraffenhaus entstanden.

    Ebenfalls begehbar war ein Pinguinhaus im neuen Polarium geplant, und neben der Eisbäranlage sollte ein Vogelfelsen entstehen, neben den Robbenanlagen dafür die Gehege für Moschusochsen und Rentiere.

    Amerika wäre etwas vielfältiger geworden: Für die Bisonanlage waren als Zweitbesatz Gabelböcke geplant. Statt der Großvoliere hätte es Gehege für Weißwedelhirsche, Pumas, Jaguare (mit eigenem Raubtierhaus für diese beiden Arten, Mähnenwölfe und Tapire/Capybaras sowie ein begehbares Amerikahaus gegeben. Auf der Fläche der Wolfsanlage hätten "amerikaseitig" ein Wapitigehege und kleine Anlagen für Waldhunde, Otter und Waschbären entstehen sollen, "europaseitig" solche für Füchse, Dachse und Luchse. Gegenüber den "Auerochsen" waren Wildschweine eingeplant, für die Storchenwiese die "Tarpane", statt der Gemsen Mufflons und Rehe (die Rehanlage wäre fast dreimal so groß geworden wie das Wapitigehege...). Den Elchen wäre eine Wolfsanlage vorgelagert gewesen (also neben den Braunbären).

    In Asien wäre neben Nilgau & Co. ein begehbares Asienhaus gebaut worden, an das zur anderen Seite ein Gehege für Onager/Kropfgazellen anschließen sollte, daneben dann noch eins für Davidshirsche. Die jetzigen Kiang- und Yak-Anlagen waren für Barasinghas und Sambars gedacht. Statt der heutigen Villa Dracula hätte es eine Greifvogelvoliere geben sollen, und außen herum wären wie heute Gebirgswiederkäuer, allerdings geografisch den angrenzenden Parkteilen zugeordnet: Alpensteinböcke und Gemsen für Europa, Sibirische Steinböcke, Markhore, Argalis und Tahre für Asien.

