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    Kleinzoos in NRW

    Adrian Langer:   http://www.lokalkompass.de/goch/natur/weezer-tierpark-wird-erweitert-neue-gehege-fuer-das-rotwild-damwild-und-sikawild-d826580.html

    Der Weezer Tierpark wird erweitert.
    (12.02.2018)
    Hannes Lueke:   Ja es sind echte Wildfangnachzuchten eines Privathalters. Die Farben sind fantastisch!
    (16.08.2017)
    Adrian Langer:   http://www.lokalkompass.de/recklinghausen/natur/recklinghausen-wilde-wellensittiche-im-tiergarten-neue-bewohner-in-der-voliere-d783148.html

    In Recklinghausen scheinen wilde Wellensittiche eingezogen zu sein!
    (16.08.2017)
    Hannes Lueke:   Nach einem wirklich netten Vormittag im leergefegten Hollywoodpark haben wir uns zu einem kleinen Abstecher in den kostenfreien Wildpark Olderdissen im 20 Minuten entfernten Bielefeld entschieden.
    Viel kann ich zum Park nicht erzählen denn im Gegensatz zum teuren Nachbarn war es brechend voll. Alle Parkplätze waren erschöpft und die Polizei musste schon Streife fahren um Ordnung rein zu bringen. Ein lautes Geschiebe durch den wirklich schön angelegten Park.
    Ein Blick in die Zootierliste verät, dass wirklich alles was in einen \"Heimtierpark\" gehört vertreten ist. Bemerkenswert ist die Vergesellschaftung zwischen Alpenmurmeltieren und Steinböcken. Garnicht wegen der Mischung sondern wegen der Anlage. Abgesehen von der schönen Hanganlage und der attraktiven Felskulisse ist die Anlage ein typsiches Huftiergehege. Die Murmeltiere könnten an mehreren Stellen (zB bequem unter der Tür) das Gehege verlassen. Ich vermute das dies uninteressant für die Tiere ist, da um die Anlage keinerlei weitere Grasflächen zu finden sind. Ein weiteres Highlight ist das Bibergehege welches aus in einem Naturteich versenkten Gittermatten besteht.L-förmig über die Anlage führt ein Steg entlang an einem riesigen Damm aus hunderten Stämmen. Neben dem Innenhaus scheinen die Biber tatsächlich einen eigenen Bau gebaut zu haben.
    Mein persönliches Highlight war die Bärenanlage. Die Blickachse für über den schmalen Graben hinweg auf Blickhöhe der Bären einen Hang hinauf. Besonders schön ist, dass der Graben zu den Besuchern nur mit Gittern abgegrenzt uist und nicht mit der obligartorischen Mauer. Dies gibt ein einmaliges Gefühl von Nähe zum Tier. Der Besatz ist auch recht spannend. Eine sehr zierliche syrische Braunbärin lebt dort zusammen mit einem im Vergleich Kodiakhaften europäischem Braunbären zusammen. Das Spiel der ungleichen Partner wirkt unvergleichlich. Der starke Unterschied in Größe und Farbe wurde auch bei den Besuchern interessiert aufgenommen. Zu den wirklich umfangreichen Informationen zu den Bären wäre hier ein Hinweis auf die Unterarten noch wünschenswert.

    Im großen und ganzen sollte jeder Zoofreund der in der Gegend ist dem Park einen Besuch abstatten. Durchweg große, saubere und moderne Anlagen.
    Die vielen verschiedenen Kennzeichen auf dem Parkplatz sprechen für den Park und die lohnende Anreise
    (02.04.2016)
    Michael Mettler:   @Sacha: Der Bulle war 30, die Kühe 43 (Afrikanerin) und 48 Jahre (Asiatin) alt.
    (12.05.2014)
    Sacha:   Schade um die Elefanten. Handelte es sich dabei um ältere Tiere?

    Bez. Weiterführung der Haltung in Stukenbrock habe ich eine zwiespältige Meinung: Einerseits gibt es sicher geeignetere Institutionen für die Haltung dieser Dickhäuter als Stukenbrock. Andererseits wäre es wiederum ein Halter weniger und somit per se eine Schwächung der "Allianz" gegen fanatische Tierrechtler und Ihre Befreiungsfantastereien.
    (12.05.2014)
    Michael Mettler:   Nach drei Verlusten in diesem und letztem Jahr (1,1 Afrikaner, 0,1 Asiate) ist die Elefantengruppe in Stukenbrock seit letztem Monat auf eine einzelne, 39-jährige Afrikanerin zusammengeschmolzen (Quelle: zooelefant.de). Bin mal gespannt, ob der Park die Haltung auslaufen lässt (lassen muss?) oder ob es Zukunftspläne gibt.
    (12.05.2014)
    Carsten Horn:   War heute in Hamm, Fossa ausgeschildert, aber nix gesehen...

    Paka ebenfalls ausgeschildert, die erste Voliere rechts nach dem Eingang, Mitbewohner Lachender Hans, aber auch kein Sichtungsglück...
    (12.11.2012)
    Oliver Müller:   Neuer Versuch.
    (29.10.2012)
    Oliver Müller:   Der neue Streichelzoo in Nadermanns Tierpark.
    (29.10.2012)
    Oliver Müller:   Die Elefanten im Hollywoodpark.
    (29.10.2012)
    Oliver Müller:   Einer der fetten Schimpansen von Nadermanns Tierpark.
    (29.10.2012)
    Oliver Müller:   Also DIESE Schimpansen wird sicher kein Zoo übernehmen, die gehören eher in eine Diätklinik als in einen Zoo. Ich stelle die Tage mal ein Foto ein. Ich denke, der Neubau ist schlicht am Geld gescheitert, unter 500.000 € bis 1 Million wird es sicher schwer sein, überhaupt eine vernünftige genehmigungsfähige Anlage zu bauen.

    DIe Bärenschlucht ist leer, die Nutrias sind mit den Waschbären vergesellschaftet.

    Sicher ließe sich da für Löwen was machen, aber praktischer wäre es wohl, sie den Tigern zuzuschlagen. Die wohnen ja direkt daneben und haben auch nicht gerade viel Platz.

    @Michael Mettler:

    Die Elefanten in Stukenbrock sind ja der Datenbank nach noch nicht sooo alt, dass das das schlechte Aussehen erklärt. Sie wirkten irgendwie gebrechlich und abgemagert. Leider sind meine Fotos davon schlecht, wegen Gegenlicht.
    (25.10.2012)
    Michael Mettler:   @Matthias Schramm: Also, ich kenne von einem Nadermann-Besuch vor Jahren als dritte Version noch, dass man sich um eine Abgabe der Schimpansen (m.W. alles Weibchen) bemühe, aber noch kein Interessent gefunden wurde... (Was ja zumindest nicht ganz unrealistisch wäre.)
    (25.10.2012)
    Matthias Schramm:   Steht bei Nadermann jetzt die sogenannte "Bärenschlucht" leer oder sind nur noch die Nutrias darinnen? Dann hätte die Nagetiere doch die Luchse in die Flucht geschlagen! Könnte diese Anlage für Löwen umgebaut werden? Seit Jahren wird bei Nadermann erzählt, dass die schimpansen eine neue Anlage erhalten sollen oder aber die Variaton, dass mn auf das Ableben der Tiere wartet. In dieser Zeit hätte man entweder bauen oder die Tiere abgeben können! Schon bei meinem ersten Besuch vor 7 Jahren viel mir extrem negativ auf, dass die Schimpansen gefüttert werden konnten. Und die Tiere bekommen von den Besuchern wirklich alles zugesteckt, egal was Hauptsache "lustig". Schon alleine das Füttern hätte schon längst unterbunden gehört!
    (25.10.2012)
    Oliver Müller:   Ja, die Fossa(s) in Hamm waren noch beschildert, vom Paka wie gesagt keine Spur.

    Das Zebroid gibt es noch, zusammen mit einem gescheckten Pony mitten im Vergnügungsparkbereich. Danke, Michael Mettler für den Link.
    (25.10.2012)
    Holger Wientjes:   Waren Fossas auch nicht mehr ausgeschildert ??
    Der ominöse "Materplan", über den schon seit geraumer Zeit hier und dort immer wieder gesprochen wird, war ein seiner Zeit zu Papier gebrachtes Gedankenspiel und so nie in seiner Form als wiklicher Masterplan gedacht, auch wenn man das ein oder andere gut umsetzen könnte.
    Zumindest ein Paka lebte bei meinem letzten Besuch noch in den Volieren gegenüber des Fossageheges. Müsste auch dort ausgeschildert gewesen sein.
    (24.10.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller, zu den Elefanten in Stukenbrock siehe hier:
    http://zooelefant.de//pages/deutsche-zoos/safaripark-stukenbrock/elefanten-in-stukenbrock.php

    Gibt es dort noch das gescheckte Zebroid?
    (24.10.2012)
    Oliver Müller:   Wegen des superschönen Wetters war ich am letzten Samstag kurzentschlossen auf Zootour in OWL.

    Erste Station war der Safaripark Schloss Holte-Stukenbrock, den ich noch nie besucht hatte und mir mal ansehen wollte. Die grundsätzlichen Bedingungen dort sind ja hier schon Thema gewesen und dürften bekannt sein. Was mir aufgefallen ist: Es lebt nur noch ein Breitmaulnashorn auf der gruseligen Anlage, braune Tiger habe ich nicht gesehen, obwohl angeblich vorhanden. Weiße Tiger und weiße Löwen gab es in einem Gehege - vielleicht hat Michael Mettler recht und es wird versucht, weiße Liger zu züchten? ;-) Die Elefanten sahen ziemlich schlecht aus, weiß jemand wie alt die sind? Ein Bulle war nicht zu sehen, nur drei Kühe. Das relativ neue Gepardengehege sieht ganz ok aus... Und ich bin ganz stolz, dass ich den letzten "Safariführer" ergattern konnte (von 2010), der sogar noch einigermaßen informativ ist. Man behauptet auch nicht mehr so direkt, dass die Zuchtprogramme für weiße Löwen und Tiger Artensschutzprogramme sind, sondern spricht von Farbvarianten.

    Nächste Station war dann Delbrück, hier sieht es im Prinzip noch fast genau so aus, wie bei meinem letzten Besuch 2011 (siehe unten). Es gab zwei Jungtiere bei den Sibirischen Tigern. Bären, Marder und Luchse sind definitiv nicht mehr im Bestand, die Löwen sollen ein größeres Gehege bekommen (dringend nötig), das Leopardengehege war mit mind. 2 Schwärzlingen und einem normalfarbigen Tier (völlig über-) besetzt. Servale habe ich nicht gesehen, auch kein Schild, sie scheinen nicht mehr im Bestand zu sein. Das Ozelotgehege schien unbesetzt, war aber noch beschildert. Neu ist ein Streichelzoo, der sehr hübsch geworden ist und wo mir sehr positiv auffiel, dass nicht nur die üblichen Zwergziegen gehalten werden, sondern u.a. auch Alpakas, Hängebauchschweine, Hühner, Puten, Gänse, Enten, Schafe, z.T. auch seltene Rassen. Das Grauen pur war dann die Schimpansenanlage von ca. 2 x 20 qm zzgl. Innenboxen mit drei völlig verfetteten, trägen Tieren die von den Besuchern mit Popcorn gefüttert werden. Ein Neubau ist nach Auskunft einer Mitarbeiterin nicht mehr geplant, vielmehr soll die Haltung mit dem (angesichts der Fettleibigkeit wohl absehbaren) Tod der betagten Tiere endgültig auslaufen. Ebenso erfuhr ich, dass das Kamelmuseum zur Zeit geschlossen und eine Wiedereröffnung unwahrscheinlich ist. Auch Rentiere habe ich nicht gesehen.

    Dritte Station war dann Hamm. Hier war keine Fossa zu sehen, Pakas habe ich ebenso wenig gesehen wie entsprechende Hinweisschilder. Es wird immer noch um Spenden für neue Raubtieranlagen geworben. DIe neue Erdmännchenanlage ist sehr schön geworden, in einer zweiten Innenanlage lebten Fuchsmangusten, auch hier besteht ein Ausgang auf die Freianlage, der allerdings geschlossen war. Offenbar ist hier also eine Vergesellschaftung vorgesehen. Das Modell des Masterplans steht nicht mehr im Museum, von daher vermute ich, dass man sich davon endgültig verabschiedet hat...

    So viel in aller Kürze aus den drei Parks, wenn ihr Fragen habt, versuche ich gern die zu beantworten. Auch habe ich viele Fotos gemacht, wenn ihr Wünsche habt, kann ich gern welche hoch laden.

    Vielleicht kann jemand die Änderungen im Tierbestand in der Zootierliste einpflegen?
    (24.10.2012)
    Holger Wientjes:   Ich habe da ja prinzipiell nichts gegen, aber bei dem letzten Eintrag handelt es sich um einen Beitrag von mir (exakt gleicher Wortlaut) vom 09.07.2012 aus dem Zoofreunde-Forum... !

    Die Gürteltiere sind, so habe ich gehört, wohl wieder im Park.
    (20.10.2012)
    Tirreg Anis:   Stand Juli:

    Die Gürteltiere befinden sich momentan im Tierpark Bad Pyrmont, bis eine neue Anlage für sie errichtet worden ist. Wo das sein soll, weiss ich leider nicht.

    Bei den neuen Geiern handelt es sich um zwei Truthahn- und einen Rabengeier, die von der Adlerwarte Berlebeck im Tierpark eingestellt wurden.

    Das Erdmännchengehege macht einen sehr guten, sprich grosszügigen und gut strukturierten Eindruck und ist eines der besten, dass ich kenne. Ich hoffe, dass man dort in naher Zukunft eine intakte Familiengruppe zeigen kann und man weiterhin eine Vergesellschaftung mit einer zweiten, passenden Art anstrebt. Platz ist dafür vorhanden.

    Die Wellensittichvoliere wird zur Zeit über den Besucherweg erweitert, um sie anschliessend begehbar zu machen.

    Gegenüber entsteht eine Anlage für Schildkröten.

    Das Gibbonjungtier entwickelt sich gut und im April gab´s wohl Nachwuchs bei den, ich weiss, wenig spektakulär, Kattas.
    (17.10.2012)
    Oliver Jahn:   @Oliver Müller, schau mal hier:
    http://tiergarten.com/
    forum.php?go=view&BeitragsID=869
    &thema=sonstige&subthema
    =Menschen im Zoo&subsub=

    Das ist nur ein kleiner Eindruck zu Nadermann. Aber er sagt schon genug. Ich habe subjektiv schon lange keinen Tierpark dieser Art mehr gesehen und unter den knapp 200 Einrichtungen, die ich besucht habe, fand ich wenige, die einen so rundum negativen Eindruck bei mir hinterlassen haben. Der Tierbestand ist gerade im Bereich der Raubtiere gar nicht so schlecht. Nur was nutz das, wenn die Tiere (speziell die Großkatzen) so präsentiert werden, wie dort. Hast du spezielle Fragen?
    (15.10.2012)
    Oliver Müller:   War irgendjemand in der letzten Zeit mal in Hamm oder Delbrück (Nadermanns Tierpark) und kann berichten, ob es dort etwas Neues gibt?
    (15.10.2012)
    Carsten Horn:   Wobei der Bildertausch sich nicht nur auf Ruhe-Einrichtungen beschränkt, es gibt auch eine Karte mit der Aufschrift Zoo Wuppertal, auf welcher die Gelsenkirchener Eisbären- und Elefantenanlage abgebildet ist...
    (04.09.2011)
    Michael Mettler:   Ich habe im Net eine alte Ansichtskarte vom Zoo Herford gesehen, auf der Fotos verwendet wurden, die auch auf Karten dieser Ära aus Hannover zu sehen sind. War Herford früher ein Standort von Fa. Ruhe?

    Zu diesen Zeiten war es nicht ungewöhnlich, dass Ruhe Bildmaterial aus seinen diversen Zoos - vor allem Hannover und Gelsenkirchen - für Druckerzeugnisse durcheinander verwendete, so dass z.B. mindestens eine Karte mit vier Fotos aus Hannover zusätzlich auch mit der Aufschrift "Ruhrzoo" in Umlauf gebracht wurde oder die Gelsenkirchener Elefantenanlage auf einer hannoverschen Karte zu sehen ist.
    (04.09.2011)
    Holger Wientjes:   P.S.: Die Pakas müssten im früheren Känguruhgehege am Teich sein.
    (20.08.2011)
    Holger Wientjes:   @O. Müller: Ja, die Löwenhaltung soll wohl auslaufen und deren Gehege den Leoparden zugeschlagen werden. Der Löwenkater ist übrigens vor ein paar Tagen mit über 20 Jahren gestorben.
    (20.08.2011)
    Oliver Müller:   Letzte Woche Freitag war ich im Tierpark Nadermann in Delbrück. Es war mein erster Besuch und ich habe im Großen und Ganzen alles noch so vorgefunden, wie unten von Michael Mettler beschrieben. Tiger (als Amurtiger beschildert) habe ich einen gesehen, ebenso zwei weibliche Löwen, zwei Geparden, sowie zwei gefleckte Jaguare. Schwarze Panter waren ausgeschildert, aber nicht zu sehen, die Anlage wirkte auch eher unbewohnt. Allerdings hat es den ganzen Tag stark geregnet und war relativ kühl, so dass es gut sein kann, dass einige Tiere auch einfach keine Lust hatten, auf die Außenanlagen zu gehen. So habe ich auch weder Servale noch Ozelots gesehen. Die Bären-/Luchsanlage war nicht mehr beschildert und ebenfalls leer, möglicherweise also unbesetzt. Die Nutrias waren auf der Waschbärenanlage mit ausgeschildert, aber ebenfalls nicht zu sehen (oder doch schon von den Luchsen gefressen ;-)
    Statt bunten Dromedaren haben wir ein paar Trampeltiere gesehen. Die Schimpansen, deren Haltungsbedingungen ich relativ schockierend fand, konnten wir schemenhaft in den Schlafboxen erahnen (offenbar zwei Tiere). Alle anderen Gehege/Käfige schienen mir ok zu sein, wenn auch auf einfachem Niveau. Das Kamelmuseum war "wegen des schlechten Wetters" geschlossen. Ich werde den Besuch wohl noch einmal bei schönerem Wetter wiederholen.
    (20.08.2011)
    Oliver Müller:   Ergänzung: es wurde an mehreren Stellen im Park um Spenden für neue Raubkatzenanlagen geworben - scheint ein nächstes Projekt zu werden. Allerdings war in dem Zusammenhang nur von Tigern und Leoparden die Rede - bei den Löwen und dem Puma wurde nur darauf hingewiesen, dass die Tiere alt sind und einen ruhigen Lebensabend verbringen sollen. Ich vermute mal, dass man die Haltung nach dem Tod der Tiere auslaufen lassen will. Anders kann man zumindest auf dem bisherigen "Raubkatzenweg" auch kaum deutlich größere Anlagen bewerkstelligen.
    (15.08.2011)
    Oliver Müller:   Am Freitag war ich zum zweiten Mal, nach 2008, im Tierpark Hamm. Gesamteindruck: Ich muss sagen, ich war begeistert, wie sich der Park in kleinen, aber feinen Schritten weiter entwickelt, und das teilweise mit einfachen Mitteln. Das Einzige, was hier noch zum kompletten Glück fehlt, ist wohl ein edler Spender, der wie in Bochum die Sparkasse 3 Millionen Euro springen lässt.
    Zu den füher hier aufgeworfenen Fragen: Ja, die Tayras sind in die ehemalige Karakara-Voliere eingezogen. Sie waren am Freitag offenbar erstmalig zu sehen.
    Der bei Wikipedia groß vorgestellte Masterplan steht als zerbröselndes Pappmodell tatsächlich im Naturkundemuseum. Allerdings glaube ich nicht, dass irgendjemand heute noch mehr darin sieht, als ein Gedankenspiel, denn...
    1. zerbröselt er, wie gesagt
    2. wusste keiner der von mir angesprochenen Mitarbeiter etwas drüber und
    3. sind die derzeitigen Neuerungen im Park nicht konform zum Masterplan, so sind dort, wo jetzt die Erdmännchenanlage entsteht, Nasenbären eingezeichnet und statt dessen Erdmännchen dort, wo die Fossa lebt (auch ich habe übrigens nur eine gesehen).
    Die Pakas habe ich übrigens nicht gefunden.
    (15.08.2011)
    Hannes Lüke:   Der Vogelpark Solingen-Ohligs hält seit Juni 0,2 braune Streifenskunks.

