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    Zoo Rostock

    Adrian Langer:   https://www.rostock-heute.de/fidschi-leguan-zoo-rostock/92188

    In Rostock ist ein weiblicher Fidschileguan eingezogen. Im Mai soll ein Männchen folgen.
    (18.03.2017)
    Adrian Langer:   http://www.svz.de/lokales/rostock/wir-koennen-richtig/polarium-kostet-1-5-millionen-mehr-id16285326.html

    Das Polarium im Zoo Rostock soll 1,5 Millionen Euro teurer werden. Als Gründe werden hier steigende Baukosten und die Vogelgrippe angegeben.
    (07.03.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian: Vielleicht sollten die gleichen Architekten bauen, die auch die Pinguin-Anlage in FFM verantworten? ;-)))
    Oder man musste einfach eine weit höhere Zahl nennen, damit das Argument funktioniert.
    (08.02.2017)
    Adrian Langer:   http://www.nnn.de/lokales/rostock/wir-koennen-richtig/gartenstaedter-segnen-polarium-ab-id16028826.html

    Der Bau des Polariums wurde nun von dem Stadtrat abgesegnet. Daher wird nun ein betrechtlicher Teil von der Stadt finanziert. Was mich an diesem Artikel aber stutzig macht ist warum denn 29 Millionen für eine Elefantenanlage nötig gewesen wären? Hat jemand Informationen hierzu?
    (07.02.2017)
    Dreier:   Habe im Archiv der Humboldt -Uni sogar Zeit und Titel gefunden -1974 also schon.

    Preuß, Bernd
    (650) - Beobachtungen und Untersuchungen an Pinguinen und
    Alkenvögeln unter besonderer Berücksichtigung ihrer
    Haltungsansprüche. - 175 Bl.: 111,; Prom.A, 1974.
    (01.02.2017)
    Dreier:   Bei diesen Plänen um die ``Pinguinausstattung`` des Polariums erinnere mich an die Endsiebziger/erste Jahre der Achtziger: der damalige Vogel-Kurator Preuss wurde in unserem Institut promoviert: Thema in etwa ``Pinguinhaltung im Rostocker Zoo unter zukünftiger Einbeziehung arktischer Pinguine``. U. a. wurden auch die baulichen Grundlagen dazu von ihm erörtert. Im Prüfungskollegium war u.a. Prof. Dathe. Leider war die Verteidigung von einer gewissen Tragik begleitet - er hatte Krebs und starb auch bald nach der Verteidigung.
    (01.02.2017)
    Oliver Muller:   Tornados, ich sage nur Tornados...
    (31.01.2017)
    Patrick Marburger:   War ja zu befürchten... Ich bin aber guter Dinge, dass deshalb jetzt nicht auch in Rostock Schiffe untergehen...
    (31.01.2017)
    Oskar Schwitters:   Ich muss hier leider alle Träumereien bezüglich der Pinguine zunichte machen: Wie mir auf meine Anfrage per E-Mail mitgeteilt wurde, plant der Zoo Rostock leider nur mit \"gefiederten Erdmännchen\".
    (31.01.2017)
    Oskar Schwitters:   Nun war offenbar der Startschuss für die Bauarbeiten des Polariums:

    www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/Polarium-Bauarbeiten-im-Rostocker-Zoo-beginnen,nordmagazin40028.html

    (25.01.2017)
    Nikolas Groeneveld:   Seit Ende vergangener Woche sind im Vogel-Reptilien-Haus zwei Grünarassaris zu sehen.
    Beide Vögel sind drei Jahre alt, stammen aus Mannheim und waren dort schon als Zuchtpaar erfolgreich.
    Bleibt also zu hoffen das sie sich in Rostock auch bald fortpflanzen.
    (31.08.2016)
    Oliver Muller:   Humboldtpinguine scheinen ja nicht nur die gefiederte Variante der Erdmännchen zu sein, sondern es scheint auch nichts zu teuer für sie zu sein - siehe Frankfurt. Ich hoffe irrationalerweise für das Polarium auf antarktische Pinguine. Vielleicht werden es aber auch Humboldtpinguine, die durch einen Tornado in die Arktis gewirbelt wurden, da ließe sich auch etwas über Klimawandel draus machen. Gruß nach Hannover an dieser Stelle!
    (16.06.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Gute Frage.
    Ich hatte für ein Polarium natürlich auch auf antarktische Pinguine gehofft.
    Allerdings steht in dem Artikel ja auch nur etwas von einer Freianlage auch sonst habe ich nichts von einem \"Kühlhaus\" für antarktische Pinguine gehört.
    Ich denke das man die Haltung von Humboldtpinguinen fortführen wird, wissen tue ich es allerdings auch nicht genau.
    Ich halte antarktische Pinguine für (leider) eher unwahrscheinlich.
    (16.06.2016)
    Patrick Marburger:   @ Nikolas Groeneveld: Danke für den Link! Wenn ich mir diese Visualisierung (https://www.rostock-heute.de/wp-content/uploads/2016/06/Polarium_Zoo_Rostock_Pinguine-780x520.jpg) so anschau sehen die Tiere an der Scheibe am ehesten nach Zügelpinguin aus. Ob man hier träumen darf? Bzw. anders gefragt: wurde \"Pinguin\" eigentlich irgendwo mal konkretisiert?
    (16.06.2016)
    Nikolas Groeneveld:   Neues zum Polarium.
    https://www.rostock-heute.de/polarium-zoo-rostock-startschuss/87681
    (16.06.2016)
    WolfDrei:   @MM: eigene Nachzucht
    (10.06.2016)
    Michael Mettler:   Wie kam denn die zweiköpfige Natter in den Bestand? Eigene Nachzucht oder bewusste Anschaffung?
    (10.06.2016)
    WolfDrei:   Goodfellow-Baumkänguruh unter der Wärmelampe im Innenbereich
    (01.06.2016)
    WolfDrei:   Schwarzrückentamarin
    (01.06.2016)
    WolfDrei:   junge Pferdeantilope
    (01.06.2016)
    WolfDrei:   Schnelldurchlauf (2,5 Std) durch den Rostocker Zoo (Warnemünder Strand und Ehefrau riefen), 3 Stunden sollte man schon aufbringen.
    Letzter Besuch nach der Eröffnung des Darwineums: dort hat sich alles erhalten (auch die Antilopenziesel), wenn auch die Gorillas und Borneo-Orangs wie damals durch die Reinigung der Anlagen ``weggesperrt`` waren. Ein Highlight: eine zweiköpfige Schmucknatter - leider durch die Reinigung in schlechtester Foto-Position - Reklamebild anbei.
    An Neubauten ist die Goodfellow-Baumkänguruhanlage zu nennen, eine weitere ehemalige Anlage haben Rote Varis bezogen. Kurz vor Eröffnung steht die Außenanlage für 2 Zwergflußpferde - erstaunlich auch, dass in der Innenanlage 3 Elefanten eingestallt waren.
    Eine größere Gruppe Schwarzrückentamarine hatten eine Sommerresidenz bezogen, sonst im Krokohaus (Krokodilkaimane), früher vor 45Jahren waren auf dieser Insel Lare! Auf der Limikolenanlagea sind Trauer-und Samtenten leider nicht mehr existent.
    Einen guten Eindruck macht weiterhin die Großkatzenanlage, wenn auch wie immer die Löwen herumhingen. 2015 gab es bei den Geparden 5 Jungtiere - nach fünfjähriger Pause. Beständig auch die Gruppe der Pferdeantilopen durch Nachwuchs 014, 015 und auch in diesem Jahr, selbiges gilt auch für die Husaren. Der vor Jahren recht gute Elchbulle lebte nicht mehr, ein Jüngling etwa im 3. Jahr ließ noch nichts erwarten. Der weiße Gerfalke?? Auch die Thomsongazellen (3 m) sind noch unbeweibt.

    Sonstige Besonderheiten:
    Für den Umbau der Bärenanlagen wird fleißig geworben. Ach ja: Außenwerbung ganz groß: der Beste Zoo Europas (klein darunter : der 2. Kategorie).
    Tiere: Hutiacongas, Rhinocerosvögel, Auerhahn, 3 Eisbären, Binturong, Schneeziege, 8 BrazzaMK, einige Zwergseidenäffchen, Tupaias, Neuguineakurzschnabeligel, Wickelbär, Gundis, Wapiti (noch C. nelsoni? - vor 40 Jahren jener mit dem größten Geweih bisher für mich), Erdbeerfröschchen (Karls E-Fröschchen genannt nach Karl´s Erdbeerhof - und die Erdbeeren schmecken wirklich!!! gegenüber den importierten sogenannten Erdbeeren).

    Ein sehr sauberer Zoo, wenn es auch mächtig staubte - seit 3 Wochen kein Regen. Aber: auf der Rückfahrt gegen 18 Uhr kam es dann - 1 Stunde Wolkenbruch kurz nach Rostock.


    (01.06.2016)
    Sebastian Bothe:   Am Freitag wurde das Ehemalige Elefantenhaus wieder eröffnet mit neuem Besatz. Nach einiger Zeit Umbau sind eine Woche vor der Eröffnung ein Pärchen Zwergflusspferde angekommen, die noch getrennt gehalten werden.
    (05.10.2015)
    Karsten Vick:   Zuerst nur das Darwineum und womöglich der Bereich drumherum. Alle Vögel, die das Virus in sich hatten, saßen, wenn ich die Sache richtig verstehe, in einem einzigen Haus, nämlich dem Winterhaus der Stelzvogelwiese, an dessen Giebel das Krokodilhaus ist. Es waren darin die Störche und Entenvögel der Stelzvogelwiese sowie die Sichler, Nacht- und Seidenreiher aus der vormaligen Kormoranvoliere. Bei keinem anderen der 500 untersuchten Vögel wurde das Virus festgestellt.
    Über eine Teilöffnung rund ums Darwineum wurde von Anfang an schon verhandelt. Dieser Zooteil ist ja bis auf die Seevogelvoliere weitgehend vogel-frei. Aber als Ende letzter Woche weitere Vögel positiv getestet wurden, hat man davon abgesehen. Bei dem Dreckswetter vom Wochenende war es auch nicht so schlimm. Nun also doch. Eine Rabattaktion Eintritt zum halben Preis, die eigentlich bis Silvester ging, wurde verlängert.
    (14.01.2015)
    Heidemarie Busch:   Der Rostocker Zoo öffnet wieder.
    (14.01.2015)
    WolfDrei:   Wieder zurück zur Vogelgrippe: laut "Berliner Zeitung" wurden im Zoo Rostock 60 Vögel getötet bzw. starben: bei allen präventiv getöteten Vögeln (Enten, Störche)ist der Virus nachgewiesen worden. Rund 500 Vögel sollen untersucht werden. Der Zoo bleibt weiterhin geschlossen.
    (13.01.2015)
    WolfDrei:   Bin gerade bei der Aufarbeitung aller Zeitungen der letzten 5 Wochen. Bezüglich Tierpark - na ja.
    Aber - aus Rostock gibt es auch noch positive Nachrichten: am 3.12 wurde von Eisbärin Vilma eine Jungtier geboren. (genau am ihrem 12. Geburtstag, Vater Lars!. Es war dies die erste Geburt nach 10 Jahren in Rostock. (aus Berliner Zeitung vom 19.12. - mit Bild)
    (12.01.2015)
    Heidemarie Busch:   So wie es aussieht haben sich doch mehr Vögel angesteckt und mussten getötet werden. Ich drück die Daumen, dass es nicht noch weiter geht.

    http://www.svz.de/nachrichten/newsticker-nord/vogelgrippe-im-rostocker-zoo-weitere-tiere-getoetet-id8649361.html
    (10.01.2015)
    Heidemarie Busch:   Das ist natürlich tragisch, hoffentlich haben sich nicht noch mehr Vögel angesteckt.

    http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Vogelgrippe-Fall-im-Rostocker-Zoo,gefluegelpest172.html
    (08.01.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Ich war am 15.8. im Rostocker Zoo und absolut begeistert vom Darwineum und den dazugehörigen Außenanlagen für Menschenaffen, Kattas und Riesenschildkröten. Die Ausstellung ist klasse und auch die Tierauswahl und der Pflanzenbewuchungen. Besonders toll fand ich neben den noch immer sehr grünen Menschenaffeninnenanlagen das Korallenriffbecken und den großen Quallenkreisel. Aber auch die Anlagen für Reptilien, Antilopenziesel und Kurzschnabeligel gefielen mir ausgesprochen gut. Dareüberhinaus war ich sehr angetan von den Baumkänguruhanlagen und wie immer begeistert von den Affenanlagen und Affenhäusern, den Tropenhäusern,der Meeresvogelvoliere, der Fischotteranlage, den Huftieranlagen und den Großkatzenanlagen. Das Aquarium könnte man etwas aufhübschen und im Krokodilhaus wünschte ich mir mehr Bewuchs und vielleicht auch einige Fische im Becken des großen Brillenkaimans. Auch Außenvolieren für die Vögel des Regenwaldhauses wären sehr schön.
    Die Planungen für die Zwergflußpferdanlage, die 2015 eröffnet werden soll und das Polarium mit großen Landschaftsanlagen für Eisbären und Humboldtpinguine und einem Infohaus mit Unterwassereinsichten gefallen mir sehr gut. Ich bin gespannt auf die Umsetzung.
    (16.08.2014)
    Gudrun Bardowicks:   Die Anlage sieht wirklich toll aus. Ich muß unbedingt mal wieder in Rostock vorbeischauen.
    (13.08.2014)
    Oliver Jahn:   Jan Beensen, bitte, gern geschehen! Ich war auch echt begeistert und kann wirklich sagen, dass Rostock sich sehr kontinuierlich von Jahr zu Jahr verbessert!

    (13.08.2014)
    C. Lissner:   Nach einem Tierpfleger im letzten Frühjahr dürfen Besucher erst dann regulär auf die Katta-Anlage, wenn diese die Besucher mehr oder weniger "ignorieren". Somit soll die Gefahr einer unerlaubten Besucher-Fütterung vermindert werden. So kommen bisher Besucher nur auf Führungen hinein, dabei werden die Tiere nicht gefüttert (Kattas solen fremde Personen nicht mit Futter assoziieren)
    (13.08.2014)
    Jan Beensen:   Danke für die Bilder!
    Das ist aber wirklich sehr hübsch geworden!
    Ich bin begeistert!
    Wenn die Varis zu den Kattas ziehen, dann kann man aus dem Schimpansenflügel eine Indonesienvoliere mit Palmkakadus oder Hornvögeln machen und hat einen schönen thematisch gestalteten Komplex ;-)
    (13.08.2014)
    Oliver Jahn:   Holger, das scheint irgendwie noch nicht richtig zu laufen, denn auch die begehbare Kata-Anlage war immer noch gesperrt, wie vor einem Jahr. Oder bereits wieder?
    (12.08.2014)
    Holger Wientjes:   @Olli: Alles klar ! Sollen die Varis denn auch noch zu den Kattas ziehen ?
    (12.08.2014)
    Oliver Jahn:   und ein letztes
    (12.08.2014)
    Oliver Jahn:   und noch ein Bild
    (12.08.2014)
    Oliver Jahn:   Holger, du hast natürlich Recht! Das waren keine Kattas, sondern Varis!
    (12.08.2014)
    Oliver Jahn:   Blick, vom Elefantenhaus kommend
    (12.08.2014)
    Holger Wientjes:   Die Kattas habe ich letztes Jahr in einem neuen Haus neben ihrer neuen Anlage am DARWINEUM gesehen.
    (12.08.2014)
    Oliver Jahn:   @Jan Beensen, ich schicke noch ein Bild. Erst einmal zu deinen Fragen, die Kattas sind noch im alten Schimpansenkäfig. Für die beiden Baumkängurus hat man den linken und den rechten Innenkäfig verglast und ohne die Innengitter stehen lassen, nur innen neu gestaltet. Die beiden Mittelkäfige hat man komplett entkernt, und nur die Außenmauern stehen gelassen, und die Anlage auch nach oben hin geöffnet, so dass es Freianlagen geworden sind.
    (12.08.2014)
    Michael Mettler:   @Jan Beensen: Vom Grundkonzept her waren die beiden alten Menschenaffenanlagen in Rostock und Dortmund gar nicht mal so unterschiedlich (benachbarte Käfiganlagen mit nicht für Besucher begehbaren Innenunterkünften; in Dortmund ursprünglich für Schimpansen und Orangs).
    (12.08.2014)
    Jan Beensen:   Die Anlage in Dortmund kenne ich nicht - aber die in Rostock kenne ich noch mit Menschenaffenbesatz.
    Und dann als Lemurenanlage (im Schimpansenflügel) nachdem die Affen tot bzw ins Darwineum gezogen sind.
    (11.08.2014)
    Michael Mettler:   Ist doch nicht der erste "Affenknast", der mit Baumkängurus nachgenutzt wird - siehe Dortmund.
    (11.08.2014)
    Jan Beensen:   Der Zoo scheint ja echt zu machen!

    Gibt es von der Baumkänguruanlage irgendwo Bilder?
    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie man den alten "Affenknast" ansprechend umbauen könnte/konnte.
    Leben in dem Schimpansenflügel noch immer die Lemuren?
    (11.08.2014)
    Oliver Jahn:   In Rostock wurde das alte Menschenaffenhaus zu einer sehr ansprechenden Anlage für Baumkängurus umgebaut. Dabei blieb ein Teil der alten Anlage erhalten.
    Als nächstes steht das alte Elefantenhaus auf dem Plan, dieses erfährt einen Umbau für Zwergflusspferde, welcher bis Sommer 2015 abgeschlossen sein soll.
    (06.08.2014)
    Zoo Rostock:   Zoo Rostock bleibt auch heute (Freitag) geschlossen

    Aufgrund der Wetterlage bleibt der Rostocker Zoo auch heute (Freitag, 6. Dezember) aus Sicherheitsgründen geschlossen. Wir bitten unsere Besucher dafür um Verständnis.

    Da ein Aufenthalt in den Parkanlagen mit den vielen alten Bäumen zu gefährlich gewesen wäre, war der Zoo bereits am Donnerstag geschlossen worden.

    Nach aktueller Lage hat der Sturm auch auf dem Zoogelände Spuren hinterlassen. Wege, Tiergehege und Erfahrungsstationen müssen heute von herabgefallenen Ästen und weiteren Gegenständen befreit werden.

     

    ABER:
    Nach jetzigen Stand hat der Zoo ab Samstag (7. Dezember), ab 9.00 Uhr wieder geöffnet.

     
    (06.12.2013)
    Zoo Rostock:   Zoo Rostock bleibt heute geschlossen

    Aufgrund der aktuellen Sturmwarnung und Wetterlage bleibt der Rostocker Zoo heute aus Sicherheitsgründen geschlossen. Wir bitten unsere Besucher um Verständnis. Ein Aufenthalt in den Parkanlagen mit den vielen Bäumen wäre zu gefährlich.

    Im Laufe des Tages wird entschieden, ob der Zoo am Freitag wieder öffnet.

    Die geschlossenen Veranstaltungen im DARWINEUM sind davon nicht betroffen, diese finden statt.
    (05.12.2013)
    WolfDrei:   Auch dazu eine Aufnahme vom letzten Jahr
    (20.11.2013)
    Jan Jakobi:   Dafür das sie an der See lebte, ist sie sehr alt geworden. Herr Kock schreibt in seinem Buch das Afrikaner das feuchte, nasse Wetter Norddeutschlands (Hamburg, Rostock, ...) schlecht vertragen.

    "Bibi" ist besser unter dem Namen "Yvonne" bekannt, jedenfalls mir.
    (20.11.2013)
    Zoo Rostock:   Zoo-Mitarbeiter nahmen Abschied von Europas ältester afrikanischer Elefantenkuh Sara

    Besucherliebling Sara, die älteste afrikanische Elefantenkuh in einem europäischen Zoo, ist tot. Sie wurde stolze 51 Jahre alt; das ist vergleichbar mit einem Menschenalter von 90 Jahren. Zoo-Mitarbeiter nahmen heute Abschied von Sara und erinnern auf einer Tafel an die Rostocker Legende. Mit Sara geht über ein halbes Jahrhundert der Elefantenhaltung in Rostock vorerst zu Ende. „Generationen an Kindern sind mit Sara und ihren Artgenossen groß geworden. Das ist für uns alle ein sehr schwerer Tag. Aber uns verbinden mit Sara auch viele schöne Erinnerungen und Erlebnisse“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. In gewisser Weise bleibt sie den Rostockern auch erhalten. Die zoologische Sammlung der Universität Rostock plant, das Skelett von Sara zu Ausstellungs- und Lehrzwecken zu übernehmen.

    Sara ist ein Wildfang aus Afrika, geboren vermutlich 1962, genaue Daten existieren nicht. Seit 1964 lebte sie in Rostock, davon viele Jahre mit weiteren Elefanten in einer kleinen Herde. „Sara ist mit uns groß und sehr alt geworden, für manchen war allein sie Grund genug für einen Besuch im Zoo“, so Udo Nagel weiter. Der Zoo Rostock war gleichzeitig gemeinsam mit Bock Gisbert und weiteren Kamerunschafen der Altersruhesitz von Sara.

    Die Elefantenhaltung hat in der Geschichte des Zoos eine lange Tradition, wenngleich sie nicht bis 1899 und Carl Lange, Tierwärter im „Hirschgarten“, zurück reicht. 1960 kamen die beiden indischen Elefanten Hati und Suri nach Rostock, 1964 gefolgt von der damals zweijährigen Sara, der ersten „Afrikanerin“. Sara und die Asiatin „Kira“ lebten ab 1972 zusammen auf der Anlage. 1995 verstärkten Goni und Dzomba aus dem afrikanischen Krüger Nationalpark die Gruppe. Beide verließen den Zoo zur Zucht, Kira starb im September 2004. Für Sara begann dann die Zeit in einer „Senioren-WG“ mit der fast gleichaltrigen Elefantenkuh Bibi aus Nürnberg.

    Seit Bibis Tod im April 2009 lebte Sara allein auf der Anlage. Sara arrangierte sich gut mit ihrer Situation, wurde liebevoll umsorgt und durch ihre Tierpfleger viel beschäftigt. Auf weitere Versuche, ihr eine Artgenossin zur Seite zu stellen, wurde aufgrund ihres hohen Alters und dominanten Charakters verzichtet.  Seit 2010 wurde die Wild-WG durch die Kamerunschafe belebt, die gut mit Sara harmonierten und sie auf Trab hielten.

    „Gesundheitlich zeigten sich bei Sara vermehrt die Spuren ihres Alters, beispielsweise ihre Steifheit in den Gelenken infolge einer fortgeschrittenen Arthrose“, erklärte Kuratorin Antje Zimmermann. In den letzten Monaten hat sich dann aber der gesamte Zustand deutlich verschlechtert. Sara litt an einer infektiösen Weichteilschwellung im Bereich der rechten Schulter und an einem Gesäugetumor. Zuletzt nahm Sara kaum noch Futter auf, zeigte ein stark eingeschränktes Allgemeinbefinden und zunehmend Standschwierigkeiten. „Ein weiterer Leidensweg war ihr aus der Sicht des Tierarztes, der Tierpfleger und der Zooleitung nicht mehr zuzumuten“, so die Kuratorin.

    Im Verlaufe des frühen Nachmitttags liegt voraussichtlich das Obduktionsergebnis vor. 

    Ausblick
    Bereits mit dem Bau des DARWINEUM ist beschlossen worden, die Elefantenhaltung nach der Ära Sara auslaufen zu lassen. „Auch das war eine schwere Entscheidung, die sich keiner der Beteiligten leicht gemacht hat. Sie wurde aber in enger Abstimmung mit dem Koordinator für das Europäische Erhaltungszuchtprogramm für Elefanten getroffen“, sagte Zoodirektor Nagel. „Die Auflagen der europäischen Haltungsrichtlinien für ein Elefantencamp sind im Interesse der Tiere zu Recht sehr hoch gesetzt. Die enormen Investitionen in Millionenhöhe könnten der Zoo Rostock und die Hansestadt derzeit Zeit nicht leisten. Das zwingt uns leider, Prioritäten zu setzen. Mit der Tropenhalle für unsere Menschenaffen und der geplanten Modernisierung der Eisbärenanlagen für unser Wappentier haben wir die Weichen für eine tragfähige und finanzierbare Zukunft gestellt.“

    Über die künftige Nutzung der Elefantenanlage wird nun in Ruhe und im Kontext mit der Gesamtentwicklung des Zoos entschieden. Spätestens im Frühjahr soll die Anlage nach einer Umgestaltung mit neuen Tieren eröffnet werden. Zoodirektor Udo Nagel dankte allen Tierpaten von Sara für die langjährige Unterstützung.
    (20.11.2013)
    WolfDrei:   Das war Churchill im Mai
    (31.10.2013)
    Jennifer Weilguni:   ...und wieder einmal geht eine große Zoopersönlichkeit von der Bühne.
    (30.10.2013)
    Zoo Rostock:   Freude und Leid auf der Bärenanlage
    Schwerer Abschied von „Old Churchill“ - Tochter Vilma wieder in Rostock

    Er war ein Rostocker und viele Kinder sind mit ihm aufgewachsen. Eisbär Churchill lebt nicht mehr. Am Sonnabend wurde er von seinen Leiden erlöst. „Für viele Stammgäste und vor allem für unsere Tierpfleger ist das ein sehr schwerer Abschied“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. Der fast 34 Jahre alte Eisbär hat das Gesicht des Rostocker Zoos geprägt. Rückkehrerin Vilma, eine der Töchter von Churchill, wird in Kürze wieder auf der Eisbärenanlage zu sehen sein.

    Churchill wurde am 28. November 1979 im Rostocker Zoo geboren und lebte nach einem zweijährigen Aufenthalt im schwedischen Kolmarden ununterbrochen in Rostock. Seine Eltern waren Salka aus dem Moskauer Zoo und Olaf, ein Wildfang und Stammvater der Rostocker Eisbären. Zusammen mit Eisbärin Vienna sorgte er für sechsfachen Nachwuchs. Mit der Geburt von Victoria 1996 wurden zehn geburtenlose Jahre im Rostocker Zoo beendet. 1998 folgte Victor, 2000 Vitus und 2002 Vilma. Einer Sensation gleich kamen dann im Jahr 2004 die Zwillinge Venus und Valeska zur Welt.

    Seit mehreren Wochen hat sich der Gesundheitszustand von Churchill nochmal erheblich verschlechtert, es traten altersbedingt verstärkt Störungen des Bewegungsapparates auf und er konnte kaum noch laufen. Insgesamt wurde das Allgemeinbefinden dadurch stark beeinträchtigt. Der Liebling der Besucher hatte schon seit einigen Jahren seinen geschützten „Altersruhesitz“ allein auf der Mutter-Kind-Anlage.

    „Eisbären werden in der Natur ca. 25 bis 30 Jahre alt“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Innerhalb des europäischen Erhaltungszuchtprogrammes war Churchill einer der ältesten Eisbärenmänner. Churchill hat maßgeblich zu den Erfolgen in der Eisbärenzucht des Rostocker Zoos beigetragen, die in Zukunft mit Eisbär Lars fortgesetzt werden sollen.“ Der Rostocker Zoo führt seit 1980 das Internationale Eisbärenzuchtbuch und arbeitet in der Bear-Taxonomic Advisory Group, einer Arbeitsgruppe zu Fragen der Bärenhaltung, im Europäischen Verband Zoologischer Gärten mit. Der Eisbär ist auch das Wappentier des Rostocker Zoos.

    Eisbärin Vilma ist wieder Zuhause
    Trotz der Trauer um Churchill gibt es aber auch Freude und Hoffnung auf neuen Nachwuchs auf der Bärenburg. Die Eisbärin Vilma kehrte am 24. Oktober 2013 nach Rostock zurück. Geboren am 3. Dezember 2002, war Vilma das 32. Jungtier, das seit 1963 im Rostocker Zoo aufgezogen wurde. Sie gewöhnt sich momentan hinter den Kulissen an ihr neues altes Zuhause und wird vermutlich schon in den nächsten Tagen das erste Mal auf der Bärenburg zu sehen sein.
    Von Oktober 2004 bis Februar 2008 lebte Vilma im Tiergarten Nürnberg, kam dann für ein Jahr zurück nach Rostock und wechselte anschließend 2009 nach Wuppertal. In enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm wurde entschieden, einen Tiertausch vorzunehmen, um die Nachzucht zu ermöglichen. So kam am 4. Januar 2012 im Zoo Wuppertal ihr Eisbärenmädchen Anori zur Welt, der Vater ist Lars. In Rostock sind Lars und Vilma nun wieder vereint. „Mit etwas Glück gibt es vielleicht 2014 den zweiten Nachwuchs dieses Paares“, hofft die Kuratorin.
    Gegenwärtig leben drei Eisbären im Rostocker Zoo. Neben Vilma und Lars können die Zoobesucher auch noch Vienna beobachten, die langjährige Partnerin von Churchill und Mutter seiner sechs Kinder Victoria (1996), Victor (1998), Vitus (2000), Vilma (2002), sowie Venus und Valeska (2004). Eisbärenaufzuchten gelingen in zoologischen Gärten weltweit nur relativ selten und unregelmäßig. Eisbärin Vienna selbst stammt aus dem Zoo Wien, wurde 1988 geboren und lebt seit 1990 in der Hansestadt. Lars, der Eisbärenmann im Trio, wurde 1993 im Zoo München geboren und ist seit Mai 2012 in Rostock.

    Der Rostocker Zoo hat inzwischen die Spendenaktion „Taler mehren für die Bären“ ins Leben gerufen, um den Grundstein für eine moderne Eisbärenanlage zu legen.
    (29.10.2013)
    Zoo Rostock:   Unterstützung gesucht

    Wir schaffen es nicht mehr, die große Anzahl der eintreffenden Pressemeldungen zeitnah ins Forum zu übernehmen, daher:

    Wer sich vorstellen könnte, das Einstellen von Pressemeldungen aus Berlin in das Forum zeitnah zu übernehmen, möge sich bitte bei mir per E-Mail (mail@schueling.de) oder telefonisch (0251 311523) in Verbindung setzen.
    (30.09.2013)
    Zoo Rostock:   Und wo ist Ihr Lieblingsplatz im Zoo?
    Neue Spendenaktion soll zusätzliche Orte der Gemütlichkeit schaffen

    Es gibt viele Stammbesucher des Rostocker Zoos, die immer wieder gern an einen Platz zurückkehren. Daraus ist die Idee entstanden, ganz neue Patenschaften einzugehen und weitere Oasen der Ruhe und Erholung zu schaffen.
    Am kommenden Donnerstag, den 26. September 2013, wird so eine Patenschaft geschlossen. Die Rostocker EIKBOOM GmbH übernimmt die Patenschaft über die über 100 Jahre alte historische Eichenallee. Um 15.00 Uhr wird EIKBOOM-Geschäftsführer Torsten Klement die Patenschaftsurkunde übernehmen, auch eine Tafel wird angebracht. „Wir haben natürlich eine klassische Bindung zu schönen Eichenbäumen“, sagte Geschäftsführer Torsten Klement. „Der Firmenname EIKBOOM bedeutet ja Eichenbaum. Früher spielte das Holz eine große Rolle im Bootsbau. Die stolze Eichenallee ist ein ganz besonderer Ort im Zoo, zu dem wir uns hingezogen fühlen.“ Es ist übrigens nicht die erste „botanische“ Patenschaft. Seit 2005 gibt es schon einen Paten für die gerade in voller Blüte stehenden Dahlien „Micks Peppermint“.
    „So ein Lieblingsplatz ist immer etwas ganz Persönliches“, sagte Zoodirektor Udo Nagel. „Die meisten Privatpersonen und Unternehmen schließen eine Tierpatenschaft ab, da gibt es aber mitunter auch mehrere Förderer für ein Tier. Der Lieblingsplatz dagegen ist privat, den man natürlich aber gern mit anderen Zoobesuchern teilt und von dem man erzählt.“
    Lieblingsplätze im Zoo können Alleen, Blumenrabatten, dekorative Buschgruppen oder auch Bänke und Stellen sein, von denen man einen außergewöhnlichen Blick auf den Zoo und seine Bewohner hat. „Die Aktion ‚Mein Lieblingsplatz im Zoo‘ soll dazu beitragen, den Zoo an vielen Stellen noch schöner zu gestalten und zum Verweilen einzuladen“, so Udo Nagel. Zum Beispiel sei daran gedacht, noch weitere geschnitzte Holzbänke aufzustellen, die gern von den Besuchern angenommen werden. Eine Bank kostet 2.500 Euro. Besonders beliebt ist die Holzbank mitten in der Tropenhalle im DARWINEUM mit der Holzschlange.

    Foto Joachim Kloock:
    Blick auf die stattliche Eichenallee, ein besonders schöner Ort im Rostocker Zoo.
    (23.09.2013)
    Jan Beensen:   Mit welcher Oranggruppe lebt das Gibbonpaar?
    Und in welchem Gehege?
    (04.09.2013)
    Zoo Rostock:   Parlamentarischer Abend des Landeszooverbandes MV:
    Landtagsabgeordnete und Landesregierung haben Unterstützung zugesagt

    Der Landeszooverband Mecklenburg-Vorpommern mit seinen 21 Mitgliedern hatte gestern zu einem Parlamentarischen Abend in den Schweriner Zoo eingeladen. Vizelandtagspräsidentin Beate Schlupp, Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus und viele Abgeordnete haben das Gesprächsangebot der Vertreter der Zoos, Tiergärten und Aquarien des Landes angenommen.
    „Das war ein sehr reger und offener Gedankenaustausch, der schon bald vertiefend fortgesetzt werden soll“, betonte der Vorsitzende des Landesverbandes, der Rostocker Zoodirektor Udo Nagel. „Für uns war insbesondere die Zusage wichtig, dass uns das Land bei der Versorgung der jährlich rund 2.000 aufgefundenen Wildtiere unterstützen will. Das ist wirklich ein drängendes Problem, da die oftmals verletzten und hilflosen Tiere eine fachgerechte Betreuung in Quarantänestationen benötigen.“
    Die 21 Einrichtungen des Landeszooverbandes MV ziehen jedes Jahr mehr als drei Millionen Besucher an. „Wir sind Bildungsort, Naturraum und Touristenmagnet in einem. Mehr als 60.000 Schulkinder erleben jährlich direkt vor Ort aktiven Natur- und Artenschutzunterricht, unsere Mitarbeiter vermitteln authentisch Aspekte der Nachhaltigkeit, Vielfalt und der Umwelt. Gleichzeitig wurden innovative Wege beschritten und mit modernen Edutainment-Angeboten wie dem OZEANEUM, MÜRITZEUM und DARWINEUM neue Anziehungspunkte mit starker überregionaler Ausstrahlung geschaffen“, so Nagel.
    Dennoch werden die Rahmenbedingungen auch für die Tiergärten und Aquarien immer schwieriger, die in den meisten Fällen von der Finanzkraft ihrer Kommune abhängig sind. „Wir möchten künftig verstärkt den öffentlichen Dialog über die Rolle der Zoos in Mecklenburg-Vorpommern suchen, mit der Politik, mit der Wirtschaft, aber auch mit allen Menschen, die sich für deren Weiterentwicklung interessieren“, unterstrich der Verbandsvorsitzende im Namen seiner Kollegen.
    Der Landeszooverband M-V ist ein Fachverband von 21 Zoos, tiergärtnerischen Einrichtungen und Umweltpädagogen des Landes und in dieser Aufstellung einmalig in Deutschland. Der Verband hat sich der Förderung der tiergärtnerischen Einrichtungen als Stätten der Bildung, der Wissenschaft­, des Umwelt-, Natur-, Arten- und Tierschutzes und des Tourismus verschrieben.

    Foto: Landeszooverband
    Verbandsvorsitzender Udo Nagel bei der Begrüßung der Gäste am Dienstagabend im Schweriner Zoo.
    (04.09.2013)
    Zoo Rostock:   Start zum DARWINEUM-Geburtstag: Expedition durch die Dschungelnacht
    Zoo bietet nächtliche Erkundungstouren durch das DARWINEUM an

    Exakt ein Jahr nach Eröffnung des DARWINEUM können Tierfreunde eine ganz besondere „Tropen-Expedition“ buchen. Gemeinsam mit einem erfahrenen Tierpfleger begeben sich Besucher in kleinen Gruppen auf eine exklusive Führung durch die nächtliche Tropenhalle.
    „Wenn die Tagesgäste gegangen sind, herrscht eine wundersame, angenehme Idylle im Zoo“, sagte Menschenaffenpfleger Achim Wroblewski. „Es ist eine einmalige Möglichkeit, die Tiere aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und zu hören. Denn auch die Tiere wissen, dass ‚Feierabend‘ ist und verhalten sich dementsprechend anders."
    Wenn sich die Bewohner des DARWINEUM auf die Nacht vorbereiten, gibt es viel zu entdecken. Schlangen beispielsweise, die auf die Jagd gehen, Vögel, die ihren Schlafbaum aufsuchen, oder Menschenaffen, die gern kuscheln. Gibbondame Elsa singt die letzte Strophe ihres Gute-Nacht-Liedes und langsam kehrt Ruhe im DARWINEUM ein. Auf den dreistündigen Nachtexpeditionen, die nach Schließung des DARWINEUM beginnen, erzählt der Tierpfleger seine selbst erlebten Gute-Nacht-Geschichten aus dem Rostocker Dschungel und steht natürlich auch für alle Nachfragen gern zur Verfügung.
    Buchbar ist das Angebot ab zehn Personen (Aufpreis zum Eintritt pro Teilnehmer 12 Euro), maximal 15 Besucher können auf Tour gehen.

