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    Zoos in Asien

    Adrian Langer:   http://www.themenportal.de/kultur/tierschutzorganisation-kritisiert-tiergarten-nuernberg-wegen-geschoenter-besucherzahlen-und-fordert-beendigung-der-delfinhaltung-60896

    In einem japanischen Zoo soll nun ein System zur Überwachung der Zootiere installiert werden.
    (12.02.2018)
    Adrian Langer:   https://www.gala.de/lifestyle/galaxy/tierschutz--in-china-eroeffnet-ein-neuer-zoo---und-zwar-ganz-ohne-tiere-21560424.html

    In China hat der erste virtuelle Zoo eröffnet. Eine echte Alternative? Ich bin mir da nicht ganz sicher!
    (07.02.2018)
    Oliver Muller:   @Sach: Oder so... ja ;-)
    (05.10.2016)
    Tim Sagorski:   Regenwaldzoo?

    Wenn ich einen Regenwaldzoo definieren müsste, käme dieser dem normalen Singapore Zoo, genau wie der Night Safari relativ nah...

    Ich kann mir nicht vorstellen, wie man einen noch regenwaldigeren Zoo als die beiden (mit freikletterenden Orangs, Siamangs und Languren, vielen südostasiatischen Regenwald-Großsäugern und Krokodil-Freianlagen) bauen könnte.
    (05.10.2016)
    Sacha:   @Oliver Muller: Äh.. Ich würde mal in diesem Thread etwas nach unten scrollen, da dürfte der eine oder andere Tipp dabei sein...
    (05.10.2016)
    Oliver Muller:   Hat mal jemand aus dem Forum eine Tour durch die Zoos in Singapur gemacht und kann Tipps dafür geben? Danke!
    (05.10.2016)
    Hannes Lueke:   Habe etwas falsch interpretiert
    Das gesamte Gelände welches in Mandai für den Ökotourismus genutzt werden soll hat 126ha
    Der neue Vogelpark wird 17 ha haben (der Alte 20ha)
    Der Regenwaldzoo wird 12,5 ha haben. Auf den Unterschied zum Zoo und Night Safari bin ich hier gespannt
    (04.10.2016)
    Sacha:   Das mit dem Umzug stimmt. Der neue Vogelpark wird neben den bestehenden Einrichtungen (Zoo, Night Safari, River Safari) zu liegen kommen. Ausserdem ist ein weiterer (Dschungel-)Zoo geplant. Aber bist Du sicher mit den 126 ha. Das erscheint mir dann doch sehr gross. Sind es nicht eher 12.6 ha?
    (04.10.2016)
    Hannes Lueke:   Der Jurong Bird Park Singapur wird in diesem Jahr schließen und in 2020 in einem anderen Stadtteil auf 126 ha neu eröffnet werden.
    (04.10.2016)
    Michael Mettler:   Das war wieder so ein Fall, wo die Antwort auf einen Beitrag im Thread kurioserweise unter den Beitrag gerutscht ist. Mein Nordhorn-Hinweis von gestern war nämlich auch schon eine Antwort auf den Post von Jörn Hegner.
    (02.05.2016)
    Hannes Lueke:   Waldbison mit Halsbandpekari gibt es in Nordhorn zu sehen. Anfänglich geplant waren zusätzlich noch Nasenbären. Laufgänge zwischen der Nasenbär und Bisonanlage gibt es bereits.
    (02.05.2016)
    Jörn Hegner:   ein zoo in tokyo ( japan ) entweder der tama oder ueno hält doch präriebisons zusammen mit halsbandpekaris in einen gehege habe ich in einen zooführer davon abgebildet gesehen . auch keine schlechte idee , wenn sowas auch irdendwo in deutschland zu sehen gibts . ähnlich wie bei skansen in stockholm . zwar sieht man dort wiesente zusammen mit wildschweinen .
    (01.05.2016)
    Michael Mettler:   Wenn es statt Präriebisons auch Waldbisons sein dürfen, dann gibt es eine Vergesellschaftung mit Halsbandpekaris bereits seit einiger Zeit in Deutschland, nämlich in Nordhorn.
    (01.05.2016)
    Hannes Lüke:   In der Night Safari ist gegenüber den großen Kantschilen ein Kantschil als spec. Ausgeschildert
    Gefärbt wie ein großes aber groß wie ein Kleinkantschil

    Die Muntjaks sind nebenbei Muntjacus Muntjak
    (17.05.2015)
    Tim Sagorski:   Vier Kantschilarten ?

    Ich komme, nach meinem Besuch, "nur" auf drei :

    - Großkantschil (im Treetops-Bereich, bei den Nasenaffen und in der Night Safari)
    - Kleinkantschil (bei den Nasenaffen und in der Night Safari gesehen)
    - Fleckenkantschil (im Critters Longhouse)
    (07.05.2015)
    Hannes Lüke:   Ich sitze gerade noch im Singapur am Flughafen aber jetzt sind die Eindrücke von gestern ja noch frisch

    Viel getan hat sich seit Januar 14 nicht viel:
    Im Zoo wird viel gearbeitet und renoviert wobei der Bau einer Koalaanlage am bemerkenswerten ist.
    An neuen Arten seien weiße Löwen in der Night Safari erwähnt. Diese ersetzen die afrikanischen Löwen. Die mindestens 8 köpfige Gruppe asiatischer Löwen existiert noch.
    Ansonsten sind beeindruckend immer wieder beeindrucken welche Arten gehalten werden und zum Teil in welchen Massen
    Gezählt 4,11 Barbirusa sowie in gemischter Gruppe mindestens 12 Gaure
    4 Arten von Kantschilen wobei eine unbestimmte Art dabei ist.
    In die 2 Millionen Liter fassende Seekuhanlage (6 Tiere gezählt wie 2014 wobei 1 sehr kleines Jungtier dabei war) sind zu den Welsen als Nebenbesatz nun adulte Arapaima gezogen. Ein Wahnsinns anblick

    Nasenaffen in der Zuchtgruppe 1,3,1 sowie eine Junggesellengruppe. Dort jedoch nur 1,0 gesehen.

    Leoparden UA ist weder in Zoo noch Night Safari ausgeschildert

    Kleideraffen haben leider nur einen Rücken gezeigt

    Koboldmakis leider diesmal unsichtbar, Schuppentier am schlafen dafür passable Bilder von diversem Nachtgetier gemacht. Ich bin kein Technik Freak aber jetzt verstehe ich warum hier in jeder U Bahn Station Werbung für die iPhone 6 Kamera gemacht wird. Das Teil rockt!

    Die Amazon River Safari im River Zoo kostet 5 Dollar extra und dauert rund 15 Minuten

    Man rast wirklich gefühlt an ganz netten Gehegen vorbei. Nicht der hit, auch Artentechnisch nicht.

    Ansonsten war ich zum ersten Mal im Aquarium (s.e.a.) der Stadt auf Sentosa. Für 38 Dollar wäre ich enttäuscht aber wir konnten die Karten übers Hotel für 15,- bekommen da war es top!

    Ich mag Aquarien aufgrund der Enge eigentlich nicht besonders und hier ist es nicht anders gewesen, die Arten entschädigen dies zum einen (Mantas, Seedrachen) die Masse der Fische zum anderen. So stelle ich mir die Affenköfige zur Eröffnung des Duisburger Äquatorium vor. Alleine im Haitunnel rund 30 Haie darunter Weispitzen, Schwarzspitzen, Hammer, Ammen und Riffhaie sowie mindestens 2 weitere Arten
    So sehr man sich den Naturschutz im Zoo auf die Flaggen schreibt so wenig nachhaltig kann ich mir diesen Kommerzbunker vorstellen.

    Ach zum Eintritt: vor 2 Jahren 83 Dollar für 3 Zoos bezahlt, dieses Mal 98 Dollar
    Der ganze Tag inkl Essen, Getränke und Eis hat rund 250 € gekostet
    Und unsereins heult weil man in Deutschland bei fast 20 € in den städtischen Zoos ist.
    Man muss aber dazu sagen Singhalesen bekommen immense Rabatte


    (06.05.2015)
    Oliver Müller:   @ Hannes Lüke:
    Da habe ich doch glatt ein Wort vergessen: ich meinte regionale LEOPARDEN-UA
    (04.05.2015)
    Tim Sagorski:   Na, da geben wir uns ja fast die Klinke in die Hand, Hannes...

    War vorletzte Woche beruflich in Singapur und habe ebenfalls Zoo und Night Safari besucht...

    Bin immer noch begeistert von beiden Parks und den gezeigten Arten.

    Also, dir nochmal viel Spaß
    (04.05.2015)
    Oliver Müller:   @Hannes Lüke:
    Es wäre toll, wenn du mal auf die Bestände an Nasen- und Kleideraffen und an regionalen-UA in Singapur achten könntest.

    Und ansonsten wäre ich wahnsinnig gespannt auf Berichte aus allen Einrichtungen in Singapur oder Australien - je ausführlicher und konkreter, umso lieber ;-)
    Vielen Dank schon mal vorab!!!
    (03.05.2015)
    Hannes Lüke:   Auf die River Safari bin ich wahnsinnig gespannt
    Ich bin nun zum 3. mal in Singapur und stand 2 mal wegen Wartung vor geschlossener Schranke
    Nun haben wir den Urlaub nach den Wartungsarbeiten gelegt 😃am 4.5 ist Wartung am 6.5 kommen wir
    (02.05.2015)
    Sacha:   @Hannes Lüke: Bin gerade selbst aus dem Urlaub zurück (Florida zum 8x) und kann Dir nur viel Vergnügen wünschen.
    Bin gespannt, wie Dir der Boat Ride im River Safari Park gefällt (soll ja schade ums Geld sein, da man im Mördertempo an den Tieren vorbeirast) und ob Dir trotz Blitzverbot im Night Safari Park Fotos von Riesengleithörnchen, Schuppentier, diversen Schleichkatzen und Schweinsdachs gelingen.

    Noch ein Tipp: Singapur ist in den letzten 10 Jahren viel teurer geworden. Unbedingt Kombikarten kaufen.
    (02.05.2015)
    Hannes Lüke:   Soooo Urlaubsplanung steht endlich
    Morgen geht es los nach Singapur
    Soll ich für jemanden nach etwas bestimmten Ausschau halten in den Zoologischen Einrichtungen?

    In Australien geht es weiter. Dort besuchen wir wohl nie den Northern Territory Wildlife Park
    (02.05.2015)
    WolfDrei:   Da gerade die Rede von Guangzhou war: südchinesischer Elefantenzuchtbulle in G = Kanton; Sept.1994
    (19.11.2014)
    Carsten Horn:   Ich hab bei der Recherche nach Hippos einen Zoo, einen Krokodilpark und einen Safaripark in Guangzhou gefunden, ob die alle noch aktuell sind, weiß ich aber nicht...
    (04.07.2014)
    Hannes Lüke:   Forenmenschen!
    Hier waren doch schon einige in China.
    Ich bin gerade mitten in meiner Urlaubsplanung zum Ende des Jahres (bei Urlaubspiraten gibts schicke Flugangebote mit der Strecke Manila->Guangzhou->Bangkok. Für erstes und Letztes habe ich schon einiges an Programm (für Tipps bin ich dankbar) aber Guangzhou ist noch planlos.
    Kennt sich vor Ort bzw im Großraum jemand aus und kann mir sagen wie ich meine Tiersucht befriedigen könnte?

    Danke im Voraus
    (04.07.2014)
    Hannes Lüke:   Im Moment lebt in Singaour nur INUKA. Aus irgendeinem Grund war ich der Meinung es ist ein Weibchen, ein Geschlechtsmerkmal konnte ich aber auch nur in einem meiner Unterlagen finden wo steht, dass Inuka schnell auf die doppelte Größe seiner Mutter gewachsen ist.
    Inuka ist jetzt 24 Jahre alt und der erste in den Tropen geborene Polarbär. Vor Jahren war noch der Plan Ihn an einen europäischen Zoo abzugeben was aber (angeblich auf Anraten des Zuchtbuchführers) verworfen wurde. Inukas Mutter ist nebenbei eine deutsche Nachzucht, sein Vater ein kanadischer Wildfang.

    (30.06.2014)
    WolfDrei:   @Hannes Lüke: Noch eine Frage zu dem Eisbär. "Damals" gab es nur eine Abschattung, zumindest der Besucher stand in einem gekühlten "Shelter"-Keller vor der Scheibe. Es handelte sich um Mutter und Sohn, wobei die Mutter schon 25 Jahre alt war. Das jetzige Tier schein dann der Sohn zu sein?
    (27.06.2014)
    WolfDrei:   Upps! Sehe gerade in der ZTL, dass Kronberg vor 50 Jahren einen "Spanier"-bock hatte.
    (27.06.2014)
    Hannes Lüke:   @WolfDrei, ganz ehrlich bei meinem ersten Besuch 2013 habe ich nur Steinböcke gesehen und nicht im Detail drauf geachtet was auf der Beschilderung steht. Bei meinem zweiten Besuch in diesem Frühjahr waren garkeine Steinböcke mehr vorhanden im Plan aber als Nubian Ibex verzeichnet. Da haben mir wohl meine Erinnerungen einen Iberier aus dem Ibex gemacht

    Die Manatis sind ausgezogen und auf der Anlage leben heute unsichtbare Seelöwen und Pelikane vor einer Showtribüne. Daneben eine nette kleine Pinguinaußenanlage mit benachbartem Kühlhaus (Humboldt meine ich)
    (27.06.2014)
    Sacha:   Oha, WoldDrei war wieder aufmerksamer als ich. Ich nehme an, bei den "Iberischen" Steinböcken handelt es sich in Hannes' Bericht um einen Flüchtigkeitsfehler. Zumindest 2013 waren's noch Nubier.
    (27.06.2014)
    WolfDrei:   @Hannes Lüke: dann seien 2 Fragen erlaubt:
    1. Ich war im April 07 in Singapur, damals war die “Äthiopienanlage” mit Steinbock und Mantelpavian und die begehbare Känguruhanlage gerade eröffnet worden, Hauptattraktion war allerdings die Bewerbung eines weißen Tigerpaares. Sacha erläuterte schon, dass in der Freianlage die Steinböcke eine recht kleine Anlage oben links hatten, wohl auch keine “Durchmischung” durch Elektrodrähte stattfand. Aber zum Steinbock - ich sah damals “nur” Nubische. Spanien hat es nach dem 2. Weltkrieg geschafft, mit nur einer Ausnahme keine Iberiensteinböcke aus dem Lande herauszulassen (allerdings kann bei Hinterlegung “einiger“ Dollars geschossen werden) - als Gegenstaatsgeschenk nach China für die Madrider Pandas. Von dort kam nach guten Zuchterfolgen in Shanghai ein Paar etwa 1998 nach San Diego. 2011 waren dann die Iberer in Shanghai nicht mehr existent. Waren das also wirklich in Singapur Iberer?

    2. Damals war im “Tageszoo” die Pinguin-und Manatianlage wegen Neubaus gesperrt - wie sieht diese Anlage heute aus - sicher nicht in der Größe des “Flußzoos”?

    (27.06.2014)
    Hannes Lüke:   Gerne!
    Sollten noch Fragen bestehen nur raus damit...
    (27.06.2014)
    Oliver Müller:   @Hannes Lüke: Danke für den tollen Bericht!
    (26.06.2014)
    Michael Gradowski:   Danke für die Fotos. Die Anlagen sehen wirklich toll aus, vor allem die Paviananlage, und die der Seekühe ist wirklich beeindruckend, so sollten diese tollen Tiere gehalten werden
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Seekühe
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Paviane
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Kleine Pandas in der Halle
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Freifliegende und brütende Nimmersatte
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Marderhunde
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Kleideraffenanlage
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Erdmännchen
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Eisbärin - Außengehege
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Mal ein paar (schlechte) Fotos zu Singapur

    Affeninseln im Zoo
    (24.06.2014)
    Hannes Lüke:   Danke danke
    Singapur als Stadt ist wirklich ein Traum uns als Drehkreuz für Südostasiatische und australische Flüge genial für einen Stoppover. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war bei meiner diesjährigen Urlaubsplanung enttäuscht, dass Flüge nach Manila nicht über Singapur gehen :-D
    (24.06.2014)
    Gudrun Bardowicks:   Toller Bericht. Danke fürs Einstellen.
    (24.06.2014)
    Michael Gradowski:   @Hannes Lüke: Vielen Dank für diesen ausführlichen und sehr interessanten Bericht.
    (23.06.2014)
    Sacha:   @Hannes Lüke: Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich war selbst mehrmals in Singapur (zuletzt im Frühjahr 2013) und habe nichts hinzuzufügen. Prima gemacht.
    (23.06.2014)
    Hannes Lüke:   Im Januar habe ich einen Besuchsbericht über 3 Zoos von Singapur geschrieben mit Fokus auf den kleinsäugerbestand. Da er nicht mehr benötigt wird möchte ich ihn hier gerne einstellen. Er ist natürlich etwas veraltet aber vielleicht für Leute die noch nie da waren ganz interessant