    Bleibt also festzustellen, dass neben einigen verwirklichten Plänen (z.B. Przewalskipferde, Elche, neues Polarium, neues Affenhaus, Australienbereich, Geparden- und benachbarte Antilopenanlage) sehr viele Ideen nicht über das Planungsstadium hinaus kamen.
    (12.02.2007)
    ?:   Die Karlsruher Eisbären-Anlage ist eben nicht perfekt , der Naturbodenteil ist viel zu groß,die Tiere nutzen ihn nicht. Den hätte man besser betonieren sollen. Ist harter Boden für Bären nicht ohnehin besser als Naturboden, gerade für Eisbären, die in der Freiheit ja auf harten Eisschollen laufen ? Das obere Badebecken hätte man noch höher machen müßen, damit die Tiere, wenn sie beim Spielen in das untere Becken fallen, sich beim Aufschlagen auf der Betonkante noch mehr verletzen. Ironie beiseite, die Anlage ist furchtbar. Terrassierte , betonierte Eisbären-Anlagen, Kopfschüttel.Wenn ich den Eisberg im Wald sehe, mit seinem Gittertor, denke ich,da fehlt nur noch die Titanik.
    (22.01.2007)
    IP66:   Ist denn die Struktur der heutigen Afrika-Anlagen der von 1958? Beim Nashornhaus finde ich die Einbindung in den Landschaftspark durchaus gelungen, daß ja die kalte Raubtierstation der NS-Zeit anschließt, also ohnedies ein architektonisch sinnvoll gegliedeter Bereich vorlag.
    (22.01.2007)
    Dennis K.:   Passt nicht ganz hier herein.. aber zu den Eisbnären: Ist da die Karlruher Anlage nicht perfekt? Ich finde, das dies die optimalste Eisbärenanlage Deutschlands ist. Große Fläche, Unterwassereinblick, Beton und Naturboden und zashlreiche Spielmöglichkeiten sowie zwei abtrenngehege.
    (20.01.2007)
    Shensi-Takin:   Hat man einen alten Tierparkführer von Hellabrunn(z.B. wie der just vor mir liegende von 1958), so kann man nur bewundernd-bedauernd mit der Zunge schnalzen; schöne Anlagen für Wiederkäuer(z.B. Weißschwanzgnus) samt interessanter Artenpräsentation/-kombination sowie fortschrittlichem Gedankengut im Klappentext(statt seltener Einzeltierkollektion sozial funktionierende Tierverbände, weitgehend linientreue Befolgung des zoogeographischen Konzepts etc.). Auch der damalige Gedanke, einen Haustierbereich in Zusammenarbeit mit der tiermedizinischen Fakultät zu errichten, ist sehr ansprechend. Zum Schmunzeln lädt nur der Passus ein,d emzufolge man bessere Fotos erzielt, wenn ein Bekannter die Tiere anfüttert...;) Wie oft es damals wohl zu Kolik-Vorfällen gekomen ist? Von diesen alten Anlagen hat München zwar durchaus noch einiges zu bieten und erhalten-etwa z.B. die Mhorrgazellen-oder Nyala-Anlage(wobei bei beiden der Besatz rel. neueren Datums ist), die Großvoliere, das ehemalige Holten-Haus aka "Villa Dracula" mit seiner orginellen Nager-Gemeinschaftsvergesellschaftung usw.; doch in anderen Aspekten muss ich meinen Vorrednern recht geben. Die Tierhäuser-mit Ausnahme des Riesenschildkrötenhaus, das ich durchaus recht gelungen finde(obwohl hier stattdessen vielleicht das Thema "Inselfauna" konsequenter verfolgt werden könnte & die Beschreibungen Lücken aufweisen) passen sich wirklich nicht harmonisch in die Umgebung ein(von ihrer "Zweckdienlichkeit" wurde anderweitig schon gesprochen), die aufgrund praktischer Gründe sicher nicht konsequent durchhaltbare, aber didaktisch gesehen leider nicht linientreue Einhaltung der "Geo-Zoo"-Idee sowie einiger Schwachstellen in der Haltung(nebst des Kinderzoos & Polarium z.B. auch die Gaur-Anlage)stimmt ein wenig wehmütig in einem ansonsten durchaus ansprechenden Tierpark in einer landschaftlichen schönen Umgebung samt interessanten heimischen Wildbestand(u.a. Eisvögel). Vielleicht hätte man sich in Hinblick auf die neuen Tierhäuser mehr auf eine bessere Eingliederung ins Gesamtbild sowie z.B. beim "Dschungelzelt" oder "Nashorn-Ufo"(ein wirklich putzig-kauziger, doch zutreffender Name;) mehr auf die Wünsche/Bedürfnisse der tierischen Dauerinsassen denn auf Besuchervorteile/"Futuristischer Look" orientieren sollen. Das finde ich z.B. im benachbarten Salzburger Tierpark Hellbrunn stimmiger umgesetzt. Anstatt alle alten Anlagen radikal mit möglichst architektonisch modernen Tierhäusern zu ersetzen, hätte man das eine oder andere vielleicht durchaus für die Mitgestaltung einer neuen, weniger "futuristischen" Anlage nutzen können. So hätten die Löwen von ihrer alten säulengeschmückten Anlage bei Erweiterung & Strukturierung letzterer wahrscheinlich mehr gehabt als von ihren jetztigen Rasenfleckerl samt ungenutzten Riesen-"Swimming-Pool".
    (19.01.2007)
    IP66:   Ich habe mich natürlich über den Abriß der historischen Raubtierterassen geärgert und fand das alte Raubtierhaus für seine Entstehungszeit recht elegant. Noch schlimmer finde ich allerdings das Galimathias, das mittlerweile zwischen Großtierhaus und dem Beginn der Afrikaanlagen entstanden ist - hier kann von Park keine Rede mehr sein, und Situation mit der historischen Achse war ungleich gelungener - zumal ja der Abriß auch damit begründet wurde, man wolle hier eine den Park verbindende Freifläche schaffen.
    Leider habe ich mich nie systematisch mit der münchner Zoogeschichte befaßt, ich kenne eigentlich nur die historischen Zustände von Großtier- und Raubtierhaus. Meine Kinderbesuche in München waren noch durch die Verzeihung! - faschistischen Altbauten geprägt, den alten Haustierpark jenseits der Menschenaffenstation, dieser selbst, dem erwähnten Raubtierhaus, dem Hortenhaus mit Vogelmassenhaltung etc. Es wurde gerade der Masterplan umgesetzt, bei dem das Polarium entstand - damals fanden es alle ganz umwerfend - aber auch die zahlreichen Huftierställe, die Braunbärenanlage, die Außenanlagen des Großtierhauses. Krönender Abschluß war das niedere Affenhaus, das allerdings schon nicht mehr im Polygon-Stil des Polariums gestaltet wurde, sondern ein wenig organischer und mit damals sensationell unaffälligen Glasbegrenzungen der Käfige.
    Rein architektonisch finde ich das Raubtierhaus innovativ, aber unbrauchbar - es versuchte, die Käfigreihen nach wuppertaler oder stuttgarter Muster durch die Zentralbauform, Glasabgrenzungen und die Gewächshaushalle zu neutralisieren, die Außenkäfige rezipieren die frühe Postmoderne vor der Kunstfelsenzeit. Das Nashornhaus kam für seine Gattung schon recht spät, es belebt allerdings den Zentralbaugedanken, wobei die meisten Ideen, wenn auch in anderer Form, schon im nürnberger Tapirhaus vorweggenommen werden. Haltungstechnisch ist es sicher problematisch, aber man darf nicht vergessen, daß der große Wandel in der Panzernashornhaltung so alt noch nicht ist.