    Anmeldung unter: Tel. 0381-20 82 179 oder per E-Mail: service@zoo-rostock.de

    Die Senegal-Galagos haben so große Augen, um sich im Dunkeln besser zurechtzufinden. Die nachtaktiven Primaten im DARWINEUM werden schon bald auf nachtaktive DARWINEUM-Besucher stoßen.
    Foto: Joachim Kloock/Zoo
    (30.08.2013)
    Oliver Jahn:   Tut mir leid Holger, die habe ich leider wirklich nicht, denn ich hatte nicht genug Telebrennweite, um da ein vernümftiges Bild hinzubekommen. Wir saßen dort beim Kaffee und ich habe dem Affen zugesehen, der auf dem Boden spielte, bis ich dann darauf hingewiesen wurde, ich solle auch mal nach oben schauen. Der Wipfel, in dem der Affe hangelte, war soweit oben, dass er nicht mal mehr auf dem vorletzten Bild hier von mir mit drauf ist.
    (01.08.2013)
    Holger Wientjes:   ...so SCHÖN...
    (01.08.2013)
    Holger Wientjes:   Super !! :-) Du hast nicht zufällig Bilder (nicht, dass Du denkst ich glaub Dir nicht !! Nur, weil´s so schon ist ! ;-) )
    (01.08.2013)
    Oliver Jahn:   Holger, sie können nicht nur, sie tun es auch, wie ich selber sehen konnte. Ich habe noch nie einen Orang-Utan so hoch in einer Baumkrone turnen sehen, wie hier in Rostock.
    (01.08.2013)
    Holger Wientjes:   Können die Orangs die Naturbäume eigentlich komplett nutzen ?
    (31.07.2013)
    Oliver Jahn:   Und zum Schluss eines der Antilopenziesel.
    (30.07.2013)
    Oliver Jahn:   Die Außenanlage der Orang-Utans und dahinter die Bistro-Terrasse.
    (30.07.2013)
    Oliver Jahn:   Ein Blick in eine der Gorilla-Innenanlagen.
    (30.07.2013)
    Oliver Jahn:   Jenny, leider habe ich die Anlage der Schnabeligel nicht aufgenommen, aber hier kommen ein paar andere Eindrücke, als erstes der Eingang mit der Anlage der Riesenschildkröten.
    (30.07.2013)
    Jennifer Weilguni:   Danke an euch drei für die Infos. Das wäre für mich ein Grund mehr bald mal wieder nach Rostock zu pilgern. Denn in anderen Zoos hatte ich mit Schnabeligeln immer Pech.
    (30.07.2013)
    WolfDrei:   Schnabeligel: Da die Nachbaranlage bei unserem Besuch frühmorgens noch erhellt war, schliefen die. Gegen 11 gab es dann "Rotlicht" mit einigermaßen "beweglichen" Tieren. Die Anlage (unterteilbar) dürfte etwa 8 x 3 Meter messen.
    (30.07.2013)
    Oliver Jahn:   also....
    1) ja klar, die Dianas waren natürlich Brazzas!! ;-)
    2) die beiden Schnabeligel waren total aktiv, und das bei meinem Besuch gleich am Morgen und auch beim zweiten Besuch kurz vor Schließung des Zoos…
    3) wir haben uns mehrfach das zentrale Gebäude auf der Afrika-Anlage angesehen…wenn man einen Wärme- und einen Futterplatz günstig etablieren könnte, dann wären Löffelhunde recht optimal


    (30.07.2013)
    Holger Wientjes:   @Olli: Prima, dass es Dir gefallen hat ! Deine Eindrücke kann ich nur teilen !
    Toll auch der Nachwuchs bei den Schneeziegen !
    Gäbe es denn wohl eine Sichtungschance der Löffelhunde auf einer derartig grossen Anlage ??
    P.S.: Die Dianas waren Brazzas ! ;-)

    @Jennifer: Ich hatte zumindest das Glück bei meinem Besuch, die Schnabeligel aktiv zu sehen.
    (30.07.2013)
    Jennifer Weilguni:   Das hört sich ja wirklich alles sehr interessant und spannend an! Ich habe nun schon so einiges über das Darwineum gelesen und auch schon einen Beitrag darüber im Fernsehen gesehen. Mir scheint, als müsse ich auch endlich mal wieder nach Rostock aufbrechen um mir die Neuerungen anzuschauen!

    @Oli
    Waren die Schnabeligel denn aktiv? Und hast du evtl. ein Foto von deren Anlage gemacht?
    (30.07.2013)
    Oliver Jahn:   Endlich habe ich es nun auch nach Rostock geschafft, um den Zoo mit dem neuen Darwineum zu besuchen.

    Es passiert mir nicht oft, aber so ein wenig fehlen mir fast die Worte. Ich versuche es mal so…in den letzten Jahren gab es keinen zoologischen Neubau, der mich mehr fasziniert hat.

    Die Darstellung des Themas „Evolution“ auf eine solch gelungene Art und Weise, das ist völlig neu. Das Thema „Zoo als Institut der Wissensvermittlung“ wird selten so konsequent, aber auch so begreifbar und involvierend umgesetzt, wie in Rostock.

    Die Entwicklung vom Einzeller bis zum Menschenaffen wird hier erlebbar und beinahe möchte man sagen, in „lebendigen Dioramen“ dargestellt. Die getroffene Auswahl der dazu präsentierten Arten ist genial, und mit z.B. Schnabeligel und Harris-Antilopenziesel auch recht exklusiv. Überall ist man mitten drin, wird Teil des Ganzen, darf begreifen, sehen und hören.

    Die Menschenaffenanlagen haben erstmalig selbst bei mir dafür gesorgt, dass ich länger bei diesen verweilt habe, schon der Suchvorgang der Orang-Utans in den höchsten Baumkronen benötigte seine Zeit, die Gemeinschaftshaltungen der Gorillas mit den Dianameerkatzen und der Orang-Utans mit den Gibbons sorgt für Abwechslung, nicht nur bei den Tieren, sondern auch der Besucher wird ganz anders gefesselt.
    Die Blickachsen an den Gehegen sind so, dass man dann, wenn man einmal andere Besucher sieht, meint, dieser wären im Gehege, da nach dem Vorbild von z.B. Usti, Baumwurzeln durch Scheiben hindurch verlaufen.

    Auch Shop und Gastronomie sind alles andere, als gewöhnlich. Auswahl, Vielfalt und Preisniveau sind einfach unglaublich und die Freundlichkeit des gesamten Personals ist absolut spürbar, egal, wo man ihm begegnet.

    Allein für das Darwineum lohnt sich ein Besuch im Zoo Rostock.

    Ganz nebenbei aber gibt es noch genug andere Punkte im Zoo, die den Besuch lohnenswert machen.
    Die Kulangruppe besteht zurzeit wieder aus 6 Tieren, somit zeigt sich eine richtig stattliche kleine Herde.
    Nachwuchs gab es auch bei den Yaks, so dass beide Herden fantastisch gleichgewichtig auf der Anlage erscheinen.

    Der Wapitibulle hatte ein derart massiges und verzweigtes Geweih, wie ich es bei dieser Art bisher noch nicht gesehen habe.
    Die Schneeziegen haben bereits wieder Nachwuchs, und dieses Mal auch wieder Zwillinge, die Jungtiere wachsen gut heran, übrigens auch hier ein Hochgebirgsbewohner, der erfolgreicher Nachnutzer eines Rehgeheges ist. :-)
    Der alte Kodiak lebt allein auf seiner Anlage, ebenso wie Churchill in seinem kleinen Gehege.
    Bei den Löwen gibt es jetzt ein kleines Rudel aus 3 Weibchen und einem Kater.
    Der alte Hornvogel, der immer noch im alten Vogelhaus lebte, und von dem ich unzählige Fotos habe, ist leider nicht mehr da, ich schätze, er war auch eines der ältesten Tiere des Zoos, dafür lebt Sara, die Elefantenkuh noch immer, und wir waren schon der Meinung, sie sähe auch wieder besser aus.
    Nach dem die Vergesellschaftung der Litschis und Pferdeantilopen mit den Gnus leider nicht funktioniert hat, sind jetzt drei Thomsongazellen-Böcke mit auf die Anlage gezogen, die kleinere Säugerart als Unterbesatz fehlt noch immer. Mir kamen da nach Kronberger Vorbild die Löffelhunde in den Sinn, das wäre doch mal einen Versuch wert.

    Ein Jungtier gab es auch wieder bei den Elchen, der Altbulle ist wirklich auf dem Weg, ein Schaufler zu werden. Hoffentlich erreicht er das Alter, um diese auch noch wirkungsvoller auszubilden.

    Der Zoo in Rostock ist auf jeden Fall immer einen Besuch wert, mit Darwineum noch deutlich mehr!


    (30.07.2013)
    Zoo Rostock:   SURYA - kleiner Sonnenschein in der Tropenhalle
    Orang-Utan-Baby wird auf indischen Namen getauft

    Surya ist indisch und bedeutet: Sonne oder sonniges Gemüt. Bei über 200 Namensvorschlägen aus ganz Deutschland fiel die Auswahl sehr schwer. Surya ist ein Vorschlag von zwei Rostocker Zoobesuchern, der auch den Tierpflegern sehr gefiel. Zoodirektor Udo Nagel bedankte sich bei allen Einsendern für die vielen sehr schönen und kreativen Ideen. „Ich denke, Surya passt perfekt, weil die Kleine schon jetzt ein echter Sonnenschein in der Tropenhalle ist und Jung und Alt in ihren Bann zieht.“
    Am 28. Juni 2013 hatte Orang-Utan-Weibchen Sunda das kleine Mädchen zur Welt gebracht. Das fünfte Kind der erfahrenen und liebevollen Mutter entwickelt sich prächtig. Zur Namenstaufe stellten die Tierpfleger Mutter und Kind ein Badebecken zum Planschen auf.
    „Die Borneo Orang Utans gehören zu den besonders geschützten Tieren, da ihr Lebensraum auf der Heimatinsel immer kleiner wird“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. Seit 25 Jahren gebe es deshalb ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm, an dem sich auch der Zoo Rostock beteiligt. „Surya ist das erste Orang-Utan-Baby seit zehn Jahren im Rostocker Zoo und das dritte vom Paar Sunda und Ejde. Die beiden können sich offenbar gut leiden können und fühlen sich wohl bei uns.“ In den europäischen Zoos leben zurzeit 165 Borneo Orang Utans. 2011 wurden sechs Jungtiere geboren.

    Hintergrund
    Seit 1956 leben im Zoo Rostock Menschenaffen, die beiden ersten Affenkinder waren Fips und Uschi, zwei kleine Schimpansen. 1961 wurde der erste Teil eines Menschenaffenhauses zunächst nur für die Schimpansen eröffnet, in das im Juli 1963 erstmals Orang Utans einzogen: die beiden Kinder Sambas und Tulu. Bis heute wurden neun Babys allein in der Familie der Orang Utans geboren. Den Anfang machte Tulu mit Tochter Raja, geboren 1972. Da die Mutter es nicht versorgen konnte, wurde Raja mit der Hand aufgezogen. Sunda bescherte dem Zoo fünf Kinder. Drei davon stammen aus der Beziehung mit Ejde, darunter der heute fast zehn Jahre alte Sabas in der Nachbar-WG seiner Eltern.

    Derzeit leben zwölf Menschenaffen, jeweils sechs Borneo Orang Utans und Gorillas, in vier Gruppen im DARWINEUM.

    Orang-Utan-Nachzuchten im Zoo Rostock
    18.01.1972 - Raja (Mutter Tulu)
    14.02.1986 - Sandra (Mutter Sunda)
    08.08.1986 - Datu (Mutter Raja)
    08.04.1987 - Max (Mutter Maja)
    25.02.1990 - Shiwa (Mutter Sunda)
    12.05.1992 - Ron (Mutter Raja)
    18.09.1996 - Sierah (Mutter Sunda)
    24.09.2003 - Sabas (Mutter Sunda)
    28.06.2013 - Surya (Mutter Sunda)

    (22.07.2013)
    Zoo Rostock:   Happy Birthday, Assumbo!

    Ältester Gorilla im Rostocker Zoo wird 40 Jahre alt

    Der älteste Gorilla in Rostock, Assumbo, wurde gestern (15. Juli) 40 Jahre alt. Die Tierpfleger haben ihren „Silberrücken“ mit einer süßen Extraportion überrascht (Foto).
    Assumbo wurde im Zoo Jersey Island geboren und dort mit der Flasche aufgezogen. Nach einer Zwischenstation in Prag kam er 1999 nach Rostock, wo er viele Jahre mit den inzwischen verstorbenen Gorilladamen Sanga und Nigra zusammen lebte.
    Seit Eröffnung des DARWINEUM im Herbst 2012 hat sich Assumbo gut auf der neuen, großzügigen Anlage eingewöhnt. Als „Hahn im Korb“ einer Vierer-WG mit drei Damen könnte Assumbo auch bei den Gorillas bald für Nachwuchs sorgen, hoffen jedenfalls die Tierpfleger.
    Assumbo ist übrigens nicht der einzige Menschenaffe mit rundem Geburtstag in diesem Jahr. Am 31. August feiert Orang-Mädchen Hsiao-ning und am 24. September Orang-Junge Sabas jeweils den 10. Geburtstag.

    Foto: Joachim Kloock/Zoo
    Assumbo genoss heute seinen Geburtstagstisch in vollen Zügen.
    (16.07.2013)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen

    ab 01.08.2013
    Ausstellung "Glanzlichter"
    Altweltaffen-Haus

    03.08.2013
    Großes Zoofest
    Veranstaltungsplatz, ab 11 Uhr
    Tierschau, Sprechstunde mit Frau Puppendoktor Pille, Großes Gewinnspiel und vieles mehr

    Zuckertütenfest
    Eichenallee, ab 9 Uhr
    Georg der Zauberer, Die Perlen aus Groß-Klein, Zuckertütenparcours und vieles mehr

    Landesweiter Zootag
    Sonderführungen, Tierpflegersprechstunde u.vm. in vielen Zoos und tiergärtnerischen Einrichtungen Mecklenburg-Vorpommerns

    17.08.2013
    Jazz-Nacht
    ab 19 Uhr

    18.08.2013
    Sonntagsführung „Tiere Mittel- und Südamerikas“
    Eingang Barnstorfer Ring, 10 Uhr

    (16.07.2013)
    Zoo Rostock:   Es ist ein Mädchen!
    Der erste Nachwuchs bei den Rostocker Menschenaffen seit Umzug ins DARWINEUM ist da

    Die Orang Utans im DARWINEUM des Rostocker Zoos haben ein neues Familienmitglied. Mutter Sunda bekam am Freitag (28. Juni) ihr fünftes Kind – wieder ein Mädchen. „Der kleine Orang wog nach seiner Geburt etwa eineinhalb Kilo und passt gut in zwei Hände“, sagte Affenpflegerin Kerstin Genilke. 
    Die ersten Tage seien immer etwas kritisch, Mutter und Kind müssen sich erst an die neue Situation gewöhnen und von den Strapazen erholen. Aber schon kurz nach der Entbindung nahm Mutter Sunda ihren Nachwuchs mit auf die Anlage in der Tropenhalle. „Mit viel Glück kann man das kleine Bündel am Bauch der Mutter entdecken, wo es sich festklammert.“
    Stolzer Vater des kleinen Orang-Mädchens ist Ejde, der seiner Partnerin während der Geburt zur Seite stand. „Zur Feier des Tages hat Ejde von uns zwei Bananen geschenkt bekommen“, sagte Genilke. Mutter Sunda dagegen hatte in der ersten Zeit noch keinen sonderlichen Appetit. „Sie bekommt jetzt viel Fencheltee, das regt die Milchbildung an.“
    Sunda wird in diesem Jahr 37 Jahre alt, mit dem neuen Baby hat sie insgesamt vier Orang-Mädchen und einem -Jungen das Leben geschenkt. Drei der Kinder stammen von Ejde, mit dem Sunda die Anlage teilt. In der zweiten Rostocker Orang-Utan-WG leben Sundas Sohn Sabas sowie die beiden aus England stammenden Mädchen Miri und Hsiao ning.
    Nachwuchs wie bei den Orangs wünschen sich die Tierpfleger im DARWINEUM auch von den Gorillas. „Wir versuchen Assumbo mit vielen Tricks, ihm seine Damen schmackhaft zu machen, aber er will noch nicht“, bedauert Genilke. Zoodirektor Udo Nagel ist optimistisch. „Die Tiere fühlen sich sichtbar wohl in ihrem neuen Zuhause. Wir sind sehr stolz auf den ersten Nachwuchs im DARWINEUM.“ Für den jüngsten Rostocker Menschenaffen suchen die Pfleger übrigens noch einen Namen. „Am besten etwas Asiatisches, die Orangs stammen von der südostasiatischen Insel Borneo“, sagte Genilke. Vorschläge können direkt im DARWINEUM, über Facebook oder im Internet www.zoo-rostock.de eingereicht werden.

    Foto: Kerstin Genilke/Zoo
    (01.07.2013)
    Zoo Rostock:   Freigehege für Assumbo und Co. sind hergerichtet
    Die Menschenaffen nehmen in den kommenden Tagen ihre Spielwiese mit Kletterbäumen und „Kräutergarten“ in Besitz

    Für Assumbo und Co wird die „Freiluftsaison“ eröffnet. Am Dienstag gaben das Veterinäramt und die Untere Naturschutzbehörde grünes Licht für die Inbetriebnahme der Außenanlagen des DARWINEUM. „Gestern wurde noch einmal kontrolliert, ob die Sicherheit für die Tiere, die Besucher und auch für die Tierpfleger gewährleistet ist“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Jetzt können wir damit beginnen, die Schieber zu den Gehegen zu öffnen, damit sich die Tiere langsam an die neue Freiheit gewöhnen. Ab kommender Woche wird dann die erste Gruppe auf das Gelände gelassen.“ 
    Den Menschenaffen stehen insgesamt 10.000 Quadratmeter Platz unter freiem Himmel zur Verfügung, aufgeteilt auf vier Quartiere – für jede WG eins. Die Flächen sind durch sieben bis acht Meter breite und etwa 1,50 Meter tiefe Wassergräben von den Besucherarealen begrenzt. Dennoch können die Zoogäste den Orang Utans und den Gorillas fast in die Augen sehen, denn zwei Aussichtshütten – eine im asiatischen aus der Heimat der Orangs und eine im afrikanischen Baustil aus der Heimat der Gorillas -  befinden sich mitten im Gehege.
    Interessanter als der Kontakt mit dem Besuchern wird für die Menschenaffen in den kommenden Wochen jedoch die neue Umgebung sein. „Das wird großartig, wenn die Tiere das erste Mal auf die Bäume klettern, die Wasserstellen und Sumpfzonen inspizieren und auf der Blumenwiese toben“, so Antje Zimmermann. Die Zoomitarbeiter haben in den vergangenen Wochen dafür gesorgt, dass es auf den Außenanlagen mittlerweile grünt, blüht – und duftet. „Thymian, Zwiebeln, Knoblauch, die Affen werden einiges ausgraben und probieren können, was bislang nicht auf ihrer Speisekarte stand.“
    Einen genauen Zeitplan, wann welcher Affe seine Anlage in Beschlag nimmt, gibt es nicht. „Das ist von so vielen Faktoren abhängig, wir wollen ihnen alle Zeit der Welt lassen“, betonte Antje Zimmermann. Am neugierigsten werden wohl die Gorillamädchen Eyenga und Zola sein. Die beiden Jungspunde seien in ihrem Entdeckerdrang schon jetzt kaum zu bändigen, sagte die Kuratorin. Bedächtiger werden wohl die älteren Menschenaffen folgen.
    Die Menschenaffen werden am Abend wieder in die Gehege gelockt, damit den Tierpflegern Zeit bleibt, die Außenanlagen zu kontrollieren und zu säubern. Auch einige der Zäune werden nach den ersten Tagen der Eingewöhnung wieder verschwinden. „Wir begrenzen die Außenanlagen zum Anfang noch mit einem farbigen Zaun als sichtbare Grenze für die Tiere“, erklärte Zimmermann. Später reichen die Wassergräben selbst als Barriere sowie die kaum sichtbaren niedrigen Stromdrähte.

    Die Anlagen stehen künftig folgenden Tier-WGs zur Verfügung:

    Gorilla 1 (2.468 m²): Assumbo, Yene, Eyenga, Zola, später kommen die Brazza-Meerkatzen dazu (5 Tiere)
    Gorilla 2 (2.474 m²): Gorgo und Bebe

    Orang Utan 1 (1.853 m²): Sabas, Miri, Hsiao ning, es folgen die beiden Weißhandgibbons
    Orang Utan 2 (1.815 m²): Sunda, Edje

    An der Gestaltung der Außenanlagen waren unter anderem folgende Firmen beteiligt:
    Rostocker Garten-, Landschafts- & Sportplatzbau GmbH (Garten- und Wegegestaltung)
    Kerbholz GmbH, Klein Warin (Holzwände)
    Zimmerermeister Jantzen, Rostock (Aussichtshütten)
    Rofia Kloska GmbH (Kletterseile und Abspannungen)


    Foto: Maria Zepplin
    Die Außenanlagen sind vorbereitet für den ersten Besuch der Menschenaffen.
    (19.06.2013)
    Holger Wientjes:   Was ist aus dem alten Litschibock geworden ? Gestorben ? Getauscht ? Der neue, noch recht junge Bock ist doch sicher nicht der Vater des aktuellen Jungtiers !?
    (25.05.2013)
    Holger Wientjes:   @WolfDrei: Da sind wir uns ja wahrscheinlich am Donnerstag über den Weg gelaufen. Waren ebenfalls, für fast acht Stunden, im Zoo.
    Ansonsten gibt´s im Grunde nichts zu ergänzen. Die defekten Parkautomaten fanden wir auch sehr ärgerlich. Man konnte dann zwar die Parkscheibe einstellen, hätte aber dran gestanden, dass sie defekt sind, hätte man sich das Geld sparen können...
    Brazzas konnte ich keine entdecken, ebenso wenig den Gibbonmann.
    Neben dem Darwineum als eigentlichem Highlight, hat mir besonders die Huftieranlage mit dem restaurierten alten Stall gefallen. Schöner alter Baumbestand, grosszügig dimensioniert, abwechslungsreich gestaltet und mit tollen Arten besetzt. Zu leer fand ich die Anlage nicht unbedingt. Die Gazellen stossen ja noch hinzu und die Gruppen können so noch anwachsen.
    Ansonsten war ich erneut von der herrlichen Parkanlage begeistert.
    Wenn nun noch die beiden letzten Schwachstellen in den nächsten Jahren beseitigt werden (Elefantenhaltung läuft aus und für eine neue Eisbärenanlage - die Tiere machten einen sehr entspannten Eindruck - wird gesammelt) beseitigt sein werden, wird der Zoo noch besser sein, als er jetzt schon ist !!
    (25.05.2013)
    WolfDrei:   ps noch zur Sicht im Tropenhaus: freier Blick von den Brücken, im Mittelteil bei gleicher Höhe Besucher - Affen Fensterdurchblicke; vom "Baumhaus" freier Blick. Der Gorillasilberrücken lag die gesamte Zeit mit dem Rücken an einer Glaswand.
    (25.05.2013)
    WolfDrei:   @Jan Beensen: Direkt im Zentrum der Wegeschnittpunkte: Übergang Gorilla- Orangteil - links Richtung "Dunkelgehege" - Tupajas/Galagos. Dort sind diagonal begrünte Aste und Balancierstangen (na ja, Hängestangen)- auf beiden Seiten Schlafkisten, also direkt über den Besuchern. Immerhin ist das eine Rennstrecke von ca. 15 Meter. Bild anbei
    (25.05.2013)
    Jan Beensen:   @ WolfDrei: Wo lebte denn das richtig schnelle Faultier, wenn es nicht im Orangabteil untergebracht ist?
    (25.05.2013)
    Oliver Jahn:   Danke für den tollen Beitrag. Da wächst die Vorfreude auf meinen baldigen Besuch. Und mit den Zieseln steht dann auch für mich eine Erstsichtung an.
    (25.05.2013)
    WolfDrei:   und weil es eine Erstsicht war: ein Antilopenziesel
    (24.05.2013)
    WolfDrei:   Die Borneo-Orangfrau
    (24.05.2013)
    WolfDrei:   Donnerstag, ein Maientag, 9 Uhr und nur 5°C! Aber Sonne nach dem Mittwoch-Dauerregen! Der Parkautomat nahm die 3 Euro (bei Zoobesuch zeitunabhängig!) - aber kein Beleg kommt. 16 Euro dann an der Kasse, schnell ins Darwineum (ist ja auch unser Erstbesuch!). Der Vorplatz ist noch etwas öde. Zuerst an den Galapagosschildkröten vorbei zur opulenten Toilette, dann ins Vergnügen. Man mag uns zubilligen, allerhand über die Evolution zu wissen, so dass wir also nicht alles gelesen haben. Es gefällt, wenn es auch für die vielen Klassen, die dann kommen, etwas viel sein wird - aber es gibt genügend Gegenständliches, Modelle, die lebenden Zeugen klären auch auf. In der Quallenanlage dann plötzlich ein sich bewegendes Monstrum - alles nur digitale Schau, wie auch dann später ein fliegender Flugsaurier - dreidimensional! Auch ein feines Dino-Modell steht am geschlungenen Weg.

    So geht es durch die Jahrmillionen. Es gefällt uns! Limulus, Wandelnde Blätter, ein großes Korallenbecken (muß alles noch wachsen), Schlammspringer, Nashornleguane. Bis dann die Antilopenziesel kommen (Erstsicht!) und die Schnabeligel (schlafend - zunächst). Vorbei an der Menschheitsentwicklung geht es dann in den Urwald: der muß auch noch wachsen - wie auch einige der Bewohner. Hoch über uns die Metall-Konstruktion - nun billige ich den Bau, nachdem ich vor einem Jahr glaubte, von weitem eine Düngerhalle vor mir zu haben. Gewaltig! Man geht über eine Holzbrücke, links und rechts die Gorillaanlagen, unter der Brücke in Verbindung stehend (für Fotografen eine etwas seltsame Perspektive, so dort unten ein Tier steht), ähnlich die etwas kleinere Anlage für die Borneo-Orangs. Die in der Gorillaanlage mitbewohnenden Brazzas sind noch scheu, während das Lar-Weibchen in der Orang-Anlage voll aktiv ist - nicht der Mann (wohl wegen der riesigen Fläche - beide kommen von einem Privarhalter).

    Im mittleren Teil dann weitere Mitbewohner (in extra Anlagen): Zwergseidenäffchen mit Nachwuchs, ein richtig schnelles Faultier (aber nicht im Orangabteil), Terrarien für Baumsteigerfrösche, Diademnatter, Königsnatter, Vogelspinne, im dunkleren Raum in der Mitte links Senegalgalagos und Tupajas. In diesem Mittelteil führt ein Weg nach oben: in diesem Fall auf gleicher Höhe mit einer Orangfrau (Bild anbei). Dort ,in der Mitte stehend, hat man dann die Tropenwaldwand vor sich - alle Achtung dem “Maler”, besser dem Künstler! Die Halle verlassend dann der gewohnte Shop, Restaurant, die Kattas in eigener Anlage. Draußen führt dann der Weg um die noch jungfräulichen riesigen Außenanlagen herum.

    Für das Innere der Tropenhalle sehe ich einige Probleme in der Abschattung bei voller Sonne und noch kalten Außentemperaturen, da die genannte Affen keine Sonnenanbeter sind. Schon gegen 10 Uhr öffneten sich Lüftungsklappen wegen der Wärme - zu spüren war das nicht. In mittlerer Höhe sind Exhaustoren angebracht - hoffentlich schaffen die den Temperaturausgleich. Feuchte Urwaltatmosphäre war aber nicht zu spüren. Ein Problem noch bereiten die Gibbons: Ausbrechkünstler! Im Moment sollen weiß-rote Warnbänder das verhindern.

    Dann der “gewöhnliche Zoo” in Stichworten: überall sprießt das Grün, die Bastgeweihe bei Wapiti und Elch noch nicht so; Nachwuchs bei den Seebären. In der Seevogelanlage waren die Trauerenten nicht existent, ein Kampfläufer dafür mit weißem Kragen; Husaren und Wanderus suchten die Sonnenflecken. Dann die “alte” Zooanlage auf der anderen Straßenseite: im Kapuzinerhaus viele Goldhandtamarine, dann eine recht leere Afrikaanlage: 1,2 Pferdeantilopen mit Jungtier, 1,4 Lechwes (junger Bock noch) mit einem Jungtier - und in einem Vorgehege noch immer abgesperrt 3,0 Thomsongazellen. Bei den Elchen (2,3) 2 Zwillingsgeburten. An besonderen Vögeln: 2 Rhinovögel, 1 Salomonenkakadu, Kubaamazonen, der weiße, rechts blinde Gerfalk, 1 Auerhenne, an Entenvögeln oft mehrere Paare: Mittelsäger, Schellenten, Kappensäger. Im Vogel-Terrarienhaus dann eine sehr helle Hutiaconga, 3 Gundis; im Krokohaus nur ein Krok, dafür an die 6 Schwarzrückentamarine.

    Die bekannten Katzenanlagen enthalten durchweg schlafende Tiere - die Surikaten habe ich nicht gezählt - so 15? Auch die Geparden schliefen, zum Glück nicht Kodiak- und Eisbären. Nun ist die Anlage wirklich in die Jahre gekommen. Was noch: die Elefantin mit Schafbockbegleiter, wenige Pinguine (Brut??), auf der ehemaligen (vor 40 Jahren) Gibboninsel quirlige Weißgesichtsseidenäffchen; ein junger Mandrillmann, noch wache Binturongs. Das Terrarium-Aquarium, die leere Menschen-Affenanlage (soll nicht mehr anderweitig genutzt werden).
    Nicht getrunken, nicht gegessen, fast 5 Stunden dort gewesen und doch nicht in jede Ecke gekuckt. Schuld war das Darwineum - also wiederkommen!

    (24.05.2013)
    Zoo Rostock:   Endlich raus! – Kattas erobern Außenanlage und Startschuss zur 14. Zoo-Tour für die Eisbären durch MV

    Endlich ist es soweit! Als erste Bewohner des neuen DARWINEUM erobern am Mittwoch, dem 15. Mai 2013, die quirligen Kattas ihre neue Außenanlage. Zuvor wird dort jedoch durch Zoomeister Falk Petersen der Startschuss für die große Benefiz-Zootour quer durch Mecklenburg-Vorpommern gegeben.

    Bei der mittlerweile 14. Zoo-Tour, die vom Zoo Rostock und dem Rostocker Zooverein organisiert wird, treten die Teilnehmer für einen guten Zweck in die Pedale. Die Zootour ist der Auftakt für die neue Spendenaktion „Taler mehren für die Bären“. Nach einem Sprint-Rennen im Christinenhafen am 25. Mai 2013 geht es am darauffolgenden Tag über 300 Kilometer durch Mecklenburg-Vorpommern bis auf die Insel Rügen. Nach dem „Startschuss“ für die Radler dürfen dann die Kattas inklusive der drei Jungtiere ihren Außenbereich erstmals in Besitz nehmen.
    (10.05.2013)
    Zoo Rostock:   Neue Gazellenart bereichert das Leben auf der Historischen Huftieranlage
    Nachwuchs bei den Litschi-Moorantilopen

    Drei Thomsongazellen aus dem Leipziger Zoo werden bald auf der Historischen Huftieranlage zu beobachten sein. Der vierjährige Bock und seine sechs Monate alten Söhne gewöhnen sich gegenwärtig noch in der Stallanlage an ihr neues Umfeld und sollen in Kürze mit den Pferdeantilopen und Litschi-Moorantilopen zusammengeführt werden. Schon jetzt kann das am 19. April 2013 geborene Litschi-Moorantilopenmädchen im Außenbereich beobachtet werden.
    Die Kleine läuft inzwischen mit der Moorantilopen-Gruppe mit und folgt aufmerksam ihrer Mutter. Sie hält sich gern in der Nähe des Wassers rund um den Besucherbereich auf. Sie wiegt etwa 12 kg und die Entwicklung verläuft altersgemäß völlig normal. Die Gruppe besteht jetzt insgesamt aus einem männlichen und vier weiblichen Tieren sowie dem Jungtier. Auch bei den Pferdeantilopen gab es am 15. Februar nach vier Jahren Pause Nachwuchs, der nun auf den Namen Kibibi getauft worden ist.

    11 Antilopen, drei Gazellen und ein Paar Grauhalskronenkraniche
    Zu den fünf Pferdeantilopen und sechs Litschi-Moorantilopen werden in ein paar Tagen die drei Thomsongazellen stoßen. Die Gazellen sind von Natur aus eher schreckhafte Tiere. Sobald ihnen der Stall vertraut vorkommt, können sie in einer nächsten Etappe das Vorgehege sowie dann die Außenanlage kennenlernen. Die nach dem schottischen Afrikaforscher Joseph Thomson benannte bekannteste Gazellenart lebt vor allem in den in den ostafrikanischen Staaten Kenia und Tansania.
    Somit wird es künftig drei Arten von Hornträgern auf der Historischen Huftieranlage zu sehen geben. „Durch das Halten von mehreren Tierarten in einem Gehege werden natürliche Verhaltensweisen gefördert“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Gleichzeitig kann dem Besucher die Vielfalt des Lebens in naturnahen Lebensräumen vermittelt werden. Insbesondere in der Fortpflanzungszeit kann es dabei auch schon mal zu Revierstreitigkeiten oder Problemen unter den Böcken verschiedener Arten kommen. Das ist auch im Freiland so und gehört zum natürlichen Verhaltensspektrum“, so Zimmermann. Die Huftieranlage, auf der noch ein Paar Grauhalskronenkraniche lebt, ist jedoch großflächig konzipiert, so dass es Möglichkeiten zum Rückzug gibt.
    Im Oktober 2010 wurde die neu gestaltete und 7.000 Quadratmeter große Huftieranlage im Rostocker Zoo wieder eröffnet. Die Rekonstruktion erfolgte unter Berücksichtigung des geschichtlich gewachsenen Umfeldes von Eichenallee, Dahlienquartier und Rhododendrenhain. Dabei wurde die Form des Tiergeheges und des historischen „Hirschhauses“ erhalten, die Zäune entfernt und eine Besucherplattform errichtet. Gräben bilden heute eine natürliche Abgrenzung und vermitteln den Zoogästen das Gefühl, durch den Hirschgarten zu spazieren. Mit diesen Maßnahmen verbessert der Zoo Rostock kontinuierlich die Bedingungen für die Haltung der Tiere und bietet dem Publikum eine natur- und erlebnisnahe Atmosphäre.

    Foto: Zoo Rostock / Mario Schilling
    Gut behütet wächst die kleine Litschi-Moorantilope auf der Historischen Huftieranlage auf.
    (10.05.2013)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen
    Juni 2013

    01.06.; Kindertag „Kinder feiern im Zoo, 10 Uhr
    02.06.; Meditation und Qigong mit Ron Beier „Die Kraft der Tiere spüren“, 9.00 Uhr
    05.06.; Umwelttag MV „Bienen brauchen Hilfe“, 10 Uhr
    14.06.; 15. Klassik-Nacht “Einmal um die ganze Welt“, 19.30 Uhr
    16.06.; Sonntagsführung „Löwe, Jaguar und Co. - Katzen im Rostocker Zoo“, 10 Uhr
    17.06.-23.06.;Rhododendren-Woche „Magischer Blütenzauber“ mit Sommerfest der Naturheilkräfte am
    23.06., 11 Uhr

    Foto (Zoo/Kloock): Unter dem magischen Regenbogen. Pelikane im Rostocker Zoo
    (08.05.2013)
    Zoo Rostock:   Erster Nachwuchs bei den Affen in der Tropenhalle des DARWINEUM
    Zwergseidenäffchen bringt winzige Zwillinge zur Welt

    Sie sind nur so groß wie eine Fingerkuppe und der Auslöser für viel freudige Aufregung in der Tropenhalle. Die kleinsten Äffchen der Welt haben es den Großen vorgemacht und für den ersten Affennachwuchs in der am 8. September 2012 eröffneten Tropenhalle im DARWINEUM gesorgt. Aus dem Zoo Stockholm ist im letzten Jahr eine Zuchtgruppe, bestehend aus dem Elternpaar und zwei Jungtieren, nach Rostock gekommen. Zwergseidenäffchen sind sehr selten in Tierparks anzutreffen. Die wuseligen Miniaffen haben sich schnell zu den Lieblingen der DARWINEUM-Besucher entwickelt. Neben den Orang-Utans und Gorillas leben 14 weitere, kleinere Primatenarten im Rostocker Zoo.
    „Wir freuen uns riesig über die ersten Jungtiere bei unseren Affen in der Tropenhalle“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann, „und hoffen, dass unsere Menschenaffen bald dem guten Beispiel folgen.“ Vermutlich am letzten Wochenende hat das ältere Weibchen ihren Nachwuchs zur Welt gebracht. Die beiden Babys machen einen gesunden und vitalen Eindruck und stehen jetzt im Mittelpunkt der Zwergseidenaffengruppe. Alle vier Tiere zeigen ein hohes Interesse an den Winzlingen und wollen aktiv bei der Aufzucht mitwirken.
    Diese weltweit kleinste Affenart erreicht ein Gewicht von nur 140 Gramm und besitzt im Verhältnis zum Körper einen sehr langen Schwanz. Die tagaktiven Baumbewohner leben vorwiegend im westlichen Teil Südamerikas, am Amazonas, in Ecuador, Kolumbien, Peru und Brasilien. Die Primaten aus der Familie der Krallenaffen ernähren sich aus Baumsäften und Kleintieren. Im DARWINEUM steht viel Obst auf dem Speiseplan, aber insbesondere Mehlwürmer gelten als bevorzugter Leckerbissen.

    Foto: Zoo Rostock / Joachim Kloock
    (25.04.2013)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen

    05.05.; Meditation und Qigong mit Ron Beier „Die Kraft der Tiere spüren“, 9.00 Uhr
    19.05.; Sonntagsführung „Von Taschentuchbaum bis Eisenholz - dendrologische Besonderheiten im Rostocker Zoo“, 10 Uhr
    19.05.; Musik zu Pfingsten auf den Terrassen der Zoo-Gaststätten, 11 bis 16 Uhr
    25./26.05.; Zoo-Radtour durch M-V „Taler mehren für die Bären“ zugunsten einer neuen Eisbärenanlage im Rostocker Zoo

    Foto: Zoo/Kloock
    Tanz in den Mai. Kuba-Flamingos im Rostocker Zoo
    (09.04.2013)
    Steffen Purgander:   Hallo Jan ich kann dir folgende Sachen beantworten, und zwar Gnus gibt es leider nich mehr zwecks Streitereien mit den anderen Antilopen die sich auf der Anlage befinden, es wurde sich doch für die Gibbons entschieden und die sollen mit den älteren Orangs auf der kleinen Anlage leben wo vor kurzen auch ein Netz gespannt wurde so das die Gibbons halt auch nich mehr ausbrechen können was gerade das Männchen des öfteren getan hatte auf der großen Anlage wo sie mit den jüngeren Orangs leben und das Faultier soll in der Mitte des Hauses über den Besuchern umher krabbeln aber mehr so zentral des inneren, die Webervögel sind im ehemals Papageienpavilon untergebracht und die Schildkröten weiss ich ganz genau aber sie könnten sich hinter den Kulissen befinden.
    Also die Sittiche leben schon sehr lange bei den Krallaffen kann halt sein das die halt schwer zu sehen waren, bei den Kapuziner waren halt immer nur die Nasenbären Männchen drauf weil es zu beisereien in der Gruppe kam und halt auch wenn Nachwuchs auf der Anlage war ( bei den Nasenbären ) kann also sein das das Männchen wieder mal seine Pflicht übernehmen sollte, dass ist aber ne Vermutung so wurde es halt schon des öfteren gemacht mit den Tieren damit konnte man halt die Nasenbären Männchen im Bestand gehalten.
    Falls noch fragen denn immer zu.
    (06.04.2013)
    Jan Beensen:   Als ich vor ein paar Wochen im Zoo Rostock war haben mich ein paar Dinge gewundert:

    1) Hält der Zoo die Gnus noch?
    Auf der Anlage waren sie nicht (wegen dem Schnee) - aber ebenso war kein Schild zu finden.

    2) Im Darwineum leben bei den Orangs Gibbons - es war aber immer von Siamangs die Rede

    3) Die Webervögel, die Pantherschildkröten und das Faultier sind nicht im Darwineum zu sehen - ich wüsste auch nicht, wo die untergebracht werden sollten...

    4) Seit wann leben bei den Krallenaffen im Südamerikahaus Sittiche und bei den Apella keine Nasenbären mehr?