    Singapur, das einstige verschlafene Hafenstädtchen im tropischen Regenwald Südostasiens ist mittlerweile zu der It-Metropole am Äquator geworden. Las Vegas gleiche Lichtshows, Hochhäuser, Finanzzentren, hunderte überklimatisierte Shopping Malls, Theater und Schnellzüge lassen einen schnell vergessen, dass man sich eigentlich in den Tropen befindet. Singapurs Regierung legt, neben seinen legendären und wirkungsvollen Sauberkeitswahn, sehr viel Wert auf Bildung. So überrascht es nicht, dass der Hamburg große Stadtstaat seinen Bürgern neben einem kommerziellen riesigen Aquarium und einem Meerestierpark einen der größten Vogelparks der Welt und 3 große Zoos bietet. Der Vogelpark und die Zoos suchen in Asien und auch in der westlichen Welt Ihresgleichen.
    Bietet der Vogelpark dem Kleinsäugerfreund nur eine wohl unvermeidbare Rattenplage sind die 3 Zoos, welche praktischerweise direkt neben einander liegen, ein wahres Kleinsäuger-Mekka. Den klassischen Singapore Zoo, den kleinen, auf die Flüsse der Welt spezialisierten River Zoo und den spektakulären Nachtzoo, der Singapore Night Safari kann man in einem recht langen Tag besuchen.
    Ein Kombiticket für die 3 Parks kostet 83 Singapurdollar (ca 48 €) und ist 1 Monat gültig. Einzelkarten kosten zwischen 25 und 39 Singapurdollar.
    Mein letzter Besuch beginnt im erst Ende 2013 fertig gestellten River Zoo. Als auf Flüsse spezialisierter Zoo ist er entsprechend reich an überraschend spektakulären Fischen, verschiedensten Reptilien und Amphibien. Trotzdem kommt auch der Säugetierfreund nicht zu kurz. Nach Flüssen sortiert beginnt die Reise am Mississippi. Hier begegnet einem auch schon der erste Kleinsäuger. Kanadische Biber teilen sich eine Anlage mit diversen Enten und nordamerikanischen Kleinfischen. Der große Unterwassereinblick, sowie der einsehbare künstliche Damm sind großzügig gestaltet und bieten den Tieren die Möglichkeit Ihr natürliches Verhalten voll auszuleben. Da Biber sich auch am Äquator nicht anders verhalten als in unseren Breiten bedeutet das den Tag zu verschlafen und für den Besucher ein unscheinbares Fellknäul zu sein. Es geht weiter vorbei an diversen Terrarien und Aquarien mit der Tierwelt Nord und Südafrikas, den riesigen Gavialen im künstlichen Ganges zu den ersten heimischen Säugetieren, den Javaneraffen. In der großen, reich begrünten Voliere mit großem verglastem Einblick lassen sich die Affen gut beim fressen spielen und was am interessantesten ist, beim Schwimmen und tauchen beobachten. Die Affen halten sich nicht nur in Ihrem Gehege viel am Wasser auf. Als eines der letzten großen Wildtiere Singapurs kann man die Affen noch wild im Zoo und in unmittelbarer Nähe rings um das große Wasserreservoir am Zoo bei der Suche nach Wasserpflanzen, Kebsen und Insekten am und im Wasser beobachten. Weiter vorbei an riesigen Süßwasserrochen geht es in das tropische Äquivalent zur Tropenhalle. Eine riesige gekühlte, mit Bambus und Kunstrasen bepflanze Halle für Katzenbären, große Pandas und Goldfasane. Gegenüber der kleinen Voliere des schönen aber bei uns sehr verbreiteten Hühnervogels liegt die von Kunstfelsen umgebene Anlage der kleinen Pandas. Das mit Bambus und Nadelbäumen bepflanzte Gehege bietet den Tieren reichliche Klettermöglichkeiten von denen die Kleinbären bei meinen beiden Besuchen auch ausgiebig Gebrauch machen. Eine solche Aktivität konnte ich in deutschen Zoos bislang eher selten bei kleinen Pandas beobachten. Obwohl die Anlage sehr neu ist Sie nicht besonders groß ausgefallen und bietet den Tieren kaum Versteckmöglichkeiten. Erfreulich für den Fotografen, ob es die Tiere belastet bleibt dahin gestellt. Über einen Baumstamm über dem Besucherweg gelangen die Kleinbären in Rückwärtige nicht einsehbare Absperrkäfige. Die Hauptbewohner der Halle, die großen Pandas haben umso größere reich bepflanzte und gut strukturierte Gehege und sind eine wahre Freude für den Besucher. Selten sieht man so aktive Großbären wie hier. Hat man genug vor den Tieren fürs heimische Fotoalbum posiert verlässt man durch den mit unfassbaren kitschigen Pandasouvenirs vollgestellten Geschenkeladen die Halle und wird erst einmal von der tropischen Schwüle erschlagen.
    Der zweite Parkteil ist der für Kleinsäugerinteressierte eigentlich interessante. Unter dem Titel „Wild Amazonia“ (wildes Amazonien) hat man die Möglichkeit auf einer kurzen Bootsfahrt, ähnlich wie sie auch in einigen unserer „Erlebniszoos“ angeboten wird, einen repräsentativen Einblick in die Südamerikanische Fauna zu bekommen. Während sich die Standard Zoo Besucher am ehesten an Jaguar, Halsbandpekari und Flachlandtapir erfreuen kommt hier besonders der Primatenfreund auf seine kosten. Neben Apellas, Goldkopflöwenaffen, Kaiserschnurbarttamarinen, Braunkopfklammeraffen und Lisztaffen sind als Raritäten die selten gezeigten Roten und Schwarzen Brüllaffen und die in Deutschland nirgends gehaltenen Rotrückensakis hervorzuheben. Alle Affenarten leben auf reich begrünten und gut strukturierten Anlagen. Als weitere, recht häufige Kleinsäuger kann man mit etwas Glück Große Ameisenbären, Pampashasen, Nasenbären, Wasserschweine, Zweizehenfaultiere und Agutis im dichten grün ausmachen. Verlässt man die Bootsfahrt kommt man vorbei an in Ihrer dicht bepflanzten Voliere nahezu unsichtbaren Jaguarundis zu eine riesigen Voliere für Totenkopfaffen. Die Tiere beweisen sich während meines Besuchs als sehr neugierig und zahm obwohl das asiatische Publikum sich vorbildlich an das Fütterungsverbot hält und Verstöße sofort durch anwesende Touristen unterbrochen werden.
    Als letzter Kleinsäuger wird im „Amazon Flooded Forest“ der Riesenotter präsentiert. Die Anlage selbst ist recht spartanisch eingerichtet, fällt jedoch wie die meisten anderen Gehege großzügig aus. Als Besonderheit sei erwähnt, dass der obligatorische Unterwassereinblick hier ein begehbarer Tunnel ist. Wenn die Tiere sich mal zeigen ist es ein tolles Bild sie über dem Kopf hinweg schwimmen zu sehen. Auch wenn das nächste und den Zoo abschließende Becken nicht von einem Kleinsäuger belebt wird muss es erwähnt werden. Das 2 Mio Liter Wasser fassende Manatibecken mit einem Besatz von 6 Tieren ist absolut beeindruckend. Durch eine gigantische Scheibe sieht man diese stolzen Tiere durch einen künstlichen, gefluteten Wald schweben, eine Haltung die Ihresgleichen sucht.
    Nach ca. 2 Stunden waren wir mit dem Besuch im River Zoo durch und es ging direkt weiter in den benachbarten Singapore Zoo.
    Dieser klassische, 1973 eröffnete, zoologische Garten bietet dem Besucher auf 28 ha einen guten Überblick der Weltweiten Tierwelt wobei die asiatische Fauna den Schwerpunkt bildet. Im Gegensatz zur von Bauwerken wie großen, klimatisierten Tierhäusern und Kunstfels dominierten River Safari hat der Zoo noch seinen waldigen Charakter behalten. Auf den sauberen, asphaltierten und von altem Baumbestand beschatteten Wegen geht vorbei an allen Tiergruppen welche der Otto-Normal-Besucher erwartet. Besonders kommt auch hier wieder der Primatenfreund auf seine kosten. Direkt hinter dem Eingang wird man von freilaufenden Lisztaffen begrüßt. Die Tiere leben in einer vom Besucherweg umrundeten Grünanlage mit reichlich Kletter- und Unterschlupfmöglichkeiten sowie Futterplätzen. Die Affen scheinen die Anlage als Ihr Revier angenommen zu haben und bewegen sich, trotz Besucherweg als einzige Trennung zur nächsten Vegetation nur in dieser. Bewegt man sich gegen den Uhrzeigersinn durch den Park gelangt man auch schon zur ersten Rarität und Spezialität des Zoos. Eine Junggesellengruppe Nasenaffen teilt sich eine einfach erstellte jedoch umso größere Voliere mit einem paar Doppelhornvögel. Wie schon im River Zoo kann man auch hier die nicht wasserscheuen Affen Unterwasser beobachten. Außer einem der allgegenwärtigen Bindenwarane der sich wohl auf der Suche nach Futter ins Gehege geschlichen hat war das Wasserbecken bei unserem Besuch unbelebt. Wesentlich belebter ist die Anlage der Zwergotter. Diese unangefochtenen Stars des Zoos, kein Gehege wird während unseres Besuchs so stark von Besuchern frequentiert, werden in zwei, unsichtbar getrennten Gehege präsentiert. Die beiden Kopfstarken Gruppen bewohnen einen künstlichen Flusslauf mit obligatorischem und im Besucherbereich klimatisiertem Unterwassereinblick. Selten habe ich eine Ottergruppe so aktiv und akrobatisch erlebt. Ob es Glück ist oder am natürlichen Klima liegt kann ich nicht beurteilen. Folgt man dem waldigen Pfad weiter geht es zu den unfassbar grünen Affeninseln. Mit guten Augen und etwas Glück sieht man Weißhandgibbons, Braunkopfklammeraffen und Rote Varis. Im Anschluss an die so natürlich anmutenden Affenanlagen gelangt man in das neuste Großprojekt des Zoos, die „Frozen Tundra“. Baut man in Nordeuropa gigantische Tropenhallen wird hier versucht der hohe Norden zu imitieren. Der fast 3000 qm umfassende Komplex scheint für den europäischen Besucher nichts ungewöhnliches zu sein, nur Kunstfels und wenig Naturboden, der riesige gekühlte Pool und die teilweise mit Schneebedeckten Innengehege sind jedoch ein unglaublicher Aufwand einen einzelnen Eisbär als Botschafter seiner Art möglichst artgerecht in den Tropen zu halten. Als weitere Arten sind ein Paar Vielfraße und japanische Marderhunde in den Zoo gezogen. Japanische Marderhunde, als Unterart des häufigen Enok, werden in gerade einmal einer Hand voll Zoos gezeigt. Leider bietet der sonst so moderne Komplex weder den Vielfraßen noch den Marderhunden eine Außenanlage. Fällt die gekühlte Vitrine der kleinen Wildhunde noch sehr großzügig aus teilt das Vielfraßpaar sich einen wenig strukturierten, besseren Hundezwinger.
    Der folgende afrikanische Teil des Zoos beherbergt neben den üblichen Zootieren wie Giraffe, Löwe und Zebra eine kleine Gruppe Erdmännchen auf einer größtenteils betonierten Anlage. Aufgrund der starken Regenfälle in Singapur kann man den Tieren nicht in dem Ausmaß graben eigener Bauten ermöglichen wie in unseren Breiten. Als weiterer Kleinsäuger werden in einer künstlichen Grotte eine Gruppe Nacktmulle gezeigt. Ein für Kinder zugänglicher, künstlicher Gang bietet lehrreiche Informationen und ein riesiges Model eines Nacktmullkopfes ist einer der Anziehungspunkte für neue Familienfotos. Die Tiere selbst werden in einem leicht beleuchteten Gangsystem aus Kunststoff gehalten. Hervorzuheben ist, dass in einem größeren Bau im Gangsystem Königspythons als größter Feind der Tiere und Nutznießer der Bauten gezeigt werden. Dem Rundweg entlang geht es in die höher gelegene Mitte des Parks. Hier sind neben einem Schlangenhaus, Komodowarane und Riesenschildkröten auch die Zuchtgruppe der Nasenaffen untergebracht. Als erfolgreichste Zuchtgruppe in Gefangenschaft bewohnen sie das ehemalige Raritätengehege des Zoos. Zuvor waren hier schon Pandas und Koalabären untergebracht. In benachbarten Gehegen sind Kattas und Mandrills zu finden. Eine begehbare Voliere zeigt neben Schmetterlingen auch Zweifinger-Faultiere und an der Decke schlafende Flugfüchse. In der besonders dicht bewachsenen Mitte des Zoos haben wir auch zum ersten Mal Glück frei lebende Javaneraffen zu begegnen. Aufgrund der Größe der Tiere wollen wir jedoch nicht beim Mülltonnen ausleeren stören und erfreuen uns eher an den ebenfalls wilden und allgegenwärtigen Bananenhörnchen (Callosciurus notatus). Ein heftiger Regenguss und Nasse Füße lassen uns die Hörnchen und Affen vergessen und wir retten uns ins eigentliche Kleinsäugerhaus des Zoos, das „Critters Longhouse“(Kriechtier Langhaus). Zwar ist es tatsächlich ein Langgestreckter Bau ähnlich der traditionellen nahöstlichen Stallwohnhausgebäude, von Kriechtieren innerhalb des Gebäudes jedoch keine Spur. Entlang eines, selbstverständlich klimatisierten, Besucherweges kann man linkerhand in überdachte und rechterhand nach oben geöffnete Vitrinen schauen. Begrüßt wird man von einer Gruppe afrikanischer Borstenhörnchen. Die neugierigen Tiere sind sehr aktiv und interessant zu beobachten beim Spielen und graben eigener Bauten. Gegenüberliegend werden die Borstenhörnchen von einer Gruppe Bengalkatzen beobachtet. Die oben offene Voliere ist reich begrünt und wenn auch nicht besonders groß hervorragend strukturiert und voll von Rückzugsmöglichkeiten. Den anhaltenden Regenguss der auch Bereiche der Voliere durchnässt scheinen die Tiere sehr zu genießen. So natürlich die felsige Anlage der Borstenhörnchen und die begrünte Voliere der Kleinkatzen wirkt umso ernüchternder sind die Anschließenden geschlossenen Vitrinen. Ein Wickelbärtrio lebt in einer nur mit Kunstfels und einigen Baumstämmen gestalteten Anlage und den 3 Tieren stehen nur ein Korb und ein hohler Stamm als Rückzugsmöglichkeit zur Verfügung. In zwei weiteren, ähnlich spartanischen Vitrinen sind Schwarzbüscheläffchen und Zwergseidenäffchen untergebracht. Die offenen Gegenüberliegenden Volieren profitieren stark von Ihrem natürlichen Bewuchs. Gegenüber der Kinkajous entdeckt man Fleckenkantschils (Moschiola meminna) und Prevost-Schönhörnchen. Die scheuen Kantschils lassen sich nur blicken wenn man länger still vordem Gehege verharrt. Die scheu dieser Tiere wird wohl einer der Gründe sein warum Hirschferkel (genauer Kleinkantschil) nur in 4 deutschen Zoos gezeigt werden. Ruhig fressend können wir die Schönhörnchen beobachten bis plötzlich ein Tupaia ein scheinbar leuzistisches Schönhörnchen durch die Anlage jagt. Meine Begeisterung über die vermeintliche Farbform wurde schnell durch eines der wenigen und oft unvollständigen Gehegeschildern gebremst. Das „leuzistische“ Tier ist ein Finlaysons Hörnchen (Callosciurus finlaysonii) , der in Europa kaum gezeigte, nahe Verwandte der Schönhörnchen ist ein in Singapur eingeführtes Wildtier und in seiner Färbung und Zeichnung extrem Variable was ihm auch seinen englischen Namen Variable Squirrel – veränderliches Hörnchen – eingebracht hat. Mir war bekannt das Tupaias untereinander sehr territorial sind und so scheint ein Verteidigen des Reviers gegen Fremde Arten logisch, warum das Tupaia, welches nebenbei auch in Singapur heimisch ist, nur das Finlaysonii und nicht die Prevostii welche sich einzig durch die Färbung unterscheiden unablässig gejagt hat bleibt offen. Als Nachbar der 4-er WG beleben die ebenfalls in Singapur vorkommenden malaysischen Stachelschweine ein stark durchwühltes Gehege. Der nächste, für Primatenfreunde interessante Bereich ist der „Primate Kingdom“ am anderen Ende des Zoos. Hier leben auf stark bepflanzten Inseln gehaubte Kapuziner, Guerezas, Schopfmakaken, Bartaffen und als Rarität und weitere Spezialität des Zoos die Rotschenkel-Kleideraffen. Die in Europa nur im Kölner Zoo zu sehenden Affen gedeihen hier auf der nur mit einigen Unterständen und wilder Bepflanzung ausgestatteten Anlage prächtig. Ist man es gewohnt in europäischen Wassergräben Goldfische oder maximal einen Spiegelkarpfen zu sehen wird der Wassergraben hier von gut 2 Meter langen Arapaimas (Arapaima gigas) bewohnt. Unmittelbar hinter dem Königreich der Affen befinden sich die australischen Anlagen. Zwischen Helmkasuar und Emu ist eine Zuchtgruppe Goodfellowbaumkängurus mit Nachwuchs zu bestaunen. Ähnlich den Affeninseln ist das Gehege so stark zugewachsen, dass es eine längere Suche bedarf bis man ein Tier zu Gesicht bekommt. Hinter den Laufvögeln kommt man in die begehbare, Steve Irwin gewidmete, Känguruanlage. Die Großzügige Anlage beherbergt Graue Riesenkängurus, Parmawallabys und Flinkwallbys (Macropus agilis). Ein Futterplatz direkt am Besucherweg ermöglicht den direkten Kontakt zu den in keiner Weise scheuen Tieren. Vergleicht man das Verhalten der Tiere hier in einer begehbaren Anlage und dem von Bennettkängurus in begehbaren, europäischen Anlagen, welche sich an Besucherreichen Tagen häufig nur am hinteren Gehegerand aufhalten sollten man evtl bedenken ob man bei uns nicht auf weniger scheue, wenn auf Haltungsaufwendiger Arten umsteigen sollte. Beim Verlassen der Anlage gelangt man in ein einfaches Blockhaus mit einigen australischen Reptilien in natürlich gestalteten Terrarien. Ein kräftiger Blauzungenskink teilt sich sein Terrarium mit einer Gruppe Kurzkopfgleitbeutler. Die Nachtaktiven Beuteltiere kann man beim Schlafen in Ihrer Höhle durch eine abgedunkelte Scheibe beobachten.
    Von Australien geht es wieder nach Afrika. Auf einer modernen und naturnah gestalteten Felsanlage lebt eine riesige Gruppe Paviane. Im Hintergrund grasen iberische Steinböcke auf den Felsen. Der Rundgang um den Pavianfelsen geht vorbei an einer Voliere für Klippschliefer welche sich Ihr Gehege mit 2 ausgewachsenen Spornschildkröten teilen. In direkter Nachbarschaft lebt eine große Gruppe Zebramangusten in einer Kunstfelsanlage mit Sandboden. Abschließend geht es vorbei an einer Gruppe Schabrackenschakale. Kurz vor dem Ausgang des Zoos kommt man zur Siamanganlage. Dieser größte aller Gibbons teilt sich eine Insel mit Prevostschönhörnchen. Im Wassergraben leben 3 Meter lange Sunda-Gaviale, fischfressende Krokodile aus dem benachbarten Malaysia. Gegenüber der Affeninsel finden wir das nächste Hirschferkel, den Großkantschil (Tragulus napu). Beim Verlassen des Zoos begegnen uns noch einmal frei lebende Affen, dieses Mal vom Zoo angesiedelte Braune Lemuren.
    Der Singapur Zoo und die River Safari schließen um 18:00 Uhr. Verlässt man zu dieser Zeit den Zoo hat man 1,5 Std bis die Night Safari öffnet. Um die Wartezeit zu verkürzen stehen verschiedene Restaurantsund eine kleines Showprogramm zur Verfügung. Ich kann besonders das Ulu Ulu Restaurant mit seinem reichhaltigen malaysisch und indisch angehauchten Buffet und dem hervorragenden westfälischen Kartoffelsalat empfehlen.
    Pünktlich wie der Sonnenuntergang in Singapur gehen wir um 19:30Uhr durch die einsetzende Dämmerung in den Park. Mit bereits schweren Beinen und nach Schweiß und Mückenspray duftend begeben wir uns zuerst in die „Creatures of the night“ Show. Neben Hyänen und Wölfen werden hier die Intelligenz und Gelehrigkeit von recycelnden Zwergottern, springenden Servalen, Rosinen suchenden Palmzivetten und Mülltonnen ausraubenden Waschbären unter Beweis gestellt. Die Show wird von einer über die Bühne jagenden Gruppe Zebramangusten abgeschlossen. Nach der Show starten wir unsere Safari zu Fuß. Angefangen beim „Wallabytrail“, dem neuen Australienbereich des Parks finden wir einen in Deutschland leider verschwundenen Kleinsäuger, dem Fuchskusu. Dieser australische Beutler, der in Neuseeland zur Plage geworden ist bewohnt eine große Vitrine. Im benachbarten Gehege finden wir eine große und sehr aktive Gruppe Sugarglider. Anfänglich skeptisch ob wir überhaupt Tiere in der Dunkelheit sehen sind wir bereits begeistert. Die Vitrinen sind mit einem schummrigen Licht gut ausgeleuchtet. Die Tiere sind aktiv und trotzdem für das menschliche Auge hervorragend zu sehen. Fotos sind bei dem Licht leider nahezu unmöglich, das Blitzverbot welches vernünftigerweise besteht wird von den vielen Mitarbeitern im Park streng überwacht. In einer künstlichen Höhle hinter den ersten Beuteltieren sind schwarze Farbratten in spartanischen Terrarien untergebracht. Das erste begehbare Gehege der Night Safari bewohnen Bennettkängurus und Parmawallabys welche leider nicht so zutraulich wie Ihre Verwandten im Zoo sind. Vorbei an asiatischen und afrikanischen Großsäugern geht es über die sauberen Pfade durch den dichten Dschungel. Im schummrigen Licht wirken die Servale in Ihrer Voliere bedeutend Größer als bei Tag. Die Löffelhunde auf Ihrer Insel bleiben leider unsichtbar. Allgemein sind alle Gehege im Park so gestaltet, dass die Tiere in der Dunkelheit verschwinden können und man keine Rückwärtigen Gehege Begrenzungen sehen kann. In einer großen Voliere mit 2 Sicherheitsschleusen am Ein- und Ausgang lebt ein in Singapur leider ausgerotteter Nager, das Rote Riesengleithörnchen (Petaurista petaurista). Die Ausmaße der Voliere ermöglicht es den Tieren bei ihren Sprüngen tatsächlich zu gleiten, bei einem katzengroßen Hörnchen ein atemberaubender Anblick. Gegenüber der Hörnchen befindet sich eine Insel für Zwergotter und Binturongs. Bei der Fütterung der Tiere konnten wir 6 adulte und zwei Juvenile Binturongs sowie 2 Zwergotter zählen. Neben der hervorragenden Ausleuchtung der Anlagen wird die Aktivität der Tiere durch verteilte Fütterungen über den Abend gefördert. Gegenüber der bereits im Zoo zu entdeckenden Fleckenkantschils leben Schweinsdachse. Dieser asiatische Cousin unseres europäischen Dachses ähnelt ihm zwar in der Färbung weißt aber eine andere Zeichnung auf. Sein markantestes Merkmal ist die verlängerte Schweineähnliche Schnauze. Nichts für schwache Nerven ist die kommende Voliere. Mit Mangroven bepflanzt entdeckt man im schummrigen Licht vom erhöhten Pfad anfänglich nur die Pfeifgänse uns Maskenkibitze. Konzentriert man sich etwas auf Äste bemerkt man, dass man Auge in Auge mit diversen Flughunden steht. In ruhe die am Wegrand auf gehangenen Früchte fressend oder über den Bäumen runden drehend lassen sich die Tiere von den Besuchern nicht stören. Die gezeigten malaysischen Flugfüchsen haben mit Ihrer Spannweite von fast 1,5metern die meisten Besucher jedoch schnell wieder aus der recht niedrigen Voliere vertrieben. In Singapur sind 8 verschiedene Flughundarten bekannt. Um dem Besucher die Möglichkeit zu geben diese Interessante Tierform auch in Freiheit zu sehen werden Laternen am Wegesrand regelmäßig mit Bananen gespickt welche größere und kleinere Flughunde erfolgreich anlockt. Direkt neben den Flughunden ist mein persönliches Highlight untergebracht. Eine Gruppe Koboldmakis lebt in einer komplett geschlossenen Vitrine. Wirken die Tiere auf Fotos meistens eher unproportioniert mit übergroßen Augen und Gliedmaßen sind sie in Wirklichkeit sehr flink und grazil. Vom Körperbau und Bewegungsablauf würde ich sie am ehesten mit den nicht näher verwandten Galagos vergleichen. Ein spannendes Beispiel für eine konvergente Evolution. Als nächster Kleinsäuger wird die Zibetkatze gezeigt in unmittelbarer Nachbarschaft zu 2 Stachelschweinanlagen. Hier wird nebeneinander das Weißschwanz und das malaysische Stachelschwein präsentiert. Hier fällt der gewaltige Größenunterschied zwischen beiden Arten auf. So beeindruckend das auch bei uns häufig gezeigte Weißschwanzstachelschwein ist überragt sein malaysischer Vetter kaum ein Nutria und ist nur spärlich mit Stacheln ausgestattet. In zwei nicht sehr großen aber wie die meisten Volieren gut strukturierten Gehegen sind nebeneinander Nebelparder und asiatische Goldkatzen untergebracht. Mehrere Versuche die Tiere wach zu erleben schlagen leider fehl. Hier merkt man, dass der Begriff Nachtaktiv nicht bedeutet, dass ein Tier gezwungenermaßen Nachts aktiv ist. Der letzte Bereich des Parks, der Fishing Cat Trail ist der wasserlastigste. Neben zwei weiteren Gruppen Zwergotter, leider wird aktuell der ebenfalls in Singapur heimische Glattotter nicht gezeigt, finden wir hier eine weitere Gemeinschaftsvoliere mit Ibissen, Enten und Flugfüchsen, erneut Zibetkatzen und noch eine Insel mit Binturongs. Auf einer kleinen nur aus trockenen Ästen bestehenden Insel werden Plumploris gehalten. Muntjaks und Großkantschils lassen sich vom erhöhten Besucherweg in beeindruckend starken Gruppen beobachten. Bemerkenswert in diesem Parkteil sind zum einen die Pangoline. Die hier gezeigten malaysischen Schuppentiere sind die Flagschiffart der hauseigenen Naturschutzorganisation, dem Wildlife Reserves SIngapore Conservation Found. Das WRSCF unterstützt diverse In- und Ex-Situ Schutz- und Zuchtprogramme in ganz Südostasien. Wie zu erwarten konnte ich die in einer wenig strukturierten aber großen und mit Naturboden ausgestatteten Vitrine gehaltenen Tiere nur schlafend in einer der einsichtbaren Höhlen sehen. Als zweite bemerkenswerte Anlage muss ich den Namensgeber des Parkteils die Fischkatzen erwähnen. Zwar werden diese muskulösen Katzen auch in Europa recht häufig gezeigt und auch in Privathand erfolgreich vermehrt, ein so natürlich gestaltetes Gehege für diese Katzen konnte ich vorher jedoch nirgends finden. Nur durch einen mit Wassergraben und einigen Elektrodrähten getrennt hat man ein freies Sichtfeld auf die geschickt im Wasser nach Fischen jagenden Katzen. Im schummrigen Licht der Scheinaufgestellten Scheinwerfer wirken die Kleinkatzen, so wie die meisten ausgestellten Tiere bedeutend Majestätischer als bei Tag. Hinter der Fischkatzenanlage endet der Rundgang und man gelangt wieder zum Haupteingang. Hier startet auch die eigentliche Safari. Ein Elektroauto welches jeweils 3 an den Seiten offene mit komfortablen Sitzen ausgestattet Anhänger zieht fährt mit den Besuchern auf einer kommentierten 40-minütigen Tour durch und an diversen Großtieranlagen vorbei. Hier sieht man die klassischen Zootiere wie asiatische Elefanten, malaysische Tiger, asiatische Löwen, Kragenbären, Flusspferde, Panzernashörner und viele andere. Für den rein Kleinsäuger interessierten bietet sich hier noch einmal die Gelegenheit sich auf die Pflanzungen entlang der Straße zu konzentrieren und evtl. einige der wenigen frei lebenden Wildtiere Singapurs wie die bereits erwähnten Flughunde, Pangoline, eine der heimischen Zivettenarten oder vielleicht sogar einen Malaien-Gleitflieger oder eine Bengalkatze zu sehen. Gegen Mitternacht, um diese Uhrzeit schließt die Night Safari, machen wir uns nach 14 Stunden in den Zoos auf den Heimweg.
    Ob man nun alle zoologischen Einrichtungen Singapurs besucht oder sich auf die eine oder andere beschränkt, einen Besuch wert sind sie allemal und ich kann jedem Südostasienreisenden Tierfreund nur empfehlen hier einen Zwischenstopp einzulegen. Selbst für einen Kurztrip werden vom Flughafen aus kostenlose Touren zu den Zoos angeboten.

    (23.06.2014)
    Oliver Müller:   @WolfDrei:
    Danke, wer lesen kann ist eben doch im Vorteil ;-)))
    (29.05.2014)
    WolfDrei:   @Oliver Müller: Zu den Zahlen in Indiens Zoologischen Einrichtungen noch ein Hinweis: die erste Zahl ist die Anzahl der HALTER, nicht der Männchen!! die 2 die GESAMTzahl der Tiere, die dritte die Anzahl der Geburten
    (28.05.2014)
    WolfDrei:   Heute aus der "Berliner Zeitung" China betreffend: Das weltgrößte Aquarium. Unterhalb von Macao in der Nähe von Hongkong ist auf einer Insel auf 132 ha ein "Chimelong Ocean Kingdom" eröffnet worden als Freizeiteinrichtung. 5 Teile erhielten den Status "weltgrößte Einrichtung" durch das Guinness-Buch. 1. Größtes Aquarium: Becken für "Wale" und Haie. Größte Acrylscheibe, Inhalt fast 50 Mio Liter Wasser; Wasserinhalt entspricht 19 olympischen Schwimmbecken. Gesamtinvestition 1,5 Milliarden Euro. Der Artenbesatz in der Zeitung wird allerdings sehr schwammig benannt. Der Weiterbau ist geplant: Aufbau zur Touristenhochburg, Gesamtvolumen 15 Milliarden Euro.
    (28.05.2014)
    Oliver Müller:   Was ich relativ erstaunlich an den Zahlen über Tiere in indischen Zoos unten finde ist, dass es dort offenbar viel, viel mehr Weibchen als Männchen in den Zoos gibt. Wie ist das zu erklären, wo doch bei den meisten Tierarten gleich viele Männchen und Weibchen oder gar ein gewisser Männchenüberschuss geboren werden müsste? Haben die Inder einfach Glück? Eine Methode zur pränatalen Geschlechtsmanipulation? Oder werden die Männchen einfach umgebracht? Ich tippe ja auf Letzteres...
    (04.05.2014)
    Oliver Müller:   @Michael Görick:
    Danke für die interessanten Fotos. Bei Gelegenheit würde sicher nicht nur ich mich über ein paar kleine Beschreibungen der besuchten Einrichtungen freuen... ;-)))
    (29.03.2014)
    Sacha:   Aha, nun wegen der Mähnenschafe kann ich die Struktur des Geheges einigermassen nachvollziehen. Trotzdem hätte ich auf den ersten Blick eher an Affen oder Raubtiere gedacht.
    (29.03.2014)
    Michael Görick:   @Sacha: Die Anlage ist für Zebras und Mähnenschafe gebaut worden.
    (28.03.2014)
    Sacha:   @Michael Görick: Vielen Dank für die Bilder. Die Aufnahme aus dem Ueno Zoo mit dem Bergzebra finde ich besonders bemerkenswert. Ich nehme mal nicht an, dass diese Anlage ursprünglich für Equiden gebaut wurde, sondern für eine andere Art bzw. Gattung. Weisst Du vielleicht für welche?
    (28.03.2014)
    Michael Görick:   Noch eine Korektur der Zoo Kyoto hat zur Zeit keine Bären allerdings Menschenaffen.
    (28.03.2014)
    Michael Görick:   Tokio Uenozoo
    (28.03.2014)
    Michael Görick:   Kumamoto Zoo
    (28.03.2014)
    Michael Görick:   Zoo Osaka
    (28.03.2014)
    Michael Görick:   Ich war in der letzten Woche in Japan und habe auch einige zoologische Einrichtungen besucht. So war ich in den Zoos von Kyoto,Osaka,Kumamoto sowie Tokio Ueno.Außerdem habe ich noch die Aquarien in Kyoto und Osaka besucht.
    So wie die Menschen in Japan auf kleinem Raum leben so sind ach die Gehegegrößen oft sehr klein.Inallen besuchten Zoos war ein repräsentativer Ausschnitt aus der Tierwelt zu sehen. in allen Zoos gab es Elefanten.In Kyoto allerdings nur ein Einzeltier.Menschenaffen und Bären sind Standardprogramm. Außer in Kyoto dort wurde gerade in größerem Umfang gebaut.Hokaidobären und japanische Schwarzbären waren für mich neue Tierarten .Auch ausgesprochene raritäten wie Goldstumpfnasenaffen,Koala Kiwis und natürlich Große Pandas werden gezeigt.
    erstes bild zoo kyoto

    (28.03.2014)
    Oliver Müller:   Mir ist aufgefallen, dass hier einige interessante Berichte über verschiedene Zoos in (süd-) ostasiatische Staaten gepostet sind, aber noch nichts über Japan. Dabei soll doch Japan auch eine führenden Zoonation sein.

    War schon mal jemand aus dem Forum in Japanischen Zoos und könnte darüber berichten?
    (05.02.2013)
    Michael Mettler:   @Sacha: Vielleicht stehen die Inder auch einfach auf dem Standpunkt "Wozu wollt ihr in Europa mit ein paar Bären/Tigern eine Erhaltungszucht betreiben, wenn wir hier vor Ort selber keine solche brauchen...?" und sehen deshalb schlichtweg keinen Sinn darin, Ausfuhren zu erlauben. Oder vielleicht empfindet man es dort schlichtweg als Anmaßung, dass Europäer indische Tierarten erhaltungszüchten wollen, denn das kann (!) man ja auch so interpretieren, als traue man in Europa den Indern nicht zu, ihre Tierwelt selbst zu erhalten...

    Ich stelle mir gerade vor, wie es wohl andersherum wäre, wenn indische Zoos die deutschen Behörden mit Wünschen eindeckten, die Ausfuhr von z.B. Europäischen Seeadlern für eine Erhaltungszucht in Indien zu gestatten. Vielleicht hätten dann die Inder Grund genug, deutsche Bürokratie zu beklagen ;-)
    (22.08.2012)
    Jennifer Weilguni:   Tja, Artenschutz und Arterhalt wären oft viel einfacher durchführbar, wenn es nicht an der Politik scheitern würde....
    Nicht, daß die Inder es jetzt den Chinesen gleichtun und ihre Bären für Millionenbeträge als Leasingobjekte an andere Zoos verleihen. Aber dazu dürften Lippenbären dann auch zu unspektakulär sein.
    (22.08.2012)
    Sacha:   Edit (da mir die Homepage nicht mehr einfällt, wo ich dies gesehen bzw. gelesen habe): "...von denen die meisten in unwürdigen Behausungen vegetieren DUERFTEN..."
    (22.08.2012)
    Sacha:   Tja, WolfDrei, trotz Deiner Warnung kann ich nicht widerstehen: In 41 indischen Zoos leben also rund 600 Lippenbären, das bedeutet im Schnitt fast 15 Exemplare pro Zoo! Und die dortigen Behörden weigern sich, welche an westliche Zoos abzugeben???!!! Und das nach all den vielen Millionen Dollar, D-Mark, Euro usw., die westliche Staaten und Naturschutzorganisationen in den indischen Naturschutz investiert haben! Die spinnen, die Inder! (Von den 283 vermutlich reinrassigen Bengaltigern, von denen die meisten in unwürdigen Behausungen vegetieren müssen, will ich gar nicht sprechen).
    (22.08.2012)
    Carsten Horn:   Auf der Seite der indischen Central Zoo Authority gibt es unter Iventory so was ähnliches wie ISIS für die indischen Zoos, keine Ahnung, ob da was mit anzufangen ist...

    http://cza.nic.in/
    (21.08.2012)
    WolfDrei:   Aus den International Zoo News 59/4, S. 269-297 (2012)

    Zoo animals held in India 2011

    Da ansonsten kaum Daten aus Indien zu erhalten sind, hier einige Infos:
    198 zoologische Einrichtungen, darunter 28 Zirkusse. Dazu 18 Auffangstationen.
    170 größere Einrichtungen enthalten 47 000 Tiere (44% Säuger, 38 % Vögel, 18 % Reptilien. Bei ca 153 Vogelarten nur bei 35 Nachwuchs.

    Einige (für mich) interessante Zahlen: 1. Zahl: Anzahl der Halter, 2. Zahl: Anzahl der Tiere; 3. Zahl: Nachwuchsanzahl (wohlgemerkt: alles für 2011)

    Vögel:
    Argala 16, 24, 0
    Riesestorch 11, 16, 0
    Nimmersatt 26, 415, 22
    Bengalgeier 9, 147, 7
    Sarus 18, 56, 4
    Säuger:
    Hutaffen 38, 352, 25
    Assamrhesus 14, 67, 0
    Wanderu 13, 58, 3
    Hulman 37, 118, 6
    Goldlangur 1, 7, 2
    Nilgirilangur 6, 23, 0
    Hoolock 9,41, 2
    Lippenbär 41, 594!!, 2
    Kragenbär 56, 224, 2
    Streifenhyäne 37, 102, 1
    Tiger 54, 283, 15
    Weiße T. 21, 91, 9
    Löwe 17, 145, 22
    Löwen”hybride” 36, 280, 15
    Leopard 69, 407, 15
    Nebelparder 6, 20, 4
    Elefant 44, 147, 3
    Khur 3,16, 3
    Manipurleierhirsch 16, 181, 17
    Barasingha 15, 164, 22
    Sambar 90, 2055!!, 151
    Muntjak 58, 558, 60
    Bennetgazelle 18, 141, 38
    HZA 71, 1803, 217
    Vierhornant. 28, 181, 16
    Gaur 14, 82, 13
    Goral 12, 51, 7
    Nicht gehalten werden Sirenen. Walartige und Tupajas.
    Ich habe mich beschränkt auf “indische “ Tiere, ohne dass Unterarten ausgewiesen wurden. Somit sind wohl Bengaltiger gemeint, indische Löwen etc., da auch Sibirische Tiger und andere Katzen in einem Nachteil ausgewiesen werden. Ich verzichtete auch auf die Daten bezüglich der Reptilien.
    Das fast unmögliche Unterfangen, Tiere aus Indien zu erhalten, wurde hier schon oft diskutiert - also bitte keine Illusionen angesichts der Zahlen schüren!!!!