    Die Tiere sind Nachzuchten 2011 und stammen von Privat

    Sie wurden bereits in der aktuellen Stunde im WDR vorgestellt und heißen Betty und Wilma
    (24.07.2011)
    Holger Wientjes:   Hier nun die offizielle PM zu den Neuzugängen in Hamm:
    http://www.wa.de/nachrichten/hamm/stadt-hamm/opossum-heidi-neue-bewohner-tierpark-hamm-1284709.html

    Die HZA wurden abgegeben. Es kam wohl öfters zu Rangeleien des Bocks mit dem Nilgaubock.
    (15.06.2011)
    Liz Thieme:   Bei dem Unwetter gestern sind im Wildpark Mechernich 30 Hirsche durch einen Blitzeinschlag getötet worden. Laut Besitzer Stobbe waren die Masse der Tiere auf der Stelle tot. „Die waren komplett durchgegart und hatten blaue Phosphor-Augen“, sagte Stobbe.
    Quelle: Die Welt
    (07.06.2011)
    Holger Wientjes:   Neu sind wohl Tayras (sollen in die umgestaltete Karakara-Anlage ziehen)sowie Flachlandpakas im ehemaligen Känguruh-/Kranichgehege am Teich. Gesehen habe ich die Tiere bis jetzt noch nicht. Quelle ist das Zoofreunde-Forum und stammen sollen beide Arten aus Belgien.
    (22.05.2011)
    Holger Wientjes:   Noch ein Nachtrag, der mich besonders gefreut hat: An der Kasse konnte man jetzt auch den Tiergarten-Rundbrief erhalten ! :-)
    (02.05.2011)
    Holger Wientjes:   Ein paar Kurzinfos vom Besuch in Hamm letzten Samstag: Die Bauarbeiten zur Erdmännchenanlage haben begonnen. Wird zwar die X-te in einem Zoo, aber als Besucherattraktion (in Vergesellschaftung mit den Stachelschweinen) soll sie wohl ihren Zweck erfüllen. Und wenn sämtliche Grosszoos in der Umgebung auf Surikaten setzen, dann darf man das einem Park von der Grösse Hamms auch nicht "übel nehmem".
    Die Ibisvoliere ist, nachdem sie neu überspannt wurde, wieder besetzt.
    Die Bengal-Uhus sind noch mit altem Schild (Bubo bubo) zu sehen.
    Laut Schild am Gehege gibt es Nachwuchs bei den Kattas (nicht gesehen).
    Die Weisskopfmakigruppe scheint man verstärkt zu haben (laut HP jetzt 3,3).
    Die (ehemalige ?) Karakaravoliere hat man saniert, mit einer Hütte sowie zusätzlichem Sichtfenster versehen. Was dort einzieht weiss ich nicht. Die Karakaras scheinen nicht mehr im Bestand zu sein. Schade !!!
    Nachdem ich die letzten beiden Male stets nur noch eine Fossa gesehen habe, wird nun auch auf der HP nur noch 1,0 angegeben. Vielleicht ist der zweite Kater in einen anderen Zoo vermittelt worden oder zurüch nach DU ? Ich hoffe, kein anderweitiger Verlust !
    Der Ceylon-Kater, der mit dem neuen Weibchen ein Zuchtpaar bilden sollte, ist übrigens kürzlich leider verstorben. War, glaube ich, 13 Jahre.
    (02.05.2011)
    Oliver Müller:   @Michael Mettler:
    Danke für den Hinweis, habe inzwischen den Thread gelesen. Die Diplomarbeit findet sich leider nirgends.
    @alle:
    Falls jemand weiß, wo man die Arbeit bekommen kann, wäre ich für einen Tipp dankbar!
    (27.01.2011)
    Holger Wientjes:   Laut Pressemitteilung im WA erwartet der TP Hamm kommenden Freitag ein fünfjähriges Ceylon-Leopardenweibchen aus Veszprem, Ungarn.

    http://www.wa.de/nachrichten/hamm/stadt-...96177.html
    (26.01.2011)
    Holger Wientjes:   An sowas habe ich auch gedacht.
    (23.09.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Vielleicht wurde das Wort "Masterplan" nur voreilig von jemandem zu einer offiziellen Arbeit des Tierparks erklärt, denn eine externe Planung ist sogar hier im Forum in einem eigenem Thread zu finden. Schau mal unter "Diplomarbeit Zoochitecture".
    (23.09.2010)
    Holger Wientjes:   Danke für die Info ! Bestätigt wohl meine Annahme, dass das Stichwort "Masterplan" von irgendjemanden zu voreilig ins Gespräch gebracht wurde. Obwohl ein solcher Plan, und sei er erstmal nur grob ausgerichtet, sicherlich nicht das Schlechteste wäre !
    (23.09.2010)
    Oliver Müller:   @Michael und Holger: Auch meine postalische Anfrage wurde leider nicht beantwortet. Warscheinlich hat Michael recht.
    Allerdings habe ich inzwischen eine Info direkt von einer Mitarbeiterin des Tierparks bekommen. Diese sagte mir, dass ihr von einem Masterplan nichts bekannt sei und dass es derzeit lediglich darum ginge, finanziell wieder auf die Füße zu kommen und kleine Schritte voran zu gehen.
    (22.09.2010)
    Holger Wientjes:   Eigentlich beantwortet man Briefe dort wohl. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass man nicht wirklich weiss was man auf Deine Frage(n) schreiben soll. Ich denke auch, dass der besagte Masterplan, der irgendwo im Netz oder sonstwo herumgeistert(e), etwas voreilig aufgeschnappt und vielleicht auch nicht wirklich von offizieller Seite verkündet worden ist. Irgendjemand hat mal irgendetwas von "Masterplan" irgendwo gehört und dann verbreitet. Ich kann´s mir anders auch nichtvorstellen.
    Herr Dobenecker hatte seinerzeit recht interessante Ideen für die Zukunftsplanung des Parks, die auch grösstenteils realisierbar klangen und von denen ich auch der Überzeugung war, dass er die passenden Leute kannte um wenigstens einige dieser Ideen umzusetzten. Nun ja, Herr Dobenecker ist nicht mehr im Park, die Gründe weiss ich nicht. Ist allerdings sehr bedauerlich, da mit ihm jemand gegangen ist, der Erfahrungen und Kontakte aus einem grossen Zoo mitbrachte.
    (09.09.2010)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Ich denke, dass der Tierpark eher andere Sorgen hat als auf Anfrage Planspielereien zu verschicken, von denen niemand weiß, ob sie sich überhaupt jemals realisieren lassen... Einige von uns haben ja am Forumtreffen in Hamm teilgenommen und mit ebensoviel Erstaunen wie Bewunderung erleben dürfen, wie (Geld-)Not erfinderisch macht. Wenn ein Tierpark einen ehemaligen Kiosk zu einem Lemurenhaus umnutzt, Laufgänge für Großkatzen und Affen aus Metallregalteilen zusammenschweißt, Bänke für Besucher aus Gerüstbrettern und Mauern aus ausrangierten Grabsteinen baut (und das alles sogar optisch sehr ansprechend) und verzinkte Holzbeschläge sogar auf dem Flohmarkt kauft, weil sie dort günstiger zu bekommen sind als im Baumarkt, dann ist dort ein Masterplan vielleicht eher mit einer Weihnachtswunschliste vergleichbar und nicht mit dem, was große Zoos darunter verstehen. Vielleicht hat in Hamm schlichtweg auch niemand die Zeit dafür, Anfragen zu beantworten. Unter den gegebenen Voraussetzungen hat man dort selbst als Tierparkleiter wahrscheinlich häufiger Hammer oder Schaufel in der Hand als die PC-Tastatur.
    (08.09.2010)
    Oliver Müller:   @Holger: habe ich jetzt auch mal versucht, aber ebenso wenig Antwort bekommen wie bisher per Mail. Was könnten die Gründe sein: Personalmangel, Planlosigkeit, Geheimniskrämerei... Werde wohl mal persönlich dort hin fahren und versuchen, etwas heraus zu bekommen.
    (08.09.2010)
    Holger Wientjes:   Wo ist denn noch was(Konkretes) zu finden, ausser bei Wikipedia ?

    Am besten mal auf dem Postwege versuchen. Da bekommt man dann eigentlich auch eine Antwort.
    (14.08.2010)
    Oliver Müller:   @ Holger Wientjes: Nach allem, was im Netz zu finden ist, soll es einen Masterplan tatsächlich geben.
    Ich habe auch schon mehrmals den Tierpark direkt per Mail kontaktiert, weiß allerdings bislang nicht, was man schreiben muss, um tatsächlich eine Antwort zu bekommen...
    (14.08.2010)
    Holger Wientjes:   Also, dass Hamm einen konkreten Masterplan ausgearbeitet hat, halte ich für eher unwahrscheinlich. Ich denke, dass man sich dort einfach zum Ziel gesetzt hat in den nächsten Jahren, je nach finanzieller Lage, den Park general zu überholen. Ich meine, bei Wikipedia wird auch von 2017 gesprochen. Wer da allerdings drauf kam und wieso weiss ich nicht. Vom Park selbst habe ich in der Hinsicht noch nix Konkretes hören können, geschweige denn, dass ein offizieller Plan ausliegt.
    (26.07.2010)
    Oliver Müller:   Hier wird der Masterplan des Hammer Tierparks für 2017 diskutiert - der wird im Netz mehrfach erwähnt, aber ich habe nirgendwo etwas Konkretes gefunden. Weiß jemand eine Quelle, wo man den Plan oder zumindest eine kurze Zusammenfassung finden kann?
    (24.07.2010)
    Anti-Erdmännchen:   Die beiden Solinger Tiergärten haben beschlossen, künftig zusammenzuarbeiten und den bisher reichlich identischen Tierbestand besser aufeinander abzustimmen. Das fällt denen aber früh ein. Bisher begrüßen beide Einrichtungen ihre Besucher mit einem schwarz-gelben Schild mit einer Eule drauf ...
    (22.12.2009)
    Ralf Sommerlad:   Da fällt mir auf, dass sich IP66, der ja grade die NRW-Zoos bestens kennt, sich schon länger nicht mehr meldet. Sollten wir gute Besserung wünschen?
    (20.11.2009)
    Holger Wientjes:   Aachen ist leider ein Park, den ich, obwohl ich selbst aus NRW komme, noch nie besucht habe. Liegt irgendwie etwas abseits für mich. Denke, dass muss ich nächstes Jahr ´mal nachholen... ! :-)
    (19.11.2009)
    Teutenberg:   War Heute im Euregio Zoo Aachen. Es hatt sich viel verändert... das neue stelzvogelgehege ist fertig und voll besetzt. Die Pinselohrschweine haben sich gut eingelebt. Die neuen Eulen volieren sind vom grundeher fertig müssen aber noch eingerichtet werden. des weiteren sind die baustellen für das neue Murmletiergehege sowie ein Gehege für die Stachelschweine im bau. Das Berberaffengehege ist renoviert worden genauso wie manch anderes gehege im Park. Das Alte affenhaus steht noch...
    (19.11.2009)
    Holger Wientjes:   Habe heute unser Patentier besucht ! ;-) Geht ihm und seinen Brüdern natürlich gut. Das Forum wird mittlerweile auch auf der Infotafel am Eingang namentlich als Pate erwähnt. Eine Urkunde ist ebenfalls bei mir eingetroffen.

    Das alte Kassenhäuschen steht mitlerweile leer und wartet darauf dem neuen Eingangsbereich Platz zu machen. Soll wohl, wenn man im Zeitplan bleiben sollte, Ostern fertig sein. Ich hoffe ´mal, dass die beiden charakteristischen Tierfiguren (Zebra und Strauss) erhalten bleiben und wieder in den neuen Eingang integriert werden ! Diese stellen nämlich, zumindest für mich da mit Kindheitserinnerungen verbunden, eine Art "Wahrzeichen" dar. Kurz hinter dem eigentlichen Eingang befindet sich momentan ein Container als provisorisches Kassenhäuschen.

    Die Bennettkänguruhs können jetzt, durch einen Durchschlupf, das Gehege der Emus mitnutzen.

    Weiterhin ist vor einigen Tagen das erste Braunborsten-Gürteltier aus DU eingetroffen und hat im Naturkundemuseum Quartier bezogen.
    (19.11.2009)
    Anti-Erdmännchen:   Im Vogelpark Solingen-Ohligs werden ein schwarzer Rotfuchs und ein Eisfuchs zusammen gehalten:

    http://www.solinger-vogelpark.de/site/pages/unseretierepag.html
    (01.09.2009)
    Holger Wientjes:   Neu in Hamm sind Weissgesichtseulen.
    (30.04.2009)
    Lukas Kehl:   Nun ja - ich kenne mich mit dem Museum in Hamm jetzt nicht ganz so gut aus, allerdings ist mir wohl bekannt, dass es von der durchschnittlichen Hammer Bevölkerung nicht besonders angenommen wird. Zugegebenerweise ein schwieriges Thema, zu dem ich auch nur Bruchstücke beisteuern kann. Die immer wieder vorgetragene Existenzberechtigung für das Museum liegt ja in der Altägyptischen Sammlung - bei weiteren temporären Ausstellungen hat man selten das Glück, dass diese auf die Zustimmung der breiten Bevölkerung stoßen... in weitestem Sinne könnte man hier Parallelen zum Zoogeschäft ziehen: man muss numal auch die breite Masse ansprechen - mit "Kennern" und Spezialisten alleine verdient man kein Geld. Museumsbetrieb ist ja heutzutage eh nur noch über Zuschüsse der Stadt und des Landes möglich...und davon wird man in Hamm wohl einiges brauchen.

    Die Rechtsanwaltsdichte ist in Hamm zwar durch das OLG ziemlich hoch, was aber nicht gleichzusetzen mit einem hohen Spendenaufkommen ist. Es gibt sicherlich einige wenige, die durchaus Spenden und Fördern, aber der Großteil der Anwälte dürfte wenn überhaupt im finanziellen Mittelstand zu finden sein. Es ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, dass Anwälte, Architekten etc. automatisch viel Geld verdienen - heutzutage trifft leider (gerade bei "Anfängern") eher das Gegenteil zu. Nach wievor würde ich durch die ehemaligen Zechenstandorte und die weiterverarbeite Industrie Hamm eher als eine alte Arbeiterstadt im Sinne von Dortmund / Bochum sehen, als eine "Beamten- und Verwaltungsstadt" wie Münster es ist.

    Die angesprochene gute Erreichbarkeit könnte tatsächlich einen Impuls geben. Zwar hat Hamm als Knotenpunkt im Schienenverkehr (vor allem im Güterverkehr) nach WW2 kontinuierlich an Einfluss verloren, ist aber durch weiterhin gute Anbindungen im Personenverkehr (Zug, Autobahnen, etc.) durchaus attraktiv.
    (17.02.2009)
    IP66:   Als Arbeiterstadt habe ich Hamm bislang nicht gesehen - gerade die Entwicklung im Museum beruht sehr auf Interesse und Unterstützung der vielen Juristen in der Stadt, die anteilig eine der höchsten der Republik sein soll. Ähnlich wie hierdurch das Museum besondere Ausstellungen finanzieren konnte, scheinen mir auch im Zoo Einzelprojekte vertretbar, vor allem bei Arten, die man weder in Dortmund noch in Münster sehen kann. Ob sich die Ausnutzung der Lage der Stadt als Knotenpunkt des Schienenverkehrs ausnutzen läßt, weiß ich nicht, doch dürften Stadt und Zoo gut erreichbar sein, was man bei Konzerten und Ausstellungen durchaus merkt.
    (17.02.2009)
    Lukas Kehl:   Ich habe nochmal nachgeschaut und bin da wohl etwas durcheinander gekommen. Es gab auch eine zeitlang auch Barasinghas in Hamm. Diese wurden abgegeben... Hirsche sind zugegeben nicht meine große Stärke.
    (17.02.2009)
    Lukas Kehl:   ...und wieder was gelernt heute - wie konnte ich das nur vergessen :-)
    (17.02.2009)
    Sacha:   @Lukas Kehl: Wobei ja die Dybowskihirsche eine Unterart des Sikahirsches sind....
    (17.02.2009)
    Lukas Kehl:   @IP66:
    Dass die Yaks so eine Rarität in NRW darstellen, war mir gar nicht bewusst - aber wie auch bei den Fossas oder den einzigen in Deutschland gezeigten Sri-Lanka-Leoparden: unsereins würde dafür Kilometer fahren, den ONB, der ja nunmal das Geld in die Kasse spült, interessiert das leider selten. Zwar war das Interesse an den Leoparden kurzzeitig nach einer Presseaktion höher...aber mehr auch leider nicht. Sikahirsche werden im übrigen in Hamm nicht (mehr) gezeigt. Nach der Abgabe des Damwilds gibt es nur noch die Dybowskihirsche.

    Die kulturinteressierte Szene in Hamm entwickelt sich meiner Meinung nach gerade noch. Nicht zuletzt mit Investitionen seitens der Stadt wird dies forciert. Ich sehe das etwas zwiespältig, da bei mir manchmal der Eindruck erweckt wird, man möchte sich auf Biegen und Brechen in kultureller Hinsicht mit Münster auf eine Stufe stellen. Davon ist Hamm als klassische „Arbeiterstadt“ (mit den entsprechenden demographischen Daten und sozialen Gefüge) noch sehr weit entfernt. Zusammenfassend möchte ich damit nur sagen, dass die Szene nicht so groß ist, wie einem manchmal suggeriert wird und daher (meiner Meinung nach) auch die Basis für große Spenden fehlt – ich hoffe natürlich inständig, dass ich mich damit täusche! Meines Wissens nach spiegelt sich dies aber leider auch in den erzielten Spenden des Fördervereins des Tierparks wieder, der von sehr bekannten Hammenser Bürgern vertreten wird.