    (05.04.2013)
    Zoo Rostock:   Neues Leben auf der historischen Huftieranlage
    Zoo sucht Namen für Pferdeantilopenmädchen

    Nach vier Jahren Nachwuchspause gab es auf der historischen Huftieranlage im Rostocker Zoo Grund zur Freude. Am 15. Februar wurde eine Pferdeantilope geboren, die inzwischen 42 kg auf die Waage bringt. Das Geburtsgewicht betrug etwa 21 Kg. Jetzt sucht der Zoo für das weibliche Jungtier einen afrikanisch klingenden Namen, der mit dem Buchstaben „K“ anfangen muss. Für den Einsender des Siegernamens hält der Zoo eine Überraschung bereit.
    Seit 1980, also schon über 30 Jahre, können die vom Aussterben bedrohten Tiere im Rostocker Zoo beobachtet werden. Der Bock und seine drei Frauen teilen sich das Revier mit fünf Litschi-Moorantilopen. Erst im Oktober 2010 wurde die modernisierte historische Huftieranlage eingeweiht, die allen Antilopen viel Auslauf und Freiraum ermöglicht.
    „Das kleine Antilopenmädchen entwickelt sich sehr gut“, informierte Kuratorin Antje Zimmermann. „Sie fängt sogar schon an, mit ihrer Mutter Kara, selbst 2005 im Rostocker Zoo geboren, zu fressen.“ Vater Simon kam 2008 im Zoo Liberec zur Welt und von dort in den Zoo der Hansestadt. Noch sucht das Kleine den Schutz im warmen Antilopenstall. „Wir warten alle sehnsüchtig auf den Frühling und die ersten Schritte auf der Außenanlage.“

    Nachwuchs ist selten
    Pferdeantilopen leben gesellig in kleinen Gruppen und bewohnen Baum- und Buschsavannen, sowie Waldlichtungen in Wassernähe im Flach- und Hügelland. Das Verbreitungsgebiet der Pferdeantilopen erstreckt sich über weite Teile Afrikas. In europäischen Tiergärten gibt es nur wenige Pferdeantilopen. Das europäische Zuchtbuch wird im Zoo Hannover geführt, das mit Stand Ende 2011 139 Pferdeantilopen in 24 Einrichtungen zählt. Jährlich werden in Europa nur 15 bis 20 Geburten von Jungtieren registriert. „Wir können also auf unseren Nachwuchs recht stolz sein“, so die Kuratorin.
    Auch wenn es in afrikanischen Nächten durchaus empfindlich kalt werden kann, fühlen sich die afrikanischen Pferdeantilopen bei sommerlichen Temperaturen wohler. Sie halten sich zwar jeden Tag mehrere Stunden im Freien auf, ziehen sich aber gern in ihre feste Unterkunft zurück. Zoobesucher sind begeistert, wenn Pferdeantilopenbock Simon mit seinem speziell für Tiere gefertigten Ball spielt. Alle Pferdeantilopen lieben Tannenbäume und knabbern ausgiebig an ihnen rum. Auf dem Speiseplan stehen neben Möhren, Äpfel und Rüben ein wenig Obst und Gemüse sowie Heu und Kraftfutter. Aber besonders gern naschen sie Kastanien und Luzernehäcksel.
    „Pferdeantilopen stehen in der ROTEN LISTE gefährdeter Arten. Die Zucht in den europäischen Zoos dient der Aufrechterhaltung einer Population mit guter genetischer Vielfalt. Diese Reservepopulation könnte perspektivisch auch für Wiederansiedlungsprojekte in Afrika genutzt werden“, so Antje Zimmermann.

    Namensvorschläge
    für den jüngsten Nachwuchs auf der historischen Huftieranlage nimmt der Zoo gern entgegen unter marketing@zoo-rostock.de oder unter dem Stichwort „Pferdeantilope“ auch auf dem Postwege: Zoologischer Garten Rostock, Marketing, Rennbahnallee 21, 18059 Rostock          

    Wichtig: der Name muss mit „K“ anfangen, sollte afrikanisch und weiblich klingen.

    Dem Gewinner winkt eine tierische Überraschung!

    Foto: Mario Schilling
    (04.04.2013)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen
    April 2013

    07.04.; Meditation mit Ron Beier „Die Kraft der Tiere spüren“
    21.04.; Sonntagsführung „Elefanten, die sanften Riesen“
    25.04.; Lange Nacht der Wissenschaften im DARWINEUM

    Foto: Binturongmädchen Salma aus Prag ist die Neue im Rostocker Zoo. Quelle: Zoo/Kloock
    (13.03.2013)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen im Januar 2013

    06.01.; Ein Wintertag im Zoo
    „Blick hinter die Kulissen bei Rentier und Co.“
    11.00 bis 16.00 Uhr

    21.01.; Talk im DARWINEUM
    „Dürfen Menschen Gott
    spielen?“
    Diskussion mit Prof. Dr. Gustav Steinhoff, Direktor der Klinik für Herzchirurgie an der Universität Rostock, zur Ethik in der Stammzellmedizin,
    19.00 bis 21.00 Uhr

    Lächelnd ins neue Jahr starten. Orangmädchen Hsaio-ning im DARWINEUM. Foto: Zoo Rostock/Kloock
    (13.12.2012)
    Oliver Müller:   Ich war gestern dort. Absolut klasse. Am Eingang wird man von Galapagos-Riesenschildkröten begrüßt, außerdem einer kleinen Darwin-Hintergrundinfo. Dann beginnt die Reise durch die Entstehung der Welt mit einer von dramatischer Musik untermalter Beamer-Projektion des Urknalls und der Entstehung des Planeten Erde. Ziemlich beeindruckend (ok, mancher mag es kitschig finden), man sollte sich Zeit nehmen, die ganze Projektion einmal anzusehen. Dann in einer großen Ausstellungshalle in 12 Kojen verschiedene Stadien der Evolution, z.T. mit lebenden Stellvertretern, z.T. mit originalgetreuen Modellen, z.T. mit Versteinerungen. Es folgen einige Infos über die Evolution des Menschen, bevor die Halle mit den Affen kommt. Schwül-warme Luft, riesige Freianlagen, die noch recht leer sind, aber mit größeren Affenfamilien wird das der Hammer sein. Der Leipziger Gorillamann springt gern mal gegen die Scheibe und erschreckt die Besucher. Auf der Außenanlage ist schon eine Scheibe geschrottet - keine Ahnung, ob er das auch war...
    Nach den Menschenaffen kommen noch eine Ausstellung zur kulturellen Evolution (mit beschrifteten Stäben als "Meilensteine" der kulturellen Entwicklung), ein Shop, ein Bistro und dann die Außenanlagen (2 x Gorillas, 2 x Orang-Utans, 1 x Kattas).
    Alles in allem super interessant, toll gemacht und allein schon die 16 € Zooeintritt wert. Ich habe zwei Stunden drin zugebracht und mich keine Minute gelangweilt.
    (20.09.2012)
    Sven P. Peter:   Ja! Tolle Anlagen, extrem gute Ausstellungen und Wandmalereien die einfach fotorealistisch sind. Ich war extrem begeistert, einzig das Haus der Kattas und ein bisschen der Außenbereich waren nicht perfekt, trotzdem alles SEHR hochwertig! Und dazu das größte Faultiergehege der Welt, da es eigentlich die zweite Oranganlage ist.
    (17.09.2012)
    Ottmar Müller:   War inzwischen jemand im Darwineum und kann was berichten?
    (17.09.2012)
    Steffen Purgander:   Also die vlt. nicht gleich nach Rostock kommen können, hier mal ne alternative und zwar gebt www.tv-rostock.de ein und klickt auf Zoogeschichten dann werdet ihr auf die aktuelle Folge rechts am Rand stoßen viel Spass.
    na ich werd mir das morgen persönlich anschauen ich müsste eigentlich nicht da ich mir das jetzt jederzeit anschauen kann so oft ich will schon praktisch.
    (08.09.2012)
    Jonas Homburg:   Muss natürlich Innenanlage heißen und wirkt der Museumsteil. In der Eile vergessen ;)
    (08.09.2012)
    Jonas Homburg:   Auch ich habe heute begeisternde Bilder vom Darwineum gesehen, die Gorilla-Innenanlag sieht extraklasse aus, außerdem der Museumsteil wirklich zukunftsweisend. Die Eröffnung hat dem Zoo einen Besucherrekord beschehrt. An Kleintieren wurden Nashornleguan, Qualle und eine Hörnchenart gezeigt.
    (08.09.2012)
    Liz Thieme:   Auch ich sah schon sehr schöne Bilder aus dem Darwineum. Morgen um 14-15 Uhr zeigt der NDR eine Sendung über die Entstehung etc. evtl sogar als Live-Stream.
    (08.09.2012)
    Ralf Sommerlad:   Was ich heute morgen im ZDF-Morgenmagazin sah hat mir sehr gut gefallen und mich an einige US-Einrichtungen erinnert: Ein interaktives Museum, hochinteressant aufgebaut und gleichzeitig ein hochmodernes Tierhaus. Die Gorilla-Freianlage hat mich ziemlich begeistert.
    Es sieht so aus, als sei den Rostockern der große Wurf geglückt.Hoffentlich wegweisend für künftige Projekte...
    (07.09.2012)
    Steffen Purgander:   Also wer am kommenden WE nix vor hat kann ich nur ein Besuch bei uns im Rostocker Zoo empfehlen, im Vodergrund steht natürlich die Eröffnung des Darvineum was ein muss ist für jeden Zoofan.
    Was dort entstanden ist schon der absolute Hammer mit vielen Tierarten die man vlt. nicht überall sieht aber mehr will bzw. kann ich nicht verraten, kommt einfach vorbei und sagt es denn allen weiter.
    (03.09.2012)
    Jan Beensen:   Über facebook hat der Zoo Rostock vermeldet, dass die Gorillas nun die Innenanlagen bezogen haben.
    Über Meerkatzen, OrangUtans, Gibbons, Kattas und Kleintiere ist nichts zu lesen.
    Weiterhin hat der Zoo wohl nun Schnabeligel und Nashornleguane hinter den Kulissen.
    (24.08.2012)
    Steffen Purgander:   also ich kann euch die Spannung nicht nehmen allerdings könnt ihr euch mal paar Eindrücke via Fotos anschauen was sich bisher getan hat im Darvineum
    (09.08.2012)
    Jan Beensen:   Ich bin auch sehr gespannt und ich freue mich das Darwineum live zu sehen!
    Ich finde es nur sehr schade, dass es keine neuen Nachrichten über den weiteren Tierbezug gibt.
    (07.08.2012)
    Gudrun Bardowicks:   Das klingt alles sehr spannend. Ich bin schon auf die Eröffnung des Hauses gespannt.
    (03.08.2012)
    Zoo Rostock:   Endspurt im DARWINEUM - Eröffnung in 36 Tagen
    Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt Ausstellung „Kulturelle Evolution des Menschen“

    Im DARWINEUM stehen alle Zeichen auf Endspurt. In 36 Tagen öffnet das DARWINEUM für alle Rostocker und Gäste der Stadt seine Pforten. Heute hat sich der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann, gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der OstseeSparkasse Rostock, Frank Berg, und dem Rostocker Oberbürgermeister Roland Methling ein Bild über den Stand der Ausstellungsvorbereitungen gemacht. Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ermöglicht zusammen mit der OstseeSparkasse Rostock (OSPA) die Dauerausstellung zur „Kulturellen Evolution des Menschen“ im DARWINEUM im Rostocker Zoo.
    „Wir haben uns anstecken lassen von der Idee, hier in Rostock einen deutschlandweit und international einzigartigen Ort zu schaffen, der das Wechselspiel zwischen Biologie und Kultur in der menschlichen Evolution veranschaulicht“, betonte Stiftungsvorstand Claus Friedrich Holtmann. „Mit dem DARWINEUM wird ein Besuchermagnet für Rostock und Mecklenburg-Vorpommern geschaffen. Wir freuen uns, dass durch die Kooperation mit der Universität Rostock, dem OZEANEUM in Stralsund und der Senckenberg Gesellschaft Frankfurt/Main der fachliche Austausch auf sehr hohem Niveau gesichert ist.“
    „Mit der Fertigstellung des DARWINEUM wird den Besuchern etwas zum Sehen, Fühlen, Anfassen und Erleben übergeben“, freute sich auch der OSPA-Vorstandsvorsitzende Frank Berg. „Die Tropenhalle, die beiden Ausstellungsbereiche und die Außenanlage sind Investitionen in die Bildung. Die OSPA wird auch in Zukunft den Rostocker Zoo unterstützen, unter anderem als Partner der jährlichen Klassik-Nacht“, kündigte Berg an.
    Die exklusive Exposition zur „Kulturellen Evolution des Menschen“ ist fester Bestandteil des DARWINEUM im Komplex C und soll die prägnantesten Meilensteine der menschlichen Entwicklung in den Fokus der Besucher rücken. „Dass der Rostocker Zoo künftig nicht nur Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen präsentiert, sondern auch der kulturellen Entwicklungsgeschichte des Menschen eine so beeindruckende Ausstellung widmet, wird seine Anziehungskraft weiter stärken“, ist Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling überzeugt. „Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung unterstützt einen äußerst spannenden Ausstellungsbereich im DARWINEUM, denn Evolution fand und findet immer im Kontext aller Umweltfaktoren, auch der sozialen und kulturellen, statt. Danke für die Unterstützung dieser Exposition, auf die die Rostocker und Gäste unserer Hansestadt schon sehr gespannt sind.“
    „Wir sind dankbar für die Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung. Somit konnten wir die Bedeutung von Kultur, Bildung und Gesellschaftsfähigkeit für den Menschen im Verlauf der Evolution in einem ambitionierten Rahmen umsetzen“, betonte auch Zoodirektor Udo Nagel bei dem heutigen Besichtigungstermin. Gegenwärtig arbeiten die Spezialisten des Stuttgarter ATELIER BRÜCKNER und weitere Firmen unter Hochdruck an den letzten Feinheiten der beiden Dauerausstellungen im DARWINEUM.

    Milliarden Jahre und Kulturentwicklung unter einem Dach
    Das Ausstellungskonzept ist über Jahre im Rostocker Zoo entwickelt worden. „Hier entsteht ein riesiges biologisches Lehrkabinett, das die kulturelle Entwicklung des Menschen deutlich macht“, schwärmt der Kurator und Abteilungsleiter für Edutainment, Frank Fuchs. Der Biologe arbeitet seit 1999 im Rostocker Zoo und ist verantwortlich für die Umsetzung der Expositionen. Nach über zehn Jahren intensiver Entwicklungsarbeit steht das DARWINEUM nun unmittelbar vor seiner Vollendung.
    Die Besucher werden ab dem 8. September von den Galapagos-Riesenschildkröten begrüßt, die ihr Revier direkt im Eingangsbereich haben. Im Foyer wird über den Namensgeber Charles Darwin (1809-1882) und seine Forschungsreisen berichtet. Der britische Naturforscher gilt als Begründer der Evolutionstheorie.
    Dann heißt es abtauchen in die Atmosphäre des Weltalls, der Entstehung des Universums, was schätzungsweise 14 Milliarden Jahre zurückliegt. Nach dem Urknall folgt eine Zeitreise durch die Entstehungsgeschichte des Lebens. Vor zwei Milliarden Jahren entstanden einfachste Lebensformen, deren Entwicklung über die ersten Mehrzeller bis zum Menschenaffen in einer Art Zeitraffer in acht Themenkojen nachempfunden (s. Überblick) wird.
    „In den Kojen, die größtenteils mit Dioramen ausgestattet sind, verschmelzen museale und zoologische Ausstellung miteinander. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal für das DARWINEUM. Mit Ausnahme der ersten Themenbox sind in allen anderen Kojen auch Tiere zu beobachten, die innerhalb der Evolution eine besondere Rolle gespielt haben“, so Ausstellungsleiter Frank Fuchs. Authentisch gestaltete Dioramen vermitteln dabei dem Betrachter einen Eindruck, wie die Fauna und Flora in verschiedenen Epochen der Evolution ausgesehen haben. Spezialfirmen aus dem Theaterbau haben die typischen Landschafts- und Tierbilder aus der Urzeit in Szene gesetzt, so dass sich die Besucher ein Bild über ihre Vorzeit machen können, wenn sie sich durch die Dioramen bewegen.
    Im Inneren der Evolutionsrotunde werden die entscheidenden Naturkatastrophen und kontinentalen Veränderungen der Erde dargestellt. An einer Zeitmaschine können die Besucher durch Zeit und Raum der Evolution surfen; an einem zentralen Touchscreen den verzweigten Stammbaum des Menschen erforschen.
    Die Ausstellungshalle A schließt mit einem Epilog, der die Menschwerdung am Beispiel der Primaten sowie die großen Wanderungsbewegungen nachzeichnet und den Übergang zur Tropenhalle und zum Expositionsbereich „Kulturelle Evolution des Menschen“ bildet.

    Kulturevolution zwischen Höhlenmalerei und Kernfusion
    Im Ausstellungsbereich C steht die kulturelle Evolution im Mittelpunkt. Wo kommen wir her, wo stehen wir, wo wollen wir hin? „Es geht darum, die enorme kulturelle Entwicklungsspanne erlebbar zu machen“, sagte Frank Fuchs, „vom ersten Feuer bis zur Kernfusion, von der Höhlenmalerei bis zu unseren Spuren im Weltall, von der Trommel bis zum Smartphone.“ Die zweisprachige Ausstellung zeigt die Etappen der menschlichen Entwicklung auf, aber auch die Grenzen: was kann Natur, was kann der Mensch? „Dabei haben wir großen Wert auf eine verständliche, kindgerechte und spielerische Wissensvermittlung gelegt“, erklärte Fuchs.
    Die vielfältigen Einblicke in die Kulturevolution führen in den Stammzellenraum mit Großlaborcharakter. Die experimentelle Annäherung an die moderne Forschung soll vor allem Schüler für die Naturwissenschaften begeistern. Mit Hilfe der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Stammzellforschung schließt sich hier der Kreis von der Urzelle bis zur heutigen Zeit, die auch einen kleinen Ausblick ermöglicht sowie die Einsicht: die kulturelle Evolution geht immer weiter.
    Das DARWINEUM enthält darüber hinaus einen vielseitig nutzbaren Veranstaltungsraum, ein Kino, einen Gastronomiebereich mit großzügiger Außenterrasse sowie einen Shop und Räumlichkeiten für kleinere Wechselausstellungen. Diese erste startet mit der Entstehungsgeschichte und dem Bau des DARWINEUM.
    „Ohne erhobenen Finger, sondern recht unterhaltsam sollen beide Ausstellungen ausstrahlen, was wir aus der Evolution und dem Spannungsfeld zwischen Biologie und Kultur lernen können“, so Fuchs abschließend. „Wir müssen unsere Ressourcen intelligent nutzen. Nicht die Giganten der Vorzeit wie die Dinos haben die großen Katastrophen überlebt und das Leben beflügelt, sondern die cleveren kleinen Spitzhörnchen.“ Diese und viele weitere überraschende Erkenntnisse der Evolution erwarten die Besucher ab dem 8. September auf ihrer Entdeckungstour im DARWINEUM.  

    Die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ist eine Kulturstiftung. Sie fördert und begleitet künstlerische und kulturelle Vorhaben, zum Beispiel Projekte in den Bereichen der Bildenden Kunst, der Musik, der Literatur, der Darstellenden Kunst, der Museen oder der Denkmalpflege in den Ländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, dem Freistaat Sachsen und dem Land Sachsen-Anhalt. Seit ihrer Errichtung im Jahre 1995 hat die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit den Sparkassen vor Ort mehr als 1.500 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von rund 54 Millionen Euro unterstützt. Davon wurde allein in Mecklenburg-Vorpommern für 228 Projekte eine Gesamtsumme von mehr als 7,6 Millionen Euro bereitgestellt. Die für die Projekte erforderlichen Finanzmittel werden aus Erträgen des Stiftungsvermögens, dem überörtlichen Zweckertrag der Sparkassenlotterie „PS-Lotterie-Sparen" und den projektbezogenen Zusatzspenden der Sparkassen aufgebracht.

    Weitere Informationen unter www.ostdeutsche-sparkassenstiftung.de

    Foto Zoo Rostock: Oberbürgermeister Roland Methling (v. li.), der Vorsitzende des Vorstands der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann, Zoochef Udo Nagel und der Vorstandsvorsitzende der OstseeSparkasse Rostock, Frank Berg, bewundern eine Anomalocaris. Die „ungewöhnliche Garnele“ gehört zur Gruppe ausgestorbener, mariner, wirbelloser Tiere, die vor 530 bis 501 Millionen Jahren gelebt haben und bis zu 120 Zentimeter groß wurden.

    Überblick  Themenkojen
    Koje 1 - Entstehung des Lebens
    Uratmosphäre, Einzeller, Pantoffeltierchen, Strukturen tierischer und pflanzlicher Zellen
    Koje 2 - Ozean der Wundertiere
    Europas größter Quallenkreisel mit Videoprojektion, Aquarium mit Nautilus, Pfeilschwanzkrebse als lebende Fossilien
    Koje 3 - Konstruktionsprinzipien der Lebewesen
    Terrarien mit Würmer, Schnecken, Skorpionen, Spinnentieren, Aquarium mit Lanzettfischen
    Koje 4 - Unterwasserstädte der Urzeit
    Wiege der Evolution mit großem Korallenriff und Seepferdchen
    Koje 5 - Eroberung des Landes
    Leben von Wasser ans Land, Aquaterrarium mit Schlammspringern, Modell vom Quastenflosser
    Koje 6 – Dinos und Minisäuger
    Blütezeit der Dinos und nachtaktiven Säuger, Terrarium mit Nashornleguanen
    Koje 7 - Koevolution
    Entwicklung der Blütenpflanzen und Insekten im Einklang, Aquaterrarium mit Blattschneiderameisen
    Koje 8 – Erfolgsmodell Säuger
    Voliere mit Schnabeligel und Terrarium mit Antilopenziesel
    (03.08.2012)
    Holger Wientjes:   Im August 2009 waren es noch zwei Weissnasen.
    (28.07.2012)
    Liz Thieme:   Laut Leipziger Pfleger werden die Leipziger Gorillas Gorgo und Bebe in Rostock zusammen bleiben, bekommen aber keine weiteren Artgenossen dazu. Es wird ihr Altersruhesitz, damit Bibi Ruhe hat, im Gegensatz zur Leipziger Situation.
    Daneben wird dann eine zweite Gruppe im Darwineum leben.
    (28.07.2012)
    Michael Mettler:   Da habe ich doch gleich mal ergänzend in den Rostocker Jahresberichten geblättert: 2001 schmolz die Gruppe Weißnasen durch Tod (0,1) und Abgabe (1,0) auf 1,1 zusammen, wobei beim Männchen schwere Diabetes diagnostiziert wurde; der Versuch der Gemeinschaftshaltung mit den Husarenaffen war gescheitert. Zumindest das verbliebene Männchen lebte 2008 noch (das ist der letzte Jahrgang, von dem ich einen JB habe) und wurde zu dieser Zeit gerade einem Medical training unterzogen.
    (27.07.2012)
    Oliver Jahn:   Ich habe gerade noch mal in den Mitteilungen nachgeblättert und mit meinem Gefühl lag ich gar nicht mal so schlecht. 1992 gab Halle die Haltung von Blaumaulmeerkatzen, Husarenaffen und Kleinen Weißnasenmeerkatzen auf und in diesem Zuge wurden letztere nach Rostock abgegeben. Und es waren gerade mal 1,1 Tiere. Wenn da keine oder nur sehr wenig neue Tiere durch Zucht oder aus anderen Einrichtungen dazu kamen, dann könnte es sich tatsächlich nur noch um "Auslaufmodelle" handeln.
    (27.07.2012)
    Oliver Jahn:   Nur damit hier kein falscher Zungenschlag reinkommt, ich habe das als Frage gestellt. Ich weiß nicht, wie viele Weißnasen es in Rostock noch gibt. Nur die Tiere kamen mal aus Halle, und dort werden sie gefühlt schon sehr lange nicht mehr gehalten, so dass sie sicher schon an die 15 bis 20 Jahre in Rostock sein könnten. Da ich dazu auch noch nie mehr als ein Tier gesehen habe, wäre es eben möglich, dass diese Art durch fehlende Nachzucht über die Jahre hinweg mittlerweile auf Auslauf steht. Es war aber eben nur eine Frage, bzw. eine Vermutung, tatsächliche Infos über die Zahl der noch gehaltenen Tiere habe ich nicht.
    (27.07.2012)
    Jan Beensen:   Sind denn Gibbons, Weber, Pantherschildkröten und Loris nach wie vor in der Planung?

    Wäre es nicht auch möglich die Weissnase/Weissnasen mit den Brazzas zu vergesellschaften? Wenn es so oder so nur noch eine Weissnase gibt, dann könnte man die auch in die Gruppe einfügen, damit sie nicht alleine leben muss. Nur so als theoretische Idee...
    (27.07.2012)
    Holger Wientjes:   Das wäre natürlich eine erklärung warum man sich nach einer neuen attraktiven Art umgeschaut hat. Wäre natürlich schade um die Weissnasen.
    (27.07.2012)
    Oliver Jahn:   @Holger, die Frage ist doch, wie viel Weißnasen gibt es denn überhaupt noch in Rostock? Bei meinen letzten Besuchen habe ich, wenn überhaupt, dann meistens nur ein Tier gesehen.
    (26.07.2012)
    Michael Mettler:   Wenn es zwei Gorillagruppen geben sollte, könnten doch beide mit je einer Meerkatzenart vergesellschaftet werden, wenn die baulichen Voraussetzungen gegeben sind...?
    (26.07.2012)
    Holger Wientjes:   Warum holt man sich eine neue Meerkatzenart, wenn man schon eine im Zoo hat, die man dort endlich passens hätte unterbringen können ?
    (26.07.2012)
    Karsten Vick:   Die Gibbons sollen mit den Orangs vergesellschaftet werden, die Webervögel und die Loris (in Form von Affen) kriegen kleinere Gehege innerhalb der großen Tropenhalle. Bei den Pantherschildkröten bin ich mir nicht so sicher, ich glaube aber, die sollen auch in die Tropenhalle.
    (25.07.2012)
    Jan Beensen:   Und Loris (ob Affe oder Vogel, weiß ich nicht) wurden ebenso entfernt.
    (25.07.2012)
    Jan Beensen:   Möchte man in Rostock jeweils 2 Gruppen Orangs und Gorillas halten?
    So verstehe ich die Pressemitteilung...

    Und bei den Meerkatzen ist dann wohl auch die Art klar; Brazza-MK.
    Damit wird die Weißnasen-MK dann sicher bei den Husarenaffen bleiben.
    Die Brazza-MK haben einen super Tausch gemacht - von dem historischen Tieraffenhaus in Leipzig zu der modernen Tropenhalle in Rostock.
    ich gratuliere der Gruppe ;-)

    Die Gibbons, Webervögel und Pantherschildkröten sind übrigens aus der Darwineumskizze verschwunden.
    (25.07.2012)
    Zoo Rostock:   Jetzt kommt Leben ins DARWINEUM
    Gorillapärchen aus dem Zoo Leipzig eröffnet Umzugsmarathon der Tiere – Eröffnung in 46 Tagen

    Die Arbeiten am DARWINEUM gehen 46 Tage vor Eröffnung in die heiße Vorbereitungsphase. Während die Bau- und Handwerkerfirmen unter Hochdruck an den letzten Feinheiten schleifen, eröffneten gestern Bebe und Gorgo den Umzugsmarathon der Tiere. Das Gorillapärchen aus dem Zoo Leipzig bezieht als erstes den so genannten Backstagebereich. Mit auf die Reise gingen gestern auch fünf Brazzameerkatzen aus dem Zoo Leipzig.
    Nach einer Mindestzeit von ca. vier Wochen in Quarantäne können die Primaten dann ihr neues Domizil in der Tropenhalle in Beschlag nehmen. Die Vermittlung der Menschenaffen erfolgt entsprechend der Empfehlungen und Auflagen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP) im Rahmen des Europäischen Verbandes für Zoos und Aquarien (EAZA).
    Zoodirektor Udo Nagel freut sich über den Zuwachs. „Das Halten von Menschenaffen unterliegt strengsten Richtlinien des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes. Endlich können wir unseren Gorillas und Orang-Utans artgerechte Unterbringungsmöglichkeiten bieten. Das DARWINEUM mit seiner Evolutionsausstellung versteht sich künftig auch als ein Botschafter für den internationalen Natur- und Artenschutz, bei dem der Erhalt der wild lebenden Tiere in ihrem natürlichen Umfeld im Fokus steht.“
    Das Gorillaweibchen Bebe wurde im Dezember 1978 in freier Wildbahn geboren und 1984 im niederländischen Zoo Arnhem aufgenommen, bevor sie 2001 nach Leipzig wechselte. Gorgo wurde am 28. Juni 1981 im Zoo Krefeld geboren und kam ebenfalls über Arnhem 2001 in den Zoo der Messestadt. Im Jahr 2001 wurde im traditionsreichen und beliebten Zoo Leipzig die größte Menschenaffenanlage der Welt eröffnet, das Pongoland.
    Bebe und Gorgo erhalten im Rostocker DARWINEUM die Möglichkeit der Familiengründung. Zur Gorillagruppe zählt dann schon Silberrücken Assumbo, der seit 1999 im Rostocker Zoo lebt. Der am 15. Juli 1973 im Zoo Jersey Island geborene und mit der Flasche aufgezogene Gorillamann bekommt zwei Weibchen an seine Seite. Erwartet werden Yene aus dem Port Lympne Wild Animal Park in England, geboren am 14. Januar 2001, sowie Eyenga aus dem Züricher Zoo, geboren am 18. Juli 2004.
    „Auch die Orang-Utan-Gruppe wird wachsen“, kündigte Antje Zimmermann an. Die Zookuratorin koordiniert die gesamte Tierbestandsplanung im Rostocker Zoo und auch die Weiterentwicklung bei den Menschenaffen im DARWINEUM.
    „Wir erwarten in naher Zukunft das Orang-Utan-Weibchen Hsiao-ning, geboren am 31. August 2003, aus dem Ape Rescue Centre in Wareham. Als jüngster Zuwachs wird Miri, geboren am 3. August 2004, aus Twycross dazustoßen. Die beiden englischen Orang-Utan-Mädchen sollen mit dem inzwischen achtjährigen Rostocker Sabas eine eigene Zuchtgruppe aufbauen. Seine Eltern Sunda (35) und Edje (32) sowie Halbschwester Shiwa (22) aus dem Rostocker Zoo bilden eine zweite Familie auf der Orang-Utan-Anlage“, informierte Antje Zimmermann.
    Die Brazzameerkatze gehört zur Gattung der Meerkatzen. Ihr Erscheinungsbild ist sehr markant; das Fell graubraun, der Schwanz, die Arme und die Beine sind schwarz, wobei über den Oberschenkel ein weißer Streifen verläuft. Das Gesicht ist ebenfalls schwarz, die Mundpartie jedoch weiß. Sehr auffällig sind das orangefarbene Stirnband und der lange, weiße Bart. Die Meerkatzen werden mit den Menschenaffen vergesellschaftet.
    Das Herz des DARWINEUM schlägt in der modernen Tropenhalle. Das abgesenkte 4.000 Quadratmeter große Tropenhaus mit hellem Folienkissendach, Hängebrücke und Terrarien als feste Heimstätte für die Gorillas und Orang-Utans ist eingebettet in die beiden Ausstellungsbereiche und umgeben von einer großzügigen 10.000 Quadratmeter umfassenden Außenanlage für die Primaten.
    Gut 5.000 Quadratmeter davon entfallen auf das Freigehege für die Gorillas, ca. 4.000 Quadratmeter sind der Tummelplatz der Orang-Utans. Diese wurden entsprechend der natürlichen Lebensverhältnisse der Affen bepflanzt und mit Sumpfoasen und Kletterlandschaften ausgestattet. Zusätzlich gibt es eine etwa 1.600 Quadratmeter große und begehbare Außenanlage für die Kattas, die wieselflinken Halbaffen mit dem markanten Ringelschwanz.
    In den verbleibenden Wochen bis zur Eröffnung des DARWINEUM am 8. September 2012 werden weitere rund 40 Tierarten aus dem Rostocker Zoo und aus anderen Tiergärten ins DARWINEUM umziehen. Darunter unter anderem die Galapagos-Riesenschildkröten, Nashornleguane, Kattas, Zwergseidenäffchen und Antilopenziesel.
    Im DARWINEUM werden die Besucher ab 8. September 2012 auf eine spektakuläre Reise durch die Evolution entführt. Die einzigartige Naturerlebnis- und Wissenswelt auf 20.000 qm verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft. Zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken.

    Foto Zoo Leipzig:

    Bebe und Gorgo gehören zu den ersten neuen Bewohnern im DARWINEUM im Rostocker Zoo, eine der größten Gorilla-Anlagen in Europa. Die optimalen Bedingungen sollen sich positiv auf das Familienleben und die Zucht auswirken.
    (25.07.2012)
    Zoo Rostock:   Sonntagsführung im August

    19.08., 10.00 Uhr
    "Kamele und Kulane, Zebras und Watussis"

    Foto: Zoo/Kloock
    Sechs auf einen Streich. Junge Bartkäuze im Rostocker Zoo.
    (10.07.2012)
    Ronny:   Das Prager Terarium^^. Dieses Tera hat aber nix mit dem Zoo zu tun. Es ist ein privatgeführtes Terarium, welches eine kleine Quarantainestation enthält. Dort kamen auch die Kurzschnabeligel, sowie Neuguinea-Sugerglider (nach Praha), Neuguineas-Filander (später nach Plzen) unter. Von hier gingen 1,1 Kurzschnabeligel nach Rostock, die aber wohl nicht allzu lange lebten.
    (13.06.2012)
    BjörnN:   Sie kamen von einem Tierhändler aus Jakarta über das Prager Aquarium.
    (12.06.2012)
    Moritz Jochum:   Sind auf jeden Fall bei den ehemaligen Haltungen eingetragen außerdem sollen sie aus Jakarta gekommen sein
    (12.06.2012)
    BjörnN:   Aus der Zootierliste geht hervor, dass Rostock ein Paar Neuguinea-Kurzschnabeligel aus Prag erhielt.

    Sind diese Tiere noch vorhanden, nur noch nicht vermeldet oder weitergebenen worden bzw. verstorben?
    (12.06.2012)
    Zoo Rostock:   Sonntagsführung im Juli

    15.07., 10.00 Uhr
    "Zu Besuch bei Kamelen und Zebras"

    Foto: Zoo/Kloock
    (12.06.2012)
    Holger Wientjes:   Meerkatzen besitzt man doch mit den Kl. Weissnasen schon. Nur sind diese sehr schlecht zu sehen in einem rückseitigen Käfig am Affenhaus. Würde mich freuen, wenn sie nun ein attraktives Gehege beziehen würden !
    (15.05.2012)
    Jan Beensen:   Steht nun eigentlich schon fest welche Meerkatzen- und Gibbonart nach Rostock ziehen soll oder sind die Tiere schon da?
    (14.05.2012)
    Zoo Rostock:   Hereinspaziert! Das virtuelle DARWINEUM im Rostocker Zoo ist eröffnet
    Abenteuer Evolution - App steht ab heute bereit

    Rein virtuell hat das DARWINEUM bereits heute seine Pforten geöffnet. Ab sofort kann das „Abenteuer Evolution“ als App auf Handy oder Tablet-PC heruntergeladen werden. „Das Programm wird sowohl auf die baldige Eröffnung einstimmen, als auch künftig als mobiler Begleiter für Freunde des Zoos und DARWINEUM bereitstehen“, sagte Zoodirektor Udo Nagel.
    Die von der Erfurter Weltlabor GbR entwickelte DARWINEUM-App soll zum Entdecken, Informieren und Spielen animieren und die Nutzer immer auf dem neuesten Stand über das europaweit einmalige Rostocker Projekt halten. „Wichtig ist uns, dass künftig vor jedem realen Besuch schon alle wichtigen Informationen zum Zoo Rostock und dem DARWINEUM abgerufen werden können“, so Nagel zum Vorteil des immer verfügbaren und aktuellen Serviceangebots.

    Exklusiver Blick ins DARWINEUM
    Die App beinhaltet einen virtuellen Rundgang durch den Rostocker Zoo und das DARWINEUM mit seinen zukünftigen Bewohnern. Der App-Nutzer erfährt viel Wissenswertes über die Ausstellungen zur Evolution, den Artenschutz, die Tiere und Pflanzen sowie geplante Aktionen.
    Begleiten Sie unsere Vorfahren auf ihrem Weg durch die Menschheitsgeschichte. Die App besteht  aus drei spannenden und abwechslungsreichen Leveln, die für Unterhaltung und Spielspaß rund um das Thema Evolution sorgen.
    Ein „Foto-Shooting“ versetzt die App-Inhaber in die Zeit unserer Vorfahren. Wie hätten wir vor Millionen von Jahren ausgesehen? Ein Klick verwandelt die Nutzer in einen Australopithecus, Homo erectus oder Neandertaler. Die Fotomutationen können anschließend per Facebook und E-Mail mit Freunden geteilt werden.
    Die Grundfunktionen der DARWINEUM-App sind kostenfrei. Über das Programm kann eine Spende für die Erlebniswelt und den Zoo ausgelöst werden. Für einen Mindestbeitrag in Höhe von 0,79 Euro stehen zwei weitere Level für das DARWINEUM-Spiel zur Verfügung.
    Die App „Abenteuer Evolution“ ist für iPhone, iPad und Android-Smartphones und -Tablets (z.B. Galaxy-Tab) entwickelt und ab heute im App Store von Apple und auf Google-Play (ehemals Android-Market) verfügbar.

    Foto: Joachim Kloock
    In vier Monaten eröffnet das DARWINEUM. Bis dahin wird unter Hochdruck und rund um die Uhr an dem neuen Zuhause der Rostocker Menschenaffen gebaut.
    (14.05.2012)
    Zoo Rostock:   Sonntagsführung im Juni

    17.06., 10.00 Uhr
    "Von kleinen und großen Katzen"
    (09.05.2012)
    Zoo Rostock:   Sonntagsführung im Mai

    25.05., 10.00 bis 11.00 Uhr
    "Historische Huftieranlage - eine Zeitreise"
    (13.04.2012)
    Zoo Rostock:   Fühlen, hören, tasten - barrierefreies DARWINEUM
    Behindertenverbände übernehmen Beraterfunktion

    Das DARWINEUM im Zoo Rostock soll für alle Besucher zu einem Erlebnis werden. Damit auch Menschen mit Handicap die Evolutionsausstellung optimal erfassen können, sind zahlreiche Aspekte zu beachten. „Barrierefreies Bauen funktioniert nur im Dialog mit den Behindertenverbänden“, betonte Zoodirektor Udo Nagel. „Nur Menschen, die in ihrer Sinneswahrnehmung oder Mobilität eingeschränkt sind, kennen die tatsächlichen Hindernisse und Bedürfnisse bei einem Museumsbesuch.“ Die Abteilungsleiter aus dem Zoo haben sich deshalb mit Vertretern des Blinden- und Sehbehindertenvereines MV e.V. sowie dem Landestourismusverband und dem Verein Ohne Barrieren e. V. zusammengesetzt.
    „Wir pflegen seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit dem Zoo bei allen Neubauprojekten“, sagte Wilfried Steinmüller, Projektleiter „Tourismus für Alle“ beim Landestourismusverband und gleichzeitig Stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Ohne Barrieren“ e. V. „Ich bin nach den Gesprächen mit den Planungsverantwortlichen im Zoo zuversichtlich, dass das DARWINEUM auch für Gäste und Touristen mit Handicap gut zu erkunden ist.“
    „Gerade für Blinde und Besucher mit einer Sehschwäche gibt es unglaublich viele Punkte zu berücksichtigen, damit sich diese sicher durch die Ausstellung bewegen können“, sagte Wolfgang Itter vom Arbeitskreis Umwelt und Verkehr des Blinden- und Sehbehindertenvereines MV e.V. „Es ist hilfreich, dass wir unsere Erfahrungen direkt in der Bauphase einbringen und somit auch noch Verbesserungen anregen können.“
    Grundsätzlich wird zwischen Besuchern unterschieden, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind oder in ihren Sinneswahrnehmungen. Beide Besuchergruppen haben sehr unterschiedliche Anforderungen an einen Ausstellungsrundgang. Während Rollstuhlfahrer vor allem ausreichend Platz brauchen, Türen und Höhenunterschiede durchlässig gemacht werden müssen und bei der Ausstattung der Gastronomie und Sanitäranlagen insbesondere Fragen des Komforts und der Erreichbarkeit von Bedeutung sind, so gestaltet sich die Anpassung für sehbehinderte Besucher in vielen Bereichen noch komplexer. Hierbei stehen Hilfen für die Orientierung und die blinden- und sehbehindertengerechte Informationsaufbereitung im Vordergrund.
    Menschen mit schwacher oder ohne Sehkraft müssen sich in einer völlig unbekannten Dschungelwelt zurechtfinden, die noch dazu durch Glaswände, Felsen und Brücken von normalen Ausstellungen deutlich abweicht. „Das ist eine große Herausforderung. Wir prüfen ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um unseren sehbehinderten Mitmenschen einen möglichst gleichwertigen Aufenthalt im DARWINEUM zu ermöglichen“, unterstrich Nagel. So sind beispielsweise Markierungen an den Glastüren und Treppenstufen zur Besucherhütte vorgesehen. In der Tropenhalle wird es für Langstocknutzer tastbare Wegebegrenzungen geben, die auch in ähnlicher Form für den Außenbereich geplant sind. „Aufgrund regelmäßiger Zooführungen mit blinden Gästen wissen wir auch, wie aufmerksam seebehinderte Besucher einen Tierpark über ihre geschärften Sinne wie Hören und Tasten aufnehmen.“ Es wird aber auch zwei bis drei Wege für abenteuerlustige Besucher geben, die nicht barrierefrei sind. Dies entspricht ca. einem Prozent der gesamten Anlage.

