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    Zoo Amneville

    W. Dreier:   Nachdem nun der Tierpark Berlin auf Geozoo umgestellt werden soll, fand ich nun eine andere Variante einer Zooausrichtung in ``Leszoosdanslemonde``. Der nicht ganz unbekannte Zoo Nesles , östlich von Paris, bekannt als Katzenzoo mit umfangreichem Katzenbestand (Le Parc des Felins) will nun mehrere Huftiere einstellen, um die Beutetiere von Tiger, Löwe, Jaguar , Gepard und Leopard zeigen zu können. Blieben noch die vielen Beutetiere der Kleinkatzen. Bisher hat der Zoo neben den Katzenartigen eine gute Kollektion von Lemuren.
    (04.12.2017)
    Sacha:   @Oliver Muller: Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler, auch solche die \"nicht passieren\" dürfen. Wem ist nicht schon ein solcher unterlaufen? Ich glaube, selbst wenn die Technik so ausgerichtet ist, dass ein Schieber sich nur öffnen lassen, wenn der andere geschlossen ist, ist vollständige Sicherheit nicht zu gewährleisten.
    (29.11.2017)
    Oliver Muller:   @W. Dreier: Kapiere nicht, warum so was immer wieder passiert. Es kann doch nicht so schwierig sein, dass von zwei Türen immer eine geschlossen sein muss und kein Raubtier dazwischen sein darf.
    (28.11.2017)
    W. Dreier:   Kein Zoo - Zirkus: (aus Leszoosdanslemonde): In Paris ist am Donnerstag im 15. Stadtbezirk aus einem französischen Zirkus ``Bormann`` (7. Zirkusgeneration) ein 18 monatiger Tiger ausgerissen - und wurde dann erschossen. Ggf könnte wegen ``öffentlicher Gefährdung`` eine Strafe von
    15 000 Euro gefordert werden. Der Direktor streute sofort Asche auf sein Haupt und lobte die Zusammenarbeit mit der Gendarmerie. Alle seine Tiger (9 an der Zahl ) seien Zirkusgeburten und eigentlich lammfromm.
    (28.11.2017)
    Oliver Muller:   Die Sommer-Ausgabe 2017 der Zooqaria sagt, dass die EAZA-Mitgliedschaft von Amneville beendet wurde.
    (19.11.2017)
    Sacha:   @Sebastian Gellert: Jein. Dienstag ist gem. der französischen Website der - wörtlich \"Tag der wöchentlichen Schliessung\", sprich: der Wochentag, an dem während der Wintersaison geschlossen ist. Ausnahmen sind Dienstage während der Schulferien und Feiertage (gilt für jedermann).
    (19.11.2017)
    Sebastian Gellert:   Man braucht nur folgendes einzutippen - Parc Zoologique de Paris Opening Times - da käme als Suchergebnis die englisch sprachige Version vom Zoo ? also ich meine zu verstehen, das zumindest in der Winterzeit der Dienstag Schulklassen zur Verfügung steht.

    Ansonsten erst einmal Vielen Dank der Infos.
    (18.11.2017)
    Sacha:   Frage 1: Ja. Frage 2: Würde ich angesichts des Eintrittspreises eher nicht tun (=Persönliche Kosten-Nutzen-Rechnung). In Vincennes gibt es nur zwei für Besucher begehbare Innenanlagen (Südamerika/Madagaskar und die für einheimische Fische/Amphibien/Reptilien im Grand Rocher). Im Winter ist der Jardin des Plantes besser geeignet. 3. Keine Ahnung. Wäre mir neu. Wo steht das?
    (18.11.2017)
    Sebastian Gellert:   Ist es möglich direkt an der Kasse vom Parc Zoologique de Paris eine Eintrittskarte zu kaufen und wäre ein Besuch auch in den Wintermonaten zu empfehlen.

    Bei richtigem Verstehen, müsste der Zoo de Vincennes wie auch genannt wird, an Dienstagen nicht für das breite Publikum geöffnet sein???
    (17.11.2017)
    Adrian Langer:   http://www.parkerlebnis.de/looping-gruppe-uebernimmt-zoo-de-la-fleche-2017_52856.html

    La Fleche hat einen neuen Betreiber!
    (16.11.2017)
    W. Dreier:   Hier der Bulle Mel vor 3 Jahren noch als Single (Juni 014) in der Menagerie.
    (10.11.2017)
    W. Dreier:   aus ``SECAS`` (Freunde der Pariser Zoos): in der Menagerie ist der Sichuantakin-Bulle Mel mit 18 Jahren und 3 Monaten verstorben (ältestes Àrtentier`` bisher 22 Jahre). Mel war der letzte Nachkomme des Rotterdamer Paares. Nachdem die ersten beiden Nachkommen aus Rotterdam als Paar in den Tierpark Berlin gingen, gab es in R. nur männliche Tiere. In der Menagerie konnte er seine Gene einmalig in diesem Jahr mit einem Nachwuchsweibchen des Tierparkes (San-Diego Herkunft) weitergeben - ein Weibchen wurde im Frühjahr geboren. Die Fortsetzung der Zucht ist kein Problem, da es einen Nachwuchsbullen vom letzten Jahr (Moskauer Abstammung) im Tierpark B. gibt.
    (10.11.2017)
    Adrian Langer:   https://www.hna.de/welt/weisse-loewen-nachwuchs-im-franzoesischen-zoo-von-amn-ville-zr-8766445.html

    In Amneville gab es Nachwuchs bei den weißen Löwen!
    (12.10.2017)
    Adrian Langer:   Mir ist gerade aufgefallen, dass Toulon als neuer Schabrackenhyänenhalter angegeben wird! Weiß jemand etwas darüber bzw. woher die Tiere kommen?
    (13.09.2017)
    Oliver Muller:   Zeit, dass ich auch meine Aussage vom 11.8. im Thread \"TP Berlin\" korrigiere: nicht im Masterplan von Beauval sind Javaleoparden vorgesehen, sondern Doué la fontaine hatte die Anschaffung der Art vor einiger Zeit angekündigt und damit ja dann auch vollzogen.
    (03.09.2017)
    Oliver Muller:   Ja, laut ZTL!
    (02.09.2017)
    Adrian Langer:   1,0 aus dem Tierpark Berlin! Nehme mal an, dass es sich dabei um ein Nachzuchttier handelt!
    (02.09.2017)
    Oliver Muller:   @Adrian Langer: Weißt du, woher die kamen?
    (02.09.2017)
    Adrian Langer:   Da das Thema im Berlin Tierpark Threat einmal aufkam! In Doue de la Fontaine sind seit diesem Jahr auch Javaleoparden zu sehen! Also ein neuer Halter ist schon eingestiegen!
    (01.09.2017)
    Oliver Muller:   Auch dieser Artikel lässt vermuten, dass man Amnéville seitens der EAZA nicht abschreiben will: es wurde ein neuer Orang Utan-Zuchtmann dorthin geschickt im Rahmen eines EEP.
    (17.08.2017)
    W. Dreier:   Es ist wirklich schwer, Genaueres zu finden. Der Zoo selbst bietet nur ``sensationelle Neuheiten`` mit ``Spezialeffekten``, die weltgrößten Gorilla- und Greifvogelanlagen an, dazu die größten Geldspenden (hic!) der europäischen Zoos (500 000 Euro/Jahr) für Tierschutzkampagnen etc.
    Bei der EAZA findet man nur Zahlen, eine ``interaktive Karte`` ist schwer zu interpretieren, da man jedes geographische Zeichen anklicken muß etc.
    Die EAZA selbst verzeichnet 295 volle Mitglieder, 7 temporäre, 13 Kandidaten, 36 ``corporate-`` und 34 ``associate-`` Mitglieder - wobei das nicht nur zoologische Einrichtungen sondern auch Organisationen betrifft.
    Noch zu einem Beispiel eines ehemals ausgeschlossenen Mitglieds: Dvur Kralove läuft wieder als volles Mitglied.
    (08.08.2017)
    Oliver Muller:   Alles, was ich im Netz zu Amnéville finde sagt nur, dass die Mitgliedschaft auf temporary zurück gestuft wurde?
    (08.08.2017)
    Oliver Muller:   @Sacha: Danke!
    (08.08.2017)
    Adrian Langer:   @Michael Mettler: vielen Dank für die Info!
    Das klingt ja schon fast nach Mobbing! :D Aber ich verstehe die Konsequenz! Man muss sich ja doch neben den ganzen Angriffen von außen auch von Zooseite aus distanzieren! Dürfte nur für Amneville sehr schwierig werden, da so ja einige attraktive Arten verloren gehen die nicht ohne weiteres ersetzt werden können!
    (08.08.2017)
    Sacha:   @Oliver Muller: Vielen Dank für die Berichterstattung. Und ich hoffe, der Grund für Deine vorzeitige Abreise hat sich zum Guten gewendet.
    (08.08.2017)
    Oliver Muller:   @Michael Mettler: danke! Ja der Gecko ist definitiv ein Lygodactylus williamsi)
    (07.08.2017)
    Michael Mettler:   @Oliver Müller: Dürften wohl die Türkisblaue Riesenstabschrecke (Achrioptera fallax) und der Türkisblaue bzw. Himmelblaue Zwerggecko (Lygodactylus williamsi) sein.

    Zu Amneville (weiter unten im Thread): Habe mal ein bisschen im Net gestöbert, mangels Französischkenntnissen nur auf deutsch- und englischsprachigen Seiten. Als ausschlaggebend für den Ausschluss wird tatsächlich die circusartige, dazu mit Video- und Lichteffekten versehene und offenbar in einer Art Höhlentempel stattfindende Tiger-Dressurvorführung in \"Tiger World\" diskutiert. Andererseits fand ich aber auch Meldungen von Anfang letztes Jahres, dass der privat betrieben Park Insolvenzantrag gestellt hatte, obwohl er gerade (ironischerweise WEGEN \"Tiger World\") ein Rekordbesuchsjahr hinter sich hatte, wie z.B. hier zu lesen: https://www.wort.lu/de/lokales/wegen-mangelnder-kredite-zoo-von-amneville-beantragt-insolvenz-568f73f60da165c55dc50d6e

    Irgendwo hieß es auch, dass dem Zoo jetzt EEP-Tiere wie Orangs und Gorillas abgezogen werden würden.
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Leider kommt das Blau bei meiner Kamera immer nicht ganz so intensiv rüber wie in Wirklichkeit...
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Hummer
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Meereswalnuss - leider sieht man hier natürlich nur in Ansätzen die changierenden, regenbogenfarbigen Lichterketten
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Stabheuschrecke ... Kann sie jemand bestimmen?
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Gecko
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Tag 3

    Der dritte Tag meiner Reise begann mit einem Besuch bei CERZA in der Nähe von Lisieux. Dieser Zoo erstreckt sich über eine Fläche von 65 ha auf hügeligem, z.T. bewaldeten Gelände und zeichnet sich vor allem durch riesige Gehege aus. So misst die Afrika-Anlage, die mit Breitmaulnashörnern, versch. Giraffen-UA (Junggesellen-Gruppe) und verschiedenen Antilopenarten sowie Straußen besetzt ist, allein 5 ha. Aber auch die meisten sonstigen Gehege hatten mehrere Tausend Quadratmeter bzw. mehrere ha Fläche, was z.B. für Großkatzen ja doch sonst eher selten der Fall ist. Die meisten Tierhäuser sind nicht begehbar jedoch gibt es zwei Tropenhäuser, eines für Reptilien und eines für sehr agile Gürteltiere und eine unsichtbare Mangustenart. Der Zoo hat wohl nur beschränkte Mittel und so sind alle Anlagen und Häuser recht einfach gebaut, was aber der Qualität und auch der Optik keinen Abbruch tut und vielleicht manchen deutschen Zoo inspirieren könnte, der eben mal 7 Mio. für eine Anlage für Humboldtpinguine ausgibt.
    In diesem Jahr wurde eine schmucke Braunbären-Anlage eröffnet, im nächsten Jahr soll eine Anlage für Eisbären folgen, die, wenn sich mein Eindruck von der Baustelle bewahrheitet, auch mindestens zwei Hektar groß sein wird. Zusammen mit den Brillenbären wären drei Bärenarten im Bestand. Es freut mich, dass andernorts noch Eisbären neu angeschafft werden, während in Deutschland die Zahl der Halter ja perspektivisch eher rückläufig ist.
    Vermutlich eine Besonderheit sind die Leoparden, die ohne Unterartstatus ausgeschrieben sind, aber laut ZTL Afrikaner sind, darunter ein Schwärzling (welche ja angeblich v.a. bei den ?warmen? asiatischen UA vorkommen). Allerdings ist laut Schildern im Zoo ein Tier (von den zweien, die ich gesehen habe) neu im Bestand und wird noch eingewöhnt. Ich bin mir nicht sicher, ob es auch ein Afrikaner ist, allerdings könnte es sich um das (ebenfalls laut ZTL) einzig übrig gebliebene Tier aus Pairi Daiza handeln. (Anmerkung: Später, nach meinem Besuch habe ich allerdings gesehen, dass die Leoparden in einer Broschüre von CERZA selbst als Sri-Lankanesen bezeichnet werden.)

    Schließlich führte mich der Weg nachmittags noch nach St. Malo, wo ich das Aquarium besuchte. Neben zahlreichen sehr schön gestalteten Aquarien mit allerlei Fischbesatz und Niederen Tieren gibt es hier als Besonderheiten ein Rundum-Aquarium, ähnlich wie in Leipzig, wo die Rochen, Haie und Meeresschildkröten endlose Bahnen im Kreis schwimmen können, ein Touch-Pool-Bereich draußen, wo man verschiedene Fischarten in mehreren, teilweise verbundenen Teichen berühren kann sowie zwei ?Attraktionen?, die, soweit ich es verstanden habe, einmal eine virtuelle U-Boot-Fahrt in die Tiefsee und einmal eine reale ?U-Boot?-Fahrt in ein Becken mit Fischen sein sollen. Ich habe mir aber beide nicht angesehen.

    Am nächsten Tag entschied ich mich dann morgens früh, die Rückreise nach Hause anzutreten, so dass die weiteren geplanten Einrichtungen auf einen anderen Besuch werden warten müssen...
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Tag 2

    Am zweiten Tag ging es weiter nach Boulogne-sur-Mer in das berühmte Aquarium Nausicaa. Nausicaa beeindruckt mit einer großen Zahl von Wirbellosen (Seesternen, Anemonen, Seegurken, Quallen, aber auch ein paar Insekten), Fischen, aber auch Amphibien, Reptilien und Vögeln (Pinguinen) und Säugetieren (Seelöwen). Besonders beeindruckt haben mich die riesige, von der Seite und von oben einsehbare Mangrove, ein außergewöhnlich blauer Hummer, ebenso außergewöhnlich blaue Williams Geckos und zwei Erstsichtungen: eine türkisfarbene Stabheuschrecke mit roten Beinen (deren Namen ich leider nicht notiert habe) und Meer-Walnüsse, die m.E. eigentlich mit ihren in Regenbogenfarben pulsierenden ?Girlanden? besser Meer-Karussell oder Meer-Diskokugeln heißen würden. Das ?Centre National de la mer? ist zweifellos toll und spielt in der ersten Liga der europäischen Aquarien. Auch wenn ich den edukativen Anspruch des Hauses sehr schätze, war mir jedoch ein bisschen zu viel Text an den Wänden und v.a. die zahlreichen Animationen und Filme haben doch teilweise ein bisschen an einen Kirmesplatz erinnert.
    Im nächsten Jahr will das Nausicaa mit einem Erweiterungsbau seine Größe vervielfachen und zum ersten Aquarium Europas aufsteigen. Geplant sind den Abbildungen nach wohl u.a. Hammerhaie, Meeresschildkröten und verschiedene Rochenarten (Mantas?).
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Tag 1

    Der erste Tag führte mich, aus dem Westen Deutschlands kommend, durch Belgien in die kleine Stadt MAUBEUGE, die sich am Rand einer alten Festungsanlage auf zwei Ebenen einen hübschen, 6 ha großen Zoo leistet, der jährlich trotz der Konkurrenz des nahe gelegenen Pairi Daiza rund 150.000 Besucher anzieht. Das Artenspektrum des Zoos kann sich sehen lassen: Neben versch. Wasservögeln, Hornraben, mehreren Papageienarten, Rosaflamingos, Kronenkranichen, Heiligen Ibissen, Weißstörchen, Pelikanen, div. Geiern (die letzten fünf in einer großen begehbaren Voliere) weist der Säugetierbestand u.a. Indische Löwen, Weiße Tiger, Sri Lanka-Leoparden, Mähnenwölfe, Brillenbären, verschiedene Lemuren und Neuweltaffen sowie Flusspferde, POS, Zebras, Sitatungas, Giraffen und sogar zwei junge asiatische Elefantenbullen auf. Ein Highlight ist auch die große, begehbare Guanako-Anlage am und auf dem Fort. Der Park ist eine reich, fast subtropisch bepflanzte Anlage, die dicht bestückt ist mit nicht übergroßen, aber durchweg gut gestalteten und strukturierten Gehegen. Die Gehege und Volieren sind alle mit sichtbaren Gittern (in fotografenfreundlichem schwarz)umfasst, die aber durch Glasscheiben in überdachten Unterständen immer auch so aufgelockert sind, dass auch gitterfreie Einblicke möglich sind. Die Tierhäuser sind alle nicht begehbar, aber oft durch Glasscheiben ebenfalls einsehbar. Alles in allem ein schöner kleiner Zoo, der absolut lohnt, wenn man in der Region unterwegs ist.
    (07.08.2017)
    Oliver Muller:   Meine Frankreich-Zooreise hat inzwischen statt gefunden ? jedenfalls ein Teil davon, da ich nach drei (von geplanten zwölf) Tagen leider wegen gesundheitlicher und familiärer Umstände abbrechen und nach Hause fahren musste. Trotzdem möchte ich ein paar Eindrücke schildern...
    (07.08.2017)
    Adrian Langer:   Bringt das dann nicht auch Probleme für andere Zoos die hier Tiere tauschen wollen? Ich finde da einige Arten (Afrikanischer Elefant, Berberlöwe, Finshs Gelbhaubenkakadu, etc.) nicht einmal unrelevant! Gab es denn Bestrebungen die angebrachten Kritikpunkte zu ändern um quasi in Zukunft wieder aufgenommen zu werden?
    (07.08.2017)
    W. Dreier:   Da hier Amneville steht: in ``Leszoosdanslemonde von, J. Livet wurde im Forum mitgeteilt, dass der Zoo Amneville nach einer Verwarnung 2015 im Juli 017 aus der EAZA ausgeschlossen wurde. Der Großteil der Diskussion geht nun um die Ursachen und um die Folgen. Ursache war wohl, dass viele Tiershows (speziell Tigerworld - was das auch immer ist), Robbenshows, Vogelshows durchgeführt werden, die als Attraktion, Spektakel etc. laufen und wohl nicht als der Gesundheit dienende Dressuren verkauft werden können - womit dann gleich auf Elefantenführungen, Greifvogelshows , Delphinshows in Deutschland hingewiesen wird - ohne Konsequenzen. Die Grauzonen sind natürlich fließend, speziell wenn ich an die Robbenshow in Hannover vor ca 3 Jahren denke.
    Diskutiert wird auch , was denn nun bezüglich der registrierten EEP-Tiere passieren könnte - etwa erschwerte Bemühungen um genetisch bessere Importe bzw. Exporte von überzähligen Tieren. Dazu wurde gleich genannt, dass z. B. ein Orangmann von Amneville nach Frankfurt kam und von dort eine andere Rotation begann. Eine andere Frage war, dass ja in den EEP`s auch Tiere sind, die nicht von EAZA-Zoos stammen (bei Fischkatzen sind das ca 50% der Tiere). Was also ist die EAZA? Zumal man offensichtlich auch in andere Kontinent-Assoziationen eintreten kann (auch bei Ausschluß in der einen?). So sind ja einige tschechische Zoos Mitglied in der EARAZA.
    (07.08.2017)
    Adrian Langer:   https://www.welt.de/newsticker/news1/article167403259/Pandy-Baby-kurz-nach-Geburt-in-franzoesischem-Zoo-gestorben.html

    Die Pandas sind jetzt da! Leider ist einer der Zwillinge gestorben!
    (05.08.2017)
    Adrian Langer:   http://www.donaukurier.de/nachrichten/panorama/Frankreich-China-Tiere-Panda-Dame-in-franzoesischem-Zoo-erwartet-Zwillinge;art154670,3481490

    In Beauval werden Pandazwillinge erwartet!
    (01.08.2017)
    W. Dreier:   @O-Müller: Noch einige Ortshinweise - wir hatten kein GPS-System, ich kann aber noch Karten lesen:

    - Brest: so man in der Regel von Osten oder Süden kommt, liegt das Oceanarium ``vor der Stadt`` links, gute Ausschilderung. Leider liegt es in/an der Marina. Also: scheint die Sonne, strömt alles ans Meer, regnet es, strömt alles ins Oc. Könnte also ein Parkplatzproblem oder ein Anstehproblem werden - oder Beides (wir waren dort nach den Ferien Mitte September)
    - CERZA (Centre des Etudes et des Recherches Zoologiques d´Augeron) - oder als Stadt Lisieux , als Ort Hermival-les- Vaux. CERZA liegt nordöstlich von Lisieux, so 6-8 km, der Ort H-l-V besteht straßenseits nur aus ein paar Häusern, dann sind es nur noch 1-2 km, rechts führte eine Allee dorthin .
    - Pont Scorff: auf der Strecke von Lorient -Brest, ca 5 km hinter Lorient, Abfahrt Quevèn rechts, nochmals 5 km durch einen sehr hügeligen schönen Buchenwald. Nur kleiner Parkplatz.

    (21.06.2017)
    Oliver Muller:   Danke euch! Ja fahre mit PKW HIN, aber nicht DURCH wegen Stoffschieber im Dach. Würde dann umsteigen in den Safari-Bus.
    (21.06.2017)
    W. Dreier:   @O. Müller: Bitte meine Beschreibungen lesen vom Oktober (wenn auch schon) 2012: hier im Forum
    7.10. Pont Scorff; 8.10. Oceanopolis (jetzt wohl mit Bartrobbe und Seeotter); CERZA am 9.10. 12.
    Für die drei Einrichtungen dürften je 3 Stunden gerade reichen. Pont Scorff wäre OK, CERZA wohl seht knapp. Für Brest müßte man die Fütterungszeiten wissen, da die Unterwasserscheiben sehr dick sind. So ich mich nicht irre , waren die gegen 16 Uhr.
    (21.06.2017)
    Sacha:   Safari Thoiry reichen bei normalem Besucheraufkommen 3 bis 4 Stunden. Nehme an, Du fährst mit dem PKW dorthin. Ansonsten ggf. umständlich, wenn man Bus für Safariteil nehmen muss. Bei Parköffnung dort sein und zuerst Safariteil besuchen, erst dann den Zooteil.
    Die anderen Parks kann ich nicht beurteilen, da ich noch nicht dort war, sorry.
    (21.06.2017)
    Oliver Muller:   Ich bin immer noch an der Planung meiner Frankreich-Tour und komme da aktuell nicht so ganz weiter, hoffe aber, das in den nächsten Tagen abschließen zu können.

    Fragen wollte ich noch, ob schon mal jemand von euch in den Zoos Pont Schroff (Bretagne) und/oder Bassin d´Arcachon (Atlantikküste) war und mir sagen kann, ob die eher ein \"must\" oder ein \"nice to have\" sind. Insbesondere der Letztere kommt mir vom Tierbestand her recht spannend vor.

    Außerdem wüsste ich gerne, ob ich mit einem Zeitbudget von jeweils 3 bis 4 Stunden für Oceanapolis Brest, Nausicaa Boulogne-sur-mer, Parc des Felins, Valle des Singes, Safari Thoiry und CERZA hinkomme ... für einen Übersichtsbesuch ohne Stress. Vielen Dank!
    (21.06.2017)
    Adrian Langer:   Limbo aus dem Zoo Beauval ist gestorben! Damit ist ein weiterer adulter Afrikaner Bulle weniger in Europa. Allerdings hat er auch auf natürlichem Wege keine Nachkommen gezeugt! Mit ihm stirbt auch der letzte männliche Nachkomme von Yossi und Lara!
    (11.04.2017)
    zollifreund:   und zu guter Letzt: die neue Gemeinschaftsanlage für Kleine Pandas, Muntjaks und Zwergotter ( eigentlich nichts originelles, aber zur Vollständigkeit erwähnt)
    (09.04.2017)
    zollifreund:   alle guter Dinge sind drei....

    was gibt es ansonsten noch neues zu berichten: in die bisherige Anlage der Persischen Leoparden sollen im Sommer Nebelparder einziehen - aktuell ist dort der Karter der Amurleoparden.. Eigentlich finde ich den Zustand nicht schlecht, dass die Amurleoparden aktuelle zwei Anlagen zur Verfügung haben...
    Die Yaks bewohnen (vorübergehend?) die POS-Anlage - ihre eigene Anlage ist komplett abgebaut worden. Warum war aber nicht zu erkennen.
    Bei dem Umbau der alten (nun schon länger leeren Tonkean-Makaken-Beton-Grube) sollen es nun bald losgehen. Ein Pfleger hat mir gegenüber Juni erwähnt.
    (09.04.2017)
    zollifreund:   die Spielstunde mit Mama war wirklich sehenswert....
    (09.04.2017)
    zollifreund:   der neue Star des Zoo de Mulhouse: Nanuq ( hier mit seinem Lieblingsspielzeug - sind ja immerhin Vize-Europa-Meister :-) )
    (09.04.2017)
    Oliver Muller:   @Sacha: guter Hinweis, danke dir!
    (11.01.2017)
    Sacha:   @Oliver Muller: Ich will Dich nicht im Regen stehen lassen, darum: Das Wichtigste wurde schon gesagt. Ansonsten kann ich nur raten, im Netz mal nach den Verkehrsvorschriften für Frankreich zu googeln. Da gibt es teilweise ein paar Unterschied zu D und CH (z.B. ist max. Geschwindigkeit auf Autobahnen 130 km/h und ausserorts 90 km/h). Bez. Geschwindigkeitskontrollen sind die franz. Polizisten scharfe Hunde. Und es gibt auf schnurgeraden Landstrassen vielfach Blitzkästen. Und dann wäre da noch der Kreisverkehr mit zwei (und mehr) Spuren im Kreis, bei dem das richtige Einspuren und der rechtzeitige Spurwechsel wohl nur den Franzosen klar ist (die das auch gerne mit Hupen kommentieren).

    Nausicaa und Brest sind sicher top.
    (10.01.2017)
    Oliver Muller:   Nun möchte ich in den nächsten Tagen beginnen, meine Frankreich-Tour(en) zu planen. Fragen an die Frankreich-Erfahrenen unter euch:

    1.) Sollte ich bzgl. Autofahrten noch irgendwas beachten, außer, dass ich nicht mit dem Auto nach Paris rein fahre? Andere zu meidende Städte oder schlecht erreichbare Zoos, extrem hohe Parkgebühren oder Zoos, die man besser mit ÖPNV erreicht?
    2.) Bei den Aquarien bin ich mir noch etwas unsicher: sind Nausicaa (Boulogne-sur-mer) und Océanspolis Brest hier die beste Wahl oder steht eins davon hinter La Rochelle oder Montpellier, Lyon, Saint-Malo zurück bzw. sollte davon noch eins auf die Liste?

    Danke noch einmal für eure Tipps!
    (07.01.2017)
    Hannes Lueke:   Disneyland hat top Anbindungen an die Stadt und im Dörfchen nebenan findet man über AirBnB viele sehr gute Angebote
    So haben wir Paris im März diesen Jahres besucht

    In dem Zusammenhang vielleicht interessant
    https://www.urlaubspiraten.de/hotels/kindheitstraum-disneyland-parkeintritt-1-nacht-im-4-hotel-ab-89-euro-pp-inkl-fruhstuck_25119
    (07.12.2016)
    Oliver Muller:   Hat jemand vielleicht auch einen Tipp, wo man in Paris günstig und vernünftig unterkommen kann mit guten Anbindungen an Zoo, Menagerie und Flughafen/Gare du Nord? Danke!
    (07.12.2016)
    Oliver Muller:   Nochmal danke!, auch an Sacha, sehr klare Antworten! :-)
    Jonas Livet spricht auch gut deutsch, oder? Er kennt sich ja vermutlich am besten mit den französischen Zoos aus...
    (27.10.2016)
    WolfDrei:   @Oliver Müller (auch andere an frz. Zoos Interessierte) : Leszoosdanslemonde (Gründer Jonas Livet) - kurz zum Procedere

    - Forum anklicken
    - dann die dritte ``Großspalte``: Les Zoos
    Liste des especes------(also Artenliste zum betrffenden Zoo)
    Photographier en espace zoologique---: aufgeführt werden ca 30 Zoos - manchmal werden die Fotos gleich abgebildet (z. B. Parc des felins, Nesles) oder man muß irgendwo anklicken, beispielsweise bei LILLE mit flickr
    So man mit dem Französischen zurecht kommt, kann man auch die Actualites oder die Nouveautes anklicken

    (27.10.2016)
    Sacha:   Oliver Muller: Tolles Vorhaben. War dieses Jahr wieder in Zentralfrankreich und kann Dir vor allem Beauval ans Herz legen. Artenreichster Zoo in Frankreich. Ich würde da besser zwei Tage rechnen, falls Du auch gerne fotografierst, sonst wirds etwas eng. Ein Kombiticket für zwei Tage ist auch finanziell reizvoll (Aber Achtung: Es müssen zwei aufeinanderfolgende Tage sein). WolfDrei hat ja bereits ein paar gute Tipps gegeben. Konkret zu Deinen Fragen: 1. Nein, 2. Kann man weglassen, dafür allenfalls La Boissière du Dore oder St. Martin La Plaine mitnehmen, 3. Sowohl in Sigean, Thoiry wie Planète Sauvage gibt es Bereiche, die (nur) zu Fuss besucht werden können. In Thoiry und Sigean ist dieser Bereich grösser als bei Planète Sauvage. Die meisten Grosstiere wiederum sind aber nur per Pkw anschauen. Ob man Dich mit einem Stoffdach reinlässt, weiss ich nicht. Ich glaube aber, dass Du zumindest in Thoiry und Planète Sauvage für die Safaritour ein Busticket lösen kannst. 4. Wie WolfDrei schrieb: Wenn Du nicht gross fotografierst und im Eiltempo durchläufst sind Vincennes (Zoo Paris) und Menagerie an einem Tag machbar (allerdings mit einigen Umsteige-Aktionen von Metro und RER, wenn ich es richtig in Erinnerung habe). Evtl. auch Doué und La Flèche an einem Tag möglich. 5. Ja, alles mit dem Auto machbar (meist sogar besser als mit ÖV), nur wie Du schon selber geschrieben hast, nicht mit dem Pkw nach Paris rein!
    (27.10.2016)
    Oliver Muller:   @WolfDrei: Vielen Dank! Auch für den Tipp mit Leszoosdanslemonde. Da kann ich auch gucken, das ist eine gute Idee. Da sollte auch mein Französisch noch für ausreichen. ;-)
    (27.10.2016)
    Oliver Muller:   @WolfDrei: Vielen Dank! Auch für den Tipp mit Leszoosdanslemonde. Da kann ich auch gucken, das ist eine gute Idee. Da sollte auch mein Französisch noch für ausreichen. ;-)
    (27.10.2016)
    WolfDrei:   Oh, entspannte 2-3 Stunden? Sehr optimistisch! Mit Oceanopolis ist sicher Brest gemeint - der westlichste Punkt immerhin - mit 2 Stunden zu schaffen (neurdings mir Bartrobben ! ). 3 stunden wären schaffbar bei vorherigem Zooplanstudium für die Menagerie, sogar Vincennes /Paris, Mulhous,e sicher auch Doue, La Palmyre, Montpellier. Zur Not könnte auch Pont Scorff besucht werden bei der Anfahrt auf Brest, so man von Süden kommt. Eine gute fotografische Übersicht bekommt man bei Jonas Livet in ``Leszoosdanslemonde`` - ist zwar auf französisch, ich werde aber jene Themen heraussuchen, die einen fotografischen Überblick geben - da ist ein sehr fähiger (fotografisch) Zoobesucher unterwegs. Ich melde mich - ansonsten Hinweis auch auf meine Besuche, wenns auch schon etwa 4 Jahre her ist
    Ansonsten : Sigean ist geteilt (nicht nach den km) in Fuß-und Autosafari
    (27.10.2016)
    Oliver Muller:   Liebe Gemeinde!

    Nachdem ich in den letzten Jahren Zooreisen durch die D-A-CH- und die BeNeLux-Länder gemacht habe, will ich 2017/18 Frankreich unsicher machen. Geplant sind zwei Touren (eine pro Jahr) mit dem Auto, von denen mich eine von Elsass-Lothringen runter zum Mittelmeer und eine von Nordfrankreich über die Normandie und durch das Loire-Tal bis zur Atlantikküste führen soll.

    Natürlich kann ich nicht alle französischen Zoos und Aquarien besuchen und will mich daher auf die größten (Artenzahl), bedeutendsten (Besucherzahl, Artenschutz-Engagement), schönsten (Anlage), ungewöhnlichsten (Spezialzoos) und spannendsten (seltene Arten) beschränken.

    Geplant sind nach bisherigem Stand: Amnéville, Mulhouse, Besancon, La Palmyre, CERZA Lisieux, Paris Zoo und Menagerie, Doué la Fontaine, Beauval, La Flèche, an Wasserzoos das Marineland Antibes, Nausicaa, Oceanapolis und an sonstigen Spezialzoos den Vogelpark Villars les Dombes, die Krokodilfarm Pierrelatte, den Katzenzoo in Nesles und den Affenzoo in Romagne...

    Weiter unten finden sich ja schon sehr ausführliche Beschreibungen und viele Tipps, allerdings auch schon ein paar Jahre alt.

    Insofern habe ich aber ein paar Fragen an diejenigen unter euch, die schon viel in Frankreich gesehen haben:

    1. Habe ich eurer Meinung nach eine wichtige Einrichtung vergessen, die ? ausgehend von meinen o. g. Kriterien ? ?unverzichtbar? ist und die ich unbedingt noch mitnehmen sollte ? also nicht nur ?nice to have??
    2. Inwiefern lohnen sich (auch angesichts der Entfernungen) noch Lunaret (Montpellier), Lille, Lyon, Le Pal oder das Aquarium La Rochelle?
    3. Lohnen sich die Safariparks Sigéan, Thoiry, Planète Sauvage? Wenn ja, habe ich da eine Chnce, die OHNE Auto zu besuchen, denn mein Auto hat ein Stoffdach, das kommt immer schlecht in Safariparks... ;-)
    4. Habt ihr die Erfahrung, dass man von den genannten Zoos welche am selben Tag kombinieren kann? Die Entfernungen scheinen mir alle ganz schön weit ? es müsste dazu also ein entspannter Besuch in je 2-3 Stunden möglich sein.

    Paris Zoo und Menagerie würde ich ggf. auch von den Autotouren abkoppeln und separat (per Flugzeug oder Bahn) besuchen, schon um dem Pariser Verkehrschaos zu entkommen. Daher:

    5. Lässt sich das alles auch gut mit dem Auto machen oder sollte ich außer Paris noch andere Städte eher meiden (Verkehr, Parkplätze)?

    Ich freue mich auf zahlreiches Feedback und danke euch jetzt schon mal sehr, sehr herzlich!

    (27.10.2016)
    WolfDrei:   @Sacha: genau so. Bezogen auf das Datum vom März wäre das der Mai gewesen.
    (11.10.2016)
    Sacha:   @WolfDrei: Danke für die Info. Ich glaube aber, dass die neue Wanderu-Anlage bereits dieses Jahr installiert wurde. Ich habe dort nämlich im Sommer eine gesehen, die sehr neu aussah (Kameltal, unterhalb der Grossen Pandas). Zudem schrieb Livet im März 2016 \"...ils d?environnement dans deux mois pour...\". was ich in etwa mit \"wechseln ihre Umgebung in 2 Monaten\" übersetze. Das würde dann passen. Oder habe ich da was falsch übersetzt?
    (11.10.2016)
    WolfDrei:   Meine Äußerung bezieht sich auf einen Beitrag im Forum von J. Livet vom März 2016:
    \"Le projet d?installer des dauphins était un projet. Un projet parmi tant d?autres. Comme par exemple la création de parcs toujours plus grands pour les espèces déjà présentes à Beauval. Ainsi nos macaques-lions changent-ils d?environnement dans deux mois pour un espace 10 fois plus grand car la famille s?est énormément agrandie ! Ainsi, préparons-nous un tout nouvel espace pour nos lions en 2017, 7 fois plus grands, un lieu qui va être magnifique?

    Lors de la visite de François Hollande à Beauval

    (11.10.2016)
    WolfDrei:   Zu Beauval und Delfine: es hat eine Besichtigung und Diskussion mit Francois Hollande gegeben, danach ein Kommunique von der Direktorin Delphine Delord. Darin steht , dass das Delphinarium ``ein Projekt wie viele andere sei``. Für2017 gibt es eine neue Anlage für Wanderus (1ofach größer) und für Löwen (7 fach) sowie neue Anlagen für Geparde und Hyänenhunde. Bezüglich der Delfine sei man in Diskussion mit dem zuständigen Ministerium.
    Ansonsten hat es wieder Proteste von Gegnern der Delfinhaltung vor dem Zoo ``Planet sauvage`` gegeben
    (10.10.2016)
    Sacha:   Ich muss meinen letzten Post etwas präzisieren: Mit \"einigermassen seriös\" meine ich die Nachricht per se, nicht aber die Meinung, die die schreibende Person, die offenbar aus der Tierrechtsszene stammt, vertritt.
    (10.10.2016)
    Sacha:   Sieht einigermassen seriös aus. Trotzdem bin ich skeptisch bzw. glaube, dass es sich um einen inzwischen überholtes Vorhaben (für 2017!) handeln könnte, da der Artikel im Link bereits im Februar dieses Jahres veröffentlicht wurde.
    (10.10.2016)
    Oskar Schwitters:   Ansonsten einfach \"zoo beauval le delphinarium\" eingeben. In der Bildersuche stammt das erste Bild von der gemeinten Seite.
    (10.10.2016)
    WolfDrei:   Werde mal bei Jonas Livet in ``Leszoosdanslemonde`` nachschauen, vielleicht gibt es dort eine Aussage - dieser link will bei mir nicht ``kommen``.
    (10.10.2016)
    Oskar Schwitters:   Hab es hier gesehen:
    images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fimg.over-blog-kiwi.com%2F0%2F95%2F25%2F27%2F20160207%2Fob_13fd77_jfbystuvcssrtgz-800x450-nopad.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fbrigitte-bardot.over-blog.net%2F2016%2F02%2Fzoo-de-beauval-non-au-delphinarium.html&h=450&w=800&tbnid=KtcESLe6wrlanM%3A&docid=Yoet_zs02DgtdM&ei=pT_6V6SOCNuugAb8wbu4CA&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=929&page=3&start=54&ndsp=16&ved=0ahUKEwjk9JXt483PAhVbF8AKHfzgDocQMwhcKDkwOQ&bih=602&biw=1242

    Spreche kein Französisch, kann daher gut sein, dass ich es falsch interpretiert habe.
    (09.10.2016)
    Oliver Muller:   Alles, was ich jetzt via Google im Netz gefunden habe, ist, dass dieser Plan seit Februar endgültig vom Tisch ist, u.a. wegen massiver Proteste durch \"Anonymous\". So weit ich verstanden habe (Schulfranzösisch ist lange her) gab es sogar Morddrohungen...
    (09.10.2016)
    Sacha:   Das würde mich auch interessieren. Bislang wusste ich von einer neuen Löwenanlage (plus Wildhunden und Erdmännchen) oberhalb der Flusspferdanlage. Und nun auch noch Delphine für 2017?
    (09.10.2016)
    Oliver Muller:   @Oskar Schwitters: Wo kann man da Näheres nachlesen? Im Masterplan war ja bereits von einer Cetaceen-Art die Rede.
    (08.10.2016)
    Oskar Schwitters:   Beauval plant offenbar für 2017 ein Delfinarium.

    (08.10.2016)
    Michael Mettler:   @Gudrun: Die USA sind doch aber nicht das einzige Land, auf dessen Gebiet Seeotter vorkommen. Da dürfte die erstere Variante wahrscheinlicher sein, ähnlich wie bei den nach Orsa abgegebenen Kodiakbären.
    (20.07.2016)
    Patrick Marburger:   Ja gut, Importiere haben in Lissabon schon gezüchtet. Der Aufwand für den Seeotter-Import in Brest war wohl immens, wenn man wirklich kommerzielle Gedanken hat wäre hier vermutlich unkomplizierter. Also sollte man zumindest meinen, ist ja aber nicht immer so (siehe China). Sehe ich es richtig dass wenn man keine Tier tauscht (siehe Oliver Müller) Kastrup der einzige potentielle Züchter ist? Plant außer Saint Aignan eigentlich noch jemand mit der Art?
    (20.07.2016)
    Gudrun Bardowicks:   Soweit ich weiß gibt es von den USA aus ein Zuchtverbot für Seeotter, da man Nachzuchten aufgrund der vielen aufgefangenen Waisen, die sich nicht mehr auswildern lassen, nur schwer unterbringen kann. Das gilt zumindest für die USA. Vielleicht will man auch ähnlich wie China mit Bambusbären und Goldtakinen das Monopol behalten, der einzige Lieferant für Seeotter zu sein.
    (20.07.2016)
    Oliver Muller:   D.h. Brest hält nur Männchen und Lisboa nur Weibchen. Wieso?
    (20.07.2016)
    WolfDrei:   Diese Info hatte ich vor 2 Stunden aus ``Leszoosdanslemonde``von J. Livet gefunden - jetzt sehe ich: die ZTL war schneller!
    (18.07.2016)
    WolfDrei:   Oceanopolis Brest hat am 15.6. 3 Alaska-Seeotter erhalten, ein Männchen starb allerdings kurz nach der Ankunft.
    (18.07.2016)
    zollifreund:   damit es nicht zu primatenlastig wird :-)
    ein Teil der Zuchtgruppe der Blauschafe, insgesamt konnte ich neun Tiere zählen...
    (27.03.2016)
    zollifreund:   gerade gesehen, ich habe nicht richtig aufgepasst: das erste Bild zeigt den Nachwuchs der Nördl. Weißwangenschopfgibbons.
    (bei den anderen drei Gibbonarten leider seit langen nicht mehr)
    nun aber noch das Junge der Rolloways
    (27.03.2016)
    zollifreund:   da ja nicht oft zu sehen: auch ein Bild des Vollbart-MK-Nachwuchses mit einem seiner Geschwister
    (27.03.2016)
    zollifreund:   gestern machte ich wieder meinen jährlichen Besuch in Mulhouse: hier ein Up-Date zu meinem letzten Bericht vom 18.04.15:
    - da gestern den ganzen Tag die Sonne schien war der Zoo sehr gut besucht - aber nicht überfüllt. An solchen Tagen zahlt sich ein vielfältiges Wegenetz aus; nur bei den Eisbären gab es eine größe Besucheransammlung ( aber die \"Show\" der Eisbären hatte auch wirklich Publikum verdient... ;-) ). Ich habe das an Osterntagen bei Zoos mit einem festen Rundweg leider schon ganz anders erlebt...
    - die Anlage der Persischen Leoparden ist weiter leer ( es ist auch kein Aushang bzgl. eine Folgenutzung mehr vorhanden)
    - ebenso ist die Tonkean-Anlage noch unverändert ( und leer), nur dass hier erwähnt wird dass noch 2016?! zwei südamerikanische kleine Affenarten einziehen werden
    - an einer neuen Anlage ( an Stelle der ehemaligen Gepardenanlage) für Muntjaks und Kleine Pandas wird gerade feste gebaut - soweit die Standardvergesellschaftung - Mulhouse möchte aber noch Kurzkrallenotter mit in der Anlage zeigen
    - beeindruckend wie immer die Zuchterfolge bei allen drei Meerkatzenarten: Rolloway-Geburt am 04.03.16 ( Foto), Vollbart am 10.11.15, Eulenkopf bereits am 17.04.15, jeweils Gruppen mit bis zu 6 Tieren
    - bei den Helmkasuaren ist der Stall fertig, die Zäune auch wieder da und die Anlage mit einem juvenilen Tier besetzt. Aber leider keinerlei Deckung oder Einrichtung in der Anlage vorhanden. Ist ausbaufähig...
    - bei den Mantelaffen soll es auch kürzlich eine Geburt gegeben haben ( lt. Aushang)

    (27.03.2016)
    WolfDrei:   @ Hannes Lueke: Zollifreund und ich haben im Juni 2014 relativ umfangreich über beide Pariser Zoos geschrieben - bitte zurückscrollen.
    (24.02.2016)
    Tim Sagorski:   Ich war letztes Jahr auch beruflich in Paris und hatte einen freien Nachmitag, den ich für einen Zoobesuch nutzen wollte. Musste mich auch zwischen neuem Zoo und Jardin des Plantes entscheiden...

    Spontan entschied ich mich für den alten Stadtzoo und würde diese Entscheidung, ohne den Zoo in Vincennes zu kennen, jederzeit wieder so treffen.

    Die alte Menagerie ist ein echtes Kleinod, aus zoohistorischen und bestandstechnischen Gesichtpunkten gleichermaßen sehenswert.