    @Ulli
    Ich denke, dass meine Kritik da vielleicht falsch aufgenommen wurde. Ich habe ja geschrieben, dass ich es eigentlich immer gut finde, wenn sich jemand Gedanken macht und seine Ergebnisse öffentlich vorstellt – natürlich muss man dann aber auch mit der Kritik umgehen können. Ich hätte es interessanter gefunden, wenn man das Potential basierend auf der aktuellen Situation erkannt hätte und mit dem bestehenden Tierbestand + Ergänzung gearbeitet hätte. Einen Zooplan zu nehmen und mit ein paar roten Punkten Projekte markieren, die schon aus rein finanzieller Sicht absolut utopisch sind und den kompletten Tierbestand austauschen empfinde ich jetzt nicht als konstruktiven Ansatz. Somit zeigt die Planung in meinen Augen leider auch nicht das Potential des Geländes auf, da auf das Gelände nicht eingegangen wird (die markierte Afrikasavanne ist z.B. der am dichtesten bewaldete Teil des Parks) und die Änderungen im Tierbestand sehr „beliebig“ sind. Ich bitte dies jetzt nicht als persönlichen Angriff sondern einfach als konstruktive Kritik zu sehen – im Idealfall motiviert es vielleicht, noch einmal einen Blick auf den Parkplan zu werfen und seine Gedanken ein weiteres Mal schweifen zu lassen...

    Ihre weiteren Ausführungen sind durchaus erwähnenswert. Sollte man den Park allerdings in die Richtung „Familienpark“ ausbauen, würde er in direkter Konkurrenz zum „Maxipark“ stehen uns somit sein Existenzrecht verlieren. Meiner Meinung nach würde eine strikte Neugliederung des Tierbestandes nach vorher festgelegten Aspekten (ruhig geographischer Natur) kombiniert mit einer ansprechenden Präsentation den Park schon deutlich aufwerten. Bei Neuanschaffungen sollte man eine gesunde Balance zwischen Publikumslieblingen (juhuu – die Erdmännchen J) und Raritäten finden. Nach wie vor könnte ich mir auch besagtes altes Raubtierhaus nach einer grundlegenden Umgestaltung als adäquates Kleintierhaus vorstellen. Problematisch ist nur, dass gerade jetzt viele Entscheidungen gefällt werden müssen die langfristige Auswirkungen haben – ich hoffe, dass man sich seitens des Tierparks auch richtig entscheidet.

    @Holger Wientjes
    Wenn Sie Fotos von den Löwen und Tigern im Rondell haben – nur her damit! J Es kann durchaus sein, dass dies zu Anfangszeiten des Baues so war, da sich diese auf Grund meines Alters meinem Erinnerungsvermögen entzieht. Ich kann mich leider nur an u.a. Besetzung erinnern.

    Wenn Sie beim nächsten Besuch das Schweinsaffengehege genauer betrachten wird Ihnen in der hinteren rechten Ecke ein Plateau von ca. 3x6 Metern Größe auffallen – schon ziemlich bedauerlich, wenn man sich vorstellt, dass auf diesem ein einziger Löwe gehalten wurde (allerdings wohl zu Anfangszeiten des Neuaufbaus des Parks). Ich bin bei Recherchearbeiten im Stadtarchiv von Hamm da über Fotos gestolpert und ich meine es wäre auch in der Chronik des Parks vermerkt.


    (17.02.2009)
    Holger Wientjes:   @Lukas Kehl: Danke für den ausführlichen Beitrag. Im Grossen und Ganzen stimme ich da mit Ihnen überein.

    Was den Anfangsbesatz des Raubtierhauses betrifft, bin ich mir zu 99% sicher, dass dort zu Beginn ein Tiger- sowie ein Löwenpaar gehalten wurden. Muss mal nach alten Fotos schauen, was aber im Moment etwas dauern kann ( alles gut verstaut zwecks Umzug...). Die Tiere sind aber in der Tat wohl relativ schnell in ihre jetzigen Quartiere umgezogen, wobei beide Anlagen im Laufe der Jahre noch auf ihre heutige Grösse erweitert worden sind.
    Von einer (provisorischen) Haltung der Löwen im alten Affenhaus höre ich jetzt zum erstenmal.

    @IP66: Spenden von Privatleuten oder Zuschüsse der Stadt zu erhalten halte auch ich für nicht unmöglich. In wie weit dies schon versucht wurde weiss ich allerdings nicht.

    Sikas gibt es in MS, nur in einer anderen UA. Die Dybowski-Hirsche kenne ich was NRW berifft ebenfalls nur aus Hamm.

    @Ulli: Die besagte Skizze habe ich auch nur als Gedankenspiel betrachtet bezogen auf die Möglichkeiten der Geländegrösse.

    Was ich nach wie vor nicht nachvollziehen kann, ist die permanente Kritik am ehemaligen Raubtierhaus. Wenn das Gebäude selbst bei veränderten (!) Aussenanlagen immer noch zu sehr vom Tier ablenken sollte, dann müssten ganze Grosszoos mit ihrer Architektur vom jeweiligen Tier ablenken !
    (16.02.2009)
    Anti-Erdmännchen:   "und da zählt Gastro, Spielplatz und Erdmännchen mindestens genau so viel oder sogar mehr als Fossa, Mähnenwolf oder sonstige "Raritäten"."

    Immer diese schnippischen Bemerkungen über Erdmännchen. Da habe ich echt kein Verständnis für. :)
    (16.02.2009)
    Ulli:   @Lukas Kehl:
    wirklich sehr interessante Ausführungen !

    Trotzdem - wozu braucht man eigentlich diese Form Tierpark im gegenwärtigen bzw. im kommenden Zuschnitt.
    Es besteht bei allen Entgegnungen immer noch die Gefahr der Beliebigkeit und es bleibt die Frage: warum braucht Hamm einen Tierpark oder Zoo im gegenwärtigem oder modifiziertem
    (Stichwort Tierpark 2017) mit Herumdoktorn „mit Wunschtierlisten“

    Es besteht ein immenser Sanierungsaufwand speziell auch in nicht sofort sichtbaren Bereichen (Stichwort Drainage)

    Übrigens wenn ich mir das ehemalige Raubtierhaus anschaue - das Gebäude ist architektonisch an sich harmonisch erstellt - leider nicht für Zoozwecke

    Hamm hat leider mit dem schlechten Ruf der Vergangenheit zu leben, der Preis ist momentan höher als im Maximilianpark gleichzeitig mit zur Zeit leider noch zu verbessernden Anlagen (alte Gebäude, Drainage) - auch nicht gerade der Anreiz.

    Wenn der Maximilianpark Hamm 2,1 Millionen Euro zugesprochen bekommt, liegt dies vielleicht zum einen am Konzept und zum anderen an dem Einfluß auf die Entscheidungsträger der Stadt. Zu letzterem kann ich nichts sagen, beim Blick auf die Internetseite war ich vom „Maxipark“ spontan angetan. Der „Maxipark“ scheint heute schon weit mehr zu sein als ein “botanischer Garten mit Spielpläzen“. Es stellt sich sogar die Frage, warum man nicht dort z.B. einen Streichel-Haustierzoo angliedern kann - was natürlich gleichzeitig die Frage nach der weiteren Existenzberechtigung des Tierparks noch mehr aufwirft.

    Wenn man für den Tierpark Hamm ein schlüssiges Konzept vorlegt, gibt es eventuell auch die Chance bei den Entscheidungsträgern Gehör zu finden.

    Aber man muss wissen, wohin die Reise gehen soll !!!!

    Bei dem Gedankenspiel habe ich nur eines verdeutlichen wollen:
    Wenn man ein „echter Zoo“ sein will - dann muss man in Anbetracht der benachbarten Konkurrenz investieren. Ich habe auch nur zeigen wollen, welches schlafende Potential schon für das vorhandene Gelände besteht und wie so etwas aussehen könnte !!! - wenn man denn will und die Finanzen hätte! Es war beileibe kein Masterplan und soll auch keiner sein. Weiterhin: Wenn die im Satellitenbild dargestellte Erweiterung südl. des Tierparks nicht zu bewerkstelligen ist, da der Landwirt sich gegen einen Verkauf an den Tierpark wehrt bzw. nur gegen eine immense Summe verkauft, dann ist es halt so.

    Also kein Grund zur Aufregung

    Grundsätzlich kann auch aus dem vorhandenen Gelände eine abgerundete Einheit machen… wenn der Wille besteht.

    Aber es wird immer wieder betont, dass es kein Geld gibt …

    Vielleicht sieht die Zukunft in Hamm ganz einfach aus: man trennt sich in Anbetracht der Finanzlage einfach vom Gedanken einen Zoo unterhalten zu wollen -
    stattdessen in Anlehnung an das Naturkundemuseum europäische Tierwelt, Wildgatter, ein Haustierpark mit Kontaktzonen, für ein bis drei Affenarten phantasievolle Anlagen ggf. mit Kontaktzonen und wenn man unbedingt das Rundhaus behalten will - komplette Eingrünung des Hauses, vor dem Grünbereich (neben den verdeckten alten Innenanlage und Außenanlagen) für Besucher zugängliche Anlagen z.B. Krallenäffchen oder Kleinsäuger.

    Ansonsten kann man es natürlich auch so machen wie in dem Beitrag - es kommt meinen Gedanken auch in Teilen nahe. Zitat: „ Die Zukunft des Rundbaus liegt in der Präsentation von kleineren Säugetieren. Die finanziellen Mittel für einen Neubau sind einfach nicht gegeben. Die Gehege könnten direkt bis zum Fussgängerweg erweitert werden (z.B. mit Glasscheiben abgegrenzt werden - teilweise je nach Besatz auch nur auf Hüfthöhe) und mit Schliefern, Erdmännchen, Tamanduas oder Faultieren besetzt werden. Für die Faultiere könnte ich mir auch eine Hängekonstruktion auf die vorliegende Wiese vorstellen.“ Es ist zweifellos eine deutlich vernünftigere (!) Nutzung als für Raubtiere oder größere Affen. Nur … Schöner wird das Haus damit leider auch nicht. Es bleibt einfach der Eindruck: „Präsentation von Tieren in Ersatzlebensräumen“ - erst wirkt das Haus auf einen, dann erst das Tier.

    Eventuell kann man neben den oben angedeuteten Ideen auch die heute schon gelungenen Anlagen oder begehbare Volieren „als Inseln“ weiterverwenden und auf den zu kostspieligen Rest schlicht verzichten und Anlagen nach Ableben der vorhandenen Tiere zurückbauen. Der Tierpark wird in erster Linie eine Parkanlage mit dem Gelände angemessenem botanischen Profil und mit Spielflächen für Kinder, Picknickflächen, eventuell (!) spannenden Animationsangeboten als Zoo oder Park der Sinne (Riechstationen, Hörversuche, Tast- und Hangelstreken, Abenteuerparcoure usw. vgl. z.B. Laatzen oder Familienpark Sottrum). Aus dem Teich lässt sich für Kinder auch etwas machen.
    Der Eintrittspreis kann dann auch - familiengerecht - gesenkt werden.
    Es wird ein „Familienpark“

    Gerade in Bezug auf die letzten Ausführungen greife ich auch noch ein weiteres Zitat auf: „
    Schwerpunkt werden wohl die Familien sein, die mit ihren Kindern einen schönen Nachmittag im Tierpark verbringen wollen - und da zählt Gastro, Spielplatz und Erdmännchen mindestens genau so viel oder sogar mehr als Fossa, Mähnenwolf oder sonstige "Raritäten".

    Darin sind wir absolut einer Meinung.
    (16.02.2009)
    IP66:   Was die Möglichkeiten und Ziele angeht, möchte ich Herrn Kehl ausdrücklich zustimmen. In Köln wurde gerade ein ambitionierter Masterplan aus Geldgründen kassiert, in Darmstadt erweist sich die Umsetzung der entwickelten Ideen als unrealistisch. Wuppertal und Friedrichsfelde haben ganz ohne Masterplan eine Fülle von Neubauprojekten bewältigt, was zeigt, daß man für Neubauten die Großplanungen nicht zwingend benötigt.
    Wenn es gelände, den hammer Zentralbau interessant zu besetzen und womöglich innen für Besucher begehbar zu machen, wäre ein interessantes Tierhaus gewonnen, und auch enn es im benachbarten Dortmund einige Kleinsäugerarten zu sehen gibt, bleiben noch genug Formen übrig, die in NRW fehlen und auch für Besucher interessant sind. Ich persönlich bin ein großer Gegner von Gehegeleerständen, sehe allerdings in Hamm wenig Möglichkeiten, anders zu Umbauten zu kommen. Doch auch hier würde ich sagen, daß Sikahirsche, ja selbst die Yaks in NRW-Zoos nicht zu sehen sind, also eine gute Ergänzung bedeuten. Insofern würde ich bei einem geschickten Umgang mit der Substanz durchaus Chancen sehen, daß Hamm auch in einer nicht runderneuerten Gestalt ein attraktiver Zoo sein wird, der auch auswärtige Besucher anzieht.
    Ich habe bei Konzertbesuchen und durch Bekannte erfahren, daß es in Hamm eine recht interessierte und auch spendenfreudige Kulturszene gibt, die das örtliche Museum intensiv unterstützt. Ich frage mich, ob es nicht gelingen könnte, diese Menschen auf für ein Projekt im Zoo zu interessieren, etwa die selten gezeigten Fossas, aber auch für den Umbau des Zentralbaus zum Kleinsäugerhaus. Hier scheinen mir noch Chancen brach zu liegen, wobei ich die örtliche Situation zu wenig kenne, um nachzuvollziehen, woran das liegt.
    (16.02.2009)
    Lukas Kehl:   Nachdem ich die Beiträge hier mal überflogen habe, muss ich auch mal meinen Senf dazugeben :-)
    Eigentlich wollte ich diesen Post Freitag schon einstellen -aber irgendwie klappte das nicht...

    Ich finde es immer bedenklich, wenn man Kritik - vor allem negative - übt, ohne den jeweiligen Zoo und die momentane Situation zu kennen. Mir ist zwar durchaus bewusst, dass Diskussionen und (angebrachte) Kritik durchaus Bestandteil eines Forums sind...aber dann doch bitte mit etwas Hintergrundwissen.
    Zur Situation des Tierparks habe ich in einem anderen Zoo-Forum bereits einiges geschrieben und möchte das nicht alles wiederholen.

    Zum Raubtierhaus:
    Das runde (ehemalige) Raubtierhaus wurde 1979 von einem Hammenser Architekten gebaut. Ich denke - und an dieser Stelle muss ich dann auch mal spekulieren - dass der Architekt sich an jeweiligen Mindestanforderungen orientiert hat, da das Geld knapp war und die Erfahrung für Zoobauten fehlte (ich kenne keinen weiteren Zoobau von ihm).
    Der Besatz so wie ich ihn in Erinnerung habe, waren: Kragenbär, Braunbär, Jaguar, Puma, schwarzer Leopard und Sri-Lankaner. Ich bin mir nicht sicher, ob in diesem Rundbau jemals Tiger und Löwen "gehaust" haben - das würde ich hinterfragen. Die Tiger waren nach meiner Erinnerung jeher in dem Areal wo auch jetzt das "neue" Tigergehege ist und die Löwen wurden, bevor sie das jetzige Areal bezogen haben, im jetzigen "langen" Affenhaus gehalten (wo die Schweinsaffen sind).
    Das soll aber nicht ausschließen, dass sie eventuell zum Übergang im runden Raubtierhaus waren.

    Der aktuelle Situation des runden Affenhauses ist natürlich nicht befriedigend. Zwischenzeitlich hat man überlegt, jeweils zwei Käfige zu einem zusammenzufassen, was aber wegen der geplanten Umstrukturierung des Tierbestandes hinfällig geworden ist. Für die Paviane werden Abnehmer gesucht (und wie jeder weiß ist das - gerade bei Mischlingen (Anubis-Mantel) - nicht sehr einfach), das Paar Borneo-Gibbons (bzw. Mischlingspaar) ist schon sehr alt und könnte in einen Teil der Lar-Anlage einziehen.
    Die Schopfmakaken (Junggesellengruppe) will man behalten und nach dem Umsetzen in ein ansprechenderes Gehege auch gerne züchten.
    Die Zukunft des Rundbaus liegt in der Präsentation von kleineren Säugetieren. Die finanziellen Mittel für einen Neubau sind einfach nicht gegeben. Die Gehege könnten direkt bis zum Fussgängerweg erweitert werden (z.B. mit Glasscheiben abgegrenzt werden - teilweise je nach Besatz auch nur auf Hüfthöhe) und mit Schliefern, Erdmännchen, Tamanduas oder Faultieren besetzt werden. Für die Faultiere könnte ich mir auch eine Hängekonstruktion auf die vorliegende Wiese vorstellen.
    So hätte man mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand aus diesem Schandfleck eine sehenswerte Anlage "gezaubert"... man muss halt nur das Potenzial eines solchen Gebäudes erkennen...

    Zukunft und Planung:
    Zu der weiter unten aufgeführten Zukunftsplanung kann ich leider nur schreiben, dass diese wohl in Realität in Hamm niemals umsetzbar wäre...es sei denn es käme der große Geldregen - und der müsste schon riesig sein. Ich bitte das jetzt nicht falsch zu verstehen - grundsätzlich finde ich es super, wenn sich jemand die Zeit nimmt und seine Gedanken zu Papier bringt und dann auch noch zur Diskussion stellt.
    Ein paar kurze Beispiele dazu. Die im Satellitenbild dargestellte Erweiterung südl. des Tierparks ist nicht einfach zu bewerkstelligen, da der Landwirt sich gegen einen Verkauf an den Tierpark wehrt bzw. nur gegen eine immense Summe verkauft. Eine Erweiterung des Geländes ist auch eigentlich erstmal nicht nötig, da der Park genug Handlungsbedarf in der Sanierung bietet.
    Leider nimmt die Planung auch keinen Bezug auf den bestehenden Tierbestand. Ich denke da ist eher der Wunsch Vater des Gedankens. Planungen für große Säugetier und Menschenaffen sind immens teuer, so dass ich mir vor allem Gorillas nicht in Hamm vorstellen kann... und mal ehrlich. Wieso auch? Der vorhandene Tierbestand ansich lässt sich doch schon sehen und wird durch die geplante Umstrukturierung im bestehenden Park sicherlich noch attraktiver.

    Ich finde, dass hier an einigen Stellen deutlich überinterpretiert wird. Hamm hat nun einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten von heute auf morgen sein komplettes Konzept umzustellen und "mal eben" die Gehege umzugestalten. Ein schönes Beispiel, wie die Priorität z.B. von Seiten der Hammer Politik aussieht, erkennt man an der Verteilung des 25 Mio. Geldsegens des Konjunkturpaketes. Der Hammer Maxipark (ein botan. Garten mit Spielplätzen) bekommt 2,1 Mio Euro zugesprochen. Hammer Tierpark: 0,- Euro.
    Auf der einen Seite ist die Trägerschaft des Parks natürlich nicht mehr in städtischer Hand, aber auf der anderen Seite stellt man den Tierpark für die Stadt seitens der Politik aber immer als außerordentlich wichtig dar. Und hier wären schon 100.000 Euro ein wahrer Geldsegen.