    Innen- und Außen – in Dreischichtsystem geht es voran

    Unterdessen wird unter Hochdruck weiter am Innen- und Außenausbau gearbeitet, um den ambitionierten Zeitplan und Eröffnungstermin im September halten zu können.
    Aktuell werden die großflächigen Gehege-Glasscheiben in der Tropenhalle entlang des Besucherweges eingesetzt (s. Fotos). Die 39 Millimeter starken Spezialwände ermöglichen eine unmittelbare Nähe zu den Menschenaffen.
    Deutschlands größter Quallenkreisel und das Korallenbecken werden Mitte April eingebaut. Gleichzeitig laufen die letzten Vorbereitungen für die  Fundamentarbeiten für das Katta-Haus. Die quirligen Primaten aus der Gruppe der Lemuren ziehen im Sommer in ihr rund 1.600 m2 großes begehbares Außengehege im DARWINEUM um.

    Foto: Joachim Kloock
    Millimeterarbeit - mit Spezialtechnik werden die 500 kg bis 2.000 kg schweren Glasscheiben in die künstlichen Felswände eingesetzt.
    (30.03.2012)
    Zoo Rostock:   Noch familienfreundlicher - die neuen Eintrittspreise des Zoo Rostock mit DARWINEUM
    Nur im Rostocker Zoo gilt: Kinder bis zum 7. Geburtstag erhalten freien Eintritt

    Der Rostocker Zoodirektor Udo Nagel hat heute auf der größten Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin über die Ticketpreise für den Rostocker Zoo mit DARWINEUM informiert. Ab September 2012 können sich die Besucher im DARWINEUM im Rostocker Zoo auf eine spektakuläre Reise durch die Evolution begeben. „Unser Ticketmodell ist auf eine familienfreundliche Philosophie ausgerichtet“, erläuterte Nagel den grundsätzlichen Ansatz.
    „Als einziger Zoo in Deutschland werden bei uns künftig Kinder bis zum 7. Geburtstag freien Eintritt genießen. Darüber hinaus gibt es weitere Familienrabattkarten und preiswerte Jahreskarten.
    Gemeinsam mit dem Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern wird in Berlin auf der bedeutendsten Tourismusmesse auf die Eröffnung des DARWINEUM Anfang September aufmerksam gemacht und um Gäste aus anderen Bundesländern sowie dem Ausland geworben. In der neuen Heimstätte der Rostocker Menschenaffen und den drei großen Ausstellungsbereichen des DARWINEUM sind mehr als 40 faszinierende Tierarten zu erleben. Die einzigartige Naturerlebnis- und Wissenswelt auf 20.000 Quadratmetern verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft. Zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken. Das Edutainmentprojekt ist mit 28,3 Mio. Euro das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte des 113 Jahre alten Rostocker Zoos. Der Rostocker Zoo ist mit 56 Hektar Parklandschaft und 1.700 Tieren aus aller Welt der größte Tierpark an der deutschen Ostseeküste. Jährlich kommen mehr als 500.000 Besucher in den Rostocker Zoo. Mit der Eröffnung des DARWINEUM  wird mit 200.000 zusätzlichen Besuchern jährlich gerechnet.

    Attraktive Preise für Familien
    Alle Preise beinhalten den Besuch des Zoos mit DARWINEUM. Gerade für kinderreiche Familien bietet der Zoo eine Familienkarte ab 45 Euro. Diese ist gültig ab zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Das Besondere dieser Familienkarte ist, dass ab dem 3. Kind kein Aufpreis erhoben wird. Der Tagesticketpreis für einen Erwachsenen beträgt 16 Euro. Ermäßigte Tickets in Höhe von 13 Euro können Kinder ab 16 Jahre, Studenten, Azubis, Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdis) sowie Inhaber eines Schwerbehinderte Ausweis B und eines Warnow-Passes in Anspruch nehmen. Kinder bis zum 7. Geburtstag können den Rostocker Zoo mit DARWINEUM kostenfrei besuchen. Bislang lag die Altersgrenze bei drei Jahren. Kinder von sieben bis 15 Jahre zahlen ab DARWINEUM-Eröffnung 8 Euro.
    Neu eingeführt wird im September die Abendkarte für Erwachsene (10 Euro) und Familien (30 Euro), die eine Stunde vor Kassenschluss erworben werden kann. Auch die Abendkarte für Familien ist ab zwei Erwachsenen und zwei Kindern gültig. Es entstehen keine zusätzlichen Eintrittskosten ab dem 3. Kind.

    Jahreskarte schon ab 7 Cent
    Die beliebten Jahreskarten bleiben mit einer Laufzeit von zwölf Monaten ab Kaufdatum und einem Tagespreis von nur 7 Cent bei der Kinderjahreskarte sehr günstig. Sie berechtigen zur unbegrenzten Nutzung von Zoo mit DARWINEUM. Die Jahreskarte für Erwachsene ist ab 1. November 2012 für 50 Euro zu kaufen. Kinder ab dem 7. Geburtstag zahlen 25 Euro. Ermäßigte Jahreskarten gelten für Senioren, Studenten, Azubis, Bufdis, Schwerbehinderte und kosten 35 Euro. Die neue Jahreskarte für Familien mit unbegrenzter Kinderzahl summiert sich auf 120 Euro. Die Jahreskarte für Hunde bleibt unverändert bei 20 Euro (Tageskarte 6 Euro). Die neuen Jahreskarten für Zoo mit DARWINEUM sind ab November mit einer Laufzeit von zwölf Monaten erhältlich. Die bereits erworbenen Jahreskarten behalten ihre Gültigkeit bis zum 31. März 2013 und gelten auch für das DARWINEUM.
    Erwachsenengruppen ab 20 Personen zahlen in Zukunft 14 Euro und zehn Kinder ab dem 7. Geburtstag künftig 6 Euro pro Person bei einer freien Begleitperson. Der Ticketpreis für Begleitpersonen für Kita-Gruppen mit freiem Eintritt beträgt 14 Euro.
    Der Zoo-Parkplatz bietet 350 Stellplätze für PKW mit einer Tagesgebühr von 3 Euro. Etwa 500 Meter vom Zoo entfernt können rund 700 P+R-Stellflächen bei der Stadtautobahn kostenfrei genutzt werden.
    Zoodirektor Udo Nagel: „Auf zwei Schwerpunkte haben wir bei unserem Preismodell sehr viel Wert gelegt. Zum einen wollten wir die Tickets familienfreundlicher und mit den Abendkarten variabler gestalten. Mit einem freien Eintritt bis zum 7. Geburtstag gehen wir bundesweit ganz neue Wege. Zum anderen möchten wir für unsere treuen Stammbesucher aus Rostock und Umgebung die moderaten Jahreskarten aufrechterhalten.
    Die starke regionale Verbundenheit werden wir nach der Eröffnung des DARWINEUM im Rostocker Zoo mit bewährten und neuen Aktionen untersetzen. So erhalten beispielsweise Rostocker Familien bei der Geburt ihres Kindes eine Jahreskarte als Geschenk. Auch Sonderaktionen zu den Ostertagen, am Landeszootag oder Familientagen sowie mit Kita-Gruppen und Schulklassen werden fortgeführt. Das Abenteuer Evolution im DARWINEUM soll sich sowohl zu einem lebendigen und lebensnahen Mittelpunkt der Hansestadt Rostock als auch zu einem neuen Anziehungspunkt für die Gäste der Stadt entwickeln.“
    (08.03.2012)
    Zoo Rostock:   Foto: Joachim Kloock
    DARWINEUM-ZOO-Bahn
    (29.02.2012)
    Zoo Rostock:   Foto: Joachim Kloock
    So langsam macht sich Dschungelfeeling in der neuen Tropenhalle breit. Der Innenausbau schreitet zügig voran.
    (29.02.2012)
    Zoo Rostock:   Zoo und RSAG Rostock schicken DARWINEUM-Bahn auf die Reise
    „Botschafter auf Schienen“ wirbt für Hansestadt Rostock

    Gemeinsam mit den Mädchen und Jungen der Kita am Schwanenteich haben Zoodirektor Udo Nagel und die Vorstände der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), Jochen Bruhn und Michael Schroeder, heute die neue DARWINEUM-Zoo-Bahn auf ihre erste Reise geschickt.
    Ein halbes Jahr vor der Eröffnung der neuen Heimstätte der Menschenaffen im Zoo der Hansestadt soll die neu gestaltete Straßenbahn der RSAG als mobiler Botschafter unübersehbar im Rostocker Stadtverkehr auf das neue Leuchtturmprojekt der Hansestadt Rostock aufmerksam machen. „Die DARWINEUM-Zoo-Bahn ist auch ein Zeichen für die gute Zusammenarbeit zwischen der Rostocker Straßenbahn AG und dem Zoo Rostock“, betonte Udo Nagel. „Auch in der Zukunft unterstützt die RSAG die Aktivitäten des Rostocker Zoos. Mehr Besucher im Zoo bedeuten zusätzliche Fahrgäste für unsere Busse und Bahnen“, sagte RSAG-Vorstand Jochen Bruhn.

    Mit der 3, 6 oder 28 direkt ins große Abenteuer
    Tradition spielt in der Vergangenheit des Tiergartens und der RSAG eine große Rolle. Bereits 1881 fuhren die Pferdebahnen bis zum Barnstorfer Wald. Anfang des letzten Jahrhunderts wurde die erste elektrifizierte Strecke der Straßenbahn zum damaligen Tiergarten in den Barnstorfer Anlagen gebaut. Auch die Jungfernfahrt der Elektrischen Bahn Pfingsten 1904 führte zum Tiergarten. An der Straßenbahnhaltestelle Zoo-Eingang Trotzenburg zeugt ein betagter Fahrleitungsmast aus der Anfangszeit der Elektrifizierung noch heute davon.
    Den Rostocker Zoo und die RSAG verbindet seit vielen Jahren eine enge Kooperation. Schon seit 2004 werben RSAG und Zoo unter dem Slogan „Direkt ins Abenteuer“ gemeinsam für den größten Tierpark an der Ostseeküste. Die Straßenbahn mit dem Geparden RASAG, das Patentier der RSAG seit 1996, ist der erfolgreiche Vorläufer der DARWINEUM-Zoo-Bahn. Die neue Bahn mit Menschenaffen, Eisbären und dem Gepardenpatentier ist im grün-gelben Layout des DARWINEUM und Zoos gehalten und soll somit für Fahrgäste, Besucher und Betrachter einen hohen Wiedererkennungswert garantieren. 
    Wer das Ziel Zoo hat, kann es mit der Straßenbahnlinie 3, 6 und der Buslinie 28 direkt erreichen -  sonnabends alle 20 Minuten und sonntags jeweils alle 30 Minuten. Montag bis Freitag verkehrt die Linie 6 im Tagesverkehr ca. alle 15 Minuten und die Buslinie 28 Montag bis Freitag in der Zeit von 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr alle 30 Minuten, am Nachmittag etwa alle 12 Minuten zum und vom Zoo.

    DARWINEUM liegt im Zeitplan
    In den kommenden zwei Monaten steht der Ausbau des für Besucher „unsichtbaren“ Versorgungsbereiches im Ausstellungskomplex A und in der Tropenhalle im Vordergrund. Bis April soll dort alles installiert werden, was für den laufenden Tierhaltungsbetrieb von Bedeutung ist. Das umfasst beispielsweise die Elektrik, die Wasser- und Wärmeleitungen, die Fußbodenheizung und Lüftungssysteme. Die Fußböden werden mit einem speziellen Kunstharz versehen, damit das für die Korallenbecken notwendige Salzwasser keine Schäden anrichten kann. Das Salzwasser wird in eigenen Anlagen aufbereitet. Jedes Becken erhält eine gesonderte Filter- und Wasseraufbereitungsanlage. Parallel dazu wird in Kürze mit dem Einkleben der Scheiben, der Abdichtung und Gestaltung der Aquarien begonnen. Den größten Quallenkreisel Deutschlands baut die Spezialfirma Schuran aus Jülich. Er beinhaltet ca. 8.000 Liter Salzwasser.
    In der Tropenhalle sind inzwischen die Arbeiten an den Felsen und die Wandbemalungen abgeschlossen. Die mit Spezialmörtel aufgespritzten und eingefärbten Felsstrukturen stellen eine künstlerische Ausstiegssperre für die Menschenaffen da. Die bereits angelieferten tropischen Pflanzkübel sollen ebenfalls dazu beitragen, Dschungelfeeling zu verbreiten.
    Ab Mai kommen die Ausstellungsbauer, um in der Rotunde die acht Themenboxen zur „Exposition Evolution“ einzurichten. Mit einer Ausnahme sind alle Zeitetappen der Entstehung des Menschen mit authentischen Tieren der jeweiligen Epoche versehen. Zügig voran geht es auch im Ausstellungsbereich zur „Kulturellen Evolution“, der sich an die Tropenhalle anschließt und zu dem Gastronomie, Kino, Shop und Konferenzraum gehören. Die relativ kurze Frostperiode ermöglicht den Außengewerken, die Arbeiten an den Freigehegen zügig fortzuführen, beispielsweise mit dem Terrassen- und Brückenbau. Geplant sind darüber hinaus eine Besucherhütte und eine Plattform, auf der die Fütterung von Gorillas beobachtet werden kann. „Wir liegen gut im Zeitplan und werden unter anderem auf der größten Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin vom 7. bis 11. März sehr intensiv mit einer Eröffnung Anfang September um Gäste aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland werben“, so Zoodirektor Udo Nagel abschließend.

    Im DARWINEUM werden die Besucher ab September 2012 auf eine spektakuläre Reise durch die Evolution entführt. In drei großen Ausstellungsbereichen sind mehr als 40 faszinierende Tierarten zu erleben. Die einzigartige Naturerlebnis - und Wissenswelt auf 20.000 qm verbindet Abenteuer, Umweltbildung und Wissenschaft. Zum Anfassen, Mitmachen und Mitdenken.

    Weitere Informationen unter www.darwineum-zoo-rostock.de.

    Foto: Joachim Kloock
    Den Kita-Kindern gefiel die neue Straßenbahn auf Anhieb. Die DARWINEUM-Zoo-Bahn ist zwar sofort in Rostock unterwegs, aber bis zur Eröffnung ist es noch ein gutes halbes Jahr hin. Zoodirektor Udo Nagel (v. l.), RSAG-Vorstand Jochen Bruhn, Zoo-Verwaltungsratsvorsitzender Prof. Ralf Friedrich und RSAG-Vorstand Michael Schroeder schickten die kleinen Ehren-Fahrgäste auf die erste Reise zum Tierpark.
    (29.02.2012)
    Zoo Rostock:   Veranstaltung im März

    18. März, 10 Uhr: Sonntagsführung "Die Affen im Südamerika-Haus"
    (14.02.2012)
    Frithjof Spangenberg:   Danke Klaus! Ich gestehe ja gerne meine Vorliebe für gute Illusionsgemälde und diese scheinen vielversprechend ...
    (11.02.2012)
    Klaus Schüling:   http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,814567,00.html

    Bericht über den Illusionsmaler, der im Darwineum für die Hintergrundbilder sorgt ...
    (11.02.2012)
    Henry Merker:   @Jan Beensen:
    Die Wapitianlage befindet sich linker Hand neben dem Spielplatz auf der "rechten Hälfte" (Auf der Seite, wo der sich der Eingang "Barnstorfer Ring" befindet.) des Zoos. Besagter Spielplatz befindet sich rechts oben auf dem Plan.
    (19.12.2011)
    Jan Beensen:   Auf der HP habe ich heute gelesen, dass die Wapitis zurück sind.
    Aber wohin sind sie gekommen?
    Es wurde vom Förderverein wohl eine neue Anlage finanziert.
    Leider kann man auf dem furchtbaren Lageplan der HP nichts sehen/erkennen/erahnen.
    (19.12.2011)
    Jan Beensen:   Gibt es eigentlich schon ein Eröffnungsdatum vom Darvineum?
    Sind schon Tiere für das Darvineum angekommen?
    Ich habe mal irgendwo etwas von den Riesenschildkröten gehört...
    (14.12.2011)
    Werner Schindler:   Ja, Alken sind faszinierende Vögel. Wer sie mal beim Brutgeschäft in freier Natur erleben will: der nächste regelmäßige Brutplatz ist Helgoland.

    Aber das mit den Rostocker Vögeln, so wie es geschrieben steht, verstehe ich nicht recht. In der Regel bleiben überwinternde Tordalken draußen auf der Ostsee, aber ab und zu gibt es auch Nachweise an der Küste. Diese Tiere sind oft geschwächt oder krank. So könnte es auch bei den Rostocker Individuen gewesen sein, wenn sie als Funde abgegeben wurden. Auf dem Foto sehen sie aber (wieder?) okay aus, soweit erkennbar.

    Wenn das so sein sollte: Warum entlässt man diese Bewohner der offenen See nach Gesundung nicht wieder in die Freiheit?
    (02.12.2011)
    Gerrit Wehrenberg:   Danke für die Infos und das Foto!
    Hört sich eigentlich gut an - sehen gesund und was noch fast wichtiger ist, MUNTER aus. Wird der Zoo die beiden behalten?Man stelle sich vor: es sind Männlein und Weiblein ... Grund (noch mehr) Tordalken in Rostock zu halten ... man denke an das Café mit deren Namen.
    Man merkt vielleicht, dass ich mich für Seevögel und insbesondere Alken, interessiere und Rostock ist ja gerade zu pädestiniert... denke ich. Dieses Jahr durfte ich in Norwegen das erste Mal wilde Tordalken und Trottellummen sehen; letztere sogar mit wilden Flugmanövern um unser Boot. Und diese faszinierenden Tiere sollten der Öffentlichkeit bewusster gemacht werden; und als kleine „Pinguine des Nordens“, welche teilweise auch noch fast vor unserer Haustür leben, könnte dies für einen Zoologischen Garten auch noch als Besuchermagnet dienen. Und Bern hat mit der ersten Nachzucht bei den Papageitauchern gezeigt wie es geht. Hamburg folgt in 2012...

    (02.12.2011)
    Mel:   Genau da (Pelikanhaus)hab ich sie im Sommer fotografiert. War nicht einfach bei den Scheiben und leider ist auch nur ieses eine Bild halbwegs gut geworden.
    (02.12.2011)
    Steffen Purgander:   Hallo ich kann es euch sagen und zwar sind die Tordalke Fundtiere die abgegeben wurden hatten sich im Stadthafen von Rostock verirrt und nun sind sie im Zoo zu sehen im Sommer im Pelikanhaus und im Winter in der Seevogelvoliere wo sie sich bestens den Besucher präsentieren.
    (02.12.2011)
    Mel:   Ein Foto kann ich heute abend bieten ;), aqber voher sie stammen kann ich leider nicht sagen.
    (02.12.2011)
    Gerrit Wehrenberg:   Hab von den zwei Tordalken bei der zootierliste.de gelesen. Hat jemand Fotos gemacht? Weiß jemand woher diese kommen (Fundtiere?)?
    (01.12.2011)
    Zoo Rostock:   12. November: FamilienSamstag im Rostocker Zoo

    Blick in die Wohnstube der Löwen und
    Krokodilen beim Mittagessen zuschauen
    Günstiger Zooeintritt: 8 € für Erwachsene und 4 € für Kinder

    Der FamilienSamstag im Rostocker Zoo ist ein Tag tierischer Überraschungen. Wer schom immer gern wissen wollte, wie es im „Wohnzimmer“ von Löwen und Jaguaren oder Gnus und Moorantilopen aussieht, sollte den „Blick hinter die Kulissen“ auf der Goßkatzenanlage von (11.00 bis 12.00 Uhr) und der „Historischen Huftieranlage“ (14.00 bis 15.00 Uhr) nicht verpassen. Spannend wird es auch bei den Schaufütterungen. Um 12.00 Uhr kann man den Krokodilen beim Mittagessen zuschauen, um 15.00 Uhr den Husarenaffen und Wanderus beim Kaffeekränzchen. Gefüttert werden ebenfalls Pinguine und Eiderenten sowie in der begehbaren Seevogelvoliere die Inkaseeschwalben.
    In der Eisbärenstube liegt alles bereit, um kleine Zoo-Souvenirs zu basteln oder man läßt sich dort ein Tiergesicht schminken, am Veranstaltungsplatz steht Ponyreiten von 10.00 bis 17.00 Uhr auf dem Familientagsprogramm.
    (02.11.2011)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, da decken sich unsere Eindrücke sehr. Und ich muss sagen, ein sehr schönes Bild, da hatte ich weniger Glück bei den Schneeleoparden. Dafür hatte ich in Rostock großes Glück bei anderen Katzen, bei den Irbissen ist mir das bisher nur einmal gelungen, und zwar bei der Handaufzucht, die sich sehr gern direkt an der Scheibe tummelte.
    (23.10.2011)
    WolfDrei:   Kurzer Besuch im Zoo Rostock - Oliver berichtete schon. Auch für mich eine etwas leere Vogelflugvoliere: keine Samt- und Trauerenten, dafür Nachwuchs u.a. bei den Inkas. Die Afrikaanlage ist OK, entspanntes Miteinander. Die besagte nun verdrahtete alte Schimpansenanlage beinhaltet Kattas. Insgesamt ist für mich der Tierbestand schon größer gewesen, immerhin war ich erstmals dort etwa 1960. Mein Highlight ist weiter die Irbisanlage. Leider: dem in meinem "Einzugsgebiet" einzigen richtigen Elchschaufler hatte man leider selbiges abgesägt. Geburten bei Weißpinseläffchen und Schwarzrückentamarin. Aber : der Preis mit 11.50 ist im Vergleich mit anderen Zoss völlig überzogen! Danach dann ein Riesenbesuch des Warnemünder Strandes.
    (22.10.2011)
    Zoo Osnabrück:   Veranstaltungen
    November 2011

    06.11.; DARWINEUM-Baustellenführung
    ab 10.00 Uhr, Treffpunkt Zoo-Eingang Barnstorfer Ring

    12.11.; Familientag von 9.00 bis 16.00 Uhr mit Blick hinter die Kulissen bei Löwen und Jaguaren auf der Großkatzenanlage, bei Gnus und Moorantilopen auf der „Historischen Huftieranlage“,
    Tiergesichter schminken und kleine Zoo-Souvenirs basteln in der „Eisbärenstube“,
    Ponyreiten von 10.00 bis 17.00 Uhr auf dem Veranstaltungsplatz

    13.11.;Sonntagsführung ab 10.00 Uhr „Tiere des Nordens“

    Foto (Elche): Zoo/Schilling
    (11.10.2011)
    Zoo Rostock:   Veranstaltungen
    Oktober 2011

    ab 02.10. jeden Sonntag, 10.00 Uhr Baustellenführung zum DARWINEUM, Treff: Zoo-Eingang Barnstorfer Ring

    09.10.: Sonntagsführung, 10.00 Uhr „Wo Kamele und Kulane leben“

    Ausstellung
    Darwin-Box: Ausstellung zum Jahresthema „Der schlaue Schwarm“ und Modell DARWINEUM

    In der Darwin-Box ausgestellt: Modell DARWINEUM. Foto: Zoo/Kloock
    (07.09.2011)
    Zoo Rostock:   Tierschau, TIGERENTEN CLUB und Hansa-Show-Truck
    Rostocker Zoofest am 11. September mit Baustellenführung zum DARWINEUM

    Das Rostocker Zoofest am 11. September bietet abwechslungsreiche Unterhaltung für die ganze Familie. Von 10 bis 17 Uhr ist ein buntes Programm mit AOK-Bewegungs-Parcours, EURAWASSER-Bastelstraße und RSAG-Umweltbus zu erleben. Außerdem mit dabei Hansa-Show-Truck, das ukrainische Tanzensemble „Kolorit“, das Tamalan-Theater, Zootiere bei der Tierschau und „Drei Väter“ mit Livemusik.
    Der große Star aber ist Günter, der knallgrüne Kastenfrosch vom TIGERENTEN CLUB. Um 11.00, 13.00 und 15.30 Uhr heißt es „Frösche“ gegen „Tigerenten“ auf der Veranstaltungsbühne bei der TIGERENTEN CLUB on Tour-Show.

    Bereits um 10 Uhr beginnen die Baustellenführungen zum DARWINEUM. Die Teilnehmer können sich vom Stand der Arbeiten überzeugen, erfahren aus erster Hand, wie es weiter geht in den kommenden Tagen und Wochen bis zum Richtfest im Herbst. Treffpunkt ist der Zoo-Eingang Barnstorfer Ring (oberhalb des Parkplatzes).

    Traditionell findet wieder die Zoofest-Tombola mit großem Gewinnspiel statt. Der Hauptpreis ist eine 10-tägige Schiffsreise mit AIDAblu. Die Ziehung erfolgt gemeinsam mit den Veranstaltungspartnern um 16.00 Uhr.
    Das große Rostocker Zoofest am 11. September wird präsentiert von der OSTSEE-ZEITUNG und von ANTENNE MV.

    Foto: Agentur Terbrüggen Show-Produktion GmbH
    (01.09.2011)
    Oliver Jahn:   Urlaub an der Ostsee, da habe auch ich es nun doch noch geschafft, wenigstens einen kurzen Abstecher nach Rostock zu unternehmen.
    Ich habe leider nicht alles geschafft, weil die Zeit wie immer einmal wieder viel zu knapp war, aber ich habe doch die wichtigsten Dinge gesehen.
    Auch wenn ich meinen Rundgang immer im neuen Zooteil beginne, da ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreise, sind meine Eindrücke denen von Liz recht ähnlich.
    Der Zoo entwickelt sich zunehmend positiv.
    Das alte Hirschhaus als Blickfang der neuen Afrika-Anlage ist einfach nur toll. Auch bin ich noch immer erstaunt über das völlig entspannte Miteinander der Arten. Ich habe selten eine so harmonische Gemeinschaftshaltung gesehen. Nach einem Foto von Karsten war ich echt neugierig geworden, in natura wirkt aber alles noch schöner.
    Ansonsten kann ich vielleicht noch ergänzen, dass beim Außenkäfig der Schimpansen nach dessen Umbesetzung die schweren Eisengitter durch leichten Maschendraht ausgetauscht wurden.
    Das Graffunder-Klo hat eine Denkmalschutz-Plakette!!! :-)
    Die Seevogelvoliere kam mir etwas leer vor, ich meine, sie schon artenreicher besetzt gesehen zu haben.
    Bei den Schneeleoparden habe ich beide Tiere gesehen, etwas, was ich nicht von jedem Besuch behaupten kann. Im neuen Teil des Zoos entsteht auch eine neue Anlage für die Wapitis, in dem Bereich sind die ersten Rodungsarbeiten bereits zu sehen.
    Auch las ich etwas über den Umbau des alten Vogel- und Reptilienhauses, und das Darwineum wird sicher auch noch mal ein ganz besonderer Anziehungspunkt, so dass es sich wirklich lohnt, den Zoo in Rostock in regelmäßigen Abständen immer mal wieder zu besuchen.

    (06.08.2011)
    Steffen Purgander:   Ja den Esel gabs und er hieß Joe, der aber leider eingeschläfert werden musste Aufgrund des starken Abbaus des allgemeinzustandes des Körpers zudem aber auch Fussprobleme in Sachen Artrose in den Gelenken und Hufprobleme die trotz allen versuchen leider ohne Erfolg blieben und damit ein weiterer Charakter des Rostocker Zoo verschwindet. Er wurde übrigens 29 Jahre und hatte zuletzt mit den Trampeltieren auf der Anlage gelebt und wo es ihn körperlich noch besser ging halt auch Rasenmäher bei den Bartaffen o. auch den Husarrenaffen machte.
    (29.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Eigentlich ist das eine Art Rückgriff in historische Zoozeiten, als die Gärten von kostbaren Großtieren nur ein einzelnes Exemplar hatten und mancherorts ein Schaf, eine Ziege oder ein Esel als Gesellschaft für einen Elefanten, ein Nashorn (Zoo Berlin) oder gar eine Giraffe (Whipsnade) eingesetzt wurde. Manchmal hatten diese Tiere ihre exotischen Mitbewohner schon auf dem Import begleitet.

    In Rostock gibt/gab es m.W. auch noch einen "Rasenmäher-Esel".
    (29.07.2011)
    Liz Thieme:   Genau, der ist meine Kuhziege. :) Sehr interessante Position, die er inne hat.
    (29.07.2011)
    Michael Mettler:   @Liz: Deine "Kuhziege" ist vermutlich der Schafbock Gisbert, der in Rostock Kultstatus als Multifunktions-Zoobewohner (Rasenmäher auf Affenanlagen & Großtier-Gesellschafter)besitzen soll :-)
    (28.07.2011)
    Liz Thieme:   Diese Woche habe ich mir nun Rostock angeschaut. Eine Anfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln lohnt sich auf jeden Fall bei dieser schönen Stadt und ist vom Hauptbahnhof auch ganz einfach.
    Wenn ich jetzt gerade auf die Wetterinfo der Zoo HP gucke, bin ich richtig glücklich einen Traum-Tag im Zoo verbracht zu haben. Vor allem Menschen die Natur mögen wird der Zoo - der in meinen Augen eher die Bezeichnung Tierpark verdient - begeistern. Die große Fläche, die ja auch Berlin und Nürnberg in entsprechender Weise zu nutzen wissen, ist wunderbar ausgenutzt in ihrem Zusammenspiel Fauna Flora.
    Ich beginne mal meinen Rundgang, der euch vielleicht seltsam vorkommt, nämlich beginnend bei den Luchsen und durchwander ersteinmal den alten Teil. Bei den Schneeziegen zeigte sich ein Jungtier, wenn ich mich richtig erinnere aus der ersten Hälfte Juni, was mich wunderte, da die Nabelschnur noch in recht großer Länge am Bäuchlein hing. Im Januar war ich noch sehr erstaunt und auch begeistert von der Feststellung, dass es weiße Gerfalken gibt. Nun konnte ich dieses wunderbare Exemplar in voller Pracht selbst erleben. Es blieb schön ruhig vorne auf dem Stumpf sitzen und lies sich fotografieren. Der Regenwald-Pavillion gefällt mir sehr gut von seiner Einrichtung und die Rhinozeros-Hornvögel zeigten sich sehr aktiv im Außengehege. Bald darauf folgte das Highlight für mich, die Löwen taten das Übliche und wurden dementsprechend rechts liegen gelassen, gleiches Schicksal ereilten die Erdmännchen. Die Jaguar-Anlage erschien leider leer und im Haus wartete ein sehr aufmerksamer Jaguar-Kater. Er wirkte leicht aufgeregt bzw. nervös, des Rätsels Lösung: ein rasenmähender Mensch auf seiner Anlage. Bei dem Kater handelte es sich, beim abendlichen Fleckenabgleich festgestellt, um den 2jährigen Yuma. Ein Prachtkater. Den ich niemals auf 2 Jahre geschätzt hätte, sondern älter und ihn daher auch erst für ein anderes Tier gehalten habe. Seine Eltern waren leider nicht zu sehen. Die Anlage gefällt mir sehr gut, ich kenne keine deutsche Anlage die an diese ranreicht. Und für Besucher gibt es ganz hinten noch einen tollen Einblick, wo man (wenn die Tiere auf der Anlage sind) sie in Ruhe beobachten kann. Ähnlich begeistert bin ich von der Schneeleoparden-Anlage und deren Möglichkeiten für die Besucher. Sehr gelungen ist der Geparden-Komplex. Die vier Jungtiere sind gut gediehen und ihr Vater lag im Nebengehege - wobei ich irgendwie im Kopf habe, dass ich auf der Hauptanlage fünf Tiere gesehen habe *grübel*. Man kann nur hoffen, dass hier eine neue Zucht entsteht und die Jungtiere ein gutes neues Zuhause finden.
    Habt ihr schon mal vor einer Binturonganlage gestanden, die nicht nach Binturongs riecht? Ich bisher nicht. Es war seltsam und unnormal, es fehlte was. Zum Glück wehte dann doch noch eine Wolke hinüber. Weiter ging es zur Elefantin und der Überlegung, was man da alles mit der Anlage so anstellen könnte. In der Erweiterung lebt derzeit eine Kuhziege. Das Aquarium war mir zu voll und es ging daher schnell in die Elefantenlodge. Die haben zwar komische Ansichten zu Müllersparnis bzw. Müllverursachung, aber das Essen schmeckt. Bei den Affen leben noch eine Gruppe Orangs und nebenan ein Silberrücken. Weiterlängs lebt eine Weißnasen-Meerkatze mit einer Gruppe Kattas zusammen. Es wird wirklich Zeit, dass das Darwineum fertiggestellt wird.
    Die Pinguinanlage sah auch sehr vereinsamt aus mit den wenigen Pinguinen. Imposant wirkt danach die Eisbärenanlage, auf der Blizzard und Vienna sich die Zeit vertrieben. Nebenan träumte Churchill vor sich hin (siehe Foto). Die Kodiakanlage ist schön begrünt, so dass sie freundlich aussah. Und der Kodiak auf ihr belebte sie nicht nur aufgrund seiner Rundgänge, sondern auch durch seine Farbe. Weiter ging es zur Afrikaanlage, bei der sich die einzelnen Arten sehr stark innerartlich gruppierten. Die Gnus zeigten keine Scheu und kamen recht nah ran. Wunderschön finde ich auch das Südamerika-Haus in dem Dahliengarten. Leider war das Gürteltier nicht zu sehen. Die Idee des Baus gefällt mir sehr gut und kann man für viele Tiere übernehmen.
    Die Elchzwillige konnte ich nicht entdecken, wobei ich auch nicht nach ihnen gesucht habe.
    Nun ging es in den neuen Zooteil. Die Wildhundanlage ist derzeit durch Kamerunschafe bewohnt und die Wildhunde im Vorgehege. Sie konnten nicht rechts des Weges in die Anlage, da die Schieber der Brücke funktionsuntüchtig sind. Interessante Kombi sind die Kulane und Yaks, die ein Jungtier aus dem Juni mit sich führten. Die Regenfälle führten wohl dazu dass ein Baum ins Gehege stüzte, auf jeden Fall haben die Tiere ihren Dienst geleistet und die Hälfte des Baumes schon entrindet. Der großen Runde folgend kann man die Mischung aus Zebra-Elen-Watussi-Anlage genießen. Und in der Ruhe liegt der Genuss. Denn man muss den Tieren nicht immer hinterher laufen, denn sie kommen irgendwann zu einem. Auffällig ist hier eine Elen, deren Hörner eher an eine Säbelanlage erinnern. Das Kuriosum des Zoos lebt ebenfalls auf dieser Anlage, das Damarazebra mit weiß-grau-braunem Rückenfleck. Sieht auf Entfernung plaquig auf, ist aber ganz normal ins Fell eingegliedert. Wenn man sich dort noch nicht genügend erfreut hat, kann man dies bei den Husarenaffen und Bartaffe tun, die beide jeweils eine schöne Anlage haben und deren Beobachtung eine Empfehlung wert ist. Bei der Seevogel-Anlage bekam ich endgültig den Wunsch nach einem Strandkorb. Mit einem Schlenker zu Otter und Waschbär war es auch das Ende des Zoospaziergangs.
    Ich hoffe ich habe nichts vergessen....Jeder der bisher es noch nicht in diesen Zoo geschafft hat, der sollte dies nachholen. Ab sofort gibt es einen neuen Zoo in meiner Favoritenliste und ich hoffe, dass der Zoo sich so weiterentwickelt und sein Gesicht bewahrt. Flächenpotential ist ja da :) Fazit: der Tag hat sich sehr gelohnt!
    (28.07.2011)
    Steffen Purgander:   Die Vergesellschaftung ist erstmal auf der neuen Huftieranlage mit allen Tieren abgeschlossen und sieht auch momentan sehr gut aus und unsere Eisbärindame Vienna ist mit dem neuen Eisbärmann namens Blizard aus Italien zusammen gelassen worden sehr harmonisch das ganze, der Eibärmann solle evtl. decken bevor er zum Eismeer nach Hamburg weiter zieht was ja auch sein wahrer Bestimmungsort ist da die Leute dort ja noch im Bau sind wurde er erstmal hier in Rostock eingestellt, naja ist aber noch ziemlich grün was das Paarungsverhalten angeht mal schauen wie es weiter geht.
    (25.03.2011)
    Michael Mettler:   Genau deshalb frage ich ;-) Bin gespannt, ob die drei Bullen dann noch kompatibel sein werden. Drücke aber die Daumen.
    (18.03.2011)
    Steffen Purgander:   Also noch nicht, alles noch recht junge Tiere wo dat alter von ca.1,5 - 2 Jahre reicht aber wenn die dann alle so in ihre Phasen kommen naja wird spannend wie sich dat entwickelt
    (18.03.2011)
    Michael Mettler:   Das hört sich nach einer interessanten Vergesellschaftung an. Sind irgendwelche der Neuzugänge schon in geschlechtsreifem Alter?
    (18.03.2011)
    Steffen Purgander:   im Huftierrevier sind jetzt 1,1 südliche Streifengnus mit 1,4 Litschi Moorantilopen, 1,3 Pferdeantilopen und 3 Grauhalskronenkranichen zusammen, lief bisher noch sehr entspannt. Die Gnus kamen aus dem Opelzoo Kronberg, der Litschibock aus Polen und der Pferdebock kam aus dem Zoo Liberec


    (18.03.2011)
    Liz Thieme:   :) Danke das ist lieb von euch.
    Er bringt die Bilder, die ich im Kopf habe, wieder hervor und zum Leben. Es ist ein schönes Exemplar.
    (21.01.2011)
    Oliver Jahn:   @Liz, da will ich doch gerade an meine externe Festplatte gehen, um nach dem Gerfalken in Rostock zu schauen, da erreicht mich doch eine Mail von WolfDrei, der schneller war, aber mir den Vortritt beim Einstellen lässt. :-) Lieber WolfDrei, danke für dieses wirklich tolle Bild, aufgenommen 2009.
    (20.01.2011)
    Holger Wientjes:   Demnächst gibt es noch Protestaktionen gegen Protestaktionen...