    Großtiere wirst du vergeblich suchen (Gaur sind die größte gehaltene Tierart), aber dafür gibt es das, in meinen Augen, tollste Raubtierhaus, seltene Arten en masse und man kann die Geschichte des Zoos an jeder Stelle atmen...
    (24.02.2016)
    Sacha:   @Hannes Lueke: Der \"Zoo Paris\" IST der neue Zoo (vormals bekannt als Zoo de Vincennes, da er im Stadtteil Vincennes liegt). Die Menagerie Jardin des Plantes ist der alte Zoo im Herzen der Stadt, flächenmässig deutlich kleiner, aber für meinen Geschmack mit dem interessanteren Tierbestand. Tieranlagen zumeist noch im historischen (spätes 19./frühes 20. Jahrhunderts) Stil, wobei teilweise modernisiert. Beide Zoos werden von der gleichen Gesellschaft geführt.
    (23.02.2016)
    Oliver Muller:   @Sebastian Lüke: So wie ich das verstehe ist das aber eher ein Problem für Finanzexperten und sollte in den Griff zu kriegen sein. Also ich rechne da nicht mit einer Schließung, schlimmstenfalls mit einem Betreiberwechsel
    (23.02.2016)
    Hannes Lueke:   Das klingt wenig vielversprechend aber danke erst einmal für die Antwort
    Ist der Zoo Paris lohnenswerter?
    (23.02.2016)
    Sacha:   @Hannes Lueke: Zu allererst: Nicht zuviel erwarten. Ich war im Sommer 2015 da und war gelinde gesagt etwas enttäuscht. Trotz (fast) komplettem Neubau wirken die meisten Gehege künstlich (und das liegt nicht nur daran, dass gewisse Stellen noch nicht zugewachsen sind). Insbesondere die Aussenverkleidung der Paviananlage ist total missglückt. Im Tropenhaus sehr viele lästige Spiegelungen bei den Einzelgehegen. Positiv ist, dass die Tiere generell mehr Platz als zuvor haben, wobei nicht nur die Artenzahl insgesamt, sondern auch die der ONB-Lieblinge (Flusspferd, Asiat. Elefant, Tiger, Eisbär etc. sind alle weg) im Vergleich vor dem Umbau stark reduziert wurde. Meines Erachtens ist auch deshalb der hohe Eintrittspreis nicht gerechtfertigt.
    Verpflegung am besten mitnehmen, da im Park selbst relativ teuer und bis auf die Crêpes und Baguette-Sandwiches nicht wirklich lecker. Geier-Schaufütterung sehenswert. Bei schlechtem Wetter (oder wenn Du schnell durch bist) würde ich zusätzlich das Aquarium de la Porte Dorée (zwischen Metrostation und Zoo gelegen) besuchen. Für einen Kombi-Besuch Jardin des Plantes/Zoo Paris dürfte wohl die Zeit nicht reichen. So oder so: Viel Glück bzw. bonne chance!
    (23.02.2016)
    Hannes Lueke:   Hallo Zoofreunde,

    Mitte März komme ich für einen Tag durch Paris und möchte gerne den neuen (umgebauten) Zoo besuchen. Hat einer wertvolle Tipps für den Besuch für mich?

    Danke im Voraus
    (23.02.2016)
    Sebastian Gellert:   Jeder kann es öffentlich im Internet lesen - der Zoo d`Amneville scheint pleite zu sein und hat Insolvenzantrag gestellt. Offenbar war die letzte Themenwelt Tiger World zu viel über die dortigen Verhältnisse gelebt im Zoo d`Amneville. Folgendes eintippen \"Zoo d`Amneville Pleite\" - da finden sich viele Ergebnisse.
    (23.02.2016)
    zollifreund:   da ich diese Woche in Mulhouse war, kann ich hier ein kurzes Up-Date zu den Berichten von letztem Jahr geben:

    - die beiden Persischen Leoparden sind letzten Herbst verstorben ( Alterstod), es sollen demnächst neue "Katzen" einziehen ( ob es wieder Perser sein sollen habe ich nicht ganz verstanden)
    - die Tonkean-Makaken-Anlage ( die Betongrube) ist weiter leer, die Umbauarbeiten haben noch nicht begonnen. Die Makaken sind aktuell hinter den Kulissen, sollen aber nicht mehr gezeigt werden, stattdessen "kommt eine andere Art..."
    - bei der Anlage für Helmkasuare sind alle Zäune entfernt wurden, am Stall wird gearbeitet, es gab aber keine Hinweise wie es hier zukünftig weitergeht
    - das Waldhundrudel besteht mittlerweile aus 10 Tieren: das wirkt echt super, wenn sie gemeinsam durch die Anlage laufen
    - ganz frischen Nachwuchs gibt es bei den Rolloway-Meerkatzen, Listzäffchen ( Bild) und den Kronenmakis
    (18.04.2015)
    WolfDrei:   Die Menagerie im Jardin des Plantes des Pariser Naturkundemuseums feiert in diesem Jahr das 220jährige Bestehen! Entstanden ist es aus dem königlichen Palastgarten nach der Frz. Revolution am 16.5.1794. Gesamtdirektor war der Zoologe Geoffroy Saint Hilaire. Da er aber sich nicht “um Alles” kümmern konnte, wurde kein Geringerer als Frederic Cuvier Direktor der Menagerie im Dez. 1803.
    Erstaunlich, was baulich (zumindest in den oder auf den “Grundfesten”) noch heute erhalten ist! Bärengraben , erbaut 1805 - heute nach “Naturalisierung” kleine Pandas und Binturongs; 1821 die Rotunde (ehemals bis zum Tode des letzten Elefanten 1988 auch andere Großsäuger); 1874 Reptilien- Haus (fast unverändert ) wie auch das Vivarium von 1926; Gauranlage von 1804; Große Voliere (12 m Höhe, Länge 37 m, Breite 25 m); Fasanenanlage 1881; Katzenhaus 1937 (2005-12 Umbau der Außenanlagen; Affenhaus 1934 (erstmals Glasscheiben). Die Menagerie hat jetzt 1200 Tiere in 180 Arten. Bemerkenswerte Geburten 2014: 1 Pudu; 1 Blauschaf; 2 Binturongs; 2 Bartmeerkatzen: 2 Wanderus. Leider ist ein 18 jähriger Orangmann verstorben (aus La Lettre de la SECAS, Heft 78/2014).
    Inportiert wurden u.a. 2 Gorale aus Dresden, eine Kronenmangabe aus Osnabrück, 1 Markhor aus Liberec, 1 Thylogale (Buschkänguruh)aus Magdeburg

    (25.11.2014)
    Michael Mettler:   P.S. Laut meinen diversen älteren Zooplänen standen auf der jetzigen Bucharahirsch-Fläche immer Vietnamsikas. Die sind jetzt gar nicht mehr im Bestand.
    (25.09.2014)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Die letzte der Huftieranlagen im Wald gehört jetzt den Bucharahirschen. Ihr vorheriges Gehege (dort sah ich sie auch vor 20 Jahren schon, an das Holzhaus konnte ich mich erinnern) ist jetzt mit Rentieren besetzt.

    Da es im aktuellen Plan nicht eingezeichnet und demnach wohl neu ist: Die riesige Wiese zwischen Wasservogelteich und Vogelhaus dient jetzt als Weide für die Poitou-Esel. Ich persönlich würde ja lieber die Kamele dort sehen, die wirken in ihrem Waldgehege irgendwie deplatziert (genauso wie die Mendesantilopen - kurioserweise stehen dafür die Sitatungas auf fast freier Fläche).

    Bei den Vollbartmeerkatzen fielen mir übrigens noch unterschiedliche Augenfarben der Geschlechter auf, das muss ich mal mit anderem Bildmaterial abgleichen. Das Weibchen links im Bild mit verschiedenfarbigen Augen ist zwar ein Kuriosum, aber das helle Rotbraun scheint die normale Augenfarbe zumindest der Weibchen zu sein. Der Mann rechts hat aber graue Augen.
    (25.09.2014)
    WolfDrei:   @MM: Dank für den Mulhouse-Bericht, nachdem vom Monat her ich fast zeitgleich vor 2 Jahren dort war.
    Bezüglich der Meerkatzenanlagen -Erweiterung stellte ich Selbiges fest, zumal bei meinem Besuch schönster Sonnenschein war und die Tiere voll besonnt waren. Hier hätten die Tiere die Unterstellanlage eher benötigt. Damals gab es sie noch nicht.
    Die Rotbauchmeerkatzen lebten damals schon nicht mehr, es gab auch immer nur 2 Tiere, Geburt und Tod hielten sich die Waage. Letztmalig kam ein Tier über den Zoll vor ca. 10 Jahren in den Zoo - allerdings zunächst vom Zoll als Bartmeerkatze angekündigt
    Eine Frage zu den Hirschen, wobei ich damals auch nur einen Prinz-A.-Hirsch gesehen hatte, allerdings ein Weibchen. Damals waren auf der Ostseite im Wald offensichtlich eine oder zwei Hirschanlagen im Bau - zumindest das Haus war fast vollendet. Da ich keine Buchara-Hirsche sah, nahm ich an, dass dies für diese vorgesehen war, vielleicht auch für die P-A-H. Ist da etwas geschehen?

    (25.09.2014)
    Michael Mettler:   Ein kleiner Eindruck von der Außenseite des Affenhauses. Sowohl das Dach über dem Besucherbereich als auch die Natursteinmauern gab es früher nicht, die Außenkäfige waren erheblich kleiner (m.E. nicht viel größer als die Innenkäfige). Insgesamt erinnerte das Haus früher innen wie außen etwas an das Frankfurter Affenhaus, auch wegen der eingestreuten Vitrinen für kleine Arten. Den "denkwürdigsten" Einblick in die neue Außenkäfigreihe erhält man von deren linker Schmalseite aus: Da hat man nämlich als Hintergrund der dortigen Affen vollen Durchblick durch sämtliche Doppelgitter der Käfigreihe. Wobei "Durchblick" bei sonnigem Wetter, wie wir es hatten, eher relativ ist, denn da verschmilzt das alles optisch zu einer gleißenden Zinkstruktur. Da hätte es sicher ansprechendere Lösungen gegeben, z.B. hie und da auch mal eine undurchsichtige Trennwand einzubauen (z.B. im Stil der vor den Käfigen befindlichen Natursteinmauern).
    (25.09.2014)
    Michael Mettler:   @zollifreund: Die neue Eisbäranlage hat doch aber in beiden Gehegen Wasserbecken, sind sogar beide auf deinen Fotos zu sehen...?

    Ich war letzte Woche in Mulhouse, mein erstes Wiedersehen mit dem Zoo seit 20 Jahren - teilweise musste ich mich erst mal neu orientieren und hinterher den aktuellen Zooplan mit dem damaligen vergleichen. Nach so langer Zeit war natürlich Etliches für mich neu. Wo sich heute Erdmännchen und Waldhunde tummeln, standen z.B. damals noch Watussirinder und waren die Grevyzebras gerade erst ausgezogen, ihre Anlage wurde mit einer Riesenherde Strahlenschildkröten nachgenutzt. Diese fand ich jetzt neben anderen Landschildkröten in dem Rondell wieder, welches früher die Blauschafe beherbergte; schade, dass die historische "Almhütte" hinter dem vorgebauten neuen Schildkrötenhaus und etlicher Gehölzvorpflanzung fast verschwindet. Gebäude dieser Art, die aussehen wie aus dem 19. Jahrhundert (und vielleicht sogar noch aus diesem stammen?), sieht man ja immer seltener.

    Anbei eine ergänzende Aufnahme zur Eisbärenanlage. Die unbeschattet unter freiem Himmel stehende Scheibenfront bietet bei hellem Wetter natürlich auch eine Vielfalt von Reflexionen, für Selfies mit Bär muss man nicht mal die Kamera umdrehen... In der waldigen Polarfuchsanlage derzeit keine Bartkäuze als "Obermieter".

    Die Australienanlage mit Felsen- und Roten Riesenkängurus nebst Vogelbesatz ist mit relativ einfachen Mitteln so attraktiv gestaltet, dass sie Nachahmer finden sollte; zumal laut EAZA-Magazin weitere Halter für Felsenkängurus gesucht werden. Da denke ich mit einer gewissen Wehmut an die noch ungenutzte Hanglage gegenüber dem hannoverschen Outback-Gehege.

    Im Gibbonhaus (für mich neu) Gelbwangen- und Südlicher Weißwangen-Schopfgibbon in Familiengruppen; Nördlicher Weißwangengibbon als dritte Art dort vorhanden, habe dort aber nicht auf die Kopfzahl geachtet. Im Affenhaus als vierte Art noch Kappengibbons, ebenfalls im "Trupp".

    Die zwar gegenüber damals geschmolzene, aber immer noch eindrucksvolle Meerkatzenkollektion hat zwar deutlich größere Außenkäfige bekommen, aber die Optik finde ich wenig ansprechend (Gitterwald). Und nicht nur aus fotografischen Gründen stören mich hell glänzende Gitter immer mehr. Zwar sehe ich das zwangsläufig mit menschlichen Augen, aber ob das in der Sonne glitzernde und überstrahlende Gittergewirr für die Augen eines Regenwaldbewohners wirklich angenehmer bzw. weniger störend ist? Und weniger "Knast-Charakter" bietet auch helles Gitter im Vergleich zu dunklem, mattiertem nicht.

    Die Tonkean-Makaken sitzen hinter den Kulissen, die alte Affengrube soll in Kürze umgestaltet werden. Ebenfalls nicht gesehen aus dem in der Zootierliste genannten Primatenbestand: Rotbauchmeerkatze, Schwarzweißen Vari ("nur" Roten und Gürtelvari), Mongoz- und Mohrenmaki. In der Lemurenanlage u.a. zwei getrennt gehaltene Kronensifakas (einer davon mit Alaotra-Bambuslemur als WG-Partner), als für mich neue Art 1,1 Weißbartmakis (zweites Paar auf einer der Lemureninseln im großen Teich) und ein gemischtes Duo aus Türkisaugen- und Kronenmaki, das nur mit ersterem Namen ausgeschildert ist (Gruppen beider Arten in anderen Käfigen vorhanden).

    Als weitere Streiflichter: Oncillas, Amurleoparden mit Jungtieren, Manul (sehr versteckt untergebracht zwischen Luchs- und Wolfsanlage), nur 1,0 Prinz-Alfred-Hirsch gesehen (hier mit gerade erst sprießendem Bastgeweih, während gleichzeitig in Landau ein Hirsch mit voll ausgebildetem und gefegtem Kopfschmuck zu sehen war), Weißbartpekaris im Kinderzoo (! aber natürlich nicht zum Streicheln), Canindé-Ara. Die an der Zoogrenze gehaltenen Mähnenwölfe kann man schon bei der Anfahrt außerhalb des Zoos deutlich riechen - arme Anwohner...

    Insgesamt bietet Mulhouse eine interessante Mischung von Tierhaltungsformen verschiedener Epochen und einen Tierbestand, der auch gehobene Ansprüche erfüllt.
    (25.09.2014)
    zollifreund:   ansonsten berichtenswert ist vielleicht folgendes: der Satanssaki gibt es leider nicht mehr, auch keine Sumpfmeerkatzen mehr. Weiter wurden die Geparden abgegeben ( hier leben nun Chin. Muntjaks), die Bisons wurden durch Yaks ersetzt und in der alten Buchara-Anlage leben nun Hausrene. Silberäffchen wohnen nun auch im Affenhaus. Die Mähnenwölfe haben ihr altes, und neu renoviert und vergrößertes, Gehege wieder bezogen. Und die Schneeleparden haben wie die Amurleoparden Jungtiere.
    (24.08.2014)
    zollifreund:   nun noch ein Blick in der vorderen Teil der linken Anlage. Hier gibt es zwei Einblick: seitlich durch eine große Scheibe und dann direkt vor dem Wasserbecken ( mit Unterwassereinblick). Für große Kunstfelsen wurde hier kein Geld ausgegeben, sondern sehr zweckmäßig gebaut... ( das Becken ist nicht viel größer als auf dem Bild zu sehen, aber recht tief dafür)
    (24.08.2014)
    zollifreund:   und nochmals Frankreich, diesemal habe ich mir Mulhouse ( und ganz aktuell gestern) angeschaut, v.a. wegen der neuen Eisbäranlage ( l´espace Grand Nord genannt weil auch noch Moschusochsen und Polarfüchse neu gehalten werden). Die Anlage besteht aus zwei separaten Gehegen und akutell mit 1,2 Tieren besetzt. Gestern konnten die Tiere beide Gehege gleichzeitig nutzen ( der Verbindungsschieber war offen). Die Anlage ist zwar nicht so groß wie München oder Nürnberg, vom Landteil vielleicht eher wie Hannover und hat auch nur in einem Gehege ein Wasserbecken, ist aber sehr abwechslungsreich gestaltet.
    Zuerst mal ein Bild der rechten Anlage, mit dem hinteren Teil der linken. Hier gibt es eine recht große Aussichtsplattform, von der man den besten Einblick in die Anlage hat.
    (24.08.2014)
    zollifreund:   der hintere Zaun gehört, meiner Erinnerung nach, zu einem anderen Gehege ( sprich dass dazwischen ein Grünstreifen zu Trennung ist). Es kann aber auch ein Absperrgehege sein. Sicher bin ich mir aber, dass auch die Abgrenzungen Richtung Besucher nicht mit denen in Dortmund zu vergleichen sind... :-)
    ( ich wollte zwar nur das Schild fotographieren wegen der UA-Bezeichnung, zeigt aber gleichwohl auch schön den Zaun der Gemeinschaftsanlage). Das Thema der der sehr unterschiedlichen Handhabung von Absperrungen hatte ich ja schon mal angeschnitten...
    (20.08.2014)
    Michael Mettler:   Ist das ein Doppelzaun á la Safaripark für das zu sehende Gehege, oder gehört der hintere Zaun schon zu einem anderen Gehege?
    (19.08.2014)
    Hannes Lüke:   Mach beachte die massiven Absperrungen die zur Haltung von Gauren nötig sind ...
    (19.08.2014)
    zollifreund:   nochmals ein Bericht aus Frankreich von meiner Zooreise vom Juni, diesemal: Réserve de la Haute-Touche (Obterre).

    Der Hirschbestand ist wirklich einzigartig. Die wirklich sehr naturnahen, riesigen Gehegen sind in einem schönen Wald gelegen, durch die weiten Wege kam es mir tw. wie bei einer schöne Wanderung mit Tierbeobachtungen vor... :-)
    Da WolfDrei den Park bereits 2012 schon mal vorgestellt hat, hier nur ergänzend ein paar Infos zu dem auch sehr interessanten Lemurenbestand: auf einer Halbinsel im zentralen See gelegen ist die Lemurenstation, bestehend aus einem kleinen Tierhaus ( nicht zugänglich) und 6 angrenzenden Inseln: hier werden (tw. in Zuchtgruppen) folgende Lemuren habe ich gesehen: Weißkopfmaki, Rotbauchmaki ( 4 Adulte + 1 Nachwuchs gesehen), Mohrenmakis mit Jungtier, zwei Gruppen Kronenmakis ( jeweils mit Jungtiere), SW-Varis und Kattas.
    noch kurz erwähnt, weil nicht oft mehr gehalten: zwei Beisas habe ich noch sehen können. Als Bild aber aus dieser Einrichtung natürlich ein paar Hirsche :-) (lt. Ausschilderung Vorderindisches Sambars, mit Gaur vergesellschaftet)
    (18.08.2014)
    Carsten Horn:   Die Besucher die man ggf. im Hintergrund sieht (wie auch auf dem eingestellten Bild), machen die Sache auch sehr attraktiv, am Tag des Fotos scheint es ja relativ leer gewesen zu sein, aber wie sieht das an vollen Tagen aus, wenn unter der Löwin eine Besucherreihe steht...?
    (27.07.2014)
    Michael Mettler:   Wenn Zoos eine Vorreiterrolle im Artenschutz spielen sollen und wollen, verträgt sich ein solches Glasgebilde allerdings nicht sonderlich damit. Ich möchte nicht wissen, wie viele heimische Vögel sich daran als Anflugopfer das Genick brechen. Gerade, weil die gezeigte Konstruktion frei steht und Komplettdurchblick bietet (im Gegensatz zu einem Felsentunnel).

    Seit ich vor Jahren einen Artikel über diesen Effekt in der ARBEITSPLATZ ZOO gelesen habe (damals am Beispiel des Magdeburger Zoos, der noch nicht mal ein Extrembeispiel für die Verwendung von Glas darstellt), hat die zunehmende Verglasung der Zoowelt für mich einen Beigeschmack bekommen. Einerseits bemüht man sich vielerorts, durch verwilderte Ecken und künstliche Nistmöglichkeiten in den Zoos bessere Lebensgrundlagen für heimische Vögel zu bieten, andererseits muss man dann vor den "Schaufensterscheiben" deren Leichen einsammeln.... Mancher Gehegebewohner mag sich natürlich über die zusätzliche "Anflugnahrung" freuen.
    (27.07.2014)
    WolfDrei:   @Zollifreund: Einen Glaszugang in das Innere einer kleinen Freianlage gibt es mindestens schon seit 10 Jahren im Zoo Eberswalde (40 km nordöstlich von Berlin)
    (26.07.2014)
    zollifreund:   das innovativste im ganzen Park waren aber die Glastunneln, die durch die Tiger und Löwenanlagen führten. Das war ganz neu für mich. Komisch dass das noch nie jemand nachgemacht hat ( gibt es anscheinend schon länger in Thoiry, vielleicht haben sie aber auch das Patent dafür?), hätte sich gut in Wuppertal gemacht: statt durch den langen dunklen Tunnel zu kleinen, schwer einsehbaren Fenstern gleich durch einen Glastunnel zu laufen...
    man hat wirklich einen sehr ungewohnlichen Einblick daraus und wenn die Löwinnen auf dem Glasdach direkt über einem gelaufen sind, war das sehr beindruckend - irgendwie hat man so die Kraft und das Gewicht der Katzen spüren können.

    (26.07.2014)
    zollifreund:   in der Nähe von Paris gibt es noch ein weiteres Ziel für Zoofans: der Safaripark von Thoiry. Er ist in einem ehemaligen Schlosspark gelegen und besteht aus einem Teil der nur per Auto besucht werden kann und einem klassischen Zooteil. Der Zoo ist westlichen von Paris gelegen und in ca. 1h von Paris mit dem Auto zu erreichen.

    Kurz einige Punkte, die mir besonders in Erinnerung blieben sind:
    Safair-Bereich: gleich zu Beginn eine sehr große Gruppe von Weißschwanzgnus ( im Juni gab es dort allein ca. 10 Jungtiere), ansonsten war der Afrikateil sehr normal, einzig die Vergesellschaft von Warzenschweinen und Elefanten ist vielleicht bemerkenswert, Beisas habe ich keine gesehen (lt.Zootierliste vorhanden). Der zweite Safari-Bereich besteht aus einem großen Baribal- und Bisongehege. In diesem Bereich, aber nicht durchfahrbar, ist ein schönes und großes Brillenbärgehege und Gehege für Braunbären.

    Zooteil: ganz neu ist eine Arche für kleine Tiere mit sehr großen Terrarien für Pfeilgiftfröschen ( absolut sehenswert in Größe und Gestaltung, siehe Bild); ansonsten werden auch Quallen, verschiedene Insekten und Reptilien gezeigt. Die Lemuren ( Kattas, Mohren- und Weißkopfmakis ) haben sehr schöne und großzügige Inseln ( so dass man sie sehr schwer beobachten kann). Generell sind die meisten Außenanlagen sehr großzügig, während die Innenanlagen alle ( falls überhaupt zu sehen) sehr klein sind. In der Nähe der Lemuren gibt es ein winziges Haus mit dem Schild "Anakonda", dachte zuerst das wäre eher eine Toilette aber darin war wirklich die größte Anankonda, die ich je gesehen habe... wirklich beeindruckend, obwohl die Haltungsbedingung sehr zweifelhaft ist ( klein, sehr dunkel, nur ein Wasserbecken und ein kleine Betonfläche, fertig). Ansonsten noch eine über 30-kopfstarke Gruppe Tonkean-Makaken in einer sehr großen und grünen Außenanlage - aber auch hier die Frage: was machen die ganzen Tiere im Winter...? Weiter ein großzügige Komodowaran-Außenanlage - nur leider war das Tier trotz schönen Wetter Innen. Weitere nicht so häufig gezeigte Arten waren Somali-Wildesel, Arabische Oryx ( beide in Waldgehegen), Peruanischen Totenkopfaffen und Gaur. Alles in Allem kein Ziel deswegen man extra nach Frankreich fahren muss, aber da ich sowieso in der Nähe war, war es ein schöner Ausflug dorthin.
    (26.07.2014)
    WolfDrei:   Noch zur Korrektur: Der "große" Chef des Museums ist Thomas Grenon: die eigentlichen musealen Bereiche (Zoologie, Botanik, Gesteinskunde etc, sowie die Menagerie und der Zoo Vincennes ) unterstehen ihm - letzterer hat aber (natürlich) einen eigenen Direktor (besser eine directrice)
    (15.07.2014)
    WolfDrei:   Noch eineige Angaben zum “Schwinden” und “Werden” des PZP (Parc Zoologique de Paris).

    1931 eine “Exposition coloniale”- wobei fast alle eingestellten Tiere von Hagenbeck geliefert wurden. Von Mai bis November kamen 5 (!) Millionen Besucher, daraus der Plan, einen ständigen Zoo nach Hagenbeckvorbild zu bauen. Baubeginn 1933 - Eröffnung am 2.6.1934.

    Schon in den Siebzigern zeigte sich die ersten desolaten Stellen im Beton. Gab es zwischenzeitlich immer zwischen 1,5 und 1,8 Millionen Besucher, sank diese Zahl 2007 auf 350 000.
    Allen Beteiligten (so sagen sie heute) war klar, dass der Zoo wiedererrichtet werden müsse.
    Schließtag im November 2008 - Auszug der Tiere (Ausnahme Giraffen) und dann “Rückbau”.
    Vorher gab es 40 Pfleger, während des Umbaus 8.

    Konzept: “...rien d`un parc d`attraction, mais un formidable outil (Werkzeug) de sensibilisation de la biodiversite” (muss ich nicht übersetzen). Zielstellung 1,5 Millionen Besucher

    Finanzierung durch ein “Partenariat Public - Prive”, öffentliche Gelder 30 Millionen Euro, privat der “Rest”. Unterschrift des PPP durch die Ministerin für Hochschulbildung und Forschung, einen Finanzstaatssekretär, dem Museumschef Thomas Grenon und die Pariser Bürgermeisterin.

    Zoodirektorin ist Sophie Ferreira le Morvan ab dem 1.1.2012.

    Hauptattraktion sind der “Grand Rocher” (der große Felsen) und “la Grande Serre” (Tropenhaus).

    Ein Reststück von ca 2 ha war ursprünglich für Australien geplant, soll aber “irgendwann” Äquatorial-Afrika gewidmet sein (also wieder Okapis?).

    Es wurden 700 Bäume gefällt, aber 2000 gepflanzt.

    Noch zur Tierplanung: Elefanten und die einstmals in verschiedenen Arten vertretenen Bären wurden wegen des Platzbedarfes nicht geplant. Beim Besatz wurden sehr häufig aus Überschüssen Europas mannliche Tiere eingestellt, so auch iberische Wölfe aus Kerkrade, 5 Waldhunde aus Le Pal, ein Ameisenbär aus Zürich, die Wollaffen aus Basel etc (z. T. schon genannt).

    Bei den Guineapavianen wurde alle “eigenen” Männchen isoliert und 5 neue aus Nürnberg eingestellt (44 Tiere nunmehr)

    (15.07.2014)
    WolfDrei:   @Zollifreund: Schon bei meinem ersten Besuch im Okt. 1990 in der Menagerie war die "Außenanlage" des Affenhauses in diesem Zustand, dürfte aber einstmals übergittert gewesen sein. Auch der "Wintergarten" für die Orangs existierte damals schon.
    Zur Rotonde wurde schon etwas gesagt.
    (14.07.2014)
    Michael Mettler:   Die Rotonde war ein Großtierhaus, historisch also für Elefanten, Giraffen usw., hieß auch "Palais des Pachydermes". Hier sind einige alte Ansichtskarten zu finden:
    http://www.cparama.com/forum/paris-jardin-des-plantes-t4626.html

    Ich war noch nie in Paris, meine aber mal gelesen zu haben, dass man die Rotonde nach der Aufgabe der Haltung von Großtieren nutzte, um quasi ins andere Extrem umzuschwenken und dort die Welt der Klein(st)lebewesen zu präsentieren.
    (13.07.2014)
    zollifreund:   und zweites zu der Aussenanlage bei dem Affenhaus: war diese früher komplett übergittert (was ich aber eigentlich selbst nicht glaube, da man ja für die Orangs einen kleinen Wintergarten angebaut hat ( siehe im Bild rechts) und für einer Vergitterung die Anlage viel zu groß wäre) , oder waren hier die Affen nur unter Aufsicht draußen?

    (13.07.2014)
    zollifreund:   außer den Zoo de Paris habe ich mir natürlich auch den Jardin des Plantes angeschaut. WolfDrei hat ja schon seine Eindrückge geschildert, ich kann mich dem nur anschließen.
    Zwei Fragen zur Zoohistorie habe ich aber noch, die vielleicht jemand mit mehr Wissen über diese Zoo beantworten kann:

    was für Tiere wurden denn früher in der nun leider leerstehenden und auch nicht besuchbaren Rotonde gehalten? Irgendwie fand ich darauf keine Hinweise, ich bin davon ausgegangen, dass dies im Bildvordergrund eine Aussenanlage war - nur hier gibt es keine Türen dazu... ( wenn man davon ausgeht, dass die Fenster nicht später verändert wurden, aber auch rundum war bei etlichen "Aussenanlagen" gar keine Zugänge erkennbar). Mein erster Gedanke war zwar ( wegen der größe des Gebäudes) Elefanten und Nashörner, aber wie kamen die dann nach draußen?
    (13.07.2014)
    WolfDrei:   In der Förderzeitung der Pariser Zoos “La Lettre de SECAS” 76-77 /2014 wird über 57 Seiten das Geschehen von der Idee bis zur Fertigstellung des “neuen” Zoos von Vincennes berichtet. Fürs Studium brauche ich noch etwas Zeit. .
    U. a. wird geäußert, dass man ein Jungtier von Chiropotes albinasus (Weißnasensaki) schon aus der Zucht von Belfast hat oder bekommt. Auf der Wunschliste stehen auch Satansaffen.
    Anbei zumindest einige Herkünfte von Tieren:
    Titis und 2 Wollaffenmännchen aus Basel
    Männliche Goldkopflöwenäffchen, Manteltamarine, Sattelvaris, Rotbauch-und Kronenmakis aus Mulhouse
    Weißkopfsakis aus Whipsnade
    Vielfraß aus dem Cotsworld Wildlife Park
    2 Säbelantilopen aus Marwell
    1 Manati aus Arnhem
    Schwarzer Jaguar Aramis aus Warschau
    20 männliche, 25 weibliche Guineapaviane aus Edinburgh (die waren da nur zwischenzeitlich "untergekommen")

    Direktor ist ein Thomas Grenon

    (10.07.2014)
    zollifreund:   und dann nochmals ein Bild zur Parkgestaltung: wie bereits erwähnt ist die Vegetation schon sehr weit; die Gehege sind schön in die Parklandschaft eingefügt; statt Tempeln, Orginalhütten oder sonstigen fremdländischen Kulturgegenständen findet man eher viele Schautafeln ( wenn auch nur auf französisch); sehr hilfreich waren auch bei den Massen an Besuchern die breiten Wege
    (03.07.2014)
    zollifreund:   um WolfDreis Aussage zu den Bananen"anpflanzungen" noch optisch zu unterstreichen: anbei ein Einblick in die Außenanlage der Jaguare...
    ansonsten noch kurz eine weitere Ergänzung, die mir erst bei Durchsicht meiner Bilder und den Blick in die Zootierliste aufviel: der Zoo de Paris hält Guayana-Kapuziner - passt also super zu der gezeigten Ökozone und ist auch nicht gerade alltäglich in den europäischen Zoos.
    (03.07.2014)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, dann hat sich dieses Thema wohl erledigt!? Schade, denn die kleine Gruppe (ich meine, es waren 1,3) machte einen guten Eindruck.
    (01.07.2014)
    WolfDrei:   @Oliver: wenn sie dort gewesen wären, hätten sich in Nr. 4 die Quolls sicherlich gefreut. Die Hälfte der gesamtem Anlage, durchaus steppenartig, gehört nun den Quolls.
    (01.07.2014)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, die Zwergtrappen waren unter Nummer 4 des Plans direkt neben den Poteroos.

    (30.06.2014)
    Hannes Lüke:   Naja ich hab in Emmen die Giraffen auch immer nur vorm Tor zu den Stallungen gesehen (wo Besucher sie füttern) oder am Futterplatz am Zoorestaurant, trotz eines ha Fläche...Vielleicht gibt es keine Anreize für die Tiere mal spazieren zu gehen...
    (30.06.2014)
    WolfDrei:   @Oliver Jahn: Laut ZTL ist es wirklich dieser Jaguar: vor Eröffnung von Vincennes war er zwischengelagert in der Menagerie. Zwergtrappen sah ich leider nicht - offensichtlich waren sie in der jetzigen Kragentrappenanlage in der nördlichen Ecke gegenüber dem Raubtierhaus.
    Ansonsten noch ein Bild von der "Rudelbildung" der Giraffen in Vincennes auch noch nach fast drei Monaten der Eröffnung. Und sie hätten eigentlich eine "gefühlte Fläche von einem ha" zur Verfügung!
    (30.06.2014)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, war das auch ein Einzeltier? Ich möchte meinen, dass der auf deinem Bild das Tier ist. Bei den Vögeln sah ich noch Zwergtrappen, die ich im TP Berlin irgendwie immer übersehen haben muss.
    (26.06.2014)
    WolfDrei:   Danke , Oliver, für den Hinweis. In der Menagerie habe ich keinen Jaguar gesehen, allerdings hat man uns kaum nach dem Betreten der Innenhalle wieder herausgescheucht. Vielleicht könnte es sein, dass der von Dir erwähnte Schwarze jetzt in Vincennes ist. Man hatte ja 2013 frühzeitig begonnen, Tiere nach Paris zu bringen.
    Anbei ein Bild des Tieres aus Vincennes.
    Man beachte auch das Ambiente: an mehreren Stellen gab es Bananen"anpflanzungen"!! NICHT in Töpfen!
    (26.06.2014)
    Oliver Jahn:   WolfDrei, dann hat sich seit meinem Besuch vor einem Jahr wirklich nichts verändert. Im Raubtierhaus sah ich noch einen schwarzen Jaguarkater, der so ziemlich der Größte war, an den ich mich erinnern konnte
    (26.06.2014)
    WolfDrei:   @MM: stimmt auch wiederum!
    (26.06.2014)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Vielleicht "brauchen" französische Kinder keine Spielplätze als Ventile, um ihr Temperament im Zoo auszuleben...? Als ich das las, fiel mir die Äußerung eines Tierpflegers aus einem "grenznahen" deutschen Zoo ein, nach der man dort französische Kinder schon von weitem an ihrem - vorsichtig ausgedrückt - ausgelassenen Verhalten (auch den Tieren gegenüber) erkannt habe. Wer an Absperrungen herumturnt, braucht natürlich keine extra Klettergerüste ;-)
    (26.06.2014)
    WolfDrei:   Vergessen für die Menagerie: 1,3 Visayaschweine, Nebelparder, Karakal.
    (25.06.2014)
    WolfDrei:   Der historische Przewalski-Stall
    (25.06.2014)
    WolfDrei:   So sieht "fototechnisch" ein guter Yakbulle aus - senkrecht zu Apparat, der Körper im Gleichgewicht über der Vorabsperrung, Hand mit Apparat weit vorgestreckt.
    (25.06.2014)
    WolfDrei:   @Oliver: keine Angst, in der Menagerie verändert es sich nur etwas in Zehn-Jahresschritten! Immerhin feiert man in diesem Jahr 220 Jahre Existenz (aber diese Jahreszahl ist wohl bei dem Gesamtalter nicht unbedingt zu feiern).
    Aber zu Vincennes: es lohnt sich wirklich, auch wenn ich alle (größeren) Tiere kannte. Im Vorfeld des Neubaus schrieb die Administration, den "le plus beau jardin zoologique du monde" zu schaffen. Den Anspruch äußerten auch schon andere Einrichtungen.

    Nur ganz Weniges, denn mindestens 10 Jahre war ich nicht dort und für mich erkennbar waren es nur 2 Gehege, die etwas modifiziert waren: die Anlage für die Westkaukasier und die Vergrößerung (d.h. Zusammenschluß) von Gehegeteilen des Raubtierhauses, das sich ja recht “modern” gibt mit den nur100 Jahren Existenz. An wenigen Gehegen hat man das Gitter etwas abgesenkt, so dass die weniger stören. Ungeachtet der nur ca, 5-6 Hektar schauten wir nicht in jede Ecke, denn Ziel blieb Vincennes. Und wieder Kinder, Kinder, Kinder--- Nochmals: es waren keine Ferien und es war auch kein Wochenende! Die Menagerie hatten wir ausgewählt, weil sie schon um 9 öffnet. Der Eingang ist ja noch nicht der Eintritt in die Menagerie, sondern zunächst geht es in den Museumskomplex und den Jardin des Plantes, man muss noch etwas nach links laufen (150 m). Kommt man am Ufer der Seine entlang von der Notre Dame , muss man die Rue Cuvier nach Süden gehen, besser ist es mit der Metro von der Station Jussieu. Am Seineufer ist der Zutritt nur am Wochenende nachmittags möglich. Eintritt: 13 Euro.

    Man entnehme die Wegführung dem Foto.

    Auch der Tierbestand ist noch historisch, nur die Artenanzahl im Affenhaus war geringer, es fehlten Sumpf-MK und große Weißnasen MK, im Inneren waren auch keine Goldagutis mehr. Also Wanderu, Borneoorang (1,2), Celebesmakaken, Kronenmangabe, Bart-und Brazza MK.

    Besonderheiten: 1 Sichuantakin (Rotterdamer Abstammung), Blauschafe (der Bock nicht groß aber mit schönem Gehörn, 1 Anoa, 4 arab. Oryx mit Jungtier, 1,2 Gaure mit Jungtier, Pudu (unsichtbar), kleiner Panda, Markhor, Arkal, Goral, goldenes Löwenäffchen, Schneeziege , Irbis, Manul, chinesischer Leopard (Katze aus dem TP), dann Rattenkänguruh (Potouru) und (natürlich nicht sichtbar ) Quolls. An Vögeln, schon erwähnt, 6 Kragentrappen, Balistare, Palawanfasan, 5 “normale” Eulenformen, bei den Geier speziell Lappengeier (dort als Votour de Pondicherry bezeichnet - das war mal eine frz. Besitzung in Ostindien), dazu Palmgeier, die in den letzen Jahren gebrütet hatten, auch ein Schmutzgeierbaby war in der Aufzucht, dann noch Helm-Kasuar und Strauss, Vucugna mit Nandus.

    Dann kommt die “Normalausstattung: Dromedar, Binturong im alten Bärengraben, Damhirsche gleich vor dem Eingang, Füchse, Korsak, Nilgau, Bennetts, Nandu,Waschbär, Przewalski in einer Anlage, deren Stall wohl noch aus der “Eintrittsphase” der Przewalskis 1902 stammt (anbei), ein schöner Hausjakbulle (Bild anbei um die Gitter zu zeigen - an denen man fotografisch kaum hindurch kommt - auch wenn man halb über der Vorbrüstung hängt). Aber auch schönes Grün überall, auch in der großen Flugvoliere, die aber nur dünnst besetzt war.

    Blieben die beiden Althäuser für Amphibien und Reptilien, die mindesten ihre 100 Jahre haben - aber : eine gnadenlose Pflegerin spritzte mit einer “Sprühmachine” von hinten nach vorn: die Sicht ging gegen Null!!! Interessant: Clipperton-Krebse.
    Für die Kinder gibt es nur ein kleines Häuschen mit Zwergziegen, im Gelände stand dann noch 1 Poitou.Esel.

    Nun das Geheimnis: WEDER in der Menagerie noch in Vincennes habe ich bewusst einen Kinderspielplatz erlebt!!!!!! Schon gar keinen Abenteuerplatz für Kinder. Und doch war der Kinderanteil an 60 % der Besucher: Das “botanische” Ambiente einerseits und die Tiere sind offensichtlich nicht ermüdend!! Mancher wird sagen: na gut, 5 und 17 ha werden es wohl auch nicht sein. Dennoch die Weglänge in Vincennes soll auch ca 5 km betragen. Und noch etwas: ist es nicht die Aufgabe der Stadt-/ Senatsverwaltung, den Kindern Spielplätze zu geben? Muss der Zoo diese Funktion erfüllen?




    (25.06.2014)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, bei meinem Besuch in Paris im letzten Jahr war der Zoo leider noch geschlossen, aber die Menagerie hat mich, als erklärter Fan von historischen Zoos absolut entschädigt! Lohnt eine Reise allein wegen des Zoos? Kronensifakas sah ich gerade erst in Apeldoorn und außer dem großen Felsen scheint ja historisch nichts mehr vorhanden zu sein...!?
    (24.06.2014)
    WolfDrei:   noch ein PS zum Felsen: man beachte die Größe der Besucher!(Höhe ca. 70 m). Im unteren Drittel gab es übrigens vor 10 Jahren noch Markhore.
    (24.06.2014)
    WolfDrei:   Noch ein etwas längeres ps: Vincennes als Ort gehört ja nicht “offiziell” zu Paris: Uns wurde gesagt, dass der “richtige” Pariser nur innerhalb des Ringes (der Peripherique) wohnt. So fand 1931 die Kolonialsausstellung wohl auf freiem Gelande statt - aufgrund des Erfolges wurde dann dort der Zoo 1934 eröffnet (ca 17 ha) - in Hagenbeckmanier in einem Schuß. Die bröselnden Betonbauten, auch die neueren Vorstellungen über Tierhaltungen, ließen dann den Plan einer Neuerstellung entstehen - die Überlegungen liefen aber und liefen, bis dann im Nov. 2008 der Zoo geschlossen wurde. Der Finanzierungsplan stand : geplant waren 133 Mio Euro (stand nicht in unseren Zeitungen nun etwas von 172?). Baubeginn, pardon Rückbau, zunächst ab Dez. 2011, Eröffnung am 12. April 2014 (also in ca 27 Monaten). Das Tropenhaus wurde ab November “bestückt”. Wie schon erwähnt, blieben nur die Giraffen und die Großen Bambuslemuren im Zoo, an Bauten nur der “Große Felsen” - ursprünglich Wasserturm - und eine Lemuren-Freianlage .
    Finanzierung über eine “Staat-Privat-Partnerschaft” mit einer staatlichen Anschubsumme von 30 Mio, (Endanteil des Staates 25 %). Der Zoo gehört ebenso wie die innerstädtische Menagerie zum “Museum National d`Histoire Naturelle”.

    Mich hatten kurz nach dem Mauerfall folgende Tiere nach Vincennes gelockt: Durch Prof. Petter aus Madagascar geholt: Fingertier, Mausmaki, Wieselmaki, Gabelstreifenmaki, kleiner Fettschwanzmaki, Großer und Kleiner (östlicher) Bambuslemur und die Kronensifakas - die Varis, auch die Sattelvaris , und die Kattas waren wohl schon dort. Ca 1998 konnte ich dann dort auch den einzig ausgestellten Büschelohrmaki fotografieren (Allocebus). Meine erste Hoffnung, dass auch im neuen Zoo die nachtaktiven Lemuren weiter sein würden, erfüllte sich leider nicht. Übrigens gab es in den Achtziegern dort die größte Okapigruppe - gegen 8 Tiere. Auch die erste erfolgreiche Aufzucht gab es dort, die erste Geburt allerdings in Antwerpen. Die Gruppe brach dann schnell zusammen.

    Dann gab es dort “fast” alle Bären: vom Großen Panda bis zum Eisbär, dann westliche Wasserböcke (unctuosus), speziell aber Siamleierhirsche, auch Beisas, Sumpfkänguruhs usw. Erwähnt werden muß noch der Elefantenbulle "Siam" - ein Teerestaurant am Eingang (Es gibt nur diesen Eingang!) erinnert an ihn. Berühmtestes Tier war aber ein noch nicht erwachsener Kouprey, der die Kriegswirren nicht überstand - das einzige Tier in der “westlichen” Welt. (Prof. Dathe erzählte, dass der König Sihanouk in seinem Garten ein Jungtier hielt) Der Kouprey ist/war ja das Nationaltier von Kambodja.

    Die Hoffnung ist übrigens, mit der Neugestaltung eine Vierfacherhöhung der Besucherzahl zu erreichen - man ist dazu auf einem guten Weg!

    Anbei der Große Felsen (so er denn ins Bild passt)

    (24.06.2014)
    WolfDrei:   Die patagonische Küste
    (23.06.2014)
    WolfDrei:   Kronensifaka beim späten Sonnenbaden
    (23.06.2014)
    WolfDrei:   Paris ist eine Messe (Zoofahrt) wert!
    Welch ein Glück! Zollifreund hat schon das Wesentliche über den Zoo Vincennes berichtet - ich kann mich dem voll anschließen - auch wenn er schon vor drei Wochen dort war. Es ist gelungen!

    Mich interessierte das gesamte Ambiente, denn über den Tierbestand war man schon vorher informiert. Es gab keine Überraschungen, noch nicht dort sind die Bartsakis.
    Zunächst: eine gelungene Einbindung der “Botanik” an jeder Stelle ! Man könnte sagen: kein Problem, fährt halt ein Schiff nach Guayana oder Madagascar und lädt das ein. Dennoch: gelungen und auch schon gut angewachsen. Patagonien ist noch etwas trocken und öde.
    Die Kunstfelsen in ihrer farblichen Einheit (schiefergrau) sind etwas ermüdend, auch sind sie nicht wie in Leipzig “naturgetreu” - die Botanik wird es richten. Bliebe nur die Orgie an Kunstfels bei den “Otaries”. Aber: ich habe noch nie ein derart sauberes Wasser gesehen! Dort und auch bei den Manatis. Immerhin ist der “Laden” schon zweieinhalb Monate in Betrieb.

    Und die Scheiben - große Mengen sind zu putzen - und sie werden geputzt, nicht von den Pflegern! Dauernd war jemand in der Tropenhalle damit beschäftigt. Muß auch sein, denn gerade unzählige Kinderhände sind am Werke. Habe noch nie so viele Kinder in irgendeinem Zoo gesehen. Das erfreut den Fotografen weniger (nicht wegen der Kinder; sondern wegen der Patschhändchen). Ich war dort gegen 13 Uhr, schon in der Menagerie riß der Kinderstrom um 9 Uhr nicht ab. Und diese Scheiben sind nicht des Fotografen Freude!!!.Groß sind sie und dick sind sie. Man muss direkt senkrecht zum Tier stehen - aber da stand schon immer jemand. Da die Anlagen hoch sind, sind natürlich die Tiere auch oben - ein Foto erübrigt sich automatisch, zumal dann die Lichtreflexionen immens sind.

    Die Form der Volieren - egal ob Vogel oder Säugetier: die sind für meinen Begriff etwas zu futuristisch. Da sie in keinem Falle rechteckig sind, Ecken und spitze Winkel am Rande wie auch oben haben (siehe Sifakaanlage von Zollifreund), befürchte ich einige Ärgernisse für subdominante Tiere. Aber groß sind sie. Und ausgestattet mit einer Orgie von Baumstämmen, Bambus etc. Auch nicht gut für den Fotografen, aber fürs Tier.

    Die Tropenhalle : ein Traum (Sacha, Masoala ist natürlich “natürlicher”). Man nehme eine etwas stumpfere Bagette (Baguette geschrieben), um die Form zu haben, blase die auf das Tausendfache auf, um eine Idee bezüglich der Form zu haben. Und laufend nebelte es - und wir hatten bei der deutschen Schafskälte dort in Paris außen schon 26°C.