    (21.08.2012)
    Silke Kollrich:   Es gibt wieder Panda-Nachwuchs:
    http://www.lvz-online.de/nachrichten/vermischtes/panda-zwillinge-in-china-geboren/r-vermischtes-b-234177.html
    (15.07.2012)
    Sacha:   Okay, Liz. Das kann ich absolut alles nachvollziehen und habe den Eindruck, dass sich das Bild (wenn wir hier nicht von Meinung schreiben wollen), das wir von der arab. Bevölkerung zu (deren) Zoos/Tierhaltung/Naturschutz "zusammengepuzzelt" haben gar nicht sooo sehr unterscheidet. Und das Interesse, mehr über dortige Tierhaltungen zu erfahren und dass es vermutlich noch einige der Oeffentlichkeit unbekannte Privathaltungen gibt, teile ich voll und ganz (letzterer Punkt fusst übrigens nicht zuletzt auf einem der Bücher von Dr. Taylor. Leider wären es dann eben "nur" Parks von reichen Liebhabern ohne "Conservation value" für das gemeine Volk. Interessant aber trotzdem, zweifellos.).
    (17.05.2012)
    Sacha:   Okay, Liz. Das kann ich absolut alles nachvollziehen und habe den Eindruck, dass sich das Bild (wenn wir hier nicht von Meinung schreiben wollen), das wir von der arab. Bevölkerung zu (deren) Zoos/Tierhaltung/Naturschutz "zusammengepuzzelt" haben gar nicht sooo sehr unterscheidet. Und das Interesse, mehr über dortige Tierhaltungen zu erfahren und dass es vermutlich noch einige der Oeffentlichkeit unbekannte Privathaltungen gibt, teile ich voll und ganz (letzterer Punkt fusst übrigens nicht zuletzt auf einem der Bücher von Dr. Taylor. Leider wären es dann eben "nur" Parks von reichen Liebhabern ohne "Conservation value" für das gemeine Volk. Interessant aber trotzdem, zweifellos.).
    (17.05.2012)
    Liz Thieme:   Ich habe persönlich keine wirkliche, weil ich bisher zu wenig erfahren habe. Ich habe aber vor ein paar Tagen erst mit einem Wissenschaftler gesprochen über Zoos und Naturschutz in Arabien und seinen Erfahrungen seit rund 10 Jahren dort.
    Und die von Herrn Dreier genannten Angaben passen zu dem von mir gelesenen und gehörtem. Aber ein richtiges Bild habe ich noch immer nicht.

    Allerdings glaube ich, dass wir von vielen Tierhaltungen (noch) nichts wissen. Ich denke, dass es noch weitere königliche Tiergärten gibt zu denen die Öffentlichkeit keinen Zutritt hat. In wissenschaftlichen Kreisen dürften sie vlt eher bekannt sein.

    Das Thema Naturschutz ist ziemlich zwiespältig va in Dubai. Auf der einen Seite zahlen sie viel Geld und haben große Naturschutzgebiete, andererseits brechen sie ihre Gebirge ab und schütten diese für künstliche Inseln ins Meer und zerstören so zwei Lebensräume gleichzeitig.
    (17.05.2012)
    Sacha:   Liz, ich erlaube mir auch eine Frage: Welche Meinung hast Du über die arabischen Zoos resp. deren Tierhaltung und auf welchen Kriterien basiert diese? (Ich gehe davon aus, dass wir gegenseitig auf eine sachliche Diskussion abzielen).
    WolfDrei: Als Arabienreisender kennst Du die Verhältnisse vor Ort ohne Zweifel besser als ich. Geht der Bezug zur artgerechten Tierhaltung in den arabischen Staaten tatsächlich über die Liebhaberei einiger weniger Scheichs (Reiche) hinaus? Ist es so, dass die MEHRZAHL der heimischen Besucher Tiere bedauern, die nicht artgerecht gehalten werden? Falls ja, dann revidiere ich natürlich meine Einschätzung und sehe die Berichte von Dr. Taylor (Veterinär, also Wissenschaftler) als veraltet an.
    So oder so möchte ich betonen, dass ich die Bemühungen in Sachen Naturschutz in den LETZTEN JAHREN durchaus würdige. Nur hinkt man dabei und in Sachen Tierhaltung m. E. immer noch meilenweit Nordamerika, Europa, Australien und Singapur hinterher.
    (17.05.2012)
    Liz Thieme:   Die Ausführung von Ihnen, Herr Dreier kann ich gut nachvollziehen. Wir erfahren nur wenig hier in Europa von den arabischen Zoos und meist gefiltert. Wenn man sich mit Wissenschaftlern unterhält die seit einigen Jahren immer wieder vor Ort sind, erhält man mal eine ganz andere Einsicht.
    In den Medien herrschen Abu Dhabi und Dubai vor. Was erfahren wir zB aus Sharjah, um noch ein Emirat zu nennen, oder aus dem Oman?
    (17.05.2012)
    WolfDrei:   Liz Thieme, eine schwierige Balance zwischen mehreren sich überschneidenden Möglichkeiten bei Einschätzung der verschiedenen Einrichtungen: Zurschaustellung des Reichtums (Al Ain: 800 ha , 1 Milliarde Dollar für den Ausbau bei schon durchaus exquisitem Tierbestand und gutem Zustand der Tiere und der bisherigen Anlage); Alleinstellungsanspruch (auch Al Wabra: Spix-Ara. Exquisite Gazellen- und Paradiesvogelhaltung); private Haltung möglichst seltener Tiere (Privathaltungen der Dubai-Scheichs); wissenschaftliche Arbeit zur Vermehrung und Wiederauswilderung arabischer Tiere mit Volksbelehrung im Schaubereich (Sharjah, guter Zustand des städtischen Zoos Doha [Katar]), auch gewisser “Sensationsbefriedigungstrieb fürs Volk” (Zoo Dubai mit Gorilla, Giraffe und Co, trotz der Kleinheit guter Zustand der Tiere) oder einer reichen Klientele (Walhai und andere Haie im Aquarium des Hotels Atlantis in Dubai). Dabei sollte man nicht vergessen, dass die Stellung zum Tier natürlich eine andere ist. In Sharjah wird bewusst auf einen direkten Kontakt zum Tier verzichtet (alles hinter Glas oder nur in der besucherfreien Zuchtanlage). Bei Zucht und Wiederauswilderung steht natürlich durchaus im Hintergrund, wieder jagdbares Getier zu haben (Gazellenzucht in Tumamah und anderswo, Aufzucht von Kragentrappen zur Beizjagd, Existenz eines Falkenhospitals ). Erwähnt werden muß, dass im zoologischen Bereich oft Europäer, US-Amerikaner u. a. die wissenschaftlichen Berater und Betreuer sind, zum Großteil sind sie auch in der EAZA organisiert. Und dazwischen alle Übergänge.

    (16.05.2012)
    Sacha:   Ergänzung: Und natürlich Bildern aus dem Internet.
    Kurz: Die Kombination aus allem.
    (16.05.2012)
    Sacha:   @Liz: Durch Bücher (z.B. vom "Wandertierarzt" Dr. Taylor), durch Anschauung/Erzählung meiner Eltern (Besuch Abu Dhabi Zoo) sowie durch persönliche Gespräche mit arabisch-stämmigen Bekannten in der Schweiz. Hinzu kommt ein ausgewanderter Schweizer und Freund meines Bruders, der diesem bei seinem geplanten Dubai-Urlaub wegen der "grauenhaften" Tierhaltung ausdrücklich abriet, den dortigen Zoo zu besuchen.
    (16.05.2012)
    Liz Thieme:   Sacha, wodurch stützt du deine Aussage mit dem Stellenwert der Zoos in Arabien?
    (16.05.2012)
    WolfDrei:   Möglicherweise könnte das auch das Gelände von "Dubai-land" sein (siehe Disneyland - natürlich größer) - auch dort war "Tierausstellung" geplant. Der Zoo in Dubai-Stadt mißt so etwa 2 ha. Dann kam die Krise in Dubai und der große Nachbar Abu Dhabi mußte "spenden", damit das welthöchste Gebäude fertig wurde.
    (16.05.2012)
    Sacha:   Der Hoffnung schliesse ich mich an, wenn ich auch nicht allzu sehr daran glaube. 60 ha (von total 400) für einen Safaripark sind - sofern er mit Fahrzeugen befahren werden soll - nicht allzu viel. Da sieht man auch, dass Zoos in Arabien nicht gerade einen hohen Stellenwert besitzen...
    (16.05.2012)
    WolfDrei:   Hoffentlich klappt`s nun auch! Als wir 2009 in Dubai waren, sollte der neue Zoo (damals ca 60 ha geplant - vielleicht jener, der in dieser Ausführung von der Fläche her identisch sein könnte?) schon 2008 geöffnet sein!
    (14.05.2012)
    Klaus Schüling:   Hussain Nassir Lootah, der Chef der kommunalen Verwaltung Dubais, stellte Pläne für das Dubai Safari Project vor.

    Die Planungen für das 400-Hektar-Gelände umfassen neben dem eigentlichen Safaripark, einen Schmetterlingspark, Golfplätze und weitere Freizeit- und Erholungsangebote.

    Die Erschließungsarbeiten haben bereits begonnen.

    60 Hektar sind dabei für die Dubai Safari vorgesehen, die "eine der besten Einrichtungen für wilde Tiere auf der Welt" werden soll.

    Hunderte von Tieren sollen sobald wie möglich aus dem viel kritisierten Dubai Zoo in Juleirah umziehwn.

    Bereits im Februa hatte Lootah erklärt, dass der alte Zoo aus den Jahren gekommen sei und die Tiere zukümftig in einem neuen Zoo besser untergebracht werden sollten soll.


    zitiert nach:
    www.arabianbusiness.com
    (14.05.2012)
    Gerhard Joerres:   Vielen Dank Liz. Ich habe auch versucht Infos zu bekommen, aber die Sprache ist ein großes Hindernis und Googleübersetzung nicht wirklich eine große Hilfe für mich.
    (10.03.2012)
    Liz Thieme:   vergessen..
    (10.03.2012)
    Liz Thieme:   Ein Jahr danach. Durch einen Rückblick im TV auf die Geschehnisse von vor ca. einem Jahr, habe ich mich gefragt, was aus den betroffenen zoologischen Einrichtungen geworden ist. Hier ein Überblick, soweit ich was gefunden habe:

    Sendai Marinpia Matsushima aquarium:
    Der erste Stock wurde geflutet durch die Welle(n), allerdings ohne menschlichen Schaden. Elektrik- und Maschinenräume waren komplett überflutet. Ein paar Tiere wurden durch den Tsunami getötet, u. a. ein Mondfisch. Nach Renovierungs- und Saierungsarbeiten konnte das Aquarium zum Mai wieder die Türen eröffnen.

    Sendai Yagiyama Zoo
    Der Zoo war ohne Energie und die Futtervorräte zerstört. Es wurde kein Tier verletzt oder getötet. Einige Renovierungsarbeiten mussten vorgenommen werden. Der Wunsch für zwei Pandas wurde Ende des Jahres laut.
    Hinweise auf jetzigen Zustand nicht zu finden.

    Akita Omoriyama Zoo
    Der Zoo war ohne Energie und die Futtervorräte zerstört. Gehege waren nicht zerstört worden. Der Zoo schien nach den Hilfelieferungen schnell wieder auf die Beine gekommen zu sein.
    Hinweise auf jetzigen Zustand nicht zu finden.

    Morioka Zoological Park
    Gehege waren nicht zerstört worden, auch Tiere nahmen keinen Schaden. Probleme bereiteten die Knappheit an Futter und Benzin, sowie der Ausfall von Strom und Wasser.
    Hinweise auf jetzigen Zustand nicht zu finden.

    Nasu Animal Kingdom
    Schäden am Heißwassersystem und musste zeitweilig geschlossen werden. Sonst allerdings kein Schaden im Zoo. Läuft inzwischen scheinbar wieder ohne Probleme.

    Kiryugaoka Zoo
    Schäden an Wegen und am Verwaltungsgebäude waren die Glasscheiben gebrochen. Im Tagesablauf wohl nicht groß gestört.

    Hitachi City Kamine Zoo
    Ausfall von Strom und Wasser und Knappheit beim Futter. Zeitweilig geschlossen gewesen, allerdings ohne Schaden an Tieren und Gehegen.

    Tobu Zoological Park
    Kein Schaden an Gehegen

    Chitose Salmon Museum (Aquarium)
    Einige Anlagen waren zerstört und Fische wurden getötet. Über Entwicklung konnte ich nichts finden.

    Aomori Prefectural Asamushi Aquarium
    Ausfall von Strom für einige Zeit

    Oga Aquarium GAO
    Stromausfall

    Aquamarine Fukushima
    Bis zum zweiten Stock geflutet, Außenhülle zerstört (siehe Foto). Elektrisches System beschädigt sowie die Keller Installationen. Massive Schäden bei den Tieren, ca. 90% aufgrund des Stromausfalls. Lebende Tiere wurden zum Ueno Zoo (Tokyo), Kasai Sea Life Park, Enoshima Aquarium, Izu Mito Sea Paradise und Kamogawa Sea World gebracht, darunter Walrosse, Steller Seelöwen, Eurasische Fischotter, Trottellummen und Gelbschopflunds. Alle Fahrzeuge des Aquariums sind unbrauchbar geworden.
    Das Aquarium wurde durch Mitarbeiter anderer JAZA Einrichtungen unterstützt. Sogar das stark beschädigte Marinepia schickte ihren Direktor und Mitarbeiter zum Helfen beim Aufräumen und Neuaufbau von Aquarien zwischen Ende Mai und Ende Juni. Das Yokohama Hakkeijima Sea Paradise Aquarium schickte ihren Direktor und Mitarbeiter um die Glasüberreste in den Aquarien und Wassertanks aufzuräumen. Tokyo Sea Life Park schickte Mitarbeiter um Sand aus den Tanks zu bringen.
    Auch aus den USA erhielten sie direkte Unterstützung z. B. durch Mitarbeiter vom Monterey Bay Aquarium.
    Die Restaurierung fast aller Aquarien war Mitte Juni abgeschlossen und Fische wurden wieder nach Fukushima gebracht. Ca 20 Einrichtungen unterstützten das Aquarium auch hier drin. Die auswärtig eingestellten Tiere wurden langsam wieder zurückgebracht. So wurden die Seehunde von Kamogawa Sea World wieder in ein Becken gesetzt Ende Juni, so wie die Fische die im Niigata City Aquarium Marinepia Nihonkai eingestellt waren.
    Zum 15. Juli 2011 konnte das Aquarium wieder eröffnet werden, als letzte aller JAZA Einrichtungen.

    Ibaraki Prefectural Oarai Aquarium
    Betroffen durch den allgemeinen Stromausfall, hat aber einen eigenen Generator. Vier Teile des Installationssystems waren gebrochen. Und der Parkplatz war überflutet, allerdings kein Schaden bei Mensch und Tier.

    Epson Aqua Stadium
    Keine menschlichen Schäden. In einigen Becken brachen künstliche Felsen.
    (10.03.2012)
    Michael Mettler:   M.W. gibt es Zweifel an der Unterartreinheit der "europäischen" Barasinghas. Da ist es dann natürlich eine Frage des Standpunktes, ob der vorhandene Bestand gestützt werden sollte - die Zoowelt fährt ja in dieser Frage keine einheitliche Linie.
    (21.12.2011)
    BjörnN:   Zumal Südkorea durchaus als Tauschpartner in Frage käme oder täuscht mich meine Vermutung?

    Vor allem die kleinen europäischen Populationen des Barasinghas und des Dallschafes könnten eine Erweiterung des Genpooles gut gebrauchen.
    (20.12.2011)
    Henry Merker:   Wirklich beachtliche Bestände.
    (20.12.2011)
    WolfDrei:   Ich fand heute in der TP-Biblio. für den Zoo Seoul/Südkorea für die Jahresinventur 2009 zum Teil erstaunliche Bestandszahlen: neben vielen Sikaunterarten u.a. 5 Delfine (Tursiops truncatus), 25 Amurkatzen, 24 Amurtiger, 45 Barasinghas, 18 Rappenantilopen, 15 Dallschafe, 24 Dickhornschafe, 28 Himalaya-Tahre, 43 Mähnenspringer
    (20.12.2011)
    Ingo Rossi:   Endlich komme ich dazu, die angekündigten weiteren Berichte über die zoologischen Einrichtungen in Xi’an zu schreiben.

    Der Xi’an Qinling Wildlifepark

    Der Park liegt ca. 30 km außerhalb der Stadt Xi’an am Fuße des Qinling Gebirges. Ein nach eigenen Angaben 133 Hektar großes Areal umfasst neben den eigentlichen Zoo auch einen Freizeitpark, Ferienhäuser und Parkähnliche Anlagen. Der Eintritt in den Zoobereich beträgt 100 Yuan, etwa 10 Euro, hinzu kommen noch mal 35 Yuan für die Fahrt im Käfigwagen durch den Safaribereich.
    Der Safaribereich ist in Asien, Afrika, Tiger, Löwe, Bär und Wolf eingeteilt. Im Asienbereich leben Weißlippenhirsche, Dammwild, Lama, Pony, Kamel und Yak frei, in eigenen eingezäunten Bereichen Kulan und Goldtakin. Ähnlich ist es im Afrikabereich. Dort leben Streifengnu, Ellipsen-Wasserbock, Elend-Antilope, Impala, Oryx und Strauss in einer großen Anlage mit reichlich Schattenplätzen. Giraffen und Zebras und Wildhunde leben in Weit vom Fahrweg abgelegenen Gehegen und sind daher nur schlecht zu sehen. Im Raubtierbereich wurde nach der Durchquerung von großen Sicherheitsschleusen der Tigerbereich (ohne Sichtung), der Bärenbereich, Braun und Kragenbären mit Verklappung eines lebenden Stallhasen, der Löwen- und Wolfsbereich durchfahren. Die Fahrt selbst war, wie Wolfdrei schon beschrieben hat ein Abenteuer. In Deutschland könnte von den Schadensersatzansprüchen eine mittlere Anwaltskanzlei mindestens ein Jahr leben, in China erregte es nur große Heiterkeit. Mit großem Tempo wurden alle Bereiche durchquert. Stopps gab es selten und, wenn Tiere auf der sehr holprigen Strasse waren, wurde erst gehupt und dann mit letzten Moment gebremst. Die im auf der Pritsche befestigten Käfig Passagiere hatten alle Mühe sich festzuhalten und möglichst wenig aneinander oder das Gitter zu stoßen.
    Danach ging es zu Fuß weiter durch den recht großen Zoobereich. Eingebettet in die schöne, reich bewachsene Landschaft lagen die Tierhäuser und Gehege. Zwei Affenhäuser mit Mandrill, Mantelpavian, Schopfmakake und Schimpanse sowieTibetmakake, Gehaupter Kapuziner und hatten beide akzeptable Außenanlagen aber völlig sterile Innenkäfige – pardon, die drei Schimpansen hatte, in den beiden Käfigen jeweils einen Autoreifen. Ein klassischer Affenfelsen war mit Rhesusaffen besetzt. Der Goldene Stumpfnasenaffe und der große Panda hatten natürlich mit Heimvorteil jeweils ein eigenes Haus mit strukturierten Außengehege, ebenso der kleine Panda. Ein Reptilienhaus versprach von Außen sehr viel, im inneren waren aber die meisten Terrarien nicht oder nicht sichtbar besetzt. Neben verschiedenen Wasser- und Landschildkröten, Bindenwaran und Chamäleons waren noch Alligatoren und Krokodile zu sehen. In einem kleinen Delphinarium mit vielen mit großem Amphitheater wurde eine Show mit Seelöwen und Seehunden gezeigt. Da die Werbung noch sehr auf Delphine ausgerichtet war ist zu befürchten, dass in dem kleinen Becken auch mal solche lebten. Das Elefantenhaus beherbergte einen indischen Bullen und eine Kuh. Beide standen in Gitterboxen im Haus. Der Bulle trug lange Schuhe an den Füßen, schien daher wohl nicht gut zu handhaben zu sein. Die Außenanlage bot weder Badebecken noch Schattenplätze. Im Gegensatz dazu war das Flußpferdhaus mit Außenanlage recht ansprechend. Im leicht gebogenen Rund lagen die Innenkäfige der großen Raubtieranlage. Auf der einen Seite hatten die Löwen eine ansprechende Außenanlage. Auf der anderen Seite lagen 18 Käfige, jeweils ca. 20 qm groß, außer einem erhöhten Liegbrett nur noch Wasser- und Futternapf als Einrichtungsgegenstände. Dort waren von Tiger, Leopard, Schwarzer Panther, Rothund, Jaguar, Löwe alle weiteren Raubtiere untergebracht. Die meisten jedoch, wegen der großen Hitze an meinem Besuchstag nur kurz oder gar nicht draußen zu sehen. Ein weiteres Tierhaus beherbergte Lamas und das Rote Riesenkänguru. Die Kranichgalerie zeigte Mandschuren-, Schwarzhals-, Weißnackenkraniche und einen sehr überbesetzten Käfig mit Waschbären. Schön angelegt war der große Enten und Schwanenteich auf dem aber kaum was zu sehen war. Die Rosa Flamingos hatten einen eigenen abgetrennten Bereich. Natürlich kein Zoo ohne Streichelzoo. Hier zum Glück hatten nur Kaninchen das „Vergnügen“ gestreichelt zu werden. Totenkopfaffen und Wellensittiche waren nur in geschlossenen Käfigen zu bestaunen. Ebenfalls wurden hier Hausschweine gehalten, die aber zur Eigenversorgung der Zoomitarbeiter und Tiere sorgen sollten. Etwas kurios war das kleine zoologische Museum. Zahlreiche Präparate seltener Tiere waren der Sonne und dem Staub ausgesetzt und daher teilweise schon in die Albino-Erscheinungsform der jeweiligen Tierart mutiert. Beliebt waren auch an vielen Stellen im Zoo die kostenpflichtigen Fotografiermöglichkeiten mit Tieren, vom Kamel, über Phyton bis hin zum Rhesus-Affen. Die Zirkusshow im großen festen Bau zeigte mehrmals am Tag eine ca. 30 Min. Programm, welche im Eintritt enthalten war. Kragenbären und Tiger wurden im Stil „Südspanien 50er“ Jahre vorgeführt.
    Auch hier waren, wie schon in anderen Berichten zu lesen, die meisten Tiere in den Innenanlagen zu sehen. Der Grund hier schien mir aber eher das sehr heiße Wetter zu sein, waren doch häufig die Türen zu den Außengehegen geöffnet.
    Alles im allem ist der Zoo bestimmt kein „Muss“ wenn man mal von der schönen Lage mit Blick auf die Berge absieht. Wann er erbaut wurde, lässt sich schlecht sagen jedoch denke ich, waren die meisten Häuser nicht viel Älter als zwanzig Jahre, eher jünger. Ob er wirklich den ende der 90ger Jahre geschlossenen Stadtzoo von Xi’an abgelöst hat konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen.

    Fortsetzung folgt!

    (22.09.2011)
    Michael Mettler:   Was hat eigentlich eine Liste der Panda-Verwandtschaft der letzten 20 Mio. Jahre auf Art- und Gattungsniveau mit der Frage nach Unterarten des Großen Pandas zu tun...?
    (25.08.2011)
    Sacha:   @Liz: Na, na, halten wir den Ball mal flach, kein Grund für persönliche Attacken.

    Die Antwort ist: Weder noch. Es ist mehr eine Frage der Effizienz. Sollte es schon jemand wissen, BEVOR ich mich auf die Suche mache, dann spart das Zeit. (WENN ein anderer erst suchen muss natürlich nicht). Bislang war ich auch immer der Ansicht, dass man sein Wissen hier im Forum gerne mit anderen teilt. Ich habe nur gefragt, ohne jemanden zur Recherche zu nötigen. Falls Du Dich trotzdem dazu veranlasst sahst und es nicht eh schon wusstest, dann kann ich nur ehrlich sagen: Dankeschön für Deine Bemühungen.
    (25.08.2011)
    Liz Thieme:   Sacha, solltest du aus beruflichen Gründen nicht befähigt sein, dass selbst zu finden? Oder bist du einfach faul und lässt andere für dich arbeiten?

    Und wie ist das nun mit dem Zuchtbuch, wird das geändert? ;-)

    Es gibt Genanalysen zu den Pandas:
    *http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12731020


    Hier in der Systematik tauchen auch beide Unterarten auf:
    * Hammond, Paula (2010). The Atlas of Endangered Animals: Wildlife Under Threat Around the World. Marshall Cavendish. p. 58. ISBN 0761478728.

    und ich habe noch dies hier gefunden:
    Subfamily: Ailuropodinae 20 mya.
    Genus: Agriarctos †
    Genus: Ailurarctos † 8 mya.
    Primal Panda † Ailurarctos lufengensis
    Ailurarctos yuanmouensis † Ailurarctos yuanmouensis
    Genus: Ailuropoda 3-2 mya.
    Pygmy Giant Panda † Ailuropoda microta
    Ailuropoda wulingshanensis † Ailuropoda wulingshanensis
    Ailuropoda baconi † Ailuropoda baconi
    Dwarf Panda † Ailuropoda minor
    Giant Panda Bear Ailuropoda melanoleuca
    Qinling Panda Ailuropoda melanoleuca quinlingensis (subspecies)

    Die andere Unterart läuft als Nominatform.
    (25.08.2011)
    Michael Mettler:   Eine bräunliche Färbung der Unterseite bei einem Zoo-Panda müsste allerdings auch dahingehend gewertet werden, ob Faktoren wie Haarwechsel ("altes" schwarzes Haar verblasst bei vielen Tierarten zu Braun oder Rotbraun) und Verfärbung durch Bodengrund usw. auszuschließen sind. Eine "Momentaufnahme" könnte da einen falschen Eindruck erzeugen.

    Auf einem der Fotos auf
    http://www.giantpandazoo.com/ZoovanAntwerpen.html
    wirkt das Bauchfell bei dem Antwerpener Panda, der aus dem Verbreitungsgebiet der neu beschriebenen Unterart stammte, sogar weißer als das der Flanken...
    (24.08.2011)
    Sacha:   @WolfDrei: Vielen Dank.

    Hmhh, weiss nicht recht, was ich davon halten soll. Welche "Unterart" zeigt denn San Diego? (wenn ich mich recht erinnere, dann war da auch ein Exemplar, dass eher eine dunkelbraune den eine tiefschwarze Zeichnung vorwies (oder war das nur das Jungtier? Hab die Fotos gerade nicht zur Hand). Und wie steht es bez. Genanalyse? Wurde die schon gemacht?
    (24.08.2011)
    WolfDrei:   PS: die Literaturangabe (also kein Plagiat von mir!):•Wan, Q.-H., H. Wu, and S.-G. Fang. 2005. A new subspecies of giant panda (Ailuropoda melanoleuca) from Shaanxi, China. Journal of Mammalogy 86: 397–402.
    Also Nummer 86! Die UA läuft unter A.m.qinlingensis: Qinling Panda!
    (24.08.2011)
    WolfDrei:   Habs gefunden:
    A NEW SUBSPECIES OF GIANT PANDA (Ailuropoda melanoleuca) FROM SHAANXI, CHINA
    Qiu-Hong Wan, Hua Wu, and Sheng-Guo Fang*College of Life Sciences, State Conservation Center for Gene Resources of Endangered Wildlife, and the Key Laboratory of Conservation Genetics and Reproductive Biology for Endangered Wild Animals of the Ministry of Education, Zhejiang University, Hangzhou 310029, People's Republic of China

    Abstract

    Multivariate statistical analyses of cranial and dental morphology and comparison of pelage coloration were used to describe a new subspecies of giant panda from the Qinling Mountain range of Shaanxi Province in China. Based on 2 components that were highly related to skull and molar sizes, respectively, principal components analysis grouped all samples into 2 clusters corresponding to the Qinling and Sichuan samples. The Qinling cluster was characterized by significantly smaller skulls and larger molars compared to the Sichuan cluster. Based on skull and molar sizes, discriminant function analysis also correctly identified all samples from Qinling and Sichuan populations. Comparison of pelage coloration indicated that Sichuan individuals had black chest patches and white ventral pelages, whereas Qinling pandas had dark brown chest patches and brown ventral pelages. These results reveal that the diagnostic characteristics of the new Qinling subspecies are a small skull, large molars, dark brown chest patch, and brown ventral pelage.


