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    Natur- und Artenschutz

    W. Dreier:   ``Säugetierkundliche Informationen``, Heft 54 von 2018

    Angaben zu Nachweisen von Goldschakalen in Schleswig-Holstein und Dänemark
    (16.05.2018)
    W. Dreier:   Aus ``Reptilia``:
    Bei Reptilien und Amphibien wurden für 2017 wieder ca 170 neu entdeckte Arten/Unterarten beschrieben
    (16.05.2018)
    Adrian Langer:   https://www.thueringen24.de/thueringen/article213860505/Moeglicherweise-bereits-vier-der-Thueringer-Wolf-Hund-Mischlinge-tot.html

    Vier der sechs Wolfshybriden sind wohl bereits verstorben (drei von ihnen erschossen).
    (01.04.2018)
    W. Dreier:   Aus dem WWF-Magazin:

    - Bericht zur Situation von Großkatzen: 13 Länder, in denen Tiger vorkommen, trafen sich in St Petersburg. Von 3 200 in 2010 möchte man bis 2022 zu einer Verdoppelung des Bestandes kommen.
    - Amurleopard: 2009 35 Tiere in der Natur, 2017 85 Tiere

    -Afrikan. Elefanten: 2006: 470-690 000; 2015: 395-570 000 Tiere

    - Kiebitz in Deutschland: von 1990 bis 2013 Bestandsabnahme um 80 %

    aus ``ELAPHE`` 2 /2018: Liste neuentdeckter Amphibien - bei lockerer Abschätzung der Seiten ca 150 neue Arten weltweit - besonders Beru, Ekuador, Neuguinea, Madagascar - auch noch in Europa Neuentdeckungen!. Auf Madagascar bei der Froschgattung Stumphia 15 neue Arten!
    -


    (07.03.2018)
    W. Dreier:   aus der `` Berliner Zeitung``: westlich von Potsdam (Potsdam-Mittelmark !!!!) tauchte eine Jungelch auf. Von einem Veterinär narkotisiert, erhielt er ein Funkhalsband.
    (04.03.2018)
    Oskar Schwitters:   @Peter Lohse: Laut dem Artikel ist EndZOO allerdings unter anderem eine Artenschutzorganisation:-)

    Sehr interessant finde ich, dass die Leute von EndZOO anscheinend ein Zuchtbuch ausgewertet haben, das sie laut Artikel gar nicht einsehen konnten.
    (27.02.2018)
    Adrian Langer:   @Gudrun Bardowicks: So ähnlich hatte ich mir das auch schon gedacht. Auch wenn der Eisbär ja zu den Publikumslieblingen zählt. Zumal eine Verbesserung der Haltungsvoraussetzungen grundsätzlich zu begrüßen ist. Deswegen werden Tierrechtsorganisationen ja nicht müde solche (und wie schon erwähnt ja wahrscheinlich von ihnen mit angestoßene Entwicklungen) für ihre Belange zu nutzen. Ich hoffe nur, dass wenigstens ein relativ gesunder Bestand erhalten bleibt. Ich fände nur interessant, ob bei modernisierten und erweiterten Anlagen im Zusammenspiel mit entsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten, die Sterblichkeitsrate der Polarbären noch so hoch ist wie bei den älteren Anlagen, die nur zur Präsentation genutzt werden. Die angegebenen Zahlen dürften ja hier keine Unterscheidung zulassen.
    (27.02.2018)
    Peter Lohse:   Gudrun Bardowicks: Organisationen wie Peta oder Endzoo haben durch Ihren hohen Eigenverbrauch von Spenedengeldern leider kaum was übrig für Tier oder Artenschutz. Diese Organisationen haben sich auch nicht gergründet um Tieschutz zu betreiben sondern um Spenden zu generieren mit dem Sie sich selbst und die Verbreitung Ihrer völlig haltlosen Ansichten verbreiten können. Wer also für den Tier und Artenschutz spenden möchte, Finger weg von sollchen Organisationen.
    (27.02.2018)
    Gudrun Bardowicks:   Auf jeden Fall ein interessanter Artikel. Ich gehe allerdings auch davon aus, dass der Eisbärenbestand in Zoos vor allem deshalb abgenommen hat, weil viele Zoos aufgrund der Kritik von Tierrechtlern und aus Platzmangel aufgrund der verschärften Haltungsvorschriften die Eisbärenhaltung aufgegeben haben und es dadurch natürlich auch weniger Zuchtpaare und Nachzuchten als in der Vergangenheit gibt und somit natürlich auch weniger Jungtiere aufgezogen werden können.
    Auch die Zuchtbuchführer und Koordinatoren des EEP tragen dazu bei, dass aktuell nur verhältnismäßig wenig Eisbären nachgezogen werden können. Ich weiß z. B. dass der Zoo Hannover gerne Eisbären züchten möchte und seine neuen Anlagen in Yukon Bay auch nach modernsten Haltungsgesichtspunkten für die Zucht ausgelegt sind, die Zuchtbuchführer bzw. EEP- Koordinatoren aber noch immer nicht entschieden haben, mit welchem Männchen das dort lebende potentielle Zuchtweibchen verpaart werden soll. Ein Grund hierfür ist natürlich auch, dass nicht genug Haltungskapazitäten für eventuellen Nachwuchs zur Verfügung stehen, da immer mehr zoologische Einrichtungen die Eisbärenhaltung aufgeben. An dieser Misere sind auch EndZoo und andere Tierrechtsorganisationen wie PETA mit ihrer andauernden Kritik an der Eisbärenhaltung nicht ganz unschuldig. Dass PETA oder EndZoo sich intensiv um den Schutz der Eisbären in freier Wildbahn einsetzen und dafür Spendengelder zur Verfügung stellen ist mir bisher nicht aufgefallen.
    (27.02.2018)
    Adrian Langer:   http://www.scharf-links.de/42.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=64266&cHash=c43e6d27e8

    Ein Artikel zur Eisbärenhaltung in Deutschland. ich weiß, dass die angegebenen Zahlen mit Vorsicht zu genießen sind (weniger Individuen durch Vergrößerung und Erneuerung der Gehege bzw. Aufgabe der Haltung zugunsten anderer Arten und Abnahme der Geburtenrate durch eine bessere Koordination). Nur wird ein stark abnehmender Trend tatsächlich bestätigt?
    (27.02.2018)
    W. Dreier:   In Vorbereitung eines Artikels fand ich auch eine andere Version:

    In``Current Biology`` von 2015 berichtet ein internationales Team,

    ``dass die Vorfahren der Przewalski-Pferde und Hauspferde noch für lange Zeit durch einen Genfluss miteinander verbunden blieben nach ihrem Auseinanderstreben vor ungefähr 45 000 Jahren. Auch als Menschen vor etwa 5 000 Jahren anfingen Pferde zu domestizieren, vermischten sich ihre Populationen weiterhin\"
    .
    Und weiter wurde gezeigt,

    ``dass die letzten 110 Jahre in Gefangenschaft nicht spurlos an den Przewalski-Pferden vorbeigegangen sind. Dies machte sich in Form einer geringeren genetischen Diversität und zunehmender Inzucht bemerkbar. In einigen Fällen kam es zudem zu wesentlichen Veränderungen des Genpools durch domestizierte Individuen. In den extremsten Fällen bestand ungefähr ein Viertel des Erbguts der Przewalski-Pferde aus Genvarianten, die von domestizierten Pferden vererbt wurden.
    Es gibt jedoch auch gute Nachrichten: Obwohl Przewalski-Pferde einen extremen demographischen Zusammenbruch hinter sich haben, scheint sich die Population zu erholen und ist immer noch genetisch divers``.

    Veröffentlicht wurde das Werk von mehreren bekannten Autoren wichtiger Institutionen, u. a. des IZW in Berlin und des Zoos in San Diego

    (23.02.2018)
    Adrian Langer:   http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-5425779/DNA-analysis-reveals-no-wild-horses-world.html

    laut einer Studie wird davon ausgegangen, dass die letzten \"Wildpferde\" möglicherweise nur verwilderte Hauspferde mit ähnlichen Merkmalen sind (wobei schon sehr lang verwildert).
    (23.02.2018)
    W. Dreier:   Aus der letzten ZGAP-Ausgabe:
    Von der Kaiseramazone auf Dominica, vorher geschätzte Anzahl 250.350, ist unbekannt, wieviel Vögel die letzten Karibikstürme überlebt haben. Bisher wurden ohne intensive Suchaktionen nur wenige Tiere wieder gesichtet.
    - demgegenüber haben auf den Key-Inseln die dortigen Weißwedelhirsche die Gefahren besser überlebt: von vorher 1 109 sind danach 949 festgestellt worden.
    - die Wilderei von Calamianhirschen auf den Philippinen geht weiter. Man hofft, einige Tiere auf Palawan auszuwildern, einem ehemaligen Verbreitungsgebiet.
    - Colin Groves, einer der bedeutendsten Säugetiersystematiker, ist gestorben (1942 - 2017). Vor allem Affen, Schweine , Gazellen und Beuteltiere (er war Australier) interessierten ihn.
    (20.02.2018)
    Adrian Langer:   http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/tiergarten-experte-so-lauft-die-vaquita-rettungsaktion-1.6930425

    Ein schon etwas älterer Artikel zu den Vaquitas! Bis jetzt steht es noch schlecht für das geplante Vorhaben einer Erhaltungszucht!
    (18.12.2017)
    th.oma.s:   M.E. ist es nur eine Frage der Zeit bis in Ostsachsen oder Ostbrandenburg der erste Elche Bulle die passende Elchkuch an der geeigneten Stelle trifft.
    (11.12.2017)
    W. Dreier:   Oh Pardon: ein ``Wortdreher``. Der Wisent wurde nicht bei Lübars (das ist schon Berlin) , sondern bei Lebus an der Oder erschossen.
    (11.12.2017)
    W. Dreier:   Aus der \"\"Berliner Zeitung``: In Templin (Nordostbrandenburg) ist ein Elch in den Straßen aufgetaucht. Nun wurde er nicht niedergestreckt wie der Wisent bei Lübars , sondern nur niedergelegt und einem Elchzüchter übergeben (was es alles gibt!).
    Es gibt bereits für das Land Brandenburg eine Elch-Verantwortliche, die aber nicht glaubt, dass es eine Elchpopulation in Zukunft geben könnte. Bisher waren alles ``Überläufer`` aus Polen, ``echte` Jungtiere wurden bisher nicht gesichtet. Immerhin gab es bisher für 2017 17 Sichtungen gegenüber 6 - 9 in den Vorjahren. In Brandenburg unterliegt der Elch dem Jagdgesetz, darf aber als ``Wiederkehrer`` nicht geschossen werden
    (10.12.2017)
    W. Dreier:   aus ``Papageien`` (11/017)

    Vor 30 Jahren war der Echosittich auf Mauritius fast ausgestorben. Es gab wahrscheinlich nur noch gegen 20 Exemplare (ca 17,3). Intensive Schutzbemühungen brachten wieder an die 350 Vögel. 75 Vögel wurden jetzt in eine andere Gegend umgesiedelt, um ein Desaster durch Sturm oder Krankheiten zu verhindern. Laut Aussage sind die Vögel dort gut `` angewachsen`.
    (19.11.2017)
    W. Dreier:   sowie die zeitliche Entwicklung der Strukturen
    (31.10.2017)
    W. Dreier:   Eine Grafik zum Vorkommen in Deutschland
    (31.10.2017)
    W. Dreier:   Gestern gab es im Lande Brandenburg eine große Wolfskonferenz. Dazu gab es im Vorfeld in der ``Berliner Zeitung`` eine dreiseitige Erörterung mit statistischen Angaben. Ein Statement sei hier eingestelt.
    (31.10.2017)
    W. Dreier:   Das einzige Problem bei den Soalas: man müßte erst einmal welche haben! Zwischendurch (so etwa von 1995 bis 2010) gab es über Jahre keine Sichtung! Auch jenes Jungtier, dass kurz nach der Entdeckung in die Primatenstation von Cuc Phuong kam, lebte nicht lang - und dort arbeiten ja keine Laien. Die allerletzten Koupreys wollte man (nicht das IZW) auch in den Achtzigern noch retten.
    Und man denke auch trotz aller Bemühungen an die Ausrottung des Festland-Javanashorns in der Gegend. Es ist zum Verzweifeln! Schön wär es dennoch!
    (29.10.2017)
    Oskar Schwitters:   Saolas könnten für Haltungen in Europa bald nicht mehr ganz unerreichbar sein: Das IZW setzt sich für den Aufbau einer Zuchtstation ein.
    www.izw-berlin.de/pressemitteilung/etablierung-eines-zuchtprogramms-zum-schutz-der-letzten-saolas.html
    (29.10.2017)
    W. Dreier:   Laut ``Berliner Zeitung`` sind in Schöneiche (Zuchtzentrum für gefährdete Papageien) in diesem Jahr 9 Spix-Aras erbrütet und aufgezogen worden (Kunst- und Naturbrut). Sollte auch Al Wabra den Erfolg des letzten Jahres wiederholen können, wäre die zukünftige Freilassung in der brasilianischen Catinga-Region keine Illusion mehr.
    (27.10.2017)
    Oliver Muller:   Klingt nach Anwartschaft für einen Darwin-Award...
    (19.10.2017)
    Michael Mettler:   Ein nicht an den Wolf angepasstes Fluchtverhalten hatte ich vor längerer Zeit auch schon mal als Begründung für das Zusammenbrechen einer Mufflonpopulation gehört oder gelesen. Habe danach gegoogelt und dabei dies gefunden (ist allerdings jüngeren Datums, das Phänomen muss also schon länger bekannt sein):
    https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/635631-635631
    (19.10.2017)
    Hannes Lueke:   Ein Bekannter berichtete von den Mufflons vor seiner Haustür, in der Lüneburger Heide, dass die Tiere sehr standorttreu seien und im Prinzip garnicht wegrennen. Wie man sich ein blödes Schaf vorstellt. Aus genau diesem Grund sind sie als leichtes Jagdwild beliebt gewesen und der Wolf entsprechend unbeliebt
    (19.10.2017)
    W. Dreier:   Aus ``Regulus`` Luxemburg: in Luxemburg gibt es vom Juli 2017 den ersten Foto-Nachweis eines Wolfes. Angenommen wird die Herkunft aus der Alpenpopulation

    Aus ?Säugetierkundliche Informationen`` Heft 53: Ein Bericht aus der Region Hohenbuckow zum ``Verhältnis`` Wolf - Mufflon. Die dort gewesene Mufflonpopulation umfaßte vor Jahren etwa 1200 Tiere bei einer Jagdstrecke von 200 jährlich. Der 1. Wolf tauchte dort 2007 auf. Trotz illegaler ``Wolfsjagd`` wird gegenwärtig von maximal 7 Wölfen ausgegangen. Was geschah mit den Mufflons?? Jetzt NULL Mufflons! Eine der Ursachen , leichte Beute zu sein, könnte - so meint man - darin liegen, dass die Mufflons dort aufgrund sandigen Bodens eine miserable ``Behufung´´ hatten.

    (19.10.2017)
    W. Dreier:   Vor Monaten hatte ich einem Naturwissenschaftler eine Aufnahme vom Nilgiri Tahr (damals in San Diego fotografiert) überwiesen - jetzt erhielt ich dazu Angaben zur Systematik. Der Gattungsname Hemitragus wurde zunächst durch Blyth (1859) aufgestellt, bis dann Robiquet u.a aufgrund genetischer Befunde ihn näher zur Gattung Ovis stellte mit Gattungs-Neubenennung Nilgiritragus. Jetzt fand ich in der Arbeit den Gattungsnamen KEMAS, aufgestellt von Ogilby schon 1838 - siehe damit die Prioritätsregel. Die drei ``sogenannten `` Tahre, also Nilgiri-, Himalaya- und Arabischer Tahr sind evolutionär nicht direkt verwandt.
    (04.10.2017)
    W. Dreier:   Etwas ``Gegensätzliches`` zum Naturschutz: laut ``Berliner Zeitung`` von heute ist bei Lebus an der Oder ein vollerwachsener Wisent, offenbar aus Polen kommend, auf ``Befehl`` des Lebuser Ordnungsamtsleiters erschossen worden. Die regionalen Vertreter des WWF haben Strafantrag gestellt.
    (16.09.2017)
    W. Dreier:   nicht ganz hierher passend, dennoch:

    auf dem Tegeler Flugplatz fand ich in einer ``Jägerzeitung``

    -im Norden Schleswig-Holsteins wurde der bisher nördlichste Goldschakal nachgewiesen
    - im Osten Tschechiens wurde bei einem Wildschwein die afrikanische Schweinepest nachgewiesen. Aufruf an die Jäger, diesem Fall größte Aufmerksamkeit zu widmen!
    (08.08.2017)
    W. Dreier:   Aus ``Folia zoologica`` (Band 65, Heft 3 von 2016)
    Eine algerische Arbeit befaßt sich mit dem Vorkommen der Cuvier-Gazelle in Algerien (Steppenatlas).
    Hochrechnung: ca 600 Tiere. Die Zahl bestätigt eine etwas ältere Arbei - 560 Tiere.
    (01.03.2017)
    Michael Mettler:   Die Dimensionen, die der illegale Handel mit Tierteilen erreicht, sind immer wieder erschreckend (vor allem, weil man nie das Gefühl loswird, dass immer nur die Spitze des Eisbergs entdeckt wird):
    http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.thailand-fast-drei-tonnen-schuppen-extrem-seltener-tieren-gefunden.08d5f81b-7481-45b4-817d-caa6eebe3ed4.html
    (03.02.2017)
    Dreier:   Noch aus der Bibliothek des TP: Viele Jahre habe ich Nachrichten über den Borneo-Taubwaran nicht verfolgt. In den Siebzigern und noch Achtzigern wusste man fast nichts über seine Biologie, Funde wurden nur zufällig gemacht, meistens, wenn Überschwemmungen ihn aus den Unterkünften ``freispülten``. Jetzt wird in `` Reptilia`` 123, (2017) , Seiten 44 - 54; über Haltung und Zucht in Gefangenschaft berichtet (siehe auch Foto in der ZTL)
    (03.02.2017)
    Dreier:   Aus der ?Berliner Zeitung?: Im subtropischen Südwesten Chinas, angrenzend an Myanmar, wurde eine neue Gibbonart beschrieben (ähnlich den ``Weißbrauengibbons``) - als Hoolock tianxing benannt (wobei ich als Gattungsnamen für die Hulocks eigentlich Bunopithecus kenne) - die seien schon bekannt gewesen, aber nun zu einer neuen Art ernannt worden.

    Für diese Region gab es ja auch vor wenigen Jahren die Entdeckung des schwarzen Stumpfnasen Rhinopithecus streykeri. Nachdem damals nur von etwa 250 Tieren ausgegangen wurde, nimmt man jetzt an, dass es 950 Tiere seien.


    (28.01.2017)
    Oskar Schwitters:   Im Tschad wurden nun zum zweitem Mal 23 Säbelantilopen ausgewildert. Der Weltbestand soll bei mehren tausend Exemplaren liegen, die meisten davon auf den Arabischen Halbinsel.

    www.spiegel.de/wissenschaft/natur/saebelantilopen-im-tschad-ausgewildert-a-1131254.html

    (24.01.2017)
    Oskar Schwitters:   Von morgen bis Sonntag ist Stunde der Wintervögel vom NABU.
    (05.01.2017)
    Oskar Schwitters:   Die Giraffe gilt nun als gefährdet, der Bestand liegt bei etwa 97. 000 Tieren.
    www.stern.de/panorama/wissen/natur/giraffen-vom-aussterben-bedroht-7231296.html?utm_campaign=alle&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
    (08.12.2016)
    Oskar Schwitters:   Wäre echt schön, wenn man bei der nächsten \"Freisetzung\" auch europäische Zoos berücksichtigen würde.
    (24.11.2016)
    WolfDrei:   Im selben Heft eine (mickerlich kleine) Aufnahme eines Javanashornes -man beachte dis ``Panzerung`` des Hinterteiles, Allzu viele Aufnahmen gibt es ja nicht !
    (22.11.2016)
    WolfDrei:   Durch Zufall fand ich in der Biblio des TP einen Symposiumsbericht der indischen Zoo-Assoziation. Behandelt wurden verschiedenste Themen - speziell aber über die Planung von Zooanlagen, Enrichement etc., auch über Schutzprojekte speziell seltener indischer Tiere.
    Anbei die Entwicklung der Bestandszahlen des Zwergwildschweines in der Zuchtstation in Assam (pro Jahr 2 Daten). Wenn die Zahl nicht steigt, so ist das das Ergebnis von Freisetzungen
    (22.11.2016)
    WolfDrei:   Da ich nächste Woche in Poznan und Wroclaw bin, hatte ich nach ``Neuigkeiten`` gegoogelt. Der Zoo Wroclaw hat gerade eine Spendenaktion gestartet: im August gab (gibt) es eine Riesenüberschwemmung in Assam. Der Kaziranga-NP ist zu 80 % überschwemmt. Bilder von der Rettung speziell junger Panzernashörner werden gezeigt.
    (03.10.2016)
    Oskar Schwitters:   @Michael Mettler: Genau. Mit \"Afrikanischer Elefant\" war der (Afrikanische) Savannenelefant gemeint.
    (08.09.2016)
    Michael Mettler:   @Oskar Schwitters: Zu der Elefantenzählung sollte man noch anfügen, dass sich die Zahl auf Savannenelefanten bezieht, weil nur diese per Flugzeug gezählt werden konnten. Waldelefanten konnten nicht in diesem Census erfasst werden.
    (07.09.2016)
    WolfDrei:   im `` Falken`` gelesen: in Slimbridge sind nach drei Jahren bei 2 Paaren der äußerst gefährdeten Löffelstrandläufer erstmals Eier gelegt worden (3 und 4 Eier), je ein Schlupf - aber keine Aufzucht
    (07.09.2016)
    Oskar Schwitters:   Nasenfrösche kommen aus der Zuchtstation in Concepción in die Zoos von Wien, Chester, Leipzig, Düsseldorf und Berlin.

    www.dw.com/de/darwins-nasenfrösche-auf-reisen/a-19133070

    (03.09.2016)
    Oskar Schwitters:   Die Bestände Afrikanischer Elefanten sind doch deutlich geringer als gedacht: Bei einer groß angelegten Zählung wurden nur 350 000 Tiere gefunden, nicht wie bisher angenommen 400 000 bis 630 000. Außerdem nimmt der Bestand jährlich um 8% ab.
    (02.09.2016)
    Michael Mettler:   Kleinsäuger aus dem Großsauger... ;-) Wenn die Holländer dazu noch die Technologie aus den USA importieren würden, hätten sie neue Chancen in der Bekämpfung der Bisamratten, die ihre Deiche untergraben. Die haben das gleiche Kaliber wie Präriehunde. Zwar wären sie wohl kaum irgendwo auf einem Heimtiermarkt absetzbar, aber sie wären als Proteinquelle verwertbar...
    (13.07.2016)
    Hannes Lueke:   Vor gut 10 Jahren hat sich der niederländische Heimtiermarkt ebenfalls mit solchen Präriehunden versorgt
    (13.07.2016)
    Michael Mettler:   Gehört hatte ich von dem Präriehund-Sauger schon mal, und auch davon, dass die auf diese Weise gesammelten Präriehunde zum Teil in den japanischen Heimtierhandel verkauft worden sein sollen. Kurz gegoogelt: Es gibt diverse Artikel und sogar Youtube-Videos dazu online. Aber ob die Methode wirklich schadensfrei für die Tiere ist, selbst wenn sie äußerlich unverletzt wirken...? Ich muss unwillkürlich an die Berichte heimischer Naturschützer denken, nach denen der Unterdruck einer Sogwirkung Kleintiere töten kann, selbst wenn sie nicht in körperlichen Kontakt mit dem auslösenden Objekt kommen (Fledermäuse im Einwirkungsbereich von Windkraftrotorblättern, Kröten unter fahrenden Autos usw.). Da ist dann von platzenden Lungen und anderen organischen Schäden die Rede. Und diese Gefahr besteht beim \"Prairie dog vacuum\" nicht...? Hm.
    (13.07.2016)
    WolfDrei:   Musste 20 Jahrgänge ``Geo`` sortieren - die wiegen mittlerweile zusammen ca 75 kg.
    Im Juniheft 6 von 1994 fand ich einen Bericht über technische Schädlingsbekämpfung von Erdbeerpflanzen in den USA mit Hilfe eines Exhaustors: Insektenschädlinge , speziell Blattwanzen und ``anderes Krabbelgetier`` , werden mit einem Erfolg von 50% abgesaugt, womit sich der Einsatz von Insektiziden erübrigt. Am Ende wird mitgeteilt, dass es auch eine Saugmaschine für im Bau befindliche
    `` unerwünschte Präriehunde`` gibt. Die Tiere würden unbeschadet in einem Großnetz landen. Einige UA sind ja schon geschützt.
    (13.07.2016)
    WolfDrei:   Heute in der ``Gefiederten Welt``: Al Wabra (Qatar) teilt den Schlupf von 17 Spix-Aras mit - damit erhöht sich die Weltpopulation auf 144 Vögel. Allerdings betraf die Elternaufzucht nur 2 Jungvögel. Bei weiteren Erfolgen würde man mit der brasilianischen Regierung erste Auswilderungsprojekte anschieben .
    (12.07.2016)
    WolfDrei:   Genau: Jabiru 8 000 - 15 000
    (04.07.2016)
    Oskar Schwitters:   Beim Jabiru soll es wohl 8 000-15 000 heißen(nicht 8 00-15 000).
    (04.07.2016)
    WolfDrei:   Im Cottbusser TP lag ein Prospekt aus von einer 2015 getätigten Ausstellung zu den ?Störchen der Erde?. U. a. wurden auch Bestandszahlen genannt (Ohne UA)
    - Weißstorch: keine
    - Schwarzstorch: keine
    - Höckerstorch (Stormst.): 300
    - Milchstorch (Mycteria cinerea) 3 300
    - Buntstorch (M. leucocephala) 15 000
    - Nimmersatt (M. ibis) 100 000
    - Waldstorch (M. americana) 30 000
    - Silberklaffschnabel: 130 000
    - Mohrenklaffschnabel: 300 000 - 500 000
    - Wollhalsstorch: 100 000
    - Abdimstorch: 300 000 - 500 000
    - Schwarzschnabelstorch: 2 500
    - Maguari: 50 000 - 100 000
    - Jabiru: 8 00 - 15 000
    - Riesenstorch: 20 000 - 35 000
    - Sattelstorch: 8 000 - 15 000
    - Sundamarabu: 5 000
    - Argala: 700
    - afrikan. Marabu: 100 000 - 300 000

    (02.07.2016)
    Michael Mettler:   Man mag das Wort \"Bestandserfassung\" angesichts solcher Ergebnisse kaum noch verwenden: Im März 2016 wurde der Lebensraum der Mendesantilope mit Boden- und Luftteams und unter Einsatz modernster Technologie über Abertausende Kilometer hinweg abgesucht. Dabei konnten nur noch 3 (!!!) frei lebende Individuen nachgewiesen werden. Nach der Säbelantilope steht also das nächste nordafrikanische Huftier vor dem Aus im Freiland.
    http://www.iucn.org/content/saharan-addax-antelope-faces-imminent-extinction-0
    (01.07.2016)
    WolfDrei:   dazu: Das Magazin \"Quagga\", ein hochwertiges Magazin für Arten und Lebensräume, soll eine feste Instanz zur Werbung für den Erhalt der Artenvielfalt werden. Es ist eine Initiative des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ). Es ist eine Pilotausgabe die kostenfrei im Kölner Zoo erhältlich ist!


    (29.06.2016)
    WolfDrei:   Aus der TP-Biblio nach längerer Zeit:

    - Folia zoologica 65 von 2016: Anzahl der Tschirus in China in der Tschan-Tang-Reserve 75 000; 1920 geschätzte 1 Million

    - SECAS (Freunde der Pariser Zoos): Stand Goodfellow-Baumkänguruhs: 16,28,7 in 21 Haltungen

    - Zoo-Report Brno, special supplement.
    Eisbärin Cora brachte am 21.11. 015 ihr 5. Kind, für Zuschauer erste Vorstellung im März 016

    - IZN (Nr. 418) Mai-Juni 016
    In Cincinnati musste ein 18jähriger Gorillamann erschossen werden - in die Freianlage war ein 3jähriger Junge geklettert/gefallen. Betäubung hätte nichts gebracht. Die Mutter wurde nicht wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht angeklagt. Wenn ich in der Schnelle richtig übersetzte: die ``natürliche`` Zurschaustellung würde heute von Gitterstäben und ähnlichen martialischen Begrenzungen absehen. Es werden weitere Fälle aus den USA - auch mit Todesfolgen - angegeben - u.a . `` echte? Unfälle , Dummheitsakte (Schwimmen wollen mit Eisbären oder Tiger) und Suicidabsichten.

    - Seiten 180 -202 (F. Nardelli - jener, der den `` neuen`` Blätteraffen entdeckte):
    Stand und Perspektiven des Javanashorn in Udjung Kulon.
    Schutz seit 1921, 30 000 ha.
    Anzahl: 1967 ca 25; 1990 52-62; 2000: ca 70; 2011 32?; 2013 gegen 60; 2014; 35, 23. Mit Sicherheit gab es zwischenzeitlich einen Abfall der Anzahl . 2011 wurden 4 000 ha neu angeschlossen - allerdings nur mäßig günstiges Land mit großer Beeinflussung durch Bewohner und deren Vieh.
    Die WWF schlägt vor, bei Erreichen von ca 80 Tieren 2,2 umzusiedeln. 80 Tiere scheinen auch für die Vegetation von Udjung Kulon die maximale Anzahl zu sein.
    Angedacht werden u.a. Way Kambas (Sumatra - Station der Sumatranashörner) oder eine Nachbarinsel von Udjung (15 000 ha) für max 15 Tiere in der ``Zukunft``
    Dem bisherigen indones. Management wird kein gutes Zeugnis ausgestellt.

    - Abu Dabi und Tschad planen eine Freisetzung von 25 Säbelantilopen im Tschad - allerdings in einer nicht besonders geschützten Region. Die S-Antilope ist seit ca 30 Jahren in der Natur ausgerottet.

    - im Zoo von Chapultepec (Mexiko-Stadt) gab es den Schlupf von 2 juv. Kalifornischen Kondoren.
    2015 gibt es mittlerweile wieder 435 Vögel

    - der Taronga Western Plains Zoo in Australien plant die Übernahme von 80 Nashörnern aus Südafrika (Breitmaul?), pro Jahr von je 20 zwischen 2016 bis 019

    - Kritik an den Panda-Zuchtstationen in China: es wurden zwar ca. 400 Tiere geboren, aber nur 4 in Freiheit gesetzt, 3 davon überlebten

    Und es gibt eine ``allgemeine`` zoologisch/ökologische etc. Zeitschrift - gut aufgemacht.
    1. Ausgabe schon Ende 2015: QUAGGA - Magazin für Arten und Lebensräume
    www.quaggamagazin.de

    (29.06.2016)
    WolfDrei:   Da nun ``Farbanomalitäten des Felles`` bei Enten etwas seltsam wären, hier wenige Zusätze zur Laysanente an dieser Stelle . Ich hatte noch etwas gegoogelt und fand eine Bilddatei, die sich mit dem Aussatz von Laysanenten auf den Midway-Inseln befasste. Dabei ging es vor allem um die pflanzliche Ernährungsbasis für den Aussatz - die Bilder zeigten eine Anzahl von dort wachsenden `` Futterpflanzen`` mit dem systematischen Namen - ab und an auch die Enten. Der Wiederaussatz schein also geklappt zu haben. U. a. wurde oft darauf hingewiesen, dass die Laysanente mit ca. 600 wildlebenden Vögeln die seltenste Ente der Welt sei - was so nun nicht mehr stimmt.

    Bis 2006 wurde angenommen, dass die Madagascar-Moorente ( Aythya innotata) ausgestorben sei mit damaligem Verbreitungszentrum am Alaotra-See, dem größten See Madagascars, der mittlerweile fast vollständig in ein Reisfeld umgewandelt wurde, zudem haben eingesetzte Tilapien die Nahrungsbasis für die Tauchenten vernichtet. 300 km nördlich davon wurden dann an einem Vulkansee - und nur dort bisher - 13 Vögel gefunden. Die Annahme zu der Zeit war, dass es maximal 20-25 Vögel geben würde. Nachdem aus einem Eigelege und dem Nachgelege Jungtiere erfolgreich aufgezogen werden konnten, wurde die weitere Nachzucht vor Ort u. a. vom Wildlife und Wetland Trust und anderen britischen und madagassischen Organisationen ein Zuchtzentrum aufgebaut. Bisher wurden 75 Tauchenten aufgezogen. Es soll aber ein Aussatzprojekt notwendig sein, da an dem Vulkansee die elterliche Aufzuchtrate sehr gering sei, da die Jungtiere aufgrund der Tiefe des Sees nicht genügend mit wasserlebenden Insektenlarven versorgt werden können und damit die Todesrate extrem hoch ist. Nunmehr schein eine noch`` fast normaler`` Sumpfsee ( Lac Sofia) gefunden worden zu sein. Die Bevölkerung ist in das Projekt einbezogen.