    Zu meinen Wünschen: Kronensifakas (die hatte Professor Petter ca 1985 erstmals in Europa nach Paris geholt) ebenso wie die Breitschnauzenhalblemuren (oder besser großer Bambuslemur). Erstere schliefen (logisch) zunächst in der Innenanlage (nicht in der Halle!), um dann gegen 17 Uhr sehr unschön in der äußersten Ecke in der großen Voliere in der Sonne zu sitzen. Von den “Bambuslemuren” war nichts zu sehen - es ist dies die Anlage mit dem schönsten Innengrün - denn die fressen nur eine spezielle Bambusart. Habe sie aber erwischt: Tele weit ausgefahren und dann auf gut Glück! (Foto anbei). An sich kannte ich beide Arten aus der alten unschönen dunklen Innenanlage des “alten” Zoos.
    Demgegenüber wirkten die beiden Anlagen für die Krallenaffen (Goldhandtamarin, Goldkopflöwenäffchen, Zweifarbäffchen, Titis, Weißkopfsakis etc eher kahl (abgesehen von den Baumstämmen und Ästen).

    Die Manatianlage empfand ich dagegen nicht als zu klein - nun ja, nur 1 Tier zunächst. Bei der Temperatur waren Luchs, Puma und Vielfraß nicht zu sehen, die Iberischen Wölfe nur kurzzeitig,

    Zur Sahelausstellung: es sind fünf Anlagen, weil das hier nicht näher ausgeführt wurde: westafrikanische Giraffen (noch immer im “Haufen” vor dem Stallgebäude ) zusammen mit Kudus, Strauß, Marabu und Kronenkranich auf einer riesigen Anlage. Getrennt Säbel- und Mendesantilopen in schön nachempfundenem Steppen-/Wüstemambiente. Dann Grevys und Breitmaulnashorn - für die Grevys Schutzflächen hinter Pfahlwänden und natürlich die Löwen - extra.

    Bliebe Vieles noch zu sagen: die Preise für Kultur, Essen, Miete in Frankreich sind doppelt so hoch wie in Deutschland, dafür sind die Fahrpreise Metro halb so teuer (ein Carnet a 10 Fahrten pro Stück etwa 1,3 Euro). Und spätestens nach 2 Minuten kommt der nächste Zug. Der Einzeleintritt Zoo 22 Euro - dafür die Jahreskarte 65 Euro nur, dafür gibt es in unserem Alter (30 - 100 Jahre keine Ermäßigungen).
    Aber die Öffnungszeit: 10 Uhr! Le weekend ab 9Uhr 30. Beste Metroanfahrt über Metro-Station Porte Doree, dann ca 5 Minuten Fußweg.

    Noch Fragen? Menagerie dann morgen.





    (23.06.2014)
    zollifreund:   auf meine Tour durch Frankreich stand auch der "neue" Zoo de Paris auf meinem Programm und vorweg genommen: mir hat der Zoo super gut gefallen. Nur scheint er momentan etwas zu erfolgreich zu sein - es war wahnsinnig viel los! Ich war an einem Samstag dort mit sehr schönem Wetter - selbst abends um 17Uhr standen noch lange Schlangen vor dem Einlass. Das Tropenhaus war zeitweise gesperrt und die Besucher wurden nur stoßweise herein gelassen, weil innen bereits zu viele Besucher waren.
    Aber wenn man gleich morgens kommt und dann entgegen dem Rundweg läuft, war es anfangs noch erträglich.

    Der ganze Park ist sehr schön angelegt, die Vegetation ist überraschender Weise schon sehr weit gediehen und die Gehege sehr schön in den Park integriet. Ein wenig erinnert er an Gelesenkirchen. In der Art, dass die Anlagen nicht dicht an dicht sondern etwas weiträumiger getrennt im Park liegen. Nur ist die Landschaftsgestaltung noch besser. V.a. hat mir gefallen, dass hier nur die Vegetation an die einzelnen Kontinente erinnern sollen und keine eingestürzten Tempelruinen, afrikanische Dörfer oder sonstiger Ethno-Schnickschnak fremdländische Atmophäre erzeugen soll. Teileweise wirkt der Kunstfels ( gerade bei der patagonischen Küste ) zwar noch etwas arg künstlich, aber auch hier sieht man schon Pflanzenbeete in den Kunstfelsanlage, die dieses Bild mit der Zeit etwas korrigieren werden.

    Sehr positiv fand ich auch allgemein die Größe der Gehege und Volieren. Gerade die Käfige für die Raubtiere waren so groß, dass häufig die Tiere gar nicht zu sehen waren. Dies wurde in einzelne Medien ja schon als Kritikpunkt genannt: dass man keine Tiere sehe kann; diese Aussage ist so etwas arg übertrieben, traf aber für die Raubtiere wie Puma, Luchs, Vielfraß zu, was ich aber aufgrund der guten Gehegegestaltung als persönlich nicht negativ fand.

    Nun ein paar Anmerkungen zu für mich Besonders in den einzelen Landschaftszonen:

    Madagaskar: sehr vielfältiger Lemurenbestand mit dem Highlight natürlich die Kronensifakas und Großen Bambuslemuren ( in jeweils sehr großen Volieren). Aber auch Rotbauchmaki, Katta, Kronenmaki auf den alten Lemureninseln ( die sind neben dem Großen Felsen, glaube ich, die einzigen bestehenden Erinnerungen an den "alten Zoo"). Sehr schön auch die Fossaaußenanlage und für mich neu: eine Außenanlage für Flughunde ( die aber natürlich in der Innenanlage geschlafen haben). Im der Tropenhalle sehr viele, sehr großzügige Terrarien. Auch jeweils ein offenes für Chamäleons und Seidenspinnen...

    Guyana: hier das negativste zuerst: die sehr kleine Manatianlage, hier war ich sehr enttäuscht, die Anlage kommt bei weitem nicht an die Größe von Nürnberg oder auch Berlin heran. War vor drei Wochen auch nur mit einem Tier besetzt. Ansonsten waren die Wollaffen und Jaguare sehr aktiv. Einblicke gibt es hier, wie bei allen Käfigen/Volieren außen durch große Glasscheiben, aber auch durch die normalen Gitter. Für Flachlandtapiere gibt es zwei Außenanlagen, klassisch vergesellschaftet mit Capybaras.

    Europa: an der alten Stelle, aber neu renviert die Voliere für Gänse- und Mönchsgeier, ebenso die Fischotteranlage. Neu sind im Felsen ein kleines Vivarium für europäische Arten. Zwischen Europa und der Sahel-Zone eine große, begehbare Voliere mit Rosaflamingos ( brütend), Trompeterhornvogel, Turakos, Hammerköpfen, Abdimstörchen etc. aber noch etwas kahl. Erwähneswert vielleicht noch das Rudel Iberische Wölfe.

    Sahelzone/Sudan: an erster Stelle zu erwähnen die sehr große Herde der Kordofangiraffen ( es ist eine Weile her, aber es waren sicher über 16 Tiere!)sie standen aber den ganzen Tag über immer direkt vor dem Eingang zum Stall und haben die große Savannenanlage kaum genutzt. An Antilopen sind Große Kudus, Mendesantilopen, Säbelantilopen vorhanden, der neue Breitmaulbulle ist mit Grevy-Zebras vergesellschaftet. Weiter sehr spannend ist es auch der sehr kopfstarken Horde Guinea-Paviane zu zu schauen.

    Anschließen kommt man an einem großen Piknikareal vorbei, hier sollte ursprünglich Australien entstehen, aber so meine ich gelesen zu haben, ist das aus finanziellen Gründen zuerst mal verschoben worden.

    Schlußendlich noch Patagonien mit einem großen Becken für Mähnenrobben und eines für Humboldtpinguine. Ansonsten sind hier noch Pumas, Pudus, Maras, Darwinnandus und Guanakos zu beobachten.

    Sehr positiv waren auch die sehr guten Hinweisschildern zu den gehaltenen Arten bzw. auch die Infos zu den Neuankömmlingen. So wurde auch erwähnt, dass es beabsichtigt ist aus Chile drei Pumas und mehrere Gunankos zu importieren...

    Mir hat der Park sehr gut gefallen, auch wenn die Anzahl der gehaltenen Tierarten nicht sehr hoch sind, ist die Präsentation allgemein sehr gut und einige Besonderheiten sind ja wirklich auch dabei.

    Als Beispiel für die Affenvolieren: die Anlage für Kronensifakas


    (21.06.2014)
    Jörn Hegner:   plant der zoo in mulhouse immer noch eine giraffen-anlage ?
    (14.04.2014)
    BjörnN:   Vielleicht kommt lediglich eine Nachzucht aus Nürnberg, von denen es noch ein gutes Dutzend in europäischen Zoos gibt.
    (22.03.2014)
    Stefanie Fischer:   Vielen, vielen Dank für die Übersetzung.
    Bin ja mal gespannt, welche Seekuh aus Nürnberg gehen soll.
    Momentaner Bestand: 0,1 Mara, ihr 2009 geborener Sohn Herbert (Handaufzucht) und 1,0 Zorro (2009 aus Odense)

    Eigentlich bleibt da nur Herbert zum Abgeben. Hoffentlich kommt dann ne neue Seekuh, mit nur zwei Tieren Besatz ist das neue Manatihaus schon ziemlich leer.
    (22.03.2014)
    WolfDrei:   pardon! Bei dem ersten G-Land Terrarien)muss es natürlich Guayana heißen
    (17.03.2014)
    WolfDrei:   nochmals zu Vincennes:
    http://actuzoo.forumactif.com/t9971-par...u-chantier

    Habe mir die Besichtigungsbeschreibung und die Diskussion dazu nochmals angeschaut. Bezüglich der auszustellenden Tiere sind die lateinischen Namen genannt, die Bilder sind durchaus informativ.

    Zu den schon genannten Arten fand ich noch: Wollaffe, Faultier, Manteläffchen (Saguinus bicolor), speziell Satansaffen (Chiropotes chiropotes (ein Weibchen aus Belfast, Männchen aus Südafrika). Die Guinea-Terrarien sollen 15 Arten enthalten: neben Reptilien auch Amphibien und Insekten (u.a Dynastes und Blattschneiderameisen) in 13 Terrarien. Anstelle der Komorenflughunde sind es jetzt offensichtlich Rodriguez-Flughunde. Madagassische Chamäleons: Furcifer pardalis und Calumna parsoni.

    Im Forum dazu wurde speziell das Tropenhaus gelobt, auch wenn es nicht Gondwanaland und Masoala erreicht. Die dort lebenden Säuger können nicht von Guayana nach Madagascar und umgekehrt: dafür erscheinen die Netzvolieren gerade für Sattelvari und Großen Bambuslemur recht groß und gut ausgestattet. Der Bewuchs ist schon anerkennenswert!
    Bemängelt wurde, dass Vincennes noch nicht das neue "Zoojahrhundert" einleitet, aber architektonisch und zootechnisch sauber und einheitlich , wenn auch oft "klassisch", gebaut wurde. Inneneinrichtungen und Ausstatungen von Anlagen können noch verbessert werden in der verbleibenden Zeit. Kritisiert wurde der mancherorts massive Einsatz von Kunstfels, der dazu auch nicht realistisch gestaltet wurde.
    Bei dem brasilianischen Manatizentrum handelt es sich um eine Station für verletzte und "gestrandete" Manatis, die nicht wieder freigesetzt werden können.

    (17.03.2014)
    Sacha:   @WolfDrei: Aber "pardon" ist auch französisch...;)
    (17.03.2014)
    WolfDrei:   @S. Fischer: Oh, pardon.
    Ab der dritten Zeile:" Es sind drei Manatis, die hier leben werden: "Tinus" aus Burgers Zoo (Arnheim) aber auch ein anderes Exemplar aus Nürnberg , ein weiteres wird später ankommen aus einem Auffangzentrum für wilde Tiere aus Brasilien".
    (16.03.2014)
    Stefanie Fischer:   Danke, leider verstehe ich kein Wort französisch.
    (16.03.2014)
    WolfDrei:   Oh-wie dieses Loch???
    (15.03.2014)
    WolfDrei:  
































    @S. Fischer: Auf der genannte Website von J. Livet werden am 29.12.13 unter
    http://actuzoo.forumactif.com/t9971-par...u-chantier
    eine Menge Fotos und auch Bestandsmitteilungen gegeben.

    Bezüglich der Manatis = Lamantin im Französischen:

    Ainsi nous allons pouvoir passer dans la grotte du bassin des lamantins qui abritent encore quelques petits espaces animaliers à savoir un aquarium pour piranhas et un terrarium pour lézards caïmans (Dracaena guianensis). Le bassin des lamantins des Caraïbes (Trichechus manatus) se divise en deux parties, l’une visible depuis la grotte et l’autre, plus grande, par la suite. C’est trois lamantins qui devraient vivre ici, « Tinus » du Burgers’Zoo mais aussi un autre individu de Nuremberg (Allemagne) et un autre qui arrivera plus tard d’un centre de récupération de la faune sauvage du Brésil. Ils cohabiteront avec de nombreux poissons dont des arapaïmas (Arapaima gigas).

    (15.03.2014)
    WolfDrei:   Aus dem Forum von Jonas Livet: Leszoosdanslemonde! Das sind auch nur "Fans" oder besser "amis des animaux". Von einem Nürnberger Manati war die Rede.
    (14.03.2014)
    Stefanie Fischer:   Woher stammt denn die Info, dass die Manatis aus Nürnberg kommen werden?
    (14.03.2014)
    Gudrun Bardowicks:   Die Kronensifakas waren in Apenheul eingestellt und haben dort in den letzten Jahren 3 oder 4 Jungtiere, leider alle männlich, aufgezogen.
    (14.03.2014)
    WolfDrei:   @Sacha: natürlich denke ich mit gewisser Wehmut an "Siam" - lang ists her! Bliebe als "Ersatz"-Ort und Enklave von Paris noch Obterre für die Elefantenhaltung mit den 200 ha - áber selbst Beuauval liegt näher - aber das sind Afrikaner. Noch zu den Fingertieren: wo wurden die eigentlich eingstellt, gleichfalls die Kronensifakas? So sie denn noch leben. Ich denke schon, dass man bezüglich der Fingertiere spekuliert hätte.
    (12.03.2014)
    Sacha:   Sehe gerade, dass ich mich im ersten Post missverständlich ausgedrückt habe: "erste Version" bedeutet hier "erste Idee", damit habe ich nicht zwingend einen Plan/eine Skizze gemeint.
    (12.03.2014)
    Sacha:   Da habe ich andere Informationen. Allerdings weiss ich nicht mehr genau, ob die Elefanten schon vor dem ersten PLANUNGSENTWURF gecancelt wurden oder erst in der Folge. Ist im Prinzip ohnehin Wurscht, denn zumindest in den nächsten Dekaden wird es in Paris keine Elefanten geben. Die Pariser müssen also aufs Land (Thoiry ist glaube ich der nächste Elefantenhalter) um die grauen Riesen zu sehen.
    (12.03.2014)
    Jan Jakobi:   @Sacha:
    Das war doch von Anfang an klar das es keine Asiat. Elefanen mehr in Paris geben wird?

    So habe ich das in einem Elefanten-Magazin gelesen.
    (12.03.2014)
    Sacha:   Ich hatte mich ja anfangs auf die Umgestaltung des Zoo de Vincennes richtig gefreut. In der ersten Version wären nämlich auch die Asiat. Elefanten vorhanden gewesen. Nun sind sie weg und der Hauptstadtzoo um viele Standard-Arten ärmer. Neben den Elefanten wird es auch keine Eisbären und Tiger mehr geben (die Menagerie im Jardin des Plantes hat für beide keinen Platz). Die Grossen Pandas erwähne ich mal nicht, die sind ein Spezialfall. Macht mit der von WolfDrei bereits erwähnten, für ONB jedoch nicht so wichtigen, Reduktion bei Antilopen, Hirschen, Ziegenartigen und Känguruhs einen ganz schönen Aderlass, der m. E. mit den Nagelmanatis (neue Tiere aus Brasilien? Gehören die nicht einer anderen Art an?) kompensiert werden kann.

    Frage zur Fläche: Im Prinzip wäre ja auf zwei Seiten hin eine Flächenvergrösserung möglich (die dortigen Strassen sind nur Nebenstrassen und könnten aufgehoben werden oder man baut eine Überführung in den übrigen Parkteil von Vincennes). Darf oder will der Zoo nicht in diese Richtungen erweitern?
    (12.03.2014)
    Holger Wientjes:   Mausmaki und Fingertier könnten ja die beiden weiteren Lemurenarten sein.
    (12.03.2014)
    Holger Wientjes:   Mausmaki und Fingertier könnten ja die beiden weiteren Lemurenarten sein.
    (12.03.2014)
    Michael Mettler:   Wenn das mit dem Sudan nicht politisch, sondern geografisch gemeint ist, dann wäre es allerdings der Landschaftsgürtel, der sich direkt südlich angrenzend an die Sahelzone von West- bis (fast) Ostafrika erstreckt.
    (11.03.2014)
    WolfDrei:   Für die für den 12.4. vorgesehene Eröffnung des Zoos Vincennes in Paris kursierten bereits in der Vergangenheit Listen der auszustellenden Tiere - allerdings sehr offiziell müssen sie nicht unbedingt sein (hier aus dem Forum von J. Livet ).

    Zielstellung ist eine geografische Konzentration auf 5 Regionen: Guayana, Madagascar, Europa Patagonien und der Sahel - Sudanbereich. Von offizieller Seite wurde auch geäußert, sich auf gefährdete Tiere zu konzentrieren. Zwischenzeitlich sind - nicht nur von Puristen - Kritiken geäußert worden, da diese Zielstellungen nicht immer erfüllt seien, zumal auch der Bereich Sahel-Sudan doch sehr unterschiedlich sei, Tiere sich nicht “immer begegneten” (iberischer Luchs und Vielfraß). Und wo Surikaten in der letzten Region unterbringen (natürlich: Flugzeugunfall)?
    Die Fläche von Vincennes ist ja so gewaltig nicht, zumindest werden einige Flächen für die Regionen angegeben: Madagascar 1 ha; Europa 1 ha; Guayana 1,2 ha - hoffentlich sind das die eigentlichen “Tiernutzflächen“.
    Ein Schwerpunkt ist zusätzlich eine Tropenhalle von 4 000 m2, Madagascar und Guayana gewidmet , die bereits bepflanzt ist - wie überhaupt je nach Fertigstellung der Unterkünfte und Freiflächen einzelne Tiergruppen schon eingestellt wurden oder, wie die Giraffen, den Zoo nicht verlassen hatten. Zum Großteil handelt es sich um Tiere, die bereits vor der Umgestaltung existent waren und nun aus den Einstellungsorten zurückkommen.

    Zum Besatz: Tropenhalle : neben diversen Terrarien Ameisenbär, Großer Bambuslemur, Sattelvari, Weißkopfsaki, Komorenflughund (Livingstone-F.), Tapir und Manatis (aus Arnheim, Nürnberg und ein Neuimport aus Brasilien).

    Ansonsten nachfolgend neben den genannten eine Auswahl der Tiere:
    Iberische Wölfe, iberische oder “normale” Luchse, Vielfraß, Waldhunde, Brüllaffe, grauer Halblemur, Kronensifaka, Puma, Pudu, Mara, Guanaco, eine südliche “Robbe”, westafrikan. Löwe (!), Grevy, Addax, großer Kudu, Breitmaulnashorn, Warzenschwein, Guineapavian, “Sudangiraffe” (peralta=antiquorum), Jaguar, Flachlandtapir, Faultier, Wasserschwein, Goldbrustkapuziner (lebt ja nicht in Guayana), zwei nicht benamste Krallenaffen, Fossa, 2 weitere Lemurenarten,
    Vögel: (nicht alle von mir genannt): 2 Couaformen, Schopfibis, Mönchs-, Gänse- und Schmutzgeier, Kronenkranich, Tocko, Darwinnandu, Rothalsstrauss, Waldrapp, Blumembachhocko, Humboldtpinguin
    Unterarten bzw. lateinische Namen wurden nicht genannt.

    Aus dem “alten” Bestand vermisse ich westafrikan. Wasserbock, Mausmaki und Fingertier.
    Australische und südostasiatische Tiere fehlen aufgrund der Geo-Ordnung (also Känguruhs, Tiger, Bären, Hirsche, Ziegen , Schafe etc.) - aber es gibt ja noch die Menagerie.

    (11.03.2014)
    WolfDrei:   Da ich etwas mehr in dem Forum von J. Livet blätterte , noch wenige Zusätze
    1. Da hier Mulhouse schon angesprochen wurde: am 2. April soll nun die "Nordlandschaft" eröffnet werden: 1 ha, Bauzeit 6 Jahre!, 3,6 Mio Euro; Moschusochse (ein Bulle Thor aus Kopenhagen, soll schon ein Jahr dort sein), 3 Eisbären: ein altes Tier aus Mulhouse (27 Jahre), zwischengelagert in La Palmyre, dann 2 2010 geborene : Männchen aus Rotterdam, Weibchen aus Rhenen, dazu dann Polarfüchse und Schneeeulen.
    2. Nach 2012 nun eine 2. Geburt bei den Eulenkopfmeerkatzen in La Palmyre
    (06.03.2014)
    WolfDrei:   Die Wiederöffnung von Paris-Vincennes soll am 14. April erfolgen (Forum von Jonas Livet). Die auch dort angegebenen Tierbestandslisten der 5 "Welt"regionen sind wohl vorerst als Wunschliste zu betrachten (siehe seinerzeit Gondwanaland), besondere Überraschungen fand ich nicht (außer "vielleicht" Iberienluchs anstelle des "normalen " Luchses für "Europa").
    (06.03.2014)
    WolfDrei:   aus der Pariser Fördererzeitschrift SECAS:
    langsam füllen sich einige fertiggestellte Anlagen in Vincennes mit Tieren; eine Tropenhalle wird bepflanzt.
    Die Menagerie erhielt 5,3 Kragetrappe aus den VAE - gegenwärtig die einzigen Tiere in Europa
    Obterre: 2013 Geburt eines kanadischen Elches (Weibchen)
    (18.02.2014)
    zollifreund:   in Mulhouse verzögert sich die Fertigstellung der Nordlandanlagen. Geplant war die Fertigstellung bereits dieses Frühjahres, nun ist die Rückkehr der Eisbären auf 2014 angekündigt. Fertig schaut die Voliere für die Eisfüchse und Bartkäuze aus, ebenso die Außenanlage für die Moschusochsen. Wobei für diese noch die kompletten Stallungen fehlen.
    Gleichzeitig zu dieser Großbaustelle wird die Anlage der Mähnenwölfe um die alte Anlage der Waldhunde vergrößert. Aktuell sind die Mähnenwölfe in einer der Kranichanlagen zu sehen.

    Ansonsten war der Zoo aufgrund der kalten Temperaturen fast leer, kann nur hoffen, dass das heutige sonnige Wetter einigermaßen hilft, die Kassen zu füllen. ( Bin sicher, dass wir in den Jahresberichten für 2013 ansonsten bei fast allen Zoos lesen werden, dass die fehlenden Besucher aufgrund des langen Winters einen Einbruchs der Besucherzahlen ergeben hat.)
    (01.04.2013)
    Michael Mettler:   Mähnenschafe sind in Sachen Schreckhaftigkeit bestimmt auch nicht ganz ohne, und die Vergesellschaftung mit Affen funktioniert in einigen Zoos. Bei Antilopen hinge das sicherlich von der jeweiligen Art (Naturell/Größe) und der "Nervenstärke" ihrer Individuen ab, hinsichtlich der Jungtiere wären Arten mit ausgeprägtem Abliegeverhalten vermutlich ungünstiger als andere.
    (01.03.2013)
    Sascha Möller:   Das es diese Vergesellschaftungen gibt ist mir bekannt, neu wäre mir allerdings die Vergesellschaftung von Antilope und Pavian.
    Ich bin kein Zoo Insider, aber Antilopen sind vom Wesen her ja sehr schreckhaft und Paviane ziemlich aufdringlich. Kann das funktionieren? Werden die Antilopen bei dieser Vergesellschaftung nicht permanenten Stress ausgesetzt sein?
    (01.03.2013)
    Carsten Horn:   Ist jedenfalls beides nichts neues, Elefanten und Antilopen gibt/gab es in Dublin (Besuch schon was länger her) und Elefanten und Paviane in Beekse Bergen...
    (01.03.2013)
    Sascha Möller:   Durch die Abgabe der zwei Osnabrücker Elefantenkühe nach Toulouse habe ich gelesen, das die Elefanten auf der Außenanlage mit Pavianen und Antilopen vergesellschaftet werden sollen.
    Weiß da jemand näheres zu?
    Welche Antilopenart (-arten?) hat man dafür ausgewählt und plant man wirklich eine Vergesellschaftung von Pavianen und Antilopen oder bezieht sich die Vergesellschaftung nur auf die Elefanten (analog zur geplanten Nashornsavanne in Leipzig mit mehreren Anlagen und unterschiedlichen Vergesellschaftungen)?
    (28.02.2013)
    WolfDrei:   Parc Zoologique de Paris (Vincennes): nach 15 Monaten Bauzeit sind die Giraffen am 6. und 7. Dez. in die neue Unterkunft eingezogen. Laut Mitteilung im "SECAS" macht insgesamt der Neubau "große Schritte" - es bleibt damit bei der Neueröffnung im April 2014.
    (29.01.2013)
    WolfDrei:   Gerade gelesen im Forum von Jonas Livet (Leszoosdanslemonde): Doue la Fontaine wird im Sommer 2013 Okapi(s?) bekommen. Ausgestellt werden sollen die Tiere zusammen mit Ducker (Art?) und Eulenkopfmeerkatze sowie Vögeln des Kongourwaldes in einer übernetzten Anlage ähnlich der Giraffenanlage im Jurakalk(Ausschnitt anbei)in 20 Meter (!!)Tiefe, um ein gewisses Mikroklima zu schaffen.
    (23.01.2013)
    Sacha:   @WolfDrei: Mal so zwischendurch ein herzliches Dankeschön für Deine interessanten Berichte aus Frankreich. Dank diesen verstärkt sich bei mir die Lust auf einen Besuch in Zoos, die ich noch nicht gesehen habe (CERZA, Brest, Pont-Scorff) und man schwelgt in Erinnerung an die, die man schon besucht hat (Beauval, Haute Touche, Doué). Einfach toll.
    (10.10.2012)
    WolfDrei:   und fast vergessen: eine weiße Tigerin mit 2 fast erwachsenen Jungtieren
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   Barasingha
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   Polarwölfe
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   Die Nashornkuh
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   Sattelvari
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   pardon
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   der Eingang
    (09.10.2012)
    WolfDrei:   CERZA/ Lisieux

    Ja nun, wo liegt CERZA eigentlich ?- in der ZTL muß man bei Hermival-Les -Vaux nachschauen. Lisieux hat man wohl zur näheren Ortung genommen, immerhin sind das 22 000 Einwohner im Departement Calvados in der Normandie, ein bißchen südlich von Caen. Auf der D 510 fährt man nordöstlich von Lisieux durch ein richtiges Hügelland, nach 5-6 km kommt auch ein Schild Hermival-Les-Vaux - “mindestens” 2 Häuser sind an der Straße zu sehen, der Ort mit seinen 800 Einwohnern versteckt sich irgendwo. Noch einige Kurven und rechts geht es über eine ehemalige Allee zu einem Herrenhaus hin, eine Schranke noch - geschlossen: Öffnung erst um 9.30. Pünktlich kommt eine Frau, öffnet die Schranke, links ein durchaus großer Parkplatz, auch mit Picknickterrain. 50 m weiter dann zwei Balken mit Querholz wie im Westernfilm, ein Schild: Entree darunter Toilette. Das ist der “Haupteingang”. In einem Shop sitzt die selbe Frau, nun als Kassiererin (wohl auch so 18 Euro pro Nase), nach kurzer Frage weist man uns weiter - und dort sind dann die zwei Wege mit Schildern ausgewiesen: der gelbe für 1,5 Stunden Fußweg, der rote für 1 Stunde. Dann gibt’s noch die Bimmelbahn, die in weitem Bogen in 20 min um die Anlagen der roten Linie fährt - tut sie aber nicht mangels Besucher (zumindest habe ich nichts gesehen, obwohl später in dem Selbstbed.-Restaurant doch einige Dutzend Besucher saßen).

    CERZA: Centre d ´Etudes et de Reproduction Zoologique Augeron : in etwa: Zentrum für zoologische Studien und für zoologische Reproduktion im Augeron (Augeron ist die “Gegend”= normannisch für pays d`Auge == Land an der Auge [ein Fluß])),.
    Eine wunderschöne Gegend, ein Auf - und Ab mit Hügeln, Bachläufen, Plateaus, Wäldern eröffnet sich uns. Immerhin 60 ha. Und was dann kommt, hat uns völlig befriedigt.
    Gleich zu Beginn die Stallung der Panzernashörner - die Kuh ist zu sehen mit dem größten Horn, das ich bisher bei Panzernashörnern gesehen habe. Die Freianlage besteht aus einer großen Talwiese, unten jeweils Badeteiche für die dann später zu sehenden 1,2 - ein Jungtier also, dass nach Breslau soll (falls es jetzt nicht schon dort ist). Der naturbelassene Weg (gilt auch für die Badeteiche) führt zu zwei Inseln mit Mantelpavianen und Wanderus mit bemerkenswerten “Mähnen”. Dann verschwinden die folgenden Tiere hinter dichten Büschen - wie es auch häufig für die dann folgenden Anlagen gilt, gäbe es nicht oft künstliche Einblicke oder Hütten mit Scheiben. Links gerade noch zu sehen ein Schabrackentapir, sehr viel weiter ein Weißschwanzgnu, rechts aber eine Brillenbäranlage: ca 100 x 50 m. Haben die in den Bäumen gehaust! Nicht so die Polarwölfe , die dann folgen. Wieder eine Biegung, die Säbelantilopen auf der einen, die Bisons, ca 10 Tiere mit Apaloosas, auf der anderen. Wieder eine große Lichtung ca 100 m lang. Trompeterschwäne bewohnen einen sehr kleinen Teich. Rechts grüßt Asien mit hintereinanderliegenden Wiesen: vorne 4 Bantengs, abgetrennt Barasinghas , Schweinshirsche und Vietnamsikas, alle Hirsche mit imponierendem Geweih. Der Wendepunkt ist erreicht, Geparden dann. Aber: durch Scheiben rechts südwestafrikan. , links Somaligeparden - endlich ist ein direkter Vergleich möglich. Die Somalis sind doch etwas kleiner, enggefleckter, etwas gräulicher. Die Katze rollt.
    Braunbären dann rechts, dahinter Iberische Wölfe - nichts zu sehen bei der Größe der Anlage. Dann amerikan. Tapire, 5 an der Zahl , am Teich Capybaras, links ein begehbares Känguruhgelande - Bennets, Lare und Schopfgibbons auf Inseln folgen, viele Guanacos und Nandus dann, eine kleine Hütte mit Lisztäffchen noch, in der folgenden Rechtskurve eine ganze Menge Dscheladas, außen Mähnenwölfe am Steilhang und kleine Pandas und Goldkopflöwenäffchen. Man ist wieder am Asugangspunkt, nun weiter der rote Weg.
    Zunächst muß man sich aber durch eine Rotte von Schweinchen und Ziegen durchkämpfen, die ihren Tribut haben wollen. Schon brüllen 3 Löwen, links Pinselohrschweine, eine Freianlage für 3 Ceylonleoparden (oben offen!), gegenüber ca 6 Sattel-Varis, Zwergpygmis, die in einer besseren Suhle liegen, ca 15 richtig familiäre Hyänenhunde. Der Weg dreht: Grantzebras, die Bongos unsichtbar in der Weite des Geländes. Dann steht man an der Afrikasavanne: 6 Breitmäuler, Säbelantilopen, ca 10 weibliche Weißnackenwasserböcke ganz hinten, Strauße noch. Da die Bimmelbahm nicht fährt, bleibt die Existenz von Rotbüffeln theoretisch. Auch die Giraffen bleiben unsichtbar. Bleibt noch die Anlage (begehbar) für Gebirgsloris, eine recht große Flugvoliere für Ibisartige (das normale) und eine Tropenhalle: Alligator, Rodriguezflughunde, Schopftinamus, die madagassischen Riesenratten bleiben unsichtbar.
    .Nun sind die Panzer auf der Anlage, rechts eine seltsame Anlage, näher betrachtet das Restaurant “Pagode” mit großer Terrasse Richtung Nashörner, davor auf einer Insel Siamangs, rechts davon nun HZA und Axis auf dem gegenüberliegenden Hang, theoretisch sollen da auch Thamins sein. Und rechts dann auch wieder buchbare Safaribungalos, 6 Finnhütten, auch 6 Jurten.
    Abfahrt schon wieder Richrung Osten in Richtung Heimat, voll befriedigt ob des Gesehenen,.Viel Pädagogik gab es auch wieder mit Lehrräumen und audiovisuellen Einspielungen. Auch wieder Sonnenkollektoren, ein Windrad, biologische Abwasserreinigung.


    (09.10.2012)
    WolfDrei:   @Liz Thieme: ich versuchs mal:
    Manatis: Frontscheibe, Länge ca 30 m , Höhe 2,5 m; auch Aufsicht von oben, u.a. von einer Brücke
    Jaguarjungtier anbei
    Saurer Regen: so schlimm dürfte das in der Region bei gewöhnlichem Westwind nicht sein;
    Flamingos: die können fliegen - aber in 10-20 Höhe ist die "Schlucht" überdrahtet.
    Bei den Pinguinen hat man bewußt wegen der Bedrohung Humboldts genommen und man betreibt mit dem Wasser einen großen Aufwand .

    Pont-Scorff: habe noch Waldhunde vergessen.
    (09.10.2012)
    Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: Ist ja nicht selten, dass mehrere Trivialnamen für die selbe Tierart verwendet werden. Im Englischen wird die ganze Gruppe als "guitarfishes" bezeichnet, vielleicht hielt sich Debelius bei der Wahl seiner deutschen Artnamen schlichtweg eng an den englischen Sprachgebrauch.
    (09.10.2012)
    Stefanie Fischer:   @Michael Mettler: Ich habe jetzt zum Nachschlegen Wikipedia genutzt, da ihr Bild auch aus dieser Quelle stammte. Deswegen war ich nur verwundert.
    (09.10.2012)
    Liz Thieme:   Dann versuch ich mal hinterherzukommen.

    Beauval: wenn ich das schon lese - Jaguar mit Jungtieren - da freut sich mein Herz. Haben Sie da Fotos? Insgesamt scheint es ein sehr schöner Zoo zu sein mit guter Auswahl an Tieren. Wie ist das Becken der Manatis, kann man wie in einen Teich reinschauen oder hat man eher ein Frontaleinsicht durch eine Scheibe? Das mit dem Hotel hört sich ebenfalls gut an, das sollten sich mehr Zoos holen :)

    Doue la Fontaine: gefällt mir sehr gut, dass sie einen Steinbruch genutzt haben. Ingesamt erinnert es mich ein wenig an den Sonora Desert Zoo. Kann man nur hoffen, dass der Zoo nicht zu sehr unter saurem Regen zu leiden hat. Vielleicht sollte auf entsprechende Tiere mehr Wert gelegt werden, als solche Konfliktarten wie hier die Pinguine. Mich erinnert das an die Bewässerung von Las Vegas. Sind die Flamingos ZUgvögel oder bleiben sie vor Ort im Winter?

    Manchmal sind ungeplante Zoos ein Highlight - sowas sollte man häufiger machen.

    Hier bei Pont-Scorff fällt mir mal wieder eins auf. Nebelparder sind sehr unterschiedlich in ihrem Gesichtsbau und der Fell Grundfarbe. Kenne bewusst keine andere Großkatze(n-Unterart), die so variabel in den Zoos gezeigt wird. Von Vollmilchbraun mit beige Einschlaf bis hin zu einem dunkleren grau. @Oli: der Raubtier-Besatz ist dann wieder was für dich, aber kommt das an dein "Wunderhaus" aus Usti ran?
    (09.10.2012)
    Michael Mettler:   @Stefanie Fischer: In meinem Bestimmungsbuch (Helmut Debelius, "Fischführer Indischer Ozean") werden alle Angehörigen der Rhinidae und Rhinobatidae als Gitarrenrochen bezeichnet.
    (09.10.2012)
    Stefanie Fischer:   @Michael Mettler: Sie meinen den Bogenmaul-Geigenrochen, oder?
    (09.10.2012)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Ich auch - deshalb habe ich zuerst in Bestimmungsliteratur nachgeschlagen und erst dann ein verlinkbares Foto im Net gesucht ;-)
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   @MM: danke - ich schwankte zwischen Hai und Rochen, nun also Hairochen (immerhin besser als "Ameisenbär")
    (08.10.2012)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Könnte ein Hairochen alias Bogenmaul-Gitarrenrochen (Rhina ancylostoma) sein - siehe hier:
    http://en.wikipedia.org/wiki/File:Rhina_ancylostoma.jpg
    (08.10.2012)
    Matthias Schramm:   Flusspferdbach = Zolli Basel?
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   Was ist denn das nur?
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   Der Sägerochen
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   Doch zu groß, deshalb nochmals der Kopf der Sattelrobbe
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   Oceanopolis Brest

    Oceanopolis, das Brester Aquarium, ist , von Süden kommend; gut ausgeschildert nachdem man eine 40 m hohe Brücke über einen “Fjord” an der Stadteinfahrt überfahren hat. Es liegt direkt neben der Marina mit ausreichend (?) Parkplätzen. Allerdings mag das in der französischen Ferienzeit (Mitte Juli/August) anders ausschauen. Im Flyer wird betont, sich in dieser Zeit, insbesondere bei Regen etc, nicht zur Öffnungszeit anzustellen. Seile wie an Paßkontrollstellen an Flugplätzen scheinen das zu belegen. Immerhin erreichte man bei der Wiedereröffnung 2000 700 000 Besucher. Wir kamen gegen 15 Uhr und hatten direkten Zugang nach “Übergabe “ von 17,50 Euro. Oceanopolis wurde 1990 gegründet und 2000 gründlich überholt. Die Anlage ist thematisch dreigeteilt: eine Polaranlage, eine Tropenanlage und eine “temperierte” Anlage, dazu gibt es ein großes Restaurant mit Blick auf die Marina sowie diverse Shops mit Geschenkartikeln aller Art.
    2012 wurde ein Anbau geöffnet (Abysses) , also für Tiere der “Tiefsee”, u.a. mit einer Ausstellung zum Quastenflosser.
    Laut Vorschau sollen 2013 Fischotter hinzukommen.


    Einige Größenangaben:
    Polarium: antarktisches Pinguinbecken: 250 000 l Wasser, 30 m Länge, 250m2, 8°C Luft, Wasser 4°C
    Robbenanlage: 1 Million l Wasser
    Beide Anlagen mit Unterwassereinsicht
    Haibecken: 1 Mio l Wasser, 25°C, 3 Einsichten: Fahrstuhl, plane Scheibe, Tunneleinsicht
    Riffbecken: 60 000 l Wasser

    Insgesamt fassen alle großen Becken inclusive ca 40 weiterer Aquarien 3.7 Mio l Wasser
    Rund 1000 Arten /10 000 Organismen
    Das Wasser wird direkt aus der Rade von Brest angesaugt, (160 000 l / Stunde), entsprechend den Notwendigkeiten aufgearbeitet, das “Abwasser wird u.a. über UV-Bestrahlung behandelt und in die Bucht wieder entlassen.

    Beim Eintritt kann man die Begehungsrichtung selbst wählen, man kann wiederholen, allerdings ist man dann “gefangen”, da die Türen hinter einem fest schließen - man muß also die gesamte Ausstellung ablaufen, um am Ende wieder herauszukommen. Wegen der Sattelrobbe also zunächst das Polarium: zunächst die Pinguine: Königs-., Esels-. und Goldschopfpinguine. Bei den Eselp. gab es offensichtlich Nachwuchs. Fütterung war hier offensichtlich um 15.30. Bevor die Anlage selbst kommt, gibt es im Eintrittsbereich einen Film dazu (gegen 12 Minuten) - so man ihn nicht anschaut, wird man dezent darauf hingewiesen, dass man etwas versäumt! Überall laufen audiovisuelle Vorführungen zu Teilthemen, in den Gängen dann ein Walroßbullenpräparat und ein Eisbärpräparat. Anschließend dann der Wassereinblick in das Robbenbecken: 2 Ringelrobben und eine Sattelrobbe, die zu meiner Enttäuschung nicht” gesattelt” war - nur Kopf- und Halsregion waren etwas abgesetzt, ansonsten auch gepunktet. Um 16 Uhr Fütterung eine Etage höher hinter abgeriegelten Scheiben für die Besucher, die etwa auf Wasseroberflächenniveau stehen. Fütterung mit Erklärungen u.a. mit dem Hinweis, dass die Fütterung genutzt wird, gewisse Körperhaltungen bei den Tieren zu erreichen, um bei Schädigungen /Krankheiten eingreifen zu können. Also keine Showvorführung.

    Im Tropenteil ist Schwerpunkt das Haibecken, kleinere Haiarten waren auch in Extrabecken (Ammen-, Stierkophh-, Sandh.-, Schwarz- und Weißspitzenriffh.-, Katzenh.-, Zebrah., Braunhai [hoffentlich war das richtig]) , dazu dann ein Korallenriffbecken mit mir eigentlich bekannten Fischarten. Highlight war für mich ein lange nicht gesehener australischer Sägefisch(=Sägerochen). Dazu viele kleine Aquarien für spezielle Tiere (z. B. Korallen, Seesterne, niedere Tiere bis zu Kraken - keine Fetzenfische aber, Touchpool), am Ausgang noch “Tropenurwald” von ca 400 m2.

    Der “temperierte Teil zeigte dann in Auf- und Unterwassersichten Seehunde und Kegelrobben, ansonsten Fische kälterer und wärmerer Meere: kaum auseinanderzuhalten die vielen “Dorscharten”, beeindruckend die Seewölfe.
    Zu berücksichtigen ist, dass das Öffnungs- (9; 9.30; 10 Uhr ) und Schließregime (17; 18; 19 Uhr in Abh. von der Jahreszeit wechseln) .
    Anbei eine Übersicht über den Gesamtkomplex


    (08.10.2012)
    Carsten Horn:   Wie dort das Abwasser entsorgt wird, weiß ich leider nicht (hab es da noch nicht hin geschafft), aber ganz so abwegig ist die Bachlösung sicher nicht, g, die Kronberger haben sich auch jahrzehntelang an dem erfreuen dürfen, was aus den Flußpferden "rauskam"...

    Spontan fällt mir ein Zoo ein, wo noch aktuell Zu- und Ablauf des Hippobeckens via Bach erledigt werden, aber der ist nicht in Frankreich...
    (08.10.2012)
    WolfDrei:   @Carsten Horn: Danke - immerhin hatte ein Hinweisschild auf das jugendliche Alter hingewiesen.Ich stand dort bei 2 Rundgängen an die 15 Minuten , ohne mehr als die Nüstern zu sehen. Auch "saßen" sie wohl auf den "Hinterbacken" direkt an der vorderen Beckenmauer, die zudem noch durch Zweige verdeckt war. Immerhin erstaunlich für einen derartigen Zoo. Mich hätte dort noch die Wassernutzung(speziell die Abwasserbeseitigung) , interessiert, da auf der anderen Wegseite 5 m weiter dieser äußerst klare Bach floß. Die werden das doch nicht so entsorgen?(Wasserniveau im Becken war höher als das Bachniveau)
    (08.10.2012)
    Carsten Horn:   Zwei Flußpferde sollte stimmen, müßten beide noch relativ klein sein. Habari aus Basel und eine Kuh aus Kopenhagen sind da vor ein paar Monaten "eingezogen"...
    (07.10.2012)
    Oliver Jahn:   Das nenne ich mal eine Raubtierkollektion! Ich habe von diesem Zoo noch nie gehört. Aber es ist immer noch etwas Besonderes, wenn man von einer zoologischen Einrichtung, mit der man gar nicht rechnet, dann überrascht wird.
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   und wer es mag: "richtig" weiße Löwen
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   ruhender Nebelparder
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   eine tiefe Anlage mit viel Gebüsch für Fischkatzen
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   selten zu sehen: Panama-Klammeraffe
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   einige tierische Eindrücke: ind. Elefanten
    (07.10.2012)
    WolfDrei:   Zoo de Pont-Scorff

    Nantes wurde erreicht, bei St. Nazaire der Atlantik, die Bretagne. Eigentlich war jetzt Natur geplant ab Carnac, mit allen Felsenspitzen von der Halbinsel Quiberon an, über Pointe de Raz zum Pointe St. Matthieu bei Brest, mit allen Fjord-ähnlichen Einbuchtungen, nördlich dann Isle Brehat, Cap Frehel, Saint Malo, Mont Saint Michel , also schon die Normandie.

    Ein “Planungsfehler” ergab aber einen zusätzlichen Tag bei Vannes - und etwas nördlich von Vannes, relativ direkt an der N 165 bei der Abfahrt Queven, liegt 5 km weiter an der D 6 der private Zoo von Pont-Scorff. Ein Flyer im Hotel hatte in der “Eigenwerbung” festgestellt: 2. bester Touristenmagnet in der Bretagne mit 300 000 Besuchern (nach Brest Oceanapolis), 12 ha groß.

    Eine waldreiche hüglige Gegend mit Buchen, ein Plateau im Zentrum der Anlage, dann süd-westlich ein steiler Abfall in Richtung eines sauberen Baches, geeignet zur Ausstellung von Kleinkatzen. Einfache Materialien, in der Anfangphase wohl etwas Hagenbeckimitation und im Tierbestand eine reiche Katzensammlung. Gleich nach dem einfachen Eingang Pelikane, dann “echte” grüne Meerkatzen, Bennets. Eine große Mantelpaviananlage. Der Plan mit den Tiersilhouetten zeigt den Bestand recht ordentlich. Besonderheiten: 1 Spitzmaulnashorn, 3 Giraffen mit Straußen und 3 Gnus, 1 Paar ind. Elefanten mit Jungtier, ca 3 Monate alt. Zu den Katzen: Fischkatzen (eine schöne Anlage), Serval, Tangalunga!, Binturong, viele Fuchsmangusten, Amurleopard, Pumas, Sib. Tiger (Anlage verdeckt), weiße Löwen, Nebelparder, Gepard, Ozelot, Manul, Irbis, Sumpfluchse, Salzkatzen. Dann Wölfe, Hyänenhund, Brillenbär, Mähnenwolf. Bei den Affen Varis, Kattas, Panama- und robustus-Klammeraffen auf zwei schönen Inseln, Weißlippentamarin, Magot, dazu eine reiche Papageiensammlung mit Vogelschau, eine Schau auch mit patagonischen Seelöwen und dann 2 (?) Flußpferde, allerdings nur die Nasen zu erkennen. Und dabei eine Überraschung: in diesem Talbereich wuchsen nicht nur Bambusbüsche - auch Bananen! Nicht in Kübeln etwa!
    Eine Überraschung, dieser Zoo!
    Eintritt: 18.50 Euro
    Ansonsten gäbe es in diesem Bereich noch die Zoos /Parks von Branfere, Champrepus, Bourbansais, Boissiere du Dore, Jurques, etwas südlich der Loire-Mündung Sables d`Olonne, geplant war dann aber nur noch Brest-Oceanapolis und CERZA/Lisieux.