    (24.08.2011)
    WolfDrei:   @Sacha: in dem Heftlein angegeben war als Autor ein Professor Fang Shengguo, der das in dem "Journal of Mammalogy", issue 4, 2005 veröffentlicht haben soll. Issue 4 hat mich etwas irritiert, da ich die Zeitschrift schon länger kenne.
    (24.08.2011)
    Sacha:   Beim Grossen Panda gibt es Unterarten??? - Man lernt hier im Forum doch immer was dazu.
    Wie gesichert (wissenschaftlich anerkannt) ist dieser Punkt? Selbst in neueren Zoologie- und Tierbüchern habe ich nichts davon gelesen.
    (24.08.2011)
    Ingo Rossi:   Im Wildlife-Park gab es auch eine Circusshow mit einer Tigerdressur. Angekündigt als chinesische Tiger (laut meinem Übersetzer) müsste es dann ja der Südchinesische oder Indochinesische Tiger sein. Kann jemand das genauer Bestimmen anhand des Bildes?
    (24.08.2011)
    Ingo Rossi:   @WolfDrei: Gerne, aber es war ja erst der erste Bericht. Zwei folgend noch, sobald ich etwas mehr Zeit finde. Der Innenstadt-Zoo von Xi'an ist übrigens aufgelöst worden. An seiner Stelle ist nun ein öffentlicher Park, mit einem kleinen, traurigen Aquarium. Man kann nur noch erahnen, daß der Park mal ein Zoo war. Nun gibt es, 28 km vor Xian am Fusse der Quinling-Berge, einen neuen (?-konnte kein Gründungsjahr herausfinden) "Quinling Wildlife Park" Alle gesehenen Pandas waren deutlich schwarz/weiss.
    (24.08.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Und danach noch zwei weitere, keins der drei hat aber die Geschlechtsreife erreicht. Zuchtpartner war mindestens einmal das Männchen, das als Leihgabe in Antwerpen weilte.
    (23.08.2011)
    WolfDrei:   @MM: Danke für die "Namenserinnerung": Dan Dan hat dann anschließend ein "normales" schwarz-weißes Baby bekommen.
    (23.08.2011)
    Michael Mettler:   Hier wird behauptet, dass im Fundgebiet neben schwarz-weißen und braun-weißen auch schon weiße Pandas gesichtet wurden und auch der dortige Takin in verschiedenen Farbformen vorkommt... http://www.china-guide.de/english/shaanxi/giant_panda.html
    (23.08.2011)
    Michael Mettler:   Habe mal ein wenig gestöbert: Diese Unterart wäre demnach sogar schon in mindestens einem europäischen Zoo gezeigt worden, nämlich 1987 für vier Monate in Antwerpen (1,1 schwarz-weiße Tiere aus dem gleichen Fundgebiet in Foping, Shaanxi), und eigentlich hätte das von 1985 bis zu seinem Tod 2000 in Xian gehaltene braun-weiße Weibchen Dan Dan (offenbar das Tier auf WolfDreis Foto) sogar mit nach Europa kommen sollen, aber es stellte sich kurz vorher als trächtig heraus und wurde deshalb durch ein schwarz-weißes Weibchen ersetzt. Quelle: http://www.giantpandazoo.com/ZoovanAntwerpen.html

    Seit Dan Dan sollen bis 2009 noch vier weitere braun-weiße Pandas gefunden worden sein, wobei mindestens einer davon eine schwarz-weiße Mutter gehabt haben soll.
    (23.08.2011)
    WolfDrei:   Gefunden habe ich diese Angaben während der Beantragung des Visums in der chinesischen Botschaft unter dem Titel: Home of Giant Pandas and Crested Ibis", Foreign Languages Press Beijing, 2007
    (23.08.2011)
    WolfDrei:   Danke, Ingo Rossi, für die Schilderung der zoolog. Einrichtungen in Xian. Ich erinnere mich insofern an den Zoo (1994 von mir besucht), da ich dort meine ersten Goldtakins sah und einen "goldenen" Panda. Zu diesem Panda einige Sätze, wenngleich ich nicht weiß, inwieweit das beigefügte Bild jener Panda ist, der 1976 als Jungtier in den Zoo von Xian kam. Bis 1962 wußte man nicht, ob in den Quinling-Bergen Shaanxis überhaupt Pandas existierten, obwohl Sowerby 1932 erste Spuren gesehen haben könnte. Nach weiteren Funden (Felle und Skeletteile)ist dann dieser Panda 1964 beschrieben worden und 2005 im "Journal of Mammalogy" als UA ausgewiesen worden. Er soll einen schmaleren mehr runden Kopf haben als der "typische" Panda Sichuans, dazu relativ größere Zähne, die typischen schwarzen Zeichen sollen eher dunkelbraun sein. Zu jener Zeit wurde die Gesamtzahl dieser UA mit etwa 275 angegeben.
    (23.08.2011)
    Ingo Rossi:   Beruflich noch in Xi'an/China möchte ich die drei zoologischen Einrichtunegn der Stadt, den temporären Zoo der Horticultural Expo, den Quinling Wildlife Park und den Ocean Park Xian vorstellen. Auf der diesjährigen Gartenbaubaustellung gibt es neben vielen anderen Themen auch einen kleinen Zoo mit den typischen Vertretern der chinesischen Tierwelt, die alle auch in den Bergen vor Xian vorkommen. Ein Pandahaus mit mehreren grossen Innenanlagen und Ausenanlagen (jeweils auch mit Kletter- oder Bademöglichkeit sowie aussen mit Naturboden) beherbergt direkt sechs grosse Pandas. Der Nippon-Ibis ist in mehreren Exemplaren in einer grossen, schön eingerichteten Voliere zu betrachten. Ursprünglich war sie begehbar gebaut worden, was aber aus unerfindlichen Gründen wieder aufgegeben wurde. Leider ist die Vergitterung, wie oft in China, sehr stark und direkt mehrfach, was das Betrachten schwierig macht. Eine grosse Käfigkuppel, ebenfalls mit Naturboden, Felswand und Klettergerüsten bewohnen mindestens zehn Gold-Stumpfnasenaffen. Ein gläserner Besuchertunnel führt hindurch. Ein Paar des Goldtakin bewohnt eine grosse, vergitterte Freinlage mit wenig/bis keinem Schatten, bei Temperaturen, die bis an die 40 Grad reichen. Aber alles in allem sind die Anlagen sehr modern, gepflegt und entsprechen durchaus unserem Standart. Lange Schlangen vor dem Einlass zeugeten von einem grossen Interesse der chinesischen Besucher.
    (21.08.2011)
    Klaus Schüling:   Fotos aus Phnom Penh

    Bernhard Hall hat uns für den Tiergarten Rundbrief einen Reisebericht aus dem Zoo in Phnom Penh geschrieben.

    Kann jemand Bilder beisteuern?
    Bitte melden: mail@schueling.de
    (01.08.2011)
    Liz Thieme:   Medien können helfen, aber auch zerstören.
    Dies mussten die deutschen zoologischen Einrichtungen schon so manches Mal feststellen. Und oft steckt der Wunsch des Journalisten nach einer großen Geschichte dahinter und nicht das Verantwortungbewusstsein bezüglich der Reaktionen.
    Dem nicht genug, seit fünf Jahren hat sich die Gefahr für Unternehmen vergrößert – Twitter kam an den Markt. Von vielen geliebt, von Journalisten hochgepriesen, von vielen Unternehmern gehasst.
    Auf den Philippinen ist nun solch ein Gezwitscher zum Problem für den Zoo Manilas geworden, nachdem eine Mediadesign-Studentin Fotos des Zoos in ihrem Blog veröffentlicht hat. Diese waren allerdings nicht von ihr und laut Zooaussage bis zu drei Jahre alt. Viele Mitglieder von Twitter, die den Blog der Studentin folgen, machten ihrer Meinung über den Zoo Luft und es entstand eine Lawine der Entrüstung über die Haltungsbedingungen. Die Forderung der Schließung des Zoos wurde laut.
    Die Studentin gab zu niemals zu vor in dem Zoo gewesen zu sein. Sie schrieb ihren Blog am Dienstag und besuchte den Zoo erstmals am Donnerstag. Sie erläuterte weiter, es gäbe zwar noch viele verkommene Ecken, aber dass die Verhältnisse im Zoo besser gewesen seien als gedacht.

    Es soll Überwachungsgruppen geben, die die Bedingungen im Zoo untersuchen und im Auge behalten sollen. Allerdings soll laut dem Bürgermeister Manilas der Zoo nicht geschlossen werden, solange er im Amt sei. In den letzten Jahren seien schon viele Spenden und Hilfsaktionen gelaufen, um dem Zoo zu helfen. Diese sollen auch fortgesetzt werden.

    Es kann nur gehofft werden, dass nun nicht nur die Journalisten sich bewusst machen, was sie mit ihren Arbeiten anstellen, sondern auch alle anderen Menschen die irgendwo etwas veröffentlichen.
    (31.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Senkrechtsprünge sind doch gar nicht so unnatürlich, denn beim Erklimmen eines Baumes springen Großkatzen m.E. zuerst am Stamm in die Höhe und beginnen erst dann, im eigentlichen Sinne zu klettern.

    "Billardsprung" ist eine prima Umschreibung für die genannte Sprungtechnik. Runde Abgrenzung hieße, ähnlich zu verfahren wie bei Affenfreianlagen (Pavianfelsen usw.), wo Winkel ja ebenfalls Ausbruchsgefahr darstellen.

    Ich denke, dass solche Anlagen für Leopard & Co. durchaus auch schon in Vor-Elektrodraht-Zeiten (bis hin zum alten Hagenbeck) möglich gewesen wären, aber erstens hätten sie die damals üblichen Größenverhältnisse für Tiergehege gesprengt, und zweitens war man nach Hagenbecks Erfindung einer "Bühne" als Freisichtanlage in der hiesigen Zoowelt über lange Zeit stolz drauf, "Grubenhaltungen" abbauen zu können und nicht mehr neu bauen zu müssen. Da war es den Zoos dann vielleicht nicht den schautechnischen Aufwand wert, für die kleineren Großkatzenarten große Freisichtanlagen zu bauen, zumal man eh lange Zeit glaubte, diese im Gegensatz zu Löwe und Tiger nicht in schauwirksamen Gruppen präsentieren zu können.
    (05.07.2011)
    Liz Thieme:   Senkrechtsprünge werden in der Natur sehr selten ausgeführt, daher ist dies auch eher ein unnatürlicher Test.


    Messdaten wären hier schon hilfreich um dies zu vergleichen, allerdings müsste man hier auch die Art der Ermittlung wissen, denn man kann ja nur Dinge vergleichen, die auch gleich ermittelt wurden.

    Das heißt insgesamt aber auch, wenn die Wände hoch genug in der Senkrechten sind und keine Winkel vorhanden sind, sind alle Raubkatzen in Freigehegen zu halten. Dies bedeutet wiederrum, dass es am besten eine runde Abzäunung ist mit einem nicht zu engen Radius, weil sonst wieder mögliche Absprungflächen für den "Billiard-/Winkelsprung" möglich sind.

    Chester hat eine Wandhöhe von 5m und haben einen ziemlich breiten Überhang, damit der Jaguar nicht drüber klettern sollte. Zusätzlich sind die Wände in einem ca. 30cm Abstand ringsrum mit Elektrozaun gesichert. An den Rändern beim Wassergraben sind ebenfalls noch Metallvorsprünge.

    HongKong hat dem entgegen einen komplett Käfig, weil die Rückwand aus Kunstfels ist und der bis fast unter die Decke geht und damit eine Gefahr des Ausbrechens birgen würde. Ich schätze das hier eine Höhe von ca 4-5m vorliegt.
    (05.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Aus älterer Literatur habe ich in Erinnerung, dass Jaguare, Leoparden, Schneeleoparden und Pumas zur Überwindung senkrechter Hindernisse eine besondere Sprungtechnik beherrschen sollen, nämlich den Sprung "über Eck" - soll heißen, sie springen an einer winkligen Stelle hoch gegen eine Wand (oder ein Gitter), stoßen sich von dort in Richtung der anderen Wand (oder des dortigen Gitters) ab und nutzen den Schwung zum Erreichen einer Höhe, die sie im einfachen Senkrechtsprung nicht schaffen würden. Ähnliches soll in der Waagrechten für die Überwindung von Gräben gelten, wo die Katze statt des einfachen Weitsprungs über den Graben einen Umweg gegen die Seitenwand neben dem Graben und von dort zur abgewandten Grabenseite nehmen würde. Leichter Körperbau sei dabei von Vorteil, und aus diesem Grund sollen Löwen und Tiger diese Technik nicht gut genug für Zooanlagen beherrschen, weil sie schlichtweg zu groß und zu schwer sind. Von den oben genannten Arten wäre nun der Jaguar die am massigsten gebaute, also müsste in der Theorie (!) die Sprungkraft der drei anderen Arten größer seien. Sprungkraft dabei im Sinne des Zusammenspiels aus Sprungtechnik und möglicher Reichweite.

    Dass Löwen und Tiger durchaus das Prinzip des Sprungs über Eck behherschen, habe ich schon in Circusdressuren gesehen, wo die Tiere von einem Postament gegen das Seitengitter und von dort auf ein anderes Postament sprangen. Aber das war eine Gesamtdistanz, die sie auch im direkten Sprung geschafft hätten.
    (05.07.2011)
    Henry Merker:   Ich sehe gerade, dass meine Frage schon beantwortet worden war...
    (05.07.2011)
    Liz Thieme:   Michael, wie vergleichst du die Sprungkraft bzw. woran machst du die fest? Oft werden die Tiere mit unterschiedlichen Sprüngen angegeben. Einen Aufwärtssprung kann man nicht mit einem Abwärtssprung vergleichen.
    (05.07.2011)
    Michael Mettler:   @Oliver: OK, da war ich mir nicht ganz sicher.
    (05.07.2011)
    Oliver Jahn:   Staßfurt hat ein Netz über der Leoparden-Anlage.
    (05.07.2011)
    Henry Merker:   Die chester'sche Jaguaranlage sieht ja richtig geil aus! Wären solche Anlagen eigentlich auch für Leoparden denkbar - oder wär' dies zu unsicher?
    (05.07.2011)
    Michael Mettler:   Und ich hatte mein Foto vergessen... Hier also Rostock.
    (05.07.2011)
    Racool:   @Sacha: Hier gibt es Bilder von Chester:
    http://www.zoolex.org/zoolexcgi/view.py?id=864
    (05.07.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: An die Salzburger Anlage erinnere ich mich nicht und habe auch kein Foto, aber Rostock hat einen sehr hohen Zaun ohne Überhang, dessen oberster Bereich aus E-Drähten besteht (siehe Foto) - vielleicht sind auch am Gitter selbst noch irgendwo welche angebracht, darauf habe ich nicht geachtet.

    Übrigens gibt und gab es ja auch oben offene Anlagen für Leoparden und Schneeleoparden in Europa, deren Sprungkraft die des Jaguars schon aus Gewichtsgründen übertreffen dürfte - siehe wiederum Salzburg (Leopard) und Rostock (Irbis), aber auch Wildpark Lüneburger Heide (Irbis) und meiner Erinnerung nach Staßfurt (Leopard).
    (05.07.2011)
    Sacha:   @MM: Wie war denn in Rostock und Salzburg das obere Gitterende beschaffen? Stacheldraht und/oder nach innen geneigt?
    @WolfDrei: Ich bezog mich auf die Fotos von Ronny, die eine leicht grubenartige Aussenanlage zeigen bzw. vermuten lassen.
    @Liz: Ich war leider noch nie in Chester. Dann gibt es also auch dort eine (Graben?-)Freianlage für Jaguare? Hast Du ein Bild oder einen Link, wo man sich das anschauen könnte?
    (05.07.2011)
    Ronny:   Dann sind wohl die Jaguare des Bijinger Stadtzoos aus dem Tiger-Löwenhaus in das neugebaute Raubtierhaus gezogen.
    (04.07.2011)
    Liz Thieme:   Ich sage nur Chester, von wegen Freianlage für Jaguare :)
    (04.07.2011)
    WolfDrei:   Nee, Sacha, der/die Jaguar/e lebten im Stadtzoo Beijing hinter Glas, dafür Tiger und Löwen in "Gruben", die allerdings etwas größer ausfallen als es der Begriff Grube suggeriert. Richtig tiefe aber ebenfalls große Freianlagen ohne Wassergraben für Puma und Jaguare (jeweils mit mehreren Ex. besetzt) sah ich in Al Ain(Abu Dhabi)
    (04.07.2011)
    Michael Mettler:   @Sacha: Sind zwar keine Gruben i.e.S., aber oben offene Anlagen aus Gitter hat man auch in Europa schon gewagt, z.B. in Rostock und Salzburg.
    (04.07.2011)
    Sacha:   Ist Euch eigentlich aufgefallen, dass man in Peking die Jaguare in einer "Grubenanlage" hält? Ich frage mich, ob man dies in Europa - angesichts der dem Jaguar nachgesagten enormen Sprungkraft - auch wagen würde?...
    (04.07.2011)
    Ronny:   Und zum Abschluss noch ein näheres Bild des gefleckten Jungtieres.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Auf der letzten Anlage lebten schwarze Mutter mit 2 Jungtieren in gefleckt und in schwarz. ICh würde sagen, dass die Jungtiere 2009 geboren worden sind.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Dies ist die Außenanlage von der andere Seite. Auf dem Felsen sieht man ein wenig die Ohren hervorschauen.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Auf der größten Anlage lebten 2 Schwärzlinge. Dieser bewegte sich...
    (19.06.2011)
    Ronny:   Nun folgen die Bilder aus dem Beijing Wildlife Park.

    Es gab 3 Anlagen für die Jaguar.

    Dieser gefleckter war auf der kleinsten Anlage.

    (19.06.2011)
    Ronny:   Ebenfalls Badaling Safari World 1,0 Schwärzling.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Na dann auf gehts.

    Fange mal mit der Badaling Safari World an. Ist ca 2,5 Busfahrt von Beijing entfernt.

    Gefleckter Jaguar
    (19.06.2011)
    Liz Thieme:   War doch einfacher als gedacht. Gut das Jaguare Flecken haben :)
    Also wenn es noch weitere asiatische Jaguare gibt, freu ich mich.
    (19.06.2011)
    Liz Thieme:   warum müssen den Städte auch zwei Zoos haben ;-) *wirr* jetzt muss ich meine ganzen Katalog neu ordnen....
    (19.06.2011)
    WolfDrei:   @Liz Thieme: Entschuldigung, wenn ich zum Jaguarbild nur Beijing schrieb. Ronny hat es schon konkretisiert: Wildlife - Park Beijing. Interessant, bei der Vielzahl der Rosettenflecken das Exemplar differenzieren zu können. Mein Tier war offensichtlich ein Kater.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Das Bild von Wolfgang stammt aus dem Beijing Wildlife Park. Dies habe ich am Haus erkannte.

    Auch hier habe ich alle Individuen mit dem Stichtag 29.5.2009 fotografiert.

    Der gefleckte Jaguar stammte von meinen ersten Besuch im Beijing Zoo 15.5.2009. Als ich den Zoo am 1.6. nochmal besuchte, war das Haus geschlossen und auf der Anlage war der Schwarzling.
    (19.06.2011)
    Liz Thieme:   danke.... nur ist dein gefleckter Jaguar ein anderer als der von Herrn Dreier. Ist dein Bild von deinem Besuch dort?
    (19.06.2011)
    Ronny:   Und die Außenanlage. Die Anlage ging zur rechten Seite noch etwas weiter.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Der Schwärzling in der Innenanlage.
    (19.06.2011)
    Ronny:   Nach meinen aktuellsten Infos (03/2011) werden 1,1 gehalten.

    Anbei der gefleckte Jaguar auf der Außenanlage.
    (19.06.2011)
    Liz Thieme:   :) schönes Tier.
    Wissen Sie zufällig welchen Geschlechts es ist? Und wie viele Tiere in Peking leben?
    (18.06.2011)
    WolfDrei:   so ist es!
    (18.06.2011)
    Liz Thieme:   Oh schön, danke :)
    Der/die kommt jetzt aus Peking?
    (18.06.2011)
    WolfDrei:   Danke , Ronny, für die Ergänzung: ich bin von dem Safariendpunkt rechts am See in Richtung der "Seltenheiten" gegangen, habe also die von Dir genannten Vogelvolieren nicht gesehen. Die Känguruanlage habe ich in der Beschreibung vergessen, zu übersehen war sie ja nicht. Übrigens, auf dem Wege zu den beiden großen Vogelanlagen befand sich links eine "Show"bühne (die gibt es eigentlich in jeder chinesischen Zooeinrichtung): so richtig verstanden habe ich nicht, was da dargeboten wurde. Mangels Besucher "arbeitete" die wohl nicht. Anbei das Schwarzschnabelstorchnest mit Eischale im Vordergrund.
    (18.06.2011)
    Ronny:   Also 2009 waren neben Sclaters Monal und Grünschwanzmonal noch Japanbussard (nach bestimmt), Zentralasiastischer Steinadler, Chinesische Elster, Japan-Kernbeisser, Weißwangenhäherling..vom besagten Rastplatz aus immer gerade aus on einer Käfigreihe. Zusätzlich noch Chinesische Wildschweine in der letzens Sektion. Diese waren auch als UA am Busbahnhof ausgeschildert. An Giraffen waren reticulata, rothschildi und tippelskirchi ausgeschildert, aber gesehen nur rothschildi und via Nachbestimmung antiquorum.

    Hmm die Schwarzkopfibisse habe ich für heilige Ibisse gehalten. Aber ich haben noch ein Pärchen Mittelreiher gesehen.

    Im Känguru-Park waren neben den Roten auch Westliche und Östliche Grauekängurus.
    (17.06.2011)
    WolfDrei:   letztes Bild: Vater und Sohn(?)
    (17.06.2011)
    WolfDrei:   ..und für Liz Thieme endlich ein "chinesischer" Jaguar.
    (17.06.2011)
    WolfDrei:   Der besagte Besucher-Drahtkäfig
    (17.06.2011)
    WolfDrei:   Beijing Wildlife Park

    (anbei der unscharfe Plan)

    Im Heft 2 des “Milu” von 2003 beschrieb Vogelkurator Martin Kaiser vom TP einen zu dem Zeitpunkt erst kurz vorher eröffneten Tierpark am “Rande” von Beijing, d.h. ca. 40 km in südöstlicher Richtung direkt an einer mautpflichtigen Fernverkehrsstraße. Ich hatte diesen Park offiziell in meine Planung einbezogen (und schon vorher bezahlt) - da ich mit einem Guide dort war, kann ich den Eintrittspreis nicht benennen. Herr Kaiser äußerte sich seinerzeit anerkennend insofern, da eine Stadt wie Beijing sich durchaus einen 2. Tierpark leisten kann, auch wenn bei seinem Besuch ihn die Weitläufigkeit der Plätze angesichts der geringen Besucherzahl etwas befremdete. Mir ging es ähnlich insbesondere was die Safariautoanzahl auf dem dortigen Parkplatz anbetraf.

    Aber chronologisch: Angekommen auf einem riesigen schattenlosen Parkplatz, empfing uns ein ebenfalls riesiges Eingangstor aus überspannenden Holzbalken (in Shanghai aus sich “rüsselnden” Elefanten), die Seiten mit Tierdarstellungen u. a. Goldstumpfnasenaffen verziert. Das war auch einer der Gründe, diesen Zoo zu besuchen, denn in Beijing sahen wir nur einen abgetrennten Mann. Der zweite Grund war die erhoffte Existenz von China- und Sclatermonal. Hinter dem Eingangsportal ein See mit künstlichem “Matterhorn”, darauf eher normales : Gänse, Höcker- und schwarze Schwäne.
    Dazu der Info-Plan: sicher sind es nicht 200 ha wie M. Kaiser beschrieb, eher 150. Trockner Sandboden, Fichten-bestanden im ersten Drittel, Freiflächen, ehemalige Obstbaumanlagen, in der Mitte ein großer künstlicher See, wieder mit Inseln und Bootsbetrieb, wieder das “normale” Federvieh, auch mit Singschwänen und Streifengänsen. Der Safariabschnitt mag etwas mehr als ein Drittel der gesamten Anlage einnehmen, Wegführungen rechts herum (wegen der Stumpfnasen), zwei Querverbindungen zur anderen Seite, dort wieder zurück. Und heiß war es!
    Erste Begierde also die Stumpfnasen: ein Halbrundbau, etwas erhöht begehbar in der Mitte, durch Scheiben einsehbar, außen verdrahtet mit großer Sicherheitszone gegen das Füttern und 2 “Wächtern”, den einzigen Angestellten die wir sahen und die mit Tieren etwas zu tun hatten!
    2 gute Gruppen der goldenen Stumpfnasen, je 1,4 mit insgesamt drei Jungtieren. Erstaunlich, dass ein Mann mit dem Jungtier im Schoß kuschelte! Weiter dann eine im Innenraum begehbare herkömmliche Affen-Anlage mit Kapuzinern, Kattas, Mandrills, einer Schopfgibbonfamilie und einem (?) Schimpansen. Weiter schließt sich die Katzenanlage an: große Ausläufe, ein Tiger (UA?), 1 Jaguar, 2 Pumas, 3 Löwen. M. Kaiser berichtete von einer WG Löwe/Mantelpavian - letztere saßen aber getrennt davon. Gleich dahinter ein Wegweiser, mein Wunschweg, ausgelobt als “seltene chinesische Vögel”. Zunächst eine außen herum begehbare abgeschlossenen Halle mit Schwarzkopfibissen, Chileflamingos, Löfflern, einem Nimmersatt, Dottertukan, Gelbhaubenkakadu, gegenüber eine große (so 30 x 50 m!) verdrahtete Freifluganlage mit von Chinesen geliebten Fasanen: Amherst-, Silber-, Gold- und Königsfasan, dazu Pfauen, Perlhühner und auch Haushühnern, Jungfernkraniche und einem brütenden Schwarzschnabelstorchpaar. Dem Wasserlauf war aber das Wasser ausgegangen.

    Ein Stück weiter dann - ich hatte was tolles angedacht, die Seltenheiten: Ein gemauerter schmuckloser Bau, davor 5 Freianlagen von je 2,5 x 5 Meter ohne jegliche Ausstattung - pardon, in einem lag ein Baumstubben. Cabottragopan, brauner und blauer Ohrfasan, Silberfasan und zumindest ein Schild: Sclaterfasan (Lophophorus sclateri), das Chinamonalschild (L. l`huisi) durchgestrichen. Drei Stunden schlich ich immer wieder herum, kein Sclater, kein Mitarbeiter, nichts. Zurück also und weiter Richtung Safari, rechterhand Strauße und 2 Elefanten, eine große Esseneinrichtung mit Spielplätzen und die Wartereihe für die Safarifahrt: ein riesiger Platz, viele Safariautos, offen verdrahtet oder Kleinbusse. Kaum Besucher, dennoch mußten wir über 30 Minuten warten, bis wir einen Kleinbus zusammen mit 3 chinesischen Familien bekamen (Es war wohl Mittagszeit). Dafür holte der Fahrer die versäumte Zeit durch rasantes Fahren spielend wieder auf und kippte uns nach ca. 10 Minuten schon wider aus. Ich befürchte, dass die Kinder kein einziges Tier betrachten konnten. Ich stand hinten: nach hinten freie Sicht, nach rechts, nach links, immer eine Hand an irgendeinem Griff, die andere am Fotoapparat. Die Fotos hätte ich alle löschen können, nur des Erinnerns wegen ließ ich einige auf dem Chip, auch um dem Besatz folgen zu können. Die Freianlagen mit schütterem Fichtenwald bestanden, Sandboden, jeweils automatische Türöffnungen, aber auch Personalbetätigung. Im ersten Abteil drei Kragenbären, dann (ohne Garantie der Reihenfolge) mehrere Tiger (Amur offensichtlich), Löwen, Gelbsteißhirsche, Sikas, Milus, eine afrikanische Steppe mit Streifengnus, Bleßbock, Grantzebra, einem Kudubullen, KEINE Giraffen (wie M. Kaiser schrieb), Kamele und Wildschweine (ohne Steppenwölfe). Dann wurden wir herausgelassen.

    A propos herausgelassen: vor Jahren ging ein Protest weltweit herum gegen das Füttern mit lebenden Tieren, meistens Hühnern, in chinesischen Safariparks. Die verdrahteten Besucherautos erinnerten daran. Auf beiden Seiten waren je zwei “Außenkäfige” angebracht, deren Tür von innen geöffnet werden kann.

    Ausgeschüttet wurden wir an einem anderen Ort, am schon genannten See an einer Art Picknickwiese in der Nähe der Flugvoliere.
    Von dort ging es weiter zum “Nachttierhaus”, schon von M. Kaiser als enttäuschend bezeichnet: kleine Käfige ohne Einrichtung. Innen sah ich eigentlich nur ein Frettchen, Marderhunde, Burunduks und ein Stachelschwein, in den zur Sonne gelegenen kleinen Außenanlagen Kattas, Mitis-Diadem- und grüne Meerkatzen und Saimiris. Zurück nun auf der anderen Seite zum Ausgang hin wiederum an Kattas vorbei, nochmals Strauße, im Hintergrund mehrere Pfauen, nochmals zu den Stumpfnasen: aber die schliefen bei nun gegen 28°C.
    Ausgang.

