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    Zoo Heidelberg

    Adrian Langer:   http://www.metropolnews.info/mp251878/heidelberg-tiergartenfreunde-uebergeben-spendenscheck-ueber-15-000-euro-an-den-zoo-heidelberg

    In Heidelberg soll bald mit dem Bau der neuen Löwenanlage begonnen werden!
    (19.04.2017)
    Adrian Langer:   https://www.heidelberg24.de/heidelberg/heidelberg-neuenheim-orang-utan-puan-aus-zoo-heidelberg-stirbt-bei-transport-nach-belgien-8082084.html

    Die Orang Utans haben den Zoo jetzt verlassen! Beim Transport ist leider die 28 jährige Puan verstorben! Die Ursache war die Narkose für den Transport! Ob das durch eine chronische Erkrankung ausgelöst wurde soll nun geklärt werden!
    (04.04.2017)
    Adrian Langer:   http://www.mrn-news.de/2017/03/16/heidelberg-die-voegel-sind-wieder-draussen-im-zoo-heidelberg-der-fruehling-haelt-einzug-im-tiergarten-312004/

    http://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-Zoo-Heidelberg-Braunbaer-Benni-ist-tot-_arid,261912.html

    Eine erfreuliche und eine traurige Nachricht aus dem Zoo Heidelberg. Zum einen können die Vögel nun wieder zurück in ihre Volieren. Zum anderen musste der syrische Braunbär Benny eingeschläfert werden. Grund hierfür war eine starke Veränderung der Wirbelsäule die ihm das Laufen unerträglich machte.
    (16.03.2017)
    Oliver Muller:   @Sacha: Afrikasavannen sind halt gerade schwer in Mode...
    (11.01.2017)
    Sacha:   @Justus Bauer: Das frage ich mich auch. Ist der ehem. Reitplatz als Zebragehege vielleicht nur eine Übergangslösung? Wäre echt Verschwendung, wenn man die an sich passabel Afrikaanlage auseinandernimmt, obwohl bei anderen Arten eine Verbesserung der Haltung wesentlich wichtiger wäre.
    (10.01.2017)
    Oliver Muller:   Damit wäre jetzt im alten Affenhaus eigentlich ein Platz frei für die lange angekündigten Sifakas...:

    http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/heidelberg/orang-utans-verlassen-den-zoo-1.3109832
    (10.01.2017)
    Justus Bauer:   warum mussten die Zebras umziehen?

    (23.08.2016)
    zollifreund:   die ersten Tiere ( ein Teil der Zebraherde) sind schon in die Zooerweiterung umgezogen. Sie sind auf dem ehemaligen Reitplatz zu sehen ( wenn man den Weg vom Zooparkhaus Richtung Neckar läuft. Auf der Afrikaanlage waren nur noch zwei Zebras ( in meinen Augen sehr alte Tiere) vorhanden.
    von irgendwelchen vorbereitenden Baumaßnahmen für die Erweiterung der Löwenanlage war nichts zu sehen. Der hannoveranischen Löwenmann ist immer noch sehr schüchtern und hat sich immer hinter einem großen Baumstein versteckt.
    Die Wachtelkönige haben Jungvögel, neu in der Waldrappvoliere waren für mich Rallen- und Purpurreiher.
    (17.08.2016)
    Oliver Muller:   Keine Ahnung...
    (25.06.2016)
    Holger Wientjes:   Mit welcher Begründung will man den Bau verhindern ??
    (25.06.2016)
    Oliver Muller:   Soll natürlich \"werden\" heißen...
    (24.06.2016)
    Oliver Muller:   @WolfDrei: Danke. Habe eben beim Zoo per Mail nachgefragt und es kam die Antwort, dass die bereits geplante und beantragte Außenanlage für Sifakas derzeit nicht gebaut wären kann, weil die benachbarte Universität Einspruch eingelegt hat. Man würde verhandeln und hoffen.
    Scheint jetzt Mode zu werden, dass man Zoos bei Neubauten in die Suppe spuckt (siehe Magdeburg).
    (24.06.2016)
    WolfDrei:   Habe in `` Sifaka conservation`` nachgeschaut. Dort stand, dass aus Mulhouse von den 2 Kronensifaka-Männchen ein Männchen nach Besancon ging im Austauch mit einem Männchen von dort, das in Mulhouse bald ein Weibchen bekommen soll (aus Belfast). Das 2. Männchen ``Manao`` ( 8 Jahre alt) sollte demnach schon Ende 2015 nach Heidelberg.
    (23.06.2016)
    Oliver Muller:   Weiß jemand, wie der Stand ist bzgl. der angekündigten Sifakas für Heidelberg?
    (23.06.2016)
    Jonas Haass:   in Heidelberg klappt wohl auch die´Vergesellschaftung mit dem neuen Tigerkater nicht, wie mir eine Tierpflegerin erzählte.
    (29.07.2015)
    Michael Mettler:   Die durch die Rückkehr des Elefantenbullen Voi Nam nach Leipzig frei gewordene Stelle in der Junggesellengruppe ist seit dieser Woche durch den vierjährigen Münchener Bullen Ludwig neu besetzt.
    (16.05.2015)
    Oliver Müller:   Heidelberg soll wohl bald Sifakas bekommen. Quelle: Zoo aktuell Nr. 80.
    (03.04.2015)
    Heidemarie Busch:   Der Nachfolger für Thai ist am 30.9. aus Belgien eingetroffen = Khin Yadanar Min.
    (02.10.2014)
    Jan Jakobi:   @Michael Kilian:
    Du wirst es bald erfahren, falls es zu keiner Planänderung kommt (was ich leider in den letzten Jahren bei den Elefanten ein paar Mal erleben musste).
    (22.09.2014)
    Michael Kilian:   Wer wird für Thai kommen? Und gibt es irgendwas Neues, bezüglich Vois Verbleib hier oder einem Umzg nach Leipzig?
    (22.09.2014)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Falls es dazu Infotafeln gab, habe ich sie jedenfalls nicht gesehen. Vom Streichelzoo ist allerdings in einer der letzten Zeitschriften des Fördervereins die Rede. Im als "Yellowstone" gestarteten Zooteil, wo ja wohl die Puma-Anlage angedacht ist, tummelt sich jedenfalls in den Gehegen noch eine bunte geografische Mischung (Riesenseeadler, Alpakas, Wildputen, Kaffernhornraben).

    Ich hatte übrigens unter den für mich neuen Anlagen noch die der Rhesusaffen vergessen. Fantastisch, was man anstelle der alten Betongrube gemacht hat (habe leider ein Foto vergessen), und dies ohne das in manchen Zoos so beliebte Standardrezept "Rundum-Verglasung".
    (22.09.2014)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Danke für die Infos! Von dem bereits seit einiger Zeit angekündigten Masterplan demnach noch keine Spur? Ich erinnere mich an Aussagen wie " neue Afrikaanlage", "Streichelzoo", "Aussenanlagen der Menschenaffen"und "irgendwann Pumas"?
    (22.09.2014)
    Michael Mettler:   Die im Zoo aushängende Planung der neuen Löwenanlage. Die heutige Anlage (B) wird dann nur noch als Absperrgehege dienen, die historische Bärengrube (C) zu einer Anlage für Erdmännchen und Stachelschweine neu gestaltet.
    (21.09.2014)
    Michael Mettler:   Hier Gandhi (vorn) im Vergleich zu Tarak.

    Was in Heidelberg ansonsten noch für mich neu war: Auf einem kleinen Erweiterungsgelände ist eine große Anlage für Waschbären entstanden (im März eröffnet); die einst für Hermeline errichtete Anlage beherbergt nun Wachtelkönige und Neuntöter; die jahrzehntelange Haltung von Rohrkatzen wurde im letzten Jahr beendet, ihre Anlage am Raubtierhaus bewohnen nun Streifenskunks (darunter ein hier geborener Albino); die Afrika-Anlage ist baulich unterteilt worden, weil sich zwei alte Zebrastuten nicht mit dem Hengst verstehen (ein weiteres Abteil ist mit jungen Straußen und Hausputen besetzt); im Menschenaffenhaus sind Tupaias als Freigänger angesiedelt worden. Der übrig gebliebene Rest der Vogelanlagen zeigt erfreulicherweise noch immer zoologische Leckerbissen, eine Erstsichtung für mich waren dabei Seidenwürger (seit 2013 im Bestand, waren eifrig beim Sammeln von Nistmaterial).
    (21.09.2014)
    Jan Jakobi:   @Michael:
    Ja, es steht schon ein "Nachfolger" fest.

    Meines Wissens ist das Haus nicht für eine Zuchtgruppe gebaut.

    Naing Thein sieht in den letzten Jahren auch nicht viel besser aus.
    (20.09.2014)
    Michael Mettler:   Nach einigen Jahren war ich nun auch mal wieder in Heidelberg, neu für mich war dabei vor allem die Elefantenanlage. Vor allem die Halle hat zwar auf den Fotos, die ich vorher von ihr gesehen habe, deutlich größer gewirkt als jetzt in natura, aber gelungen finde ich sie trotzdem - ebenso wie die gut strukturierte Außenanlage.

    Bin mal gespannt, ob Jungbulle Gandhi einen "Abnehmer" finden wird. Mit seinem unproportiniert großen, tief getragenen Kopf ist er nicht gerade eine Schönheit, wirkt geradezu verwachsen. Ob sich das noch auswächst...?

    Interessant wird sein, wie lange Heidelberg am Jungbullenkonzept festhält. M.W. ist das Haus doch so konzipiert, dass es irgendwann auch für eine kleine Zuchtgruppe nutzbar sein kann? Oder steht nach Thais Umzug (> Zürich, wo ich ihn ein paar Tage nach dem Heidelberg-Besuch sehen konnte) schon ein Nachrücker irgendwo in den Startlöchern?
    (20.09.2014)
    Joshua Förg:   Dort leben meines Wissens leider nur noch Shetlandponys.
    (17.02.2014)
    Jörn Hegner:   was ist heute in den gehege wo früher die gayale drin waren ?

    diese werden ja auch nicht mehr in so vielen zoos gehalten .
    (16.02.2014)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Liebevolle Handaufzucht
    Ein kleiner Furchenschnabel-Bartvogel wächst bei seinem Pfleger auf – und hält mit seinem großen Hunger alle auf Trab

    Im Zoo Heidelberg gibt es seltenen Nachwuchs bei den im Senegal beheimateten attraktiven Furchenschnabel-Bartvögeln. Der erst drei Wochen alte Jungvogel ist schon jetzt ein kleiner Star. Nicht nur die Umstände seiner Geburt waren ungewöhnlich – er schlüpfte im Auto seines Pflegers aus dem Ei – als Handaufzucht wächst er jetzt bei seinen menschlichen Zieheltern heran und gedeiht prächtig.

    Vogelhaltung und Vogelzucht haben im Zoo Heidelberg eine lange Tradition. 550 Vögel in 98 Arten leben hier. Nicht alle gelegten Eier werden ausgebrütet und nicht alle Vögel ziehen ihre Jungtiere auch selbst auf. Manchmal braucht es dazu tatkräftige Unterstützung von Seiten der Pfleger. Dies war der Fall bei dem Furchenschnabel-Bartvogelpaar, einer eindrucksvollen und farblich sehr schönen afrikanischen Vogelart, die im Süden Senegals und Gambias beheimatet ist. Da das Paar nach seinen ersten Brutaktivitäten sein Gelege offensichtlich vernachlässigte, legte Simon Bruslund, Leiter des Vogelreviers, das Ei in ein Brutkasten und nahm diesen mit nach Hause. Ausgerechnet auf der Fahrt zu einer vogelkundlichen Tagung schlüpfte das Vögelchen 18 Tage später im Auto seines künftigen Ziehvaters. Wer nun glaubt, dass so ein kleiner Vogel sich irgendwann aus dem Ei pellt und ein bisschen gefüttert werden muss, weiß nicht von dem enormen Appetit, den Jungvögel kurz nach dem Schlüpfen entwickeln. Eine Handaufzucht bei Vögeln erfordert neben einem entsprechenden Fachwissen auch viel Feingefühl. Die ersten Tage musste der noch recht nackte „Picca“ (das Wort für „Vogel“ im Senegal) von seiner Pflegefamilie alle zwei Stunden rund um die Uhr gefüttert werden. Gerade einmal zwei Gramm wog der Kleine am Anfang. Inzwischen hat sich Picca zu einem immer noch kleinen, aber kräftigen Jungvogel entwickelt, der zwar nicht mehr alle zwei Stunden, aber doch mehrmals am Tag zart piepsend nach seiner Mahlzeit ruft. Er wird nicht nur mehrmals gefüttert, sondern auch täglich gewogen, gemessen und die Daten werden sorgfältig in einem Picca-Tagebuch geführt. Er wohnt jetzt in einer komfortablen Box, in der es gleichmäßig um die 35 Grad warm und vor allem schön dunkel ist. Bartvögel bauen nämlich ihre Nester in Bruthöhlen, in die nur wenig Tageslicht dringt.
    Furchenschnabel-Bartvögel sind soziale Tiere. So konnte beobachtet werden, dass ältere Jungvögel die Eltern bei der Aufzucht der nachfolgenden Brut unterstützen. Bei den schönen Vögeln ist ihr Name Programm: Charakteristisch für die leuchtend schwarz-rot gefiederten Vögel sind ihr kräftiger Schnabel und die borstenförmigen Federn an Kinn und Unterschnabel. Die zahnähnlichen Einkerbungen am Oberschnabel sind für den deutschen Namen verantwortlich. Mit seiner Länge von rund 25 cm ist er einer der größten Bartvögel. Nur in einem kleinen Detail unterscheiden sich hier die Geschlechter: Die Weibchen haben im weißen Gefiederfleck an den Flanken feine schwarze Striche. Er ernährt sich überwiegend aus Früchten, vertilgt aber auch gerne kleinere Insekten.
    „Wenn er flügge ist, möchten wir Picca für die tägliche Vogelpräsentation im Zoo trainieren“ erklärt Bruslund. Zoobesucher, die den noch kleinen Picca schon vorher sehen möchten, haben dazu die Chance am Sonntag, den 13. Oktober. Dann findet die beliebte Veranstaltung „Sesam öffne Dich“ statt, bei der Zoobesucher eingeladen sind, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens erfahren können.

    Foto: Simon Bruslund (1.10.2013)
    (08.10.2013)
    Zoo Heidelberg:   Abenteuer pur – bald ist die Arche zum Entern bereit!

    Im Zoo Heidelberg entsteht auf dem Spielplatzgelände am Parkhaus ein riesiges Schiff ganz aus Holz. Schon beim ersten Anblick kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Meterhohe Segelmasten ragen in den Himmel, das Schiff erstreckt sich auf eine Länge von über 60 Meter. Die Firma „Künstlerische Holzgestaltung Bergmann“ baut im Zoo mit der „Arche Noah“ ein unkonventionelles Spielgerät, das Kindern kreative Spielerlebnisse ermöglich, die einzigartig sind. Bald ist die Arche zum Entern bereit.

    „Mama, ist das Schiff echt? Wann dürfen wir da mal drauf?“ Begeisterte Kinderufe im Zoo am Spielplatz – dort entsteht gerade für alle sichtbar ein Spielschiff, dessen gigantische Ausmaße alle Spielgeräte in der Region in den Schatten stellt dürfte. In dem 60 Meter langen und als Labyrinth angelegten Rumpf verbirgt sich eine phantastische Erlebniswelt für Kinder. Ein Krabbelgang führt über Treppen in mehreren Etagen zu einer „Puppenstube“, in der Kinder in verschiedene Rollen schlüpfen können. Über Gitterröhren gelangt man in eine Spielkammer, die hoch oben in der Luft schwebt. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Da Spielräume in unseren dicht besiedelten Landschaften weniger und kleiner geworden sind, ist es wichtig, diese mit natürlichen Spielgeräten auszustatten und Kindern ihren Spaß am Spiel zu ermöglichen. Die „Arche Noah“ steht direkt auf dem großen Spielgelände des Zoos. Rutschen, Sandkästen, Schaukeln, Klettergarten und ein Trampolin lassen sich prima dazu nutzen, all die Fähigkeiten und Kunststücke nachzuahmen, die Erdmännchen, Affen und andere Zootiere in voller Perfektion vormachen. Für die Erwachsenen sorgen am Spielplatz viele Sitzbänke für eine angenehme Ruhepause.
    Die Arche besteht aus unterschiedlichen, witterungsbeständigen Hölzern wie Robinie, Lärche und Eiche. Natürlich entspricht die gesamte Anlage den hohen Anforderungen für Sicherheitsstandards und wird vor der Eröffnung vom TÜV abgenommen.
    Die Firma „Künstlerische Holzgestaltung Bergmann“ arbeitet seit 1990 auf einem ehemaligen Waldbauernhof an der deutsch-polnischen Grenze und nennt sich „Kulturinsel Einsiedel“. Alle Spielgeräte, Objekte wie Baumhäuser und komplette Spiellandschaften sind Unikate und mit Kompetenz und viel Phantasie hergestellt. Die Arche im Zoo Heidelberg ist das längste Schiff, das die Firma je gebaut hat und in dieser Anlage einzigartig.
    In der Arche können Kinder und Erwachsene tausende Spielideen entwickeln. Und auch manch ein Erwachsener wird das Kind wieder in sich entdecken.

    (20.09.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Speckgesunder Nachwuchs bei den Mähnenrobben.
    Der kleine Pedro ist schon ein echter Dickkopf

    Bei den Mähnenrobben im Zoo Heidelberg gibt es Nachwuchs: Bereits am 21. Juli brachte Robbenweibchen Holly nach einer Tragzeit von knapp einem Jahr ihr erstes Jungtier zur Welt. Der Nachwuchs ist ein Bulle und hat von den Pflegern den Namen „Pedro“ bekommen. Sobald das Robbenbaby an Land und im Wasser geschickt genug ist, kommt es gemeinsam mit seiner Mutter zur Gruppe. Bis dahin können Zoobesucher den knuffigen Wonneproppen im „Mutter-Kind-Becken“ bei seinen Tauch- und Schwimmübungen beobachten.
    Die Fütterung der mächtigen Mähnenrobben gehört zu den Highlights bei einem Besuch im Zoo Heidelberg. Seit Kurzem aber stiehlt ein kleiner, schwarzer Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Es handelt sich um das gerade mal acht Wochen alte Mähnenrobbenbaby „Pedro“. Der kleine Bulle ist quicklebendig und übt mit seiner Mutter Holly im Mutter-Kind-Becken schwimmen und tauchen, denn das will gelernt sein. Entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an gut schwimmen. So wird eine junge Robbe in den ersten drei Wochen fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Auch der Speiseplan sieht für einige Zeit keinen Fisch vor. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern fast ein ganzes Jahr lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen, selbst Fisch zu fressen. Die Milch von Mähnenrobben enthält 35 Prozent Fett. So nimmt es kein Wunder, dass Pedro sein Geburtsgewicht von acht Kilo schon mehr als verdoppelt hat und die Speckröllchen an seinem kleinen Leib zunehmen. Pedro ist das erste Kind der vierjährigen Holly und das zweite Kind von Papa Atos, dem mächtigen Mähnenrobbenbullen und Chef der Gruppe.
    Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. „Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden“, sagt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt“.

    Foto: Petra Medan
    Mutter Holly mit Mähnenrobbenbaby Pedro
    (11.09.2013)
    Zoo Heidelberg:   Bildhauerkunst aus Zimbabwe und Workshops noch bis Ende September

    Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Shona-Art-Skulpturen im Zoo Heidelberg erfreuen und selbst eigene Kunstwerke erschaffen.

    Am Samstag, 21. September wird die Open-Air Ausstellung mit einer feierlichen Finissage beendet. Von 11.00 bis 18.00 Uhr können sich kleine und große Besucher auf vielfältige Angebote freuen. Es stehen Shona-Art Führungen, Bildhauer-Workshops und eine Sonderausstellung mit beeindrucken Gemälden auf dem Programm. Für Getränke und zimbabwische Live-Musik ist gesorgt. Es ist nur der normale Zoo-Eintritt zu entrichten.

    Foto: Zoo Heidelberg
    Shona-Kunst im Zoo Heidelberg auf der Flamingowiese
    (06.09.2013)
    Zoo Heidelberg:   Studieren ganz nahe bei den Tieren
    Einmal im Jahr findet im Zoo Heidelberg das Seminar „Tiergartenbiologie“ statt

    Der Zoo Heidelberg bietet für Studierende der Biowissenschaften der Universität Heidelberg einmal im Jahr zwei Lehrveranstaltungen zum Thema „Tiergartenbiologie“ an. Das Seminar und das anschließende Praktikum erfreuen sich bei den Studenten aufgrund der engen Verzahnung von Theorie und Praxis großer Beliebtheit.

    „Es ist so toll, dass wir mit den Tieren direkten Kontakt haben und so viel Interessantes über den Zoo und die Arbeit mit Tieren lernen“, schwärmt Désirée Grawunder. Die Studentin der Biowissenschaften an der Universität Heidelberg absolviert mit sieben weiteren Kommilitonen die Lehrveranstaltung „Tiergartenbiologie“, die seit über zehn Jahren im Zoo Heidelberg angeboten und von der Kuratorin des Zoos Sandra Reichler betreut wird. Alle sind begeistert, dass sie während des Studiums die Bedeutung des Zoos als außerschulischen Lernort kennenlernen und sich wissenschaftlich mit der Tierhaltung auseinandersetzen können. Aber ohne Theorie geht es natürlich nicht. Der theoretische Teil der Lehrveranstaltung umfasst die Einführung in eine vielschichtige Thematik mit Referaten über die geschichtliche Entwicklung der Tierhaltung, über die Zoo-Pädagogik, über die zootierärztliche Betreuung aber auch über spezielle Themen wie die Elefantenhaltung. Im Anschluss folgt dann der zweiwöchige Praxisteil, bei dem die Studenten in Kleingruppen aufgeteilt werden und vier konkrete, praktische Aufgaben für jeweils eine Tierart zugewiesen bekommen. Für die ausgewählte Tierart – in diesem Jahr waren das die Hulmans, Aras und Seychellen-Riesenschildkröten – sollen Beschäftigungsprogramme entwickelt und im Anschluss wissenschaftlich evaluiert werden. Bei dieser Aufgabe müssen sich die Studenten mit verhaltensbiologischen Aspekten auseinandersetzen und Ziele unter den Fragestellungen festlegen wie: Erreiche ich, dass das Tier längere Zeit mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt ist oder bringe ich das Tier dazu, bestimmte Verhaltensweisen häufiger zu zeigen, wie zum Beispiel Spielverhalten? Da Seychellen-Riesenschildkröten sich selbst nicht kratzen können, Insektenstiche aber heftig jucken, bastelte die Gruppe eine „Bürstenkonstruktion“. Diese, so die Hoffnung der Studenten, sollen die gepanzerten Riesen als Kratzstation erkennen und wenn möglich auch mit Begeisterung nutzen. Ein erster Erfolg zeigte sich recht schnell. Der über 200 Kilogramm schwere Emil nahm die Konstruktion sofort in Augenschein und hievte sich beherzt über die kratzigen Besen hinweg. Den cleveren Hyazinth-Aras wurde eine Wippe ins Gehege gestellt, auf der auf der einen Seite Walnüsse versteckt platziert wurden. Die schlauen Tiere fanden in Sekundenschnelle alle Nüsse und zerlegten bei der Gelegenheit die gesamte Wippe gleich mit. Die Hulmans erhielten mit Futter gefüllte kleine Plastikbälle, aufgehängt an Feuerwehrschläuchen. Es oblag dem neugierigen und mutigen Haremschef „Hector“, als erster die Leckerlis aus den Plastikbällen zu angeln. Aufgabe zwei stellt die Studenten vor die Herausforderung, ein Idealgehege für ihre Tierart zu planen. Ziel ist zu lernen, was eine Tierart braucht, um artgerecht gehalten zu werden. Die dritte Aufgabe verlangt, ein möglichst interaktives und didaktisch gestaltetes Themenschild zu entwerfen. Aufgabe vier ist das Schreiben einer Pressemeldung über das jeweilige Projekt.
    „Lehrveranstaltungen in Tiergartenbiologie sind im Rahmen des Studiums durchaus sinnvoll, da die klassische Zoologie bei der Ausbildung von Biologen eine immer geringere Rolle spielt, erklärt Steffanie Richter, Pressesprecherin des Zoos. „In den zwei Wochen können wir wenigstens die Grundzüge der Tiergartenbiologie vermitteln“, beschreibt Kuratorin Sandra Reichler ihre Ziele für das Seminar. „Die Studenten sollten ein Einblick in die Arbeit eines zoologischen Gartens erhalten. Wir freuen uns sehr, wenn die Studierenden den Zoo als wichtigen außerschulischen Lernort wahrnehmen. Wichtig ist, dass die Studenten lernen, die Tierhaltung nicht nur subjektiv und emotional sondern vor allem wissenschaftlich zu bewerten.
    Studentin Ann-Katrin Fahl kann das nur bestätigen: „Nach diesem intensiven Blick hinter die Kulissen beurteile ich Zoos in ihrer Arbeit nun ganz anders, gerade im Hinblick auf die Mühe, die man sich bei der Beschäftigung für die Tiere gibt“.
    Auch die Zooschule bietet in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg im kommenden Wintersemester ein Seminar zum Thema „Außerschulischer Lernort Zoo“ an. Die angehenden Lehrer entwickeln in diesem Seminar Unterrichtseinheiten zu unterschiedlichen Tierarten und wenden ihre Erkenntnisse dann auch im Unterricht an.

    Foto: Zoo Heidelberg
    Die Studenten zeigen stolz ihre Entwürfe für idealtypische Gehege und didaktische Tierbeschilderung. Fotomitte Kuratorin Sandra Reichler.
    (30.08.2013)
    Zoo Heidelberg:   Gewichtskontrolle bei den Riesen
    Einmal im Jahr werden im Zoo Heidelberg die Seychellen-Riesenschildkröten gewogen

    Sie sind friedlich, schwergewichtig und haben die Ruhe weg. Selbst beim jährlichen Wiegen wirken die Seychellen-Riesenschildkröten im Zoo Heidelberg erstaunlich gelassen. Die regelmäßige Gewichtskontrolle bietet Pflegern und Tierärzten wichtige Informationen über die Gesundheit der Tiere. Plötzliche starke Gewichtsveränderungen in beide Richtungen geben Aufschluss über eventuelle Krankheiten. Das Gewicht des Tieres ist nicht nur wichtig, um Medikamente richtig zu dosieren. Es hilft auch dabei, die richtige Futterration zu bestimmen. Ergebnis der Wiege-Aktion: Alle acht Riesen haben in einem normalen Maß leicht zugenommen und sind gesund und munter.

    Beim Gehege der Seychellen-Riesenschildkröten bot sich für die zuschauenden Zoobesucher an diesem sonnigen Nachmittag ein beeindruckendes Schauspiel: Alle acht Riesenschildkröten unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Alters wurden gewogen und mussten dazu, teils freiwillig und teils mit Hilfe zupackender Tierpfleger, eine spezielle Tierwaage mit einer großen Wiegeplattform erklimmen. Während die beiden kleinsten und jüngsten unter den Riesen, „Emma“ (18 Jahre, 61 Kilo) und der zarte „Benjamin“ (17 Jahre, 49,6 Kilo), von Pflegern und Helfern vorsichtig auf die Waage getragen wurden, entschlossen sich „Einstein“ (140 Kilo) „Hemingway“ (136 Kilo) und „Schneeflocke“ (73,6 Kilo) den Pflegern Bandscheibenschäden zu ersparen und marschierten ohne viel Aufhebens alleine auf die Waage. Die flotte „Häkkinen“ hingegen gab ihrem Namen alle Ehre und entfloh – trotz vorgehaltenen Leckerlis – in die entgegengesetzte Richtung. Das half nicht. Mit vereinten Kräften hievten die Pfleger die knapp 100 Kilo schwere und emsig mit ihren Füßen rudernde Häkkinen auf die Waage. Dort blieb sie dann stoisch sitzen und verspeiste Tomate und Karotte.
    Die beiden schwersten Tiere waren erwartungsgemäß die Oldies „Iulius“ und „Emil“, die jeweils 220 Kilo auf die Waage brachten. Die beiden genießen einen besonderen Status. Sie schlüpften um das Jahr 1920 aus dem Ei und sind damit die ältesten tierischen Bewohner im Zoo Heidelberg. Eine 220 Kilo schwere und dabei sich wehrende Schildkröte zu tragen ist selbst für vier kräftige Pfleger nur schwer zu bewältigen. Deshalb wird mit den Tieren regelmäßig ein sogenanntes „Targettraining“ geübt. Durch Konditionierung werden die Tiere dazu veranlasst, den Target-Stab mit ihrer Nase zu berühren und bei Fortbewegung des Targets den Kontakt zu halten und dem Pfleger folgen. Das funktionierte sehr gut, auch wenn Emil zunächst noch ein Bad nehmen musste, bevor er mit glänzenden Augen und einer Tomate vor der Nase seinen Platz auf der Waage einnahm.

    Riesenschildkröten sind die größten landlebenden Schildkröten mit einer Panzerlänge von 120 cm und einem Gewicht bis 250 kg. Es werden zwei Arten von Riesenschildkröten unterschieden: Auf den Galapagosinseln im Pazifischen Ozean leben die Galapagos-Schildkröten. Die Seychellenschildkröten sind auf den Inseln der Seychellen im Indischen Ozean beheimatet. Die Riesenschildkröten der Seychellen wurden schon im 18. und 19. Jahrhundert von Seeleuten fast ausgerottet. Ihre Fähigkeit, lange Zeit ohne Nahrung und auch ohne Wasser auszukommen, machte die Tiere zu lebenden Konserven an Bord. Heute stehen sie unter strengem Schutz und dürfen nicht gehandelt werden. Auf Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) leben wieder um die 100.000 Tiere. Die Insel wurde 1982 von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärt und steht unter strengem Schutz.

    Foto: Heidrun Knigge
    (23.08.2013)
    Zoo Heidelberg:   Ein aufregendes Jahr in der Zooschule geht zu Ende!

    Ein Jahr lang hat Vera Büttner, 18 Jahre alt, in der Zooschule Heidelberg mitgearbeitet. Sie ist eine von vielen jungen Menschen, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren. Innerhalb der letzten 12 Monate hat sie einen Einblick in das Arbeitsleben gewonnen.

    Es ist wieder so weit: Jedes Jahr im August muss das Büroteam der Zooschule Heidelberg eine liebgewonnene Kollegin verabschieden: die Mitarbeiterin im FÖJ. Die Zooschule Heidelberg, unter Trägerschaft des gemeinnützigen Vereins Initiative Zooerlebnis e.V., ist eine anerkannte Einsatzstelle für das sogenannte Freiwillige Ökologische Jahr. Auch weitere Bildungseinrichtungen, wie zum Beispiel der Naturerlebnispark Mundenhof oder die Grüne Schule des Luisenparks zählen neben Biobauernhöfen und anderen Einsatzstellen dazu.
    Wie der Name schon sagt, wird dabei ein Jahr lang eine Stelle in einem ökologisch relevanten Bereich im Rahmen eines Freiwilligendienstes besetzt. Schon seit Gründung des Trägervereins Initiative Zooerlebnis bietet die Zooschule Heidelberg eine vollwertige Einsatzstelle für eine(n) Mitarbeiter(in) im Freiwilligen Ökologischen Jahr.
    „Unsere FÖJlerin ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams. Sie übernimmt feste Aufgaben im Büro und in der Tierpflege unserer Zooschul-Terrarientiere. Darüber hinaus unterstützt sie uns in eigentlich allen Bereichen.“, sagt Nina Haink, organisatorische Leiterin der Zooschule.
    Für die jungen Leute, die sich für ein FÖJ verpflichten, bietet das Jahr nicht nur einen Einblick ins Berufsleben, sondern auch eine sinnstiftende Tätigkeit und die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren. Direkt nach dem Abitur begann für Vera Büttner das FÖJ. Sie wollte und konnte sich nach der Schule nicht direkt für einen Studiengang entscheiden. Daher entschied sie sich für ein FÖJ.
    „Bei meinem FÖJ in der Zooschule geht es für mich keinesfalls darum, Zeit totzuschlagen oder eine Lücke im Lebenslauf zu füllen! Ich wollte vielmehr ein Jahr lang in einem ökologisch nachhaltigen und aufregend klingenden Betrieb mitarbeiten, mich von dem Schulstress erholen und erste Berufserfahrungen sammeln, um über meine Berufswünsche besser nachdenken zu können.“, so Vera Büttner.
    Fünf interessante Seminare werden pro Jahr von der LpB für die FÖJ-Teilnehmer veranstaltet. So lernen die jungen Leute nicht nur ihre Einsatzstellen, sondern auch viele Gleichgesinnte kennen, mit denen sie auch über alles erlebte, sowie über die jeweiligen Zukunftspläne austauschen können.
    Über Möglichkeiten zur Teilnahme und verfügbaren Einsatzstellen informiert z.B. die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) online unter http://www.foej-bw.de/. Wer sich für einen Platz bei der Zooschule bewerben möchte, darf maximal 26 Jahre alt sein. Bewerbungen müssen über die LpB abgewickelt werden und dürfen sich nicht direkt an die Zooschule richten. Die FÖJ-Stelle für den Jahrgang 2013/2014, ab September 2013, ist bereits besetzt. Zum 2.9. erwarten die Mitarbeiterinnen der Zooschule gespannt eine neue junge Kollegin, die sie ein Jahr lang fleißig unterstützen wird.

    Foto (Zoo Heidelberg): Vera Büttner (FÖJ) mit Riesenschildkröte
    (16.08.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Tiergartenfreunde spenden 15.000 Euro für den Umbau des Löwengeheges

    Der Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V. überreichte dem Zoo einen Scheck in Höhe von 15.000 Euro für den geplanten Umbau des Löwengeheges. „Ich bedanke mich ganz herzlich für die Spende und freue mich, dass sich die Tiergartenfreunde so engagiert und tatkräftig unseren wichtigen Projekten annehmen“, sagte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann bei der Scheckübergabe. Wünnemann hofft, dass weiterhin viele Spenden für den Umbau der Anlage zusammenkommen. Deshalb stehen auch beim Zoo Spendenaktionen für die Löwen im Vordergrund. Auf der Webseite wurde eine Online-Spendenmöglichkeit eingerichtet und im April fand ein „Löwen-Spendenlauf“ statt, an dem 300 Läufer mit Begeisterung teilnahmen.
    In den letzten Jahren unterstützte der Verein der Tiergartenfreunde viele wichtige Bauvorhaben des Zoos wie den Neubau des Elefantenhauses, den Umbau der Präriehundanlage und viele andere Projekte mehr. „Nachdem es den Tiergartenfreunden gelungen ist, den Bau des Elefantenhauses mit 100.000 Euro zu fördern, haben wir zusammen mit dem Zoo Überlegungen angestellt, in welchem Bereich die Unterstützung der Tiergartenfreunde zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen und langfristig zur Förderung des Tier- und Naturschutzes weiterhin beitragen kann. Schnell waren wir uns einig, dass das Vorhaben des Zoos, die Löwen-Außenanlage zu vergrößern ein Thema ist, das auch unseren Mitgliedern am Herzen liegt“, betont Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender der Tiergartenfreunde.

    Infobox Verein der Tiergartenfreunde e.V.
    Mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterstützt der Verein der Tiergartenfreunde e.V. seit seiner Gründung im Jahr 1933 zentrale Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung „ihres“ Zoos am Herzen liegt. Der Verein bietet seinen Mitgliedern unter anderem kostenlosen Zugang in den Zoo, die kostenlose Zusendung der Mitgliederzeitung „Zoo aktuell“, Führungen, Vorträge und gegen Kostenbeteiligung organisierte Tagesausflüge in andere Zoologische Gärten. Weiterführende Informationen unter www.tiergartenfreunde.de

    Foto (Susanne Fischer): Die drei Löwen Sita, Claudia und Josef im Zoo Heidelberg in „Habachtstellung“.
    (05.08.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Für Besucher ist das Füttern der Zootiere ausdrücklich verboten

    Der Zoo Heidelberg bietet eindrucksvolle Erlebnisse mit Tieren und – wo immer möglich – den Besuchern einen direkten Kontakt zum Tier. Leider gefährden einige wenige Besucher mit ihrem falschen Verhalten diese Erlebnisse und Kontakte. Hinweistafeln mit der Aufforderung „Bitte nicht füttern“ und „Nicht über die Absperrung klettern“ sind keine Gängelei gegenüber tierliebenden Zoobesuchern. Ganz im Gegenteil, es gibt handfeste Gründe. Absperrungen schützen Tier und Mensch. Tiere, die von Zoogästen gefüttert werden, können ernsthaft erkranken. Was vielleicht gut gemeint ist, kann für einzelne Zootiere sogar tödlich enden. Erlaubt ist das Füttern nur dort, wo spezielle Futterautomaten aufgestellt sind.
    „Och, nur ein kleines Stück Schokolade“, „der Orang-Utan mag Kaugummi, der streckt doch die Hand danach aus“, „so ein Apfel kann wohl nicht schaden“, so oder so ähnlich lauten die Antworten von „ertappten“ Zoobesuchern, spricht man sie unmittelbar auf ihr Verhalten an. Leider aber kann jeder zugesteckte oder ins Gehege geworfene Gegenstand, sei es etwas Essbares oder ein vermeintliches Spielzeug, den Tieren schaden. Man stelle sich nur einmal vor, auf welche Menge es sich summiert, wenn nur 10 Prozent der Besucher an einem gutbesuchten Sonntag – das sind etwa 350 Gäste – ihr Stückchen Zucker an Ziegen oder Esel verfüttern. Darüber hinaus führen auch Lebensmittel, die allgemein als „gutes Futter“ angesehen werden, zu Schäden; Brot zum Beispiel kann bei Wiederkäuern böse Koliken hervorrufen. Selbst Obst wie eine Banane hat im Gehege der Gorillas nichts zu suchen, da es viel zu energiehaltig ist. Im schlimmsten Fall endet die Ignoranz des Fütterungsverbots mit dem Tod eines Tieres. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich die meisten Besucher daran halten oder auch unser Anliegen unterstützen, indem sie unvernünftige Besucher bitten, sich an die Vorschriften zu halten“, erklärt Zootierärztin Dr. Julia Stockklausner. „Das Wohlbefinden der Tiere ist uns sehr wichtig, deshalb erhalten alle unsere Tiere sorgfältig zusammengesetztes und auf ihre speziellen Bedürfnisse angepasstes Futter durch die Pfleger. Die Menge des Futters ist genau berechnet. Das Füttern durch Besucher ist also klar im Interesse der Tiere verboten, im ganzen Zoo weisen Schilder darauf hin“. Dennoch beobachten Zoomitarbeiter immer wieder, wie sich Besucher über die Hinweisschilder hinwegsetzen, Absperrungen überklettern oder Gegenstände in die Gehege werfen.
    Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann nimmt dazu klar Stellung: „Der Zoo Heidelberg bietet eindrucksvolle Erlebnisse mit Tieren und – wo immer möglich – den Besuchern direkten Kontakt zum Tier. Leider gefährden einige wenige Besucher mit ihrem falschen Verhalten diese Erlebnisse und Kontakte. Es wäre überaus schade, wenn wir zum Schutz unserer Tiere wieder zu massiven Absperrungen zurückkehren und begehbare Gehege schließen müssten“.
    Unerlaubtes, zusätzliches Füttern durch Zoobesucher kann aber nicht nur zu Erkrankungen, Allergien oder gar zum Tod eines Tieres führen und macht die Einhaltung artgerechter Diäten unmöglich. Auch lernen die Tiere durch die Besucher sehr rasch, dass es Leckereien gibt, wenn sie betteln. Dieses Bettelverhalten führt zu Futterneid und provoziert Aggressionen zwischen den Tieren. Nicht zuletzt erhöht es auch das Verletzungsrisiko für die fütternden Besucher.
    Natürlich ist es bei jedem Zoobesuch immer ein einzigartiges und äußerst unterhaltsames Erlebnis, Tiere bei der Fütterung zu erleben. Deshalb werden bei einigen Zootieren feste Fütterungszeiten durch die Pfleger angeboten. Nahezu alle Tierarten erhalten darüber hinaus aber auch über den gesamten Tag verteilt kleinere Futterrationen. Außerdem befinden sich beim Streichelzoo, bei der Löwenanlage, dem Yellowstone-See und dem Flamingosee Behälter mit speziellem Tierfutter. Für einen kleinen Betrag können Besucher dort Futter ziehen, um Ziegen, Enten und Fische zu füttern. Für Tier und Mensch ganz sicher ein Genuss ohne Reue. Das Futter ist gesund und von der Menge genau berechnet – sind die Futterautomaten an einem besucherstarken Tag bereits am Nachmittag leer, werden sie auch nicht mehr aufgefüllt, wenn die Tiere schon ihre Tagesration bekommen haben.

    Fütterungszeiten Zoo Heidelberg

    11.00 Uhr Robbenfütterung mit Robbentraining (außer freitags)
    15.00 Uhr Pelikanfütterung (nicht im Winter)
    15.45 Uhr Fütterung der Stachelschweine und Waschbären
    16.00 Uhr Robbenfütterung mit Robbentraining (außer freitags)
    16.30 Uhr Fütterung im Raubtierhaus (außer samstags)


    Foto: Susanne Fischer. Ausgestreckte Hand eines Orang-Utans.
    (24.07.2013)
    Zoo Heidelberg:   Vom weiß-flauschigen Küken zum stolzen Flamingo

    Der Flamingosee im Zoo Heidelberg zählt mit seinen gefiederten Bewohnern und der umliegenden schönen Vegetation zu den Lieblingsplätzen der Zoobesucher. So mancher Gast wundert sich derzeit über die flauschigen weiß-grauen Federknäuel, die sich seit Kurzem zwischen den Roten Flamingos tummeln und den langbeinigen, auffälligen Tieren auf den ersten Blick nicht so recht ähnlich sehen wollen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um hässliche Entlein sondern um Flamingo-Jungtiere.
    Innerhalb kürzester Zeit sind zwei Flamingoküken geschlüpft. Und da noch weitere Flamingo-Paare auf ihren Gelegen sitzen, könnte schon bald eine muntere Kükenschar die Anlage bevölkern. „Die Kleinen schließen sich dann zu richtigen Kindergärten zusammen, werden von Altvögeln betreut und lernen voneinander“, erklärt Zookuratorin Sandra Reichler. In den ersten zwei Monaten werden die Küken noch von ihren Eltern mit Kropfmilch gefüttert. Erst dann ist der typische abgeknickte Seihschnabel komplett ausgebildet und die Jungvögel filtern zusammen mit den erwachsenen Flamingos eine in Wasser aufgelöste Mischung aus speziellen Flamingopellets aus großen Schüsseln. Obwohl die Jungtiere nur wenige Tage voneinander trennen sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung zu erkennen. Das Kleinste stakst noch sehr unbeholfen und kämpft auf dem rutschigen Untergrund am Rande der Flamingoinsel mit dem Gleichgewicht. Küken Nummer zwei hingegen übt sich bereits fleißig im einbeinigen Stehen, was bisweilen jedoch noch recht wackelig aussieht. Nach ausgiebigen Erkundungen kehren die Kleinen immer wieder in ihre kegelförmigen Schlammnester zurück, um sich auszuruhen. Dort werden sie zumeist von mindestens einem Elternteil bewacht. Das Ausbrüten und die Aufzucht der Küken ist unter Flamingos übrigens Sache beider Elternteile, wobei je Paar nur ein Ei gelegt wird. Mutter und Vater wärmen das Ei zunächst abwechselnd und auch das Füttern nach dem Ausschlüpfen wird von beiden übernommen.
    Nach und nach wandeln die weiß-grauen Küken ihr Aussehen hin zur gewohnten Erscheinung eines eleganten, farbenprächtigen Flamingos. Etwa im Alter von zwei Jahren nimmt das Gefieder die charakteristische rote Farbe an. Dies wird durch rote Farbstoffe, die die Vögel in freier Wildbahn über den Verzehr kleiner Krebstierchen erhalten, verursacht. Im Teich des Zoo Heidelberg finden die Flamingos diese Krebse zwar ebenfalls, jedoch reicht die Menge für die Anzahl der Vögel nicht aus. Deshalb werden entsprechende Farbstoffe zugefüttert, um zu gewährleisten, dass sich die leuchtendrote Kolonie nicht in eine unscheinbare Gruppe grauer Entlein verwandelt.

    Foto: Susanne Fischer
    Ausbrüten und Aufzucht der Küken ist unter Flamingos Sache beider Elternteile, wobei je Paar immer nur ein Ei gelegt wird. Auf dem Foto sieht man sehr schön die typischen, kegelförmigen Schlammnester der Flamingos.
    (19.07.2013)
    Zoo Heidelberg:   Artenschutztag „Südostasien“ im Zoo Heidelberg. Europaweite Kampagne zum Schutz bedrohter Tierarten

    Am Sonntag, 14. Juli, steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes bedrohter Tierarten in Südostasien. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der europaweiten Artenschutzkampagne „Südostasien 2013“ können sich Besucher an diesem Tag zwischen 11.00 und 17.00 Uhr über verschiedene Projekte zur Erhaltung dieses faszinierenden Lebensraums informieren und an spannenden Aktionen teilnehmen. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt direkt in Maßnahmen vor Ort. Damit verspricht der Artenschutztag nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit ihrem Besuch im Zoo und der Teilnahme an den Aktionen leisten Zoogäste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz. Zoo und Zooschule haben ein vielfältiges Programm aufgestellt. Neben Schautafeln klären Informationsstände zu den Schwerpunktthemen „Palmöl“ und „Handel mit tierischen Souvenirs“ den Besucher über Leben und Bedrohung der Tiere und darüber auf, wie das eigene Konsumverhalten zum Artenschutz beitragen kann. Die Informationsstände finden sich beim Raubtierhaus und Afrikahaus. Zusätzlich zu den regulären Fütterungen gibt es mehrere Sonderfütterungen bei südostasiatischen Tierarten: Die quirligen asiatischen Kurzkrallenotter warten ab 14.00 Uhr darauf, von den Besuchern mit ihrer Leibspeise, den Miesmuscheln, gefüttert zu werden und lassen sich gewiss einige Kunststückchen einfallen, um sich eine möglichst große Portion abzuholen. Gleich nebenan werden um 14.30 Uhr die neugierigen Binturongs von den Tierpflegern gefüttert. Um 15.00 Uhr dürfen sich die Besucher für eine kleine Spende im Apfelweitwurf üben und Thai, Voi Nam, Tarak und Gandhi mit den fliegenden Leckerbissen verwöhnen. Eine Kindermalaktion, Losverkauf mit tollen Preisen aus dem Zooshop, ein Bücherflohmarkt, und der Verkauf von schönen Buttons – alles zentral gelegen im gläsernen Pavillon am Kinderspielplatz – runden das Programm ab.

    Foto: Peter Bastian. Im Zoo Heidelberg leben viele Tiere aus Südostasien, wie zum Beispiel diese verspielten asiatischen Kurzkrallenotter, die mit ihren Späßchen die Zoobesucher begeistern. Am Artenschutztag gibt es eine Extra-Fütterung mit Miesmuscheln.


    Information Artenschutztage im Zoo: Der Europäische Zoo- und Aquarienverband EAZA führt seit 2000 jedes Jahr eine Kampagne durch, um Artenschutzprojekte zu unterstützen. Wie alle Zoos, die Mitglied der EAZA sind, nimmt auch der Zoo Heidelberg regelmäßig mit eigenen Aktionen teil. Die Hauptziele der Kampagnen sind, auf bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und entsprechende Projekte mit Geldspenden zu unterstützen. Die EAZA-Kampagne 2012/2013 widmet sich bedrohten Tierarten in Südostasien und möchte auch auf kleinere, unbekannte Tierarten (ab einem Kilo Gewicht) aufmerksam machen, die in ihrem Lebensraum ebenso gefährdet sind wie die großen bekannten asiatischen "Flaggschifftierarten", wie zum Beispiel Tiger oder Orang-Utan. Ziel der Kampagne ist, einen Fond in Höhe von 750.000 Euro einzurichten. Die Gelder fließen in nachhaltige Projekte vor Ort.


    Hintergrundinformation Natur- und Artenschutz Südostasien
    In den Wäldern Malaysias, Vietnams, Myanmars und den Philippinen leben seltene und einzigartige Tiere, wie die scheuen Saolas, die imposanten Kaiserreiher oder die kraftvollen Sunda-Gaviale, eine kleine Krokodilart. Die meisten dieser Tiere sind weltweit unbekannt. So wurden die Saolas erst 1993 in den regenreichen Wäldern Vietnams entdeckt, was als Sensation galt, da Ende des 20. Jahrhunderts sehr selten neue Säugetierarten entdeckt wurden.
    Die artenreiche Tierwelt in Südostasien ist hochbedroht. Die größte Bedrohung für die Tiere ist der illegale Handel, für den sie aus verschiedenen Gründen gejagt und getötet werden. So findet man auf vielen asiatischen Märkten illegale Wildtierprodukte wie Modeartikel, Kunstgegenstände und Jagdtrophäen, die als teures Geschenk oder prestigevolles Statussymbol an Touristen und Einheimische verkauft werden.
    Gefährdung und Aberglaube
    Für die die traditionelle asiatische Medizin wird nach wie vor Wilderei betrieben. Manchen Tieren bzw. Tierteilen, wie einem Schildkrötenpanzer oder einem Horn, werden immense Heilkräfte zugeschrieben. Daher werden diese in Heiltränken und Heilpulvern verwendet. Als proteinreiche Nahrungslieferanten werden die schönen Tiere nicht unbedingt zum Nahrungserwerb gejagt, sondern vielmehr aus dem Glauben heraus, dass Stärke, Kraft und Potenz des getöteten Tieres mit dem Verspeisen auf den Jäger übergehen.

    Lebensraumverlust
    Für die südostasiatischen Tiere ist der enorme Verlust ihrer Lebensräume neben dem illegalen Handel die gravierendste, durch den Menschen verursachte Gefahr. So werden vermehrt Straßen in bis jetzt unberührte Gebiete gebaut, was wiederum den illegalen Handel begünstigt, da nun einfacher in die artenreichen Wälder Südostasiens vorgedrungen werden kann und gejagte Tiere leichter abtransportiert werden können. In Vietnam führt zum Beispiel die Ho Chi Minh Road quer durch die Annamite Mountains, einem der wichtigsten Lebensräume der Saolas.
    Geschützt werden müssen aber nicht nur die Wälder, sondern auch die außergewöhnlichen Feuchtgebiete in den großen Flussdeltas Südostasiens, da sie einen unvergleichlichen Lebensraum darstellen, sich leider auch für die Landwirtschaft eignen und daher fast immer in fruchtbares Ackerland umgewandelt werden. Weitere Bedrohungen sind die Umweltverschmutzung, die wachsende Bevölkerung und der damit einhergehende Platzmangel und die Einwanderungen neuer, nicht-südostasiatischer Spezies, die die einheimischen Arten verdrängen.
    (09.07.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Quicklebendiger Nachwuchs im Afrikahaus mit zarter Blesse

    Die sommerliche Morgensonne taucht die Afrikaanlage im Heidelberger Zoo in ein sanftes Licht. Langsam erwacht der gesamte Zoo zum Leben. Im Afrikahaus herrscht aber bereits geschäftiges Treiben. Tierpfleger Maik Wilsmann trifft alle Vorbereitungen, um das wenige Tage alte Blessböckchen mit seiner Mutter auf die Außenanlage zu lassen. Wilsmann und seine Kollegen freuen sich sehr über den Nachwuchs bei den Blessböcken, einer Antilopenart aus Südafrika. Blessbockmutter „Naomi“ merkt man die Nervosität auch deutlich an, wenn es mit ihrem Jungtier wieder nach draußen geht. Der kleine Blessbock wurde am 20. Juni geboren und darf nun die ersten Wochen in den Morgenstunden die Anlage erkunden und sich dort den Besuchern zeigen.
    Blessböcke sind nur im südlichen Südafrika heimisch. Seinen Namen verdankt diese Unterart des Buntbocks seiner auffälligen Blesse, die sich über den gesamten Nasenrücken zieht. Die geselligen Paarhufer ernähren sich ausschließlich von Gräsern und Kräutern, die wegen ihrer schwer verdaulichen Zusammensetzung wiedergekäut werden müssen. In Südafrika gab es vom Blessbock Ende des 19. Jahrhunderts nur noch etwa 2.000 Tiere, er galt als so gut wie ausgerottet. Nur durch ein besonderes Auswilderungsprogramm von Tieren aus den ansässigen Tierparks und Zoos konnte der Bestand wieder stabilisiert werden.
    Neben dem Jungtier gesellt sich seit zwei Wochen auch ein neues Blessbockweibchen zur sechsköpfigen Gruppe. Die einjährige, noch recht aufgeregte „Jolly Jumper“ wurde dem Zoo Heidelberg vom Europäischen Erhaltungszuchtprogramm empfohlen, da ihre Gene besonders gut zum Zuchtbock der Herde passen. Beide „Neuankömmlinge“ müssen von den Pflegern behutsam an die weiteren Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt werden. Deshalb dürfen sie die nächsten Wochen bis zirka 13.00 Uhr mit den anderen Blessböcken alleine die weitläufige Anlage genießen, bevor sie später auch mit der Zebraherde zusammengelassen werden. Die Blessböcke im Zoo Heidelberg teilen sich mit Zebras, Kudus und Pelikanen die bei den Besuchern sehr beliebte weitläufige Afrika-Anlage. Die Anlage ist das größte Gehege des Zoos und vermittelt einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne. Vergesellschaftungen sind in modernen Zoos inzwischen üblich, aber es ist für Besucher und Zoomitarbeiter immer wieder ein spannendes Bild, die vergesellschafteten Tiere in Interaktion zu erleben.

    Foto: Heidrun Knigge
    (28.06.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zahlreicher Nachwuchs bei den flinken Präriehunden

    Bei den Präriehunden im Zoo Heidelberg ist ordentlich was los, vor allem, seit eine große Kinderschar die erwachsenen Tiere auf Trapp hält. Im Mai wurden ca. zwölf Jungtiere geboren, die mit ihrer unbändigen Spielfreude die Zoobesucher erfreuen. Nicht nur die Kinder unter den Besuchern kleben regelrecht an den großen Scheiben, durch die man die Tiere beim Buddeln, Fressen, Spielen und beim – kaum zu glauben, aber wahr – Küssen beobachten kann. Wenn sich zwei Präriehunde treffen, dann reiben und beriechen sie sich gegenseitig am Gesicht, vor allem an der Schnauze. Dieser „Erkennungskuss“ ist fester Bestandteil des Zusammenlebens. Offenbar löst die sanfte Berührung an der Schnauze eine Beißhemmung aus. Die Tiere sind generell ausgesprochen friedlich, nur in der Paarungszeit kann es auch mal lebhafter und streitsüchtiger zugehen. Unter den Präriehunden herrscht eine strenge Rangordnung, welche durch Kämpfe immer wieder neu festgelegt wird.
    Ihr Name führt immer wieder zu Verwirrung – aber mit Hunden haben die lebhaften, geselligen und tagaktiven Tiere nichts zu tun. Präriehunde sind keine Raubtiere, sondern Nagetiere, die zur Familie der Hörnchenartigen gehören. Als solche sind sie verwandt mit den Murmeltieren und den Streifenhörnchen. Ihren Namen haben sie wegen ihrer bellähnliche Rufe erhalten.
    Sie leben in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas. Von Kanada über die USA bis nach Mexiko erstreckt sich ihr Lebensraum Sie sind typische Pflanzenfresser und ernähren sich vorwiegend von Gräsern und Wurzeln. Zum Schutz gegen Kälte und vor Feinden wie Raubvögel, Dachse oder Kojoten legen die Präriehunde unterirdische Höhlen und lange, weit verzweigte Tunnelsysteme an. Präriehunde sind soziale Tiere, die ihre unterschiedlichen Aufgaben an alle Familienmitglieder verteilen: Sie pflegen sich gegenseitig das Fell und helfen sich bei der Betreuung der Jungtiere. Auch werden die Eingänge zu ihren „Wohnungen“ immer bewacht. Entdeckt ein Präriehund einen möglichen Feind, so stößt er den typischen, „bellenden“ Ruf aus, woraufhin sich alle Präriehunde verstecken.

    Foto: Peter Bastian
    (19.06.2013)
    Jennifer Weilguni:   Irgendwie habe ich das Gefühl, diese Medien werden den guten, alten Zooführer eines Tages gänzlich ersetzen...
    (12.06.2013)
    Zoo Heidelberg:   Virtueller Zoo Guide: Zoo Besuch 2.0
    Zoo Heidelberg startet digitale Erweiterung der Gehege

    Mit einer kreativen und ungewöhnlichen Aktion erweitert der Zoo Heidelberg seine Gehege auf digitale Weise: Ab sofort können die Besucher an ausgewählten Gehegen einen QR-Code mit dem Smartphone scannen und erhalten so ein YouTube-Video auf ihr Handy, das zahlreiche Zusatzinformationen zu den Tieren in den Gehegen bietet. Mit diesem „virtuellen Zoo Guide“ erhalten die Zoobesucher die Möglichkeit, auch einmal hinter die Kulissen der Gehege zu blicken und interessante Fakten über die Tiere schnell und einfach zu erfahren.
    „Mit dem virtuellen Zoo Guide haben wir die Möglichkeit, den Zoobesuch noch interessanter und lehrreicher zu gestalten. Anders als bei den klassischen Infotafeln am Gehege können zusätzliche Informationen schnell und anschaulich vermittelt werden. Und mit seltenen Aufnahmen unserer Tiere hinter den Kulissen bieten die Videos einen weiteren Mehrwert“, erklärt Steffanie Richter, Leiterin PR und Marketing im Zoo Heidelberg.
    Das Konzept und die Umsetzung des virtuellen Zoo Guide übernahm der 24-jährige Student Hans Duschl, der bereits seit über einem Jahr die Produktion von YouTube-Videos für den Zoo Heidelberg übernimmt. Die Idee für den virtuellen Zoo Guide kam ihm im vergangenen Winter, als er sich bei Dreharbeiten im Zoo überlegte, wie man die interessanten Informationen über die Tiere einfacher an die Zoobesucher vermitteln könnte. Gemeinsam mit dem Zoo Heidelberg entwickelte er dann Drehbücher, übernahm die Kameraarbeit hinter den Kulissen und lieh den Videos seine Stimme.
    Zum Start des virtuellen Zoo Guides wurden insgesamt sieben Videos produziert, die an den Gehegen der Mähnenrobben, der Tiger, der Löwen, der Orang-Utans und der Elefanten abgerufen werden können. Dafür benötigen die Besucher lediglich ein Smartphone mit Internetanschluss, einer Kamera und einem Programm zum Scannen von QR-Codes. Das Betriebssystem spielt dabei keine Rolle. Um die Tonspur besser zu verstehen, empfiehlt der Zoo die Verwendung von Kopfhörern.
    (12.06.2013)
    Zoo Heidelberg:   Ein Meilenstein für den Naturschutz: Einer der am stärksten bedrohten Affen kehrt nach Afrika zurück.

    „Fergus“ ist eine junge männliche Roloway-Meerkatze, die Tausende von Kilometern zurückgelegt hat, um wieder in ihrer ursprünglichen Heimat in Ghana zu leben. Seine Artgenossen sind beinahe ausgerottet worden. Die Roloway-Meerkatze gehört zu den 25 bedrohtesten Affenarten der Welt. Eine Jury der bedeutendsten Primatologen und Naturschützer der Welt hat sie schon zum vierten Mal auf diese von „Conservation International“ herausgegebene Liste gewählt – ein zweifelhafter Ruhm.
    Fergus soll im Zentrum für bedrohte Affen in Ghana mit der einzigen in Menschenhand gehaltenen Roloway-Meerkatze Afrikas für Nachwuchs sorgen. Interessiert schaut er durch das Gitter in das Nachbargehege zu „Sweet Pee“. Er weiß nichts davon, welch ein Status ihm gerade zuteil wird. Für die Roloway Meerkatzen, eine einst im westlichen Afrika weit verbreitete Affenart, ist es eine Minute vor zwölf. Die schönen, eleganten Tiere mit ihren langen, weißen Bärten, dem schwarz-braun glänzenden Fell und flinken Bewegungen kommen nur noch im Regenwald der östlichen Elfenbeinküste und dem westlichen Ghana vor. In den sumpfigen Waldresten im Grenzgebiet beider Länder konnte in den letzten Jahren ein kleiner Bestand nachgewiesen werden. Es ist wahrscheinlich die größte Restpopulation dieser faszinierenden Affenart auf der Welt.
    Um ein endgültiges Aussterben wildlebender Populationen zu verhindern, wurde bereits im Jahre 2001 vom Zoo Heidelberg das Artenschutzprogramm „West African Primate Conservation Action“ (WAPCA) ins Leben gerufen, das sich ganz dem Schutz der Primatenarten dieses sensiblen Lebensraums verschrieben hat. WAPCA wird vom Zoo Heidelberg aus koordiniert. Mit Spenden und festen Beiträgen der WAPCA Mitgliedzoos wird unter anderem das Primatenzentrum „Endangered Primate Breeding Centre“ in Accra, der Hauptstadt Ghanas finanziert. Hier werden illegal gehaltene und beschlagnahmte bedrohte Affenarten aufgenommen und auch nachgezüchtet.
    „Fergus“ traf am 29. Mai wohlbehalten im Primatenzentrum ein und die Freude über seine Ankunft war groß. Fergus ist im Zoo Heidelberg geboren und lebte vor seiner Rückkehr nach Ghana im Zoo La Vallee de Singes (Frankreich) in einer Junggesellengruppe. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es nur eine Roloway-Meerkatze in menschlicher Obhut in Afrika, ein konfisziertes Weibchen namens „Sweet Pee“. Sie wurde ursprünglich unter erbärmlichen Umständen als Haustier gehalten und konnte gerettet werden. Fergus und Sweet Pee sollen im Primatenzentrum nun als Botschafter Ihrer Art und durch Nachzuchten dazu beitragen, dass diese schöne Affenart erhalten bleibt. Dies kann allerdings nur gelingen, wenn die letzten Reste des Regenwaldes nicht auch noch der Gier der Palmölindustrie, den Holzkonzernen oder der Jagd zum Opfer fallen. Nagetiere, Antilopen und eben auch Affen werden in den verbliebenen Regenwäldern gejagt, um die Märkte in den Städten mit „Bushmeat“ aus dem Regenwald zu versorgen. Aber das Fleisch der Wildtiere dient nicht der Versorgung der armen Menschen, sondern der Befriedigung kulinarischer Gelüste einer reichen Minderheit.
    Das Engagement von WAPCA ist langfristig angelegt. An dem Projekt beteiligen sich neben dem Zoo Heidelberg elf weitere europäische Zoos (der Allwetterzoo Münster, der Zoo Duisburg, der Tierpark Hellabrunn in München, der Zoo Landau, die Zoologischen Gärten von Mulhouse, Barcelona, Valencia, la Palmyre, La Vallée des Singes, Bojnice, London, Dublin und Twycross) sowie die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP). Das WAPCA-Projekt vereinigt verschiedene Herangehensweisen zum Schutz der bedrohten Primaten. So gehören zu den wichtigsten Aufgaben die Durchführung von Tierbestandaufnahmen, Ausbildung und Bezahlung von Wildhütern, Förderung von organisiertem Ökotourismus, Einrichtung von Schutzgebieten, Aufklärung der lokalen Bevölkerung über den Schutz der Affen und das Betreiben des Primatenzentrums für beschlagnahmte Affen im Zoo in Accra, das für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt wird. Schulklassen besuchen die Affengehege und übernehmen Patenschaften für die Tiere, dadurch bekommen sie einen anderen Bezug zu den einheimischen Affen, die sie bisher nur als Fleischangebot auf den Märkten kannten. Sie erfahren etwas über die Lebensweise der einheimischen Tierarten, ihre Bedrohung und was nachhaltige Nutzung der Ressourcen im Land bedeutet. Aber auch für die erwachsene lokale Bevölkerung stellt das Primatenzentrum mittlerweile ein lohnenswertes und informatives Ausflugsziel dar.
    Wichtig für den Erfolg des Artenschutzes sind kompetente, engagierte und angesehene Projektpartner vor Ort – wie Inza Koné, Partner von WAPCA in der Elfenbeinküste und Professor am „Centre Suisse de Recherches Scientifiques en Cote d’Ivoire“. Für seine Aktivitäten und Verdienste für die Menschen und für bedrohte Tierarten wurde er im März 2009 in den Niederlanden mit dem bedeutenden Preis „Future for nature“ ausgezeichnet. 2012 wurde er für sein Engagement im WAPCA-Projekt im Tanoé Wald mit dem „Whitley Award“ ausgezeichnet, den er von Princess Anne bei einer Zeremonie in der „Royal Geographical Society“ in London überreicht bekam.
    „An wohl keiner anderen Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Naturschutz ist“, resümiert Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Heidelberger Zoos. „Mit den Roloway-Meerkatzen als Flaggschiff wollen wir ihren Lebensraum schützen, der zu den artenreichsten Regionen der Erde zählt. Sind wir beim Schutz der Roloway-Meerkatze erfolgreich, können hunderte von Arten vor der Ausrottung bewahrt werden“.
    Mit derzeit 36 Tieren in Zoos (Stand Januar 2012) gehört die Roloway-Meerkatze zu den seltensten Tieren in menschlicher Obhut. Im Vergleich zu den westafrikanischen Affen sind Große Pandas und Nashörner Massenware. Kein Zoo in Nordamerika, Asien oder Australien hält diese hochbedrohte Tierart. Im Zoo Heidelberg leben mit sieben Roloway-Meerkatzen ein Fünftel des Zoo-Weltbestands. Der Zoo Heidelberg züchtete in den letzten zehn Jahren zwölf Tiere nach und ist damit die bedeutendste Zuchtstätte weltweit.
    Mit Fergus kehrt nun ein Funken Hoffnung für das Überleben der Roloway-Meerkatze zurück nach Ghana. Die Projektkoordinatorin von WAPCA in Afrika, Jeanne Marie Pittmann, ist optimistisch: „We are very excited to see this critically endangered monkey return home to his country to produce more of his kind for the long-term potential of reintroduction into Ghana's rainforests”.

    Foto: Roloway-Meerkatze Fergus
    (05.06.2013)
    Zoo Heidelberg:   Freude im Zoo Heidelberg über eine Handvoll Hirsch

    Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt des letzten Jungtieres „Willi“ vergangen, und schon wieder hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg für Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das für eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeinträchtigen könnte. Den ungünstigen Prognosen zum Trotz hatte sich Goofy aber überraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich seitdem bester Gesundheit und Paarungsfreudigkeit.
    Die kleine „Tekla“, wie der Nachwuchs heißt, konnte schon wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist bereits mit ihrer Familie im großen Außengehege zu sehen. Die neugeborenen Schopfhirsche sind anfangs so winzig, „dass sie gerade mal in eine Hand passen“, wie Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, schmunzeln berichtet. Die ersten Wochen verbrachte das Anfang Mai geborene Jungtier in einem für Besucher schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente unter anderem auch seinem Schutz, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hätten das Jungtier angreifen können – was bislang allerdings nie passiert ist. „Mieke“ und „Goofy“ kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Egal ob beim Spielen mit ihrer Schwester „Maya“ oder wenn sie ein Nickerchen im Gras hält – der kleine Tekla steht immer unter der Beobachtung ihrer Eltern.
    Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen Bergwäldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hält und ist auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. So wird Willi, der Bruder von der kleinen Tekla, in wenigen Tagen in den Zoo nach Jerusalem umziehen. Die dämmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche leben in freier Wildbahn einzelgängerisch und gelten als scheu. Die Schopfhirschfamilie im Zoo Heidelberg ist hingegen recht gesellig und zeigt sich sehr häufig den Besuchern.
    Namensgebendes Merkmal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Das kleine Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei Spießchen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.
    Die Schopfhirsche leben im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas in einem großen Gehege. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

    Foto: Zoo Heidelberg
    (31.05.2013)
    Zoo Heidelberg:   Bildhauerkunst aus Zimbabwe im Zoo Heidelberg. Shona-Workshops bis September 2013

    Die Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ mit über 40 Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Zimbabwe begeistert seit über zwei Jahren die Besucher des Heidelberger Zoos. Der Zoo mit seinem alten Baumbestand, schönen Pflanzungen, Lichtungen und Teichen bietet den Kunstwerken eine würdige Bühne. Der Shona-Art Galerist Bastian Müller und der Zoo Heidelberg haben aufgrund des großen Besucher-Zuspruchs entschieden, die Ausstellung zu verlängern und auch in diesem Jahr die beliebten Bildhauer-Workshops anzubieten. Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich nun noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Skulpturen erfreuen und selbst eigene Kunstwerke erschaffen.

    Termine Bildhauer-Workshops 2013
    Interessierte aller Altersklassen haben die Gelegenheit, bei den Steinbildhauern Walter Maponga, Eddy Nyagweta, Daina Nyakudya und Tago Tazvitya den original zimbabwischen Serpentinstein unter professioneller Anleitung zu bearbeiten und eine eigene Skulptur zu erschaffen. Die Kurse finden im Zoo Heidelberg auf der Flamingowiese in inspirierender Atmosphäre statt. Dank regendichter Zelte können die Workshops bei jeder Wetterlage stattfinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
    Die Arbeit am Stein selbst zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung. Die Zusammenarbeit mit einem zimbabwischen Steinbildhauer ermöglicht tiefere Einblicke in die Shona–Kunst. Die Skulpturen entstehen ausschließlich in Handarbeit, wobei Hammer, Meißel, Raspel und Feile zum Einsatz kommen. Die Künstler haben langjährige Erfahrung als Dozenten und sprechen fließend Englisch.

    Termine, täglich von 10.00 – 18.00 Uhr, Montag Ruhetag
    25.05. – 07.07.2013 / Dozent Walter Maponga
    08.07. – 16.08.2013 / Dozent Eddy Nyagweta
    16.08. – 28.09.2013 / Dozenten Daina Nyakudya und Tago Tazvitya

    Die Teilnahmegebühr beträgt für die ersten zwei Tage je 50 Euro. Jeder weitere Tag kostet 35 Euro. Hinzu kommen noch Materialkosten in Höhe von drei Euro pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Werkzeuge werden gestellt. Eine Anmeldung zu den Workshops erfolgt ausschließlich unter Telefon 02302-9787428 oder info@shona-art.com. Gegen Vorlage der Buchungsbestätigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Weitere Informationen können auch der Internetseite www.shona-art.com entnommen werden.
    Die Workshops können zu jedem Termin im genannten Zeitraum beginnen und für eine gewünschte Anzahl an Tagen gebucht werden. Kurzfristige Verlängerungen sind möglich.

    Foto: Zoo Heidelberg
    (23.05.2013)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung im Zoo Heidelberg: „Faszination Natur“
    NABU Gruppe Heidelberg & Naturfotografen for Nature zeigen ihre schönsten Fotos

    Ab dem 18. Mai 2013 präsentieren die NABU-Gruppe Heidelberg und die
    „Naturfotografen for Nature“ im Zoo Heidelberg ihre schönsten Fotos. Die Ausstellung „Faszination Natur“ mit über 30 großformatigen Bildern ist in der Scheune des Zoos bis Ende August 2013 zu sehen.
    Die Naturfotografen for Nature sind eine Gruppe von Fotografen, die es sich zum Ziel gesetzt hat, der Natur etwas zurückzugeben – in Form von ausdrucksstarken Fotos, Spendenaktionen für Naturschutzprojekte und der Herausgabe eines eigenen Magazins. „Wenn wir unsere Fotos in der freien Natur machen, bekommen wir Eindrücke geschenkt, die uns begeistern, erfreuen und oft sehr glücklich machen“, heißt es in ihrer Selbstdarstellung. Von der Begeisterung der Fotografen und der Schönheit der Natur- und Tieraufnahmen können Zoobesucher sich selbst überzeugen. Die stimmungsvollen Fotos wecken den Wunsch, das Leben in seiner Einzigartigkeit zu schützen und zu bewahren.

    Die Eröffnung der Ausstellung findet am 18. Mai um 14.30 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Die NABU-Gruppe Heidelberg und die Naturfotografen for Nature stellen sich bei der Gelegenheit mit zwei regionalen Projekten zum Feldhamster- und Wanderfalkenschutz näher vor.

    Foto: Thomas Hinsche
    (13.05.2013)
    Zoo Heidelberg:   Die Pfingstferien im Zoo verbringen!

    Die Heidelberger Zooschule bietet in den Pfingstferien ein tierisch spannendes und abwechslungsreiches Ferienprogramm an. Kinder, deren Begeisterung besonders groß ist, können ihre Ferien täglich von 8.00 bis 16.30 Uhr bei den Tieren im Zoo verbringen. Für beide Pfingstferienwochen sind momentan noch Plätze frei.
    Von klein bis groß: Krallenaffen, Makaken, Varis und Menschenaffen stehen am Affentag auf dem Programm. Beim Vogeltag dreht sich alles um das Federvieh: Hier wird gepickt und gebalzt was das Zeug hält. Während dem Inseltag findet ein regelrechtes Inselhopping statt: Von den Seyschellen bis nach Madagaskar.
    Bei den Zoo-Ferien hat jeder Tag ein anderes Thema. Auf diese Weise beschäftigen sich die Ferienkinder täglich intensiv mit einer Tiergruppe. Das Besondere dabei ist: Die Kinder halten sich die ganze Zeit im Zoo auf, direkt vor den Gehegen der Tiere. Natürlich gibt es da auch einiges zu erleben, was Zoobesucher normalerweise nicht dürfen: Es werden Gehege ausgemistet, Tiere gepflegt und mit selbst gebasteltem Spielzeug beschäftigt. Selbstverständlich bleibt da der Spaß nicht auf der Strecke!
    Die Teilnehmer im Alter von 6 bis 13 Jahren begeben sich während der Ferien auf eine spannende Reise durch die Welt der Tiere, bei der sie viel erleben und gleichzeitig etwas lernen. Das Basisprogramm Zoo-Ferien dauert täglich von 9.30 bis 12.30 Uhr.
    Interessierte Kinder können außerdem noch an Zoo hellwach (von 8.00 bis 9.30 Uhr) und/oder Zoo-Ferien Plus (von 12.30 bis 16.30 Uhr) teilnehmen. Diese beiden Programme ergänzen die vormittäglichen Zoo-Ferien und vertiefen die Inhalte. Bei Zoo-Ferien Plus sind die Teilnehmer beispielsweise forschend im Zoo unterwegs und beschäftigen sich u.a. mit den kleineren Lebewesen unserer Umwelt. Übrigens ist bei den Zoo-Ferien Plus ein warmes Mittagessen im Preis inbegriffen.
    Für besonders große Zoofans gibt es unterschiedliche Programme, sodass Kinder und Jugendliche in mehreren Ferien teilnehmen können, ohne dass sich thematisch etwas wiederholt.
    Die Ferienprogramme finden in den Pfingstferien statt vom 21. bis 25. Mai sowie vom 27. Mai bis 1. Juni (ohne 30.5.).

    Zeitraum und Kosten:
    Zoo-Ferien: 9. 30 – 12.30 Uhr, € 75
    Zoo hellwach: 8.00 – 9.30 Uhr, € 35
    Zoo-Ferien Plus: 12.30 – 16.30 Uhr, € 125 (inkl. Mittagessen)
    Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!
    Weitere Informationen telefonisch unter 06221-3955713 (Mo 13 - 16 Uhr, Di + Do 10 – 12 Uhr sowie 13 – 16 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

    Foto: Zoo Heidelberg
    (07.05.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Ein Paradies für Störche

    Ihr eifriges Klappern ist weithin zu hören und die Steilanflüge auf ihre Nester sind von beeindruckender Akrobatik – der Zoo Heidelberg entwickelt sich zur großen Freude seiner Mitarbeiter und Besucher immer mehr zu einem regelrechten Paradies für Weißstörche. Was viele nicht wissen: Lebensraumverlust, Strommasten und die Folgen des Klimawandels setzen den Beständen dieser attraktiven Vogelart stark zu. Deshalb freut sich der Zoo umso mehr, dass es in diesem Jahr im Zoo einen Storchenrekord gibt: Gezählt wurden bislang acht Nester sowie zwei weitere angefangene. Auf mehr als fünf Horsten wird sicher gebrütet, und auch im Umfeld des Zoos, auf dem Gelände des TSG 78, hat sich ein Storchenpaar niedergelassen. Weißstörche brüten bevorzugt auf Hausdächern, Türmen oder Bäumen. Gerne nehmen Sie auch künstliche Nestunterlagen wie Wagenräder an. Die Brutzeit beginnt im April und endet Anfang August. Das Gelege wird von beiden Partnern über 30 Tage lang bebrütet und nach zirka zwei Monaten verlassen die Jungvögel das Nest. Da ein Storchenpaar seinem Horst über Jahrzehnte treu bleibt und der Nestbau nie abgeschlossen wird, kann der Horst eine Höhe von mehreren Metern erreichen. Kein anderer europäischer Vogel betreibt einen derart großen Nestbau.
    Dass der Weißstorch, auch als Meister Adebar und Klapperstorch bekannt, sich im Zoo Heidelberg sehr wohl fühlt, hat seine guten Gründe. Bereits Ende der 90er Jahre wurden mit Hilfe engagierter Naturschützer des NABU die ersten Nester im Zoo aufgestellt und von den Störchen begeistert angenommen. Seither werden die Tiere von Mitarbeitern des NABU regelmäßig gezählt und die Jungtiere beringt. Das Beringen ist nicht immer so einfach, wie Dr. Michael Preusch, Facharzt für Innere Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg und ehrenamtlich für den NABU im Bereich Wanderfalkenschutz tätig, zu berichten weiß. An manche Nester gelangt man nur mit Hilfe eines Hubsteigers. Oben am Nest angekommen, wird der menschliche Eindringling von wilden Scheinangriffen der Eltern umflogen, während sich die Jungvögel tief in das Nest drücken. Das Beringen geht dann aber sehr schnell und hinterlässt bei den Tieren keinen bleibenden Eindruck. Nur mit Hilfe der Beringung ist zu erkennen, woher die Störche kommen – auf den Nestern des Zoos brüten mehrheitlich sogenannte Freiflieger, die direkt aus Afrika kommen, aber auch Störche aus dem Mannheimer Luisenpark sind gern gesehene Gäste. Daneben gibt es auch Störche, die ortständig sind und nicht mehr ziehen. Diese „Nichtzieher“ entstammen von Zuchtprogrammen; der Zugdrang bei Störchen entfällt bereits nach einem Jahr in Menschenobhut. Dann werden sie ortständig. Die Mehrheit der Störche, so Preusch, zieht über zwei Wege: Die „Westzieher“ fliegen bei Gibraltar über das Mittelmeer, um in Westafrika vom Senegal bis zum Tschadsee den Winter zu verbringen. Die „Ostzieher“ fliegen über den Bosporus, das Jordantal und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Von dort aus geht der Zug weiter in Richtung Ostafrika.
    Der Storch ist zweifelslos ein Sympathieträger, vielerorts gilt der Weißstorch auch als Glücksbringer. Und wie wir alle wissen, ist es der Klapperstorch, der die kleinen Kinder bringt. Michael Preusch hat dazu auch einen entsprechenden Vorschlag: „Es wäre einfach wunderbar, wenn wir auf der Heidelberger Frauenklinik eine Storchenplattform anbieten könnten“. Na, das würde doch wirklich passen.


    Infokasten Weißstörche

    Weißstörche sind 80 bis 100 cm lang und haben eine Flügelspannweite von etwa 200 bis 220 cm und haben trotz ihrer Größe ein Gewicht von gerade einmal etwa 2,5 bis 4,5 Kilogramm. Bis auf die schwarzen Schwungfedern ist das Federkleid blütenweiß. Schnabel und Beine sind rötlich. Die Stimme des Weißstorchs ist sehr schwach ausgeprägt. Er verständigt sich durch Klappern mit dem Schnabel. Das beeindruckende Balzritual etwa geht mit ausgiebigen, gemeinsamen Schnabelklappern einher, dabei wird der Hals weit nach hinten gebogen. Geklappert wird aber auch zur Begrüßung des Partners am Nest und zur Verteidigung gegen Nestkonkurrenten.

    Foto: Susanne Fischer
    (02.05.2013)
    Zoo Heidelberg:   Geheimnisvoller Regenwald – Workshop im Zoo

    Faultiere, Sumatra-Tiger und Fossas – was haben diese Tierarten gemeinsam? Sie kommen im Regenwald vor. Der Workshop „Geheimnisvoller Regenwald“ der Zooschule findet statt am Samstag, den 11. Mai von 9:30 bis 16:30 Uhr und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, die diese Tierarten und ihren Lebensraum genauer kennenlernen möchten. Gemeinsam mit zwei Zoorangern gehen die jungen Forscher den Geheimnissen des Regenwaldes sowie kleinen und großen Regenwaldbewohnern auf die Spur.
    Die Heidelberger Zooschule – unter Trägerschaft der Initiative Zooerlebnis e.V. – bietet am 11. Mai einen Workshop zum Thema „Geheimnisvoller Regenwald“ an. An diesem Tag dreht sich alles um den besonderen Lebensraum Regenwald und seine tierischen Bewohner. Es werden Fragen behandelt wie: Regnet es wirklich so viel im Regenwald? Wer lebt im Regenwald? Wie kommen die Tiere mit dem vielen Regen klar? Brauchen wir in Deutschland den Regenwald? Und viele weitere mehr. Wenn es dabei auch um die ernste Bedrohung vieler Tierarten geht, kommen Spiel und Spaß dennoch nicht zu kurz. An dem äußerst abwechslungsreichen Tag lernen die jungen Regenwaldforscher erlebnis- und handlungsorientiert den Zusammenhang kennen zwischen der Zerstörung des so weit entfernten Regenwalds und der Luft, die sie hier atmen. Ein Film über Orang-Utans steht ebenso auf dem Programm wie ein spannender Rundgang zu Sumatra-Tigern, Faultieren und Fossas – einigen ganz besonderen Tieren, die als Botschafter ihres einzigartigen Lebenraumes im Zoo Heidelberg leben. Während dem Workshop lernen die Jungforscher sie genauer kennen und erfahren, was sie selbst zu deren Schutz beitragen können.
    Der Workshop richtet sich an interessierte Kinder ab acht Jahren und dauert von 9:30 bis 16:30 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Tickets für € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen.
    Weitere Infos telefonisch unter 06221-3955713 zu den Sprechzeiten MO 13-16 Uhr, DI+DO 10-12 Uhr sowie 13-16 Uhr.

    Foto: Heidrun Knigge
    (29.04.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Betreutes Flirten bei den Sumatra-Tigern Tila und Asim

    Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Die zwei jungen Sumatra-Tiger „Tila“ und „Asim“ haben sich hervorragend eingelebt und es deutet alles darauf hin, dass die nächsten Jahre ganz im Zeichen einer großen Tiger-Liebe stehen.
    Noch ist bei Tila und Asim allerdings „betreutes Flirten“ angesagt, wie Dirk Eichmann, Tierpfleger im Robben- und Raubtierrevier, schmunzelnd bemerkt. Denn auch bei Tigern gilt das Sprichwort „was sich liebt, das neckt sich“ – allerdings können die Folgen des Neckens bei den Raubkatzen mit größeren Blessuren einhergehen. Für die meiste Zeit des Tages und nachts sind Tila und Asim noch durch die sogenannten Schmusegitter voneinander getrennt. Zwei Mal täglich werden sie für bis zu jeweils eine Stunde zusammengebracht und ihr Verhalten von den Tierpflegern dabei genau beobachtet. Dass die beiden Großkatzen sich mögen, ist auch für die begeisterten Zoobesucher nicht zu übersehen: Sie kuscheln und spielen miteinander und begrüßen sich mit „Pruschel-Lauten“, ein für Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes Begrüßungsschnauben. Die friedliche anmutende Situation kann aber auch blitzschnell umschlagen, etwa dann, wenn die kleinere, jüngere, aber ausgesprochen selbstbewusste Tila den großen, kräftigen Asim einfach nicht in Ruhe lassen will oder ihn gar kräftig in die Hinterbeine zwickt. Spätestens dann ist für Asim der Spaß vorbei – und seine Reaktion mutet für uns Menschen heftig an, wenn er sich mit seinen 150 Kilo auf die zarte Tila wirft. Aber das gehört bei Tigern eben dazu und Tila muss lernen, dass man sich bei einem Tigermann nicht alles herausnehmen kann. „Wir sind froh, dass Asim ein sehr gutmütiger Tigermann ist, der beim Zurechtweisen noch nicht einmal die Krallen ausfährt“, betont Eichmann.
    Sollte es kritisch werden, unterbrechen die Pfleger die Situation durch Zurufen und Schlüsselrasseln. Beide Tiere kennen jeden Winkel ihres großzügigen Reviers und haben sehr gut gelernt, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen.
    Mit Asim und Tila möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. Die Chancen stehen gut, auch wenn es sicher noch ein bis zwei Jahre dauern wird, bis beide Tiger die Geschlechtsreife erreicht haben.

    Infokasten Sumatra-Tiger Zoo Heidelberg
    • Die Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg leben in drei komfortablen Gehegen. Das Innengehege ist abteilbar und mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, dessen Geruch die Tiere sehr schätzen und ihnen weiche Liegeplätze ermöglicht. Im Außenbereich bietet das sogenannte „Tigerspielzimmer“ mit Schaukel, Wasserstelle, Spiel- und Futterbällen und unterschiedlich hohen Liegeplätzen Abwechslung. Das angrenzende Landschaftsgehege mit Bambus, Naturfelsen und dem von Wasserpflanzen gesäumten Bachlauf zeigt die Tiger in einem weitläufigen, naturnahen Lebensraum. Die Besucher können die Tiere durch Panzerglasscheiben oder ein leichtes Drahtgeflecht hautnah erleben.
    • In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der südostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natürlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschätzt und er gilt als stark bedroht.

    Foto: Susanne Fischer
    Tiefe Blicke
    (26.04.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg. Gesunder Nachwuchs in Hectors Harem
    Der Zoo Heidelberg freut sich über Nachwuchs bei seinen Hanuman-Languren.

    Das Kleine, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 2. April zur Welt und verbringt noch die meiste Zeit an Mamas Bauch gekuschelt. Von dort aus schaut es mit großen, neugieren Augen in die Welt. Mit seiner zart-rosa Haut, die nur von wenig Fell bedeckt ist und den beeindruckenden Segelohren hat es noch nicht viel mit seinen erwachsenen Verwandten gemein: Die Langurenart imponiert dem Betrachter mit prächtigem silbrig-grauen Fell und einem dunklen Gesicht, umrandet von einem weißen Haarkranz. Die Hanuman-Languren zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten auf dem indischen Subkontinent. Vielen Menschen sind die eleganten Schlankaffen von Bildern indischer Tempelanlagen geläufig, wo die dort als heilig verehrten Tiere oft in großen Gruppen anzutreffen sind.
    Hanuman-Languren ernähren sich ausschließlich vegetarisch, Beeren, Blätter und Samen stehen auf dem Speiseplan. Ihr Magen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt deshalb dem Magen der Wiederkäuer.
    Für das Affenweibchen im Zoo Heidelberg ist es zwar der erste Nachwuchs, aber die neue Mutterrolle bereitet ihr keine Schwierigkeiten: Liebevoll umsorgt sie ihr Neugeborenes und auch die anderen Weibchen der Gruppe werden sich bald mit um die Aufzucht des Jungtieres kümmern. Generell reißen sich die Weibchen regelrecht darum, für die spätere, eigene Mutterrolle an dem Jüngsten zu üben. Jedes weibliche Tier der Gruppe möchte das Jungtier gerne übernehmen und auch einmal versorgen. Nur das einjährige Halb-Geschwisterchen ist noch zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um anderen behilflich zu sein.
    Dieser Zuchterfolg erfreut den Zoo umso mehr, da Vater „Hector“ erst im Dezember 2011 in den Zoo Heidelberg einzog, sich sehr rasch in die Gruppe eingewöhnte und bereits 2012 für den ersten Nachwuchs seit vielen Jahren sorgte. Der sanfte Charme des schönen Hector hatte die Damenwelt recht schnell überzeugt, und auch sein Verhalten gegenüber seinen beiden Sprösslingen ist außergewöhnlich. Kümmern sich männliche Hanuman-Languren normalerweise nicht um ihren Nachwuchs oder werden von erfahrenen Müttern abgewehrt, so nimmt Hector seine Kinder gerne an sich und trägt sie umher. „Dass die Mütter bei Hector so ganz anders als üblich reagieren, liegt unter anderem an seinen entspannten und freundlichen Wesen, freut sich Anke Jakob, Leiterin des Affenreviers. Die Hanuman-Languren leben im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, eine weitere Gruppe Roloway-Meerkatzen, afrikanische Weißbauchigel und Kugelgürteltiere untergebracht sind.

    Foto: Heidrun Knigge
    (18.04.2013)
    Zoo Heidelberg:   Abenteuer Asien – Workshop in der Zooschule Heidelberg für Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren

    Der Asien-Workshop findet statt am Samstag, den 20. April von 9:30 bis 16:30 Uhr und richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren, die sich auf eine abenteuerliche Reise ins ferne Asien begeben möchten. Im Vordergrund stehen nicht nur die asiatischen Tiere des Zoos wie Tiger, Binturong und Otter. Die Workshopteilnehmer erhalten auch spannende Einblicke in die aufregende asiatische Kultur.
    Der europäische Verband der Zoos und Aquarien, kurz „EAZA“, ruft jedes Jahr eine besondere Naturschutzkampagne aus. Dieses Jahr geht es wieder um Südostasien und natürlich ist auch der Heidelberger Tiergarten wieder mit verschiedenen Aktionen dabei. Die Zooschule bietet am 20. April einen Workshop mit passendem Thema an: „Abenteuer Asien“ richtet sich an interessierte Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren. An diesem Tag werden die Teilnehmer in eine ganz andere, geheimnisvolle Welt versetzt. Neben dem Besuch bei Tiger, Binturong und Hulman-Affe können die Teilnehmer sich auch selbst einmal wie ein Kind in Asien fühlen. Wie verbringen gleichaltrige Jungs und Mädchen dort ihren Tag? Was steht auf ihrem Speiseplan und welche Spiele spielen sie? Am Ende werden die Teilnehmer jedenfalls nicht nur selbst hergestellte Blumentopfbrote und Öllampen mit nach Hause nehmen, sondern auch um viele Kenntnisse und tierische Begegnungen reicher sein!
    Die Workshops richten sich an interessierte Kinder ab acht Jahren. Auf ihren imaginären Reisen in exotische Gefilde werden sie jeweils von zwei versierten Zoorangern begleitet. Von 9:30 bis 16:30 Uhr sind die Gruppen im Zoo unterwegs, um auch Asien zu entdecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Tickets für € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen. Bei allen Veranstaltungen der Zooschule sind übrigens Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen.
    Weitere Infos telefonisch unter 06221-3955713 (MO + DO 14:00-16 Uhr, DI + MI 10:00-12:00 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

    (11.04.2013)
    Joshua Förg:   Ursprünglich waren im alten Elefantenhaus meines Wissens Nilgauantilopen und Axishirsche untergebracht, die sich die Außenanlage mit den beiden alten Elefantendamen teilten.
    (05.04.2013)
    Stefanie Fischer:   So wie die Böschung aussieht, können die Elefanten nach dem ersten kräftigen Regenguss über die Mauer rausklettern. Wie wollen die denn verhinderen, dass sich die Erde nach und nach an der Grabensohle ablagert? Oder ist das auch als Beschäftigung für die Tierpfleger gedacht? ;)
    (05.04.2013)
    Jan Beensen:   Wozu dient das alte Elefantenhaus eigentlich derzeit?
    Können die jungen Wilden das Haus auch nutzen?
    (05.04.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg. Noch mehr Platz für die vier „jungen Wilden“ –
    Elefanten-Außenanlage wurde erweitert

    Zoobesucher konnten in den letzten Wochen beobachten, dass auf der Außenanlage der Elefanten im Zoo Heidelberg ordentlich gegraben und gebaut wurde. Der weitere Ausbau der Elefantenaußenanlage war schon lange geplant und macht die ohnehin großzügig gestaltete Anlage für Tier und Mensch nun noch attraktiver: Zum einen haben die vier jungen Elefantenbullen mit einer zusätzlichen Fläche von 600 Quadratmeter noch mehr Platz zur Verfügung; zum anderen vergrößert sich auch die Fläche, von der aus die Zoobesucher in das Gehege der beliebten Elefanten einblicken können.
    Für die Erweiterung des ersten Bauabschnitts bewegten die Bagger über tausend Tonnen Erde und schufen so eine Böschung, von der die Elefanten in akrobatischer Manier nach unten in einen neu angelegten Trockengraben gelangen können. Drei Meter hohe Mauerscheiben, die mit Elektrozaun gesichert sind, trennen die Elefanten von den Besuchern. Die tatkräftigen Zoohandwerker hatten sprichwörtlich alle Hände voll zu tun. Wolfgang Müller, gärtnerischer Leiter im Zoo, betont, „dass die vorhandene Bepflanzung erhalten blieb und die alten Bäume geschützt wurden“. Der schöne Baumbestand – dazu zählen vor allem zwei alte Linden – bietet den Dickhäutern nun gerade an heißen Tagen den begehrten Schatten.
    Pünktlich zu Ostern und im Zeitplan konnten die vier Dickhäuter zum ersten Mal ihr neues Terrain erkunden. Ihrem Erkundungstrieb dabei zuzuschauen ist die helle Freude. Gandhi, mit sieben Jahren der jüngste der vier Elefantenbullen, erwies sich bei der Ersterkundung des neuen Terrains als der mutigste. Mit gestreckten Beinen, zurückgelehntem Oberkörper und wild rüsselnd spähte er zunächst vorsichtig die künstlich geschaffene Böschung hinunter und entschloss sich nach der Begutachtung voller Elan, den steilen Hang hinunter zu robben. Danach hievte er seine zwei Tonnen Gewicht wieder nach oben, um dem abwartenden Trio „Voi Nam“, „Tarak“ und „Thai“ von seinen Erfahrungen zu „berichten“. Es ist immer wieder faszinierend, die stille Kommunikation der Tiere zu beobachten. Zur Verständigung mit Artgenossen nutzen Elefanten zu zwei Dritteln Infraschall-Laute. Diese für Menschen unhörbaren Schwingungen werden sowohl durch die Luft als auch durch das Erdreich übertragen.
    Nach erfolgreicher Verständigung machten sich dann alle Viere zum Ab- und Aufstieg bereit. „Das ist das Besondere an der Vergrößerung der Außenanlage“, freut sich Revierleiter Stefan Geretschläger, „ab sofort können wir und die Besucher bei den Elefanten noch weitere motorische Fähigkeiten beobachten als das bislang der Fall war. Denn nicht nur für die jungen Elefantenbullen bietet das erweiterte Terrain mit der Böschung und einer neu geschaffenen Schlammsuhle Abwechslung. Die Besucher können die Elefanten nun aus einer zusätzlichen Perspektive beobachten, da sie sich auf dem gleichen Niveau wie die Tiere befinden“.
    In einem zweiten Bauabschnitt soll dann das alte Elefantenhaus abgerissen und an der Stelle eine Trainingswand für die klugen Tiere errichtet werden. Für Besucher wird die Anlage dann noch interessanter, wenn sie aus nächster Nähe das medizinische Training der Elefanten beobachten können.

    Info: Das Haus und die Außenanlage der Elefanten-WG
    Das neue Elefantenhaus (500 qm, eröffnet im Juni 2010) trägt den vielfältigen Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In diesem finden die Tiere unter anderem
    • einen großen Innenpool (das Badebecken umfasst 50.000 Liter)
    • eine beheizte „Sporthalle“ mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten
    • Boxen: eine Box mit 60 qm, 2 Boxen à 40 qm, 1 Box mit 30 qm, Zugang zur
    • 2000 qm großen Außenanlage mit Badebecken und zahlreichen Beschäftigungs- und Rückzugsmöglichkeiten, zusätzlich nun die Erweiterung um weitere 600 qm mit Böschung, Graben und Schlammsuhle

    Foto: Zoo Heidelberg
    Der jüngste Elefantenbulle Gandhi erkletterte die Böschung als erster.
    (05.04.2013)
    Zoo Heidelberg:   Tierisches Zoo-Ostern

    Neben vielen bunten Aktionen rund um Osterhasen, Ostereier und eierlegende Tiere dürfen bis zu 60 Kinder während Zoo-Ostern am 28. März 2013 den Zootieren die Osternester verstecken.
    Am Gründonnerstag, den 28.03.2013 findet das beliebte Zoo-Ostern der Zooschule Heidelberg (getragen von Initiative Zooerlebnis e.V.) statt. Zwischen 14.30 und 17.30 Uhr schlüpfen die Teilnehmer im Alter von fünf bis zwölf Jahren selbst in die Rolle des Osterhasen und verstecken den Zootieren ganz besondere Leckereien. Neben dem Beschenken von Affen, Waschbären und Co. wird der Besuch von typischen Ostertieren wie Kaninchen und Küken auf dem Programm stehen. Weitere Höhepunkte sind zum Beispiel die lustigen Tiergeschichten und viele Spiele und Informationen rund um das (Oster-)Ei. Natürlich darf ein Oster-Eierlauf an so einem Tag nicht fehlen…
    Die Tickets für Zoo-Ostern sind für € 15,- im Vorverkauf an der Zookasse erhältlich.

    Foto: Zoo Heidelberg
    "Alpaka füttern"
    (27.03.2013)
    Zoo Heidelberg:   Osterspaß im Zoo Heidelberg – Langohren im Einsatz

    Der meteorologische Winter ist seit vier Wochen vorbei und auch kalendarisch hat sich die kalte Jahreszeit letzte Woche verabschiedet. Pünktlich zu den Feiertagen machen die Wetterberichte jetzt Hoffnung auf mildere Temperaturen und ein Besuch im Zoo Heidelberg lohnt sich zu Ostern auf jeden Fall. Dem bisher wechselhaften und kühlen Wetter zum Trotz blühen viele Krokusse und Tulpen bereits prächtig und auch die ersten Sträucher am Wegesrand zeigen ihre Knospen. Viele andere bunte Frühlingsboten stehen schon in den Startlöchern, um bei steigenden Temperaturen und Sonnenstrahlen die Grünflächen des Zoos in farbenprächtige Blütenteppiche zu verwandeln.
    Die Kinder dürfen sich am Ostersonntag auf etwas ganz Besonderes freuen: Ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die kleinen Zoobesucher mit leckeren Überraschungseiern. Damit jedes Kind auch eines abbekommt, hat er zwei fleißige Assistentinnen, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Die Poitou-Eselstuten Resi und Yvette tragen große Weidenkörbe auf ihren Rücken, die prall gefüllt sind mit Überraschungseiern. Kleine Zoobesucher können sich also auf das süße Geschenk freuen und als Dankeschön gerne die braven Eselstuten mit ein paar Streicheleinheiten hinter ihren grandiosen Ohren verwöhnen.
    Im Afrikahaus gibt es für Zoobesucher eine weitere Attraktion zu bestaunen: Pünktlich zu Ostern sind auch dieses Jahr kleine, goldgelbe Hühnerküken geschlüpft. Die flauschigen Federbällchen leben in einem zirkuszeltähnlichen Gehege, das weich und warm mit Stroh und Hobelspänen ausgepolstert ist. Neben den Küken gibt es aber noch weiteren Nachwuchs zu sehen: So ist im Streichelzoo ordentlich was los, denn dort wartet eine Riesenschar buntgescheckter, neugieriger Ziegenjunge auf aufgeweckte Kinder.
    Bei den quirligen Erdmännchen im Raubtierhaus tollen drei neue Familienmitglieder mit durch das Gehege, die Goldgelben Löwenäffchen im Menschenaffenhaus präsentieren stolz ihre zwei Jungtiere und Faultiermutter Wilma trägt ihr Kind Bam-Bam sicher an ihrem Bauch.
    Sehr schön sind auch die vielen Weißstörche, die sich bereits an mindestens fünf Nestern auf dem Gelände des Zoos zu schaffen machen. Da wird heftig geklappert, gedroht und im Sturzflug ein begehrtes Heim angeflogen. Spätestens im Mai sollte jedes Paar sein Nest gefunden und hergerichtet haben, denn dann beginnt das Brutgeschäft bei Meister Adebar.
    Es lohnt sich also, im Zoo vorbei zu schauen, zumal nur dort Eltern ihren Kleinen lebende Osterhasen, Osterlämmer und Osterküken zeigen können.

    Foto (Susanne Fischer): Tollende Lämmer
    (26.03.2013)
    Joshua Förg:   ... "die Tiere" bezieht sich natürlich auf die Rotbauchmakis.
    (21.03.2013)
    Joshua Förg:   Die Vergesellschaftung Gürtelvari - Rotbauchmaki hat offenbar nicht geklappt. Die Tiere waren zuerst in der Fasanerie untergebracht, nun leben sie im kleinen Affenhaus zusammen mit Weißbauchigel und Gürteltier.
    (21.03.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg – Der Kindersegen hält an. Faultier „Bam-Bam“ ist da!

    Im Zoo Heidelberg herrscht derzeit ein wahrer Kindersegen: Nach den Erdmännchen, den Goldgelben Löwenäffchen, den Schafen und afrikanischen Zwergziegen sorgte nun auch das Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“ für Nachwuchs. Das kleine Zweifingerfaultier kam Anfang März zur Welt und wurde von den Tierpflegern „Bam-Bam“ getauft. Für den Zoo Heidelberg ist es die zweite Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfüberhängend in den Bäumen verbringt. Der 2011 geborene „Pebbles“ ist schon vor einiger Zeit in einen französischen Zoo umgezogen.
    Faultiere verbringen die ersten Wochen ihres Lebens gut versteckt und festgeklammert am kuscheligen Bauchfell der Mutter – aber mit etwas Glück können Zoobesucher den Nachwuchs mit der großen Stupsnase und den braunen Knopfaugen durch die Scheibe im Innengehege der Südamerikavoliere beobachten. Ist „Bam-Bam“ ein Junge oder ein Mädchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spät erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird wahrscheinlich noch einige Monate dauern“.
    Obwohl Faultiere Einzelgänger sind, hegen „Wilma“ und „Fred“ ein inniges Verhältnis, was man daran erkennt, dass die beiden sich oft einen Ast gemeinsam teilen. Im Hinblick auf ihren gemeinsamen Nachwuchs verhalten sich die beiden ungewöhnlich, denn normalerweise hält sich ein Faultiermännchen von dem Weibchen mit Nachwuchs fern. In den Zoos wird deshalb oft das Männchen für eine gewisse Zeit von Mutter und Kind getrennt. Wilma und Fred hingegen kuscheln gemeinsam mit ihrem Nachwuchs so eng, dass kaum zu erkennen ist, wo ein Faultier beginnt und das andere aufhört – ein Verhalten, das sehr selten beobachtet wird.
    Sobald sich die Temperatur auf mindestens 15 Grad stabil eingependelt hat, darf die Faultierfamilie wieder das Außengehege mitbenutzen. In der begehbaren Voliere hangeln die Faultiere dann umgeben von vorwitzigen Guirakuckucken und farbenprächtigen Grünwangen-Amazonen gemächlich an den Ästen entlang.
    In freier Wildbahn leben Zweifingerfaultiere in den Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Mit ihren bis zu 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen sind sie perfekt an ein kopfüberhängendes Leben in den Astgabeln angepasst. Darauf weist auch der Scheitel hin, den die Tiere auf dem Bauch tragen, damit das Regenwasser seitlich ablaufen kann. Ihr Name kommt ebenfalls nicht von ungefähr: Zweifingerfaultiere dösen bis zu 20 Stunden pro Tag und bewegen sich bevorzugt im Zeitlupentempo. In ihrer Heimat dient diese scheinbar „faule“ Lebensweise aber durchaus einem wichtigen Zweck, nämlich der Tarnung vor Feinden, zum Beispiel vor Jaguaren oder Harpyien, das sind die riesigen Urwaldadler Südamerikas.
    Im Regelfall gibt es für Faultiere keine Veranlassung, sich schneller zu bewegen. Vor Feinden sind sie bestens getarnt und für ihre Nahrung – junge Blätter, Blüten und Früchte – müssen sie keine weiten Strecken zurücklegen. Wenn die ruhigen Tiere dann aber einmal aktiv werden, sind überraschte Blicke bei den Zoobesuchern vorprogrammiert! Doch auch die beste Tarnung schützt nicht vor allem: Wie viele Bewohner der tropischen Regenwälder sind auch Faultiere durch die Abholzung ihres Lebensraumes bedroht.

    Foto: Zoo Heidelberg
    (21.03.2013)
    Zoo Heidelberg:   Goldgelber Zwillingsnachwuchs im Zoo Heidelberg

    Die Goldgelben Löwenäffchen Ilona und Alfredo haben im Zoo Heidelberg vor kurzem für eine freudige Überraschung gesorgt: Gleich im Doppelpack kam bei den zierlichen Äffchen Nachwuchs zur Welt. Die Jungtiere erfreuen sich bester Gesundheit und haben sich bereits hervorragend in die Gruppe eingelebt. Im Zoo Heidelberg pflanzt sich die bedrohte Affenart seit längerem erfolgreich fort, in den letzten drei Jahren kamen vier Jungtiere zur Welt.
    Ihren Namen verdanken die Goldgelben Löwenäffchen ihrer auffälligen, goldfarbenen Mähne, die ihr unbehaartes Gesicht umschließt. Die Affen leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Auch im Zoo Heidelberg können sie oft bei der gegenseitigen Fellpflege oder beim bereitwilligen Teilen der Nahrung beobachtet werden. Besonders die Aufzucht der Jungtiere wird bei den Goldgelben Löwenäffchen zur Familienangelegenheit. Die Jungtiere, meist Zwillinge, werden vom Vater und den Geschwistern äußerst liebevoll umsorgt und die Mutter bekommt sie oft nur zum Säugen übergeben.
    In freier Wildbahn bewohnen die zur Familie der Krallenaffen gehörenden Primaten ausschließlich ein kleines Regenwaldgebiet im Bundesstaat Rio de Janeiro in Brasilien. Wie so oft ist auch für die Goldgelben Löwenäffchen der Mensch die größte Bedrohung: Durch die ständig fortschreitende Abholzung und die Jagd wären diese schönen Tiere Anfang der 1980er Jahre fast komplett ausgerottet worden.
    Nur das Engagement zahlreicher Zoos in Zusammenarbeit mit den brasilianischen Behörden konnte die Situation der kleinen Primaten verbessern. Zahlreiche in Menschenobhut geborene Löwenäffchen wurden wieder ausgewildert, außerdem konnten die Schutzmaßnahmen im Lebensraum verstärkt werden. Heute gilt die Art immer noch als gefährdet („endangered“), ihr Bestand von etwa 1000 Tieren ist aber stabil. Die Goldgelben Löwenäffchen sind deshalb ein bekanntes und wichtiges Beispiel dafür, dass Zoos erfolgreich zum Überleben von Tieren in ihrer natürlichen Umgebung beitragen können.