    Auch wenn ich damit manchen unangenehm berühre, wofür ich um Entschuldigung bitte: Es ist wohl schon so, daß die meisten Großanlagen, vor allem im europäischen Zooteil, das Konzept von Lutz Heck und damit letztlich faschistische Ideen umgesetzt haben. Ich habe nie ganz genau eruiert, wie viel davon übrig ist und wie viel nur mit den neuen Ställen und Häusern umdekoriert wurde, denke aber, daß das eine interessante Aufgabe wäre. Ich hatte allerdings bei dem Matserplan der 60er und 70er den Eindruck, es ginge darum, möglichst viele Erinnerungen zu tilgen.
    (19.01.2007)
    Michael Mettler:   @Langhals: Wenn 1982 die Tierparkleitung schon in den gleichen Händen war wie heute, dann sind das aber auch nicht "wenige Jahre" (wie von dir im Nashornthread gesagt), in denen der Park umgestaltet wurde - 25 Jahre sind eine ganze Tiergärtnergeneration! Die Gnus waren auch 1982 schon weg, die Hirschsammlung existierte ebenfalls nicht mehr, und die Gebirgswiederkäuerkollektion hat sich in diesem Zeitraum nicht großartig verändert; meiner Erinnerung nach gab es damals zusätzlich noch Mähnenschafe (bei den Pavianen) und Kreta-Bezoarziegen (am Horten-Pavillon), dafür aber keine Schneeziegen. Statt Mesopotamischer Damhirsche und Abruzzengemsen gab es noch "gewöhnliche" Rothirsche und Alpengemsen, statt Panzernashörnern die allgegenwärtigen Breitmaulnashörner, statt Pinselohrschweinen die damals ebenfalls überall zu sehenden Zwergflusspferde, statt Netzgiraffen Unterartmischlinge.... Natürlich vermisse auch ich die eine oder andere Art, gerade bei den Antilopen, aber sooo sehr hat die "Qualität" des Tierbestandes seit meinem ersten Besuch nicht "gelitten". Allerdings hinterlassen bei einem Zoofan - da nehme ich mich nicht aus - die Abgänge etablierter Arten fast immer eine stärkere Wirkung als die Tatsache, dass dafür oft genug neue kamen.
    (19.01.2007)
    Langhals:   Wiesner muß 1982 schon an der Macht gewesen sein, dennoch war der Park damals schöner als heute,weil es die ganzen furchtbaren Neubauten noch nicht gab und die Parklandschaft auf der Warmhaus-Seite des Auermühlbachs intakter war als heute.Aber nicht nur wegen der Parklandschaft war Hellabrunn sehenswerter als heute, der Tierbestand war einfach vielflältiger, es gab mehr Antilopen,Hirsche,Rinder,Katzen,Gebirgswiederkäuer und Primaten zu sehen. Davon ist nicht mehr viel übrig, und heute hat auch Hellabrunn fast nur noch die Arten, die es in jedem Zoo zu sehen gibt. Auch haben sich die alten Anlagen viel harmonischer in die Parklandschaft eingefügt, die Nashorn-Anlage und die Rappenantilopen-Anlage ( dort steht heute die Kamel-Anlage )seien als Beispiele genannt. Zusammen mit dem Löwenhaus und der Gnu-Anlage bildete die Nashorn-Anlage einen harmonischen Abschluß des Parkteils Afrika, heute wird er abrupt von Kleinen Pandas unterbrochen und das Dschungelzelt und das Schildkrötenhaus zerstören das Gesamtbild. Anstelle dieser Häuser hätte ich das alte Löwenhaus abgerissen und gegen ein schlichtes, nicht sichtbares Haus für Löwen und Hyänen ( in getrennten anlagen )ersetzt, um am Ende von Afrika dem Besucher zwei der wichtigsten Beutegreifer Afrikas vorzustellen. Auch das Nashornhaus hätte ich gegen einen Neubau ersetzt, hätte aber aus Platzgründen wieder Spitzmaulnshörner angeschafft. Die Kamel,-und Yakanlagen hätte ich unangetastet gelassen und auch die Wasserbüffel hätte ich
    behalten, deren Anlage war landschaftlich eine der reizvollsten in Hellabrunn. Die Menschenaffenhaltung war sicherlich ein Knackpunkt, viel besser ist sie durch das neue, mißlungene Haus samt seiner beschämenden Außenanlagen nicht geworden. Natürlich war und ist das Polarium eine der furchtbarsten Tieranlagen in einem europäischen Zoo, eine Betonwüste, die schwere Athrosen bei den Eisbären verursacht hat,und viele Pinguinküken ihr Leben durch Ertrinken lassen mußten ,aber das ist ein anderes Thema, es geht ja nur um die Optik, und da ist dieser Komplex an Häßlichkeit kaum noch zu überbieten. Das alte Polarium hatte sicherlich tierpflegerische Mängel, diese sind aber im neuen Polarium genauso vorhanden, aber zumindestens optisch war das alte Polarium ansehlicher.Und wie erwähnt, der einstige , phantastische Tierbestand ist es, was ich so in Hellabrunn vermisse. Die so bösen Gnus, eine Traditionsart für Hellabrunn verschwanden genauso wie fast alle anderen Antilopen, von der einstigen Hirsch-Sammlung ist kaum noch etwas vorhanden und auch die meisten Gebirgswiederkäuer sind weg. Hellabrunn ist heute zwar auch noch sehr reizvoll, aber der gesamte Neubauteil inklusive Nashornufo hat den park verhunzt.
    (19.01.2007)
    Marco:   Nichts gegen Betonanlagen für Steinböcke ;-) Wie mir Frau Jantschke auf einer Führung in Augsburg erklärte, haben die Steinböcke auf der Betonanlage nie Probleme mit den Hufen. Nebenan, auf den Anlagen mit Naturboden, sei Moderhinke an der Tagesordnung und die Tiere müssten mindestens einmal jährlich narkotisiert werden.
    Über die Gestaltung kann man sicher streiten, wobei ich die Münchner Anlage garnicht so schlimm finde.
    (18.01.2007)
    Michael Mettler:   Ich greife hier mal die Bemerkung von Langhals im Nashorn-Thread auf, der Münchener Tierpark sei vor der Ära des jetzigen Direktors und des derzeitigen Architekten schöner gewesen. Ich bin zwar nicht im Bilde, wann die jetzige Direktionsära begann, mir aber ziemlich sicher, dass der Park bei meinem ersten Besuch 1982 noch unter anderer Leitung stand. War er damals wirklich schöner? Die Anlagen für Alpensteinböcke, Nubische Steinböcke (damals nicht mit den Pavianen zusammen gehalten) und Markhore waren z.B. Betonwüsten, in welche in Abständen einzelne Steinblöcke einbetoniert waren, wohl damit es wenigstens entfernt an einen Berg erinnerte. Kann man sich gut vorstellen, wenn man sich die heute noch bestehende Anlage für Alpensteinböcke in Augsburg ansieht. Mir ist klar, dass man Bergtiergehege früher aus Hygienegründen so gebaut hat, aber sie waren eben nicht schöner als heutige. Die Betonlandschaft des Polariums bestand auch damals schon. Ob man das alte Raubtierhaus "schön" nennen konnte, ist sicherlich Geschmackssache; ich mag das Dschungelzelt nicht sonderlich, weil es für meinen Geschmack zu künstlich für die naturnahe Parklandschaft wirkt (wie alle neueren Bauten), aber streng genommen galt dies für seinen ruinenartigen Vorgänger mit der Löwenbühne genauso. Die Menschenaffen (und nicht nur sie) saßen noch sämtlich in ihren "verglasten Badezimmern". Auch da sage ich: Die neuen Anlagen gefallen mir ganz und gar nicht - aber waren die alten "schöner"? (Zudem waren sie erheblich kleiner.)