    Also wenn denn wirklich noch eine Nichthuftierart mit einziehen soll, dann werden es bestimmt Mangusten werden, schätze ich ´mal, da sie quirlig und gut zu beobachten sind (Surikaten... ?) Bei einem recht grossen Areal wie der besagten Fläche, denke ich nicht, dass die z.B. Löffelhunde kommen, da sich die Tiere doch gerne mal zurückziehen und dann nicht sichtbar sind. Die Tiere in DO habe ich bei mehreren Besuchen z.B. nie ausserhalb ihres "Termitenbaus" gesehen.
    (30.12.2010)
    WolfDrei:   ps: "Gegenaktion gegen" - Blödsinn, das wäre ja positiv: also AKTION gegen den BAU an der angedachten Stelle
    (30.12.2010)
    WolfDrei:   Höre gerade von einem Besucher des Rostocker Zoos, daß es dort eine "Bürger-Gegenaktion" gegen den Bau des Darwineums ("Menschenaffenhaus")an der vorgesehenen Stelle des "neuen" Zooteils (Bahrensdorfer Wald) gibt, da dort Bäume gefällt werden müßten.
    (30.12.2010)
    Michael Mettler:   @Holger: Stimmt, Springböcke habe ich ganz vergessen. Das wäre eine kompatible Alternative zu den beiden Kleingazellenarten. Und es ist nur eine Anlage, die unter dem Thema Afrika stehen wird, asiatische Antilopen haben also dort keinen Platz mehr.

    Die Gefahr des Einbrechens wäre am wenigsten gegeben, wenn die Bodendecke zwecks Klauenabriebs der Antilopen überwiegend hart wäre (also keine "grüne Wiese"), denn dann hätten wühlende Kleinsäuger weniger Chancen, Gänge zu graben (wenn es nicht gerade Erdferkel sein sollen....). Ob ein solcher Boden allerdings den Litschis zuträglich wäre - wie gesagt.
    (30.12.2010)
    Holger Wientjes:   Springböcke wären noch eine Möglichkeit. Impalas denke ich schon aus dem Grunde nicht, weil sie den Litschis in Grösse, Färbung, Kopfschmuck zu ähnlich sind.

    Bei einer das Gelände zu stark unterwühlenden Kleinsäugerart hätte ich immer Angst, dass die Huftiere einbrechen könnten. Ist die Planung von 2008 denn noch aktuell und solle es denn ein grosses Gemeinschaftsgehege werden oder mehrere ? Dann kämen Nilgaus und HZA oder Kropfgazellen ja auch noch in Betracht.

    In Hamburg klappt ja die Kombi mit Warzenschweinen und Zebras/Straussen. Wie sieht es denn dort mit der Grabetätigkeit aus ?

    Wünschen würde ich mir eine Gazellenart und Ducker/DikDiks.
    (30.12.2010)
    Michael Mettler:   Spielen wir doch die Möglichkeiten mal durch: Eine zweite Pferdebock- oder Wasserbockart auf der Anlage dürfte nicht in Frage kommen, da wäre wohl Trouble mit den beiden ansässigen Arten vorprogrammiert. Mit Gnus und Kaamas vermutlich ebenfalls, zumindest in Richtung der Pferdeantilopen. Blieben von den großen Arten eigentlich nur Großer Kudu und Elenantilope, wobei letztere in Rostock schon auf der Zebraanlage vertreten ist und die Kombi Pferdeantilope/Elenantilope in Dortmund nicht gerade eine Erfolgsgeschichte war.

    Bei den mittelgroßen Arten liefe es am ehesten auf Blässböcke oder Impalas hinaus, die recht kompatibel sind. Die geplanten Kopfzahlen je Art sprechen aber eher gegen Impalas. Sitatungas würden eine weiche Bodenbeschaffenheit benötigen (die allerdings auch für die Litschis zumindest stellenweise vorhanden sein sollte), mögen aber wie Kleine Kudus eher deckungsreiche Strukturen. Über die Eignung von Dama- oder Mhorrgazellen für Gemeinschaftshaltungen weiß ich nicht viel.

    Blieben schließlich noch kleine Arten wie Thomson- oder Dorkasgazelle, Rotducker und Dikdik, wenn ich mal die am besten verfügbaren nehme. In einem eher offen gestalteten Gehege wäre eine der Kleingazellenarten vielleicht die günstigste Wahl.

    Also wage ich mal einen Tipp: Die beiden zusätzlichen Arten könnten aus dem Kreis Großer Kudu, Blässbock, Thomson- und Dorkasgazelle kommen. Übrigens alles Arten, die früher in Hannover längere Zeit zusammen gehalten wurden (die beiden Gazellenarten nicht gleichzeitig, aber nacheinander zusammen mit Kudus und Blässböcken). Wenn ich es mir so überlege, würde dann sogar der Litschi wegen seiner Anpassung an weichen Untergrund am schlechtesten in das Spektrum passen...
    (30.12.2010)
    Jan Beensen:   @ Michael Mettler: diese Kombi im Artis gibt es nicht mehr. Im Sommer 2010 waren die Erdmännchen nur im Kleintier- und im Gorillahaus.

    Wenn die Bepflanzung / der Baumbestand so geblieben ist wie damals, dann ist das Savanne pur.
    Dann wohl nichts für KleineKudus.
    (29.12.2010)
    Michael Mettler:   @Jan Beensen: Zumindest in Amsterdam gibt es eine Kombi aus großen Huftieren und Mangusten (Grevyzebras, Weißschwanzgnus, Erdmännchen). Dementsprechend zerlöchert sieht auch das dortige Gehege aus, aber es scheint ja dennoch zu funktionieren.

    Bewährt haben sich die Stachelschweine in Duisburg nicht, es gab Verluste unter den Antilopen durch eingedrungene Stacheln.

    Ich weiß nichts über die Struktur der Rostocker Anlage, aber Kleine Kudus bevorzugen ähnlich wie Bongos deckungsreiche Gehege, weshalb sie sich in für sie zu offenen Gemeinschaftsanlagen häufig weit in den Hintergrund zurückziehen und dann nicht besonders schauattraktiv sind (siehe die Giraffenanlagen in Stuttgart und früher in Hannover). Da würde ich für die Rostocker Gemeinschaft eher Große Kudus als einen Versuch wert sehen. Vorerst bleibt aber die spannende Frage, ob inzwischen ein Litschi-Bulle mit den Pferdeantilopen zusammengewöhnt wurde. Seitdem die beiden Arten in den alten Gehegen zusammenlebten, bestand die Litschi-Gruppe m.W. nämlich nur aus Kühen, und männliche Wasserböcke sind in Gemeinschaftshaltungen mit großen Arten schon häufig als Stänkerer aufgefallen.
    (29.12.2010)
    Jan Beensen:   Das hört sich gut an.
    Aber wären die Grabetätigkeiten von Magusten nicht für eine Huftieranlage zu extrem?
    In Duisburg haben sich doch Stachelschweine bewährt, oder?
    Und in Hannover müsste es doch bald KleineKudus und Rotducker "zum mitnehmen" geben.
    Habe ich zumindestens mal gehört...
    (29.12.2010)
    Michael Mettler:   Zum Besatz der neuen Afrika-Anlage am historischen Hirschhaus sagt der Jahresbericht 2008 Folgendes:

    "2 große Antilopenarten mit je ca. 5 Tieren und Jungtieren sowie 2 mittelgroße bzw. kleine Antilopenarten mit je ca. 5 Tieren und Jungtieren. Im denkmalgeschützten Hirschhaus sollen zwei Vogelarten und eine Kleinsäugerart leben."

    Nun weiß ich nicht, ob der Zoo die Litschis als große oder als mittelgroße Art definiert (bei den Pferdeantilopen ist es ja eindeutig), aber das verspricht interessant zu werden. Da das Hirschhaus für Besucher unzugänglich mitten in der Anlage positioniert ist, bedeutet die Unterbringung einer Kleinsäugerart demnach wohl auch, dass diese zusammen mit den Antilopen die Freianlage nutzen wird, und da scheiden dann schon mal etliche Arten aus. Sind da womöglich Löffelhunde oder Mangusten in Planung? Von Erdwölfen wage ich ja nicht zu träumen...
    (29.12.2010)
    Liz Thieme:   Die Mutter der 5 Gepardenkinder ist an akutem Nierenversagen gestorben. Man versucht nun die Jungtiere per Flasche urchzubringen. Man hatte in Tiha große Hoffnungen gesetzt, sie war erst letztes Jahr nach Rostock gekommen.
    (09.08.2010)
    Karsten Vick:   @Oli, danke für deine Bestätigung, ich weiß, dass wir das Schild genauer betrachtet haben, weil die Äffchen schon neu auf der Anlage waren, da wäre uns das Lummenschild sicher aufgefallen.
    Zu den Verlustursachen bei den Lummen steht in den Jahresberichten nichts (der neueste ist der von 2008), aber Lummen sind bekanntlich empfindliche Vögel und so richtig happy sahen die nie aus, solange ich sie aus der großen Seevogelvoliere kenne.
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   Nach den Aussagen, die Karsten und ich erhalten haben, existiert nur noch ein Tier, ich gehe davon aus, dass die anderen gestorben sind.
    (02.08.2010)
    Gerrit Wehrenberg:   Gibt es sicher nur noch ein Einzeltier? Was ist mit dem Rest geschehen?
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   Karsten, ich würde darum wetten, dass das Schild bei unserem Besuch dort auch noch nicht war! Wir haben doch beide die Anlage noch erstaunt begutachtet, und waren ganz erstaunt, dass die Kattas weg waren. Ich bin auch etwas verwundert, denn diese Anlage hätte ich nie als neues Gehege für eine Lumme vermutet. Vielleicht bringt man das letzte Tier dort auch nur behelfsmäßig unter. Woran die Haltung generell gekrankt hat, das haben wir nicht erfragt.
    (02.08.2010)
    Gerrit Wehrenberg:   @ Karsten: Ja, genau an der Anlage stand das Schild!

    Was genau ist den nicht so glücklich verlaufen bei der Haltung der Lummen?
    (02.08.2010)
    Karsten Vick:   So haben wir es gehört, Oli. Bleibt die Frage, wo der Restbestand nun aufbewahrt wird, denn das Schild haben wir beide nicht gesehen. Kannst du uns beschreiben, wo das Schild stand, Gerrit? Die Kombination von Weißbüscheläffchen, Fröschen und Wasserschildkröten spricht für die alte Gibbon-, spätere Katta-Anlage, also eine kleine Insel zwischen Menschenaffenhaus und Elefantenanlage. Eine andere Stelle dafür fällt mir nicht ein. Und das Schild spricht jedenfalls dafür, dass doch noch die eine lebt.
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   Der Zoo hatte leider mit den Tieren nicht so viel Glück und wenn überhaupt, dann gibt es nur noch ein einziges Tier.
    (02.08.2010)
    Gerrit Wehrenberg:   Kurze Frage: Zum ersten Mal habe ich den Zoo in Rostock besucht. Ein Highlight war für mich die Trottellummen. Leider waren gerade die nicht zu sehen! Ich hatte sie in der Seevogelvoliere vermutet - aber auch kein Schild war zu entdecken ... später fand ich es an einer kleineren Anlage ((zusammen mit Weißbüscheläffchen?)siehe Bild)
    Allerdings luckte nur ein Krallenaffe durch den Schieber ... kann mir vielleicht ein kundiger Rostocker Klarheit verschaffen?
    (02.08.2010)
    Oliver Jahn:   Tja, Karsten, das habe ich auch heute in der Ostseezeitung gelesen. Aber vielleicht haben wir im naechsten Jahr das Glueck, denn wie es aussieht, scheint der Knoten ja jetzt bei den Schneeleos geplatzt zu sein.
    (20.07.2010)
    Karsten Vick:   Zum Vergleich hab ich mal den historischen Bauzustand aus der Chronik gescannt.Ich schließe mich Olivers Meinung an, es ist eine sehr schöne Nachbildung und gleichzeitig Weiterentwicklung des alten Hauses. Man sieht auf dem Scan die entgegengesetzte Seite von Olivers Foto und man sieht, wie die beiden anderen beiden Giebel auch bei dem Neubau gestaltet sind, als Spitzdach. Auf die neu besetzte Anlage freue ich mich schon sehr.

    Gestern (@ Oliver: Warum eigentlich nicht schon letzten Donnerstag?!?) wurde der neueste Zuchterfolg der Öffentlichkeit präsentiert: die erste gelungene Naturaufzucht beim Schneeleoparden... Es ist ein kleines Weibchen.
    (20.07.2010)
    Oliver Jahn:   Mein Internet ist hier nicht so toll, also noch ein zweiter Versuch.
    (18.07.2010)
    Oliver Jahn:   Und hier ein Bild von neuen alten Hirschhaus.
    (18.07.2010)
    Oliver Jahn:   Ein kurzer Bericht von meinem Besuch im Zoo Rostock.
    Yaks und Kulane haben wieder Nachwuchs, bei beiden Arten scheint man langfristig wieder größere Herden aufbauen zu wollen, was sich auf der Anlage auch ganz hervorragend anbietet.
    Ebenfalls gibt es wieder Nachwuchs bei den Elchen.
    Die Binturongs haben sich gut eingelebt und waren sehr aktiv, bei den Wickelbären gibt es jetzt zwei Tiere.
    Die neue Afrika-Anlage ist fast fertig. Das historische Hirschhaus ist in altem Glanz wieder aufgebaut und bietet einen ganz tollen Blickfang, bei dem ich ins Schwärmen geraten könnte. Auch der Langstall, der sich daran anschließt passt hervorragend dazu und wirkt durch den reichen Baumbestand keinesfalls störend. Bald soll die Eröffnung stattfinden. Erst einmal ziehen hier wieder die Pferdeantilopen und die Litschi-Wasserböcke ein. Dann sollen noch einige Vogelarten dazukommen, erst einmal werden wohl die Kronenkraniche umziehen. Danach will man nach und nach bis zu drei weitere Antilopenarten mit auf die Anlage bringen. Nachgedacht wird hier über einiges, aber man wird sehen, was davon zu realisieren ist. Die Wapitis bekommen ein neues Gehege an der Jägerhütte, gegenüber der Kulane.
    Das Darwineum soll bereits 2012 eröffnet werden und es sollen damit ca. 30 neue Tierarten in den Zoo kommen, etwas für Rostock wirklich einmaliges. Und ja, man wird die Elefantenhaltung aufgeben, die Gründe, die wir dafür geliefert bekamen, waren mehr als stichhaltig. Aber evtl. dadurch verursachte Besucherrückgänge wird das Darwineum mehr als kompensieren. Quellen habe ich keine. Und bevor ich mich hier dem Aküfi mit PM, PB, meAg oder meOg hingebe, empfehle ich jedem, der mir nicht einfach so glauben möchte, einfach mal hinzufahren und sich alles selber anzusehen und anzuhören.

    (18.07.2010)
    Ralf Wagner:   Es ist zwar schon etwas länger her(22.8.2009), aber vielleicht interessiert es den einen oder anderen doch, ich hab noch ein Foto des besagten Robbenbeckens mit zwei Kegelrobben aus Mitte der 1980er(sorry für die Qualität, meine technischen Möglichkeiten damals waren sehr begenzt ;).
    BG
    (02.07.2010)
    Niedersachse:   Platschow hat 2010 0,2 Patra und Buni von Corty Althoff bekommen.
    (02.07.2010)
    Karsten Vick:   Also Oli, eine Pressemitteilung zur Eröffnung hab ich noch nicht gelesen, allerdings sollten sie eigentlich schon recht weit sein. Wenn du es demnächst selbst in Augenschein nimmst, dann denk an mich....
    (01.07.2010)
    Michael Mettler:   Zu Anti-Erdmännchens Beitrag mit Platschow als Rostock-naher Elefantenhaltung: Neben den von Anfang an vorhandenen Afrikanern werden dort jetzt auch Asiaten gehalten (laut EEG-Elefantenmagazin).
    (01.07.2010)
    Oliver Jahn:   Kann mir jemand aktuell sagen, wie weit der Zoo Rostock mit dem Umbau der ehemaligen Hirsch- und Antilopenanlage ist?
    (01.07.2010)
    Anti-Erdmännchen:   Es liegt zwar nicht im klassischen Sinne um die Ecke, aber mit dem www.elefantenhof-platschow.de gibt es eine recht naheliegende Elefantenhaltung. Da kann man ja gegenseitig Prospekte auslegen oder sonstwie kooperieren.
    (26.05.2010)
    Sacha:   Die Reaktionen zum Artikel in der Ostsee-Zeitung zeigen deutlich, was ich geschrieben habe: Elefanten sind als Zugpferde kaum zu ersetzen.

    @Oliver: Ja, Frankfurt und andere Zoos haben es vorgemacht. Aber viele ONBs fragen dort heute noch nach Elefanten und/oder rümpfen die Nase darüber, dass es keine hat.
    Ich muss hier allerdings klarstellen, dass ich nicht in jedem Fall die Aufgabe der Elefantenhaltung in einem Zoo bedaure. Im Fall von Frankfurt war es m. E. richtig. Und dort hat man ja noch Zugpferde wie Nashorn, Giraffe und Flusspferd nebst Raubkatzen, Grossbären und Menschenaffen.
    In Rostock sind die im Vergleich rarer (wie übrigens auch die Raritäten für Zoofreaks). Nebst finanziellen Aspekten entschied man sich oft auch wegen des mangelnden Platzes für die Haltungsaufgabe. Rostock ist aber gerade einer der wenigen Zoos, die noch bebaubare Flächen vorweisen.
    Noch ein Wort zu den Walrossen: Sie zählen ebenfalls zu meinen Lieblingen, sind für ONB sehr attraktiv und würden - da gebe ich Dir voll und ganz recht - prima ins nordische Konzept des Zoos passen (wobei wir nicht ausser acht lassen wollen, dass man aus diesem Grund dann auch auf die Menschenaffen verzichten könnte).
    Eine eigene Anlage und die Beschaffung eines vernünftigen Anfangsbestandes (mindestens 1,2) würden ordentlich ins Geld gehen. Ob das soviel weniger kostet als eine neue Elefantenanlage?
    Und im Unterhalt sind Walrosse (teure Meeresfrüchte) ebenfalls kaum günstiger als Elefanten.

    @Jennifer: Massenware Breitmaulnashorn - das kommt sicher auf den Standort darauf an. In Deiner Region wurden Breitmäuler in den letzten Jahren sogar eher abgebaut (Heidelberg, Rapperswil). Allerdings ist Augsburg ja nicht so weit weg von Dir, oder?:).

    Allgemein ist eine Zunahme bei der Haltung der B. festzustellen. In Frankreich halten die Zoos und Safariparks, die Nashörner halten, mit zwei, drei Ausnahmen ausschliesslich Breitmäuler. In Spanien und Italien ebenso. Zürich plant Spitzmäuler mit Breitmäulern zu ersetzen, Dortmund hat dies schon getan (allerdings wurden dort schon vorher Breitmäuler gehalten). Schmiding hat vor nicht allzu langer Zeit mit deren Haltung begonnen. Und auch in den Niederlanden und Dänemark dominiert diese Art.

    Ich gebe Dir aber recht, dass man auch auf den Breitmaulnashorn-Bestand in Zoos achten soll, damit er nicht wie - zumindest habe ich den Eindruck - beim Afrik. Elefanten ins Hintertreffen gerät.

    @Holger: Im Prinzip sind wir einer Meinung. Auch mich stört es oft, wenn wegen einer neuen Elefantenanlage andere Wildtiere weichen müssen (Hingegen hätte ich bei Haustieren überhaupt kein Problem). Ich hätte eben gerne beides. Das ist manchmal einfach nicht machbar, manchmal habe ich aber auch den Eindruck, dass die Zooverantwortlichen es sich zu leicht machen und Tiere lieber abgeben, statt eine Alternative im eigenen Zoo zu suchen.

    Sorry, ich bin abgeschweift. Von mir aus gerne wieder zurück zu Rostock:)
    (26.05.2010)
    Michael Mettler:   Der Artikel bestärkt mich sogar noch in meiner Deutung...
    (26.05.2010)
    Jennifer Weilguni:   @Karsten Vick
    Ja, dann brauchen wir jetzt nur noch jemanden, der sich seinen "Goldfinger" abhackt um damit den Neubau zu finanzieren. Liebe Sara, "stirb an einem anderen Tag", dann bleit den Rostockern noch ein bisschen Elefant erhalten :-)
    (26.05.2010)
    Karsten Vick:   So Leute, hier habt ihr den Artikel
    http://www.ostsee-zeitung.de/rostock/index_artikel_komplett.phtml?param=news&id=2776288
    gleich mit den passenden und zu erwartenden Lesermeinungen. Liest sich so, als ob man den Elefantenum- bzw. Neubau richtig schön schwarz malt (Platzanforderungen, Finanzbedarf, Tierbeschaffungsmöglichkeiten), um ihn nicht jetzt anpacken zu müssen. Sag niemals nie - das wusste schon James Bond...
    (25.05.2010)
    Oliver Jahn:   Ich habe gar kein Anti-Elefanten-Argument geliefert, ich wollte nur versuchen, die Entscheidung, die Rostock ja nun mal öffentlich getroffen hat, in einen Kontext zu bringen, der zu diesem Zoo passen könnte, ohne dahinter einen "Schachzug" zu einer Durchsetzung der Elefantenhaltung "durch die Brust ins Auge" zu vermuten. Wie bei allem kann natürlich auch hier alles ganz anders sein. Es könnte aber auch einfach nur stimmen, was Rostock da an die Presse gegeben hat. Historisch begründet und auch aktuell betrachtet liegt das im Rahmen des durchaus Denkbaren.
    (25.05.2010)
    Michael Mettler:   Die Anti-Elefanten-Argumente könnte man allerdings genausogut als Anti-Gorillas-Argumente einsetzen. Aber für Gorillas wird in Rostock neu gebaut...
    (25.05.2010)
    Holger Wientjes:   @Sacha: Klar muss und soll es genügend Zoos geben die Afrikaner bzw. generell Elefanten halten. Nur mache ich mir bei bestimmten Arten keine Sorgen ,dass sie, aufgrund ihrer Beliebtheit bei den Besuchern, aus den Parks verschwinden werden, selbst, wenn der eine oder andere Zoo die Haltung beendet. Dazu zähl ich auch Arten wie Tiger, Eisbär, Gorilla und co. Alles Arten, die ich total faszinierend finde, über deren Zukunft im Zoo ich mir aber keine wirklichen Gedanken mache. Schade finde ich es aber immer, wenn gerade für Elefanten, andere bedrohte oder zumindest im Zoo selten zu sehende Arten weichen müssen. Daher finde ich es nicht schade, wenn mal ein Zoo aus der Elohaltung aussteigt. Wobei Rostock ja wirklich genug Platz zur Verfügung hat. Und wie schon erwähnt, kann man ja in einigen Jahren darauf zurückkommen.
    (25.05.2010)
    Oliver Jahn:   Vielleicht muss man das ganze auch noch ein wenig näher mal aus der Geschichte heraus betrachten, und Karsten, als wirklicher Kenner der Szene, möge mich berichtigen, wenn ich hier falsch liege.
    Erst einmal lebt ja der letzte Elefant noch, so dass hier nur ein Auslaufen nach dessen Ableben angekündigt wurde. Und das ist in einem Zoo, wie dem in Rostock vielleicht etwas leichter, als in anderen Zoos. Das jetzige Elefantenhaus war mehr oder minder ja immer ein Provisorium, das Haus war dem Grunde nach gar nicht für die Elefanten vorgesehen. Außerdem hatte Rostock schon immer seine Hauptausrichtung (wenn auch nicht ausschließlich) im Bereich der nordischen Tiere und der Tiere des Wassers, von daher würde ich eine Priorität bei den Tigern z.B. durchaus verstehen.
    Die Elefanten waren ja zu ihrer Zeit eigentlich mehr oder weniger der "Türöffner" zum anerkannten Großzoo der damaligen DDR. Was in Schwerin die Nashörner waren, in Magdeburg das Dickhäuterhaus, in Cottbus und Erfurt die Raubtierhäuser, das war in Rostock ein Warmhaus für Elefanten. Damit wurde aus einem Tierpark ein Zoo. Heute braucht es solche Merkmale nicht mehr, daher ist heute ein Verzicht sicherlich auch viel leichter.
    Natürlich hat Rostock auch für andere Tierarten neue Anlagen geschaffen, aber wie bereits mehrfach hier schon erwähnt, hat Rostock da den etwas anderen Weg beschritten beschritten, erst einmal für die vorhandenen Tiere angemessene Unterkünfte zu bauen, und nicht für ganz neue Arten ganz neu zu bauen. Ob das für immer so bleiben wird, das mag wohl selbst der Zoo jetzt noch nicht zu beurteilen, aber erst einmal sind eben die noch in größerer Zahl vorhandenen Menschenaffen dran, dann kommen hoffentlich die Eisbären, für die Rostock das Zuchtbuch führt. Kommen dann doch einmal neue Arten in Betracht, dann vielleicht Tiere, die besser ins Konzept passen (ich denke hier an weitere Robbenarten, vielleicht sogar Walrösser), nordische Tiere wie Amurtiger, evtl. Vielfraße und auch die Wapitis sollen ja zurück kommen. Und dann, dann denkt man vielleicht auch irgendwann einmal wieder an Elefanten. Aber bis dahin finde ich es sehr begrüßenswert, wenn eben nicht, wie in vielen anderen Zoos, für die xte Elefantenanlage über Jahre hinweg alles andere auf der Strecke bleibt. Unbestritten sind Elefanten Besuchermagnete, aber wie von Jenny erwähnt zeigen Zoos wie Frankfurt, dass es auch anders geht, und viele kleinere Einrichtungen auch. Und auch Schwerin hat neu gebaut, für seine Nashörner, nicht für Elefanten. Es geht also tatsächlich hin und wieder auch mal anders.

    (25.05.2010)
    Jennifer Weilguni:   @Sacha

    Massenware Breitmaulnashorn? Mhmm eines Tages tritt dann bei denen genau das ein, was du jetzt bei den Elefanten angemerkt hast. Dann will keiner mehr die wunderschönen Breitmäuler halten und irgendwann steht man dann mit leeren Händen da. Ich für meinen Teil muss zumindest eine längere Anfahrt auf mich nehmen wenn ich Breitmäuler sehen will!

    Ich finde es sehr mutig, wenn ein Zoo die Haltung von Elefanten aus Platzgründen aufgibt oder zumindest auf Eis legt. Denn damit geht wirklich ein Besuchermagnet aus dem Zoo. Frankfurt hat zwar vorgemacht, dass das geht, aber selbst da fragen sehr viele Besucher bis heute noch nach den Rüsselträgern. Aber man muss eben auch zum Wohle der Tiere entscheiden. Hut ab, Rostock!
    (25.05.2010)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Zumindest ist die große Huftieranlage etwas, wo man für den Bau einer Elefantenanlage nur relativ wenig Wald abholzen müsste (für das Haus, wenn man die jetzige Anlagenfläche komplett für Außenanlagen verwenden würde).
    (25.05.2010)
    Sacha:   Bez. Darwineum: In diesem Fall ist der Komplex natürlich ein Gewinn für den Zoo (und die an lebenden Tieren interessierten ONBs). Danke an Mel und Karsten für die Infos.
    (25.05.2010)
    Mel:   Wer suchet, der findet. ;-) Ich wusste doch das ich zum Darwineum schon mal was im Netz gefunden hatte. In wie weit diese Planung nun den aktuellen Tatsachen entspricht kann ich leider nicht sagen.
    (25.05.2010)
    Karsten Vick:   Die Elefantenanlage war eigentlich als nächstes Großprojekt eingeplant. Ich sehe es nach der Pressemitteilung auch eher wie aufgeschoben, nicht aufgehoben. Kann sein, dass ein anderes Projekt jetzt vorbeizieht. Das können Eisbären sein, aber auch die Anbindung des Darwineums an den bisher bebauten Teil, als Lückenschluss ist hier eine Tigeranlage geplant. Um an Stelle des Elefantenhauses oder anderswo etwas für Giraffen zu bauen, braucht man auf jeden Fall ein neues Haus. Das jetzige war ja mal als Mehrzweckwarmhaus konzipiert, für Giraffen ist es aber doch etwas niedrig. Für Elefanten würde ich allerdings nicht an die große Huftieranlage denken, denn außer der großen Sandfläche eignet sich da nichts für die Elefantenhaltung, weder die Gebäude noch die Absperrung. Da es in Rostock keinen Platzmangel gibt, tun sie wahrscheinlich besser, so eine Anlage von Grund auf neu zu planen.
    @Michael: In unserer Zeitung (SVZ) war der Artikel nur ganz klein, möglicherweise gab es in der Ostseezeitung einen größeren, aber zumindest in der Zoopresseschau war der nicht zu finden.
    @Sacha: das Darwineum wird ein Menschenaffenhaus für Orangs und Gorillas, kombiniert mit musealen Elementen zur Evolution des Lebens sowie Aquarien, Terrarien, Volieren usw. um die Evolution mit lebenden Beispielen zu illustrieren.
    Soll 2012 fertig werden und liest sich ganz spannend.
    (25.05.2010)
    Mel:   @Sacha: Wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe, soll das Darwineum ja mehr so eine Art Kombihaus werden, gehalten werden sollen Gorillas und Orangs und dabei soll die Evolution der Primaten erklärt und aufgezeigt werden und ebenso auf den Erhalt ihrer natürlichen Habitate verwiesen werden.
    Also in dem Falle eindeutig eine Kombi aus Tierhaltung und Information/Bildung.
    (25.05.2010)
    Sacha:   Ich kann - wen wundert's? - in den Kanon der "Elefantenvertreiber" nicht einstimmen.

    1. Klar sind Afrik. Elefanten (gegenwärtig) weniger bedroht als Asiatische. Trotzdem, lieber Holger, finde ich es wichtig, dass es genügend Zoos gibt, die diese Art halten und züchten. Sonst stehen wir vielleicht mal mit leeren Händen da. (Sonst könnte man auch schnöden, warum Zoos grosse Flusspferde halten und nicht nur die bedrohteren Zwergflusspferde (kleiner Seitenhieb Richtung Oliver:)).

    2. Elefanten sind nun mal Besuchermagneten. Sie zu ersetzen ist extrem schwierg. Bspw. mit einer guten Flusspferdanlage kann das gehen. Da hätte man auch noch den Vorteil, dass es eine solche in näherer Umgebung nicht gibt. Doch die Kosten wären wohl mindestens so hoch wie für eine neue Elefantenanlage. Macht also nicht viel Sinn. Aehnlich mit Nashörnern (Spitzmäuler oder Panzerrhinos bitte, nicht die Massenware Breitmaul!). Die Anlage wäre wohl etwas günstiger als für Elefanten, dafür sind Nashörner nicht ganz so attraktiv für ONB.

    3. Langhälse: Grossbären, Robben, Grosskatzen und Menschenaffen gibt es schon. Bleiben die Giraffen, die es aber wie erwähnt schon in Schwerin gibt und die - wenn man die Rankings der Zoos zu rate zieht - sich normalerweise punkto Attraktivität hinter den Elefanten platzieren. Zudem brauchen auch Giraffen ein (teures) Warmhaus. Also auch nicht wirklich ein adäquater Ersatz.

    Ich hoffe darum schwer, dass Michael mit seiner Prognose recht hat.

    Frage: Was ist/wird das Darwineum. Ein Oeko-Museum mit edukativen Showelementen? Falls ja, dann hätte man das Geld besser in eine Tieranlage gesteckt.
    (25.05.2010)
    Michael Mettler:   Für das Darwineum hat man ja auch selbst nicht genug Geld, sonst müsste man keine Spenden sammeln und anderweitige Finanzierungsmöglichkeiten nutzen :-)

    Gibt es einen Link zu besagter Pressemeldung?
    (22.05.2010)
    Oliver Jahn:   Ich lese aus der Pressemitteilung, dass man die Haltung der Elefanten auslaufen lässt, da man kein Geld für eine neue und artgerechte Haltung hat.
    Dort steht ja nicht: "Der Zoo Rostock wird in seiner gesamten zukünftigen Geschichte nie wieder Elefanten halten!" ;-)Was also in 30 oder 40 Jahren mal sein wird, dass werden wir uns dann ansehen. :-)
    Nach Ableben der letzten Elefantin hingegen glaube ich nicht an einen schnellen neuen Bau für Elefanten, denn da wiederum stimme ich dir zu, ich schätze Rostock so ein, dass sie dann erst mal etwas für die Eisbären tun, denn die sind das Wahrzeichen des Zoos.
    (22.05.2010)
    Michael Mettler:   Ich bleibe skeptisch. Die heutige große Huftieranlage mit Zebras, Kamelen, Yaks usw. wäre eine interessante Basis für eine große Elefantenanlage in einem der immerhin flächengrößten Zoos Deutschlands. Eine neue große Huftierfreianlage ist gerade im Bau und könnte neben den Pferdeantilopen und Litschis womöglich auch die Zebras aufnehmen. Für Arten wie Kamele, Yaks, Watussirinder, Kulane lassen sich mit relativ geringem Aufwand andere Unterbringungen errichten. Deshalb halte ich eine langfristige Planung mit einer Elefantenanlage bei gleichzeitiger Veröffentlichung des Verzichts auf Elefanten noch vor Fertigstellung der neuen Afrika-Anlage für durchaus möglich...

    Ob dann im heutigen Elefantengehege Karstens Störche/Schwäne, vielleicht Spitzmaulnashörner oder im einfachsten Fall Watussi & Co. landen würden, wäre noch Tipps wert. Fakt ist: Die nächsten Langhälse stehen in Schwerin, die nächsten Elefanten in Berlin oder Hamburg.

    Und ich nehme schon mal Wetten an, dass nach den Menschenaffen und Elefanten ein großes Neubauprojekt für Eisbären folgen oder - je nach Lebensdauer der Elefantin Sara - sogar vor den grauen Riesen angepeilt wird.
    (22.05.2010)
    Holger Wientjes:   Da man ja momentan erstmal das Darwineum finanzieren muss, denke ich schon, dass zumindest mittelfristig keine neue Elefantenhaltung in Rostock geplant ist. Finde ich auch persönlich nicht schlecht, da so Platz für neue Arten geschaffen wird. Ich sehe das so wie Olli, was die Nutzung der Ressourcen angeht: endlich wird ´mal nicht alles für Elefanten (und dann womöglich noch für Afrikaner) verwendet. Nashörner könnten doch eine Alternative darstellen... !
    (21.05.2010)
    Karsten Vick:   In einer kurzen Pressemitteilung, die es neulich bei uns zu lesen gab, wurde die Alternative so verschlüsselt, dass womöglich statt Tieren mit langen Rüsseln solche mit langen Hälsen nach Rostock kommen sollen.

    Also Störche... Vielleicht auch Schwäne. Mehr Tiere mit langen Hälsen fallen mir partout nicht ein.
    (21.05.2010)
    Liz Thieme:   Ich muss mich Oli da anschließen, absolut Respekt an Rostock, dass man so offensiv damit umgeht. Ich glaube nicht, dass man sich damit nun das Mitleid der Besucher erschleichen will und die 15 Mio zusammensammeln möchte (auch wenn ich zugebe, dass es geschickt geschrieben ist).
    Nur mal als Vergleich. Hagenbeck muss für das Eismeer 12,5 Mio selber zusammensammeln und die sind noch immer nicht voll. Und das Eismeer ist eine ganz andere Sache als eine Elefantenanlage. Also freuen wir uns doch lieber, dass eine andere Tierart die Möglichkeit bekommt, eine neue Heimat zu kriegen.
    Ich kenne Rostock leider noch nicht, aber ich denke, sie werden was finden, wofür sie nicht so viel Geld benötigen.
    Und ich freue mich irgendwie darüber, weil es auch etwas ist, womit man nicht gerechnet hat. Und auch eine Chance eröffnet. Ich hoffe Rostock nutzt sie!
    (21.05.2010)
    Michael Mettler:   Hm. Und ich sehe da eine Möglichkeit, durch eine solche Meldung die Bevölkerung via Medien aufzurütteln und so vielleicht doch noch zu einer neuen Elefantenanlage zu kommen - ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)
    (21.05.2010)
    Oliver Jahn:   Ich finde das eine sehr mutige Entscheidung. Spannend wird auch, was anschließend aus der Anlage wird, die ja gerade erst erweitert wurde. Und auch das Haus wird hoffentlich eine Umnutzung erfahren. Endlich mal ein Zoo, der nicht seinen gesamten Etat für Elefanten verbaut. Es passt zu Rostock und dem dort ganz eigenen Stil. Ich gehe davon aus, dass der Zoo dadurch nicht an Attraktivität verlieren wird, hoffentlich sehen das recht viele Besucher genau so.
    (21.05.2010)
    Liz Thieme:   Neue Entwicklungen in Sachen Elefanten. Sara (48) bleibt bis zu ihrem Tod in Rostock und danach läuft die Haltung der Elefanten aus. Um die Haltungsbedingungen einzuhalten müssten 15 Millionen Euro investiert werden, die nicht zur Verfügung stehen.
    (21.05.2010)
    Michael Mettler:   @IP66: Mir ist schon öfter aufgefallen, dass dreidimensionale Modelle sich einer größeren Beliebtheit beim Besucher zu erfreuen scheinen als Schautafeln - dass Modelleisenbahnlandschaften viele Menschen begeistern, ist ja hinlänglich bekannt. Vielleicht bestünde darin eine Chance, Zoobesucher für bauliche Entwicklungen zu interessieren, ohne dafür alte, teilweise nur schwer bzw. unter hohen Kosten nachnutzbare Gebäude stehenlassen zu müssen. Im konkreten Fall sähe ich die Möglichkeit, ein maßstabgetreues Modell des jetzigen Rostocker Menschenaffenhauses innerhalb des späteren Darwineums zu präsentieren und damit auf die Entwicklung der Menschenaffenhaltung und -präsentation hinzuweisen. Bestimmte Elemente in diesem Modell könnte man durch Nummern kennzeichnen und in einer Legende erläuertern; in dieser Art "funktioniert" das Yukon-Bay-Modell in Hannover schon seit einigen Jahren. Auch ein aktuelles Haus ließe sich auf diese Weise didaktisch aufarbeiten; stünde z.B. im Darwineum eines Tages auch ein entsprechendes Modell der neuen Anlage, wären dem Besucher Einblicke in die rückwärtigen Bereiche und eine Überblick über die "großen Zusammenhänge" möglich, die er bei seinem Rundgang gar nicht zu sehen bekommt bzw. erfassen kann.
    (26.08.2009)
    IP66:   Das sehe ich gar nicht so anders - wobei es einmal eine Untersuchung wert wäre, inwiefern Gehegegestaltungen überhaupt wahrgenommen werden.
    Allerdings, und das scheint mir ein ausbaufähiger Ansatz zu sein, kommt es zu Irritationen, wenn ein Gehege oder Tierhaus anders aussieht als die gewohnten Anlagen oder wenn eine besondere Form der Tierbeobachtung möglich ist. So wird etwa das berliner Antilopenhaus auch von einen unorientierten Besucher als besonders prachtvoll wahrgenommen, das rostocker Menschenaffenhaus als besonder klein, manchmal kommt man besonders nah an ein Tier heran usf. Da könnte ein Zoodidaktik ansetzen, und zwar gerade bei Menschen, die keine Zoochroniken lesen und gewisse Dinge erklären. Auch mich entmutigen manche Leseversuche von Gehegeschildern, doch ich denke, daß gerade im Falle einer solchen Irritation vielleicht ein wenig sorgfältiger hingeschaut wird. Wenn man bedenkt, daß mehr Menschen aus bildungsfernen Schichten Zoos besuchen als Museen oder Ausstellungen, so scheint mir hier eine gewisse Chance zu liegen, nicht nur biologische, sondern auch kulturgeschichtliche Phänomene zu vermitteln. Sicherlich kann das nur rudimentär geschehen, doch scheint mir gerade darin eine gewisse Chance zu liegen. Es ist ja mühsam, sich durch eine Zoochronik hindurchzuarbeiten, und manchmal sind gerade die kulturgeschichtlichen Dimensionen dort auch nur eingeschränkt erfaßt, aber wenn man vor einem irgendwie merkwüdigen Gebäude steht und sich fragt, warum es so aussieht, wie es aussieht, sind die Chancen auf Interesse und Verstehen meines Erachtens höher.
    (26.08.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Ich denke, dass sich der unbedarfte Besucher beim Anblick eines Pflegerganges oder einer Schlafbox eher gar nichts denkt bzw. auch gar nicht denken will, denn er kommt nicht mit dem Wunsch in den Zoo, etwas über die Geschichte von Haltungssystemen und Ausstellungstechniken zu lernen, sondern um in entspannter Stimmung Tiere bzw. Natur (oder das, was er für solche hält) zu erleben.