    Foto: Heidrun Knigge
    (14.03.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Nachwuchs bei den possierlichen Erdmännchen

    In diesem Jahr haben die Erdmännchen in Sachen Nachwuchs den Anfang gemacht: Bereits vor einigen Wochen wurden drei gesunde Jungtiere geboren. Da die possierlichen Tiere in ihrer eigentlichen Heimat, den trockenen Regionen im südlichen Afrika, eher keine Minusgrade gewohnt sind, hatten die Kleinen es zu Anfang nicht leicht. Inzwischen ist das Gröbste überstanden und der Nachwuchs entwickelt sich prächtig. Die Geburt ist ein weiterer Beweis für die seit Jahren erfolgreiche Fortpflanzung der Erdmännchen im Zoo Heidelberg.
    Erdmännchen sind Nesthocker, die anfangs blinden und nackten Jungtiere verlassen erst nach etwa zwei bis drei Wochen den schützenden Bau, der aus zahlreichen unterirdischen Gängen besteht. Der Heidelberger Nachwuchs hat mittlerweile den Bau verlassen und sich gut in die derzeit 13-köpfige Gruppe eingelebt. Das Gruppenleben ist für Erdmännchen besonders wichtig: Die sozialen Tiere machen am liebsten alles gemeinsam und können oft dabei beobachtet werden, wie sie in einem scheinbar verknoteten Haufen schlafen, zusammen nach Futter scharren oder ausgiebig kuschelnd in der Sonne baden.
    Doch die Gruppen folgen auch einer festgelegten Rangstruktur. Zur internen Geburtenkontrolle beispielsweise darf sich nur das ranghöchste Weibchen fortpflanzen und zum Schutz muss immer ein Erdmännchen Wache halten. Der Wächter nimmt meist eine erhöhte Position ein und macht dort „Männchen“, um die gesamte Umgebung im Blick zu behalten und Fressfeinde kommen zu sehen. Wenn er einen Raubvogel oder eine Schlange kommen sieht, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut von sich und die gesamte Gruppe verschwindet blitzschnell im Bau oder sucht Deckung unter Büschen und Wurzeln. Auch bei den Erdmännchen im Zoo Heidelberg kann dieses Verhalten beobachtet werden, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Fressfeind begegnet sind.
    Dank ihres schelmischen Aussehens und ihres geselligen Gruppenlebens gehören die quirligen Erdmännchen zu den Lieblingen bei Groß und Klein. Besucher vergessen deshalb oft, dass die Erdmännchen zu den Raubtieren gehören. Ihr Gebiss besitzt lange Eck- und Fangzähne, mit denen sie mühelos Beutetiere bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels erlegen können. Deshalb steht im Zoo Heidelberg neben unterschiedlichen Obstsorten auch tierische Kost auf dem Speiseplan der kleinen Räuber. Wenn die Tierpfleger Leckerbissen wie Mehlwürmer verteilen, gibt es für die Erdmännchen kein Halten mehr: Sie scharren und graben wild im Gehege herum, bis sie alle Mehlwürmer gefunden und genüsslich verspeist haben.

    Foto: Peter Bastian
    (07.03.2013)
    Zoo Heidelberg:   NEU: Oma-Opa-Enkel-Tag im Zoo

    Am Freitag, den 15. März 2013 hat der „Oma-Opa-Enkel-Tag“ der Heidelberger Zooschule Premiere: Um 15:00 Uhr startet das Programm, bei dem Jung und Alt die tierischen Zoobewohner ganz intensiv erleben können.
    Zwei Stunden lang begleiten die Zooranger Großeltern und Enkelkinder auf einer höchst abwechslungsreichen Reise durch den Tiergarten. Mit im Gepäck sind vielfältige Materialien wie Federn, Felle oder Eier, die den Rundgang besonders bunt und anschaulich gestalten. Die Kleinen erwarten jede Menge lustige Geschichten und Spiele zu den Tieren, und auch für die Älteren gibt es viel Wissenswertes rund um den Natur- und Artenschutz zu erfahren. Außerdem können sich die großen und kleinen Gäste auf viele außergewöhnliche Aktionen freuen: Unter fachkundiger Anleitung dürfen Tiere gestreichelt und gebürstet oder Beschäftigungsfutter gebastelt werden.

    Zusätzlich zum normalen Zooeintritt € 3,- pro Person (ab drei Jahren).
    Weitere Informationen und Anmeldung telefonisch unter 06221-3955713 (Mo 13 - 16 Uhr, DI + Do 10 – 12 Uhr sowie 13 – 16 Uhr) oder unter info@zooschule-heidelberg.de

    Foto: Auch Schildkröten-Opa Emil genießt die Streicheleinheiten.
    (26.02.2013)
    Zoo Heidelberg:   Kunstauktion im Zoo Heidelberg am Sonntag, 3. März um 11.30 Uhr
    Menschenaffen und Elefanten malen für die Löwen

    Der Zoo Heidelberg ist die Heimat einiger besonders kreativer und künstlerisch begabter Tiere, dazu zählen vor allem die Elefanten und die Menschenaffen. Mit den künstlerischen Werken ist nun eine ganz besondere Veranstaltung geplant: Unter dem Motto „Menschenaffen und Elefanten malen für die Löwen“ werden am Sonntag, 3. März um 11.30 Uhr im gläsernen Pavillon (alter Zooshop) die schönsten tierischen Kunstwerke versteigert, Echtheitszertifikat inklusive. Wer sich eines der Werke der ungewöhnlichen Künstler aufhängen oder als besonderes Präsent verschenken möchte, sollte diese besondere Veranstaltung auf keinen Fall versäumen. Der Erlös der Auktion fließt zu einem Großteil in den Ausbau der Löwenanlage, ein Teil des Geldes kommt aber auch der Anschaffung neuer Materialien für die engagierten Künstler zugute. Denn welcher große Maler kann schon ohne Leinwand, Papier, Pinsel und Farbe arbeiten? Bei der Versteigerung mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann als Auktionator und den beiden Tierpflegerinnen Corinna Schmitt (Elefantenrevier) und Anke Jakob (Affenrevier) stehen 14 bis 20 tierische Kunstwerke zum Verkauf, eine Hälfte der Bilder sind von den Elefanten und die andere Hälfte von den Orang-Utans und Schimpansen gemalt. Zwei der großformatigen Bilder entstanden sogar in künstlerischer Zusammenarbeit zwischen den Orang-Utans „Ujian“, der ein routinierter und bedachter Maler ist, und jungen „Sari“, die gerade erst den Spaß am Malen entdeckt.
    Alle tierischen Werke sind entweder auf Papier und bereits gerahmt (Affenbilder) oder auf Leinwand (Elefantenbilder). Die Bilder sehen beeindruckend aus: Teilweise wie moderne Kunst; in vielen Bilder erkennt man echte Strukturen wie zum Beispiel Blumen, Herzen oder Gesichter. Ein Video des Zoos zeigt, wie die Gemälde entstehen und die Pfleger mit den Tieren arbeiten.
    Mitbieten lohnt sich, denn auf einen Teilnehmer der Auktion wartet ein besonderes Erlebnis: Der Käufer des Bildes, das den höchsten Preis erzielt, bekommt die einmalige Gelegenheit, eine Malstunde bei den Menschenaffen oder Elefanten zu besuchen!
    Bei den Elefanten sind „Tarak“ und vor allem „Thai“ die großen Künstler, die anderen beiden Jungbullen haben ihre kreativen Adern bislang noch nicht entdeckt. Die Dickhäuter benutzen für ihre einzigartigen Gemälde ganz professionell Leinwände, Pinsel und Acrylfarbe. Dank ihrem Rüssel mit rund 40.000 Muskeln ist es für die Elefanten kein Problem, den Pinsel sicher zu führen und ausdrucksstarke Bilder zu schaffen. Im Gegensatz dazu malen die Affen ihre Kunstwerke mit ungiftiger Fingermalfarbe für Kinder auf Papier. Die intelligenten Tiere haben sichtlich Spaß daran, die Farben geschickt mit dem Pinsel und den Fingern auf dem Blatt zu verteilen und so farbenfrohe Gemälde entstehen zu lassen. Die Malerei ist bei den Schimpansen und Orang-Utans im Zoo Heidelberg schon lange Teil der umfangreichen Beschäftigungsangebote, die wissenschaftlich „enrichment“ genannt werden, und wird von vielen Tieren begeistert angenommen. Für die Elefanten ist das Malen weniger ein Hobby, sondern viel mehr eine Art Gehirnjogging, um geistig fit zu bleiben. Deswegen sieht das Malen dort auch viel strukturierter aus: Pinsel mit Farbe in den Rüssel, und los geht es. So werden Schicht für Schicht Farben auf das Papier gebracht. Für jede Lage gibt es eine kleine Belohnung.

    Foto: Heidrun Knigge
    Orang-Utan „Ujian“ betrachtet sein Werk.
    (25.02.2013)
    Zoo Heidelberg:   Balistare im Zoo Heidelberg: Hoffentlich bald reif für die Insel!

    Die Erhaltung vieler vom Aussterben bedrohter Tierarten ist langfristig nur mit der Hilfe engagierter Zoos möglich. Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme verschreiben sich neben der gezielten und koordinierten Zucht von Zootieren auch dem Schutz solcher bedrohter Arten. Nachzuchten aus Zoos werden im Rahmen dieser Programme wieder ausgewildert, um die Populationen in ihrer natürlichen Umgebung zu unterstützen. Auch für den Balistar, eine ausgesprochen attraktive Vogelart, die nur auf der zu Indonesien gehörenden Insel Bali beheimatet ist, gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm, das vom Kölner Zoo koordiniert wird.
    Nur wenige Zoos in Deutschland können ihren Besuchern die Chance bieten, diese schöne Vogelart zu bestaunen. Nun hat ein junges Pärchen dieser seltenen Starenart im Zoo Heidelberg ein neues Zuhause gefunden. Das Männchen wurde 2011 im Zoo Wuppertal geboren, das Weibchen 2010 in Zoo Pilsen. Die bis zu 25 Zentimeter großen und nur zirka 100 Gramm schweren Vögel wirken durch ihr schneeweißes Gefieder, das an der Schwanz- und den Flügelspitzen schwarz gesäumt ist, sehr edel. Mit ihrer schillernd blauen „Maske“, die vom Schnabelansatz bis zur Augenpartie die weißen Federn ersetzt, ziehen sie die Zoobesucher in kürzester Zeit in ihren Bann. Noch imposanter erscheinen die Tiere während der Balz, denn dann stellen sie die Federhaube auf ihrem Kopf und zeigen sich in voller Pracht.
    Hoffentlich können in Heidelberg bald balzende Balistare beobachtet werden, denn dann stehen die Chancen gut, dass der Zoo Heidelberg sich mit Nachzuchten an der Arterhaltung beteiligen kann. Der Balistar ist für die Wissenschaft eine relativ neue Tierart, erst im frühen 20. Jahrhundert wurde er entdeckt. In freier Wildbahn ist das Tier hochgefährdet, es gibt nur noch wenige Dutzend dieser Vögel. Die stärkste Bedrohung des Balistares geht vom Menschen aus. Illegaler Tierhandel und die Vernichtung des ohnehin schon begrenzten Lebensraumes der Vögel verhindern die Ausbreitung der Population. Sein prachtvolles Äußeres macht ihn zu einem begehrten Käfigvogel und zu einer Art Statussymbol, denn er erzielt enorm hohe Schwarzmarktpreise. Der Balistar ist zwar heute durch indonesische Gesetze geschützt und im Nordwesten der Insel wurde ein speziell zum Schutz der Tiere der Bali-Barat-Nationalpark gegründet. Wichtig für das Überleben einer ausreichend großen Population der Vögel ist aber auch die Aufklärungsarbeit von Zoos und Naturschutzverbänden vor Ort und der Ausbau von Ranger-Gruppen zur Bewachung der Vögel in Freiheit und in den Zuchtstationen.

    Foto: Thomas Bersch, Leiter Vogelrevier Zoo Heidelberg
    (21.02.2013)
    Michael Mettler:   Nur als Tipp für Nichteingeweihte: Unter "Chronik" versteht man in Heidelberg das, was in anderen Zoos "Jahresbericht" heißt bzw. hieß, nicht etwa ein Buch über die Zoogeschichte. Trotzdem natürlich lesenswert! Nach den Angaben auf der HP sind offenbar alle jemals erschienenen bis auf eine Ausgabe erhältlich, denn 1996 erschien die letzte Chronik, und es fehlt im Angebot nur die erste: ein Sammel-Jahresbericht für die Zeit von 1972 bis 1976.
    (17.02.2013)
    Joshua Förg:   Der Zoo bietet seit kurzem historische Chroniken und Zooführer gegen eine Spende für die neue Löwenanlage an. Heidelberg ist wirklich ein Paradebeispiel für die Durchführung erfolgreicher Sammelaktionen für Neuanlagen!

    http://www.zoo-heidelberg.de/chroniken-des-zoos
    (17.02.2013)
    Jennifer Weilguni:   Schöne Idee.....
    schade, daß ich nun zu weit weg wohne, um mitzumachen. Sonst wäre ich gerne dabei gewesen.
    (15.02.2013)
    Zoo Heidelberg:   Laufen für die Löwen

    am Sonntag, 14. April 2013,
    um 9 Uhr startet im Zoo Heidelberg direkt vor dem Löwengehege ein außergewöhnlicher Spendenlauf. Ab sofort können Interessierte sich für den Lauf anmelden. Mit einer Startgebühr in Höhe von 30 Euro investieren die Läufer in eine größere und schönere Löwen-Außenanlage. Außerdem erhalten alle Teilnehmer ein schick gestaltetes Laufshirt, das sie auch später noch an ihr Engagement für den König der Tiere erinnert. Zur Teilnahme eingeladen sind alle Lauffreudigen – ob als Privatperson oder in einem Firmenteam – mit einem großen Herz für die Heidelberger Löwen.

    Informationen unter www.zoo-heidelberg.de/loewen-spendenlauf
    (07.02.2013)
    Holger Wientjes:   @Joshua Förg: Danke für die Info !!
    (02.02.2013)
    Joshua Förg:   Ein recht aktuelles Foto von Voi Anfang Januar hätte ich auch.
    (02.02.2013)
    Silke Kollrich:   @Joshua Förg: Vielen Dank für die Recherche. Da war ich wahrscheinlich gerade in einer Trainingsphase in Heidelberg. Zu Pfingsten schaue ich wieder bei Voi Nam vorbei und bringe neue Fotos mit.
    (02.02.2013)
    Joshua Förg:   Auf dem Gästebuch des Heidelberger Zoos hat (vermutlich ein Stamm-)Besucher ebenfalls die Frage gestellt, warum einer der Elefanten Ketten tragen musste. Hier die Antwort:
    "Ab und an tragen unseren Elefanten im Rahmen des Beschäftigungs- bzw. medizinischen Trainings Fußketten. Sie tragen diese Fußketten zu Übungszwecken, sind aber natürlich nirgendwo angekettet. Zum Training zählen Fußpflege, Blutabnehmen, Hinlegen, generelle Körperpflege etc. Das ist wichtig, denn sollte ein Elefant krank werden, ist z.B. das Blutabnehmen dann kein Problem, weil er gelernt hat, dass es nicht weh tut und das Untersuchen und Behandeln des Tiers so viel stressfreier ist. Und so wird auch das "Fußkettchen-Anlegen" geübt. Der junge Elefant bekommt mit, dass ein Anlegen des Kettchens keinen Stress bedeutet und keine "Konsequenzen" hat. Die Kette wird meistens berüsselt und bespielt und nach ein paar Stunden ist sie wieder ab. Dieses Training ist sinnvoll, denn wenn ein Transport ansteht oder eine wichtige Untersuchung, muss der Elefant das Kettchen kennen und ist somit keinem Stress ausgesetzt."
    (02.02.2013)
    Niedersachse:   Die 3jährige Tonya kam 2012 mit ihrer Mutter Douanita aus Rotterdam nach Prag. Vater ist der jetzige Münsteraner Bulle Alexander.
    Mekong war bisher mit einer zuchtfähigen Kuh in Prag zusammen.
    (02.02.2013)
    Michael Kilian:   O sorry, stimmt da hab ich mich vermacht. Genau deckfaul war er und ist es also immer noch. Da kann man nur hoffen das der Sohn da nicht nach dem Vater kommt! :-D
    (02.02.2013)
    Silke Kollrich:   @Michael Kilian: Mekong ist im November 2009 nach Prag. Daher kann die 3jährige Kuh nicht von ihm sein. Mekong war schon in Leipzig sehr deckfaul und war nicht an allen Kühen interessiert. Daher hat man ihn auch abgegeben. Aber zum großen Teil liegt es eben leider auch an den Leipziger Elefantenkühen.
    (02.02.2013)
    Michael Kilian:   @Carsten Horn Vielen Dank für diese Info. Ja stimmt, dem Alter nach sind zuchtfähige Tiere dabei, und diese haben teilweise auch schon gezogen. Dann ,, mag er wohl keine von ihnen so richtig. Obwohl zumindest die 3 jährige Kuh ,,könnte" seine Tochter sein. Lange genug dort ist er ja schon
    (02.02.2013)
    Carsten Horn:   Mekong ist in Prag, die Kühe dort sind 54, 38, 27, 9, 8, 3, also sollte zumindest die ein oder andere zuchtfähig sein...
    (02.02.2013)
    Michael Kilian:   Ja er ist wirklich groß, wie sein Vater.. Schade das es von Mekong bis jetzt nur einen Nachkommen gibt. Ich hab gehört das er in Polen? mit, zur Zucht nicht geeigneten Kühen zusammensteht. Kann mir da wer nähere Infos geben?
    (02.02.2013)
    Silke Kollrich:   Leider hatten wir damals keinen Kontakt zu einem Tierpfleger, den wir wegen der Ketten hätten fragen können. Ich weiß noch, dass Voi Nam ständig zwischen dem Innenstall und dem äußeren Gehege hin- und herwechselte und wir über einen längeren Zeitraum immer hinterhergerannt sind, um schöne Fotos zu bekommen. Hier noch ein Foto aus dem Elefantenstall, wo Voi Nam versucht, sich das Futter aus der Tonne zu holen. Er war übrigens der einzige (da ja auch der größte) der 4 Jungbullen, der dort herankam.
    (02.02.2013)
    Holger Wientjes:   Warum muss der Gute Fussketten tragen ?
    (02.02.2013)
    Michael Kilian:   Wenn Voi Nam wirklich umziehen sollte, dann hoffe ich das der neue Zoo nicht allzuweit eeg ist das man ihn vielleicht mehr als 1 mal in drei Jahren besuchen kann!
    (02.02.2013)
    Michael Kilian:   @Silke Kollrich Danke für die Info und das Bild, Er ist ja echt ein Prchtbursche geworden der ,,Kleine".
    @Björn Stimmt das würde mich auch freuen, bin gespannt wo das EEP ihn mal hinschicken wird!
    (02.02.2013)
    Michael Mettler:   Dienen die Fußketten möglicherweise schon als Training für einen bevorstehenden Transfer...?
    (02.02.2013)
    BjörnN:   Er ist ein wirklich zu einem wunderschönen Bullen herangewachsen. Hoffentlich sehen wir ihn bald als erfolgreichen Zuchtbullen.
    (01.02.2013)
    Silke Kollrich:   Noch ein Versuch!
    (01.02.2013)
    Silke Kollrich:   Leider ist das Bild zu groß. Muss erst einmal versuchen, es kleiner zu bekommen.
    (01.02.2013)
    Silke Kollrich:   Hier ein Bild von Voi Nam vom September 2012. Da ging es ihm sehr gut. Vor kurzem hatte ich auch in einem Beitrag im Zoofreunde-Forum gelesen, dass es ihm gut gehen soll.
    (01.02.2013)
    Michael Kilian:   An den Zoo Heidelberg und jeden, der mir daeüber Auskunft geben kann. Wie geht es Voi Nam?
    (01.02.2013)
    Zoo Heidelberg:   Quietschfideler Nachwuchs bei den Kurzkrallenottern im Zoo Heidelberg

    Seit kurzem können die Zoobesucher zwei junge Kurzkrallenotter, die im Oktober 2012 im Zoo Heidelberg zur Welt kamen, bestaunen. Dieser unerwartete Zuwachs lies die quirlige Otterbande auf insgesamt sieben Mitglieder anwachsen. Anfangs hatten die beiden äußerst empfindlichen Neugeborenen noch mit den Temperaturen zu kämpfen und waren kurzzeitig etwas unterkühlt. Mittlerweile sind sie aber wieder vollkommen fit und erkunden in tapsigen Schritten ihr Gehege. Dennoch sind die Zoomitarbeiter natürlich noch immer wachsam, damit die beiden kleinen Otter sich auch weiterhin bester Gesundheit erfreuen.
    Die lebhaften Kurzkrallenotter sind bei Zoobesuchern jeden Alters sehr beliebt. Mit ihrer aufgeweckten Art und den kleinen braunen Knopfaugen schaffen sie es, einfach alle in ihren Bann zu ziehen. Wenn die Otter verspielt durch ihr Gehege springen, geschickt durchs Wasser gleiten oder alle zusammen kuschelnd auf einem Felsen liegen, könnte man fast vergessen, dass sie keine süßen Kuscheltiere sind, sondern kleine Raubtiere mit messerscharfen Zähnen und Krallen.
    Aufgrund der niedrigen Temperaturen tollt die Otterfamilie derzeit nicht immer in ihrer gewohnten Außenanlage, sondern ist manchmal auch gleich nebenan in einem kältegeschützten Innengehege wunderbar zu beobachten. Die Jungtiere sind bei der Geburt gerade einmal 50 Gramm schwer, nackt und blind. Erst nach fünf bis sechs Wochen öffnen junge Kurzkrallenotter ihre Augen und ab der siebten Lebenswoche beginnen sie langsam, ihre Umgebung zu erkunden. Verständlich, dass die beiden Kleinen also derzeit noch oft die wohlige Wärme ihrer Schlafbox genießen, mit ein wenig Glück können Zoobesucher sie aber immer öfter beobachten. Bei ihren regelmäßigen Ausflügen und spielerischen Schwimmübungen unter der liebevollen Aufsicht ihrer beiden Elternteile sind die Otter mit ihren kindlichen Gesichtern einfach ein herzerwärmender Anblick.
    Kurzkrallenotter sind auch als Zwergotter bekannt und in Südostasien heimisch. Mit einem Gewicht von maximal fünf Kilogramm, einer Kopfrumpflänge von 45 bis 61 Zentimetern und einer Schwanzlänge von 25 bis 35 Zentimetern machen die Tiere ihrem Namen alle Ehre: Kleiner ist keine andere Otter-Art. Weitere Unterschiede zu anderen Otter-Arten, etwa dem Europäischen Fischotter, sind die nicht über die Fingerkuppen hinausragenden, sehr kurzen Krallen und die fehlenden Schwimmhäute. Beides braucht der Kurzkrallenotter nicht, da seine Beute aus Schnecken, Krebsen und anderen Wirbellosen besteht, nach denen er tastend am und im Gewässerboden sucht. Bei den Reisbauern in ihrer Heimat sind die Tiere genau deshalb gern gesehene Gäste, denn sie halten die Felder frei von Ernteschädlingen wie zum Beispiel Krebsen. Zwergotter zählen zu den gefährdeten Arten, was vor allem an der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes liegt.

    Foto: Peter Bastian
    (01.02.2013)
    Zoo Heidelberg:   Durchzählen bitte! Tierische Inventur im Zoo Heidelberg

    Nicht nur die Zoobesucher werden regelmäßig gezählt, sondern auch alle Gegenstände und natürlich die tierischen Bewohner des Zoos werden einmal im Jahr in einer Inventur erfasst.
    Von Futtersäcken bis hin zu Werkzeugen, von der kleinsten Hausmaus bis zum größten Elefant – nichts bleibt unentdeckt. Bei den Futtermitteln und den Gegenständen geht es relativ unspektakulär zu, aber die tierische Inventur ist für die Zoomitarbeiter jedes Jahr wieder spannend und hält manchmal einige Überraschungen bereit. Sie dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird.
    Wie jedes Jahr sind im Jahr 2012 einige Tiere gestorben oder umgezogen, aber es gibt ebenso reichlich Nachwuchs und Neuzugänge zu verzeichnen. Die Sumatra-Tigerdame „Kim“ zog in einen Zoo nach Dänemark, dafür kamen die beiden jungen Tiger „Asim“ und „Tila“ nach Heidelberg, die sich prächtig verstehen und bald ihr großzügiges Gehege teilen dürfen. Seltenen Nachwuchs gab es im Sommer – gerade einmal neun Monate nach der Geburt des letzten Kalbs – bei den Schopfhirschen. Der kleine „Willi“ entwickelt sich vorbildlich und erfreut sich bester Gesundheit. Auch bei den Hulmans gab es eine freudige Überraschung: Der erst im Dezember 2011 eingezogene Hulman „Hector“ sorgte schon im Sommer für den langersehnten Nachwuchs. Weitere erfreuliche Ereignisse waren die Geburten von zwei hübschen Zebras und die des Gorillajungen „Kiu“, der sich sehr gut in die Gruppe einlebt. Seit diesem Jahr beherbergt der Zoo Heidelberg außerdem vier Exemplare einer alten und heute gefährdeten Nutztierrasse, den schillernden Bronzeputen.
    Bei der Tierinventur mühen sich die Tierpfleger mehrere Tage lang, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ oder leicht zu zählen wie Elefanten, Zebras oder Poitou-Esel. Die kleinen Hausmäuse entwischen in alle Richtungen, die flinken Sturmmöwen fliegen durcheinander und die quirligen Rhesusaffen halten grundsätzlich nie still. Trotz solcher „Widrigkeiten“ müssen alle Tiere sorgfältig aufgenommen werden. Zur Inventur zählt zum Beispiel bei den Mähnenrobben auch, dass sie gewogen werden, um so die Entwicklung, den Gesundheitszustand oder eine eventuelle Trächtigkeit zu überwachen. Dank einer speziellen Waage klappt das für Tier und Pfleger reibungslos. Mähnenrobbenbulle Atos, der mit seinen sieben Jahren die Pubertät hinter sich gebracht hat, wiegt stolze 360 Kilo. Kaum zu glauben, dass der jetzt bereits mächtige Bulle in den nächsten Jahren noch bis zu weiteren 150 Kilo zunehmen kann.
    Am 31.12.2012 lebten im Zoo Heidelberg 1443 Tiere in 174 Arten, der Bestand ist im Vergleich zum Vorjahr somit um mehr als 100 Tiere angestiegen. Vor allem die Feldhamster, Stabheuschrecken und Koi Karpfen in den Teichen haben die Zahl nach oben schnellen lassen. Die größte Tiergruppe sind die Vögel, die mit 94 Arten und 544 Individuen vertreten sind, dicht gefolgt von den Säugetieren mit 60 Arten und 531 Individuen. Um auch weiterhin eine solche Artenvielfalt erhalten zu können, ist die geplante Erweiterung des Zoogeländes ein wichtiger Schritt. Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann blickt nach einem erfolgreichen Jahr in der Tierhaltung erwartungsvoll in die Zukunft: „Das Erweiterungsgelände ist die große Chance des Zoos, seine gesellschaftlichen Aufgaben innovativ und auf hohem Niveau zu erfüllen“.

    Foto Peter Bastian: Das jährliche Wiegen beweist, was man schon ahnt: Stolze 360 Kilogramm bringt der 7jährige Mähnenrobbenbulle „Atos“ (hier mit Pfleger Jörg Kubacki) inzwischen auf die Waage. Kaum zu glauben, dass der Seelöwe in den nächsten Jahren noch weitere 150 Kilo zunehmen kann.
    (10.01.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg aktiv im Naturschutz auf drei Kontinenten

    Der Schutz der natürlichen Vielfalt ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit. Immer stärker greift der Mensch in die Natur ein, weltweit weicht der Lebensraum vieler Tier- und Pflanzenarten den menschlichen Aktivitäten, werden Tiere aus unterschiedlichen Gründen gejagt und getötet.
    Der Zoo Heidelberg zählt daher den Artenschutz zu seinen Kernaufgaben und engagiert sich aktiv auf drei Kontinenten. Neben Erhaltungszuchtprogrammen, Artenschutzkampagnen und Handysammelaktionen beteiligt sich der Zoo erfolgreich an verschiedenen Projekten innerhalb der natürlichen Lebensräume bedrohter Tierarten. Dafür wird jedes Jahr ein fester Etat bereitgestellt. Die Zoobesucher unterstützen mit einem Teil Ihrer Eintrittsgelder sowie mit Spenden die Artenschutzprogramme des Zoos. Im Jahr 2012 flossen über 64.000 Euro direkt in Artenschutzprojekte.
    Das wichtigste Projekt des Zoos befindet sich in Westafrika, wo in den letzten Resten der Regenwälder die seltensten Affen Afrikas leben. Unter ihnen ist auch die schöne Roloway-Meerkatze, die im Zoo Heidelberg gehalten wird. 2001 hat der Zoo dort die „West African Primate Conservation Action“, kurz WAPCA, gegründet, um durch Naturschutz und Umweltbildung in Ghana und der Elfenbeinküste die bedrohten Affenarten vor der Ausrottung zu bewahren. Mitarbeiter des Projekts entdeckten 2012 ein unberührtes Waldstück zwischen Ghana und der Elfenbeinküste und haben dort noch Bestände an Roloway-Meerkatzen gefunden, die mit Restbeständen von wenigen hundert Tieren in Ghana als fast ausgerottet gelten. Dem Zoo ist es gelungen, eine Kooperation mit der lokalen Bevölkerung ins Leben zu rufen, damit das ursprüngliche Gebiet auch in Zukunft erhalten bleibt. Alternative Einnahmequellen zur Abholzung und die Förderung des sanften Naturtourismus helfen dabei, die ambitionierten Ziele umzusetzen. Schüler aus Ghana konnten dafür begeistert werden, ein Theaterstück umzusetzen, in dem das Thema Abholzung und Vernichtung des Lebensraums für Mensch und Tier im Mittelpunkt steht. „Es sind kleine Schritte, aber sie bewirken dennoch enorm viel“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo Heidelberg, die das Projekt betreut.
    Aber nicht nur in Westafrika ist der Zoo aktiv. Drei weitere Artenschutzprojekte erhalten jährlich Unterstützung vom Zoo Heidelberg. Ein Projekt setzt sich für die Erhaltung der Biodiversität auf den Philippinen ein, in einem weiteren engagiert sich der Zoo für den Schutz der Trockenwälder Madagaskars, in dem zahlreiche endemische Tierarten vorkommen, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Auch im Zoo Heidelberg leben mit den Fossas und den Gürtelvaris bedrohte Tierarten Madagaskars. Bei dem dritten Projekt handelt es sich um die Unterstützung der Naturschutzorganisation YAQU PACHA e.V., die sich für den Schutz der Meeressäuger in Südamerika einsetzt. Der Zoo Heidelberg kümmert sich hier besonders um die Mähnenrobben in Uruguay.
    Zusätzlich hilft ein Notfallfond, falls ein Projekt dringend finanzielle Unterstützung benötigt. In 2012 waren das Projekte für die Krallenaffen in Kolumbien und Peru sowie ein Schutzprojekt für die großen Raubtiere Tansanias.
    Jeder Einzelne kann einen Beitrag zur Bewahrung der Natur – auch vor der eigenen Haustür – leisten. „Wenn jeder unserer Zoobesucher den Zoo mit ein wenig mehr Engagement für den Naturschutz verlässt als er ihn betreten hat, dann haben wir ein ganz wichtiges Ziel erreicht“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

    Foto: Zoo Heidelberg
    Unterricht in Ghana zum „WAPCA-Projekt“ des Heidelberger Zoos. Die Sensibilisierung für das Thema Abholzung und Vernichtung des Lebensraums für Mensch und Tier muss früh beginnen.
    (04.01.2013)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Bei den Sumatra Tigern Tila und Asim stehen alle Zeichen auf große Liebe

    Frohe Nachrichten aus dem Raubtierhaus im Zoo Heidelberg. Das junge Sumatra Tiger-Weibchen Tila, das im November aus dem britischen Zoo Chester an den Neckar zog, hat sich inzwischen sehr gut eingelebt. Bei ihr und Tigerkater Asim deutet alles darauf hin, dass das Jahr 2013 ganz im Zeichen einer großen Liebe stehen wird.
    Tila und Asim sind noch in getrennten Gehegen untergebracht, es wird aber nicht mehr lange dauern, bis die beiden endlich ihre Anlage gemeinsam teilen werden. Dass die Pfleger die beiden nicht sofort zusammen gelassen haben, hat gute Gründe. Tiger sind gewöhnlich Einzelgänger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen von zwei Tigern ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen Kämpfen enden, selbst bei Männchen und Weibchen.
    Asim und Tila reagierten aber vom ersten Moment an sehr positiv aufeinander. Durch das sogenannte Schmusegitter, das die beiden Innengehege voneinander trennt, können sie sich immer sehen, hören, riechen und Kontakt aufnehmen. Die Signale, die die beiden senden, sind eindeutig liebevoller Natur. So sind sie ständig am „Pruscheln“, ein für Tiger typisches und erstaunlich sanft vorgetragenes Begrüßungsschnauben, das man lautmalerisch am besten mit „pfrrrr“ umschreiben kann. Dieses Verhalten ist für die Tierpfleger ein ausgesprochen gutes Zeichen für die kommende Zusammenführung. Denn auch Tila hat nun alle Bereiche der großzügigen Tigeranlage, die aus dem Innengehege, einem Spielzimmer im Bereich der Außenanlage und einem dichtem Bambus-Dschungel besteht, erkundet. Die verhältnismäßig lange Eingewöhnungszeit ist wichtig, denn Tiger brauchen ihre eigene, individuelle Zeit, um sich an neue Eindrücke, Geräusche, Gerüche und natürlich auch an Artgenossen und Pfleger in Ruhe zu gewöhnen.
    Beide Tiere haben nun jeden Winkel ihres großen Reviers erkundet; vor allem mussten sie vor dem ersten Zusammentreffen lernen, auf Zuruf zum Pfleger und in die Innengehege zu kommen. Das klappt bei Asim und Tila bereits prima, so dass es nicht mehr lange dauern wird, dass die Zoobesucher zwei junge, schöne und temperamentvolle Tiger gemeinsam erleben können.

    Foto: Susi Fischer
    (03.01.2013)
    Zoo Heidelberg:   Neue Eintrittspreise ab 1. Januar 2013

    Zum Jahresbeginn erhöht der Zoo Heidelberg seine Eintrittspreise. „Die allgemeine Preisentwicklung zwingt auch den Zoo dazu, die Eintrittspreise geringfügig anzuheben“, begründet der kaufmännische Geschäftsführer des Zoos Frank-Dieter Heck die veränderten Preise. Dennoch bleibt ein Zoobesuch bezahlbar. Statt 8,20 Euro zahlen Erwachsene ab 2013 8,40 Euro, die Kinderkarte kostet dann statt 4,10 Euro, 10 Cent mehr. Auch bleibt es bei weiteren wichtigen sozial verträglichen Sonderregelungen: Alle Besucher mit Heidelberg-Pass erhalten freien Eintritt, für Schulen und Kindergärten gibt es besonders günstige Tarife.

    Auch im nächsten Jahr wird sich im Zoo Heidelberg vieles tun: Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen Braunbären und Korsakfüchse wird 2013 vergrößert. Bereits im Bau ist die Erweiterung der Außenanlage der Elefanten, die nicht nur den Elefanten zugutekommt, sondern mit neuen Einblicken die grauen Stars des Zoos noch besser erleben lässt. In Vorbereitung sind ein interessantes Gehege für Waschbären und Verbesserungen im Spielplatzbereich und Gastronomie. „Spannend wird es auch zu beobachten, wie in 2013 der erste Teil unseres Entwicklungsgeländes Formen annimmt und dort ein ganz besonderer Streichelzoo entsteht“, blickt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann voraus. Ausstellungen im Afrikahaus und viele Aktionen rund um die Löwen stehen ebenso auf dem Programm wie die weitere Entwicklung des Tierbestandes: Das neue Tigerpaar „Tila“ und „Asim“ bringt frischen Wind ins Raubtierhaus und einige neue Volierenbewohner sollen folgen. Die Gärtner haben bereits über 10.000 Blumenzwiebeln gesteckt, damit das neue Jahr bunt beginnt.

    „Das Ziel für 2013 ist klar: Wir wollen unsere Aufgaben noch besser erfüllen und jeden Zoobesucher für den Naturschutz begeistern!“ fasst Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann zusammen.

    Foto (Heidrun Knigge): Asim und Tila: Die beiden jungen Tiger verstehen sich sehr gut. Bald schon können sie zusammengelassen werden
    (20.12.2012)
    Zoo Heidelberg:   Spenden für die Löwen und Weihnachten im Zoo Heidelberg

    Die Löwen im Zoo Heidelberg sollen ein neues und größeres Zuhause bekommen – und dafür braucht der Zoo dringend Geld. Neben einigen Aktionen im nächsten Jahr wie zum Beispiel einem „Lauf für die Löwen“, haben sich Mitarbeiter des Zoos für den 22. Dezember eine besondere Aktion ausgedacht: Am kommenden Samstag wird eine Zoo-Delegation als Zootiere verkleidet in der Fußgängerzone in Heidelberg für den Umbau des Löwengeheges sammeln. Auch Zoodirektor Dr. Wünnemann ist stilecht als Löwe verkleidet mit von der Partie. Außerdem gibt es jetzt die Möglichkeit, auf der Webseite des Zoos online für den guten Zweck zu spenden.
    Wie in jedem Jahr am 24. Dezember wird auch in diesem Jahr der Zoodirektor aus seinen liebsten Tiergeschichten lesen. „Diese Veranstaltung hat inzwischen Tradition und ist eine schöne Art, den Tag für die Kinder zu verkürzen und uns bei all den Besuchern zu bedanken, die dieses Jahr besonders treue Kunden waren“, erklärt Wünnemann. Treffpunkt ist um kurz vor 11 Uhr im Zoo bei den Bären. Anschließend unternimmt der Zoodirektor mit den Kindern einen kurzen Rundgang zu einigen Zootieren. Die Veranstaltung ist kostenlos – nur der Zooeintritt ist zu entrichten. Der Zoo hat am 24. Dezember von 9-13 Uhr geöffnet, ebenso der Zooshop. Neben schönen Geschenken können auch Wertgutscheine erworben werden.

    Foto von Heidrun Knigge: Korsakfuchs im Schnee
    (18.12.2012)
    Zoo Heidelberg:   Sumatratiger „Asim“ ist nicht mehr alleine – „Tila“ ist vom britischen Zoo Chester an den Neckar gezogen

    Frohe Nachrichten aus dem Zoo Heidelberg. Mit der Ankunft des gut einjährigen Tigerweibchens „Tila“ aus dem britischen Zoo Chester lebt nun wieder ein junges Sumatratiger-Paar am Neckar.
    Tila traf am Samstag, 24. November wohlbehalten im Zoo Heidelberg ein. „Sie hat ihr neues Gehege ohne jede Aufregung betreten, gleich am ersten Tag gefressen und sich dann für die Nacht in ihre Schlafbox zur Ruhe gelegt“, berichtet Jörg Kubacki, Revierleiter bei den Raubtieren im Zoo Heidelberg.
    Ebenso wie Tigerkater Asim, der im Sommer vom Zoo Frankfurt an den Neckar zog, steht auch Tila in der Anfangszeit ganztägig ein abgetrenntes Innengehege und eine gemütliche Schlafbox zur Verfügung, um ihr zu jeder Zeit einen sicheren Rückzugsort zu bieten. Das ist wichtig, betont Kubacki, „denn das junge Tigerweibchen braucht Zeit, um die vielen neuen Eindrücke, Geräusche und Gerüche in Ruhe zu verdauen.“ Für Besucher ist sie bislang nur ab und an zu sehen, da sie sich zum Schlafen noch in die Schlafbox zurückzieht. Dort ist eine Kamera installiert, so dass Besucher die meist auf dem Rücken liegende und sich wohlig räkelnde Tila auf dem Bildschirm beobachten können.
    In den Wochen vor ihrer ersten direkten Begegnung können Asim und Tila sich sehen, hören und riechen und haben Kontakt durch das so genannte „Schmusegitter“, das die beiden Innengehege voneinander trennt. Dieser Kontakt geschieht vor allem in Form von „Pruscheln“, ein für Tiger typisches und erstaunlich zart vorgetragenes Begrüßungsschnauben, das sie ausschließlich an Artgenossen richten, die sie mögen. „Asim und Tila haben sofort sehr positiv aufeinander reagiert“, freut sich Kubacki, „das ist ein ausgesprochen gutes Zeichen für die kommende Zusammenführung“. Das Verhalten der beiden wird von ihren Pflegern nun intensiv studiert und wenn man die jungen Tiger so beim „Pruscheln“, das von leisem Maunzen begleitet wird, beobachtet, sind das schon recht bewegende Momente. Dass man die beiden dennoch nicht sofort zusammen lässt, hat gute Gründe. Tiger sind gewöhnlich Einzelgänger und leben in einem mit Urin, Kot oder Kratzspuren markiertem Revier. Ein erstmaliges Zusammentreffen ohne vorhergehende Eingewöhnung in ein neues Gehege und damit in ein neues Revier kann in bösen Kämpfen enden, selbst bei Männchen und Weibchen.
    Wann es soweit ist, dass beide zum ersten Mal gemeinsam auf der großzügigen Außenanlage zu sehen sind, hängt ganz vom Verhalten der Tiger ab. Jörg Kubacki ist ein erfahrener Raubtierpfleger und entscheidet mit seinen Reviermitarbeitern, wann erstmalig der Schieber zum Außengehege geöffnet wird. „So schnell und entspannt wie Tila sich eingewöhnt und so liebevoll, wie Asim seine Mitbewohnerin begrüßt, kann das schon in zwei bis drei Wochen sein“, erklärt Kubacki. Zunächst darf Tila in wenigen Tagen alleine das sogenannte „Spielzimmer“ auf der Außenanlage erkunden, während Kater Asim sich derweil im abtrennbaren Dschungelgehege aufhält.
    Mit Asim und Tila möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. Die beiden sind für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm wertvolle Tiere, da der Sumatratiger – die kleinste noch lebende Unterart des Tigers – in seiner Heimat stark von der Ausrottung bedroht ist. Hauptgründe sind der Lebensraumverlust, der Rückgang ihrer Beutetiere sowie leider nach wie vor die Wilderei. Der Bestand dieser eleganten Tiere wird in ihrem natürlichen Lebensraum nur noch auf 400 Tiere geschätzt. In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert.

    Foto: Bianca Weißbarth, Tierpflegerin im Robben- und Raubtierrevier
    (29.11.2012)
    Zoo Heidelberg:   Aktive Wintertage im Zoo machen müde Kinder munter

    So kommt bei Frost garantiert kein Frust auf: Die Heidelberger Zooschule sorgt auch in der kalten Jahreszeit für gute Laune und jede Menge spannende Aktionen. Im Zentrum des zweitägigen Programms Aktive Wintertage steht das Verhalten von Tieren im Winter. Was tun sie, um sich vor der Kälte zu schützen? Wie begegnen sie der Nahrungsknappheit? Ihre unterschiedlichen Strategien wie z. B. Wanderung, Winterstarre oder Winterschlaf werden dabei genauer betrachtet. Zum Thema Winterruhe darf sich jedes Kind einmal selbst in ein Eichhörnchen hineinversetzen, das eifrig seine Vorräte anlegt. Findet man wohl wirklich alle Nüsse wieder, die man am Tag vorher versteckt hat? Detektivisches Gespür erfordert auch die Spurensuche - gar nicht so leicht, die Fährten im Schnee jeweils richtig zuzuordnen… Natürlich freuen sich die Kinder auch auf einen persönlichen Besuch bei den Tieren. So sind etwa die Kamele in dicke Wolle eingepackt und Seelöwe Atos macht das Schwimmen und Tauchen im eiskalten Wasser dank einer schützenden Speckschicht nicht das Geringste aus. Das hübsche weiße Winterkleid des Hermelins hält nicht nur warm, sondern ist bei verschneiter Landschaft auch eine äußerst gute Tarnung. Und was machen eigentlich die exotischen Zootiere im Winter? Schließlich kennen die afrikanischen Zebras in der Natur gar keinen Schnee.
    „Auch mit diesem Programm möchten wir die Kinder für Natur und Artenschutz sensibilisieren“, so Daniela Vogt, pädagogische Leiterin der Zooschule. „Hier lernen sie nicht nur etwas über Elefant, Tiger & Co, sondern auch wie man unseren einheimischen Tieren helfen kann, damit sie bei Eis und Schnee gut über die Runden kommen.“ Bei den Aktiven Wintertagen kommen auch mal die ganz kleinen Lebewesen groß raus: In dem eigens für sie gebauten Insektenhotel finden Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder auch Solitärbienen Unterschlupf. Und der Piepmatz von nebenan freut sich über die selbstgebastelten Meisenknödel.

    An zwei aufeinanderfolgenden Tagen sind die Kinder jeweils von 9:30 bis 16:30 Uhr im winterlichen Zoo unterwegs. Nach der ausgiebigen Mittagspause mit einer leckeren warmen Mahlzeit geht es dann mit neuem Schwung weiter. Das abwechslungsreiche Angebot richtet sich an Kinder ab acht Jahren. Tickets für die Aktiven Wintertage gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Eintritt und Verpflegung sind bereits in der Gebühr enthalten.
    Termine für die Aktiven Wintertage im Winter 2012/2013:
    • 15./16. Dezember 2012
    • 22./23. Dezember 2012
    • 3./4. Januar 2013
    • 12./13. Januar 2013
    • 26./27. Januar 2013

    Nähere Informationen erhalten Sie in der Zooschule unter Tel.: 06221 – 39557-13 oder per E-Mail unter info@zooschule-heidelberg.de

    Foto: Heidrun Knigge
    (22.11.2012)
    Zoo Heidelberg:   Lehrer aufgepasst: „Heidelberg lernt nachhaltig!“ - Gemeinschaftsprojekt ermöglicht Schülern kostenlose Teilnahme an Zoo-Unterricht zum Artenschutz

    Vor dem Hintergrund der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ unterstützt das Landesministerium für Umwelt (LUBW) beispielhafte Projekte gemeinnütziger Organisationen. Auch fünf Heidelberger Einrichtungen haben sich um das Förderprogramm verdient gemacht. Unter dem Motto „Heidelberg lernt nachhaltig – von der KiTa bis zur Uni“ arbeiten BUND, Eine-Welt-Zentrum, IFEU-Institut und Weltladen zusammen. Auch die von dem gemeinnützigen Verein Initiative Zooerlebnis getragene Zooschule macht sich für das Gemeinschaftsprojekt stark. Die hauseigene Pädagogin Daniela Vogt hat extra neue Programme rund um den Artenschutz entwickelt. Engagierte Heidelberger Lehrkräfte können sich ab sofort mit ihren Schülern für kostenlosen Unterricht im Zoo bewerben. Lediglich der Zooeintritt ist zu entrichten.
    Ob Goldkatze, Löwenäffchen oder Waldrapp - im Heidelberger Zoo leben zahlreiche Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind und die von den Kindern ganz aus der Nähe beobachtet werden können. Aufbauend auf der emotionalen Bindung, die hierdurch entsteht, gehen die Schüler unter anderem folgenden Fragen nach: Welche Ursachen gibt es für die Ausrottung von Tierarten? Und welche Auswirkungen hat das Artensterben auf uns Menschen? Vom Lebensraumverlust, z.B. durch Abholzung des Regenwaldes bis hin zur Überfischung der Meere, werden die Themen auf spannende Weise aufbereitet. Dabei macht das interdisziplinäre Vorgehen den Schülern wichtige Zusammenhänge deutlich und regt sie zu vernetztem Denken an. Die dreistündige Unterrichtseinheit „Artenschutz = Menschheitsschutz“ richtet sich an Grundschüler ab der 3. Klasse. Ab der 5. Klasse empfiehlt sich das Programm „Mehr Handys für Gorillas“. Während dieser 90minütigen Exkursion wird auch einmal das eigene Konsumverhalten hinterfragt und diskutiert. Bei beiden Angeboten werden die Themen Artenverlust und Arterhaltung handlungsorientiert erarbeitet.

    Im Rahmen des oben erwähnten Bildungsprojekts erfüllt die Zooschule den Anspruch der Nachhaltigkeit gleich in doppeltem Sinn: Einerseits wird bei den Programmen besonderen Wert darauf gelegt, wie man selbst für den Artenschutz aktiv werden kann und wie man sich respektvoll gegenüber seiner Umwelt verhält. Andererseits behalten „Zoo-Schüler“ das Gelernte einfach besser!
    Weitere Infos und Anmeldung in der Zooschule unter Tel.: 06221-3955713 (MO 13-16 Uhr, DI + DO 10-12 und 13-16 Uhr) oder per E-Mail: info@zooschule-heidelberg.de

    (07.11.2012)
    Michael Mettler:   Wie war das doch gleich mit dem "Circus im Zoo" (siehe Hannover-Thread)...? ;-)
    (02.10.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Blick hinter die Kulissen am Sonntag, 7. Oktober

    Am Sonntag, 7. Oktober. findet zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr im Zoo Heidelberg wieder die beliebte Veranstaltung „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren.
    Einige Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich wieder viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamelstall, in das Robbenhaus und in das große Kühlhaus, es finden spannende Bastelaktionen von Beschäftigungsfutter statt und die prächtigen Poitou-Esel warten darauf, gestriegelt zu werden. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen. Selbstverständlich finden auch alle sonstigen Fütterungen und Vorführungen statt. Gerne werden so häufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Extra an diesem Tag wird auch die Hamsterzuchtstation des Zoos geöffnet. Experten geben ausführliche Informationen über den europäischen Feldhamster, der heute fast ausgestorben ist. Für „Sesam öffne Dich“ ist nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

    (02.10.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Gehege der Rhesusaffen umfassend renoviert

    Nach einigen Wochen umfassender Umbauzeit ist es nun soweit: Die 25-köpfige Gruppe der Rhesusaffen, deren munteres Treiben sich bei Zoobesuchern großer Beliebtheit erfreut, ist wieder in ihrem neugestalteten Gehege zu sehen. Die Rhesusaffen lebten vorübergehend hinter den Kulissen, da ihr altes Gehege im Eingangsbereich des Zoos in die Jahre gekommen war und von Grund auf renoviert wurde. Es zählte zu den alten Anlagen im Zoo und wurde bereits vor 1956 angelegt.
    Für die Rhesusaffen und die Besucher präsentiert sich die neugestaltete Anlage äußerst gelungen: Frisches Grün statt Betongrau ist jetzt die dominierende Farbe und die Rhesusaffen haben nach anfänglichen Eingewöhnungsschwierigkeiten die neue Umgebung begeistert angenommen. Es macht Laune, die Tiere beim wilden Schaukeln in den Astkronen zu beobachten und ihre große Freude am neu gesäten Rasen zu erleben, der ihnen sichtlich mundet.
    Die Zoohandwerker haben ihre Vielseitigkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Zuge der Umbauarbeiten wurden die Betonmauern abgerissen und das Gehege ebenerdig aufgefüllt. Neue Gestaltungselemente wie Naturboden, unterschiedliche Geländehöhen, Felsblöcke und Baumkronen bieten den Tieren Abwechslung, Versteckmöglichkeiten und Witterungsschutz. Offene Einblicke durch eine Plexiglasscheibe und eine erhöhte Plattform aus Naturfelsen sorgen für einen freundlichen Eindruck an Stelle der Grubenkonstruktion aus Beton.

    Foto: Zoo Heidelberg
    (20.09.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Ü-60-Veranstaltung am 20. September

    Am Donnerstag, den 20. September ist es wieder soweit: Zum zweiten Mal in Folge veranstaltet der Zoo Heidelberg und die Zooschule eine „Ü-60-Special Veranstaltung“, die sich an alle unternehmungslustigen, älteren Erwachsenen richtet. Ab 11.30 Uhr empfangen Zoomitarbeiter ihre Gäste am Begrüßungsstand. Dort ausgerüstet mit Zoo- und Tagesplan haben die Besucher nun die Wahl: An fünf extra für diesen Tag eingerichteten Informationsständen halten sich die Zooranger von 12.00 bis 16.00 Uhr bereit für die Fragen der Wissensdurstigen. Bei den Menschenaffen, am Raubtierhaus und vor der Elefantenaußenanlage sowie im Bereich zwischen Robben- und Kamelgehege geben die Ranger ihr Wissen weiter. Ein weiterer Stand bei der Hamsterzuchtstation informiert über den europäischen Feldhamster. Der in unseren Breiten stark vom Aussterben bedrohte possierliche Feldhamster wird im Zoo erfolgreich nachgezüchtet. Die Jungtiere werden dann wieder in geeigneten Lebensräumen des Rhein-Neckar-Raumes ausgewildert. 2009 zeichnete die Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) das Projekt gar mit dem Zertifikat für In situ Artenschutz aus.
    Viele Besucher kennen die täglichen Tierfütterungen, die natürlich auch an diesem Tag stattfinden. Außerdem haben sich Zoomitarbeiter noch besonders schöne Aktionen bei den vier jungen Elefantenbullen und den wuseligen Kurzkrallenottern ausgedacht, bei dem die Besucher selbst aktiv werden dürfen. Während die Dickhäuter Äpfel besonders lieben, freuen sich die quirligen Otter über Miesmuscheln, die sie gekonnt mit ihren spitzen Zähnen öffnen und genüsslich verspeisen. Sehr beliebt sind auch die imposanten Mähnenrobben, die während der Fütterung clevere Tricks zeigen.
    Die Skulpturenausstellung „Shona-Art im Zoo“ macht einen Spaziergang durch die schöne Parklandschaft noch interessanter. Die beeindruckenden Steinskulpturen aus Zimbabwe, die unter dem Begriff Shona-Kunst bekannt sind, verteilen sich im ganzen Zoogelände und fügen sich organisch in die Landschaft. Auf der „Flamingowiese“ können Besucher außerdem bei der Entstehung von Shona-Skulpturen zuschauen. Ein bekanntes Künstlerpaar aus Zimbabwe arbeitet dort an seinen Werken und bietet Workshops an. An einem Stand werden hübsche Skulpturen unterschiedlicher Größe zum Verkauf angeboten.
    Auch an das leibliche Wohl ist gedacht: Der Café-Pavillon und das Gastronomiezelt am Spielplatz bieten eine leckere Auswahl an Kaffee und Kuchen zu vergünstigten Preisen für die Teilnehmer des SeniorInnentages an.
    Es ist nur der reguläre Zooeintritt zu entrichten. In Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) ist für Inhaber der „Karte ab 60“ der Eintritt sogar kostenlos.

    Foto: Heidrun Knigge
    Auch die Fütterung der wuseligen Kurzkrallenotter steht auf dem Programm.
    (11.09.2012)
    Zoo Heidelberg:   Bildhauerkunst aus Zimbabwe im Zoo Heidelberg: Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ bis September 2013 verlängert

    Die Ausstellung „Shona-Art im Zoo“ mit über 40 Steinskulpturen aus dem südafrikanischen Zimbabwe begeistert seit über einem Jahr die Besucher des Heidelberger Zoos. Der Tiergarten mit seinem alten Baumbestand, schönen Pflanzungen, Lichtungen und Teichen bietet den Kunstwerken eine würdige Bühne. Der Shona-Art Galerist Bastian Müller und der Zoo Heidelberg haben aufgrund des großen Besucher-Zuspruchs entschieden, die Ausstellung um ein weiteres Jahr zu verlängern. Zoobesucher, Kunstliebhaber und Kaufinteressenten können sich nun noch bis Ende September 2013 an den beeindruckenden Skulpturen erfreuen.
    Die Steinskulpturen aus Zimbabwe gehören zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene und sind auf dem gesamten Gelände des Zoos verteilt. Die Ausstellungsstücke stammen zu einem großen Teil aus der Künstlerkolonie Tengenenge, welche auch heute noch als Zentrum der Steinbildhauerei des Landes gilt.
    Im Rahmen der Ausstellung haben Interessierte die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen: Daina Nyakudya und Tago Tazvitya, ein Künstler-Ehepaar aus Harare, bieten noch bis zum 29. September 2012 die beliebten Bildhauerworkshops an – ein einmaliges Erlebnis. Mit Hammer, Meißel, Raspel und Feile bewaffnet erschaffen die Teilnehmer ihre ganz eigene, individuelle Shona-Skulptur; eine faszinierende Erfahrung, bei der die Künstler mit professionellem Rat und Tat zur Seite stehen und tiefere Einblicke in die Shona-Kultur ermöglichen. Daina und Tago verfügen über langjährige Erfahrung als Dozenten und sprechen fließend Englisch. Interessierte aller Altersklassen sind dazu eingeladen, sich an den Serpentinsteinen zu versuchen und den faszinierenden Entstehungsprozess der eigenen Skulptur zu erleben. Die Kurse finden im Zoo Heidelberg auf der „Flamingowiese“ statt. Dank regendichter Zelte können die Workshops bei jeder Wetterlage stattfinden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt für die ersten zwei Tage je 50 Euro. Jeder weitere Tag kostet 35 Euro. Hinzu kommen noch Materialkosten in Höhe von drei Euro pro Kilo original Serpentinstein aus Zimbabwe. Werkzeuge werden gestellt. Eine Anmeldung zu den Workshops ist erforderlich unter Telefon 02302-9787428 oder info@shona-art.com an. Gegen Vorlage der Buchungsbestätigung an der Kasse erhalten Teilnehmer der Bildhauerkurse freien Eintritt in den Zoo. Weitere Informationen können auch der Internetseite www.shona-art.com entnommen werden.

    Foto: Skulptur „Singing Birds“ am Flamingosee im Zoo Heidelberg.
    (04.09.2012)
    Zoo Heidelberg:   Freude im Zoo Heidelberg: Wieder Nachwuchs bei den seltenen Schopfhirschen

    Gerade einmal neun Monate sind seit der Geburt der kleinen „Maya“ vergangen, und schon hat das Schopfhirschpaar „Goofy“ und „Mieke“ im Zoo Heidelberg erneut für Nachwuchs bei dieser seltenen Hirschart gesorgt. Das ist umso erfreulicher, als Vater Goofy zweimal an seinem Oberschenkel operiert wurde und die Pfleger davon ausgehen mussten, dass ihn das für eine erfolgreiche Paarung mit Mieke beeinträchtigen könnte. Goofy hatte sich aber überraschend schnell von den Operationen erholt und erfreut sich bester Gesundheit.
    Sein Nachwuchs „Willi“, wie der kleine Schopfhirsch heißt, konnte bereits wenige Minuten nach der Geburt stehen und ist seit dieser Woche mit seiner Familie im großen Außengehege zu sehen. Zunächst verbrachte das am 17. Juli geborene Jungtier einige Wochen in einem für Besucher recht schwer einsehbaren separaten Gehege. Dies diente dem Schutz des Kleinen, denn die Kleinen Pandas, mit denen sich die Schopfhirsche die Außenanlage teilen, haben es faustdick hinter den Ohren und hätten das Jungtier angreifen können. „Mieke“ und „Goofy“ kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Egal ob beim Spielen mit seiner Schwester oder wenn er ein Nickerchen im Gras hält – der kleine „Willi“ steht immer unter der Beobachtung seiner Eltern.
    Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China, sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen Bergwäldern verbreitet, doch ihr Lebensraum wird durch Abholzung und Rodung immer weiter vernichtet. Deswegen sind Nachzuchten dieser seltenen Tiere besonders wertvoll. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der diese außergewöhnliche Hirschart hält und ist deswegen auf den erneuten Zuchterfolg besonders stolz. Die dämmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche leben in freier Wildbahn einzelgängerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidelberger Zoo äußern hingegen ein auffällig soziales Verhalten und zeigen sich häufig den Besuchern.
    Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merkmal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen. Diese werden als Waffe in Kämpfen um Reviere und Weibchen eingesetzt und können dem Rivalen erhebliche Verletzungen zufügen. Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen, das das Partnertier und den Nachwuchs unter anderem vor Gefahr warnt. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Zoo Heidelberg erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.
    Die Schopfhirsche bewohnen im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas ein großes Gehege. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.

    Foto: Heidrun Knigge
    (22.08.2012)
    Zoo Heidelberg:   Im Zoo Heidelberg leben wieder die seltenen Gürtelvaris
    Nur 15 Tiere in europäischen Zoos

    Mmmh, das schmeckt und ist genau das Richtige bei diesem Wetter. Vorsichtig greift das Gürtelvari-Weibchen mit ihren zarten, schlanken Fingern nach dem saftigen Stück Melone, das ihr Pfleger Dietmar Nold entgegenreicht. Mit leisem Schmatzen und ohne einen Tropfen zu verlieren, vertilgt sie das Obst.
    Seit diesem Jahr wohnt wieder ein Pärchen Gürtelvaris im Zoo Heidelberg. Sie leben zusammen mit zwei weiblichen Rotbauchmakis in einem Gehege. Rotbauchmakis und Gürtelvaris zählen zu den Lemuren, eine Primatengruppe, die nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Die Bezeichnung spielt auf die oft nächtliche Lebensweise dieser Tiere an und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.
    Der Gürtelvari ist eine seltene Unterart des Schwarzweißen Varis. Den namensgebenden weißen „Gürtel“ trägt er auf dem Rücken. Er ist – wie alle Lemuren auf Madagaskar – stark vom Aussterben bedroht. Beheimatet ist diese Unterart im östlichen Madagaskar. Hier bewohnt sie in Familiengruppen Regenwaldgebiete des Hoch- und Tieflandes. Ihre Nahrung besteht aus Samen, Blättern, Nektar und Früchten. Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Erde, liegt vor der Ostküste Afrikas und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezählt, denn ihre Lebensräume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Waldgebiete werden großflächig abgeholzt, um Land für Rinderhaltung und für landwirtschaftliche Ertragsflächen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der Bäume wirtschaftlich zu nutzen. Gürtelvaris gelten seit 2008 als stark von der Ausrottung bedroht (Rote Liste: Critically Endangered). Auch in Zoos sind die Tiere selten anzutreffen, gerade mal 15 Tiere leben in europäischen Zoos. In Deutschland sind die aufgeweckten Tiere nur im Zoo Köln und im Zoo Heidelberg zu sehen. Der Zoo Heidelberg unterstützt mit einem jährlichen Beitrag das Artenschutzprojekt AEECL (Lemur Conservation Association) auf Madagaskar.
    Die Gürtelvaris sind den Pflegern gegenüber sehr zutraulich und fressen gerne auch aus der Hand. Ihr Speiseplan ist ausgewogen und vitaminreich: So erhalten sie aus der Futterküche des Zoos einen gesunden Mix aus gekochtem Gemüse und Obst, vor allem Äpfel, sowie frisch zubereitetem Milchbrot und hin und wieder auch Hundepellets. Die neugierigen Tiere halten sich gerne im vorderen Bereich ihres Geheges auf, so dass Zoobesucher sie schön beobachten können. Ihre Rufe, die sie mit Vorliebe gemeinsam vortragen, sind im ganzen Zoo zu hören.
    Im Zoo Heidelberg sind noch weitere äußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und kräftigen Fossa, die größten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glänzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz.
    (16.08.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg. Freude in Hectors Harem – heiß ersehnter Nachwuchs bei den Hulmanen

    Das Warten hat sich gelohnt. Nach mehr als fünf Jahren kann sich der Zoo Heidelberg endlich wieder über Nachwuchs bei den Hanuman-Languren freuen. Die Hanuman-Languren, die auch als Hulmane bezeichnet werden, zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten auf dem indischen Subkontinent. Vielen Menschen sind die Hulmane von Bildern indischer Tempelanlagen geläufig, wo die dort als heilig verehrten Tiere oft in großen Gruppen anzutreffen sind.
    Das Kleine, dessen Geschlecht noch unbekannt ist, kam am 28. Juli zur Welt und verbringt seitdem die meiste Zeit an Mamas Bauch gekuschelt. Von dort aus schaut es mit großen, neugieren Augen in die Welt. Mit seiner zart-rosa Haut, die nur von wenig Fell bedeckt ist, hat es noch nicht viel mit seinen erwachsenen Verwandten gemein: Die Langurenart imponiert dem Betrachter mit prächtigem silbrig-grauen Fell und einem dunklen Gesicht, umrandet von einem weißen Haarkranz.
    Für das Affenweibchen ist es zwar der erste Nachwuchs, aber die neue Mutterrolle bereitet ihr keine Schwierigkeiten: Liebevoll umsorgt sie ihr Neugeborenes, und auch die anderen Weibchen der Gruppe kümmern sich, wie bei diesen Schlankaffen üblich, mit um die Aufzucht des Jungtiers.
    Dieser schöne Zuchterfolg erfreut den Zoo umso mehr, da Vater Hector erst im Dezember 2011 in den Zoo Heidelberg einzog. Der hübsche Hector, der vorher im Zoo Ostrava (Tschechien) lebte, wurde zudem nicht gerade mit offenen Armen empfangen: Die vier Weibchen und zwei kastrierten Männchen taten sich anfangs schwer mit dem Neuzugang. Nur zögerlich akzeptierten sie ihn als neuen Haremschef. Bedenkt man allerdings die durchschnittliche Tragezeit bei Hulmanen, die zwischen 190 und 200 Tagen liegt, muss Hectors sanfter Charme die betreffende Dame doch recht schnell überzeugt haben.
    Das Ergebnis dieser Liaison können die Zoobesucher nun im kleinen Affenhaus bewundern, auch wenn die Mutter sich noch öfter mit ihrem Nachwuchs zurückzieht.
    Die Hanuman-Languren ernähren sich ausschließlich vegetarisch, Beeren, Blätter und Samen stehen auf dem Speiseplan. Ihr Magen weist eine einzigartige Besonderheit auf. Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt deshalb dem Magen der Wiederkäuer.

    Foto von Anke Jakob, Tierpflegerin im Affenrevier, Zoo Heidelberg
    (08.08.2012)
    Zoo Heidelberg:   Hallo, wer lacht denn da? Die „Lachenden Hänse“ im Zoo Heidelberg

    Bei einem Besuch im Zoo Heidelberg hört man schon von weitem, besonders in den Morgen- und Abendstunden, durchdringendes Lachen. Es sind aber weder Tierpfleger noch Besucher, die sich da vor Lachen auszuschütten scheinen. Folgt der Besucher den markanten Lauten, so gelangt er an das große Gehege der neuseeländischen Bergpapageien, den Keas. Seit Anfang Juli 2012 lebt in der Voliere nun auch eine neue Vogelart mit einem im Verhältnis zum Körper großem Kopf und kräftigem Schnabel. Es ist der „Lachende Hans“, und seine Rufe erinnern an das Gelächter von Menschen – daher hat er auch seinen Namen.
    Der „Lachende Hans“ ist der größte Vertreter der Familie der Eisvögel. In seiner Heimat Australien wird er „Kookaburra“ genannt. Und weil er so regelmäßig immer um die gleiche Zeit ruft, trägt er noch einen zweiten Namen: „Buschmanns-Uhr“. Auch in der Mythologie der Aborigines spielen die Kookaburras eine besondere Rolle. So besagt zum Beispiel eine Legende, dass jeder bestraft wird, der den Vogel beleidigt.
    Das „Gelächter“ der Vögel, das sie mit Vorliebe im Chor vortragen, beginnt zunächst recht leise und steigert sich irgendwann zu einem dröhnenden Geschrei, das ihnen dazu dient, ihr Territorium abzugrenzen.
    Kookaburras werden bis zu 48 Zentimeter groß, Flügel und Schwanz sind ziemlich kurz, ihr Gefieder ist am Rücken braun-grau, am Bauch und Hals weiß gefärbt. Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Hat sich ein Pärchen gefunden, so bleiben sie sich ein Leben lang treu. Ihre Eier brüten sie abwechselnd gemeinsam aus und auch bei der Aufzucht sind immer beide Elternvögel beteiligt.
    Das Kookaburra-Pärchen bewohnt im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Keas ein großes Gehege. Die lebhaften und neugierigen Keas sind grundsätzlich nicht allzu zartfühlend, wenn es um das Zusammenleben mit anderen Tieren geht. Ihr Spieltrieb und Ihre Intelligenz verleiten sie gerne dazu zu testen, wie weit sie bei neuen Mitbewohnern gehen können. Doch schon nach recht kurzer Zeit wurden die beiden Kookaburras akzeptiert und inzwischen ist die gemischte Wohngemeinschaft ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Vogelarten in einem Gehege.

    Foto: Zoo Heidelberg
    (01.08.2012)
    Zoo Heidelberg:   Ausflüge ins Grüne: Sumatratiger Asim hat sich gut im Zoo Heidelberg eingelebt

    Sumatratiger „Asim“ geht es sichtlich gut. Der junge Tiger, der vor etwa einem Monat im Zoo Heidelberg angekommen ist, durfte diese Woche bei strahlendem Sonnenschein zum ersten Mal durch die großzügige Außenanlage des Tigergeheges streifen. Neugierig und ganz entspannt erkundete der junge Kater jeden Winkel der grünen Anlage, bevor er sich, etwas müde von den vielen neuen Eindrücken, aber sichtlich zufrieden, im Schatten der dichten Bambussträucher niederließ. Doch wie alle (Tier-) Kinder hielt es auch den einjährigen Asim nicht lange tatenlos am Boden – nach einer kurzen Ruhepause setzte er seine Erkundungstour fort und ließ sich dabei wunderbar durch die Glasscheiben der beiden Pavillons am Außengehege beobachten.
    Die ersten Wochen im Zoo Heidelberg verbrachte Asim in seinem Innengehege des Raubtierhauses, um ihn behutsam an seine neue Umgebung und Pfleger zu gewöhnen. Zusätzlich hatte Asims „Nachbarin“, die alteingesessene Tigerdame „Kim“, den alleinigen Anspruch auf die Nutzung des Außengeheges. „Wir gehen da ganz mit dem Tempo des Tieres. Asim sollte so viel Zeit bekommen, wie er braucht, um sich an unbekannte Eindrücke, Geräusche und Gerüche zu gewöhnen“, erklärt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Seine über 30-jährige Erfahrung mit Raubtieren gibt ihm Recht. Von Tag zu Tag wurde der junge Tiger selbstsicherer und nachdem „Kim“ vergangene Woche schließlich in ihr neues Zuhause, den Zoo Ålborg, umgezogen ist, stand Asims Eroberung des großen Außenbereichs nichts mehr im Wege. Zunächst lernte er das kleinere „Spielzimmer“ der Außenanlage kennen, das neben vielen Klettermöglichkeiten auch etliche Utensilien zur Beschäftigung, wie Bälle oder Schaukeln, bereithält. Nun kann Asim auch den großen Dschungelbereich des Außengeheges für sich entdecken, der viele Rückzugsmöglichkeiten und sogar einen eigenen Bachlauf bietet. Hier kann Asim nach Herzenslust umherstreifen oder in der Sonne dösen.
    Lange wird Asim aber nicht mehr alleine sein. Bald wird ihm eine junge Tigerdame aus dem Zoo Chester in England Gesellschaft leisten. Mit dem jungen Tigerpärchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten.
    In europäischen Zoos leben nur etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der indonesischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natürlichen Lebensraum nur noch auf 400 bis 500 Tiere geschätzt. Er gilt als stark bedroht. Neben der Zerstörung seines Lebensraumes – ein großer Teil des Regenwaldes fällt Plantagen für die Produktion von Palmöl zum Opfer – ist die Wilderei Hauptursache für den Rückgang des Bestandes. Leider verspricht der Handel mit den verschiedenen Körperteilen des Tigers, die in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) verwendet werden, riesige Gewinne.

    Foto: Heidrun Knigge
    (25.07.2012)
    Zoo Heidelberg:   Seltener gefiederter Nachwuchs im Zoo Heidelberg

    Der Klapperstorch war in den letzten Wochen im Vogelrevier im Zoo Heidelberg fleißig unterwegs und hat nicht nur seinen Verwandten, den Schwarzstörchen, sondern auch dem Sonnenrallen-Pärchen ein gesundes Küken beschert. Beide Jungtiere sind wohlauf und werden von ihren Eltern hingebungsvoll umsorgt und beschützt.
    Sonnenrallen gehören in zoologischen Gärten zu den Vogelarten, die nicht so häufig zur Brut schreiten und deren Bestand in einem Europäischen Zuchtbuch betreut wird. Deshalb ist man im Zoo Heidelberg besonders froh über die erfolgreiche Nachzucht dieser schönen Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas. Ihr Lebensraum sind Fluss- und Seeufer innerhalb tropischer Regenwälder. Das Gefieder der Sonnenralle ist markant schwarz, weiß, rotbraun und gelblich gemustert. Auffällig sind die großen Augenflecke auf der Flügeloberseite. Wenn sie ihre großen, runden Flügel auffächert, etwa während der Balz oder in Drohstellung, kommt diese Zeichnung erst voll zur Geltung.
    Die Aufzucht teilt sich das monogam lebende Elternpaar fair unter sich auf: Beide sind zu gleichen Teilen für das Brüten zuständig, wobei der nicht-brütende Elternteil seinen Partner –und inzwischen auch das noch flauschige Jungtier – mit Futter versorgt. Vermeintlichen Gefahren stellen sich die Eltern todesmutig in den Weg – fauchend, mit geschwellter Brust und aufgestelltem Schwanz gehen sie auf alles und jeden los, der sich zu nahe an das Nest heran wagt. Das muss auch Faultier „Wilma“ auf ihren Spaziergängen durch das Gehege gelegentlich am eigenen Leib erfahren. Sie weicht dem mit Moos gestalteten Nest aus, zeigt sich ansonsten vom Imponiergehabe des wütenden, jedoch gerade einmal rund 200 Gramm schweren Vogels aber sichtlich unbeeindruckt. Die Drohgebärden sind trotzdem gerechtfertigt, denn die kleinen Küken sind sehr unselbstständig und werden erst nach 22 bis 30 Tagen flügge. In dieser Zeit sind sie besonders anfällig für Gefahren und deswegen auf den Schutz der Elterntiere angewiesen.

    Auch die Schwarzstorcheltern leben monogam und kümmern sich abwechselnd um ihren Nachwuchs, der bereits das metallisch-glänzende schwarze Gefieder ausbildet, das für den Schwarzstorch so typisch ist. Die ersten drei bis vier Wochen steht er unter ständiger Beobachtung seiner Eltern, die, genau wie die Sonnenralle, etwaige Eindringlinge energisch abwehren. Hierbei zeigen die sehr stimmbegabten Vögel vollen Körpereinsatz: Unterstützt durch stöhnende Rufe vollführen sie mit schlängelnden Kopfbewegungen einen regelrechten „Tanz“, um ihre Feinde zu beeindrucken.
    Im Gegensatz zu seinem Verwandten, dem Weißstorch, ist der Schwarzstorch ein Kulturflüchter, der sehr scheu ist und besonders in der Paarungs- und Brutzeit ausgesprochen sensibel auf Störungen reagiert. Deswegen ist die Nachzucht dieser empfindlichen Vögel besonders schwierig. Schon vor drei Jahren hatten die Schwarzstörche hoffnungsvolle Brutversuche gestartet, doch bis heuer musste der Zoo auf den ersten Aufzuchterfolg warten. Umso glücklicher ist man im Vogelrevier über das schwarzgefiederte Junge: „Das Revier ist sehr stolz, nach so vielen Jahren gesunden Nachwuchs zu haben, der von den Eltern aufgezogen wird“, berichtet Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers.
    Die Sonnenrallen leben in der Südamerika-Voliere neben dem Elefantenhaus. Sie teilen sich das Freiflug-Gehege mit verschiedenen anderen Vogelarten und der Faultier-Familie. Die Schwarzstörche sind zusammen mit den Waldrappen in den Ibis-Volieren bei der Robbenanlage untergebracht.

    Foto: Sonnenrallen-Küken mit Eltern
    von Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers im Zoo Heidelberg
    (19.07.2012)
    Zoo Heidelberg:   Artenschutztag „Südostasien“ im Zoo Heidelberg. Europaweite Kampagne zum Schutz bedrohter Tierarten

    Am Sonntag, den 15. Juli, steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes bedrohter Tierarten in Südostasien. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der europaweiten Artenschutzkampagne „Südostasien 2012/2013“ können sich die Besucher an diesem Tag zwischen 12.00 und 17.00 Uhr auf spannende, interaktive Weise über verschiedene Projekte zur Erhaltung dieses faszinierenden Lebensraums informieren. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt direkt in Maßnahmen vor Ort.
    Zoo und Zooschule haben ein vielfältiges Programm aufgestellt, das ganz im Dienste der südostasiatischen Tierwelt steht. Neben zahlreichen Schautafeln klären Informationsstände zu den Themen „Palmöl“ und „Fairtrade“ den Besucher über das Leben und die Bedrohung der Tiere und darüber auf, wie das eigene Konsumverhalten zum Artenschutz beitragen kann. Die Infostände finden sich im Eingangsbereich des Menschenaffenhauses und beim Raubtierhaus. Zudem gibt es gesonderte „Südostasien“-Führungen, die von den Zoorangern der Zooschule angeleitet werden. Diese starten um 13.00 Uhr, 14.00 Uhr und 15.00 Uhr am Wunschbrunnen im Eingangsbereich.
    Auf spielerische Art können Kinder und Jugendliche im Eingangsbereich die südostasiatische Tierwelt kennenlernen und gleichzeitig noch den Zoo verschönern: Der große Holzzaun, der wegen des Umbaus des Bärengeheges aufgestellt wurde, wird mit den Silhouetten typischer Südostasien-Bewohner verziert, die nur darauf warten, leuchtendbunt ausgemalt zu werden. Die Farben hierfür stellt der Zoo bereit. Hat sich ein fleißiger Maler in eines der Tiere besonders verliebt, besteht die Möglichkeit, an einem weiteren Stand Buttons mit den Motiven der Tiere zu erstehen. Darüber hinaus kann man am Losstand mit ein bisschen Glück unter anderem attraktive Preise aus dem neu eröffneten Zooshop gewinnen.
    Zusätzlich zu den regulären Fütterungen gibt es mehrere Sonderfütterungen: Um 15.00 Uhr findet eine kommentierte Menschenaffenfütterung statt, bei der vor allem die südostasiatischen Orang-Utans im Mittelpunkt stehen werden.
    Eine ganz besondere Erfahrung wird um 13.30 Uhr bei den Asiatischen Elefanten ermöglicht: Für eine kleine Spende dürfen sich die Besucher im Apfelweitwurf üben und Thai, Voi Nam, Tarak und Gandhi mit den fliegenden Leckerbissen versorgen. Auch wenige Meter weiter darf mitgemacht werden: Die quirligen Kurzkrallenotter warten ab 14.00 Uhr darauf, von den Besuchern mit ihrer Leibspeise, den Miesmuscheln, gefüttert zu werden und lassen sich gewiss einige Kunststückchen einfallen, um sich eine möglichst große Portion abzuholen. Gleich nebenan werden um 14.30 Uhr die neugierigen Binturongs von den Tierpflegern mit Beschäftigungsfutter verwöhnt.
    Der Aktionstag zugunsten bedrohter Tierarten in Südostasien verspricht nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit dem Besuch und der Teilnahme an den Aktionen leisten Zoogäste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.
    Der Europäische Zoo- und Aquarienverband EAZA führt seit 2000 jedes Jahr eine Kampagne durch, um Artenschutzprojekte zu unterstützen. Wie alle Zoos, die Mitglied der EAZA sind, nimmt auch der Zoo Heidelberg regelmäßig mit eigenen Aktionen teil. Die Hauptziele der Kampagnen sind, auf bedrohte Tierarten aufmerksam zu machen und entsprechende Projekte mit Geldspenden zu unterstützen. Die EAZA-Kampagne 2012/2013 widmet sich bedrohten Tierarten in Südostasien und möchte auch auf kleinere, unbekannte Tierarten (ab einem Kilo Gewicht) aufmerksam machen, die in ihrem Lebensraum ebenso gefährdet sind wie die großen bekannten asiatischen "Flaggschifftierarten", wie z.B. Tiger oder Orang-Utan. Ziel der „EAZA Southeast Asia Campaign“ ist es, einen Fond in Höhe von 750.000 Euro einzurichten. Die Gelder fließen in nachhaltige Projekte vor Ort. Auch im Zoo Heidelberg leben zahlreiche Tiere aus Südostasien, wie zum Beispiel Sumatra-Tiger, Asiatischer Elefant, Orang-Utans, asiatische Kurzkrallenotter, Binturongs, Asiatische Goldkatze, Spitzhörnchen, Papua-Hornvogel


    Hintergrundinformation:

    Mystisch ist das richtige Wort, um Südostasien und die dort lebenden geheimnisvollen Tiere zu beschreiben. In den undurchdringlichen Wäldern Malaysias, Vietnams, Myanmars und den Philippinen kann man vielen seltenen und einzigartigen Tieren, wie den scheuen Saolas, den imposanten Kaiserreihern oder den kraftvollen Sunda-Gavialen, einer kleinen Krokodilart, begegnen.
    Die meisten dieser Tiere sind weltweit unbekannt. So wurden die schönen Saolas erst 1993 in den regenreichen Wäldern Vietnams entdeckt, was als Sensation galt, da Ende des 20. Jahrhunderts sehr selten neue Säugetierarten entdeckt wurden. Eine Saola (lat. Pseudoryx nghetinhensis) oder Vietnamesisches Waldrind ist eine bis zu einem Meter große Mischung aus Rind und Antilope und kann bis heute nicht eindeutig einer Gattung zugerechnet werden. Wurden die braunen Tiere mit dem grazilen Kopf früher wegen ihrer beiden Hörner, die bis zu 50 Zentimeter lang werden können, noch zu den Ziegenartigen gezählt, ist heute die Verwandtschaft mit Rindern belegt. Saolas zählen heute zu den seltensten Huftieren der Welt.
    Die größte Bedrohung für die einzigartigen Bewohner Südostasiens ist der illegale Handel, für den sie aus verschiedenen Gründen gejagt und getötet werden.
    Der Handel mit Haustieren und Trophäen ist ein großes Problem. So findet man auf vielen asiatischen Märkten illegale Wildtierprodukte wie Modeartikel, Kunstgegenstände und Jagdtrophäen, die als Souvenir, teures Geschenk oder prestigevolles Statussymbol an Touristen und Einheimische verkauft werden. Von der IUCN (internationale Union für die Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen) werden die sanften Saolas wie auch die eleganten Kaiserreiher (lat. Ardea insignis) als „critically endangered“, also „vom Aussterben bedroht“ eingestuft, die kleinen Sunda-Gaviale (lat. Tomistoma schlegelii) als „endangered“, also „stark gefährdet“ und die mächtigen Gaur (lat. Bos gaurus), eine asiatische Rinderart, als „gefährdet“ („vulnerable“).

    Gefährdung und Aberglaube
    Für die die traditionelle asiatische Medizin wird nach wie vor Wilderei betrieben. Manchen Tieren bzw. Tierteilen, wie einem Schildkrötenpanzer oder einem Horn, werden immense Heilkräfte zugeschrieben. Daher werden diese immer noch in Heiltränken und Heilpulvern verwendet. Als proteinreiche Nahrungslieferanten werden die schönen Tiere nicht unbedingt zum Nahrungserwerb gejagt, sondern vielmehr aus dem Glauben heraus, dass Stärke, Kraft und Potenz des getöteten Tieres mit dem Verspeisen auf den Jäger übergehen.

    Lebensraumverlust
    Für die faszinierenden südostasiatischen Tiere ist der enorme Verlust ihrer Lebensräume neben dem illegalen Handel die gravierendste Gefahr durch den Menschen. So werden vermehrt Straßen in bis jetzt unberührte Gebiete gebaut, was wiederum den illegalen Handel begünstigt, da nun einfacher in die artenreichen Wälder Südostasiens vorgedrungen werden kann und gejagte Tiere leichter abtransportiert werden können. In Vietnam führt zum Beispiel die Ho Chi Minh Road quer durch die Annamite Mountains, einem der wichtigsten Lebensräume der Saolas.
    Geschützt werden müssen aber nicht nur die Wälder, sondern auch die außergewöhnlichen Feuchtgebiete in den großen Flussdeltas Südostasiens, da sie einen unvergleichlichen Lebensraum darstellen, sich leider auch für die Landwirtschaft eignen und daher fast immer in fruchtbares Ackerland umgewandelt werden. Als untergeordnete Bedrohungen können allgemein die Umweltverschmutzung, die wachsende Bevölkerung und der damit einhergehende Platzmangel und die Einwanderungen neuer, nicht-südostasiatischer Spezies genannt werden, die die einheimischen Arten verdrängen.

    Foto von David Hulse: Saola
    (10.07.2012)
    Holger Wientjes:   Tolles Ergebnis für Heidelberg ! Dann hoffe ich ´mal, dass die Verantwortlichen an entsprechender Stelle erkennen (wenn nicht schon geschehen), wie wertvoll ihr Zoo ist !!
    (05.07.2012)
    Zoo Heidelberg:   Besucher sind begeistert vom Zoo Heidelberg
    Touristische und wirtschaftliche Bedeutung des Zoos für Heidelberg höher als angenommen

    Die unabhängige Befragung der „Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung e.V.“ (Heidelberg) zur Zufriedenheit der Besucher mit dem Zoo Heidelberg macht deutlich: Die Besucher sind begeistert von dem, was ihnen der Heidelberger Zoo zu bieten hat. Insgesamt wird der Zoo mit einer überragenden Gesamtnote von 1,75 beurteilt. Weit über 80% der befragten Zoobesucher beurteilten ihren Tag im Zoo mit „sehr gut“ oder „gut“. Darüber hinaus zeigt das Ergebnis aber auch, dass der Zoo für die Stadt Heidelberg wirtschaftlich und auch touristisch an Bedeutung gewinnt.
    Die Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung konzipierte gemeinsam mit dem Zoo einen Fragebogen, der mit knapp 40 Fragen ein detailliertes Bild des Publikums erhob. In drei Erhebungszeiträumen in den Monaten August und September/Oktober 2011 und Februar 2012 wurden mehr als 1.700 Personen befragt. Die Auswertung der dabei gewonnenen Fragebögen ergab detaillierte Ergebnisse zur Zufriedenheit mit dem Zoobesuch, zur Herkunft des Publikums, zum Anteil von Familien mit Kindern und zur Familienfreundlichkeit des Zoos. Erhoben wurde auch die Bewertung des Eintrittspreises, der Anteil von touristischen Besuchern und die weiteren Aktivitäten in Heidelberg, die mit dem Zoobesuch verbunden wurden.
    Besonderes Highlight des Zoos ist nach Meinung der Besucher das im Sommer 2010 eröffnete Elefantenhaus. Aber auch sonst sieht sich der Zoo im Aufwind: Sehr viele der Befragten lobten die positive Entwicklung der gesamten Zooanlage in den letzten Jahren. Auch die Familienfreundlichkeit des Heidelberger Zoos bekommt durchweg positive Noten: Insgesamt 84% stimmten durchschnittlich mit „sehr gut“ oder „gut“. Da der Zoo vorrangig von Familien mit kleinen Kindern besucht wird, sind die vorhandenen Spielmöglichkeiten ein wichtiger Faktor für das positive „Freizeiterlebnis Zoo“. Diese hohe Akzeptanz des Zoos macht sich auch bei der Bewertung des Eintrittspreises bemerkbar: Kaum jemand findet den Zoo zu teuer, 83% finden den Eintrittspreis angemessen oder sogar günstig.
    Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann freut sich über das Ergebnis der repräsentativen Befragung, „weil die Besucher die Entwicklung unseres Zoos positiv wahrnehmen und dies nun auch durch eine unabhängige Befragung bestätigt wurde“.
    Sehr interessant ist das Ergebnis hinsichtlich der Anziehungskraft und damit letztlich auch der wirtschaftlichen Bedeutung des Zoos für die Stadt Heidelberg: 20 Prozent des Publikums kam direkt aus Heidelberg. Legt man die Gesamtbesucherzahl des Jahres 2011 (600.000) zu Grunde, waren das 120.000 Personen. 480.000 Besucher kamen jedoch von weiter her. Unter ihnen ist die größte Gruppe (31% bzw. 180.000 Personen) aus der Umgebung im 20 Kilometer-Umkreis der Stadt. Noch einmal 10% kamen aus den Städten Mannheim und Ludwigshafen. Fasst man diese drei Gruppen als „Rhein-Neckar-Publikum“ zusammen, so macht dieses Publikumssegment rund 61% aus. Aus dem übrigen Baden-Württemberg und dem übrigen Rheinland-Pfalz kamen 24% der Besucher.
    Von weiter weg kamen Besucher aus Hessen (9%), andere Bundesländer und Ausland (6%), das sind hochgerechnet 90.000 Besucher pro Jahr.
    Von besonderem Interesse war daher, ob die nicht-Heidelberger Besucher – außer dem Zoobesuch – am gleichen Tag noch etwas anderes in Heidelberg unternommen haben. Ergebnis: Je nach Herkunft waren zwischen 30% und 60% aller Befragten am Tag des Zoobesuchs auch sonst noch in der Stadt unterwegs. Die wichtigste Aktivität war der Besuch der Heidelberger Altstadt, oft verbunden mit einem Einkaufsbummel und auch der Besichtigung des Schlosses. Auf die Gesamtbesucherzahl im Jahr 2011 hochgerechnet, haben 30.000 Personen ihren Zoobesuch mit einem Restaurantbesuch verbunden und 10.000 mit einer Hotelübernachtung.
    Dr. Ulrich Paatsch von der Heidelberger „Arbeitsgruppe für empirische Bildungsforschung“ betont, dass der Heidelberger Zoo in erster Linie ein Magnet für die Bevölkerung in und um Heidelberg ist. „Das Ergebnis zeigt aber auch, wie weiträumig der Zoo Heidelberg inzwischen als Tagesausflugsziel genutzt wird. Vor allem im Sommer trifft man Tagesausflügler und Kurzurlauber an, die aus dem übrigen Baden-Württemberg, Hessen und aus Rheinland-Pfalz stammen. Das ist ein deutlicher Beleg für die hohe Attraktivität des Heidelberger Zoos als Ausflugsziel“.

    Foto von Heidrun Knigge:
    Für viele Besucher eines der Highlights im Zoo Heidelberg - das Elefantenhaus und die jungen Elefantenbullen; hier Voi Nam und Tarak beim Baden
    (05.07.2012)
    Zoo Heidelberg:   Asim ist da: Junger Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg eingetroffen

    Gesund und wohl behalten ist „Asim“, der gut einjährige Sumatra-Tiger aus dem Zoo Frankfurt, gestern im Zoo Heidelberg angekommen. Auf seiner Fahrt wurde er von Tierärztin Dr. Tessa Lohe und Tierpfleger Dirk Eichmann begleitet, nachdem er in Frankfurt zuerst in eine kurze Narkose gelegt wurde, um ihn in die Transportkiste zu verladen. „Asim“ geht es gut“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos Heidelberg. „Damit er sich in sein neues Zuhause leichter eingewöhnen kann, sollte er zunächst in Ruhe seine neuen Pfleger kennenlernen und deshalb werden wir das Raubtierhaus eventuell für einige wenige Tage schließen.“ Das hängt aber ganz davon ab, wie „Asim“ sich verhält.
    Mit Tigerdame Kim wird er nicht in direkten Kontakt kommen. Grund ist, dass mit Kim nach einer Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) nicht mehr gezüchtet werden darf. Sie wird nach Aalborg in Dänemark umziehen. Wohl aber werden die beiden sich hinter ihren jeweiligen Gehegen noch beschnuppern können. „Asim“ wird jedoch nicht lange alleine bleiben müssen. Eine junge, hübsche Tigerdame aus dem britischen Zoo Chester wird ihm in wenigen Wochen Gesellschaft leisten. Mit dem jungen Tigerpärchen möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten. „Wir wünschen uns natürlich, dass die beiden jungen Tiger sich gut verstehen werden“, hofft Reichler, „die Chancen stehen bei so jungen Tieren jedoch gut“.
    Die Sumatra-Tiger im Zoo Heidelberg leben in drei komfortablen Gehegen. Das Innengehege ist abteilbar und mit einer dicken Schicht Rindenmulch bedeckt, dessen Geruch die Tiere sehr schätzen und ihnen weiche Liegeplätze ermöglicht. Im Außenbereich bietet das sogenannte „Tigerspielzimmer“ mit Schaukel, Wasserstelle, Spiel- und Futterbällen und unterschiedlich hohen Liegeplätzen Abwechslung. Das angrenzende Landschaftsgehege mit Bambus, Naturfelsen und dem von Wasserpflanzen gesäumten Bachlauf zeigt die Tiger in einem weitläufigen, naturnahen Lebensraum. Die Besucher können die Tiere durch Panzerglasscheiben oder ein leichtes Drahtgeflecht hautnah erleben.
    In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der südostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natürlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschätzt und er gilt als stark bedroht.
    (28.06.2012)
    Zoo Heidelberg:   Der Zoo Heidelberg erhält jungen Tiger aus dem Zoo Frankfurt

    In den Zoo Heidelberg wird demnächst ein junger Sumatra-Tiger aus dem Zoo Frankfurt einziehen. Die beiden knapp einjährigen Tigerkater im Zoo Frankfurt werden allmählich erwachsen. In wenigen Wochen werden „Asim“ und „Taru“ abgegeben, denn auch in freier Wildbahn trennen sich junge Tiger nach etwa einem Jahr von der Mutter. Einer der Tiger kommt nun in den Zoo Heidelberg.
    Nachdem Tigerkater Sabu im Oktober 2011 in hohem Alter verstarb, war der Zoo Heidelberg gemeinsam mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm auf der Suche nach einem geeigneten Zuchtpärchen. Tigerdame Kim, die im Zoo Heidelberg zweimal für Nachwuchs gesorgt hat, wird im Laufe des Sommers in den Zoo nach Aalborg (Dänemark) umziehen. Im Gegenzug erhält der Zoo Heidelberg eine junge Tigerdame aus dem britischen Zoo Chester. Mit dem neuen Tigerpaar möchte der Zoo Heidelberg dazu beitragen, diese schönen und seltenen Tiere zu erhalten.
    In europäischen Zoos leben etwa 100 Sumatra-Tiger, die alle in einem Zuchtbuch des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms zentral geführt werden. Auf diesem Weg wird Nachzucht und der Austausch zwischen den einzelnen Zoos organisiert. Sumatra-Tiger kommen, wie der Name schon sagt, von der südostasiatischen Insel Sumatra. Sie sind die kleinste und dunkelste Unterart des Panthera tigris, wie der Tiger wissenschaftlich genannt wird. Der Bestand des Sumatra-Tigers wird in seinem natürlichen Lebensraum auf 400 bis 500 Tiere geschätzt und er gilt als stark bedroht.
    (18.06.2012)
    Michael Mettler:   Man stimmt die Besucher mit Delfingezwitscher auf den Heidelberger Zoo ein...?
    (18.06.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Service-Center feierlich eröffnet. Zoobesuch beginnt nun schon im Parkhaus

    Die Wetterfee meinte es gut, als pünktlich zur offiziellen Eröffnung des neuen Service-Centers die Wolken aufbrachen. Afrikanischer Trommelwirbel begrüßte die Gäste, ein Fantasiewesen mit Löwengesicht – ein in Bodypaintkunst bemalter junger Mann – durchschritt die Menge auf Stelzen und begeisterte Jung und Alt.
    Nach weniger als einem Jahr Bauzeit ist der ungewöhnliche Gebäudekomplex, der das Parkhaus, den Zooeingang und den neuen, großzügigen Zoo-Shop integriert, für die Besucher geöffnet. Bereits Ende März 2012 ging das 3,3 Millionen Euro teure Zoo-Parkhaus in Betrieb. Weitere 1,9 Millionen Euro hat der neue Eingangsbereich samt Zoo-Shop gekostet. Neu ist, dass der Zooshop, der von Schleichtieren über ausgewählte Kinderbücher bis hin zu Accessoires ein großes Sortiment bietet, nun auch von Kunden besucht werden kann, die nur einkaufen möchten.
    In seiner Begrüßung lobte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann seine Mitarbeiter, „die sich mit Ideen, Können und Erfahrung eingebracht haben“. Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer, bedankte sich bei den beteiligten Firmen: „Die Integration einer Gebäudehülle für ein Parkhaus, einen Zooeingang und Shop ist überhaupt nicht alltäglich“, so Heck. Dem konnte sich der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner nur anschließen. „Mein besonderer Glückwunsch geht an alle, die das Projekt verwirklicht haben. Das war ein wegweisender Schritt“.
    Besucher des Zoos parken nicht mehr auf einem normalen Parkplatz, der überall sein könnte. Schon bei der Einfahrt in das 399 Plätze bietende Parkhaus werden sie von riesigen Bildern der Elefanten und Zebras begrüßt. Die gesamte Nord-Außenfassade zur Straße hin wurde mit Aluminium-Lamellen verkleidet, die von der einen Seite eine Elefantenherde zeigen und von der anderen Seite eine Zebraherde. Ein wahrer Blickfang. Schon bei der Annäherung an das Treppenhaus des Parkhauses wird der Besucher erneut auf den Zoo eingestimmt: Die einzelnen Etagen sind thematisch gestaltet: Ganz oben segeln Adler, Bussarde und Schwalben durch das lichte Blau des Himmels, eine Etage tiefer klettern Steinbock und Gämse über die Felsen des Gebirges, auf den unteren Stockwerken folgen die Affen im Regenwald, Löwe, Flusspferd, Elefant & Co in der Savanne und Delfine und Robben des Meeres. Dem optischen Eindruck steht der akustische nicht nach: Über Lautsprecher auf allen Etagen wird vom schrillen Schrei des Adlers über das Löwengebrüll bis zum Zwitschern der Delfine auch das Ohr auf Zoo gestimmt. Im Erdgeschoss befinden sich nicht nur die Parkscheinautomaten, auch ein Geldautomat der Sparkasse steht rund um die Uhr zur Verfügung. Dann betritt der Besucher den Zoo-Eingang. Wer nach langer Autofahrt ein dringendes Bedürfnis spürt, findet die ersten Toiletten bereits vor der Zookasse. Die Besucher können sich anhand von Faltblättern und Bildschirmen über die wichtigsten Fakten und Neuigkeiten vorinformieren und die Goldstachelmäuse in ihrem geräumigen Terrarium bewundern, bevor sie eine Eintrittskarte lösen.
    „Das neue Service-Center“, so der Zoodirektor, „setzt einen neuen Maßstab. Jetzt muss es weitergehen. Zur Erweiterung des Zoo gibt es keine Alternative.“

    Foto: Antje Hoyer
    (18.06.2012)
    cajun:   Afrikanische Bergziegen?? :-)
    (06.06.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Gehege der Rhesusaffen wird umfassend renoviert

    Im Zoo Heidelberg ist die Gruppe der Rhesusaffen vorübergehend hinter die Kulissen umgezogen. Das Gehege der munteren Affen im Eingangsbereich des Zoos ist in die Jahre gekommen und wird nun von Grund auf renoviert.
    Das großzügige Gehege zählt zu den alten Anlagen im Zoo und wurde bereits vor 1956 angelegt. Hinsichtlich der Gestaltung erreicht die Anlage ein neues Niveau: Im Laufe der Umbauarbeiten in den kommenden Wochen wird das Gehege ebenerdig aufgefüllt. Neue Gestaltungselemente wie Naturboden, unterschiedliche Geländehöhen und ein Teich geben dem Besucher neue, interessante Einblicke. Felsblöcke und Baumkronen bieten für die Tiere Versteckmöglichkeiten oder Witterungsschutz. Der vielseitig strukturierte Kletterspielplatz mit Schaukelseilen, Steintürmchen und Ästen bleibt natürlich erhalten.
    Die Umbauarbeiten sollen bis Anfang August 2012 abgeschlossen sein. Dann ist die vielköpfige Rhesusaffengruppe, die gemeinsam mit drei afrikanischen Bergziegen und einem indischen Mungo die Anlage bewohnt, wieder zu sehen.
    Die Rhesusaffen sind bei den Besuchern sehr beliebt, da immer etwas los ist. Vor allem ermöglicht die Wohngemeinschaft mit den Ziegen nicht nur beiden recht unterschiedlichen Tierarten eine tägliche und willkommene Abwechslung. Zoobesucher und Fotografen freuen sich immer wieder über ausgesprochen unterhaltsame Anblicke und witzige Fotomotive. Die äußerst geduldigen Ziegen scheinen es nämlich zu genießen, wenn möglichst viele der munteren Rhesusaffen gleichzeitig auf ihnen herumturnen oder ihnen als komfortables Ruhekissen zu dienen.

    Foto: Peter Bastian
    Gelungene Wohngemeinschaft – Rhesusaffen und Ziegen mögen sich.
    (06.06.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Das lang erwartete Zebra-Fohlen ist da!

    Am 20. Mai kam im Zoo Heidelberg ein gesundes Zebra zur Welt. Mutter des quicklebendigen Fohlens ist Damara-Zebrastute Kijana, die seit März 2011 im Zoo Heidelberg lebt und sich liebevoll um ihr erstes Kind kümmert. Vater ist der Hengst Ngoro, der mit wachem Auge den Überblick über seine wachsende Herde behält.
    Das Hengstfohlen erkundet schon neugierig sein neues Zuhause. Es springt und galoppiert durch das Gehege, bleibt dabei jedoch immer in der Nähe seiner Mutter.
    Direkt nach der Geburt wird das junge Fohlen ausgiebig von der Mutter belegt. Dieses Verhalten ist wichtig für die erste Bindung zwischen Mutter und Kind. In den ersten Lebenstagen hält die Mutter das Fohlen von der Gruppe fern, um es ganz auf sich zu prägen. Um eine Fehlprägung des Fohlens an ein falsches Muttertier zu verhindern, sind Zebrastuten während der ersten Tage nach der Geburt äußerst angriffslustig und vertreiben alle Sozialpartner, selbst den stärkeren Hengst. Auch die neugierigen Stuten Heidi, Hilda und Angela, die von den Tierpflegern liebevoll die „drei Mädels von der Tankstelle“ genannt werden, dürfen sich dem Jungtier nicht nähern. Nach ungefähr einer Woche lässt dieses Verhalten aber nach und das Jungtier darf mit seinen Artgenossen Kontakt aufnehmen.
    Damara-Zebras sind eine Unterart des in Ost- und Südafrika weit verbreiteten Steppenzebras. Sie unterscheiden sich von anderen Unterarten wie dem Böhm- Zebra Ostafrikas durch die schwachen oder gar nicht gestreiften Beine und die breiten Streifen mit deutlichen braunen Schattenstreifen zwischen dem üblichen schwarz-weißen Muster.
    Wer das hübsche Zebrafohlen im Zoo Heidelberg besuchen möchte, findet die Zebraherde im größten Gehege des Zoos, der Afrikaanlage. Neben den Zebras als Charaktertiere der afrikanischen Savannen bevölkern unter anderem Blessböcke und Große Kudus die Afrikaanlage.

    Foto: Heidrun Knigge
    (31.05.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Fotowettbewerb der Tiergartenfreunde 2012

    In Zusammenarbeit mit dem Zoo Heidelberg veranstalten die Tiergartenfreunde Heidelberg ihren 4. Fotowettbewerb unter dem Motto: „Tiere in Aktion“. Es winken attraktive Preise.

    Tiere in Aktion – sie werden gefüttert, sie spielen, sie schwimmen oder sie balzen um die Wette. Im Zoo Heidelberg gibt es viele schöne Motive zu entdecken. Zur Teilnahme am Fotowettbewerb dürfen bis zu fünf Fotos aus dem Jahr 2012, Mindestgröße DIN A 4, eingesandt werden. Der Einsendeschluss ist der 15. August 2012.
    Auf den Fotos sollten Vor- und Zuname, genaue Anschrift, Mail-Adresse und eventuell der Bildtitel vermerkt sein. Das Copyright bleibt grundsätzlich beim Fotografen und die Bilder müssen frei von Rechten Dritter sein.
    Mit der Einsendung seiner Bilder erklärt sich der teilnehmende Fotograf bereit, dass seine Werke im Rahmen einer Ausstellung mit Namensnennung präsentiert werden dürfen. Zoo und Tiergartenfreunde möchten die zwölf schönsten Fotos im Zookalender 2013 aufzunehmen. Der Erlös ist für die Tiere des Zoos vorgesehen. Die betreffenden Fotografen werden dann entsprechend kontaktiert.
    Einsendungen können bis zum 15. August an die Adresse der Tiergartenfreunde geschickt werden:

    Tiergartenfreunde Heidelberg
    Stichwort „Fotowettbewerb"
    Tiergartenstr. 3
    69121 Heidelberg

    Fragen richten Sie bitte an: grueber@tiergartenfreunde.de (Elke Grüber)

    Foto: 'Erdmännchen und Wespe' von Rose von Selasinsky
    (21.05.2012)
    Zoo Heidelberg:   Am 13. Mai ist Löwenaktionstag im Zoo Heidelberg

    Im Zoo Heidelberg steht Sonntag, der 13. Mai, ganz im Zeichen der Heidelberger Löwen. Von 12.00 bis 17.00 Uhr findet ein Löwenaktionstag zugunsten der neuen Anlage für die Löwen statt. Kleine und große Besucher können sich auf ein buntes Programm freuen. Die Aktionen finden rund um das Raubtiergehege und die Scheune des Zoos statt.
    Auch die „Rhein-Neckar-Löwen“ sind mit von der Partie und unterstützen das große Projekt des Heidelberger Zoos. Das Maskottchen der Rhein-Neckar-Löwen zeigt ein großes Herz für Löwen und verkauft Lebkuchenherzen. An einem Stand gibt es eine Freikartenverlosung für das Abschlussspiel der Rhein-Neckar-Löwen.
    Alle Erlöse an diesem Tag fließen in das Umbauprojekt der Löwenanlage.