    (07.10.2012)
    WolfDrei:   und weil die "antiquorum"-Giraffen so verbreitet nicht sind, ein Bild aus Doue
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   letztes Bild: Riesenotterfütterung
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   nochmals etwas kleiner
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   Südamerikan. Voliere: Chileflamingos
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   Ei - die Buchstaben!
    Persischer Leopard im Gebüsch
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   Prdon - gedoppelt!
    das Bild: die Nashorn - Gazellenanlga - nun Nashorn
    (06.10.2012)
    WolfDrei:   Bioparc Zoo de Doue la Fontaine

    Doue la Fontaine ist ein kleines Städtchen südlich der Loire zwischen Angers und Tours, von der Autobahn in Richtung der Stadt Saumure (Chateau als Waffenmuseum) sind es 17 km, von Angers 41 km, von Tours etwa 50.

    1961 wurde von P. Gay in einer alten Kalksteingrube ein Zoo gegründet, der durch eine Besonderheit auffällt: er existiert in 2 Etagen! Die “Löcher” des Kalksteinbruches erlaubten die Nutzung als Vogelvoliere (Ibisse, Waldrapp; Geier), insbesondere aber als Katzenschlucht, unterirdische Gänge verbinden die Teile. In der Folge wurde diese Projekt weitergetrieben durch weiteren Aushub des Gesteins zur Ausstellung von Giraffen, 2005 mit 2,5 ha für eine afrikanische Savanne zur Haltung von Spitzmaulnashörnern (jetzt 1,2), Dama- und Dorcasgazellen. Dabei wurden einige Kalksteingruppen stehengelassen - immerhin wurde bei einer Tiefe von 6 m
    100 000m3 Gestein entfernt. Fortsetzung fand das 2011/12 für eine Vogelvoliere von 1 ha , überspannt von einem Stahlnetz/ Trägerhöhe 20 m, für südamerikanische Vögel - neben Flamingos, Humboldtpinguine, Ibisvögel, Tinamus, Papageien, Chilepelikane, Enten, Graukopfgänse, Geier, darunter einem Kondorpaar, und Inkaseeschwalben. Auch Ameisenbären fanden einen Platz, auch ein kleines Restaurant ist dort, dessen großer Bruder sich an der Giraffenanlage unmittelbar am Eingang befindet.

    Dort also nach Durchqueren des Shops (u.a. mit authentischem afrikanischen Schnitzwerk aus Westafrika) der Beginn des unteren Rundganges mit 7 G. c. antiquorum und Grevys. Nach Durchschreiten eines Tunnels werden Vietnam- Flughunde, kleine Pandas, Kaffernhornraben und afrikan. Schildkrötem (Sporn- und Aldabra) ausgestellt . Durch die geschützte Lage im “Untergrund” wächst Bambus hervorragend. Ein Extra “loch” enthält europ. Luchse. Der Hauptgang aber führt zur Katzenschlucht, einem wahren Dschungel mit Ceylon - Leoparden (im Februar 3 juv), Irbissen und persischen Leoparden. Hervorragend - wenn auch die Tiere bei der Tiefe und Bebuschung oft nicht zu sehen sind. Von dort fährt der Tunnel (50 m) zur Südamerikavoliere, wobei besondere Mühe zur Erstellung der Humboldtpinguinanlage und der Reinigung des Wassers gemacht wurde (Sandfilter, UV-Behandlung, Schaumabschöpfung, weitere mechanischer Filter, Durchfluß durch ein Schilf- und Irisbett) - erste Schlupfe gab es schon, auch 25 junge Chileflamingos (“Freiflug“!) gab es im letzten Jahr. Davor an einem Seitentunnel die europäische Voliere mit 18 Waldrappgeburten (Doue gab schon 38 Tiere ab für eine Freisetzung in Südspanien).

    Zurück in Richtung Giraffenanlage, geht es dann mit einem Fahrstuhl oder treppauf “auf die Erdeoberfläche ” zurück Richtung Affen. Auf Inseln Varis, Lare, Siamangs (schöne Zuchtgruppe), Sumatratiger (im Busch nur ein Kopf), eine Sumpfanlage für Mandschurenkraniche mit Nachwuchs, auf der Gegenseite des Weges Weißnackenkraniche und Schopfgibbons (gabriellae). Ein wunderschönes Gehege mit großem Becken (Sichtscheibe, klares Wasser) für Zwergflußpferde folgt. Vorbei an schlafenden Geparden geht es dann zu einem weiteren Highlight - dem Nashorngehege, auch wenn die Tiere ebenfalls ruhen. Auf einem flacheren Bergrücken dann aber 3 Dorcasgazellenböcke (aus Hannover) - die westliche Saharaunterart. Kaum zu sehen im Schatten eine Damagazelle - auf einem Bild von Doue zählte ich 4 Tiere. Ein riesiges Gelände , immer wieder von Kalksteinhügeln und -Säulen unterbrochen, ein Sumpf, Bäume, Schilf- und Binsengürtel, Sandflächen. Der Weg umrundet eine Afrikafarm mit Zwergziegen und Eseln sowie eine Rund-Hütte mit Mobiliar. Dann wieder eine Variinsel, eine für Dianas, die kaum in dem Baumgewirr zu sichten sind.

    Dann ein weiterer Höhepunkt - die Riesenotteranlage, ein ca 30 m langer durchflossener “See“. 4 Tiere sind es, der Vater mit drei fast erwachsenen Nachwuchstieren. Das weibliche Tier fehlt. Ein Schild weist aus: seit dem 28.8. eine weitere Geburt. Dann müde afrikan. Löwen in einer großen bewachsenen Anlage, schlafende Mähnenwölfe, ein Pudubock in einem hohlen Baumstamm, Brillenbären mit zwei fast erwachsenen Brillenbären (die keiften ihre Mutter an), dann ein weiterer Erfolg Doues: die gefährdeten Ateles hybridus-Klammeraffen mit Nachwuchs, die Schwesterart robustus mit ca 10 Tieren, darunter 3 Jungtieren - ein einziges Gewusel. Goldene Löwenäffchen und Weißkopfsakis schließen den obere Rundgang ab, ermattet empfängt uns das Restaurant mit Blick auf die Giraffen.

    Das waren 14 ha, ca 100 Arten, 1000 Tiere, darunter 500 Vögel. 250 000 Besucher pro Jahr, Eintritt 18,50 Euro, Jahreskarte 33 Euro. Besuchenswert!
    Bioparc Zoo de Doue la Fontaine

    Doue la Fontaine ist ein kleines Städtchen südlich der Loire zwischen Angers und Tours, von der Autobahn in Richtung der Stadt Saumure (Chateau als Waffenmuseum) sind es 17 km, von Angers 41 km, von Tours etwa 50.

    1961 wurde von P. Gay in einer alten Kalksteingrube ein Zoo gegründet, der durch eine Besonderheit auffällt: er existiert in 2 Etagen! Die “Löcher” des Kalksteinbruches erlaubten die Nutzung als Vogelvoliere (Ibisse, Waldrapp; Geier), insbesondere aber als Katzenschlucht, unterirdische Gänge verbinden die Teile. In der Folge wurde diese Projekt weitergetrieben durch weiteren Aushub des Gesteins zur Ausstellung von Giraffen, 2005 mit 2,5 ha für eine afrikanische Savanne zur Haltung von Spitzmaulnashörnern (jetzt 1,2), Dama- und Dorcasgazellen. Dabei wurden einige Kalksteingruppen stehengelassen - immerhin wurde bei einer Tiefe von 6 m
    100 000m3 Gestein entfernt. Fortsetzung fand das 2011/12 für eine Vogelvoliere von 1 ha , überspannt von einem Stahlnetz/ Trägerhöhe 20 m, für südamerikanische Vögel - neben Flamingos, Humboldtpinguine, Ibisvögel, Tinamus, Papageien, Chilepelikane, Enten, Graukopfgänse, Geier, darunter einem Kondorpaar, und Inkaseeschwalben. Auch Ameisenbären fanden einen Platz, auch ein kleines Restaurant ist dort, dessen großer Bruder sich an der Giraffenanlage unmittelbar am Eingang befindet.

    Dort also nach Durchqueren des Shops (u.a. mit authentischem afrikanischen Schnitzwerk aus Westafrika) der Beginn des unteren Rundganges mit 7 G. c. antiquorum und Grevys. Nach Durchschreiten eines Tunnels werden Vietnam- Flughunde, kleine Pandas, Kaffernhornraben und afrikan. Schildkrötem (Sporn- und Aldabra) ausgestellt . Durch die geschützte Lage im “Untergrund” wächst Bambus hervorragend. Ein Extra “loch” enthält europ. Luchse. Der Hauptgang aber führt zur Katzenschlucht, einem wahren Dschungel mit Ceylon - Leoparden (im Februar 3 juv), Irbissen und persischen Leoparden. Hervorragend - wenn auch die Tiere bei der Tiefe und Bebuschung oft nicht zu sehen sind. Von dort fährt der Tunnel (50 m) zur Südamerikavoliere, wobei besondere Mühe zur Erstellung der Humboldtpinguinanlage und der Reinigung des Wassers gemacht wurde (Sandfilter, UV-Behandlung, Schaumabschöpfung, weitere mechanischer Filter, Durchfluß durch ein Schilf- und Irisbett) - erste Schlupfe gab es schon, auch 25 junge Chileflamingos (“Freiflug“!) gab es im letzten Jahr. Davor an einem Seitentunnel die europäische Voliere mit 18 Waldrappgeburten (Doue gab schon 38 Tiere ab für eine Freisetzung in Südspanien).

    Zurück in Richtung Giraffenanlage, geht es dann mit einem Fahrstuhl oder treppauf “auf die Erdeoberfläche ” zurück Richtung Affen. Auf Inseln Varis, Lare, Siamangs (schöne Zuchtgruppe), Sumatratiger (im Busch nur ein Kopf), eine Sumpfanlage für Mandschurenkraniche mit Nachwuchs, auf der Gegenseite des Weges Weißnackenkraniche und Schopfgibbons (gabriellae). Ein wunderschönes Gehege mit großem Becken (Sichtscheibe, klares Wasser) für Zwergflußpferde folgt. Vorbei an schlafenden Geparden geht es dann zu einem weiteren Highlight - dem Nashorngehege, auch wenn die Tiere ebenfalls ruhen. Auf einem flacheren Bergrücken dann aber 3 Dorcasgazellenböcke (aus Hannover) - die westliche Saharaunterart. Kaum zu sehen im Schatten eine Damagazelle - auf einem Bild von Doue zählte ich 4 Tiere. Ein riesiges Gelände , immer wieder von Kalksteinhügeln und -Säulen unterbrochen, ein Sumpf, Bäume, Schilf- und Binsengürtel, Sandflächen. Der Weg umrundet eine Afrikafarm mit Zwergziegen und Eseln sowie eine Rund-Hütte mit Mobiliar. Dann wieder eine Variinsel, eine für Dianas, die kaum in dem Baumgewirr zu sichten sind.

    Dann ein weiterer Höhepunkt - die Riesenotteranlage, ein ca 30 m langer durchflossener “See“. 4 Tiere sind es, der Vater mit drei fast erwachsenen Nachwuchstieren. Das weibliche Tier fehlt. Ein Schild weist aus: seit dem 28.8. eine weitere Geburt. Dann müde afrikan. Löwen in einer großen bewachsenen Anlage, schlafende Mähnenwölfe, ein Pudubock in einem hohlen Baumstamm, Brillenbären mit zwei fast erwachsenen Brillenbären (die keiften ihre Mutter an), dann ein weiterer Erfolg Doues: die gefährdeten Ateles hybridus-Klammeraffen mit Nachwuchs, die Schwesterart robustus mit ca 10 Tieren, darunter 3 Jungtieren - ein einziges Gewusel. Goldene Löwenäffchen und Weißkopfsakis schließen den obere Rundgang ab, ermattet empfängt uns das Restaurant mit Blick auf die Giraffen.

    Das waren 14 ha, ca 100 Arten, 1000 Tiere, darunter 500 Vögel. 250 000 Besucher pro Jahr, Eintritt 18,50 Euro, Jahreskarte 33 Euro. Besuchenswert!

    (06.10.2012)
    WolfDrei:   ps: nicht auf dem Plan, aber in der Realität: auch Wapitis gab es noch.
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   kapitaler Barasingha
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   Timberwolf
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   kapitaler amerikanischer Elch
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   Taiwansika
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   Espace animalier de la Haut Touche oder Reserve da la H.T. oder Parc animalier de la H.T. oder nur einfach Obterre

    1300 Tiere, 400 ha , davon 200 ha in der Ausstellung. Anbei der Plan.
    Die Anlage gehört ,wie die beiden zoologischen Anlagen in Paris und dem Vogelpark in Cleres, zum “Naturkundemuseum” Paris (Museum National d`Histoire Naturelle) und ist das Produkt einer Schenkung Ende der Fünfziger - ca 200 km südlich von Paris und südlich der Loir, 50 km südlich vom Zoo Beauval. Nach und nach entstand daraus der heutige Park mit Schwerpunkt Hirsche - DIE HIRSCHSAMMLUNG Europas! So ich richtig zähle: 19 Arten; U-Arten; Formen!

    Das Gelände war mit Sicherheit kein sehr produktives Land, Fichtenwälder, Sümpfe, sandig-kalkige Freiflächen herrschen vor. Der Eingang befindet sich an der D 675 Richtung Chatillon/Le Blanc 5 km rechts vor dem Ort Azay le Ferron (wieder mit Chateau). Eine kleine Holzhütte als Kasse , dann beginnt die Autosafari: große Freiflächen mit zunächst Durchfahrt: rechts Alpensteinböcke, Mufflons, abgetrennt Wölfe, dann Europ. Rothirsche, Rehe, Wildschweine und die drei Damhirschformen: weiß, schwarz, normal - getrennt alles durch “Rollgrills”. Man umrundet rechts halb den Hirschkreis mit Formosasika, Milu, auch Säbelantilopen und Weißschwanzgnus, Barasingha, Mesopot. Damhirsch, Japansika, um dann an der afrikan. Savanne anzukommen (Elen, Strauß, Watussei, Bleßbock). Dort befindet sich rechts auch eine Forschungsstation . Vorbei an Przewalskis und Bisons gelangt man zum Parkplatz. Von dort kann man zwei Fußwege benutzen, beide vorgekennzeichnet und einige km lang, auch kann man den ganzen Außen-Kreis oder auch Innenkreis ablaufen. Dennoch : die Außentortenstücke sind ca mindestens 300 m tief und an die 50-100 m breit. Ab und an gibt es 3 m hohe Aussichtsplattformen. 14 Uhr war es, 30°C ! Viel zu sehen war nicht, die Tiere lagen irgendwo im Schatten. Im 2. Außenring: Beisas, Lechwes, Springbock, Vietnamsika, Siamleierhirsch (nicht zu sehen), Dybowskisika, Buchara, Schweinshirsch. Im Vorderteil an dem Fußweg außerhalb des Kreises: amerik. Elch ´(zunächst nicht zu sehen), Vicugnas, Lamas, Virginiah. (borealis - nicht zu sehen), Grantzebra, Pecari, Capybara, HZA, vorderind. Sambar, Wasserreh, Axis und 2 Gaure, Bennets, Nub. Steinbock, Markhore, um einen künstlichen Teich auf Inseln Guineapaviane, Lemuren (hatte keine Zeit mehr; früher [um 2005] Varis und Kronenmakis), Pelikane. Dazu Geparden. Surikaten, Stachelschweine, Nandus, Emus. Irgendwo ind. Muntjaks, früher auch annamitische Schweinshirsche. In der Nähe des Parkplatzes gibt’s ein Restaurant, man kann eine Kutsche mieten und ein Fahrrad (habe ich leider zu spät gesehen!). Dann der Innenkreis: Timberwölfe, Europ. Luchs, Rothunde (ca 15 Tiere), Sumatratiger. Zu Fuß bräuchte man sicher 4-5 Stunden - und schon an der 2. Baumwurzel rissen 2 von 4 Riemen meiner Sandale! Auch hatte ich den Eindruck, dass es dort 2 Monate nicht geregnet hatte. Besuch also besser im Frühling. Am Ende zum Ausgang dann ein Ruf: ein Elch - ein richtiger Schaufler! Nur: Zwei Drähte davor, einer ließ sich optisch überwinden. Und fressen tat er in aller Ruhe. Kein Pfleger nirgendwo.

    Im Jahr 2005 kam ich aus Richtung Chateauroux von der jetzigen Ausgangsseite, wunderte mich, dass da keine Kasse war. Heute ist dort ein automatisches Auslaßtor, man fährt noch etwa 6 km in Richtung Azay le Ferron , zurück dann wieder Richtung St. Aignan, die Autobahn nach Tours war das Ziel, daselbst das Hotel.
    Ps: mußte den Plan etwas beschneiden

    Eintritt: 9 Euro. Der Park schließt am 11.Nov. und öffnet wieder anfang April 2013
    (05.10.2012)
    WolfDrei:   Takinanlage
    (04.10.2012)
    WolfDrei:   Wasserfall mit Tapiren
    (04.10.2012)
    WolfDrei:   Das letzte Koala"baby" - 10 Monate alt
    (04.10.2012)
    WolfDrei:   ZooParc de Beauval

    “Einer der schönsten Zoos der Welt”, “Artenreichster Zoo Frankreichs” : 4600 Tiere in 500 Arten, 600 000 Besucher 2011 vor Ankunft der Großen Pandas, 350 Geburten 2011, bei meinem Besuch, ein Sonntag war es (schon nach den Ferien), gefühlte
    30 000, und die Sonne schien, der Riesenparkplatz gegen 8.30 zu einem Drittel gefüllt bereits - denn ohne Auto kommt man schlecht hin. Der Zoo befindet sich ca 3-4 km südlich des Ortes Saint Aignan sur Cher (3 000 Einwohner) im Dreieck Vierzon (auch Bourges) - Tours - Orleans an einer Autobahn, von Paris sollen es 2,5 Stunden sein. Das ist das “Chateaux an der Loir”-Dreieck - und wenn man davon 5 gesehen hat, hat man eigentlich alle gesehen (abgesehen von den noch ausstehenden ca 30).

    Gegründet wurde er als ornithologische Einrichtung 1980 von der Familie Delord als Privatbesitz - zumindest im Eingangsbereich wird das noch sichtbar. Seit 1989 ZooPark, wurde dann eigentlich in jedem Jahr eine neue immer größer werdende Anlage eröffnet, 2012 im Februar dann die Ankunft der Pandas und ihre Ausstellung “Sur les Hauteurs de Chine” (auf den chinesischen Höhen) zusammen mit Irbis, kleinem Panda und Mishmitakin sowie Riesenseeadler - einem imposanten Komplex aus Kunstfels, Wasserfällen, grünen Flächen, Palmen, verbunden mit viel Chinaflair (Tempel, Lampen, Restaurant etc), nachdem davor schon die “Ebenen Asiens” eröffnet worden waren mit Ind. Rhino, Schabrackentapir, HZA, Nilgau, Schweinshirsch, Hulman , Nebelparder, Haubenlangur und Fischkatze über ca 2 ha.
    Gesamtfläche des Zoos etwa 40 ha, nachdem schon die afr. Elefanten ca 2,5 ha 2001 erhielten.
    Beauval - schönes Tal: durchflossen von einem Bach, der auf der linken Eingangsseite Wasservogelhaltung, Variinseln und Absperrungen möglich macht. Ein wenig spektakulärer Eingang und gleich eine Vogelhalle, außen und innen je 2 Javarhinovögel, in kleineren Volieren u.a. Balistar und Kongopfau, viel tropisches Buschwerk, viele Kronentauben, 3 Terrarien mit Dendrobatiden, auf der Außenseite dann auch Daubenton-Hokkos. Die anschließenden Papageienanlagen sind wohl noch aus der Anfangsphase - darunter einige Rotsteißkakadus. Die rechte Seite steigt zum Teil steil an, ganz oben auf einer 2 ha Fläche die Afrikasavanne: 5 Breitmäuler, (3 Geburten bisher), 2 Gnus, 7 Rappenantilopen, Grevys, an die 30 Springböcke, Strauße, darunter Fleckenhyänen, noch etwas tiefer Greifvogelvolieren (wenig seltene: Bartgeier, Mönch, europ. Seeadler, Königsgeier, Gänsegeier: pardon - bei den letzteren gelang es den Franzosen, sie wieder in den Cevennen anzusiedeln. Heute 300 Paare!), dabei auch drei große Volieren mit Pauxi-Hokkos. Weiter: rechter Hand des Baches Affenanlagen: 3 mit Blaumaulmeerkatzen !, Goldbrustkapuziner, Campbell MK, Wanderus auf einer Insel, Magots, rechts höher am Hang dann die Katzen in traditionellen Anlagen: Draht - Elektrodraht, gemauertes Steinhaus, Baumstämme etc: schon früh (1991) weiße Tiger und Löwen, auch ein normaler Löwe und Sumatratiger, schwarze Jaguare mit Jungtieren, Serval, Coatis, Ameisenbär, Asiat. Otter, ganz oben an der Savanne Surikaten und Löffelhunde.

    Man landet unten an einer großen Selbstbed.-Anlage, dort ein Pinguinpool (klarstes Wasser!) und ein Becken der Seelöwenshow. Man überquert den Bach , befindet sich dann links auf einer Fläche mit 2 großen Glashallen: in der ersten die Schimpansen und Orangs mit großen reichgestalteten Flächen - Wassergraben - , innen die Reptilien und Krallenaffen, darunter Silberäffchen und eine große Gruppe (10 Tiere) Springtamarine. In der zweiten Halle die Gorillas : ein starker Mann, 4 Weibchen, alle mit Jungtieren, dann dort auch die Manatis (5 Tiere, Beckenlänge 25 m). Auf der Vorfläche dann noch Dromedare mit Watussis, wohl auch Wasserböcke (Art?). Über eine “Brücke der Konservierung” (viele Infos über Tierschutz- darunter ein Versorgungsweg Richtung Elefanten) kommen dann die Anlagen der letzten Jahre; Australien, Asien, China, die Okapis, Elefanten.

    Australien: rote Riesen, Damas , Bennets, in der Halle aber Koalas (bisher 4 Jungtiere), Godfellowbaumkänguruh (auch 1 juv), MatschieBK, dann ein Korallenriff, 3 Terrarien: Blauzungenskink, Fidjileguan u.a. Dann kommt die schon genannte Asienanlage, bei den ca 10 Languren beide Farbmorphen mit Jungtieren. Vorbei links am Winterhaus der Rhinos schaut man rechts auf einen 5m hohen Wasserfall, schwimmende Schabr.-Tapire im Wasser, auf der anderen Seite des Holzweges die Rhinos mit den Mitgenossen, ein großer Badeteich, alles begrast, Länge ca 300 m, wenn nicht mehr, unterteilt mit großen Steinen zur Trennung der Rhinos. Bergauf dann China - eine herrliche Anlage (Baukosten? Nicht unter 10 Mios geschätzt - Anlagen bergauf, Wasserversorgung am Hang, Kunst- und Naturfels) , eine riesige Takinanlage gut strukturiert auch mit 6 m Wasserfall. Die Pandaanlagen - beide ca 50 x 50 m, eine übernetzte Irbisanlage gleicher Größe mit kleinem Wasserfall. Die Pandas lagen schon auf ihren Hochsitzen bei den Temperaturen (Huan Huan und Yuan Zi). Sie sind noch ein Erbe der Regierung von Sarkozy
    Zurück dann zu den beiden männl. Okapis von 2005 - Palmen dort wieder, die Elefantenanlage. Über die künstliche Befruchtung der afrik. Elef. wurde schon von Liz Thieme berichtet: erste Geburt Frankreichs im Juli - wieder ein Knabe. Ca 30 °C waren es dann gegen 12. 30 - ich mußte zurück, wollte ich doch noch nach Obterre, ca 50 km weiter. Schwimmen gegen den Niagarafall der Besucher!

    Toiletten, Restaurants - alles äußerst sauber. Und eine Besonderheit: da der Platz im Zoo voll genutzt wird, gibt es Picknickplätze am Rande des Parkplatzes außerhalb des Zoos - Stempel - und man kann wieder zurück, auch gibt es dort an die 8 Häuser mit Hotelzimmern im indonesischen Stil.
    Das hat seinen Preis: 24 Euro, die Jahreskarte nur 72.
    Der Zoo: dringend empfehlenswert!
    Vergessen zu beschreiben? Aldabraschildkröten, Axish., Zwergmuntjak, Kinderbauernhof, Gibbon, Sitatunga, Puma, Braunbär, Persischer Leopard, Somaliwildesel, amerikan. Tapir, Capybara

    (04.10.2012)
    WolfDrei:   Zoologische Gärten in Frankreich

    Nun begann ich zwar schon mit Mulhouse - doch Mulhouse ist so eine Art Sonderfall: im (fast) deutschsprachigen Raum, Dreiländereck, schon gegründet 1868 und dann noch “Stadtzoo”, also dem Bürgermeister unterstellt. Letzteres ist wichtig, da - man möge das entschuldigen - die seit 1945 , speziell zwischen 1970 und 1995, entstandenen wichtigeren zoologischen Anlagen alle durch Privatpersonen gegründet wurden. An weiteren “Stadtzoos” kenne ich direkt nur jene aus Paris (Menagerie, Vincennes und die “Außenanlage” Obterre , dazu kommt noch Cleres) sowie Montpellier, weitere Stadtzoos befinden sich noch in Lyon, Lille und Toulon, auch das Oceanapolis Brest gehört wohl der Stadt. Und alle diese haben Nachholebedarf, befinden sich oft eingezwängt in der Stadt ob ihrer schon vor mehr als hundert Jahre erfolgten Gründung.
    Zu den Neugründungen: Vor dem Mauerfall kannte (theoretisch) ich eigentlich nur Mulhouse und Paris -Vincennes. Hinzu kam bei diesem Nichtwissen, dass wir (Engländer inklusive) in “germano-anglo-saxonischer” Überheblichkeit glaubten, romanische Länder insgesamt hätten nur ein geringes Interesse an Tierausstellungen, außer man könne die dort ausgestellten Tiere essen oder zum Vergnügen betrachten (”Die Franzosen essen alles, was vier oder sechs Beine hat - außer Tische und Stühle”). Von dieser Einstellung sollten wir uns schleunigst trennen! Die Entwicklung im “Zoowesen” wird offensichtlich wohl nicht durch die sich langsam angleichenden deutschen Anlagen bestimmt! Eine Rolle ohne Zweifel spielte das Entstehen der Safarianlagen auch oder besonders in Frankreich gerade in der Nähe der Urlauberzentren. Nimmt man die “Dichte” der Anlagen auf der Landkarte, wird dies durchaus verständlig. Unter Nutzung einer Zeichnung von Jonas Livet (Leszoosdanslemonde) sieht man : Im Süden Frankreichs außer Sigean und Asson kaum etwas, dann aber ab der Garonnemündung/Bordeaux nach Norden eine große Dichte entlang der Küste besonders der Bretagne und der Normandie, dann die weitere Umgebung von Lyon und Paris sowie auch der Bereich um Mulhouse-Straßbourg. Im mediterranen Bereich ist`s dünner gesät: Monpellier, Aquarium Antibes, Frejus. Marseille hatte bei meinem Besuch 1996 schon geschlossen - im Giraffenstall war eine Puppenbühne, die Gesamtanlage Hundefreifläche.
    Wenn auch die Safaribewirtschaftung nicht immer bestehen blieb, so gibt es sie noch - z.T. nur befahrbar, z.T beidseitig begeh- und befahrbar, z. T. mit vorgegebenen Beförderungsmitteln der Einrichtung. In den Privatanlagen fällt auf: hoher Anspruch in Richtung pädagogischer Ausbildung der Besucher (gerade audiovisuelle Darstellungen); Ansprüche in ökologischer Ausrichtung (Sonnenlichtnutzung, biologische Wasserreinigung. Windkraftenergienutzung), Ausrichtung der von mir besuchten Anlage als Geozoos - selbst, wenn oft nur eine einzige Art für einen ganzen Kontinent herhalten muß. Dann natürlich für private Einrichtungen ein Muß: hohe Shop - und Restaurantdichte, auch viele Tiershows: Papageien und Greifvogelvorführungen, Seelöwenshows. Daraus ergibt sich auch das Eintrittsgeldniveau: kurz unter 20 Euro (Pont-Scorff, Doue, im mittleren Bereich der zwanzig Euro: Beauval 24 Euro und bis 30 Euro in Amneville, in den städtischen Anlagen 13 Euro in Mulhouse; 17,50 in Brest. Trotzdem liegen die Besucherzahlen im Bereich der 250 - 300 000 für mittelgroße Zoos, deren Fläche in der Regel zwischen 15 - 20 ha liegt.

    (29.09.2012)
    Joshua Förg:   Was geschieht dann eigentlich mit dem alten Braunbär? Existiert dieser überhaupt noch?
    (27.09.2012)
    zollifreund:   @WolfDrei: die "Eisbärenunterkunft" ist noch ein alter Bau. Ob er früher nur für die Braunbären oder für beide Arten als Unterkunft genutzt wurde weiß ich leider nicht. Scheint jedenfalls mit der Braunbärenanlage bestehen zu bleiben. Vielleicht als "neue" Eisbärenunterkunft?
    (27.09.2012)
    Liz Thieme:   Gerade nach dem ich am Montag auf ARD den ersten Teil einer Madagaskar- oder vielmehr Lemurensendung gesehen habe, freuen mich diese Aufnahmen um so mehr. Ich wünschte die unterschiedlichen Arten wären weiter verbreitet in Europa (und auf Madagaskar).

    Bei der Sattelrobbe war ich ebenfalls überrascht, denn Zeichnungen zeigen oft eine weißgraue Robbe mit schwarzem Hufeisenmuster auf dem Rücken und meist daneben ein weißes Junge. Nun las ich, dass dieser Phänotyp eher männlich ist und bei Weibchen das Muster eher in Flecken übergeht.
    (27.09.2012)
    WolfDrei:   und auch beim E. collaris (hier ein Bild aus Plzen) ist das doch eher ein gelber Bart als ein Halsband!
    (27.09.2012)
    WolfDrei:   und da gerade im Tierpark der "Halsbandmaki" vorgestellt wurde, einige Äußerungen dazu, gibt es doch in Mulhouse auch einen "Weißhalsband"maki , eben E. albocollaris. Ich hatte vor ca 15 Jahren im anthropologischen Institut Straßbourg bei Prof. Rumpler diese Tiere (damals die einzigen außerhalb Madag.)gesehen - er war es auch, der die Artunterschiedlichkeit zu E. collaris genetisch festgestellt hatte. Mit den deutschen Namen ist`s oft schwierig. Ich hatte immer in meiner Vorstellung von Gelbbart-und Weißbartmaki gesprochen. Im amerikan. Lemurenbuch von 1994 steht noch E.fulvus albocollariis, die Franzosen reden von Lemur a collier blanc, die Madagassen in beiden Fällen von Varika. Dieser Eulemur hat ein äußerst geringes Vorkommensgebiet im südöstlichen Madagascar.
    (27.09.2012)
    WolfDrei:   - und doch noch ein Bild vom Kronensifaka aus Mulhouse
    (27.09.2012)
    WolfDrei:   @MM: ich wollte schon angesichts meiner "schludrigen Bennenung" des Tieres antworten, habe nachgedacht. Da stand wirklich Satansaffe, habe mich aber mehr auf den Text der Verhaltensweisen konzentriert: nicht direkt anschauen, Objektiv nicht auf das Tier direkt richten etc. Und wirklich, schon nach 2-3 Aufnahmen ging es in den Innenraum.
    Noch drei Nachsätze:
    1. Die "Nordlandanlage": Nach dem Bauplan müßte eigentlich die Eisbärenunterkunft schon stehen. Habe ich nun von der Zooaußenseite schon selbige fotografiert oder ist das noch die alte? Die Bezoarstallanlage steht noch, auch liegen da die Felsen noch herum.
    2. Nachdem die Meerhatzen und Gibbons Anlagen bekommen haben, müßte nun die Anlage für die Tonkeanmakaken folgen - immer noch eine Art "Betonloch". Die französischen Fans haben darüber schon mächtig gemeckert.
    3. Mulhouse ist eben auch ein botanischer Garten - und im September blühen die Dahlien!
    (27.09.2012)
    Michael Mettler:   @WolfDrei: Wie ist denn der Saki ausgeschildert? Ich habe gestern auf die Homepage des Zoos geschaut, da ist tatsächlich vom Satanssaki die Rede. Falls der Zoo nicht der der Abspaltung von utahickae als eigene Art folgt, wäre die Angabe ja auch durchaus korrekt. Bei meinem einzigen Besuch in Mulhouse 1994 hatte ich mir vom damaligen Gehegeschild für den selben Affen "Rotrückensaki" notiert, kann aber nicht mehr sagen, ob als wissenschaftlicher Name C. chiropotes oder C. satanas chiropotes angegeben war. Ich kannte ja noch den Rotrückensaki aus Köln und musste mir deshalb den wiss. Namen nicht notieren - eine Angabe utahicki/utahickae wäre mir aber aufgefallen.

    Die Einordnungen in der Zootierliste stimmen in vielen Fällen nicht mit Gehegebeschilderungen usw. überein (und Beschilderungen für die selbe Tierform in verschiedenen Zoos oft auch nicht), weil es eben schlichtweg unterschiedliche systematische Ansichten gibt, aber man sich eben für irgendeine davon entscheiden muss.
    (27.09.2012)
    WolfDrei:   @MM: OK, Dank für die Konkretisierung - ich hatte immer noch Chiropotes satanas im Hinterkopf mit Unterart uta-hicki. Etwa 1998 hatte Monsieur . Lernould, der damalige Direktor, die Hoffnung, ein Paar zusammnstellen zu können. Es gab damals einen französischen Privathalter - die Tiere kommen in Frz-Guayana vor.
    (26.09.2012)
    Michael Mettler:   @Oliver Jahn & WolfDrei: Die Saki-Äffin, seit 1989 in Mulhouse und davor schon vier Jahre lang in Paris gehalten, wurde nachträglich als Uta-Hick-Bartsaki bestimmt und ist darunter in der Zootierliste zu finden.

    Angesichts dessen, dass trotz nur vereinzelter Haltung von Bartsakis in Europa doch einige erstaunlich lange Haltungserfolge erzielt werden konnten, müsste es eigentlich einen Versuch wert sein, einen "richtigen" Zoobestand aufzubauen. Allerdings weiß ich nicht, ob überhaupt Tiere aus Zucht- und Auffangstationen ihrer Heimat verfügbar wären.
    (26.09.2012)
    WolfDrei:   Und für mich eine Überraschung: daß es mosaikartig an den leergefallenen Küsten der westlichen und nördlichen Bretagne bei Ebbe mosaikartig Seidenreiher gibt, hat mich nicht überrascht - aber die folgende Aufnahme dann schon - ein heiliger Ibis am Strande der Halbinsel Quiberon nördlich der Loiremündung. Auf einem Infoschild bei M. Saint Michel stand, daß es in Frankreich ca 40 Brutpaare gibt.
    (26.09.2012)
    Wolfgang Eggerking:   @WolfDrei: Dann will ich mal hoffen, dass die Robben noch ein paar Wochen durchhalten- die müssten schon richtig lange in Brest sein. Herzlichen Dank für die schnelle Antwort.
    (26.09.2012)
    WolfDrei:   anbei die Sattelrobbe vor der Fütterung
    (26.09.2012)
    WolfDrei:   @W. Eggerking: im polaren Bereich 2 Ringelrobben und eine Sattelrobbe (neben den Pinguinen: Königs-/Esels-und Rockhopperp.) nach meinen Informationen scheint dieser Bestand schon eine Weile konstant zu sein. Während meines Besuches am Nachmittag war die Fütterung der Robben um 16 Uhr, die der Pinguine gleitend davor.
    (26.09.2012)
    Oliver Jahn:   @WolfDrei, wieder mal tolle Bilder, vor allem die Satansäffin. Hier hast du mich richtig erstaunt, denn in der Zootierliste stehen die Satansaffen komplett ohne eine einzige Haltung.
    (26.09.2012)
    Wolfgang Eggerking:   @WolfDrei: Bin am überlegen, ob ich demnächst mal einen Abstecher nach Brest mache, um die polaren Robben zu besuchen. Mit welchem Bestand darf ich denn rechnen, und sollte ich mich beeilen, um die Sattelrobbe(n ?) noch zu sehen?
    (26.09.2012)
    WolfDrei:   eine kleine Korrektur: Weißhals-/Weißbartmaki: Eulemur albocollaris
    (25.09.2012)
    WolfDrei:   - und hier die Satansäffin aus Mulhouse
    (25.09.2012)
    WolfDrei:   und nun nur noch ergänzend zu dem , was Zollifreund berichtete bezüglich Mulhouse: die "Nordland"baustelle war weitläufig abgesperrt und mit Planen verhängt, Details konnte man vom Innenzoo kaum sehen - auch einige Zugänge waren abgesperrt. Von der Rückseite - der Parkplatzseite - konnte man (anbei) nur die Bärenanlage sehe - ich glaubte aufgrund der weißen Farbe, daß das die Eisbärenanlage war? Ergänzend: auch noch Nachwuchs bei den Bartmeerkatzen. Nur die Sumpf MK sah ich nicht. Etwas in die Jahre gekommen zu sein schien mir die Lemurenanlage, daselbst relativ selten zu sehen Weißbartmakis (Eulemur albicollis). Noch immer lebt die Satansäffin, so an die 20 Jahre? Allein dann das Kronensifakamännchen. Was noch? mindestens 4 Gibbonarten, Sattelvaris, Sclaterlemur, aber keine Mongozmakis (?)und graue Halblemuren (aber Alaotralemur). An Krallenaffen wieder eine große Anzahl, darunter ca 6-8 Manteläffchen (Saguinus bicolor). Zu den von Zollifreund genannten Flamingos: damit meint er den Nachwuchs vo 2012! Mulhouse ist weiter eine Reise wert! Eintritt 13 Euro (die Rentnerminderung gilt nur für Mulhousener). Übrigens schien die Restauration in Betrieb gewesen zu sein). Anbei die alte Bärenanlage von außen.
    (25.09.2012)
    WolfDrei:   -und anbei das für mich einzige unbekannte "Großtier" - eine Sattelrobbe im "Oceanapolis" in Brest (die etwas anders ausschaute, als ich es mir vorgestellt hatte). Die Komorenflughunde in der Masoalahalle in Zürich hatte man leider weggefangen, da sie mit den Rodriguezflughunden angebändelt hatten.

    (25.09.2012)
    WolfDrei:   Zum Zoo Pont Scorff zwischen Vannes und Brest: hier Manul, dazu eine gehörige Anzahl weiterer Katzen: Sib. Tiger, Puma, normale und weiße Löwen, Amurleo, Nebelparder, Irbis, Sumpfluchs, Ozelot, Salzkatze, Serval, Fischkatze, bei den Schleichkatzen Tangalunga und Fuchsmangusten
    (25.09.2012)
    Carsten Horn:   Na ja, da hast Du schon mehr erlebt als ich, g... Mir reicht aber die Automatenversorgung, Essen im Zoo (außer auf die Schnelle was auf die Faust) ist eh Zeitverschwendung...
    (11.09.2012)
    Joshua Förg:   Bei meinem Besuch vor einer Woche war zumindest eine Putzkraft in dem "Restaurant", zu Essen gab's leider nichts :)
    (10.09.2012)
    Carsten Horn:   Einen neuen Eingang hat man auch noch gebaut incl. Shop, war für mich jedenfalls neu beim letzten Besuch, der allerdings schon fast wieder ein Jahr her ist...

    Man spart halt am Service (jedenfalls hab ich da noch nie das Restaurant offen gesehen, g), dafür hat man dann Geld zum Bauen...
    (10.09.2012)
    zollifreund:   gestern war ich nach über einem Jahr wieder in Mulhouse, daher kann ich die Frage von Sven beantworten und noch etliches Neues berichten:

    zum Nordlandpanorama: die Baustelle beginnt kurz unterhalb der Kasse mit dem Moschusochsengehege ( das sieht schon fast fertg aus), schön ist dass der Waldcharakter erhalten blieb in diesem Bereich, die Eisbäranlage mit dem dahinter liegendem Rentiergehege und das nebenan liegende Ziegengehege sind nicht mehr, hier ist aber bisher nur ein großes Loch ( lt. Plan soll ja der ganze Komplex im Frühjahr 2013 fertig sein, so wie es aktuell aussieht muss da aber noch etliches gemacht werden). Überrascht war ich, dass die Braunbäranlage erhalten bleibt ( jedenfalls steht sie aktuell noch), und ebenfalls ist auf die alte Bärenburg ( zuletzt Eulen) noch da, ebenso die alte Brücke über den Hohlweg. Für mich sieht es so aus, dass sie erhalten bleibt.

    Schnell sind aber die Franzosen schon mit dem Bauen von neuen Anlagen, so war ich total überrascht eine wunderbare Gelbfußfelsenkänguruanlage anstelle der Bennetts zu finden und diese dann noch gleich mit 5 Tieren, darunter ein Jungtier, besetzt - wahrlich kein schlechter Tausch!
    mit vergesellschaften sind in dieser Anlage noch Rote Riesen ( 3 Jungs), Spaltfußgänse und ein Austarlischer Triel.

    und weiter zu den Neubauten: die Waldhundanlage ist nun fertig, ebenso das Vogelaufzuchthaus und die Anlage für POS. Im Bau ist ein weiteres ( neues? zusätzliches?) Gehege für die Bucharahirsche ( anstelle der Sikas, und wird noch deutlich in den vorhandenen Wald vergrößert). Das Tempo mit dem in Mulhouse gebaut wird ist wirklich beispielhaft.

    Aber nicht nur die neuen Anlagen machen jeden Besuch in diesem Zoo wieder neu spannend, denn wie immer waren auch die Jungtiere die Anreise mehr als Wert: die Oncillas hatten zwei Junge, die Amurleoparden eines; ja und dann die verschiedenen Meerkatzen: Vollbart, Rolloway und Eulenkopf mit jeweils einem Kleinen ( alle geboren diesen Sommer)!!! und abschießen, fast schon normal, diesmal ein Jungtier bei den Kronenmakis...
    ansonsten noch erwähnentswert die stattliche Anzahl von mindestens 24 Rosa Flamingos und 5 Rote Flamingos...

    es hat also gestern viel Spaß gemacht, und falls noch Fragen oder Bildwünsche bestehen - bitte melden.
    (09.09.2012)
    WolfDrei:   @S.V.Peter: Mal schauen: das Satellitenbild zeigt nur Bäume, die "Planskizze" eher "tabula rasa".
    (02.09.2012)
    Sven P. Peter:   Muss dem eigentlich die alte Bärenburg (heute Eulen) weichen?
    (30.08.2012)
    WolfDrei:   Mulhouse hatte 2010 einen neuen Direktor bekommen: Dr. Brice Lefaux, ehemals Doue la Fontaine. Gegenwärtig erfolgt der Bau eines "Nordlandpanoramas" - Eröffnung Frühling 2013. Ausgestellt werden sollen Eisbären, Moschusochsen, Eisfüchse, Lemminge, Barteulen und Schneeeulen.
    (30.08.2012)
    Rüdiger:   Am 20.07.2012 gab es im französischen Zoo Beauval eine Geburt eines afrikanischen Elefantenbullen. Mutter N'Dala brachte nach künstlicher Befruchtung und 23 Monaten Tragzeit ein gesundes Bullkalb zur Welt. Die Vaterschaft ist noch nicht geklärt. Bei der künstlichen Befruchtung hat man Samen eines wildlebenden Elefantenbullen sowie des dortigen Bullen Limbo verwendet.
    Siehe dazu: http://www.zoobeauval.com/zoo/naissance_elephant/

    In eigener Sache: Was der Zoo Beauval in seinem Beitrag nicht erwähnt, ist, dass eine weitere Kuh nach künstlicher Befruchtung tragend war. Sie und ihr Kuhkalb überstanden die Geburt nicht. Mutter M'Bili und ihr Ungeborenes verstarben.


    (19.08.2012)
    Jonas Homburg:   Jap, die sind alle zusammen im Gehege. Es gibt auch keine Bereiche mit Durchschlüpfen o.Ä. die Anlage ist so groß, dass sich alle problemlos aus dem Weg gehen können.
    (05.08.2012)
    Henry Merker:   Meines Wissens sind die Arten komplett mit den Panzernashörnern vergesellschaftet.
    (05.08.2012)
    Stefanie Fischer:   Sind die Arten komplett vergesellschaftet oder haben die Hirsche und Antilopen ihre eigenen Gehege mit Zugang zu den Panzernashörnern?

    @WolfDrei: Ich finde durch Scheiben zu Fotografieren sehr schwierig. Von oben lassen sich die Manatis in Nürnberg eigentlich gar nicht fotografieren. Im Blauen Salon spiegelt sich dafür nichts und auch die Tiere halten sich fast immer im Bereich vor der Scheibe auf.
    (05.08.2012)
    Jonas Homburg:   @WolfDrei: Ich habe aber auch in Beauval einige (wenn auch nicht besonders gute) Manatiaufnahmen hingekriegt. Das Hauptproblem liegt darin, dass die Scheiben so stark spiegeln.
    (05.08.2012)
    WolfDrei:   @J. Homburg: das entspricht auch meiner "historischen" Erinnerung - sicher 25-30 Meter Länge. Bezüglich Manatiaufnahmen aber fast nicht bewältigbar. Ich hoffe auf "Entschädigung" in Nürnberg(?).
    (05.08.2012)
    Jonas Homburg:   @Stefanie Fischer: dieses Bild sollte einen Eindruck davon geben, welche Ausmaße das Becken hat. Dort wo ich den roten Pfeil gesetzt habe, ist hinter einer zweiten kleinen Brücke noch ein Beckenteil, etwa so groß wie der Abschnitt zwischen den beiden Brücken. Die Tiefe liegt bei ca. 3m im größten Teil des Beckens, im Bild kann man auch rechts vor der ersten Brücke einen flacheren Teil erkenne, wo das Futter hineingegeben wird (bei mir lagen haufenweise Karotten im Flachwasser)
    (05.08.2012)
    Henry Merker:   @Stefanie Fischer:
    Auf zoo chat sind einige Bilder vom Manatibecken zu sehen; wie groß es ist, weiß ich nicht.

    http://www.zoochat.com/gallery/beauval-zoo/index3.html

    Was die Panzernashörner betrifft: Diese sind mit Saruskranichen, Axishirschen, Nilgaus, Hirschziegenantilopen und Streifengänsen vergesellschaftet.
    (04.08.2012)
    Stefanie Fischer:   @Jonas Homburg: Haben sie Bilder von dem Manatibecken? Wie groß und tief ist das Becken? Sind die Panzernashörner mit den anderen genannten Arten vergesellschaftet?
    (04.08.2012)
    WolfDrei:   Danke für die Einstimmung - und welche Entwicklung seit meinem ersten Besuch! Damals war gerade die Australienhalle eröffnet worden.
    (04.08.2012)
    Jonas Homburg:   Bericht Zooparc Beauval


    Da ich im Urlaub den Zooparc von Beauval (St. Aignan) besucht habe, wollte ich hier mal einen Bericht schreiben und ein paar Eindrücke schildern.