    (19.06.2016)
    WolfDrei:   Heute dann am Eingang: die Wurzpflanze blüht nur drei Tage, heute also der 2. Tag. Nachdem ich das Foto gestern etwa um 12 Uhr gemacht hatte, hätte sich das Hüllblatt gegen 15 Uhr umgefärbt und ``umgeschlagen`` und dabei penetrant nach Aas gerochen. Die Befruchtung erfolgt nämlich durch Aasfliegen. Ich erreichte Dahlem heute gegen 16.30 - Ergebnis anbei.

    Die Titanenwurzpflanze wird als ``größte Blume`` der Weltbezeichnet, allerdings wird die Rafflesia arnoldi, ebenfalls von Sumatra, als größte Blüte benannt (mehr als 1 M Durchmesser). Wo liegt der Unterschied? Die Rafflesia gehört aber zu einer anderen Familie.
    Und wie sumatranische Tiere ist auch sie äußerst gefährdet.
    (10.06.2016)
    WolfDrei:   Der Aronstab hatte etwa eine Höhe von 1 .m. Etwas anders im Aussehen ist die genannte andere Art A. konjac
    (10.06.2016)
    WolfDrei:   Wohin stecken, wenn nicht unter diese Thema: Naturschutz betrfft ja nicht nur Tiere, auch Pflanzen. Am Montag wurde mitgeteilt, dass im Botanischen Garten Dahlem die Titanenwurzpflanze (gehört zu den Aronstabgewächsen) demnächst blühen würde. Nach den Angaben des ``Zustandes`` und den im Internet vorhandenen Daten fuhr ich also Donnerstag dorthin. Mein Wohnort liegt im Verhältnis zu Dahlem in ``Sibirien``. Das Bild anbei. Die bisher größte Blüte erreichte in den USA 3,10 Meter!!!
    Einschätzung also: Freitag nochmals nach Dahlem.
    Durch puren Zufall blühte aber eine andere kleinere Art - nächstes Bild
    (10.06.2016)
    WolfDrei:   Aus der TP-Biblio:
    - FALKE 04 / 2016: 2015 kamen in NRW von 222 Wanderfalkenpaaren ca 400 Jungtiere zum Ausflug

    - Papeigeien , 04 / 2016: beim Kakapo (Eulenpapagei) Neuseelands steht eine gute Rimu-Beerenernte bevor, der erste Jungvogel ist geschlüpft. Man hofft , bald die Zahl 150 zu erreichen - das ist eine dreifache Zahl gegenüber 1990

    - in Eberswalde verstarb Professor Ullrich Sedlag im 93. Jahr. Nach der DDR-Hochschulreform um 1970 und der Auflösung seines entomologischen Instituts der forstwissenschtlichen Hochschule Eberswalde war er schriftstellerisch tätig. Für mich und andere war ?Tierwelt der Erde? sein bekanntestes Buch, das auch weltweit verlegt wurde und in der Sowjetunion als Schulbuch genutzt wurde. Kurz nach der Wende wurde auf seine Initiative das Urania-Säugetierbuch der Sechziger mit Farbdrucken neu verlegt. Er war Mitglied vieler zoologischer Verbände.

    - ?International Zoo News? - März-April 2016: u.a. ein längerer Artikel über den japanischen Riesenmolch, dessen Erhaltung und Zucht.
    Dann ein Resümee über ein Buch des Moskauer Zoos bezüglich des 150. Jahrestages der Eröffnung.

    Aus Berichten zoologischer Gärten: in LA hat ein freilebender Puma einen Koala getötet ! - das ergab die Auswertung von Kameraaufnahmen. Ca. 5000 Pumas gäbe es noch in Kalifornien.
    Der Yorkshire Wildlife Park will eine große Afrikasafari für 3,6 Mio Pfund bauen: u.a. mit ?a number of rhinos? , Zebras, Straußen, Elands, Lechwes, Giraffen

    (26.04.2016)
    Patrick Marburger:   Passt zwar nicht wirklich hierher, ich wollte den Artikel den heutigen Artikel der StZ trotzdem hier \"melden\". Schon wieder also drei neue Primaten auf Madagaskar. Wie viele Formen man wohl in einigen Jahrzehnten kennt?
    (16.04.2016)
    Oliver Muller:   Tigerfarmen wären ja eigentlich - so geschmacklos sie auch sind - eine genetische Reserve, die man nicht unterschätzen sollte. Ich fürchte nur, da wird nicht unterartenrein \"gezüchtet\"?
    (14.04.2016)
    WolfDrei:   In der heutigen ?Berliner Zeitung? gab es einen Bericht über eine ?Tigerkonferenz? mit höheren Regierungs-Vertretern asiatischer Länder über die Situation es Tigers mit der optimistischen Mitteilung einer geringen Zunahme. Es wird aber weiter der Tiger als gefährdet betrachtet. Nicht ganz so optimistisch wird ein Versuch Kambodschas betrachtet - unabhängig von der systematischen Zuordnung - Tiger aus Indien in einem ?protected forest? für 7 Mio Dollar wieder anzusiedeln - 2007 wurde der letzte gewildert.
    Etwas gering erscheint mir der Bestand in China, da ich wohl kürzlich auch die Zahl 40 für den Amurtiger las. China hatte ja von der UA-Systematik her den höchsten Anteil: Amur-T, südchines. T (ausgerottet), mittelasiatischen T. (ausgerottet), Lob Nor-Tiger (ausgerottet) - aber vielleicht noch den Corbett-T in Yünnan und auch den Bengal-T im an Indien angrenzenden Teil des Südhimalaya.
    In ?Tigerfarmen? der betreffenden Länder (China, Thailand) gäbe es etwa 7 000 Tiger
    (14.04.2016)
    WolfDrei:   Aus ?Säugetierkundliche Infomationen? (Heft 50, 2016)

    - Goldschakal in Deutschland (Nachweise über Sichtung, Foto, genetischer Nachweis)
    Schwerpunkt in Brandenburg und Sachsen-Anhalt, besonders im Bereich Luckau - Lauchhammer, dort 13 Hinweise und ein Foto - aber auch in Mecklenburg, Bayrischer Wald und ! Cuxhaven! (genetischer Nachweis)

    - Säugetierschutz in Russland (russischer Autor)
    Nur wenige behandelte Arten - u.a.:
    Zobel: geschätzte 1,5 Mio
    Eurasischer Biber: wird fast als ?invasive ?Art gehandelt
    Europ. Nerz: weiter Abnahme
    Desman: in ?Schlüsselwohngebieten? nur ca 4 000 Tiere
    Saiga: Behandlung des Kaspigebietes (Kalmykien). 1920 nur ca 1000 Tiere; dann ab 1951 Bejagung (etwa 200 000/Jahr); 1958: 850 000; 1970: 250 000; 1978: 700 000; 1993 100 000.
    Trotz Jagdschutz Tendenz abnehmend; noch nicht in das Rotbuch Russlands aufgenommen

    Aus ?Radiata? (25, Heft 1, 2016)
    Nachzuchten der ?echten? Seychellenriesenschildkröten (nicht Aldabra) vor Ort bis 2010:
    Aldabrachelys gigantea hololissa: 40 Exemplare; A. g. arnoldi: 120
    Die gerade noch Existenz der auf den eigentlichen Seychelleninseln vorkommenden Riesen ist ja erst seit gut 15 Jahre gesichert und anerkannt.

    (30.03.2016)
    Klaus Schueling:   Heute traten unsere Freunde des Sphenisco e.V. mit folgendem Anliegen an uns heran:

    Liebe Pinguinfreunde,

    wir grüßen herzlich aus La Serena, Chile. Leider ist der Anlass unseres Schreibens nicht erfreulich. Erneut drohen der Küsten- und Meeresregion, in der 80% der verbliebenen Population der Humboldt-Pinguine leben, irreversible Schäden.

    Chilenischen Wissenschaftler und Fachleute staatlicher Behörden haben Sphenisco gebeten, zu versuchen, die Öffentlichkeit in Chile und auch international auf diesen empörenden Skandal aufmerksam zu machen. Zugegeben, wir sind in einer ziemlich ohnmächtigen Position. Dennoch wollen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um gewaltigen Schaden von der Meeresregion La Higuera-Insel Chanaral mit ihrer Fauna und Flora abzuwenden. Im Anhang schicken wir Ihnen die \"La Higuera / Insel Chañaral Erklärung\" in deutscher, englischer und spanischer Sprache.

    Sphenisco hat begonnen die Öffentlichkeit zu informieren und Abgeordnete, Senatoren und Vertreter von Medien in Chile auch persönlich zu informieren, um parlamentarische Anfragen und Untersuchungen bzgl. der Umweltvertäglichkeits-Prüfungen in der Region Coquimbo anzuregen (s.a.http://sphenisco.org). Wir möchten alle Institutionen bitten, unsere Bemühungen durch 2 Massnahmen zu unterstützen, indem sie
    1. Ihnen verbundenen Organisationen und Institutionen bitten, die Erklärung zu autorisieren und dies Sphenisco per Email (sphenisco@online.de) mitzuteilen. Wir setzen dann den Namen der Organisation/Institution unter die Erklärung. Die Organisationen selbst brauchen nicht zu schreiben. Am Schluss sendet Sphenisco die Erklärung mit hoffentlich ganz vielen Organisationen an die politisch Verantwortlichen und zuständigen Behörden in Chile (Sind ganz viele, üppige verschachtelte Bürokratie!).
    2. Ihre Kontakte zu Medien zu nutzen, um sie für eine Berichterstattung zu gewinnen. Unsere chilenischen Partner setzen große Hoffnungen auf internationale Reaktionen und werden diese dann hier im Land ihrerseits einsetzen. Falls erforderlich können die Medien auch mit uns in Chile Kontakt aufnehmen.

    Außerdem werden wir kurzfristig auf der Internet-Plattform \"Rettet den Regen Wald\" eine Unterschriften-Aktion organisieren.
    Diese finden Sie unter folgendem Link: https://www.regenwald.org/aktion/1035/bitte-unterschreibt-26-000-humboldt-pinguine-retten


    Wir bitten alle, sich an der Online-Petition zu beteiligen
    (09.02.2016)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: 50% des lebenden Sumpfschildkrötenbestandes (Hat man den komplett unter Beaufsichtigung?) oder 50% der aufgefundenen Überreste toter Schildkröten (Wer hat dann die anderen 50% auf dem Gewissen?)?

    Was mich dabei wundert: Auf dem Heimatkontinent des Waschbären wimmelt es nur so von Sumpfschildkrötenarten. Wie kommen die eigentlich mit dem Waschbären als Fressfeind zurecht? Kannten die Verwandten in Europa bis dahin keine dämmerungsaktiven Feinde? Finden Waschbären in Brandenburg so wenig andere Nahrung (und das als Omnivoren!), dass sie besonders stark auf Schildkröten angewiesen sind?
    (08.02.2016)
    WolfDrei:   Zur Gefährdung - nicht nur - der Trappen durch Waschbären: Laut \"Berliner Zeitung\" wurden für 2014/15 in Brandenburg 24 090 ( 15 % mehr als im Jagdjahr zuvor) geschossen, für das Gesamtgebiet des Waschbärvorkommens 116 000. Notwendig sei aufgrund der Dämmerungs-/Nachtaktivität das Aufstellen von Lebendfallen mit anschließender Tötung. Ca. 50 % der europ. Sumpfschildkröten hätten typische Bissverletzungen durch Waschbären.
    (08.02.2016)
    Tim Meschke:   Und wenn wir schon dabei, sind natürlich auch die Windräder. ;)
    (04.02.2016)
    Michael Mettler:   Na, dann wäre es doch ganz einfach, wie man die Trappen fördern könnte. Man müsste nur neben den Füchsen auch die Seeadler abschießen ;-)
    (03.02.2016)
    WolfDrei:   Zurück noch zum Trappenschutz, speziell gegenüber Prädatoren:
    Mit der Wende gab es wirklich eine extreme Bestandszunahme an Füchsen, da die Jagd fast völlig ruhte. Danach wurden Prämien ausgegeben, z.T erhöht von 20 auf 200 DM /Fuchs. Zwischen 1993 und 2001 wurden im Havelluch 2 821 Füchse geschossen! Seit 2009 intensive Bejagung. Auch vermehrt Einsatz von Lebendfallen. Dennoch hat sich die Nachwuchsrate nicht verbessert. Eine Ursache war die ab Anfang der Neunziger durchgeführte Immunisierung der Füches gegen Tollwut - speziell Marderhund - und Waschbärzahlen stiegen damit explosionsartig an. Zu den Verlusten an Gelegen: etwa 70% sind Nachtjägern zuzuordnen, 20 % Rabenvögel.
    In den Schutzgebieten wurden deshalb kleinere Bezirke fuchssicher eingefriedet , die auch von den Trappen angenommen werden. Zum Erfolg über ca 15 Jahre wurden folgende relative Verbesserungen ermittelt: anfangs Bruterfolg wie 1 : 1 freie Natur zu Einfriedungsfläche, ca 7 Jahre später 1 : 3, gegen 2005 wie 1 : 13. Die absoluten Zahlen sind leider für das letztere Datum schlecht : 9 Bruterfolge zu 120 - siehe Zunahme der Prädatoren. Noch ein Erfolg - aber für eine andere Art! Zunahme der Seeadleranzahl. Ca 50% der Verluste an Jungvögeln gehen auf ihre Kappe!
    Dann gibt es natürlich auch Menschen-gemachte Verschlechterung: exorbitante Ausdehnung der Maisflächen und im Fiener Bruch Errichtung eines Windparks - auf geschützter Fläche.!!! Und das noch vor der Euphorie der Wind-Verstromung!

    (02.02.2016)
    Michael Mettler:   Angesichts des minimalen Anteils männlicher Saigas an der Population wäre es ja fast einen Gedanken wert, in der Wurfsaison gezielt männliche Kälber einzusammeln (rechtzeitig, bevor auch natürliche Feinde zugreifen), künstlich aufzuziehen und unter streng geschützten Bedingungen als Junggesellen-\"Nachfüllherde\" für Notfälle bereit zu halten, wenn schon die Zucht in Gehegen nicht nachhaltig gelingen will...
    (27.01.2016)
    Tim Meschke:   http://news.mongabay.com/2015/12/new-monkey-species-or-an-artificially-colored-monkey/
    In dem Artikel wird erklärt und begründet, warum der Goldkronenlangur (Presbytis johnaspinalli), letztes Jahr entdeckt, doch keine eigene Art ist und die goldfarbenen Körperteile gefärbt wurden, wie es auf den Tiermärkten in Indonesien üblich zu sein scheint (man denke nur an die gefärbten Küken und Kaninchen, auch Plumploris, Makaken und Schleichkatzen werden gefärbt). Für mich erscheint diese Erklärung durchaus plausibel. Man kann halt keine Art nur auf Grundlage von Fotos beschreiben. Auch der letztes Jahr entdeckte Weißwangenmakak (Macaca leucogenys) wurde nur anhand von Fotos beschrieben. Hier würde ich eine Farbmutation sympatrisch lebender Arten nicht ausschließen.

    Das mit den Geiern ist wirklich schade. Man kann nur hoffen, dass die Zoos sich jetzt stärker den genannten Arten annehmen und die Zucht ankurbeln. Auch bei den Saigas muss endlich eine gute Lösung gefunden werden.
    (26.01.2016)
    WolfDrei:   @MM: Soweit ich mich entsinne, gab es da keine nähere Erklärung. Da die Biblio. 5 Wochen nicht offen war, lag eine erkleckliche Literaturmenge vor, so überflog ich Vieles.
    Es könnte auch sein, dass es sich um Verluste in dem Zuchtzentrum handelte, da sicher die Personalsicherung nicht unbedingt in der Zeit gegeben war, auch könnte es sein, dass die Jäger in der Zeit andere Sorgen hatten. Ungeachtet dessen ist die Anzahl an Nesträubern (ich meine Vierbeinige) weiter immens z. B. im Brandenburgischen gestiegen.
    Werde nächsten Dienstag detaillierter lesen.
    (26.01.2016)
    Michael Mettler:   Wieso konnten sich denn bei der Großtrappe gleich mehrere Nesträuberarten ausgerechnet ab 1990 so sehr bemerkbar machen? Sind die dortigen Jäger alle nach der Wende in den Westen umgezogen...? Oder haben sich nach dem Mauerfall womöglich zahlungskräftige Eiersammler aus den alten Ländern ihren unschönen Anteil gesichert?
    (26.01.2016)
    WolfDrei:   Aus ? Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz? (Band 23, 2015, Görlitz):

    u. a. 40 Seiten über die Großtrappe in Deutschland vom Ehepaar Litzbarski, das insbesondere den Schutz entscheidend in der DDR und später betrieben hat:
    Bestände in Deutschland: 1940: 4 100; 1960: 1200; 1970: 1030; 1980: 557; 1990: 151; 1997: 56; 2000 72; 2010: 110; 2015: 197
    Heute gibt es drei Vorkommenszentren: Havelländisches Luch (ca.75 Tiere); Bereich Belzig (55 ); Fiener Bruch (65)
    Ab 1990 starke Verluste an Eiern und Jungvögeln durch Füchse, Waschbären und Marderhunden, auch Rabenvögeln, bei den Erwachsenen durch Seeadler; Notwendigkeit der Aufzucht in räubersicheren eingefriedeten Anlagen einiger ha-Größe

    Aus ?Die Vogelwelt? 135, Heft 3 (2015)
    Stand von Großvögeln im polnischen Schlesien im Vergleich 1900 und 2004/05: Kraniche: 60 (1900) zu 300; Seeadler: 0 zu 81-103; Schwarzstörche: 10 zu 124

    Ein Bericht aus dem Friedrich-Löffler-Institut bezüglich der sogenannten ?Wildvogelthese? zur Einschleppung der Vogelgrippe: selbige These kann nicht bestätigt werden. Allerdings gab es im Krauskopfpelikanvorkommen im Donaudelta 86 Verluste

    Aus ?Mittelungen der Kleinsäuger-Bundesarbeitsgruppe? Heft 3 (2015)
    u.a.
    - Entdeckung einer ?Schweineschnauzenspitzmaus? auf Sulawesi
    - Bild einer neuen Makakenart aus ?Südtibet?: Weißwangenmakak, M. leucogenys

    ?Mitteilungen der ZGAP?, Heft 2 (2015)
    u.a.:
    Umwidmung der Gefährdung von Sperbergeier, Weißrückengeier, Wollkopfgeier und Kappengeier auf ?critically endangered? !!!!!!!

    Anzahl von Bawean-Pustelschweinen (eigene Art) auf der nur 200 km 2 großen Insel: 250 - 500 Tiere

    Stand der durch das ISB erfassten Bestandszahlen des in Vietnam ausgestorbenen Edwardfasans Ende 2014: 89.63, weltweit 94,66. Mit nicht registrierten Vögeln bei Privathaltungen ca 1000.
    Beim ähnlichen ?Vietnamfasan? 62,63.
    Diskutiert wird die Schaffung einer Zuchtanlage in Vietnam

    Zum Todeszug der Saiga im Schutzgebiet Betpak-Dala durch eine bakterielle Infektion (Pasteurella):
    Gefunden wurden etwa 148 000 tote Tiere, ca 50% des gegenwärtigen Weltbestandes (seit 2002 als critically endangered eingeschätzt).
    Eine Zuchtanlage in Elista/ Ural wuchs zunächst auf 90 Tiere, dann der Seuchenzug auch dort - Rest 4 Tiere.
    Alle bisherigen Zuchtbemühungen waren ohne Erfolg auch unter geografisch ähnlichen Bedingungen, gegenwärtig noch ein Bestand in Askania Nova zum 1.1.2015: 499 Saigas ohne nennenswerte Zunahme.
    Eine Gefahr ist die selektive Wilddieberei auf die Männchen, die z. T. nur noch ein Prozent der Gesamtzahl ausmachen
    Die Anzahl der mongolischen Art wird auf 11 000 - 20 000 geschätzt (mehr als bisher angenommen)

    Aus ?International Zoo News? 62/6 (Nov.-Dez. 015)
    u.a. :
    Die von mir schon zitierte ?Entdeckung? eines neuen Goldschopf?affens in Indonesien ist wahrscheinlich ein ?Betrug? - nicht des ?Beschreibers?: offensichtlich hat man einigen normalen Trachypithecus auratus-Schlankaffen die Haare gebleicht (?likely partially bleached?). Alle (11 Tiere) befanden sich auf einem Vogelmarkt.
    Man denke dabei auch an die ?Entdeckung? eines ?Spindelhornrindes? vor Jahren in Vietnam: Wärmebehandlung normaler Zebuhörner und Drehung in Spiralen

    Forschungen zum Status des Borneoelefanten werden durch eine ?SOS Elephants Foundation? angeregt. Anzahl im nordöstlichen Teiles Borneos (Sabah): 2 000 Tiere

    Aus Cincinnati ist das letzte dort geborene Sumatranashorn ?Harapan? (nunmehr 8 Jahre alt) im Oktober nach Sumatra geflogen worden. Im ?Sumatra Rhino Sanctuary? befindet sich schon Bruder Andalas, Vater eines vor kurzem geborenen Männchens. Die Mutter ?Ratu? ist zum 2. Mal trächtig - Geburt ca Mai 2016. Dort gibt es mit Ratu drei Weibchen.

    Der Prager Zoo bemüht sich um Große Pandas

    (26.01.2016)
    WolfDrei:   Aus \"Papageien\" 11/2015: Dem ACTP (Assoziation zur Rettung gefährdeter Papageien in Schöneiche/ Brandenburg) ist es gelungen, aus Australien mit dem Segen der dortigen \"Genehmiger\" Braunkopfkakadus (Calyptorhynchus lathami) einzuführen.
    (10.11.2015)
    WolfDrei:   Nun anbei ein Foto eines der neuentdeckten Blätteraffen aus dem IZN 414 (nicht IZW wie ich unten schrieb). Autor war ein gewisser Francesco Nardelli
    (10.11.2015)
    WolfDrei:   Aus dem letzten \"International Zoo News\" (IZW, Nr. 414)
    u.a.: Mitteilung über die Entdeckung eines neuen Blätteraffen aus Indonesien. \"Entdeckt\" wurden sie (11 Exemplare , alle Altersgruppen) auf einem Vogelmarkt. \"Goldkronen-Blätteraffe\" Presbytis johnaspinalli nach dem Gründer der Privatzoos Howletts und Port Lympne. Alle Ex haben eine gold-gelbe Kapuze oder Kopfkrone bei ansonsten schwarzer Grundfärbung. Die Tiere stammen möglicherweise von der Insel Sumatra; der Autor will aber den genauen Fundort nicht mitteilen, um nicht illegalen Fängern einen Tipp zu geben.

    Weiterhin: Das Skansen-Aquarium Stockholm hat Rautenkrokodile gezüchtet und davon 10 Exemplare wieder nach Kuba geliefert .
    Der Ranking-Spezialist Sheridan gibt eine Kurzfassung seiner Einschätzung europäischer Zoos für 2014. U. a. Kategorie A (über 1 Mio Besucher): Wien, Leipzig, Zürich; Kategorie B (mehr als 500 000): Rostock!, Frankfurt, Münster.
    Kategorie \"Ostzoos\": Prag, Budapest, Breslau, etc. Unter den ersten 10 sind 5 tschechische Zoos (neben Prag Dvur, Pilsen,, Ostrava, Zlin-Lesna)
    (04.11.2015)
    WolfDrei:   Aus einer japanischen Fachzeitschrift ( Mammal study, 40; Heft 3, Sept. 015)
    Sikaunterarten Japans aus japanischer Sicht:
    Hokkaido, Cervus nippon yesoensis
    Honshu, Tsushima: C. n. centralis
    Kyoshu, Shikoku, Goto, C. n. nippon
    Insel Magashima, C. n. megashimae
    Insel Yakushima, C. n. yakushimae (so groß wie ein Schweinshirsch, sah ich 1994 in Beijing)
    4 Inseln des Riu-Kiu-Archipels (gemeiniglich Okinawa): C. n. keramae
    Letztere werden als gefährdet betrachtet, wurden jedoch nachweislich aus der Kagushima-Region der Großinsel Kyoshu um 1618 dorthin gebracht.
    Die Arbeit befasst sich mit DNA -Untersuchungen, um die “genetische Reinheit” der 4 Inselpopulationen und den Herkunftsort zu klären.

    (28.10.2015)
    WolfDrei:   Regulus 4 / 2015 (Luxemburg): Man bereitet sich auf das erstmalige Erscheinen eines Wolfes in Luxemburg über das Erstellen eines “Wolfsmanagement-Planes” vor, nachdem nunmehr in den Vogesen schon Jungtiere gesehen wurden und auch im Saarland ein Wolf auftauchte.

    - aus dem Annual Report 2014 des Milwaukee County Zoos / USA: der Zoo wirkt mit bei der Rettung des Grand Cayman Leguans und des Jamaica Leguans. Ersterer existierte 2003 nur noch in 12 Exemplaren, gegenwärtig sind es in der Natur etwa 200 (man nehme nochmals mein Bild vom Besuch des Prager Zoos). Vom Jamaica Leguan wurden 2014 300 Jungtiere in einer Zuchtanlage gezogen. Der Zoo besitzt auch 2 relativ junge Schreikraniche, die 2013 und -14 Eier legten (ohne Bruterfolg). Gegenwärtig gibt es in Zuchtanlagen und in der Natur wieder gegen 500 Vögel.

    (20.10.2015)
    Tim Meschke:   Dieses Jahr wurde sogar eine neue Makakenart entdeckt: der Weißwangenmakak (Macaca leucogenys).
    (14.10.2015)
    WolfDrei:   Regen den ganzen Tag, 5°C in Berlin. Sitze und Google und finde ( suchte natürlich etwas anderes) eine Überschrift: \"A new living species of a large mammal: hello, Tapirus kabomani\" in \"Tetrapod zoology\" von einem D. Naish (Dez. 2013). Die Erwähnung bezieht sich auf einen Artikel der \"Entdecker\", u.a Cozzuol und andere im \"Journal of Mammalogy\" Band 94, Seite 1331 von 2013. Diese aufsehenerregende Entdeckung sei nach dem Fund der Saola die nächste \"Großentdeckung\" - die jedoch weiter gesichert werden muss. Eine \"Spezialgruppe\" des IUCN will sich bis 2017 darum kümmern. Dieser Tapir soll der kleinste Tapir sein, hat eine etwas andere Kopfausprägung, einen etwas anderen Schädel. Seltsam ist allerdings für mich ein seltsam zerrissenes Vorkommen: westlichstes Brasilien, etwas Kolumbien und Venezuela, aber auch ein Stückchen an der Amazonasmündung und auch in Französisch -Guayana. Man findet drei Fotofallenbilder von 2 Tieren. Der Name wurde von einen Indianerstamm entlehnt. Die Entdeckung ist schon von Wikipedia aufgenommen.
    Anfrage: ist das auch \"BEI UNS\" schon gemeldet worden?
    Gleichzeitig fand ich eben von Marc van Roosmalen, der ja sehr umtriebig in Brasilien ist, in der Zeitschrift \"Cryptozoonews\" eine Bemerkung über einen \"Zwergtapir\", Tapirus pygmaeus. Ob das identisch mit obigem ist, kann ich bisher nicht sagen.
    Im HMW \"Hoofed Mammals\" von 2011 ist natürlich diese \"vielleicht\"- Entdeckung nicht erwähnt.
    (14.10.2015)
    WolfDrei:   Jahresbericht Mulhouse: Geburt von RolowayMK und Sclater-Lemur (fast die einzigen weltweit 2014)
    2014-Jahresbericht Ueno-Tokyo: ausgestellt werden 5,4 Fingertiere, 4 Koboldmakis; 4 Zwergflußpferde. \"Richtige\" Wiederkäuer fand ich fast gar nicht.
    La Lettre da la SECAS (Paris )Die Menagerie hatte Schlupfe bei Kragen- und Zwergtrappen, weiterhin Nachzuchten bei Blauschaf, Markhor und Arkal.
    Nach Ausbildung von Rangern und großflächigen Untersuchungen kann nach neueren Befunden die Anzahl des großen Bambuslemuren (Hapa-[Pro-]lemur simus) auf 1 000 hochgerechnet werden. Vor ca. 40 Jahren wurde schon sein Aussterben befürchtet.
    Die Anzahl der Bonobos ist von ca. 100 000 (1980) auf jetzt 10-20 000 gesunken
    (13.10.2015)
    Bryan Egli:   Soweit ich weiss, konnte man im letzen Jahr mit der Hilfe von Kamera-Fallen mindestens 58 verschiedene Tiere identifizieren, vielleicht sogar 61. Ich hoffe sehr dass die Population noch weiter steigt, dann hätte man aber früher oder später das Problem dass der Nationalpark zu voll wäre. Deshalb würde ich es begrüssen wenn man bald ein paar Tiere fängt und diese in Zuchtstationen bringt, wäre extrem schade wenn ein Virus den Bestand wieder senken würde.

    Übrigens, spannender Bericht über Südafrika, manchmal wundere ich mich schon, warum in Europa eigentlich so \"wenige\" Antilopen gehalten werden.
    (10.09.2015)
    WolfDrei:   Javanashornachwuchs in Udjong Kulon: die \"Berliner\" berichtet, dass Fotofallen drei junge Javanashörner abbildeten , alle aus einem Jahr. Im Internet nachgeschaut, wird behauptet, \"dass es nunmehr 60 Tiere geben würde. Das sei eine Steigerung, da 2011 nur 35 existierten\". Diese Rechnung müssten mir die Verantwortlichen dort aber erst näher erklären. Trotzdem: ein Erfolg, wenn die erste Zahl stimmt.
    (10.09.2015)
    WolfDrei:   Oh, war wohl zu nah!
    (06.09.2015)
    WolfDrei:   dann etwas näher
    (06.09.2015)
    WolfDrei:   Löwen waren nur aus der Ferne abzubilden
    (06.09.2015)
    WolfDrei:   man wartete auf den Segen von oben
    (06.09.2015)
    WolfDrei:   Nach einer schnellen Sichtung der Fotos nochmals die Leoparden: nach einer gewissen Weile erstieg ein Nachwuchstier das Bäumchen...unten wieder die Fleckenhyänen..
    (06.09.2015)
    WolfDrei:   Oh, fast vergessen: unsre eigene Gruppe: Hier Vervet-Meerkatze und dazu große Gruppen Tschakma-Paviane
    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Elefanten gab es in beiden NP´s genügend, meistens mit vielen Jungtieren. Bei Impalas, Zebras und Gnus wurde kaum noch angehalten, Giraffen und Hippos (so ein Wasserloch existierte) sind mit Sicherheit zu sehen - weniger “richtige”Antilopen: Kudus öfter, Caamas kaum, Tsessebes nicht, gelegentlich Buschbock, Wasserbock, Nyala, Klippspringer. Für Steinböckchen und Steppenducker mußte ich den Ranger erst aktivieren - die Gäste wollen natürlich die “FÜNF GROSSEN” sehen.
    Dann noch gesehen: Buschbaby, Genette, afrikanische Zivette, Klippschliefer, Mangusten, Honigdachs, Buschhase .
    Hier ein männliches “Steenböckchen”

    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Breitmaulnashörner wurden oft gesichtet, im Pilanesberg-NP sahen wir an einem Vormittag 12 Tiere. Leider geht das Abschlachten unvermindert weiter. Hier Mutter und Kalb - wie es sich für diese Art gehört, geht das Kalb voran.

    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Kaffernbüffel wurden nicht so oft gesehen: eine Herde von ca. 100 Tieren, die sich leider beim Fressen nicht stören ließen. Dann drei Altbullen .

    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Am letzten Tag dann in einer Wasser-Abflußröhre unter einem Weg in 3 m Entfernung eine Hyänenfamilie mit 2 Jungtieren. Große Liebe zueinander - außer mit dem Vater! Der wollte seine Ruhe haben.

    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Auch mit sehr viel Glück: ein Gepard.

    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Eines der fast erwachsenen Jungtiere
    (01.09.2015)
    WolfDrei:   Einige Fotoimpressionen zum Krüger-NP. Effektiv 3,5 Tage in Skukuza, einem der Hauptcamps, Zeltunterbringung (im Pilanesberg NP morgens 4°C). 5 3-Stundenfahrten mit einem ausgebildeten Ranger zwischen 6 (es war saukalt auf der Fahrt) und 9 Uhr bzw. zwischen 15 und 18 Uhr; eine Nachtfahrt bis 20 Uhr und ein “morning walk” zu Fuß mit zwei Rangern. Der Organisator “Outlook Safaris” hatte im lockeren Tages-Wechsel zwischen 4 und 10 Teilnehmer aus aller Welt (USA, Kanada, Hongkong, Deutschland, Österreich, “Südostasien“, Dänemark, UK), so dass in der Regel auf dem Safariwagen (12 Plätze) genügend Platz zum Foto-“Ortswechsel” war.