    Das Programm im Überblick
    11.00-17.00 Uhr, Waffelstand der Tiergartenfreunde, am Häuschen der Tiergartenfreunde, Nähe Spielplatz
    14.00 Uhr, Scheune: Preisverleihung Löwenwettbewerb der Zooschule.
    15.30 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Extra Raubtierbeschäftigung, lassen Sie sich überraschen!
    12.00 - 17.00 Uhr, vor der Scheune: Losverkauf mit tollen Preisen
    12.00 - 17.00 Uhr, vor der Scheune: Löwenbuttons zum Anstecken
    12.00 - 17.00 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Kinderschminken mit Löwengesichtern von und mit Zauberpinselchen!
    12.00 -17.00 Uhr, vor dem Raubtierhaus: Die Rhein-Neckar-Löwen unterstützen den Umbau der Löwen-Außenanlage. Mit dabei sind Conny, das Maskottchen der Rhein-Neckar-Löwen und nette Mitarbeiter, die Tickets für die nächsten Spiele verlosen.
    12.00-17.00 Uhr, Eingangsbereich: Bunter Bücherflohmarkt zum Stöbern

    Foto: Rose von Selasinsky
    (08.05.2012)
    Zoo Heidelberg:   Riesen-Ferkelei im Zoo Heidelberg

    Mitte März erblickten im Zoo Heidelberg 13 quicklebendige Ferkel das Licht der Welt.
    Der tierische Nachwuchs hält seitdem Mutterschweine und natürlich auch Tierpfleger auf Trapp. Mamaschwein „Paula“, eine Mischung aus dem bekannten Iberico-Schwein, gebar fünf quirlige Mädchen, die sie mit ganzer Kraft gegenüber der anderen Schweinemutter „Lisbeth“ verteidigt. Lisbeth, ein hübscher Mix aus Wildschwein und „Wollsau“, gebar drei weibliche und fünf männliche Ferkel. Lisbeth und Paula sind von ihrem Wesen sehr unterschiedlich. Lisbeth ist ruhiger und gelassener als die nervöse Paula. Dieses Verhalten ist bei Lisbeth erblich bedingt, da sie zur Hälfte ein Wildschwein ist. Beide sind zum ersten Mal Mutter geworden und versorgen ihre Rasselbande vorbildlich.
    Der Vater von allen Ferkeln ist ein Schwäbisch-Hällisches Landschwein. Diese Rasse ist für ihre Schwarzfärbung am Kopf, Hals und den Hinterbeinen bekannt. Darum sehen die Ferkel im Zoo Heidelberg gar nicht so aus wie ein rosa Marzipanschwein, sondern besitzen diese markante Musterung.
    Mit ihren süßen Knautschnasen erkunden die sieben Wochen alten Ferkel neugierig ihre neue Umgebung. Die verspielten Jungtiere fühlen sich pudelwohl und gehen, wie richtige Schweine, ihren Lieblingsbeschäftigungen nach: buddeln, grunzen, sich suhlen und sich an ihren Mamas kuscheln. Wenn es ihnen nach dem Spielen draußen zu kalt wird, flitzen die Kleinen selbstständig in den Stall und wärmen sich an der Wärmelampe auf. Ihre Mütter bleiben meistens alleine noch draußen.
    Im Laufe der Jahrhunderte haben sich weltweit verschiedene Schweinerassen entwickelt. Die Züchtungen richteten sich nach den Bedürfnissen der Menschen, der der jeweiligen Zeit und den Umständen. Über viele Rassen gibt es daher nur noch rudimentäre Informationen, einige sind bereits ausgestorben.
    Im Zoo Heidelberg leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe, Bronzeputen und Schweine. Schweine sind ganz anders als viele Menschen denken. Sie sind neugierige Tiere und erforschen ihre Umgebung sehr genau. Sie sind charmant, intelligent und einfach liebenswert.
    Wer die süßen Ferkel im Zoo Heidelberg besuchen möchte, findet sie am Eselgehege in unmittelbarer Nähe des Spielplatzes.

    Foto: Madeleine Brandt, Zoo Heidelberg
    (27.04.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Gesundes Gorilla-Kind geboren

    Die Kinderschar in der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg wird immer größer: Am Samstag, den 14. April ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden, zehn Monate nachdem Kwame, Spross von N’Gambe, auf die Welt kam.
    Die 26 Jahre alte Mutter Zsa-Zsa und ihr Neugeborenes sind wohlauf, zeigen sich aber selten den Besuchern.
    Zsa-Zsa kümmert sich liebevoll um ihr Kind und ist sehr entspannt. „So ruhige erste Tage eines neugeborenen Gorillas erleben wir selten“, freut sich Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos. Man weiß vorher nie, wie die Mutter, auch eine erfahrene, mit dieser besonderen Situation umgeht. Zsa-Zsa macht alles richtig: Sie hält das Junge und legt es, wenn sie schläft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr häufig die Ruhe der Schlafräume im Menschenaffenhaus auf und macht ihrem älterem Sohn Banjoko unmissverständlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als sie sahen, dass der Kleine sofort und vor allem ausreichend trinkt.
    In der Gorilla-Gruppe im Zoo Heidelberg leben neben dem aktuellen Nachwuchs sieben Westliche Flachland-Gorillas. Der stattliche Silberrücken Bobo (19 Jahre) führt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe, Doba und Zsa-Zsa und vier Jungtieren. Banjoko wurde im Dezember 2006 geboren, Kiki im April 2007, Kwame im Juni 2011 und nun im April 2012 der jüngste Nachwuchs, der wahrscheinlich ein Junge ist. Bobo ist der Vater aller Jungtiere.
    In den nächsten Tagen wird Zsa-Zsa mit Ihrem Kind wahrscheinlich nicht so oft zu sehen sein. Gorillas sind sehr sensibel, was Veränderungen betrifft. Gerade an dem bevorstehenden Wochenende könnte der Zoo eventuell den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hängt ganz davon ab, wie sich Zsa-Zsa verhält. Bislang ist sie die Ruhe selbst und die Gruppe ist sehr entspannt.

    Foto: Heidrun Knigge
    (17.04.2012)
    Zoo Heidelberg:   Spannende Workshops für Kinder im Heidelberger Zoo
    Die bedrohte Tierwelt von Regenwald und Asien kennen- und schützen lernen

    Der europäische Verband der Zoos und Aquarien, kurz „EAZA“, ruft jedes Jahr eine besondere Naturschutzkampagne aus. Dieses Jahr geht es um Südostasien und natürlich ist auch der Heidelberger Tiergarten wieder mit verschiedenen Aktionen dabei. Die Zooschule – unter Trägerschaft der Initiative Zooerlebnis e.V. – bietet im Mai zwei Workshops mit passenden Themen an. Am Samstag, den 12. Mai dreht sich alles um den Regenwald und seine Bewohner. Wenn es dabei auch um die ernste Bedrohung vieler Tierarten geht, kommt der Spaß dennoch nicht zu kurz. An dem äußerst abwechslungsreichen Tag lernen die Kinder spielerisch den Zusammenhang kennen zwischen der Zerstörung des so weit entfernten Regenwalds und der Luft, die sie hier atmen. Ein Film über Orang-Utans steht ebenso auf dem Programm wie ein Rundgang zu Sumatra-Tigern, Hulmans und Binturongs – einigen ganz besonderen asiatischen Tieren, die als Botschafter ihrer Art im Heidelberger Zoo leben. Während der Workshops lernen die jungen Forscher sie genauer kennen und erfahren, was sie selbst zu deren Schutz beitragen können. Ein Besuch bei den asiatischen Elefanten Thai, Gandhi & Co darf da natürlich nicht fehlen… Am 18. Mai, dem Freitag nach Christi Himmelfahrt, heißt es dann „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Auch an diesem Tag werden die Kinder in eine ganz andere, geheimnisvolle Welt versetzt. Neben der Beschäftigung mit der exotischen Tierwelt können die Teilnehmer sich auch selbst einmal wie ein Kind in Asien fühlen. Wie verbringen gleichaltrige Jungen und Mädchen dort ihren Tag? Was steht auf ihrem Speiseplan und welche Spiele spielen sie? Am Ende werden die Teilnehmer jedenfalls nicht nur selbstgefertigte Collagen, Blumentopfbrote und Öllampen mit nach Hause nehmen, sondern auch um viele Kenntnisse und tierische Begegnungen reicher sein!
    Die Workshops richten sich an interessierte Kinder ab acht Jahren. Auf ihren imaginären Reisen in exotische Gefilde werden sie jeweils von zwei versierten Zoorangern begleitet. Von 9:30 bis 16:30 Uhr sind die Gruppen im Zoo unterwegs, um den Regenwald oder auch Asien zu entdecken. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt. Tickets für € 45,- gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Der Eintritt sowie ein warmes Mittagessen sind im Preis inbegriffen.
    Termine: SA, 12.05.2012 „Was geht mich der Regenwald an?“ und FR, 18.05.2012 „Lust auf eine Reise nach Asien?“ Weitere Infos unter www.zooschule-heidelberg.de oder unter Tel. 06221-3955713 zu den Sprechzeiten MO 13-16 Uhr, DI+DO 10-12 Uhr sowie 13-16 Uhr.

    Autor
    Charlotte Nies, Initiative Zooerlebnis e.V. (gemeinnütziger Trägerverein der Zooschule Heidelberg)
    Tiergartenstr. 3, 69120 Heidelberg, Tel: 06221-3955713
    (17.04.2012)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs bei kleinsten Primaten im Zoo: Kaiserschnurrbarttamarine und Goldgelbe Löwenäffchen

    Der Zoo Heidelberg freut sich über possierlichen und gesunden Nachwuchs bei seinen kleinsten Primaten. Anfang März kamen bei den Kaiserschnurrbarttamarinen Zwillinge zur Welt und bei den Goldgelben Löwenäffchen ein Jungtier.
    Kaiserschnurrbarttamarine und Goldgelbe Löwenäffchen haben viel gemeinsam. Beide Arten gehören zu den Krallenaffen, kleine, allesfressende Primaten, die ausschließlich in Süd- und Mittelamerika vorkommen. Die Tiere leben in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren und weisen ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten auf. Dieses äußert sich zum Beispiel darin, dass der Nachwuchs von beiden Elternteilen gleichermaßen liebevoll umsorgt wird. Bei allen Krallenaffenarten ist väterliche Fürsorge ganz normal und die Männchen beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht. Besucher können beobachten, wie die Väter Ihre Kinder auf dem Rücken tragen und regelmäßig der Mutter zum Säugen überreichen. Mit rund drei Monaten wird der Nachwuchs entwöhnt und gegen Ende des zweiten Lebensjahres sind die Tiere geschlechtsreif.
    Leider ist die Familienidylle der Krallenaffen in ihren Heimatländern stark durch die fortschreitende Abholzung der tropischen Regenwälder und die Jagd bedroht.
    Anfang der 80er Jahre wären die Goldgelben Löwenäffchen fast komplett ausgerottet worden. Sie bewohnen ausschließlich die Küstenregenwälder Brasiliens. Nur durch die Wiederansiedlung von im Zoo geborenen Tieren konnten die Löwenäffchen gerettet werden. Interessant zu wissen: Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch die Äffchen im Zoo Heidelberg. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet. Das Goldgelbe Löwenäffchen ist daher ein berühmtes und erfolgreiches Beispiel dafür, wie die Zoos zum Überleben von Tierarten im Freiland beitragen. Sie gehören zu den schönsten und auffälligsten Affen überhaupt. Ihren Namen verdanken sie der prächtigen, goldfarbenen Mähne, die das feingliedrige Gesicht umrahmt.
    Für den Kaiserschnurrbarttamarin nimmt der Zoo Heidelberg seit 2011 am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) teil. Ihren Namen verdanken die Kaiserschnurrbarttamarine übrigens ihrem langen weißen Schnurrbart, der links und rechts wie gezwirbelt absteht und an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Allerdings weisen die Bartspitzen der kleinen Affen nach unten. Der Schweizer Zoologe Emil Goeldi, der die Art für die Wissenschaft beschrieb, gab ihm den Artnamen „imperator“ wohl als Scherz. Aus dem Scherz wurde ein Name, der nach den Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur die Jahrhunderte überdauern wird. Bei den Kaiserschnurrbarttamarinen tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.

    Foto: Heidrun Knigge
    Löwenäffchen mit Jungtier auf dem Rücken
    (11.04.2012)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung im Zoo Heidelberg: Madagaskar – Das unbekannte Paradies

    Ab dem 25. März präsentiert der Zoo Heidelberg Fotografien von der einzigartigen Insel Madagaskar. Madagaskar bietet ein einmaliges Naturerlebnis im Indischen Ozean. Nur wenige Menschen haben dieses Land schon einmal kennengelernt. Die Fotografin Elke Grüber reist regelmäßig nach Madagaskar und zeigt einen Teil Ihrer ausdrucksstarken Tier- und Naturaufnahmen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 25. März um 11.00 Uhr im Afrikahaus statt und kann bis Mitte Juni 2012 besichtigt werden.
    Madagaskar liegt vor der Ostküste Afrikas und ist die viertgrößte Insel der Welt. Sie beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna – über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezählt, denn ihre Lebensräume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Die Insel steht vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natürlich nachwachsenden Rohstoffe. Die instabile politische Lage führt zudem dazu, dass von der Vorgängerregierung geplante umweltpolitische Programme und der Ausbau von Schutzflächen nur sehr zögernd umgesetzt werden.
    Die Bilder von Elke Grüber lassen den Betrachter die Schönheit und geheimnisvolle Faszination des unbekannten und stark bedrohten Paradieses Madagaskar spüren.
    Auch im Zoo Heidelberg sind einige seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und kräftigen Fossa, die größten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glänzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz sowie fünf Rotbauchmakis. Rotbauchmakis zählen zu den Lemuren, eine Primatenart, die ebenfalls nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich übrigens von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Der Bezeichnung spielt auf die oft nächtliche Lebensweise dieser Tiere ab und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.

    Foto von Elke Grüber:
    Indri, die größte noch lebende Lemurenart, östliches Madagaskar
    (21.03.2012)
    Jana Müller:   Mag sein, jedenfalls sahen die nicht hochtragend aus wie die im Streichelzoo. :-)
    (13.03.2012)
    Jan Beensen:   ...StreicheLzoo...
    (13.03.2012)
    Jan Beensen:   Meines Wissens nach leben dort die Böcke, die im Streichezoo sonst Ärger machen.
    (13.03.2012)
    Jana Müller:   Danke, habe es mir schon fast gedacht, aber ich war irritiert weil die ja schon im Streichelgehege sind ;-)
    (13.03.2012)
    Racool:   Afrikanische Zwergziegen
    (13.03.2012)
    Jana Müller:   Kann mir jemand sagen, mit welcher Ziegenart die Rhesusaffen und der Indische Mungo vergesellschaftet ist?
    (13.03.2012)
    Zoo Heidelberg:   Informationstage zum Feldhamster am 17. und 18. März im Zoo Heidelberg

    Am Samstag, 17. und Sonntag, 18. März ist die Feldhamster-Zuchtstation im Zoo Heidelberg zwischen 10.00 und 16.00 Uhr für Besucher geöffnet und bietet faszinierende Einblicke in die Lebensweise dieses possierlichen Feldbewohners.
    Charakteristisch für den Feldhamster ist sein auffällig buntes und für einheimische Säugetiere einzigartiges Fell. Die Hamsterzuchtstation, die sich im Inneren der Hamsterhütte befindet, gehört zum „Artenhilfsprogramm für den Feldhamster“ der Stadt Mannheim. Derzeit leben dort 190 Feldhamster. Der Feldhamster wird im Zoo Heidelberg erfolgreich nachgezüchtet. Die Jungtiere werden dann in geeigneten Lebensräumen des Rhein-Neckar-Raumes ausgewildert.
    Was viele nicht wissen: Gehörte der Feldhamster früher zu den häufigsten Kleinsäugern Deutschlands, so wird er heute auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere der Bundesrepublik Deutschland als „stark gefährdet“ eingestuft. Die jahrzehntelange direkte Verfolgung, eine intensive Landwirtschaft sowie die zunehmende Bebauung sind die Hauptgründe für den Niedergang der Bestände. Viele Menschen haben noch nie einen Feldhamster gesehen oder denken, es handelt sich um einen entwischten Goldhamster. 2009 zeichnete die Welt Zoo und Aquarien Organisation (WAZA) das Wiederansiedelungsprojekt für den Europäischen Feldhamster mit dem Zertifikat für „In situ“ Artenschutz aus.
    An dem Wochenende 17. und 18. März finden Führungen durch die Station statt und Besucher haben die Möglichkeit, den beiden Diplom-Biologen Lisa Heimann und Marco Sander Löcher in den Bauch zu fragen. Wie und wo lebt der Feldhamster? Wie zieht er seinen Jungen groß? Was frisst er besonders gerne? Wie lange hält er Winterschlaf? Stimmt es, dass seine Zähne ein Leben lang wachsen?
    Die Biologen freuen sich übrigens über Spenden wie altes Nagerspielzeug, große Laufräder, Weidenkörbchen, alte Brotkörbchen und Nagerfutter, die direkt an der Zuchtstation an den beiden Tagen abgegeben werden können.

    Fotoquelle: Ulrich Weinhold
    (13.03.2012)
    Rüdiger:   Oh eine Verwechslung mit Vung-Tau“ kam eine neue Partnerin nach Heidelberg.Da könnte doch in absehbarer Zeitder erste Wurf erwartet werden oder ?
    (01.03.2012)
    Rüdiger:   Was passiert bei dem neuen Goldkatzenpaar?
    Hat sich der blutsfremde Kater aus Münster mit seinem neuen Weibchen schon gut angefreundet? Vielleicht sogar mehr als bschnuppert!
    Gibt es Hoffnung auf eine Fortsetzung der ehemaligen Heidelberger Zucht bei dieser besonderen Specie? Viel Glück
    (01.03.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Schrullig oder schillernd – an den Bronzeputen scheiden sich die Geister

    Sie sind aufgeweckt, neugierig und ihrem schwarzen Gefieder, das in einem schönen Bronzeton glänzt und in allen Regenbogenfarben schillert, verdanken sie ihren Namen: Bronzeputen. Der Zoo Heidelberg beherbergt seit Kurzem drei Weibchen und ein Männchen dieser alten und heute gefährdeten Nutztierrasse. Die recht stattlichen Bronzeputen sind aktive und lauffreudige Tiere. Sobald sich ein Besucher dem Gehege nähert, wird mit ihm Kontakt aufgenommen. Gerne plustert sich das Männchen bei der Gelegenheit auf, zeigt sein prächtiges Gefieder und schlägt ein Rad, was die Besucher und vor allem seine Frauen beeindruckt. Auch kommt es oft vor, dass die Tiere den Besucher am Gehege entlang rennend begleiten oder rasch einen Baum umrunden, was wirklich sehr lustig ist.
    Ihr Äußeres mag auf den ersten Blick nicht sehr gewinnend sein – mit ihrem langgestreckten kräftigen Rumpf, kahlem Kopf und den roten Fleischwarzen am Hals gibt die Bronzepute ein etwas schrulliges Bild ab. Puten sind wie Hühner sogenannte Scharrvögel. Sie sind schnelle und ausdauernde Läufer und haben eine gute Weitsicht. Zum Ruhen fliegen sie gerne auf Bäume. Zu ihrer Nahrung gehören Gräser, Blätter, Früchte, Schnecken, Insekten sowie andere Kleintiere. Als Verdauungshilfen nehmen sie Sand und kleine Steinchen auf, welche die Nahrung zusätzlich zerkleinern. Weibliche Bronzeputen sind zuverlässige Brüterinnen. Eine Bronzepute legt im Jahr 20-50 Eier, die Brutzeit dauert in der Regel 28 Tage. Erst die schlüpfenden Jungen geben ihr das Zeichen, nicht weiter zu brüten. Sollte allerdings ein Ei taub sein, brütet die Pute dennoch weiter, bis sie verhungert. Der Mensch muss sie deshalb vom Nest nehmen, damit sie Futter und Wasser aufnimmt.
    Anfang des 16ten Jahrhunderts kamen die aus Nordamerika stammenden Ahnen der heutigen Bronzeputen nach Europa. Sie gelangten über Spanien nach England und schließlich 1533 nach Deutschland. Durch Beschaffung eines englischen Hahnes im Jahre 1909 wurde die Zucht der Bronzepute in Deutschland nachhaltig geprägt. Leider gehört die Bronzepute, auch Bronzepute alten Schlags genannt, in Deutschland zu den bedrohten Nutztierrassen und steht auf der Roten Liste. 1997 gab es in Deutschland nur noch 334 Tiere, mittlerweile hat sich der Bestand ein wenig erholt.
    Mit den Bronzeputen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe, Schweine und nun auch die Bronzeputen.

    Foto: Heidrun Knigge
    (01.03.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Tiergartenfreunde spenden für das neue Löwengehege

    Der Verein der Tiergartenfreunde e.V. überreichte gestern dem Zoo Heidelberg einen ersten Scheck in Höhe von 8.000 Euro für den geplanten Umbau des Löwengeheges. „Ich bedanke mich ganz herzlich für die Spende. Ich freue mich, dass sich die Tiergartenfreunde so engagiert und tatkräftig unserem neuen Projekt annehmen“, sagte Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Mit Hilfe von Mitgliedsbeiträgen und Spenden unterstützt der Verein der Tiergartenfreunde e.V. seit seiner Gründung im Jahr 1933 wichtige Projekte des Zoos. Im Verein finden Menschen zueinander, denen die Entwicklung „ihres“ Zoos am Herzen liegt. Der Verein bietet seinen Mitgliedern unter anderem kostenlosen Zugang in den Zoo, die kostenlose Zusendung der Mitgliederzeitung „Zoo aktuell“, Führungen, Vorträge und gegen Kostenbeteiligung organisierte Tagesausflüge in andere Zoologische Gärten.
    „Nachdem es den Tiergartenfreunden gelungen ist, den Bau des Elefantenhauses mit 100.000 Euro zu fördern, haben wir zusammen mit dem Zoo Überlegungen angestellt, in welchem Bereich die Unterstützung der Tiergartenfreunde zu einer Verbesserung der Haltungsbedingungen und langfristig zur Förderung des Tier- und Naturschutzes weiterhin beitragen kann. Schnell waren wir uns einig, dass das Vorhaben des Zoos, die Löwen-Außenanlage zu vergrößern und einer neuen Gestaltung zuzuführen ein Thema ist, das auch unseren Mitgliedern am Herzen liegt“, betont Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender der Tiergartenfreunde.
    Seit dem Jahr 2005 unterstützte der Verein nicht nur den Bau des Elefantenhauses, sondern finanzierte auch den Umbau der Präriehundanlage mit 10.000 Euro sowie ein für die tierärztliche Praxis notwendiges Inkubationsgerät in Höhe von 3.100 Euro.
    Direktor Dr. Klaus Wünnemann hofft, dass möglichst viele Spenden für die Löwenanlage zusammenkommen, damit die Bauarbeiten schnell beginnen können. Dabei fasst der Zoo den Winter 2012/2013 ins Auge, um die Grünfläche östlich des Raubtierhauses völlig umzugestalten. Die Vergrößerung der Fläche wird neben einer reichhaltigen Strukturierung ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen.
    Um die zahlreichen Ideen realisieren zu können, benötigt der Zoo dringend finanzielle Unterstützung. Die Kosten von knapp 1 Million Euro kann der Tiergarten nicht alleine stemmen. Die Vision des Zoos einer lebensecht gestalteten Umgebung und einem spektakulären Zuschauererlebnis ist daher nur durch zahlreiche Spenden möglich.

    Foto von Annika Munz (v.l.): Dr. Dietrich Lorenz, 1. Vorsitzende Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Hans-Jürgen Pföhler, Schatzmeister Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Dr. Klaus Wünnemann, Direktor Zoo Heidelberg, Dr. Ursula Lorenz, Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V., Gerhard Bartelmus, 2. Vorsitzender Verein der Tiergartenfreunde Heidelberg e.V.
    (27.02.2012)
    WolfDrei:   @Karsten Vick: Danke Karsten - speziell auch zum link!
    (21.02.2012)
    Michael Mettler:   @Karsten: Das Männchen des besagten hannoverschen Importpaares habe ich noch bewusst erlebt. Zwar mag die Erinnerung manche Details verflachen lassen (und als eigenes Foto habe nur ein Porträt von ihm), aber der Bursche war sehr groß und der Kopf war hell silbergrau von einer m.E. deutlich dunkleren Körperoberseite abgesetzt, zudem mit einem sehr ausgeprägten Haarkranz um das Gesicht. Die neuen Weibchen, die man damals (Ende der 70er) aus Indien (Kanhpur, glaube ich) dazuholte, passten im Phänotyp überhaupt nicht zu ihm. Sie wirkten grazil, dünner behaart und eher gelblichgrau, wenn ich mich recht erinnere. Nach der spärlichen Literatur, die mir Anfang der 80er zur Verfügung stand und nur die Extremtypen unter den Unterarten zeigte, hatte ich den Mann damals tatsächlich als Berghulman in Verdacht.
    (20.02.2012)
    Karsten Vick:   @WolfDrei: ich hab mich mal zu deiner Frage vom 27.1. etwas genauer belesen. Ansatzweise hatte ich die Sache schon 2008 nach meinen Besuchen in Vyskov und Ostrava verfolgt, weil ich damals schon der Meinung war, besondere Hulmans gesehen zu haben.
    Die Bestimmung der Ostravaer Gruppe als Semnopithecus hector ist auf zweierlei Art falsch und in den letzten Jahresberichten haben sie auch auf den UA-Namen verzichtet.
    Die Gruppe hat einen recht besonderen Phänotyp mit braunen Schultern und scharf abgesetztem weißem Kopf. Das spricht aber nicht für S. hector, sondern für S. schistaceus. Vergleiche die Abbildungen in einem Bestimmungsbuch für vorderindische Lehrer und Schüler über vorderindische Primaten:
    http://www.gibboncenter.org/publications/primate%20teachers%20guide%20FINAL.pdf
    Ist übrigens auch gut zur Nachbestimmung alter Schlankloribilder...
    Nun hätten wir also schöne Berghulmans, aber wenn man die Historie im Zuchtbuch verfolgt, ist die Sache nicht so klar. Die Gruppe in Ostrava stammt mütterlicherseits ab von vier Weibchen unbekannter Herkunft, die der Zoo 1980 vom Händler van den Brink erhielt. Dazu kam ein Männchen aus Hannover, Nachzucht von einem Pärchen, das 1971 aus Mysore nach Hannover kam. Mysore liegt weit im Süden Indiens, S. schistaceus lebt weit im Norden. Andererseits ist Mysore eine Zoostadt, die schon Anfang der 70er Jahre ein Nachzucht-Panzernashorn nach Ostberlin liefern konnte, dessen Vorfahren wiederum aus der Heimat der Berghulmans stammten... Daraus kann sich jetzt jeder seinen Reim machen.
    (20.02.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Familienzuwachs bei den Keas

    Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Trotz eisiger Kälte sind im Zoo Heidelberg vor wenigen Tagen gleich drei junge Keas geschlüpft, die geschützt in der Bruthöhle bei Mama aufwachsen. Durch eine eigens dafür angebrachte Kamera können Zoobesucher über einen Bildschirm am Gehege die Szenerie innerhalb des Brutkastens beobachten. Im Vergleich zu ihren Eltern, die ein überwiegend olivgrünes Federkleid tragen, sehen die Jungen noch aus, als wären sie in Watte gepackt. In der mit Stroh versehenen Bruthöhle ist die Kea Mama ständig damit beschäftigt, ihre Jungen sauber und warm zu halten.
    Überhaupt ist ein Besuch bei der Kea-Rasselbande immer unterhaltsam und lohnenswert. Im Zoo Heidelberg kann man den lebendigen Papageien trotz der Temperaturen beim Spielen zu schauen, da ihnen die kalten Temperaturen nichts ausmachen. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprägten Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland auch als die Clowns der Berge.
    Die äußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und sind technisch durchaus begabt. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten Mülltonnen mühelos und was von neuseeländischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfältig zerlegt.

    Foto: Zoo Heidelberg. Keas sind sehr intelligent und neugierig und spielen mit allen Gegenständen, die sie finden.
    (17.02.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg. In der Kälte lässt es sich gut kuscheln

    Seit zwei Wochen hat uns die Kälte voll im Griff. Aber was machen die Tiere im Zoo, wenn Sie weder eine heiße Tasse Kakao haben, noch Mütze und Schal?
    Die meisten Tiere kommen mit den Temperaturen erstaunlich gut durch den Tag. Und so wird auch für den Zoobesucher die Kälte sicherlich nicht zum Nachteil, denn für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Zoo jetzt im Winter und während der Faschingsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben. Die Kamele haben sich bereits im Herbst ein schönes und dickes Fell zugelegt und die Mähnenrobben nutzen die angenehme Temperatur ihres Wasserbeckens, um sich aufzuwärmen. Einzig die Menschenaffen sind bei diesen Temperaturen ausschließlich im Haus anzutreffen. Die Tiere des Afrikahauses wie Zebras und Kudus sind stundenweise im Freien. Auch die vier Elefantenbullen nutzen für einige Stunden Ihre Außenanlage, sind aber öfter in ihrem komfortablen Haus ganz nah zu erleben. Andere kälteempfindliche Tiere, wie zum Beispiel die Kängurus oder zahlreiche Vogelarten des Zoos, sind „auf Durchgang“. Das heißt, sie können zwischen ihrem Innen- und Außengehege frei wählen und sich in ihren Häusern wann immer sie möchten aufwärmen.
    Es gibt aber auch noch andere Strategien. So lassen sich die Roten Pandas ihre Paarungszeit von den klirrenden Temperaturen nicht vermiesen – ganz im Gegenteil. Ganz nach der Devise „Kuscheln gegen die Kälte“ sieht man sie in wärmender Umarmung im Geäst sitzen.
    (10.02.2012)
    Joshua Förg:   Bei meinem gestrigen Besuch in Heidelberg war nur noch die Tiger-Katze ausgeschildert. Weiß jemand, was mit dem Kater passiert ist?
    (31.01.2012)
    WolfDrei:   Da der Name Hector und das Aussehen des Tieres bei mir etwas signalisieren: wie steht es eigentlich mit der systematischen "Echtheit" der UA Semnopithecus "hector" in Ostrava?
    (27.01.2012)
    Zoo Heidelberg:   Hector – der neue heilige Affe im Zoo Heidelberg

    Hector ist ein stattlicher, neunjähriger Hulman, kommt aus dem Zoo Ostrava (Tschechien) und lebt seit Anfang Dezember 2011 im Zoo Heidelberg. Hulmans werden in Indien auch als Hanuman-Languren bezeichnet, in Anlehnung an Ramas General Hanuman, der im indischen Nationalepos Ramayama eine wichtige Rolle spielt. Sie zählen als Kulturfolger und heilige Tiere zu den bekanntesten Affenarten Indiens. In vielen Tempelanlagen Indiens finden sich ganze Scharen dieser ausgesprochen schönen Affenart mit ihrem schwarzen Gesicht und dem silbrig-grauen Fell. Hulmans sind reine Pflanzenfresser und ihr Magen weist eine Besonderheit im Reich der Primaten auf: Er ist in vier Kammern unterteilt, um die schwerverdauliche Zellulose zersetzen zu können und ähnelt deshalb dem Magen der Wiederkäuer.
    Nachdem Erwin, der ehemalige Chef der Gruppe, im Mai letzten Jahres in hohem Alter verstarb, war der Zoo auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger, denn Hulmans leben bevorzugt in Harems- oder Einmanngruppen. Man sollte meinen, paradiesische Zustände für den sanften Hector, traf er doch im Zoo Heidelberg auf eine Hulmangruppe mit vier Weibchen und zwei kastrierten jungen Männchen. Allerdings verhielt sich der Haremstrupp anfangs recht kühl und reserviert. Geflissentlich ignorierten die Damen den schönen Hector, sie taten so, als sei er gar nicht da. Das Blatt hat sich für Hector inzwischen gewendet, denn die vier Hulman-Weibchen scheinen ihn zunehmend zu akzeptieren und sich an seiner Anwesenheit zu erfreuen. Dies erkennen die Tierpfleger unter anderem daran, dass Hector von den Weibchen immer öfter eine ausgiebige Körper- und Fellpflege erhält. Dieses „grooming“, wie der wissenschaftliche Begriff dazu lautet, stellt bei vielen Primaten eine wichtige soziale Komponente dar und spiegelt auch die Gruppenhierarchie wider. „Spätestens wenn die erste Hulman-Dame empfängnisbereit ist, sollte sich Hector als Chef in der Gruppe etabliert haben“, hofft Sandra Reichler, Kuratorin im Zoo. „Über hübschen Hulman-Nachwuchs würde sich das Zoo-Team sehr freuen, denn es ist nun schon ein paar Jahre her, seit das letzte Hulman-Kind geboren wurde“.
    Die Hulman-Gruppe im Zoo Heidelberg lebt im „kleinen Affenhaus“, in dem auch Kaiserschnurrbarttamarine, Seidenäffchen, eine Gruppe Roloway-Meerkatzen und afrikanische Weißbauchigel untergebracht sind.

    Foto von Antje Hoyer
    (26.01.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zählen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

    Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezählt, sondern auch die Tiere, Futtersäcke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. Während es bei Gegenständen oder Futter meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur für die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht die fixeste Inkaseeschwalbe bleibt unentdeckt. „Im letzten Jahr konnten wir uns über zahlreichen gesunden Nachwuchs freuen“, berichtet Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur, „darunter auch Nachwuchs von seltenen und bedrohten Tierarten“. Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 11. März 2011 das Licht der Welt erblickte, gehört zu den etwa 30 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Zoo Heidelberg hält mit sieben Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut. Im Juni wurde Gorilla-Junge „Kwame“ geboren, mit „Pebbles“ gab es den ersten Nachwuchs von Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“. Mehrfacher Nachwuchs bei den possierlichen Erdmännchen entzückte die Besucher und Mähnenrobbenbaby „Awa“, im Juli geboren, planschte und schwamm sich rasch in alle Herzen. Weiterhin gab es Nachwuchs bei den Stachelschweinen, Kamelen, großen Kudus und Kaiserschnurrbarttamarinen. Einmalig in Europa war die Geburt von Schopfhirsch „Maya im Oktober.
    Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ und leicht zu zählen wie zum Beispiel ein Zebra. Die flinken Rhesusaffen wollen nie stillhalten und entwischen keck in alle Richtungen und die Vögel fliegen sowieso alle durcheinander. Trotz solcher „Widrigkeiten“ müssen alle Tiere sorgfältig aufgenommen werden. Zur Inventur zählt zum Beispiel bei den Mähnenrobben auch, dass sie gewogen werden, um so die Entwicklung, den Gesundheitszustand oder eine eventuelle Trächtigkeit zu überwachen. Dank einer neuen Waage klappt das für Tier und Pfleger reibungslos. Mähnenrobbenbulle Atos, der mit seinen sechs Jahren fast die Pubertät hinter sich gebracht hat, wiegt stolze 320 Kilo. Kaum zu glauben, dass der jetzt bereits mächtige Bulle in den nächsten Jahren weitere 200 Kilo zunehmen kann.

    Am 31.12.2011 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1301 Tiere in 170 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr. Die größte Tiergruppe sind die Vögel, die mit 89 Arten und 526 Individuen vertreten sind, dicht gefolgt von den Säugetieren mit 62 Arten und 440 Individuen.
    Einige Tiere sind gestorben, wie die beiden Löwenmänner Banka und Tschatscha und der Sumatra-Tiger Sabu. Aber es kamen auch gewichtige Neuzugänge, wie im April der fünfjährige Elefantenbulle Gandhi aus Kopenhagen, der in die Gruppe der Jungbullen-WG sehr gut integriert ist. Auch Sari, ein charmantes und lebhaftes Orang-Utan Weibchen aus dem Zoo Moskau, hat sich seit ihrer Ankunft im Oktober 2011 bereits prächtig eingelebt. Mit gleich fünf weiblichen Rotbauchmakis ist eine neue und liebenswerte Tierart an den Neckar gezogen. Die dunkelbraun gefärbten Rotbauchmakis mit ihren kugelrunden, leuchtenden Augen zählen zu den Lemuren, eine Primatenart, die nur auf Madagaskar heimisch ist.
    „Insgesamt kann der Zoo Heidelberg auf ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurückblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnenmann. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2012 so weitermachen können!“

    Mit „Pebbles“ gab es den ersten Nachwuchs von Faultierpaar „Wilma“ und „Fred“ (Foto: Thomas Bersch)
    (19.01.2012)
    Zoo Heidelberg:   Wegen Unwetter bleibt der Zoo Heidelberg heute am 5. Janaur geschlossen
    (05.01.2012)
    Ronny:   Ich habe nur Daten^^. Ich war selber nie in Heidelberg oder habe Zoopläne gesehen.
    (03.01.2012)
    Oliver Jahn:   @Ronny, danke, weißt du, wo sie untergebracht waren?
    (03.01.2012)
    Ronny:   @Oli: In Heidelberg lebten insgesamt 4 Individuen.

    1. 1983 kamen 2,0 aus dem Zoo Berlin und wurden 1996 in den Vogelpark Detmold-Heiligenkirchen abgegeben.

    2. 2000 kamen 1,1 aus dem Zuchtzentrum Herne. Beide Tieren sind 1999 in den USA geschlüpft. 2004 sind beide Tiere verstorben.
    (03.01.2012)
    Oliver Jahn:   Laut Zootierliste soll es bis ca. 2004 in Heidelberg Talegallahühner gegeben haben. Weiß jemand, ab wann sie dort gehaten wurden und wo?
    (02.01.2012)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg – Ein erfolgreiches Jahr 2011

    Seit seiner Eröffnung im Jahr 1934 konnte der Zoo Heidelberg noch nie so viele Besucher willkommen heißen wie 2011 – rund 610.000 Menschen besuchten in diesem Jahr den Zoo. „Ausschlaggebend für das hervorragende Ergebnis war in erster Linie das gute Zoowetter im Frühjahr und Herbst und der nicht zu heiße Sommer. Aber auch die steigende Attraktivität des Zoos durch Neubauten wie das Elefantenhaus oder die Vergrößerung der Schimpansen-Außenanlage dürfte viele zusätzliche Besucher angelockt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Das Ziel ist, uns auf diesem Niveau zu etablieren“.

    Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet Wünnemann. Unter den Besuchern sind inzwischen rund 2.500 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Dass der Zoo weit über die Stadtgrenzen beliebt ist, zeigt die Statistik, nach der die Besucher aus allen Städten und Gemeinden der Metropolregion und zunehmend aus anderen Bundesländern kommen.

    Der kaufmännische Geschäftsführer Frank-Dieter Heck sieht in der hohen Besucherzahl auch eine Verpflichtung für den Zoo: „Die Infrastruktur für die Besucher muss weiter verbessert werden“. So wird sich im nächsten Jahr im Zoo Heidelberg vieles tun. Das neue Service-Zentrum, das ein zooeigenes Parkhaus mit 397 Plätzen, den Zooeingang und Zoo-Shop verbindet, soll im Frühjahr 2012 eröffnet werden. Vom Auto gelangen die Besucher direkt in das Eingangsgebäude, wo sie alle Informationen finden und im Zooshop nach Lust und Laune stöbern können. Der jetzige Eingangsbereich des Zoos wird völlig neu gestaltet. Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen Braunbären und Korsakfüchse wird vergrößert und den Besucher erwarten interessante neue Einblicke in die Tierwelt. Der bisher vom Zooshop genutzte gläserne Kubus wird zum Cafe umgestaltet und die Anzahl der Besuchertoiletten deutlich erhöht. Auch soll 2012 mit dem Umbau der Löwenanlage begonnen werden. Die neue Anlage wird neben der sechsfachen Fläche mit einer reichhaltigen Struktur ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen.

    Es bleibt spannend im Zoo Heidelberg.

    Fotonachweis: Heidrun Knigge.
    Es gab viele schöne Ereignisse im Zoo Heidelberg in diesem Jahr. Unter anderem die Geburt eines gesunden Gorillakindes (im Bild der kleine „Kwame“).
    (02.01.2012)
    WolfDrei:   Zur "wahrscheinlich einzigen Nachzucht" der Schopfhirsche in Europa für das Jahr 2011 fand ich gerade, daß Twycros in ISIS ebenfalls eine Geburt angibt. Auch wenn es die dort angegebenen Geburten der "last 12 months" betrifft, wird das vielleicht nicht am 31.12. 2010 gewesen sein.
    (30.12.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zuwachs bei den großen Kudus im Zoo Heidelberg

    „Papa, haben die denen die Ohren lang gezogen?“, ist eine häufig gestellte Frage von Kindern, wenn Sie das erste Mal einen „großen Kudu“ sehen. Neben den dunklen Glanzaugen zählen die riesigen, runden Ohren der „großen Kudus“ sicher zu den auffälligen Merkmalen dieser schönen, afrikanischen Antilopenart. Die markanten Ohren haben eine durchaus wichtige Funktion. Kudus sind sehr scheu und mit ihren großen, beweglichen Ohren können sie verdächtige Geräusche aus beträchtlicher Entfernung wahrnehmen und entsprechend reagieren. Sie können sogar die Ohren nach hinten drehen und so hören, was hinter ihnen passiert.

    Im Zoo Heidelberg sind vor kurzem zwei Kudu-Weibchen aus dem Zoo Hoyerswerda eingezogen. Die 2003 geborene Arusha und ihre 2008 geborene Tochter Sabi bilden nun mit dem prächtigen Kudubock Kaito, dem Weibchen Stobi und deren Sprössling Tawanda eine kleine Herde. Die Kudus in Heidelberg teilen sich mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen die bei den Besuchern sehr beliebte weitläufige Afrika-Anlage. Die Anlage ist das größte Gehege des Zoos und vermittelt einen Eindruck des Zusammenlebens verschiedener Huftiere der afrikanischen Savanne.

    Da die zwei Neuankömmlinge bislang aber nie mit anderen Tieren eine Anlage geteilt haben, müssen sie von den Pflegern behutsam an die weiteren Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt werden. Deshalb wurden Sie zunächst mit den anderen Kudus, anschließend mit den Blessböcken und nun mit der Zebraherde zusammengelassen. Das Staunen war in den ersten Tagen auf beiden Seiten entsprechend groß, sie leben sich aber zunehmend gut in die Gemeinschaft ein.

    Der große Kudu mit einer Schulterhöhe von zirka 150 Zentimeter bewohnt in kleinen Familienverbänden die Baumsavannen vom Nil bis an die südliche Spitze Afrikas. Die hübschen Tiere sind schlank und hochbeinig, ihre Grundfarbe ist graubraun. An den Flanken laufen 6-10 weiße Streifen von der Rückenmitte nach unten. Ein weißer Streifen bildet auf dem Rücken einen Aalstrich, ein weiterer Strich verbindet die Augen. Die Kuduböcke tragen ein markantes, schraubenförmiges Gehörn, das über ein Meter lang werden kann – ein Grund, warum sie bei Jägern sehr beliebt sind.

    Foto (Zoo Heidelberg):
    Die beiden neuen Kudu-Weibchen Sabi und Arusha – im Hintergrund beäugt von drei Zebradamen.
    (15.12.2011)
    Michael Mettler:   Dann drücke ich die Daumen, dass bei einer schon 14-jährigen Katze der Zug in Sachen Fortpflanzungsfähigkeit noch nicht abgefahren ist bzw. der Kater schnell noch "aufspringen" kann ;-)
    (08.12.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Erwachende Liebe bei asiatischen Schönheiten

    Der Zoo Heidelberg kann sich über zwei wichtige Ereignisse bei den extrem seltenen Asiatischen Goldkatzen freuen. Seit Mitte September hat der sechsjährige Goldkatzenkater „Saigon“ mit der 14 Jahre alten „Vung-Tau“ eine neue Partnerin gefunden. Nach intensiven Bemühungen ist es gelungen, eine genetisch besonders wertvolle weibliche Goldkatze aus dem Allwetter-Zoo Münster in den Zoo Heidelberg zu holen. Mit seiner vorhergehenden Partnerin verstand sich Saigon weniger gut und trotz zweijähriger Versuche wollte sich das Paar nicht aneinander gewöhnen. Das Goldkatzenpaar im Allwetter-Zoo Münster hatte sich zwar gut verstanden, aber nicht gezüchtet. Aus diesem Grund einigten sich die Zooverantwortlichen auf einen Partnertausch.
    Und nun bahnt sich zur großen Freude der Tierpfleger im dichten Dschungelgrün des Geheges eine romantische Liebesgeschichte zwischen den asiatischen Schönheiten an: Sie kuscheln und schnurren und lecken sich gegenseitig ihr goldfarbenes Fell – eindeutige Anzeichen für erblühende Liebesgefühle. Die beiden sind bereits mehrere Stunden am Tag gemeinsam im Gehege, nachts werden sie aber zur Sicherheit noch abgetrennt.

    Es mag übertrieben klingen, die erfolgreiche Annäherung der Katzen so zu betonen. Selbstverständlich ist das regelrecht zärtliche Beieinander jedoch ganz und gar nicht. Von Seiten der Tierpfleger war Fingerspitzengefühl, Erfahrung und Engagement nötig, die wertvollen Goldkatzen in ihren ersten kritischen Wochen des Kennenlernens zu begleiten. Die hochbedrohten Asiatischen Goldkatzen sind extrem scheue Einzelgänger. Die Zucht in Menschenobhut gelingt nicht überall. Zurzeit gibt es in Europa auch nur acht Zoos, die Goldkatzen halten. Deshalb kommt der überraschend guten Beziehung zwischen „Saigon“ und „Vung-Tau“ eine besondere Bedeutung zu, auch im Hinblick auf Nachwuchs.

    Die Haltung und Zucht von Goldkatzen hat im Zoo Heidelberg Tradition. Seit 35 Jahren gilt der Zoo als das Zentrum für die Zucht dieser schönen Tiere. Seit 2002 übernimmt der Zoo Heidelberg die Verantwortung für das gesamte Zuchtmanagement der Asiatischen Goldkatze in Europa. Koordinatorin für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) ist Sandra Reichler, Kuratorin des Zoos. Die Aufgaben eines EEPs sind vielfältig. Die Daten sämtlicher in den Zoos Europas jemals gehaltenen Goldkatzen müssen zusammengetragen und in ein spezielles Computerprogramm eingegeben werden. Dieses Zuchtbuch enthält wichtige Informationen über die Verwandtschaftsverhältnisse, die durchschnittliche Lebenserwartung, die Wurfgröße und die Geschlechtsreife der Goldkatzen. Aus diesen Informationen werden dann Empfehlungen zur Zucht, zur Abgabe und zum Tausch einzelner Individuen an alle Halter weitergegeben. Auch Haltungsempfehlungen für diese wertvolle und schwierig zu haltende Kleinkatzenart wurden von der Biologin erarbeitet. „Wir sind Anlauf- und Sammelstelle für alle wissenschaftlichen Daten, die zu Asiatischen Goldkatzen in den Zoos und auch im Freiland aufgenommen werden. Sie werden hier bearbeitet und dann an alle interessierten Wissenschaftler und Kollegen weitergeleitet“ erklärt Sandra Reichler. „Wichtig ist vor allem die Zusammenarbeit mit Schutzprojekten in Südostasien, damit diese wunderschöne Katzenart vor der Ausrottung bewahrt werden kann.“ Die Zerstörung des Tropischen Regenwaldes, aber auch die Jagd auf ihr rotgoldenes Fell haben die Asiatische Goldkatze selten werden lassen. Neben dem Tiger gehört sie zu den am stärksten gefährdeten Katzen des Tropischen Asien.

    Foto: Ausdruckstarkes Goldkatzenportrait von Rose von Selasinsky
    (08.12.2011)
    Zoo Heidelberg:   Eine Nacht im Zoo verschenken!

    Ticket-Vorverkauf der Zooschule startet noch rechtzeitig vor Weihnachten

    Wie immer um diese Jahreszeit fragen sich Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten: welches Geschenk ist pädagogisch wertvoll und macht Kindern trotzdem jede Menge Spaß? Mit einem Ticket der Heidelberger Zooschule schickt man sie auf eine „tierisch spannende“ und zugleich lehrreiche Reise – und ist damit auf der sicheren Seite! Auf vielfachen Wunsch startet die beliebte Einrichtung den Vorverkauf für 2012 noch vor dem diesjährigen Weihnachtsfest. Tickets für sämtliche Veranstaltungen gibt es ab Nikolaus-Dienstag, dem 6. Dezember an der Zookasse. „Ob man sich zeitnah für unser Programm Aktive Wintertage entscheidet oder lieber Zoo-Ostern oder Zoo-Karneval verschenken möchte, das Zoo-Camp mit Übernachtung oder eine ganze Woche Zoo-Ferien - bei unserem breitgefächerten Angebot ist wirklich für jeden Geldbeutel etwas dabei“, so Diplom-Biologin Nina Haink, organisatorische Leiterin der Zooschule. „Als Mutter einer kleinen Tochter weiß ich außerdem aus eigener Erfahrung wie toll es ist, rechtzeitig ein sinnvolles Geschenk für sie zu haben. Das reduziert den Vorweihnachtsstress enorm! So bleibt auch uns Eltern mehr Zeit, einfach mal in Ruhe über den Weihnachtsmarkt zu schlendern.“
    Den Terminkalender 2012 mit allen Veranstaltungen von Zoo und Zooschule findet man unter www.zooschule-heidelberg.de. Unter der Nummer 06221 – 39 557-13 berät man Sie natürlich auch gerne ganz persönlich, am besten während der telefonischen Sprechzeiten: MO + DO 14:00-16:00 und DI + MI 10:00 – 12:00 Uhr.
    Die Tickets für sämtliche Veranstaltungen sind ab dem 6.12.2011 an der Zookasse erhältlich (von 9:00 bis 16:30 Uhr durchgehend geöffnet).

    (05.12.2011)
    Zoo Heidelberg:   Auch im nächsten Jahr wird sich im Zoo Heidelberg vieles tun: Das neue Service-Zentrum, das ein zooeigenes Parkhaus mit 397 Plätzen, den Zooeingang und Zoo-Shop verbindet, soll im Frühjahr 2012 eröffnet werden. Vom Auto gelangen die Besucher direkt in das Eingangsgebäude, wo sie alle Informationen finden und im Zooshop nach Lust und Laune stöbern können. Der jetzige Eingangsbereich des Zoos wird völlig neu gestaltet. Das von außen einsehbare Gemeinschaftsgehege der syrischen Braunbären und Korsakfüchse wird vergrößert und den Besucher erwarten interessante neue Einblicke in die Tierwelt. Der bisher vom Zooshop genutzte gläserne Kubus wird zum Cafe umgestaltet und die Anzahl der Besuchertoiletten deutlich erhöht. Auch soll 2012 mit dem Umbau der Löwenanlage begonnen werden. Die neue Anlage wird neben der sechsfachen Fläche mit einer reichhaltigen Struktur ihren Teil zu einem artgerechten und erfüllten Leben der Tiere beitragen.

    Eine erste Veränderung steht direkt zu Jahresbeginn an: Ab dem 1. Januar 2012 werden die Eintrittspreise um drei Prozent leicht erhöht. „Wie alle anderen auch müssen wir auf steigende Preise und Kosten reagieren“, betont Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer des Zoos. Statt acht Euro zahlen Erwachsene ab 2012 8,20 Euro, die Kinderkarte kostet dann statt 4 Euro 10 Cent mehr.
    (30.11.2011)
    WolfDrei:   Es wäre ja noch denkbar - imerhin sind es bis zum Jahresende noch rund 40 Tage.
    (25.11.2011)
    Holger Wientjes:   Sehr erfreuliche Nachricht !! Nur warum muss man spekulieren, ob man 2011 die einzige Zucht in Europa erziehlt hat ? Bei nur fünf Haltern, drei davon in Deutschland, sollte man das doch überblicken können ?!
    (25.11.2011)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs bei den seltenen Schopfhirschen im Zoo Heidelberg

    Als Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, bei seiner frühmorgendlichen Runde am 15. Oktober die Tür zum Schopfhirsch-Stall öffnete, glaubte er zunächst, seinen Augen nicht zu trauen. Gebettet auf einem Lager aus Stroh lag ein frisch geborenes Schopf-hirschkalb. Mit dem Nachwuchs hatte niemand gerechnet, umso größer war die Freude über die Geburt der kleinen „Maya“. Da Vater „Goofy“ in diesem Jahr einen komplizierten Beinbruch hatte, musste man annehmen, dass er körperlich für lange Zeit nicht in der Lage wäre, mit seiner Partnerin „Mieke“ für Nachwuchs zu sorgen. Inzwischen ist der Bruch gut verheilt und Mutter Mieke kümmert sich liebevoll um die kleine Maya.
    Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China sowie in Myanmar in tropischen und subtropischen Bergwäldern verbreitet und in Zoos sehr selten. Der Zoo Heidelberg ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der Schopfhirsche hält und im Jahr 2011 ist der Zoo Heidelberg wahrscheinlich der einzige europaweit, in dem ein Schopfhirschkind geboren wurde.
    Da der Lebensraum der seltenen Hirschart durch Abholzung immer weiter vernichtet wird, sind Zoonachzuchten sehr wertvoll für den Fortbestand dieser schönen Tiere. Zur Sicherheit wurde das Jungtier mit seiner Mutter zunächst im Innenstall untergebracht. Nach zwei Wochen kamen Mutter und Kind in ein Absperrgehe getrennt von Vater Goofy und den Kleinen Pandas. Die Kleinen Pandas sind zwar nicht bedrohlich für die Schopfhirsche, hätten aber das Kleine verletzen können. Seit dieser Woche ist die junge Familie auch gemeinsam auf der Außenanlage zu sehen. Zwar leben die dämmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche in freier Wildbahn einzelgängerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidel-berger Zoo äußern hingegen ein auffällig soziales Verhalten und zeigen sich öfter dem Besucher.
    Die drei Schopfhirsche bewohnen im Zoo Heidelberg gemeinsam mit den Kleinen Pandas ein großes Gehege. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte Wohngemeinschaft ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschiedener Tierarten in einem Gehege.
    Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merkmal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lange, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen.
    Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Heidelberger Zoo erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.

    Fotoquelle: Jörg Kubacki
    (25.11.2011)
    Joshua Förg:   Bei den Schopfhirschen gab es wieder Nachwuchs :)
    (24.11.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg. Auch Jungelefant Tarak mag Halloween

    Jetzt im Herbst ist der große rote Kürbis, kunstvoll zur schaurig-gruseligen Fratze geschnitzt, das Symbol für das Halloweenfest schlechthin. Kürbisse erfreuen sich nicht nur bei uns Menschen großer Beliebtheit. Auch die Tiere im Zoo Heidelberg freuen sich über die jahreszeitliche Bereicherung ihres Speiseplans und viele von ihnen lieben das schmackhafte Gemüse. Die vier jungen Elefantenbullen bevorzugen den Kürbis zum Spielen und Kaputtmachen. Dieser wird zunächst begutachtet, auf dem Boden hin- und her gerollt, dann mit dem kräftigen Fuß in rüsselgerechte Teile zerstoßen, um schließlich verspeist zu werden. Besonders der kleinste Elefant Tarak zeigt sich von dem roten und leckeren Ball begeistert. Und da er am 28. Oktober seinen sechsten Geburtstag hat, soll er auch ein bisschen feiern dürfen – natürlich mit eigenem Kürbis. Ob er des nachts allerdings auch einen geheimnisvoll leuchteten Halloween-Kürbis zu schätzen wüsste, bezweifeln die Pfleger: „Er würde nachts wahrscheinlich beim bloßen Anblick einer solcher Fratze laut trompetend Schutz bei seinem großen Freund „Voi Nam“ suchen und ihn vorschicken“, schmunzelt Tobi Kremer, Pfleger im Elefantenrevier.
    Der Herbst bietet den Besuchern eine besonders schöne Zeit im Zoo. Tierbeobachtungen sind in der ruhigeren Jahreszeit bei noch milden Temperaturen besonders gut möglich und man lässt sich gerne von dem gelassenen Treiben inspirieren. Die abwechslungsreiche Parklandschaft des Zoos zeigt sich inzwischen in warmen Herbsttönen. Besonders schön sind das leuchtende Gelb des amerikanischen Gelbholzbaums mitten auf der Flamingowiese und die in verschiedenen Rottönen schimmernden Amberbäume. Ein Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten Zoogelände und sind bis September 2012 zu bewundern. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher das Leben der Erdmännchen beobachten, die, so scheint es, ohne Unterlass Ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Scharren, fressen, spielen. Empfehlenswert ist die eindrucksvolle Ausstellung von Heidrun Knigge über die Heidelberger Gorillafamilie im Afrikahaus.
    Die beliebten „Zoo-Ferien“ für Schüler während der Herbstferien sind zwar inzwischen ausgebucht, aber die Zooschule hat ein weiteres interessantes Angebot für aktive Winterschläfer im Programm, für das man sich jetzt anmelden kann – die „aktiven Wintertage“. Die „aktiven Wintertage“ sind ein Ganztagsangebot der Zooschule im Dezember und Januar. Zooeintritt, Getränke und Mittagessen sind in der Ticketgebühr enthalten. Die Kinder beschäftigen sich schwerpunktmäßig mit dem Verhalten von Tieren im Winter. Die Themen Tierwanderungen, Winterruhe, Winterstarre und Winteraktivität werden dabei ebenso bearbeitet wie die Frage, was die exotischen Zootiere im Winter machen. Vielfältige Aktivitäten, wie z.B. das Reinigen von Nistkästen und der Besuch des Zoos hinter den Kulissen, runden das Angebot ab. Tickets erhält man im Vorverkauf an der Zookasse.
    (28.10.2011)
    Zoo Heidelberg:   Alpakas füttern und Agamen streicheln – Zoorundgänge mit dem gewissen Extra

    Geburtstagsfeiern, Zoo-Ferien und Camp mit Übernachtung – jedes Kind kennt inzwischen die Heidelberger Zooschule! Damit aber auch die „Großen“ nicht zu kurz kommen, gibt es die Erlebnisreichen Rundgänge für Tierfreunde jeder Altersstufe. Die Zooranger begleiten z.B. Familien, Senioren oder sonstige Gruppen 90 Minuten lang durch den Tiergarten und berichten Wissenswertes über dessen Bewohner. Naturmaterialien wie Federn, Schlangenhaut und Kamelwolle gestalten das Ganze besonders anschaulich. Hier darf berührt und geschnuppert werden! Gegen Aufpreis gibt es noch eine weitere Attraktion: Mit dem Erlebnisreichen Rundgang Plus bucht der Besucher z. B. einen Blick hinter die Kulissen. Auch das Füttern der Alpakas oder der hautnahe Kontakt zu Bartagame Wally gehören hier zu den möglichen Highlights. Selbstverständlich ist dieses Angebot wie alle Veranstaltungen der Zooschule als Gutschein erhältlich und sicherlich eine gelungene Geschenkidee für das kommende Weihnachtsfest.
    Preise, Details, Buchungen unter Tel.: 06221-3955713, Mo + Do 14–16, Di + Mi 10-12 Uhr; www.zooschule-heidelberg.de; info@zoochule-heidelberg.de
    (28.10.2011)
    Zoo Heidelberg:   Von Moskau nach Heidelberg: Ankunft des neuen Orang-Utan-Weibchens „Sari“ im Zoo Heidelberg

    Tierpflegerin Helena Kirrilova arbeitet im Zoo Moskau, dem ältesten und größten Zoo Russlands, und ist zum ersten Mal in ihrem Leben außerhalb Russlands unterwegs. Sie reist mit einer rothaarigen, ungewöhnlichen Begleiterin, die aber während des Fluges von Moskau nach Frankfurt nicht neben ihr sitzt, sondern in einer geräumigen Kiste im klimatisierten Bauchraum des Flugzeuges untergebracht ist. Die Begleiterin von Helena heißt „Sari“ und ist ein achtjähriges Orang-Utan-Weibchen aus dem Zoo Moskau, das künftig im Zoo Heidelberg mit ihren Artgenossen „Ujian“ und „Puan“ gemeinsam viele Jahre verbringen soll. Bernd Kowalsky, Leiter des Affenreviers, hat die beiden vom Flughafen Frankfurt abgeholt. Bevor er das Orang-Utan-Weibchen in Empfang nehmen konnte, waren allerdings noch etliche tierärztliche Formalitäten zu erledigen und für die Verständigung mit der russischen Tierpflegerin, die ausschließlich der kyrillischen Schrift und der russischen Sprache mächtig ist, bedurfte es eines Dolmetschers. Da traf es sich gut, dass im Zoo Heidelberg mit Artur Assmann, Leiter des Großviehreviers, ein gebürtiger Russe arbeitet, der perfekt als Dolmetscher und Übersetzer fungiert.
    Helena Kirrilova ist seit vielen Jahren eine enge Bezugsperson für „Sari“. Um „Sari“ das Einleben zu erleichtern, bleibt die Tierpflegerin eine Woche bei ihrem ehemaligen Schützling und gibt den Heidelberger Pflegern wichtige Tipps zu Saris spezifischen Eigenschaften und Vorlieben. Menschenaffen haben zu ihren Pflegern einen starken Bezug. Das bedeutet zwar nicht, dass Mensch und Tier im sogenannten „direkten Kontakt“ stehen. Dennoch hat sich in einer oft langjährigen Beziehung eine solide Vertrauensbasis aufgebaut.
    „Ujian“ und „Puan“ leben schon lange im Zoo Heidelberg und verstehen sich sehr gut. Allerdings hat sich bislang noch kein Nachwuchs eingestellt. Da „Waldmenschen“(wie Orang-Utans in der malaiischen Sprache genannt werden) in ihrem natürlichen Lebensraum auf Borneo und Sumatra stark bedroht sind, hofft der Zoo Heidelberg mit „Sari“ und „Ujian“ weiter zur Arterhaltung beitragen zu können. „Sari wird bestimmt eine gute Mutter“, da ist sich Helena Kirrilova sicher. „Ihre Mutter hat Sari liebevoll groß gezogen und Sari hat sich im letzten Jahr fürsorglich um ihren kleinen Bruder gekümmert“. „Sari“ wird in den nächsten Wochen Zeit finden, sich in die kleine Gruppe einzuleben. Das Innengehege wird für die ersten Wochen zunächst zweigeteilt, so dass sich die drei vorsichtig aneinander gewöhnen können. Ein erstes Kennlerntreffen zwischen Ujjan und Sari hat schon prima geklappt. Die Tierpfleger entscheiden dann, wann sie alle drei zum ersten Mal zusammenlassen. „Sari“ hat „Heidelberger Blut“. Ihr Vater „Sandokan“ kam im Zoo Heidelberg zur Welt, bevor er in den Zoo Moskau zog und dort für Nachkommen sorgte.

    (Foto von Heidrun Knigge)
    (21.10.2011)
    Zoo Heidelberg:   Rotbauchmakis – Eine neue Tierart ist in den Zoo Heidelberg gezogen

    Rotbauchmakis kuscheln gerne, das sieht der Zoobesucher auf den ersten Blick. Man könnte meinen, es handele sich um ein einziges dunkelbraunes Knäuel, das es sich auf der Astgabel gemütlich gemacht hat. Bei näherem Hinsehen entdeckt man dann aber zwei kugelrunde Augenpaare, die einem neugierig betrachten. Seit wenigen Wochen leben im Zoo Heidelberg gleich fünf weibliche Rotbauchmakis, drei von ihnen kommen aus dem Zoo Valencia und die beiden anderen aus dem Zoo Verona. Rotbauchmakis zählen zu den Lemuren, eine Primatenart, die nur auf Madagaskar heimisch ist. Der Name dieser Tierart leitet sich übrigens von den „Lemures“ ab. Lemures waren in der römischen Religion die Geister von Verstorbenen. Der Bezeichnung spielt auf die oft nächtliche Lebensweise dieser Tiere ab und auf ihre großen, intensiv blickenden und leuchtenden Augen.

    Jetzt ist es an der Zeit, dass sich die beiden Damengruppen aneinander gewöhnen und zu einem Familienverbund zusammenwachsen. „Nach anfänglichen Streitereien, die üblich sind, um die Rangordnung zu klären, akzeptieren die fünf Weibchen sich inzwischen“, freut sich Tierpfleger Simon Borchardt. Die Tiere sind den Pflegern gegenüber sehr zutraulich und fressen gerne auch aus der Hand. Ihr Speiseplan ist wohl ausgewogen und vitaminreich: So erhalten sie aus der Futterküche des Zoos einen gesunden Mix aus gekochtem Gemüse und Obst, vor allem Äpfel, sowie frisch zubereitetem Milchbrot und hin und wieder auch Hundepellets. Der Futterplan orientiert sich dabei immer an den natürlichen Gegebenheiten der Ursprungsländer und an den Erfahrungen von Zoo-Experten.

    Rotbauchmakis erreichen eine Länge von 75 bis 93 cm, wobei der Schwanz mit bis zu 53 cm länger ist als ihr Körper. Ihr Fell ist lang und sehr dicht, damit der Regen daran abperlen kann. Ihren Namen verdanken die geschickten und flinken Kletterer dem rötlichen Bauchfell der Männchen. Der Bauch der Jungtiere und Weibchen ist dagegen weiß-grau gefärbt.

    Die Heimat der Rotbauchmakis, Madagaskar, ist die viertgrößte Insel der Erde, liegt vor der Ostküste Afrikas und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna. Über 80 Prozent aller madagassischen Tier- und Pflanzenarten kommen an keinem anderen Ort der Welt vor. Jedoch sind die Tage vieler dieser Tiere und Pflanzen gezählt, denn ihre Lebensräume schrumpfen in einem rasanten Tempo. Seit der Besiedelung durch den Menschen vor etwa 2000 Jahren ist dieses Naturparadies nahezu zerstört worden. Waldgebiete werden großflächig abgeholzt, um Land für Rinderhaltung und für landwirtschaftliche Ertragsflächen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der Bäume wirtschaftlich zu nutzen. Laut dem Auswärtigem Amt sind bei der Abholzung von Edelhölzern zwischen Februar 2009 bis Februar 2010 mindestens 1.187 Container mit Edelhölzern (geschätztes Gesamtvolumen zirka 36.730 Tonnen) illegal exportiert worden. Die instabile politische Lage führt zudem dazu, dass von der Vorgängerregierung geplante umweltpolitische Programme und der Ausbau von Schutzflächen nur sehr zögernd umgesetzt werden.
    Und so ist auch der Lebensraum der Rotbauchmakis, die Tropischen Regenwälder im Osten Madagaskars, bis auf wenige Waldreste vernichtet. Die Art wird deshalb als „gefährdet“ eingestuft und der Zoo in Mulhouse führt das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für diese hübschen Tiere. Im Zoo Heidelberg sind noch weitere äußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern. Die eleganten und kräftigen Fossa, die größten Landraubtiere der Insel, und die ebenfalls zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit ihrem glänzenden weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz.

    Foto: Thomas Bersch, Leiter Vogelrevier, Zoo Heidelberg
    (13.10.2011)
    Zoo Heidelberg:   „Sesam öffne Dich“ – Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos

    Am 8. und 9. Oktober findet zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Einige Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamel- und in den Kängurustall, in das Robbenhaus und in das große Kühlhaus, es finden spannende Bastelaktionen von Beschäftigungsfutter statt und die Ponys und Esel warten darauf, gestriegelt zu werden. Selbstverständlich finden auch alle sonstigen Fütterungen und Vorführungen statt. Gerne werden so häufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Alpaka Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen. Extra für dieses Wochenende wird die Hamsterzuchtstation des Zoos geöffnet. Experten geben ausführliche Informationen über den europäischen Feldhamster, der heute fast ausgestorben ist. Die Zooschule ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen für Fragen zur Verfügung und berichten über ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
    Außerdem gibt es am Samstag einen Flohmarkt mit guten Büchern und an beiden Tagen am Gehege der Riesenschildkröten einen Informationsstand der „Interessengemeinschaft Schildkrötenschutz und Nachzucht“.
    Für „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.
    (05.10.2011)
    Zoo Heidelberg:   Mit großen braunen Augen durch die Welt
    - Jungtier bei den Großen Kudus im Heidelberger Zoo

    Dunkle Glanzaugen unter großen runden Ohren schauen neugierig in die Welt – „Tawanda“, der vier Wochen alte Kudubock, beginnt mit seiner Mama „Stobi“ die Welt zu erkunden; oder genauer: den abgeteilten Außenbereich der Afrikaanlage. Die meiste Zeit des Tages verbringen Mama und Sohn im Abtrenngehege, denn noch ist Tawanda zu jung um sich gegen Zebras und Blessböcke behaupten zu können.
    Junge Kudus sind sogenannte Ablieger, die reglos an einem geschützten Platz warten, während die Mutter auf Nahrungssuche geht. Daher bleibt auch „Tawanda“ noch einige Stunden des Tages im Strohbett seiner Box liegen, während „Stobi“ auf die große Anlage darf. Lange wird es nicht mehr dauern bis „Tawanda“ seiner Mutter auf Schritt und Tritt folgt. Behutsam wird er dann an die anderen Bewohner der Afrikaanlage gewöhnt.
    Für Kuduweibchen „Stobi“ ist es das erste Kind und sie kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. Kudus leben normalerweise in Familienverbänden in den Baumsavannen im östlichen und südlichen Afrika, im Heidelberger Zoo teilen sie sich die großzügige Afrikaanlage mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen.
    „Tawanda“ wurde am 5. September 2011 geboren und wird jetzt noch fünf weitere Monate von seiner Mama gesäugt, bevor er anfängt Gräser, Laub und Kräuter zu fressen wie seine ausgewachsenen Verwandten. Dann werden auch seine Hörner anfangen zu wachsen bis sie einmal genauso beeindruckend sind, wie die etwa 1m langen geschraubten Hörner seines Vaters „Kaito“. Die Hörner werden ihm dann auch helfen sich gegen männliche Konkurrenten durchzusetzen, um dann bei den hübschen weiblichen Kudu-Antilopen für Nachwuchs zu sorgen. Doch nicht im Zoo Heidelberg, denn mit Erreichen der Geschlechtsreife in etwa zwei Jahren wird er wohl in einen anderen Zoo wechseln um dort seine eigene Familie zu gründen.
    Übrigens bedeutet der Name „Tawanda“ in der Shona-Kultur aus Zimbabwe „Wir sind eine Familie“.

    (30.09.2011)
    Zoo Heidelberg:   Pebbles ist da – entzückender Nachwuchs mit Knopfaugen und Stupsnase bei Faultierpaar Wilma und Fred

    Dunkelbraune Knopfaugen blinzeln aus dichtem Fell, die große Stupsnase beschnüffelt schon alles, was in seine Reichweite kommt – das ist Pebbles, das am 23. August im Zoo Heidelberg geborene Zweifingerfaultier. Es ist der erste Nachwuchs von Faultierpaar Wilma und Fred und gedeiht prächtig und so gemächlich, wie es sich für ein Faultier gehört. Bislang war es gar nicht so einfach, Klein-Pebbles zu beobachten und zu fotografieren, da neugeborene Faultiere sich in den ersten vier Wochen gut versteckt im kuscheligen Bauchfell der Mutter festklammern. Für den Zoo Heidelberg ist es die erste Nachzucht bei dieser ungewöhnlichen Tierart, die ihr Leben kopfüberhängend in den Bäumen verbringt. Aber wie so vieles im Leben der Faultiere braucht auch das eigenständige Abhängen seine Zeit: Erst mit frühestens sechs Monaten versucht der Nachwuchs kopfüber in der eigenen Astgabel hängen. Bei den Mitarbeitern des Vogelreviers, zu deren Schützlingen neben einer Vielzahl an Vogelarten auch die asiatische Kurzkrallenotterfamilie und die Faultiere zählen, hat nun das große Rätselraten begonnen: Ist es ein Junge oder ein Mädchen? „Man kann das bei Faultieren erst sehr spät erkennen“, so Revierleiter Thomas Bersch, „das wird noch viele Monate dauern.“ Innerhalb der Südamerika-Voliere bewohnen die Faultiere ein eigenes Innengehege, aus dem sie sich, sobald das Thermometer fünfzehn Grad übersteigt, nach eigenem Belieben hinausangeln können. So stehen die Chancen für Besucher, die Familie in der Voliere zu beobachten, an warmen und trockenen Herbsttagen ganz gut.

    Zweifingerfaultiere hängen bevorzugt an ihren bis zum 7,5 Zentimeter langen Sichelklauen als zusammengeknäultes Bündel in einer Astgabel. Bis zu 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf gedöst oder richtig geschlafen! In den verbleibenden Stunden zeigen sich die Tiere durchaus von ihrer aktiven Seite, was so manchen Besucher dann doch überrascht. Ihren einprägsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das Geäst der Bäume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harpyien, die riesigen Urwaldadler Südamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung an jungen Blättern, Blüten und Früchten in ausreichender Menge um sie herum wächst, haben sie keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemächlich abgefuttert. Faultiere sind – wie viele Bewohner der tropischen Regenwälder – durch die Abholzung ihres Lebensraums direkt in ihrer Existenz bedroht.

    Foto: Pebbles mit Mutter Wilma, wenige Tage alt, im Innengehege (Walter Tiefenbach, Zoo Heidelberg)
    (21.09.2011)
    Zoo Heidelberg:   Ü-60 Party: Veranstaltung im Zoo Heidelberg für alle unternehmungslustigen Erwachsenen ab 60

    Am Freitag, 23.09.2011 wartet der Zoo Heidelberg mit einem speziellen Angebot an alle unternehmungslustigen älteren Erwachsenen auf – einer Ü60-Party. Von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr können Seniorinnen und Senioren ein Programm genießen, das speziell auf ihre Interessen zugeschnitten ist. Besucher über 60 können an kostenlosen Führungen mit den Zoorangern der Zooschule teilnehmen und jede Menge Wissenswertes über die Zootiere erfahren. Die Führungen finden um 13.00 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr statt; Dauer jeweils eine Stunde. Zur Stärkung gibt es bei dem Häuschen der Tiergartenfreunde leckere Waffeln. Für beste Unterhaltung ist außerdem gesorgt: Der vielseitige Entertainer „Mister He“ nimmt die Besucher mit auf eine musikalische Zeitreise von den 1930er bis in die 1960er Jahre. Das Repertoire reicht von den schmachtvollen Schlagern Johannes Heesters‘ über fetzige Rock n’ Roll Hits Elvis Presleys bis hin zu tierischen Klassikern wie „Kein Schwein ruft mich an“ von Max Raabe. Es gibt zwei Vorführungen in der „Scheune“ des Zoos: um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr. Ein besonderes Highlight bietet sicherlich die Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe. Die 25 großen und 20 kleineren Skulpturen verteilen sich auf dem gesamten Zoogelände. Auf der Flamingowiese kann man einem bekannten Künstlerehepaar aus Zimbabwe beim Herstellen der Skulpturen zuschauen und wunderschöne kleine Skulpturen erwerben.

    Regulärer Eintritt 8 €. In Kooperation mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar wird Inhabern der „Karte ab 60“ an diesem Tag der Eintritt zum ermäßigten Preis von 6 € ermöglicht. Weitere Informationen unter Telefon 06221-64550.
    (14.09.2011)
    Zoo Heidelberg:   Stadtwerke Heidelberg übernehmen Patenschaft von Mähnenrobbenbaby »Awa«

    Die Stadtwerke Heidelberg haben die Patenschaft für das Mähnenrobbenbaby »Awa« übernommen – und durften als Kooperationspartner und erster Goldsponsor des Zoos den Namen für den Nachwuchs vorschlagen. Normalerweise sind die Tierpfleger dafür zuständig, denn sie wissen am besten, auf was ihre neugeborenen Schützlinge Tiere hören. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Heidelberg haben intensiv nach einem geeigneten Namen gesucht: „Klangvoll sollte er sein – und auch noch passen, wenn aus dem Tierbaby eine ausgewachsene Robbendame geworden ist“, erläutert Katharina Schimek, Leiterin des Marketing und Privatkundenvertriebs der Stadtwerke Heidelberg. „Außerdem haben wir einen Namen gesucht, der einen inhaltlichen Bezug hat.“ Mit dem Namen »Awa« wurden sie schließlich fündig. »Awa« ist hebräischen Ursprungs und bedeutet Wasser – und darin ist das Jungtier schon ganz in seinem Element.

    Das am 16. Juli geborene Robbenbaby übt noch im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.

    Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist mit sieben Tieren eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mächtigen Meeressäuger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien erstreckt, gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs. Prominentes Mitglied ist der prächtige Bulle Atos, der 2005 im Heidelberger Zoo geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgeführte Flossenstand.

    Die Tierpaten sind eine fast genauso bunt gemischte Gesellschaft wie ihre Patenkinder. Die Paten sind Einzelpersonen, Institutionen oder Firmen, die mit ihrem finanziellen Beitrag den Zoo und seine Tiere unterstützen. Über 300 Tiere aus dem Zoo Heidelberg haben bereits Paten gefunden, aber bei einem Bestand von über 1000 Tieren sind noch viele patenlos. „Die Tierpaten tragen ganz wesentlich dazu bei, dass der Zoo die Haltungsbedingungen für seine Tiere verbessern kann“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Dabei orientieren sich die Patenschaftsbeiträge an den Pflegekosten der Tiere. Da liegen die Elefanten mit 5.000 Euro pro Jahr deutlich an der Spitze, aber auch ein Löwe verspeist mühelos über eine Tonne Fleisch jährlich und ist mit 2.500 Euro kein billiges Patentier. Auch das Gemüse, das die Gorillas eimerweise verzehren, kostet sein Geld, dazu kommen noch Kletterseile, Hartplastikbälle und anderes Spielzeug. Als Anerkennung für die Unterstützung erhalten die Paten einen Patenpass, eine Urkunde sowie ausführliche Informationen zu ihrem Schützling und werden zum jährlichen Patenfest eingeladen.

    Die Stadtwerke Heidelberg engagieren sich als erster Goldsponsor des Zoos mit Geld- und Sachleistungen für ihren Kooperationspartner. Mit dem Kooperationsvertrag vom Juni dieses Jahres haben sich zwei starke Partner in der Region zusammengeschlossen, die für mehr Lebensqualität und ein attraktives Angebot weit über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.

    Foto: Stadtwerke Heidelberg
    (12.09.2011)
    Zoo Heidelberg:   Noch Plätze für Zoo-Intensiv frei!

    Für die beliebte Veranstaltung „Zoo-Intensiv“ der Heidelberger Zooschule sind noch Plätze frei! Über ein halbes Jahr besuchen die Kinder einmal pro Woche den Zoo, um in einer festen Kleingruppe viel Spannendes über die Zootiere und deren Besonderheiten zu erfahren. Natürlich kommen dabei auch die Aktivitäten bei den Tieren nicht zu kurz. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende März werden unter anderem Gehege gereinigt, Esel gestriegelt, Futterkisten gebastelt und Tierpfleger besucht. Die Teilnehmer lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der unterschiedlichen Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Haus- und Wildtieren.

    Erstmalig wird ein Kurs angeboten, der speziell für Vorschüler (5-6 Jahre) zugeschnitten wurde. Zoo-Intensiv beginnt jeweils in Kalenderwoche 42. Die Tickets für die Veranstaltung sind bereits im Vorverkauf an der Zookasse erhältlich. Die Kosten betragen Euro 135,- zzgl. Zooeintritt (der Kauf einer Jahreskarte wird empfohlen). Geschwisterkinder erhalten auf die Tickets 15% Ermäßigung.
    Zoo-Intensiv findet in diesem Halbjahr an folgenden Wochentagen statt:

    Zoo-Intensiv am Montag : 15.00 – 16.30 Uhr (für Schulanfänger im Alter von 5 und 6 J.)
    Zoo-Intensiv am Dienstag: 15.00 – 16.30 Uhr (für Schüler)
    Zoo-Intensiv am Donnerstag: 15.00 – 16.30 Uhr (für Schüler)
    Zoo-Intensiv am Samstag: 10.00 – 11.30 Uhr (für Schüler)


    Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!
    Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

    (08.09.2011)
    Zoo Heidelberg:   Wieder Nachwuchs bei der Erdmännchen-Familie im Zoo Heidelberg

    Innig kuscheln sich drei possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind begeistert von unserer lebhaften Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr haben wir Nachwuchs. Die drei Jungtiere sind quicklebendig und gesund. Mit insgesamt elf Tieren haben wir nun eine richtige Erdmännchen-Großfamilie“. Die Zoobesucher drücken sich vor Begeisterung an der großen Scheibe die Nase platt, um so nahe wie möglich das quirlige Treiben zu beobachten. „Die sind so süß, Mama“, ertönt es aus Kinderkehlen. Erdmännchen zählen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur für Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten.
    Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühelos fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skorpionen.
    Die Kleinen wurden bereits am 12. August geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfänglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Ein weiteres Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Familienglück nichts geschieht. Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und zwar je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

    Foto: Antje Hoyer
    (08.09.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Joshuia Förg
    Wenn ich betreffende Zeilen im Zoomagazin richtig gedeutet habe, dann ging es dabei um ein fiktives 2020. Es wurde dargelegt, welche Zukunftsaussichten auf den Heidelberger Zoo zukommen, wenn der Einrichtung nicht endlich ein Erweiterungsgelände zur Verfügung gestellt wird. Bekäme der Zoo entsprechende Flächen dazu, müssten keine weiteren Großtiere abgeschafft werden.

    (29.08.2011)
    Joshua Förg:   Also wird die Anlage dann vielleicht von den Orangs genutzt?
    (27.08.2011)
    Sven P. Peter:   Weil das noch 9 Jahre hin ist und die Tiere jetzt eine bessere Unterkunft brauchten, gerade das Männchen, dass ja nie raus durfte vorher. Zudem wird die Nachnutzung der Anlage sicher schon feststehen und das Gehege dementsprechend geplant worden sein.
    (27.08.2011)
    Joshua Förg:   Im aktuellen Zoomagazin stand, dass spätestens 2020 die Schimpansen des Zoos abgegeben werden sollen. Dann stellt sich bei mir die Frage: Warum baut man gerade für sie eine neue, hochmoderne Anlage?
    (27.08.2011)
    Joshua Förg:   Darin wird eben viel über die Zukunftspläne geschrieben, kleine Tierporträts und ein Wegeplan sind dabei.
    (18.08.2011)
    Manuel Becker:   Ja, wobei ich weder Führer noch Wegeplan prall finde. Aber ist vorhanden und erschwinglich...
    (18.08.2011)
    Ottmar Müller:   Ich besuche morgen zum ersten Mal seit langem den Heidelberger Zoo. Gibt es dort zur Zeit einen Zooführer mit Wegeplan?
    (18.08.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Frecher kleiner Flossenflitzer frisst bald frische Fische

    Gehört die Fütterung der mächtigen Mähnenrobben für viele Zoobesucher zu einem der Highlights, so stiehlt neuerdings ein frecher kleiner Wonneproppen den „Großen“ die Schau. Es handelt sich um ein gerade Mal vier Wochen altes Mähnenrobbenbaby, dessen speckgesunder Anblick unmittelbares Entzücken und Schutzinstinkte wachruft. Aber nicht nur das. Das Robbenmädchen ist quicklebendig und flitzt auf seinen kleinen Torpedoflossen so schnell es nur kann um den Beckenrand, so dass Mutter „Lea“ ihre liebe Mühe und alle Flossen voll zu tun hat.
    Dabei soll die junge Mähnenrobbe jetzt vor allem schwimmen üben. Und auch das klappt schon sehr gut. Denn entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an gut schwimmen. Die ersten drei Wochen wird das Jungtier fast komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Und auch der Speiseplan sieht für einige Zeit keinen Fisch vor. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern ein ganzes Jahr lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen, selbst Fisch zu fressen. Inzwischen übt das am 16. Juli geborene Robbenbaby im „Mutter-Kind-Becken“ gemeinsam mit Mama Lea ungestört das Schwimmen und Tauchen. Die Kleine ist das zweite Kind von Lea und das erste Kind von Papa Atos. Generell werden nach der Geburt Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf der separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Mutter und Kind zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt.
    Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist mit sieben Tieren eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mächtigen Meeressäuger, deren Verbreitungsgebiet sich entlang der Pazifikküste Südamerikas von Peru bis Feuerland und entlang der Atlantikküste bis nach Südbrasilien erstreckt,
    gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. Mähnenrobben sind Wasserraubtiere und zählen zu den Giganten der Meere. Ausgewachsene Mähnenrobbenbullen können ein Gewicht von 500 Kilo erreichen. Auch dies ist als Anpassung an ihren kalten Lebensraum zu verstehen, denn große Körper kühlen langsamer aus als kleine.
    In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs. Prominentes Mitglied ist der prächtige Bulle Atos, der 2005 im Heidelberger Zoo geboren wurde. Sein Markenzeichen ist der mit Bravur vorgeführte Flossenstand. Daneben besitzt er die Fähigkeit des Spielens der Mundharmonika. Im Gegensatz zur zweijährigen Holly, die dafür ihre Nase verwendet, setzt der Bulle hierfür ganz konservativ auf seinen Mund.

    Foto: Heidrun Knigge
    (16.08.2011)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung im Zoo Heidelberg –„Banjoko und die Heidelberger Gorillafamilie“

    Im Rahmen der europaweiten Kampagne zum Schutz der bedrohten Menschenaffen zeigt der Zoo Heidelberg ab Dienstag, den 16. August 2011 eine Ausstellung von Heidrun Knigge mit beeindruckend lebendigen Portraits der Heidelberger Gorillafamilie. Zur Eröffnung am Dienstag, 16. August um 14.30 Uhr im Afrikahaus sind Zoobesucher herzlich willkommen.

    Im Fokus der Bilderausstellung steht die Entwicklung des inzwischen knapp fünfjährigen Gorillajungen „Banjoko“ von der Geburt im Dezember 2006 bis heute. Im Zoo Heidelberg leben aktuell sieben Westliche Flachland-Gorillas. Der stattliche Silberrücken Bobo (19 Jahre) führt eine Gruppe aus drei Weibchen – N’Gambe (10 Jahre), Doba (15 Jahre) und ZsaZsa (25 Jahre) sowie die drei Jungtiere Banjoko, Esiankiki (genannt Kiki, 4 Jahre) und der im Juni 2011 geborene Kwame.

    Die Fotografin und Biologin Heidrun Knigge kennt die Gorillagruppe seit über zehn Jahren und hat Banjokos Entwicklung von Anfang an in vielen Fotos festgehalten. In der Ausstellung wird eine Auswahl der ausdrucksvollsten Bilder und Momente gezeigt. Im Rahmen der Vernissage können ihre Bilder auch gekauft werden.

    Gorillas sind in freier Wildbahn wie alle Menschenaffenarten vom Aussterben bedroht. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich dieses Jahr an einer Kampagne zum Schutz der Menschenaffen. Der Erlös aus den verkauften Ausstellungsbildern fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen Ländern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natürlichen Lebensraumes und der Eindämmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen.

    Die Ausstellung wird bis Ende des Jahres im Afrikahaus des Zoos zu sehen sein.

    Foto (Heidrun Knigge): Banjoko mit 54 Monaten beim Spielen mit Papa „Bobo“
    (12.08.2011)
    Joshua Förg:   Die Weißschwanzmanguste wurde umgesiedelt!

    In der letzten Woche wurde die Weißschwanzmanguste des Heidelberger Zoos vom Menschenaffenhaus wieder zurück ins kleine Affenhaus zu den Hulmans umgesiedelt. Grund für den Umzug war ein Vorfall mit dem Grorillamännchen; dieser verletzte die Weißschwanzmanguste leicht. Sie ist nun eigentlich immer zu sehen!

    Eigentlich ärgerlich... Habe ich doch schon Stunden vor dem Gorillagehege verbracht und immer erfolglos. Umso schöner nun der Umzug :-)
    (10.08.2011)
    Zoo Heidelberg:   SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Zoo Heidelberg
    Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik „Tatjanas Tiergeschichten“ innerhalb der SWR Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmäßig.
    Am Donnerstag, 11. August ist Tatjana zu Gast im Zoo Heidelberg. Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten" bekommen die Besucher einen spannenden Film über ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie.

    (03.08.2011)
    Zoo Heidelberg:   Warum haben Tiger Streifen?
    Kinder erforschten die Raubtiere im Heidelberger Zoo

    „Raubtiere sind zwar gefährlich, aber doch manchmal ganz schön süß!“ sagte die achtjährige Maria. Sie hat ihr Urteil über Raubtiere geändert. Maria war eine der vierzehn tapferen Kids im Alter von 7 bis 12 Jahren, die letzten Samstag mutig in die Raubtierhöhle des Heidelberger Zoos zogen.

    Der erste Kooperationskurs zwischen der Zooschule und der Volkshochschule war voll ausgebucht. Gemeinsam wurde erforscht, welche Merkmale ein Raubtier ausmachen und geklärt, dass Erdmännchen, Robben und Otter auch Raubtiere sind. Haie, Riesenseeadler und Schlangen hingegen wurden von den Kindern am Ende des Workshops souverän aussortiert. Die Kinder lernten die Brechschere von Raubtieren kennen und konnten zum Beispiel erfahren, warum der Tiger Streifen hat. Ein Highlight war die Teilnahme an der Fütterung der Fossas. Die scheuen Raubtiere aus Madagaskar lassen sich eigentlich eher selten blicken. Im Beisein des Tierpflegers, der mit einem Eimer voll tierischem Futter zur Gruppe stieß, waren die Tiere aber sehr aktiv. Die Kinder konnten das typische Jagdverhalten und die Suche nach der Beute beobachten. Während dem Besuch bei den Raubtieren im Heidelberger Zoo wurde auch erklärt, warum viele Raubtiere in der Natur bedroht sind und was jeder Einzelne dagegen unternehmen kann. Am Ende verwandelten sich die Teilnehmer mit Hilfe von selbstgebastelten Raubtiermasken in Löwe, Tiger und Co.

    Am Samstag, den 20. August startet bereits der nächste Kurs zu Schlange, Schildkröte und Co. Dort werden dann die Reptilien im Zoo genauer unter die Lupe genommen. Anmeldungen nimmt die vhs Heidelberg unter Tel. 0 62 21/911 911 schon jetzt entgegen. Die erfolgreiche Kooperation zwischen Zooschule und vhs wird auch im nächsten Wintersemester fortgeführt und soll zukünftig sogar ausgebaut werden. Denn der Heidelberger Zoo hält noch viele Attraktionen parat, die die Kids erkunden können.

    (02.08.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Eine Liebesgeschichte der besonderen Art

    Eine „Liebesgeschichte“ der besonderen Art spielt sich derzeit im Heidelberger Zoo ab. Seit März dieses Jahres wird die Zebraherde des Tiergartens durch die Stute Kijana ergänzt und zählt nun neben dem Männchen fünf weibliche Tiere.

    Kijana verträgt sich ausgesprochen gut mit Hengst Ngoro und schürt somit Hoffnungen, dass sie die angestrebte Rolle der Zuchtstute erfüllen kann. Das Ganze erscheint zunächst nicht besonders ungewöhnlich, zumindest solange man Kijanas Vorgeschichte nicht kennt. Die Damara-Zebrastute lebte zuvor im Zoo Krefeld, wo sie ein sehr aggressives Verhalten sowohl gegenüber ihren Artgenossen als auch ihren Pflegern an den Tag legte. Dies ging sogar so weit, dass sie vom Rest der Herde isoliert werden musste. Da Zebras aber ausgesprochen soziale Herdentiere sind, war dieser Zustand nicht über einen längeren Zeitraum haltbar. Als mögliche Ursache für die Verhaltensauffälligkeit Kijanas wurde die Sozialstruktur der Krefelder Zebragruppe vermutet. Diese bestand aus einem Hengst und einer weiteren Stute, die beide jünger sind als Kijana. Normalerweise ist es die Rolle des Hengstes seine Damen zu dominieren und so für Ruhe in der Herde zu sorgen. Auf Grund des Altersunterschiedes gelang dies jedoch nicht.
    Der Heidelberger Hengst Ngoro hat eine ganz andere Lebensgeschichte. Er kam in jungen Jahren in die Heidelberger Zebraherde. Jedoch wurde er von den alteingesessenen Stuten Heidi, Hilda und Angela zunächst nicht als Herdenführer und bis heute nicht als Paarungspartner akzeptiert. Die drei Damen verbindet von jeher eine enge, stabile Freundschaft. Sie stehen fast immer einträchtig beieinander, weshalb sie von den Zoomitarbeitern liebevoll „Die drei von der Tankstelle“ genannt werden. Inzwischen tritt Ngoro innerhalb der Herde sehr dominant auf, was in der Vergangenheit bisweilen soweit ging, dass er andere Bewohner der Savannenlandschaft, wie die Blessböcke, angriff. Durch die Integration Kijanas erhoffte man sich nun, dass sie sich unterordnen und ihre alten Verhaltensmuster ablegen würde. Tatsächlich neutralisieren sich die beiden starken Zebrapersönlichkeiten gegenseitig, denn Ngoro muss all seine überschüssige Energie darauf verwenden, Kijana im Zaum zu halten. Der Hengst hat inzwischen das Interesse an dem Damentrio Heidi, Hilda und Angela gänzlich verloren und hält seine neue Favoritin getreu dem Motto „Spiel nicht mit den Schmuddelstuten“ mit vollem Körpereinsatz von ihnen fern. Ansonsten haben sich die Hoffnungen auf ein friedliches Miteinander innerhalb der Herde bestens erfüllt.

    Foto von „Rose von Selasinsky“: Die drei Zebradamen „von der Tankstelle“.
    (29.07.2011)
    Zoo Heidelberg:   Vom hässlichen Entlein zum stolzen Flamingo

    So mancher Zoobesucher wundert sich derzeit über die flauschigen grauen Federknäuel, die sich seit kurzem zwischen den Roten Flamingos tummeln und den langbeinigen, auffälligen Tieren auf den ersten Blick nicht so recht ähnlich sehen wollen. Dabei handelt es sich jedoch nicht etwa um hässliche Entlein sondern tatsächlich um Flamingo-Jungtiere.
    Innerhalb kürzester Zeit konnte sich der Zoo Heidelberg über dreifachen Flamingonach-wuchs freuen. Am 4., 6. sowie am 15. Juli schlüpfte jeweils ein Junges. Inzwischen haben die Küken ihre Nester verlassen und bilden, da sie meist beieinander stehen, fast schon eine Art Kindergarten. Obwohl die Jungtiere nur wenige Tage voneinander trennen sind deutliche Unterschiede hinsichtlich der Entwicklung zu erkennen. Das Kleinste stakst noch sehr unbe-holfen durchs Wasser und kämpft auf dem rutschigen Untergrund am Rande der Flamingo-insel mit dem Gleichgewicht. Küken Nummer zwei hingegen übt sich bereits fleißig im ein-beinigen Stehen, was bisweilen jedoch noch recht wackelig aussieht. Das älteste Junge hin-gegen verlässt seine Altersgenossen durchaus einmal und möchte wohl schon zu den „Er-wachsenen“ gehören. Für seine aufmüpfige Art erntet es hin und wieder auch mal einen leichten Kopfstoß von den älteren Vögeln. Nach ausgiebigen Erkundungen kehren die Klei-nen wieder in ihre kegelförmigen Nester zurück, um sich auszuruhen. Dort werden sie zu-meist von mindestens einem Elternteil bewacht. Das Ausbrüten und die Aufzucht der Küken ist unter Flamingos übrigens Sache beider Elternteile, wobei je Paar nur ein Ei gelegt wird. Mutter und Vater wärmen das Ei zunächst abwechselnd und auch das Füttern nach dem Ausschlüpfen wird von beiden übernommen. Dazu wird in der Speiseröhre eine spezielle Nährflüssigkeit gebildet, die den Jungen eingegeben wird.
    Erst nach und nach wandeln die mausgrauen Küken ihr Aussehen hin zur gewohnten Er-scheinung eines eleganten, farbenprächtigen Flamingos. Die typische, abgeknickte Form des Schnabels entwickelt sich erst nach zirka zwei Monaten, bis dahin sind die Jungen von der Versorgung durch die Eltern abhängig. Im Alter von zwei Jahren dann nimmt das Gefie-der die charakteristische rote Farbe an. Dies wird durch rote Farbstoffe, die die Vögel in frei-er Wildbahn über den Verzehr kleiner Krebstierchen erhalten, verursacht. Im Teich des Zoo Heidelberg finden die Flamingos diese Krebse zwar ebenfalls, jedoch reicht die Menge für die Anzahl der Vögel nicht aus. Deshalb werden zusätzlich entsprechende Farbstoffe zuge-füttert, um zu gewährleisten, dass sich die leuchtendrote Kolonie nicht in eine unscheinbare Gruppe hässlicher Entlein verwandelt.

    Foto: Flamingo-Küken inmitten der Großen (Heidrun Knigge)

    (25.07.2011)
    Joshua Förg:   Die Fossas leben auf der ehemaligen zweiten Goldkatzenanlage, diese wurde frei, als ein Männchen durch Krebs starb. Zeitweise waren auch die Binturongs in einem Flügel untergebracht, deren Anlage ist aber nun fertiggestellt, sodass sie umziehen konnten.
    (13.07.2011)
    Racool:   Die Rohrkatzen und Luchse haben getauscht. In der nach oben offenen Anlage bei dem Mäuse-Wagen am Teich sind jetzt die Luchse.
    (13.07.2011)
    Jan Beensen:   Leben in der Anlage nicht die Fossa?

    Was ist eigentlich aus dem offenen Rohrkatzengehege am See geworden?
    Bevor die Rohrkatze/n in das ehemalige Luchsgehege am Katzenhaus eingezogen ist/sind lebte/n sie dort.
    (12.07.2011)
    Rüdiger:   Die Goldkatzenzucht ist so in den Hintergrund gerückt.
    Gab es tödliche Verluste beim alten Zuchtpaar dieser schönen Katze und wird an einer neuen Paargewöhnung gearbeitet?
    (12.07.2011)
    Joshua Förg:   @Jan Beensen
    In Heidelberg hat sich zur Zeit einiges getan...

    Das Zwergotter/Binturonggehege ist fertiggestelt, beide Tierarten haben ihr neues Domizil bezogen; an der Schimpansenaußenanlage wird derzeit noch gebaut; das Schildkrötenhaus war eine Planung vor einigen jahren, darmals war die rede von einem Tropenhaus für Schildkröten, Nachttieren, Riesenottern und Flughunden.. Das ehemalige Tapirhaus wurde aber anscheinend als passender für die Riesenschildkröten angesehen, daher wurde aus diesem Tropenhaus nichts; die Riesenottern sollen aber noch im Verlauf der nächsten Jahre in den Zoo ziehen; das Parkhaus lässt dafür zur Zeit noch auf sich warten... Zum Gehege der Pumas habe ich leider auch nur Erwähnungen im Zooführer gelesen, ich vermute aber sie werden am Yellowstone-See am Alpakagehege gebaut. Vom Löwengehege gibt es aber schon konkrete Planungen, man aus einem Jeep in das Gehege schauen usw, nähere Informationen dazu findest du am "Informationshäuschen" neben dem Geysir. Des Weiteren habe ich noch von einer Savannenlandschaft gehört, in der Antilopen und Giraffen einziehen sollen und einem neuen Haus für Rhesusaffen, Hulmans und Rollowway-Meerkatzen. Der kleine Spielplatz neben dem Foody's-Restaurant wurde auch schon eröffnet.
    (12.07.2011)
    Zoo Heidelberg:   Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen im
    Zoo Heidelberg

    Am Sonntag, den 17. Juli steht der Zoo Heidelberg ganz im Zeichen des Schutzes der Menschenaffen. Im Zuge der Beteiligung des Zoos an der Artenschutzkampagne „Ape Campaign 2011“ können sich die Besucher an diesem Tag auf spannende, interaktive Weise über verschiedene Projekte zur Erhaltung unserer nächsten Verwandten informieren. Der Erlös der jeweiligen Aktionen fließt in Maßnahmen, die in verschiedenen afrikanischen Ländern sowie in Indonesien zur Bewahrung des natürlichen Lebensraumes und der Eindämmung der Jagd auf Menschenaffen beitragen. Besucher können sich auf ein vielfältiges Angebot freuen, es ist für Jeden etwas dabei. Infostände geben Auskunft über das Leben und die Bedrohung der beeindruckenden Tiere, während sich die Kleinsten beim Kinderschminken in ihren Lieblingszoobewohner verwandeln oder eben diesen beim Malwettbewerb der Zooschule zu Papier bringen: Es winken tolle Preise! Als schöne Erinnerung an diesen Tag besteht außerdem die Möglichkeit selbst einen Button mit Menschenaffen-Motiven anzufertigen oder künstlerische Fotoportraits der Tiere zu erwerben. Einige der Menschenaffen, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre Künstler und greifen gerne zur Kindermalfarbe. Die Werke, die dabei entstehen, können ebenfalls erstanden werden. Die Menschenaffen selbst können am besten während der kommentierten Fütterungen beobachtet werden. Um 11.00 Uhr werden zunächst die Orang-Utans gefüttert, bevor um 15.00 Uhr die Gorillas versorgt werden. Wilde Unterhaltung garantiert auch die Hunde-Agility-Vorführung, bei der um 12.00 Uhr auf der großen Flugwiese im Eingangsbereich zehn Hunde über einen Hindernisparcours jagen. Für die Leseratten unter den Besuchern steht ein bunter Bücherflohmarkt bereit, der nach Herzenslust durchstöbert werden kann. Darüber hinaus ist am Ausgang des Menschenaffenhauses ein Sammelbehälter für alte und defekte Handys zu finden. Das Recyceln von Mobiltelefonen verhindert, dass durch den Abbau des Erzes Coltan, welches als Metall verarbeitet Bestandteil eines jeden Handys ist, die Lebensräume der Tiere zerstört werden.
    Der Aktionstag zugunsten der bedrohten Menschenaffen verspricht nicht nur vielseitige Unterhaltung. Mit dem Besuch leisten Zoogäste gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der Menschenaffen.

    Foto: Orang-Utan Mann Ujian malt sehr gerne und betrachtet hier sein Werk. Seine und die künstlerischen Werke weiterer Menschenaffen im Zoo Heidelberg können am Aktionstag erworben werden (Heidrun Knigge)

    (12.07.2011)
    Manuel Becker:   War vor ca. drei Monaten in Heidelberg und da wurde sehr fleißig an den Außenanlagen der Schimpansen gebaut - das Gebäude war daher auch nicht zu umrunden wie sonst. Dieser Punkt wird also bereits angegegangen. Binturong-Anlage war seinerzeit in Bau, das neue Parkhaus war zumindest angekündigt. Zu den anderen Sachen habe ich bisher nix gehört.
    (12.07.2011)
    Jan Beensen:   ...habe das Pumagehege vergessen...
    (11.07.2011)
    Jan Beensen:   Weiß jemand über die ganzen Bauvorhaben vom Zoo Heidelberg Bescheid?
    Auf der HP des Zoos gibt es leider keine Seite bzw wenig Infos darüber.
    Ich habe da eine Menge Baustellen im Kopf:
    Löwenanlage, Menschenaffenaußenanlage, Riesenschildkrötenhaus, Binturong/ZwergotterAnlage; war von allem mal die Rede.
    Was wird wann umgesetzt?
    (11.07.2011)
    Zoo Heidelberg:   SHONA-Art im Zoo Heidelberg – eine Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe

    Am Sonntag, 10. Juli 2011 eröffnen der Zoo Heidelberg und SHONA-Art, eine Ausstellung beeindruckender Steinskulpturen aus Zimbabwe, die zu den Highlights der internationalen Steinbildhauerszene gehören. Die Ausstellung mit über 25 großen Skulpturen wird vom 10. Juli 2011 bis 30. September 2012 auf dem Gelände des Zoos zu sehen sein. Die Ausstellungsstücke stammen zu einem großen Teil aus der international bekannten Künstlerkolonie „Tengenenge“, welche als Zentrum der Steinbildhauerei des Landes gilt. Sie befindet sich im Herzen Zimbabwes und wurde von Tom Blomefield Ende der 50er Jahre ins Leben gerufen.

    Der Begriff „SHONA“ bezeichnet neben dem Volksstamm, der den Großteil der zimbabwischen Bevölkerung bildet, eben jene Skulpturen, die in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen haben. SHONA-Skulpturen sind eine individuelle Ausdrucksform, die traditionelle afrikanische Mythen und Legenden mit modernen Weltanschauungen verbindet. Die Vielfalt dieser zeitgenössischen Werke begeistert in ihrer universellen Formensprache ein breites Publikum und genießt in der Bildhauerei internationales Renommé. Führende Vertreter dieser Kunstrichtung zählen zu den besten Bildhauern der Welt. Ihre Werke sind in Museen und Sammlungen vieler Ländern zu finden. So sind SHONA-Skulpturen vom New Yorker „Museum of Modern Art“ über das „Museé Rodin“ in Paris bis ins „London Museum of Contemporary Art“ verbreitet.

    Zimbabwe, einst Kornkammer Afrikas, ist als krisengeschütteltes Land im Herzen Afrikas zu trauriger Bekanntheit gekommen. Nur die wenigsten wissen, welch großartige Kunst aus diesem Land kommt. Gerade in einer Zeit, in der diese Region vor allem durch dramatische Ereignisse in die Schlagzeilen geraten ist, ist es wichtig, die lebendige, gute und positive Seite Zimbabwes zu zeigen. Auch unter diesen Gegebenheiten ist daher besonders hervorzuheben, dass „SHONA-ART im Zoo Heidelberg“ nicht nur fantastische Exponate präsentieren kann, sondern auch dazu beiträgt, dass den Künstlern eine Existenz ermöglicht wird.

    Der Galerist Bastian Müller von SHONA-ART aus dem westfälischen Witten ist seit Jahren ein großer Förderer und Kenner der SHONA-Kunst und zeichnete bereits für diverse Ausstellungen verantwortlich, u. a. für die bundesweit beachtete Großausstellung „SHONA IM PARK“ im Dortmunder Westfalenpark in den Jahren 2008-2010.

    Foto: Skulptur Adler

    (06.07.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg und Stadtwerke Heidelberg werden Partner

    Am Montag, den 27. Juni haben der Zoo Heidelberg und die Stadtwerke Heidelberg einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Partner des Zoos im Rahmen seines neuen Sponsoring-Konzepts. Zum Auftakt der Kooperation überga-ben die Stadtwerke dem Zoo gleich zwei Pedelecs – Fahrräder mit elektrisch betriebenem Unterstützungsmotor – nebst Anhänger. Die Pedelecs werden künftig umweltschonend für Dienstfahrten außerhalb des Zoos eingesetzt und erleichtern Zoohandwerkern und Tierpfle-gern ihre Arbeit. Die Stadtwerke Heidelberg fördern die Elektromobilität per Zweirad als zu-nehmend wichtigeres Anwendungsfeld für Ökostrom und verbinden so soziales Engagement mit Klimaschutz. Mit dem Kooperationsvertrag zwischen dem Zoo Heidelberg und den Stadtwerken Heidelberg schließen sich zwei starke Partner in der Region zusammen, die für mehr Lebensqualität und ein attraktives Angebot weit über die Heidelberger Stadtgrenzen hinaus stehen.