    Fazit: wer nur wenig Zeit hat, muß dort nicht hin. Für Kindergruppen, es gab einige, mag das lehrreich sein - so sie nicht in diesem irren Tempo durch die Safarianlage gefahren werden. Auch mag man begrüßen, dass afrikanische Tiere zu sehen sind - der “Artensucher” dürfte enttäuscht sein.
    Und Ronny hat noch 2009 den Sclater gesehen!
    (17.06.2011)
    Michael Mettler:   Angesichts der Tatsache, dass sich in München gezüchtete und für ein Wiederansiedlungsprojekt in Asien zur Verfügung gestellte Przewalskipferde unter den neuen Lebensbedingungen farblich drastisch verändert hatten und dass es - wie im Denzau/Denzau-Buch zu sehen - beim Khur eine große farbliche Variationsbreite (auch hinsichtlich der Weißanteile) gibt, würde ich die geschilderten Farbunterschiede zwischen den beiden Dschiggetai-Formen nicht zu hoch bewerten...
    (15.06.2011)
    WolfDrei:   Habe nun gestern in der TP-Biblio. das Wild-/Halbeselbuch der Denzaus studiert: so richtig trauen sie sich auch nicht, die unterartliche Abgrenzung von E.h.hemionus und luteus geographisch exakt zu "untermauern". Wo ist also Norden? Und wo kommen "nördliche" und "Gobi"dschiggetais in China vor?Der nördliche Dschiggetai soll eine weiße Abgrenzung des Aalstriches haben und einen höheren Weißanteil im Maulbereich. Na ja! Und auch einen weißen Keil zwischen Flanke und Lende. Der Schwanz soll etwas länger sein. Für alle weiteren Halbesel hatten sie auf Basis der Groves`schen Beschreibungen eine Tabelle von 12 Merkmalen dargestellt - die bildlichen "Vorbilder" sind leider auch nur bedingt zu benutzen. Ich schaue weiter. Übrigens hatt ich 1994 in Kanton Dschiggetais gesehen, die ich glatt als Kiang - Dschiggetaihybriden hätte betrachten können. Kiangs hatten sie aber nicht. Der "west"berliner Dschiggetaihengst ist mir nie als dunkles Tier aufgefallen. Die Bilder von J. Livet sind so überzeigend auch nicht. Und dann die Saisonalität etc!
    (15.06.2011)
    Ronny:   Zum Vergleich 1,0 Sichuan-Takin aus Moskau. Nachzuchtbulle aus dem Zoo Beijing.
    (15.06.2011)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Stimmt, von dem Buch habe ich auch schon einmal gehört. Es gibt aber auch diesen Link hier

    http://arts.anu.edu.au/grovco/Equidae.htm

    Dort kann man sich einige Artikel zur Einhufersystematik von Groves (und zum Teil von anderen Autoren) durchlesen etc. ;-).
    (14.06.2011)
    Ronny:   @Liz, nur die die Großen Pandas waren stellen weise als Persönlichkeiten vorgestellt. In der Badaling Safari World die beiden Elefanten. Alle anderen Tiere in Beijing(Zoo, WP), Tien Jin waren nicht Personifiziert.

    Ich könnte die lediglich den gefleckten Jaguar inklusive der Außenanlage aus dem Beijing Zoo zeigen.
    (14.06.2011)
    WolfDrei:   ah ja: von den Denzau`s
    (13.06.2011)
    WolfDrei:   Danke für die Infos: Da gibt es doch dieses Halbesel und Wildeselbuch...?
    (13.06.2011)
    Henry Merker:   PS:
    Soeben habe ich im net gefunden, dass sich bei der Form luteus tatsächlich um die südliche Form handelt, die schwerpunktmäßig in der Wüste Gobi und den angrenzenden Regionen vorkommt.

    Auch Schlawe hat bei dem als Dschiggetai ausgewiesenem Tier des Berliner Zoos darauf hingewiesen, dass das Tier teilweise an ein Kiang erinnern würde und auch die Möglichkeit einer Hybridisation eines Kulans mit einem Kiang in Betracht gezogen...allerdings entsprechen die Tiere der nördlichen Mongolei diesem Typus wie er auch hier abgebildet ist.
    (13.06.2011)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Die beiden Bilder zeigen möglicherweise zwei verschiedene Halbeselformen. Groves hat - fässt man seine taxonomischen Betrachtungen zu den Einhufern zusammen - zwischen einem nördlichen und einem südlichen Dschiggetai unterschieden. Aus der Erinnerung heraus soll einer der beiden Formen im Erscheinungsbild teilweise an den Kiang erinnern - ich kann mich irren, aber ich glaube, dass es sich da um die nördliche Form gehandelt hat, die er teilweise von den anderen Halbeseln artlich abgetrennt hat, würde doch die südliche Form eher zu den anderen zentralasiatischen Halbeseln passen. Auch wenn ich mich jetzt täuschen könnte, so unterscheidet Groves letztlich zwischen a) Dschiggetai, b) Onager (mit Kulan, Onager und eben der südlichen Form aus der Mongolei (?), c) dem Khur, d) dem Kiang sowie e) dem Syrischen Halbesel (wie gesagt - auf Artniveau).
    Demnach sind höchst wahrscheinlich reinblütige Tiere auf ihren Bildern zu sehen. Folgt man der Homepage Jonas Lives, so handelt es sich bei dem Tier aus Beijing um einen Vertreter der Form hemionus und bei den Shanghaier Tieren um Vertreter der Form luteus. Auf dessen Homepage sind die Unterschiede der beiden Formen noch deutlicher zu erkennen.
    (13.06.2011)
    Oliver Jahn:   Vielen Dank! Tolle Fotos!
    @Liz, auf einen solche Reise nimmt man besser den "Dreier" als Original mit und nicht als Lektüre. :-)
    @WolfDrei, die Tiere auf dem ersten Bild haben einen sehr stark ausgeprägten "Kehlsack", das habe ich so noch nicht gesehen. War das bei den Tieren in Beijing auch der Fall?
    (13.06.2011)
    WolfDrei:   und hoffentlich keine Hybrid mit dem Kiang (die es in Beijing davon getrennt auch gab.
    (13.06.2011)
    WolfDrei:   selbige waren aus Shanghai, der folgende aus Beijing.
    (13.06.2011)
    WolfDrei:   @Oliver Jahn: mit dem Dschiggetai kann ich sofort dienen - mit dem Jaguar(übrigens schwarz hinter Glas und seitlicher Sonneneinstrahlung - mal schauen)
    (13.06.2011)
    Liz Thieme:   Absolut. Und, Oli, dann nimmst du auf deine Asien-Reise den "Dreier" als Reiselektüre mit. Und das tollste, wir haben sogar die Möglichkeit uns das Buch signieren zu lassen.

    Die Takine geben einem aber wirklich zu denken, das erinnert mich an unsere ehemalige Takin-Diskussion.

    Ich hätte noch einen kleinen Wunsch:
    ein Fotos der Jaguare in Peking.

    Werden die Tiere an den Gehegen eigentlich in Asien auch als "Persönlichkeiten" ausgeschildert?
    (13.06.2011)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, das könnte man glatt veröffentlichen unter "Asienreise eines Zoofreundes". Ich würde das Buch, wenn es auch noch bebildert wäre, sofort kaufen. Da werden echt Wünsche wach und in einigen Bereichen lese ich nur staunend. Haben Sie Bilder von den Dschiggetais?
    (13.06.2011)
    WolfDrei:   Plan Zoo Shanghai
    (12.06.2011)
    WolfDrei:   @MM: scheint wohl bezüglich Thylogale thetis doch eine Fehlbestimmung zu sein.
    (12.06.2011)
    WolfDrei:   Vergessen für Shanghai: Komodowaran und Aldabraschildkröten.
    (12.06.2011)
    WolfDrei:   Nachgereicht: Zooplan Hanoi
    (12.06.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Wie ein Filander sieht das Tier nicht gerade aus - zum Vergleich:
    http://species.wikimedia.org/wiki/Thylogale_thetis
    M.E. ist das ein falsch beschildertes Macropus rufogriseus, vielleicht sogar ein "gewöhnliches" Bennett-Känguru statt der Festlandform.

    Weshalb mich letztere so interessiert: Ich halte es für möglich, dass in manchen Zoo-Bennetts auch Blut der Festland-Unterart fließt, da mir im Laufe der Jahre manchmal überdurchschnittlich große Bennetts auffielen (die Inselform gilt ja als die kleinere) und auch in der Färbung eine gewisse Variationsbreite "drin" ist. Nur weiß ich eben nicht, ob es diese Variationsbreite auch in der Natur gibt oder sie auf Hybridisation hinweisen könnte.

    Wenn ein Känguru völlig falsch ausgeschildert sein könnte, bewegt sich das bei einer Takin-Unterart natürlich auch im Bereich des Möglichen...
    (11.06.2011)
    Henry Merker:   Tja, da gibt es vier Möglichkeiten:
    a) es ist ein falsch ausgeschilderter Goldtakin,
    b) es ist ein abweichend gefärbter Sichuan-Takin,
    c) es ist ein Unterartenmix oder
    d) möglicherweise unterscheiden sich die beiden Unterarten so gut wie gar nicht und bilden somit doch eine Unterart....
    (10.06.2011)
    WolfDrei:   und dazu ein Beijinger Sichuanbulle
    (10.06.2011)
    WolfDrei:   Prdon, etwas zu groß - neuer Start.
    (10.06.2011)
    WolfDrei:   Noch zu einer anderen Irritation: dieser Takin-Bulle wurde als Sichuantakinbulle bezeichnet - habe noch nie einen besseren Goldtakin gesehen!
    (10.06.2011)
    WolfDrei:   @MM: Zur Sicherheit und bezüglich der Unsicherheit deutscher Benennungen: dort ausgeschildert als Thylogale thetis. Leider waren die Tiere in der Grasaussaat kaum richtig zu fotografieren. Bild anbei
    (10.06.2011)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Thylogale thetis wäre allerdings der Rothalsfilander, das Rotnackenwallaby heißt Macropus rufogriseus banksianus - welche Form war es denn? Ich frage speziell deshalb, weil mich vom "Festland-Bennettkänguru" Bildmaterial interessieren würde.

    Mit den Nördlichen Seebären in Hannover geht es mir lustigerweise genau umgekehrt - ich sehe sie fast immer nur an Land...
    (10.06.2011)
    WolfDrei:   Zoologischer Garten Shanghai

    Zum Tierbestand:
    Bei Besichtigungen unbekannter Zoos bin ich gewöhnlich “linksorientiert“ - so auch hier (aber auf dem Plan hatte ich auch dort die Affenanlagen gesehen!). Zunächst führt aber der empfohlene Weg in das kombinierte Aquarium/Terrarium, ersteres aber unbedeutend, sieht man von einem Seewasserbecken mit je einer Karettschildkröte und einer Grünen Seeschildkröte (Chelonia mydas) sowie einem Schwarzspitzenhai und einem chines. Salamander ab.
    In der ersten Etage dann ca. 15 kleinere Terrarien mit einheimischen Schlangen und Geckos. Lediglich ein riesiger Netzpython in einem großen Terrarium war zu bewundern. Der Übergang auf einem Hochweg führte dann in die verglaste und mit Außenanlagen versehene Jangtsealligatoren-Freianlage mit subtropischem Flair. Früher war die Halle ein Schmetterlingspavillion.

    Man könnte dann in Richtung verschiedener Vogelvolieren vorbei an dem “Education Center” gehen (an einer Wand das chinesische Staatsgebiet mit den dort eingezeichneten autochthonen Tieren), mein Weg führte zu den Affen. Alte herkömmliche, zueinander verwinkelt stehende Bauten, wechseln mit zwei größeren Freianlagen (und damit mit der Gefahr des Fütterns) für Saimiris und Mantelpavianen ab. Die begehbaren Innenflure sind grundsätzlich verglast, außen ist das zum Teil auch bereits geschehen, wenn auch noch überall die fingerstarken Eisengitter existieren: zu sehen sind Tibet- und Bärenmakaken, Brazzameerkatzen, 8 Guerezas mit Jungtier, nördliche Schweinsaffen, Klammeraffen, Cebus albifrons, grüne Meerkatzen, Mandrills und Anubispaviane in kleinen Familiengruppen, dazu aber in mehreren Anlagen an die 30 Kattas. Goldkopflöwenäffchen vervollständigen die Sammlung. Dann aber in noch vergitterten größeren Anlagen zunächst je ein Schopfgibbon (leucogenys) und ein Hulock, in zwei Anlagen mit Kunstfelsen 10 Tonkinlanguren und 8 Weißkopflanguren, bis dann in einem verdrahteten Halbrundbau 5 Goldstumpfnasenaffen folgten. Leider wurde, da auch fast berührbar, fleißig gefüttert.

    Gegenüber etwas in das Innere des Geländes versteckt die Anlagen für Menschenaffen: hinter Glas 1 erwachsener Gorillamann und drei jüngere, wohl aus Rotterdam, dann 1 Schimpanse (mehr?) und ein Orangmann, letzterer in einer schlimmen Innenanlage. Typisch wieder, dass ich die Tiere nie auf den Außenfreianlagen sah (das schilderte auch Jonas Livet).Weiter folgt eine dunkle Elefanteninnenanlage mit zwei Tieren (Inder), die Freianlage aber ausreichend groß; gegenüber ein Restaurant und Kinder-Karussels, bevor es in die von mir geliebte Huftierabteilung ging: Anoas aus dem Plan sah ich nicht, anstelle der Breitmaulnashörner gibt es eine kopfstarke Gruppe Elenantilopen, dann aber 7 wirklich goldene Sichuantakins, darunter ein diesjähriges Jungtier. Im lockeren Wechsel: 3 Schweinshirsche, Kamele, 3 Sambare, ca. 6 mittelchinesische Gorale, chinesische Muntjaks und etwa 5 “schwarze” Muntjaks (M. crinifrons), etwas nach innen graue Riesenkänguruhs und Thylogale thetis (die “Festlandsbennetts“ = Rotnackenwalaby), 6 Netzgiraffen und eine große afrikanische Steppe mit Grantzebras und Addaxantilopen, die über eine schwankende Holzbrücke überquert werden kann. Weiter dann: 3 Dschiggetais, Säbelantilopen, Przewalskipferde, Milus, mindestens 12 Gelbsteißhirsche, chinesische Sikas (UA?), Milus. Die dort gewesenen Pyrenäensteinböcke existierten leider nicht mehr, die verlassene und umgebaute Anlage soll Markhore aufnehmen.

    Das Gebiet geht dann über in die der “Beutegreifer”, zunächst auf drei große wasserumstandene Freianlagen in Hagenbeckmanier , für südchinesiche Tiger (die am ersten Tag nur schliefen), Löwen und sibirische Tiger. In der Nähe eine in Umbau befindliche Anlage für Malayenbären, dann Tibetbraunbären (1 adult, 3 Jungtiere), 5 Steppenwölfe (darunter 3 vorjährige), 1 Amurleopard. Und dann die großen Pandas, 4 Alttiere und 2 Halbstarke vom letzten Jahr hinter Glas, daneben, allerdings nur mit Brüstung versehen, 4 chinesische kleine Pandas, ein Eisbär hinter schön verkratzter und verkalkter Sichtscheibe. Über einen ruhigen Kanal hinweg und sehr versteckt befinden sich zwei große Anlagen für die stark gepunkteten fernöstlichen Largha-Seehunde und als Überraschung für zwei nördliche Seebären. Das Männchen befand sich dabei die ganze Zeit an Land (die Hannoveraner sah ich bisher ausschließlich im Wasser), in der Nähe eine gut gestaltete Anlage für Flachlandtapir, Damhirsche, dort auch ein Flusspferd (habe ich nicht nach gesucht).

    Im nördlichen Mitteltrakt weiter einige verglaste Anlagen für Jaguar und Bengaltiger sowie Zwergottern, dahinter laut Aussage meiner Frau die berüchtigte “pets world” , südlich davon die Vogelanlagen. Keine Überraschungen, an größeren Vertretern Nashornvogel, afrikan. Marabu, Himalayageier, Mönchsgeier und ein Weihenvertreter. Dann aber eine natürlich gestaltete große Freianlage für Kronenkraniche, mindestens 10 Schwarzschnabelstörche, davon 3 Paare beim Nestbau oder schon beim Brutgeschäft - über ihnen in den Bäumen (neben Palmenhörnchen) unzählige(!) Nachtreiher beim Horstbau. Bevor die 2 Seen kommen, noch seitlich eine große Anlage für Brillenpinguine.

    Auf den Seen schwammen eher große Gänsevertreter (speziell Schwanengänse, Saatgänse und Streifengänse) und Höckerschwäne. Dann auf einem kleinen Teich die unvermeidlichen Mandarinenten. An einem Wegeknick ein Riesenrad, dann weitere Vogelvolieren und auch ein Haus für Papageienvertreter, Fasanenvolieren, eine große begehbare Voliere mit roten Ibissen, noch Strauß und Kasuar - dann ist man fast am Beginn.
    Man bewundert noch einige große “Wasserzylinder” mit Kois , auch hat man die im Zentrum gelegenen Restaurants und andere Verlustigungen nicht gesehen: 4 Stunden benötigt man mindestens!

    (10.06.2011)
    WolfDrei:   Zoological Garden Shanghai

    Zunächst wieder eine Einführung:

    Gegründet 1954, umfasst der Zoo etwa 80 ha. Laut Plan beherbergt er etwa 600 Tierarten. Öffnung von 6.30 -17.00 Uhr jährlich.
    Preis für Erwachsene : 40 Yuan. Ein Wegeplan ist im Service-Center am Eingang für 1 Yuan erhältlich. Und wie es laut Schilderung auch einstmals in Beijing war: ein Erwachsener kann ein Kind kostenlos mitbringen, so es kleiner als 1.20 m ist!

    Der einzige Eingang befindet sich in der äußersten Südostecke des Zoos, der Ausgang ca. 100 m weiter links.
    Die Öffnungszeit verblüffte mich, da ich beim zweiten Besuch gegen 7.15 dort war, aber keine Kasse geöffnet hatte - dafür strömten Rentner hinein und auch mich ließ man ohne Bezahlung hinein. Später erfuhr ich, dass Rentner unentgeltlich den Zoo besuchen können.

    So wie auch in Beijing befinden sich im mittleren Teil ebenfalls Kanäle und sogar zwei großflächige Seen.
    Mit einem Rundweg und geringen Nebenwegen erfaßt man theoretisch alle Anlagen, die geäußerte Meinung aber, man könne alles in 2 Stunden sehen, stimmt mit Sicherheit nicht. Ich “verirrte” mich einige Male, da die üppige Vegetation eine Orientierung oft erschwerte. Und das ist ein Vorteil, denn obwohl der Zoo kaum bedeutende Neubauten aufweist, läßt das grüne Outfit alles in einem angenehmen Licht erscheinen. Zur Entschuldigung für Beijing muß allerdings erwähnt werden, dass es in Beijing seit 6 Wochen nicht geregnet hatte, alles äußerst trocken war und schon bei der Einreise am 12. 4. Temperaturen von 28°C herrschten (es hätten auch noch Minusgrade sein können!). Ursache waren heiße Winde aus der Gobi. Shanghai, 1500 km südlicher, hatte nur etwa 20°C!

    Den Zoo erreicht man für ca. 60 Yuan vom Zentrum aus in 30 - 45 Minuten (bei laufendem Verkehr allerdings) in Richtung Pudong (Lage des dortigen internationalen Flugplatzes). Auch Metronutzung wäre möglich. Rauchen (außer an angegebenen Plätzen) ist untersagt!

    (09.06.2011)
    Ronny:   Okay, dann passt das.

    Die Möwe abe ich nur als Vorderansicht.
    (09.06.2011)
    WolfDrei:   Pardon, habe aber nur einen Bison gesehen.
    Reliktmöwe: Gesichtsmaske wirklich wie bei der Lachmöwe, typisch für die Reliktmöwe sind die weißen Augenstreifen, Schnabel dunkelrot, grauer Rücken mit drei schwarzen Streifen, Flügelspitzen weiß (man muß meine Bilder kombinieren, um alle Merkmale zu sehen.
    (09.06.2011)
    Ronny:   Ahh okay, danke, dann habe ich sie auch gesehen. Allerdings hielt ich sie für normale Lachmöwen (also noch nicht einmal für Schwarzkopfmöwen). Im selbigen Haus gabe es ja neben die Rotensichlern auch noch diverse eruopäische Enten und Mandarinenten.

    Gab es keine Bisons mehr? Sie lebten am Ende der Wasserrehanlage.
    (09.06.2011)
    WolfDrei:   Ronny, ich wills versuchen, leider saßen die 2 Tiere immer sehr ungünstig bei relativ dunkler Umgebung.
    (08.06.2011)
    Ronny:   Die Schwarzmuntjaks befanden 2009 im Kinderzoo.

    Kannst du bitte ein Foto von den Reliktmöwen hier in das Forum reinstellen?
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   und der Zooplan Beijing
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Beijing Zoological Garden: Zum Tierbestand

    Nach Durchschreiten des historischen Einganges befindet man sich auf einer Art großen Rotunde mit Service-Station, Toiletten, Shops etc. Rechtsseitig befindet sich dann der genannte “Pandatrail” mit drei großen Pandas, 5 kleinen, einer Goldstumpfnasenfamilie, den Nipponibissen, Ährenträgerpfau und Tibetmonal - leider nur ein Weibchen war sichtbar. Weiter rechts befinden sich dann ca. 10 Anlagen, alle etwa L-förmig und ineinander verschachtelt - etwas schwierig zu übersehen: ca 8 einheimische Fasanenarten, Großtrappe, viele Kattas, Diademmeerkatzen, Benettkänguruhs, Palmroller und Larvenroller, Binturong, Flachlandpaka, ein gelblich gefärbter Skunk”haufen”, eingeschlossen ein Nocturama mit ziemlich blinden Scheiben, wenig hoch und auch nur ca. 2-3 m2 groß. “Etwas” schrecklich! Dickschwanzgalago, Zwerg- und normale Loris, chines. Stachelschweine, ein Flughörnchen (sogar etwas zu sehen - alborufus), indische Zivette, Fuchskusus, Wickelbären. Offensichtlich damit in Verbindung stehend Ausläufe größerer Art für Polarfuchs, Rotfuchs, Schweinsdachs, Korsak. Noch weiter rechts bis zur erwähnten Hochtrasse “Hundeanlagen“ hinter Glas: Fleckenhyäne, Mähnenwolf, Steppenwolf, Fennek, Rothund, dann die alte modernisierte Rhesusanlage. An der Trasse entlang nach Norden ist ein Stück der alten Bärenanlage noch existent: ein großes tiefes Loch, mit Tibetbären besetzt (zumindest so ausgeschildert - UA werden leider fast nie ausgeschrieben). Unter der Hochtrasse dann ebenfalls unübersichtlich eine verglaste kleine Jaguaranlage, ein nicht sichtbarer Isabelluchs und eine Innenhalle mit einer recht instruktiven Übersicht über alle Katzen an sich - alle bebildert - von der Andenkatze bis zur Borneogoldkatze. Fast am Kanal, sich nun nach links wendend, die wie bei den Bären ähnlich konstruierte Großkatzenanlage als Rundlauf: Amurtiger, weißer Tiger, Löwe. Weiter links die Australienanlage mit Bennets und Grauen Riesen etwas erhöht, darunter Emus und drei Helmkasuare. Nun sind wir ungefähr in der Mitte, wo an der Amerikaanlage gebaut wird, während etwas südlich die ehemalige Panzernashornanlage für Baird- und Schabrackentapire umgebaut wurde, davor recht große Volieren für Marderhunde und? Noch weiter südlich die Vogelanlagen beginnend mit einer Flamingohalle und einer nach oben spitzen Subtropenhalle mit geringem Besatz: weiße und rote Ibisse und seltsamerweise 2 der seltenen Reliktmöwen (eigentlich aus dem hochgelegenen Mittelasien). Betonhäuser mit knappen Volierengrößen folgen: Papageien, Kakadus, Tockos, Tukane, Großtrappen nochmals, Beos - ein buntes Gemisch ohne große Seltenheiten. Weiter parallel zum Kanal das “Education Center” mit einer Photoausstellung: offensichtlich war die Mandarinente das Objekt der Begierde! Hier dann auch die Afrikasteppe mit Grantzebras, Gnus und Straußen, während andere Afrikaner sich in der dann folgenden Huftieranlage befinden : etwa 30 kleinläufige Betonanlagen aus der Gründerzeit, schachbrettartig angelegt; ca. 6 Sichuantakins (die wie Goldtakins aussehen, 3 Dschiggetais, 2 Kiangs, 6 Blauschafe, 6 noch kleine Sibirische Steinböcke, chines. Muntjaks (kein schwarzer!), fernöstliche Rehe, ein Rothirsch (offensichtlich C.e.kansuensis), 2 Weißlippenhirsche, Gelbsteißhirsche, Sikas ohne UA, Damhirsche, Elen-, Säbelantilopen, Gemsböcke, mittelchines. Gorale und als Höhepunkte für mich: zwei chines.-mongol. Kropfgazellen, rote Gorale und ca 3,6 Argalis ohne UA-Status. Zwischen der davor liegenden Giraffenanlage (6 Ugandagiraffen) und diesen Huftieren ein Kinderzoo mit den üblichen Verdächtigten: Hunde, Katzen, Hühner, Schafe, Ziegen, Fasane....
    Südlich dann die Affenanlagen: innen schrecklich dunkel (obwohl noch jüngeren Datums ) und - wie fast alle Innen- und Außenanlagen (Besucherfütterung!) verglast, die Menschenaffenanlage (Gorillas, Orangs, Schimpansen). Und wie überall: ich sah nirgendwo Menschenaffen auf der Freianlage! Die alte umgebaute M-Affenanlage beherbergte Mandrills, gelbe Babuins, Anubispaviane, andere dann einen Hulock, Lare, Klammeraffen (robustus), Celebesmakaken, etwas jämmerliche Saimiris, Kapuziner, einen (?) Tonkinlanguren. Als Überraschung 2 männliche Satansaffen, in der Krallenaffenanlage dann die härteren: Weißbüschel- und Lisztäffchen. Und wieder Kattas.
    In dieser Ecke dann die Highlights in einer Halbkugel: 2 Familien (je 1,1 mit einem Jungtier) Yunanstumpfnasen (Rhinopithecus bieti), nur einen Goldstumpfnasenmann und zwei jüngere weibliche “Brellich”stumpfnasen (R. brellichi).
    Im Halbbogen zurück erreicht man die Pinguin- und Zwergotteranlage, gegenüber das ältere aber recht große Aquarien- (unterbesetzt nun wegen des Großaquariums) und Terrariengebäude über 2 Etagen: viele Jangtsealligatoren, Grüner Leguan, Bengalwaran, Geckos, Tejus, viele Amphibien in kleinen Becken (photographisch fast nicht “erreichbar”), Wasserschildkröten, einen chines. Riesensalamander und Shinisaurus. An den vielen Wasserarmen mit Inseln (die Inselbrücken waren alle gesperrt) dann Mandschuren-, Sarus-, Schwarzhals-, Kronen- und Nonnenkraniche, diverse Enten und Gänse, dazu abgesperrte Rosapelikane. Freiflieger in den Pappeln: Nacht- und Rallenreiher, dazu Kormorane.
    Bliebe die jüngste Errungenschaft: die ca. 5 ha-Anlage nördlich des Kanals (1999 eröffnet) mit den neuen Dickhäuterhäusern (Panzernashorn, Hippo, afrikan. [1,1 plus ein Jungtier] und indische Elefanten), eingestreut noch Anlagen für Kamele, einen Dschiggetaihengst, 1 Przewalskihengst und einige Hausschafe), einer Greifvogelanlage (Steinadler und Mönchsgeier) und dem großen Aquarium, das unter Mitwirkung von San Diego (Sea World) und Honkong-Aquarium gebaut wurde und der eigentliche Kostenfaktor ist (siehe Eintrittshöhe) - das muß wohl noch bezahlt werden. Leider hatten wir wenig Zeit am Nachmittag. Hier ist auch ein nördliche Eingang, der über zwei Brücken in den eigentlichen Zoo führt (Besuchszeit von 9-17 Uhr, im eigentlichen Zoo in der Saison von 7.30-18 Uhr). Man hat sich etwas übernommen, von dem Riesenvolumen wird sicher ein drittel für Shops, Restaurants und Kinderbelustigung verbraucht. Beim Eintritt in die “Subtropen” einige mittelgroße Becken mit “normalen” Fischen, sicher, auch Arapaimas, dann aber 2 Belugas (Blitzverbot - es spiegelt alles mögliche). Um die Ecke ein Haitank, dann ein Riesenbecken mit chinesischen Stören (z. T. 5 m groß), eine Anlage für kaliforn. Seelöwen, Weißseitendelfine und Große Tümmler. Irgendwie verpaßten wir die Korallenriffausstellung. Dann wieder Shops und Ausgang!