    Zusammenfassend gesagt: Mit den neueren Bauten bin auch ich nicht glücklich. Aber dem Ruf "früher war alles besser" würde ich mich nach dem damals Gesehenen nicht anschließen.
    (18.01.2007)
    Shensi-Takin:   MW wurde die Anlage am 20.10.2001 für die Besucher eröffnet. Nachzulesen auf dem Link, Bereich "History"
    (11.01.2007)
    IP66:   Gibt es für Detroit irgendeine Datierungsmöglichkeit? Köln ist in Sachen Eisbärenhaltung recht spannend, weil dort bei einer der ersten Bärenfreianlagen nach dem Krieg eine konsequent abstrakte Gestaltung umgesetzt wurde. Rotterdam kommt als Vorbild nicht in Frage, und andere kenne ich nicht. Nürnberg gehört nicht in die Reihe, weil es sich um eine in den vorhandenen Fels integrierte Anlage handelte bzw. handelt.
    Mir gefällt die Unterwasserbeobachtungsmöglichkeit in Wuppertal recht gut, weil sie hochintelligent in das Nordlandpanorama geschachtelt wurde und den Besucher erkennen läßt, wie geräumig diese doch so kompliziert geschnittene Anlage ist.
    (11.01.2007)
    Shensi-Takin:   @Langhals: Wie sagte doch schon Goethe-"Ironie ist das Körnchen Salz, das das Aufgetischte überhaupt erst genießbar macht." Allerdings sollte man davon absehen, unbedingt jedes Gericht unnötig zu salzen; das macht das Ganze sonst für jeden ungenießbar und schlußendlich nur unbekömmlich.