    Der Zoo Heidelberg zählt zu den 50 besten Zoos Europas. 1934 vom Nobelpreisträger Prof. Carl Bosch gegründet, hat er eine beeindruckende Entwicklung hinter sich und blickt in eine aufregende Zukunft. Bei knapp 600.000 Besuchern pro Jahr entspricht die Besucherstruktur einem breiten Querschnitt der Bevölkerung. Der Einzugsbereich erfasst die Metropolregion flächendeckend und erstreckt sich weit darüber hinaus. Moderne Tiergehege – allen voran das 2010 eröffnete Elefantenhaus – dienen anderen Zoos als Beispiel für ihre Neuanlagen. Im Naturschutz gehört der Zoo Heidelberg zu den ersten Adressen. Innovativ soll es auch weitergehen. Eigene Mittel sind aber mehr als knapp. Im Rahmen seines neuen Sponsoring-konzeptes will der Zoo mit starken Partnern die Basis für einen weiteren Aufschwung legen. Je nach Umfang des Engagements bietet der Zoo die drei Kategorien Gold, Silber und Bron-ze an. Im persönlichen Gespräch werden dann gemeinsam maßgeschneiderte Kooperati-onsmöglichkeiten mit den Unternehmen entwickelt. Zoo und Sponsor müssen zusammen-passen – dafür sind die Stadtwerke ein hervorragendes Beispiel: Beide sind in der Region tief verwurzelt. Das Umweltengagement der Stadtwerke ergänzt die Umweltprogramme des Zoos, viele Produkte und Kompetenzen der Stadtwerke sind für den Zoo nutzbar und viele Leistungen des Zoos sind für Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke interessant – Traum-partner in vielen Bereichen. Die Stadtwerke Heidelberg sind der erste Goldsponsor des Zoos und engagieren sich mit Geld- und Sachleistungen.
    Private Sponsoren und Firmen interessieren sich zunehmend für den Zoo und entdecken ihn als Werbe- und Imageträger für sich. Zudem engagieren sich die Partner mittels des Zoos für Natur- und Artenschutz und Nachhaltigkeit: Beides zeichnet einen modernen Zoo aus.

    Foto Stadtwerke: v.l.n.r. Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Ener-gie; Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer Zoo Heidelberg; Dr. Klaus Wünne-mann, Direktor Zoo Heidelberg; Tiger

    (30.06.2011)
    Zoo Heidelberg:   Vierfacher Nachwuchs bei der Erdmännchen-Familie im Zoo Heidelberg


    Innig kuscheln sich vier possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. „Wir sind ganz begeistert von unserer gesunden Kinderschar“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. „Mit insge-samt neun Tieren haben wir nun eine quicklebendige Erdmännchen-Großfamilie. Da ist im-mer was los, immer wird irgendwo gebuddelt, gespielt und umher geflitzt“. Zoobesucher kön-nen das bestätigen – Erdmännchen zählen zu den Lieblingen im Zoo, nicht nur für Kinder. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten.
    Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raub-tiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typi-sches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühe-los fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skor-pionen.
    Die Kleinen wurden bereits am 15. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfäng-lich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Ein weiteres Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Fami-lienglück nichts geschieht. Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und zwar je en-ger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schla-fen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlan-ge entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Zoo Heidelberg zu beobachten, obwohl sie si-cher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

    Foto: Der Erdmännchen-Nachwuchs
    (22.06.2011)
    Liz Thieme:   Da kann ich dir nicht weiterhelfen, auch wenn ich der Meinung bin schon mal was darüber gehört zu haben. Bin mir aber nicht sicher.

    Aber allgemein mal was zum geplanten Umbau
    http://www.zoo-heidelberg.de/ein-neues-zuhause-fuer-unsere-loewen
    (15.06.2011)
    Sven P. Peter:   Weiß jemand wo der dritte Löwenkater (der unkastrierte) abgeblieben ist?
    (14.06.2011)
    Zoo Heidelberg:   N´Gambe ist Mutter

    Am Samstag, dem 4.6.2011 ist im Zoo Heidelberg ein kleiner Gorilla geboren worden. Für die 10 Jahre alte Mutter N`Gambe ist es das erste Junge. Sie kümmert sich liebevoll um das Kind, das wahrscheinlich ein Mädchen ist.

    Samstag, 4. Juni, 12 Uhr im Menschenaffenhaus des Zoo Heidelberg. Unbemerkt von den Besuchern aber unter den wachsamen Augen der Menschenaffenpfleger bekommt N`Gambe ihr erstes Kind. „Erstgeburten sind immer etwas Besonderes. Man weiß vorher nie, wie die Mutter mit dieser besonderen Situation umgeht. Und auf N´Gambes Niederkunft haben wir schon lange gewartet, so waren wir alle sehr gespannt,“ beschreibt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnnemann die Situation. Zuerst sah es so aus, als wenn N`Gambe im Außengehege niederkommen wollte, dann entschied sie sich aber doch für die Innenanlage. „Eine so ruhige erste Woche eines neugeborenen Gorillas haben wir noch nie erlebt“ freut sich der Revierleiter im Menschenaffenhaus Bernd Kowalski. Die ganze Gruppe, angeführt von dem 200kg schweren silberrücken Bobo, ist sehr entspannt. N´Gambe macht bislang alles richtig: Sie hält das Junge und legt es, wenn sie schläft, auf ihrem Bauch. Sie sucht sehr häufig die Ruhe der Schlafräume im Menschenaffenhaus auf und macht dem kleinen Raufbold Banjoko unmissverständlich klar, dass er mit dem Neugeborenen nichts zu schaffen hat. Besondere Freude kam bei den Tierpflegern auf, als am Mittwoch unübersehbar Milchkot an den Fingern von N´Gambe klebte. Viele erstgebärende Gorillas haben eine recht kleine Brust und dann ist immer die Sorge im Hintergrund, ob die Mutter überhaupt Milch hat. Doch bislang sieht alles sehr sehr gut aus.
    N´Gambe kam am 2. März 2010 aus dem Zoo Köln nach Heidelberg. Ihr Name bezeichnet eine besonders schöne Stelle an der Küste von Gabun. Sie ist in einer gut funktionierenden Sozialgruppe aufgewachsen und hat Geburten und Aufzuchten in ihrer Jugend beobachten können. „Mit dieser Nachzucht hat sich die Umstrukturierung der Gorillagruppe im letzten Jahr als richtige Maßnahme bestätigt. Wir haben Chuma, die in unserer Gruppe nicht gut verankert war, nach Givskud in Dänemark abgegeben. Dort hat sie sich sozial erheblich weiterentwickelt und scheint sehr glücklich zu sein. N´Gambe trägt in jeder Hinsicht positiv zum Gruppenleben unserer Gorillas bei“ erläutert der Zoodirektor.
    In den nächsten Tagen wird N´Gambe sicher oft nicht zu sehen sein. Gerade an den bevorstehenden Feiertagen wird der Zoo eventuell auch den Zugang zu den Gorillagehegen sperren, damit die ganze Gruppe, vor allem aber Mutter und Kind, genug Ruhe finden. Aber das hängt ganz davon ab, wie sich N´Gambe verhält. Bislang ist sie die Ruhe selbst.


    (10.06.2011)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen

    Der Zoo Heidelberg freut sich über Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen. Ihren Namen verdanken die kleinen Krallenaffen aus Südamerika ihrem langen weißen Schnurrbart, der links und rechts wie gezwirbelt absteht und an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Allerdings weisen die Bartspitzen der kleinen Affen nach unten. Der Schweizer Zoologe Emil Goeldi, der die Art für die Wissenschaft beschrieb, gab ihm den Artnamen „imperator“ wohl als Scherz. Aus dem Scherz wurde ein Name, der nach den Regeln der wissenschaftlichen Nomenklatur die Jahrhunderte überdauern wird. Bei den Kaiserschnurrbart-tamarinen tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.

    Mutter „Aurora“ und Vater „Rinaldo“ leben seit 2010 im Zoo Heidelberg und für die beiden ist es der erste gemeinsame Nachwuchs. Das Anfang April geborene Äffchen wird von beiden Elternteilen gleichermaßen liebevoll umsorgt. Wie bei allen Krallenaffenarten ist väterliche Fürsorge ganz normal und die Männchen beteiligen sich intensiv an der Jungenaufzucht. Besucher können beobachten, wie der Vater das Jungtier auf dem Rücken trägt und regelmäßig der Mutter zum Säugen überreicht. Mit rund drei Monaten wird der Nachwuchs ent-wöhnt und gegen Ende des zweiten Lebensjahres sind die Tiere geschlechtsreif.

    Die kleine Familie lebt in einem Gehege im Kleinen Affenhaus neben den Roloway-Meerkatzen. Sie teilen sich ihr Revier derzeit mit einer vierköpfigen Familie Zwergseidenaffen, die kleinsten echten Affen, die es auf der Welt gibt.

    Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen, kleine, allesfressende Primaten, die ausschließlich in Südamerika vorkommen. Ihre Fingernägel sind zu Krallen umgeformt, mit denen die Tiere nicht nur gut klettern können, sie ritzen damit auch die Rinde von Bäumen an, um an die begehrten Baumsäfte zu gelangen. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auch Früchte, Frösche, Vogeleier und Insekten, die sie geschickt mit ihren kleinen Händen fangen. Die hübschen Äffchen durchstreifen die oberen Baumschichten des Regenwaldes in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes werden sie im Freiland immer seltener, in den Zoologischen Gärten gibt es ein Erhaltungszuchtpro-gramm, das die koordinierte Nachzucht der Tamarine beaufsichtigt. Der Zoo Heidelberg nimmt seit 2011 am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Kaiserschnurrbarttamarin teil.

    (07.06.2011)
    Zoo Heidelberg:   Die produktivste Ecke des Zoos: Nachwuchs bei den Kängurus, Präriehunden und afrikanischen Zwergziegen


    Im Zoo Heidelberg trägt der Weg zwischen Streichelgehege und Präriehunden einen neuen Spitznamen: Babygasse. Denn in jedem Gehege sind Jungtiere angekommen: Bei den Prä-riehunden hat sich quirliger Nachwuchs eingestellt. Zwei der possierlichen Nagetiere wurden bereits gesichtet. Aber da Präriehunde sich gerne auch in ihren Höhlen aufhalten, kann es gut sein, dass in den nächsten Tagen noch weitere der flinken Zwerge mit ihrer Spielfreude die Zoobesucher erfreuen. Der Name Präriehund ist irreführend – denn mit Hunden haben die geselligen Tiere nichts zu tun. Präriehunde sind keine Raubtiere, sondern Nagetiere, die zur Familie der Hörnchenartigen gehören. Als solche sind sie verwandt mit den Murmeltieren und den Streifenhörnchen. Ihren Namen haben sie wegen ihrer bellenden Rufe erhalten. Sie leben in den weiten Gras- und Steppenlandschaften Nordamerikas. Zum Schutz gegen Kälte und vor Feinden wie Greifvögeln, Silberdachsen oder Kojoten legen die Präriehunde unterir-dische Höhlen und weit verzweigte Tunnelsysteme an. Präriehunde sind soziale Tiere, die ihre unterschiedlichen Aufgaben an alle Familienmitglieder verteilen: Sie pflegen sich gegen-seitig das Fell und helfen sich bei der Betreuung der Jungtiere. Auch werden die Eingänge zu ihren „Wohnungen“ immer bewacht. Entdeckt ein Präriehund einen möglichen Feind, so stößt er einen „bellenden“ Ruf aus, woraufhin sich alle Präriehunde verstecken.

    Nebenan bei den Roten Riesenkängurus gibt es ebenfalls Nachwuchs. Während die älteren Jungtiere schon auf dem Gelände umher hüpfen, zieht der jüngste „Joey“ – wie die Känguru-jungen in Australien genannt werden – noch den schützenden Beutel von Mama vor. Kängu-rubabies kommen als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt und wiegen bei der Geburt weniger als eine Maus. Sie müssen in den ersten Lebensstunden den Weg durch das Fell in den mütterlichen Beutel allein bewältigen. Dort angekommen, saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest und sind für über drei Monate nicht zu sehen. Danach beginnt die Phase, in der sich das kleine Känguru jetzt befindet. Die Außenwelt wird aus dem Beutel heraus erkundet, der Beutel aber noch kaum verlassen. Mal schaut ein Bein oder Schwanz heraus und manchmal ist sogar ein kleiner Kopf mit Ohren zu sehen – oder von jedem etwas gleichzeitig. Erschreckte Zoobesucher haben schon angerufen, ob das Kleine auch gesund ist und sich hoffentlich nichts gebrochen hat. Der Zoo kann beruhigen: Es erfreut sich bester Gesundheit und ist gelenkig wie alle kleinen Kängurus. Es dauert nicht mehr lange, dann beginnt es den „Außendienst“. Von seinen Exkursionen kehrt das Jungtier aber immer wie-der rasch in den mütterlichen Beutel zurück. Die Roten Riesenkängurus sind die größten Beuteltiere der Welt und stammen aus den trockenen Regionen Inneraustraliens.

    Noch ein Gehege weiter im Streichelzoo gibt es wieder viele Ziegenkinder, die nur darauf warten, von den Menschenkindern gestriegelt und gestreichelt zu werden.

    Bild: Präriehunde-Nachwuchs (Quelle: Heidrun Knigge)

    (26.05.2011)
    Ralf Wagner:   Dann ist die Nachtzucht in einem kleinen Park wie Memleben eine richtige Sensation ;-) (siehe Bild, voriges Jahr und es lebt auch, schläft nur).
    MM: das gleiche hab ich mich auch gefragt...
    BG
    (12.05.2011)
    Michael Mettler:   "Nachzuchten von Stachelschweinen sind in der Zoo-Welt recht selten" ???
    (12.05.2011)
    Zoo Heidelberg:   Seltener Nachwuchs bei den Stachelschweinen

    „Schön, ist es auf der Welt zu sein, sagt die Biene zu dem Stachelschwein …“. So trällerten Roy Black und Anita Anfang der 1970er Jahre ihren berühmten Kinderliedschlager. Ähnlich erfreut äußerte sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers, als er am 21. März ein gerade geborenes, winziges Stachelschweinkind erblickte. Gut 20 Jahre ist es her, seit der Zoo Heidelberg das letzte Mal Nachwuchs bei den Stachelschweinen vermelden konnte. Nachzuchten von Stachelschweinen sind in der Zoo-Welt recht selten. Umso größer ist nun die Freude über das weibliche Jungtier, das sich in den ersten Wochen mit seinen Eltern im schützenden Innengehege aufgehalten hat. Sehr zum Entzücken der Zoobesucher wagt das Kleine nun immer häufiger die ersten Schritte nach draußen. Im Zoo Heidelberg leben vier Stachelschweine gemeinsam mit den Waschbären in einem Gehege. Bei der täglichen Fütterung um 15.45 Uhr kann man dann alle Mitglieder der quirligen Wohngemeinschaft beim gemeinsamen Mahl beobachten. „Das Jungtier wird in den ersten Monaten von den Eltern nicht aus den Augen gelassen. Beide kümmern sich sehr gut um Ihren Nachwuchs und der Vater zeigt einen ausgeprägten Schutzinstinkt“, berichtet Kubacki.
    Stachelschweine sind trotz ihres namengebenden Stachelkleides nicht mit dem heimischen Igel verwandt. Zwar ist das auffälligste Merkmal des Stachelschweins das dichte Fell aus Stacheln und Spießen – und so lange Stacheln hat sonst kein anderes Tier. Ihre nächsten Verwandten sind aber, man mag es kaum glauben, die Meerschweinchen. Sie gehören zu den Nagetieren und dort zur Familie der Stachelschweine. Die beeindruckenden Stacheln können bis zu 40 Zentimeter lang werden, mit denen sich das Stachelschwein geschickt gegen Angreifer wehren kann. Die Stacheln stoßen dann aneinander und erzeugen ein lautes, rasselndes Geräusch.

    Foto: Stachelschwein-Nachwuchs (Rose von Selasinsky)

    (12.05.2011)
    Zoo Heidelberg:   Mit Affenzahn durch den Zoo…
    …heißt eine neue Veranstaltung der Zooschule Heidelberg. Die Veranstaltung findet statt am 3. Juni 2011 von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr (inklusive warmem Mittagessen) und richtet sich an Schüler ab 6 Jahren. Im Vordergrund stehen an diesem Tag die Affen des Heidelberger Zoos. Neben Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans leben auch kleinere Affenarten im Zoo. Zum Beispiel die kleinste Affenart der Welt: die Zwergseidenäffchen, die es zu entdecken gibt. An diesem Tag lernen die Teilnehmer viel Spannendes über Affen, aber selbstverständlich kommen auch Spiel und Spaß nicht zu kurz. Schließlich können die Schüler ihr Wissen in einem Affenquiz testen. Achtung: Der Vorverkauf für die Tickets dieser Veranstaltung hat bereits begonnen. Interessierte können ein Ticket an der Zookasse für € 45.- erwerben.
    Die Veranstaltung „Mit Affenzahn durch den Zoo“ ist eingebunden in die diesjährige Artenschutzkampagne „Ape Campaign“ des Europäischen Zooverbands, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen Veranstaltungen zum Schutz der Menschenaffen beteiligt. Das Ziel der Kampagne besteht aus zwei Teilen: Zum einen möchten die Zoos die Besucher über die Gefährdung unserer nächsten Verwandten informieren, zum anderen werden Geldmittel für ausgewählte Schutzprojekte gesammelt.

    Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!
    Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

    Foto: Kindergruppe bei den Gorillas

    (12.05.2011)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung „Fauna und Flora“ - Tiergemälde des Naturmalers Norman Will-Kerry im Zoo Heidelberg

    Ab Sonntag, 8. Mai, präsentiert der Heidelberger Zoo eine beeindruckende Ausstel-lung mit Tiergemälden des renommierten Naturmalers Norman Will-Kerry. Der Hei-delberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner hat die Schirmherrschaft über-nommen. Die Ausstellung ist bis zum 7. August im Afrikahaus des Zoos zu sehen.

    Norman Will-Kerry, geboren 1924, verbindet seit frühester Kindheit eine tiefe Liebe mit der Natur. Auf Umwegen und nach Überwindung vieler Hindernisse wurde aus der Neigung zur Malerei eine Lebensaufgabe. Nach einem privaten Malstudium be-gann er seine Laufbahn mit Stillleben, Landschaften und Portraits. Seine alte Tierlie-be brachte ihn schließlich dazu, Tiere zu malen. Studien in zoologischen Gärten und auf Reisen sowie die Freundschaften mit dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz, dem Tierfilmer und Verhaltensforscher Heinz Sielmann und dem Tierarzt und Verhal-tensforscher Bernhard Grzimek lieferten ihm viele inspirierende Erfahrungen. Über viele Jahre entstand eine Fülle von herausragenden Bildern aus der Natur und aus dem Tierreich. Seine zahlreichen Werke wurden in Europa, Japan, USA und Kanada gezeigt. Viele Bilder von Norman Will-Kerry befinden sich im Besitz von staatlichen Museen und in privaten Sammlungen im In- und Ausland.
    Foto: "Löwen" von Norman Will-Kerry
    (05.05.2011)
    Zoo Heidelberg:   „Zoo-Ferien“

    Auf die Plätze, fertig, Zoo…!
    In den Schulferien wollen so viele Kinder zu Elefanten, Eseln und Co., dass die Plätze für die Zoo-Ferien der Zooschule Heidelberg an Ostern bereits nach wenigen Tagen ausverkauft waren. 60 Kinder nahmen teil und hatten während der fünf Tage eine Menge Spaß mit den kleinen und großen Zootieren. Für die Ferienwochen an Pfingsten und für einige Wochen im Sommer sind momentan noch Plätze frei. Auch für interessierte Kinder aus Rheinland-Pfalz und Hessen bietet die Zooschule in der ersten Sommerferienwoche von 27.06. – 01.07.2011 die beliebten Ferienaktionen an. In jedem Fall erwartet die Teilnehmer im Alter von 6 bis 13 Jahren eine spannende Reise durch die Welt der Tiere, bei der sie viel lernen. Natürlich gibt es da auch einiges zu erleben, was Zoobesucher normalerweise nicht dürfen: Es werden Gehege ausgemistet, Tiere gepflegt und mit selbst gebasteltem Spielzeug beschäftigt. Selbstverständlich bleibt da der Spaß nicht auf der Strecke!
    Auch das beliebte Nachmittagsprogramm „Zoo-Ferien Plus“ von 12.30 Uhr bis 16.30 Uhr, das ergänzend zu den vormittäglichen Zoo-Ferien gebucht werden kann, findet wieder statt.
    Neu im Jahr 2011 gibt es das Angebot „Zoo hellwach“. Es kann ergänzend zu den Zoo-Ferien gebucht werden und beginnt um 8.00 Uhr mit einer flexiblen Bringzeit. Mit diesem Angebot will die Zooschule ihren Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Heidelberg leisten. Interessierte Kinder können also in diesem Jahr während der Ferien ihre Zeit von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr bei den Tieren im Heidelberger Zoo verbringen.
    Kosten (inklusive Zooeintritt):
    Zoo-Ferien (9.30 – 12.30 Uhr) = € 75,-
    Zoo-Ferien Plus (zusätzlich zu Zoo-Ferien; 12.30 – 16.30 Uhr) = € 125,-
    Zoo hellwach (zusätzlich zu Zoo-Ferien; 8.00 – 9.30 Uhr) = € 35,-

    Bei allen Veranstaltungen der Zooschule Heidelberg sind auch Kinder mit besonderen Bedürfnissen willkommen!
    Den aktuellen Terminkalender und weitere Informationen zu den Angeboten finden Sie auf der Website der Zooschule unter www.zooschule-heidelberg.de. Die Tickets zu den Veranstaltungen gibt es im Vorverkauf an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch telefonisch unter 06221-3955713.

    (03.05.2011)
    Zoo Heidelberg:   Deutschsprachige Tagung zur Tierbeschäftigung im Zoo Heidelberg
    06.-08. Mai 2011
    Eine Veranstaltung vom Zoo Heidelberg und dem Berufsverband der Zootierpfleger e. V.
    Der Berufsverband der Zootierpfleger e.V. gegründet 1993 im Zoo Frankfurt/Main mit mittlerweile 1100 Mitgliedern sieht sich als Sprachrohr des professionellen Zootierpflegepersonals in Deutschland, mit einigen Mitgliedern auch im benachbarten Ausland.
    • Das Hauptaugenmerk liegt auf der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Wildtierhaltung.
    • Die Verbesserung und Erweiterung des Ausbildungsberufes des Zootierpflegepersonals.
    • Der Informations- und Erfahrungsaustausch zur ständigen Verbesserung der Haltungsbedingungen von Wildtieren in Menschenobhut.
    • Die Förderung und Unterstützung des weltweiten Natur- und Artenschutzes.
    Schon kurz nach der Gründung des BdZ wurde eine Tagung zu diesem damals noch neuem Thema organisiert. Die dann im zweijährigem Abstand insgesamt viermal durch geführt wurden.
    1998 gab es sogar eine außerordentlich Tagung die sich nur auf Menschenaffen konzentrierte, der Anlass war die Veröffentlichung eines Ideenkataloges zur Beschäftigung von Menschenaffen verfasst von Bärbel Uphoff, Werner Golinowska und Carsten Knott, alle drei Menschenaffenpfleger und BdZ Mitglieder. Das Vorwort wurde von Dr. Jane Goodall geschrieben die ebenfalls bei dieser Tagung anwesend war. Dieser Katalog entstand in Kooperation mit dem Jane Goodall Institut und ist mittlerweile übersetzt ins Englische, Spanische, Französische, Russische, Indonesische und Chinesische.
    Ziemlich genau vor 10 Jahren gab es die vorerst letzte Tagung des BdZ zum Thema.
    Dass es jetzt zu einer Wiederbelebung im deutschsprachigen Raum gekommen ist, liegt an dem hoch engagierten Team hier im Heidelberger Zoo. Seit vielen Jahren kann man sich bei einem Besuch im Zoo Heidelberg mit eigenen Augen überzeugen wie hoch der Stellenwert der Tierbeschäftigung hier angesehen wird und mit wie viel Phantasie, Kreativität und Engagement das gesamte Personal sich bemüht, die Lebensqualität ihrer Schutzbefohlenen noch weiter zu steigern. Mit Fug und Recht kann der Zoo Heidelberg von sich behaupten, dass dies ein Ort ist in dem Langeweile keine Heimat hat.
    Mit der deutschsprachigen Tagung zur Tierbeschäftigung zeigt der Zoo Heidelberg aber auch ein Engagement weit über die eigenen Grenzen hinaus. Folgen doch dieser Einladung über 150 Personen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Vorwiegend Zootierpflegpersonal ,aber auch Personal aus anderen Instituten Pflegepersonal, Kuratoren und Tierärzte sind dem Ruf gefolgt und wollen sich treffen um sich von den Ideen anderer anregen zu lassen, eigene Gedanken zur Diskussion zu stellen aber auch in praktischen Workshops neue Fertigkeiten zu erwerben und neue Impulse mit in die Betriebe zu nehmen.
    Es steht uns sicherlich ein spannendes und Erkenntnis reiches Seminar am Wochenende vor uns, was eindeutig am umfangreichem und vielversprechendem Programm zu erkennen ist.

    Foto: Kea mit Ball
    (02.05.2011)
    Zoo Heidelberg:  
    Große Freude im Zoo Heidelberg – Roloway-Meerkatzenbaby gebo-ren

    Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 11. März 2011 das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den etwa 30 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Zoo Heidelberg hält mit sieben Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschli-cher Obhut. In Heidelberg dürfen sich die Besucher regelmäßig über Nachwuchs bei den Roloway-Meerkatzen freuen.
    Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren Heimatländern Ghana und der Elfen-beinküste. Die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung. Mit seinem Artenschutz-projekt WAPCA e.V. engagiert sich der Zoo seit vielen Jahren für den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder Rückschläge. Wild-fleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der für zahlreiche Tierarten in den Wäldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer an-deren Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Natur-schutz ist. Der Zoo Heidelberg hält zwei Gruppen Roloway-Meerkatzen. Eine lebt im kleinen Affenhaus, die andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen Bärten und ihren flinken Sprüngen durchs Geäst gehören sie zu den beliebtesten und ele-gantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in München und in einigen französischen Zoos sehen kann.
    Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm dieser sel-tenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. Für Mama Manou, eine äußerst fürsorgliche Mutter, ist es bereits das vierte Kind. Der Vater der ersten Jungtiere war noch das Männchen Yaya, das leider vor einigen Jahren starb. Lange musste der Zoo auf ein un-verwandtes neues Männchen aus einem anderen Zoo warten bis im letzten Jahr „Owen“ aus Doue la Fontaine in Frankreich als neuer Zuchtpartner für Manou an den Neckar kam. Alle Hoffnung lag auf ihm, würde er als neuer Partner von Manou akzeptiert werden? Vertragen sich die beiden Tiere? Doch die Sorge war unbegründet, es war Liebe auf den ersten Blick und das Resultat daraus springt nun durch das Gehege.
    In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mut-ter. Seit kurzem erkundet es seine Umgebung schon alleine und begeistert die Zoobesucher durch kecke Spielversuche.
    Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo führend, auch den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern Ghana und Elfenbeinküste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Kuratorin Sandra Reichler: „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfähigen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausge-storben sein“.

    Foto: Nachwuchs bei den Roloway-Meerkatzen


    (27.04.2011)
    Zoo Heidelberg:   Tierische Ostern im Zoo Heidelberg: Gorilla-Küsse, Ostereier und viele kleine Osterküken

    Was gibt es Schöneres, als mit der ganzen Familie einen Osterspaziergang in den Zoo zu machen? Im Heidelberger Zoo ist an den Osterfeiertagen für jede Menge Überraschung und Unterhaltung gesorgt. Im Afrikahaus gibt es für Kinder eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. Pünktlich zur Osterzeit sind aus zahlreichen Hühnereiern goldgelbe Küken ge-schlüpft. Die flauschigen Federbällchen sind in einem großen, zirkuszeltähnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und Hobelspänen untergebracht. Am Ostersonntag dürfen Ostereier auch im Zoo nicht fehlen. Poitou-Eselstuten Madeleine und Resi bekommen zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie schokoladene Überraschungseier zu den jungen Zoobesuchern tragen. Natürlich dürfen die beiden Esel-Damen dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Am Ostermontag veranstalten Zoo und Zooschule ein großes Osterfest rund um das Thema Menschenaffen. Das Fest findet im Rahmen der europaweiten Menschenaffenkampagne statt. Die Artenschutzkampagne wurde vom Europäischen Verband der Zoos und Aquarien (EAZA) ins Leben gerufen, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen weiteren Ver-anstaltungen zum Schutz der Menschenaffen beteiligt. Besucher können sich auf viele span-nende und informative Aktionen freuen wie kommentierte Fütterungen im Menschenaffen-haus, einem Vortrag über Menschenaffen, einem Affen-Quiz mit Preisverlosung bis hin zu bunten Buttons mit Menschenaffen-Motiven zum Selbermachen. An einem Infostand vor der Wiese des Menschenaffenhauses kann man mehr über Leben und Bedrohung dieser beein-druckenden Tiere erfahren. Dort gibt es eine besondere Überraschung – Küsschen von Go-rilla-Mädchen Kiki, denn Kiki feiert am Ostermontag ihren vierten Geburtstag. Einige der Menschenaffen des Heidelberger Zoos, darunter der pfeifende Orang-Utan Ujian, sind wahre Künstler und malen sehr gerne – natürlich mit Kindermalfarbe. Ein Teil dieser künstlerischen Werke kann am Infostand erworben werden. Ein bunter Bücher-Flohmarkt empfängt die Be-sucher gleich im Eingangsbereich. Alle Erlöse an diesem Tag fließen in Projekte zum Schutz der Menschenaffen.
    Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet

    Foto: Gorillamädchen „Kiki“

    (19.04.2011)
    Zoo Heidelberg:   Mit grauem Rücken trompeten – und doch kein Elefant!
    Zoobesucher, die die Südamerikavoliere betreten, werden neuerdings freudig aufgeregt begrüßt. Zwei etwa hühnergroße schwarze Vögel mit grauen Rücken stolzieren piepend zwischen den Menschenbeinen herum und zupfen auch schon mal an den Schnürsenkeln. Ist der neue Besucher ausreichend inspiziert, begeben sich die Vögel wieder etwas auf Abstand und fangen an überraschend tiefe Laute auszustoßen, die an ein Trompeten erinnern. Würde man nicht sehen wie sich der gefiederte Körper im Takt zu den Lauten rauf und runter bewegt, käme man nicht darauf wer der Sender dieser ungewöhnlichen Geräusche ist.
    Es sind Graurückentrompetervögel, die seit diesem Frühjahr in die begehbare Südamerikavoliere im Zoo Heidelberg eingezogen sind. Die geselligen Vögel, die entfernt mit den Kranichen verwandt sind, gewöhnen sich schnell an den Menschen und werden sehr zutraulich. In ihrer Heimat im nördlichen und zentralen Südamerika werden sie daher auch gerne als Haustiere gehalten. Bei den beiden Heidelbergern handelt es sich um zwei männliche Vögel, die im Zoo Paris geschlüpft sind. In Heidelberg haben sie sich gut eingelebt und teilen sich ihr neues Revier mit anderen Vogelarten wie Grünwangenamazonen und Guirakuckucken sowie Faultieren und Krallenaffen. Bisher empfangen sie die Zoobesucher am Eingang der Voliere und begleiten sie auch häufig bis zum Ausgang wieder, verlassen ihr Revier jedoch nicht, obwohl es für sie ein leichtes wäre, gemeinsam mit den verdutzten Besuchern durch die Tür nach draußen zu stolzieren. „Wir hoffen, dass es so bleibt“ schmunzelt Thomas Bersch, Revierleiter im Vogelrevier, „wenn sie anfangen auch außerhalb der Voliere auf Entdeckungsreise zu gehen, müssen wir sie leider in eine andere Voliere umsetzen, die für die Besucher nicht begehbar ist.“ Das wäre schade, denn die vorwitzigen Vögel gehören schon jetzt zu den Lieblingen der Besucher.

    Foto: Graurückentrompetervogel

    (19.04.2011)
    Zoo Heidelberg:   Am Sonntag, 17. April von 13.15 bis 13.45 Uhr strahlt die ARD den Dokumentarfilm: „Die Elefanten-WG. Neue Dickhäuter für den Heidelberger Zoo“ aus.
    Über zwei Jahre lang haben SWR-Autorin Katja Kreutzer und Kameramann Simon Fountain die Elefantenpfleger und die Mitarbeiter des Heidelberger Zoos bei diesem ungewöhnlichen Pilotprojekt begleitet und hinter den Kulissen umfangreiche Aufnahmen gesammelt. Freuen Sie sich mit uns auf einen spannenden Film.

    (11.04.2011)
    Henry Merker:   @Zoo Frankfurt:
    Doppelt hält besser ;)
    (04.04.2011)
    Zoo Frankfurt:   Weltpremiere in Heidelberg: Gandhi ist da. Vierter Elefantenbulle wird in Jungbullengruppe integriert

    „Gandhi“ ist da. Der fünfjährige Elefantenbulle hat die 15-stündige Reise von Kopen-hagen nach Heidelberg gut überstanden, freut sich Claus Petersen, Elefantenpfleger aus dem dänischen Hauptstadtzoo, der den Transport begleitet hat und noch einen Tag bei seinem ehemaligen Schützling bleibt.
    Mit „Gandhi“ begeht der Heidelberger Zoo eine Weltpremiere in der tiergärtnerischen Elefantenhaltung. In keinem anderen europäischen Zoo wurde bislang das Experi-ment gewagt, einen jungen Elefantenbullen in eine bereits bestehende Jungbullen-gruppe zu integrieren.
    Im Juni 2010 gründete der Heidelberger Zoo mit den drei „Jungen Wilden“ Voi Nam, Tarak und Thai die erste Elefanten-Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo. Das neue Elefantenhaus, in das die drei jungen Elefanten einzogen, war zwar von Anfang für vier Elefanten konzipiert – das heißt mit vier abtrennbaren Boxen, zwei Badebe-cken und großzügig gestalteten Innen- und Außengehegen. Der Zoo entschied sich aber zunächst für die Haltung von drei Elefanten, um ausreichend Erfahrungen zu sammeln, wie die Integration von jungen Bullen, die sich nicht kennen, gelingt. Die Hoffnungen wurden sogar übertroffen. Innerhalb von kurzer Zeit bildete sich eine stabile Gruppenstruktur mit dem ältesten Bullen Voi Nam als Leittier. Das Zusam-menleben der drei lebhaften Elefantenbullen funktioniert so gut, dass der Zoo sich entschloss, einen vierten Jungbullen aufzunehmen. In Abstimmung mit dem Europäi-schen Erhaltungszuchtprogramm fiel die Wahl auf den fünfjährigen „Gandhi“ aus dem Zoo Kopenhagen. In der Elefantenhaltung wird nun erneut Neuland betreten. „Wir wünschen uns sehr, dass die Zusammengewöhnung der vier Bullen erfolgreich ver-läuft“, betont Stefan Geretschläger, leitender Elefantenpfleger des Zoo Heidelberg. „Eine Prognose was wann geschieht ist schwierig, wir müssen jeden Tag neu bewer-ten“. Nach den guten Erfahrungen der letzten Monate gehen Pfleger und Zooleitung von einer positiven Entwicklung aus. „Wir freuen uns darauf, mit der Integration eines jungen Bullen in eine bestehende Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfah-rungen zu sammeln, die für die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind. Nun muss Gandhi nur noch seinem Namen Ehre machen und sich seinen Platz in unserer Gruppe gewaltlos sichern“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Am Anfang benötigt der junge Elefantenbulle Zeit und Ruhe, sich in seiner neuen Heimat einzugewöhnen. „Gandhi“ wird bis Samstag in seiner Box im neuen Elefantenhaus sich von der Reise erholen können und erste Rüsselkontakte zu seinen Mitbewohnern aufnehmen. In den nächsten Tagen wird er seine künftigen Mitbewohner kennenlernen. Wann das Vierergespann dann das erste Mal gemeinsam auftritt, en scheidet der Verlauf des Integrationsprozesses.

    Hintergrundinformation: Der Zoo Heidelberg hält derzeit die einzige Gruppe junger Elefantenbullen in Deutschland. Diese Haltungsform hat gute Gründe: Männliche Elefanten werden - ob in freier Wildbahn oder im Zoo - im Alter von etwa 4-5 Jahren aus ihrer Geburtsgruppe heraus gedrängt. In diesem Alter sind sie aber noch zu jung, um von den Kühen als Zuchtpartner akzeptiert zu werden. Damit diese jungen Bullen in der Zwischenzeit in einer natürlichen Sozialstruktur aufwachsen können, leben sie für einige Jahre bei uns in Heidelberg. Wie in freier Wildbahn auch, lernen die jungen männlichen Elefanten so das wichtige Gruppenverhalten. Wenn sie dann alt genug sind, können sie in einem anderen Zoo eine Zuchtgruppe übernehmen.

    Das Elefantenhaus in Heidelberg trägt den Bedürfnissen einer Elefantengruppe mit bis zu vier Tieren Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizte „Sporthalle“ mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, vier Boxen und den Zugang zu der 2000 m² großen Freianlage.

    Foto: Gandhi
    (04.04.2011)
    Henry Merker:   Wie bereits angekündigt, so ist der Jungbulle "Gandhi" mittlerweile wohlbehalten in Heidelberg angekündigt. Er ist auch schon zusammen mit den anderen drei Bullen auf der Außenanlage gewesen. Bislang scheint alles gut zu laufen.

    @Jan Jakobi:
    Es stimmt, dass "Gandhi" das letzte von "ChiengMai" gezeugte Elefantenkalb ist; aber es ist falsch, dass er dessen letzter Nachkomme sei. Davon gibt es momentan in Europa noch mindestens 20 lebende Vertreter. Unter anderem "Nayan" (Chester) und "Faya" (Rotterdam), wobei bei ihr sogar noch Blut von "Moohti" (Hannover) und "Motek" (Ramat Gan) fließt...
    (03.04.2011)
    Zoo Heidelberg:   Neue Tierart im Heidelberger Zoo – asiatische Kurzkrallenotter mit
    quirligem Nachwuchs

    Die Zwerge unter den Ottern leben schon seit August 2010 im Heidelberger Zoo – jetzt können Besucher sich an den Kurzkrallenottern mitsamt quirligem Nachwuchs erfreuen. Kurzkrallenotter sind auch als Zwergotter bekannt und in Südostasien hei-misch. Mit einem Gewicht von maximal fünf Kilogramm, einer Kopfrumpflänge von 45 bis 61 cm und einer Schwanzlänge von 25 bis 35 cm machen die Tiere ihrem Namen alle Ehre: Kleiner ist keine andere Otter-Art.
    Das schöne, neue Gehege mit Rutschbahn und Schwimmbecken direkt am Elefan-tenhaus musste erst fertig gebaut werden, bevor das Zwergotter-Pärchen einziehen konnte. Und schon kurz nach dem Einzug in ihr Innengehege kamen Ende Dezem-ber drei niedliche Zwergotter-Kinder zur Welt. Das Geburtsgewicht der Kleinen be-trägt gerade mal 50 Gramm. Die Jungtiere sind anfangs noch nackt und blind. Erst nach fünf bis sechs Wochen öffnen sie ihre Augen und ab der siebten Lebenswoche fangen Sie unter der liebevollen Aufsicht ihrer Eltern mit den ersten Schwimmübun-gen an. Um den Nachwuchs kümmern sich übrigens beide Elternteile zu gleichen Teilen. Das schöne Wetter lockt die Otterfamilie nun täglich nach draußen. Und da die quietsch fidelen Racker zu den tagaktiven Tieren gehören, können Zoobesucher sie gut beim Spielen beobachten. Kurzkrallenotter sind sehr gesellig – andere Otter sind in der Regel Einzelgänger – und kommunizieren mit einer Reihe von Lauten.

    Im Gegensatz zu anderen Otter-Arten, etwa dem Europäischen Fischotter, hat der asiatische Zwergotter nur sehr kurze Krallen, die nicht über die Fingerkuppen hinaus-ragen. Auch fehlen ihm große Schwimmhäute zwischen den Zehen. Dies bringt ihm Vorteile bei der Nahrungssuche, denn seine Beute besteht aus Schnecken, Krebsen und anderen Wirbellosen, nach denen er tastend am und im Gewässerboden sucht. Dies macht die Tiere zu gern gesehenen Gästen bei den Reisbauern in Südostasien, da die Zwergotter deren Felder frei von Ernteschädlingen (zum Beispiel Krebsen) halten. In Malaysia werden die Tiere auch für den Fischfang trainiert, obwohl sie eher selten Fisch jagen und fressen.

    Zwergotter zählen zu den gefährdeten Arten, was vor allem an der zunehmenden Zerstörung ihres Lebensraumes liegt.

    Foto der fünfköpfigen Familie: York von Selasinsky

    (29.03.2011)
    Jan Jakobi:   Alle drei sind sehr wertvoll für die Erhaltung ihrer Art.

    Denn:

    "Voi Nam":
    Sein Vater ist der einzige aus Vietnam stammende Bulle "Mekong", die Mutter "Trinh" stammt ebenfalls aus Vietnam.

    "Thai":
    Sein Vater "Hussein" ist aus Indien und noch ein echter Arbeitselefant gewesen und nicht wie "Mekong" als Baby in den Zoo gekommen.

    "Tarak":
    Sein Vater "Calvin" ist ein Ceylon-Bulle.

    "Ghandi":
    Sein Vater "Chieng Mai" ist der älteste noch lebende Elefantenbulle in einem Zoo, denn er wurde um 1959 in Thailand geboren.
    Leider ist "Ghandi" laut den bekannten Seiten über Elefanten der letzte Nachkomme "Chieng Mais".

    Ich glaube es wäre besser das Thema in den Thread Jungbullen-Gruppen" zu verlegen.

    (28.03.2011)
    Liz Thieme:   Ende der Woche
    (28.03.2011)
    Jan Jakobi:   Na, das ist ja eine schöne Nachricht!

    Hoffentlich versteht er sich mit meinem Lieblingselefantenbaby-Bullen "Voi Nam".

    Wann soll "Ghandi" einziehen?

    "Voi Nam" versteht sich sehr gut mit "Tarak" und "Thai".
    Alle drei Jungbullen kenne ich aus ihren Geburtszoos, wobei ich "Voi Nam" am längsten und besten kenne.
    (28.03.2011)
    Liz Thieme:   Nr 4 der WG steht fest. Jungbulle "Ghandi" aus Kopenhagen vervollständigt die Elefanten-WG. Damit wird Tarak dann die Nestäckchen-Rolle an ihn abgetreten.
    (28.03.2011)
    Zoo Heidelberg:   Die Zooschule Heidelberg startet erfolgreich ins Jahr 2011

    Einen echten Saisonstart gibt es in der Zooschule gar nicht mehr. Dass Mitarbeiter und Zooranger das ganze Jahr über aktiv sind, beweisen die Zahlen: In den Wintermonaten November, Dezember und Januar haben mehr als 2.000 Teilnehmer an Veranstaltungen der Zooschule teilgenommen.
    Auch die Mitarbeiter der Zooschule waren aktiv. Am 29. Januar 2011 luden sie zur Regionaltagung Süd-West des Verbandes der deutschsprachigen Zoopädagogen (VZP) ein. Thematisch angelehnt war das Treffen an das Internationale Jahr der Wälder 2011, ausgerufen durch die Vereinten Nationen. Den Zoopädagogen (u.a. aus Saarbrücken, Landau, Freiburg und Kronberg) stellte sich an diesem Tag die Frage, ob der Wald und Elemente der Waldpädagogik auch relevant für die pädagogische Arbeit im Zoo sein können. Inhaltliche Beiträge dazu gaben Jochen Kohn, Waldpädagoge vom Forstamt Heidelberg, Dr. Adrianne Deickert, aktive Zoorangerin und angehende Waldpädagogin, sowie Tamara Kalmbach, Zoopädagogin aus Worms.

    Trotz des sehr guten Starts in das neue Jahr herrscht in der Zooschule Vorfreude auf den Frühling sowie den eigentlichen Saisonbeginn.
    Am Gründonnerstag, den 21. April von 14.30 bis 17.30 Uhr findet Zoo-Ostern statt, eine tierische Osteraktion im Heidelberger Zoo! Hier wird der Spieß einmal herumgedreht: Die Kinder (ab 5 Jahren) basteln Osternester für die Tiere und verstecken sie. Die Tickets kosten Euro 15,-.
    An Ostermontag, dem 25. April 2011, steigt das bunte Fest „Der Osteraffe kommt!“ für kleine und große Zoobesucher, anlässlich der Menschenaffenkampagne des Europäischen Zooverbands. An diesem Tag finden viele Aktionen im Zoo statt. Neben kommentierten Fütterungen der Menschenaffen wird es auch einige Angebote speziell für Kinder geben, wie z.B. einen Malwettbewerb.
    In den diesjährigen Schulferien gibt es selbstverständlich wieder die beliebten Zoo-Ferien für Schüler ab 6 Jahren (Euro 75,-) von 9.30 – 12.30 Uhr. Ergänzend dazu können die Zoo-Ferien Plus (Euro 125,-) gebucht werden, das entsprechende Nachmittagsangebot von 12.30 – 16.30 Uhr inklusive gemeinsamen Mittagessen. Neu ist Zoo hellwach (Euro 35,-): Mit diesem Zusatzticket zu den Zoo-Ferien kann die Zeit bis zum Start der Zoo-Ferien tierisch gut überbrückt werden. Die flexible Bringzeit (ab 8 Uhr) für berufstätige Eltern wurde 2011 neu eingeführt. Von nun an können interessierte Kinder also den ganzen Tag, von 8.00 Uhr bis 16.30 Uhr, im Zoo verbringen.
    Die Zooschule Heidelberg bietet nicht nur Ferienaktionen für Kinder aus Baden-Württemberg. In der ersten Woche der Sommerferien von Rheinland-Pfalz und Hessen finden ebenfalls die beliebten Ferien im Zoo statt.

    Die Ferienaktionen (Zoo hellwach, Zoo-Ferien, Zoo-Ferien Plus) finden im Jahr 2011 an folgenden Terminen statt:

    • 26. – 30. April (Ostern)
    • 14. – 18. Juni (Pfingsten 1)
    • 20. – 25. Juni (ohne 23.6.) (Pfingsten 2)
    • 27.Juni – 1. Juli (Sommer Hessen/RLP)
    • 1. – 5. August (Sommer 1)
    • 8. – 12. August (Sommer 2)
    • 15. – 19. August (Sommer 3)
    • 22. – 26. August (Sommer 4)
    • 29. August – 2. September (Sommer 5)
    • 5. – 9. September (Sommer 6)
    • 10. – 14. Oktober (Herbst Hessen/RLP)
    • 31. Oktober – 5. November (ohne 1.11.) (Herbst)

    Für 2011 gibt es ein weiteres neues Angebot: die
    Vorschul-Zoo-Ferien (vom 12. bis 16.9.2011) richten sich an Kinder, die im Herbst 2011 eingeschult werden. Die Tickets kosten für die Zeit von 9.30 – 12.30 Uhr wie gewohnt Euro 75,- und sind im Vorverkauf erhältlich. Entsprechende Erweiterungstickets für die flexible Bringzeit „Zoo hellwach“ und das Nachmittagsangebot „Zoo-Ferien Plus“ können wie gewohnt erworben werden.

    Während der beliebten Zoo-Camps verbringen die Teilnehmer eine Nacht im Zoo! Unheimliche Geräusche, spannende Erkundung des Raubtierhauses, nächtliche Exkursion mit Fledermausdetektor und Nachtsichtgerät erwarten Kinder ab 8 Jahre im Zoo-Camp. Die Kosten belaufen sich auf Euro 50,-.
    An folgenden Terminen finden im Sommer 2011 Zoo-Camps statt:
    • 14./15.5.
    • 28./29.5.
    • 18./19.6.
    • 23./24.7.
    • 24./25.9.
    Neu im Jahr 2011 ist die Veranstaltung „Mit Affenzahn durch den Zoo“ am 3.Juni 2011 (Brückentag nach Christi Himmelfahrt) von 9.30 – 16.30 Uhr. Das Angebot anlässlich der Menschenaffenkampagne der EAZA (Europäischer Zooverband) richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 6 Jahre und kostet Euro 45,-. Die Teilnehmer erleben viel Spannendes rund um kleine und große Affen im Heidelberger Zoo.
    Bei den jährlichen Festen im Zoo ist die Zooschule selbstverständlich auch vertreten. Am 17. Juni bei der „Affenparty“, dem großen Sommerfest des Zoos, wird es rund um das Menschenaffenhaus viele Aktionen für Kinder geben. Für eine besondere Zielgruppe findet am 23. September 2011 eine Ü60-Zooparty statt, an der sich die Zooschule und ihre Zoobegleiter (sog. Zooranger) auch beteiligen werden.
    Ab Mitte Oktober startet Zoo-Intensiv (ehemals Zoo-Kurs) an unterschiedlichen Wochentagen. Hier finden sich die kleinen Tierfreunde über ein halbes Jahr zu festen Kleingruppen zusammen, um im Zoo intensiv etwas über Tiere, deren Lebensweise und deren Schutz zu erfahren. An folgenden Wochentagen finden ab 17. Oktober Zoo-Intensiv statt:
    • montags (Vorschüler): 15.00 – 16.30 Uhr
    • dienstags (Schüler): 15.00 – 16.30 Uhr
    • donnerstags (Schüler): 15.00 – 16.30 Uhr
    • samstags (Schüler): 10.00 – 11.30 Uhr

    Im Winter können interessierte Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren auch wieder an den Aktiven Wintertagen teilnehmen. Die Kinder werden erfahren, was Tiere bei Eiseskälte und Nahrungsmangel machen. Tierwanderungen, Winterruhe, Winterstarre und Winteraktivität sind Strategien, die wir bei Besuchen der Zootiere genauer anschauen. Was macht der Zoo im Winter eigentlich mit Zebras, Elefanten und Co., die in der Natur gar keinen Winter kennen? An den beiden Tagen werden die Teilnehmer mit vielen Aktivitäten auch selbst für die Tiere aktiv, z.B. werden Nistkästen gereinigt und eine besondere Nisthilfe gebastelt für einen guten Start ins neue Jahr. Termine für die Aktiven Wintertage (Kosten: Euro 70,-) sind:
    • 10. & 11. Dezember
    • 29. & 30. Dezember
    • 2. & 3. Januar 2011
    • 4. & 5. Januar 2011
    • 14. & 15. Januar 2011
    Die Tickets für die Veranstaltungen im Jahr 2011 sind ab sofort im Vorverkauf an der Zookasse erhältlich.
    Neben den festen Veranstaltungen aus dem Terminkalender bietet die Zooschule selbstverständlich auch viele andere Veranstaltungen an, wie z.B. Erlebnisreiche Rundgänge, Kindergeburtstage, Unterricht für Schulklassen „Zoo-Schule“, Bildungstag im Zoo und vieles mehr.
    Weitere Informationen zu den Angeboten der Zooschule Heidelberg erhalten auf der Website www.zooschule-heidelberg.de, während der telefonischen Sprechzeiten (Mo + Do von 14 – 16 Uhr sowie Di + Mi von 10 – 12 Uhr) unter 06221-3955713 oder per E-Mail: info@zooschule-heidelberg.de.

    (22.03.2011)
    Zoo Heidelberg:   Unbekannte Tierart im Heidelberger Zoo. Der Binturong – was ist denn das?

    Katze, Marder oder Bär? Auf den ersten Blick weiß man wirklich nicht so recht, in welche Tiergruppe man den Binturong einordnen soll. Denn wer kennt sie schon, die schwarz-grauen, kleinbärenähnlichen Schleichkatzen mit dem buschigen Schwanz und den großen, bernsteinfarbenen Augen? Es gibt sie nur selten in Zoos zu sehen und ihre Heimat ist weit weg von Deutschland. Die Binturongs bewohnen Wälder in Südostasien von Hinterindien bis nach Assam, Sikkim, Bhutan und Nepal und einigen Inselstaaten.
    Der Heidelberger Zoo hält seit Sommer 2010 ein Pärchen. Das Weibchen kam aus dem Zoo Amsterdam, das Männchen wurde im Tierpark Berlin geboren. Beide werde Mitte des Jahres zwei Jahre alt. Noch wohnen die beiden in einem Übergangs-Gehege neben den Fossas, der seltenen Raubtierart aus Madagaskar und gegenüber dem Flamingosee. Bald aber zie-hen sie um. Direkt am Elefantenhaus ist ihr neues und großzügiges Gehege schon fast fer-tig.
    Die Tiere sind groß und kräftig und erreichen ein Gewicht von 15 Kilo und mehr. Ihre leuch-tend großen Augen weisen darauf hin, dass sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Als Alles-fresser ernähren sich neben Vögeln, Insekten und Kleinsäugern überwiegend von Früchten. Obwohl ihre Bewegungen tollpatschig wirken, sind die Binturongs außerordentlich gute Klet-terer, die hervorragend an ihren Lebensraum angepasst sind. So können sie sich mit ihren scharfen gekrümmten Krallen auch in schwierigem Terrain sicher hoch oben auf den Bäu-men halten. Der Schwanz dient dabei als Greif- und Balancierorgan, mit dem sie geschickt in Bäumen klettern können.
    Im Spielverhalten offenbaren sie ihre durchaus akrobatische Ader. Zum Repertoire gehören neben waghalsigen Kletterpartien auch Purzelbäume. Manchmal überschätzen sie ihre Fä-higkeiten jedoch und landen bei versuchten Saltos auf dem Rücken. Vor allem in Zoos erhal-ten sich Binturongs ihr verspieltes und zutrauliches Wesen bis ins hohe Alter, was sie für Zoobesucher besonders interessant macht.

    Foto: Binturong beim Fressen
    (14.03.2011)
    Zoo Heidelberg:   Kugeliger Gürteltiernachwuchs im Heidelberger Zoo

    Der Heidelberger Zoo freut sich über Nachwuchs bei den Kugelgürteltieren. Das Kugelgürtel-Jungtier, wurde am 15. Februar geboren. Noch hat der Kleine die Größe von einem Tennis-ball. Erwachsene Kugelgürteltiere sind zusammengerollt ungefähr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm.

    Kugelgürteltiere stammen aus dem mittleren Südamerika, wo sie Graslandschaften, Busch-landschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Der Heidelberger Zoo züchtet die pos-sierlichen Tiere seit 2004 und hat seitdem 13 Jungtiere erfolgreich aufgezogen, von denen viele in zahlreichen anderen europäischen Zoos leben. Die possierlichen Tiere haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr vollständig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verber-gen sie die Beine im Inneren. Die harte Oberseite des Kopfes und des Schwanzes bilden den Verschluss – fertig ist die Kugel. Ihr braun gefärbter Körper besitzt einen lederartigen Panzer aus Hornplatten. Weil diese Platten in Reihen angeordnet sind, erinnern sie im Aus-sehen an einen Gürtel – daher auch der Name Gürteltier. Sie besitzen einen schmalen Kopf mit spitzer Schnauze, einen sechs bis acht Zentimeter langen Schwanz und sind recht hoch-beinig. Die Vorderfüße haben vier Zehen mit ziemlich scharfen Krallen. Ein erwachsenes Kugelgürteltier wiegt etwa eins bis 1,6 Kilogramm und wird zwischen 35 und 45 Zentimeter lang. Dank ihrer effektiven Verteidigungsmethode haben Kugelgürteltiere außer dem Men-schen wenig natürliche Feinde. Die Menschen jagen diese Tiere vorwiegend wegen ihres Fleisches. Darüber hinaus wird ihr Lebensraum immer weiter eingeschränkt.

    Die flinken Tiere gehören zu den „geheimen Stars“ im Zoo und „Arnold“, der muntere Gürtel-tiermann, ist oft in der beliebten Tierpflegersprechstunde (Treffpunkt täglich um 12.00 Uhr am „Kleinen Affenhaus“) dabei.

    (01.03.2011)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung im Heidelberger Zoo: Jacklyn Gratzfeld – Der indonesische Regenwald


    Ab dem 27. Februar 2011 präsentiert der Heidelberger Zoo Ölgemälde, Pastelle und Radie-rungen der amerikanischen Künstlerin Jacklyn Gratzfeld. Die Ausstellung im Afrikahaus zeigt ausdrucksstarke Impressionen von Orang-Utans, Tigern, Vögeln, Schmetterlingen und dem einzigartigen Regenwald des größten Inselstaates der Welt. Jacklyn Gratzfeld möchte aber nicht nur die Schönheit der Lebewesen und des Regenwaldes portraitieren. Sie engagiert sich ebenso für deren Schutz. Die Regenwälder Indonesiens werden so schnell vernichtet wie in keinem anderen Land der Welt. Mit verheerenden Folgen für das Weltklima und die biologische Vielfalt: Der Archipel hat derzeit die längste Liste an vom Aussterben bedrohten Arten.
    Am Sonntag, den 27. Februar um 11.00 Uhr hält Jacklyn Gratzfeld in der Zooschule einen bebilderten Vortrag über den indonesischen Regenwald und seine Bewohner. Im Anschluss wird um 12.00 Uhr die Ausstellung im Afrikahaus eröffnet. Ein Stand der Naturschutzorgani-sation „BOS Deutschland“ begleitet die Ausstellungseröffnung mit vielen Informationen zum Schutz der Orang-Utans. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen.
    Ein Großteil ihrer Gemälde entstand auf einer Reise im Frühjahr 2010. Jacklyn Gratzfeld besuchte den Regenwald in Kalimantan und die Orang-Utan Auffangstation „Nyaro Mentang“ der „Borneo Orangutan Survival Foundation“ (BOS). Dort hatte sie eine Sondergenehmi-gung, 200 Orang-Utans zu zeichnen und zu fotografieren. Die „BOS Foundation“ ist die größ-te Primatenschutzorganisation der Welt, mit derzeit rund 900 Orang-Utans in ihrer Obhut. BOS rettet wilde, meist erwachsene Orang-Utans aus Palmölplantagen und bereitet aus Pri-vathaltung beschlagnahmte, meist junge Orang-Utans auf ihre Auswilderung vor. Zwar gibt es seit Jahrzehnten in Indonesien ein Gesetz, das die Jagd, den Handel und den Besitz ge-schützter Arten verbietet. Und auch international sind Orang-Utans geschützt. Trotzdem ist beides weiterhin ein großes Problem, denn durch die Brandrodungen und den Anbau von Palmölplantagen wird der der Lebensraum für Tiere und Menschen rasend schnell zerstört. Das Öl, das dort produziert wird, kommt auch in Deutschland an: In Shampoo, Margarine oder Seife. Besonders die gestiegene Nachfrage nach Biodiesel als vermeintlich ökologisch nachhaltiger Treibstoff hat Indonesien dazu veranlasst, weitere Flächen mit Ölpalmen zu bepflanzen. Noch immer werden dafür Waldflächen gerodet.

    (22.02.2011)
    Ronald Masell:   Ich würde MMs Aussage bezüglich der bShettis insofern erweitern, das Kinder nicht nur lieber die Kleinen "süssen" Pferde sehen, anstatt der grossen, dunklen Kühe, sondern Jungtiere besser abzugeben sind und ihr Unterhalt günstiger ist , ergo: Shetties sind wirtschaftlicher und darauf kommts heute mehr denn je an
    (22.02.2011)
    Sacha:   @MM: Kein Problem. Es geht auch so: Der Platz liesse sich für diverse im Zoo vorhandene Affenarten nutzen (wiederum bei entsprechender Anpassung).

    Aber selbst wenn man es nur aus der Sicht "Shetlandpony ODER Gayal" sieht, war die Entscheidung richtig. Beides Haustiere. Aber auf der einen Seite eine Art, die für junge Besucher sehr attraktiv ist, weil sie sich reiten und streicheln lässt. Auf der anderen Seite eine Art, die im "internen Haustiervergleich" vielleicht bedrohter, ONB aber ziemlich gleichgültig ist und viel Platz braucht. Platz, der in Heidelberg offenbar nicht vorhanden ist (aber vielleicht dafür in einem Haustierpark).

    PS: Mir fällt gerade ein, dass man evtl. mit einer südamerik. Affenart plus Grosser Ameisenbär sogar zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen könnte: Mehr Platz für eine bereits vorhandene und bedrohtere Art als der Gayal plus noch zusäztlich eine attraktive, didaktisch interessante und gefährdete Art dazu. Voilà.
    Die Ponys, wenn man sie aus den erwähnten Gründen behalten will, könnten zum Beispiel zu den Eseln, Ziegen oder Kamelen umziehen resp. dort als neue Mitbewohner einziehen.
    (22.02.2011)
    Michael Mettler:   Ich habe einen alten Thread "Welche Tiere sind 'zoowürdig'?" gefunden und für die Weiterführung genutzt. Denn letztlich ist ja Kernpunkt der Diskussion hier, ob Haustiere heutzutage noch in Zoos gehalten werden sollten.
    (21.02.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Ich schlage vor, die Grundsatzdiskussion Wildtier/Haustier in einen passenderen Thread zu verlagern, damit wir uns hier nicht zu sehr vom Thema Heidelberg entfernen. Ich schaue gleich mal nach was Passendem.

    Zu Heidelberg: Deine Träume von Anoa & Co. in allen Ehren, aber lies bitte die Pressemitteilung noch mal genau durch. Es geht nämlich nicht darum, dass die Gayale Platz machen für eine neu in den Bestand kommende Wildtierform, sondern um Artenreduzierung aus Platzgründen. Da steht also - zumindest vorerst - keine neue Art in den Startlöchern. Vielmehr mussten die Gayale (in der PM immerhin als attraktive Tierart bezeichnet) den Shetlandponys weichen, weil deren bisheriges Areal für Parkmöglichkeiten gebraucht wird. Und ich meine mich zu erinnern, dass Shetlandponys nicht zu den bedrohten Wildtieren zählen. Aber sie sind bei Kindern beliebt, und das scheint beim Entweder-Oder den Ausschlag gegeben zu haben.
    (21.02.2011)
    Sacha:   Aber gern:)

    Inwieweit sind die weissen Blessböcke überhaupt das Resulatat einer Zucht, also den Eingriff durch den Menschen? Respektive: Konnten die Weisslinge nur überleben, weil der Mensch eingriff?
    Und leben alle Weisslinge auf Game Farmen und keiner in der Natur?
    Um mal Deine oft genutzte Argumentation zu gebrauchen: Wäre es nicht möglich, dass eine natürliche Inzucht zu den Blessbock-Weisslingen geführt hat, weil z.B. deren Habitat durch grosse Flüsse, Zäune, Siedlungen oder stark befahrenen Strassen von anderen Blessbock-Populationen getrennt ist?
    Reicht eine Hybridisation von zwei Unterarten (Blessbock/Buntbock) schon, damit sich eine Art "auf dem Weg zur Domestikation" befindet?

    Zur Bezoarziege: Ob und wo es noch Kreta-Bezoarziegen ohne Hausziegeneinkreuzung gibt, da kann nur ein Forscher kompetent Auskunft geben, der sich mit dieser Thematik befasst. Mein Wissenstand ist der, dass es noch REINE Kreta-Bezoarziegen in freier Wildbahn gibt.
    Das grundsätzliche Problem ist ja: Zusammenmixen geht immer, aber auseinanderklamüsern ist dann wieder schwieriger oder sogar unmöglich. Sprich: Wenn man gar nicht auf die Reinheit der Kreta-Bezoarziege achtet, wird sie eines Tages in "die Ziege" aufgehen, bis dann plötzlich doch festgestellt und anerkannt wird, dass es mal eine eigene, wilde UA war.
    Ich habe übrigens nie ausgeschlossen, dass es verwilderte Haustiere gibt, die (wieder) wildform-typische Merkmale zeigen. Aber sie werden dann von der Wissenschaft immer noch als HAUSTIERE bezeichnet(genauso übrigens wie die sogenannten Rückzüchtungen). Und ich wüsste nicht, welcher Forscher die Gioura- und Juan-Fernandez-Ziegen je als etwas anderers als verwilderte Haustiere bezeichnet hätte.
    Ich wäre mir auch nicht so sicher, ob man nicht sogar in neuerer Zeit (ab den 80er Jahren) auch in Zoos (vor allem ehemaliger Ostblock oder westliche Kleinzoos) nicht doch Dingos mit Haushunden gekreuzt hat.

    Zu Heidelberg: Als mögliche Nachmieter wären u.a. die leider bereits abgegebenen Schabrackentapire in Frage gekommen. Wenn aus Platzgründen ein Zuchtpaar nicht in Frage kommt, dann auch ein Einzeltier zur vorübergehenden Einstellung. Weitere noch bedrohtere Wildformen könnten (entsprechende Gehegeanpassungen an der vorhandenen Fläche vorausgesetzt) Anoas, Hirscheber, Waldhunde, Grosse Ameisenbären, Riesenotter oder sofern erhältlich die eine oder andere Ducker- oder Kleinkänguru-Art sein. Du siehst, der Möglichkeiten gibt es viele und m.E. sind sie alle besser als die Gayale.
    Und weil wir schon mal dabei sind: Noch fehlt mir Deine Antwort zum Punkt Didaktik.
    (21.02.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Na, dann testen wir doch gleich mal deine wiedergewonnene Power ;-)

    Auch wenn man den Farbschlag Weiß außer acht lässt, werden Blässböcke im südafrikanischen Game farming teilweise auf mehr Größe selektiert und mit Buntböcken verkreuzt, um "bessere" = wirtschaftlich interessantere Tiere zu bekommen. Diese Tiere leben auf umfriedetem Farmland und sind zwar vielleicht nicht von Zufütterung durch den Menschen abhängig, aber vielerorts sicherlich von künstlich angelegten Wasserstellen. Und neben der Fleischnutzung werden viele von ihnen zu kultischen Zwecken getötet (Jagdtourismus). Das würde ich durchaus als "auf dem Weg der Domestikation" bezeichnen, und der Schritt zum Status des Gayals ist m.E. nicht sonderlich weit.

    Zur Möglichkeit der Haustierwerdung durch Inzucht stimme ich zu, genau das meinte ich mit der Eventualität eines kleinen Genpools schon im Heimatland des Gayals.

    Was die Kreta-Bezoarziege betrifft: Erstens ist sie möglicherweise gar kein echtes Wildtier, sondern entspricht im Status dem Dingo - und den hast du meiner Erinnerung nach immer als Haustier klassiziert. Zweitens: Wer sagt, dass der wild lebende Bestand der Kreta-Bezoarziege frei von Haustiereinkreuzung ist? Es gibt auch andere Beispiele verwilderter Hausziegen, die - ob nun über Selektion oder vielleicht auch bedingt durch relativ gleichförmig gefärbte Ausgangstiere - sehr wildtierartig geblieben/geworden sind wie z.B. die Gioura- und die Juan-Fernandez-Ziege. Deswegen MUSS man in Zoos diese "Typen" nicht gleich mit anderen Hausziegen kreuzen. Hier werden ja auch keine Dingos mit anderen Hunden gekreuzt - und keine Gayale mit Gaur...

    Und um auf Heidelberg zurückzukommen: Welche "womöglich noch bedrohte Wildform" durfte denn im Zoo verbleiben, weil statt ihrer die Gayale abgegeben wurden? Weder die im gleichen Gehegekomplex gehaltenen Kamele noch die nachnutzenden Shetlandponys fallen in diese Kategorie. Und Ullis Aussage "Elefanten statt Gayale" trifft den Punkt übrigens auch nicht, denn die (Ex-)Anlage der Gayale befindet sich nicht mal in der Nachbarschaft der Elefanten (stellt also keine potenzielle Erweiterungsmöglichkeit für diese dar), und auf ihr wurden jetzt auch keine Tiere untergebracht, die der schon vollzogenen Erweiterung der Elefantenanlage weichen mussten.
    (21.02.2011)
    Sacha:   @MM: Also dann kreuzen wir munter Kreta-Bezoarziegen mit Hausziegen, da wir ja mit dieser "Schwarzweissmalerei" aufhören sollen, oder?
    Tut mir leid, dem kann ich mich überhaupt nicht anschliessen. Ich sehe es vielmehr wie @Ulli: Besser eine Haustierform abgeben als eine womöglich noch bedrohte Wildtierform. Dies gilt insbesondere für Grosszoos, die nicht massenhaft Platz zur Verfügung haben.
    Allerdings hätte ich ebenfalls nichts dagegen, wenn sich Warder und andere Kleinzoos oder Heimtierparks um den Gayal kümmern wollen.
    Zum Thema Inzucht: Ist es nicht so, dass Haustiere GERADE durch Inzucht entstanden sind. Also wo ist das Problem beim Gayal (SOFERN er wirklich nur eine Haustierform ist)?
    Und reichen gewisse Merkmale aus, um Blessbock und Kornnatter als "auf dem Weg zur Domestikation" zu bezeichnen? Immerhin sollen doch z.B. Weisse Tiger in Indien durch einen natürlichen Umstand (Mutation) enstanden sein.... Der Tiger also auch auf dem Weg zum Haustier?:)
    Ich persönlich bin übrigens auch nicht der Meinung, dass ein Gayal didaktisch wertvoller ist als z.B. ein Tapir - ausser man zeigt sowohl Gaur wie Gayal zum Vergleich. Und das kommt in Heidelberg aus den schon erwähnten Gründen sowieso nicht in Frage.

    Kurz: Hier macht eine Abgabe wirklich einmal Sinn.

    PS: War die letzten 14 Tage durch eine Lungenentzündung flachgelegt. Jetzt ist aber wieder Saft da für verbale Fights...:)
    (21.02.2011)
    Zoo Heidelberg:   „Zoo-Karneval“: Fell, Farbe und Stacheln –
    die Kostüme der Tiere

    Ob Prinzessin oder Cowboy, Tiger oder Marienkäfer, zu Karneval verstecken sich jung und alt in einem Kostüm. Eine Faschingsveranstaltung der ganz besonderen Art wird am Samstag, den 05. März 2011 für Kinder und Jugendliche im Tiergarten Heidelberg stattfinden.
    Beim genauen Hinschauen werden die Kinder feststellen, dass sich auch die Tiere im Zoo verkleiden. Dicker Pelz, Punkte, Stacheln, Streifen oder bunte Federn, bei den Tieren im Heidelberger Zoo können die Teilnehmer von Zoo-Karneval eine unglaubliche Vielfalt an pfiffigen Verkleidungen finden. Ist das Maskerade oder eine Notwendigkeit? Dieser Frage und vielen weiteren (auch lustigen) gehen wir auf die Spur.
    Von 14:00 bis 17:00 Uhr können Kinder und Jugendliche von 5 bis 12 Jahren im Heidelberger Zoo selbst aktiv werden. In kleinen Gruppen erleben die Teilnehmer ganz besondere Tiere, spielen deren Aussehen und Verhalten nach und können sich selbst als Forscher betätigen. Mit viel Spaß und Entdeckerfreude wird dabei ein Rallyebogen ausgefüllt, für den es am Ende sogar eine kleine Überraschung gibt. Mitzubringen sind gute Laune, viel Neugier und natürlich, für jeden der möchte, ein tolles Kostüm.
    Die Tickets für Euro 15,- sind bereits im Vorverkauf an der Zookasse erhältlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 062213955713.

    (21.02.2011)
    Michael Mettler:   Nirgendwo ist festgelegt, dass Zoos sich nur noch um "echte" Wildtiere kümmern sollten. Wer Besuchern etwas über Biodiversität beibringen will, darf um Tiere, die in unterschiedlichem Grad vom Menschen beeinflusst wurden (um den Begriff der Domestikation mal anders zu umschreiben) keinen Bogen schlagen, denn jedes in seinem Ursprungsgebiet halbwild "gehaltene" Tier ist auch ein Teil des dortigen Ökosystems und möglicherweise sogar in irgendeiner Form dafür wichtig. Zudem befinden sich auch heute noch Tiere auf dem Weg der Domestikation, ohne dass man ihre Präsentation in Zoos in Frage stellt - das reicht vom Blässbock bis zur Kornnatter. Andersrum gibt es Anzeichen dafür, dass manches heutige frei lebende Wildtier Haustiere unter seinen Vorfahren hatte (z.B. der Westliche Timberwolf) oder auf im Frühstadium der Domestikation wieder verwilderte Vorfahren zurückgeht (z.B. das Europäische Mufflon). Die Schwarzweißmalerei Wildtier/Haustier ist also unbiologisch und sollte auch didaktisch nicht (mehr) angewandt werden.

    Ja, der Genpool der europäische Zoo-Gayale ist eng und der Vergleich mit der Kaama, die wir gerade an anderer Stelle diskutieren, liegt auf der Hand. Allerdings ist das Heimatgebiet des Gayals m.W. erheblich kleiner als das der Kaama, was ihn potenziell gefährdeter erscheinen lässt. Ob sein Genpool im Heimatgebiet wirklich groß ist, wäre eine ganz andere Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass ein so wehrhaftes Tier wie der Gaur (wenn er denn der Vorfahr des Gayals ist) am Beginn der Domestikation nicht in großen Stückzahlen eingefangen wurde, so dass die gesamte Form möglicherweise auf einige wenige Gründertiere zurückginge und somit schon in der Heimat bestens bewiesen hätte, mit einer solchen genetischen Situation fertig zu werden. Ich erinnere in diesem Zusammenhang auch daran, dass alle Zoo-Watussirinder auf einen einzigen Import von 1930 zurückzuführen sein sollen und diese schmale Basis anscheinend bis heute - über 80 Jahre später - der Zoopopulation nicht zu schaden scheint.

    Gegen Gayale in Warder o.ä. Haustierparks hätte ich bestimmt nichts einzuwenden - aber dann bitte ZUSÄTZLICH zur Haltung in großen Zoos, wo dieses Tier einem viel breiteren Publikum didaktisch nahe gebracht werden kann.
    (16.02.2011)
    Ulli:   laut Wikipedia:
    Gaure gehören zu den fünf Rinderarten, die von Menschen domestiziert wurden. Die Haustierform wird Gayal, Stirnrind oder Mithan genannt. Der Gayal ist deutlich kleiner als sein wilder Vorfahr und gilt als zahmer. Er wird als Arbeitstier und Fleischproduzent eingesetzt. Gayale werden nur in der Grenzregion von Myanmar, Assam, Manipur und Nagaland gehalten; in den übrigen Teilen des Verbreitungsgebiets ist der Gaur nie domestiziert worden, ist also nur lokal begrenzt von Bedeutung. Meistens leben die Gayalherden halbwild im Dschungel und kommen nur gelegentlich in die Dörfer. Allerdings sind mancherorts Gayale mit Hausrindern gekreuzt worden; diese Mischlinge werden auch in anderen Teilen Indiens genutzt und haben wiederum typische Haustiereigenschaften.

    Ich habe auch sonst immer nur von Gayalen als Haustierform gehört - u.a. auch bei der früheren Haltung im Zoo Hannover.

    Ich habe ja nichts gegen eine Haltung von Gayalen - es muss halt nur ausreichend Platz vorhanden sein. Der Haustierpark Warder wäre z.B. eine gute Option für so eine Rinderform.

    Der Tiergarten Heidelberg hat nun einmal nur 11 ha Fläche und muss auf der Fläche seinen wichtigen Zuchtgruppen gerecht werden - da helfen nur Abstriche und man muss notgedrungen nur solche Arten halten, für die man auch langfristig genug Platz bieten kann und die man in ein Konzept einbinden kann - insofern passt die Abgabe der Nashörner, Geparde, Tapire und jetzt der Gayale, denn alle Arten benötigen größere Areale. Auch hat Heidelberg bei seinen eigentlichen (früheren) Schwerpunkten Vögeln und Kleinkatzen schmerzvolle Einschnitte gemacht.

    Und sowohl kommerziell als auch zoopädagogisch betrachtet, ist es für Heidelberg plausibler. Elefanten statt
    Gayale zu halten. Die Jungbullenhaltung macht gesamteuropäisch betrachtet tatsächlich Sinn.

    Ich gehe davon aus, dass die Shetland-Ponies nicht die abschließende Besetzung in Heidelberg bilden. werden.

    Ansonsten ist die Entscheidung ähnlich wie bei den Kaamas in Hannover nachvollziebar, da der Genpool in Europa begrenzt ist und man wenig von einem Status hat, einmalig in Europa zu sein ... aber munter Inzucht betreibt.

    Klar kann man das wie bei einem Flaschenhals machen. Hannover hat das einmal bei den Impalas mit einer einkalkulierten hohen Verlustrate erfolgreich durchexzeriert.

    (16.02.2011)
    Michael Mettler:   @Ulli: Nach dieser Argumentation hätte der Zoo auch nicht die Nashörner, Geparde und Tapire abgeben dürfen, die in der PM als andere Beispiele aufgezählt werden, während Haustierformen im Zoo blieben. Und er hätte genausogut die Shetlandponys abgeben können, die dem Parkhausbau weichen müssen, statt diese als Nachnutzer der Gayale zu behalten.

    Wenn sich in den letzten Jahren nichts Entscheidendes geändert hat, ist der Gayal noch immer ein Tier, über das man nicht viel weiß und woran auch der Status nichts ändert, dass er in seiner Heimat (geringfügig) genutzt wird. Die Möglichkeit, dass es sich um eine eigenständige Tierart, die wie das Dromedar nicht mehr als Wildform vorkommt, und nicht "nur" um einen domestizierten Gaur handelt, scheint auch noch nicht vom Tisch zu sein. Gründe genug, sich auch in Zoos um dieses Tier zu kümmern.
    (16.02.2011)
    WolfDrei:   @Ulli: anders herum: sie sind halbwild, haben den Haustierstatus noch nicht erreicht.
    (16.02.2011)
    Ulli:   Gayale sind eine Haustierform, insofern ist die Abgabe unter der Prämisse Wildtier-Erhaltung plausibel. Die Gayale werden bestenfalls noch halbwild gehalten,
    (16.02.2011)
    WolfDrei:   zu den "östlichen" Gayalen: Stand am 1.1.09:Askania Nova 3,8; Charkow 1,1; Kiew 0,1; Odessa 1,1; Vyskov 0,1. Nicht gerade üppig - dennoch. Da alle Halter in der Nähe von Askania liegen, dürfte das die Ausgangs"quelle" sein. Nachwuchs gab es 2008 nur in Odessa (0,1)
    (16.02.2011)
    th.oma.s:   eine bedauerliche und fatale entwicklung. ich habe diese imposanten rinder voriges jahr in heidelberg gesehen. für derartige haltungsaufgaben habe ich eher kein verständnis. sorry.
    (14.02.2011)
    Carsten Horn:   Danke schön, sehr erfreulich... Die beiden "westlichen" Halter werde ich dieses Jahr selber in Augenschein nehmen, ob dort noch was vorhanden ist...
    (14.02.2011)
    WolfDrei:   @Carsten Horn: In der letzten Tier-Bestandsliste Rußlands (inklusive aller "ehemaligen" Sowjetrepubliken sowie Prag, Chomutov, Vyskow, Brno und Kiryat Motzkin) vom 1.1.09 sind die von Ihnen genannten "östlichen " Halter alle noch genannt - und glücklicherweise werden die auch noch 2011 existieren.
    (14.02.2011)
    Carsten Horn:   Eine gut vorbereitete Pressemeldung, g, lt. Zootierliste gibt es noch 7 weitere Halter in Europa (Madrid, Benidorm, Vyskov, Askania Nova, Kharkov, Kiev und Odessa) oder ist die Zootierliste hier nicht mehr aktuell?
    (14.02.2011)
    Zoo Heidelberg:   Gayale verlassen den Heidelberger Zoo


    Mit einem weinenden Auge verabschiedet sich der Heidelberger Zoo von seinen Gayalen. Die beeindruckenden Rinder, die bis zu 800 Kilo schwer werden und in Süd- und Südost-asien beheimatet sind, gehören zu den sogenannten alten Haustierrassen, die der Heidelberger Zoo beherbergt. Die Tiere – ein Bulle und zwei Kühe – ziehen Ende der nächsten Woche in den Tierpark Berlin, der dann der einzige Zoo in Europa ist, der die gutmütigen Schwergewichtler mit den gewaltigen Hörnern hält. Dort freut man sich schon auf die Ankunft von Karlson, Karoline und Karla und hofft, dass Karlson die Berliner Herde mit Nachkommen beglücken wird. Die Gayale werden es also gut haben und sicher schnell Anschluss bei ihren Artgenossen finden.
    Allerdings bedeutet das für den Zoo, dass mit dem Umzug der Gayale nach Berlin eine wei-tere attraktive Tierart schweren Herzens abgegeben muss. Nach Nashörnern, Geparden, schottischen Hochlandrindern, Tapiren und einigen anderen Tierarten sind die Gayale die nächsten, auf die die Besucher aus Platzgründen verzichten müssen. „Unsere Tiere brau-chen aus tierhalterischer Sicht mehr Platz, aber das Gelände des Zoos wird immer kleiner“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Bereits 1956 musste der Zoo ein Teilgelände für den Bau der Jugendherberge abtreten und seit 1986 muss der Zoo Gelände für den Bau der Straßenbahn in das Neuenheimer Feld freihalten. In diesem Jahr baut der Zoo auf dem Zoo-gelände ein Parkhaus. Die knapp 400 Stellplätze werden dringend gebraucht, weil durch den Bau der Frauenklinik erneut Parkflächen in der Nähe des Zoos wegfallen. Auf dem Bauab-schnitt befinden sich zurzeit noch die bei den Kindern sehr beliebten Shetland-Ponys. Des-halb wird die Gayal-Anlage vorübergehend für die Ponys umgebaut.
    „Die Entwicklung des Zoos hängt in entscheidenden Punkten von der Erweiterung des Zoo-geländes ab, das zurzeit noch vom Reiterverein genutzt wird“, so Wünnemann. „Die beson-dere Atmosphäre des Zoos leitet sich nicht zuletzt aus der Synthese von Gehegen und Pflanzungen, von Bäumen, Sträuchern, Blumen und Tieren her. Damit der Tiergarten ein Garten mit vielen Tieren und schönen Gehegen bleibt, in dem sich alle wohlfühlen, brauchen wir mehr Platz!“

    Wer die Gayale in Heidelberg noch einmal besuchen möchte, sollte dieses Wochenende und den Anfang der nächsten Woche nutzen.

    Foto: „Gayal im Heidelberger Zoo“ Heidrun Knigge
    (14.02.2011)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo – jetzt im Zoo-Finder-App


    Der Heidelberger Zoo und der Verband Deutscher Zoodirektoren e.V. (VDZ) freuen sich über Zuwachs: ab sofort gibt es ein Zoo-Finder-App. Damit können sich Besitzer eines iPhones oder iPads bequem den nächstgelegenen Zoo anzeigen lassen.
    Das Zoo-Finder-App ist besonders interessant für Eltern: Städtetouren oder Urlaube in Deutschland, Österreich und der Schweiz können einfach und schnell um eine zusätzliche Attraktion bereichert werden – einen Ausflug mit der ganzen Familie in den nächstgelegen Zoo.
    Das entsprechende App wurde von der Firma cantaloop entwickelt: Es ermöglicht dem Be-nutzer neben einer Standorterkennung die Suche in direkter Nähe des Standortes, sowie die Suche nach Postleitzahl oder Städtename. Die registrierten Zoos werden in einer Liste, nach Entfernung oder auf einer übersichtlichen Karte angezeigt. Außerdem liefert das App nützli-che Besucherinformationen wie Öffnungszeiten, Kontaktdaten und Eintrittspreise des aus-gewählten Zoos. Darüber hinaus werden die Benutzer über regionale Highlights informiert.

    „Die Zoos in unserem Verband und der VDZ selbst nutzen verstärkt neue Medien wie soziale Netzwerke, um potentielle Gäste für einen Besuch im Zoo zu begeistern“, sagt Peter Dollin-ger, Geschäftsführer des VDZ. „Denn Kinder – und natürlich auch Erwachsene – können durch einen Besuch in unseren Zoos sehr viel lernen! Aus diesem Grund war das Zoo-Finder-App ein logischer Schritt.“

    Alle zoologischen Gärten, die Mitglieder im VDZ sind, zeichnen sich durch die wissenschaft-liche Leitung Ihrer Zoos aus: Sie haben sich Bildung, Forschung, Naturschutz und Erholung auf die Fahne geschrieben – zum Beispiel durch Nachzucht seltener Tiere und deren Au wilderung. Die artgerechte Haltung aller Tiere ist eine Selbstverständlichkeit. Außerdem wer-den Tierschutzprogramme und Tierpatenschaften unterstützt. Peter Dollinger weiter: „Zoos machen seltene oder fremde Tiere erlebbar – und erweitern den Horizont von Kindern ganz gewaltig. Stärker, als das Bücher oder das Fernsehen können.“

    Foto: Junger Besucher mit neuer App
    (10.02.2011)
    Jan Jakobi:   @Jennifer Weilguni: Das liegt daran das auf einer Tafel an der Anlage darauf stand das sie modernisiert wurde.
    (03.02.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Jan Jakobi
    Ach so, ich dachte du wüsstest wie sie vorher aussah, wenn du sagst, dass man siehst, dass sie nur ein bisschen modernisiert wurde.
    (03.02.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoopädagogen tagen in der Zooschule Heidelberg

    Am Samstag, den 29. Januar 2011 fand das Regionaltreffen Süd-West des Verbandes der deutschsprachigen Zoopädagogen (VZP) statt, zu dem das Team der Zooschule Heidelberg eingeladen hatte. Nachdem Prof. Dr. Wayß, 1. Vorsitzender des Trägervereins der Zooschule Heidelberg "Initiative Zooerlebnis e.V.", Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann sowie Lothar Philips vom VZP die Teilnehmer u.a. aus Saarbrücken, Landau, Freiburg und Kronberg begrüßten, informierte die Heidelberger Zoopädagogin Daniela Vogt über das umfangreiche Angebot der Zooschule in Heidelberg.
    Thematisch angelehnt war das Treffen an das Internationale Jahr der Wälder 2011, ausgerufen durch die Vereinten Nationen. Den Zoopädagogen stellte sich an diesem Tag die Frage, ob der Wald und Elemente der Waldpädagogik auch relevant für die pädagogische Arbeit im Zoo sein können. Jochen Kohn, Waldpädagoge vom Forstamt Heidelberg, entführte die Teilnehmer des Treffens in seine Welt, gab viele Anregungen und Tipps und erklärte, welche der waldpädagogischen Aktionen auch in den Zoo geholt werden könnten, um den Blick auch auf einheimische Lebensräume und deren Schutzbedürftigkeit zu lenken. "Der Schutz der Lebensräume vor der eigenen Haustür ist mindestens genauso wichtig, wie die Bemühungen um den Schutz von Ökosystemen auf anderen Kontinenten", betont der Waldpädagoge Kohn. Kinder müssten schon früh für die Natur in ihrer Umgebung sensibilisiert werden, auch um einer Bildung für nachhaltige Entwicklung gerecht zu werden. Im Anschluss daran informierte Adrianne Deickert, aktive Zoorangerin, über die Ausbildung zur Waldpädagogin.
    Die Wormser Zoopädagogin, Tamara Kalmbach, berichtete über das neueste Bauvorhaben im Tiergarten Worms: die eurasische Waldanlage mit integriertem Waldlehrpfad. Auch in die pädagogischen Angebote der Tiergartenschule Worms wird das Thema Wald zukünftig verstärkt Einzug halten. Es stellte sich heraus, dass waldpädagogische Elemente tatsächlich eine Bedeutsamkeit für Zoopädagogen haben. "Eine entsprechende Vernetzung der Experten aus Wald - und Zoopädagogik ist also durchaus sinnvoll", so die Zoopädagogin aus Heidelberg, Daniela Vogt.
    Nachdem am Vormittag viele neue Gedanken und Ideen angeregt wurden, klang der Tag mit einem Blick hinter die Kulissen des neuen Elefantenhauses und einem interessanten Rundgang durch den Heidelberger Tiergarten aus.

    (03.02.2011)
    Jan Jakobi:   @Jennifer Weilguni:
    Für die Besucher ist die Mähnenrobbenanlage schöner, ich weiß aber nicht wie die Anlage vor der Modernisierung aus sah.
    (02.02.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Ich mir auch nicht.. aber wir beide alleine können eben nicht genügend Geld nach Hamburg und Stuttgart tragen um davon Tradition in Zoos zu finanzieren :-)
    Ein bisschen muss jeder Zoo eben auch mit der Zeit gehen, sonst gehen die Besucherzahlen irgendwann eben zurück.
    Und Carsten hat recht! Grade was die Wilhelma angeht.. wer weiss, was aus ihr geworden wäre, wenn man die Tradition beibehalten hätte. Die Tiere wuerden vor allem angeschafft um mehr Besucher anzulocken!
    Selbst der Frankfurter Zoo wurde in den Nachkriegsjahren zeitweilig in einen Rummelplatz verwandelt, weil das Volk eben nach Karusell, Schlittschuhbahn und Theater verlangte.

    @Jan Jakobi
    Ein bisschen modernisiert ist besser als gar nicht. Alleine durch diese optische Aufwertung wirkt die Anlage für den Besucher viel freundlicher. Im Zoo Heidelberg kann man eben sehen, dass man auch aus ganz wenig sehr viel machen kann.
    (02.02.2011)
    Jan Jakobi:   Dieser Thread heißt Zoo Heidelberg!

    Ich war übrigens Ende Juli letzten Jahres dort um mir die neue Elefantenanlage anzusehen. Die drei Jungbullen kannte ich schon aus ihren Geburtszoos.

    Schön fand ich auf die Mähnenrobbenanlage, man sieht aber das sie nur ein bisschen modernisiert wurde.
    (29.01.2011)
    Carsten Horn:   Wenn die Wilhelma auf Tradition achten würde, gäbe es da heute nicht ein Tier zu sehen!
    (29.01.2011)
    Liz Thieme:   Nein Jenny, eben nicht. Es ging nicht um Autofarben, sondern um Internetpräsenzen.

    Ich glaube die Hamburger wollen an ihrer Tradition schon sehr festhalten, denn ohne diese Panoramen und Parkanlage (die nun mal die Tradition hier bilden) wäre Hagenbeck nicht Hagenbeck. Gleiches wäre bei der Wilhelma, die lebt auch von ihrer Tradition aus der Mischung Flora/Fauna. Und ich kann und will mir diese beiden Einrichtungen nicht anders vorstellen.
    (29.01.2011)
    Jennifer Weilguni:   Liz.. ich habe dich sehr wohl verstanden und die Autofarbe hast du ja als Beispiel genannt ( Paris Hilton-Pink) Wollen wir uns aber daran nicht aufhängen.
    Denn letztendlich geht es ja eben darum was der Besucher will. Und der will eben gerne neue, moderne Anlagen und nicht zwangsläufig an Traditionen festhalten. Nicht umsonst zählen Hannover, Leipzig und Gelsenkirchen mit ihrem Konzept zu den populärsten Zoos des Landes.
    (29.01.2011)
    Liz Thieme:   Jenny, ich habe das Gefühl, dass du das nicht so ganz verstanden hast. Ich habe nicht von der Autofarbe geredet. Das ist ja noch mal was ganz anderes, das ist ein anderer Produktfaktor. Das wäre wie, wenn ein Besucher sich ein Tier im Zoo wünschen würde. Und es ging ja um was ganz anderes.
    (27.01.2011)
    Jennifer Weilguni:   @Liz
    Wenn der Markt, die Nachfrage und die momentane Mode es verlangten, würde Mercedes wohl auch pistaziengrüne Autos herstellen. Schliesslich bestimmt der Käufer ja, in welcher Farbe er sich ein Auto bestellt.
    Ähnlich ist es eben auch bei den Zoos. Die Nachfrage bestimmt das Angebot und ein bisschen frischer Wind schadet da sicher keiner Einrichtung. Selbst wenn man dafür vielleicht auch ein kleines bisschen von der Tradition abweichen muss.
    (27.01.2011)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg hatte großen Erfolg

    Den Zoos in Deutschland ging es 2010 oft nicht so gut: Die meisten mussten hin-nehmen, dass die Besucherzahlen deutlich schlechter waren als 2009. Entgegen des allgemeinen Trends hat der Zoo Heidelberg im Jahr 2010 seinen Besucherrekord aus dem Jahr 2007 eingestellt. Über 585.000 Menschen aus Heidelberg, der Region und aus ganz Deutschland besuchten den Zoo im letzten Jahr, im Jahr 2009 waren es 544.000 Besucher gewesen, nur 2007 kamen mit 587.000 Besucher noch mehr Menschen in den Zoo.
    Zum Jahresbeginn 2010 sah das ganz anders aus: Der lange, nasskalte Winter mit Schnee bis weit in den März ließ die Besucherbilanz in den Keller sacken. Im Som-mer wendete sich dann das Blatt. Die Monate Juni, Juli, August und September wa-ren Rekordmonate. Auch die Herbstmonate waren noch sehr gut besucht. „Die „Jun-gen Wilden, unsere drei agilen Elefantenbullen, hatten sicher Ihren Anteil an der po-sitiven Entwicklung. Die neue für Tiere und Menschen attraktive Elefantenhaltung hat unsere Funktion als Zoo der Metropolregion weiterhin gestärkt“, kommentiert Zoodi-rektor Dr. Klaus Wünnemann diese erfreulichen Zahlen. „Nach unseren statistischen Erhebungen kommen unsere Besucher aus allen Städten und Gemeinden der Regi-on, aber zunehmend auch aus vielen anderen Bundesländern“.
    Im Trend liegt mehr denn je das familienfreundliche Jahresticket. Unter den fast 4000 Besitzern von Jahreskarten sind inzwischen mehr als 2.250 Familien, die eine solche Dauerkarte erworben haben – die höchste Zahl seit der Gründung des Tiergartens 1934. Auch die Jahreskarten für Erwachsene und Kinder verkauften sich „wie warme Semmeln“. „Die Jahreskarten lohnen sich bereits, wenn eine Familie im Jahr vier Mal den Zoo besucht – sie können aber auch zwanzig Mal oder an allen 365 Tagen kom-men. Dieses günstige Angebot wird sicher auch in Zukunft von vielen Familien aus Heidelberg, Mannheim, dem Rhein-Neckar-Kreis und darüber hinaus angenommen werden.“ erwartet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Auf den Lorbeeren des Jahres 2010 will sich der Zoo nicht ausruhen: Das Jahr 2011 startete sehr gut. Am 20. Januar hatten bereits fast doppelt so viel Besucher den Zooeingang passiert wie im ganzen Januar 2010 – bei strahlendem Sonnenschein kamen allein am vorletzten Sonntag über 3.000 Besucher. 2011 sind zahlreiche wei-tere Umbauprojekte geplant. Die Arbeiten an der Schimpansenaußenanlage haben bereits begonnen. Noch in diesem Sommer sollen die Schimpansen in luftige Höhen klettern und in ihren Hängematten spielen. Auch der Startschuss für den Umbau des Löwengeheges wird in diesem Jahr fallen. Die größten Pläne gibt es für den Besu-cherservice. Neben einem großen Parkhaus soll auch die gastronomische Versor-gung verbessert werden.

    (27.01.2011)
    Holger Wientjes:   Ok, danke für die Erklärungen !
    (21.01.2011)
    Liz Thieme:   Holger, so meinte ich das nicht. Jede Branche hat ihre eigenen Kategorien. Ich wollte bei der Erklärung nur mal kurz weg von der Zoobranche.
    Ich kann mit dem Wort Spaßzoo nichts anfangen bzw. ich finde es nicht sehr schön. Das wäre für mich evtl. die Kategorie, in der sich Einrichtungen befinden, die sich nicht auf Tiere beschränken, sondern noch Fahrgeschäfte oder ähliches mit integriert haben. Obwohl ich Hodenhagen nicht dazu zählen würde.
    Kategorien wären zB Schwerpunkte. Oder am Beispiel Stuttgart ist der botanische Aspekt sehr wichtig. Hagenbeck bringt Tradition und Parklandschaft mit hinein. Ganz klar sind für die ältesten Zoos ihre Geschichte auch ausschlaggebend. Man sollte diese NIE vergessen, aber nicht an ihr kleben, sondern mit Bewusstsein in die Zukunft steuern. Bei Wildparks (wäre für mich eine Großkategorie) könnte ich mir nicht vorstellen, eine solch klare (von der Farbgestaltung!) Website zu haben, wie jetzt mancher Zoo ua. jetzt hier Heidelberg. Wildparks verbinde ich immer mit grün und braun. Aber zu bestimmten Zoos würde das nicht passen.
    Seriös in Zusammenhang mit Zoo-Websites steht für mich als Beschreibung für die Positionierung und Stärkung des Leitbildes des Unternehmens. Ein Zoo welcher sich der Wissenschaft verschreibt, da fände ich eine verspielte und verschnörkelte, sowie extrem animierte Website unseriös.

    Aber das könnte man ewig ausführen und man sollte dafür auch interne und externe Marktforschung betreiben, um das genau aufzuschlüsseln. Eine weitere Möglichkeit um dies zu unterstützen wären die Methode der Sinus-Millieus, eine BCG Portfolio-Analyse, eine Positionierungs-Analyse und eine SWOT-Analyse nur natürlch alle auf die Zoobranche angepasst.
    (21.01.2011)
    Holger Wientjes:   Wobei ich mir für deutsche Zoos und Tierparks wünsche bzw. davon ausgehe, dass sie seriös sind. In welche Kategorien würdest Du da einteilen Liz ? Spasszoo etc. ?
    (21.01.2011)
    Liz Thieme:   @RM das hört sich so an, als ob die anderen Länder uns weit voraus sind, aber ich finde viele vermeintlichen "Top"-Zoos können da auch noch einiges verbessern. Wichtig ist, dass die Seite zum Inhaber passt.
    Um mal in eine andere Branche zu gehen - Automobilbranche. Es würde zu Audi oder Mercedes nicht passen, wenn sie in "Paris Hilton"-pink quietischig und plüschig auftreten. Sie gehören eher zu den seriösen, edleren und teils sportlichen Marken unter den Autos.
    Und so kann man auch Zoos in Kategorien einteilen, die das ganze Leitbild und Corporate Design führen. Natürlich gehören noch paar weitere Faktoren hinzu.

    Ich weiß, dass viele Deutsche und auch deutsche Unternehmen diese Abwartehaltung inne haben, aber man sollte die Deutschen auch nicht zu schlecht hinstellen.
    (21.01.2011)
    Ronald Masell:   so langsam scheinen auch die deutschen zoos zu begreifen, das ein guter Webauftritt wichtig ist und heutzutage dazu gehört.
    (21.01.2011)
    Holger Wientjes:   So, hatte jetzt auch Zeit mir die neugestaltete Homepage genauer anzuschauen und muss sagen, dass ich sie sehr gelungen finde ! Sie ist übersichtlich und informativ. Auf jeden Fall deutlich besser als ihr Vorgänger.
    (21.01.2011)
    Carsten Horn:   Ist schön geworden die neue Website, allerdings hoffe ich mal das die 200 cm Breite für die Behindertenparkplätze ein Tippfehler sind, ansonsten sollte man von einem Besuch als Rollstuhlfahrer wohl ggf. besser absehen...

    Relativ kleines Auto, z. B. Clio, 172 cm breit, die verbleibenden 28 cm reichen wohl kaum, um einen Rollstuhl daneben zu stellen!!!
    (19.01.2011)
    Zoo Heidelberg:   Was Tiere so hinterlassen – eine lehrreiche Veranstaltung der
    ungewöhnlichen Art im Heidelberger Zoo

    Am Sonntag, 23. Januar 2011 von 14:00-16:00 Uhr haben kleine und große Besu-cher des Heidelberger Zoos im Eingangsbereich die Gelegenheit, verschiedenste Tier-Hinterlassenschaften zu betrachten. Tierpfleger Maik Wilsmann, vielen auch be-kannt als Wettkandidat bei „Wetten dass…“ – zusammen mit einer Kollegin erkannte er Tiere am Geruch ihres Kotes – wird an einem Stand mit ausgewählten „Kotpro-ben“ Rede und Antwort stehen. Zoobesucher erfahren viel Lehrreiches und Interes-santes über ein Thema, das bei den meisten Erwachsenen noch immer ein Tabu ist. Bereits am Samstag, 22.1.2011 geht es in der beliebten Kindersendung „1, 2 oder 3“ „Alles Sch…“ um Toiletten, Hygiene sowie um Tiere und deren „ganz normale Ge-schäfte“. Auch in dieser Sendung ist Tierpfleger Maik Wilsmann zu Gast. Die Sen-dung wird am 22. Januar um 8:25 Uhr im ZDF und um 14:30 Uhr im KIKA ausge-strahlt.



    (19.01.2011)
    Zoo Heidelberg:   www.zoo-heidelberg.de

    Geschafft. Seit Dienstag, 18. Januar, ist der Heidelberger Zoo mit seiner neuen Webseite online. Die alte Webseite war nicht mehr zeitgemäß. Jetzt können wir viel besser und umfassender über die Themen rund um den Heidelberger Zoo berichten. Auf der neuen Webseite finden Sie unter Besucherinformation alles Nötige für die Planung eines Zoobesuchs. Die weiteren Menüpunkte geben Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit, unsere Tiere und wie Sie uns unterstützen können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

    Für die Redaktion und sämtliche Inhalte ist Steffanie Richter, Verantwortliche für Marketing, PR und Internet des Zoos zuständig. Die Umsetzung der Anforderungen sowie die technische Unterstützung wurde durch die in Heidelberg ansässige Internetagentur erdfisch gewährleistet, die sich auf das Content Management System Drupal spezialisiert hat. Um den Heidelberger Zoo zu unterstützen, übernahm erdfisch anteilig die Entwicklungskosten für den Webauftritt. „Zudem hosten wir die Website kostenfrei auf unseren eigenen Servern“, erläutert Frank Holldorff von erfisch das Engagement der Agentur.

    Über Drupal

    Drupal ist ein ausgereiftes Open-Source Content Management System, mit dem sich Webauftritte mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Funktionen realisieren lassen.


    Über erdfisch

    erdfisch, Stefan Auditor, Frank Holldorff & Fabian Lorenzen GbR, wurde 2005 als Web-Agentur gegründet und bietet privaten sowie mittelständischen Unternehmen bundesweit einen umfassenden Service. Das Portfolio reicht vom klassischen Hosting von Webpräsenzen bis zum individuellen Web-Auftritt. erdfisch hat sich auf das freie Open-Source Content Management System Drupal spezialisiert. Dies kann für einfache Webseiten ebenso eingesetzt werden wie zur Verwaltung und komfortablen Pflege von Firmen-Webseiten und komplexen Community-Websites.

    Das erdfisch-Team ist zudem Mitbetreiber der offiziellen deutschen Drupal-Seite: www.drupalcenter.de und Mitglied der Drupal-Initiative e.V. http://www.drupal-initiative.de/



    www.zoo-heidelberg.de
    (19.01.2011)
    Oliver Jahn:   Ich finde die Seite auch sehr gelungen und deutlich "handlicher" als die Vorgängerversion. Viel mehr kann man nicht mehr hinzufügen, der Rest wurde aus meiner Sicht sehr treffend gesagt.
    (18.01.2011)
    Liz Thieme:   Herr Wünnemann, vielen Dank für die Mitteilung. Mich spricht die neue Website sehr an. Sie ist klar und strukturiert. Keine Spielereien, sondern eine klare Linie, die sich durch alle Webseiten zieht, dominiert die Seiten. Positiv ist auch für mich, dass man sich nicht mehr entscheiden muss, ob man es kompakt haben möchte oder anders, weil es schwer zu sagen war, wo man seine Informationen findet. Weiter gefallen mit die großen Button gleich auf der Website, die die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und ohne Verwirrung sagen, wohin sie führen.
    Auch die Kategorien finde ich gut gewählt, sowie dass die Farben behalten wurden. Kleines Manko für mich ist noch der Zoooplan, der meiner Meinung nach noch eine Überarbeitung bedarf. Wobei die Idee (unter "Unsere Tiere und Anlagen") mit der Hinführung vom Eingang zur entsprechenden Anlage eine sehr gute Idee ist. Weitere Tierarten in der Vorstellung wäre auch schön. Aber es überwiegen auf alle Fälle die Vorteile und die positiven Dingen. Ich freue mich über diesen Internet-Auftritt, der sehr zum Zoo passt.
    (18.01.2011)
    Jan Beensen:   Die neue HP ist wesentlich besser und übersichtlicher als die alte!
    Gratulation!
    Für mich könnten mehr Bilder der Anlagen zu sehen sein.
    Aber im Vergleich zu vorher: Daumen doppelt hoch.
    (18.01.2011)
    Klaus Wünnemann:   Die neu Webseite ist online. Kommentare herzlich willkommen.
    (18.01.2011)
    Zoo Heidelberg:   Große Sammelaktion alter Handys im Zoo Heidelberg zum Schutz
    der bedrohten Menschenaffen

    Was hat mein Handy mit den Gorillas zu tun? Sehr viel. Denn in Mobiltelefonen so-wie in vielen medizinischen Geräten, Spielkonsolen und PCs wird das hitze- und kor-rosionsbeständige Metall Tantal verarbeitet. Dieses Metall wird hauptsächlich aus dem seltenen Roherz Coltan gewonnen, dessen Hauptlagerungsstätte in der Demo-kratischen Republik Kongo mitten im Zentralafrikanischen Regenwald liegt. Um an die Stollen unter Tage vorzudringen, werden stündlich große Flächen des natürlichen Lebensraums vieler Gorillas, Bonobos und Schimpansen zerstört. Auch Wilderer, die es auf die letzten Menschenaffen abgesehen haben, können in diesen Gebieten leichter auf die Jagd nach ihnen gehen. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo ist seit Jahrzehnten ein Hotspot kriegerischer Auseinandersetzungen. Die Kriege sind längst zu Machtkämpfen um die Rohstoffreserven geworden. Die Nach-barländer intervenieren nicht, weil sie aus den Krisengebieten günstig Coltan bezie-hen können, das an europäische, amerikanische und asiatische Großhändler ver-kauft wird. Seit die Nachfrage nach Coltan in den letzten Jahren in die Höhe schnell-te, entstanden viele illegale Abbaustätten, die den Lebensraum der Gorillas und an-derer Tiere zerstören.
    Der Heidelberger Zoo möchte auf diese immense Problematik aufmerksam machen und den Zoobesuchern die Möglichkeit bieten, selbst aktiv zu werden. Denn das kostbare Metall liegt häufig ungenutzt zu Hause herum – in Form von ausrangierten Mobiltelefonen! Nach spätestens zwei Jahren tauscht der durchschnittliche Handy-nutzer sein Gerät gegen ein neues aus, das alte wandert dann meist in irgendeine Schublade. Mit einer Handyspende kann jeder helfen. Der Zoo hat einen Sammelbe-hälter für alte und defekte Handys aufgestellt, der sich am Ausgang des Menscha fenhauses befindet. Die Handys werden dann zu einem Handyrecycler geschickt. Noch funktionsfähige Handys werden dem Gebrauchtwarenmarkt zugeführt – so sinkt die Nachfrage nach Coltan. Defekte Handys werden in ihre Einzelbestandteile zerlegt und recycelt. Das recycelte Tantal steht für die Produktion wieder als wertvo ler Werkstoff zur Verfügung. Von der Recycling-Firma erhält der Zoo für jedes Handy einen kleinen Betrag, der an ein Projekt zum Schutz der Menschenaffen geleitet wird.
    Die Handysammelaktion ist der Start zu einer großen Menschenaffen-Kampagne 2011. Der Europäische Zooverband hat die „ape campaign“ ausgerufen, bei der sich der Heidelberger Zoo mit zahlreichen Veranstaltungen zum Schutz der Menschenaf-fen beteiligen wird.