    Übrigens: man kann auch mit der Metro den Zoo erreichen. In der nordwestlichen Ecke der Ringmetro führt eine Linie (wohl in Richtung Olympiaanlagen) am Zooeingang vorbei, von der genannten Ringecke (Xi Zhi Men) sind es per pedes 15 Minuten.

    (08.06.2011)
    Ronald Masell:   @Wolf Drei: Danke für die Sehr informativen Berichte und die Arbeit die du dir für uns gemacht hast
    (08.06.2011)
    WolfDrei:   Zoologischer Garten Beijing

    Als Einführung:
    Der Beijinger Zoo feierte bereits sein hundertjähriges Bestehen. Gegründet 1906 und eröffnet 1908 auf 3,5 ha, hat er ein wechselvolles Leben hinter sich. Erst seit Errichtung der Volksrepublik konnte er auf zunächst 35 ha unter dem obigen Namen 1958 neu eröffnet werden, heute umfasst er nach erneuter Erweiterung von Anlagen für Dickhäuter und ein großes Aquarium nördlich eines Kanals um 1999 eine Fläche von gut 90 ha. Eine ähnliche Entwicklung nahmen auch die Zoos von Chengdu, Kanton und Tsingtau: zu ähnlicher Zeit gegründet, verschwanden sie wieder speziell nach der japanischen Besetzung, um dann in den Fünfzigern an anderen Orten neu zu entstehen zusammen mit anderen Zoogründungen, so dass heute etwa 150 Zoos in China existieren. Seit 1990 schossen dann die Wildlife Parks aus dem Boden, bezüglich Beijing so um 2000 der ca. 40 km vom Zentrum entfernte Beijing Wildlife Park.
    Letzte Anlage aus der Gründerzeit ist die Rhesusanlage, heute hinter Glas und Überzogen von einer Hochstraße. Seit meinem ersten Besuch 1994 hat sich Einiges vollzogen mit Nutzung von viel Beton, Kunstfelsen und Glas. Einige Altanlagen (Nipponibiszentrum) sind leer und abbruchreif, andere (Menschenaffenhaus, Nashornhaus) wurden umgenutzt oder abgerissen (altes Elefantenhaus, alte Raubtieranlagen). Im Zentrum von West bis Ost durchziehen Kanäle und Teiche den Zoo mit einer Fläche sicher von 10 ha. Bedauerlich ist, dass die Huftieranlagen jene sind, die wohl zum Altbestand gehören. Neu sind australische und afrikanische Freianlagen, eine nordamerikanische ist im Bau. Der Zoo ist nicht geographisch strukturiert sondern eher systematisch. Bedauerlich, wenn auch verständlich, ist, dass der Anteil nichtchinesischer Tiere zugenommen hat und Seltenheiten wie Wildkamel, Gobikatze, Wildyak, Tibet- und Mongoleigazellen nicht mehr ausgestellt werden.
    Für Touristen ( schon vor 15 Jahren) gibt es “China konzentriert” - die Busse fahren vor und die Touristen werden in unmittelbarer Nähe des Einganges zum “Pandakucken “ hereingeführt, allerdings nunmehr sind auch kleine Pandas, Nipponibisse, Goldstumpfnasenaffen und einige Fasanen zu sehen.
    Ansonsten sind die Preise gestaffelt: nur Zoo 30 Yuan, Zoo mit Pandaanlage 40 Yuan; Zoo, Panda und Aquarium 130 !! Yuan (macht für chinesische Verhältnisse den umgerechnet hohen Preis von 10 Euro)

    (07.06.2011)
    WolfDrei:   @Liz Thieme: Agent Orange: dieses Entlaubungsmittel ist ja ein künstliches Pflanzenwuchshormon - die Pflanzen "wachsen sich tot". Daneben enthielt die Sprühbrühe noch Dioxin. Die Region um Cuc Phuong spielte wohl im Krieg keine große Rolle, da die Versorgungswege der Vietcong an den Ländergrenzen entlang gingen, doch wurden auch Reisfelder besprüht. Zu sehen waren keine "Spätfolgen", dramatischer aber ist, daß Menschen wie Tiere in nachfolgenden Generationen die erbschädigenden Folgen weiter zu tragen haben (dazu gehören auch die amerikanischen GI´s, die in den Regionen kämpften)
    (21.05.2011)
    WolfDrei:  
    Nationalpark Cuc Phuong und das EPRC (Endangered Primate Rescue Center)

    Ca. 120 km südlich von Hanoi befindet sich der erste 1962 gegründete vietnamesische Nationalpark Cuc Phuong in den Vorbergen des annamitischen Hochlandes in der Provinz Ninh Binh, das sich fast über die gesamte Grenzregion zu Laos und Kambodscha hinzieht und das Refugium von z.T. erst kürzlich entdeckten Tieren ist wie dem Saola -Rind und dem wiederentdeckten Javanashorn (das schon fast wieder ausgerottet wurde). Und erst hier bekommt man “authentischen” subtropischen Wald zu sehen, nachdem man die gesamte Strecke an Reisfeldern vorbeifuhr, begleitet von an der Straße stehenden typischen schmalen aber hohen Wohnhäusern. Dann tauchen die ersten Karstberge hinter Ninh Binh auf, dort noch zermahlen und zu Zement gebrannt. Manchmal könnte man diese Region fast als Trocken-Halongregion betrachten, vergleichbar jener im chinesischen Meer befindlichen Halongbucht mit den tausend Insel und Inselchen, hat doch der Rote Fluß vor Jahrtausenden aus den Gebirgen hier fruchtbare Erde abgelagert und nun ragen die Karstberge nicht aus dem Meer heraus sondern aus den Reisfeldern. Und nur auf diesen Karstbergen finden einige der letzten vietnamesischen Languren ein gefährdetes Refugium, oft dann getrennt durch Reisfelder von der nächsten Gruppe. 1990 konnte der Biologe Tilo Nadler erstmals hier den als schon ausgerottet betrachteten Delacourlanguren (Trachipithecus delacouri) nachweisen. Die Konfiskation von 2 Tieren führte dann 1993 zur Gründung des Rettungszentrums unter der Führung durch die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (die weiter Träger der Station ist) über ein Projektes zum Schutz vietnamesischer Affen .
    Ziel ist die Bekämpfung der Wilddieberei und des illegalen Tierhandels im Gebiet, die Pflege beschlagnahmter Tiere und ihre Zucht, um letztlich prosperierende Gruppen zu schaffen, die vielleicht wieder freigesetzt werden können. Daraus ergab sich auch, dass bei internationalem Sponsoring wissenschaftliche Forschungsarbeit an sonst kaum bekannten Languren betrieben werden kann.
    Gerade in der ersten Zeit war die Wilddieberei ein Problem und nicht ungefährlich für die Mitarbeiter, bringt doch der Wildtierhandel hohe Geldsummen ein. Gegenwärtig hat jedoch die Station und ihr Leiter ein hohes Renommee, auch gelang es, ehemalige Jäger und Wilderer als Ranger einzustellen. Immerhin erhielten 20 vietnamesische Helfer aus den Dörfern in der Station eine Anstellung. Problematisch war auch die Aussiedlung einiger Dörfer der Muong-Minderheit aus dem Park in die Randgebiete .
    Der Park hat eine Größe von 220 km2, liegt auf etwa 150 m Höhe und wird von Karstbergen durchzogen, die 650 m erreichen können. Der Park bietet in Gästehäusern Übernachtungen auf mittlerem Niveau an, hinter dem Empfangsgebäude befindet sich der Eingang zum Park mit einer dann folgenden 10 km Betonstraße, die am Rangerzentrum endet - von dort werden geführte Touren angeboten: unser Ziel war ein 1000jähriger Baumriese, wobei der Weg durch die Feuchtigkeit und die Struktur durchaus gefährlich war. Gesehen wurden Schmetterlinge (u.a. ein Atlasfalter), die Vogelwelt war nur zu hören, leider nicht zu hören aber zu spüren waren viel recht kleine Mücken mit großer Wirkung. Großtiere (Tiger oder Leoparden etc) gibt es nicht mehr, neben den Affen sind es aber Schleichkatzen und vielleicht noch der Nebelparder.
    Neben dem Haupteingang befindet sich ein botanischer Garten, der die letzten vietnamesischen Sikahirsche in einem Gatter hält. Ca 400 Meter weiter dann das Zentrum mit dem Hauptgebäude, 25 m weiter das “Carnivore and Pangolin Conservation Program”, eine Station mit jetzt ca 30 wunderschönen Vietnamrollern (Crotogale owstoni) und 11 Schuppentieren. Man braucht leider eine Sondergenehmigung, auch öffnet das Gelände erst ab 18 Uhr.
    Aber zum EPRC: ca 40 großräumige gut ausgestattete Volieren beherbergen die Affen, zum Park hin liegen zwei große mit Elektrodraht gesicherte Freigelände von 2 und 5 ha als Vorstufe für Freisetzungen, jetzt mit Gibbons und Delacourlanguren besetzt. Konfiszierte Tiere kamen aus allen Landesteilen, gehalten werden insbesondere Languren, Gibbons und Loris, aber auch Schildkröten. Zu nennen sind die äußerst gefährdeten Delacourlanguren (nur noch etwa 200 Tiere), die noch selteneren Cat-Ba- oder Goldkopflanguren (T. poliocephalus; Bestand auf der Insel Cat Ba wieder zunehmend 60 Tiere), schwarze Hathinlanguren (T. hathinensis; mit weißem Band, dass sich von den Mundwinkeln bis in den Nacken zieht (im Unterschied zu den Tonkin-Languren Südchinas) und die erst Ende der Neunziger in der Staion als Art entdeckten Grauschenkelkleideraffen (Pygathrix cinerea; vielleicht 500 Tiere). Dazu kommen die etwas “häufigeren” (normalen) Rotschenkelkleideraffen (P. nemaeus) und kurzzeitig die “Schwarzschenkligen” (P. nigripes). Interessant, dass sich völlig schwarze bzw. schwarze mit weißem Kopf eingestellte Languren sich wohl doch als abgewandelte Morphen der Hathinlanguren entpuppten. Etwas häufiger dann sind die Graulanguren (T. crepusculus) im Freiland. Die Zwerg-(Nycticebus pymaeus)und normalen Plumploris (N. bengalensis) leiden insbesondere durch den Pet-Handel .
    An Gibbons werden neben den Schopfgibbons (Nomascus gabriellae, leucogenys und siki) auch schwarze (N. concolor) gehalten .
    Alle Tiere bekommen das entsprechende Blattfutter, Riesenmengen standen in Wassereimern früh um 6 Uhr 30 bereit. Nach dem Säubern der Gehege werden die Bündel in den Volieren verteilt, abends dasselbe Prozedere. Veterinäre, z. T. Volontäre, aus den verschiedensten Ländern betreuten und betreuen die Tiere, freigestellte Tierpfleger, speziell aus Leipzig, sorgen für 2-3 Jahre für die artgerechte Haltung, Fütterung und Pflege und bilden auch die vietnamesischen Helfer aus. Zu nennen ist hier Frau Elke Schwierz, die schon mit Unterbrechungen an die 7 Jahre dort arbeitet und aufgrund ihrer vietnamesischen Sprachkenntnisse Vermittlerfunktion hat. Laborgebäude sind vorhanden, auch eine Quarantänestation. Zu erwähnen ist noch, dass seit 13 Jahren ein Serau, gefürchtet von den Vietnamesen wohl wegen der Hörner und der schwarzen Farbe, Heimrecht besitzt.
    So man Cuc Phuong besuchen möchte: große Hotels bieten die Fahrt mit Übernachtung an, doch sollte man sich direkt bei Herrn Nadler anmelden, da man ansonsten von einer englisch sprechenden Vietnamesin in 30 Minuten durch die Anlage getrieben wird. Ich selber hatte auch nur drei Besuche von summarisch 2 Stunden Fotografierzeit, auch braucht man die Genehmigung zum Fotografieren aus “Nahdistanz”, da die Wege ca 4 m von den Volieren entfernt entlangführen. Zudem ist das Fotografieren dunkler Tiere gegen dunkle Hintergründe (Schatten der Bäume) schwierig und die Drahtmaschen auch nicht übermäßig groß. Ein Erlebnis, 5 nur in Vietnam vorkommende Affen sehen zu können!

    (21.05.2011)
    Henry Merker:   Mir gefällt der Bericht auch sehr gut und ich bin ebenfalls auf weitere Berichte gespannt.
    (20.05.2011)
    Liz Thieme:   Ich freu mich schon auf die weiteren Zoos.
    Dieser Bericht gibt schon einen guten Einblick und für einen Eindruck der Elefanten: http://www.asianelephant.net/hanoi/hanoi.htm#

    Sie schreiben das mit den jacksoni so, als ob Sie das ein wenig bezweifeln. Waren die Tiere phänotypisch anders zu kategorisieren?


    Haben Sie von Vietnam auch Natur direkt sehen können? Mich würde da vor allem interessieren, ob man noch Spuren vom Agent-Orange sehen kann, auch wenn ich weiß, dass es angeblich nach 30 Jahren abgebaut sein soll.
    (20.05.2011)
    WolfDrei:   Zooeindrücke aus China und Vietnam

    Als Einführung: Kurz nachdem ich 1969 erstmals den Moskauer Zoo besuchte, erschien von Professor Grzimek im “Zoologischen Garten” ein Artikel über seinen ersten Besuch ebendort, in dem er bemerkte: “Wie schön, dass ich das noch erlebe. So weiß ich nun, wie es bei uns vor 100 Jahren aussah“. Auch ein heutiger Besuch zoologischer Einrichtungen in China und Vietnam ist noch eine Zeitreise, auch wenn Kunstfels, Edelstahl und Glas Einzug gehalten haben. Kompromisse sollte man also einplanen, denn die allgemeine Haltung der Besucher zum Tier, die Ausbildungsqualität des Personals und auch die finanzielle Situation derartiger Einrichtungen sind mit den unseren nicht unbedingt vergleichbar. Auch bringt die geographische Lage Vor- wie auch Nachteile. So war es auch bei diesem letztendlich viel zu kurzen Besuch jener Einrichtungen in China (Peking und Shanghai) und Vietnam (Hanoi), zumal die Ehefrau mit ihren Wünschen dabei war und die einheimischen Führer einen “derartigen Touristen” wohl auch erstmalig hatten. So konnte ich nicht hinter jeden Busch gucken, jede Anlage bewerten, insbesondere auch nicht jedes erwünschte Tier finden, so es denn noch vorhanden war! Seltsam auch war im Unterschied zu 1994, dass ich kaum eine “Zooperson” antraf, die Auskunft hätte geben können (so sie denn englisch sprechen könnte - was nicht notwendig gewesen wäre, habe ich doch immer Bilder des erwünschten Tieres dabei - das klappte damals bei Wildkamel und Goldtakin hervorragend). Besondere Kompromisse hat man bezüglich der Zooausstattung (enrichment) zu machen (oft genug diskutiert - es gibt Verbesserungen hier und da, aber nicht umfassend) und speziell natürlich hinsichtlich der Haltung der Besucher zum Tier.
    Jahrhunderte war das “reißende Raubtier” im Lebenskampf eine Gefahr, andere nur Fleischlieferanten oder sie vegetierten als “Hausgenossen” - abweichend davon hatten einige wegen besonderer Gestalt oder Farbe
    “das Glück”, in den Gärten der Adligen, der Könige, der Kaiser ausgestellt zu werden. Der Drache Pi-xiu (jener, der vor unseren Asiarestaurants steht) war das Zeichen für den Kaiser, der Vogel Phönix (materialisiert durch den Pfau) das Zeichen für die Kaiserin. So mag es nicht verwundern, dass Pfauen, Königs-, Gold- und Amherstfasan hoch in der Gunst der Zoobesucher stehen, Raubkatzen und große Wiederkäuer als beseitigte Gefahr hinter Gittern als Besiegte erscheinen und ansonsten das Futterverbot mächtig und auch akrobatisch umgangen wird. Wie war´s wohl vor 100 Jahren bei uns?
    Aber: diese Haltung wird sich ändern, pädagogische Abteilungen existieren, Besuche von Schulklassen sind normal, auch wenn sie im Terrarium von Shanghai ”vorbeigetrieben” wurden, der Lärmpegel gewaltig war und die Lehrer mit Megaphon sich bemühten, das noch zu übertreffen.
    ps: Ich war übrigens auch eine Attraktion in den Zoos und bin noch nie so oft fotografiert worden wie in China: mit den Kindern eines Handybesitzers oder durch die Kinder selbst!


    Zoo Hanoi (Ha Noi Thu Le)

    Nach Auskunft unseres Führers befindet sich der Zoo auf einem neuen Gelände an einer Ausfallstraße Richtung Nordwest etwa 6 km vom alten Zentrum Hanois entfernt. Das Gesamtareal umfasst etwa 15 ha, wobei allerdings ein langgestreckter See mit Insel etwa 4 ha einnimmt. Es sind gegenwärtig etwa 5 ha für die Tierausstellung genutzt, eine Reserve von 2 ha besteht noch, ca 4 ha sind für Spielplätze, Spielgeräte, Karussells und Esseinrichtungen reserviert, auch befindet sich eine kleine abgesperrte religiöse Einrichtung mit einem kleinen Tempel am Ende des Sees. 2 Brücken führen zur Insel, auf der im wesentlichen Affen und Siamkrokodile einschließlich Esseinrichtungen zu finden sind. Im Eingangsbereich am Seeufer lagert eine riesige Tretboot-Schwanenflotille, daneben riesige Luftbälle, in die kleinere Kinder “eingeschlossen” werden, nachdem nach Verschließen und Lufteinpumpen selbige schwimmfähig gemacht wurden. In diesem Bereich ist am Wochenende “toll was los”, wie überhaupt nach Aussage Familien aus der Hanoier Umgebung nach dem Besuch des Ho-Chi-Min-Mausoleums bevorzugt die Parks der Stadt und den Zoo besuchen. Die Eintrittsbeträge sind entsprechend günstig, umgerechnet habe ich wohl 20 Cent bezahlt (1 Euro entsprach etwa 28 000 Dong!).
    Zur Tierausstellung: nach den im Internet kreisenden Gruselgeschichten empfand ich die Ausstellung doch als besser, enrichment darf man kaum erwarten, gefüttert wird, aber dem tritt man entgegen mit z. T. Dreifachverdrahtungen - ein Graus für den Fotografen. Massivere Träger sind in der Regel (auch in China) aus Edelstahl - auch nicht gerade für Fotos förderlich, aber den Feuchtbedingungen angepaßt (ich habe aber in den 14 Tagen nur kurz vor Cuc-Phuong etwas Nieselregen erlebt). Die Sonne hat allerdings nur ab und zu Chancen, den Smog zu durchdringen bzw. es herrscht natürlicher Nebel in dieser Jahreszeit in Vietnam.
    Am östlichen Eingang trifft man rechts auf einen “starkgittrigen” hohen Neubau für Kragenbären (etwa 6 Tiere), 2 als jacksoni ausgewiesene Tiger und 2 Amurtiger. Ich hätte dort besser Gibbons hineingegeben. Der Platz ist ausreichend, Baumstämme mit Ästen sind vorhanden, leider scheint von der Positionierung her die Sonne stark hinein, doch können die Tiere in Innenanlagen ausweichen. Gegenüber dann die tempelartige Elefantenanlage, relativ groß und mit Überhang des Gebäudes, so dass Schatten vorhanden ist. Der körperliche Zustand der 2 Tiere hat mich dann doch erschüttert - ich wusste bisher nicht, dass indische Elefanten so abgemagert sein können. Sie wurden zwar bewegt, doch Ketten sah ich auch. Etwas weiter drei Schopfgibbons (leucogenys) in zu kleinem Gehege. Schlimm aber war, dass an dem Sonntag (ich war auch kurz an einem Wochentag dort) ebenso wie an anderen Stellen ziemlich krächzende Lautsprecher offensichtlich den ganzen Tag Musik herausbrüllten! Weiter dann ein Flußpferd im Wasserbecken, im Hintergrund ein Przewalskipferd (könnte noch aus Leipzig sein) und Hausziegen. Gegenüber dann ausgeschildert ein Schimpansengehege (wegen der Fütterungsgefahr [?]blieben er/sie aber abgesperrt an diesem Sonntag). Die für Giraffen angedachte Anlage (nach dem Bau - eine Art Pyramide - hat man auf Ratschlag keine ausgestellt) wird von ca. 15 weiblichen Vietnamsikas mit Nachwuchs bevölkert, die Hirsche dann abgesperrt in einer anderen Anlage, hinter denen dann ca 3,8 Sambare kamen. Wieder zur linken Seeseite: in schmalen hohen Volierenabteilungen eine Bengalkatze, Palmenroller und Larvenroller. Relativ gut dann die Anlage für Binturongs (mindestens 6 Tiere), eine kleine Voliere (3x3x2 m) für einen männlichen Delacourleoparden und eine gute Anlage mit Höhlen für vietnamesische Stachelschweine
    (Hystrix brachyura) und Pinselstachler (noch zu bestimmen), die etwa doppelte Rattengröße hatten. Dann kommt der Kinderbereich, Blumenrabatten, nachfolgend die Volieren und Häuser “für alles mögliche”, dominiert von einer großen Vogelvoliere, schmal, aber ca 6 m hoch: 2 Sundamarabus, 2 Himalayageier mit einem “Wander“falken, 2 Mandschurenkraniche, 1 Argala mit Kuh- und einem Seidenreiher. In einem Langhaus beidseitig u. a. Hühnervögel : 6 Araraunas, normale und weiße Pfauen, auch. P. muticus, Edwardfasanen, der neue Vietnamfasan L. ngethinensis, 2 Nashornvögel, Annam-Silberfasanen und Bankivahühner. Dann noch Beos, chinesische Turteltauben, 2 Garrulaxe, Haushühner und -Gänse, Siamkrokos und, mir aus der Literatur schon bekannt, zwei Graulanguren (Trachipithecus crepusculus), die da schon in einem schlichten dunklen Rundbau ca. 15 Jahre leben. Eine Scaterhalle schließt das Gelände zur Hauptstraße ab, dort ist auch der 2 Eingang, in einer Ecke dann nicht zu sehende Loris und Zwergloris.
    Bliebe die Insel: kleine doppel-verdrahtete Anlagen für harte Makaken: Assam-, Bären- und Javamakaken, nördliche Schweinsaffen (M. leonina) und Rhesusmakaken inklusive schon genannte Binturongs und nochmals Siamkrokodile. Das ist der Tierbestand.
    Sonntags also volles Getümmel, Rummelatmosphäre. Pläne gab es nur als Schautafeln an den beiden Eingängen, Toilettenbenutzung sollte man nicht vorsehen (in der Stadt aber kein Problem). Schade auch, dass man von dem subtropischen Flair nicht viel bemerkte - nur einige schattenspendende Bäume. Grünanlagen haben bei dem Besucherandrang keine Chance bestehen zu bleiben, eher schon Blumenrabatten.





    (20.05.2011)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Bestünde eigentlich die Möglichkeit, dass die asiatischen Zoos, die Sie jetzt besucht haben, im nächsten Tiergartenrundbrief vorgestellt werden?
    (04.05.2011)
    WolfDrei:   ein letztes Bild aus dem Katzenbereich: südostasiatischer Leopard (P. p. delacouri) aus Hanoi
    (02.05.2011)
    WolfDrei:   und im Nagerbereich: Pinselstachler (Hanoi)
    (02.05.2011)
    WolfDrei:   Schon lange nicht mehr in Europa (der letzte im TP): Argala in Hanoi
    (02.05.2011)
    WolfDrei:   Auch im Vogelbereich gab es neben dem Nipponibis Bemerkenswertes.
    1. Sunda-Marabu in Hanoi
    (02.05.2011)
    WolfDrei:   Zum Serau: die im südlichen Südostasien lebenden Seraue scheinen eine schwarze Mähne zu haben, während in Mittelchina bei der dort lebenden Form auch weißé Strähnen vorhanden sind (Zoo Guilin)
    (30.04.2011)
    WolfDrei:   zum Abschluß T. crepusculus (Graulangur)
    (30.04.2011)
    WolfDrei:   ps:beim Hathin-Languren geht der "weiße Schnurrbart" bis zum Hinterkopf im Gegensatz zum Tonkin-Languren. Bild 3: Grauarmkleideraffe (P. cineraeus) - in Europa gab es bisher nur den Rotarmkleideraffen (P. nemaeus)
    (30.04.2011)
    WolfDrei:   Hathin-Langur aus Mittelvietnam
    (30.04.2011)
    WolfDrei:   zum Wochenende weiter mit Cuc Phuong (Rescue Centre): 1. Delacourlangur von der Seite
    (30.04.2011)
    Henry Merker:   @zollifreund:
    Hm, gut, wenn ich das Tier jetzt vollständig sehe, so würde ich es auch als Sumatraserau einordnen...so nämlich der wissenschaftliche Artname der Art (Capricornis sumatraensis).

    Vgl. auch:

    http://www.zootierliste.de/?klasse=1&ordnung=116&familie=11610&art=1161032

    und

    Unterart swettenhami:

    http://www.leszoosdanslemonde.com/photos/main.php?g2_itemId=40935

    sowie unklare Formzugehörigkeit:

    http://www.leszoosdanslemonde.com/photos/main.php?g2_itemId=51683
    (29.04.2011)
    zollifreund:   zum Serau: es scheint mir ein südlicher Serau zu sein ( habe ich im Zoo von Phnom Penh, Camodia gesehen). War dort auf Englisch jedenfalls so ausgeschildert. Verbreitungsgebiet ist angeblich Süd-Ostasien. Wenn ich richtig weiß wird er auch noch als Sumatra-Serau bezeichnet. (Obwohl er nicht nur dort vorkommt).
    (29.04.2011)
    WolfDrei:   zum Abschluß: roter Goral, Beijing
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   und nochmals Nipponia bei besserer Ausleuchtung: rote Schnabelspitze!
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   Der dritte im Bunde: Rhinpithecus brelichi in Beijing(2 junge weibliche Tiere, Gesamtbestand unter 500 Tiere)
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   zur großen Überraschung in Beijing: 2 männliche Satansaffen (Chiropotes satanas)
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   zum Abend noch einige Zugaben:
    Ovis ammon (leider ohne UA-Angabe) Zoo Beijing (das ganze Tier ist leider zu groß betreffs der MB)
    (28.04.2011)
    Oliver Jahn:   Auch von mir ein DANKE! Und natürlich der Wunsch nach mehr! Noch bevor ich die Frage von Henry Merker gelesen habe, habe auch ich mich gefragt, was das für ein Serau ist! Er sieht so ganz anders aus, als die Tiere, die ich in Berlin, Magdeburg oder Wien gesehen habe.
    (28.04.2011)
    Liz Thieme:   Die Bilder machen Lust auf mehr und zeigen, dass die technische Vorbereitung hier in Deutschland auf die Reise gelungen ist.

    @Michael, dann hattest du wohl einen weißen Waldrapp. Habe überall die Beschreibung gelesen weißes bis hellgraues Federkleid, roter federloser Kopf und schwarzer Schnabel. Die Bilder bei Google unterstützen dies, zeigen hin und wieder eine rote Schnabelspitze. Die Jungvögel haben noch ein orangefarbenes Gesicht und braunes Gefieder.
    (28.04.2011)
    Henry Merker:   @WolfDrei:
    Ich finde die Aufnahmen auch sehr schön; zumal es sich auch um viele Tiere handelt, von denen man so schnell keine Bilder findet - und zudem äußerst schön anzusehen sind!
    Handelt es sich bei dem Serau um einen Sumatraserau?
    (28.04.2011)
    Sacha:   @WolfDrei: Vielen Dank für die tollen Bilder dieser Raritäten. Freue mich ebenfalls schon auf Deinen Bericht.
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   @Ronny, wäre schön gewesen mit dem Sclater. Ausgeschrieben war er, aber in der Voliere über 3 Stunden nicht vorhanden, während alle anderen Fasanen draußen waren. Der L. l`huisi "existierte" leider auch nur als durchgestrichenes Schild.
    (28.04.2011)
    Ronny:   Ja, die "Animation" der Tiere mit Hilfe von Flaschen konnte ich ebenfalls in allen Chinesischen Einrichtungen beobachten. Im Beijing Zoo glich die Löwenanlage am Ende des Tages mehr einer Müllhalde als eine Anlage. Ich denke, dies ist auch der Grund, weshalb viele neue Anlagen umglast sind (in Beijing z.B. die Primatenanlagen, außer Menschenaffen. In TienJin waren auch die Löwen- und Tigeranlagen verglast.