    Direkt hinter dem Eingang wird man von einer wunderschönen Teichlandschaft mit großzügigen Affeninseln für Schwarzweiße und Rote Varis, Kattas und Guerezas und Flamingos empfangen, sowie dem Entenfluss, der bis zur Pinguinanlage mit großen Unterwasserscheiben reicht.

    Hinter dieser geht es entlang von unzähligen Papageivolieren (beieindruckende Amazonen-Kollektion!) zum Vogel-Tropenhaus, das neben mehreren Großvögeln wie Rotohraras und Java-Rhinoceroshornvögeln auch eine große Anzahl von freifliegenden Vögeln bis hin zu Roten Sichlern und Kahnschnäbeln enthält, von denen leider nicht alle ausgeschildert waren.
    In den dahinterliegenden großen Volieren werden größtenteils Greifvögel und große Papageien gehalten, für mich besonders schön die WG Königsgeier-Felsensittich.
    Ein kleines Rondell zeigt Aras und Kakadus, auch die seltenen Blaulatzaras.

    Die ersten beiden Tüpfelhyänengehege sind erste Vorboten der Afrika-Savanne, die ganz oben auf der Erhöhung, an die ein Teil des Zoos gebaut ist, liegt.
    Auf der Anlage leben Giraffen, Zebras, Breitmaulnashörner, Strauße, Springböcke, Rappenantilopen, Streifengnus und Marabus friedlich zusammen. Besonders gut konnte man die ausgeprägte artübergreifende Rangordnung beobachten: die Rappenantilopen gaben ihren Liegeplatz auf, als die Nashörner dorthin kamen, ihnen wiederum wurde von den Gnus Platz gemacht. Um die Giraffen machten auch die Nashörner einen Bogen, ein Zebra blieb seelenruhig stehen, als die gesamte Nashorngruppe frontal auf es zukam, es schien zu wissen, das die Nashörner im letzten Moment doch noch einen Bogen machten. Die Springböcke hielten sich vorrangig am Rand der Savanne auf und machten grundsätzlich Platz, wenn sich ein größeres Tier näherte.

    Im Raubtierkomplex haben Servale, Jaguare, Weiße und Sumatratiger, Weiße und Normalfarbige Löwen, Braunbären, Pumas, Persische Leoparden und Stachelschweine schön gestaltete Gehege.
    Unterhalb befindet sich eine Reihe von großzügigen Kletterkäfigen für Meerkatzen und Kapuzineraffen, besonderes Highlight für mich waren die Campbell-Meerkatzen.

    Entlang von Waschbären, Zwergottern, Weißrüssel-Nasenbären und Großen Ameisenbären gelangt man zum großen Becken der Kalifornischen Seelöwen. Hier finden auch die Vorführungen statt, bei denen auch Greifvögel wie Schwarzmilane, Kondore, Schopfadler, Gaukler, Schreiseeadler und Gänsegeier über die Köpfe der Besucher fliegen. Absolut spektakulär demonstrierte ein Weißkopfseeadler seine Geschicklichkeit im Fischen, indem er ins Becken geworfene Fleischstückchen aus dem Wasser fischte.

    Noch im ersten Teil des Zoos sind die beiden großen Menschenaffen-Tropenhäuser. Die Gorillas teilen sich ihr großes, wassergesäumtes Außengehege mit Husarenaffen und Guerezas. Im Gorillahaus befindet sich neben drei Innenanlagen für die Affen, die mit hochwertigen Wandbildern gestaltet sind, das große Manatibecken. Darüber führt eine Brücke, zudem erlauben große Unterwasserscheiben den Blick auf die Manatis und ihre Mitbewohner wie Arapaimas und Pacus.

    Im zweiten Menschenaffenhaus leben Orang-Utans mit Weißhandgibbons und Schimpansen in ähnlich gestalteten Innenanlagen mit Wandbildern und großen, wassergesäumten Außenanlagen mit sehr vielen Klettermöglichkeiten bis in große Höhe. In diesem Gebäude lebt zudem noch eine ganze Reihe Krallenaffen: Rothandtamarine, Weißbüscheläffchen, Springtamarine, Lisztäffchen, Goldene Löwenäffchen, Zwergseidenäffchen, Zweifarbentamarine sowie Weißgesichtsakis und eine (leider nicht beschilderte) Gürteltierart.
    Die zweite Hälfte des Gebäudes enthält das Terrarium des Zoos, hier leben viele Reptilien in schön gestalteten Terrarien, lediglich das Terrarium eines Warans erschien mir zu klein. Auch das Becken der Mississippi-Alligatoren befindet sich dort.

    Über eine Brücke gelangt man in den Zweiten Teil des Zoos und trifft als erstes auf Bennet- und Rote Riesenkängurus. Das Australienhaus zeigt Matschie- und Goodfellowbaumkänguru, die mitbewohnenden Rattenkängurus entzogen sich leider den Blicken der Besucher. Das Highlight des Hauses sind die Koala, die drei Innengehege mit vielen Klettermöglichkeiten bewohnen. Alle schliefen, nur ein Tier hatte die Freundlichkeit, kurz in meine Kamera zu schauen.

    Gegenüber des Hauses sind zwei sehr große und Hohe Käfige mit Felsrückwand und vielen Klettermöglichkeiten dem Thema Asien gewidmet. Der rechte wird von Javalanguren, der linke von Nebelpardern bewohnt. Dem Weg folgen kommt man zur „Plaine Asiatique“, die ein Großes Gehege für Schabrackentapire, Schweinshirsche, Muntjaks und Weißnackenkraniche sowie mehrere verbundene Großanlagen für Panzernashörner, Hirschziegenantilopen, Nilgauantilopen, Axishirsche, Saruskraniche und Striefengänse beinhaltet. Der Besuchereinblick erfolgt von einem erhöhten Holzsteg, der zwischen den Gehegen verläuft. Ebenfalls noch zu diesem Bereich gehören zwei Käfiganlagen für Hanumanlanguren und Fischkatzen.

    Hinter einem asiatisch anmutenden Bogen beginnt „Sur les hauteurs de Chine“. Die Attraktion des Parks sind natürlich die beiden großen Pandas, die zwei ausgesprochen schöne Außenanlagen (sogar mit künstlichem Nebel) und zwei ebenso gute Innenanlagen mit Wandbemalung bewohnen. Weiter zu diesem Bereich gehören die kleinen Pandas, die Riesenseeadler, die Takins, deren Gehege mit Felsen und Wasser sehr schön modelliert ist, und die Schneeloparden.

    Hinter einer weiteren Brücke kommt man zu den beiden Elefantenanlagen. Die kleinere (was heißt schon klein, selbst die war noch sehr groß) kann man komplett umrunden. Die zweite Analge „Prairie des Éléphants“ bietet neben viel Platz Gras- Erd- und Sandboden und ein großes Badebecken. Dabei liegen noch die beiden Okapigehege und das der Paradieskraniche.

    Wieder im ersten Zooteil geht es an drei Affeninseln für Schwarzweiße Varis, Bartaffen und Braunkopfklammeraffen vorbei sowie an einem Gehege für Kronenkraniche und Störche. Gegen Ende geht es auf eine ins Runde laufenden Steg, in dessen Mitte sich der Pelikansee befindet. Entlang der Außenseite des Stegs liegt eine große Anlage für Somaliwildesel und Wasserböcke sowie ein zur anderen Seite durch Wassergräben begrenztes Gehege für Dromedare und Watussirinder.
    Die letzte Anlage des Zoos ist die Südamerikaanlage, auch hier blickt man von einem Steg in die beiden großzügigen Gehege mit Wasserbecken. Bewohner sind Flachlandtapire, Wasserschweine, Maras, Nandus (ein weißes Tier!), Chilepfeifenten und Gelbe Pfeifgänse.


    Insgesamt finde ich, dass der Zooparc von Beauval einer der schönsten Zoos ist, die ich kenne. Großzügige und schön gestaltete Anlagen (auch in allen Huftiergehegen nahezu geschlossene Grasbedeckung!), ein ausgewählter Tierbestand mit einigen Raritäten und das gesamte Ambiente machen diesen Zoo einzigartig.

    (04.08.2012)
    Sacha:   @Werner Schindler: Ich war zuletzt an Ostern vor zwei Jahren in Amnéville und kann ein paar Anmerkungen zu den Greifvögeln geben: Die meisten von Ihnen leben in mehr oder weniger grossen Volieren um eine Arena, in der eine kompinierte Reit- und Greifvogelshow im Mittelalterstil vorgeführt wird (mit leider sehr lautem Kommentar bzw. Musik). Die Arena befindet sich vom Eingang gesehen rechts. Von den meisten Arten sind Paare (oder zumindest zwei Individuen) vorhanden. Einzeltiere habe ich keine in Erinnerung.
    (16.05.2012)
    Jörn Hegner:   vor kurzem besuchte ich mal wieder den zoo mulhouse . er hat für demnächst eine giraffenanlage geplant . die erstmal gebaut werden soll .
    (06.05.2012)
    Werner Schindler:   Jetzt war ich zunächst auf dem falschen Gleis gelandet, hatte unter Amneville in der ZTL nachgeschaut. Aber der Text im Beitrag betraf ja eindeutig Doue la Fontaine, habs dann gemerkt.

    So wie ich die ZTL verstehe, werden Individuen/Arten erst unter "aktuelle Haltung" aufgeführt, wenn sie sich tatsächlich im Zoo befinden. Im konkreten Fall "seit 2012". Dass bei so selten gehaltenen Arten keine Quelle genannt ist (und auch keine Angabe zur Anzahl etc), ist natürlich schade. Irgendwo muss die Nachricht ja herkommen. Vielleicht lässt sich das noch ergänzen.

    Das Nachschauen unter Amneville hatte aber auch was. Ich kenne diesen Zoo bisher nicht. Dort ist in der ZTL eine ganze Anzahl in europäischen Zoos rarer großer Greifvögel wie Kaffernadler oder Ohrengeier gelistet, bei denen stets nur "seit 2008" vermerkt ist, keine weitere Angabe zu Anzahl, Herkunft, eventuelle Zucht, in der Schau oder hdk etc.; anscheinend ist die Nachrichtenlage dünn.
    Wer also diesen Zoo besucht, könnte freundlicherweise in der ZTL ergänzende Angaben machen und so auch Besuchsplanungen erleichtern.
    (22.04.2012)
    Gerrit Wehrenberg:   Im Bioparc Zoo Doue la Fontaine sollen laut Zootierliste.de Graumöwen (Leucophaeus modestus), Darwinnandus (Pterocnemia pennata), Chile-Meerespelikane (Pelecanus thagus), Perutauben (Zenaida meloda), Anden-Säbelschnäbler (Recurvirostra andina), Blaufußtölpel (Sula nebouxii) 2012 für eine neu gestaltete Südamerika-Anlage angeschafft worden sein.
    Gerade die letzt genannten sind wohl nicht einfach zu bekommen. Die drei letztgenannten Arten gäbe es dann nur dort in Europa. Die Frage ist, ob es der Plan des Zoos ist, die Tiere zu bekommen oder diese schon dort leben. In den Beiträgen in der zootierliste.de gibt es keine Quellenangaben dazu.

    Soweit ich das aus dem Internet mitbekommen habe, sollen noch Inkaseeschwalben und Humboldt-Pinguine, die es beide schon etwas länger im Park gibt, zusammen mit in die große, wohl begehbare, Voliere ziehen.

    Hier ein Link: http://actuzoo.forumactif.com/t8532-bioparc-de-doue-la-fontaine-une-saison-2012-pleine-de-nouvelles-arrivees
    (21.04.2012)
    Joshua Förg:   Am 6. Aprill eröffnet die laut Zoo „schönste und größte Anlage der Welt“ für Gorillas in Amnéville. Sie soll für zwei Gruppen ausgelegt sein, darunter eine Junggesellengruppe mit Meru, Lengai, Monza und Upala aus Stuttgart. Die Außenanlagen sollen zusammen ungefähr einen Hektar groß sein, die Innenanlagen 2000m2.
    (01.04.2012)
    Oliver Müller:   Der Masterplan für den neuen Parc Zoologique de Paris im Bois de Vincennes ist online. Auf dieser Website findet sich etwa in der Mitte der Link "Télécharger le documet PDF": http://www.mnhn.fr/museum/foffice/tous/tous/guidePratique/lieuxVisiter/LieuxAVisiter/FLieuAVisiter.xsp?AE_ID=223&INFO_ID=27&LIEU_ID=172&MAN_ID=279&SITE_ID=2&idx=9&nav=liste&fidx=1
    Der neue Zoo soll im April 2014 eröffnet werden und wird eine Fläche von 15 ha haben. Er wird sich in fünf Bereichen der Biodiversität widmen: Patagonien mit u.a. Robben, Pinguinen und Pumas; Sahel-Sudan mit u.a. Giraffen, Straußen, Pavianen, Breitmaul-Nashorn, Oryx, Kudu und Addax-Antilopen; Europa mit Iberischem Wolf, Luchs, Geiern und diversen Amphibien und Reptilien; Amazonien u.a. mit Manatis, Zwergkaimanen, Hyazintharas, Anakondas und diversen kleinen Primaten sowie Madagaskar mit Lemuren, Fossas und Strahlenschildkröten. Insgesamt sollen es etwa 150 Arten werden.
    (19.02.2012)
    Rüdiger:   Zoo Prac Beauval
    Ein Neugeborenes BEI DEN Breitmaulnashörner im ZOOPARC Beauval!

    Am 16. Oktober 2011, hatte Beauval das Vergnügen, ein kleines Breitmaulnashorn - Männchen Nashorn zu präsentieren . Ein entzückendes Baby, dass jeder durch das Fenster in seiner Freiheit von Savannah zu sehen ist , zusammen mit seiner Mutter, Satara. In ein paar Wochen wird er die anderen Tiere aus der riesigen afrikanischen Ebene beitreten ...

    (20.11.2011)
    Rüdiger:   Zoo La Barben
    Laut den Internetnews gab es am 10 . und 27. Juni 2011 zweimal Nachwuchs bei den seltenen Kordofangiraffen .
    Die neue Gruppenstärke sind nun 7 Tiere. (genaue Sexverteilung weiss ich nicht)
    (17.07.2011)
    WolfDrei:   Herzlichen Dank Zollifreund: es wird Zeit für mich, wider nach Mulhouse zu kommen!Die Rotbauchmeerkatzen haben sich leider immer nur mühselig halten können: ein Tier starb, dann wurde ein Tier vom Zoll eingestellt und so weiter. Interessant wäre , ob der Satansaffe (ein Weibchen) immer noch jener von vor 2000 ist. Außerdem beruhen wohl alle Hoffnung , Kronenmakis zu bekommen, auf der Mulhouser Zucht! (vielleicht noch Twycross?)
    (13.06.2011)
    zollifreund:   ... das ich natürlich nicht vorenthalten will
    (13.06.2011)
    zollifreund:   am Wochenende war ich seit 2 Jahren wieder mal in Mulhouse, ich bin jedesmal wieder überrascht und begeistert was sich in der Zwischenzeit alles so getan hat. Daher in Stickworten das ( für mich Neuste):
    - neuer Eingang mit ( obligatorischen Shop)
    - die Eisbären sollen so bald wie möglich ein 8 mal größeres Gehege bekommen ( auf einer Infotafel wird um Spenden geworben), das dahinterliegende Rentiergehege ( ist im Vorgriff darauf?) nur noch mit Ziegen und Schafen besetzt. Ob der Braunbär auch eine neue Unterkunft bekommt wurde nicht erwähnt
    - gegenüber den Sandkatzen, unterhalb des alten Wirtschaftshof wird an einem Vogelhaus gebaut
    - es wurde ein neues Schildkötenhaus für Sporn- und Strahlenschildkröten gebaut
    - ebenso neu ist eine sehr große Anlage für Erdmännchen gebaut ( hier waren das letzte mal noch kleine Schildrötengehege - oberhalb der Gibbons), nebenan wird an einen neuen Waldhundgehege gebaut ( sollen somit umziehen)
    - gegenüber den Blauschafen ist ein neuer Streichelzoo entstanden
    - lt. Zooplan sollen in das alte Schabrakentapirgehege demnächst Pinselohrschweine einziehen
    - die Helmkasuare waren nicht mehr ausgeschildert oder zu sehen
    - die Rotbauchmeerkatze war leider nicht mehr zu sehen, dafür für mich zum ersten mal den Glanzhaubenturako
    - dann noch Vollbartmeerkatzen mit Jungtier, über zehn Mantelaffen ( dazu neu geborene Zwillinge), der Satansaki war schön zu beobachten, weiter Zwillinge bei den Kronenmakis und dann natürlich noch das Junge bei den Eulenkopfmeerkatzen...
    (13.06.2011)
    Henry Merker:   Die Nachricht mit den Java-Languren (Presbytis comata comata) ist leider nicht korrekt gewesen :-(. In der neueren "Homepageausgabe" werden diese nun als Haubenlanguren (Trachypithecus auratus) identifiziert und entsprechend abgebildet. Da muss es sich wohl zunächst um eine Fehlbestimmung gehandelt haben.
    Bleibt also zu hoffen, dass sich demnächst andere Einrichtungen der erstgenannten Art annehmen.
    (30.05.2011)
    Michael Mettler:   Ich kenne das Gaurgehege nicht, aber vielleicht ist der Sanduntergrund sogar nötig, WEIL es sehr klein ist...? Immerhin produzieren drei Riesenrinder Unmengen von Urin, der auch auf kleiner Fläche versickern können muss.
    (30.05.2011)
    Hans-Dieter Philippen:   Menagerie du Jardin des Plantes
    Hatte am Wochenende Gelegenheit die "Menagerie du Jardin des Plantes" und die Schausammlung des Naturhistorischen Museums zu besuchen. Letztere ist eine durchaus sehenswerte Kollektion diversester Skelettpräparate und Schädel/Geweih/Gehörnpräparate, die Lebendtierkollektion ist bei weitem nicht so imposant.
    Wie in einigen Postings schon zuvor angedeutet, gibt es aber durchaus, zumindest bei den Mammalia, die eine oder andere Besonderheit. Sehen und mehr oder weniger akzetable Fotos konnte ich von den Kaukasussteinböcken und den Arkalen machen. Bei den Flachlandanoas gab es ein ca. 1 jähriges Jungtier und die Chinesischen Goral haben sich auch gezeigt.
    Bei der Vogelwelt konnte ich einen weiblichen Strauss mit drei Eier ablichten. Ob noch mehr gelegt werden/worden sind ist nicht ganz klar.
    Bei den Reptilien gab es im Bereich des Riesenschildkrötenhauses eine neue (?) Gruppe von 8 Madagassischen Strahlenschildkröten. Im Vivarium ist mir nichts besonderes aufgefallen; problematisch ist jedoch, speziell für Tuerfotografen die größere Distanz der beiden begrenzen Scheiben mit mindestens 10 cm Luftraum, was selbst im Zeitalter digitaler Fotografie nur durchschnittliche Ergebnisse ermöglicht.
    Insgesamt macht der Zoo einen "sehr musealen" Eindruck und teilweise kann man auch vermuten, dass einige Gehege mit permanenten "Notlösungen" bestückt sind. So kann ich beim besten Willen nicht verstehen, warum 1,1 Poitou-Esel hinter 2,5 m hohem Eisengitter gehalten werden müssen. Das Gehege der 1,2 Gaur hat mich auch mehr abgestossen, als fasziniert. Nicht nur, dass die Abmessungen grenzwertig bis mikroskopisch sind, auch dass ein Dschungelrind ohne Struktur und Bäume auskommen muss und als Bodengrund nur Sand zur Verfügung hat ist bei aller Liebe zur Historie nicht nachvollziehbar.
    (30.05.2011)
    Henry Merker:   Erfurt zum Beispiel.
    (30.04.2011)
    Michael Mettler:   Vielleicht haben sich Berlin und Leipzig auch schlichtweg noch gar nicht für diese Art interessiert... Abgesehen davon gäbe es ja noch einige andere deutsche Zoos mit viel Erfahrung in der Haltung von heiklen Schlankaffen.
    (30.04.2011)
    WolfDrei:   @Mirko S.: Die Tiere stammen ja sicherlich aus Howletts. Die genannten von Ihnen angedachten Zoos müßten wohl zunächst an "härteren" Languren trainieren. Presbytis comata wäre vielleicht besser mit Mützenlangur zu "übersetzen" (früher auch als P. aygula benannt), was auch nicht eindeutig wäre, ganau wie der Begriff Java-Langur zu vieldeutig ist (schließlich gibts noch von Java T. auratus). Anbei ein Foto von mir von 2005 von Howletts
    (30.04.2011)
    Mirko Schmidkunz:   Es ist sehr schön, dass diese bedrohte Langurenart nun die Insel verlassen hat. Warum kommt sie aber nicht nach Berlin oder Leipzig?

    (30.04.2011)
    Henry Merker:   Der Zooparc de Trégomeur hält nun Javalanguren (Presbytis comata comata). Damit ist diese Langurenform nun in zwei Zoos Europas vertreten.
    (30.04.2011)
    BjörnN:   Seit dem Tod von "Kwanza" in Leipzig und "Kenge" in Edinburgh sind "Cissero" und "Carmina" das einzige erprobte Zuchtpaar in Europa.

    Anstrengungen, neue Zuchtpaar zu etablieren, gibt es bereits.

    @Henry Merker
    Die Info zur Geburt stammt aus dem aktuellen ISIS-Update, ebenso wie die Meldung der Bonobogeburt in Wuppertal.
    (10.04.2011)
    Henry Merker:   Im Zoo von Mulhouse gab es wieder Nachwuchs bei den Eulenkopfmeerkatzen. Bei dem Paar, das aus Cissero (geb. in Antwerpen 2001) und Carmina (geb. in Leipzig am 30.08.2002) besteht, handelt es sich scheinbar um das einzige derzeit funktionierende Zuchtpaar bei dieser seltenen wie schönen Meerkatzenart!
    (10.04.2011)
    Gerhard Joerres:   Man hat zwar im September fleissig gebaut, aber viel erkennen konnte man noch nicht. Die Berberaffen haben ein neues Gehege bekommen.
    (06.11.2010)
    Michael Mettler:   "Größte Anlage" im Sinne von nutzbarer Gehegefläche für die Affen oder im Sinne des Gesamtkomplexes? Ist das Gorilla-Gelände in Apeldoorn wirklich kleiner?
    (06.11.2010)
    BjörnN:   Im Zoo Romagne bei Vallee de Singes haben die Bauarbeiten zur größten Menschenaffenanlage Europas begonnen. Auf über 10.000 m² entstehen zwei weitläufige Außenanlagen für die im letzten Jahr eingetroffenen Bonobos, ein Haus mit 350m² Käfigfläche, verteilt auf 10 Käfige, schließt sich an.
    (06.11.2010)
    WolfDrei:   Natürich ist das so gemeint - einentlich "doppelt gemoppelt" von Sahelzone und "Sahara"-südlicher Regionen.
    (26.08.2010)
    Anti-Erdmännchen:   Unter "Sudan" ist dann wohl die Savanne zu verstehen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Flandschaft_Sudan

    (25.08.2010)
    WolfDrei:   Weder in den "Lettre de la SECAS" gefunden. Paris -Vincennes soll nun im April 2014 eröffnet werden. 6 "Biozonen" soll es geben: Sahelzone, Sudan, Europa, Madagascar, Patagonien. Guayana
    (25.08.2010)
    Carsten Horn:   Schöner Bericht, da werden doch Erinnerungen wach. Mit dem Hotel hab ich allerdings mehr Glück gehabt, g, kein Pack zu der Zeit da...
    (13.04.2010)
    Sacha:   So hier nun der 2. Teil

    Diesemal gehts um den Zoo (gewisse Dinge wurden von Jennifer und Stefan Schubert schon erwähnt) und die Unterkunft:

    Der Zoo ist nur 5 Gehminuten vom Hotel Roi du Solei entfernt. Bevor man zur Kasse kommt, befindet sich rechts ein kleines Gehege in Inselform für Frettchen. An der Kasse werden pro Erwachsener 26 Euro, für Kinder (3-11) 21 Euro fällig. Als Gast des Hotels Roi du Soleil kann man im Hotel selbst vergünstigte Tickets beziehen. Geöffnet ist der Zoo im Sommer von 9.30 bis 19.30 Uhr (Sonntag bis 20 Uhr). Positiv: Es gibt auch Führer auf Deutsch (für 6 Euro, Uebersetzung teilweise komisch, z.B. Kea = Bergpapagei). Negativ: Ein Wiedereintritt am gleichen Tag ist nicht möglich (kein Stempel), was besonders ärgerlich ist, wenn man kleine Kinder hat, die Mittags gerne im Bettchen ein Mittagsschläfchen halten.)

    Der Rundgang beginnt mit mehrheitlich asiatischer Fauna. Geht man rechts herum, kommt man an eine schöne Anlage mit rund einem Dutzend Jungfernkranichen. Gegenüber ist eine Freianlage mit Südamerik. Nasenbären, dann folgt ein Käfig für Europ. Wildkatzen. Nun erblickt man Hauskamele, in deren Gehege sich völlig unpassend und nutzlos eine ägyptische Pyramide befindet.
    Dass der Zoo sehr Raubtier-lastig ist, wird beim weitergehen deutlich. Nordpers. Leopard, Schwarzer Panther, Puma (in einem scheusslich dekorierten Gehege, dass an eine nordamerik. Ranch erinnern soll und viel für Tiere nutzloses Zeug wie Heugabeln enthält) sowie Löwen leben in den folgenden Gehegen, unterbrochen von einer Freianlage mit Emus und Bennettkängurus (davon mind. 1 weisses adultes und 1 weisses juveniles Exemplar).
    Gegenüber der Löwen sind zwei Inselanlagen, von denen eine mit Gehaupten Kapuzinern, die andere mit Braunkopf-Klammeraffen besetzt ist. Auf den dazugehörigen Wasserflächen leben mehrere Enten- und Gänsevögel.

    Nun folgt ein Wildwest-Komplex, der insgesamt gelungen ist (Holzbau, kann Tiere teilweise auch von oben betrachten). Hier leben Wölfe, Bisons mit Truthühnern und Nordluchse (deren Gehege leider ebenfalls mit Schnickschnack überladen ist). Gegenüber befindet sich eine Anlage für Nandus und Alpakas, dann Zwergziegen und Hühnern, der ein nur wenige Jahre alter Afrika-Komplex mit Weissschwanz-Stachelschweinen (unpassend), Afrik. Wildhunden, Pinselohrschweinen (beides schöne und geräumige Anlagen) sowie Volieren mit Afrik. Kleinvögeln folgt.
    Wer nun rechts um die Ecke biegt sieht das Vivarium vor sich, welches u.a. Quittenwaran, Papuawaran, Leistenkrokodil, Nilkrokodil, Geierschildkröte und Grosse Anakonda, aber keine Giftschlangen beherbergt.
    Nun kommt man zum ersten (Freiluft-)Restaurant von dem man einen guten und überdachten Ausblick auf Orang-Utants (mit Zwergotter) und Siamangs (mit div. Gänsen und Enten) haben kann - sofern diese sich in den äusserst grossräumigen Aussengehegen befinden. Von den Speisen sind Pizza und vor allem Elsässer Flammenkuchen sehr zu empfehlen (Achtung: Der Massstab ist die durchschnittliche Zoo-Gastronomie). Allerdings muss man sich bei grossem Besucherandrang ganz schön gedulden, bis man die Fladen erhält (französische Organisation halt, seufz).

    Wer sich weiterhin rechts hält, gelangt nun in das Orang-Utan-Haus. Hier trifft Moderne (Viel Glas, Beton und Metall) auf Replica (Masken, in Form von Krokodilen geschnitzte Sitzbänke). Nebst dem ebenfalls geräumigen Innengehege für die Affen und die Otter gibt es noch eine Voliere mit Balistaren, Strausswachteln und (Reis-?)finken.

    Nun zu der in einem anderen Thread angekündigten Beobachtung: Während die erwachsenen Orangs sich nicht um die Zwergotter zu kümmern schienen, versuchte ein Halbstarker die Untermieter immer wieder zu ärgern. Mindestens eine Stunde sassen wir vor der Scheibe und beobachteten, wie der Orang sich den Ottern näherte und mal mit einem Seil, mal mit einer leeren Plastiktonne auf die Zwerge eindrosch - stets darauf bedacht, nach einem Angriff schnell in luftige Höhen zu entfliehen. Die Otter wechselten dabei immer wieder ihren Ruheplatz, was den Orang aber nicht vor weiteren Provokationen abhielt. Lustig, wie er dabei die Besucher betrachtete. Ganz so, als sei würden ihn die Zeugen seines Tuns stören.

    Nächster Stopp ist ein mittelalterliches Amphitheater aus Holz, in dem mehrmals täglich eine kombinierte Greifvogel-Reitershow stattfindet. Etwas vom besseren, was ich in dieser Beziehung schon zu sehen bekam. Rund um die Arena sind mehrere Dutzend Käfige für die fliegenden Protagonisten angelegt. Darunter befinden sich einige Arten, die man nur selten in Zoos zu Gesicht bekommt wie Palmgeier, Ohrengeier und Kaffernadler. Ebenfalls in diesem Bereich liegt eine gut strukturierte Anlage für mind. 3 Weisse Tiger.

    Ueber eine Inselanlagen für Weisshandgibbons (mit Krauskopfpelikan) führt der Rundgang an Rhesusaffen, Sekretären, einem Haustierkral, Mähnenschafen, Kattas, Kleinen Pandas zu zwei Baustellen. Linker Hand entsteht gemäss Beschilderung eine Anlage für Gr. Ameisenbären, Neunbindengürteltiere und Tamanduas. Rechts wird die Anlage für Humboldtpinguine erneuert.

    Der nächste Bereich ist den Tiere Amerikas vorbehalten. Als erstes sieht man rechts einen Käfig mit Hyazintharas und Arassaris (S. culik), dann eine kleine Arena für eine Papageishow. Es folgen links Gehege für Präriehund und Waschbär (mit Streifenskunk) ehe es runter in den Amazonienbereich geht. Hier gibt es Mähnenwölfe, eine begehbare Voliere mit Roten Sichlern und Punaibissen, eine tolle Jaguar-Anlage, versch. Krallenäffchen, Chileflamingos, Weisskopfsakis, Flachlandtapire (mit Maras), Goldagutis und Grüne Leguane.

    Rechts herum folgt nun die Eisbäranlage. Früher waren dies zwei Grossanlagen, nach dem Ableben von einem der drei Bären steht die zweite Anlagen Kanadakranichen, Austernfischer, Plüschkopfenten (ausgeschildert, aber nicht gesehen) und Seidenreihern zur Verfügung.
    In der eigentlichen, mit Naturboden versehenen Eisbäranlage findet jeweils gegen 11 Uhr eine komentierte Schaufütterung statt.

    Vorbei an der Flusspferdanlage führt der Weg über eine Brücke zum Bereich Afrika-Savanne. Hier erblickt man als erstes die Elefanten (davon 1,1 L.a.knochenhaueri). Die Anlage ist optisch gut strukturiert, doch genauer betrachtet eher klein ausgefallen. Rechts herum, den Hügel hoch laufend gelangt man an einer Anlage mit Kirkdikdiks (in der ich zu meiner Ueberraschung keine Dikdiks, sondern einen Kleinen Panda fand) vorbei zu Strahlen- und Leopardschildkröten und anschliessend ins Elefantenhaus. Hier gibt es eine abgedunkelte Höhle mit Nilflughunden sowie Vitrinen für Wüstenfüchse und Kap-Klippschliefer. Das Haus verlassend erblickt man vor sich die grosse Savannenanlage mit Giraffen (div. UAs resp. Hybriden), Kafue-Litschimoorantilopen, Straussen und Kronenkranichen. Weiter gehts ins Giraffenhaus, wo erneut Kap-Klippschliefer, eine Nachttieranlage mit Senegalgalagos (in die man durch kleine Guckfenster blickt), Nil- und Steppenwarane zu finden sind. Auch die Innenanlage der Mandrills befindet sich hier, deren Aussenanlage als nächstes folgt. Weiter geht es zu Servalen, Streifenhyänen und Südlichen Hornraben. Einer dieser Hornvögel überraschte mich total. Er schnappte sich nämlich eine Amsel, die in sein Reich eingedrungen war, rupfte sie auseinander und verspeiste sie. Dass diese Hornvögel derart geschickte Vogelfänger sind, hätte ich nicht gedacht.
    Nun ist man beim zweiten Restaurant angelangt, von dem man einen herrlichen Blick auf die Afrikaanlage geniesst, aber auch innen im warmen Essen kann. Das kulinarische Angebot hier ist allerdings für Zoogastro-Verhältnisse unterdurchschnittlich und teuer. Es folgen zwei Anlagen für Südl. Breitmaulnashörner und dann eine der grössten (Wasserfläche) Robbenarenen für Kaliforn. Seelöwen und Mähnenrobben.
    Am Nashornhaus (wo auch div. madagassische und nordafrikan. Reptilien sowie Sandkatzen zu finden sind), Erdmännchenanlage (zusammen mit Rotschnabeltokos) und Waldrappen vorbei geht es nun über die Brücke zurück zu den Flusspferden (= alter Zooteil).

    Nun folgen zwei ältere Anlagen für Geparden und Tüpfelhyänen, dann zwei frisch renovierte, mit viel Holz versehene und vergrösserte Anlagen mit Sibir. Tigern und Sumatratigern. Ihnen gegenüber leben Schneeleoparden und Fischkatzen. Nun gelangt man an den m.E. einzigen Schandfleck des Zoos: Die alten Bärengrube mit zwei Braunbären. Schräg gegenüber finden sich Totenkopfäffchen und div. Amazonen, sowie auf der anderen Seite Weissbüscheläffchen und ein Teich mit einer grösseren Gruppe Zwergflamingos. Den Abschluss bilden zwei Grossvolieren für Molukkenkakadus und Keas, eine Wüstenluchs-Anlage, Javaneraffen und div. Aras. Durch die Boutique (das gleiche Gebäude, in der sich auch die Kasse befindet) verlässt man nun den Zoo, verabschiedet von ein paar Kaninchen, die sich rechter Hand um einen Stall mümmeln.

    Der Zoo von Amnéville ist trotz hohem Eintrittspreis unbedingt einen Besuch wert. Die meisten Anlagen sind auf dem neusten Stand, er zeigt praktisch alle gängigen Zootiere (ausser gegenwärtig Zebra und Pinguin) und auch einige Raritäten.

    Last but not least das letzte Themas meines Titels: Die lärmenden Engländer.

    Bislang hatte ich mit dem Volk von der Insel eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Das lag wohl vor allem daran, dass es sich um eher besser verdienende und/oder Personen gesetzteren Alters handelte. In Amnéville durfte ich dann die Sorte kennen lernen, die man working poor, lower class oder trash people nennt.
    Es handelt sich dabei um eine Grossfamilie, die ausgerechnet gegenüber von unserem Zimmer untergebracht war. Jeweils am Abend ging der Rambazamba im Hotel los. Da wurden bis spät in die Nacht die Türen zugeknallt, auf den Gängen gejohlt und rumgerannt. Erst als ich nachts gegen 1:30 Uhr den Familienvater auf dem Gang abpasste und ihn freundlich darauf aufmerksam machte (auf Englisch natürlich, denn eine andere Sprache können die Tommies nicht), dass wir und vor allem unsere Kleinen schlafen möchten, kehre einigermassen Ruhe ein.
    So um ca. 10 Uhr standen die Krakeler auf, dann schickten die Eltern als erstes ihren Nachwuchs runter um das Frühstück zu holen. Das taten die Kleinen unter (Protest-)Geschrei auch, standen hernach aber vor verschlossenen Türen und durften erst wieder rein, nachdem sie eine halbe Stunde dagegengehämmert hatten.
    Tagsüber machte die Horde dann die Umgebung unsicher, drängte und quetschte sich im McDonalds (dem einzigen Restaurant das sie besuchten - und wir hernach nie mehr) an der Schlange vorbei nach vorne. Dann wurde bestellt, die Bestellung wieder rückgängig gemacht, immer wieder kam ein Familienmitglied hinzu und die Bestellung wurde immer wieder abgeändert.
    Abends traf sich dann die Gruppe auf dem Parkplatz vor dem Hotel, die Erwachsenen mit ein, zwei Dosen Bier in der Hand, die Kinder mit Fussbällen und Dosen herumkickend.

    Fazit: Kein Anstand, keine Manieren, nichts. Von Erholung war bei uns wegen Schlafmanko keine Spur. Wenigstens unsere Kinder liessen sich nicht stören. Am Hotel wäre an sich nichts auszusetzen gewesen. Aber in Zukunft werden wir Orte mit solchen Gästen nach Möglichkeit meiden.
    (13.04.2010)
    Sacha:   Titel: Viele Fische, provozierende Orangs und lärmende Engländer (1. Teil)

    Einleitung: Zusammen mit Frau und Kindern verbrachte ich Ostern in Amnéville-les-Thermes (ca. 45 bis 55 Automin. westlich von Saarbrücken). Besucht haben wir nebst dem Zoo auch das Aquarium, welches hier in meinem Erlebnisbericht den Anfang macht.

    Das Aquarium "Imperator" liegt in einer kleinen Gartenanlage (viel Bambus) und besteht aus mehreren, teilweise freistehenden Gebäuden. Vorbei an der provisorischen Kasse gelangt man als erstes zu einem Schildkrötenteich (Art nicht beschildert, vom Aussehen nach Rotwangen-Schmuckschildkröten). Es folgen mehrere überdachte, aber beidseitig offene Holzbauten mit Aquarien für europäische Fische (Hecht mit Flussbarsch, Störe mit Wels) sowie ein Freiluftbecken für Kois. Anschliessend gelangt man wiederum in ein überdachtes Holzgebäude, welches Fische des gemässigten bis kalten Atlantiks beinhaltet. Gesehen haben wir Mittelmeer-Muränen (mit obligatorischen Amphoren im Aquarium), Brassen, Atlantischer Drückerfisch, Katzenhai (verm. Kleingefleckter) eine Drachenkopfart (Meersau?) sowie in einem Touch-in-pool Nagelrochen, Gew. Stachelrochen, mehrere kleinere Fischarten und Wirbellose. Weiter gehts im Rundgang zu einem Betongebäude, welches am Hauptgebäude ("Sous-marin") liegt und Sonderausstellungen beinhaltet. Bei unserem Besuch war es dem Thema Seepferdchen gewidmet. Gezeigt wurden Grosser (leider nicht gesehen) und Kleiner Fetzenfisch, sowie mindestens 4 Seenadel- und 6 Seepferdchen-Arten. Einige Aquarien haben die Form von Zylindern und weisen ein überdurchschnittliches Volumen auf. Auch ein Becken mit Futtertieren der Seepferdchen ist vorhanden. Dazu viele Schilder um und über Seepferdchen. Sehr edukativ.
    Anschliessend ging es ins Hauptgebäude. Links am Haibecken vorbei (mit Grauen Riffhaien, Weissspitzen-Riffhai, Zebrahai und - ausgeschildert aber nicht gesehen - Schwarzspitzen-Riffhai, Volumen geschätzt etwas grösser als im Zoo Berlin) führte der Weg in die Tropenhalle ("Serre tropicale"). Darin befindet sich mindestens ein sehr zutraulicher Fischertukan (an dem meine Kinder sich nicht sattsehen konnten) sowie Rotohrbülbüls, Hirtenmaina uns eine Glanzstarart (Purpur?). Ein kleiner Wasserfall ist vorhanden, dessen Wasser in ein Bächlein führt, in dem Haiwelse schwimmen (verm. P. sutchi).
    Durchquert man die Halle, gelangt man in den "Pavillon Amazonien". Dieser ist ganz dem namensgebenden Thema gewidmet. Gesehen habe ich Natterers Sägesalmler, Schwarzer Piranha(!), zwei Zitteraale, diverse Buntbarsche, Rotschwanzwels, Roter Neon, Beilbauchfische, Arowanas, Gebänderter Leporinus, Schwarze Pakus sowie andere Salmler und Welse.
    Zurück durch die Tropenhalle ging es ins Hauptgebäude. Nebst den erwähnten Haien sind hier viele meist indopazifische Korallenfische zu sehen (teilweise echte Seltenheiten wie Blaue Nasenmuräne und Sidera grisea), ein grosses Aquarium mit etwa 10 afrikanischen Buntbarscharten sowie ein Modell eines Weissen Hais (welches sich gut als "Reittier" für 2-Jährige eignet). Die Aquarien an Aquarien sind beidseitig in einem Rundkurs angebracht. Am unteren Bereich dieses Rundkurses findet sich ein flaches, von oben einsehbares Becken mit Kaiserschnapper, einer Bambushaiart, Schwertschwanz und einem jungen Queensland-Zackenbarsch (P. lanceolatus) für den der Wasserstand aber eindeutig nicht hoch genug ist.

    Generelle Infos: Eintritt für Erwachsene 12 Euro/Kinder 9 Euro (Tickets zu reduziertem Preis für Gäste des Hotels Roi Soleil im Hotel erhältlich). Oeffnungszeiten 10 bis 18 Uhr. Kein Wickelbereich! Allgemein schlechte (bis nicht vorhandene) Beschilderung, was die gezeigten Arten betrifft. Besuchsdauer: Mit Fotografieren ist man nach maximal 2:15 Stunden durch. Gratisparkplätze in unmittelbarer Nähe, teils vor dem Eingang. Lohnenswert wenn man eh in der Nähe ist. Zoo und Aquarium liegen nur 5 Minuten zu Fuss auseinander.
    (07.04.2010)
    Liz Thieme:   Übersicht über die Veränderungen der Zoos in 2010

    Anméville:
    neue Anlagen für Sibirische und Sumatra Tiger
    Keas
    800m³ Voliere für afrikanische Vögel

    Asson:
    Anlage der Servale neu gemacht
    Gibbonanlage erweitert

    Zoo de la Barben
    Renovierung der Anlagen von Nilgau & Flusspferd
    (wenn ich das richtig verstanden habe) neue Nashornart + Haus
    2 männliche Giraffen werden den Zoo verlassen und la Barben soll einen aus Champrépus bekommen
    man hofft auf die Zucht des "neuen" Mähnenwolfpaares (2009 in den Zoo gekommen, aus Reynou & Artis)

    Beauval
    Asienkomplex (2,5ha): Panzernashörner, Axishirsche, HZAs, Nilgaus
    Die Nashörner sollen ca im März kommen.
    Weiter sollen Schabrackentapire mit Muntjaks und Weißnacken-Kranichen vergesellschaftet werden.
    Außerdem wird wohl eine Anlage (Voliere) für die Hulmans entstehen

    La Boissiere du Doré
    Amazonien-Voliere mit Vögeln, Reptilien und Affen

    La Bourbansais
    irgendwas an der Lemurenhaltung wird verändert (Arten bleiben bestehen)

    CERZA
    tropisches Gewächshaus für Alligatoren, Pythons, Leguane, Schildkröten, Fledermäuse, Plumploris, Steißhühner, Axolotl und viele Fische

    Fauves
    Anlage für Tiger

    Doué-La-Fontaine
    die große Südamerika Voliere wird nun eröffnet. 2009 Tiere sind daher zu- und abgegangen:
    neue Art: Blaustirnamazone, Schwarzzügelibis, Perlsteißhuhn
    2010 neue Art: Rotmaskensittich, Tschaja, Andenkondor und Wassergeflügel
    außerdem sind schon da/kommen noch (?): Humboldtpinguine, Inka-Seeschwalben und Peru-Pelikane (Chile???)
    ein Paar Ameisenbären wird ebenfalls dort wohnen.

    La Flèche
    neuer Bereich für Pinselohrschweine, da es Probleme mit der Vergesellschaftung mit Bongos gibt. Neben an wird eine Anlage füe eine neue Art gebaut
    wenn ich es richtig verstehe ziehen die Hyazinth-Aras um und der bisherige Bereich und die Anlage der Tamarine und Agutis wird zu einem neuen Komplex (120m²) gebaut für:
    drei Arten der Krallenaffen, Unaus, Grüner Leguan, 3-4 Vogelarten inkl Kapuzenzeisig. Das Haus soll wohl teils nur einsehbar sein für Besucher. So soll man die Leguane sehen können, aber die Vögel und Affen nicht. Premiere ist die Haltung der Unaus unter freiem Himmel. (gleiches soll in La Boissiere versucht werden)
    Mähnenwolfbereich soll überarbeitet werden für Ameisenbären.
    Das Museum der Natur wird überarbeitet, für Nilflughunde, Springhasen und Galagos
    Renovierung der Ozelot Anlage


    Le PAL
    Steigerung der Attraktivität
    Südamerika-Voliere mit Luftschleuse für Besucher, 10m hoch und >3000m²
    Pampa-Anlage für Tapire, Wasserschweine und Nandus begehbar auf einer Brücke

    Marineland d'Antibes
    zwei junge Eisbären werden kommen

    Montpellier
    Neues Haus für Rothschildgiraffen (neu im Zoo), Ankunft wohl im März

    Mervent
    Anlage (6000m²) für vier Baribals und vier arktische Wölfe

    Parc des Oiseaux
    2009: Tukanwald
    2010: Nashörnvögel zwischen Asien und Afrika

    Pescheray
    Anlagen für Magots, Ozelot, Habichtskauz, Polarfüchse, Nerz

    Pessac
    Rudel Arkitische Wölfe

    Sables d'Orleans
    Vicunas

    Trégomeur
    Aufzuchtsteich für Sumpfschildkröten
    Anlage für Europäischen Nerz

    Touroparc
    neue Tapiranlage: 2000m² "Garten", 400m² "Pool", 90m² Haus
    (21.01.2010)
    Liz Thieme:   huch Holger ich habe das gar nicht mitbekommen nach der Frage.
    Ja es ist ihr erster Wurf, sie hatte in Osna immer nur mit ihrer Schwester zusammen gelebt. Vermutlich 2002 geboren.
    (21.01.2010)
    Holger Wientjes:   Wie alt ist die Katze denn und war es ihre erste Schwangerschaft/ Geburt ?
    (16.12.2009)
    Liz Thieme:   schöne Meldungen aus Amneville.
    Die ehemalige Osnabrücker Jaguarin Ninja hat am 14.10.2009 ihr erstes Jungtier zur Welt gebracht. Das Kleine trägt den Namen Pawa.
    Ninja war erst diesen Sommer nach Amneville gekommen.
    (16.12.2009)
    Jennifer Weilguni:   Gestern habe ich einen wunderschönen Tag in Amnéville verbracht und habe sowohl den Zoo, als auch das Aquarium besucht.
    Die Eintrittspreise sind wirklich gesalzen, 25 Euro muss ein Erwachsener hinlegen um sich den Zoo anschauen zu dürfen. Auch Essen und Getränke sind nicht gerade günstig, selbst ein Automatensandwich kostet 4 Euro ! Es empfiehlt sich hier also durchaus sich selbst etwas mitzubringen, Picknickmöglichkeiten sind zum Glück ausreichend vorhanden. Aber gelohnt hat sich der Preis allemal, es handelt sich um eine wunderschöne Einrichtung die mich stellenweise etwas an Hannover erinnert hat (vor allem in puncto Wegweiser, Besucherbeschallung im Eingangsbereich, viel Bambus ect.) Ansonsten kann ich mich nur Stefan Schubert anschliessen, der diesen Zoo ja weiter unten in diesem Thread ausführlich vorgestellt hat und auch auf die Gehegedekoration eingegangen ist.