    Wenn ich mich für einen entspannten Abend vor meinen Fernseher oder PC setze, dann stehen daneben auch nicht die perfekt geformten Styroporklötze, die das Gerät einst beim Heimtransport schützten, obwohl es sicherlich eine Menge über die Entwicklung der Verpackungstechnologie zu lernen gäbe und man in dem einen oder anderen Stück vielleicht sogar Formästhetik sehen könnte. Ich vermute, dass der Normalbesucher das Drumherum um ein Zootier ebenfalls als eine Art notwendige "Verpackung" betrachtet, wenn es nicht so wirkt, als sei es ein Naturausschnitt, und dieser nicht sonderlich viel Interesse entgegenbringt. WÜRDE er es tun, müssten gute Zoochroniken mit entsprechenden Abbildungen eigentlich in den Bestsellerlisten zu finden sein...
    (24.08.2009)
    IP66:   ... immerhin hat es ein ausgewachsener Gorilla nicht geschafft, diese so ephemär wirkende Architektur umzuschmeißen ...
    Ich habe vor etwa einem Monat das Nadermann-Beispiel kennengelern und auch beim Schreiben des Beitrags unten überlegt, ob man das dortige Gebäude gerade als unbedarfter Besucher so gut verstehen kann wie das rostocker. Mir scheint das nicht der Fall zu sein, gerade weil an der Warnow nichts adaptiert, sondern schrittweise nach den aktuellen Haltungserkenntnissen gebaut wurde, und daß auch noch so, daß der Besucher sehr viel von diesen Haltungsparametern sehen kann: Die Glasscheiben, die Gitter dahinter, die Aufgesockelten Gehegeböden, die Pflegergänge und die Schlafboxen. Wenn man einen momentan sehr modischen, aber letztlich gar nicht so neuen Denkmalbegriff bemüht, so kann der Besucher an dem rostocker Gebäude heute noch ablesen, welchen Aufwand man in den 50er und 60er Jahren trieb, um Menschenaffen zu halten, er kann also anhand vorhandener Bausubstanz darüber nachdenken, was sich in der Tierhaltung und vor allem der Tierpräsentation verändert hat. Darin scheint mir, neben dem kulturgeschichtlichen Interesse, das dergleichen Altbauten wecken, ein wichtiger Faktor, um dessentwillen man ja auch ältere Museums- oder Industriebauten erhält. Derzeit dürfte die Argumentation der Besucher und wohl auch der Zooleitung darauf hinauslaufen, daß die "armen Tiere" endlich in einen modischen Ansichten entsprechenden Neubau "befreit" werden müssen, und zumindest für die Gorillas ist die Unterbringung ja tatsächlich arg beengt. Mit ein wenig Information und zumindest ohne Gorillas, aber vielleicht auch mit einer Niederaffenart besetzt könnte der Bau allerdings auch zeigen, mit welchen Mitteln es gelang, Menschenaffenkinder so erfolgreich zu halten, daß sie zu selbst Nachwuchs aufziehenden adulten Exemplaren heranwachsen konnten. Dann würde auch deutlich, daß der neue Bau, den ich dem Zoo ja durchaus gönne, letztlich auf das Vorbild dieser Menschenaffenhaltungen setzt und ebenso wie diese eben nicht einen umhegten Naturausschnitt, gar ein "Biotop", sondern eine andere Form der Tierausstellung bedeutet.
    (24.08.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Och, so problematisch ist der Abriss nicht - zweimal mit dem Bagger dagegen, dann kippt der Rest von allein um...

    Spaß beiseite: Auch für eine Nachnutzung des Gebäudes mit anderen Tieren müssten die alten Käfige herausgerissen werden - wie wollte man die denn sonst dem Publikum noch weiterhin "verkaufen", nachdem sie schon lange in der Kritik stehen?

    Inwiefern stellt das Haus denn "das letzte Denkmal der in der Zwischenkriegszeit entwickelten Haltung von Menschenaffen" dar? Es gab doch Haltungssysteme mit korrespondierendem Außen- und Innenkäfig (letzterer hinter Glas) auch schon vorher, der Rostocker Bau ist ein Nachkriegsbau, und ein ähnliches Haltungsprinzip findet man z.B. in kleinerer Version noch in Nadermanns Tierpark (hier für Schimpansen).
    (24.08.2009)
    IP66:   Leider kann ich mich erst spät in die Diskussion einschalten und hoffe, daß das niemanden stört:
    Über die Rekonstruktion des alten Hirschhauses bin ich nicht so glücklich. Sicherlich ist es schön, wenn man auch als uninformierter Besucher auch in Rostock die Zoogeschichte von Anfang an erleben kann. Doch finde ich, daß dann auch in irgend einer Form die alte Gehegestruktur nacherlebbar gestaltet werden sollte, zumal ja nicht sicher ist, wie originalgetreu man den Neubau errichtet und ob ihn der Besucher dann auch als Rekonstruktion eines Altbaus erkennen kann.
    Was das rostocker Menschenaffenhaus angeht, so kenne ich es nicht gut genug, um nachzuvollziehen, ob ein Rückbau zur Imbißhalle nicht zu aufwendig gewesen wäre. Immerhin hätte man ja die gesamten Käfige und deren erhöhte Böden herausbrechen müssen, was mir ein wenig schwierig erscheint, zumal ja auch die Möglichkeit bestand, die Anlagen für andere Arten, womöglich auch nur für kurzfristig ausgestellte, zu nutzen. Wenn dieses Haus wirklich abgebrochen wird, dürfte, ähnlich wie bei den Bärenburgen, das letzte Denkmal der in der Zwischenkriegszeit entwickelten Haltung von Menschenaffen verschwinden - in Duisburg muß man sich die Formelemente aus verschiedenen Anlagen zusammenklauben, anderenorts gibt es sie nicht mehr. Da es sich um eine recht anspruchsvolle Architektur handelt, würde ich einen solchen Abriß für problematisch halten.

    (24.08.2009)
    Holger Wientjes:   Gab es denn bis heute überhaupt Nachwuchs in der Gruppe ?

    (23.08.2009)
    Karsten Vick:   @Holger: Ich hab mal nachgeblättert, genau lässt sich das Alter nicht sagen. Der Mann kam 1999 aus Holland in den Zoo, das Weibchen zog auf jeden Fall schon 1996 ins neue Haus ein. Zu der Zeit war der Bestand 1,3 und da sich nicht mehr feststellen lässt, welches Weibchen bis heute überlebt hat, hab ich auch nicht mehr weiter zurückgeblättert in den Jahresberichten. Die entscheidende Frage ist wohl auch nicht, ob die beiden noch ins Darwineum einziehen können, sondern ob sie da sich noch zu einer Gruppe vermehren können oder woher frisches Blut kommen sollte.
    (23.08.2009)
    Holger Wientjes:   Noch eine Frage bezüglich der Kleinen Weissnasen: Wieso sollten sie bis 2012 verstorben sein ? Sind die Tiere schon so alt ?
    (23.08.2009)
    Holger Wientjes:   Danke für die Beschreibung. Das Becken mit den Tölpeln sind wir entlang gegangen und standen dann vor der Hauptanlage der Eisbären, sind dann aber wieder zurück Richtung Pelikanteich abgebogen. Den von Dir beschriebenen Weg sind wir also gar nicht gegangen.
    War eben ein Erstbesuch. Da muss man sich erstmal, auch mit Plan, im Gelände zurechtfinden... ;-)
    (23.08.2009)
    Karsten Vick:   @Holger: Am Eisbärengehege gibt es ein Wasserbecken, das derzeit für Basstölpel genutzt wird. Das war das historische Robbenbecken von Rostock, wo jahrzehntelang Kegelrobben gehalten und öfter auch gezüchtet wurden. Bis in die 80er Jahre lebten da auch noch Ringelrobben und eher selten Seehunde. Wahrscheinlich war es auch das Becken, in dem in den 60ern für ein paar Monate eine Klappmütze und für ein paar Tage gar eine Lederschildkröte lebte.

    Wärest du jetzt links an der Eisbärenanlage vorbeigegangen, dann hättest du zuerst die alte Jungbärenanlage gesehen, auch eine Steinbühne wie die anderen und seit längerem mit Nasenbären und Marderhunden besetzt. Von da wieder ein Stück weiter, kurz vor dem Imbiss und der graffunderschen Rundtoilette, liegt ein kleines Betonbecken, das bei meinem letzten Besuch ohne Wasser war und mit einem Schilfmattenzaun zugestellt, zum letzten Mal wahrscheinlich während der Vogelgrippe-Stallpflicht genutzt. Das ist das Becken, in dem Oliver den Seehundrüden gesehen hat. Wenn der inzwischen wieder bei der jetzigen Robbenanlage abgesperrt war, dann hast du an der Stelle nichts verpasst. Die "lang erwartete" Geburt eines Seehunds wurde bei uns gerade von der Presse verkündet.

    Nach dem ursprünglichen Plan sollten sich die Weißnasen die Außenanlage mit den Husarenaffen teilen. Das ging aber selbst auf der großen Fläche nicht lange gut, so dass die beiden Weißnasen nun die meiste Zeit in den Absperrkäfigen verbringen. Ich weiß gar nicht, ob sie jetzt überhaupt noch mal auf die Freianlage kommen. Schön wär ja, wenn sie noch ins Darwineum einziehen könnten bei den Gorillas, aber wahrscheinlich sind sie bis dahin schon tot und wir kriegen dann auch noch Brazzas oder Dianas wie alle anderen.
    (22.08.2009)
    Holger Wientjes:   Tja, da habe ich wohl was verpasst...
    :-(
    Die Gehege der Nasenbären und Marderhunde habe ich gar nicht gesehen. Die Binturongs schon.
    Nasenbären waren zumindest im Südamerikahaus ausgeschildert.
    (22.08.2009)
    Oliver Jahn:   Ich meine das alte Robbenbecken an der Bärenburg. Das sieht man nur, wenn man weiß, wo es ist, denn es ist durch eine halbhohen Zaun nicht mehr dirkt einsehbar. Hier, in diesem Becken gab es immer mal wieder die ein oder andere Rarität, zuletzt waren die Kegelrobben dort. Die Anlage liegt am Weg von der Anlage der Nasenbären und Marderhunde zur Anlage der Binturongs.
    (22.08.2009)
    Holger Wientjes:   Was für ein Becken meinst Du ?
    Habe vier Seehunde gesehen. Das Zuchtmännchen war im Absperrgehege der Robbenanlagen, da im Hauptbecken ein Nachwuchstier mitschwamm.
    (22.08.2009)
    Oliver Jahn:   @Holger, das finde ich auch, denn gerade durch den "Hochsitz" an der Rückseite der Husarenaffenanlage wäre ein schöner Einblick in eine Meerkatzenanlage ja möglich.
    Da fällt mir noch ein, bei meinem Besuch im Juli war auch das Uralt-Robbenbecken an der Bärenburg wieder besetzt. Ein Seehund wird dort gehalten, sicher ein Tier, welches von der Gruppe getrennt werden musste.
    (22.08.2009)
    Holger Wientjes:   Danke ! Wäre ja schön, wenn man die Tiere irgendwo, irgendwie besucherattraktiv zeigen würde !
    (22.08.2009)
    Michael Mettler:   @Holger: Rostock hält Kleine Weißnasenmeerkatzen (C. petaurista).
    (22.08.2009)
    Holger Wientjes:   Habe letzten Mittwoch erstmals den Rostocker Zoo besucht und mir hat er insgesamt gut gefallen !

    Absolut erschreckend fand ich die Menschenaffenhaltung. Doch ist dieses Problem ja hinreichend bekannt und die Situation wird ja ab 2012 (hoffentlich) mit Fertigstellung des "Darwineums" wohl deutlich verbessert werden.

    Auch die momentane Einzelhaltung der letzten Elefantenkuh ist natürlich alles andere als optimal. Gibt es dort etwas Neues ?

    Ausserordentlich gut hat mir hingegen die Grosskatzen-/Gepardenhaltung gefallen. Das Jaguargehege ist in Sachen Struktur und Grösse das beste das ich bis jetzt gesehen habe !!!

    Weiterhin fand ich das Haus für Husaren- und Bartaffen, das Südamerikahaus sowie die Seevogelvoliere sehr gelungen.

    Highlights im Tierbesatz waren für mich, da bei uns in NRW selten oder gar nicht zu sehen, Kulan, Litschi, Schneeziege und Schwarzrückentamarin.

    In einem nur aus einiger Entfernung einsehbaren Absperrkäfig des Altweltaffenhauses sah ich zwei Meerkatzen, die nach C. ascanius aussahen. Kann mir da jemand helfen ? Sind nicht in der Zootierliste zu finden.

    Unterm Strich kann man sagen, dass die Neuanlagen der letzten Jahre zeigen, dass man sich in Rostock "auf dem richtigen Weg" befindet. Die weitläufige Parklandschaft, die auch für botanisch interessierte einiges zu bieten hat, und zahlreiche Lern- und Erfahrungsstationen (nicht nur für Kinder), machen einen Besuch zusätzlich lohnenswert !
    (22.08.2009)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Ich habe das so in Erinnerung, müsste mal nach den Quellen suchen. Wobei das Verschlucken von herumliegenden Stacheln keine wirklich bessere Alternative für die Antilopen wäre...
    (13.08.2009)
    Karsten Vick:   @Michael: Du hast ja die Geschichte von den Stachelschweinen und den Antilopen schon früher im Forum geschrieben, aber was mir nie klar war; die sind wirklich gestorben, weil sie sich auf einen rumliegenden Stachel GELEGT haben? Nicht, weil sie den verschluckt haben? Ersteres kann ich mir kaum vorstellen.
    (12.08.2009)
    Michael Mettler:   @Oliver: Ja, die langjährige Kombi kenne ich. Allerdings liegt ein Kamel auch ganz anders (proportional weniger Bodenberührung, wahrscheinlich als Anpassung an heiße und kalte Untergründe) und hat zudem dicke Liegeschwielen, die das Eindringen von losen Stacheln deutlich erschweren dürften (in den meisten Monaten zudem ein dickes Haarkleid). Und es hat keine Spannhäute zwischen Schenkel und Rumpf, die im Liegen eine "Tasche" bilden, in die ein herumliegender Stachel hineinrutschen kann. Da ist eine Antilope (siehe Nyalas in Duisburg) oder auch ein Steinbock (Münster, lange her) vom Anatomischen her wahrscheinlich etwas anfälliger, sich einen solchen Fremdkörper einzufangen. Im Münsterschen Fall drang der Stachel meiner Erinnerung nach (Jahresbericht) bis ins Herz.
    (12.08.2009)
    Oliver Jahn:   Wenn auch keine Hornträger, so klappt doch aber die Kombi Stachelschwein/Trampeltier in Braunschweig recht gut.
    Bei den Litschis hast du Recht Michael, da war kein Bock im Juli mehr dabei. Über die Rekonstruktion des Hauses freue ich mich sehr. Wieder mal ein Punkt, der Rostock von vielen anderen Zoos unterscheidet.
    (12.08.2009)
    Michael Mettler:   Die Vergesellschaftung von Stachelschweinen mit Hornträgern hat sich zumindest in Duisburg und Münster nicht gerade bewährt, da gab es Verluste auf letzterer Seite durch eingedrungene Stacheln...

    Bin gespannt, ob sich dann die Männer der beiden Antilopenarten vertragen werden. So weit ich mich erinnere, sind die Litschis doch derzeit eine rein weibliche Gruppe?
    (12.08.2009)
    Karsten Vick:   Es gab jetzt bei uns in der Tagespresse ein paar Informationen und eine Planskizze zur Umgestaltung der Huftieranlage. Fangen wir mal damit außen an. Der Zaun verschwindet und wird durch einen Trockengraben ersetzt. Da wo heute die Wapitisuhle ist, entsteht ein Teich und eine Besucherplattform. Die früher mal acht und zuletzt noch drei Gehege werden zu einem zusammengefasst. Der Bergeraum am alten Huftierhaus wird abgerissen, so dass das historische Achteck wieder zu Tage tritt. Es erhält ein Schilf-Spitzdach und Fachwerk-Imitation, wird also zu einem Abbild des alten Hirschhauses von 1910. Es werden allerdings keine Huftierställe mehr da rein kommen, sondern Funktionsräume für die Pfleger und Ställe für die kleinen Begleitarten auf der Anlage - "z.B. Stachelschweine" - so stehts geschrieben. Von unserer Plattform aus gesehen dahinter entsteht das eigentliche Stallgebäude. Dafür verschwinden der Antilopenstall und der Yakstall aus den 60er Jahren und wie oben erwähnt auch der Außenzaun von 1958 - ich sag nur Graffunder-Alarm!!! So entsteht also ein großes hufeisenförmiges Gehege für Litschi- und Pferdeantilopen, geplant sind weitere Antilopen. Im Gespräch mit einem, der es wissen muss hatte ich schon mal geäußert, dass das als Afrika-Savanne nicht der ganz große Wurf sein kann, dass sie mittelfristig eher im Erweiterungsgelände eine richtige Savanne bauen und auf dieser Anlage eine schöne Asien-Vergesellschaftung machen sollten, hoffentlich haben sie die Stallungen gleich rindersicher geplant...
    (12.08.2009)
    Karsten Vick:   ...wäre es nun die SCHATTENseite, muss es natürlich heißen.
    Nun zu einem anderen Haus auf dem Planausschnitt, das auch in den Graffunder-Thread gehört. Das von dir, Michael am Anfang angefragte Tigerhaus. Hier ist es als geplantes Haus für tropische Kleinbären eingezeichnet. 1963 wurde es aber gebaut. Im ersten Zooführer (1966) wird es nicht erwähnt, stand also wahrscheinlich noch leer. Im hier schon zitierten Buch "Tiere um uns" 3. Auflage sind dort Nasenbären verzeichnet. An die kann ich mich dort nicht erinnern, deren Käfig war, solange ich denken kann, am heutigen Weg zwischen Elch und Rentier, kurz bevor man an die zentrale Huftieranlage kommt. Kurz darauf müssen sie sich also endgültig von der Idee verabschiedet haben, an das Haus Freianlagen zu bauen, statt dessen bauten sie Käfige für ihre florierende Bengaltigerzucht.
    (02.08.2009)
    Michael Mettler:   Das Haus erinnert mich in seiner Form allerdings weniger an eine fliegende Untertasse als an eine eingedrückte Getränkedose... :-)
    (02.08.2009)
    Karsten Vick:   Im Gegensatz zu den heutigen Lageplänen ist hier Norden oben. Bisher hab ich immer angenommen, hier die größere Anlage am Südgiebel zu sehen. Auch dann wäre links von dem Haus eine Freianlage, nämlich für Rhesusaffen, aber es wäre keine Mauer im Vordergrund und kein Wald im Hintergrund. Wäre es nun die Sonnenseite, dann hätten wir eine Mauer bei der Pavianinsel im Vordergrund, die Gibbonanlage links vom Haus und dahinter Wald. Aber wahrscheinlich hast du mit der Himmelsrichtung recht und der Riesen-Affenspielplatz zeigt nach Süden. Jedenfalls, wenn sie den Bau damals geschultert hätten, dann hätten wir jetzt für Oliver noch ein zweites Graffunder-Ufo in Rostock!
    (02.08.2009)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Wow, das hätte ich nicht in diesem Grundriss erwartet... Falls die Zielplanung nach Kompass ausgerichtet ist (also Norden oben), dann zeigt die Entwurfzeichnung des Hauses im Graffunder-Thread mit ziemlicher Sicherheit die (größere) Südseite. Große Affenanlagen an einer sonnenlosen Nordseite dürften nicht geplant worden sein.
    (02.08.2009)
    Karsten Vick:   @Michael: Oliver hat im Graffunder-Thread schon eine Zeichnung dieses Affenhauses eingestellt, tief unten am 29.7. Das hätte auf beiden Giebelseiten doch etwas anders als das Brehmhaus ausgesehen. Ich bin gerade am überlegen, welche Seite auf der Zeichnung dargestellt ist...
    (02.08.2009)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Ich kann mir das große Rechteck innerhalb der Ponyreitbahn durchaus als Fläche für Bestuhlung vorstellen (Ponyreiten und Musikdarbietung müssten ja nicht gleichzeitig stattgefunden haben) und die rechts daran anschließenden schmalen, parallelen Rechtecke als frei tragende Tribüne, unter welchen der Reitbahnverlauf entlang führt. Alternativ käme statt Konzertbühne auch nach wie vor die Nutzung als Regenhalle in Frage.

    Interessant finde ich die Form des geplanten Affenhauses. Denkt man sich in die Mitte des breiteren unteren Teils eine kleine Tropenhalle und an die unteren Ecken zwei Freianlagen, hätte man ein Mini-Alfred-Brehm-Haus.
    (02.08.2009)
    Karsten Vick:   Doch @Liz, das Menschenaffenhaus soll abgerissen und die Fläche der Elefantenanlage zugeschlagen werden. Und @Henry Merker, es ist auch der Bau eines neuen Hauses geplant, aber Einzelheiten sind noch nicht bekannt. Lasst sie erstmal für die Menschenaffen bauen, das Projekt läuft schon lange genug.
    (01.08.2009)
    Henry Merker:   @Karsten Vick:
    Soll eigentlich auch ein neues Elefantenhaus entstehen? Denn meiner Erinnerung nach war das derzeitige nicht gerade sehr groß...
    (01.08.2009)
    Liz Thieme:   ach dann wird die Affenhaus-Fläche gar nicht mitbenutzt?
    (01.08.2009)
    Karsten Vick:   @Liz: Auf meinem Plan hast du als Anhaltspunkt rechts oben das jetzige Elefantenhaus. Die Außenanlage geht jetzt bis zur Mitte des Bildes, der Eselstall ist weg. Geplant ist eine Erweiterung bis zum Menschenaffenhaus links im Bild. Das Menschenaffenhaus aber wird neu gebaut außerhalb des bisher genutzten Zoogeländes, hinter der Afrika-Huftieranlage.
    (01.08.2009)
    Liz Thieme:   >in rostock wird bald das affenhaus versetzt und die elefanten sollen ein neues gehege bekommen welches die festwiese das alte affenhaus und das aquarium einschließt<
    So das ist meine Info zu der Neugestaltung. Könnte mir mal jemand anhand eines neuen Plans das Versetzen des Affenhauses erklären?

    (01.08.2009)
    Karsten Vick:   Wars euch zu klein?
    (31.07.2009)
    Karsten Vick:   Hier nun ein Ausschnitt aus dem Perspektivplan von 1962. Orange sind (Stand Frühjahr 1962) vorhandene Gebäude. Oben links das heute diskutierte Schimpansenhaus. Es sollte also ursprünglich noch etwas verlängert werden, in Wirklichkeit wurde es später im rechten Winkel um den jetzigen Gorillateil erweitert. Das umgedrehte L ist der 2008 für die Vergrößerung der Elefantenanlage abgerissene Eselstall. Zu der Zeit lebten hauptsächlich Ponys darin und wenn es auch schwerfällt, aus den Strukturen des "Kinderzoos" irgendwas sinnvolles rauszulesen, so ist doch klar, dass der Rundweg eine Ponyreitbahn sein soll. So fällt es mangels Publikumsplätzen auch wieder schwer, sich das Schimpansenhaus als spätere Bühne vorzustellen. Der Imbiss wurde noch gemäß Plan errichtet, aber wohl schon kurz nach dem Direktorenwechsel wurde festgemacht, dass Elefanten und Menschenaffen da bleiben sollen, wo sie sind. Der im Plan für 1962 angekündigte Bau der Dickhäuteranlagen war damit vom Tisch und da, wo auf dem Plan eine Pavianinsel eingezeichnet ist, entstand 1967 ein Kinderspielplatz.
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   Dortmund hat das von mir geschilderte Menschenaffenhaus erst 1976 gebaut, vielleicht war Dr. Bartmann vorher auf Besuch in Rostock :-)
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   In der Rostock-Chronik "Vom Hirschgarten zum Erlebniszoo" wird in einer Auflistung der Bautätigkeit von 1956 bis 1973 für das Jahr 1961 das Schimpansenhaus erwähnt. Bei der 1962er Zielplanung stand es also schon. Für 1965 heißt es dann "Menschenaffenhaus (Orang-Utan)". Das scheint demnach der zweite Bauabschnitt gewesen zu sein.

    Mir ist dabei gerade aufgefallen, dass der Rostocker Menschenaffenkomplex abgesehen vom Loggia-Dach über dem Schimpansenkäfig eine gewisse Ähnlichkeit mit dem früheren Dortmunder hat (heute Binturongs/Baumkängurus, zwischenzeitlich Niedere Affen), wo ebenfalls von außen einsehbare, verglaste Innenräume und Gitter-Außenkäfige für Schimpansen und Orangs einen Winkel bildeten. Muss mal nach Bildern und Entstehungsdatum schauen.
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   Im Zooführer von 1966 wird das Haus - obwohl schon alle drei Menschenaffenarten drin lebten - noch als Schimpansenhaus bezeichnet. Auch im nächsten Zooführer von 1972 heißt es noch so; dazu wird aber noch gesagt: "...wird für unsere heranwachsenden Affen zu eng."

    Als Kuriosum fiel mir dabei noch im letztgenannten Zooführer ins Auge: "Die vier Schimpansen Timbo, Nana und Rena" - einer davon muss wohl eine gespaltene Persönlichkeit gewesen sein :-) (Lösung: Vorher gab es mit Bobo noch einen vierten, da wurde der Text schlichtweg lausig aktualisiert.)
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   Sorry, natürlich gab es zumindest in Berlin (Schloss) und Rostock (Trotzenburg-Eingang, Hirschhaus usw.)bereits Historisches, aber eben nicht die Enge bereits dicht bebauter Flächen, in der man weitläufige Neukonzepte schlechter umsetzen konnte.
    (31.07.2009)
    Karsten Vick:   Das Haus ist vom ersten Stein an gebaut worden, um darin - für ein paar Jahre - junge Menschenaffen zu halten. Die Idee, dass schon bei der Planung eine mögliche Nachnutzung ins Auge gefasst wurde, ist wie gesagt sehr reizvoll. Nur wird das trotz aller Ähnlichkeit mit dem Berliner Kinder-Café kein Imbiss gewesen sein. Denn im Plan war eine Imbissgaststätte da vorgesehen, wo sie ziemlich schnell auch gebaut wurde und heute noch steht: auf dem Hügel vor der Elefantenanlage. Wegen der aufgesockelten Käfige kann ich mir als Nachnutzung eher etwas bühnenartiges vorstellen.
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   ... und es waren im Gegensatz zu Dresden, Halle und Leipzig "neue" Zoos (bzw. Rostock "stieg vom Tierpark zum Zoo auf"), die in der Gestaltung noch sehr frei waren und sich nicht in historische Gegebenheiten einpassen mussten. Auch in Erfurt waren Gastronomie, Streichelgehege mit Haustieren und Affenspielkäfig (das Graffundersche Rondell) eng verzahnt.
    (31.07.2009)
    Oliver Jahn:   Also diese Ähnlichkeit ist wirklich auffällig. Und der Gedanke ist absolut nachvollziehbar. Immerhin waren ja der TP-Berlin, Erfurt und Rostock die Zoos der DDR, die über eine ähnlich große Fläche verfügten. Warum sollte es dann nicht auch ähnliche Grundzüge in der Gestaltung und Aufteilung einzelner Bereiche gegeben haben?
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   In diesem Zusammenhang wäre wichtig, ob und wann andere gastronomische Einrichtungen eventuell einen hier angedachten Imbiss überflüssig machten, so dass man umdisponierte. Ich wollte nämlich nicht ausdrücken, dass ein schon bestehender Imbiss zum Affenhaus umgebaut wurde, sondern dass etwas, das ein Imbiss hätte werden sollen, nach Errichtung der Grundstruktur möglicherweise gleich umgenutzt wurde. Anscheinend ist ja auch der geplante Kinderzoo mittendrin stecken geblieben.
    (31.07.2009)
    Karsten Vick:   Die Vermutung hat schon was. Nur war es nicht so, dass ein Imbissstand zum Menschenaffenhaus umgebaut wurde, sondern eher so, dass ein Menschenaffenhaus so gebaut wurde, dass man es später als Musikbühne, Verkaufsstand o. ä. nutzen konnte. Dafür spricht, dass der von Michael fotografierte Schimpansenkäfig mit dem aufwändigen Dach wirklich den ältesten Teil des Menschenaffenhauses darstellt, der Gorillateil kam erst später dazu, das Orang-Innengehege sogar erst in den 80ern. Ich werde mal, damit wir wissen, wovon wir reden, den Perspektivplan scannen und stückchenweise hier einstellen.
    (31.07.2009)
    IP66:   Ich habe mit das Gebäude mit Karsten Vick im vorletzten Winter recht gründlich angeschaut und halte es für unwahrscheinlich, daß tatsächlich ein Pavillon nach dem Muster der noch vorhandenen friedrichsfelder Beispiele nachträglich für die Menschenaffenhaltung adaptiert wurde. Allerdings zeigen die von Michael Mettler gefundenen Beispiele sehr schlüssig, daß das Vorbild für das Gebäude eben eine solche Loggia war. Bis heute ergeben sich an von außen einsehbaren Ställen oft merkwürdige Situationen, die nur hier und da als durchdacht gestaltet bezeichnet werden können. In Rostock hingegen wirken die Käfige, ob hinter Glas oder als "Freianlagen", recht luftig, sie sind Teil eines Ensembles, das zwanglos den Platz begrenzt. Ich könnte mir auch vorstellen, daß man mit Blick auf den Masterplan den Entschluß gefaßt hat, die Architekturphantasie zur Tierausstellung zu nutzen und daß vielleicht ein früherer Entwurf adaptiert wurde.
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   Und hier eine Aufnahme aus einem alten Wegweiser des Tierparks Berlin. Die Parallelen sind verblüffend, vor allem bei der von Karsten erwähnten Lage am geplanten Kinderzoo machte es bei mir "klick". War das Rostocker Gebäude (oder zumindest der auf meinem Foto zu sehende Teil) ursprünglich gar nicht als Tieranlage, sondern als Imbiss geplant? Statt des Außenkäfigs eine Terrasse, statt des Innenkäfigs die Essenausgabe? Im Grunde benötigt man doch für ein Menschenaffenhaus (damals ja noch AffenKINDER) die gleichen Wirtschaftsanschlüsse wie für einen Imbiss, nur würde es eben eine Futter- und keine Pommesküche. Dem Haus gegenüber liegt eine Festwiese, gleich daneben gab es eine Pony-Reitbahn (jetzt Elefanten-Erweiterung), die kleine Affeninsel erinnert ebenfalls ein wenig an den TP Berlin (frühere Insel für Amerikanische Nerze). Fehlte eigentlich nur der dort verwirklichte Affen-Spielkäfig. Und der wurde dann, da Rostock sogar über Menschenaffen verfügte, eben auf der Imbiss-Terrasse errichtet - vielleicht kamen Gorilla- und Orang-Käfige erst später dazu, und der rechte Trakt war ursprünglich als Regenhalle (oder auch als Musikpodium)geplant. Das Gebäude könnte also ein "Hybride" sein: Man kopierte aus dem Tierpark sowohl den Kinderzoo-Imbiss als auch die Regenhalle neben der Wolfsanlage, in der - um Wartezeiten bei Schauern zu überbrücken - an den Enden zwei Volieren eingefügt sind, und wandelte dies nach und nach in ein Menschenaffenhaus um, weil der ursprüngliche Plan eines Dickhäuterhauses (mit Flusspferdanlage!) nicht umgesetzt wurde/werden konnte, die Elefanten weiterhin das potenzielle Menschenaffenhaus blockierten und die Affen allmählich groß und kräftig wurden.
    (31.07.2009)
    Michael Mettler:   Im Zooarchitektur-Thread"Heinz Graffunder" machte Karsten Vick folgende Anmerkung über das Menschenaffenhaus, von dem wir noch nichts über eine Mitwirkung Graffunders wissen:
    "Vom noch existierenden Menschenaffenhaus stand damals auch schon der 1. BA, der liegt lt. Plan (Perspektivplan von 1962) am Rande des geplanten Kinderzoos, ohne besondere Funktion."

    Das brachte mich auf einen Gedanken, den ich mit zwei Bildern illustrieren möchte. Nebenstehend zuerst das Rostocker Haus bzw. dessen Schimpansen-Flügel (eine Gesamtaufnahme habe ich nicht gemacht).
    (31.07.2009)
    Niedersachse:   Okay, dankeschön
    (24.07.2009)
    Oliver Jahn:   @Niedersachse, siehe Karsten Vicks Beitrag vom 19.05.2009.
    (23.07.2009)
    Niedersachse:   Wohin gingen denn die Wapitis?
    (23.07.2009)
    Michael Mettler:   Das könnte erklären, warum ich bei meinem Hodenhagen-Besuch im Mai nicht nur einen Transportwagen in der Asien-Abteilung sah, sondern auch drei sehr nervöse Nilgaus...

    Ich habe gerade den Rostocker Jahresbericht 2007 bekommen, in dem in Zusammenhang mit einem Gehegewechsel gleich zweimal an verschiedener Stelle von "Wildeseln" gesprochen wird. Aus dem Zusammenhang geht aber hervor, dass damit die Hausesel des Zoos gemeint sind (und nicht etwa die gesondert erwähnten Kulane). Nur ein Flüchtigkeitsfehler oder voraus eilende Zukunftspläne...?
    (23.07.2009)
    Oliver Jahn:   @Karsten, ich habe mich schon gewundert, den Gorillamann nur allein zu sehen. Nun weiß ich, warum.
    Die Nilgaus gingen an den Safaripark Hodenhagen. Die Hirschziegenantilopen gingen nach Östereich in den Wild- und Erlebnispark Streicher.
    Die Lösung mit der Futterküche für den Wickelbären gefällt mir sehr gut.
    Und hier noch mal ein Bild vom Schneeleopardenjungtier.
    (23.07.2009)
    Karsten Vick:   Die ganze alte Huftieranlage soll zu einer Afrikaanlage zusammengefasst werden. Außer Pferde- und Moorantilopen plant man weitere Arten zu halten.
    Wenn beim Menschenaffenhaus schon Baugeschehen wäre, dann würde man das von der jetzigen Afrika-Anlage aus sehen, meine ich.
    Der Bereich des Wickelbären im Südamerikahaus ist die ehemalige Futterküche, wie ich am 19.5. schon schrieb.
    Oliver, steht bei den Nilgaus und HZA auch, wohin sie abgegeben wurden, wie bei den Wapitis?
    "Das Affenhaus ist noch immer mit den bekannten drei Arten besetzt" - du meinst das Menschenaffenhaus? Da gibt es trotzdem eine Bestandsveränderung, da das alte Gorillaweibchen Sanga im Alter von über 40 Jahren gestorben ist.

    Ja und auch Sara die Elefantenkuh hat wieder mal eine Gefährtin verloren.
    (23.07.2009)
    Oliver Jahn:   Die Anlage soll nur noch einer Gemeinschaftshaltung von ANtilopen dienen. Dabei wird man sicher auf die Pferdeantilopen zurückgreifen, evtl. auch die Litschis dort belassen.
    Das Menschenaffenhaus entsteht in einem Bereich, der zur Zeit für Besucher noch nicht zugänglich ist, daher kann ich über Baubeginn dort nichts sagen.
    (23.07.2009)
    Henry Merker:   @Oliver Jahn:
    Soll denn die ehemalige Nilgau- und Hirschziegenanlage mit einer neuen Tierart besetzt oder einer anderen bereits bestehenden Anlage zugeschlagen werden?
    Wie sieht es eigentlich mit der Planung des neuen Menschenaffenhauses aus? Wird daran schon gebaut oder ist dies noch in Planung?
    (23.07.2009)
    Oliver Jahn:   Ich bin aus dem Urlaub zurück und habe diesen genutzt, um dem Zoo Rostock mal wieder einen Besuch abzustatten.
    Der Wickelbär hat jetzt einen eigenen Bereich im Südamerikahaus.
    Die Nilgaus und die Hirschziegenantilopen haben den Zoo bereits verlassen und auch die Wapitis waren weg. Vom Umbau des alten Hauses war allerdings noch nichts zu sehen, lediglich die Wapitianlage war jetzt genutzt von den Pferdeantilopen und den Litschi-Wasserböcken, die Anlage der Nilgaus stand leer.
    Was mich sehr gefreut hat, bei den Kulanen gab es zwei mal Nachwuchs.
    Der junge Irbis war gut zu beobachten, er hält sich oft vor den Glasscheiben auf und ist so sehr besucherwirksam.
    Die alte Elefantendame steht allein und das Affenhaus ist noch immer mit den bekannten drei Arten besetzt.
    (22.07.2009)
    Oliver Jahn:   Ich kann da Karsten nur noch mal bestätigen, an dem Haus ist oberhalb des Fundamentes nichts mehr original. Die verwendeten Steine und die Glasbausteine in den Fenstern sind aus der Nachkriegszeit.
    (03.06.2009)
    IP66:   Wenn ausgehendes Mauerwerk erhalten ist, dann wohl nur auf der noch in der achteckigen Form erhaltenen Seite, die zumindest von außen neu verkleidet wurde. Die Frage ist, warum man, als man das Ganze erneuerte, auf der einen Seite den alten Grundriß beibehielt, während man ihn auf der anderen rechteckig erweiterte. Denkbar wäre die Interpretation, daß man dies tat, weil in dem heute achteckigen Bereich noch so hohe alte Mauern vorhanden waren, daß man auf deren Ersatz verzichtete. Das ist nur eine Theorie, doch finde ich sie vergleichsweise einleuchtend.
    (03.06.2009)
    Karsten Vick:   Der Kenner sieht auf meinem Bild natürlich sofort, was es darstellt. Für alle anderen: die blaue Beschriftung links weist auf den besagten Huftierstall, die rechts auf einen heute noch erhaltenen historischen Balkon mit Wellensittichvoliere. Rechts davon die Pyramideneichenallee, an deren unterem Ende man heute die Eisbärenanlage und das Goldfisch -> Kegelrobben -> Basstölpelbecken findet.
    (03.06.2009)
    Karsten Vick:   Erstmal wird an dem Stall nichts verändert. Bei diesem Umbau ist die Anlage ja hinterher immer noch zweigeteilt, so dass die Ställe in der Mittelachse immer noch am richtigen Ort, an der Rückfront der Gehege, stehen. Kurios wirds erst, wenn mal die ganze Anlage zu einem Gehege vereinigt wird. Dann steht die Frage, wie viel Stallkapazität man braucht, wo man diese anordnet und wie man das alte Haus dabei nutzen kann. Wobei Oliver und ich der Meinung sind, dass da oberirdisch wenig bis keine alte Bausubstanz erhalten ist. Sie haben aber beim Wiederaufbau auf jeden Fall das alte achteckige Fundament genutzt.