    Hast du im Beijing WP den Sclater-Monal nicht gesehen? Bei meinen Besuch 2009 befand er sich sich im Rare Pheasent Garden neben der großen begehrbaren Fasan-Storch-Pfau-Tauben-Voliere.
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   Das Tigerbild könnte auch in der "Freiheit" aufgenommen sein, gäbe es da nicht die Wasserflasche, mit dessen Werfen man die Tiere zu Aktivitäten "verhelfen" möchte (könnte aber in der Natur so ähnlich aussehen). Zu den besonderen Einstellungen der Besucher bzw des ostasiatischen Menschen zum Tier etwas in den Beschreibungen. Ich selbst habe die Tiger erst beim dritten Besuch aktiv gesehen, sonst lagen sie vier Stunden "herum" (meine Katze läßt grüßen).
    (28.04.2011)
    WolfDrei:   und nur noch in chinesischen Zoos: südchinesischer Tiger in Shanhai.
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Und noch zwei "Nationaltiere".
    Großer Panda muß sein: Jungtier von 2010 in Shanghai
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Zum Goldkopflanguren gibt es in Südchina den Weißkopflanguren (Bestand unter 1000,)Foto aus Zoo Shanghai - daselbst 7 Tiere
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   1,98 MB - 2. Versuch mit anderer Abbildung:
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Und nicht nur Affen: ein dort seit 1998 lebender Serau
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   2. Cat-Ba-Langur (Goldkopflangur) Bestand 60 Tiere (gemeint sind die Gesamtbestände Natur und Zentrum!)
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Zu Nipponia: 1994 waren die in Entfernung zu sehenden Vögel weiß. Nipponia ist etwas größer als der Glatzkopf, zumindest "korpulenter".
    Aber nun zu Vietnam Cuc Phuong (Rescue Centre)
    1. Delacourlangur (Bestand 200 Tiere)
    (27.04.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Dass man einem Nationalheiligtum bzw. einer wegen der Erhaltungszucht symbolträchtigen Art einen Sonderstatus "gönnt", wäre allerdings ebenfalls denkbar ;-) Die Schnabelfarbe beim Nipponibis habe ich meiner Erinnerung nach aber auch schon rot auf Abbildungen gesehen - Altersmerkmal, Brutkleid?

    Ist übrigens lustig, wie man im Englischen bei den beiden Arten vorgegangen ist. Beide haben einen kahlen Kopf und einen Nackenschopf, aber der eine wurde "Bald ibis" (Glatzenibis), der andere "Crested ibis" (Schopfibis) getauft...
    (27.04.2011)
    Liz Thieme:   Auf jeden Fall wurde der Japanibis mal der Gattung Geronticus zugeordnet.
    Ua durch folgende Personen: G.R.Gray,1844 und Radde,1863. Zwischendurch wurde er aber ebenso auch Nipponia genannt oder Ibis als Gattung genutzt.
    Habe mal eben 50 Studien, wo der Nipponia nippon Studienobjekt war, durchgesucht (im Schnelldurchlauf) und da habe ich nichts dazu gefunden, dass da was verglichen wurde. Aber es muss ja einen Grund geben, dass er nach einigem hin und her irgendwann eine eigene Gattung behielt.

    Allerdings ist die Schnabelfarbe anders als beim Waldrapp :D
    (27.04.2011)
    Michael Mettler:   Zum Vergleich, da ich zufällig ein Waldrapp-Foto in sehr ähnlicher Pose verfügbar habe.
    (27.04.2011)
    Michael Mettler:   Was mir angesichts des Fotos zum ersten Mal auffällt: Der Nipponibis sieht eigentlich aus wie ein Waldrapp-Weißling - Habitus, kahler Kopf, lange Schmuckfedern im Nacken... Bin in Vogelsystematik nicht so firm, aber wurde eigentlich schon mal der Verwandtschaftsgrad der Ibis-Gattungen Geronticus und Nipponia untersucht?
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Vom Aussterben gerettet: Nipponibis. Ausgehend von 7 Tieren in den Achtzigern (Provinz Shanxi)jetzt über 1000 Tiere
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   2. Rhinopithecus bieti, Männchen, Beijing Zoo (daselbst 2 Pärchen mit je einem Jungtier)
    (27.04.2011)
    WolfDrei:   Zum Anködern (mit den Berichten dauert´s noch - 2 Geburtstage sind zu feiern):
    1. Rhinopithecus roxellanae, Männchen, Beijing Wildlife Park
    (27.04.2011)
    Henry Merker:   Dem kann ich mich nur anschließen :)
    (26.04.2011)
    Oliver Jahn:   Schön, dass Sie wohlbehalten zurück sind. Ich bin auf die Berichte gespannt.
    (25.04.2011)
    WolfDrei:   Wieder zurück aus "Asien", genauer: Zoo Beijing, Wildlife Park Beijing, Zoo Schanghai, Zoo Hanoi, Rescue Centre for Endengered Primates Cuc Phuong. Immerhin für mich 20 neue (große)Formen, wenn auch Tibetgazelle, Sclatermonal und Taiwanserau (letztere wahrscheinlich) nicht mehr existierten. Berichte in Kürze.
    (25.04.2011)
    Ronald Masell:   @lizich habe nur meine Meinung geschrieben, und dir mitnichten einen Vorwurf gemacht. ich kann dir schlie?lich nicht vorschreiben was du schreibst,
    ansonsten ist diese diskussion fruchtlos, da mein anliegen nicht verstanden wird oder nicht verstanden werden will und sofort persönlich genommen wird. für mich ist ENDE!
    (19.03.2011)
    Ralf Sommerlad:   @Liz: Ausdrückliche Zustimmung
    (18.03.2011)
    Liz Thieme:   DU hast gesagt es gäbe Wichtigeres. Damit hast du eine Wertung vorgenommen. Und mir damit deutlich gemacht, dass ich es nicht hätte einstellen sollen. Und wir sagen nur, dass wir die Gesamtsituation betrachten und dass dazu auch die Tiere gehören.
    (17.03.2011)
    Ronald Masell:   @all, nunberuhigt euch mal wieder
    das war ganz bestimmt nicht als Vorwurf an Liz gedacht?nicht immer gleich das schlechteste denken.ok!warum seit ihr gleich so aggresiv, wenn man ein wenig vom Mainstream abweicht?
    (17.03.2011)
    Jennifer Weilguni:   Ob Mensch oder Tier - geholfen werden soll ihnen allen. Und wer wenigstens Geld an die zoologischen Einrichtungen spendet, tut immerhin etwas! Wie viele reissen ihren Mund auf, tun selbst aber gar nichts?
    Ich muss mir selbst immer wieder mal anhören, wie verwerflich das ist, dass ich für Naturschutzprojekte spende, während auf dieser Welt Kinder verhungern. Fragt man diese Leute dann aber "Äh, ok und wofür spendest du?" heisst es oft "Für gar nichts, aber WENN, dann würde ich es nicht für Tiere ausgeben."

    Wichtig ist doch vor allem DASS man hilft, oder?
    (17.03.2011)
    Liz Thieme:   Wir gehen in Zoos, wollen die "heile Welt" sehen, um uns von der "bösen Welt" in den Medien zu erholen und aus vielen Gründen mehr.
    Menschen bauen Zoos und Aquarien, also sind auch die Menschen für diese verantwortlich.
    Menschen haben AKWs gebaut und Menschen müssen hier die Verantwortung tragen.
    Es ist nicht falsch hierüber zu informieren.

    Der VDZ hat heute eine Mail an die entsprechenden Zoos geschrieben und bittet um Unterstützung in Verbindung mit der WAZA.

    Jeder sollte helfen wo es für ihn richtig erscheint und wo er helfen kann und ich sehe es als wichtig an, dass es Vereinigungen gibt, die sich um diesen Bereich kümmern.

    Diese Meinung hat nichts damit zu tun, dass mir die Menschen dort egal sind und ich deren Situation ignoriere. Im Gegenteil, auf der Arbeit informieren wir uns regelmäßig über den aktuellen Stand.
    Nicht jeder kann mit Sachmitteln helfen, aber schon die Informationsweitergabe der Möglichkeiten ist eine Art der Hilfe.
    (16.03.2011)
    Sven P. Peter:   Natürlich ist es wichtig, dass dort den Menschen geholfen wird, jedoch sollte man auch nicht die vielen Zootiere vergessen. Von daher Danke für das Update über die Situation dort.
    (16.03.2011)
    Michael Mettler:   @Ronald Masell: Du machst einen solchen Vorwurf und stellst mit deinem Beitrag gleichzeitig unter Beweis, dass du trotz Apokalypse in einem Zooforum surfst. Ist das nicht ein bisschen paradox...?
    (16.03.2011)
    Sacha:   Bei aller Liebe, Ronald, aber da möchte ich Liz in Schutz nehmen. Sie hat nur informiert und nicht irgendwie die Zoos und deren Tiere vor die Belange der Menschen in Japan gestellt.
    (16.03.2011)
    Ronald Masell:   @Liz, bei aller Liebe, aber es gibt im Moment doch wohl wichtigeres. wenn das nicht die Apokalypse ist, möchte ich sie nicht sehen!
    (16.03.2011)
    Liz Thieme:   Durch das Erdbeben und den Tsunami sind auch zoologischen Einrichtungen betroffen.
    Mehrere Aquarien im Gebiet von Tohoku (Honshu Insel) wurden stark getroffen vom Erdbeben.
    Das Sendai Marinpia Matsushima Aquarium ist komplett überflutet worden durch den Tsunami. Durch ein Wunder gibt es keinen Menschenschaden.
    Sendai Yagiyama Zoo vermeldet nach Schätzungen eine Knappheit bei den Futtermitteln. Die JAZA hat eine genau Zählung veranlasst, um den Zoo zu unterstützen. Außerdem gibt es keinen Strom mehr in der Stadt.
    Keinen Strom haben der Akita Omoriyama Zoo, der Morioka Zoo, das Asamushi Aquarium und der Hitachi Kamine Zoo.
    Das Fukushima Aquarium ist bis zum zweiten Geschoss überflutet worden. Viele Tiere starben. Die Meeressäuger haben überlebt. Sie und die Vögel werden ins Kamogawa Sear World transportiert. Nach Beendung des Transports werden die Mitarbeiter ebenfalls aus dem Aquarium gebracht, da sie dann nichts mehr zu tun haben und sie in Behandlung aufgrund der Radioaktivität müssen.
    Insgesamt erwartet man eine Knappheit in Bezug auf Gas, Heizöl, Futter und Trinkwasser für Tier und Mensch.

    Die WAZA hat eine Sammelaktion ins Leben gerufen zur Hilfestellung für die betroffenen Einrichtungen. http://www.waza.org/en/site/get-involved/donate-for-japan
    (15.03.2011)
    Liz Thieme:   Das stand nicht in den Berichten. Es wird nur gesagt, dass es das vierte jemals in dieser Zoo-Gefangenschaft geborene Tier ist und das eines der vier bei der Nahrungsumstellung 2004 verstorben sei.
    In Zoochat wird gesagt, dass die Jungtiere aus 2010 Zoozuchten seien und die vorherigen Weibchen trächtig kamen. Allerdings habe ich nichts zu einer weiteren Geburt 2010 in Taipei bisher gefunden.
    IUCN gibt für den Zoo auch andere Daten an, danach wäre das jetzige Jungtier Nummer fünf.
    >There were four recorded births at zoo document, February 1993, December 1997, November 1998 and August 1999.<
    (04.01.2011)
    BjörnN:   Ist das Jungtier im Zoo gezeugt worden. Falls dies zutrifft und das Jungtier überlebt, gelang Taipeh nach Jahren der Fehlschlägen die Welterstzucht....
    (04.01.2011)
    Liz Thieme:   Im Zoo von Teipei ist im Dezember ein Pangolin geboren worden.
    (04.01.2011)
    WolfDrei:   Zurück von einer kleinen Türkeireise (Antalya - Ephesos - Pamukkale - Antalya) die Mitteilung, daß A. einen Zoo besitzt, der jedoch in einem großen Führer nicht erwähnt wurde (ich weiß - vorher googeln). Im Internet gibt es ein Vdeo dazu: 2 Grantzebras, 2 Löwen, 1 Tiger, Mähnenschafe, Damhirsche, 2 Dromedare, 2 syrische Braunbären, Wildschwein, 1 Krok, viele Hausschafe und -ziegen, Esel, Fasanen, Chukarhuhn, Strauß. Der Zoo liegt am Stadteingang , so man von Norden (Pamukkale / Denizli) kommt, etwa 8 ha. Die Hoffnung, einen anatolischen Leoparden (einstmals P. pardus tulliana genannt)zu sehen hatte ich schon vorher nicht. Man bestätigte mir,daß die letzte Sichtung in Westanatolien um 1970 war.
    Ansonsten enttäuschende Vogelwelt in der Gegend:trotz schilfreicher Gegend an einem historischen Kanal und anschließender Lagune nur 2 Kormorane, 1 Rallenreiher, 1 ! Möwe, wenige Stockenten, 1 Schwarzhalstaucher, dazu wenige Eidechsen, 3 Landschildkröten.
    (11.04.2010)
    Michael Amend:   Ich habe mich noch nie mit Stumpfnasen näher beschäftigt, wie gesagt, der Beijingführer verwendet Pygathrix als Gattungsname, beim Googeln gibts auch Treffer für alle Stumpfnasenarten mit diesem Gattungsnamen.Anscheinend gibts da noch Uneinigkeit unter den Systematikern...
    (05.01.2010)
    Henry Merker:   @Michael Amend:
    Dass die Stumpfnasenaffen in die Gattung Pygathrix gestellt wurden ist mir neu. Ich kannte sie schon immer als Angehörige der Gattung Rhinophitecus.

    Da ich ebenfalls bei dem Vortrag von Herrn Kern anwesend war und zudem regelmäßig die Seite www.leszoosdanslemonde.com ansehe - vor allem auch wegen der (einmaligen) Tieraufnahmen - war mir die Info zu den Stumpfnasen in China schon bekannt. Dennoch meine ich, dass die koreanische Einrichtung neu sein dürfte, da zumindest nur die ehemaligen Haltungen in San Francisco, einem japanischen Zoo, San Diego und Singapur etwas sagen. Die Info zu Los Angeles ist sehr interessant, aber auch für den Zoo natürlich sehr ärgerlich.
    (05.01.2010)
    Michael Amend:   Hat sich Rhinophitecus als Gattungsname durchgesetzt ? Im Beijing-Führer vn 2006 wird noch Pygathrix verwendet.
    (05.01.2010)
    WolfDrei:   Herr Kern vom TP erwähnte bezüglich eines Vortrages über Zoos in China vor drei Wochen, daß Beijing alle drei "einheimischen" Stumpfnasen hat. Anbei: Yünan-Stumpfnase (weibchen, Rhinopithecus bieti), Beijing 1994
    (05.01.2010)
    Michael Amend:   @Henry Merker. Goldstumpfnasenaffen werden in mehreren asiatischen Zoos gehalten, in China relativ häufig sogar, außerhalb China sind sie jedoch selten. Los Angeles hatte sich um sie bemüht, hatte eine Zusage aus China, hat eine eigene Anlage für diese gebaut und bekam dann eine Absage aus China....

    Peking hält Zuhctgruppen von Goldstumpfnasen und Braunen Stumpfnasen und hatte zusätzlich ein Einzeltier einer Weißmantel-Stumpfnase im Bestand, ob die noch lebt, weiß ich nicht, im 2006er Zooführer ist sie noch drin. Ob die je mehr als diese eine Tier hatten, weiß ich auch nicht. Peking ist sicher wegen seines Artenreichtums einen Besuch wert, aber die Tierhaltung selbst läßt in vielen Teilen zu wünschen übrig und ist schwerlich mit europäischen Standart vergleichbar...
    (05.01.2010)
    Michael Amend:   Laut der Homepage hat das Aquarium in Pintung, Taiwan, einen 16 meter langen Walhai in der Schau, zusammen mit 13 Delphinen einer leider nicht genannten Art.
    (05.01.2010)
    Henry Merker:   Der Zoo Gyeonggi-Do in Südkorea hält bzw. hat Goldstumpfnasenaffen gehalten.

    Quelle:
    http://images.google.de/imgres?imgurl=http://www.showchina.org
    /en/Gallery/Odd/200801/W020080116333183921440.jpg&imgrefurl=http://
    www.showchina.org/en/Gallery/Odd/
    200801/t144185.htm&usg=__PxOaN2wOs_ZuwCQHTWHMueYBoV0=&h=320&w=
    450&sz=40&hl=de&start=17&tbnid=7fZVpdo9JNZHuM:&tbnh=90&tbnw=127&prev=
    /images%3Fq%3DRhinopithecus%
    26gbv%3D2%26hl%3Dde%26sa%3DG
    (15.12.2009)
    Henry Merker:   @Ralf Sommerlad:
    Stimmt, ich habe die Amerikaner vergessen.
    (01.12.2009)
    Ralf Sommerlad:   ...auch die Asiaten....
    (01.12.2009)
    Henry Merker:   Ergänzend dazu soll an dieser Stelle darauf verwiesen werden, dass in der aktuellen Ausgabe des "Zoologischen Garten" ein Bericht über Aquarien in Japan, Taiwan und China erschienen ist, der sehr interessant ist. Zudem zeigt er auf, dass die Asiaten mittlerweile in Sachen Aquarien uns Europäern voraus sind, so meine Einschätzung.
    (28.11.2009)
    Liz Thieme:   da bisher mehr bei den Haien über Okinawa berichtet wurde, hier mal ein kurzer Überblick der Fakten.
    Aquarium Okinawa
    interessante Fakten: da das Gebäude sehr nah am Meer steht musste der Beton sehr dicht sein, damit das Meerwasser (innen/außen) die Metallstrukturen nicht angreift und rosten lässt
    das Großbecken "Kuroshia Sea" (7,5mio Liter) (Walhaie/Mantas(81 Arten)) steht auf einem eigenen Fundament, da sonst der Schwerpunkt des Gebäudes falsch liegen würde und das Gebäude zu schnell absinken könnte
    77Becken 10mio Wasser
    altes Becken nur 3m tief (Überlebensdauer der Walhaie max. 500Tage)
    Walhaie fressen vertikal, daher 10 m tief
    der größte Walhai im Becken ist 7m lang und wächst jährlich 50cm
    größte Scheibe 22,5m breit 8,2m hoch, 60cm dick, 7 Elemente. 1,5 Jahre Produktionszeit. Es lagern ca 6t Druck auf jedem Zentimeter.
    3/4 gefiltertes Wasser 1/4 frisches Meerwasser, bei jeder Umwälzung
    Die große Scheibe ist stark genug (angeblich) ein Erdbeben auszuhalten, allerdings kommt der größte Schaden von den Tieren, die Haie hinterlassen auf Grund ihrer Haut Kratzer in der Scheibe. Hierfür soll nun eine Lösung gefunden werden.

    1934 wurde das erste Mal ein Walhai überhaupt ausgestellt (wo weiß ich nicht)

    gehalten werden in einem Becken ua Bullenhaie, größter ist seit 28 Jahren in Gefangenschaft.

    open air Korallenbecken. Wasseraustausch einmal in der Stunde mit Zirkulation aus Meerwasser. Daher wird auch der Korallenlaich "ausgewildert"

    das frische Meereswasser wird aus 20m Tiefe und 300m vor der Küste abgesaugt, von einem Absaugtrichter mit dem Durchmesser von 180cm.
    es werden 3000m³/h maximal umgewälzt

    Delfin Dame "Fuji" hat eine Schwanzflossenprotese, da man ihr 3/4 dieser amputieren musste nach einer längeren Krankheit. Derzeit trägt sie die mind. 7te Verision (Hersteller Bridgestone), die sie aber nur kuzzeitig am Tag trägt.

    (27.11.2009)
    Henry Merker:   @Liz:
    Ich kann nur hoffen, dass die derzeitige Situation im Irak es erlaubt, den Betrieb des Zoos zu gewährleisten...
    (21.11.2009)
    Andre Battermann:   @Michael Amend:
    Ich werde die Tage mal einen kleinen bericht schreiben und ihn mit in paar Fotos versehen!
    Bin nur gerade etwas beschäftigt!
    (20.11.2009)
    Liz Thieme:   der Zoo in Baghdad ist wieder aufgebaut.
    In den kommenden Tagen sollen ein Elefant und eine Giraffe die Tierartenliste vervollständigen. Sie haben nun 1070 Tiere und eine Fläche von ca 142ha.
    (20.11.2009)
    Michael Amend:   @Andre Batterman. Sie waren in China ? Ich würde mich über eine Beschreibung Ihres Besuches im Polar Ocean world in Qingdao freuen, Fotos wären auch toll, denn aus China bekommt man nicht allzuviele Informationen und speziell Aquarien in Asien interessieren mich...
    (18.11.2009)
    Andre Battermann:   Wo man hier schon so schön bei der Meeresbiologie ist:

    Der "Dalian Ocean Park" in Dalian, China hält seit Mitte des Jahres 0,1 Walhaie, "importiert" aus Taiwan.
    Das von mir leider zu früh besuchte Polar Ocean World in Qingdao, China erhielt im gleichen Zug 1,1 Tiere aus Taiwan. Man will wohl an relativ erfolgreiche Haltungen in Japan und den USa anknüpfen.
    Ebenso erwartet Qingdao wohl Polarfüchse aus Russland.
    (17.11.2009)
    Michael Amend:   Ich finde die dreimalige Nachzucht und zweimalige Aufzucht von Mantas sensationell, ich hoffe, es folgen noch weitere Jungtiere. Ich könnte mir durchaus vorstellen,das dort irgendwann einmal auch die Walhaizucht gelingt, selbst wenn Atlanta die besseren Becken-Voraussetzungen hat, schließlich fasst das dortige Becken für 4 Walhaie 24 Millionen Liter Wasser, im Churaumi Aquarium, ebenfalls für vier Tiere, nur 7,5 Millionen Liter...Ich kann den Glückwunsch nächstes Jahr persönlich ausrichten, ich werde vorraussichtlich im Juli dort sein. Vielleicht gibts dann schon den nächsten Manta-nachwuchs, das letztjährige Jungtier ist aber erst in diesem Sommer in das Schaubecken umgezogen. Die Qualität der japanischen Aquarien ist wohl attsächlich von allerhöchstem Standart. Im aktuellen Bongo gibts zwei Reiseberichte durch verschiedene japanische Aquarien !
    (01.11.2009)
    Henry Merker:   Wobei die Nachzucht des Manta schon ein Knaller darstellt und sicherlich von hoher Haltungsqualität zeugt...
    Ein Glückwünsch an Okinawa...auch, wenn sie es hier nicht lesen werden:)
    (01.11.2009)
    Michael Amend:   Im Churaumi Aquarium auf Okinawa wurde zum dritten Mal ein Manta geboren. Auch dieses Jungtier wird, wie Nummer 2, in einer Zuchtstsation im Meer !, aufgezogen, da das erste Jungtier vom Vater getötet wurde. Diese Erfolge spornen das Aquarium jetzt an, auch Walhaie nachzuziehen, wäre ja der Knaller,wenn das tatsächlich klappen würde...
    (01.11.2009)
    Liz Thieme:   In Al Wabra wurden die bisherigen drei Geparden Anlagen auf sechs Stück erweitert. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von 7000m²

    Fotos und weitere Erklärungen findet ihr hier:
    http://awwp.alwabra.com/index.php/content/view/1031/30/
    (23.10.2009)
    Ralf Sommerlad:   Recht haben die Jungs - das ist wirklich ein Hype, zudem ein gnadenloser mit pausenlosem handling des Jungtieres, unfassbar.
    (29.06.2009)
    Rattus:   Elepanden als Protest-Aktion:
    http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,633158,00.html
    Mitarbeiter des thailändischen Elephant Kraal demonstrieren gegen den an Knut erinnernden Hype um ein Pandakind
    (29.06.2009)
    Michael Amend:   Ich bin auch nur auf Zufall darauf gestoßen, Bilder der Elefanten habe ich auch gefunden, es sieht danach aus, das die Tiere vorwiegend angekettet unter einem Unterstand gehalten werden. Die Koboldmakis leben in einem herkömlichen Tag-Käfig. He, man kann sich mit einem Nasenaffen ablichten lassen ? Klasse, höffentlich auch mit einem adulten Mann, der hat gegen meine Nase keine Chance....Irgendwie muß ja Geld in die Kasse kommen, oder ? Vielleicht kann man in Souveniershop auch einen Koboldmaki für den Käfig daheim kaufen....
    (30.07.2008)
    WolfDrei:   Bei GOOGLE bekommt man bei "Lok Kawi Wildlife Park" "irgendwo" eine 5 einhalbminütiges Video mit den genannten Tieren, das Rhino allerdings ist nicht besonders gut getroffen
    (30.07.2008)
    Jana:   Der prager Säugetierkurator hat diese Einrichtung letzte Jahr besucht, und einen Tiertausch ausgehandelt. Etwa in diesen Tagen ist ein junge Malaientigerkater aus Kota Kinabalu in Prag erwartet.
    (30.07.2008)
    Sacha:   @Michael Amend: Waaas!!!? Ein Zoo in Kota Kinabalu??? Der muss tatsächlich sehr neu sein, denn ich war vor ca. 5-6 Jahren dort (Mein Gedächnis) und hätte dieses Einrichtung sicher besucht. Bekannt war mir bisher nur die Orang-Aufzuchtstation Sepilok in der Nähe der Stadt Sandakan (in der sich in einem für Besucher nicht zugänglichen angeschlossenen Bereich Sumatranashörner befanden).

    Im Internet habe ich mal schlau gemacht und dazu folgende Infos gefunden: Der Zoo heisst offiziell "Lok Kawi Wildlife Park". Angeblich leben dort rund 550 Tiere in 122 Arten. Neben den bereits erwähnten sollen auch Asiat. Elefanten (da teils Waisen sind sicher Borneo-Zwergelefanten darunter, wenn nicht sogar alle), Orang-Utans, Malaienbären, Borneo-Gibbon, Zwergotter, Banteng, Borneo-Muntjak, Nebelparder, div. Hornvögel und als Exoten Strausse, Emus und Gelbbrustaras gezeigt werden. In einem Blog wird als offizielles Eröffnungsdatum der 17. Februar 2007 erwähnt. Der Park befindet sich an der "alten" Strasse von Kota Kinabalu nach Papar, etwa 20 km vom Stadtzentrum entfernt. Die Eintrittspreise sollen für Einheimische 10 Ringit, für Ausländer 20 Ringit betragen. Es besteht die Möglichkeit, auf Elefanten zu reiten und - jetzt dürfte einige der Schlag treffen - sich mit jungen Nasenaffen ablichten zu lassen!!!