    Was das Aquarium betrifft, so war ich doch mehr als enttäuscht. 11 Euro kostet momanten der Eintritt für Erwachsene, geboten bekommt man dafür nur unwesentlich mehr als in einer Filiale des "Kölle-Zoos". Nach der Kasse betritt der Besucher eine Art Pavillion-Gebäude in dem es Becken mit Quallen, Perlbooten, Steinfischen und Pfeilschwanzkrebsen befinden. Ausserdem gibt es auch noch ein Haibecken. Ansonsten findet der Besucher hier Muränen und natürlich den Standartbesatz des "Findet Nemo" Films, sprich diverse Korallenfische. Ausserdem gibt es hier auch noch ein lebensgroßes Modell eines Weißen Hais der an der rechten Flanke geöffnet dargestellt wird um die Organe dieses Tieres zu veranschaulichen. Ausserdem werden auch Ostafrikanische Buntbarsche gezeigt. Und das alles zur Musik des Films "Das Boot" ( auch in Frankreich ein echter Klassiker?). Weiter geht es in eine kleine Tropenhalle. Hier sollen laut Beschilderung Tukane und andere Tropenvögel leben, da aber die Nebleranlange wohl etwas zu großzügig eingestellt war, konnte man die Hand vor Augen nicht sehen und als Asthmatikerin hatte ich auch schwer gegen einen Hustenanfall zu kämpfen. Nach der Nebelsuppe folgt dann das Amazonashaus in dem es die Klassiker zu sehen gibt (Rote Piranhas, diverse Kleinsalmler, Skalare, Welse ect.).
    Ein weiteres Gebäude ( nein eigentlich eher ein Schuppen) gibt es für Rochen die nach Händedesinfektion wohl auch gestreichelt werden dürfen. In diesem Haus sind weitere Muränen sowie ein Krake untergebracht (nicht zum Streicheln).
    Das war es dann auch schon mit Indoorerlebnis. Im Außenbereich gibt es dann noch ein größeres Becken in dem Barsche und ein riesiger Flußwels leben, eine kleine Anlage für Schmuckschildkröten sowie einige kleinere Becken mit einheimischen Fischen.
    Selbst wer zweimal durch das Gelände streift und sich dabei Zeit nimmt jedes Becken genaustens zu studieren wird wohl kaum länger als eine Stunde unterwegs sein. An und für sich handelt es sich um eine nette Einrichtung, aber der horrende Preis ist keinesfalls gerechtfertigt. Da soll nochmal einer über Hannover schimpfen :-)
    (13.07.2009)
    Liz Thieme:   ist das hier nu allgemein Frankfreich oder Amneville????

    London, Regents Park
    Von amerikanischen Katzen finden wir daselbst den schönen Ozelot, den zahmen Puma und überdies den wilden Jaguar, diesen aber in zwei Racen oder vielleicht Arten. Von dem eigentlichen Jaguar, der brasilischen Felis onca, hat nämlich Sclater eine mexikanische Art unter dem Namen Felis Hernandezii unterscheiden zu müssen geglaubt; ob mit Recht, muss später das Skelet zeigen. Ein Weibchen dieser mexikanischen Art kam im Sommer 1854 von Mazatlan nach dem Regentspark und als ich im September 1861 dieselbe sah, hatte sie eben ein prächtiges Junges etwa von der Größe eines starken Dachshundes, an den es mich auch durch seinen langen Körper und die kurzen Beine lebhaft erinnerte.
    [einen Wolkentiger [Nebelparder] (Felis macroscelis) hatte der Park damals auch. Dieses Exemplar plus eins mit ihm aber verstorbenen Tier waren die einzigen die man bischer in Europa gesehen hatte. Sie kamen aus Assam als Geschenk eines britischen Offiziers]


    Paris, 7.3.1862
    Die Wombats (Phascolomys latifrons), die wir dem wohlwollenden Interesse des Hrn Müller in Melbourne verdanken, sind am 15. Juli vorigen Jahres in trefflicher Gesundheit angekommen. Männchen und Weibchen vertrugen sich anfangs ziemlich schlecht, heute besser; doch trennen wir sie noch immer des Nachts.
    .... Dagegen besitzen wir energische Wühler in den Tatu's (Dasypus sexciatus). Schon zweimal sind sie entflohen und haben sich, sobald sie sich frei fühlten, eifrigst auf's Miniren verlegt. Einmal hat das Weibchen in weniger als zwei Stunden in hartem steinigen Boden einen Gang von über sechs Fuß Länge gegraben.
    (10.07.2009)
    WolfDrei:   Ob man für Vincennes noch "momentan" bei der angedachten Zeit bis 2013 sagen darf?
    (21.04.2009)
    Jörn Hegner:   anfang letztes jahres als ich mal wieder zu besuch in paris gewesen bin hatte ich auch noch den zoo vincennes besucht . dieser hat momentan nur wegen umbau geschlossen .
    (21.04.2009)
    WolfDrei:   Vincennes: Soeben aus der TP-Bibliothek gekommen: u.a. die "Lettre de la SECAS" (Assoziation der Freunde der Pariser Zoos) gelesen unter dem Motto "Das wars"
    -Schließung von Vincennes am 30.11.08
    -Theoretisch Umbau, Eröffnung 2013
    -Direktorin Christine Morrier: die erste Zoodirektorin ohne Zoo
    -es bleiben die Giraffen und großen Bambuslemuren .
    Es gibt interessante Artikel über die 75 Jahre des Zoos: Direktoren und ihre Rolle, Tierbestände von 33-39 //39-45//46-2006, Schicksal vom Inder Siam (geb. 1946, dann Zirkus Knie, ab 1964 Paris, euthanasiert wegen Krebsgeschwür in einem Bein am 24.9.97 - 1 Jahr später Geburt seines letzten Sohnes), Ankunft der Pandas 1973(das Weibchen war ein Mann: Yen-Yen, lebte 28 Jahre, Li-Li als "richtiger" Mann starb relativ schnell), Geschichte der Pariser Okapis mit dem Ende 1996, dann Abgabe neuer Tiere (aus Frankfurt und Rotterdam) nach Bristol und Beauval, am Ende ein persönlicher Bericht über den Zoo von Jonas Livet (LesZoosdansleMonde - den ich in Sharjah traf). Im Bildteil auch ein "Jugendbild" des Koupreybullen.
    Also hoffen wir auf 2013 - aber es gibt ja noch den Jardin des Plantes. Siam steht übrigens im Museum in der "Grande Galerie"
    (03.03.2009)
    Shensi-Takin:   http://www.frankpe.com/az_concept.htm
    (21.12.2008)
    Ralf Seidel:   @Mirko Schmidkunz, wieder ein unglaublich interessanter Hinweis - ich meine die Bemerkung betreff der Anlage der Tonkean-Makaken. Da hatten bestimmt damals die Sozis ihre Handschrift hinterlassen, der ehemalige franz. Präsident Mitterand höchstselbst hat die Anlage wahrscheinlich eingeweiht. Hässlich-schmutziger Beton -das schreit geradezu nach Ostblock-Architektur...
    Übrigens, so schreckliche Bilder über "Tierhaltung" wie Michael Mettler's Fotos vom Hamelner Zoo am Klüt habe ich noch in keinem "Ostblockzoo" gesehen...
    (04.11.2008)
    WolfDrei:   @Gudrun Bardowicks: Bezüglich der Blauschafe hat sich die Situation in Mulhouse entspannt, ISIS gibt 6,10! an. Der eigentliche Flaschenhals lag in den frühen Neunzigern, als nur durch de Kooperation mit dem Jardin de Plantes der "französische " Bestand gerettet werden konnte
    (04.11.2008)
    Gudrun Bardowicks:   @Mirko Schmidkunz: Gibt es noch Blauschafe in Mulhouse? Bei meinem bisher einzigen Besuch vor etwa 4 Jahren gab es eine grosse Anlage für Blauschafe im Umfeld der Anlagen für Mendesantilopen und Zebras. Allerdings hatte der Zoo damals schon Probleme mit dem Blauschafbestand, da in den vergangenen Jahren nur Männchen in der Gruppe geboren wurden und nur sehr wenige Zuchtweibchen vorhanden waren.
    (04.11.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Die Bärenanlagen sind neben der Anlage für Tonkean-Makaken die größten Altlasten. Ich habe zwei Eisbären und einen Braunbären gesehen. Die vollstängig aus Beton bestehende Anlage für Eisbären ist ziemlich klein. Dazu gibt es dort noch eine Anlage für Zwergotter mit einer kleinen, aber weni8g feinen Betonrutsche. Bei den Meerkatzen waren die Anlagen meiner Meinung nach deutlich besser. Die Außenanlagen waren ungefähr in der Größe der Affenkäfige im Berliner Zoo. Die Anlage der Tonkean-Makaken ist vollständig aus häßlich dreckigem Beton mit einem Klettergerüst aus den gleichen Material. Sieht alles sehr nach Ostblock aus.
    (02.11.2008)
    Matthias Schramm:   Was macht eigentlich die Betonbärenanlage in Mulhouse? Hat sich da in den letzten Jahren etwas getan? Genauso würde mich interessieren ob die Meerkatzen noch immer in ihren alten Käfigen untergebracht sind?
    (02.11.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Von einem Zooführer weiß ich nichts. Auch habe ich keine Erdmännchen gesehen, obwohl ich dort dreimal vorbeikam. Die Grevyanlage und Umgebung sind neu gestaltet worden im Stil eines afrikanischen Dorfes: Rundhütten, zwei Inseln für Kattas und Varis sowie ein Holzsteg quer über den Ententeich. Ebenfalls neu gemacht wurde die Anlage für Mähnenrobben.
    (01.11.2008)
    Michael Amend:   @Mirko Schmidkunz. Ich meinte die Grevy-Anlage, da muß auch eine Erdmännchen-Anlage dabei sein...

    Gibt es denn endlich mal einen neuen Zooführer von Mulhouse ?
    (31.10.2008)
    Jakub:   Die Schabrackentapire wurden neben den Trampeltieren untergebracht, heute besitzen diese Anlage einige Hausschafe ( bei meinem Besuch im August ).
    (31.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   @Michael Amend. Schabrackentapire sind nicht mehr im Bestand, das wurde auch im Forum mal erwähnt. DA ich zum ersten Mal dort war weiß ich auch nicht in welcher Anlage sie waren und was dort jetzt ist. Es gibt keine Gemeinschaftsanlage für afrikanische Tiere. Grevys, Sitatunga und Mendesantilopen sind die einzigen afrikanischen Huftiere. Ich habe keine Fots gemacht.
    @Sven P. Peter: An der Löwenanlage stand, dass diese 2005 eröffnet wurde. Ich nehme an, dass auch die anderen Anlagen dort entsanden sind. Sie haben allen keinen Wassergraben, so dass der Platz gur ausgenuztzt wurde. Die Anlage für Persische Leoparden sind ungefähr doppelt so groß wie Die Münchner Jaguar-Anlage.
    (31.10.2008)
    Sven P. Peter:   DIe Leopardenanlagen und einige der Kleinkatzen als großzügig zu bezeichnen finde ich etwas übertrieben. Die Einrichtung ist toll, die Größe aber nicht sooo prall finde ich.
    (30.10.2008)
    Michael Amend:   @Mirko Schmidkunz. Sind noch die Schabrackentapire im Bestand ? Über ein Foto der Afrika-Anlage würde ich mich freuen...
    (30.10.2008)
    Mirko Schmidkunz:   Ich war vor zwei Tagen zum ersten Mal in Mulhouse und war sehr begeister. Der Affenbestand mit 33 Arten ist großartig. Zehn Lemurenarten, die sich mit etwas Geduld auch alle zeigt. Auch die Raubtiere waren alle auf den Beinen. Die Anlagen sind nur einige Jahre alt, naturnah und großzügig. Gezeigt werden: Amurleopard, Persischer Leopard, Irbis, Amurtiger, Asiatische Löwen, Luchse, Wölfe, Manule, Sandkatze, Oncilla, Geparde, Mähnenwolf, und ein neunköpfiges Rudel Waldhunde. Bei den Vögeln werden zum Beispiel 4 Turakoarten gezeigt, Gelbbrusthäherling,etc. Auch die Sammlung an Meerkatzen war wunderschön anzusehen, 4 Gibbonarten, wobei kein einzelnes Tier dabei war, Gelbbrustkapuziner, Braunkopf-Klammeraffen; Satansaffe war schön zu beobachten; bei den Hirschen sind Vietnam-Sikas, Buchara-Hirsche und Prinz-Alfred-Hirsche zu sehen; mindestens ein Helmkasuar;
    (30.10.2008)
    WolfDrei:   Nach einer Mitteilung schließt nun der Zoo Paris-Vincennes für die Rekonstruktion endgültig Ende des Jahres, Tiere verlassen aber schon graduell vorher den Zoo, die Giraffen sollen aber bleiben. Angedacht sind 30 Monate Bauzeit und 6 Monate Eingewähnungszeit für die Tiere. Wiedereröffnung also 2012.
    (24.09.2008)
    Zoosammler:   @Sacha: Selbstverständlich ist es alles sehr stiefmütterlich und bescheiden, was Vincennes derzeit (noch) bietet. Gar keine Frage. Aber dennoch finde ich eben die Gesamtanlage auf jeden Fall einen Besuch wert.
    Was die angesprochenen Tierarten betrifft, so sind sie sämtlich nicht mehr vorhanden. Auch nicht die, über die "unterschiedliche Aussagen" vorliegen. Einzige Ausnahme: Große Flusspferde.

    Sollten Svens Informationen tatsächlich stimmen, dann ist es wirklich bedauerlich, wie stiefmütterlich eine europäische Metropole (und nicht die erste - siehe London) ihre Zoo-Landschaft behandelt.
    Im Jardin übrigens genauso günstige Eintrittspreise, was zu dem Kuriosum führt, dass der "Zooführer" da sogar einen Euro teurer (und mit 6 Euro für die gebotene Qualität ist das eine Frechheit) als der ermäßigte Eintritt ist.

    Im Zuge der momentanen Frankfurt-Diskussion noch ein erfreuliches Schmankerl aus dem JdP: Dort in der "Fauverie" (sehr schön besetzt mit Schneeleoparden, Chinaleoparden und eben Nebelpardern) eine Nebelparderkatze mit Jungtier - in einer unspektakulären Anlage.
    (28.07.2008)
    Sven P. Peter:   Laut einem Englischen Zooforum steht für die Umbauten kein Geld zur Verfügung und es scheint sehr fraglich ob der Park jemals wieder geöffnet wird.
    (28.07.2008)
    Sacha:   @Sven P. Peter: Er soll aber 2012 komplett modernisiert wiedereröffnet werden. Weiter Angaben unter:
    http://www.zoonaute.net/renovationzoovincennes.html
    (25.07.2008)
    Saki:   Wieso wird der geschlossen? Wollte diesen eigentlich im Dezember besuchen?
    (25.07.2008)
    Sven P. Peter:   OK, ich habe es selbst gefunden. Der Zoo wird zum 21. November komplett geschlossen.
    (25.07.2008)
    Sven P. Peter:   Ich pusche den Thread nochmal etwas hoch. Wer weiß etwas zur Schließung des Parks?
    (25.07.2008)
    Sacha:   @Zoosammler: Vorsicht bei den Eintrittspreisen von Vincennes. Die sind nur wegen der Umbauphase so niedrig (war auch mal auf der Zoo-Homepage angekündigt).

    Freut mich, dass Vincennes trotz meiner Unkenrufe Anklang gefunden hat. Ich wusste ja nicht, auf welche Tierarten der Einzelne abfährt. Ich zum Beispiel will immer die Raritäten PLUS(!) die typischen Zootiere sehen.

    Mein Wissenstand war zuletzt, dass in Vincennes die Haltung von Tigern, Löwen, Afrik. Waldelefant und Eisbären durch Todesfälle auslief resp. beendet wurde. Und waren nicht auch die (grossen) Flusspferde zumindest zeitweise ausgelagert? Unterschiedliche Aussagen habe ich über die Asiat. Elefanten, Breitmaulnashörner, Davidshirsche, Böhm-Steppenzebras und die Aye-Ayes gehört. Sind diese noch im Bestand oder nicht?

    (22.07.2008)
    Sven P. Peter:   Wird denn nun Vincennes komplett geschlossen?
    (22.07.2008)
    Zoosammler:   Aus Paris zurückgekehrt, habe ich es leider nur geschafft, die Menagerie und den Vincennes-Zoo zu besuchen. Das allerdings waren zwei sehr sehr lohnende Ziele.
    Bis auf die Moschustiere und Anoas konnte ich alle Tipps im Jardin de Plantes in die Tat umsetzen, Schuppentiere allerdings waren keine mehr vorhanden. Dafür ließ sich die Vierhornantilope (nur ein Einzeltier?) sehr gut beobachten, bis das extrem schreckhafte Tier von meinem Blitz leider derart verängstigt wurde, dass es sich zurückzog. Im Nachhinein tat mir das sehr Leid, allerdings habe ich eine solche Reaktion bei Tageslicht in einem Gehege, dass derart dicht an den Besuchweg grenzt, nicht erwartet. Sehr ansprechend fand ich die Idee, Kirk-Dikdiks in einer begehbaren afrikanischen Stelzvogelvoliere zu halten – leider zeigten sich die Tiere nicht. Imposant der Sichuantakin (ebenfalls bloß ein Einzeltier?) beim Fressen direkt am Gitter. Insgesamt sind die Anlagen im Jardin natürlich weiterhin alle sehr klein, aber für die doch nicht gerade optimalen Verhältnisse des Gartens sind hier viele intelligente Lösungen gelungen. Auch der Eintritt ist recht günstig.
    Entgegen allen Unkenrufen fand ich den Besuch in Vincennes sehr lohnend. Auf der einen Seite kann man noch sehr gut die ursprüngliche Idee der hagenbeckartigen Gesamtanlage mit allerdings wesentlich grobschlächtigeren, größeren und zahlreicheren Kunstfelspartien nachvollziehen. Im Grunde war hier ursprünglich jedes Tierhaus ein Felsen und alle Tiere wurden, egal ob halbwegs passend oder nicht, vor einer solchen Kulisse gehalten. Stellt man sich die Anlage mit einem universalen Besatz vor, Vincennes wäre ein unheimlich reizender Zoo, allerdings an vielen Ecken nicht sehr tiergerecht. Der reduzierte Bestand enthält allerdings immer noch viele für den Besucher wichtige Tiere (Giraffen, Flusspferde, Polarwölfe, Paviane, Kängurus,...) und natürlich ein absolutes Highlight in einem unscheinbaren Käfig: Die drei Kronensifakas, die sich ausführlich beobachten ließen und ihre interessante Sprungweise vielfach vorführten. Der Zoo war überraschend voll, es war allerdings auch Nationalfeiertag und das Eingangstor dementsprechend üppig mit der Tricolore „geschmückt“, und auch hier interessante Aussprüche von Besuchern, so etwa wenn Große Kudus als „Bambis“ bezeichnet wurden. Das scheint ein internationales Phänomen zu sein.
    Insgesamt bieten die beiden Pariser Zoos, die mit deutschen Großeinrichtungen nicht mithalten können, auf ihre Weise im Kleinen hochinteressante Tierarten, Anlagen und Einblicke – und nicht zuletzt: unschlagbar günstige Eintrittspreise!

    (21.07.2008)
    Zoosammler:   Schon mal vielen Dank für die Hinweise!
    Weiß jemand, ob im Jardin de Plantes noch eines der ursprünglich zwei Schuppentiere am Leben ist?
    (09.07.2008)
    Sacha:   @Zoosammler: WolfDrei hat ja schon ein paar gute Tipps gegeben. Ich erlaube mir einige Ergänzungen.

    Vom Besuch des Zoo de Vincennes würde ich gegenwärtig abraten, da ein Grossteil der Arten wegen des Umbaus umplatziert wurde resp. nicht zu sehen ist. Generell hat Vincennes, was die Artenzahl und teilweise auch die Raritäten anbelangt (so ist z.B. der Grosse Panda schon vor Jahren gestorben) seit den 70ern und 80ern stark an Rang verloren.
    Klein aber fein ist dagegen der Jardin des Plantes beim Gare d'Austerlitz. Und zwar fein im Sinne des Artenbestandes. Bei den Anlagen bemüht man sich zwar, sie tiergerecht umzusetzen ohne den historischen Charakter zu zerstören, doch dies gelingt nicht in jedem Fall.

    Wenn es übrigens auch ein wenig ausserhalb von Paris sein darf, dann hätte ich folgende Tipps (obwohl ich diese beiden Parks noch nicht aus persönlicher Anschauung kenne, sondern sie mir ebenfalls empfohlen wurden):

    1. Zoo und Safaripark Thoiry in Thoiry-en-Yvelines(http://www.thoiry.net/index.2.php) ca. 30 km westlich von Paris.
    130 Arten auf 150 ha u.a. Löwe, Giraffe, Kleiner Panda, Komodowaran, Warzenschwein, Nordchin. Leopard, Rotes Riesenkänguruh, Flusspferd, Afrik. Elefant, Weissschwanzgnu UND Streifengnu, Kleiner UND Grosser Kudu, Breitmaulnashorn, Tonkinmakak, Sibir. Tiger, Schneeleopard und Gepard.
    Dazu soll die Besichtigung des angrenzenden Schlosses auch nicht schlecht sein. Der Eintrittspreis (Safariticket) ist mit 24 Euro allerdings ziemlich happig.

    2. Zoopark Attily (Parc zoologique du bois d'Attily) in Ozoir la Ferriere (http://www.zoo-attilly.com/index.htm), ca. 30 km südöstlich von Paris. 16 ha mit 250 Arten, darunter Schimpanse, Flusspferd, Schneeleopard, Litschi-Wasserbock, Königsgeier, Südafrik. Oryx, Serval, Löwe, Tiger, Leopard, div. Lemuren, Schweinsaffe, Tonkinmakak, Gaukler, Saruskranich usw. Keine Elefanten oder Nashörner.

    Viel Spass. Und wenn Du in einen der beiden Parks gehst, dann erwarten wir natürlich einen ausführlichen Bericht hier im Forum...:)
    (08.07.2008)
    WolfDrei:   @Zoosammler: Die Wege sind bekannt? Jardin des Plantes: von Notre Dame per pedes die Seine entlang rechts oder Metro Gare d`Austerlitz Richtung Notre Dame oder über das Quartier Latin, dort auch das Naturkundemuseum mit Blaubock, Wildjak, Riesenrappenantilope, Schweinsfuß etc. Im Jardin guter Wildziegenbestand, Gaur, Blauschaf, Sichuantakin, Anoa, guter Reptilienbestand. Ja, Vincennes!!!??? Xter Direktorenwechsel, xter Masterplan. "Historisch" hervorragender Lemurenbestand vom Fingertier über Hapalemur simus bis zum Kronensifaka, guter Bärenbestand, immer mal wieder eine unbekanntere Antilopenform (Beisa, westafrikan. Wasserbock, Palästinagazelle), Siamleierhirsche wohl perdu. Metro über Porte Doree Richtung Bois de Vincennes, linkerhand am Ethnografischen Museum (vielleicht noch mit Aquarium im Keller?) vorbei. Aquarium am Trocadero - vom Eiffelturm über die Seine , die Treppen hoch "rechts oben". Viel Spaß!
    (06.07.2008)
    Zoosammler:   Nach langer Zeit nutze ich mal wieder dieses wunderbare Forum. Bei mir steht ein Paris-Besuch bevor und natürlich sollen Zoos dabei nicht zu kurz kommen.
    Ich würde mich über hilfreiche Hinweise zum Besuch von Vincennes und Jardin de Plantes (Praktisches, Aktuelles oder Besonderheiten/Raritäten,...) sehr freuen, auch über Aktualisierungen der detaillierten Berichte von Stefan Schubert (lohnt ein Vincennes-Besuch überhaupt noch?). Welche besuchswerten (!) zoologischen Einrichtungen (Aquarien u.ä.) bietet Paris darüber hinaus noch?
    Wenn es bestimmte Fragen gibt, so werde ich mir Mühe geben, diese bei meinem Aufenthalt zu beantworten!
    Vielen Dank!
    (06.07.2008)
    Carsten:   Unter der Adresse gibt es schon Tickets

    http://de.tgv.com/de/europareise/tgv-ice/tgv-ice.html
    (10.04.2007)
    Zoosammler:   Klasse - vielen Dank für die Hilfe!
    (09.04.2007)
    Carsten:   Wer nicht unbedingt die Fahrt mit 320 km erleben möchte, sollte vielleicht auch mal bei seinem örtlichen Reisebusunternehmer gucken, ab Ruhrgebiet fährt zum Beispiel einer für ca. 50 Euro nach Paris für einen Tag ...
    (09.04.2007)
    Carsten:   Vermutlich wird da erst ab morgen was zu finden sein, da der Verkauf ja auch erst morgen startet, www.bahn.de...

    Tickets gibt es via Internet oder am Automaten, im Reisecenter 5 € Aufpreis.

    Die Verbindungen sind im Kursbuch schon drin, können also schon mal die Reisetermine geprüft werden.

    Ob es da die passende Verbindung gibt, da nur drei TGV täglich fahren, ist dann jedem selbst überlassen. In Paris besteht bei Rückfahrt am selben Tag eine Aufenthaltszeit von 6 Stunden 20 Minuten....
    (09.04.2007)
    Andreas Hartung:   @Zoosammler:
    http://www.db.de/site/bahn/de/unternehmen/konzern/im__blickpunkt/paris__spezial/angebote__paris__spezial.html
    Das ist genau die gleiche Info wie in dem von Carsten am 23.03. gegebenen Link, nur auf deutsch!
    (09.04.2007)
    Zoosammler:   Trotz Recherche fand ich nirgends Hinweise auf diese besonders günstigen Paris-Angebote der DB und morgen startet ja angeblich der Verkauf. Weiß jemand von euch inzwischen Genaueres?
    (09.04.2007)
    Stefan Schubert:   Ein Nachtrag: Die Eckklammern geben in etwa die Entfernung Bf-Tierpark wieder. Sie sind aus dem Atlas abgeschätzt, also reine Richtwerte! Ich hoffe es konnte dennoch helfen. Ansonsten sei abermals auf www.leszoosdanslemonde.com verwiesen! Hier gibt es Links und auch reichlich bebilderte Besuchsberiche und sind eine grossartige Hilfe bei der Entscheidungsfindung!
    (25.03.2007)
    Stefan Schubert:   Tiergärten in der Pariser Umgebung mit Bahnanschluss oder der Nähe zur Bahn findet man in Rambouillet(Espace/Wildpark [6km]u. Bergerie/Haustierpark [2km]), Emance(Zoo de Sauvage mit Schneekranich! [6km]), Ozoire-la-Ferriere (Zoo Bois d´Attilly [5km]), Amiens(Zoo [1,5km]), Cleres (Zoo des MNHN Paris [500m]) und Dieppe (Cite de la Mer/Aquarium). Kleinere Tierhaltungen gibt es auch in kleineren Orten der näheren Umgebung. Die genannten kenne ich nicht selber und zu den Parks in Nesles (Katzenzoo) und Thoiry (Safari) führte ich bereits aus. Beauval liegt etwa 7km vom Bf St.Aignan-sur-Cher entfernt und ist über Tours erreichbar. Zum Zeitabchecken verweis ich abermals auf die DB-HP. Diese zeigt alles an möglichen Verbindungen. Da ist die SNCF-Seite eher mau! Von Paris aus sind Dank der TGV-Züge auch entfernte Landesteile flott erreichbar und sie sind nicht teurer als der Nahverkehr(TER), nur die Platzreservierung ist nötig und kostet eine Kleinigkeit!
    (25.03.2007)
    Jonny:   @Stefan Schubert. Danke für die Info.Welche Zoos in der Nähe von Paris sind denn von dort aus schnell und preisgünstig, und ohne Umsteigen,per Zug zu erreichen ? Beauval eventuell ?
    (24.03.2007)
    Stefan Schubert:   Die Information zu den Bahnangeboten fand ich in verlinkten Pressemiteilungen, die ich nicht mehr nachvollziehen kann. Darunter war auch eine der Franz. Bahn in Deutsch, die ab Strasbourg sogar €15,- nennt! Die Angebote sollen ab 10.04. auch an den Automaten buchbar sein, und bis dahin wird auch eine Werbekampanie starten!
    @"?": Ich habe es schon so verstanden! Fehlende Fremdsprachenkenntnisse dürften gerade in Paris keine Probleme bereiten, die Fahrkartenautomaten der Metro sind mehrsprachig und die meisten Schalter sind besetzt. Mit den Fingern zeigt man, wieviel Tickets man braucht, schiebt das Geld rüber und passiert die Sperre, am Zooeingang kann man ebenso verfahren. Dieses System wird erst bei grösseren Gruppen schwierig! ;-)
    (24.03.2007)
    Carsten:   http://www.db.de/site/bahn/en/db__group/corporate__group/group__affairs/paris__special.html

    Man beachte, die Firmensprache der Bahn ist jetzt Englisch, g...
    (23.03.2007)
    Jonny:   @Stefan Schubert. Wo finde ich denn nähere Informationen zu dem Paris-Special der Bahn ? Auf deren Webside konnte ich dazu nichts finden. Hat denn der Umbau des Zoos in Paris schon begonnen und ist dieser überhaupt geöffnet ?
    (23.03.2007)
    ?:   Was gibt es eiegntlich an weiteren Zoologischen Einrichtungen in Paris , neben den beiden Zoos ? Gibt es nicht auch ein Sealife und ein anderes Großaquarium ?
    @Stefan. Mit meiner Aussage unten möchte ich Niemanden entmutigen, nach Paris zu fahren , hat es denn jemand so verstanden , außer Stefan ?
    (23.03.2007)
    Carsten:   Die Website vom Museum naturell enthält einige Seiten zum Zoo Vincennes. Auf der gleichen Hauptseite ist auch die Menagerie zu finden, Jardin du Plantes

    http://www.mnhn.fr/museum/foffice/tous/tous/GuideDecouverte/lieuxVisiter/LieuxAVisiter/FLieuAVisiter.xsp?i=1&AE_ID=223&nav=liste&SITE_ID=2&idx=8&LIEU_ID=172&INFO_ID=27&MAN_ID=279
    (22.03.2007)
    Stefan:   @ Stefan Schubert: Danke für die vielen nützlichen Tipps. Wenn die Bahn mit solchen Angeboten lockt, überlege ich mir vielleicht einen Paris-Kurz-Tripp. Paris de Vincennes hat also keine Elefanten UND Nashörner mehr? Oder sind die Nashörner noch im alten Gehege, ziehen nur später auf die ehemalige Elefantenanlage? Leider hat der Zoo keine Webseite, auf der man die Öffnungszeiten erfahren könnte... Jedenfalls gibt es bei mir über Ostern erst einmal Amneville. Und da sind Deine geschilderten Erfahrungen bezüglich Preis- und Anfahrten sehr hilfreich. Lass Dich also nicht von Einwohnern aus 5000 Seelen-Gemeinden mit mangelnden Fremdsprachenkenntnissen entmutigen zu weiteren News :))
    (22.03.2007)
    ?:   Das Angebot klingt ja sehr reizvoll....Ich spreche aber KEIN Wort französisch , geschweige denn englisch, Mitfahrer, die über Fremdsprachenkenntnisse verfügen , habe ich leider nicht, und dann ist Paris auch nicht gerade klein, ich lebe in einer 5000 Seelen Gemeinde...
    (22.03.2007)
    Stefan Schubert:   Danke für die Berichtigung"?"! Ich hab aus der Erinnerung heraus geschrieben, war mir auch nicht sicher. Weiter unten hatte ich es selber eingetragen, wollt aber nicht runterscrollen, wärend ich tippe, da es gelegentlich schonmal Probleme mit der Eingabe gab.
    Einen kleinen Tipp für Reisewütige: Ab 10.06. geht die neue Schnellferbindung der Bahn ab Stuttgart und Frankfurt nach Paris in Betrieb mit kürzeren Fahrzeiten, die diese Metropole dann als Tagesziel möglich werden lässt. Als besonderes Schmanckerl darf man die Preise hierfür betrachten: €29,- ab Stuttgart und €19,- ab Karlsruhe bis in den August für eine Richtung. Ab Frankfurt und Saarbrücken staffeln sich die Preise ähnlich! Der Vorverkauf beginnt am 10.04.! Hoffentlich gibt es dann noch das Schuppentier!
    (21.03.2007)
    ?:   @Stefan Schubert. Kleine Korrektur : Baubeginn des Zoo Vincenens war 1931. Am 2. Juni 1934 wurde der Zoo feierlich eröffnet.
    (21.03.2007)
    Carsten:   Merci
    (21.03.2007)
    Stefan Schubert:   Sacha hat bezüglich der Pariser Zoos so ziemlich alles ins Reine gebracht. Es gab aber noch 1931 einen weiteren Zoo in Paris, ebenfalls im Parc de Vincennes, der aber nur ein Jahr lang wärend einer Kolonialschau existierte, aber auch Grosstiere hielt, zumindestens Elefanten. Der heutige Zoo entstand erst 1937/38 und beherbergte letzten Oktober noch wenigstens zwei grosse Hippos, wie auch Zwegflusspferde! Die Menagerie und der Zoo, sowie zwei weitere Tiergärten im weiteren Umland stehen unter der Führung des Naturhistorischen Museums am Jardin de Plantes!
    (21.03.2007)
    Carsten:   @Sacha Beuth: Merci erstmal. Das alle drei Haltungen Flußpferde hatten, weiß ich, ich bin nur ein bissel durcheinander gekommen, weil mal die Rede von Zoo Vincennes, dann wieder vom Zoo Paris, dann von der Menagerie und wieder vom Jardin des Plantes war.
    Fakt ist also, daß es die drei Haltungen gab und nicht mehr.

    Im Jardin d'Acclimation lebten zumindest kurzfristig um 1922 1 Flußpferde, welche aus dem Zoo Hannover gekommen ist und eines um 1879, welches ein Geschenk des äyptischen Vizekönigs war.
    (21.03.2007)
    Michael Mettler:   @Sacha Beuth: Laut den Lebenserinnerungen des früheren Tierfängers, Circusdompteurs und Inspektors des Dresdner Zoos Otto Sailer-Jackson besuchte dieser in den ersten Jahren des 20. Jh. ein vom ihm gefangenes Flusspferd im Jardin d'Acclimatation. Wenigstens dieses eine Hippo muss es also dort gegeben haben.
    (21.03.2007)
    Sacha Beuth:   @Carsten: Weiss nicht, ob ich jetzt wirklich Frankreich-Spezialist bin. Versuche aber gerne zu helfen:

    Der Parc Zoologique de Paris oder Zoo de Vincennes (benannt nach dem Stadtteil resp. Park) ist der grösste noch existierende Zoo der Stadt. Erbaut in den 1930er Jahren befindet er sich gerade im Grossumbau (in diesem Thread findest Du weiter unten einen wunderbaren Beschrieb von Stefan Schubert). Dort wurden zumindest bis Anfang 2002 Flusspferde (H. amphibius mindestens 3 Stück) gehalten. Ob Ihr Gehege vom Umbau betroffen ist, darüber kann Dir sicher Stefan Schubert Auskunft geben. Auch Zwergflusspferde waren damals vorhanden und der Zoo hat bei dieser Art gute Zuchterfolge zu verzeichnen.
    In der Menagerie du Jardin des Plantes gab es vor langer Zeit ebenfalls Flusspferde in der von S. Schubert beschriebenen Dickhäuter-Rotunde. Die Flusspferdfamilie aus Bronze zeugt heute noch davon.
    Der Jardin d'Acclimatation (nicht Acclamatation) im Bois de Boulogne hielt m. W. bis Anfang der 60er Jahre neben Haustieren auch exotische Grosstiere. Wie der Name schon sagt, wollte man diese dort (und ich glaube auch exotische Pflanzen) an des mitteleuropäische Klima gewöhnen. Nicht unwahrscheinlich, dass im Bois de Boulogne für gewisse Zeit auch Flusspferde Halt gemacht haben. Belege dazu habe ich allerdings keine gefunden. Heute ist der Park tatsächlich nur noch eine "Rummelwiese".

    Die Menagerie und der Zoo de Vincennes werden zusammen "gemanagt". Ob vom Jardin des Plantes oder aus Vincennes aus weiss ich jedoch nicht.
    (21.03.2007)
    Carsten:   Ich hätte da mal eine Frage an die Frankreichspezialisten:
    Habe mich gestern bei der Eingabe der Flußpferddaten ein wenig mit den Pariser Tierhaltungen befasst.

    Sehe ich das richtig, daß es in Paris drei größere Zoos gab / gibt, welche Großtiere gehalten hatten / haben:

    Parc zooloqique (auch Zoo Vincennes genannt)
    Menagerie du Jardin des Plantes
    Jardin de Acclamatation