    Wie das ";)" am Ende ebenjenes Satzes zeigt, war dieser humorvoll gemeint. Dementsprechend wäre zu verstehen gewesen, dass dies nicht als Erziehungsmaßnahme gegenüber untätigen Tierpflegern gewertet werden sollte.

    Vielleicht täte es Not, in weiterer Zukunft derlei "Salzbeigaben" zu reduzieren; sie bringen auf Dauer wirklich mehr Schaden denn Nutzen. TIA
    (10.01.2007)
    Langhals.:   Stimmt. Wenn ich in einem Zoo ein verdrecktes Wasserbecken sehe, kann das nur damit zu tun haben, das die Pfleger ihrer Reinigunspflicht nicht nachkommen.Wie schön, das es Mittel und Wege gibt, die faulen Tierpfleger zu ihrer Arbeit zu zwingen.
    (10.01.2007)
    Shensi-Takin:   Was die Vergesellschaftung von mehreren Eisbären angeht: erst kürzlich las ich in einer Tierschutz-Studie, dass diese Haltungsform durchaus vorteilhaft für Eisbären sein kann; so würde ein weiterer Stimulus zur Aufwertung der eher reizarmen Zooumwelt durch intraspezifische soziale Interaktion geliefert-was allerdings (wie auch bei anderen Arten) manchmal auch arg schief gehen kann...
    Was die "Eisschollen"-Skulpturen etc angeht-auch das ist z.B. in der erwähnten Detroit-Anlage für mich eher ein Minuspunkt-und in Nürnberg eher positiv zu bewerten. So zeigen derlei Anlagen mit größerer Naturbodenfläche dem Besucher, dass Eisbären nicht fortwährend in einer sterilen "Eis"-bzw. Betonwüste leben; den Tieren werden so mehr
    Beschäftigungsmöglichkeiten
    (verschiedene Substrate zum Graben, Erkunden etc.)und erhöhter Komfort(Möglichkeit des Ausweichens auf verschiedene Liege/Laufflächen...) geboten. Ich erinnere mich in diesen Zusammenhang auch an eine ältere Aufnahme, in der eine(kaum als solche erkennbare)Eisbärin quietschvergnügt
    durch ein Naturgehege in einen frz.(?) Zoo turnte.
    Was Unterwasseransichten angeht: solange das Tier davon nicht negativ betroffen ist, sehe ich darin wenig Schwierigkeiten. Nicht selten hatte ich den Eindruck, dass manch ein Eisbär dies auch als weitere Spielmöglichkeit via Besucherinteraktion nutzte-siehe auch letzteren von mir erwähnten Youtube-Link. Des weiteren sind die Pfleger so indirekt zu einer besseren Pflege des Wasserteils gezwungen...;) Im Ernst: ich halte die Option, Eisbären unter Wasser zu beobachten, für eine zoopädagogisch durchaus wertvolle Tierpräsentationsmöglichkeit.
    (10.01.2007)
    IP66:   So glücklich bin ich mit der nürnberger Eisbärenanlage nicht. Das Problem ist, daß auf solch einem Riesengelände dann doch immer mehr Tiere gehalten werden, als es gut für eine im Prinzip ja einzelgängerische Art ist. Vielleicht wären vier Anlagen, die man nach Bedarf zusammenschalten kann, die bessere Lösung gewesen. Auch wenn der Unterwassereinblick für die Besucher interessant ist - den Tieren bringt er wenig. Köln ist, was die Betonanlagen für Eisbären angeht, wohl die Ursprungsanlage - Hellabrun ist und Münster war der Versuch, die dortige Eisschollenskulptur nach Maß und Zahl geometrisch zu ordnen. Den Bären wird es wohl gleichgültig gewesen sein, aber die Architekturkritiker der 70er fanden dergleichen ähnlich umwerfend wie die heutigen Zooplaner Kunstfelden und Urwaldhäuser.
    (10.01.2007)
    Shensi-Takin:   Auf die Gefahr hin, der gängigen Meinung(bzw. dem Sarkasmus)konträr zu handeln: ich halte die Hellabrunner Eisbären-Anlage mitnichten für ein Bsp. einer Zootierhaltung, wie sie im 21. Jhd. in einem modernen Zoo sollte. In diesen Aspekt sind sich die Pfleger
    (eigene Mitteilung)wie auch Herr Wiesner einer Meinung; leider waren andere Bauprojekte(über deren letztendliche Kosten-Nutzen-Relation/ Tier-/Artgerechtheit
    man gerechtfertigterweise durchaus geteilter Meinung sein kann)bislang wichtiger; bleibt zu hoffen, dass sich dies ab 2007 ändert.
    Wie auch bei anderen Tierarten(z.B. bei Huftieren) sowohl in der Nutz-wie auch Zoohaltung haben Betonböden Vor-und Nachteile. Zwar dienen sie durchaus dem Klauenabrieb(im vernachlässigbarem Maße auch den Krallenabrieb...) & sind relativ leicht zu reinigen/desinifizieren; doch unterdrücken sie natürliche Verhaltensweisen(u.a. durch geringen Liegekomfort, fehlende Grabemöglichkeit etc.) & sind nicht selten bei bestimmten Arten für chronische Ballen-und Fußproblem mitverantwortlich zu machen. Des weiteren sollte der negative Eindruck(so vermenschelnd er auch sein mag), den Betonanlagen auf den Besucher machen, nicht unterschätzt werden.
    Ein Manko der Münchner Eisbärenanlage ist des weiteren die fehlende Unterwasseransicht der schwimmenden Bären-ein durchaus beeindruckender Anblick.
    Hierzu auch:
    http://www.detroitzoo.org/Attractions/ARL/Arctic_Ring_of_Life/
    http://www.oregonzoo.org/Exhibits/bears.htm
    http://zoo.pgh.pa.us/zoo.asp?SectionID=13