    Besagter Masterplan 2017 ist mehr als Leitfaden zu verstehen. Man erkennt sehr schnell bei einem Park dieser Größe und mit diesen eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten, dass eine Zukunftsplanung fähig sein muss flexibel auf Situationsänderungen zu reagieren. Deshalb ist der Masterplan wohl eher ein "Denkanstoss" gewesen, dessen Grundaussage einfach zusammengefasst weden kann:
    Überarbeitung des Gastronomiebereiches (in Eigenverantwortung / keine Pacht mehr), Erneuerung des Eingangsbereiches (Planungen laufen - etwa ab 2010), Neustrukturierung des Tierbestandes (die in der Planung vorgeschlagenen Abgaben sind teilweise schon umgesetzt (Zebus, Damhirsche)), Aufwertung des Tierbestandes, Neugestaltung des Teichbereiches und der gesamten Gehegeanlagen. Weitergehende Vorschläge wie z.B. eine Änderung und Überarbeitung des Wegesystems sind aus Kostengründen in den vorgeschlagenem Umfang
    aus finanziellen Gründen in absehbarer Zeit leider nicht möglich. Auch eine komplette Geographisierung des Tierbestandes würde zu große Eingriffe bedeuten, so dass man darauf nur im "Rahmen des Möglichen" zurückgreift.

    Die Überarbeitung des Tierbestandes ist dahingehend erkennbar, dass zur Zeit auch einige Gehege nicht besetzt sind. Das kommt auch der geplanten Umstrukturierung des gesamten Parks zu Gute.
    Neben den bereits erwähnten Dik-Diks, Zwergflusspferden und Tapire stehen noch andere Tierarten auf der Wunschliste. Nicht nur "Raritäten" sondern auch einfache beim normalen Zoobesucher gefragte Erdmännchen und Pinguine (Südamerik.Art).
    Gerade der Planungen zum Tierbestand kommen in jüngster Zeit natürlich wie bereits erwähnt die KOntakte von Herrn Dobenecker zu Gute, dem es wohl zum größten Teil zu verdanken ist, dass die Fossas nach Hamm gekommen sind. Auch von ihm verspreche ich mir einen deutlichen positiven Impuls für die Weiterentswicklung des Tierparks.

    Die theoretischen Planungen gehen so gesehen auch schon sehr weit, allerdings gibt es immer einen Faktor der alles zur Theorie verdammt: Geld. Gerne würde man die Fossas in einem Bereich mit den vorhandenen Lemuren zeigen (es müssten "nur" die größeren Volieren gegenüber der Fossaanlage umgebaut werden). Begehbare Anlagen sind genau so gewünscht wie interessante Gemeinschaftshaltungen, sei es nur die klassische "Südamerika-Wiese" oder eine Kombination Husarenaffe/afrik. Huftiere.
    Aber für Tapire braucht man halt eine bessere Bleibe als einen offenen Unterstand und wie man ein großes Gehege günstig "affenausbruchsicher" bekommt ist auch eine gute Frage, die im Endeffekt wieder nur mit Geld zu beantworten ist.

    Für die Zukunft hoffe ich nur, dass Hamm sich vernünftig zwischen dem Allrounder Münster und Dortmund positionieren kann. Ich finde es gut, wenn man dabei auch an die Zoofreunde denkt, aber deutlicher Schwerpunkt werden wohl die Familien sein, die mit ihren Kindern einen schönen Nachmittag im Tierpark verbringen wollen - und da zählt Gastro, Spielplatz und Erdmännchen mindestens genau so viel oder sogar mehr als Fossa, Mähnenwolf oder sonstige "Raritäten".
    Ich denke aber, dass man da auf Dauer ein gutes Gleichgewicht herstellen kann. Und um das letzte Thema noch einmal aufzugreifen: ich bin zwar auch ein Freund von gut strukturiertem Tierbestand und einer Präsentation mit "rotem Faden"...aber man kann es auch übertreiben, denn dem ONB fällt dies nur in Ausnahmefällen bzw. unterbewusst auf.


    (16.02.2009)
    Holger Wientjes:   Also was mich betrifft, ich warte erstmal die Entwicklung und den Tierbesatz der nächsten Jahre ab. Spätestens dann lässt sich bestimmt eine "Linie" hineininterpretieren...:-)
    (15.02.2009)
    Michael Mettler:   Ulli: Ja, noch Fragen. Diverse Kontaktgehege und Naturschutzthemen lassen sich doch problemlos auch bei "bunter Mischung" umsetzen und sogar verknüpfen? Eine begehbare Anlage mit Varis z.B. neben einer solchen mit Humboldtpinguinen - ja und? Vor der Vari-Anlage steht dann eben eine Schautafel über Brandrodung und vor der Pinguinanlage eine über Überfischung, dazu irgendwelche interaktiven Didaktik-Elemente oder auch ein wenig Spaßzoo für den Besucher, und schon sind alle Bedürfnisse abgedeckt - außer natürlich für eine Handvoll schnell gelangweilter Kritiker. Aber für die werden Zoos auch nicht unterhalten.

    Die "Linie" der Affen läuft kreuz und quer durch das Gelände in Rheine (1. Gibboninsel, 2. Berberaffenwald, 3. Lemurenanlage, 4. Wanderus/Dscheladas/Affenhaus) - mit gleicher Berechtigung könnte ich z.B. für Hannover eine "Katzenlinie" anführen (1. Löwen, 2. Tiger/Leoparden, 3. Gepard). Ebenso dürfte es dem Normalbesucher nicht sonderlich auffallen, dass eine Linie der Reiher und Störche besteht (ganze drei Arten im Bestand), da diese Tiere ebenfalls getrennt durch "linienfremde" Arten (Eulen, Lemuren, diverse sonstige Vögel) präsentiert werden. Also eben "bunte Mischung". Limikolen bilden einen halterischen und züchterischen Schwerpunkt, der sich aber weitestgehend in einer einzigen Voliere versammelt - auch das ist eher ein Punkt als eine "Linie". Der Rest des Parks: z.B. Chileflamingos zwischen Dscheladas und Streichelzoo, Trampeltiere zwischen Berberaffen, europäischen Landschildkröten und Zebras/Sitatungas, Kängurus zwischen Präriehunden und Alpakas. Es dürfte schwer sein, darin enge Linienführung zu sehen. Und ich denke, das ist auch für einen Fachmann leicht erkennbar.
    (14.02.2009)
    Ulli:   Die auch für Laien erkennbaren eigenständigen Linien in Rheine: diverse Affen im Querschhnitt, Limikolen, Reiher und Störche, Naturschutzthemen, diverse Kontaktgehege ... noch Fragen. Sicherlich war Rheine zu Zeiten von Dr. Salzert noch innovativer. Aber alles hatte Zeit und viele Ideen benötigt.

    Ach ja hinsichtlich Michaels permanenter unangebrachter Betonung der "Überrepräsentation" von Affen in Rheine:
    Affenarten in Rheine 2008: 10
    Huftierarten (Paar- und Unpaarhufer) in Rheine 2008: 9, demnach bei etwas über 30 Säugetierarten ähnlich "überrepräsentiert" ...

    Auch ein Hammenser stellt Ansprüche an eine interessante Gestaltung. Allein mit einem „hübscher“ machen ist es nicht getan. Das Konzept heißt „Tierpark 2017“ – das sind noch gut neun Jahre – das ist eine lange Zeit auch zur Umsetzung von mehr als nur „hübscher“ machen. Hamm hatte 2007 183.065 Einwohner, den Tierpark haben (über) 100.000 Menschen besucht – in anderen Worten knapp 50 % der Einwohner. Ob ein Hammenser den Tierpark selbst aufsucht oder lieber gleich nach Münster oder Dortmund fährt, ist ja wohl die nahe liegende Frage und hinsichtlich Ostwestfalen, da kommt Osnabrück und Hannover schon in Reichweite.

    Präsentable Themengebiete eines Zoos neben dem ewigen Schwerpunkt "Kontinenten" können sein: Lebensräume, Artenschutz, Konvergenz, Anpassungen, Evolutionslinien,
    Haustierarten weltweit, Fortpflanzung (Basel), Räuber-Beute ( Etoschahaus Basel) Spezialisierung auf einzelne Tiergruppen, und selbst die Beschränkung unter einem Oberthema auf einen einzigen Kontinent kann schon spannend sein (Afrika von Nord nach Süd, Biotope in Afrika, außergewöhnliche Tierfamilien in Afrika, Amerika entlang der Panamericana...) … vielerlei interessante Ansätze …warum immer so langweilig, speziell für einen kleinen Zoo, denken ...

    Kann man nicht das Museum thematisch mit dem Zoo verzahnen …

    Michael - dein Vorschlag zu Südostasien ist wunderbar und schon einmal ein schöner Ansatz, nur habe ich z.B. diesen Vorschlag im Zusammenhang mit Hamm noch gar nicht gehört ...

    Kleinere Zoos müssen auch gar nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben oder „Großzoo in klein“ sein wollen - das hat der Naturzoo Rheine schon frühzeitig erkannt.

    Hankensbüttel hat mitten in der tiefsten, dünn besiedelten Provinz über 80.000 Besucher jährlich (nicht auszudenken die mögliche Zahl, wenn sie zentraler lägen), der Naturzoo Rheine bei 50.000 Einwohner das mehr als Fünffache an Besuchern jährlich , ähnlich Nordhorn … ein verdienter Lohn, aber immer nur, weil sie kreativ waren und eigenständige Wege gegangen sind.

    Ich würde mich ja freuen, eine ähnlich viel versprechende Linie in den Hamm-Planungen zu sehen.
    (14.02.2009)
    Holger Wientjes:   @IP66: Haben Sie meine letzte private Mail erhalten ?
    (14.02.2009)
    Holger Wientjes:   Aus zeitmangel heute nur kurz:
    Den letzten Beiträgen von M. Mettler und IP66 kann ich nur zustimmen !
    Die gesuchte "Linie" besteht im Moment lediglich darin, den Park "hübscher" zu gestalten.
    Ich denke auch, dass sich manche Hammenser NEBEN Besuchen in MS,DO oder GE, dann auch öfter zu Besuchen im "eigenen" Park begeistern können !
    (14.02.2009)
    Michael Mettler:   @IP66: Dazu müsste man aber fairerweise sagen, dass die großen Zoos für ihre Geokonzepte sehr viel mehr zugkräftige Arten je Themengebiet benötigen, was ein Ausweichen auf "ähnliche Arten" in manchen Fällen begünstigt (vor allem, wenn diese schon zum Altbestand gehören oder leichter verfügbar sind als die "richtigen"). Da hat es ein kleiner Park mit entsprechend kleineren Geo-Einheiten, von dem nicht so sehr wie bei den Großzoos eine Ausrichtung auf EEP-usw.-Arten erwartet wird, vielleicht sogar leichter. Z.B. lässt sich mit leicht verfügbaren und zu haltenden Zwergottern, Makaken, Axishirschen, Nilgauantilopen, Schleichkatzen und diversen Vögeln relativ problemlos und auf kleinem Gelände ein besucherattraktiver Südasienbereich bestücken (und gegebenfalls noch durch aus dem EEP ausgeschlossene Mischlingstiger ergänzen). Ähnliches gilt auch für andere Geo-Bereiche. Schwierig wird es wohl eher, wenn man zu viele unterschiedliche Themengebiete auf kleiner Fläche unterbringen will.
    (14.02.2009)
    IP66:   Ich denke, daß gerade in kleineren Zoos die Praktikabilität und die Erhältlichkeit von Arten eine so große Rolle spielen, daß eine Geographisierung nicht naheliegt - selbst die Entwicklung in Krefeld wurde ja dadurch geprägt, daß man zwar in verschiedenen Neuanlagen die aktuellen Moden berücksichtigte, dadurch aber den vorhandenen Bestand meist ergänzte und nicht ersetzt hat. welch' unglückliche Ergebnisse eine Geographisierung auf kleinem Gelände zeitigen kann, lehrt uns derzeit das Vivarium Darmstadt.
    Und wenn selbst in Gelsenkirchen oder Hannover bei Neubauten eine kontinentbezogene Tierauswahl nicht durchhalten können, wäre dies für einen kommunalen Kleinzoo vielleicht wirklich eine zu große Aufgabe.
    (14.02.2009)
    Michael Mettler:   @Ulli: Die anregende "Linie" kann auch schlichtweg darin bestehen, attraktiv zu sein... Wie sieht es denn beim gern genannten Beispiel Rheine aus? Lippenbären und Goldschakale gegenüber von Pinguinen und Seehunden, Berberaffen zwischen Kamelen und Sumpfvögeln. Wo ist da jeweils der gemeinsame Nenner, wenn nicht nur in der Attraktivität der Anlagen? Hutiacongas haben mit Affen nur gemeinsam, dass sie klettern und Pflanzen fressen, sind aber in Rheine im gleichen Haus untergebracht. Wollte man das Haus zur Veranschaulichung von Anpassungen an kletternde Lebensweise nutzen - was eine interessanter Ansatz wäre - wären die Affen überrepräsentiert, während andere Tiergruppen fehlen. Sieht man es als Affenhaus, sind die Baumratten fehl am Platz und wäre eine weitere Primatenart konsequenter. Auch in Rheine bestehen Themenbereiche allenfalls aus wenigen unmittelbar benachbarten Anlagen, und das will ich gar nicht kritisieren, sondern im Gegenteil als nachahmenswert honorieren, denn es ist für den Besucher leichter erfassbar und abwechslungsreicher als manche mehrere Hektar große Themenwelt. Platt gesagt: Wenn ich ein Raubtier-Beutetier-Verhältnis didaktisch rüberbringen will, dann reicht es doch, z.B. Geparden neben Gazellen zu halten und deren natürliches Verhältnis untereinander auf einer Tafel zu erklären. Das geht auch ohne einen ganzen Zooteil Afrika drumherum. Und wenn dann hinter der nächsten Ecke keine afrikanischen Tiere, sondern meinetwegen Bisons oder Orang-Utans zu sehen sind, dann kann man auch zu denen etwas erzählen (wenn man denn will). Ein solches "buntes Durcheinander" praktiziert ausgerechnet Rheine seit vielen Jahren beispielhaft. Und wenn Hamm tatsächlich einen solchen Weg gehen sollte, sehe ich da durchaus die Möglichkeit, sich neben den großen Nachbarn eine edle Nische zu schaffen. Ob der Durchschnittsbesucher aus Dortmund oder Münster nach Hamm fahren wird, wenn er zu Hause einen Zoo vor der Nase hat, bleibt fraglich, aber ein großes Einzugsgebiet in Ostwestfalen könnte durch einen attraktiven Tierpark in Hamm durchaus davon abgehalten werden, zwecks Tiere-Schauens bis nach Dortmund durchzufahren...
    (14.02.2009)
    Ulli:   Ich habe auch nur auf die Gefahr einer Beliebigkeit hingewiesen, die ich zur Zeit hinsichtlich Hamm befürchte.
    Ich glaube nicht, dass man weiß, wohin die Reise gehen soll - Artenschutzzoo mit Bezugnahme zum Biotop der vorgestellten Art, ein eher familien- und kindorientierter Zoo mit Kontaktgehegen und eventuell weniger spektakulären Arten, eine kontinentale Spezialisierung oder oder oder
    Nur muss man eine Entscheidung treffen, denn die Konkurrenz von Münster und Dortmund und Gelsenkirchen ist einfach zu groß und man möchte doch wahrgenommen werden ...

    Die Sanierung beinhaltet demnach viel Aufwand, den man nicht sieht, der aber bezahlt und finanziert werden muss, also für den Geld beschaftt werden muss, für den Geldgeber gefunden werden müssen ... siehe erste Absatz ...

    Warum soll ich ein "buntes Durcheinander", was es in Hunderten von Tiergärten (auch in NRW) gibt aufsuchen, wenn ich in Nachbarstädten Spektakuläres sehen kann. Also habe ich diesem "bunten Durcheinander" irgendeine Linie zu geben, die für den Besuch anregend ist oder ich kann es mit dem Tierpark aufgrund von Beliebigkeit gleich sein lassen.
    (14.02.2009)
    Michael Mettler:   @Ulli: "Selbst wenn man ein reiner Artenschutzzoo werden möchte, braucht man für die Arten untereinander ein verknüpfendes Scharnier für die Besucher - das sehe ich zur Zeit nicht." Mit diesem Satz lieferst du dir doch die Erklärung für deine Frage selbst: In einem "reinen Artenschutzzoo" ist doch das Verknüpfende, dass die gezeigten Arten des Schutzes bedürfen. Und dafür wäre es zunächst einmal völlig gleichgültig, wenn da ein nordischer Wasserbewohner in unmittelbarer Nähe eines tropischen Baumkletterers untergebracht ist. Im "Artenschutzzoo" Münster z.B. werden Kegelrobben neben Orangs gezeigt - ob sich da wirklich ein Normalbesucher den Kopf zerbricht, dass das doch gar nicht zueinander passt?. Wenn man denn mit Gewalt ein Konzept stricken will, könnte man auf diese Weise z.B. auch verdeutlichen, wie sich Tiere an sehr unterschiedliche Lebensräume angepasst haben - statt reihenweise Tierarten nebeneinander zu präsentieren, die sich an den selben oder zumindest ähnlichen Lebensraum adaptiert haben. So glaube ich z.B. nicht, dass der durchschnittliche Besucher aus einem Nebeneinander von Biber und Otter wirklich einen Lerneffekt zieht; zwei kleine Pelztiere, die im Wasser leben und tagsüber meistens nur als schlafende Haufen hinter Glas zu bestaunen sind. Und ich frage mich, wieviele Zoobesucher hinterher selbst nach dem Betrachten von Schautafeln usw. in der Lage wären, auf einem Foto einen Biber von einem Otter zu unterscheiden. Insofern glaube bzw. fürchte ich, dass die meisten "verknüpfenden Scharniere" nichts weiter als Kopfgeburten sind, die den Normalbesucher bei seinem Rundgang nicht wirklich interessieren (bzw. in vielen Fällen für ihn auch gar nicht ersichtlich oder verständlich sind). Ich denke nicht, dass ein "buntes Durcheinander" im Zoo weniger Wirkung erzeugt.

    (13.02.2009)
    Holger Wientjes:   @Gudrun Bardowicks: Um Missverständnissen vorzubeugen : Tapire und Zwergflusspferde sind keinesfalls vorhanden. Diese wurden als mögliche Arten genannt !
    (13.02.2009)
    Holger Wientjes:   @Ulli: Von einem "System", sei es in geographischer, systematischer oder sonstiger Form, hat ja auch zunächst erstmal keiner was gesagt !!!
    Der "Plan" sieht zunächst erstmal die (Komplett)-Sanierung des Parks vor. Die Anlagen sollen tiergerechter und optisch ansprechender werden. Und das bis 2017.
    Zum Begriff des "Vollzoos": Hier spricht ja niemand über Elefanten, Nashörner, Giraffen, Robben oder Menschenaffen.
    Zu den Arten: Wo steht, dass Dik-Diks als "Träger einer Themenwelt" werden sollen ???
    Insgesamt fände ich Zwergflusspferde oder Tapire, zumal beide Arten hier noch nie gezeigt wurden, in der Tat attraktiver als Damhirsch oder Lama.
    Zum "Rundbau" : Von innen kenne ich ihn nicht. Jedoch macht er von aussen den Eindruck, dass er durchaus weiterhin zur Tierhaltung dienen kann.
    Bei, wie gesagt, entsprechend gestalteten Aussengehegen.
    Ob das Haus langweilig ist, ist sicherlich Geschmackssache. Bei mir hängt das auch von den dort gehaltenen Arten und deren Präsentation ab.