    Während der letztgenannte heute ein Freizeitpark ist, müßten die anderen beiden noch existieren und beide unter der Verwaltung eines Museums stehen?
    (21.03.2007)
    Mulan:   Das Naturhistorische Museum in Strasbourg soll aber phantastisch sein, wie ich gehört habe.
    (04.01.2007)
    Carsten:   @Stefan: Du langweilst nicht, kannst ruhig auf die nächste Reise gehen und wieder so tolle Berichte liefern.
    (04.01.2007)
    Stefan Schubert:   Auf die Gefahr hin, dass ich langweile, möcht ich einen Nachschlag platzieren: Die Zwischenfeiertage nutzte ich für einen Sprung über die Grenze nach Strasbourg. Nahe dem Ortes, wo die Geschicke der EU gelenkt werden, findet der Gast den Parc l´Orangerie mit einem kleinen Zoo. Dessen Tieranlagen gruppieren sich um ein architektonisch interessantes Wirtschaftsgebäude mit Stallungen. Die Tieranlagen sind recht gut in Schuss, jedoch spartanisch eingerichtet. Der auffälligste Anbau ist ein Grosskäfig für Tonkeanmakaken. Dieser ist doppelt vergittert, eines lässt die Tiere drinnen und das zweite die Besucher draussen. Dadurch beschäftigten die Affen sich mehr mit sich, als mit den Menschen. Tortenförmig schliessen sich die Gehege für Sibirischen Luchs, Bezoarziege, Mähnenspringer und Alpengemse an, die ebenfalls doppelt eingefriedet sind. Hier ist der Zwischenraum bepflanzt. Die zweite Hälfte des Halbrunds beherbergt in überspannten Gehegen verschiedene Vögel, vornehmlich Entenartige, aber auch Schwarzstorch, Kronenkranich und Chileflamingo. Das Wirtschaftshöfchen ist als Voliere überspannt und wird von Pfauen bewohnt. Gegenüber dem Haupthaus liegt ein jüngeres Stallgebäude mit Aussenvolieren. Zwei Paar Auerhühner sorgen für Nachschub zur Auswilderung, einige Papageien für Unterhaltung und Haushühner im Käfig für Überraschung! Dazwischen gibt es zwei Anlagen für Mohren- und Weisskopfmakis, sowie eine für Blauflügel-Kookaburras. Bis auf die Lemuren zeigten sich mir alle Tiere und die Kookaburras machten mit ihrem Lachen ihren Zweitnamen alle Ehre! Zwei weitere entgegengesetzt liegend abseitige Anlagen werden von Nandu und Weissstorch bevölkert. Freifliegende Adebare waren auch noch zu sehen! Wärend der Zoo gratis ist, wird auf dem nahen Kinderbauernhof ein kleiner Obulus fällig. Dieser ist im Winter aber nur mittwochs und am Wochenende nachmittags geöffnet!
    Eine Anreise nur für den Zoo lohnt nicht, aber wenn man gerade einmal da ist, kann man die drei Kilometer Distanz von der Innenstadt auf sich nehmen. Das Stadtzentrum bietet manch Augenschmaus und die Fassade der Kathetrale ist ein einziger Sinnesrausch!
    (04.01.2007)
    Stefan Schubert:   Sollte eigentlich eine Tabelle werden, habe sogar die Anschläge gezählt. Ich hoffe es ist dennoch verständlich! Eine Anmerkung: In Klammern- war geplant und wurde gestrichen, ein Stern- wie geplant und zwei Sternchen- kurzfristig ins Programm genommen! Die Orte am Ende waren meine Ausgangs- bzw. Zielpunkte der Ausflüge.
    (28.12.2006)
    Stefan Schubert:   ÜBERSICHT:
    Datum Programm An- u. Abreise von/nach
    08.10. (Zoo Strasbourg), Zoo Amneville* Bahn/Taxi/Fuss Anreise/Lille
    09.10. Zoo Lille*, Zoo Maubeuge* Bahn Lille
    10.10. (Nausicaa Boulogne), Menagerie Paris**, Acclimatation** Bahn/Metro Lille/Paris
    11.10. Zoo Paris*, Aquarium Porte Doree* Metro Paris
    12.10. Safari Thoiry* Bahn/Fuss/Bus Paris
    13.10. CERZA Lisieux* Bahn/Taxi/Fuss Paris
    14.10. Les Felins Nesles* Bahn/Fuss Paris
    15.10. (Touroparc, Romaneche), Zoo Lyon* Bahn Paris/Lyon
    16.10. Zoo St.Martin* Bahn/Fuss (Bus) Lyon
    17.10. Zoo Besancon* Bahn Lyon/Nachtzug
    18.10. (Zoo LaBarben), Marineland**, Phoenix Nice** Bahn Nice
    19.10. Zoo CapFerrat*, Zoo+Aquarium Monaco* Bahn Nice
    20.10. (Marineland), Zoo Montpellier** Bahn/Bus Nice/Montpell.
    21.10. (Australienparc Carcassonne), Pierrelatte**, Lyon** Bahn/Fuss Heimfahrt
    ursprünglich noch geplant:
    22.10. Zoo Beauval, St.Aignan
    23.10. Zoo Doue-la-Fontaine
    24.10. Zoo Sables-d´Olonne
    25.10. Zoo La Boissiere
    26.10. Aquarien St.Malo
    27.10. Jersey Zoo
    28.10. Menagerie Paris+ Naturkundemuseum
    Die Gründe für den Abruch waren vielfältig, gelohnt hätte sich die Fortführung sicherlich und auf Doue und Jersey (als Krönung) hatte ich mich richtig gefreut! So bleibt Vorfreude für´s nächste mal!
    (28.12.2006)
    Stefan Schubert:   LA FERME AUX CROCODILS, PIERRELATTE; Ursprünglich nicht in meinem Programm enthalten, wählte ich diesen Krokodilzoo als Zwischenziel auf dem Weg zu einem erneuten Besuches des Lyoner Zoos aus. Pierrelatte liegt einige Kilometer nördlich von Avignon an der Hauptstrecke nach Lyon und auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gleisen, dennoch 4km südlich des Bahnhofes!
    Bislang ist der Zoo vollständig unter Glas, sieht man von einem Schildkrötenteich im Picknickbereich ab. Hier fand ich auch als einzigster aller besuchten Einrichtungen im grossen Stil Kunstfelsen vor, doch der Reihe nach: Der Kasse folgt ein Raum mit sechs Vitrinen, besetzt mit kleineren Tieren: Brillenkaiman, Panzerkrokodil, Stumpfkrokodil, Mississippi-Alligator-Nachzuchten und einem einzelnen China-Alligator. Diesem Raum folgt als Auftakt der grossen Krokodilhalle eine Teichlandschaft mit vielen Pflanzen und einem Wasserfall. Weitere Teiche sind das Zentrum des Zoos gespickt von zahlreichen Sandbänken. Mehrere hundert Nilkrokodile wimmeln sich hier und diese Menge lässt auch sonst seltener beobachtete Verhalten dieser Tiere zu, wie laufen, schwimmen und sogar springen! Die Mehrzahl jedoch ruht mit geschlossenen oder offenen Mäulern. Eine Vielzahl viersprachiger Tafeln säumen den Weg, die als Frage-Antwort-Spiel eher an einer Kinder-Zoo-Ralley erinnern. Seltener findet man Infos zu den gehaltenne Tieren und auch Arten! Über Brücken und Inseln windet sich der Weg durch die Halle und passiert auch eine recht junge Panzerkrokodilanlage mit grösseren Tieren am Rand. Die ursprünglich dreischiffige Hallenkonstruktion wurde am 18.12.1998 um eine vierte erweitert. Darin fand ein weiterer Pool für die Nilkroko´s Platz. Optisch wurde dieser durch eine verkleinerte Nachbildung eines Pfahldorfs aus Benin aufgewertet, das sich gut als Fotokulisse macht. Ebenso findet der Besucher hier eine Fossilienhöhle mit eingearbeiteten Abgüssen vom Aercheopteryx, Dinoeiern und anderen Skelettfunden. Diese Höhle bildet den Zugang zur Zuchtstation. Hier lebt ein zweiter China-Alligator, der sich mit dem anderen Tier nicht verträgt und jede Menge Zeugnisse, das die hiesige Nilkrokodilpopulation weiter wächst! Eine weitere, am 01.06.2006 eröffnete, Erweiterung der Halle brachte zwei kleinere Rundwege dazu. Der erste passiert eine Anlage mit gut versteckten Mississippi-Alligatoren, einer aus Zürich stammenden Galapagos-Riesenschildkröte und einer grösseren Gruppe Riesen vom Aldabra-Atoll. Der zweite Weg führt zu den Gangesgavialen, einer nicht kenntlich gemachten Art und einem weiteren Nilkrokodil-Bereich. All diese Nilkrokodilanlagen sind miteinander verbunden. Eine kleine Kiste befindet sich in der Schau, mit vielen kleinen Fächern. Dazu steht geschrieben, dass am 29.07.1991 in solchen Behältern 335 Babykrokodile von Johannesburg nach Nizza geflogen wurden und keines der Tiere beim Transport verloren ging! Heute präsentieren sich hier teilweise stattliche Exemplare. Desweiteren präsentiert man hier etwa 600 Pflanzen aus 63 Familien und ist stolz darauf, auch als Botanischer Garten Anerkennung zu finden! Für Säugetierfreunde wurde im Rahmen des Rundwegs auch ein Elefanten-Dungplatz angelegt und Vogelfreunde können freifliegende Kuhreiher und Dreifarb-Glanzstare beobachten. Der Abschluss des Weges ist eine Ausstellung über Panzerechsen dieser Welt und dem Engagement der Farm bei Schutzprojekten, vor allem der Gangesgaviale, sowie ein Café im Eingangsbereich!
    (26.12.2006)
    Stefan Schubert:   PARC DE LUNARET, MONTPELLIER; Ebenfalls ein Zoo, den die Stadtväter für ihre Einwohner und Gäste kostenfrei besuchen lassen, findet sich in Montpellier. Vom Hauptbahnhof ist er mit einmaligen umsteigen erreichbar: Tram M1 Richtung Masson bis zum Halt St.Etoi und weiter mit dem Bus Linie Navette Agropolis in Richtung Zoo/Agropolis bis vorm Eingang!
    Als deutschen Vergleich schäme ich mich nicht, den Tierpark Berlin heranzuziehen. Kaum begehbare Tierhäuser und grossflächige Gehege in nahezu unverfälchter Natur mit zumeist nur einer Tierart besetzt! Gegliedert ist der Park nach geografischen Zonen, deren Wege im Plan farbig gekennzeichnet sind und im Realen durch farbige lebensgrosse Tiersilhouetten: Südamerika- türkisner Tapir, Afrika- oranger Gepard, Australien- lila Känguru, Eurasien- roter Bär und Nordafrika- gelber Löwe. Die Leitfarbe setzt sich auf der Gehegebeschilderung fort. Nur selten wird davon abgewichen!
    Prägend im Park ist der Bewuchs aus einer Art Stechpalme, die auf weissem karstigen Boden die Aura eines Trockenwaldes vermittelt. Diese Vegetation befindet sich auch in vielen Gehegen. Diese sind zumeist mit Weidezäunen eingefriedet und weissen wenigstens einen Trockengraben zur Besuchereinsicht auf, der übrige Teil ist häufig durch die Pflanzen verborgen. Doch Pfade zeigen die zeitweise Anwesenheit von Zoofotografen!
    Den Rundgang begann ich im Südamerika-Teil, dessen erstes Gehege nach langem Weg Guanakos beherbergte, dem eine Fischotter-Anlage folgte. Nahebei liegt ein Abzweig zum Lemurenhaus, dessen Aussenbereich teilweise abgesperrt und der Innenraum wegen Dacharbeiten geschlossen war! Ein paar Meter durfte ich reinschauen und war recht angetan von der Bauausführung des Hauses in geschwungener Wegeführung hangabwärts umgeben von den Innenanlagen und einigen Vitrinen mit Reptilien. Den Besatz sah ich nur ansatzweise: Mongozmaki, Kronenmaki, Mayottemaki, Mohrenmaki, Türkisaugenmaki, Katta und Schwarzweisser Vari! Ein weiteres begehbares Tierhaus ist die "Serre" mit Krallenäffchen in der Nähe, aber ebenfalls gesperrt! Weitere Gehege in Südamerika bewohnen Mähnenwolf, sowie Flachlandtapir zusammen mit Nandus. Der erste Einblick nach Afrika gelingt durch den Bewuchs auf Mendesantilopen. Erstes sichtbares Gehege war die "Plaine africaine" mit Kronenkranich, Marabu, Strauss, Grevyzebra, Weissnackenmoorantilope und bis vor kurzen auch Sitatunga. Ein Rundweg führt vorbei an Gehegen mit Säbelantilope, Arabische Oryx, Karakal, Geparden und Steppenelen. Die Karakale sassen in einer grossen mandarinstückförmigen Voliere, der noch zwei alte klassische Würfelvolieren gegenüberstanden, eine davon leer und die andere mit Indischen Stachelschweinen besetzt, die sich leider nicht zeigten. Gegenüber der Elen lag eine Freianlage leer, daneben eine mit Dromedar und gegenüber mit Mhorrgazelle. Ein Stichweg ist mit Hinweispfeil versehen: "Petite Koudou", braucht keine grosse Französischkenntnisse um das zu verstehen. In der Anlage sah ich aber nur einen einzelnen Bock- aber wunderschön fotogen im Unterholz! Der Besatz der nahen Watussi-Anlage ist laut Anschlag nach Rom umgesiedelt. Nun wird ein Rondel erreicht, in dessen Mitte ein alter Turm steht. Umgeben wird dieses von Gehegen mit Blessbock, Elenbulle, Breitmaulnashorn, Bongo und Rappenantilope. Ein Weg führt nun nach Eurasien und die erste Eindrücke sind Blauschaf, der zweite Sichuantakin, gefolgt von Onager, einer Schweinshirsch-Junggesellengruppe und einer Luchs-Voliere. Gegenüber der Luchse liegt ein weiteres Blauschafgehege nur mit Böcken. Vielleicht war es die Abgeschiedenheit an einem Stichweg oder pure Neugierde, jedoch zeigte sich die Boygroup recht aufgeschlossen dem Besucher und kam zum kraulen an den Zaun. Fässt sich an wie Zwergziege, aber es waren Blauschafe und ich war glücklich! Zurück geht es an einer recht neuen Gemeinschaftsanlage mit Vietnam-Sika, Muntjak, Banteng und Paradieskranich vorbei und einem Teich mit Gibboninsel. Weiter muss man zurück bis zur Blauschaf-Zuchtgruppe. Dort sind einige Haustiergehege und eine recht alter Hof, die normalerweise nicht offen steht, da sie eine privatbetriebene Kinderfarm ist. Ein Seitenweg führt zu den Iberischen Wölfen, der Weg geradeaus zu den Syrischen Braunbären und nach Nordafrika. Dieser Teil besteht aus einer Löwenanlage, einem Flamingoteich und einem ganzen Tal für Mähnenspringer und Mendesantilope. Fast unbemerkt hat sich im eurasischen Parkteil die Vegetation geändert: Hier herrscht Mischwald vor, aber ein langer folgender Weg ohne Gehege führt zurück in die erstgenannte Pflanzenwelt. Nahe einer Kreuzung liegen zwei "Australien"-Anlagen mit Kasuar (linksrum), Emu und Riesenkänguru (geradeaus) und rechtsrum geht der Rundgang wieder nach Afrika mit Somali-Wildesel und dem normalen Einblick ins anfängliche Addax-Gehege. Der Weg zum Ausgang führt an zwei älteren Affenkäfigen mit Rhesus und Magot vorbei. Am Ausgang baut man derzeit am dritten begehbaren Haus, der "Serre Amazonienne", einem Tropenhaus. Hier soll der neue Eingang und auch ein Besucherrestaurant untergebracht werden. Ob der Zoo nach dessen Eröffnung im Mai 2007 noch gratis zu besuchen ist, weiss ich nicht, aber auch für einen Eintritt ist er ein lohnendes Ziel!
    (17.12.2006)
    Stefan Schubert:   JARDIN ZOOLOGIQUE, MONACO; Ebenfalls über die Vorortbahn aus Cannes/ Nice erreichbar ist das kleine Fürstentum an der Cote Azur. Der Bahnhof liegt unterirdisch und ist über drei Ausgänge zu verlassen. Der hinterste in Richtung Nice führt in die nähere Umgebung des Zoo! Durchschreitet man diesen Tunnel wird schnell einem klar, baulich wird hier nicht gekleckert, hier wird geklotzt! Die Tunnelverkleidung entstand aus Marmor, wie auch der Boden, man ist geneigt die Schuhe auszuziehen, Rollbänder sorgen für ein rasches Fortkommen und draussen bringt eine Rolltreppe den Besucher bis vorm Zoo! Er macht jedoch eine Mittagspause von 12:00 bis 14:00 Uhr. Das ist aber kein Problem, diese Zeit in der näheren Umgebung zu verbringen: Neben dem Zoo liegt das "Musée des Timbres" zur Post- und Geldgeschichte des Fürstentums, wenige Meter weiter ein Oldtimermuseum mit etwa 100 Autos, sowie das "Musée Naval" mit Schiffsmodellen und anderen maritimen Objekten seit der Antike. Man kann aber auch um den Hafen herum in etwa 10 Minuten zur Mole laufen und den Aussenblick auf das Ozeanografische Institut werfen. Für hungrige Mäuler besteht aber eine Etage unter dem Zoo auch ein Schottisches Spezialitätenrestaurant!
    Der Zoo klebt am Felsen zwischen dem Hafen Fontvieille und dem Fürstenschloss. Er wurde terassenartig aus Natursteinen aufgemauert und ein barrierefreier Rundweg angelegt. Nach den ersten Eindrücken, die die Stadt vermittelte schockt er zunächst! Die hellen Mauern sind allgegenwärtig und die Tierhaltung erinnert ein wenig an Gelsenkirchen vorm Umbau! Hinter dem Eingang liegt ein erstes Terrarium und ein Rundkäfig mit Kattas. Auf dem Vivariumsdach liegt eine Besucherplattform für die Flusspferdanlage und ein unterirdisch angelegtes Vogelhaus mit klitzekleinen Aussenvolieren. Den Flusspferden steht an deren höchster Stelle ein Wasserbecken bereit. Ein langgezogenes Gehege folgt mit Nandus und zwei weiblichen Litschi-Wasserböcken. Darin befinden sich Fenster zum Hafen, damit die Tiere von Reisen in entfernte Länder träumen können! Am Wendepunkt des Weges liegt eine Dromedar-Anlage und nebenan eine Freianlage für Bennetts. Wir sind auf der zweiten Terrasse und finden hier desweiteren Freigehege für Hausmeerschwein und Halsbandpekari, sowie kleine Singvogelvolieren. Quessantschafe, Höckergänse und diverse Haushühner bewegen sich hier im Besucherbereich. Eine weitere Serpentine wird genommen und auf der höchsten Ebene kommt man zu den Affen. Blaumaulmeerkatzen gibt es keine mehr und die beiden Primatenkäfige wurden für Haubenkapuziner zusammengelegt. In einem weiteren kleineren leben S/W-Varis, gefolgt von Freianlagen für Zwergziege, Weisser Nutria, Mara und einem Huhn mit Küken. Hier besteht eine verschlossene Treppe hinauf zum Schloss. Zwei weiteren Freigehegen für Prairiehund und Waschbär folgen die Raubtieranlagen, deren erster Käfig mit Leoparden besetzt ist, der zweite bereits abgebrochen, der dritte und vierte ebenso, letzterer ist heute eine Freianlage für Aras. Grösster Bau des Zoos ist das alte Raubtierhaus, dessen Käfige alle zusammengelegt und zum Heim einer Weissen Tigerin wurde. Dahinter befindet sich ein zweites Terrarium. Nun geht es wieder bergab, vorbei an Anlagen für Landschildkröten und Brautenten, sowie einem Spielplatz. Man muss allerdings anmerken, dass die Belegschaft die Anlage im Rahmen des möglichen pflegt und durch Pflanzungen und Blumentöpfe dem Zoo einiges seiner Tristess nimmt. So wirkte er auf meinen Bildern nur noch halb so schlimm, wie im ersten Empfinden vor Ort!

    MUSÉE OCÉANOGRAPHIQUE, MONACO; Trotz der geringen Grösse des Stadtstaates gibt es ein Stadtbusnetz, was man als Tourist aber kaum braucht, da der Fussweg vom Zoo zum Aquarium durch den alten Teil führt und eine ganze Menge sehenswertes bereithält!
    Das aufregenste am Ozeanografischen Institut finde ich ist das über den Klippen errichtete Gebäude, welches es beherbergt. Das Aquarium liegt in den beiden Tiefgeschossen. Bemerkenswert ist hierbei nicht sehr viel. Ich sah einen schwimmenden Steinfisch, Tannenzapfenfische im hellen Becken und ein Rundaquarium nit Fischschwarm. Im Obergeschoss besteht ein Walraum mit Skeletten, Präperaten und Walfangutensillien, sowie eine zeitweise Arktisausstellung. Wertfollsten Stück der Schau ist ein Eisklumpen, den der Fürst bei seiner Arktisexpedition mitbrachte und nun bei -10°C präsentiert wird. Er dürfte hier schon ein seltener Anblick sein!
    Abschliessend möchte ich noch bemerken, dass in Touristeninformationen und Unterkünften ein Heftchen "Monaco-Loisirs" ausliegt, mit einer Menge Information zu den recht umfangreichen Sehenswürdigkeiten und Sparcoupons zum Eintritt-drücken. Damit kostet das Automuseum nur 3 statt 6€, der Zoo 3 statt 4€ und das Aquarium 9 statt 11€! Nur als kleiner Tipp!
    (11.12.2006)
    Stefan Schubert:   @Dirk K: Eben desswegen hatte mich ein Besuch in Asson auch gereizt, fiel aber bereits der ersten Kürzung zum Opfer, als ich von einer Vierwochenreise auf drei Wochen reduzieren musste. Der Grund war die recht aufwendige An- und Abreise! Es gab nur in der Nähe von Bourdeaux und in Carcassonne weitere für mich lohnende Ziele, deren Anfahrt aber einen halben (Zoo)Tag gekostet hätten! Für einen nächsten Trip steht er aber schon ziemlich sicher fest!

    P.S.: Im Parc Phoenix sollte es "geometrische Formen" heissen! Sollte vielleicht vorm Posten nochmals Kontrolllesen!
    (10.12.2006)
    Dirk K:   Vielen Dank, dass sie sich so viel Mühe mit ihren Berichten geben.
    Auch wenn ich ihnen damit vllt. vorausgreife wollte ich fragen, ob sie auch den Zoo Asson besucht haben, der mich vor allem wegen der Blauducker interessiert.
    (10.12.2006)
    Stefan Schubert:   PARC PHOENIX, NICE; In Nizza findet man ebenfalls einige Tierhaltungen, wenngleich auch keinen richtigen Zoo! Am Morgen ist mir ein Flyer über diesen Park in die Hände gefallen, der etwa 6km westlich des Stadtzentrums direkt an der Bahnstation Nice-St.Augustin zu finden ist . Die Züge, die in Biot halten, legen auch hier einen Stopp ein. Zudem verkehren die Buslinien 9,10 und 23 hierher! Der Besucher sollte der Ausschilderung Parc Floral folgen, die Strassenausschilderung führt einmal um den Park herum!
    Der Park ist nicht sehr gross und eher ein Botanischer Garten. Eine in Deutschland liegende vergleichbare Einrichtung wäre der Luisenpark Mannheim. Die Gestalter beabsichtigten in der Gestaltung einen Brückenschlag zwischen Kunst und Natur zu finden. Die Wegeführung erinnert an geografische Formen, dazwischen gepflegte Pflanzungen und initiierter Wildwuchs! Erster Blickfang ist ein grosser Teich mit vielen Entenartigen, darunter Trauerschwäne mit Gössel! Nahe dem Rundgangbeginn entstand gerade eine Anlage, die für Pinguine bestimmt sein könnte! An verschiedenen Stellen findet man Volieren und Freianlagen für verschiedene Vögel: Eulen, Nandu und Aras. Der zweite grosse Blickfang ist ein Tropenhaus, unterteilt in verschiedene Sektionen und mit Pflanzen verschiedener Vegetationszonen, sowie einzelner Volieren, Aquarien und Terrarien. Ein Nebenraum beherbergt zudem eine Aquarien- und Insektenschau. Ein Bereich des Hauses ist als Freiflugraum hergerichtet. Einzigste Säugerform im Park sind Schwarzschwanz-Prairiehündchen. Der Eintritt ist mit 2€ in diese städtische Einrichtung recht günstig!

    ZOOPARC ST-JEAN-CAP-FERRAT; Dieser kleine private Zoo liegt nur wenige Kilometer östlich von Nizza und ist mittels Stadtbuslinie 81 erreichbar. Die nächstgelegene Bahnstation ist im 3km entfernten Beaulieu-sur-Mer zu finden! Ich entschied mich für letztere, da ich mir einen schönen Spaziergang entlang der ins Mittelmeer ragenden Halbinsel versprach und wurde auch nicht enttäuscht. Inzwischen hatte ich auch verdaut, dass in dieser Region Palmen so häufig sind wie bei uns Kastanien. Anfangs gab es schon hier und da mal einen offenen Mund!
    Der kleine Zoo ist nur etwa 3ha gross und wurde 1949 eröffnet. Die Tierhaltung ist den Umständen der geringen Fläche entsprechend recht modern, hier und da finden sich noch kleinere Volieren mit Amazonen, doch im Grossen und Ganzen entsprechen die Anlagen dem Besatz! Die Ausgestaltung des Parks erinnert an eine riesige Tropenhalle, nur halt ohne Dach und das Wetter sorgte für zusätzliche echte Regenwaldathmosphäre! Der Weg ist ein grosser Rundweg, sowie ein kleinerer innenliegender mittels sternförmiger Brückenkonstruktion verbundener Bereich. Bemerkenswert fand ich hier die Gehegebeschilderung mit kurzen Texten in Französisch, Italienisch, Englisch und RUSSISCH!
    Einigen Kleinvolieren folgte eine erste grössere mit etwa 10 Braunen Makis und einer begehbaren Grossvoliere mit Ibissen, gefolgt von Stachelschwein und Emu. Die Leopardenanlage durchläuft ein Plexiglastunnel. Hier leben zwei schwarze und zwei gefleckte unterartlich nicht gekennzeichnete Tiere, vermutlich Hybriden. Nebenan leben Schwarzweisse Varis. Einigen weiteren Volieren mit verschiedenen Papageien, Klammeraffe, Siamang und Schweinsaffe folgt ein älteres Winterhaus mit Terrarien für Grünen Leguan und Schnappschildkröte, sowie ein sepperates Freigehege mit Nilkrokodilen. Eine Freianlage mit bogenförmigen Felsunterstand und Wasserfall bewohnen zwei Kragenbären. Neu für die Saison entstand eine Zwergotteranlage mit Unterwassereinsicht. Nun sind wir im Innenbereich, einer Art Trichter mit einigen Teichen und Streichelzoo. Ebenfalls neuerstellt ist eine Nachtabteilung unter der Terasse des Besucherrestaurants. Ein grösserer Flugraum steht hier einer Kolonie Nilflughunden bereit und am Rand war ein künstliches Kanalsystem mit Farbratten besetzt. Vom Streichelgehege kamen mir auch die ersten Ziegen in der Höhle entgegen! Auf der Katta-Insel fand ich freifliegende Schwarzkopfibisse vor und im Südamerikabereich auch zwei Weissbartpekaris! Eine Tigeranlage ist mit ausgeschilderten Amur-Bengal-Hybriden besetzt und eine weitere Freianlage mit Chapmanzebras.
    Trotz der 14€ Eintritt empfehl ich diesen Tierpark weiter und bei Sonnenschein ist er sicherlich ein doppelter Genuss!
    (10.12.2006)
    Mulan:   In Seaworld San Diego ist wieder einmal ein Trainer von einem Orca verletzt worden, während einer Vorstellung biß das Tier ihm in den Fuß, zog ihn unter Wasser und zog ihn anschließend durch das Becken. Der Mann konnte verletzt geborgen werden. Wieder ein Trainer mehr, der bestimmt nicht mehr zu den " netten 2 Orcas ins Becken geht. Vielleicht sollte man auch für Orcas den
    " Protected Contact " einführen, denn mit Orcas passiert in den Staaten wesentlich mehr, als mit Elefanten...
    (08.12.2006)
    Matthias:   Nein. Momentan leben zwei erwachsene Weibchen mit drei aelteren Jungtieren. Der Vater dieser drei Tiere ist soweit ich weiss dieses oder letztes jahr verstorben.
    Ein aelteres Jungtier hat den Park vor ein paar Jahren verlassen.
    Ich hatte 2002 das Glueck noch alle sieben Tiere zusammen zu sehen. Bleibt zu hoffen, dass mit einem neuen Maennchen die Zucht ausgebaut werden kann.
    (08.12.2006)
    Mulan:   @Matthias. Danke für den Tipp mit der Orcaseite ! Antibes hält wohl ein Paar mit drei Nachzuchten !
    (08.12.2006)
    Matthias:   Unter http://www.orcahome.de/stataqua.htm findet man eine aktuelle Liste aller in Gefangenschaft gehaltenen Orcas (inkl. Herkunft).
    (08.12.2006)
    Stefan Schubert:   Zooführer zu Antibes gibt es keine! Einzigste Druckwerke vor Ort war ein dickes Postkartenpaket und kostenlose Faltblätter mit Lageplan und Vorführzeiten in Französisch oder Englisch!
    Zur Orca-Gruppe kann ich nichts sagen, da die Beschilderung sehr mangelhaft, im Grunde sogar kaum vorhanden ist und erzählen können sie viel, ich versteh nur nichts! ;-)
    (08.12.2006)
    Mulan:   @Stefan Schubert. Gibt es einen Zooführer von Antibes ? Mehrfach hatte ich die angeschrieben, aber nie Antwort erhalten. Jetzt möchte ich zumindestens wissen, ob es etwas gibt. Wie setzt sich die Orca-Gruppe zusammen ? Soweit ich weiß, sind dort ein oder zwei Kälber aufgezogen worden. Geburten muß es wohl schon mehrere gegeben haben.
    (08.12.2006)
    Stefan Schubert:   PETITE FERME DU FAR WEST, ANTIBES; Mittels Nachtsprung im Süden eingefallen, begann ich umgehend einigen Tierhaltungen hier meine Aufwartung zu machen. Erstes Ziel war diese zum Marineland gehörende Einrichtung. Der Einzeleintritt für Erwachsene kostet 10€, für Kinder 8€, im Kombiticket mit dem Meereszoo 31/19€! Zu sehen ist nur ein Kinderfreizeitpark bis allerhöchstens Grundschulalter mit kindlichen Kulissen, Fuhrgeschäften, einigen Haustieren und netten Pflanzungen. Nach einem kurzen Rundgang strebte ich schon bald dem Hauptziel des Tages entgegen. Zuvor passierte ich noch die "Ile Magique aux Oiseaux" mit geisterbahnähnlicher Eingangsgestaltung und dahinterliegenden Gewächshäusern, die wohl tropische Vögel beherbergte. Doch konnte ich der Sache nicht auf dem Grund gehen, da die Schau seit September geschlossen ist!

    MARINELAND ANTIBES; Der Einzeleintritt zum Park kommt dem Gast 28/19€! Sofort lief ich zur Hauptattraktion, den Schwertwalen, da die erste der zwei täglichen Shows bereits lief. Drei der fünf Orcas beteiligten sich daran, die beiden anderen waren im Separeé. Die Anlage besteht aus einem verhältnismässig grossen Becken, welches in einen grösseren und drei kleinere Bereiche unterteilen lässt. Im zur Tribüne gelegenen Hauptteil finden Vorführung und Training statt. Die Demo war eine Choreografie zu Musik mit Flossenwinken und Sprüngen. Nach der Vorführung lief ein Training mit einem der beiden anderen Wale in recht lockerer Athmosphäre ab. Trainingssprache war Englisch und eine der anwesenden BetreuerInnen stammt wohl aus den USA. Nach einigen Runden "Surfen" schob der Wal einen von ihnen vor sich her durchs Wasser. Nach wenigen Minuten kehrte Ruhe ein und die Schleussen wurden allesamt geöffnet! Neben der Orca-Anlage befand sich ein weiteres lagunenartiges Becken mit noch ordentlichen Ausmassen und einem Separeé, welches die Tümmler aufsuchen konnten, darin gibt es gegen einen Extraobulus Streicheleinheiten: Seelöwe 18€, Delfin 45€. Der Preis ist für Gross und Klein gleich!
    Zurück im Hauptteil desw Parks liegt der "Hai-Tunnel" mit Pelikanen am Eingang und einem Karettschildkrötenbecken, gefolgt vom Haibecken mit Besuchertunnel. In letzterem ist das Blitzen verboten!
    Über das gesamte Gelände verteilt befinden sich Gastlichkeiten und Automaten mit annehmbaren Preisen, ein Rochen-Touchpool und Freianlagen für Humboldtpinguin, Mähnenrobbe, Kalifornischer Seelöwe und Seehund. Ein erster Aquarienbau widmet sich dem Thema Mangrove. Zwischen künstlichen Wurzeln stehen unterschiedlich grosse Aquarien, deren besonderste Bewohner Winkerkrabben sind! Im zweiten Aquarienbau stach vor allem eine WG aus Schleimfisch und Garnelle heraus, sowie Sandaale, Pfeilhecht und eine Korallenzucht. Eine weitere Showarena für Robben würd passiert auf dem Weg zum Meeresmuseum. Vor diesem lebt eine kleine Kolonie Zwergflamingos und darin findet man allerlei zum Thema Schifffahrt mit Navigationsinstrumenten, Schiffsmodellen und Utensillien aus Walfängertagen, sowie Volkskunst aus Knochen und Welrosselfenbein. Ein interessantes Exponat, find ich, ist ein Vorher-Nachher-Modell der "Titanic". Ebenso sehenswert fand ich Beiboot, Harpunenspeere, Zerteilmesser und Sudkessel früherer Walfänger! Die Ausstellung nahm mich so gefangen, dass ich draussen die Delfinvorführung versäumte. Pünktlich zum Ende stand ich dann da und durfte Teilhaben an der Inteligenz dieser Tiere: Ihnen ist es eigen nach der Vorführung die Besucher zu necken, indem Unaufmerksamkeit der Menschen mit herausfliegenden Bällen gestraft wird. Erwartet der Besucher diesen, wird er ignoriert, bis sich wieder Unaufmerksamkeit breitmachte!
    Der Aquazoo ist nur wenige hundert Meter entfernt vom Bahnhof Biot, aber etwa 6km von Antibes! Mindestens einmal die Stunde halten hier S-Bahnzüge der Relation Cannes-Nice(-Monaco)!
    (08.12.2006)
    Stefan Schubert:   @Wolf Drei: Betreffs der Eulemur (fulvus) albocollaris habe ich bereits vermutet, dass sie (1.2) aus Strasbourg stammen. Den deutschen Namen habe ich vom Schild am Gehege und er kommt mir auch etwas umständlich vor. Das "Halsband" des Männchen wirkt wie der Bart der Vollbartmeerkatze! Die Weibchen haben nur einen Ansatz von Bart.

    CITADELLE BESANCON; Einen Zoo in einer alten Feste sah ich zwar schon in Lille und Maubeuge, doch die Tatsache einer Sifaka-Haltung zog mich nun zu dieser Einrichtung. Der Hauptbahnhof Besancon-Viotte wird mittels durchgehender Züge Strasbourg/Mulhouse-Lyon erreicht und ist etwa 3km von der Zitadelle entfernt. Glaubt man in Wien oder Paris die ältesten Tieranlagen zu finden, hier gibt es noch ältere, wenngleich ursprünglich nicht für diesen Zweck erbaut! Was für ein herausragendes Ereignis mir bevorstand, erahnte ich, als ich vom Ufer der Doubs gen Himmel schaute, an dem eine richtige Burg kratzte. Der Ansporn war da und ich erklomm den Aufstieg, eine endlose Aneinanderreihung von Stufen. Bis zum ersten Torhaus geht auch eine Strasse und am ersten Wehrgraben lassen auch die Mobilisten ihr Auto stehen. Hier wird der einmalige Eintritt von €7,80 entlöhnt. Er erlaubt den Zugang zu allen Ausstellungen im Komplex. Nach dem ersten folgt ein weiterer Aufstieg zum zweiten Torhaus. Flankiert wird der Weg zur rechten Seite von einer leider leeren Sommerweide, etwas versteckt liegt links eine Zwergesel-Koppel. Der zweite Wehrgraben vorm Torhaus ist das Gehege der Rotgesichtsmakaken. Teile der Nordmauer können die Tiere erklimmen, wo ihnen eine sonnige Wiese bereitsteht. An der gegenüberliegenden Mauer findet man noch Reste eines E-Zaunes, wahrscheinlich ist sie zu glatt. Bemerkenswert fand ich hier Zooschilder in Blindenschrift!
    Das zweite Torhaus ist der eigentliche Zugang zum Komplex, der ab 1675 unter dem Festungsbaumeister Vauban zu einem Militärstützpunkt 118m über dem Flussbett ausgebaut wurde. Drei kultur- und geschichtliche, sowie zwei Naturkundemuseen findet man hier, dazu einige zoologische Schauen.
    Der Zoo erstreckt sich im hintersten Burgteil nach dem dritten Torhaus entlang der Gräben und Bollwerke auf der Südseite. Die Struktur der Anlage erlaubt keinen Rund- sondern nur Stichwege. Die Anlagen sind in verschiedenen Teilen gegliedert: Primaten, Raubtiere, Bergtiere, Vögel und Streichelzoo. Warum der Zoo 1950 hier angesiedelt wurde, kann ich nur erraten. Ich vermute, um einen weiteren touristischen Anziehungspunkt für die im Unterhalt sicherlich teure Anlage bieten zu können.
    Erster Bereich ist der für Primaten im teilweise zugeschütteten Wehrgraben. Zur linken liegt ein Siamang-Käfig und die Hanuman-Freianlage, zur rechten zwei Volieren für Kronensifaka und Grossen Bambuslemur, die man umläuft um zu kleineren Krallenaffenvolieren zu gelangen, mit ordentlicher Artenvielfalt! Den alten Graben entlang findet der Besucher eine Anzahl Volieren mit Ecken und Kanten und ungewöhnlichen Grundrissen. Bemerkenswerte Bewohner sind hier Gürtelvari und Mantelmangabe. Am Ende befindet sich eine Freianlage der Sphinxpaviane. Auf deren Unterkunft liegt eine Besucherplattform und Teile der Grabenmauer können von den Tieren erklettert werden. Der gegenüberliegende Teilgraben wurde zu Freianlagen für Asiatische Löwen und Amurtiger hergerichtet. Die Barriere zum Besucherbereich bilden dabei Stahlplatten! Oberhalb der Mauer gegenüber dem Torhaus liegt die Schnittstelle der Wege und eine begehbare Zogelvoliere mit Ibissen, Gänsen, Hammerköpfe u.a., der linke Weg führt durch einen Tunnel zu Toilette, Lama, Esel und Blick in die Raubtieranlagen, der Weg um die Voliere herum zu Bezoarziege und der rechte Tunnel zu Mähnenspringern. Der mittlere Tunnel führt bergab zum Streichelzoo und einigen Papageienvolieren.
    Verlässt man den Jardin zoologique durch den Eingang und biegt rechts ab, gelangt man zum ehemaligen Munitionsbunker, dem heutigen Noctarium. Exoten befinden sich hier nicht, aber liebevoll eingerichtete Biotopausschnitte, Stuben und Kammern für heimische Mäuse, Ratten, Siebenschläfer und Spitzmaus. Leider sah ich von letzteren beiden nur die Schilder. Ausserhalb des Baus befindet sich in diesem Eck noch ein Gehege für Quessantschaf und eine Südamerikawiese. Bemerkenswerteste Bewohner dieser dürften Mähnengänse sein!
    Zurück zum Zooeingang liegt halb versetzt ein Torbogen. Dahinter findet der Interessent eine Edelkrebszucht und ein Aquarium mit heimischen Fischen und eine Angelausstellung. Vom Innenhof aus ist im Obergeschoss der einstigen Mannschaftsunterkünfte das Insektarium untergebracht. Egal wie man den Rundgang beginnt, er fängt an und endet mit einem Highlight: Herkuleskäfer und ein Termitenstaat in Glasvitrine. Dazwischen gibt es eine Vielzahl Vertreter von Käfer, Schaben und Schrecken zu sehen- nicht nur die 08/15-Arten! Eine Etage höher liegt noch das Climatorium, die erste naturkundliche Schau. Die zweite "Parcours de l´évolution" befindet sich im Nachbargebäude. Hier gibt es einige mehr oder weniger gute Tierpräperate zu sehen, unter anderem Indri und Gürteltier.
    Die westliche Aussenmauer der Burg ist begehbar und erlaubt schöne Aussichten ins Doubs-Tal. Der Weg zum Aufstieg führt (vom Zoo kommend links) an eine Waldrappvoliere vorbei, die hoch über dem Sphinxpavianen liegt. Neben Blauen Pfauen leben darin auch Rotbauchmakis!
    Die Fläche des Zoos ist zwar mit nur 5ha angegeben, doch hatte ich keine Mühe, den ganzen Tag hier zuzubringen. Es gibt viel zu sehen und zwischen jeder neuen Attraktion schaute ich im Jardin zoologique vorbei, denn erstaunlicherweise waren hier die Bambuslemuren recht aktiv!
    (05.12.2006)
    Michael Mettler:   Nachgesehen: Von den eventuellen Gelbnasen in Gettorf habe ich Fotos von 1986 und 1994, sie wurden also nicht nur kurzzeitig gehalten.
    (05.12.2006)
    Wolf Drei:   zu Eulemur albocollaris: Weisshals- oder Weissbartlemur: meine eigenen Aufnahmen und die von Russel Mittermeier (Bild-Google)lassen wohl eher die Bartbennenung zu. Die Unterart/nach neuer Lesung Art, wurde 1975 von Prof Rumpler-das ist der Chromosomenforscher in Strassbourg-beschrieben
    (05.12.2006)
    Wolf Drei:   Die "whitesidi" Meerkatzen gibt es in Saint Martin schon seit 1995, neuerdings (2004)auch in Howletts/GB. Der "atrinasus"MK bin ich leider ohne Erfolg nachgejagt: Zunächst in Mulhouse(so um 1990/92) bei einem Spezialisten-Meerkatzentreffen "entdeckt", kam das Tier nach Lissabon , von dort nach Teneriffa (Los Chrestianos) und löste sich dann auf.@Stefan Schubert: Die Weisshalsmakis (besser offensichtlich Weissbartmaki , also wohl? albocollaris) stammen aus einem kleinen Verbreitungsgebiet im unteren Ostmadagaskar zwischen zwei kleineren Flüssen und waren bisher schon erstmalig in einem genetischen Institut in Straßbourg zu sehen (besser ,nur mit Erlaubnis: ein Forscher machte da schon seit den sechziger Jahren Chromosomenuntersuchungen an Lemuren-auch Hybriden).
    (04.12.2006)
    Stefan Schubert:   Vielen Dank! Gelbnase könnte stimmen, da der Nasenfleck der Tiere in etwa den Farbton "gelb" in der Rassetaubenzucht nahe kommt. Mittels Googeln kam ich zu keinem Ergebnis und meine bescheidene Bibliothek gab mir keine Auskunft! Die Tiere besitzen ein blaues Gesicht, hautfarbene Lippen und gelblich braunen Backenbart, zu den Ohren hin heller werdend, zum Hals hin ist er dunkel abgesetzt. Der Kopf ist dunkel und auf der Stirn brechen einzelne goldbraune Haare durch!
    @Michael Mettler: Die Drill/Weisskehlmeerkatzen- und die Sitatunga-Anlagen liegen nebeneinander. Im Zooführer erhielt letztere die Rundgangnummer zwischen Wolf und Drill, ist aber da nur schlecht einsehbar. Entsprechend des Bewuchses dürfte die Sitatunga-Anlage recht feucht sein!

    Für einen ganzen Bericht fehlt mir die Zeit, aber einige Info aus Mulhouse möchte ich einbringen. Diesen Zoo habe ich erstmals nach drei Jahren wieder besucht und konnte einige Neuerungen entdecken! Im Lemurenkomplex gab es einige Umzüge. Bei den Sifakas leben auch Alaotra-Bambuslemuren, die Kronenmakis haben wieder Nachwuchs und eine Art fiel mir erstmals auf: Weisshalsbandmakis! Laut Text eine Unterart der Braunen Makis, mit angedachten eigenen Artstatus und nur hier zu sehen. Die Grevyzebra-Anlage wurde umgestaltet, mit Bachlauf und hölzerner Besucherhütte und ganz sehr freute mich die Vergrösserung der Tieraffenhausaussenkäfige! Ästhetisch trifft dies sicherlich nicht jeden Geschmack, doch dürfte sich der Raum verdrei- bis -vierfacht haben! Eine Rotbauchmeerkatze war da, die Sumpfmeerkatzen nur ausgeschildert. In den beiden Affenhäusern leben inzwischen drei Gruppen Zweifarbtamarine und der Satansaki soll auch noch da sein. Am Blauschafgehege wird gerade der Weg erneuert und so sind die Tiere nur vom Spielplatz aus zu sehen. Das Alte Känguruhaus ist restauriert worden und in den Vogelvolieren findet man auch Mähnenibisse! Wieder in der Schau sind Amurleoparden und den Tigern baute der Park eine neue Anlage nahe der alten. Diese bezogen inzwischen Asiatische Löwen! Defeniv weg ist der Schabrackentapir. Eine Umgestaltung erfuhr auch die Wolfsanlage!
    (02.12.2006)
    Michael Mettler:   Im Buch "Säugetiere Afrikas" von Haltenorth/Diller heißt C. ascanius whitesidei auf Deutsch Gelbnase(nmeerkatze). Nach der Beschreibung in diesem Buch würde ich sogar behaupten, schon Gelbnasen in Deutschland gesehen und fotografiert zu haben, nämlich vor -zig Jahren im Tierpark Gettorf. Meiner Erinnerung nach waren die Meerkatzen als beschlagnahmte Importe dorthin gekommen. Irgendwann Anfang der 80er wurde ein illegaler Import verschiedener zentralafrikanischer Primaten ausgehoben, und die bunt gemischte Gruppe landete übergangsweise (und ohne Beschilderung) im Tierpark Rheine; dort sah ich sie im Affenhaus, welches damals noch in seinem alten Bauzustand war (kleine Innen- und Außenkäfige). Die Truppe bestand aus Sumpfmeerkatzen, Kongo-Weißnasen, Goldbauchmangaben und einer zweiten, graugrünen Mangabenart, an die ich mich leider nicht genau erinnere (Flinke Mangaben?). Später wurden die Tiere nach Arten getrennt auf andere Zoos verteilt, und ich glaube, die Gettorfer Weiß- bzw. Gelbnasen stammten aus diesem Import. Möglich, dass auch Karlsruhe Affen aus diesem Import bekam, denn bei meinem ersten Besuch 1986 sah ich dort Flinke Mangaben und Sumpfmeerkatzen in Vergesellschaftung.

    @Stefan Schubert: Verstehe ich es richtig, dass die Drills in St-Martin-la-Plaine mit Weißkehlmeerkatzen bzw. Sitatungas vergesellschaftet gehalten werden?
    (01.12.2006)
    Karsten Vick:   Ich war bisher nur in einem französischen Zoo, nämlich dem Jardin des Plantes in Paris, den ich zwischen Louvre und Notre Dame einflechten konnte. Was ich dort sah, setzt sich in deinen Berichten fort, Stefan. Die Franzosen haben wirklich was für Mangaben und Meerkatzen übrig. Für die Orangenase brauchte sich wohl bisher kein deutscher Zoo einen Namen ausdenken, jedenfalls wüsste ich nicht, dass es sie mal irgendwo gab. Sie gehört aber zur Art der Kongo-Weißnasen, von denen es bei uns vereinzelte Schmidt-Weißnasen (ascanius schmidti) und mind. eine Schwarzwangen-Weißnase (ascanius ascanius) gibt. Deren Nasen sind wirklich weiß, aber es gibt auch noch eine Schwarznase (ascanius atrinasus) im Bunde. Auch die schönen Mantelmangaben und die Tonkeanmakaken sucht man in Deutschland vergeblich.
    (01.12.2006)
    Stefan Schubert:   ESPACE ZOOLOGIQUE ST-MARTIN-LA-PLAINE; Im Umland der zweitgrössten Stadt Frankreichs findet man einige weitere Tierhaltungen, von dennen ich diese für einen Besuch auserkohren habe. Aller halbe Stunde verlassen Züge einen der beiden grossen Bahnhöfe Lyons nach Rive-de-Gier, welches mit St-Martin zusammenwechst. In die ca 4km entfernte Nachbargemeinde bestehen mehrere Busverbindungen in recht unterschiedlichen Abständen am Tag, der Zoo liegt einen Kilometer weiter und ist ausgeschildert!
    Vom Charakter her erinnert mich dieser 12ha grosse private Zoo an den Hallenser mit am Hang liegenden Wegen. Er ist mit der Eröffnung 1972 jedoch deutlich jünger und unterscheidet sich auch im Tierbestand, da der Hauptaugenmerk auf Primaten liegt und hat da manche Perle zu bieten!
    Der Eingang liegt im Tal und der Weg führt stetig bergan, vorbei an neumöblierten Gehegen für Schneeleopard, Sibierischer Luchs und Timberwolf. Das Wolfshaus ist im wahrsten Sinne des Wortes begehbar. Das Dach ist eine Aussichtsplattform mit Blick in obere Gehegebereiche. Ein Clou fand ich weidende Schafe und Ziegen hinter dem Zoo-Aussenzaun, quasi als Fernsehen. Ein weiteres Behavior Enrichment dürften die freilebenden Wildkaninchen in unmittelbarer Nachbarschaft darstellen. Am Zugang zur Dachterrasse findet man eine erste Affenfreianlage mit Drill und Weisskehlmeerkatze. Daneben liegt die heckenumsäumte Babirusa-Anlage. Leider hatten die Hirscheber keinen Ausgang. Diese dürften in Frankreich nur hier zu sehen sein. Die Ecke der Wegschleife war ursprünglich eine Kattavoliere und ist heute die wohl weltschönste Mandarinentenanlage! Eine weitere Freianlage gehört einer Gruppe Tonkeanmakaken, die schönste für diese Art, die ich bislang sah. Ein zweigeteiltes, miteinander verbundenes Gehege beherbergt die Binturongs und einen Malaienbären. Eine Grosszahl der Tieraffen lebt nch in Volieren und eine erste steht mit Monameerkatzen hinter der nächsten Rundgangwende, gefolgt von Freigehegen für Amurtiger, Sri Lanka-Leopard und Löwe. Gegenüber liegen Auskucke zu den Drills und Sitatungas. Das Löwenhaus durchschneitet mit Besuchergang die Anlage, gefolgt von einem kleinen zweigeschossigen Raubtierhaus. Der untere Bereich ist Unterkunft für Tiger und Leopard und der obere eine Besucherempore. Eine weitere Voliere ist mit Brazza´s besetzt. Ein erstes kleines Gorillahaus bildet den nächsten Eckpunkt. Hier lebt ein Paar Halbwüchsiger, deren Aussenkäfig mittels Laufbrücke verbunden ist. Nun folgen drei Volieren für Lar, Wauwau (Silbergibbon) und eine Meerkatzenart Ascagne à Nez Orange (Cercp. ascanius whitesidei) mit knallig orangener Nase, zu denen ich keinen deutschen Namen finde! Ein vermeindliches Scheunentor dorf durchgangen werden und verbirgt eine Art Tropenlandschaft mit Krallenaffenkäfigen. Nach Basler Vorbild liegen deren Aussenbereiche auf dem Dach! Nach diesem Bau folgen Volieren für Apella, Dunkle Weissnasenmeerkatze und Mantelmangabe, sowie eine Servalanlage am nächsten Schlenker. Der Weg bietet nun eine weitere Einsicht in die genannten Volieren, eine Magot-Freianlage und ein zweites Gorillahaus für eine Familiengruppe mit Schwarzwangen-Weissnasen als Untermieter, sowie dem Heim weiterer Zuchtgruppen von Drill und Mantelmangabe. Ein Zick-Zack lässt uns zur Gorilla-Aussenanlage kommen, die die Tiere durch einen Tunnel erreichen. Diese und die beiden folgenden Schimpansenanlagen sind recht gross, offen und mit Klettermöglichkeiten versehen. Die Schimpansenunterkünfte sind hinter den Kulissen, doch besucht werden darf ein drittes Gorillahaus und das ist der Hammer: Es ist riesig und sollte von jedem Zooplaner einmal in Augenschein genommen werden. Das dreiteilige Tonnengewölbe wurde aus Holz erstellt und überspannt in etwa 8-10m drei Innenanlagen. Diese sind in Hanglage und mit Bäumen und Büschen bepflanzt. Den Boden bildet Kunstrasen. Bachläufe, Versteckmöglichkeiten, Holztürme und Kletterseile ergänzen die Innenausstattung. Zum vorderen Besucherbereich sind die Gehege offen. Zwei werden von Singles bewohnt, die dritte von einer kleinen Gruppe. Gesellschaft bieten ihnen Guereza, Diana und eine weitere Gruppe "Orangenasen". Besucherrückseitig befinden sich Grossvitrinen mit Krallenäffchen, Singvögel und Landschildkröten. Im Untergeschoss ist ein Vivarium eingerichtet. Die zugehörigen Aussenanlagen werden demnächst erstellt. Ein Teich ist Zentrum der äussersten Wegschleife mit Freianlagen für Roten Panda, Bennettkänguru, Lama und Volieren für Lemuren, sowie Papageien. Restaurant und Souveniershop bilden das Ende des Rundgangs am ersten Gorillahaus.

    @Carsten: Ich konnte aus familiären Gründen von den angedachten drei Wochen leider nur knapp zwei bleiben und musste ordentlich zusammenlegen und auch streichen, wie Beauval, Doue-la-Fontaine und Jersey. Dennoch habe ich tolle Tiergärten gesehen und möchte gern die Forumgemeinde an meiner Freude daran teilhabenlassen. Gerne werde ich abschliessend eine Kurzform anhängen! Danke für das Interesse! ;-)
    (01.12.2006)
    Carsten:   @ Stefan Schubert: Dem Lob von Matthias kann ich mir nur anschließen, freue mich jedesmal wenn Du einen neuen Bericht eingestellt hast und hoffe, Du hast noch ein paar Zoos besucht oder evtl. schon weitere Reisen geplant, g.

    Mich würde noch interessieren, wie lange Du bei Deiner Frankreich-Tour unterwegs warst und vielleicht könntest Du die Reisedaten am Ende noch mal zusammenfassen, ähnlich wie in Rundreisekatalogen: 1 Tag X, 2 Tag y, etc
    (30.11.2006)
    Stefan Schubert:   Vielen Dank für die Lorbeeren! Ich hoffe, dass meine Ausführungen nicht nur unterhalten, eventuell auch anspornen, sondern vielmehr vielleicht auch helfen können, da es keine Infos über ÖPNV-Verbindungen Frankreichs im Web gibt, wie etwa den Niederlanden oder auch in Deutschland! Das Laufen ist anfürsich nicht das Problem, da man hier am meisten vom Land sieht und geniessen kann und auch der Rückweg von Nesles bot noch Tiere: Jagdfasane, Maultiere, Poitouesel, Chamonixrinder und zwei Katzen, die mich so in Beschlag nahmen, dass ich den Anschluss nach Paris verpasste und in Coulommiers Quartier nehmen musste (im Hotel "Zum Bären"). Damit war der Nachtzug nach Lyon weg und der Besuch im Touroparc fiel ins Wasser! Machte aber nix, Lyon hat auch nen Zoo und dank schneller Züge war ich Sonntagmittag da!