    Fotonachweis: Heidrun Knigge – ein beeindruckendes Foto von Gorilla-Dame „Doba“

    (14.01.2011)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo bietet in der Winterzeit viele schöne Perspektiven

    Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wärmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. Für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Zoo für kleine und große Gäste auch im Winter und während der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ih-rem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.

    Nicht nur die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wärmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der Wüste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushal-ten müssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Zudem können sich alle kälteempfindlichen Tiere wunderbar in ihren Häusern aufwärmen. Viele Tiere sind übrigens in der kalten Jah-reszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwärmen können. Die drei jungen Elefanten sind, solange es auf der Außenanlage durch überfrierenden Schnee glatt sein kann, ausschließlich in ihrem komfortablen Haus zu sehen – dafür aber ganz nah. Wenn die Witterung es zulässt, es also auf der Anlage nicht glatt ist, können sie auch bei kälteren Temperaturen nach draußen. Andere Tiere sind allerdings empfindlicher, wie die Flachland-Gorillas und Orang-Utans, die ganz sicher im warmen, feuchten Haus bleiben, wenn die Temperaturen sinken.
    Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich jetzt in strahlendem Weiß.

    Für viele Zootiere kam die eigentliche Bescherung kurz nach Weihnachten. Der Zoo erhält jedes Jahr ausgewählte Weihnachtsbäume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverständlich befreit von Lametta und ähnlich schädlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung für fast alle Zootie-re. Während manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wälzen sich die Löwen mit Vorliebe in den Nadelbäumen, um sich mit dem Harzduft einzuparfü-mieren.

    Am Donnerstag, den 6. Januar gibt es von 11.00 bis 16.00 Uhr leckere Waffeln am Häuschen der Tiergartenfreunde, das sich direkt am Spielplatz befindet. Im Zooshop gibt es noch ein paar Exemplare des bunten Zookalenders 2011 mit vielen schönen Bildern. Winter im Zoo Heidelberg – da kommt erst gar keine Langeweile auf.
    Der Zoo Heidelberg ist in den Wintermonaten November bis Februar an jedem Tag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, selbstverständlich auch an Neujahr. An Silvester schließt der Zoo um 13.00 Uhr.

    Foto: Kleiner Panda im Schnee von Heidrun Knigge

    (03.01.2011)
    Jennifer Weilguni:   Ich finde das einfach toll, dass sich ein Zoodirektor am Heiligen Abend die Zeit nimmt um den kleinen Besuchern etwas vorzulesen. Hut ab!
    (21.12.2010)
    Zoo Heidelberg:   Der Heilige Morgen im Zoo
    Tiergeschichten mit Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann


    Was tun am 24.12., wenn der Morgen so ewig lang erscheint und die Kinder auf die Bescherung warten? Um die Zeit zu verkürzen, hat der Zoo von 9-13 Uhr geöffnet. Um 11.00 Uhr liest Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann aus seinen liebsten Tiergeschichten vor. „In diesem Jahr haben bereits im Herbst einige Eltern angefragt ob wir die Vorlesestunde am Heiligen Abend wieder anbieten. Es ist eine schöne Art den Tag für die Kinder zu verkürzen und uns bei all den Besuchern zu bedanken, die dieses Jahr besonders treue Kunden waren“. Treffpunkt ist um kurz vor 11.00 Uhr am großen Spielplatz direkt am Weihnachtsbaum. Die Veran-staltung ist kostenlos – es ist nur der Zooeintritt zu entrichten.
    Am Mittwoch, den 22. Dezember präsentiert sich der Zoo auf dem Hei-delberger Weihnachtsmarkt am Rathaus. Neben schönen Geschenken aus dem Zooshop können auch die beliebten Jahreskarten, der Zoo-Jahreskalender sowie original von Orang-Utan Ujian gemalte Bilder erworben werden.


    (20.12.2010)
    Zoo Heidelberg:   Neue Eintrittspreise im Zoo Heidelberg ab 2011

    Auch im nächsten Jahr wird sich vieles im Heidelberger Zoo tun: Die neuen Volieren am Elefantenhaus und die Anlage für Kurzkrallenotter und Binturongs werden interessante neue Einblicke in die Tierwelt vermitteln. Die Außenanlage für Schimpansen wird völlig neu gestaltet und nicht nur für die Menschenaffen attraktiver. Die erste Veränderung steht direkt zu Jahresbeginn an: Ab dem 1. Januar werden die Eintrittspreise für wichtige Besuchergruppen erhöht. „Wir haben einige Preise seit 2005 nicht mehr erhöht und so in den letzten Jahren das Beziehungsgefüge der Preise untereinander aus dem Gleichgewicht gebracht“, erläutert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Dazu kommt, dass wir steigende Löhne und Preise auffangen müssen und keine Rücklagen mehr haben, die uns in der Vergangenheit Zinseinnahmen bescherten. Im Gegenteil, für die anstehenden Investitionen müssen wir Kredite aufnehmen“, ergänzt Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer im Zoo.

    So soll in Zukunft wieder gelten:
    Der Eintritt für Kinder ist halb so hoch wie für Erwachsene, eine Kleingruppenkarte lohnt sich beim Familienbesuch ab dem 2. Kind, eine Jahreskarte lohnt sich ab dem 5. Besuch und die Jahreskarten für Familien und Kinder sogar ab dem 4. Besuch pro Jahr. Auch bleibt es bei weiteren wichtigen sozial verträglichen Sonderregelungen: Alle Besucher mit Heidelberg-Pass erhalten freien Eintritt, für Heidelberger Schulen und Kindergärten gibt es besonders günstige Tarife.
    Eine weitere Änderung in der Tarifstruktur betrifft die Rentner. Sie werden in Zukunft nicht wie Schüler und behinderte Mitbürger sondern wie Erwachsene eingestuft. Damit liegt die Tarifstruktur im Zoo auch im Einklang mit anderen Institutionen wie den Bädern oder dem Theater.

    Rekord bei den Jahreskarten
    „Im Vergleich zu den anderen Zoos in Deutschland haben wir ein sehr umfangreiches Spektrum an Eintrittspreisen mit vielen Vergünstigungen für Bedürftige“, betont Wünnemann. Die Preise liegen insgesamt im unteren Drittel der deutschen Zoos. Im Trend liegt mehr denn je das Jahresticket. Unter den Besitzern von Jahreskarten sind inzwischen mehr als 2.150 Familien, die eine solche Dauerkarte erworben haben, ein absoluter Rekord. Die besonders günstigen Jahreskarten, erhältlich an der Zookasse und im RNZTicket-Service-Shop, ermöglichen den mehrfachen Besuch des Heidelberger Zoos.
    „Wir möchten vielen Menschen aus Heidelberg und der Region einen immer besseren Zoo zu sozial verträglichen Tarifen bieten. Nur so können wir in vollem Umfang eine unserer wichtigsten Aufgaben erfüllen: Jedes Jahr Hunderttausende von Menschen für die Natur und ihren Schutz begeistern“, bestimmt der Zoodirektor das Ziel des Zoos.

    (15.12.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg unter den Top 50 Zoos in Europa


    In den International Zoo News ist ein europaweites Zoo-Ranking erschienen. Der Autor An-thony Sheridan ist Engländer, Mitglied der Zoological Society of London und ein weitgereister Zooenthusiast. Er hat 2009 (vor der Eröffnung des Elefantenhauses) die 80 größten und bes-ten Zoos in Europa unter die Lupe genommen und kommt bezüglich des Zoo Heidelberg zu dem Ergebnis: Platz 50 unter allen Zoos Europas, fünftbester deutscher Zoo in der Kategorie unter 1 Million Besucher. Besonders gut schnitt der Zoo Heidelberg im Kriterium Bildung und Naturschutz ab: Platz 26 in Europa und 7. Platz unter allen deutschen Zoos.
    „Jedes Ranking ist diskussionswürdig. Für uns ist es eine schöne Bestätigung unserer Ar-beit. Wir nehmen gerne das darin enthaltene Lob für unsere Arbeit entgegen. Vor allem die ausgezeichnete Platzierung im Bereich Bildung und Naturschutz zeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind.“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir sehen aber auch, wo wir noch aufzuholen haben: Bei den Investitionen der letzten fünf Jahre liegen wir auf dem 67. Platz von 80 Zoos. Auch die eher unterdurchschnittliche Bewertung im Bereich Besu-cherattraktivität ist eine nähere Betrachtung wert.“ Unter dem Begriff Besucherattraktivität hat Mr. Sheridan den Tierbestand – insbesondere die wichtigen Schlüsselarten wie Elefant, Gi-raffe, Flußpferd, Tiger – die Gehege und Tierhäuser, die gärtnerische Gestaltung, die Be-schilderung und die allgemeine Atmosphäre des Zoos zusammengefasst. Während der Zoo bei Beschilderung, gärtnerischer Gestaltung und Atmosphäre zwei Drittel der Maximalpunkt-zahl erreicht, sind es bei Schlüsselarten sowie Tierhäusern und Gehege weniger als die Hälf-te. „Hier zeigt sich deutlich, dass unser Weg weniger Tiere in besseren und größeren Gehe-gen zu halten nun an seine Grenzen stößt. Wir haben auf diesem Weg mit der Abgabe der Wölfe, Nashörner, Geparden, Seehunde und weiteren ungefähr 50 Säugetieren – und Vo-gelarten das Angebot bis an die Grenze des Zumutbaren eingeschränkt. Dazu kommt, dass wir unsere Schwäche kaum Fische, Wirbellose und Reptilien zu zeigen, nicht überwunden haben. Deshalb brauchen wir das Erweiterungsgelände so dringend. “
    Mr. Sheridan will seine Erkenntnisse demnächst auch in Buchform veröffentlichen. Es wird interessant sein, wie sich der Zoo Heidelberg dann schlägt: Inzwischen ist das Elefanten-haus eröffnet worden. Mr. Sheridan war bei der Eröffnung dabei.

    (14.12.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo-Vision! Wir retten die Welt!

    Morgendliches Duschen, Schulhefte, stonewashed Jeans und frisch gepresster Orangensaft – was hat das alles mit den Tieren des Heidelberger Zoos zu tun? Warum müssen manche Tierarten wiederangesiedelt werden, was ist ein ökologischer Fußabdruck und was bringt sanfter Tourismus?
    Das Angebot der Heidelberger Zooschule „Zoo-Vision“ beschäftigt sich mit genau diesen Themen und gibt Antworten auf alle diese Fragen.
    Die Teilnehmer ab 11 Jahren treffen sich ab dem 10. Januar an 14 Terminen immer montags und erleben zentrale Inhalte der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig werden die Kinder und Jugendlichen auch aktiv und erfahren, welchen Beitrag sie zur Rettung der Welt leisten können. Im näheren Umfeld kann dies schon die Umsetzung von art- und verhaltensgerechter Haustierhaltung sein. Globaler gesehen lernen die Teilnehmer beispielsweise ein verändertes Konsumverhalten kennen, das starke Auswirkungen haben kann, auch auf die wilden Verwandten unserer Zootiere im Freiland!
    Für die Veranstaltung sind noch Plätze frei. Die Tickets gibt es für 150 ,- € an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221-3955713.

    (06.12.2010)
    Zoo Heidelberg:   Elefanten-Jungbulle Thai feiert seinen sechsten Geburtstag
    im Heidelberger Zoo

    Nachdem „Tarak“, der jüngste der drei „Jungen Wilden“, im Oktober seinen fünften Geburtstag im Kreise seiner „WG“ und vieler Zoobesucher gefeiert hat, ist nun „Thai“ an der Reihe. Am Freitag, 26. November um 14.00 Uhr bekommt der stattliche Ele-fantenbulle zu seinem sechsten Geburtstag statt einer Sahnetorte einen leckeren Brotkuchen überreicht, der wieder von der Bäckerei „Mantei“ aus Heidelberg gestiftet wird. Zoobesucher können im Elefantenhaus zuschauen, wie „Thai“ sein Geschenk verspeist. Wer den lustigen Geburtstag von Tarak versäumt hat, sollte den „Torten-spaß“ mit Thai nicht verpassen!
    Eine kleine Überraschung gibt es auch. Jedes Menschenkind, das im November sei-nen sechsten Geburtstag feiert, darf den Elefanten einen Apfel zuwerfen.

    Thai, Tarak und Voi Nam heißen die jungen Elefantenbullen, die seit Sommer 2010 in Deutschlands erster Jungbullen-WG zusammen leben.

    (23.11.2010)
    Gudrun Bardowicks:   Schön dass es sich beim Jungtier um ein Weibchen handelt.
    (18.11.2010)
    Zoo Heidelberg:   Seltene Schopfhirsche im Heidelberger Zoo. Erstmals wurde im Sommer ein Jungtier geboren

    Der Heidelberger Zoo ist einer von nur fünf Zoos in Europa, der seinen Besuchern Schopf-hirsche zeigt. Schopfhirsche sind im südlichen und zentralen China sowie in Myanmar ver-breitet. Die Tiere leben in tropischen und subtropischen Regenwäldern. In Bergwäldern sind sie auch bis in Höhen von bis zu 4.000 Metern anzutreffen. Zur großen Freude der Zoomit-arbeiter ist erstmals mit der kleinen „Jette“ im Heidelberger Zoo eine Nachzucht der seltenen Hirschart gelungen. Da ihr Lebensraum durch Abholzung immer weiter vernichtet wird, sind Zoonachzuchten sehr wertvoll für den Fortbestand dieser schönen Tiere.
    Die drei Schopfhirsche leben im Heidelberger Zoo gemeinsam mit den Kleinen Pandas. Von Frühjahr bis Spätherbst gesellt sich zu ihnen ein großer Trupp griechischer Landschildkröten. Die gemischte WG ist ein schönes Beispiel für eine gelungene Vergesellschaftung verschie-dener Tierarten in einem Gehege.
    Zwar leben die dämmerungs- und nachtaktiven Schopfhirsche in der freien Wildbahn einzel-gängerisch und gelten als sehr scheu. Die Schopfhirsche im Heidelberger Zoo zeigen hinge-gen ein auffällig soziales Verhalten und durchstreifen Ihre Anlage nun gerne zu dritt.
    Jette wurde im Sommer 2010 geboren. Zur Sicherheit wurde das Jungtier mit Mutter Nieke zunächst im Innenstall untergebracht. Nach zwei Wochen kamen Mutter und Kind in ein Ab-sperrgehege getrennt von Vater Goofy und den Kleinen Pandas. Die Kleinen Pandas sind zwar nicht bedrohlich für die Schopfhirsche, hätten aber das Kleine verletzen können.

    Schopfhirsche erreichen eine Kopf-Rumpf-Länge von 110 bis 160 Zentimeter. Ihr raues Fell ist dunkelbraun oder dunkelgrau gefärbt, die Lippen, die Ohrspitzen, die Unterseite des Schwanzes und manchmal die Augenregion sind leuchtend weiß. Namensgebendes Merk-mal dieser hübschen Tiere ist der schwarzbraune, hohe Haarschopf am Kopf. Das Geweih, das nur die Männchen tragen, besteht aus zwei kleinen Spießen, die meist gänzlich im Schopf verborgen sind. Männchen haben außerdem verlängerte, bis zu fünf Zentimeter lan-ge, obere Eckzähne, die aus dem Maul ragen.
    Zur Kommunikation untereinander dient ein lautes Fiepen. Die Nahrung der Schopfhirsche besteht aus Gräsern, Blattwerk, Kräutern, Früchten sowie auch Aas. Im Heidelberger Zoo erhalten sie zusätzlich ausgewähltes Gemüse, Haferflocken, Kraftfutter sowie ab und zu ein rohes Ei oder Hundefutter.

    Fotonachweis: Rose von Selasinsky

    (18.11.2010)
    Liz Thieme:   Bei den Schopfhirschen gab es erstmals Nachwuchs. Das Weibchen ist schon im Sommer geboren. Nach der Geburt wurden Mutter und Tochter zur Sicherheit ins Absperrgehege gebracht und sind nun wieder mit dem Vater und den Kleinen Pandas im Schaubereich zusammen.
    (17.11.2010)
    Zoo Heidelberg:   Kein Winterschlaf in der Heidelberger Zooschule!
    Die Zooschule Heidelberg ist auch im Winter wach! Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren können u.a.
    während der zweitägigen „Aktiven Wintertage“ den Zoo erkunden. Sie erfahren beispielsweise mit
    welchen Strategien die einheimischen Tiere den Winter überstehen. Gemeinsam mit den Inforangern
    werden die Nisthöhlen im Zoo gepflegt und Nisthilfen für Insekten gebaut. Selbstverständlich erleben
    die Kinder auch, was für die exotischen Zootiere während der kalten Jahreszeit getan wird.
    Für die Termine am
    11./12. Dezember,
    27./28. Dezember,
    29./30. Dezember,
    4./5. Januar 2011 und
    7./8. Januar 2011
    sind noch Plätze frei. Die Tickets gibt es an der Zookasse. Weitere Informationen erhalten Sie auch
    unter www.zooschule-heidelberg.de oder telefonisch unter 06221-3955713.

    (16.11.2010)
    Zoo Heidelberg:   Lebendige Kinderstube im Heidelberger Zoo – dreifacher Nachwuchs bei den Poitou-Eseln


    Besucher des Heidelberger Zoos können sich über quicklebendigen dreifachen Nachwuchs bei den Poitou-Eseln freuen. Mit ihren großen Augen, dem samtweichen, fast schwarzen Fell, den langen, noch etwas wackeligen Stelzenbeinen und aufmerksam nach vorne gerich-tete Riesenohren sind die Fohlen dieser großen Eselrasse ein entzückender Anblick. Die Stuten Madeleine, Resi und Gala haben kurz hintereinander – am 10., 21. und 22. Oktober – drei gesunde Jungtiere zur Welt gebracht. Alle drei Stuten sind perfekte Mütter, die sich lie-bevoll um ihre Kleinen kümmern und ihren großen Appetit stillen.
    Seit ein paar Tagen ist das lebhafte Dreiergespann gemeinsam im Freien. Das schöne Herbstwetter der letzten beiden Wochen ist für die Jungtiere geradezu ideal, um die Gegend zu erkunden und miteinander zu tollen.
    Später werden aus den Kleinen echte Riesen mit langem Zottelfell. Die Poitou-Esel, die ur-sprünglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen, gehören zu den schwersten Esel-Rassen der Welt. Im 18. Jahrhundert war es üblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfähige Arbeitstiere, die Maultiere, zu züchten. Sogar als Zugtier für Löschzüge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt. Der Ersatz der Nutztiere durch Maschinen und Fahrzeuge führte dazu, dass viele Haustierrassen immer seltener werden. Die Zahl der Poitouesel nimmt seit 1950 drastisch ab, so dass sich sogar das Französische Landwirtschaftsministerium eingeschaltet hat. Gezielte Erhaltungsmaß-nahmen mit Züchtern und regionalen Naturschutzorganisationen sollen dazu beitragen, dass diese wunderschöne Eselrasse nicht ausstirbt. Die wenigen Poitou-Esel führen heute wohl meist ein Leben „wie Gott in Frankreich“. Arbeiten müssen sie kaum, auch keine Maultiere mehr produzieren. Im Heidelberger Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Ponys, Schafe, Schweine und die seltenen Poitou-Esel.

    Foto: Fohlen miteinander (Ann-Katrin Schmauder)
    (04.11.2010)
    Zoo Heidelberg:   Streichen, sägen, hämmern und mehr –
    Zoomitarbeiter verschönerten den Zoo

    In diesem Jahr wurde mit der Eröffnung des neuen Elefantenhauses das bedeutendste Bau-vorhaben des Heidelberger Zoos erfolgreich umgesetzt. Aber auch zahlreiche weitere Aktivi-täten trugen dazu bei, dass Besucher und natürlich auch die Bewohner des Zoos sich im Heidelberger Zoo wohlfühlen können. Bereits Ende letzten Jahres wurde der graue „Kassen-container“ vom Mannheimer „Studio 68“ mit bunten Dschungel- und Tiermotiven verziert und verleiht dem Eingangsbereich nun eine heitere Atmosphäre. Vor kurzem folgte der bei Kin-dern sehr beliebte Mäusewagen, den die Sprayer aus Mannheim mit lustigen Mäuse-Motiven im Graffiti-Stil verzierten. Vielen Besuchern ist in diesem Jahr aufgefallen, dass Zoomitarbei-ter an etlichen Ecken malten, sägten und hämmerten – und Gehege und Tierhäuser in kurzer Zeit sichtbar attraktiver wurden. Die Aktionen unter dem Motto „Unser Zoo soll schöner wer-den“ starteten Anfang des Jahres. Alle Mitarbeiter saßen gemeinsam am runden Tisch und sammelten eifrig Ideen, die anschließend in einer Prioritätenliste kategorisiert wurden. So strahlt das Raubtierhaus durch die Verwendung von natürlichen Materialien jetzt ein wärme-res Flair aus. Eine schicke kleine Lodge mit Blick auf die Außenanlage der Tiger lädt zum Betrachten der anmutigen Tiere ein. Handwerker und Tierpfleger verkleideten die Wände und kühlen Gehegegitter mit Strohmatten und Hölzern und bauten eine Stellage für neue Terrarien. Die Tierpfleger richteten die Innengehege mit Bambusmatten und verschiedenen Versteck- und Spielmöglichkeiten ein. Der alte Betonboden wurde dank einer dicken Rin-denmulchschicht zu einem flauschigen Teppich, der für die Großkatzen äußerst behaglich ist und ihren Gelenken und Tatzen gut tut. Zudem ist der holzig-harzige Geruch im Raubtier-haus für die Besucher sehr angenehm. Auch im Afrikahaus wird der Besucher seit diesem Jahr mit warmen Materialien und in behaglicher Atmosphäre empfangen. Nicht unwichtig, da das Haus auch als Ausstellungsraum dient. Die Wände wurden mit Naturhölzern und rustika-len Heidekrautmatten verkleidet, der Fliesenbelag mit Holzhäckseln bedeckt, ein neuer Roll-stuhl- und Kinderwagengerechter Holzbohlensteg führt an den Gehegen und Terrarien vor-bei. Die Mitarbeiter des Affenreviers haben die Voliere der winzig kleinen Zwergseidenäff-chen und Kaiserschnurrbarttamarine liebevoll umgestaltet und frisch bepflanzt.

    Auch neue Angebote erfreuen sich großer Beliebtheit. Die im letzten Jahr eingeführte Flug-vorführung kommt bei Besuchern sehr gut an. Inzwischen fliegen die Vögel zunehmend frei. Die Pfleger des Affenreviers bieten seit diesem Jahr täglich um 12.00 Uhr die Sprechstunde „Unsere kleinen Stars“ an, die gleich zum Renner wurde. Eine weitere Attraktion bietet der ohnehin beliebte Streichelzoo. Neben Füttern und Streicheln kann man jetzt die Ziegen auch ordentlich striegeln. Dafür hat das Zoo-Team zwei Kisten mit Bürsten aufgestellt und los geht’s. Das tut nicht nur den Ziegen gut, sondern auch den Kindern, die voller Freude den Umgang mit den Tieren lernen.
    Die zahlreichen Verschönerungen und zusätzlichen Aktionen zeigen, dass die Zoomit-arbeiter mit Eigeninitiative viel bewerkstelligen können. Aber ohne finanzielle Unter-stützung stößt das Engagement an personelle und finanzielle Grenzen. „Wir könnten noch mehr leisten – mit noch besseren Gehegen und noch besseren Serviceeinrichtungen. Deshalb freuen wir uns über jede Hilfe“, betont Pressesprecherin Steffanie Richter.

    (25.10.2010)
    zollifreund:   bei meinem Besuch im Juli erzählt mir ein Pfleger, dass nur noch 1,1 Tiere leben würden. Damals wurde versucht, diese zusammen zu gewöhnen, damit die Zucht weitergehen kann.
    (05.10.2010)
    Sven P. Peter:   In den Käfigen am Flamingoteich leben nun Fossas und Binturongs. Nur im Käfig an der Küstenvoliere sah ich bei meinem letzten Besuch ein Tier.
    (05.10.2010)
    Rüdiger:   Was macht eigentlich die Asiatisghe Goldkatzenzucht in Heidelberg? Gibt es Hoffnung auf Fortsetzung der Zucht?
    Weiss jemand im Forum wie die Situation gerade ist und wieviel Tiere noch leben?
    (05.10.2010)
    Zoo Heidelberg:   „Sesam öffne Dich“ – Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos


    Am 9. und 10. Oktober zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr findet im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobe-sucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoolo-gischen Gartens zu erfahren. Einige Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tier-pfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamel- und in den Kängu-rustall, in das Robbenhaus und in das große Kühlhaus, es finden spannende Bastel-aktionen von Beschäftigungsfutter statt und die Ponys und Esel warten darauf, ge-striegelt zu werden. Selbstverständlich finden auch alle sonstigen Fütterungen und Vorführungen, wie die beliebte Mähnenrobbenfütterung statt. Gerne werden so häu-fige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Alpaka Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ beantwortet. Das Ele-fanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlin-gen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen: Da wird Futter versteckt, der elefantengerechte Heusack gefüllt, Nüsse in einer Kiste verschlossen und Honig in Bambusröhrchen gefüllt. Die Zooschule ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen während dieser beiden Tage für Fragen zur Verfügung und berichten über ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
    Außerdem gibt es am Samstag einen Flohmarkt mit guten Büchern, Spielen und vie-len schönen Kleinigkeiten. Und am Sonntag locken leckere selbstgemachte Waffeln am Häuschen bei den Tiergartenfreunden.
    Für „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

    (05.10.2010)
    Zoo Heidelberg:   Rote Pandas im Heidelberger Zoo

    Schwarze Knopfaugen, die aus einem runden, freundlichen Gesicht blicken, puschelige Teddyöhrchen, streichelweiches kupferrotes Oberfell, bärenartige Beine und Tatzen – und der Eindruck von einem entzückenden Knuddelbären ist perfekt. Die Roten Pandas, die Besucher des Heidelberger Zoos hoch oben auf dem Walnussbaum bewundern können, sind zweifellos hübsche und anmutige Tiere. Tim und Thali heißen die beiden Kleinen Pandabären. Die einjährige „Thali“ ist in diesem Jahr in den Heidelberger Zoo gekommen. Tim ist mit seinen knapp elf Jahren bereits ein gestandener Panda-Mann. Der Heidelberger Zoo würde sich sehr über Nachwuchs freuen. Und da die beiden sich gut verstehen, stehen die Chancen gar nicht so schlecht. Für die Kleinen Pandas gibt es ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm – sie gelten als bedrohte Tierart.
    Der Rote oder auch Kleine Panda genannt ist ein scheuer Vertreter der Raubtiere, der die Bergwälder und Bambusdschungel von Nepal bis Burma und Südchina bis zum östlichen Zentralchina bewohnt. Den Beinamen „Katzenbär“ verdankt er übrigens der Art seiner Fellpflege. Die roten Pandas putzen sich häufig wie unsere Hauskatzen, in dem sie erst die Innenseiten der Pfoten ablecken und dann mit den Füßen den Pelz reinigen.
    Tim und Thali sind bei jedem Wetter auf ihrer Außenanlage und trotzen Regen, Schnee und Kälte. Sie sind dämmerungs- und nachaktive Tiere, die aber auch in den Vor- und Nachmittagsstunden rege sind. Als äußerst geschickte Kletterer tummeln sie sich meist oben in den Baumkronen oder liegen gemütlich ausgestreckt auf einer Astgabel. Nur zur Nahrungssuche begeben sich die beiden auch auf den Boden – wie gut, dass sich genau dort der leckere Bambus befindet, der zur Hauptnahrung der Tiere zählt. Zoobesucher haben so die Möglichkeit, die anmutigen Tiere ganz aus der Nähe zu sehen. Und jetzt im Herbst, wenn das Laub sich lichtet, sind die beiden noch viel besser auf ihrer Anlage zu beobachten. Tim und Thali sieht man oft gemeinsam auf einer Astgabel, was ein sehr gutes Zeichen ist. „Die Chemie zwischen den beiden stimmt. Sie verspeisen auch häufig gemeinsam ihre Bambusmahlzeiten“, freut sich Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Denn das ist unter den Kleinen Pandabären nicht immer üblich. Meist leben sie als Einzelgänger, seltener paarweise oder in Familiengruppen und sind trotz ihres teddyhaften Aussehens auch miteinander keine Kuscheltiere. Die Paarungszeit liegt von Dezember bis Ende Februar. Das ist dann auch genau die Zeit, in der Panda-Dame Thali geschlechtsreif ist und es mit dem Nachwuchs klappen könnte.

    Kleine Pandas sind friedliebende Geschöpfe, die sich jedoch bei Bedrohung durchaus wehren können. Sie flüchten, sobald sie sich bedroht fühlen. Wenn sie dem Angreifer jedoch nicht mehr ausweichen können, stellen sie sich auf die Hinterbeine. Dies lässt sie zum einen imposanter erscheinen und eröffnet ihnen zugleich die Möglichkeit, mit ihren Vorderpfoten Prankenhiebe auszuteilen. Mit ihren scharfen Krallen können sie ihrem Gegner erhebliche Wunden zufügen.
    In den Heimatstaaten sind die Bestände der Tiere stark durch Lebensraumverlust bedroht. So trägt z.B. in Sikkim das Wachstum des Tourismus – wegen des Straßenbaus und erhöhten Bedarfs an Feuerholz – zum Rückgang der Pandas bei. In Bhutan und Nepal werden die Kleinen Pandas gejagt, weil ihr weicher Pelz gelegentlich zu Mützen verarbeitet wird. In China, wo der Kleine Panda „Feuerfuchs“ genannt wird, ist der Jagddruck hoch. Die Chinesen verwenden den Schwanz und die Schwanzhaare für Staubwedel und Pinsel.

    Foto: Heidrun Knigge
    (04.10.2010)
    Zoo Heidelberg:   Tierischer Herbst in der Heidelberger Zooschule
    Eine Woche im Zoo! Was gibt es für Kinder im Alter von sechs bis dreizehn Jahren Schöneres?
    Die Heidelberger Zooschule bietet nicht nur in den Herbstferien von Baden-Württemberg (vom 2. bis 6. November), sondern auch in den Ferien von Rheinland-Pfalz und Hessen (11. bis 15. Oktober), halbtags das „Zoo-Ferien“-Programm und ganztags die „Zoo-Wochen“ an. Unter der Leitung engagierter Zoobegleiter (sog. Info-Ranger) erfahren die Teilnehmer viel Spannendes über den Zoo und seine Tiere. Die Kinder werden zu wahren Tierexperten und haben auch die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos zu blicken, einen Tierpfleger zu treffen und natürlich mit einigen Tieren in direkten Kontakt zu treten. Besondere Erlebnisse sind also garantiert! Auch für das Spielen und Basteln ist genügend Zeit eingeplant. Da kommt in den Ferien bestimmt keine Langeweile auf.
    Im Oktober starten auch wieder die beliebten „Zoo-Kurse“. Bei diesem Angebot treffen sich die Kinder einmal wöchentlich im Winterhalbjahr und erkunden den Zoo. Erstmals gibt es dieses Angebot auch für Vorschulkinder im Alter von fünf bis sechs Jahren.
    Weitere Informationen im Internet unter www.initiative-zooerlebnis.de oder telefonisch unter 06221/3955713.

    (20.09.2010)
    Zoo Heidelberg:   Frühe Integration von Kiki war erfolgreich!

    Europas erste Integration eines Gorillababys ohne Ersatzmutter war im Zoo Heidelberg erfolgreich. Kiki lebt als voll akzeptiertes Mitglied in der Gorillagruppe des Zoos. Die dabei gewonnen Erkenntnisse helfen den mit der Erhaltungszucht der Gorillas beschäftigten Forschern.
    Der jüngste Gorilla in der Heidelberger Menschenaffengruppe ist Esiankiki, kurz Kiki genannt. Sie ist jetzt drei Jahre alt, turnt durch das Gehege und verhält sich so wie andere Gorillas in ihrem Alter das auch tun würden. Dabei hat Kiki in ihrem jungen Dasein schon einiges erlebt und schwierige Zeiten durchgemacht.
    Ihre Mutter Doba hatte nicht genug Milch, so dass Kiki eine Woche nach ihrer Geburt fast verhungert wäre. Dank der Hilfe von Tierpflegern, Zootierärztin und Kinderärzten der Kinderklinik Heidelberg wurde sie gerettet. Mutter Doba konnte jedoch ohne Milch nicht für ihr Baby sorgen, eine Handaufzucht durch den Menschen war unumgänglich. So eine künstliche Aufzucht bedeutet für einen kleinen Menschenaffen jedoch keinen idealen Start ins Leben, denn wichtiges Gorillaverhalten lernen die Kleinen durch den Kontakt mit einer Gruppe von Artgenossen. Daher war es das Ziel des Heidelberger Zooteams, Kiki so früh wie möglich wieder mit ihren Artgenossen zusammen zu bringen und die Aufzucht durch die Pfleger auf das Nötigste zu beschränken.
    Hierzu wurde ein kleiner Käfig ins Gorillagehege eingebaut, der das neue zu Hause von Kiki werden sollte. So konnte sie engen Kontakt zur Gruppe aufbauen und diese beobachten, gleichzeitig war sie hier sicher und konnte von den Pflegern problemlos mit der Flasche gefüttert werden. Als sie alt und mobil genug war, um den Käfig alleine wieder aufzusuchen und zur Fütterung selbständig zum Pfleger ans Gitter zu kommen, wurde der Käfig geöffnet. Kiki konnte nun von Tag zu Tag immer länger mit der Gruppe zusammen sein. Zunächst nur mit den Weibchen, später auch mit dem 200 kg schweren Silberrücken Bobo. „Anfangs stockte uns der Atem, wenn der riesige Bobo seine wenige Monate alte und erst 5 kg schwere Tochter berührt und auf den Arm genommen hat“ berichtet Bernd Kowalsky, leitender Tierpfleger im Affenrevier, „doch Bobo ist ein ganz toller Gorillamann, sehr vorsichtig und sanftmütig“. Bobo hat sicher viel zum Gelingen dieses außergewöhnlichen Weges der Integration beigetragen. Bisher wurden handaufgezogene Jungtiere frühestens mit 3-4 Jahren wieder in eine Gorillagruppe integriert. Kiki verbrachte schon mit weniger als einem Jahr den Tag mit ihrer Gorillafamilie, seit sie 18 Monate alt ist, ist sie sogar 24 Stunden mit der Gruppe zusammen. Eine so frühe Integration glückte bisher nur dreimal in Europäischen Zoos, und noch nie ohne dass sich ein bestimmtes Weibchen als Ersatzmutter herausgestellt hatte. Die Entwicklung von Kiki wird von den Wissenschaftlern, die für die Erhaltungszucht der Gorilla in Europa verantwortlich sind, mit großem Interesse verfolgt. Die Erfolgsgeschichte von Kiki wird helfen, dass auch andere Zoos Gorillababys, die von der Mutter nicht aufgezogen werden, frühzeitig wieder mit ihren Artgenossen zusammenbringen. Die Heidelberger Gorillas waren immer alle sehr freundlich zu Kiki. Sie akzeptierten sie als Gruppenmitglied, auch wenn keines der Weibchen wirklich die Mutterrolle übernommen hat. Der Prozess der frühen Integration dauerte sehr lange und erforderte viel Geduld und Fingerspitzengefühl, vor allem von Seiten der Tierpfleger. Wenn man Kiki nun als voll akzeptiertes Gruppenmitglied mit völlig normalem Gorillaverhalten durch die Anlage toben sieht, weiß man, dass sich der ganze Aufwand gelohnt hat.
    „Sicher hatte Kiki einen deutlich schwereren Start ins Leben als ein von der Mutter aufgezogenes Gorillajungtier, das die ersten Monate in engem Kontakt zu seiner Mutter verbringt. Aber dadurch, dass sie nie ganz den Kontakt zu ihren Artgenossen verloren hat und so früh wieder mit der Gruppe zusammen leben konnte, hat sie gelernt, sich wie ein ganz normaler Gorilla zu verhalten“ erklärt Sandra Reichler, Biologin und Kuratorin im Zoo. „Dadurch sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass Kiki auch als erwachsenes Tier ein glücklicher Gorilla werden kann. Das ist das Wichtigste und darauf sind wir sehr stolz.“

    (15.09.2010)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zooschule unter neuer pädagogischer Leitung

    Dr. Arndt Löwenberg, der langjährige Leiter der Heidelberger Zooschule „Initiative Zooerlebnis“ hat die Zooschule Ende Juli verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Zehn Jahre hat der Biologe und Pädagoge die Zooschule aufgebaut und erfolgreich geleitet. Seit 1. August 2010 hat die Diplompädagogin Daniela Vogt die pädagogische Leitung der Zooschule übernommen. Frau Vogt arbeitete sieben Jahre im Landauer Zoo in der dortigen Zooschule und unterrichtete Kinder aller Altersklassen zu unterschiedlichen Themen. Daneben hat sie bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Einarbeitung neuer Kollegen aktiv mitgewirkt. Außerdem koordinierte sie von Landau aus das „Netzwerk Umweltbildung Südpfalz“ ehrenamtlich. Zuletzt war sie stellvertretende Leiterin der Umweltstation Reichelshof in Schweinfurt.
    Für Daniela Vogt ist mit ihrer neuen Aufgabe ein Traum in Erfüllung gegangen. „Schon als ich das erste Mal Zooluft geschnuppert habe, ist der Wunsch entstanden, eines Tages im Zoo zu arbeiten“, schwärmt sie.
    Frau Vogt möchte die Arbeit der Zooschule Heidelberg weiter in Richtung „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ aufbauen. Die Zooschule wurde bereits zwei Mal als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
    Ihre erste große Veranstaltung steigt am Samstag, den 18. September: Die Zooschule feiert ihr 10jähriges Jubiläum mit einem großen Kinderspielfest. Unter dem Motto „Tierisch in Bewegung“ sind alle Kinder mit ihren Familien im Zoo herzlich willkommen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.initiative-zooerlebnis.de oder telefonisch unter 06221-3955713.
    (07.09.2010)
    Michael Mettler:   Gibt es demnach keine Hausratten mehr im Zoo?
    (03.09.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg zeigt „Tiere vor unserer Haustür“ – in neuem Gewand

    Eifrige Besucher des Heidelberger Zoos haben ihn bestimmt schon entdeckt: Der bei Kindern sehr beliebte „Mäusewagen“ zeigt sich in einem neuen Gewand. Das „Studio 68“ aus Mannheim hat den Wagen, in dem zahlreiche Hausmäuse und domestizierte Wanderratten leben, mit lustigen Mäuse-Motiven im Graffiti-Stil verschönt. Jetzt ist das Zuhause der lebhaften Nager ein weiterer Hingucker im Zoo. Die komfortabel eingerichtete Mäusepension besteht aus zwei Zimmern – einer Heuscheune und einer Vorratskammer. Sie zählt zu dem Themenbereich „Tiere vor unserer Haustür“, der dem Zoo besonders am Herzen liegt: Hier stellen sich Wildbienen, Feldhamster, Hermeline und eben auch Ratten und Mäuse in ihren natürlichen Lebensräumen vor. Besucher haben die Möglichkeit, sich den oft als ekelerregend empfundenen Mäusen und Ratten anzunähern und sie beim Fressen, Schlafen und Spielen zu beobachten. Es sind durchaus faszinierende Tiere. Gerade Kinder zeigen sich gegenüber vermeintlich ekeligen Tieren sehr offen und finden großen Gefallen an den quick-lebendigen Nagern.
    Ratten und Mäuse gehören zu den sogenannten Kulturfolgern. Kulturfolger sind Tiere und Pflanzen, die aufgrund von landschaftverändernden Maßnahmen Vorteile erlangen und deshalb dem Menschen in seine Kulturlandschaft (zum Beispiel Äcker, Wiesen, Siedlungen) folgen. Von den typischen Arten der Bauernhöfe, wie Hausmaus, Rauch- und Mehlschwalbe, Schleiereule und sogar die Stubenfliege, gehen heute einige in ihrem Bestand zurück. Kaum zu glauben: Die Hausratte ist in Mitteleuropa vom Aussterben bedroht. Die Wanderratte hingegen ist sehr weit verbreitet.
    (03.09.2010)
    Racool:   Die Binturongs sind bereits da, momentan noch bei den Fossas (linke Anlage).

    Weiß jemand, was mit der alten Adlervoliere geplant ist?
    (23.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   Auf Tuchfühlung mit Löwenäffchen

    Es bietet sich ein ungewohntes Bild im Zoo Heidelberg. An drei Tiergehegen stehen junge Menschen mit Klemmbrettern in der Hand und protokollieren jede kleinste Bewegung. Im Zoo findet ein Kurs der besonderen Art für Biologiestudenten der Universität Heidelberg statt. In dem Praktikum Tiergartenbiologie geht es um Verhaltensforschung, Gehegeplanung und darum „wie ein Zoo funktioniert“.

    Bereits im zehnten Jahr findet in diesen Wochen im Zoo Heidelberg das Praktikum „Tiergartenbiologie“ statt. Auf dem Programm stehen Exkursionen durch den Zoo Heidelberg und Frankfurt sowie ein Besuch bei der „Zoologischen Gesellschaft Frankfurt“. Inhalt des freiwilligen Unikurses ist es, neben dem Kennenlernen des Zooablaufs das Verhalten einer ausgewählten Tierart zu erforschen. „Die Studenten haben die Aufgabe, für die Tiere eine geeignete Beschäftigung zu entwickeln, ein ideales Gehege zu planen, eine Schautafel zu entwerfen sowie eine Unterrichtseinheit zu konzipieren“, erklärt die Kuratorin des Zoos und Praktikumsleiterin Sandra Reichler.
    Bereits am Wochenende zuvor hatten sich die Studenten in einem Seminar mit Themen rund um Zoo und Tierhaltung beschäftigt.
    Immer zu dritt befassen sich die Studenten mit einer Tierart. In diesem Jahr sind es die Goldgelben Löwenäffchen, die Varis und die Fossas. Den Löwenäffchen wurde zum Beispiel ein Raubvogel aus Pappe präsentiert. Nach einem schrillen Warnruf hat der Vater seine beiden Sprösslinge sofort gepackt und ist mit ihnen auf den Rücken in den dichter bewachsenen Teil des Geheges geflohen. „Wir möchten mit diesem Versuch Verhaltensweisen hervorrufen, die die Tiere ansonsten in ihrem Zooalltag nicht zeigen müssen“, erklären die Studenten. „Und das ist uns gelungen“. Anschließend wurde ein selbstgebauter Stocherkasten in das Gehege gehängt, den die Tiere mit großer Begeisterung sofort untersucht haben. „Löwenäffchen stochern in freier Wildbahn in Felsspalten und Astlöchern herum. Diese Situation wollten wir nachstellen“ so die Studenten. Wie die Tiere auf diese Einflüsse reagieren, wird alle 30 Sekunden in einem Protokoll festgehalten und im Anschluss ausgewertet.

    Etwa 110 Studenten haben im Laufe der Jahre an dem Kurs teilgenommen. Aber nicht nur die Studenten profitieren von diesem außergewöhnlichen Angebot: Etwa ein Drittel der entwickelten Beschäftigungsideen wurden vom Heidelberger Zoo übernommen. Manche wurden von Mitarbeitern des Zoos auch weiterentwickelt. So wird erreicht, dass der Zooalltag für die Tiere niemals eintönig wird.
    „Das Praktikum war faszinierend und wir haben sehr viel mitgenommen“, betonen die Studenten. Das Praktikum wird auch in den nächsten Jahren stattfinden. Es gibt noch viele Tiere im Zoo, die noch nicht in den Genuss studentischer Einzelbetreuung gekommen sind.
    (19.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   SWR Fernsehen zu Gast mit Tatjanas Tiergeschichten im Heidelberger Zoo

    Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Heidelberger Zoo berichtet die beliebte SWR-Moderatorin regelmäßig.
    Nun hat sie, nach dem großen Erfolg der vorgehenden Bücher, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnügliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-Württemberg präsentiert.
    Am Donnerstag, 12. August ist Tatjana zu Gast im Heidelberger Zoo. Neben Anekdoten aus ihrem Buch „Tatjanas Tiergeschichten – Streicheln, Schauen, Staunen in Baden-Württemberg“ bekommen die Besucher auch einen spannenden Film über ihre bisherigen Erlebnisse im Heidelberger Zoo gezeigt. Die Veranstaltung findet um 15 Uhr in der Scheune des Zoos statt. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie. Zeitgleich präsentiert der Zoo im Raubtierhaus einige der schönsten Tierfotos von Rose von Selasinsky.

    Tatjana Geßler, geboren in Heidelberg, ist seit 1998 TV-Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin beim SWR in Stuttgart. Seit 2001 moderiert sie »Landesschau – die Woche«, ist im »Treffpunkt« und diversen Sondersendungen wie »Tour de Ländle« oder »Frühlingsrei-se« zu sehen. Seit August 2005 hat sie innerhalb der Landesschau ihre eigene Rubrik: »Tatjanas Tiergeschichten«.
    (06.08.2010)
    Zoo Heidelberg:   Klein, aber oho. Die geheimen Stars des Heidelberger Zoos

    Im Heidelberger Zoo gibt es ab sofort ein neues Programm, das nicht nur Kinder begeistern wird. Täglich um 12.00 Uhr können Zoobesucher die kleinen, geheimen Stars des Heidel-berger Zoos hautnah kennenlernen. Treffpunkt ist das „Kleine Affenhaus“ am Hulman-Gehege.
    Zu den geheimen Stars gehören viele spannende Tiere, die man sonst eher nicht zu Gesicht bekommt, etwa weil sie nachtaktiv sind oder sich gerne hinter den Kulissen aufhalten. Wer nicht weiß, wie zum Beispiel ein Igeltanrek aussieht, wie er sich anfühlt und wo er beheimatet ist, sollte keinesfalls das Angebot versäumen. Gezeigt werden immer zwei bis drei interessante Tiere wie die riesige Aga-Kröte mit ihren großen, dunklen Augen, afrikanische Weißbauchigel, Kugelgürteltiere, verschiedene Großinsekten, Schlangen und die flinken Igeltanreks.
    Vor wenigen Wochen wurden sechs niedliche „Kleine Igeltanreks“ geboren, die in ihrem Äußeren einem kleinen, schlanken Mini-Igel ähneln, mit den uns bekannten Igeln jedoch nur entfernt verwandt sind. Der Igeltanrek kommt wie alle anderen 20 Tanrek-Arten ausschließlich auf der östlich von Afrika liegenden Insel Madagaskar vor und hält sich vor allem in trockenem Buschland auf. Dort lebt er aber nicht nur auf dem Boden, sondern klettert äußerst gewandt zur Nahrungssuche auch auf Sträucher und Bäume.
    Von der Spitze der Schnauze bis zum Hinterteil wird der Igeltanrek maximal 18 Zentimeter lang und wiegt ausgewachsen gerade einmal 230 Gramm. Der Rücken ist mit einem dünnen Stachelkleid aus langen, weißlichen bis grauen Stacheln bedeckt. Gesicht, Bauch und Beine tragen ein kurzes, hellgraues bis weißes Fell. Die Augen sind klein, die runden Ohren liegen dicht am Kopf an.
    Kleine Igeltanreks werden ziemlich alt: Im Zoo können sie ein Alter von bis zu 17 Jahren erreichen. Im Durchschnitt leben sie aber nur sechs bis neun Jahre lang.

    Foto von Heidrun Knigge: Klein aber oho: Die sechs drei Wochen alten „Kleinen Igeltanreks“ passen in eine Hand.
    (30.07.2010)
    Jennifer Weilguni:   @Ronald Masell

    Ja, so wie ich das verstanden habe wird es wohl eine Gemeinschaftsanlage werden. Zu sehen war bei meinem Besuch noch nicht viel davon, es hing nur ein entsprechendes Hinweis-Schild an einem Bauzaun.
    (20.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Es lebe die Vielfalt. Aktionstag Biodiversität im Heidelberger Zoo


    „Es lebe die Vielfalt! Unter diesem Motto veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres der Biodiversität 2010“ am Sonntag, 25. Juli von 11.00 bis 16.00 Uhr einen Aktionstag. Es finden Führungen zu verschiedenen Themen statt. Um 11.30 Uhr gibt es eine Führung zur „Bewahrung bedrohter Haustierrassen“, um 13.30 Uhr widmet sich eine weitere Führung dem Thema „Ökosystem Tropen“, und um 15.00 Uhr können Besucher viel über „bedrohte Inselarten“ lernen. Bei einer informativen und spannenden Zoo-Rally gibt es schöne Preise gewinnen.
    Was Biodiversität bedeutet und warum es uns alle angeht erfährt man an den Infoständen der Zooschule und des Zoos. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Die Vielfalt des Lebens“. Man spricht auch von der „biologischen Vielfalt“. Diese umfasst die Vielfalt an Arten (Tiere, Pflanzen), die Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen (z.B. Wälder, Seen, Meere) wie auch die genetische Vielfalt innerhalb der einzelnen Tier- und Pflanzenarten.

    Dieses Netzwerk der biologischen Vielfalt macht die Erde zu einem einzigartigen, bewohnbaren Raum für die Menschheit.

    Und welchen Beitrag leistet der Zoo zum Erhalt der biologischen Vielfalt? Der Heidelberger Zoo zeigt ganz unterschiedliche Tierarten aus verschiedenen Lebensräumen und damit einen kleinen Ausschnitt der weltweiten Biodiversität. Weiterhin leben auch zahlreiche Pflanzenarten und einheimische Tiere auf dem Gelände des Tiergartens, wie Frösche, Igel und viele Käfer.
    Mit über 40.000 Euro im Jahr unterstützt der Zoo Heidelberg Projekte zum Schutz bedrohter Tierarten in ihren Heimatländern, z.B. in Uruguay, Kambodscha und auf Madagaskar. Das Artenschutzprojekt für westafrikanische Affen (WAPCA) wird sogar von Heidelberg aus koordiniert. Zahlreiche im Zoo nachgezüchtete Feldhamster werden jedes Jahr auf den Feldern der Rhein-Neckar-Region wieder ausgewildert, damit diese einheimische, einst häufige Tierart bei uns wieder überleben kann.
    Die Europäischen Erhaltungszuchtprogramme (EEPs) der wissenschaftlich geführten Zoos schaffen Ersatzpopulationen für ihre bedrohten Artgenossen im Freiland und bewahren die genetische Vielfalt der Tiere im Zoo. Der Tiergarten Heidelberg beteiligt sich an 17 EEPs und koordiniert die Zucht der Asiatischen Goldkatze in ganz Europa.


    Foto: Rose von Selasinky. Gürtelvari im Heidelberger Zoo. Wie fast alle Tierarten der Insel Madagaskar ist auch der Gürtelvari in seinem Heimatland bedroht. Hauptursache ist die Lebensraumzerstörung vor allem durch Brandrodung. Ist der Wald erst abgeholzt, folgt die Erosion, die den Boden als Lebensraum für Tier und Mensch endgültig zerstört.
    (20.07.2010)
    BjörnN:   Sein linker Stoßzahn wächst ja auch krumm und quer...
    (18.07.2010)
    Liz Thieme:   Nein, nicht schon wieder :( sie sind doch so gut nachgewachsen. So sieht er niemals aus wie sein Vater. Aber, dass es Rangeleien etc zwischen ihnen gibt ist klar. Hoffentlich ist er gut abgebrochen, so dass er auch diesmal gerettet werden kann.
    (18.07.2010)
    zollifreund:   Thai verliert Stoßzahn!

    gestern war ich in Heidelberg, um mir selbst mal das Zusammengewöhnen der drei Jungelefanten anzusehen.
    Die Anlage außen blieb ja eigentlich unverändert, das Elefantenhaus selbst macht einen sehr guten Eindruck. Insgesamt war es sehr interessant, den drei jungen Bullen zusehen. Es war den ganzen Tag über immer was los. Wobei die Interaktionen sich meistens zwischen Voi-Nam und Thai abgespielt haben, Tarak machte irgendwie den Eindruck, dass er ein wenig Abseits stehen würde.
    Voi-Nam lief meistens hinter Thai her oder ging auf ihn zu, woraufhin dieser sich immer auf die Anhöhe hinter der Pflanzeninsel zurückzog und dort, von der erhöhten Position aus, sich Voi-Nam stellte. Dann kam es immer zu kurzen Rangeleien.
    Gegen Abend aber konnte ich einen andere Ablauf beobachten: Thai folgte Voi-Nam und schlug mit dem Rüssel/Kopf auf den Hintern von Voi-Nam ( genau war es nicht zu sehen) - zu hören war aber ein lauter Knall und Thai fehlte der rechte Stoßzahn!
    Er blutet ziemlich an der Abbuchstelle und da er immer mit dem Rüssel danach tastete, war dieser bald blutig. Auch Voi-Nam war sehr am abgebochenen Zahn und der Bruchstelle interessiert. Er berüsselte ihn dort immer. Ob Thai schmerzen hatte, war nicht festzustellen, er ging jedenfalls nicht ins Wasserbecken um die Wunde zu kühlen. ( das hatte damals ja der junge Kölner Elefantenbulle gemacht als er nach dem Kampf mit einer der Thai-Kühen einen Zahn verlor). Offensichtlich war er jedenfalls sehr verstört.
    Die anwesenden Elefantenpfleger haben jedenfalls nicht eingeriffen, sondern nur gemeint, dass das passieren kann und sie sich, nach dem abendlichen Hereinlassen ( ca. 30 min später), den Zahn anschauen werden, um zu sehen, ob Maßnahmen durchgeführt werden müssen.

    Auf dem Bild ist der unglückliche Thai zu sehen und wie sich Voi-Nam mit seiner Trophäe beschäftigt ( hat den abgebrochenen Stoßzahn im Maul).

    @Roland M.:Von der Anlagen für die Zwergotter und Binturongs ist noch nicht viel zu sehen. Links neben dem Eingang sieht man die Grundfläche eines geplanten Geheges, aber ob das für die Binturongs + Otter ist? schien mir sehr klein. Es sollen anscheinend aber auch noch Vogelvolieren neu gestaltet/gebaut werden.
    (18.07.2010)
    Ronald Masell:   @ Jenny, die anlage als Gemeinschaftshaltung? hast du Fotos?
    (15.07.2010)
    Jennifer Weilguni:   Hat das eigentlich schon einer hier erwähnt? Vor dem neuen Elefantenhaus (das wirklich mehr als nur gelungen ist!!!) wird eine Anlage für Zwergotter und Binturongs gebaut. Der Zoo Heidelberg wird immer schöner, spannender, interessanter!!!

    Die drei Bullen scheinen sich auch prima zu verstehen.. was für ein schöner Anblick!
    (14.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung mit faszinierenden Portraits afrikanischer und asiatischer Elefanten von Petra Prager

    Kurz nach dem Einzug der jungen Elefantenbullen und der Eröffnung des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo gibt es nun auch eine Ausstellung mit beeindruckenden Bildern der größten Landsäugetiere dieser Erde zu sehen.

    Der Zoo präsentiert ab dem 15. Juli fantastische Portraits von afrikanischen und asiatischen Elefanten, die die Berliner Fotografin Petra Prager auf ihren Zooreisen aufgenommen hat. Entstanden sind Aufnahmen, die diese einzigartigen Tiere in ihren ganz speziellen Eigenarten zeigen. Zu sehen sind im Wasser spielende und tollpatschige Babyelefanten, prächtige Elefantenbullen mit gewaltigen Stoßzähnen, wundersame Details von Rüsseln und Landschaften der von tiefen Falten und Runzeln durchfurchten Haut afrikanischer Elefanten.
    „Schon seit meiner Kindheit begeistern mich Elefanten. Diese imposanten, intelligenten, höchst sensiblen, mit einem hohen Familiensinn ausgestatteten Wesen haben jedes für sich eine einzigartige Persönlichkeit“, sagt die Fotografin.

    Petra Prager reiste zu zahlreichen deutschen und europäischen Zoos, um die grauen Riesen zu fotografieren. Entstanden ist ein ansehnliches Archiv, das Petra Prager zu einem Fotolexikon der Zooelefanten im Internet aufgebaut hat. www.elefanten-fotolexikon.eu/

    Der Elefant, der Titan der Tierwelt, ist seit alters her bestaunt wie ein Fabelwesen. Ein einzigartiger Körperbau, besondere Intelligenz und erstaunliches Sozialverhalten haben den sanften Koloss zu einem Lebens- und Überlebenskünstler gemacht.
    Die mit Geduld und Liebe aufgenommenen Fotos, die bis zum 15. Oktober im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen sind, vermitteln dem Betrachter eine intensive Vorstellung dieser großartigen Tiere. Und nur einige Schritte weiter, auf der großen Elefantenaußenanlage, können Besucher die drei „jungen Wilden“ in Ihrer Spielfreude live erleben.

    Foto: Petra Prager; Elefant Letsongmon in Emmen
    (13.07.2010)
    th.oma.s:   auf dem foto sieht die anlage richtig gut aus. glückwunsch!
    (09.07.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg: Richtungweisendes Elefantenhaus eröffnet

    Am 8. Juli um 15.00 Uhr war es soweit: Nach einem Jahr Bauzeit wurde das neue, richtungweisende Elefantenhaus im Heidelberger Zoo eröffnet. Bei strahlendem Sommerwetter nahmen knapp 500 geladene Gäste an der Eröffnung teil, darunter viele Menschen, die sich besonders für das Elefantenhaus engagiert haben. Das 3,8 Millionen teure Tierhaus ist in vieler Hinsicht innovativ: Metertiefer Sandboden gibt den Elefanten in einer großen Halle sowie in zwei der vier Boxen einen weichen organischen Untergrund. Ein ausgeklügeltes Beschäftigungsprogramm wird Langeweile verhindern. Mit der ersten Jungbullengruppe in Deutschland wird tiergärtnerisches Neuland beschritten, um die Elefantenzucht in Europa weiter voranzubringen. Durch die feierliche Eröffnung erfuhr die wichtigste und umfangreichste Baumaßnahme des Heidelberger Zoos der letzten Jahre ihre Freigabe.
    „Das neue Elefantenhaus des Heidelberger Zoo ist für mich ein Beispiel dafür, was entstehen kann, wenn sich ein motiviertes Team eine Aufgabe stellt und dabei von den Bürgerinnen und Bürgern nachhaltig unterstützt wird“, lobte Heidelbergs Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
    Das neue Elefantenhaus bietet den aktuellen Stand der tiergärtnerischen Wissenschaft und trägt den Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizbare Sporthalle mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, Privatboxen, einen Raum für Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 m² großen Freianlage.
    Einige Zahlen geben eine Vorstellung von dem Kraftakt, der hinter den beteiligten Firmen, Architekten, Zoohandwerkern, Gärtnern, Tierpflegern und der Zooleitung liegt: Über 1000m³ Sand, Erde und Steine mussten bewegt werden, ein einziges Stahltor für die Elefanten wiegt über fünf Tonnen. Der künstliche Baum in der 500 m² großen Halle ist sieben Meter hoch und birgt in seinem Innerem Futterautomaten, mit denen die Tiere per Fernbedienung und Schaltuhr auch nachts gefüttert werden können. Einige hundert Tropenpflanzen, Hunderte von Gräsern, Stauden, Sträuchern und Bäumen wurden gepflanzt. Über einen Kilometer an Bewässerungsleitungen, Drainagen, Abwasser und Frischwasserleitungen wurden verlegt. Prachtvolle Flussufer mit Wurzeln und umgestürzten Bäumen wurden als Naturnachbildungen aus Spezialbeton in der Halle und an den Außenwänden des Elefantenhauses gestaltet. Ein großes Badebecken (zirka 500 Badewannen groß) mit zwei sanft abfallenden Ein- und Ausstiegen lädt zum Planschen ein. Die Pläne des auf Zoobauten spezialisierten Architekturbüros Rasbach füllen ein ganzes Bücherregal. „Es war eine sehr anstrengende aber auch schöne Zeit. Wir konnten sehen, wie unsere Ideen nach und nach in Stein, Metall, Holz und anderen Materialien realisiert wurden – das hatte manchmal schon etwas Magisches. Am schönsten ist aber zu sehen, wie sich die Tiere in ihrer neuen Heimat wohlfühlen“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Auch an die Besucher wurde gedacht, mit verschiedenen Perspektiven, einer Besucherplattform, die es ermöglicht, die Elefanten ganz nah zu beobachten. Völlig neu entwickelt wurden große interaktive Informationselemente, die die Besucher dazu einladen, sich mit diesen großartigen Tieren zu beschäftigen.
    In seinen Schlussworten setzte sich Würzner mit Nachdruck dafür ein, „dass das Erweiterungsgelände dem Zoo bald zur Verfügung stehe. „Dort einen modernen neuen Teil des Zoos zu errichten, der dem Schutz der Biodiversität, der natürlichen Vielfalt auf unserem Planeten gewidmet ist, ist eine spannende Aufgabe. „Ich hoffe“, betonte Würzner, „dass wir in den kommenden Jahren die Mittel haben werden, als Stadt dazu beizutragen. So wie hier beim Elefantenhaus werden auch dort hoffentlich die Heidelbergerinnen und Heidelberger, die Betriebe der Stadt und der Region mithelfen, das Ziel zu erreichen“.
    (09.07.2010)
    Egon Weisz:   Also ganz ehrlich, ich finde an Heidelberg könnten sich manche Zoos eine Scheibe abschneiden. Die Bauzeit des neuen Elefantenhauses ist "vorbildlich", ich will garnicht wissen, wie lange der Opelzoo in Kronberg für sein neues Elefantenprojekt brauchen wird. Wahrscheinlich ist es auch sehr viel teurer , wie so viele Zoobauten. Siehe: Frankfurt neues Gibbonhaus
    (30.06.2010)
    Niedersachse:   Oh ;)
    (26.06.2010)
    Michael Mettler:   ...den Rüssel hochhebt... ;-)
    (26.06.2010)
    Niedersachse:   Bei Tarak sieht man auch keine wenn er den Stoßzahn hochhebt, im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder.
    Tarak kommt dann doch nach seinem Vater.
    (25.06.2010)
    Liz Thieme:   Die drei Jungs haben sich inzwischen kennengelernt und verstehen sich scheinbar schon gut.
    Bilder sind hier zu sehen: http://www.tiergarten-heidelberg.de/inhalt/html/seiten/ele_bad_2010.html

    Schon erstaunlich wie unterschiedlich die drei aussehen. Va auffällig ist, dass Tarak noch keine ersichtlichen Stoßzähne hat.
    (25.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Deutschlandpremiere in Heidelberg: Junge Elefantenbullen ziehen zusammen

    21. Juni 2010 – 19.30 Uhr: Es ist ein bewegender Moment. Ganz vorsichtig tritt „Thai“ im Zoo Heidelberg aus seinem Transportcontainer und nimmt Kontakt mit Christian Wenzel auf. Zart nimmt der junge Elefantenbulle mit seinem Rüssel leckere Begrüßungsäpfel entgegen. Das über vier Jahre gewachsene Band zwischen dem erfahrenen Elefantenpfleger von Hagenbecks Tierpark und „Thai“ bewährt sich: Der junge Bulle läuft voller Vertrauen in seine neue Heimat. „Thai hat die achtstündige Reise von Hamburg nach Heidelberg gut überstanden“, freut sich Wenzel, der den Transport begleitet hat und noch einen Tag bei seinem ehemaligen Schützling bleibt.
    Der fünfjährige „Thai“ ist der erste Bewohner einer Deutschlandpremiere: Des ersten Elefantenhauses, das exklusiv für eine Gruppe junger Elefantenbullen gebaut wurde. „Das war ein kleiner Schritt für einen Elefanten, aber ein großer Sprung für die Elefantenzucht in Europa“, erklärt Heidelbergs Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Vor zwanzig Jahren haben viele noch geglaubt, dass die Elefanten in den Zoos mangels Nachwuchs aussterben. Heute beginnen wir spezielle Einrichtungen für Elefantenbullen zu bauen, weil sich die Zucht so erfolgreich entwickelt hat. Wir freuen uns darauf, mit der Haltung einer Jungbullengruppe neue Wege zu gehen und Erfahrungen zu sammeln, die für die Zukunft der Elefantenhaltung wichtig sind.“
    Die koordinierte Zucht von Elefanten läuft in Europa immer besser. Mehr Wissen über die Fortpflanzungsphysiologie, neue Elefantenanlagen, bessere Gruppenstrukturen, exzellent ausgebildete Tierpfleger – viele Faktoren haben dazu beigetragen. Die in den letzten Jahren geborenen Elefanten sind die Basis für die erfolgreiche Zucht der Zukunft. Die jungen Bullen müssen ihre Geburtsgruppen im Alter nach 5-8 Jahren verlassen. In Heidelberg werden sie zu einer Jungbullengruppe zusammengefasst und auf Ihre Rolle als Zuchtbulle einer Elefantenherde vorbereitet. Im Zusammenspiel mit anderen Jungbullen stärken sie ihre Sozialkompetenz.
    Sie lernen mit einem Pfleger zusammenzuarbeiten, der immer durch ein Gitter von Ihnen getrennt ist: „Geschützter Kontakt“ nennt das die Fachsprache. Der direkte Umgang mit pubertierenden Elefantenbullen wäre zu gefährlich. Im Alter von 10-15 Jahren werden die Jungbullen dann ihre Zuchtgruppen in europäischen Zoos übernehmen.
    Das neue Elefantenhaus in Heidelberg trägt den Bedürfnissen der Tiere Rechnung. In der großen Halles des Hauses finden die „Jungen Wilden“ einen komfortablen Innenpool, eine beheizte Sporthalle mit Sandboden und vielfältigen Beschäftigungsmöglichkeiten, Privaträume, einen Raum für Körperpflege und Behandlungen und den Zugang zu der 2000 m² großen Freianlage.
    Nach „Thai“ werden in den nächsten Tagen noch der etwa gleichaltrige „Tarak“ aus Hannover und der achtjährige „Voi Nam“ aus Leipzig an den Neckar ziehen.
    Am Anfang benötigen die jungen Elefantenbullen Zeit und Ruhe, sich in ihrer neuen Heimat einzugewöhnen und einander kennenzulernen. Wann das Dreiergespann dann das erste Mal auf der Außenanlage für Zoobesucher zu sehen sein wird, entscheidet der Integrationsprozess. Auf jeden Fall werden Besucher am Donnerstag, dem 24. Juni nachmittags keine Gelegenheit haben einen Elefanten zu sehen: da ist der Zoo ab 13.00 Uhr geschlossen. Denn an diesem Nachmittag gehört der Zoo exklusiv den chronisch kranken und behinderten Kindern für die der Tiergarten Heidelberg zusammen mit der Aktion Herzenssache einen „Traumtag im Zoo“ ausrichtet.

    (22.06.2010)
    Niedersachse:   Der Hamburger Elefantenbulle Thai ist heute, wie es im TV zu sehen war, ohne Probleme den langen Weg in den Container gegangen. Der Transport konnte pünktlich starten, so dass Thai inzwischen in Heidelberg sein sollte.
    (21.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Kleine „Wächter der Wüste“ – endlich wieder Nachwuchs bei den Erdmännchen im Heidelberger Zoo


    Wonnig rekeln sich vier possierliche Erdmännchen am Bauch von Mama, um gleich darauf neugierig ihre Umgebung zu erforschen. Als das Weibchen vor einigen Wochen plötzlich nur noch zum Fressen seine Erdhöhle verließ, vermuteten die Tierpfleger bereits, dass sich endlich der erhoffte Nachwuchs eingestellt hat. „Das letzte Mal hatten wir 2003 Nachwuchs. Umso mehr freuen wir uns jetzt über unsere gesunde Kinderschar“ erklärt Jörg Kubacki, Leiter des Robben- und Raubtierreviers. Auch wenn sie nicht so aussehen, so handelt es sich bei den Erdmännchen um echte Raubtiere. Zoologisch gesehen gehören sie zu den Schleichkatzen und tatsächlich wird ihr typisches Raubtiergebiss mit Beutetieren bis zur Größe einer Eidechse oder eines Vogels mühelos fertig. Sie fressen aber auch Früchte und Insekten oder graben nach Würmern und Skorpionen.
    Die Kleinen wurden schon am 12. Mai geboren, aber als Nesthocker verlassen die anfänglich noch nackten und blinden Jungtiere den Bau erst mit etwa zwei bis drei Wochen zum ersten Mal. Nun säugt das Weibchen seine Sprösslinge regelmäßig außerhalb der Höhle, während der Vater Mutter und Kinder sorgsam mit den Schneidezähnen putzt. Das zweite Männchen hält währenddessen auf seinem Aussichtspunkt Wache, damit dem jungen Familienglück nichts geschieht. Erdmännchen gehören zu den Lieblingen der Zoobesucher. Es macht einfach großen Spaß, die geselligen Tiere mit ihrem ausgeprägten Sozialverhalten zu beobachten. Die in trockenen Regionen im südlichen Afrika beheimateten Erdmännchen leben in Wohngemeinschaften und machen alles gemeinsam und das je enger desto lieber: Schlafen, scharren, fressen und ausgiebig in der Sonne baden. Beim Schlafen kuscheln sie sich neben- und übereinander, damit möglichst wenig Wärme verloren geht. Ein Erdmännchen hält immer Wache. „Männchen“ machend, oft auf einer erhöhten Position um die gesamte Umgebung im Blick zu haben, hält der Wächter Ausschau nach potentiellen Feinden. Die Schwanzspitze dient dabei als Stütze. Sobald ein Raubvogel oder eine Schlange entdeckt wird, gibt er einen kurzen, schrillen Warnlaut ab, woraufhin die gesamte Gruppe blitzschnell im Bau verschwindet oder Deckung unter Büschen und Wurzeln sucht. Dieses Verhalten ist auch bei den Erdmännchen im Tiergarten Heidelberg zu beobachten, obwohl sie sicher noch nie einem ernstzunehmenden Feind begegnet sind.

    (16.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   Auch Frau trägt Schnurrbart
    Wer sie einmal gesehen hat, wird sie nicht mehr vergessen, zumindest ihren langen, prächtigen Schnurrbart. Kaiserschnurrbarttamarine sind neuerdings auch im Zoo Heidelberg zu bewundern.
    Ihren Namen verdanken die kleinen Affen aus Südamerika natürlich ihrem langen weißen Schnurrbart, der an den Deutschen Kaiser Wilhelm II erinnern soll. Doch hier tragen auch die Damen einen Bart, und selbst die Jungtiere bekommen ihn lange bevor sie erwachsen sind.
    Kaiserschnurrbarttamarine gehören zu den Krallenaffen, die ausschließlich in Südamerika vorkommen. Ihre Fingernägel sind zu Krallen umgeformt, mit denen die Tiere nicht nur gut klettern können, sie ritzen damit auch die Rinde von Bäumen an, um an die begehrten Baumsäfte zu gelangen. Auf ihrem Speisezettel stehen aber auch Früchte, Frösche, Vogeleier und Insekten, die sie geschickt mit ihren kleinen Händen fangen. Die hübschen Äffchen durchstreifen die oberen Baumschichten des Regenwaldes in kleinen Familiengruppen von bis zu zehn Tieren. Durch die Zerstörung ihres Lebensraumes werden sie im Freiland immer seltener, in den Zoologischen Gärten gibt es ein Erhaltungszuchtprogramm, das die koordinierte Nachzucht der Tamarine beaufsichtigt.
    Der Zoo Heidelberg hat sich Anfang des Jahres beworben, am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für den Kaiserschnurrbarttamarin teil zu nehmen. Dank der großen Erfahrung und der Erfolge, die der Tiergarten in der Haltung von anderen südamerikanischen Krallenaffenarten vorweisen konnte, stimmte die EEP-Kommission dem Antrag zu.
    Ende April zog das Weibchen „Aurora“ vom Zoo Besancon in Frankreich an den Neckar und knapp drei Wochen später folgte das Männchen „Rinaldo“ aus dem Zoo Twycross in England. Die beiden konnten problemlos zusammen gewöhnt werden und leben nun in einem Gehege im Kleinen Affenhaus neben den Roloway-Meerkatzen. Aber die beiden Kaiserschnurrbarttamarine haben noch mehr Nachbarn, sie teilen sich ihr Gehege derzeit mit einer Familie Zwergseidenaffen, die kleinsten echten Affen, die es auf der Welt gibt. Sie werden in einigen Monaten ein eigenes Gehege in der neu aufgebauten Fasanerie bekommen. Bis dahin ist in der Wohngemeinschaft viel los und für die Zoobesucher gibt es bei den kleinen Affen immer was zu sehen.

    (08.06.2010)
    Zoo Heidelberg:   DIE JUNGEN WILDEN KOMMEN!
    Das bestgehütete Geheimnis Heidelbergs wird gelüftet! Die ersten Elefanten - Jungbullengruppe in einem deutschen Zoo wird aus Voi Nam (8Jahre) aus Leipzig, Thai (5 Jahre) aus Hamburg und Tarak (4 1/2 Jahre) aus Hannover bestehen. Der Einzug in das neue Elefantenhaus soll in 7-8 Wochen stattfinden.
    Manche Bauarbeiter verlassen nach vollendeter Arbeit stolz die Baustelle, andere sind noch voll in Aktion und einige beginnen gerade erst ihr Gewerk – auf der Baustelle des Elefantenhauses herrscht eifrige Betriebsamkeit. Fix und fertig sind bereits die Pläne, wer in das neue Haus einziehen soll. Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Asiatische Elefanten hat drei Jungbullen aus Deutschland als Gründungsmitglieder der ersten Jungbullen – WG auf deutschem Boden ausgewählt. Es sind:
    Voi Nam, geboren am 05.04.2002 im Zoo Leipzig
    Thai, geboren am 26.11.2004 im Tierpark Hagenbeck, Hamburg
    Tarak, geboren am 28.10.2005 im Zoo Hannover

    „Wir sind mit der Auswahl des EEP sehr zufrieden.“ freut sich Dr. Klaus Wünnemann, Direktor des Zoo Heidelberg. „Alle drei Tiere kommen aus guten Zuchtgruppen, haben genetisch einen hohen Wert für die Zucht und sind einfach tolle Tiere.“ In den letzten Wochen hat der Zoo Heidelberg mit den Zoos, in denen die drei Elefantenbullen geboren wurden, eine lange Liste von Punkten besprochen. Da spielen Impfungen und Lebenslauf, Organisation der Transporte, Einstellungsverträge, Besuche der Heidelberger Elefantenpfleger bei ihren zukünftigen Schützlingen und viele weitere Details eine wichtige Rolle. Besonders positiv: Da alle Tiere aus Deutschland stammen, sind die Transportzeiten und damit die Belastungen für die Tiere gering. „Dass alle Elefanten seit ihrer Geburt die deutsche Sprache hören ist weniger entscheidend. Eher schon, dass sich die bisherigen und künftigen Pfleger der Elefantenbullen gut verständigen können.“ In Heidelberg werden die Tiere im geschützten Kontakt gehalten werden, das heißt die Pfleger befinden sich nie mit dem Tier im selben Raum. Alle Pflegevorgänge - wie Fußpflege - werden an einer speziellen Trainingswand durchgeführt. Dafür müssen die Heidelberger Elefantenpfleger genau wissen, wie bislang mit den Tieren gearbeitet wurde, welche Kommandos verwendet wurden und vieles mehr. In den nächsten Wochen werden Tierpfleger aus Heidelberg in Hannover, Hamburg und Leipzig all dies lernen und genau dokumentieren.
    Die Jungbullengruppe ist sehr wichtig für die Zucht Asiatischer Elefanten in Europa. Seit einigen Jahren läuft die Zucht der Elefanten in den Zoos Europas immer besser. Dieser große Erfolg des koordinierten Zuchtprogrammes hat Folgen: Für junge Bullen, die ihre Geburtsfamilie verlassen müssen, ist noch zu wenig Platz vorhanden. Die Jungbullengruppe im Zoo Heidelberg wird als Zwischenstation auf ihrem Weg zur Position des Zuchtbullen mit eigener Herde dienen. „Wir wollen die jungen Wilden intensiv betreuen und im geschützten Kontakt so trainieren, dass sie optimal auf ihre spätere Rolle vorbereitet sind. Wenn Sie uns im Alter von ca. 13 Jahren verlassen werden, sollen sie ohne Probleme in die Zuchtgruppen integriert werden können. schaut Dr. Klaus Wünnemann in die Zukunft. „Das bedeutet viel Arbeit, wird aber auch sehr spannend sein, denn es liegen noch sehr wenige Erfahrungen mit solchen Gruppen vor. Und auch für unsere Besucher wird die Beobachtung der jungen Elefantenbullen und ihrer Entwicklung sicher ein faszinierendes Erlebnis werden.“
    (15.05.2010)
    Michael Mettler:   Laut Zeitungsmeldung in der hannoverschen NEUEN PRESSE wird der hiesige Elefanten-Jungbulle Tarak ab Sommer zum Erstbesatz der neuen Heidelberger Anlage gehören und dabei auf je einen Bullen aus Hamburg und Leipzig treffen.
    (15.05.2010)
    Zoo Heidelberg:   Große Freude im Heidelberger Zoo – Roloway-Meerkatzenbaby geboren


    Die kleine Roloway-Meerkatze, die am 21. März das Licht der Welt erblickt hat, gehört zu den gerade mal 32 Tieren, die in den Zoos weltweit gehalten werden. Der Heidelberger Zoo hält mit neun Tieren damit ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut.
    Nur noch wenige dieser schönen Tiere leben in ihren Heimatländern Ghana und der Elfenbeinküste – die Roloway-Meerkatze steht kurz vor der Ausrottung! Mit seinem Artenschutzprojekt WAPCA e.V. engagiert sich der Heidelberger Zoo seit vielen Jahren für den Schutz der bedrohten Primatenarten vor Ort. Neben kleinen Erfolgen gibt es aber immer wieder Rückschläge. Wildfleisch gehört zur bevorzugten Nahrung nicht nur in Westafrika. Die erlegten Tiere werden weltweit exportiert, es ist ein regelrechter Wildfleischhandel entstanden, der für zahlreiche Tierarten in den Wäldern Afrikas das baldige Aus bedeuten könnte. An wohl kaum einer anderen Tierart lässt sich so gut verdeutlichen, wie wichtig der Zoo für den Arten- und Naturschutz ist. Der Zoo Heidelberg hält zwei Paare Roloway-Meerkatzen, eines lebt im kleinen Affenhaus, das andere bewohnt ein Gehege im Menschenaffenhaus. Mit ihren langen weißen Bärten und ihren flinken Sprüngen durchs Geäst gehören sie zu den beliebtesten und elegantesten Tieren im Zoo. Dazu kommt, dass man sie außer im Zoo Heidelberg nur noch in München und in einigen französischen Zoos sehen kann.
    Deshalb ist die Geburt der kleinen Meerkatze, deren Geschlecht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht, ein großer Erfolg für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm dieser seltenen und ausgesprochen schönen Affenart aus Westafrika. Für Mama Adriana ist es bereits das sechste Kind! Trotz ihrer Gehbehinderung – im Kindesalter musste ihr der rechte Fuß amputiert werden – ist sie eine äußerst fürsorgliche Mutter. In den ersten Wochen klammert sich das Jungtier fast ausschließlich an den Bauch der Mutter. Aber dann wird es seine Umgebung erkunden und die Zoobesucher durch Spielversuche mit den älteren Geschwistern begeistern.
    Nicht nur bei der Zucht in Menschenobhut ist der Heidelberger Zoo führend, auch den Schutz der Tiere in ihren Heimatländern Ghana und Elfenbeinküste hat der Zoo Heidelberg zu seinen wichtigsten Aufgaben gemacht. Doch die Situation in Ghana ist dramatisch, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wenn das Roloway-Jungtier sechs Jahre alt sein wird und damit im fortpflanzungsfähigen Alter, könnten diese wunderschönen Tiere in Ghana bereits ausgestorben sein“.

    Pressehinweis: Die junge Roloway-Meerkatze im Zoo Heidelberg kann in der alten Zooschule durch die Scheibe oder im Außengehege fotografiert werden.

    Foto: Das Roloway-Jungtier mit seiner Mutter

    (06.05.2010)
    Zoo Heidelberg:   Haustiertag im Heidelberger Zoo am 24. April


    Der Heidelberger Zoo und der Zoofachmarkt „Kölle Zoo“ laden am Samstag, den 24. April zu einem Haustiertag im Zoo ein.

    Von 14.00 bis 18.00 Uhr können sich kleine und große Besucher auf ein vielfältiges Programm freuen. Neben Attraktionen und Aktionen rund um die Zootiere informieren an verschiedenen Ständen Mitarbeiter vom Kölle-Zoo Heidelberg über die artgerechte Haltung, Fütterung und Pflege von Hunden und Katzen, Nagetieren, Vögeln, Fischen und Terrarienbewohnern. Welches Tier passt zu mir? Benötigt mein Tier Gesellschaft oder sollte es alleine gehalten werden? Fragen wie diese aber auch so wichtige Themen wie „Sicherheit und Transport“, „wohin in den Ferien“ und „Erste Hilfe“ werden behandelt.

    Besucher können bei der Schur von Skuddenschafbock „Tony“ schöne Preise gewinnen. Um 16:30 Uhr wird „Tony“ die Hüllen fallen lassen und alle Besucher sind eingeladen, dieses interessante Ereignis nicht nur zu verfolgen sondern auch das Gewicht der geschorenen Wolle zu schätzen. Wie viel Gramm oder Kilogramm an Wolle trägt „Tony“ da die ganze Zeit mit sich herum? Tonys Wolle und die der anderen Schafe wird nach der Schur verwendet, um anderen Tieren wie Tigern oder Luchsen die Gelegenheit zu geben, sich mit Teilen ihrer potentiellen Beutetiere zu beschäftigen. Dabei ist vor allem der Geruch wichtig.

    (20.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Xavier Naidoo drehte Musikvideo im Heidelberger Zoo


    Am Dienstag, den 13. April fanden im Heidelberger Zoo ungewöhnliche Dreharbeiten statt. Diesmal standen ausnahmsweise mal nicht Gorilla, Löwe und Co. im Visier der Kameras. Für seine Single mit dem Titel „Verschieden“ drehte Xavier Naidoo im Heidelberger Zoo seinen neuesten Videoclip und hat sich dafür ein lebendiges Ambiente direkt vor seiner Haustür ausgesucht.
    Soviel sei jetzt schon verraten: Für den Dreh bestieg Xavier eine echte Rikscha, auf der er durch den Zoo und an den Tiergehegen vorbei radelte. Für viele Zoobewohner war das eine kleine Sensation. Auch wenn sie den prominenten Gast auf der Rikscha nicht erkannten, so verfolgten Löwen, Mähnenrobben, Poitou-Esel und Kamele fasziniert das außergewöhnliche Schauspiel. Eine Rikscha hatten sie mit Sicherheit vorher noch nie zu Gesicht bekommen.
    Auch Xavier haben die Aufnahmen sichtlichen Spaß gemacht. Als Sohn Mannheims ist er – wie viele Mannheimer auch – dem Heidelberger Zoo seit seiner Kindheit verbunden. Interessiert verfolgt er die Entwicklung des neuen Elefantenhauses, in das ab Juli drei lebhafte junge Elefantenbullen einziehen werden. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung von jungen Elefantenbullen sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit.

    (Foto: Xavier Naidoo mit Esel)
    (19.04.2010)
    Oliver Jahn:   Gibt es schon neue Informationen zu den Pumas in Heidelberg und ihrer Anlage? Weiß man, ob es unterartreine Pumas werden und steht schon ein Termin?
    (13.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo im Fernsehen

    „Tierische Kumpel“ – Der Heidelberger Zoo im ZDF ab Montag, 19. April von 15.15 bis 16.00 Uhr

     

    Im März fanden im Heidelberger Zoo Dreharbeiten für eine neue Staffel in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“ statt. Das Ergebnis mit spannenden Blicken hinter die Kulissen kann sich jetzt sehen lassen. Die malenden Orang-Utans Ujian und Grisella, Mähnenrobbenbaby Holly beim Planschen im Salzbad, Training mit den Riesenschildkröten und den syrischen Braunbären und viele weitere spannende Geschichten rund um die Tiere und Menschen im Heidelberger Zoo werden ab Montag, den 19. April in der ZDF-Reihe „Tierische Kumpel“  ausgestrahlt. Die Sendung läuft im Nachmittagsprogramm von Montag bis Freitag von 15.15 bis 16.00 Uhr.
    (13.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 18. April poetische Mikrofotografien von Organismen, Pollen, Samen und Details von Tieren und Pflanzen unserer Umgebung. Die Ausstellung „Schönheit im Verborgenen – was man mit dem Elektronenmikroskop im Zoo entdecken kann“ in Kooperation mit dem Zoologischen Institut der Universität Heidelberg ist bis zum 18. Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Den Begrüßungsvortrag hält Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut. Besucher sind herzlich willkommen.
    Die Elektronenmikroskopie offenbart einzigartige Kunstwerke, die die Natur beherbergt. Aufnahmen wie diese zeigen uns, wie spannend es ist, den Blick für das Kleine zu öffnen.
    (Foto: Ameise unter dem Mikroskop)
    (12.04.2010)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen hat der Frühling sich zurückgemeldet. Unter den wärmenden Sonnenstrahlen haben Krokusse, Tulpen und andere Frühlingsboten die Grünflächen in bunte Teppiche verwandelt. Viele Tiere wurden nach Wochen der Kälte wieder richtig munter und genießen wie die Kängurus die warme Jahreszeit im Freien. Löwen und Tiger blinzeln träge in die Sonne und die Kamele sehen bald ziemlich gerupft aus, weil sie die Winterwolle verlieren.

    Kinder aufgepasst: Wer echte Zoo-Osterüberraschungen erleben möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet Poitou-Eselstute Madeleine mit zwei großen Weidenkörben voller Überraschungseier, die sie zu den Kindern trägt. Natürlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. Pünktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen Hühnereiern goldgelbe Küken schlüpfen. Die flauschigen Federbällchen werden gemeinsam mit Kaninchen und Meerschweinchen in einem großen, zirkuszeltähnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und Hobelspänen ihr erstes Zuhause finden. Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehängt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch füttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.

    Es lohnt sich also, an den Feiertagen im Zoo vorbei zu schauen, zumal nur dort Eltern ihren Kleinen lebende Osterhasen, Osterlämmer und Osterküken zeigen können.

    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.

    „Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo am Ostersonntag

    Im Zoo Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberg Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
    Für diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo Heidelberg seit Februar exklusive Baustellenführungen an. Auch am Ostersonntag kann man von 11-12 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren über Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese Führung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
    Für die Führung erbitten wir eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.

    (30.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

    Der Heidelberger Zoo freut sich sehr über die Geburt eines gesunden Kamelbabys. Bereits am 3. März erblickte früh morgens ein hübsches Trampeltier das Licht der Welt. Der kleine Hengst ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefärbt, Papa ist der im Jahr 2009 leider verstorbene Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fürsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits vier Mal für Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Vor zwei Jahren gebar sie fast zum gleichen Zeitpunkt „Faya“, die zu einer stattlichen Kameldame herangewachsen ist. Bislang war das kleine Kamel im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschützt. Da die Temperaturen aber zunehmend steigen, kann der Kleine bald täglich für ein paar Stunden ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

    Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist Nestflüchter und kann innerhalb kürzester Zeit selbständig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mutter entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Immer wieder werden die Begriffe Kamel, Dromedar und Trampeltier durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo leben also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus deutlich extremeren Klimaten als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Damit sind Höcker nur ein indirekter Wasserspeicher.
    (17.03.2010)
    Holger Wientjes:   Ja WIR kennen natürlich die Fossa !!! ;-)

    Schön, das ein weiterer Halter hinzugekommen ist und zunächst einmal wenigstens Platz in DU für weiteren Nachwuchs schafft !
    (17.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Wer kennt die Fossa? Der Heidelberger Zoo beherbergt seit kurzem ein ungewöhnliches Raubtier

    „Foooossaaaaa“! „Hilfe! Die Fossas kommen!“ Wer den Film „Madagaskar“ gesehen hat, wird den gellen Aufschrei der Lemuren kennen. Vermutlich dürften aber nur wenige Menschen dieses faszinierende Tier bislang zu Gesicht bekommen haben. Die Fossa ist eine seltene Raubtierart und gleichzeitig das größte Landraubtier Madagaskars. Es gibt auch nur einige Zoos weltweit, in denen die Fossa gehalten wird. Deshalb freut sich der Heidelberger Zoo sehr, seinen Besuchern diese Tierart vorstellen zu können und sie für deren Schutz sowie für den Erhalt der vielerorts zerstörten Heimat der Fossa zu sensibilisieren. Am 11. März sind drei junge männliche Fossas aus dem Duisburger Zoo an den Neckar gezogen. Neugierig erkunden sie nun ihr neues Gehege, das sich direkt gegenüber dem Flamingosee an der Neckarseite befindet. Die anmutigen Tiere sind acht Monate alt und noch nicht ausgewachsen. Ausgewachsen erreichen sie eine Länge von bis zu 1,5 Meter. Mit maximal 15 Kilogramm Gewicht zählt die Fossa zu den schlankesten und elegantesten Raubtieren überhaupt. Ihr langgestreckter und gleichzeitig kräftiger Körperbau vereint die Merkmale einer Katze mit solchen der Schleichkatzen. Durch den kurzen Gesichtsschädel, die abgerundeten Ohren und ihre großen runden Augen mit den senkrechten Pupillen wirkt sie katzenähnlich. Gleichzeitig erinnert ihre Gestalt an einen dunklen, kurzbeinigen Puma. Die Tiere sind ausgezeichnete Kletterer und können größere Distanzen in den Bäumen springend zurücklegen.

    Die Fossa ist eine sehr alte Tierart, die aufgrund der abgeschiedenen Insellage Madagaskars bis heute überleben konnte. Sie gilt daher auch als „lebendes Fossil“, doch schon bald könnte dieses attraktive Raubtier für immer verschwunden sein. Die viertgrößte Insel der Welt vor der Ostküste Afrikas steht heute vor der Vernichtung großer Teile seiner außergewöhnlichen und einmaligen Artenvielfalt – und binnen kurzer Zeit auch vor dem Verlust vieler seiner natürlich nachwachsenden Rohstoffe. Waldgebiete werden großflächig abgeholzt, um Land für Rinderhaltung und für landwirtschaftliche Ertragsflächen zu gewinnen, und um das wertvolle Holz der Bäume wirtschaftlich zu nutzen. Die Fossas verlieren somit ihren bevorzugten waldreichen Lebensraum. Die Fossa jagt vor allem Vögel und kleinere Säugetiere. Da große Teile ihres natürlichen Lebensraumes vernichtet sind, vergreift sie sich immer wieder an Hühnern und anderen Haustieren. Kein Wunder, dass die ländliche Bevölkerung den „Puma Madagaskars“ jagt. Das meiste, was wir bislang über das Leben der Fossa wissen, stammt von den wenigen Tieren, die in Zoologischen Gärten gehalten werden. Die bedeutendsten Zuchterfolge sind dem Zoo Duisburg zuzuschreiben, dem seit dem Jahre 1980 regelmäßig Nachzuchten gelingen. Der Heidelberger Zoo unterstützt mit dem Erwerb der Fossa auch ein vom Zoo Duisburg koordiniertes Artenschutzprojekt für diese Art auf Madagaskar.
    Übrigens sind im Heidelberger Zoo noch weitere äußerst seltene Tierarten aus Madagaskar zu bewundern: die zu den Raubtieren zählenden Ringelschwanzmungos mit glänzendem weinroten Fell und einem buschigen schwarz-rot gestreiften Schwanz und Gürtelvaris, eine Lemurenart mit wuscheligem, schwarz-weißen Fell.

    Foto (Claudia Kuster, Zoo Duisburg): ausgewachsene Fossa
    (17.03.2010)
    BjörnN:   Eine Goldkatzenanlage war zu Beginn des Jahres leer, es könnte also möglich sein, dass sie dort einziehen.
    (16.03.2010)
    Mirko Schmidkunz:   Weiß schon jemand, in welcher Anlage die Fossas reinkommen. Vielleicht in eine der zwei Goldkatzenanlagen.
    (16.03.2010)
    Oliver Jahn:   Und wieder einmal ist Heidelberg um eine Rarität reicher. Der Zoo bekam 3,0 Fossas aus der Nachzucht des Zoos Duisburg. Der Tierbestand in Heidelberg wird immer erlesener und er bietet mittlerweile auch für Zoofans eine Besonderheit neben der anderen. Wenn dann noch Pumas kommen, dann muss man wirklich sagen, dass Heidelberg wieder in der "Oberliga" spielt.
    (15.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Nachwuchs bei den goldgelben Löwenäffchen

    Der Heidelberger Zoo freut sich sehr über seinen jüngsten Nachwuchs. Am 2. März wurden zwei goldgelbe Löwenäffchen geboren. Die Kleinen sind so winzig, dass man zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, was sich da auf dem Rücken von Mama oder Papa festkrallt. Eltern der Zwillinge sind „Alfredo“ und „Ilona“. Ilona kam im letzten Jahr aus dem Allwetterzoo Münster nach Heidelberg, um mit Alfredo goldene Kinder zu bekommen. Das hat nun zur großen Freude des Zoo-Teams geklappt, denn das Überleben des Löwenäffchens in freier Wildbahn ist leider hochgradig gefährdet. Schuld an dieser Situation ist in erster Linie der vom Menschen verursachte Lebensraumverlust: Einhergegangen mit der unaufhaltsam voranschreitenden Erschließung Südostbrasiliens ist die großflächige Rodung der örtlichen Regenwälder. Schonungslos wurde dadurch das Löwenäffchen seiner Heimat beraubt, so dass heute alle seine vier Unterarten in ihrem Vorkommen auf wenige isolierte Regenwaldreste beschränkt sind. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur für Nachwuchs sorgen, sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten Küstenregenwälder hinweisen und sie für den Schutz dieser Wälder sensibilisieren.

    Gleich nach der Geburt klettern die Neugeborenen auf den Rücken der Mutter. Alle zwei Stunden führt die Reise zurück an den Bauch um zu säugen. Interessanterweise werden die Jungtiere nach wenigen Tagen hauptsächlich vom Vater herumgetragen. Nur zum Stillen kehren sie kurzfristig zur Mutter zurück. Und wenn bereits ältere Kinder in der Familie sind, helfen diese ebenfalls aktiv bei der Betreuung der Jungtiere mit. Die Löwenäffchen lernen so frühzeitig ihre Nahrungsmittel mit den anderen in der Familie zu teilen und kennen untereinander keinen Futterneid. Schon ab der dritten Lebenswoche unternehmen die jungen Löwenäffchen kleinere Ausflüge vom Vater weg und üben sich im Klettern. Etwa im Alter von drei Monaten sind sie dann völlig selbständig.
    Die goldgelben Löwenäffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen. Ihr seidiges Fell ist vorwiegend goldgelb gefärbt, die Vorderpfoten und der Schwanz können braun oder schwarz sein. Das dunkle, unbehaarte Gesicht ist von einer Mähne umgeben.

    Interessant zu wissen: Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“, „Alfredo“ und ihre Kinder. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren, bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilien in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet.

    Foto: Eltern mit ihrem Nachwuchs
    (11.03.2010)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung „Reichtum Regenwald“ im Heidelberger Zoo

    Die Vielfalt der Lebewesen, die unsere Erde bewohnen, ist überwältigend. Die Zahl der uns bekannten Pflanzen- und Tierarten beträgt knapp 1,5 Millionen. Doch wir kennen bisher nur einen Bruchteil der hier lebenden Arten. Vorsichtigen Schätzungen zu Folge leben auf der Erde mindestens 5 Millionen Arten. Forscher, die sich mit der Vielfalt des Lebens beschäftigen, gehen sogar von bis zu 20 Millionen Arten aus! Über zwei Drittel der Arten leben in den Tropischen Regenwäldern. Allerdings sind diese Wälder, die noch vor weniger als einem Jahrhundert mehr als ein Zehntel der Landfläche der Erde bedeckten, inzwischen auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Deshalb ist deren Vernichtung die Hauptursache für das katastrophale Ausmaß des Artensterbens auf unserem Planeten. Doch die Vielfalt der Arten, der Gene und Ökosysteme ist eine wichtige Grundlage für unser Leben.

    Das Internationale Jahr der biologischen Vielfalt 2010 macht auf die Bedeutung der natürlichen Vielfalt aufmerksam und ruft alle Menschen auf, sich für den schonenden und verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Ressourcen zu engagieren. Der Schutz der Biodiversität ist seit langem auch das Leitthema des Heidelberger Zoos.
    Ab Donnerstag, 4. März, zeigt der Zoo eine spannende Ausstellung „Reichtum Regenwald“ der Tropenwaldstiftung OroVerde mit abwechslungsreichen Informationen zum Thema Regenwald und Umweltschutz. So erfährt der Besucher durch die Tafeln „Reichtum Regenwald“ und „Warum regnet es im Regenwald“ Verschiedenes über den Stockwerkbau und die Biodiversität des Regenwaldes, sowie über die Ökologie des Wasserkreislaufes. „Regenwaldschutz ist Klimaschutz“ stellt die Beziehung zwischen Regenwald und Weltklima dar. Weitere Tafeln stellen den Bezug des „fernen“ Regenwaldes zum Leben des Besuchers her. Sie informieren über den Zusammenhang zwischen dem persönlichen Kaufverhalten und den Tropen: „Regenwald im Einkaufswagen“, „Geist ist geil – Einkauf mit Köpfchen“, „Ich bin doch nicht blöd – Wie Kunden Einfluss nehmen können“ und „Für Klopapier kein Kahlschlag“. Durch konkrete Beispiele für Schutzmaßnahmen erfährt der Betrachter, wie er persönlich ohne großen Aufwand zum Erhalt der Wälder beitragen kann.
    Die Ausstellung ist bis Dienstag, 6. April in der Scheune des Heidelberger Zoos zu sehen.


    (03.03.2010)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Da ich mich mit Elefantenbullen nicht so auskenne, kann ich auf die Frage nicht antworten...doch vielleicht könnte man das von Ihnen angsesprochene Problem lösen, indem man noch einen Altbullen in die Junggesellengruppe aufnimmt, der die Jungbullen erzieht. Ansonsten gibt es einen Artikel zu dieser Problematik im Elefantenmagazin der EEG von Juli 2008. Dort werden Junggesellengruppen befürwortet, dennoch aber ein Verbleib der Jungbullen in ihrer Ursprungsherde bis zum Abschluss ihres fünften Lebensjahres gefordert. Ob alles im allem dann alles wie erhofft ablaufen wird, müssen die Erfahrungen der Zukunft zeigen...
    (22.02.2010)
    WolfDrei:   Einige Gedanken zu dieser "in Deutschland einmaligen Haltung einer Elefantenjunggesllengruppe". Gibt es denn Erfahrungen, was späterhin diese Junggesllen, wenn sie denn halbstarke Erwachsene sind, für die angedachte Erhaltungszucht wert sind?. Dazu: im Umfolozi-NP/Südafrika, hat man , da Elefanten-frei, derartige Jungbullen nach den Abschußaktionen im Krüger ausgesetzt. Und jene, dann als Erwachsene, nie herdenmäßig durch Altbullen "erzogen", brachten z.B. Breitmaulnashörner um. Gegenwärtig werden deshalb in SA nur "intakte Gruppen", also auch mit "erzogenen" Bullen. umgesiedelt. Reicht also die "Pflegererziehung" aus, um später aus diesen Zuchtbullen erwarten zu können? Oder sind Inder anders als Afrikaner?
    (22.02.2010)
    Zoo Heidelberg:   „Erlebnis Baustelle“ im Heidelberger Zoo ab dem 28. Februar

    Im Heidelberger Zoo entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept. Mit der in deutschen Zoos bislang einzigartigen Haltung einer Jungbullengruppe, die ab Sommer dort einziehen wird, sorgt der Heidelberger Zoo in Deutschland und auch europaweit für Aufmerksamkeit. Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten. Und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen – in Deutschland ist das bislang nur der Heidelberger Zoo.
    Für diejenigen, die schon vor der Eröffnung einen ersten Blick auf das Baugeschehen werfen wollen, bietet der Zoo ab Februar exklusive Baustellenführungen an. Ab Sonntag, 28.02.2010 kann man jeden 2. und 4. Sonntag im Monat von 11:00-12:00 Uhr unter fachkundiger Leitung eines Elefantenpflegers alles erfahren über Planung und Entwicklung sowohl des neuen Hauses wie auch der Art der Elefantenhaltung. Diese Führung ist nur kurze Zeit möglich, da bereits im Sommer die Jungbullen einziehen – eine einmalige Gelegenheit also!
    Für die Führung erbittet der Zoo eine Spende von 5,- Euro, Kinder bis 12 Jahre sind frei. Jeder Teilnehmer darf sich dafür mit seiner Unterschrift auf einem eigenen Stein im Elefantenhaus verewigen!
    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Treffpunkt: 11:00 Uhr am Kassencontainer.
    Es besteht außerdem die Möglichkeit für Gruppen, eine private Baustellenführung zu buchen. Wir machen Ihnen gerne ein Angebot unter: zooinfo@heidelberg.de

    (22.02.2010)
    Jennifer Weilguni:   Ja, da sollte man doch wirklich die Kirche im Dorf lassen. Erstens kann so etwas mal vorkommen und zweitens ist es doch ein Bär im Eis oder nicht?
    (28.01.2010)
    Henry Merker:   Da es in Heidelberg keine Eisbären gibt, wird es sich um einen Druckfehler handeln, was ja schon mal vorkommen kann.
    (28.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Unsere Mitarbeiter sind sich sicher: Eisbär kommt nicht von uns!
    (28.01.2010)
    Sacha:   @WolfDrei: Ja, aber nicht in der Bildlegende. Oder sonst hätte man den Eisbär zumindest in Gänsefüsschen "" setzen müssen.
    (28.01.2010)
    WolfDrei:   Nicht so schnell - da steht anfangs etwas vom Syrier!
    (28.01.2010)
    Sacha:   @Sven: Oberpeinlich, wenn die Zooleitung diese Meldung und die Bildlegende selber geschrieben hat....
    (28.01.2010)
    Sven P. Peter:   Der Eisbär auf dem Foto sieht verdächtig nach einem Syrischen Braunbären aus. ;)
    (28.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Viele Tiere im Zoo lieben auch den Schnee

    Wer glaubt, dass im Winter im Zoo nichts los ist, liegt falsch. Auch wenn es uns fröstelt, so bietet ein winterlicher Rundgang durch den verschneiten Zoo interessante Einblicke und die Tierhäuser bieten eine angenehme Möglichkeit, sich zwischendurch aufzuwärmen. Viele Tiere sind von der weißen Pracht sichtlich angetan. Die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt ganz auf ihre Kosten und die syrischen Braunbären sind putzmunter und genießen ausgelassen das Spiel im Schnee. Ihre flinken Mitbewohner, die hellwachen Korsakfüchse, tragen ihr schönstes dickes Winterfell. Es gibt Tiere, die übrigens in der kalten Jahreszeit sogar aktiver sind, so etliche Vogelarten. Die Wat- und Seevögel im Küstenpanorama sind noch ganz andere, kältere, Temperaturen gewöhnt. Die mächtigen Mähnenrobben lässt Kälte und Schnee vollkommen unbeeindruckt. Sie können sich nun sogar im Wasser aufwärmen. Die beiden Alpakas Pepe und Pia sind in ihre dicke Wolluniform gehüllt und damit bestens gegen Kälte, Schnee und Wind geschützt. Kein Wunder, dass die weiche und warme Wolle dieser hübschen Tiere immer begehrter wird. Die Indios erzeugen aus dieser Wolle seit Jahrhunderten Decken und Ponchos. Doch auch ihr warmer Mantel hält Pepe und Pia nicht davon ab, sich im warmen Heu und Stroh dicht aneinander zu kuscheln. Ihre Nachbarn, die Riesenseeadler, sind vom Schnee sichtlich angetan – stammen sie doch aus Kamtschatka. Auch wenn viele Tiere aus wärmeren Gefilden sich gut an unser Klima anpassen, kann es für einige Tiere manchmal ziemlich kalt werden. Doch die Zoomitarbeiter sorgen dafür, dass die Tiere unwirtliche Wintertage gut überstehen. Die Pelikane bekommen schnell kalte Füße. Da sie sehr empfindlich sind, bringen ihre Pfleger sie in eine wärmere Unterkunft, wo sie den Winter verbringen. Anderen Arten geben die Pfleger Gelegenheit, sich in warme Räume zurückzuziehen. Manche Tiere wie die Kängurus oder die Roten Sichler dürfen selbst entscheiden, ob sie hinaus in die Kälte wollen oder es sich lieber drinnen gemütlich machen. Ein durchaus ungewöhnliches Verhalten zeigen neuerdings die Präriehunde. Eigentlich sollten sie in ihrem Bau verbuddelt ein bisschen Winterruhe halten. Sie werden aber regelmäßig gesichtet, wie sie – vielleicht in Erwartung eines Hauchs von Frühling? – emsig durch ihr Gehege wuseln.
    Empfindlich sind die Tiere, die in Regenwäldern zuhause sind. Flachland-Gorillas, Schimpansen und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche Wärme und üppiges Grün, so dass Besucher sich wie in südliche Gefilde versetzt fühlen können. Mitbewohner im tropischen Affenhaus sind auch die flinken Weißgesichtseidenäffchen, die in Brasilien beheimatet sind. Die freilaufenden Tiere kann man wunderbar beobachten und sehr oft kommen sie dem Besucher auch ganz nah – Anfassen und Füttern sollte man die possierlichen Tiere aber auf keinen Fall. Übrigens – viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten, die wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt gelten. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich in strahlendem Weiß.
    Auch im Winter kann man bei einem Zoobesuch immer viel erleben.

    Foto: Eisbär im Schnee (Foto: Heidrun Knigge)
    (28.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Zählen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

    Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezählt, sondern auch die Tiere, Futtersäcke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. Während es bei den nicht-lebenden Gegenständen meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur für die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
    „Bei unseren Blessböcken konnten wir uns im letzten Jahre über zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklärt Sandra Reichler, wissenschaftliche Assistentin im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur. „Auch bei den Kängurus kündigte sich Ende 2009 dreifacher Nachwuchs an, ein Jungtier hüpft bereits über die Anlage“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der Kugelgürteltiere. Vier Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des charismatischen Mähnenrobbenbullen „Henry“, der Anfang Juli an einer Lungenentzündung verstarb. Glücklich konnte der Zoo deshalb über die Geburt von Mähnenrobben-Mädchen Holly sein, die am 25. Juni als Tochter von Henry geboren wurde. Bei den Seychellen-Riesenschildkröten gab es nur Gutes zu berichten. Sie erhielten ein großes Freigehege und bezogen Anfang Januar 2009 ein modernes Schildkrötenhaus. Außerdem bekamen die ältesten Bewohner des Heidelberger Zoos im Laufe des Jahres Gesellschaft von fünf weiteren Artgenossen, so dass die Zoobesucher, wenn das Wetter es bald wieder zulässt, sieben Tiere dieser beindruckenden Art auf der Außenanlage bewundern können.

    Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Zebra. Sicher kann manch ein Tierpfleger die alljährliche Inventur entspannt sehen, da er seine Schützlinge, handelt es sich beispielsweise um Gorillas und Tiger, problemlos zählen kann. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck in alle Richtungen und die Vögel fliegen natürlich auch alle durcheinander.
    Trotzdem: Alle Tiere müssen sorgfältig aufgenommen werden. Am 31.12.2009 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 1319 Tiere in 159 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Veränderungen gab. In der großen Ibis-Voliere gab es bei den Braunen und Roten Sichlern zahlreichen Nachwuchs. Mit den Rosa Löfflern, auch Neuzugänge im Zoo 2009 und wie die Sichler südamerikanischer Herkunft, erfreuen prächtig leuchtende Gefieder dieser hübschen Tiere das Auge der Besucher.
    Die beiden Elefantendamen Jenny und Ilona sind Ende des Jahres in den Zoo Karlsruhe umgezogen. Dafür werden im Sommer 2010, wenn des neue Elefantenhaus fertig gestellt ist, drei Elefantenbullen einziehen, um eine Junggesellen-WG zu gründen. Ende des alten und Anfang des neuen Jahres zogen mit zwei Alpakas (eine dritte Alpaka-Dame kommt im Laufe des Januars nach Heidelberg) eine neue und liebenswerte Tierart in den Zoo.
    „Der Tiergarten kann insgesamt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurückblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnenmann. „Wir hoffen, dass wir im Jahr 2010 so weitermachen können!“


    (18.01.2010)
    Michael Amend:   Schlechter als z.B. in Karlsruhe oder Hamburg ist die Heidelberger Löwenhaltung nicht.
    (15.01.2010)
    Sven P. Peter:   Na dann hoffentlich aber Chile oder Montanapumas, nicht der Zoomix. Und ich denke bevor eine neue Raubkatzenart kommt sollte man erstmal die vorhandenen vernünftig unterbringen, siehe die Löwen.
    (14.01.2010)
    Michael Amend:   Einfach mal nach unten scrollen, die Alpakas sind nur Platzhalter für eine geplante Puma-Anlage und sollen später im Kinderzoo untergebracht werden.
    (14.01.2010)
    Oliver Jahn:   Ach herrje, na das ist ja ein Tausch. Aber das wird ja wohl hoffentlich nur eine vorübergehende Lösung sein.
    (14.01.2010)
    Sven P. Peter:   Leben dort nicht nun 1,1 Alpakas?!
    (14.01.2010)
    Oliver Jahn:   Und was wird in Zukunft aus der Anlage?
    (14.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Die Mähnenwölfe sind nach Brno abgegeben worden. Nach Tod eines Partners bei uns hatten wir ein Paar für Brno zusammengewöhnt.
    (14.01.2010)
    Klaus Wünnemann:   Es gibt einen neuen Plan des Elefantenhauses, die grundsätzliche Einteilung bleibt aber bestehen, vor allem die Sicherheitsbereiche und der Behandlungsbereich wurden aktualisiert.
    (14.01.2010)
    zollifreund:   genau dieser Plan habe ich bereits 09/2006 in Heidelberg gesehen, damals wurde noch ( wie von Niedersachse geschrieben) für Kühe geplant
    (13.01.2010)
    Mel:   Also mir ist nur dieser Plan bezüglich der geplanten Heidelberger Bullenhaltung geläufig. habe bis jetzt noch nichts anderes gesehen.
    (13.01.2010)
    Niedersachse:   Die Planung sah schon genau so aus, als man noch für Kühe plante, vlt inzwischen modifiziert.
    (13.01.2010)
    Liz Thieme:   der Bau des Elefantenbereichs ist ja nun schon länger im Gange. Hier mal kurz paar Fakten:
    Innenfreianlage mit Badebecken gestaltet als Seeufer, vielfältig strukturierter Sandboden in 70% des Hauses. 4 geräumige Boxen für individuelle Betreuung, Behandlungsstand, vielfältige Vorrichtung zu Beschäftigung. Protected contact & medical training
    Alter der Jungbullen 4-10/12 Jahre
    Architekt: Rasbach

    Ist die Grafik das neue Haus?

    (13.01.2010)
    Racool:   Wann (und wohin) wurden denn die Mähnenwölfe abgegeben?
    (06.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Nicht nur der Weihnachtsmann hatte was im Beutel ...

    ... auch die Riesenkängurus im Zoo Heidelberg können es nicht mehr verbergen, dass zwei von ihnen Junge im Beutel tragen. Ein drittes Jungtier hüpft bereits neugierig zwischen den Erwachsenen herum. Noch sind die beiden anderen Jungtiere nicht zu sehen. Aber im Beutel der beiden Känguruweibchen wackelt es schon ganz ordentlich. Es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, dass mal ein Bein, ein Schwanz oder ein kleiner Kopf – oft gemeinsam geradezu akrobatisch verrenkt – aus dem mollig warmen Beutel von Hotel Mama zum Vorschein kommt.
    Kängurubabies kommen schon zirka 30 Tage nach der Befruchtung als winzige, gering entwickelte Wesen zur Welt. Bei Ihrer Geburt sind sie nicht größer als ein Gummibärchen. In den ersten Lebensstunden müssen die Winzlinge den Weg durch das Fell in den mütterlichen Beutel allein bewältigen. Dort angekommen, saugen sie sich erst einmal an einer der beiden Zitzen fest. Frühestens nach vier Monaten wird dann die Außenwelt aus dem Beutel heraus erkundet, dieser aber noch nicht verlassen. Immer öfter sieht man dann ein kleines Köpfchen neugierig aus dem Beutel blicken. Jetzt kann das junge Känguru schon einmal alles kosten, was die Mutter frisst und sich in der Umgebung orientieren. In wenigen Wochen beginnen die Kleinen dann den „Außendienst“. Von ihren Exkursionen kehren sie aber immer wieder rasch in den mütterlichen Beutel zurück. Erst nach rund 240 Tagen verlassen die Jungtiere den Beutel endgültig. Sie werden bis zu einem Alter von einem Jahr gesäugt und stecken dazu einfach den Kopf in den Beutel der Mutter.
    Im Zoo Heidelberg leben fünf erwachsene Rote Riesenkängurus. Die größten Beuteltiere der Welt stammen aus den trockenen Regionen Australiens. Dort kann es nachts auch kalt werden, aber dafür am Tag in der Sonne wieder richtig warm. Im Zoo ist die Temperatur derzeit umgedreht: Tagsüber haben die Kängurus bei trockenem und nicht zu kaltem Wetter freien Zugang zur Außenanlage. Die Nacht verbringen sie im geheizten Stall. Besonders die Ohren der Tiere sind sehr empfindlich und können leicht erfrieren.

    (05.01.2010)
    Zoo Heidelberg:   Neue Eintrittspreise ab 1. Januar

    Zum Jahresbeginn passt der Zoo Heidelberg einen Teil seiner Eintrittspreise an. Einige Preiskategorien waren seit 5 bzw. mehr als 10 Jahren nicht verändert worden. Die neuen Eintrittspreise (alte Preise in Klammern) sind:
    Einzeleintritte:
    Erwachsene 8,- € (7,- €)
    Kinder (4 – 18 Jahre) 3,50 € (3,- €)
    Ermäßigte 5,- €
    Kleingruppe A (1 Erwachsener mit bis zu 4 Kindern) 12,- €
    Kleingruppe B (2 Erwachsene mit bis zu 4 Kindern) 19,- €
    Jahreskarten:
    Erwachsene 40,- € (38,- €)
    Kinder 12,- €
    Ermäßigte 25,- €
    Familien (beide Eltern mit bis zu 4 Kindern) 75,- €
    Kinder bis 3 Jahre und Inhaber des Familienpasses (künftig Heidelberg-Pass) haben freien Eintritt.
    „Die gestiegenen Kosten zwingen uns in diesem Jahr die Eintrittspreise geringfügig anzuheben,“ begründet Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die veränderten Preise. „Dennoch bleibt ein Zoobesuch bezahlbar. Vor allem die Jahreskarten für Familien sind ein echtes Schnäppchen: Für 75,- € kann die Familie das ganze Jahr Bären, Löwen und Flamingos erleben und den neuen Spielplatz nutzen. Inhaber des Heidelberg-Passes können den Zoo kostenlos besuchen.
    2010 wird es im Zoo einige Veränderungen geben: Im Sommer wird das neue Elefantenhaus mit voraussichtlich drei jungen Elefantenbullen für Aufmerksamkeit sorgen. Im Zuge der Fertigstellung des Elefantenhauses werden auch neue Volieren an den benachbarten Vogelanlagen entstehen. Einige ältere Gehege werden in den nächsten Monaten renoviert und erneut mit Tieren besetzt werden. Einen Anfang hat bereits das Alpaka „Pablo“ gemacht, das kurz vor Weihnachten im Zoo eingetroffen ist. Mit besonderen Ausstellungen wird der Zoo im Internationalen Jahr der Biodiversität die Bedrohung der natürlichen Vielfalt ins Rampenlicht rücken. „Das Ziel für 2010 ist klar: Wir wollen unsere Aufgaben noch besser erfüllen und jeden Zoobesucher für den Naturschutz begeistern!“ fasst der Zoodirektor zusammen.
    (30.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Neu im Zoo Heidelberg: Alpakas

    Wer ist nicht angetan von ihren großen, schönen Augen, ihrem wuscheligen Fell und ihrem ausgesprochen freundlichen und neugieren Wesen? Alpakas gehören zu den beliebtesten Tieren in zoologischen Gärten und der Heidelberger Zoo freut sich über den jüngsten Neuzugang in seinem Tierbestand. Am 23. Dezember ist der dreijährige Alpakahengst im Zoo eingetroffen und ihm werden noch zwei hübsche Stuten folgen, die mit ihm sein neues Zuhause teilen. Untergebracht sind die sanftäugigen Tiere im ehemaligen Mähnenwolfgehege direkt gegenüber dem Yellowstone-See. Bis das dort geplante Gehege für Pumas finanziert ist, werden die Alpakas hier residieren. Eigentlich ist ihre Planstelle im Kinderzoo angesiedelt, der jedoch erst realisiert werden kann, wenn das Erweiterungsgelände zu Verfügung steht.
    Das Alpaka gehört zu den ältesten Haustieren und ist eine aus den südamerikanischen Anden (Peru, Bolivien und Chile) stammende, domestizierte Kamelform, die vorwiegend ihrer Wolle wegen gezüchtet wurde. Alpakas sind wie alle Kamele soziale Tiere und fühlen sich in Gruppen am wohlsten. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Alpakas kommen auch mit spärlicher Nahrung und schwierigem Gelände zurecht und laufen auf weichen Schwielen – ähnlich wie Hundepfoten – statt auf Hufen. Somit haben sie die idealen Voraussetzungen, um auch hügelige, unwegsame Gelände abzugrasen.
    Da Alpakas ein ruhiges und friedliches Wesen haben, werden Sie besonders in Deutschland auch in der tiergestützten Therapie eingesetzt. Dennoch darf man aber nicht vergessen, dass Alpakas keine Kuscheltiere sind. Sie leben am liebsten in ihrer Herde, sind sehr wachsam und ergreifen bei Gefahr die Flucht. Wie alle Kamelarten beherrschen Alpakas die Kunst, Mageninhalt hochzuwürgen und diesen mehr oder minder gezielt zu versprühen. Mit Spucken ist gleich Speichel hat dies nichts zu tun. Zoobesucher brauchen nicht zu befürchten, mit Alpaka-Magensaft Bekanntschaft zu machen – Alpakas sprühen nur, wenn sie massiv geärgert werden.
    (28.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo bietet in der weihnachtlichen Zeit viele schöne Perspektiven

    Wer den Heidelberger Zoo ausschließlich in den wärmeren Jahreszeiten besucht, verpasst einiges. Für einen schönen Spaziergang mit Aufwärmen zwischendurch in den Tierhäusern ist der Heidelberger Zoo für kleine und große Gäste auch im Winter und während der Weihnachtsferien ideal. Bis auf den Hamster, der sich zum Winterschlaf ins Heu einbuddelt, und die nordamerikanischen Präriehunde, die sich unter der Erde in ihrem Bau verkriechen, sind alle Heidelberger Zootiere zu erleben.

    Nicht nur die Kälte liebenden Schneeeulen kommen jetzt auf ihre Kosten, auch Tiere aus wärmeren Gefilden passen sich meist gut an unser Klima an. Die Kamele, die in der Wüste Temperaturen zwischen 30 Grad plus und bis zu 40 Grad minus aushalten müssten, legen sich ab Herbst ein schönes und dickes Fell zu und sehen damit noch imponierender aus als sonst. Löwen und Tiger lassen sich durch Kälte kaum stören und freuen sich über Schnee. Die anderen passen sich dem Klima an, wie sie es auch in ihrer Heimat oft tun müssen. Schließlich kann es selbst in Afrika Frost geben. „Mit trockener Kälte haben die meisten Tiere auch keine Probleme“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Zudem können die Tiere sich wunderbar in ihren Häusern aufwärmen. Viele Tiere sind übrigens in der kalten Jahreszeit aktiver, so etliche Vogelarten und die Robben, die sich nun sogar im Wasser aufwärmen können.
    Empfindlich sind die Tiere, die in Regenwäldern zuhause sind. Flachland-Gorillas und Orang-Utans bleiben also ganz sicher im warmen, feuchten Haus, wenn draußen die Temperaturen sinken. Und bei ihnen gibt es behagliche Wärme und üppiges Grün, so dass Besucher sich wie in südliche Gefilde versetzt fühlen können, wenn sie Gorilla und Co. im Menschenaffenhaus besuchen. Wenn dann noch die beiden Jung-Gorillas Kiki und Banjoko sich von ihrer spaßigsten Seite zeigen, kann einem ein trüber Dezember- oder Januartag nichts mehr anhaben. Im Raubtierhaus können kleine und große Zoobesucher die beliebten Erdmännchen auch bei Kälte und Nässe gut beobachten, vor allem, wenn diese ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen, nämlich im Sand zu buddeln. Im Afrikahaus warten Chamäleon Sandro und ein prächtiger Tigerpython auf neugierige Besucher. Außerdem gibt es dort eine kleine Ausstellung über Tiere und Menschen im Zoo Heidelberg.
    Viele Tiere zeigen gerade im Winter ihr hübschestes Kleid – so zum Beispiel die Mandarinenten. Die männliche Mandarinente gilt wegen ihrer vielfältigen Färbung und Musterung als eine der schönsten Enten der Welt. Vor allem der in verschiedenen Farben metallisch glänzende Scheitel, der leuchtend orangefarbene „Backenbart“, die schwarzviolett schillernde Brust und der hellrote Schnabel mit der weißen Spitze beeindrucken den Besucher. Allerdings besitzen die Männchen ihr Prachtgefieder nur während der Paarungs- und Brutzeit. Und das ist genau die winterliche Jahreszeit. Und die Hermeline, die sonst eine braune Oberseite tragen, präsentieren sich in strahlendem Weiß.
    Für viele Zootiere kommt die eigentliche Bescherung erst nach Weihnachten. Der Zoo erhält jedes Jahr ausgewählte Weihnachtsbäume, die bis zum 23. Dezember nicht mehr verkauft werden konnten. Diese sind selbstverständlich befreit von Lametta und ähnlich schädlichen Dingen und sind eine leckere Überraschung für fast alle Zootiere. Wie jedes Jahr nimmt der Zoo aber ab dem 24. Dezember keine Weihnachtsbäume mehr an! Ab dem ersten Weihnachtstag freuen sich dann Menschenaffen, Kamele, Löwen und Co. über die Bereicherung ihrer Diät. Während manche Tiere nur die Nadeln oder nur die Rinde verzehren, wälzen sich die Löwen mit Vorliebe in den Nadelbäumen, um sich mit dem Harzduft einzuparfümieren. Und die Vögel erhalten zur Weihnachtszeit Mandarinen – es duftet also auch im Zoo ganz und gar weihnachtlich
    Am Mittwoch, den 6. Januar gibt es von 11.00 bis 16.00 Uhr gemütlichen Glühweinstand der Tiergartenfreunde. Winter im Zoo Heidelberg – da kommt erst gar keine Langeweile auf.
    Der Zoo Heidelberg kann in den Wintermonaten November bis Februar an jedem Tag von 9 bis 17 Uhr besucht werden, selbstverständlich auch an den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr. Am 24. Dezember schließt der Zoo um 13.00 Uhr, an Silvester um 14.00 Uhr, letzter Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vorher.

    (23.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Frischer Wind in Heidelberger Kamelherde

    Am Wochenende sind zwei neue Kamele in den Heidelberger Zoo eingezogen und bringen frischen Wind in die angestammte Damengruppe. Die beiden Trampeltiere kommen aus dem österreichischen Zoo in Linz. Stute Suleika ist elf Jahre, Hengst Tarma zwölf Jahre alt. Tarma befindet sich gerade in der Paarungszeit, die bis zirka März andauern wird, und begutachtet mit Begeisterung sein neues Harem, das aus fünf Stuten besteht. Auch diese zeigen sich angetan und bekunden freudiges Interesse. In der Paarungszeit können Kamelhengste für Pfleger unberechenbar und sehr gefährlich werden. Deshalb werden sich die Pfleger und Tarma erst nach der Paarungszeit, also im Frühjahr wirklich näher kennenlernen. Bis dahin müssen die Pfleger bei dem wilden Kerl auf Distanz bleiben und ihn immer im Auge behalten. Stute Suleika dagegen ist sanft und zutraulich. „Wir sind sehr glücklich über unseren Zuwachs, weil unser Zuchthengst Sharan leider im Sommer plötzlich verstorben ist“, freut sich Revierleiter Jörg Kubacki. „Die beiden Neuen werden sich sicher schnell in die Herde eingewöhnen und vielleicht können wir bald wieder mit Nachwuchs rechnen“.

    Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
    Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimagegenden als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklügelten Klimaanlage. In kalten Nächten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen über eine längere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die Wärmeregulation einsetzen muss. Bei keinem anderen Säugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die Wasserverdünnung gut vertragen. Sie werden einfach größer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber würde an einer "Wasservergiftung" sterben!

    (16.12.2009)
    Zoo Heidelberg:   Auf Wiedersehen Jenny und Ilona. Die beiden Elefantendamen sind nach Karlsruhe umgezogen

    „Jenny“ und „Ilona“, die beiden Elefantendamen des Heidelberger Zoos, sind am Donnerstag und heutigen Freitag nach Karlsruhe umgezogen. Der Transport fand an zwei aufeinander folgenden Tagen statt, da die Dickhäuter einzeln in einen Spezialcontainer geführt wurden. Dieser Container, der allein ein Gewicht von fünfeinhalb Tonnen hat, wurde dann per Tieflader auf die Reise geschickt.
    Die Reise von Heidelberg nach Karlsruhe sollte für die beiden Tiere möglichst stressfrei ablaufen. Deshalb wurden umfangreiche Vorbereitungen getroffen. Ihre Heidelberger Pfleger begleiteten die beiden beim Transport und werden Jenny und Ilona auch in den nächsten Wochen im Karlsruher Zoo bei der Eingewöhnung in ihr neues Zuhause liebevoll betreuen. In Karlsruhe wird den Tieren viel Zeit gegeben werden, sich an ihr neues Zuhause und ihre künftigen „Mitbewohnerinnen“ zu gewöhnen. „Rani“ und „Shanti“ sind erfahrene Kühe, die vor Jahren noch in einer Vierer-Gruppe lebten.
    Stefan Geretschläger, Leiter des Heidelberger Elefantenreviers, sieht den Abschied von Jenny und Ilona mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Die beiden liebenswerten Damen sind uns sehr ans Herz gewachsen, weil sie uns durch ihr ausgesprochen freundliches Wesen viel Freude bereitet haben. Auf der anderen Seite ist dies der erste wichtige Schritt zur Eröffnung unserer neuen Bullenhaltung im Jahr 2010“. In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegründet. In den nächsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen für Heidelberg vorgesehen sind.
    Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann betont, dass der Karlsruher Zoo alle wichtigen Vorbereitungen getroffen hat, damit Jenny und Ilona ein neues und schönes Zuhause haben werden. „In den letzten Wochen vor Ihrer Abreise erhielten Jenny und Ilona Besuch von ihren zukünftigen Pflegern aus Karlsruhe und konnten diese ausgiebig berüsseln und kennenlernen. Auch ist der Karlsruher Revierleiter mit Ilona vertraut, denn er hat sie bereits im Zoo Hannover einmal betreut.“ Das gesamte Zoo-Team wünscht seinen beiden Elefantendamen alles Gute!

    (Foto von Heidrun Knigge)
    (20.11.2009)
    Zoo Heidelberg:   Die Löwen sind los

    Am Donnerstag, den 15.10.2009,veranstaltet Nussbaum Medien eine Autogrammstunde mit Spielern der Rhein-Neckar Löwen im Heidelberger Zoo.

    Von 14.00 – 15.30 Uhr können Fans und Handballbegeisterte der Umgebung ihre Idole hautnah erleben. Stattfinden wird die gesamte Veranstaltung vor stilechter Kulisse im Raubtierhaus des Heidelberger Zoos, direkt vor – wie sollte es auch anders sein – den „echten“ Löwen.
    (07.10.2009)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ja.. die beiden Karlsruher Tiere und eben die beiden Damen aus HD.
    (29.09.2009)
    IP66:   Wie viele Tiere stehen denn schlußendlich im karlsruher Haus - vier?
    (29.09.2009)
    Zoo Heidelberg:   Elefantendamen Jenny und Ilona noch bis November in Heidelberg

    Die beiden Elefantenkühe des Heidelberger Zoos, Jenny und Ilona, werden voraussichtlich erst im November in den Zoo Karlsruhe umziehen. Darüber sind die beiden sicher nicht traurig, denn der Grund ist sehr positiv. Der Zoo Karlsruhe will noch vor Ankunft der neuen Elefanten Veränderungen am Elefantenhaus und dem Außengehege vornehmen, damit alle Elefanten in Karlsruhe noch bessere Bedingungen erhalten. Zur Zeit lässt die beiden Schwergewichte vom Neckar die Baustelle des neuen Elefantenhauses in Heidelberg ziemlich kalt. Gelegentlich wirft vor allem Jenny mal einen interessierten Blick auf Kräne, Bewehrungseisen und Leitungsrohre oder prüft den von den Frühstücksstullen der Bauarbeiter herüber wehenden Duft. Doch ansonsten ist ihnen die Baustelle ziemlich egal. In den nächsten Wochen erhalten die beiden erst einmal Besuch von ihren zukünftigen Pflegern aus Karlsruhe. Das ist für die Elefanten sicherlich viel interessanter als Beton und Stahl. Denn die neuen Pfleger werden sicher nicht versäumen, sich durch reichliche Gaben von Äpfeln und Karotten bei ihren neuen Schützlingen beliebt zu machen – Ilona und Jenny wird´s recht sein.
    In Heidelberg entsteht ein neues Elefantenhaus mit einem völlig neuen Haltungskonzept: Hier wird die erste Elefanten-Junggesellengruppe in einem deutschen Zoo gegründet. In den nächsten Wochen wird von dem Koordinator des Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) für Asiatische Elefanten aus Rotterdam die Empfehlung eintreffen, welche Jungbullen für Heidelberg vorgesehen sind.

    Foto: Jenny und Ilona
    (29.09.2009)
    Zoo Heidelberg:   Weibchen werden heiß bebrütet

    Der Heidelberger Zoo freut sich über seinen jüngsten Nachwuchs. Neun winzige, nicht einmal handtellergroße griechische Landschildkröten bewohnen derzeit ein Terrarium, das im Haus ihrer großen Verwandten, den Seychellen-Riesenschildkröten, untergebracht ist. Zoobesucher können die Zwerge beim emsigen Erkunden ihres Geländes durch die Scheibe beobachten.

    Am 12. August sind die ersten drei Landschildkröten geschlüpft, danach folgten ihnen im Abstand von einer Woche sechs weitere. Die frisch aus dem Ei geschlüpften Tiere sind zunächst nach Geschlechtern nicht unterscheidbar. Erst nach vier bis sechs Jahren zeigen sich bei Männchen und Weibchen deutliche Geschlechtsmerkmale. Das Verhältnis der Geschlechter der griechischen Landschildkröten im Zoo ist stark zugunsten der Männchen verschoben: Auf 24 männliche Tiere kommen gerade mal zwei Weibchen. Das soll sich ändern. Deshalb hat der Zoo in die Trickkiste gegriffen und versucht, durch eine höhere Temperatur im Inkubator das Geschlecht zugunsten der Weibchen zu beeinflussen. Eine wärmere Temperatur erhöht nämlich die Wahrscheinlichkeit, dass nach einer Brutdauer von etwa 90 Tagen kleine Weibchen schlüpfen.
    In den ersten Jahren legen die Schildkröten ungefähr einen Zentimeter in der Panzerlänge zu. Dabei bilden sich durch die regelmäßigen Wachstumsperioden an den Schilden des Rückenpanzers deutlich sichtbare Wachstumsringe aus, die zur ungefähren Altersbestimmung herangezogen werden können.
    Griechische Landschildkröten können über 100 Jahre alt werden. Ein Geheimnis ihres hohen Lebensalters ist sicher auch der sparsame Umgang mit Energie.
    Landschildkröten sind in 40 verschiedenen Arten vornehmlich in Afrika, aber auch in Amerika, Europa und Asien beheimatet. Alle Arten haben einen hoch gewölbten, vollständig verknöcherten Panzer. Auffällig sind die massigen Klumpfüße mit fest verwachsenen Zehen und kräftigen Krallen. Kopf, Schwanz und Beine können zum Schutz vor Raubfeinden vollständig in den Panzer eingezogen werden.
    Die in Europa heimischen Landschildkrötenarten sind heute streng geschützt. Vor allem die Zerstörung angestammter Lebensräume durch Baumaßnahmen, Einsatz von Maschinen und Herbiziden und die Überweidung durch Nutztiere (Schafe und Ziegen) entzieht den Landschildkröten, insbesondere den empfindlichen Jungtieren, Nahrung und Schutz vor Austrocknung und vor Fressfeinden. Auch durch den Handel dieser bedrohten Tierarten, der inzwischen verboten ist, sind die Bestände der europäischen Landschildkrötenarten in weiten Teilen Südeuropas beträchtlich zurückgegangen.

    (04.09.2009)
    Oliver Jahn:   @Jenny, Fasching gern, vor allem bei deinen Kostümen! ;-)
    Schläge...neeee, das nun echt nicht...;-)
    Aber zurück zum Thema, im Tiergartenrundbrief 3/06 gab es einen Artikel über die Tiere, danach kamen 3 männliche indische Mungos und ein Paar der Weißschwanzmangusten nach Heidelberg. Über die Todesursachen der Tiere steht dort aber nichts.
    (03.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   Jaja, das hättest ihr wohl gerne :-) Ist denn schon wieder Fasching ?

    @Oli
    Na, wenn DU auf Befehle stehst, dann vieleicht auch auf Schläge ???
    (03.09.2009)
    Karsten Vick:   Jenny im Mangustenkostüm, nur echt mit weißem Schwanz... das wär doch das Highlight Anfang Oktober.
    @BjörnN: Auf jeden Fall waren es zu Anfang bei beiden Arten mehrere Tiere, wie man beim Indischen Mungo auch noch in der Zootierliste sehen kann. Verlustursachen???
    (03.09.2009)
    BjörnN:   Welchen Hintergrund hat denn die Einzelhaltung der Mangusten, war ein Import von Zuchtpaaren nicht möglich oder sind die Weibchen nach wenigen Jahren der Haltung bereits unter der Erde?
    (02.09.2009)
    Liz Thieme:   ganz schön große Manguste ....
    Ichneumia albicauda megaweilgurnii ;)
    (02.09.2009)
    Oliver Jahn:   @Jenny, wie könnten wir dich hauen?? ;-) Zur Not ziehst du dir ein Kostüm an und huschst als Manguste durch die Anlage. :-)
    (02.09.2009)
    Jennifer Weilguni:   @Karsten
    Na, von mir aus können wir gerne drei, vier Stunden nur mit Mangustensuche verbringen, aber ich muss dir gleich sagen, dass ich, obwohl ich recht häufig in HD bin diese verflixte Weißschwanzmanguste noch NIE vor die Augen bekommen habe.
    Der Indische Mungo ist da schon bedeutend zeigefreudiger. Aber eine Sichtungsgarantie würde ich auf beide nicht geben :-) Am Ende bekomme ich dann noch Haue, weil ihr doch nichts zu sehen bekommt....
    (02.09.2009)
    Karsten Vick:   @Jenny: Wie siehts aus mit einer Mangusten-Sichtungsgarantie? :-)
    (01.09.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe am Affenhaus auch einen kleinen Käfig neben den Hulmans gesehen, der sehr einen Kleinraubtierkäfig ähnelte, auch von der Einrichtung und dem engen Gitter her. Leider konnte man aber nicht sehen, ob da in der Holzbox im Käfig etwas drin war und ein Schild fehlte leider auch.
    Bei den Gorillas werde ich das nächste mal jetzt auch innen genau schauen! Danke für die Auskunft...ich habe doch echt ewig die Außenanlage abgesucht! ;-)
    (01.09.2009)
    Rattus:   war die weißschwanzmanguste nicht auch mal in einem kleinen innengehege bei den hulmans? ich hab sie dort einmal schlafend gesehen.

    die mungos waren mal zu zweit... einer hatte einen knickschwanz. warum ist jetzt nur noch einer da?
    aber ausgeschildert sind die indischen mungos! genauso wie die ziegen.
    (01.09.2009)
    Racool:   Die Weißschwanzmanguste ist in der Innenanlage der Gorillas, aber nur sehr selten zu sehen.
    Der Mungo lebt auf der Anlage der Rhesusaffen gemeinsam mit zwei Ziegenböcken.
    (01.09.2009)
    Oliver Jahn:   Ich habe sie bei meinem Besuch leider auch nicht gesehen, wusste aber auch nicht so recht, wo ich sie hätte suchen sollen. Sie ist nicht ausgeschildert, genau wie der indische Mungo. Wo genau sind die Tiere denn? Im Haus der Menschenaffen oder auch in der Außenanlage?
    (31.08.2009)
    zollifreund:   @Saki: die Weißschwanzmanguste ist mit den Gorillas vergesellschaftet. Habe sie dieses Mal aber auch zum ersten Mal gesehen ( und ich denke auch nur deshalb, weil alle Gorillas in der Außenanlage waren). Als die Gorillas später wieder drinnen waren, war nichts mehr von der Manguste zu sehen.
    (31.08.2009)
    Saki:   @zollifreund: Wo ist denn die Weißschwanzmanguste in Heidelberg untergebracht?
    (31.08.2009)
    IP66:   In München folgte der Ausstellungs vergleichbarer Mischlingsschweine eine deutliche Aufstockung der Zahl der augestellten Rassen - wenn das in Heidelberg auch passiert, stören mich dergleichen Kreuzungsprodukte nicht. Die in beiden Zoos verwandte Argumentation, anhand dieser Tiere könnte sich der Besucher mittelalterliche Hausschweine vorstellen, halte ich dennoch für kühn. Da wäre die Erhaltung und Ausstellung von Formen, die die Domestikationskundler für besonders ursprünglich halten, wohl ein seriöserer Bildungsansatz.
    (31.08.2009)
    zollifreund:   für die Freunde von ausgesprochenen Raritäten habe ich aus Heidelberg gute Nachrichten: die Weißschwanzmangute und der Indische Mungo sind weiter im Bestand.(lt. Zootierliste wurde die Haltungen bereits beendet). Habe beide gestern beobachten können. Wäre schon toll, wenn für diese Tiere mal Partner zu erhalten wären.

    Hat jemand Infos, was aus dem bisherigen Riesenseeadlerkäfig werden soll? ( aktuell waren hier mehrere Enten untergebracht). Die neue Voliere hat mir übrigens ausgesprochen gut gefallen.
    (30.08.2009)
    Michael Mettler:   Na ja, man kann pro Individuum gleich zwei bedrohte Rassen erhalten :-) Aber was ist eigentlich eine "Mischung aus dem Iberico-Schwein"? Das erinnert ein bisschen an die Scherzfrage "Was ist der Unterschied zwischen einem Krokodil?" (Auf dem Lande läuft es, im Wasser schwimmt es...)
    (28.08.2009)
    Holger Wientjes:   Gute Frage !!!
    (28.08.2009)
    IP66:   Inwiefern ahndelt es sich bei den Tieren, die doch Kreuzungsprodukte eines universitären Experiments vorstellen, um eine "bedrohte Rasse"?
    (28.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Es quiekt und grunzt im Heidelberger Zoo: Drei kleine Schweinchen erkunden ihr Revier

    Sie buddeln, quieken und grunzen mit wahrer Wonne. Drei knapp sieben Wochen alte Ferkel haben vor kurzem im Zoo ihr Quartier bezogen und erkunden neugierig ihre neue Umgebung. Keine Frage: sie fühlen sich sichtlich wohl und machen das, was echte Schweine am liebsten tun: spielen, buddeln und sich suhlen. Dafür werden sie im Zoo ausreichend Gelegenheit haben.
    Die Tiere sind ein Geschenk der Schweineklinik der Ludwigs-Maximilian-Universität München. Mit den drei kleinen Schweinchen erweitert der Zoo seinen Bestand an bedrohten Haustierrassen. Im Zoo leben nicht nur exotische Tiere aus fernen Ländern sondern auch Tiere aus unserem direktem Umfeld, über die wir viel lernen können: Hühner, Ziegen, Esel, Ponys, Schafe und nun auch Schweine.
    Zwei Ferkel sind eine Mischung aus dem bekannten Iberico-Schwein, das dritte im Bunde ist ein niedlicher Mix aus Wildschwein und Wollsau.
    Im Laufe der Jahrhunderte haben sich weltweit verschiedene Schweinerassen entwickelt. Die Züchtungen richteten sich nach den Bedürfnissen der Menschen, der der jeweiligen Zeit und den Umständen. Über viele Rassen gibt es daher nur noch rudimentäre Informationen, einige sind bereits ausgestorben.
    Schweine sind ganz anders als viele Menschen denken. Sie sind neugierige Tiere und erforschen ihre Umgebung sehr genau. Sie sind charmant, intelligent und einfach liebenswert. Wer die süßen Ferkel besuchen möchte, findet sie am Eselgehege in unmittelbarer Nähe des neuen Spielplatzes.

    (18.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Gorilla-Aktionstag im Heidelberger Zoo

    Am Samstag, 15. August veranstaltet der Heidelberger Zoo im Rahmen des „Internationalen Jahres des Gorillas 2009“ einen Gorilla-Aktionstag. Es finden Tierpfleger-Sprechstunden und kommentierte Fütterungen statt. In der Gorilla-„Familienkunde“ wird die Heidelberger Gorillagruppe vorgestellt. Um 14.00 Uhr informiert ein spannender Vortrag „Aus dem Nebel an den Neckar“ unter anderem über die gelungene Gruppenintegration des Gorillamädchens Kiki. Außerdem gibt es bei einem Gorilla-Quiz schöne Preise zu gewinnen. Ein Bücherflohmarkt, mit dessen Erlös Schutzaktionen für Gorillas unterstützt werden, lädt zum Stöbern ein. Und an Infoständen erfährt man mehr über Leben und Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere.

    Warum müssen wir Gorillas schützen?
    Gorillas sind vor allem durch die zunehmende Zerstörung ihres Lebensraums stark bedroht. Die rasch wachsende Bevölkerung in Afrika benötigt Land, um sich selbst zu ernähren, und dringt immer weiter in bisher unberührte Gebiete vor. Für den kommerziellen Holzeinschlag werden Straßen tief in die Wälder hineingetrieben, was Wilderern einen Zugang zu Waldgebieten ermöglicht, die sie vorher nicht ausbeuten konnten. Der Wildfleischhandel hat zusammen mit Ebola-Epidemien die Populationen der Westlichen Gorillas in einigen Gebieten mehr als halbiert. Zahlreiche Nationalparks wurden bereits eingerichtet, um die Gorillas zu erhalten. Dort arbeiten Wildhüter, die von den Behörden des jeweiligen Staates angestellt sind. Es genügt jedoch nicht, große Gebiete unter Schutz zu stellen, die Erhaltung der Wälder und ihrer Bewohner kann nur gelingen, wenn die staatlichen Stellen und die Menschen vor Ort diese Bemühungen unterstützen. In manchen Gebieten wird versucht, die Gorillas durch kontrollierten Tourismus zu erhalten.
    Im Heidelberger Zoo leben sechs Westliche Flachland-Gorillas. Silberrücken Bobo führt eine Gruppe aus drei Weibchen (Chuma, Doba und ZsaZsa) und zwei Jungtieren (Banjoko und Kiki).
    (11.08.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Holly lernt schwimmen

    Aufgeregt blickt der kleine Wonneproppen in das Becken, wo Mutter „Lea“ bereits elegant ihre Runden im kühlen Nass dreht und ihrer Tochter aufmunternd zuprustet. Nach einer kleinen Weile traut sich die junge Mähnenrobbe dann doch und springt mutig ins Wasser. Nach einigen schnellen, aufgeregten Schlägen mit den Vorderflossen wird „Holly“ langsam ruhiger. Die zehnjährige Mama bleibt immer an ihrer Seite und gibt ihr Sicherheit. Entgegen der allgemeinen Annahme können junge Seelöwen nicht von Anfang an schwimmen. Die ersten zwei bis drei Wochen wird das Jungtier komplett an Land versorgt. Erst nach dem ersten Haarwechsel fängt es an, der Mutter ins Wasser zu folgen. Inzwischen übt die am 25. Juni geborene Holly im Mutter-Kind-Becken ungestört das Schwimmen und Tauchen. Holly ist das erste Kind von Lea und das erste Mädchen von Papa Henry, der leider vor wenigen Wochen plötzlich verstarb.
    Nach der Geburt werden Mutter und Kind zunächst für einige Wochen im Robbenhaus und auf einer separaten Außenanlage von der übrigen Gruppe getrennt gehalten, um den beiden eine ungestörte Aufzucht zu gönnen und das Risiko eines Unfalls zu vermeiden. Erst dann dürfen Lea und Holly zurück in die Mähnenrobbengruppe. Diese Integration ist jedes Mal mit einigem Risiko verbunden, denn im allgemeinen Tumult einer großen Mähnenrobbengruppe kann es passieren, dass das kleinste Jungtier sich verletzt oder beim Spielen mit den anderen im Wasser ertrinkt. Daher ist es wichtig, dass die junge Robbe sowohl an Land wie auch im Wasser schon möglichst sicher und geschickt ist, bevor es zu den Artgenossen in die Gruppe kommt. Auch im Freiland sondern sich Mähnenrobbenweibchen für die Geburt von ihrer Gruppe ab und kehren erst später mit Jungtier zurück. Mähnenrobbenjunge werden von ihren Müttern ein ganzes Jahr lang gesäugt, bevor die Kleinen lernen müssen, selbst Fisch zu fressen.
    Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Die mächtigen Meeressäuger gelten im Gegensatz zu den zierlicheren Kalifornischen Seelöwen als aggressiver und schwierig im Umgang. Daher werden sie auch deutlich seltener in Zoos gehalten. In Heidelberg zeigen diese imposanten Tiere nicht nur zweimal täglich bei der Fütterung, zu welchen Kunststücken man sie mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann, sie sorgen auch seit 1999 regelmäßig für Nachwuchs.

    (24.07.2009)
    IP66:   Wie viel Schildkröten bleiben denn für die gar nicht so kleine duisburger Anlage übrig?
    (22.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Riesenschildkröten bekommen Gesellschaft

    Am Dienstag zogen drei Riesenschildkröten, die einige Jahre im Duisburger Zoo wohnten, zurück in den Heidelberger Zoo und leisten nun „Iulius“ und „Emil“, den beiden Seychellen-Riesenschildkröten, in ihrem neuen Gehege ab sofort Gesellschaft. Emil ist das Patentier der EML Research gGmbH.

    Die Schildkröten wurden dem Zoo im Jahr 2006 von Siegfried Kübe, einem Heidelberger Privathalter geschenkt, der sich sehr intensiv mit der Haltung und Zucht von mehreren Schildkrötenarten beschäftigt hat. Die Tiere, zwei Männchen und ein Weibchen, wurden von Herrn Kübe in seinem Garten an der Bergstraße gut versorgt und im Winter in einem kleinen Gewächshaus gehalten. Bis das neue Gehege für die Schildkröten fertiggestellt war, hat der Zoo die Tiere an den Zoo Duisburg ausgeliehen. Die Duisburger Kollegen sind nun ein wenig traurig, von den Schildkröten Abschied nehmen zu müssen. Umso mehr freut sich der Heidelberger Zoo auf die Vergrößerung seiner Schildkrötengruppe. Aufregend wird es sicherlich auch für „Iulius“ und „Emil“, ihre Artgenossen kennen zu lernen, nachdem sie jahrzehntelang zu zweit unter sich waren. Es ist sicher sehr spannend, die fünf Riesen beim gegenseitigen „Beschnuppern“ zu beobachten.
    (22.07.2009)
    IP66:   Das stimmt - außerhalb Nordrheinwestfalens ist die Seelöwendichte gar nicht so hoch - wobei es hier auch kaum einen Zoo ohne Robben gibt und die Jungtierproduktion der Kalifornier schon etwas karnickelhaftes an sich hat ...
    (13.07.2009)
    Sacha:   @IP66: Interessant ist, dass die Ohrenrobben-Dominanz in Frankreich eher auf die Mähnenrobben zutrifft (kommt auch ein wenig darauf an, welche Institutionen - z.B. Marineparks - man mitzählt).
    (13.07.2009)
    Ralf Seidel:   @Michael, sehe ich genau so, die Tatsache, dass sie im Osten so rar sind ist wohl den wenigen Haltungen geschuldet, während sie in NRW eben wirklich häufig zu sehen sind. Im Osten hingegen hat man die Art schon vor Jahren auslaufen lassen: Erfurt hält keine Robben mehr, Leipzig hat auf die Seebären umgestellt. In Halle hielt man seit Ende 70er/Anfang 80er 1,2 Mähnenrobben, das letzte Weibchen starb Ende der 90er Jahre. Nach dem Umbau und Vergrößerung der Robbenanlage anlässlich des 100. Zoogeburtstages in 2001 die Südam. Seebären.
    Lokal betrachtet hat der IP mit seiner "Seelöwenmonokultur" ja auch recht...
    (13.07.2009)
    Michael Mettler:   @Ralf Seidel: Den Eindruck bezüglich der Kalifornier hatte ich auch schon mal, und er stellte sich als regional gefärbter Trugschluss heraus... Die Zootierliste nennt 15 Halter in Deutschland und damit mehr als von den drei anderen Ohrenrobbenarten zusammen (komplett 14). Kalifornier-Hochburg ist NRW, wo die Art in jedem großen Zoo zum Bestand gehört und nicht weniger als 7 Halter zählt.
    (13.07.2009)
    Ralf Seidel:   @IP66, sooooo häufig findet man die Kalifornier eigentlich gar nicht mehr. Gerade im Osten Deutschlands, wo es nicht gerade viele Robbenhaltungen gibt, fiele mir jetzt spontan eigentlich nur der Zoo Berlin ein. Leipzig und Rostock halten an Ohrenrobben die Südafrikanischen Seebären, Halle die Männergruppe Südamerikanischer Seebären...
    (13.07.2009)
    Jennifer Weilguni:   Das ist eine wirklich sehr bedauerliche Nachricht, vor allem nachdem ja schon Leonardo gestorben ist. Ich habe die beiden "Dicken" sehr oft in Heidelberg gesucht und sie waren wirklich imposante Sympathieträger. Bis der kleine Atos in deren Flossenstapfen treten kann muss er auf jeden Fall noch ordentlich zulegen.
    Ich war schon immer absolut positiv überrascht wie gutmütig sich die Kolosse von ihrem Pfleger während der Fütterungen händeln liessen und wie bereitwillig sie an den Trainingseinheiten teilnahmen. Zwei derartig wunderschöne Bullen auf einer Anlage, das war schon ein ganz besonderes Bild.
    (13.07.2009)
    IP66:   So richtig alt ist das Tier ja nicht geworden - ein Beleg dafür, daß Mähnerobben sich in menschlicher Obhut als hinfälliger erweisen als kalifornische Seelöwen? Mich freut aber, daß der Zoo in Heidelberg sich dennoch nicht der vorherrschenden kalifornischen Seelöwenmonokultur anschließt, die unsere Zoos prägt, sondern an der Haltung der Art festhält und, heilkle Art hin oder her, ja auch gute Zucht- und Haltungserfolge vorzuweisen hat.
    (13.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Mähnenrobbenbulle „Henry“ ist gestorben – seine Kinder tragen sein Erbe im Zoo weiter – Kronprinz „Atos“ wird neuer Chef der Gruppe

    Am Dienstag Nachmittag ist „Henry“, der große Mähnenrobbenbulle des Heidelberger Zoos gestorben. Er war drei Tage krank gewesen. Die Sektion im Institut für Pathologie der Justus Liebig Universität Gießen ergab eine rasant verlaufende Lungenentzündung mit Flüssigkeitserguss in die Brusthöhle als Todesursache. Die eingeleitete Behandlung mit Antibiotika hat ihn nicht mehr retten können.
    Henry war am 18.07.1999 im Zoo Heidelberg geboren worden. In den Folgejahren wuchs er zu einem prächtigen bis über 500 Kilogramm schweren Mähnenrobbenbullen heran, bei seinem Tod wog er 520 kg. Er war der besondere Liebling vieler Zoobesucher, die er mit seiner massigen Erscheinung und seiner aktiven Teilnahme am Trainingsprogramm besonders beeindruckte. „Wir sind über seinen Tod sehr traurig. Er war ein besonders lieber Mähnenrobbenbulle,“ erinnert sich sein Tierpfleger Jörg Kubacki. Seine Gutmütigkeit war vor allem vor einigen Jahren eindrucksvoll zu beobachten, als er von seinem Vorgänger „Leonardo“ bereits die Gruppe übernommen hatte, diesen aber nicht nur ein schönes Rentnerleben, sondern bis zu seinem Alterstod auch ein Lieblingsweibchen überließ.
    „Henry“ hat seine Gene sehr erfolgreich weitergegeben – in den Ruheräumen des Robbenbeckens trinkt sein jüngster Nachwuchs seit zwei Wochen fleißig Muttermilch und eventuell sind noch weitere Robbendamen von ihm tragend.
    Neuer Chef der Mähnenrobbengruppe soll der in Heidelberg am 19.7.2005 geborene „Atos“, das letzte Kind von „Leonardo“, werden. Die Zoobesucher und die Zoomitarbeiter werden „Henry“ trotzdem sicher nie vergessen – er war eine ganz besondere Mähnenrobbe.

    (13.07.2009)
    IP66:   Im Prinzip finde ich das neue Gehege sinnvoll und schön - runzle aber ein wenig die Stirn, weil dort weder Zuchtanstrengungen unternommen noch eine bedrohte Art gehalten wird. Auf der anderen Seite zählen Riesenschildkräten zu den eindrucksvollsten Reptilien, die es gibt, und ich denke, daß sie das Interesse an kleineren Arten wecken können - weniger als "Flagschiffart" im Sinne der Arche-Ideologie, vielmehr als Einstiegsdroge für Zoobesucher, die durch die Begegnung mit dieser Art neugierig auf andere Reptilien werden.
    (01.07.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Riesenschildkröten genießen Sommer-Feeling pur

    Bei tropischen Temperaturen können die beiden Riesenschildkröten des Heidelberger Zoos nun den Pool ihrer neuen, komfortablen Außenanlage genießen. Nachdem Julius und Cäsar Anfang des Jahres ihr neues Innenquartier mit Sand- und Rindenmulchboden und Badebecken bezogen haben, können Sie nun auch diesen Sommer in vollen Zügen im Freien genießen.
    Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker und Zoogärtner eine außerordentlich schöne Heimat für die Riesenschildkröten entstanden. „Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirgehege geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die zirka 380 qm große Schildkrötenanlage ist von Palmen, Bitterorangen und Gräsern umsäumt, ein beheizbares großzügiges Wasserbecken lädt zum Planschen ein und Zoobesuchern bieten sich durch drei Besucherantritte beste Möglichkeiten, die Tiere aus der Nähe zu studieren.
    Die Riesenschildkröten haben sich diesen Komfort aber auch verdient – schließlich sind sie mit über 70 Jahren die dienstältesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von über 70 Jahren und ungefähr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht“, so Wünnemann.
    Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren früher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.
    Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es in ihrem großzügigen neuen Gehege, gut haben.
    (01.07.2009)
    IP66:   Ich finde, daß die von Herrn Sommerlad genannten Beispiele die Problematik gut umreißen: Ähnlich wie um das Mittelmeer in der Antike oder im Mitteleuropa der frühen Neuzeit erzeugt wirtschaftliche und politische Entwicklung großräumige Landschafts- und Faunenveränderungen, die die Regionen für die nächsten Jahrhunderte prägen werden. In diesem Zusammenhang Reservate zu schaffen, die einen anderen Zustand konservieren, bedarf einer entsprechenden politischen Entscheidung und gesellschaftlichen Akzeptanz - und kulturgeschichtlich wohl die Kehrseite der Entwicklungsmedaille - so wie die Römer gewisse Waldgebiete um größere Villenanlage oder die Barockfürsten ihre Jagdwälder vor den kulturlandschaftlichen Veränderungen schütztten. Ich frage mich dabei, ob es sich bei den Reservaten nicht auch um ein Teil Kulturlandschaft handelt, weil ja die Konservation eben nicht als Folge einer naturgegebenen Entwicklung verstanden werden kann, sondern sich einem ähnlichen Willen verdankt, der auch die Veränderungen bewirkt. das klingt vielleicht ein wenig philosophisch, dürfte aber beim "Betrieb" von Schutzgebieten vielfältig nachvollziehbare und auch bemerkbare Folgen zeitigen.
    (26.06.2009)
    Ralf Sommerlad:   Das stimmt alles, was Jennifer hier sagt- aber in Gegenden wie Borneo und Sumatra, wo bereits riesige Waldgebiete auseinandergerissen sind und auch nie mehr wiederkommen können, muss man diese verbleibenden Inselhabitate eben schützen. Dazu würde es allerdings politischen Willen und Durchsetzungskraft brauchen. Daran aber mangelt es in Indonesien und Malaysia noch, die noch intakte Lebensräume längst an Palmölproduzenten und Holzfirmen verkauft oder verpachtet haben. Das Waldsterben wird also weitergehen. Aus diesem Grunde haben sich Artenschützer in Kalimantan direkt an eine Palmölfirma gewandt und es tatsächlich erreicht, ein wertvolles Habitat aus Süsswassersumpf und Torfwald von 8.000 ha zu sichern.
    (25.06.2009)
    Jennifer Weilguni:   Ich finde man sollte vor allem klar unterscheiden, welche Okösysteme von Natur aus voneinander getrennt sind und solchen, die der Mensch willkürlich auseinanderreißt. Die Tatsache, dass neue Arten entstehen wenn Tiere als Inselpopulationen leben darf nicht zum Anlass genommen werden Lebensräume von Tieren gewaltsam auseinanderzunehmen. Kurz gesagt - es darf nicht dazu führen, dass man sagt : "Och, zerhackstückeln wir doch dieses oder jenes Areal, damit richten wir keinen Schaden an, sondern schöpfen neues Leben". Ebenso unsinnig ist es meiner Meinung nach aber auch Gebiete die eben von Natur aus NICHT zusammenhängen zusammenzuführen. Beides stellt meiner Meinung nach eine gewisse Form von Vergewaltigung der Natur dar, aber darin war die Menschheit ja schon immer gut :-(
    Gebiete die ursprünglich zusammenlagen, vom Menschen getrennt wurden und wieder miteinander verbunden werden sind zumindest eine kleine Form von Wiedergutmachung.
    (25.06.2009)
    IP66:   Sicherlich bedeutet die Evolution neuer Arten eine längere Entwicklung. Auf der anderen Seite, denke ich jedoch, daß die Herausbildung neuer Arten sowohl Isolation wie Veränderung von Lebensräumen voraussetzt und daß es nur in begrenztem Maße ist, Lebensräume zu erhalten. Ich könnte mir beispielsweise vorstellen, daß die Unterart des Abruzzenbären erst dadurch entstanden ist, daß die Rodung der ober- und mittelitalienischen Wälder in der Antike die Anbindung der Propulation an die Tiere in den Alpen und im italienischen Süden unterbrach. In ähnlicher Weise wurde im deutschen Mittelgebirge, wo es hauptsächlich in der Neuzeit große Heidelandschaften gab, der Vogelbestand durch die Aufforstungen im 19. Jahrhundert nachgerade ausgetauscht. Sicherlich vollziehen sich vergleichbare Entwicklungen hier und da beschleunigt und in sehr großem Ausmaß, weshalb mir die zeitweilige Konservation von Beispiellebensräumen durchaus sinnvoll erscheint, doch möchte ich das eher als eine künstliche, gleichsam kulturgeschichtliche Entscheidung verstehen, ähnlich wie den Beschluß, bedrohte Arten durch Erhaltungszucht zu konservieren.
    (24.06.2009)
    Klaus Wünnemann:   Die Abnahme der Artenzahl bei isolierten Lebensräumen ist eine wissenschaftlich erwiesene Tatsache:Wenn die Fläche eines Waldgebietes zum Beispiel halbiert wird, reduziert sich die Zahl der nachgewiesenen Brutvögel. Es werden nicht nur alle Vögel seltener sondern es gehen einige Arten komplett verloren. Das hat nichts mit der Entstehung von neuen Arten auf Inseln etc. zu tun. Das eine ist ein sehr schnell eintretender Effekt und das andere eine über viele Generationen dauernde Entwicklung.
    (24.06.2009)
    IP66:   Ich fürchte, daß der Artikel sehr stark durch daß statische und gewissermaßen konservative Naturverständnis der Arche-Ideologie geprägt wird. Diese sieht, wenn ich Herrn Tudge recht verstanden habe, in bedrohten Formen eine Art Kulturgut, daß man vermittels Erhaltungszucht in Zoos oder Konservieren von Biotopen im Freiland erhalten muß. Das widerspricht natürlich der Entwicklung der natürlichen Umwelt, wie sie das Verständnis evolutionärer Prozesse nahelegt, die ja keinen Verlust, sondern nur die Veränderung von Lebensräumen kennt. Ich sehe es ja auch so, daß es von Vorteil sein könnte, angesichts von Industrialisierung und Verstädterung in manchen Teilen der Welt bestimmte Areale diesen Entwicklungen zu entziehen, aber auch dies ist ein menschengemachter und menschengewollter Prozeß, und es bedarf eines sehr speziellen Naturverständnisses, um hierin einen Erhalt "der Umwelt" zu sehen. Daß letztlich weniger verbreitete Arten einem größeren Risiko des Verschwindens unterliegen, halte ich für eher für eine Binsenweisheit denn für eine wissenschaftliche Erkenntnis.
    (24.06.2009)
    Michael Mettler:   Ähm, wenn inselartige Isolation zum Verlust der Artenvielfalt führen soll, wie konnten dann eigentlich Wallace und Darwin anhand von Insel(!)faunen genau das Gegenteil beweisen und damit die Grundlagen der Evolutionstheorie legen?
    (23.06.2009)
    Zoo Heidelberg:   „Vom Yellowstone zum Yukon“ & „Call of the mountains“ – eine beeindruckende Fotoausstellung im Zoo Heidelberg

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 28. Juni fantastische Naturaufnahmen der renommierten Fotografen Florian Schulz (USA) und Patricio Robles Gil (Mexiko). Die Ausstellung ist bis Anfang September im Afrikahaus zu sehen. Am Sonntag, 28. Juni um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    „Yellowstone to Yukon“ ist das größte Naturschutzvorhaben in Nordamerika. Die Idee von Naturschutzorganisationen ist es, die Schutzgebiete, Nationalparks und verbleibenden Naturgebiete durch Korridore in den nördlichen Rocky Mountains über eine Strecke von 3200 km miteinander zu verbinden, um die Vitalität des Bergökosystems zu erhalten. Dieses Vorhaben basiert auf den Erkenntnissen berühmter Wissenschaftler wie E.O. Wilson oder Robert MacArthur, die herausgefunden haben, dass inselartig isolierte Naturschutzgebiete ihre Artenvielfalt verlieren. Seit über 12 Jahren arbeitet Florian Schulz fotografisch in diesem Gebiet, um mit seinen atemberaubenden Aufnahmen das Großprojekt zu unterstützen. Florian Schulz erhielt als erster Fotograf von der „North American Nature Photographers Association“ den „Visions Award“, eine Auszeichnung für einen Fotografen, der durch seine inspirierende Arbeit im Bereich der Naturfotografie und des Umweltschutzes besonders hervorsticht. Zahlreiche Auszeichnungen in den renommiertesten internationalen Wettbewerben der Naturfotografie wie „BBC Wildlife“ und „Nature’s Best“ dokumentieren die herausragende Qualität seiner Arbeit.
    In der Ausstellung „Call of the Mountains“ zeigt der Mexikaner Patricio Robles Gil die „El Carmen Big Bend“-Region, die grenzüberschreitend zwischen USA und Mexiko liegt. Es handelt sich um ein Wildnisgebiet von bedeutender Größe und biologischer Vielfalt. Durch die Zusammenarbeit verschiedenster Gruppen und den intensiven Einsatz des Fotografen konnte die Region unter Schutz gestellt werden. Patricio Robles Gil ist Gründungsmitglied der International League of Conservation Photographers und Gründer der Naturschutzorganisation Sierra Madre.

    (23.06.2009)
    Liz Thieme:   ui noch mehr ehemalige Hamburger dann bei mir :)
    Bin aber erstaunt, dass sie noch ins alte Elefantenhaus umziehen sollen. Aber nun gut.

    Werde nachher neue Planungsbilder in Karlsruhe einstellen, die ua das neue Elefantenhaus beinhalten. Kann dann auch gerne noch die derzeitige Anlage und Stallungen einstellen.

    Grundsätzlich finde ich die Entscheidung gut und auch mutig. Denn mit Jenny kommt eine temperamentvolle und dominante Kuh nach Karlsruhe. Über die dortigen beiden Kühe weiß ich zu wenig. Mal gucken was Jenny da alles testen wird.
    (04.06.2009)
    Michael Mettler:   Einerseits finde ich die Entscheidung im Sinne des Bullenproblems gut, andererseits ist es aber auch noch gar nicht so lange her, dass der selbe Zoo für seine Entscheidung zum Altersruhesitz für Kühe zu Gunsten der Zuchtprogramme viel (berechtigten!) Applaus bekam - auch die beabsichtigte "Endstation" wird also für die beiden Kühe wieder zum "Umsteigebahnhof".

    Das wird sicherlich nicht der letzte Umzug alter Elefantenkühe in Deutschlands Südwesten sein. Wenn die Bestände dort allmählich aus biologischen Gründen zusammenschmelzen, werden die "alten Damen" aus Karlsruhe, Heidelberg, Stuttgart und Neunkirchen vielleicht noch ein wenig näher zusammenrücken...
    (04.06.2009)
    Holger Wientjes:   Vorbildlich !!!

    Zum letzten Abschnitt des Artikels kann ich nur etwas provokant sagen: Da werden einige froh sein einen "Dummen" gefunden zu haben...
    (04.06.2009)
    Zoo Heidelberg:   Platz für Elefantenbullen in Heidelberg. Jenny und Ilona werden es in Karlsruhe gut haben

    In Europa werden immer mehr Elefanten geboren – das ist eine gute Nachricht. Noch vor wenigen Jahren war fraglich, ob es in dreißig Jahren überhaupt noch Elefanten in Europäischen Zoos geben würde, so gering war die Geburtenrate. Inzwischen sieht sich das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten (EEP) mit einem anderen Problem konfrontiert: In den letzten Jahren wurden sehr viele junge Elefantenbullen geboren und für die fehlt bislang der Platz. Zur Entschärfung dieser Situation will der Zoo Heidelberg einen Beitrag leisten: Für die beiden Elefantendamen des Zoos wurde im Zoo Karlsruhe ein guter Platz gefunden und der Zoo Heidelberg wird in seinem neuen Elefantenhaus eine Gruppe junger Elefantenbullen halten.

    „Wir fühlen uns sowohl für unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona verantwortlich wie für die Erhaltung der Elefantenpopulation insgesamt,“ schildert Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann die Situation. „Leider sind unsere Elefantenkühe, insbesondere Ilona, und eine Jungbullengruppe nicht miteinander zu halten. Seit Monaten diskutieren wir mit den Koordinatoren des Erhaltungszuchtprogramms, mit Elefantenexperten, mit Kollegen aus anderen Zoos, unseren Tierpflegern und anderen Mitarbeitern welchen Weg wir gehen sollen. In diesen Gesprächen ist die Entscheidung gereift, jungen Elefantenbullen einen Platz geben zu wollen, wenn wir gleichzeitig unsere beiden Elefantenkühe Jenny und Ilona in eine gute Haltung abgeben können. Wir haben die beiden Damen in den letzten Jahren sehr in unser Herz geschlossen und sind sehr froh, dass wir mit dem Zoo Karlsruhe einen guten neuen Halter direkt in der Nähe gefunden haben“. Der Zoo Karlsruhe will alles tun, um den beiden schwergewichtigen Damen den Umzug so leicht wie möglich zu machen und sicherzustellen, dass sie sich in der Fächerstadt wohlfühlen. „Wir freuen uns sehr, dass unsere zwei alten Elefantenkühe so liebe Gesellschaft erhalten“, freut sich die Karlsruher Zoodirektorin, Dr. Gila von Hegel. Für Ilona würde es das Wiedersehen mit einem alten Freund bedeuten. Der Karlsruher Elefantenpfleger Lars Hromniak hat bereits als ganz junger Tierpfleger im Zoo Hannover mit ihr Freundschaft geschlossen. Der Umzug ist für Ende des Sommers geplant, damit die Heidelberger und die Karlsruher Elefanten sich noch bei gutem Wetter im Freigehege ausgiebig „berüsseln“ können.

    Für das Erhaltungszuchtprogramm ist die Heidelberger Entscheidung sehr wichtig: es gibt noch kaum Jungbullengruppen. „Es ihr unser Ziel, dass in Heidelberg aufgewachsene Jungbullen, wenn sie 10-12 Jahre alt werden, für jeden Zoo die erste Wahl sind, wenn ein neuer Zuchtbulle gesucht wird“, betont Dr. Wünnemann. Die Entscheidung wird auch von den Verantwortlichen des Erhaltungszuchtprogramms und der für den Elefantenschutz engagierten European Elephant Group positiv kommentiert:

    Ton Dorrestejin (Vorsitzender des Erhaltungszuchtprogrammes für Asiatische Elefanten):
    “The Asian Elephant EEP has taken notice of the willingness of Heidelberg Zoo to house such a young bull-group in the years to come and can only express its big support for this intention. Of course the EEP will than help Heidelberg Zoo in finding an adequate and good new place for the old ladies which are now living in Heidelberg Zoo. There are, fortunately, many successful examples of the transportation of older elephants to other zoos during the last decennium. (“Das Erhaltungszuchtprogramm für Asiatische Elefanten ist über die Bereitschaft des Heidelberger Zoos, in den kommenden Jahren eine Jungbullengruppe zu halten, informiert und kann nur seine aufrichtige Unterstützung für diese Absicht ausdrücken. Selbstverständlich wird das EEP dem Zoo Heidelberg helfen, adäquate und gute Plätze für die alten Elefantendamen zu finden, die nun in Heidelberg leben. Zum Glück gibt es aus den letzten zehn Jahren viele Beispiele für den erfolgreichen Transport älterer Elefanten“.)

    Jürgen Schilfarth (Vorsitzender der European Elephant Group): „Die Haltung einer Jungbullengruppe ist ein wichtiger Baustein innerhalb der europaweit koordinierten Zuchtbemühungen für die bedrohten Asiatischen Elefanten – und eine Aufgabe, der sich bisher nur wenige Zoos stellen (in Deutschland derzeit noch kein einziger). Nach ihrem Heranwachsen unter Spiel- und Artgenossen können die geschlechtsreif gewordenen Bullen bei Bedarf und unter Berücksichtigung genetischer Gesichtspunkte als Zuchtpartner an andere Haltungsstätten abgegeben werden und dort für Nachwuchs sorgen“.

    Die anderen Elefantenhalter in Europa freuen sich über die Entscheidung des Heidelberger Zoos. „Als wir nur erwähnt haben, dass wir darüber nachdenken, haben die ersten Kollegen schon gefragt, wann sie ihre Jungbullen zu uns bringen können“, berichtet der Heidelberger Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „In den letzten Jahren hat unser engagiertes Team im Elefantenrevier viel für einen guten Ruf unserer Elefantenhaltung – trotz beengter Räumlichkeiten – getan. Deshalb sind wir sicher, dass wir schöne Jungbullen für unser Haus finden werden.“
    (04.06.2009)
    Oliver Jahn:   Nach einem sehr schönen Besuch in Frankfurt war ich kurzfristig noch mal für einen Kurzbesuch in Heidelberg. Ich habe den Zoo einige Jahre nicht besucht und ich war doch recht positiv überrascht. Die neue Elefantenanlage kannte ich noch nicht, zu Zeit ist sie allerdings noch etwas schlecht einsehbar. Ansonsten war ich begeistert von der Kleinkatzenkollektion. Die alte Tapiranlage wird eifrig für die Schildkröten umgebaut. Außerdem fand ich auch die Anlage der Faultiere sehr gut gelungen und ich bin noch nie Faultieren so nhahe gekommen, noch dazu, da diese Tiere dort ihrem Namen gar keine Ehre gemacht haben, sondern sehr flott unterwegs waren. Selbst der Besatz der ehemaligen Nashornanlage mit den Riesenkängurus gefällt mir recht gut und ist auf jeden Fall besser, als die Emus, die ich zwischenzeitlich dort sah.
    (29.05.2009)
    IP66:   Es spricht nicht eben für Orientierung am Artenschutz, wenn in einem Zoo eine in freier Wildbahn von der Ausrottung bedrohte Art wie der Waldrapp als Brutamme für eine viel gehaltene und häufige Art wie den roten Sichler eingesetzt wird - wobei ich mich zudem frage, weshalb es Abnehmer für die vielenorts gut brütenden roten Vögel geben soll. Auf der anderen Seite wäre es ja auch keine Lösung, wenn man die Waldrappen aufziehen läßt, um sie dann mangels Unterbringungsmöglichkeit zu verfüttern.
    (28.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   Auf breiten Schwingen in den Sommer

    Im Zoo Heidelberg steht ein flatternder Sommer ins Haus. In vielen Volieren und Gehegen piept der Nachwuchs: Kolben- und Mandarinenten gibt es gleich Dutzendweise. Ein ornithologischer Leckerbissen ist der junge Milchuhu, der bereits vorsichtig über den Nestrand lugt – die Zucht von Milchuhus gehört zu den besonderen Seltenheiten in Zoologischen Gärten. Eine besondere Wohngemeinschaft hat sich an der Voliere der Waldrappen gebildet: Oben auf der Voliere brütet ein Paar Weißstörche – in der Voliere darunter ein Paar Schwarzstörche. Die schwarzen Waldrappen haben ein nicht weniger besonderes Brutgeschäft zu erledigen. Da an Waldrappen aus der Heidelberger Zucht zur Zeit kein Bedarf ist, haben die Tierpfleger die Eier der Waldrappen gegen solche von Roten Sichlern ausgetauscht. Nun brüten die schwarzen Waldrappen die Eier der Roten Sichler aus und füttern auch die Jungen der lebhaft gefärbten Verwandten, die allerdings als Jungvögel noch schwarz gefärbt sind. Währenddessen haben die Roten Sichler in der Voliere nebenan ein neues Gelege produziert, das sie nun selbst ausbrüten dürfen. „So erzielen wir bei den Roten Sichlern eine höhere Anzahl Jungvögel, auf die andere Zoos schon dringend warten,“ erläutert Tierpfleger Thomas Bersch, Leiter des Vogelreviers im Zoo.
    (28.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung 12.-14.06.09

    Dieses Jahr ist es wieder soweit: in Heidelberg und Umgebung werden auch 2009 die Tier- und Pflanzenarten erfasst und viele Exkursionen angeboten. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 385 Arten gefunden, darunter so ungewöhnliche Namen wie Feenlämpchenspinne, Rotrückige Sklavenameise,
    Kleiner Rauch-Sackträger oder Posthornschnecke. Auch seltene Arten wie Mauereidechse, Säbelschnäbler und Wendehals konnten von den fleißigen Naturkundlern entdeckt werden. Wärme liebende Arten wie die aus dem Süden stammende Mittelmeermöwe und der aus Indien stammende
    Halsbandsittich fühlen sich in der Region pudelwohl. Unter den vielen Pflanzenarten ist der Weiße Maulbeerbaum erwähnenswert, der früher als Nahrung für die Raupen des Seidenspinners angepflanzt wurde und so mit der Textilindustrie verbunden ist. Politisch unerwünscht sind fremdländische Arten, wenn sie negative Auswirkungen auf einheimische Arten haben. Von vielen Naturfreunden werden sie deshalb nicht gerne gesehen. Der schnell wachsende Japanische Staudenknöterich und der Asiatische Marienkäfer sind zwei in Heidelberg gefundene Arten, die zu
    dieser umstrittenen Gruppe gehören. Asiatische Marienkäfer wurden aufgrund ihrer Gefräßigkeit zur Biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt und konnten sich in den letzten Jahren über die Grenzen der Gewächshäuser hinweg schnell ausbreiten, häufig zur Freude der Gartenbesitzer, denn sie haben einen ordentlichen Appetit auf Blattläuse. Ihre Auswirkungen auf die einheimischen Marienkäfer sind aber bislang nicht ganz klar. Erfreulich ist der Fund der Stechpalme, die in Deutschland zu den seltenen Gewächsen in der freien Natur zählt. Als Gartenpflanze ist die Stechpalme sehr beliebt. Auch Wildformen unserer Gartenpflanzen wurden gefunden, z.B. die Wilde Möhre mit der schwarzen "Mohrenblüte" im Zentrum der Blütendolde. Für Apotheker und Ärzte interessant: der Echte Baldrian, eine beliebte Arzneipflanze, wurde ebenfalls in Heidelberg gefunden.

    Um uns herum gibt es immer noch viel zu entdecken. Universität Heidelberg, NABU, BUND und Stadt Heidelberg laden deshalb ein zum Großen Heidelberger Tag der Artenvielfalt ein. Die Informationen zum letzten Jahr und das aktuelle Programm von 2009 finden Sie unter:

    www.artenvielfalt-hd.de

    Das vielfältige Angebot beinhaltet viele kostenfreie Exkursionen von Experten für Jedermann zum Thema Vögel, z.B. eine Evolutionsgeschichte der Vögel im Luisenpark (auf Englisch), die Vogeloase in der Wagbachniederung, aber auch Führungen zu Amphibien, Insekten, Wassertieren und -pflanzen, Fossilien in Mauer, exotischen und seltenen Pflanzen sind dabei. Gesundheitsthemen werden ebenfalls behandelt, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch für exotische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten. Dieses Jahr werden zudem Nacht- und Abendexkursionen angeboten, die ihren besonderen Reiz haben. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien, Kindern und Jugendlichen. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer! Die genaueren Infos zu den Exkursionen folgen bald und sind dann auch über die Homepage zu finden.
    (13.05.2009)
    Holger Wientjes:   Ich freu mich auch sehr über diese Nachricht. Zeigt sie doch, dass man etwas erreichen kann, wenn man sich nur lang genug dafür einsetzt !
    Solche Nachrichten setzten Signale an alle, die der Meinung sind "bringt ja doch nix..."
    Und für jemanden, der die WAPCA (oder andere Institutionen) z.B. über Spenden ünterstützt hat, sorgt sie für Bestätigung !
    (05.05.2009)
    th.oma.s:   wirklich eine gute nachricht
    (04.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   Das wertvollste Waldgebiet Afrikas ist vorerst gerettet!

    Heidelberger Zoo auch im Naturschutz erfolgreich. Palmölgesellschaft gibt Pläne zur Umwandlung in Plantagen auf!

    Es gibt sie noch die guten Nachrichten im Naturschutz: Am 20. April 2009 hat PALMCI, die größte Palmölgesellschaft der Elfenbeinküste bekannt gegeben, dass sie das Projekt zur Nutzung des Tanoe-Waldes aufgibt – es sei „wegen der Einmischung der Naturschützer zu kompliziert“ geworden.

    Der Tanoe-Wald im Osten der Elfenbeinküste beherbergt die letzten lebensfähigen Populationen mehrerer bedrohter Affenarten: Roloway-Meerkatzen und Weißscheitelmangaben sowie wahrscheinlich die einzigen Individuen des Miss Waldrons Rotcolobus die weltweit noch existieren – eine Art, die Anfang dieses Jahrtausends bereits als ausgerottet gemeldet wurde. Genau dieses extrem wertvolle Waldgebiet wollte PALMCI im letzten Jahr in eine Palmölplantage verwandeln.

    Im Frühjahr 2008 erschütterte eine Nachricht die Naturschützer weltweit: Der Tanoe-Wald sollte einer Palmölplantage weichen. 80 km² Sumpfwald voller bedrohter Pflanzen und Tiere drohten verloren zu gehen. In einer Blitzaktion organisierten Naturschützer vor Ort, angeführt von Inza Kone`, der im März 2009 in den Niederlanden den bedeutenden Preis „Future for nature“ erhalten hat, und ihre europäischen Freunde eine Rettungsaktion. In Europa waren es vor allem die im Zoo Heidelberg stationierte WAPCA e.V. (West African Primate Conservation Action), der Zoo Mulhouse, dessen Direktor Pierre Moisson das Zuchtprogramm für die Roloway-Meerkatzen leitet und die Naturschutzorganisationen CEPA sowie „Rettet den Regenwald“, die sich gegen den drohenden Verlust dieses einmaligen Lebensraumes stemmten. „Wir haben in dieser Zeit Tausende von Briefen geschrieben, unser gesamtes Netzwerk von Zoos, Naturschutzorganisationen aber auch umweltbewussten Unternehmen aktiviert, mit den Mehrheitsaktionären von PALMCI – Unilever und später Wilmar – den direkten Kontakt aufgenommen um vor allem klarzumachen: hier gibt es keine Alternative, dieser Wald muss erhalten bleiben“, beschreibt Dr. Klaus Wünnemann, Chairman von WAPCA und Direktor des Zoo Heidelberg die Situation im letzten Jahr. „Wir konnten das Thema bis auf die Biodiversitätskonferenz in Bonn tragen und haben Unterstützung aus vielen Ländern der Erde von Australien bis Kanada erhalten. Wir sind zusammen mit Inza Kone sehr froh, dass dieser wichtige Schritt zum Erhalt des Tanoe-Waldes und seiner Affen gelungen ist. Jetzt gehen wir neu motiviert daran, mitzuhelfen, dauerhafte Perspektiven für den Naturschutz in der östlichen Elfenbeinküste und im westlichen Ghana zu entwickeln und umzusetzen“. Als erstes werden Dr. Inza Kone und Katherine Burns, die Koordinatorin der Arbeit von WAPCA in Ghana, zusammen die wichtigsten Punkte für eine zukunftsfähige weitere Arbeit zusammentragen. „Wir möchten erreichen, dass die Menschen der Region stolz darauf sind, die wertvollsten Wälder Afrikas vor ihrer Haustür zu haben und den Schutz der Wälder zu ihrer Sache machen. Dafür ist es wichtig sich auch Gedanken über die wirtschaftliche Zukunft der Region zu machen. An den Plantagen mit Ölpalmen hätten nur wenige verdient, das ist keine langfristige Hilfe für die Bevölkerung,“ so Dr. Wünnemann.

    WAPCA e.V. arbeitet seit 7 Jahren in Ghana für den Schutz der bedrohten Primatenarten und ist seit drei Jahren auch in der Elfenbeinküste engagiert. Die Wälder dieser als Upper Guinean Forest bezeichneten Region gehören zu den weltweiten Hotspots der Biologischen Vielfalt, den artenreichsten Gebieten unseres Planeten.
    Der Zoo Heidelberg hält mit acht Tieren ein Viertel des Weltbestandes der Roloway-Meerkatzen in menschlicher Obhut. WAPCA e.V. ist das größte Naturschutzprojekt des Zoo Heidelberg, der sich auch für die Wiederansiedlung des Feldhamsters in Nordbaden und den Naturschutz in Mittelamerika und Südostasien engagiert.
    (04.05.2009)
    Zoo Heidelberg:   „Wild Alaska“ – eine beeindruckende Fotoausstellung von Matthias Breiter

    Der Heidelberger Zoo präsentiert ab dem 18. April Aufnahmen des renommierten Naturfotografen Matthias Breiter. Die Ausstellung „Wild Alaska“ im Afrikahaus vermittelt eine fantastische Vorstellung von den grandiosen Bergen, Flüssen, Gletschern, Wäldern und der einzigartigen Tierwelt dieses großflächigen US-Bundesstaates. Die Ausstellung ist bis Ende Juni im Afrikahaus zu sehen. Am Samstag, 18. April um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    Matthias Breiter, Jahrgang 1964, wuchs in der Nähe von Heidelberg auf. Nach dem Studium der Biologie an der Universität Heidelberg und der University of Massachusetts hat er sich als freiberuflicher Fotograf und Autor auf Naturthemen spezialisiert.
    Bislang sind von ihm sieben Bücher in mehreren Sprachen erschienen, von Naturführern bis hin zu Bildbänden. Seine Bilder und Artikel wurden in zahlreichen internationalen renommierten Zeitschriften veröffentlicht. Seit fünf Jahren arbeitet Matthias Breiter überwiegend in Alaska und zählt dort zu den angesehensten Fotografen.
    (08.04.2009)
    Zoo Heidelberg:   Eine neue Voliere für die Riesenseeadler

    Geplant war sie schon lange – jetzt ist die Voliere für die Riesenseeadler des Heidelberger Zoos fertig gestellt und wurde am 7. April 2009 von dem Ersten Bürgermeister Bernd Stadel feierlich eröffnet. Seitdem sitzen die beiden majestätischen Tiere in luftiger Höhe und überblicken den „Heidelberger Yellowstone-See“. Diese Teichanlage wurde bereits 2000 angelegt, die große Greifvogelvoliere an ihrem einen Ende war von Anfang an mit geplant. Aus finanziellen Gründen musste der Bau des Adlergeheges jedoch warten. Dank zahlreicher Spenden von Tierpaten und anderen Zoobesuchern kam genug Geld zusammen, so dass die Voliere nun realisiert werden konnte. Die Handwerker und Gärtner des Zoos haben beim Bau und der Bepflanzung der Adlervoliere hervorragende Arbeit geleistet. Das Gehege ist sechseckig und jede Seite ist neun Meter lang. Dadurch ergibt sich eine Gesamtfläche von 210 qm. Imposant ist vor allem die Höhe von bis zu sieben Meter. Zum See und zur Besucherplattform hin ist ein sogenanntes Harfengitter gespannt, dessen ausschließlich senkrechte Drähte einen fantastischen Durchblick ermöglichen. Im Innenbereich ist aus Natur- und Kunstfelsen, Baumstämmen, Schwemmwurzeln, Krüppelkiefern und weiteren hundert Pflanzen sowie einer schönen Blumenwiese ein großzügiger Lebensraumausschnitt für die größten Adler der Welt entstanden.

    Die Riesenseeadler mit einer Flügelspannweite von 2,80 Meter kommen nur noch an den Küsten im Osten Russlands und den vorgelagerten Inseln vor, in Nordkorea ist der elegante Vogel wahrscheinlich bereits ausgerottet. Ein Hauptverbreitungsgebiet liegt auf der russischen Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den Aktivitäten unterhalb der Erde. Die Fauna mit Bären, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der Küste und natürlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mühelos mithalten.

    Die Heidelberger Riesenseeadler leben seit Juli 2006 in Heidelberg. Sie kamen als beschlagnahmte Tiere in den Zoo. Die beiden Vögel stellten sich glücklicherweise als Männchen und Weibchen heraus und sind mittlerweile fast komplett vom Jungtiergefieder auf ihr Erwachsenenkleid umgefärbt. Die neue, großzügige Voliere wird ihnen in den nächsten Jahren hoffentlich den nötigen Impuls zur ersten Brut geben. Ideale Voraussetzungen sind nun geschaffen, jetzt liegt es an den Adlern.

    Die Eröffnung der Voliere hat übrigens auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere für Greifvögel, die im Krieg zerstört und später nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere für Riesenseeadler im Jubiläumsjahr setzt der Zoo die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
    (07.04.2009)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase zwei fleißige Assistentinnen, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnen. Poitou-Eselstuten Madeleine und Resi bekommen zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern tragen. Natürlich dürfen Madeleine und Resi dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und bietet etwas für alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgültig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle Blütenmeere. Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Störche klappern laut mit ihren Schnäbeln, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
    Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder. Um ihnen den Kontakt zu so richtig schmackhaft zu machen, ist außerhalb des Geheges ein Futterautomat aufgehängt. Vorsichtige Kinder können die Ziegen durch den Zaun hindurch füttern, mutige Naturen nehmen das Futter mit in das Streichelgehege und werden rasch von den neugierigen Ziegen umringt werden.
    Da mit einem größeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem überfüllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet.
    (03.04.2009)
    Onca:   *schmunzel* ihre Rüssel und Kletterkünste hatte Jenny in Hamburg ja zur Genüge unter Beweis gestellt. Sie scheint in gewissen Maß also auch Spaß an ihren damals gelernten Zirkusstückchen zu haben.
    Wobei in Hamburg auch andere (nicht Zirkustiere) gerne mal hoch hinaus wollen. War Anfangs verwundert, aber inzwischen gewöhnt man sich an Elefanten auf zwei Beinen.
    (02.04.2009)
    Klaus Wünnemann:   @MM: Was Jenny kann und was nicht, setzt uns oft in Erstaunen. Es hätte für sie wahrscheinlich auch einen leichteren Weg an den Korb gegeben. Es stehen im Gehege immer mehrere (bis ca. 10) Möglichkeiten zur Verfügung sich Futter zu beschaffen (hoch, tief, mit Rüssel schwierig zu erreichen etc.). Einige werden regelmäßig (Betonröhren, Heunetze)und andere u.a. dieser Korb nur selten bestückt. Damit erzeilen wir sowohl bei der sehr agilen Jenny als auch bei der ruhigen Ilona die besten Resultate. Jeder Elefant nutzt das zuerst was er mag.
    (02.04.2009)
    Michael Mettler:   Schlaues Tier :-)

    Zum ersten Foto hätte ich noch eine Frage an die Heidelberg-Kenner: Können die Elefanten auch von der im Bild rechten Seite her an den Pfahl herantreten (und dann auf Baumstamm und Steine steigen), oder ist das die "Außenkante" der Anlage?
    (31.03.2009)
    zollifreund:   passend zu dem die Diskussion auslösenden Bild eine Aufnahme aus Heidelberg vom Mai 2008: "werkzeuggebrauch bei elefanten"

    um an den Futterkorb zu gelangen, hat die Elefantenkuh zuerst den Ast aus einem anderen Teil der Anlage geholt und dann genau unter den Korb gelegt - somit hat sie sich selbst ein Hilfsmittel organisiert, um sich nicht ohne Abstützgelegenheit aufrichten zu müssen...
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   Da dieses Thema eigentlich zu interessant ist, um es auf Heidelberger Elefanten zu beschränken, würde ich es gern in den Thread "Beschäftigung von Zootieren" verlagern. Denn im Grunde gelten die gleichen Überlegungen z.B. auch für Seelöwen usw.
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Ja, garantiert(sic). Ueberlegen Sie mal: nebst der Vorfuehrungen regelmaessige Trainingssessions (die je nach Tagesform & Naturell der beteiligten Tiere und Menschen auch schon mal laenger ausfallen koennen). Davor noch das Initialtraining fuer "Neueinsteiger" (fuer die trotz jugendlichem Alters die Belastung nach wie vor bestehet). Elefanten bekommen als grossformatige Publikumsmagneten eher Zeit & Raum eingeraeumt als menschliche Akteuere, die ihre Trainingsgestaltung flexibler gestalten koennen. Individuelle Unterschiede in Bezug auf Dauer/Frequenz im jeweiligen Zirkus bestehen durchaus, u.a. hinsichtlich Zirkusausstattung, Elefanten (denn auch ein "alter Hase" bzw. trainierter Elefant sollte die Routine beibehalten), Trainer, Uebung usw. Man koennte auch die Frage stellen, ob einem trainierten Zirkuselefant, aehnlich einem trainierten Menschen im Vergleich zu einem untrainierten, das jeweilige Kunststueck relativ gesehen weniger koerperlich Ungemach bereitet als einem Zooelefanten...
    Was "Kommandos" angeht: impliziert dieser Begriff in seiner Auslegung als [militaerischer] Befehl nicht obligatorischen Zwang seitens eines Hoeherrangigen? Ich glaube kaum, dass in Heidelberg oder anderen Zoos mit derartigen Beschaeftigungsmoeglichkeiten die Tiere zur Nutzung dieser gezwungen werden. Wenn das jeweilige Tier diese Beschaeftigungsoption nicht nutzen will, dann halt nicht-auch wenn die Pfleger ob des Arbeitsaufwands sicher nicht davon begeistert sein duerften...
    (31.03.2009)
    Holger Wientjes:   Reine Dressurnummern, die nur auf Schaueffekte hinzielen, finde ich auch in einem Zoo nicht besser als im Zirkus. Nur kann man ja nicht abstreiten, dass die Tiere dort alleine schon aufgrund der strukturreicheren und grösseren Gehege sowie des nicht ständigen Verladens/Reisens besser untergebracht sind als ihre Artgenossen im Zirkus.
    (31.03.2009)
    IP66:   Ich weiß nicht, ob dergleichen Kunststücke einen Elefanten dauerhaft schädigen. Ich finde allerdings die Überlegungen zu Dressuren interessant: Sicherlich herrschen in einem Wanderzirkus etwas andere Bedingungen, doch scheinen mir sich die Tiervorführungen in den manchenorts vorhandenen Zooarenen von denen im Zirkus allenfalls durch diverse didaktische Einschöbe zu unterscheiden, und ob die dort präsentierten Tiere wirklich so viel besser untergebracht sind als ihre Artgenossen in Privatnunternehmen dieser Art, weiß ich nicht. Mir scheint jedenfalls, daß sich auch mancher der neuen geographisierenden Kunstfelszoos dem Wunsch der Besucher nach in besonderer Weise präsentierten Tieren nicht entziehen kann und das dafür nach langer Pause auch wieder spezifische Bauten errichtet werden.
    (31.03.2009)
    Holger Wientjes:   Die Überlegungen/Argumente klingen interessant ! Vielleicht ist es wirklich nur der fade Beigeschmack den man mit der Haltung/Dressur von Elefanten im Zirkus verbindet und der uns hier dazu verleitet gleiches/ähnliches (freiwilliges) Verhalten der Tiere im Zoo anders zu beurteilen.
    Mal ganz davon abgesehen, dass auch ich der Meinung bin, Elefanten haben in einem Zirkus nichts zu suchen.
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: "Garantiert"? Meines Wissens gibt ein Circus zwei bis drei Vorführungen am Tag, und der Hochstand eines Elefanten dauert dabei lediglich einige Sekunden. Wobei man da sicherlich noch differenzieren muss zwischen einem freien Hochstand am Platz und dem Gehen auf den Hinterbeinen, wie man es am häufigsten beim Ausmarsch einer Elefantenpyramide sieht (bei der wiederum die Vorderbeine sicher aufliegen) - aufgerichtetes Gehen mit freien Vorderbeinen ist sicherlich die unnatürlichste und belastendste Übung. Was das Üben des Kunststücks betrifft: Angesichts dessen, wieviele Artisten und Dompteure sich die Manege in den Zeiten außerhalb der Vorführungen teilen müssen, dürften die Trainingszeiten in der Reisesaison kurz sein, zumal die Tiere dann ja weitgehend durch die Vorführungen im Training bleiben (nicht umsonst wird doch den Circussen auch vorgeworfen, dass die Tiere außerhalb der Vorführungen kaum Bewegung bekommen). Somit dürfte sich die Zeit aufgerichteten Stehens bei einem bereits trainierten Elefanten (!) in sehr engen Grenzen halten. Ihm diesen Trick beizubringen, erfordert natürlich deutlich mehr Zeit. Das passiert(e) allerdings m.E. auch in jungem Alter und bei erheblich niedrigerer Gewichtsbelastung; dass Jungelefanten zwar nicht frei aufrecht stehen, ihr Gewicht aber beim Beklettern von Spielgefährten sehr wohl - und sogar für mehr als nur Sekunden - ausschließlich auf die Hinterbeine verlagern, lässt sich auch in Zoos häufig beobachten.

    Ich will übrigens keineswegs die Circusverhältnisse schön reden. Nur sehe ich - den Bewegungsablauf und dessen mögliche körperliche Folgen für sich betrachtet - keinen rechten Unterschied zwischen "gutem" und "bösem" Hochstehen und frage mich nun, ob die Kritik an den Tricks eher darauf abzielt, dass der Elefant sie auf Kommando machen muss und nicht selbst entscheiden darf. Da wiederum kann ich mich dann auch fragen, ob eine Enrichment-Maßnahme dem Tier zwar die Entscheidung des "wann" frei lässt, aber die Darbietung von Futter zum Auslösen dieses Bewegungsablaufes nicht auch eine übertragene Form von Kommando darstellt (stell dich auf die Hinterbeine, sonst bekommst du diesen Leckerbissen nicht).
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Garantiert nicht so oft und lange wie Zirkuselefanten beim Kunststueck-Ueben bzw. -Praesentieren.
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Shensi-Takin: Keine Sorge, daran habe ich gedacht. Wie oft bzw. wie lange muss sich denn ein Elefant aufrichten, um den abgebildeten Korb zu leeren, und fingert er nicht auch danach noch ab und an hinein, um zu prüfen, ob inzwischen Futter "nachgewachsen" ist - was ja eigentlich der Sinn von Einrichment-Maßnahmen mit Futter ist?
    (31.03.2009)
    Shensi-Takin:   @MM: Als Denkanstoss: Vergleich der Aufrichtungsdauer/haeufigkeit im Heidelberger Zoo und der in Zirkussen (inklusive Trainingssessions)...
    (31.03.2009)
    Michael Mettler:   @Sacha: Genau dieses Argument verwenden auch die Verteidiger des "Kunststückchens"....
    (30.03.2009)
    Sacha:   @MM: Wohl eher (zweit-)Letzteres, da es, wie Filmaufnahmen belegen, auch Elefanten gibt, die sich in freier Wildbahn auf diese Weise strecken, wenn sie ein "Leckerli" nicht anders erreichen können.
    (30.03.2009)
    Michael Mettler:   Bei mir ruft das Bild eher große Verwunderung hervor. Seit Jahren hört man von Elefantenfans wie auch von manchen Zoologischen Gärten als Argument gegen entsprechende Kunststücke in Circussen und Zoos mit Elefantenvorführungen, dass das Aufrichten auf den Hinterbeinen extrem schädlich für den Gelenkapparat von Elefanten ist - je älter der Elefant, umso schlimmer. Und nun DAS als behavioral enrichment? Ist es den Gelenken nicht ziemlich egal, ob sie wegen Nahrungsaufnahme oder wegen Show-Effektes überlastet werden? Oder ist diese Körperhaltung nun doch nicht so gesundheitsschädigend, wie man uns seit Jahren erzählt?
    (30.03.2009)
    Sven P. Peter:   Mal ganz ab von der Meldung zum Bau finde ich das Bild sehr interessant.
    Mit solchen Mitteln könnte man doch auch leicht Elefantenanlagen wie in Krefeld oder Magdeburg aufwerten.
    (30.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Bald geht es los:
    Spatenstich Elefantenhaus am 9. Juni

    Dem Bau des neuen Elefantenhauses im Heidelberger Zoo steht nun nichts mehr im Wege: Am 9. Juni um 14.30 Uhr wird der Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner mit dem Spatenstich den Baubeginn eröffnen.
    In den letzten Monaten wurden die Planungen konkretisiert. Auch die beiden neuen und sehr erfahrenen Leiter des Elefantenreviers haben eigene Ideen beigesteuert. Und wie geht es nun weiter? „Die Ausschreibung läuft bereits und für den Rohbau haben schon viele Firmen angefragt. Selbstverständlich hoffen wir auf gute Angebote“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. In den nächsten Wochen erfolgen weitere Ausschreibungen für Metallbau und Haustechnik. Mit dem neuen Elefantenhaus werden zwei wichtige Ziele des Zoos verwirklicht. Zum einen erhalten die schwersten Landessäugetiere der Erde eine abwechslungsreiche und vielfältig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung. Zum anderen gewinnen die Besucher ein naturnahes Tiererlebnis, das gleichzeitig auch für die Bedrohung dieser beeindruckenden Tiere sensibilisiert.
    Wer für das neue Elefantenhaus spenden und gleichzeitig einen Beitrag zum Schutz dieser Tiere leisten möchte, kann sich telefonisch unter 06221-6455-0 informieren oder überweist die Spende direkt auf das Spendenkonto Tiergarten HD gGmbH, Konto-Nr.: 15911, bei der Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20 unter dem Verwendungszweck: „Elefantenhaus“.

    (30.03.2009)
    IP66:   Ich fände es schön, wenn man sich in Heidelberg jenseits wünschenswerter Neubauten auch mit den Denkmalen der 75jährigen Zoogeschichte, etwa der Bärengrube, dem überlieferten Elefantenhaus oder der Schaufensteranlage am Eingang widmen würde. Gerade im an historischen Tierhäusern armen Baden-Württemberg bietet Heidelberg (zumal seit Karlsruhe die letzte Vorkriegsanlage zerstört hat) einen in diesem Bundesland einzigartigen Überblick über verschiedene Tierhaltugnskonzepte, der mehr Aufmerksamkeit verdienen würde, als ihm derzeit geschenkt wird.
    (26.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Am Dienstag, den 7. April um 11.00 Uhr wird zusammen mit dem Ersten Bürgermeister, Herrn Bernd Stadel, die neue Voliere für Riesenseeadler eröffnet.

    Unsere Riesenseeadler kamen als beschlagnahmte Tiere zu uns. Mit der neuen Voliere erhalten sie optimale Bedingungen. Direkt an unserem Yellowstone-See gelegen, bietet die neue Voliere nicht nur genügend Platz, sondern auch interessante Beobachtungsmöglichkeiten für die größten Adler der Welt.  Aus Natur- und Kunstfelsen, Baumstämmen, Schwemmwurzeln und vielen hundert Pflanzen ist ein Lebensraumausschnitt entstanden.

    Die Riesenseeadler vertreten im Zoo Heidelberg einen der faszinierendsten Orte unserer Erde - die Halbinsel Kamtschatka. Vulkane, Geysire und Fumarole geben Zeugnis von den Aktivitäten unterhalb der Erde. Die Fauna mit Bären, in Millionenscharen wandernden Lachsen, Robben und Walen vor der Küste und natürlich den Riesenseeadlern kann mit dem Tierleben des weitaus bekannteren Yellowstone-Nationalparks mühelos mithalten.   

    Wir wollen für dieses Paradies werben, das noch kaum bekannt ist und doch schon durch unreglementierte Ausnutzung von Bodenschätzen bedroht ist.

    Die Eröffnung der Voliere hat aber auch eine geschichtliche Dimension. Vor 75 Jahren wurde der Tiergarten Heidelberg eröffnet. Bekanntestes Bauwerk des jungen Zoos wurde sehr schnell die Großvoliere für Greifvögel, die im Krieg zerstört und später nicht wieder aufgebaut wurde. Mit der Eröffnung der Voliere für Riesenseeadler im Jubiläumsjahr setzen wir die Tradition der Greifvogelhaltung im Zoo Heidelberg mit einem besonderen Akzent fort.
    (26.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Fotoausstellung: Im Fokus – Tierkinder im Heidelberger Zoo

    Der Heidelberger Zoo präsentiert in einer Ausstellung schöne Tierkinderfotos von Rose von Selasinsky. Die mit Tierliebe und viel Geduld aufgenommenen Tierportraits zeigen ein stimmungsvolles Panorama von Tieren und Begegnungen im Heidelberger Zoo. Seit 2005 ist Rose von Selasinsky leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Zoo. Zahlreiche ihrer besten Tieraufnahmen sind in Büchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden.
    Die Fotoausstellung ist vom 29. März bis zum 30. Juni 2009 im Raubtierhaus des Zoos zu sehen. Am Sonntag, den 29. März um 11.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.
    (20.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   DPA - spiegel online: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,614316,00.html

    Pfeifender Orang-Utan begeistert Zoobesucher

    King Louie aus dem "Dschungelbuch" als Vorbild: Ein Orang-Utan im Zoo von Heidelberg unterhält Artgenossen und Pfleger mit seinem Pfeifen. Der Affe Ujian ist eines von nur wenigen Tieren weltweit, dem das Kunststück gelingt, das mittlerweile sogar manchmal nett anzuhören ist.

    Heidelberg - "Im vergangenen Sommer ist uns das erstmals aufgefallen", sagt Zoosprecherin Steffanie Richter. "Inzwischen wird das Pfeifen zunehmend melodiöser." Nach Angaben des Zoos ist der 14 Jahre alte Menschenaffe eines von weltweit drei Tieren seiner Art, das diese besondere Begabung besitzt - und damit musikalisch wie King Louie aus dem Disney-Zeichentrickfilm "Dschungelbuch" ("Ich wär so gern wie du") ist. Das Pfeifen ist nicht das einzige Talent von Ujian: Malen kann er auch, bis Anfang Mai werden seine Bilder versteigert.
    Für Forschungszwecke schickten der Leiter des Heidelberger Affenreviers, Bernd Kowalsky, und sein Team nun Aufnahmen von Ujians Pfiffen zum Great Ape Center in den USA (Iowa).

    Das Pfeifen brachte sich der Orang-Utan ganz alleine bei, beteuert der Zoo. Schuld sein soll der Gemüsehändler, der regelmäßig Obst und Gemüse liefert. Da die Tiere vom Affenrevier aus den Eingang gut im Blick haben, hat Ujian vergangenen Sommer wohl auch mitbekommen, dass der Lieferant spät dran war. Ungeduldig pfiff er dem Mann entgegen. "Der hatte dann zunächst den Leiter des Affenreviers im Verdacht" - was fast zum Streit geführt hätte, berichtete die Zoosprecherin. "Anpfeifen lass ich mich nicht von Ihnen", soll sich der Händler gewehrt haben. Doch Revierleiter Kowalsky beteuerte seine Unschuld.
    Also schauten sich die Zwei um - und sahen Ujian die Lippen schürzen. Gleichzeitig hörten sie Töne. Eine zoologische Sensation war entdeckt. "Ujian macht das richtig gerne", sagte Richter. Natürlich lasse er sich durch Nüsse und Rosinen besonders gerne zu einem Pfeifkonzert bewegen. "Aber er macht das auch von ganz allein und bis zu zwei Stunden lang." Seinen Mitbewohnerinnen im Heidelberger Zoo gefällt's - vor allen Dingen die 20 Jahre alte Puan startet zaghaft erste eigene Versuche.
    Ujian kam 2005 zu den Orang-Utan-Damen in Heidelberg. Zuvor war der Menschenaffe, der in Zürich geboren und in der Aufzuchtstation der Stuttgarter Wilhelmina groß wurde, in Hagenbecks Tierpark in Hamburg.
    In Schweden hatte zuletzt ein Schimpanse für Schlagzeilen gesorgt, der Steine sammelte, um sie Stunden später auf Besucher zu werfen. Er unterhielt sogar mehrere Munitionslager in seinem Freigehege, hieß es.

    Marion van der Kraats, dpa
    (19.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Auf neuen Flügeln in den Frühling

    Es hat nicht mit den anstehenden Wahlen zu tun, wenn im Vogelrevier des Heidelberger Zoos die Farben des Frühlings zartrosa und tiefgrün sind – mit Rosa Löfflern und Grünwangen-Amazonen bevölkern zwei attraktive Vogelarten die Volieren des Zoos neu.

    Die große Ibis-Voliere hat seit dem Wochenende sechs neue Bewohner – Rosa Löffler. Die zartrosa gefärbten Reiherverwandten kommen freilebend in der Karibik und Südamerika vor. Das auffälligste Merkmal dieses hübsch gefärbten Vogels ist zweifellos sein langer, an der Spitze löffelförmig verbreiterter Schnabel. Er stellt eine Anpassung an die besondere Ernährungsweise des Vogels dar. In seichten, offenen Gewässern schreitet er bedächtig durch das Wasser auf das Suche nach Beute – Schnecken, Würmern und kleinen Fischen. Im Heidelberger Zoo treffen die Rosa Löffler auf Rote und Braune Sichler, Kuba-Pfeifgänse, Höckerglanzgänse und Rotschultenten – allesamt auch Südamerikaner. Es wird interessant werden, wie sich die Rosa Löffler in den Brutkalender der übrigen Volierebewohner eingliedern werden: Im Frühjahr beginnen die Braunen Sichler mit dem Nestabau, den sie abgeschlossen haben, wenn die Roten Sichler in Brutstimmung kommen. Werden die Löffler die gesittete Nestordnung durcheinanderbringen? Damit ist frühestens nächstes Jahr zu rechnen, denn die Löffler sind allesamt Jungvögel.

    In der großen Regenwald-Voliere des Zoos sind mit Grünwangen-Amazonen die ersten Papageien eingezogen. Die Pflanzen der Voliere mussten erst einmal einige Jahre Fuß – vielleicht besser – Wurzeln fassen, bevor sie mit den kräftigen Schnäbeln der Amazonen Bekanntschaft machen können. Diese Schnäbel werden sicher auch dafür sorgen, dass die possierlichen Weißgesichtsseidenäffchen, die sich mit den Amazonen die Voliere teilen, den neuen Mitbewohnern respektvoll gegenübertreten – was sonst nicht ihrer quicklebendigen Art entspricht. Auch die Zoobesucher, die diese Voliere durchstreifen können, sollten daran denken, dass Wildtiere keine Streicheltiere sind und auf Streicheleinheiten für die grünen Krummschnäbel verzichten.

    P.S. Wer es in Vorwahlzeiten im Zoo lieber andersfarbig mag: Wir warten mit Spannung und voller Vorfreude auf die Geburt eines tiefschwarzen Eselfohlens, auf die Ankunft eines neues strahlend blauen Hyazintharas und dass die leuchtend gelben Webervögel mit ihrer eindrucksvollen Balz und ihrem kunstvollen Nestbau beginnen.
    (19.03.2009)
    Mirko Schmidkunz:   Wo sind eigentlich die Weißschwanzmangusten untergebracht?
    Ich finde die Vergesellschaftung der Indischen Mungos sehr positiv. Ich habe mich gefreut sie zuletzt auch beobachten zu können. Was wird aus dem alten Affenhaus mit den Hulmans?
    (10.03.2009)
    IP66:   Welchem Projekt stand das arme kleine Haus denn im Weg?
    (09.03.2009)
    Klaus Wünnemann:   @IP&&
    Leider waren wir doch in Not, denn die Fläche des Zoos ist nun einmal die kleinste aller "großen" deutschen Zoos. Viele Mängel des alten Schildkrötenhauses sind auf den ersten Blick kaum sichtbar. Falscher Dachaufbau, mangelnde Isolierung, kein Anschluss an Heizungssysteme, kein Anschluss an Kanalisation etc.. Die Instandsetzung wäre teuer geworden, die Haltung von Schildkröten war nicht länger möglich, und eine Tierhaltung an dieser Stelle für die Gesamtgestaltung hinderlich.
    (09.03.2009)
    IP66:   Daß man ohne Not das kleine Schilkrötenhaus beseitigen zu müssen glaubte, spricht nicht für einen achtungsvollen Umgang mit überkommenen Bauten, ganz abgesehen davon, daß dem Zoo ja nur wenig Mittel für Erneuerungen zur Verfügung stehen und sich deshalb der Erhalt manchen Altbaus auch aus ökonomischen Gründen rentiert. Den Eindruck, daß man ansonsten im Umgang mit Gelände und Bestand viele und gute Ideen entwickelt, hatte ich jedoch bei meinem letzten Besuch ebenfalls.
    (09.03.2009)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ich war gestern in Heidelberg und muss Dir leider mitteilen, dass es das alte Schildkrötenhaus nicht mehr gibt.

    Auch sonst tut sich ja zur Zeit so einiges in Heidelberg.. die neue Anlage für die Riesenseeadler nimmt immer mehr Gestalt an, es wurde davor nun auch eine Art Beobachtungshütte errichtet. Und dann ist ja auch der neue Kinderspielplatz im Bau.
    Wenig Veränderungen sind hingegen in Sachen Elefantenhaus ersichtlich, aber ich staune doch immer wieder darüber wie sehr man daran arbeitet an allen Ecken und Enden zu verbessern und zu erneuern. Da könnten sich so manch "große" Zoos wahrlich eine Scheibe abschneiden.
    (09.03.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Affen malen für ein schöneres Zuhause

    Anlässlich des 75jährigen Jubiläums plant der Zoo Heidelberg und sein Affenhausteam wieder eine Versteigerung mit den Werken seiner Menschenaffen. Der Erlös kommt vollständig dem Menschenaffenhaus und seinen Bewohnern zugute. Wie viele Zoofans sicher wissen, sind nicht alle Heidelberger Menschenaffen auch begnadete Künstler. Es sind vor allem die Orang-Utans „Puan“, „Uijan“ und die absolute Topmalerin „Grisella“, die sich kreativ betätigen. Von den Schimpansen haben sich lediglich der neue Gruppenchef Henry und seine Freundin Conny als recht annehmbare Künstler hervorgetan.
    Als Highlight der Versteigerung werden die letzten Werke des 2007 verstorbenen Orangmannes „Nogger“ angeboten. Unvergessen bleibt die damalige, sehr lebendige Versteigerung im Afrikahaus, als besonders die anwesenden Damen um Noggers „Kiss“ um die Wette boten.
    Die Versteigerung findet diesmal auf einem etwas anderen Wege statt, um möglichst vielen Fans eine Möglichkeit zu geben, die Werke intensiv zu betrachten. Ausgesuchte Unikate werden im Zooshop ab Freitag, 27. Februar öffentlich in einer Art Galerie präsentiert. Jeder kann dort persönlich, telefonisch oder per Mail sein Gebot abgeben. Täglich ab 11 Uhr ist das aktuelle Höchstgebot im Zooshop (Tel.: 06221-645522, zooshop@heidelberg.de) zu erfahren.
    Gebots-Deadline ist Donnerstag, der 7. Mai um 12.00 Uhr. Am Freitag findet die Auswertung und Benachrichtigung der Bietsieger statt. Das Bild, welches das höchste Gebot erzielt, ist mit einem exklusiven Highlight verbunden: Eine Malstunde zusammen mit den Orang-Utans!