    Also nochmal abschlissend: Das "Konzept" besteht wohl darin, die Anlagen zu sanieren und parallel dazu die ein oder andere neue/attraktive Art in den Park zu holen. Herausforderung genug für den Anfang, wie ich finde.
    (13.02.2009)
    Gudrun Bardowicks:   @ Ulli: Im Zooparc Overloon und einigen weiteren kleineren zoologischen Einrichtungen in den Niederlanden werden Zwergflußpferde, Flachlandtapire und sogar Schabrackentapire (nur Overloon) ohne aufwendige und für Besucher betretbare oder einsehbare Warmhäuser auf großzügigen Waldflächen mit jeweils einem naturnahen Gewässer gehalten (allerdings ohne Filteranlage und Unterwassereinblick) und stellen dort in der Tat grosse und populäre Besucherattraktionen dar, wenn keine Flußpferde, Elefanten oder Nashörner als Konkurrenten vorhanden sind. Mir haben alle diese Anlagen sehr gut gefallen und die Tiere fühlten sich in ihnen sichtlich wohl. Das müsste eigentlich auch in Hamm möglich sein. Eine Konzentration auf einige bestimmte Lebensräume würde ich allerdings bei der Neukonzeption in Hamm auch begrüssen. Vielleicht wäre eine Spezialisierung auf Tiere aus Feuchtwäldern und Sumpfgebiete wirklich eine gute Wahl, da das Gelände ja scheinbar ziemlich feucht und teilweise wohl auch gut bewaldet ist. Mit Zwergflußpferden, Flachlandtapiren und Fossas (leben auf Madagaskar auch in Feuchtwäldern)sind ja bereits 3 Bewohner von feuchten Waldgebieten vorhanden. Das Affenhaus könnte man sicherlich auch zu einem Urwaldhaus umgestalten.
    (13.02.2009)
    Ulli:   Also aus den vagen Andeutungen zum „Tierpark 2017“ in Hamm kann man in der Tat wenig entnehmen - trotzdem scheint mir eine konsequente Linie, wohin man will, noch nicht ersichtlich.

    Wenn man Ambitionen in Richtung „Voll-Zoo“ hegen sollte, muss man sich den Vergleich mit den benachbarten Zoos in Münster, Dortmund und Gelsenkirchen stellen und da muss man vermutlich „klotzen“ um im Vergleich zur Konkurrenz überhaupt wahrgenommen zu werden.

    Die Alternative wäre die gezielte Spezialisierung auf zwei oder drei Bereiche mit ungewöhnlichen Anlagen und klarer thematischer Struktur mit entsprechender didaktischer Ergänzung - halt der Weg von Rheine, auch wenn er für Hamm anders aussehen wird.

    Wenn man weiterhin an dem baulich langweiligen Affenhaus festhalten will, läßt dies auf wenig innovative Gestaltungsideen schließen. Im Grunde muss das gesamte Haus hinter einer Grünkulisse verschwinden und nur noch funktionalen Charakter haben - also z.B. für
    Totenkopfäffchen, Varis, Kattas oder Krallenäffchen, die ansonsten in Kontakt-Außengehege gehalten werden.

    Das Drainageproblem ist sicher das erste, was man in den Griff bekommen muss sonst wird es Kritik ohne Ende hageln.

    Besteht nicht die Möglichkeit das Naturkundemuseum und den Bestand thematisch in eine Beziehung zu setzen.

    Wenn man schon ein Sumpfgelände hat, wäre da nicht eine Bezugnahme auf Sümpfe und Gewässer naheliegend.

    Jetzt zu den genannten Arten. Ein echtes System kann ich nicht bislang nicht erkennen:
    genannt werden Fossa, Zwergflusspferd, Flachlandtapir, Dik-Dik

    Dik-Dik - eine faszinierende Art, man kann an ihnen schön die Bedürfnisse für ein Gehege veranschaulichen - nur in Hannover sind sie oft reiner Unterbesatz und als Basis für eine eigene Themenwelt allein kaum tragfähig

    Zwergflusspferd / Flachlandtapir - ideal zum Vergleich konvergenter Anpassungen, ideal als Basis für eine Themenwelt des jeweiligen Regenwaldes, ideal zum Vergleich von zwei Regenwaldregionen, ideal für die Anpassung an das Wasserleben oder aufgrund des stromlinienförmigen Körpers für die Anpassung an das Dickichtleben - für sich allein sind die Arten aber kaum der Publikumsmagnet. Ein Regenwaldambiente erfordert jeweils ein Warmhaus oder ein großes hintereinander geschaltetes Haus, was sehr teuer wäre.
    Vielleicht ergibt ja etwas wenn man das Thema Gewässer und Sümpfe aufgreift.

    Und wenn man schon zwei Regenwaldregionen vorstellt - was sollen dann die Fossas als Stellvertreter einer weiteren eigenen Regenwaldregion, diemal als Inselvariante.

    Selbst wenn man ein reiner Artenschutzzoo werden möchte, braucht man für die Arten untereinander ein verknüpfendes Scharnier für die Besucher - das sehe ich zur Zeit nicht.

    Ich lasse mich gerne eines beseren belehren, aber ein Konzept oder auch nur eine Linie kann ich zur Zeit noch nicht erkennen.
    (13.02.2009)
    Holger Wientjes:   Den kann man leider nirgends nachlesen.
    Erwähnung findet er nur kurz -ohne detailierten Zeitplan- auf der entsprechenden Wikipediaseite. Im gestrigen Gespräch mit dem besagten Mitarbeiter wurde ebenfalls die Aussage getroffen, dass man bestrebt sei bis 2017 den Park wieder grundsaniert und "in Schuss" gebracht zu haben. Sprich, bis dahin sollen nach und nach Gehege und sonstige Infrastruktur, gemäss den zur Verfügung stehenden Mitteln, in Stand gesetzt worden sein.
    Der Boden stellt in der Tat ein grosses Problem dar. Hier wurden jedoch in den letzten Jahren Entwässerungsgräben gezogen.
    Um Missverständnissen vorzubeugen: Gemeint ist nicht das alte Affenhaus an der Parkgrenze gegenüber des jetzigen Rinderhauses, sondern das nun zur Primatenhaltung genutzte ehemalige Raubtierhaus gegenüber des Naturkundemuseums. Dieses scheint mir, nach Umgestaltung der Aussengehege und bei entsprechendem Besatz durchaus noch zur Tierhaltung geeignet.
    Das alte Affenhaus möchte man nach Möglichkeit in der Tat ersetzen.

    (12.02.2009)
    Ulli:   wo kann man den Zeitplan "Tierpark 2017" nachlesen oder gibt es Skizzen, Beschreibungen etc. ?
    Das Hauptproblem ist ja wohl die Drainage des Geländes.
    Die Weiternutzung des Affenhauses halte ich leider für fragwürdig ?
    (12.02.2009)
    Anti-Erdmännchen:   So gebet Hamm doch endlich einen eigenen Diskussionsfaden.

    (11.02.2009)
    Holger Wientjes:   War heute im Tierpark Hamm um mir die dortige Fossahaltung anzuschauen, welche mir wirklich gut gefiel.
    Den drei Tieren steht ein sehr gut strukturiertes und für den Besucher optisch ansprechendes Gehege zur Verfügung. Von der Fläche her macht es mir auch einen grösseren Eindruck als die Fossagehege im Schaubereich des Duisburger Zoos.
    Weiterhin konnte ich im Gespräch mit einem dortigen Mitarbeiter etwas über zukünftige Pläne bezüglich der Tiere und Gehegeplanung erfahren. Klang mehr als interessant. So sprach man z.B. von Dik-Diks, (Flachland)Tapiren oder Zwergflusspferden. Schon wenn einiges davon Realität wird würde es den Park weiterhin enorm aufwerten. Fossas waren ja schliesslich auch möglich ! Die Gehege sollen jetzt sukzessive umgebaut/modernisiert werden. Auch das Affenhaus (früheres Raubtierhaus) soll im Kern bestehen bleiben und weiterhin für die Tierhaltung genutzt werden.
    Alles in allem plant man zur Umgestaltung mit einem Zeitraum bis 2017.
    Würde mich als Hammenser natürlich freuen, wenn alles klappt ! :-)

    (11.02.2009)
    Holger Wientjes:   http://www.wa-online.de/watvstartvorort1/00_20090205175835_Video_Drei_neue_Fossas_im_Hammer_Tierpark.html

    Im entsprechenden WA-Artikel wird die Grundfläche des Geheges mit 90 qm angegeben.
    Geboren sind die 3,0 Exemplare am 27.06.2007.
    (06.02.2009)
    Michael Mettler:   @Ulli: Das will ich auch gar nicht anzweifeln. Aber das "Muster" kommt mir schon irgendwie bekannt vor aus der Zoowelt, gerade in Bezug auf langlebige, populäre und wenig zu Krankheiten neigende Großtierarten. Es sind ja auch schon Bären in hohem Alter umgesiedelt worden, z.B. in Bärenparks oder nach Gelsenkirchen. Ist wohl alles eher eine Frage dessen, ob es potenzielle Abnehmer gibt und Geld für die Nachnutzung vorhanden ist...
    (06.02.2009)
    Ulli:   @ichael Mettler
    Es mag ja eine Schutzbehauptung gewesen sein, aber genau diese Argumentation habe ich seitens des Tierparks tatsächlich vernommen.
    (06.02.2009)
    IP66:   Auch wenn das jetzt ein wenig vom Thema weg führt - gerade die Freianlage, aber auch die Konzeption des Inneren des Affenhausesn in Osnabrück weisen recht viele mit dem krefelder Neubau vergleichbare Strukturen auf.
    Das Gebäude in Hamm scheint mir vor allem in Hinblick auf die Umgestaltung zu einem größeren Zoo mit einem repräsentativen Warmhaus gestaltet worden zu sein, wobei Überlegungen zu einer vielfältigen und flexiblen Nutzung im Mittelpunkt gestanden haben könnten - was sich heute als ein Vorteil erweist. Auch wenn der Wabenbau in Darmstadt interessanter gestaltet war, so zeigt sich hier doch, wie lange kleinere Zoos von einem solchen Gebäude profitieren. Darmstadt wäre auch ein Beispiel dafür, daß es kaum sinnvoll ist, unter Zugrundelegung kostspieliger Masterpläne Zoogesamtneubauten gemäß der jeweils aktuellen Mode realisieren zu wollen. Da reichen die Mittel schon in manchem Großzoo nicht aus, und einem kleineren Park fehlen da auf allen Ebenen die erforderlichen Ressourcen.
    (06.02.2009)
    Holger Wientjes:   Das ehemalige Raubtierhaus und jetzige Affenhaus kenn ich noch mit Braun- und Kragenbären, Tigern, Löwen und Leoparden, die alle zeitgleich (!) dort gehalten wurden. Das war in der Tat eine Zuhmutung für Tiere und Betrachter.
    Nach und nach bekamen dann Löwen sowie Tiger neue Gehege an anderen Standorten und der Käfig der Kragenbären wurde ungefähr verdoppelt.
    Nichtsdestotrotz entsprach das Gebäude schon bei seinem Bau/seiner Inbetriebnahme Anfang der 80er nicht mehr dem, was man als angemessene Behausung für eine solche Anzahl von grossen Carnivoren bezeichnen könnte.
    Man hinkt(e) seiner Zeit irgendwie hinterher.
    Das Gebäude als solches finde ich jedoch gar nicht so schlecht. Die derzeitige Affenhaltung stellt sicherlich einen besseren Verwendungszweck dar als den vorangegangenen, dass Gelbe vom Ei ist sie dennoch nicht.
    Ich bin ebenfalls der Meinung, dass der Bau gut für Kleinsäuger und/oder Vögel genutzt werden kann. Mangusten, Schliefer, Nager oder Krallenäffchen kämen mir da in den Sinn.

    Insgesamt lässt sich über den Tierpark Hamm sagen, dass sich in den letzten Jahren (vor allem Seit der neuen Trägerschaft) deutlich positive Veränderungen, wenn auch finanziell bedingt in kleinen Schritten, erkennen lassen.
    Ich hoffe, dass diese Entwicklung auch in den nächsten Jahren anhält !
    Mit Hernn Dobenecker hat man sicherlich jemanden an Bord, der über reichlich Erfahrung/Ideen verfügt und -soweit das finanziell möglich ist- wohl auch umzusetzen vermag.

    Den Beginn der Fossahaltung sehe ich als Beginn in Richtung "Aufwertung" des Tierbestandes. Wobei dieser so schlecht gar nicht ist (z.B. Ceylon-Leoparden, Primaten,...).


    (06.02.2009)
    Michael Mettler:   @Ulli: Nach DEM Argument hätte Rheine auch seine Flamingoanlage nicht umbauen dürfen, ein Teil der Vögel war mit ziemlicher Sicherheit genauso alt wie die Bären... Und auch diverse andere Umzüge (Borgoriwald Frankfurt, Transfers alter Elefantenkühe usw.) wären dann ja im Grunde "schädlich". Ich kann sowas noch nachvollziehen, wenn die "alten Kameraden" in irgendeiner Form körperlich behindert sind, aber sonst? In meinen Augen wird das zu häufig als Schutzbehauptung genutzt. Gerade so intelligente und anpassungsfähige Tiere wie Schwarzbären hätten vermutlich wenig Probleme mit einer neuen Umgebung.
    (06.02.2009)
    Ulli:   Aber die jetzige Umnutzung als Picknickplatz in einer Tieranlage zeugt auch wieder von Phantasie. Die Anlage blieb ja auch nur so lange stehen, weil man den alten Tieren die Verpflanzung in eine andere Umgebung nicht mehr zumuten wollte - ansonsten wäre schon Jahre vorher dort etwas passiert.
    (06.02.2009)
    Michael Mettler:   Mit der alten Bärenanlage in Rheine war es eigentlich ähnlich wie heute mit der Flusspferdanlage in Frankfurt oder dem Orang-Außenkäfig in Hannover: Ungeliebt und nicht mehr zeitgemäß, aber trotzdem wurden immer wieder andere Projekte vorgezogen.
    (05.02.2009)
    Ulli:   Aber Herr Salzert sprach immer von seinem einzigen Mißgriff - und es gab zu dem Zeitpunkt des Baus des Hammer Hauses (welch Wortspiel) in Rheine schon den Berberaffenwald und manch andere innovative Anlage ...
    Kleine Episode am Rande: Das Affenhaus in Osnabrück mit dem Bunkerfelsen und das Affen-Tropenhaus in Krefeld wurden im selben Monat Mai 1975 eröffnet...
    (05.02.2009)
    Michael Mettler:   Zum Vergleich Rheine/Hamm: Der besagte Bau in Hamm ist gerade mal vier Jahre jünger als die ehemalige und sehr lange benutzte Bärenanlage in Rheine, selbst da gab es also noch nüchterne Zweckbauten....
    (05.02.2009)
    Hannes Lüke:   Man muss das Gruselhaus nicht abreißen. In seinem jetzigen Zustand ist es sicher nicht erhaltenswert aber Rheine musste an sein Affenhaus auch mehrmals bauen und Tiere ausgliedern, das kann ich mir für den Rundbau in Hamm auch vorstellen.
    Achja, ein besuch in Hamm ist sicherlich wieder lohnesnwert da man dem Zoo anmerkt, dass er es versucht schöner zu werden. Vor einigen Monaten stand ich nur vor Baustellen im Zoo. Einige Akzeptable Gehege waren leider nicht mal mehr besetzt und was die Affen angeht. Es ist nunmal nicht billig für Affen zu bauen und schrecklich sind die meisten Gehege nicht von daher finde ich es schon in Ordnung bei diesem im Unterhalt preiswerten Publikumsmagneten nicht zu sagen "alles raus"
    (05.02.2009)
    Anti-Erdmännchen:   Ulli, auch in diesem Forum kommt Hamm oft nicht gut weg, ich weiß.
    Mein damaliger Kommentar stammt vom 18.10.07 und findet sich im Faden "Zoo-Impressionen". Und im Faden "Allwetterzoo Münster" schrieb ich am 8.3.08 sogar mal was direkt an Dich.
    Als "ehrenrührig" empfinde ich die Bezeichnung "Kleinzoo" auch nicht, nur im Falle von Hamm als unzutreffend. Beim Stichwort "Kleinzoo" denke ich spontan an eine Einrichtung, deren Tierbestand sich im Rahmen von Lamas, Emus, Damhirschen, Nasenbären, Luchsen, Varis, Schneeulen, usw. hält.
    (05.02.2009)
    Ulli:   @Anti-Erdmännchen
    Ich zitiere einmal eine Beschreibung aus dem Zoofreunde-Net-Forum vom 22.10.2007:

    „Obwohl nicht wirklich weit entfernt, war ich am Mittwoch, dass erste Mal im Tierpark Hamm.
    Ich will an dieser Stelle mal meine Eindrücke schildern.
    Nachdem wir vom verlassenen Parkplatz den alten Eingang durchquert haben, fällt uns dauerndes Hundegebell auf.Wie sich nachher rausstellt liegt das Tierheim dirket hinter dem Tierpark.Das laute Gekläffe begleitet uns den komletten Besuch, je nach Lage wird es leiser.Die Tiere scheinen sich an den Lärm gewöhnt zu haben, zumindestens wirkten sie nicht verschreckt.
    Nun kamen wir zu den Mandrills und den Magots.Die Gehege sind klein und wenig liebevoll eingerichtet …
    Auch die anderen Affen im Zoo haben schlechte und trostlose Gehege.
    Das Naturkundemuseum ist informativ, aber für mich weniger interessant.
    Einige Huftiere haben noch halbwegs akzeptable Gehege.Wirklich grausig wird es dann bei den Löwen.Das Haus ist winzig.Wenig besser sieht es für den Puma aus.
    Der Tiger dagegen besitzt ein größeres und scheinbar neueres Gehege.
    Trotz allem kann es den Gesamteindruck nicht sonderlich aufwerten.In diesem Tierpark, der deutlich größer als Bochum ist, scheint die Zeit seit 30 Jahren stehen geblieben zu sein.Viele alte Gehege rufen nach Modernisierung,aber von aktuellen Projekten war nichts zu sehen.
    Erwähnenswert evtl noch, dass die meisten Tiere gefüttert werden dürfen.“
    (22.10.2007)

    Mein Besuch liegt leider noch ein Jahr länger zurück, der Bericht deckt sich aber in weiten Teilen mit meinem persönlichen Eindruck. Falls sich etwas grundlegend verbessert haben sollte, möge man mir meine Bewertung verzeihen. Aber leider habe ich in der Zwischenzeit keine Veranlassung gesehen, mir das noch einmal anzutun.

    Das Naturkundemuseum ist nett und informativ, aber leider wenig innovativ.