    Der Urzustand war ein achteckiger Stall, der von acht unterschiedlich großen Tortenstück-Ausläufen umgeben war. Zu DDR-Zeiten waren es anfangs zwar immer noch acht Ausläufe (Anfang der 70er Wapiti, Nilgau, HZA, Yak, Trampeltier, Böhmzebra, Milu, Kulan (und Onager)), aber es wurden Ställe dazu gebaut, in denen man auch wirklich mal eine ganze Tiergruppe einsperren konnte.
    (03.06.2009)
    IP66:   Was wird denn aus dem alten Huftierhaus? Es gehört, wenn auch nur in Teilen und stark verändert, j azum Gründungsbaubestand des Zoos?
    (02.06.2009)
    Karsten Vick:   In Rostock herrscht die Ruhe vor dem Sturm, dem Bau des neuen Menschenaffenhauses. Vorher wird die zentrale Huftieranlage umgestaltet. Die Wapitis sind (vorübergehend) bei einem privaten Rentierzüchter in der Uckermark - auch so was gibts - eingestellt. Die Litschi- und Pferdeantilopen nutzen schon diese Anlage mit. Auf der anderen Parkseite, auf dem Afrikateil der Cameliden-Equiden-Anlage (CEA), wurden mit Bauzaun und Benjeshecken provisorische Gehege abgeteilt, die während des Umbaus wohl die Antilopen beherbergen sollen.
    Die Tamarinfamilie im Krokodilhaus erfreut sich bester Gesundheit. Neu im Südamerikahaus ist ein Wickelbär, dem die alte Futterküche als Gehege hergerichtet wurde.
    (19.05.2009)
    Niedersachse:   Als sie kam hatte man sich noch Hoffnung auf Nachzucht gemacht. Wie es jetzt aus sieht, keine Ahnung.
    (22.12.2008)
    Sven P. Peter:   Also eine Zuchtperspektive die gegen Null geht.
    (22.12.2008)
    Niedersachse:   Der Mann Bodo ist 1991 geboren.
    Das Weibchen Grete kam 2006 aus Tallinn. Sie ist 1982 in Rostock geboren.
    (22.12.2008)
    Michael Mettler:   Kleine Ergänzung zu den Nasenbären: Auf der ehemaligen Jungbärenanlage lebt die Weibchengruppe mit jeweiligem Nachwuchs, bei den Kapuzinern das Zuchtmännchen (bis auf die gelegentliche "Hochzeitsreise") und m.W. noch Kastraten.
    (22.12.2008)
    WolfDrei:   Sicher nicht die heutigen Tiere: die Rostocker Gruppe Anfang der Siebziger
    (22.12.2008)
    Sven P. Peter:   Ach ja, da!
    Mal was anderes, weiß jemand wie alt die Kodiaks sind?
    (22.12.2008)
    Oliver Jahn:   Die Kombi existiert schon einige Jahre auf der ehemaligen Jungbärenanlage. Und es gibt zwei Gruppen Nasenbären, eine dort und die andere bei den Kapuzinern.
    (21.12.2008)
    Sven P. Peter:   Ich denke die Nasenbären sind bei den Kapuzinern?!
    (21.12.2008)
    André Haubrich:   Ist bei der Kombi Nasenbär/Marderhund das Scheitern nicht schon vorprogramiert gewesen? Geografisch ist sie ja auch nicht korrekt, es sei denn Nasenbären sind mit einem Flugzeug über Asien... Ist ja bekannt :-)
    (21.12.2008)
    Andreas:   @Karsten Vick:
    Im Krokodilhaus leben jetzt 2 Schwarzrückentamarine. Sie können sich frei bis kurz vor die Becken, per Äste und Stricke, im Raum bewegen. Der Beo im „Dschungel“ hat seinen Sprachschatz erweitert :-) Weißt Du, was mit dem Becken vor den Pinguinen wird?
    @Oliver Jahn:
    Man gut, daß Du im September so fleißig warst :-) Sind erst in der Dämmerung am Haus angekommen. Obwohl wir gegen 10.00 da waren, lief die Zeit davon- viel zu gucken! Die WG Fischotter/Waschbären funktioniert prächtig, b.z.w. ist für den Betrachter sehr kurzweilig. Der Löwennachwuchs( 1JT) hat de genervte Mutter in den Baum getrieben und malträtiert den Vater. Die Jaguare basteln an neuem Nachwuchs. Leider war nichts von den Schneeleoparden zu sehen. Da eine Menge Bälle im Gehege waren, scheinen die Jungtiere noch da zu sein. Weitere neue WG für mich: Nasenbären+ Marderhunde, wobei letztere die A...karte gezogen haben. Trauen sich kaum raus. Relativ kleine Jungtiere bei den Yaks, Nilgaus, Wanderus. Also, jedenfalls so interessant, daß wir erst gegen 16.30 den Zoo(Erweiterungsgelände) verlassen haben.

    (21.12.2008)
    Oliver Jahn:   @Andreas, ich habe ja nur EIN Foto eingestellt. Ich hatte mir vorher den Wetterbericht für Rostock angesehen und da habe ich mir gedacht, bevor du ganz nass wirst, nehme ich dir das mit dem Foto einfach mal ab! ;-)
    Aber dennoch habe ich gar nichts gegen ne lüttje Lage! :-) Ich hoffe, wir bekommen das in 2009 endlich mal hin!
    (21.12.2008)
    IP66:   Damit scheint der rostocker Zoo ähnlich rabiat mit seiner DDR-Vergangenheit umgehen zu wollen wie Leipzig und Dresden - ich finde das schade und fühlte mich ein wenig an den Umgang mit nationalsizialistischer Architektur erinnert.
    (21.12.2008)
    Andreas:   @Karsten Vick: Bei dem Schietwtter sind wir heute nicht raus. Fahren morgen hin.
    Habe Bilder sortiert und jetzt eckige Augen:-)
    @Oliver :dat kost´ne anständige Lage!
    (20.12.2008)
    Oliver Jahn:   Na dann hier quasi zum Abschied eines Hauses noch mal der markanteste Blick auf dieses Haus, bzw. hier auf den Schimpansenkäfig.
    (20.12.2008)
    Karsten Vick:   ..sachkundige Leitung, das war wohl mein Stichwort.
    Tatsächlich ist gerade heute der Anfang vom Ende des Menschenaffenhauses gekommen: Für den Neubau wurden die Fördermittel bewilligt und Zoodirektor und Oberbürgermeister haben das Projekt vorgestellt. Es wird die Erweiterung des Erweiterungsgeländes einleiten, sprich noch jenseits der Afrikanlage gebaut, es wird "bis zu 20 Orangs und Gorillas" beherbergen (also wohl keine Schimpansen mehr) und es wird auch nicht schnöde Menschenaffenhaus heißen, sondern Darwineum, um den anderen -eums in Mecklenburg Paroli bieten zu können: Ozeaneum Stralsund und Müritzeum Waren.
    Das alte Haus wird spätestens dann fallen, wenn an seiner Stelle die Elefantenanlage als nächstes Großprojekt gebaut wird.

    @Andreas: Waren schon Krallenäffchen im Krokodilhaus und wenn ja, welche Art?
    (20.12.2008)
    IP66:   Ich habe mir das Gebäude im letzten Winter unter der sachkundigen Leitung von Karsten Vick angeschaut - insofern kenne ich es recht gut. Ich denke aber, daß sich mancher Forumsteilnehmer, der noch nicht in Rostock war, über die ein oder andere Abbildung mit diesem Gebäude vertraut machen könnte - so viele traditionelle Menschenaffenhaltungen gibt es ja nicht mehr, und das rostocker Beispiel ist besser erhalten und vollständiger als dás Beispiel in Duisburg.
    (20.12.2008)
    Oliver Jahn:   IP66, wenn da Bilder gewünscht sind, bitte einfach Bescheid geben. Ich habe bei unserem Besuch im Herbst das Haus ausgiebig abgelichtet.
    (19.12.2008)
    Andreas:   @IP66: werde mein Bestes versuchen:-)

    (19.12.2008)
    IP66:   Vielleicht ist es sinnvoll, das recht gut erhaltene und nicht besonders geschätzte Menschenaffenhaus zu dokumentieren, das recht gut die Vorstellung von der Haltung dieser Arten in der Nachkriegszeit spiegelt.
    (19.12.2008)
    Andreas:   Nun ist ja wieder "Ferienzeit". Fahren morgen in den Zoo Rostock, Montag oder Dienstag Stralsund, dann irgendwann spätestens bis 4.1. nach Ückermünde. Sind spezielle Dinge zu erfragen, oder Anlagenfotos zu machen?
    (19.12.2008)
    IP66:   Ich möchte auch noch einmal einladen und betonen, daß Gäste am 6. Januar in Rostock oder auch am 7. in Greifswald sehr willkommen sind. Ich plane zudem noch einen Besuch im Zoo von Bremerhaben am 3 I und in jenem von Schwerin am 10 oder 11 I, für die dasselbe gilt!
    (26.12.2007)
    Karsten Vick:   @Andreas: Nun das Durcheinander um die Fleckenkatzen ist ja nun aufgeklärt. Die jungen Jaguare wurden abgegeben, ich weiß so aus dem Kopf nicht, wohin. Die Irbisse mal beim Toben zu sehen, ist in Rostock schon eine große Ehre, meist leben sie ziemlich versteckt. Vielleicht tut sich da auch mal was mit Nachwuchs. Leoparden, nämlich Chinaleoparden, sind nicht mehr da, ich glaube gestorben. Es war ein altes (Geschwister?)Paar aus Cottbusser Zucht. In ihrem Gehege sind ja jetzt die Binturongs.
    Dem Menschenaffenhaus sehe ich schon mit großer Spannung entgegen, wird Zeit, dass da der goldene Regen den Zoo trifft. Über Spenden kommt das Eigenkapital und dann wollen sie Fördermittel sich holen.
    Ich werde mit IP66 den Rostocker Zoo am 6. Januar besuchen. Den Endzustand des Papageienpavillons, die Erweiterung des Elefantengeheges, die neue Eselanlage habe ich alles noch nicht gesehen.

    Ein Bericht über Stralsund würde mich interessieren. Nach meiner Vorstellung müsstest du dafür einen neuen Thread anlegen mit dem Titel "Kleine Parks in Mecklenburg-Vorpommern". Das hatte ich auch schon immer mal vor. Für Besuchsberichte und Neuigkeiten.
    (25.12.2007)
    Andreas:   3x Kniefall, Abbitte- wenn ich behaupte, ein Riesenesel zu sein, wäre das eine Beleidigung für das Arme Tier! Könnte doch glattweg beim Fernsehen anfangen!!! :@) Oh Shit, unverzeihlich. Kommt davon, wenn man im Alter überheblich wird. Natürlich JAGUARE Muß wohl am Glühwein liegen
    (25.12.2007)
    Andreas:   @Niedersachse Danke für die prompte Aufklärung betr. der Löwen. Nebenstehendes Foto wurde am 22. Dez. geschossen und wenn ich mich schwach erinnere, berichtete die Regionalpresse etwas über 2.1 Jungtiere, darunter ein Schwärzling. Falls ich etwas durcheinander gebracht haben sollte- könntest Du einem Grufti verzeihen? :@)
    (25.12.2007)
    Niedersachse:   Leoparden? Ich dachte die China-Leoparden sind beim Hausumbau abgegeben und man hält nur noch Leoparden?
    Bei den Löwen-Jungtieren kann ich helfen. Die beiden 1,1 Geschwister Azana und Leo sind in den Zoo in der Wingst gegangen und Halbschwester Zuri in den Jaderpark.
    (25.12.2007)
    Andreas:   @Karsten Vick Haben am 22.Dez. die vorweihnachtliche Leere im Zoo so richtig genießen können! Etwas traurig waren wir, als uns bei den Leoparden und Löwen „nur“ die Elterntiere entgegen sahen. Gerade auf die Leo`s haben wir uns ewig gefreut, da wir in der Zeit der Rolligkeit das Vergnügen hatten, anwesend zu sein. Herrlich anzusehen, wie das Paar noch immer harmoniert! Weißt Du, wohin der Nachwuchs abgegeben wurde? Auch bei den Erdmännel sieht es man mau aus- hat die Leipziger Blutauffrischung Erfolg gehabt? Die Irbisse und Geparden tobten und tollten gerade durch die Gehege- es war die reinste Freude. Die Haubenkapuziener hatten die Nasenbären mitsamt der Kiste umgekanntet und machten ihnen das Leben schwer. Ob das ideal ist, in der langen Innensaison, so ohne Rückzugsmöglichkeit? Alles in allem war es wieder ein prima Tag. Sogar die Orangs und Gorillas waren sehr kommunikationsfreudig ( immer wieder imponierend, was sie durch Mimik und Gestik ausdrücken können) Beim Schimpansen musste ich mir doch verstohlen eine Träne aus den Augen wischen. Um so ärgerlicher wurde dann das Bauschild in der Nähe der Schreiadlervoliere zur Kenntnis genommen : Souvernierverkauf entsteht. Was für ein Wahnsinnsbau- und für das Menschenaffenhaus fehlt noch so viel ! Oder sind das mal wieder verschiedene Fördertöpfe ? Der monumentale Betonbau sieht aus, als ob mal sich mal wieder
    jemand ein Denkmal setzen wollte. Appropos Denkmal- ich finde, die Erbschaft der alten Dame ist in dem Haus mit dem Schönhörnchen gut angelegt. Und um noch einmal auf das Geld zu kommen- ich mag keine Verschwendung. Ein riesengroßes Areal vor dem Menschenaffenhaus wurde mit Weihnachtsbeleuchtung zugepflastert, bis in ca. 20 m Höhe und abends, als wir mit der Straßenbahn vorbei sind, sah das aus wie Disneyland. Ob diese Werbung die Ausgaben rechtfertigt? Nun erst mal genug. Muß mal die Weihnachsgans besuchen gehen. Bei Interesse kurzer Lagebericht aus Stralsund.

    (25.12.2007)
    IP66:   Ich suche schon länger einen Termin für Rostock, wobei ich derzeit über die erste Januarwoche nachdenke. Das ist zwar mitten im Winter, aber ich habe da Zeit und bin noch nicht verplant.
    Interessant war, daß bei unserer Fahrt 1988 auch die Stadt Rostock einen erheblich besseren Eindruck machte als Stralsund, wobei sich das allerdings auf den zentralen Bereich um die Marienkirche bezog und nicht alle Viertel einschloß. Besonders im Vergleich mit Stralsund stach der Zustand ins Auge. Bei den Tierhäusern sollte man aber bedenken, daß offensichtlich die Farben für den Außenanstrich in der DDR erstaunlich wenig wetterresistent waren, so daß selbst vor kurzem neu gestrichene Gebäude verfallener aussahen, als sie es waren. Ich denke, daß die konventionell oder aus nicht vorgegossenen Betonelementen errichteten Bauten weniger große Sanierungsprobleme stellen werden als das friedrichsfelder Dickhäuterhaus. Auf der anderen Seite ist der kölner Regenwald ein Ort ständiger Reparaturen, und in Gelsenkirchen bröckelt der Kunstfels schon im Afrikabereich - dergleichen scheint kein sozialistisches Monopol zu bedeuten.
    (27.11.2007)
    Karsten Vick:   Zumindest ist mir noch nichts zu Ohren gekommen, was gegen den aufrechten Gang spräche...
    Wenn das von mir vorgeschlagene Treffen zustandekommt, kannst du sogar nochn Wessi mitbringen, wegen der zahlenmäßigen Ausgeglichenheit.
    Und das Sattelzebra war bei meinem letzten Besuch noch da.
    (26.11.2007)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: DORT darf ich aber die Kasse noch in aufrechter Haltung passieren...? :-)

    Will ja schon lange mal wieder nach Rostock. Ich hoffe, das "Sattelzebra" wird dann noch da sein...
    (26.11.2007)
    Oliver Jahn:   @Karsten, das ist zwar nur eine ganz persönliche Empfindung und ich meinte damit auch nicht die Artgerechtheit der Haltungen, sondern, genau wie von dir verstanden, die Erhaltung der Bausubstanz. Und da war m.E. Rostock deutlich vor den anderen Zoos. Das Dickhäuterhaus in Magdeburg war bereits zur Wende sehr marode, leider! Halle, Leipzig und Dresden waren bei fast allen historischen Häusern nur noch ganz knapp vor dem Abriss. Das Elefantenhaus in Erfurt wirkte zumindestens von aussen völlig vergammelt auf der Nashornseite und im Tieraffenhaus regnete es an mehreren Stellen durch das Dach. Zu Cottbus kann ich nichts sagen, das Raubtierhaus habe ich auch nur zweimal gesehen und kaum noch in Erinnerung. Aber da machten vor allem das Elefantenhaus, aber auch das Ufo und das Hornvogelhaus in Rostock einen wirklich modernen und soliden Eindruck.
    (26.11.2007)
    Karsten Vick:   @IP66: Ich denke, wir sollten für nächstes Jahr wirklich einen gemeinsamen Besuch in Rostock ins Auge fassen. Oliver Jahn und Ralf Seidel sind daran auch interessiert, ja und Michael Mettler nehmen wir natürlich auch mit. Und ich bin der Meinung, dass wir dabei zu all den hier angesprochenen Fragen eine höchst anregende Diskussion führen könnten.

    Was den Verfall der DDR-Zoos zur Wendezeit betrifft, können wir Schwerin außen vor lassen, da es dort kaum größere Tierhäuser gab und gibt.

    In Bezug auf Rostock freue ich mich über die Einschätzung von Oliver, da ich schon die ganze Zeit überlege, ob Rostock WIRKLICH besser erhalten war als z. B. Dresden und Erfurt, die ich erst nach der Wende kennenlernte, oder ob mir das nur so vorkam. Natürlich gibt es hier auch Sanierungsbedarf, aber Elefanten- und Menschenaffenhaus sowie Bärenburg sind sicherlich haltungstechnisch nicht mehr das, was die Leute sehen wollen, aber bautechnisch durchaus noch stabil.
    (26.11.2007)
    Oliver Jahn:   Auch wenn alle großen Zoos zur Wende hin ein Sanierungsfall waren, so lässt sich doch auch das auf den eigentlichen Thread wieder zurückbringen, denn ich fand gerade zu dieser Zeit den Zoo Rostock noch als den Zoo, mit der am wenigsten maroden Substanz. Die anderenZoos sahen doch doch weit schlimmer aus. Gut, evtl. Schwerin ging auch noch, da war ich zu selten.
    (26.11.2007)
    IP66:   ... fremd war schon manches, zumal man es, wenn man auf eigene Faust lebte und reiste, anders erfuhr, als wenn man vor allen Übeln durch DDR-erfahrene Begleiter bewahrt wurde. Am meisten verwundert war ich über die vielen Taktiken, die Propaganda zu umgehen, zu unterwandern, zu karikieren. Angesichts der Rekonstruktionsankündigungen vor Ruinen in Greifswald, die man dort zur Domweihe in Massen aufgehängt hatte, aber auch mancher Parolenschilder hatte man zudem den Eindruck, daß selbst diejenigen, die dergleichen anzubringen befahlen, nicht mehr recht an die Sache glaubten.
    Auf der anderen Seite hat man ja doch Zooneugründungen wie Erfurt oder Magdeburg gestemmt, und die dortigen Tierhäuser litten wohl noch nicht unter dem Plattenbauprogramm. Insofern habe ich ein wenig den Eindruck, daß es, ähnlich wie bei den Baudenkmälern, ab etwa 1975 einen massiven Verfall gab, während man bis dahin zwar sicher mit beschränkten Mitteln, aber eben doch auf gleichbleibendem Niveau vor sich hin werkeln konnte.
    In Sachen Masterplan scheint es aber so etwas wie eine systemübergreifende Konstante zu geben: Immer dann, wenn man bauen will, aber aus verschiedenen Gründen nicht kann, publiziert man anscheinend einen tollen Plan, der große Neubauten vorsieht - gelegentlich wird so etwas auch gebaut - Münster, Gelsenkirchen, Hannover - aber ist keinesfalls der einzige Sinn dieser Publikationen, sofort in die Tat umgesetzt zu werden.
    (26.11.2007)
    Ralf Seidel:   IP66, na da mal keine Sorgen - so empfindlich bin ich nicht. Ich kann
    durchaus nachempfinden, dass es für viele Besucher aus dem Westen durchaus eine andere, fremde Welt war wenn sie in den Osten kamen. Kultur in der DDR-das war Propaganda - ohne Frage, aber eben viel feingliedriger, als man das heute wahrnehmen möchte...
    Natürlich waren viele der Masterpläne in Zoos, um wieder zum Thema meinerseits zurück zu kommen, Luftschlösser, ökonomisch gar nicht umsetzbar. Aber es sollten ja immer mal gewisse "Leuchttürme" gesetzt werden, um der Bevölkerung allen Widrigkeiten zum Trotz zu beweisen, dass es voran geht. Entwicklungen gab es bestenfalls im Tierpark Berlin, der Zoo Leipzig erhielt 78 sein Zooschaufenster und Anfang der 80'er das Haus für die Menschenaffen. Gleichzeitig verfiel aber der Rest des Zoos zusehends. Nach der Wende waren alle großen DDR-Zoos ein einziger Sanierungsfall.
    (26.11.2007)
    IP66:   Ich denke, daß der Aufbau des Zoos in Friedrichsfelde ja auch zu den großen Projekten gehört, die, wenn auch anders als propagiert, bis heute einen großen Gewinn darstellen. Zudem muß man vielleicht den Plänen zugutehalten, daß die ökonomische Krise und der Bevölkerungsschwund erst ab den 70er Jahren den Systemwettlauf zu einem Weg in den Untergang verwandelten, während zuvor, trotz Diktatur, einige beachtliche Erfolge zu verzeichnen waren. Ich denke, daß die berliner Bauten die Entkoppelung spiegeln: Das Brehm-Haus wurde international beachtetm, das Dickhäuterhaus, trotz des spannenden Ansatzes, eher betrauert. Gerade deshalb fände ich es ja cuh so spannend, beide Häuser nachvollziehbar zu erhalten, weil sie mehr sagen als manche Abhandlung.
    Ein weiterer Eindruck, auch in Hinblick auf den rostocker Plan, betrifft allerdings das Phänomen, daß man beim Wettlauf eigentlich eher auf die Welt zu schauen behauptete als auf den ungeliebten Nachbarn - ich kenne den Plan zu schlecht, um das auch hier festzumachen.
    (26.11.2007)
    Oliver Jahn:   Luftschlösser waren diese Pläne auf jeden Fall, denn kaum ein Direktor eines einzigen Zoos wird selber je an deren Verwirklichung geglaubt haben. Ich glaube aber auch, dass diese Pläne schon auch Propaganda darstellten, denn wer sich die parteipolitisch gefärbten Vorworte so einiger DDR-Zooführer durchliest, dem wird klar, dass da natürlich auch mit bezweckt wurde, zu zeigen: "Was der Westen kann, dass können wir auch!" "Überholen ohne Einzuholen!" Aber noch mal, die Direktoren dieser Zoos waren Realisten genug, um zu wissen, dass das überwiegend nicht umsetzbar war. Dennoch gingen sie mit viel Fantasie und Engagement daran, einige wenige Bereiche davon umzusetzen. Siehe Rosental-Anlagen in Leipzig. Ganz anders sah es mit den kleineren Tiergärten aus. Zahl und Qualität des Tierbestandes waren hier wohl einmalig und unerreicht.
    @Karsten, kannst du den Plan von Rostock nicht mal auf den Scanner packen und mir per Mail schicken?

    (23.11.2007)
    th.oma.s:   @IP66: die ddr war 1988, in der zeit in der Sie sie dort waren, ökonomisch tot.
    Ihre durchaus nicht unzutreffenden beobachtungen aus dieser zeit zum kulturellen angebot ergeben erst vor diesem hintergrund ein reales bild der situation. Ihre frage zu den ddr- masterplänen würde ich inbezug auf zoo als luftschlösser betrachten, anspruchsvolle planungen ohne die spur einer wirtschaftlichen grundlage für ihre umsetzung.
    (23.11.2007)
    IP66:   Ich wollte auf keinen Fall irgend jemand verletzen und habe nur die Eindrücke wiedergegeben, die sich bei Besuchen, vor allem bei einem vierwöchigen selbst organisierten Forschungsaufenthalt 1988 ergeben haben. Dabei ist aufgefallen, daß man bei den Kunstmuseen tatsächlich unter den Stand vor 1945 zurückgefallen war, was man unter der Hand auch zugab. Bei den Geschichtsmuseen sah es deutlich besser aus, wobei uns aber der ideologische Ansatz, insbesondere in den Mittelalter-Abteilungen, sehr amüsiert hat. Anderes fanden wir sehr positiv, einmal die niedrigen Eintritte, auch in Sonderausstellungen, die Dichte und Qualität der Sinfonieorchester und Theater. Vom Zustand mancher Stadt waren wir dagegen schockiert, und die Restaurant-Situation war für uns schwer nachzuvollziehen. Deutlich wurde uns aber auch viel Engagement und, was die Erfahrung "zwei Wessis in Mecklenburg" anging, Hilfsbereitschaft. Im Zoobereich würde ich die Dinge eigentlich ähnlich sehen: Es gibt eine Reihe qualitätvoller Neubauten, dies sind aber eher wenige. Faszinierend fand und finde ich die vielen Zooneuanlagen, die ja in - hoffentlich formuliere ich das nicht wieder falsch - "ehrenamtlicher" Arbeit entstanden sind und die ich für geglückter Halte als ihre westlichen Pendants. Über die Entwicklungs der Eintrittspreise habe ich mich hier im Forum schon mehrfach geäußert, hier ist Köln sicher neben Hamburg eines der schlechtesten Beispiele. Mir scheint sogar, daß man die Besucherzahlen der 70er Jahre wieder erreichen könnte, wenn man sich an der Kaufkraft der damaligen Zoobesuchskosten orientieren würde.
    Die Ausgangsfrage ist aber immer noch nicht beantwortet: Waren die Masterpläne, etwa jener für Rostock, nach Ihrer Meinung eher Propaganda oder einfach Luftschlösser, die man sich, ähnlich wie im zitierten Fall in Köln, situationsbedingt gebaut hat.
    (23.11.2007)
    Ralf Seidel:   IP66, man kann ja von der ehemaligen DDR halten und damit umgehen wie man will - am besten können es aber wohl die einschätzen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Die DDR war eine
    Diktatur - das ist unstrittig, Mauer
    und Repressalien gegenüber öffentlich anders Denkenden waren vorhanden und haben letztendlich zum Untergang dieses Staates geführt. Aber ihre Betrachtungsweise ist mir zu wenig differenziert. Kultur hatte einen sehr hohen Stellenwert, das kann wohl kaum daran messen, wieviele Kunstmuseen man in dieser Zeit neu gebaut hat. Das war einfach eine Frage des Geldes - Sponsoren und Mäzene gab es nicht. Kunst und Kultur waren für jedermann bezahlbar und zugänglich. Das war eben freilich ein Politikum.
    Kein Schickimicki, Bussi-Bussi oder sonstiger Firlefanz, aber Bildung und
    Kultur waren durchaus vorzeigbar.
    Die Situation in den Gaststätten - Essen zu gehen war sehr preiswert und wurde dadurch sehr viel genutzt, das es auch dort Fehlentwicklungen gab, steht außer Frage. Das einheitliche Bildungssystem galt als eines der Besten weltweit, die "marx.- leninistische Lehre" klammere ich da mal aus.
    Damit da kein falscher Eindruck entsteht, ich will die DDR nicht wieder zurück - wie die überwiegende Mehrzahl der Menschen im Osten auch nicht. Aber der Westen ist eben auch nicht nur goldig - genau so, wie der Osten nicht tiefschschwarz war. Ein Biologie-Studium wurde mir damals verwehrt, Lehrer oder Bauingeneure waren angesagt. Na, da habe ich eben Gartenbau studiert - und im Anschluß daran hatte ich meinen Arbeitsplatz, übrigens auch ohne Parteizugehörigkeit.
    Die Meinung von Karsten Vick kann ich nur fett unterstreichen.
    (23.11.2007)
    IP66:   Ich habe die DDR ja erst 1988, dann aber recht gründlich kennengelernt, insofern kann ich in manchen Feldern nur vermuten. Sicher ist allerdings, daß der Staat in 40 Jahren nur die Errichtung eines einzigen Kunstmuseums fertiggebracht hat (sogar in Rostock: die Kunsthalle), und daß sie selbst in Hinblick auf die Geschichtsmuseen, trotz einer von mir immer bewunderten Dichte lokalarchäologischer Sammlungen, weit hinter westdeutschen Verhältnissen blieb. Auch im Gaststättengewerbe habe ich gewisse Entwicklungsrückstände empfunden, vor allem angesichts der Schlangen vor so gut wie jedem Restaurant. Über Schwimmbäder sage ich nichts, bei den Theatern gab es nicht so viele Neubauten, allerdings war hier die Lage in den 80ern tatsächlich (und auch heute!) glücklicher als im Westen, da das dortige Theatersterben der 60er nicht mitvollzogen wurde (weshalb ich ja auch so gerne in Türingen auf Opernfahrt gehe). Durch die Parteiorganisationen war für Beschäftigung gesorgt, ich denke aber doch, daß im Bereich Großzoo Defizite empfunden wurden: Einmal in Hinblick auf Berlin, wo man die meisten repräsentativen Kulturorganisationen geerbt hatte, den Zoo aber aufgrund der topographischen Lage seines Vorgängers aber nicht, was sich mir auch im Maßstab der beiden friedrichsfelder Großbauten zu spiegeln scheint. Dagegen scheinen mir die kleineren Tierparks in der DDR, auch wenn ich sie nicht sehr gut kenne, weitaus besser ausgestattet gewesen zu sein als jene der Bundesrepublik.
    Man muß für Rostock vielleicht andere Maßstäbe anlegen - zumindest hat man mir erzählt, daß die Stadt zu einem Nationalhafen ausgebaut werden sollte. Immerhin entstand hier die Kunsthalle, wo es wenig Sammlungstraditionen gab, und ein großer Zoo paßt in ein solches Hauptstadtprojekt, wobei auffällt, daß die westdeutschen Hafenstädte jenseits von Hamburg durch die Abwesenheit großer Zoos auffallen. Ich habe bisher gerne die Entstehung des Massenzoos mit totalitären Tendenzen in Verbindung gebracht, auch wenn man Paris-Vincennes auf Umwegen erklären muß. Jedenfalls gibt es mehr als eine formale Analogie zwischen Nürnberg und Friedrichsfelde. Vielleicht hängt dies auch mit der Neigung solcher Staaten zusammen, Freizeit zu organisieren.
    (22.11.2007)
    Karsten Vick:   Ging es nicht in der BRD auch darum, das (zahlende) Volk zu beglücken? Und zumindest aus meiner Jugendzeit, in den 80ern, kann ich auch keinen Mangel an Freizeitangeboten in der DDR sehen. Es gab zwar an vielen Dingen Mangel, aber an Freizeitangeboten echt nicht. Außerdem, wenn es in den 60ern wirklich noch Mangel an Freizeitangeboten gab, der durch den Bau neuer Anlagen behoben wurde, dann ist das doch kein Kaschieren. Mal von dem ganzen Ausmaß der Phantasie-Masterpläne abgesehen sind doch in der DDR Sportanlagen, Schwimmhallen, Theater, Museen, Gaststätten, Discotheken und eben auch Zoos und Tiergärten gebaut worden. Also mit der Unterscheidung gehe ich nicht mit.
    (22.11.2007)
    IP66:   Das wäre in Köln ähnlich ausgegangen - natürlich waren der Absiß von Vogel- und Elefantenhaus vorgesehen, die Beseitigung der Weiherlandschaft, allein den Pavianfelsen scheint man für dermaßen populär gehalten zu haben, daß man ihn zwar im Sinne der 50er Jahre entnaturalisiert und aus einem Felszusammenhang gelöst hat, aber nicht durch eine geschmackvolle Betonskulptur zu ersetzen wagte. Allerdings wurde er ästhetisch korrekt in "Affeninsel" umbenannt.
    Ich denke, daß in einem totalitären System die Masterpläne auch eine andere Funktion hatten als in einer Demokratie - ging es doch darum, das Volk zu beglücken und den gerade für die DDR so peinlichen Mangel an Freizeitangeboten zu kaschieren. Bezeichnend ist auch, daß nicht der Zoo Berlin, sondern Friedrichsfelde die Großbaukonkurrenz mit dem Brehm-Haus begonnen hat, die DDR brauchte einen Propagandaerfolg, Klös brauchte bestenfalls eine Anekdote, die Bundesrepublik brauchte noch nicht einmal den berliner Zoo. Daß diese staatliche Fürsorge zumindest bei den älteren Zoobauten der DDR die Qualität gefördert hat, steht auf einem anderen Blatt.
    Es gab im Westen allerdings auch Altzoos, die recht umfassend gemäß Masterplan neugebaut wurden, beispielsweise Hannover und München, ersteres qualitativ kaum erreicht, letzteres eher durchschnittlich.
    (22.11.2007)
    Karsten Vick:   @Ralf Wagner & Oliver Jahn: Der Plan in dem Buch passt sich zwar wie alle Lagepläne dem etwas neckischen Schreibstil des Buches an, ist aber bei näherer Betrachtung eine sehr detailgetreue Umsetzung des Masterplans. Selbst "vorhandene" und "geplante" Gebäude sind unterschiedlich gezeichnet. Für den Überblick @Oliver, reicht der also auch.
    @IP66: Der Unterschied zu Köln besteht darin, dass nicht ein einigermaßen funktionierender Zoo erweitert, sondern ein ganz neuer Zoo erschaffen wurde. In Rostock gab es zwar schon vor dem II. Weltkrieg Tierhaltung an der Stelle und von der Parkgestaltung des alten Stadtförsters Schramm wurde noch viel erhalten, aber trotzdem wurde eine ganz neue Anlage aus dem Boden gestampft. Noch mehr gilt das für die Perspektivpläne von Berlin und Erfurt, während in Leipzig auch wie in Köln ein altehrwürdiger Zoo plus Erweiterungsgelände umgeplant wurde. Wenn der Leipziger Plan umgesetzt worden wäre, brauchten wir uns heute um den "Gründergarten" keine Gedanken mehr zu machen.
    (21.11.2007)
    IP66:   Ein wenig früher ist ein Masterplan für Köln entstanden, der ähnlich utopisch war und von dem eigentlich nur das Raubtierhaus und die Bärenanlagen einigermaßen umgesetzt wurden. Besonders kurios ist die Angelegenheit hier deshalb, weil mich dem Rennbahngelände ein Gebiet vorlag, daß, trotz Vorhandensein dieses Planes, viel zurückhaltender bebaut wurde. Ich denke, daß die Umsetzung solcher Matserpläne bei einem einigermaßen funktionierenden Zoo einfach grober Unfug ist, weil man, anstatt dort zu renovieren oder zu erneuern, wo dies nötig ist, immer einem Ideal nachläuft, das schon nicht mehr zeitgemäß ist und sich so Knüppel zwischen die Beine wirft, die Innovation verhindern und simples Planerfüllungsdenken befördern.
    (21.11.2007)
    Ralf Wagner:   Der Plan ist auch in der ersten Auflage "Tiere um uns" von Günther Pilz (1963) abgebildet. Auch für den Zoopark Erfurt wurde in dem besagten Buch ein Masterplan(?) abgebildet, der zumindest beim Lageplan als Rundgang eingetragen ist!
    VG
    (21.11.2007)
    Karsten Vick:   ...oder wenn du es bis dahin nicht aushältst, frag Klaus, ob er den Plan in seinem Keller hat. In der Antiquariatsliste ist 2x ein "Bildband" von Anfang der 60er drin, darin steckte der besagte Plan, als ich das Heft im Antiquariat in Rostock kaufte.
    (20.11.2007)
    Karsten Vick:   Das ist ja ne echte Bildungslücke. Bei unserem nächsten Treffen bringe ich dir den Plan mal mit.
    (20.11.2007)
    Oliver Jahn:   Also diesen Plan kenne ich nicht. Das ist ja Wahnsinn, da wollte Rostock wirklichmal ein richtiger Dickhäuterzoo werden? Ist ja nicht zu fassen. Aber ich muss schon mal sagen, es hat ja in vielen Zoos Masterpläne gegeben, die nie umgesetzt wurden, aber in Punkto Großmannssucht waren ja wohl die Zoos der ehem. DDR unübertroffen. Wenn ich mir da diesen plan durchlese, oder auch den von Leipzig oder Berlin ansehe, dann frage ich mich wirklich, ob diese großkotzigen Planer denn nie mal mit einem Kombinatsleiter gesprochen haben, ob witschaftlich so etwas jemals möglich wäre?
    (20.11.2007)
    Karsten Vick:   Ja, der Plan ist wirklich schön, das lustige ist eben, dass davon so gar nichts umgesetzt wurde. Wenn ich auf dem Titel lese: Baubeginn Elefantenhaus 1962... hahaha. Den Unterschied zwischen Plan und Wirklichkeit mussten sie ziemlich schnell kapieren. Beachte statt dessen rechts oben das Menschenaffenhaus, als "vorhandenes Gebäude" (orange) eingezeichnet: DAS ist dann zum Elefantenhaus geworden und wird heute noch als solches genutzt.
    (20.11.2007)
    Michael Amend:   Mir ist kürzlich durch Zufall ein Masterplan des Zoo Rostock in die Hände gefallen, der sich seit Jahren in meiner Sammlung befindet, ohne das ich das wußte...Dieser Plan, 1962 veröffentlicht, ist sehr interessant, und wurde bedauerlicherweise nie umgesetzt, in diesem Fall wäre ich bestimmt schon längst dort gewesen, denn der Plan sah eine große Huftier-Kollektion vor. Auf der rechten Seite des Zoogeländes waren folgende Anlagen vorgesehen :
    Haupteingang mit Ostsee-Aquarium
    Schwimmvogelteich,Kinderzoo,Pavianfelsen und Rhesusaffen-Insel, getrennt vom eigentlichen Affenhaus. Witschaftshof, ein eigenes Tapirhaus , ein eigenes Nashornhaus ( beide Häuser wohl nur für nur je eine Art),Elefantenhaus, Flußpferdhaus. Bemerkenswert,das der Plan vorsah, alle"Dickhäuter"Arten in getrennten Häusern unterzubringen.
    Giraffenhaus für Giraffen und Okapis, wobei die Okapianlage größer ausfiel als die Elefanten-Anlage. Die sah übrigens eine Bullenhaltung vor, eine Bullen-Anlage war vorgesehen. Anlagen für Waptis, ren,Reh, Flamingos. Vogelhaus.
    Rinderhaus für Watussi,Yak, Steppenrinder. Großbären-Anlage für Eis,-Kodiak,-und Schwarzbär,Tropen-Bären-Anlage mit drei Anlagen.Die arten sind nicht aufgeführt.
    Die linke Seite war ausschließlich für Huf,-und Raubtiere vorgesehen. Der Raubkatzenbereich sah ein Großkatzenahaus vor für leoaprden,Sib. Tiger, Löwen und Hyänen. Dann gehts los mit den Huftieren. Vorbei an zwergziegen, Mähennschafen, Mufflons, Schafe und Ziegen, erericht man eine Fasanerie, anschließend einen Imbiss, Anlagen für Känguruhs,Emus, Wildhunde, Dingos und eine Pelztierfarm ! Große Anlagen waren vorgesehen für Lamas (in der reihenfolge, wie ich sie aufzähle),Trampeltiere,Dromedare,Hauspferde,Prezwalskipferde,Onager,Tarpane, Schweinehaus,Wildschweine, Wölfe,Bisons,Wasserbüffel,Kaffernbüffel,Zebus,Bantengs,es folgen zwei Zebra-Anlagen(wahrscheinlich für Berg,-und Grevyzebras)Luchse,Wildkatzen,Flugkäfig, Wisente,zwei Antilopen-Analgen(keien Art-Nennung),Flugkäfig,Gemeinschaftsanlage Elen(Gr. Kudus, Gemeinschaftsanlage für Zebras, Gnus und Oryx. Anlagen für Hirsche, rehe,Axishirsche und nochmal Rentiere bilden den Abschluß. Der Plan ists ehr schön detailiert ausgearbeitet und farbig, und enthält sogar Entwürfe für das Affenhaus, Elefantenhaus und das Ostsee-Aquarium. Ferner war ein Außenzoo im Ortsteil Warnemünde geplant, für Meerssäuger und Vögel. Ich tippe mal,d as dieser paln aus fianziellen Gründen nicht umgesetzt wurde, denn allein die vielen großen, beheizbaren Tierhäuser waren wahrscheinlich kaum finanzierbar.
    (20.11.2007)
    Sven P. Peter:   Die gemeinschaftshaltung besteht noch, aber ich konnte nur 2 Männliche Nasenbären sehen. Die Affen nahmen von diesen kaum notitz.
    (03.04.2007)
    Michael Mettler:   Laut "Abenteuer Zoo" leben in Rostock nach wie vor Haubenkapuziner und Nasenbären im selben Gehege zusammen. So weit ich weiß, handelte es sich anfangs bei den Nasenbären ausschließlich um kastrierte Männchen. Hat sich daran was geändert (und damit meine ich NICHT, ob die Kastration rückgängig gemacht wurde...) oder sind die Nasenbären immer noch eine reine Junggesellengruppe? Die Kapuziner sind m.W. eine Zuchtgruppe.
    (03.04.2007)
    Karsten Vick:   Michael & Michael meinen die selbe Broschüre. Es gibt einen kurzen geschichtlichen Abriss, jede Menge Anekdoten und alte Fotos, u. a. vom alten Huftierhaus (das könnte genau so ein Streitthema werden wie das Frankfurter Elefantenhaus...). Den bisher besten Lageplan des Vorkriegstierparks abgesehen vom Original, das in der Verwaltung hängt, fand ich im Jahresbericht von 1988 bei einem Bericht über die Dahlienschauen im Park.
    (06.02.2007)
    michael görick:   Es gibt eine Publikation zur Geschichte des rostocker Zoos von 1999 unter dem Titel "100 jahre Tiergarten Rostock. Sie hat etwa 90 Seiten.
    (06.02.2007)
    Michael Mettler:   @IP66: "Vom Hirschgarten zum Erlebniszoo - 100 Jahre Tiergarten Rostock" von 1999. Kein Prachtband wie über manch anderen Zoo, sondern eine 96 Seiten umfassende Broschüre, beinhaltet aber u.a. die Entwurfskizzen von 1973 für zwei nie verwirklichte Bauvorhaben, ein großes Affenhaus und ein Delfin-Robben-Becken unter freiem Himmel, sowie ein wenig historisches Bildmaterial.
    (06.02.2007)
    IP66:   Gibt es eigentlich irgend eine Publikation zur Geschichte des rostocker Zoos?
    (06.02.2007)
    Michael Mettler:   Also, meine Fotos von der weißen Möwe stammen aus 1990 und 1994. In meiner Sammlung habe ich die Tierbestandslisten von 1987 bis 1993, und in allen steht zwar ein Sturmmöwen-Schwärzling drin, aber kein Weißling jeglicher Art. Das würde dafür sprechen, dass man sich schlichtweg verschrieben hat und den Fehler einfach immer wieder übernahm. Die Jahresberichte sind leider nicht detailliert in Bezug auf Neuzugänge oder gar Verluste; zumindest ist mir beim Überfliegen nicht aufgefallen, seit wann der Vogel im Zoo gewesen sein könnte.