    Foto: Orang-Utan "Grisella" beim Malen
    (26.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Beispielhafte Familienzusammenführung bei Heidelberger Gorillas erfolgreich

    Der Heidelberger Zoo hat etwas erreicht, was bisher nur zwei weitere Zoos in Europa gewagt haben: Einen nicht von der Mutter aufgezogenen Gorilla sehr früh wieder in seine Geburtsgruppe zurückzuführen, anstatt ihn die ersten Jahre in Menschenobhut aufwachsen zu lassen.
    Die Mühe und Geduld der letzten 1 ½ Jahre hat sich wirklich gelohnt. Die Re-Integration des Gorillaweibchens „Kiki“ in ihre Geburtsgruppe im Heidelberger Zoo ist erfolgreich abgeschlossen. Das Gorillamädchen ist nun Tag und Nacht mit allen anderen Gruppenmitgliedern zusammen und wird als Familienmitglied voll akzeptiert. Der gesamte Integrationsprozess wurde wissenschaftlich begleitet. Alle Daten und Verhaltensweisen wurden genau dokumentiert und zusammen mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Gorillas ausgewertet. Die Europäische Spezialistengruppe für Gorillas, in der auch die Wissenschaftliche Assistentin des Heidelberger Zoos, Sandra Reichler, Mitglied ist, verfolgte und diskutierte die Integration von Kiki mit größtem Interesse. „Dass Kiki so früh wieder in ihre Geburtsgruppe zurückgeführt werden konnte, ist nicht nur wichtig für sie selbst und ihre weitere Entwicklung“ erklärt Sandra Reichler, „die erfolgreiche Integration ist für das gesamte Gorilla EEP ein großer Fortschritt. Der Heidelberger Erfolg wird sicher dazu beitragen, dass die Aufzucht nicht angenommener Jungtiere in Zukunft neue Wege geht und damit optimiert werden kann. Darauf sind wir stolz.“
    Viele Zoobesucher können sich erinnern: Kiki wurde im Mai 2007 als erstes Kind von Gorillaweibchen „Doba“ geboren. Leider hatte die junge Mutter nicht genug Milch, so dass Kiki nach einer Woche in den Armen ihrer Mutter fast verhungert wäre. Wochenlange intensivmedizinische Betreuung durch Kinderärzte und die Zootierärztin retteten ihr Leben. Doch wie sollte nun die weitere Aufzucht des erst wenige Wochen alten Gorillakindes aussehen? Vor Jahrzehnten wäre der junge Menschenaffe von den Tierpflegern oder dem Zoodirektor wie ein Menschenkind aufgezogen worden. Heute wissen wir, dass diese Art der Aufzucht in Menschenhand im späteren Leben oft große Probleme mit sich bringt. Ohne Kontakt zu Artgenossen kommt es bei handaufgezogenen Affen häufig zu Schwierigkeiten im Sozialverhalten gegenüber anderen Gruppenmitgliedern, es kann Probleme bei der Fortpflanzung geben und oft ziehen Weibchen ihre eigenen Jungtiere nicht auf. Ein erster Fortschritt bei der Aufzucht junger Menschenaffen stellten sogenannte Jungtieraufzuchtstationen dar wie es beispielsweise eine in der Stuttgarter Wilhelma gibt. Hier wachsen mehrere junge Affen, die nicht von ihren eigenen Müttern groß gezogen werden können, gemeinsam in Spielgruppen auf. Dadurch haben die Jungtiere schon früh Kontakt zu – allerdings nur jungen – Artgenossen. Die endgültige Integration in eine natürlich zusammengesetzte Gorillagruppe erfolgt aber erst mit drei bis vier Jahren. Da aber auch bei Menschenaffen, ähnlich wie beim Menschen, bereits die ersten Lebensjahre prägend für die ganze weitere Entwicklung sind, sollte das Jungtier so früh wie möglich Teil einer sozial funktionierenden Affengruppe werden.
    Das Heidelberger Gorillakind Kiki wurde daher sofort nach ihrer Genesung täglich mehrmals von den Tierpflegern an das Gehege ihrer Familie geführt. Es gab freundliche Brummlaute und zarte Berührungen von Seiten der erwachsenen Gorillas. Dadurch brach die Bindung der Gruppe zum Jungtier nie ganz ab und auch Kiki blieb der Kontakt zu erwachsenen Gorillas vertraut. Der nächste Schritt war die Gewöhnung des jungen Gorillas an einen Käfig, der im Gorillagehege installiert war. Hier konnte sie jeden Tag in geschütztem Kontakt zur Gruppe sein, sie beobachten und trotzdem von den Tierpflegern ihre Milchfläschchen bekommen. Später wurde der Käfig zur Gruppe hin geöffnet. Tag für Tag ein wenig länger, bis er nun letztendlich immer offen bleibt und Kiki ihren gesamten Tag gemeinsam mit der Gorillagruppe verbringt.
    Die Rückführung von Kiki in ihre Geburtsgruppe dauerte viele Monate, bedeutete harte Arbeit und viel Geduld für das gesamte Zooteam. „Es war schwierig, immer genau die Balance zwischen Zuwendung und Zurückhaltung zu finden. Aber Kiki zeigt uns jeden Tag, dass wir den richtigen Weg beschritten haben“, beschreibt Bernd Kowalsky, Reviertierpfleger im Affenhaus, seine Arbeit.
    (17.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Neuer innovativer Spielplatz für die kleinen Zoobesucher

    Der große Spielplatz im Zoo ist in die Jahre gekommen. Zum 75. Geburtstag des Zoos schenkt der Zoo sich selbst und seinen kleinen Besuchern eine völlige Neugestaltung des Spielareals, welche zusammen mit dem Planungsbüro Plessing aus Heidelberg konzipiert wurde.
    Unter den Thema „Arche Noah“ entstehen für 650.000 Euro unterschiedliche Landschaftsbereiche, die altersspezifisch gestaltet sind. Um einen zentralen Platz mit behindertengerechtem Karussell und Trampolinen sind der Kleinkinderplatz mit Spielgeräten und landschaftsnahen Einbauten sowie die Themenfelder Steppe und Dschungel angeordnet. Im Zentrum des weiten Sandfeldes liegt die Oase mit Schöpfbrunnen. Daneben entsteht mit vielen Spielmomenten der Abenteuerpfad, welcher über den Kletterwald zum Dschungeldorf führt. „Wir freuen uns auf mehr Spielangebote, die altersgerecht gestaltet werden, die behinderte Kinder integrieren und die Phantasie anregen,“ blickt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann in die Zukunft. „Mit dem neuen Hauptspielplatz und den verteilten Spielangeboten im Zoo können wir wieder mit Fug und Recht behaupten – der schönste Spielplatz in Heidelberg liegt im Zoo“.
    Der zweite Bauabschnitt wird im wesentlichen durch die Arche definiert, zu der Tierskulpturen streben, welche ein Holzkünstler phantasievoll anfertigt. Kamele, Schildkröten und andere Tiere (ein wenig Überraschung muss bleiben) werden paarweise aus Eichenholz gestaltet. Der Bootsrumpf beinhaltet eine Reihe von Spielnischen, die besonders bei feuchter Witterung ein Anziehungspunkt für kleine Tierfreunde bilden werden. Mit einem neuen Gastronomiezelt, an dem integrierten Waldhaus des Vereins der Tiergartenfreunde und auf einem Picknickplatz werden die verschiedenen Bedürfnisse der Besucher bedient. Die Eltern können praktisch überall sitzen, auf Sonnen- und Schattenplätzen, um ihre Kleinen zu beaufsichtigen. Sonnensegel und neue Bäume ergänzen die vorhandenen Baumschatten des Tiergartens.
    Die Bauarbeiten haben am Montag begonnen. Bis Ostern soll als erster der Kleinkindbereich fertiggestellt sein. Die Planung bezieht eventuelle Änderungen an der Nordgrenze des Tiergartens (Verlegung der Tiergartenstraße wegen Bau der Straßenbahn, Neubau der Zoogastronomie, Bau eines Parkhauses) mit ein.

    (12.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   „DEADLINE: Das Meer will leben“
    Eine Ausstellung zur Situation der Weltmeere im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis 9. April 2009

    Das offene Meer stellt den größten zusammenhängenden Lebensraum der Erde dar. Eigentlich gibt es nur ein Meer, denn alle großen Gewässer sind irgendwie miteinander verbunden. Und dieses eine Meer macht 71 % der Erdoberfläche aus und enthält 97,5 % des Wassers der Erde. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhängig sein. Inwieweit wir diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen können, ist fraglich. Grund dafür ist die Ausbeutung, Belastung und Zerstörung der Meere durch Überfischung, Beifang, Verschmutzung und zunehmenden Schiffsverkehr. Obwohl die Ursache vieler Probleme bekannt ist, haben die letzten Jahre gezeigt, dass uns das Ausmaß der Gefahren, die das Ökosystem Meer bedrohen, nicht richtig bewusst ist.
    Genau hier setzt die Kampagne „Deadline – Das Meer will leben“ an: Sie informiert und zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer zu schützen. Die dazugehörige Ausstellung ist im Heidelberger Zoo vom 22. Februar bis zum 9. April zu sehen. Attraktiv gestaltete Banner informieren über die zunehmende Bedrohung der Meere und eine Tierinstallation zeigt die bunte Vielfalt der Meeressäuger. Am Sonntag, 22. Februar um 12.00 Uhr findet dort auch die Vernissage statt. Besucher sind herzlich willkommen.

    „Deadline“ wurde von der "Gesellschaft zum Schutz wasserlebender Säugetierarten Südamerikas - YAQU PACHA e.V.“, dem Weltzooverband WAZA und dem Tiergarten Nürnberg ins Leben gerufen.
    (09.02.2009)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Quicklebendiger Nachwuchs im neuen Jahr und eine Handvoll Kugelgürteltier

    Der erste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist reich an der Zahl und meckert lautstark. Tobend und tollpatschig erkunden 19 quirlige afrikanische Zwergziegen-Kinder ihr Gehege. Einige der bunten Zicklein wurden kurz vor Weihnachten geboren, die jüngsten sind zwei Wochen alt und dank der Ziegenmilch ihrer Mütter kräftig am Wachsen. Die angehenden Stirnwaffenträger rufen mit ihren Kulleraugen, dem zierlichen Näschen und dem kleinen runden Körper unmittelbares Entzücken bei kleinen und großen Zoogästen hervor – Zwergziegennachwuchs verkörpert das Lorenz’sche Kindchenschema in Perfektion. Wenn man ihnen vorsichtig über den Kopf streichelt, kann man sogar schon die kleinen Hörner fühlen. Nur vierzig bis fünfzig Zentimeter groß werden die Zwerge unter den Ziegen und wiegen ausgewachsen gerade mal 25 Kilogramm.
    Im kleinen Affenhaus gibt es Nachzucht bei Kugelgürteltieren und Weißbauchigeln. Die drei Weißbauchigelkinder sind schon recht agil und durchstreifen ihr Gehege auf der Suche nach Nahrung. Das Kugelgürtel-Jungtier wurde Anfang Januar geboren. Kugelgürteltiere stammen aus dem mittleren Südamerika, wo sie Graslandschaften, Buschlandschaften und trockene Waldgebiete besiedeln. Die possierlichen Tiere haben die Fähigkeit, sich bei Gefahr vollständig in ihren Panzer einzukugeln. Zu diesem Zweck verbergen sie die Beine im Inneren und die harte Oberseite des Kopf und des Schwanzes bilden den Verschluss – fertig ist die Kugel. Noch hat das Kleine die Größe von einem Tennisball. Erwachsene Kugelgürteltiere sind zusammengerollt ungefähr so groß wie ein Handball und wiegen rund 1,5 Kilogramm. Eigentlich könnte man die Kugelgürteltiere in Europas Zoos auch mit einem großen „H“ schreiben. Der gesamte Europäische Bestand geht auf die Zuchtgemeinschaft zwischen den Zoos von Halle und Heidelberg zurück. In Heidelberg wurden allein in den letzten zwei Jahren 4 Kugelgürteltiere geboren und aufgezogen. Sowohl Weißbauchigel als auch Kugelgürteltiere sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere, die im Zoo auf die Fütterung um 15.30 Uhr konditioniert wurden. So haben Zoobesucher die Möglichkeit, die Tiere zu beobachten. Und am 10. Februar ist der Heidelberger Zoonachwuchs im SWR abends in der Landesschau zu bestaunen.

    (29.01.2009)
    IP66:   Weiß jemand, ob das alte Schildkrötenhaus, das seinerzeit mit einigem Aufwand errichtet wurde, erhalten bleibt?
    (16.01.2009)
    Zoo Heidelberg:   Die ältesten Zoobewohner ziehen um!

    Die Riesenschildkröten im Heidelberger Zoo ziehen am Mittwoch, 21. Januar um 13:30 Uhr in ein neues, schickes Quartier. Wo ehemals Tapire lebten, ist in vielen Stunden harter Arbeit durch die Zoohandwerker eine schöne neue Heimat für die Riesenschildkröten entstanden.
    „Ich bin begeistert, was aus dem alten Tapirstall geworden ist“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Riesenschildkröten des Zoos erhalten ein komfortables Zuhause mit Sand- und Rindenmulchboden, Badebecken und mehr als vier Mal soviel Platz wie zuvor. „Den Tapiren konnten wir hier leider keine wirklich ansprechende Haltung bieten. Für die nicht immer sozialen Schabrackentapire hätten wir mindestens zwei Gehege benötigt, und das war aus Platzgründen nicht möglich. Deshalb haben wir uns schweren Herzens entschlossen, die Tapire abzugeben und für die Riesenschildkröten etwas richtig Gutes zu schaffen.“
    Die Riesenschildkröten haben es sich aber auch verdient – schließlich sind sie wahrscheinlich die dienstältesten Zoobewohner. „Wir wissen nicht ganz genau, wann die Riesenschildkröten zu uns gekommen und wie alt sie sind, aber ein Alter von über 70 Jahren und ungefähr 50 Jahre im Zoo haben sie allemal erreicht.“

    Die Riesenschildkröten des Zoos stammen aus dem Indischen Ozean von der Inselgruppe, die die Seychellen und Aldabra (das größte Atoll im Indischen Ozean) umfasst. Auf Aldabra leben noch fast 100.000 Riesenschildkröten. Doch die Verwandten der Aldabra-Riesenschildkröte waren früher auf vielen Inseln des Indischen Ozeans verbreitet. Sie sind alle ausgerottet worden.

    Die neue Unterkunft für die Riesenschildkröten ist erst zum Teil fertig: Bis zum Sommer, wenn die Temperaturen für die kolossalen Reptilien warm genug sind, wird noch das Außengehege umgebaut, damit die Riesenschildkröten dann auch richtig laufen können.
    Das neue Quartier stellt trotz all seiner Vorteile eine Übergangsheimat dar. In wenigen Jahren sollen die Schildkröten die Stars eines neuen Tierhauses werden, das sich den bedrohten Tierarten der Inseln unserer Erde widmet. Bis dahin werden sie es im alten Tapirhaus, das jetzt Schildkrötenhaus heißt, gut haben.

    (16.01.2009)
    IP66:   Ich finde es schön, wenn ein Zoo am Ende des Jahres dergestalt öffentlich Bilanz zieht. Noch sinnvoller erschiene es mir allerdings, einen vollständigen Jahresbericht zu publizieren, der umfassend alls Veränderungen dokumentiert.
    (15.01.2009)
    Zoo Heidelberg:   Zählen, wiegen und messen – der Heidelberger Zoo macht tierische Inventur

    Einmal im Jahr werden im Zoo nicht nur die Besucher gezählt, sondern auch die Tiere, Futtersäcke, Werkzeuge, Reinigungsmittel und vieles mehr. Während es bei den nicht-lebenden Gegenständen meist wenig Überraschendes gibt, ist die Tierinventur für die Zoomitarbeiter immer wieder spannend. Kein Zoobewohner kann sich verstecken, nicht der kleinste Igeltanrek bleibt unentdeckt.
    „Bei unseren Weißgesichtsseidenäffchen konnten wir uns auch in diesem Jahr wieder über zahlreichen Nachwuchs freuen“, erklärt Johannes Peschke, wissenschaftlicher Assistent im Zoo und verantwortlich für die Tierinventur. „Leider haben wir unsere beiden züchtenden Weibchen an einer Darminfektion verloren, so dass wir nun wieder eine stabile Zuchtgruppe aufbauen werden, damit es in diesem Jahr erneut quirligen Nachwuchs gibt“. Sehr erfolgreich verlief auch die Zucht der Kugelgürteltiere. Drei Jungtiere dieser seltenen Tierart wurden geboren. Schmerzlich traf das gesamte Zooteam und viele Freunde und Besucher des Heidelberger Zoos der plötzliche Tod des Schimpansenmannes Max, der am 10. Oktober an einem Herzproblem verstarb.
    Die Tierinventur einmal im Jahr dient dazu, die ständig beobachteten und notierten Veränderungen im Tierbestand mit der tatsächlichen Zählung abzugleichen und eventuelle Abweichungen zu überprüfen. Da kann es schon mal passieren, dass das Geschlecht eines Tieres kurz nach der Geburt doch falsch bestimmt worden war oder dass der Verlust einer Ente durch einen Fuchs erst bei der Inventur bemerkt wird. Mehrere Tage mühten sich die Tierpfleger, um alle Tiere zu erfassen, aber nicht jede Tierart ist dabei so kooperativ wie zum Beispiel ein Trampeltier. Sicher, manch’ einen Tierpfleger kann die alljährliche Inventur eher kalt lassen, kann er doch seine Schützlinge problemlos zählen: ein Tiger, zwei Tiger, sechs Gorillas und so fort. Die flinken Rhesusaffen aber wollen nicht stillhalten und entwischen keck mal hierhin und dorthin, die Vögel fliegen durcheinander und gleichen sich dabei sehr, trotzdem: Alle Tiere müssen sorgfältig aufgenommen werden, auch wenn das schon mal ein paar Nerven kostet.
    Am 31.12.2008 lebten im Zoo Heidelberg insgesamt 980 Tiere in 162 Arten, das entspricht in etwa dem Bestand vom Vorjahr, obwohl es einige bedeutsame Nachzuchten oder Neuzugänge gab. Das Zweizehenfaultierweibchen „Wilma“ bekam mit „Fred“ einen flotten Partner an ihre Seite und seitdem sind die beiden die erklärten Stars der begehbaren Südamerika-Voliere im Vogelrevier. Außerdem sind zwei Sonnenrallen, eine Vogelart aus den Tropen Lateinamerikas, seit Anfang des Jahres neue Bewohner der Voliere. Die zahlenmäßig größte Gruppe machten auch im Jahre 2008 mit insgesamt 98 Arten die Vögel aus. Bei den gefiederten Zoobewohnern gab es ebenfalls einige erwähnenswerte Nachzuchten im letzten Jahr, so bei den Waldrappen und den braunen Sichlern.
    Ende des alten und Anfang des neuen Jahres gab es mit den Zwergziegen bereits zahlreichen niedlichen Nachwuchs. Die Kleinen werden im Streichelgehege zu sehen sein, sobald die Temperaturen nicht mehr ganz so eisig sind. „Der Tiergarten kann insgesamt auf ein äußerst erfolgreiches Jahr in der Tierhaltung zurückblicken“ so Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr so weitermachen können!“

    (14.01.2009)
    Nabu Heidelberg:   Sittich-Suche im Rhein-Neckar-Raum

    Zu den auffälligsten und mittlerweile bekanntesten Vögeln im
    Rhein-Neckar-Gebiet gehören sicherlich die grünen Halsbandsittiche mit
    dem roten Schnabel, bei denen die Männchen ein schwarz-rosafarbenes
    Halsband tragen. Die erste Brut im Rhein-Neckar-Gebiet fand 1974 im
    Schlosspark von Neckarhausen statt. Seitdem haben sich die Tiere kräftig
    vermehrt und brüten in Heidelberg seit 1990, wo erstmals auf dem Gelände
    des Zoos entdeckt wurden.

    Seit 2006 wurden in Heidelberg in Neuenheim und im Neuenheimer Feld
    insgesamt 173 Halsbandsittiche für eine brutbiologische Studie in
    Nistkästen gefangen, vermessen und beringt. Der Bestand der indischen
    langschwänzigen Papageien hat sich im Jahr 2008 auf über 800 Tiere
    vermehrt. Konkurrenz mit einheimischen Arten scheint bislang nicht zu
    bestehen.

    Die Halsbandsittiche breiten sich aktuell im Bereich der Bergstraße (bis
    Weinheim im Norden und Nußloch/Wiesloch im Süden) und in die Hänge des
    Odenwaldes (Handschuhsheim, Emmertsgrund, Boxberg) aus. Da nun die
    Wintersaison wieder beginnt und die Sittiche vermehrt an Futterstellen
    auftauchen, sind alle Vogelfreunde aufgerufen, Sittiche zu melden und –
    wenn möglich auch die Ringnummern abzulesen. Das Ablesen erfordert
    allerdings ein gutes Fernglas oder eine gute Kamera, ist von einer
    geringen Distanz aber möglich. Die Ringnummern fangen mit UA…. („breite
    Serie“ von 2006) oder UH…. („schmale Serie“ seit 2007) an. Die
    Metallringe sind keine Züchterringe, sondern stammen von der Vogelwarte
    Radolfzell am Bodensee, wo sie für wissenschaftliche Arbeiten zu
    Wildvögeln zur Verfügung gestellt wurden.

    Seit über einem Jahr lebt auch ein Großer Alexandersittich in der
    Gruppe. Er ist mit 58 cm deutlich größer als die Halsbandsittiche (42
    cm) und hat einen roten Schulterfleck. Auch ein Halsbandsittich-Männchen
    mit gelben Gefiederbereichen lebt seit einiger Zeit zusammen mit den
    normal gefärbten Halsbandsittichen und konnte mehrfach am Schlafplatz
    der Sittiche beobachtet werden. Da es sich nur um ein Tier handelt,
    wären Informationen zum Tagesaufenthalt des auffälligen Tieres auch sehr
    interessant, um Informationen zum Raumbedarf von Halsbandsittichen zu
    bekommen. Bilder unter:
    http://hd-birding.jimdo.com/galerie_2008_jan-juli.php

    Wenn Sie die Ringnummer an Michael Braun mitteilen (auch bei Fund von
    toten Tieren möglich), erhalten Sie Informationen zum Geschlecht, zum
    Schlupfdatum, zur Anzahl der Geschwister und zum Nistkasten, wo das Tier erbrütet wurde. An der Pflegeheimat St. Hedwig gibt es einen Nistkasten mit Webcam:

    http://pflegeheimat.de/aktuell/webcam_video.htm

    Im NABU-Zentrum Heidelberg gibt es Nistkästen für Halsbandsittiche noch
    zu kaufen, welche an Hausfassaden angebracht werden können (Schröderstr.
    24, Tel: 06221/600705).

    Die nächste Sittich-Exkursion findet statt am *08.01.2009* um *14.30*
    Uhr. Treffpunkt vor dem Haupteingang der Pflegeheimat St. Hedwig,
    Mönchhofstr. 28, 69120 Heidelberg. Ende voraussichtlich 17.00 Uhr.
    Unkostenbeitrag 5 € für Erwachsene, 2,50 € für Kinder bis 18 Jahre, 10 €
    für Familien. Anmeldung nicht erforderlich.
    (13.11.2008)
    Zoo Heidelberg:   Manche mögen es kalt: Die Schnee-Eulen im Heidelberger Zoo lieben dieses Mistwetter

    „So ein Mistwetter aber auch“, dürfte nicht Wenige dieser Tage denken. Umso wichtiger ist, nach draußen zu gehen und die frische Luft zu genießen. Es gibt Tiere im Heidelberger Zoo, die können es gar nicht erwarten, dass die Tage kürzer und die Witterung kühler wird oder es sogar Schnee regnet. Das ist die Zeit der Schnee-Eulen. Auch das Pärchen im Heidelberger Zoo genießt das Wetter und beäugt gelassen und aufrecht sitzend den Zoobesucher, der seinen Schal um den Hals drapiert.
    Schnee-Eulen sind besonders hübsche Eulen mit einem dichten Federkleid, das bei ausgewachsenen Männchen fast ganz weiß wird, während das der Weibchen und jüngeren Vögel schwarzbraune Flecken und Bänder aufweisen. Mit einer Länge von bis zu 66 Zentimetern und einer Flügelspannweite von 140 bis 165 Zentimetern ist die Schnee-Eule fast so groß wie der Uhu und gehört zu den Riesen der Eulenordnung. Wussten Sie, dass die Schnee-Eule der offizielle Vogel der kanadischen Provinz Québec ist? Dass Hedwig, die kluge Eule von Harry Potter, eine Schnee-Eule ist? Im Film wird Hedwig aber von einer besonders schönen strahlend-weißen Schneeeule verkörpert – einem Männchen.
    Die Schnee-Eule lebt, wie der Name es schon vermuten lässt, in den kalten Klimazonen, in den Tundrengebieten von Island, Nordeuropa, Sibirien, Alaska, Kanada und Grönland und sie ist mit ihrem dichten und langen Gefieder wie kaum eine andere Vogelart an das Leben in arktischen Regionen angepasst. Wenn die Schnee-Eule beim Laufen die Zehen spreizt, wirkt die dichte Befiederung an den Läufen wie ein Schneeschuh und so kann sie auch im Schnee ihre Beute einzuholen. Diese besteht vor allem aus Lemmingen, das sind Wühlmäuse des hohen Nordens. Die Tiere sind dämmerungsaktiv, aber anders als die meisten übrigen Eulen jagen sie auch tagsüber. Die Tiere lieben es, bewegungslos auf Hügeln, Steinen oder Baumstämmen zu sitzen und stundenlang mit ihren gelben Augen die Gegend zu beobachten. Besucher im Zoo können sich von diesem inspirierenden und der Witterung trotzenden Gleichmut überzeugen lassen.

    (30.10.2008)
    Rattus:   Also bei den Weißschwanzmangusten bin ich mir im Unklaren, wieviele es gewesen sein sollen. Ich habe nur einmal ein Tier in der Gorillaanlage gesehen. Nachdem eine Manguste allerdings irgendwie in die Schimpansenanlage geraten ist und von selbigen erbeutet wurde, war die Mäusevertilgung durch Mangusten vorüber. Ich glaube, dass jetzt noch ein Einzeltier in einem Nebengehege des Hulmanhauses wohnt.

    Mit den Indischen Mungos hattest du scheinbar Pech, ich konnte sie immer beobachten, wenn ich da war.
    (14.10.2008)
    IP66:   Die Mungs sind schon einige Jahre mit den Rhesusaffen vergesellschaftet, und ich hatte bei meinen Besuchen in Heidelberg sehr oft das Glück, sie auch zu sehen, freilich eher gegen Abend als in den Mittagsstunden.
    (14.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich war letztes Jahr zum ersten mal in Heidelberg und habe damals die Indischen Mungos nicht gesehen. Rattus, weißt Du vielleicht, seit wann sie bei den Rhesusaffen sind? Ich habe bisher angenommen, dass die Tiere, die ja wohl die einzigen in den europäischen Zoos sind, hinter den Kulissen gehalten werden. Weißt Du auch, wo die Weißfußmanguste ist?
    (14.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo: Trauer um Schimpansen Max

    Freitag morgen ist „Max“, der „Chef“ der Schimpansengruppe im Heidelberger Zoo, gestorben. Als die Tierpfleger morgens die Schimpansen in ihr Gehege lassen wollten, wurde Max kurz bewusstlos, wachte aber wieder auf. Daraufhin bekam er von Affenrevierleiter Bernd Kowalsky ein kreislaufstärkendes Mittel verabreicht. Doch Max erholte sich nicht und wurde erneut bewusstlos. Die eilig herbeigerufene Zoo-Tierärztin Dr. Julia Scharpegge konnte nichts mehr für ihn tun und nur noch den Tod feststellen. Max starb an plötzlichem Herzversagen. Auch die anschließende Sektion zeigte Anzeichen einer Vorschädigung des Herzens.
    Max wurde 1972 in Zentralafrika geboren, kam über den damals noch möglichen Tierhandel im jugendlichem Alter in den Zoo nach Darmstadt und lebte seit 1985 im Heidelberger Zoo. Er war ein besonders schöner Schimpansen-Mann mit einem sehr ausdrucksvollen Gesicht, der sich durch ein angenehmes und selbstbewusstes Wesen auszeichnete. Vor allem war er ein die Schimpansengruppe sehr positiv beeinflussender Charakter. Wie die anderen Schimpansen nun mit der neuen Gruppensituation umgehen werden, kann das Zooteam bislang noch nicht absehen.
    Für Max war es ganz offenbar ein wichtiges Ritual, die Zooleitung morgens auf der Runde lautstark zu begrüßen. „Unter unseren Dauerbesuchern hatte Max viele Freunde, besonders Frauen, die gerne und lange mit ihm durch die Glasscheibe kommunizierten, erklärt Affenrevierleiter Bernd Kowalsky. „Wir sind alle sehr traurig über seinen Tod und werden Max vermissen“, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Max wird dem gesamten Zooteam und vielen Zoobesuchern immer im Gedächtnis bleiben.
    (13.10.2008)
    Rattus:   Also vor etwa 1 Jahr waren es noch zwei. Einer von beiden hatte einen Knickschwanz
    (13.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich konnte einen Indischen Mungo im Gehege der Rhesusaffen ziemlich lange beobachten. Ist es das einzige Tier?
    (13.10.2008)
    Michael Amend:   Na, das ist doch mal ein schöner Zuchterfolg. Gibt es denn nettere Tierbabies als kleine Antilopenkälbchen ?
    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs mit großen Ohren im Heidelberger Zoo
    Der jüngste Nachwuchs im Heidelberger Zoo ist zum Verlieben: Aus einem zarten Gesicht blicken einem große, braune Augen aufmerksam an und majestätisch große Ohren beeindrucken den Betrachter. Das Jungtier ist ein „Großer Kudu“. Der große Kudu mit einer Schulterhöhe von zirka 150 Zentimeter ist eine Antilopenart Afrikas, der Buschsteppen und Grasland vom Nil bis an die südliche Spitze Afrikas bewohnt. Die Kudubullen tragen ein markantes, schraubenförmiges Gehörn, das bis zu 180 Zentimeter lang werden kann. Auffällig sind die großen beweglichen Ohren. „Kudus müssen im unübersichtlichen Gelände immer wachsam sein. Dabei helfen den Tieren die großen beweglichen Ohren“ erläutert Tierpfleger Tobias Kremer.
    Der Heidelberger Kudu-Nachwuchs wurde am 31. August geboren. „Die ersten 3 Tage waren für uns sehr aufregend“ berichtet Kurator Johannes Peschke. „Das Jungtier hatte kurz nach der Geburt Schwierigkeiten aufzustehen und wir mussten die Hinterbeine des Kalbs stabilisieren“. Mutter Claudia, etwas erschöpft durch die Geburt, ließ das kleine Kudu-Mädchen zunächst nicht an das Euter. Um Mutter und Kalb auch nachts zu beobachten, wurde eine Kamera im Gehege installiert. Am dritten Morgen konnten dann alle Beteiligten aufatmen: Die Videoaufzeichnung der Nacht zeigte eindeutig Mutter und Kind beim Säugen. Seitdem hat das mit 17 kg geborene Kudu-Mädchen stetig zugenommen und bringt heute bereits 25 kg auf die Waage. Bisher war die Kleine mit ihrer Mutter im Haus untergebracht. „Da die Entwicklung in den letzten drei Wochen normal verlief, haben wir uns jetzt entschlossen, Mutter und Tochter auf die Außenanlage mit den anderen Tieren zu lassen“, erklärt Tierpfleger Stefan Geretschläger.
    „Das Jungtier wird in den nächsten Wochen eine ganz neue Welt kennen lernen und wir können gespannt sein, welche Abenteuer das Kleine gemeinsam mit Zebras, Blessböcken und Pelikanen im Heidelberger Zoo erleben wird“.

    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   „Sesam öffne Dich“ –
    Ein Wochenende mit Blick hinter die Kulissen des Heidelberger Zoos

    Am 11. und 12. Oktober zwischen 10.00 Uhr und 17.00 Uhr findet im Zoo Heidelberg wieder das beliebte Wochenende unter dem Motto „Sesam öffne Dich“ statt. Zoobesucher sind herzlich dazu eingeladen, hinter die Kulissen des Zooalltags zu schauen, mit den Pflegern über das Lieblingstier zu reden und viel über die Arbeit eines Zoologischen Gartens zu erfahren. Die Türen mit dem bekannten Schild „Zutritt nur für Zoomitarbeiter“ werden an diesem Wochenende für die Besucher geöffnet. Die Tierpfleger haben sich viele Gedanken gemacht, wie sie etwas von ihrer täglichen Arbeit zeigen und erklären können. Da gibt es Führungen in den Kamelstall, auf den Heuboden und in die Kühlkammer. Im Vogelrevier lässt sich der Pfleger bei der Zubereitung der Futterschalen für über 600 Vögel auf die Finger schauen. Um 15.00 Uhr gibt es zum ersten Mal eine spannende Flugschau mit Uhu & Co. Und natürlich werden so häufige Fragen wie „Geht der Pfleger zu den Löwen ins Gehege?“, „Warum braucht ein Kamel Streicheleinheiten?“ und „Wie viel frisst ein Elefant?“ gerne beantwortet. Große und kleine Gäste können selbst Hand anlegen – so müssen z.B. die Esel und Ponys gestriegelt und Schimpanse und Co. beschäftigt werden. Das Elefanten- und das Affenrevier zeigen, dass es nicht reicht, den intelligenten Schützlingen einfach nur mundgerechte Futterportionen zu reichen, sondern dass die Tiere beschäftigt werden müssen: da wird Futter versteckt, der elefantengerechte Heusack gefüllt, Nüsse in einer Kiste verschlossen und Honig in Bambusröhrchen gefüllt. Und bei all dem dürfen die Besucher natürlich mithelfen.
    Die Zooschule (Initiative Zooerlebnis e.V.) ist auch wieder aktiv. Die Mitarbeiter stehen den ganzen Tag über für Fragen jeglicher Art zur Verfügung, bieten Führungen zu den Zooschultieren an und berichten über ihre Angebote wie Kindergeburtstage, Zoo-Ferien und Zoo-Kurse.
    Für „Sesam öffne Dich“ ist an beiden Tagen nur der normale Zooeintritt zu entrichten.

    (01.10.2008)
    Zoo Heidelberg:   It´s time to say goodbye

    Wenn die beiden am 16.07.2007 geboren jungen Sumatratiger “Chandra” und “Tibor” nächste Woche nach Schottland reisen wird das im Zoo neben traurigen Gesichter auch Erleichterung verursachen. Natürlich trennen sich Tierpfleger, Zooleitung und Besucher nicht gerne von den liebgewonnen Pfleglingen, die in den letzten 14 Monaten viel Leben auf die Tigeranlage gebracht haben. Doch die Heidelberger Tiergärtner sind auch froh mit dem Zoo Edinburgh eine sehr gute neue Heimat für die seltenen Großkatzen gefunden zu haben. Der Umzug wurde in den letzten Wochen täglich dringender: “Die Streitigkeiten um das Futter wurden immer heftiger und ihre Mutter „Kim“ lässt ihnen schon lange nicht mehr den Vortritt. Dabei ist „Kim“ eine vorbildliche Mutter und hat ihre Jungen wunderbar versorgt, solange sie klein waren,“ berichtet Revierleiter Jörg Kubacki. Während der Vater: Tigermann „Timophi“ sich auch liebevoll um den Nachwuchs gekümmert hat. Aber jetzt sind die jungen Wilden dem alten Herren mit seinen 17 Jahren schon etwas zu anstrengend geworden. Überfälle von hinten, Attacken auf den väterlichen Schwanz und ähnliche Temperaments-ausbrüche sind nichts mehr für ihn.
    Die neue Tigeranlage hat die Bewährungsprobe blendend überstanden. „Als die Pflanzen noch klein waren, haben die Jungtiger die Bambushaine und Sträucher beim Spielen arg geschädigt. Nun ist alles so gut angewachsen, dass wir selbst nach diesem Sommer voller Action die Vegetation zurechtschneiden müssen.“
    „Chandra“ und „Tibor“ sind Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Sumatratiger. Sie werden später mit genetisch wertvollen Artgenossen verpaart und sollen dann selbst zur Erhaltung der Sumatratiger beitragen. In Sumatra sind die Tiger aufs höchste von der Ausrottung bedroht. Ihr Lebensraum, der artenreiche Regenwald, wird immer noch abgeholzt. Auf ganz Sumatra leben weniger als 500 Tiger – Tendenz fallend.
    An diesem Wochenende besteht die letzte Möglichkeit sich von „Chandra“ und „Tibor“ im Zoo Heidelberg zu verabschieden und ihnen eine gute Reise zu wünschen.

    (25.09.2008)
    Onca:   Ich würde gerne wissen, wie es mit dem Umbau der Elefantenanlage bzw Haus aussieht?
    (19.09.2008)
    IP66:   Wenn ich eine brasilianische Dame wäre, würde ich nur ungern mit rundlichen Pampelmusen verglichen werden - doch vielleicht sieht man das in Westfalen anders ...
    (19.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Goldene Löwenriesenzwerge

    Im Zoo Heidelberg ist eine brasilianisch-westfälische Schönheitskönigin namens „Ilona“ angekommen: Ein weibliches Goldgelbes Löwenäffchen. Goldgelben Löwenäffchen sind nur so groß wie eine Grapefruit aber dennoch die größten Vertreter der Krallenaffen, die wirkliche Zwerge der Primatenfamilie darstellen. Deshalb kann man sie auch als Riesenzwerge unter den Affen bezeichnen.. Ihre Heimat sind die letzten Reste des brasilianische Küstenregenwaldes. Die in Heidelberg angekommene Affendame ist jedoch im Allwetterzoo Münster in Westfalen geboren. In Heidelberg soll „Ilona“ mit dem seit drei Jahren am Neckar residierenden „Alfredo“ goldene Kinder bekommen.
    Löwenaffen sind Symboltiere des Naturschutzes: Sie sind Botschafter für den atlantischen Küstenregenwald, einen der artenreichsten und am stärksten bedrohten Lebensräume unseres Planeten. Alle Löwenäffchen auf der Welt gehören dem brasilianischen Staat – auch „Ilona“ und „Alfredo“. Sie werden von der brasilianischen Naturschutzbehörde an ausgewählte zoologische Gärten verliehen. In Heidelberg sollen die beiden nicht nur für Nachwuchs sorgen sondern auch die Menschen der Metropolregion auf die Zerstörung der letzten Küstenregenwälder hinweisen und sie für den Schutz dieser Wälder sensibilisieren.
    Löwenaffen gehören auch zu den ersten Tieren bei denen die Wiederansiedlung zoogeborener Tiere in freier Wildbahn erprobt wurde. Das dabei gewonnene Wissen ist heute die Basis für Wiederansiedlungsprojekte bei den unterschiedlichsten Tierarten auf der ganzen Welt. Die ersten Ansiedlungen von zoogeborenen Tiere in Brasilien verliefen wenig erfolgreich: Die goldgelben Löwenäffchen fanden sich in ihrer zwar angestammten aber doch ungewohnten neuen Heimat nicht zurecht. Heute werden die Löwenäffchen intensiv auf die Freiheit vorbereitet, ja selbst bei der Haltung in Zoologischen Gärten wird bereits ein wenig Regenwald simuliert. Statt starrer Kletterstangen gibt es beweglich aufgehängte Äste, möglichst viel natürliche Vegetation, Vergesellschaftung mit anderen Tierarten, damit die Zoowelt für Löwenäffchen viele Herausforderungen stellt, die das Leben im Regenwald auch für sie bereithält. Inzwischen leben viele zoogeborene Löwenaffen wieder in Brasilein in den letzten Resten ihres Lebensraumes und haben dort schon neue Populationen begründet.

    (18.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Leben live erleben- die Zoo-Kurse im Heidelberger Zoo
    Ein Angebot für Kinder und Jugendliche, die schon immer etwas mehr über Biologie, Tiere und den Zoo erfahren wollten


    In der Heidelberger Zooschule startet nun die Anmeldephase für die diesjährigen Zoo-Kurse. Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren besuchen über ein halbes Jahr einmal pro Woche den Zoo, um in einer festen Kleingruppe viel über die Tiere und deren Lebensweise zu erfahren. Bei diesem deutschlandweit einmaligen Angebot kommen auch die Aktivitäten bei den Tieren nicht zu kurz. In der Zeit von Mitte Oktober bis Ende März werden unter anderem Gehege gereinigt, Präriehunde beschäftigt, Nistkästen gesäubert und Tierpfleger besucht. Die Teilnehmer lernen dabei die Vielfalt und die Verhaltensweisen der Tiere kennen und erhalten Einblicke in die Haltung von Wild- und Haustieren. Die Terrarientiere der Zooschule, zum Beispiel die Schlangen, Echsen und Insekten, werden von den Kindern selbst gepflegt.


    Die Zoo-Kurse kosten € 150,- pro Kind und Halbjahr, Geschwister erhalten 15% Rabatt. Informationen und Anträge gibt es bei der Heidelberger Zooschule unter info@zooschule-heidelberg.de oder unter 06221 3955715 (Mo und Do, 14 bis 16 Uhr).

    Abdruck honorarfrei. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Arndt Löwenberg, Tel: 06221 3955716.

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    Hintergrundinformationen zur Initiative Zooerlebnis e.V.

    Die Initiative Zooerlebnis e.V. ist die erste privat geführte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Sie ist als gemeinnütziger Verein unter ehrenamtlichem Vorsitz organisiert. Mit einer Vollzeit-, zwei Teilzeitstellen sowie einer Helferin im freiwilligen ökologischen Jahr wird ein großes Team von ca. 45 Zoobegleitern ausgebildet und organisiert. Diese "Info-Ranger" führen einen Großteil einer großen Angebotspalette durch, mit der jährlich über 17.500 Kinder und Jugendliche durch den Zoo begleitet werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Bereiche Tiere, Natur und Umwelt, Bedrohung und Schutzstrategien.
    Die Heidelberger Zooschule stellt einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar. Jährlich werden über 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von den Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo geführt. Im Freizeitbereich besteht ein riesiges Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche Rundgänge, Übernachtungen), wobei insbesondere die einwöchigen Zoo-Ferien mit 560 Kindern pro Jahr eines der größten Angebote der Region darstellt. Die Zoo-Ferien bestehen aus drei unterschiedlichen Wochenprogrammen mit den inhaltlichen Schwerpunkten Zoologie, Ökologie und Tierhaltung. Ein in der deutschsprachigen Zoopädagogik einmaliges Angebot sind die Zoo-Kurse, bei denen sich feste Kleingruppen über ein halbes Jahr lang einmal pro Woche im Zoo treffen. Spezifisch für das Angebot der Initiative Zooerlebnis e.V. ist das Engagement für geistig- und körperlich behinderte Menschen sowie für finanziell förderbedürftige Schüler. Über ein besonderes Sponsoringmodell ist es möglich, pro Jahr 150 Gruppen mit dem ÖPNV kostenlos in den Zoo zu bringen und sie ohne Eintritt und Gebühren zoopädagogisch zu betreuen. Die Kosten übernimmt eine Stiftung für Tier- und Artenschutz, das Angebot wurde in diesem Jahr mit dem Umweltpreis der Stadt Heidelberg ausgezeichnet. Ein weiteres Angebot sind die Zoo-Schwärmer, ein Team der Info-Ranger, das mit besonderen Zootieren Kinder besucht, die selbst nicht in den Zoo kommen können, z.B. in Kindergärten und der Heidelberger Kinderklinik.
    Insgesamt stellt das Gesamtprojekt ein innovatives und erfolgreiches Modell dar. Auf der einen Seite werden sehr viele Kinder in kleinen Gruppen intensiv betreut, auf der anderen Seite finanziert sich das Projekt aus der Vielfalt der Angebote und den daraus entstehenden Einnahmen zu einem hohen Anteil selbst. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Welt- Zoo- Naturschutzstrategie und dem nachhaltigen Umgang mit Natur und Umwelt erreichen auf diese Weise eine Vielzahl an Kindern und Jugendlichen in der Metropolregion.
    Für die Jahre 2008 und 2009 wurde die Initiative Zooerlebnis e.V. von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.

    (11.09.2008)
    Zoo Heidelberg:   Ausstellung: Zootiere laufen Sprache
    Kompositionen aus Fotografie, Zeichnung und Sprache

    Der Heidelberger Zoo präsentiert vom 7. September bis 31. Oktober eine Ausstellung mit Bildern der Zoofotografin Rose von Selasinsky und Texten und Grafiken des Künstlers Branko Stahl.
    Die großformatigen Werke der beiden Künstler zeigen Kompositionen aus Bildern von Zootieren, Zeilen und Zeichnungen, die auf ungewöhnliche Weise zu einem Gesamtkunstwerk miteinander verbunden sind.

    Rose von Selasinsky aus Heppenheim war 30 Jahre als Lehrerin an Grund,- Haupt- und Sonderschulen tätig. Fotografieren ist für sie schon immer mehr als nur ein Hobby. Seit 2005 ist die Tierfreundin leidenschaftliche Zoofotografin im Heidelberger Tiergarten. Zahlreiche ihrer schönsten Tieraufnahmen sind in Büchern, Magazinen und Zeitschriften veröffentlicht worden. Genau getroffene Momente einer bestimmten und oft lang herbei gesehnten Situation charakterisieren die Aufnahmen von Rose von Selasinsky.
    Branko Stahl kommt aus einer Künstlerfamilie. Sein Vater ist Maler und Kupferstecher, sein Ur-Opa war Designer der Porzellanmanufaktur Villeroy & Boch. Bis vor wenigen Jahren war er als promovierter Physiker in der Materialforschung tätig. Heute beschäftigt er sich mit den gesellschaftlichen Prozessen aus Sicht des Physikers und Künstlers. Seine Schwerpunkte sind Zeichnungen, Bildhauerei und Malerei. Er entwickelte eine neue malerische, textile Flocktechnik (UnikatFlock) für samtige Bilder und Objekte zum Anfassen und hat sich jüngst mit dem Unternehmen „MacroFlock“ selbständig gemacht.

    Auftakt der Kunstausstellung ist eine offene Vernissage am Sonntag, den 7. September um 11.00 Uhr im Raubtierhaus in Anwesenheit der beiden Künstler.

    (22.08.2008)
    Zoo Heidelberg:   Bei Wilma und Fred wird Faulheit groß geschrieben

    Wer würde bei diesem Wetter nicht gerne gemütlich abhängen, hin und wieder etwas Leichtes zu sich nehmen und sodann in ein wohliges Nickerchen gleiten? Wer in diesen Tagen den Heidelberger Zoo besucht, wird sich beim Anblick von Wilma und Fred wünschen, wenigstens einmal im Leben ein richtiges Faultier zu sein! Wilma und Fred heißen die beiden Zweifinger-Faultiere, die sich gerade im Freibereich der Südamerika-Voliere eingewöhnen dürfen. Partner Fred ist vor kurzem aus dem Tierpark Nordhorn nach Heidelberg gekommen. Beide sieht man nun einträchtig – wenn auch mit einem gewissen Abstand – dösend im Baum hängen. Sollten sie diesen Abstand langsam aber sicher überwinden, dann könnte auch Nachwuchs die Folge sein, der dann vermutlich „ Pebbels“ getauft würde.
    Faultiere gehören zur sehr alten Säugtierordnung der Nebengelenktiere, die vor ca. 20 Millionen Jahren im Miozän den Höhepunkt ihrer Entwicklung erlebten. Heute bilden nur noch wenige Arten von Faultieren, Gürteltieren und Ameisenbären ein Relikt dieser einstmals artenreichen Tiergruppe.
    „Wilma“ und „Fred“ machen ihrem Namen wirklich alle Ehre: 20 Stunden am Tag wird im Halbschlaf geruht oder richtig geschlafen! Faultiere werden bis zu 30 Jahre alt und hängen in dieser Zeit meist tagsüber an ihren bis zum 7,5 cm langen Sichelklauen als zusammengedrücktes Bündel, den Kopf zwischen den Vorderarmen auf die Brust gelegt, in einer Astgabel. Ihren einprägsamen Namen haben die Tiere aber aufgrund ihrer extrem langsamen Bewegungsweise erhalten, mit der sie sich, wahrhaft in Zeitlupentempo, durch das Geäst der Bäume hangeln. Sie hilft ihnen nicht aufzufallen, damit Jaguare und vor allem Harphyien, die riesigen Urwaldadler Südamerikas, nicht auf sie aufmerksam werden. Im Regenwald treiben Faultiere diese Tarnung sogar zur Perfektion. Dort lebt eine Alge in Fell der Faultiere, die dadurch grünliche Fellpartien bekommen und dann im grünen Blätterdach fast nicht zu entdecken sind. Faultiere bewohnen die Baumkronen der tropischen Regenwälder von Mittelamerika und dem Amazonasbecken bis zum südlichen Brasilien. Da in diesen Gegenden ihre Nahrung vor allem an jungen Blättern, Blüten und Früchten stets und in ausreichender Menge um sie herum wächst, haben sie gar keine Veranlassung, sich schnell zu bewegen. Soweit die Nahrung nicht mit dem Maul unmittelbar erreichbar ist, wird sie mit den Krallen herangezogen und gemächlich abgefuttert. In ihrer Heimat Brasilien sind Faultiere inzwischen gesetzlich geschützt. Da Faultiere aber auf die tropischen Regenwälder als Lebensraum angewiesen sind, werden sie durch die Abholzung der Wälder auch direkt in ihrer Existenz bedroht.
    (31.07.2008)
    Zoo Heidelberg:   Buchpremiere mit Fernsehmoderatorin Tatjana Geßler
    im Zoo Heidelberg

    Man muss nicht weit reisen, um exotische Tiere, aber auch faszinierende heimische Arten hautnah zu erleben. Das beweist Tatjana Geßler jede Woche aufs Neue im Fernsehen in ihrer Rubrik »Tatjanas Tiergeschichten« innerhalb der SWR-Landesschau. Auch aus dem Zoo Heidelberg berichtet Tatjana Geßler regelmäßig.
    Nun hat sie, nach dem großen Erfolg des vorhergehenden Bandes, ein weiteres Buch zur Serie herausgebracht, im dem sie 25 höchst vergnügliche Exkursionen zu ungewöhnlichen Tieren in Baden-Württemberg präsentiert.
    Am 6. August 2008 um 15.00 Uhr stellt die SWR-Moderatorin ihr neues Buch zur Serie in der Heuscheune des Heidelberger Zoos vor. Zoofotografin Rose von Selasinsky hat zahlreiche Bilder für das Buch zur Verfügung gestellt, die für die Buchpräsentation ausgestellt werden. Neben der Lesung wird Tatjana Geßler einige noch nicht veröffentlichte Ausschnitte aus der Fernsehserie zeigen. Ein tierischer Spaß für die ganze Familie.

    (24.07.2008)
    Michael Schulz:   So selten sind Rehe in deutschen Zoos gar nicht. Gut, die größeren Einrichtungen verzichten meist auf Rehe. Aber laut zootierliste gibt es in Deutschland allein 35 Halter von Rehen, darunter auch Einrichtungen wie Neuwied, Rostock und Schwerin...
    (21.07.2008)
    IP66:   Somit gehört auch Leipzig zu den rühmlichen Ausnahmen. Wenn man aber das Vorhandensein von Rehen mit dem von Zebras in größeren Zoos vergleicht, wird man feststellen, daß die exotische Art weitaus häufiger auftaucht. Dies gilt allerdings nicht in gleichem Maße für "einfachere" einhemische Arten wie Wildschwein oder Rothirsch.
    (21.07.2008)
    BjörnN:   @Sven und IP66
    ....und züchtet jährlich.....
    (20.07.2008)
    Sven P. Peter:   @IP66: Auch Leipzig hält Rehe.
    (20.07.2008)
    IP66:   So richtig häufig sind "schwierigere" einheimische Arten ja auch in den europäischen Zoos nicht: Ich denke da an das Reh und mir fällt nur die rühmliche Ausnahme Dortmund ein, an das Birk- oder an das Haselhuhn, die heimischen Marderarten. Und ich weiß nicht, ob zentralaslaitische Arten, die ich jetzt einmal mit den südamerikanischen in den USA parallelisierte, eine so große Rolle in den mitteleuropäischen Zoos spielen.
    (18.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Hinsichtlich Suedamerika-Wildfaenge: kommt ganz darauf an, von welchen Arten wir reden und ob mit "Amis" nur die Zoos oder auch diverse Tierhaendler und -privathalter gemeint sind. Die meisten Saeuger, die amerikanische Zoos aus Suedamerika bekommen, stammen aus dortigen Zoos, meist im Sinne von bereits bestehenden Austausch-bzw. Zuchtprogrammen. Woher die ihre Tiere (z.B. Tierschmuggel-Konfiskate...) haben, ist eine andere Sache. Leicht macht US Fish & Wildlife die Sache natuerlich nicht, ganz im Gegenteil (s. Herrn Gatz's Hinweis), so dass bei manchen suedamerikanischen Arten (witzigerweise anscheinend auch beim Zwergseidenaeffchen...) das US-Zoo-Kontingent eher begrenzt ist.
    (18.07.2008)
    Sacha:   Das nenne ich doch mal Licht ins Dunkel zu bringen. Vielen Dank.
    (18.07.2008)
    Volker Gatz:   @Sacha Sorry, ich werde hier keinen Zoo nennen, es ist jedem Zoo selbst überlassen, seine Projekte öffentlich zu machen oder nicht. Zu den USA: Ja, mit Dallas ist das Dallas World Aquarium gemeint. Jacksonville hält zur Zeit zwei Männer aus der Philadelphia Zucht. Philadelphia züchtet seit 2004 Riesenotter (mit Tieren die genetisch identisch zu den Dortmundern sind). Auf Grund der Verwandschaftsverhältnisse der Tiere macht es momentan noch wenig Sinn, Tiere aus Europa (die hier gebraucht werden) in die USA zu schicke, oder umgekehrt.
    Zum Import: es ist allgemein so gut wie unmöglich Riesenotter Wildfänge zu importieren. Das ist für amerikanische Zoos genauso schwer, wenn nicht schwerer (der Nachweis für ein Naturschutz Projekt des importierenden Zoos für die betreffende Art muß dort vorhanden sein). Nur Dortmund und Dallas (DWA) haben seit den 80er Jahren ein bzw. zwei beschlagnahmte Wildfänge erhalten. Einer ganzen Reihe nahmhafter Zoos (auch die werde ich hier nicht nennen)ist das nicht gelungen. Los Angeles versucht seit 2003 Tiere aus der Zucht von Cali zu importieren, bisher ebenfalls ohne Erfolg.

    (18.07.2008)
    Sacha:   @Volker Gatz: Vielen Dank, dass sich auch eine mit dem Fachgebiet bestens vertraute Person an dieser Diskussion beteiligt.
    Dabei drängt sich allerdings die Frage auf, welche der in diesem Forum genannten Zoos tatsächlich "falsch" sind (also genannt wurden, ohne dass sie als Spekulation/Vermutung z.B. durch ein Fragezeichen gekennzeichnet wurden)?
    Und wäre es möglich, einen europäischen Zoo zu nennen, der zwar gerne Riesenotter hätte, der aber noch nicht die Voraussetzungen dafür erfüllt (damit wird ja noch kein Zoo diskreditiert)?
    Zur Sicherheit: Mit "Dallas" nehme ich an ist das "Dallas Worldaquarium and Zoo" gemeint?

    @Allgemein: Ich habe noch mehr Zoos in den USA mit Riesenotter-Projekten gefunden - dem gerade erhaltenen neuen Nyhuis "Americas best Zoos", 2007, sei Dank. So besitzt der Zoo in Jacksonville in Florida bereits Riesenotter und der Zoo in Los Angeles plant, für seinen künftigen Amazonas-Komplex welche anzuschaffen. Im gleichen Buch findet sich übrigens die Bemerkung, dass kürzlich die Zucht in Philadelphia doch geklappt hat.

    Zu guter letzt möchte ich die von IP66 gestellte Frage resp. geäusserte Bemerkung wiederholen: Ist es für die Amis tatsächlich leichter, Wildfänge aus Südamerika zu importieren als Zoonachzuchten aus Europa zu holen (Frage gilt insbesondere Shensi-Takin)?
    (18.07.2008)
    Onca:   schade ist das mit den Tapiren schon, finde diese Tiere sehr schön. Wobei ich die Argumente mit den Anlagen sehr gut finde. Ich habe in den letzten Jahren immer wieder in HH bei den Flachländern gesehen, dass dies notwendig ist. Und man sollte dies auch unterstützen, wenn es möglich ist oder von vornherein lassen, wenn es nicht möglich ist.

    @Gudrun, dann besuchen Sie doch einfach mal die Hannoveraner in HH. Da haben sie auch die Möglichkeit.

    Bin gespannt wo die RO in Heidelberg dann ihr Zuhause finden. Vielleicht kriege ich es dann mal hin, auch dort wieder aufzutauchen.
    (18.07.2008)
    IP66:   Es freut mich, daß viele Zoos den Wunsch geäußert haben, Riesenotter zu halten, und daß es nicht die allergrößten und reichsten Einrichtungen sind, die die wagen - trotz des Aufwands. In Heidelberg sehr ich die Umwidmung des Hauses für Riesenschildkröten unter ähnlichen Aspekten wie den Neubau des Elefantenhauses: Die Tiere sind vorhanden, Zuchterfolge sind unwahrscheinlich bzw. nicht vorgesehen. Doch wenn in Heidelberg auch Riesenotter einziehen, so werden ja beide Ziele verfolgt: Verbeserte Anlagen für vorhandene Exemplare und die Aufnahme bedrohter und interessanter Arten.
    (18.07.2008)
    Gudrun Bardowicks:   Es gibt auch in den Niederlanden Überlegungen, Riesenotter in Zukunft zu halten, z.B. in Rotterdam und im Aquazoo Friesland in Leeuwarden. Die Anlage in Leeuwarden ist ab 2010 geplant. Diese Informationen habe ich aus den im Internet zu findenden Masterplänen der genannten Zoos entnommen, die allerdings noch abgeändert werden können.
    Zu den Dickhäutern: Meiner Meinung nach gehören auch die Asiatischen Elefanten, die in Heidelberg gehalten werden, zu den Dickhäutern und sind für Otto Normalzoobesucher sicher attraktiver als Schabrackentapire, die meistens den lieben langen Tag in einer Ecke liegen und schlafen, da sie dämmerungs- und nachtaktiv sind. Dieses Verhalten behalten sie leider auch in großzügigen, modernen und naturnah eingerichteten Anlagen bei, wie ich bei meinen Zoobesuchen immer wieder feststellen musste. Ich bedauere auch ,dass mit Heidelberg ein weiterer deutscher Zoo die Haltung von Schabrackentapiren aufgegeben hat, finde aber auch, dass Riesenschildkröten ebenso gefährdet sind. Außerdem sind Riesenschildkröten für das Publikum attraktiver, da sie zumindest dann, wenn sie auch eine schön eingerichtete Außenanlage zur Verfügung haben, besonders an warmen Tagen auch sehr häufig aktiv sind und sich vom Publikum sogar gelegentlich anfassen lassen, wenn die Möglichkeit an einer Stelle des Geheges gegeben ist. Diese Erfahrung habe ich immer wieder im Zoo Hannover gemacht, als dieser noch Riesenschildkrötten hielt.

    Wie weit ist eigentlich die Planung für das neue Elefantenhaus in Heidelberg. Stehen der Baubeginn und ein anvisierter Eröffnungstermin schon fest?
    (17.07.2008)
    Klaus Wünnemann:   Sorry,

    dass ich Sie so lange im Dunkeln gelassen habe aber ich war in Brasilien. Auch um mir den Lebensraum der Riesenotter anzusehen und die sehr eindrucksvolle Anlage in Cuaiba. Wir halten an der Planung für Riesenotter weiter fest - nur an anderer Stelle im Zoo (Wo steht noch nicht 100% fest). Die Planung ist für 2009 vorgesehen - Baubeginn? Für Tapire reicht der Platz definitv nicht aus: Unserer Auffassung von der Haltung von Schabrackentapiren entsprechend müssten wir zwei Aussengehege haben, damit auch (temporär) unverträgliche Tiere gleichzeitig jeweil ein Außengehege nutzen können. Und der Platz ist dort nicht verfügbar. Deshalb halten wir die Besetzung mit Riesenschildkröten für eine gute Zwischenlösung - und unsere Schildkröten haben schnellstmöglich eine Verbesserung ihrer Haltung verdient.
    (17.07.2008)
    Volker Gatz:   Angesichts der Diskussion und der vielen Gerüchte über Riesenotter in Europa und speziell in Deutschland ist es vielleicht doch mal Zeit für ein paar klärende Worte. Man darf den am Riesenotter EEP beteiligten Zoos und den Zuchtbuchführenden schon etwas Vertrauen entgegen bringen. Wir haben sicher nicht z.T. 20 Jahre an einer erfolgreichen Riesenotterzucht gearbeitet, um die raren Tiere dann zu euthanasieren. Für die Unterbringung der Jungtiere ist entweder gesorgt oder es wird daran gearbeitet. Um welche Zoos es sich dabei im Einzelnen handelt wird natürlich aus verschiedensten Gründen nicht immer sofort öffentlich bekannt gegeben, viele der hier und anderenorts gehandelten sind allerdings falsch oder sie haben ihr Interesse dem EEP bisher nicht gemeldet. Riesenotter sind oft nicht kurzfristig unterzubringen, aber sie sollen ja auch nicht in den erstbesten Park, nur um Platz zu schaffen, dafür ist die viel Art zu selten. Ältere Jungtiere sind der Gruppe sind wichtig für das Sozialleben der Otter und sie tragen bei guter Haltung auch zu erfolgreichen Aufzuchten bei. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Riesenotterzucht eine höchst fragile Angelegenheit ist, nur Brasilia hat seit über 30 Jahren immer mal wieder Zuchterfolge. Daher gehen alle Anstrengungen dahin, die Zucht auf eine breitere Basis zu stellen und mit demnächst fünf bis sechs Paaren in Europa sind die Voraussetzungen nicht so schlecht wie in der Vergangenheit. Auch in den USA wurden zuletzt neue Paare zusammen gestellt (Miami und Dallas), so dass es auch international durchaus Grund für etwas Optimismus gibt. Also bitte Vorsicht bei allzu wilden Spekulationen !
    (17.07.2008)
    Onca:   Riesenotter leben sozusagen im Matriachat. Eine reine Weibchengruppe, wie von BjörnN angedacht, würde nicht funktionieren. Mit Ausnahme vielleicht, wenn die Tiere Wurfgeschwister sind und auch da wird es bei zuvielen zu größeren Problemen kommen. Daher sollte man auf soetwas verzichten, wenn man die raren Tiere nicht durch Streitigkeiten dezimieren möchte.
    Wie es in einer reinen Männergruppe zugehen würde ist schwer zu sagen.

    Mich würde interessieren, wo Riesenotter euthanisiert wurden, da es Absatzprobleme gab?
    (17.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Onca
    Gleichgeschlechtliche Gruppen zu halten, würde zumindest mal bedeuten, dass potentielle Zuchttiere einen festen Platz haben und von dort aus ja auch immer wieder abrufbar wären, falls an anderer Stelle ein Tier benötigt wird. Übrigens dienen Zootiere in erster Linie IMMER dem Besucher, denn Zoos sind in erster Linie eben für Menschen gebaut. Oder andersrum könnte man sich auch fragen.. wem dient eine gut gehende Riesenotterzucht in Deutschland, wenn man überzählige Tiere einer stark bedrohten Art dann letztendlich euthanasieren muss, weil eine Auswilderung zu kompliziert und kostspielig wäre. Immerhin können aber in Zoos gezeigte Riesenotter stellvertretend für ihre wildlebenden Vettern "Werbung" machen und der eine oder andere setzt sich dann vieleicht aktiv für entsprechende Projekte ein. In dem Sinne würde éine gleichgeschlechtliche Gruppe ebenso nützlich sein, wie eine Zuchtgruppe.



    Ich werde später mal in meinem Archiv nachstöbern, vieleicht habe ich sogar ein Foto von dem alten Tapirhaus Heidelberg.
    (17.07.2008)
    Niels Gruël:   Riesenschldkröten als Nachnutzer von Schabrackentapiranlagen scheinen ja langsam Mode zu werden. Hat das Dresden nicht auch so gemacht?
    (16.07.2008)
    Oliver Jahn:   Es ist der alte Tapirstall, welcher sicher auf nicht sehr vielen Fotos sein wird. Allerdings fand ich schon damals an dem Bau recht gut, dass man durch eine große Glasscheibe hineingucken konnte. Das konnte man z.B. bei den Nashörnern nicht. Aber es war und ist eben nur ein einfacher Stall, nichts spektakuläres.
    (16.07.2008)
    BjörnN:   Selbstverständlich akzeptiere ich das....

    Das nächste Mal einfach als Quelle: "Expertenwissen unter der Hand" angeben, dann weiß ich sofort, dass ich mir Nachfragen zum Zwecke der Klarstellung von vorn herein sparen kann.... (-:

    Gibt es denn vom Heidelberger Haus Bilder, welches die Schildkröten zukünftig nutzen sollen, Bilder??
    (16.07.2008)
    IP66:   Wenn Leipzig anders als Heidelberg bei seiner Entscheidung bleibt, wird sich ja zumindest ein weiterer Halter finden und vielleicht werden andere Zoos, die größere Urwaldhäuser planen, sich am leipziger Besatz orientieren. Andererseits zeigen Dortmund, Duisburg und Stellingen, daß die Art auch unterhalb des Riesenhallenmaßstabes gut ausgestellt werden kann und, zumindest wenn man nicht noch Gelder an ein Zuchtprogramm abführen muß, auch in kleineren Einrichtungen gut gehalten werden kann.
    (16.07.2008)
    Onca:   Ich erlaube mir mal für Niedersachse zu antworten und damit dann das Thema Leipzig hier endgültig zu beantworten.

    Die Informationen sind unter der Hand geflossen und daher werden die auch noch nicht bekannt gegeben. Weil ich ungern Leuten in den Rücken falle und mir meine Kontakte nicht kaputt machen möchte.
    Ich hoffe du akzeptierst das.
    (16.07.2008)
    Oliver Jahn:   Hier geht es um Heidelberg. Für alles andere gibt es eigenen Threads.
    Ich finde es noch immer schade, dass man nicht umgebaut hat für neue Schabrackentapire. Nach dem die Nashörner schon weg sind haben die Tapire die "Dickhäuter" allein repräsentiert denn aus dem Haus für Flusspferde und Giraffen ist ja leider auch nie was geworden und ich glaube mal, der Masterplan, der dieses Haus vorsah, ist schon länger nicht mehr aktuell.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Onca
    Das war nur ein gut gemeinter Vorschlag. Sicherlich ist die Zucht bei einer derart gefährdeten Art wichtig, doch macht eine Expansion der Zucht keinen Sinn, wenn man keinen Platz für die Nachzuchten findet und irgendwann wegen der Anzahl der schlecht vermittelbaren Jungen die Zucht einstellen muss.

    Ich freue mich natürlich, wenn in Leipzig ein Zuchtstandort aufgebaut wird, doch hat gesundes Misstrauen noch nie geschadet.

    @Niedersachse
    Welche Tiere werden denn ins Gondwanaland einziehen??
    (15.07.2008)
    Onca:   ich kann da Niedersachse nur zustimmen. Man sollte nicht etwas dauernd in Frage stellen, manchmal wissen manche mehr über eine Art, weil sie sich damit beschäftigten und nachfragen.

    Riesenotter ist eine komplizierte Angelegenheit. Das dauert bis ein Zoo Tiere bekommt.
    Und was hat es für ein Sinn eine Weibchengruppe zu halten. Die Zucht ist wichtig und die "überflüssigen" Weibchen sind wichtig für die Aufzucht der jüngeren Geschwister, sie nehmen den Eltern viel Arbeit ab.
    Eine geschlechtsreine Gruppe ware nichts weiter als Schauobjekt. Wozu dient sie? Zu nichts, außer für den Besucher! Heutzutage geht es aber um mehr, als um den Besucher zu erfreuen! Va bei solch einer Art, bei der die Einfuhr etc mehrere zigtausend Euro kosten.
    (15.07.2008)
    Niedersachse:   Die ist sicher die Behauptung da sie von höhster Riesenotterstelle kommt. Die Tiere für Leipzig stehen ja auch schon fest!!

    Heidelberg gehört den Riesenotter-Ring an, in dem sich die Zoos die Riesenotter halten wollen/halten zusammen geschlossen haben. Das kostet meine ich auch was. Von daher geh ich davon auch aus, dass irgendwann welche dort einziehen.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Niedersachse
    Das sind doch bisher nur Vermutungen, die noch von keiner Seite bestätigt worden sind.

    1,5 Jahre vor der Eröffnung wäre ich vorsichtig mit "absolut sicher" - Behauptungen.

    Zu Heidelberg:
    Ohne Heidelberg anzuklagen, ich finde es schade, dass man sich die Möglichkeit entgehen lässt, eine solch seltene und exklusive Art zu halten. Wäre der Wille vorhanden, wäre sicher auch die Beschaffung finanzieller kein allzu großes Problem....
    (15.07.2008)
    Niedersachse:   Für Leipzig ist definitiv 1,1 vorgesehen. Mindestens ein Tier wird aus Deutschland kommen, wenn nicht sogar beide. Das ist schon mal ganz sicher!

    @Sacha: Doue la Fontaine hat ne neue Anlage gebaut und 1,1 Tiere aus Südamerika importiert. Diese kamen direkt nach Hamburg. Das Männchen Maku hat Hagenbeck behalten dürfen, ist jetzt der Zuchtmann. Das Weibchen Yakuna hat man nach Dortmund abgegeben. Dafür bekam Hamburg das Weibchen Beni (jetziges Zuchtweibchen). Yakuna wurde 2007 nach Doue la Fontaine gebracht, zusammen mit Diego der 2004 in Dortmund geboren wurde.

    Die weiteren Riesenotter in Europa:
    Duisburg 1,1: 1,0 Malechito (geb. 2007 in HH), 0,1 Amana (geb. 2005 in Dortmund)

    Hagenbeck neben Beni und Maku:
    0,1 Panambi (2007) 1,0 Gordito (2007) 1,0 Jao und 0,1 Icana (2008)

    Dortmund
    1,1 Zuchtpaar Sol und Rufus + 6 Jungtiere

    Chesnut, England
    1,0 Manoki, geb. 2005 in Dortmund

    In Skandinavien gibt es wohl auch nen Zoo der mit Riesenotter plant.
    (15.07.2008)
    BjörnN:   @Sascha
    Nachwuchs gab es in Europa in den letzten Jahren nur in Dortmund und Hamburg, wobei Dortmund auch erst seit 2004 erfolgreich züchtet, alle Würfe von 1996 bis 2004 überlebten nicht länger als 3 Monate.

    Leipzig wird ab 2009/2010 Riesenotter im Gondwanaland halten. Ich könnte mir gut vorstellen, dort eine reingeschlechtliche Gruppe aus 2-4 Weibchen aus Dortmunder und Hamburger Zucht zu halten. Falls die Abgabesituation weiterhin so mau bleibt, könnte eine solche Strategie die züchtenden Halter wirkungsvoll entlasten.
    (15.07.2008)
    IP66:   Sehr nützlich finde ich den Hinweis, daß die Riesenotterzucht noch immer auf zwei Schultern ruht, und davon eine ein halbprivater Zoo ist. Doch wo auch immer Neubauten für Riesenotter errichtet werden, sie müssen sich in Dortmund oder Stellingen um Tiere gemühen, tun es aber nicht - woraus man schließen könnte, der Bedarf sei gedeckt, zumal Dortmund ja nun wirklich fleißig internationale Kontakte pflegt. Reimporte in die USA sind natürlich kostspielig, und da die Art vom benachbarten Halbkontinent geliefert werden kann, dürften sie auch kaum naheliegen. Insofern zeigt sich, daß bei einer relativ zaghaften Haltungspolitik auch bei einer schon fast aus unseren Zoos verschwundenen und nicht unbedingt unattraktiven Art zwei Züchter Absatzprobleme bekommen können.
    (15.07.2008)
    Sacha:   Ehrlich gesagt glaube ich nicht so recht, dass sich für Riesenotter keine Abnehmer finden lassen.

    In Frankreich ist vor wenigen Jahren in Doué la Fontaine eine neue Anlage entstanden (die aber m. W. mit Export-Tieren aus Südamerika besetzt wurde). In Spanien (Fuengirola?, Madrid?) gibt es auch Bestrebungen, Riesenotter zu halten. Ebenso in den USA (Metrozoo Miami, Tiere sind schon da). Philadelphia wäre vielleicht an einem Austausch interessiert, da dort meines Wissen nur ansatzweise eine Zucht oder sogar noch gar kein Nachwuchs zustande kam. Nicht zu vergessen dass auch Hamburg wieder mit dabei ist. Also alles in allem gibt es schon Möglichkeiten, den Dortmunder Nachwuchs unterzubringen. Man müsste halt ein wenig über die Landesgrenzen blicken und nachfragen....

    @IP66: Welche Zoos ausser Hamburg und Dortmund (und ausserhalb Südamerikas) haben in den letzten 5 bis 10 Jahren Zuchterfolge mit Riesenottern vermelden können?

    Bei Heidelberg frage ich mich, ob eine TIERGERECHTE Riesenschildkrötenanlage tatsächlich soviel günstiger kommt als eine Anlage für Riesenotter. Gut, immerhin kann man argumentieren, dass die Riesenschildkröten schon länger im Bestand sind und darum ein gewisses Vorrecht geniessen...
    (15.07.2008)
    IP66:   Mir scheint, daß die Zuchterfolge bei den Riesenottern zu spät kommen, so daß die "Planstelle" Otter in den meisten Zoos durch Zwerg- oder europäische Otter bereits besetzt wurde. Zudem ist die Haltung wegen der Notwendigkeit eines Warhmhauses aufwendig und die überlieferten Flußmarderanlagen in der Regel zu klein. Hinzu kommt der Effekt, für vorhandene Arten Großanlagen errichten zu wollen, die bei beschränkten Mitteln die Möglichkeiten für neue Arten einschränken - wie die ja gut nachvollziehbare heidelberger Entscheidung zeigt. Raubtierauswilderungen sind keine so einfach Sache, ich fürchte aber, daß schon der Reimport in Europa gezüchteter Tiere an Seuchenbestimmungen und nationalen Eigenheiten scheitern wird. Auf der anderen Seite hat die dortmunder Otterschwemme auch ihre Vorteile: Selbst wenn man das ein oder andere Tier eunthanasieren müßte, so züchtet man die Art mittlerweile an vielen Stellen erfolgreich und mit Duisburg hat sich dank dieser Erfolge ja auch eine Investition in eine ältere Anlage, auf der die Art aussterben sollte, gelohnt.
    (15.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Sven P. Peter
    Oh smile an Dich dachte ich dabei ganz ehrlich gesagt gar nicht :-) Sorry.
    Stell Dir mal unter der neuen "Großvoliere" nichts exorbitantes vor, nach einem besonders teurem Vorhaben sieht das nicht aus und Heidelberg hat ja auch schon in der Vergangenheit gezeigt, dass sich mit wenig finanziellem Aufwand oftmals viel erreichen lässt (Mähnenrobbenanlage).
    @IP66
    Dann habe ich Sie vieleicht ein bisschen falsch verstanden. Entschuldigung. Für mich ist es generell nicht ganz nachvollziehbar, dass sich irgendwo Riesenotter stapeln können, eigentlich müssten sich ja vor allem größere Einrichtungen um solche Tiere prügeln. Natürlich müssen aber eben auch immer die Mittel und Möglichkeiten da sein, die Tiere angemessen unterzubringen. Was ich mich allerdings gefragt habe... besteht für den Dortmunder "Überschuss" nicht die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit mit der ZGF Tiere eventuell wieder auszuwildern ?
    (15.07.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Taufen wir das doch einfach in "Schwarzer Panther" um. Der ist ja heute in der Zoowelt auch eher ungeliebt :-)
    (14.07.2008)
    Sven P. Peter:   Irgendwie mag ich den Begriff "Schwarzer Peter" nicht ;)
    Finde es aber auch schade drum. Grade wenn man eine neue Großvoliere baut kann das Geld ja nicht soooo kanpp sein.
    Aber begrüßen tue ich trotzdem, dass die Schildkröten aus dem Staubding rauskommen.
    (14.07.2008)
    IP66:   Irgendwie beschuldigen wollte ich den heidelberger Zoo nicht - eher schon darauf aufmerksam machen, daß auch für bedrohte Arten Halter fehlen und man nirgendwo grenzenlos großflächige Anlagen bauen kann. Die Entscheidung für eine größere Schildkrötengruppe ist ja vernünftig, auch wenn das alte Häuschen Teil der heidelberger Zoogeschichte ist.
    (14.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Jetzt aber Heidelberg den schwarzen Peter hierfür zuzuschieben ist sicherlich falsch. Erstens lassen sich die Riesenschildkröten ohne große und aufwendige Umbauten auf der ehemaligen Tapiranlage halten und zweitens darf eine EVENTUELL vorgesehene Haltung ja auch nicht zum Zwang werden.
    Dann müsste man jedem Zoo auf die Finger klopfen, der keinen Platz für die gestapelten Dortmunder Riesenotter anbietet. Weniger bedrohte Tierarten in kostspieligen Anlagen gibt es schliesslich in jedem Zoo.
    (14.07.2008)
    Zoo Heidelberg:   Großes Elefantenfest im Zoo Heidelberg für die ganze Familie

    Am Sonntag, den 20.07.2008 dreht sich im Zoo Heidelberg von 11.00 bis 18.00 Uhr wieder alles um die grauen Riesen. Der Zoo, die Initiative Zooerlebnis und der Verein der Tiergartenfreunde laden gemeinsam zum großen Elefantenfest für die ganze Familie ein. Schon in den letzten Jahren war das Fest mit mehreren Tausend Besuchern ein Riesenerfolg. Und auch in diesem Jahr warten wieder viele Attraktionen auf unsere großen und kleinen Besucher.

    Vergleichen Sie Ihre Kraft mit der eines Elefanten beim Baumstammziehen. Wie viele Kisten muss man stapeln, um auf Augenhöhe mit einem Dickhäuter zu sein? Sind Sie mit Ihren Händen genauso geschickt wie der Elefant mit seinem Rüssel? Wie viele Menschen bringen das Gewicht eines grauen Riesen auf die Waage? Das alles und noch viel mehr können die Gäste an den zahlreichen Stationen der Elefanten-Rallye testen. Die Heidelberger Feuerwehr hilft beim „Spritzen wie ein Elefant“ und die Firma „der baum braun“ bringt kletterfreudige Kinder mit deren eigener Muskelkraft und Seilen in luftige Baumwipfel. An jeder Station gibt es einen Stempel für gezeigte Leistung und im Ziel warten zahlreiche spannende Gewinne.
    Über das geplante Elefantenhaus kann sich der interessierte Zoobesucher am Elefanten-Infostand u.a. bei Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann erkundigen. Ein toller Zauberer, eine große Tombola, ein Stand mit Elefantensouvenirs und Waffelverkauf runden den Familienspaß ab und bringen hoffentlich viele weitere Spenden für das neue Elefantenhaus zusammen.

    (14.07.2008)
    IP66:   Wenn ich bedenke, wie sich in Dortmund die Riesenotter stapeln, wird die Entscheidung für die Schildkröten eine solche für einen Zuchtstopp oder sogar für die Euthanasie einzelner Tiere bei den Ottern bedeuten ...
    (14.07.2008)
    Jennifer Weilguni:   Neues aus Heidelberg:
    Die Riesenschildkröten sollen auf das ehemalige Tapirgelände umziehen, weitere Tiere sollen dazukommen. Schön, dass das alte Gehege neue Bewohner bekommt, auch wenn das wohl heisst, dass erstmal keine Riesenotterhaltung mehr geplant ist.
    Schräg gegenüber von der Mähnenwölfen wird zur Zeit eine große Fluganlage für die Riesenseeadler gebaut und es freut mich, dass diese Tiere bald etwas mehr ins Rampenlicht gerückt werden. Der Ansatz des Anlage sieht wirklich gut aus. Allerdings sollte man sich dann vieleicht wirklich endlich mal von dem ursprünglichen Südamerikakonzept für diese Ecke verabschieden.

    (14.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Sacha: Na ja, das Ganze ist je nachdem gute oder schlechte Reklame...;)
    (26.06.2008)
    Sacha:   Interessant auch, wieviel Wert die Zoos dieser nichtfachmännischen (und das sage ich als Medienschaffender!) Bewertung beimessen.....
    (26.06.2008)
    IP66:   Ich hätte in der Kategorie Vogelhaltung wegen der gewaltigen Artenreduktion schlechte Noten verliehen - aber daran merkt man, wie sehr gewisse modeorientierte Entscheidungen durch dergleichen "Rankings" erzwungen werden
    (26.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Der Heidelberger Zoo im Zootest des Magazins „stern“

    Zu Recht zählen die Zoos mit über 30 Millionen Besuchern im Jahr zu den beliebtesten Freizeitzielen der Deutschen. Das Hamburger Magazin stern hat die 27 wichtigsten und größten zoologischen Gärten Deutschlands besucht und bewertet.
    „Wir sehen das Ergebnis mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, äußert sich Dr. Klaus Wünnemann zu der Bewertung des Heidelberger Tiergartens. Mit einer Durchschnittsnote von 2,26 liegt der Heidelberger Zoo auf Platz 18 von den 27 großen Zoos in Deutschland. Sehr positiv an dem Ergebnis ist, dass sich der Heidelberger Zoo seit dem letzten Stern-Test vor 10 Jahren um 12 Plätze nach oben verbessert hat. In verschiedenen Kategorien hat der Tiergarten gute Noten bekommen. So bewegen sich die Bewertungen für den „Zooshop“, die Beschilderung und die familienfreundlichen Eintrittspreise weit im oberen Drittel. Auch der Besucherservice und die Tierhaltung werden gut bewertet.
    „In den Bereichen, wo wir schlechtere Bewertungen erhalten haben, sind wir bereits dabei, diese deutlich zu optimieren“, erklärt Klaus Wünnemann. Die relativ schlechte Note bei der Elefantenhaltung bestätigt der Direktion in den kurz vor der Verwirklichung stehenden Plänen: Den Bau eines neuen Elefantenhaus, das den Tieren eine abwechslungsreiche und vielfältig strukturierte Umgebung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Elefantenhaltung bietet. Auch die Haltung der Riesenschildkröten wird zu recht schlecht bewertet. Die gepanzerten Riesen beziehen jedoch noch in diesem Jahr ein neues Quartier.

    „Für uns nicht verständlich ist, dass in der Bewertung im Stern-Test auf die exzellente und engagierte Arbeit unserer Tierpfleger nicht eingegangen wird“, erklärt Klaus Wünnemann.
    So bietet der Heidelberger Zoo eines der besten Beschäftigungsprogramme für Tiere in deutschen Zoos überhaupt. „Dadurch ist die Qualität der Tierhaltung auch in nicht ganz optimalen Anlagen wesentlich besser, als es der Test ausdrückt“, so Wünnemann.
    Eine Tierhaltungskategorie ist der Zooleitung ganz unverständlich. „Bei der Bewertung von Fischen stehen wir ganz unten, dies hat auch das Gesamtergebnis nach unten gedrückt. Nur, wir halten in unserem Zoo keine Fische, es sei denn, damit ist das kleine, aber gepflegte Hobby-Aquarium unserer Tierpfleger im Raubtiergehege gemeint“, schmunzelt Wünnemann.

    (26.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Partyalarm im Zoo Heidelberg mit tollen Preisen

    Am letzten Sonntag, den 22. Juni 2008 ging es vor allem für die kleinen Gäste rund im Zoo. Ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockte viele zu einem Besuch in den Tiergarten. Organisiert wurde die Kinderparty zugunsten des Elefantenhauses des Heidelberger Zoos von Lehrern und Schülern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Die Schüler des Berufskolleg im Fach Kommunikationsdesign sollten so an einem praktischen Beispiel lernen, eine Veranstaltung zu organisieren, durchzuführen und zu reflektieren. Hierbei wurden sie von Studienrätin Frau Claudia Brinker und ihrem erfahrenen Kollegen Peter Mohr maßgeblich unterstützt. Das Ziel sollte dabei sein, die aufkommenden Kosten durch Sponsoren zu decken und noch einen Überschuss als Spende für den Neubau des Elefantenhauses zu erwirtschaften; dank einer großen Spende und den Einnahmen konnte die Ehrhart-Schott-Schule ca. 1600,- Euro dem Zoo übergeben.
    Mit Hilfe der vielen Sponsoren gab es beim „Partyalarm“ große Gewinne und viele Trostpreise, so dass kein Kind mit leeren Händen nach Hause gehen musste. Die Heidelberger Volksbank sponserte das Rüsselzopfflechten und Kinderschminken. ToysRus sponserte nicht nur einen riesengroßen Plüschhund zur Versteigerung, sondern auch zahlreiche Gewinne für den Malwettbewerb. Die schönsten Bilder malten Emil Adam (3-4 Jährige), Milena Paral (4-5 Jährige), Julian Adam (6-7 Jährige), Mary Wilson (7-8 Jährige), Verena Meyer und Timo Draler (8-9 Jährige) und Nico Walter (10-11 Jährige). Der Hauptsponsor war, wie auch schon im letzten Jahr, Heidelberg Cement, die sich überaus großzügig an den Gewinnen bei den verschiedensten Ständen beteiligt haben. So z.B. auch bei dem bunten Pinatabaum, wo es von HD Cement wertvolle Siku-Bagger als Preise zu gewinnen gab. Auch beim Elefantenzauber und dem Mallwettbewerb gab es tolle Preise von Heidelberg Cement und der Sparkasse Heidelberg.
    Der Höhepunkt in diesem Jahr war die große Verlosung zum Ende des Kinderfestes. Das Autohaus Krauth stellte mehrere MINI- und BMW-Bobbycars sowie ein BMW-Kids-Bike für etwa 1000,- Euro zur Verfügung. Die glücklichen Gewinner durften sich ihre Preise bei Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann, Stadtrat Klaus Weirich und Frau Krauth persönlich abholen.
    Für Unterhaltung sorgten neben den anderen Aktivitäten der Musikverein Nussloch e.V., der BIS-Choir mit Bernhard Bentgens und für die kleinen Besucher die vom Racket Center Nussloch gesponserte Hüpfburg neben dem Spielplatz. Der Golf Club St. Leon stellte eine Puttanlange zur Verfügung.
    Nach diesem wirklich gelungenem Kinderfest freuen sich Zoo und die Erhart-Schott-Schule schon jetzt auf den nächsten Partyalarm.

    (25.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   GEO-Tag der Artenvielfalt in Heidelberg und Umgebung am Samstag, 21.06.08

    Es ist wieder soweit: alle zwei Jahre wird in Heidelberg und Umgebung der Tag der Artenvielfalt veranstaltet. In Anlehnung an die Aktion der Zeitschrift GEO werden Tiere und Pflanzen in und um Heidelberg gesammelt, bestimmt und beobachtet. Dieses Jahr gibt es eine besonders breite Auswahl verschiedener Exkursionen, für die sich jeder Interessent anmelden kann unter:
    www.artenvielfalt-hd.de
    Bereits am Freitag Abend (20.06.08) gibt es mehrere Vorträge im Zoologischen Institut (Im Neuenheimer Feld 230, 69120 Heidelberg) über Pinguine in der Antarktis, die Vielfalt der Lebewesen in den Meeren sowie eine Exkursion zu den Halsbandsittichen. Insgesamt werden 29 Veranstaltungen rund um die Artenvielfalt angeboten, oder wie man heute sagt zum Thema „Biodiversität“. Aktuelle Änderungen sind möglich, deshalb bitte auf die Homepage schauen.
    Das vielfältige Angebot beinhaltet Exkursionen zum Thema Vögel (z.B. Vogelstimmen, Wagbachniederung), Amphibien, Reptilien, Insekten, Wassertiere und –pflanzen, Fossilien in Mauer, exotische und seltene Pflanzen, aber auch Gesundheitsthemen sind dabei, z.B. ein Stand zum Thema Vogelgrippe, eine Ausstellung zu Parasiten und eine Heilpflanzenexkursion in den Luisenpark. Artenschutz-Exkursionen auch für fremdländische Arten gibt es z.B. im Heidelberger Zoo oder im Botanischen Garten.
    Schirmherr der Aktion ist Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.
    Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass es einen großen Bedarf an solchen Veranstaltungen gibt, auch bei Familien. Wir freuen uns auf viele interessierte Teilnehmer!

    Veranstalter:
    Prof. Dr. M. Wink & Dipl. Biol. M. Braun
    Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
    Abteilung Biologie
    Im Neuenheimer Feld 364
    69120 Heidelberg
    Email: artenvielfalt@gmail.com
    Telefon: 06221/544880 (Mo-Fr 9-16.00)

    NABU Heidelberg
    Email: info@nabu-heidelberg.de
    Tel: 06221/ 600705 (Mo-Do 10-12.00 Uhr & 16-18.00 Uhr; Fr 16-18.00 Uhr)

    für tatkräftige Unterstützung bedanken wir uns bei den Sponsoren & Partnern:
    Sparkasse Heidelberg
    100SEE
    Stadt Heidelberg
    Rotary Club Schwetzingen-Walldorf
    (09.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Partyalarm im Zoo Heidelberg

    Am Sonntag, den 22. Juni 2008 von 11.00 bis 17.00 Uhr geht es rund im Heidelberger Zoo – ein großes Kinderfest mit zahlreichen Aktionen lockt Groß und Klein in den Zoo.
    Organisiert wird das Fest von den Schülern und Lehrern der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen. Nachdem bereits im letzten Jahr die Gewerbeschule im Zoo ein erfolgreiches Kinderfest auf die Beine gestellt hat, haben Lehrer und Schüler erneut das Heidelberger Elefantenhaus als Projekt ausgewählt. Durch den direkten Bezug zu einem realen Projekt wird der Unterricht für die Schüler interessanter und lehrreicher. Gleichzeitig freut sich der Heidelberger Zoo über die hervorragende Unterstützung für das große Projekt Elefantenhaus.
    Es werden tolle Stationen geboten: Für die modebewussten Kleinen und Großen gibt es ausgefallenes Kinderschminken, Nageldesign, Rüsselzopfflechten und einen Kosmetikstand. Am großen Malstand kann man sich selbst Buttons mit Zoomotiven herstellen und bei der Schnitzeljagd durch den Zoo werden tolle Gewinne verlost. Neben einem Putt-Putt-Wettbewerb, Mini-Car-Rennen, Känguruweitsprung und Elefanten-Hüpfburg können die Kinder mit Stöcken solange auf eine Piñata schlagen, bis die Kugel endlich platzt und der heißersehnte Preis herausfällt. Und es gibt zwei musikalische Highlights: Es spielen auf die Jugendkapelle des Musikvereins 1875 Nußloch e.V und es singen Bernhard Bentgens und die BIS-Kids. Doch ohne die Unterstützung von Sponsoren könnte ein solches Fest nicht gestemmt werden:
    HeidelbergCement, Capri Sonne, die Sparkasse und die Volksbank Heidelberg, die Firma Krauth, der Racket Center Nußloch und der Golf Club St. Leon Rot, ToysRus und City-Druck – sie alle stellen unter anderem auch tolle Preise zur Verfügung! Die Aktionen werden gegen kleine Spenden angeboten, die alle ausnahmslos dem neuen Elefantenhaus des Heidelberger Zoos zu gute kommen. „Es ist beeindruckend, mit welchem Engagement die Schüler und Lehrer der Erhart-Schott-Schule sich in das Projekt Elefantenhaus gestürzt haben“, freut sich Zoodirektor Dr. Wünnemann. „Wir hoffen sehr, dass soviel Engagement am 22. Juni beim Kinderfest durch gutes Wetter und zahlreiche Besucher belohnt wird.“
    (09.06.2008)
    Zoo Heidelberg:   Heidelberger Zoo bei UN-Biodiversitätskonferenz in Bonn

    In Bonn findet die wichtigste Naturschutzkonferenz der Welt statt. Dabei geht es vor allem um den Erhalt der natürlichen Vielfalt. Der Heidelberger Zoo, der sich seit langem aktiv für den Schutz der Vielfalt des Lebens einsetzt, ist einer von zwei Zoos weltweit, der sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai anlässlich der UN-Biodiverstätskonferenz in Bonn präsentiert.

    Das Programm des Heidelberger Zoos auf der „Expo der Vielfalt“ bietet ein besonderes Highlight. Ein Team von Zoo- und Zooschul-Mitarbeitern hat mehrere Bonner Schulklassen an den Messestand eingeladen, die die einmalige Möglichkeit erhalten, lebendige Rieseninsekten, Riesenschnecken, Vogelspinnen, Schlangen und Echsen hautnah zu erleben. Im Mittelpunkt stehen Aspekte der Lebensweise und der biologischen Vielfalt. „Unserem Zoo ist es ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen die Zusammenhänge begreifbar zu machen, und zu zeigen, warum es für unsere Zukunft überlebenswichtig ist, die Artenvielfalt zu schützen“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Der Schutz der Biodiversität ist seit langem das Leitthema der Zukunftsentwicklung des Heidelberger Zoos. Zahlreiche Programme zur Arterhaltung werden von ihm betreut. Das vom Zoo gegründete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action) setzt sich für den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald ein. Im Biodiversity Hotspot Upper Guinean Forest werden unterschiedliche Maßnahmen zum Schutz der bedrohtesten Affenarten Afrikas durchgeführt. Über die Auffangstation für diese Tiere, das Monitoring der Schutzgebiete, die praktische Hilfe für Ranger und die Menschen vor Ort informiert der Zoo mit eindrucksvollen Postern, Broschüren und Bildern. Ein weiteres Projekt ist das Wiederansiedlungsprojekt für den Europäischen Feldhamster im Rhein-Neckar Raum. In einer Zuchtstation im Zoo wird eine Ersatzpopulation gehalten, deren Nachwuchs unter wissenschaftlicher Kontrolle in ausgewählten Lebensräumen ausgesetzt wird, um den stark bedrohten Nager wieder heimisch werden zu lassen.
    Der Zoo möchte mit seiner Präsentation auf dieser bedeutenden Konferenz mit dazu beitragen, Heidelberg in der Naturschutzwelt bekannt zu machen. Kinder und Tiere, was könnte das Thema besser transportieren helfen?

    Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugänglichen Veranstaltungen unter www.plaza-der-vielfalt.de.
    (20.05.2008)
    Racool:   Ich habe mal ein paar Fragen zu HD.
    Weiß jemand, was aus der Blockhütte zwischen Elefanten und Feldhamstern werden soll?
    Was wird zwischen Yellowstone-See und den Kronenkranichen gebaut?
    Joseph ist inzwischen übrigens mit der Löwengruppe zusammen.
    (10.05.2008)
    Zoo Heidelberg:   Lebendige Kinderstube im Heidelberger Zoo – dreifacher Nachwuchs bei den Keas und ein Poitou-Fohlen

    Krallen wie Steigeisen, ein Schnabel wie ein schmaler Eispickel und ein eher unscheinbares, überwiegend olivfarbenes Gefieder – das ist der Kea, der einzige alpine Papagei der Erde. Im Heidelberger Zoo sind zwischen Ende Februar und Anfang März gleich drei junge Keas geschlüpft, die die letzten Wochen weitgehend geschützt vor den Augen der Besucher in der Bruthöhle bei Mama aufwuchsen. Nun lockt das schöne Wetter sie nach draußen und die Zoobesucher können immer häufiger das muntere Trio zu Gesicht bekommen. Die Keas sind wahre Spaßvögel mit einem ausgeprägtem Spieltrieb und gelten in ihrer Heimat Neuseeland als die Clowns der Berge.
    Die äußerst intelligenten Papageien sind in der Lage, Werkzeuge zu nutzen und haben ein sehr gutes technisches Verständnis. So gelingt Ihnen das Öffnen von versperrten Mülltonnen mühelos und was von neuseeländischen Touristen unbewacht liegengelassen wird, wird von ihnen untersucht und sorgfältig zerlegt.
    Und eine weiterer, quicklebendiger Nachwuchs ist zu bewundern. Poitou-Fohlen Monique erblickte am 24. April das Licht der Welt und kann seit ein paar Tagen im Freien besucht werden. Für Mama Resi, die selbst im Heidelberger Zoo geboren wurde, ist es das dritte Fohlen. Sie ist eine perfekte Mutter, die sich liebevoll um ihre Kleine kümmert und ihren großen Appetit stillt. Das schöne Wetter ist für das Jungtier geradezu ideal, um seine Gegend zu erkunden und mit den anderen Jungtieren zu tollen. Später wird aus der Kleinen eine echte Riesin, denn die Poitou-Esel, die ursprünglich aus der Region Poitou in Westfrankreich stammen, gehören zu den größten Esel-Rassen weltweit. Im letzten Jahrhundert war es üblich, diese Rasse mit Pferdestuten zu kreuzen und so geduldige und widerstandsfähige Arbeitstiere, die Maultiere, zu züchten. Sogar als Zugtier für Löschzüge wurden die robusten Kreuzungen eingesetzt und zum Schutz ihr langes Haar benässt.

    (09.05.2008)
    IP66:   So überaus glücklich bin ich über das Kampagnewesen in unseren Zoos nicht. Sicher sind die Absichten ehrenwert, der Rummel um eine Tiergruppe erinnert mich aber ein wenig an Hagenbecks Völkerschauen: Wir schaffen eine Sensation, die Besucher anzieht, gewissen Moden Rechnung trägt und gegen die derzeit wenig einzuwenden ist, und nach einer Saison ist alles vorbei. Mir scheint ein Engagement für chutzbedürftige Arten über längere Zeit sinnvoller, insbesondere dann, wenn durch die Ausstellung verschiedenartiger Formen nebeneinander der Sinn für Biodiversität geweckt wird. Im ersten Punkt würde ich auf das münsteraner Schildkrötenprojekt verweisen, das aber in Hinblick auf das Sinnfälligmachen der Biodiversität Mängel erkennen läßt.
    (17.04.2008)
    Ralf Sommerlad:   Ich freue mich sehr, dass sich die Heidelberger an der Amphibienkampagne aktiv beteiligen.Genau genommen betrachte ich es als eine Schande, wenn sich ein Zoo heraushält...
    (17.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Zoo Heidelberg unterstützt weltweite Kampagne zur Rettung bedrohter Amphibien. Froschtag im Zoo

    Fast jeder von uns erkennt Frösche und Kröten, wenn er sie sieht. Es sind jene außergewöhnlichen Wirbeltiere, die sich durch die Metamorphose vom Ei über das Larvenstadium (Kaulquappen) hin zum ausgewachsenen Tier entwickeln.
    Es gibt eine unglaubliche Vielfalt von Amphibien und sie bevölkern alle nur vorstellbaren Lebensräume zu Wasser und zu Lande, mit Ausnahme der Ozeane und Polarregionen. Sie sind den Menschen so sehr vertraut, dass sie Teil unserer Mythen, Legenden und Märchen geworden sind. Noch besiedeln Amphibien in einer faszinierenden Artenvielfalt verschiedene Lebensräume. So ist es kaum vorstellbar, dass die Geschwindigkeit, mit der sie von unserem Planeten verschwinden, dramatische Ausmaße annimmt. Bereits ein Drittel bis die Hälfte der über 6000 Frösche, Kröten, Unken, Salamander, Molche und Blindwühlen sind vom Aussterben bedroht; über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgerottet worden. Zerstörung der Lebensräume stellt für die davon betroffenen Arten die größte Bedrohung dar; aber auch die Verschleppung einer Pilzerkrankung durch den Menschen über den gesamten Erdball ist aufgrund ihres Potentials, schnell eine Art auszulöschen, von großer Bedeutung. Die Folgen für den Menschen sind nicht absehbar. Amphibien halten zum Beispiel die Bestände zahlreicher krankheitsübertragender Insekten in Grenzen und leisten damit wichtige prophylaktische Dienste für den Menschen.
    Um auf das dramatische Verschwinden der Amphibien reagieren zu können, haben der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) und die Weltnaturschutzunion (IUCN) die Amphibian Ark (AArk) gegründet, die Zoos, Aquarien und andere teilnehmenden Institutionen darin unterstützen, so viele Amphibienarten wie möglich zu retten.
    Unter dem Titel „Jahr des Frosches 2008“ startet eine weltweit koordinierte Kampagne der Naturschützer und Zoologischen Gärten, bei der der Zoo Heidelberg aktiv involviert ist.
    Am 1. Mai veranstaltet der Zoo von 11.00 bis 17.00 Uhr einen Aktionstag für Groß und Klein rund um das Thema Frosch. Geboten werden eine Ausstellung verschiedener Amphibien, Spiele, Märchenstunde, Kinderschminken und vieles mehr. Für Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann liegt eine zentrale Aufgabe der Zoos im Artenschutz. „Nur durch die globale Zusammenarbeit aller Zoos kann es gelingen, das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern bzw. ein Stück weit einzudämmen“, betont Wünnemann.

    (17.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Ja, genau das meine ich nämlich auch. Heidelberg ist wirklich ein schönes Beispiel dafür, dass es nicht immer Millionen braucht um überdimensionale Prachtbauten zu zaubern, sondern auch mit kleinen Mitteln viel zu erreichen ist. Es hat ja nicht jeder Platz und Geld für Elefantenpark, Yukon Bay und Co, bzw will und kann sich ja nicht jeder für solche Projekte in Schulden stürzen.
    (16.04.2008)
    IP66:   Gleichgültig, wie wir über einzelne Veränderungen denken - alle Beiträge spiegeln eine gewisse Freude über Veränderungen im heidelberger Zoo, und auch ich besuche den Zoo gerne und freue mich, mit wie wenig Geld und vielen Ideen Probleme gelöst werden.
    (15.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Um den Vogelbestand tut es mir auch leid, aber wo gehobelt wird, da fallen eben immer Späne und um das neue Elefantenhaus realisieren zu können, braucht es eben Platz. Trotzdem ist es natürlich schade um die doch recht umfangreiche Vogelsammlung.
    Die Kunstfellsverkleidung der Robbenanlage ist sicherlich Geschmacksache, den Robben ist es ohnehin egal, ob die auf grauem Beton oder liebevoll gestaltetem Kunstfels leben. Für mein Auge aber sieht die Anlage jetzt viel freundlicher aus und ich denke vielen anderen Besuchern geht es ähnlich.
    (15.04.2008)
    IP66:   Was die Großbauten angeht, würde ich, um im Bild zu bleiben, eher von einer Vermeidung des Rades sprechen, obgleich es bereits erfunden wurde. Bei den genannten Beispielen und auch in Bezug auf die Haltungsverbesserungen, bin ich aber durchaus Ihrer Meinung und auch ganz gerne in Heidelberg. Die Kunstfelsverkleidung der Robbenanlage gefällt mir nicht - die wirkte im Altzustand eleganter, und die haltungstechnischen Änderungen hätte man auch in polygonal gegeossenem Beton realisieren können.
    (14.04.2008)
    Shensi-Takin:   Ich muss Jennifer da schon recht geben: was ich da beim letzten Mal gesehen habe, war durchaus interessant & empfehlenswert. Hinsichtlich Einbindung von angewandter Forschung (s. Mähnenrobben-Aktivitätsmonitoring) und Behavioural Enrichment (Elefanten!) könnte sich man ein großer Zoo eine Scheibe abschneiden. Und warum das Rad immer neu erfinden?
    (14.04.2008)
    IP66:   Vielleicht bin ich in der Beurteilung der heidelberger Entwicklung ein wenig befangen, da ich sehr an dem auf dem Gelände der neuen Elefantenanlage untergebrachten Vogelbestand gehangen habe. Andererseits finde ich den geschilderten Befund bei den Großbauten nach wie vor überzeugend, und zwar nicht, weil ich die Elefantenhaltungsidee für problematisch halte, sondern weil mir das neue Haus ähnlich wie jenes für Menschenaffen eine halbe Lösung zu verkörpern scheint, die ich in der Tradition der genannenten Bauten sehe. Andere Entwicklungen gefallen mir recht gut, weniger die in der Robbenanlage als die neue Nutzung der Bärengrube, das Tigeraußengehege sowie die Anlagen für Hermeline und Feldhamster. Diesen Gehegen würde ich auch eine Vorbildwirkung auf andere Zoos zubilligen. Zudem finde ich, das jenseits der problematischen Abgaben im Vogelbereich eine Reihe von Raritäten den Tierbestand erheblich interessanter gemacht haben.
    (14.04.2008)
    Jennifer Weilguni:   Nun muss ich aber doch mal eine Lanze brechen für Heidelberg. Für die dort vorhandenen Möglichkeiten gibt sich er Zoo nun wirklich alle erdenkliche Mühe das beste aus den Gegebenheiten zu machen. Ich verweise nur mal auf den Blitzumbau der Robbenanlage ! Und ich denke nicht, dass man Emmen nun unbedingt mit Emmen vergleichen kann. Ich begrüße Heidelbergs Entscheidung, Elefanten-"Rentner" bei sich aufzunehmen und ehrlich gesagt gefällt mir die Aussenanlage für die Heidelberger Elefanten schon jetzt besser, als zum Beispiel die monströse Anlage in Köln.
    Und selbst aus dem alten Raubtierhaus in HD wurde schon so einiges rausgeholt, die Aussenanlage für die Tiger finde ich sehr beispielhaft, bietet sie den Tieren nicht nur ausreichend Platz, sondern auch reichlich Versteckmöglichkeiten und dennoch interessante Einblicke für die Besucher.
    (14.04.2008)
    IP66:   Ich habe den Eindruck, daß in der heidelberger Zooleitung eine über die Direktoratswechsel hinausreichende Grundneigung gibt, den Entwicklungen großer Zoos eher in provinziellem Maßstab hinterherzuhecheln als auf die eigenen gewachsenen Stärken zu setzen. Das Raubtier- und das Menschenaffenhaus sind ebenfalls Sparversionen zum Zeitpunkt der Entstehung schon ein wenig überholter Bautypen, und das Elefantenhaus wird wohl ähnlich beurteilt werden, wobei ich nicht weiß, ob den älteren Bauten derart viele interessante Arten geopfert wurden. Damit gehört der Zoo am Neckar leider nicht zu den ebenfalls häufig in der Provinz angesiedelten Institute, die neue Wege gehen: Man denke an das krefelder Menschenaffenhaus, die Elefantenhaltung in Emmen oder auch an die ersten Kunstfelsprojekte.
    (11.04.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: Wortwörtlich wurde mir gesagt: "Vom ursprünglichen Vogelbestand kommt 1/3 weg, der Rest bleibt." Offenbar werden noch einige Volieren angebaut...
    Was die (rein fiktiven) Panzernashörner angeht: selbstverständlich wären entsprechende bauliche Veränderungen in Hinblick auf das Haus & Wasserbecken erforderlich. Das dürfte summa summarum aber wahrscheinlich billiger als der geplante Elefantenbau kommen...
    (10.04.2008)
    IP66:   Vielen Dank! Ich weiß allerdings nicht, wie ich Ihre Information verstehen soll: Der Vogelbestand ist ja schon halbiert worden - soll von der letzten Hälfte jetzt noch ein Drittel verschwinden?
    Panzernashörner fände ich natürlich prima, allerdings würde man wohl nicht mehr als ein Tier in dem alten Elefantenhaus unterbringen können, und ein Wasserbecken gibt es dort auch nicht.
    (10.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Pantanal – Ein Paradies in Gefahr

    Wanderausstellung des Global Nature Fund vom 9. April bis 28. Mai 2008 im Heidelberger Zoo.