    Glück muß man haben - das betraf speziell die Leoparden. 3 Tiere ( Mutter mit erwachsenen Jungen): Mutter auf dem Baum mit dem “Kill” (Impala), unten 5 auf herunterfallende Reste wartende Hyänen. Später noch 2 Leoparden in Entfernung. Bei der tollsten Löwenfindung war ich leider auf dem Marsch: 20 Löwen, davon eine Gruppe mit Jungtieren in 20 m Entfernung - das hatten selbst die Ranger noch nicht auf einer Fahrt von 3 Stunden gesehen. “Meine” Löwen hielten sich in ca 50m Entfernung dezent zurück.

    (01.09.2015)
    Tim Meschke:   So schnell kann das leider gehen. Und da ist es doppelt schade, dass die Zoos, abgesehen vom Gänsegeier und Bartgeier, sich eher stiefmütterlich um die Geierzucht kümmern. Ohrengeier und Fahlgeier gibt es sogar gar nicht mehr in deutschen Zoos.
    (20.08.2015)
    Michael Mettler:   Laut aktueller Ausgabe der ZOOQUARIA steht es mittlerweile nicht nur in Asien und Europa schlecht um Geier, sondern auch in Afrika sind drastische Populationsrückgänge zu beklagen. Ursachen sind die Verwendung der für die Vögel tödlichen Tierarznei Diclofenac bei Rindern und das Vergiften von Viehkadavern durch Farmer, die dadurch Raubtiere kurz halten wollen. Dazu kommt allerdings noch die sich immer mehr ausbreitende Praxis von Elefanten- und Nashornwilderern, Kadaver der gewilderten Tiere ebenfalls zu vergiften, damit Wildhüter nicht durch kreisende Geier auf ihre Aktivitäten aufmerksam gemacht werden.

    Laut Schätzungen sind die Bestände von Schmutz-, Weißrücken-, Sperber-, Fahl- und Wollkopfgeier innerhalb von drei Generationen um 90% oder mehr (!) zurückgegangen, womit die Arten in die IUCN-Katagorie \"Critically endangered\" fallen würden. Bei Kappen-, Ohren- und afrikanischem Bartgeier sind die Rückgangsraten mit geschätzten 70 bis 83% nur wenig niedriger. Späte Geschlechtsreife und die von Natur aus niedrige Vermehrungsrate erschweren zudem die Erholung von Beständen.
    http://www.eaza.net/assets/Uploads/Zooquaria/ZQIssues/Zooquaria-90-LR.pdf

    (19.08.2015)
    WolfDrei:   Noch eine Literaturnachlese:
    - aus “Acta Theriologica Sinica “ (2001). Dschiggetai-Anzahl in der Inneren Mongolei: 11 400
    Sichuan-Sika: 630-680

    - aus “Mammalia” 1998. Anzahl von Muntiacus crinifrons (Schopf - auch Schwarzmuntjak) in China: 5- 6000
    (Bild aus Peking 1994 anbei)

    - aus “Rudolstädter Naturhistorische Schriften” 2014:
    Besuch der Lord Howe Insel (östliches Australien)
    Die dortige Waldralle auf dieser biogeografisch interessanten Miniinsel war durch Besiedlung von
    Wanderratten fast ausgerottet worden. Nach entsprechenden Ausrottungskampagnien gab es 1970
    noch 20 Tiere, jetzt etwa 215

    - “Tokyo Zoological Park Society” 2015. Seit 2011 gibt es ein Eisbärenprojekt japanischer Zoos u.a.
    mit Austausch von Partnern. Bisheriges Resultat: 10 Geburten

    Vielleicht irritiert, dass ich immer noch über eingehende Literatur aus der Biblio des TP berichte.
    Ca. 300 Paletten mit Büchern, noch längst nicht der Gesamtbestand, warten auf ihr Schicksal, weiterhin kommen aber Hefte und Bücher an, wenn auch minimal verglichen mit Eingängen von vor 30 Jahren . Zum Großteil sind dies - wie die obigen Zitate zeigen - “weniger bedeutende” Auflagen, auch japanische und chinesische Ausgaben ohne Englisch-Abstracts sind darunter. Relativ stabil sind Eingänge deutscher Reptilien-, Vögel- und auch Säugetierhefte (u.a. Säugetierkundliche Mitteilungen, Rodentia), auch regionale Museumshefte, zum Glück auch einige internationale: WAZA- und EAZA-Mitteilungen, IZW und einige noch existierende deutsche Zoozeitschriften (u.a. Kölner Zoo, Hannover, Wilhelma, Manati ).

    (19.07.2015)
    Michael Mettler:   Laut hannoverscher JAMBO! hat die IUCN die Thomsongazelle von \"nicht gefährdet\" in \"potenziell gefährdet\" hochgestuft, nachdem die Bestände in den einzelnen Verbreitungsgebieten seit den 70-er Jahren um bis zu 70% zurückgegangen sind (auch in Schutzgebieten).
    (19.07.2015)
    WolfDrei:   Anbei der Rekord-Mufflonbock. Es soll kein Hybrid sein!
    (17.07.2015)
    WolfDrei:   Thema gemischt mit Zoonachrichten:
    6 Wochen war die Biblio geschlossen durch Krankheit, also ein gewisser Auflauf - selbst in 4 Regenstunden war nur ein Überblick möglich. Einige Auszüge:

    “Unsere Jagd” heft 7 / 015: im Zwickauer Stadtwald (410ha) wurde ein schon lange beobachteter Mufflonwidder mit riesiger Schnecke tot gefunden, von dem auch über Jahre Fotos gemacht wurden, oft in Begleitung auch nicht gerade schwacher Böcke. rechte Seite: 122 cm, linke Seite 125 cm. Aus einem mir nicht einsichtbaren Grunde gilt er als abnorm und kommt nicht in die “Weltrekordliste”, Bild anbei.
    Zusätzlich macht man sich Sorgen um die Existenz der Mufflons, da selbige zu einer bevorzugten Beute der Wölfe gehören.

    “Fagelwärld” 3 / 015 /Schweden): Schweden trägt ein Projekt, Trappen einzuführen. Zu diesem Thema schreibt die “VZE Vogelwelt“, dass in Deutschland die Zahl der freien Trappen jetzt die 200 übersteigt.

    “Flora und Fauna” 1 und 2 / 2015 (Dänemark): Dänemark hat zur Zeit zwischen 012 und 014 19 Wolfsrüden und 4 weibliche Wölfe. 40% der Beute sind Rehe.

    “Manati” Nürnberg : wichtige Geburten Okt. 014 - März 015: 0,3 Mishmis; 0,1 Eisbär; 1 Buntmarder; 0,2 Prinz-Alfred-Hirsch

    IZN Mai/Juni 015: u.a. zur Situation von Sumatra-und Javanashorn in Indonesien
    -Sumatranashorn: Populationen gibt es im Way-Kambas NP. Bukit Barisan Selatan NP und im Gunung Leuser NP. Für den Way-Kambas NP (wohl die einzige zunehmende Gruppe ) werden 35 Tiere angenommen, aus Fotofallen-Aufnahmen lässen sich als Ergebnis für 2013 ca 7 Kälber annehmen.
    Im Rhino-Sanctuary Way Kambas gibt es nach der Geburt eines Bullen vor 2 Jahren jetzt 2,3. Man möchte auch den letzten Sumatrabullen aus den USA - den dort geborenen Harapan - haben.
    - Javanashorn: im Ujong Kulon NP wurden nach Fotos aus Fotofallen 2011 etwa 35-44 Tiere angenommen.
    Die Erhöhung der Fotofallenanzahl ergibt für 2013 eine Schätzung von etwa 23 Bullen und 25 Kühen. Eine neuere Auswertung der Bilder kam sogar auf eine Summe von 58 -61 Tiere. Im Grenzbereich wurde eine Erweiterung des Schutzgebietes um 5 000 ha vorgenommen nach Umsiedlung von Bauern und Rodung von invasiven Areca-Palmen. Bisher wird das Erweiterungsgebiet wenig von Nashörnern besucht (2-10 Tiere). Nashörner wurde über lange Zeit nicht gewildert, allerdings kann das von Vögeln nicht gesagt werden.
    - von P. de Chabannes werden interessante Tierbestände von zoologischen Institutionen in und rund um Manila /Philippinen mitgeteilt.
    - Die Ursachen des Einbruches des Saigabestandes in Kasachstan sind weiterhin unklar. Angenommen wird, dass naßkaltes Wetter zu einer Schwächung des Immunsystems gegen eine noch unbekannte bakterielle oder virale Ursache zu dieser dramatischen Abnahme um 120 000 Tiere führte. Zum Glück sind Saigas in der Lage, Verluste schnell auszugleichen. Anzahl 1993 mehr als 1 Million;
    2003 20 000; 2014 250 000 Tiere

    - Am 6.7. Starb eine Dresdener Persönlichkeit: Max, das Leistenkrokodil, an Lungenproblemen, im Brandeshaus . Max lebte 57 Jahre im Dresdener Zoo und wurde etwa 60 Jahre alt.


    (17.07.2015)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr traurig. Ich hoffe, dass man sich jetzt doch stärker als bisher bemüht, wieder eine gute Zoopopulation von Saigas aufzubauen damit man notfalls eine Reservepopulation in Gefangenschaft besitzt. Früher waren Saigas ja gar nicht so selten in Zoos.
    (05.07.2015)
    Michael Mettler:   Innerhalb von nur zwei Wochen sind in Kasachstan 134.000 Saigas verendet, was der Hälfte des Weltbestandes entsprechen soll:
    http://www.theguardian.com/science/animal-magic/2015/jun/12/134000-saiga-antelope-dead-in-two-weeks-what-is-the-probable-cause
    (04.07.2015)
    Sacha:   Was für eine traurige Nachricht!
    Herzliches Beileid an die Hinterbliebenen

    Schliesse mich meinen Vorschreibern an: Ein grosser Verlust für den Artenschutz, für die Wissenschaft und auch für das Forum hier. Habe seine Beiträge immer geschätzt. Er war auch immer sehr hilfsbereit, wenn man ihn direkt kontaktiert hat. Leider war es mir nicht vergönnt, ihn persönlich - von Angesicht zu Angesicht - kennenzulernen.
    (24.06.2015)
    Holger Wientjes:   Ja, das habe ich schon unmittelbar nach seinem Tod erfahren ! Tut mir leid, dass ich das nicht schon selbst hier zeitiger mitgeteilt habe ! Ist ein grosser Verlust für die Menschen die ihn kannten und für den Arten- und Naturschutz, daher ist die Mitteilung hier sicherlich nicht verkehrt !!
    (23.06.2015)
    zollifreund:   gerade habe ich eine sehr traurige Nachricht gelesen: Ralf Sommerlad ist am 11.06.15 verstorben, er wurde 62 Jahre alt.
    Da er seit Jahren ein Kämpfer für den Artenschutz, insbesondere für Krokodile war, passt die Meldung sicher am besten in diesen Thread. Einige werden ihn sicher auch durch seine Arbeit in Köln und bei Hagenbeck gekannt haben oder seine immer sehr informativen und kritische Beiträge (tw. auch hier im Forum) gelesen haben. Ich habe seine Beiträge immer sehr geschätzt.

    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Ralf-Sommerlad-ist-im-Alter-von-62-Jahren-gestorben;art675,1446113
    (23.06.2015)
    WolfDrei:   Und hier gleich eine Pressemitteilung aus Dvur und Ol Pejeta - sieht nicht gut aus!

    "Despite concerns over age and physical condition, the three rhinos were successfully anaesthetised. Examinations of the two females showed that neither is capable of natural reproduction. Sadly, the younger rhino Fatu has degenerative lesions in the uterus, but there is still hope that her mother, Najin, could conceive. Her reproductive organs are in good health, but her weak hind legs make it difficult for her to support a mounted male, and could also cause complications during the added weight of pregnancy. Samples from the male, Sudan, showed a low sperm count, with low motility and some morphological abnormality. This does not rule out using his sperm for in vitro fertilisation however".
    (19.06.2015)
    WolfDrei:   Letzte Auszüge aus "leszoosdanslemonde", dieses Mal aus dem Forum, Unterthema "Conservation".

    - Die letzte Zählung des Bengaltigers in Indien zum Januar 2015 ergab 2216 Tiere gegenüber 1411 im Jahr 2006
    - aus San Diego gingen mittlerweile 2,2 Kalifornische Kondore in den Zoo von Mexiko-City. Die anzunehmenden Nachwuchstiere sollen dann ausgewildert werden.
    - Über (und von) Abu Dhabi sollen im Tschad zunächst 100 Säbelantilopen ausgewildert werden. Man sucht geeignete Orte.
    Die Säbelantilope ist etwa um 1994 im Freiland ausgerottet worden.
    - die Zählung des Mindoro-Zwergbüffels (Tamarao) ergab 382 Tiere (2014) gegenüber 345 (2013)
    - nachdem in Ol Pejeta (Kenia) der vorletzte Bulle Suni der nördlichen Breitmaulnashörner gestorben ist, will man einen südlichen Bullen hinzusetzten und Verdrängungszucht machen - oder künstliche Besamung etc. Von einem verstorbenen Tier in San Diego hat man Körpergewebe eingefroren. Damit dürften noch etwa 6 Tiere leben, davon 3 zuchtfähige Tiere aus Dvur Kralove in Ol Pejeta.
    (19.06.2015)
    WolfDrei:   Da ich möglicherweise die Möglichkeit habe, bei einem Flug einen ausreichenden Zwischenaufenthalt in Dubai (Emirate ) zu haben, um in Sharjah "vorbei zu sehen", habe ich etwas bezüglich des arabischen Leopards gegoogelt. Im “Breeding Centre of Endangered Arabian Wildlife” Sharjah hatte ich vor 6 Jahren die Möglichkeit , dort Aufnahmen zu machen. Gegenwärtig (so 2009 - 11) gibt es 74 Tiere (42,32,3) nur in arabischen Haltungen, mit Schwerpunkt Sharjah. Dort wurden bisher 38 Tiere geboren. Freibestand etwa 200 Tiere in sehr zerrissenem Gebiet. Es gab (gibt) 19 wildgefangene Tiere, 14 wurden zum Founder. Der arabische Leopard ist etwas kleiner als der “normale”, dazu relativ hell gefärbt und äußerst attraktiv.
    (nachzulesen über google: Budd and Leus, 2011, in “Zoology in the Middle East”, Suplement)

    Aus anderen Ausgaben zu Tierbeständen auf der arabischen Halbinsel: Caracal:
    10 000; arab. Wolf: 2 500; Streifenhyäne: 2 500

    (14.05.2015)
    WolfDrei:   Aus dem “International Zoo News”, März-April 2015

    - 110 Schnabelbrustschildkröten (Aristochelys yniphora) aus der Zuchtstation auf Madagascar wurden in der Westregion freigesetzt. Vor ca 30 Jahren gehörte sie zu den gefährdetsten Tieren. Vor Jahren wurde sie auch dadurch bekannt, dass Diebe die gesamte Brut gestohlen hatten.

    - mexikanischer Wolf ( Canis lupus baileyi) in Arizona und New Mexico: 2010: ca 50 Tiere; 2013 83 und 2014 109 Tiere in 14 Gruppen, 38 Junge

    - 2014 wurden in Afrika 20 000 Elefanten und 1 300 Rhinos gewildert

    “Papageien” vom April:

    Der Bestand der Spix-Aras hat die 100-Grenze überschritten. Bisher 6 Jungtiere in Al Wabra und 4 im ACTP

    (13.05.2015)
    WolfDrei:   Aus der heutigen Magazinbeilage der "Berliner Zeitung": Der "Vereín zur Erhaltung bedrohter Papageien" (ACTP)gibt bekannt , dass dort bereits 4 Spix - Aras in diesem Jahr geschlüpft sind. Woanders las ich, dass das Bestreben dahin geht, in "nächster Zeit" auf 150 Tiere aufstocken zu können - davon die Hälfte dann im Besitz des brasilianischen Staate. Gegenwärtig beträgt aber die Zunahme erst ca. 5-7 Jungvögel pro Jahr. Gesamzbestand gegenwärtig ca. 90 Vögel.
    Der Spix-Ara ist in der Natur ausgerottet worden.
    (11.04.2015)
    Michael Mettler:   Letzte Woche lief im TV eine relativ neue Doku über den Kaukasus und die angrenzenden Ebenen, da wurden u.a. auch Saigas gezeigt. Im Kommentar dazu hieß es, dass der Anteil der männlichen Tiere durch die Bejagung auf gerade mal 5% des Bestandes geschrumpft sei.
    (12.03.2015)
    WolfDrei:   Aus der Zeitung der Humboldt-Universität: “ Der Wolf als Gewinner der Wende“.
    Forscher aus Deutschland (Biogeografen der Humboldt-Uni), den USA und aus Rußland haben eine Auswertung der Entwicklung des Großtierbestandes Rußlands zwischen 1981 und 2010 gemacht. Von Vorteil war, dass das jährliche Tier-Monitoring der alten Sowjetunion auch nach den politischen Veränderungen (wenn auch mit geringeren Mitteln) fortgesetzt werden konnte. Unklar blieb mir nur, ob es sich bei der Einschätzung um die alten Ländergrenzen der Sowjetunion oder des “neuen” Rußlands handelt.
    Betrachtet wurden die Populationen von: Braunbär, Elch, Luchs, Reh, “Rothirsch”, Rentier, Wildschwein und Wolf.
    Unmittelbar nach den politischen Veränderungen sank zunächst der Bestand zum Teil rapide (erinnert sei hier an die nicht aufgeführten Amurtiger und speziell die Saigas). Ursachen u. a. war die fehlende staatliche Kontrolle, Wilddieberei (durch Armut und schwungvollen Handel u.a. mit Saigagehörn), Überjagung, fehlende staatlich Gelder. Während anfangs noch (bis Mitte der Achtziger) noch ein leichtes Anwachsen der Populationen bemerkbar war, sind zwischen 1991 und 1995 die Bestandszahlen drastisch zurückgegangen mit Ausnahme von einer Art (welche?). Braunbären UM 20 %, Wildschwein UM 50%. Aber: die Wolfszahl stieg UM 150%.(Keine Abschußprämien mehr)
    Nach gewisser wirtschaftlicher Konsolidierung gibt es ab 2000 wieder eine Zunahme zum Teil auf oder über das Niveau der Achtziger (gilt begrenzt auch für die Saga - mit Ausnehme der männlichen Tiere und den Amurtiger). Geschätzte Ursachen: Stilllegung von Acker- und Weideflächen, Umsiedlung der Landbevölkerung in die Städte. Nur der Luchs hat sich bisher nicht erholt
    Fazit ”Die Studie zeigt, dass spezielle Schutzbestimmungen in Zeiten von Umbrüchen mitbedacht werden sollten”. Schön wär es ja!
    Ps: Die Überschrift gilt ja auch für Deutschland - deshalb blieben meine Augen zunächst da hängen.

    (12.03.2015)
    WolfDrei:   Nanu, sind alle Zoos bei den mickrigen Minusgraden geschlossen????
    Oder Weihnachtseinkäufe?

    Einige Zahlen bezüglich der Robbenartigen aus "Mammalia" - wenn auch etwas ältlich:
    Ostsee-Seehund: ca 5 500; Ladogaseehund: 5 500; Saimaseehund: 200 !
    Ostseekegelrobbe: 5 300
    Mönchsrobbe: 215 - 400. An dem Hauptort des Vorkommens (Mauretanien, Cap Blanc) gab es in den letzten 2 Dezennien 2 Virusseuchenzüge mit ca 40 % Verlust des Nachwuchse. Auf den Desertas vor Madeira leben 20 Tiere
    (30.11.2014)
    Gudrun Bardowicks:   Sehr erfreuliche Zahlen. Dann besteht ja tatsächlich eine reelle Chance, dass der Pardelluchs durch Auswilderungsprojekte in der freien Wildbahn auch in Zukunft überleben kann.
    (12.11.2014)
    WolfDrei:   Könnte sogar stimmen: in "jungle world" von 2013 fand ich soeben folgenden Ausschnitt:

    "Als im März 2005 in der Aufzuchtstation El Acebuche im Nationalpark Coto de Doñana die ersten drei Luchsbabys zur Welt kamen, war das nicht nur der erste Zuchterfolg unter menschlicher Betreuung, sondern auch ein Zeichen dafür, dass es gelingen könnte, die Katzenpopulation durch Zucht und anschließende Auswilderung so weit aufzubauen, dass sie irgendwann wieder auf eigenen Füßen schleichen kann. Dabei hat sich die Nachzucht mit über 90 Jungtieren in den vier Aufzuchtstationen seit 2005 so erfolgreich entwickelt, dass mittlerweile darüber nachgedacht wird, Luchse auch in bisher unbesiedelten geeigneten Gebieten in Portugal und Spanien auszuwildern, damit die Katzen dort neue Populationen gründen können".

    Es handelt sich um das am stärkten unterstütze Schutzprojekt : 28 Mio Euro!
    (12.11.2014)
    Michael Gradowski:   Wow, wirklich erstaunlich und vor allem sehr erfreulich!

    Übrigens auch eine Art, die ich mir gut im TP Berlin vorstellen kann :-)
    (12.11.2014)
    WolfDrei:   Bezüglich des Pardelluchses der Iberischen Halbinsel fand ich interessante Geburtenzahlen in "Zoo Biology", einem Organ der EAZA, im Sept.-Okt.-Heft 2014 interessante Geburtenzahlen von 2014 in der Zuchtstation von El Acebuche. Ausgehend von ca. 30 Founder-Tieren von etwa 2000 wurden mit deren Nachwuchstieren 2014 fast 100 Jungluchse(!!!) geboren, während es 2008 nur 10 waren. Muß ich nochmals nachübersetzen - Schwerpunkt der Arbeit war der Vergleich der Gewichtsentwicklung von Jungluchsen bei Mutter -und künstlicher Aufzucht.
    (12.11.2014)
    WolfDrei:   In "Mammalian Biology" (habe dummerweise nicht die Erscheinungszeit abgeschrieben - das Heft war neu) fand ich von iranischen Wissenschaftlern eine Arbeit zur Abklärung der "Nah-Ost-Leoparden"., dazu auch eine Vorkommenskarte. Es ging eigentlich um die Einbeziehung von u.a. tulliana und ciscaucasica in die UA saxicolor. Einige Bestands-Daten aus der Karte würde ich anzweifeln - so sollen wohl in "Westanatolien" (hoher Taurus) schon seit 1975 keine Leoparden mehr leben, gegebenenfalls noch um Adana. Angegeben werden für den Bereich saxicolor ("persischer" L.) und nimr (arabischer L.) 800 - 1200 Leoparden, davon ca. 80 % im Iran. Für nimr werden für den Jemen 25-30, für Israel 5-10 angenommen. Ca. 80 Tiere leben in Gefangenschaft, speziell in der Zuchtanlage von Sharjya (VAE)
    Auf der Karte sind die Restvorkommen gestrichelt dargestellt.
    (05.11.2014)
    Sacha:   Das Problem ist, dass bei solchen Gutachten und Gesetzesentwürfen auch Tierrechtler, Lobbyisten der landwirtschaftlichen Tierhaltung, Hundefreunde und Politiker mit Profilierungsneurose mitreden dürfen.

    Gerade von den Tierrechtlern wird dann immer gerne darauf hingewiesen, dass dies ja zu einer Demokratie gehören würde.

    Demzufolge wäre es also auch demokratisch, wenn auch medizinisch interessierte Laien über die Zulassung neuer Medikamente (es könnte ja auch sie treffen) mitreden können. Oder Modelleisenbahner bei der Einführung neuer Loktypen für die DB.

    Ich bin grundsätzlich für Haltungsverbesserungen in Zoos und Aquarien. Aber die Grundlagen dafür sollten Zoodirektoren in Zusammenarbeit mit Freilandforschern von anerkannten Hochschulen erstellen (und Kompromisse finden) und sonst niemand.
    (04.11.2014)
    Hannes Lüke:   In den Niederlanden gibt es meines wissens nach eine ziemlich lächerliche Positivliste unter der z.B. das Frettchen verboten ist
    (04.11.2014)
    Michael Mettler:   Ich finde es immer wieder erschreckend, mit welch geringem Sachverstand Entscheider irgendwelche Regulierungsmaßnahmen festlegen wollen. Das hier vielfach diskutierte neue Säugetiergutachten ist z.B. tatsächlich mit "Säugetiere" überschrieben, nicht mit "Wildsäugetiere". Grundsätzlich müssten die regelungen demnach auch für domestizierte Säugetiere gelten, und tatsächlich gibt das Gutachten z.B. heizbare Innenräume für afrikanische Rinderrassen und asiatische mit Ausnahme des Yaks vor. Damit müssten z.B. Kaukasuszebus (da Asiaten) einen heizbaren Stall bekommen, ebenso Rinder aus Marokko, während ein südspanisches oder griechisches Rind trotz gleicher Klimazone ohne einen solchen auskommen dürfte. Einbezogen ins Gutachten sind auch Gayal, Wasserbüffel, Lama, Alpaka usw., während Hausziegen und -schafe (von denen es bekanntlich nicht wenige Rassen tropischen Ursprungs in Zoos und bei Privathaltern gibt) keine Erwähnung und damit keine Regulierung finden. Somit wird z.B. ein Zwergzebu im Gutachten wie ein Wildtier behandelt, eine Hängeohrziege jedoch nicht.

    Das ist übrigens keine deutsche Spezialität. Etwa Ende der 80er, Anfangs der 90er Jahre gab es in den Niederlanden einen Gesetzes(?)entwurf, der die private Haltung von Wildsäugetieren bis auf ein paar Ausnahmen (Positivliste) untersagen wollte. Nach dieser Positivliste wäre dann die Haltung Asiatischer Streifenhörnchen, die als Heimtiere in NL weit verbreitet waren, künftig verboten gewesen, die Haltung amerikanischer Chipmunks (von denen es seinerzeit keine in NL gab) jedoch erlaubt. Es kommt aber noch besser: Im Originaltext wurde damals darauf hingewiesen, dass domestizierte Tiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hühner (!!!) usw. nicht unter das Säugetierverbot fallen würden...

    Erstaunlich ist auch immer wieder, welche Sachverständige Feuerwehren bei Fundtieren konsultieren. Allein aus der hannoverschen Tagespresse sind mir Fälle in Erinnerung, in denen eine vermeintliche Giftschlange durch einen herbeigerufenen Förster als Kornnatter bestimmt und dann in einem nahegelegenen Moorgebiet "wiederausgewildert" wurde oder wo ein konsultierter "Fachmann" eine ebenfalls aufgegriffene Schlange auf den ersten Blick als Kornnatter "erkannte", die auf dem zugehörigen Pressefoto von Feuerwehrmann mit Schlange für den wirklichen Kenner aber eindeutig eine Taiwan-Schmucknatter zeigte (und diese beiden Arten kann man nicht mal farblich verwechseln). Wiederausgewildert wurden auch schon aufgegriffene Frettchen - da fragt man sich, warum nicht auch ausgesetzte Dackel (immerhin für einen vergleichbaren Zweck gezüchtete Tiere) in einen geeigneten Lebensraum verbracht werden...
    (04.11.2014)
    Hannes Lüke:   Bitte verzeiht die schlechte Rechtschreibung und Grammatik. Meine Frühstückspause ist kurz :-D
    (04.11.2014)
    Hannes Lüke:   Also in Deutschland regelt sowohl das Finanzamt (jährlicher Gewinn) als auch das Vetereniäramt (öffentlicher Zugang, anzahl gehaltener Zuchttiere bzw jährlicher Jungtiere bzw Umsatz) wer gewerblich ist oder nicht. Als gewerblicher muss man in Deutschland auch die Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz nachweisen von daher gibt es keine fließenden Übergänge. Mein Highlight im Gefahrentiergesetz sind die Komodowarane.
    Was die Ungleichbehandlung angeht:
    Das Gefahrentiergesetz schlägt in der "Szene" vielen sehr sauer auf. Viele Vereine wie z.B. die DGHT fordern seit Jahren brauchbare Regulierungen zu Importen, Sachkunde etc.
    Leider finden die Sachkundigen Vereinigungen kein gehör im Landtag. Nun soll es zu einem Totalverbot kommen. Es gab bislang jedoch kein Todesfälle (im Gegensatz zu den jährlichen, zahlreichen Todesfällen mit Hunden und Pferden, von Dingen wie Händeschütteln oder Autos ganz zu schweigen) und die angeblich gestiegene Zahl der Einsätze von Polizei und Feuerwehr wahr mit Ausnahme von Einzelfällen heimischen Tieren oder nicht unter das Gesetz fallenden Arten wie Kornnatter oder Königspython geschuldet. Bislang wurde in NRW auch noch kein 3. durch eines der Gefahrentiere verletzt.
    Lächerlich ist ebenso die Meldepflicht für Riesenschlangen da diese bereits allesamt durch das Washingtoner Artenschutzabkommen geschütz und somit Meldepflichtig sind. Ein Verbot von Schnapp und Geierschildkröten ebenso da die Haltung der Tiere längst bundesweit verboten ist(was viele Sachkundige wie die DGHT oder die Reptilienauffangsation München anprangern)

    Online findet man leider keine klaren Aussagen welche Version nun aktuell ist. Mal gibt es Formuliereungen in denen Canis Lupus und Canis Lupus Dingo verboten werden, was bedeuten würde man dürfte nur Dingo und Eurasischer Wolf nicht halten, alle anderen UA inkl Haushund schon. Mal heißt es Canis Lupus und alle UA was den Haushund einschließen würde.

    Bei den Katzen wurde in einigen Fassungen der Gepard schlicht und ergreifend vergessen (Alle Arten von Panthera und Puma Concolor)

    Solche ungereimtheiten ziehen sich quer durch das sinnlose Verbot.
    Auch kann man sich fragen wo all die Kaimane, Riesenschlangen über 2m (was unfassbar viele ungefährlich Arten sind)und großwüchsigen Echsen hin sollen. Affenarten wie Berberaffe, Pavian und Rhesunsaffe sind bsolute Ladenhüter und schon von Zoo zu Zoo kaum unterzubringen, wo sollen die verbotenen Tiere hin.
    Was ist wenn wir in eine Sitaution wie bei der Schnappschildkröte kommen und die schwarzen Schafe gegen die es eigentlich geht Ihre Tiere einfach frei lassen? So ne Kobra ist eine Sache aber ich hätte noch größere Angst einem Rhesusaffen im Wald zu begegen.
    Wenn ich mir ansehe wie groß der Schwarzmarkt für Kampfhunde ist glaubt die Landesregirung nicht wirklich, dass die schwarzen Schafe, um die es eigentlich geht, sich nicht sogar durch ein Verbot Ihrer Statussymbole angezogen fühlen. Aber was erwarte ich von einem Land in dem man allen Motoradfahrern das tragen von Westen verbieten will...
    Sachkunde und Meldepflicht - Sehr gerne
    Verbot? - NEIN!
    (04.11.2014)
    Sacha:   @Michael Mettler:

    Sorry, sehe Deine Antwort erst jetzt.
    Nun ja, kommt eben darauf an was man unter "Privathaltung" versteht. Wenn ein Schlangenliebhaber seine Tiere nur einem ausgewählten Publikum zeigt oder von einer Schulklasse/einem Betriebsausflug eine Aufwandsentschädigung verlangt, ist das dann auch "Privathaltung" oder nicht. Ich denke, die Übergänge sind fliessend.

    Bei dem von mir genannten Beispiel ist es so, dass m. W. der Halter der Elefanten während der warmen Jahreszeit durchs Land zieht (also im Prinzip "öffentliche Haltung"), die Tiere im Winter aber fürs Publikum nicht zu sehen sind.
    (03.11.2014)
    WolfDrei:   “War mal kurz 10 Tage weg”.
    Zuvor aber, nach Lesen der Einträge dieser Zeit, die Feststellung, dass ja Herr Knieriem eigentlich nur die darin geäußerten Vorstellungen aufgreifen muss. Weiterhin bin ich aber gegen die angedachte Nutzung der AB-Halle - da gibt es doch in ca. 50 m Entfernung noch ein Gewächshaus in der Art der Kroko-Halle, dort sollten nach der alten Planung wärmeliebende Echsen hinein - eine ausreichende Anlage für mehrere Komodowarane! Spezialgläser würden das Energieproblem schon meistern (im Sommer eher das der die Kühlung - das war wohl damals das Problem).