    Was hat man von einem eventuell bemerkenswerten Tierbestand (neu Fossas), wenn dieser nicht attraktiv präsentiert wird und das Umfeld (damals) eher abschreckend wirkte.
    Und Matsch in einer Anlage kann auch von einer unzureichenden Drainage herrühren - also abzutun würde ich so ein Phänomen nicht.
    Hierzu Wikipedia: Eine weitere Problematik des Parks (Hamm) ist die mit dem Standort verbundene Bodenbeschaffenheit. Da der Park zu großen Teilen auf ehemaligem Sumpfland erbaut und in den Jahren des Wiederaufbaus auf Drainagen etc. verzichtet wurde, entwickelt sich gerade in den Huftiergehegen nach mehrtägigem Niederschlag eine Schlammschicht an der Oberfläche. Dieser Situation wurde aber in den vergangenen Jahren durch das Hinzufügen von Entwässerungsgräben entgegengewirkt.
    In Böden kann man Unsummen verbauen, ohne dass man davon wirklich etwas sieht.
    Vielleicht ist eine Vielzahl von großen Huftierarten auch nicht die richtige Tierauswahl. Ich weiß. in meinem Plan gibt es auch Huftiere - aber in größeren Arealen und deutlich weniger Arten und Individuen. Ich habe hier einmal bewußt „geklotzt“. Dieser Plan dient auch nur zum Aufzeigen des Potentials und bildet keine (!!!) Vorlage zur Umsetzung. Vielleicht ist die Konzentration auf (kleinere) EEP-Arten für Hamm ein tragfähiges Konzept - aber nur bei mustergültigen Anlagen. Andererseits mußte ich schon öfter in diesem Forum feststellen, das meine Ideen zur Zoogestaltung mit „unscheinbareren“ Arten den Vorwurf mangelnder Attraktivität hervorriefen.
    Eine gezielte Schwerpunktsetzung wie auch immer ist für Hamm in Anbetracht der momentanen Ressourcen aber unabdingbar.
    Ich empfinde die Bezeichnung „Kleinzoo“ überhaupt nicht als ehrenrührig. Der Naturzoo Rheine beispielsweise hat auch kein Problem mit der Bezeichnung „Kleinzoo“.
    Der Naturzoo Rheine, für mich der Pendant in Hinblick auf Hamm, hat im übrigen ähnliche Wasserprobleme und von Haus aus auch keine idealen Vorrausetzungen vom Umfeld her zum Betreiben eines Zoos und doch hat Rheine sich im Gegensatz zu Hamm mit Kreativität, Mut, einem durchdachtem Konzept und gerade losgelöst (!) von dem Streben einer Großzoo-Kopierung mustergültig, ja zum leuchtenden Vorbild entwickelt. Und rein vom Einzugsgebiet her hat Hamm ein viel größeres Besucherpotential als Rheine als Kleinstadt ohne direkte Großstadt in der Nähe.
    Und noch etwas sollte einen nachdenklich stimmen: 2004 stand der Tierpark Hamm , bis dahin als Verein geführt, vor dem Konkurs und wurde von der Lebenshilfe Hamm übernommen. So etwas passiert meistens nur, wenn irgendetwas nicht stimmt. Es ist erfreulich, dass man nunmehr versucht, den Tierpark weiterzuführen und zu verbessern.

    Zur Ehrenrettung - es gibt nur einen sehr kleinen Personalstamm.

    Und es ist von einem Masterplan „Tierpark 2017“ die Rede. Den Plan kenne ich nicht - hoffen wir das Beste.
    (05.02.2009)
    Anti-Erdmännchen:   Ulli, wie unterschiedlich die Ansichten doch sein können. Ich kenne Hamm zwar nur von einem Besuch, und währenddessen war es sogar recht regnerisch, aber trotzdem hat mich wahrscheinlich kein Tiergarten jemals so sehr beeindruckt wie Hamm. Wenn ich mich entscheiden müßte, würde ich ihn als meinen Lieblingszoo bezeichnen. Jetzt kommt mir bitte nicht mit dem besagten Rundbau oder mit dem Matsch bei den Elens - es ist freilich nicht alles perfekt.
    Was ich nicht so ganz nachvollziehen kann ist die hartnäckige Einstufung von Hamm als Kleinzoo. Liegt wahrscheinlich an den fehlenden Dickhäutern, Giraffen und Menschenaffen. Dennoch erinnert mich der Tierbestand (s. Zootierliste) eher an einen Großzoo als an einen Kleinzoo. Wie wäre es mal mit der Einführung der Kategorie "Mittelzoo"?
    (05.02.2009)
    Ulli:   Stelzvögel/Otter/... Sitatungas
    (05.02.2009)
    Ulli:   Hamm ist mich mich ein Beispiel welches Potential dafür das Gelände eigentlich bietet aber nicht genutzt wird und mit Mut und ... Geld... auch umsetzbar sein könnte !!! (ich weiß Wirtschaftskrise, Hamm ist arm, andererseits riesiges Einzugsgebiet - Ruhrgebiet, teilweise Abhebung von Münster, Dortmund und Gelsenkirchen als direkte Nachbarn, Anziehungspunkt für Hamm
    (05.02.2009)
    Ulli:   und wenn man sich das Satelitenbild ansieht - gibt es da noch ganz anderes Potential
    (05.02.2009)
    Ulli:   Man muss nicht jede verunglückte "Bruchbude" erhalten - zur Abschreckung reicht auch das Bild aus dem Tierparkführer
    (05.02.2009)
    IP66:   Ich könnte mir vorstellen, daß auch für dieses Haus eine interessante Nutzung, etwa für Kleinsäuger oder Papageien, möglich wäre. Die Übernahme der Fossas freut mich sehr - ein Beispiel dafür, daß auch kleinere Zoos interessante Tierarten erhalten können.
    (05.02.2009)
    Ulli:   Das Zentralhaus von Hamm ist für mich immer das Paradebeispiel eines schrecklichen Gruseltierhauses und ein Musterbeispiel dafür, wie man nicht bauen soll und damit das absolute und prädestinierte Kontrastbeispiel zu Rheine ... schrecklich, schrecklich, schrecklich.

    Für dieses Haus fällt mir nur die Ramme ein
    (05.02.2009)
    Holger Wientjes:   Der Nasenbärkäfig ( alte Berberaffenkäfig ) in Eingangsnähe soll die Tiere wohl beherbergen.
    Das die Tiere kommen, wurde in einem andere Forum angekündigt. Dass sie nun da sind, entnehme ich der "Zootierliste".
    (05.02.2009)
    Hannes Lüke:   Wo leben die denn dort?
    (04.02.2009)
    Holger Wientjes:   In Hamm sind (heute ?) nun endlich die Fossas aus Duisburg eingetroffen !
    (04.02.2009)
    IP66:   Ich vergesse das Haus immer wieder, wenn es um Aufzählungen von jüngeren Zentralbauten zum Zweck der Tierausstellung geht - vielleicht hilft der Thread, das sich das ändert ...
    (07.10.2008)
    Michael Mettler:   Sorry, Foto vergessen.
    (06.10.2008)
    Michael Mettler:   Scannen ging nicht (zu groß), habe es aus dem Tierparkführer abfotografiert. Besatz zu diesem Zeitpunkt: Braunbären, Kragenbären, Ceylon-Leoparden, Schwarze Panther. Löwen und Tiger hatten bereits "Freigehege". Ich war 1991 erstmals in Hamm, da hatte man das Haus schon auf Affen umgestellt.
    (06.10.2008)
    Hannes Lüke:   und Großkatzen? wow! Ich wäre dir dankbar für ein Bild
    (06.10.2008)
    Michael Mettler:   Hamm hatte vor etlichen Jahren mal Gibbons aus der Münsteraner Mischlingszucht Borneo- x Silbergibbon (oder Ungka) erhalten, vielleicht lebt der "Restbestand" noch.

    @Hannes: Es gibt einen alten Tierparkführer aus Hamm, in dem das Raubtierhaus noch mit Bärenbesatz abgebildet ist; könnte ich über den Scanner ziehen. Ein reines Bärenhaus war es nicht, sondern für Bären und Großkatzen errichtet.
    (06.10.2008)
    IP66:   Vielen Dank! Bei meinem letzten Besuch, der schon ein wenig zurückliegt, saßen zwei sehr alte Gibbons im Bärenhaus, deren Artzügehörigkeit mir fraglich erschien - wobei die Gibbonsystematik wohl ein besonders weites Feld darstellt. Ich hatte gehofft, daß noch einmal jemand in Hamm die Tiere sieht, der sich mit den verschiedenen Erscheinungen der Art auskennt. Ich habe den Bär im hammer Haus zwar noch erlebt, aber leider keine Bilder. Es gab aber zu gewissen Zeiten Jahresberichte, in denen auch Fotos älterer Tierparkzustände enthalten sein könnten.
    (06.10.2008)
    Hannes Lüke:   Die Kapuziner sind die normalen gehaupten an Gibbons habe ich 2 insgesamt 3 Weißhandgibbons in 2 Gehegen am Gibbonhaus gesehen und ein weiterer Gibbon (art?) im alten Bärenhaus (ich fass es immer noch nicht das da mal Bären dirn waren.
    Wo wir grad dabei sind. Hat einer alte Fotos vom Hammer Tierpark. Insbesondere vom alten Bärenhaus?
    (06.10.2008)
    IP66:   Leben denn die beiden uralten Gibbons noch? Auch die Unterart der Kapuziner würde mich interessieren.
    (06.10.2008)
    Hannes Lüke:   Ich war gestern im TP Hamm. Seit mienem letzten Besuch vor 2 Jahren hat sich einiges getan. Wenn auch nicht alles positiv war.
    Die Berberaffen wurden abgegeben dafür sind in das unbeheizte Gehege ohne Innenhaus Kapuziner eingezogen.
    Im Affenrevier darf jetzt garnicht mehr gefüttert werden sowie in den meisten teilen des Zoos (war irgendwie ein bisschen Schade).
    Die beiden Karakaras haben mit den Ibisen die Voliere getauscht wobei es nicht so gut geklappt hat alle auch umzusetzen denn auf der Anlage des Wasserböcke lief ein Ibis herum.
    Als neue "Attraktion" wird ein Kinderbauernhof gebaut in welchen schon Zwergrinder eingezogen sind. Der Ententeich wurde restauriert (jetzt auch füttern verboten), die Flamingos sind weg, die Marabus zu den Kronenkranichen gezogen. Gegenüber den Stachelschweinen entsteht eine Anlage für Sporenschildkröten. Im Terrarienraum sind keine Krallenaffen mehr zu sehen dafür Kaiman, Anakonda, Teppichpython, Königspython, Kaiserboa und Kornnatter.
    Mein persönliches No-Go war, dass die Pfleger den Nutrias ganze Äpfel MIT Aufkleber gegeben haben. Also so leicht die Pflege dieser Tiere auch ist, die arbeit die Äpfel zu entklebern sollte man sich doch machen.
    (05.10.2008)
    Michael Mettler:   Es gibt auch in Afrika schwarze Leoparden. Osnabrück hatte mal einen, der aus Südafrika stammte und dort meiner Erinnerung nach als Findelkind auf einer Farm aufgezogen worden war.
    (24.08.2008)
    Drac:   Oder aber es sind als Afrikaner deklarierte Mischlinge ;)
    (24.08.2008)
    IP66:   Wenn alles stimmt, müßte es sich wohl um einen "afrikansichen" Schwärzling handeln - ein weiteres Argument gegen die Theorie, unsere Zoopanter stellten reinerbige Asiaten vor.
    (24.08.2008)
    Michael Mettler:   Schon das mit dem Paar ist interessant, denn sowohl mein Mitreisender als auch ich waren uns sicher, zwei Kater (zusammen im Käfig) gesehen zu haben - war von hinten eigentlich gut sichtbar... Haben uns nämlich noch darüber gewundert.
    (23.08.2008)
    Steffen Kohler:   Der Besitzer erwähnte meinen Mitreisenden gegenüber einen Schwärzling, den das Afrikaner- Paar zur Welt gebracht habe, der jedoch leider nicht groß geworden sei.
    Genauere Informationen zur Herkunft der Tiere habe ich leider nicht.
    (23.08.2008)
    Michael Mettler:   @Sven: Gleichzeitig gepostet :-) Da ich dusseligerweise das Leopardenfoto vorhin nicht eingestellt habe, kommt es nun hiermit nach.
    (22.08.2008)
    Michael Mettler:   Wozu braucht man noch ein Gedächtnis, wenn es doch die Suchfunktion gibt :-) DIESEN Händler meinte ich:
    www.hernebreedingcenter.be
    Hat zwar im Moment keine Afrikanischen Leoparden am Lager, aber Riesenseeadler sind doch auch was Nettes...
    (22.08.2008)
    Sven P. Peter:   Das Herne Breeding Center?
    (22.08.2008)
    Michael Mettler:   Demnach dürften die beiden Leopardenkater, die ich am 2.5. bei Nadermann gesehen habe, die besagten Afrikaner sein. Leider ließ der Abstand zum Gitter keine besseren Aufnahmen zu als die anbei eingestellte.

    Waren die beiden handaufgezogenen Jungtiere (ein geflecktes, ein schwarzes) noch im Bestand? Die müssten ja demnach ganz andere Eltern haben - es sei denn, einer der beiden Afrikanerkater trüge das Schwärzlingsgen und wäre Vater des Wurfes.

    Afrikanische Leoparden verschiedener Altersstufen wurden vor geraumer Zeit von einem belgischen Tierhändler angeboten, über den damals auch hier im Forum diskutiert wurde (mir will der Name bzw. die Website ärgerlicherweise nicht einfallen).

    (22.08.2008)
    Sacha:   Woher stammen denn die Tiere? Und welcher Unterart würden sie nach (alter?) Systematik angehören (da neuere Systematiker teilweise bei afrik. Formen nur noch zwei - Festland- und Sansibar-Form - zulassen)?
    (22.08.2008)
    Steffen Kohler:   Auf der Rückfahrt von einer einwöchigen Hollandtour besuchten wir auch den Tierpark Nadermann. Zwei Mitglieder unserer vierköpfigen Gruppe kamen mit dem Besitzer ins Gespräch. Dieser berichtete, dass er keine Schwarzen Panter mehr halte, dafür nun Afrikanische Leoparden! Die beiden Tiere sind sehr groß, mindestens wie Persische Leoparden, die Grundfarbe des Fells ist ein kräftiges Gelb, der Schwanz ist sehr lang.
    (22.08.2008)
    Michael Mettler:   @Matthias Schramm: Unter den geschilderten Umständen ist es dann umso unverständlicher, dass sogar noch Polarfüchse hinzugeholt wurden und den großen Innenraum bewohnen, der früher mal der Braunbärzwinger war; den hätte man dann genausogut zwischenzeitlich den Waschbären und Marderhunden gönnen können.
    (17.07.2008)
    Matthias Schramm:   Also, auch bei Nadermann nichts Neues! Das Gehege für die Waschbären und Marderhunde wird seit ca. 2 Jahren gebaut und scheint noch immer nicht fertig zu sein. Die Tiere können seit der gesamten Zeit nur ihr Innengehege (nicht einsehbar) und einen kleinen Gitterauslauf von ca. 2 x 2 Metern nutzen. Vielleicht hätte man die Tiere bei einer solangen Bauzeit an eine andere Einrichtung abgeben können. Anscheinend fressen die Luchse keine Nutrias, da die beiden Tierarten seit einem guten Jahr zusammen untergebracht sind! Dennoch finde ich diese Art von Gemeinschaftshaltung als etwas eigenartig und ich glaube nicht, dass die Nutrias wirklich glücklich damit sind!
    Dann doch lieber die Gemeinschaftshaltung mit Bibern wie in Bielefeld im Tierpark Olderdissen.