    Zur Erheiterung;):
    http://www.youtube.com/watch?v=N-itHJ-I_sw&NR
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Jap, es hängen einige Zweige über die Anlage. Und bei der Duisburger Anlage bleibe ich bei meiner meinung, denn die Tiere haben keine Stereotypen oder sonst welche störungen ;)
    (09.01.2007)
    Dirk K:   Der gute Herr Peter hat zwar bezüglich Bärenanlagen immer eine komische Meinung (Kodiaks in Duisburg)^^, allerdings halte auch ich die Münchner Anlage für annehmbar, wenn auch nicht optimal. Aber für das Alter des Geheges (und des ganzen Polariums) ist das schon ganz ordentlich. Steht die Anlage nicht auch teilweise unter Bäumen? Dadurch wäre ja, zumindest zeitweise, auch Schatten gegeben.
    Trotzdem finde ich, dass diese Diskussion nicht mit übergroßen Zynismus geführt werden sollte...
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Das Männchen, dass im Sommer starb beschäftigte sich immer sehr damit, das z.Z. einzige Weibchen "Lisa" findet an dem Simulator nicht recht gefallen.
    (09.01.2007)
    Niedersachse:   Ich meine gelesen zu haben als ich im September, dass die Eisbären, den Beutesimulator nicht annehmen würden. Hing ein Schild an der Anlage oder war das bei einer anderen Tierart.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   In München haben die Eisbären einen Beutesimulator und immer recht viel Spielzeug.
    (09.01.2007)
    Hannes:   Ich habe aus Münster die Info bekommen das sich bei den Bären nach der Umgestaltung keinerlei Veränderung was Verhalten, Wesen und gesundheitszustand angeht eingestellt haben. Bei Bärenhaltung ist das A & O die beschäftigung (sehr löblich in Emmen obwohl Anlage misslungen).
    Schön für Mensch und Tier ist solch eine Umgestaltung jedoch sicherlich.
    (09.01.2007)
    Marco:   Ich würde es so ausdrücken: Unter den Betonanlagen ist die Münchner wohl eine der größten und bei der Erbauung wohl auch eine der Besten. In Münster oder Köln ist es meiner Ansicht nach jedoch bedeutend besser gelungen, Beton-Bärenanlagen durch Naturboden etc zu verbessern. Das kleine Eckchen Naturboden in München ist ja kaum der Rede wert.
    Weiß jemand, wie häufig der Naturboden von den Tieren genutzt wird? Ich erinnere mich noch gut an die Kölner Anlage, welche in den letzten Jahren der Eisbärenhaltung durch einen kleinen Hobelspäne-Bereich ergänzt wurde. Dieser wurde sehr intensiv genutzt, obwohl er sicher noch kleiner war, als das Stückchen Boden in München.
    (09.01.2007)
    Langhals:   Ich habe doch geschrieben, das ich Betonhaltung für Bären nur begrüßenswert finde. Auf Naturanlagen könnten sich die Bären ja niiiiemals die Krallen abnutzen, außerdem sieht man die Bären in solchen Anlagen viel schlechter.Die Münchner Eisbären-Anlage ist meiner Meinung nach die Beste in Deutschland, Nürnberg ist viel zu natürlich und zu wenig betoniert. Dagegen finde ich die Neugestaltung der Beton-Bären-Anlagen in Münster ganz klar einen Rückschritt.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Für alle mal ein Eindruck der Anlage:

    Nebengehege, durchs Haus mit der Freianlage verbunden, die verbindung ist wenn keine Jungtiere da sind immer offen:

    http://img408.imageshack.us/img408/566/kleisbrenanlagehk7.jpg

    http://img120.imageshack.us/img120/1518/kleisbrenanlage2qj7.jpg

    Hauptanlage:

    http://img120.imageshack.us/img120/8052/kleisbrenanlage3oq4.jpg

    http://img120.imageshack.us/img120/1691/kleisbrenanlage4vv1.jpg

    http://img169.imageshack.us/img169/4118/kleisbrenanlage5so4.jpg

    http://img389.imageshack.us/img389/9739/kleisbrenanlage6fd9.jpg

    http://img169.imageshack.us/img169/4146/kleisbrenanlage7ra9.jpg

    @Langhals: Auch du solltest wissen, dass Beton in Bärenanlagen wichtig ist, zur abnutzung der Krallen.