    Zu Jordanien: ein schönes Land, eine traumhafte Landschaft - leider offensichtlich kein schönes Land für Tiere (es ging aber bei der Reise um die Historie - um die Felsenstadt Petra, dem Vornamen meiner Frau geschuldet). Während ein auch anderen nicht unbekannter ehemaliger Mitarbeiter des TP mir Tieraufnahmen von der “anderen” israelischen Seite des Grabenbruches zeigte ( z. B. Nubische Steinböcke und Klippschliefer in unmittelbarer Ortsnähe), ging die Sichtung von Tieren fast aller Art gegen Null. Eine Ausnahme war die durchaus erfreuliche Menge an Korallenfischen bei Aqaba - zu sehen gewesen in einem (halben) U-Boot (Glasseitenwände), leider fotografisch nicht besonders ermutigend. Gesehen wurden nur Schafe, Ziegen, Dromedare, Pferde und erstaunlich viele Maultiere.
    Im Wadi Rum (Weltnaturerbe) nur der Bericht, dass es Steinböcke geben würde- na, ja, bei einem Pulk von 15 stinkenden und knatternden Jeeps war meine Erwartung nicht sehr groß.

    Auch das gelobte “Wildlife Reservat” Shaumari in Richtung Osten ist nur ein kleiner Trost - aber nicht, wie ich nach Literaturangaben glaubte, ein gelungener Freisetzungsversuch für die arabische Oryx. Schon sehr früh (1975) bekam die Anlage aus Phönix Tiere, erste Geburten ab 78. Dann wurden die Tiere “in die Natur” entlassen - was heißt, dass sie in eine 22 km2 große umzäunte Fläche entlassen wurden - das war es.
    Von zwei zoologischen Anlagen der Hauptstadt las ich eher Bedenkliches, eine Besichtigung war aber nicht möglich.
    Anbei die beste Aufnahme (neben 4 besseren Vogelarten): ein Kofferfisch im Segelhafen eines Resorts bei Aqaba.

    (03.11.2014)
    Michael Mettler:   Ein interessantes Beispiel für Ungleichbehandlung liefern die hannoverschen Medien. Erst kürzlich wurde darüber berichtet, dass ein Schimpansen-Privathalter in der Region seine beiden Schimpansinnen abgeben muss, die er vor über 40 Jahren in schlechtem Zustand aus einem Circus "gerettet" hat. Beiden Tieren (eine der Schimpansinnen soll weit über 60 Jahre alt sein) wird sogar ein guter Pflegezustand attestiert und sie haben eine enge Bindung an die Halterfamilie, aber die Käfige entsprechen nicht mehr den Mindestforderungen. Entnervt vom jahrelangen Widerstand gegen Behörden und Tierschützer gibt der Besitzer seine Affen nun an die Stichting AAP ab.

    Und dann lese ich heute in der Zeitung, dass ein bekannter Circus in Hannover gastiert, der einen einzelnen (!) Schimpansen hält, und die gastgebende Stadt sieht darin kein Problem. Der Circus kann nämlich eine Ausnahmegenehmigung vorweisen, weil der 40-jährige Affe schon seit 36 Jahren im Circus lebt (wie lange davon ohne Artgenossen, weiß ich nicht). Das verstehe, wer will.
    (24.10.2014)
    Michael Mettler:   @Sacha: Sowas ist doch aber nicht mit "Privathaltung" i.e.S. gemeint, der betreibt doch wohl ein Gewerbe mit den Elefanten?
    (23.10.2014)
    Sacha:   Sicher nicht sonderlich gross. Andererseits ist es manchmal schon erstaunlich, mit welchen Tieren Privatpersonen durch das Land tingeln. In der Schweiz haben wir z.B. einen, der dies mit zwei Afrik. Elefanten macht.
    (23.10.2014)
    Michael Mettler:   Das Land Nordrhein-Westfalen will mit einer neuen Gefahrtierverordnung u.a. "vorsorglich" die Privathaltung von Elefanten und Nashörnern (!) verbieten:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article133557966/NRW-verbannt-giftige-Tiere-aus-dem-Wohnzimmer.html

    Da würde mich doch mal interessieren, wie groß das Privathalterpotenzial für Dickhäuter in NRW eingeschätzt wird...
    (23.10.2014)
    Michael Mettler:   Schlechte Nachricht aus Ol Pejeta: Suni, einer der beiden letzten zeugungsfähigen Bullen des Nördlichen Breitmaulnashorns, wurde tot aufgefunden.
    http://www.rtf1.de/news_sn.php?id=2865
    (20.10.2014)
    WolfDrei:   Im "Regulus" 4/2014 (ein luxenburgisches zoologisches Magazin) wird über eine nach langen Jahren erste luxenburgische erfolgreiche Storchaufzucht (2 Junge) berichtet.

    Der "Falke" (Oktoberheft) widmet mehrere Artikel dem 100jährigen Aussterbedatum der Wandertaube (letztes Exemplar im Zoo Cincinnati, "Martha")
    (07.10.2014)
    WolfDrei:   Vom "Falken" gibt es ein interessantes Sonder-Heft: Eulen in Deutschland. Neben regionalen Beiträgen gibt es auch eine umfangreiche Arten- und Situationsbeschreibung mit Vorkommensstatistik. Interessant die heutige Anzahl der Uhus: 2 100 - 2 500!
    Die Wiedereinbürgerung des Habichtskauzes im Bayrischen Wald läuft: 5-6 Reviere wurden gezählt, dafür gibt es Sumpfohreulen fast nur noch auf den friesischen Inseln (ca. 80-100 Tiere). Dagegen zieht die Zwergohreule aus südlichen Gefilden über die Alpen nach Süddeutschland: ca. 2-7 Tiere mit unregelmäßigen Zahlen pro Jahr
    (23.09.2014)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Da habe ich mir wegen Walsrode gleich mal die Ausgabe angesehen (auf der EAZA-Homepage als PDF aufrufbar): Besonders bemerkenswert finde ich außer der Fadenhopf-Nachzucht als solcher, dass der Vater der Jungvögel bereits 30 Jahre alt ist! Übrigens sind es "nur" sieben (4,3) Jungvögel, die "12" drängte sich offenbar durch den englischen Namen Twelve-wired Bird of Paradise auf :-)

    Interessant auch der Galago-Artikel in der selben Ausgabe; z.B., dass zwei genetisch so unterschiedliche Stämme von G. senegalensis in europäischen Zoos gehalten werden, dass man sie vorsichtshalber als getrennte zoologische Einheiten managt; dass G. moholi kaum noch gehalten wird; und dass bisher keine Hybriden aus senegalensis und moholi bekannt wurden, obwohl die beiden Arten früher nur als Unterarten von senegalensis betrachtet und deshalb auch hie und da zusammen gehalten wurden.
    (02.09.2014)
    WolfDrei:   Aus “Zooquaria” Heft 86 (Sommer 14)

    - Walsrode hat bei den Fadenhopfen 12 Tiere aufgezogen
    - Zwergflamingos in Leipzig: 40 Eier, 2 Schlupfe, 1 Aufzucht
    - Giraffen in Afrika: peralta 400; rothschildi 1 100; antiquorum 1 900; camelopardalis: 1 100
    - Rosataube Mauritius: 1976: 20-30 Tiere ; 1990: 10; 2012: 400; Ziel 600 Freilebende; EEP: 30,22,1
    - ESB Phleomys pallidus: 67 Tiere
    - Cikananga/Java: in einem “wohlorganisierten” Raubzug sind 152 Schwarzflügelstare gestohlen
    worden - offenbar Auftragscoup

    IZN 61/ 4 (407) Juli/August 14:

    - Es besteht der Plan, Große Pandas in den Central Park New York zu holen
    - 3 Przewalskipferde sind wieder von Prag aus in die Mongolei geflogen worden


    (02.09.2014)
    WolfDrei:   Aus dem IZW-Heft Mai/Juni 2014:

    In der “Zuchtstation” der “Borneo Rhino Alliance” in Sabah ist man wieder optimistisch. Nach einem Männchen von 2008 befinden sich dort auch zwei Weibchen, gefangen 2011 und 2014. Nach Feststellung des miserablen Zustandes des Reproduktionssystems bei den Weibchen werden gegenwärtig wieder funktionell “arbeitende” Oocyten konstatiert. Angenommen wird, dass durch das Fehlen von Männchen die damit unterbliebene Fortpflanzung bei dieser Population zur "Rückbildung" der Reproduktionsorgane geführt hat. Ob nun die Stimulation durch den Bullen oder durch hormonelle Behandlung zu diesem Ergebnis geführt haben, war für mich nicht ersichtlich. Man ist sogar optimistisch, eine künstliche Befruchtung vornehmen zu können bei dieser Unterart, die in vielleicht nur 50 Exemplaren in zwei getrennten Gruppen auf Borneo existiert.
    Optimistische Töne ohne wirkliche Ergebnisse hat es ja bei der Festland- wie auch bei den Insel-UA schon einige Male gegeben.

    (19.08.2014)
    WolfDrei:   Hier allerdings eine Negierung von Natur-und Artenschutz:
    Aus dem “Falken”, Heft 7, 2014: Bei einer Fischfangkontrolle vor der mauretanischen Küste sind auf einem chinesischen Trawler eingefrorene Basstölpel entdeckt worden. Eine Schätzung der Gesamtladung kam auf etwa 90 000 (in Worten 90 Tausend!) Körper! Dieser Fakt wurde erst jetzt bekannt, da die mauretanische Regierung höchst abhängig von chinesischen Hilfen ist (Krankenhausbau etc,). Der “Netzfang” von Tölpeln soll so kompliziert nicht sein, auch wäre es möglich, dass der Trawler den “Basstölpelbeifang” anderer Fangschiffe übernommen hat.

    (07.07.2014)
    WolfDrei:   Wenn es auch hier nicht so richtig hineinpasst:

    Auf dem Flugplatz Orly in einer Jagdzeitschrift gelesen:

    1949 hatte ein Kolonialbeamter einen Koupreybullen geschossen. Der Kopf soll nun durch die Schwiegertochter wegen Geldnöte auf dem Trophäenmarkt verkauft werden. Eine 2008 verkaufte etwas kleinere Trophäe brachte 30 000 Dollar. Die “Spannweite” der Hörner des abgebildeten Kopfes beträgt 101.5 cm - Weltrekord. Man sieht auch den ominösen “Faserkranz” am Horn.
    Im Artikel geht man auch auf die Theorien zur “Reinheit” ein und schließt eigentlich die Existenz eines Restvorkommens aus. Hingewiesen sei auch auf das Video einer großen Gruppe von ca 1953 im “Arkiv” der N Y Zoolog. Society” ( www.arkive.org.). Seinerzeit gab es eine Fangaktion von Coolidge und Wharton - leider konnten die gefangenen Tiere entfliehen. (Betäubungsmittel gab es ja noch nicht.
    Anbei ein Foto des geschossenen Tieres

    Weiterhin: ein südsafrikanischer Wildtierfarmer will 120 Riesenelen (T.d.derbyanus) aus Kamerun holen. Man nimmt an , das er speziell für US-Jäger , denen die Jagd in Kamerun zu kompliziert ist, Trophäen aus der nachgezogenen Männerüberzahl bieten will, andererseits er vielleicht sogar Hybride mit normalen Elen züchten will, um deren Auslage zu erhöhen.
    Nach dem “Handbuch der Säugetiere der Welt” hat Kamerun einen beständigen Riesenelenbestand der betreffenden Unterart.

    (27.06.2014)
    Ronny:   Die Sattelstöeche könnten die Nachzuchten aus Cottbus sein. Ein Pfleger meinte im April, dass zwei oder drei Sattelstörche nach Frankreich gehen.
    (22.06.2014)
    zollifreund:   zum Abschluss noch ein Abdim-Storch: er war nicht der einzige der größeren Vogelarten die den Raum zu langen Flugeinlagen nutze, auch die Nimmersatte, Hagendasche, Hammerköpfe waren immer wieder beim Fliegen zu beobachten
    (21.06.2014)
    zollifreund:   war wohl wieder mal zu groß...
    (21.06.2014)
    zollifreund:   noch ein Blick von oben, damit man die sich ein kleine Vorstellung von den Ausmaßen der Voliere machen kann. Der Blick ist von einer Art Dachterasse aus auf den linken Teil der Anlage. Gerne haben sich hier oben auf dem Geländer auch die verschiedenen Vogelarten aufgehalten ( da zu diesem Zeitpunkt ich der noch der einzige Besucher war )
    (21.06.2014)
    zollifreund:   Die Gemeinschaftshaltung von Rotducker, Okapi, Eulenkopfmeerkatze und der vielen verschieden Vogelarten kann ich bestätigen. Die Voliere ist wirklich einzigartig. Total genial. Der einzige Minuspunkt sind die vielen E-Draht-Absperrung, die die Pflanzen schützen sollen. Damit werden die zwei Okapianlagen doch viel kleiner, als sie auf den ersten Blick wirken.
    Die Sattelstörche sind übrigens noch nicht erwachsen - aber keine Ahnung woher die gekommen sind ?
    (21.06.2014)
    Michael Mettler:   @Bryan Egli: Die Erklärung für die "Waldantilope" wird doch aber im selben Satz des HP-Textes geliefert, damit ist der Rotducker gemeint.
    (20.06.2014)
    Bryan Egli:   Laut der Website werden in dieser Voliere auch "forest antelopes" gehalten. Soweit ich weiss sind das Bongos, zu denen find ich allerdings keine weiteren Infos.
    (20.06.2014)
    Michael Mettler:   Bemerkenswert ist, WIE die Okapis in Doue la Fontaine gehalten werden, nämlich als Volierenbesatz. Ein ganzes Waldstück wurde mit einer Großvoliere von 4.000 qm Fläche und 20 m Höhe überbaut, die außer von den Okapis noch von Rotduckern, Eulenkopfmeerkatzen und 25 afrikanischen Vogelarten (u.a. 8 Arten Turakos, Nashornvögel, Störche) bewohnt wird. Laut ZOOQUARIA sollen auch noch "Jabirus" hinein, wobei das angesichts des sonst rein afrikanischen Besatzes wohl ein Übersetzungsfehler vom Französischen ins Englische ist - da werden wohl eher Sattelstörche (franz. "Jabiru d'Afrique") gemeint sein.

    Im Artikel wird allerdings behauptet, dass Doue der einzige europäische Zoo sei, in dem Okapis mit anderen Arten vergesellschaftet sind; da hat der Autor offenbar Beispiele wie Berlin, Leipzig und Wuppertal (alle mit Duckern) übersehen.
    (17.06.2014)
    WolfDrei:   Aus Zooquaria: Doue la Fontaine hat 2 männliche Okapis (übrigens seit Ende letzten Jahres auch Wroclaw),
    gegenwärtiger Weltzoobestand: 170; Europa 35.31

    aus einer tschechischen Ausgabe: "Western Derby Eland (T.d. derbianus)Conservation strategy": ein Zuchtbuch einer in-situ-Gruppe wurde aufgebaut aus Tieren , die aus dem einzigen Vorkommen stammen (Niokola-Koba-Nationalpark). Tschechische Wissenschaftler (u.a. aus dem Prager Zoo) betreuen das Projekt: Stand 2013: 30,27 Erwachsene; 11.3 Jüngere; 6,6 2013 geborene Tiere.

    (17.06.2014)
    WolfDrei:   Aus derselben Zeitschrift, Heft 2, Seite 149 (2014)
    Eine italienische Gruppe untersuchte die Möglichkeit, Hybride von Wolf und verwilderten Hunden zu differenzieren. Ergebnis: im Freiland kaum Differenzierung der Hybride möglich, selbst genetisch schwierig. Einzige Möglichkeit der Verhinderung der Bastardierung: Ausmerzung der verwilderten Hunde.
    (10.06.2014)
    WolfDrei:   Aus "Mammalian Biology" 6,(2013)

    Eine indische Arbeit zur Nahrungsbevorzugung von indischen Rothunden: in abnehmender Reihenfolge: Axishirsch, Sambar, Muntjak, Wildschwein, Gaur!.
    Anbei eine Verbreitungskarte.

    Ich erinnere mich aus "Säugetiere der Sowjetunion", dass es in den fünfziger Jahren im asiatischen Teil der SU noch Überläufer aus der Mongolei und China gab. Moskau hatte ja vor ca 50 Jahren noch eine gute Zucht.
    (10.06.2014)
    WolfDrei:   Auf der Vancouver Insel im Westen Kanadas lebt an wenigen Stellen auf 1500 m Höhe nur dort das gefährdete Vancouver Murmeltier. 2003 wurden nur noch 30 Tiere gezählt. Glücklicherweise hatte der Zoo Toronto 1996 6 Tiere aus dem Bestand entnommen, denn zwischenzeitlich sind daraus 100 Tiere gezüchtet worden, mit 3 anderen Institutionen insgesamt 515 Tiere. Die ersten Freisetzungsversuche laufen (Website des Zoos Toronto)
    (07.05.2014)
    WolfDrei:   Gestern im RBB: im "Verein zur Erhaltung bedrohter Papageien" in Schöneiche bei Berlin sind 2 Spix-Ara-Küken geschlüpft
    (20.04.2014)
    WolfDrei:   Zum heutigen Tag noch ein anderes Thema, Europäische Wasserschildkröten in einer Zuchtstation des NABU im Biosphärenreservat Schorfheide(Blumberger Mühle)
    (20.04.2014)
    WolfDrei:   Habe leider mein "schlaues Buch" in der Biblio des TP vergessen, so dass ich die Zitate nicht belegen kann:
    -"Säugetierkundliche Mitteilungen": in Jena fand kürzlich ein Symposium zur Lage von Wildkatze und Luchs in Deutschland statt. So existiert ein Foto eines Luchses aus der Eifel von 2003; bezüglich des Teutoburger Waldes wurden Fotofallenbilder gezeigt von Ende 2010; Anfang 2011 von dort "normale" Fotos eines Luchses. Zudem gab es Fotos von Fährten und Reh-Rissen.
    In einem Bericht wurde die Sichtung eines Goldschakals mitgeteilt.

    - In einem WAZA-Heft von Februar 2014 wird die Existenz eines neuen Flußdelfins der Gattung Inia angezeigt. Das Tier hat einen längeren Schnabel als das uns bekannte Tier aus Duisburg, auch hat es eine besondere Jagdtechnik, indem es Fische zum Ufer drängt und dann fängt. Lebensraum: Rio Araguaya (so ich es richtig geschrieben habe) - davon abgeleitet auch der Artname.

    - Im "Vogelfreund" beschreibt Matschei den Kagu. Während es in den Siebzigern trotz z.T. mehrerer Tiere in Frankfurt und Zoo Berlin nur zu einen Schlupf kam, der nicht aufkam, ist dann nach den Erfolgen auf Neukaledonien (Zoo Noumea) aus Transfer -Tieren in Walsrode die Zucht gelugen mit bisher an 30 Tieren, zwischenzeitlich auch in San Diego (mit Tieren aus Walsrode) sowie in Yokohama und bei einem französischen Privathalter.
    Foto: Zoo Berlin
    (09.04.2014)
    Michael Mettler:   Hat jemand gestern die zweiteilige Doku über Aborigines auf ARTE gesehen? Obwohl sie sich nicht mit Naturschutz i.e.S. befasste, stimmte sie mich in dieser Hinsicht doch nachdenklich.

    Geschildert wurde nämlich, dass es die australischen Ureinwohner nie wirklich nötig hatten, Ackerbau und Viehzucht zu entwickeln oder von anderen Völkern (Polynesier) zu übernehmen, weil sie dank eines ausgeklügelten Verfahrens partieller Brandrodung schon Jahrtausende vor der Besiedlung durch Europäer praktisch den ganzen Kontinent in eine Kulturlandschaft verwandelt hatten, die aus einem Mosaik von Lebensräumen bestand (z.B. kleinräumiger Abwechslung von Wald und offener Fläche, nachwachsender und "alter" Vegetation) und dadurch eine unerschöpfliche Quelle bildete, Wildpflanzen und -tiere "ernten" zu können. Die Europäer fanden also bei der "Entdeckung" Australiens eigentlich gar keine ursprüngliche Wildnis vor - das war sie nur in ihren durch eine andere Lebensweise geprägten Augen.

    So wurde u.a. eine aus den Frühzeiten der europäischen Besiedlung stammende zeichnerische Landschaftsdarstellung gezeigt, auf der sich an den Hängen unterhalb einer markanten Felsklippe strahlenförmig lange Grasschneisen durch den Wald ziehen, herab zu einem Seeufer. Heute ist der selbe Ort durchgehend bewaldet. Aborigines klärten die Wissenschaftler darüber auf, dass ihre Vorfahren diese Schneisen angelegt und offen gehalten hatten, um mit der dort wachsenden Vegetation Kängurus anzulocken. Diese wurden dann beim Wechsel von einem Waldstreifen zum anderen auf der offenen Fläche bejagt, z.T. auch dadurch, dass man sie hangabwärts ins Wasser trieb. Als diese Form der Landschaftsbewirtschaftung durch die weißen Einwanderer unterbunden wurde und verwilderte, dürfte die Artenvielfalt in der Folge ziemlich gelitten haben. Eine alte Aborigine bezeichnete die geschilderte Landschaft heute sinngemäß als "Ort, mit dem man nichts mehr anfangen kann".

    Oft ist ja zu lesen, welche Tierarten Australiens nach der Einwanderung des Menschen verschwunden sind (vor allem aus der Megafauna). Dass aber der zu Zeiten der europäischen "Entdeckung" existierende Artenreichtum der australischen Fauna (und wohl auch der Flora) ebenfalls dem Menschen und dem von ihm über Jahrtausende "in Gang gehaltenen" Lebensraum-Mosaik zu verdanken gewesen sein könnte, halte ich für einen nachdenkenswerten Gedanken. Manche durch Unter-Schutz-Stellung sich selbst überlassene Landschaft dient vielleicht mehr unserer menschlichen Sehnsucht nach dem Paradies als den bis dato dort lebenden Arten...
    (02.02.2014)
    WolfDrei:   In einer Johannesburger 2-Wochenzeitschrift vom 20.12.013 - 2.1.014 befanden sich mehrer Artikel über das 75jährige Jubiläum des Auffindens des Quastenflossers Latimeria chalumnae in der Nähe von Port Elisabeth im Mündungsgebietes des Chalumna-Flusses durch die Kuratorin Courtenay-Latimer am 22.12. 38. Ihr Chef, der Ichthyologe J.L.B. Smith von der Uni in Grahamstown (heute Provinz East-Cap) beschrieb ihn dann deshalb als Latimeria chalumnae. Es war dies einer der wichtigsten Entdeckungen dieser Zeit. Es dauerte dann 14 Jahre, Prof. Smith hatte einen Finderlohn ausgelobt, bis dann an der Westküste der Komorenhauptinsel am 21.12. 52 das nächste Exemplar gefunden wurde (Bild). Der Fund beförderte auch die Entwicklung der Ichthyologie in Südafrika - immerhin sind es mehr als 3 000 km Küstenlänge. Zwischenzeitlich sind weitere Exemplare an den Küsten Kenyas, der Komoren und Madagascars gefunden worden, so Ende 2000 wiederum an SA´s Küste in der Sondwana-Bay nördlich von St. Lucia. Dort wurden in der Zwischenzeit 120 km unter Schutz gestellt. Speziell ausgebildete Biologen-Taucher haben die Existenz auch bildlich dort nachgewiesen, nachdem Prof. Hans Fricke vom Max-Planck-Institut Berlin und seine Mitarbeiter mit Hilfe der Tauchboote “Geo” und “Jago” u.a. im Januar 1987 in 200 m Tiefe erstmals Beobachtungen an lebenden Tieren machen konnten. Auch in Mozambique gelangen Nachweise, 1989 gab es dann sogar eine neue UA auf Nordcelebes/Indonesien. An der Erstfundstelle , in der sogenannten Algoa-Bay, ist bisher kein weiterer Nachweis erfolgt.
    Aufgrund unterschiedlicher Sprenkelung der Schuppen gibt es mittlerweile ein Erfassungsbuch, allzu viele Quastenflosser gibt es nicht. Fricke meinte noch vor ca 15 Jahren bei einem Vortrag im Naturkunde Museum Berlin, dass es vielleicht nur um 500 seien.
    Unter absolutem Schutz stehen sie, was aber nicht verhindert, dass immer wieder einige bei der Langleinenfischerei gefangen werden. Insofern erregte es öffentliches Ärgernis, als Japaner Tiere für Aquarien fangen wollten. Bisher sind die Tiere mit einer Ausnahme tot an die Oberfläche gekommen. Es handelte sich um einen Fisch, der an der Küste Nordmadagascars bei Nosy Bay gefangen wurde, aber nur kurzfristig überlebte. Forschungen über den Q-Flosser werden durch die Gruppe von Fricke sowie durch südafrikanische und französische Forscher betrieben - die Komoreninsel Mayotte gehört zu Frankreich.
    Es gehört natürlich zu den Seltsamkeiten der “Entdeckungen” durch die westliche Welt, dass beide Arten den örtlichen Fischern bekannt waren (wenn auch äußerst selten gefangen) - besonders beliebt waren sie wegen ihres Fettgehaltes nicht.

    (20.01.2014)
    WolfDrei:   Danke für die Korrektur - und wieder etwas gelernt. Dann hätte ich wohl auch eher eine Vergrößerung nehmen sollen (anbei)
    (21.10.2013)
    Gudrun Bardowicks:   Bei den abgebildeten Reihern handelt es sich um Silberreiher, nicht um die kleineren Seidenreiher, die fast ausschließlich in Südeuropa vorkommen und um diese Jahreszeit nicht in Deutschland zu beobachten sind.
    (20.10.2013)
    WolfDrei:   Anbei die Reiher
    (20.10.2013)
    WolfDrei:   In der Nähe von Berlin, in Linum am Rhinluch , befindet sich das größte Sammelgebiet der Kraniche in Europa. Und heute auch der Beobachter! Gestern wurden ca 90 000 Kraniche von den Beobachtern der NABU gezählt (nochmals 90 000!)Ein ganz kleiner Ausschnitt davon um 18 Uhr. Dazu dann an einem Teichgebiet ca 15 Seidenreiher und für den Laien unzählbare Wildgänse.
    (20.10.2013)
    WolfDrei:   und am 10.1.012 konnte dann "Fauna and Flora International" dann ein erstes Lebendbild veröffentlichen. Nur noch geschätzte 200 Tiere existieren im Norden Myanmars im Staate Kachin und in einem kleinen anliegenden Bereich Yunans (China).
    (10.10.2013)
    WolfDrei:   und im selben Jahr dann ein Foto eines geschossenen männlichen Tieres
    (10.10.2013)
    WolfDrei:   Habe etwas "gegoogelt", wollte schauen, was es Neues über die 5. Stumpfnase aus Myanmar gibt (Rhinopithecus strykeri). Von Geissmann u.a. zunächst aus Erzählungen von Jägern als neue Art erkannt, wurde 2010 zunächst ein Computerbild generiert.
    (10.10.2013)
    Schüling Buchkurier:   YAQU PACHA Benefizveranstaltung

    Liebe Freunde von YAQU PACHA,

    am Wochenende 14. und 15. September 2013 (von 10:00 - 16:00 Uhr) feiern wir im Tiergarten Nürnberg unsere mittlerweile 15. große Benefizveranstaltung.
    Unter dem Motto "Gesund und Meer" gibt es nicht nur Infostände zu den Themen Unterwasserwelt, Ökosystem und Gesundheit, sondern auch viele interessante Aktionen für große und kleine Besucher.
    Neben der schon legendären Tombola mit hochwertigen Preisen unserer Partner und Sponsoren, gibt es viele Aktionen rund um das Thema "Gesund und Meer".
    Dabei werden die Besucher über die Gefahren für das Meer informiert. Müll, Lärm, Überfischung und Beifang bedrohen unsere Ozeane und ihre Bewohner.
    Mittels eines Wasserbeckens, ausgestattet mit Hydrophon, können Kinder selbst testen, wie schnell sich Schall im Wasser überträgt und was für verheerende Folgen dieser Lärm auf die Kommunikation der Meeresbewohner hat.
    Am MSC Infostand des Marine Stewardship Council erfährt man, wie sich der Schutz der Meere auch täglich umsetzen lässt. Achten Sie zum Beispiel beim Fischkauf auf das MSC Siegel.
    Bei der Zoo-Rallye gilt es für Kinder an fünf Stationen viel über Tiere und Umweltgefahren herauszufinden. So können schon die Kleinen lernen, wie wichtig es ist, das Meer und seine Bewohner zu schützen.
    Alle Einnahmen der Benfizveranstaltung fließen zu 100% in die Artenschutzprojekte von YAQU PACHA.

    Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
    (09.09.2013)
    Mark Meier:   28.05.2013
    Tierpark Berlin unterstützt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay

    Tierpark Berlin gelingt die europäische Erstzucht.
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    Tierpark Berlin gelingt die europäische Erstzucht des bedrohten Chaco-Nabelschweines, unterstützt das Artenschutzprogramm Proyecto Tagua in Paraguay und begrüßt den Botschafter von Paraguay S.E. Raúl Florentín-Antola zur Namensvergabe.

    Löwen, Elefanten und Giraffen – neben diesen bei Tierparkbesuchern bekannten und beliebten Tierarten pflegen Zoologische Gärten viele, für Besucher eher unscheinbare, zumeist aber hochbedrohte Tierarten und bemühen sich diese als Reservepopulationen über Generationen hinweg zu erhalten. Das Chaco-Nabelschwein, auch Chaco-Pekari oder Taguá genannt, zählt eben zu diesen Tierarten. Die Art wurde überhaupt erst zweimal nach Europa eingeführt: 1977 drei Exemplare in den Zoo Berlin, welche nicht eingewöhnt werden konnten und starben, sowie 2012 sieben Tiere in den Tierpark Berlin. Die sieben Tiere des Tierparks Berlin stammen aus verschiedenen Zoologischen Gärten der USA, u. a. San Diego, Los Angeles und Phoenix. In den USA wird die Art innerhalb eines Erhaltungszuchtprogramms koordiniert gezüchtet. Der Bestand umfasst dort etwa 80 Exemplare. Die sieben Tiere im Tierpark Berlin leben derzeit in zwei Gruppen, von welchen eine für Besucher zu sehen ist. Am 16. März 2013 wurden in dieser Gruppe zwei Junge geboren, welche leider nicht aufgezogen wurden.
    In der zweiten Gruppe, welche für Besucher nicht zu sehen ist, wurden am 23. April 2013 Drillinge geboren, von denen nun zwei Jungtiere gesund aufwachsen. Es handelt sich bei diesen beiden Würfen um die europäische Erstzucht. Die beiden aufwachsenden Jungtiere und auch alle folgenden werden einmal den Grundstock für eine europäische Erhaltungszucht legen. Das ist umso wichtiger, als dass die Bestände des Chaco-Pekaris in ihrer Heimat, dem Chaco in Paraguay, Bolivien und Argentinien abnehmen. Anfang der 1990er Jahre lebten in Paraguay schätzungsweise noch 5000 Exemplare, heute gehen ansässige Biologen von nur noch 2000 - 3000 Tieren aus. Der Bestand in den beiden anderen Ländern ist unbekannt, aber wesentlich kleiner. Der Lebensraum des Chaco-Pekaris ist der Trockenchaco - ein trockener Dornbuschwald, der sehr artenreich ist, aber durch immer stärker werdende Rinderzucht in Paraguay in Weideland umgewandelt wird und somit für die Chaco-Pekaris und andere Tierarten verschwindet.
    Die Zoological Society San Diego gründete daher 1985 eine Zuchtstation für das Chaco-Pekari in Paraguay. Bis heute wird diese Forschungs- und Zuchtstation namens Proyecto Taguá, in welcher derzeit 100 Tiere leben, von US-Zoos finanziell getragen. Es ist die einzige ihrer Art in ganz Südamerika. Seit 2013 beteiligt sich nun auch als erster europäischer Zoo der Tierpark Berlin an der finanziellen Unterstützung des Proyecto Taguá, zunächst für die nächsten drei Jahre. Das Geld wird für den Bau bzw. Ausbau von Gehegen und den Kauf von Medikamenten eingesetzt.
    Aus diesem freudigen Anlass kommt der Botschafter der Republik Paraguay, S.E. Herr Raúl Florentín-Antola in den Berliner Tierpark und wird die zukünftigen Namen der beiden Jungtiere - ein Männchen und ein Weibchen - vergeben und gemeinsam mit Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Bernhard Blaszkiewitz die beiden Jungtiere der Öffentlichkeit vorstellen.