    Impressionen unter:
    http://mount-kinabalu-borneo.com/blog/lok-kawi-wildlife-park-newly-open-zoo-in-sabah.html
    oder
    http://www.travel-library.com/tours/asia/malaysia/kota_kinabalu/kota_kinabalu_zoo.html
    oder
    http://www.1earthadventures.com/2008/01/23/malaysia/lok-kawi-wildlife-park-in-kota-kinabalu-sabah/
    oder
    http://madeinsabah.wordpress.com/2007/07/18/lok-kawi-wildlife-park/
    (30.07.2008)
    WolfDrei:   Pardon: Dicerorhinus sumatrensis harrisoni
    (29.07.2008)
    WolfDrei:   Unter Lok Kawi Wildlife Park bekommt man bei:Care for Animals Project at Lok Kawi Wildlife Park in Malaysia, so man bei Rhinos anklickt, das Rhino - offensichtlich das äußerst seltene Borneo-Sumatrarhino (D.s.harrisi)
    (29.07.2008)
    Michael Amend:   Weiß jemand mehr über den Zoo Kota Kinabalu in Sabah auf Borneo ? Der muß relativ neu sein, und hat eine Fläche von 112 ha. Zum Tierbestand gehören z.B Sumatra-Nashorn, ( ein Tier auf dem Foto gesehen )Koboldmaki, Nasenaffe und Hinterindischer Tiger.
    (29.07.2008)
    Michael Amend:   Im Okinawa Churaumi Aquarium ist am 17. Juni zum 2. mal ein Manta geboren worden.
    Das Jungtier wurde kurz nach der Geburt aus dem Becken entfernt, nachdem das 2007 geborene Jungtier vom Vater getötet wurde, und in ein Aufzuchtsbecken außerhalb des eigentlichen Aquariums gebracht. Da ich bisher Nichts Gegenteiliges gehört habe und auch auf der Homepage des Aquariums diesbezüglich Nichts zu lesen war, gehe ich davon aus, das dasJ ungtier noch lebt. Hoffe, das die Aufzucht gelingt.
    (26.07.2008)
    Ralf Sommerlad:   Die Madras Crocodile Bank,gelegen ca 50 km südlich von Chennai ( ehemals Madras ) in der südindischen Provinz Tamil Nadu ist eine zoologische Forschungseinrichtung – und ein Zoo, nicht etwa eine kommerzielle Krokodilfarm zur Häuteproduktion.
    Neben ca 3.000 Sumpfkrokodilen ( C.palustris) leben dort weitere 14 Krokodilarten in naturnah gestalteten Anlagen, unter Anderem auch eine stattliche Zuchtgruppe des kritisch bedrohten Ganges-Gavials.
    Über die Aufgaben, Artenschutzprojekte, Angebote und weitere Details informiert die Website der Madras Crocodile Bank unter www.madrascrocodilebank.org

    (15.05.2008)
    Shensi-Takin:   Interessantes über das Enoshima Aquarium, u.a. in Hinblick auf die Tiefseeaquarien-Abteilung.
    http://www.enosui.com/english.pdf

    Einige japanische Aquarien:
    http://gojapan.about.com/od/attractions/a/aquariuminjapan.htm

    Wer Tiger-und Bullenhaie in einem öffentlichen Aquarium sehen möchte:
    http://www.kaiyouhaku.com/en/info/2fmain.html
    Als Nicht-asiatisches Aquarium mit Tiger-und Bullenhaien sei auch auf:
    http://www.explorecancun.com/tours/cancun-tours/cancun-interactive-aquarium.html verwiesen

    Über das Osaka Aquarium-in deutsch(!):
    http://www.kaiyukan.com/german/index.htm
    (14.05.2008)
    Shensi-Takin:   Einige Eindrücke aus dem Toba Aquarium (J): hinsichtlich gezeigter Arten (u.a. Dugong, westafrikanische Seekuh, Jacobita usw.), weniger hinsichtlich Tierghaltung/-präsentation könnte da man hinsichtlich Hinreise fast schwach werden...
    http://www.youtube.com/watch?v=Za1zS6KVG1U

    Weiß zufällig jemand, in welchen japanischen Einrichtungen die Baikalrobbenzucht 2006 gelang?
    (06.05.2008)
    Ralf Sommerlad:   Bisschen was zu China, Zoos und chinesischen Vorlieben:
    Blood the main attraction at sick Chinese 'zoos'
    CHECK out the ultimate new spectator sport in China - one in which
    baying crowds gather in zoos across the country to watch animals
    being torn to pieces by lions and tigers.
    The practice is just part of a normal family day out at Badaling
    Safari Park, just an hour's drive from the main Olympic attractions
    in Beijing.
    Children feed goats before the "show" starts. One that has
    been "bought" by a visitor is carried off before being thrown over a
    wall into a pit full of hungry lions.
    The goat never has a chance - it is quickly torn limb from limb as
    the appreciative crowd claps ferociously.
    The zoo also encourages visitors to "fish" for lions using live
    chickens as bait. For just $5, visitors tie terrified chickens onto
    bamboo rods and dangle them in front of the lions, just as a cat
    owner might tease their pet with a toy.
    Tourists are then herded on to buses and driven through the lions'
    compound to watch an equally cruel spectacle.
    The buses have specially designed chutes down which you can push
    live chickens and watch as they are torn to shreds.
    The zoo is not the first in China to gain international attention
    for its cruel acts - The Three Gorges Forest Wild Animal World in
    Yichang City was ordered to close on Boxing Day after a Siberian
    tiger was found beheaded and skinned at the zoo.
    The remains of two Bengal tiger cubs were found in a refrigerator at
    the zoo's ticket office a few days later.
    While investigating the death of the Siberian tiger, investigators
    found that seven other tigers had died previously. The tigers were
    said to have died of starvation in December 2003, or of sickness or
    fight wounds.
    Even worse is in store for the animals of Xiongsen Bear and Tiger
    Mountain Village near Guilin in southeast China.
    Here, live cows are fed to tigers to amuse cheering crowds. Normally
    a wild tiger would dispatch its prey within moments - but these
    beasts' natural killing skills have been blunted by years of living
    in tiny cages so it takes even longer.
    Astonishingly, the zoo also sells t
    http://www.news.com.au/story/0,23599,23017316-401,00.html

    (10.01.2008)
    WolfDrei:   @Sacha und Bernhard-freundlichen Dank für die Bemerkungen und Hinweise. Und,so zurück, ein Bericht von mir , vielleicht inklusive Melaka-Zoo. Danke!!
    (27.03.2007)
    Sacha Beuth:   @WolfDrei (und alle dies interessiert): Singapur ist Zoo-mässig eine Topdestination. Von Bernhard und mir findest Du weiter unten schon Beschreibungen, die einen grossen Teil Deiner Fragen beantworten dürften. (Ich sag jetzt mal Du, weil das normalerweise in Foren üblich ist. Wenn es Dich stört, einfach melden, dann versuche ich mich das nächste Mal ans Sie zu halten).
    Bez. Fotomöglichkeiten/Lichtverhältnisse: Im Prinzip kommt man überall relativ nahe ran. Viele Anlagen haben Glas, so dass natürlich Spiegelungen zu berücksichtigen sind. Die Lichtverhältnisse sind teilweise extrem. Scheint die Sonne, ist das Bild schnell mal überbelichtet. Sind dunkle Wolken aufgezogen oder wenn es regnet, hat man Wackler oder Unterbelichtung (oder beides). Regnen tut es in Singapur relativ oft und es kann wirklich in Kübeln giessen. Ich erinnere mich an einen Tag, an dem ich morgens erst bei strahlendem Sonnenschein meine Kleidung durchschwitzte und dann gegen 15 Uhr durch ein heftiges Tropengewitter geduscht wurde. (Ist übrigens toll, wenn das Gemisch von Schweiss, Sonnencreme und Insektenschutzmittel mit der Elektronik der Kamera in Berührung kommen...dabei ging ein Blitzgerät drauf).
    In der Night Safari (unbedingt besuchen) ist das Fotografieren mit Blitz verboten. Man kann natürlich versuchen, in einem unbeobachteten Moment den dummen Touristen zu spielen, der kein Englisch und somit auch nicht die Bedeutung von NO FLASH versteht.
    Bei den Schleichkatzenartigen im Zoo und in Night Safari ist das so eine Sache. Man muss Glück haben, wenn man sie aktiv erleben will.
    Die Zoo-Mitarbeiter in Singapor sind nach meinen Erfahrungen sehr höflich und sehr auskunftsfreudig. Allerdings ist das zoologische Wissen auch sehr unterschiedlich.
    Und zu guter Letzt: In der Night Safari, im Zoo und im Jurong Bird Park kann man - für Zooverhältnisse!! - ausgezeichnet essen. Besonders das All-you-can-eat-Buffet im Night-Safari-Restaurant lohnt sich. Am besten, man geht erst in den Zoo, läuft anschliessend die 50 m rüber zur Night Safari, isst etwas und besucht anschliessend die Tiere der Nacht.
    (26.03.2007)
    Sacha Beuth:   War jemand von Euch schon mal in den Zoos und Aquarien Japans?
    Falls ja, würde ich gerne ein paar Erlebnisberichte und Tipps lesen.
    (18.01.2007)
    Rüdiger Krichel:   Nashornsuche im Zoo Pyong Yang in Nordkorea! Hat jemand die Internet- oder Faxverbindung zu diesem nordkoreanischen Zoo. Sie hielten früher 2,2 seltene Spitzlippennashörner und meldeten dem Zuchtbuchführer nichts über deren Bestandsveränderungenwurden !
    War jemend in den letzten Jahren dort oder weiss wieviel D.Minor dort aktuell leben ?
    Freue mich auf Meldungen
    (16.09.2006)
    Bernhard:   zur Ergänzung der Beschreibung von Sacha Beuth zum Singapore Zoo:
    den Zoo habe ich mittlerweile drei mal besucht - damit war ich dort wirklich schon häufiger als z.B. im Zoo Berlin :-) und zwar 03/2001, 02/2004 und 11/2005. für mich ist er einer der schönsten zoos die ich je gesehen habe, dies liegt v.a. daran, dass man sich die ganze zeit wie in einem tropenhaus fühlt ( sehr dichte üppige Vegetation, tropisch heiß und keine Häuser). da der zoo auf einer halbinsel liegt sind viele gehege durch Wasser begrenzt was sehr reizvolle photomotive bietet. und auch der tierbestand ist sehenswert: lt. eigenen angaben beherbergt der zoo die größte anzahl an primatenarten, darunter die erwähnten Kleideraffen die ganzjährig einfach auf einer Insel gehalten werden, und in deren Wassergarben riesigen Arapaimas leben. dann gibt es Buntböcke (bzw. bei meinem letzten Besuch habe ich leider nur noch einen bock gesehen), Weißschwanzgnus, eine große Zuchtgruppe Breitmaulnashörner, Hirscheber, Schabrackentapire, Sattelstörche, Komodo Warane, Manatis, viele Krokodielarten (und alles wie gesagt in Freianlagen), Brüllaffen. Mittlerweile sollen auch die Orangs ein neues weiteres Gehege bekommen haben, leider wurde dies erst nach meinem letzten Besuch gebaut. am meisten beeindruckt hat mich der Tree-top-trail: auf einem Holzsteck durch die Tropenbäume vorbei, auf den sich zwei Familien Siamangs ein lautstarkes duell lieferten, in deren Wassergarben mehrere Sundagaviale, dann auf dem Weg freilebende Weißkopfsakis und im Gebüsch versteck Moschushirsche
    (31.08.2006)
    Nils Kley:   Hi,

    Ich hatte vor kurzem die Gelegenheit, einige chinesische Zoos & aquarien zu besuchen. Die Beschreibung können sie unter:
    http://www.zoo-ag.de/exkursionen/2006_china__zoo_peking.htm
    finden.
    (30.08.2006)
    Dennis:   Achsio und sie legen lebende Salamander in Schnaps ein und halten Kragenbären in winzigen Käfigen und zapfen ihnen den Gallsaft ab... und noch mehr solcher Grausamkeiten.
    (18.08.2006)
    Dennis:   Die japaner haben auch Tiere in ihre Historie einfließen lassen, die es bei ihnen garnicht gibt: z.B werden Elefanten, Nashörner und Löwen schon seit jahrhunderten zu "Medizin" verarbeitet. Ich habe mal nen Bericht gesehen wo sie lSchildkröten den Kopf abgerissen und die Tiere dann roh verspeist haben..
    (18.08.2006)
    Sacha Beuth:   Kleine Korrektur: Der Jurong Bird Park liegt im Westen. Sorry.
    (13.08.2006)
    Sacha Beuth:   @Karsten Vick: Vielen Dank. Die Milus habe ich bis auf 11/6/06 alle gelesen. Zum Glück gibt es "Zoo-Reisepapst" Blaszkiewicz.
    Weitere Literaturreisetipps habe ich nicht, aber eigene Erfahrungen.
    z. B. Singapur:
    Singapore Zoo: Wunderschöne Parkanlage im Norden des Stadtstaates gelegen. Kann mit öffentl. Verkehrsmitteln gut erreicht werden (entweder nur Bus ohne Umsteigen oder Metrobahn mit Umsteigen auf Bus). Taxi kostete von der Innenstadt bis zum Zoo im Jahr 2005 pro Weg 20 bis 25 Singapore-Dollar.
    Viele moderne Anlagen nach dem typischen Open-Zoo-Konzept (möglichst keine Gitter, versteckte Trenngräben). Besonders beeindruckend: Neue Elefantenanlage mit Vorführungen, die die Arbeit der Dickhäuter im Holzwesen symbolisieren. Blasskopfsakis, Braune Makis und Lisztäffchen können sich frei auf dem Gelände bewegen. Dazu wildlebende südostasiatische Fauna wie Languren, Schweinsaffen, Indische und Malayische Nimmersatte, diverse andere Vögel und Reptilien (Immer wieder auch Bindenwarane und Netzpythons, die sich ähnlich wie bei uns Füchse und Marder am Zoobestand gütlich tun). Highlights sind ohne Zweifel eine Insel mit mindestens acht Kleideraffen (inkl. Jungtiere) im Primate Kingdom sowie die Nasenaffenanlage (auch regelmässig Nachzuchten). Interessant ist eine Gemeinschaftshaltung auf Inseln, wo Gibbons, Schönhörnchen die Bäume und Radjahgänse und Sunda-Gaviale den unteren Bereich bewohnen. Weiter gibt es eine riesige begehbare Tropenvoliere, in der leider nicht nur indo-australische (Vögel, Schmetterlinge, Matschie-Baumkänguruh), sondern auch andere Tiere wie Varis gehalten werden. Auf der Tigeranlage sind statt der früher gezeigten Indochinatigern (und noch früher Sumatratigern) heute die Weissen Tigermischlinge zu sehen (aus wirtschaftlichen Gründen, wie mir Kurator Kumar Pillai mit Bedauern mitteilte). Die nordostafrikanische Rift-Valley-Anlage scheint mir, obwohl neueren Ursprungs, nur mässig gelungen. Zuviel Platz wurde für pseudo-völkerkundlichen Schnickschnack verschenkt. Zudem haben die Nubischen Steinböcke nur ein sehr kleines Gehege zur Verfügung, was aber geschickt kaschiert wird. Noch nicht gesehen habe ich die brandneue Australienanlage mit Brolgakranich, Riesenkänguruh und Taipan u. a. (natürlich nicht alle im selben Gehege). Als schlecht habe ich nur die Anlagen für Malaienbären, Eisbären (einziger Zoo am Equator), Kleinkatzen und als mässig die der Orang-Utans (obwohl eine Spezialität des Zoos) in Erinnerung. Des weiteren gibt es Geparden (mit Königsgepard), Afrik. Wildhunde, Breitmaulnashörner, Giraffen, Böhm-Steppenzebras und Zwergflusspferde (die man durchs Glas beim Schwimmen beobachten kann). Allgemein sind Säugetiere und Reptilien sehr stark, Vögel dagegen (man will den Jurong Bird Park nicht konkurrenzieren) nur schwach vertreten. Der Singapore Zoo gilt m. E. zu Recht als bester Zoo Südostasiens und würde auch in Deutschland zu den Top 10 gehören. Wer ihn besucht, sollte wegen der nicht seltenen Tropengewitter (meist am frühen Nachmittag) unbedingt einen Regenschutz mitnehmen.
    Singapore Night Safari: Direkt neben dem Zoo gelegener Park, der nur nach Einbruch der Dunkelheit (ab 19 Uhr) besucht werden darf (habe versucht, meine Beziehungen spielen zu lassen, um auch mal am Tag reinzuschauen. War aber chancenlos. Wurde angeblich bis jetzt noch keinem Nicht-Zoo-Mitarbeiter gestattet. Man will die Illusion von der "Freiheit" nicht zerstören, wenn auf den Fotos die Abschrankungen auftauchen. Vielleicht hat einer von Euch mehr Glück). Der Park hat bis 24 Uhr geöffnet. Man kann einen Teil zu Fuss, den anderen im Safariparkstil mit einer kleinen Bahn, erleben. Im künstlichen Mondlicht (geschickt platzierte Scheinwerfer) sind diverse Panzernashörner, Flusspferde, Indochinatiger, Streifenhyänen, Lippenbären, Riesenflughörnchen, Kalongs, Ganges-Gaviale sowie diverse Kleinraubtiere wie Fischkatze, Binturong, Zwergotter, Schweinsdachs zu sehen. Wie im Zoo Tiervorführungen in einer speziellen Arena.
    Jurong Bird Park: Im Osten gelegen (ebenfalls in Kombination mit Metro und Bus zu erreichen). Ca. 400 bis 500 Vogelarten. Diverse Flugschauen und öffentl. Fütterungen. Teilweise dürfen zu bestimmten Zeiten auch an Menschen gewöhnte Tiere wie z. B. Doppelhornvögel gestreichelt werden (natürlich unter Aufsicht). Diverse begehbare Volieren. Nachtvogelhaus (vor allem mit Eulen). Pinguinhaus ähnlich wie in amerik. Seaworldparks. Raritäten: Diverse Paradiesvogelarten, Goldschopfpinguin, Fleckschnabelpelikane, ein Schuhschnabel, diverse tropische Lieste, mehrere Turakoarten.
    UnderwaterWorld Sentosa: Aquarienhaus mit Meeresschildkröten, Kraken und vor allem vielen verschiedenen Korallenfischen. Auf einer Insel im Süden des Stadtstaates gelegen (Ganze Insel ist ein Freizeitpark mit Schmetterlingshaus, alter Festung, Sandstrand und Delfinstadion).
    Uebrigens: In allen Parks ist das Essen für die Besucher - für Zooverhältnisse - gut bis sehr gut.
    (13.08.2006)
    Karsten Vick:   Bevor wir hier total kulinarisch werden, hier erstmal für Sacha ein paar Lesetipps. Im MILU, der vom Berliner TP 1-2x im Jahr rausgegeben wird, gab es schon des öfteren Exkursionsberichte über ostasiatische Zoos (die Zahlen heißen: Band / Heft / Jahr):

    Japan 9/6/99
    Indonesien 9/2/97
    Peking 10/1/00
    Peking Wildlife Park 11/1/03
    Südkorea 11/3/04
    Taipeh 11/4/05
    Aquarium Osaka Riesenkrabbe 11/6/06

    Wenn auch bei mir eine Asienreise vorerst nicht auf dem Programm steht, bin ich für weitere Literaturtipps trotzdem dankbar.
    (12.08.2006)
    Frank-Walter Büschner:   Es geht doch nicht darum was die Japaner essen, sondern WIE sie es essen, und mit welcher rücksichtslosigkeit. Denen ist es doch völlig egal, wenn eine Walart austirbt, dann wird eben auf eine andere Walart jagt gemacht. Ich streite ja nicht ab, das wir die totalen engel sind, aber es ist wirklich krass, wie die japaner mit ihrer Umwelt bzw. Lebewesen umgehen
    (12.08.2006)
    Zoosammler:   Das ist mir durchaus klar, ich habe mich etwas überspitzt ausgedrückt.
    Aber wenn sie an Dinge wie Stierkampf"rückstände", Schildkrötensuppe, Bärenfleisch, Eichhörnchenfleisch, Igel in Tonteig, ... denken, dann muss man zugeben, dass auch in unseren zivilisatorischen Kreisen bis vor kurzem noch Essgewohnheiten vorherrschten, die heute auf blankes Unverständnis stoßen. Und wer weiß, wie wir es in 20 Jahren betrachten, was wir heute so essen.
    Es ist nunmal nicht so einfach, sich von Bestandteilen einer Kultur zu trennen, als Außenstehender ist das leicht gesagt. Auch in Japan wird irgendwann (vielleicht) ein Umdenken einsetzen.
    (12.08.2006)
    Frank-Walter Büschner:   @Zoosammler: Du willst ein Huhn mit einem Delfin vergleichen? Ist aber wie ich finde ein sehr schlechter Vergleich, ein Huhn kann auch noch mit abgeschlagenem Kopf noch laufen, es gibt sogar einen Hahn der noch 18 Monate überlebt hat, nachdem man ihm den kopfabschlug. Mann hatte ihn direkt durch die Speiseröhre genährt. Und, ich habe noch keinen Kopflosen Delfin schwimmen sehen. Ausser dem, merkt das Huhn nix mehr, wenn der Kopf ab ist, aber ein elendig verblutender Delfin aber schon!

    @Michael Mettler: Ja, ist ein interessanter Punkt. ist es vllt ein eigenen Thread Wert? *zwinker* ;-)
    (12.08.2006)
    Michael Mettler:   Hat zwar nix mit Japan zu tun, aber wäre interessant zu wissen, wie eigentlich ein Inder es empfindet, dass wir in unseren Zoos Elefanten und andere Tiere in indischen Palästen halten. Man stelle sich in einem indischen Zoo mal eine Nachbildung von Schloss Neuschwanstein vor, die als Kulisse und Stall für Wildschweine genutzt wird.... Ist eben alles eine Frage des Standpunktes. Wir finden es exotisch, wenn ein Elefant "Beira" heißt (das ist eine Hafenstadt in Mosambik). Würde ein Zoo in Mosambik einen Wisent "Rostock" nennen, nur weil das für DORTIGE Ohren exotisch klingt?
    (12.08.2006)
    Zoosammler:   Aber so ein Delphin ist doch schließlich soooo süß und wen interessiert schon ein hässliches, stinknormales Huhn?
    (12.08.2006)
    Ingo Rossi:   In der Tat waren bei meinem Japan-Zoo.Besuchen wirklich winzige Gehege zu bestaunen. Im Nara-Zoo sahr ich Bärenkäfige die vielleicht gerade mal 12/14 qm hatten, für jeweils zwei Bären (Braun-und Kragenbär ). Ich versuchte auf englisch mit japaner darüber zureden, sind wunderten sich über meine Meinung, daß die Käfige klein sind. Später wurde mit klar, daß Platz in Japan Luxus ist, die meisten Wohnungen sind winzig. Für japanische Verhältnisse waren die Käfige gross und gut ausgestattet.
    Das Beispiel soll zeigen, wie Herr Mettler schon geschrieben hat, man nicht verurteile sollte, die Gründe für solche für uns schreckliche Dinge liegen in einer völlig anderen Kultur.
    so acu das Walfleischproblem. Vor ein paar Jahren, naja Jahzehnten hatte Deutschland auch noch eine Walfangflotte.

    (11.08.2006)
    Frank-Walter Büschner:   @Michael Mettler: Ich rede nicht davon, WAS sie verspeisen, sondern auf welcher abartigen Art & Weise sie diese Töten, und "human" ist was anderes. Klar, sind wir nicht besser, aber wir schneiden den schweinen nicht lebendig den Kopf ab/auf!!!
    (11.08.2006)
    Michael Mettler:   Man wirft den Japanern ja immer wieder vor, dass es schon allein ethisch nicht richtig sei, hoch intelligente Tiere (Delfine) nur zum Zweck des Verspeisens zu töten. Nun, Schweine sind ebenfalls hoch intelligent. Wer im Glashaus sitzt....
    (11.08.2006)
    Melitta-Mann:   @Hannes Das ist falsch, See-Elefanten gibt es nur deswegen nicht mehr in Deutschland, weil die letzten Tiere gestorben sind und die Zoos keine neuen Tiere mehr importieren durften, See-Elefanten stehen unter strengem Schutz und dürfen nicht mehr gefangen werden. Der einzige deutsche Zoo, der erkannt hat, dass es nicht möglich ist, See-Elefanten artgerecht im Zoo zu halten, ist Frankfurt und hat deren Haltung nach dem Tod des letzten Bullen 1979 beendet, im Gegensatz zu Berlin oder Stuttgart, die ja einige See-Elefanten "verheizt" haben.
    @Frank-Dieter Büschner Die Japaner sind nicht skrupelloser als wir Deutschen, die Tiere essen, die ihr ganzes Leben in engen Ställen zusammengepfercht, mit industriell hergestelltem Futter statt mit Gras und Heu gefüttert und mit Hormonen vollgestopft wurden, damit sie schneller wachsen. Mal abgesehen davon, das Kälber nicht mal eine Mutter hatten, die Milch ist schließlich für den Mensch da, nicht für das Kalb. Und nach diesem wunderschönem Leben, wird dieses unter Qualen, nach einer langen, endlosen Reise bei größter Hitze und zusammengequetscht mit Artgenossen im Transporter, durch die Schlachtung beendet, jedenfalls die Tiere, die den Transport überlebt haben. Nein, die Japaner sind nicht skrupeloser als wir.
    (11.08.2006)
    Frank-Walter Büschner:   Die Japaner sind sowieso total Skrupellos...die "fressen" (sorry wegen dem ausdruck) doch alles was auf den Teller kommen kann..ob nun Wal, Delfin oder was auch immer.

    Total pervers finde ich, wie sie Großen Tümmlern lebendig den Kopf ab/aufschneiden, damit sie qualvoll verbluten, weil dann das fleisch ja "besser" schmecken soll.

    Selbst die Orcas im Kamogawa Sea World, haben winzige Becken, um genau zu sein gerade mal 2 Stück.

    Und, ich hatte damals die Reporatge auf Galileo gesehn, dort zeigten sie den Seeelefant in Japan..er hatte nur ein winziges Becken..
    (11.08.2006)
    Hannes:   Und warum gibt es keine mehr in Deutschland?Richtig weil wir es schon im Jahre 2000 geschafft haben zu begreifen das es schwer ist diese Tiere zu halten, die Japaner leider noch nicht.
    Ach ja was ich hier im Thread nochmal als Nebeninfo loswerden wollte,
    wusstet ihr das in Japan Walfleisch unbeliebt ist und als billig Fleisch verkauft wird?Die Regierung macht sogar Kampangen für das Essen von Walfleisch. Also die ham doch echt einen anne Mappe.
    (11.08.2006)
    Melitta-Mann:   Um See-Elefanten in miserabler Haltung zu sehen, ist es nicht notwendig, nach Japan zu fahren. Zwar wurden die See-Elefanten hierzulande nicht"miserabel"gehalten, aber in keiner deutschen Haltung wurden See-Elefanten auch nur annährend artgerecht gehalten, nicht ohne Grund sind See-Elefanten aus den Zoobeständen verschwunden. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
    (11.08.2006)
    Ingo Rossi:   @Sacha Beuth: japan IST unheimlich teuer und ich brauchte lange, um zu die billigeren Ecken in den Städten zu entdecken.
    (11.08.2006)
    Sacha Beuth:   @Johannes Pfleiderer: Oh ja bitte. Besonders interessieren micht die Westafrik. Manatis und die Dugongs.
    @Ingo Rossi: Komme gerne auf Dein Angebot für mehr Infos zurück, wenn eine Japan-Reise ansteht (muss hier erst noch etwas Kohle ansammeln, Japan soll ja schweineteuer sein). Vorerst vielen Dank.
    (11.08.2006)
    Ingo Rossi:   Meinen bisher einzigen, dafür aber auch riesigen Walhai habe ich auch in Kobe gesehen. An Meeressäugern gab es jede Menge, irgendwelche Diskussionen über Delfin- oder Walhaltung gibt es ja in Japan kaum.
    (10.08.2006)
    Johannes Pfleiderer:   Vor allem bei Meeressäugern hat Japan viel zu bieten - von Stellerschen Seelöwen über Indische Grindwale bis hin zu Westafrikanischen Manatis und Dugongs. Ich kann demnächst mal alle mir bekannten Haltungen von nicht in Deutschland gehaltenen Arten auflisten.
    (10.08.2006)
    Ingo Rossi:   @Sacha Beuth: Vor ein paar jahren habe ich mehrere Zoos in Japan besucht, Nara, Osaka, Kobe (dort aus das Aquarium).
    In Japan zu reisen ist angenehm da es relativ sicher ist und auch jeglichen Standart bietet. Aber auch gewöhnugsbedürftig von den Sitten und vor allem der Sprache/Schrift. Ausgeschildert sind alle Zoos, gegebenenfalls im Internet die Bahnverbindungen raussuchen.
    Der Zusstandd der Zoos war damals zumindest gut, d.h. ordentlich und sauber. Alles andere entsprach nicht unseren Gewohnheiten. Enge Käfige, viel Einzelhaltung und vollkommen unverständliche Dinge, wie ein Humboldpinguin im Streichelzoo...
    Kann gerne auf Wunsch die Führer und Aufzeichnungen raussuchen und ausführlicher berichten.
    Exotische Tiere aller Art sieht man allerdings am besten in den dortigen Tierhandlungen...
    Aber es ist jetzt schon ein paar Jahre her, wer weiss, vielleicht ist es ja auch besser geworden.
    Was mir noch gerade einfällt, die Mischung Freizeitpark mit Zoo gab es sehr häufig, d.h. neben den offiziellen Zoos auch Parks mit einem oftmals nicht geringen Tierbestand.
    (10.08.2006)
    Zoosammler:   Die "Japanischen Meeresfrüchte" hatten wir ja schon oft, Walhaie nicht zu vergessen, Dugongs (oder war das Korea?), Orcas,...
    (10.08.2006)
    Dirk K:   In Japan werden doch in zwei Haltungen immernoch Seeelefanten gehalten, oder? Mindestens einer davon jedenfalls in miserabler Haltung.
    (10.08.2006)
    Sacha Beuth:   Wer kann mir etwas über Zoos in China und/oder Japan erzählen (Tierbestand, Exklusive Arten, Haltung, Eintrittspreise, ob man den Weg dahin leicht findet oder nicht, Vergleich mit europ. Zoos). Biete dafür die gleichen Infos zu Zoos und Aquarien in Singapur, Malaysia, Bali und Ostaustralien, falls Interesse.
    (10.08.2006)

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