    Einen "fehlfarbigen" Kormoran habe ich 2000 fotografiert. Er war allerdings nicht milchkaffeebraun, sondern eher ein Mittelding aus Silbergrau und der Farbe, die man bei Hühnern Blau nennt. Die Federn der Flügel waren etwas dunkler gesäumt; im Prinzip wie bei einem Sebright-Huhn, aber mit nur schwachem Kontrast zwischen den beiden Farbstufen. Die Beine und Füße hatten ein rosiges Hellgrau, also nicht völlig rosa, wie es bei komplettem Pigmentverlust zu erwarten wäre. In der Augenfarbe sehe ich auf den Fotos keinen Unterschied zu dem daneben abgebildeten, normalfarbigen Artgenossen.

    Falls dieser Kormoran im Zoo gebrütet hat, könnte der jetzige Vogel vielleicht sogar ein herausgemendelter Nachkomme und seine Färbung noch das Jugendgefieder sein?
    (06.02.2007)
    Michael Mettler:   Ich frage mich, ob damals einfach nur versehentlich Schwärzling statt Weißling geschrieben wurde. Das würde das Rätsel am elegantesten lösen... Muss wohl doch mal nachschauen, wann ich die Fotos von Kormoran und Möwe gemacht habe.
    (05.02.2007)
    Karsten Vick:   In die Augen hab ich dem Kormoran nicht gesehen, also bin ich mir bezüglich Albino nicht sicher. Wenn dein Feldornithologe Sturmmöwe sagt, wird er wohl recht haben, es war jedenfalls eine einheimische Möwe und da ist die Sturmmöwe schon recht eindeutig. Tatsächlich gab es 1985/86 einen Sturmmöwenschwärzling, den ich allerdings auch nicht gesehen habe. Die beiden als Pärchen wär doch nicht schlecht gewesen...
    (05.02.2007)
    Michael Mettler:   Sieh an, der Winterzoo findet also bereits Nachahmer ;-) Na ja, ist ja eigentlich eine Idee aus der Zoo-Mottenkiste: In historischen Zeiten konnte man schließlich auf dem Großen Weiher in Frankfurt ebenfalls Schlittschuh laufen.

    Karsten, bist du dir sicher, dass der Kormoran ein Albino ist? Ich habe ihn vor ein paar Jahren auch gesehen und meine mich zu erinnern, dass er eine normale Augenfarbe hatte (ich müsste die Fotos raussuchen, um das zu prüfen).

    Auch von der besagten Möwe habe ich Bilder, für eine Silbermöwe war sie aber deutlich zu zierlich. Ein Feldornithologe aus meinem Bekanntenkreis tippte auf Sturmmöwen-Weißling - aber sicher war er sich auch nicht. Und ohne nachgesehen zu haben behaupte ich aus der Erinnerung heraus, damals in den Rostocker Tierbestandslisten kurioserweise ein MöwenSCHWÄRZLING angeführt wurde.
    (05.02.2007)
    Karsten Vick:   Gestern war ich in Rostock. Mit vom Forum geöffneten Augen habe ich Dinge gesehen, die mir vorher nie aufgefallen sind.
    1. Das Sattelzebra: Michael, es existiert noch, zumindest eins, wahrscheinlich die Mutter mit der Fjordpferdmähne (innen weiß, außen schwarz). Es gibt auch eine Geschichte dazu im 2000er Jahresbericht. Die Mutter dieses Tieres hatte eine schwere Hufkrankheit und musste zur Behandlung sehr oft narkotisiert werden. Trotzdem verlief die Trächtigkeit ohne Probleme, nur dass das Fohlen mit der seltsamen Sattelzeichnung geboren wurde. Scherzhaft wurde die Zeichnung "Narkosesattel" genannt. Alle anderen Zebras waren normal gefärbt. Als weiteres Schaustück mit ungewöhnlicher Farbe gibt es einen albinotischen, milchkaffeebraunen Kormoran. Die von dir auch irgendwo im Forum angesprochene ganz weiße Möwe gibt es nicht mehr, auch die Art lässt sich nicht mehr feststellen, ich glaube allerdings, dass es eine Silbermöwe war.
    2. Historische Bauten: Ich war ja der Meinung, dass es außer dem Balkon mit Wellensittichvoliere keine weiteren Vorkriegsbauten mehr gibt. Dabei hatte ich das Kassenhaus vergessen. Und was ich bisher noch gar nicht wusste, auch das alte achteckige Huftierhaus steht noch. Allerdings hat es zu DDR-Zeiten einen halboffenen Bergeraum als Anbau bekommen, der die alte Form etwas verschleiert. Nicht ganz sicher bin ich mir mit einem schilfgedeckten Fachwerkhaus am neuen Streichelgehege. Alt ist es, aber wie alt?
    Ansonsten gibt es folgende Neuigkeiten: 2 junge Geparden und 3 junge Jaguare, nur noch 5 Basstölpel, die in der Seevogelvoliere zwischengelagert waren, da ihre Behausung wohl mal richtig saubergemacht wurde, interessanterweise die 2 jungen kupiert, die 3 alten nicht. Auch bei den Seevögeln 7 Trottellummen, die aber nicht so happy aussahen, aber das mag auch meine subjektive Meinung sein. Der Marinedenkmalsturm bei den Eisbären hat genau wie die Brüstung eine kosmetische Behandlung gekriegt, sie sind jetzt auch auf Kunstfels getrimmt, was zumindest den Turm nicht wirklich schöner macht, denn so eckig wie er nun mal ist, glaubt ihm sowieso keiner, dass er jetzt ein Felsen ist.
    Neu ist eine Voliere für Eulen, die im Zooführer schon angekündigt wurde. Eine Scheunenattrappe für Schleiereulen mit angeschlossener Kammer für Hausratten. Dazu eine Doppelvoliere für Auerhühner, wozu noch Sperbereulen kommen sollen. Das zwischen Krokodil- und Papageienhaus. An letzteres wird jetzt tatsächlich eine große Außenvoliere für Hornvögel angebaut, mein Kubahaus aus dem Planungsthread kann ich also vergessen...
    Das Menschenaffenhaus rückt laaangsam näher, das Zwischenziel 2006: 500.000 € wurde erreicht. Planzeichnungen gibt es noch nirgends, zwischen den Zeilen scheint es so, dass nur Orangs und Gorillas gehalten werden sollen. Kann auch sein, dass ich da zu viel reininterpretiert habe.
    Ein Winterwunderland gibt es übrigens auch wie in Hannover.
    (05.02.2007)
    Jan Bauer:   Wenn ich bemerken darf, lohnen sich nicht nur die erwähnten Einrichtungen Rostock, Schwerin, Ueckermünde, Marlow und Stralsund. Eine sehr bemerkenserte Einrichtung stellt der Natur- und Umweltpark Güstrow dar. Er war vor der Wende ein furchtbarer Heimattierpark der aber nun neben super Anlagen für Bären und Wölfe, wohl auch den einzigen Unterwassertunnel für die heimische Fischfauna besitzt.
    (06.07.2006)
    Dortmunder:   Na ja, mit den Schildkröten machen es die Zoos potenziellen Dieben ja auch meist recht leicht... Genau wie den Wasserschildkröten-"Bringdiensten"
    (03.07.2006)
    Michael Mettler:   Von Greifvogel- und Eulendiebstählen habe ich länger nichts gehört. Zuletzt waren es wohl eher Papageien und Landschildkröten, die besonders gesichert werden mussten.
    (03.07.2006)
    Dortmunder:   Ja, Greifvogel-Diebstahl ist wohl früher ein weit verbreitetes Problem gewesen ! Kann mich auch noch daran erinnern, dass in Dortmund damals Schmutzgeier und Weißkopf-Seeadler geklaut wurden, die nie wieder auftauchten !!! Ist das Problem eigentlich immer noch akut ???
    (03.07.2006)
    Michael Mettler:   Die Bremerhavener Gerfalken wurden zuletzt hinter Glas gehalten, u.a. auch deswegen, um sie besser vor Diebstahl zu schützen - eine für die damalige Zeit noch sehr ungewöhnliche Unterbringung für "Außen"-Vögel. Vor dem Umbau des Zoos wurden in der Anlage zuletzt meiner Erinnerung nach Eulen gehalten.
    (02.07.2006)
    Michael Amend:   Ein Gerfalke ziert sogar das Titelbild des Bremerhavener Zooführers von 1962. Laut Text kamen die ersten Gerfalken 1954 in den Zoo , weitere Vögel folgten 1958 und 59. Der Vogel auf dem Zooführer ist weiß gefärbt.
    (02.07.2006)
    IP66:   An die Gerfalken in Bremerhaven erinnere ich mich auch noch. Ich meine, öfter auch mehrere Tiere angetroffen zu haben, jedenfalls waren es einmal zwei, die aber recht unterschiedlich gefärbt waren.
    (02.07.2006)
    Zoosammler:   @Dortmunder: Geralken gab es früher öfter, so etwa auch in Bremerhaven.
    (01.07.2006)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Besagtes Gerücht hörte ich kurz nach der Wende von einem Tierpfleger (kein Rostocker) in den neuen Bundesländern.
    (01.07.2006)
    Karsten Vick:   @Michael Mettler: Das ist hoffentlich nur ein Gerücht. So wie der Diebstahl ablief, brauchte man auch keinen Komplizen dazu. Der Falke saß in einem der Greifvogelkäfige neben dem Affenhaus, direkt dahinter ist die Zoogrenze und eine Straße. Der Volierendraht wurde aufgeschnitten, der Falke gefangen und fertig. Das kann höchstens ne Viertelstunde gedauert haben.
    @Zoosammler: Das neue Stralsunder Schildkrötenbecken hat die Ausmaße eines größeren Wohnzimmers, aber etwas höher. Auf einer Seite können die Schildkröten auf einen Strand kriechen, um Eier zu legen. Zu den Weibchen kam ein Mann der (Unechten?) Karettschildkröte aus Polen und es wurden auch schon Paarungsversuche beobachtet. In dem großen Becken macht es Spaß, den Schildkröten beim Flug unter Wasser zuzusehen. Der Greifvogelbestand in Rostock war schon mal größer, es wurden auch hier Einzeltiere auf Falknerart gehalten. Außer den Gerfalken gibt es noch Schrei- und Steppenadler, Seeadler, Bussarde, Schwarzmilane und Truthahngeier.
    (01.07.2006)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Es gab da mal das Gerücht, unmittelbar nach dem Verschwinden des Gerfalken habe sich ein Rostocker Zoomitarbeiter ein kostspieliges Haus leisten können...
    (01.07.2006)
    Zoosammler:   @Karsten Vick: Ich muss meine Aussage etwas relativieren, denn die Müller-Gibbons in Schwerin sind schon recht einzigartig, ich glaube, es gibt in Europas nur drei Müller-Gibbon-Zoos. Und natürlich hat auch das Meeresmuseum in Stralsund viel Interessantes und Einzigartiges im Bestand, als Krönung natürlich die Meeresschildkröten, dich bislang noch nirdengdwo sonst in Deutschland gesehen habe. Sie lebten 2003 in einem sehr kleinen Becken, trotzdem waren sie mehr als eindrucksvoll. Damals waren große Umbaumaßnahmen für ihre Anlage angekündigt, hat sich da inzwischen etwas getan?
    Rostock hat sowieso einen recht guten Greifvogelbestand, oder?
    (01.07.2006)
    Dortmunder:   Hat bzw. hatte nicht Nürnberg auch mal Gerfalken in den Greivogel-Brutvolieren ???
    (30.06.2006)
    Karsten Vick:   Es gibt in Rostock DOCH eine einmalige Tierart und die Geschichte muss ich noch loswerden.

    In meiner Kinderzeit gab es in Rostock einen wunderschönen Weißen Gerfalken, der 1961 vor der grönländischen Küste einem DDR-Fischtrawler zugeflogen war. Im Juli 1982 wurde der Vogel gestohlen und nicht wieder gesehen. 1983 besuchte ein DDR-Ornithologe die Falkenbörse in Ruhaybe (Syrien). Dort erfuhr er hinter vorgehaltener Hand, dass einige Falkenhändler über ganz besondere Beziehungen verfügen. Einer z. B. brachte im Spätsommer 82 aus der BRD einen Weißen Gerfalken mit, von dem die örtlichen Falkner noch ein Jahr später schwärmten. Der ging für 1 Million Syrische Pfund (=250.000$) an den Scheich von Abu Dhabi. Das nenn ich ein gutes Geschäft! Irgendwann in den 90ern war plötzlich wieder ein Gerfalke in Rostock. Da war ich schon erstaunt, aber noch erstaunter war ich, als ich auf dem Schild las, dass der Falke schon seit 1982 im Bestand ist! Den haben sie all die Jahre geheimgehalten, er taucht in keinem Zooführer auf. Jetzt hat er einen Partner und eine große neue Voliere und die beiden sind die einzigen Gerfalken, die ich aus deutschen Zoos kenne (Greifvogelwarten ausgenommen, aber selbst da sind Gerfalken eher selten).
    (30.06.2006)
    Karsten Vick:   @IP66: Wie M. Görick schon sagte, bestand der Tiergarten im Barnstorfer Wald schon vor dem Krieg, auch mit Exoten. Es gab ein Affenhaus und einen Bärenzwinger. Davon ist aber heute nichts mehr erhalten außer dem Baumbestand. Höchstens der Balkon mit Wellensittichvoliere am Nilgaugehege könnte aus der Gründerzeit stammen. Die Bärenanlage stammt aus den 50er Jahren und sieht heute noch so aus. Das Eisbärengehege - kantig und trutzig - erinnert wirklich etwas an die Türme der Stalinallee in Berlin, aber wie gesagt, Architektur ist nicht meine starke Seite.

    @Zoosammler: Wahr ist, dass es in den Mecklenburger Zoos keine außergewöhnlichen,einmaligen Tierformen zu sehen gibt (Sattelzebras und Pseudo-Waldelefanten ausgenommen). Aber die neuen Anlagen in Rostock sind allemal eine Reise wert. Ist Geschmackssache, aber mir gefallen sie besser als beispielsweise die Löwenschlucht in Hannover oder die Tigertaiga in Leipzig mit Birkenstämmen aus Beton, wo das wichtigste ist, dass der Besucher um jeden Preis kein Gitter sehen darf. Aber wie auch immer, meinen Hass zieht sich keiner zu, der eine andere Meinung hat.
    (29.06.2006)
    Michael Mettler:   Um die Äußerung von Zoosammler ein wenig abzuschwächen: Obwohl bei meinem ersten Besuch in Rostock 1989 an eine Ostsee-Autobahn noch nicht zu denken war und wir in endlosen Autoschlangen über die Dörfer zuckelten, haben wir problemlos die Zoos Rostock und Schwerin am selben Tag besucht und mussten dabei nicht mal sonderlich hetzen. OK, für längere Beobachtungen bleibt bei sowas natürlich keine Zeit, aber dazu neige ich in erstmals besuchten Zoos ohnehin nicht. Und genau diese Tour habe ich später - unter wesentlich besseren Verkehrsbedingungen - wiederholt. Wenn man ein "Basislager" in Rostock beziehen würde, lägen ja auch noch Marlow, Stralsund und Ueckermünde in nicht allzu weiter Ferne. Von diesem Trip träume ich allerdings noch, denn die drei letzteren kenne ich auch noch nicht - vielleicht sollte man das Zoosammlertreffen mal in Rostock abhalten...?
    (29.06.2006)
    Michael Görick:   Der Zoo Rostock ist zwar 100 Jahre alt ,aber das bezieht sich auf die Anlage als kleiner Tiergarten im Barnstorfer Wald. Richtig als Zoo wurde er erst ab 1955 ausgebaut.Wenn der Perpektivplan von von 1960 hätte verwirklicht werden können wäre er sehr imposant geworden.
    (29.06.2006)
    Zoosammler:   Der Zoo Rostock ist über ein Jahrhundert alt und die Eisbärenanlage ("Marine-Ehrenmal") ist vom stern wirklich treffend beschrieben worden. Ein Teil ihrer Rückwand bildet ein Turm, auf dem meiner Erinnerung nach ein Storchennest ist, direkt davor eine Plattform für die Eisbären, ein ganz interessantes Ensemble, aber auch wenn ich mir jetzt den Hass von Karsten Vick zuziehe: Der Zoo Rostock ist es wirklich keine halbe Deutschland-Reise Wert, aber eben wenn man schonmal in der Nähe ist, dann durchaus sehenswert - diese Formel kann man für die ganze Zoolandschaft Mecklenburg-Vorpommerns anwenden.
    (29.06.2006)
    IP66:   @Herr Vick: Leider kommt man hier im Forum nicht immer zu allen Neuigkeiten. Mein letzter Besuch in Rostock fand 1988 statt, ich habe noch eine Eisbärenanlage im expressionistischen Stil im Kopf, aber leider nichts Konkretes. Rostock liegt leider vom Rheinland aus ein wenig am Ende der Welt und hat bedauernswerterweise weder ein richtig interessantes Ausstellungs- noch Opernprogramm, so daß ich dort selten vorbeischaue. Ist der Zoo denn überhaupt eine Vorkriegsanlage?
    (29.06.2006)
    Michael Mettler:   @Oliver: Gute Frage, zumal selbst das Ursprungsland nicht aussagekräftig sein muss; die Erfurter Kuh Marina stammte schließlich aus dem Kongo und war trotzdem ein Steppenelefant. Aber war da nicht was mit einer unterschiedlichen Anzahl von Hufnägeln...?


    (29.06.2006)
    Oliver Jahn:   @ Michael Mettler, ich bin ja Anfang September im Zoo Rostock, aber ich weiß nicht so recht, was ich tun soll? Allein einen Pfleger fragen, ob das ein Waldelefant ist, wird ja wohl nicht reichen! Das Tier selber wird auch nicht antworten! Also was kann man tun, um da ein Stück weiter zu kommen???
    (29.06.2006)
    Dortmunder:   Ein Waldelefant in Rostock ? Das ist ja das erste, was ich in die Richtung höre... Wusste ja bisher nur von den, inzwischen verstorbenen (???) Waldelefantenkühen in Berlin (Zoo) und Duisburg... Und gibt es nicht auch einen "fraglichen" Waldelefanten in der Schweiz ?
    (29.06.2006)
    Karsten Vick:   Dann sag Bescheid, ich komm mit.
    (29.06.2006)
    Michael Mettler:   @Karsten Vick: Danke, der Tipp war klasse!! Man achte darauf, dass die Stute nicht nur den Sattelfleck (heißt übrigens "saddle-patch", nicht "saddleback" wie ich unten geschrieben habe), sondern auch eine ungestreifte Mähne hat. Und das bräunlich verwaschene Feld am Hinterschenkel ist auch kein Sandfleck: Genau an dieser Stelle zeigen sehr viele Zebras Auflösungstendenzen in ihrer Streifung. Aber das Genialste: Ihr Fohlen ist ebenfalls ein "saddle-patch"! Anscheinend muss ich mal wieder meinen Hintern bewegen und nach Rostock fahren....

    Ganz andere Frage bezüglich Rostock: Was ist dran an der Vermutung, die Afrikanische Elefantin Sarah könne ein Waldelefant sein bzw. gibt es da neuere Erkenntnisse?
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   @Michael Mettler: Ich glaub ich hab das Sattelzebra gefunden:

    http://www.zoo-rostock.de/site/3_176/176/0.html (du sollst ja, um weitere Bilder zu sehen, auf die Punkte links klicken. Bitte auf den untersten Punkt klicken).

    Demnach scheint das bewusste Zebra schon selbst Mutter zu sein. Mir ist es allerdings noch nie aufgefallen.
    (28.06.2006)
    Dortmunder:   @ Michael A. :

    Hab die Seite heute schon angesehen ! Ist echt der Hammer, und vor allem beinhalten die Tiere die "wilden" Gene
    (28.06.2006)
    Michael Amend:   @Dortmunder
    Brauchen die nicht, sieh dir mal die Homepage vom Quaggaprojekt an, da sind alle bisher dort gebornenen, am quagga-ähnlichsten Fohlen plus Stammbamm abgebildet, das Fohlend er 3. Generation, 2005 geboren, sieht unglaublich aus......Auf der Webside sind auch sämtliche Museumsquaggas abgebildet, ich kann die Seite nur empfehlen( ww.quaggaproject.org )
    (28.06.2006)
    Oliver Jahn:   Ich kenne nur den Stand August 2005. Wenn man vor der Hauptanlage der Eisbären steht, dann geht es einmal nach links, dort war das frühere Jungbärenabteil, im letzten Jahr waren dort die Nasenbären, Stachelschweine habe ich da aber auch schon drin gesehen. Wenn man aber rechts an der Anlage weitergeht, dann kommt erst das Eisbärengehege für Mutter und Kind, und danach das Gehege für die Kodiaks. Eine Komplette Umrundung der Anlage ist nicht möglich.
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   Die Saddleback-Zeichnung tritt auffallend häufig bei Zebroiden unterschiedlichster Elternkombination auf, die in diesem Bereich entweder gar keine oder statt der Streifen- eine feine Tüpfel- oder Netzzeichnung zeigen. Und bei Steppenzebras gibt es noch die "markhami"-Zeichnung (sowohl im Freiland als auch bei Zoo-Zebras unterschiedlicher Unterartzugehörigkeit zu finden), bei der an entsprechender Stelle - im dreieckigen Übergang der senkrechten Vorderkörperstreifung zur schräg verlaufenden Streifung des Hinterkörpers - statt weißer Streifen weiße Punkte oder Ellipsen zu sehen sind. Nach einem solchen Tier wurde früher fälschlich eine eigene Art Equus bzw. Hippotigris markhami beschrieben, daher der Name.

    Ich fürchte eher, dass das Rostocker Zebra als "Fehlfarbe" aussortiert wurde!
    (28.06.2006)
    Dortmunder:   Wäre wahrscheinlich auch ein interessantes Tier für die Leute, die versuchen, das Quagga wieder zurückzuzüchten wie damals Ur oder Tarpan...
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   Vor einigen Jahren wurde in Rostock ein Damara-Zebra mit "saddleback"-Zeichnung geboren, also mit einem bräunlichen, ungestreiften "Sattel" auf dem Rücken (tritt auch im Freiland hin und wieder auf). Ich habe es als Fohlen gesehen. Blieb dieses Tier in Rostock bzw. lebt es vielleicht noch heute dort? Würde mich sehr interessieren, wie es als erwachsenes Tier aussieht.
    (28.06.2006)
    Zoosammler:   Leb(t)en in Vergesellschaftung mit Kapuzinern und Nasenbären nicht auch noch Aras?
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   Ist das die Anlage, auf der auch schon Stachelschweine lebten? Habe die Rostocker Topographie nicht so eindeutig im Gedächtnis. Und gab es rechts von der Hauptanlage nicht Kodiakbären?
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   Ach so, die linke Anlage steht leer? Das wusste ich nicht. Eisbären kannst du da aber nicht rauflassen, dafür ist der Graben zu schmal. Vielleicht waren die Bärchen nur vorübergehend weg.
    (28.06.2006)
    dennis:   Neben den eisbären war noch ein kleines leers Gehege. doert waren wohl früher die Nasenbären..
    dann kam man runter zu den pinguinen. jetzt leben ja nur noch Humbolt- und felsenpinguine dort. der letzte Brillenpinguin war vor kurzem gestorben und die eselspinguine einfach weg.
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   @Dennis, das ist nicht richtig. Die Eisbär-Mutter-und-Kind-Anlage ist rechts von der Hauptanlage, die Nasenbären links um die Ecke. Das war früher die Jungbärenanlage.

    Es gibt übrigens doch noch eine neue Säugerart auf neuer Anlage: Polarfüchse. Sie bewohnen eine kombinierte Anlage mit Schnee-Eulen, wobei die Rostocker schlau genug waren, die Voliere gleich teilbar zu bauen. Nur außerhalb der Brutzeit können die Eulen die ganze Voliere nutzen.
    (28.06.2006)
    Dennis:   Nasenbären leben nur im südamerikahaus1
    Ihre Anlage bei den eisbären gehört nun den Eisbären.
    Sie wird als mutter-Kindanlage genutzt, ansonsten können die Eisbären wie in der Wilhelma stuttgart nun vom großen ins kleine Gehege gehen.
    (28.06.2006)
    Oliver Jahn:   Karsten, danke, das habe ich weder gewußt, noch hätte ich das gedacht! Ich war Mitte der 80er ein paar mal in Rostock, und dann erst wieder nach der Wende, denn wer bekam denn zu DDR-Zeiten schon einen Urlaubsplatz an der Ostsee!!!!! ;-) Von daher habe ich den Zoo dann erst 1991 wieder besucht und da sah die Anlage recht neu aus und ich glaubte, sie wäre die erste "Errungenschaft" nach der Wende! Es ist wirklich bis heute eine super Anlage die ihres gleichen sucht! Na dann bin ich im September mal auf die Trottellummen gespannt! Ich kenne die Bengaltiger noch in der Anlage, in der heute die Mandrills sind. Aber ich dachte eben, sie würden sich leichter gegen Amurtiger (siehe Wuppertal) tauschen lassen, und dafür verzichtet man dann auf die Löwen! Die haben ja auch gerade Nachwuchs, wie ich auf N3 gesehen habe.
    (28.06.2006)
    Dortmunder:   Nachdem ich neulich eine Doku gesehen habe, in der Kapuziner junge Nasenbären erbeuteten, ist das auch irgendwie gut nachzuvollziehen...
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   @Michael: Kapuziner und Nasenbären leben sowohl im Innen- als auch Außengehege friedlich nebeneinander. Als Vergesellschaftung von Primaten und Huftieren, die ich ja immer gerne sehen möchte, gibt es den alten Esel Jo, der reihum alle Primatenfreigehege abweidet. Steht aber auch im Führer.

    Die Katta-Anlage war früher Gibboninsel, da haben zu DDR-Zeiten Silber (vielleicht auch Müller)gibbons gelebt und sogar gezüchtet. Jetzt leben hier Kattas, die Insel wurde mit Baumstämmen etwas vergrößert und mit vielen Ästen ausgestattet - dadurch wirds natürlich immer noch keine moderne Anlage. Der Versuch, die Kattas im Freilauf zu halten (sie konnten über einen Feuerwehrschlauch zum nächsten Baum klettern) misslang aber, da sie gleich in den benachbarten Barnstorfer Wald ausrissen.

    @Oliver: Die Seevogelvoliere stammt noch aus DDR-Zeiten. Sie ist eine der Anlagen, die 1989 zum 40. Geburtstag der DDR aus dem Boden gestampft wurden (wie das Dickhäuterhaus in Berlin). Ich halte sie immer noch für die schönste derartige Anlage, gerade weil sie auf eine lächerliche Wellenmaschine verzichtet haben, die mit ihrem Getöse so gar kein Ostsee-Feeling vermittelt. Seit diesem Jahr gibt es darin auch Trottellummen.

    Und wenn sie die Tiger behalten hätten, dann wären es keine Amur- sondern Bengaltiger gewesen.
    (28.06.2006)
    Oliver Jahn:   Michael, stimmt, es gibt die Nasenbären an beiden Stellen im Zoo Rostock. Und weil sie so oft getrennte Wege gehen, ist es schwer etwas über das Zusammenleben zu sagen. Ich habe beide Arten immer nur in der Aussenanlage gemeinsam gesehen. Im Haus haben sie (glaube ich) getrennte Anlagen. Jungtiere habe ich nur auf der Bärenanlage gesehen, von daher ist das mit den Männchen plausibel!
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   @Dortmunder: Nö. Aber unser Forum-Gastgeber handelt mit sowas und hat bestimmt nichts gegen weitere Bestellungen....
    (28.06.2006)
    Dortmunder:   Hast du ein Zoo-Führer-Abo ? Ich will auch...
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   @Oliver: Schon klar, aber es gab den Versuch, Nasenbären (ich glaube, nur Männchen) mit den Kapuzinern zusammen zu halten, habe ich ja selbst gesehen. Mich interessierte, ob das wirklich funktioniert hat. Aber heute hatte ich den neuen Zooführer in der Post, in dem ist die Kombi noch erwähnt ("...vertragen sich gut, gehen aber häufig getrennte Wege.") Damit hat sich die Frage erübrigt.
    (28.06.2006)
    Oliver Jahn:   In 2005 war die "Katta-Insel" noch besetzt. Ansonsten ist es mir auch aufgefallen, dass Rostock kontinuierlich den Zoo modernisiert hat, fast ausschließlich für vorhandene Arten. Einige wurden sogar abgeschafft, ohne sie dann mit Neubau durch "Werbeträger" zu ersetzen. Was ich weiterhin an Rostock wirklich beachtenswert finde, dass dieser Zoo seine Idee immer beibehalten hat und seine Prägung auf nordische Tiere nie aus dem Auge verloren hat. Es gab schon sehr lange in Rostock daneben auch Menschenaffen, Elefanten und Löwen. Aber allein die Robbenanlagen, die Limikolenanlage und die Fischotteranlage haben eben deutlich gezeigt, dass dieser Schwerpunkt nicht vernachlässigt wurde. Als einziges habe ich da die Entscheidung gegen die Tiger und für die Löwen nicht verstanden. Die Jaguare gehörten schon lange dazu. Aber thematisch hätten die Amurtiger sicher besser gepasst als die Löwen. Was mich aber schon immer an Rostock wirklich begeistert hat, ist der Parkcharakter mit einem wirklich schönen Baumbestand und einigen echten dendrologischen Besonderheiten. Selbst den Dahliengarten gibt es noch!
    (28.06.2006)
    Oliver Jahn:   Die Nasenbären haben doch die kleine Seitenanlage am "Marine-Ehrenmal", wenn man vor der Eisbären-Hauptanlage steht, links rum!
    (28.06.2006)
    Dortmunder:   @ Karsten :

    Hatte in Kindertagen einen Brieffreund in Mac Pom, den ich mehrmals zu DDR-Zeiten besucht habe, wobei ich mir auch die Zoos in der Nähe, und das waren nun mal Rostock und Schwerin angucken musste... Am besten habe ich noch die alten Schweriner Löwen- und Tigerkäfige im Kopf, gegen die das bekannte Ex-Tigergehege in Dortmund ein riesiger Auslauf war... In die Zeit um 1989 / 90 fällt auch mein erster Zoo-Besuch in Berlin, der auch aus einem Ost-Besuch resultierte... Hab auch schon Leipzig gesehen, allerdings erst 2002, bedingt durch meine Leipziger Exfreundin...
    (28.06.2006)
    Michael Mettler:   Leben bei den Kapuzinern eigentlich immer noch Nasenbären? Neben der schon erwähnten Gehegebegrenzung fand ich diese Kombi ziemlich originell.

    Und gibt es noch diese winzige, dreieckige Betoninsel mit Eisen-Klettergerüst neben den Menschenaffenanlagen, auf der zuletzt wohl Kattas lebten?

    Übrigens war ich zwar VOR der Wende nicht in Rostock, habe es aber als Wessi immerhin auch auf mehrere reine Zootouren in die DDR gebracht (Berlin, 2x Leipzig, Magdeburg, Halle). Und Schwerin/Rostock habe ich noch 1989 besucht, kaum dass die Mauer offen war - also auch noch im DDR-Originalzustand gesehen. Erinnerungen, die ich auf keinen Fall missen möchte.
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   Der letzte Satz soll heißen: die nach der Wende neu angeschafft wurden.
    (28.06.2006)
    Karsten Vick:   @Dortmunder: Was macht ein Dortmunder 1988 in Rostock?

    @Zoosammler: Wenn "Ostblock-Flair" = Altlasten, dann ist es kein Wunder, dass Rostock mehr davon hat als Schwerin, denn Schwerin hatte nie Menschenaffen und Elefanten und das ist in Rostock bei weitem der größte Klotz am Bein. Was aber wohl wirklich Ostblockflair hat (ich bitte IP66 um ein architekturgeschichtliches Statement), das ist die Eisbärenanlage, die ja seinerzeit im STERN-Zootest etwas gehässig mit einem Marine-Ehrenmal verglichen wurde. Ich finde, bei einer Umgestaltung der Bärengehege sollte wenigstens die Rückwand erhalten bleiben.

    Die neuen Anlagen finde ich fast alle sehr gelungen. Viel Fläche, Mut zum Gitter, richtige Bäume, Kunstfelsen nur dort wo sie hingehören (Schneeleoparden und Gerfalken). Die Einzäunung der Kapuzineraffen mit hüfthohem Wildgatterzaun plus Weidezaun ist schon fast genial.

    An Flusspferde, Nashörner und Giraffen hat in Rostock wohl nie jemand gedacht. Es ist im Gegensatz zu anderen Ostzoos (speziell Magdeburg und Dresden) sogar auffällig, dass fast nur die Haltung bereits vorhandener Arten verbessert wurde, statt neue anzuschaffen. Hyänenhund, Fischotter und die unvermeidbaren Erdmännchen sind so ziemlich die einzigen Säuger, für die nach der Wende neu gebaut wurde.
    (28.06.2006)
    Zoosammler:   Sorry wegen des Exkurses (ob das aber "Mist" war, sei dahingestellt), aber der ist ja gerade WEGEN der Unübersichtlichkeit des Forums (obwohl ich dieses kreative Chaos mittlerweile auch sympathisch finde) im Krokodil-Thread entstanden. ;)
    Ich war zuletzt 2003 in Rostock und finde, die Neubauten zwar ganz passabel, aber der Zoo hat so horrende Altlasten (Elefanten, Menschenaffen, Bären, Huftiere), das ich ganz ehrlich nicht glaube, dass er sich in den nächsten Jahren zum Spitzenzoo entwickeln wird. Für den Otto-Normalbesucher fehlen allerdings (hoffentlich immer noch) Flußpferde, Nashörner, Tiger und Giraffen - ein Glück, dass man nicht diese neuen publikumsattraktiven Arten anschafft und dann erst über Verbesserungen für die alten nachdenkt. Aber gerade im Vergleich zu z.B. Schwerin atmet im Rostocker Zoo doch noch recht viel "Ostblock-"Flair"".
    (27.06.2006)
    Oliver Jahn:   Also @ Dortmunder, wenn Sie das letzte mal 1988 in Rostock waren, dann dürften Sie den Zoo kaum wiedererkennen. Da hat sich wirklich vieles getan und @ Dennis, bei der Fischotteranlage kann ich nur zustimmen. Ich war noch nie in Hankensbüttel, aber eine bessere Anlage habe ich wirklich auch noch nicht gesehen! Ich werde im September wieder in Rostock sein!

    (27.06.2006)
    Dennis:   ja in rostock ist viel passiert:
    seevogelflugvoliere, Südamerikahaus,
    Niederes affenhaus, gemeinschaftsanlagen für huftiere, , stelzvogelanlagen, gepardenanlage und raubtierhaus in den letzten zehn jahren..
    2005 eine neue Gerfalkenvoliere, Krokodilhaus..
    Für 2006 ist eine 400 qm große flugvoliere für seeadler, bussarde und Kolkraben geplant, 2007 dann das neue Menschenaffenhaus und danach eine neue elefantenanlage..
    ach ja die neue Fischotteranlage (sehr gut gelungen, vieleicht die beste in Deutschland) hätte ich fast vergessen

    (27.06.2006)
    Dortmunder:   Oha... Ich war 1988 das letzte Mal in Rostock (und in Schwerin), da hat sich in letzter Zeit wohl so einiges getan...

    (27.06.2006)
    Dennis:   ich war september 2005 in Rostock, da sagte man das das neue Menschenaffenhaus ab frühjahr 2007 gebaut werden sollte. Man schilderte mir auch wie es werden söllte..
    etwa im Kölner Stil.

    (27.06.2006)

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    Klaus Schüling, 10. Feb 2009



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