    Dipl.-Biol. Christian Kern
    Kurator für Säugetiere

    http://www.tierpark-berlin.de/tierpark/tiere-wissenswertes/tier-news/artikel/article/tierpark-berlin-unterstuetzt-das-artenschutzprogramm-proyecto-tagua-in-paraguay.html

    Neben einzelnen in-situ Projekten (Waldrapp, Gelbbrustkapuziner, kleiner Panda) sowie der Unterstützung von Zuchtzentren (Chaco-Pekari und zuletzt auch das zerstörte Okapi-Zuchtzentrum im Kongo) gibt es natürlich auch Bemühungen bei der eigenen Erhaltungszucht in diversen Zuchtprogrammen und es gelingt mitunter auch tatsächlich wieder die Auswilderung wie u.a. beim Bartgeier (20 Tiere seit 1988). Hierfür empfehle ich folgenden Artikel:

    http://www.berliner-zeitung.de/berlin/tiergaerten-berlin-bartgeier-fuer-die-freie-wildbahn,10809148,22815316.html
    (29.05.2013)
    WolfDrei:   Aus WAZA News 1/13: Im Zusammenhang mit einem Bericht des Aquamarin Aquariums Fukushima wurde auch ein Bild des 1997 neu entdeckten Quastenflossers Latimeria menadoensis eingestellt. Bis zum 9.2.11 wurden an der Nordspitze Sulawesis 7 Tiere gefangen. In der Zeitschrift: Foto AMF, Freiwasser bei Buol/Sulawesi.
    Japanische Aquarien hatten Tumult erzeugt, als sie ankündigten, einen Komoren-Quasteflosser einzufangen und auszustellen.
    (28.05.2013)
    WolfDrei:   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. Gründe sind die Feuerbrünste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch für 20 Jahre. Man bemüht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kürzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher züchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
    (26.02.2013)
    WolfDrei:   Leadbeaters Hörnchenbeutler wurde von "endangered" auf "critically endangered" umgestuft. Gründe sind die Feuerbrünste und die weitergehende Holzwirtschaft im kleinen Vorkommensgebiet (nur 150 km2). Leider hat die Holzfirma einen Vertrag noch für 20 Jahre. Man bemüht sich im Staate Victoria , diese Konzession zu kürzen. Außerdem sollen Zuchtpaare zusammengestellt werden, um einen Gefangenschaftsbestand von 160 Tieren aufzubauen. Bisher züchtet die Art nicht gut.Die Art wurde schon als ausgerottet angesehen, bis sie 1961 wiederentdeckzt wurde. Ich habe sie bisher kurzzeitig im Londoner Zoo (um 1992), in Poznan (um 1996) und 2000 in Chicago/Brookfield gesehen. Aus letzterem Zoo die Aufnahme.
    (26.02.2013)
    WolfDrei:   Die russische Regierung beabsichtigt bekanntlich, den Leopardenwildbestand im Kaukasus zu stärken. Im Internat. Zoo News ((erste Ausgabe 2013) wird mitgeteilt, daß aus Lissabon 1,1 Persiche Leoparden im "Sochi Breeding Centre" eingetroffen sind. Dort befinden sich bereits 2.2 Leoparden aus dem Iran und Turkmenistan, die aber bisher nicht gezüchtet haben. Portugiesische Fachleute betreuen vor Ort das Projekt mit der beabsichtigten Freisetzung (Winteroympiade?). Die mitgeteilte Anzahl von 870-1290 Leoparden für den Kaukasus dürfte aber eher die Zahl im gesamten Verbreitungsgebiet der Unterart betreffen.
    (26.02.2013)
    Michael Mettler:   Also, FALLS es Hausyak-Einfluss in diesen Herden geben sollte, dann dürfte der sich wohl kaum auf die Schecken beschränken. Und andersrum könnten die Schecken auch genausogut farblich abweichende Wildyaks sein...
    (01.02.2013)
    WolfDrei:   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
    (01.02.2013)
    WolfDrei:   anbei aus dem "Spiegel" vom 28.1.
    (01.02.2013)
    WolfDrei:   Lemur`s Park: eine durch französische und japanische Gelder gestützte Privatanlage 25 km von Antanarivo, 5 ha groß, auch als botanische Einrichtung ausgewiesen. Vorhanden sind 9 Lemurenarten: Mausmakis, Mongoz, Brauner Lemur, Vari, Katta, Grauer Halblemur, Coquerell-Sifaka, Kronensifaka. Bei den Coquerell-Sifakas (in USA-Zoos gut etabliert) gab es zwischen 2007 und 09 4 Geburten
    (31.01.2013)
    WolfDrei:   Als Jean-Jacques Petter 1990 Direktor des Pariser Zoos in Vincennes wurde, konnte er auch Kronensifakas erstmals nach Europa bringen. Aus der kleinen Gruppe gab es befriedigende Nachzuchtergebnisse, doch überwiegen jetzt die maännlichen Tiere. In der SECAS (Freunde der Pariser Zoos) wird mitgeteilt, daß französische und madagassische Gruppen im Vorkommensgebiet südlich der Stadt Majunga im mittleren Westen Madagascars dabei sind, Tiere aus Kleinstgruppen ohne Verbindung zu anderen einzufangen und in geeignetere Habitate wieder auszuwildern (Gegend von Dabolava). Bei einem Weibchen gelang die Wiederauswilderung nicht, es wurde im November in eine neue Zuchtstation (Lemur`s Park) in der Nähe der Hauptstadt Antananarivo gebracht, wo sich schon ein Männchen befindet.
    Anbei ein Foto von mir mit der ersten Nachzucht in Paris
    (31.01.2013)
    WolfDrei:   pardon: die genannte Zeitschrift heißt ZOOQUARIA, herausgegeben von der WAZA
    (30.01.2013)
    WolfDrei:   Verschiedenes aus Zooaquaria
    2012
    - Djibouti: Nachdem schon Somaliwildeselhengste ausgewildert wurden (u.a. aus Chemnitz) hat Dvur Kralove Grevys geschickt. Forschung soll betrieben werden bezüglich Gerenuks, Beiras, Oryx, Leopard, Geparden, Sömmering-und Pelzelngazelle sowie Salt Dik-Diks.
    - Sumatranashorn: im Way Kambas-Schutzgebiet werden 25-30 Sumatranashörner angenommen. 2012 soll es 6 Geburten gegeben haben (exklusive der Geburt in der Station)
    -Saigas: in Gefangenschaft gegenwärtig nur in Askania Nova, Moskau und dem Gansu Breeding Centre (China). 2000 wurde dazu in Kalmückien ein Breeding Center mit bisher guten Erfolgen gegründet. Im Freiland gibt es 5 "Kolonien" , nachdem von 1990 bis 2000 der Bestand auf 10% zurückging. Bestände: Kasachstan Zentrum: gute Entwicklung; Westkasachstan: nach großen Verlusten im Winter 2010 Aufwärtstrend; Mongolei auf niedriegem Niveau stabil; in Russland (Süden) große Wildereiverluste; in Südkasachstan - Usbekistan durch Errichtung von Grenzzäunen in Usbekistan Unterbrechung der Winterzüge nach Usbekistan .
    (29.01.2013)
    WolfDrei:   Aus dem Jahresbericht zum Schutz der letzten westafrikanischen Giraffe in Niger von 2011: Giraffa c. peralta hat nur in Niger überlebt. 1996 gab es noch ca 50 Tiere, die in nicht geschütztem Gelände südöstlich von Niamey in direktem Kontakt mit Bauern leben . Insbesondere französische Zoos bemühen sich um den Schutz. 2011 wurden 310 Giraffen angenommen, gegenüber 2010 eine Zunahme von 55 Tieren. Einige Tiere , die nach Nigeria "übersiedelten", wurden sofort gewildert.
    (05.10.2012)
    Liz Thieme:   2008 wurde in Indonesien ein Orang-Utan Weibchen gefangen, da sie blind war. Gober, so wurde sie genannt, bekam im Frühjahr 2011 Zwillinge. Nun wurde sie am Katarakt operiert und kann zum ersten Mal ihre beiden Babys sehen.
    Schon 2007 wurde zum ersten Mal diese OP bei einem Orang-Utan durchgeführt.

    (AP Photo/Binsar Bakkara, File)
    (02.09.2012)
    Liz Thieme:   Wozu bis in die USA fahren, wenn man es im Nachbarland haben kann und da benötigt man keine Nachtgesichtgeräte.
    Man sitzt nachts zwischen Leoparden und Hyänen und sieht deren Funkeln im Auge.
    (29.08.2012)
    Jennifer Weilguni:   In der Disneys Animal Kingdom Lodge in Florida können die Hotelgäste nach Einbruch der Dämmerung mit dem Nachtsichtgerät die zum Hotel gehörenden Zotiere beobachten. Auch mal was anderes....
    (29.08.2012)
    Ralf Sommerlad:   Als wir "Night Safaris" in der Madras Crocodile Bank einführten, die jeden 2.Samstag abend stattfanden, stieg die Zahl der Besucher rapide an - diese wurden mit einer Anzahl Taschenlampen ausgestattet und hatten viel Spaß bei einer kommentierten Führung und beim Anschauen der reflektierenden Augen tausender von Krokodilen. Nebenbei konnte man Baumkröten und Laubfrösche, auch Schlangen beobachten, die auf dem Gelände lebten und im Dunklen auf die Jagd gingen..auch für die Mitarbeiter keine Selbstverständlichkeit.
    (29.08.2012)
    Stefanie Fischer:   In Neuseeland war ich in einem Tierpark, wo das Ticket 24h Stunden galt. man konnte also tagsüber die tagaktiven Tiere beobachten und abends bis 22:00Uhr wiederkommen um sich z.B. die Kiwis anzusehen. Sehr interessantes Modell kann ich mir in Deutschland aber kaum vorstellen.
    (29.08.2012)
    Jennifer Weilguni:   @Liz Thieme
    Die Idee mit den Nachtbesuchen in Zoos finde ich auch gut. Einrichtungen, die solche Zoonächte anbieten haben ja bei den Veranstaltungen regen Andrang.

    Ansonsten brauchen wir wohl einfach mehr Nachthäuser in den Zoos... die sind ja nun auch nicht grade unbeliebt.
    (29.08.2012)
    Liz Thieme:   Schade, gerade solche Tiere würde ich gerne mal sehen, anstatt immer nur Kattas.
    Vielleicht sollte man anfangen die Zoos regelmäßig nachts zu öffnen, wenigstens im Sommer. Muss ehrlich sagen. Meine besten Fotos aus dem letzten Jahr, habe ich in einem Zoo nach Anbruch der Dunkelheit von anpirschenden Leoparden gemacht.

    Hat denn noch nicht mal Jersey Interesse? Oder sind da wieder die Export/Import-Bestimmungen das Problem? Man suchte doch teils ewig nach Fingertieren in Europa.

    Wenn ich mir die Bilder auf der Seite anguck, dann gerat ich ins Schwärmen. Mich faszinieren Lemuren.
    Und die Jungtiere des Westlichen Fettschwanzmakis (Einzelnes + Drillinge) ... :)

    (28.08.2012)
    WolfDrei:   @Liz Thieme: Aus "älteren Zeiten" - so um das Jahr 2000 - hatte Durham etwa 12 Fingertiere . Die Zucht muß also gut laufen. Ansonsten ist es wie so hoft: Madagascar-Kampagne - man züchtet - doch der Absatz bei den diurnalen Tieren der Gattung Eulemur läuft nicht, man nimmt lieber Kattas. Und schon garnicht Tiere der Gattung Cheirogaleus. So laufen dann einige Promotionen, der Kandidat geht nach bestandener Prüfung - das war`s! So wurden dann die Zuchten bei den Gelbbartmakis und den noch seltener ausgestellten Sanfordmakis eingestellt.
    (28.08.2012)
    Liz Thieme:   Zu den Okapis noch mal:
    Tier Nr 14 soll wohl, soweit die Meldungen richtig waren, inzwischen auch seinen Verletzungen erlegen sein.


    >Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
    Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas<

    Wurde Ihnen auch zugetragen, wie die Zuchtraten dort sind?
    (28.08.2012)
    WolfDrei:   Korrektur: Przew.-Pferd erste Geburt 1999 - in der Mongolei.
    (21.08.2012)
    WolfDrei:   Aus dem WAZA-Magazin 13: Fighting extinction

    Übersichten einiger über bisher nach Ausrottung erfolgreich wieder eingebürgerte Tiere:

    Przewalski-Wildpferd Mongolei: 1992 1. Import, 1992 1. Fohlen. Insgesamt 88 Tiere wurden eingeführt. Nach den extremen Verlusten im Winter 09/10 150 Tiere

    Schwarzfußiltis: die letzten 24 Tiere wurden zwischen 1985 und 87 eingefangen. Nach Verlusten kamen in Zuchtanlagen 7,11 zur Zucht. Gegenwärtig 700 - 750 im Freiland in 7 US-amerikan. Staaten, dazu je eine Freisetzung in Mexiko und Kanada

    Kaliforn. Kondor: 1987 befanden sich alle 27 Vögel in den Zuchtstationen von San Diego und LA. 1992 erste Freisetzung. Nach Verlusten an Stromleitungen wurden alle wieder eingefangen, die Masten verändert. Gegenwärtig ca 400 Tiere: 200 frei in 5 US-Staaten mit ca 10 Jungvögeln pro Jahr, in Zuchtstationen weitere 200 mit 40 Jungtieren pro Jahr

    Arab. Oryx: aus der “Weltherde” jetzt 1100 Tiere (Europa ca 100, Israel 100. USA 94 in Zoos. Dazu ca 4800 Tiere, darunter Saudi-Arabien 1166, Oman 644, Katar 1150, Barrain 146, Jordanien 71, Syrien 153

    Wisent: aus 54 Tieren 1924 und den Verlusten durch den 2. Weltkrieg 2011 1497
    Tiere in zoologischen Anlagen (Deutschland 83 Haltungen/ ca 500 Tiere), darunter 440 Flachlandwisente und 1057 Hybride Flachland/Kaukasuswisent. Letztlich 12 Foundertiere

    Säbelantilope: gegen 1984 ausgerottet. Jetzt 1745 in Zoos, 14 800 !!!! privat, besonders südliche US-Staaten

    Milu: 18 Tiere um 1900 an den Herzog von Bedford (7,9 + 2 juv.; davon 7,7 zur Zucht (aber ob , wie oft behauptet, nur Berliner Tiere in die Zucht gingen, wird nicht erwähnt), nach dem 2. Weltkrieg 250 Tiere in Woburn. 1985 und 1986 Export aus GB nach China; im Nan Haizi-Schutzgebiet im Jangtsebereich jetzt ca 1000 Tiere. Weiterhin ist das exakte letzte Vorkommensgebiet und das Jahr der Ausrottung (außer jenen des kaiserlichen Parkes) unbekannt. Zu der Behauptung weniger Autoren, dass die letzten Tiere in den zwanziger Jahren im Jangtsedeltabereich lebten, fand ich keine Primärliteratur.

    Woyoming- Kröte: 2004 ausgerottet. Jetzt 2 Aussatzorte

    Acanthobrama telavivensis: ein Fisch aus Israel aus kleinen Flüssen zum Mittelmeer. 2006 alle ausgetrocknet, aus 120 eingesammelten Tieren Zucht und Aussatz

    Socorroassel: aus der pazifischen Westküsten-Insel Vorkommen in einer Quelle. Ausgetrocknet 1996, Nachzucht erfolgreich

    (21.08.2012)
    WolfDrei:  
    Weiter aus den IZN 59/4

    Aus einer Besucherinfo : Anzahl der Fingertiere in der Haltung der Duke University: 28
    Insgesamt 22 Lemurenarten mit 238 Tieren auf 34 ha , darunter auch mehrere Coquerelsifakas. Nach meinem Wissen (wenn noch lebend): 1 Diademsifaka und 2 Tattersallsifakas


    Aus der Zeitschrift für Säugetierkunde Bd 86: Abstracts von Vorträgen, Poster etc. für die im Sept. stattfindende Jahrestagung:

    - Anzahl der Korsikarothirsche auf Sardinien: 6000 - 6800

    - nach Einführung von 80 Rothirschen im Abruzzen NP ist nach Anwachsen der Zahl dieser auf 2000 durch Nahrungskonkurrenz die Anzahl der Abruzzengemsen von
    650 auf 450 gefallen.

    (21.08.2012)
    Liz Thieme:   Im Gegenzu noch was Schönes, das aber eine Begleiterscheinung etwas trauriges ist.
    Der Nabu vermeldet: >VÄTERLICHER EINSATZ: Ranthambore Nationalpark in Indien ist Schauplatz eines außerordentlichen Familiendramas. Ranger waren außer sich mit Besorgnis nachdem sie den leblosen Körper einer Tiger Mutter im Dschungel gefunden hatten. Eine verzweifelte Suche nach 2 vier Monate alten Tigerbabys blieb erfolglos. Tiger sind bis zum Alter von etwa 2 Jahren von ihrer Mutter abhängig. Die Kleinen hatten also ohne sie keine Überlebenschance. Kurz darauf geschah ein kleines Wunder. Das dominante Männchen des Gebietes und der Vater der beiden wurde mit den Tigerchen von Fotofallen abgelichtet. Männliche Tiger kümmern sich normalerweise nicht um ihren Nachwuchs. Dieser alleinerziehende Vater macht also Geschichte!<

    In Indien ist die Nähe von Katern zur Familie allerdings bekannt. Gerade aus dem Ranthambhore-Nationalpark ist mir dies bekannt.
    (06.08.2012)
    Liz Thieme:   Das Okapi Conservation Project hat einen Bericht erhalten, dass Morgan und ein Teil seiner Gruppe gefangen genommen wurden. Sie warten auf Bestätigung von ICCN und wird dann Genaueres berichten.

    Die Situation bleibt bisher ruhig in Epulu, da die kongolesische Armee Truppen entlang der Straße stationiert hat. Die Anwesenheit des Militärs und die Rückkehr der bewaffneten ICCN-Wachen nach Epulu haben die Sicherheit in der Region verbessert, so dass einige Bewohner in ihre Häuser zurückkehren. OCP-Mitarbeiter räumen derzeit das Lager auf und bereiten die Gebäude für Reparaturarbeiten vor.

    Der Aufruf weltweit hat eine riesige Resonanz gehabt. Bisher wurde und wird damit finanziert:

    - Beschaffung von Lebensmitteln und Dingen für die Grundbedürfnisse der vielen vertriebenen Familien und medizinischer Unterstützung
    - Ersatz des Grundbedarfs eines Haushalts, dh Matratzen, Kleidung, Lampen, Töpfe und Pfannen.
    - Unterstützung für die Familien der Ranger, die im Kampf getötet wurden.
    - Neue Ausrüstung für die Wachen.

    Wie es weitergeht hängt von der zukünftigen Lage ab, man will aber nicht aufgeben.
    (06.08.2012)
    BjörnN:   Sorry Liz, hatte keine Zeit, alle Beiträge zu lesen.
    (28.06.2012)
    Oliver Jahn:   Wahnsinn, dass menschliches und tierisches Leben und so viele Jahre mühevoller Arbeit da in Stunden völlig sinnlos zerstört werden.
    (28.06.2012)
    Liz Thieme:   Das schrieb ich doch direkt im Beitrag darunter...
    Es gibt nun nur noch 161 Okapis in einer zoologischen Einrichtung. Die 13 Tiere waren 7,5% der Population.

    Die 14 Epulu Tiere - bisher ist öffentlich unbekannt, wer das verletzte Tier ist
    Ikenge, M - * 28 August, 1982
    Matongo, M - *01 Januar, 1985
    Bianje, W - *03 August, 1983
    Giluka, M - *20 August, 1992
    Kijana, M - *09 Februar, 1992
    Isa, M - *08 Dezember, 1992
    Faida, W - *01 Januar, 1988
    Stevana, W - *15 August, 1993
    Tayari, W - *23 Januar, 1995
    Maisha, M - *02 März, 1995
    Tatu, W - *04 September, 1995
    Karu, M - *24 April, 2003
    Nlasa, M - *18 November, 2003
    Nn, M - *21 Dezember, 2011
    (28.06.2012)
    BjörnN:   Demnach gibt es nur noch ein (verletztes) Okapi in Epulu, meines Wissens waren es zuletzt 14 Tiere.
    (28.06.2012)
    Liz Thieme:   Update von heute morgen
    Die Straße nach Epulu und der Bereich um die Station ist nun gesichter und die Anwohner sind zurückgekehrt.

    Die Zerstörung ist allerdings extrem:

    - 6 Menschen getötet wurden - 2 ICCN Rangers, die Frau von einem der Ranger, ein Immigrations-Arbeiter und 2 Anwohner von Epulu.
    - 13 Okapi wurden getötet und eins verletzt.
    - Alle ICCN Gebäude wurden beschädigt oder verbrannt.
    - Alle OCP Gebäuden und Büros beschädigt oder verbrannt.
    - Motorisierte Geräte gestohlen, beschädigt.
    - Alle Lebensmittelgeschäfte geplündert und Lagerbehälter zerstört.
    - Alle Computer und Drucker gestohlen oder verbrannt.
    - Satellitentelefone gestohlen.
    - Alle medizinischen Versorgung mitgenommen.
    - Geschäfte und Häuser in der Stadt Epulu wurden geplündert und beschädigt.


    Die Mai-Mai-Rebellen kämpfen nicht für eine politische Sache. Diese Gruppe setzt sich aus Elefanten-Wilderern und illegalen Bergleuten zusammen. Sie suchten Rache an ICCN für den Einsatz gegen Wilderei von Elefanten und illegalen Goldminen im Inneren des Okapi Wildlife Reserve. Der Angriff auf die Epulu Station war als Vergeltung für das letzte Engagements der ICCN Rangers. Die Rebellen wollen die Minen wieder öffnen und wildern ohne Störung.
    Seit März gab es Anzeichen für entsprechende Aktionen der Rebellen.
    (28.06.2012)
    Liz Thieme:   Habe gerade über die AZA erfahren, dass am Sonntag Simba Rebellen (Mai Mai) das Institute in Congo for the Conservation of Nature (ICCN) und den Hauptstützpunkt des Okapi Wildlife Reserve in Epulu angegriffen haben. Ein Teil der Mitarbeiter des Okapi Conservation Project konnte in den Wald fliehen, fünf Wachen wurden getötet. Der Stand der Dinge bezüglich der 14 Okapis ist noch unbekannt. Die Gebäude wurden teils geplündert und zerstört.
    Bisher war der Kontakt nach Epulu abgebrochen. Die Kongolesische Armee FARDC ist auf den Weg nach Epulu geschickt worden, die nun mit Monusco (UN) Truppen vor Ort sind. Auch vom Virunga NP kommt Hilfe durch Ranger. Die OCP Belegschaft wird erst zurückkeheren, wenn grünes Licht seitens der FARDC und Monusco kommt.

    Es wird um Hilfe zum Wiederaufbau gebeten: http://www.okapiconservation.org.
    (26.06.2012)
    WolfDrei:   In einem Symposium zum Stand des Naturschutzes in der Mongolei in Halle wird auch zum Stand der Auswilderung der Przewalskis berichtet. Zwischen 1993 und 2011 wurden 344 Tiere importiert in die folgenden Schutzgebiete: Hustai-Nationalpark 258; Great Gobi B 54 und in Khomiin Tal 32. Beschrieben wird die Situation im Hustai NP. 2009 vor Beginn des Winters gab es dort 134 Tiere, durch äußerst harte Bedingungen im Winter ging die Zahl auf 48 im Mai 2010 zurück. Die dortigen Haustierhalter hatten Verluste zwischen 50-100%. Zwischen 1993 und 2011 gab es 109 Geburten,die Mortalität berug 40% insbesondere durch Wölfe in den ersten beiden Lebensmonaten der Fohlen.
    (26.06.2012)
    Schüling Buchkurier:   Klick in die Vielfalt 2012
    Fotowettbewerb zur UN-Dekade Biologische Vielfalt

    Begeisterte Naturfotografen sind eingeladen, sich an dem Fotowettbewerb „Klick in die Vielfalt 2012“ zu beteiligen. Ob alte Buchenwälder, bezaubernde Moorlandschaften, schillernde Libellen, klappernde Störche oder unauffällige Flechten – Deutschlands Natur ist vielfältig und faszinierend. Eingereicht werden können Fotos, die einen attraktiven Blick auf unsere heimische biologische Vielfalt werfen.

    Bis zum 31.Oktober 2012 können Fotografen ihr schönstes Naturfoto auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt hochladen. Oft ist es gerade der individuelle Blick durch die Kameralinse, der dem Betrachter ganz neue Perspektiven auf die Schönheit und Einzigartigkeit der biologischen Vielfalt eröffnet. Eine kompetente Fachjury wählt aus allen Einsendungen eine Auswahl von rund 30 Fotos, die ausgezeichnet werden. Zu dieser Jury gehören die UN-Dekade-Botschafter und Profi-Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers. Die ausgezeichneten Fotos werden mit einem Preisgeld von je 100 Euro prämiert und auf der Webseite der UN-Dekade Biologische Vielfalt präsentiert. Zudem ist geplant, sie im Rahmen einer bundesweiten Fotoausstellung zu veröffentlichen. Aus diesen Fotos werden zudem zwei Siegerfotos ausgewählt, eines von der Jury und das zweite im Rahmen einer Online-Abstimmung durch die Besucher und Besucherinnen unserer Webseite. Die beiden Sieger erwartet ein besonderes Erlebnis: Sie werden zu einem Fotoausflug mit den Naturfotografen Norbert Rosing und Florian Möllers eingeladen.

    Der Fotowettbewerb findet im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2012 ausgerufen wurde. Der Begriff „biologische Vielfalt“ bezeichnet das gesamte Spektrum des Lebens auf der Erde. Damit ist die Vielzahl aller Tier- und Pflanzenarten, Mikroorganismen und Pilze sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten gemeint. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und die komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Seit Jahrzehnten ist jedoch ein Rückgang dieser Vielfalt zu beobachten. Damit schwindet ein für uns Menschen wertvolles Naturkapital. Das Anliegen der UN-Dekade Biologische Vielfalt ist es, mehr Menschen für die Natur zu begeistern und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu sensibilisieren.

    Die Fotos zum Wettbewerb können online eingereicht werden, unter:
    http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2036.html
    (09.05.2012)
    Klaus Schueling:   16. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien in Leipzig

    Am Samstag, den 29. September 2012, findet im Zoo Leipzig, die 16. Tagung des „Fonds für bedrohte Papageien“, eines Arbeitskreises der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), über Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

    Die Tagungsgebühr beträgt pro Person bei Voranmeldung:

    30 EUR für Mitglieder der ZGAP (ohne Schüler- oder Studentenausweis)

    20 EUR für Mitglieder der ZGAP (mit Schüler- oder Studentenausweis)

    25 EUR für Schüler und Studenten (keine Mitglieder der ZGAP)

    35 EUR für Nicht-Mitglieder der ZGAP (ohne Schüler- oder Studentenausweis)

    Die Tagungsgebühr beträgt pro Person 45 EUR an der Tageskasse vor Ort, für Schüler und Studenten bei Vorlage des entsprechenden Nachweises 35 EUR.

    In der Tagungsgebühr enthalten sind der freie Eintritt in den Zoo Leipzig von Freitag bis Sonntag, Kaffee und Kuchen und verschiedene Führungen. Am Freitagabend (28. September) können sich Interessierte zum gemütlichen Beisammensein direkt im Zoo treffen.

    Die Tagung am Samstag findet in den neuen Räumlichkeiten des Zoos in einem Veranstaltungssaal von Gondwanaland statt.

    Übernachtungsmöglichkeiten:
    Anreise Freitag:
    Hotel de Saxe, Gohliser Straße 25, 04155 Leipzig, Tel.: 0341-59380, Fax 0341-5938299, E-Mail: info@hotel-de-saxe.de

    Anreise Samstag:
    Art`otel Leipzig, Eutritzscher Straße 15, 04105 Leipzig, Tel.: 0341-303840, Fax 0341-30384444, E-Mail: info@artotel-leipzig.com

    Atlanta Hotel, Südring 21, 04416 Leipzig – Wachau, Tel.: 0341-414600, Fax 0341-41460999, E-Mail: info@atlanta-hotel.de

    Stichwort: Papageientagung

    Für das kulinarische Wohl wird bestens gesorgt sein. Das Speiseangebot wird auf der Homepage des FbP veröffentlicht. Das gemeinsame Abendessen findet ebenfalls in Gondwanaland statt.

     
    Vorabreservierungen zur Tagung müssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der Tagungsgebühr berücksichtigt werden. – Die Anmeldung zur Tagung ist online möglich. Das Online-Anmeldeformular, ein Anmeldeformular zum Ausdrucken und die Bankverbindung finden Sie auf der Homepage des Fonds für bedrohte Papageien www.papageienfonds.de. Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof, Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-4250380, E-Mail: fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 02834-4250420).

    René Wüst, Sprecher des „Fonds für bedrohte Papageien“
    (08.05.2012)
    Schüling Buchkurier:   30 Jahre Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V.
    - neuer Vorstand will bewährte Artenschutzarbeit fortsetzen

    ZGAP - Wer oder was verbirgt sich eigentlich hinter dieser Abkürzung?! Zebras grasen auf Prärien? Zahmer, grauer, alter Papagei? Weit gefehlt, obwohl … Tiere stehen tatsächlich im Mittelpunkt der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V., und zwar höchst bedrohte Arten!
    Die Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich verstärkt für den Erhalt von Tierspezies einzusetzen, die von der Öffentlichkeit kaum oder gar nicht beachtet werden, feiert in diesem Jahr bereits ihr 30-jähriges Bestehen. Im Jahr 1982 gründete eine kleine Gruppe äußerst engagierter Natur- und Artenschützer in München die ZGAP mit dem Ziel, den Schutz und langfristigen Erhalt dieser „vergessenen“ Tiere zu forcieren. Waren es anfänglich noch vorwiegend Maßnahmen für Arten auf den Philippinen, wie beispielsweise die Rettung und die gezielte Zucht des damals am Rande der Ausrottung stehenden Prinz-Alfred-Hirsches, so wuchs die Liste der Projekte inzwischen über weite Teile der Welt hinaus. Ob Buschmannhasen im südlichen Afrika, Amurleoparden in Russland, Nasenfrösche in Chile, Delacour- und Goldkopflanguren in Vietnam oder Krokodilschwanz-Höckerechsen in China: Die Vielfalt der Tierwelt zu erhalten ist das Anliegen der ZGAP, und genau dies spiegelt sich inzwischen in der Vielfalt der Projekte wider. Der zur ZGAP gehörende ‚Fonds für bedrohte Papageien’ richtet seinen Fokus zudem auf Arten wie den Orangehaubenkakadu, den Santa-Marta-Sittich oder den Buru-Lori.
    Die mittlerweile mehr als 1.000 Mitglieder der Gesellschaft rekrutieren sich aus Biologen, Tiermedizinern, Tierpflegern aber auch zu einem großen Teil aus fachlich sehr interessierten Autodidakten und Naturliebhabern. Zu den feste Grundprinzipien, die ihre effektive Arbeit an vielen Stellen der Welt ermöglicht, gehört zum einen die Kooperation mit motivierten, oft jungen Menschen vor Ort. Zum anderen werden Betreuung und Kontrolle der ZGAP-Projekte fast ausschließlich ehrenamtlich durchgeführt. Auf diese Weise gelingt u.a. der enge Kontakt zur einheimischen Bevölkerung, die man dringend für nachhaltige Artenschutzarbeit einbeziehen muss.
    Am vergangen Wochenende (21./22.04.2012) wurde die Jahreshauptversammlung der ZGAP genutzt, um im Zoo Leipzig zahlreiche der laufenden Projekte vorzustellen und sich über aktuelle Entwicklungen im Artenschutz auszutauschen. So wurde über Papageien auf der indonesischen Insel Halmahera oder Siam-Krokodile auf Borneo berichtet - und auch über manche Entbehrungen, die Naturschützer im Auftrag der Arterhaltung und der Wissenschaft bereit sind, hinzunehmen.
    Einen bedeutenden Punkt des diesjährigen Treffens stellte der planmäßige Umbruch in der Zusammensetzung des Vorstandes der ZGAP dar. Es sind große Fußstapfen, die nicht nur der langjährige Vorsitzende und Gründungsmitglied Roland Wirth, sondern auch Theo Pagel (Direktor des Kölner Zoos), Jan-Uwe Heckel und Walter Schulz hinterlassen. Die neugewählten Vorstandsmitglieder sind sich darin einig, dass es eine große Verantwortung ist, die sie nun übernehmen, und dass es oberstes Gebot ist, den Grundprinzipien der jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte für effektiven Artenschutz treu zu bleiben.
    Nach den Neuwahlen setzt sich der Vorstand nun aus Dr. Jens-Ove Heckel (Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Landau), Dr. Sven Hammer (1. Stellvertretender Vorsitzender, Zoodirektor Zoo Görlitz), Anja Limpinsel (2. Stellvertretende Vorsitzende, Zoo Duisburg) sowie René Wüst (Schatzmeister, Sprecher des Fonds für bedrohte Papageien) und Dr. Florian Brandes (Schriftführer, Leiter der Wildtier- und Artenschutzstation Sachsenhagen) zusammen.
    (02.05.2012)
    WolfDrei:   Aus SECAS 68(Freunde der Pariser Zoos):
    1.
    Im Nordwesten Tasmaniens soll eine Beutelteufelpopulation gefunden worden sein, die nicht auf den "Gesichtskrebs" anspricht - Übertragungsversuche mit Krebszellen verliefen negativ.
    2. 2009 wurde ein Gaurbulle aus der Pariser Menagerie in ein Rescue Center in Kanmbodscha überführt - theoretisch geht er letzlich auf die Berliner Zoozucht zurück, sollte also Bos g. gaurus sein. Chromosomenuntersuchungen des genannten Bullen zeigten nun eine Differenz: er hatte n=56, "echte" indische sollen aber n=58 haben. Genetische Untersuchungen sollen folgen - aber woher "echtes" indisches Material nehmen? Aus Indien ist selbst die Ausfuhr biologischen Gewebes verboten. Wir hatten ja schon erwähnt, daß Tiere aus Indien nicht "indische" Tiere sein müssen.
    Aus "Mammalien Biology" 77 (2012)
    Der Meeresotter Lontra felina ist bekanntermaßen gefährdet. Er lebt an der pazifischen Meeresküste Südamerikas von Peru bis vielleicht nach Feuerland. Er ist an sich rein marin, geht aber manchmal auch in die Flüsse. Eine Einschätzung für Peru geht von einer Anzahl von ca 790-2100 Tieren über einen bewohnten Abschnitt von ca 800 km aus (Gesamtmeeresküste Peru etwa 1800 km)
    (06.03.2012)
    Ralf Sommerlad:   EAZA-Magazin ZOOaquaria: http://www.eaza.net/News/EAZA_Magazine/Pages/Magazine.aspx
    mit einer Beschreibung des WAZA-Schutzprojektes Mesangat
    (07.12.2011)
    Ralf Sommerlad:   So ganz stimmt das nicht mit der Zahl der freilebenden Siamkrokodile. Ganz so schlimm wie geschrieben siehts auch noch nicht aus. Die derzeitigen Überschwemmungen am Tonle Sap in Kambodscha, in Südlaos und Thailand dürften überdies Tausende von Siamkrokodilen, davon der weitaus überwiegende Teil Hybriden, aus legalen und illegalen Aufzuchtfarmen freigesetzt haben. Über die möglichen Folgen will ich mir noch garkeine Gedanken machen - lebend gefangen wird llenfalls ein winziger Prozentsatz und der Rest wird abgeschossen, reinerbig oder nicht.
    (07.12.2011)
    WolfDrei:   pardon: die Siamkrokodilnester wurden in Südlaos gefunden
    (06.12.2011)
    Sacha:   @WolfDrei: Die Zahlen zur Nashorn-Wilderei müssen in der Tat zu denken geben. Gerade bei den Spitzmäulern. Umso unverständlicher, dass einige Zoos in den letzten Jahren (z.B. Dortmund) deren Haltung (wieder) zu Gunsten der Breitmäuler aufgegeben haben oder planen, dies zu tun (z.B. Zürich).
    (06.12.2011)
    WolfDrei:   Hier das Bild des Gepardenjungtieres aus dem Ueno-Zoo/Tokio
    (06.12.2011)
    WolfDrei:   Heute vom Tisch des Direktors umfangreicher Literatureingang. In lockerer Folge:

    WAZA News: Stand afrikanische Nashörner:
    Breitmaulnashorn : von 2 500 im Jahr 1991 auf heute etwa 20 000; SpitzmaulNH: von 2 5oo auf 4880 (2 200 minor; 1920 bicornis; 740 michaeli)
    Aber Poaching: in Südafrika von 333 2010 auf bisher 239 im August - Hochrechnung : etwa 406. Von 2009 zu 2010 2,7 fache Erhöhung

    Zuchtbuch Cuviergazelle: 280 Tiere in 11 Haltungen, davon Almeria 57,94. 2011 2 x Drillinge: Anteil der Zwillingsgeburten 39%


    Im Senegal Aussatz von 23 Dorcasgazellen (UA neglectus)in ein 660 ha großes Schutzgebiet

    In Ueno - Tokio in einem Dreierwurf bei den Geparden ein "Königsgepard".