    Das Pantanal ist das größte Feuchtgebiet der Erde, ein Garten Eden im Herzen des südamerikanischen Kontinents mit einer einzigartigen Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Jaguare, Riesenotter, Tapire und Brillenkaimane finden hier ihre Heimat. Das Pantanal ist ein Gebiet von wilder Schönheit, das wegen seines Tierreichtums die „Serengeti“ Südamerikas genannt wird. Dieses Naturparadies ist durch Ethanolfabriken, intensive Viehwirtschaft, großflächige Abholzungen und Monokulturen wie Soja- und Zuckerrohrplantagen bedroht, exemplarisch für viele Lebensräume in den Tropen.
    Die Wanderausstellung der internationalen Stiftung Global Nature Fund mit Fotos und Texten von Günter Ziesler & Angelika Hofer macht auf diese dramatische Situation aufmerksam und ist vom 09. April bis zum 28. Mai 2008 im Afrikahaus des Heidelberger Zoos zu sehen. Die großformatigen Fotos des renommierten Naturfotografen Günter Ziesler zeigen die Wunder des Pantanals in ihrer vollen Pracht, die den Betrachter einen Blick in diese einzigartige Welt ermöglichen. Dazu zählen spektakuläre Aufnahmen des Jaguars, von Kaimanen, Fischottern und Aras in atemberaubender Landschaft.

    (08.04.2008)
    Shensi-Takin:   Übrigens ist noch beim Gespräch im Zoo nach der ZGAP-Tagung inoffiziell eine Wunschart für das kommende "Inseltiere"-Bauprojekt genannt worden: Sifakas-über die "Frankreich"-Konnektion aus Paris...Ob das auch so eine utopische Wunschart wie Leipziger Sumatranashörner sein wird, bleibt abzuwarten.
    Apropos Nashörner: wäre die Heidelberger Elefantenanlage ohne viel Umbauten nicht eigentlich eine prima Panzernashornanlage?;)
    (07.04.2008)
    Shensi-Takin:   @IP66: 1/3 des früheren Vogelbestandes kommt weg, der Rest bleibt erhalten.
    Auf der ehemaligen Tapir-Anlage soll ein Riesenottergehege entstehen. Anstelle der 2.0 sind nun 1.1 Schopfhirsche aus Rotterdam bei den Kleinen Pandas zu sehen.
    (07.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Wie bekommt man einen Elefanten auf eine Waage?

    Durch eine großzügige Spende der Heidelberger Volksbank ist der Heidelberger Zoo um ein wichtiges tiermedizinisches Gerät reicher geworden, eine Elefantenwaage.
    Bisher war es dem Zoo nicht möglich, die schwersten Landsäugetiere der Erde zu
    wiegen. Denn eine Elefantenkuh wie „Jenny“ bringt mindestens 3.500 Kilogramm auf die Waage. Da ist schweres Gerät gefragt. Seit Februar 2008 steht die zirka 4 qm Meter große Waage dank der 2.000 Euro Spende der Heidelberger Volksbank den Zoo-Elefanten zur Verfügung. Die Waage selbst wiegt zirka 500 Kilogramm und ermittelt das Gewicht derer, die auf ihr Platz nehmen, in gemächlichen 2-Kilo Schritten.
    Das Gerät ist für die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich. „Für unsere Elefanten bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei der Volksbank bedanken“, freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Die Verwiegung der Elefanten ist für die Zusammenstellung der Futterrationen der Tiere von besonderer Bedeutung. Das regelmäßige Wiegen liefert den Pflegerinnen und der Tierärztin wichtige Hinweise über den Ernährungs- und Gesundheitszustand und das Wachstum der gewichtigen Dickhäuter. Wie aber bewegt man eine Elefantendame dazu, auf eine Waage zu steigen? Die Antwort kennen die Elefantenpflegerinnen Corinna Schmitt und Kim Klene: es bedeutet vor allem sehr viel Geduld und verlangt hohes tierpflegerisches Gespür. Zum einen wird vom Pfleger große Disziplin und Entschiedenheit verlangt, zum anderen muss das zu Lernende stets mit belohnender Hand gefordert und gefördert werden. Im Heidelberger Zoo werden die Elefantendamen „hands-on“ gehalten. Das bedeutet, dass die Pfleger in direktem Kontakt mit dem Tier stehen. Am ersten Tag wurden Jenny und Ilona mit Leckerlis, also Obst und Gemüse gelockt und so an die Waage gewöhnt, erklären die Pflegerinnen. Zweimal am Tag werden die beiden Damen beim Rein- und Rauslaufen über die Waage geführt – und müssen dort 2-3 Sekunden stehen bleiben.
    Elefanten sind die größten landbewohnenden Säugetiere der Erde. Zwei heute noch lebende Arten sind der Asiatische Elefant und der Afrikanische Elefant, der südlich der Sahara lebt. Elefanten sind in Wäldern, Savannen und Flusstälern anzutreffen. Der Asiatische Elefant wird drei Meter, der Afrikanische Elefant vier Meter hoch. Letzterer hat auch die größeren Ohren.

    (03.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Tagung der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP) in Heidelberg vom 4.-6. April

    Bedrohte Arten ohne Lobby? Wale, Delfine und Tiger kennt jeder. Was aber ist mit den vielen Tierarten, die nicht bekannt, aber ebenfalls von der Ausrottung bedroht sind?
    Vom 4.-6. April tagt in Heidelberg die Jahreshauptversammlung der „Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.“ (ZGAP), die sich den Schutz vieler, aber wenig oder gar nicht bekannter Tierarten zum Ziel gesetzt hat.

    In gemeinsamer Organisation mit dem Heidelberger Zoo findet am Samstag, den 5. April ab 13.00 Uhr eine auch für die Öffentlichkeit zugängliche Vortragsreihe im Großen Hörsaal des Zoologische Instituts statt. Zur Eröffnung spricht Stadtrat Klaus Weirich.

    Die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V. (ZGAP) wurde 1982 in München gegründet. Ziel der Gesellschaft ist der Schutz wenig bekannter, aber stark bedrohter Tierarten und ihrer Lebensräume, um so den Erhalt der biologischen Vielfalt zu unterstützen. Denn während dringend notwendige Schutzmaßnahmen für populäre Tierarten wie Berggorillas, Große Pandas oder Tiger bereits wirksam an die Öffentlichkeit getragen wurden, gibt es viele Tierarten, die bislang unbeachtet am Rande der Ausrottung
    stehen. Die ZGAP bietet deshalb weltweit wissenschaftliche und finanzielle Unterstützung für Artenschutzprojekte, die hochbedrohten Tierarten zugute kommen. So unterstützt sie auch das vom Heidelberger Zoo gegründete Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action), das sich für den Schutz der hochbedrohten Affenarten im Westafrikanischen Regenwald einsetzt.

    Einheimische Biologen und Biologiestudenten einzubinden und sie auf die eigenverantwortliche Führung der Projekte vorzubereiten, gehört zu den Grundprinzipien der Gesellschaft. Über die kostengünstige Verwirklichung von Artenschutzvorhaben hinaus, wird damit auch motivierten jungen Leuten die Möglichkeit gegeben, konkret zum Artenschutz in ihrem Heimatland beizutragen. Auf diese Weise werden auch in Zukunft fachkundige Mitstreiter am Ort des Geschehens die nachhaltige Projektführung garantieren. Weitere Informationen, auch zum Vortragsprogramm am 5. April, finden sich auf der Website: www.zgap.de.


    Vortragsprogramm am Samstag, 4. April, ab 13.00 Uhr, Zoologisches Institut
    13:00 Uhr: „Von Nasenaffen und anderen Rüsselträgern - eine fotografische Reise zu den letzten Regenwäldern Nordost-Borneos“, Thiemo Braasch

    13:30 Uhr: „Die Amphibienkrise“, Birgit Benzing

    14:00 Uhr: „Die Antarktis - ein überwältigendes und beängstigendes Erlebnis“, Jörg Adler

    14:30 Uhr: „Zoologisches aus Indonesien, Qatar und den Emiraten“, Roland Wirth

    15:00 Uhr: „WAPCA - Neues vom Artenschutzprogramm für Westafrikanische Affen in Ghana und der Elfenbeinküste“, Sandra Reichler-Danielowski

    15:30 Uhr: Kaffeepause

    16:00 Uhr: „Artenschutz für bedrohte Tauben in der Karibik - hilfreich oder kontraproduktiv“, Guntram G. Meier

    16:30 Uhr: “Tora-Hartebeest-Survey in Äthiopien”, Dr. Jens-Ove Heckel

    17:00 Uhr: „Erfolg und Widerstand in der Erhaltungszucht von Arten aus verschiedenen Tiergruppen in menschlicher Obhut“, Dr. Arnd Schreiber

    17:30 Uhr: „Eindrücke aus China und vom International Galliformes Symposium, Chengdu, Oktober 2007“, René Wüst

    (02.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Die Heidelberger Zooschule eröffnet neue Pforten

    Die neuen Räume für die Zooschule des Heidelberger Zoos sind fertiggestellt und wurden heute von Bürgermeister Dr. Joachim Gerner feierlich eröffnet. In engagierter Eigenregie wurde der Umbau der alten Zoogastronomie in funktionale und großzügige Räumlichkeiten für eine moderne Zoopädagogik gestaltet, die der Zooschule nun noch bessere Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ermöglicht. Schließlich stellt die Heidelberger Zooschule, die für ihre hervorragende Arbeit im Jahre 2007 von der UNESCO als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung 2008/2009“ ausgezeichnet wurde, einen bedeutenden außerschulischen Lernort dar.
    Neben einem großen Versammlungsraum, der einer Schulklasse ausreichend Platz für die Vor- und Nachbereitung des Zoobesuches bietet, gibt es nun einen Material- und Terrarienraum, in dem sich einige Tierpräparate, aber auch lebendige Insekten und Reptilien befinden. „Wir sind sehr froh, mit dem neuen Platzangebot und modern ausgestatteten Büros auch die gewachsenen Verwaltungsaufgaben noch besser meistern zu können“, freut sich Dr. Arndt Löwenberg, der Leiter der Zooschule. Immerhin erfordert der Unterricht im Zoo auch einiges Anschauungsmaterial, das in Form von Modellen, Fellen, Federn und Stacheln einen vernünftigen Aufbewahrungsort benötigt. Mit deutlich besseren Zugängen ist es nun sogar möglich, Schulklassen mit Rollis, die im Rahmen des Angebotes „Bildungstag im Zoo“ kostenlos den Zoo und die Zooschule besuchen können, in den neuen Schulungsräumen zu empfangen.

    Die neue Zooschule ist maßgeblich aus Mitteln des Vereins sowie von Fördern mitfinanziert worden. Hinzu kommen unzählige freiwillige Arbeitsstunden, die von Zooschulkräften in den neuen Räumen geleistet wurden, um diese noch in dieser Saison für den täglichen Unterricht nutzbar zu machen. Die über die Region hinaus bekannte Institution, die mittlerweile über 17.500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Zoo pädagogisch begleitet, wurde im Jahr 2000 eröffnet. Da die Stelle eines Zoopädagogen im Stellenplan des Heidelberger Zoos nie verankert war, musste im Jahr 2004 ein neues Modell verwirklicht werden. Mit Hilfe einer engagierten ehrenamtlichen Trägerschaft wurde der gemeinnützige Verein „Initiative Zooerlebnis“ gegründet, die erste privat geführte Zooschule im deutschsprachigen Raum. Zooschulen anderer Zoos in Deutschland werden von Stadt, Land oder Bund finanziert. Jährlich werden über 500 Schulklassen von speziell ausgebildeten Zooschul-Lehrern themengebunden unterrichtet bzw. von Info-Rangern mit inhaltlichen Schwerpunkten durch den Zoo geführt. Im Freizeitbereich besteht ein umfangreiches Angebot (Kindergeburtstage, erlebnisreiche Rundgänge, Übernachtungen), wobei besonders die einwöchigen Zoo-Ferien mit über 600 Kindern pro Jahr eines der größten Angebote der Region darstellt. „Mit den beständig wachsenden Teilnehmerzahlen und einem erweiterten Team von Mitarbeitern konnte allerdings weder der Büroraum, noch der Schulungsbereich für die Zoobegleiter und die Zooschüler mithalten“, betont Prof. Dr. Klaus Wayß, der erste Vorsitzende des Vereines.
    „Deshalb freuen wir uns sehr, dass der Verein nun entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung hat, die er aufgrund des großen Erfolges mittlerweile benötigt“, sagt dazu Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

    (01.04.2008)
    Zoo Heidelberg:   Artensterben und Artenschutz
    Artenschutzexperte hält Vortrag am kommenden Sonntag

    Den Sumatra-Tiger, den Pandabären oder den Berggorilla kennt heutzutage jeder. Es handelt sich hierbei um sogenannte „Flaggschiffarten“, die große Naturschutzvereine wie der WWF als Symboltiere verwenden, um Mittel für den Artenschutz einzuwerben. Sie stehen als bedrohte Arten stellvertretend für ein ganzes Ökosystem aus vielen verschiedenen Lebensformen, welches durch das Einrichten von Naturschutzgebieten in seiner Gesamtheit geschützt wird. Es gibt darüber hinaus aber noch viele weitere vom Aussterben bedrohte Tierarten, die weniger bekannt sind, und um die sich weit weniger gekümmert wird, wie zum Beispiel den Korallenschnabel-Hornvogel, die Roloway-Meerkatze oder die Nasenfrösche. Sie sind weniger bekannt, aber nicht unbedingt weniger attraktiv. Sie leben in kleinen Lebensräumen, manchmal nur auf einer einzigen kleinen Insel. Sie haben nicht die Symbolkraft einer Flaggschiffart und keine große Lobby, die für sie kämpft.
    Um genau solche Arten, von denen die wenigsten Menschen je in ihrem Leben gehört haben, kümmern sich seit über 25 Jahren sehr erfolgreich die vielen Ehrenamtlichen der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP).
    Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der ZGAP im Heidelberger Zoo und auf Einladung der NABU-Hochschulgruppe Heidelberg referiert der 1. Vorsitzende der ZGAP, Roland Wirth, über „Artensterben und Artenschutz – Hintergründe, Fakten und die Arbeit der ZGAP.“ Der Vortrag findet am Sonntag, 6. April, um 18 Uhr im großen Hörsaal Zoologie, im Neuenheimer Feld 230, statt und wird durch Professor Volker Storch vom Zoologischen Institut moderiert.
    Zudem wird im Zuge der Jahreshauptversammlung der ZGAP vom 4. bis 6. April, außer den üblichen und nötigen Vereinsinterna, auch ein öffentliches Vortragsprogramm geboten. Experten aus Tiergartenbiologie und Artenschutz referieren über Themen, die von Berichten spezieller Arten über verschiedenste Aspekte des Artenschutzes bis hin zu Reiseberichten aus den Lebensräumen der betroffenen Tiergruppen reichen. Wer mehr über die Situation von Nasenaffen, Erdtauben, Ohrfasanen und Kuhantilopen in Äthiopien, Karibik, Antarktis und Indonesien erfahren möchte, ist eingeladen, die Vorträge am 5. April ab 15 Uhr, ebenfalls im großen Hörsaal Zoologie, zu verfolgen.
    Der Eintritt ist jeweils frei. Eine Spende ist willkommen und fließt zu 100% in den Artenschutz!

    (31.03.2008)
    IP66:   Mich würden die Perspektiven im Vogelbestand interessieren, dem ja ein Großteil seiner Unterbringungen durch den Elefantenhausneubau genommen wurden.
    (30.03.2008)
    Shensi-Takin:   Am 5./6.April findet in Heidelberg die ZGAP-Jahresversammlung samt anschließendem Zoobesuch mit Führung durch Zooangestellten statt. Irgendwelche Fragen (z.B. bzgl. Tierbestand) im Vorfeld, die ich den dortigen Personal übermitteln sollte?
    (29.03.2008)
    Zoo Heidelberg:   Nachwuchs im Heidelberger Zoo. Weißes Kamelbaby geboren

    Der Heidelberger Zoo freut sich über seinen jüngsten Nachwuchs: Rechtzeitig zum Frühlingsanfang am 20. März hat ein gesundes, hübsches Trampeltierbaby das Licht der Welt erblickt. Das Jungtier ist wie seine Mutter „Jasmin“ weiß gefärbt, Papa ist der ebenfalls hier im Zoo lebende Hengst „Sharan“. Jasmin ist eine fürsorgliche Mutter mit viel Erfahrung. Sie hat bereits drei Mal für Nachwuchs in den letzten Jahren gesorgt. Kamelstuten bringen nach einer Tragzeit von 360 bis 440 Tagen in der Regel ein einzelnes Jungtier zur Welt. Dieses ist Nestflüchter und kann innerhalb kürzester Zeit selbständig gehen. Nach rund einem Jahr wird es von der Milch der Mama entwöhnt und ist nach zwei bis drei Jahren geschlechtsreif.

    Kamele, Dromedare, Trampeltiere?
    Immer wieder werden diese Begriffe durcheinander gebracht. Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Ein Dromedar hat einen, das Trampeltier hat zwei Höcker und beide gehören zur Familie der Kamele. Im Heidelberger Zoo wohnen also Trampeltiere. Ursprünglich stammen Kamele aus wesentlich extremeren Klimaten als den mitteleuropäischen und haben sich über Millionen von Jahren an starke Temperaturschwankungen wie Hitze und Kälte sowie Wassermangel angepasst. Entgegen verbreiteter Meinung speichern Trampeltiere nicht Wasser in ihren Höckern. Ihre Höcker dienen ihnen als Fettspeicher. Bei der Verwertung von Fett entsteht unter anderem auch Wasser. Höcker sind damit nur indirekter Wasserspeicher. Außerdem sind die Höcker das Zentrum einer ausgeklügelten Klimaanlage. In kalten Nächten können Kamele ihre Körpertemperatur auf 34 °C absinken lassen. Der Trick mit dem Absenken der Körpertemperatur bewirkt, dass sich das Kamel am Morgen über eine längere Zeit durch die Außentemperatur aufheizen kann, bevor eine zu hohe Temperatur entsteht und die Wärmeregulation einsetzen muss. Die Trampeltiere im Zoo sind also wahre Kältekünstler: In ihrem Lebensraum schwanken die Temperaturen zwischen minus 44 und plus 40 Grad Celsius - das ist nahe an den extremstem Temperaturschwankungen der Erde. Bei keinem anderen Säugetier der Erde wird das Blut so gut mit dem Wassermangel fertig. Das Trampeltier kann fast ein Drittel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren, ohne besonders erschöpft zu sein. Dagegen darf der Mensch nicht viel mehr als ein Zehntel seines Körpergewichts an Flüssigkeit verlieren. Das Blut wird dann so dick, dass es nicht mehr durch den Körper fließen kann. Und die Körpertemperatur steigt so hoch, dass er einen Hitzschlag bekommt. Trinkt das Trampeltier auf einen Schlag 120 Liter Wasser, passiert ihm trotzdem nichts. Denn seine roten Blutkörperchen können die Wasserverdünnung gut vertragen. Sie werden einfach größer und nehmen alles auf, ohne zu platzen. Der Mensch aber würde an einer "Wasservergiftung" sterben!

    Noch ist das kleine Kamelmädchen im Stall und vor den etwas widrigen Temperaturen geschützt. Wenn das Wetter es zulässt, kann es Anfang April ins Außengehege und sich dann auch erstmals den Zoobesuchern zeigen.

    (28.03.2008)
    Zoo Heidelberg:   Viele bunte Gründe, an Ostern den Zoo zu besuchen

    Kinder aufgepasst: Wer einem echten Osterhasen begegnen möchte, der sollte seine Eltern einpacken und sich am Ostersonntag für einen Spaziergang in den Zoo bewegen. Dort wartet eine besondere Überraschung: ein lebensgroßer Osterhase verwöhnt die jungen Zoobesucher mit schokoladigen Überraschungseiern. Damit auch jedes Kind eines abbekommt, hat der Osterhase eine fleißige Assistentin, die sich ebenfalls durch lange Ohren auszeichnet. Poitou-Eselstute Madeleine bekommt zwei große Weidenkörbe umgeschnallt, in denen sie die Überraschungseier zu den Kindern trägt. Natürlich darf Madeleine dann auch mal zum Dank hinter ihren grandiosen Ohren gekrault werden.
    Ein Besuch im Zoo lohnt sich in jedem Fall und wie in jedem Jahr stellt Ostern den klassischen Saisonauftakt für Tiere und Besucher dar.
    Die Gehege und Wasserbecken erstrahlen nach einem gründlichen Frühjahrsputz in frischem Glanz, die Störche kehren zurück an den Neckar, die Pelikane sind in ihr Sommerquartier eingezogen und die jungen Skudden-Lämmer hüpfen fröhlich rufend durch ihr Gehege.
    Im Afrikahaus gibt es eine ganz besondere Attraktion zu bestaunen. Pünktlich zur Osterzeit werden aus zahlreichen Hühnereiern goldgelbe Küken schlüpfen. Die flauschigen Federbällchen werden in einem großen, zirkuszeltähnlichen Gehege und gebettet auf einem Nest aus Stroh und Hobelspänen ihr erstes Zuhause finden.
    Im Streichelzoo warten zahlreiche Ziegenjunge auf fröhliche Kinder, die mit ihnen toben und kleine Leckerlis füttern.
    Der Zoo bietet etwas für alle Sinne, denn die farbenfrohe Zeit hat endgültig Einkehr gehalten: Tausende Narzissen, Hyazinthen und Tulpen verwandeln die zahlreichen Wiesen des Zoos in prachtvolle Blütenmeere.
    Da mit einem größeren Andrang gerechnet werden kann, ist es ein guter Rat, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren und den Erwachsenen den Stress mit einem überfüllten Parkplatz zu ersparen. Der Zoo hat an allen Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

    Bild: Skudden-Lamm mit Mama, Copyright Rose von Selasinsky
    (17.03.2008)
    IP66:   Da bahnt sich doch eine Lösung an, und zwar eine solche, mit der die meisten nicht gerechnet hatten! Vielleicht kann man die Anlage erweitern und auch einen Glasscheibeneinblick ergänzen, ohne den Graben zuzuschütten - ich hatte den Eindruck, daß die Nähe und Absperrungsfreiheit, die die heidelberger Anlage von vielen anderen unterscheidet, von den Besuchern geschätzt wird, und ich könnte mir vorstellen, daß die Löwen sie auch bei einer Vergößerung ihres Lebensbereiches weiterhin nutzen. Die Freianlage Hagenbeck'scher Tradition bedeutet wohl doch ein anderes Tiererlebnis als der Blick durch eine Scheibe.
    (20.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Klaus Wünnemann
    Auch von mir vielen lieben Dank für die ausführliche Antwort. Es freut mich zu lesen, dass Josef allem Anschein nach in Heidelberg bleiben kann und wohl bald wieder komplett im Rudel integriert sein wird.
    Wenn das neugestaltete Löwengehege ähnlich gut gelingt, wie das der Tiger.. das wäre schön.


    (20.02.2008)
    Sven P. Peter:   Wird der Graben aufgeschüttet und als Abgrenzung Scheiben eingesetzt wird die Anlage für die Tiere größer und die Besucher kommen näher dran.
    (19.02.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Irgendwie beißt sich die Katze bzw. der Löwe da gerade in den Schwanz. Einerseits sollen die Tiere größere Anlagen bekommen, so dass zwangsläufig die Distanz zwischen Tier und Besucher vergrößert wird, aber andererseits soll diese durch Glasscheiben wieder verkleinert werden...?

    Der Königsweg liegt wahrscheinlich in der Mitte, wie z.B. bei der Wolfsanlage im Berliner Zoo: Ein großflächiger Einblick über den Graben und ein kleinerer an anderer Stelle durch Glas. Die freie Sicht ist jedenfalls bei einem Graben deutlich besser: Keine Spiegelung der Umgebung und der anderen Besucher, kein Grünstich (wie bei vielen Scheiben), keine Kratzer und keine Hand- und Pfotenabdrücke - und keine gegen die Scheibe bollernden Besucher...
    (19.02.2008)
    Sven P. Peter:   @Klaus Wünnemann: Danke für die Umfassende Antwort.
    Meine Erfahrung hat mir jedoch gezeigt, dass eine Aufschüttung eines Grabens und ein Einsetzen von Panzerglasscheiben bei Besuchern wesentlich besser ankommen, da man so den Tieren viel näher kommt. Eine erweiterung in den Busch ist soweit interessant, dass man dort eine Gir-Wald-Anlage einrichten könnte, in die grade diese Indischstämmigen Löwen gut passen würden.
    (19.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @Jennifer Weilguni: Der arme Josef (der übrigens die ganze Nacht die Außenanlage nutzen kann) lebt seit ca. 4 Wochen in ständig steigender Dosierung mit der Gruppe. Wegen anfänglicher ernstzunehmender Kämpfe ist zur Zeit Tschatscha abgetrennt wenn die Gruppe zusammen ist. Als nächstes wird dann Tschatscha zu dem nun harmonierenden Paar Banka/Josef (die Löwinnen machen gar kein Problem) zurückgewöhnt. Wir sind im Moment optimistisch, dass er dann die jetzt gewachsene Harmonie nicht wieder zerstört. Es war ein langer Prozeß und wird auch noch einige Zeit dauern, aber wir hoffen sehr dass Mitte des Jahres alle drei Löwenmänner (und die Damen) zusammenleben können.
    Der Weg ins neue Aussengehege der Tiger führt nicht direkt durch das Nebengehege sondern durch eine am Rande des Geheges liegenden Gittergang. So könenn wir alle Tiere aneinander vorbeisperren.
    Das Löwengehege ist in der mittelfrisitgen Finanzplanung - Erweiterung in die Büscche ziehen wir dem Zukippen des Grabens vor.
    (19.02.2008)
    IP66:   Es wird wohl sinnvoll sein, auf der vorhandenen Anlage kein Löwenrudel, sondern ein Löwenpaar zu halten, jedenfalls keine Gruppe, in der Konflikte aufkommen - so könnte man die Vorteile der Anlage nutzen, ohne dauerhaft Tiere absperren zu müssen - allerdings sind die Innenkäfigreihen recht großzügig bemessen und gut unterteilbar, so daß vielleicht auch eine Bestandsreduzierung um die problematischen Tiere sinnvoll sein könnte.
    (19.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Naja, dann hätten die Tiger nur noch eine "Presspackung" als Innengehege, weil man dazu ja ihre Innenanlage unterteilen müsste. Auch nicht gerade das gelbe vom Ei.. wie man es auch dreht und wendet.. immerhin darf Josef ja aber nachts die Aussenanlage benutzen. Besser als sich gar nicht die Beine zu vertreten, aber eine optimale Lösung kann das auf Dauer ja auch nicht sein. Und so weit ich weiss will ja kein anderer Zoo den lieben Josef haben.. jetzt ohne Mähne wohl erst recht nicht mehr.
    (18.02.2008)
    Sven P. Peter:   Wenn die Tiger durch den alten Käfig nur in den Stall kommen, kann man ja für die Zeit den Löwen in eine der Boxen setzen. Ein leicht umzusetzender Plan ;)
    (18.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @Sven
    Falls Du mit Nebengehege das "Tigerspielzimmer" meinst, das dürfte schwer werden, denn soweit ich weiss, ist die große Tigeraussenanlage nur durch eben dieses Nebengehege zu erreichen. Dann müssten die Tiger ja immer durch Josefs Gehege um wieder in ihren Stall zu gelangen. Ein nicht umzusetzender Plan.
    (18.02.2008)
    IP66:   Die Anlage ist nicht nur recht klein, sie hat auch einen relativ schmalen Graben und vermittelt einen viel besseren Blick auf die Tiere als die Anlagen in Köln, Berlin oder Münster - aber selbst der Bau in Dortmund, der die Fehler der früheren Anlagen zu vermeiden suchte, realisiert nicht die große Nähe wie in Heidelberg. Daß dadurch die Anlage noch ein wenig kleiner wirkt, steht außer Frage, das gilt aber auch für die Beliebtheit bei den Besuchern, die man sehr gut nachvollziehen kann, wenn man einmal die Zahlen der Zuschauer vor der neuen Tiger- und der alten Löwenanlage vergleicht.
    (18.02.2008)
    Sven P. Peter:   Die Tigerfamilie lebt doch nun zusammen, könnte er nicht in deren Nebengehege?
    (17.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Vor allem würde ich mir endlich eine Lösung für den mittlerweile kastrierten Kater Josef wünschen. Seit nun schon recht langer Zeit kann er ja erst auf die Freianlage, wenn der Rest des Rudels abends in den Stall kommt und verbringt den Tag bis dahin in seiner doch recht kleinen Innenbox.
    (17.02.2008)
    Sven P. Peter:   Es würde ja reichen den Graben aufzuschütten und aus (cih schätze mal) Deutschlands kleinster Löwenfreianlage ein vernünftig strukturiertes Gehege zu machen. Durch ein Netz über der Anlage könnte man auch noch zusätzlich in die 3. Dimension den Tiere etwas anbieten. Auch könnte man rechts der Anlage etwas in das dortige Unterholz hineinbauen.
    (17.02.2008)
    IP66:   Bei meinem letzten Besuch war die in der Tat nicht sehr große Anlage vor allem sehr dicht besetzt. Ich weiß allerdings nicht, ob eine künftige Erweiterung der historischen Bärengrube zu nahe treten müßte.
    (17.02.2008)
    Sven P. Peter:   Obwohl ja aktuell einiges an Bauten läuft (Elefantenhaus, Riesenotter) würde es mich interessieren ob auch die Löwenanlage irgendwann eine veränderung genießen wird.
    (15.02.2008)
    Zoo Heidelberg:   Vorfrühling lockt viele Besucher in den Heidelberger Zoo

    Das ungewöhnlich schöne und vergleichsweise warme Wetter an den letzten beiden Wochenenden lockte viele Besucher in den Heidelberger Zoo. Allein in den letzten beiden Wochen haben über 10.000 Besucher den strahlenden Sonnenschein für erholsame und anregende Stunden im Zoo genutzt.
    Auch die Gärtner haben Grund zur Freude: Es blühen neben den entzückenden Schneeglöckchen und den Krokussen bereits die Zaubernuss, der Schneeball und die Kornelkirsche in gelb und zartem rosa. Durch die frühe Blüte ist die Kornelkirsche eine besonders wichtige Bienennährpflanze. Frisch gepflanzt wurden mehre japanische Zierkirschen, die in den wärmeren Apriltagen üppig zu blühen beginnen. Die rosafarbenen oder weißen Blüten stehen in Trauben zusammen und entfalten ihre Pracht nur für wenige Tage.
    Auf die Tiere in den Freigehegen hat das vorfrühlingshafte Wetter natürlich auch einen positiven Einfluss. Besonders erfreuen sich die Roten Riesenkängurus an den wärmenden Sonnenstrahlen und gönnen sich ausgiebige Sonnebäder.
    Beginnt die Balz bei den Flamingos normalerweise im März, so lockte der Sonnenschein verfrühtes Werbeverhalten hervor. Bei den geselligen Vögel balzen die Männchen in großen Verbänden zusammen, was im Reich der Tiere ein sehr auffälliges Verhalten ist. Die Balzrituale sind ritualisiert und werden gerne mit einem ballettartigen Tanz verglichen. Es ist faszinierend zuzuschauen, wie die Tiere vollkommen synchron mit den Flügen schlagen, rhythmisch den Kopf nach beiden Seiten wenden und dabei kreischende Laute von sich geben.
    (15.02.2008)
    IP66:   Die Problematik des kleinen Geländes kann ich durchaus nachvollziehen, obwohl es ja kleinere Freiflächen, etwa im Bereich um das Menschenaffen- und das Niederaffenhaus, durchaus gibt. Insofern kann ich den Abriß des Elefantenhauses, das ja wahrlich nicht viel Fläche beansprucht, nicht recht verstehen. Ich würde umgekehrt agrumentieren: Gerade weil der Zoo klein und nicht besonders wohlhabend ist, wird er immer mit Altbauten und Altanlagen leben müssen und sollte versuchen, daraus eine Tugend zu machen, zumal man in Baden-Württemberg wenig tiergärtnerische Altbauten antrifft. Da fände ich es dann schön, wenn an der alten Bärengrube - wenn ich es recht übersehe: der einzigen in Deutschland, in der noch Tierhaltung praktiziert wird - ein Schild stünde, das auf die Anfänge des Parks und die Wiederbelebung dieser Haltungsform hinweist und erläutert, warum man dieses Denkmal erhält. Etwas ähnliches könnte ich mir auch für das Elefantenhaus vorstellen, wo man auf Wirtschaftswunder und die Spendenbereitschaft der Nachkriegsbevölkerung verweisen könnte - besonders spannend, da der Neubau dem alten Gebäude gegenübersteht und der Zoobesucher Wandlungen der Tierausstellung umgehend nachvollzieht. Mir scheint es nützlich, dem Zoobesucher die Zeitgebundenheit von Tiergartenarchitektur zu verdeutlichen, weil nur so eine Akzeptanz für das Gros der Anlagen, das niemals den jeweils aktuellen Moden entspricht, zu erreichen ist.
    (11.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @Oliver Jahn: Die Haltung der Schabrackentapire in diesem Haus und auf der Freianlage entspricht nicht unserer Vorstellung von einer guten Haltung von Schabrackentapiren. Es sind keine zwei Außenanlagen vorhanden oder machbar.Das Badebecken ist nur von einem Stall aus zugänglich. Ein Außenbadebecken ist noch nciht vorhanden-. selbst mit großem Aufwand wäre nur eine durchschnittliche Tapirhaltung machbar - das ist uns zuwenig.
    (11.02.2008)
    Klaus Wünnemann:   @IP66: Die Schopfhirsche (2,0)kamen am 12. Juli 2006 aus Rotterdam.´Nach dem Tod eines Tieres haben wir ein Mutter-Kind-Gehege gebaut. Am kam am 5. September 2007 0,1 hinzu.
    Das alte Elefantenhaus wird sicher nicht zeitgleich mit der Erstellung des neuen Hauses abgerissen. Als Elefantenhaus ist es aber definitiv nicht mehr nutzbar - einen Elefanten abseits der Gruppe aufzustallen wäre auch falsch. Irgendwann wird es wahrscheinlich abgerissen werden. Nicht für die Tierhaltung nutzbare Altgebäude können wir uns in einem der flächenmäßig kleinsten Zoos in Deutschland nur beschränkt leisten. Die Akzeptanz des Erhaltes der Bärenanalge aus der Gründerzeit und die Zustimmung zu unseren Plänen daraus mal ein Zoomuseum zu machen sind längst nicht überwältigend. Das neue Elefantenhaus wird aber auch bei Haltung einer Kuhgruppe durchaus sehr innovativ werden. Auf der Aussenanlage zeigen unsere Pfleger wie man mit viel Engagement ein tolles Eeschäftigungsprogramm für Elefanten aufbauen kann. In dieser Hinsicht haben wir uns für das neue haus viel vorgenommen und es wird mit den besten Häusern in Deutschland mithalten können.
    (11.02.2008)
    Oliver Jahn:   Weiß denn jemand, warum Heidelberg mit den Schabrackentapiren nicht weiter macht? Ich verstehe das nicht. Da baut man um für Riesenotter. Sicher eine interessante und seltene Art. Aber beides ist der Schabrackentapir auch und für ihn ist alles da! Und Heidelberg hat doch auch bei diesen Tieren Zuchterfahrung. Ich kann so etwas immer nicht verstehen. Die Außenanlage taugt so überhaupt nicht für Riesenotter. Außerdem hat Heidelberg einen nagelneuen Parkteil mit wunderschöner Wasserfläche, nur leider komplett ohne Tiere. Warum wertet man diesen Bereich nicht endlich mal mit Tieren auf (schließlich ist man doch ein Zoo) und setzt hier die Otter ein und versucht in vorhandener Anlage wieder mit Tapiren zu züchten. Ich weiß dass der See Nordamerika abbilden soll. Aber so ganz ohne Tiere finde ich ihn nicht so berauschend, von daher wären mir da Südamerikaner an einem nordamerikanischen See lieber, als nichts.
    (10.02.2008)
    IP66:   Der Leerstand des Tapirgeheges ist in der Tat ungewöhnlich - und hat bei mir schon die Hoffnung geweckt, daß man die Haltung vielleicht doch noch fortsetzt. Das Elefantenhaus könnte man durchaus noch als Stall für ein Tier nutzen, der dann einen ähnliche Unterbringung wie die Einzelboxen im alten Haus bieten würde. Jeden Altbau erhalten zu wollen, ist sicher illusorisch, doch finde ich, daß bei der Fülle von Informationstafeln in Zoos vielleicht die ein oder andere zur Geschichte der Anlage vernünftig wäre, vor allem dann, wenn Denkmäler der Zoogeschichte greifbar vor den Besuchern stehen. Ich weiß nicht, ob sich da nicht mancher Besucher eher für das alte kölner Großtierhaus als für die Bedrohung der Madagaskar-Ente interessiert.
    (10.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Natürlich ist es schade um jeden historischen Zoobau, der nicht erhalten werden kann, andererseits muss eben ein erhaltener Bau auch weiterhin eine Funktion erfüllen können um für den Zoo erhaltenswert zu sein. Leider interessieren sich eben die wenigsten Zoobesucher für Architektur. Und nicht überall gibt es derart geglückte Lösungen wie etwa die Entdecker Arche in Leipzig oder das kleine Zoomuseum in Duisburg.
    @Oliver Jahn
    Ja, zur Zeit steht die alte Tapir-Anlage in der Tat vollkommen leer. Bin mal gespannt, ob aus der Riesenotterhaltung wirklich was wird, freuen würde es mich auf jeden Fall. Aber noch hat Heidelberg sich nicht daran gemacht irgendwelche baulichen Veränderungen vorzunehmen.
    (10.02.2008)
    Oliver Jahn:   Und die nicht gerade kleine Aussenanlage steht völlig leer?
    Was für eine Verschwendung. Das kenne ich ja sonst aus keinem anderen Zoo. Selbst als in Heidelberg die Breitmaulnashörner gingen hat man wenigstens ein Paar Emus in ihr Gehege gesetzt, Aber Leerstand, das ist echt ungewöhnlich.
    (09.02.2008)
    IP66:   Die Schabrackentapire hatte ich vergessen - hier besteht die einzige Änderung in einem Schild, daß an die Scheibe des leergeräumten Stalls gehängt wird und das einen Umbau zur Haltung von Riesenottern verheißt.
    (09.02.2008)
    IP66:   Es handelt sich bei dem heidelberger Elefantenhaus mitnichten um irgendeinen Stall, sondern um das erste begehbare Tierhaus des Zoos, daß dort überhaupt errichtet wurde, aufgrund zahlreicher Spenden aus der Bevölkerung. Zudem würde es keinerlei Probleme bereiten, diesen mittlerweile ein halbes Jahrhundert alten Bau zu erhalten, da hinreichend Fläche vorhanden ist. Insofern würde ein - kostspieliger - Abriß eher einen Akt der Geschichtsvergessenheit dokumentieren, eine Nichtachtung für die Leistungen der zoologischen Vorgänger. Haltungstechnisch wird sich ohnedies nicht viel ändern, da ein Bullenstall nicht geplant ist - in Hinblick auf die Elefantenkalbschwemme der letzten Jahre eine sicherlich weise Entscheidung, die allerdings jenseits etwas größerer Ställe und einer Innenlauffläche mir so revolutionär nicht erscheinen will.
    (09.02.2008)
    Oliver Jahn:   Nach dem es ja leider keine Schabrackentapire mehr gibt, steht deren Gehege jetzt leer??
    Sie hatten ja ein Haus mit Eiblick in die Ställe. Oder gibt es dort andere Tiere heute und wenn ja, welche?
    (08.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   Der Abriss der Vogelanglagen fand auch bei mir alles andere als Zustimmung. Dennoch freue ich mich natürlich darüber, dass die Elefanten ein neues, schöneres Domizil bekommen werden, denn das alte Haus ist (zumindest für seine jetzigen Bewohner) alles andere als tragbar. Die Bärengrube mag alles andere als schön sein, jedoch bietet sie den Waschbären und Stachelschweinen ein akzeptables Zuhause. Als Architekturfreund ist es sicherlich ein unangenehmer Gedanke wenn Gebäude wie etwa das Elefantenhaus abgerissen werden, aber wenn man alle "Altlasten" erhalten würde, gäbe es bald gar keinen Platz mehr für neue Bauten und aus jedem Alten Stallgebäude ein Zoomuseum machen zu machen wird wohl auch kaum machbar sein. Immerhin wollen auch historische Bauten (unt)erhakten werden, was Geld kostet und bei allem Respekt vor Architektur - ist es dann nicht vernünftiger, wenn die Zoos ihre ohnehin schon knappen Mittel lieber zum Wohl ihrer lebenden Bewohner einsetzen ?
    (08.02.2008)
    IP66:   Ich war 2006 das letzte Mal in Heidelberg und scheine die Hirsche da verpaßt zu haben. Nach den mäßigen Haltungserfolgen in Friedrichsfelde und Wuppertal freut es mich jedenfalls, daß ein anderer Zoo einen weiteren Versuch wagt. Seinerzeit war ich enttäuscht vom Abriß des Vogelquartiers zugunsten der Elefanten, ich finde aber, daß jenseits dieser Entwicklung der Zoo einen recht interessanten Bestand aufweisen kann - Riesenseeadler, Gürtelvaris, Streifenmungos und Roloway-Meekratzen findet man ja nicht überall. Generell finde ich den Umgang mit den Altanlagen etwas zwiespältig - dem Erhalt der Bärengrube steht der Abriß des erwähnten Vogelquartiers und der Eulenanlagen gegenüber, und man scheint auch das alte Elefantenhaus nicht erhalten zu wollen, obgleich man in seinen Publikationen darauf hinweist, mit wie viel Mühen und Bürgerbeteiligung es errichtet wurde.
    (08.02.2008)
    Jennifer Weilguni:   @IP66
    Also ich kann zwar nicht genau sagen, seit wann die Schopfhirsche bei den Pandas leben, aber ich besuche den Zoo Heidelberg nun seit ein paar Jahren oft und regelmäßig und seitdem sind auch die Schopfhirsche dort. Übrigens leben im selben Gehege auch noch Landschildkröten.
    (08.02.2008)
    Johannes Pfleiderer:   @IP66
    Die Schopfhirsche werden seit 2006 im Tiergarten Heidelberg gehalten und ersetzten den letzten Indischen Muntjak.
    Ich nehme mal an, dass sie aus Rotterdam stammen, denn im Tierpark Berlin war zu der Zeit ja schon nur noch ein Tier im Bestand.
    (08.02.2008)
    IP66:   Ich war überrascht, in Heidelberg als Unterbesatz bei den Pandas ein Paar Schopfhirsche vorzufinden, von denen ich hier im Forum noch nichts gehört habe. Weiß jemand, wie lange die Tiere schon dort und woher sie gekommen sind?
    (07.02.2008)
    Zoo Heidelberg:   Süße Träume im Heidelberger Zoo

    „Mit diesem Geschenk können wir alle besser schlafen“, freut sich Kerstin Jurczynski, Tierärztin des Heidelberger Zoos, über ein modernes Inhalationsnarkosegerät, das der Verein der Tiergartenfreunde dem Zoo heute geschenkt hat. Das knapp 3.000 Euro teure Gerät ist für die tiermedizinische Ausstattung des Zoos unentbehrlich und kann künftig bei jeder Narkose eingesetzt werden. „Für unsere Tiere bedeutet dies einen großen Fortschritt und wir möchten uns ganz herzlich bei den Tiergartenfreunden bedanken“.
    „Die Inhalationsanästhesie gilt seit ihrem Einzug in die Veterinärmedizin als eine der sichersten Narkoseformen, da der Tierarzt die Tiefe und Länge der Narkose selbst steuern und den Patienten, nach Bedarf, beatmen kann“, erklärt Dr. Dietrich Lorenz, Vorstandsmitglied der Tiergartenfreunde. Bei der Inhalationsnarkose wird das Tier an ein Narkosegerät angeschlossen. Das Tier atmet dabei ein Gemisch aus Sauerstoff und dem Narkosegas ein. Dieses Gemisch kann ganz genau dosiert werden und wird vom Tier dann in der Regel über eine Art Gummischlauch eingeatmet.
    „Gerade für unsere wertvollen, vom Aussterben bedrohten, Tiere ist diese Möglichkeit der Narkose sehr wichtig", betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. Bei kleineren Prozeduren können nun die Tiere viel schneller einschlafen und aufwachen und längere Operationen können damit viel sicherer kontrolliert werden. Es gibt Tierarten, die nur mit einer Inhalationsnarkose sicher ins Reich der Träume geschickt werden können. Dazu gehören viele Vögel und Robben.

    (29.01.2008)
    Zoo Heidelberg:   Besucherrekord im Heidelberger Zoo

    585.000 Menschen besuchten im vergangenen Jahr den Zoo Heidelberg. Der Besucherrekord bedeutet eine neue Höchstmarke im Tiergarten. „Während in früheren Jahren 400.000 Besucher ein sehr gutes Ergebnis darstellten, haben wir seit dem letzten Jahr die Schallmauer der halben Million durchbrochen,“ freut sich Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.
    Ausschlaggebend für den ungebrochenen Besucherzuspruch war neben dem guten Zoowetter im Frühjahr die steigende Attraktivität des Zoos in den letzten Jahren. 2007 zogen zwei Spezialisten der Gemächlichkeit an den Neckar: Faultier „Wilma“ und „Chamäleon „Sandro“ haben sich gut eingelebt. Die beiden Gorilla-Babies Banjoko und Kiki dürften manche Besucher zusätzlich angelockt haben. Auch die im Sommer geborenen Sumatra-Tiger Chandra und Tibor brachten den Besuchern viel Freude. „Das Ziel für die nächsten Jahre ist, uns auf diesem hohen Niveau zu etablieren. Wenn das Elefantenhaus in diesem Jahr gebaut sein wird, könnte es dann auch gerne weiterhin nach oben gehen,“ umreißt der Zoodirektor seine Wünsche für die Zukunft.
    Im Trend liegt dabei mehr denn je das Jahresticket, berichtet Wünnemann. Unter den Besuchern sind mehr als 2.000 Familien der Region, die eine solche Dauerkarte erworben haben. Der Verkauf der Tageskarten ist im letzten Jahr ebenfalls gestiegen, was ein Indiz dafür ist, dass der Heidelberger zahlreiche neue Kunden gewinnen konnte.
    Den Besuchern wird in diesem Jahr im Zoo viel geboten: Auf der Wiese am Zooeingang wollen die Tierpfleger des Vogelreviers im Frühjahr faszinierende Tiere den Besuchern nahe bringen.
    Auch im Jahr 2008 macht sich der Heidelberger Zoo für den Natur- und Artenschutz stark. Neu im Programm ist der „Froschtag“, der im Rahmen einer weltweiten Kampagne für die Rettung der stark bedrohten Amphibien werben wird. Was die meisten nicht wissen: Frösche gehören zu jenen Wirbeltieren, die von den Auswirkungen des Klimawandels ganz besonders stark betroffen sind. Hunderte von Froscharten werden in den nächsten Jahren aussterben, wenn nicht unverzüglich gehandelt wird.
    Die Zooschule bietet Ferien- und Winterkurse, Führungen - auch für Erwachsene - , Kindergeburtstage im Zoo und vieles mehr. Neben diesen zahlreichen Angeboten kommen auch Kunstfreunde wieder auf Ihre Kosten. Die diesjährigen Ausstellungen reichen von Kunst- und Fotoausstellungen bis zu einer hoch interessanten Ausstellung über das Pantanal, das wegen seines Artenreichtums auch die Serengeti Südamerikas genannt wird.
    Im Sommer wird es wieder ein großes Fest zugunsten der Elefanten geben. Die Riesenseeadler erhalten eine neue Voliere. Und dann soll in diesem Jahr auch der erste Spatenstich für das neue Elefantenhaus erfolgen.

    Es bleibt spannend im Zoo Heidelberg!

    (05.01.2008)
    Zoo Heildelberg:   Zoo-Kalender in limitierter Auflage erschienen

    Die Idee entstand während des Benefizabends für das Elefantenhaus auf Heidelberger Schloss. Colordruck Leimen wollte sich für den Zoo engagieren – wie ginge das besser als mit einem hochwertigen Druckerzeugnis?
    In Kooperation vom Sponsor Colordruck mit dem Zoo und dem Verein der Tiergartenfreunde e.V. ist ein Kalender entstanden, der jeden Raum schmückt: Die besten Tier-Aufnahmen von Rose von Selasinsky und Heidrun Knigge, die Hunderte von Stunden mit ihren Kameras im Zoo verbracht haben, perfekt gedruckt, ergeben eine Augenweide, die gleichermaßen ins Wohnzimmer, Büro oder das Wartezimmer der Arztpraxis passt.

    Das Titelbild ziert eine eindrucksvolle Charakterstudie von Nogger, dem würdevollen Patriarchen der Orang-Utans, der in diesem Jahr gestorben ist.

    Der Zoodirektor hat zwei Lieblingsmotive: Das Erdmännchen, das eine Wespe fixiert, die direkt vor seiner Nase fliegt. „Ein Wahnsinnsmotiv, dass nur gelingt, wenn man wirklich Stunden vor dem Gehege mit der Kamera im Anschlag lauert.“ schwärmt Klaus Wünnemann. Und das Bild mit der Elefantendame „Jenny“, die sich ganz lang macht um eine im Heu verborgene Karotte aus luftiger Höhe mit der Rüsselspitze zu greifen. „Dieses Motiv sagt so viel über das Engagement unserer Tierpfleger aus jeden Tag für die Tiere besonders zu machen.“ Der Kalender ist für 9,95 Euro im Zooshop, bei Büro Knoblauch und der Tourist Information am Hauptbahnhof erhältlich. Der gesamte Erlös wird für den Bau des neuen Elefantenhauses verwendet.

    Als besonderes Bonbon liegen dem Kalender noch die zwölf Monatsmotive als Postkarten bei, damit kann jeder mit den schönsten Aufnahmen aus dem Zoo Heidelberg seine Freunde in der ganzen Welt grüßen.

    (23.11.2007)
    Zoo Heidelberg:   „Wir taufen Euch auf den Namen Chandra und Tibor...“

    Die Entscheidung ist gefallen, die beiden im Juli geborenen Tiger im Zoo Heidelberg bekommen die Namen Chandra und Tibor. Gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Zeitung hatte der Tiergarten alle Zoofreunde aufgerufen Namensvorschläge für die beiden gestreiften Samtpfoten abzugeben.
    Der Rücklauf war enorm. Fast 1500 Namen wurden vorgeschlagen, altdeutsche, asiatische oder auch reine Phantasienamen – die Auswahl war nicht einfach. Die Jury bestehend aus der Rhein-Neckar-Zeitung, dem Zoodirektor und dem Raubtierpfleger verbrachte Stunden mit der Sichtung der Namen, doch dann war man sich einig. Asiatisch klingend, leicht aussprechbar, aber trotzdem selten sollten die Namen sein – die Wahl fiel auf Chandra für das Weibchen und Tibor für den männlichen Tiger. Am Mittwoch, den 24. Oktober um 15.00 Uhr werden die kleinen Tiger offiziell getauft. Mittlerweile sind sie schon zu groß und wehrhaft, um sie auf dem Arm über ein Taufbecken zu halten, doch der Anlass ist es wert mit einem kleinen Umtrunk vor dem Tigergehege gefeiert zu werden. Die zehn Gewinner des Namenswettbewerbes sind eingeladen mit dem Zooteam am Mittwoch Nachmittag auf Chandra und Tibor anzustoßen.
    Das freudige Ereignis nutzt Zoofotografin Rose von Selasinsky, um Zoodirektor Dr. Wünnemann einen Scheck für den Bau des neuen Elefantenhauses zu überreichen. Stunden, Tage und Wochen hat Frau von Selasinsky gemeinsam mit ihrem Mann York vor dem Tigergehege verbracht und die Aufzucht der Jungtiere fotografisch dokumentiert. Ihre schönsten Bilder lässt sie als Postkarten drucken und verkauft sie zu Gunsten des Elefantenhauses an die Zoobesucher. Viele Stammbesucher kennen den kleinen Stand der Selasinskys am Raubtierhaus bereits und freuen sich über jedes neue Bild, das entstanden und zu erwerben ist. Allein in den letzten Monaten hat der Bilderverkauf eine Summe von 2.600,- Euro ergeben, die nun überreicht werden können. Damit hat das unglaubliche Engagement der Fotografen insgesamt schon 5.800,- Euro für das Elefantenhaus eingebracht.

    Für die kleinen Tiger Chandra und Tibor beginnt derweil eine aufregende Zeit. Seit einigen Tagen dürfen sie bei schönem Wetter in die Außenanlage und neuerdings wird auch Tigervater Sabu unter Aufsicht zu Mutter und Jungtieren gelassen. Während die kleinen Tiger ihre Scheu schnell verloren haben, passt Mutter Kim immer noch genau auf, dass Sabu den Kleinen nicht zu nahe kommt. Die Sorge der Mutter wird sich in den nächsten Tagen legen, denn Kater Sabu ist erfahren im Umgang mit kleinen Tigern und sehr friedlich. Die Situation wird immer entspannter werden, bis die ganze Familie in wenigen Wochen gemeinsam den ganzen Tag durch die beiden Außengehege toben kann.

    (22.10.2007)
    IP66:   Das Fontänchen, das man "Geysir" nennt, ist aber nur ein äußerst erheiterndes Seitenstück zum wörlitzer Vulkan, den selbst der Bauherr mit fortgeschrittenem Alter albern fand. Gabelböcke wären mir da lieber, auch wenn das illusorisch ist und man über den heidelberger Tierbestand ja nicht klagen kann.
    (18.10.2007)
    Sacha:   @Jennifer: Vielen Dank. Das muss ich während meines letzten Besuches wohl verpasst haben. Aber ganz ehrlich: Hätte es Gabelböcke gehabt und ich hätte die verpasst, würde mich das mehr wurmen....:)
    (18.10.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Sacha
    Also Gabelböcke gibt es zwar in Heidelberg noch nicht, aber dafür sehr wohl einen Yellowstone Bereich. Da bricht sogar mehrmals am Tag ein Geysir aus :-)))))
    (18.10.2007)
    Sacha:   @Klaus Wünnemann: Vor ein paar Jahren war in einem Heidelberg-Zooführer mal die Rede von einem "Yellowstone"-Bereich, der u.a. als Besatz Gabelböcke vorsah. Ist dieses Vorhaben für längere Zeit auf Eis gelegt oder sogar "gestorben". Und woher hätte Heidelberg die Gabelböcke bekommen?

    PS: Generell vielen Dank für Ihre Informationen hier in diesem Forum (da spreche ich wohl nicht nur für mich). Beiträge von direktbetroffenen Fachpersonen werten diese Plattform nicht nur auf, sondern lassen gewisse Handlungsweisen auch aus einem anderen Licht erscheinen.
    (17.10.2007)
    Klaus Wünnemann:   @IP66: Der Zoo Heidelberg liegt in einem Universitätsgebiet wo nicht einmal für jeden Dritten dort arbeitenden Nenschen ein Parkplatz zur Verfügung steht. Patienten, Patientenbesucher, eine fünfstellige Studentenzahl und die Zoobesucher erhöhen den Druck auf die Parkplätze. Seit dem 1.10. sind alle Parkplätze um den Zoo herum kostenpflichtig. Wenn die wenigen Zoo Parkplätze nichts kosten geschieht folgendes: Schon die Zoo-Mitarbeiter finden morgens vor 7:30 Uhr keine Platz mehr auf den kostenlosen Zoo-Parkplätzen (in den letzten Tagen beobachtet). Die Zoobesucher, die erst um 9:00 uhr oder gar am Nachmittag kommen, sind dann gänzlich chancenlos. Deshalb müssen wir uns an der Bewirtschaftung der Parkplätze beteiligen. Und dem Rabatt für Zoobesucher sind auch Grenzen gesetzt. Sonst kaufen sich pfiffige Menschen eine Zoo-Eintrittskarte um kostengünstig parken zu können. Die, die dann nur auf Parkplatz aus sind, können wir gar nicht mehr für Tiere, Naturschutz etc. begeistern. Leider hat die Universität bei ihren Weiterentwicklung die Investition in den Verkehr vergessen und in den letzten Jahren auch den Bau einer Straßenbahn in das Universitätsgebiet blockiert. Wir hoffen auf Besserung.
    (17.10.2007)
    Zoo Heidelberg:   Runter vom Holzweg –
    Ausstellung zum Thema Holz und Schutz der Wälder im Zoo Heidelberg

    Wussten Sie, dass jeder fünfte Baum, der weltweit eingeschlagen wird, in einer Papiermühle endet? Jeder Deutsche verbraucht durchschnittlich 225 kg Papier im Jahr, Tendenz steigend. Damit gehören wir zu den Spitzenreitern in Sachen Papierkonsum. Lösungen wie wir das ändern und den Wäldern helfen können, werden in der äußerst spannenden Ausstellung „Runter vom Holzweg“ im Zoo Heidelberg vorgestellt. Große Baumscheiben „erzählen“ ihre Geschichte, praktische Beispiele aus unserem Alltag zeigen „gutes“ und „schlechtes“ Holz im Vergleich und ein interessanter Videofilm berichtet direkt aus den Urwäldern der Welt. Die Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz e.V. (ARA) hat diese moderne Wanderausstellung konzipiert. „Runter vom Holzweg“ ist eine Ausstellung, die nicht nur wachrüttelt und informiert, sondern die auch spannende interaktive Elemente und Spiele enthält und die vor allem dem Besucher direkte Lösungen anbietet, wie jeder von uns dem Raubbau an unseren Wäldern entgegenwirken kann.
    Wir alle haben es in der Hand, welches Holz auf den Markt kommt, die Nachfrage bestimmt das Angebot. Noch wird relativ wenig Holz oder Holzwaren angeboten, die aus nachhaltiger Nutzung stammen. Mit dem FSC-Gütesiegel und dem Naturland–Siegel existieren verlässliche und geprüfte Gütesiegel – fragen Sie Ihren Anbieter!
    Leider sieht man z.B. den billigen Tropenholz-Gartenmöbeln nicht an, dass sie aus Raubbau aus Urwäldern stammen – und ebenso wenig, dass sie mit unverantwortbarer Kinderarbeit hergestellt wurden. In Ländern wie Indonesien schreckt der illegale Holzeinschlag selbst vor Naturschutzgebieten nicht mehr zurück. Dort sind die letzten Rückzugsgebiete von Tiger, Sumatra-Nashorn und Orang-Utan bedroht. Wer sich daran nicht mitschuldig machen will, sollte konsequent auf den Kauf von Holz- und Holzprodukten verzichten, die keine geprüften Gütesiegel tragen. Mit „Teakholz aus Plantagen“ versuchen die Gartenmöbel-Hersteller umweltbewusste Kunden zu beruhigen. Doch auch Plantagen brauchen Platz und sind als reine Monokulturen nicht gerade umweltfreundlich. Außerdem ist Plantagenholz weniger dauerhaft als das kaum verfügbare Teak von Naturstandorten. Grund ist der Weißfäulepilz, der sich in Plantagen wesentlich schneller ausbreitet als in Naturwäldern.
    Je kürzer die Wege eines Produktes sind, desto leichter ist die Kontrolle der Herkunft und desto geringer ist der Energieaufwand für den Transport. Deshalb sollte bevorzugt auf Holz aus der Region zurück gegriffen werden. Zwei bei uns angebaute Holzarten können sich in ihrer Formstabilität und Widerstandsfähigkeit durchaus mit den Tropenhölzern messen: Edelkastanie und Robinie sind in hohem Maß resistent gegen Wasser, Säure, Pilz- und Insektenbefall. Auch wegen Ihrer hohen Elastizität und Festigkeit sind diese beiden Hölzer ohne chemischen Holzschutz für den Außenbereich hervorragend geeignet. Übrigens bewirtschaftet die Stadt Heidelberg ihre Wälder nach FSC-Kriterien und besitzt seit 2005 das FSC-Gütesiegel. Ein Vorbild direkt vor unserer Haustür!

    Die Ausstellung ist bis zum 29. Januar 2008 in der Heuscheune und im Afrikahaus des Zoo Heidelberg zu sehen. Zu zahlen ist nur der Zooeintritt.
    Nähere Infos beim Zoo oder unter: www.araonline.de

    (16.10.2007)
    IP66:   Ich finde es peinlich, daß ein so weit außerhalb der Innenstadt gelegener Zoo unbedingt Parkgebühren einnehmen muß bzw. eine kommerzielle Vermietung von in öffentlichem Besitz stehenden Flächen von der Stadt nicht verhindert wird. Auf längere Sicht machen sich Städte durch eine derartige Politik unattraktiv, verlieren Besucher und Touristen und müssen sich nicht wundern, wenn Ihre Anziehungskraft abnimmt, selbst wenn sie Heidelberg heißen und auch auf amerikanischen Europaschnellbesuchprogrammen auftauchen.
    (15.10.2007)
    Zoo Heidelberg:   Pressemeldung:

    Zoobesucher parken günstiger

    Die meisten Zoobesucher kommen mit dem eigenen Fahrzeug zum Zoobesuch. Das bisher kostenlose Parken verträgt sich mit der eingeführten Parkraumbewirtschaftung im Neuenheimer Feld nicht. Deshalb ist klar: Auch die Parkplätze am Zoo müssen gebührenpflichtig verwaltet (bewirtschaftet) werden.

    Für die Parkplätze entlang der Tiergartenstrasse werden die Arbeiten zur Installation eines Parkscheinautomaten und eines Geldwechslers in dieser Woche abgeschlossen. Dort gilt der allgemeine Parktarif: 1,20 pro Stunde. Wer jedoch als Zoobesucher ein Langzeitticket für 5 € löst erhält davon 3 Euro an der Zookasse zurück. Dafür legen sie einen Abschnitt des Parkscheins an der Kasse vor. „Wir haben uns für einen günstigen Pauschaltarif entschieden, damit jeder in Ruhe den Zoo besuchen kann, ohne auf die Uhr schauen zu müssen, ob die Parkuhr abgelaufen ist,“ erläutert die Geschäftsführung des Zoos.

    Der größere provisorische Zoo-Parkplatz wird künftig von der Servicegesellschaft der Universität mitbewirtschaftet und ist nur noch über die Zufahrt am Parkautomaten zu erreichen. Zoobesucher ziehen bei der Einfahrt ein Parkticket, das sie an der Zookasse vorlegen. Gegen Entrichtung der Pauschalgebühr von 2,- € wird das Ticket zur freien Ausfahrt codiert. Mit diesem Parkticket können die Zoobesucher dann in den nächsten fünf Stunden den Parkplatz verlassen; ein Zahlvorgang am Kassenautomaten ist nicht mehr erforderlich. Wer jedoch länger bleibt, der muss dann am Kassenautomat der Servicegesellschaft nachzahlen.
    „Wir sind sehr froh, diese praktische Lösung gemeinsam mit der Servicegesellschaft des Klinikums der Universität gefunden zu haben. Damit können alle Besucherparkplätze im Neuenheimer Feld durch Zoobesucher zu dem günstigen Einheitstarif von 2 € für 5 Std. genutzt werden.“

    Mittelfristig muss sich das Kontingent an Parkplätzen aber erhöhen. Bald schon wird die Kinderklinik Mitarbeiter, Patienten und Besucher ins südliche Neuenheimer Feld ziehen und dann soll – nach Wunsch des Klinikums – die Frauenklinik so schnell wir möglich folgen. Auch der Zoo wird immer beliebter: In diesem Jahr wird der Besucherrekord aus dem letzten Jahr wohl geknackt werden. Es wäre der fünfte Rekord in Folge!

    (15.10.2007)
    Michael Mettler:   Mir fällt zwar gerade nicht ein, wo ich das gelesen hatte (Zoomagazin?), aber m.W. ist eine Zuchtanlage das eigentliche Ziel des Neubaues; da das Projekt aber nicht so schnell zu realisieren war, hat der Zoo erst mal die Funktion eines "Elefanten-Altersheimes" übernommen.

    Auch hier kam mir gerade der Gedanke, warum es eigentlich zunehmend "Elefanten ODER andere Tiere" heißen muss. Wäre nicht in und an einem Bau dieser Größe auch Platz für neue Vogelvolieren? Wenn ich mir manche (auch neuere) Bauten anschaue, entdecke ich da immer wieder mal "Ecken", die geradezu nach Nutzung für kleinere Tierarten schreien, ohne dass es wie "reingeklatscht" aussähe.
    (02.08.2007)
    Daniel Hagist:   Interessant in diesem Zusammenhang ist ja auch ein Satz aus der Stellenauschreibung des Zoos bezüglich eines Revierleiters im Elefantenrevier wo zu lesen ist:

    "Noch in diesem Jahr beginnen wir mit dem Bau eines neuen Elefantenhauses (im 1. Schritt nur für Elefantenkühe)..."

    Ging ich bisher immer davon aus, dass sich Heidelberg dauerhaft ausschließlich auf ältere und für die Zucht nicht geeignete Kühe beschränken will, hält man sich offenbar die Option offen, langfristig doch auch in die Zucht einzusteigen.

    Für die Vogelfans unter euch ist dieser Bestandsabbau allerdings wirklich sehr schade, da die Vogelsammlung in Heidelberg ja eine lange Tradition hat.
    (02.08.2007)
    IP66:   Ich bin nicht sehr glücklich über diesen Volierenabriß. Wenn ich daran denke, wie wichtig unter Poley und eigentlich auch noch bei den letzten Besuchen die Vogelsammlung war und welche Arten man dort zu sehen bekam, kann ich nicht recht nachvollziehen, daß ausgrechnet in diesen Bereich hinein gebaut werden mußte. Ich fürchte, daß einige alte Elefantinnen die Vogelsammlung nicht werden ersetzen können.
    (02.08.2007)
    Jennifer Weilguni:   Mit dem Bau des Elefantenhauses wird es jetzt "ernst". Dort, wo das neue Elefantenhaus stehen soll, sind die alten Vogelvolieren schon größtenteils abgerissen worden um Platz zu schaffen, einige Volieren werden wohl aber dem Besucher erhalten bleiben.
    Sagt mal.. hatte Heidelberg eigentlich schon immer ein Faultier, dass mir vorher nur nie aufgefallen ist .. oder ist das neu ?
    Die beiden Tigerbabys waren bei meinem Besuch äusserst aktiv, was wohl unter anderem daran liegen mag, dass die Pfleger mit Futter unterwegs waren und die Tigermutter entsprechend aufgeregt war. Scheinen beide putzmunter und kerngesund zu sein.


    (02.08.2007)
    Marco:   Am Tapirgehege steht nach wie vor ein Schild, welches besagt, dass die Anlage voraussichtlich für Riesenotter umgebaut werden soll.
    (18.07.2007)
    Jennifer Weilguni:   Ah, ich hatte mich schon gewundert. Denn bei meinem letzten Besuch war er noch da, das war allerdings auch VOR dem 24. April. Danke für die Info !
    (03.05.2007)
    Niedersachse:   Der letzte Tapir Colinn ist am 24. April diesen Jahres nach Twycross abgegeben worden
    (03.05.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Aguti
    Ehemalige Schabrackentapiranlage..? Heisst das, dass es den Tapir in Heidelberg nicht mehr gibt, oder bewohnte er vorher eine andere Anlage ?
    (03.05.2007)
    Aguti:   In der ehemaligen Schabrackentapiranlage sollen wohl nach größeren Umbauten eventuell Riesenotter einziehen???
    Kann das jemand bestätigen????
    (02.05.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Über die geplanten Veränderungen am Aussengehege der Schimpansen konnte ich nun mehr in Erfahrung bringen:

    Es wird der Graben zugeschüttet und die Begrenzung zu den Besuchern wird mittels Zaun, der mit Holz verkleidet wird, realisiert. In diese Begrenzung werden große Scheiben als Sichtmöglichkeit eingearbeitet. Das Gehege wird nach oben hin mit Drahtnetz abgesichert (wie im Innengehege).
    (02.04.2007)
    Jennifer Weilguni:   @Michael Mettler
    Du hat natürlich vollkommen recht und ich sehe es in der tat generell mit sehr gemischten Gefühlen, wenn alte Elefanten in eine neue Umgebung kommen. Aber in den Fällen, wo sie nicht in ihrem alten Zuhause bleiben können finde ich es dann schön, wenn es überhaupt noch einen angenehmen Platz für sie gibt. Natürlich soll das auch nicht so rüberkommen, als gönne ich unseren vier Ladies keine neue Anlage, ich frage mich nur, wie schnell und gut sie sich dann einleben. An neue Elefanten in Stuttgart möchte ich zur Zeit ehrlich gesagt noch gar nicht denken und hoffe, dass wir noch gaaaaaanz lange Freude an den vier Dicken haben.
    (25.03.2007)
    IP66:   Ich fürchte, daß sich der Trubel um Elefantenjungtiere ein wenig legt, wenn es derer viele gibt - in Berlin ist ja der Knut-Wahn auch eine Folge der Tatsache, daß man junge Elefanten im Halbdutzend vorweisen kann.
    (24.03.2007)
    ?:   Darauf wird es wohl hinauslaufen, welcher zoo möchte sich schon zusätzliche Einnahmen durch Elefantenbabies entgehen lassen ? Der Berliner Zoo macht Knut sei Dank (WIR sind KNUT!!!)einen ordentlichen Reibach mit Knut-Souveniers.
    (23.03.2007)
    Michael Mettler:   @Jennifer: Mit dem gleichen Argument dürfte man dann aber auch keine alten Elefanten von sonstwoher nach Heidelberg bringen.... Schließlich dürfte die Umstellung für einen einzelnen Elefanten noch viel schwerer sein, während von der Wilhelma-Gruppe immerhin drei der vier Tiere berechtigte Chancen haben, noch zusammen ein neues Zuhause beziehen zu können.

    Aber wer weiß, vielleicht wird es ja in Stuttgart die Kölner Lösung geben: Neue Anlage mit neuen Elefanten, und die alten Tiere bleiben im alten Gehege?
    (23.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   @? Na, dann freue ich mich natürlich, wenn es wirklich endlich los geht.
    @IP66
    Ich frage mich manchmal, ob es überhaupt gut wäre, den betagten Wilhelma Elefanten ein neues Haus samt Anlage hinzustellen. Sind ja auch irgendwie Gewohnheitstiere und alte Bäume soll man bekanntlich nicht verpflanzen auch wenn die alte Anlage als nicht mehr ganz zeitgemäß gilt.
    (23.03.2007)
    ?:   Baugebinn ist DEFINITIV dieses Jahr, woran die Pfleger GLAUBEN ist deren Privatsache.
    Wenn Herr Dr. Wünnemann mal wieder ins Forum kommt, wird er es bestimmt bestätigen.
    (22.03.2007)
    IP66:   Da sieht man die unterschiedlichen Ansichten, wobei Heidelberg eben aus meiner rheinischen Perspektive halt anders aussieht als aus einer baden-württembergischen. Das Senioren-Konzept gefällt mir auch, ich weiß aber nicht, ob es sich in etwas geräumigeren Altbauten wie Krefeld, Magdeburg oder Augsburg ohne Neubau realisierbar wäre. Vielleicht würde sogar ein Schuh daraus, wenn man sich in Stuttgart nicht vom Altbau trennen würde - ich finde ihn architektonisch sehr schön - und dort das Altenasyl einrichtet, während Heidelberg dann doch etwas ganz funkelnagelneues für eine Herde mit Bullen bekäme. So unterschiedlich sind halt persönliche Wünsche - wobei ich mich schon wundere, daß sich niemand für das so nierentischige kleine alte Elefantenhaus in Heidelberg stark macht.
    (22.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Und wie Jennifer schon erwähnte, ist es absolut zu begrüssen, dass in Heidelberg eine Unterkunftsmöglichkeit für Elefantenkühe geschaffen wird, die entweder im Zirkus beschlagnahmt wurden oder aus Zuchtgruppen herausgenommen werden müssen.
    (22.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Also ich will das Elefantenhaus unbedingt. Lieber heute als morgen. Gerade Baden-Württemberg ist nicht verwöhnt mit modernen Elefantenhäusern. Die Heidelberger Aussenanlage für Elefanten ist ja bereits die attraktivste in BW.
    (22.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   Naja das Elefantenhaus in Heidelberg ist schon sehr sehr klein und da der Zoo Heidelberg vorhat, noch mehr Elefantensenioren aufzunehmen, muss auf jeden Fall ein neues Haus her.
    (22.03.2007)
    IP66:   Ich würde ja nach der Finanzierung fragen ... die ist ja meist der Grund für Bauen oder Nichtbauen. Für meine Person brauche ich nicht zwingend ein neues Elefantenhaus in Heidelberg und mag den Zoo auch da ohne, aber es gibt sicher eine Reihe von Besuchern, die das anders sehen.
    (22.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   @? GEPLANTER Baubeginn ist im Sommer 2007, aber wie gesagt nicht einmal die Pfleger glauben da wirklich fest daran.
    (21.03.2007)
    ?:   Baubeginn Elefantenhaus ca Sommer / Herbst 2007.
    (21.03.2007)
    Carsten:   Und prominente Unterstützer hat das Elefantenhaus, Hans-Dietrich Genscher...
    (21.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   @Jennifer: Ohje das kommt mir sehr bekannt vor :-( Allerdings gibt es zum geplanten Elefantenhaus wenigstens schon einen Plan, damit sich auch der Besucher vorstellen kann wie es nach Fertigstellung aussehen soll.
    (21.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   Laut Aussage einer Pflegerin im Zoo glaubt sie erst dann an den Umbau der Anlage wenn der erste Spatenstich getan ist. Einen wirklich festen Termin scheint es also nicht wirklich zu geben.Ähnlich "optimistisch" äusserste sie sich zum Neubau des Elefantenhauses :-)
    (21.03.2007)
    ZooFanKarlsruhe:   Der Zoo Heidelberg möchte ja dieses Jahr unter anderem das Schimpansenaussengehege umbauen. Mich interessiert sehr was dort konkret verändert wird bzw. wie die Anlage nach Fertigstellung aussehen soll. Gibt es dazu denn einen Plan im Netz oder kann ein Heidelberg-Kenner konkrete Angaben machen ?

    Und wann sind die Aussengehege der Orang-Utans sowie Gorillas dran ?
    (20.03.2007)
    Jennifer Weilguni:   War heute mal wieder im Zoo Heidelberg, vor allem, um mir die Ausstellung von Rose von Selasinsky anzuschauen. Trotz großem Andrang war es mal wieder ein schöner Zootag, allerdings stösst mir ein Erlebnis doch recht bitter auf. An der Rhesusaffenanlage warf ein Besucher ganze händevoll Erdnüsse zu den Tieren runter. Eine darauf aufmerksam gemachte Mitarbeiterin des Zoos meinte darauf hin recht genervt " Na, eigentlich bin ich dafür aber nicht zuständig!" Also ich war echt baff ! Seit wann sind Zoomitarbeiter nicht für die Gesundheit der Zootiere verantwortlich ???? Schlimm genug, dass andere Besucher einfach wegsehen, oder sich gar noch an sowas belustigen, aber wenn nichtmal die Mitarbeiter "Lust" haben, jemanden auf sein Fehlverhalten aufmerksam zu machen ?
    (11.03.2007)
    IP66:   Ich finde den Haltungserfolg in Heidelberg überaus beachtlich, kenne aber zumindest zwei Orang-Männer, die älter sind, in Krefeld und Duisburg, wobei letzterer vor kurzem sogar noch ein Jungtier gezeugt hat.
    (23.02.2007)
    Sascha M.:   Mittwoch morgen ist der alte Orang-Utan „Nogger“ im Zoo Heidelberg gestorben. Mit über 40 Jahren war er einer der ältesten Orang- Utans in Menschenobhut. „Nogger“ war ein herrlicher Orang-Utan Mann mit wallender Behaarung und einem sehr ausdrucksvollen Gesicht – eine der prägenden Tierpersönlichkeiten im Zoo. Viele Zoobesucher, die Mitarbeiter des Zoos und vor allem die Pfleger des Affenrevieres werden ihn sehr vermissen. Nun ist es an seinen Töchtern „Grisella“ und „Puan“ sowie dem jungen Mann „Uijan“, der aus Hagenbecks Tierpark an den Neckar kam, die lange Tradition der Orang-Utan Haltung und Zucht in Heidelberg fortzusetzen.


    Als die Tierpfleger morgens um kurz nach sieben Uhr das Menschenaffenhaus betraten, war „Nogger“ wach und munter. Als er auf eine erhöhte Plattform klettern wollte, fiel er plötzlich kraftlos in sich zusammen. Es war ein schneller Tod.



    „Nogger“ war 1972 in jugendlichem Alter aus Sumatra in den Zoo gekommen. Sein Geburtsjahr wird auf 1966 geschätzt. Er war eines von sehr wenigen Tieren im Zoo, die noch in freier Wildbahn geboren sind. Mit der etwa gleichaltrigen „Munna“ hatte er sieben Kinder, die zum Teil in anderen Zoos (z.Bsp. Moskau) neue Zuchtgruppen begründeten. Da es unsicher war, ob „Munna“ ihre Jungen selbst aufziehen würde, wuchsen die Tiere in der Wohnung des früheren Zoodirektors Dr. Dieter Poley auf. „Nogger“ zeichnete sich – neben seiner Schönheit – durch einen ruhigen aber sehr selbstbewussten Charakter aus. Er versäumte es nie gegenüber anderen Orang-Utan Männern im Haus seine Position als ranghöchstes Männchen durch lautstarke Rufe zu demonstrieren.



    (16.02.2007)
    Jennifer Weilguni:   War heute endlich mal wieder in Heidelberg. Der Löwe Josef ist leider noch immer vom Rudel abgetrennt, allerdings sieht seine Mähne mittlerweile sehr schütter aus, wird wohl nicht mehr lange dauern, bis er dann gar keine mehr hat. Würde mich wirklich freuen, wenn er sich wieder ins Rudel integrieren ließe.
    Bei den Gorillas gibt es Nachwuchs, ZsaZsa hat vor 10 Tagen ein Baby bekommen.
    Elefantendame Jenny hat sich augenscheinlich sehr gut eingelebt, es macht richtig Spaß ihr zuzusehen, wie sie die Außenanlage zu ihrem Spielplatz macht. Über die Anlage würde ein starkes Seil mit Heunetzen gespannt, so, dass die Elefanten grade mit dem Rüssel rankommen und Jenny hat sich sehr intensiv damit beschäftigt. Scheinbar ist es auch notwendig, dass die Pfleger sie mit immer neuem Erfindergeist verwöhnen, dennJenny scheint ein echter Quirl zu sein, der immer beschäftigt und gefordert sein will. Und Ilona beobachtet aufmerksam, was ihre junge Artgenossin sich so alles einfallen lässt. War ein Bild für die Götter !
    Die Mähnenrobben sind derzeit mir Brustgeschirren ausgerüstet, an denen sich Meßgeräte befinden. Durch diese soll das Verhalten der Tiere besser erforscht werden, um die Haltungsbedingungen von Mähnenrobben im Zoo noch mehr zu verbessern.
    (26.12.2006)
    klaus Wünnemann:   Die Tiergarten Heidelberg gGmbH ist der offizielle Name, der erstmals vor über 40 Jahren in das einfachere Zoo Heidelberg umgewandelt wurde. Seitdem wird in der Öfentlichkeit der Name Zoo Heidelberg verwendet(s.auch Zoo aktuell als Organ der Tiergartenfreunde). Die Situation von Joseph ist auch für uns unbefriedigend. Allerdings hat er durch den Zugang zum Außengehege während der kompletten Nacht mehr Bewegungraum als es scheint. Sein unverändertes Streben die Gruppenführung zurückzuerobern, ist der Auslöser des Problems- sein "Stolz" ist also ungebrochen. Die Kastration ist wahrscheinlich die einzige Chance ihn wieder in ein Löwenrudel zu integrieren. Der Tapir hat kein Badebecken weil wir die Haltung von Tapiren aufgeben wollen, da wir die Vorausetzung für eine optimale Haltung auf absehbare Zeit nicht bieten können. Das EEP sucht bereits nach einem geeigneten Zoo. In der letzten Besucherumfrage hat die Freundlichkeit unserer Tierpfleger eine erstklassige Benotung erhalten. Die negativ Erfahrung war in etwa als einige Mitarbeiter - auch im privaten Bereich - sehr belastet waren - vielleicht hing es damit zusammen.
    (24.09.2006)
    th.oma.s:   bekommt sie keine, ist das auch eine
    (23.09.2006)
    Karsten Vick:   Ich bin kein Heidelberg-Insider, aber ich finde, Stefanie Cramer hat eine Antwort verdient.
    (23.09.2006)
    Michael Mettler:   Sieht nach "Unentschieden" aus. Wenn man die Homepage www.tiergarten-heidelberg.de aufruft, erscheint das Logo "Zoo Heidelberg".... Aber die offizielle Firmierung lautet laut HP "Tiergarten Heidelberg GmbH".
    (22.09.2006)
    Ollo:   Heißt die zoologische Einrichtung in Heidelberg eigentlich "Tiergarten" oder "Zoo"? Beide Namen hört und liest man in etwa gleich oft.
    (22.09.2006)
    Stefanie Cramer:   Kurz vorweg: Ich bin kein wirklicher Freund von Zoo-Tierhaltung. Wäre mein Lebensgefährte nicht passionierter Hobby-Zoologe und engagierter Besucher, würde ich heute noch immer einen weiten Bogen um Gehege machen, um nicht hinsehen zu müssen.
    Das hat sich im Allgemeinen geändert!

    Sicher, sicher, auch der Zoo Heidelberg hat, aus Sicht der tiergerechten Haltung, in den letzten Jahren bestimmt eine Menge hinzugelernt…

    Aber warum ich überhaupt hier gelandet bin ist die Tatsache, dass ich gestern seit langer Zeit weinend aus einem Zoo gegangen bin.
    "Josef" laut brüllend, in einem kleinen Gehege in exponierter Lage, in Armlänge lärmender und schreiender Kinder. Hospitalismus, wie bei so vielen Zootieren und Verzweiflung in den Augen (so interpretiere ich es). Wenn man einem solchen Tier schon den Stolz gebrochen hat, es eingesperrt, kastriert und vom Rudel trennen musste, warum dann in so ein erniedrigendes, wenn auch sehr gepflegtes, kleines Innenräumchen ? Ich konnte es kaum ertragen.
    Auch eine anschliessende Diskussion mit meinem Lebensgefährten über die Notwendigkeit der Zoos die "Big 5" zu zeigen, um Besucher zu locken, machte mich wieder ein Mal wütend über Zoohaltung, explizit von Grosstieren. Ich bin aber natürlich gar kein Experte und kann, wie Jennifer, nicht annähernd erkennen, ob es einem Tier gut geht, oder nicht.
    Mir hat der Heidelberger Zoo gefallen, besonders all die Vögel. Aber ich bin sicher, man wird mich kritisieren, weil ich mich aufrege, ohne Ahnung zu haben. Aber genau deshalb bin ich hier: Haltet mich auf dem Laufenden über das Schicksal von „Josef“ – es geht mir näher als ich möchte.
    Herzlichst aus Köln
    Die Steffi
    (11.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   Also, ich war heute in Heidelberg und zum Thema Josef kann ich nur sagen, dass es ihm augenscheinlich gut geht, auch wenn er noch von der restlichen Gruppe getrennt ist. Die Aussenanlage darf er abends und nachts nutzen, wenn das Rudel sich innen befindet. Die Vermittlung von Josef in einen anderen Zoo scheiterte wohl unter anderem daran, dass die Heidelberger Löwen keine reinblütigen löwen sind, sondern Mischlinge aus asiatischen und afrikanischen Löwen, weshalb man Josef schlecht zur Reinzucht in ein neues Rudel integrieren kann.
    Die neugestaltete Mähnenrobbenanlage ist wirklich sehr schön gestaltet und für mich ein guter Beweis, das man auch mit wenig Mitteln und Aufwand viel Wirkung erzielen kann. Die Beton-Optik ist jetzt geschickt hinter Kunstfelsen verschwunden, ein eingebautes Fenster ermöglicht neue Einblicke in die Robbenanlage und ein "Whirlpool" bringt Abwechslung in den Alltag der Mähnenrobben.
    Neu in Heidelberg gestaltet ist auch der Eingang zur Vogelanlage, die man nun durch eine begehbare Südamerika-Voliere betritt. Neben einem gläsernen Teich, der den Besuchern erlaubt, die Argentinischen Ruderenten auch UNTER Wasser beim Schwimmen zu beobachten, leben in dieser schön gestaltenen Anlage Grunarassaris, Helmhokkos, Rotschnabeltinamus, Perutriele und Weissgesichtsseidenäffchen.
    Also Kopf hoch, es tut sich eben DOCH was in Heidelberg :-)
    (03.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Sven P. Peter
    Naja der Serengeti Park Hodenhagen hat zumindest einen kastrierten Junglöwen nebst seiner drei Schwestern aus dem Allwetter Zoo Münster aufgenommen. Allerdings muss man dazu sagen, dass die ja auch schon einen "bemähnten" Löwen haben. Glaube für einen Laien ist ein unbemähnter Löwenmann gar nicht als solcher zu erkennen und wenn ich ehrlich bin, den Kastraten aus Heidelberg hatte ich auf den ersten Blick auch für eine etwas zu gut beleibte Löwin gehalten.
    (02.09.2006)
    Sven P. Peter:   Wenn das nun nicht klappt, werden sie ihn nie mehr los, welcher zoo will schon einen Löwen ohne mähne...
    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Ehrlich gesagt habe ich mich ja selber schon gefragt, warum er nicht schon früher kastriert wurde, immerhin lebt ja noch ein zweites kastriertes Löwenmännchen in der Heidelberger Gruppe und hat sich dort prima integriert. Kann man nur hoffen, dass es bei Josef genauso gut funktioniert, auch wenn ihn der Eingriff dann ebenso seine wunderschöne Mähne kostet. Aber Löwen sind ja zum Glück nicht so eitel wie wir Menschen .. Toi Toi Toi für Josef.. und danke für die Info !
    (02.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ich kann etwas Licht in die Situation um Josef bringen. Nach Auskunft von Frau Figura, Zoo Heidelberg, wurde "Josef" inzwischen kastriert und sobald sich sein Hormonspiegel neu eingestellt hat, wird erneut versucht "Josef" wieder in die Heidelberger Löwengruppe zu integrieren.Ich freue mich, dass so wieder Hoffnung für "Josef" besteht und drücke fest die Daumen dass es funktioniert. Es konnte nämlich kein Platz in einem anderen Zoo für ihn gefunden werden.


    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Leider steht auf dem Infoschild an Josefs Innenkäfig auch nichts genaues, daher weiss ich nicht wie intensiv wirklich nach einem neuen Zuhause für ihn gesucht wird. Werde aber voraussichtlich mirgen den heidelberger Zoo wieder besuchen und wenn ich einen Pfleger "erwische" frage ich gerne mal nach.

    (02.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Ja ich freue mich sehr für Twiggy und Menelaos, zumal sie ja im Gegensatz zu ihren Vorgängern auch noch die benachbarte ehemalige Java-Leoparden Anlage als zusätzlichen Raum zur Verfügung haben. Um auf Josef zurückzukommen: Zur Zeit kommt er ja nur Nachmittags bis Abends auf die Freianlage, wenn die restliche Gruppe drinnen ist. Aber so ein Schichtbetrieb für eine Anlage kann weder für Josef noch für seine Artgenossen dauerhaft zufriedenstellend sein. Wie läuft das denn ab, wenn der Zoo Heidelberg schreibt, es wird versucht Josef in einem anderen Zoo unterzubringen.Frägt Heidelberg da eher sporadisch bei verschiedenen Einrichtungen an ? Einen zuständigen EEP-Koordinator gibts ja für dieses Tier nicht.
    (02.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @ZooFanKarlsruhe
    Naja es könnten sich ja andere Zoos ein Beispiel an "Deinem" Zoo nehmen, Menelaos und Twiggy sind ja auch "Löwensenioren" aus Hodenhagen und dürfen jetzt bei Euch die Rente geniessen. Hoffentlich findet auch Josef bald einen schönen Altersruhesitz. Schlimm ist ja nicht mal, dass er alleine sitzt, immerhin ist er in einem Alter in dem auch in der freien Natur meistens kein Rudel mehr haben und alleine umherstreifen. Das Problem ist meiner Ansicht nach eher, dass er eben kein eigenes Aussengehege hat und darum so viel Zeit drinnen verbringen muss. Vieleicht sollten wir uns mit Josef mal bei "Herrchen gesucht" bewerben ? (Kleiner Scherz am Rande).
    (01.09.2006)
    Sven P. Peter:   Da bist ja nich mehr auf dem Laufenden:

    Babsi is schon lange tot. Zwei Berberlöwinnen aus Neuwied und der Kater Paule sind da. Platz wäre für den Josef dort auch, wenn die Uralt Hyäne oder der Uralt Puma mal den Löffel abgibt.
    (01.09.2006)
    Hannes:   Sollen nicht nach berlin neue Löwen wenn das älteste Weib gestorben ist?
    (01.09.2006)
    Sven P. Peter:   Viele Zoos haben freie Plätze für Großkatzen, doch überflüssige Löwen will niemand. Im Berliner Zoo haben die Löwen 5 riesen Innengehe, für 3 Löwen. Da könnte Josef super rein. Aber auf uns Zoofans hört ja keiner...
    (01.09.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Josefs Situation besteht ja schon mindestens seit Mai diesen Jahres. Ich hätte vermutet, dass er eher eine neue Bleibe findet. Sind die Plätze für Zoolöwen derzeit so eingeschränkt, dass sich für Josef kein Abnehmer findet ?
    (01.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Dennis
    Ja, es ist in der Tat nicht schön, von einem Pfleger angeschnauzt zu werden, wenn man eine Frage hat. Ist mir selber allerdings im Zoo Heidelberg noch nie passiert.
    Der gute Josef war früher Rudelführer bei den Heidelberger Löwen, nachdem er aber wegen Krankheit einige Zeit vom Rudel separiert werden musst, übernahm zwischenzeitlich ein anderes Männchen ( mir fällt sein Name grade nicht ein) die Führung. Leider konnte sich Josef nicht mehr integrieren und muss deshalb seperat gehalten werden, soweit ich weiß, darf er die Außenanlage aber trotzdem nutzen, nur eben im Wechsel mit dem Rudel. Laut Schild am Innenkäfig wird für Josef ein neues Zuhause in einem anderen Zoo gesucht, drücken wir ihm mal die Daumen, dass das klappt.
    Und versteh das auch bitte nicht als Angriff, ich finde es gut, wenn Du Dir Gedanken über das Wohlbefinden der Zootiere machst, wäre ja schlimm, wenn man als Besucher alles hinnehmen würde/müsste, ohne sich seine Gedanken darüber machen zu dürfen. Aber mir persönlich gefällt der Zoo Heidelberg eben sehr gut, es tut sich immer was und ich bin gerne dort. Aber das ist eben nur MEIN eigene subjektives Empfinden. Gibt ja auch genug Menschen, die generell gegen die Zootierhaltung sind, auch das muss man akzeptieren.
    (01.09.2006)
    Dennis:   Ich weiß das es 2,0 Schopfhirsche sind..
    Das Löwenmännchen Josef war in einem winzigen Innenkäfig, aber erst, nachdem er sich mit dem anderen Männchen gefetzt hat..
    Ich habe auch nicht geschrieben das der zoo katastropal war, nur stark verbesserungswürdig in mehreren Bereichen. und gerade solche Sachen wie mit dem Tapir-wasserbecken, wo mich der Pfleger so abgefertigt hat, machen auch einen Teil eines eher schlechten Gesamtbilds aus..
    (01.09.2006)
    Konstantin Ruske:   Wenn Kritik so impulsiv geäußert wird, wie gleichzeitig an anderer Stelle gegebene Informationen ( siehe Schopfhirsche) übersehen werden, sagt das viel über die Fundierung der getroffenen Beanstandungen aus. Ich wünschte mir manchmal gerade von den " Jungen Wilden" etwas mehr Bedacht und Selbstprüfung, auch in deren eigenem Interesse,als respektabler Diskursteilnehmer wahrgenommen zu werden.
    (01.09.2006)
    Jennifer Weilguni:   @cajun
    Schön, dass Du meiner Meinung bist, auch ich besuche den Zoo Heidelberg gerne und oft und freue mich, dass sich von Besuch zu Besuch immer mehr zum Positiven verändert. Die meisten zoologischen Einrichtungen sind ja in ständiger Bewegung und vor allem Heidelberg zählt dabei zu meinen persönlichen Favoriten.
    @Karsten Vick
    Ja, auch bei der neuen Tigeranlage, die an den alten Aussenkäfig angeschlossen ist, lässt sich prima vorher/nacher vergleichen. Ich persönlich finde die neue Tigeraussenanlage mit ihren zahlreichen Versteckmöglichkeiten wirklich sehr gelungen und tiergerecht gestaltet.

    Übrigens, mir ist doch noch ein Zoo mit optisch ansprechenden Raubkatzen-Innengehegen eingefallen, zumindest finde ich persönlich die im Katzendschungel des Frankfurter Zoos sehr schön.

    (01.09.2006)
    Karsten Vick:   Ich war bisher nur 1x in Heidelberg, habe also nur eine Momentaufnahme mitgekriegt und kann über die Entwicklungsgeschwindigkeit nichts sagen. Auf jeden Fall gab es nebeneinander alte runtergekommene Anlagen, wo teilweise wirklich der Putz bröckelte, und ganz nett gemachte neue Gehege. Am besten fand ich die neuen Kleinkatzengehege, die um die alten herumgebaut wurden, wo die alten Käfigwände ganz toll mit integriert waren. Da hatte man den direkten Vergleich der alten und neuen Platzverhältnisse. Damals war für mich besonders der Vogelbestand interessant, heute würden mich wohl die seltenen Kleinraubtiere begeistern.
    (31.08.2006)
    cajun:   Vielleicht (fänd ich gut) steigt *Dennis* ja noch in die Diskussion ein?
    Dann könnte er noch mal differenzierter berichten.
    (31.08.2006)
    Stefan Schubert:   Sicherlich hat Heidelberg noch Schwachstellen, aber die Mannschaft ist sichtlich bemüht diese zu beseitigen und wenn manche Aktion nur eine Zwischenlösung oder ein Behelf ist, aber es tut sich was!!!! Nur in wenigen Zoos im Süden bekommt man (als Auswertiger) so viel neues geboten wie hier zwischen zwei Besuchen. In den letzten Jahren wurde die Innenhaltung im Menschenaffenhaus verbessert, die Anlagen der Kleinkatzen, einigen Vögeln und der Eulen vergrössert und verbessert, sowie ein neues Tigerfreigehege erstellt. Seit meinem letzten Besuch im Juni erstellte man hier eine überarbeitete Robbenanlage quasi über Nacht. Klar ist, dass die Mitarbeiter nun den grössten Teil ihrer Energie in die Erstellung eines neuen Elefantenhauses stecken und umso bedauerlicher ist der Rückschritt dieses Engagements durch den Tod von Maya. Ich bin kein grosser Elefantennarr, aber ich würdige die hiesigen Bemühungen! Parallel zum Elefantenhaus laufen auch noch Planungen zur Schaffung grösserer Aussenanlagen am Menschenaffenhaus und einer Art Tropenhalle für bedrohter Inselformen! Doch ist hier wie in jedem anderen Zoo auch das Geld ein grosses Problem! Ein Tropenhaus war früher bereits anstelle der heutigen Waschbär-Stachelschwein-Anlage angedacht, deren Graben ursprünglich einmal die Petze beherbergte! Auch die Lösung bei den Tieraffen gefällt mir, unter Einbezug grosser Teile des Publikumsbereiches den Tieren mehr Innenfläche zu geben! Die Aussenkäfige lassen sicherlich noch Wünsche offen, doch die Tiere haben scheinbar weniger Probleme damit wie wir!
    Alles in allem breche ich eine Lanze für Heidelberg und der Zoo hier ist für mich meine persönliche Nr.1 in BW! Aber das hatten wir schon in einem anderen Threat...;-)
    Dennoch Danke Dennis für die Anlassgebung dieser Diskussion, soll kein Genörgel sein!
    (31.08.2006)
    ZooFanKarlsruhe:   Also ich besuche sehr gerne den Zoo in Heidelberg. Diese Einrichtung macht einen sehr engagierten Eindruck auf mich. Am 29.07.2006 war ein sogenannter "Elefantentag" in diesem Zoo und da sammelte Direktor Dr. Wünnemann sogar persönlich unter den Zoobesuchern für das geplante neue Elefantenhaus. Ich kann zwar nicht für alle Pfleger dort sprechen aber die Elefantenpfleger sind sehr nett dort und haben stets Freude daran über ihre Arbeit mit den Tieren zu sprechen, wenn es die Zeit zulässt.
    Dass man Tiere mal nicht sieht, ist völlig normal in Zoos und für mich absolut in Ordnung, da sich nach meiner Einstellung der Besucher nach den Tieren zu richten hat und ich keine "Präsentiertellerplattformen" sehen will. Sicher kann man in Heidelberg wie überall sonst auch Schwachstellen finden, wenn man sie sucht aber Insgesamt ist diese Einrichtung für mich auf dem Weg nach oben im nationalen Zoovergleich.
    (31.08.2006)
    cajun:   @Jennifer Weilguni: Ich finde Heidelberg ist ein netter Zoo, in dem man spürt, dass viele Mitarbeiter versuchen die Haltung der Tiere zu verbessern. Ich war selbst letztes Jahr im Dezember das erste Mal dort und hatte positive wie negative Eindrücke von der dortigen Tierhaltung.
    Besonders beeindruckt hat mich das Engagement im Falle "Maya". Habe damals lange mit einer Pflegerin über die Elefantenkuh und den Einsatz der Feuerwehr gesprochen.Alle Mitarbeiter mit denen ich zu tun hatte, waren sehr freundlich und auskunftsbereit.
    Und da ich hier viele Meinungen Platz haben: Ich komme auf jeden Fall gern mal wieder und begutachte die weitere Entwicklung :-)
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   @Dirk K Oh, entschuldigung, stimmt, in München halten sie ja auch ein Pärchen zusammen.. da bin ich wohl einfach zu Wilhelme fixiert gewesen, aber weil ich mir nicht 100 % sicher war auch das Fragezeichen hinter meiner Aussage. Danke für die Berichtigung.
    @ Hannes
    Doch, natürlich darf der Zoo Heidelberg kritisiert werden, aber wie gesagt eben nicht NUR, denn hier werden Punkte angesprochen, die ja nicht nur speziell den Heidelberger Zoo betreffen, sondern auch in vielen anderen Zoos so gehandhabt werden. Ich finde es eben schade, wenn es so rüberkommt, als seien z.B. kleine und optisch wenig ansprechende Raubkatzen- Innenkäfige ein reines Heidelberger Problem, wie gesagt ich persönlich habe noch in keinem Zoo ein wirklich schönes Raubkatzenhaus gefunden. Wie gesagt JEDER Zoo hat eben auch ein paar "Mangel" die noch zu beheben sind, aber zum Glück arbeiten ja die meisten Zoos daran.
    (31.08.2006)
    Zoosammler:   Ich war zwar noch nie in Heidelberg, aber Folgendes:
    1.) Nicht alle Tiere zu Gesicht zu bekommen, ist weder grundsätzlich positiv noch negativ zu bewerten. Das kann die verschiedensten Gründe haben - negative wie positive.
    2.) Vielgelobt? "Vielkritisiert" ist das einzige, was mir zu allem einfällt, was ich bis jetzt über das Heidelberger Menschenaffenhaus gehört habe.
    3.) Das mit dem Rosinenkasten ist natürlich ein ausgesprochen frustrierendes Erlebnis. So können die schönsten Ideen, manchmal das Gegenteil dessen bewirken, was sie sollen.
    (31.08.2006)
    Hannes:   Wieso darf man den Zoo Heidelberg nicht ins Kreuzfeuer nehmen? Immer nur Berlin und Zoom kritisieren find ich langweilig. außerdem hab ich heidelberg noch nicht gesehen und ich will nicht nur positive dinge hören.
    (31.08.2006)
    Dirk K:   Tapire werden meistens in Paaren, manchmal auch in kleinen Gruppen gezeigt. Die Wilhelma z.B. hat noch einen einzelnen Schabrackentapirmann.
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   Huch, der Fehlerteufel. AN einem neuen Elefantenhaus wird natürlich nicht gespart, sondern FÜR das neue Elefantenhaus :-)
    (31.08.2006)
    Jennifer Weilguni:   Also, ich weiss nicht, ob man den Heidelberger Zoo drmaßen angehen sollte. Zugegeben, die Behausung der Waschbären und Stachelschweine ist optisch nicht grade ansprechend, aber "klein" ?? Also klein kommt mir die eher nicht vor. Und dass man nicht bei jedem Zoobesuch immer alle Tiere zu sehen bekommt, ist doch gerade ein Plus, zeugt es doch von guten Versteckmöglichkeiten für die Tiere. Und was die Löwen und Tiger angeht .. also der einsame Löwenkater Josef tut mir ja schon ein bisschen leid, aber was die Innenkäfige angeht, so fällt mir jetzt spontan kein anderer Zoo ein, der jetzt besonders größere oder schöner gestaltete Innenkäfige hat. Wie schon richtig bemerkt, an einem neen Elefantenhaus wird ja fleissig gespart, die Aussenanlage finde ich super. Ich glaube jeder Zoo/Tierpark hat seine "Schandflecken" aber grade darum wird ja immer weiter fleissig gebastelt und geplant. Und werden Tapire nicht in den meisten Zoos einzeln gehalten, da Einzelgänger? Was die doch eher subjektive Meinung der Mutter zum Thema Schimpansenverhalten anging zeugt ja auch eher von deren Unwissenheit, als über die Haltungsbedigungen im Zoo. Bitte nicht falsch verstehen, finde Kritik an Zoos nicht generell schlecht, nur so können sie sich weiter entwickeln, aber jetzt speziell den Zoo Heidelberg ins Kreuzfeuer zu nehmen..?
    (31.08.2006)
    Sven P. Peter:   Ach ja: Die Waschbären und Stachelschweine haben einen Teich im Gehege.
    (31.08.2006)
    Sven P. Peter:   Alle Löwen zusammen? Ich denk der Josef ist nun dauerhaft von denen getrennt.
    (31.08.2006)
    Dirk K:   Waren es nicht 2,0 Schopfhirsche?

    Maya ist schon tot, seit neuestem ist Jenny aus Hagenbeck da, könnte der Grund sein, warum Ilona drinnen war.
    (31.08.2006)
    Dennis:   Dem könnten wir einen eigenen Thread machen:
    Mein Besuchsbericht:

    Insgesamt fand ich den Zoo mehr schlecht als recht. Viele anlagen sind auf jedenfall in nächsten Jahren zu verbessern!
    Ich fing mit der Watvogelvoliere an, ganz in Ordnung, dann kamen die Anlagen der Mähnenwölfe und Kleinraubtiere, wo ich bis auf die Rohrkatzen und die Mauswiesel kein Tier sah!
    Das Afrikahaus ist nun neu gestaltet worden und es werden gerade zwei Terrarien zusätzlich zu der Tigerphython eingerichtet.
    Die Wasservogelteiche waren in Ordnung. Die Tigeraußenanlage fand ich auch hübsch aber dann das Haus! Ewig viele elende kleine Käfige, die mit Naturboden und Bambusstangen wenigstens ein bisschen Natürlichkeit erwecken. Dann noch luchse in einem verglasten rundkäfig und 5 Löwen auf winziger Außenanlage. Die neue Elefantenanlage dagegen gut, das Haus nicht, aber man baut ja schon kräftig.
    Weiß jemand warum Ilona nicht raus darf? Sie stand den ganzen Tag nur im Haus, während Maya draußen mit zwei Axishirschen im Schlepptau rumzog.
    Dann die Stachelschwein-Waschbäranlage: Ein kleines Betonloch ohne jegliches Wasserbecken, Felsen oder Bepflanzung.
    Dann die Mähnenrobbenanlage war eines der besten dinge. Danach ein einzelnes Schabrackentapirmännchen in einer kleinen, dunklen Anlage ohne Wasserbecken. Ich fragte den Tapirpfleger, ob das Tier eine Partnerin bekommen würde, er sagte vermutlich nicht, auf meine Frage: "Warum hat das Tier den kein Wasserbecken", schnäuzte er nur: "Braucht der nicht" und lief dann weg...
    Am besten waren die Schopfhirsche!
    Ein prachtpärchen, ich verweilte fast eine halbe Stunde dort und konnte neben einem Deckversuch! auch beobachten, wie sich das Männchen auf die Hinterbeine aufrichtete und Holunderbeeren vom Gehegerand pflückte. das vielgelobte Menschenaffenhaus war in Ordnung, aber ich finde die Aussenanlagen schlecht.
    ein Schimpane trommelte gegen einen Rosinenkasten, und eine Mutter erzählte ihrem kind, das er das täte, weil er so scghlecht gehalten würde!
    Auch das kleine affenhaus war furchtbar. Die Gayale haben ein jungtier.
    Achja und eas sind 6 Gürtelvaris und nicht vier.
    Es gäbe noch mehr zu erzählen, aber jetzt reichts erstmal, denke ich.
    (31.08.2006)

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    Klaus Schüling, 10. Feb 2009



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