    Ich will nicht sagen, dass es keine bessere Eisbärenhaltung gibt (für mich ist ja die Nürnberger Anlage die tollste), aber schlechtreden werde ich diese gute Anlage auch nicht.
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Naturboden, sowie eine kühle Höhle, die immer den Tieren zugänglich ist, Baumstämme und ein riesiger Pool sind vorhanden. Und ob das Tier auf solchem Beton oder modelierten Felsen hockt ist nur für den Besucher relevant.
    (09.01.2007)
    Langhals:   Auch ich finde, das sich Eisbären auf Betonananlagen erstens sehr wohl fühlen, und zweitens auch optisch wesentlich besser zur Geltung kommen als in Naturanlagen. Man muß die Eisbären in den Betonanlagen auch nicht lange suchen. Sehr wichtig für Eisbären ist auch extreme Hitze, die durch den Beton und die Glasscheiben sehr gut reflektiert und gespeichert wird.Nicht zu vergessen ist ein harter Betonboden für Sohlengänger geradezu optimal , denn Bären kommen mit Hüftgelenksproblemen sehr gut zurecht.Außerdem ist Beton wesentlich besser zu reinigen als Naturboden. Auch optisch finde ich die Anlage immer noch modern, ein zeitloser Klassiker eben. Bedauerlich, das der Trend weg geht vom Beton in Richtung Naturboden-Anlagen.Diese bedeuten außerdem noch eine erhöhte Infektion durch Parasiten !
    (09.01.2007)
    Sven P. Peter:   Also ich mag ja die Anlagen des Polariums recht gerne, sind für die Tiere nicht schlecht, sehen eben nur für die Besucher doof aus. Und wie ich schon schrieb, wurde der Kiesstrand in den Robbengehegen wieder zubetoniert.
    (09.01.2007)
    Hans St.:   Weis jemand, wie es definitiv mit dem Polarium weitergehen soll? Ist eine Restaurierung der Eisbärenanlage und Robbenbecken geplant?
    (09.01.2007)
    IP66:   So richtig glücklich bin ich mit dem Nashornhaus auch nicht. Allerdings ist die Aufnahme von Weißbartschweinen schon verdienstvoll, denn der Berliner klagen regelmäßig darüber, daß kaum ein Zoo die Tiere möchte, obgleich sie doch ideal für kleinere Huftieranlagen mit Warmhaus geeignet sind und es durchaus Zoos ohne Tropenschweine gibt.
    (08.01.2007)
    Dirk K:   Stimmt, im Herbst 2006 habe ich sie auch zusammen gesehen.
    (07.01.2007)
    Jennifer Weilguni:   Sind die Tapire in Hellabrunn wirklich dauerhaft getrennt..? Habe die beiden 2006 auf jeden Fall gemeinsam auf der Aussenanlage gesehen und auch fotografiert.
    (07.01.2007)
    Mulan:   Früher gab es ZWEI Tapir-Anlagen im Nashorn-Ufo, weil Tapire Einzelgänger sind.Leider muß man ja, obwohl Hellabrunn ja soooo oft betont, kein Artensammler zu sein, die zweite Tapir-Anlage für Bartschweine genutzt werden und damit schiebt automatisch immer ein Tapir Innendienst. Dem Himmel sein Dank ist das Weibchen nicht mehr zuchtfähig. Wo soll die überhaut ein Kalb aufziehen ? Artgerechte Tapir-Haltung im Jahr 2007.
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   @Schweizer: Das weibchen sah recht korpulent aus und stand im stall, er war draußen. Pfleger liefen da keine rum. Hab an den 2 Tagen sowieso nur EINEN Pfleger gesehen, und zwar bei den Pumas.
    (07.01.2007)
    Mulan:   @Sven P. Peter. Entweder ,weil er die Pferdehaltung in Hellabrunn nicht als Tierquälerei betrachtet , oder weil er der Meinung ist,das ein Tierarzt, der auch als Zoodirektor fungiert, wissen muß was er tut , oder weil er es nicht weiß, oder weil er seinem Kollegen nicht ins Handwerk pfuschen will. Frage ist, warum die seriösen Tierschutzorganisationen nichts dagegen unternehmen, wahrscheinlich aus dem Grund, weil es auch auf jedem Jahrmarkt noch Ponyreiten gibt.
    (07.01.2007)
    Schweizer:   Sven , ich glaube nicht das bei den Schabrackentapiren in München ein Tier tragend ist, zumal ein Disharmomnie zwischen den Geschlechtern herrschte.
    Haben die Tierpfleger vorort etwas Neues gewusst oder war das Tapirweibchen optisch korpulenter ?
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   Mein letzer Beitrag bezog sich auf die tötung des Hundes.