    ZGAP-Zeitschrift: Stand Wildwasserbüffel: UA fulvus in Assam etwa 3000: UA theerapati etwa 80 in Thailand/Kambodga; UA arnnee in Indien nur in 2-3 Restvorkommen, in Nepal 229 im Schutzgebiet Koshi Tappu; UA migona auf Ceylon?

    Im Zoo Paris-Vincennes ab 1.9. erste Abrißarbeiten (die sollten wohl schon früher beginnen?)

    Siamkrokodile in der Natur etwa 300. Im südlichen Kambodga wurden zwei Nester mit je 20 Eiern gefunden - ein Gelege wurde in Menschenhand ausgebrütet, das andere vor Ort belassen.

    Karibik-Manati-EEP: 33 Tiere in 8 Haltungen in Europa
    (06.12.2011)
    Klaus Schüling:   Liebe Tierparkfreunde,
    liebe europäische Zooförderer,

    die Tierparkfreunde unterstützen das vom NABU Deutschland geleitete HAILIFE-Bündnis seit seiner Gründung durch Managementleistungen.

    Von den zahlreichen "kleinen"  Alerts Stufe 1 berichten wir nicht jedes Mal, da die Betroffenen meist sehr schnell das Haifleisch auslisten, der letzte "große Fisch" war ja REWE im Herbst 2010.

    Der aktuelle Alert gegen MSC hat jedoch sicher ein größeres Ausmaß und evtl. öffentliches Interesse, weshalb wir Sie informieren möchten.

    MSC hat in British Columbia (und nicht nur dort!) erstmals die Zertifizierung der Dornhaifischerei durchgeführt!

    Nachdem METRO auf Basis der laufenden Zertifizierung 2010 schon verkauft und das nach Intervention von HAILIFE und MSC Deutschland wieder eingestellt hat, wird es jetzt ernst: Der Final Report des Certifiers vor Ort hat auf Basis einer Risk-Frame-Base-Einschätzung die Fischerei dort zulassen in der Hoffnung, dass der Bestand während der Befischung überlebt. Mit Nachhaltigkeit und Vorsorgeprinzip hat das nicht zu tun! 

    Tatsächlich entbehrt das Assessment belastbarer wissenschaftlicher Grundlagen. MSC Int. und Deutschland haben sich in Verhandlungen, die wir mit Unterstützung von Dr. Andreas Käppeler, SHARKPROJECT, und dem NABU sowie unter wissenschaftlicher Beratung des Meeresbiologen Dr. Onno Groß, DEEPWAVE, geführt haben, resistent gezeigt, so dass wir erst einmal grundlegende juristische Anstrengungen unternommen haben, um ins Verfahren reinzukommen - s. Anlage Brief HAILFE 190811.

    Wir haben in den "Argumentations" in der Anlage nicht nur die wissenschaftliche Insuffizienz der MSC-Zertifizierung aufs Korn genommen, sondern natürlich auch die Kontraproduktivität einer Zertifizierung dieser Tierart in einem lokalen Bestand und die katastrophalen Folgen für die vielen stark bedrohten Bestände weltweit - alles Fakten, die den MSC Fishery Standards interessanterweise widersprechen.

    MSC hat unter Verweis auf Formalitäten den Einspruch zurückgewiesen, was aber nicht so tragisch ist, da wir bei einer 2. laufenden Zertifizierung im Atlantik formaler Stakeholder sind. Wir werden MSC also zwingen können, sich unseren Argumenten zu stellen. Die erschreckenden Fakten:

    - Die Zertifizierung entspricht nicht den Regeln der FAO
    - Für bedrohte Knorpelfische müssen vorsichtigere Fangmengen festgelegt werden
    - MSC will nach eigenen Angaben zertifizierte Haifischflossen nach Asien liefern.

    Es wird höchste Zeit, den teilweise zweifelhaften Praktiken dieses angeblich nachhaltigen Gütesiegel ein Ende zu machen!

    Herzliche Grüße

    Sven Thanheiser
    HAILIFE Alliance Manager
    Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
    Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:

    (21.10.2011)
    WolfDrei:   ps: das Vu-Quang-Rind wurde sogar erst 1992 wissenschaftlich beschrieben.
    (10.08.2011)
    WolfDrei:   Soeben gelesen in der französischen Zoofreundezeitschrift SECAS: im August 2010 wurde in einem laotischen Dorf an der Grenze zu Vietnam ein Vu-Quang-Rind "eingeliefert" (dem Bilde nach ein Bulle). Bevor Sachverständige eintreffen konnten, verstarb das Tier. Frustierenderweise wurde mitgeteilt, daß es in den letzten Jahren sehr ruhig um das erst vor ca 25 Jahren entdeckte Tier geworden sei und daß dieses Tier vielleicht eines der letzten seiner Art sein könnte. Nach Entdeckung nahm man einen Gesamtbestand vo ca 300 Tieren an. Die ca 17 Tiere, die nach der Entdeckung gefangen worden waren, hatten nur, wenn überhauopt, wenige Wochen überlebt.
    (10.08.2011)
    WolfDrei:   ps: Ausgangsbestand 2010 300 Tiere
    (23.02.2011)
    WolfDrei:   Aus der letzten "Zooquaria": Durch Schutz der Wurfplätze am Cap Blanc (Mauretaninien) wurden 2010 in dieser weltweit größten Kolonie der Mönchsrobben 55 Jungtiere gezählt.
    (23.02.2011)
    Klaus Schüling:   Die Tierparkfreunde Hellabrunn informieren:


    Sehr geehrte Damen Herren,
    liebe Zooförderer,

    letztes Mal konnten wir erfreuliche Ergebnisse von unseren Aktivitäten beim Walschutz berichten.

    Heute leider eine Katastrophe: Obwohl zur Zeit in Nagoya, Japan, die Int. Biodiversitätskonferenz stattfindet, steigen die Japaner aus dem Artenschutz aus: In Taji, einem japanischen Küstenort, wurden heute wie jedes Jahr 60 Delphine zusammengetrieben, die schönsten Tiere für Delphinarien herausgefangen und der Rest blutig abgeschlachtet.
    Scheinheilig verkündeten die Japaner gleichzeitig bei der Konferenz, 1.4 Mrd. Euro für den Artenschutz an Entwicklungsländer bereitzustellen. Das "Harmonie" genannten Paket darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Bestechung ärmerer Länder allein dazu dient, bei Konferenzen wie z.B. CITES die kontraproduktiven Positionen Japans zu unterstützen.

    Aber auch vor unserer Haustür wird eine Tierart zum Tode verurteilt: Die EU-Fischereiminister des "Club Med", d.h.alle EU-Mittelmeeranrainer, haben eine Mehrheit gegen den Vorschlag der EU-Kommission, zur Rettung des Roten oder Blauflossenthunfischs die Fangquote zu halbieren, organisiert.

    Dieser Irrsinn kann nur bei der nächsten EU-Wahl korrigiert werden! Oder es muss doch mal ein saftiger Boykott gegen eines unserer Urlaubsländer organisiert werden.

    EARTLIFE wird Anfang 2010 zu einer Strategiekonferenz der Umweltverbände nach München einladen. Dort sollen effektivere Strategien diskutiert werden, Artenschutz international durchzusetzen. Auch der Boykott kommt wieder auf die Tagesordnung...

    Wir müssen aber unsere Hausaufgaben in Europa machen, bevor wir international glaubwürdig Druck entfalten können!

    Die Themen Thunfisch und Walmassaker vor den Faroer-Inseln könnten die Aufschläge sein, diese Schöpfung vor Gier und Dummheit zu retten.

    Betrübte, aber kampfeslustige Grüße

    Ihr

    Sven Thanheiser
    Programmleiter EARTHLIFE
    Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn e.V.
    (02.11.2010)
    Liz Thieme:   Laos will die Schutzbemühungen für die Saola verstärken, nach dem nun wieder ein Exemplar gesehen wurde - nach 10 Jahren.

    Quelle: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12283-2010-09-20.html
    (20.09.2010)
    Ralf Sommerlad:   Es ist immer ziemlich einfach, politische und finanzielle Unterstützung zu finden, wenns um den Schutz besonders charismatischer Tierarten geht - auch wenn die politische Unterstützung immer eine konsequenzfreie ist. Wale, Tiger, Orang-Utans, Eisbären und vielleicht sogar noch Frösche -anders siehts aus, wenn man sich für Segelechsen und Pustelschweine in den Philippinen, Siam-Krokodile in Kambodscha und Indonesien, Indigonattern in den USA und sogar den Kabeljau in europäischen Meeren einsetzt...
    (25.06.2010)
    Klaus Schüling:   Vor kurzem hatten die Tierparkfreunde Hellabrunn um Teilnahme an den Online-Petitionen gegen die Aufweichung des Walfangmoratoriums gebeten. Hier die gute Nachricht aus Agadir:

    Walfangmoratorium bleibt erhalten: Erfreuliche Nachrichten von der Sitzung der Int. Walfangkommission aus Agadir: Der Versuch der Aufweichung des Moratoriums ist insbesondere Dank der Einigkeit der EU und der Haltung von Deutschland, Frankreich und England abgewehrt worden. Herzlichen Dank an alle, die vor Ort mitgewirkt haben (Dr. Ralf Sonntag, IFAW (siehe Artikel im letzten "Tierparkfreund", Dr. Sandra Altherr, Pro Wildlife, Thilo Maack, Greenpeace, Niki Entrup, WDCS) und auch an Ministerin Aigner, die sich nach Intervention von Earthlife zuletzt für die Position der NGOs auch international sehr stark gemacht hat.
    (24.06.2010)
    Liz Thieme:   Delacour-Zwergtaucher für ausgestorben erklärt
    Auch bei einer langen Suche wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Fische und Fangnetze sind mitverantwortlich für sein Aussterben.
    Genf. Die Welt ist wieder um eine Tierart ärmer: 25 Jahre wurde der Delacour-Zwergtaucher (Tachybaptus rufolavatus) bereits nicht mehr gesichtet, nun hat eine internationale Vogelschutzorganisation den auf Madagaskar heimischen Lappentaucher offiziell für ausgestorben erklärt. „Den Verdacht, dass der Vogel nicht mehr existiert, gab es natürlich schon länger“, erklärte BirdLife International. Die weltweite Partnerschaft von Naturschutzorganisationen ist zuständig für die Rote Liste gefährdeter Vogelarten. Wissenschaftler wollten den Vogel, der im entlegenen Osten der afrikanischen Insel beheimatet war, nicht übereilt für ausgestorben erklären. Doch auch bei einer ausgedehnten Suche im vergangenen Jahr wurde der Vogel nicht mehr gesichtet. Exotische Fischarten und Fangnetze seien mitverantwortlich für das Aussterben des Delacour-Zwergtauchers. Ein ähnliches Schicksal könnte auch die Kubaralle (Cyanolimnas cerverai) ereilen. Der nur in den westlichen Sümpfen Kubas vorkommende Vogel wurde in die Liste vom Aussterben bedrohter Tierarten aufgenommen. Quelle: HH Abendblatt
    (27.05.2010)
    Klaus Schüling:  


    Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn gegen den Walfang

    Im Juni will die Internationale Walfangkommission (IWC) das seit 1986 geltende Walfangmoratorium aufheben. Der Beschluss dazu wurde von einer kleinen Arbeitsgruppe vorbereitet, an der für Deutschland das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV, Ministerin Ilse Aigner, CSU) maßgeblich beteiligt ist.
    Weitere Info auf den Web-Seiten z.B. der NGOs IFAW oder NABU .

    Auf dem Photo im Anhang übrigens ein üblicher Anblick auf den dänischen Faroer-Inseln...

    Obwohl Deutschland keinerlei Walfang betreibt, will die Bundesregierung das sinnlose Töten der Könige der Meere wieder erleichtern. Ein unglaublicher Skandal und das krasseste Beispiel für umweltpolitische Ignoranz:

    2010 wurde von der UNO zum Jahr der Biodiversität ausgerufen.

    Bislang weigert sich das BMELV die Position der Umweltverbände anzuerkennen. Die Tierparkfreunde sind Teil der größten Verbändekoalition, die es je gab und fordern Bundeskanzlerin Merkel und Ministerin Aigner in einem offen Brief auf, Ihre Pläne zu überdenken.

    Es wird Zeit, Frau Ministerin Aigner zur Rettung der Wale zu ermutigen!

    Schreiben Sie ihr! Die benötigten Informationen finden Sie auf der Seite des IFAW unter: http://e-activist.com/ea-campaign/clientcampaign.do?ea.client.id=16&ea.campaign.id
    =6382&msource=DR100319003&tr=y&auid=6212281

    Foto: Ein Bild von den dänischen Faroer-Inseln während der Jagdsaison
    (14.05.2010)
    Jennifer Weilguni:   Grünes Denken in der Politik wird von den Wählern zum Teil immer noch als "Ökospinnerei" abgetan. Vieleicht deshalb nicht das beliebteste Parteiziel?

    Man wird erst aufhören die Meere leerzufischen und die Wälder abzuholzen, wenn nichts mehr da ist was sich fischen oder abholzen lässt. Und glaubt mir, dann wird es einige reiche Menschen geben, die feststellen, dass sich Geld DOCH essen lässt.
    (11.05.2010)
    Klaus Schüling:   Weltweiter Verlust an Arten und Lebensräumen bestätigt

    Prof. Dr. Manfred Niekisch, Direktor des Zoo Frankfurt und weltweit anerkannter Biodiversitätsexperte, fordert in Bonn anlässlich des dritten Berichts über den Zustand der biologischen Vielfalt ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik.


    Heute wurde in Bonn der dritte Global Biodiversity Outlook, ein periodisch erscheinender Bericht über den Zustand der globalen biologischen Vielfalt, vorgestellt. „Der Bericht zeigt eindrücklich, dass das Ziel, bis 2010 die Verluste der biologischen Vielfalt entscheidend zu reduzieren, auf globaler Ebene nicht erreicht worden ist.“, sagt Prof. Dr. Manfred Niekisch. Der alle drei bis vier Jahre erscheinende Bericht benennt die wichtigsten Ursachen für den Rückgang der biologischen Vielfalt, zeigt aktuelle Trends auf und widmet sich möglichen Zukunfts-Szenarien.

    Süßwasserlebensräume, Eismeere, Salzwiesen, Korallenriffe, Seegraswiesen und Muschelbänke weisen ernsthafte Verschlechterungen ihres Zustands auf. Fast ein Viertel der Pflanzenarten ist Schätzungen zufolge vom Aussterben bedroht. Die Populationsgröße von Wirbeltieren hat zwischen 1970 und 2006 durchschnittlich um fast ein Drittel abgenommen.

    Die Ausdehnung natürlicher Lebensräume schwindet in den meisten Teilen der Welt, allerdings konnte der Flächenverlust von Tropenwäldern und Mangroven in einigen Regionen verlangsamt werden. „Das ist das einzige positive Signal des Berichtes“, erläutert Niekisch. „Es wurden mehr Schutzgebiete ausgewiesen. Aber diese Gebiete sind teilweise in einem sehr schlechten Zustand.“

    Die Hauptursachen des Verlusts an biologischer Vielfalt sind die Zerstörung und Übernutzung von Lebensräumen und Arten, Umweltverschmutzung und der Klimawandel. „Fragen der biologischen Vielfalt werden immer noch nicht ausreichend in politische Programme aufgenommen“, fährt Niekisch fort. Mit dem Verlust der biologischen Vielfalt durch verfehlte Agrar- und Fischereipolitik wird die Existenzgrundlage und Nahrungsmittelsicherheit von mehreren Millionen Menschen gefährdet. Sie verschärfen die ohnehin schon großen Probleme von Hunger und Armut. Als Beispiele führt Niekisch die kommerzielle Fischerei und den Ausbau von Monokulturen an. „Die kommerzielle Fischerei nimmt den kleinen Küstenfischern ihren Lebensunterhalt. Eindrucksvoll sieht man die Folgen in Somalia, wo die Fischer zur Piraterie greifen.“ Monokulturen im Soja-, Mais- und Palmölanbau produzieren für Leute, die sich solche Produkte kaufen können und gerade nicht für die Armen.

    „Die Erhaltung der Biodiversität ist kein Luxusproblem“, sagt Niekisch. Letztendlich ist die Erhaltung der genetischen Vielfalt, der Vielfalt der Arten und der Vielfalt der Ökosysteme für die Erhaltung des Lebens auf der Erde essentiell, denn ohne Vielfalt ist keine Evolution möglich. „Wir brauchen ein radikales Umdenken in der Agrar- und Fischereipolitik. Die Erhaltung der Biodiversität muss ganz oben auf die politische Agenda.“

    (11.05.2010)
    Klaus Schüling:   14. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Kölner Zoo

    Am Samstag, den 30. Oktober 2010, findet im Kölner Zoo die 14. Tagung
    des „Fonds für bedrohte Pagageien“, einer Arbeitsgruppe der Zoologischen
    Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), über
    Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

    Die Tagungsgebühr beträgt pro Person 30 EUR bei Vorabreservierung
    (ZGAP-Mitgliedern wird ein zusätzlicher Rabatt von 5 EUR eingeräumt)
    oder 40 EUR vor Ort, für Schüler und Studenten entsprechend 20 EUR bei
    Vorabreservierung (ZGAP-Mitgliedern wird ein zusätzlicher Rabatt von 5
    EUR eingeräumt) oder 30 EUR vor Ort. In der Tagungsgebühr sind Kaffee-
    und
    Kuchen sowie der Eintrittspreis (Samstag und Sonntag) für den Zoo
    inklusive
    Zooführung am Sonntagmorgen enthalten. Die Teilnahme an der Tagung
    ermöglicht darüber hinaus den Eintritt zur Ornithea zu einem ermäßigten
    Preis.

    Für Teilnehmer, die schon am Freitag anreisen, ist eine
    gemeinschaftliche Besichtigung eines Schlafbaums der Halsbandsittiche
    (Psittacula krameri) auf dem BASF-Gelände in Leverkusen mit
    anschließendem Abendessen im Restaurant „Kasino“ geplant.

    Die Tagung am Samstag findet in Räumlichkeiten des Kölner Zoos statt.
    Anschrift: Zoo Köln, Riehler Straße 173, 50735 Köln, Internet:
    www.koelnerzoo.de.

    Übernachtungsmöglichkeiten: Als Großstadt bietet Köln ein reichhaltiges
    Hotelangebot in allen Preislagen. Hieraus empfehlen wir drei
    verkehrsgünstig gelegene Hotels:

    Hotel IBIS Köln Am Dom (im Hauptbahnhof, ca. 10 Minuten per U-Bahn zum
    Zoo), Tel.: 0221-9128580, E-Mail: H0739@accor.com, Internet:
    www.accorhotels.com/de/hotel-0739-ibis-koeln-am-dom/ index.shtml

    Hotel Four Points, Breslauer Platz 2 (Nähe Hauptbahnhof, ca. 10 Min. per
    U-Bahn zum Zoo), Tel.: 0221- 1651-333; Internet:
    www.fourpointscentralkoeln.com

    Hotel Viktoria, Worringer Straße 23 (ca. 10 Minuten Fußweg zum Zoo),
    Tel.: 0221- 9731720, E-Mail: hotel@hotelviktoria.com; Internet: www.
    hotelviktoria.com

    Weitere Übernachtungsangebote finden Sie im Internet oder erhalten Sie
    auf Nachfrage in Ihrem Reisebüro.

    Vorabreservierungen zur Tagung müssen schriftlich erfolgen und können
    nur unter Vorausleistung der Tagungsgebühr berücksichtigt werden. – Die
    Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das
    Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie
    auf der Homepage des Fonds für bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
    Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt Andreas Bigge, Gellenhof,
    Gellendyck 5, 47638 Straelen, Fax 02834-425041, E-Mail:
    fondstagung@zgap.de entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
    (05.05.2010)
    Michael Mettler:   Das mit dem Sumpfkrokodil ist nun wirklich spannend. Erinnert mich ein bisschen an die neuere Erkenntnis, dass die Schwärzlinge des Timberwolfes auf frühe Einkreuzung von Haushunden zurückzuführen sein sollen. Da ein schwarzer Timberwolf im Frankfurter Zoo der Stammvater der heutigen angeblichen Polarwölfe in unseren Zoos war, müssten die also eigentlich als Wolfshunde ausgeschildert werden ;-)

    Was evolutionäre Zeiträume betrifft: In den letzten 80 Jahren fand die natürliche Ausbreitung der Türkentaube aus der Türkei bis nach Skandinavien statt. Wäre diese Kolonisation nach Süden statt nach Nordwesten gelaufen, wäre der Vogel auf seinen nächsten Verwandten, die Nordafrikanische Lachtaube gestoßen. Ob es da wirklich nicht zu (höchstwahrscheinlich fruchtbaren) Kreuzungen gekommen wäre, deren Produkte nur schwer als solche erkennbar gewesen wären und munter im Fortpflanzungsgeschehen mitgemischt hätten?

    Ich denke eher: Jede Generation eines Lebewesens ist bereits ein evolutionärer Zeitraum. Wir nehmen das Wachstum eines Baumes ja auch nicht in Echtzeit wahr, sondern bemerken die Unterschiede nur in Episoden - und trotzdem wächst er kontinuierlich...
    (16.04.2010)
    Ralf Sommerlad:   Ja, Sie haben völlig Recht, Herr Mettler. Im vorliegenden Fall aber haben wir es mit einer Entwicklung in einem Zeitraum von roundabout 50 Jahren zu tun, das ist ja kein evolutionärer Zeitraum. In dieser Zeit wurden die nach Übergagung kläglichen Wildbestände in sehr begrenzte Habitate zusammengedrängt, die schwerer erreichbar waren.Nachdem man bemerkte was man vorher angerichtet hatte, hat man Schutzmassnahmen eingeleitet und die sind eben bei den robusteren und anpassungsfähigeren Spitzkrokodilen besser angenommen worden, als bei den Kuba-Krokodilen. So hat sich eine Art stärker vermehrt und drang in den Lebensraum der anderen, des Nahrungskonkurrenten immer weiter vor, während die Kubaner aufgrund ihrer Süsswasserbindung auf ihren Bereich beschränkt blieben. Und da beide Arten, wie vermutlich alle Echten Krokodile untereinander das können, logischerweise hybridisierten...Aber es bleibt die spannende Frage des Eingriffs in einen vielleicht evolutionären Prozess, Sie haben Recht.
    Ex situ haben wir dennoch die Möglichkeit der reinerbigen Erhaltung , natürlich müssen wir diese Chance nutzen. Es ist ja schon jetzt im Vorfeld spannend, was schon festgestellt wurde: So hat ein Zoo, der seine Tiere genetisch untersuchen liess, nicht nur Spitzkrokodil-Gene gefunden, bei einem Tier sogar die des ( indischen ) Sumpfkrokodils..Ich bin sehr gespannt, welche Überraschungen noch auf uns warten.
    (16.04.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Auch wenn es nicht gerade der landläufigen Meinung entspricht, finde ich, dass der menschliche Einfluss in gewissem Maße überbewertet wird. Nicht in seinem Ausmaß der Umweltzerstörung, denn daran habe ich keinerlei Zweifel, sondern dahingehend, dass es auch ohne Einwirken des Menschen Einflüsse gibt und schon immer gab, die zu solchen Hybridisierungen führen können/konnten. Einzelne Tiere verirrten sich in das Verbreitungsgebiet naheverwandter Arten oder versuchten es gezielt zu kolonisieren (z.B., weil in ihrem Herkunftgebiet alle Reviere besetzt waren), Naturkatastrophen oder schlichte Veränderungen wie der sich verändernde Lauf eines Flusses führten dazu, dass nahe verwandte Tierformen zueinander fanden. Die durch Eiszeiten und Zwischeneiszeiten hervorgerufenen Ausdehnungen und Schrumpfungen der Lebensräume Afrikas z.B. drängten Tierarten in inselartige Refugien zurück, in denen sie durch die Isolation trennende Eigenschaften entwickeln konnten - als sich durch Klimawechsel diese Refugien wieder ausdehnten und erneut zusammenhängende Flächen bedeckten, waren die Unterschiede aber wahrscheinlich noch nicht so groß, dass sich die Tiere bei der Re-Kolonialisation nicht mehr hätten kreuzen können. Und bei dieser Gelegenheit wird vermutlich auch die eine oder andere Ausgangsart/-unterart "auf der Strecke geblieben sein", wenn sich fruchtbare Hybriden als nicht nur vital erwiesen, sondern zufälligerweise auch einen Selektionsvorteil erworben hätten.

    Ich weiß, dass das ein sehr kitzliges Thema ist. Arterhaltung kann nun mal auch gleichzeitig bedeuten, ein eigentliches evolutionäres Zwischenstadium (da die Evolution ständig weiterläuft) gewissermaßen zum Standard für alle Zeiten zu erklären und uns damit die Willkür des Menschen zu erlauben, die sagt: WIR legen fest, was eine Art ist und ob sie im status quo weiterleben soll oder nicht. Conservation - konservativ - in Konserve...

    Das Beispiel mag verrückt klingen, aber ich habe mich schon oft gefragt, was passiert wäre, wenn es unsere heutige menschliche Kultur schon zu der Zeit gegeben hätte, als sich die Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika bildete. Hätten wir aus gut gemeintem Naturschutzgedanken heraus versucht, den Faunenaustausch zwischen den beiden Kontinenten zu unterbinden...? Ich fürchte, ja.
    (16.04.2010)
    Ralf Sommerlad:   @Michael Mettler: Sie sprechen da ein Thema an, daß durchaus diskutiert werden muss: Stören wir einen evolutionären Prozess? Möglicherweise ist das ja auch ein solcher, allerdings verursacht durch nachhaltigen menschlichen Einfluss, die Zerstörung von Lebensräumen einer Art, die wiederum eine andere Art - hybridisierend- dennoch besiedeln kann.
    Die hier überschwappende Hybridisierung ist alleine menschlichem Einfluss ( in einem erdgeschichtlich bedeutungslos geringen Zeitraum) zuzuführen. Es ist ja nicht auszuschliessen, dass schon in der Vergangenheit dort, wo sich die lebensräume beider Arten überschnitten haben, also etwa in küstennahen Sumpfgebieten, es zu Hybridisierungen kam, aber diese wegen der ausreichenden Auswahl natürlicher reinerbiger Geschlechtspartner relativ folgenlos blieb. Wenn, hätten wir also so oder so einen evolutionär vielleicht natürlichen und vielleicht sogar unausweichlichen Prozess wahnsinnig beschleunigt. An der Notwendigkeit, sich um die Erhaltung der reinerbigen Kuba-Krokodile zu kümmern, ändert das nichts.
    (16.04.2010)
    Michael Mettler:   @Ralf Sommerlad: Falls die Spitzkrokodilpopulation auf Kuba natürlichen Ursprungs ist, entspräche die Hybridisation im Freiland doch aber einem normalen evolutionären Vorgang, der beiden Arten "frische Gene" bringen und die Grundlage zur allmählichen Entwicklung einer neuen, bestens an den vorhandenen Lebensraum angepassten oder aber flexibleren Art geben könnte...? Wenn sich schon die heutigen Arten fruchtbar kreuzen, könnten sie genausogut auch selbst irgendwann aus Vorfahren verschiedener Elternarten entstanden sein.
    (15.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Ralf Sommerlad, vielen Dank für die Antwort, hört sich in der Tat nicht gerade rosig an...
    (15.04.2010)
    Ralf Sommerlad:   Schön, dass nun auch das Siam-Krokodil in den Fokus der Zoo-Artenschützer gerät, es ist auch nötig: http://www.waza.org/en/site/conservation/waza-conservation-projects/overview/natural-history-of-a-siamese-crocodile-population-on-borneo
    Danke an die Zoos in Dortmund, Köln und Protivin, die sich sehr eingesetzt haben und noch einsetzen, obwohl 2 von ihnen die Art garnicht pflegen. Aber man ist sich seiner Mitverantwortung für den Erhalt eines wichtigen Habitates und seiner Biodiversität bewusst.
    (15.04.2010)
    Ralf Sommerlad:   Es sieht schlimm aus! Die wirklich getesteten reinerbigen Farmbestände sind nicht wirklich gross.Es ist davon auszugehen, dass ein Grossteil hybridisiert sind.Die CSG schreibt im neu aufgelegten und noch unveröffentlichten Conservation Action Plan: "The degree of genetic introgression remaining in the captive Cuban stock remains unknown. "
    Was freilebende Kuba-Krokodile angeht, so hat man bei den letzten surveys in 2000 noch zwischen 4.000 und 6.000 Krokodile angenommen. Niemand weiss, ob die Zahlen noch stimmen. Und da die Hybridisierung der Wildbestände durch die Zunahme der Spitzkrokodilbestände auf Kuba ebenso zunimmt, wird man verstehen, wie wichtig die Erhaltung genetisch reiner Bestände in Zoos ist.Einige europäische Zoos haben bereits ihre Tiere genetisch untersuchen lassen mit dem zu erwartenden Ergebnis, dass auch hier Hybriden vorhanden sind, wo man nicht damit gerechnet hatte. Es ist also beim Kuba-Krokodil, ebenso übrigens wie beim Siam-Krokodil, ein sehr sorgfältiges captive management von Nöten
    (15.04.2010)
    Ralf Seidel:   @Ralf Sommerlad, noch vor Jahren hieß es, dass zwar die Freilandpopulationen bedroht sind, der Artbestand aber insgesamt durch die Zucht in Farmen auf Kuba gesichert ist. Wie ist denn da die aktuelle Entwicklung?
    (13.04.2010)
    Ronald Masell:   @ralf, wie gross sind denn im moment die Bestände inSitu bzw.exSitu?
    (13.04.2010)
    Ralf Sommerlad:   Angesichts der katastrophalen Situation für das Kuba-Krokodil, welches heute die vielleicht mit meisten vom Aussterben bedrohte Krokodilart der Welt darstellt, hat sich auf Intiative der IUCN Crocodile Specialist Group die Reptile TAG der EAZA entschlossen, anlässlich deren Frühjahrstagung in Barcelona abschliessend die Gründung eines ESB zu beschliessen, um das notwendige sorgfältige Management der Zoopopulationen zu gewährleisten. Sofern so beschlossen wird, soll als ESB-Koordinator der Paington Zoo, UK, fungieren.
    (13.04.2010)
    Klaus Schüling:   Und nun tatsächlich die letzte Mail zum Thema "REWE action alert":

    Liebe Tierparkfreunde,
    liebe Europäische Zooförderer,

    wie vor Ostern versprochen, hier die letzte Mail zum Thema Haifleisch und "REWE action alert":
     
    Nachdem der Vorstandsvorsitzende von REWE schriftlich mitgeteilt hat, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird, haben wir zahlreiche Mails erhalten, dass die REWE-Filialen binnen weniger Tagen die Restbestände an eingedosten Schillerlocken aus dem Sortiment genommen haben - und das VOR dem Karfreitags-Fischgeschäft.