    JARDIN ZOOLOGIQUE LYON, Tete d´Or Parc; Der Zoo liegt inmitten eines ca 22ha grossen Volkspark im Norden der Stadt, zu Fuss etwa 15 Minuten entfernt vom Bahnhof Part Dieu. Der Park ist ganztägig von etwa 6:00 bis 22:00 Uhr offen, im Winterhalbjahr bis zur Dunkelheit! Die Tiere sind ab etwa 9:00 bis 18:00 in den Gehegen. Da der Zoo gratis zu besuchen ist, ist er am Wochenende und in den Ferien propenvoll. Die kurz vor ihrer Eröffnung stehende Afrikasavanne zog sicherlich noch zusätzlich Neugierige an, obwohl diese noch von einem Baugitterzaun umgeben war. Das was dort die Stadtverwaltung ihrer Bevölkerung gestiftet hat, hat mir tierisch gut gefallen! Der Geländegewinn für den Zoo beschränkt sich nur auf wenige Quatratmeter, da etwa die Hälfte dessen geopfert wurde! Der Spitzhacke fiel aber nicht alles anheim, nur einige alte Huftieranlagen. Das orientalisch gestaltete alte Krokodilhaus blieb erhalten und wurde um eine Aussenanlage erweitert für die drei Nilkroko´s. Die Grotten am Ziergeflügelteich wurde zur Lemureninsel für Kattas und Varis und der Teich erweitert und als Wassergraben in die neue Anlage integriert. Ursprünglich sollte hier auch eine Flusspferdhaltung entstehen, die jedoch nicht realisiert wurde. Ein alter Bärenzwinger steht leer als Denkmal und Zeugnis des Wandels der Tierpräsentation! Das Giraffenhaus entstand auf einer hinzugewohnenen Fläche an einer Aussenseite und besitzt einen ellyptischen Grundriss. Die Tiere waren schon da, aber provisorisch auf einer kleinen Fläche der Savanne beschränkt. Die Längsseite zum Antilopenstall ist mittels Weidezaun eingefriedet. Der Stall besitzt einen dreieckigen Grundriss und verfügt zur parkseitigen Spitze zwei Freilandterrarien für Strahlen- und Spornschildkröten, sowie Löffelhunde, ein dritter Auslauf liegt hinter Glas und wird von Servalen belebt. Die beiden Gebäude wurden mit Holz verkleidet und wirken modern und gefällig zugleich! Neben Pelikanen, Kronenkranichen, Perlhühnern und Entenartigen leben zwei Watussi-Bullen, vier Grevy-Hengste und eine Zuchtgruppe Weissnackenmoorantilopen hier.
    Der "alte" Zooteil besteht aus Affen-, Raubtier-, Elefanten- und Giraffenhaus. Das erstere ist nur von aussen zu besichtigen und bietet die 47jährige Agilegibbondame "Lulu", Gürtelvaris, Weissschulterkapuziner, Mantelmangaben und einige Krallenaffen. Das Raubtierhaus war im Innenbereich verschlossen, in vier Aussenkäfigen sah man Amurleoparden, in den Freisichtanlagen Landschildkröten, Graugänse, Asiatische Löwen und Bengaltiger. Die Aussenanlage des schmucklosen Elefantenhauses ist Heimat zweier Tiere und sogar ein Giraffenbulle fand sich auf der alten Anlage mit einem Stall in der Ästhetik eines Containers. Am Wirtschaftshaus liegt noch eine Freisichtanlage mit Brillenbären und die Keimzelle des Zoos findet sich in der Nachbarschaft: Die ersten Tiere hier waren 1858 Damhirsche auf einer grossen Wiese!
    (30.11.2006)
    Matthias:   Alle Achtung! Die Ausdauer, die du beim Schreiben deiner anschaulichen Berichte an den Tag legst, hast du also auch wenn mal keine Busse fahren. 24 Kilometer hin und zurueck laufen, plus den Rundgang im Zoo. Da bin ich schonmal auf deine weiteren Berichte gespannt. Vielen Dank fuer die tollen Berichte.
    (30.11.2006)
    Stefan Schubert:   LES FELINS, NESLES; Ein geistiges Kind von CERZA wurde der Katzenzoo Auneau, 1998 eröffnet und am 15.08.2006 geschlossen. Dieser Tierpark präsentierte auf 8ha als einzigster in Europa ausschliesslich Vertreter der Katzenfamilie! Die Schliessung bedeutete jedoch einen Fortschritt, da ein Umzug auf ein grösseres Gelände östlich von Paris anstand. Ab 30.08. wurden die Tiere verlegt und kurz vor meiner Abreise ins Nachbarland ein Eröffnungstermin bekannt gegeben, der wie die Faust aufs Auge in meinen Tourplan passte: 14.10.2006!
    Die Gemeinde wurde auf Karten gefunden und die nächstgelegene Bahnstation mit möglichen Busanschluss in Marles-en-Brie erhofft. Busse in dieser Relation gibt es tatsächlich, doch nur werktags und morgens von Nesles, abends hin, also sehr ungünstig für einen Tagesausflug und so schwang ich mich auf Schusters Rappen zum 12km entfernten Ziel.
    Der Park liegt nördlich der Gemeinde nahe der Fernstrasse D402 und ist im Abzweig auch ausgeschildert! Selber kam ich kurz vor 11Uhr an, keine Queen, keine Kanzlerin, kein Staatspräsident, oder überhaupt kein grosses Federlesen um die Bedeutung des Tages? Stattdessen noch hier und da wurde noch etwas nachgearbeitet. Der Eintritt kostet 12€ und einen Zooführer gab es auch schon am ersten Tag, eine Broschüre über die Katzen dieser Welt und auch der Souvenierladen bietet ausschliesslich Produkte um die Katze an!
    Nach dem Komplex aus Eingang/ Souvenirgeschäft, Restaurant und Wirtschaftshof folgt schon ein erstes Gehege für Geparden. Da der neue Grund 60ha umfasst, konne man hier etwas grösser als andernorts bauen und so hat dieses Gehege die Ausmasse, wie anderswo ein ganzer Zoo! Zu den Tieren wurden Schaukästen angeordnet mit Texten in Französisch und Englisch zu Art und den Biografien der Individuen. Bei 98 Einwohnern ist diese auch noch überschaubar. Ein weiteres grosses Gehege wird von 2.4 Angolalöwen bevölkert, die sich die meiste Zeit in unmittelbarer Nähe des Besucherweges aufhielten. Ein Pfad entlang des Zaunes zeugt allerdings von einem ausgelebten Bewegungsdrang! Gegenüber findet man einen brachliegenden Teich mit zwei Inseln. Ein Rondell ist Ausgangspunkt dreier Rundgänge. Der erste ist Afrika. Schaukästen stellen alle Katzen des entsprechenden Kontinents im Bild vor, auch die nicht gezeigten. Die Gehege der grösseren Katzen wurden aus hohen Zäunen mit Metallpfählen erstellt, die Volieren der Kleinkatzen aus Holzgerüsten. Einige Beobachtungshütten geben durch kleine Fenster Einblicke, aber auch einen Unterstand bei Regen. Wärend im Servalgehege auch Servale waren, fand ich im künftigen Heim der Schwarzfusskatze eine Fischkatze. Stellvertretend für die afrikanischen Vettern sind hier Persische Leoparden und Schwarze Panther untergebracht. Ansonsten sieht der Besucher hier Sandkatze, Oman-Falbkatze, Karakal, Weisse und Zoolöwen.
    Der Parkteil Amerika bietet Ozelot, Jaguar, Margay, Salzkatze, Oncilla, Puma, Jaguarundi und Rotluchs. Eine zweite Jaguaranlage beherbergte zwei Jungtiere aus Aschersleben und Guyana.
    Der umfangreichste Teil ist Asien: Sumatratiger, Rostkatze, Sri Lanka Leopard, Temminck-Goldkatze, Bengalkatze und Fischkatze. Dem Weissen Tigerkater wurde noch in Auneau eine normalfarbene Tigerin zur Seite gestellt und mitsamt Nachzucht (zwei weisse und ein normalfarbener "Tubbytiger") in einem grossen Gehege untergebracht. Diese zeigten sich ebenfalls ganztägig in der Nähe des Besucherweges! Zwei grosse Anlagen standen den Amurtigern bereit. Bei den Tigern fand ich auch den einzigen Negativpunkt des Parks: fehlende Badebecken, die sicherlich noch erstellt werden. Weitere Arten hier sind Amurleopard, Amurkatze, Sibirischer Luchs, Nebelparder, Irbis und Manul! Erstaunlicherweise habe ich über den Tag fast alle Arten zu Gesicht bekommen, ausser Nebelparder, Rost- und Goldkatze! Somit gibt es einen Grund wieder einmal vorbeizuschauen!
    Insgesamt wirkten die Tiere sehr ruhig und ausgeglichen, eine Folge der etwa sechswöchigen Eingewöhnung. Mir hat dieser Zoo viel Freude bereitet und die 12km zurück zum Bahnhof wirkten wie ein Katzensprung!
    (30.11.2006)
    Stefan Schubert:   CERZA LISIEUX, Hermival-les-Vaux; Die beiden Ortsangaben zu diesem Zoo sind etwas irreführend, geben aber in etwa die Richtung vor, wo man ihn findet. Lisieux hat Bahnanbindung von Paris her und ist in etwa zwei Stunden zu erreichen. Hermival ist Tarifzone T2, doch Busse fahren keine, auch nicht zum Zoo. Er liegt etwa 12km von Lisieux und 5km von Hermival entfernt. Eine Fahrt mit dem Taxi kostet 18€ und 13€ der Eintritt! Wer den Aufwand nicht scheut wird mit einem grossartigen Tierpark belohnt! In CERZA (sprich "Sersa") merkt man schnell, dass das Tier im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch. Die Tierunterkünfte sind schlicht und zweckmässig, die Anlagen dafür schön und gross! Dennoch wirkt der Park sehr gut gepflegt und ist bestens in Schuss! Einige Stilelemente fanden schon Anwendung, aber eher dezent.
    Der Eingang ist ein Gebäudekomplex mit Petite-Train Abfahrstelle, Souvenirladen und "Baobab"-Restaurant. Von dessen Terrasse eröffnet sich ein erster weiter Blick über die Afrikasavanne 1 mit Breitmaulnashorn, Elen, Säbelantilope, Böhmzebra und Giraffe. Am Rondell hinter dem Cafe beginnt der Rundgang und erster Ausblick ist über die zweigeteilte "Plaine Asitique" für die Panzernashörner. Der Unterbesatz in Form von Hirschziegenantilope, Leierhirsch und Singschwan kann zwischen den beiden Gehegen wechseln und in benachbarte Areale ausweichen. Das Panzernashornhaus ist begehbar, diesem ist ein Vogelhaus angebaut mit einigen Vogelvolieren und paarweise freifliegenden Papageien. In der Nachbarschaft stehen ebenfalls begehbar das Girafenhaus und die "Grande Voliere". Durch das Streichelgehege kommt man zum Parkteil Afrika. Ein Aussichtspunkt über die Savanne liegt hier, zwei weitere folgen im Laufe des Rundweges. Nach Verlassen des Streichelzoos gelangt man zum Löwenhaus mit Beobachtungsempore und einer waldreichen Aussenanlage. Die ehemalige Kattainsel beherbergt z.Z. Nilgänse und Hornraben. Die Panther- und Husarenaffe/Guereza-Anlagen liegen inmitten des Waldes und sind beide oben offen! Bislang sei noch kein Tier ausgebrochen! Versteckt im Wald liegt dann das Haus der Breitmäuler und die Anlage der Zwergflusspferde. Auf einer Lichtung nebenan kann man gelegentlich Bongos sehen und in einem Ausweichgehege für die Wildhunde ist derzeit die Streifenhyäne untergekommen, da ihre Anlage z.Z. umgestaltet wird. Der Ausgang erfolgt wieder durch den Ziegengral. Ein erster Ausblick ist hier schon auf die andernorts genannte Wasserschwein/ Flachlandtapir/ Mähnenwolf-WG möglich. Zwei alte Nebengebäude zum Herrschaftssitz, über dessen Gelände sich der Park erstreckt dienen als Stallungen, zum einen für besagte WG, zum anderen für einen Weissen Nachzuchttiger, der allerdings nur vorübergehend in der Hornrabenvoliere lebt. Die "Plaine Amerique du sud" lässt sich umrunden und führt auch an Affeninseln vorbei. Bemerkenswertester Bewohner hier sind Silberäffchen! Ein weiterer Rundweg führt zu Schopfgibbons und Aussichspunkten in die Gehege der Braunbären und Iberischen Wölfe. Die Australien-Anlage ist traditionell besetzt und im Anschluss foIgt Afrika 2 mit Strauss, Gemsbok und Weissschwanzgnu. Gegenüber liegen die Anlagen der Streifenhyäne, Sumatratiger und Sri Lanka-Leopard. Ein gemeinsamer Ausguck zu letzteren und den Weissen Tigern wurde im Stil einer Pagode erstellt. Die Tatsache, das hier die Weissen Strefenkatzen gehalten werden sehe ich keinesfalls als Abspruch der Seriösität des Zoos! Hier, wie auch in anderen Haltungen dieser Form, fand ich niemals einen Hinweis über die ausserordentliche Besonderheit dieser "Art", sondern darauf, was sie wirklich ist und wie diese entstand! Der Weg führt weiter zu den Asiatischen Hirschen und Bantengs. Zu sehen, wenn auch nur kurz waren Wasserrehe, ausgiebiger schon Vietnam-Sika und Mesopotamischer Damhirsch! Eine Nordamerika-Anlage beherbergt Trompeterschwan, Bison und Appaloosa-Pferde, stellvertretend für die Mustangs(?). Es folgen Iberischer Wolf, Timberwolf und Europäischer Braunbär in grossen Anlagen, sowie Brillenbär in einer grossartigen Anlage. Zahlreiche Bäume zeugen davon, das die Südamerikaner hier gern klettern! Zum Ende des Rundganges gelangt man noch zu den Freigehegen der Wanderus, Dscheladas und Mantelpaviane. Vom beginnenden Rondell aus führt ein Weg zu einem zweiten Restaurant mit Aussichtsplattform über die Panzernashornanlage und einem Gehege für Muntjaks und der Siamanginsel. Die Häuschen auf der anderen Seite des Tales gehören zum Zoo und sind Urlauberlodges, für Menschen, den ein Tag hier nicht genug ist!
    Zum Abschluss gönnte ich mir noch eine Rundfahrt mit dem "Petite-Train", einer gummibereiften Parkbahn, doch Bandscheibengeschädigte seien vorgewarnt, es geht flott und holprig zu! Die Rundreise geht über aussenliegende Versorgungswege entlang und durch einige der genannten Gehege, aber auch an Wildhund und Rotbüffel vorbei, die vom normalen Rundgang nicht zu sehen sind! Die Fahrt dauert 25 Minuten und erfolgte im Oktober immer zur geraden Stunde, in der Saison sicherlich öfter!
    (29.11.2006)
    Sacha Beuth:   Vielen Dank für die interessanten und vor allem hilfreichen Ausführungen. Da steckt 'ne Menge Arbeit dahinter. Aber ich glaube, dass dadurch bei vielen die Lust auf eine zoologische Entdeckungsreise in Frankreich geweckt wird. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: Es lohnt sich, wenn man gezielt vorgeht.
    Abschliessend kann ich zu Stefan Schubert nur sagen: Ich hoffe, hier kommt noch mehr.
    (28.11.2006)
    Stefan Schubert:   SAFARI-ZOO THOIRY; Eine Reihe tiergärtnerischer Einrichtungen findet man auch im Pariser Umland. Zu den wenigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbaren gehört jene in Thoiry. Nächstgelegener Bahnhof mit Busanbindung zum etwa 10km entfernten Park ist Villiers-Neauphles. Die Busse fahren morgens bis etwa 8:00h, mittags und ab 16:00h auch wieder zurück (Linie Connex 078)! Der Park liegt in unmittelbarer Nähe zur Kleinstadt und ist anhand des riesigen Parkplatzes und seines Schlosses auszumachen!
    Die Einrichtung gliedert sich in drei Bereiche: Zoologischer Garten, Botanischer Garten und die Safari. Der Eintritt für alle Bereiche kostet 21€, nur für den Zoo immernoch stolze 17€! Die Safari lässt sich ausschliesslich im eigenen Fahrzeug bereisen, Fahrräder, Bikes und Cabrios sind jedoch tabu!
    Einige Wege des Jarin zoologique a pied dürfen auch mit dem Auto befahren werden und es gibt einige Parkplätze. Der Fussbereich der insgesamt 150ha umfassenden Anlage nimmt etwa die Hälfte der Fläche ein und bietet auch als "normaler" Zoo einiges: Gleich hinterm Eingang findet man Prairiehündchen, Schnurbarttamarin und Turakos und wenig weiter Roter Panda, Zwergotter, Chinaleopard, Serval und einen einzelnen Wolf. Eine begehbare Voliere wartet mit Ibis, Kormoran und morschen Holzbrücken auf. Ein erstes Highlight erwartet einem im Vivarium: Zwei junge Komodowarandamen aus London! Das riesige Männchen weilt derzeit in Chester. Ein Pluspunkt des Parks ist eine ansprechend gestaltete Aussenfreianlage für diese Tiere, doch trotz angenehmer Temperaturen blieb der Schieber zu. Beide Mädels waren sehr aktiv und es machte Spass, ihnen beim Schwimmen zuzuschauen! Florida-Weichschildkröten sind ebenfalls seltene Pfleglinge. Durch die Bennettkänguru-Anlage führt der Weg weiter, vorbei an Nilgai/HZA und Kasuar zu Bongo und Zebra im Birkenwald. Durch die Löwenanlage führt ein Glastunnel und man ist hier mächtig stolz darauf, dessen Erfinder zu sein. Bemerkenswerterweise nutzen die Tiere diesen auch als Ruhefläche! Ein weiterer Augenschmaus waren weisse Tiere zwischen weissen Stämmen: Arabische Oryx in ordentlicher Kopfzahl. Etwas versteckt liegt eine Geiervoliere und ein hübsches Modelldörfchen in etwa dreifacher Verkleinerung. Den ursprünglichen Zweck dessen erschloss sich mir leider nicht, da die Häuschen für Meerschweinchen zu gross sind. Derzeit leben dazwischen zwei Pelikane! Es schliesst sich eine Wasserlandschaft mit Spielplatz, Kiosk, Muntjakgehege und Lemureninseln an. In Form einer liegenden Acht findet man hier auch eine Tonkeanmakaken-Freianlage. Umzäunt ist diese mit engmaschigen, gazeartigen hohen Zaunfeldern, unterbrochen von einer zentralgelegenen Glasfront. Bestanden ist sie mit einigen arg lädierten hohen Bäumen und mittels Seilen wurden Klettermöglichkeiten geschaffen. Erstaunlich ist aber die Grösse der Gruppe mit schätzungsweise 60-80 Tieren und etwa zwei Dutzend Jungen! Die benachbarten Gaure sind mit Hängebauchschweinen vergesellschaftet und weitere Haustierformen schliessen sich an. Die Lemureninseln sind üppig bewachsen. In deren Umgebung waren einige kleine Bauarbeiten im Gange, aber auch hier fand ich Stege aus vermodernden Holz. Ein Stichweg führt zu einigen weiteren Beutegreiferanlagen. Hier verlegte man den Weg dann höher auf den Trennzaun zweier Tigergehege und dessen vom Luchs. Hier eröffnet sich dem Besucher auch der einzige Ausblick in den Safariteil. Eine seit Jahr(zehnt)en nicht mehr genutzte Treppe führt zum nichtbegehbaren Elefantenstall. Ein weiterer Glastunnel führt durch die Tiegeranlage. Auf den Wiesenflächen um einen Teich tümmeln sich eine beeindruckende Schar Kanadagänse und nach Querung des Botanischen Gartens gelangt man zum recht jungen Parkteil Europa mit Fischotter, Fasanen und Eulen. Botanischer Garten finde ich allerdings als Bezeichnung hochgesteckt, da es sich "nur" um einen Landschaftspark, dafür mit altem Baumbestand handelt. Ein kleiner Einblick in den Safariteil erhält man am inneren Parkplatz zu den Damhirschen, Wisenten und Wildpferden. Der Grossteil typischer Zootiere, wie Elefant, Giraffe, Nashorn, Flusspferd und Antilopen blieb mir allerdings verborgen!
    (27.11.2006)
    Stefan Schubert:   MENAGERIE PARIS, Jardi de Plantes; Dem alterwürdigen Revolutionszoo von 1794 stattete ich als erstes in der Hauptstadt einen Besuch ab. Zwar ein Gitterzoo im klassischen Sinne, doch von unbeschreiblichen Charme ist diese Einrichtung. Ob man hier zur Modernisierung denselben Weg einschlagen wird wie in Wien, bezweifel ich, hier reduziert man sich in den Arten und passt diese eher den vorhandenen Gehegen an, kleinere Tiere für kleinere Gehege. Grosstiere gibt es schon seit Jahren nicht mehr und die vorhandene Dickhäuterrotunde steht leer. Der 2002 vorhandene Mikrozoo ist auch nicht mehr! Eine Flusspferdfamilie aus Bronze erinnert noch an den einstigen Zweck! Eine erste Anpassung konnte ich in den ehemaligen Bärengruben feststellen. Mit dem Auszug der Syrier gibt es hier keine Grossbären mehr. Stattdessen entstanden Podeste Kletterpyramiden für die neuen Bewohner: Binturong und Kleiner Panda, zu den der Besucher nun aufschauen darf! Nebenan ermöglichen die benachbarten Gehege den Grössenvergleich zwischen grössten und dem kleinsten Wildrind! Im Freigehege der Rotunde fingen Zoomitarbeiter gerade die Riesenschildkröten zur Umsiedlung ins Winterquartier ein. Nächstes Ziel war meinerseits das Gehege des Sichuantakin und nach mehreren Versuchen zeigte er sich mir auch! Auf der anderen Seite der Lamaanlage finden sich in Volieren entlang des Zaunes zum Botanischen Garten einige Eulen und darunter selten gezeigte Formen wie Afrikanischer und Nepal-Uhu. Hinter den HZA´s gelangt man zu den richtigen Raritäten: Vierhornantilope und Moschustier! Letztere sah man aber nur schemenhaft unter dem Strauchwerk. Das Gehege der Blauschafe fand ich leer vor und die Fauverie verschlossen. Ein Anschlag erklärte, dass das 1934 errichtete Raubtierhaus erstmals in seiner Existenz Restaurationsarbeiten unterzogen wird. Einzige Bewohner derzeit sind Chinaleoparden. Dahinter liegt ein Fasaneriekomplex, u.a. mit Vietnamfasane, einer Kasuaranlage (ehem. Antilopenhaus) und weiteren Volieren mit Papageien und Greifvögel. An einer Kleinsäugerfreianlage vorbei gelangt man zu den Gehegen mit der wichtigsten Tierform im Zoo, den Ziegenartigen. Da traf ich meine Blauschafe wieder, aber auch Schneeziege und Markhor. Die Singerie, das Affenhaus, ist auch deutlich jünger als man Glauben mag: 1934 und voller Raritäten! Goldbauch-, Weissscheitel- und Mantelmangaben, sowie Vollbart- und Sumpfmeerkatzen! Baulich ins Auge stechen die beiden Fasanerien nahe der Kleinsäugerfreianlagen. In der älteren leben verschiedene Vögel, in der neueren Krallenäffchen und Kagus! Beide sind jedoch nur von aussen zu besichtigen. Hinein sollte man dafür ins Reptilienhaus, schon allein der Einrichtung wegen! Hier sah ich auch die Vergesellschaftung Tupaja und Wasseragame. Das zweite Reptilienhaus wirkt dafür etwas schlichter. Nahe der Grossen Voliere begegnet man einer Zuchtgruppe Nubischer Steinböcke. Die Grand Voliere entstand 1888 und ist begehbar. Sie widmet sich afrikanischen Vögeln: Papageien, Turakos, Enten, Kraniche etc.. Fast im Schatten dieses Komplexes leben Weissbartpekari und Südpudu. Verlässt man den Park über den Ausgang "Reptiles" bei den Nubischen Steinböcken, trifft man auf ein recht grosses Gehege mit Bennettkängurus im Botanischen Garten!

    PARC DE ACCLIMATATION, PARIS; Da am Nachmittag noch etwas Zeit war, beschloss ich den zweitältesten Tierpark der Stadt noch aufzusuchen. Er wurde 1860 eröffnet, ist flächenmässig mit 19ha der grösste und war auch wirklich einmal ein Zoo! Zu Zeiten der Völkerschauen gab es hier die meisten Ausstellungen. Heute ist es eher ein Kinderfreizeitland für jüngste Jahrgänge, dennoch sei er dem historisch interessierten Zoofreund empfohlen. Der Eintritt kostet €2,90. Neben vielerlei Spielgerät und Fahrgeschäften findet man eine interessant gestaltete Gartenanlage vor und auch noch einige Tiere. Haustiere leben in einem zusammengefassten Komplex im westlichen Parkteil. Deren Ställe wurden im normanischen Fachwerkstil errichtet. Papageien und Enten findet man in einer Volierenanlage mit Ornamentenschmuck und auch eine Braunbärenanlage befindet sich auf dem Gelände, jedoch deutlich jünger und aus Beton!

    ZOO PARIS, Bois de Vincennes; Erster Anlaufpunkt in Paris war für mich der Zoo um den Gerüchten, er sei geschlossen, auf den Grund zu gehen und stand vor verschlossenen Toren! So wurde ich unfreiwillig zur chronologischen Einhaltung meiner Besuche entsprechend der Eröffnungsjahre gezwungen. Der Zoo wurde 1934 eröffnet und trägt bekanntlich die Handschrift Hagenbeck´s! Vorangegangen ist ein Zoologischer Garten in der Nähe anlässlich der Kolonialausstellung im Bois de Vincennes 1931! Ein Modell dieser Riesenschau findet man im nahen Aquarium PONTE DOREE, dem letzten Überbleibsel dieser! Auf die Geschichte des Parks macht ein Pavillion am Eingang aufmerksam. Gezeigt werden Schnittzeichnungen zum Bau der Tierhäuser und überrascht stellt der Interessent fest, wie viele davon einst begehbar waren! Am Pinguin-Robben-Becken gab es sogar Unterwassereinsicht! Desweiteren erfährt man, dass auch der Grand Rocher einen praktischen Nutzen hat, als Wasserturm! Im zweiten Teil der Ausstellung wird der anstehende Umbau vorgestellt mittels Modell, Zeichnungen und Computerbildern a la "Yukon Bay"! Das Handlungsbedarf besteht zeigen die Kunstfelsen vielerorts im Gelände! Einige Anlagen sind leerstehend und weissen metergrosse Löcher auf, einige der Torbögen sind gesperrt und die Zugänge zu einigen Ställen mittels Baugerüste gesichert! Die meisten Huftiere sind allerdings noch da, wie auch viele der Primaten und noch genügend andere Tiere um hier einen schönen Tag zu erleben. Trotz der bröckelnden Substanz besitzt der Zoo noch unheimlich viel Flair. Neben dem Grossen Felsen ist auch die Affenfreianlage saniert worden. Auf der ehemaligen Panda-Anlage leben nun Schwarze Brüllaffen. Enttäuscht war ich ein wenig von der neuen Sifaka-Anlage, hatte ich doch eine Freianlage erwartet, fand aber "nur" eine grosse verzinkte Voliere vor! Hier befindet sich auch der derzeitig einzige begehbare Innenbereich. Zeitweise soll aber auch der Grosse Felsen begangen werden können! Interessant fand ich die Anlage eines Gemüsegartens zu Anschauzwecken auf eine der leerstehenden Freigehege. Darin werden Gemüse- und Obstsorten vorgestellt und auf Tafeln aufgezeigt, für welche Tiere diese sind.
    (23.11.2006)
    Stefan Schubert:   Danke für das Lob, das spornt an zu neuen Taten:

    ZOO LILLE; Nördlich der Stadt findet man den städtischen Zoo der Ville de Lille! Die Lage an Teilen der Aussenmauer der alten Zitadelle könnte man Parallelen mit dem Zoo Landau finden, doch will ich diese beiden Parks nicht miteinander vergleichen! Dieser Zoo ist mit etwa 4ha recht klein und zeigt etwa 480 Tiere in 110 Arten! Er ist ganztägig ab etwa 09:00 geöffnet und der Besuch ist kostenlos! Trotz der kommunalen Trägerschaft ist der Park gut in Schuss und durchaus sehenswert. Der erste Blickfang des Rundganges ist eine Volierenanlage zu beider Seiten des Weges, welche optisch zu einem Komplex durch bogenförmige Stahlstangen verbunden wurden. Wenngleich hier Papageien, Eulen und Blauflügel-Kookaburra zu finden sind, leben nicht nur Vögel darin. Entsprechend den Bewohnern änderte man diese ab, ohne die Grundstruktur der Anlage zu zerstören: Fuchsmanguste mit Stachelschwein und Erdmännchen erhielten Freianlagen, für die Fischkatze entstand ein stabileres Gehege mit zurückversetzten Gittern. Eine Mini-Voliere wurde zur Vogelnestschau. Bemerkenswert ist ein Tropenhaus mit Reptilien, Krallenäffchen und einer Nachtabteilung! Leider ist hier das Blitzen verboten und so kann ich nicht mit Sicherheit behaupten, dass das zum Schild zugehörige Fellknäul ein Potto war! Seitlich am Tropenhaus findet man eine recht finstere Irbisanlage, der sich ein brachliegendes Gehege anschliesst, der ehemaligen Australienwiese. Inmitten eines Weihers liegen drei Affeninseln für Gibbons und Kapuziner, letztere mittels Holzpodest vergrössert. Die grössten Tiere im Park sind zwei Breitmaulnashörner, die gemeinsam mit Elen und Chapmanzebras eine langgezogene Anlage an der Aussenseite des Zoos bewohnen. In einer Wegeschleife befindet sich eine Südamerika-WG mit Capybara, Tapir etc.. Auf dem Weg zum Ausgang passierte ich das grösste Bauprojekt, einer Voliere für die SW-Varis, welche auch bitternötig ist, da diese in einem recht kleinen Verschlag hausten! Insgesamt sah ich dem Park den Willen an, seinen Tieren ein ansprechendes Heim zu bieten!

    ZOO MAUBEUGE; Da dieser Park zumindestens ausserhalb der Hauptsaison nur nachmittags geöffnet ist, lässt sich ein Besuch gut mit Lille verbinden! Mehrmals am Tag verbinden Züge beide Städte miteinander und dieser Zoo ist etwa zwei Kilometer vom Bahnhof entfernt nahe der Altstadt. Wie in Lille ist er in städtischen Besitz und liegt inmitten alter Festungsteile, nur etwas späktakulärer! Hier wird jedoch für den Besuch ein Obulus von 6€ verlangt, was aber nicht zuviel ist! Der Zoo steht gerade in Umbruch, da viele Neuanlagen geschaffen und alte umgestaltet werden! Schon auf den ersten Metern erspäht man eine neue Raubtieranlage. Eine Hälfte war fertig und mit einem Weissen Tiger besetzt, die andere stand kurz davor. Der alte Affenfelsen wurde umgestaltet und mit Wasch- und Nasenbären besetzt, die umseitig liegende Braunbäranlage spiegelt hingegen noch die Uraltzeit wieder. Ein Türmchen inmitten der Wasserschweinanlage verrät, dass hier einst Robben lebten, der Pool ist aber reduziert worden. Gegenüber entstanden Neugehege für Mähnenwolf und Helmkasuar, letztere hatten ihr altes zugunsten der Elefantenerweiterung räumen müssen. Wenige Meter weiter kommt man zum alten Festungsgraben, der sternförmig die Stadt umschloss. Darin liegen Strauss-, Huftier-, Flusspferd- und Raubtieranlagen. Ein ehemaliger Bärenzwinger wurde zugeschüttet und beherbergt nun Stachelschweine, in den alten Katzenanlagen leben Saruskraniche und ein alter Löwenmann. Für den Zugang zu ihrer Aussenanlage wird den beiden Flusspferden der Besucherweg abgesperrt. Rechterhand um die Festungsmauer gelangt man zu einem wirklichen Schwachpunkt hiesiger Tierhaltung einer zwar grossen, aber ganztägig im Schatten liegenden Schimpansenvoliere. Ursprünglich waren hier Geier untergebracht. Ihr gegenüber liegt ein eingezäuntes Waldstück für Luchse, das der Weg umrundet und auf die gegenüberliegende Mauerkrone führt. Darauf liegt eine begehbare Anlage mit Guanakos und Quessantschafen, sowie einigen Tunnel. In einer darinliegenden kleinen Voliere leben heute Geier, ursprünglich sogar Affen. Eine Treppe führt zurück in den Graben zu den Zebras und eine weitere wieder bergan. Hinter der Guerezavoliere liegt das Giraffenhaus, welches leider verschlossen war (darin sollen sich Terrarien befinden). Die Giraffenaussenanlage wurde unlängst vergrössert. Recht gross wirkt die Pumaanlage und die jüngst vergrösserte Elefantenanlage wurde am 20.04.2006 eingeweiht. Das zugehörige Haus ist nicht begehbar. Abschliessend fällt noch eine Gibbonkugel ähnlich der Kölner ins Auge. Empfehlenswert ist vielleicht noch die HP des Zoos: www.zoodemaubeuge.fr
    (22.11.2006)
    Sacha Beuth:   Endlich, vielen Dank Stefan Schubert. Ich war letztes Jahr auch in Amnéville und kann Deine Eindrücke nur bestätigen. Bei den Luchsen im Westernfort könnte man noch erwähnen, dass es sich um Europäer handelt. Und dass sogar die Anlage im Ruhrzoo wesentlich realitäts- und vor allem naturnaher gestaltet ist. Generell halte aber auch ich die Qualität wie den Eintrittspreis des Zoo Amnéville als hoch.
    (22.11.2006)
    Stefan Schubert:   Lange genug hinausgeschoben, möchte ich mich endlich einmal den Anfang machen und von meiner Reise durch einige der französischen Zoos berichten! Diese Zoos sind oft nicht so artenreich wie Einrichtungen in unseren Breiten, aber es gibt hier auch einige selten gesehene Tierformen. Die meisten Parks sind durchaus sehenswert und vor einer Reise brauch kaum einer zurückzuschrecken, der des Französisch unkundig ist!

    ZOO AMNEVILLE; Zum ersten Park den ich besuchte hätte ich eigentlich schon etwas im 19€-Threat beitragen können, denn er war der teuerste richtige Zoo meiner Tour mit 21€! Es war ein sonniger Sonntag und er war voll, auch viel deutsch wurde gesprochen, da der Zoo auf halben Weg zwischen Metz und Luxemburg nicht weit eg der deutschen Grenze liegt! Er kann auch getrost in die Kategorie Erlebniszoo gesteckt werden, doch wurden hier weniger Pseudo-Landschaften aus Spritzbeton kreiert, als vielmehr die Gehege und deren Umfeld durch Accessoires der Ursprungsländer oder -kulturen seiner Gehegebewohner bereichert! Der Zoo wurde 1986 gegründet und ist in seinen 20 Jahren anständig gewachsen mit einem sehenswerten Tierbestand! Dieser wird mit 1100 Tieren in 190 Arten auf 12ha angegeben. Trotz der privaten Trägerschaft beteiligt sich der Zoo an zahlreichen Naturschutzprojekten im In- und Ausland, für 2006 nennt man eine Summe von 150.000€. Es ist ein aktueller Zooführer, allerdings nur in französisch, erhältlich!
    Das Wegenetz im "alten Zooteil" ist weit vernetzt, ein Rundgang wird dennoch ausgeschildert und führt zu allen Gehegen: Schon kurz nach dem Start ein erstes optisches Highlight, eine Pyramide als Kamelhaus! Puristen werden sich stören, dass es jedoch Trampeltiere sind. Die Pumaanlage wurde mit einer einem Westerndorf ähnliche Kulisse versehen und etwas makaber wirkt ein Galgenstrick über einem Liegepodest der Tiere. Vielleicht dient dieser jedoch nur zum Aufhängen von Leinensäcken? Vorbei an Löwenanlage und Affeninseln gelangt man zu einer hübsch strukturierten Polarwolfanlage und einem Westernfort, welches von Luchsen bewohnt wird. Recht afrikanisch wirkt ein neuer Bereich mit Vogelvolieren, Wildhund und Pinselohrschwein. Das Vivarium wartet mit einer interessanten Riesenschlangen- und Waransammlung auf. An der Rückseite des Forts sieht man Bisons in einer recht kleinen Anlage. In weiteren Gehegen begegnet man vielen typischen Zoobewohnern, wie Kleinen Pandas, Pinguinen und Prairiehündchen, aber auch Baumstachlern. Sehr stimmig fand ich den Südamerikabereich mit Flamingo, Tapir und Jaguar inmitten üppiger Bepflanzung. Ebenfalls sehr gut gefallen hat mir die Eisbärenanlage mit Pflanzinseln unterteiltem Landteil. Über eine Brücke gelangt man zum Erweiterungsteil, schwerpunktmässig Afrika gewidmet mit Elefant und Savannenanlage. In kleineren Gehegen findet der Besucher hier auch Kirk-Dikdik, Serval und Streifenhyäne, sowie in den grossen Vitrinen der drei Tierhäuser zahlreiche Kleinsäuger und Reptilien des schwarzen Kontinents. Schlecht sichtbar sind leider die Moholi-Galagos! Für die Breitmaulnashörner wurde in den letzten Jahren ein Teil der Afrikasavanne abgetrennt und leider auch die Gnus abgegeben. Ein zusätzliches Nashorngehege kam hinzu, wie auch zwei Häuser, eines für Besucher begehbar. Auf einer bislang noch unbebauten Fläche entstand zur diesjährigen Saison ein Robbenkomplex mit Kaliforniern, Mähnenrobben und sehr sauberen Wasser! Hier findet man auchmal viele Kunstfelsen. Zurück im alten Zooteil passiert man noch einige Beutegreiferanlagen, wobei jene für Fischkatzen besonders ins Auge stach, gross und üppig bewachsen. Nahe dem Ausgang stösst man schliesslich noch auf eine zoologische Kostbarkeit: In einer weniger ansprechenden Rechteckvoliere leben Krabbenfressermakaken!
    Innerhalb des Parks gibt es einige Gastronomieeinrichten und auch Automaten, doch ist hier alles recht teuer, preiswerter ist ein kleiner Kiosk gegenüber des Ausgangs! Interessenten die mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchten sei der Zug bis Hagondange empfohlen. Der Bahnhof liegt etwa vier Kilometer vom Zoo entfernt, der von Amneville aber auch, hat jedoch den Vorteil einer hohen Zugfrequenz von Nancy/Metz und Luxemburg. Busse zum Zoo gibt es keine, doch warten meistens Taxis!
    In Amneville gibt es desweiteren noch ein Aquarium mit Ozeanbecken und Tropenhalle, welches ich zwar nicht besucht habe, sich aber mit dem Zoobesuch kombinieren lässt, da es länger geöffnet ist!
    (22.11.2006)
    Stefan Schubert:   Dieser Zustand herscht in etwa auch jetzt noch so vor und die genannten Arten, sowie die meissten Huftierarten findet man noch im Zoo!
    In der Menagerie wird derzeit das Raubtierhaus sanniert und so gibt es zur Zeit nur einen Chinaleoparden im Aussengehege zu sehen. Im gesperrten Innenbereich lebt das Weibchen mit frischen Nachwuchs!
    (17.10.2006)
    Johannes Pfleiderer:   Ich war Ende März 2005 in Vincennes. Der halbe Zoo war entweder geschlossen (Nachttierhäuser, Giraffenhaus) oder die Gehege standen leer.
    Renoviert bzw. umgebaut wurde gerade das Haus für tagaktive Lemuren. Der Pavianfelsen sah recht gut aus, war wohl frisch renoviert worden, im Gegensatz zu den anderen Kunstfelsen.
    Trotzdem war der Tierbestand sehenswert: Sing-Sing-Wasserböcke (K. ellipsiprymnus unctuosus), Ostafrikanische Beisas, Guinea-Paviane, Tschad-Giraffen (allerdings nur als Giraffe ausgeschildert), Kegelrobbe und Tammar-Känguru.
    (16.10.2006)
    Stefan Schubert:   Am 10.10. war ich erstmalig in Vincennes und stand vor verschlossener Tuer. Wegen grosser Arbeiten blieb der Zoo geschlossen. Dies kann durchaus des oefteren geschehen. Ich nehme an vornehmlich dienstags, dem Hauptschliesstag franzoesischer Museen. Tags drauf war er offen, doch Baeren, Grosskatzen und Elefanten fehlen und wird dem Besucher am Eingang mitgeteilt. Dennoch lohnt der Tierbestand die 5Euro Eintritt und das Flair sowieso. Dafuer sind die meisten Huftiere und Lemuren da. Am Eingang Porte Doree steht nun ein Pavillon, er zur Geschichte und der Zukunft informiert. Im Bereich der Baerenanlage entsteht wohl in Kuerze die Afrikasavanne. Diese Felsen verschwinden und das Elefantenhaus wird Nashornstall. Der Grand Rocher ist saniert, aber nur eine der Berganlage mit Maehnenschafen besetzt. Die Loewen/Tigeranlagen sind gesperrt und auch die Torboegen der Besucherseite. Hier broeckelt der Berg arg und ueberall stehen Gerueste. Das Planum soll angehoben werden um eine Huegellandschaft zu modellieren. Ein Holzweg wird am Grand Rocher entlang verlegt und dieser Bereich zu einer riesigen Voliere. Die alte Voliere verschwindet und die ehemaligen Hirschgehege stehen schon leer. Da ziehen diverse Tiere Europas ein, u.a. Bieber. Im Bereich der heutigen Affenanlagen entsteht ein Tropenhaus zum Thema Aequatorialafrika u.a. mit Gorillas. Ein weiteres Tropenhaus wird verschiedene Vegetationszonen Madagaskars beherbergen und ein weiteres widmet sich Guyana, u.a; mit Seekuehen. Das sechste Thema Patagonien widmet sich schwerpuntmaessig dem Wasser mit Robben und Pinguinen.
    (16.10.2006)
    Stefan Schubert:   Der Grand Rocher bleibt, ist auch weitestgehend saniert. europa soll als Begehbare Voliere zwischen diesem und den alten Raubtieranlagen entstehen, sowie drumherum mitsamt der Kiefern! Die Bärenanlage hat man teilweise zu sanieren begonnen, doch wird sie abgebrochen. Die Löcher darin sind Bärengross! Das Planum wird hügelig gestaltet und so verschwinden einige der Felsen. Es gibt dann nur noch einen Rundweg mit verbindungen und vier interne Rundwege in den Bereichen über tlw. drei Etagen: eben, baumhöhe und untererden mit Unterwassereinblick. Weitere ergenzende Felsen werden entstehen!
    (14.10.2006)
    maloney8032:   Der GRAND ROCHE (=zu deutsch Grosser Felsen) bleibt stehen und ist mit hochdruck abgespritz worden er sieht aus wie neu!
    (14.10.2006)
    Sven P. Peter:   Und was passiert mit den mächtigen Kunstfelsen?
    (14.10.2006)
    Stefan Schubert:   Der Vincennes-Zoo soll in einen Erlebnisszoo umgebaut werden: Sechs Themen sind anvisiert! Europa um den Grand Rocher, afrikan. Savanne anstelle der Elefanten- und Bären, Afrik. Tropen, Madagaskar, Patagonien und Guyana! Mehr dazu wenn ich wieder am PC sitz!
    (14.10.2006)
    Mel:   Habe von ähnlichen Plänen gehört, theoretisch ist es machbar und so weit ich weiß soll vieles davon über Sponsorenlaufen.
    (13.10.2006)
    maloney8032:   War jemand mal in letzter zeit im Zoo de Vincennes, wenn ja dann kam sehen (besonders am Eingang), dass dort einiges in Bewegung ist, Tiere wie Panda, Fingertier, Elefanten, Raubkatzen, Bären und Nashorn sind nicht mehr dort, und bis ins Jahr 2012 soll der Zoo komplett renoviert (oder neugebaut) werden. Zu den Zonen:
    - Afrikanische Savanne mit Nashorn, Giraffe, Gazellen und Löwe
    - Afrikanischer Dschungel mit okapi, Gorilla und Gruerza
    - Madagasische Steppe mit Fingertier, Sifaka und Katta
    - Amerikanische (oder europäischer) Laubwald mit Bär, Wolf und Biber
    - Südamerikanischer Regenwald mit Tapir und Manati
    und
    - Patagonische Küste mit Seelöwe und Magellan-Pinguin.
    Meine Frage ist jetzt sind diese Ziele so wie sie ausgeschrieben sind wirklich realisierbar, ich meine die wollen die Lebensräume exakt nachbilden und dazu noch riesige Ökosystemkuppeln errichte und den Besuchern die Möglichkeit geben den Zoo von verschiedenen Ebenen aus zu betrachten
    - Unter der Erde (oder Wasser)
    - Auf der Erde
    und
    - Über der Erde
    dazu müsste der ganze bestehende Zoo doch abegrissen und neugebaut werden, ich das machbar (Ja ich weiss bei Zoos wie Jaderberg, Gelsenkirchen und Bremerhavn hats auch funktioniert aber trotzdem)
    (13.10.2006)
    Susi:   Ich ar 2x da. Absolut sehenswert, einer der größten Zoos Frankreichs mit vielen seltenen Arten auf tollem, weitläufigen Gelände.
    (18.10.2005)
    Konstantin ruske:   Zwar nicht mehr brandaktuell, aber mit einen gewissen Eindruck vermittelnden Bildern: Artikel im Zoofreund, Nr 99, 1996 von Achim Johann über CERZA
    (11.10.2005)
    R. Masell:   @Zoosammler
    Ja, der Zoo ist in der Nähe von Caen an der Kanalküste. Auf der Frankreichseite bei lesdans unter Lisieux zu finden.
    (09.10.2005)
    Zoosammler:   CERZA
    Habe gerade auf der sehr schönen französischen Seite leszoosdanslemonde.com einen Bericht über "Cerza" oder so gesehen, ein Zoo oder Safaripark mit anscheinend sher interessantem Tierbestand (Afr. und Panzernashorn, Giraffen, Weißschwanzgnu, Elenantilope, Zwergflußpferd, Ceylon-Leopard, Banteng, Dscheladas, Ibberischer Wolf, Iberischer Wolf, Streifenhyäne, Hyazinthara,...) und für französische Verhältnisse anscheinend sehr schönen Anlagen.
    Weiß jemand näheres über diese Einrichtung? Ist sie überhaupt in Frankreich?
    (09.10.2005)

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