    (17.07.2008)
    Michael Mettler:   Mit einer Ausgabe von 2001 gab es früher einen Tierparkführer in Kalletal, den habe ich mir noch mal zur Hand genommen. Daraus einige Erläuterungen zum Tierbestand: Auf das aktuelle Jahr 2008 umgerechnet sind die beiden Rosapelikane seit 38 Jahren im Park, die Schimpansen 41 und 34 Jahre alt, der Pantherkater 19 Jahre und das Luchspaar 17 bzw. 19 Jahre. (So weit alle noch vorhanden sind, denn wetterbedingt habe ich nur die Pelikane und einen Luchs aus dieser Aufzählung in persona gesehen, den Rest nur auf der Beschilderung.) Auch unter den Pavianen könnte sich noch ein 30-jähriges Exemplar befinden. Das ältere Tigerpaar ist Jahrgang 1995, es sind Wurfgeschwister und sie waren ursprünglich zu dritt im Park. Auch die Wölfe sind 1995 geboren - damit ebenfalls schon Senioren -, die Dingos 1997. Dagegen sind die Braunbären in Relation zu ihrere Lebenserwartung noch recht jung (1,1 13 Jahre, 0,1 22 Jahre).
    Und: Der Silberfuchs, den ich bei meinem letzten Besuch gesehen habe, war ein Sohn eines wildfarbigen Paares (und damit der bei meinem diesmaligen Besuch gesehene Fuchs wahrscheinlich eines der Elterntiere). Damit war er eigentlich auch eine Besonderheit, denn die Struktur des Tierbestandes (viele alte Tiere, eingeschlechtliche und Einzelhaltungen sowie "Verhütungs"maßnahmen bei z.B. Wölfen und Dingos) lässt kaum Nachwuchs zu. Das sage ich allerdings ganz wertfrei, denn gerade bei Raubtieren ist das in vielen anderes Zoos auch so, und wenn der Tierpark Kalletal konzeptionell dazu bereit ist, alten Tieren aus anderen Haltungen einen Ruhesitz für den Lebensabend zu bieten, finde ich das durchaus positiv. Dass man damit und mit wenig Nachwuchs nicht gerade Besucherstürme hervorruft (der Park finanziert sich ausschließlich aus Eintrittsgeldern und Spenden), ist die Kehrseite der Medaille.
    (09.05.2008)
    Michael Mettler:   Ich glaube, die Größe mancher Gehege auf dem Plan wurde u.a. danach ausgerichtet, dass der Name der Tierart in das Feld passen muss... Sämtliche Käfige und Anlagen der lienken Seite haben z.B. in natura wenig Tiefe und verlaufen längs des Besucherwegs statt quer zu ihm. Der Bereich Hühner bis Luchse entspricht z.B. einem durchschnittlichen Fasanerie-Komplex, der Frettchenkäfig und die Stachelschwein-Anlage sind - wenn überhaupt - nur geringfügig tiefer als der Besucherweg breit ist. (Nähme man den Weg als Größenmaßstab, würde in die wirkliche Form der Frettchenvoliere höchstens das "F" reinpassen...) Dafür sind andere Anlagen (z.B. Tiger, Minischweine, Wölfe, geplante Löwen) erheblich größer als eingezeichnet. Und natürlich lebt der Panther nicht mit den Pavianen zusammen :-)
    (09.05.2008)
    Ralf Seidel:   Sehr detailverliebter "Wegeplan", aber
    2 Euro mehr hätte man, bei aller Geldknappheit, in der zuständigen Werbeagentur ruhig ausgeben können...))
    (09.05.2008)
    Michael Mettler:   Anbei noch der am Eingang aushängende Wegeplan des Tierparks Kalletal, einen gedruckten gibt es nicht (mehr). Ist nicht auf neuestem Stand (Goldschakale und Guanakos sind Geschichte) und stimmt auch in den Größenverhältnissen nicht die Bohne - z.B. ist die vordere (auf dem Plan untere) Tigeranlage mindestens so groß wie Schimpansen-, Pavian- und Leopardenanlage zusammen. (Gegen DIE Schimpansenanlage ist übrigens die bei Nadermann das reinste Affenparadies - habe aber wegen des dichten Regens kein Foto gemacht, wie überhaupt das nebenstehende Foto das einzige von diesem Besuch blieb.) Der Park liegt am Hang; die linke Seite des Geländes bildet die Talsohle, die rechte Seite liegt um etliche Meter höher. Die genannten Anlagen für Tiger, Panther und Affen sowie die für Wölfe beinhalten relativ steiles Gefälle, die Dingos (und die geplanten Löwen) haben auf der Hügelkuppe ein flacheres Geländeprofil. Die hintere Tigeranlage ist auf Talniveau.
    (08.05.2008)
    IP66:   Ich würde sogar die Behauptung wagen, daß der wichtigste Schritt zum neuen Verständnis der Menschenaffenhaltung von einem Kleinzoo ausging: Das neue Konzept in Krefeld, das erste Urwaldhaus in Deutschland und, wenn ich es recht übersehe, auch in Europa, entstand in einem Zoo, der bis zu diesem Zeitpunkt nur über kleinere Bauten verfügte und kurz zuvor mit dem Großtierhaus noch ein zwar gut gestaltetes, aber keine wirklich neuen Wege markierendes Gebäude errichten hatte lassen. Das Urwaldhaus in Köln stellt gar eine Adaption der krefelder Baupläne vor, während die entsprechenden Bauten in Hannover und Heidelberg den Typus weiterentwickeln. In Krefeld stand mit Herrn Gehlen ein Mäzen zur Verfügung, der bereit war, die neuen Ideen eines Zoodirektors zu finanzieren.
    Allerdings fiel auch das krefeler Gebäude nicht vom Himmel: Die jüngeren Bauabschnitte in Berlin, vor allem aber die Menschenaffenhäuser in Stuttgart und Wuppertal zeigen, daß man langsam die Haltung von Zuchtgruppen auch baulich vorsah, ja daß aus dieser Notwendigkeit neue Bautypen entwickelt wurden, wobei schon der faschistische Neubau in Nürnberg zumindest mit Kleingruppen erwachsener Tiere rechnet. Gerade deshalb finde ich auch die kleineren Menschenaffenhäuser so interessant, weil sich hier eine für die Zoogeschichte des 20. Jahrhunderts wichtige Entwicklung verfolgen läßt, und dies eben nicht nur in den Großzoos. Dabei spielten Jungtiergruppen immer eine große Rolle, und die Orang-Utans paßten insofern nicht ins Konzept, als sie sich auch in konventionellen Käfigen recht wohl fühlten und vergleichsweise fleißig züchteten - in Köln etwa wurden im alten Vogelhaus mehr Exemplare dieser Art geboren als im neuen Gebäude.
    (08.05.2008)
    IP66:   Ich würde sogar die Behauptung wagen, daß der wichtigste Schritt zum neuen Verständnis der Menschenaffenhaltung von einem Kleinzoo ausging: Das neue Konzept in Krefeld, das erste Urwaldhaus in Deutschland und, wenn ich es recht übersehe, auch in Europa, entstand in einem Zoo, der bis zu diesem Zeitpunkt nur über kleinere Bauten verfügte und kurz zuvor mit dem Großtierhaus noch ein zwar gut gestaltetes, aber keine wirklich neuen Wege markierendes Gebäude errichten hatte lassen. Das Urwaldhaus in Köln stellt gar eine Adaption der krefelder Baupläne vor, während die entsprechenden Bauten in Hannover und Heidelberg den Typus weiterentwickeln. In Krefeld stand mit Herrn Gehlen ein Mäzen zur Verfügung, der bereit war, die neuen Ideen eines Zoodirektors zu finanzieren.
    Allerdings fiel auch das krefeler Gebäude nicht vom Himmel: Die jüngeren Bauabschnitte in Berlin, vor allem aber die Menschenaffenhäuser in Stuttgart und Wuppertal zeigen, daß man langsam die Haltung von Zuchtgruppen auch baulich vorsah, ja daß aus dieser Notwendigkeit neue Bautypen entwickelt wurden, wobei schon der faschistische Neubau in Nürnberg zumindest mit Kleingruppen erwachsener Tiere rechnet. Gerade deshalb finde ich auch die kleineren Menschenaffenhäuser so interessant, weil sich hier eine für die Zoogeschichte des 20. Jahrhunderts wichtige Entwicklung verfolgen läßt, und dies eben nicht nur in den Großzoos. Dabei spielten Jungtiergruppen immer eine große Rolle, und die Orang-Utans paßten insofern nicht ins Konzept, als sie sich auch in konventionellen Käfigen recht wohl fühlten und vergleichsweise fleißig züchteten - in Köln etwa wurden im alten Vogelhaus mehr Exemplare dieser Art geboren als im neuen Gebäude.
    (08.05.2008)
    Ulli:   Es ist beileibe nicht nur der lapidare Zeitgeschmack - Schimpansen sind nun einmal hochintelligente Tiere mit einem komplexen Sozialleben und einer Reihe von bemerkenswerten Fertigkeiten und im Genpool mit dem Menschen zu 99 Prozent identisch.

    Die Schimpansenhaltung in Osnabrück war im Rahmen der dort vorhandenen räumlichen Möglichkeiten vor gut zehn Jahren verbessert worden - in Osnabrück hat man aber eingesehen, dass auch diese Verbesserung nicht hinlänglich war und plant deshalb komplett neu. Und ob die Fortsetzung der Haltung von Orangs in dem bisherigen Haus vernünftig ist (selbst wenn sie den Schimpansenbereich noch hinzu bekommen), wage ich auch zu bezweifeln - auch dafür habe ich persönlich andere Vorstellungen.

    Schlechte Schimpansenanlagen wirken für potentielle Besucher eher abschreckend und damit in meinen Augen den möglichen Besucherzahlen eher abträglich. Diese Zahl dürfte eher größer sein als die Anzahl derer, die man mit jedweder Haltung von Schimpansen zu gewinnen glaubt. Kleiner Wermutstropfen gleich dazu: Der kleine Zoo in Braunschweig hat den richtigen Ansatz und die richtige Intention - leider fehlt das Geld zur Umsetzung.

    Wenn Schimpansen oder andere Menschenaffen gehalten werden sollen - dann bitte vorbildlich, ansonsten lieber gar nicht !!!
    (07.05.2008)
    Michael Mettler:   Ich denke, es war der veränderte Haltungszweck, der zur Umorientierung in der Menschenaffenhaltung führte. Große wie kleine Zoos nutzten früher vor allem Schimpansen zu Vorführungen, z.B. zu "Teepartys" bzw. sittsam am Tisch sitzend und mit dem Löffel vom Teller essend - also eher als Karikatur des Menschen denn als biologisch präsentierte Tierart. Ähnlich wie bei Elefanten hielt mancher Tierpark nur weibliche Exemplare, weil diese als Erwachsene leichter zu handhaben waren. Die Idee, Menschenaffen wie andere Zoopfleglinge auch in undressierten Familiengruppen und der Natur mehr oder weniger gelungen nachempfundenen Lebensraumausschnitten zu präsentieren, ist ja viel jünger. Da die großen Zoos finanzkräftiger waren als die kleinen und letztere u.a. auch von der geringeren Distanz zwischen Besucher und Tier leb(t)en, ging an dieser Stelle wohl die Entwicklung auseinander.

    Nebenbei bemerkt: Als ich 1981 erstmals den weltberühmten Berliner Zoo besuchte, sah die Menschenaffenhaltung dort nicht viel anders aus als noch heute bei Nadermann... Ich erinnere mich noch gut, dass die Käfigeinrichtung u.a. einen Tisch und Stühle (am Boden festmontiert) enthielt, an Kletternetze und Hängematten war noch gar nicht zu denken (dafür bot das stabile Eisengitter den Affen natürlich mehr Möglichkeiten als ein Wassergraben oder Panzerglasscheiben). Im Tierpark Berlin, in Köln oder eben auch in Dortmund und anderswo hielt sich ein solcher Haltungsstandard sogar noch länger. So lange hinken also die Kleinzoos der Entwicklung noch gar nicht hinterher.
    (07.05.2008)
    IP66:   Ich glaube, ich habe die Möglichkeiten der Menschenaffenhaltung in Kleinzoos in der Tat ein wenig zu sehr nach heutigen Kriterien beurteilt. Alle von Herrn Mettler aufgeführten Haltungen kenne ich nicht, aber an das expressionistische Affenhaus in Bremerhaven erinnere ich mich, allerdings nicht an die ursprüngliche Unterbringung der Tiere in Neuwied. Landau würde ich insofern als Sonderfall bestrachten, als dort ein Affenhaus von bemerkenswerter Größe errichtet wurde, in dem zwar, neben den Schimpansen, auch noch Kragenbären untergebracht wurden, das aber durchaus mit den Affenhäusern in Osnabrück oder dem Lemurenhaus in Köln vergleichen werden kann. Das Gebäude in Dortmund hingegen würde ich zu den Versuchen rechnen, den Zoo aus der Wildparkecke herauszuholen, ohne gar zu viel Geld auszugeben. Man konnte dort erwachsene Tiere halten, auch wenn die Absperrmöglichkeiten begrenzt blieben, und meine These, daß die Menschenaffenhaltung letztlich zur Entwicklung neuer Bautypen führte, verliert angesichts der zitierten Bauten doch ein wenig an Überzeugungskraft.
    (07.05.2008)
    Michael Mettler:   Mit der Frage bist du mir zuvorgekommen, denn inzwischen habe ich feststellen, dass mir da das Gedächtnis einen Streich gespielt hat... Ich hatte für Rheine immer Schimpansen als Vorgänger der Gibbons im Affenhaus im Hinterkopf und dass sie abgegeben werden mussten, weil einer von ihnen das zu schwache Käfiggitter aufbrechen konnte, musste aber beim Durchblättern der Zooführer in Sachen Zootierliste vorhin feststellen, dass es in Rheine gar keine gab. Mag sein, das sich der Vorfall stattdessen in Bremerhaven abspielte und ich das in einem Artikel vom Ruempler gelesen (und falsch abgespeichert) habe, der nacheinander Rheine und Bremerhaven geleitet hat. Sorry, da habe ich eine falsche Fährte gelegt.
    (06.05.2008)
    Hannes Lüke:   Bis wann wurden den Schimpansen in Rheine gehalten? Und wo?
    (06.05.2008)
    Michael Mettler:   @Ulli: Wenn's danach geht, ist z.B. die Haltung von flugunfähig gemachten Rosapelikanen auf einem Tümpel mit verschlammten Ufern (nicht nur bei Nadermann!) sogar noch "unwürdiger"... Aber keine Frage, dem Zeitgeschmack entspricht die Schimpansenhaltung dort nicht mehr.

    @IP66: Gerade in Bezug auf Schimpansen würde ich den letzten Satz nicht gelten lassen. Als die Affen noch problemlos aus dem Tierhandel zu beziehen waren, haben sich viele Kleinzoos zwei oder drei Jungschimpansen als Publikumsmagnete zugelegt, und solche Lieblinge, zu denen die Besitzer und Pfleger ja auch durch die Aufzucht eine ganz besondere Beziehung aufbauten, wurden mit Sicherheit nicht nach dem Heranwachsen abgeschoben, solange sie keine Haltungsprobleme (z.B. durch Aggressivität) bereiteten. Ich erinnere an frühere und noch bestehende langjährige Schimpansenhaltungen z.B. in Bremerhaven, Rheine, Gettorf, Braunschweig, Neuwied, Lübeck, Nordhorn, Landau... Und auch Dortmund war in der Anfangszeit der Haltung beileibe noch kein Großzoo.
    (06.05.2008)
    IP66:   Auf den ersten Blick ergibt sich der Eindruck, bei dem linken Käfig handle es sich um einen ehemaligen Innenkäfig - analog zum Konzept der dortmunder Anlage. Anders als in Dortmund, wo man immer Menschenaffen in dem fraglichen Gebäude hielt, scheint es sich in Schöning eher um eine Art Mehrzweck-Anlage zu handeln, in denen klassische Gitterkäfige mit überdachten Segmenten abwechseln. Als vergleichbarer Typus fällt mir noch das Affenhaus in Rostock ein, das allerdings aufwendiger durchgeplant und gestaltet wurde. Allerdings scheint die Haltung erwachsener Menschenaffen in kleineren Zoos ohnedies die Ausnahme gewesen zu sein.
    (06.05.2008)
    Ulli:   ...lebenslänglich...
    ...oder wie heißt es so schön..."funktional in Ordnung"... aber für Schimpansen einfach nur unwürdig
    (06.05.2008)
    Michael Mettler:   Sorry, Foto vergessen...
    (05.05.2008)
    Michael Mettler:   @IP66: Die habe ich tatsächlich fotografiert. Sie erinnert an die alten Dortmunder Menschenaffenanlagen, der Innenraum befindet sich allerdings rückwärtig hinter dem rechten Teil des Außenkäfigs und ist nur durch ein kleines, von innen dick vergittertes Fenster von außen einsehbar. Zwei weitere Käfige der Reihe, die von Typ her dem rechten Außensegment entsprechen, beherbergen Berberaffen (früher Gibbons) und Ozelots (früher meiner Erinnerung nach Kapuziner). In der Front befindet sich zudem die genannte verglaste Anlage, die derzeit mit den Hörnchen besetzt ist.
    (05.05.2008)
    IP66:   @Herr Mettler: Besitzen sie eine Aufnahme von der Schimpansenanlage bei Nadermanns. Derartige Billig-Menschenaffenunterkünfte finde ich entwicklungstechnisch recht interessant.
    (05.05.2008)
    Michael Mettler:   ... und das war der Tierpark Kalletal. "Dank" einsetzenden Dauerregens waren wir nur etwas mehr als eine halbe Stunde dort, aber die reichte trotz des Wetters auch locker, denn der Tierbestand ist seit meinem letzten Besuch (2002) nochmals weiter verarmt, und während einige Tiergehege noch recht brauchbar oder sogar sehr gut sind (z.B. die der Wölfe und Dingos), bieten andere wie auch der Rest des Parks bis hin zum Besucher-WC und Eingangsbereich ein Bild des Verfalls. Ist ja schön, dass auf einer großen Fläche (ursprünglich aus mehreren Huftiergehegen bestehend und bei meinem letzten Besuch noch mit Dromedaren besetzt) eine Löwenanlage geplant ist, aber Löwen gehören derzeit nicht zum ohnehin schon raubtierlastigen Bestand, und manche Infrastruktur hätte das Geld wirklich nötiger. Der Tierbestand ist schnell aufgezählt: An Raubtieren Timberwolf, Dingo (nur einen gesehen, aber das kann auch am Wetter gelegen haben - Abkömmlinge der Trumlerschen Zucht und damit wohl Australischer x Neuguinea-Dingo), Rotfuchs (sehr langhaarig, eventuell ein Amerikaner aus Pelztierzucht - bei meinem letzten Besuch noch zusammen mit Silberfuchs), Braunbär, Waschbär, Frettchen, Nordluchs (laut Schild altes Paar), schwarzer Panther (Einzeltier, laut Schild 17 Jahre alt), Tiger (ehemalige Circustiger und in zweiter Anlage deren Nachwuchs; Kater hat Sumatraner-Ähnlichkeit, Katze wirkt eher "bengalisch", Nachzuchttiere nicht gesehen). Als Nicht-Raubtiere Anubispavian, Schimpanse, Großer Mara, Weißschwanz-Stachelschwein, Hausschweine, -ziegen, -kaninchen, -hühner und Farbmäuse sowie zwei Rosapelikane. Die Hühner bewohnen den Großteil der ehemaligen Kleinraubtier- und Vogelvolieren, die Ziegen das ehemalige Guanakogehege, Minischweine haben die ehemalige Schafweide in Morast verwandelt. Ein relativ großer Käfig, der früher z.B. auch mit Wölfen besetzt war, ist jetzt nur noch mit Keramik-Maulwürfen im Gartenzwerg-Stil bestückt... Zur Zusammensetzung des Tierbestandes sei noch zu bemerken, dass es sich gerade bei den Raubtieren z.T. um "Auffangtiere" handelt (z.B. die Bären und das alte Tigerpaar) und einige andere Tiere dressurmäßig vorgeführt werden (Wölfe, Schweine, Nachzuchttiger); die Affenkäfige samt Inhalt sind "Altlasten" und stammen noch vom vorherigen Eigentümer des Parks.

    Ich bin sehr gespannt, wie sich Kalletal weiterhin entwickeln wird; selbst für Normalbesucher bietet der Tierpark im jetzigen Zustand eigentlich wenig Anreiz, ihn mehr als einmal zu besuchen.
    (04.05.2008)
    Michael Mettler:   Ziel Nummer drei auf unserer Tour: Vogelpark Detmold-Heiligenkirchen. Längst nicht mehr auf Vögel beschränkt und mit interessanten neueren Anlagen. So können z.B. die Präriehunde ihre Freianlage durch einen in den Besucherweg eingelassenen gläsernen Tunnel verlassen und eine benachbarte Voliere aufsuchen, in der Rote Kardinäle und Schopfwachteln gehalten werden. Finde ich sehr interessant, da Präriehunde keineswegs reine Vegetarier sind und bei Jagdgelüsten unerwartet schnell und geschickt sein können.

    Die Afrika-Anlage "Karibuni" zeigt Erlebniszoo-Deko, vom Jeep-Wrack bis zur Hängebrücke. Netter Besatz mit Sumpf- und Wasservögeln, darunter Sattelstörche.

    Große Südamerikavoliere mit Bolivianischen Totenkopfäffchen (als oerstedi beschildert), Agutis, Papageien, Blauraben. Die Agutis werden auf dem Schild "Goldaguti" genannt, abgebildet ist aber ein geschwänztes Aguti (also ein Zwergaguti), und die Tiere in der Voliere sehen für meinen Geschmack nach Mittelamerikanern aus (also Dasyprocta punctata).

    Als Freigänger waren im Park u.a. auch Geierperlhühner und Heilige Ibisse unterwegs, wobei ich bei einem Exemplar sogar auf Schwarzkopfibis tippe, denn seine Schmuckfedern waren hellgrau statt schwarz.