    Bezüglich der noch offenen Frage der Qualitätssicherung dieser Konzernstrategie bei den durchaus auch beim Einkauf unabhängig agierenden Filialen hat die Konzernführung mitteilen lassen, dass sie nachhaltig auf die Filialisten einwirken wird, die Konzernstrategie zu respektieren. Angesichts des erfolgten "Durchgriffs" halten wir dies für ausreichend und erklären den Action alert für beendet.

    Vielleicht behalten Sie dennoch die REWE-Fischregale im Auge...

    Wir danken allen, die bundesweit mitgeholfen haben, der REWE auf die Pelle zu rücken, ganz herzlich für ihren Einsatz!

    (13.04.2010)
    Klaus Schüling:   Dies ist - hoffe ich doch! - die vorletzte Mail zum Thema "REWE action alert". Und das mit einer guten Nachricht:

    Offensichtlich hat die Schlagkraft des HAILIFE-B�ndnisses gerade auch Dank des Einsatzes vieler Zoofreunde einmal mehr funktioniert!

    Der Vorstandsvorsitzende von REWE hat nunmehr schriftlich mitgeteilt, dass die REWE-Group keine Haiprodukte mehr vertreiben wird und dass der Verkauf der R�genfisch Schillerlockendosen beendet wurde.

    Nun w�re es hilfreich, so weit m�glich die Beendigung des Verkaufs der Dosen durch eine Nachschau in den REWE-Filialen zu verifizieren. Vielleicht w�re es also den vielen von Ihnen, die den REWE-Filialleitern auf die Pelle ger�ckt sind, noch einmal m�glich zu pr�fen, ob die Dosen tats�chlich aus den Fischkonservenregalen verschwunden sind, und uns noch mal eine kurze Info zu geben.

    Falls die R�ckmeldungen aus den Filialen positiv sind, werden wir den action alert beenden k�nnen - was ich Ihnen dann im Interesse Ihrer Mailboxen in einer abschlie�enden Mail mitteilen werde.

    Ich danke allen von Ihnen schon jetzt ganz herzlich f�r die Unterst�tzung! Ein toller Erfolg, der vielleicht ja auch mal als Blaupause f�r alerts auf anderen Gebieten als dem Haischutz dienen k�nnte...

    Sven Thanheiser
    Campaign Manager
    Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

    (25.03.2010)
    Klaus Schueling:   YAQU PACHA: Neue Website

    www.yaqupacha.org


    (25.03.2010)
    Klaus Schüling:   Liebe Europäische Zooförderer,
    liebe Tierparkfreunde,

    heute war in der Süddeutschen Zeitung und wohl auch bei Spiegel online zu lesen, dass die Haianträge in Doha bei der CITES-Konferenz gescheitert seien. Dies war im Gegensatz zum Roten Thun und dem Eisbär zum Glück nicht der Fall! Zum Stand der Dinge schreibt Heike Finke, NABU, aus Doha:

    Es gibt von der COP 14 Den Haag ein Arbeitspapier über conservation und
    management von sharks. Seit Den Haag 2007 ist das fortgeschrieben
    worden, da hat eine Arbeitsgruppe dran gearbeitet. Diese
    Ergänzungen/Fortschreibungen sind am vergangenen Dienstag in Committee I
    vorgestellt worden - und sind abgelehnt worden. D.h. es wurde über
    dieses Papier gesprochen und dann auch abgestimmt mit dem Ergebnis, dass
    es abgelehnt wurde. Die Diskussion war nicht eben pro Hai und gab
    vielleicht einen Vorgeschmack auf die Diskussion, die es zu den
    Listungsanträgen geben wird.

    Aber mit dem Durchfallen diese Papiers sind wir zum Glück nur auf dem
    Stand Den Haag, diese Resolution 12.6 mit Decisions 14.101 bis 14.117
    sind damit weiter Stand der Dinge, die Arbeit der Arbeitsgruppe seitdem,
    d.h. seit 3 Jahren, ist damit hinfällig und war für die Katz fürs erste.
    Mehr ist aber nicht passiert.

    Die Hai-Listungsanträge werden vermutlich am Sonntag diskutiert,
    vielleicht auch Montag. dann wird es eine Vorabstimmung geben, die aber
    jedenfalls im Plenum an den letzten 2 - 3 Konferenztagen wieder
    aufgegriffen werden kann, d.h. in ein sog. Reopening münden kann.
    Gleiches gilt für das abgelehnte Papier - auch das kann nochmals ins
    Plenum kommen, auch mit dann anderem Ergebnis. Es waren ja gar nicht
    alle Mitgliedsstaaten im Raum, was allein durch die Arbeitsaufteilung in
    2 committees folgt.

    Dies zur Klarstellung.

    Noch ist Hoffnung für die Haie!

    Viele Grüße aus Doha
    Heike

    Zwischenstand REWE action alert:

    Das Haus REWE will wohl Hai auslisten, hat das aber noch nicht vollzogen. Wir erhalten immer mehr Meldungen, dass die REWE-Märkte die Dosen aus den Regalen nehmen, sobald Tierparkfreunde die Filialleiter zur Rede stellten.

    Vielleicht können Sie selbst oder Ihre Mitglieder bundesweit und in den Nachbarländern da noch etwas nachzuhelfen...  ;-)

    Noch haben wir die REWE-Zentrale nicht da, wo wir im Interesse der Haie hinwollen: Sofortige nachvollziehbare Auslistung ALLER Haiprodukte und SOFORTIGES Ende des Verkaufs der eingedosten Schillerlocken!

    Mit herzlichen Grüßen

    Sven Thanheiser
    Campaign Manager
    --
    HAILIFE
    Postadresse: Postfach 44 04 26
    D-80753 München, Germany
    Tel.: +49-(0)89-99 88 88 81 Fax: +49-(0)89-99 88 88 84
    www.hai-society.org
    (19.03.2010)
    Klaus Schueling:   Artenvielfalt erhalten und Lebensräume schützen –
    Zoos engagieren sich für den Amphibienschutz
    Der Verband Deutscher Zoodirektoren e. V. informiert:
    Frosch, Kröte und Salamander sind in Gefahr. Die Bestände der Amphibien nehmen weltweit ab. Ein Drittel aller Arten ist gefährdet. Über 120 Arten sind in den letzten Jahren ausgestorben. Mit einem langfristigen Programm will der Verband Deutscher Zoodirektoren (VDZ) in Zusammenarbeit mit anderen Zooverbänden und der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) dazu beitragen, die Biodiversität im Bereich der Amphibien zu erhalten.
    Der Weltzoo-Verband (WAZA) hatte 2008 zum „Jahr des Frosches“ ausgerufen. Im Rahmen dieses Jahres führte der Europäische Zoo- und Aquarien-Verband (EAZA) die Kampagne „Frog Alarm!“ durch, um auf das Problem aufmerksam zu machen und Gelder für Schutzprojekte zu sammeln. Die Zoos im deutschsprachigen Raum spendeten damals rund 70'000 € für den Amphibienschutz. Der Zoo DORTMUND hat sich ebenfalls an der Kampagne beteiligt und wurde von der EAZA mit dem „Gold Award“ für seine erfolgreiche Beteiligung ausgezeichnet.
    Die Zoo-Verbände in Deutschland, Österreich und der Schweiz waren aber der Meinung, dass mit einer zeitlich befristeten Kampagne wenig erreicht werden könne. Sie hatten sich deshalb bereits 2007 mit der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde zusammen gefunden, um ein langfristiges Amphibienschutzprogramm ins Leben zu rufen, an dem sich sowohl die Zoos, Tier und Wildparks im deutschsprachigen Raum als auch Privathalter beteiligen sollten. Dieses Programm verfolgt unterschiedliche Ziele, wie Information der Zoobesucher und der breiten Öffentlichkeit, Thematisieren des Amphibienschutzes im Rahmen des Zoo-Unterrichts, Schaffen der Voraussetzungen für langfristige Zuchtprogramme, ökologische Aufwertung der Zoogelände zur Schaffung von Lebensräumen für heimische Amphibien, Betreuen von Schutzgebieten, Unterstützen von Zoos und Behörden in Entwicklungsländern mit einer hohen Artenvielfalt, und Beteiligung an Forschungs- und Schutzprojekten in Entwicklungsländern. So beteiligt der Zoo DORTMUND sich am Erhaltungszuchtprogramm für den Blauen Baumsteiger, eine der bedrohten tropischen Froscharten.
    Den Start für das Programm war ein im Juni 2007 in Chemnitz durchgeführter Amphibienkurs, an dem Vertreter der Zooverbände, der Zoos und der DGHT teilnahmen. Seit dann bildet der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) regelmäßig Tierpfleger für die Betreuung von Amphibien aus, es wurden von einem DGHT-Mitglied koordinierte Zuchtprogramme für etwa ein Dutzend Arten in Angriff genommen, in Zusammenarbeit mit dem Verband deutschsprachiger Zoopädagogen und der Stiftung Artenschutz wurden Flugblätter und Lehrmittel herausgegeben, und mehrere Zoos bauten neue Amphibienausstellungen oder gestalteten bestehende um. Im Zoo DORTMUND sind mehrere Arten von Pfeilgiftfröschen und die eher unscheinbaren und daher wenig bekannten Schwimmwühlen zu sehen.
    Um einen weiteren Teil der Schutzbestrebungen zu finanzieren, sammelten Zoos und Verbände in den Jahren 2008/2009 rund 41'000 €, die von der Stiftung Artenschutz treuhänderisch verwaltet wurden. Damit können nun vier Feldprojekte in den Alpen, in Bolivien, Guyana und Vietnam sowie eine Analyse des regionalen Handels mit Krokodilmolchen in Südostasien tatkräftig unterstützt werden.
    Im Rahmen des Jahres der Biodiversität besonders bemerkenswert sind die Anstrengungen von bislang etwa 20 Zoos zu Förderung der lokalen Biodiversität durch Wiederherstellen und Unterhalten von Amphibienlebensräumen und, in besonderen Fällen, die Wiederansiedlung lokal ausgestorbener Arten, wie des Kammmolchs oder des Laubfroschs. Dazu arbeiten die Zoos eng mit lokalen Naturschutzorganisationen und Behörden zusammen.
    Weiterführende Informationen:
    www.zoodirektoren.de  Amphibienprogramm (Allgemeines, Schutzprojekte, Zuchtprogramme, Lehrmaterialien)
    Foto: Blauer Baumsteiger
    (15.03.2010)
    Liz Thieme:   leider lande ich bei dem angegebenen Link auf der Shopseite und nicht bei Hailife selbst. Die HP findet man unter diesem Link: http://www.hai-society.org/

    Ich finde gut, dass sich Zoos wie Hellabrunn und Hagenbeck für solche Zwecke einsetzen. Im derzeitigen TierINTERNATIONAL weist Hagenbeck auf das Problem hin, dass man häufig nicht weiß wo Hai drin steckt.
    Hier mal eine kleine Liste zusammengestellt auf Grund des Artikels.

    Lebersubstanz Squalen & Öle: Lippenstift, Pflegecremes und andere Kosmetika
    Knorpel - Chondroitin: Hundefutter
    Knorpel & Squalen: Medizin, ua. Impfstoff für Schweinegrippe
    Boroso-Leder: Haileder für Luxusartikel
    Kalbfisch: geräucherte Scheibe vom Heringshai
    Königsaal: Dornhaifilet
    Karbonadenfisch: Haiprodukt
    Rocksalmon: Katzenhai aus Irland
    Schillerlocke: geräucherter Bauchlappen des Dornhais
    Seestör und Steinlachs: kann auch von Haien stammen
    Speckfisch: Haiprodukt
    Surimi: Krebsfleischimitat, kann auch Hai enthalten
    Squalen-Kapseln, auch Squalan: Nahrungsergänzungsmittel, Substanz aus Haileber (kann aber auch aus pflanzlichen Ölen gewonnen werden) zu finden in Selbstbräunern, Haarfärbemitteln, Salben und Cremes

    zusätzliche Nebenwirkung: Menschen gefährden sich selbst. Haifleisch hat eine hohe Menge an Methylquecksilber eingelagert, welches zu Schäden im zentralen Nervensystem und Organen führen kann. Je älter das Tier umso größer die Menge.
    300g Haifleisch, durchschnittlich 0,23mg Methylquecksilber --> 70kg Mensch = mehr als das Doppelte als die vorübergehend tolerierbare wöchentliche Aufnahme von Methylquecksilber
    "Schillerlocken --> Killerlocken"

    (11.03.2010)
    Klaus Schueling:   erneuter Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn

    Liebe Europäische Zooförderer,

    seit einigen Jahren co-koordinieren wir Tierparkfreunde die Aktivitäten
    des Bündnisses HAILIFE. Mehr über HAILIFE unter www.hai-society.de oder
    im aktuellen "Tierparkfreund".

    Schon auf der letzten Konferenz der Europäischen Zooförderer in Innsbuck
    habe wir die Unterstützung der HAILIFE-Kampagne beschlossen. Die
    gemeinschaft Deutscher Zooförderer ist sogar Partner des
    HALIFE-Bündnisses.

    Dieser erste dauerhafte Zusammenschluss von Umwelt- und Zooorganisationen
    in einer Kampagne hat es geschafft, den deutschen Großhandelsmarkt
    weitgehend haifischfleischfrei zu bekommen - eine wichtige Voraussetzung,
    um die Nachfrage zu senken. Leider werden jedes Jahr Millionen von Haien
    vor allem für den asiatischen Markt getötet; teilweise werden den Tieren
    bei lebendigem Leibe die Flossen von den Körpern abgetrennt (sog.
    Finning), um Suppe zu kochen.

    In der nächsten Woche beginnt die große Artenschutz-Konferenz CITES. Hier
    sollte es endlich gelingen, weitere Haiarten unter Schutz zu stellen.
    Unser Vorstandsmitglied Claudia Praxmayer ist für unseren
    Kooperationspartner NABU mit der HAILIFE-Koordinatorin Heike Finke in Doha
    vor Ort.

    Erfreulich ist es, dass fast alle großen Handelskonzerne auf Initiative
    von HAILIFE freiwillig - bei einer Kette mussten wir etwas Nachhilfe
    leisten.... - auf den Verkauf von Haifleisch verzichtet haben. Umso
    ärgerlicher ist es, dass jetzt REWE Schillerlocke (in der Regel
    Bauchfleisch des Dornhais) in Dosen der Fa. Rügenfisch zum Verkauf
    anbietet. Und das, obwohl der Konzern auf seiner Website behauptet, er
    führe nur Produkte, die den Ansprüchen des blauen MSC-Siegels genügen!

    MSC-zertifizierten Haifang gibt es auf der ganzen Welt nicht. Und die
    bislang gesichteten Filialen führen viele Fischprodukte, die nicht
    MSC-zertifiziert sind. REWE unterstützt also nicht nur die Vernichtung der
    bedrohten Dornhaie, sonder führt die Verbraucher irre.

    Wir haben - wie bei HAILIFE üblich - REWE vorletzte Woche ein Schreiben
    geschickt, in dem wir über die Problematik aufgeklärt und dem Konzern
    Gelegenheit gegeben haben, diese rechts- und naturschutzwidrige
    Verkaufspraxis abzustellen.

    Leider hat es REWE im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bislang nicht für
    nötig gehalten, zu antworten. An anderer Stelle gab REWE die Auskunft,
    einzelne Filialen könnten auf eigene Faust Produkte dem REWE-Sortiment
    hinzufügen. Da wir die Schillerlockendosen in mehreren Filialen gefunden
    haben, eine reine Schutzbehauptung.

    Insofern bitten wir Sie jetzt um Mithilfe bei Stufe 2 des HAILIFE-action
    alert REWE. Diese Stufe hatte schon bei einer anderen großen Kette zum
    gewünschten Erfolg geführt. Wir bitte Sie, Ihre Mitglieder zu motivieren,
    REWE-Filialen aufzusuchen und die Geschäftsführer zur Rede zu stellen.
    Wenn Ihre Mitglieder das wollen, können sie auch vor den Filialen die
    Information zum REWE-Umweltfrevel an die Kunden weitergeben, solange Sie
    nicht den Verkauf behindern.

    Zu diesem Zwecke stellen wir Ihnen auf Nachfrage zur Verfügung:

    -Fotoflyer von Haien, deren Flossen gefinnt wurden, zum Ausdrucken und
    Verteilen
    -Brief, der an REWE ging, mit allen relevanten Informationen, den Sie
    gerne nutzen können
    -Hintergrundinformation über die Bedrohung der Haie und die
    CITES-Konferenz 2010 zum Ausdruck zur Ansicht
    -HALIFE-Plakat mit allen Partnern und kooperierenden Handelsketten
    -NABU-factsheet für CITES "Dornhai"

    Wir gegen davon aus, dass REWE reagieren wird. Falls nicht, werden wir
    übernächste Woche erstmals die dritte Stufe auslösen, d.h. durch breite
    Medieninformation zum Boykott der REWE-Filialen aufrufen.

    Gerade in der Zeit, in der viele Menschen auf der CITES-Konferenz um den
    Schutz der Haie als sehr wichtigem Bewohner des bedrohten Ökosystems Ozean
    kämpfen, kann es nicht angehen, dass ein deutscher Handelskonzern - der
    auch Filialen in Österreich und der Schweiz hat! - unter Irreführung der
    Verbraucher das Haimorden fördert! Nicht einmal REWE kann sich diesen
    Imageverlust erlauben...

    Wir zählen auf Sie, dass dieser action alert wieder ein erfolgreicher sein
    wird. Gerade die regelmäßige Rückmeldung der Zooförderer gib tuns immer
    wieder die Chance, einzelne Verstöße sehr schnell abzustellen. Rücken auch
    Sie REWE auf den Pelz!

    Herzlichen Dank und Grüße

    Ihr

    Sven Thanheiser
    HAILIFE campaign manager
    Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn

    (11.03.2010)
    Michael Mettler:   Ob sich die Sittiche angesichts vermutlich geringer Gründerzahl nicht langsam mal Gedanken über Inzuchtdepressionen machen sollten...? (Ironie)
    (08.03.2010)
    Klaus Schueling:   Sittiche auf dem Vormarsch

    Seit der ersten Brut 1974 im Schlosspark von Neckarhausen nahm die Anzahl der indischen Halsbandsittiche in der Rhein-Neckar-Region mächtig zu. In Worms gab es Anfang der 1970er Jahre ebenfalls eine kleine, aber wachsende Population dieser leuchtend grünen Papageien mit dem roten Schnabel und dem langen blauen Schwanz. Die ersten Tiere sind aus Käfigen entflogen oder auch ausgesetzt worden. Die Männchen haben ein schwarzes Halsband, das sich vom Kinn bis in den Nacken zieht und dort rosa wird.
    Die Sittiche brüten eigentlich in Baumhöhlen, bevorzugt in Platanen, aber seit der Jahrtausendwende brüten sie auch in Fassaden, besonders gerne in von Spechten gezimmerten Löchern von Wärmedämmungen. Ob in Heidelberg, Frankenthal oder Weinheim, praktisch überall können die Sittiche an Wärmedämmungen auftauchen. In Heidelberg ist es gelungen, die Fassadenschädlinge in Nistkästen umzusiedeln, so dass es kaum noch Brutpaare in der Fassade und praktisch keine neuen Schäden gibt. Musterbeispiele aus Heidelberg sind die Pflegeheimat St. Hedwig und die Studenten-Wohnheime am Klausenpfad.
    Zunächst breiteten sich die Sittiche von den ersten Brutplätzen nur sehr langsam aus, mittlerweile sind sie in allen Siedlungen von Wiesloch im Süden über Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und Frankenthal bis Worms im Norden verbreitet. Die Sittiche versammeln sich abends lautstark an bestimmten Plätzen, um dort zu übernachten. Solche Schlafplätze gibt es in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen und möglicherweise in Worms. Der Schlafplatz in Heidelberg liegt aktuell am Hauptbahnhof, von daher dürften die laut kreischenden Halsbandsittiche hier auch vielen Touristen aufgefallen sein. Der Schlafplatz in Worms ist aber seit vielen Jahren unbekannt. Möglicherweise fliegen alle Sittiche von Worms nach Ludwigshafen.
    Insbesondere seit 2005 haben die Sittiche sich von den städtischen Kerngebieten in die Randgebiete ausgebreitet. Den Domgarten zu Speyer haben sie 2008 erreicht und dort in der Nähe gibt es mittlerweile schon einen eigenen Schlafplatz. Auch bestimmte Randlagen des Odenwaldes sind mittlerweile regelmäßig von den kleinen Papageien bewohnt, obwohl gerade die Odenwaldhänge 30 Jahre lang von den Sittichen gemieden wurden. Die Gesamtzahl der Sittiche im Rhein-Neckar-Gebiet hat sich in der Ausbreitungsphase aber trotzdem kaum erhöht und liegt seit 3 Jahren zwischen 2000 und 3000 Tieren. In Heidelberg wurden seit 2006 insgesamt über 200 Sittiche gefangen und mit Spezialringen der Vogelwarte Radolfzell versehen. Wenn Sie also einen beringten Sittich auf ihrem Balkon oder im Garten entdecken, ist es sehr wahrscheinlich, dass er aus Heidelberg-Neuenheim stammt. Die Nummer gibt Auskunft über den genauen Schlupfort und das Schlupfjahr.
    Es wird häufig von konservativen Naturschützern behauptet, dass Halsbandsittiche einheimische Arten verdrängen würden. Eine aktuelle Studie hat aber gezeigt, dass insbesondere in den älteren Parkanlagen unserer Region nicht davon ausgegangen werden kann, da es hier glücklicherweise noch genügend alte Baumhöhlen gibt und die Sittiche auch selbst Höhlen anlegen können.

    Wenn Sie Hinweise zu den Halsbandsittichen haben, können Sie sich gerne an Michael Braun wenden, der seine Dissertation über die Halsbandsittiche verfasst:

    Michael Braun
    Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
    Institut für Pharmazie und Molekulare Biotechnologie
    Abt. Biologie (4. OG)
    Im Neuenheimer Feld 364
    69120 Heidelberg
    Tel: 06221/32 62 108
    Email: psittaciden@yahoo.de
    Foto: Michael Braun
    (08.03.2010)
    Schüling Buchkurier:   Ein Aufruf der Tierparkfreunde Hellabrunn:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe europäische Zooförderer,
    liebe Tierparkfreunde,

    Vor drei Jahren haben die Tierparkfreunde die HAILIFE-Kampagne initiiert und gemeinsam mit dem NABU und den anderen Partnern bislang erreicht, dass in deutschen Theken fast kein Haifischfleisch mehr zu finden ist. 
    Nunmehr steigen die Chancen, bei der nächsten CITES-Konferenz weitere Haiarten unter Schutz zu stellen. Auf der europäischen Ebene ist ein Haimanagementplan in Arbeit, der den katastrophalen Raubbau beenden könnten.
    Insbesondere das Finning, das Abschneiden der Flossen bei lebendigem Leib, muss dringend konsequenter abgestellt und kontrolliert werden.
    Besonders Spanien bleibt stur auf Seiten der rücksichtslosen Haifischerei. Das wollen wir in konzertierter Aktion mit erhöhtem Druck auf Spanien ändern!

    Deshalb bitte ich Sie um Unterstützung der von der Shark Alliance, die auf europäischer Ebene agiert, gestarteten Petition.
    Informationen und die Gelegenheit zu Ihrer Mithilfe finden Sie unter folgendem link:   

    http://www.europeansharkweek.de/petition09/default.asp?page=sign&lang=3

    Bitte verbreiten Sie diese Aktion unter Ihrer Familie, Freunden und
    Bekannten.

    Vielen Dank!

    Sven Thanheiser
    Vorsitzender Tierparkfreunde Hellabrunn
    HAILIFE campaign

    (21.10.2009)
    Klaus Schüling:   13. Tagung des Fonds für bedrohte Papageien im Vogelpark Walsrode

    Am Samstag, den 26. September 2009, findet im Vogelpark Walsrode die 13.
    Tagung des "Fonds für bedrohte Papageien", einer Arbeitsgruppe der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e.V. (ZGAP), über Papageienschutzprojekte und Erhaltungszuchtprogramme statt.

    Die Tagungsgebühr beträgt bei Vorabreservierung pro Person:

    30 EUR für Nicht-ZGAP-Mitglieder,
    25 EUR für ZGAP-Mitglieder,
    20 EUR für Schüler und Studenten (Nicht-ZGAP-Mitglieder),
    15 EUR für Schüler und Studenten (ZGAP-Mitglieder).
    Die Tagungsgebühr vor Ort beträgt 40 EUR (für Schüler und Studenten 30 EUR).

    Neben Fondssprecher René Wüst, der über die aktuellen Projekte des Fonds für bedrohte Papageien und das 20-jähriges Jubiläum des Arbeitskreises berichten wird, sind folgende Referenten eingeladen: Morten Johanssen, Sorø, Dänemark (Haltung und Zucht von Langflügelpapageien), Dr. Ralf Strewe, Santa Marta, Kolumbien (Aktuelles über das Schutzprojekt des Kleinen Soldatenaras in Kolumbien), Detlev Franz, Wackernheim (Auf den Spuren des Karolinasittichs), Nicole Ludwig, Köln (Spix-Aras - Training mit einer der bedrohtesten Papageienarten der Welt), Johann Janßen, Leezdorf, und Bernd H. Gerischer, Freiberg/Sachsen (Maidloris in der Südsee), Simon Bruslund Jensen, Vogelpark Walsrode (Handaufzucht von seltenen brasilianischen Papageienarten) und Klaus Sasse, Bochum (Ein Besuch beim Orangehaubenkakadu-Projekt auf Sumba, Indonesien). Karl-Heinz Lambert aus Schafflund wird darüber hinaus in zwei Diavorträgen seine letzten Reisen nach Südamerika und in die Karibik präsentieren.

    Vorabreservierungen zur Tagung müssen schriftlich erfolgen und können nur unter Vorausleistung der Tagungsgebühr berücksichtigt werden. - Die Anmeldung zur Tagung ist erneut online möglich. Das Online-Anmeldeformular und ein Anmeldeformular zum Ausdrucken finden Sie auf der Homepage des Fonds für bedrohte Papageien www.papageienfonds.de.
    Anmeldungen per Brief, E-Mail oder Fax nimmt

    Andreas Bigge, Gellenhof
    Gellendyck 5
    47638 Straelen
    Fax 02834-425041
    E-Mail: fondstagung@zgap.de

    entgegen (Info-Tel.: 0157-74406854).
     
    Die entsprechende Tagungsgebühr überweisen Sie bitte auf folgendes Konto:

    Dr. Marcellus Bürkle, Fonds für bedrohte Papageien, Konto 199800 bei der Volksbank Achern (BLZ 662 913 00), Stichwort: "Papageientagung".
    IBAN: DE17 6629 1300 0000 1998 00
    BIC: GENDODE61ACH

    Kontaktadresse Fonds:
    René Wüst (Sprecher)
    Faberstr. 4
    70188 Stuttgart
    E-Mail: papageienfonds@zgap.de.

    Weitere Informationen zur Tagung und zum Tagungsort erhalten Sie auf der
    Seite: www.papageienfonds.de

    (09.07.2009)
    Liz Thieme:   Die Folgen der Überfischung werden gerade in den Gewässern um Japan sichtbar.
    Bisher hatten Fische die Quallenanzahl im Griff, sie fraßen junge Quallen und deren Nahrung: Zooplankton.
    Inzwischen werden die wenigen Fische ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht, so dass die Quallen sich weiter ausbreiten und auch in ihrem Wachstum nicht eingeschränkt werden.
    Auf einem Tauchgang fanden die Taucher nun eine Nomura-Qualle (Nemopilema nomurai (Syn.: Stomolophus nomurai)) mit einem Durchmesser von 1,5m.
    Bekannt ist, dass die Tiere einen Durchmesser von 2m erlangen können und ihre Tentakeln bis zu 5m lang werden. In diesem Jahr sind schon zu Hunderten gesichtet worden, wo man früher nur vereinzelt welche sah.
    Biologen schätzen die Zahl auf 20 Milliarden Stück, deren Anzahl exponentiell steigt, wenn weiter so verfahren wird wie bisher.
    Denn der unbeliebte Beifang wird von den Fischern getötet und ins Meer zurückgeworfen. Da die weiblichen Quallen aber bis zu Millionen Eiern in sich trägt, die sich dann nach der Befruchtung zu Polypen entwickeln, wird die Vermehrung nicht gestoppt.

    (11.06.2009)
    Klaus Schüling:   Ein aktueller Aufruf des NABU:

    Liebe Naturfreunde,

    am 19. Juni steht im Bundestag die Entscheidung über das
    Bundesnaturschutzgesetz an. Durch zahlreiche Änderungsvorschläge soll das
    Gesetz stark verwässert werden. Deshalb helfen Sie uns bitte, dass
    Bundesnaturschutzgesetz zu erhalten!

    Bitte schreiben Sie eine E-Mail an die Bundeskanzlerin, Frau Merkel, (hier
    finden Sie unseren Textentwurf:
    http://www.nabu.de/themen/naturschutz/naturschutzrecht/news/11130.html)
    und leiten Sie diese E-Mail an möglichst viele Naturfreunde und
    Gleichgesinnte weiter, damit wir gemeinsam das Bundesnaturschutzgesetz
    retten und dem sich abzeichnenden Wettlauf der Bundesländer um die
    niedrigsten Qualitätsstandards im Natur- und Umweltschutz verhindern.

    Herzlichen Dank für die Unterstützung. Sollten Sie diese E-Mail mehrfach
    bekommen, dann sehen Sie es uns bitte nach, aber wir versuchen, den Protest
    möglichst vieler Menschen zu mobilisieren.

    Viele Grüße aus Berlin

    Ralf Schulte
    NABU-Bundesgeschäftsstelle
    Leiter Präsidentenbüro
    Hausanschrift: Charitéstr. 3, Berlin-Mitte
    Postanschrift: 10108 Berlin
    Tel. ++ 49 (0) 30 284 984 1131
    Fax. ++ 49 (0) 30 284 984 3131
    eMail: Ralf.Schulte@NABU.de
    www.NABU.de
    (10.06.2009)
    Liz Thieme:   hier ist ein wunderschöner aber auch mahnender Film über die Schönheit der Erde und wie er von den Menschen zerstört wird

    http://www.youtube.com/homeprojectde

    Ein Film vom bekannten Naturfilmer Yann Arthus-Bertrand.
    ebenfalls läuft er in den Kinos (scheinbar kostenlos), denn die Kosten sind vin Arthus-Bertrand gedeckt. Er möchte mit diesem Film Aufmerksamkeit wecken.
    Es ist ein beeindruckender Film, und im Kino wahrscheinlich noch mehr.
    (05.06.2009)
    Onca:   Eine der sechs Berggorilla-Gruppen (insg 81 Tiere)des Virunga-Nationalparks hat Nachwuchs. Für die Mutter (18) ist es das dritte Jungtier. Diese Gruppe umfasst 34 Tiere.
    Also doch noch positive Nachrichten, nach meinem letzten Bericht.
    (20.05.2009)
    Allwetterzoo Münster:   Freude im Allwetterzoo über Nachwuchs bei den bedrohtesten Affen der Welt!