    Die Frage ist, warum der Amtstierarzt nicht dieser Pferdequälerei ein ende macht?!
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   OK; dann hatte ich das falsch verstanden, dachte es wäre aktuell gewesen.
    (07.01.2007)
    Mulan:   @Sven P. Peter. Habe noch etwas vergessen. Ihrer Ansicht zur Münchner Pferdehaltung kann ich nur voll und ganz zustimmen ! Das ist Tierquälerei pur, zumal die Tiere im Winter, wenn der Reitbetrieb eingestellt ist, ganztägig auf einer winzigen Plattform mit Kopfsteinpflaster stehen müßen ! Und wennd as erste Pferd plötzlich den Kopf rumreisst, passiert das allen anderen Pferden auch..Bekannte von mir halten selbst Pferde und waren schokiert von dieser " Haltung "! Leider wird sich diese skandalöse Haltung wohl nie ändern.Und was den Haustierpark angeht, teile ich ebenfalls ihre Meinung voll und ganz. Ein Schwein wird allein gehalten, Rinder angekettet, Tiere in kleinen Anlagen gehalten-furchtbar. Wildhunde werden noch in einem Absperrgehege bei den Mhorrgazellen gehalten. Das Tapirpaar ist ständig getrennt, es ist unverträglich. Das Weibchen ist nicht mehr zuchtfähig. Das einzige, zuchtfähige Weibchen ist vor Jahren an den Berliner Zoo abgegeben worden und ist dort trächtig gestorben.
    Aber was die neuen Primaten-Anlagen angeht, die sind allesamt völlig verbaut und haben mit einer natürlichen Primatenhaltung nichts mehr zu tun. Wieder ein Architektendenkmal mehr in Hellabrunn.
    (07.01.2007)
    Mulan:   Es wurde dfinitv ein Wildhund aus Altersgründen eingeschläfert, und zwar lange vor ihrem Besuch. Die Anlage hinter den Leoparden-Anlagen wurde früher von einem Wildhund-Paar bewohnt, das in die neue Gruppe, die ins Dschungelzelt einzog, nicht integriert werden konnte. Als die Fähe starb, blieb der Rüde ein paar Jahre allein. Dann kam das Angebot, Hyänen aus Südafrika zu übernehmen, und die einzige Anlage, die dafür geeignt war, war eben diese alte Wildhund-Anlage. Der Rüde wurde eingeschläfert und die Hyänen konnten kommen.
    (07.01.2007)
    Sven P. Peter:   So, ich war nun sowohl am 26.12. als auch am 05.01. in Hellabrunn und habe da einiges gesehen, was euch vielleicht auch interessiert.
    - Der einzelne Luchs ist in das Schneeleopardennebengehege gezogen
    - Anders als hier behauptet wurde (ich habe mich mal schlau gemacht) wurde kein Wildhund aus Platzgründen eingeschläfert. Die Wildhunde wurden mittlerweile auf 4 (!!!) Gehege verteilt. Die große Anlage am Dschungelzelt wurde zweigeteilt, auf der einen Seite ein alter Rüde auf der anderen mind. 2 andere Tiere, dann 2 Tiere in der alten Hyänenanlage und mind. 2 Tiere im Gepardennebengehege.
    - Sowohl das ehemalige Pantherinnengehege als auch die Außenanlage sind nun zusätzlich für die Ozelote nutzbar. Nach dem Tod des alten Löwenkaters zog eins der jungen Männchen auf die Freianlage zu den Weibchen, das andere ging nach Augsburg.
    - Nach dem Tod des Eisbärenmannes lebt „Lisa“ vorrübergehend alleine, aus Russland wird ein neues Männchen erwartet.
    - Die erst vor wenigen Jahren eingerichteten Kieslandteile in der Robbenanlage wurden wieder zubetoniert, die Gründe hierfür kenne ich nicht.
    - Im Urwaldhaus leben in dem ehemaligen Gehege des alten Gorillamannes nun die Dianameerkatzen zusammen mit Nördlichen Hornraben.
    - Die umgebaute Gorillaanlage für die Orangs sieht recht nett aus, doch immer noch sehr steril innen. Die 6 (?) Tiere sind in zwei Gruppen aufgeteilt, spielen aber durchs Gitter viel miteinander.
    - Am Rest der Menschenaffenstation wird noch viel gebaut, aber die Gehege für Mandrills und Meerkatzen sehen sehr gut aus.
    - Zwischen den Känguruanlagen ist eine recht große und reich strukturierte Keavoliere entstanden.
    - Die Schabrackentapire im Nashornhaus (UFO) sind getrennt (vielleicht bald Nachwuchs).
    - Die Pumafamilie (nur noch Mutter mit 3 J
    - ungtieren) hält sich meist in einem der Nebengehege auf, da sie sehr scheu sind, doch sie entwickeln sich prächtig. Sie haben rund um die Uhr das ganze Haus und alle 3 Außenanlagen zur Verfügung.
    - Die Pferde zum Kinderreiten sind alle aneinandergebunden (hintereinander) und haben keine Möglichkeit sich abzulegen oder vor der Witterung zu schützen. Wenn kein Kind kommt stehen sie so Stundenlang in einer Reihe. Das ist nichts anderes als Anbindehaltung von Pferden wie sie in Deutschland verboten ist und auch in meinen Augen Tierquälerei. Insgesamt machte der Haustierpark wieder eine sehr schlechten Eindruck.
    - Der neue Spielplatz vor dem Restaurant ist sehr gelungen (nein, ich habe nicht selbst dort gespielt ;) ) und auch ein behindertengerechter Spielplatz ist entstanden.
    - Im alten Löwengraben leben nur noch Kleine Pandas (vorher waren da wie ich meine auch noch Waschbären und Nutrias).
    - Die Elefanten stehen auch bei der Fütterung ohne Ankettung gemeinsam in der Herde (bis auf den Bullen, der das alte Flusspferdinnengehege bewohnt). Das neue Tier hat sich schon gut integriert. Das einzige Manko an der gesamten Elefantenanlage (die nun auch innen ein Badebecken hat) sind die Sturzgräben außen bei der Kuhanlage, die aber sicher auch noch weichen werden.
    - Positiv fallen im Elefantenhaus die großen Innengehege für die Pinselohrschweine aus, die sehr natürlich eingerichtet sind (früher standen darin die Okapis). Dafür ist das Giraffeninnengehege für 3 Tiere geradezu winzig.
    - In der Villa Dracula wurde gerade ein neues Gehege für Steppenlemminge eingerichtet. In einer Voliere in diesem Haus züchten Agaponieden (Rosenköpfchen etc), leider nur Unterartmischlinge.
    - Sehr positiv in der Villa Dracula fallen die großen Gehege für Zebramangusten und für Costa Rica-Hörnchen

    (06.01.2007)

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