    Fazit: Wie Nadermann ein Park mit positiver Entwicklung, die in Kleinzoos besonders hoch zu bewerten ist, da in der Regel wenig Geld zur Verfügung steht. Dass es leider auch Gegenbeispiele gibt, bewies dann unser letztes Tagesziel...
    (04.05.2008)
    Michael Mettler:   Zweiter Halt auf der Tour: Adlerwarte Berlebeck. Nur besucht, weil direkt am Wegesrand liegend, daher auch nur Kurzaufenthalt und keine Flugshow abgewartet. Obwohl das Artenspektrum noch immer reichhaltig ist (32 Formen Greifvögel, Neuweltgeier und Eulen), sind doch einige Raritäten inzwischen Geschichte. Highlights: Keilschwanzadler, Wollkopf-, Weißrücken-, Palm-, Truthahn- und Rabengeier, Adlerbussard, Wander-, Würg-, Lanner- und Laggarfalke. Viele Arten nur in Einzelexemplaren, von kleineren Arten könnten allerdings noch Tiere in den Volierenkomplexen hinter den Kulissen sitzen. Methusalem ist ein über 50 Jahre alter Gaukler. In einem Info-Zentrum trifft man offensichtlich diverse frühere Bewohner der Adlerwarte als Präparate wieder, denn z.B. Weißbauch-Seeadler, Kaiser-, Schopf- und Kampfadler kenne ich noch in lebendem Zustand... Einige der Präparate sind wirklich meisterhaft lebensecht - daher hier auch die Auflösung: Die abgebildete Harpyie gehört ebenfalls dazu, eine lebende haben wir nicht mehr vorgefunden.
    (04.05.2008)
    Michael Mettler:   Am Freitag habe ich eine Tour durch mehrere kleine Parks in Ost-Westfalen gemacht. Erster Halt war der Tierpark Nadermann in Delbrück-Schöning, zuletzt vor fünf Jahren besucht. Die langjährige Gemeinschaftshaltung von Javaneraffen, Servalen, Singschwänen und verschiedenen domestizierten Huftieren wurde zwischenzeitlich teilweise beendet: Eine Hälfte des aus zwei großen, wassergrabenbegrenzten Halbinseln bestehenden Geheges ist nicht mehr affenausbruchsicher, weshalb die Javanergruppe (über 60 Tiere!) nun nur noch die linke Halbinsel nutzen darf und nach Wegnahme der Baumstammbrücken die Servale zwangsläufig auf die rechte beschränkt bleiben - die sie sich immerhin noch mit Burenziegen, Zwergeseln und Zwergzebus teilen! Das heißt, im Moment sind sie abgesperrt, da die Katze hochträchtig ist (Auskunft einer Pflegerin).

    Eine ungewöhnliche Vergesellschaftung fanden wir auch in der eigentlich für Bären erbauten, von hohen Palisaden umgebenen und durch Scheiben aus einem "Minenstollen" einsehbaren Anlage: Nordluchse mit Nutrias! Letztere bewohnen das große Wasserbecken und haben Landgangmöglichkeiten auf der den Luchsen abgewandten Seite, aber es war nicht mal ein E-Draht am luchsseitigen Beckenrand sichtbar... Auf der Rückseite des Komplexes entsteht gerade eine große Freianlage für Waschbären, vor der eine "Mini-Inselwelt" aus Felsbrocken eine sehr originelle Zugangsmöglichkeit für den Besucher bietet (siehe Foto). Im ehemaligen Bärenstall sitzen zwei Polarfüchse, möglicherweise folgt auch für die noch eine Außenanlage (eine benachbarte Fläche schreit geradezu danach); das frühere, großflächige Steinmardergehege ist nun mit Erdmännchen besetzt.

    In der weitläufigen, mehrteiligen Gepardenanlage (der Park hatte kurz vor meinem letzten Besuch seinen ersten Zuchterfolg!) sechs Tiere; in der alten Leopardenanlage 2,0 gefleckte (Unterart? Reinblütig?), aber es muss eigentlich noch mindestens eine Katze geben, denn im Jungtierhaus sind zwei im Februar geborene, handaufgezogene Jungtiere zu sehen (gefleckt und schwarz). Anscheinend keine Jaguare mehr, die Anlage war mit Amurtigern besetzt (ein weiteres Tier in der eigentlichen Tigeranlage). Auch bei Nadermann sind inzwischen (Gewöhnliche) Nasenbären im Bestand, wie überhaupüt die Raubtiere den größten Teil der Wildsäuger ausmachen (neben den schon genannten Arten noch Löwe und Ozelot).

    Eine Besonderheit des Parks - und wahrscheinlich eine wichtige Einnahmequelle - sind die Zuchten der Haus-Cameliden. Bei meinem letzten Besuch hatte ich erfahren, dass der größte Teil der farblich bunt gemischten Dromedarherde außerhalb des Parks auf einer Weide stand und man immer nur trächtige Stuten ins Schaugehege holte. In diesem fand ich nun vier gescheckte Exemplare vor, eine Spezialität des Parks. Im Schaubereich gab es dazu eine vierköpfige Trampeltiergruppe sowie im Streichelgehege ein paar Alpakas, aber man konnte vom Weg aus auf einer Weide außerhalb des Parks in der Ferne eine etwa 30-köpfige Herde von Lamas und Alpakas sehen.

    "Streichelgehege" ist übrigens bei Nadermann relativ: Das Zebragehege (Böhmzebras) ist von einem nur hüfthohen Zaun ohne jegliche Zusatzabsicherung umgrenzt, die Zebras können gestreichelt und mit käuflichem Futter gefüttert werden!

    Der Erlebniszoo-Charakter hat auch hier Einzug gehalten, in der großen Geiervoliere steht ein "liegengebliebener" Ochsenkarren nebst Schädeln der Zugochsen und erloschener Feuerstelle. Interessanter Besatz: Truthahn-, Kappen-, Sperber- und Weißrückengeier.

    Eine große Vitrine zwischen den Affenkäfigen, die bei meinem letzten Besuch mit Degus besetzt war (und ursprünglich mit Wasserschildkröten), enthält nun eine nicht ausgeschilderte Zwergstreifenhörnchen-Art (Gattung Tamiops), die ich noch nachbestimmen muss. Eines der drei Tiere wirkte sehr jung, sie scheinen also zu züchten! Noch immer sind drei schon recht betagte Schimpansen im Bestand, für die man schon vor fünf Jahren einen Abnehmer suchte, weil die Haltung nicht mehr zeitgemäß ist. Nun ist der Doppelkäfig im Zwinger-Stil zwar nach heutigen Maßstäben hässlich, aber ich habe in manchem großen Zoo schon schlechter strukturierte Schimpansenhaltungen gesehen. TRotzdem wäre es den Tieren zu wünschen, dass sie auf ihre alten Tage noch mal etwa mehr Raum und vielleicht auch Naturboden bekämen.
    (04.05.2008)
    Michael Mettler:   ...aber dem gestiegenen Preisniveau bei Heimtieren durchaus angepasst. Schließlich gibt es auch keinen halterisch/züchterisch nachvollziehbaren Grund dafür, dass ein Zwergkaninchen im Zoohandel teilweise 40 und mehr Euro kostet. Allerdings muss der Preis so beschaffen sein, dass er durch seine Höhe einerseits von Spontananschaffung abhält, gleichzeitig aber nicht wegen vermeintlicher Exklusivität zur Haltung aus Prestigegründen führt....

    Letztlich muss der Händler auch einkalkulieren, dass Tiere länger bei ihm verweilen und in dieser Zeit Kosten durch Futter, Einstreu, Arbeitszeit usw. verursachen. Der Inhaber eines kleinen Zoogeschäftes erzählte mir mal, dass er aus finanziellen Gründen eigentlich liebend gern auf Kleinsäuger, Vögel und Terrarientiere verzichtet hätte (bei Fischen ist es etwas anders gelagert), die Tiere aber brauchte, um a) seine Fachkompetenz unter Beweis zu stellen (Supermärkte verkaufen zwar Zubehör, können aber keine Beratung zur Tierhaltung bieten)und b) Kunden ins Geschäft zu locken, die dann nicht nur das Tier, sondern auch Futter und Zubehör dort kaufen, denn nur DAMIT verdiente er genau genommen seinen Lebensunterhalt.

    Und damit schlagen wir wieder den Bogen zum Thema des Threads: Gerade für Kinder ist ein Besuch im Zoogeschäft bzw. der Lebend-Tier-Abteilung eines Bau- oder Gartenmarktes zum "Tiere-Gucken" sowas Ähnliches wie ein Zoobesuch und gibt eventuell den entscheidenden Anstoß, sich mit Tieren zu befassen oder sie selbst halten zu wollen. Wobei der weihnachtliche Wunschzettel nach einem Zoogeschäft-Besuch sicher realistischer ausfällt als nach einem Zoobesuch...
    (20.05.2007)
    Matthias:   Eine Afrikanische Zwergmaus kostet bei zajac schlappe 15 Euro. Also Wucher.
    (20.05.2007)
    abjatar:   kann auch sein, habe ehrlich gesagt nicht daran gedacht, mir eine der arten fürs wohnzimmer anzuschaffen ;-)
    (19.05.2007)
    Ollo:   Ich habe auch nicht so auf die Preise geachtet. Eine ganze Reihe von Arten lag aber deutlich über 1.000 Euro (Faultier glaub ich 5.000).
    (19.05.2007)
    abjatar:   Hab nicht so ganz genau geguckt, bei manchen "Kleinsäugern" wie z.B. Skunk oder Gürteltier lag es um die 1000 Euro, wenn ich mich richtig erinnere...
    (19.05.2007)
    Sven P. Peter:   Und wie sind die Preise da ungefähr? Wäre mal interessant zu wissen.
    (19.05.2007)
    abjatar:   Bei "Zajac" staunt man wirklich. Ich war vor ca. einem Jahr mal da, es ist halt irgendwie wie ein Zoobesuch (mit großer Terraristik-Abteilung), und an jedem Gehege steht ein Preisschild. Egal ob Faultier, Skunk, Kaiman - alles da. Kängurus übrigens werden nicht "ausgestellt", können aber per Katalog direkt vom Züchter geordert werden...
    (19.05.2007)
    ?:   Es gibt Faultiere in einem Zoogeschäft ? Unmöglich. Aber hat hier im Forum nicht Jemand den Wunsch geäußert, einmal ein Faultier auf dem Arm zu halten ? Die Riesengürteltiere waren vermutlich gerade ausverkauft, oder ?
    (19.05.2007)
    Ollo:   Hallo Leute, fast zwei Monate hat es seit meinem Umzug gedauert, bis endlich mein Internetanschluß eingerichtet worden ist. Die Zwischenzeit habe ich unter anderem genutzt, um einige kleine Einrichtungen im Ruhrgebiet unsicher zu machen:

    Wattenscheid
    Das muß bis vor ein paar Jahren eine grausige Anlage gewesen sein. Einige alte Verschläge sind noch zu sehen, und in einem solchen versuchte ein Pfau seinen Schwanz aufzufächern, was ihm aus Platzmangel aber nicht möglich war. Andererseits gibt es mehrere massive Neuanlagen, z.B. für Säbelschnäbler (diese Viecher wären bei mir ein Anwärter für die Rubrik „ich kann sie nicht mehr sehen“). Insgesamt sehe ich in der Einrichtung wenig Sinn.

    Herne-Sodingen
    Hier handelt es sich um einen ganz ungünstig angelegten Haustierpark. Man tritt durch einen verwinkelten Stall ein. Wenn die Tiere nach draußen wollen, werden sie dort von vier Seiten durch Besucher bedrängt und haben kaum eine Chance, sich zurückzuziehen. Außerdem gibt es einen Tarpan und ein interessantes Rind, daß die schwarz-weiße Fleckung einer Milchkuh und die Hörner der Auerochsen-Rückzüchtung aufweist.

    Recklinghausen
    Der kleine Tiergarten besitzt noch den Charme früherer Jahrzehnte. Eine große Besonderheit ist die Vogelhalle (ein Gewächshaus). Da drin fliegen sehr viele Kanarienvögel und Zebrafinken frei umher. Trotz des nominell schwachen Besatzes war ich begeistert und hielt mich lange dort auf. Übrigens waren gerade irgendwelche Zweige eingebracht worden, die Pollen absonderten, so daß ohne Untertreibung ein ziemlich dichtes Schneetreiben in der Halle herrschte.

    Oberhausen
    Diese Einrichtung ist reichlich groß. Der Bestand weist für uns keine Besonderheiten auf, aber Weiße Deutsche Edelziegen hatte ich bisher noch nicht bewußt gesehen. Ein Kuriosum ist die Vergesellschaftung Eiderente-Haustaube. Die Lage ist herrlich, die Gehege scheinen allesamt neu zu sein und sind großenteils traumhaft schön. Für mich einer der schönsten Tiergärten überhaupt!

    Zoo-Zajac Duisburg
    Das größte Zoofachgeschäft der Welt dürfte einer der artenreichsten deutschen „Zoos“ sein (vielleicht sogar der artenreichste ... der Welt???). In der Säugerabteilung sind die Gehege derjenigen Tiere, die wohl nicht so oft verkauft werden, ganz ansehnlich gestaltet (Stinktiere, Stachelschweine, Agutis, Mangusten, Faultiere, Krallenäffchen). In den hunderten Terrarien werden sicherlich etliche Kriechtiere und Lurche zu finden sein, die es sonst nirgends zu sehen gibt (genauer kann ich mich leider nicht ausdrücken, da ich von diesen beiden Tiergruppen kaum Ahnung habe). Wenn man durch die Abteilungen für Warmwasserfische und Meerwasserfische nur durchlaufen will, braucht man auch schon mehrere Minuten. Die Becken sind allerdings nicht gestaltet. Kaltwasserfische (mein Faible) sind draußen in Tanks untergebracht. Man kann die Fische nur von oben sehen, weshalb sie auch recht schreckhaft sind. Schlammpeitzger und Zwergstichlinge dürften die einzigen Haltungen in Deutschland darstellen. Es gibt sogar große Störe, Welse und Zander (keine Ahnung, wer sich so etwas in den Teich setzt). Die Vogelabteilung ist seltsamerweise nicht größer dimensioniert als in anderen Zoogeschäften.

    (19.05.2007)
    Ollo:   Habe just mal den Wildpark Reuschenberg Leverkusen heimgesucht.
    Die Einrichtung wirkt eigentlich mehr wie so ein Vereins-Vogelpark denn wie ein Wildgehege. Vögel sind bei weitem in der Überzahl. So bleibt es auch nicht aus, daß man die eine oder andere Besonderheit entdeckt: Auerhuhn, Kernbeißer, Uferschnepfe, Silbermöwe, Gabelweihe, Alpenkrähe. Die Alpenkrähen hielten sich mit ganzer Kraft an der fast senkrechten Felswand fest, anstatt sich bequem auf einen Ast zu setzen. Tja, gegen die Gene sind sie machtlos. Warum sind Gabelweihen (ich benutze gerne die deutschen Begriffe :)) eigentlich nicht häufiger zu sehen? Mit ihrem ruhigen Temperament und ansprechender Optik machen sie sich in Volieren ja nicht schlecht. Von den Anlagen her gefiel mir eigentlich nur die Stelzvogelwiese mit Kranich und Weißstorch. Man sieht die Tiere durch einen schmalen Schilfgürtel hindurch. Alle anderen Anlagen sind eher häßlich. Überall ist dickes graues Gitter zu sehen. Die Wegeführung kommt auch ziemlich ungeschickt daher. Der Eingangsbereich besteht unverständlicherweise aus einer ausrangierten Telefonzelle, in der eine Schaufensterpuppe hockt. Angeblich nimmt sich derzeit Tiergartengestaltung Wiesenthal des Parks an. Es gäbe sehr viel zu tun.
    (01.02.2007)
    Ollo:   Wie ist eigentlich die Situation der beiden Solinger Tierparks? Vom Tierbestand her kann ich da irgendwie kaum Unterschiede erkennen. Findet denn dort überhaupt keine Kooperation statt?
    (29.01.2007)
    Susanne:   @ Werner Weyler: Wenn ich Tierpark Solingen schreibe, meine ich nicht Vogelpark Solingen-Ohligs...
    Sorry, aber winzige Affenkäfige, eine schreiend häßliche Mini-Waschbär-Freianlage aus grauem Beton und Blech fast völlig ohne Einrichtung, ein völlig zertrampeltes Damhirschgehege, in dem die Besucher ohne Aufsicht nicht nur das verkaufte, ungeeignete Futter verfüttern dürfen, mit dutzenden Arten überbesetzte Warmhäuser mit schlechter Klimatisierung, winzige Eulen- und Sittichvolieren, vom Zustand des Parks ganz abgesehen. Bei allem Lokalpatriotismus, den Sie da vielleicht entwickeln, aber der Park ist - ich war 4 oder 5x in den letzten 20 Jahren dort - einfach mies, und die Besucher stimmen ja längst mit den Füßen ab. Letzten Winter mußte der Park aus Geldmangel fast für immer geschlossen werden. Ob sich seither aber was zum Positiven getan hat, weiß ich nicht - würde mich freuen.

    @ Michael Mettler: Ja, Heiligenkirchen. Da hat sich wirklich viel getan, schöne große Biotopvolieren, begehbare Australienanlage usw.
    In Berlebeck übrigens auch, die Pflockhaltung ist deutlich reduziert, es gibt ein Info-Zentrum mit vielen Agaben auch zu Artenschutzprojekten. Kürzlich wieder Kondorzucht.
    (19.11.2005)
    Michael Mettler:   @Susanne: Was verstehst du unter "Detmold" - den Vogelpark Heiligenkirchen oder die Adlerwarte Berlebeck? Ich gehöre zwar nicht zu den Menschen, die ein generelles Verbot der Greifvogelhaltung fordern, und bin auch nicht gegen Falknerei. Aber die große Anzahl der in Berlebeck auf "Blöcken" usw. sitzenden, teilweise sehr seltenen gehaltenen Greifvogelarten (z.B. Schopfadler) finde ich schon fragwürdig. Auch wenn ein Gaukler unter diesen Bedingungen schon über 40 Jahre alt wurde!
    (19.11.2005)
    Werner Weyler:   @ Susanne
    Sie erscheinen mir recht schnell in Urteilsbildung zu sein. Wenn Sie Vielbesucherin in Zoos sind, so dürften Sie nicht einfach über Solingen einen Stab brechen. Ich möchte mir den Rest schenken zu Ihren Ausführungen. Aber welchen Tierpark in Solingen meinen Sie eigentlich, Solingen hat nämlich derer zwei.
    (18.11.2005)
    Susanne:   Die Zoo-AG-Listen sagen natürlich nicht viel außer dass es einen Park gibt (von den vereinzelten Smileys oder Gegenteilen mal abgesehen). Aber die meisten Parks haben ja mittlerweile schon Einzug bei zoo-infos.de gefunden, und das ist dann wirklich eine Hilfe. Wenn da steht "einfache Gehege mit Damhirschen ohne weitere Informationen" mache ich dafür nicht einmal einen Umweg, aber der Tipp mit Schönebeck z.B. kam von dort und hat mir sehr geholfen. (Zum Dank schreibe ich denen Anmerkungen auch mal in das Mithilfeformular...)
    Nun kenne ich mich in NRW nicht ganz so gut aus, aber Detmold, Delbrück oder Reuschenberg sind immer einen Besuch wert, hingegen kann man Solingen, Herford und Mönchengladbach komplett vergessen. Zwischen den Zeilen erkennt man das als Viel-Zoo-Besucher auch bei den Zoo-Infos-Texten.
    Her Schüling, arbeiten Sie denn da mit der Zoo-AG zusammen? Die Daten, die ich immer mal wieder für die zusammengetragen habe, wären für Ihr Projekt sicher auch interessant.
    (18.11.2005)
    Klaus Schüling:   ... wir arbeiten daran (s. beispielsweise unsere Frage zum TP Gronau).
    Insofern sind wir an solchen Erfahrungsberichten natürlich auch sehr interessiert.

    (18.11.2005)
    IP66:   Ich kenne an kleineren Anlagen in NRW eigentlich nur Bochum, Aachen und Hamm. Sicher gibt es noch anderes, aber man fragt sich beim Durchsehen der Listen der Zoo-AG, welcher der dort angeführten Parks die Fahrt lohnt und welcher nicht. Kann jemand im Forum da seine Erfahrungen berichten?
    (18.11.2005)

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