    Auch wenn von ihrer Art kein Tier in Münster lebt, ist die Freude über fünffachen Nachwuchs bei den hoch bedrohten Goldkopflanguren im Allwetterzoo groß! Immerhin ging die Initiative zur Rettung dieser seltenen Affen vor neun Jahren von Münster aus. Seitdem setzt sich der Zoo gemeinsam mit der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und der Stiftung Artenschutz für den Schutz der Goldkopflanguren ein. Deren begrenzter Lebensraum ist die Insel Cat Ba in Nordvietnam.

    Seit Juli vergangenen Jahres kamen fünf Goldkopflanguren auf die Welt. Zwei im August 2008 geborene sind inzwischen zu kräftigen Jungtieren herangewachsen, dazu kommt ein in der Weihnachtszeit geborenes Affenkind. Und beim jüngsten „Feldtrip“ sichtete Projektleiterin Daniela Schrudde zwei weitere orangefarbene Babys dieser seltenen Affen - das macht fünffachen Nachwuchs in einem knappen Jahr!

    Die nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion IUCN zu den bedrohtesten Primatenarten der Welt zählenden Goldkopf- oder Cat-Ba-Languren sind somit weiterhin auf dem Wege der Bestandserholung. Zurzeit leben maximal 70 Tiere auf der Insel Cat Ba in der Halong Bucht, ihrem einzigen Vorkommensgebiet. In den vergangenen Jahrzehnten war die Population dramatisch zurückgegangen: Vor rund 50 Jahren gab es schätzungsweise noch 2.400 bis 2.700 dieser Languren. Anfang 2000 wurden etwa 80 geschätzt, und zu Beginn des Schutzprojektes lebten nur noch 53 Tiere! Die Maßnahmen der vergangenen Jahre zahlen sich nun aus, müssen aber auch weiterhin aufrechterhalten werden, um die Art vor der Ausrottung zu bewahren und ihren Lebensraum zu erhalten.
    (19.05.2009)
    Ralf Sommerlad:   Pressemitteilung der IUCN/SSC Crocodile Specialist Group


    Erstmalig: Palmöl-Produzent initiiert Artenschutzprojekt !

    Bei Arten- und Naturschützern ist die Palmöl – Industrie nicht gut gelitten.
    Das hat gute Gründe, denn besonders in Indonesien und Malaysia sind grosse Flächen ökologisch wertvoller Regenwälder und torfiger Sekundärwälder dem weltweiten Durst nach „Bio-Diesel“ und dem hohen Bedarf der Nahrungsmittelindustrie, aber auch anderer Industrien nach Palmöl, zum Opfer gefallen. Für Malaysia und Indonesien aber stellt dieser ölproduzierende Industriezweig unverzichtbare Einnahmequellen dar. Die Interessenkollision zwischen ökonomischen Zwängen und ökologischer Bedeutung der natürlichen Waldflächen
    ( auch für das Weltklima !) haben die beiden Drittweltländer bislang nicht lösen können. Das sie sich dabei in schlechter Gesellschaft mit den meisten Industrienationen befinden, sei nur beiläufig erwähnt.

    Um so Wichtiger, wenn die Ölpalmproduzenten selbst mithelfen, die Biodiversität in Indonesien zu erhalten und zu schützen! Vor einigen Jahren entdeckten Wildbiologen in einem ausgedehnten Feuchtgebiet, dem Lake Mesangat in Ost-Kalimantan, eine bedeutende Population des Siam-Krokodils, einer ansonsten in seinem Verbreitungsgebiet kritisch bedrohten Krokodilart. Das gesamte Habitat hatte die indonesische Regierung bereits einem britischen Palmölprozenten zur Nutzung für 30 Jahre überlassen.Weltweit sind die Wildbestände der Siam-Krokodile noch bedrohter, als etwa diejenigen der Tiger und der Orang-Utans ! Die Artenschützer der Crocodile Specialist Group, die der Artenschutzkommission der Weltnaturschutzunion IUCN angehört, fanden im gleichen Habitat noch den Sunda-Gavial, eine weitere durch Lebensraumzerstörung sehr selten gwordene Krokodilart, mehrere bedrohte Schildkrötenarten, die seltenen Nasenaffen und den Indischen Marabu, einen vom Aussterben bedrohten Storchenvogel und wandten sich deshalb in einem ungewöhnlichen Schritt direkt an den Palmölproduzenten REA Kaltim.
    Wider Erwarten zeigte sich das Unternehmen dem Anliegen der Artenschützer gegenüber aufgeschlossen, gründete ein eigenes „Conservation Department“ und stellte Biologen und Artenschützer ein, darunter den renommierten Wissenschaftler und Artenschutzexperten Robert B.Stuebing, der seit mehr als 30 Jahren in Indonesien forscht und arbeitet.
    Mehr noch: Im Anschluss an eine Forschungsexpedition durch CSG-Experten erklärte sich REA Kaltim bereit, das 8.000 Hektar umfassende Gebiet am Lake Mesangat dauerhaft und nachhaltig zu schützen -und damit auch die traditionelle Lebensweise der ortsansässigen Dayak-Bevölkerung .
    REA Kaltim ging damit einen mutigen Schritt in die richtige Richtung und es bleibt zu hoffen, dass weitere Unternehmen der Palmölindustrie diesem Weg folgen.


    (18.05.2009)
    Onca:   Bei Anruf Mord - wir töten Berggorillas

    >Wenn man von der grausigen Tatsache erfährt, dass an unseren lieb gewordenen Handys Blut klebt. Jedenfalls wenn sie aus Coltan-Erz aus dem Kongo hergestellt wurden. Erst dieses eigentlich nur in Fachkreisen bekannte Eisenerz ermöglicht es, immer kleinere, leistungsfähigere und zuverlässigere Mobiltelefone, Laptops und Spielekonsolen zu bauen. Es steckt auch in Hörgeräten und Herzschrittmachern, in Airbags, ABS und Navigationsgeraten, chirurgischen Instrumenten und Digitalkameras. Überall in der Mikroelektronik wird es für die Produktion von kleinsten Kondensatoren mit hoher elektrischen Kapazität verwendet. [...] Bis zu 80 Preozent der weltweiten Coltan-Vorkommen, so wird geschätzt, liegen in der Demokratischen Republik Kongo, dem früheren Zaire (nicht zu verwechseln mit der kleineren Republik Kongo, dem ehemaligen Französisch-Kongo). Das Land könnte das reichste Afrikas sein, denn neben Coltan gibt es dort auch bedeutende Vorkommen an Diamanten, Erdöl, Uran, Kobalt, Kupfer und Edelhölzern. Doch tatsächlich ist die DR Kongo eines der ärmsten und gefährlichsten Länder der Welt. Die Bevölkerung wird ausgebeutet, die Profite bleiben einer kleinen Elite vorbehalten. Seit mehr als zehn Jahren herrscht im Kongo Bürgerkrieg. Mit vier bis fünf Millionen Toten hält die Region den traurigen Rekord des blutigsten Konfliktes seit dem Zweiten Weltkrieg. [...]
    Mitten in den Krieg platzte die immens gesteigerte Nachfrage der Industrienationen nach Coltan, für das immer neue Einsatzgebiete entdeckt wurden. Seinen Höhepunkt erreichte der Boom im Jahr 2000, als Coltan teurer als Silber war. [...] Mangels staatlicher Überwachung entwickelte sich der Bergbau völlig unkontrolliert. Milizen rissen die Kontrolle an sich, nahmen den Arbeitern das Coltan weit unter Wert ab, stahlen es oder setzten Zwangsarbeiter (etwa Kriegsgefangene) ein - und tun es noch heute. Das bedeutet: Jeder Cent, den die Kriegsparteien durch den Verkauf von Rohstoffen verdienen, fließt in Waffenkäufe, verlängert und verschärft den Krieg. [...]
    Vor allem aber beklagt Forestier [französischer Fernsehjournalist Patrick F.], dass sich viele Handy-Produzenten nicht um die Herkunft des Metalls scheren. Gekauft werde von dibiosen Händlern, vor allem in Belgien.
    Die Wege des Kongo-Coltans auf die Rohstoffbörsen der Industrienationen führen über mafiaähnliche Strukturen und sind so verschlungen, dass auch der gutwilligsten Produzent am Ende die Herkunft des Minerals nicht mehr hundertprozentig nachvollziehen kann. Niemand vermag zu sagen, wie viel Coltan im Kongo tatsächlich gefördert wird - offiziell taucht auf dem Weltmarkt so gut wie nichts davon auf. Gleichzeitig hat sich aber die Menge des aus Ruanda exportierten Coltans in den letzten Jahren vervielfacht. Ruanda unterhält so gut wie keine eigene Coltan-Minen, operiert aber seit Jahren militärisch im Kongo. [...]
    Und dass Dutzende westlicher Firmen von der Plünderung profitieren - davon 21 Unternehmen aus Belgien, zwölf aus Großbritannien, acht aus den USA und fünf aus Deutschland [2001]. Der gegenwärtige Stand ist leider nicht erfasst. [...]
    Und als seien Krieg und Kinderarbeit nicht schon verheerend genug, schränkt der Coltan-Abbau mit seinem unkontrollierten Flächenfraß auch noch den Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Berggorillas immer weiter ein. Von den ungefähr 700 Exemplaren weltweit leben allein etwa 200 im Virunga-Nationalpark des Kongo - Unesco-Weltkulturerbe seit 20 Jahren. Vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges waren sie eine Touristenattraktion, seitdem ist es ein Wunder, dass es den Nationalpark überhaupt noch gibt: Von der Regierung wird er finanziell kaum unterstützt, was ihn zum leichten Opfer für Korruption und Ausbeutung macht. [...]
    Landstriche werden zerstört, um an Gold, Coltan und andere Bodenschätze zu gelangen, Urwald wird gerodet, um Holzkohle zu brennen.<
    P.M. Juni 2009

    Finde es erschreckend, wenn man sich das mal so direkt vor die Augen hält, dass man mit (fast) jedem Handy oder Digitalkamera etc Kauf die Zerstörung des Kongos und damit Bürgerkrieg und (in)direkt auch die Tode der Gorillas unterstützt.
    Mit jedem Foto von einem Gorilla zerstören wir die Lebensgrundlage anderer...
    Hoffe die Vereinten Nationen schaffen es, das geplante Zertifizierungsprogramm und Erz-Herkunfts-Analysen-Methoden erfolgreich zu entwickeln und durchzusetzen. Damit keines der Unternehmen seinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann, mit der Ausrede von nichts zu wissen.
    (16.05.2009)
    Klaus Schüling:   spiegel online


    Can the World's Most Endangered Cat Still Be Saved?

    By Samiha Shafy

    Without help, the Iberian lynx could become the first cat species to go extinct since the saber-toothed tiger. A breeding program in Spain has begun a race against time.

    Boj is sitting on a cork panel, calmly consuming the rabbit that was put out for her. The female lynx licks her whiskers enthusiastically.

    Everything is going according to plan. Next door, in a blue-and-white building surrounded by pine trees, scientists and keepers, using cameras, monitor every movement and every lick of the chops in the enclosure. The critical moment is approaching when Boj, sleepy after eating her meal, will lie down on the cork panel for a little snooze. The animal will have to remain there for at least 30 minutes so that the insects hidden in the cork can do their work.

    The researchers are using the parasites to obtain samples of the lynx's blood. This is the only way to tell whether Boj is pregnant. They know that she has copulated with various males, because it was caught on film. But anaesthetizing the animal and removing blood with a syringe would put Boj under too much stress -- hence the trick with the blood-sucking insects.

    Boj isn't the only lynx under observation. Around the clock, volunteers sit in front of the surveillance monitors at the El Acebuche breeding station in southern Spain's Coto de Doñana National Park. They keep records on 56 Iberian lynxes -- animals which copulate only rarely, occasionally fight and spend the lion's share of their time eating or sleeping. Which makes Boj's upcoming nap all the more tantalizing. The species, after all, is close to extinction -- and the only way for it to survive is for the animals in Coto de Doñana to reproduce.

    Shy Predators

    The International Union for Conservation of Nature (IUCN) has declared the Iberian lynx, sometimes referred to as the Pardel lynx, as the world's most endangered feline species. Its eyes are amber or green, and it has bushy whiskers and decorative dark tufts of hair on its ears. Only about half the size of the Eurasian lynx, it is still twice as large as the domestic cat. Its favorite meal is the wild rabbit, and it shows little interest in other types of food.

    The range of the Iberian lynx.
    At the beginning of the last century, thousands of these shy predators roamed the Iberian Peninsula. Today, the last 200 specimens are fighting for survival in two fragmented regions of Andalucia. In recent decades, epidemics have decimated the rabbit population. In addition, humans have progressively sliced up and destroyed their habitat.

    The Doñana reserve on the Costa de la Luz in southwestern Spain, a vast coastal marshland with swamps, shifting sand dunes, pine and cork oak forests, where the Guadalquivir River flows into the Atlantic, is one of the last refuges for the Iberian lynx. But even this nature paradise is dissected by highways only halfheartedly protected with fences. Furthermore, it is being encroached upon by adjacent tourist developments. But agriculture poses the biggest problem. In the last few decades, protected forests have repeatedly been cleared and the land transformed into strawberry plantations.

    The last time a feline species became extinct on the planet was 10,000 years ago, when the saber-toothed tiger died out. When the IUCN experts sounded the alarm in 2002 and warned that the Iberian lynx could be next, Spain embarked on a large-scale program to save the species. In addition to El Acebuche, there is a second breeding station in Andalucia, and others are planned. The European Union plans to spend several million euros in the coming years to re-establish lynx habitats.

    'Don't You Think She Looks Fat?'

    Boj gets up, sniffs the air and takes a few hesitant steps. Then she lies down and stretches out on the floor next to the cork panel. Astrid Vargas groans loudly: "She has to be pregnant! Don't you think she looks fat?"

    Vargas, 44, the director of the breeding station, is a petite, energetic woman of Spanish and Puerto Rican heritage. She knows the life story and character of each individual lynx in her care. "Boj was eight months old and very thin when she was captured in the northeastern section of the national park," says Vargas. "They thought she was a male at first, hence the odd name."

    Boj is the Spanish word for boxwood tree. The other female lynxes have melodious names like Artemisa, Brisa or Córdoba. Vargas looks at the monitor. Boj is still lying on the ground, half-comatose. "I like her a lot. She has personality."

    Vargas, a trained veterinarian, has a soft spot for complicated cases. She has been fighting for the endangered big cat for more than five years. "We play a role-model function for developing countries," she says. "If we cannot manage to save an endangered species here, we can hardly expect it to be done elsewhere."

    The first three lynxes were born in captivity in El Acebuch in 2005, and two of them survived. Three years later, the station already boasted 14 young animals. Prior to that, the staff had had practically no experience with breeding, and all early attempts had failed. Vargas used her international contacts to find the best specialists. They include biologist Katarina Jewgenow of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research in Berlin, an expert on feline reproductive biology.

    Enough Space in Nature

    Jewgenow and her colleague, Beate Braun, are now waiting anxiously for the blood. The two scientists came to Spain to conduct a pregnancy analysis among the adult females. In the process, the Germans will help the Spanish take safety precautions during the upcoming births.

    The staff is currently on high alert, because some lynx mothers kill or reject their young immediately after birth. Last spring, Boj bit one of her three kittens to death, and then rejected the second one on the same day and the third one after nine days. If scientists and conservationists hope to save the Iberian lynx, they will have to act quickly.

    One good sign is that space is getting tight in the cats' enclosures. The first animals will be released into the wild next year, but only "if the habitat is ready by then," Vargas warns. All complications aside, breeding lynxes in captivity is still much easier than providing them with enough space out in nature.

    But the experts are optimistic that the last, critical phase in their bid to save the Iberian lynx will succeed. "Spain has given the EU its commitment to develop protected areas in the future that will be suitable for lynxes and rabbits," says Urs Breitenmoser, director of the IUCN's Cat Specialist Group. "I have high hopes for the implementation of these plans."

    At least 10 female lynxes in the two breeding stations will give birth in the coming weeks and months. Perhaps Boj will be one of them. Her pregnancy test came back positive.

    http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,617077,00.html

    (03.04.2009)
    Ralf Sommerlad:   Gratulation - das Resultat erstklassiger Arbeit!
    (15.12.2008)
    Schüling Buchkurier:   Neue Hoffnung für Kambodschas Vogelwelt – seltener Marabu in deutschem Zuchtzentrum geschlüpft


    Seit 2004 arbeitet das Angkor Centre for Conservation of Biodiversity (ACCB) als erstes Naturschutzzentrum Kambodschas unermüdlich daran, die bedrohte heimische Tierwelt zu schützen. Das ACCB, vom Allwetterzoo Münster gegründet und überwiegend durch den deutschen Unternehmer Dr. Stephan Goetz finanziert, nimmt beschlagnahmte Tiere auf und züchtet ausgewählte bedrohte Arten mit dem Ziel, sie wieder in ihrem natürlichen Lebensraum auszuwildern. Neben Gibbons, Languren und verschiedenen Schlangen- und Schildkrötenarten liegt der Schwerpunkt auf hochbedrohten Großvögeln. Nun schlüpften im ACCB erstmals zwei Sunda-Marabus (Leptoptilos javanicus) – ein Zuchterfolg, der bislang nur in den Zoos von New York und Cottbus sowie zwei asiatischen Einrichtungen gelang.

    Die Bemühungen des Zentrums wurden jetzt zusätzlich belohnt mit der Anerkennung des ACCB als „einer der interessantesten Orte in der von einheimischen und internationalen Touristen besuchten Provinz Siem Reap“. Das Magazin „Touchstone“ der Organisation „Heritage Watch“ wählte das ACCB auf den vierten Platz der zehn besten Sehenswürdigkeiten. Heritage Watch ist eine Organisation, die sich für einen nachhaltigen Tourismus von Kulturerbe einsetzt. Der Platz unmittelbar hinter den Tempel-Attraktionen von Angkor ist eine außerordentliche Auszeichnung für das ACCB, das sich mit seinem Bildungsprogramm intensiv für den nachhaltigen Naturschutz in Kambodscha einsetzt.

    (12.12.2008)
    WolfDrei:   na ja, habe einige Buchstaben unterschlagen.
    (02.12.2008)
    WolfDrei:   Vietnam: Nach dem Vorbild des Monkey Rescue Cetre von Cuc Phuong (Leitung Herr Nadler) zum Auffang geschmuggelter gefährdeter Affen ist von der Monkey World, Dorset, ein Dao Tien Endangered Primate Species Centre in der Nähe des Cat Tien Nationalparks (da , wo die letzten Festlandjavanashörnr leben) gegründet worden. Ziel: Aufang geschmuggelter Gibbons, Schwazschenkelkleideraffen, Silberlanguren etc. für Freilassung im genannten Park.
    (02.12.2008)
    Michael Mettler:   Der Zoo Hannover und der Tiergarten Schönbrunn unterstützen ein Freiland-Forschungsprojekt über Eisbärenwanderung:
    http://www.zoo-hannover.de/zoo-hannover/de/zoo_v3/unternehmen_zoo/aktuelles/aktuellesdetails/AktuellesDetails_19568.html
    (19.07.2008)
    Ralf Sommerlad:   Ja, in Prag - 5 subadulte Tiere aus Madras.
    Die Lage ist schlimmer, als jemals erwartet. Die Politik in Indien hat das zwar zur Kenntnis genommen, aber versagt ( sowas kennt man aus Deutschland ja auch). Hier zählen bloss Tiger und Elefanten, die natürlich eine an andere "Aussenwirkung" haben...
    (13.07.2008)
    Shensi-Takin:   @Ralf Sommerlad: Habe ueber die aktuelle missliche Sitaution schon vorher dank diverser Quellen erfahren und dies weitergegeben, Vielen Dank dennoch fuer den interessanten Link (Haltung im Prager Zoo?).
    (12.07.2008)
    Ralf Sommerlad:   Eine Webseite zur Rettung der letzten 200 Ganges-Gaviale, die sich noch in Freiheit befinden: www.gharials.org
    Ich würde mich sehr freuen, wenn sich auch Forenteilnehmer an der Initiative beteiligen würden, die Situation ist in der Tat dramatisch!
    Fragen zum Thema Gavialschutz in Indien und Nepal bitte an meine email-Adresse
    director.mcbt@gmail.com
    Weitere Infos unter www.madrascrocodilebank.org
    Danke für Ihre Unterstützung !
    (12.07.2008)
    Klaus Schüling:   "Rettet den Drill e.V." spendet 2.500€ an "Pandrillus" in Nigeria

    Der Verein "Rettet den Drill e.V." (Sitz in Nordhorn) ist im Januar 2004 aus einer langjährigen, privaten Initiative des Tierpflegers Roland Wolf entstanden.
    Ziel des Vereins ist es, sich für die Belange des Drills auf unterschiedlichen Ebenen einzusetzen. Denn leider ist diese stark bedrohte, afrikanische Affenart nur wenigen Menschen bekannt. Ihr Bestand wird auf nur noch rund 3.000 Exemplare in freier Wildbahn geschätzt.

    Anfang Mai erhielt der Verein "Rettet den Drill e.V." einen ganz akuten Hilferuf aus Nigeria. Das dortige Drill Rehabilitations- und Zuchtzentrum "Pandrillus" bat um Gelder für die Unterhaltskosten ihrer Tierärztin Ainare Idoyaga.
    Ainare hatte bereits 2007 ein Jahr lang freiwillig ohne Bezahlung für das Projekt gearbeitet. Mittlerweile waren aber ihre Sparrücklagen aufgebraucht, denn Unkosten im Heimatland Spanien (Versicherungen, Rente,...) mußte sie natürlich weiterhin bezahlen. Da die Tierärztin jedoch unbedingt gebraucht wird, bat uns "Pandrillus" um Hilfe. Ainares Mitarbeit ist unerläßlich für die tiermedizinische Versorgung von z.B. beschlagnahmten oder erkrankten Auffangtieren. Außerdem laufen gerade die Untersuchungen der ersten Gruppe von Drills auf Hochtouren, die möglichst noch 2008, spätestens 2009 wieder in die freie Wildbahn entlassen werden sollen. Dabei handelt es sich um das erste Wiederansiedelungsprojekt von Drills in ihrem natürlichen Lebensraum (in den Afi Mountains, Nigeria).

    Der Verein "Rettet den Drill" hat am 25.05.2008 symbolisch einen Scheck über 2.500€ an "Pandrillus" übergeben. Bei Der Übergabe anwesend war neben Dr. Heike Weber (Kassenwartin) auch Roland Wolf, der Initiator des Drillvereins. Er hatte zusammen mit seinen Drehorgelfreunden während des 1. Grafschafter Gartenfestes Spendengelder für "Pandrillus" gesammelt.
    Wir werden mit dieser Großspende die Arbeit von Ainare Idoyaga in Nigeria für fast ein halbes Jahr finanzieren können. Verbunden ist diese Geldübergabe natürlich mit der Bitte an alle Interessierten, unseren Verein "Rettet den Drill e.V." und damit auch "Pandrillus" zukünftig zu unterstützen. Durch weitere Spenden wäre vielleicht auch ein langfristiger Einsatz Ainares in Nigeria finanzierbar.
    Nähere Informationen finden Sie im Internet unter www.rettet-de-drill.de .
    Gerne geben wir Ihnen aber auch persönlich Auskunft (Email: rettet-den-drill@web.de oder per Post: Rettet den Drill e.V., Heseper Weg 140, 48531 Nordhorn).
    Spendenkonto: "Rettet den Drill e.V.", Kreissparkasse Grafschaft Bentheim, Kontonr.: 140 759 56, BLZ: 267 500 01.

    (08.07.2008)
    Sacha:   Das Tier sieht aus wie eine Mischung von jungem Tokee und Leopardgecko.
    Der nächste Verwandte ist wohl der Malayische Katzengecko, oder?
    (21.05.2008)
    Klaus Schüling:   Seltener endemischer Tigergecko
    vor der Küste Vietnams entdeckt

    Passend zur derzeit in Bonn stattfindenden internationalen Konferenz über die Erhaltung der biologischen Vielfalt ist eine neue, sehr prachtvoll gefärbte Wirbeltierart entdeckt worden.
    Es handelt sich um einen Tigergecko, der nur auf der Nordvietnam vorgelagerten Insel Cat Ba vorkommt. Cat Ba – gleichzeitig Nationalpark und Biosphärenreservat – ist nicht nur weltweit durch seine steil aus dem südchinesischen Meer herausragenden Karstfelsen bekannt, sondern auch durch eine nur dort auf der Welt lebende, stark bedrohte Affenart – der Cat Ba Langur.

    Nun wurde im Rahmen einer von der Zoologischen Gesellschaft für Arten und Populationsschutz e. V. (ZGAP) initiierten Expedition eines internationalen Wissenschaftlerteams auf Cat Ba ein weiteres endemisches, also weltweit nur dort vorkommendes Wirbeltier entdeckt:
    Der attraktive Tigergecko wurde von der Projektmanagerin des „Cat Ba Langur Conservation Projects“, Dr. Roswitha Stenke, gemeinsam mit den Wissenschaftlern Nguyen Quang Truong vom Institut für Ökologie und Biologische Ressourcen, Hanoi, und Dr. Thomas Ziegler vom Zoologischen Garten Köln entdeckt.

    Um sich nun noch besser für den langfristigen Erhalt dieser attraktiven und vermutlich nur in einer geringen Individuenzahl vorkommenden Art einsetzen zu können und um den Schutz des Biosphärenreservates noch zu verbessern, benannten die Wissenschaftler die Art in der am 19. Mai erschienen Ausgabe 1771 der internationalen Zeitschrift ZOOTAXA nach dem Nationalpark: und zwar als Cat Ba Tigergecko (wissenschaftlich: Goniurosaurus catbaensis).

    Nach dem Motto „Man kann nur schützen, was man kennt“ ist es wichtig, zuerst die Artenvielfalt zu erfassen, um dann die Ökologie erforschen und sie langfristig schützen zu können. So wird auch die Lebensweise des Cat Ba Tigergecko künftig weiter erforscht werden, um ihn vor Ort dauerhaft erhalten zu können.
    Wie wenig die Fauna Vietnams erst bekannt ist, veranschaulichen auch jüngste Forschungen im Phong Nha – Ke Bang Nationalpark, in dem sich der Kölner Zoo bereits seit einem Jahrzehnt im Rahmen eines Naturschutzprojektes für die Erforschung und Erhaltung der lokalen Biodiversität engagiert. Dort entdeckte das Forscherteam rund um den Zoologen Dr. Thomas Ziegler in den letzten zehn Jahren alleine elf neue Arten an Reptilien auf einer Fläche von nur etwa 80.000 ha!

    Doch auch die Zahlen für ganz Vietnam sprechen für sich: So wurden dort im letzten Jahrzehnt durch internationale Forscherteams alleine 40 neue Amphibienarten beschrieben. Wer im „Jahr des Frosches 2008“ mehr darüber erfahren will, der kann dies im aktuellen Magazin des Weltzooverbands (WAZA) – eine Spezialausgabe zum Thema Artenvielfalt in Vietnam – nachlesen (siehe auch www.waza.org). Dort werden verschiedene von WAZA-Mitgliedszoos durchgeführte Projekte vorgestellt. Der Weltzooverband wird mit dem Thema „Vietnams Artenvielfalt“ u. a. auch auf der derzeit stattfindenden Biodiversitätskonferenz in Bonn vertreten sein.

    (21.05.2008)
    Klaus Schüling:   YAQU PACHA in Bonn
    bei „Expo der Vielfalt“ zu Gast

    Über 180 Aussteller auf der internationalen Leistungsschau des Naturschutzes zur UN-Konferenz – Klima und Artenschutz im Blick

    Bonn/YAQU PACHA e.V.. Das Jahr 2008 steht im Zeichen der biologischen Vielfalt – dazu trägt auch die Naturschutzorganisation YAQU PACHA bei. Sie ist einer von über 180 Ausstellern aus fünf Kontinenten, die sich auf der „Expo der Vielfalt“ vom 27. bis 30. Mai auf dem Robert-Schuman-Platz in Bonn präsentieren. Eingeladen dazu hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), um die große Bedeutung der Artenvielfalt für Natur, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur parallel zur Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Deutschland ist vom 12. bis 30. Mai Gastgeber der neunten Internationalen Vertragsstaatenkonferenz zur Konvention über die biologische Vielfalt, zu der 5.000 Delegierte aus 190 Staaten erwartet werden.
    Prof. Dr. Klaus Töpfer, ehemaliger Bundesumweltminister, Direktor des UN-Umweltprogramms und Träger des Deutschen Umweltpreises der DBU, warnte bereits 2005 davor, dass die Artenvielfalt auf der Erde so schnell schwinde wie nie zuvor. So seien beispielsweise seit Beginn des industriellen Fischfangs rund 90 Prozent des weltweiten Fischbestands verschwunden. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: “Die Situation ist dramatisch: 20 Prozent aller Arten sind weltweit bereits ausgestorben und zehn bis 30 Prozent aller Säugetier-, Vogel- und Amphibienarten vom Aussterben bedroht.“ Deshalb wolle die DBU dabei helfen, die Menschen weltweit auf den Rückgang der Artenvielfalt aufmerksam zu machen.
    YAQU PACHA, der Weltzooverband WAZA (World Association of Zoos and Aquariums) und der Tiergarten Nürnberg präsentieren in Kooperation mit weiteren Partnern in Bonn die Ausstellung zur Kampagne DEADLINE - das meer will leben.
    Der Mensch war, ist und wird auch in Zukunft vom Meer abhängig sein. Das Meer regelt das Klima, liefert Rohstoffe und Nahrung. Inwieweit der Mensch diese Ressourcen auch in Zukunft nutzen kann, ist fraglich. Die Kampagne DEADLINE lenkt die Aufmerksamkeit der Menschen auf die Situation der Meere und macht auf ihre Probleme aufmerksam. Die Kampagne DEADLINE informiert hier jedoch nicht nur, sondern zeigt Wege auf, was jeder Einzelne tun kann, um das Ökosystem Meer und seine Vielfalt zu erhalten. Denn eines steht fest, diesen Lebensraum weiterhin zu vernachlässigen, kann sich die Menschheit nicht leisten.
    Auf der „Plaza der Vielfalt“ wird die DEADLINE Ausstellung erstmals zusammen mit dem neuen Ausstellungskonzept „Lebensraum Boulevard“ präsentiert.
    Infos unter: www.deadline-online.net
    Mehr als 180 Messestände werden die Zeltstadt bilden, in der zum Beispiel das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) mit Sitz in Nairobi seine Arbeit vorstellt, ebenso wie das Atlantische Regenwaldprojekt Netzwerk (RMA) aus Brasilien. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) zeigt, wie sie die Erde aus dem Weltraum beobachtet und so zu ihrem Schutz beiträgt. Greenpeace, der World Wide Fund for Nature (WWF), der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sind vor Ort. Die DBU-eigenen interaktiven Ausstellungen „FasziNatur – Natur entdecken“ und „Inspiration Natur – Patentwerkstatt Bionik“ können zwischen dem 12. und 30. Mai besucht werden. Für Schüler, Studenten und andere Gruppen bietet die DBU kostenlose Führungen an, für die eine telefonische Voranmeldung unter der Telefonnummer 0541/9633921 notwendig ist.
    Organisiert werden die etwa 70 Diskussionsrunden und Fachvorträge von der DBU und verschiedenen Bundesministerien wie dem Umweltministerium, dem Forschungsministerium oder dem Landwirtschaftsministerium. Auch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) oder der Deutschlandfunk (DLF) gestalten einzelne Programmpunkte.
    Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen sind hochkarätig besetzt: Zu den Gästen gehören unter anderem Sigmar Gabriel (Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit), Dr. Johannes Merck (Direktor für Corporate Social Responsibility der Otto Group, Geschäftsführer der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz sowie Mitglied des NABU-Präsidiums) oder Prof. Dr. Antonia Kesel (Vorsitzende der Biotechnologie im Verein Deutscher Ingenieure – VDI sowie Leiterin des Internationalen Studiengangs Bionik an der Hochschule Bremen und des Bionik-Innovations-Centrums).
    Weitere Informationen zu den kostenlosen und frei zugänglichen Veranstaltungen unter
    www.plaza-der-vielfalt.de

    Ansprechpartner für Fragen zum Projekt:
    Yaqu Pacha e.V.
    DEADLINE - das meer will leben

    Dr. Lorenzo von Fersen
    Stefan Wiessmeyer
    Am Tiergarten 30
    D-90480 Nürnberg
    e-mail: info@yaqupacha.de
    www.yaqupacha.org
    www.deadline-online.net

    (24.04.2008)

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    Klaus Schüling, 10. Feb 2009



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